Sophos 7.0 SafeGuard Enterprise Administratorhilfe
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SafeGuard Enterprise
Administratorhilfe
Produktversion:
Stand:
7
Dezember 2014
2
Inhalt
4.1 Warnung bei Ablauf des Unternehmenszertifikats..............................................15
4.4 SafeGuard Management Center Benutzeroberfläche.......................................16
5.3 Starten der Erstkonfiguration des SafeGuard Management Centers ................20
5.4 Konfigurieren der Datenbankserver-Verbindung................................................20
5.6 Erstellen eines Haupt-Sicherheitsbeauftragten (Master Security Officer,
5.8 Abschließen der Erstkonfiguration des SafeGuard Management Centers.........24
5.9 Erstellen weiterer Datenbankkonfigurationen (Multi Tenancy)............................24
5.10 Konfigurieren zusätzlicher Instanzen des SafeGuard Management
7.1 Erstellen von weiteren Datenbankkonfigurationen.............................................33
7.2 Herstellen einer Verbindung mit einer bereits vorhandenen
7.5 Import einer Konfiguration über das SafeGuard Management Center...............35
7.6 Import einer Konfiguration durch Doppelklicken auf die Konfigurationsdatei
7.7 Schneller Wechsel zwischen Datenbankkonfigurationen...................................36
8 Registrieren und Konfigurieren des SafeGuard Enterprise Server..................................37
8.3 Ändern der SafeGuard Enterprise Server Eigenschaften .................................39
8.4 Registrieren des SafeGuard Enterprise Servers mit aktivierter Sophos
9.2 Aktivieren der SSL-Verschlüsselung in SafeGuard Enterprise...........................42
10.2 Erstellen von Arbeitsgruppen und Domänen....................................................46
10.3 Suche nach Benutzern, Computern und Gruppen in der SafeGuard Enterprise
10.4 Anzeigen von Objekteigenschaften in Benutzer und Computer.......................52
11.3 Zuweisen einer Rolle zu einem Sicherheitsbeauftragten.................................56
11.4 Einsehen von Sicherheitsbeauftragten- und Rolleneigenschaften...................57
11.8 Anlegen eines Haupt-Sicherheitsbeauftragten.................................................60
11.10 Zuweisen von Verzeichnisobjekten zu einem Sicherheitsbeauftragten..........65
11.12 Zurückstufen von ernannten Haupt-Sicherheitsbeauftragten.........................68
11.13 Ändern des Zertifikats eines Sicherheitsbeauftragten....................................69
11.14 Anordnen von Sicherheitsbeauftragten in der Baumstruktur..........................69
11.15 Schneller Wechsel zwischen Sicherheitsbeauftragten ..................................69
3
4
12.2 Persönliche Schlüssel für die dateibasierende Verschlüsselung mit File
12.4 Exportieren des Unternehmenszertifikats und des Zertifikats des
13.3 Verwalten von Company Certificate Change Orders........................................86
14.4 Erstellen von Sicherungskopien von Richtlinien und Richtliniengruppen.........91
14.5 Wiederherstellen von Richtlinien und Richtliniengruppen.................................92
14.7 Verwalten von Richtlinien unter Benutzer & Computer.....................................93
14.9 Regeln für die Zuweisung und Auswertung von Richtlinien..............................94
15.1 Erzeugen eines Konfigurationspakets für zentral verwaltete Endpoints.........101
15.2 Erzeugen eines Konfigurationspakets für Standalone-Endpoints...................102
15.3 Erzeugen eines Konfigurationspakets für Macs..............................................102
16.2 Registrieren weiterer SafeGuard Enterprise-Benutzer...................................106
16.4 Konfigurieren der SafeGuard Power-on Authentication..................................107
16.5 In der SafeGuard Power-on Authentication unterstützte Hotkeys...................111
16.6 Deaktivierte SafeGuard POA und Lenovo Rescue and Recovery..................113
18.1 Anlegen von Service Account Listen und Hinzufügen von Benutzern............115
18.2 Zusätzliche Informationen zur Eingabe von Benutzer- und
18.3 Bearbeiten und Löschen von Service Account Listen....................................117
18.4 Zuweisen einer Service Account Liste in einer Richtlinie...............................118
18.6 Anmeldung auf einem Endpoint mit einem Service Account..........................118
19 POA-Benutzer für die Anmeldung an der SafeGuard POA..........................................120
19.2 Ändern des Kennworts für einen POA-Benutzer............................................121
19.5 Hinzufügen von Benutzern zu POA-Gruppen.................................................122
19.6 Entfernen von Benutzern aus POA-Gruppen.................................................122
19.7 Zuweisen von POA-Benutzern zu Endpoints..................................................122
19.8 Anmeldung an einem Endpoint mit einem POA-Benutzer..............................124
20.3 Anlegen von Listen verbotener PINs für die Verwendung mit Richtlinien.......139
20.5 Anlegen einer Liste verbotener Kennwörter für die Verwendung mit
20.7 Passphrase für SafeGuard Data Exchange....................................................147
20.8 White Lists für Geräteschutz-Richtlinien für dateibasierende
20.10 Spezifische Computereinstellungen - Grundeinstellungen...........................156
23.1 Konfigurieren von Verschlüsselungsregeln in File Encryption Richtlinien.......182
23.2 Konfigurieren von Dateiverschlüsselungseinstellungen in Richtlinien vom
23.6 File Encryption und SafeGuard Data Exchange.............................................191
5
6
24.5 Konfigurieren von vertrauenswürdigen und ignorierten Anwendungen für
24.6 Konfigurieren von ignorierten Geräten für SafeGuard Data Exchange..........200
24.7 Konfigurieren der persistenten Verschlüsselung für SafeGuard Data
24.8 Protokollierung des Dateizugriffs auf Wechselmedien...................................202
24.9 SafeGuard Data Exchange und File Encryption.............................................202
25.1 Anforderungen für Software von Cloud Storage Anbietern............................203
25.3 Erstellen einer Geräteschutz-Richtlinie mit dem Ziel Cloud Storage..............209
25.4 Protokollierung des Dateizugriffs im Cloud-Speicher.....................................209
26.1 Benutzer-Computer Zuordnung (UMA) im SafeGuard Management
26.2 Zuweisen von Benutzer- und Computergruppen............................................214
29.5 System-Recovery für die Sophos SafeGuard Festplattenverschlüsselung....256
30 Wiederherstellen einer beschädigten SafeGuard Enterprise Installation.....................261
31 Wiederherstellen einer beschädigten Datenbankkonfiguration....................................262
33.4 Konfigurieren von Einstellungen für die Protokollierung.................................272
33.6 Datei-Tracking-Bericht für Wechselmedien und Cloud-Speicher....................275
33.10 Löschen ausgewählter oder aller Ereignisse................................................278
33.13 Regelmäßige Säuberung der EVENT-Tabelle über Skript............................279
34.6 Einschränkungen in Bezug auf registrierte Server.........................................291
35 Managing Mac endpoints in the SafeGuard Management Center...............................293
35.1 Bestands- und Statusinformationen für Macs.................................................293
35.2 Erzeugen eines Konfigurationspakets für Macs..............................................293
36 SafeGuard Enterprise und selbst-verschlüsselnde Opal-Festplatten...........................295
36.1 Integration von Opal-Festplatten in SafeGuard Enterprise.............................295
7
8
36.2 Aufwertung von Opal-Festplatten mit SafeGuard Enterprise..........................295
36.3 Verwaltung von Endpoints mit Opal-Festplatten durch SafeGuard
36.6 Berechtigung von Benutzern zum Entsperren von Opal-Festplatten..............297
36.7 Protokollierung von Ereignissen für Endpoints mit Opal-Festplatten..............297
38.1 SGMERR-Codes in der Windows-Ereignisanzeige........................................311
Administratorhilfe
1 Über SafeGuard Enterprise 7.0
SafeGuard Enterprise bietet umfassenden Schutz von Daten durch Verschlüsselung und zusätzlicher Authentisierung für die Anmeldung.
Diese Version von SafeGuard Enterprise unterstützt Windows 7 und Windows 8 auf Endpoints mit BIOS oder UEFI.
■
Für Systeme mit BIOS können Sie zwischen SafeGuard Enterprise
Festplattenverschlüsselung und von SafeGuard Enterprise verwalteter BitLocker
Verschlüsselung wählen. Die BIOS Version verwendet den BitLocker-eigenen
Wiederherstellungsmechanismus.
Hinweis: Wenn in diesem Handbuch von SafeGuard Power-on Authentication oder
SafeGuard Festplattenverschlüsselung die Rede ist, dann bezieht sich das nur auf Windows
7 BIOS Endpoints.
■
Für UEFI Systeme verwenden Sie die von SafeGuard Enterprise verwaltete BitLocker
Verschlüsselung für die Festplattenverschlüsselung. Für diese Endpoints bietet SafeGuard
Enterprise verbesserte Challenge/Response Funktionalitäten. Nähere Informationen zu den unterstützten UEFI-Versionen und Beschränkungen hinsichtlich der Unterstützung von SafeGuard BitLocker Challenge/Response finden Sie in den Versionshinweisen unter http://downloads.sophos.com/readmes/readsgn_7_eng.html
.
Hinweis: Wenn sich die Beschreibung nur auf UEFI bezieht, ist das explizit angegeben.
Die Tabelle zeigt, welche Komponenten verfügbar sind.
Windows 7 BIOS
Windows 7 UEFI
Windows 8 BIOS
Windows 8 UEFI
Windows 8.1 BIOS
Windows 8.1 UEFI
SafeGuard
Festplattenverschlüsselung mit SafeGuard Power-on
Authentication (POA)
BitLocker mit Pre-Boot
Authentication (PBA), von SafeGuard verwaltet
SafeGuard C/R
Wiederherstellung für
BitLocker Pre-Boot
Authentication (PBA)
JA
JA
JA
JA
JA
JA
JA
JA
JA
JA
Hinweis: SafeGuard C/R Wiederherstellung für BitLocker Pre-Boot Authentication
(PBA) ist nur auf 64 bit Systemen verfügbar.
SafeGuard Festplattenverschlüsselung mit SafeGuard Power-on Authentication (POA)
ist das Sophos Modul zur Verschlüsselung von Laufwerken auf Endpoints. Es wird mit einer von Sophos entwickelten Pre-Boot Authentication namens SafeGuard Power On Authentication
9
SafeGuard Enterprise
(POA) geliefert, die Anmeldeoptionen wie Smartcard und Fingerabdruck sowie einen
Challenge/Response Mechanismus für die Wiederherstellung unterstützt.
BitLocker mit Pre-Boot Authentication (PBA), von SafeGuard verwaltet, ist die
Komponente, die das BitLocker Verschlüsselungsmodul und die BitLocker Pre-Boot
Authentication aktiviert und verwaltet.
Sie ist für BIOS und UEFI Plattformen verfügbar:
■
■
Die UEFI Version bietet zusätzlich einen SafeGuard Challenge/Response Mechanismus für die BitLocker Wiederherstellung für den Fall, dass Benutzer ihre Kennwörter vergessen.
Die UEFI Version kann verwendet werden, wenn bestimmte Plattform-Anforderungen erfüllt sind. Beispielsweise muss die UEFI Version 2.3.1 sein. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte den Versions-Infos.
Die BIOS Version bietet die Wiederherstellungs-Erweiterungen des SafeGuard
Challenge/Response Mechanismus nicht. Sie dient auch als Fallback falls die
Anforderungen an die UEFI Version nicht erfüllt sind. Der Sophos Installer prüft, ob die
Voraussetzungen erfüllt sind. Falls nicht, installiert er automatisch die BitLocker Version ohne Challenge/Response.
Mac Endpoints
Für Mac Endpoints sind folgende Produkte verfügbar: Sie werden auch von SafeGuard
Enterprise verwaltet oder berichten zumindest an das Management Center.
OS X 10.8
OS X 10.9
OS X 10.10
Sophos SafeGuard File Encryption for Mac 7.0
Sophos SafeGuard Native Device
Encryption (FileVault
2-Verwaltung) 7.0
JA
JA
JA
JA
JA
JA
Die Beschreibungen in diesem Handbuch beziehen sich ausschließlich auf Windows. Für die
Mac Versionen sehen Sie bitte in den entsprechenden Produkt-Handbüchern nach.
Sophos Mobile Encryption
Mit Sophos Mobile Encryption können Sie Dateien lesen, die von den SafeGuard
Enterprise-Modulen SafeGuard Cloud Storage oder SafeGuard Data Exchange verschlüsselt wurden. Sie können Dateien mit einem lokalen Schlüssel verschlüsseln. Diese lokalen
Schlüssel sind von einer Passphrase abgeleitet, die von einem Benutzer eingegeben wurde.
Sie können eine Datei nur entschlüsseln, wenn Sie die Passphrase kennen, die zur
Verschlüsselung der Datei verwendet wurde. Nähere Informationen zu Sophos Mobile
Encryption finden Sie unter www.sophos.com/de-de .
10
Administratorhilfe
2 Empfohlene Sicherheitsmaßnahmen
Wenn Sie die hier beschriebenen, einfachen Schritte befolgen, reduzieren Sie Risiken und die Daten auf Ihrem Computer sind jederzeit sicher und geschützt.
Für Informationen zur zertifizierungsgerechten Anwendung von SafeGuard Enterprise finden
Sie im SafeGuard Enterprise Manual for certification-compliant operation (Englisch).
Vermeiden Sie den Standbymodus.
Wenn sich SafeGuard Enterprise-geschützte Endpoints in bestimmten Energiesparmodi befinden, in denen das Betriebssystem nicht ordnungsgemäß heruntergefahren und bestimmte
Hintergrundprozesse nicht beendet werden, besteht die Gefahr, dass sich Angreifer Zugriff auf die Verschlüsselungsschlüssel verschaffen. Der Schutz kann erhöht werden, wenn das
Betriebssystem immer vollständig heruntergefahren oder in den Ruhezustand versetzt wird.
Informieren Sie die Benutzer entsprechend oder erwägen Sie, den Standbymodus auf nicht benutzten Endpoints zentral zu deaktivieren:
■
Vermeiden Sie den Standbymodus ebenso wie den hybriden Standbymodus. Der hybride
Standbymodus ist eine Mischung aus Energiesparmodus und Standbymodus. Die
Einstellung einer zusätzlichen Kennwort-Abfrage nach dem Aufwecken des Computers bietet keinen vollen Schutz.
■
Vermeiden Sie das Sperren von Desktops, das Ausschalten von Monitoren oder das
Zuklappen von Laptops, wenn darauf kein vollständiges Herunterfahren oder der
Ruhezustand folgt. Die Einstellung einer zusätzlichen Kennwort-Abfrage nach dem
Aufwecken des Computers bietet keinen ausreichenden Schutz.
■
Fahren Sie stattdessen die Endpoints herunter oder versetzen Sie sie in den Ruhezustand.
Beim nächsten Benutzen des Computers wird stets die SafeGuard Power-on Authentication aktiviert, die somit vollen Schutz bietet.
Hinweis: Es ist wichtig, dass sich die Ruhezustand-Datei auf einem verschlüsselten
Volume befindet. Normalerweise liegt sie auf Laufwerk C:\.
Die entsprechenden Einstellungen für die Energieverwaltung können Sie zentral mit
Gruppenrichtlinienobjekten oder lokal im Eigenschaften für Energieoptionen Dialog in der Systemsteuerung des Endpoints konfigurieren. Stellen Sie die Aktion für die
Standbymodus Schaltfläche auf Ruhezustand oder Herunterfahren.
Setzen Sie eine Richtlinie für sichere Kennwörter um.
Setzen Sie eine Richtlinie für sichere Kennwörter um und erzwingen Sie einen
Kennwortwechsel in regelmäßigen Abständen, besonders für die Anmeldung an Endpoints.
Kennwörter sollten nicht an andere Personen weitergegeben oder aufgeschrieben werden.
Informieren Sie Benutzer, wie sie sichere Kennwörter wählen. Ein sicheres Kennwort folgt diesen Regeln:
■
Es ist lange genug um sicher zu sein: Eine Mindestlänge von 10 Zeichen ist zu empfehlen.
■
Es enthält eine Mischung aus Buchstaben (Groß- und Kleinschreibung), Zahlen und
Sonderzeichen/Symbolen.
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SafeGuard Enterprise
■
■
Es enthält keine allgemein gebräuchlichen Wörter oder Namen.
Es ist schwer zu erraten, aber es ist leicht, es sich zu merken und korrekt einzutippen.
Deaktivieren Sie die SafeGuard Power-on Authentication nicht.
Die SafeGuard Power-on Authentication bietet zusätzlichen Schutz für die Anmeldung am
Endpoint. Sie wird mit der Festplattenverschlüsselung von SafeGuard Enterprise installiert und standardmäßig aktiviert. Um vollen Schutz zu gewährleisten, deaktivieren Sie die Power-on
Authentication nicht. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.sophos.com/de-de/support/knowledgebase/110282.aspx
Schutz vor dem Einschleusen von Code
Unter Umständen ist das Einschleusen von Code (zum Beispiel DLL Pre-Loading-Angriffe) möglich, wenn es einem Angreifer gelingt, schädlichen Code (zum Beispiel in ausführbaren
Dateien) in Verzeichnisse einzubringen, in denen die SafeGuard Enterprise
Verschlüsselungssoftware nach legitimem Code sucht. So wenden Sie diese Bedrohung ab:
■
Installieren Sie die von der Verschlüsselungssoftware geladene Middleware, zum Beispiel
Token Middleware, in Verzeichnissen, auf die externe Angreifer nicht zugreifen können.
Dies sind üblicherweise die Unterverzeichnisse der Windows und Programme
Verzeichnisse.
■
Die PATH-Umgebungsvariable sollte keine Komponenten enthalten, die auf Ordner verweisen, auf die externe Angreifer zugreifen können (siehe oben).
■
Reguläre Benutzer sollten keine Administratorenrechte haben.
Best Practices für die Verschlüsselung
■
Stellen Sie sicher, dass allen Laufwerken ein Laufwerksbuchstabe zugewiesen ist.
Nur Laufwerke, die einen Laufwerksbuchstaben zugewiesen haben, können verschlüsselt/entschlüsselt werden. Folglich können Laufwerke ohne Laufwerksbuchstaben missbraucht werden, um an vertrauliche Daten im Klartext zu gelangen.
So wenden Sie diese Bedrohung ab: Erlauben Sie den Benutzern nicht, die
Laufwerkbuchstabenzuweisungen zu ändern. Konfigurieren Sie die Benutzerrechte entsprechend. Reguläre Benutzer haben dieses Recht standardmäßig nicht.
■
Gehen Sie bei der Anwendung der schnellen Initialverschlüsselung vorsichtig vor.
SafeGuard Enterprise bietet die schnelle Initialverschlüsselung zur Beschleunigung der
Initialverschlüsselung von Volumes. Dies wird dadurch erreicht, dass nur auf den
Speicherplatz zugegriffen wird, der tatsächlich in Gebrauch ist. Dieser Modus kann zu einem unsichereren Zustand führen, wenn ein Volume vor der Verschlüsselung mit
SafeGuard Enterprise bereits in Gebrauch war. Aufgrund Ihres Aufbaus sind Solid State
Disks (SSD) hier stärker betroffen als reguläre Festplatten. Dieser Modus ist standardmäßig deaktiviert. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.sophos.com/de-de/support/knowledgebase/113334.aspx
.
■
■
Verwenden Sie nur den Algorithmus AES-256 für die Datenverschlüsselung.
Verwenden Sie SSL/TLS (SSL Version 3 oder höher) für den Schutz der
Kommunikation zwischen Client und Server.
Weitere Informationen hierzu finden Sie in der SafeGuard Enterprise Installationsanleitung.
12
Administratorhilfe
■
Verhindern Sie die Deinstallation.
Um Endpoints zusätzlich zu schützen, kann die lokale Deinstallation von SafeGuard
Enterprise über eine Richtlinie mit spezifischen Computereinstellungen verhindert werden. Setzen Sie das Feld Deinstallation erlaubt auf Nein und übermitteln Sie die
Richtlinie an die Endpoints. Versuche, die Software zu deinstallieren, werden abgebrochen und die nicht autorisierten Versuche werden protokolliert.
Wenn Sie eine Demoversion benutzen, setzen Sie vor Ablauf der Demoversion die Option
Deinstallation erlaubt auf Ja.
Wenden Sie den Sophos Manipulationsschutz auf Endpoints an, auf denen Sophos
Endpoint Security and Control installiert ist.
13
SafeGuard Enterprise
3 Über das SafeGuard Management
Center.
Das SafeGuard Management Center ist das zentrale Instrument für die Verwaltung von mit
SafeGuard Enterprise verschlüsselten Computern. Mit dem SafeGuard Management Center können Sie eine unternehmensweite Sicherheitsstrategie implementieren und auf Endpoints anwenden. Im SafeGuard Management Center können Sie:
■
Organisationsstruktur aufbauen oder importieren.
■
Sicherheitsbeauftragte anlegen.
■
Richtlinien definieren.
■
Konfigurationen exportieren und importieren.
■
Computer mit einer umfassenden Protokollierungsfunktionalität überwachen.
■
Kennwörter und den Zugriff auf verschlüsselte Endpoints wiederherstellen.
Mit dem SafeGuard Management Center wird Multi Tenancy für die Verwaltung von mehreren
Domänen und Datenbanken unterstützt. Sie können verschiedene SafeGuard Enterprise
Datenbanken verwalten und unterschiedliche Konfigurationen verwenden.
Der Zugriff auf das SafeGuard Management Center ist nur privilegierten Benutzern - den
Sicherheitsbeauftragten - erlaubt. Es können mehrere Sicherheitsbeauftragte gleichzeitig mit den Daten arbeiten. Die verschiedenen Sicherheitsbeauftragten können entsprechend den ihnen zugewiesenen Rollen und Rechten Tätigkeiten ausführen.
Sie können die SafeGuard Enterprise Richtlinien und Einstellungen an Ihre Anforderungen anpassen. Nach dem Speichern der neuen Einstellungen in der Datenbank können diese an die Endpoints übertragen werden, wo sie dann wirksam werden.
Hinweis: Einige Features sind nicht in allen Lizenzen enthalten. Für Informationen dazu, was in Ihrer Lizenz enthalten ist, wenden Sie sich an Ihren Vertriebspartner.
14
Administratorhilfe
4 Anmeldung am SafeGuard Management
Center
Während der Erstkonfiguration von SafeGuard Enterprise wird ein Konto für einen
Haupt-Sicherheitsbeauftragten angelegt. Dieses Konto wird bei der ersten Anmeldung an das
SafeGuard Management Center benötigt. Um das SafeGuard Management Center zu starten, benötigt der Benutzer das Kennwort für den Zertifikatsspeicher sowie den privaten Schlüssel des Zertifikats.
Weitere Informationen hierzu finden Sie in der SafeGuard Enterprise Installationsanleitung.
Die Anmeldung richtet sich danach, ob Sie das SafeGuard Management Center mit einer
Verbindung zu einer Datenbank (Single Tenancy) oder zu mehreren Datenbanken (Multi
Tenancy) einsetzen.
Hinweis: Zwei Sicherheitsbeauftragte dürfen nicht das gleiche Windows-Konto auf einem
Computer benutzen. Andernfalls lassen sich ihre Zugriffsrechte nicht sauber trennen.
4.1 Warnung bei Ablauf des Unternehmenszertifikats
Sechs Monate vor Ablauf des Unternehmenszertifikats zeigt das SafeGuard Management
Center bei der Anmeldung eine Warnung an und fordert Sie dazu auf, das Zertifikat zu erneuern und an die Endpoints zu übertragen. Ohne gültiges Unternehmenszertifikat können Endpoints keine Verbindung mit dem Server herstellen.
Sie können das Unternehmenszertifikat jederzeit erneuern. Dies ist auch dann möglich, wenn das Unternehmenszertifikat bereits abgelaufen ist.Wenn ein Unternehmenszertifikat abgelaufen ist, wird dies auch durch eine Meldung angegeben. Informationen zum Erneuern des
Unternehmenszertifikats finden Sie unter Erneuerung des Unternehmenszertifikats
(Seite
84).
4.2 Anmeldung im Single Tenancy Modus
1. Starten Sie das SafeGuard Management Center über den Produktordner im Start Menü.
Ein Anmeldebildschirm wird angezeigt.
2. Melden Sie sich als Haupt-Sicherheitsbeauftragter an und geben Sie das
Zertifikatsspeicherkennwort ein, das während der Konfiguration festgelegt wurde. Klicken
Sie auf OK.
Das SafeGuard Management Center wird geöffnet.
Hinweis: Wenn Sie ein falsches Kennwort eingeben, wird eine Fehlermeldung angezeigt und die nächste Anmeldung wird verzögert. Diese Verzögerung wird mit jedem fehlgeschlagenen Anmeldeversuch größer. Fehlgeschlagene Anmeldeversuche werden protokolliert.
15
SafeGuard Enterprise
4.3 Anmeldung im Multi Tenancy Modus
Wenn Sie mehrere Datenbanken konfiguriert haben (Multi Tenancy), erweitert sich der Vorgang der Anmeldung am SafeGuard Management Center (siehe
Datenbankkonfigurationen arbeiten (Seite 33)).
1. Starten Sie das SafeGuard Management Center über den Produktordner im Start Menü.
Der Dialog Konfiguration auswählen wird angezeigt.
2. Wählen Sie die Datenbankkonfiguration, die Sie verwenden möchten, aus der Dropdownliste und klicken Sie auf OK.
Die ausgewählte Datenbankkonfiguration wird mit dem SafeGuard Management Center verbunden und wird aktiv.
3. Zur Anmeldung an das SafeGuard Management Center werden Sie dazu aufgefordert, den Namen des Sicherheitsbeauftragten für diese Konfiguration auszuwählen und Ihr
Zertifikatsspeicherkennwort einzugeben. Klicken Sie auf OK.
Das SafeGuard Management Center wird geöffnet und mit der ausgewählten
Datenbankkonfiguration verbunden.
Hinweis: Wenn Sie ein falsches Kennwort eingeben, wird eine Fehlermeldung angezeigt und die nächste Anmeldung wird verzögert. Diese Verzögerung wird mit jedem fehlgeschlagenen Anmeldeversuch größer. Fehlgeschlagene Anmeldeversuche werden protokolliert.
4.4 SafeGuard Management Center Benutzeroberfläche
16
Navigationsbereich:
Im Navigationsbereich befinden sich Schaltflächen für alle administrativen Tätigkeiten:
■
Benutzer und Computer
Administratorhilfe
Zum Importieren von Gruppen und Benutzern aus einem Active Directory, aus der Domäne oder von einem einzelnen Computer.
■
Richtlinien
Zum Erzeugen der Richtlinien.
■
Schlüssel und Zertifikate
Zum Verwalten der Schlüssel und Zertifikate.
■
Token
Zur Verwaltung von Token und Smartcards.
■
Sicherheitsbeauftragte
Zum Anlegen neuer Sicherheitsbeauftragter und Definieren von Aktionen, für deren
Ausführung eine zusätzliche Autorisierung notwendig ist.
■
Berichte
Zum Anlegen und Verwalten von Berichten zu sicherheitsrelevanten Ereignissen.
Navigationsfenster
Im Navigationsfenster werden Objekte zur Bearbeitung angezeigt (Active Directory Objekte wie OUs, Benutzer und Computer; Richtlinien usw.) bzw. können dort erstellt werden. Welche
Objekte angezeigt werden, hängt vom ausgewählten Vorgang ab.
Hinweis: Unter Benutzer & Computer werden die Objekte in der Baumstruktur des
Navigationsfensters in Abhängigkeit von den Zugriffsrechten des Sicherheitsbeauftragten für
Verzeichnisobjekte angezeigt. Die Baumstruktur zeigt nur die Objekte, auf die der angemeldete
Sicherheitsbeauftragte Zugriff hat. Objekte, für die der Zugriff verweigert wird, werden nicht angezeigt, es sei denn, es sind weiter unten in der Baumstruktur Knoten vorhanden, für die der Sicherheitsbeauftragte Zugriffsrechte hat. In diesem Fall werden die Objekte, für die der
Zugriff verweigert wird, ausgegraut. Wenn der Sicherheitsbeauftragte das Zugriffsrecht Voller
Zugriff hat, wird das jeweilige Objekt schwarz dargestellt. Objekte mit Zugriffsrecht
Schreibgeschützt, werden blau dargestellt.
Aktionsbereich
Im Aktionsbereich nehmen Sie die Einstellungen für das im Navigationsfenster ausgewählte
Objekt vor. Im Aktionsbereich stehen verschiedene Registerkarten zur Verfügung mit deren
Hilfe die Objekte bearbeitet und die Einstellungen vorgenommen werden können.
Informationen zu den ausgewählten Objekten werden ebenfalls im Aktionsbereich angezeigt.
Dazugehörige Ansichten (Associated Views)
In diesen Ansichten werden zusätzliche Objekte und Informationen angezeigt. Diese geben einerseits nützliche Informationen bei der Verwaltung des Systems und unterstützen die einfache Bedienung. Sie können zum Beispiel Objekten Schlüssel per Drag and Drop zuweisen.
17
SafeGuard Enterprise
Symbolleiste
Hier befinden sich Symbole für die verschiedenen Aktionen im SafeGuard Management
Center. Die Symbole werden eingeblendet, wenn sie für das ausgewählte Objekt zur Verfügung stehen.
Nach der Anmeldung wird das SafeGuard Management Center immer in der Ansicht gestartet, in der es geschlossen wurde.
4.5 Sprache der Benutzeroberfläche
Sie können die Sprache der Benutzeroberfläche während der Installation des SafeGuard
Management Center sowie der SafeGuard Enterprise Verschlüsselungssoftware am Endpoint steuern.
Sprache des SafeGuard Management Center
So stellen Sie die Sprache das SafeGuard Management Center ein:
■
Klicken Sie in der SafeGuard Management Center Menüleiste auf Extras > Optionen >
Allgemein. Klicken Sie auf Benutzerdefinierte Sprache verwenden und wählen Sie eine verfügbare Sprache aus. Die Sprachen Englisch, Deutsch, Französisch und Japanisch werden unterstützt.
■
Starten Sie das SafeGuard Management Center neu. Er wird in der ausgewählten Sprache angezeigt.
SafeGuard Enterprise Oberflächensprache auf Endpoints
Die Sprache von SafeGuard Enterprise auf dem Endpoint steuern Sie über den Richtlinientyp
Allgemeine Einstellungen im SafeGuard Management Center (Einstellung, Anpassung >
Sprache am Client):
■
Wenn die Sprache des Betriebssystems gewählt wird, richtet sich die Produktsprache nach der Spracheinstellung des Betriebssystems. Steht die entsprechende
Betriebssystemsprache in SafeGuard Enterprise nicht zur Verfügung, wird standardmäßig die englische Version von SafeGuard Enterprise angezeigt.
■
Wenn eine der zur Verfügung stehenden Sprachen gewählt wird, werden die SafeGuard
Enterprise Funktionen auf dem Endpoint in der ausgewählten Sprache angezeigt.
18
Administratorhilfe
5 Konfigurieren des SafeGuard
Management Center
Nach der Installation müssen Sie das SafeGuard Management Center konfigurieren. Der
SafeGuard Management Center Konfigurationsassistent unterstützt Sie bei der
Erstkonfiguration durch Hilfestellung bei der Definition der grundlegenden SafeGuard
Management Center Einstellungen sowie bei der Konfiguration der Datenbankverbindung.
Der Assistent wird automatisch aufgerufen, wenn Sie das SafeGuard Management Center zum ersten Mal nach der Installation starten.
Sie können das SafeGuard Management Center für die Anwendung mit einer oder mehreren
Datenbank (Multi Tenancy) konfigurieren.
Hinweis: Die folgenden Schritte müssen mit dem Konfigurationsassistenten sowohl für Single
Tenancy als auch für Multi Tenancy Konfigurationen ausgeführt werden.
5.1 Voraussetzungen
Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:
■
Stellen Sie sicher, dass Sie über Windows Administratorrechte verfügen.
■
Halten Sie die folgenden Informationen bereit. Diese erhalten Sie ggf. von Ihrem
SQL-Administrator.
■
■
■
SQL Anmeldeinformationen.
Name des SQL Servers, auf dem die SafeGuard Enterprise Datenbank laufen soll.
Name der SafeGuard Enterprise Datenbank, falls diese bereits erzeugt wurde.
5.2 Multi Tenancy Konfigurationen
Sie können mehrere verschiedene SafeGuard Enterprise Datenbankkonfigurationen für eine
Instanz des SafeGuard Management Center konfigurieren und verwalten. Dies erweist sich vor allem dann als nützlich, wenn Sie verschiedene Konfigurationen für verschiedene Domänen,
Organisationseinheiten oder Unternehmensstandorte einsetzen möchten.
Hinweis: Sie müssen pro Datenbank (Mandant) jeweils eine separate SafeGuard Enterprise
Server Instanz einrichten.
Zur Vereinfachung der Konfiguration können neu erstellte Datenbankkonfigurationen zur späteren Wiederverwendung in eine Datei exportiert werden und zuvor erstellte Konfigurationen aus einer Datei eingelesen werden.
Um das SafeGuard Management Center für Multi Tenancy zu konfigurieren, führen Sie zunächst die initiale Konfiguration und danach weitere spezifische Schritte für die Multi Tenancy
Konfiguration durch.
19
SafeGuard Enterprise
5.3 Starten der Erstkonfiguration des SafeGuard
Management Centers
Nach der Installation des SafeGuard Management Center, müssen Sie die Erstkonfiguration durchführen. Die Erstkonfiguration muss sowohl für den Single Tenancy als auch für den Multi
Tenancy Modus ausgeführt werden.
So starten Sie den SafeGuard Management Center Konfigurationsassistenten:
1. Starten Sie das SafeGuard Management Center über das Start Menü. Der
Konfigurationsassistent wird gestartet und führt Sie durch die notwendigen Schritte.
2. Klicken Sie auf der Willkommen Seite auf Weiter.
5.4 Konfigurieren der Datenbankserver-Verbindung
Zum Speichern aller SafeGuard Enterprise spezifischen Verschlüsselungsrichtlinien und
Einstellungen wird eine Datenbank verwendet. Damit das SafeGuard Management Center mit dem SafeGuard Enterprise Server kommunizieren kann, müssen Sie eine
Authentisierungsmethode für den Zugriff auf die Datenbank festlegen, entweder Windows NT
Authentisierung oder SQL-Authentisierung. Wenn Sie eine Verbindung zum Datenbankserver mit SQL Authentisierung herstellen möchten, stellen Sie sicher, dass Sie die notwendigen
SQL-Anmeldedaten zur Hand haben. Falls notwendig, erhalten Sie diese Informationen von
Ihrem SQL Administrator.
1. Führen Sie auf der Seite Datenbankserver-Verbindung folgende Schritte aus:
■
Wählen Sie unter Verbindungseinstellungen den SQL-Datenbankserver aus der
Datenbankserver Liste aus. Es werden alle Rechner eines Netzwerks aufgelistet, auf denen ein Microsoft SQL Server installiert ist. Wenn der Server nicht auswählbar ist, tragen Sie Servername bzw. IP-Adresse mit dem SQL-Instanznamen manuell ein.
■
Aktivieren Sie SSL verwenden, um die Verbindung zwischen SafeGuard Management
Center und SQL-Datenbankserver zu sichern. Wenn Sie SQL Server Authentisierung ausgewählt haben, empfehlen wir dringend, diese Einstellung zu aktivieren, da dadurch der Transport der SQL-Anmeldedaten verschlüsselt wird. SSL-Verschlüsselung erfordert eine funktionsfähige SSL-Umgebung auf dem SQL-Datenbankserver, die Sie vorab
einrichten müssen (siehe Sichern von Transportverbindungen mit SSL (Seite 41)).
2. Wählen Sie unter Authentisierung die Art der Authentisierung, die für den Zugriff auf die
Datenbankserverinstanz benutzt werden soll. Dies ist erforderlich, damit das SafeGuard
Management Center mit der Datenbank kommunizieren kann:
■
Aktivieren Sie Windows NT Authentisierung verwenden, um Ihre
Windows-Anmeldedaten zu verwenden.
Hinweis:
Verwenden Sie diese Art der Authentisierung, wenn Ihr Computer Teil einer Domäne ist. In diesem Fall sind jedoch zusätzliche Konfigurationsschritte notwendig, da der
Benutzer dazu berechtigt sein muss, eine Verbindung mit der Datenbank herzustellen.
Weitere Informationen hierzu finden Sie in der SafeGuard Enterprise
Installationsanleitung.
20
Administratorhilfe
■
Aktivieren Sie SQL Server Authentisierung verwenden, um mit den entsprechenden
SQL-Anmeldeinformationen auf die Datenbank zuzugreifen. Geben Sie die
Anmeldeinformationen des SQL-Benutzerkontos ein, das Ihr SQL-Administrator erstellt hat. Falls notwendig, erhalten Sie diese Informationen von Ihrem SQL Administrator.
Hinweis:
Verwenden Sie diese Art der Authentisierung, wenn Ihr Computer keiner Domäne angehört. Aktivieren Sie SSL verwenden, um die Verbindung zum und vom
Datenbankserver zu sichern.
3. Klicken Sie auf Weiter.
Die Verbindung zum Datenbankserver ist hergestellt.
5.5 Erstellen oder Auswählen einer Datenbank
Hinweis: Wenn Sie SafeGuard Enterprise und SafeGuard LAN Crypt parallel verwenden, verwenden Sie verschiedene Datenbanken.
Legen Sie auf der Seite Datenbankeinstellungen fest, ob eine existierende Datenbank oder eine neue Datenbank zum Speichern der Administrationsdaten benutzt werden soll.
1. Gehen Sie wie folgt vor:
■
Wenn noch keine Datenbank existiert, wählen Sie Eine neue Datenbank mit folgendem
Namen erstellen. Geben Sie einen Namen für die neue Datenbank ein. Sie benötigen dazu die entsprechenden SQL-Zugriffsberechtigungen. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der SafeGuard Enterprise Installationsanleitung. Um Probleme zu vermeiden, sollten in SafeGuard Enterprise Datenbanknamen nur folgende Zeichen verwendet werden: Buchstaben (A - Z, a - z), Zahlen (0 - 9), Unterstriche (_).
■
Wenn bereits eine Datenbank angelegt wurde oder wenn Sie das SafeGuard
Management Center bereits auf einem anderen Computer installiert haben, klicken Sie auf Folgende bestehende Datenbank wählen und wählen Sie die entsprechende
Datenbank aus der Liste aus.
2. Klicken Sie auf Weiter.
5.6 Erstellen eines Haupt-Sicherheitsbeauftragten
(Master Security Officer, MSO)
Als Sicherheitsbeauftragter melden Sie sich am SafeGuard Management Center an, um
SafeGuard Enterprise Richtlinien zu erstellen und die Verschlüsselungssoftware für die
Endbenutzer zu konfigurieren.
Der Haupt-Sicherheitsbeauftragte (MSO) ist der Administrator höchster Ebene mit allen
Rechten und einem Zertifikat, das nicht abläuft.
1. Geben Sie auf der Seite Daten des Sicherheitsbeauftragten unter
Haupt-Sicherheitsbeauftragten-ID einen Namen für den Haupt-Sicherheitsbeauftragten ein.
21
SafeGuard Enterprise
2. Führen Sie auf der Seite Zertifikat für den Haupt-Sicherheitsbeauftragten einen der folgenden Schritte aus:
■
Klicken Sie auf Erzeugen, um ein neues Zertifikat für den Haupt-Sicherheitsbeauftragten zu erzeugen. Sie werden dazu aufgefordert, sowohl für den Zertifikatsspeicher als auch für die Datei, in die das Zertifikat exportiert werden soll (private Schlüsseldatei P12), jeweils ein Kennwort einzugeben und zu bestätigen. Das Zertifikat wird erzeugt und unter Zertifikat für den Haupt-Sicherheitsbeauftragten angezeigt.
■
Klicken Sie auf Importieren, um ein Zertifikat für den Haupt-Sicherheitsbeauftragten zu verwenden, das bereits auf dem Netz zur Verfügung steht. Suchen Sie unter
Importieren des Zertifikats die gesicherte Schlüsseldatei. Geben Sie unterKennwort
für die Schlüsseldatei das für diese Datei festgelegte Kennwort ein und bestätigen
Sie es. Geben Sie das Kennwort für den Zertifikatsspeicher unter Kennwort des
Zertifikatsspeichers ein und bestätigen Sie es. Klicken Sie auf OK. Das Zertifikat wird erzeugt und unter Zertifikat für den Haupt-Sicherheitsbeauftragten angezeigt.
Der Haupt-Sicherheitsbeauftragte benötigt das Kennwort des Zertifikatsspeichers für die
Anmeldung am SafeGuard Management Center. Notieren Sie sich das Kennwort und bewahren Sie es an einem sicheren Ort auf. Steht das Kennwort nicht mehr zur Verfügung, so kann sich der Haupt-Sicherheitsbeauftragte nicht mehr am SafeGuard Management
Center anmelden.
Für die Wiederherstellung einer beschädigten SafeGuard Management Center Installation benötigt der Haupt-Sicherheitsbeauftragte die private Schlüsseldatei.
3. Klicken Sie auf Weiter.
Der Haupt-Sicherheitsbeauftragte wird angelegt.
5.6.1 Erzeugen des Zertifikats des Haupt-Sicherheitsbeauftragten
Gehen Sie in Zertifikat des Haupt-Sicherheitsbeauftragten erzeugen folgendermaßen vor:
1. Bestätigen Sie unter Haupt-Sicherheitsbeauftragten-ID den Namen des
Haupt-Sicherheitsbeauftragten.
2. Geben Sie nun zweimal das Kennwort für den Zertifikatsspeicher ein und klicken Sie auf
OK.
Das Zertifikat des Haupt-Sicherheitsbeauftragten wird erzeugt und lokal als Backup
(<mso_name>.cer) gespeichert.
Hinweis: Notieren Sie sich das Kennwort und bewahren Sie es an einem sicheren Ort auf.
Sie benötigen es für die Anmeldung am SafeGuard Management Center.
5.6.2 Export des Zertifikats des Haupt-Sicherheitsbeauftragten
Das Zertifikat des Haupt-Sicherheitsbeauftragten wird in eine Datei exportiert, die so genannte private Schlüsseldatei (P12). Diese ist mit einem Kennwort gesichert. Das Zertifikat des
Haupt-Sicherheitsbeauftragten ist dadurch zusätzlich geschützt. Die private Schlüsseldatei wird für die Wiederherstellung einer beschädigten SafeGuard Management Center Installation benötigt.
So exportieren Sie das Zertifikat eines Haupt-Sicherheitsbeauftragten:
1. Geben Sie unter Zertifikat exportieren ein Kennwort für den privaten Schlüssel (P12-Datei) ein und bestätigen Sie es. Das Kennwort muss aus 8 alphanumerischen Zeichen bestehen.
2. Klicken Sie auf OK.
22
Administratorhilfe
3. Geben Sie einen Speicherort für die private Schlüsseldatei ein.
Die private Schlüsseldatei wird erzeugt und die Datei wird am angegebenen Speicherort gespeichert <mso_name.p12).
Hinweis: Erstellen Sie eine Sicherungskopie des privaten Schlüssels (P12-Datei) und legen
Sie diese direkt nach der Erstkonfiguration an einem sicheren Speicherort ab. Andernfalls führt ein eventueller PC-Absturz zum Verlust des Schlüssels und SafeGuard Enterprise muss neu installiert werden. Das gilt für alle von SafeGuard Enterprise generierten
Sicherheitsbeauftragten-Zertifikate. Weitere Informationen finden Sie in der Administrator-Hilfe im Kapitel Unternehmenszertifikat und Master Security Officer Zertifikat exportieren.
5.6.3 Import des Zertifikats des Haupt-Sicherheitsbeauftragten
Wenn bereits ein Zertifikat eines Haupt-Sicherheitsbeauftragten zur Verfügung steht, müssen
Sie es in den Zertifikatsspeicher importieren.
Hinweis: Ein Zertifikat kann nicht aus einer Microsoft PKI importiert werden. Ein importiertes
Zertifikat muss minimal 1024 Bits haben und kann maximal 4096 Bits lang sein.
1. Klicken Sie unter Authentisierungs-Schlüsseldatei importieren auf die [...] Schaltfläche und wählen Sie die Schlüsseldatei aus.
2. Geben Sie das Kennwort der Schlüsseldatei ein.
3. Geben Sie das Kennwort für den Zertifikatsspeicher ein.
4. Bestätigen Sie das Kennwort für den Zertifikatsspeicher.
5. Klicken Sie auf OK.
Zertifikat und privater Schlüssel befinden sich nun im Zertifikatsspeicher. Zur Anmeldung an das SafeGuard Management Center wird das Kennwort des Zertifikatsspeichers verwendet.
5.7 Erzeugen des Unternehmenszertifikats
Mit dem Unternehmenszertifikat lassen sich unterschiedliche SafeGuard Management Center
Installationen auseinander halten. In Verbindung mit dem Zertifikat des
Haupt-Sicherheitsbeauftragten lässt sich mit dem Unternehmenszertifikat eine beschädigte
SafeGuard Enterprise Datenbankkonfiguration wiederherstellen.
1. Wählen Sie auf der Seite Unternehmenszertifikat die Option Neues
Unternehmenszertifikat erzeugen.
Hinweis: Erzeugte Unternehmenszertifikate laufen immer am 31. Dezember 2199 ab.
2. Geben Sie einen Namen Ihrer Wahl ein.
Hinweis: Von SafeGuard Enterprise erzeugte Zertifikate, zum Beispiel Unternehmens-,
Maschinen-, Sicherheitsbeauftragten- und Benutzerzertifikate, sind bei einer Erstinstallation standardmäßig zur Erweiterung der Sicherheit mit dem Hash-Algorithmus SHA-256 signiert.
Wenn Sie noch SafeGuard Enterprise Endpoints mit Version 6 oder einer früheren Version mit dem SafeGuard Management Center der Version 7.0 verwalten müssen, müssen Sie unter Hash-Algorithmus für erzeugte Zertifikate den Algorithmus SHA-1 auswählen.
Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Ändern des Algorithmus für selbst-signierte
Zertifikate.
Der ausgewählte Algorithmus wird zum Signieren aller von SafeGuard Enterprise erzeugten
Zertifikate benutzt. Dies sind die Unternehmens- und Maschinenzertifikate sowie die
Sicherheitsbeauftragten- und Benutzerzertifikate.
23
SafeGuard Enterprise
3. Klicken Sie auf Weiter.
Das neu angelegte Unternehmenszertifikat wird in der Datenbank gespeichert.
Erstellen Sie eine Sicherungskopie des Unternehmenszertifikats und legen Sie diese direkt nach der Erstkonfiguration an einem sicheren Speicherort ab.
Informationen zur Wiederherstellung einer beschädigten Datenbankkonfiguration finden Sie unter
Wiederherstellung einer beschädigten Datenbankkonfiguration (Seite 262).
5.8 Abschließen der Erstkonfiguration des SafeGuard
Management Centers
1. Klicken Sie auf Beenden, um die Erstkonfiguration des SafeGuard Management Center abzuschließen.
Eine Konfigurationsdatei wurde erzeugt:
■
Eine Verbindung zum SafeGuard Enterprise Server.
■
Eine SafeGuard Enterprise Datenbank.
■
Ein Haupt-Sicherheitsbeauftragten-Konto für die Anmeldung an das SafeGuard
Management Center.
■
Alle notwendigen Zertifikate für die Wiederherstellung einer beschädigten
Datenbankkonfiguration oder SafeGuard Management Center Installation
Sobald der Konfigurationsassistent geschlossen ist, wird das SafeGuard Management Center gestartet.
5.9 Erstellen weiterer Datenbankkonfigurationen (Multi
Tenancy)
Voraussetzung: Die Funktion Multi Tenancy muss über eine Installation vom Typ Vollständig installiert worden sein. Die initiale Konfiguration des SafeGuard Management Center muss durchgeführt worden sein.
Hinweis: Sie müssen pro Datenbank jeweils eine separate SafeGuard Enterprise Server
Instanz einrichten.
So erstellen Sie eine weitere SafeGuard Enterprise Datenbankkonfiguration nach der
Erstkonfiguration:
1. Starten Sie das SafeGuard Management Center. Der Dialog Konfiguration auswählen wird angezeigt.
2. Klicken Sie auf Neu. Der SafeGuard Management Center Konfigurationsassistent wird automatisch gestartet.
3. Der Assistent führt Sie durch die notwendigen Schritte für das Anlegen einer neuen
Datenbankkonfiguration. Nehmen Sie die erforderlichen Einstellungen vor. Die neue
Datenbankkonfiguration wird generiert.
4. Zur Authentisierung werden Sie dazu aufgefordert, den Sicherheitsbeauftragtennamen für diese Konfiguration auszuwählen und das entsprechende Zertifikatsspeicherkennwort einzugeben. Klicken Sie auf OK.
24
Administratorhilfe
Das SafeGuard Management Center wird geöffnet und mit der ausgewählten
Datenbankkonfiguration verbunden. Wenn Sie das SafeGuard Management Center das nächste Mal starten, können Sie die neue Datenbank-Konfiguration aus der Liste auswählen.
5.10 Konfigurieren zusätzlicher Instanzen des SafeGuard
Management Center
Sie können zusätzliche Instanzen des SafeGuard Management Center konfigurieren, um
Sicherheitsbeauftragten den Zugriff für die Durchführung administrativer Aufgaben auf verschiedenen Computern zu ermöglichen. Das SafeGuard Management Center kann auf jedem Rechner im Netzwerk installiert sein, von wo aus auf die Datenbank zugegriffen werden kann.
SafeGuard Enterprise verwaltet die Zugriffsrechte auf das SafeGuard Management Center in einem eigenen Zertifikatsverzeichnis. In diesem Verzeichnis müssen die Zertifikate aller
Sicherheitsbeauftragten, die sich am SafeGuard Management Center anmelden dürfen, vorhanden sein. Für die Anmeldung an das SafeGuard Management Center ist dann nur das
Kennwort für den Zertifikatsspeicher erforderlich.
1. Installieren Sie SGNManagementCenter.msi mit den gewünschten Features auf einem weiteren Computer.
2. Starten Sie das SafeGuard Management Center auf dem Computer mit dem neu installierten
SafeGuard Management Center. Der Konfigurationsassistent wird gestartet und führt Sie durch die notwendigen Schritte.
3. Klicken Sie auf der Willkommen Seite auf Weiter.
4. Wählen Sie im Dialog Datenbankverbindung unter Datenbankserver die erforderliche
SQL-Datenbankinstanz aus der Liste aus. Alle auf Ihrem Computer oder Netzwerk verfügbaren Datenbankserver werden angezeigt. Wählen Sie unter Authentisierung die
Art der Authentisierung, die für den Zugriff auf diese Datenbankinstanz benutzt werden soll. Wenn Sie SQL Server Authentisierung verwenden wählen, geben Sie die
SQL-Benutzerkontenanmeldedaten ein, die Ihr SQL-Administrator erstellt hat. Klicken Sie auf Weiter.
5. Aktivieren Sie unter Datenbankeinstellungen die Option Folgende bestehende
Datenbank verwenden und wählen Sie die Datenbank aus der Liste aus. Klicken Sie auf
Weiter.
6. Wählen Sie unter SafeGuard Management Center Authentisierung eine autorisierte
Person aus der Liste aus. Wenn Multi Tenancy aktiviert ist, zeigt der Dialog an, an welcher
Konfiguration sich der Benutzer anmeldet. Geben Sie das Kennwort für den
Zertifikatsspeicher ein und bestätigen Sie es.
Der Zertifikatsspeicher für das aktuelle Benutzerkonto wird angelegt und ist durch dieses abgesichert. Für die nachfolgenden Anmeldungen benötigen Sie nur noch dieses Kennwort.
7. Klicken Sie auf OK.
Eine Meldung, dass Zertifikat und privater Schlüssel nicht gefunden bzw. nicht darauf zugegriffen werden kann, wird angezeigt.
8. Klicken Sie zum Importieren der Daten auf Ja und dann auf OK. Dadurch wird der
Importvorgang gestartet.
25
SafeGuard Enterprise
9. Klicken Sie unter Authentisierungs-Schlüsseldatei importieren auf die [...] Schaltfläche und wählen Sie die Schlüsseldatei aus. Geben Sie das Kennwort der Schlüsseldatei ein. Geben Sie das zuvor unter Kennwort des Zertifikatsspeichers oder Token-PIN definierte Kennwort für den Zertifikatsspeicher ein. Wählen Sie In den Zertifikatsspeicher
importieren oder Auf den Token kopieren, um das Zertifikat auf einem Token zu speichern.
10. Geben Sie zur Initialisierung des Zertifikatsspeichers das Kennwort noch einmal ein.
Zertifikat und privater Schlüssel befinden sich nun im Zertifikatsspeicher. Zur Anmeldung an das SafeGuard Management Center wird das Kennwort des Zertifikatsspeichers verwendet.
26
Administratorhilfe
6 Lizenzen
Für die Nutzung von SafeGuard Enterprise mit dem SafeGuard Management Center im produktiven Betrieb ist eine gültige Lizenz erforderlich. So ist eine gültige Lizenz in der
SafeGuard Enterprise Datenbank zum Beispiel die Voraussetzung für die Übertragung von
Richtlinien an die Endpoints. Darüber hinaus sind für die Token-Verwaltung die entsprechenden
Token-Lizenzen notwendig.
Sie erhalten Lizenzdateien von Ihrem Vertriebspartner. Diese Dateien müssen nach der
Installation in die SafeGuard Enterprise Datenbank importiert werden.
Die Lizenzdatei enthält u. a. folgende Informationen:
■
Anzahl an erworbenen Lizenzen pro Modul
■
Kundenname
■
Einen festgelegten Toleranzwert für die Überschreitung der Anzahl an erworbenen Lizenzen
Bei Überschreiten der verfügbaren Lizenzen bzw. des Toleranzlimits werden beim Starten des SafeGuard Management Centers entsprechende Warnungs- bzw. Fehlermeldungen ausgegeben.
Für die Lizenzverwaltung bietet das SafeGuard Management Center im Bereich Benutzer &
Computer einen Überblick zum Lizenzstatus des installierten SafeGuard Enterprise Systems.
Der Lizenzstatusüberblick steht in der Registerkarte Lizenzen für den Stamm-Knoten, für
Domänen, OUs, Containerobjekte und Arbeitsgruppen zur Verfügung. Sicherheitsbeauftragte erhalten hier detaillierte Informationen zum Lizenzstatus. Mit der entsprechenden Berechtigung können sie Lizenzen in die SafeGuard Enterprise Datenbank importieren.
6.1 Lizenzdatei
Die Lizenzdatei, die Sie zum Import in die SafeGuard Enterprise Datenbank erhalten, ist eine
.XML-Datei mit Signatur. Sie enthält folgende Informationen:
■
Kundenname
■
Zusätzliche Informationen (zum Beispiel Abteilung, Niederlassung)
■
Datum, an dem die Lizenz ausgestellt wurde.
■
Anzahl an Lizenzen pro Modul
■
Token-Lizenzinformationen
■
Lizenzablaufdatum
■
Lizenztyp (Demo- oder Voll-Lizenz)
■
Signatur mit Lizenzsignaturzertifikat
27
SafeGuard Enterprise
6.2 Token-Lizenzen
Für die Verwaltung von Token bzw. Smartcards sind die entsprechenden zusätzlichen
Token-Lizenzen erforderlich. Wenn diese Lizenzen nicht zur Verfügung stehen, können Sie im SafeGuard Management Center keine Richtlinien für Token erstellen.
6.3 Evaluierungs- und Demo-Lizenzen
Es besteht die Möglichkeit, für Evaluierungs- oder initiale Rollout-Prozesse die
Standard-Lizenzdatei (Evaluierungslizenz) oder individuelle Demo-Lizenzdateien zu nutzen.
Diese Lizenzen sind nur für einen bestimmten Zeitraum gültig und haben ein Ablaufdatum, die Funktionalität ist jedoch in keinster Weise eingeschränkt.
Hinweis: Evaluierungs- und Demo-Lizenzen dürfen nicht für den regulären produktiven
Betrieb von SafeGuard Enterprise Modulen genutzt werden.
6.3.1 Standard-Lizenzdateien
Bei der Installation des SafeGuard Management Centers wird automatisch eine
Standard-Lizenzdatei geladen. Diese Evaluierungslizenz mit der Bezeichnung SafeGuard
Enterprise Evaluation License enthält jeweils fünf Lizenzen pro Modul und hat eine zeitlich begrenzte Gültigkeitsdauer von zwei Jahren ab dem Release-Datum der jeweiligen SafeGuard
Enterprise Version.
Standard-Lizenzdatei für SafeGuard Cloud Storage und SafeGuard
File Encryption
Bei der Installation von SafeGuard Management Center 7 wird automatisch eine zusätzliche
Standard-Lizenzdatei für SafeGuard Cloud Storage und SafeGuard File Encryption geladen.
Diese Evaluierungslizenz enthält fünf Lizenzen für jedes der beiden Module und hat eine zeitlich begrenzte Gültigkeitsdauer von zwei Jahren ab Release-Datum von SafeGuard
Enterprise 7.
Hinweis: Wenn Sie eine Aktualisierung von SafeGuard Enterprise 5.6 auf SafeGuard
Enterprise 7 durchführen, müssen Sie diese Lizenzdatei manuell in die SafeGuard Enterprise
Datenbank importieren
6.3.2 Individuelle Demo-Lizenzdateien
Wenn Sie mehr Lizenzen für die Durchführung einer Evaluierung benötigen als in der
Standard-Lizenzdatei enthalten sind, besteht auch die Möglichkeit, eine an Ihre spezifischen
Anforderungen angepasste Demo-Lizenz zu erhalten. Wenden Sie sich hierzu bitte an Ihren
Vertriebspartner. Diese Art der Demo-Lizenz unterliegt ebenfalls einer zeitlichen Beschränkung.
Darüber hinaus ist die Lizenz auf die jeweils mit dem Vertriebspartner vereinbarte Anzahl an
Lizenzen pro Modul beschränkt.
Wenn Sie das SafeGuard Management Center starten, werden Sie durch eine
Warnungsmeldung darauf aufmerksam gemacht, dass Sie Demo-Lizenzen nutzen. Bei
Überschreiten der in einer Demo-Lizenz festgelegten Anzahl an verfügbaren Lizenzen oder der zeitlich begrenzten Nutzungsdauer wird eine Fehlermeldung ausgegeben.
28
Administratorhilfe
6.4 Lizenzstatusüberblick
So rufen Sie den Lizenzstatusüberblick auf:
1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Management Center auf Benutzer &
Computer.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster auf der linken Seite auf den Stammknoten, die Domäne, die OU, das Containerobjekt oder die Arbeitsgruppe.
3. Wechseln Sie im Aktionsbereich in die Registerkarte Lizenzen.
Der Lizenzstatus wird angezeigt.
Die Anzeige ist in drei Bereiche unterteilt. Der obere Bereich zeigt den Namen des Kunden, für den die Lizenz ausgestellt wurde, sowie das Datum, an dem die Lizenz ausgestellt wurde.
Der mittlere Bereich liefert detaillierte Informationen zur Lizenz. Die einzelnen Spalten enthalten folgende Angaben:
Spalte
Status (Symbol)
Feature
Erworbene Lizenzen
Benutzte Lizenzen
Läuft ab
Typ
Toleranzwert
Erklärung
Zeigt den Status der Lizenzen (gültig, Warnung, Fehler) für das jeweilige Modul durch ein Symbol an.
Zeigt das installierte Modul an.
Zeigt die Anzahl an erworbenen Lizenzen für das installierte Modul an.
Zeigt die Anzahl an genutzten Lizenzen für das installierte Modul an.
Zeigt das Lizenzablaufdatum an.
Gibt die Lizenzart, Demo-Lizenz oder reguläre Lizenz, an.
Zeigt den festgelegten Toleranzwert für die Überschreitung der
Anzahl an erworbenen Lizenzen an.
Wenn Sie die Registerkarte Lizenzen in einer Domäne/OU aufrufen, zeigt die Übersicht den
Status basierend auf den Computern im jeweiligen Zweig.
Unterhalb dieser Übersicht finden Sie Informationen zu den lizenzierten Token-Modulen.
Im unteren Bereich wird der globale Lizenzstatus unabhängig davon, welche Domäne oder
OU ausgewählt wurde, angezeigt. Dies erfolgt durch eine Meldung mit einer dem Ampelprinzip folgenden Hintergrundfarbe (Grün = gültig, Gelb = Warnung, Rot = Fehler) und ein Symbol.
Bei Warnungs- und Fehlermeldungen erhalten Sie außerdem im unteren Bereich Hinweise zur Aufhebung des ungültigen Lizenzstatus.
Die in der Registerkarte Lizenzen angezeigten Symbole haben folgende Bedeutung:
Gültige Lizenz
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SafeGuard Enterprise
30
Warnung
Eine Lizenz für ein Modul befindet sich im Status Warnung, wenn die Anzahl erworbener Lizenzen überschritten wurde.
die Lizenz abgelaufen ist.
Fehler
Eine Lizenz für ein Modul befindet sich im Status Fehler, wenn der Toleranzwert für die Überschreibung der Anzahl erworbener Lizenzen
überschritten wurde.
die Lizenz vor mehr als einem Monat abgelaufen ist.
Sie können die Ansicht des Lizenzstatusüberblicks aktualisieren, indem Sie auf die Schaltfläche
Lizenzstatus aktualisieren klicken.
6.5 Import von Lizenzdateien
Voraussetzung: Zum Import einer Lizenzdatei in die SafeGuard Enterprise Datenbank benötigt ein Sicherheitsbeauftragter das Recht "Lizenzdatei importieren".
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Benutzer & Computer.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster auf der linken Seite auf den Stamm-Knoten, die Domäne oder die OU.
3. Wechseln Sie im Aktionsbereich in die Registerkarte Lizenzen.
4. Klicken Sie auf die Schaltfläche Lizenzdatei importieren.
Es wird ein Fenster zur Auswahl der Lizenzdatei angezeigt.
5. Wählen Sie die zu importierende Lizenzdatei aus und klicken Sie auf Öffnen.
Der Lizenz anwenden? Dialog mit dem Inhalt der Lizenzdatei wird angezeigt.
6. Klicken Sie auf die Schaltfläche Lizenz anwenden.
Die Lizenzdatei wird in die SafeGuard Enterprise Datenbank importiert.
Nach dem Import der Lizenzdatei wird bei Modulen, für die Lizenzen erworben wurden, der
Lizenztyp regulär angegeben. Bei Modulen, für die keine Lizenzen erworben wurden und für die die Evaluierungslizenz (Standard-Lizenzdatei) oder individuelle Demo-Lizenzen genutzt werden, wird der Lizenztyp Demo angegeben.
Hinweis: Wenn Sie eine neue Lizenzdatei importieren, werden jeweils nur die Module, die in dieser Datei enthalten sind, aktualisiert. Alle übrigen Modul-Lizenzinformationen werden entsprechend den in der Datenbank enthaltenen Informationen beibehalten. Diese
Importfunktionalität vereinfacht die Evaluierung von zusätzlichen Modulen nach dem Kauf.
Administratorhilfe
6.6 Lizenzüberschreitung
In Ihrer Lizenzdatei ist ein Toleranzwert für die Überschreitung der erworbenen Lizenzen sowie der Lizenzgültigkeitsdauer festgelegt. Bei Überschreiten der verfügbaren Lizenzen pro
Modul oder der Gültigkeitsdauer wird somit zunächst eine Warnungsmeldung ausgegeben.
Der laufende Betrieb des Systems wird dadurch nicht beeinträchtigt und es tritt in diesem Fall auch keine Einschränkung der Funktionalität in Kraft. So haben Sie die Gelegenheit, den
Lizenzstatus zu prüfen und Ihre Lizenz zu erweitern bzw. zu erneuern. Der Toleranzwert ist auf 10 % der Anzahl an erworbenen Lizenzen (der Mindestwert: 5, der Höchstwert: 5.000) festgelegt.
Bei Überschreiten der Toleranzwerte wird eine Fehlermeldung ausgegeben. In diesem Fall tritt eine Funktionalitätseinschränkung in Kraft. Die Übertragung von Richtlinien auf die
Endpoints wird deaktiviert. Diese Deaktivierung lässt sich nicht im SafeGuard Management
Center manuell wieder aufheben. Die Lizenz muss erweitert bzw. erneuert werden, um wieder alle Funktionen nutzen zu können. Außer der Deaktivierung der Richtlinienübertragung hat die Funktionalitätseinschränkung keine Auswirkungen auf die Endpoints. Bereits zugeordnete
Richtlinien bleiben aktiv. Die Deinstallation von Clients ist auch weiterhin möglich.
Die folgenden Abschnitte beschreiben das Systemverhalten bei Lizenzüberschreitungen sowie die Maßnahmen zur Aufhebung der Funktionalitätseinschränkung.
6.6.1 Ungültige Lizenz: Warnung
Ist die Anzahl an verfügbaren Lizenzen überschritten, so wird beim Starten des SafeGuard
Management Center eine Warnungsmeldung angezeigt.
Das SafeGuard Management Center wird geöffnet und zeigt den Lizenzstatusüberblick in der
Registerkarte Lizenzen des Bereichs Benutzer & Computer.
Auch hier informiert Sie eine Warnungsmeldung darüber, dass die Lizenz ungültig ist. Über die detaillierten Informationen zur Lizenzdatei lässt sich ermitteln, für welches Modul die
Anzahl an verfügbaren Lizenzen überschritten wurde. Durch Verlängerung, Erneuerung oder
Erweiterung der Lizenz lässt sich dieser Lizenzstatus ändern.
6.6.2 Ungültige Lizenz: Fehler
Wird der in der Lizenz festgelegte Toleranzwert für die Anzahl an Lizenzen oder die
Gültigkeitsdauer überschritten, so zeigt das SafeGuard Management Center eine
Fehlermeldung an.
Im SafeGuard Management Center wird die Übertragung von Richtlinien auf die
Endpoint-Computer deaktiviert.
In der Registerkarte Lizenzen im Bereich Benutzer & Computer wird eine Fehlermeldung angezeigt.
Über die detaillierten Informationen zur Lizenzdatei lässt sich ermitteln, für welches Modul die Anzahl an verfügbaren Lizenzen überschritten wurde.
Um die Einschränkung der Funktionalität aufzuheben, habe Sie folgende Möglichkeiten:
■
Lizenzen umverteilen
Um ausreichend verfügbare Lizenzen zu erhalten, können Sie die Software auf nicht genutzten Endpoints deinstallieren und diese somit dauerhaft aus der SafeGuard Enterprise
Datenbank entfernen.
31
SafeGuard Enterprise
■
Lizenzen erweitern/erneuern
Wenden Sie sich an Ihren Vertriebspartner, um Ihre Lizenz zu erweitern bzw. zu erneuern.
Sie erhalten eine neue Lizenzdatei zum Import in die SafeGuard Enterprise Datenbank.
■
Neue Lizenzdatei importieren
Wenn Sie Ihre Lizenz bereits erneuert bzw. erweitert haben, importieren Sie die erhaltene
Lizenzdatei in die SafeGuard Enterprise Datenbank. Diese neu importierte Datei ersetzt die ungültige Lizenzdatei.
Durch Umverteilen von Lizenzen oder Importieren einer gültigen Lizenzdatei wird die
Funktionalitätseinschränkung aufgehoben und der normale Betrieb des Systems kann fortgesetzt werden.
32
Administratorhilfe
7 Mit mehreren Datenbankkonfigurationen arbeiten
Das SafeGuard Management Center ermöglicht die Benutzung mehrerer
Datenbankkonfigurationen (Multi Tenants). Wenn Sie diese Funktion nutzen möchten, müssen
Sie sie während der Installation aktivieren. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der
SafeGuard Enterprise Installationsanleitung.
Mit Multi Tenancy können Sie verschiedene SafeGuard Enterprise Datenbankkonfigurationen konfigurieren und sie für eine Instanz des SafeGuard Management Centers verwalten. Dies erweist sich vor allem dann als nützlich, wenn Sie verschiedene Konfigurationen für verschiedene Domänen, OUs oder Unternehmensstandorte einsetzen möchten.
Voraussetzung: Die Funktion Multi Tenancy muss über eine Installation vom Typ Vollständig installiert worden sein. Die initiale Konfiguration des SafeGuard Management Center muss durchgeführt worden sein.
Um die Konfigurationsarbeiten zu erleichtern, haben Sie folgende Möglichkeiten:
■
Mehrere Datenbankkonfigurationen erstellen.
■
Zuvor erstellte Datenbankkonfiguration auswählen.
■
Datenbankkonfiguration löschen.
■
Zuvor erstellte Datenbankkonfiguration aus einer Datei importieren.
■
Datenbankkonfiguration zur späteren Wiederverwendung exportieren.
7.1 Erstellen von weiteren Datenbankkonfigurationen
So erstellen Sie eine weitere SafeGuard Enterprise Datenbankkonfiguration nach der
Erstkonfiguration:
1. Starten Sie das SafeGuard Management Center.
Der Dialog Konfiguration auswählen wird angezeigt.
2. Klicken Sie auf Neu.
Der SafeGuard Management Center Konfigurationsassistent wird automatisch gestartet.
Der Assistent führt Sie durch die notwendigen Schritte für das Anlegen einer neuen
Datenbankkonfiguration.
3. Nehmen Sie die erforderlichen Einstellungen vor.
Die neue Datenbankkonfiguration wird erstellt.
4. Zur Anmeldung an das SafeGuard Management Center werden Sie dazu aufgefordert, den Namen des Sicherheitsbeauftragten für diese Konfiguration auszuwählen und Ihr
Zertifikatsspeicherkennwort einzugeben. Klicken Sie auf OK.
33
SafeGuard Enterprise
Das SafeGuard Management Center wird geöffnet und mit der neuen Datenbankkonfiguration verbunden. Wenn Sie das SafeGuard Management Center das nächste Mal starten, können
Sie die neue Datenbank-Konfiguration aus der Liste auswählen.
7.2 Herstellen einer Verbindung mit einer bereits vorhandenen Datenbankkonfiguration
So benutzen Sie eine bereits vorhandene SafeGuard Enterprise Datenbankkonfiguration:
1. Starten Sie das SafeGuard Management Center.
Der Dialog Konfiguration auswählen wird angezeigt.
2. Wählen Sie die Datenbankkonfiguration, die Sie verwenden möchten, aus der Dropdownliste und klicken Sie auf OK.
Die ausgewählte Datenbankkonfiguration wird mit dem SafeGuard Management Center verbunden und wird aktiv.
3. Zur Authentisierung werden Sie dazu aufgefordert, den Sicherheitsbeauftragtennamen für diese Konfiguration auszuwählen und das entsprechende Zertifikatsspeicherkennwort einzugeben. Klicken Sie auf OK.
Das SafeGuard Management Center wird geöffnet und mit der ausgewählten
Datenbankkonfiguration verbunden.
7.3 Export einer Konfiguration in eine Datei
Um eine Konfiguration zu speichern, damit sie später wiederverwendet werden kann, können
Sie sie in eine Datei exportieren.
1. Starten Sie das SafeGuard Management Center.
Der Dialog Konfiguration auswählen wird angezeigt.
2. Wählen Sie die gewünschte Konfiguration aus der Liste und klicken Sie auf Exportieren...
3. Zum Schutz der Konfigurationsdatei werden Sie dazu aufgefordert, ein Kennwort, das die
Konfigurationsdatei verschlüsselt, einzugeben und zu bestätigen. Klicken Sie auf OK.
4. Geben Sie einen Dateinamen und einen Speicherort für die exportierte Konfigurationsdatei
*.SGNConfig an.
Sollte diese Konfiguration bereits vorhanden sein, so werden Sie gefragt, ob Sie die vorhandene Konfiguration überschreiben möchten.
Die Datenbankkonfiguration wird am angegebenen Speicherort gespeichert.
7.4 Import einer Konfiguration aus einer Datei
Um eine Datenbankkonfiguration zu verwenden oder zu ändern, können Sie eine zuvor erstellte Konfiguration in das SafeGuard Management Center importieren. Hier gibt es zwei
Möglichkeiten:
■
■
über das SafeGuard Management Center (für Multi Tenancy) durch Doppelklicken auf die Konfigurationsdatei (für Single und Multi Tenancy)
34
Administratorhilfe
7.5 Import einer Konfiguration über das SafeGuard
Management Center
1. Starten Sie das SafeGuard Management Center.
Der Dialog Konfiguration auswählen wird angezeigt.
2. Klicken Sie auf Import..., wählen Sie die gewünschte Konfigurationsdatei aus und klicken
Sie auf Öffnen.
3. Geben Sie das Kennwort ein, das während des Exports für die Konfigurationsdatei erstellt wurde, und klicken Sie auf OK.
Die ausgewählte Konfiguration wird angezeigt.
4. Um die Konfiguration zu aktivieren, klicken Sie auf OK.
5. Zur Authentisierung werden Sie dazu aufgefordert, den Sicherheitsbeauftragtennamen für diese Konfiguration auszuwählen und das entsprechende Zertifikatsspeicherkennwort einzugeben. Klicken Sie auf OK.
Das SafeGuard Management Center wird geöffnet und mit der importierten
Datenbankkonfiguration verbunden.
7.6 Import einer Konfiguration durch Doppelklicken auf die Konfigurationsdatei (Single und Multi Tenancy)
Hinweis: Dieser Vorgang ist sowohl im Single Tenancy als auch im Multi Tenancy Modus möglich.
Es besteht auch die Möglichkeit, eine Konfiguration zu exportieren und diese an mehrere
Sicherheitsbeauftragte zu verteilen. Die Sicherheitsbeauftragten müssen lediglich auf die
Konfigurationsdatei doppelklicken, um ein vollständig konfiguriertes SafeGuard Management
Center zu öffnen.
Dies erweist sich vor allem dann als vorteilhaft, wenn Sie die SQL Authentisierung für die
Datenbank verwenden und vermeiden möchten, dass das SQL-Kennwort jedem Administrator bekannt ist. Sie müssen das Kennwort dann nur einmal eingeben, eine Konfigurationsdatei erstellen und sie an die Computer der Sicherheitsbeauftragten verteilen.
Voraussetzung: Die Erstkonfiguration des SafeGuard Management Centers muss durchgeführt worden sein. Detaillierte Informationen hierzu finden Sie in der SafeGuard Enterprise
Installationsanleitung.
1. Starten Sie das SafeGuard Management Center.
2. Wählen Sie im Extras Menü Optionen und wechseln Sie in die Registerkarte Datenbank.
3. Geben Sie die Anmeldeinformationen für die SQL Datenbankserververbindung ein oder bestätigen Sie diese.
4. Klicken Sie auf Konfiguration exportieren, um die Konfiguration in eine Datei zu exportieren.
5. Geben Sie ein Kennwort für die Konfigurationsdatei ein und bestätigen Sie es.
6. Geben Sie einen Dateinamen ein und wählen Sie einen Speicherort aus.
7. Verteilen Sie die Konfigurationsdatei an die Computer der Sicherheitsbeauftragten. Teilen
Sie ihnen das Kennwort für diese Datei sowie das Zertifikatsspeicherkennwort mit, das
Sie für Anmeldung an das SafeGuard Management Center benötigen.
35
SafeGuard Enterprise
8. Die Sicherheitsbeauftragten müssen nur auf die Konfigurationsdatei doppelklicken.
9. Sie werden aufgefordert, das Kennwort für die Konfigurationsdatei einzugeben.
10. Zur Anmeldung an das SafeGuard Management Center werden die Sicherheitsbeauftragten aufgefordert, ihr Zertifikatsspeicherkennwort einzugeben.
Das SafeGuard Management Center startet mit der importierten Konfiguration. Diese
Konfiguration ist die neue Standardkonfiguration.
7.7 Schneller Wechsel zwischen
Datenbankkonfigurationen
Zur Vereinfachung von Verwaltungsaufgaben bei mehreren Datenbanken bietet das SafeGuard
Management Center den schnellen Wechsel zwischen Datenbankkonfigurationen.
Hinweis: Dieser Vorgang ist auch im Single Tenancy Modus möglich.
1. Wählen Sie Datei in der Menüleiste des SafeGuard Management Centers und klicken Sie auf Konfiguration wechseln...
2. Wählen Sie die Datenbank, zu der Sie wechseln möchten, aus der Dropdownliste aus und klicken Sie auf OK.
Das SafeGuard Management Center wird automatisch mit der ausgewählten Konfiguration neu gestartet.
7.8 Prüfen der Datenbankintegrität
Bei der Anmeldung an die Datenbank wird die Datenbankintegrität automatisch geprüft. Sollte diese Überprüfung Fehler ergeben, wird der Dialog Datenbankintegrität prüfen angezeigt.
Sie können die Datenbankintegrität auch jederzeit nach der Anmeldung prüfen und hierzu den Dialog Datenbankintegrität prüfen aufrufen:
1. Wählen Sie in der Menüleiste des SafeGuard Management Center Extras >
Datenbankintegrität.
2. Um die Tabellen zu prüfen, klicken Sie auf Alle prüfen oder Ausgewählte prüfen.
Danach werden fehlerhafte Tabellen im Dialog markiert. Um die Fehler zu beheben, klicken
Sie auf Reparieren.
Hinweis: Nach einer Aktualisierung des SafeGuard Enterprise Backend (SQL) wird die
Prüfung der Datenbankintegrität immer gestartet. Die Prüfung muss einmal pro SafeGuard
Enterprise Datenbank durchgeführt werden, um die Aktualisierung abzuschließen.
36
Administratorhilfe
8 Registrieren und Konfigurieren des
SafeGuard Enterprise Server
Zur Implementierung der Informationen für die Kommunikation zwischen IIS Server, Datenbank und dem SafeGuard-geschützten Endpoint muss der SafeGuard Enterprise Server registriert und konfiguriert werden. Die Informationen werden in einem Server-Konfigurationspaket gespeichert.
Diesen Schritt führen Sie im SafeGuard Management Center durch. Der Workflow ist davon abhängig, ob der SafeGuard Enterprise Server auf demselben Computer wie das SafeGuard
Management Center oder auf einem anderen Computer installiert ist.
Sie können auch weitere Eigenschaften festlegen. So lassen sich z. B. zusätzliche
Sicherheitsbeauftragte für den ausgewählten Server hinzufügen. Sie können auch die
Verbindung zur Datenbank konfigurieren.
8.1 Registrieren und Konfigurieren des SafeGuard
Enterprise Server für den aktuellen Computer
Wenn Sie das SafeGuard Management Center und SafeGuard Enterprise Server auf dem
Computer, mit dem Sie derzeit arbeiten, installiert haben, registrieren und konfigurieren Sie den SafeGuard Enterprise Server.
Hinweis:
Wenn Multi Tenancy installiert ist, steht diese Option nicht zur Verfügung.
1. Starten Sie das SafeGuard Management Center.
2. Klicken Sie im Extras Menü auf Konfigurationspakete.
3. Wählen Sie die Registerkarte Server und klicken Sie auf Diesen Computer zum SGN
Server machen.
4. Wählen Sie die Registerkarte Server und klicken Sie auf Optionen:
Das SafeGuard Enterprise Server Configuration Setup wird automatisch gestartet.
5. Übernehmen Sie in allen folgenden Dialogen die Standardeinstellungen.
Der SafeGuard Enterprise Server ist installiert. Ein Server-Konfigurationspaket mit der
Bezeichnung
<Server>.msi
wird erstellt und direkt auf dem aktuellen Computer installiert.
Die Serverinformationen werden in der Registerkarte Server angezeigt. Sie können zusätzliche
Konfigurationsschritte durchführen.
Hinweis: Wenn Sie ein neues Server-Konfigurationspaket (MSI) auf dem SafeGuard
Enterprise Server installieren möchten, deinstallieren Sie zunächst das alte
Konfigurationspaket. Löschen Sie darüber hinaus den Local Cache manuell, so dass er mit den neuen Konfigurationsdaten (z. B. SSL-Einstellungen) aktualisiert werden kann. Installieren
Sie dieses Konfigurationspaket auf dem Server.
37
SafeGuard Enterprise
38
8.2 Registrieren und Konfigurieren des SafeGuard
Enterprise Servers für einen anderen Computer
Wenn der SafeGuard Enterprise Server auf einem anderen Computer als das SafeGuard
Management Center installiert wurde, registrieren und konfigurieren Sie den SafeGuard
Enterprise Server:
1. Starten Sie das SafeGuard Management Center.
2. Klicken Sie im Extras Menü auf Konfigurationspakete.
3. Wählen Sie die Registerkarte Server und klicken Sie auf Hinzufügen.
4. Klicken Sie unter Serverregistrierung auf die Schaltfläche [...], um das Maschinenzertifikat des Servers auszuwählen. Es wird bei der Installation des SafeGuard Enterprise Servers erzeugt. Sie finden es standardmäßig im Verzeichnis
MachCert
des SafeGuard Enterprise
Server Installationsverzeichnisses. Es trägt den Dateinamen
<Computername>.cer
.
Wenn der SafeGuard Enterprise Server auf einem anderen Computer als das SafeGuard
Management Center installiert ist, muss diese .cer-Datei als Kopie oder Netzwerkfreigabe zugreifbar sein.
Wählen Sie nicht das MSO-Zertifikat.
Der Fully Qualified Name (FQDN), z. B.
server.mycompany.com
, sowie
Zertifikatsinformationen werden angezeigt.
Hinweis:
Wenn Sie einen Mac Endpoint zu einem SGN Server verbinden, müssen Sie SSL in der
Spalte Transportverschlüsselung wählen, um die Verbindung abzusichern.
Wenn SSL als Transportverschlüsselung zwischen Endpoint und Server verwendet werden soll, muss der Servername, den Sie hier eingeben, mit dem Servernamen übereinstimmen, den Sie im SSL-Zertifikat vergeben haben. Andernfalls ist keine Kommunikation möglich.
Wenn Sie die Verbindung konfigurieren, stellen Sie sicher, HTTPS-Portnummer 443 zu
öffnen.
5. Klicken Sie auf OK.
Die Serverinformationen werden in der Registerkarte Server angezeigt.
6. Klicken Sie auf die Registerkarte Server-Pakete. Hier werden alle verfügbaren Server angezeigt. Wählen Sie dort den gewünschten Server aus. Geben Sie einen Ausgabepfad für das Konfigurationspaket an. Klicken Sie auf Konfigurationspaket erstellen.
Ein Server-Konfigurationspaket (MSI) mit der Bezeichnung
<Server>.msi
wird im angegebenen Ausgabeort erstellt.
7. Bestätigen Sie die Erfolgsmeldung mit OK.
8. Klicken Sie in der Registerkarte Server auf Schließen.
Die Registrierung und Konfiguration des SafeGuard Enterprise Servers ist beendet. Installieren
Sie das Server-Konfigurationspaket (MSI) auf dem Computer, auf dem der SafeGuard
Enterprise Server läuft. Sie können die Serverkonfiguration in der Registerkarte Server jederzeit ändern.
Hinweis: Wenn Sie ein neues Server-Konfigurationspaket (MSI) auf dem SafeGuard
Enterprise Server installieren möchten, deinstallieren Sie zunächst das alte
Konfigurationspaket. Löschen Sie darüber hinaus den Local Cache manuell, so dass er mit den neuen Konfigurationsdaten (z. B. SSL-Einstellungen) aktualisiert werden kann. Installieren
Sie dieses Konfigurationspaket auf dem Server.
Administratorhilfe
8.3 Ändern der SafeGuard Enterprise Server
Eigenschaften
Sie können die Eigenschaften und Einstellungen für jeden registrierten Server und seine
Datenbankverbindung jederzeit ändern.
1. Wählen Sie den gewünschten Server in der Registerkarte Server des SafeGuard
Management Center Konfigurationspakete Werkzeugs.
2. Gehen Sie wie folgt vor:
Element
Skript ausführen
Server-Rollen
Beschreibung
Klicken Sie hier, um die Verwendung von SafeGuard Enterprise
Management API zu ermöglichen. Dies ermöglicht die Ausführung von administrativen Aufgaben über Skripte
Klicken Sie hier, um eine verfügbare Sicherheitsbeauftragtenrolle für den ausgewählten Server zu aktivieren/deaktivieren.
Win. Auth. WHD
Dieses Kontrollkästchen muss für die Windows Authentisierung zu
SafeGuard Web Helpdesk am ausgewählten Server markiert sein.
Wenn das Kontrollkästchen nicht gesetzt ist, haben nur
Sicherheitsbeauftragte mit den entsprechenden Web
Helpdesk-Rechten Zugang zu Web Helpdesk.
Nähere Informationen zur Windows Authentisierung zu SafeGuard
Web Helpdesk finden Sie im SafeGuard Web Helpdesk Handbuch.
Server-Rolle hinzufügen...
Klicken Sie hier, um weitere spezifische
Sicherheitsbeauftragtenrollen für den ausgewählten Server hinzuzufügen, falls erforderlich. Sie werden dazu aufgefordert, das
Serverzertifikat auszuwählen. Die Sicherheitsbeauftragtenrolle wird hinzugefügt und kann unter Server-Rollen angezeigt werden.
Datenbankverbindung
Klicken Sie auf [...], um die Verbindung zur Datenbank für jeden registrierten Server zu konfigurieren. Hier können Sie auch die
Anmeldeinformationen für die Datenbank und die
Transportverschlüsselung zwischen Web Server und
Datenbankserver festlegen. Weitere Informationen finden Sie unter
Konfigurieren der Datenbankserververbindung
(Seite 20). Selbst wenn die Prüfung der Datenbankverbindung nicht erfolgreich ist, kann ein neues Server-Konfigurationspaket erstellt werden.
Hinweis:
Sie müssen nicht den SafeGuard Management Center
Konfigurationsassistenten erneut ausführen, um die
Datenbankkonfiguration zu aktualisieren. Erstellen Sie einfach ein neues Server-Konfigurationspaket und verteilen Sie es an den entsprechenden Server. Sobald dieses auf dem Server installiert ist, kann auf die neue Datenbankverbindung zugegriffen werden.
3. Erstellen Sie ein neues Server-Konfigurationspaket in der Registerkarte Server-Pakete.
39
SafeGuard Enterprise
4. Deinstallieren Sie das alte Server-Konfigurationspaket und installieren Sie danach das neue auf dem entsprechenden Server.
Die neue Server-Konfiguration wird aktiv.
8.4 Registrieren des SafeGuard Enterprise Servers mit aktivierter Sophos Firewall
Ein durch SafeGuard Enterprise geschützter Endpoint kann keine Verbindung mit dem
SafeGuard Enterprise Server herstellen, wenn eine Sophos Firewall mit Standardeinstellungen auf dem Endpoint installiert ist. Die Sophos Firewall sperrt standardmäßig
NetBIOS-Verbindungen, die für die Auflösung des Netzwerknamens des SafeGuard Enterprise
Servers benötigt werden.
1. Führen Sie als Workaround einen der folgenden Schritte aus:
■
Geben Sie die NetBIOS-Verbindungen in der Firewall frei.
■
Fügen Sie den Fully Qualified Name des SafeGuard Enterprise Servers im
Konfigurationspaket hinzu. Weitere Informationen finden Sie unter
Konfigurieren des SafeGuard Enterprise Server für einen anderen Computer (Seite
38).
40
Administratorhilfe
9 Sichern von Transportverbindungen mit
SSL
SafeGuard Enterprise unterstützt zur Erhöhung der Sicherheit die Verschlüsselung der
Transportverbindungen zwischen den einzelnen Komponenten mit SSL.
■
Die Verbindung zwischen dem Datenbankserver und dem Web Server sowie die Verbindung zwischen dem Datenbankserver und dem Computer, auf dem das SafeGuard Management
Center installiert ist, kann mit SSL verschlüsselt werden.
■
Die Verbindung zwischen dem SafeGuard Enterprise Server und dem von SafeGuard
Enterprise verwalteten Computer kann entweder mit SSL oder mit SafeGuard-spezifischer
Verschlüsselung verschlüsselt werden. Der Vorteil bei SSL ist, dass es ein Standardprotokoll ist und daher eine schnellere Verbindung aufgebaut werden kann als mit der SafeGuard
Transportverschlüsselung.
Mac: Um die Verbindung zwischen dem SafeGuard Enterprise Server und Mac Endpoints abzusichern, muss SSL verwendet werden.
Hinweis: Wir empfehlen dringend, SSL-verschlüsselte Kommunikation zu verwenden, es sei denn, es handelt sich um Demo- oder Test-Installationen. Falls dies nicht möglich ist und die SafeGuard-spezifische Verschlüsselung verwendet wird, so gilt die Obergrenze von 1000 Clients, die eine Verbindung mit einer Serverinstanz herstellen können.
Bevor SSL für SafeGuard Enterprise aktiviert werden kann, muss eine funktionsfähige
SSL-Umgebung eingerichtet werden.
Weitere Informationen hierzu finden Sie in der SafeGuard Enterprise Installationsanleitung.
9.1 Einrichten von SSL
Die folgenden allgemeinen Aufgaben müssen für die SSL-Einrichtung auf dem Web Server durchgeführt werden:
■
Certificate Authority muss auf dem Server installiert sein, um die bei der
SSL-Verschlüsselung verwendeten Zertifikate auszustellen.
■
Ein Zertifikat muss ausgestellt und der IIS Server so konfiguriert werden, dass er SSL verwendet und auf das Zertifikat zeigt.
■
Der Servername, den Sie bei der Konfiguration des SafeGuard Enterprise Servers angeben, muss identisch sein mit dem Servernamen, den Sie vorab im SSL-Zertifikat angegeben haben. Sonst können Client und Server nicht miteinander kommunizieren. Für jeden
SafeGuard Enterprise Server wird ein separates SSL-Zertifikat benötigt.
■
Wenn Sie Network Load Balancer einsetzen, vergewissern Sie sich, dass der Portbereich den SSL-Port mit einschließt.
Weitere Informationen erhalten Sie von unserem technischen Support oder hier:
■ http://msdn2.microsoft.com/en-us/library/ms998300.aspx
■ http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=kb;de-de;316898
41
SafeGuard Enterprise
■ https://blogs.msdn.com/sql_protocols/archive/2005/11/10/491563.aspx
Weitere Informationen hierzu finden Sie in der SafeGuard Enterprise Installationsanleitung.
9.2 Aktivieren der SSL-Verschlüsselung in SafeGuard
Enterprise
So aktivieren Sie die SSL-Verschlüsselung in SafeGuard Enterprise:
■
Verbindung zwischen Web Server und Datenbankserver:
Aktivieren Sie SSL-Verschlüsselung während der Registrierung des SafeGuard Enterprise
Servers im SafeGuard Management Center Konfigurationspakete-Werkzeug. Weitere
Informationen finden Sie unter
Konfigurieren der Datenbankserververbindung
(Seite 20) oder unter: http://www.sophos.com/de-de/support/knowledgebase/109012.aspx
.
■
Für die Verbindung zwischen Datenbankserver und SafeGuard Management Center
Aktivieren Sie die SSL-Verschlüsselung im SafeGuard Management Center
Konfigurationsassistenten (siehe Konfigurieren der Datenbankserververbindung
(Seite
20)).
■
Verbindung zwischen SafeGuard Enterprise Server und durch SafeGuard Enterprise geschützte Endpoints:
Aktivieren Sie die SSL-Verschlüsselung beim Erzeugen des Konfigurationspakets für den durch SafeGuard Enterprise verwalteten Endpoint im SafeGuard Management Center
Konfigurationspakete-Werkzeug (siehe Erstellen eines Konfigurationspakets für verwaltete
Endpoints (Seite 101)). Nähere Informationen, wie SSL am SafeGuard Enterprise Server
und dem durch SafeGuard Enterprise geschützten Endpoint zu konfigurieren ist, entnehmen sie der SafeGuard Enterprise Installationsanleitung.
Sie können die SSL-Verschlüsselung für SafeGuard Enterprise während der Erstkonfiguration der SafeGuard Enterprise Komponenten oder zu einem späteren Zeitpunkt einrichten. Erstellen
Sie danach ein neues Konfigurationspaket und installieren Sie es auf dem entsprechenden
Server oder zentral verwalteten Computer.
Weitere Informationen hierzu finden Sie in der SafeGuard Enterprise Installationsanleitung.
42
Administratorhilfe
10 Aufbau der Organisationsstruktur
Für den Aufbau einer Organisationsstruktur im SafeGuard Management Center gibt es zwei
Möglichkeiten:
■
Sie können eine bestehende Organisationsstruktur über ein Active Directory in die
SafeGuard Enterprise Datenbank importieren.
■
Sie können Ihre Organisationsstruktur manuell anlegen, indem Sie Arbeitsgruppen und
Domänen sowie eine Struktur für die Verwaltung von Richtlinien erstellen.
10.1 Import aus Active Directory
Sie können eine bestehende Organisationsstruktur über ein Active Directory in die SafeGuard
Enterprise Datenbank importieren.
Wir empfehlen, ein spezielles Windows-Servicekonto anzulegen, das für alle Import- und
Synchronisierungsaufgaben verwendet wird. So stellen Sie sicher, dass alle Import-Vorgänge korrekt durchgeführt werden und verhindern, dass Objekte in der SafeGuard Enterprise
Datenbank unbeabsichtigt gelöscht werden. Für Informationen zum Zuweisen der notwendigen
Rechte, siehe http://www.sophos.com/de-de/support/knowledgebase/107979.aspx
.
10.1.1 Importieren der Organisationsstruktur
Hinweis: Mit dem SafeGuard Management Center Taskplaner können Sie einen periodischen
Task für die automatische Synchronisierung zwischen dem Active Directory und SafeGuard
Enterprise erstellen. In Ihrer Produktlieferung steht hierzu eine vordefinierte Skript-Vorlage
zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie unter Planung von Tasks (Seite 283) und
Vordefinierte Skripte für regelmäßig wiederkehrende Tasks
(Seite 289).
1. Wählen Sie im SafeGuard Management Center Extras > Optionen.
2. Wählen Sie die Registerkarte Verzeichnis und klicken Sie auf Hinzufügen.
3. Gehen Sie in LDAP Authentisierung folgendermaßen vor: a) Bei Servername oder IP geben Sie den NetBIOS-Name des Domänencontrollers oder dessen IP ein.
b) Bei Anmeldeinformationen des Benutzers geben Sie Ihre
Windows-Anmeldeinformationen zur Umgebung ein.
c) Klicken Sie auf OK.
Hinweis: Bei Windows Einzelplatzcomputern muss auf dem Computer ein Verzeichnis freigegeben sein, damit eine Verbindung via LDAP möglich wird.
4. Klicken Sie auf Benutzer & Computer.
5. Klicken Sie im linken Navigationsfenster auf das Stammverzeichnis Stamm [Filter ist
aktiv].
6. Klicken Sie im Aktionsbereich auf der rechten Seite auf die Registerkarte Synchronisieren.
7. Wählen Sie das gewünschte Verzeichnis aus der Verzeichnis DSN Liste und klicken Sie auf das Lupensymbol (oben rechts).
Es erscheint eine Abbildung der Active Directory-Struktur der Organisationseinheiten (OU) in Ihrem Unternehmen.
43
SafeGuard Enterprise
8. Markieren Sie die Organisationseinheiten (OU), die synchronisiert werden sollen. Es muss nicht der gesamte Inhalt des Active Directory importiert werden.
9. Um auch Mitgliedschaften zu synchronisieren, wählen Sie das Kontrollkästchen
Synchronisiere Mitgliedschaften. Um auch den Benutzer Aktiv-Status zu synchronisieren, wählen Sie das Kontrollkästchen Synchronisiere Benutzer Aktiv-Status.
10. Klicken Sie unten im Aktionsbereich auf Synchronisieren.
Wenn Sie Benutzer und ihre Gruppenzugehörigkeit synchronisieren, wird die Zugehörigkeit zu einer “Primärgruppe“ nicht synchronisiert, da sie für die Gruppe nicht sichtbar ist.
Die Domänen werden synchronisiert. Details zur Synchronisierung werden angezeigt. Klicken
Sie auf die Meldung, die in der Statusleiste unterhalb der Schaltflächen auf der linken Seite angezeigt wird, um ein Synchronisierungsprotokoll einzusehen. Klicken Sie auf das Protokoll, um es in die Zwischenablage zu kopieren und es in eine E-Mail oder eine Datei einzufügen.
Hinweis: Wenn Elemente von einer untergeordneten Baumstruktur in eine andere im Active
Directory verschoben wurden, müssen beide Baumstrukturen mit der SQL-Datenbank synchronisiert werden. Wird nur eine untergeordnete Datenbank synchronisiert, so werden die Elemente nicht verschoben, sondern gelöscht.
Hinweis: Es wird empfohlen, Importvorgänge mit mehr als 400.000 Objekten aus dem AD in mehrere Vorgänge aufzuteilen. Unter Umständen ist dies nicht möglich, wenn sich mehr als 400.000 Objekte in einer Organisationseinheit befinden.
10.1.2 Eine neue Domäne aus einem Active Directory importieren
1. Klicken Sie im linken Navigationsfenster auf das Stammverzeichnis Stamm [Filter ist
aktiv].
2. Wählen Sie Datei > Neu > Neue Domäne aus AD importieren.
3. Klicken Sie im Aktionsbereich auf der rechten Seite auf Synchronisieren.
4. Wählen Sie das gewünschte Verzeichnis aus der Verzeichnis DSN Liste und klicken Sie auf das Lupensymbol (oben rechts).
Es erscheint eine Abbildung der Active Directory-Struktur der Organisationseinheiten (OU) in Ihrem Unternehmen.
5. Wählen Sie die Domäne, die synchronisiert werden soll, und klicken Sie auf
Synchronisieren.
Hinweis: Wenn Elemente von einer untergeordneten Baumstruktur in eine andere im Active
Directory verschoben wurden, müssen beide Baumstrukturen mit der SQL-Datenbank synchronisiert werden. Wird nur eine untergeordnete Datenbank synchronisiert, so werden die Elemente nicht verschoben, sondern gelöscht.
Hinweis: Durch die AD-Synchronisierung wird der (NetBIOS)-Name der Domäne vor Windows
2000 nicht synchronisiert, wenn der Domänen-Controller mit einer IP-Adresse konfiguriert ist.
Konfigurieren Sie den Domänen-Controller so, dass stattdessen der Servername (NetBIOS oder DNS) verwendet wird. Der Client (auf dem die AD-Synchronisierung läuft) muss entweder
Teil der Domäne sein oder es muss sichergestellt sein, dass der DNS-Name zum
Ziel-Domänen-Controller aufgelöst werden kann.
44
Administratorhilfe
10.1.3 Zugriffsrechte für Sicherheitsbeauftragte und Import aus Active
Directory
Für die erforderlichen Zugriffsrechte für den Import der Organisationsstruktur aus Active
Directory gilt:
■
Wenn Sie eine Active Directory Verbindung zu einer bereits vorhandenen Domäne hinzufügen, gilt Folgendes:
■
■
Wenn Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für die Domäne (DNS) haben, werden die
Anmeldeinformationen für die Directory-Verbindung aktualisiert.
Wenn Sie das Zugriffsrecht Schreibgeschützt oder weniger Zugriffsrechte für die
Domäne (DNS) haben, werden die Anmeldeinformationen nicht aktualisiert. Sie können jedoch vorhandene Anmeldeinformationen für die Synchronisierung benutzen.
■
■
■
Für Active Directory Import und Synchronisierung werden die Zugriffsrechte für einen
Container oder eine Domäne auf die Domänenbaumstruktur, die sie importieren können,
übertragen. Wenn Sie für eine untergeordnete Baumstruktur nicht das Zugriffsrecht Voller
Zugriff haben, kann diese nicht synchronisiert werden. Wenn eine untergeordnete
Baumstruktur nicht geändert werden kann, wird sie nicht in der
Synchronisierungs-Baumstruktur angezeigt.
Unabhängig von Ihren Sicherheitsbeauftragten-Zugriffsrechten für Verzeichnisobjekte können Sie eine neue Domäne aus dem Active Directory importieren, wenn diese noch nicht in der SafeGuard Enterprise Datenbank existiert. Sie und Ihre übergeordneten
Sicherheitsbeauftragten erhalten automatisch das Zugriffsrecht Voller Zugriff für die neue
Domäne.
Wenn Sie einen untergeordneten Container (Sub-Container) für die Synchronisierung auswählen, muss die Synchronisierung bis zum Stammverzeichnis durchgeführt werden.
In der Synchronisierungs-Baumstruktur werden alle relevanten Container automatisch ausgewählt. Dies ist auch dann der Fall, wenn sich über dem Sub-Container Container befinden, die gemäß ihren Zugriffsrechten Schreibgeschützt sind, oder für die der Zugriff
Verweigert wird. Wenn Sie die Auswahl eines Sub-Containers aufheben, müssen Sie dies entsprechend Ihren Zugriffsrechten auch bei den Containern darüber bis zum
Stammverzeichnis tun.
Wenn eine Gruppe, für die nur die Zugriffsrechte Schreibgeschützt oder Verweigert verfügbar sind, in den Synchronisierungsvorgang einbezogen wird, passiert Folgendes:
■
Die Gruppenmitgliedschaften werden nicht aktualisiert.
■
■
Wenn die Gruppe im Active Directory gelöscht wurde, wird sie nicht aus der SafeGuard
Enterprise Datenbank gelöscht.
Wenn die Gruppe jedoch im Active Directory verschoben wurde, wird sie auch innerhalb der SafeGuard Enterprise Struktur verschoben. Dies ist auch dann der Fall, wenn sie in einen Container verschoben werden soll, für den Sie nicht das Voller Zugriff
Zugriffsrecht haben.
Wenn ein Container mit den Zugriffsrechten Schreibgeschützt oder Verweigert zur
Synchronisierung hinzugefügt wird, da er sich auf dem Weg zum Stammverzeichnis befindet, und dieser Container eine Gruppe mit dem Zugriff Voller Zugriff enthält, wird diese Gruppe synchronisiert. Gruppen mit den Zugriffsrechten Schreibgeschützt oder
Verweigert werden nicht synchronisiert.
45
SafeGuard Enterprise
10.2 Erstellen von Arbeitsgruppen und Domänen
Sicherheitsbeauftragte mit den erforderlichen Berechtigungen können manuell Arbeitsgruppen oder Domänen mit einer Struktur für die Verwaltung von Richtlinien anlegen. Auch die
Zuweisung von Richtlinien und/oder Verschlüsselungsregeln an lokale Benutzer ist dadurch möglich.
Sie müssen Domänen nur dann manuell anlegen, wenn Sie keine Domänen aus dem Active
Directory (AD) importieren wollen oder können, z. B. weil kein AD vorhanden ist.
10.2.1 Registrierung als neuer Benutzer
Informationen zu Benutzern, die sich zum ersten Mal bei SafeGuard Enterprise anmelden, finden Sie unter
SafeGuard Enterprise Power-on Authentication (POA) (Seite 104).
Wenn sich ein neuer Benutzer an SafeGuard Enterprise anmeldet, wird dieser sobald der
Endpoint eine Verbindung mit dem SafeGuard Enterprise Server hergestellt hat, registriert und in im Bereich Benutzer und Computer des SafeGuard Management Center unter der entsprechenden Domäne oder Arbeitsgruppe angezeigt.
Das für diese Benutzer/Computer vorgesehene Verzeichnis .Automatisch registriert wird automatisch unterhalb des Stammverzeichnisses sowie unter jeder Domäne/Arbeitsgruppe erzeugt. Es kann nicht umbenannt oder verschoben werden. Objekte in diesem Verzeichnis können auch nicht manuell verschoben werden. Wenn die Organisationseinheit (Organizational
Unit, OU) beim nächsten Kontakt mit der SafeGuard Enterprise Datenbank synchronisiert wird, wird das Objekt in die entsprechenden OU verschoben. Andernfalls verbleibt Sie im
Verzeichnis .Automatisch registriert der jeweiligen Domäne/Arbeitsgruppe.
Als Sicherheitsbeauftragter können Sie dann die automatisch registrierten Objekte wie üblich verwalten.
Hinweis: Lokale Benutzer können sich nicht mit einem leeren Kennwort an SafeGuard
Enterprise anmelden. Wenn sich lokale Benutzer mit leerem Kennwort an SafeGuard Enterprise anmelden, bleiben sie Gastbenutzer und werden nicht in der Datenbank gespeichert. Wenn für diese Benutzer zudem noch Windows Autologon aktiviert ist, wird die Anmeldung abgebrochen. Für die erfolgreiche Anmeldung an SafeGuard Enterprise muss in diesem Fall ein neues Kennwort vergeben werden und das Autologon für Windows in der Registry des
Endpoint deaktiviert werden.
Hinweis: Microsoft Konten werden immer als SafeGuard Enterprise Gastbenutzer behandelt.
10.2.2 Beispiele für die automatische Registrierung
Im Folgenden finden Sie zwei Beispiele für das Verhalten von automatisch registrierten
Objekten.
Benutzer/Computer außerhalb eines Active Directory
In einem Unternehmen müssen nicht zwangsläufig alle Benutzer/Computer Teil eines Active
Directory (AD) sein, z. B. lokale Benutzer. Ein Unternehmen hat möglicherweise nur eine oder wenige Arbeitsgruppen, so dass sich der Aufbau eines ADs nicht lohnt.
Dieses Unternehmen möchte SafeGuard Enterprise einsetzen, um dann seine
Benutzer-/Computerobjekte mit Richtlinien zu versehen. Deshalb wird die Organisationsstruktur des Unternehmens im SafeGuard Management Center folgendermaßen manuell aufgebaut:
46
Administratorhilfe
Die Objekte bleiben im Verzeichnis .Automatisch registriert. Sie können mit dem SafeGuard
Management Center durch Anwendung von Richtlinien auf das Verzeichnis ".Automatisch
registriert" verwaltet werden.
SafeGuard Enterprise Datenbank und Active Directory nicht synchronisiert
Ein Benutzer ist bereits Teil des Active Directory (AD) des Unternehmens. Die SafeGuard
Enterprise Datenbank und das AD sind jedoch nicht synchron. Der Benutzer (Benutzer 1) meldet sich an SafeGuard Enterprise an und wird automatisch im Bereich Benutzer und
Computer im SafeGuard Management Center unter der Domäne angezeigt, die durch die
Anmeldung vorgegeben ist (Domäne 1).
Der Benutzer ist nun Teil des ".Auto regstriert"-Verzeichnisses. Das Objekt kann mit dem
SafeGuard Management Center durch Anwendung von Richtlinien auf das ".Automatisch
registriert"-Verzeichnis verwaltet werden.
Mit der nächsten Synchronisierung zwischen dem AD und der SafeGuard Enterprise Datenbank wird Benutzer 1 automatisch in seine Organisationseinheit (Benutzer) verschoben..
47
SafeGuard Enterprise
Damit für Benutzer 1 jetzt Richtlinien aktiv werden können, müssen sie ab jetzt der
Organisationseinheit Benutzer zugewiesen werden.
10.2.3 Schlüssel und Zertifikate für autoregistrierte Objekte
Für jedes auto-registrierte Objekt erzeugt der Server nach Bedarf ein Zertifikat.
Ein lokaler Benutzer erhält zwei Schlüssel:
■ den Schlüssel des Containers .Automatisch registriert
■ den privaten Schlüssel, der vom Server bei Bedarf erzeugt wird.
Lokale Benutzer erhalten keine weiteren Schlüssel der ihnen übergeordneten Container, auch keinen Root-Schlüssel.
Arbeitsgruppen erhalten gar keine Schlüssel.
10.2.4 Richtlinien für autoregistrierte Objekte
Für autoregistrierte Objekte können ohne Einschränkung Richtlinien erstellt werden.
Lokale Benutzer werden zur Gruppe „.authentisierte Benutzer“ hinzugefügt. Computer werden zur Gruppe „.authentisierte Computer“ hinzugefügt. Dementsprechend gelten für sie die
Richtlinien, die für diese Gruppe aktiviert wurden.
10.2.5 Erzeugen von Arbeitsgruppen
Als Sicherheitsbeauftragter mit den erforderlichen Rechten können Sie unter dem
Stammverzeichnis einen Container erzeugen, der eine Windows Arbeitsgruppe repräsentiert.
Arbeitsgruppen erhalten keine Schlüssel. Sie können nicht umbenannt werden.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Benutzer & Computer.
2. Rechts-klicken Sie im linken Navigationsfenster auf Stamm [Filter ist aktiv] und wählen
Sie im Kontextmenü Neu > Neue Arbeitsgruppe erzeugen (autom. Registrierung).
48
Administratorhilfe
3. Gehen Sie in Allgemeine Informationen wie folgt vor: a) Geben Sie einen vollständigen Namen für die Arbeitsgruppe ein.
b) Sie können optional eine Beschreibung hinzufügen.
c) Im Feld Verbindungsstatus wird der Typ des Objekts angezeigt, in diesem Fall
Arbeitsgruppe.
d) Aktivieren Sie Richtlinienvererbung stoppen, wenn gewünscht.
e) Klicken Sie auf OK.
Die Arbeitsgruppe wird erzeugt. Unterhalb des Arbeitsgruppen-Containers wird automatisch das Standardverzeichnis .Automatisch registriert angelegt. Es kann weder umbenannt noch gelöscht werden.
10.2.6 Löschen von Arbeitsgruppen
Um eine Arbeitsgruppe zu löschen, benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für die relevante Arbeitsgruppe. Falls die Arbeitsgruppe Mitglieder hatte, werden diese ebenfalls gelöscht. (Bei der nächsten Anmeldung werden sie wieder autoregistriert).
Um eine Arbeitsgruppe zu löschen, benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für alle beteiligten Objekte.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Benutzer & Computer.
2. Rechts-klicken Sie im rechten Navigationsbereich auf der Arbeitsgruppe, die gelöscht werden soll, und wählen Sie Löschen.
3. Klicken Sie zur Bestätigung auf OK.
Die Arbeitsgruppe wird gelöscht. Eventuelle Mitglieder werden ebenfalls gelöscht.
Hinweis: Wenn Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff nicht für alle Mitglieder der Arbeitsgruppe haben, schlägt das Löschen der Arbeitsgruppe fehl und es wird eine Fehlermeldung angezeigt.
10.2.7 Erstellen einer neuen Domäne
Als Sicherheitsbeauftragter mit den nötigen Berechtigungen können Sie unter dem
Stammverzeichnis eine neue Domäne anlegen. Sie sollten nur neue Domänen anlegen, wenn
Sie keine Domänen aus dem Active Directory (AD) importieren wollen oder können, z. B. weil kein AD vorhanden ist.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Benutzer & Computer.
2. Rechts-klicken Sie im linken Navigationsfenster auf Stamm [Filter ist aktiv] und wählen
Sie im Kontextmenü Neu > Neue Domäne erzeugen (autom. Registrierung).
3. In Allgemeine Informationen machen Sie folgende Angaben zum Domänen-Controller.
49
SafeGuard Enterprise
Alle zwei Namenseinträge müssen korrekt sein. Ansonsten wird die Domäne nicht synchronisiert.
a) Vollst. Name: z. B. rechnername.domäne.com oder die IP-Adresse des
Domänen-Controllers b) Distinguished Name (schreibgeschützt): DNS-Name, z. B.
DC=rechnername3,DC=domäne,DC=Land
c) Eine Domänenbeschreibung (optional) d) Netbios Name: Name des Domänen-Controllers e) Unter Verbindungsstatus wird der Typ des Objekts angezeigt, in diesem Fall Domäne.
f) Aktivieren Sie Richtlinienvererbung stoppen, wenn gewünscht.
g) Klicken Sie auf OK.
Die neue Domäne wird angelegt. Ein Benutzer und/oder ein Computer wird bei der
Autoregistrierung automatisch dieser Domäne zugeordnet. Unterhalb des Domänen-Containers wird das Standardverzeichnis .Automatisch registriert angelegt. Es kann weder umbenannt noch gelöscht werden.
10.2.8 Umbenennen einer Domäne
Als Sicherheitsbeauftragter mit den nötigen Berechtigungen können Sie eine Domäne umbenennen und weitere Eigenschaften für sie festlegen. Sie benötigen das Zugriffsrecht
Voller Zugriff für die relevante Domäne.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Benutzer & Computer.
2. Rechts-klicken Sie im linken Navigationsfenster auf der Domäne, die umbenannt werden soll, und wählen Sie Eigenschaften.
3. Ändern Sie in Allgemeine Informationen unter Vollst. Name den Namen der Domäne und die Beschreibung.
4. In Netbios Name können Sie den Namen des Domänen-Controllers ändern.
5. Außerdem können Sie in der Registerkarte Containereinstellungen den
Wake-on-LAN-Modus für den automatischen Neustart festlegen.
6. Klicken Sie zur Bestätigung Ihrer Einstellungen auf OK.
Die Änderungen sind nun gespeichert.
10.2.9 Löschen einer Domäne
Als Sicherheitsbeauftragter mit den nötigen Berechtigungen können Sie Domänen löschen.
Um eine Domäne zu löschen, benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für die relevante
Domäne.
Hinweis: Falls die Domäne Mitglieder hatte, werden diese ebenfalls gelöscht.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Benutzer & Computer.
2. Rechts-klicken Sie im linken Navigationsfenster auf der Domäne, die gelöscht werden soll, und wählen Sie Löschen.
3. Klicken Sie auf Ja.
Die Domäne wird gelöscht. Eventuelle Mitglieder werden ebenfalls gelöscht.
Hinweis: Wenn Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff nicht für alle Mitglieder der Domäne haben, schlägt das Löschen der Domäne fehl und es wird eine Fehlermeldung angezeigt.
50
Administratorhilfe
10.2.10 Löschen von automatisch registrierten Computern
Wenn ein automatisch registrierter Computer gelöscht wird, werden alle lokalen Benutzer dieses Computers ebenfalls gelöscht. Bei der nächsten Anmeldung dieses Computers wird er erneut automatisch registriert.
10.2.11 Filter für lokale Objekte
10.2.11.1 Benutzer und Computer
Unter Benutzer & Computer können Sie die Ansicht im linken Navigationsfenster nach lokalen Benutzern filtern oder einen bestimmten lokalen Benutzer suchen.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Benutzer & Computer.
2. Klicken Sie links unten im Navigationsbereich auf Filter.
3. Wählen Sie bei Typ die Option Lokaler Benutzer. Wenn Sie einen bestimmten Benutzer suchen, geben Sie noch dessen Namen ein.
4. Klicken Sie auf das Lupen-Symbol.
Die Ansicht auf Benutzer & Computer wird entsprechend den Kriterien gefiltert.
Hinweis: Microsoft Konten werden immer als SafeGuard Enterprise Gastbenutzer behandelt.
10.2.11.2 Protokollierung
Die erfolgreiche bzw. nicht erfolgreiche Registrierung eines Benutzers, Computers oder einer
Arbeitsgruppe wird protokolliert. Sie können sich diese Informationen im SafeGuard
Management Center unter Berichte in der Ereignisanzeige auflisten lassen.
10.3 Suche nach Benutzern, Computern und Gruppen in der SafeGuard Enterprise Datenbank
Um Objekte im Dialog Benutzer, Computer und Gruppen suchen anzeigen zu lassen, benötigen Sie die Zugriffsrechte Schreibgeschützt oder Voller Zugriff für die relevanten
Objekte.
Hinweis: Wenn Sie nach Objekten suchen, dann bekommen Sie nur Suchergebnisse innerhalb der Bereiche (Domäne), für die Sie Zugriff als Sicherheitsbeauftragter haben. Nur ein
Haupt-Sicherheitsbeauftragten (Master Security Officer, MSO) kann einen erfolgreichen Root
Search-Prozess durchführen.
Im Bereich Benutzer & Computer können Sie mit verschiedenen Filtern nach Objekten suchen. So können Sie z. B. mit dem Filter Doppelte Benutzer und Computer nach
Duplikaten suchen, die durch einen AD-Synchronisierungsvorgang entstehen können. Der
Filter zeigt alle Computer mit demselben Namen in einer Domäne sowie alle Benutzer mit demselben Namen, Anmeldenamen oder Prä-2000 Anmeldenamen in einer Domäne.
So suchen Sie nach Objekten:
1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Management Center auf Benutzer &
Computer.
2. Wählen Sie im Benutzer & Computer Navigationsbereich den gewünschten Container.
51
SafeGuard Enterprise
3. Wählen Sie Bearbeiten > Suchen in der SafeGuard Management Center Menüleiste.
Der Benutzer, Computer und Gruppen suchen Dialog wird angezeigt.
4. Wählen Sie den gewünschten Filter aus der Suchen Dropdownliste aus.
5. Im Feld In wird der ausgewählte Container angezeigt.
Den hier angezeigten Container können Sie ändern, indem Sie eine andere Option aus der Dropdownliste auswählen.
6. Wenn Sie nach einem bestimmten Objekt suchen, geben Sie den erforderlichen Suchnamen im Feld Suchname ein.
7. Legen Sie mit dem Kontrollkästchen Ansicht nach jeder Suche löschen fest, ob die
Suchergebnisse nach jedem Suchvorgang aus der Ansicht gelöscht werden sollen.
8. Klicken Sie anschließend auf Jetzt suchen.
Die Ergebnisse werden im Benutzer, Computer und Gruppen suchen Dialog angezeigt.
Wenn Sie auf eines der Ergebnisse in diesem Dialog klicken, wird der entsprechende Eintrag in der Benutzer & Computer Baumstruktur markiert. Wenn Sie z. B. nach Duplikaten gesucht haben, können Sie diese nun bequem löschen.
10.4 Anzeigen von Objekteigenschaften in Benutzer und
Computer
Um Objekteigenschaften einzusehen, benötigten Sie die Zugriffsrechte Voller Zugriff oder
Schreibgeschützt für die relevanten Objekte.
1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Management Center auf Benutzer &
Computer.
2. Klicken Sie im Navigationsbereich von Benutzer & Computer mit der rechten Maustaste auf das gewünschte Objekt und wählen Sie Eigenschaften.
Die Eigenschaften des ausgewählten Objekts werden angezeigt. Wenn Sie für das Objekt das Zugriffsrecht Schreibgeschützt haben, werden die Eigenschaften im Dialog ausgegraut und Sie können diese nicht bearbeiten.
52
Administratorhilfe
11 SafeGuard Enterprise
Sicherheitsbeauftragte
SafeGuard Enterprise kann von einem oder mehreren Sicherheitsbeauftragten administriert werden. Mit der rollenbasierten Administration ist es möglich, die Verwaltung von SafeGuard
Enterprise auf mehrere Benutzer zu verteilen. Dabei kann einem Benutzer eine oder mehrere
Rollen zugewiesen werden. Um die Sicherheit noch zu erhöhen, kann einer
Sicherheitsbeauftragtenrolle die zusätzliche Autorisierung eines Vorgangs zugewiesen werden.
Während der initialen Konfiguration des SafeGuard Management Center wird automatisch ein Administrator höchster Ebene angelegt: der Haupt-Sicherheitsbeauftragte (Master Security
Officer, MSO). Das MSO Zertifikat wird standardmäßig nach 5 Jahren ungültig und kann im
Management Center im Abschnitt Sicherheitsbeauftragte erneuert werden. Für andere spezifische Aufgaben, z. B. Helpdesk- oder Audit-Aufgaben, können dann weitere
Sicherheitsbeauftragte zugewiesen werden.
Sicherheitsbeauftragte lassen sich im Navigationsbereich des SafeGuard Management Center gemäß der Organisationsstruktur Ihres Unternehmens hierarchisch anordnen. Diese hierarchische Anordnung gibt jedoch keine Hierarchie in Bezug auf Rechte und Rollen wieder.
Hinweis: Zwei Sicherheitsbeauftragte dürfen nicht das gleiche Windows-Konto auf einem
Computer benutzen. Andernfalls lassen sich ihre Zugriffsrechte nicht sauber trennen. Unter
Umständen ist die zusätzliche Autorisierung nur dann sinnvoll, wenn sich die
Sicherheitsbeauftragten mit kryptographischen Token/Smartcards anmelden müssen.
11.1 Rollen für Sicherheitsbeauftragte
SafeGuard Enterprise bietet für die komfortable Verwaltung bereits vordefinierte Rollen mit verschiedenen Funktionen für Sicherheitsbeauftragte an. Ein Sicherheitsbeauftragter mit den erforderlichen Rechten hat die Möglichkeit, aus einer Liste von Aktionen/Rechten selbst neue
Rollen zu definieren und bestimmten Sicherheitsbeauftragten zuzuweisen.
Folgende Rollentypen stehen zur Verfügung:
■
Rolle des Haupt-Sicherheitsbeauftragten (Master Security Officer, MSO)
■
Vordefinierte Rollen
■
Benutzerdefinierte Rollen
11.1.1 Haupt-Sicherheitsbeauftragter
Nach der Installation von SafeGuard Enterprise wird bei der initialen Konfiguration des
SafeGuard Management Center automatisch ein Haupt-Sicherheitsbeauftragter (Master
Security Officer, MSO) angelegt. Der Haupt-Sicherheitsbeauftragte ist der
Sicherheitsbeauftragte der höchsten Ebene und hat alle Rechte sowie Zugriff auf alle Objekte, vergleichbar mit dem Administrator bei Windows. Die Rechte des
Haupt-Sicherheitsbeauftragten können nicht geändert werden.
Für eine Instanz des SafeGuard Management Centers können mehrere
Haupt-Sicherheitsbeauftragte angelegt werden. Aus Sicherheitsgründen empfehlen wir,
53
SafeGuard Enterprise mindestens einen weiteren Haupt-Sicherheitsbeauftragten anzulegen. Zusätzliche
Haupt-Sicherheitsbeauftragte können jederzeit gelöscht werden, es muss jedoch immer ein
Benutzer mit der Rolle des Haupt-Sicherheitsbeauftragten vorhanden sein, der explizit als
Hauptsicherheits-Beauftragter in der SafeGuard Enterprise Datenbank angelegt wurde.
Ein Haupt-Sicherheitsbeauftragter kann Aufgaben an andere Personen delegieren. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:
■
Ein neuer Benutzer/Sicherheitsbeauftragter kann unter Sicherheitsbeauftragte angelegt werden.
■
Ein aus dem Active Directory importierter und im Stammverzeichnis des SafeGuard
Management Center sichtbarer Benutzer oder alle Mitglieder eines Containers können unter Benutzer & Computer zu Sicherheitsbeauftragten gemacht werden.
Den Sicherheitsbeauftragten können eine oder mehrere Rollen zugeordnet werden. Einem
Benutzer kann z. B. die Rolle des Verwaltungsbeauftragten und die Rolle des
Helpdesk-Beauftragten zugewiesen werden.
Der Haupt-Sicherheitsbeauftragte kann aber auch selbst definierte Rollen anlegen und bestimmten Sicherheitsbeauftragten zuweisen.
11.1.2 Vordefinierte Rollen
Im SafeGuard Management Center sind neben dem Haupt-Sicherheitsbeauftragten die folgenden Rollen vordefiniert. Die diesen vordefinierten Rollen zugewiesenen Rechte können nicht geändert werden. Verfügt eine vordefinierte Rolle z. B. über das Recht „Richtlinien und
Richtliniengruppen erstellen“, so kann dieses Recht nicht aus der Rolle entfernt werden. Es können auch keine neuen Rechte zu einer vordefinierten Rollen hinzugefügt werden. Die zusätzliche Autorisierung durch einen weiteren Sicherheitsbeauftragten hingegen lässt sich jederzeit den vordefinierten Rollen zuordnen.
■
Verwaltungsbeauftragter
Verwaltungsbeauftragte können Ihren eigenen Knoten im Bereich Sicherheitsbeauftragte einsehen und sind dazu berechtigt, die ihrem Knoten zugehörigen Sicherheitsbeauftragten zu verwalten.
■
Sicherheitsbeauftragter
Sicherheitsbeauftragte haben umfassende Rechte u. a. für die SafeGuard Enterprise
Konfiguration, Richtlinien- und Schlüsselverwaltung sowie für Überwachung und Recovery.
■
Helpdesk-Beauftragter
Helpdesk-Beauftragte sind zur Durchführung von Recovery-Vorgängen berechtigt. Darüber hinaus können sie sich die meisten Funktionsbereiche des SafeGuard Management Center anzeigen lassen.
■
Audit-Beauftragter
Um SafeGuard Enterprise überwachen zu können, haben Audit-Beauftragte die
Berechtigung, sich die meisten Funktionsbereiche des SafeGuard Management Center anzeigen zu lassen.
■
Recovery-Beauftragter
Recovery-Beauftragte sind dazu berechtigt, die SafeGuard Enterprise Datenbank zu reparieren.
54
Administratorhilfe
11.1.3 Benutzerdefinierte Rollen
Als Sicherheitsbeauftragter mit den erforderlichen Rechten können Sie neue Rollen aus einer
Liste mit Aktionen/Rechten definieren und sie einem vorhandenen oder einem neuen
Sicherheitsbeauftragten zuweisen. Wie auch bei den vordefinierten Rollen lässt sich die zusätzliche Autorisierung durch einen weiteren Sicherheitsbeauftragten für eine Funktion der betreffenden Rolle jederzeit aktivieren.
Bei der Zuweisung einer neuen Rolle ist für die zusätzliche Autorisierung Folgendes zu beachten:
Hinweis: Wenn ein Benutzer zwei Rollen mit der gleichen Funktion inne hat, und bei einer der Rollen die zusätzliche Autorisierung zugeordnet ist, dann gilt das automatisch auch bei der anderen Rolle.
Ein Sicherheitsbeauftragter mit den erforderlichen Rechten kann Rechte zu einer benutzerdefinierten Rolle hinzufügen oder Rechte aus der Rolle entfernen. Im Gegensatz zu vordefinierten Rollen können benutzerdefinierte je nach Anforderung auch gelöscht werden.
Wird die Rolle gelöscht, so ist sie keinem Benutzer mehr zugewiesen. Ist einem Benutzer nur eine Rolle zugewiesen und wird diese Rolle gelöscht, so kann sich der Benutzer nicht mehr am SafeGuard Management Center anmelden.
Hinweis: Die Rolle und die darin definierten Aktionen bestimmen, was ein Benutzer darf und was nicht. Auch dann, wenn dem Benutzer mehrere Rollen zugewiesen worden sind. Nachdem er sich am System angemeldet hat, werden nur die Bereiche des SafeGuard Management
Centers aktiviert und angezeigt, die für seine Rolle nötig sind. Das betrifft auch die Bereiche
Skripte und API. Sie sollten deshalb immer die Anzeige des Bereichs aktivieren, in dem die betreffenden Aktionen definiert sind. Aktionen werden nach Funktionsbereich sortiert und sind hierarchisch strukturiert. Diese Struktur zeigt, welche Aktionen vor der Durchführung bestimmter anderer Aktionen erforderlich sind.
11.1.4 Zusätzliche Autorisierung
Die zusätzliche Autorisierung (auch Vier-Augen-Prinzip genannt) kann spezifischen Aktionen einer Rolle zugeordnet werden. Das bedeutet, dass der Benutzer dieser Rolle eine bestimmte
Aktion nur ausführen darf, wenn ein Benutzer einer weiteren Rolle anwesend ist und die
Ausführung der Aktion bestätigt. Jedes Mal, wenn ein Benutzer diese Aktion ausführt, muss ein anderer Benutzer sie bestätigen.
Die zusätzliche Autorisierung lässt sich sowohl vordefinierten als auch benutzerdefinierten
Rollen zuweisen. Sobald es zumindest noch einen Beauftragten mit der gleichen Rolle gibt, kann auch die eigene Rolle ausgewählt werden.
Die Rolle, die die zusätzliche Autorisierung durchführen soll, muss einem Benutzer zugewiesen sein und es müssen mindestens zwei Benutzer in der SafeGuard Datenbank vorhanden sein.
Wenn die zusätzliche Autorisierung für eine Aktion erforderlich ist, ist sie auch dann erforderlich, wenn der Benutzer eine weitere Rolle hat, die die zusätzliche Autorisierung für diese Aktion nicht erfordert.
Wenn ein Sicherheitsbeauftragter ohne Berechtigung zum Ändern der Einstellungen für die zusätzliche Autorisierung eine Rolle anlegt, werden die Einstellungen für die zusätzliche
Autorisierung der neuen Rolle gemäß den definierten Einstellungen für den anlegenden
Benutzer voreingestellt.
55
SafeGuard Enterprise
11.2 Anlegen einer neuen Rolle
Voraussetzung: Um eine neue Rolle anzulegen, benötigen Sie das Recht, benutzerdefinierte
Rollen einzusehen und zu verwalten. Um die zusätzliche Autorisierung zuzuweisen, benötigen
Sie das Recht „Einstellungen für zusätzliche Autorisierung ändern“.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Benutzerdefinierte Rollen und wählen Sie
Neu > Neue benutzerdefinierte Rolle.
3. Geben Sie im Dialog Neue benutzerdefinierte Rolle einen Namen und eine Beschreibung für die Rolle ein.
4. Wählen Sie die Aktionen für diese Rolle: Wählen Sie die Kontrollkästchen neben den gewünschten Aktionen in der Spalte Aktiv.
Aktionen werden nach Funktionsbereich sortiert und sind hierarchisch strukturiert. Diese
Struktur zeigt, welche Aktionen vor der Durchführung bestimmter anderer Aktionen erforderlich sind.
5. Falls erforderlich, weisen Sie die zusätzliche Autorisierung zu: Klicken Sie auf die
Standardeinstellung Kein und wählen Sie die gewünschte Rolle aus der angezeigten
Dropdownliste.
Wenn ein Sicherheitsbeauftragter ohne die Berechtigung zum Ändern der zusätzlichen
Autorisierung eine Rolle anlegt, wird die zusätzliche Autorisierung gemäß den Einstellungen der Rolle des betreffenden Sicherheitsbeauftragten vordefiniert.
6. Klicken Sie auf OK.
Die neue Rolle wird unter Benutzerdefinierte Rollen im Navigationsfenster angezeigt. Wenn
Sie die Rolle anklicken, werden im rechten Aktionsbereich die zulässigen Aktionen dargestellt.
11.3 Zuweisen einer Rolle zu einem
Sicherheitsbeauftragten
Voraussetzung: Um eine Rolle zuzuweisen, benötigen Sie das Recht, Sicherheitsbeauftragte einzusehen und zu ändern.
1. Wählen Sie den gewünschten Sicherheitsbeauftragten im Navigationsfenster aus.
Die Eigenschaften werden im rechten Aktionsbereich für ihn angezeigt.
2. Weisen Sie die gewünschten Rollen durch Auswählen der entsprechenden Kontrollkästchen zu.
Vordefinierte Rollen werden fett angezeigt.
3. Klicken Sie auf das Doppelpfeil-Symbol Aktualisieren in der Symbolleiste.
Die Rolle ist dem Sicherheitsbeauftragten zugewiesen.
Hinweis: Komplexe, individuell angepasste Rollen können leichte Performanceprobleme bei der Benutzung des SafeGuard Management Centers verursachen.
56
Administratorhilfe
11.4 Einsehen von Sicherheitsbeauftragten- und
Rolleneigenschaften
Voraussetzung: Um sich einen Überblick über die Sicherheitsbeauftragteneigenschaften oder die Rollenzuordnungen anzeigen zu lassen, benötigen Sie das Recht zum Einsehen von Sicherheitsbeauftragten und Sicherheitsbeauftragtenrollen.
So sehen Sie Sicherheitsbeauftragten- und Rolleneigenschaften ein:
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Doppelklicken Sie im Navigationsbereich auf der linken Seite auf dem Objekt, zu dem Sie einen Überblick erhalten möchten.
Die im Aktionsbereich angezeigten Informationen richten sich nach dem ausgewählten Objekt.
11.4.1 Anzeigen der Eigenschaften für den Haupt-Sicherheitsbeauftragten
Die allgemeinen Informationen sowie die Änderungsinformationen für den
Haupt-Sicherheitsbeauftragten werden angezeigt.
11.4.2 Anzeigen der Eigenschaften für Sicherheitsbeauftragte
Die allgemeinen Informationen sowie die Änderungsinformationen für den
Sicherheitsbeauftragten werden angezeigt.
1. Wählen Sie unter Eigenschaften die Registerkarte Aktionen. Diese Registerkarte bietet eine Zusammenfassung der zulässigen Aktionen sowie der Rollen, die dem
Sicherheitsbeauftragten zugewiesen sind.
11.4.3 Anzeigen der Rechte und Rollen von Sicherheitsbeauftragten
Eine Zusammenfassung der Aktionen aller Rollen, die dem Sicherheitsbeauftragten zugewiesen sind, wird angezeigt. Die Baumstrukturansicht zeigt, welche Aktionen erforderlich sind, damit bestimmte andere Aktionen durchgeführt werden können. Darüber hinaus können die zugewiesenen Rollen angezeigt werden.
1. Wählen Sie in den <Sicherheitsbeauftragtenname> Eigenschaften in der Registerkarte
Aktionen eine Aktion, um alle zugewiesenen Rollen aufzurufen, die diese Aktion enthalten.
2. Doppelklicken Sie in der Liste Zugewiesene Rollen mit ausgewählter Aktion auf einer
Rolle. Der <Sicherheitsbeauftragtenname> Eigenschaften Dialog wird geschlossen und die Eigenschaften der Rolle werden angezeigt.
11.4.4 Anzeigen der Rolleneigenschaften
Die allgemeinen Informationen sowie die Änderungsinformationen für die Rolle werden angezeigt.
1. Wählen Sie unter Eigenschaften die Registerkarte Zuweisung, um die
Sicherheitsbeauftragten anzeigen zu lassen, die dieser Rolle zugeordnet sind.
57
SafeGuard Enterprise
11.4.5 Anzeigen der Rollenzuordnung
1. Doppelklicken Sie in den <Rollenname> Eigenschaften in der Registerkarte Zuweisung auf einem Sicherheitsbeauftragten. Der Eigenschaften Dialog wird geschlossen und es werden die allgemeinen Daten und die Rollen des Sicherheitsbeauftragten angezeigt.
11.5 Ändern einer Rolle
Für das Ändern von Rollen gibt es folgende Möglichkeiten:
■
Zusätzliche Autorisierung ändern
■
Sie können alle Eigenschaften der Rolle ändern.
Das Symbol neben den Rollen zeigt, welche Aktion möglich ist:
Symbol Beschreibung
Die Rolle kann geändert werden (Aktionen hinzufügen/löschen).
Die zusätzliche Autorisierung kann geändert werden.
Beide Änderungsmöglichkeiten sind verfügbar.
Hinweis: Vordefinierte Rollen und die ihnen zugewiesenen Aktionen können nicht geändert werden. Ist die zusätzliche Autorisierung aktiviert, so kann dies für jede Rolle, auch für vordefinierte Rollen, geändert werden.
11.5.1 Ändern der zusätzlichen Autorisierung
Voraussetzung: Um die zusätzliche Autorisierung zuzuweisen, benötigen Sie das Recht,
Sicherheitsbeauftragtenrollen einzusehen sowie das Recht „Einstellungen für zusätzliche
Autorisierung ändern“.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster unter Benutzerdefinierte Rollen auf die Rolle, die Sie
ändern möchten. Klicken Sie im Aktionsbereich auf der rechten Seite bei der gewünschten
Einstellung in der Spalte Zusätzliche Autorisierung und wählen Sie eine andere Rolle aus der Liste aus.
Vordefinierte Rollen werden fett angezeigt.
3. Klicken Sie auf das Speichern Symbol in der Symbolleiste, um Ihre Änderungen in der
Datenbank zu speichern.
Die zusätzliche Autorisierung für diese Rolle wurde geändert.
58
Administratorhilfe
11.5.2 Ändern aller Eigenschaften einer Rolle
Voraussetzung: Um eine benutzerdefinierte Rolle zu ändern, benötigen Sie das Recht zum
Einsehen und Ändern von Sicherheitsbeauftragtenrollen. Zum Ändern der Einstellung für die zusätzliche Autorisierung benötigen Sie außerdem das Recht „Einstellungen für zusätzliche
Autorisierung ändern“.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster unter Benutzerdefinierte Rollen auf die Rolle, die Sie
ändern möchten, und wählen Sie Benutzerdefinierte Rolle ändern.
3. Ändern Sie die Eigenschaften nach Wunsch. Ändern Sie die Einstellungen für die zusätzliche Autorisierung, indem Sie auf den Wert in dieser Spalte klicken und die gewünschte Rolle auswählen.
4. Klicken Sie auf das Speichern Symbol in der Symbolleiste, um Ihre Änderungen in der
Datenbank zu speichern.
Die Rolle wurde geändert.
11.6 Kopieren einer Rolle
Um eine Rolle anzulegen, die ähnliche Eigenschaften wie eine bereits vorhandene Rolle hat, können Sie die vorhandene Rolle als Vorlage benutzen. Sie können eine vordefinierte oder eine benutzerdefinierte Rolle als Vorlage auswählen.
Voraussetzung: Die Verwendung von vorhandenen Rollen als Vorlage ist nur dann möglich, wenn der derzeit authentisierte Sicherheitsbeauftragte alle Rechte hat, die in dieser spezifischen Rollenvorlage enthalten sind. Diese Funktion ist also u. U. für
Sicherheitsbeauftragte, deren zulässige Aktionen begrenzt sind, nicht verfügbar.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster mit der rechten Maustaste auf die Rolle, die Sie kopieren möchten, und wählen Sie Neu > Neue Kopie der Rolle. Unter Neue benutzerdefinierte
Rolle werden alle Eigenschaften der vorhandenen Rolle bereits vorausgewählt.
3. Geben Sie einen neuen Namen für diese Rolle ein und ändern Sie die Eigenschaften nach
Wunsch.
4. Klicken Sie auf das Speichern Symbol in der Symbolleiste, um Ihre Änderungen in der
Datenbank zu speichern.
Die neue Rolle ist angelegt.
11.7 Löschen einer Rolle
Hinweis: Vordefinierte Rollen können nicht gelöscht werden.
Voraussetzung: Um eine Rolle zu löschen, benötigen Sie das Recht zum Einsehen und
Löschen von Sicherheitsbeauftragtenrollen.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
59
SafeGuard Enterprise
2. Klicken Sie im Navigationsfenster unter Benutzerdefinierte Rollen mit der rechten
Maustaste auf die Rolle, die Sie löschen möchten, und wählen Sie Löschen. Je nach den
Eigenschaften der Rolle wird eine entsprechende Warnungsmeldung angezeigt.
Hinweis: Wenn Sie eine Rolle löschen, geht diese Rolle bei allen Sicherheitsbeauftragten, denen sie zugeordnet ist, verloren. Ist einem Sicherheitsbeauftragten nur diese eine Rolle zugewiesen, so kann dieser sich erst wieder am SafeGuard Management Center anmelden, wenn ein übergeordneter Sicherheitsbeauftragter ihm eine neue Rolle zuweist. Wird die
Rolle für die zusätzliche Autorisierung verwendet, so wird der Haupt-Sicherheitsbeauftragte dazu aufgefordert, die zusätzliche Autorisierung durchzuführen.
3. Um die Rolle zu löschen, klicken Sie in der Warnungsmeldung auf Ja.
4. Klicken Sie auf das Speichern Symbol in der Symbolleiste, um Ihre Änderungen in der
Datenbank zu speichern.
Die Rolle wird aus dem Navigationsfenster entfernt und aus der Datenbank gelöscht.
11.8 Anlegen eines Haupt-Sicherheitsbeauftragten
Voraussetzung: Um einen neuen Haupt-Sicherheitsbeauftragten anzulegen, benötigen Sie das Recht, Sicherheitsbeauftragte einzusehen und anzulegen.
Hinweis: Ein schneller Weg, einen neuen Haupt-Sicherheitsbeauftragten zu erstellen, ist, einen Sicherheitsbeauftragter höher zu stufen. Weitere Informationen finden Sie unter
Höherstufen von Sicherheitsbeauftragten
(Seite 66).
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster mit der rechten Maustaste auf den Knoten
Haupt-Sicherheitsbeauftragte und wählen Sie Neu > Neuer
Haupt-Sicherheitsbeauftragter.
60
Administratorhilfe
3. Nehmen Sie die relevanten Einträge unter Neuer Haupt-Sicherheitsbeauftragter vor:
Feld/Kontrollkästchen Beschreibung
Freigeschaltet
Name
Hier kann der Sicherheitsbeauftragte bis auf Weiteres deaktiviert werden.
Das bedeutet, dass er zwar im System existiert, sich aber noch nicht an das
SafeGuard Management Center anmelden kann. Erst wenn er durch einen anderen Sicherheitsbeauftragten aktiviert wird, kann er sich anmelden und seine administrativen Tätigkeiten ausführen.
Hier wird der Name des Sicherheitsbeauftragten angegeben, wie er in den von SafeGuard Enterprise erzeugten Zertifikaten unter cn= eingetragen wird.
Unter diesem Namen wird er auch im Navigationsfenster des SafeGuard
Management Centers angezeigt. Dieser Name muss eindeutig sein.
Maximalwert: 256 Zeichen
Beschreibung
Mobiltelefon
Optional
Maximalwert: 256 Zeichen
Optional
Maximalwert: 128 Zeichen
Optional
Maximalwert: 256 Zeichen
Token-Anmeldung
Die Anmeldung kann auf folgende Art erfolgen:
Ohne Token Der Sicherheitsbeauftragte darf sich nicht mit einem Token anmelden. Er muss sich über die Anmeldeinformationen
(Benutzername/Kennwort) anmelden.
Optional Die Anmeldung kann mit Token oder mit Anmeldeinformationen erfolgen. Der Sicherheitsbeauftragte kann wählen.
Zwingend erforderlich Die Verwendung eines Token zur Anmeldung ist zwingend vorgeschrieben. Dazu muss sich der zum Zertifikat des
Sicherheitsbeauftragten gehörende private Schlüssel auf dem Token befinden.
61
SafeGuard Enterprise
62
Feld/Kontrollkästchen Beschreibung
Zertifikat
Zur Anmeldung an das SafeGuard Management Center benötigt ein
Sicherheitsbeauftragter immer ein Zertifikat. Das Zertifikat kann entweder von SafeGuard Enterprise selbst erstellt werden oder es wird ein bereits existierendes verwendet. Ist eine Anmeldung mit Token zwingend notwendig, so muss das Zertifikat auf den Token des Sicherheitsbeauftragten aufgebracht werden.
Erzeugen:
Zertifikat und Schlüsseldatei werden erstellt und an einem auswählbaren Ort gespeichert. Dabei muss ein Kennwort für die .p12-Schlüsseldatei angegeben und bestätigt werden. Die .p12-Datei muss dem Sicherheitsbeauftragten bei der Anmeldung zur Verfügung stehen. Das erstellte Zertifikat wird dem
Sicherheitsbeauftragten automatisch zugeteilt und unter Zertifikat angezeigt.
Wenn SafeGuard Enterprise Kennwortregeln angewendet werden, sollten die Regeln im Active Directory deaktiviert werden.
Hinweis: Maximale Länge des Speicherpfads und des Dateinamens: 260
Zeichen. Zum Anlegen eines Sicherheitsbeauftragten ist der öffentliche Teil des Zertifikats zwar ausreichend. Bei der Anmeldung an das SafeGuard
Management Center ist jedoch auch der private Teil des Zertifikats (die
Schlüsseldatei) erforderlich. Liegt diese nicht in der Datenbank vor, muss sie dem Sicherheitsbeauftragten zur Verfügung stehen und kann bei der
Anmeldung dann ggf. im Zertifikatsspeicher abgelegt werden.
Zertifikat Importieren:
Ein existierendes Zertifikat wird importiert und anschließend dem
Sicherheitsbeauftragten zugewiesen. Wird aus einer .p12 Schlüsseldatei importiert, muss das Kennwort des Zertifikats bekannt sein.
Wird ein PKCS#12 Zertifikatscontainer ausgewählt, werden alle Zertifikate in die Liste der zuweisbaren Zertifikate geladen. Die Zuweisung des Zertifikats erfolgt nach dem Import, indem das Zertifikat im Dropdown-Listenfeld ausgewählt wird.
4. Klicken Sie zur Bestätigung Ihrer Einstellungen auf OK.
Der neu angelegte Haupt-Sicherheitsbeauftragte wird im Navigationsfenster unter dem Knoten
Haupt-Sicherheitsbeauftragte angezeigt. Die jeweiligen Eigenschaften lassen sich durch
Auswahl des gewünschten Sicherheitsbeauftragten im Navigationsfenster anzeigen. Der
Haupt-Sicherheitsbeauftragte kann sich mit dem angezeigten Namen an das SafeGuard
Management Center anmelden.
11.9 Anlegen eines Sicherheitsbeauftragten
Voraussetzung: Um einen neuen Sicherheitsbeauftragten anzulegen, benötigen Sie das
Recht, Sicherheitsbeauftragte einzusehen und anzulegen.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster mit der rechten Maustaste auf den
Sicherheitsbeauftragten-Knoten, in dem Sie den neuen Sicherheitsbeauftragten anlegen möchten, und wählen Sie Neu > Neuer Sicherheitsbeauftragter.
Administratorhilfe
3. Nehmen Sie die relevanten Einträge unter Neuer Sicherheitsbeauftragter vor:
Feld/Kontrollkästchen
Freigeschaltet
Name
Beschreibung
Mobiltelefon
Gültig von/bis
Token-Anmeldung
Beschreibung
Hier kann der Sicherheitsbeauftragte bis auf Weiteres deaktiviert werden. Das bedeutet, dass er zwar im System existiert, sich aber noch nicht an das SafeGuard Management Center anmelden kann.
Erst wenn er durch einen anderen Sicherheitsbeauftragten aktiviert wird, kann er sich anmelden und seine administrativen Tätigkeiten ausführen.
Hier wird der Name des Sicherheitsbeauftragten angegeben, wie er in den von SafeGuard Enterprise erzeugten Zertifikaten unter cn= eingetragen wird. Unter diesem Namen wird er auch im
Navigationsfenster des SafeGuard Management Centers angezeigt.
Dieser Name muss eindeutig sein.
Maximalwert: 256 Zeichen
Optional
Maximalwert: 256 Zeichen
Optional
Maximalwert: 128 Zeichen
Optional
Maximalwert: 256 Zeichen
Hier wird angegeben, ab und bis wann (Datum) sich der
Sicherheitsbeauftragte am SafeGuard Management Center anmelden darf.
Die Anmeldung kann auf folgende Art erfolgen:
Ohne Token Der Sicherheitsbeauftragte darf sich nicht mit einem
Token anmelden. Er muss sich über die Anmeldeinformationen
(Benutzername/Kennwort) anmelden.
Optional Die Anmeldung kann mit Token oder mit
Anmeldeinformationen erfolgen. Der Sicherheitsbeauftragte kann wählen.
Zwingend erforderlich Die Verwendung eines Token zur Anmeldung ist zwingend vorgeschrieben. Dazu muss sich der zum Zertifikat des
Sicherheitsbeauftragten gehörende private Schlüssel auf dem Token befinden.
63
SafeGuard Enterprise
Feld/Kontrollkästchen
Zertifikat
Beschreibung
Zur Anmeldung an das SafeGuard Management Center benötigt ein
Sicherheitsbeauftragter immer ein Zertifikat. Das Zertifikat kann entweder von SafeGuard Enterprise selbst erstellt werden oder es wird ein bereits existierendes verwendet. Ist eine Anmeldung mit
Token zwingend notwendig, so muss das Zertifikat auf den Token des Sicherheitsbeauftragten aufgebracht werden.
Erzeugen:
Zertifikat und Schlüsseldatei werden neu erstellt und an einem auswählbaren Ort gespeichert. Dabei muss ein Kennwort für die
.p12-Schlüsseldatei angegeben und bestätigt werden. Die .p12-Datei muss dem Sicherheitsbeauftragten bei der Anmeldung zur Verfügung stehen. Das erstellte Zertifikat wird dem Sicherheitsbeauftragten automatisch zugeteilt und unter Zertifikat angezeigt. Wenn SafeGuard
Enterprise Kennwortregeln angewendet werden, sollten die Regeln im Active Directory deaktiviert werden.
Hinweis: Maximale Länge des Speicherpfads und des Dateinamens:
260 Zeichen. Zum Anlegen eines Sicherheitsbeauftragten ist der
öffentliche Teil des Zertifikats zwar ausreichend. Bei der Anmeldung an das SafeGuard Management Center ist jedoch auch der private
Teil des Zertifikats (die Schlüsseldatei) erforderlich. Liegt diese nicht in der Datenbank vor, muss sie dem Sicherheitsbeauftragten zur
Verfügung stehen und kann bei der Anmeldung dann ggf. im
Zertifikatsspeicher abgelegt werden.
Zertifikat Importieren:
Ein existierendes Zertifikat wird importiert und anschließend dem
Sicherheitsbeauftragten zugewiesen. Wird aus einer .p12
Schlüsseldatei importiert, muss das Kennwort des Zertifikats bekannt sein.
Wird ein PKCS#12 Zertifikatscontainer ausgewählt, werden alle
Zertifikate in die Liste der zuweisbaren Zertifikate geladen. Die
Zuweisung des Zertifikats erfolgt nach dem Import, indem das Zertifikat im Dropdown-Listenfeld ausgewählt wird.
Rollen des
Sicherheitsbeauftragten
Rollen
Dem Sicherheitsbeauftragten können vordefinierte oder benutzerdefinierte Rollen zugewiesen werden. Die mit jeder Rolle verbundenen Rechte werden unter Zugelassene Aktion im
Aktionsbereich angezeigt, wenn Sie auf die entsprechende Rolle klicken oder auf den Sicherheitsbeauftragten rechts-klicken und
Eigenschaften, Aktionen wählen. Einem Benutzer können mehrere
Rollen zugewiesen werden. Vordefinierte Rollen werden fett dargestellt.
4. Klicken Sie zur Bestätigung Ihrer Einstellungen auf OK.
Der neu angelegte Sicherheitsbeauftragte wird im Navigationsfenster unter dem jeweiligen
Sicherheitsbeauftragten Knoten angezeigt. Die jeweiligen Eigenschaften lassen sich durch
Auswahl des gewünschten Sicherheitsbeauftragten im Navigationsfenster anzeigen. Der
Sicherheitsbeauftragte kann sich mit dem angezeigten Namen an das SafeGuard Management
64
Administratorhilfe
Center anmelden. Im nächsten Schritt müssen Sie nun dem Sicherheitsbeauftragten
Verzeichnisobjekte/Domänen zuweisen, damit dieser die erforderlichen Aufgaben ausführen kann.
11.10 Zuweisen von Verzeichnisobjekten zu einem
Sicherheitsbeauftragten
Für die Ausführung ihrer Aufgaben benötigen Sicherheitsbeauftragte Zugriffsrechte für
Verzeichnisobjekte. Zugriffsrechte können für Domänen, Organisationseinheiten (OUs) und
Benutzergruppen sowie für den ".Automatisch registriert" Knoten unter dem Stammverzeichnis erteilt werden.
Unter Benutzer & Computer können Sie die Zugriffsrechte eines anderen
Sicherheitsbeauftragten ändern, wenn Sie vollen Zugriff auf den relevanten Container haben und für den Sicherheitsbeauftragten verantwortlich sind. Ihre eigenen Zugriffsrechte können
Sie nicht ändern. Wenn Sie einen Sicherheitsbeauftragten einem Verzeichnisobjekt zum ersten Mal zuweisen, erbt der Sicherheitsbeauftragte Ihre Zugriffsrechte für diesen Container.
Hinweis: Sie können anderen Sicherheitsbeauftragten nicht höhere Zugriffsrechte als Ihre
Zugriffsrechte erteilen.
Voraussetzung: Wenn Sie einem Sicherheitsbeauftragten das Recht, auf Verzeichnisobjekte zuzugreifen und diese zu verwalten, gewähren/verweigern möchten, benötigen Sie die
"Benutzer und Computer"-Rechte "Zugriffsrechte von Sicherheitsbeauftragten anzeigen" und
"Zugriffsrechte für Verzeichnis erteilen/verweigern". Darüber hinaus benötigen Sie das
Zugriffsrecht Voller Zugriff für das relevante Verzeichnisobjekt.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Benutzer & Computer.
2. Wählen Sie im Navigationsfenster auf der linken Seite die gewünschten Verzeichnisobjekte aus.
Hinweis: Die Navigationsbaumstruktur zeigt nur die Verzeichnisobjekte, für die Sie
Zugriffsrechte haben. Wenn Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff haben, wird das jeweilige
Objekt schwarz dargestellt. Objekte mit Zugriffsrecht Schreibgeschützt, werden blau dargestellt. Auf einen ausgegrauten Knoten können Sie nicht zugreifen. Dieser wird jedoch angezeigt, wenn es untergeordnete Knoten gibt, auf die Sie Zugriff haben.
3. Klicken Sie im Aktionsbereich auf der rechten Seite auf die Registerkarte Zugriff.
4. Um die Rechte für die ausgewählten Objekte zuzuweisen, ziehen Sie den gewünschten
Sicherheitsbeauftragten von der äußersten rechten Seite per Drag&Drop in die Zugriff
Tabelle.
5. Wählen Sie in der Spalte Zugriffsrechte die Rechte, die Sie dem Sicherheitsbeauftragten für die ausgewählten Objekte erteilen möchten.
■
■
■
Voller Zugriff
Schreibgeschützt
Verweigert
Um die Zuweisung der Rechte für die ausgewählten Objekte rückgängig zu machen, ziehen
Sie den Sicherheitsbeauftragten wieder zurück in die Tabelle Sicherheitsbeauftragte.
6. Klicken Sie auf das Speichern Symbol in der Symbolleiste, um Ihre Änderungen in der
Datenbank zu speichern.
Die ausgewählten Objekte stehen dem relevanten Sicherheitsbeauftragten zur Verfügung.
Hinweis: Wenn zwei Sicherheitsbeauftragte gleichzeitig mit der gleichen SafeGuard Enterprise
Datenbank arbeiten und einer der beiden ändert Zugriffsrechte, wird eine Meldung angezeigt,
65
SafeGuard Enterprise die den anderen Sicherheitsbeauftragten darüber informiert. In diesem Fall gehen alle nicht gespeicherten Änderungen verloren. Verliert ein Sicherheitsbeauftragter alle Zugriffsrechte für einen Knoten, so wird der Zugriff nicht mehr gewährt und es wird eine entsprechende
Meldung angezeigt. Das Navigationsfenster wird entsprechend aktualisiert.
11.10.1 Einsehen der Sicherheitsbeauftragtenrechte für Verzeichnisobjekte
Die Sicherheitsbeauftragten zugewiesenen Rechte für Verzeichnisobjekte werden in der
Registerkarte Zugriff der relevanten Objekte unter Benutzer & Computer angezeigt.
Hinweis: Die Registerkarte Zugriff zeigt nur die Zugriffsrechte für Container, für die Sie
Zugriffsrechte haben. Es werden auch nur die Sicherheitsbeauftragten angezeigt, für die Sie verantwortlich sind.
Die Registerkarte Zugriff enthält folgende Informationen:
■
Die Spalte Sicherheitsbeauftragte zeigt die Typen und Namen der den
Verzeichnisobjekten zugeordneten Sicherheitsbeauftragten.
■
■
Die Spalte Zugewiesen von zeigt den Sicherheitsbeauftragten, der die Zugriffsrechte zugewiesen hat.
Das Zuweisungsdatum
■
■
Die Spalte Zugriffsrechte zeigt die erteilten Rechte: Voller Zugriff, Verweigert oder
Schreibgeschützt.
Die Spalte Ursprung zeigt den vollständigen Namen des Knotens, an dem das Zugriffsrecht dem entsprechenden Sicherheitsbeauftragten zugewiesen wurde. Zum Beispiel: Wurde das Recht einem übergeordneten Knoten des ausgewählten Verzeichnisobjekts zugewiesen, so wird hier der übergeordnete Knoten angezeigt. In diesem Fall hat der
Sicherheitsbeauftragte das Zugriffsrecht für das ausgewählte Verzeichnisobjekt durch
Zuweisung an den übergeordneten Knoten geerbt.
■
Die Spalte Status zeigt, wie der Sicherheitsbeauftragte das Zugriffsrechte erhalten hat:
■
Geerbt (blauer Text): Das Zugriffsrecht wurde von einem übergeordneten Knoten geerbt.
■
■
Überschrieben (brauner Text): Das Zugriffsrecht wurde von einem übergeordneten
Knoten geerbt, jedoch am ausgewählten Knoten durch direkte Zuweisung überschrieben.
Direkt zugewiesen (schwarzer Text): Das Zugriffsrecht wurde direkt am ausgewählten
Knoten zugewiesen.
Für geerbte Rechte können Sie in der Spalte Status einen Tooltip anzeigen, der den
Ursprung des relevanten Rechts zeigt.
11.11 Höherstufen von Sicherheitsbeauftragten
Sie haben folgende Möglichkeiten:
■
Sie können einen Benutzer im Bereich Benutzer & Computer zum Sicherheitsbeauftragten ernennen.
■
Sie können einen Sicherheitsbeauftragten im Bereich Sicherheitsbeauftragte zu einem
Haupt-Sicherheitsbeauftragten ernennen.
66
Administratorhilfe
11.11.1 Voraussetzungen für die Ernennung eines Benutzers zum
Sicherheitsbeauftragten
Ein Sicherheitsbeauftragter mit den erforderlichen Rechten kann Benutzer zu
Sicherheitsbeauftragten machen und ihnen Rollen zuweisen.
Auf diese Weise ernannte Sicherheitsbeauftragte können sich mit Ihren
Windows-Anmeldeinformationen oder ihrer Token/Smartcard-PIN an das SafeGuard
Management Center anmelden. Sie können genauso wie andere Sicherheitsbeauftragte agieren und verwaltet werden.
Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:
■
Benutzer, die zu Sicherheitsbeauftragten ernannt werden sollen, müssen aus einem Active
Directory importiert und im SafeGuard Management Center unter Benutzer & Computer sichtbar sein.
■
Ein zum Sicherheitsbeauftragter ernannter Benutzer benötigt für die Anmeldung an das
SafeGuard Management Center als Sicherheitsbeauftragter ein Benutzerzertifikat. Sie können dieses Zertifikat erstellen, wenn Sie den Benutzer zum Sicherheitsbeauftragten
ernennen (siehe Ernennen eines Benutzers zum Sicherheitsbeauftragten
(Seite 67)). Für die Anmeldung mit den Windows-Anmeldeinformationen muss die .p12-Datei mit dem privaten Schlüssel in der SafeGuard Enterprise Datenbank vorhanden sein. Für die
Anmeldung mit Token bzw. Smartcard-PIN muss sich die .p12-Datei mit dem privaten
Schlüssel auf dem Token bzw. der Smartcard befinden.
Hinweis: Wenn Sie ein Zertifikat erstellen, wenn Sie einen Benutzer höher stufen, dann ist das Kennwort des Zertifikats für die Anmeldung am SafeGuard Management Center notwendig. Es ist das Kennwort des Zertifikats einzugeben, obwohl nach dem Windows
Kennwort gefragt wird. Das ist auch der Fall bei der Anmeldung zum SafeGuard Enterprise
Web Help Desk.
11.11.2 Ernennen eines Benutzers zum Sicherheitsbeauftragten
Voraussetzung: Um einen Benutzer zum Sicherheitsbeauftragten zu ernennen, müssen Sie ein Haupt-Sicherheitsbeauftragter oder ein Sicherheitsbeauftragter mit den erforderlichen
Rechten sein.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Benutzer & Computer.
2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Benutzer, den Sie zum
Sicherheitsbeauftragten machen möchten. Wählen Sie Diesen Benutzer zum
Sicherheitsbeauftragten machen.
3. Der nächste Schritt richtet sich danach, ob für den ausgewählten Benutzer ein
Benutzerzertifikat verfügbar ist.
■
Wurde dem Benutzer bereits ein Benutzerzertifikat zugewiesen, so wird der
Rollenauswahl Dialog angezeigt. Fahren Sie mit Schritt 4 fort.
■
Ist kein Benutzerzertifikat verfügbar, so werden Sie in einer Meldung gefragt, ob für diesen Benutzer ein selbst-signiertes Schlüsselpaar erzeugt werden soll. Klicken Sie auf Ja, geben Sie im Kennwort für neues Zertifikat Dialog ein Kennwort ein und bestätigen Sie es. Nun wird der Rollenauswahl Dialog angezeigt.
4. Wählen Sie im Rollenauswahl Dialog die erforderlichen Rollen aus und klicken Sie auf
OK.
67
SafeGuard Enterprise
Der Benutzer ist nun Sicherheitsbeauftragter und wird im Bereich Sicherheitsbeauftragte mit seinem Benutzernamen angezeigt. Die jeweiligen Eigenschaften lassen sich durch Auswahl des gewünschten Sicherheitsbeauftragten im Navigationsfenster anzeigen. Ist der private
Schlüssel des Benutzers in der Datenbank gespeichert, so ist Kein Token aktiviert. Wenn sich der private Schlüssel auf dem Token oder der Smartcard befindet, ist Optional aktiviert.
Nach Wunsch können Sie den Sicherheitsbeauftragten per Drag&Drop auf der gewünschten
Position in der Baumstruktur des Bereichs Sicherheitsbeauftragte platzieren.
Der Sicherheitsbeauftragte kann sich mit dem angezeigten Namen an das SafeGuard
Management Center anmelden.
11.11.3 Ernennen eines Sicherheitsbeauftragten zum
Haupt-Sicherheitsbeauftragten
Voraussetzung: Um einen Sicherheitsbeauftragten zum Haupt-Sicherheitsbeauftragten zu ernennen, benötigen Sie das Recht, Sicherheitsbeauftragte einzusehen und zu modifizieren.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster mit der rechten Maustaste auf den
Sicherheitsbeauftragten, den Sie zum Haupt-Sicherheitsbeauftragten ernennen möchten.
Wählen Sie Zum Haupt-Sicherheitsbeauftragten ernennen.
3. Weist der ausgewählte Sicherheitsbeauftragte untergeordnete Sicherheitsbeauftragte auf, so werden Sie dazu aufgefordert, einen neuen übergeordneten Knoten für diese untergeordneten Sicherheitsbeauftragten auszuwählen.
Der Sicherheitsbeauftragte wird zum Haupt-Sicherheitsbeauftragten ernannt und unter dem
Knoten Haupt-Sicherheitsbeauftragte angezeigt. Als Haupt-Sicherheitsbeauftragter erhält der ernannte Sicherheitsbeauftragte alle Rechte auf alle Objekte und verliert somit alle zugewiesenen Rollen sowie einzeln gewährte Domänen-Zugriffsberechtigungen im Bereich
Benutzer & Computer.
11.12 Zurückstufen von ernannten
Haupt-Sicherheitsbeauftragten
Voraussetzung: Nur Haupt-Sicherheitsbeauftragte können die Ernennung von
Sicherheitsbeauftragten zu Haupt-Sicherheitsbeauftragten rückgängig machen.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster mit der rechten Maustaste auf den
Haupt-Sicherheitsbeauftragten, dessen Ernennung Sie rückgängig machen möchten.
Wählen Sie Zum Sicherheitsbeauftragten zurückstufen.
3. Sie werden dazu aufgefordert, einen übergeordneten Knoten für den
Sicherheitsbeauftragten zu wählen und mindestens eine Rolle zuzuweisen.
Die Ernennung des Sicherheitsbeauftragten zum Haupt-Sicherheitsbeauftragten wird rückgängig gemacht und der Sicherheitsbeauftragte wird unter dem ausgewählten
Sicherheitsbeauftragten Knoten angezeigt. Der Sicherheitsbeauftragte verliert alle Rechte für alle Objekte und erhält nur die Rechte, die den zugewiesenen Rollen zugeordnet sind. Ein
Sicherheitsbeauftragter, dessen Ernennung zum Haupt-Sicherheitsbeauftragten rückgängig gemacht wurde, hat zunächst keine Domänen-Zugriffsrechte. Domänen-Zugriffsrechte müssen einzeln im Bereich Benutzer & Computer in der Registerkarte Zugriff gewährt werden.
68
Administratorhilfe
11.13 Ändern des Zertifikats eines Sicherheitsbeauftragten
Voraussetzung: Um das Zertifikat eines Sicherheitsbeauftragten oder
Haupt-Sicherheitsbeauftragten zu ändern, benötigen Sie das Recht, Sicherheitsbeauftragte einzusehen und zu modifizieren.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster auf den Sicherheitsbeauftragten, dessen Zertifikat Sie
ändern möchten. Das aktuelle Zertifikat wird im Aktionsbereich auf der rechten Seite im
Feld Zertifikate angezeigt.
3. Klicken Sie im Aktionsbereich auf die Dropdownliste Zertifikate und wählen Sie ein anderes
Zertifikat aus.
4. Klicken Sie auf das Speichern Symbol in der Symbolleiste, um Ihre Änderungen in der
Datenbank zu speichern.
11.14 Anordnen von Sicherheitsbeauftragten in der
Baumstruktur
Sicherheitsbeauftragte lassen sich im Sicherheitsbeauftragte Navigationsbereich des
SafeGuard Management Center gemäß der Organisationsstruktur Ihres Unternehmens hierarchisch anordnen.
Die Baumstruktur lässt sich für alle Sicherheitsbeauftragten, außer für
Haupt-Sicherheitsbeauftragte, ordnen. Haupt-Sicherheitsbeauftragte werden in einer nicht-hierarchischen Liste unter dem Haupt-Sicherheitsbeauftragten-Knoten angezeigt. Der
Sicherheitsbeauftragten-Knoten enthält eine Baumstruktur, in der jeder Knoten einen
Sicherheitsbeauftragten repräsentiert. Diese hierarchische Anordnung gibt jedoch keine
Hierarchie in Bezug auf Rechte und Rollen wieder.
Voraussetzung: Um einen Sicherheitsbeauftragten in der Baumstruktur zu verschieben, benötigen Sie das Recht, Sicherheitsbeauftragte einzusehen und zu modifizieren.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Ziehen Sie den gewünschten Sicherheitsbeauftragten im Navigationsfenster per Drag&Drop zum gewünschten Knoten.
Alle dem Sicherheitsbeauftragten untergeordneten Sicherheitsbeauftragte werden ebenfalls verschoben.
11.15 Schneller Wechsel zwischen Sicherheitsbeauftragten
Sie können das SafeGuard Management Center schnell und einfach neu starten, wenn Sie sich mit einem anderen Sicherheitsbeauftragten anmelden möchten.
1. Wählen Sie im SafeGuard Management Center Datei > Sicherheitsbeauftragten
wechseln. Das SafeGuard Management Center wird neu gestartet und es wird ein
Anmeldedialog angezeigt.
2. Wählen Sie den Sicherheitsbeauftragten, mit dem Sie sich an das SafeGuard Management
Center anmelden möchten, und geben Sie das zugehörige Kennwort ein. Wenn Sie im
Multi Tenancy Modus arbeiten, werden Sie wieder an dieselbe Datenbankkonfiguration angemeldet.
69
SafeGuard Enterprise
Das SafeGuard Management Center wird neu gestartet und zeigt die dem angemeldeten
Sicherheitsbeauftragten zugeordnete Ansicht.
11.16 Löschen eines Sicherheitsbeauftragten
Voraussetzung: Um einen Sicherheitsbeauftragten zu löschen, benötigen Sie das Recht,
Sicherheitsbeauftragte einzusehen und zu löschen.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster mit der rechten Maustaste auf den
Sicherheitsbeauftragten oder den Haupt-Sicherheitsbeauftragten, den Sie löschen möchten.
Wählen Sie Löschen. Beachten Sie, dass Sie den Sicherheitsbeauftragten, mit dem Sie angemeldet sind, nicht löschen können.
3. Weist der ausgewählte Sicherheitsbeauftragte untergeordnete Sicherheitsbeauftragte auf, so werden Sie dazu aufgefordert, einen neuen übergeordneten Knoten für diese untergeordneten Sicherheitsbeauftragten auszuwählen.
Der Sicherheitsbeauftragte wird aus der Datenbank gelöscht.
Hinweis: Mindestens ein Haupt-Sicherheitsbeauftragter, der explizit als Beauftragter angelegt wurde und nicht nur zum Sicherheitsbeauftragten höhergestuft wurde, muss immer in der
Datenbank verbleiben. Wird ein Benutzer, der zum Sicherheitsbeauftragten ernannt wurde, aus der Datenbank gelöscht, so wird auch sein Benutzerkonto aus der Datenbank gelöscht.
Hinweis: Wenn der zu löschende Sicherheitsbeauftragte eine Rolle hat, die zusätzliche
Autorisierung umfasst und dem Sicherheitsbeauftragten als einziger diese Rolle zugewiesen ist, wird der Sicherheitsbeauftragte trotzdem gelöscht. Es wird angenommen, dass der
Haupt-Sicherheitsbeauftragte die zusätzliche Autorisierung übernimmt.
70
Administratorhilfe
12 Schlüssel und Zertifikate
SafeGuard Enterprise erzeugt in der Standardeinstellung beim Import der Verzeichnisstruktur automatisch Schlüssel für:
■
Domänen
■
Container/OUs und weist diese den entsprechenden Objekten zu. Computer- und Benutzerschlüssel werden bei Bedarf erzeugt.
Schlüssel für Gruppen
In der Standardeinstellung erzeugt SafeGuard Enterprise nicht automatisch Schlüssel für
Gruppen. Dieses Verhalten ist standardmäßig deaktiviert. All Sicherheitsbeauftragter können
Sie dieses Verhalten in der Schlüssel Registerkarte ändern, indem Sie Extras > Optionen wählen. Ist in der Schüssel Registerkarte die Option Gruppen ausgewählt, so generiert
SafeGuard Enterprise automatisch Gruppenschlüssel, wenn die Datenbank synchronisiert wird. In der Registerkarte Synchronisierungwird unten angegeben, für was Schlüssel bei der Durchführung der Synchronisierung erzeugt werden.
Schlüssel können nicht gelöscht werden! Sie sind immer in der SafeGuard Enterprise
Datenbank enthalten.
Beim ersten Starten eines Endpoints erzeugt SafeGuard Enterprise einen Computerschlüssel für diesen Endpoint (definierter Computerschlüssel).
Hinweis: Der definierte Computerschlüssel wird nur dann erzeugt, wenn volume-basierende
Verschlüsselung auf dem Endpoint installiert ist.
Bei der Anmeldung erhält jeder Benutzer alle Schlüssel aus seinem Schlüsselbund. Dieser
Schlüsselbund besteht aus:
■ aus den Schlüsseln der Gruppen, in denen der Benutzer Mitglied ist.
■ aus den Schlüsseln der den Gruppen, in denen er Mitglied ist, übergeordneten
Container/OUs.
Durch die Schlüssel in seinem Schlüsselbund ist festgelegt, auf welche Daten der Benutzer zugreifen kann. Es ist dem Benutzer nur möglich, auf Daten zuzugreifen, für die er den passenden Schlüssel besitzt.
Hinweis: Um zu vermeiden, dass zu viele nicht benutzte Schlüssel im Schlüsselring des
Benutzers angezeigt werden, können Sie festlegen, dass Schlüssel ausgeblendet werden
sollen. Weitere Informationen finden Sie unter Verbergen von Schlüsseln (Seite 73).
Alle vorhandenen Schlüssel werden angezeigt, wenn Sie im Navigationsbereich des SafeGuard
Management Center auf Benutzer & Computer klicken und die Registerkarte Schlüssel wählen.
Alle überhaupt vorhandenen Schlüssel können angezeigt werden, wenn Sie im
Navigationsbereich des SafeGuard Management Centers auf Schlüssel und Zertifikate klicken und Schlüssel wählen. Sie können Listen für Zugewiesene Schlüssel und Inaktive
Schlüssel generieren.
Hinweis: Die Liste Zugewiesene Schlüssel zeigt nur die Schlüssel, die Objekten zugewiesen sind, für die Sie die Zugriffsrechte Schreibgeschützt oder Voller Zugriff haben. In der Ansicht
71
SafeGuard Enterprise
Schlüssel wird die Anzahl an allen verfügbaren Schlüsseln ungeachtet Ihrer Zugriffsrechte angegeben. Die Liste Zugewiesene Schlüssel zeigt die Anzahl an Schlüsseln, die gemäß
Ihren Zugriffsrechten sichtbar sind.
1. Diese Ansicht wird durch Klicken auf Benutzer & Computer geöffnet.
2. Die Schlüssel eines hier markierten Objekts werden im Aktionsbereich und in den dazugehörigen Ansichten angezeigt
3. Die Anzeige im Aktionsbereich ist abhängig von der Auswahl im Navigationsbereich. Es werden alle dem ausgewählten Objekt zugewiesenen Schlüssel angezeigt.
4. Unter Verfügbare Schlüssel werden alle verfügbaren Schlüssel angezeigt. Dem ausgewählten Objekt bereits zugewiesene Schlüssel sind ausgegraut. Über Filter kann zwischen bereits einem Objekt zugewiesenen (aktiven) und noch keinem Objekt zugewiesenen (inaktiven) Schlüsseln umgeschaltet werden.
Nach dem Import verfügt jeder Benutzer über eine Anzahl von Schlüsseln, die zur
Datenverschlüsselung verwendet werden können.
12.1 Schlüssel für die Datenverschlüsselung
Benutzern können bestimmte Schlüssel zur Verschlüsselung von Volumes zugewiesen werden, indem Richtlinien vom Typ Geräteschutz angelegt werden.
In einer Richtlinie vom Typ Geräteschutz können Sie die Einstellung Schlüssel für die
Verschlüsselung für jedes Medium festlegen.
Hier können Sie festlegen, welche Schlüssel der Benutzer bei der Verschlüsselung verwenden darf bzw. muss:
■
Beliebiger Schlüssel im Schlüsselring des Benutzers
Benutzer können nach der Anmeldung an Windows auswählen, welchen Schlüssel sie für die Verschlüsselung des Laufwerks verwenden möchten. Es wird ein Dialog angezeigt, in dem die Benutzer den gewünschten Schlüssel auswählen können.
■
Alle, außer persönliche Schlüssel im Schlüsselring
Benutzer dürfen ihren persönlichen Schlüssel nicht verwenden, um Daten zu verschlüsseln.
■
Beliebiger Gruppenschlüssel im Schlüsselring des Benutzers
Benutzer dürfen nur aus den in ihrem Schlüsselbund vorhandenen Gruppenschlüsseln auswählen.
■
Definierter Computerschlüssel
Der definierte Computerschlüssel ist der einzigartige Schlüssel, der von SafeGuard
Enterprise nur für den jeweiligen Computer während des ersten Startvorgangs erzeugt wird. Der Benutzer hat keine Auswahlmöglichkeit. Ein definierter Computerschlüssel wird nur für die Boot- und Systempartition eingesetzt und für Laufwerke, auf denen sich
Dokumente und Einstellungen befinden.
■
Definierter Schlüssel aus der Liste
Diese Option erlaubt es Ihnen, einen bestimmten Schlüssel zu definieren, der vom Benutzer zur Verschlüsselung verwendet werden muss. Wenn Sie dem Benutzer einen Schlüssel auf diese Weise vorgeben wollen, müssen Sie unter Für Verschlüsselung definierter
72
Administratorhilfe
Schlüssel einen Schlüssel festlegen. Diese Option wird erst angezeigt, wenn Sie
Definierter Schlüssel aus der Liste ausgewählt haben.
Wenn Sie auf die [...] Schaltfläche neben der Option Für Verschlüsselung definierter
Schlüssel klicken, wird ein Dialog angezeigt, in dem Sie einen Schlüssel angeben können.
Stellen Sie sicher, dass der Benutzer auch den entsprechenden Schlüssel hat.
Markieren Sie den gewünschten Schlüssel und klicken Sie auf OK. Der ausgewählte
Schlüssel wird auf dem Endpoint-Computer zur Verschlüsselung verwendet.
12.1.1 Zuweisen von Schlüsseln im Bereich Benutzer & Computer
Um Schlüssel zuzuweisen, benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für das relevante
Objekt.
So weisen Sie Benutzern neue Schlüssel zu:
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Benutzer & Computer.
2. Wählen Sie im Navigationsbereich das gewünschte Objekt aus (z. B. Benutzer, Gruppe oder Container).
3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Registerkarte Schlüssel und wählen Sie
Neuen Schlüssel zuweisen aus dem Kontextmenü.
4. Führen Sie im Dialog Neuen Schlüssel zuweisen folgende Aufgaben aus: a) Geben Sie einen Symbolischen Namen und eine Beschreibung für den Schlüssel ein.
b) Um den Schlüssel im Schlüsselring des Benutzers zu verbergen, wählen Sie das
Kontrollkästchen Schlüssel verbergen.
5. Klicken Sie auf OK.
Der Schlüssel wird zugewiesen und in der Schlüssel Registerkarte angezeigt.
12.1.2 Verbergen von Schlüsseln
Um zu vermeiden, das zu viele nicht benutzte Schlüssel im Schlüsselring des Benutzers auf dem Endpoint angezeigt werden, können Sie festlegen, dass Schlüssel ausgeblendet werden sollen. Schlüssel, die nicht im Schlüsselring des Benutzers angezeigt werden, können trotzdem noch für den Zugriff auf verschlüsselte Dateien benutzt werden. Sie können jedoch nicht für das Verschlüsseln neuer Dateien verwendet werden.
So verbergen Sie Schlüssel:
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Schlüssel & Zertifikate.
2. Klicken Sie im Navigationsbereich auf Schlüssel und wählen Sie Zugewiesene Schlüssel.
Das Fenster Zugewiesene Schlüssel mit der Spalte Schlüssel verbergen wird angezeigt.
3. Hier gibt es zwei Möglichkeiten:
■
Wählen Sie das Kontrollkästchen Schlüssel verbergen für den gewünschten Schlüssel.
■
Wählen Sie einen oder mehrere Schlüssel aus und öffnen Sie das Kontextmenü per
Rechtsklick.
Wählen Sie Schlüssel vor Benutzer verbergen.
4. Speichern Sie Ihre Änderungen in der Datenbank.
73
SafeGuard Enterprise
Die angegebenen Schlüssel werden nicht im Schlüsselring des Benutzers angezeigt.
Weitere Informationen zum Anzeigen des Schlüsselrings des Benutzers auf dem Endpoint finden Sie in der SafeGuard Enterprise Benutzerhilfe im Kapitel System Tray Icon und
Balloon-Ausgabe.
Hinweis: Wenn in einer Richtlinie ein verborgener Schlüssel für die Verschlüsselung festgelegt ist, hat die Einstellung Schlüssel verbergen keine Auswirkungen auf die Verschlüsselung auf dem Endpoint.
12.2 Persönliche Schlüssel für die dateibasierende
Verschlüsselung mit File Encryption
Ein persönlicher Schlüssel ist eine besondere Art von Verschlüsselungschlüssel, der für einen bestimmten Benutzer erzeugt wird und nicht mit anderen Benutzern gemeinsam verwendet werden kann. Ein persönlicher Schlüssel, der für einen bestimmten Benutzer aktiv ist, wird als aktiver persönlicher Schlüssel bezeichnet. Aktive persönliche Schlüssel können anderen
Benutzern nicht zugewiesen werden.
In File Encryption Richtlinien können Sie Verschlüsselungsregeln mit dem Platzhalter
Persönlicher Schlüssel statt eines Schlüsselnamens definieren. Für solche Regeln wird als
Verschlüsselungsschlüssel der aktive persönliche Schlüssel des Benutzers verwendet.
Wenn Sie eine Verschlüsselungsregel für den Pfad C:\encrypt für die Verschlüsselung mit dem persönlichen Schlüssel definieren, werden für die einzelnen Benutzer unterschiedliche
Schlüssel verwendet. So können Sie sicherstellen, dass die Informationen in spezifischen
Ordnern für die Benutzer privat sind. Weitere Informationen finden Sie unter
Dateiverschlüsselung (Seite 181).
Wenn eine File Encryption Verschlüsselungsregel einen persönlichen Schlüssel für die
Verschlüsselung vorsieht, werden für die relevanten Benutzer automatisch persönliche
Schlüssel erzeugt, wenn sie noch keine aktiven persönlichen Schlüssel haben.
Als Sicherheitsbeauftragter mit den erforderlichen Rechten können Sie persönliche Schlüssel für ausgewählte Benutzer oder alle Benutzer in ausgewählten Gruppen im SafeGuard
Management Center erzeugen. Sie können aktive persönliche Schlüssel auch zurückstufen, wenn zum Beispiel ein Benutzer das Unternehmen verlässt.
12.2.1 Automatisches Erzeugen von persönlichen Schlüsseln
Wenn eine File Encryption Verschlüsselungsregel einen persönlichen Schlüssel für die
Verschlüsselung vorsieht und der Benutzer noch keinen aktiven persönlichen Schlüssel hat, erzeugt der SafeGuard Enterprise Server diesen automatisch. Nach Eingang der Richtlinie auf dem Endpoint kann der Benutzer so lange keine neuen Dateien in den von der File
Encryption Verschlüsselungsregel abgedeckten Ordner anlegen, bis der erforderliche aktive persönliche Schlüssel verfügbar wird.
Wenn Sie zum ersten Mal File Encryption-Richtlinien mit Verschlüsselungsregeln mithilfe persönlicher Schlüssel auf eine größere Gruppe von Benutzern (mehrere hundert oder mehr) anwenden, die noch keine aktiven persönlichen Schlüssel haben, empfehlen wir, persönliche
Schlüssel im SafeGuard Management Center zu erzeugen (siehe Erzeugen von persönlichen
Schlüsseln für mehrere Benutzer (Seite 75)). Dies reduziert die Auslastung des SafeGuard
Enterprise Servers.
74
Administratorhilfe
12.2.2 Erzeugen eines persönlichen Schlüssels für einzelne Benutzer
Um einen persönlichen Schlüssel zu erzeugen, benötigen Sie die Rechte Schlüssel erzeugen und Schlüssel zuweisen. Darüber hinaus benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für das relevante Objekt. Um einen aktiven persönlichen Schlüssel zu ersetzen, benötigen Sie das Recht Persönliche Schlüssel verwalten.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Benutzer & Computer.
2. Wählen Sie im Navigationsbereich den gewünschten Benutzer.
3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Registerkarte Schlüssel und wählen Sie
Neuen Schlüssel zuweisen aus dem Kontextmenü.
4. Führen Sie im Dialog Neuen Schlüssel zuweisen folgende Aufgaben aus: a) Geben Sie eine Beschreibung für den persönlichen Schlüssel ein.
b) Um den persönlichen Schlüssel im Schlüsselring des Benutzers zu verbergen, wählen
Sie Schlüssel verbergen.
5. Abhängig davon, ob Sie einen persönlichen Schlüssel für einen Benutzer erzeugen, der bereits eine aktiven persönlichen Schlüssel hat, oder für einen Benutzer ohne einen solchen
Schlüssel, zeigt der Dialog Neuen Schlüssel zuweisen verschiedene Kontrollkästchen.
Wählen Sie das jeweils angezeigte Kontrollkästchen, um den neuen Schlüssel als persönlichen Schlüssel zu definieren:
■
■
Persönlicher Schlüssel: Dieses Kontrollkästchen wird für Benutzer angezeigt, die noch keinen aktiven persönlichen Schlüssel haben.
Aktiven persönlichen Schlüssel ersetzen: Dieses Kontrollkästchen wird für Benutzer angezeigt, die bereits einen aktiven persönlichen Schlüssel haben.
6. Klicken Sie auf OK.
Der persönliche Schlüssel wird für den ausgewählten Benutzer erzeugt. In der Registerkarte
Schlüssel wird der Schlüssel als Aktiver persönlicher Schlüssel für den Benutzer angezeigt.
Bei Benutzern, die bereits einen aktiven persönlichen Schlüssel hatten, wird der vorhandene
Schlüssel zurückgestuft und der Benutzer erhält einen neuen. Der zurückgestufte persönliche
Schlüssel verbleibt im Schlüsselring des Benutzers. Der aktive persönlichen Schlüssel kann anderen Benutzern nicht zugewiesen werden.
12.2.3 Erzeugen von persönlichen Schlüsseln für mehrere Benutzer
Um persönliche Schlüssel zu erzeugen, benötigen Sie die Rechte Schlüssel erzeugen und
Schlüssel zuweisen. Darüber hinaus benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für alle beteiligten Objekte. Um aktive persönliche Schlüssel zu ersetzen, benötigen Sie das Recht
Persönliche Schlüssel verwalten.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Benutzer & Computer.
2. Klicken Sie im Navigationsbereich mit der rechten Maustaste auf den Knoten, für den Sie persönliche Schlüssel erzeugen möchten:
■
■
■
Auf einen Domänenknoten, auf den .Automatisch registriert Knoten im Stammverzeichnis oder in Domänen oder auf einen Organisationseinheitenknoten.
3. Wählen Sie aus dem Kontextmenü den Befehl Persönliche Schlüssel für Benutzer
erzeugen.
75
SafeGuard Enterprise
4. Führen Sie im Dialog Persönliche Schlüssel für Benutzer erzeugen folgende Schritte durch: a) Geben Sie eine Beschreibung für die persönlichen Schlüssel ein.
b) Um die persönlichen Schlüssel im Schlüsselring der Benutzer zu verbergen, wählen
Sie Schlüssel verbergen.
c) Um vorhandene, aktive Schlüssel durch neue zu ersetzen, wählen Sie Vorhandene,
aktive persönliche Schlüssel ersetzen.
5. Klicken Sie auf OK.
Für alle Benutzer im ausgewählten Knoten werden persönliche Schlüssel erzeugt. In der
Registerkarte Schlüssel werden die Schlüssel als Aktive persönliche Schlüssel für die
Benutzer angezeigt. Wenn Benutzer bereits zuvor einen aktiven persönlichen Schlüssel hatten und Sie Vorhandene, aktive persönliche Schlüssel ersetzen gewählt haben, werden die vorhandenen Schlüssel zurückgestuft und die Benutzer erhalten neue. Die zurückgestuften persönlichen Schlüssel verbleiben in den Schlüsselringen der Benutzer. Die einzelnen aktiven persönlichen Schlüssel können anderen Benutzern nicht zugewiesen werden.
12.2.4 Zurückstufen von aktiven persönlichen Schlüsseln
Um aktive persönliche Schlüssel zurückzustufen, benötigen Sie die Rechte Schlüssel ändern und Persönliche Schlüssel verwalten. Das Recht Persönliche Schlüssel verwalten ist standardmäßig der vordefinierten Rolle des Haupt-Sicherheitsbeauftragten (Master Security
Officer) zugewiesen. Es kann jedoch auch neuen, benutzerdefinierten Rollen zugewiesen werden. Darüber hinaus benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für das relevante
Objekt.
Sie können aktive persönliche Schlüssel manuell zurückstufen, wenn zum Beispiel ein Benutzer das Unternehmen verlässt. Wenn Sie das Recht Persönliche Schlüssel verwalten haben, können Sie den zurückgestuften persönlichen Schlüssel dieses Benutzers anderen Benutzern zuweisen, um Ihnen Lesezugriff auf Dateien zu gewähren, die mit diesem Schlüssel verschlüsselt sind. Der Schlüssel kann jedoch nicht zum Verschlüsseln von Dateien verwendet werden.
Hinweis: Dieser Vorgang kann nicht rückgängig gemacht werden. Ein zurückgestufter persönlicher Schlüssel kann nicht mehr als aktiver persönlicher Schlüssel verwendet werden, egal für welchen Benutzer.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Benutzer & Computer.
2. Wählen Sie im Navigationsbereich den gewünschten Benutzer.
3. Klicken Sie in der Registerkarte Schlüssel mit der rechten Maustaste auf den gewünschten
Aktiven persönlichen Schlüssel und wählen Sie Persönlichen Schlüssel zurückstufen aus dem Kontextmenü.
Der Schlüssel wird zurückgestuft. Er ist immer noch ein persönlicher Schlüssel, kann jedoch nicht mehr als aktiver persönlicher Schlüssel verwendet werden. Wenn eine File Encryption
Verschlüsselungsregel den persönlichen Schlüssel für die Verschlüsselung vorsieht und der
Benutzer keinen aktiven persönlichen Schlüssel hat, erzeugt der SafeGuard Enterprise Server diesen automatisch.
12.3 Zertifikate
■
Einem Benutzer kann jeweils nur ein Zertifikat zugewiesen sein. Wenn dieses
Benutzerzertifikat auf einem Token gespeichert ist, können die Benutzer sich nur mit diesem Token (kryptographischer Token - Kerberos) an ihrem Endpoint anmelden.
76
Administratorhilfe
■
Beachten Sie, dass beim Importieren eines Benutzerzertifikats sowohl der öffentliche als auch der private Bereich des Zertifikats importiert werden. Wird nur der öffentliche Bereich importiert, so wird nur die Anmeldung mit Token unterstützt.
■
Die Kombination aus CA Zertifikaten und CRL (Certificate Revocation List) Zertifikaten muss übereinstimmen. Andernfalls können sich die Benutzer nicht an den entsprechenden
Endpoints anmelden. Bitte überprüfen Sie, ob die Kombination korrekt ist. SafeGuard
Enterprise übernimmt diese Überprüfung nicht!
■
Wenn Certification Authority (CA) Zertifikate in der Datenbank gelöscht werden und Sie diese nicht mehr verwenden möchten, sollten Sie diese Zertifikate manuell aus dem lokalen
Speicher aller Administrator-Computer entfernen.
SafeGuard Enterprise kann dann nur mit ablaufenden Zertifikaten umgehen, wenn der alte und neue private Schlüssel auf demselben Token stehen.
■
CA-Zertifikate können nicht von einem Token entnommen und in der Datenbank oder im
Zertifikatsspeicher gespeichert werden. Wenn Sie CA-Zertifikate verwenden möchten, müssen diese in Dateiform zur Verfügung stehen, nicht nur auf einem Token. Dies gilt auch für CRLs.
■
Von SafeGuard Enterprise generierte Zertifikate sind mit SHA-1 oder SHA-256 zur
Verifizierung signiert. SHA-256 bietet erweiterte Sicherheit und wird standardmäßig für
Erstinstallationen benutzt. Wenn noch die Verwaltung von SafeGuard Enterprise 6
Endpoints oder älteren Endpoints notwendig ist, wird standardmäßig SHA-1 benutzt.
■
Zertifikate, die vom Kunden zur Verfügung gestellt und in SafeGuard Enterprise importiert werden, werden derzeit nicht gemäß RFC3280 verifiziert. So wird z. B. nicht verhindert, dass Signatur-Zertifikate für Verschlüsselungszwecke benutzt werden.
■
Die Anmeldezertifikate für Sicherheitsbeauftragte müssen sich im “MY” Zertifikatspeicher befinden.
Hinweis: Die Liste Zugewiesene Zertifikate unter Schlüssel und Zertifikate zeigt nur die
Zertifikate, die Objekten zugewiesen sind, für die Sie die Zugriffsrechte Schreibgeschützt oder Voller Zugriff haben. In der Ansicht Zertifikat wird die Anzahl an allen verfügbaren
Zertifikaten ungeachtet Ihrer Zugriffsrechte angegeben. Die Liste Zugewiesene Zertifikate zeigt die Anzahl an Zertifikaten, die gemäß Ihren Zugriffsrechten sichtbar sind.
Um Zertifikate zu ändern, benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für den Container, in dem sich der Benutzer befindet.
12.3.1 Importieren von CA-Zertifikaten und Certificate Revocation Lists
Wenn CA-Zertifikate verwendet werden, importieren Sie die vollständige CA-Hierarchie einschließlich aller CRLs in die SafeGuard-Datenbank. CA-Zertifikate können nicht von Token entnommen werden. Diese Zertifikate müssen als Dateien zur Verfügung stehen, damit Sie sie in die SafeGuard Enterprise Datenbank importieren können. Dies gilt auch für Certificate
Revocation Lists (CRL).
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Schlüssel & Zertifikate.
2. Wählen Sie Zertifikate und klicken Sie auf das CA-Zertifikate importieren Symbol in der
Symbolleiste. Suchen Sie die CA-Zertifikatsdateien, die Sie importieren möchten.
Die importierten Zertifikate werden im rechten Aktionsbereich angezeigt.
77
SafeGuard Enterprise
3. Wählen Sie Zertifikate und klicken Sie auf das CRL importieren Symbol in der
Symbolleiste. Suchen Sie die CRL-Dateien, die Sie importieren möchten.
Die importierten CRLs werden im rechten Aktionsbereich angezeigt.
4. Überprüfen Sie, ob CA und CRL korrekt sind und übereinstimmen. Die Kombination von
CA-Zertifikaten und CRL zusammenpassen, da ansonsten eine Anmeldung an allen betroffenen Computern nicht mehr möglich ist. SafeGuard Enterprise übernimmt diese
Überprüfung nicht.
12.3.2 Ändern des Algorithmus für selbst-signierte Zertifikate
Voraussetzungen: Alle SafeGuard Enterprise Komponenten müssen die Version 6.1 oder höher haben.
Von SafeGuard Enterprise erzeugte Zertifikate, zum Beispiel Unternehmens-, Maschinen-,
Sicherheitsbeauftragten- und Benutzerzertifikate, sind bei einer Erstinstallation standardmäßig zur Erweiterung der Sicherheit mit dem Hash-Algorithmus SHA-256 signiert.
Bei der Aktualisierung von SafeGuard Enterprise 6 oder einer früheren Version wird für selbst-signierte Zertifikate automatisch der Hash-Algorithmus SHA-1 benutzt. Nach Abschluss der Aktualisierung können Sie den Hash-Algorithmus für erweiterte Sicherheit manuell zu
SHA-256 ändern.
Hinweis: Ändern Sie den Algorithmus nur dann zu SHA-256, wenn bei allen SafeGuard
Enterprise Komponenten und Endpoints eine Aktualisierung auf die aktuelle Version durchgeführt wurde. In gemischten Umgebungen, in denen zum Beispiel SafeGuard Enterprise
6 Endpoints mit dem SafeGuard Management Center 7 verwaltet werden, wird SHA-256 nicht unterstützt. Wenn Sie eine gemischte Umgebung benutzen, dürfen Sie diesen Vorgang nicht ausführen. In diesem Fall dürfen Sie den Algorithmus nicht zu SHA-256 ändern.
Zum Ändern des Algorithmus für selbst-signierte Zertifikate müssen Sie folgende
Handlungsschritte ausführen:
■
■
■
■
Ändern des Hash-Algorithmus
Erzeugen einer Certificate Change Order (CCO)
Erzeugen eines Konfigurationspakets mit der CCO
Neustart der SafeGuard Enterprise (Datenbank-) Server
■
Verteilen und Installieren der Konfigurationspakete auf den Endpoints
So ändern Sie den Algorithmus für selbst-signierte Zertifikate:
1. Wählen Sie Extras > Optionen in der SafeGuard Management Center Menüleiste.
2. Wählen Sie in der Registerkarte Allgemein unter Zertifikate den erforderlichen Algorithmus in Hash-Algorithmus für erzeugte Zertifikate aus und klicken Sie auf OK.
3. Klicken Sie in der Registerkarte Zertifikate unter Anforderung auf Aktualisieren. Geben
Sie im Dialog Unternehmenszertifikat aktualisieren einen Namen für die CCO an und legen Sie einen Backup-Pfad fest. Geben Sie ein Kennwort für die P12-Datei ein und bestätigen Sie Ihre Eingabe. Geben Sie nach Wunsch eine Anmerkung ein und klicken
Sie auf Erzeugen.
4. Wenn Sie dazu aufgefordert werden, bestätigen Sie, dass diese Änderung nicht rückgängig gemacht werden kann und dass alle nachfolgend erstellten Konfigurationspakete diese
CCO enthalten müssen, damit Sie auf bereits installierten Endpoints wirksam werden können.
78
Administratorhilfe
5. Wenn Sie dazu aufgefordert werden, bestätigen Sie, dass die Aktualisierung erfolgreich war und dass eine CCO erzeugt wurde, die in alle Konfigurationspakete aufgenommen werden soll. Klicken Sie auf OK.
6. Klicken Sie im Extras Menü auf Konfigurationspakete.
7. Wählen Sie den erforderlichen Konfigurationspakettyp: Pakete für Managed Clients oder
Pakete für Standalone Clients.
8. Klicken Sie auf Konfigurationspaket hinzufügen und geben Sie einen Namen Ihrer Wahl für das Konfigurationspaket ein.
9. Wählen Sie die zuvor erstellte CCO.
10. Treffen Sie je nach Anforderung eine zusätzliche Auswahl.
11. Geben Sie einen Ausgabepfad für das Konfigurationspaket (MSI) an.
12. Klicken Sie auf Konfigurationspaket erstellen.
Das Konfigurationspaket (MSI) wird im angegebenen Verzeichnis angelegt.
13. Starten Sie alle SafeGuard Enterprise (Datenbank-) Server neu.
14. Verteilen Sie das Paket an die durch SafeGuard Enterprise geschützten Endpoints zur
Installation.
Alle durch SafeGuard Enterprise generierten Zertifikate werden mit dem neuen Algorithmus signiert.
Siehe auch http://www.sophos.com/de-de/support/knowledgebase/116791.aspx
.
12.4 Exportieren des Unternehmenszertifikats und des
Zertifikats des Haupt-Sicherheitsbeauftragten
In einer SafeGuard Enterprise Installation sind die beiden folgenden Elemente von entscheidender Bedeutung und erfordern daher die Erstellung von Backups an einem sicheren
Speicherort:
■ das in der SafeGuard-Datenbank gespeicherte Unternehmenszertifikat
■ das Zertifikat des Haupt-Sicherheitsbeauftragten (MSO) im Zertifikatsspeicher des
Computers, auf dem das SafeGuard Management Center installiert ist.
Beide Zertifikate lassen sich als .p12 Dateien zur Erstellung von Sicherungskopien exportieren.
Um Installationen wiederherzustellen, können Sie die relevanten Unternehmens- und
Sicherheitsbeauftragtenzertifikate als .p12 Dateien importieren und Sie beim Einrichten einer neuen Datenbank benutzen. Dadurch vermeiden Sie das Wiederherstellen der gesamten
Datenbank.
Hinweis: Wir empfehlen, diesen Vorgang direkt nach der Erstkonfiguration des SafeGuard
Management Centers auszuführen.
12.4.1 Exportieren von Unternehmenszertifikaten
Hinweis: Nur Haupt-Sicherheitsbeauftragte sind dazu berechtigt, Unternehmenszertifikate zur Erstellung eines Backups zu exportieren.
1. Wählen Sie Extras > Optionen in der SafeGuard Management Center Menüleiste.
2. Wechseln Sie in die Registerkarte Zertifikate und klicken Sie im Bereich
Unternehmenszertifikat auf Exportieren.
79
SafeGuard Enterprise
3. Sie werden aufgefordert, ein Kennwort für die Sicherung der exportierten Datei einzugeben.
Geben Sie ein Kennwort ein, bestätigen Sie es und klicken Sie auf OK.
4. Geben Sie einen Dateinamen und einen Speicherort für die zu exportierende Datei ein und klicken Sie auf OK.
Das Unternehmenszertifikat wird als P12-Datei an den definierten Speicherort exportiert und kann für Recovery-Vorgänge benutzt werden.
12.4.2 Exportieren des Zertifikats des Haupt-Sicherheitsbeauftragten
So erstellen Sie ein Backup des Zertifikats des derzeit am SafeGuard Management Center angemeldeten Haupt-Sicherheitsbeauftragten:
1. Wählen Sie Extras > Optionen in der SafeGuard Management Center Menüleiste.
2. Wählen Sie die Registerkarte Zertifikate und klicken Sie im Bereich <Administrator>
Zertifikat auf Exportieren.
3. Sie werden aufgefordert, ein Kennwort für die Sicherung der exportierten Datei einzugeben.
Geben Sie ein Kennwort ein, bestätigen Sie es und klicken Sie auf OK.
4. Geben Sie einen Dateinamen und einen Speicherort für die zu exportierende Datei ein und klicken Sie auf OK.
Das Zertifikat des derzeit angemeldeten Haupt-Sicherheitsbeauftragten wird als P12-Datei an den definierten Speicherort exportiert und kann für Recovery-Vorgänge benutzt werden.
12.5 Virtuelle Clients
Hinweis: Virtuelle Clients können nur für SafeGuard full disk encryption with SafeGuard
Power-on Authentication (POA) verwendet werden.
Virtuelle Clients sind spezifische verschlüsselte Schlüsseldateien, die im Rahmen eines
Challenge/Response-Verfahrens für Recovery-Zwecke verwendet werden können, wenn die benötigten Benutzerinformationen nicht zur Verfügung stehen und ein
Challenge/Response-Verfahren normalerweise nicht möglich wäre (z. B. bei beschädigter
SafeGuard POA).
Um in dieser komplexen Recovery-Situation ein Challenge/Response-Verfahren zu ermöglichen, lassen sich spezifische Dateien, die als virtuelle Clients bezeichnet werden, erstellen. Diese Dateien müssen vor dem Challenge/Response-Verfahren an den Benutzer verteilt werden. Mit virtuellen Clients lasst sich ein Challenge/Response-Verfahren mit einem
Schlüssel-Recovery Tool auf dem Endpoint-Computer starten. Der Benutzer muss dann nur den Helpdesk-Beauftragten über den/die benötigten Schlüssel informieren und den
Response-Code eingeben, um wieder Zugriff auf die verschlüsselten Volumes zu erhalten.
Der Zugriff kann entweder mit Hilfe eines einzelnen Schlüssels oder mit Hilfe einer verschlüsselten Schlüsseldatei, die mehrere Schlüssel enthält, wiederhergestellt werden.
Im Bereich Schlüssel und Zertifikate des SafeGuard Management Centers haben Sie folgende Möglichkeiten:
■
Virtuelle Clients anlegen und exportieren
■
Verschlüsselte Schlüsseldateien mit mehreren Schlüsseln anlegen und exportieren
■
Virtuelle Clients und exportierte Schlüsseldateien anzeigen lassen und filtern
■
Virtuelle Clients löschen
80
Administratorhilfe
12.5.1 Anlegen von virtuellen Clients
Virtuelle Clients können für verschiedene Computer und in mehreren
Challenge/Response-Verfahren benutzt werden.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Schlüssel & Zertifikate.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster auf der linken Seite auf Virtuelle Clients.
3. Klicken Sie in der Symbolleiste auf Virtuellen Client hinzufügen.
4. Geben Sie einen eindeutigen Namen für den virtuellen Client ein und klicken Sie auf OK.
Die virtuellen Clients werden anhand der hier eingegebenen Namen in der Datenbank identifiziert.
5. Klicken Sie auf das Speichern Symbol in der Symbolleiste, um den virtuellen Client in der
Datenbank zu speichern.
Der neue virtuelle Client wird im Aktionsbereich angezeigt.
12.5.2 Export von virtuellen Clients
Nach dem Anlegen des virtuellen Client muss dieser in eine Datei exportiert werden. Diese
Datei hat immer die Bezeichnung
recoverytoken.tok
und muss an den Helpdesk verteilt werden. Beim Starten eines Challenge/Response-Verfahrens über ein Recovery Tool, z. B.
bei einer beschädigten SafeGuard POA, muss diese Datei in der Endpoint-Umgebung zur
Verfügung stehen. Der Benutzer muss die Datei
recoverytoken.tok
im selben Verzeichnis ablegen, in dem sich auch das Recovery Tool befindet, damit ein
Challenge/Response-Verfahren unterstützt wird.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Schlüssel & Zertifikate.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster auf der linken Seite auf Virtuelle Clients.
3. Klicken Sie im Aktionsbereich auf das Lupensymbol, um nach dem gewünschten virtuellen
Client zu suchen. Die verfügbaren virtuellen Clients werden angezeigt.
4. Wählen Sie den gewünschten Eintrag im Aktionsbereich aus und klicken Sie in der
Symbolleiste auf Virtuellen Client exportieren.
5. Wählen Sie einen Speicherort für die Datei
recoverytoken.tok
und klicken Sie auf
OK. Eine entsprechende Meldung wird angezeigt.
6. Verteilen Sie die virtuelle Client-Datei
recoverytoken.tok
an die betreffenden SafeGuard
Enterprise Benutzer.
Der Benutzer sollte diese Datei an einem sicheren Speicherort speichern, z. B. auf einem
USB-Stick. Beim Starten eines Challenge/Response-Verfahrens muss diese Datei im selben
Verzeichnis wie das Recovery Tool abgelegt sein.
12.5.3 Anlegen und Exportieren von Schlüsseldateien für den
Recovery-Vorgang
Sind mehrere Schlüssel erforderlich, um den Zugriff auf ein verschlüsseltes Volume im Rahmen eines Recovery-Verfahrens mit virtuellen Clients wiederherzustellen, so kann der
Sicherheitsbeauftragte diese Schlüssel in einer exportierten Schlüsseldatei zusammenfassen.
Diese Schlüsseldatei wird mit einem Zufallskennwort verschlüsselt, das in der Datenbank gespeichert wird. Das Kennwort ist für jede angelegte Schlüsseldatei einzigartig.
Die verschlüsselte Schlüsseldatei muss an den Benutzer übertragen werden und ihm beim
Starten eines Challenge/Response-Verfahrens über ein Recovery Tool zur Verfügung stehen.
81
SafeGuard Enterprise
Im Rahmen des Challenge/Response-Verfahrens wird das Kennwort für die Schlüsseldatei mit dem Response-Code übertragen. Die Schlüsseldatei kann daraufhin mit dem Kennwort entschlüsselt werden und es besteht wieder Zugriff auf alle Volumes, die mit den verfügbaren
Schlüsseln verschlüsselt sind.
Um Schüsseldateien zu exportieren, benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für die
Objekte, denen die relevanten Schlüssel zugewiesen sind.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Schlüssel & Zertifikate.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster auf der linken Seite zunächst auf Virtuelle Clients und dann auf Exportierte Schlüsseldateien.
3. Klicken Sie in der Symbolleiste auf Schlüssel in eine Schlüsseldatei exportieren.
4. Geben Sie im Dialog Schlüssel in eine Schlüsseldatei exportieren folgende Informationen ein: a) Verzeichnis: Klicken Sie auf [...], um einen Speicherort für die Schlüsseldatei auszuwählen.
b) Dateiname: Die Schlüsseldatei ist mit einem Zufallskennwort verschlüsselt, das hier angezeigt wird. Sie können den hier angezeigten Namen nicht ändern.
c) Klicken Sie auf Schlüssel hinzufügen oder Schlüssel entfernen, um Schlüssel hinzuzufügen oder zu entfernen. Ein Popup-Fenster, in dem Sie nach den gewünschten
Schlüsseln suchen und diese auswählen können, wird angezeigt. Klicken Sie auf OK, um die Auswahl zu bestätigen.
d) Klicken Sie auf OK, um Ihre Angaben zu bestätigen.
5. Verteilen Sie diese Schlüsseldatei an die betreffende Endpoint-Umgebung. Sie muss vor der Eingabe des Response-Codes auf dem Endpoint zur Verfügung stehen.
12.5.4 Virtuelle Clients anzeigen und Ansicht filtern
Um Ihnen das Auffinden des erforderlichen virtuellen Clients oder Schlüssels während eines
Challenge/Response-Verfahrens zu erleichtern, bietet der Bereich Schlüssel und Zertifikate des SafeGuard Management Centers verschiedene Filter- und Suchfunktionalitäten.
12.5.5 Ansichten für virtuelle Clients
1. Klicken Sie im Navigationsfenster auf der linken Seite auf Virtuelle Clients.
2. Klicken Sie auf das Lupensymbol, um eine vollständige Liste aller virtuellen Clients zu erstellen.
3. Filtern Sie die virtuellen Clients nach Symbolischer Name oder Schlüssel-GUID.
12.5.6 Ansichten für exportierte Schlüsseldateien
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center zunächst auf Virtuelle Clients und dann auf Exportierte Schlüsseldateien.
2. Klicken Sie auf das Lupensymbol, um eine vollständige Liste aller exportierten
Schlüsseldateien zu erstellen.
3. Klicken Sie auf das + Symbol neben der gewünschten Schlüsseldatei, um die in der Datei enthaltenen Schlüssel anzuzeigen.
82
Administratorhilfe
12.5.7 Löschen von virtuellen Clients
1. Öffnen Sie das SafeGuard Management Center und klicken Sie auf Schlüssel und
Zertifikate.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster auf der linken Seite auf Virtuelle Clients.
3. Klicken Sie im Aktionsbereich auf das Lupensymbol, um nach dem gewünschten virtuellen
Client zu suchen. Die verfügbaren virtuellen Clients werden angezeigt.
4. Wählen Sie den gewünschten Eintrag im Aktionsbereich aus und klicken Sie in der
Symbolleiste auf Virtuellen Client löschen.
5. Speichern Sie ihre Änderungen in der Datenbank, indem Sie in der Symbolleiste auf das
Symbol Speichern klicken.
Der virtuelle Client wird aus der Datenbank gelöscht.
83
SafeGuard Enterprise
84
13 Company Certificate Change Orders
Company Certificate Change Orders (CCOs) werden in folgenden Fällen verwendet:
■
Zum Erneuern des Unternehmenszertifikats, wenn dieses bald abläuft.
Die Erneuerung des Unternehmenszertifikats ist für zentral verwaltete Endpoints und
Standalone-Endpoints möglich. Der Vorgang kann jedoch nur von der Management-Konsole aus ausgelöst werden.
■
Zum Verschieben von Standalone-Endpoints in eine andere Umgebung, wenn Sie zum Beispiel zwei verschiedene Sophos SafeGuard Umgebungen haben und Sie diese in eine Sophos SafeGuard Umgebung zusammenführen möchten. Eine der beiden
Umgebungen muss hier jeweils die Ziel-Umgebung sein.
Hierzu wird das Unternehmenszertifikat der Endpoints einer Umgebung durch das
Unternehmenszertifikat der Zielumgebung ausgetauscht.
Hinweis: Nur Haupt-Sicherheitsbeauftragte sind zum Erzeugen von CCOs berechtigt.
Um andere Sicherheitsbeauftragte dazu zu berechtigen, CCOs zu erzeugen, muss der
Hauptsicherheitsbeauftragte eine benutzerdefinierte Rolle erstellen und dieser das Recht
CCOs verwalten zuweisen.
13.1 Erneuern des Unternehmenszertifikats
Ein Unternehmenszertifikat, das bald abläuft, kann im SafeGuard Management Center erneuert werden. Sechs Monate vor Ablauf des Unternehmenszertifikat wird bei jeder Anmeldung an das SafeGuard Management Center eine Warnung angezeigt. Ohne gültiges
Unternehmenszertifikat können Endpoints keine Verbindung mit dem Server herstellen. Die
Erneuerung des Unternehmenszertifikats erfolgt in drei Schritten:
■
■
Erzeugen einer Certificate Change Order (CCO)
Erzeugen eines Konfigurationspakets mit der CCO
■
Neustart der Server und Verteilen der Konfigurationspakete an die Endpoints
So erneuern Sie das Unternehmenszertifikat:
1. Wählen Sie Extras > Optionen in der SafeGuard Management Center Menüleiste.
2. Wechseln Sie in die Registerkarte Zertifikate und klicken Sie im Bereich Anforderung auf Aktualisieren.
3. Geben Sie im Dialog Unternehmenszertifikat aktualisieren einen Namen für die CCO an und legen Sie einen Backup-Pfad fest. Geben Sie ein Kennwort für die P12-Datei ein und bestätigen Sie Ihre Eingabe. Geben Sie nach Wunsch eine Anmerkung ein und klicken
Sie auf Erzeugen.
4. Wenn Sie dazu aufgefordert werden, bestätigen Sie, dass diese Änderung nicht rückgängig gemacht werden kann und dass alle nachfolgend erstellten Konfigurationspakete diese
CCO enthalten müssen, damit Sie auf bereits installierten Endpoints wirksam werden können.
5. Wenn Sie dazu aufgefordert werden, bestätigen Sie, dass die Aktualisierung erfolgreich war und dass eine CCO erzeugt wurde, die in alle Konfigurationspakete aufgenommen werden soll. Klicken Sie auf OK.
6. Klicken Sie im Extras Menü auf Konfigurationspakete.
Administratorhilfe
7. Wählen Sie Pakete für Managed Clients.
8. Klicken Sie auf Konfigurationspaket hinzufügen und geben Sie einen Namen Ihrer Wahl für das Konfigurationspaket ein.
9. Ordnen Sie einen Primären Server zu (der Sekundäre Server ist nicht notwendig).
10. Wählen Sie die zuvor zur Aktualisierung des Unternehmenszertifikats erstellte CCO.
11. Wählen Sie den Modus für die Transportverschlüsselung, der bestimmt, wie die
Verbindung zwischen SafeGuard Enterprise Client und SafeGuard Enterprise Server verschlüsselt wird: SafeGuard-Transportverschlüsselung oder SSL-Verschlüsselung.
Der Vorteil bei SSL ist, dass es ein Standardprotokoll ist und eine schnellere Verbindung aufgebaut werden kann als mit der SafeGuard Transportverschlüsselung.
SSL-Verschlüsselung wird standardmäßig ausgewählt. Weitere Informationen zur
Absicherung von Transportverbindungen mit SSL finden Sie in der SafeGuard Enterprise
Installationsanleitung.
12. Geben Sie einen Ausgabepfad für das Konfigurationspaket (MSI) an.
13. Klicken Sie auf Konfigurationspaket erstellen.
WennSie als Modus für die Transportverschlüsselung die SSL-Verschlüsselung ausgewählt haben, wird die Serververbindung validiert. Wenn die Verbindung fehlschlägt, wird eine Warnungsmeldung angezeigt.
Das Konfigurationspaket (MSI) wird im angegebenen Verzeichnis angelegt. Starten Sie alle
SGN Server neu. Sie müssen das Paket auf den Endpoints verteilen und installieren.
13.2 Ersetzen des Unternehmenszertifikats
Das Ersetzen des Unternehmenszertifikats ist notwendig, wenn Sie einen Endpoint von einer
Standalone-Umgebung in eine andere verschieben möchten. Der zu verschiebende Endpoint benötigt das Unternehmenszertifikat der Umgebung, in die er verschoben werden soll.
Andernfalls akzeptiert der Endpoint keine Richtlinien in der neuen Umgebung. Die Vorgänge, die zum Ersetzen des Unternehmenszertifikats notwendig sind, können im sowohl im
SafeGuard Management Center als auch im SafeGuard Policy Editor ausgeführt werden. In der folgenden Beschreibung wird für das SafeGuard Management Center und den SafeGuard
Policy Editor der Begriff Management-Konsole verwendet, da der Vorgang des Ersetzens des Unternehmenszertifikats in beiden Fällen identisch ist.
Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:
Legen Sie die Ausgangs- und die Ziel Management Center/Policy Editor Umgebung fest. Die
Ausgangs-Management-Konsole ist die, die Sie für das Erstellen der Konfigurationspakete für die Endpoints, die verschoben werden sollen, benutzt haben. Das Ziel ist die
Management-Konsole, in die die Endpoints verschoben werden sollen.
So ersetzen Sie das Unternehmenszertifikat:
1. Exportieren Sie in der Ziel-Management-Konsole das Unternehmenszertifikat: Klicken Sie im Menü Extras auf Optionen. Wechseln Sie in die Registerkarte Zertifikate und klicken
Sie im Bereich Unternehmenszertifikat auf Exportieren. Wenn aufgefordert, geben Sie ein Kennwort für den Zertifikatsspeicher ein und bestätigen Sie es und wählen Sie das
Zielverzeichnis und den Dateinamen. Das Unternehmenszertifikat wird exportiert (cer-Datei).
85
SafeGuard Enterprise
2. Klicken Sie in der Ausgangs-Management-Konsole im Extras Menü auf Optionen. Wählen
Sie die Registerkarte Zertifikate und klicken Sie im Bereich Anforderung auf Erzeugen.
Wählen Sie im CCO erzeugen Dialog das Ziel-Unternehmenszertifikat aus, dass Sie in der Ziel-Management-Konsole exportiert haben (Schritt 1). Stellen Sie sicher, dass es sich um das gewünschte Zertifikat handelt. Klicken Sie auf Erzeugen und wählen Sie ein
Zielverzeichnis und einen Dateinamen für die .cco-Datei aus. Bestätigen Sie, dass Sie eine Company Certificate Change Order erstellen möchten. Bitte beachten Sie, dass eine Company Certificate Change Order nicht an spezifische Endpoints gebunden ist. Mit einer Company Certificate Change Order lässt sich jeder Client der Ausgangsumgebung verschieben.
3. In der Ziel-Management-Konsole müssen Sie die in der Ausgangs-Management-Konsole erzeugte Company Certificate Change Order importieren. Klicken Sie im Extras Menü auf
Konfigurationspakete... und wählen Sie dann die Registerkarte CCOs. Klicken Sie auf
Importieren.
4. Wählen Sie im Dialog CCO importieren die in der Ausgangs-Management-Konsole erzeugte Company Certificate Change Order und geben Sie einen Namen und nach
Wunsch eine Beschreibung für die Company Certificate Change Order ein. Klicken Sie auf OK.
5. Erstellen Sie in der Ziel-Management-Konsole ein Konfigurationspaket: Klicken Sie im
Extras Menü auf Konfigurationspakete... > Pakete für Standalone Clients und fügen
Sie ein neues Konfigurationspaket hinzu. Wählen Sie die importierte Company Certificate
Change Order aus dem Dropdown-Menü der Spalte CCO. Geben Sie unter
Konfigurationspaket-Ausgabepfad einen Speicherort an. Klicken Sie auf
Konfigurationspaket erstellen. Das Konfigurationspaket wird am angegebenen
Speicherort angelegt.
6. Installieren Sie dieses Konfigurationspaket auf allen Endpoints, die Sie von der Ausgangsin die Zielumgebung verschieben möchten.
13.3 Verwalten von Company Certificate Change Orders
Klicken Sie im SafeGuard Management Center im Extras Menü auf Konfigurationspakete.
Alle erzeugten CCOs werden in der Registerkarte CCOs angezeigt.
Im unteren Bereich des Dialogs werden detaillierte Informationen zur ausgewählten CCO angezeigt.
Wenn die CCO für die Erneuerung des Unternehmenszertifikats erstellt wurde, wird das
Quell-Unternehmenszertifikat aktualisiert. Wenn die CCO für eine Verschiebung von
Endpoints erstellt wurde, erneuern Sie das Unternehmenszertifikat der Umgebung, deren
Endpoints in eine andere Umgebung verschoben werden sollen.
Das Ziel-Unternehmenszertifikat ist das neue Unternehmenszertifikat, wenn die CCO zur
Aktualisierung des Unternehmenszertifikats oder des Unternehmenszertifikats der Umgebung, in die die Endpoints verschoben werden sollen, erzeugt wurde.
Unter den Zertifikatsinformationen wird angegeben, für welche Vorgänge die ausgewählte
CCO verwendet werden kann.
Hinweis: Für die Verwaltung von CCOs benötigen Sie das Recht CCOs verwalten.
13.3.1 Import
Um beim Erstellen von Konfigurationspaketen die von einem anderen Management-Werkzeug erstellte CCO auszuwählen um das Unternehmenszertifikat zu ändern, müssen Sie es erst importieren.
86
Administratorhilfe
Klicken Sie auf Importieren..., um einen Dialog zu öffnen, in dem Sie die CCO auswählen und benennen können. Der hier eingegebene Name wird in der Registerkarte CCOs unter
Konfigurationspakete angezeigt.
13.3.2 Export
Mit der Exportieren Funktion lassen sich in der Datenbank gespeicherte CCOs als
.cco-Dateien exportieren.
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SafeGuard Enterprise
88
14 Mit Richtlinien arbeiten
Die folgenden Abschnitte beschreiben richtlinienrelevanten Vorgänge, z. B. das Erstellen,
Gruppieren und Sichern von Richtlinien.
Hinweis: Für das Zuweisen, Entfernen oder Bearbeiten von Richtlinien benötigen Sie das
Zugriffsrecht Voller Zugriff für die relevanten Objekte sowie für jede Gruppe, die für die jeweiligen Richtlinien aktiviert ist.
Eine Beschreibung aller verfügbaren SafeGuard Enterprise-Richtlinieneinstellungen finden
Sie unter
(Seite 126).
14.1 Anlegen von Richtlinien
1. Melden Sie sich mit dem Kennwort, das Sie während der Erstkonfiguration festgelegt haben, am SafeGuard Management Center an.
2. Klicken Sie im Navigationsbereich auf Richtlinien.
3. Klicken Sie im Navigationsfenster mit der rechten Maustaste auf Richtlinien und wählen
Sie im Kontextmenü den Befehl Neu.
4. Wählen Sie den Richtlinientyp aus.
Es wird ein Dialog für die Benennung der neuen Richtlinie angezeigt.
5. Geben Sie einen Namen und optional eine Beschreibung für die neue Richtlinie ein.
Richtlinien für den Geräteschutz:
Wenn Sie eine Richtlinie dieses Typs erstellen, müssen Sie auch ein Ziel für den
Geräteschutz angeben. Mögliche Ziele sind:
■
■
■
■
Massenspeicher (Boot-Laufwerke/Andere Volumes)
Wechselmedien
Optische Laufwerke
Datenträgermodelle
■
■
Einzelne Datenträger
Cloud Storage
Für jedes Ziel muss eine eigene Richtlinie angelegt werden. Sie können die einzelnen
Richtlinien später z. B. zu einer Richtliniengruppe mit der Bezeichnung Verschlüsselung zusammenfassen.
6. Klicken Sie auf OK.
Die neu angelegte Richtlinie wird im Navigationsfenster unter Richtlinien angezeigt. Im
Aktionsbereich werden alle Einstellungen für den gewählten Richtlinientyp angezeigt. Die
Einstellungen können dort geändert werden.
14.2 Bearbeiten von Richtlinieneinstellungen
Wenn Sie im Navigationsfenster eine Richtlinie auswählen, können Sie deren Einstellungen im Aktionsbereich bearbeiten.
Administratorhilfe
Hinweis:
Das rote Symbol vor dem Text nicht konfiguriert gibt an, dass für diese Einstellung ein Wert festgelegt werden muss. Sie können die Richtlinie erst speichern, wenn
Sie eine andere Einstellung als nicht konfiguriert ausgewählt haben.
Setzen von Einstellungen auf Standardwerte
In der Symbolleiste stehen folgende Symbole für Richtlinieneinstellungen zur Verfügung:
Symbol Richtlinieneinstellung
Zeigt Standardwerte für Richtlinieneinstellungen an, die nicht konfiguriert wurden
(Einstellung nicht konfiguriert). Die Standardwerte für Richtlinieneinstellungen werden standardmäßig angezeigt. Klicken Sie auf das Symbol, um die
Standardwerte auszublenden.
Setzt die markierte Richtlinieneinstellung auf nicht konfiguriert.
Setzt alle Richtlinieneinstellungen eines Bereichs auf nicht konfiguriert.
Setzt den Standardwert für die markierte Richtlinieneinstellung.
Setzt alle Richtlinieneinstellungen eines Bereichs auf den Standardwert.
Unterscheidung zwischen maschinen- und benutzerspezifischen
Richtlinien
Richtlinienfarbe blau
Richtlinienfarbe schwarz
Richtlinie wird nur für Maschinen angewandt, nicht für Benutzer.
Richtlinie wird für Maschinen und Benutzer angewandt.
89
SafeGuard Enterprise
14.3 Richtliniengruppen
SafeGuard Enterprise Richtlinien können in Richtliniengruppen zusammengefasst werden.
Eine Richtliniengruppe kann verschiedene Richtlinientypen enthalten. Im SafeGuard
Management Center steht eine Default Richtliniengruppe zur Verfügung, die standardmäßig unter Benutzer und Computer zu Stamm zugewiesen wird.
Wenn Sie Richtlinien vom selben Typ in einer Gruppe zusammenfassen, werden die
Einstellungen automatisch vereinigt. Sie können dafür eine Auswertungsreihenfolge festlegen.
Die Einstellungen einer höher gereihten Richtlinie überschreiben jene einer niedriger priorisierten.
Eine definierte Richtlinieneinstellung überschreibt Einstellungen aus anderen Richtlinien, wenn
■ die Richtlinie mit dieser Einstellung eine höhere Priorität hat.
■ die Richtlinieneinstellung noch nicht definiert ist (nicht konfiguriert).
Hinweis: Überlappende Richtlinien, die einer Gruppe zugeordnet sind, können zu einer falschen Ermittlung der Prioritäten führen. Verwenden Sie separate Richtlinieneinstellungen.
Ausnahme Geräteschutz:
Richtlinien für den Geräteschutz werden nur vereinigt, wenn sie für dasselbe Ziel (z. B.
Boot-Volume) angelegt werden. Weisen sie auf verschiedene Ziele, werden sie addiert.
14.3.1 Zusammenfassen von Richtlinien zu Gruppen
Voraussetzung: Die einzelnen Richtlinien der verschiedenen Typen müssen angelegt sein.
1. Klicken Sie im Navigationsbereich auf Richtlinien.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster mit der rechten Maustaste auf Richtlinien-Gruppen und wählen Sie Neu.
3. Klicken Sie auf Neue Richtlinien-Gruppe. Es wird ein Dialog für die Benennung der
Richtlinien-Gruppe angezeigt.
4. Geben Sie einen eindeutigen Namen und optional eine Beschreibung für die
Richtlinien-Gruppe ein. Klicken Sie auf OK.
5. Die neu angelegte Richtlinie-Gruppe wird im Navigationsfenster unter Richtlinien-Gruppen angezeigt.
6. Wählen Sie die Richtlinien-Gruppe aus. Im Aktionsbereich werden alle für das Gruppieren der Richtlinien notwendigen Elemente angezeigt.
7. Zum Gruppieren der Richtlinien ziehen Sie sie aus der Liste der verfügbaren Richtlinien in den Richtlinienbereich.
90
Administratorhilfe
8. Sie können für jede Richtlinie eine Priorität festlegen, indem Sie die Richtlinie über das
Kontextmenü nach oben oder unten reihen.
Wenn Sie Richtlinien vom selben Typ in einer Gruppe zusammenfassen, werden die
Einstellungen automatisch vereinigt. Sie können dafür eine Auswertungsreihenfolge festlegen. Die Einstellungen einer höher gereihten Richtlinie überschreiben jene einer niedriger priorisierten. Ist eine Einstellung auf nicht konfiguriert gesetzt, wird die
Einstellung in einer niedriger priorisierten Richtlinie nicht überschrieben.
Ausnahme Geräteschutz:
Richtlinien für den Geräteschutz werden nur vereinigt, wenn sie für dasselbe Ziel (z. B.
Boot-Volume) angelegt werden. Weisen sie auf verschiedene Ziele, werden sie addiert.
9. Speichern Sie die Richtliniengruppe über Datei > Speichern.
Die Richtliniengruppe enthält nun die Einstellungen aller einzelnen Richtlinien.
14.3.2 Ergebnis der Gruppierung
Das Ergebnis der Zusammenfassung wird in einer eigenen Ansicht dargestellt.
Klicken Sie zum Anzeigen der Zusammenfassung auf die Registerkarte Ergebnis.
■
Für jeden Richtlinien-Typ steht eine eigene Registerkarte zur Verfügung.
Die aus der Zusammenfassung der einzelnen Richtlinien resultierenden Einstellungen werden angezeigt.
■
Für Richtlinien zum Geräteschutz werden Registerkarten für jedes Ziel der Richtlinie angezeigt (z. B. Boot-Volumes, Laufwerk X: usw.).
14.4 Erstellen von Sicherungskopien von Richtlinien und
Richtliniengruppen
Sie können Sicherungskopien von Richtlinien und Richtliniengruppen in Form von XML-Dateien erstellen. Falls notwendig, lassen sich die betreffenden Richtlinien/Richtliniengruppen daraufhin aus diesen XML-Dateien wiederherstellen.
1. Wählen Sie die Richtlinie/Richtliniengruppe im Navigationsfenster unter Richtlinien bzw.
Richtlinien-Gruppen aus.
2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste und wählen Sie im angezeigten Kontextmenü
Richtlinie sichern.
Hinweis: Der Befehl Richtlinie sichern steht auch im Menü Aktionen zur Verfügung.
3. Geben Sie im Dialog Speichern unter einen Dateinamen für die XML-Datei an und wählen
Sie das Verzeichnis, in dem die Datei gespeichert werden soll. Klicken Sie auf Speichern.
Die Sicherungskopie der Richtlinie/Richtliniengruppe ist im angegebenen Verzeichnis als
XML-Datei abgelegt.
91
SafeGuard Enterprise
14.5 Wiederherstellen von Richtlinien und
Richtliniengruppen
So stellen Sie eine Richtlinie/Richtliniengruppe aus einer XML-Datei wieder her:
1. Klicken Sie im Navigationsfenster auf Richtlinien/Richtliniengruppen.
2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste und wählen Sie im angezeigten Kontextmenü
Richtlinie wiederherstellen.
Hinweis: Der Befehl Richtlinie wiederherstellen steht auch im Menü Aktionen zur
Verfügung.
3. Wählen Sie die XML-Datei für die Wiederherstellung der Richtlinie/Richtliniengruppe aus und klicken Sie auf Öffnen.
Die Richtlinie/Richtliniengruppe ist wiederhergestellt.
14.6 Zuweisen von Richtlinien
Um Richtlinien zuzuweisen, benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für alle beteiligten
Objekte.
1. Klicken Sie auf Benutzer & Computer.
2. Wählen Sie im Navigationsbereich das gewünschte Objekt aus (z. B. Benutzer, Gruppe oder Container).
3. Wechseln Sie in die Registerkarte Richtlinien.
Im Aktionsbereich werden alle für die Zuweisung der Richtlinie notwendigen Elemente angezeigt.
4. Zum Zuweisen einer Richtlinie ziehen Sie sie aus der Liste der verfügbaren Richtlinien in die Registerkarte Richtlinien.
5. Sie können für jede Richtlinie eine Priorität festlegen, indem Sie die Richtlinie über das
Kontextmenü nach oben oder unten reihen. Die Einstellungen einer höher gereihten
Richtlinie überschreiben jene einer niedriger priorisierten. Wenn Sie für eine Richtlinie
Kein Überschreiben aktivieren, können die Einstellungen dieser Richtlinie nicht von anderen überschrieben werden.
Hinweis: Wenn Sie bei einer Richtlinie mit niedrigerer Priorität die Option Kein
Überschreiben aktivieren, so zieht diese Richtlinie, trotz niedrigerer Priorität gegenüber einer Richtlinie mit einer höheren Priorität.
Um die Einstellungen Priorität oder Kein Überschreiben für Richtlinien im Bereich
Benutzer & Computer zu ändern, benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für alle
Objekte, denen die Richtlinien zugewiesen sind. Wenn Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff nicht für alle Objekte haben, können die Einstellungen nicht bearbeitet werden. Wenn Sie versuchen, die Felder zu bearbeiten, wird eine Info-Meldung angezeigt.
6. Im Aktivierungsbereich werden die Gruppen .Authentisierte Benutzer - bzw. Computer angezeigt.
Die Richtlinie gilt für alle Gruppen innerhalb der OU bzw. Domäne.
92
Administratorhilfe
14.6.1 Aktivieren von Richtlinien für einzelne Gruppen
Richtlinien werden immer einer OU bzw. einer Domäne oder Arbeitsgruppe zugewiesen. Sie gelten standardmäßig für alle Gruppen in diesen Container-Objekten (die Gruppen
.Authentisierte Benutzer und .Authentisierte Computer werden im Aktivierungsbereich angezeigt).
Sie können aber auch Richtlinien festlegen und sie für eine einzelne oder mehrere Gruppen aktivieren. Diese Richtlinien gelten dann ausschließlich für diese Gruppen.
Hinweis: Um Richtlinien für einzelne Gruppen zu aktivieren, benötigen Sie das Zugriffsrecht
Voller Zugriff für die relevante Gruppe.
1. Weisen Sie die Richtlinie der OU, in der sich die Gruppe befindet, zu.
2. Im Aktivierungsbereich werden die Gruppen .Authentisierte Benutzer und .Authentisierte
Computer angezeigt.
3. Ziehen Sie diese beiden Gruppen aus dem Aktivierungsbereich in die Liste der Verfügbaren
Gruppen. Die Richtlinie ist in dieser Konstellation für keinen Benutzer und keinen Computer wirksam.
4. Ziehen Sie jetzt die gewünschte Gruppe (oder auch mehrere Gruppen) aus der Liste der
Verfügbaren Gruppen in den Aktivierungsbereich.
Diese Richtlinie gilt jetzt ausschließlich für diese Gruppe.
Wurden der übergeordneten OU ebenfalls Richtlinien zugeordnet, gilt diese Richtlinie für diese Gruppe zusätzlich zu jenen, die für die gesamte OU festgelegt wurden.
14.7 Verwalten von Richtlinien unter Benutzer & Computer
Neben dem Bereich Richtlinien im SafeGuard Management Center können Sie den Inhalt einer Richtlinie auch dort einsehen und ändern, wo die Richtlinienzuweisung erfolgt: unter
Benutzer & Computer.
1. Klicken Sie auf Benutzer & Computer.
2. Wählen Sie im Navigationsbereich das gewünschte Containerobjekt.
3. Sie können Richtlinien von zwei Orten aus öffnen, um sie einzusehen oder zu ändern.
■
■
Wechseln Sie in die Registerkarte Richtlinien, oder wechseln Sie in die Registerkarte RSOP.
4. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die gewünschte zugewiesene oder verfügbare
Richtlinie und wählen Sie Öffnen aus dem Kontextmenü.
Der Richtliniendialog wird angezeigt und Sie können die Richtlinieneinstellungen einsehen und bearbeiten.
5. Klicken Sie auf OK, um Ihre Änderungen zu speichern.
6. Um die Richtlinieneigenschaften aufzurufen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die gewünschte Richtlinie und wählen Sie Eigenschaften aus dem Kontextmenü.
Der Eigenschaften Dialog für die Richtlinie wird angezeigt. Hier können Sie unter
Allgemein und Zuweisung die entsprechenden Informationen einsehen.
93
SafeGuard Enterprise
14.8 Deaktivieren der Übertragung von Richtlinien
Als Sicherheitsbeauftragter können Sie die Übertragung von Richtlinien an Endpoints deaktivieren. Klicken Sie hierzu in der SafeGuard Management Center Symbolleiste auf die
Schaltfläche Richtlinienverteilung aktivieren/deaktivieren oder wählen Sie im Menü
Bearbeiten den Befehl Richtlinienverteilung aktivieren/deaktivieren. Nach der Deaktivierung der Richtlinienübertragung werden keine Richtlinien mehr an die Endpoints geschickt. Um die Deaktivierung der Richtlinienverteilung rückgängig zu machen, klicken Sie noch einmal auf die Schaltfläche oder wählen Sie noch einmal den Menübefehl.
Hinweis: Um die Übertragung von Richtlinien zu deaktivieren, benötigen Sie als
Sicherheitsbeauftragter die Berechtigung „Richtlinienverteilung aktivieren/deaktivieren“. Den beiden vordefinierten Rollen Haupt-Sicherheitsbeauftragter und Sicherheitsbeauftragter ist diese Berechtigung standardmäßig zugewiesen. Neu angelegten benutzerdefinierten Rollen kann diese Berechtigung jederzeit zugewiesen werden.
14.9 Regeln für die Zuweisung und Auswertung von
Richtlinien
Die Verwaltung und Auswertung von Richtlinien folgt den in diesem Abschnitt dargestellten
Regeln.
14.9.1 Zuweisen und Aktivieren von Richtlinien
Damit eine Richtlinie für einen Benutzer/Computer wirksam werden kann, muss sie einem
Container-Objekt (Root-Knoten, Domäne, OU, BuiltIn-Container oder Arbeitsgruppe) zugewiesen werden. Damit die zugewiesene Richtlinie für Benutzer/Computer wirksam wird, werden beim Zuweisen einer Richtlinie an einer beliebigen Stelle in der Hierarchie alle
Computer (authentisierte Computer) und alle Benutzer (authentisierte Benutzer) automatisch aktiviert (die alleinige Zuweisung ohne Aktivierung reicht nicht aus). In diesen Gruppen sind alle Benutzer bzw. Computer zusammengefasst.
14.9.2 Vererbung von Richtlinien
Vererbung von Richtlinien ist nur zwischen Container-Objekten möglich. Innerhalb eines
Containers - vorausgesetzt er enthält keine weiteren Container-Objekte - können Richtlinien nur aktiviert werden (auf Gruppenebene). Vererbung zwischen Gruppen ist nicht möglich.
14.9.3 Vererbungsreihenfolge von Richtlinien
Werden Richtlinien entlang einer Hierarchiekette zugewiesen, so wirkt jene Richtlinie am stärksten, die näher beim Zielobjekt (Benutzer/Computer) ist. Das bedeutet: mit der Entfernung zum Zielobjekt verliert die Richtlinie immer mehr an Kraft - wenn nähere Richtlinien vorhanden sind.
14.9.4 Direkte Zuweisung von Richtlinien
Der Benutzer/Computer erhält eine Richtlinie, die direkt dem Container-Objekt, in dem er sich tatsächlich befindet (Mitgliedschaft als Benutzer einer Gruppe, die sich in einem anderen
94
Administratorhilfe
Container-Objekt befindet, alleine reicht nicht aus), zugewiesen wurde. Das Container-Objekt hat diese Richtlinie nicht geerbt!
14.9.5 Indirekte Zuweisung von Richtlinien
Der Benutzer/Computer erhält eine Richtlinie, die das Container-Objekt, in dem er sich tatsächlich befindet (die Mitgliedschaft in einer Gruppe, die sich in einem anderen
Container-Objekt befindet, als der Benutzer, reicht nicht aus), von einem ihr übergeordneten
Container-Objekt geerbt hat.
14.9.6 Aktivieren/Deaktivieren von Richtlinien
Damit eine Richtlinie für einen Computer/Benutzer wirken kann, muss diese auf Gruppenebene aktiviert werden (Richtlinien können ausschließlich auf Gruppenebene aktiviert werden). Es spielt keine Rolle, ob sich diese Gruppe im selben Container-Objekt befindet, oder nicht.
Wichtig ist hier nur, dass der Benutzer oder Computer eine direkte bzw. indirekte (durch
Vererbung) Zuordnung der Richtlinie erhalten hat.
Befindet sich ein Computer oder Benutzer außerhalb einer OU oder Vererbungslinie und ist
Mitglied einer Gruppe, die sich innerhalb dieser OU befindet, so gilt diese Aktivierung für diesen Benutzer oder Computer nicht. Denn für diesen Benutzer oder Computer ist keine gültige Zuweisung (direkt bzw. indirekt) vorhanden. Die Gruppe wurde zwar aktiviert, aber eine Aktivierung kann nur für Benutzer und Computer gelten, für die auch eine
Richtlinienzuweisung besteht. Das heißt, die Aktivierung von Richtlinien kann nicht über
Container- Grenzen hinausgehen, wenn keine direkte oder indirekte Richtlinienzuweisung für dieses Objekt existiert.
Eine Richtlinie wird wirksam, wenn sie entweder bei Benutzergruppen oder Computergruppen aktiviert wurde. Es werden die Benutzergruppen und dann die Computergruppen ausgewertet
(auch authentisierte Benutzer und authentisierte Computer sind Gruppen). Beide Ergebnisse werden ODER-verknüpft. Liefert diese ODER-Verknüpfung einen positiven Wert für die
Computer/Benutzer-Beziehung, gilt die Richtlinie.
Hinweis: Werden mehrere Richtlinien für ein Objekt aktiv, werden die einzelnen Richtlinien unter Einhaltung der beschriebenen Regeln, vereinigt. Das heißt, die tatsächlichen
Einstellungen für ein Objekt können aus mehreren unterschiedlichen Richtlinien zusammengesetzt werden.
Für eine Gruppe gibt es folgende Aktivierungseinstellungen:
■
Aktiviert
Eine Richtlinie wurde zugewiesen. Die Gruppe wird im Aktivierungsbereich des SafeGuard
Management Centers angezeigt.
■
Nicht aktiviert
Eine Richtlinie wurde zugewiesen. Die Gruppe befindet sich nicht im Aktivierungsbereich.
Wird eine Richtlinie einem Container zugewiesen, dann bestimmt die Aktivierungseinstellung für eine Gruppe (aktiviert), ob diese Richtlinie an diesem Container in die Berechnung der resultierenden Richtlinie einfließt.
Vererbte Richtlinien können durch diese Aktivierungen nicht kontrolliert werden. Hierfür müsste an der lokaleren OU Richtlinienvererbung blockieren gesetzt werden, damit die globalere
Richtlinie hier nicht wirken kann.
95
SafeGuard Enterprise
14.9.7 Benutzer-/Gruppeneinstellungen
Richtlinieneinstellungen für Benutzer (im SafeGuard Management Center schwarz dargestellt), ziehen stärker, als Richtlinieneinstellungen für Computer (im SafeGuard Management Center
blau dargestellt). Werden bei einer Richtlinie für Computer Benutzereinstellungen festgelegt, werden diese Einstellungen durch die Richtlinie für den Benutzer überschrieben.
Hinweis: Nur die Benutzereinstellungen werden überschrieben. Sollte eine Richtlinie für
Benutzer auch Maschineneinstellungen beinhalten (blau dargestellte Einstellungen) werden diese nicht von einer Benutzerrichtlinie überschrieben!
Beispiel 1:
Wird für eine Computergruppe die Kennwortlänge 4 definiert, die Benutzergruppe hat aber für dieselbe Einstellung den Wert 3, gilt für diesen Benutzer auf einem Computer der
Computergruppe, ein Kennwort mit der Länge 3.
Beispiel 2:
Wird für eine Benutzergruppe ein Serverintervall von 1 Minute definiert und für eine
Computergruppe der Wert 3, so wird der Wert 3 verwendet, da es sich beim Wert 1 Minute um eine Maschineneinstellung, die in einer Richtlinie für Benutzer definiert wurde, handelt.
14.9.8 Sich widersprechende Verschlüsselungsrichtlinien
Es werden zwei Richtlinien - P1 und P2 - angelegt. Für P1 wurde eine dateibasierende
Verschlüsselung für Laufwerk E:\ definiert und für P2 eine volume-basierende Verschlüsselung für Laufwerk E:\. P1 wird der OU FBE-User und P2 der OU VBE-User zugewiesen.
Fall 1: Ein Benutzer aus OU FBE-User meldet sich zuerst am Client W7-100 (Container
Computer) an. Laufwerk E:\ ist dateibasierend verschlüsselt. Meldet sich ein Benutzer danach aus der OU VBE-User am Client W7-100 an, so wird das Laufwerk E:\ volume-basierend verschlüsselt. Haben beide Benutzer dieselben Schlüssel, können beide auf die Laufwerke bzw. Dateien zugreifen.
Fall 2: Ein Benutzer aus der OU VBE-User meldet sich zuerst am Computer W7-100
(Container Computer) an. Das Laufwerk ist mit volume-basierender Verschlüsselung verschlüsselt. Meldet sich nun ein Benutzer der OU FBE-User an und hat dieser einen gemeinsamen Schlüssel mit den Benutzern aus der OU VBE-User, so wird das Laufwerk E:\
(die volume-basierende Verschlüsselung bleibt erhalten) innerhalb der volume-basierenden
Verschlüsselung dateibasierend verschlüsselt. Hat der Benutzer aus der OU FBE-User allerdings keinen gemeinsamen Schlüssel, kann er auf das Laufwerk E:\ nicht zugreifen.
14.9.9 Priorisierung innerhalb einer Zuweisung
Innerhalb einer Zuweisung, hat die Richtlinie mit der höchsten Priorität (1) Vorrang gegenüber einer Richtlinie mit einer geringeren Priorität.
Hinweis: Wurde auf gleicher Ebene eine Richtlinie mit niedriger Priorität, aber mit der Option
Kein Überschreiben, zugeordnet, so zieht die Richtlinie trotz niedrigerer Priorität gegenüber den Richtlinien mit der höheren Priorität.
14.9.10 Priorisierung innerhalb einer Gruppe
Innerhalb einer Gruppe, hat die Richtlinie mit der höchsten Priorität (1) Vorrang gegenüber einer Richtlinie mit einer geringeren Priorität.
96
Administratorhilfe
14.9.11 Statusindikatoren
Durch das Setzen von Statusindikatoren kann das Standardregelwerk der Richtlinien verändert werden.
■
Richtlinienvererbung blockieren
Wird direkt bei dem Container gesetzt, der keine übergeordneten Richtlinien empfangen will (Rechtsklick auf das Objekt im Navigationsfenster > Eigenschaften).
Soll ein Container-Objekt keine Richtlinie eines übergeordneten Objektes erben, können
Sie das durch das Setzen von Richtlinienvererbung blockieren verhindern. Ist
Richtlinienvererbung blockieren gesetzt, werden keine übergeordneten
Richtlinieneinstellungen für dieses Container-Objekt wirksam (Ausnahme: Kein
Überschreiben wurde bei der Richtlinienzuweisung aktiviert).
■
Kein Überschreiben
Wird bei der Zuweisung gesetzt und bedeutet, dass diese Richtlinie nicht von anderen
überschrieben werden kann.
Je weiter die Richtlinienzuweisung mit Kein Überschreiben vom Zielobjekt entfernt ist, umso stärker wird die Wirkung dieser Richtlinie für alle untergeordneten Container-Objekte.
Das heißt: Kein Überschreiben eines übergeordneten Containers überschreibt die
Richtlinieneinstellungen eines untergeordneten Containers. So kann z.B. eine
Domänenrichtlinie definiert werden, deren Einstellungen nicht überschrieben werden können, auch nicht, wenn für eine OU Richtlinienvererbung blockieren gesetzt wurde!
Hinweis: Wurde auf gleicher Ebene eine Richtlinie mit niedriger Priorität, aber mit der
Option Kein Überschreiben, zugeordnet, so zieht die Richtlinie trotz niedrigerer Priorität gegenüber den Richtlinien mit der höheren Priorität.
14.9.12 Einstellungen in Richtlinien
14.9.12.1 Computereinstellungen wiederholen
Sie finden diese Einstellung unter:
Richtlinien > Richtlinie vom Typ Allgemeine Einstellungen > Laden der Einstellungen >
Richtlinien-Loopback.
Wird bei einer Richtlinie vom Typ Allgemeine Einstellungen bei der Option
Richtlinien-Loopback die Einstellung Computereinstellungen wiederholen ausgewählt und die Richtlinie „kommt“ von einem Computer (Computereinstellungen wiederholen hat für eine Benutzerrichtlinie keine Auswirkung), wird diese Richtlinie am Ende der Auswertung noch einmal ausgeführt. Dadurch werden etwaige Benutzereinstellungen wieder überschrieben und es gelten die Computereinstellungen. Für das neuerliche Schreiben werden sämtliche
Computereinstellungen, die der Computer direkt oder indirekt bekommt (auch von Richtlinien die beim Richtlinien-Loopback Computereinstellungen wiederholen nicht gesetzt wurden), neu geschrieben.
14.9.12.2 Benutzer ignorieren
Sie finden diese Einstellung unter:
Richtlinien > Richtlinie vom Typ Allgemeine Einstellungen > Laden der Einstellungen >
Richtlinien-Loopback.
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SafeGuard Enterprise
Wird bei einer Richtlinie vom Typ Allgemeine Einstellungen für einen Computer bei der
Option Richtlinien-Loopback die Einstellung Benutzer ignorieren ausgewählt und die
Richtlinie „kommt“ von einer Maschine, werden nur die Maschineneinstellungen ausgewertet.
Benutzereinstellungen werden nicht ausgewertet.
14.9.12.3 Kein Loopback
Sie finden diese Einstellung unter:
Richtlinien > Richtlinie vom Typ Allgemeine Einstellungen > Laden der Einstellungen >
Richtlinien-Loopback.
Kein Loopback beschreibt das Standardverhalten. Benutzerrichtlinien gelten vor
Computerrichtlinien.
14.9.12.4 Auswertung der Einstellungen „Benutzer ignorieren“ und „Computereinstellungen wiederholen“
Existieren aktive Richtlinienzuweisungen, werden zuerst die Maschinenrichtlinien ausgewertet und vereinigt. Ergibt diese Vereinigung der einzelnen Richtlinien bei der Option
Richtlinien-Loopback den Wert Benutzer ignorieren, werden die Richtlinien, die für den
Benutzer bestimmt gewesen wären, nicht mehr ausgewertet. Das bedeutet sowohl für den
Benutzer, als auch für den Computer gelten die gleichen Richtlinien.
Gilt nach der Vereinigung der einzelnen Maschinenrichtlinien bei Richtlinien-Loopback der
Wert Computereinstellungen wiederholen, werden die Benutzerrichtlinien mit den
Maschinenrichtlinien vereinigt. Nach der Vereinigung, werden die Maschinenrichtlinien nochmals geschrieben und überschreiben gegebenenfalls Einstellungen aus den
Benutzerrichtlinien. Ist eine Einstellung in beiden Richtlinien vorhanden, so ersetzt der Wert der Maschinenrichtlinie den Wert der Benutzerrichtlinie.
Ergibt die Vereinigung der einzelnen Maschinenrichtlinien den Standardwert (Kein
Richtlinien-Loopback), so gilt: Benutzereinstellungen vor Maschineneinstellungen.
14.9.12.5 Ausführungsreihenfolge der Richtlinien
Benutzer ignorieren Computer
Computereinstellungen wiederholen Computer -> Benutzer -> Computer. Die erste
„Maschinen-Ausführung“ wird für die Richtlinien benötigt, die schon vor der Benutzeranmeldung
(z. B. Hintergrundbild bei der Anmeldung) geschrieben werden.
Kein Richtlinien-Loopback (Standardeinstellung): Computer -> Benutzer
14.9.13 Sonstige Definitionen
Die Entscheidung, ob es sich um eine Benutzer- bzw. Maschinenrichtlinie handelt, hängt von der Herkunft der Richtlinie ab. Ein Benutzerobjekt „bringt“ eine Benutzerrichtlinie mit, ein
Computer „bringt“ eine Computerrichtlinie mit. Dieselbe Richtlinie kann bei unterschiedlicher
Sicht, sowohl Computer- als auch Benutzerrichtlinie sein.
■
Benutzerrichtlinie
Jene Richtlinie, die der Benutzer zur Auswertung bereitstellt. Wenn eine Richtlinie nur
über einen Benutzer kommt, dann werden die maschinenbezogenen Einstellungen dieser
Richtlinie nicht verwendet. Das heißt, es gelten keine computerbezogenen Einstellungen.
Es gelten die Standardwerte.
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Administratorhilfe
■
Computerrichtlinie
Jene Richtlinie, die die Maschine zur Auswertung bereitstellt. Wenn eine Richtlinie nur
über einen Computer kommt, dann werden auch die benutzerspezifischen Einstellungen dieser Richtlinie verwendet! Die Computerrichtlinie stellt dann eine „für alle Benutzer"
Richtlinie dar.
99
SafeGuard Enterprise
15 Mit Konfigurationspaketen arbeiten
Im SafeGuard Management Center lassen sich Konfigurationspakete der folgenden Typen erstellen:
■
Konfigurationspaket für zentral verwaltete Endpoints
Endpoints, die eine Verbindung zum SafeGuard Enterprise Server haben, erhalten Ihre
Richtlinien über den Server. Für den erfolgreichen Einsatz der SafeGuard Enterprise Client
Software nach der Installation müssen Sie zunächst ein Konfigurationspaket für zentral verwaltete Computer erzeugen und es auf den Computern installieren.
Nach der ersten Konfiguration der Endpoints über das Konfigurationspaket erhalten die
Endpoints Richtlinien über den SafeGuard Enterprise Server, wenn Sie diese im Bereich
Benutzer & Computer des SafeGuard Management Center zugewiesen haben.
■
Konfigurationspaket für Standalone-Endpoints
Standalone-Endpoints haben niemals eine Verbindung zum SafeGuard Enterprise Server, sie laufen im Standalone-Modus. Die Computer erhalten ihre Richtlinien über
Konfigurationspakete. Für den erfolgreichen Einsatz der Software müssen Sie ein
Konfigurationspaket mit den relevanten Richtliniengruppen erstellen und es über unternehmenseigene Verteilungsmechanismen an die Endpoints verteilen. Wenn Sie
Richtlinieneinstellungen ändern, müssen Sie jeweils neue Konfigurationspakete erstellen und an die Endpoints verteilen.
Hinweis: Konfigurationspakete für Standalone-Endpoints können nur auf Windows
Endpoints verwendet werden.
■
Konfigurationspaket für den SafeGuard Enterprise Server
Für den erfolgreichen Einsatz der Software müssen Sie ein Konfigurationspaket für den
SafeGuard Enterprise Server erstellen, das die Datenbank sowie die SSL-Verbindung definiert, Scripting API aktiviert, usw.
■
Konfigurationspaket für Macs
Über dieses Konfigurationspaket erhalten Macs die Server-Adresse und das
Unternehmenszertifikat. Die Macs übermitteln ihre Statusinformationen, die dann im
SafeGuard Management Center angezeigt werden. Informationen zum Erstellen von
Konfigurationspaketen für Macs finden Sie unter Erstellen von Konfigurationspaketen für
Hinweis: Überprüfen Sie Ihr Netzwerk und Ihre Computer in regelmäßigen Abständen auf veraltete oder nicht benutzte Konfigurationspakete und löschen Sie diese aus
Sicherheitsgründen. Deinstallieren Sie vor der Installation eines neuen Konfigurationspakets auf dem Computer/Server jeweils die veralteten Konfigurationspakete.
100
Administratorhilfe
15.1 Erzeugen eines Konfigurationspakets für zentral verwaltete Endpoints
Voraussetzungen
■
Prüfen Sie im Benutzer & Computer Navigationsbereich in der Registerkarte Bestand, ob für die Endpoints, die das neue Konfigurationspaket erhalten sollen, ein Wechsel des
Unternehmenszertifikats erforderlich ist. Wenn das Feld Aktuelles Unternehmenszertifikat nicht aktiviert ist, unterscheiden sich das derzeit aktive Unternehmenszertifikat in der
SafeGuard Enterprise Datenbank und auf dem Computer voneinander. Daher ist ein
Wechsel des Unternehmenszertifikats erforderlich.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center im Extras Menü auf Konfigurationspakete.
2. Wählen Sie Pakete für Managed Clients.
3. Klicken Sie auf Konfigurationspaket hinzufügen.
4. Geben Sie einen beliebigen Namen für das Konfigurationspaket ein.
5. Ordnen Sie einen primären SafeGuard Enterprise Server zu (der sekundäre Server ist nicht notwendig).
6. Falls erforderlich, geben Sie eine Richtliniengruppe an, die auf die Endpoints angewendet werden soll. Diese müssen Sie zuvor im SafeGuard Management Center erstellt haben.
Wenn Sie für Aufgaben nach der Installation auf dem Endpoint Service Accounts verwenden möchten, stellen Sie sicher, dass die entsprechende Richtlinieneinstellung in dieser ersten
Richtliniengruppe definiert ist (siehe Service Account-Listen für die Windows-Anmeldung
(Seite 115)).
7. Wenn sich das derzeit aktive Unternehmenszertifikat in der SafeGuard Enterprise
Datenbank von dem auf den Endpoints, die das neue Konfigurationspaket erhalten sollen, unterscheidet, wählen Sie die relevante CCO (Company Certificate Change Order). Ist das Feld Aktuelles Unternehmenszertifikat in der Registerkarte Bestand der relevanten
Domäne, der OU oder des Computers unter Benutzer & Computer nicht aktiviert, so ist ein Wechsel des Unternehmenszertifikats erforderlich. Informationen zur erforderlichen
CCO (Company Certificate Change Order) finden Sie in der Registerkarte CCOs der
Funktion Konfigurationspakete im Menü Extras.
Hinweis: Die Installation des neuen Konfigurationspakets schlägt fehl, wenn die derzeit aktiven Unternehmenszertifikate in der SafeGuard Enterprise Datenbank und auf dem
Endpoint nicht übereinstimmen und keine passende CCO im Paket enthalten ist.
8. Wählen Sie den Modus für die Transportverschlüsselung, der bestimmt, wie die
Verbindung zwischen SafeGuard Enterprise Client und SafeGuard Enterprise Server verschlüsselt wird: Sophos-Verschlüsselung oder SSL-Verschlüsselung.
Der Vorteil bei SSL ist, dass es ein Standardprotokoll ist und eine schnellere Verbindung aufgebaut werden kann als mit der SafeGuard Transportverschlüsselung.
SSL-Verschlüsselung wird standardmäßig ausgewählt. Weitere Informationen zur
Absicherung von Transportverbindungen mit SSL finden Sie in der SafeGuard Enterprise
Installationsanleitung.
9. Geben Sie einen Ausgabepfad für das Konfigurationspaket (MSI) an.
10. Klicken Sie auf Konfigurationspaket erstellen.
WennSie als Modus für die Transportverschlüsselung die SSL-Verschlüsselung ausgewählt haben, wird die Serververbindung validiert. Wenn die Verbindung fehlschlägt, wird eine Warnungsmeldung angezeigt.
101
SafeGuard Enterprise
Das Konfigurationspaket (MSI) wird im angegebenen Verzeichnis angelegt. Sie müssen das
Paket auf den Endpoints verteilen und installieren.
15.2 Erzeugen eines Konfigurationspakets für
Standalone-Endpoints
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center im Extras Menü auf Konfigurationspakete.
2. Wählen Sie Pakete für Standalone Clients.
3. Klicken Sie auf Konfigurationspaket hinzufügen.
4. Geben Sie einen beliebigen Namen für das Konfigurationspaket ein.
5. Geben Sie eine zuvor im SafeGuard Management Center erstellte Richtliniengruppe an, die für die Endpoints gelten soll.
6. Unter POA Gruppe können Sie eine POA-Gruppe auswählen, die dem Endpoint zugeordnet wird. POA-Benutzer können für administrative Aufgaben auf den Endpoint zugreifen, nachdem die SafeGuard Power-on Authentication aktiviert wurde. Um POA-Benutzer zuzuweisen, müssen Sie die POA-Gruppe zunächst im Bereich Benutzer & Computer des SafeGuard Management Center anlegen.
7. Wenn sich das derzeit aktive Unternehmenszertifikat in der SafeGuard Enterprise
Datenbank von dem auf den Endpoints, die das neue Konfigurationspaket erhalten sollen, unterscheidet, wählen Sie die relevante CCO (Company Certificate Change Order).
Hinweis: Die Installation des neuen Konfigurationspakets schlägt fehl, wenn die derzeit aktiven Unternehmenszertifikate in der SafeGuard Enterprise Datenbank und auf dem
Endpoint nicht übereinstimmen und keine passende CCO im Paket enthalten ist.
8. Geben Sie unter Speicherort für Schlüssel-Sicherungskopie einen freigegebenen
Netzwerkpfad für das Speichern der Schlüssel-Recovery-Datei an oder wählen Sie einen
Netzwerkpfad aus. Geben Sie den freigegebenen Pfad in folgender Form ein:
\\network computer\
, zum Beispiel
\\mycompany.edu\
. Wenn Sie hier keinen Pfad angeben, wird der Benutzer beim ersten Anmelden am Endpoint nach der Installation gefragt, wo die Schlüsseldatei gespeichert werden soll.
Die Schlüssel-Recovery-Datei (XML) wird für die Durchführung von Recovery-Vorgängen bei durch Sophos SafeGuard geschützten Endpoints benötigt. Sie wird auf allen durch
Sophos SafeGuard geschützten Endpoints erzeugt.
Hinweis: Stellen Sie sicher, dass diese Schlüssel-Recovery-Datei an einem Speicherort abgelegt wird, auf den die Mitarbeiter des Helpdesk Zugriff haben. Die Dateien können dem Helpdesk auch durch andere Mechanismen zugänglich gemacht werden. Die Datei ist mit dem Unternehmenszertifikat verschlüsselt. Sie kann also auch auf externen Medien oder auf dem Netzwerk gespeichert werden, um sie dem Helpdesk für Recovery-Vorgänge zur Verfügung zu stellen. Sie kann auch per E-Mail verschickt werden.
9. Geben Sie einen Ausgabepfad für das Konfigurationspaket (MSI) an.
10. Klicken Sie auf Konfigurationspaket erstellen.
Das Konfigurationspaket (MSI) wird im angegebenen Verzeichnis angelegt. Sie müssen das
Paket auf den Endpoints verteilen und installieren.
15.3 Erzeugen eines Konfigurationspakets für Macs
Ein Konfigurationspaket für einen Mac enthält die relevanten Serverinformationen sowie das
Unternehmenszertifikat. Der Mac benutzt diese Informationen zum Zurückmelden von
102
Administratorhilfe
Statusinformationen (SafeGuard POA an/aus, Verschlüsselungsstatus usw.). Die
Statusinformationen werden im SafeGuard Management Center angezeigt.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center im Extras Menü auf Konfigurationspakete.
2. Wählen Sie Pakete für Managed Clients.
3. Klicken Sie auf Konfigurationspaket hinzufügen.
4. Geben Sie einen beliebigen Namen für das Konfigurationspaket ein.
5. Ordnen Sie einen primären SafeGuard Enterprise Server zu (der sekundäre Server ist nicht notwendig).
6. Wählen Sie SSL als Transportverschlüsselung für die Verbindung zwischen dem Endpoint und dem SafeGuard Enterprise Server. Für Macs wird Sophos als
Transportverschlüsselung nicht unterstützt.
7. Geben Sie einen Ausgabepfad für das Konfigurationspaket (ZIP) an.
8. Klicken Sie auf Konfigurationspaket erstellen.
Die Server-Verbindung für den SSL Transportverschlüsselung Modus wird validiert.
Wenn die Verbindung fehlschlägt, wird eine Warnungsmeldung angezeigt.
Das Konfigurationspaket (ZIP) wird nun im angegebenen Verzeichnis angelegt. Sie müssen das Paket auf Ihren Macs verteilen und installieren. Siehe auch die Handbücher für Sophos
SafeGuard Native Device Encryption for Mac und Sophos SafeGuard File Encryption for Mac.
103
SafeGuard Enterprise
16 SafeGuard Enterprise Power-on
Authentication (POA)
Hinweis: Diese Beschreibung gilt für Windows 7 Endpoints mit SafeGuard
Festplattenverschlüsselung.
SafeGuard Enterprise identifiziert den Benutzer bereits, bevor das Betriebssystem startet.
Hierbei startet vorher ein SafeGuard Enterprise eigener Systemkern. Dieser ist gegen
Modifikationen geschützt und versteckt auf der Festplatte gespeichert. Erst wenn sich der
Benutzer in der SafeGuard POA korrekt authentisiert hat, wird das Betriebssystem (Windows) von der verschlüsselten Partition aus gestartet. Die Anmeldung an Windows erfolgt später automatisch. Analog wird verfahren, wenn sich ein Endpoint im Ruhezustand (Hibernation,
Suspend to Disk) befindet und wieder eingeschaltet wird.
Die SafeGuard Power-on Authentication bietet unter anderem folgende Vorteile:
■
Grafische Benutzeroberfläche, mit Mausunterstützung und verschiebbaren Fenstern, und damit einfache, übersichtliche Bedienung.
■
Vom Firmenkunden per Richtlinie anpassbares grafisches Layout (Hintergrundbild,
Anmeldebild, Willkommensmeldung etc.).
■
Unterstützung für eine Reihe von Smartcard-Lesegeräten und Smartcards.
■
Unterstützung von Windows-Benutzerkonten und Kennwörtern bereits zum Pre-Boot
Zeitpunkt, keine separaten Zugangsdaten mehr, die sich der Benutzer merken muss.
■
Unterstützung von Unicode und damit auch fremdsprachigen Kennwörtern bzw.
Benutzeroberflächen.
16.1 Ablauf der Anmeldung
SafeGuard Enterprise arbeitet mit zertifikatsbasierter Anmeldung. Deswegen benötigt ein
Benutzer zur erfolgreichen Anmeldung in der SafeGuard Power-on Authentication Schlüssel und Zertifikate. Benutzerspezifische Schlüssel und Zertifikate werden jedoch erst nach einer erfolgreichen Windows-Anmeldung erzeugt. Nur Benutzer, die sich erfolgreich an Windows angemeldet haben, können sich später auch in der SafeGuard Power-on Authentication authentisieren.
104
Administratorhilfe
Um den Ablauf der Anmeldung eines Benutzers in SafeGuard Enterprise zu verdeutlichen, im Folgenden eine kurze Einführung. Eine detaillierte Beschreibung der SafeGuard
POA-Anmeldevorgänge finden Sie in der SafeGuard Enterprise Benutzerhilfe.
SafeGuard Autologon
Nach dem Neustart erscheint bei der ersten Anmeldung am Endpoint der SafeGuard Enterprise
Autologon.
Was passiert?
1. Ein Autouser wird angemeldet.
2. Der Computer registriert sich automatisch am SafeGuard Enterprise Server.
3. Der Maschinenschlüssel wird an den SafeGuard Enterprise Server geschickt und in der
SafeGuard Enterprise Datenbank abgelegt.
4. Die Maschinenrichtlinien werden an den Endpoint geschickt.
Anmeldung an Windows
Der Windows-Anmeldedialog wird angezeigt. Der Benutzer meldet sich an.
Was passiert?
1. Benutzername und ein Hash-Wert der Benutzerdaten werden an den Server geschickt.
2. Benutzerrichtlinien, Zertifikate und Schlüssel werden erzeugt und an den Endpoint geschickt.
3. Die SafeGuard POA wird aktiviert.
SafeGuard POA-Anmeldung
Nach dem Neustart des Endpoint erscheint die SafeGuard POA.
Was passiert?
1. Zertifikate und Schlüssel für den Benutzer sind vorhanden, und er kann sich in der
SafeGuard POA anmelden.
2. Alle Daten sind sicher mit dem öffentlichen RSA Schlüssel des Benutzers verschlüsselt.
3. Alle weiteren Benutzer, die sich anmelden wollen, müssen erst in die SafeGuard POA importiert werden.
16.1.1 Anmeldeverzögerung
Auf einem durch SafeGuard Enterprise geschützten Endpoint tritt eine Anmeldeverzögerung in Kraft, wenn ein Benutzer während der Anmeldung an Windows oder an die SafeGuard
Power-on Authentication falsche Anmeldeinformationen eingibt. Mit jedem fehlgeschlagenen
Anmeldeversuch verlängert sich jeweils die Anmeldeverzögerung. Nach einer fehlgeschlagenen
Anmeldung erscheint ein Dialog, der die verbleibende Verzögerungszeit anzeigt.
Hinweis: Wenn ein Benutzer während der Anmeldung mit Token eine falsche PIN eingibt, tritt keine Anmeldeverzögerung ein.
105
SafeGuard Enterprise
Sie können die Anzahl an erlaubten Anmeldeversuchen in einer Richtlinie vom Typ
Authentisierung über die Option Maximalanzahl von erfolglosen Anmeldeversuchen festlegen. Wenn die Maximalanzahl an erfolglosen Anmeldeversuchen erreicht ist, wird der
Endpoint gesperrt. Um eine Computersperre aufzuheben, kann der Benutzer ein
Challenge/Response-Verfahren starten.
16.2 Registrieren weiterer SafeGuard Enterprise-Benutzer
Der erste Benutzer, der sich in Windows anmeldet, ist automatisch in der SafeGuard POA registriert. Zunächst kann sich kein weiterer Windows-Benutzer in der SafeGuard POA anmelden.
Weitere Benutzer müssen mit Hilfe des ersten Benutzers importiert werden. Eine detaillierte
Beschreibung zum Importieren weiterer Benutzer finden Sie in der SafeGuard Enterprise
Benutzerhilfe.
Eine Richtlinieneinstellung legt fest, wer einen neuen Benutzer importieren darf. Sie finden diese Richtlinie im SafeGuard Management Center unter
Richtlinien
■
Typ: Spezifische Computereinstellungen
■
Feld: Registrieren von neuen SGN-Benutzern erlauben
Standardeinstellung: Besitzer
Wer der Besitzer eines Endpoint ist, wird im SafeGuard Management Center festgelegt unter
Benutzer und Computer
■
<Endpoint-Name> markieren
■
Registerkarte Benutzer
16.3 Benutzertypen
Es gibt verschiedene Benutzertypen in SafeGuard Enterprise. Weitere Informationen darüber, wie das Standardverhalten dieser Benutzertypen geändert werden kann, finden Sie unter
(Seite 126).
■
Besitzer: Der Benutzer, der sich als erster nach der Installation von SafeGuard Enterprise an einem Endpoint anmeldet, wird nicht nur als SGN-Benutzer eingetragen, sondern auch als Besitzer dieses Endpoints. Sofern die Standardeinstellungen nicht geändert wurden, kann der Besitzer es anderen Benutzern ermöglichen, sich an dem Endpoint anzumelden und SGN-Benutzer zu werden.
■
SGN-Benutzer: Ein „vollwertiger“ SGN-Benutzer kann sich bei der SafeGuard Power-on
Authentication anmelden, wird der UMA (User Machine Assignment - Benutzer-Computer
Zuordnung) hinzugefügt und erhält ein Benutzerzertifikat und einen Schlüsselring für den
Zugriff auf verschlüsselte Daten.
■
SGN Windows-Benutzer: Ein SGN Windows-Benutzer wird nicht zur SafeGuard POA hinzugefügt, verfügt jedoch über einen Schlüsselring, mit dem er wie ein SGN-Benutzer auf verschlüsselte Dateien zugreifen kann. Er wird auch der UMA hinzugefügt, d. h. er darf sich auf diesem Endpoint bei Windows anmelden.
106
Administratorhilfe
■
SGN-Gastbenutzer: Ein SGN-Gastbenutzer wird nicht der UMA hinzugefügt, erhält keine
Berechtigung zum Anmelden bei der SafeGuard POA, bekommt kein Zertifikat und keinen
Schlüsselring zugewiesen und wird nicht in der Datenbank gespeichert. Unter
Computereinstellungen - Grundeinstellungen
(Seite 156) finden Sie Informationen darüber, wie verhindert wird, dass sich SGN-Gastbenutzer bei Windows anmelden.
■
Service Account: Mit Service Accounts können sich Benutzer (z. B. Mitarbeiter des
IT-Teams, Rollout-Beauftragte) nach der Installation von SafeGuard Enterprise an Endpoints anmelden, ohne die SafeGuard POA zu aktivieren und ohne dass sie als SGN-Benutzer
(Besitzer) zu den Endpoints hinzugefügt werden. Benutzer, die in eine Service Account-Liste aufgenommen wurden, werden nach ihrer Windows-Anmeldung am Endpoint als
SGN-Gastbenutzer behandelt.
■
POA-Benutzer: Nach Aktivierung der POA ist es unter Umständen noch erforderlich, administrative Aufgaben auszuführen. POA-Benutzer sind vordefinierte lokale Konten, die die POA absolvieren dürfen. Es findet keine automatische Anmeldung bei Windows statt.
Benutzer, die sich mit POA-Benutzerkonten anmelden, melden sich bei Windows mit ihren bestehenden Windows-Konten an. Diese Benutzerkonten werden im Bereich Benutzer
& Computer des SafeGuard Management Center definiert (Benutzername und Kennwort) und werden dem Endpoint in POA-Gruppen zugewiesen. Weitere Informationen finden
Sie unter POA -Benutzer für die SafeGuard POA-Anmeldung (Seite 120).
16.4 Konfigurieren der SafeGuard Power-on Authentication
Der SafeGuard POA-Dialog besteht aus folgenden Komponenten:
■
Anmeldebild
■
Dialogtexte
■
Sprache des Tastaturlayouts
Das Erscheinungsbild des SafeGuard POA-Dialogs können Sie über Richtlinieneinstellungen im SafeGuard Management Center an Ihre jeweiligen Anforderungen anpassen.
16.4.1 Hintergrund- und Anmeldebild
In der Standardeinstellung werden Bilder im SafeGuard-Design als Hintergrund- und
Anmeldebild angezeigt. Es ist jedoch möglich, andere Bilder anzuzeigen, z. B. ein Firmenlogo.
Hintergrund- und Anmeldebilder werden über eine Richtlinie vom Typ Allgemeine
Einstellungen festgelegt.
107
SafeGuard Enterprise
Hintergrund- und Anmeldebilder müssen bestimmten Anforderungen entsprechen, damit sie in SafeGuard Enterprise verwendet werden können:
Hintergrundbild in der POA
Maximale Dateigröße für alle Hintergrundbilder: 500 KB
SafeGuard Enterprise unterstützt für Hintergrundbilder zwei Varianten:
■
1024x768 (VESA-Modus)
Farben: keine Einschränkung
Richtlinie vom Typ Allgemeine Einstellungen, Option Hintergrundbild in der POA.
■
640 x 480 (VGA-Modus)
Farben: 16
Richtlinie vom Typ Allgemeine Einstellungen, Option Hintergrundbild in der POA
(niedrige Auflösung)
Anmeldebild
Maximale Dateigröße für alle Anmeldebilder: 100 KB
SafeGuard Enterprise unterstützt für Anmeldebilder zwei Varianten:
■
413x140
Farben: keine Einschränkung
Richtlinie vom Typ Allgemeine Einstellungen, Option Anmeldebild in der POA
■
413x140
Farben: 16
Richtlinie vom Typ Allgemeine Einstellungen, Option Anmeldebild in der POA (niedrige
Auflösung)
Bilder müssen zunächst als Dateien (BMP, PNG, JPG) erstellt werden und können dann im
Navigationsbereich registriert werden.
16.4.1.1 Registrieren von Bildern
1. Klicken Sie im Richtlinien Navigationsbereich mit der rechten Maustaste auf Bilder und wählen Sie Neu > Bild.
2. Geben Sie unter Bildname einen Namen für das Bild ein.
3. Wählen Sie über die Schaltfläche [...] das zuvor erstellte Bild aus.
4. Klicken Sie auf OK.
Das neue Bild wird als Unterknoten des Eintrags Bilder im Richtlinien-Navigationsbereich angezeigt. Ist ein Bild markiert, wird es im Aktionsbereich angezeigt. Das Bild kann jetzt beim
Erstellen von Richtlinien ausgewählt werden.
Sie können so weitere Bilder registrieren. Alle registrierten Bilder werden als Unterknoten angezeigt.
Hinweis: Mit der Schaltfläche Bild ändern können Sie das zugeordnete Bild austauschen.
108
Administratorhilfe
16.4.2 Benutzerdefinierter Informationstext in der SafeGuard POA
Sie können in der SafeGuard POA folgende benutzerdefinierte Informationstexte anzeigen lassen:
■
Infotext beim Starten eines Challenge/Response-Verfahrens zur Hilfe bei der Anmeldung
(z. B.: “Bitte rufen Sie Ihren Support unter der Telefonnummer 01234-56789 an.”).
Mit der Option Texte in einer Richtlinie des Typs Allgemeine Einstellungen können Sie einen Informationstext definieren.
■
Rechtliche Hinweise, die nach der Anmeldung an der SafeGuard POA angezeigt werden.
Mit der Option Text für rechtliche Hinweise in einer Richtlinie des Typs Spezifische
Computereinstellungen können Sie einen Text für rechtliche Hinweise definieren.
■
Text mit zusätzlichen Informationen, der nach der Anmeldung an der SafeGuard POA angezeigt werden soll.
Mit der Option Text für zusätzliche Informationen in einer Richtlinie des Typs Spezifische
Computereinstellungen können Sie einen Text für zusätzliche Informationen definieren.
16.4.2.1 Registrieren von Informationstexten
Die Textdateien mit den gewünschten Informationen müssen erstellt werden, bevor sie im
SafeGuard Management Center registriert werden können. Die maximale Dateigröße für
Informationstexte beträgt 50 KB. SafeGuard Enterprise verwendet nur Unicode UTF-16 kodierte Texte. Wenn Sie die Textdateien nicht in diesem Format erstellen, werden sie bei der Registrierung automatisch in dieses Format konvertiert. Bei der Verwendung von
Sonderzeichen in den Informationstexten für die SafeGuard POA sollte vorsichtig vorgegangen werden. Einige dieser Zeichen werden u. U. nicht korrekt dargestellt.
So registrieren Sie Informationstexte:
1. Klicken Sie im Richtlinien-Navigationsbereich mit der rechten Maustaste auf Texte und wählen Sie Neu > Text.
2. Geben Sie unter Textelementname einen Namen für den anzeigenden Text ein.
3. Klicken Sie auf [...] um die zuvor erstellte Textdatei auszuwählen. Wenn eine Konvertierung notwendig ist, wird eine entsprechende Meldung angezeigt.
4. Klicken Sie auf OK.
Das neue Textelement wird als Unterknoten des Eintrags Texte im
Richtlinien-Navigationsbereich angezeigt. Ist ein Textelement markiert, wird sein Inhalt im
Aktionsbereich auf der rechten Seite angezeigt. Das Textelement kann jetzt beim Erstellen von Richtlinien ausgewählt werden.
Um weitere Textelemente zu registrieren, gehen Sie wie beschrieben vor. Alle registrierten
Textelemente werden als Unterknoten angezeigt.
Hinweis: Mit der Schaltfläche Text ändern können Sie weiteren Text zum bestehenden Text hinzufügen. Wenn Sie auf diese Schaltfläche klicken, wird ein Dialog geöffnet, in dem eine weitere Textdatei ausgewählt werden kann. Der in dieser Datei enthaltene Text wird am Ende des bestehenden Texts eingefügt.
109
SafeGuard Enterprise
16.4.3 Sprache der SafeGuard POA-Dialogtexte
Alle Texte in der SafeGuard POA werden nach der Installation der SafeGuard Enterprise
Verschlüsselungssoftware mit den Standardeinstellungen in der Sprache angezeigt, die bei der Installation von SafeGuard Enterprise in den Regions- und Sprachoptionen von Windows als Standardsprache am Endpoint eingestellt ist.
Sie können die Sprache der SafeGuard POA-Dialogtexte nach der Installation von SafeGuard
Enterprise mit einer der beide folgenden Methoden umstellen:
■
Ändern Sie die Standardsprache in den Windows Regions- und Sprachoptionen auf dem
Endpoint. Nachdem der Benutzer den Endpoint zweimal neu gestartet hat, ist die neue
Spracheinstellung in der SafeGuard POA aktiv.
■
Erstellen Sie eine Richtlinie des Typs Allgemeine Einstellungen, legen Sie die Sprache im Feld Sprache am Client fest und übertragen Sie die Richtlinie auf den Endpoint.
Hinweis: Wenn Sie eine Richtlinie erstellen und sie an den Endpoint übertragen, gilt die in der Richtlinie festgelegte Sprache anstelle der in den Windows Regions- und Sprachoptionen angegebenen Sprache.
16.4.4 Tastaturlayout
Beinahe jedes Land hat ein eigenes Tastaturlayout. In der SafeGuard POA macht sich das
Tastaturlayout bei der Eingabe von Benutzernamen, Kennwort und Response Code bemerkbar.
SafeGuard Enterprise übernimmt standardmässig das Tastaturlayout in die SafeGuard POA, das zum Zeitpunkt der Installation in den Regions- und Sprachoptionen von Windows gesetzt ist. Ist unter Windows „Deutsch“ als Tastaturlayout gesetzt, wird in der SafeGuard POA das deutsche Tastaturlayout verwendet.
Die Sprache des verwendeten Tastaturlayouts wird in der SafeGuard POA angezeigt, z. B.
„EN“ für Englisch. Neben dem Standard-Tastaturlayout kann das US-Tastaturlayout (Englisch) gewählt werden.
Es gibt bestimmte Ausnahmefälle:
■
Das Tastaturlayout wird zwar unterstützt, aufgrund fehlender Schriften (z. B. bei Bulgarisch) werden im Feld Benutzername aber nur Sonderzeichen angezeigt.
■
Es ist kein spezielles Tastaturlayout verfügbar (z. B. Dominikanische Republik). In solchen
Fällen greift die SafeGuard POA auf das Original-Tastaturlayout zurück. Für die
Dominikanische Republik ist dies „Spanisch“.
■
Wenn Benutzername oder Kennwort aus Zeichen bestehen, die vom ausgewählten
Tastaturlayout oder dem Original-Tastaturlayout nicht unterstützt werden, kann sich der
Benutzer nicht an der SafeGuard POA anmelden.
Hinweis: Alle nicht unterstützten Tastaturlayouts verwenden als Standard das
US-Tastaturlayout. Das bedeutet, dass auch nur Zeichen erkannt und eingegeben werden können, die im US-Tastaturlayout unterstützt werden. Benutzer können sich demnach nur an der SafeGuard POA anmelden, wenn ihre Benutzernamen und Kennwörter sich aus Zeichen zusammensetzen, die vom US-Tastaturlayout oder dem entsprechenden Original-Layout unterstützt werden.
110
Administratorhilfe
Virtuelle Tastatur
SafeGuard Enterprise bietet die Möglichkeit, in der SafeGuard POA eine virtuelle Tastatur anzeigen zu lassen. Der Benutzer kann dann z. B. Anmeldeinformationen durch Klick auf die am Bildschirm angezeigten Tasten eingeben.
Als Sicherheitsbeauftragter können Sie die Anzeige der virtuellen Tastatur in einer Richtlinie vom Typ Spezifische Computereinstellungen über die Option Virtuelle Tastatur in der
POA aktivieren/deaktivieren.
Die Unterstützung der virtuellen Tastatur muss über eine Richtlinieneinstellung aktiviert/deaktiviert werden.
Für die virtuelle Tastatur werden verschiedene Layouts angeboten und das Layout kann mit den gleichen Einstellungen wie das normale Tastaturlayout geändert werden.
16.4.4.1 Ändern des Tastaturlayouts
Das normale einschließlich des virtuellen Tastaturlayouts der SafeGuard Power-on
Authentication kann nachträglich geändert werden.
1. Wählen Sie Start > Systemsteuerung > Regions- und Sprachoptionen > Erweitert.
2. Wählen Sie auf der Registerkarte Regionale Einstellungen die gewünschte Sprache aus.
3. Wählen Sie dann auf der Registerkarte Erweitert unter Standardeinstellungen für
Benutzerkonten die Option Alle Einstellungen auf das aktuelle Benutzerkonto und
Standardbenutzerprofil anwenden.
4. Klicken Sie auf OK.
Die SafeGuard POA merkt sich das bei der letzten erfolgreichen Anmeldung verwendete
Tastaturlayout und aktiviert dieses beim nächsten Anmelden automatisch. Hierzu sind zwei
Neustarts des Endpoint notwendig. Wenn dieses gemerkte Tastaturlayout über die Regions-
und Sprachoptionen abgewählt wird, bleibt es dem Anwender noch so lange erhalten, bis er eine andere Sprache ausgewählt hat.
Hinweis: Zusätzlich ist es notwendig, die Sprache des Tastatur-Layouts für andere, nicht-Unicode-Programme, zu ändern.
Falls die gewünschte Sprache nicht auf dem Endpoint vorhanden ist, werden Sie von Windows evtl. aufgefordert, die Sprache zu installieren. Danach müssen Sie den Endpoint zweimal neu starten, damit das neue Tastaturlayout von der SafeGuard Power-on Authentication eingelesen und dann auch über diese eingestellt werden kann.
Sie können das gewünschte Tastaturlayout der SafeGuard Power-on Authentication mit der
Maus oder mit der Tastatur (Alt+Shift) ändern.
Sie können über
Start > Ausführen > regedit > HKEY_USERS\.DEFAULT\Keyboard
Layout\Preload
einsehen, welche Sprachen auf dem System installiert und damit verfügbar sind.
16.5 In der SafeGuard Power-on Authentication unterstützte Hotkeys
Bestimmte Hardware-Einstellungen und -Funktionalitäten können Probleme beim Starten des
Endpoint verursachen, die dazu führen, dass der Rechner im Startvorgang hängen bleibt.
Die SafeGuard Power-on Authentication unterstützt eine Reihe von Hotkeys, mit denen sich
Hardware-Einstellungen und Funktionalitäten modifizieren lassen. Darüber hinaus sind in die
111
SafeGuard Enterprise auf dem Endpoint zu installierende .MSI-Datei Grey Lists und Black Lists integriert, die
Funktionen abdecken, von denen ein solches Problemverhalten bekannt ist.
Wir empfehlen, vor jeder größer angelegten SafeGuard Enterprise Installation die aktuelle
Version der SafeGuard POA-Konfigurationsdatei zu installieren. Die Datei wird monatlich aktualisiert und steht hier zum Download zur Verfügung: http://www.sophos.com/de-de/support/knowledgebase/110285.aspx
Sie können diese Datei anpassen, um die Hardware einer spezifischen Umgebung abzudecken.
Hinweis: Wenn Sie eine angepasste Datei definieren, wird nur diese verwendet, nicht die in der .msi-Datei integrierte Datei. Die Standarddatei wird nur angewendet, wenn keine SafeGuard
POA-Konfigurationsdatei definiert ist oder keine gefunden wird.
Um die SafeGuard POA-Konfigurationsdatei zu installieren, geben Sie folgenden Befehl ein:
MSIEXEC /i <Client-MSI-Paket> POACFG=<Pfad der SafeGuard
POA-Konfigurationsdatei>
Sie können uns bei der Optimierung der Hardware-Kompatibilität unterstützen, indem Sie ein von uns zur Verfügung gestelltes Tool ausführen. Dieses Tool liefert ausschließlich
Hardware-relevante Informationen. Das Tool ist einfach zu bedienen. Die gesammelten
Informationen werden zur Hardware-Konfigurationsdatei hinzugefügt.
Für weitere Informationen, siehe http://www.sophos.com/de-de/support/knowledgebase/110285.aspx
.
Die folgenden Hotkeys werden in der SafeGuard POA unterstützt:
■
Shift F3 = USB Legacy Unterstützung (An/Aus)
■
Shift F4 = VESA Grafikmodus (Aus/An)
■
Shift F5 = USB 1.x und 2.0 Unterstützung (Aus/An)
■
Shift F6 = ATA Controller (Aus/An)
■
Shift F7 = nur USB 2.0 Unterstützung (Aus/An)
USB 1.x Unterstützung bleibt wie über Shift F5 gesetzt.
■
Shift F9 = ACPI/APIC (Aus/An)
USB Hotkeys Abhängigkeitsmatrix
Shift F3 aus an aus an aus an
Shift F5 aus aus an an aus aus
Shift F7 an an aus aus aus aus
Legacy an aus an an an aus
USB 1.x
an an an an aus aus
USB 2.0
an an aus aus aus aus
Anmerkung
3.
Standard
1., 2.
1., 2.
3.
112
Administratorhilfe
Shift F3 aus an
Shift F5 an an
Shift F7 an an
Legacy an an
USB 1.x
aus aus
USB 2.0
aus aus
Anmerkung
2.
1. Shift F5 deaktiviert sowohl die Unterstützung von USB 1.x als auch von USB 2.0.
Hinweis: Wenn Sie Shift F5 drücken, reduziert sich die Wartezeit bis zum Starten der
SafeGuard POA erheblich. Beachten Sie jedoch, dass bei Benutzung einer USB-Tastatur oder einer USB-Maus am betreffenden Computer diese Geräte durch Drücken von Shift
F5 möglicherweise deaktiviert werden.
2. Wenn die USB-Unterstützung nicht aktiviert ist, versucht die SafeGuard POA, BIOS SMM zu benutzen anstatt den USB-Controller zu sichern und wiederherzustellen. Der
Legacy-Modus kann in diesem Szenario funktionieren.
3. Die Legacy-Unterstützung ist aktiviert, die USB-Unterstützung ist aktiviert. Die SafeGuard
POA versucht, den USB-Controller zu sichern und wiederherzustellen. Der Computer kann sich je nach eingesetzter BIOS-Version aufhängen.
Es besteht die Möglichkeit, Änderungen, die über Hotkeys vorgenommen werden können, bei der Installation der SafeGuard Enterprise Verschlüsselungssoftware über eine mst Datei bereits vorzudefinieren. Verwenden Sie dazu den entsprechenden Aufruf in Verbindung mit msiexec.
NOVESA
NOLEGACY
ALTERNATE:
NOATA
ACPIAPIC
Bestimmt, ob VESA- oder VGA-Modus verwendet wird: 0 = VESA-Modus
(Standard), 1 = VGA-Modus
Bestimmt, ob nach der SafeGuard POA-Anmeldung Legacy-Unterstützung aktiviert ist: 0 = Legacy-Unterstützung aktiviert, 1 = Legacy-Unterstützung nicht aktiviert
(Standard)
Bestimmt, ob USB-Geräte von der SafeGuard POA unterstützt werden: 0 =
USB-Unterstützung ist aktiviert (Standard), 1 = keine USB-Unterstützung
Bestimmt, ob der int13-Gerätetreiber verwendet wird: 0 =
Standard-ATA-Gerätetreiber (Standard), 1 = Int13-Gerätetreiber
Bestimmt, ob ACPI/APIC-Unterstützung verwendet wird: 0 = keine
ACPI/APIC-Unterstützung (Standard), 1 = ACPI/APIC-Unterstützung aktiv
16.6 Deaktivierte SafeGuard POA und Lenovo Rescue and
Recovery
Sollte auf dem Computer die SafeGuard Power-on Authentication deaktiviert sein, so sollte zum Schutz vor dem Zugriff auf verschlüsselte Dateien aus der Rescue and Recovery
Umgebung heraus die Rescue and Recovery Authentisierung eingeschaltet sein.
Detaillierte Informationen zur Aktivierung der Rescue and Recovery Authentisierung finden
Sie in der Lenovo Rescue and Recovery Dokumentation.
113
SafeGuard Enterprise
17 Administrative Zugangsoptionen für
Endpoints
Hinweis: Die folgenden Beschreibungen beziehen sich auf Windows Endpoints, die mit
SafeGuard Enterprise mit SafeGuard Power-on Authentication geschützt sind.
Um es Benutzern zu ermöglichen, sich nach der Installation von SafeGuard Enterprise zur
Durchführung von administrativen Aufgaben an Endpoints anzumelden, bietet SafeGuard
Enterprise zwei verschiedene Benutzerkontotypen.
■
Service Accounts für die Windows-Anmeldung
Mit Service Accounts können sich Benutzer (z. B. Rollout-Beauftragte, Mitglieder des
IT-Teams) nach der Installation von SafeGuard Enterprise an Endpoints anmelden
(Windows-Anmeldung), ohne die SafeGuard Power-on Authentication zu aktivieren. Die
Benutzer werden auch nicht als SafeGuard Enterprise Benutzer zum Endpoint hinzugefügt.
Service Account Listen werden im Bereich Richtlinien des SafeGuard Management Center angelegt und über Richtlinien den Endpoints zugewiesen. Benutzer, die in eine Service
Account Liste aufgenommen wurden, werden bei der Anmeldung am Endpoint als
Gastbenutzer behandelt.
Hinweis: Service Account Listen werden den Endpoints über Richtlinien zugewiesen. Sie sollten bereits im ersten SafeGuard Enterprise Konfigurationspaket, das Sie für die
Konfiguration der Endpoints erstellen, enthalten sein.
Weitere Informationen finden Sie unter Service Account-Listen für die Windows-Anmeldung
(Seite 115).
■
POA-Benutzer für die Anmeldung an der SafeGuard POA
POA-Benutzer sind vordefinierte lokale Benutzerkonten, die es Benutzern (z. B. Mitgliedern des IT-Teams) ermöglichen, sich nach der Aktivierung der SafeGuard POA an Endpoints zur Ausführung administrativer Aufgaben anzumelden (SafeGuard POA-Anmeldung).
Diese Benutzerkonten werden im Bereich Benutzer & Computer des SafeGuard
Management Center definiert (Benutzername und Kennwort) und werden den Endpoints
über POA-Gruppen in Konfigurationspaketen zugewiesen.
Weitere Informationen finden Sie unter POA -Benutzer für die SafeGuard POA-Anmeldung
(Seite 120).
114
Administratorhilfe
18 Service Account Listen für die
Windows-Anmeldung
Hinweis: Service Accounts werden nur von Windows Endpoints unterstützt, die von SafeGuard
Enterprise mit SafeGuard Power-on Authentication geschützt werden.
Bei den meisten Implementationen von SafeGuard Enterprise installiert zunächst ein
Rollout-Team neue Computer in einer Umgebung. Danach folgt die Installation von SafeGuard
Enterprise. Zu Installations- und Prüfungszwecken meldet sich der Rollout-Beauftragte dann am jeweiligen Computer an, bevor der Endbenutzer diesen erhält und die Möglichkeit hat, die SafeGuard Power-on Authentication zu aktivieren.
So ergibt sich folgendes Szenario:
1. SafeGuard Enterprise wird auf einem Endpoint installiert.
2. Nach dem Neustart des Endpoint meldet sich der Rollout-Beauftragte an.
3. Der Rollout-Beauftragte wird zur SafeGuard POA hinzugefügt und die POA wird aktiv. Der
Rollout-Benutzer wird Besitzer des Endpoint.
Wenn der Endbenutzer den Endpoint erhält, kann er sich nicht an der SafeGuard POA anmelden. Er muss ein Challenge/Response-Verfahren durchführen.
Um zu verhindern, dass administrative Vorgänge auf einem durch SafeGuard Enterprise geschützten Endpoint bewirken, dass die SafeGuard Power-on Authentication aktiviert wird und Rollout-Beauftragte als Benutzer zum Endpoint hinzugefügt werden, ermöglicht SafeGuard
Enterprise das Anlegen von Listen mit Service Accounts. Die in den Listen enthaltenen
Benutzer werden dadurch als SafeGuard Enterprise Gastbenutzer behandelt
Mit Service Accounts ergibt sich folgendes Szenario:
1. SafeGuard Enterprise wird auf einem Endpoint installiert.
2. Der Endpoint wird neu gestartet und ein Rollout-Beauftragter, der in einer Service Account
Liste aufgeführt ist, meldet sich an.
3. Gemäß der auf den Computer angewendeten Service Account Liste wird der Benutzer als
Service Account erkannt und als Gastbenutzer behandelt.
Der Rollout-Beauftragte wird nicht zur SafeGuard POA hinzugefügt und die POA wird nicht aktiviert. Der Rollout-Beauftragte wird nicht Besitzer des Endpoint. Der Endbenutzer kann sich anmelden und die SafeGuard POA aktivieren.
Hinweis: Service Account Listen werden den Endpoints über Richtlinien zugewiesen. Sie sollten bereits im ersten SafeGuard Enterprise Konfigurationspaket, das Sie für die
Konfiguration der Endpoints erstellen, enthalten sein.
18.1 Anlegen von Service Account Listen und Hinzufügen von Benutzern
1. Klicken Sie im Navigationsbereich auf Richtlinien.
2. Markieren Sie im Richtlinien-Navigationsbereich den Eintrag Service Account Listen.
115
SafeGuard Enterprise
3. Klicken Sie im Kontextmenü von Service Account Listen auf Neu > Service Account
Liste.
4. Geben Sie einen Namen für die Service Account Liste ein und klicken Sie auf OK.
5. Markieren Sie die neue Liste unter Service Account Listen im
Richtlinien-Navigationsfenster.
6. Klicken Sie im Arbeitsbereich mit der rechten Maustaste, um das Kontextmenü für die
Service Account Liste zu öffnen. Wählen Sie Hinzufügen im Kontextmenü.
Eine neue Benutzerzeile wird hinzugefügt.
7. Geben Sie den Benutzernamen und den Domänennamen in den entsprechenden Spalten ein und drücken Sie Enter. Um weitere Benutzer hinzuzufügen, wiederholen Sie diesen
Schritt.
8. Speichern Sie Ihre Änderungen, indem Sie auf das Speichern Symbol in der Symbolleiste klicken.
Die Service Account Liste ist registriert und kann beim Anlegen einer Richtlinie ausgewählt werden.
18.2 Zusätzliche Informationen zur Eingabe von Benutzerund Domänennamen
Für die Definition von Benutzern in Service Account Listen in den beiden Feldern
Benutzername und Domänenname gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen. Darüber hinaus gelten für die Eingabewerte in diesen Feldern bestimmte Einschränkungen.
Verschiedene Anmeldekombinationen abdecken
Durch die beiden separaten Felder Benutzername und Domänenname pro Listeneintrag lassen sich alle möglichen Anmeldekombinationen (z. B. „Benutzer@Domäne oder
„Domäne\Benutzer“) abdecken.
Um mehrere Kombinationen aus Benutzername und Domänenname anzugeben, können Sie
Asterisken (*) als Platzhalter verwenden. Ein * ist als erstes Zeichen, als letztes Zeichen und als einziges Zeichen zulässig.
Zum Beispiel:
■
Benutzername: Administrator
■
Domänenname: *
Mit dieser Kombination geben Sie alle Benutzer mit dem Benutzernamen „Administrator“ an, die sich an einem Netzwerk oder an einer beliebigen lokalen Maschine anmelden.
Der vordefinierte Domänenname [LOCALHOST], der in der Dropdownliste des Felds
Domänenname zur Verfügung steht, steht für die Anmeldung an einem beliebigen lokalen
Computer.
Zum Beispiel:
■
Benutzername: "Admin*"
■
Domänenname: [LOCALHOST]
Mit dieser Kombination geben Sie alle Benutzer an, deren Benutzernamen mit Admin beginnen und die sich an einer beliebigen lokalen Maschine anmelden.
116
Administratorhilfe
Benutzer können sich auf verschiedene Art und Weise anmelden.
Zum Beispiel:
■
Benutzer: test, Domäne: mycompany
■
Benutzer: test, Domäne: mycompany.com.
Da Domänenangaben in Service Account Listen nicht automatisch aufgelöst werden, gibt es drei mögliche Methoden für das korrekte Angeben der Domäne:
■
Sie wissen genau, wie sich der Benutzer anmelden wird, und geben die Domäne entsprechend exakt ein.
■
Sie erstellen mehrere Einträge in der Service Account Liste.
■
Sie verwenden Platzhalter, um alle unterschiedlichen Fälle abzudecken (Benutzer: test,
Domäne: mycompany*).
Hinweis: Windows verwendet möglicherweise nicht dieselbe Zeichenfolge und kürzt Namen ab. Um dadurch entstehende Probleme zu vermeiden, empfehlen wir, den FullQualifiedName und den Netbios-Namen einzugeben oder Platzhalter zu verwenden.
Einschränkungen
Asterisken sind nur als erstes, letztes und einziges Zeichen zulässig. Beispiele für gültige und ungültige Zeichenfolgen:
■
Gültige Zeichenfolgen sind z. B.: Admin*, *, *strator, *minis*.
■
Ungültige Zeichenfolgen sind z. B.: **, Admin*trator, Ad*minst*.
Darüber hinaus gelten folgende Einschränkungen:
■
Das Zeichen ? ist in Benutzernamen nicht zulässig.
■
Die Zeichen / \ [ ] : ; | = , + * ? < > " sind in Domänennamen nicht zulässig.
18.3 Bearbeiten und Löschen von Service Account Listen
Als Sicherheitsbeauftragter mit der Berechtigung Service Account Listen ändern können
Sie Service Account Listen jederzeit bearbeiten oder löschen:
■
Um eine Service Account Liste zu bearbeiten, klicken Sie auf der Liste im
Richtlinien-Navigationsfenster. Die Service Account Liste wird im Aktionsbereich geöffnet und Sie können Benutzernamen zufügen, löschen oder ändern.
■
Um eine Service Account Liste zu löschen, wählen Sie die Liste im
Richtlinien-Navigationsfenster aus, öffnen Sie das Kontextmenü und wählen Sie Löschen.
117
SafeGuard Enterprise
18.4 Zuweisen einer Service Account Liste in einer
Richtlinie
1. Legen Sie eine Richtlinie vom Typ Authentisierung an oder wählen Sie eine bereits vorhandene aus.
2. Wählen Sie unter Anmeldeoptionen die gewünschte Service Account Liste aus der
Dropdownliste des Felds Service Account Liste aus.
Hinweis: Die Standardeinstellung dieses Felds ist [Keine Liste], d. h. es gilt keine Service
Account Liste. Rollout-Beauftragte, die sich nach der Installation von SafeGuard Enterprise an dem Endpoint anmelden, werden somit nicht als Gastbenutzer behandelt und können die SafeGuard Power-on Authentication aktivieren sowie zum Endpoint hinzugefügt werden.
Um die Zuweisung einer Service Account Liste rückgängig zu machen, wählen Sie die
Option [Keine Liste].
3. Speichern Sie Ihre Änderungen, indem Sie auf das Speichern Symbol in der Symbolleiste klicken.
Sie können die Richtlinie nun an die Endpoints übertragen, um die Service Accounts auf den
Endpoints zur Verfügung zu stellen.
Hinweis: Wenn Sie unterschiedliche Service Account Listen in verschiedenen Richtlinien auswählen, die alle nach dem RSOP (Resulting Set of Policies, die für einen bestimmten
Computer/eine bestimmte Gruppe geltenden Einstellungen) relevant sind, setzt die Service
Account Liste in der zuletzt angewandten Richtlinie alle zuvor zugewiesenen Service Account
Listen außer Kraft. Service Account Listen werden nicht zusammengeführt. Um das RSOP unter Benutzer & Computer einzusehen, brauchen Sie zumindest das Zugriffsrecht
Schreibgeschützt für die relevanten Objekte.
18.5 Übertragen der Richtlinie an den Endpoint
Service Account Listen sind während der Installation in der Rollout-Phase einer Implementation besonders hilfreich und wichtig. Es wird daher empfohlen, die Service Account Einstellungen unmittelbar nach der Installation an den Endpoint zu übertragen. Um die Service Account
Liste zu diesem Zeitpunkt auf dem Endpoint zur Verfügung zu stellen, nehmen Sie in das erste Konfigurationspaket, das Sie zur Konfiguration des Endpoint nach der Installation erstellen, eine Richtlinie vom Typ Authentisierung mit den entsprechenden Einstellungen auf.
Sie können die Einstellungen für die Service Account Liste jederzeit ändern, eine neue
Richtlinie erstellen und diese an die Endpoints übertragen.
18.6 Anmeldung auf einem Endpoint mit einem Service
Account
Bei der ersten Windows-Anmeldung nach dem Neustart des Endpoint meldet sich ein Benutzer, der auf einer Service Account Liste aufgeführt ist, an dem Endpoint als SafeGuard Enterprise
Gastbenutzer an. Diese erste Windows-Anmeldung an diesem Endpoint löst weder eine ausstehende Aktivierung der SafeGuard Power-on Authentication aus, noch wird durch die
Anmeldung der Benutzer zum Endpoint hinzugefügt. Das SafeGuard Enterprise System Tray
Icon zeigt in diesem Fall auch nicht den Balloon Tool Tip „Initialer Benutzerabgleich abgeschlossen“ an.
118
Administratorhilfe
Anzeige des Service Account Status auf dem Endpoint
Der Gastbenutzer-Anmeldestatus wird auch über das System Tray Icon angezeigt. Weitere
Informationen zum System Tray Icon finden Sie in der SafeGuard Enterprise Benutzerhilfe,
Kapitel System Tray Icon und Balloon-Ausgabe (Beschreibung des SGN-Benutzerstatus
Felds).
18.7 Protokollierte Ereignisse
Die in Zusammenhang mit Service Account Listen durchgeführten Aktionen werden über die folgenden Ereignisse protokolliert:
SafeGuard Management Center
■
Service Account Liste <Name> angelegt.
■
Service Account Liste <Name> geändert.
■
Service Account Liste <Name> gelöscht.
Durch SafeGuard Enterprise geschützte Endpoints
■
Windows-Benutzer <Domäne/Benutzer> hat sich um <Zeit> an Maschine
<Domäne/Computer> als SGN Service Account angemeldet.
■
Neue Service Account Liste importiert.
■
Service Account Liste <Name> gelöscht.
119
SafeGuard Enterprise
19 POA-Benutzer für die Anmeldung an der
SafeGuard POA
Hinweis: POA-Benutzer werden nur von Windows Endpoints unterstützt, die von SafeGuard
Enterprise mit SafeGuard Power-on Authentication geschützt werden.
Nach der Installation von SafeGuard Enterprise und der Aktivierung der SafeGuard Power-on
Authentication (POA), kann der Zugang zu Endpoints für administrative Aufgaben notwendig sein. Mit POA-Benutzern können sich Benutzer (z. B. Mitglieder des IT-Teams) zur
Durchführung von administrativen Aufgaben an der SafeGuard Power-on Authentication anmelden, ohne ein Challenge/Response-Verfahren durchführen zu müssen. Eine automatische Anmeldung an Windows erfolgt nicht. Die Benutzer müssen sich an Windows mit ihren vorhandenen Windows-Benutzerkonten anmelden.
Sie können POA-Benutzer anlegen, diese in POA-Gruppen gruppieren und die Gruppen den
Endpoints zuweisen. Die Benutzer, die in der POA-Gruppe enthalten sind, werden zur
SafeGuard POA hinzugefügt und können sich mit Ihrem vordefinierten Benutzernamen und
Kennwort an der POA anmelden.
Hinweis: Für die Verwaltung von POA-Benutzern und POA-Gruppen benötigen Sie das
Zugriffsrecht Voller Zugriff für den POA Knoten unter Benutzer & Computer.
19.1 Erstellen von POA-Benutzern
Für das Erstellen von POA-Benutzern und POA-Gruppen benötigen Sie das Zugriffsrecht
Voller Zugriff für den POA Knoten unter Benutzer & Computer.
1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Management Center auf Benutzer &
Computer.
2. Wählen Sie im Benutzer & Computer Navigationsfenster unter POA den Knoten
POA-Benutzer.
3. Klicken Sie im POA-Benutzer Kontextmenü auf Neu > Neuen Benutzer erstellen.
Der Dialog Neuen Benutzer erstellen wird angezeigt.
4. Geben Sie im Feld Vollständiger Name einen Namen (den Anmeldenamen) für den neuen
POA-Benutzer ein.
5. Optional können Sie eine Beschreibung für den neuen POA-Benutzer eingeben.
6. Geben Sie ein Kennwort für den neuen POA-Benutzer ein und bestätigen Sie es.
Hinweis: Aus Sicherheitsgründen sollte das Kennwort bestimmten
Mindest-Komplexitätsanforderungen entsprechen. Zum Beispiel sollte es eine Mindestlänge von 8 Zeichen haben und sowohl aus numerischen als auch alphanumerischen Zeichen bestehen. Ist das hier eingegebene Kennwort zu kurz, so wird eine entsprechende
Warnungsmeldung angezeigt.
7. Klicken Sie auf OK.
Der neue POA-Benutzer wird angelegt und unter POA-Benutzer im Benutzer & Computer
Navigationsbereich angezeigt.
120
Administratorhilfe
19.2 Ändern des Kennworts für einen POA-Benutzer
Für das Bearbeiten von POA-Benutzern und POA-Gruppen benötigen Sie das Zugriffsrecht
Voller Zugriff für den POA Knoten unter Benutzer & Computer.
1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Management Center auf Benutzer &
Computer.
2. Wählen Sie im Benutzer & Computer Navigationsfenster unter POA, POA-Benutzer den relevanten POA-Benutzer.
3. Wählen Sie im Kontextmenü des POA-Benutzers den Befehl Eigenschaften.
Der Eigenschaften-Dialog für den POA-Benutzer wird angezeigt.
4. Geben Sie in der Registerkarte Allgemein unter Benutzerkennwort das neue Kennwort ein und bestätigen Sie es.
5. Klicken Sie auf OK.
Für den relevanten POA-Benutzer gilt das neue Kennwort.
19.3 Löschen von POA-Benutzern
Für das Löschen von POA-Benutzern und POA-Gruppen benötigen Sie das Zugriffsrecht
Voller Zugriff für den POA Knoten unter Benutzer & Computer.
1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Management Center auf Benutzer &
Computer.
2. Wählen Sie im Benutzer & Computer Navigationsfenster unter POA, POA-Benutzer den relevanten POA-Benutzer.
3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den POA-Benutzer und wählen Sie Löschen aus dem Kontextmenü.
Der POA-Benutzer wird gelöscht. Es wird nicht mehr im Benutzer & Computer
Navigationsfenster angezeigt.
Hinweis: Wenn der Benutzer einer oder mehreren POA-Gruppen angehört, wird er auch aus allen Gruppen entfernt. Der POA-Benutzer steht jedoch noch so lange auf dem Endpoint zur Verfügung, bis die Zuweisung der POA-Gruppe aufgehoben wird.
19.4 Erstellen von POA-Gruppen
Für das Erstellen von POA-Gruppen benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für den
POA Knoten unter Benutzer & Computer.
Damit die POA-Gruppen Endpoints zugewiesen werden können, müssen sie in Gruppen zusammengefasst werden.
1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Management Center auf Benutzer &
Computer.
2. Wählen Sie im Benutzer & Computer Navigationsbereich unter POA den Knoten
POA-Gruppen.
3. Klicken Sie im POA-Gruppen Kontextmenü auf Neu > Neue Gruppe erstellen.
Der Neue Gruppe erstellen Dialog wird angezeigt.
4. Geben Sie im Feld Vollständiger Name einen Namen für die neue POA-Gruppe ein.
121
SafeGuard Enterprise
5. Geben Sie optional eine Beschreibung ein.
6. Klicken Sie auf OK.
Die neue POA-Gruppe ist angelegt. Sie wird unter POA-Gruppen im Benutzer & Computer
Navigationsfenster angezeigt. Sie können nun POA-Benutzer zur Gruppe hinzufügen.
19.5 Hinzufügen von Benutzern zu POA-Gruppen
Für das Bearbeiten von POA-Gruppen benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für den
POA Knoten unter Benutzer & Computer.
1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Management Center auf Benutzer &
Computer.
2. Wählen Sie im Benutzer & Computer Navigationsfenster unter POA, POA-Gruppe die relevante POA-Gruppe.
Im Aktionsbereich des SafeGuard Management Center auf der rechten Seite wird die
Mitglieder Registerkarte angezeigt
3. Klicken Sie in der SafeGuard Management Center Symbolleiste auf das Hinzufügen
Symbol (grünes Pluszeichen).
Der Mitgliedobjekt auswählen Dialog wird angezeigt
4. Wählen Sie den Benutzer, den Sie zur Gruppe hinzufügen möchten.
5. Klicken Sie auf OK.
Der POA-Benutzer wird zur Gruppe hinzugefügt und in der Registerkarte Mitglieder angezeigt.
19.6 Entfernen von Benutzern aus POA-Gruppen
Für das Bearbeiten von POA-Gruppen benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für den
POA Knoten unter Benutzer & Computer.
1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Management Center auf Benutzer &
Computer.
2. Wählen Sie im Benutzer & Computer Navigationsfenster unter POA, POA-Gruppe die relevante POA-Gruppe.
Im Aktionsbereich des SafeGuard Management Center auf der rechten Seite wird die
Mitglieder Registerkarte angezeigt
3. Wählen Sie den Benutzer, den Sie aus der Gruppe entfernen möchten.
4. Klicken Sie in der SafeGuard Management Center Symbolleiste auf das Löschen Symbol
(rotes Kreuzzeichen).
Der Benutzer wird aus der Gruppe entfernt.
19.7 Zuweisen von POA-Benutzern zu Endpoints
Hinweis: Damit die POA-Gruppen Endpoints zugewiesen werden können, müssen sie in
Gruppen zusammengefasst werden.
Wie Sie POA-Benutzer Endpoints zuweisen, hängt vom Endpoint-Typ ab:
■
Für zentral verwaltete Endpoints können POA-Gruppen im Bereich Benutzer & Computer in der Registerkarte POA-Gruppen-Zuweisung zugewiesen werden.
122
Administratorhilfe
■
Für Standalone-Endpoints, die im Standalone-Modus laufen und keine Verbindung zum
SafeGuard Enterprise Server haben, muss ein Konfigurationspaket mit einer POA-Gruppe erstellt und an die Computer verteilt werden.
19.7.1 Zuweisen von POA-Benutzern zu zentral verwalteten Endpoints
Um POA-Benutzer zu zentral verwalteten Endpoints zuzuweisen, benötigen Sie die
Zugriffsrechte Voller Zugriff oder Schreibgeschützt für die relevante POA-Gruppe sowie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für die relevanten Container.
Hinweis: Das Zuweisen von POA-Benutzern wird nur für zentral verwaltete SafeGuard
Enterprise Endpoints ab Version 5.60 unterstützt.
1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Management Center auf Benutzer &
Computer.
2. Wählen Sie im Benutzer & Computer Navigationsbereich den gewünschten Container.
3. Wählen Sie im Aktionsbereich des SafeGuard Management Center die Registerkarte POA
Gruppenzuweisung.
Unter POA-Gruppen auf der rechten Seite werden alle verfügbaren POA-Gruppen angezeigt.
4. Ziehen Sie die gewünschte POA-Gruppe aus POA-Gruppen in den POA
Gruppenzuweisung Aktionsbereich.
Gruppenname und Gruppen-DSN der POA-Gruppe werden im Aktionsbereich angezeigt.
5. Speichern Sie Ihre Änderungen in der Datenbank.
Alle Mitglieder der zugewiesenen POA-Gruppe werden an alle Endpoints im ausgewählten
Container übertragen.
Sie können die Zuweisung aufheben oder die zugewiesene POA-Gruppe ändern, indem Sie wie beschrieben vorgehen und Gruppen von und in die Registerkarte POA Gruppenzuweisung und den Bereich POA-Gruppen ziehen.
Wenn Sie Ihre Änderungen in der Datenbank gespeichert haben, gilt die neue Zuweisung.
19.7.2 Zuweisen von POA-Benutzern zu Standalone-Endpoints
Um POA-Benutzer zu Standalone-Endpoints zuzuweisen, benötigen Sie die Zugriffsrechte
Schreibgeschützt oder Voller Zugriff für die relevante POA-Gruppe.
POA-Benutzer werden Standalone-Endpoints (im Standalone-Modus betrieben) in
Konfigurationspaketen zugewiesen.
1. Wählen Sie im SafeGuard Management Center aus dem Menü Extras den Befehl
Konfigurationspakete.
2. Wählen Sie ein vorhandenes Konfigurationspaket aus oder erstellen Sie ein neues.
3. Wählen Sie eine POA-Gruppe aus, die Sie zuvor im Bereich Benutzer & Computer des
SafeGuard Management Center erstellt haben.
Darüber hinaus steht standardmäßig eine keine Liste Gruppe zur Auswahl zur Verfügung.
Diese Gruppe kann dazu verwendet werden, die Zuweisung einer POA-Gruppe auf
Endpoints zu löschen.
4. Geben Sie einen Ausgabepfad für das Konfigurationspaket an.
5. Klicken Sie auf Konfigurationspaket erstellen.
123
SafeGuard Enterprise
6. Installieren Sie das Konfigurationspaket auf den Endpoints.
Durch Installation des Konfigurationspakets werden die Benutzer aus der Gruppe zur
SafeGuard POA auf den Endpoints hinzugefügt. Die POA-Benutzer stehen für die Anmeldung an die POA zur Verfügung.
Hinweis: Wenn Sie Standalone-Endpoints auf zentral verwaltete Endpoints migrieren, bleiben die POA-Benutzer aktiv, wenn Sie auch im SafeGuard Management Center zugewiesen wurden. Die in den POA-Gruppen, die mit Konfigurationspaketen installiert wurden, gesetzten
Kennwörter werden auf die im SafeGuard Management Center angegebenen Kennwörter gesetzt. Kennwörter, die mit F8 geändert wurden, werden überschrieben. Weitere Informationen zur Migration von Standalone-Endpoints zu zentral verwalteten Endpoints finden Sie im
SafeGuard Enterprise upgrade guide.
19.7.3 Aufheben der POA-Benutzer Zuweisung bei Standalone-Endpoints
POA-Benutzer lassen sich von Standalone-Endpoints entfernen, indem Sie eine leere
POA-Gruppe zuweisen:
1. Wählen Sie im Tools Menü des SafeGuard Management Center den Befehl
Konfigurationspakete.
2. Wählen Sie ein vorhandenes Konfigurationspaket aus oder erstellen Sie ein neues.
3. Wählen Sie eine leere POA-Gruppe, die Sie zuvor im Bereich Benutzer & Computer des
SafeGuard Management Center angelegt haben, oder die keine Liste POA-Gruppe, die standardmäßig unter Konfigurationspakete zur Verfügung steht.
4. Geben Sie einen Ausgabepfad für das Konfigurationspaket an.
5. Klicken Sie auf Konfigurationspaket erstellen.
6. Installieren Sie das Konfigurationspaket auf den Endpoints.
Durch Installation des Konfigurationspakets werden alle POA-Benutzer von den Endpoints entfernt. Somit werden alle relevanten Benutzer aus der SafeGuard POA entfernt.
19.7.4 Ändern der POA-Benutzer Zuweisungen auf Standalone-Endpoints
1. Legen Sie eine neue POA-Gruppe an oder ändern Sie eine bestehende Gruppe.
2. Erstellen Sie ein neues Konfigurationspaket und wählen Sie die neue oder modifizierte
POA-Gruppe aus.
3. Installieren Sie das Konfigurationspaket auf den Endpoints.
Die neue POA-Gruppe steht auf dem Endpoint zur Verfügung. Alle enthaltenen Benutzer werden zur POA hinzugefügt. Die neue Gruppe überschreibt die alte. POA-Gruppen werden nicht miteinander kombiniert.
19.8 Anmeldung an einem Endpoint mit einem
POA-Benutzer
1. Schalten Sie den Endpoint ein.
Der SafeGuard Power-on Authentication Anmeldedialog wird angezeigt.
124
Administratorhilfe
2. Geben Sie den Benutzernamen und das Kennwort des vordefinierten POA-Benutzers ein.
Sie werden nicht automatisch an Windows angemeldet. Der Windows-Anmeldedialog wird angezeigt.
3. Wählen Sie im Domäne Feld die Domäne <POA>.
4. Melden Sie sich mit Ihrem vorhandenen Windows-Benutzerkonto an Windows an.
19.8.1 Lokale Kennwortänderung
Wurde das Kennwort eines POA-Benutzers mit F8, geändert, so wird die Änderung nicht mit anderen Endpoints synchronisiert. Der Administrator muss das Kennwort für diesen Benutzer zentral ändern.
125
SafeGuard Enterprise
20 Richtlinieneinstellungen
SafeGuard Enterprise Richtlinien enthalten alle Einstellungen, die zur Abbildung einer unternehmensweiten Sicherheitsrichtlinie auf den Endpoints wirksam werden sollen.
In SafeGuard Enterprise Richtlinien können Sie Einstellungen für die folgenden Bereiche
(Richtlinientypen) festlegen:
■
Allgemeine Einstellungen
Einstellungen für z. B. Transferrate, Anpassung, Recovery für die Anmeldung,
Hintergrundbilder usw.
■
Authentisierung
Einstellungen zum Anmeldemodus, zur Gerätesperre usw.
■
PIN
Legt Anforderungen an die verwendeten PINs fest.
■
Kennwörter
Legt Anforderungen an die verwendeten Kennwörter fest.
■
Passphrasen
Legt Anforderungen für in SafeGuard Data Exchange verwendete Passphrasen fest.
■
Geräteschutz
Einstellungen für volume- oder dateibasierende Verschlüsselung (auch Einstellungen für
SafeGuard Data Exchange, SafeGuard Cloud Storage und SafeGuard Portable):
Algorithmen, Schlüssel, Laufwerke, auf denen Daten verschlüsselt werden sollen, usw.
■
Spezifische Computereinstellungen
Einstellungen zur SafeGuard Power-on Authentication (aktivieren/deaktivieren), zum sicheren Wake on LAN, Anzeigeoptionen usw.
■
Protokollierung
Legt fest, welche Ereignisse wo protokolliert werden.
■
Configuration Protection
Hinweis: Configuration Protection wird nur für SafeGuard Enterprise Clients bis zur
Version 6,0 unterstützt. Dieser Richtlinientyp ist im 7.0 SafeGuard Management Center weiterhin für ältere Clients mit Configuration Protection enthalten.
Einstellungen (erlauben/sperren) für die Verwendung von Ports, Peripheriegeräten
(Wechselmedien, Druckern usw.)
■
Dateiverschlüsselung
Einstellungen für dateibasierende Verschlüsselung auf lokalen Festplatten und im Netzwerk, speziell für Arbeitsgruppen bei Netzwerkfreigaben.
126
Administratorhilfe
Im SafeGuard Management Center stehen für alle Richtlinientypen Standardrichtlinien zur
Verfügung. Für Geräteschutz Richtlinien stehen Richtlinien für die Festplattenverschlüsselung
(Ziel: Massenspeicher), Cloud Storage (Ziel: DropBox) und Data Exchange (Ziel:
Wechselmedien) zur Verfügung. Die Optionen in diesen Standardrichtlinien sind auf die relevanten Standardwerte gesetzt. Sie können die Standardeinstellungen Ihren Anforderungen anpassen. Die Standardrichtlinien haben den Namen <Richtlinientyp> (Default).
Hinweis: Die Namen der Standardrichtlinien richten sich nach der Spracheinstellung während der Installation. Wenn Sie die Sprache des SafeGuard Management Center nachträglich
ändern, verbleiben die Namen der Standardrichtlinien in der während der Installation eingestellten Sprache.
20.1 Allgemeine Einstellungen
Richtlinieneinstellung Erklärung
LADEN DER EINSTELLUNGEN
Richtlinien-Loopback Computereinstellungen wiederholen
Wird unter Richtlinien-Loopback die Option
Computereinstellungen wiederholen ausgewählt und die
Richtlinie kommt von einem Computer (Computereinstellungen
wiederholen einer Benutzer-Richtlinie hat keine Auswirkung), wird diese Richtlinie zum Schluss nochmals ausgeführt. Dadurch werden etwaige Benutzereinstellungen wieder überschrieben und es gelten die Computereinstellungen.
Benutzer ignorieren
Wird bei einer Richtlinie (Maschinen-Richtlinie) unter
Richtlinien-Loopback die Einstellung Benutzer ignorieren ausgewählt und die Richtlinie "kommt" von einer Maschine, werden nur die Computereinstellungen ausgewertet. Benutzereinstellungen werden nicht ausgewertet.
Kein Loopback
Kein Loopback ist das Standardverhalten. Benutzerrichtlinien gelten vor Maschinenrichtlinien.
Wie werden die Einstellungen "Benutzer ignorieren" und
"Computereinstellungen wiederholen" ausgewertet?
Existieren aktive Richtlinienzuweisungen, werden zuerst die
Maschinenrichtlinien ausgewertet und vereinigt. Ergibt diese
Vereinigung der einzelnen Richtlinien beim Richtlinien-Loopback den Wert Benutzer ignorieren, so werden Richtlinien, welche für den Benutzer bestimmt gewesen wären, nicht mehr ausgewertet.
Das heißt sowohl für den Benutzer wie auch für die Maschine gelten die gleichen Richtlinien.
Gilt nach der Vereinigung der einzelnen Maschinen-Richtlinien bei
Richtlinien-Loopback der Wert Computereinstellungen
wiederholen, werden die Benutzer-Richtlinien mit den
Maschinen-Richtlinien vereinigt. Nach der Vereinigung werden die
Maschinen-Richtlinien nochmals geschrieben und überschreiben gegebenenfalls Einstellungen aus Benutzer-Richtlinien. Das heißt:
Ist eine Einstellung in beiden Richtlinien vorhanden, so ersetzt der
127
SafeGuard Enterprise
Richtlinieneinstellung Erklärung
Wert der Maschinen-Richtlinie den Wert der Benutzer-Richtlinie.
Ergibt die Vereinigung der einzelnen Maschinen-Richtlinien "nicht konfiguriert", so gilt: Benutzereinstellungen vor
Maschineneinstellungen.
TRANSFERRATE
Server-Verbindungsintervall (in
Minuten)
Legt den Zeitraum in Minuten fest, nach dem ein SafeGuard
Enterprise Client beim SafeGuard Enterprise Server eine Anfrage nach Richtlinien (-änderungen) stellt.
Hinweis: Um zu vermeiden, dass eine große Anzahl an Clients gleichzeitig den Server kontaktiert, findet die Kommunikation in einem Zeitraum +/- 50 % des eingestellten Intervalls statt. Beispiel:
Wenn Sie "90 Minuten" einstellen, erfolgt die Kommunikation nach einem Intervall, das 45 bis 135 Minuten betragen kann.
PROTOKOLLIERUNG
Rückmeldung nach Anzahl von
Ereignissen
Das Protokollsystem, implementiert als Win32 Service "SGM
LogPlayer", sammelt von SafeGuard Enterprise generierte, für die zentrale Datenbank bestimmte Protokolleinträge in lokalen
Protokolldateien. Diese befinden sich im LocalCache im Verzeichnis
"auditing\SGMTransLog ". Diese Dateien werden an den
Transportmechanismus übergeben, der sie dann über den SGN
Server in die Datenbank einträgt. Die Übertragung erfolgt sobald der Transportmechanismus eine Verbindung zum Server hergestellt hat. Die Protokolldatei wird daher größer, bis eine Verbindung hergestellt werden konnte. Um die Größe einer einzelnen
Protokolldatei einschränken zu können, kann man über die
Richtlinie eine maximale Anzahl von Protokolleinträgen eintragen.
Dann wird die Protokolldatei vom Protokollsystem nach Erreichen der eingestellten Anzahl von Einträgen in die Transportqueue des
SGN Servers gestellt und eine neue Protokolldatei begonnen
ANPASSUNG
Sprache am Client
Legt fest, in welcher Sprache die Einstellungen für SafeGuard
Enterprise auf dem Endpoint angezeigt werden.
Sie können neben den unterstützten Sprachen kann auch die
Betriebssystem-Spracheinstellung des Endpoint auswählen.
RECOVERY FÜR DIE ANMELDUNG
Recovery für die Anmeldung nach Beschädigung des
Der Windows Local Cache ist Start- und Endpunkt für den
Datenaustausch zwischen Endpoint und Server. Im Windows Local
Windows Local Cache aktivieren Cache werden alle Schlüssel, Richtlinien, Benutzerzertifikate und
Audit-Dateien abgelegt. Alle im Local Cache gespeicherten Daten haben eine Signatur und können nicht manuell geändert werden.
128
Administratorhilfe
Richtlinieneinstellung Erklärung
Standardmäßig ist der Recovery-Vorgang für die Anmeldung bei beschädigtem Local Cache deaktiviert. Er wird automatisch aus seiner Sicherungskopie wiederhergestellt. Für die Reparatur des
Windows Local Cache ist also in diesem Fall kein
Challenge/Response-Verfahren notwendig. Wenn der Windows
Local Cache explizit über ein Challenge/Response-Verfahren repariert werden soll, wählen Sie in diesem Feld die Einstellung
Ja.
Local Self Help
Local Self Help aktivieren
Legt fest, ob sich Benutzer mit Local Self Help an ihrem Endpoint anmelden dürfen, wenn sie ihr Kennwort vergessen haben. Local
Self Help ermöglicht Benutzern die Anmeldung durch die
Beantwortung einer definierten Anzahl an zuvor festgelegten
Fragen in der SafeGuard Power-on Authentication. Sie erhalten somit auch dann Zugriff zu ihrem Computer, wenn weder eine
Internet- noch eine Telefonverbindung zur Verfügung stehen.
Hinweis: Für die Benutzung von Local Self Help ist es notwendig, dass die automatische Anmeldung an Windows aktiviert ist.
Andernfalls funktioniert die Anmeldung über Local Self Help nicht.
Minimale Länge der Antwort
Definiert die Mindestlänge in Zeichen für die Local Self Help
Antworten.
Willkommenstext unter
Windows
Hier können Sie einen individuellen Informationstext angeben, der beim Starten des Local Self Help Assistenten auf dem Endpoint im ersten Dialog angezeigt werden soll. Damit Sie den Text hier angeben können, muss dieser zunächst im
Richtliniennavigationsbereich unter Texte angelegt werden.
Benutzer dürfen eigene Fragen festlegen
Die für Local Self Help zu beantwortenden Fragen können Sie als zuständiger Sicherheitsbeauftragter zentral vordefinieren und per
Richtlinie an den Endpoint übertragen. Sie können die Benutzer jedoch auch per Richtlinie berechtigen, selbst Fragen zu definieren.
Um die Benutzer zur Definition eigener Fragen zu berechtigen, wählen Sie in diesem Feld die Einstellung Ja.
Challenge / Response (C/R)
Recovery für die Anmeldung
über C/R aktivieren
Legt fest, ob ein Benutzer in der SafeGuard Power-on
Authentication (POA) eine Challenge erzeugen darf, um über ein
Challenge/Response-Verfahren wieder Zugang zu seinem
Computer zu erhalten.
Ja: Benutzer darf Challenge erzeugen. In diesem Fall kann der
Benutzer über ein Challenge/Response-Verfahren in Notfällen wieder Zugang zu seinem Computer erlangen.
Nein: Benutzer darf keine Challenge erzeugen. In diesem Fall kann der Benutzer im Notfall kein Challenge/Response-Verfahren starten, um wieder Zugang zu seinem Computer zu erlangen.
129
SafeGuard Enterprise
Richtlinieneinstellung Erklärung
Automatische Anmeldung an
Windows erlauben
Erlaubt dem Benutzer nach einer Authentisierung per
Challenge/Response die automatische Anmeldung an Windows.
Ja: Benutzer wird automatisch an Windows angemeldet.
Nein: Windows-Anmeldebildschirm erscheint.
Beispiel: Ein Benutzer hat sein Kennwort vergessen. SafeGuard
Enterprise meldet ihn nach Austausch von Challenge und
Response ohne SafeGuard Enterprise Kennwort am Endpoint an.
In diesem Fall wird die automatische Anmeldung an Windows ausgeschaltet und der Windows-Anmeldebildschirm erscheint. Da der Benutzer sein SafeGuard Enterprise (= Windows-Kennwort) nicht weiß, kann er sich nicht anmelden. Mit Ja wird eine automatische Anmeldung erlaubt und der Benutzer bleibt nicht im
Windows-Anmeldebildschirm stecken.
Texte
Zeigt nach dem Starten eines Challenge/Response-Vorgangs in der SafeGuard POA einen Informationstext. Zum Beispiel: “Bitte rufen Sie Ihren Support unter der Telefonnummer 01234-56789 an.”).
Bevor Sie einen Text angeben können, muss dieser als Textdatei im Richtlinien-Navigationsbereich unter Texte erstellt werden.
BILDER
Voraussetzung:
Neue Bilder müssen im SafeGuard Management Center im
Richtlinien-Navigationsbereich unter Bilder registriert werden.
Erst nach der Registrierung ist die Liste verfügbar. Unterstütztes
Format: .BMP, PNG, JPEG.
Hintergrundbild in der POA
Hintergrundbild in der POA
(niedrige Auflösung)
Ersetzt das blaue SafeGuard Enterprise Hintergrundbild durch ein individuelles Hintergrundbild. Kunden können hier z. B. das
Firmenlogo in der SafeGuard POA verwenden. Maximale
Dateigröße für alle Hintergrundbilder: 500 KB
Normal:
Auflösung: 1024x768 (VESA-Modus)
Farben: unbegrenzt
Niedrig:
Auflösung: 640 x 480 (VGA-Modus)
Farben: 16 Farben
Anmeldebild in der POA
Anmeldebild in der POA
(niedrige Auflösung)
Ersetzt das während der SafeGuard POA-Anmeldung angezeigte
SafeGuard Enterprise Bild durch ein individuelles Bild, z. B. das
Firmenlogo.
Normal:
130
Administratorhilfe
Richtlinieneinstellung Erklärung
Auflösung: 413 x 140 Pixel
Farben: unbegrenzt
Niedrig:
Auflösung: 413 x 140 Pixel
Farben: 16 Farben
Dateiverschlüsselung
Vertrauenswürdige
Anwendungen
Ignorierte Anwendungen
Für die dateibasierende Verschlüsselung durch File Encryption und SafeGuard Data Exchange können Sie vertrauenswürdige
Anwendungen angeben, die auf verschlüsselte Dateien zugreifen können. Dies ist zum Beispiel notwendig, damit Antivirus-Software verschlüsselte Dateien überprüfen kann.
Geben Sie die Anwendungen, die Sie als vertrauenswürdig definieren möchten, in das Editor-Listenfeld des Felds ein.
Anwendungen müssen als Fully Qualified Paths eingegeben werden.
Für die dateibasierende Verschlüsselung durch File Encryption und SafeGuard Data Exchange können Sie ignorierte
Anwendungen angeben, um Sie von der transparenten
Dateiverschlüsselung/Dateientschlüsselung auszuschließen. Wenn
Sie zum Beispiel ein Backup-Programm als ignorierte Anwendung definieren, bleiben die vom Programm gesicherten verschlüsselten
Daten verschlüsselt.
Geben Sie die Anwendungen, die Sie als ignoriert definieren möchten, in das Editor-Listenfeld des Felds ein. Anwendungen müssen als Fully Qualified Paths eingegeben werden.
Ignorierte Geräte
Für die dateibasierende Verschlüsselung durch File Encryption und SafeGuard Data Exchange können Sie ganze Geräte (zum
Beispiel Festplatten) von der dateibasierende Verschlüsselung ausnehmen.
Wählen Sie im Editor-Listenfeld Netzwerk aus, um ein vordefiniertes Gerät auszuwählen, oder geben Sie die erforderlichen Gerätenamen ein, um bestimmte Geräte von der
Verschlüsselung auszuschließen.
Persistente Verschlüsselung aktivieren
Für die dateibasierende Verschlüsselung durch File Encryption und SafeGuard Data Exchange können Sie die persistente
Verschlüsselung konfigurieren. Mit persistenter Verschlüsselung bleiben Kopien von verschlüsselten Dateien auch dann verschlüsselt, wenn sie an einem Speicherort abgelegt werden, für den keine Verschlüsselungsregel gilt.
Diese Einstellung ist standardmäßig aktiviert.
131
SafeGuard Enterprise
Richtlinieneinstellung Erklärung
Benutzer darf
Standardschlüssel festlegen
Für die dateibasierende Verschlüsselung durch Cloud Storage können Sie festlegen, ob der Benutzer eine Standardschlüssel festlegen darf oder nicht. Wenn der Benutzer dies darf, steht der
Befehl Standardschlüssel festlegen im Windows Explorer
Kontextmenü der Cloud Storage Synchronisierungsordner zur
Verfügung. Mit diesem Befehl können Benutzer separate
Standardschlüssel angeben, die für die Verschlüsselung von unterschiedlichen Synchronisierungsordnern verwendet werden soll.
20.2 Authentisierung
Richtlinieneinstellung Erklärung
ZUGRIFF
Benutzer kann nur von interner
Festplatte booten:
Hinweis: Diese Einstellung wird nur von Endpoints unterstützt, auf denen eine ältere SafeGuard Enterprise Version als 6.1
installiert ist. Mit dieser Option konnte es dem Benutzer ermöglicht werden, den Endpoint von externen Medien zu starten. Ab Version 6.1 hat diese Einstellung keine Wirkung mehr auf Endpoints. Für das betreffende Recovery-Szenario können Sie die Recovery mit virtuellen Clients verwenden (siehe
Challenge/Response mit virtuellen Clients
(Seite 245)).
Legt fest, ob Benutzer den Computer von Festplatte und/oder anderem Medium starten dürfen.
JA: Benutzer darf ausschließlich von der Festplatte booten. Die
Möglichkeit, den Computer mit Diskette oder einem weiteren externen Medium zu starten, wird nicht in der SafeGuard POA angeboten.
NEIN: Benutzer darf den Computer von Festplatte, Diskette oder einem externen Medium (USB, CD etc.) starten.
ANMELDEOPTIONEN
Anmeldemodus
Legt fest, wie sich Benutzer in der SafeGuard POA authentisieren müssen.
Benutzername/Kennwort
Benutzer müssen sich mit ihrem Benutzernamen und
Kennwort anmelden.
Token
Der Benutzer darf sich nur mit einem Token oder einer
Smartcard in der SafeGuard POA anmelden. Dieses
132
Administratorhilfe
Richtlinieneinstellung Erklärung
Verfahren bietet eine höhere Sicherheit. Bei der Anmeldung wird der Benutzer aufgefordert, seinen Token einzustecken.
Durch den Besitz des Token und der Eingabe der PIN wird die Identität des Benutzers verifiziert. Nach korrekter Eingabe der PIN liest SafeGuard Enterprise automatisch die Daten für die Anmeldung des Benutzers aus.
Hinweis: Beachten Sie, dass Sie sich bei Wahl dieses
Anmeldeverfahrens nur mit einem vorher ausgestellten Token anmelden können.
Die Einstellungen Benutzername/Kennwort und Token lassen sich kombinieren. Um zu prüfen, ob die Anmeldung mit Token reibungslos funktioniert, wählen Sie zunächst beide Einstellungen aus. Erst nach erfolgreicher Token-Anmeldung sollten Sie den
Anmeldemodus Benutzername/Kennwort deaktivieren. Damit ein Umschalten zwischen den Anmeldemodi möglich ist, erlauben
Sie den Benutzern, sich einmal mit beiden Einstellungen kombiniert anzumelden, da es sonst zu einer Blockierung bei der Anmeldung kommen kann. Wenn Sie Local Self Help für die
Token-Anmeldung zulassen möchten, müssen Sie die beiden
Einstellungen ebenfalls kombinieren.
Fingerabdruck
Wählen Sie diese Option, um die Anmeldung mit
Lenovo-Fingerabdruck-Leser zu aktivieren. Benutzer, für die diese Richtlinie wirksam ist, können sich mit Fingerabdruck oder Benutzername/Kennwort anmelden. Dieser Vorgang bietet das höchste Maß an Sicherheit. Bei der Anmeldung führt die Benutzer den Finger über den Fingerabdruck-Leser.
Wenn der Fingerabdruck erfolgreich erkannt wurde, liest die
SafeGuard Power-on Authentication die
Anmeldeinformationen des Benutzers und meldet den
Benutzer an der Power-on Authentication an. Die
Anmeldeinformationen werden dann an Windows übertragen und der Benutzer wird an seinem Computer angemeldet.
Hinweis: Nach Auswahl dieses Anmeldevorgangs kann sich der Benutzer nur mit einem vorher registrierten
Fingerabdruck oder mit Benutzername und Kennwort anmelden. Die Anmeldeverfahren Token und Fingerabdruck lassen sich auf einem Computer nicht miteinander kombinieren.
Anmeldeoptionen mit Token
Legt den Typ des Token bzw. der Smartcard fest, der am
Endpoint verwendet werden soll.
Nicht kryptographisch:
Authentisierung bei der SafeGuard POA und bei Windows mittels Anmeldeinformationen.
Kerberos:
Zertifikatsbasierte Authentisierung an der SafeGuard POA und an Windows.
Für zentral verwaltete Endpoints stellt der
Sicherheitsbeauftragte ein Zertifikat in einer PKI aus und legt
133
SafeGuard Enterprise
Richtlinieneinstellung Erklärung es auf dem Token ab. Dieses Zertifikat wird als
Benutzerzertifikat in die SafeGuard Enterprise Datenbank importiert. Falls dort bereits ein automatisch erzeugtes
Zertifikat existiert, wird es durch das importierte Zertifikat
überschrieben. Kryptographische Token können nicht für
Standalone-Endpoints verwendet werden.
Hinweis: Bei Problemen bei der Anmeldung mit einem
Kerberos-Token kann weder Challenge/Response noch Local
Self Help für Recovery-Vorgänge benutzt werden. Hier wird nur Challenge/Response mit virtuellen Clients unterstützt.
Mit diesem Verfahren können Benutzer wieder Zugriff auf verschlüsselte Volumes auf Ihren Endpoints erlangen.
PIN für automatische Anmeldung mit Token
Geben Sie hier eine Default-PIN an, die dem Benutzer die automatische Anmeldung an der SafeGuard Power-on
Authentication mit Token oder Smartcard ermöglicht. Der
Benutzer muss den Token bei der Anmeldung einstecken.
Daraufhin wird eine automatische Anmeldung an der SafeGuard
Power-on Authentication durchgeführt. Windows wird gestartet.
PIN-Regeln müssen hier nicht beachtet werden.
Hinweis:
Diese Option steht nur dann zur Verfügung, wenn die Option
Token als Anmeldemodus gewählt wurde.
Wenn diese Option ausgewählt wird, muss bei
Durchgehende Anmeldung an Windows die Einstellung
Durchgehende Anmeldung deaktivieren gewählt werden.
Erfolglose Anmeldeversuche dieses Benutzers anzeigen
Letzte Benutzeranmeldung anzeigen
Wenn hier Ja eingestellt ist: Nach der Anmeldung bei SafeGuard
POA und Windows wird ein Dialog mit Informationen über die letzte fehlgeschlagene Anmeldung (Benutzername/Datum/Zeit) angezeigt.
Wenn hier Ja eingestellt ist: Nach der Anmeldung bei SafeGuard
POA und Windows wird ein Dialog mit folgenden Informationen angezeigt:
Letzte erfolgreiche Anmeldung (Benutzername/Datum/Zeit)
Letzte Anmeldeinformationen des angemeldeten Benutzers
'Erzwungene Abmeldung' bei
Sperre der Arbeitsstation deaktivieren:
Hinweis: Diese Einstellung wird nur unter Windows XP wirksam.
Windows XP wird mit SafeGuard Enterprise 6.1 nicht länger unterstützt. Die entsprechende Richtlinie ist im SafeGuard
Management Center 7.0 noch verfügbar, um SafeGuard
Enterprise 6 Clients zu unterstützen, die über ein 6.1
Management Center verwaltet werden.
134
Administratorhilfe
Richtlinieneinstellung
Letzte
Benutzer/Domänen-Auswahl aktivieren
Service Account Liste
Erklärung
Wenn Benutzer den Endpoint nur für kurze Zeit verlassen wollen, können Sie den Rechner per Klick auf die Schaltfläche
Arbeitsstation sperren für andere Benutzer sperren und danach mit ihrem Kennwort wieder entsperren. Nein: Sowohl der
Benutzer, der die Arbeitsstation gesperrt hat, als auch ein
Administrator kann die Sperre aufheben. Hebt ein Administrator die Sperre auf, so wird der aktuell angemeldete Benutzer zwangsweise abgemeldet. Ja: Diese Einstellung ändert dieses
Verhalten. In diesem Fall kann nur der Benutzer die Sperre des
Computers aufheben. Ein Aufheben der Sperre durch den
Administrator und das damit verbundene erzwungene Abmelden des Benutzers ist nicht mehr möglich.
Ja: Die SafeGuard POA speichert den Benutzernamen und die
Domäne des letzten angemeldeten Benutzers. Benutzer müssen den Benutzernamen also nicht jedes Mal eingeben, wenn sie sich anmelden.
Nein: Die SafeGuard POA speichert den Benutzernamen und die Domäne des letzten angemeldeten Benutzers nicht.
Um zu verhindern, dass durch administrative Vorgänge auf einem durch SafeGuard Enterprise geschützten Endpoint die
Power-on Authentication aktiviert wird und Rollout-Beauftragte als Benutzer zum Endpoint hinzugefügt werden, bietet SafeGuard
Enterprise Service Account Listen für die Windows-Anmeldung an SafeGuard Enterprise Endpoints. Die in den Listen enthaltenen Benutzer werden als SafeGuard Enterprise
Gastbenutzer behandelt
Damit Sie hier eine Liste auswählen können, müssen Sie diese zunächst im Richtlinien-Navigationsbereich unter Service
Account Listen anlegen.
Durchgehende Anmeldung an
Windows
Hinweis: Soll der Benutzer in der Lage sein, anderen Benutzern
Zugriff auf “seinen“ Computer zu gewähren, muss er in der Lage sein, die durchgehende Anmeldung an Windows zu deaktivieren.
Benutzer wählen lassen
Im SafeGuard POA Anmeldedialog kann der Benutzer durch
Aktivieren/Deaktivieren dieser Option entscheiden, ob er automatisch an Windows angemeldet werden will oder nicht.
Durchgehende Anmeldung deaktivieren
Nach der Anmeldung an der SafeGuard POA wird anschließend der Windows-Anmeldedialog angezeigt. Der
Benutzer muss sich manuell an Windows anmelden.
Durchgehende Anmeldung erzwingen
Der Benutzer wird immer automatisch an Windows angemeldet.
135
SafeGuard Enterprise
Richtlinieneinstellung
BITLOCKER-OPTIONEN
Erklärung
BitLocker Anmeldemodus für
Boot-Laufwerke
Folgende Optionen stehen zur Verfügung:
TPM: Der Schlüssel für die Anmeldung wird auf dem
TPM-Chip (Trusted Platform Module) gespeichert.
TPM + PIN: Der Schlüssel für die Anmeldung wird auf dem
TPM-Chip gespeichert und zusätzlich wird eine PIN zur
Anmeldung benötigt.
Systemstartschlüssel: Der Schlüssel für die Anmeldung wird auf einem USB-Stick gespeichert.
TPM + Systemstartschlüssel: Der Schlüssel für die
Anmeldung wird auf dem TPM-Chip und auf einem USB-Stick gespeichert. Beides wird für die Anmeldung benötigt.
Hinweis: Um die Anmeldemodi TPM + PIN, TPM +
Systemstartschlüssel oder Systemstartschlüssel verwenden zu können, aktivieren Sie die Gruppenrichtlinie
Zusätzliche Authentifizierung beim Start anfordern
entweder im Active Directory oder auf den Computern lokal.
Im lokalen Gruppenrichtlinien-Editor (gpedit.msc) sind die
Gruppenrichtlinien hier zu finden: Local Computer
Policy\Computer Configuration\Administrative
Templates\Windows Components\BitLocker Drive
Encryption\Operating System Drive
Um Systemstartschlüssel zu verwenden, müssen Sie auch
BitLocker ohne kompatibles TPM zulassen in den
Gruppenrichtlinien aktivieren.
Hinweis: Wenn der momentan am System aktive
Anmeldemodus ein erlaubter Fallback-Anmeldemodus ist, dann kommt der hier definierte Anmeldemodus nicht zur
Anwendung.
BitLocker Anmeldemodus für
Boot-Laufwerke - Fallback
Wenn die als BitLocker Anmeldemodus für Boot-Laufwerke festgelegte Einstellung nicht angewendet werden kann, bietet
SafeGuard Enterprise folgende Alternativen für die Anmeldung:
Kennwort: Der Benutzer muss ein Kennwort eingeben.
Systemstartschlüssel: Der Schlüssel für die Anmeldung wird auf einem USB-Stick gespeichert.
Kennwort oder Systemstartschlüssel: USB-Sticks werden nur verwendet, wenn Kennwörter auf dem
Client-Betriebssystem nicht unterstützt werden.
Fehler: Es wird eine Fehlermeldung angezeigt und das
Volume wird nicht verschlüsselt.
Hinweis: Bei Clients mit Version 6.1 oder niedriger werden die Werte Kennwort oder Systemstartschlüssel und
Kennwort den alten Einstellungen Systemstartschlüssel und Fehler zugeordnet.
136
Administratorhilfe
Richtlinieneinstellung Erklärung
Hinweis: Kennwörter werden erst ab Windows 8 oder höher unterstützt.
BitLocker Anmeldemodus für
Datenlaufwerke
Bei Datenlaufwerken sind die folgenden Optionen verfügbar:
Auto-Unlock: Wenn das Boot-Laufwerk verschlüsselt ist, wird ein externer Schlüssel generiert und auf dem
Boot-Laufwerk gespeichert. Die Datenlaufwerke werden dann automatisch verschlüsselt. Sie werden automatisch mit der
Auto-Unlock-Funktion von Bitlocker freigegeben. Beachten
Sie, dass Auto-Unlock nur funktioniert, wenn das
Boot-Laufwerk verschlüsselt ist. Andernfalls wird der
Fallback-Modus verwendet.
Kennwort: Der Benutzer wird aufgefordert, ein Kennwort für jedes Datenlaufwerk einzugeben.
Systemstartschlüssel: Die Schlüssel für die Freigabe der
Datenlaufwerke werden auf einem USB-Stick gespeichert.
Hinweis: Clients mit Version 6.1 oder niedriger ignorieren diese Richtlinieneinstellung und verwenden stattdessen die
Werte, die für den Anmeldemodus für Boot-Laufwerke eingestellt wurden. Da das TPM nicht für Datenlaufwerke genutzt werden kann, wird in diesen Fällen ein USB-Stick oder eine Fehlermeldung verwendet.
Hinweis: Kennwörter werden erst ab Windows 8 oder höher unterstützt.
Hinweis: Wenn der momentan am System aktive
Anmeldemodus ein erlaubter Fallback-Anmeldemodus ist, dann kommt der hier definierte Anmeldemodus nicht zur
Anwendung.
BitLocker Anmeldemodus für
Datenlaufwerke - Fallback
Wenn die als BitLocker Anmeldemodus für Datenlaufwerke festgelegte Einstellung nicht angewendet werden kann, bietet
SafeGuard Enterprise folgende Alternativen:
Kennwort: Der Benutzer wird aufgefordert, ein Kennwort für jedes Datenlaufwerk einzugeben.
Systemstartschlüssel: Die Schlüssel werden auf einem
USB-Stick gespeichert.
Kennwort oder Systemstartschlüssel: USB-Sticks werden nur verwendet, wenn Kennwörter auf dem
Client-Betriebssystem nicht unterstützt werden.
Hinweis: Clients mit Version 6.1 oder niedriger ignorieren diese Richtlinieneinstellung. Sie verwenden stattdessen die
Werte, die für den Fallback-Anmeldemodus für
Boot-Laufwerke eingestellt wurden. Da keine Kennwörter verarbeitet werden können, wird stattdessen "USB-Stick" oder "Fehlermeldung" verwendet.
Hinweis: Kennwörter werden erst ab Windows 8 oder höher unterstützt.
137
SafeGuard Enterprise
Richtlinieneinstellung Erklärung
ERFOLGLOSE ANMELDUNGEN
Maximalanzahl von erfolglosen
Anmeldeversuchen
Bestimmt, wie oft ein Benutzer ohne Folgen bei der Anmeldung einen ungültigen Benutzernamen bzw. ein ungültiges Kennwort eingeben darf. Wenn der Benutzer zum Beispiel drei mal nacheinander seinen Benutzernamen oder sein Kennwort falsch eingegeben hat, führt der vierte Versuch dazu, dass der
Computer gesperrt wird.
Meldungen zur fehlgeschlagenen
Anmeldung in der POA anzeigen
Definiert die Detailebene für Meldungen zu fehlgeschlagenen
Anmeldungen:
Standard: Zeigt eine kurze Beschreibung an.
Verbose (ausführlich): Zeigt detaillierte Informationen an.
TOKEN-OPTIONEN
Aktion bei Verlust des
Anmeldestatus des Token
Definiert das Verhalten nach dem Trennen des Token vom
Computer.
Mögliche Aktionen sind:
Computer sperren
PIN-Dialog anzeigen
Keine Aktion
Freigabe des Token erlauben
Bestimmt, ob der Token bei der Anmeldung entsperrt werden darf.
OPTIONEN FÜR SPERRE DES GERÄTS
Bildschirm nach X Minuten
Leerlauf sperren
Bestimmt die Zeit, nach deren Überschreitung ein nicht mehr benutzter Desktop automatisch gesperrt wird.
Der Standardwert ist 0 Minuten, und der Bildschirm wird nicht gesperrt, wenn dieser Wert nicht geändert wird.
Bei Entfernung des Token
Bildschirm sperren
Bestimmt, ob der Bildschirm gesperrt wird, wenn während einer
Arbeitssitzung der Token entfernt wird.
Bildschirm nach dem Fortsetzen sperren
Bestimmt, ob der Bildschirm bei Reaktivierung aus dem
Standby-Modus gesperrt wird.
138
Administratorhilfe
20.3 Anlegen von Listen verbotener PINs für die
Verwendung mit Richtlinien
Für Richtlinien des Typs PIN kann eine Liste mit verbotenen PINs angelegt werden. Diese
Liste definiert die Zeichenfolgen, die in nicht in PINs verwendet werden dürfen. PINs werden für die Anmeldung mit Token verwendet. Weitere Informationen finden Sie unter
Die Textdateien mit den gewünschten Informationen müssen erstellt werden, bevor sie im
SafeGuard Management Center registriert werden können. Die maximale Dateigröße für
Textdateien beträgt 50 KB. SafeGuard Enterprise verwendet nur Unicode UTF-16 kodierte
Texte. Wenn Sie die Textdateien in einem anderen Format erstellen, werden sie bei der
Registrierung automatisch in dieses Format konvertiert.
Hinweis: In den Listen werden die verbotenen PINs durch einen Zeilenumbruch voneinander getrennt.
So registrieren Sie die Textdateien:
1. Klicken Sie im Richtlinien-Navigationsbereich mit der rechten Maustaste auf Texte und wählen Sie Neu > Text.
2. Geben Sie unter Textelementname einen Namen für den anzeigenden Text ein.
3. Klicken Sie auf [...] um die zuvor erstellte Textdatei auszuwählen. Wenn eine Konvertierung notwendig ist, wird eine entsprechende Meldung angezeigt.
4. Klicken Sie auf OK.
Das neue Textelement wird als Unterknoten des Eintrags Texte im
Richtlinien-Navigationsbereich angezeigt. Ist ein Textelement markiert, wird sein Inhalt im
Aktionsbereich auf der rechten Seite angezeigt. Das Textelement kann jetzt beim Erstellen von Richtlinien ausgewählt werden.
Um weitere Textelemente zu registrieren, gehen Sie wie beschrieben vor. Alle registrierten
Textelemente werden als Unterknoten angezeigt.
Hinweis: Mit der Schaltfläche Text ändern können Sie weiteren Text zum bestehenden Text hinzufügen. Es wird ein Dialog geöffnet, in dem eine weitere Textdatei ausgewählt werden kann. Der in dieser Datei enthaltene Text wird am Ende des bestehenden Texts eingefügt.
20.4 Syntaxregeln für PINs
In Richtlinien vom Typ PIN definieren Sie Einstellungen für Token-PINs. Diese Einstellungen gelten nicht für PINs, die zum Anmelden bei mit BitLocker verschlüsselten Endpoints verwendet werden. Weitere Informationen zu BitLocker PINs finden Sie unter
(Seite
170).
PINs können sowohl Ziffern, Buchstaben als auch Sonderzeichen (wie + - ; etc.) enthalten.
Verwenden Sie bei der Vergabe einer neuen PIN jedoch keine Zeichen mit der Kombination
ALT + <Zeichen>, da dieser Eingabemodus an der SafeGuard Power-on Authentication nicht zur Verfügung steht.
Hinweis: Definieren Sie PIN-Regeln entweder im SafeGuard Management Center oder im
Active Directory, nicht an beiden Stellen.
139
SafeGuard Enterprise
Richtlinieneinstellung Erklärung
PIN
Mindestlänge der PIN
Maximallänge der PIN
Gibt an, aus wie vielen Zeichen eine PIN bei der Änderung durch den Benutzer bestehen muss. Der gewünschte Wert kann entweder direkt eingegeben oder durch Betätigen der Richtungsschaltflächen vergrößert bzw. verkleinert werden.
Gibt an, aus wie vielen Zeichen eine PIN bei der Änderung durch den Benutzer maximal bestehen darf. Der gewünschte Wert kann entweder direkt eingegeben oder durch Betätigen der
Richtungsschaltflächen vergrößert bzw. verkleinert werden.
Mindestanzahl an Buchstaben
Mindestanzahl an Ziffern
Mindestanzahl an Symbolen
Mit diesen Einstellungen wird erreicht, dass PINs nicht ausschließlich Zeichen, Ziffern oder Sonderzeichen enthalten, sondern aus einer Kombination bestehen müssen (z. B. „15blume“).
Diese Einstellungen sind nur dann sinnvoll, wenn eine Mindestlänge der PIN definiert ist, die größer 2 ist.
Groß-/Kleinschreibung beachten
Diese Einstellung wird nur bei den Punkten Liste nicht erlaubter
PINs benutzen und Benutzername als PIN verboten wirksam.
Beispiel 1: Sie haben in der Liste der verbotenen PINs „Tafel“ eingetragen. Steht die Option Groß-/Kleinschreibung beachten auf Ja, werden zusätzliche Kennwortvarianten wie z. B. „TAFEL“ oder „TaFeL“ nicht akzeptiert und die Anmeldung wird verweigert.
Beispiel 2: Der Benutzername für einen Anwender lautet „EMaier“.
Steht Groß-/Kleinschreibung beachten auf Ja und Benutzername
als PIN verboten auf Nein, darf Benutzer EMaier keine Variante seines Benutzernamens (z. B. ´emaier´ oder ´eMaiEr´ usw.) als
Kennwort verwenden.
Tastaturzeile verboten
Tastaturspalte verboten
Als Tastaturzeilen werden eingetippte Zeichenreihen wie „123“ oder
„qwe“ bezeichnet. Maximal zwei auf der Tastatur nebeneinander liegende Zeichen sind erlaubt. Tastaturspalten beziehen sich nur auf den alphanumerischen Tastaturteil.
Als Tastaturspalten werden eingetippte Zeichenreihen wie „xsw2“ oder „3edc“ (nicht aber „xdr5“ oder „cft6“!) bezeichnet. Erlaubt sind maximal zwei in einer Tastaturspalte befindliche Zeichen. Verbieten
Sie Tastaturspalten, werden derartige Zeichenkombinationen als
Kennwörter abgelehnt. Tastaturspalten beziehen sich nur auf den alphanumerischen Tastaturteil.
Drei oder mehr aufeinanderfolgende Zeichen verboten
Verboten werden mit Aktivierung dieser Option Zeichenketten, die im ASCII-Code aufeinander folgen, sowohl in auf- als auch in absteigender Reihenfolge („abc“ oder „cba“).
die aus drei oder mehr identischen Zeichen („aaa“ oder „111“) bestehen.
Benutzername als PIN verboten
Bestimmt, ob Benutzername und PIN identisch sein dürfen.
Ja: Windows-Benutzername und PIN müssen unterschiedlich sein.
140
Administratorhilfe
Richtlinieneinstellung
Liste nicht erlaubter PINs benutzen
Liste nicht erlaubter PINs
Erklärung
Nein: Benutzer darf seinen Windows-Benutzernamen gleichzeitig als PIN verwenden.
Bestimmt, ob bestimmte Zeichenfolgen für PINs nicht verwendet werden dürfen. Abgelegt sind die Zeichenfolgen in der Liste nicht
erlaubter PINs (z. B. Datei im Format .txt).
Definiert Zeichenfolgen, die in einer PIN nicht verwendet werden dürfen. Wenn ein Benutzer eine verbotene PIN verwendet, wird eine Fehlermeldung ausgegeben.
Voraussetzung:
Eine Liste (eine Datei) mit verbotenen PINs muss im Management
Center unter Texte im Richtlinien-Navigationsbereich registriert werden. Erst nach der Registrierung ist die Liste verfügbar.
Maximale Dateigröße: 50 KB
Unterstütztes Format: Unicode
Nicht erlaubte PINs definieren
In der Liste werden die verbotenen PINs durch einen Zeilenumbruch voneinander getrennt.
Platzhalter: An der Position, an der Sie den Zeichentyp „*“ eingeben, können mehrere beliebige Zeichen in der PIN enthalten sein.
Beispielsweise wird durch *123* jede Zeichenfolge, die 123 enthält, als PIN verboten.
Hinweis:
Wenn Sie nur den Platzhalter in die Liste einfügen, können sich
Benutzer nach einer erzwungenen Kennwortänderung nicht mehr im System anmelden.
Benutzer dürfen auf die Datei keinen Zugriff haben.
Die Option Liste nicht erlaubter PINs verwenden muss aktiviert sein.
ÄNDERUNGEN
PIN-Änderung erlaubt nach mindestens (Tage)
Legt den Zeitraum fest, in dem eine PIN nicht erneut geändert werden darf. Diese Einstellung verhindert, dass ein Benutzer seine
PIN innerhalb eines bestimmten Zeitraums beliebig oft ändern kann.
Beispiel:
Die Benutzerin Schmidt definiert eine neue PIN (z. B. „13jk56“).
Für sie (oder für die Gruppe, der sie zugeordnet ist) ist ein Wechsel nach mind. fünf Tagen festgelegt. Bereits nach zwei Tagen will sie die PIN „13jk56“ ändern. Dies wird abgelehnt, da Frau Schmidt erst nach fünf Tagen eine neue PIN definieren darf.
PIN läuft ab nach (Tage)
Der Benutzer muss nach Ablauf des eingestellten Zeitraums seine
PIN ändern. Beträgt der Zeitraum 999 Tage, ist keine PIN-Änderung erforderlich.
141
SafeGuard Enterprise
Richtlinieneinstellung
Warnung vor Ablauf (Tage)
Erklärung
Ab “n” Tagen vor Ablauf der PIN wird eine Warnmeldung ausgegeben und der Benutzer darauf hingewiesen, dass er in
“n“-Tagen seine PIN ändern muss. Er erhält daraufhin die
Möglichkeit, die PIN sofort zu ändern.
ALLGEMEIN
PIN in POA verbergen
PIN-Generationen
Gibt an, ob die Ziffern bei der Eingabe der PIN verborgen werden.
Ist die Option aktiviert, wird während der Eingabe der PIN bei der
POA nichts angezeigt. Ansonsten wird für jedes eingegebene
Zeichen ein Stern angezeigt.
Legt fest, wann bereits verwendete PINs wieder benutzt werden dürfen. Sinnvoll ist die Definition von PIN-Generationen insbesondere in Verbindung mit der Einstellung PIN läuft ab nach
(Tage).
Beispiel:
Die Anzahl der PIN-Generationen für den Benutzer Müller wurde auf 4 festgelegt, die der Tage, nach denen der Benutzer die PIN wechseln muss, auf 30. Herr Müller meldete sich bislang mit der
PIN „Informatik“ an. Nach Ablauf der Frist von 30Tagen wird er aufgefordert, seine PIN zu ändern. Herr Müller tippt als neue PIN wieder „Informatik“ ein und erhält die Fehlermeldung, dass er diese
PIN bereits verwendet hat und eine andere PIN wählen muss.
„Informatik“ darf Herr Müller erst nach der vierten (da
PIN-Generationen = 4) Aufforderung zur Eingabe einer neuen PIN verwenden.
20.5 Anlegen einer Liste verbotener Kennwörter für die
Verwendung mit Richtlinien
Für Richtlinien des Typs Kennwort kann eine Liste mit verbotenen Kennwörtern angelegt werden. Diese Liste definiert die Zeichenfolgen, die in nicht in Kennwörtern verwendet werden dürfen.
Hinweis: In den Listen werden die nicht erlaubten Kennwörter durch einen Zeilenumbruch voneinander getrennt.
Die Textdateien mit den gewünschten Informationen müssen erstellt werden, bevor sie im
SafeGuard Management Center registriert werden können. Die maximale Dateigröße für
Textdateien beträgt 50 KB. SafeGuard Enterprise verwendet nur Unicode UTF-16 kodierte
Texte. Wenn Sie die Textdateien in einem anderen Format erstellen, werden sie bei der
Registrierung automatisch in dieses Format konvertiert.
Wenn eine Datei konvertiert wird, wird eine entsprechende Meldung angezeigt.
So registrieren Sie die Textdateien:
1. Klicken Sie im Richtlinien-Navigationsbereich mit der rechten Maustaste auf Texte und wählen Sie Neu > Text.
2. Geben Sie unter Textelementname einen Namen für den anzeigenden Text ein.
142
Administratorhilfe
3. Klicken Sie auf [...] um die zuvor erstellte Textdatei auszuwählen. Wenn eine Konvertierung notwendig ist, wird eine entsprechende Meldung angezeigt.
4. Klicken Sie auf OK.
Das neue Textelement wird als Unterknoten des Eintrags Texte im
Richtlinien-Navigationsbereich angezeigt. Ist ein Textelement markiert, wird sein Inhalt im
Aktionsbereich auf der rechten Seite angezeigt. Das Textelement kann jetzt beim Erstellen von Richtlinien ausgewählt werden.
Um weitere Textelemente zu registrieren, gehen Sie wie beschrieben vor. Alle registrierten
Textelemente werden als Unterknoten angezeigt.
Hinweis: Mit der Schaltfläche Text ändern können Sie weiteren Text zum bestehenden Text hinzufügen. Es wird ein Dialog geöffnet, in dem eine weitere Textdatei ausgewählt werden kann. Der in dieser Datei enthaltene Text wird am Ende des bestehenden Texts eingefügt.
20.6 Syntaxregeln für Kennwörter
In Richtlinien vom Typ Kennwort definieren Sie Einstellungen für Kennwörter für die
Anmeldung an das System. Diese Einstellungen gelten nicht für Kennwörter, die zum Anmelden bei mit BitLocker verschlüsselten Endpoints verwendet werden. Weitere Informationen zu
BitLocker-Kennwörtern finden Sie unter PIN und Kennwörter
(Seite 170).
Kennwörter können sowohl Ziffern, Buchstaben als auch Sonderzeichen (wie + - ; etc.) enthalten. Verwenden Sie bei der Vergabe eines neuen Kennworts jedoch keine Zeichen mit der Kombination ALT + <Zeichen>, da dieser Eingabemodus an der SafeGuard Power-on
Authentication nicht zur Verfügung steht. Wie Kennwörter, mit denen sich Benutzer am System anmelden, beschaffen sein müssen, wird in Richtlinien vom Typ Kennwort eingestellt.
Hinweis: Informationen zur Umsetzung einer Richtlinie für sichere Kennwörter finden Sie
unter Empfohlene Sicherheitsmaßnahmen (Seite 11) sowie im SafeGuard Enterprise Manual
for certification-compliant operation (Englisch).
Die Umsetzung von Kennwortregeln und Kennworthistorien kann nur dann gewährleistet werden, wenn der SGN Credential Provider durchgehend verwendet wird. Definieren Sie
Kennwortregeln entweder im SafeGuard Management Center oder im Active Directory, nicht an beiden Stellen.
Richtlinieneinstellung Erklärung
KENNWORT
Mindestlänge des Kennworts
Maximallänge des Kennwortes
Mindestanzahl an Buchstaben
Mindestanzahl an Ziffern
Gibt an, aus wie vielen Zeichen ein Kennwort bei der Änderung durch den Benutzer bestehen muss. Der gewünschte Wert kann entweder direkt eingegeben oder durch Betätigen der
Richtungsschaltflächen vergrößert bzw. verkleinert werden.
Gibt an, aus wie vielen Zeichen ein Kennwort bei der Änderung durch den Benutzer maximal bestehen darf. Der gewünschte
Wert kann entweder direkt eingegeben oder durch Betätigen der
Richtungsschaltflächen vergrößert bzw. verkleinert werden.
Mit diesen Einstellungen wird erreicht, dass Kennwörter nicht ausschließlich Zeichen, Ziffern oder Sonderzeichen enthalten, sondern aus einer Kombination bestehen müssen (z. B.
143
SafeGuard Enterprise
Richtlinieneinstellung
Mindestanzahl an Symbolen
Erklärung
„15blume“). Diese Einstellungen sind nur dann sinnvoll, wenn eine Kennwortmindestlänge definiert ist, die größer 2 ist.
Groß-/Kleinschreibung beachten
Diese Einstellung wird nur bei den Punkten Liste nicht erlaubter
Kennwörter verwenden und Benutzername als Kennwort
verboten wirksam.
Beispiel 1: Sie haben in der Liste der verbotenen Kennwörter
„Tafel“ eingetragen. Steht die Option Groß-/Kleinschreibung
beachten auf Ja, werden zusätzliche Kennwortvarianten wie z.
B. „TAFEL“ oder „TaFeL“ nicht akzeptiert und die Anmeldung wird verweigert.
Beispiel 2: Der Benutzername für einen Anwender lautet
„EMaier“. Steht Groß-/Kleinschreibung beachten auf Ja und
Benutzername als Kennwort verboten auf Nein, darf Benutzer
EMaier keine Variante seines Benutzernamens (z. B. ´emaier´ oder ´eMaiEr´ usw.) als Kennwort verwenden.
Tastaturzeile verboten
Tastaturspalte verboten
Drei oder mehr aufeinanderfolgende Zeichen verboten
Als Tastaturzeilen werden eingetippte Zeichenreihen wie „123“ oder „qwe“ bezeichnet. Maximal zwei auf der Tastatur nebeneinander liegende Zeichen sind erlaubt. Tastaturspalten beziehen sich nur auf den alphanumerischen Tastaturteil.
Als Tastaturspalten werden eingetippte Zeichenreihen wie „xsw2“ oder „3edc“ (nicht aber „xdr5“ oder „cft6“!) bezeichnet. Erlaubt sind maximal zwei in einer Tastaturspalte befindliche Zeichen.
Verbieten Sie Tastaturspalten, werden derartige
Zeichenkombinationen als Kennwörter abgelehnt.Tastaturspalten
beziehen sich nur auf den alphanumerischen Tastaturteil.
Verboten werden mit Aktivierung dieser Option Zeichenketten, die im ASCII-Code aufeinander folgen, sowohl in auf- als auch in absteigender Reihenfolge („abc“ oder „cba“).
die aus drei oder mehr identischen Zeichen („aaa“ oder „111“) bestehen.
Benutzername als Kennwort verboten
Legt fest, dass der Benutzername nicht als Kennwort verwendet werden darf.
Ja: Windows-Benutzername und Kennwort müssen unterschiedlich sein.
Nein: Windows-Benutzername und Kennwort müssen nicht unterschiedlich sein.
Liste nicht erlaubter Kennwörter verwenden
Bestimmt, ob bestimmte Zeichenfolgen für Kennwörter nicht verwendet werden dürfen. Abgelegt sind die Zeichenfolgen in der Liste nicht erlaubter Kennwörter (z. B. Datei im Format
.txt).
144
Administratorhilfe
Richtlinieneinstellung Erklärung
Liste nicht erlaubter Kennwörter
Definiert Zeichenfolgen, die in einem Kennwort ausgeschlossen sind. Wenn ein Benutzer ein verbotenes Kennwort verwendet, wird eine Fehlermeldung ausgegeben.
Eine Liste (eine Datei) mit verbotenen Kennwörtern muss im
SafeGuard Management Center unter Texte im
Richtlinien-Navigationsbereich registriert werden. Erst nach der
Registrierung ist die Liste verfügbar.
Maximale Dateigröße: 50 KB
Unterstütztes Format: Unicode
Nicht erlaubte Kennwörter definieren
In der Liste werden die verbotenen Kennwörter durch einen neuen Zeilenanfang getrennt. Platzhalter: An der Position, an der Sie den Zeichentyp "*" eingeben, können mehrere beliebige
Zeichen im Kennwort enthalten sein. Beispielsweise wird durch
*123* jede Zeichenfolge, die 123 enthält, als Kennwort verboten.
Hinweis:
Wenn Sie nur den Platzhalter in die Liste einfügen, können sich Benutzer nach einer erzwungenen Kennwortänderung nicht mehr im System anmelden.
Benutzer dürfen auf die Datei keinen Zugriff haben.
Die Option Liste nicht erlaubter Kennwörter verwenden muss aktiviert sein.
Benutzerkennwortsynchronisation mit anderen SGN Clients
Dieses Feld steuert die Synchronisierung bei Änderung des
Kennworts durch Benutzer, die auf mehreren SafeGuard
Enterprise Endpoints arbeiten und als Benutzer eingetragen sind. Folgende Optionen stehen zur Verfügung:
Langsam (sobald Benutzer sich anmeldet)
Ändert ein Benutzer sein Kennwort auf einem SafeGuard
Enterprise Endpoint, so muss dieser Benutzer sich auf anderen Endpoints, auf denen er als Benutzer eingetragen ist, zunächst noch einmal mit seinem alten Kennwort an der
SafeGuard Power-on Authentication anmelden. Erst dann wird die Kennwortsynchronisation durchgeführt
Schnell (sobald der Computer eine Verbindung hergestellt hat)
Ändert der Benutzer sein Kennwort auf einem SafeGuard
Enterprise Endpoint, so wird die Kennwortsynchronisierung mit einem anderen Endpoint, auf dem er als Benutzer eingetragen ist, durchgeführt, sobald der andere Endpoint eine Verbindung mit dem Server hergestellt hat. Dies erfolgt zum Beispiel dann, wenn sich ein anderer Benutzer, der ebenfalls auf dem Endpoint als Benutzer eingetragen ist, in der Zwischenzeit an diesem Endpoint anmeldet.
ÄNDERUNGEN
145
SafeGuard Enterprise
Richtlinieneinstellung Erklärung
Kennwortänderung erlaubt nach mindestens (Tage)
Legt den Zeitraum fest, in dem ein Kennwort nicht erneut geändert werden darf. Diese Einstellung verhindert, dass ein
Benutzer sein Kennwort innerhalb eines bestimmten Zeitraums beliebig oft ändern kann. Bei einem durch Windows erzwungenen
Kennwortwechsel oder bei einem Wechsel des Kennworts nach der Anzeige der Warnung, dass das Kennwort in x Tagen abläuft, wird diese Einstellung nicht ausgewertet!
Beispiel:
Die Benutzerin Schmidt definiert ein neues Kennwort (z. B.
„13jk56“). Für sie (oder für die Gruppe, der sie zugeordnet ist) ist ein Wechsel nach mind. fünf Tagen festgelegt. Bereits nach zwei Tagen will sie das Kennwort "13jk56" ändern. Dies wird abgelehnt, da Frau Schmidt erst nach fünf Tagen ein neues
Kennwort definieren darf.
Kennwort läuft ab nach (Tage)
Warnung vor Ablauf (Tage)
Ist diese Option aktiviert, muss der Benutzer nach Ablauf des eingestellten Zeitraums ein neues Kennwort definieren.
Ab “n” Tagen vor Ablauf des Kennworts wird eine Warnmeldung ausgegeben und der Benutzer darauf hingewiesen, dass er in
“n“ Tagen sein Kennwort ändern muss. Er erhält daraufhin die
Möglichkeit, das Kennwort sofort zu ändern.
ALLGEMEIN
Kennwort in POA verbergen
Kennwortgenerationen
Gibt an, ob die Zeichen bei der Eingabe des Kennworts verborgen werden. Ist die Option aktiviert, wird während der
Eingabe des Kennworts bei der POA nichts angezeigt. Ansonsten wird für jedes eingegebene Zeichen ein Stern angezeigt.
Legt fest, wann bereits verwendete Kennwörter wieder benutzt werden dürfen. Sinnvoll ist die Definition von
Kennwortgenerationen insbesondere in Verbindung mit der
Einstellung Kennwort läuft ab nach (Tage).
Beispiel:
Die Anzahl der Kennwortgenerationen für den Benutzer Müller wurde auf 4 festgelegt, die der Tage, nach denen der Benutzer das Kennwort wechseln muss, auf 30. Herr Müller meldete sich bislang mit dem Kennwort „Informatik“ an. Nach Ablauf der Frist von 30 Tagen wird er aufgefordert, sein Kennwort zu ändern.
Herr Müller tippt als neues Kennwort wieder „Informatik“ ein und erhält die Fehlermeldung, dass er dieses Kennwort bereits verwendet hat und ein anderes Kennwort wählen muss.
„Informatik“ darf Herr Müller erst nach der vierten (da
Kennwortgenerationen = 4) Aufforderung zur Eingabe eines neuen Kennworts verwenden.
Hinweis: Wenn für die Kennwortgeneration 0 eingestellt ist, kann der Benutzer das alte Kennwort als neues Kennwort festlegen. Dies entspricht jedoch nicht der gängigen Praxis und ist daher nicht zu empfehlen.
146
Administratorhilfe
20.7 Passphrase für SafeGuard Data Exchange
Der Benutzer muss eine Passphrase eingeben, die zum Erzeugen von lokalen Schlüsseln für den sicheren Datenaustausch mit SafeGuard Data Exchange verwendet wird. Die auf den
Endpoints erzeugten Schlüssel werden auch in der SafeGuard Enterprise Datenbank gespeichert. Die erforderlichen Einstellungen definieren Sie in einer Richtlinie vom Typ
Passphrase.
Weitere Informationen zu SafeGuard Data Exchange finden Sie unter SafeGuard Data
(Seite 193).
Weitere Informationen zu SafeGuard Data Exchange und SafeGuard Portable auf dem
Endpoint finden Sie in der SafeGuard Enterprise Benutzerhilfe im Kapitel SafeGuard Data
Exchange.
Richtlinieneinstellung Erklärung
PASSPHRASE
Mindestlänge der Passphrase
Legt fest, aus wie vielen Zeichen die Passphrase, aus der der
Schlüssel erzeugt wird, mindestens bestehen muss. Der gewünschte Wert kann entweder direkt eingegeben oder durch
Betätigen der Richtungstasten vergrößert bzw. verkleinert werden.
Maximallänge der Passphrase
Legt fest, aus wie vielen Zeichen die Passphrase maximal bestehen darf. Der gewünschte Wert kann entweder direkt eingegeben oder durch Betätigen der Richtungstasten vergrößert bzw. verkleinert werden.
Mindestanzahl an Buchstaben
Mindestanzahl an Ziffern
Mindestanzahl an Symbolen
Mit diesen Einstellungen wird erreicht, dass eine Passphrase nicht ausschließlich Zeichen, Ziffern oder Sonderzeichen enthält, sondern aus einer Kombination bestehen muss (z. B. „15blume“).
Diese Einstellungen sind nur dann sinnvoll, wenn eine
Mindestlänge der PIN definiert ist, die größer 2 ist.
Groß-/Kleinschreibung beachten
Diese Einstellung wird beim Setzen der Option Benutzername
als Passphrase verboten wirksam.
Beispiel: Der Benutzername für einen Anwender lautet „EMaier“.
Steht Groß-/Kleinschreibung beachten auf Ja und
Benutzername als Passphrase verboten auf Nein, darf Benutzer
EMaier keine Variante seines Benutzernamens (z. B. ´emaier´ oder ´eMaiEr´ etc.) als Passphrase verwenden.
Tastaturzeile verboten
Tastaturspalte verboten
Als Tastaturzeilen werden eingetippte Zeichenreihen wie „123“ oder „qwe“ bezeichnet. Maximal zwei auf der Tastatur nebeneinander liegende Zeichen sind erlaubt. Tastaturspalten beziehen sich nur auf den alphanumerischen Tastaturteil.
Als Tastaturspalten werden eingetippte Zeichenreihen wie „xsw2“ oder „3edc“ (nicht aber „xdr5“ oder „cft6“!) bezeichnet. Erlaubt sind maximal zwei in einer Tastaturspalte befindliche Zeichen. Verbieten
Sie Tastaturspalten, werden derartige Zeichenkombinationen als
Passphrase abgelehnt. Tastaturspalten beziehen sich nur auf den alphanumerischen Tastaturteil.
147
SafeGuard Enterprise
Richtlinieneinstellung Erklärung
Drei oder mehr aufeinanderfolgende Zeichen verboten
Verboten werden mit Aktivierung dieser Option Zeichenketten, die im ASCII-Code aufeinander folgen, sowohl in auf- als auch in absteigender Reihenfolge („abc“ oder „cba“).
die aus drei oder mehr identischen Zeichen („aaa“ oder „111“) bestehen.
Benutzername als Passphrase verboten
Bestimmt, ob Benutzername und Passphrase identisch sein dürfen.
Ja: Windows-Benutzername und Passphrase müssen unterschiedlich sein.
Nein: Benutzer darf seinen Windows-Benutzernamen gleichzeitig als Passphrase verwenden.
20.8 White Lists für Geräteschutz-Richtlinien für dateibasierende Verschlüsselung
Im SafeGuard Management Center können Sie White Lists als Ziele für Richtlinien des Typs
Geräteschutz für dateibasierende Verschlüsselung auswählen. Somit können Sie
Verschlüsselungsrichtlinien für spezifische Gerätemodelle und sogar für spezifische Geräte erstellen.
Damit Sie eine White List als Ziel für eine Geräteschutz Richtlinie auswählen können, müssen
Sie die Liste im SafeGuard Management Center anlegen. Sie können White Lists für spezifische
Gerätemodelle (z. B. iPod, USB-Geräte eines bestimmten Herstellers usw.) oder für einzelne
Geräte nach Seriennummer definieren. Sie können die Geräte manuell zu den White Lists hinzufügen oder die Ergebnisse eines SafeGuard Port Auditor Scan-Vorgangs verwenden.
Weitere Informationen finden Sie im SafeGuard PortAuditor User Guide.
Sie können dann die White List als Ziel beim Anlegen einer Richtlinie vom Typ Geräteschutz auswählen.
Hinweis: Wenn Sie eine White List für eine Richtlinie vom Typ Geräteschutz als Ziel auswählen, können Sie als Verschlüsselungsmodus für Medien nur Keine Verschlüsselung oder Dateibasierend auswählen. Wenn Sie Keine Verschlüsselung für eine Geräteschutz
Richtlinie mit einer White List auswählen, wird durch diese Richtlinie ein Gerät dann nicht von der Verschlüsselung ausgenommen, wenn eine andere geltende Richtlinie die volume-basierende Verschlüsselung fordert.
Hinweis: Für Block Master SafeStick gelten spezielle Anforderungen. Diese Geräte haben für Administratoren und Benutzer ohne Administratorrechte unterschiedliche IDs. Für die korrekte Verarbeitung in SafeGuard Enterprise müssen Sie beide IDs zur White List hinzufügen.
Der SafeGuard Port Auditor ermittelt beide IDs, wenn ein SafeStick-Gerät mindestens einmal auf dem von SafeGuard Port Auditor gescannten Computer geöffnet wurde.
20.8.1 Anlegen einer White List für Geräteschutz-Richtlinien für die dateibasierende Verschlüsselung
1. Markieren Sie im Richtlinien Navigationsbereich den Eintrag White List.
148
Administratorhilfe
2. Klicken Sie im Kontextmenü von White List auf Neu > White List.
3. Wählen Sie den Typ der White List aus:
■
Um eine White List für spezifische Datenträgermodelle zu erstellen, wählen Sie
Datenträgermodelle.
■
Um eine White List für bestimmte Datenträger nach Seriennummer zu erstellen, wählen
Sie Einzelne Datenträger.
4. Geben Sie unter White List-Quelle an, wie Sie die White List erstellen möchten:
■
Um Datenträger manuell einzugeben, wählen Sie White List manuell erstellen.
Wenn Sie auf OK klicken, wird eine leere White List im SafeGuard Management Center geöffnet. In dieser leeren White List können Sie die Einträge manuell erstellen. Klicken
Sie dazu auf das grüne Symbol Hinzufügen (Einfügen) in der SafeGuard Management
Center Symbolleiste.
Hinweis: Um die relevanten Strings für ein Gerät mit dem Windows-Geräte-Manager abzurufen, öffnen Sie das Eigenschaften Fenster für das Gerät und entnehmen Sie die Werte für die Eigenschaften Hardware-Kennungen und Geräteinstanzkennung.
Es werden nur folgende Schnittstellen unterstützt: USB, 1394, PCMCIA und PCI.
■
Wenn Sie das Ergebnis eines Endpoint Scans durch den SafeGuard Port Auditor als
Quelle verwenden möchten, wählen Sie SafeGuard Port Auditor Ergebnis
importieren.
Die Ergebnisse des Scans durch den SafeGuard Port Auditor müssen vorliegen
(XML-Datei), wenn Sie die White List auf diese Weise erzeugen wollen. Um die Datei auszuwählen, klicken Sie auf die [...] Schaltfläche.
Weitere Informationen hierzu finden Sie in der SafeGuard PortAuditor Benutzerhilfe.
Nach dem Klicken auf OK wird der Inhalt der importierten Datei im SafeGuard
Management Center angezeigt.
Die White List wird unter White Lists im Richtlinien Navigationsbereich angezeigt. Sie können
Sie beim Erstellen von Richtlinien des Typs Geräteschutz für dateibasierende Verschlüsselung auswählen.
20.8.2 Auswahl einer White List als Ziel für Geräteschutz-Richtlinien für die dateibasierende Verschlüsselung
Voraussetzung: Die gewünschte White List muss im SafeGuard Management Center angelegt sein.
1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Management Center auf die Schaltfläche
Richtlinien.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster mit der rechten Maustaste auf Richtlinien und wählen
Sie im Kontextmenü den Befehl Neu.
3. Wählen Sie Geräteschutz.
Es wird ein Dialog für die Benennung der neuen Richtlinie angezeigt.
4. Geben Sie einen Namen und optional eine Beschreibung für die neue Richtlinie ein.
5. Wählen Sie unter Ziel des Geräteschutzes die relevante White List:
■
Wenn Sie eine White List für Datenträgermodelle erstellt haben, wird sie unter
Datenträgermodelle angezeigt.
149
SafeGuard Enterprise
■
Wenn Sie eine White List für bestimmte Datenträger erstellt haben, wird sie unter
Einzelne Datenträger angezeigt.
6. Klicken Sie auf OK.
Die White List ist als Ziel der Richtlinie vom Typ Geräteschutz ausgewählt. Nach der
Übertragung der Richtlinie an die Endpoints gilt der in der Richtlinie festgelegte
Verschlüsselungsmodus.
20.9 Geräteschutz
Richtlinien des Typs Geräteschutz enthalten Einstellungen für die Datenverschlüsselungen auf unterschiedlichen Datenträgern. Die Verschlüsselung kann volume- oder dateibasierend durchgeführt werden, mit unterschiedlichen Schlüsseln und Algorithmen. Richtlinien des Typs
Geräteschutz enthalten auch Einstellungen für SafeGuard Data Exchange, SafeGuard Cloud
Storage und SafeGuard Portable. Weitere Informationen zu SafeGuard Data Exchange finden
Sie unter
(Seite 193). Weitere Informationen zu SafeGuard Cloud
Storage finden Sie unter Cloud Storage (Seite 203). Weitere Informationen zu SafeGuard Data
Exchange, SafeGuard Cloud Storage und SafeGuard Portable auf dem Endpoint finden Sie in der SafeGuard Enterprise Benutzerhilfe.
Wenn Sie eine Richtlinie dieses Typs erstellen, müssen Sie zunächst ein Ziel für den
Geräteschutz angeben. Mögliche Ziele sind:
■
■
■
■
Massenspeicher (Boot-Laufwerke/Andere Volumes)
Wechselmedien
Optische Laufwerke
Datenträgermodelle
■
■
Einzelne Datenträger
Cloud Storage Definitionen
Für jedes Ziel muss eine eigene Richtlinie angelegt werden.
Hinweis: Ziel Wechselmedien: Eine Richtlinie für die volume-basierende Verschlüsselung von Wechsellaufwerken, die es dem Benutzer erlaubt, einen Schlüssel aus einer Liste auszuwählen (z. B. Beliebiger Schlüssel im Schlüsselring des Benutzers), kann vom
Benutzer umgangen werden, indem er keinen Schlüssel auswählt. Um sicherzustellen, dass
Wechsellaufwerke immer verschlüsselt werden, verwenden Sie eine dateibasierende
Verschlüsselungsrichtlinie legen Sie in der volume-basierenden Verschlüsselungsrichtlinie explizit einen Schlüssel fest.
Richtlinieneinstellung Erklärung
Verschlüsselungsmodus für
Medien
Dient dem Schutz von Endgeräten (PCs, Notebooks usw.) und allen Arten von Wechseldatenträgern.
Hinweis: Diese Einstellung ist obligatorisch.
Hauptaufgabe ist die Verschlüsselung aller auf lokalen oder externen Datenträgern gespeicherten Daten. Durch die transparente
Arbeitsweise können Benutzer einfach ihre gewohnten
Anwendungen, z. B. Microsoft Office, weiter benutzen.
Transparente Verschlüsselung bedeutet für den Benutzer, dass alle verschlüsselt gespeicherten Daten (sei es in verschlüsselten
150
Administratorhilfe
Richtlinieneinstellung Erklärung
Verzeichnissen oder Laufwerken) automatisch im Hauptspeicher entschlüsselt werden, sobald sie in einem Programm geöffnet werden. Beim Abspeichern der Datei wird diese automatisch wieder verschlüsselt.
Folgende Optionen stehen zur Verfügung:
Keine Verschlüsselung
Volume-basierend(= transparente, sektorbasierende
Verschlüsselung)
Stellt sicher, dass alle Daten verschlüsselt sind (inkl.
Boot-Dateien, Swapfile, Datei für den Ruhezustand/Hibernation
File, temporäre Dateien, Verzeichnisinformationen usw.) ohne dass sich der Benutzer in seiner Arbeitsweise anpassen oder auf Sicherheit achten muss.
Dateibasierend (= transparente, dateibasierte Verschlüsselung,
Smart MediaEncryption)
Stellt sicher, dass alle Daten verschlüsselt sind (außer Boot
Medium und Verzeichnisinformationen), mit dem Vorteil, dass auch optische Medien wie CD/DVD verschlüsselt werden können oder Daten mit Fremdrechnern, auf denen kein SafeGuard
Enterprise installiert ist, ausgetauscht werden können (soweit von der Richtlinie erlaubt).
Hinweis: Für Richtlinien mit White Lists können nur die Optionen
Keine Verschlüsselung oder Dateibasierend ausgewählt werden.
ALLGEMEINE EINSTELLUNGEN
Algorithmus für die
Verschlüsselung
Setzt den Verschlüsselungsalgorithmus.
Liste aller einsetzbaren Algorithmen mit ihren jeweiligen Standards:
AES256: 32 Bytes (256 Bits)
AES128: 16 Bytes (128 Bits)
Schlüssel für die
Verschlüsselung
Legt fest, welcher Schlüssel zur Verschlüsselung verwendet wird.
Es können bestimmte Schlüssel festgelegt werden (z. B.
Computer-Schlüssel, oder ein definierter Schlüssel) oder dem
Benutzer kann die Auswahl eines Schlüssels erlaubt werden. Die
Schlüssel, die ein Benutzer verwenden darf, können eingeschränkt werden.
Folgende Optionen stehen zur Verfügung:
Beliebiger Schlüssel im Schlüsselring des Benutzers
Alle Schlüssel aus dem Schlüsselbund des Benutzers werden angezeigt und der Benutzer darf einen daraus auswählen.
Hinweis: Diese Option muss gewählt werden, wenn eine
Richtlinie für dateibasierende Verschlüsselung für einen durch
SafeGuard Enterprise geschützten Standalone-Endpoint angelegt wird.
Alle, außer persönliche Schlüssel im Schlüsselring
151
SafeGuard Enterprise
Richtlinieneinstellung Erklärung
Alle Schlüssel aus dem Schlüsselbund mit Ausnahme des persönlichen Schlüssels werden angezeigt und der Benutzer darf einen daraus auswählen.
Beliebiger Gruppenschlüssel im Schlüsselring des
Benutzers
Alle Gruppenschlüssel aus dem Schlüsselbund des Benutzers werden angezeigt und der Benutzer darf einen daraus auswählen.
Definierter Computerschlüssel
Es wird der Maschinen-Schlüssel verwendet - der Benutzer selbst kann KEINEN Schlüssel auswählen.
Hinweis: Diese Option muss gewählt werden, wenn eine
Richtlinie für volume-basierende Verschlüsselung für einen durch SafeGuard Enterprise geschützten Standalone-Endpoint angelegt wird. Wenn Sie dennoch die Option Beliebiger
Schlüssel im Schlüsselring des Benutzers auswählen und der Benutzer wählt einen lokal erzeugten Schlüssel für die volume-basierende Verschlüsselung, wird der Zugriff auf dieses
Volume verweigert.
Beliebiger Schlüssel im Schlüsselring des Benutzers außer lokal erzeugte Schlüssel
Alle Schlüssel aus dem Schlüsselring mit Ausnahme der lokal erzeugten Schlüsse werden angezeigt und der Benutzer darf einen daraus auswählen
Definierter Schlüssel aus der Liste
Der Administrator kann in der Administration bei der
Richtlinien-Einstellung einen beliebigen, existierenden Schlüssel auswählen.
Der Schlüssel muss unter Für Verschlüsselung definierter
Schlüssel ausgewählt werden.
Bei Verwendung von „Definierter Computer-Schlüssel“
Ist SafeGuard Enterprise Device Encryption nicht auf einem
Endpoint installiert (keine SafeGuard POA, keine volume-basierende
Verschlüsselung), wird eine Richtlinie, die den Definierten
Computerschlüssel als Schlüssel für die dateibasierende
Verschlüsselung festlegt, nicht auf dem Endpoint wirksam. Der definierte Computerschlüssel ist auf einem Endpoint dieses Typs nicht verfügbar. Die Daten können nicht verschlüsselt werden.
Richtlinien für durch SafeGuard Enterprise geschützte
Standalone-Endpoints:
Hinweis: Bitte beachten Sie beim Erstellen von Richtlinien für
Standalone-Computer, dass für die dateibasierende
Verschlüsselung ausschließlich die Option Beliebiger Schlüssel
im Schlüsselring des Benutzers möglich ist. Zusätzlich darf das
Erzeugen von lokalen Schlüsseln nicht verboten werden.
Falls die Medien-Passphrase-Funktion für Unmanaged Endpoints aktiviert ist, wird der Medienverschlüsselungsschlüssel automatisch
152
Administratorhilfe
Richtlinieneinstellung Erklärung als Für Verschlüsselung definierter Schlüssel verwendet, da auf Unmanaged Endpoints keine Gruppenschlüssel zur Verfügung stehen. Wenn Sie beim Erstellen einer Wechselmedien-Richtlinie für Standalone-Endpoints einen anderen Schlüssel unter Für
Verschlüsselung definierter Schlüssel auswählen, so hat dies keine Auswirkung.
Für Verschlüsselung definierter
Schlüssel
Dieses Feld wird nur dann aktiv, wenn Sie im Feld Schlüssel für
die Verschlüsselung die Option Definierter Schlüssel aus der
Liste ausgewählt haben. Klicken Sie auf die Schaltfläche [...], um den Dialog Schlüssel suchen aufzurufen. Klicken Sie auf Jetzt
suchen, um nach Schlüsseln zu suchen und wählen Sie einen
Schlüssel aus der angezeigten Liste aus.
Bei einer Richtlinie vom Typ Geräteschutz mit dem Ziel
Wechselmedien wird dieser Schlüssel zur Verschlüsselung des
Medienverschlüsselungsschlüssel verwendet, wenn die
Medien-Passphrase-Funktionalität aktiviert ist (Benutzer darf eine
Medien-Passphrase für Wechselmedien erzeugen auf Ja eingestellt).
Für Richtlinien vom Typ Geräteschutz für Wechselmedien müssen daher die Einstellungen
Schlüssel für die Verschlüsselung
Für Verschlüsselung definierter Schlüssel
unabhängig voneinander spezifiziert werden.
Richtlinien für durch SafeGuard Enterprise geschützte
Standalone-Endpoints:
Falls die Medien-Passphrase-Funktion für Unmanaged Endpoints aktiviert ist, wird der Medienverschlüsselungsschlüssel automatisch als Für Verschlüsselung definierter Schlüssel verwendet, da auf Unmanaged Endpoints keine Gruppenschlüssel zur Verfügung stehen.
Benutzer darf einen lokalen
Schlüssel erzeugen
Diese Einstellung bestimmt, ob Benutzer auf ihren Computern lokale
Schlüssel erzeugen dürfen oder nicht.
Lokale Schlüssel werden auf dem Endpoint basierend auf einer vom Benutzer eingegebenen Passphrase erzeugt. Die
Anforderungen, denen eine Passphrase entsprechen muss, können in Richtlinien vom Typ Passphrase festgelegt werden.
Diese Schlüssel werden ebenfalls in der Datenbank gespeichert.
Der Benutzer kann sie auf jedem Endpoint, auf dem er sich anmelden darf, verwenden.
Lokale Schlüssel können zum sicheren Datenaustausch über
SafeGuard Data Exchange (SG DX) verwendet werden.
VOLUME-BASIERENDE EINSTELLUNGEN
Benutzer darf dem verschlüsseltem Volume
Ja: Endpoint-Benutzer dürfen einen zusätzlichen Schlüssel aus einem Schlüsselbund einfügen/entfernen. Der Dialog wird angezeigt
153
SafeGuard Enterprise
Richtlinieneinstellung
Schlüssel hinzufügen oder diese entfernen
Erklärung
über den Kontextmenüeintrag Eigenschaften/Verschlüsselung /
Registerkarte.
Nein: Endpoint-Benutzer dürfen keine zusätzlichen Schlüssel hinzufügen.
Reaktion auf unverschlüsselte
Volumes
Definiert, wie SafeGuard Enterprise mit unverschlüsselten Medien umgeht:
Folgende Optionen stehen zur Verfügung:
Abweisen (= Klartext-Medium wird nicht verschlüsselt)
Nur unverschlüsselte Medien akzeptieren und verschlüsseln
Alle Medien akzeptieren und verschlüsseln
Benutzer darf Volume entschlüsseln
Bewirkt, dass der Benutzer über einen Kontextmenü-Eintrag im
Windows Explorer das Laufwerk entschlüsseln darf.
Schnelle Initialverschlüsselung
Wählen Sie diese Einstellung aus, um den Modus der schnellen
Initialverschlüsselung für die volume-basierende Verschlüsselung zu aktivieren. Dieser Modus reduziert den Zeitraum, der für die
Initialverschlüsselung auf Endpoints benötigt wird.
Hinweis: Dieser Modus kann zu einem unsicheren Zustand führen.
For further information, see
Schnelle Initialverschlüsselung
(Seite
167).
Bei defekten Sektoren fortfahren
Legt fest, ob die Verschlüsselung fortgesetzt oder gestoppt werden soll, wenn defekte Sektoren entdeckt werden. Die
Standardeinstellung ist Ja.
DATEIBASIERENDE EINSTELLUNGEN
Initialverschlüsselung aller
Dateien
Bewirkt, dass die Initialverschlüsselung für ein Laufwerk automatisch nach der Benutzeranmeldung gestartet wird. Der Benutzer muss eventuell vorher einen Schlüssel aus dem Schlüsselbund auswählen.
Benutzer darf
Initialverschlüsselung abbrechen
Benutzer darf auf unverschlüsselte Dateien zugreifen
Benutzer darf Dateien entschlüsseln
Bewirkt, dass der Benutzer die Initialverschlüsselung abbrechen kann.
Definiert, ob ein Benutzer auf unverschlüsselte Dateien auf einem
Laufwerk zugreifen darf.
Bewirkt, dass der Benutzer einzelne Dateien oder ganze
Verzeichnisse entschlüsseln kann (über die Windows
Explorer-Erweiterung <rechte Maustaste>).
154
Administratorhilfe
Richtlinieneinstellung Erklärung
Benutzer darf eine
Medien-Passphrase für
Wechselmedien erzeugen
Bewirkt, dass der Benutzer eine Medien-Passphrase auf seinem
Endpoint festlegen kann. Die Medien-Passphrase ermöglicht den einfachen Zugriff auf alle lokalen Schlüssel auf Computern ohne
SafeGuard Data Exchange über SafeGuard Portable.
Nur für Wechselmedien und
Cloud Storage:
SafeGuard Portable auf das Ziel kopieren
Wenn diese Option ausgewählt ist, wird SafeGuard Portable auf alle Wechselmedien, die mit dem Endpoint verbunden werden, sowie in alle Synchronisierungsordner, die in einer Cloud Storage
Definition für SafeGuard Cloud Storage definiert sind, kopiert.
SafeGuard Portable ermöglicht den verschlüsselten Datenaustausch mit Wechselmedien oder Cloud Storage, ohne dass der Empfänger der Daten SafeGuard Enterprise installiert haben muss.
Der Empfänger kann mit Hilfe von SafeGuard Portable und der entsprechenden Passphrase die verschlüsselten Daten entschlüsseln und auch wieder verschlüsseln. Der Empfänger kann mit SafeGuard Portable die Daten neu verschlüsseln oder den ursprünglich verwendeten Schlüssel für die Verschlüsselung verwenden.
SafeGuard Portable muss nicht auf den Computer des Empfängers installiert oder kopiert werden, sondern kann direkt von den
Wechselmedien oder von Cloud Storage aus verwendet werden.
Standardschlüssel für die
Initialverschlüsselung
Klartext-Ordner
Über einen Dialog kann ein Schlüssel ausgewählt werden, der für die dateibasierte Initialverschlüsselung verwendet wird. Der
Benutzer kann dann beim Start der Initialverschlüsselung keinen
Schlüssel wählen. Die Initialverschlüsselung startet ohne
Benutzerinteraktion.
Für die Initialverschlüsselung wird immer der hier festgelegte
Schlüssel verwendet.
Beispiel:
Voraussetzung: Ein Standardschlüssel für die
Initialverschlüsselung ist gesetzt.
Verbindet der Benutzer ein USB-Gerät mit dem Computer, startet die Initialverschlüsselung automatisch. Der definierte Schlüssel wird benutzt. Es ist kein Benutzereingriff notwendig. Will der
Benutzer anschließend Dateien umschlüsseln oder neue Dateien auf dem USB-Medium speichern, kann er einen beliebigen
Schlüssel auswählen (falls erlaubt und verfügbar). Schließt er dann ein anderes USB-Gerät an, wird wiederum der Schlüssel, der für die Initialverschlüsselung festgelegt wurde, zur
Initialverschlüsselung verwendet. Dieser Schlüssel wird auch für folgende Verschlüsselungsoperationen verwendet, bis der Benutzer explizit einen anderen Schlüssel auswählt.
Hinweis: Wenn die Medien-Passphrase-Funktion aktiviert ist, wird diese Option deaktiviert. Der Für Verschlüsselung definierte
Schlüssel wird verwendet.
Der hier angegebene Ordner wird auf allen Wechselmedien,
Massenspeichern und in allen Cloud Storage
Synchronisierungsordnern erstellt. Dateien, die in diesen Ordner kopiert werden, bleiben immer unverschlüsselt.
155
SafeGuard Enterprise
Richtlinieneinstellung Erklärung
Benutzer darf über
Verschlüsselung entscheiden
Sie können den Benutzer dazu berechtigen zu entscheiden, ob
Dateien auf Wechselmedien und Massenspeichern verschlüsselt werden sollen:
Wenn Sie hier Ja auswählen, werden Benutzer dazu aufgefordert zu entscheiden, ob Daten verschlüsselt werden sollen. Für Massenspeicher wird diese Aufforderung nach jeder
Anmeldung angezeigt. Für Wechselmedien wird sie angezeigt, wenn die Wechselmedien mit dem Computer verbunden werden.
Wenn Sie für diese Option Ja, Benutzereinstellungen merken auswählen, können die Benutzer die Option Einstellungen
speichern und Dialog nicht mehr anzeigen wählen, um ihre
Auswahl für das relevante Gerät zu speichern. In diesem Fall wird der Dialog für das Gerät nicht mehr angezeigt.
Wenn der Benutzer im auf dem Endpoint angezeigten Dialog Nein wählt, wird weder eine initiale noch eine transparente
Verschlüsselung durchgeführt.
20.10 Spezifische Computereinstellungen -
Grundeinstellungen
Richtlinieneinstellungen
POWER-ON AUTHENTICATION (POA)
Power-on Authentication aktivieren
Erklärung
Definiert, ob die SafeGuard POA ein- oder ausgeschaltet sein soll.
Wichtig: Aus Sicherheitsgründen empfehlen wir dringend, die SafeGuard POA eingeschaltet zu lassen. Durch Deaktivierung der SafeGuard POA reduziert sich die Systemsicherheit auf den Schutz durch die Windows-Anmeldung. Dadurch erhöht sich das Risiko des unberechtigten Zugriffs auf verschlüsselte Daten.
Zugriff verweigern, falls keine Verbindung zum
Server in Tagen (0= keine Überprüfung)
Verweigert eine Anmeldung in der SafeGuard
POA, wenn zwischen Endpoint und Server länger als festgelegt keine Verbindung bestand.
SICHERES WAKE ON LAN (WOL)
Mit den Sicheres Wake On LAN Einstellungen können Sie Endpoints für Software Rollouts vorbereiten. Nach dem Wirksamwerden einer solchen Richtlinie auf Endpoints werden die notwendigen Parameter (z. B. SafeGuard
POA-Deaktivierung und ein Zeitabstand für Wake
156
Administratorhilfe
Richtlinieneinstellungen
Anzahl der automatischen Anmeldungen
Erklärung on LAN) direkt an die Endpoints übertragen, wo sie analysiert werden.
Wichtig: Wir weisen an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin, dass auch das zeitlich begrenzte
"Ausschalten" der SafeGuard POA für eine bestimmte Anzahl von Boot-Vorgängen ein
Absenken des Sicherheitsniveaus bedeutet.
Weitere Informationen zu sicherem Wake on LAN finden Sie unter
(Seite 232).
Definiert die Anzahl der Neustarts mit ausgeschalteter SafeGuard Power-on
Authentication für Wake on LAN.
Diese Einstellung überschreibt temporär die
Einstellung von Power-on Authentication
aktivieren, bis die Anzahl der eingestellten automatischen Anmeldungen erreicht ist. Danach wird die SafeGuard Power-on Authentication wieder aktiviert.
Wenn Sie die Anzahl an automatischen
Anmeldungen auf zwei einstellen und Power-on
Authentication aktivieren aktiv ist, startet der
Endpoint zweimal ohne Authentisierung durch die
SafeGuard POA.
Wir empfehlen, für Wake on LAN immer drei
Neustarts mehr als notwendig für
Wartungsarbeiten zu erlauben, um unvorhergesehene Probleme zu umgehen.
Lokale Windows-Anmeldung während WOL erlauben
Bestimmt, ob lokale Windows-Anmeldungen während Wake on LAN erlaubt sind.
Beginn des Zeitfensters für externen WOL Start
Ende des Zeitfensters für externen WOL Start
Datum und Uhrzeit für den Beginn und das Ende des Wake on LAN (WOL) können ausgewählt oder eingegeben werden.
Datumsformat: MM/DD/YYYY
Uhrzeitformat: HH:MM
Folgende Eingabekombinationen sind möglich:
Beginn und Ende des WOL werden festgelegt.
Nur das Ende des WOL wird festgelegt, der
Beginn bleibt offen.
Keine Einträge: Es wird kein Zeitintervall für den Client festgelegt
Bei einem geplanten Software Rollout sollte der
Sicherheitsbeauftragte den Zeitrahmen für WOL so bemessen, dass das Scheduling-Skript früh
157
SafeGuard Enterprise
Richtlinieneinstellungen Erklärung genug startet und allen Endpoints genügend Zeit zum Booten bleibt.
WOLstart: Der Startpunkt für den WOL im
Scheduling-Skript muss innerhalb des hier in der
Richtlinie festgelegten Zeitintervalls liegen. Wenn kein Intervall definiert ist, wird WOL lokal am durch
SafeGuard Enterprise geschützten Endpoint nicht aktiviert. WOLstop: Dieses Kommando wird unabhängig vom hier festgelegten Endpunkt des
WOL ausgeführt.
BENUTZER-COMPUTER ZUORDNUNG (UMA)
SGN Gastbenutzer nicht zulassen
Hinweis: Diese Einstellung gilt nur für zentral verwaltete Endpoints.
Legt fest, ob sich Gastbenutzer am Endpoint anmelden können.
Hinweis: Microsoft Konten werden immer als
SafeGuard Enterprise Gastbenutzer behandelt.
Registrieren von neuen SGN-Benutzern erlauben
Gibt an, wer einen anderen SGN-Benutzer in die
SafeGuard POA und/oder UMA importieren kann
(indem die durchgehende Anmeldung an das
Betriebssystem deaktiviert wird).
Hinweis: Bei Endpoints, auf denen das Device
Encryption-Modul nicht installiert ist, muss die
Einstellung Registrieren von neuen
SGN-Benutzern erlauben auf Jeder gesetzt sein, wenn es auf dem Endpoint möglich sein soll, der
UMA mehrere Benutzer hinzuzufügen, die Zugriff auf ihre Schlüsselringe haben sollen. Sonst können Benutzer nur im Management Center hinzugefügt werden. Diese Option ist wird nur auf zentral verwalteten Endpoints ausgewertet. Siehe auch Neue SafeGuard Enterprise Data
Exchange-Benutzer erhalten nach dem Anmelden bei SafeGuard Enterprise Data Exchange Only
Clients kein Zertifikat .
Registrierung von SGN Windows-Benutzern aktivieren
Legt fest, ob SGN Windows-Benutzer auf dem
Endpoint registriert werden können. Ein SGN
Windows-Benutzer wird nicht zur SafeGuard POA hinzugefügt, verfügt jedoch über einen
Schlüsselring, mit dem er auf verschlüsselte
Dateien zugreifen kann wie ein SGN-Benutzer.
Wenn Sie diese Einstellung wählen, werden alle
Benutzer, die andernfalls SGN-Gast-Benutzer geworden wären, zu SGN Windows-Benutzern.
158
Administratorhilfe
Richtlinieneinstellungen Erklärung
Die Benutzer werden zur UMA hinzugefügt, sobald sie sich an Windows angemeldet haben.
Manuelle UMA Bereinigung für Standalone
Clients aktivieren
Hinweis: Diese Einstellung gilt nur für
Standalone-Endpoints.
Legt fest, ob Benutzer SGN-Benutzer und SGN
Windows-Benutzer aus der Benutzer-Computer
Zuordnung entfernen dürfen. Wenn Sie hier Ja auswählen, steht der Befehl Benutzer-Computer
Zuordnung im System Tray Icon Menü auf dem
Endpoint zur Verfügung. Mit diesem Befehl wird eine Liste von Benutzern angezeigt, die sich bei der SafeGuard Power-on Authentication als
SGN-Benutzer und bei Windows als SGN
Windows-Benutzer anmelden können. Im angezeigten Dialog können Benutzer aus der Liste entfernt werden. Nach dem Entfernen von
SGN-Benutzern oder SGN Windows-Benutzern, können sich diese nicht mehr an der SafeGuard
Power-on Authentication oder an Windows anmelden.
Maximale Anzahl von SGN Windows - Benutzern bevor Benutzer automatisch gelöscht werden
Hinweis: Diese Einstellung gilt nur für zentral verwaltete Endpoints.
Mit dieser Einstellung können Sie eine automatisch
Bereinigung der SafeGuard Enterprise
Windows-Benutzer auf zentral verwalteten
Endpoints aktiviert. Sobald der hier gesetzte
Schwellwert von einem SafeGuard Enterprise
Windows-Benutzer überschritten wird, werden alle vorhandenen SafeGuard Enterprise
Windows-Benutzer außer dem neuen aus der
Benutzer-Computer Zuordnung entfernt. Die
Standardeinstellung ist 10.
ANZEIGEOPTIONEN
Computer-Identifikation anzeigen
Zeigt in der Titelleiste der SafeGuard POA entweder den Computernamen oder einen frei definierbaren Text an.
Existiert ein Computername in den
Windows-Netzwerkeinstellungen, wird dieser in der Grundeinstellung automatisch übernommen.
Text für Computer-Identifikation
Der Text, der in der Titelleiste der SafeGuard POA angezeigt werden soll.
Ist unter Computer-Identifikation anzeigen die
Option Definierter Name ausgewählt, können Sie in diesem Eingabefeld den Text eingeben.
159
SafeGuard Enterprise
Richtlinieneinstellungen
Rechtliche Hinweise anzeigen
Text für rechtliche Hinweise
Zusätzliche Informationen anzeigen
Text für zusätzliche Informationen
Anzeigedauer (in Sekunden)
System Tray Icon aktivieren und anzeigen
Erklärung
Zeigt eine Textbox mit frei konfigurierbarem Inhalt an, die vor der Anmeldung in der SafeGuard POA erscheint. In manchen Ländern ist das Erscheinen eines Textfelds mit bestimmtem Inhalt gesetzlich vorgeschrieben.
Die Box muss vom Benutzer bestätigt werden, bevor das System fortfährt.
Bevor Sie einen Text angeben können, muss dieser als Textelement im Richtlinien
Navigationsbereich unter Texte registriert werden.
Text, der als rechtlicher Hinweis angezeigt werden soll.
Sie können hier ein Textelement auswählen, das im Richtlinien Navigationsbereich unter Texte registriert wurde.
Zeigt eine Textbox mit frei konfigurierbarem Inhalt an, die nach den rechtlichen Hinweisen (wenn diese aktiviert sind) erscheint.
Sie können festlegen, ob die zusätzlichen
Informationen angezeigt werden:
Nie
Bei jedem Systemstart
Bei jeder Anmeldung
Bevor Sie einen Text angeben können, muss dieser als Textelement im Richtlinien
Navigationsbereich unter Texte registriert werden.
Text, der als zusätzliche Information angezeigt werden soll.
Sie können hier ein Textelement auswählen, das im Richtlinien Navigationsbereich unter Texte registriert wurde.
Zeitraum (in Sekunden) für die Anzeige zusätzlicher Informationen.
Sie können hier die Anzahl der Sekunden eingeben, nach denen die Textbox für zusätzliche
Informationen automatisch geschlossen wird. Der
Benutzer kann die Textbox jederzeit durch Klicken auf OK schließen.
Über das SafeGuard Enterprise System Tray Icon kann auf dem Endpoint einfach und schnell auf
160
Administratorhilfe
Richtlinieneinstellungen
Overlay-Symbole im Explorer anzeigen
Virtuelle Tastatur in der POA
Erklärung alle Benutzerfunktionen zugegriffen werden.
Zusätzlich können für den Benutzer Informationen
über den Status des Endpoint (neue Richtlinien erhalten usw.) über Balloon Tool Tips ausgegeben werden.
Ja:
System Tray Icon wird im Infobereich der
Taskleiste angezeigt, der Benutzer wird über
Balloon Tool Tips laufend über den Status des durch SafeGuard Enterprise geschützten Endpoint.
Nein:
System Tray Icon wird nicht angezeigt. Keine
Statusinformationen für den Benutzer über Ballon
Tool Tips.
Stumm:
System Tray Icon wird im Infobereich der
Taskleiste angezeigt, es werden aber keine
Statusinformationen für den Benutzer über Ballon
Tool Tips ausgegeben.
Bestimmt, ob im Windows Explorer
Schlüsselsymbole zur Anzeige des
Verschlüsselungsstatus von Volumes, Geräten,
Ordnern und Dateien angezeigt werden.
Bestimmt, ob im SafeGuard POA-Anmeldedialog bei Bedarf eine virtuelle Tastatur zur Eingabe des
Kennworts angezeigt werden kann.
INSTALLATIONSOPTIONEN
Deinstallation erlaubt
Sophos Manipulationsschutz aktivieren
Bestimmt, ob die Deinstallation von SafeGuard
Enterprise auf den Endpoints möglich ist. Wird
Deinstallation erlaubt auf Nein gesetzt, kann
SafeGuard Enterprise solange eine Richtlinie mit dieser Einstellung wirksam ist, auch mit
Administratorrechten nicht deinstalliert werden.
Aktiviert/deaktiviert die Funktion Sophos
Manipulationsschutz. Wenn Sie die Deinstallation von SafeGuard Enterprise über die
Richtlinieneinstellung Deinstallation erlaubt als zulässig definiert haben, können Sie diese
Richtlinieneinstellung auf Ja setzen, um
Deinstallationsvorgänge durch die Funktion
Sophos Manipulationsschutz überprüfen zu lassen und somit ein leichtfertiges Entfernen der Software zu verhindern.
161
SafeGuard Enterprise
Richtlinieneinstellungen Erklärung
Erlaubt die Funktion Sophos Manipulationsschutz die Deinstallation nicht, wird der
Deinstallationsvorgang abgebrochen.
Ist Sophos Manipulationsschutz aktivieren auf
Nein eingestellt, werden SafeGuard Enterprise
Deinstallationsvorgänge durch die Funktion
Sophos Manipulationsschutz weder geprüft noch verhindert.
Hinweis: Diese Einstellung gilt nur für Endpoints, auf denen Sophos Endpoint Security and Control in der Version 9.5 oder einer neueren Version installiert ist.
EINSTELLUNGEN FÜR CREDENTIAL PROVIDERS
Credential Provider Wrapping
In SafeGuard Enterprise können Sie konfigurieren, dass ein anderer Credential Provider als der
Windows Credential Provider verwendet wird.
Vorlagen für die unterstützten Credential Provider stehen auf Sophos.com zum Download zur
Verfügung. Eine Liste mit Vorlage für getestete
Credential Provider sowie die Information zum
Download erhalten Sie vom Sophos Support.
Mit Hilfe der Richtlinieneinstellung Credential
Provider können Sie eine Vorlage importieren und auf Endpoints anwenden. Klicken Sie auf
Vorlage importieren und suchen Sie nach der
Vorlagendatei. Die importierte Vorlage und deren
Inhalt werden im mehrzeiligen Feld Credential
Providerangezeigt und als Richtlinie eingestellt.
Um eine Vorlage zu löschen, klicken Sie auf
Vorlage löschen.
Hinweis: Bearbeiten Sie die bereitgestellten
Vorlagendateien nicht. Wenn die XML-Struktur dieser Dateien geändert wird, werden die
Einstellungen unter Umständen auf dem Endpoint nicht erkannt. Dann wird unter Umständen der
Standard Windows Credential Provider verwendet.
EINSTELLUNGEN FÜR DIE TOKENUNTERSTÜTZUNG
Token Middleware Modulname
Registriert das PKCS#11 Modul eines Token.
Folgende Optionen stehen zur Verfügung:
ActiveIdentity ActivClient
ActiveIdentity ActivClient (PIV)
AET SafeSign Identity Client
Aladdin eToken PKI Client
162
Richtlinieneinstellungen
Administratorhilfe
Erklärung a.sign Client
ATOS CardOS API
Charismathics Smart Security Interface
Estonian ID-Card
Gemalto Access Client
Gemalto Classic Client
Gemalto .NET Card
IT Solution trustware CSP+
Módulo PKCS#11 TC-FNMT
Nexus Personal
RSA Authentication Client 2.x
RSA Smart Card Middleware 3.x
Siemens CardOS API
T-Systems NetKey 3.0
Unizeto proCertum
Benutzerdefinierte PKCS#11 Einstellungen...
Wenn Sie Benutzerdefinierte PKCS#11
Einstellungen... auswählen, werden die
Benutzerdefinierten PKCS#11 Einstellungen
aktiviert.
Sie können dann die zu verwendenden
Modulnamen eingeben:
PKCS#11 Modul für Windows
PKCS#11 Modul für die SafeGuard
Power-on Authentication (POA)
Hinweis: Wenn Sie Nexus Personal oder
Gemalto .NET Card Middleware installieren, müssen Sie den Installationspfad der Middleware auch zur PATH-Umgebungsvariable der
Systemeigenschaften Ihres Computers hinzufügen.
Standard-Installationspfad für Gemalto .NET
Card:
C:\Programme\ Gemalto\PKCS11 for .NET V2 smart cards
Standard-Installationspfad für Nexus
Personal:
C:\Programme\Personal\bin
Lizenzen:
163
SafeGuard Enterprise
Richtlinieneinstellungen
Dienste, auf die gewartet wird
Erklärung
Beachten Sie, dass für die Benutzung der jeweiligen Middleware für das
Standard-Betriebssystem eine Lizenzvereinbarung mit dem jeweiligen Hersteller erforderlich ist.
Informationen darüber, wo Sie die Lizenzen erhalten, finden Sie unter Beschaffung der erforderlichen Middleware-Lizenzen für das
Betriebssystem gemäß den Voraussetzungen von
SafeGuard Device Encryption .
Wenn Sie Siemens-Lizenzen erwerben möchten, wenden Sie sich an:
Atos IT Solutions and Services GmbH
Otto-Hahn-Ring 6
D-81739 München
Germany
Diese Einstellung dient zur Problembehebung mit bestimmten Token. Entsprechende Einstellungen werden gegebenenfalls von unserem Support bekannt gegeben.
20.11 Protokollierung bei Windows Endpoints
Ereignisse für SafeGuard Enterprise können in der Windows-Ereignisanzeige oder in der
SafeGuard Enterprise Datenbank protokolliert werden. Um festzulegen, welche Ereignisse an welchem Ziel protokolliert werden sollen, erstellen Sie eine Richtlinie vom Typ
Protokollierung und wählen Sie die gewünschten Ereignisse per Mausklick aus.
Es steht eine Vielzahl von Ereignissen aus unterschiedlichen Kategorien (z. B. Anmeldung,
Verschlüsselung usw.) zur Auswahl zur Verfügung. Es ist daher empfehlenswert, eine
Vorgehensweise für die Protokollierung zu definieren und die notwendigen Ereignisse unter
Berücksichtigung der Anforderungen für Berichte und Audits festzulegen.
Weitere Informationen finden Sie unter Berichte
(Seite 270).
164
Administratorhilfe
21 Festplattenverschlüsselung
Diese Version von SafeGuard Enterprise unterstützt Windows 7 und Windows 8 auf Endpoints mit BIOS oder UEFI.
■
Für Systeme mit BIOS können Sie zwischen SafeGuard Enterprise
Festplattenverschlüsselung und von SafeGuard Enterprise verwalteter BitLocker
Verschlüsselung wählen. Die BIOS Version verwendet den BitLocker-eigenen
Wiederherstellungsmechanismus.
Hinweis: Wenn in diesem Handbuch von SafeGuard Power-on Authentication oder
SafeGuard Festplattenverschlüsselung die Rede ist, dann bezieht sich das nur auf Windows
7 BIOS Endpoints.
■
Für UEFI Systeme verwenden Sie die von SafeGuard Enterprise verwaltete BitLocker
Verschlüsselung für die Festplattenverschlüsselung. Für diese Endpoints bietet SafeGuard
Enterprise verbesserte Challenge/Response Funktionalitäten. Nähere Informationen zu den unterstützten UEFI-Versionen und Beschränkungen hinsichtlich der Unterstützung von SafeGuard BitLocker Challenge/Response finden Sie in den Versionshinweisen unter http://downloads.sophos.com/readmes/readsgn_7_eng.html
.
Hinweis: Wenn sich die Beschreibung nur auf UEFI bezieht, ist das explizit angegeben.
Die Tabelle zeigt, welche Komponenten verfügbar sind.
Windows 7
BIOS
Windows 7
UEFI
Windows 8
BIOS
Windows 8
UEFI
SafeGuard
Festplattenverschlüsselung mit SafeGuard
Power-on
Authentication (POA)
SafeGuard Power On
Authentication (POA) mit C/R Recovery
BitLocker mit
Pre-Boot
Authentication (PBA), von SafeGuard verwaltet
SafeGuard C/R
Wiederherstellung für BitLocker
Pre-Boot
Authentication (PBA)
JA JA JA
JA
JA
JA
JA
JA
21.1 SafeGuard Festplattenverschlüsselung
Ein Kernstück von SafeGuard Enterprise ist die Verschlüsselung von Daten auf unterschiedlichen Datenträgern. Die Festplattenverschlüsselung kann volume- oder dateibasierend durchgeführt werden, mit unterschiedlichen Schlüsseln und Algorithmen.
165
SafeGuard Enterprise
Dateien werden transparent verschlüsselt. Wenn Benutzer Dateien öffnen, bearbeiten und speichern, werden sie nicht zur Ver- oder Entschlüsselung aufgefordert.
Als Sicherheitsbeauftragter legen Sie die Einstellungen für die Verschlüsselung in einer
Sicherheitsrichtlinie vom Typ Geräteschutz fest. Weitere Informationen finden Sie unter
(Seite 88) und
Hinweis: Die in den folgenden Abschnitten beschriebene Funktion der
Festplattenvollverschlüsselung kann nur mit Windows 7 BIOS-basierten Systemen genutzt werden. Wenn Sie andere Systeme wie z. B. UEFI oder Windows 8 verwenden, nutzen Sie die integrierte Windows BitLocker Drive Encryption-Funktionalität. Weitere Informationen finden Sie unter
(Seite 169).
21.1.1 Volume-basierende Festplattenverschlüsselung
Mit der volume-basierenden Festplattenverschlüsselung werden alle Daten auf einem Volume
(einschließlich Boot-Dateien, Pagefiles, Hibernation Files, temporäre Dateien,
Verzeichnisinformationen usw.) verschlüsselt. Benutzer müssen sich in ihrer Arbeitsweise nicht anpassen oder auf Sicherheit achten.
Um volume-basierende Verschlüsselung auf Endpoints anzuwenden, erstellen Sie eine
Richtlinie vom Typ Geräteschutz und wählen Sie bei Verschlüsselungsmodus für Medien
die Einstellung Volume-basierend. Weitere Informationen finden Sie unter Geräteschutz
(Seite 150).
Hinweis:
■
Die Volume-basierende Verschlüsselung/Entschlüsselung wird für Laufwerke ohne
Laufwerksbuchstaben nicht unterstützt.
■
■
■
Wenn für ein Volume oder einen Volume-Typ eine Verschlüsselungsrichtlinie existiert und die Verschlüsselung des Volumes schlägt fehl, darf der Benutzer nicht auf das Volume zugreifen.
Endpoints können während der Verschlüsselung/Entschlüsselung heruntergefahren und neu gestartet werden.
Wenn auf die Entschlüsselung die Deinstallation folgt, empfehlen wir, den Endpoint nicht in einen Energiesparmodus oder den Ruhezustand zu versetzen.
■
Wenn nach der volume-basierenden Verschlüsselung eine Richtlinie auf einen
Endpoint-Computer angewendet wird, die die Entschlüsselung erlaubt, ist Folgendes zu beachten: Nach einer vollständigen volume-basierenden Verschlüsselung muss der
Endpoint-Computer mindestens einmal neu gestartet werden, bevor die Entschlüsselung gestartet werden kann.
Hinweis:
Im Gegensatz zur SafeGuard BitLocker Drive Encryption unterstützt die Volume-basierende
SafeGuard-Verschlüsselung keine GUID Partition Table (GPT) Disks. Die Installation wird abgebrochen, wenn eine solche Disk gefunden wird. Wenn dem System später eine GPT
Disk hinzugefügt wird, werden Volumes auf der Disk verschlüsselt. Beachten Sie, dass die
SafeGuard Recovery-Tools – wie z. B. BE_Restore.exe und recoverkeys.exe – mit solchen
Volumes nicht zurechtkommen. Sophos empfiehlt dringend, eine Verschlüsselung von GPT
Disks zu vermeiden. Zum Entschlüsseln von Volumes, die unbeabsichtigt verschlüsselt wurden,
ändern Sie Ihre SGN-Richtlinien entsprechend und ermöglichen Sie dem Benutzer die
Entschlüsselung.
166
Administratorhilfe
21.1.1.1 Schnelle Initialverschlüsselung
SafeGuard Enterprise bietet die schnelle Initialverschlüsselung als Spezialmodus für die volume-basierende Verschlüsselung. Dieser Modus reduziert den Zeitraum, der für die initiale
Verschlüsselung (oder die endgültige Entschlüsselung) von Volumes auf Endpoints benötigt wird. Dies wird dadurch erreicht, dass nur auf den Festplattenspeicherplatz zugegriffen wird, der tatsächlich in Gebrauch ist.
Für die schnelle Initialverschlüsselung gelten folgende Voraussetzungen:
■
Die schnelle Initialverschlüsselung funktioniert nur auf NTFS-formatierten Volumes.
■
Bei NTFS-formatierten Volumes mit einer Cluster-Größe von 64 KB kann die schnelle
Initialverschlüsselung nicht angewendet werden.
Hinweis: Dieser Modus kann zu einem unsichereren Zustand führen, wenn eine Platte vor der Verwendung mit SafeGuard Enterprise bereits in Gebrauch war. Nicht verwendete Sektoren können noch Daten enthalten. Daher ist die schnelle Initialverschlüsselung standardmäßig deaktiviert.
Um die schnelle Initialverschlüsselung zu aktivieren, wählen Sie die Einstellung Schnelle
Initialverschlüsselung in einer Richtlinie vom Typ Geräteschutz.
Hinweis: Für die Entschlüsselung eines Volumes wird unabhängig von der gewählten
Richtlinieneinstellung immer die schnelle Initialverschlüsselung verwendet. Für die
Entschlüsselung gelten ebenfalls die angegebenen Einschränkungen.
21.1.1.2 Volume-basierende Verschlüsselung und die Windows 7 Systempartition
Für Windows 7 Professional, Enterprise und Ultimate wird auf den Endpoints eine
Systempartition angelegt, der kein Laufwerksbuchstabe zugeordnet ist. Diese System-Partition kann nicht von SafeGuard Enterprise verschlüsselt werden.
21.1.1.3 Volume-basierende Verschlüsselung und Unidentified File System Objects
Unidentified File System Objects sind Volumes, die von SafeGuard Enterprise nicht eindeutig als verschlüsselt oder unverschlüsselt identifiziert werden können. Existiert für ein Unidentified
File System Object eine Verschlüsselungsrichtlinie, so wird der Zugriff auf das Volume verweigert. Existiert keine Verschlüsselungsrichtlinie, so kann der Benutzer auf das Volume zugreifen.
Hinweis: Existiert für ein Unidentified File System Object eine Verschlüsselungsrichtlinie, bei der die Richtlinieneinstellung Schlüssel für die Verschlüsselung auf eine Option eingestellt ist, die die Schlüsselauswahl ermöglicht (z. B. Beliebiger Schlüssel im
Schlüsselring des Benutzers), so entsteht zwischen der Anzeige des
Schlüsselauswahldialogs und der Verweigerung des Zugriffs auf das Volume eine zeitliche
Lücke. Während dieser Zeit kann auf das Volume zugegriffen werden. So lange der
Schlüsselauswahldialog nicht vom Benutzer bestätigt wird, besteht Zugriff auf das Volume.
Um dies zu vermeiden, geben Sie einen vorausgewählten Schlüssel für die Verschlüsselung an. Weitere Informationen zu den relevanten Richtlinieneinstellungen finden Sie unter
Geräteschutz (Seite 150). Diese zeitliche Lücke entsteht auch dann für mit dem Endpoint
verbundene Unidentified File System Objects, wenn der Benutzer zu dem Zeitpunkt, an dem die Verschlüsselungsrichtlinie wirksam wird, bereits Dateien auf dem Volume geöffnet hat.
In diesem Fall, kann nicht gewährleistet werden, dass der Zugriff auf das Volume verweigert wird, da dies zu Datenverlust führen könnte.
167
SafeGuard Enterprise
21.1.1.4 Verschlüsselung von Volumes mit aktivierter Autorun-Funktionalität
Wenn Sie auf Volumes, für die die Autorun-Funktionalität aktiviert ist, eine
Verschlüsselungsrichtlinie anwenden, so können folgende Probleme auftreten:
■
Das Volume wird nicht verschlüsselt.
■
Wenn es sich um ein Unidentified File System Object handelt, wird der Zugriff nicht verweigert.
21.1.1.5 Zugriff auf mit BitLocker To Go verschlüsselte Volumes
Wird SafeGuard Enterprise mit aktivierter BitLocker To Go Unterstützung verwendet und existiert eine SafeGuard Enterprise Verschlüsselungsrichtlinie für ein mit BitLocker To Go verschlüsseltes Volume, so wird der Zugriff auf das Volume verweigert. Existiert keine
SafeGuard Enterprise Verschlüsselungsrichtlinie, so kann der Benutzer auf das Volume zugreifen.
Weitere Informationen zu BitLocker To Go finden Sie unter BitLocker To Go (Seite 177).
21.1.2 Dateibasierende Festplattenverschlüsselung
Die dateibasierende Verschlüsselung stellt sicher, dass alle Daten verschlüsselt sind (außer
Boot Medium und Verzeichnisinformationen). Mit dateibasierender Verschlüsselung lassen sich auch optische Medien wie CD/DVD verschlüsseln. Außerdem können Daten mit
Fremdrechnern, auf denen SafeGuard Enterprise nicht installiert ist, ausgetauscht werden
(soweit die Richtlinien dies zulassen) (siehe SafeGuard Data Exchange
(Seite 193)).
Hinweis: Mit “Dateibasierender Verschlüsselung” verschlüsselte Daten können nicht komprimiert werden. Umgekehrt können auch komprimierte Dateien nicht dateibasierend verschlüsselt werden.
Hinweis: Boot-Volumes werden niemals dateibasierend verschlüsselt. Sie sind automatisch von einer dateibasierenden Verschlüsselung ausgenommen, auch wenn eine entsprechende
Regel definiert ist.
Um dateibasierende Verschlüsselung auf Endpoints anzuwenden, erstellen Sie eine Richtlinie vom Typ Geräteschutz und wählen Sie bei Verschlüsselungsmodus für Medien die
Einstellung Dateibasierend.
21.1.2.1 Standardverhalten beim Speichern von Dateien
Da sich Anwendungen beim Speichern von Dateien unterschiedlich verhalten, bietet SafeGuard
Enterprise zwei Verfahren für das Behandeln von verschlüsselten Dateien, die geändert wurden.
Wurde eine Datei mit einem anderen Schlüssel als dem Standardschlüssel des Volumes verschlüsselt und Sie bearbeiten und speichern die Datei, so würde man erwarten, dass der
Verschlüsselungsschlüssel beibehalten wird. Es wurde ja eine Datei bearbeitet, keine neue erstellt. Viele Anwendungen speichern jedoch Dateien, indem sie eine Kombination aus
Speichern-, Löschen- und Umbenennen-Vorgängen ausführen (z. B. Microsoft Office). Ist dies der Fall, so verwendet SafeGuard Enterprise in der Standardeinstellung den
Standardschlüssel für diesen Verschlüsselungsvorgang und ändert somit den für die
Verschlüsselung verwendeten Schlüssel.
Wenn Sie dieses Verhalten ändern und den für die Verschlüsselung verwendeten Schlüssel in jedem Fall beibehalten möchten, können Sie einen Registry Key auf dem Endpoint ändern.
168
Administratorhilfe
Um den zuvor verwendeten Schlüssel beim Speichern von geänderten Dateien beizubehalten:
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\UTIMACO\SGLCENC]
"ActivateEncryptionTunneling"=dword:00000001
Um die Verwendung eines anderen Schlüssels (Standardschlüssel) beim Speichern von geänderten Dateien zuzulassen. Standardeinstellung nach der Installation:
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\UTIMACO\SGLCENC]
"ActivateEncryptionTunneling"=dword:00000000
Hinweis: Änderungen an dieser Einstellung werden erst nach einem Neustart des Endpoint wirksam.
21.2 BitLocker Drive Encryption
BitLocker Drive Encryption ist ein in Microsoft Windows Betriebssysteme integriertes Feature für die Festplattenverschlüsselung mit Pre-Boot Authentication. BitLocker bietet Datenschutz durch die Verschlüsselung von Boot- sowie Daten-Laufwerken. Bei Windows 8 und höher kann nur die BitLocker Drive Encryption (nicht die SafeGuard Festplattenverschlüsselung) für die Festplattenverschlüsselung verwendet werden.
SafeGuard Enterprise kann BitLocker Verschlüsselung auf einem Computer verwalten. Die
BitLocker-Verschlüsselung kann aktiviert und die Verwaltung von bereits mit BitLocker verschlüsselten Laufwerken übernommen werden.
SafeGuard Enterprise überprüft während der Installation am Endpoint und während dem ersten Neustart, ob die Hardware die Anforderungen für BitLocker mit SafeGuard
Challenge/Response erfüllt. Falls nicht, wird die SafeGuard Enterprise BitLocker Verwaltung ohne Challenge/Response ausgeführt. In diesem Fall kann der BitLocker Recovery-Schlüssel mit dem SafeGuard Management Center abgerufen werden.
21.2.1 Authentisierung mit BitLocker-Laufwerkverschlüsselung
Die BitLocker-Laufwerkverschlüsselung bietet verschiedene Authentisierungsoptionen für
Boot- und Datenlaufwerke.
Der Sicherheitsbeauftragte kann die verschiedenen Anmeldemodi in einer Richtlinie im
SafeGuard Management Center einstellen und sie an die BitLocker Endpoints verteilen.
Für SafeGuard Enterprise BitLocker-Benutzer sind folgende Anmeldemodi verfügbar:
■
TPM (nur Boot-Laufwerke)
■
TPM + PIN (nur Boot-Laufwerke)
■
TPM + Systemstartschlüssel (nur Boot-Laufwerke)
■
Kennwort (ohne TPM)
■
Systemstartschlüssel (ohne TPM)
■
Auto-Unlock (nur Datenlaufwerke)
169
SafeGuard Enterprise
Weitere Informationen zum Einrichten der Anmeldemodi finden Sie unter Authentisierung
(Seite 132).
21.2.1.1 Trusted Platform Module (TPM)
Das TPM ist ein Modul auf dem Motherboard, das einer Smartcard ähnelt und
Verschlüsselungsfunktionen sowie Vorgänge für die digitale Signatur ausführt. Es ist in der
Lage, Benutzerschlüssel anzulegen, zu speichern und zu verwalten. Das TPM ist gegen
Angriffe geschützt.
21.2.1.2 PIN und Kennwörter
Die Voraussetzungen für BitLocker PINs und Kennwörter werden in den Windows
Gruppenrichtlinien festgelegt und nicht durch die SafeGuard Enterprise-Einstellungen.
Die betreffenden Einstellungen für Kennwörter sind im lokalen Gruppenrichtlinien-Editor
(gpedit.msc) zu finden:
Local Computer Policy - Computer Configuration - Administrative Templates - Windows
Components - BitLocker Drive Encryption - Operating System Drives - Configure use
of passwords for operating system drives und
Local Computer Policy - Computer Configuration - Administrative Templates - Windows
Components - BitLocker Drive Encryption - Fixed Data Drives - Configure use of
passwords for fixed data drives.
Die Einstellungen können auch über Active Directory angewendet werden.
PINs bestehen in der Regel nur aus Zahlen. Es kann jedoch die Verwendung aller
Tastaturzeichen (Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen/Symbole) zugelassen werden. Die
Einstellung, mit der diese erweiterten PINs zugelassen werden, ist im lokalen
Gruppenrichtlinien-Editor (gpedit.msc) unter Local Computer Policy - Computer
Configuration - Administrative Templates - Windows Components - BitLocker Drive
Encryption - Operating System Drives zu finden:
Wenn "Erweiterte PINs für Systemstart zulassen" auf "Aktiviert" gesetzt ist, sind erweiterte
PINs zulässig.
Wenn "Erweiterte PINs für Systemstart zulassen" auf "Nicht konfiguriert" gesetzt ist, sind in
SafeGuard Enterprise erweiterte PINs zulässig.
Wenn "Erweiterte PINs für Systemstart zulassen" auf "Deaktiviert" gesetzt ist, sind erweiterte
PINs nicht zulässig.
Hinweis: BitLocker unterstützt nur das EN-US Tastaturlayout. Benutzer könnten daher
Probleme bei der Eingabe erweiterter PINs oder komplexer Kennwörter haben. Wird das
Tastaturlayout vor dem Festlegen der neuen BitLocker-PIN oder des neuen Bit
Locker-Kennworts nicht in EN-US geändert, muss für die Eingabe des gewünschten Zeichens unter Umständen eine andere Taste gedrückt werden als die auf der Tastatur angegebene.
Deshalb wird vor dem Verschlüsseln des Boot-Laufwerks ein Neustart ausgeführt, um sicherzustellen, dass der Benutzer die PIN oder das Kennwort beim Starten korrekt eingeben kann.
21.2.1.3 USB-Stick
Die externen Schlüssel können auf einem ungeschützten USB-Stick gespeichert werden.
170
Administratorhilfe
21.2.2 Praxistipps: Richtlinieneinstellungen und Bedienung
Der Sicherheitsbeauftragte konfiguriert die Verschlüsselungsrichtlinien für die zu verschlüsselnden Laufwerke sowie eine Authentisierungsrichtlinie. Nach Möglichkeit sollte immer das TPM genutzt werden, aber auch ohne TPM sollte das Boot-Volume verschlüsselt werden. Die Benutzerinteraktion sollte auf ein Minimum beschränkt werden.
Gemäß diesen Anforderungen wählt der Sicherheitsbeauftragte die folgenden
Authentisierungseinstellungen (diese sind auch die Standardeinstellungen):
■
BitLocker Anmeldemodus für Boot-Laufwerke: TPM + PIN
■
■
BitLocker Fallback-Anmeldemodus für Boot-Laufwerke: Kennwort oder
Systemstartschlüssel:
BitLocker Anmeldemodus für Datenlaufwerke: Auto-Unlock
■
BitLocker Fallback-Anmeldemodus für Datenlaufwerke: Kennwort oder
Systemstartschlüssel:
Der Sicherheitsbeauftragte erstellt eine Geräteschutzrichtlinie mit dem Ziel Interner Speicher und richtet für den Verschlüsselungsmodus Volume-basierend ein. Danach werden beide
Richtlinien auf die zu verschlüsselnden Endpoints angewendet.
Für SafeGuard Enterprise BitLocker-Benutzer gibt es folgende Szenarien:
Fall 1: Ein Benutzer meldet sich mit einem TPM bei einem Endpoint an.
1. Der Benutzer wird aufgefordert, eine PIN für das Boot-Volume einzugeben (z. B. Laufwerk
C: ).
2. Der Benutzer gibt die PIN ein und klickt auf Neu starten und verschlüsseln.
3. Das System testet die Hardware und überprüft, ob der Benutzer die PIN korrekt eingeben kann. Es startet neu und fordert den Benutzer zur Eingabe der PIN auf.
■
■
■
Wenn der Benutzer die PIN richtig eingibt, wird der Endpoint gestartet.
Gibt der Benutzer die PIN nicht richtig ein (z. B. aufgrund eines falschen Tastaturlayouts), kann er die Esc-Taste in der BitLocker Pre-Boot-Umgebung drücken, um den Test abzubrechen, und der Endpoint wird gestartet.
Falls es ein Problem mit der Hardware gibt (z. B. wenn das TPM nicht funktioniert), wird der Test abgebrochen und der Endpoint gestartet.
4. Der Benutzer meldet sich erneut an.
5. Wenn der Hardware-Test erfolgreich war (der Benutzer konnte die PIN richtig eingeben und es gab kein Problem mit dem TPM), beginnt die Verschlüsselung des Boot-Volume.
Andernfalls (wenn der Test fehlschlägt), wird ein Fehler angezeigt und das Volume nicht verschlüsselt. Schlägt der Test fehl, weil der Benutzer Esc in der Pre-Boot-Umgebung gedrückt hat, wird der Benutzer aufgefordert, erneut eine PIN einzugeben und einen
Neustart vorzunehmen (wie in Schritt 2; die Schritte 3, 4 und 5 werden wiederholt).
6. Die Verschlüsselung des Boot-Volume beginnt.
7. Die Verschlüsselung der Daten-Volumes beginnt ebenfalls, ohne dass eine Interaktion seitens des Benutzers erforderlich ist.
Fall 2: Ein Benutzer meldet sich bei einem Windows 8-Endpoint ohne TPM an.
1. Der Benutzer wird aufgefordert, ein Kennwort für das Boot-Volume einzugeben.
2. Der Benutzer gibt das Kennwort ein und klickt auf Neu starten und verschlüsseln.
3. Das System startet neu, führt einen Hardwaretest durch und der Benutzer meldet sich wie im Fall oben erneut an (genau wie in Fall 1, Schritte 3 bis 6, aber die Verweise auf das
TPM sind nicht relevant und anstelle einer PIN ist ein Kennwort erforderlich.)
171
SafeGuard Enterprise
4. Die Verschlüsselung des Boot-Volume beginnt.
5. Die Verschlüsselung der Daten-Volumes beginnt ebenfalls, ohne dass eine Interaktion seitens des Benutzers erforderlich ist.
Fall 3: Ein Benutzer meldet sich bei einem Windows 7-Endpoint ohne TPM an.
1. Der Benutzer wird aufgefordert, den Verschlüsselungsschlüssel für das Boot-Volume auf einem USB-Stick zu speichern.
2. Der Benutzer steckt einen USB-Stick ein und wählt Speichern und neu starten aus.
3. Das System startet neu, führt den Hardwaretest durch und der Benutzer meldet sich erneut an. (Gleicher Ablauf wie in den vorgenannten Fällen, aber der Benutzer muss beim Booten den USB-Stick einstecken. Es könnte ein Hardwarefehler auftreten, wenn der USB-Stick von der BitLocker Pre-Boot-Umgebung nicht gelesen werden kann.)
4. Die Verschlüsselung des Boot-Volume beginnt.
5. Die Verschlüsselung der Daten-Volumes beginnt ebenfalls, ohne dass eine Interaktion seitens des Benutzers erforderlich ist.
Fall 4: Der Sicherheitsbeauftragte ändert die Richtlinie und setzt den BitLocker
Fallback-Anmeldemodus für Boot-Laufwerke auf Kennwort. Ein Benutzer meldet sich bei einem Windows 7-Endpoint ohne TPM an.
1. Da der Endpoint kein TPM hat und Windows 7 keine Kennwörter für Boot-Volumes zulässt, wird das Boot-Volume nicht verschlüsselt.
2. Für jedes Nicht-Boot-Volume wird der Benutzer aufgefordert, den externen Schlüssel auf einem USB-Stick zu speichern. Die Verschlüsselung des betreffenden Volume beginnt, sobald der Benutzer auf Speichern klickt.
3. Wenn der Benutzer den Endpoint neu startet, muss der USB-Stick eingesteckt sein, damit die Nicht-Boot-Volumes entsperrt werden.
21.2.3 Voraussetzungen für die Verwaltung von BitLocker auf Endpoints
■
Um die Anmeldemethoden TPM + PIN, TPM + Systemstartschlüssel,
Systemstartschlüssel oder Kennwort verwenden zu können, muss die Gruppenrichtlinie
Zusätzliche Authentifizierung beim Start anfordern entweder in Active Directory oder lokal auf Computern aktiviert werden. Im Editor für lokale Gruppenrichtlinien (gpedit.msc) kann die Gruppenrichtlinie hier gefunden werden:
Richtlinien für Lokaler Computer\Computerkonfiguration\Administrative
Vorlagen\Windows-Komponenten\BitLocker
Laufwerksverschlüsselung\Betriebssystemlaufwerke
Um Systemstartschlüssel zu verwenden, müssen Sie auch BitLocker ohne kompatibles
TPM zulassen in den Gruppenrichtlinien aktivieren.
■
Um TPM + PIN auf Tablets verwenden zu können, müssen Sie auch die Gruppenrichtlinie
Verwendung der BitLocker-Authentifizierung mit erforderlicher Tastatureingabe vor
dem Starten auf Slates aktivieren aktivieren.
Hinweis: Die Gruppenrichtlinien sind bei der Installation auf dem Endpoint automatisch aktiviert. Stellen Sie sicher, dass die Einstellungen nicht von anderen Gruppenrichtlinien
überschrieben werden.
■
Eine BitLocker-Geräteschutzrichtlinie, die die Konfiguration eines TPM-basierten
Authentifizierungsmechanismus (zum Beispiel TPM, TPM+PIN, TPM +
Systemstartschlüssel) auslöst, leitet automatisch die TPM-Aktivierung ein. Der Benutzer wird informiert, dass das TPM aktiviert werden muss, und erhält eine Nachricht, wenn das
System neugestartet oder heruntergefahren werden muss (abhängig von dem verwendeten
TPM).
172
Administratorhilfe
Hinweis: Wenn SafeGuard BitLocker Management auf einem Endpoint installiert ist, dann kann Nicht vorbereitet als Verschlüsselungsstatus eines Laufwerks angezeigt werden.
Das bedeutet, dass das Laufwerk momentan nicht mit BitLocker verschlüsselt werden kann, weil notwendige Vorbereitungen noch nicht durchgeführt wurden. Das trifft nur auf verwaltetete Endpoints zu, weil nicht verwaltetete Endpoints keine Bestandsinformationen melden können.
Siehe auch Registerkarte Laufwerke
(Seite 266).
Der Systemstatus kann mit dem Befehlszeilentool SGNState überprüft werden
(Administratorberechtigungen erforderlich). Nähere Informationen finden Sie im SafeGuard
Enterprise Tools Guide. Volume Info: Gibt an, ob der Endpoint angemessen für die
BitLocker-Verschlüsselung vorbereitet ist oder nicht. In manchen Fällen muss das
Windows-Tool zur Laufwerkvorbereitung auf BitLocker ausgeführt werden.
SafeGuard Challenge/Response für BitLocker
Um SafeGuard Enterprise BitLocker Challenge/Response verwenden zu können, müssen die folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:
■
64-Bit-Windows
■
UEFI Version 2.3.1 oder höher
■
Microsoft UEFI Zertifikat ist verfügbar oder Secure Boot ist deaktiviert.
■
NVRAM Booteinträge sind von Windows aus zugänglich
■
Windows im GPT-Modus installiert
■
Die Hardware ist in der POACFG.xml Datei nicht aufgelistet.
Sophos liefert eine Standard POACFG.xml Datei, die im Setup eingebettet ist. Es wird empfohlen, die neueste Datei herunterzuladen und dem Installationsprogramm bereitzustellen
SafeGuard Enterprise überprüft während der Installation am Endpoint und während dem ersten Neustart, ob die Hardware die Anforderungen für BitLocker mit SafeGuard
Challenge/Response erfüllt. Falls nicht, wird die SafeGuard Enterprise BitLocker Verwaltung ohne Challenge/Response ausgeführt. In diesem Fall kann der BitLocker Recovery-Schlüssel mit dem SafeGuard Policy Editor abgerufen werden.
21.2.4 BitLocker Drive Encryption mit SafeGuard Enterprise verwalten
Mit SafeGuard Enterprise können Sie BitLocker Drive Encryption vom SafeGuard Management
Center aus verwalten, wie einen nativen SafeGuard Enterprise Client. Als
Sicherheitsbeauftragter können Sie Verschlüsselungs- und Authentisierungsrichtlinien einrichten und an die BitLocker-Endpoints verteilen.
Während der Installation des SafeGuard Enterprise-Client auf Windows 7 muss die
BitLocker-Funktion explizit ausgewählt werden, um die BitLocker-Verwaltung zu ermöglichen.
Sobald ein BitLocker Endpoint bei SafeGuard Enterprise registriert ist, werden Informationen zu Benutzer, Computer, Anmeldemodus und Verschlüsselungsstatus angezeigt. Darüber hinaus werden Ereignisse für BitLocker Clients protokolliert.
Die Verwaltung von BitLocker Clients in SafeGuard Enterprise ist transparent. Das heißt, die
Verwaltungsfunktionen haben im Allgemeinen dieselbe Funktionsweise für BitLocker und
173
SafeGuard Enterprise native SafeGuard Enterprise Clients. Der Computertyp lässt sich über die Registerkarte
Bestand eines Containers unter Benutzer und Computer ermitteln. Die Spalte
Verschlüsselungstyp zeigt an, ob es sich bei dem betreffenden Computer um einen
BitLocker-Client handelt.
Die zentrale und vollständig transparente Verwaltung von BitLocker durch SafeGuard Enterprise ermöglicht somit die Anwendung in heterogenen IT-Umgebungen. SafeGuard Enterprise erweitert die Funktionalität von BitLocker signifikant. Über SafeGuard Enterprise lassen sich die Sicherheitsrichtlinien für BitLocker zentral ausrollen. Bei der Verwaltung von BitLocker
über SafeGuard Enterprise stehen darüber hinaus äußerst wichtige Prozesse, wie
Schlüsselverwaltung und Schlüssel-Recovery, zur Verfügung.
Informationen zur SafeGuard Enterprise-Unterstützung der BitLocker To Go-Erweiterung in
Windows 7 und 8 finden Sie unter
(Seite 177).
21.2.5 Verschlüsselung mit dem von SafeGuard Enterprise verwalteten
BitLocker
Mit der BitLocker Drive Encryption-Unterstützung in SafeGuard Enterprise können Sie
Boot-Volumes und Daten-Volumes mit BitLocker-Verschlüsselung und -Schlüsseln verschlüsseln. Darüber hinaus können Daten, z. B. von Wechselmedien, mit SafeGuard
Enterprise dateibasierender Verschlüsselung und SafeGuard Enterprise-Schlüsseln verschlüsselt werden. Dies ist keine BitLocker-Funktion, wird aber von SafeGuard Enterprise bereitgestellt.
21.2.5.1 BitLocker-Verschlüsselungsschlüssel
Bei der Verschlüsselung des Boot-Volumes oder anderer Volumes mit BitLocker über
SafeGuard Enterprise werden die Verschlüsselungsschlüssel immer durch BitLocker erzeugt.
BitLocker erzeugt jeweils einen Schlüssel für jedes Volume. Dieser Schlüssel lässt sich für keinen anderen Zweck verwenden.
Eine Sicherungskopie des Schlüssels wird in der SafeGuard Enterprise Datenbank gespeichert, wenn BitLocker mit SafeGuard Enterprise verwendet wird. Dies ermöglicht die Einrichtung eines Helpdesk- und Recovery-Mechanismus (ähnlich der SafeGuard Enterprise
Challenge/Response Funktionalität).
Es ist jedoch nicht möglich, Schlüssel global auszuwählen oder wiederzuverwenden, wie dies bei nativen SafeGuard Enterprise Clients der Fall ist. Die Schlüssel werden außerdem auch nicht im SafeGuard Management Center angezeigt.
Hinweis: BitLocker erlaubt Ihnen auch, Recovery-Schlüssel im Active Directory zu sichern.
Falls dies in den Gruppenrichtlinienobjekten (GPOs) aktiviert ist, dann wird dies automatisch durchgeführt, wenn ein Laufwerk mit BitLocker verschlüsselt ist. Wenn ein Laufwerk bereits verschlüsselt ist, kann der Administrator die BitLocker Recovery-Schlüssel händisch mit dem
Windows Manage-BDE tool sichern (siehe "manage-bde -protectors -adbackup -?").
21.2.5.2 BitLocker-Algorithmen in SafeGuard Enterprise
BitLocker unterstützt die folgenden Advanced Encryption Standard (AES) Algorithmen:
■
AES-128
■
AES-256
174
Administratorhilfe
AES-128 mit Diffuser und AES-256 mit Diffuser werden nicht mehr unterstützt. Laufwerke, die bereits mit einem Algorithmus mit Diffuser verschlüsselt wurden, können mit SafeGuard
Enterprise verwaltet werden.
21.2.5.3 Verschlüsselungsrichtlinien für die BitLocker-Laufwerkverschlüsselung
Der Sicherheitsbeauftragte kann eine Richtlinie für die (Erst-)Verschlüsselung im SafeGuard
Management Center anlegen und diese an die BitLocker Endpoints verteilen. Die Richtlinie wird daraufhin auf den Endpoints ausgeführt. Die in der Richtlinie angegebenen Laufwerke werden daraufhin mit BitLocker verschlüsselt.
Da die BitLocker Clients im SafeGuard Management Center transparent verwaltet werden, muss der Sicherheitsbeauftragte keine speziellen BitLocker-Einstellungen für die
Verschlüsselung vornehmen. SafeGuard Enterprise kennt den Status der Clients und wählt die BitLocker-Verschlüsselung entsprechend. Wird ein BitLocker Client mit SafeGuard
Enterprise installiert und wird die Volume-Verschlüsselung aktiviert, so werden die Volumes durch die BitLocker-Laufwerkverschlüsselung verschlüsselt.
Ein BitLocker Endpoint verarbeitet Richtlinien vom Typ Geräteschutz und Authentisierung.
Die folgenden Einstellungen werden am Endpoint ausgewertet:
■
Einstellungen in einer Richtlinie des Typs Geräteschutz:
■
Ziel:Lokale Datenträger | Interner Speicher | Boot-Laufwerke | Andere Laufwerke
| Laufwerksbuchstaben A: -Z:
■
■
■
Verschlüsselungsmodus für MedienVolume-basierend | Keine Verschlüsselung
Algorithmus für die VerschlüsselungAES128 | AES256
Schnelle InitialverschlüsselungJa | Nein
Nähere Informationen finden Sie unter
(Seite 150).
■
Einstellungen in einer Richtlinie des Typs Authentifizierung:
■
■
BitLocker Anmeldemodus für Boot-Laufwerke:TPM | TPM + PIN | TPM +
Systemstartschlüssel | Systemstartschlüssel |
BitLocker Fallback-Anmeldemodus für Boot-Laufwerke:Systemstartschlüssel |
Kennwort | Kennwort oder Systemstartschlüssel | Fehler
■
■
BitLocker Anmeldemodus für Datenlaufwerke: Auto-Unlock | Kennwort |
Systemstartschlüssel
BitLocker Fallback-Anmeldemodus für Datenlaufwerke: Systemstartschlüssel |
Kennwort oder Systemstartschlüssel | Kennwort
Nähere Informationen finden Sie unter
Alle anderen Einstellungen werden vom BitLocker Endpoint ignoriert.
21.2.5.4 Verschlüsselung auf einem durch BitLocker geschützten Computer
Vor Beginn der Verschlüsselung werden von BitLocker die Verschlüsselungsschlüssel generiert.
Abhängig vom System kann das Verhalten leicht abweichen.
Endpoints mit TPM
Wenn der Sicherheitsbeauftragte einen Anmeldemodus für BitLocker einrichtet, der TPM
(TPM, TPM+PIN oder TPM + Systemstartschlüssel) beinhaltet, wird die TPM-Aktivierung automatisch eingeleitet.
175
SafeGuard Enterprise
Das TPM (Trusted Platform Module) ist ein Hardware-Gerät, das BitLocker zum Speichern seiner Verschlüsselungsschlüssel verwendet. Die Schlüssel werden nicht auf der Festplatte des Computers gespeichert. Während des Startvorgangs muss das BIOS (Basic Input/Output
System) auf TPM zugreifen können. Wenn der Benutzer den Computer startet, bezieht
BitLocker diese Schlüssel automatisch vom TPM.
Endpoints ohne TPM
Wenn ein Endpoint nicht mit TPM ausgestattet ist, kann ein BitLocker-Systemstartschlüssel oder – falls auf dem Endpoint Windows 8 oder höher ausgeführt wird – ein Kennwort als
Anmeldemodus verwendet werden.
Ein BitLocker-Systemstartschlüssel kann mit einem USB-Stick zum Speichern der
Verschlüsselungsschlüssel generiert werden. Der Benutzer muss den Stick immer beim
Starten des Computers einstecken.
Wenn SafeGuard Enterprise BitLocker aktiviert, werden die Benutzer aufgefordert, den
BitLocker-Systemstartschlüssel zu speichern. Es öffnet sich ein Dialog, in dem die gültigen
Ziellaufwerke zum Speichern des Systemstartschlüssels angezeigt werden.
Hinweis: Bei Bootlaufwerken ist es wesentlich, dass der Systemstartschlüssel verfügbar ist, wenn Sie den Endpoint starten. Der Systemstartschlüssel kann daher nur auf einem
Wechselmedium gespeichert werden.
Bei Daten-Volumes kann der BitLocker-Systemstartschlüssel auf einem verschlüsselten
Boot-Volume gespeichert werden. Dies erfolgt automatisch, wenn Auto-Unlock in der Richtlinie festgelegt ist.
BitLocker Recovery-Schlüssel
Für die BitLocker Recovery sieht SafeGuard Enterprise ein Challenge/Response-Verfahren vor, das es erlaubt, Informationen vertraulich auszutauschen und die BitLocker
Recovery-Schlüssel beim Helpdesk abzurufen (siehe Response für mit BitLocker verschlüsselte
SafeGuard Enterprise Clients - UEFI-Endpoints
(Seite 254) und
BitLocker verschlüsselte SafeGuard Enterprise Clients - BIOS-Endpoints (Seite 255)).
Damit Recovery-Vorgänge über Challenge/Response durchgeführt werden können oder ein
Abruf des Recovery-Schlüssels möglich ist, müssen die notwendigen Daten dem Helpdesk zur Verfügung gestellt werden. Die für den Recovery-Vorgang erforderlichen Daten werden in spezifischen Schlüssel-Recovery-Dateien gespeichert.
Hinweis: Wenn SafeGuard BitLocker Verwaltung ohne Challenge/Response auf einem
Standalone-Endpoint verwendet wird, dann wird der Recovery-Schlüssel nach einem
Recovery-Vorgang nicht geändert.
Hinweis: Wenn eine mit BitLocker verschlüsselte Festplatte in einem Computer durch eine neue Festplatte ersetzt wird, diese den Laufwerksbuchstaben der alten Festplatte erhält und ebenfalls mit BitLocker verschlüsselt wird, speichert SafeGuard Enterprise nur den BitLocker
Recovery-Schlüssel der neuen Festplatte.
Verwaltung von Laufwerken, die bereits mit BitLocker verschlüsselt sind
Sollte es bei der Installation von SafeGuard Enterprise auf Ihrem Computer Laufwerke geben, die bereits mit BitLocker verschlüsselt sind, übernimmt SafeGuard Enterprise die Verwaltung dieser Laufwerke.
176
Administratorhilfe
Verschlüsselte Bootlaufwerke
■
Abhängig von der verwendeten SafeGuard Enterprise BitLocker Unterstützung werden
Sie möglicherweise aufgefordert, Ihren Computer neu zu starten. Es ist wichtig, dass Sie den Neustart so bald als möglich durchführen.
■
Wenn für das verschlüsselte Laufwerk eine SafeGuard Enterprise-Verschlüsselungsrichtlinie gilt:
■
SafeGuard Enterprise BitLocker Challenge/Response ist installiert: Die Verwaltung wird übernommen und SafeGuard Enterprise Challenge/Response ist möglich.
■
SafeGuard Enterprise BitLocker ist installiert: Die Verwaltung wird übernommen und
Recovery ist möglich.
■
Wenn für das verschlüsselte Laufwerk keine SafeGuard
Enterprise-Verschlüsselungsrichtlinie gilt:
■
■
SafeGuard Enterprise BitLocker Challenge/Response ist installiert: Es wird keine
Verwaltung übernommen und SafeGuard Enterprise Challenge/Response ist nicht möglich.
SafeGuard Enterprise BitLocker ist installiert: Recovery ist möglich.
Verschlüsselte Festplatten
■
Wenn für das verschlüsselte Laufwerk eine SafeGuard Enterprise-Verschlüsselungsrichtlinie gilt:
Die Verwaltung wird übernommen und Recovery ist möglich.
■
Wenn für das verschlüsselte Laufwerk keine SafeGuard
Enterprise-Verschlüsselungsrichtlinie gilt:
SafeGuard Enterprise Recovery ist möglich.
21.2.5.5 Entschlüsselung mit BitLocker
Computer, die mit BitLocker verschlüsselt wurden, lassen sich nicht automatisch entschlüsseln.
Die Entschlüsselung kann entweder über den Menüpunkt BitLocker Drive Encryption in der Systemsteuerung oder mit dem Microsoft Befehlszeilentool "Manage-bde" ausgeführt werden.
Um Benutzern zu erlauben, mit BitLocker verschlüsselte Laufwerke händisch zu entschlüsseln, muss dem Endpoint eine Richtlinie ohne Verschlüsselungsregel für ein BitLocker verschlüsseltes Laufwerk zugewiesen werden. Der Benutzer kann dann die Entschlüsselung durch Deaktivieren von BitLocker für das gewünschte Laufwerk unter BitLocker Drive
Encryption in der Systemsteuerung auslösen.
21.2.6 BitLocker To Go
Ab Windows 7 wurde die BitLocker -Laufwerkverschlüsselung mit BitLocker To Go erweitert, so dass Benutzer auch Volumes auf Wechselmedien verschlüsseln können. BitLocker To Go kann nicht durch SafeGuard Enterprise verwaltet werden.
BitLocker To Go kann verwendet werden, wenn die Client-Komponenten für SafeGuard
Enterprise BitLocker Unterstützung installiert wurden.
Wenn die Client-Komponenten für die volume-basierende Verschlüsselung von SafeGuard
Enterprise installiert wurden, dann ist BitLocker To Go nicht kompatibel und wird deaktiviert.
177
SafeGuard Enterprise
Volumes und Wechselmedien, die vor der Installation von SafeGuard Enterprise mit BitLocker
To Go verschlüsselt wurden, bleiben lesbar. Die dateibasierende Verschlüsselung von
SafeGuard kann verwendet werden.
21.2.6.1 Deaktivieren der BitLocker To Go Verschlüsselung
1. Wählen Sie im Windows Gruppenrichtlinien-Editor Local Computer Policy\Computer
Configuration\Administrative Templates\Windows Components\BitLocker Drive
Encryption\Removable Data Drives.
2. Unter Wechseldatenträger wählen Sie die folgende Richtlinie: Verwendung von BitLocker
auf Wechseldatenträgern steuern. Setzen Sie die Optionen wie folgt: a) Wählen Sie Aktiviert.
b) Deaktivieren Sie unter Optionen die Option Benutzer können BitLocker-Schutz auf
Wechseldatenträgern anwenden.
c) Wählen Sie unter Optionen die Option Benutzer können BitLocker-Schutz auf
Wechseldatenträgern anhalten und entschlüsseln.
3. Klicken Sie auf OK.
BitLocker To Go Verschlüsselung wird auf den Endpoints deaktiviert. Der Benutzer kann neue
Laufwerke nicht mehr mit BitLocker To Go verschlüsseln. Laufwerke, die bereits vor
Bereitstellung der nativen SafeGuard Enterprise Device Encryption Client-Komponenten mit
BitLocker To Go verschlüsselt wurden, bleiben lesbar.
Die Registry-Einstellungen auf dem Client werden folgendermaßen gesetzt:
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\FVE]
"RDVConfigureBDE"=dword:00000001
"RDVAllowBDE"=dword:00000000
"RDVDisableBDE"=dword:00000001
Diese Registry-Einstellungen werden auch während der Installation der SafeGuard Enterprise
Device Encryption Client-Komponenten gesetzt. BitLocker To Go wird somit auch auf
Computern ohne Domain-Verwaltung (Endpoints in einer Arbeitsgruppe) oder
Standalone-Endpoints deaktiviert.
21.2.7 Protokollierung
Vom BitLocker Client gemeldete Ereignisse werden wie für alle anderen SafeGuard Enterprise
Clients protokolliert. Dabei wird nicht explizit erwähnt, dass sich das Ereignis auf einen
BitLocker Client bezieht. Die Berichte entsprechen den für jeden anderen SafeGuard Enterprise
Client erzeugten Berichten.
21.3 FileVault 2 Festplattenverschlüsselung
FileVault 2 ist eine in OS X eingebaute Verschlüsselungstechnogie, die das ganze Laufwerk schützt und von SafeGuard Enterprise verwaltet werden kann.
178
Administratorhilfe
21.3.1 FileVault 2 Festplattenverschlüsselung mit SafeGuard Enterprise verwalten
Mit SafeGuard Enterprise können Sie FileVault 2 Festplattenverschlüsselung vom SafeGuard
Management Center aus verwalten, wie einen nativen SafeGuard Enterprise Client.
Die SafeGuard Enterprise Client Installation beinhaltet nicht auch die Komponente für die
Verwaltung von FileVault 2. Sie muss separat installiert werden. Nähere Informationen finden
Sie in Ihrer Dokumentation für Sophos SafeGuard Native Device Encryption für Mac.
Die zentrale und vollständig transparente Verwaltung von FileVault2 durch SafeGuard
Enterprise ermöglicht die Anwendung in heterogenen IT-Umgebungen. Sicherheitsrichtlinien für verschiedene Plattformen können zentral ausgerollt werden.
21.3.2 Verwalten von FileVault 2 Endpoints im SafeGuard Management
Center
Im SafeGuard Management Center lassen sich FileVault 2 Endpoints wie andere native
SafeGuard Endpoints verwalten. Als Sicherheitsbeauftragter können Sie
Verschlüsselungsrichtlinien für die FileVault 2 Endpoints einrichten und verteilen.
Sobald ein FileVault 2 Endpoint bei SafeGuard Enterprise registriert ist, werden Informationen zu Benutzer, Computer, Anmeldemodus und Verschlüsselungsstatus angezeigt. Darüber hinaus werden Ereignisse für FileVault 2 Clients protokolliert.
Die Verwaltung von FileVault 2 Clients in SafeGuard Enterprise ist transparent. Das heißt, die Verwaltungsfunktionen haben im Allgemeinen dieselbe Funktionsweise für FileVault 2 und native SafeGuard Enterprise Clients. Der Computertyp lässt sich in der Registerkarte
Bestand eines Containers unter Benutzer & Computer ermitteln. Die Spalte POA-Typ zeigt an, ob es sich bei dem betreffenden Computer um einen FileVault 2 Client handelt.
21.3.3 Verschlüsselungsrichtlinien für FileVault 2
Festplattenverschlüsselung
Der Sicherheitsbeauftragte kann eine Richtlinie für die Verschlüsselung im SafeGuard
Management Center anlegen und diese an die FileVault 2 Endpoints verteilen. Die Richtlinie wird daraufhin auf den Endpoints ausgeführt.
Da die FileVault 2 Endpoints im SafeGuard Management Center transparent verwaltet werden, muss der Sicherheitsbeauftragte keine speziellen FileVault 2-Einstellungen für die
Verschlüsselung vornehmen. SafeGuard Enterprise kennt den Status der Clients und wählt die FileVault 2-Verschlüsselung entsprechend.
Ein FileVault 2 Endpoint verarbeitet nur Richtlinien des Typs Geräteschutz mit dem Ziel
Boot-Laufwerke und einem Verschlüsselungsmodus für Medien, der auf
Volume-basierend oder Keine Verschlüsselung gesetzt ist. Alle anderen
Richtlinieneinstellungen werden ignoriert.
■
■
Volume-basierend aktiviert FileVault 2 auf dem Endpoint.
Keine Verschlüsselung erlaubt dem Benutzer den Mac zu entschlüsseln.
179
SafeGuard Enterprise
22 SafeGuard Configuration Protection
Das Modul SafeGuard Configuration Protection ist ab SafeGuard Enterprise 6.1 nicht mehr verfügbar. Die entsprechende Richtlinie sowie der Suspension Wizard sind im SafeGuard
Management Center 7.0 weiterhin für SafeGuard Enterprise 6 oder auch 5.60 Clients mit installiertem Configuration Protection, die mit einem 7.0 Management Center verwaltet werden, verfügbar.
Weitere Informationen zu SafeGuard Configuration Protection finden Sie in der SafeGuard
Enterprise 6 Administratorhilfe: http://www.sophos.com/de-de/medialibrary/PDFs/documentation/sgn_60_h_eng_admin_help.pdf
.
180
Administratorhilfe
23 Dateiverschlüsselung
Das SafeGuard Enterprise Modul File Encryption bietet dateibasierende Verschlüsselung auf lokalen Festplatten und im Netzwerk, speziell für Arbeitsgruppen bei Netzwerkfreigaben.
Im SafeGuard Management Center definieren Sie die Regeln für die dateibasierende
Verschlüsselung in File Encryption Richtlinien. In diesen Richtlinien geben Sie die Zielordner für File Encryption, den Verschlüsselungsmodus und den Schlüssel für die Verschlüsselung an. In Richtlinien vom Typ Allgemeine Einstellungen können Sie festlegen, wie bestimmte
Anwendungen und Dateisysteme auf Endpoints in Zusammenhang mit File Encryption behandelt werden sollen. Sie können ignorierte und vertrauenswürdige Anwendungen sowie ignorierte Geräte angeben. Außerdem können Sie die persistente Verschlüsselung für File
Encryption aktivieren.
Für die Verschlüsselung können persönliche Schlüssel verwendet werden. Ein persönlicher
Schlüssel, der für einen Benutzer aktiv ist, gilt nur für diesen bestimmten Benutzer und kann nicht anderen Benutzern zugewiesen oder mit diesen gemeinsam benutzt werden. Sie können persönliche Schlüssel im SafeGuard Management Center unter Benutzer & Computer erzeugen.
Wenn Endpoints eine File Encryption Richtlinie zugewiesen wurde, werden die Dateien in den von der Richtlinie abgedeckten Speicherorten ohne Benutzerinteraktion transparent verschlüsselt:
■
■
■
■
Neue Dateien in den relevanten Speicherorten werden automatisch verschlüsselt.
Wenn Benutzer den Schlüssel für eine verschlüsselte Datei haben, können sie den Inhalt lesen und ändern.
Wenn Benutzer den Schlüssel für eine verschlüsselte Datei nicht haben, wird der Zugriff verweigert.
Wenn ein Benutzer auf einem Endpoint, auf dem File Encryption nicht installiert ist, auf eine verschlüsselte Datei zugreift, wird der verschlüsselte Inhalt angezeigt.
Sind in den durch die Verschlüsselungsrichtlinie abgedeckten Speicherorten bereits Dateien vorhanden, so werden diese nicht automatisch verschlüsselt. Die Benutzer müssen auf dem
Endpoint eine Initialverschlüsselung im SafeGuard Assistent für Dateiverschlüsselung durchführen. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der SafeGuard Enterprise
Benutzerhilfe.
Hinweis:
SafeGuard File Encryption ist mit der in Windows integrierten EFS-Verschlüsselung und
Dateikomprimierung nicht kompatibel. Wenn die EFS-Verschlüsselung aktiviert ist, erhält sie
Priorität vor etwaig anwendbaren File Encryption Verschlüsselungsregeln. In den relevanten
Ordnern angelegte Dateien können in diesem Fall nicht von File Encryption verschlüsselt werden. Wenn die Komprimierung aktiviert ist, hat die Verschlüsselung durch File Encryption eine höhere Priorität. Dateien werden verschlüsselt, jedoch nicht komprimiert. Um Dateien mit File Encryption zu verschlüsseln, muss die EFS-Verschlüsselung oder die Komprimierung zunächst deaktiviert werden. Dies kann manuell oder durch Ausführen des SafeGuard
Enterprise Assistenten für die Initialverschlüsselung erfolgen.
Hinweis:
Nähere Informationen bei Verwendung von Mac Endpoints und SafeGuard File Encryption for Mac entnehmen Sie den folgenden Dokumenten:
■
SafeGuard File Encryption for Mac - Schnellstartanleitung.
181
SafeGuard Enterprise
Dieses Dokument ist an Mac Benutzer gerichtet.
■
SafeGuard File Encryption for Mac - Administratorhilfe.
Dieses Dokument ist für Administratoren vorgesehen, die mit beiden Plattformen, Mac und Windows, arbeiten.
23.1 Konfigurieren von Verschlüsselungsregeln in File
Encryption Richtlinien
Die Regeln für die dateibasierende Verschlüsselung im Netzwerk definieren Sie in einer
Richtlinie des Typs File Encryption.
Hinweis: Wenn bestimmte Ordner verschlüsselt werden (zum Beispiel C:\Programme), bewirkt dies unter Umständen, dass das Betriebssystem oder bestimmte Anwendungen nicht mehr laufen. Stellen Sie bei der Definition von Verschlüsselungsregeln sicher, dass diese
Ordner nicht verschlüsselt werden.
1. Legen Sie im Richtlinien Navigationsbereich einen neue Richtlinie vom Typ File
Encryption an oder wählen Sie eine vorhandene aus.
Die Tabelle für File Encryption Richtlinienregeln wird angezeigt.
2. Geben Sie in der Spalte Pfad den Pfad (d. h. den Ordner) an, der durch File Encryption verschlüsselt werden soll:
■
Klicken Sie auf die Dropdown-Schaltfläche und wählen Sie einen Platzhalter für einen
Ordnernamen aus der Liste der verfügbaren Platzhalter aus.
Hinweis: Wenn Sie Ihren Cursor über die Listeneinträge führen, werden Tooltips angezeigt, die zeigen, wie ein Platzhalter üblicherweise auf einem Endpoint umgesetzt wird. Geben Sie nur gültige Platzhalter ein. Eine Beschreibung aller verfügbaren
Platzhalter finden Sie unter Platzhalter für Pfade in File Encryption
(Seite 185).
Hinweis: Die Verschlüsselung des gesamten Benutzerprofils mit dem Platzhalter
<User Profile> kann zu einem instabilen Windows Desktop auf dem Endpoint führen.
■
■
Klicken Sie auf die Browse-Schaltfläche um den gewünschten Ordner im Dateisystem auszuwählen.
Sie können auch einfach einen Pfadnamen eingeben.
Hinweis: Nützliche Informationen zum Konfigurieren von Pfaden in
(Seite 183).
3. Wählen Sie in der Spalte Anwendungsbereich:
■
■
Nur dieser Ordner, um die Regeln nur auf den Ordner anzuwenden, der in der Spalte
Pfad angegeben ist, oder
Mit Unterordnern, um die Regel auch auf alle Unterordner des Ordners anzuwenden.
4. Legen Sie in der Spalte Modus fest, wie File Encryption den in der Spalte Pfad angegebenen Ordner behandeln soll:
■
Wählen Sie Verschlüsseln, um neue Dateien im Ordner zu verschlüsseln. Der Inhalt der vorhandenen verschlüsselten Dateien wird transparent entschlüsselt, wenn ein
Benutzer mit dem erforderlichen Schlüssel auf die Dateien zugreift. Hat der Benutzer nicht den erforderlichen Schlüssel, wird der Zugriff verweigert.
182
Administratorhilfe
■
■
Wenn Sie Ausschließen auswählen, werden neue Dateien im Ordner nicht verschlüsselt. Sie können diese Option verwenden, wenn Sie zum Beispiel einen
Unterordner von der Verschlüsselung ausnehmen möchten, dessen übergeordneter
Ordner bereits von einer Regel mit der Option Verschlüsseln abgedeckt ist.
Wenn Sie Ignorieren auswählen, werden die Dateien im Ordner von File Encryption nicht beachtet. Neue Dateien werden im Klartext gespeichert. Wenn ein Benutzer auf bereits verschlüsselte Dateien in diesem Ordner zugreift, wird der verschlüsselte Inhalt angezeigt. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Benutzer den erforderlichen Schlüssel hat oder nicht.
5. Wählen Sie in der Spalte Schlüssel den Schlüssel, der für den Verschlüsseln Modus verwendet werden soll. Sie können Schlüssel verwenden, die in Benutzer & Computer erstellt und angewendet wurden.
■
Klicken Sie auf die Browse-Schaltfläche, um den Dialog Schlüssel suchen zu öffnen.
Klicken Sie auf Jetzt suchen, um eine Liste mit allen verfügbaren Schlüsseln aufzurufen.
Wählen Sie den gewünschten Schlüssel aus.
Hinweis: Computerschlüssel werden in dieser Liste nicht angezeigt. Sie können von
File Encryption nicht benutzt werden, da sie nur auf einem einzelnen Computer verfügbar sind. Mit diesen Schlüssel können daher Benutzergruppen nicht auf dieselben Daten zugreifen.
■
Klicken Sie auf die Schaltfläche Persönlicher Schlüssel mit dem Schlüsselsymbol, um den Platzhalter Persönlicher Schlüssel in die Spalte Schlüssel einzufügen. Auf dem Endpoint wird dieser Platzhalter in den aktiven persönlichen Schlüssel des angemeldeten SafeGuard Enterprise Benutzers umgesetzt. Wenn die relevanten
Benutzer noch keine aktiven persönlichen Schlüssel haben, werden diese automatisch angelegt. Sie können persönliche Schlüssel für einzelne oder mehrere Benutzer unter
Benutzer & Computer erzeugen. Weitere Informationen finden Sie unter Persönliche
Schlüssel für die dateibasierende Verschlüsselung mit File Encryption
(Seite 74).
6. Der System Typ (Windows, Mac OS X oder Alle Plattformen für Windows und Mac
OSX systems) werden automatisch zugewiesen.
7. Fügen Sie je nach Anforderung weitere Verschlüsselungsregeln hinzu und speichern Sie
Ihre Änderungen.
Hinweis: Alle File Encryption Verschlüsselungsregeln, die über Richtlinien zugewiesen und für Benutzer/Computer an unterschiedlichen Knoten unter Benutzer & Computer aktiviert werden, werden kumuliert. Die Reihenfolge der Verschlüsselungsregeln innerhalb einer File Encryption Richtlinie ist für die Evaluierung auf dem Endpoint nicht von
Bedeutung. Innerhalb einer File Encryption Richtlinie können Sie die Regeln durch Ziehen mit der Maus zur besseren Übersicht nach Wunsch anordnen.
23.1.1 Zusätzliche Informationen für die Konfiguration von Pfaden in File
Encryption Verschlüsselungsregeln
Beachten Sie beim Konfigurieren von Pfaden in File Encryption Verschlüsselungsregeln die folgenden Informationen:
■
Ein Pfad darf nur Zeichen enthalten, die auch in Dateisystemen verwendet werden können.
Zeichen wie <, >, * und $ sind nicht zulässig.
■
Geben Sie nur gültige Platzhalter ein. Eine Liste aller unterstützten Platzhalter finden Sie
unter Platzhalter für Pfade in File Encryption Verschlüsselungsregeln (Seite 185).
Hinweis: Die Namen von Umgebungsvariablen werden durch das SafeGuard Management
Center nicht überprüft. Sie müssen nur auf dem Endpoint vorhanden sein.
183
SafeGuard Enterprise
■
■
Das Feld Pfad gibt immer einen Ordner an. Sie können keine Regel für eine einzelne Datei festlegen. Außerdem können Sie keine Platzhalter für Ordnernamen, Dateinamen oder
Dateierweiterungen verwenden.
Absolute und relative Regeln
Sie können absolute und relative Regeln definieren. Eine absolute Regel definiert einen bestimmten Ordner, zum Beispiel
C:\encrypt
. Eine relative Regel enthält keine UNC
Server/Freigabe Informationen, Laufwerksbuchstaben oder Informationen zu
übergeordneten Ordnern. In einer relativen Regel wird zum Beispiel ein Pfad wie der folgende verwendet:
encrypt_sub
. In diesem Fall werden alle Dateien auf allen
Laufwerken (einschließlich Speicherorte im Netzwerk), die sich in einem Ordner mit der
Bezeichnung
encrypt_sub
(oder in einem untergeordneten Ordner) befinden, von der
Regel abgedeckt.
■
Lange Ordnernamen und 8.3 Notation
Geben Sie für File Encryption Verschlüsselungsregeln immer die langen Ordnernamen an, da die 8.3 Bezeichnungen für lange Ordnernamen von Computer zu Computer unterschiedlich sein können. 8.3 Namensregeln werden vom durch SafeGuard Enterprise geschützten Endpoint automatisch bei Anwendung der relevanten Richtlinien erkannt. Es sollte keine Rolle spielen, ob Anwendungen lange Ordnernamen oder 8.3 Namen für den
Zugriff auf Dateien verwenden. Verwenden Sie für relative Regeln kurze Ordnernamen um sicherzustellen, dass die Regel umgesetzt werden kann, egal ob eine Anwendung lange Ordnernamen oder 8.3 Notation verwendet.
■
UNC und verbundene Laufwerke
Ob Sie Regeln in UNC Notation oder basierend auf verbundenen Laufwerksbuchstaben anwenden, hängt von Ihren spezifischen Anforderungen ab:
■
Verwenden Sie UNC Notation, wenn sich die Server- und Freigabenamen wahrscheinlich nicht ändern, die verbundenen Laufwerksbuchstaben jedoch von Benutzer zu Benutzer unterschiedlich sein können.
■
Verwenden Sie verbundene Laufwerksbuchstaben, wenn diese unverändert beibehalten werden, Servernamen aber geändert werden können.
Wenn Sie UNC verwenden, geben Sie einen Servernamen und einen Freigabenamen an, zum Beispiel \\server\share.
File Encryption gleicht die UNC Namen und die verbundenen Laufwerksbuchstaben intern ab. In einer Regeln muss ein Pfad somit entweder als UNC-Pfad oder mit verbundenen
Laufwerksbuchstaben definiert sein.
Hinweis: Da Benutzer u. U. ihre verbundenen Laufwerksbuchstaben ändern können, empfehlen wir, aus Sicherheitsgründen UNC-Pfade in File Encryption
Verschlüsselungsregeln zu verwenden.
■
Offline-Ordner
Bei Anwendung der Windows Funktion Offline verfügbar machen müssen Sie keine speziellen Regeln für lokale (Offline) Kopien von Ordnern erstellen. Neue Dateien in der lokalen Kopie eines Ordners, der offline verfügbar gemacht wurde, werden entsprechend den Regeln für den ursprünglichen (Netzwerk-)Speicherplatz verschlüsselt.
Hinweis: Für weitere Informationen zur Bennungn von Dateien und Pfade, siehe http://msdn.microsoft.com/en-us/library/aa365247.aspx
.
184
Administratorhilfe
23.1.2 Platzhalter für Pfade in File Encryption Verschlüsselungsregeln
Beim Angeben von Pfaden in Verschlüsselungsregeln in File Encryption Richtlinien können die folgenden Platzhalter verwendet werden. Um diese Platzhalter auszuwählen, klicken Sie auf die Dropdown-Schaltfläche des Felds Pfad.
Pfad-Platzhalter
<%environment_variable_name%>
Betriebssystem
(Alle=Windows und Mac OS X)
Wert auf dem Endpoint
Alle Wert der Umgebungsvariable. Beispiel:
<%USERNAME%>.
Hinweis: Wenn Umgebungsvariablen mehrere Speicherorte enthalten (zum
Beispiel die PATH Umgebungsvariable), werden die Pfade nicht in mehrere Regeln aufgeteilt. Dies verursacht einen Fehler und die Verschlüsselungsregel ist ungültig.
<Desktop>
<Documents>
<Downloads>
<Music>
<Pictures>
<Public>
<User Profile>
Windows
Alle
Alle
Alle
Alle
Alle
Alle
Der virtuelle Ordner für das Microsoft
Windows Desktop
Das ist der virtuelle Ordner für den
Desktop-Bereich Eigene Dateien (Äquivalent zu CSIDL_MYDOCUMENTS). Typischer
Pfad: C:\Documente und
Einstellungen\Benutzername\Eigene Dateien.
Der Ordner in dem standardmäßig
Downloads gespeichert werden. Ein typischer
Pfad unter Windows ist
C:\Benutzer\Benutzername\Downloads.
Das Dateisystemverzeichnis, das als allgemeines Repository für Musikdateien dient. Typischer Pfad: C:\Documente und
Einstellungen\Benutzername\Eigene
Dateien\Eigene Musik.
Das Dateisystemverzeichnis, das als allgemeines Repository für Bilddateien dient.
Typischer Pfad: C:\Documente und
Einstellungen\Benutzername\Eigene
Dateien\Eigene Bilder.
Das Dateisystemverzeichnis, das als allgemeines Repository für Dokumente für alle Benutzer dient. Typischer Pfad:
C:\Benutzer\<Benutzername>\Öffentlich.
Der Profilordner des Benutzers. Typischer
Pfad: C:\Benutzer\Benutzername.
Hinweis: Die Verschlüsselung des gesamten Benutzerprofils mit diesem
185
SafeGuard Enterprise
Pfad-Platzhalter
<Videos>
<Cookies>
<Favorites>
<Local Application Data>
<Program Data>
<Program Files>
<Public Music>
<Public Pictures>
Betriebssystem
(Alle=Windows und Mac OS X)
Wert auf dem Endpoint
Platzhalter kann zu einem instabilen
Windows Desktop auf dem Endpoint führen.
Alle
Windows
Windows
Windows
Windows
Windows
Windows
Windows
Das Dateisystemverzeichnis, das als allgemeines Repository für Videodateien für alle Benutzer dient. Typischer Pfad:
C:\Documente und Einstellungen\Alle
Benutzer\Dateien\Eigene Videos.
Das Dateisystemverzeichnis, das als allgemeines Repository für Internet Cookies dient. Typischer Pfad: C:\Documente und
Einstellungen\Benutzername\Cookies.
Das Dateisystemverzeichnis, das als allgemeines Repository für die Favoriten des
Benutzers dient. Typischer Pfad:
C:\Documente und
Einstellungen\Benutzername\Favoriten.
Das Dateisystemverzeichnis, das als allgemeines Daten-Repository für lokale
Applikationen (ohne Roaming) dient.
Typischer Pfad: C:\Dokumente und
Einstellungen\Benutzername\Lokale
Einstellungen\Anwendungsdaten.
Das Dateisystemverzeichnis, das
Anwendungsdaten für alle Benutzer enthält.
Typischer Pfad: C:\Dokumente und
Einstellungen\Alle
Benutzer\Anwendungsdaten.
Der Programme-Ordner. Typischer Pfad:
\Programme. For 64-Bit Systeme wird dies auf zwei Regeln erweitert: eine für 32-Bit
Anwendungen und eine für 64-Bit
Anwendungen.
Das Dateisystemverzeichnis, das als allgemeines Repository für Musikdateien für alle Benutzer dient. Typischer Pfad:
C:\Documente und Einstellungen\Alle
Benutzer\Eigene Musik.
Das Dateisystemverzeichnis, das als allgemeines Repository für Bilddateien für alle Benutzer dient. Typischer Pfad:
C:\Documente und Einstellungen\Alle
Benutzer\Dateien\Eigene Bilder.
186
Administratorhilfe
Pfad-Platzhalter
<Public Videos>
<Roaming>
System
<Temporary Burn Folder>
<Temporary Internet Folder>
<Windows>
<Removables>
<Root>
Betriebssystem
(Alle=Windows und Mac OS X)
Wert auf dem Endpoint
Windows
Windows
Windows
Windows
Windows
Windows
Mac OS X
Mac OS X
Das Dateisystemverzeichnis, das als allgemeines Repository für Videodateien für alle Benutzer dient. Typischer Pfad:
C:\Documente und Einstellungen\Alle
Benutzer\Dateien\Eigene Videos.
Das Dateisystemverzeichnis, das als allgemeines Repository für anwendungsspezifische Daten dient.
Typischer Pfad: C:\Dokumente und
Einstellungen\Benutzername\Anwendungsdaten.
Der Windows Systemordner. Typischer Pfad:
C:\Windows\System32. For 64-Bit Systeme wird dies auf zwei Regeln erweitert: eine für
32-Bit und eine für 64-Bit.
Das Dateisystemverzeichnis, das als
Staging-Bereich für Dateien, die auf eine CD geschrieben werden sollen, verwendet wird.
Typischer Pfad: C:\Dokumente und
Einstellungen\Benutzername\Lokale
Einstellungen\Microsoft\CD Burning.
Das Dateisystemverzeichnis, das als allgemeines Repository für temporäre
Internetdateien dient. Typischer Pfad:
C:\Dokumente und
Einstellungen\Benutzername\Lokale
Einstellungen\Temporary Internet Files.
Das Windows-Verzeichnis oder SYSROOT.
Dies entspricht den Umgebungsvariablen
%windir% oder %SYSTEMROOT%.
Typischer Pfad: C:\Windows.
Zeigt auf die Root-Verzeichnisse aller Mac
OS X Wechselmedien.
Mac OS X Stammverzeichnis. Es wird nicht empfohlen, Richtlinien für das
Stammverzeichnis festzulegen, auch wenn dies technisch möglich ist.
Hinweis: Verwenden Sie immer Backslashes als Separatoren, auch wenn Sie
Dateiverschlüsselungsregeln für Mac OS X festlegen. Auf diese Weise können Sie Regeln auf beiden Betriebssystemen (Windows und Mac OS X) anwenden.
Hinweis: Am Mac OS X Client werden die umgekehrten Schrägstriche automatisch in
Schrägstriche umgewandelt, um die Anforderungen des Mac OS X Betriebssystems zu erfüllen.
Fehler bei der Verwendung von Platzhaltern werden protokolliert. Ungültige
Verschlüsselungsregeln werden protokolliert und dann auf dem Endpoint verworfen.
187
SafeGuard Enterprise
Beispiel für eine Pfadumwandlung
Der folgende Windows Pfad
<User Profile>\Dropbox\personal
wird auf Mac Seite konvertiert in
/Users/<Username>/Dropbox/personal
23.2 Konfigurieren von Dateiverschlüsselungseinstellungen in Richtlinien vom Typ Allgemeine Einstellungen
Neben den in File Encryption Richtlinien definierten Verschlüsselungsregeln können Sie in
Richtlinien vom Typ Allgemeine Einstellungen folgende Einstellungen für die
Dateiverschlüsselung konfigurieren:
■
■
Vertrauenswürdige Anwendungen
Ignorierte Anwendungen
■
■
Ignorierte Geräte
Persistente Verschlüsselung aktivieren
23.2.1 Konfigurieren von vertrauenswürdigen und ignorierten Anwendungen für File Encryption
Sie können Anwendungen als vertrauenswürdig definieren, um ihnen Zugriff auf verschlüsselte
Dateien zu geben. Dies ist zum Beispiel notwendig, damit Antivirus-Software verschlüsselte
Dateien überprüfen kann.
Sie können Anwendungen als ignoriert definieren, um sie von der transparenten
Dateiverschlüsselung/Dateientschlüsselung auszuschließen. Wenn Sie zum Beispiel ein
Backup-Programm als ignorierte Anwendung definieren, bleiben die vom Programm gesicherten verschlüsselten Daten verschlüsselt.
Hinweis: Untergeordnete Prozesse werden nicht als vertrauenswürdig/ignoriert eingestuft.
1. Legen Sie im Richtlinien Navigationsbereich einen neue Richtlinie vom Typ Allgemeine
Einstellungen an oder wählen Sie eine vorhandene aus.
2. Klicken Sie unter Dateiverschlüsselung auf die Dropdown-Schaltfläche der Felder
Vertrauenswürdige Anwendungen oder Ignorierte Anwendungen.
188
Administratorhilfe
3. Geben Sie im Editor-Listenfeld die Anwendungen ein, die Sie als vertrauenswürdig/ignoriert definieren möchten.
■
■
Sie können mehrere vertrauenswürdige/ignorierte Anwendungen in einer Richtlinie definieren. Jede Zeile im Editor-Listenfeld definiert jeweils eine Anwendung.
Anwendungsnamen müssen auf .exe enden.
■
■
Anwendungsnamen müssen als Fully Qualified Paths mit Laufwerk/Verzeichnis definiert werden, zum Beispiel "c:\dir\beispiel.exe". Es reicht nicht aus, nur den Dateinamen einzugeben (zum Beispiel "beispiel.exe"). Aus Gründen der Benutzerfreundlichkeit zeigt die Einzelzeilenansicht der Anwendungsliste nur die Dateinamen getrennt durch
Strichpunkte.
Die Anwendungsnamen können dieselben Platzhalter für Windows Shell Ordner und
Umgebungsvariablen wie die Verschlüsselungsregeln in File Encryption Richtlinen enthalten. Eine Beschreibung aller verfügbaren Platzhalter finden Sie unter
Platzhalter für Pfade in File Encryption Verschlüsselungsregeln (Seite 185).
4. Speichern Sie Ihre Änderungen.
Hinweis: Die Richtlinieneinstellungen Vertrauenswürdige Anwendungen und Ignorierte
Anwendungen sind Computereinstellungen. Die Richtlinie muss daher Computern, nicht
Benutzern, zugewiesen werden. Andernfalls werden die Einstellungen nicht wirksam.
23.2.2 Konfigurieren von ignorierten Geräten für File Encryption
Sie können Geräte als ignoriert definieren, um sie von der Dateiverschlüsselung auszuschließen. Sie können nur vollständige Geräte ausschließen.
1. Legen Sie im Richtlinien Navigationsbereich einen neue Richtlinie vom Typ Allgemeine
Einstellungen an oder wählen Sie eine vorhandene aus.
2. Klicken Sie unter Dateiverschlüsselung auf die Dropdown-Schaltfläche des Felds
Ignorierte Geräte.
3. Führen Sie im Editor-Listenfeld folgende Schritte durch: a) Wählen Sie Netzwerk wenn Sie keine Daten am Netzwerk verschlüsseln wollen.
b) Geben Sie die entsprechenden Gerätenamen an, um spezifische Geräte von der
Verschlüsselung auszuschließen. Dies ist zum Beispiel nützlich, wenn Sie Systeme von Dritt-Anbietern ausschließen müssen.
Hinweis: Sie können die Namen der derzeit im System benutzten Geräte mit Tools von Dritt-Anbietern (z. B. OSR Device Tree) anzeigen lassen. SafeGuard Enterprise protokolliert alle Geräte, mit denen eine Verbindung hergestellt wird. Mit Hilfe von
Registry Keys können Sie eine Liste von verbundenen und ignorierten Geräten aufrufen.
Weitere Informationen finden Sie unter
Anzeige von ignorierten und verbundenen
Geräten für die File Encryption-Konfiguration
(Seite 190).
Sie können einzelne (Netzwerk)-Festplattenlaufwerke von der Verschlüsselung ausschließen, in dem Sie eine File Encryption Verschlüsselungsregel in einer File
Encryption Richtlinie erstellen und den Modus für die Verschlüsselung auf Ignorieren einstellen. Sie können diese Einstellung nur auf durch Windows verwaltete Laufwerke, nicht auf Mac OS X Volumes.
189
SafeGuard Enterprise
23.2.2.1 Anzeigen von ignorierten und verbundenen Geräten für die File Encryption
Konfiguration
Als Hilfestellung für die Definition von ignorierten Geräten können Sie mit Registry Keys ermitteln, welche Geräte für die Verschlüsselung in Betracht gezogen werden (verbundene
Geräte) und welche Geräte derzeit ignoriert werden. Die Liste mit ignorierten Geräten enthält nur Geräte, die tatsächlich auf dem Computer verfügbar sind und ignoriert werden. Wird ein
Gerät in einer Richtlinie als ignoriert definiert und das Gerät ist nicht verfügbar, so wird das
Gerät auch nicht aufgelistet.
Benutzen Sie folgende Registry Keys, um verbundene und ignorierte Geräte zu ermitteln:
■
HKLM\System\CurrentControlSet\Control\Utimaco\SGLCENC\Log\AttachedDevices
■
HKLM\System\CurrentControlSet\Control\Utimaco\SGLCENC\Log\IgnoredDevices
23.2.3 Konfigurieren der persistenten Verschlüsselung für File Encryption
Der Inhalt von mit File Encryption verschlüsselten Dateien wird jeweils direkt entschlüsselt, wenn der Benutzer den erforderlichen Schlüssel hat. Wenn der Inhalt in einer neuen Datei an einem Ablageort gespeichert wird, für den keine Verschlüsselungsregel gilt, bleibt die resultierende neue Datei unverschlüsselt.
Mit persistenter Verschlüsselung bleiben Kopien von verschlüsselten Dateien auch dann verschlüsselt, wenn sie an einem Speicherort abgelegt werden, für den keine
Verschlüsselungsregel gilt.
Sie können die persistente Verschlüsselung in Richtlinien vom Typ Allgemeine Einstellungen konfigurieren. Die Richtlinieneinstellung Persistente Verschlüsselung aktivieren ist standardmäßig aktiviert.
Hinweis: Wenn Dateien an ein ignoriertes Gerät oder in einen Ordner kopiert oder verschoben werden, für den eine Richtlinie mit dem Modus für die Verschlüsselung Ignorieren gilt, hat die Einstellung Persistente Verschlüsselung aktivieren keine Auswirkungen.
23.3 Mehrere File Encryption Richtlinien
Alle File Encryption Verschlüsselungsregeln, die über Richtlinien zugewiesen und für
Benutzer/Computer an unterschiedlichen Knoten unter Benutzer & Computer im SafeGuard
Management Center aktiviert werden, werden kumuliert.
Sie können eine allgemeine File Encryption Richtlinie mit Regeln, die für alle Benutzer relevant sind, am Stammverzeichnisknoten und Richtlinien für spezifischere Anforderungen an den einzelnen Unterknoten zuweisen. Alle Regeln aus allen Richtlinien, die
Benutzern/Computern zugewiesen sind, werden kumuliert und treten auf dem Endpoint in
Kraft.
23.3.1 File Encryption Richtlinien im RSOP
Wenn für einen Benutzer/Computer mehrere File Encryption Richtlinien gelten, zeigt die
Registerkarte RSOP (Resulting Set of Policies) unter Benutzer & Computer die Summe aller
File Encryption Verschlüsselungsregeln aus allen File Encryption Richtlinien an. Die Regeln werden in der Reihenfolge ihrer Evaluierung auf dem Endpoint-Computer sortiert (siehe
Reihenfolge der Evaluierung von File Encryption Verschlüsselungsregeln auf Endpoints (Seite
191)).
190
Administratorhilfe
Die Spalte Name der Richtlinie gibt an, woher die einzelnen Regeln stammen.
Für doppelte Regeln wird die zweite (und dritte usw.) Regel mit einem Symbol markiert. Dieses
Symbol bietet auch einen Tooltip, der Sie informiert, das die Regel auf dem Endpoint verworfen wird, da sie ein Duplikat einer Regel mit einer höheren Priorität ist.
23.4 Reihenfolge der Evaluierung von File Encryption
Verschlüsselungsregeln auf Endpoints
File Encryption Verschlüsselungsregeln werden auf Endpoints in einer Reihenfolge sortiert, die bewirkt, dass genauer definierte Speicherorte zuerst evaluiert werden.
■
Wenn zwei Regeln mit den gleichen Einstellungen für Pfad und Anwendungsbereich aus Richtlinien stammen, die unterschiedlichen Knoten zugewiesen sind, wird die Regel aus der Richtlinie angewendet, die sich näher am Benutzerobjekt in Benutzer & Computer befindet.
■
■
Wenn zwei Regeln mit den gleichen Einstellungen für Pfad und Anwendungsbereich aus Richtlinien stammen, die demselben Knoten zugewiesen sind, wird die Regel aus der
Richtlinie mit der höchsten Priorität angewendet.
Absolute Regeln werden vor relativen Regeln evaluiert, zum Beispiel
c\encrypt
vor
encrypt
. Weitere Informationen finden Sie unter Zusätzliche Informationen für die
Konfiguration von Pfaden in File Encryption-Verschlüsselungsregeln
(Seite 183).
■
■
■
■
■
■
Regeln mit einem Pfad mit mehr Unterverzeichnissen werden vor Regeln mit einem Pfad mit weniger Unterverzeichnissen evaluiert.
Mit UNC definierte Regeln werden vor Regeln mit Laufwerksbuchstabeninformationen evaluiert.
Regeln, bei denen die Option Nur dieser Ordner aktiviert ist, werden vor Regeln ohne diese Option evaluiert.
Regeln mit dem Modus Ignorieren werden vor Regeln mit dem Modus Verschlüsseln oder Ausschließen evaluiert.
Regeln mit dem Modus Ausschließen werden vor Regeln mit dem Modus Verschlüsseln evaluiert.
Wenn bei zwei Regeln die aufgelisteten Kriterien übereinstimmen, werden die Regeln in alphabetischer Reihenfolge evaluiert.
23.5 Konflikte bei File Encryption Regeln
Da einem Benutzer/Computer mehrere File Encryption Richtlinien zugewiesen werden können, treten u. U. Konflikte auf. Ein Regelkonflikt besteht, wenn die Regeln dieselben Werte für
Pfad, Modus und Unterverzeichnis enthalten, jedoch unterschiedliche Schlüssel. In diesem
Fall gilt die Regel aus der File Encryption Richtlinie mit der höheren Priorität. Die andere
Regel wird verworfen.
23.6 File Encryption und SafeGuard Data Exchange
Mit SafeGuard Data Exchange lassen sich Daten, die auf mit Endpoint-Computern verbundenen
Wechselmedien gespeichert werden, verschlüsseln und mit anderen Benutzern austauschen.
Für SafeGuard Data Exchange wird dateibasierende Verschlüsselung benutzt.
191
SafeGuard Enterprise
Wenn sowohl SafeGuard Data Exchange als auch File Encryption auf einem Endpoint installiert ist, kann es vorkommen, dass eine SafeGuard Data Exchange Verschlüsselungsrichtlinie für ein Laufwerk auf dem Computer definiert ist und gleichzeitig File Encryption Richtlinien für
Ordner auf demselben Laufwerk gelten. Ist dies der Fall, so erhält die SafeGuard Data
Exchange Richtlinie Vorrang vor den File Encryption Richtlinien. Neue Dateien werden gemäß der SafeGuard Data Exchange Richtlinie verschlüsselt.
Weitere Informationen zu SafeGuard Data Exchange finden Sie unter SafeGuard Data
(Seite 193).
192
Administratorhilfe
24 SafeGuard Data Exchange
Mit SafeGuard Data Exchange lassen sich Daten, die auf mit Endpoint-Computern verbundenen
Wechselmedien gespeichert werden, verschlüsseln und mit anderen Benutzern austauschen.
Alle Ver- und Entschlüsselungsprozesse laufen transparent und mit minimaler
Benutzerinteraktion ab.
Nur Benutzer, die über die entsprechenden Schlüssel verfügen, können den Inhalt der verschlüsselten Daten lesen. Alle nachfolgenden Verschlüsselungsprozesse laufen transparent.
In der zentralen Administration definieren Sie, wie Daten auf Wechselmedien behandelt werden sollen.
Als Sicherheitsbeauftragter legen Sie die spezifischen Einstellungen in einer Richtlinie vom
Typ Geräteschutz mit Wechselmedien als Ziel des Geräteschutzes fest.
Für SafeGuard Data Exchange muss dateibasierende Verschlüsselung benutzt werden.
24.1 Gruppenschlüssel
Für den Austausch von verschlüsselten Daten zwischen Benutzern müssen SafeGuard
Enterprise Gruppenschlüssel verwendet werden. Wenn sich der Gruppenschlüssel in den
Schlüsselringen der Benutzer befindet, erhalten diese vollen transparenten Zugriff auf die mit ihren Computern verbundenen Wechselmedien.
Auf Computern ohne SafeGuard Enterprise ist der Zugriff auf verschlüsselte Daten auf
Wechselmedien nicht möglich. Eine Ausnahme ist hier der zentrale definierte
Domänen-/Gruppenschlüssel, der in Verbindung mit der Medien-Passphrase benutzt werden kann.
Hinweis: Um verschlüsselte Daten auf Wechselmedien auch auf/mit Computern ohne
SafeGuard Enterprise zu benutzen/weiterzugeben, können Sie SafeGuard Portable benutzen.
Für SafeGuard Portable ist die Verwendung von lokalen Schlüsseln oder einer
Medien-Passphrase erforderlich.
24.2 Lokale Schlüssel
SafeGuard Data Exchange unterstützt die Verschlüsselung mit lokalen Schlüsseln. Lokale
Schlüssel werden auf dem Benutzercomputer erzeugt und können zur Verschlüsselung von
Wechselmedien benutzt werden. Die Schlüssel werden durch Eingabe einer Passphrase erstellt. In der SafeGuard Enterprise Datenbank wird jeweils eine Sicherungskopie des lokalen
Schlüssels erstellt.
Hinweis: Ein Benutzer ist standardmäßig dazu berechtigt, lokale Schlüssel zu erzeugen.
Sollen Benutzer nicht dazu berechtigt sein, so müssen Sie diese Option explizit deaktivieren.
Dies muss in einer Richtlinie vom Typ Geräteschutz mit Lokale Datenträger als Ziel des
Geräteschutzes festgelegt werden (Allgemeine Einstellungen > Benutzer darf einen
lokalen Schlüssel erzeugen > Nein).
Werden lokale Schlüssel zum Verschlüsseln von Dateien auf Wechselmedien verwendet, lassen sich diese Dateien auf einem Computer ohne SafeGuard Data Exchange mit SafeGuard
Portable entschlüsseln. Beim Öffnen der Dateien mit SafeGuard Portable wird der Benutzer dazu aufgefordert, die Passphrase einzugeben, die beim Erzeugen des Schlüssels angegeben wurde. Wenn dem Benutzer die Passphrase bekannt ist, kann er die Datei öffnen.
193
SafeGuard Enterprise
Mit SafeGuard Portable erhält jeder Benutzer, der die entsprechende Passphrase kennt,
Zugang zu verschlüsselten Dateien auf Wechselmedien. Auf diese Weise ist ein Austausch von verschlüsselten Daten mit Partnern, die SafeGuard Enterprise nicht installiert haben, möglich. Sie benötigen lediglich SafeGuard Portable sowie die Passphrase für die Dateien, auf die sie zugreifen sollen.
Durch Verwendung von verschiedenen lokalen Schlüsseln für die Verschlüsselung von Dateien auf Wechselmedien lässt sich der Zugang zu den Dateien sogar selektiv einschränken. Zum
Beispiel: Sie verschlüsseln die Dateien auf einem USB-Stick mit einem Schlüssel mit der
Passphrase mein_lokalerSchlüssel. Für eine einzelne Datei mit dem Dateinamen
FürPartner.doc verwenden Sie die Passphrase partner_lokalerSchlüssel. Wenn Sie den
USB-Stick nun an einen Partner weitergeben und ihm die Passphrase partner_lokalerSchlüssel mitteilen, hat dieser nur Zugriff auf die Datei FürPartner.doc.
Hinweis: Standardmäßig wird SafeGuard Portable automatisch auf die am System angeschlossenen Wechselmedien kopiert, sobald Inhalte auf die von einer
Verschlüsselungsregel abgedeckten Medien geschrieben werden. Um SafeGuard Portable nicht auf die Wechselmedien zu kopieren, deaktivieren Sie die Option SafeGuard Portable
auf das Ziel kopieren in einer Richtlinie vom Typ Geräteschutz.
24.3 Medien-Passphrase
SafeGuard Data Exchange ermöglicht es Ihnen festzulegen, dass eine einzige
Medien-Passphrase für alle Wechselmedien - mit Ausnahme von optischen Medien - auf den
Endpoints erstellt werden muss. Die Medien-Passphrase ermöglicht sowohl den Zugriff auf alle zentral definierten Domänen-/Gruppenschlüssel als auch auf alle in SafeGuard Portable verwendeten lokalen Schlüssel. Der Benutzer muss nur eine einzige Passphrase eingeben und erhält Zugriff auf alle verschlüsselten Dateien in SafeGuard Portable. Dabei spielt es keine Rolle, welcher lokale Schlüssel für die Verschlüsselung verwendet wurde.
Auf jedem Endpoint wird automatisch ein einzigartiger Medienverschlüsselungsschlüssel für die Datenverschlüsselung für jedes Medium erstellt. Dieser Schlüssel ist durch die
Medien-Passphrase und einen zentral definierten Domänen-/Gruppenschlüssel gesichert.
Auf einem Computer mit SafeGuard Data Exchange ist es daher nicht notwendig, die
Medien-Passphrase einzugeben, um auf die verschlüsselten Dateien auf Wechselmedien zuzugreifen. Der Zugriff wird automatisch gewährt, wenn sich der entsprechende Schlüssel im Schlüsselring des Benutzers befindet.
Der zu verwendende Domänen-/Gruppenschlüssel muss unter Für Verschlüsselung
definierter Schlüssel festgelegt werden.
Die Medien-Passphrase-Funktionalität steht zur Verfügung, wenn die Option Benutzer darf
eine Medien-Passphrase für Wechselmedien erzeugen in einer Richtlinie vom Typ
Geräteschutz aktiviert ist.
Nach dem Wirksamwerden dieser Einstellung auf dem Endpoint wird der Benutzer automatisch aufgefordert, eine Medien-Passphrase einzugeben, wenn er zum ersten Mal Wechselmedien mit dem Computer verbindet. Die Medien-Passphrase ist auf allen Computern, auf denen sich der Benutzer anmelden darf, gültig. Der Benutzer kann die Medien-Passphrase auch
ändern. In diesem Fall findet automatisch eine Synchronisierung statt, wenn die
Medien-Passphrase auf dem Computer und die Medien-Passphrase der Wechselmedien nicht mehr synchron sind.
Sollte der Benutzer die Medien-Passphrase vergessen, so kann er diese ohne
Helpdesk-Unterstützung wiederherstellen.
Hinweis: Um die Medien-Passphrase zu aktivieren, aktivieren Sie die Option Benutzer darf
eine Medien-Passphrase für Wechselmedien erzeugen in einer Richtlinie vom Typ
194
Administratorhilfe
Geräteschutz. Diese Einstellung steht nur dann zur Verfügung, wenn Sie als Ziel des
Geräteschutzes die Option Wechselmedien gewählt haben.
24.3.1 Medien-Passphrase und Standalone-Endpoints
Auf einem Standalone-Endpoint (d. h. auf einem Endpoint, der nicht zentral verwaltet wird) stehen ohne aktivierte Medien-Passphrase-Funktion nach der Installation keine Schlüssel zur Verfügung, da Standalone-Endpoints nur lokale Schlüssel verwenden. Vor der Benutzung der Verschlüsselung muss der Benutzer einen Schlüssel erzeugen.
Ist die Medien-Passphrase-Funktionalität in einer Wechselmedienrichtlinie für diese Endpoints aktiviert, so wird der Medienverschlüsselungsschlüssel automatisch auf dem Endpoint erzeugt und kann direkt nach Abschluss der Installation für die Verschlüsselung verwendet werden.
Der Schlüssel steht als „vordefinierter“ Schlüssel im Schlüsselring des Benutzers zur Verfügung und wird in Dialogen für die Schlüsselauswahl als <Benutzername> angezeigt.
Falls verfügbar, werden die Medienverschlüsselungsschlüssel auch für alle initialen
Verschlüsselungsvorgänge verwendet.
24.4 Best Practice
Dieser Abschnitt beschreibt einige typische Anwendungsfälle für SafeGuard Data Exchange und deren Umsetzung durch Erstellen der entsprechenden Richtlinien.
Bob und Alice sind zwei Mitarbeiter des gleichen Unternehmens und haben beide SafeGuard
Data Exchange installiert. Joe ist ein externer Partner. Auf seinem Computer ist SafeGuard
Enterprise nicht installiert.
24.4.1 Unternehmensinterne Anwendung
Bob möchte verschlüsselte Daten auf Wechselmedien an Alice weitergeben. Beide gehören derselben Gruppe an und haben daher den entsprechenden Gruppenschlüssel in ihrem
SafeGuard Enterprise Schlüsselring. Da sie den Gruppenschlüssel benutzen, können sie transparent auf die verschlüsselten Dateien zugreifen, ohne eine Passphrase eingeben zu müssen.
Die notwendigen Einstellungen legen Sie in einer Richtlinie vom Typ
Geräteschutz\Wechselmedien fest:
■
Verschlüsselungsmodus für Medien: Dateibasierend
■
Schlüssel für die Verschlüsselung: Definierter Schlüssel aus der Liste
■
Definierter Schlüssel aus der Liste: <Gruppen-/Domänenschlüssel> (z. B.
group_users_Bob_Alice@DC=...), um sicherzustellen, dass beide denselben Schlüssel benutzen
Wenn die Firmenrichtlinien zusätzlich festlegen, dass alle Dateien auf Wechselmedien immer verschlüsselt werden sollen, fügen Sie folgende Einstellungen hinzu:
■
Initialverschlüsselung aller Dateien: Ja
Stellt sicher, dass Dateien auf Wechselmedien verschlüsselt werden, sobald die
Wechselmedien zum ersten Mal mit dem System verbunden werden.
■
Benutzer darf Initialverschlüsselung abbrechen: Nein
195
SafeGuard Enterprise
Der Benutzer kann die Initialverschlüsselung nicht abbrechen, um sie z. B. zu einem späteren Zeitpunkt durchzuführen.
■
Benutzer darf auf unverschlüsselte Dateien zugreifen: Nein
Werden auf Wechselmedien unverschlüsselte Dateien entdeckt, so wird der Zugriff auf diese Dateien verweigert.
■
Benutzer darf Dateien entschlüsseln: Nein
Der Benutzer darf Dateien auf Wechselmedien nicht entschlüsseln.
■
SafeGuard Portable auf das Ziel kopieren: Nein
Für die gemeinsame Benutzung von Wechselmedien innerhalb der Arbeitsgruppe ist
SafeGuard Portable nicht erforderlich. Außerdem würde SafeGuard Portable das
Entschlüsseln von Dateien auf Computern ohne SafeGuard Enterprise erlauben.
Die Benutzer können Daten einfach durch Austausch von Wechselmedien gemeinsam nutzen.
Wenn sie die Wechselmedien mit ihren Computern verbinden, haben sie transparenten Zugriff auf verschlüsselte Dateien.
Hinweis: Dieser Anwendungsfall kann durch Benutzung von SafeGuard Enterprise Device
Encryption umgesetzt werden. Hier ist das gesamte Wechselmedium sektorbasierend verschlüsselt.
24.4.2 Anwendung bei Heimarbeit oder für persönlichen Gebrauch auf
Dritt-Computern
■
Heimarbeit:
Bob möchte seine verschlüsselten Wechselmedien auf seinem Computer zuhause benutzen, auf dem SafeGuard Enterprise nicht installiert ist. Auf seinem Computer zuhause entschlüsselt Bob Dateien mit SafeGuard Portable. Da für alle seine Wechselmedien eine einzige Medien-Passphrase definiert ist, muss Bob nur SafeGuard Portable öffnen und die Medien-Passphrase eingeben. Danach hat Bob transparenten Zugriff auf alle verschlüsselten Dateien, unabhängig davon, welcher lokale Schüssel für die
Verschlüsselung verwendet wurde.
■
Persönlicher Gebrauch auf Dritt-Computern:
Bob verbindet das Wechselmedium mit Joes (externer Partner) Computer und gibt die
Medien-Passphrase ein, um Zugriff auf die auf dem Medium gespeicherten verschlüsselten
Dateien zu erhalten. Bob kann die Dateien nun - verschlüsselt oder unverschlüsselt - auf
Joes Computer kopieren.
Verhalten auf dem Endpoint:
■
Bob verbindet das Wechselmedium zum ersten Mal mit dem Computer.
■
Der Medienverschlüsselungsschlüssel, der für jedes Medium einzigartig ist, wird automatisch erzeugt.
■
Bob wird aufgefordert, die Medien-Passphrase für die Offline-Nutzung über SafeGuard
Portable einzugeben.
■
Der Benutzer muss nichts über den zu verwendenden Schlüssel oder den Schlüsselring wissen. Der Medienverschlüsselungsschlüssel wird ohne Benutzerinteraktion immer für
196
Administratorhilfe die Datenverschlüsselung verwendet. Der Medienverschlüsselungsschlüssel ist für den
Benutzer auch nicht sichtbar. Nur der zentral definierte Gruppen-/Domänenschlüssel ist sichtbar.
■
Bob und Alice haben innerhalb der gleichen Gruppe oder Domäne transparenten Zugriff, da sie beide den gleichen Gruppen-/Domänenschlüssel verwenden.
■
Wenn Bob auf verschlüsselte Dateien auf Wechselmedien auf einem Computer ohne
SafeGuard Data Exchange zugreifen möchte, kann er die Medien-Passphrase in SafeGuard
Portable benutzen.
Die notwendigen Einstellungen legen Sie in einer Richtlinie vom Typ
Geräteschutz\Wechselmedien fest:
■
Verschlüsselungsmodus für Medien: Dateibasierend
■
Schlüssel für die Verschlüsselung: Definierter Schlüssel aus der Liste
Definierter Schlüssel aus der Liste: <Gruppen-/Domänenschlüssel> (z. B.
group_users_Bob_Alice@DC=...), um sicherzustellen, dass beide denselben Schlüssel benutzen.
■
Benutzer darf eine Medien-Passphrase für Wechselmedien erzeugen: Ja
Der Benutzer definiert eine Medien-Passphrase auf seinem Computer, die für alle seine
Wechselmedien gilt.
■
SafeGuard Portable auf das Ziel kopieren: Ja
SafeGuard Portable gibt dem Benutzer in einem System ohne SafeGuard Data Exchange
Zugriff auf alle verschlüsselten Dateien auf den Wechselmedien durch die Eingabe einer einzigen Medien-Passphrase.
Wenn die Firmenrichtlinien zusätzlich festlegen, dass alle Dateien auf Wechselmedien immer verschlüsselt werden sollen, fügen Sie folgende Einstellungen hinzu:
■
Initialverschlüsselung aller Dateien: Ja
Stellt sicher, dass Dateien auf Wechselmedien verschlüsselt werden, sobald die
Wechselmedien zum ersten Mal mit dem System verbunden werden.
■
Benutzer darf Initialverschlüsselung abbrechen: Nein
Der Benutzer kann die Initialverschlüsselung nicht abbrechen, um sie z. B. zu einem späteren Zeitpunkt durchzuführen.
■
Benutzer darf auf unverschlüsselte Dateien zugreifen: Nein
Werden auf Wechselmedien unverschlüsselte Dateien entdeckt, so wird der Zugriff auf diese Dateien verweigert.
■
Benutzer darf Dateien entschlüsseln: Nein
Der Benutzer darf Dateien auf Wechselmedien nicht entschlüsseln.
Im Büro haben sowohl Bob als auch Alice transparenten Zugriff auf verschlüsselte Dateien auf Wechselmedien. Zuhause oder auf Dritt-Computern können sie verschlüsselte Dateien mit SafeGuard Portable öffnen. Die Benutzer müssen nur die Medien-Passphrase eingeben und erhalten somit Zugriff auf alle verschlüsselten Dateien. Dies ist eine einfache und sichere
Methode für die Verschlüsselung von Daten auf allen Wechselmedien. Ziel dieser Konfiguration
197
SafeGuard Enterprise ist es, die Benutzerinteraktion auf ein Minimum zu reduzieren und trotzdem jede Datei auf
Wechselmedien zu verschlüsseln und den Benutzern Zugriff auf die verschlüsselten Dateien im Offline-Modus zu geben. Der Benutzer darf Dateien auf Wechselmedien nicht entschlüsseln.
Hinweis: In dieser Konfiguration sind Benutzer nicht dazu berechtigt, lokale Schlüssel zu erzeugen, da dies in diesem Anwendungsfall nicht notwendig ist. Dies muss in einer Richtlinie vom Typ Geräteschutz mit Lokale Datenträger als Ziel des Geräteschutzes festgelegt werden (Allgemeine Einstellungen > Benutzer darf einen lokalen Schlüssel erzeugen >
Nein).
■
SafeGuard Portable auf Wechselmedien kopieren: Nr.
Für die gemeinsame Benutzung von Wechselmedien innerhalb der Arbeitsgruppe ist
SafeGuard Portable nicht erforderlich. Außerdem würde SafeGuard Portable das
Entschlüsseln von Dateien auf Computern ohne SafeGuard Enterprise erlauben.
Im Büro haben die Benutzer transparenten Zugriff auf verschlüsselte Dateien auf
Wechselmedien. Zuhause öffnen sie verschlüsselte Dateien mit SafeGuard Portable. Die
Benutzer müssen nur die Medien-Passphrase eingeben und erhalten somit Zugriff auf alle verschlüsselten Dateien, unabhängig davon, welcher Schlüssel für die Verschlüsselung verwendet wurde.
24.4.3 Weitergabe von Wechselmedien an externe Partner
Hinweis: Dieses Beispiel gilt nur für Windows Endpoints.
Bob möchte ein verschlüsseltes Medium an Joe (externer Partner) weitergeben, der SafeGuard
Data Exchange nicht installiert hat und daher SafeGuard Portable verwenden muss. Bob möchte Joe jedoch nicht auf alle verschlüsselten Dateien auf dem Wechselmedium Zugriff geben. Er kann hierzu einen lokalen Schlüssel erzeugen und die Dateien mit dem lokalen
Schlüssel verschlüsseln. Joe kann nun mit SafeGuard Portable die verschlüsselten Dateien mit der Passphrase des lokalen Schlüssels öffnen. Bob dagegen kann immer noch die
Medien-Passphrase für den Zugriff auf alle Dateien auf dem Wechselmedium benutzen.
Verhalten auf dem Computer:
■
Bob verbindet das Wechselmedium zum ersten Mal mit dem Computer. Der
Medienverschlüsselungsschlüssel, der für jedes Medium einzigartig ist, wird automatisch erzeugt.
■
Bob wird aufgefordert, die Medien-Passphrase für die Offline-Nutzung einzugeben.
■
Der Medienverschlüsselungsschlüssel wird ohne Benutzerinteraktion für die
Datenverschlüsselung verwendet, aber...
■
Bob kann nun einen lokalen Schlüssel (z. B. mit der Bezeichnung JoeSchlüssel) für die
Verschlüsselung der spezifischen Dateien, die mit Joe ausgetauscht werden sollen, erzeugen oder auswählen.
■
Bob und Alice haben innerhalb der gleichen Gruppe oder Domäne transparenten Zugriff, da sie beide den gleichen Gruppen-/Domänenschlüssel verwenden.
■
Wenn Bob auf verschlüsselte Dateien auf Wechselmedien auf einem Computer ohne
SafeGuard Data Exchange zugreifen möchte, kann er die Medien-Passphrase in SafeGuard
Portable benutzen.
198
Administratorhilfe
■
Joe kann auf die spezifischen Dateien durch Eingabe der Passphrase des Schlüssels
JoeSchlüssel zugreifen, ohne auf die restlichen Dateien auf dem Wechselmedium zugreifen zu müssen.
Die notwendigen Einstellungen legen Sie in einer Richtlinie vom Typ
Geräteschutz\Wechselmedien fest:
■
Verschlüsselungsmodus für Medien: Dateibasierend
■
Schlüssel für die Verschlüsselung: Beliebiger Schlüssel im Schlüsselring des
Benutzers
Ermöglicht dem Benutzer die Auswahl unterschiedlicher Schlüssel für die Verschlüsselung von Dateien auf Wechselmedien.
Für Verschlüsselung definierter Schlüssel: <Gruppen-/Domänenschlüssel> (z. B.
group_users_Bob_Alice@DC=...), um sicherzustellen, dass beide denselben Schlüssel benutzen und um beiden den transparenten Zugriff auf Wechselmedien zu ermöglichen, wenn sie sie mit ihren Computern im Büro verbinden.
■
Benutzer darf eine Medien-Passphrase für Wechselmedien erzeugen: Ja
Der Benutzer definiert eine Medien-Passphrase auf seinem Computer, die für alle seine
Wechselmedien gilt.
■
SafeGuard Portable auf das Ziel kopieren: Ja
SafeGuard Portable gibt dem Benutzer in einem System ohne SafeGuard Data Exchange
Zugriff auf alle verschlüsselten Dateien auf den Wechselmedien durch die Eingabe einer einzigen Medien-Passphrase.
Wenn die Firmenrichtlinien zusätzlich festlegen, dass alle Dateien auf Wechselmedien immer verschlüsselt werden sollen, fügen Sie folgende Einstellungen hinzu:
■
Initialverschlüsselung aller Dateien: Ja
Stellt sicher, dass Dateien auf Wechselmedien verschlüsselt werden, sobald die
Wechselmedien zum ersten Mal mit dem System verbunden werden.
■
Benutzer darf Initialverschlüsselung abbrechen: Nein
Der Benutzer kann die Initialverschlüsselung nicht abbrechen, um sie z. B. zu einem späteren Zeitpunkt durchzuführen.
■
Benutzer darf auf unverschlüsselte Dateien zugreifen: Nein
Werden auf Wechselmedien unverschlüsselte Dateien entdeckt, so wird der Zugriff auf diese Dateien verweigert.
■
Benutzer darf Dateien entschlüsseln: Nein
Der Benutzer darf Dateien auf Wechselmedien nicht entschlüsseln.
Im Büro haben sowohl Bob als auch Alice transparenten Zugriff auf verschlüsselte Dateien auf Wechselmedien. Zuhause können sie verschlüsselte Dateien mit SafeGuard Portable durch Eingabe der Medien-Passphrase öffnen. Wenn Bob oder Alice die Wechselmedien an einen Dritt-Computer weitergeben möchten, auf dem SafeGuard Data Exchange nicht installiert ist, können sie mit lokalen Schlüsseln sicherstellen, dass externe Partner nur auf einige spezifische Dateien zugreifen können. Dies ist eine erweiterte Konfiguration, die durch die
Möglichkeit, lokale Schlüssel auf den Computern zu erzeugen, ein höheres Maß an
Benutzerinteraktion umfasst.
199
SafeGuard Enterprise
Hinweis: Voraussetzung für diesen Beispielanwendungsfall ist es, dass der Benutzer dazu berechtigt ist, lokale Schlüssel zu erzeugen (Standardeinstellung in SafeGuard Enterprise).
24.5 Konfigurieren von vertrauenswürdigen und ignorierten
Anwendungen für SafeGuard Data Exchange
Sie können Anwendungen als vertrauenswürdig definieren, um ihnen Zugriff auf verschlüsselte
Dateien zu geben. Dies ist zum Beispiel notwendig, damit Antivirus-Software verschlüsselte
Dateien überprüfen kann.
Sie können Anwendungen als ignoriert definieren, um sie von der transparenten
Dateiverschlüsselung/Dateientschlüsselung auszuschließen. Wenn Sie zum Beispiel ein
Backup-Programm als ignorierte Anwendung definieren, bleiben die vom Programm gesicherten verschlüsselten Daten verschlüsselt.
Hinweis: Untergeordnete Prozesse werden nicht als vertrauenswürdig/ignoriert eingestuft.
1. Legen Sie im Richtlinien Navigationsbereich einen neue Richtlinie vom Typ Allgemeine
Einstellungen an oder wählen Sie eine vorhandene aus.
2. Klicken Sie unter Dateiverschlüsselung auf die Dropdown-Schaltfläche der Felder
Vertrauenswürdige Anwendungen oder Ignorierte Anwendungen.
3. Geben Sie im Editor-Listenfeld die Anwendungen ein, die Sie als vertrauenswürdig/ignoriert definieren möchten.
■
■
■
Sie können mehrere vertrauenswürdige/ignorierte Anwendungen in einer Richtlinie definieren. Jede Zeile im Editor-Listenfeld definiert jeweils eine Anwendung.
Anwendungsnamen müssen auf .exe enden.
Anwendungsnamen müssen als Fully Qualified Paths mit Laufwerk/Verzeichnis definiert werden. Es reicht nicht aus, nur den Dateinamen einzugeben (zum Beispiel
"beispiel.exe"). Aus Gründen der Benutzerfreundlichkeit zeigt die Einzelzeilenansicht der Anwendungsliste nur die Dateinamen getrennt durch Strichpunkte.
4. Speichern Sie Ihre Änderungen.
Hinweis: Die Richtlinieneinstellungen Vertrauenswürdige Anwendungen und Ignorierte
Anwendungen sind Computereinstellungen. Die Richtlinie muss daher Computern, nicht
Benutzern, zugewiesen werden. Andernfalls werden die Einstellungen nicht wirksam.
24.6 Konfigurieren von ignorierten Geräten für SafeGuard
Data Exchange
Sie können Geräte als ignoriert definieren, um sie von der Dateiverschlüsselung auszuschließen. Sie können nur vollständige Geräte ausschließen.
1. Legen Sie im Richtlinien Navigationsbereich einen neue Richtlinie vom Typ Allgemeine
Einstellungen an oder wählen Sie eine vorhandene aus.
2. Klicken Sie unter Dateiverschlüsselung auf die Dropdown-Schaltfläche des Felds
Ignorierte Geräte.
200
Administratorhilfe
3. Geben Sie die entsprechenden Gerätenamen ein, um spezifische Geräte von der
Verschlüsselung auszuschließen. Dies ist zum Beispiel nützlich, wenn Sie Systeme von
Dritt-Anbietern ausschließen müssen.
Hinweis: Sie können die Namen der derzeit im System benutzten Geräte mit Tools von
Dritt-Anbietern (z. B. OSR Device Tree) anzeigen lassen. SafeGuard Enterprise protokolliert alle Geräte, mit denen eine Verbindung hergestellt wird. Mit Hilfe von Registry Keys können
Sie eine Liste von verbundenen und ignorierten Geräten aufrufen.
24.6.1 Anzeige von verbundenen und ignorierten Geräten für die SafeGuard
Data Exchange Konfiguration
Als Hilfestellung für die Definition von ignorierten Geräten können Sie mit Registry Keys ermitteln, welche Geräte für die Verschlüsselung in Betracht gezogen werden (verbundene
Geräte) und welche Geräte derzeit ignoriert werden. Die Liste mit ignorierten Geräten enthält nur Geräte, die tatsächlich auf dem Computer verfügbar sind und ignoriert werden. Wird ein
Gerät in einer Richtlinie als ignoriert definiert und das Gerät ist nicht verfügbar, so wird das
Gerät auch nicht aufgelistet.
Benutzen Sie folgende Registry Keys, um verbundene und ignorierte Geräte zu ermitteln:
■
HKLM\System\CurrentControlSet\Control\Utimaco\SGLCENC\Log\AttachedDevices
■
HKLM\System\CurrentControlSet\Control\Utimaco\SGLCENC\Log\IgnoredDevices
24.7 Konfigurieren der persistenten Verschlüsselung für
SafeGuard Data Exchange
Der Inhalt von mit SafeGuard Data Exchange verschlüsselten Dateien wird jeweils direkt entschlüsselt, wenn der Benutzer den erforderlichen Schlüssel hat. Wenn der Inhalt in einer neuen Datei an einem Ablageort gespeichert wird, für den keine Verschlüsselungsregel gilt, bleibt die resultierende neue Datei unverschlüsselt.
Mit persistenter Verschlüsselung bleiben Kopien von verschlüsselten Dateien auch dann verschlüsselt, wenn sie an einem Speicherort abgelegt werden, für den keine
Verschlüsselungsregel gilt.
Sie können die persistente Verschlüsselung in Richtlinien vom Typ Allgemeine Einstellungen konfigurieren. Die Richtlinieneinstellung Persistente Verschlüsselung aktivieren ist standardmäßig aktiviert.
Hinweis:
■
■
Wenn Dateien an ein ignoriertes Gerät oder in einen Ordner kopiert oder verschoben werden, für den eine Richtlinie mit dem Modus für die Verschlüsselung Ignorieren gilt, hat die Einstellung Persistente Verschlüsselung aktivieren keine Auswirkungen.
Kopiervorgänge werden anhand des Dateinamens erkannt. Wenn ein Benutzer eine verschlüsselte Datei mit Speichern unter unter einem anderen Dateinamen an einem
Speicherort speichert, für den keine Verschlüsselungsregel gilt, ist die Datei unverschlüsselt.
201
SafeGuard Enterprise
24.8 Protokollierung des Dateizugriffs auf Wechselmedien
Mit der Funktion Berichte des SafeGuard Management Center lässt sich der Dateizugriff auf
Wechselmedien protokollieren (Datei-Tracking). Für Datei-Tracking spielt es keine Rolle, ob für Dateien auf Wechselmedien eine Verschlüsselungsrichtlinie gilt.
In einer Richtlinie vom Typ Protokollierung können Sie Folgendes konfigurieren:
■
Protokollierung eines Ereignisses, wenn eine Datei oder ein Verzeichnis auf dem
Wechselmedium angelegt wird.
■
■
Protokollierung eines Ereignisses, wenn eine Datei oder ein Verzeichnis auf dem
Wechselmedium umbenannt wird.
Protokollierung eines Ereignisses, wenn eine Datei oder ein Verzeichnis vom
Wechselmedium gelöscht wird.
Weitere Informationen finden Sie unter Datei-Tracking-Bericht für Wechselmedien und
24.9 SafeGuard Data Exchange und File Encryption
Das SafeGuard Enterprise Modul File Encryption bietet dateibasierende Verschlüsselung im
Netzwerk, speziell für Arbeitsgruppen bei Netzwerkfreigaben.
Wenn sowohl SafeGuard Data Exchange als auch File Encryption auf einem Endpoint installiert ist, kann es vorkommen, dass eine SafeGuard Data Exchange Verschlüsselungsrichtlinie für ein Laufwerk auf dem Computer definiert ist und gleichzeitig File Encryption Richtlinien für
Ordner auf demselben Laufwerk gelten. Ist dies der Fall, so erhält die SafeGuard Data
Exchange Richtlinie Vorrang vor den File Encryption Richtlinien. Neue Dateien werden gemäß der SafeGuard Data Exchange Richtlinie verschlüsselt.
Weitere Informationen finden Sie unter Dateiverschlüsselung
(Seite 181).
202
Administratorhilfe
25 Cloud Storage
Das SafeGuard Enterprise Modul Cloud Storage bietet dateibasierende Verschlüsselung von in der Cloud gespeicherten Daten.
Das Modul beeinflusst nicht die Art und Weise, wie Benutzer mit in der Cloud gespeicherten
Daten arbeiten. Die Benutzer verwenden weiterhin die anbieterspezifischen
Synchronisationsapplikationen zum Übertragen von Daten an die Cloud und Empfangen von
Daten aus der Cloud. Das Modul Cloud Storage stellt sicher, dass die lokalen Kopien der in der Cloud gespeicherten Daten transparent verschlüsselt werden. Sie werden somit immer in verschlüsselter Form in der Cloud gespeichert.
Für Cloud Storage legen Sie im SafeGuard Management Center Cloud Storage Definitionen an und verwenden diese als Ziel für Richtlinien vom Typ Geräteschutz. Es stehen für mehrere
Cloud Storage Anbieter, zum Beispiel Dropbox oder Egnyte, vordefinierte Cloud Storage
Definitionen zur Verfügung.
Wenn für Endpoints eine Cloud Storage Richtlinie gilt, werden die Dateien in den von der
Richtlinie abgedeckten Speicherorten ohne Benutzerinteraktion transparent verschlüsselt:
■
Verschlüsselte Dateien werden an die Cloud synchronisiert.
■
Aus der Cloud erhaltene verschlüsselte Dateien können wie üblich mit Applikationen modifiziert werden.
Mit SafeGuard Portable kann auf durch Cloud Storage verschlüsselte Dateien auf Endpoints ohne SafeGuard Enterprise Cloud Storage zugegriffen werden. Verschlüsselte Dateien können so auch in diesem Fall gelesen werden.
Hinweis: Cloud Storage verschlüsselt nur neue in der Cloud gespeicherte Daten. Wurden
Daten bereits vor der Installation des Moduls Cloud Storage in der Cloud gespeichert, so werden diese Daten nicht automatisch verschlüsselt. Wenn Sie solche Daten verschlüsseln möchten, müssen Sie sie zunächst aus der Cloud entfernen und dann wieder einfügen.
25.1 Anforderungen für Software von Cloud Storage
Anbietern
Damit die Verschlüsselung für in der Cloud gespeicherten Daten möglich ist, muss die Software des Cloud Storage Anbieters
■ auf dem Computer, auf dem das Modul Cloud Storage installiert ist, laufen.
■
■ eine Anwendung (oder einen Systemdienst) im lokalen Dateisystem für die Synchronisierung zwischen der Cloud und dem lokalen System enthalten.
die synchronisierten Daten im lokalen Dateisystem speichern.
25.2 Anlegen von Cloud Storage Definitionen
Im SafeGuard Management Center stehen für mehrere Cloud Storage Anbieter, zum Beispiel
Dropbox oder Egnyte, vordefinierte Cloud Storage Definitionen zur Verfügung. Sie können die in den vordefinierten Cloud Storage Definitionen festgelegten Pfade nach Ihren
Anforderungen ändern oder eine neue Cloud Storage Definition erstellen und Werte aus der vordefinierten als Grundlage kopieren. Dies ist vor allem dann hilfreich, wenn Sie nur einen
203
SafeGuard Enterprise
Teil der Daten in der Cloud Storage verschlüsseln möchten. Sie können auch eigene Cloud
Storage Definitionen anlegen.
Hinweis: Wenn bestimmte Ordner verschlüsselt werden (zum Beispiel der Dropbox
Installationsordner), bewirkt dies unter Umständen, dass das Betriebssystem oder bestimmte
Anwendungen nicht mehr laufen. Stellen Sie beim Anlegen von Cloud Storage Definitionen für Geräteschutz Richtlinien sicher, dass diese Ordner nicht verschlüsselt werden.
1. Wählen Sie im Richtlinien Navigationsbereich Cloud Storage Definitionen.
2. Klicken Sie im Kontextmenü von Cloud Storage Definitionen auf Neu > Cloud Storage
Definition.
3. Der Neue Cloud Storage Definition Dialog wird angezeigt. Geben Sie einen Namen für die Cloud Storage Definition ein.
4. Klicken Sie auf OK. Die Cloud Storage Definition wird mit dem eingegebenen Namen unter dem Stammknoten Cloud Storage Definitionen im Richtlinien Navigationsbereich angezeigt.
5. Wählen Sie die Cloud Storage Definition aus. Im Arbeitsbereich auf der rechten Seite wird der Inhalt der Cloud Storage Definition angezeigt:
■
■
Name des Ziels:
Der zu Beginn eingegebene Name. Dieser wird zur Referenzierung der Cloud Storage
Definition als Ziel für eine Richtlinie des Typs Geräteschutz benutzt.
Synchronisierungsapplikation:
■
Geben Sie den Pfad und die Anwendung für die Synchronisierung der Daten mit der
Cloud ein (zum Beispiel: <Desktop>\dropbox\dropbox.exe). Die Applikation muss sich auf einem lokalen Laufwerk befinden.
Synchronisierungsordner:
Geben Sie den/die Ordner ein, der/die mit der Cloud synchronisiert wird/werden. Es werden nur lokale Pfade unterstützt.
Hinweis: Für Pfade in den Einstellungen Synchronisierungsapplikation und
Synchronisierungsordner werden die gleichen Platzhalter wie für File Encryption
unterstützt (siehe Platzhalter für Pfade in File Encryption Verschlüsselungsregeln (Seite
185)).
25.2.1 Platzhalter für Cloud Storage Anbieter
Als Sicherheitsbeauftragter können Sie Platzhalter für Cloud Storage Anbieter verwenden, um Synchronisierungsapplikationen und Synchronisierungsordner zu definieren. Diese
Platzhalter stehen für unterstützte Cloud Storage Applikationen von Drittanbietern. Mit den
Platzhaltern können Sie eine bestimmte Applikation eines Drittanbieters angeben und denselben Platzhalter zum Verweis auf die Synchronisierungsordner verwenden, die von der
Applikation zur Synchronisierung verwendet werden.
Platzhalter für Cloud Storage Anbieter werden zwischen
<!
und
!>
gesetzt.
Hinweis: SafeGuard Enterprise Version 7.0 unterstützt Dropbox und Google Drive für OS X endpoints.
204
Administratorhilfe
Derzeit unterstützte Platzhalter
Anbieter
Dropbox
Egnyte
Platzhalter
<!Dropbox!>
Kann in CSD-Einstellung verwendet werden.
Wird aufgelöst in
Synchronisierungsapplikation,
Synchronisierungsordner
Für
Synchronisierungsapplikationen:
Der "Fully qualified"-Pfad der
Synchronisierungsapplikation, die von der
Dropbox-Software benutzt wird.
Für
Synchronisierungsordner:
Der "Fully qualified"-Pfad des
Synchronisierungsordners, der von der
Dropbox-Software benutzt wird.
<!Egnyte!>
Synchronisierungsapplikation
Der "Fully qualified"-Pfad der
Synchronisierungsapplikation, die von der
Egnyte-Software benutzt wird.
<!EgnytePrivate!>
Synchronisierungsordner
Alle privaten Ordner in der Egnyte Cloud
Storage. Für
Standard-Egnyte-Benutzer ist dies in der Regel ein einzelner Ordner. Für
Egnyte-Administratoren, wird dieser Platzhalter in der Regel in mehrere
Ordner umgesetzt.
<!EgnyteShared!>
Synchronisierungsordner
Alle freigegebenen
Ordner in der Egnyte
Cloud Storage.
Hinweis:
Änderungen an der Egnyte-Ordnerstruktur (auch das Hinzufügen oder Entfernen von privaten oder freigegebenen Ordnern) werden automatisch erkannt. Die entsprechenden Richtlinien werden automatisch angepasst.
Hinweis: Da sich Egnyte-Synchronisierungsordner im Netzwerk befinden können, können Sie bei der Einstellung Synchronisierungsordner Netzwerkpfade eingeben.
205
SafeGuard Enterprise
Anbieter Platzhalter Kann in CSD-Einstellung verwendet werden.
Wird aufgelöst in
Das SafeGuard Enterprise Cloud Storage Modile verbindet sich daher standardmäßig mit Netzwerkdateisystemen. Wenn dies nicht erforderlich ist, können Sie dieses
Verhalten deaktivieren, indem Sie eine Richtlinie vom Typ Allgemeine Einstellungen definieren und unter Ignorierte Geräte die Option Netzwerk auswählen.
Google Drive
<!GoogleDrive!>
Synchronisierungsapplikation,
Synchronisierungsordner
Für
Synchronisierungsapplikationen:
Der "Fully qualified"-Pfad der
Synchronisierungsapplikation, die von der Google Drive
Software benutzt wird.
Für
Synchronisierungsordner:
Der "Fully qualified"-Pfad des
Synchronisierungsordners, der von der Google Drive
Software benutzt wird.
OneDrive
<!OneDrive!>
Synchronisierungsapplikation,
Synchronisierungsordner
Für
Synchronisierungsapplikationen:
Der "Fully qualified"-Pfad der
Synchronisierungsapplikation, die von der
OneDrive-Software benutzt wird.
Für
Synchronisierungsordner:
Der "Fully qualified"-Pfad der
Synchronisierungsordner, die von der
OneDrive-Software benutzt werden.
Hinweis: SafeGuard Enterprise unterstützt keine Microsoft Konten. Unter Windows
8.1 kann OneDrive nur benutzt werden, wenn der Windows Benutzer ein
Domänenbenutzer ist. SafeGuard Enterprise unterstützt unter Windows 8.1 OneDrive nicht für lokale Benutzer.
OneDrive for
Business
<!OneDriveForBusiness!>
Synchronisierungsapplikation,
Synchronisierungsordner
Für
Synchronisierungsapplikationen:
Der "Fully qualified"-Pfad der
Synchronisierungsapplikation, die von der
206
Administratorhilfe
Anbieter Platzhalter Kann in CSD-Einstellung verwendet werden.
Wird aufgelöst in
OneDrive-Software benutzt wird.
Für
Synchronisierungsordner:
Der "Fully qualified"-Pfad der
Synchronisierungsordner, die von der
OneDrive-Software benutzt werden.
Hinweis: OneDrive for Business unterstützt nur das Speichern von verschlüsselten
Dateien in lokalen Ordnern und ihre Synchronisierung mit der Cloud. Die Speicherung von verschlüsselten Dateien von Microsoft Office 2013 Applikationen direkt in der
OneDrive for Business-Cloud oder direkt am SharePoint Server wird nicht unterstützt.
Diese Dateien werden unverschlüsselt in der Cloud gespeichert.
Von SafeGuard Enterprise in der OneDrive for Business-Cloud verschlüsselte Dateien können nicht von Microsoft Office 365 geöffnet werden.
SkyDrive
<!SkyDrive!>
Synchronisierungsapplikation,
Synchronisierungsordner
Für
Synchronisierungsapplikationen:
Der "Fully qualified"-Pfad der
Synchronisierungsapplikation, die von der
OneDrive-Software benutzt wird.
Für
Synchronisierungsordner:
Der "Fully qualified"-Pfad der
Synchronisierungsordner, die von der
OneDrive-Software benutzt werden.
Da Microsoft SkyDrive auf OneDrive umbenannt hat, ist der
<!SkyDrive!>
Platzhalter immer noch verfügbar.
Auf diese Weise können ältere Richtlinien und SafeGuard Enterprise Endpoints vor
Version 7, die den
<!OneDrive!>
Platzhalter nicht handhaben können, ohne
Änderungen verwendet werden. SafeGuard Enterprise Endpoints Version 7 können beide Platzhalter handhaben.
Media Center
<!Mediacenter!>
Synchronisierungsapplikation,
Synchronisierungsordner
Für
Synchronisierungsapplikationen:
Der "Fully qualified"-Pfad der
Synchronisierungsapplikation,
207
SafeGuard Enterprise
Anbieter Platzhalter Kann in CSD-Einstellung verwendet werden.
Wird aufgelöst in die von der Media Center
Software benutzt wird.
Für
Synchronisierungsordner:
Der "Fully qualified"-Pfad des
Synchronisierungsordners, der von der Media Center
Software benutzt wird.
Beispiel
Wenn Sie Dropbox als Cloud Storage Anbieter nutzen, können Sie für die
Synchronisierungsapplikation einfach
<!Dropbox!>
eingeben. Wenn Sie den
Synchronisierungsordner nicht explizit angeben, wird
<!Dropbox!>
auch in die Liste mit
Ordnern unter Synchronisierungsordner kopiert.
In diesem Beispiel wird davon ausgegangen, dass
■
■
Sie die
<!Dropbox!>
für die Synchronisierungsapplikation und
<!Dropbox!>\encrypt für den Synchronisierungsordner in der Cloud Storage Definition verwendet haben,
Dropbox auf dem Endpoint installiert ist
■
Der Benutzer
:\dropbox
als Ordner, der mit Dropbox synchronisiert werden soll, konfiguriert hat.
Wenn der durch SafeGuard Enterprise geschützte Endpoint eine Richtlinie mit einer solchen
Cloud Storage Definition (CSD) erhält, werden die Platzhalter in der CSD automatisch entsprechend dem Pfad der Dropbox.exe für die Synchronisierungsapplikation umgesetzt.
Außerdem wird die Dropbox-Konfiguration gelesen und die Verschlüsselungsrichtlinie auf den Ordner d:\dropbox\encrypt
eingestellt.
25.2.2 Exportieren und Importieren von Cloud Storage Definitionen
Als Sicherheitsbeauftragter können Sie Cloud Storage Definitionen exportieren und importieren.
Eine Cloud Storage Definition wird als .xml-Datei exportiert.
■
Um eine Cloud Storage Definition zu exportieren, wählen Sie im Kontextmenü der gewünschten Cloud Storage Definition im Bereich Richtlinie den Befehl Cloud Storage
Definition exportieren.
■
Um eine Cloud Storage Definition zu importieren, wählen Sie im Kontextmenü des Cloud
Storage Definition Knotens im Bereich Richtlinie den Befehl Cloud Storage Definition
importieren.
Beide Befehle sind auch im Menü Aktionen des SafeGuard Management Center verfügbar.
208
Administratorhilfe
25.3 Erstellen einer Geräteschutz-Richtlinie mit dem Ziel
Cloud Storage
Die Cloud Storage Definitionen müssen bereits angelegt worden sein. Es stehen für mehrere
Cloud Storage Anbieter, zum Beispiel Dropbox oder Egnyte, vordefinierte Cloud Storage
Definitionen zur Verfügung.
Die Einstellungen für die Verschlüsselung von Cloud Storage Daten legen Sie in einer Richtlinie vom Typ Geräteschutz fest.
1. Erstellen Sie im Richtlinien Navigationsbereich eine neue Richtlinie vom Typ
Geräteschutz.
2. Wählen eine Cloud Storage Definition als Ziel aus.
3. Klicken Sie auf OK. Die neu angelegte Richtlinie wird im Navigationsfenster unter
Richtlinien angezeigt. Im Aktionsbereich werden alle Einstellungen für die Richtlinie vom
Typ Geräteschutzangezeigt. Die Einstellungen können dort geändert werden.
4. Wählen Sie für die Option Verschlüsselungsmodus für Medien die Einstellung
Dateibasierend. Volume-basierende Verschlüsselung wird nicht unterstützt.
5. Wählen Sie unter Algorithmus für die Verschlüsselung den Algorithmus, der für die
Verschlüsselung der Daten in den Synchronisierungsordnern, die in der Cloud Storage
Definition definiert sind, verwendet werden soll.
6. Mit den Einstellungen Schlüssel für die Verschlüsselung und Für Verschlüsselung
definierter Schlüssel definieren Sie den Schlüssel oder die Schlüssel, die für die
Verschlüsselung verwendet werden sollen. Weitere Informationen finden Sie unter
7. Wenn Sie die Einstellung SafeGuard Portable auf das Ziel kopieren aktivieren, wird
SafeGuard Portable in jeden Synchronisierungsordner kopiert, sobald Inhalte in den Ordner geschrieben werden. SafeGuard Portable ist eine Anwendung, mit der verschlüsselte
Dateien auf Windows-Computern, auf denen SafeGuard Enterprise installiert ist.
Hinweis: Um verschlüsselte Daten, die in der Cloud gespeichert sind, mit Benutzern zu teilen, die SafeGuard Enterprise nicht installiert haben, sollten die Benutzer zum Erzeugen
lokaler Schlüssel berechtigt sein (siehe Lokale Schlüssel (Seite 193)).
8. Mit der Option Klartext-Ordner können Sie einen Ordner definieren, der von der
Verschlüsselung ausgeschlossen wird. Daten in Unterordnern des definierten
Klartext-Ordners werden ebenfalls von der Verschlüsselung ausgeschlossen. SafeGuard
Cloud Storage erstellt automatisch leere Klartext-Ordner in allen in der Cloud Storage
Definition definierten Synchronisierungsordnern.
25.4 Protokollierung des Dateizugriffs im Cloud-Speicher
Mit der Funktion Berichte im SafeGuard Management Center lässt sich der Dateizugriff im
Cloud-Speicher protokollieren (Datei-Tracking). Für Datei-Tracking spielt es keine Rolle, ob für die Dateien eine Verschlüsselungsrichtlinie gilt.
In einer Richtlinie vom Typ Protokollierung können Sie Folgendes konfigurieren:
■
Protokollierung eines Ereignisses, wenn eine Datei oder ein Verzeichnis auf einem
Wechselmedium angelegt wird.
■
Protokollierung eines Ereignisses, wenn eine Datei oder ein Verzeichnis auf einem
Wechselmedium umbenannt wird.
209
SafeGuard Enterprise
■
Protokollierung eines Ereignisses, wenn eine Datei oder ein Verzeichnis auf einem
Wechselmedium gelöscht wird.
Weitere Informationen finden Sie unter Datei-Tracking-Bericht für Wechselmedien und
210
Administratorhilfe
26 Benutzer-Computer Zuordnung (UMA)
SafeGuard Enterprise verwaltet die Informationen, welcher Benutzer sich an welchem
Computer anmelden darf, in einer Liste, für die der Begriff UMA (User Machine Assignment bzw. Benutzer-Computer Zuordnung) verwendet wird.
Voraussetzung für die Aufnahme in die UMA ist, dass sich der Benutzer einmal an einem
Computer mit installiertem SafeGuard Enterprise angemeldet hat und als „kompletter“ Benutzer, im Sinne von SafeGuard Enterprise, im SafeGuard Management Center vorhanden ist. Als
„komplett“ wird ein Benutzer dann bezeichnet, wenn für ihn nach der ersten Anmeldung ein
Zertifikat erzeugt und danach sein Schlüsselring aufgebaut wurde. Erst dann ist die Möglichkeit gegeben, dass diese Benutzerdaten auch auf andere Computer repliziert werden können.
Nach der Replikation kann sich der Benutzer auch auf diesen Computern in der SafeGuard
POA anmelden.
In der Standardeinstellung wird der erste Benutzer, der sich nach der Installation von
SafeGuard Enterprise an den Computer anmeldet, in der UMA als Besitzer dieses Computers eingetragen.
Dieses Attribut erlaubt es dem Benutzer, nachdem er sich im Rahmen der SafeGuard Power-on
Authentication authentisiert hat, weiteren Benutzern die Anmeldung an diesem Computer zu
ermöglichen (siehe Registrieren weiterer SafeGuard Enterprise-Benutzer
(Seite 106)). Dadurch werden auch sie in die UMA für diesen Computer aufgenommen.
So wird automatisch eine Liste aufgebaut, die bestimmt, welcher Benutzer sich an welchem
Computer anmelden darf. Diese Liste kann im SafeGuard Management Center bearbeitet werden.
26.1 Benutzer-Computer Zuordnung (UMA) im SafeGuard
Management Center
Im SafeGuard Management Center kann eine Zuordnung von Benutzern zu bestimmten
Computern vorgenommen werden. Wird ein Benutzer im SafeGuard Management Center einem Computer zugeordnet (oder umgekehrt), wird diese Zuweisung in die UMA aufgenommen. Seine Benutzerdaten (Zertifikat, Schlüssel usw.) werden auf diesen Rechner repliziert, und er kann sich an diesen Computer anmelden. Wenn ein Benutzer aus der UMA entfernt wird, werden alle Benutzerdaten automatisch aus der SafeGuard POA gelöscht. Der
Benutzer kann sich dann nicht mehr an der SafeGuard POA mit Benutzername und Kennwort anmelden.
Hinweis: Um die Benutzer und Computer Zuordnung unter Benutzer & Computer einzusehen, benötigen Sie mindestens das Zugriffsrecht Schreibgeschützt für eines der beteiligten Objekte (Benutzer oder Computer). Um die Zuweisung zu definieren oder zu
ändern, benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für beide beteiligten Objekte. Die
UMA-Anzeige zeigt die verfügbaren Benutzer/Maschinen gefiltert nach Ihren Zugriffsrechten.
In der UMA-Anzeige, die die Computern zugewiesenen Benutzer und umgekehrt zeigt, werden
Objekte, für die Sie nicht die erforderlichen Zugriffsrechte haben, zu Ihrer Information angezeigt.
Sie können die Zuordnung jedoch nicht ändern.
Im Rahmen dieser Zuordnung kann auch festgelegt bzw. geändert werden, wem es erlaubt ist, weiteren Benutzern die Anmeldung an diesen Computer zu ermöglichen.
211
SafeGuard Enterprise
Unter Typ wird im SafeGuard Management Center angezeigt, wie der Benutzer in die
SafeGuard Enterprise Datenbank aufgenommen wurde. Übernommen gibt an, dass der
Benutzer auf einem Endpoint in die UMA für den Computer aufgenommen worden ist.
Hinweis: Wird im SafeGuard Management Center keine Zuweisung vorgenommen und kein
Benutzer als Besitzer festgelegt, wird der Benutzer, der sich als erster nach der Installation von SafeGuard Enterprise an den Computer anmeldet, als Besitzer eingetragen. Dieser
Benutzer kann weiteren Benutzern die Anmeldung an diesem Computer ermöglichen (siehe
Registrieren weiterer SafeGuard Enterprise-Benutzer
(Seite 106). Werden im SafeGuard
Management Center diesem Computer nachträglich Benutzer zugewiesen, so können sich diese dann auch in der SafeGuard Power-On Authentication anmelden. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass es sich um komplette Benutzer (deren Zertifikat und Schlüssel bereits existieren) handelt. Die Erlaubnis durch den Besitzer des Computers ist dann nicht notwendig.
Über folgende Einstellungen kann festgelegt werden, wem es erlaubt ist, weitere Benutzer in die UMA aufzunehmen:
■
Kann Besitzer werden Die Auswahl dieser Einstellung ist Voraussetzung dafür, dass ein
Benutzer als Besitzer eines Computers eingetragen werden kann.
■
Benutzer ist Besitzer: Ist diese Einstellung ausgewählt, wird dieser Benutzer als Besitzer in die UMA eingetragen. Es kann jeweils nur ein Benutzer pro Computer als Besitzer in der UMA eingetragen werden.
Wer Benutzer in die UMA aufnehmen darf, wird zusätzlich über die Richtlinieneinstellung
Registrieren von neuen SGN-Benutzern erlauben in einer Richtlinie vom Typ Spezifische
Computereinstellungen gesteuert. Die Einstellung Registrierung von SGN
Windows-Benutzern aktivieren in Richtlinien vom Typ Spezifische
Computereinstellungen legt fest, ob SGN Windows-Benutzer auf dem Endpoint registriert und zur UMA hinzugefügt werden können.
■
Registrieren von neuen SGN-Benutzern erlauben
Niemand
Auch der als Besitzer eingetragene Benutzer kann keinen weiteren Benutzern die Aufnahme in die UMA ermöglichen. Die Funktionalität, dass ein Besitzer weitere Aufnahmen ermöglichen kann, wird damit deaktiviert.
Besitzer (Standardeinstellung)
Hinweis: Ein Sicherheitsbeauftragter kann im SafeGuard Management Center immer
Benutzer hinzufügen.
Jeder
Hebt die Einschränkung auf, dass nur der Besitzer Benutzer hinzufügen darf.
Hinweis: Bei Endpoints, auf denen das Device Encryption-Modul nicht installiert ist, muss die Einstellung Registrieren von neuen SGN-Benutzern erlauben auf Jeder gesetzt sein, wenn es auf dem Endpoint möglich sein soll, der UMA mehrere Benutzer hinzuzufügen, die Zugriff auf ihre Schlüsselringe haben sollen. Sonst können Benutzer nur im Management Center hinzugefügt werden. Diese Option ist wird nur auf zentral verwalteten Endpoints ausgewertet. Siehe auch Neue SafeGuard Enterprise Data
Exchange-Benutzer erhalten nach dem Anmelden bei SafeGuard Enterprise Data Exchange
Only Clients kein Zertifikat .
■
Registrierung von SGN Windows-Benutzern aktivieren
Wenn Sie Ja auswählen, können SGN Windows-Benutzer auf dem Endpoint registriert werden. Ein SGN Windows-Benutzer wird nicht zur SafeGuard POA hinzugefügt, verfügt jedoch über einen Schlüsselring, mit dem er auf verschlüsselte Dateien zugreifen kann
212
Administratorhilfe wie ein SGN-Benutzer. Wenn Sie diese Einstellung wählen, werden alle Benutzer, die andernfalls SGN-Gast-Benutzer geworden wären, zu SGN Windows-Benutzern. Die
Benutzer werden zur UMA hinzugefügt, sobald sie sich an Windows angemeldet haben.
SGN Windows-Benutzer lassen sich auf zentral verwalteten Endpoints automatisch und auf Standalone-Endpoints manuell aus der UMA entfernen. Weitere Informationen finden
Sie unter Spezifische Computereinstellungen - Grundeinstellungen (Seite 156).
Beispiel:
Das folgende Beispiel zeigt, wie Sie im SafeGuard Management Center festlegen können, dass sich ausschließlich drei bestimmte Benutzer (Benutzer_a, Benutzer_b, Benutzer_c) auf dem Computer Computer_ABC anmelden können.
Ausgangssituation: Sie legen im SafeGuard Management Center das gewünschte Verhalten fest. SafeGuard Enterprise wird in der Nacht auf allen Endpoints installiert. Am Morgen sollen sich die Benutzer an ihrem Computer anmelden können.
1. Weisen Sie im SafeGuard Management Center Benutzer_a, Benutzer_b, Benutzer_c dem
Computer Computer_ABC zu. (Benutzer & Computer -> Computer_ABC auswählen ->
Benutzer via Drag&Drop zuweisen). Damit haben Sie eine UMA festgelegt.
2. Setzen Sie in einer Richtlinie vom Typ Spezifische Computereinstellungen die Einstellung
Registrieren von neuen SGN-Benutzern erlauben auf Niemand. Da es Benutzer_a,
Benutzer_b, Benutzer_c nicht erlaubt werden soll, Benutzer hinzuzufügen, ist es nicht notwendig, einen Benutzer als Besitzer festzulegen.
3. Weisen Sie die Richtlinie dem Computer zu bzw. an einer Stelle in der Verzeichnisstruktur zu, wo sie für den Computer wirksam wird.
Bei der Anmeldung des ersten Benutzers an Computer_ABC wird ein Autologon für die
SafeGuard POA ausgeführt. Die Computerrichtlinien werden an den Endpoint geschickt. Da
Benutzer_a in der UMA eingetragen ist, wird er im Zuge der Windows-Anmeldung komplettiert.
Seine Benutzerrichtlinien, Zertifikate und Schlüssel werden an den Endpoint geschickt. Die
SafeGuard POA wird aktiviert.
Hinweis: Der Benutzer kann über die Statusausgabe im SafeGuard Tray Icon überprüfen, wann dieser Vorgang abgeschlossen ist.
Benutzer_a existiert nun als kompletter Benutzer in SafeGuard Enterprise und kann sich bei der nächsten Anmeldung in der SafeGuard POA authentisieren und wird automatisch angemeldet.
Benutzer_a fährt nun den Computer herunter und Benutzer_b will sich anmelden. Da die
SafeGuard POA aktiviert ist, findet kein Autologon mehr statt.
Für die Benutzer_b und Benutzer_c gibt es nun zwei Möglichkeiten, Zugang zu diesem
Computer zu erlangen.
■
Benutzer_a deaktiviert im SafeGuard POA-Anmeldedialog die Option Durchgehende
Anmeldung an Windows und meldet sich an.
■
Benutzer_b authentisiert sich über Challenge/Response in der SafeGuard POA.
In beiden Fällen wird anschließend der Windows-Anmeldedialog angezeigt.
Benutzer_b kann dort seine Windows-Anmeldeinformationen eingeben. Seine
Benutzerrichtlinien, Zertifikate und Schlüssel werden an den Endpoint geschickt. Er wird in der SafeGuard POA aktiviert. Benutzer_b existiert nun als kompletter Benutzer in SafeGuard
Enterprise. Er kann sich bei der nächsten Anmeldung in der SafeGuard POA authentisieren und wird automatisch angemeldet.
213
SafeGuard Enterprise
Es wurde in der Computerrichtlinie zwar festgelegt, dass auf diesem Computer niemand
Benutzer importieren darf, da sie sich aber bereits in der UMA befinden, können Benutzer_b und Benutzer_c durch die Windows-Anmeldung dennoch komplettiert und in der SafeGuard
POA aktiviert werden.
Alle anderen Benutzer werden nicht in die UMA aufgenommen und können sich daher niemals an der SafeGuard Power-on Authentication authentisieren. Alle Benutzer, die sich an Windows anmelden und nicht Benutzer_a, Benutzer_b oder Benutzer_c sind, werden in diesem Szenario nicht in die UMA aufgenommen und daher auch nie in der SafeGuard POA aktiv.
Sie können im SafeGuard Management Center später weitere Benutzer hinzufügen. Allerdings steht ihr Schlüsselring nach der ersten Anmeldung noch nicht zur Verfügung, da eine
Synchronisierung erst durch diese Anmeldung angestoßen wird. Nach einer erneuten
Anmeldung steht auch der Schlüsselring zur Verfügung und die Benutzer können entsprechend den geltenden Richtlinien auf den Computer zugreifen. Haben sie sich zuvor noch an keinem
Endpoint erfolgreich angemeldet, können sie wie zuvor beschrieben aufgenommen werden.
Hinweis: Wenn das letzte gültige Benutzerzertifikat von einem SO oder MSO aus der UMA entfernt wurde, kann jeder Benutzer die SafeGuard POA des entsprechenden Computers absolvieren. Dasselbe gilt, wenn sich die Domain des Endpoints ändert. Dann sind nur
Windows-Anmeldeinformationen zum Anmelden am Computer, zum Reaktivieren der
SafeGuard POA und das Hinzufügen als neuer Besitzer nötig.
26.1.1 Benutzer sperren
Durch Auswählen des Kontrollkästchens in der Spalte Benutzer sperren wird dem Benutzer die Anmeldung an diesem Computer verboten. Wenn der betreffende Benutzer angemeldet ist, wenn eine Richtlinie, die diese Einstellung enthält, wird der Benutzer abgemeldet.
26.1.2 Gruppen
Im SafeGuard Management Center können auch Computergruppen einem Benutzer (Konto) bzw. Benutzergruppen einem Computer zugewiesen werden.
So erstellen Sie eine Gruppe: Klicken Sie unter Benutzer & Computer mit der rechten
Maustaste auf den relevanten Objektknoten, bei dem Sie die Gruppe erstellen möchten.
Wählen Sie dann Neu und Neue Gruppe erzeugen. Geben Sie in Neue Gruppe erzeugen unter Vollst. Name den Namen der Gruppe und nach Wunsch eine Beschreibung ein. Klicken
Sie auf OK.
Beispiel: Service-Konto
Auf diese Weise ist es z. B. einfach möglich, über ein Service-Konto eine große Anzahl
Computer zu warten. Dazu müssen sich die Computer in einer Gruppe befinden. Diese Gruppe wird dann einem Service-Konto (Benutzer) zugewiesen. Der Besitzer des Service-Kontos kann sich dann an alle Computer dieser Gruppe anmelden.
Ebenso kann durch das Zuweisen einer Gruppe, die verschiedene Benutzer enthält, diesen
Benutzern in einem einfachen Schritt die Anmeldung an einem bestimmten Computer ermöglicht werden.
26.2 Zuweisen von Benutzer- und Computergruppen
Um die Benutzer und Computer Zuordnung unter Benutzer & Computer einzusehen, benötigen Sie mindestens das Zugriffsrecht Schreibgeschützt für eines der beteiligten Objekte
(Benutzer oder Computer). Um die Zuweisung zu definieren oder zu ändern, benötigen Sie
214
Administratorhilfe das Zugriffsrecht Voller Zugriff für beide beteiligten Objekte. Die UMA-Anzeige zeigt die verfügbaren Benutzer/Maschinen gefiltert nach Ihren Zugriffsrechten.
Hinweis: Das Zuweisen einzelner Benutzer an einen Computer oder umgekehrt, funktioniert analog zur Beschreibung für Gruppen.
1. Klicken Sie auf Benutzer & Computer.
2. Zum Zuweisen einer Gruppe von Computern zu einem Benutzer markieren Sie den
Benutzer.
3. Klicken Sie im Aktionsbereich auf die Registerkarte Computer.
Unter Verfügbare Computer werden alle Computer und Computergruppen angezeigt.
4. Ziehen Sie die gewünschten Gruppen aus der Liste der Verfügbaren Gruppen in den
Aktionsbereich.
5. Ein Dialog, in dem Sie gefragt werden, ob der Benutzer Besitzer aller Computer werden können soll, wird angezeigt.
Ist für einen Computer im SafeGuard Management Center kein Besitzer festgelegt, wird der erste Benutzer, der sich an diesen Computer anmeldet, automatisch als Besitzer eingetragen. Damit hat er das Recht, anderen Benutzern Zugriff auf diesen Computer zu erlauben. Voraussetzung dafür ist, dass er das Recht Kann Besitzer werden besitzt.
■
Beantworten Sie diese Frage mit Ja, kann der Benutzer, wenn er sich als erster an diesen Computer anmeldet, Besitzer werden und damit weiteren Benutzern Zugriff gewähren.
■
Beantworten Sie diese Frage mit Nein, ist der Benutzer nicht Besitzer dieses Computers.
Für ein Service-Konto ist es in der Regel nicht notwendig, dass der Inhaber dieses Kontos
Besitzer der Computer werden kann. Diese Einstellung kann nach der initialen Zuweisung geändert werden.
Nach der Beantwortung der Frage werden alle Computer aus der zugewiesenen Gruppe im
Aktionsbereich angezeigt.
Der Benutzer darf sich jetzt an allen Computern anmelden, die so zugewiesen wurden.
Die Zuweisung einer Benutzergruppe an einen einzelnen Computer funktioniert analog zu dieser Beschreibung.
215
SafeGuard Enterprise
27 Token und Smartcards
Hinweis: Token und Smartcards können nicht für Mac OS X Endpoints konfiguriert werden.
SafeGuard Enterprise bietet erweiterte Sicherheit durch die Unterstützung von Token und
Smartcards für die Authentisierung. Auf Token/Smartcards lassen sich Zertifikate, digitale
Signaturen und biometrische Informationen speichern.
Die Token-Authentisierung basiert auf dem Prinzip der Zwei-Faktor-Authentisierung: Ein
Benutzer verfügt über einen Token (Besitz), kann den Token aber nur nutzen, wenn er das spezifische Token-Kennwort kennt (Wissen). Bei Verwendung eines Token oder einer
Smartcard benötigen die Benutzer zur Authentisierung nur noch den Token und eine PIN.
Hinweis: Smartcards und Token werden aus Sicht von SafeGuard Enterprise gleich behandelt.
Deshalb werden im Produkt und in der Hilfe die Begriffe "Token" und "Smartcard" gleichgesetzt.
Die Verwendung von Token und Smartcards muss in der Lizenz aktiviert werden (siehe
Hinweis: Bei Windows 8 und höher gibt es eine Funktion namens virtuelle Smartcard. Eine virtuelle Smartcard simuliert mit Hilfe eines TPM-Chip als Basis die Funktionalität einer physischen Smartcard, kann aber nicht mit SafeGuard Enterprise genutzt werden.
SafeGuard Enterprise unterstützt Token:
■ in der SafeGuard Power-on Authentication (gilt nicht für Windows 8 und Windows 8.1)
■ auf Betriebssystemebene
■ zur Anmeldung am SafeGuard Management Center
Wenn ein Token für einen Benutzer in SafeGuard Enterprise ausgestellt wird, werden Daten wie Hersteller, Typ, Seriennummer, Anmeldedaten und Zertifikate in der SafeGuard
Enterprise-Datenbank hinterlegt. Token werden anhand der Seriennummer identifiziert und sind dann in SafeGuard Enterprise bekannt.
Es ergeben sich erhebliche Vorteile:
■
Sie wissen, welche Token im Umlauf sind und welchen Benutzern sie zugeordnet sind.
■
Sie wissen, wann sie ausgestellt wurden.
■
Wenn Token verlorengegangen sind, kann der Sicherheitsbeauftragte sie identifizieren und für die Authentisierung sperren. Damit kann Datenmissbrauch verhindert werden.
■
Trotzdem kann der Sicherheitsbeauftragte über Challenge/Response die Anmeldung ohne
Token zeitweilig erlauben, z. B. wenn ein Benutzer seine PIN vergessen hat.
Hinweis: Bei SafeGuard volume-basierender Verschlüsselung wird diese Recovery-Option für die Anmeldung mit kryptographischen Token (Kerberos) nicht unterstützt.
27.1 Token-Typen
Der Begriff "Token" bezieht sich auf alle verwendeten Technologien und ist nicht an eine bestimmte Form von Gerät gebunden. Dies umfasst alle Geräte, die Daten für die Identifizierung
216
Administratorhilfe und Authentisierung speichern und übertragen können, zum Beispiel Smartcards und
USB-Token.
SafeGuard Enterprise unterstützt die folgenden Token/Smartcard-Typen für die Authentisierung:
■
Nicht kryptographisch
Die Authentisierung in der SafeGuard POA und in Windows erfolgt auf der Grundlage der auf dem Token gespeicherten Anmeldedaten (Benutzername/Kennwort).
■
kryptographisch - Kerberos
Die Authentisierung in der SafeGuard POA und in Windows erfolgt auf der Grundlage der auf dem Token gespeicherten Zertifikate.
Hinweis: Kryptographische Token können nicht für Standalone-Endpoints verwendet werden.
27.1.1 Kryptographische Token - Kerberos
Bei der Verwendung von kryptographischen Token erfolgt die Authentisierung in der SafeGuard
POA über das Zertifikat auf dem Token. Zur Anmeldung müssen die Benutzer nur die PIN des Token eingeben.
Hinweis: Kryptographische Token können nicht für Standalone-Endpoints verwendet werden.
Den Benutzern müssen vollständig ausgestellte Token bereitgestellt werden. Weitere
Informationen finden Sie unter
Konfigurieren der Token-Benutzung (Seite 220).
Grundlegende Anforderungen für Zertifikate:
■
Algorithmus: RSA
■
■
■
Schlüssellänge: mindestens 1024.
Verwendung des Schlüssels: Datenverschlüsselung oder Schlüsselverschlüsselung. Dies kann per Richtlinie außer Kraft gesetzt werden.
Selbst-signiert: Nein. Dies kann per Richtlinie außer Kraft gesetzt werden.
Hinweis: Bei Problemen bei der Anmeldung mit einem Kerberos-Token kann weder
Challenge/Response noch Local Self Help für Recovery-Vorgänge benutzt werden. Hier wird nur Challenge/Response mit virtuellen Clients unterstützt. Mit diesem Verfahren können
Benutzer wieder Zugriff auf verschlüsselte Volumes auf Ihren Endpoints erlangen.
27.2 Komponenten
Für die Benutzung von Token/Smartcards in Verbindung mit SafeGuard Enterprise sind folgende Komponenten erforderlich:
■
■
Token/Smartcard
Token-/Smartcard-Lesegerät
■
■
Token-/Smartcard-Treiber
Token/Smartcard Middleware (PKCS#11-Modul)
USB-Token
USB-Token bestehen aus einer Smartcard und einem Smartcard-Leser, wobei sich die beiden
Einheiten in einem Gehäuse befinden. Für die Benutzung von USB Token ist ein USB Port erforderlich.
217
SafeGuard Enterprise
27.2.1 Token/Smartcards-Lesegeräte und Treiber
■
Windows
Auf Windows-Betriebssystemebene werden PC/SC-kompatible Kartenleser unterstützt.
Die PC/SC-Schnittstelle regelt die Kommunikation zwischen Computer und Smartcard.
Viele dieser Kartenleser sind bereits Teil der Windows-Installation. Smartcards benötigen
PKCS#11 kompatible Smartcard-Treiber, damit sie von SafeGuard Enterprise unterstützt werden können.
■
Power-on Authentication aktivieren
An der SafeGuard Power-on Authentication wird die PC/SC-Schnittstelle unterstützt, die die Kommunikation zwischen Computer und Smartcard regelt. Die unterstützten
Smartcard-Treiber sind fest implementiert und die Benutzer können keine zusätzlichen
Treiber hinzufügen. Die passenden Smartcard-Treiber müssen über eine Richtlinie in
SafeGuard Enterprise aktiviert werden.
Die Schnittstelle für Smartcard-Leser ist standardisiert und viele Kartenleser haben eine
USB-Schnittstelle oder eine ExpressCard/54-Schnittstelle und implementieren den
CCID-Standard. In SafeGuard Enterprise ist dies eine Voraussetzung für die Unterstützung in der SafeGuard Power-on Authentication. Außerdem muss auf Treiber-Seite das
PKCS#11-Modul unterstützt werden.
27.2.2 Unterstützte Token/Smartcards an der SafeGuard Power-on
Authentication
SafeGuard Enterprise unterstützt eine breite Palette an Smartcards/Smartcard-Lesegeräten,
USB-Token mit den entsprechenden Treibern und Middleware in der SafeGuard Power-on
Authentication. In SafeGuard Enterprise werden Token/Smartcards unterstützt, die 2.048 Bit
RSA-Operationen unterstützen.
Da die Unterstützung von Token/Smartcards von Release zu Release erweitert wird, werden die in der jeweils aktuellen SafeGuard Enterprise Version unterstützten Token und Smartcards in den Release Notes aufgeführt.
27.2.3 Unterstützte Middleware
Die in der folgenden Liste aufgeführte Middleware wird über deren jeweiliges PKCS#11-Modul unterstützt. PKCS#11 ist eine standardisierte Schnittstelle zur Anbindung kryptographischer
Token/Smartcards an verschiedenste Software. Hier dient PKCS#11 der Kommunikation zwischen kryptographischen Token/Smartcard, Smartcard-Leser und SafeGuard Enterprise.
Siehe auch http://www.sophos.com/de-de/support/knowledgebase/112781.aspx
.
Hersteller
ActivIdentity
AET
Aladdin
Middleware
ActivClient, ActivClient (PIV)
SafeSign Identity Client eToken PKI Client
218
Administratorhilfe
Hersteller
A-Trust
Charismatics
Gemalto
IT Solution GmbH
Nexus
RSA
Sertifitseerimiskeskus AS
Siemens
ATOS
FNMT
T-Systems
Unizeto
Middleware a.sign Client
Smart Security Interface
Gemalto Access Client, Gemalto Classic Client, Gemalto
.NET Card
IT Solution trustWare CSP+
Nexus Personal
RSA Authentication Client 2.x, RSA Smart Card Middleware
3.x
Estonian ID Card
CardOS API TC-FNMT
CardOS API TC-FNMT
Módulo PCKS#11 TC-FNMT TC-FNMT
NetKey 3.0
proCertum
Lizenzen
Beachten Sie, dass für die Benutzung der jeweiligen Middleware für das
Standard-Betriebssystem eine Lizenzvereinbarung mit dem jeweiligen Hersteller erforderlich ist. Informationen zum Erhalt der Lizenzen finden Sie unter http://www.sophos.com/de-de/support/knowledgebase/116585.aspx
.
Wenn Sie Siemens-Lizenzen erwerben möchten, wenden Sie sich an:
Atos IT Solutions and Services GmbH
Otto-Hahn-Ring 6
81739 München
Germany
Die Middleware wird in einer SafeGuard Enterprise-Richtlinie vom Typ Spezifische
Computereinstellungen unter Benutzerdefinierte PKCS#11 Einstellungen im Feld
PKCS#11 Modul für Windows oder PKCS#11 Modul für die Power-on Authentication angegeben. Das SafeGuard Enterprise Client-Konfigurationspaket muss zudem auf dem
Computer installiert sein, auf dem das SafeGuard Management Center läuft.
219
SafeGuard Enterprise
27.3 Konfigurieren der Token-Benutzung
Führen Sie die folgenden Handlungsschritte aus, wenn Sie den folgenden Benutzern Token für die Authentisierung bereitstellen möchten:
■
■
Benutzer von zentral verwalteten Endpoints
Sicherheitsbeauftragte des SafeGuard Management Center
1. Initialisierung leerer Token
Weitere Informationen finden Sie unter Initialisierung von Token
(Seite 221).
2. Installation der Middleware
Weitere Informationen finden Sie unter Installation von Middleware
(Seite 221).
3. Aktivierung der Middleware
Weitere Informationen finden Sie unter Aktivierung von Middleware (Seite 221).
4. Ausstellen von Token für Benutzer und Sicherheitsbeauftragte
Weitere Informationen finden Sie unter Ausstellen eines Token
(Seite 221).
5. Konfigurieren des Anmeldemodus
Weitere Informationen finden Sie unter Konfiguration des Anmeldemodus (Seite 223).
6. Konfigurieren weiterer Token-Einstellungen, zum Beispiel Syntaxregeln für PINs.
Weitere Informationen finden Sie unter Verwalten von PINs
(Seite 229).
7. Zuweisen von Zertifikaten und Schlüsseln zu Token/Benutzern
Weitere Informationen finden Sie unter Zuweisung von Zertifikaten (Seite 225).
Sie können auch einen bereits mit Daten einer anderen Anwendung versehenen Token zur
Authentisierung verwenden, sofern genügend freier Speicherplatz für die Zertifikate und
Anmeldeinformationen darauf vorhanden ist.
Für die einfache Token-Verwaltung bietet SafeGuard Enterprise folgende Funktionen:
■
Token-Informationen anzeigen und filtern
■
PINs initialisieren, ändern, zurücksetzen und sperren
■
Token-Daten lesen und löschen
■
Token sperren
Hinweis: Um Token auszustellen und zu verwalten oder Daten auf ausgestellten Token zu
ändern, benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für die relevanten Benutzer. Die Ansicht
Ausgestellte Token zeigt die Token für alle Benutzer, für die Sie die Zugriffsrechte
Schreibgeschützt oder Voller Zugriff haben.
27.4 Vorbereitung für die Benutzung von Token
Die folgenden vorbereitenden Maßnahmen sind für die Unterstützung von Token/Smartcards in SafeGuard Enterprise notwendig:
■
■
Initialisierung leerer Token
Installation der Middleware
220
Administratorhilfe
■
Aktivierung der Middleware
27.4.1 Initalisieren eines Token
Bevor ein "leerer", unformatierter Token in SafeGuard Enterprise bentutzt werden kann, muss er nach den Angaben des Token-Herstellers für die Verwendung vorbereitet, also initialisiert werden. Bei der Initialisierung wird er mit Basisinformationen, z. B. den Standard-PINs, beschrieben. Dies erfolgt mit der Initialisierungssoftware des Herstellers.
Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation des relevanten Token-Herstellers.
27.4.2 Installation von Middleware
Installieren Sie die korrekte Middleware sowohl auf dem Computer, auf dem das SafeGuard
Management Center installiert ist, als auch auf dem relevanten Endpoint, falls noch nicht
geschehen. Informationen über unterstützte Middleware finden Sie unter Unterstützte
Starten Sie die Computer, auf denen Sie die neue Middleware installiert haben, neu.
Hinweis: Wenn Sie Gemalto .NET Card oder Nexus Personal Middleware installieren, müssen Sie den Installationspfad der Middleware auch zur PATH-Umgebungsvariable der
Systemeigenschaften Ihres Computers hinzufügen.
■
Standard-Installationspfad für Gemalto .NET Card:
C:\Programme\Gemalto\PKCS11 for .NET V2 smart cards
■
Standard-Installationspfad für Nexus Personal:
C:\Programme\Personal\bin
27.4.3 Aktivieren der Middleware
Sie müssen im SafeGuard Management Center über eine Richtlinie die passende Middleware in Form des PKCS#11-Moduls zuweisen. Dies müssen Sie sowohl für den Computer, auf dem das SafeGuard Management Center läuft, als auch für den Endpoint erledigen. Dann erst kann SafeGuard Enterprise mit dem Token kommunizieren. Die Einstellung für das
PKCS#11-Modul können Sie folgendermaßen über eine Richtlinie festlegen.
Voraussetzung: Die Middleware wurde auf dem entsprechenden Computer installiert und der Token wurde initialisiert. Das SafeGuard Enterprise Client-Konfigurationspaket muss zudem auf dem Computer installiert sein, auf dem das SafeGuard Management Center läuft.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Richtlinien.
2. Legen Sie eine neue Richtlinie des Typs Spezifische Computereinstellungen an oder wählen Sie eine bereits bestehende Richtlinie dieses Typs aus.
3. Wählen Sie im rechten Arbeitsbereich unter Tokenunterstützung > Modulname die passende Middleware aus. Speichern Sie die Einstellungen.
4. Weisen Sie die Richtlinie zu.
SafeGuard Enterprise kann nun mit dem Token kommunizieren.
27.5 Ausstellen eines Token
Beim Ausstellen eines Token in SafeGuard Enterprise werden Daten auf den Token geschrieben, die dann für die Authentisierung verwendet werden. Bei den Daten handelt es sich um die Anmeldeinformationen und Zertifikate.
221
SafeGuard Enterprise
In SafeGuard Enterprise können Token für folgende Benutzerrollen ausgestellt werden:
■
Token für Endbenutzer von zentral verwalteten Endpoints.
■
Token für Sicherheitsbeauftragte (SO)
Zugriff auf den Token haben sowohl der Benutzer als auch der Sicherheitsbeauftragte (SO).
Der Benutzer ist der, der den Token benutzen soll. Nur er hat Zugriff auf private Objekte und
Schlüssel. Der SO hat nur Zugriff auf öffentliche Objekte, kann allerdings die Benutzer-PIN zurücksetzen.
27.5.1 Ausstellen eines Token oder einer Smartcard für Benutzer
Voraussetzungen:
■
Der Token muss initialisiert und das passende PKCS#11-Modul aktiviert worden sein.
■
■
Das SafeGuard Enterprise Client-Konfigurationspaket muss zudem auf dem Computer installiert sein, auf dem das SafeGuard Management Center läuft.
Sie benötigen das Zugriffsrecht Voller Zugriff für den relevanten Benutzer.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Benutzer & Computer.
2. Stecken Sie den Token an der USB-Schnittstelle ein. SafeGuard Enterprise liest den Token ein.
3. Wählen Sie den Benutzer, für den ein Token ausgestellt werden soll, und öffnen Sie im rechten Arbeitsbereich die Registerkarte Token-Daten.
4. Gehen Sie in der Registerkarte Token-Daten wie folgt vor: a) Wählen Sie die Benutzer-ID und Domäne des betreffenden Benutzers aus und geben
Sie sein Windows-Kennwort ein.
b) Klicken Sie auf Token ausstellen.
Der Dialog Token ausstellen wird angezeigt.
5. Wählen Sie den relevanten Slot aus der Verfügbare Slots Dropdownliste aus.
6. Vergeben Sie eine neue Benutzer-PIN und wiederholen Sie die Eingabe.
7. Geben Sie unter SO-PIN die vom Hersteller erhaltene Standard-PUK bzw. die bei der
Token-Initialisierung vergebene PIN ein.
Hinweis: Wenn Sie nur das Feld Benutzer-PIN (erforderlich) ausfüllen, muss die
Benutzer-PIN mit der PIN übereinstimmen, die bei der Token-Initialisierung vergeben wurde. Sie müssen die Benutzer-PIN dann nicht wiederholen und keine SO-PIN eingeben.
8. Klicken Sie auf Token jetzt ausstellen.
Der Token wird ausgestellt, die Anmeldeinformationen auf den Token geschrieben und die
Token-Informationen in der SafeGuard Enterprise-Datenbank hinterlegt. Im Bereich Token können Sie sich in der Registerkarte Token-Information die Daten anzeigen lassen.
27.5.2 Ausstellen eines Token oder einer Smartcard für einen
Sicherheitsbeauftragten
Bei der Erstinstallation von SafeGuard Enterprise besteht für den ersten
Sicherheitsbeauftragten bereits die Möglichkeit, sich einen Token ausstellen zu lassen und den Anmeldemodus festzulegen (siehe SafeGuard Enterprise Installationsanleitung). Für alle
222
Administratorhilfe weiteren Sicherheitsbeauftragten nehmen Sie die Ausstellung eines Token im SafeGuard
Management Center vor.
Voraussetzung:
■
Der Token muss initialisiert und das passende PKCS#11-Modul aktiviert worden sein.
■
Sie benötigen die Rechte, die Angaben für den Sicherheitsbeauftragten festlegen zu dürfen.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Stecken Sie den Token an der USB-Schnittstelle ein. SafeGuard Enterprise liest den Token ein.
3. Markieren Sie im linken Navigationsfenster Sicherheitsbeauftragte und wählen Sie im
Kontextmenü Neu > Neuer Sicherheitsbeauftragter.
Der Dialog Neuen Sicherheitsbeauftragten erstellen wird angezeigt.
4. Geben Sie im Feld Token-Anmeldung die Art der Anmeldung für den
Sicherheitsbeauftragten ein:
■
Wenn sich der Sicherheitsbeauftragte wahlweise mit oder ohne Token authentisieren soll, wählen Sie Optional.
■
Um festzulegen, dass sich der Sicherheitsbeauftragte mit Token anmelden muss, wählen Sie Zwingend erforderlich.
Bei dieser Einstellung verbleibt der private Schlüssel auf dem Token. Der Token muss immer eingesteckt sein, ansonsten wird ein Neustart des Systems notwendig.
5. Geben Sie als nächstes das Zertifikat des Sicherheitsbeauftragten an.
■
Um ein neues Zertifikat zu erzeugen, klicken Sie auf die Schaltfläche Erzeugen neben der Zertifikat Dropdown-Liste.
Geben Sie das Kennwort für das Zertifikat zweimal ein und klicken Sie auf OK.
Legen Sie den Speicherort für das Zertifikat fest.
■
Um Zertifikate zu importieren, klicken Sie auf die Schaltfläche Importieren neben der
Zertifikat Dropdown-Liste, um die entsprechende Zertifikatsdatei zu öffnen.
Nach Zertifikaten wird zuerst in einer Zertifikatsdatei, dann auf dem Token gesucht.
Die Zertifikate können an den jeweiligen Speicherorten verbleiben.
6. Aktivieren Sie die Rollen und Domänen, die dem Beauftragten zugewiesen werden sollen, unter Rollen.
7. Bestätigen Sie die Eingaben mit OK.
Der Sicherheitsbeauftragte wird angelegt, der Token wird ausgestellt, die Anmeldedaten werden je nach Einstellung auf den Token geschrieben und die Token-Informationen werden in der SafeGuard Enterprise-Datenbank hinterlegt. Im Bereich Token können Sie sich in der
Registerkarte Token-Information die Daten anzeigen lassen.
27.6 Konfigurieren des Anmeldemodus
Für die Anmeldung von Endbenutzern mit einem Token gibt es zwei Anmeldeformen. Eine
Kombination der beiden Anmeldeformen ist möglich.
■
Anmeldung mit Benutzername/Kennwort
■
Anmeldung mit Token
223
SafeGuard Enterprise
Wenn Sie sich mit einem Token oder einer Smartcard anmelden, können Sie zwischen einem Token-Anmeldemodus mit nicht-kryptographischem Token oder mit
Kerberos-Unterstützung (kryptographisch) wählen.
Als Sicherheitsbeauftragter legen Sie den zu verwendenden Anmeldemodus in einer
Sicherheitsrichtlinie vom Typ Authentisierung fest.
Auswahl der Token-Anmeldeoption Kerberos:
■
Sie müssen ein Zertifikat in einer PKI ausstellen und es auf dem Token ablegen. Dieses
Zertifikat wird als Benutzerzertifikat in die SafeGuard Enterprise Datenbank importiert.
Falls dort bereits ein automatisch erzeugtes Zertifikat existiert, wird es durch das importierte
Zertifikat überschrieben.
27.6.1 Aktivieren der automatischen Anmeldung an der SafeGuard POA mit
Default-Token-PIN
Eine per Richtlinie verteilte Default-Token-PIN ermöglicht die automatische Benutzeranmeldung an der SafeGuard Power-on Authentication. Somit muss nicht jeder einzelne Token separat ausgestellt werden und die Benutzer können sich ohne Benutzerinteraktion automatisch an der SafeGuard Power-on Authentication anmelden.
Wenn bei der Anmeldung ein Token benutzt wird und dem Computer eine Default-PIN zugeordnet ist, wird eine durchgehende Anmeldung an der SafeGuard Power-on Authentication durchgeführt. Der Benutzer muss hier keine PIN eingeben.
Als Sicherheitsbeauftragter können Sie diese spezifische PIN in einer Richtlinie vom Typ
Authentisierung festlegen und sie verschiedenen Computern oder Computergruppen, z. B.
allen Computern eines Standorts, zuordnen.
So aktivieren Sie die automatische Anmeldung mit einer Default-Token-PIN:
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Richtlinien.
2. Wählen Sie eine Richtlinie vom Typ Authentisierung aus.
3. Wählen Sie unter Anmeldeoptionen bei Anmeldemodus die Option Token.
4. Geben Sie bei PIN für automatische Anmeldung mit Token die Default-PIN an, die für die automatische Anmeldung verwendet werden soll. In diesem Fall müssen keine
PIN-Regeln beachtet werden.
Hinweis: Diese Einstellung steht nur dann zur Verfügung, wenn Sie als möglichen
Anmeldemodus die Option Token gewählt haben.
5. Wählen Sie bei Durchgehende Anmeldung an Windows die Option Durchgehende
Anmeldung deaktivieren. Wenn Sie diese Einstellung nicht auswählen und eine
Default-PIN angeben, können Sie die Richtlinie nicht speichern.
Wenn Sie die Durchgehende Anmeldung an Windows dennoch aktivieren möchten, können Sie eine weitere Richtlinie vom Typ Authentisierung mit der aktivierten Option erstellen und sie derselben Computergruppe zuordnen. Im RSOP (Resulting Set of Policies) sind somit beide Richtlinien aktiv.
6. Definieren Sie nach Wunsch weitere Token-Einstellungen.
7. Speichern Sie Ihre Einstellungen und ordnen Sie die Richtlinie den relevanten Computern oder Computergruppen zu.
Wenn die automatische Anmeldung auf dem Endpoint erfolgreich durchgeführt werden konnte, wird Windows gestartet.
224
Administratorhilfe
Schlägt die automatische Anmeldung auf dem Endpoint fehl, so wird der Benutzer an der
SafeGuard Power-on Authentication aufgefordert, die Token-PIN einzugeben.
27.7 Zuweisung von Zertifikaten
Außer den Anmeldeinformationen können auf einen Token auch Zertifikate geschrieben werden. Es ist möglich, den privaten Teil des Zertifikats (.p12-Datei) ausschließlich auf dem
Token zu speichern. Benutzer können sich dann jedoch nur mit dem Token anmelden. Wir empfehlen den Einsatz von PKI-Zertifikaten.
So können Sie Authentisierungsdaten Token zuweisen:
■ durch Generieren von Zertifikaten direkt auf dem Token
■ durch Zuweisen von Daten, die sich bereits auf dem Token befinden
■ durch Importieren von Zertifikaten aus einer Datei
Hinweis: CA-Zertifikate können nicht von einem Token entnommen und in der Datenbank oder im Zertifikatsspeicher gespeichert werden. Wenn Sie CA-Zertifikate verwenden, müssen diese in Dateiform zur Verfügung stehen, nicht nur auf einem Token. Dies gilt auch für CRLs
(Certificate Revocation List). Außerdem muss die Kombination von CA-Zertifikaten und CRL zusammenpassen, da ansonsten eine Anmeldung an allen betroffenen Computern nicht mehr möglich ist. Überprüfen Sie, ob CA und die entsprechende CRL korrekt sind. SafeGuard
Enterprise übernimmt diese Überprüfung nicht! SafeGuard Enterprise kann dann nur mit ablaufenden Zertifikaten umgehen, wenn der alte und neue private Schlüssel auf demselben
Token stehen.
27.7.1 Erzeugen von Zertifikaten durch Token
Um Zertifikate durch Token zu erzeugen, benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für den relevanten Benutzer.
Sie können neue Zertifikate direkt durch den Token generieren lassen, wenn zum Beispiel keine Zertifikatsinfrastruktur vorhanden ist.
Hinweis: Wird der private Teil des Zertifikats allein auf den Token geschrieben, hat der
Benutzer nur mit dem Token Zugriff auf seinen privaten Schlüssel. Der private Schlüssel befindet sich dann nur noch auf dem Token. Wenn der Token verloren geht, ist der Zugriff auf den privaten Schlüssel nicht mehr möglich.
Voraussetzung: Der Token ist ausgestellt.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Benutzer & Computer.
2. Stecken Sie den Token an der USB-Schnittstelle ein.
SafeGuard Enterprise liest den Token ein.
3. Markieren Sie den Benutzer, für den Sie ein Zertifikat generieren wollen, und öffnen Sie im rechten Arbeitsbereich die Registerkarte Zertifikat.
4. Klicken Sie auf das Symbol Neues Zertifikat generieren und Token zuweisen in der
SafeGuard Management Center Symbolleiste. Beachten Sie, dass die Schlüssellänge auf die Tokengröße abgestimmt sein muss.
5. Wählen Sie den Slot aus und geben Sie die Token-PIN ein.
6. Klicken Sie auf Erzeugen.
Das Zertifikat wird durch den Token generiert und dem Benutzer zugewiesen.
225
SafeGuard Enterprise
27.7.2 Zuweisen von Token-Zertifikaten zu einem Benutzer
Voraussetzungen:
■
Der Token ist ausgestellt.
■
Sie haben das Zugriffsrecht Voller Zugriff für den relevanten Benutzer.
So weisen Sie ein auf einem Token verfügbares Zertifikat einem Benutzer zu:
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Benutzer & Computer.
2. Stecken Sie den Token an der USB-Schnittstelle ein.
SafeGuard Enterprise liest den Token ein.
3. Wählen Sie den Benutzer aus, dem Sie ein Zertifikat zuweisen wollen, und öffnen Sie im rechten Arbeitsbereich die Registerkarte Zertifikat.
4. Klicken Sie auf das Symbol Zertifikat von Token zuweisen in der SafeGuard Management
Center Symbolleiste.
5. Wählen Sie das passende Zertifikat aus der Liste aus und geben Sie die Token-PIN ein.
6. Klicken Sie auf OK.
Das Zertifikat wird dem Benutzer zugewiesen. Einem Benutzer kann jeweils nur ein Zertifikat zugewiesen sein.
27.7.3 Ändern des Zertifikats eines Benutzers
Sie können die für die Anmeldung erforderlichen Zertifikate ändern oder erneuern, indem Sie im SafeGuard Management Center ein neues Zertifikat zuweisen. Das Zertifikat wird als
Standby-Zertifikat neben dem bereits vorhandenen Zertifikat zugewiesen. Der Benutzer ändert das Zertifikat auf dem Endpoint, indem er sich mit dem neuen Zertifikat anmeldet.
Hinweis: Sollten Benutzer ihre Token verlieren oder sollten Token manipuliert worden sein, so tauschen Sie die Token nicht aus, indem Sie neue Zertifikate wie hier beschrieben zuweisen.
Andernfalls können Probleme auftreten. So ist das alte Token-Zertifikat unter Umständen noch für die Windows-Anmeldung gültig. Solange das alte Zertifikat noch gültig ist, ist die
Anmeldung an Windows noch möglich und der Computer kann entsperrt werden. Um eine
Anmeldung zu verhindern, sperren Sie den Token.
Standby-Zertifikate können in folgenden Fällen verwendet werden:
■
Ändern von durch (kryptographische) Token erzeugten Zertifikaten
■
■
Wechsel von automatisch erzeugten zu durch Token erzeugten Zertifikaten
Wechsel von Authentisierung per Benutzername/Kennwort zur Authentisierung durch kryptographischen Token (Kerberos).
Voraussetzungen:
■
Der neue Token ist ausgestellt.
■
Dem Benutzer ist nur ein Zertifikat zugewiesen.
■
Sie haben das Zugriffsrecht Voller Zugriff für den relevanten Benutzer.
So ändern Sie das Zertifikat für die Token-Anmeldung für einen Benutzer:
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Benutzer & Computer.
226
Administratorhilfe
2. Stecken Sie den Token an der USB-Schnittstelle ein.
SafeGuard Enterprise liest den Token ein.
3. Wählen Sie den Benutzer aus, für den Sie das Zertifikat ändern wollen, und öffnen Sie im rechten Arbeitsbereich die Registerkarte Zertifikat.
4. Klicken Sie in der Symbolleiste auf das Symbol für die Aktion, die Sie durchführen möchten.
5. Wählen Sie das relevante Zertifikat aus und geben Sie die Token-PIN ein.
6. Klicken Sie auf OK.
7. Übergeben Sie dem Benutzer den neuen Token.
Das Zertifikat wird dem Benutzer als Standby-Zertifikat zugewiesen. Dies wird durch eine
Häkchen in der Spalte Standby in der Zertifikate Registerkarte des Benutzers angegeben.
Nach der Synchronisierung zwischen dem Endpoint und dem SafeGuard Enterprise Server gibt der Status-Dialog auf dem Endpoint an, dass dieser Bereit für Zertifikatwechsel ist.
Der Benutzer muss nun einen Zertifikatwechsel auf dem Endpoint-Computer initiieren. Weitere
Informationen hierzu finden Sie in der SafeGuard Enterprise Benutzerhilfe.
Nach dem Zertifikatwechsel auf dem Endpoint wird das Zertifikat während der nächsten
Synchronisierung auch auf dem SafeGuard Enterprise Server erneuert. Dadurch wird das alte Zertifikat aus der Zertifikate Registerkarte des Benutzers im SafeGuard Management
Center entfernt. Der neue Token ist nun der Standard-Token für den Benutzer.
Hinweis: Im SafeGuard Management Center können beide Zertifikate separat gelöscht werden. Ist nur ein Standby-Zertifikat verfügbar, so wird das nächste Zertifikat als
Standardzertifikat zugewiesen.
27.7.4 Importieren eines Zertifikats aus einer Datei auf einen Token
Voraussetzung: Der Token ist ausgestellt.
Für einen Token mit Kerberos-Unterstützung für zentral verwaltete Endpoints müssen Sie diesen Vorgang auswählen. Das Zertifikat muss von SafeGuard Enterprise erkannt werden und auf den Token aufgebracht werden. Falls bereits ein automatisch generiertes Zertifikat existiert, wird es durch das importierte Zertifikat überschrieben.
So fügen Sie den privaten Teil des Zertifikats (.p12-Datei) aus einer Datei auf dem Token hinzu:
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Token.
2. Stecken Sie den Token an der USB-Schnittstelle ein.
SafeGuard Enterprise liest den Token ein.
3. Markieren Sie den Token, auf den Sie den privaten Teil des Zertifikats aufbringen wollen, und öffnen Sie im rechten Arbeitsbereich die Registerkarte Anmeldeinformationen &
Zertifikate.
4. Klicken Sie auf das Symbol P12 auf Token in der SafeGuard Management Center
Symbolleiste.
5. Wählen Sie die passende Zertifikatsdatei aus.
6. Geben Sie die Token-PIN und das Kennwort für die .p12-Datei ein und bestätigen Sie mit
OK.
Der private Teil des Zertifikats wird auf den Token aufgebracht. Sie müssen diesen nun einem
Benutzer zuweisen (siehe
Zuweisen von Token-Zertifikaten zu einem Benutzer (Seite 226)).
Benutzer können sich dann nur mit diesem Token anmelden.
227
SafeGuard Enterprise
27.8 Verwalten von PINs
Als Sicherheitsbeauftragter können Sie sowohl die Benutzer-PIN als auch die SO-PIN ändern bzw. die Änderung der Benutzer-PIN erzwingen. Dies wird üblicherweise bei der
Erstausstellung eines Token notwendig. Außerdem können Sie PINs initialisieren, d. h. neu vergeben und sperren.
Hinweis: Um PINs zu initialisieren, zu ändern oder zu sperren, benötigen Sie das Zugriffsrecht
Voller Zugriff für alle relevanten Benutzer.
Für Endpoints können Sie weitere PIN-Optionen über Richtlinien festlegen.
Hinweis: Beachten Sie bei PIN-Änderungen, dass manche Token-Hersteller selbst PIN-Regeln festlegen, die den PIN-Regeln von SafeGuard Enterprise widersprechen können.
Möglicherweise können PINs deshalb nicht wie gewünscht geändert werden, auch wenn sie den PIN-Regeln von SafeGuard Enterprise entsprechen. Berücksichtigen Sie daher auf jeden
Fall die PIN-Regeln des Token-Herstellers. Diese werden im SafeGuard Management Center im Bereich Token unter Token-Information angezeigt.
Die Verwaltung der PINs wird im SafeGuard Management Center unter Token durchgeführt.
Der Token ist eingesteckt und links im Navigationsfenster markiert.
27.8.1 Initialisieren einer Benutzer-PIN
Voraussetzungen:
■
Die SO-PIN muss bekannt sein.
■
Sie benötigen das Zugriffsrecht Voller Zugriff für den relevanten Benutzer.
1. Klicken Sie in der SafeGuard Management Center Symbolleiste auf das Benutzer-PIN
initialisieren Symbol.
2. Geben Sie die SO-PIN ein.
3. Geben Sie die neue Benutzer-PIN ein, wiederholen Sie die Eingabe und bestätigen Sie mit OK.
Die Benutzer-PIN wurde initialisiert.
27.8.2 Ändern der SO-PIN
Voraussetzung: Die bisherige SO-PIN (PIN des Sicherheitsbeauftragten) muss bekannt sein.
1. Klicken Sie in der SafeGuard Management Center Symbolleiste auf das PIN des
Sicherheitsbeauftragten ändern Symbol.
2. Geben Sie die alte SO-PIN ein.
3. Geben Sie die neue SO-PIN ein, wiederholen Sie die Eingabe und bestätigen Sie mit OK.
Die SO-PIN wurde geändert
27.8.3 Ändern einer Benutzer-PIN
Voraussetzung:
■
Die Benutzer-PIN muss bekannt sein.
228
Administratorhilfe
■
Sie benötigen das Zugriffsrecht Voller Zugriff für den relevanten Benutzer.
1. Klicken Sie in der SafeGuard Management Center Symbolleiste auf das Benutzer-PIN
ändern Symbol.
2. Geben Sie die alte und die neue Benutzer-PIN ein, wiederholen Sie die neue Benutzer-PIN und klicken Sie auf OK.
Die Benutzer-PIN wurde geändert. Falls Sie die PIN für einen anderen Benutzer geändert haben, teilen Sie ihm die Änderung mit.
27.8.4 Erzwingen einer PIN-Änderung
Um eine PIN-Änderung zu erzwingen, benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für den relevanten Benutzer.
1. Klicken Sie in der SafeGuard Management Center Symbolleiste auf das PIN-Änderung
erzwingen Symbol.
Wenn sich der Benutzer beim nächsten Mal mit dem Token anmeldet, muss er seine
Benutzer-PIN ändern.
27.8.5 PIN-Historie
Die PIN-Historie kann gelöscht werden. Klicken Sie dazu auf das Symbol PIN-Historie
löschen.
27.9 Verwalten von Token und Smartcards
Im Bereich Token des SafeGuard Management Centers hat der Sicherheitsbeauftragte folgende Möglichkeiten:
■
Einsehen einer Übersicht über die ausgestellten Token und Zertifikate
■
Filtern von Übersichten
■
Sperren von Token für die Anmeldung
■
Lesen oder Löschen der Daten auf einem Token
27.9.1 Anzeigen von Token/Smartcard-Informationen
Als Sicherheitsbeauftragter können Sie sich Informationen über alle oder einzelne ausgestellte
Token anzeigen lassen. Sie können auch Übersichten filtern.
Voraussetzung: Der Token muss eingesteckt sein.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Token.
229
SafeGuard Enterprise
2. Um Informationen zu einzelnen Token anzeigen zu lassen, wählen Sie den gewünschten
Token unter Token Slots.
Unter Token-Information werden Hersteller, Typ, Seriennummer, Angaben zu Hardware und PIN-Regeln angezeigt. Außerdem sehen Sie, welchem Benutzer der Token zugeordnet ist.
Hinweis: Unter Token Slots werden die ausgestellten Token ungeachtet Ihrer
Zugriffsrechte für die relevanten Benutzer angezeigt, damit Sie sehen können, ob der
Token in Gebrauch ist oder nicht. Wenn Sie keine Zugriffsrechte oder das Zugriffsrecht
Schreibgeschützt für den relevanten Benutzer haben, werden alle Token-Daten in den
Registerkarten Token-Information und Anmeldeinformationen und Zertifikate ausgegraut und Sie können den Token nicht verwalten.
3. Um eine Übersicht über Token anzeigen zu lassen, wählen Sie Ausgestellte Token. Sie können alle ausgestellten Token anzeigen lassen oder die Übersicht nach Benutzern filtern.
Es werden die Seriennummer der Token, die Benutzerzuordnung und das
Ausstellungsdatum angezeigt. Außerdem erkennen Sie, ob der Token gesperrt ist.
Hinweis: Die Ansicht Ausgestellte Token zeigt die Token für alle Benutzer, für die Sie die Zugriffsrechte Schreibgeschützt oder Voller Zugriff haben.
27.9.2 Sperren von Token oder Smartcards
Als Sicherheitsbeauftragter können Sie Token sperren. Dies ist z. B. sinnvoll, wenn ein Token verloren gegangen ist.
Um einen Token zu sperren, benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für den relevanten
Benutzer.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Token.
2. Markieren Sie links im Navigationsbereich Ausgestellte Token.
3. Wählen Sie den Token, der gesperrt werden soll, und klicken Sie auf das Symbol Token
sperren in der SafeGuard Management Center Symbolleiste.
Der Token wird für die Authentisierung gesperrt, der zugeordnete Benutzer kann sich nicht mehr damit anmelden. Der Token kann nur mithilfe der SO-PIN entsperrt werden.
27.9.3 Löschen von Token/Smartcard-Daten
Als Sicherheitsbeauftragter können Sie die Daten, die über SafeGuard Enterprise auf den
Token geschrieben wurden, vom Token entfernen.
Voraussetzung:
■
Der Token muss eingesteckt sein.
■
Sie benötigen das Zugriffsrecht Voller Zugriff für den relevanten Benutzer.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Token.
2. Markieren Sie links im Navigationsbereich den relevanten Token unter Token Slots.
3. Klicken Sie in der SafeGuard Management Center Symbolleiste auf das Token löschen
Symbol.
4. Geben Sie die dem Token zugeordnete SO-PIN ein und bestätigen Sie mit OK.
Es werden alle Daten entfernt, die von SafeGuard Enterprise verwaltet werden. Zertifikate verbleiben auf dem Token.
230
Administratorhilfe
Die Benutzer-PIN wird auf 1234 zurückgesetzt.
Auf diese Weise gelöschte Token werden automatisch aus der Liste der ausgestellten Token entfernt.
27.9.4 Lesen von Token/Smartcard-Daten
All Sicherheitsbeauftragter können Sie die Daten auf dem Token mit der Benutzer-PIN lesen.
Voraussetzung:
■
■
Der Token muss eingesteckt sein. Die PIN muss dem Sicherheitsbeauftragten bekannt sein. Oder sie muss initialisiert sein (siehe
Initialisieren einer Benutzer-PIN
(Seite 228).
Sie benötigen die Zugriffsrechte Schreibgeschützt oder Voller Zugriff für den relevanten
Benutzer.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Token.
2. Wählen Sie links im Navigationsbereich unter Token Slots den gewünschten Token und wählen Sie die Registerkarte Anmeldeinformationen und Zertifikate aus.
3. Klicken Sie auf das Symbol Anmeldeinformationen des Benutzers abrufen und geben
Sie die Benutzer-PIN für den Token ein.
Die Daten, die sich auf dem Token befinden, werden angezeigt.
231
SafeGuard Enterprise
28 Sicheres Wake on LAN (WOL)
Im SafeGuard Management Center können Sie Richtlinieneinstellungen für Sicheres Wake
on LAN (WOL) definieren, um Endpoints für Software-Rollout-Vorgänge vorzubereiten. Nach dem Wirksamwerden einer solchen Richtlinie auf Endpoints werden die notwendigen Parameter
(z. B. SafeGuard POA-Deaktivierung und ein Zeitabstand für Wake on LAN) direkt an die
Endpoints übertragen, wo sie analysiert werden.
Das Rollout-Team kann durch die zur Verfügung gestellten Kommandos ein Scheduling-Skript so gestalten, dass die größtmögliche Sicherheit des Endpoint trotz deaktivierter SafeGuard
POA gewährleistet bleibt.
Hinweis: Wir weisen an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin, dass auch das zeitlich begrenzte
"Ausschalten" der SafeGuard POA für eine bestimmte Anzahl von Boot-Vorgängen ein
Absenken des Sicherheitsniveaus bedeutet.
Die Einstellungen für Sicheres Wake On LAN (WOL) definieren Sie in einer Richtlinie des
Typs Spezifische Computereinstellungen.
28.1 Sicheres Wake on LAN (WOL): Beispiel
Das SW-Rollout-Team informiert den SafeGuard Enterprise Sicherheitsbeauftragten (SO)
über einen geplanten SW-Rollout für den 25. September 2014 zwischen 03.00 und 06.00
Uhr. Es sind 2 Neustarts notwendig. Der lokale Software Rollout Agent muss sich an Windows anmelden können.
Im SafeGuard Management Center, erstellt der Sicherheitsbeauftragter eine Richtlinie vom
Typ Spezifische Computereinstellungen mit den folgenden Einstellung und ordnet Sie den relevanten Endpoints zu.
Richtlinieneinstellung Wert
Anzahl der automatischen Anmeldungen (0 = kein
WOL)
5
Anmeldung an Windows während WOL erlaubt
Beginn des Zeitfensters für externen WOL Start
Ende des Zeitfensters für externen WOL Start
Ja
24.Sept. 2014, 12:00
25.Sept. 2014, 06:00
Weitere Informationen zu den einzelnen Einstellungen finden Sie unter
Computereinstellungen - Grundeinstellungen
(Seite 156).
Da die Anzahl an automatischen Anmeldungen auf 5 eingestellt ist, startet der Endpoint 5 mal ohne Authentisierung durch die SafeGuard POA.
Hinweis: Wir empfehlen, für Wake on LAN immer drei Neustarts mehr als notwendig zu erlauben, um unvorhergesehene Probleme zu umgehen.
232
Administratorhilfe
Das Zeitintervall setzt der SO auf 12:00 Uhr mittags auf den Tag vor dem SW-Roll-Out. Somit kann das Scheduling-Skript SGMCMDIntn.exe rechtzeitig starten und WOL ist spätestens am 25.09 um 03:00 Uhr gestartet.
Das SW-Roll-Out-Team erstellt 2 Kommandos für das Scheduling-Skript:
■
Starte am 24. Sept. 2014, 12.15 Uhr SGMCMDIntn.exe -WOLstart
■
Starte am 26. Sept. 2014, 09.00 Uhr SGMCMDIntn.exe -WOLstop
Das SW-Rollout-Skript wird auf den 25.09.2014, 03.00 Uhr datiert. Am Ende des Skripts kann
WOL explizit wieder deaktiviert werden mit SGMCMDIntn.exe -WOLstop.
Alle Endpoints, die sich bis zum 24.Sept. 2014 anmelden und mit den Roll-out Servern in
Verbindung treten, erhalten die neue Richtlinie und die Scheduling-Kommandos.
Jeder Endpoint, auf dem der Scheduler zwischen dem 24. Sept. 2014,12:00 Uhr und dem
26. Sept. 2014, 09:00 Uhr das Kommando SGMCMDIntn -WOLstart auslöst, fällt in das obige
WOL-Zeitintervall und aktiviert demzufolge Wake on LAN.
233
SafeGuard Enterprise
29 Recovery-Optionen
Für Recovery-Vorgänge bietet SafeGuard Enterprise verschiedene Optionen, die auf unterschiedliche Szenarien zugeschnitten sind:
■
Recovery für die Anmeldung mit Local Self Help
Local Self Help ermöglicht es Benutzern, die Ihr Kennwort vergessen haben, sich selbständig und ohne Unterstützung des Helpdesk an ihrem Computer anzumelden. So erhalten Benutzer auch in Situationen, in denen sie keine Telefon- oder Netzwerkverbindung und somit auch kein Challenge/Response-Verfahren nutzen können (z. B. an Bord eines
Flugzeugs), wieder Zugang zu ihrem Computer. Um sich anzumelden, müssen sie lediglich eine bestimmte Anzahl an vordefinierten Fragen in der SafeGuard Power-on Authentication beantworten.
Local Self Help reduziert die Anzahl an Helpdesk-Anforderungen für Recovery-Vorgänge, die die Anmeldung betreffen. Helpdesk-Mitarbeitern werden somit Routine-Aufgaben abgenommen und sie können sich auf komplexere Support-Anforderungen konzentrieren.
Weitere Informationen finden Sie unter Recovery mit Local Self Help (Seite 235).
■
Recovery mit Challenge/Response
Das Challenge/Response-Verfahren ist ein sicheres und effizientes Recovery-System, das Benutzer unterstützt, die sich nicht mehr an ihrem Computer anmelden oder nicht mehr auf verschlüsselte Daten zugreifen können. Während eines
Challenge/Response-Verfahrens übermittelt der Benutzer einen auf dem Endpoint erzeugten
Challenge-Code an den Helpdesk-Beauftragten. Dieser erzeugt auf der Grundlage des
Challenge-Codes einen Response-Code, der den Benutzer zum Ausführen einer bestimmten Aktion auf dem Computer berechtigt.
Mit Recovery über Challenge/Response bietet SafeGuard Enterprise verschiedene
Workflows für typische Recovery-Szenarien, für die die Unterstützung durch einen Helpdesk erforderlich ist.
Weitere Informationen finden Sie unter Recovery mit Challenge/Response
(Seite 239).
■
System-Recovery für die Sophos SafeGuard Festplattenverschlüsselung
SafeGuard Enterprise bietet verschiedene Methoden und Tools für Recovery-Vorgänge in Bezug auf wichtige System- und SafeGuard Enterprise Komponenten, z. B.:
■
Beschädigter MBR
■
SafeGuard Enterprise Kernel-Probleme
■
Probleme in Bezug auf Volume-Zugriff
■
Windows Bootprobleme
Weitere Informationen finden Sie unter System-Recovery für die Sophos SafeGuard
(Seite 256).
234
Administratorhilfe
29.1 Recovery mit Local Self Help
Hinweis: Local Self Help ist nur für Windows 7 Endpoints mit SafeGuard Power-on
Authentication (POA) verfügbar.
Über Local Self Help können sich Benutzer, die Ihr Kennwort vergessen haben, ohne
Unterstützung des Helpdesks wieder an ihrem Computer anmelden. Local Self Help reduziert die Anzahl an Helpdesk-Anforderungen für Recovery-Vorgänge, die die Anmeldung betreffen.
Helpdesk-Mitarbeitern werden somit Routine-Aufgaben abgenommen und sie können sich auf komplexere Support-Anforderungen konzentrieren.
Mit Local Self Help erhalten Benutzer auch in Situationen, in denen sie keine Telefon- oder
Netzwerkverbindung und somit auch kein Challenge/Response-Verfahren nutzen können (z.
B. an Bord eines Flugzeugs), wieder Zugang zu ihrem Computer. Um sich anzumelden, muss der Benutzer lediglich eine bestimmte Anzahl an vordefinierten Fragen in der SafeGuard
Power-on Authentication beantworten.
Die zu beantwortenden Fragen können Sie als zuständiger Sicherheitsbeauftragter zentral vordefinieren und per Richtlinie an die Endpoints verteilen. Als Vorlage bieten wir Ihnen ein vordefiniertes Fragenthema an. Sie können dieses Fragenthema unverändert verwenden oder es bearbeiten. Sie können die Benutzer auch per Richtlinie berechtigen, selbst Fragen zu definieren.
Wenn Local Self Help per Richtlinie aktiviert ist, steht den Endbenutzern ein Local Self Help
Assistent zur Verfügung, der sie bei der ersten Beantwortung und bei der Bearbeitung von
Fragen unterstützt.
Detaillierte Informationen zu Local Self Help auf dem Endpoint finden Sie in der SafeGuard
Enterprise Benutzerhilfe im Kapitel Recovery mit Local Self Help.
29.1.1 Definieren der Parameter für Local Self Help in einer Richtlinie
Die Einstellungen für Local Self Help definieren Sie in einer Richtlinie vom Typ Allgemeine
Einstellungen unter Recovery für die Anmeldung - Local Self Help. Hier aktivieren Sie die Funktion zur Benutzung auf den Endpoints und legen weitere Berechtigungen und
Parameter fest.
Local Self Help aktivieren
Um die Funktion Local Self Help für die Benutzung auf Endpoints zu aktivieren, wählen Sie im Feld Local Self Help aktivieren die Einstellung Ja.
Nach dem Wirksamwerden der Richtlinie auf den Endpoints sind die Benutzer aufgrund dieser
Einstellung berechtigt, Local Self Help für Recovery-Vorgänge, die die Anmeldung betreffen, zu benutzen. Hierzu müssen die Benutzer die Funktion auf Ihrem Computer durch
Beantwortung einer festgelegten Anzahl der erhaltenen Fragen oder durch Erstellung und
Beantwortung eigener Fragen (je nach Berechtigung) aktivieren.
Nach dem Erhalt der Richtlinie und dem Neustart des Computers steht den Benutzern dafür der Local Self Help Assistent über das System Tray Icon in der Windows-Taskleiste zur
Verfügung.
235
SafeGuard Enterprise
Konfigurieren der Funktion Local Self Help
Sie können folgende Optionen für Local Self Help in einer Richtlinie des Typs Allgemeine
Einstellungen definieren.
■
Mindestlänge der Antwort
Legen Sie die Mindestlänge der Antworten in Zeichen fest. Die Standardeinstellung ist 1.
■
Willkommenstext unter Windows
Sie können einen individuellen Informationstext angeben, der beim Starten des Local Self
Help Assistenten auf dem Endpoint im ersten Dialog angezeigt werden soll. Dieser Text muss zuvor erstellt und registriert werden.
■
Benutzer dürfen eigene Fragen festlegen
Für die Hinterlegung der Fragen und Antworten für Local Self Help gibt es folgende
Möglichkeiten:
■
Sie definieren als Sicherheitsbeauftragter die Fragen und verteilen Sie an die Benutzer.
Die Benutzer sind nicht dazu berechtigt, eigene Fragen zu definieren.
■
■
Sie definieren als Sicherheitsbeauftragter die Fragen und verteilen Sie an die Benutzer.
Die Benutzer sind dazu berechtigt, zusätzlich eigene Fragen zu definieren. Bei der
Beantwortung der für die Aktivierung von Local Self Help notwendigen Mindestanzahl an Fragen können die Benutzer zwischen vorgegebenen und eigenen Fragen wählen oder eine Kombination aus beiden verwenden.
Sie berechtigen die Benutzer dazu, eigene Fragen zu definieren und geben keine vordefinierten Fragen vor. Die Benutzer aktivieren Local Self Help durch Definition und
Beantwortung eigener Fragen.
Um die Benutzer dazu zu berechtigen, eigene Fragen zu definieren, wählen Sie im Feld
Benutzer dürfen eigene Fragen festlegen die Einstellung Ja.
29.1.2 Definieren von Fragen
Voraussetzung dafür, dass Local Self Help auf dem Endpoint verwendet werden kann, ist die
Hinterlegung einer vordefinierten Anzahl an Fragen. Als Sicherheitsbeauftragter mit den erforderlichen Rechten können Sie festlegen, wie viele Fragen Benutzer beantworten müssen, um Local Self Help auf den Endpoints zu aktivieren. Sie können auch festlegen, wie viele
Fragen in der SafeGuard POA per Zufallsprinzip ausgewählt werden. Um sich über Local Self
Help an der SafeGuard Power-on Authentication anzumelden, muss der Benutzer alle in der
POA angezeigten Fragen korrekt beantworten.
Als Sicherheitsbeauftragter mit den erforderlichen Rechten können Sie Local Self Help Fragen im SafeGuard Management Center registrieren und bearbeiten.
Hinweis:
Nicht alle Zeichen, die in Windows eingegeben werden können, können von der SafeGuard
POA verarbeitet werden. Hebräische oder arabische Zeichen können z. B. nicht verwendet werden.
236
Administratorhilfe
29.1.3 Festlegen der Anzahl an zu beantwortenden Fragen
Sie können die Anzahl an Fragen, die während der Konfiguration von Local Self Help und in der SafeGuard POA beantwortet werden müssen, festlegen.
1. Markieren Sie im Richtlinien Navigationsbereich den Eintrag Local Self Help Fragen.
2. Im Aktionsbereich können Sie unter Local Self Help Parameter zwei verschiedene Werte für die Anzahl an Local Self Help Fragen festlegen: a) Geben Sie im Feld Mindestanzahl der verfügbaren Fragen/Antworten an, wie viele
Fragen die Benutzer im Local Self Help Assistenten beantworten müssen, um Local
Self Help auf den Endpoints zu aktivieren.
Die hier angegebene Anzahl an Fragen muss auf dem Endpoint mit den entsprechenden
Antworten verfügbar sein, damit Local Self Help aktiv ist.
b) Geben Sie im Feld Anzahl der in der POA gestellten Fragen an, wie viele Fragen die Benutzer in der SafeGuard POA beantworten müssen, wenn Sie sich mit Local Self
Help anmelden.
Die in der SafeGuard POA angezeigten Fragen werden per Zufallsprinzip aus den
Fragen, die der Benutzer im Local Self Help Assistenten beantwortet hat, ausgewählt.
Der im Feld Mindestanzahl der verfügbaren Fragen/Antworten angegebene Wert muss höher sein als der Wert im Feld Anzahl der in der POA gestellten Fragen. Ist dies nicht der Fall, so wird beim Speichern Ihrer Änderungen eine Fehlermeldung angezeigt.
Die Felder haben folgende Standardwerte:
■
Mindestanzahl der verfügbaren Fragen/Antworten: 10
■
Anzahl der in der POA gestellten Fragen: 5
3. Speichern Sie Ihre Änderungen in der Datenbank.
Die festgelegten Werte für die Fragenanzahl gelten für die Local Self Help Konfiguration, die an die Endpoints übertragen wird.
29.1.4 Verwenden der Vorlage
Für Local Self Help ist ein vordefiniertes Fragenthema verfügbar. Sie finden dieses
Fragenthema im SafeGuard Management Center unter Local Self Help Fragen.
Sie können das vordefinierte Fragenthema unverändert verwenden, bearbeiten oder löschen.
29.1.5 Import von Fragenthemen
Mit dem Importvorgang können Sie Ihre eigenen als .XML-Dateien angelegten Fragenlisten importieren.
1. Erstellen Sie ein neues Fragenthema (siehe
Erstellen eines neuen Fragenthemas und
Hinzufügen von Fragen (Seite 238)).
2. Markieren Sie im Richtlinien Navigationsbereich das neue Fragenthema unter Local Self
Help Fragen.
3. Klicken Sie im Arbeitsbereich mit der rechten Maustaste. Das Kontextmenü für das
Fragenthema wird geöffnet. Wählen Sie Importieren.
237
SafeGuard Enterprise
4. Wählen Sie das Verzeichnis, in dem das Fragenthema abgelegt ist, sowie das gewünschte
Fragenthema und klicken Sie auf Öffnen.
Die importierten Fragen werden im Arbeitsbereich angezeigt. Sie können das Fragenthema nun unverändert speichern oder bearbeiten.
29.1.6 Erstellen eines neuen Fragenthemas und Hinzufügen von Fragen
Sie können neue Fragenthemen zu unterschiedlichen Themenbereichen erstellen. Somit können Sie Benutzern mehrere Fragenthemen zur Verfügung stellen, aus denen sie das für sie am besten geeignete Thema auswählen können.
1. Markieren Sie im Richtlinien Navigationsbereich den Eintrag Local Self Help Fragen.
2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Local Self Help Fragen und wählen Sie Neu
> Fragenthema.
3. Geben Sie einen Namen für das Fragenthema ein und klicken Sie auf OK.
4. Markieren Sie im Richtlinien Navigationsbereich das neue Fragenthema unter Local Self
Help Fragen.
5. Klicken Sie im Arbeitsbereich mit der rechten Maustaste. Das Kontextmenü für das
Fragenthema wird geöffnet. Wählen Sie Hinzufügen im Kontextmenü.
Eine neue Fragenzeile wird hinzugefügt.
6. Geben Sie Ihre Frage ein und drücken Sie Enter. Um weitere Fragen hinzuzufügen, wiederholen Sie diesen Vorgang.
7. Speichern Sie Ihre Änderungen, indem Sie auf das Speichern Symbol in der Symbolleiste klicken.
Ihr Fragenthema ist registriert. Es wird der Richtlinie vom Typ Allgemeine Einstellungen,
über die Local Self Help auf den Endpoints aktiviert wird, automatisch mitgegeben.
29.1.7 Bearbeiten von Fragenthemen
1. Markieren Sie das gewünschte Fragenthema unter Local Self Help Fragen im Richtlinien
Navigationsbereich.
2. Sie können nun Fragen hinzufügen, ändern oder löschen.
■
Um Fragen hinzuzufügen, klicken Sie im Arbeitsbereich mit der rechten Maustaste, um das Kontextmenü anzuzeigen. Klicken Sie im Kontextmenü auf Hinzufügen. Der
Fragenliste wird eine neue Zeile hinzugefügt. Geben Sie Ihre Frage auf der Zeile ein.
■
Um Fragen zu ändern, klicken Sie auf den Fragentext im Arbeitsbereich. Bei der gewählten Frage wird ein Stiftsymbol angezeigt. Geben Sie auf der Fragenzeile Ihre
Änderungen ein.
■
Um Fragen zu löschen, markieren Sie die gewünschte Frage durch Klicken auf das graue Kästchen zu Beginn der Fragenzeile im Arbeitsbereich und wählen Sie im
Kontextmenü des Frageneintrags Entfernen.
3. Speichern Sie Ihre Änderungen, indem Sie auf das Speichern Symbol in der Symbolleiste klicken.
Ihr geändertes Fragenthema ist registriert. Es wird der Richtlinie vom Typ Allgemeine
Einstellungen, über die Local Self Help auf den Endpoints aktiviert wird, mitgegeben.
238
Administratorhilfe
29.1.8 Löschen von Fragenthemen
Um ein Fragenthema zu löschen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Fragenthema unter Local Self Help Fragen im Richtlinien Navigationsbereich und wählen Sie Löschen.
Hinweis: Wenn Sie ein Fragenthema löschen, nachdem die Benutzer bereits Fragen aus diesem Thema zur Aktivierung von Local Self Help auf ihren Computern beantwortet haben, werden die Antworten der Benutzer ungültig, da die Fragen nicht mehr vorhanden sind.
29.1.9 Registrieren von Willkommenstexten
Sie können einen Willkommenstext registrieren, der im ersten Dialog des Local Self Help
Assistenten angezeigt werden soll.
Die Textdateien mit den gewünschten Informationen müssen erstellt werden, bevor sie im
SafeGuard Management Center registriert werden können. Die maximale Dateigröße für
Informationstexte beträgt 50 KB. SafeGuard Enterprise verwendet nur Unicode UTF-16 kodierte Texte. Wenn Sie die Textdateien nicht in diesem Format erstellen, werden sie bei der Registrierung automatisch in dieses Format konvertiert.
1. Klicken Sie im Richtlinien-Navigationsbereich mit der rechten Maustaste auf Texte und wählen Sie Neu > Text.
2. Geben Sie unter Textelementname einen Namen für den anzeigenden Text ein.
3. Klicken Sie auf [...] um die zuvor erstellte Textdatei auszuwählen. Wenn eine Konvertierung notwendig ist, wird eine entsprechende Meldung angezeigt.
4. Klicken Sie auf OK.
Das neue Textelement wird als Unterknoten des Eintrags Texte im
Richtlinien-Navigationsbereich angezeigt. Ist ein Textelement markiert, wird sein Inhalt im
Aktionsbereich auf der rechten Seite angezeigt. Das Textelement kann jetzt beim Erstellen von Richtlinien ausgewählt werden.
Um weitere Textelemente zu registrieren, gehen Sie wie beschrieben vor. Alle registrierten
Textelemente werden als Unterknoten angezeigt.
29.2 Recovery mit Challenge/Response
Zur Optimierung von Workflows im Unternehmen und zur Reduzierung von Helpdesk-Kosten bietet Sophos SafeGuard eine Challenge/Response Recovery-Lösung. Mit einem benutzerfreundlichen Challenge/Response-Verfahren unterstützt SafeGuard Enterprise
Benutzer, die sich an ihrem Computer nicht mehr anmelden oder nicht auf verschlüsselte
Daten zugreifen können.
Diese Funktionalität ist im SafeGuard Enterprise Management Center in Form eines
Recovery-Assistenten integriert.
Nutzen und Vorteile des Challenge/Response-Verfahrens
Das Challenge/Response-Verfahren ist ein sicheres und effizientes Recovery-System.
■
Während des gesamten Vorgangs werden keine vertraulichen Daten in unverschlüsselter
Form ausgetauscht.
239
SafeGuard Enterprise
■
Informationen, die unberechtigte Dritte durch Mitverfolgen dieses Vorgangs erhalten könnten, lassen sich weder zu einem späteren Zeitpunkt noch auf anderen Geräten verwenden.
■
Für den Computer, auf den zugegriffen werden soll, muss während des Vorgangs keine
Online-Netzwerkverbindung bestehen. Der Response Code-Assistent für den Helpdesk läuft auch auf einem Standalone-Endpoint ohne Verbindung zum SafeGuard Enterprise
Server. Eine komplexe Infrastruktur ist nicht notwendig.
■
Der Benutzer kann schnell wieder mit dem Computer arbeiten. Es gehen keine verschlüsselten Daten verloren, nur weil der Benutzer das Kennwort vergessen hat.
Typische Notfälle, in denen Hilfe beim Helpdesk angefordert wird
■
Ein Benutzer hat sein Kennwort für die Anmeldung vergessen. Der Computer ist gesperrt.
■
Ein Benutzer hat seinen Token/seine Smartcard vergessen oder verloren.
■
Der lokale Cache der SafeGuard Power-on Authentication ist teilweise beschädigt.
■
Ein Benutzer ist krank oder im Urlaub und ein Kollege muss auf die Daten auf dem
Computer zugreifen.
■
Ein Benutzer möchte auf ein Volume zugreifen, das mit einem Schlüssel verschlüsselt ist, der auf dem Computer nicht verfügbar ist.
SafeGuard Enterprise bietet für diese typischen Notfälle unterschiedliche Recovery-Workflows, die dem Benutzer wieder den Zugang zu seinem Computer ermöglichen.
29.2.1 Challenge/Response Workflow
Das Challenge/Response-Verfahren basiert auf zwei Komponenten:
■
Endpoint, auf dem der Challenge Code erzeugt wird.
■
SafeGuard Management Center, in dem Sie als Helpdesk-Beauftragter mit ausreichenden
Rechten einen Response-Code erstellen, der den Benutzer zur Ausführung der angeforderten Aktion auf dem Computer berechtigt.
Hinweis: Für ein Challenge/Response-Verfahren benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller
Zugriff für die beteiligten Computer/Benutzer.
1. Der Benutzer fordert auf dem Endpoint einen Challenge-Code an. Je nach Recovery-Typ wird der Challenge-Code in der SafeGuard Power-on Authentication oder über das
KeyRecovery Tool angefordert.
Es wird ein Challenge-Code aus Ziffern und Buchstaben erzeugt und angezeigt.
2. Der Benutzer wendet sich an den Helpdesk und übermittelt die notwendige
Identifizierungsinformationen sowie den Challenge-Code.
3. Der Helpdesk-Beauftragte startet den Recovery-Assistenten im SafeGuard Management
Center.
240
Administratorhilfe
4. Der Helpdesk-Beauftragte wählt den entsprechenden Recovery-Typ, bestätigt die
Identifikationsinformationen sowie den Challenge-Code und wählt die gewünschte
Recovery-Aktion aus.
Ein Response-Code in Form einer ASCII-Zeichenfolge wird generiert und angezeigt.
5. Der Helpdesk übermittelt den Response-Code per Telefon oder Text-Mitteilung an den
Benutzer.
6. Der Benutzer gibt den Response-Code ein. Je nach Recovery-Typ erfolgt dies in der
SafeGuard POA oder über das KeyRecovery Tool.
Der Benutzer kann die autorisierte Aktion, z. B. Rücksetzen des Kennworts, ausführen und wieder mit dem Computer arbeiten.
29.2.2 Wann muss der Benutzer sein Kennwort ändern?
Im Rahmen eines SafeGuard Enterprise Recovery-Vorgangs muss der Benutzer u. U. sein
Windows-Kennwort ändern. Die folgende Tabelle zeigt, wann es erforderlich ist, das Kennwort zu ändern. Die ersten vier Spalten zeigen spezifische Bedingungen, die während des
Challenge/Response-Verfahrens auftreten können. Die letzte Spalte gibt basierend auf den
Bedingungen aus den ersten vier Spalten an, ob der Benutzer sein Kennwort ändern muss.
Ja
Ja
Ja
Nein
Nein
Nein
Bedingung: C/R mit
Benutzeranmeldung und Anzeige des
Kennworts
Bedingung: C/R mit
Benutzeranmeldung
Bedingung:
Domänen-Controller verfügbar
Bedingung: Option zur
Kennwortanzeige vom Benutzer abgelehnt
Ergebnis: Benutzer muss sein
Windows-Kennwort
ändern
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Nein
Ja
Ja
Nein
Ja
Nein
Nein
Nein
Ja
Ja entf.
entf.
entf.
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Nein
29.2.3 Starten des Recovery-Assistenten
Damit Sie in der Lage sind, ein Recovery-Verfahren auszuführen, stellen Sie sicher, dass Sie
über die erforderlichen Rechte und Berechtigungen verfügen.
1. Melden Sie sich am SafeGuard Management Center an.
2. Klicken Sie auf Extras > Recovery in der Menüleiste.
Der SafeGuard Recovery-Assistent wird gestartet. Sie können wählen, welchen Recovery-Typ
Sie verwenden möchten.
241
SafeGuard Enterprise
29.2.4 Recovery-Typen
Wählen Sie den Recovery-Typ, den Sie verwenden möchten. Folgende Recovery-Typen stehen zur Verfügung:
■
SafeGuard Enterprise Clients (managed)
Challenge/Response für zentral durch das SafeGuard Management Center verwaltete
Endpoints. Sie werden im Bereich Benutzer und Computer des SafeGuard Management
Centers angezeigt.
■
Virtuelle Clients
In komplexen Recovery-Situationen, zum Beispiel wenn die SafeGuard POA beschädigt ist, lässt sich der Zugriff auf verschlüsselte Daten auf einfache Art und Weise mit
Challenge/Response wieder herstellen. In diesem Fall werden spezifische Dateien mit der
Bezeichnung virtuelle Clients verwendet. Diese Art von Dateien ist sowohl für zentral verwaltete Computer als auch für Standalone-Endpoints verfügbar.
■
Sophos SafeGuard Clients (Standalone)
Challenge/Response für Standalone-Endpoints Diese Endpoints haben nie eine Verbindung zum SafeGuard Enterprise Server. Die erforderlichen Recovery-Informationen basieren auf der Schlüssel-Recovery-Datei. Diese Datei wird auf jedem Endpoint während der
Installation der Sophos SafeGuard Verschlüsselungssoftware erzeugt. Um in diesem Fall
Challenge/Response zur Verfügung zu stellen, muss die Schlüssel-Recovery-Datei dem
SafeGuard Enterprise Helpdesk zur Verfügung stehen, zum Beispiel auf einer
Netzwerkfreigabe.
Hinweis: Darüber hinaus steht das Recovery-Verfahren Local Self Help zur Verfügung, für das keine Unterstützung durch den Helpdesk benötigt wird.
29.2.5 Challenge/Response für SafeGuard Enterprise Clients (Managed)
SafeGuard Enterprise bietet ein Recovery-Verfahren für in der Datenbank registrierte Endpoints für verschiedene Recovery-Szenarien, z. B. Kennwort-Recovery.
Das Challenge/Response-Verfahren wird sowohl für native SafeGuard Enterprise Computer als auch für mit BitLocker verschlüsselte Endpoints unterstützt. Das System ermittelt den
Computertyp dynamisch. Der Recovery-Workflow wird dementsprechend angepasst.
29.2.5.1 Recovery-Aktionen für SafeGuard Enterprise Clients
Der Recovery Workflow richtet sich danach, für welchen Typ von Endpoint das
Recovery-Verfahren angefordert wird.
Hinweis: Für mit BitLocker verschlüsselte Computer steht als Recovery-Aktion nur die
Wiederherstellung des Schlüssels, der für die Verschlüsselung eines spezifischen Volumes verwendet wurde, zur Verfügung. Eine Recovery-Aktion für Kennwörter ist nicht verfügbar.
29.2.5.1.1 Wiederherstellen des Kennworts auf SafeGuard POA-Ebene
Eines der am häufigsten auftretenden Recovery-Szenarien besteht darin, dass Benutzer ihr
Kennwort vergessen haben. SafeGuard Enterprise wird standardmäßig mit aktivierter
SafeGuard Power-on Authentication (POA) installiert. Das SafeGuard POA-Kennwort, mit dem auf den Computer zugegriffen wird, ist identisch mit dem Windows-Kennwort.
242
Administratorhilfe
Wenn der Benutzer das Kennwort auf der SafeGuard POA-Ebene vergessen hat, generiert der Helpdesk-Beauftragte eine Response mit der Option SGN Client mit Benutzeranmeldung
booten, ohne das Benutzerkennwort anzuzeigen. In diesem Fall startet der Computer jedoch nach der Eingabe des Response-Codes bis zum Betriebssystem. Der Benutzer muss das
Kennwort auf Windows-Ebene ändern, vorausgesetzt, die Domäne ist erreichbar. Danach kann der Benutzer sich sowohl an Windows als auch an der SafeGuard Power-on
Authentication mit dem neuen Kennwort anmelden.
29.2.5.1.2 Best Practice für das Wiederherstellen des Kennworts auf SafeGuard POA-Ebene
Wir empfehlen, folgende Methoden anzuwenden, wenn der Benutzer sein Kennwort vergessen hat, um zu vermeiden, dass das Kennwort zentral zurückgesetzt werden muss:
■
Benutzen Sie Local Self Help.
Mit Recovery über Local Self Help kann sich der Benutzer das aktuelle Kennwort anzeigen lassen und dieses weiterhin benutzen, ohne es zurücksetzen zu müssen. Bei der Benutzung von Local Self Help ist außerdem keine Unterstützung durch den Helpdesk erforderlich.
■
Bei Anwendung von Challenge/Response für SafeGuard Enterprise Clients
(Managed):
Wir empfehlen, das Kennwort vor dem Challenge/Response-Verfahren nicht zentral im
Active Directory zurückzusetzen. Dadurch wird gewährleistet, dass das Kennwort zwischen
Windows und SafeGuard Enterprise synchron bleibt. Stellen Sie sicher, dass der
Windows-Helpdesk entsprechend informiert ist.
Erzeugen Sie als SafeGuard Enterprise Helpdesk-Beauftragter eine Response für das Booten
des SGN Clients mit Benutzeranmeldung mit der Option Benutzerkennwort anzeigen.
Dies bietet den Vorteil, dass das Kennwort nicht im Active Directory geändert werden muss.
Der Benutzer kann mit dem alten Kennwort weiterarbeiten und dieses später nach Wunsch lokal ändern.
29.2.5.1.3 Anzeigen des Benutzerkennworts
SafeGuard Enterprise bietet Benutzern die Möglichkeit, sich ihr Kennwort während des
Challenge/Response-Verfahrens anzeigen zu lassen. Dies bietet den Vorteil, dass das
Kennwort nicht im Active Directory geändert werden muss. Diese Option ist verfügbar, wenn die Anforderung SGN Client mit Benutzeranmeldung booten gestellt wird.
29.2.5.1.4 Ein anderer Benutzer muss den durch SafeGuard Enterprise geschützten Endpoint starten
In diesem Fall startet der Benutzer, der Zugriff benötigt, den Endpoint und gibt seinen
Benutzernamen ein. Der Benutzer fordert dann eine Challenge an. Der SafeGuard Helpdesk generiert eine Response vom Typ SGN Client mit Benutzeranmeldung booten mit aktivierter
durchgehender Anmeldung an Windows. Der Benutzer wird angemeldet und kann den
Computer benutzen.
29.2.5.1.5 Wiederherstellen des SafeGuard Enterprise Policy Cache
Diese Aktion wird notwendig, wenn der SafeGuard Policy Cache beschädigt ist. Im Local
Cache werden alle Schlüssel, Richtlinien, Benutzerzertifikate und Audit-Dateien gespeichert.
Standardmäßig ist Recovery für die Anmeldung bei einem beschädigten Local Cache deaktiviert. Er wird automatisch aus seiner Sicherungskopie wiederhergestellt. In diesem Fall ist für das Reparieren des Local Cache kein Challenge/Response-Verfahren erforderlich.
Wenn der Local Cache mit einem Challenge/Response-Verfahren repariert werden soll, können Sie den Recovery-Vorgang per Richtlinie aktivieren. In diesem Fall wird der Benutzer bei einem beschädigten Local Cache automatisch dazu aufgefordert, ein
Challenge/Response-Verfahren zu starten.
243
SafeGuard Enterprise
29.2.5.1.6 SafeGuard Data Exchange: Recovery-Vorgänge bei vergessenem Kennwort
SafeGuard Data Exchange ohne Device Encryption bietet für den Fall, dass der Benutzer sein Kennwort vergessen hat, keinen Recovery-Vorgang über Challenge/Response. In diesem
Fall müssen Sie das Kennwort im Active Directory ändern. Melden Sie sich ohne Sophos
Credential Provider am Endpoint an und stellen Sie die Benutzerkonfiguration auf dem Endpoint wieder her.
29.2.5.2 Response für SafeGuard Enterprise Clients
1. Wählen Sie auf der Recovery-Typ Seite die Option SafeGuard Enterprise Client
(Managed).
2. Wählen Sie unter Domäne die gewünschte Domäne aus der Liste.
3. Geben Sie unter Computer den gewünschten Computernamen ein oder wählen Sie ihn aus. Hierzu gibt es mehrere Möglichkeiten:
■
Um einen Namen auszuwählen, klicken Sie auf [...]. Klicken Sie anschließend auf Jetzt
suchen. Eine Liste mit Computern wird angezeigt. Wählen Sie den gewünschten
Computer aus und klicken Sie auf OK. Der Computername wird auf der Seite
Recovery-Typ angezeigt.
■
Geben Sie den Kurznamen des Computers direkt in das Feld ein. Wenn Sie auf Weiter klicken, wird der Name in der Datenbank gesucht. Der gefundene Computername wird als Distinguished Name angezeigt.
■
Geben Sie den Computernamen direkt als Distinguished Name ein, zum Beispiel:
CN=Desktop1,OU=Development,OU=Headquarter,DC=Sophos,DC=edu
4. Klicken Sie auf Weiter.
5. Wählen Sie die Domäne des Benutzers.
6. Geben Sie den Benutzernamen ein. Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten:
■
Um den Benutzernamen auszuwählen, klicken Sie auf [...] im Abschnitt
Benutzer-Information des Dialogs Recovery für die Anmeldung. Klicken Sie anschließend auf Jetzt suchen. Eine Liste mit Benutzernamen wird angezeigt. Wählen
Sie den gewünschten Namen und klicken Sie auf OK. Der Benutzername wird auf der
Seite Recovery-Typ angezeigt.
■
Geben Sie den Benutzernamen direkt ein. Stellen Sie sicher, dass der Name korrekt geschrieben ist.
7. Klicken Sie auf Weiter.
Eine Seite für die Eingabe des Challenge-Codes wird angezeigt.
8. Geben Sie den vom Benutzer erhaltenen Challenge-Code ein und klicken Sie auf Weiter.
Der Challenge-Code wird geprüft. Wenn der Code nicht korrekt eingegeben wurde, wird unterhalb des Blocks, der den Fehler enthält, der Text Ungültige Challenge angezeigt.
9. Wenn der Challenge-Code korrekt eingegeben wurde, werden die vom SafeGuard
Enterprise Client angeforderte Aktion sowie die möglichen Recovery-Aktionen auf dem
Client angezeigt. Die möglichen Response-Aktionen richten sich nach den Aktionen, die auf Client-Seite beim Aufrufen der Challenge angefordert wurden. Wenn auf Client-Seite zum Beispiel Crypto Token erforderlich angefordert wurde, stehen für die Response die
Aktionen SGN Client mit Benutzeranmeldung booten und SGN Client ohne
Benutzeranmeldung booten zur Verfügung.
10. Wählen Sie die Aktion, die der Benutzer ausführen soll.
244
Administratorhilfe
11. Wenn Sie SGN Client mit Benutzeranmeldung booten ausgewählt haben, können Sie zusätzlich auch die Option Benutzerkennwort anzeigen wählen, um das Kennwort auf dem Zielcomputer anzeigen zu lassen.
12. Klicken Sie auf Weiter.
13. Es wird ein Response-Code erzeugt. Teilen Sie dem Benutzer den Response-Code mit.
Hierzu steht eine Buchstabierhilfe zur Verfügung. Sie können den Response-Code auch in die Zwischenablage kopieren.
Der Benutzer kann nun den Response-Code auf dem Endpoint eingeben und die autorisierte
Aktion durchführen.
29.2.6 Challenge/Response mit virtuellen Clients
Mit Recovery über Challenge/Response mit virtuellen Clients bietet SafeGuard Enterprise ein
Recovery-Verfahren für verschlüsselte Volumes in komplexen Notfallsituationen, z. B., wenn die SafeGuard POA beschädigt ist. Dieses Verfahren lässt sich sowohl auf zentral verwaltete
Endpoints als auch auf Standalone Endoints anwenden.
Hinweis: Recovery mit virtuellen Clients sollte nur in komplexen Notfallsituationen angewendet werden. Wenn zum Beispiel nur ein Schlüssel für die Wiederherstellung eines Volumes fehlt, ist es am besten, den fehlenden Schlüssel dem Schlüsselbund des entsprechenden Benutzers zuzuweisen, um den Zugriff auf das Volume zu ermöglichen.
29.2.6.1 Recovery Workflow mit virtuellen Clients
Über folgenden allgemeinen Workflow lässt sich der Zugang zum verschlüsselten Endpoint wiederherstellen:
1. Sie erhalten die SafeGuard Enterprise Recovery Disk vom technischen Support.
Für den Helpdesk steht die Windows PE Recovery Disk mit den aktuellen SafeGuard
Enterprise Filter-Treibern auf der Sophos Support-Website zum Download zur Verfügung.
Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.sophos.com/de-de/support/knowledgebase/108805.aspx
.
2. Erstellen Sie den virtuellen Client im SafeGuard Management Center (siehe
Erstellen von virtuellen Clients
(Seite 81)).
3. Exportieren Sie den virtuellen Client in eine Datei (siehe Exportieren von virtuellen Clients
(Seite 81)).
4. Optional können Sie mehrere Schlüssel für virtuelle Clients in eine Datei exportieren (siehe
Anlegen und Exportieren von Schlüsseldateien für den Recovery-Vorgang (Seite 81)).
5. Booten Sie den Endpoint von der Recovery Disk.
6. Importieren Sie die Datei mit dem virtuellen Client in das KeyRecovery Tool.
7. Starten Sie die Challenge im KeyRecovery Tool.
8. Bestätigen Sie den virtuellen Client im SafeGuard Management Center.
9. Wählen Sie die erforderliche Recovery-Aktion.
10. Geben Sie den Challenge-Code im SafeGuard Management Center ein.
11. Generieren Sie den Response-Code im SafeGuard Management Center.
12. Geben Sie den Response-Code im KeyRecovery Tool ein.
Auf den Computer kann wieder zugegriffen werden.
245
SafeGuard Enterprise
29.2.6.2 Booten des Computers von der Recovery Disk.
Voraussetzung: Stellen Sie sicher, dass die Boot-Reihenfolge im BIOS das Booten von CD erlaubt.
1. Fordern Sie vom technischen Support von Sophos die SafeGuard Enterprise Windows
PE Disk an.
Für den Helpdesk steht die Windows PE Recovery Disk mit den aktuellen SafeGuard
Enterprise Filter-Treibern auf der Sophos Support-Website zum Download zur Verfügung.
Weitere Informationen finden Sie unter http://www.sophos.com/de-de/support/knowledgebase/108805.aspx
.
2. Legen Sie auf dem Endpoint die Recovery Disk ein und starten Sie den Computer. Der integrierte Dateimanager wird geöffnet. Hier sehen Sie auf einen Blick die bereitgestellten
Volumes und Laufwerke.
246
Der Inhalt des verschlüsselten Laufwerks ist im Dateimanager nicht sichtbar. In den
Eigenschaften des verschlüsselten Laufwerks werden weder das Dateisystem, noch die
Kapazität sowie der verwendete/freie Speicherplatz angegeben.
3. Klicken Sie unten im Bereich Quick Launch des Dateimanagers auf das
KeyRecovery-Symbol, um das KeyRecovery Tool zu öffnen. Das Key Recovery Tool zeigt die Schlüssel-ID verschlüsselter Laufwerke.
Administratorhilfe
4. Suchen Sie nach der Schlüssel-ID des Laufwerks, auf das Sie zugreifen möchten. Die
Schlüssel-ID wird später abgefragt.
Im nächsten Schritt importieren Sie den virtuellen Client in das Key Recovery Tool.
29.2.6.3 Import des virtuellen Client in das KeyRecovery Tool
Voraussetzung:
■
Der Computer wurde von der Recovery Disk gebootet.
■
Stellen Sie sicher, dass das USB-Laufwerk mit der Datei
recoverytoken.tok
erfolgreich bereitgestellt wurde.
1. Wählen Sie im Windows PE Dateimanager das Laufwerk aus, auf dem der virtuelle Client gespeichert ist. Die Datei recoverytoken.tok wird auf der rechten Seite angezeigt.
2. Wählen Sie die Datei recoverytoken.tok aus und ziehen Sie sie auf das Laufwerk, auf dem sich das KeyRecovery Tool befindet. Legen Sie die Datei hier im Verzeichnis
Toos\SGN-Tools ab.
247
SafeGuard Enterprise
29.2.6.4 Starten einer Challenge im KeyRecovery Tool
1. Klicken Sie unten im Bereich Quick Launch des Windows PE Dateimanagers auf das
KeyRecovery-Symbol, um das KeyRecovery Tool zu öffnen. Das Key Recovery Tool zeigt die Schlüssel-ID verschlüsselter Laufwerke.
Das Tool startet und zeigt eine Liste aller Volumes mit den jeweiligen
Verschlüsselungsinformationen (Schlüssel-ID).
2. Wählen Sie das Volume, das Sie entschlüsseln möchten und klicken Sie auf Import mit
C/R, um den Challenge-Code zu erzeugen.
Die Datei mit dem virtuellen Client wird als Referenz in der SafeGuard Enterprise Datenbank verwendet und in der Challenge angegeben. Der Challenge-Code wird erzeugt und angezeigt.
3. Übermitteln Sie den Namen des virtuellen Clients und den Challenge-Code an den
Helpdesk, z. B. über Telefon oder eine Textmitteilung. Hierzu steht eine Buchstabierhilfe zur Verfügung.
29.2.6.5 Bestätigen des virtuellen Client
Voraussetzung: Der virtuelle Client muss im SafeGuard Management Center unter Virtuelle
Clients angelegt worden sein und er muss in der Datenbank zur Verfügung stehen.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Extras > Recovery, um den
Recovery-Assistenten zu öffnen.
2. Wählen Sie unter Recovery-Typ die Option Virtueller Client.
3. Geben Sie den Namen des virtuellen Client ein, den Sie vom Benutzer erhalten haben.
Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten:
■
Geben Sie den eindeutigen Namen direkt ein.
■
Wählen Sie einen Namen, indem Sie auf [...] im Abschnitt Virtueller Client des Dialogs
Recovery-Typ klicken. Klicken Sie anschließend auf Jetzt suchen. Eine Liste mit virtuellen Clients wird angezeigt. Wählen Sie den gewünschten virtuellen Client aus und klicken Sie auf OK. Der Name des virtuellen Clients wird nun auf der Recovery-Typ
Seite unter Virtueller Client angezeigt.
4. Klicken Sie auf Weiter, um den Namen der Datei mit dem virtuellen Client zu bestätigen.
Im nächsten Schritt wählen Sie die erforderliche Recovery-Aktion aus.
248
Administratorhilfe
29.2.6.6 Auswahl der erforderlichen Recovery-Aktion
1. Wählen Sie bei Virtueller Client auf der Angeforderte Aktion Seite eine der folgenden
Optionen:
■
Wählen Sie Schlüssel angefordert, um einen einzelnen Schlüssel für den Zugriff auf ein verschlüsseltes Volume auf dem Computer wiederherzustellen.
Diese Option ist sowohl für zentral verwaltete Endpoints als auch für
Standalone-Endpoints verfügbar.
■
Wählen Sie Kennwort für Schlüsseldatei angefordert, um mehrere Schlüssel für den
Zugriff auf verschlüsselte Volumes auf dem Computer wiederherzustellen. Die Schlüssel werden in einer Datei gespeichert, die mit einem Zufallskennwort verschlüsselt wird, das in der Datenbank abgelegt ist. Das Kennwort ist für jede angelegte Schlüsseldatei einzigartig. Das Kennwort wird innerhalb des Response-Codes an den Zielcomputer
übertragen.
Diese Option ist nur für zentral verwaltete Endpoints verfügbar.
2. Klicken Sie auf Weiter.
29.2.6.7 Auswahl des angeforderten Schlüssel (einzelner Schlüssel)
Voraussetzung:
Sie müssen den erforderlichen virtuellen Client im Recovery-Assistenten des SafeGuard
Management Center sowie die Recovery-Aktion Schlüssel angefordert ausgewählt haben.
1. Wählen Sie im Recovery-Assistenten auf der Seite Virtueller Client aus, ob die Aktion von einem zentral verwalteten-Endpoint oder einem Standalone-Endpoint angefordert wird.
■
Wählen Sie für zentral verwaltete Endpoints Recovery-Schlüssel für einen SafeGuard
Enterprise Managed Client. Klicken Sie auf [...]. In Schlüssel suchen können Sie sich die Schlüssel nach Schlüssel-ID oder symbolischem Namen anzeigen lassen.
Klicken Sie auf Jetzt suchen, wählen Sie den Schlüssel und klicken Sie auf OK.
Hinweis: Eine Response kann nur für zugewiesene Schlüssel erzeugt werden. Ist ein
Schlüssel inaktiv, d. h. der Schlüssel ist nicht mindestens einem Benutzer zugewiesen, ist eine Response mit einem virtuellen Client nicht möglich. In diesem Fall kann der inaktive Schlüssel zunächst einem beliebigen Benutzer zugewiesen werden. Danach kann eine Response für den Schlüssel generiert werden.
■
Wählen Sie für Standalone-Endpoints Recovery-Schlüssel für einen Sophos
SafeGuard Standalone Client. Klicken Sie neben dieser Option auf [...], um nach der entsprechenden Datei zu suchen. Zur Vereinfachung der Identifizierung tragen die
Recovery-Dateien den Namen des Computers: computername.GUID.xml. Wählen Sie die Datei aus und klicken Sie auf Öffnen.
Hinweis: Die Schlüssel-Recovery-Datei, die zur Wiederherstellung des Zugriffs auf den Computer erforderlich ist, muss dem Helpdesk zur Verfügung stehen, z. B. über eine Netzwerkfreigabe.
2. Klicken Sie auf Weiter. Die Seite für die Eingabe des Challenge-Codes wird angezeigt.
Der angeforderte Schlüssel wird mit dem Response-Code an die Benutzerumgebung
übertragen.
249
SafeGuard Enterprise
29.2.6.8 Auswahl des angeforderten Schlüssel (mehrere Schlüssel)
Voraussetzung:
Diese Option ist nur für zentral verwaltete Endpoints verfügbar.
Sie müssen die Schlüsseldatei zuvor im SafeGuard Management Center unter Schlüssel
imd Zertifikate angelegt haben und das Kennwort, mit dem die Datei verschlüsselt ist, muss in der Datenbank gespeichert sein.
Sie müssen den erforderlichen virtuellen Client im Recovery-Assistenten des SafeGuard
Management Center sowie die Recovery-Aktion Kennwort für Schlüsseldatei angefordert ausgewählt haben.
1. Um eine Schlüsseldatei auszuwählen, klicken Sie auf die [...] Schaltfläche neben dieser
Option. Klicken Sie in Schlüsseldatei auf Jetzt suchen. Wählen Sie die Schlüsseldatei aus und klicken Sie auf OK.
2. Klicken Sie zur Bestätigung auf Weiter.
Die Seite für die Eingabe des Challenge-Codes wird angezeigt.
29.2.6.9 Eingabe des Challenge-Codes und Erzeugen des Response-Codes
Voraussetzung:
Sie müssen den erforderlichen virtuellen Client im Recovery-Assistenten des SafeGuard
Management Center sowie die erforderliche Recovery-Aktion ausgewählt haben.
1. Geben Sie den vom Benutzer erhaltenen Challenge-Code ein und klicken Sie auf Weiter.
Der Challenge-Code wird geprüft.
Wenn der Challenge-Code korrekt eingegeben wurde, wird der Response-Code erzeugt.
Wenn der Code nicht korrekt eingegeben wurde, wird unterhalb des Blocks, der den Fehler enthält, der Text Ungültige Challenge angezeigt.
2. Teilen Sie dem Benutzer den Response-Code mit. Hierzu steht eine Buchstabierhilfe zur
Verfügung. Sie können den Response-Code auch in die Zwischenablage kopieren.
Wenn Sie Schlüssel angefordert als Recovery-Aktion ausgewählt haben, wird der angeforderte Schlüssel im Response-Code an die Benutzerumgebung übertragen.
Wenn Sie Kennwort für Schlüsseldatei angefordert als Recovery-Aktion ausgewählte haben, wird das Kennwort für die verschlüsselte Schlüsseldatei im Response-Code übertragen.
Die Schlüsseldatei wird daraufhin gelöscht.
29.2.6.10 Eingeben des Response-Codes im KeyRecovery Tool
1. Geben Sie im KeyRecovery Tool auf dem Endpoint den Response-Code ein, den Sie vom
Helpdesk erhalten haben.
Mit dem Response-Code wird der erforderliche Recovery-Schlüssel übertragen.
250
Administratorhilfe
2. Klicken Sie auf OK. Das für das Challenge/Response-Verfahren gewählte Laufwerk wird entschlüsselt.
3. Um sicherzustellen, dass die Entschlüsselung erfolgreich durchgeführt werden konnte, wählen Sie das entschlüsselte Laufwerk im Windows PE Dateimanager aus:
Der Inhalt des entschlüsselten Laufwerks wird nun im Dateimanager angezeigt. Das
Dateisystem und die Kapazität sowie der benutzte/freie Speicherplatz werden nun in den
Eigenschaften des entschlüsselten Laufwerks angegeben.
Der Zugriff auf die Daten, die auf dieser Partition gespeichert sind, ist wiederhergestellt. Nach der erfolgreichen Entschlüsselung haben Sie auf dem entsprechenden Laufwerk Lese- und
Schreibzugriff für Daten. Sie können Daten vom und auf das Laufwerk kopieren.
29.2.7 Challenge/Response für Sophos SafeGuard Clients (Standalone)
SafeGuard Enterprise bietet Challenge/Response für Recovery-Vorgänge, z. B. wenn der
Benutzer sein Kennwort vergessen oder es zu oft falsch eingegeben hat, auch für
Standalone-Endpoints (Sophos SafeGuard Clients Standalone). Standalone-Endpoints haben nie eine Verbindung zum SafeGuard Enterprise Server, auch nicht vorübergehend. Sie werden im Standalone-Modus betrieben.
251
SafeGuard Enterprise
Die für Challenge/Response-Vorgänge benötigten Recovery-Informationen basieren in diesem
Fall auf der Schlüssel-Recovery-Datei. Diese Schlüssel-Recovery-Datei wird auf jedem
Standalone-Endpoint während der Installation der SafeGuard Enterprise
Verschlüsselungssoftware erzeugt. Die Schlüssel-Recovery-Datei muss dem SafeGuard
Enterprise Helpdesk zur Verfügung stehen, zum Beispiel auf einer Netzwerkfreigabe.
Um die Suche nach und die Gruppierung von Recovery-Dateien zu vereinfachen, enthalten die Dateinamen den Namen des Computers:
computername.GUID.xml
. Somit sind
Suchvorgänge mit Asterisken (*) als Platzhalter möglich, z. B.: *.GUID.xml.
Hinweis: Wenn ein Computer umbenannt wird, wird er im Local Cache nicht automatisch entsprechend umbenannt. Im Local Cache werden alle Schlüssel, Richtlinien,
Benutzerzertifikate und Audit-Dateien gespeichert. Für die Datei-Generierung muss der neue
Computername daher aus dem Local Cache entfernt werden, so dass nur der vorige Name verbleibt, auch wenn der Computer unter Windows umbenannt wird.
29.2.7.1 Recovery-Aktionen für Sophos SafeGuard Clients (standalone)
Für einen Standalone-Endpoint kann in den folgenden Situationen ein
Challenge/Response-Verfahren gestartet werden:
■
Der Benutzer hat das Kennwort zu oft falsch eingegeben.
■
Der Benutzer hat das Kennwort vergessen.
■
Ein beschädigter Local Cache muss repariert werden.
Für einen Standalone-Endpoint steht kein Benutzerschlüssel in der Datenbank zur Verfügung.
Somit ist in einem Challenge/Response-Verfahren nur die Recovery-Aktion SGN Client ohne
Benutzeranmeldung booten möglich.
Das Challenge/Response-Verfahren ermöglicht das Booten des Computers durch die
SafeGuard Power-on Authentication. Der Benutzer kann sich dann an Windows anmelden.
Mögliche Recovery-Anwendungsfälle:
Der Benutzer hat das Kennwort auf SafeGuard POA-Ebene zu oft falsch eingegeben und der Computer wurde gesperrt. Der Benutzer weiß jedoch das Kennwort.
Der Computer ist gesperrt und der Benutzer wird dazu aufgefordert, ein
Challenge/Response-Verfahren zu starten, um wieder Zugriff auf den Computer zu erhalten.
Da der Benutzer das Kennwort noch weiß, muss es nicht zurückgesetzt werden. Das
Challenge/Response-Verfahren ermöglicht das Booten des Computers durch die SafeGuard
Power-on Authentication. Der Benutzer kann dann das korrekte Kennwort auf Windows-Ebene eingeben und den Computer wieder benutzen.
Der Benutzer hat das Kennwort vergessen
Hinweis: Wir empfehlen, Local Self Help einzusetzen, um ein vergessenes Kennwort wiederherzustellen. Mit Local Self Help können Benutzer sich das aktuelle Benutzerkennwort anzeigen lassen und es weiterhin zur Anmeldung verwenden. Dadurch wird ein Rücksetzen des Kennworts vermieden. Außerdem muss der Helpdesk nicht um Hilfe gebeten werden.
Wenn das Kennwort über ein Challenge/Response-Verfahren wiederhergestellt wird, muss das Kennwort zurückgesetzt werden.
1. Das Challenge/Response-Verfahren ermöglicht das Booten des Computers durch die
SafeGuard Power-on Authentication.
2. Da Ihnen das Kennwort nicht bekannt ist, können der Benutzer es im Windows-Dialog nicht eingeben. Das Kennwort muss auf Windows-Ebene zurückgesetzt werden. Hierzu
252
Administratorhilfe sind weitere Recovery-Vorgänge außerhalb von SafeGuard Enterprise erforderlich, die
über Windows-Standard-Verfahren durchgeführt werden müssen.
Hinweis: Wir empfehlen, das Kennwort vor dem Challenge/Response-Verfahren nicht zentral im Active Directory zurückzusetzen. Dadurch wird gewährleistet, dass das Kennwort zwischen Windows und SafeGuard Enterprise synchron bleibt. Stellen Sie sicher, dass der Windows-Helpdesk entsprechend informiert ist.
Wir empfehlen, die folgenden Methoden für das Zurücksetzen des Kennworts auf
Windows-Ebene:
■
Über ein Service-Benutzerkonto oder ein Administratorkonto mit den erforderlichen
Windows-Rechten auf dem Endpoint
■
Über eine Windows-Kennwortrücksetz-Diskette auf dem Endpoint
Als Helpdesk-Beauftragter können Sie den Benutzer darüber informieren, welche
Methode benutzt werden soll, und ihm die zusätzlichen Windows-Anmeldeinformationen oder die erforderliche Diskette zur Verfügung stellen.
3. Der Benutzer gibt das neue Kennwort ein, dass der Helpdesk auf Windows-Ebene zurückgesetzt hat. Unmittelbar muss der Benutzer das Kennwort in ein nur ihm bekanntes
Kennwort ändern. Basierend auf dem neu gewählten Windows-Kennwort wird ein neues
Benutzerzertifikat erzeugt. Dies ermöglicht es dem Benutzer, sich mit dem neuen Kennwort wieder an seinem Computer und an der SafeGuard Power-on Authentication anzumelden.
Hinweis: Schlüssel für SafeGuard Data Exchange: Wenn ein Kennwort zurückgesetzt und ein neues Zertifikat erstellt wird, können die zuvor für SafeGuard Data Exchange erzeugten lokalen Schlüssel noch verwendet werden, wenn der Endpoint Mitglied einer
Domäne ist. Wenn der Endpoint Mitglied einer Arbeitsgruppe ist, muss dem Benutzer die
SafeGuard Data Exchange Passphrase bekannt sein, damit diese lokalen Schlüssel reaktiviert werden können.
Der Local Cache muss repariert werden.
Im Local Cache werden alle Schlüssel, Richtlinien, Benutzerzertifikate und Audit-Dateien gespeichert. Standardmäßig ist Recovery für die Anmeldung bei einem beschädigten Local
Cache deaktiviert, d. h. der Local Cache wird automatisch aus seiner Sicherungskopie wiederhergestellt. In diesem Fall ist für das Reparieren des Local Cache kein
Challenge/Response-Verfahren erforderlich. Soll der Local Cache jedoch explizit mit einem
Challenge/Response-Verfahren repariert werden, so lässt sich Recovery für die Anmeldung
über eine Richtlinie aktivieren. In diesem Fall wird der Benutzer bei einem beschädigten Local
Cache automatisch dazu aufgefordert, ein Challenge/Response-Verfahren zu starten.
29.2.7.2 Erzeugen einer Response für Standalone-Endpoints mit der
Schlüssel-Recovery-Datei
Hinweis: Die Schlüssel-Recovery-Datei, die während der Installation der SafeGuard Enterprise
Verschlüsselungssoftware generiert wurde, muss an einem Speicherort abgelegt sein, auf den der Helpdesk-Beauftragte Zugriff hat. Darüber hinaus muss der Name der Datei bekannt sein.
1. Wählen Sie in der Menüleiste des SafeGuard Management Center Extras > Recovery, um den Recovery-Assistenten zu öffnen.
2. Wählen Sie unter Recovery-Typ die Option Sophos SafeGuard Client (Standalone).
3. Suchen Sie nach der Schlüssel-Recovery-Datei, indem Sie auf die [...] Schaltfläche neben dem Feld Schlüssel-Recovery-Datei klicken. Zur Vereinfachung der Identifizierung tragen die Recovery-Dateien den Namen des Computers: computername.GUID.xml.
253
SafeGuard Enterprise
4. Geben Sie den vom Benutzer erhaltenen Challenge-Code ein und klicken Sie auf Weiter.
Der Challenge-Code wird geprüft.
Wenn der Challenge-Code korrekt eingegeben wurde, werden die vom Endpoint-Computer angeforderte Recovery-Aktion sowie die möglichen Recovery-Aktionen angezeigt. Wenn der Code nicht korrekt eingegeben wurde, wird unterhalb des Blocks, der den Fehler enthält, der Text Ungültige Challenge angezeigt.
5. Wählen Sie die vom Benutzer durchzuführende Aktion aus und klicken Sie auf Weiter.
6. Es wird ein Response-Code erzeugt. Teilen Sie den Response-Code dem Benutzer mit.
Hierzu steht eine Buchstabierhilfe zur Verfügung. Sie können den Response-Code auch in die Zwischenablage kopieren.
Der Benutzer kann den Response-Code eingeben, die angeforderte Aktion ausführen und dann wieder mit dem Computer arbeiten.
29.3 Recovery für BitLocker
Abhängig vom System bietet SafeGuard Enterprise ein Challenge/Response-Verfahren für die Recovery oder die Möglichkeit, beim Helpdesk den Recovery-Schlüssel zu beschaffen.
Informationen darüber, welche Voraussetzungen für SafeGuard Enterprise Challenge/Response
erfüllt sein müssen, finden Sie unter Voraussetzungen für die Verwaltung von BitLocker auf
(Seite 172).
29.3.1 Response für mit BitLocker verschlüsselte SafeGuard Enterprise
Clients - UEFI Endpoints
Für UEFI Endpoints, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen, bietet SafeGuard Enterprise ein Challenge/Response-Verfahren zum Recovery. Auf UEFI Endpoints, die die
Voraussetzungen nicht erfüllen, wird automatisch SafeGuard BitLocker ohne
Challenge/Response installiert. Informationen über die Wiederherstellung dieser Endpoints finden Sie unter
Recovery-Schlüssel für mit BitLocker verschlüsselte SafeGuard Enterprise
(Seite 255).
1. Wählen Sie auf der Recovery-Typ Seite die Option SafeGuard Enterprise Client
(Managed).
2. Wählen Sie unter Domäne die gewünschte Domäne aus der Liste.
3. Geben Sie unter Computer den gewünschten Computernamen ein oder wählen Sie ihn aus. Hierzu gibt es mehrere Möglichkeiten:
■
Um einen Namen auszuwählen, klicken Sie auf [...]. Klicken Sie anschließend auf Jetzt
suchen. Eine Liste mit Computern wird angezeigt. Wählen Sie den gewünschten
Computer aus und klicken Sie auf OK. Der Computername wird auf der Seite
Recovery-Typ angezeigt.
■
Geben Sie den Kurznamen des Computers direkt in das Feld ein. Wenn Sie auf Weiter klicken, wird der Name in der Datenbank gesucht. Der gefundene Computername wird als Distinguished Name angezeigt.
■
Geben Sie den Computernamen direkt als Distinguished Name ein, zum Beispiel:
CN=Desktop1,OU=Development,OU=Headquarter,DC=Sophos,DC=edu
4. Klicken Sie auf Weiter.
5. Wählen Sie das Volume, auf das zugegriffen werden soll, aus der Liste und klicken Sie auf Weiter.
254
Administratorhilfe
6. Klicken Sie auf Weiter.
Eine Seite für die Eingabe des Challenge-Codes wird angezeigt.
7. Geben Sie den vom Benutzer erhaltenen Challenge-Code ein und klicken Sie auf Weiter.
8. Es wird ein Response-Code erzeugt. Teilen Sie dem Benutzer den Response-Code mit.
Hierzu steht eine Buchstabierhilfe zur Verfügung. Sie können den Response-Code auch in die Zwischenablage kopieren.
Der Benutzer kann den Response-Code eingeben und wieder auf den Endpoint zugreifen.
29.3.2 Recovery-Schlüssel für mit BitLocker verschlüsselte SafeGuard
Enterprise Clients - BIOS Endpoints
Bei mit BitLocker verschlüsselten Computern lässt sich ein Volume, auf das nicht mehr zugegriffen werden kann, wiederherstellen.
1. Wählen Sie auf der Recovery-Typ Seite die Option SafeGuard Enterprise Client
(Managed).
2. Wählen Sie unter Domäne die gewünschte Domäne aus der Liste.
3. Geben Sie unter Computer den gewünschten Computernamen ein oder wählen Sie ihn aus. Hierzu gibt es mehrere Möglichkeiten:
■
Um einen Namen auszuwählen, klicken Sie auf [...]. Klicken Sie anschließend auf Jetzt
suchen. Eine Liste mit Computern wird angezeigt. Wählen Sie den gewünschten
Computer aus und klicken Sie auf OK. Der Computername wird im Fenster
Recovery-Typ unter Domäne angezeigt.
■
Geben Sie den Kurznamen des Computers direkt in das Feld ein. Wenn Sie auf Weiter klicken, wird der Name in der Datenbank gesucht. Der gefundene Computername wird als Distinguished Name angezeigt.
■
Geben Sie den Computernamen direkt als Distinguished Name ein, zum Beispiel:
CN=Desktop1,OU=Development,OU=Headquarter,DC=Utimaco,DC=edu
4. Klicken Sie auf Weiter.
5. Wählen Sie das Volume, auf das zugegriffen werden soll, aus der Liste und klicken Sie auf Weiter.
6. Der Recovery-Assistent zeigt den 48-stelligen Recovery-Schlüssel an.
7. Teilen Sie dem Benutzer diesen Schlüssel mit.
Der Benutzer kann den Schlüssel eingeben, um den Zugriff auf das mit BitLocker verschlüsselte
Volume auf dem Endpoint wiederherzustellen.
29.4 Recovery-Schlüssel für Mac-Endpoints
Der Zugriff auf mit FileVault 2 verschlüsselte SafeGuard Enterprise Clients kann mit folgenden
Schritten wiederhergestellt werden:
1. Wählen Sie auf der Recovery-Typ Seite die Option SafeGuard Enterprise Client
(Managed).
2. Wählen Sie unter Domäne die gewünschte Domäne aus der Liste.
255
SafeGuard Enterprise
3. Geben Sie unter Computer den gewünschten Computernamen ein oder wählen Sie ihn aus. Hierzu gibt es mehrere Möglichkeiten:
■
Um einen Namen auszuwählen, klicken Sie auf [...]. Klicken Sie anschließend auf Jetzt
suchen. Eine Liste mit Computern wird angezeigt. Wählen Sie den gewünschten
Computer aus und klicken Sie auf OK. Der Computername wird im Fenster
Recovery-Typ unter Domäne angezeigt.
■
Geben Sie den Kurznamen des Computers direkt in das Feld ein. Wenn Sie auf Weiter klicken, wird der Name in der Datenbank gesucht. Der gefundene Computername wird als Distinguished Name angezeigt.
■
Geben Sie den Computernamen direkt als Distinguished Name ein, zum Beispiel:
CN=Desktop1,OU=Development,OU=Headquarter,DC=Utimaco,DC=edu
4. Klicken Sie auf Weiter.
5. Der Recovery-Assistent zeigt den 24-stelligen Recovery-Schlüssel an.
6. Teilen Sie dem Benutzer diesen Schlüssel mit.
Der Benutzer kann den Recovery-Schlüssel eingeben, um sich am Mac-Endpoint anzumelden und das Kennwort zurückzusetzen.
29.5 System-Recovery für die Sophos SafeGuard
Festplattenverschlüsselung
SafeGuard Enterprise verschlüsselt Dateien und Laufwerke transparent. Darüber hinaus können auch Bootlaufwerke verschlüsselt werden, so dass Entschlüsselungsfunktionalitäten wie Code, Verschlüsselungsalgorithmen und Verschlüsselungsschlüssel sehr früh in der
Bootphase verfügbar sein müssen. Folglich kann auf verschlüsselte Informationen nicht zugegriffen werden, wenn entscheidende SafeGuard Enterprise Module nicht verfügbar sind oder nicht funktionieren.
Die folgenden Abschnitte beschreiben mögliche Probleme und Recovery-Verfahren.
29.5.1 Daten-Recovery durch Booten von einem externen Medium
Dieser Recovery-Typ kann angewendet werden, wenn sich der Benutzer nicht mehr auf das verschlüsselte Volume zugreifen kann. In diesem Fall kann der Zugriff auf die verschlüsselten
Daten durch Booten des Computers über eine für SafeGuard Enterprise angepasste Windows
PE Recovery Disk wiederhergestellt werden.
Voraussetzungen:
■
Der Benutzer, der vom externen Medium bootet, muss dazu berechtigt sein. Das muss im
BIOS des Computers so konfiguriert sein.
■
Der Computer muss das Booten von anderen Medien außer von der fest eingebauten
Festplatte unterstützen.
256
Administratorhilfe
So erhalten Sie wieder Zugriff auf die verschlüsselten Daten auf dem Computer:
1. Fordern Sie beim technischen Support von Sophos die SafeGuard Enterprise Windows
PE Disk an.
Für den Helpdesk steht die Windows PE Recovery Disk mit den aktuellen SafeGuard
Enterprise Filter-Treibern auf der Sophos Support-Website zum Download zur Verfügung.
Weitere Informationen finden Sie unter http://www.sophos.com/de-de/support/knowledgebase/108805.aspx
.
2. Legen Sie die Windows PE Recovery Disk ein.
3. Starten Sie den Computer von der Recovery Disk und führen Sie ein Challenge/Response mit einem virtuellen Client durch. Weitere Informationen finden Sie unter
Challenge/Response mit virtuellen Clients
(Seite 245).
Der Zugriff auf die Daten, die auf dieser Partition gespeichert sind, ist wiederhergestellt.
Hinweis: Je nach verwendetem BIOS funktioniert das Booten von der Disk u. U. nicht.
29.5.2 Beschädigter MBR
Zur Problembehebung im Fall eines beschädigten MBR bietet SafeGuard Enterprise das Tool
BE_Restore.exe
.
Eine detaillierte Beschreibung zur Wiederherstellung eines beschädigten MBR finden Sie in der SafeGuard Enterprise Tools-Anleitung.
29.5.3 Beschädigter Kernel-Bootcode
Es kann auf eine Festplatte mit einem beschädigten Kernel-Bootcode zugegriffen werden.
Denn Schlüssel werden getrennt vom Kernel in der so genannten KSA (Key Storage Area) gespeichert. Durch die Trennung von Kernel und Schlüsseln können solche Laufwerke angeschlossen an einen anderen Computer entschlüsselt werden.
Dazu benötigt der Benutzer, der sich an dem anderen Computer anmeldet, einen Schlüssel der KSA der nicht bootbaren Partition in seinem Schlüsselring.
Im schlimmsten Fall ist die Partition nur mit dem Boot_Key des anderen Computers verschlüsselt. In diesem Fall muss der Haupt-Sicherheitsbeauftragte oder der
Recovery-Beauftragte dem Benutzer diesen Boot_Key zuweisen.
Weitere Informationen finden Sie unter "Slaven" einer Festplatte (Seite 259).
29.5.4 Volumes
SafeGuard Enterprise bietet die volume-basierende Verschlüsselung. Dies beinhaltet die
Speicherung von Verschlüsselungsinformationen bestehend aus Bootsektor, primärer bzw.
Backup-KSA und Originalbootsektor auf jedem Laufwerk selbst.
Wenn eine der folgenden Bedingungen zutrifft, besteht auf das jeweilige Volume kein Zugriff mehr:
■
Beide Key Storage Areas (KSA) sind zur gleichen Zeit beschädigt.
■
Der Original-MBR ist beschädigt.
257
SafeGuard Enterprise
29.5.4.1 Bootsektor
Der Bootsektor eines Volumes wird bei der Verschlüsselung gegen den SafeGuard Enterprise
Bootsektor ausgetauscht.
Der SafeGuard Enterprise Bootsektor enthält Informationen über
■ den Ort der primären und Backup-KSA in Clustern und Sektoren bezogen auf den Start der Partition
■ die Größe der KSA
Auch wenn der SafeGuard Enterprise Bootsektor zerstört ist, ist kein Zugriff auf verschlüsselte
Volumes möglich.
Das Tool
BE_Restore
kann den zerstörten Bootsektor wiederherstellen. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der SafeGuard Enterprise Tools-Anleitung.
29.5.4.2 Originaler Bootsektor
Beide KSAs enthalten den originalen Bootsektor. Das ist jener, der ausgeführt wird, nachdem der DEK (Data Encryption Key) entschlüsselt wurde und der Algorithmus und der Schlüssel in den BE Filtertreiber geladen wurden.
Ist dieser Bootsektor defekt, kann Windows nicht auf das Volume zugreifen. Normalerweise wird die bekannte Fehlermeldung „Gerät ist nicht formatiert. Möchten Sie es jetzt formatieren?
Ja/Nein“ angezeigt.
SafeGuard Enterprise wird den DEK für dieses Volume dennoch laden. Jedes Tool, das den
Bootsektor reparieren kann, soll dennoch laufen - vorausgesetzt, es passiert den SafeGuard
Enterprise Upper Volume Filter.
29.5.5 Windows Bootprobleme
SafeGuard Enterprise ist mit seinem kryptographischen Konzept der volume-spezifischen
Schlüssel (Bootsektor, Key Storage Area KSA) sehr flexibel.
Sie können ein beschädigtes System durch Booten eines Wiederherstellungsmediums von der SafeGuard Power-on Authentication aus (Windows PE mit dem SafeGuard Enterprise
Verschlüsselungs-Subsystem installiert) retten. Diese Medien haben einen transparenten
Ver-/Entschlüsselungszugriff auf mit SafeGuard Enterprise verschlüsselte Volumes. Der Grund für das nicht bootbare System kann von dort aus beseitigt werden.
29.5.5.1 Verschlüsselungs-Subsystem
Verschlüsselungs-Subsysteme sind z. B. BEFLT.sys Systeme. Führen Sie das unter Windows
Bootprobleme beschriebene Verfahren aus und reparieren Sie das System.
29.5.6 Setup WinPE für SafeGuard Enterprise
Um Zugriff auf verschlüsselte Laufwerke mit dem BOOTKEY eines Computers innerhalb einer
WinPE Umgebung zu erhalten, stellt SafeGuard Enterprise WinPE mit notwendigen SafeGuard
Enterprise Funktionsmodulen wie Treibern zur Verfügung. Um SetupWinPE zu starten, geben
Sie folgenden Befehl ein:
SetupWinPE -pe2 <WinPE Image-Datei>
258
Administratorhilfe
WinPE Image-Datei
ist dabei die vollständige Pfadangabe des I386 Verzeichnisses für eine WinPE-CD.
SetupWinPE führt alle erforderlichen Änderungen durch.
Hinweis: Über eine derartige WinPE-Umgebung kann nur auf verschlüsselte Laufwerke zugegriffen werden, die mit dem BOOTKEY verschlüsselt sind. Auf Laufwerke, die mit einem
Benutzerschlüssel verschlüsselt sind, kann nicht zugegriffen werden, da die Schlüssel in dieser Umgebung nicht verfügbar sind.
29.5.7 „Slaven“ einer Festplatte
SafeGuard Enterprise erlaubt das Slaven von verschlüsselten Volumes oder Festplatten. Es gestattet dem Endbenutzer, dem Windows-Administrator, dem SafeGuard Enterprise
Sicherheitsbeauftragten trotz sektorbasierter Verschlüsselung neue Volumes oder Festplatten anzuschließen oder zu entfernen.
Die Key Storage Area (KSA) eines Volumes enthält selbst alle notwendigen Informationen:
■
Den zufallsgenerierten DEK (Data Encryption Key)
■
Eine Identifikation für den Verschlüsselungsalgorithmus, mit dem das Volume verschlüsselt ist.
■
Die Liste von GUIDs der KEKs (Key Encryption Keys), die den DEK verschlüsseln und entschlüsseln können.
■
Das Volume selbst enthält seine Größe.
Auf ein mit SafeGuard Enterprise verschlüsseltes Volume kann von allen SafeGuard Enterprise
Endpoints zugegriffen werden, vorausgesetzt der Benutzer oder der Computer besitzt einen
KEK des KSA des Volumes im Schlüsselring.
Benutzer oder Computer müssen den durch den KEK verschlüsselten DEK entschlüsseln können.
Auf ein Volume, das mit einem verteilbaren KEK, wie einem OU-, Gruppen- oder
Domänenschlüssel verschlüsselt ist, kann von vielen Benutzern und Computern zugegriffen werden, da viele Benutzer/Computer einer Domäne diesen Schlüssel in ihrem Schlüsselring haben.
Jedoch kann auf ein Volume, das nur mit dem individuellen Bootschlüssel
(“Boot_machinename”) des durch SafeGuard Enterprise geschützten Endpoint verschlüsselt wird, nur von diesem Computer selbst zugegriffen werden.
Soll ein Volume nicht in seinem originalen Computer booten, kann es in einem anderen durch
SafeGuard Enterprise geschützten Endpoint „geslaved“ werden. Dann kann aber auf den korrekten Bootschlüssel nicht zugegriffen werden. Der Zugriff darauf muss möglich gemacht werden.
Immer wenn der Benutzer versucht, von einem anderen Computer auf das Volume zuzugreifen, ist dies möglich, weil jetzt erneut Übereinstimmung zwischen den KEKs im KSA und den
Schlüsselringen der anderen Benutzer oder Computer besteht.
29.5.7.1 Beispiel
Alice besitzt ihren individuellen Benutzerschlüssel. Immer, wenn sie sich an ihrem anderen
Computer anmeldet (“Laptop_Alice”), hat sie keinen Zugriff auf das Volume, das mit dem
Bootschlüssel des Computers “SGNCLT” verschlüsselt ist.
259
SafeGuard Enterprise
Der durch SafeGuard Enterprise geschützte Endpoint “SGMCLT” besitzt nur seinen eigenen
Bootschlüssel BOOT_SGMCLT.
Der Sicherheitsbeauftragte teilt Alice den Bootschlüssel “BOOT_SGNCLT” auf folgende Weise zu:
1. Auswahl des Benutzers Alice
2. Klick auf das „Fernglas“-Symbol in der SafeGuard Enterprise Symbolleiste. Das startet den Suchdialog, in dem auch Bootschlüssel angezeigt werden können.
3. Auswahl des Schlüssels “BOOT_SGMCLT”.
Jetzt verfügt Alice über zwei Schlüssel – „User_Alice“ und „BOOT_SGMCLT“. Das kann unter
Schlüssel und Zertifikate nachgeprüft werden.
Der Schlüssel “BOOT_SGMCLT” ist zweimal zugewiesen – zum Computer SGMCLT und zum Benutzer Alice.
Alice ist es nun möglich, auf das verschlüsselte Volume von jedem anderen SafeGuard
Enterprise Client zuzugreifen, auf dem sie sich anmelden kann.
Dann kann sie auf einfache Weise Tools, wie den Windows Explorer oder regedit.exe, verwenden, um die Ursache des Bootproblems zu beseitigen.
Wenn im schlimmsten Fall das Problem nicht gelöst werden kann, kann sie Daten auf ein anderes Laufwerk sichern, das Volume neu formatieren oder es ganz neu aufsetzen.
260
Administratorhilfe
30 Wiederherstellen einer beschädigten
SafeGuard Enterprise Installation
Eine beschädigte SafeGuard Management Center Installation kann auf einfache Art und
Weise wiederhergestellt werden, wenn die Datenbank noch intakt ist. In diesem Fall müssen
Sie nur das SafeGuard Management Center neu installieren und die vorhandene Datenbank sowie das gesicherte Sicherheitsbeauftragten-Zertifikat verwenden.
■
Das Unternehmenszertifikat und das Haupt-Sicherheitsbeauftragten-Zertifikat der betreffenden Datenbankkonfiguration müssen als .p12 Dateien exportiert worden sein.
Die Dateien müssen vorhanden und gültig sein.
■
Die Kennwörter für die .p12 Dateien sowie für den Zertifikatsspeicher müssen Ihnen bekannt sein.
So stellen Sie eine beschädigte SafeGuard Management Center Installation wieder her:
1. Installieren Sie das SafeGuard Management Center Installationspaket neu. Öffnen Sie das SafeGuard Management Center. Der Konfigurationsassistent wird automatisch geöffnet.
2. Wählen Sie unter Datenbankverbindung den relevanten Datenbankserver und konfigurieren Sie, falls erforderlich, die Verbindung zur Datenbank. Klicken Sie auf Weiter.
3. Aktivieren Sie unter Datenbankeinstellungen die Option Folgende bestehende
Datenbank verwenden und wählen Sie die Datenbank aus der Liste aus.
4. Führen Sie unter Daten des Sicherheitsbeauftragten einen der folgenden Schritte aus:
■
Wenn die gesicherte Zertifikatsdatei auf dem Computer gefunden wird, wird sie angezeigt. Geben Sie das Kennwort ein, das Sie zur Anmeldung an das SafeGuard
Management Center benutzen.
■
Wird die gesicherte Zertifikatsdatei nicht auf dem Computer gefunden, wählen Sie
Importieren. Suchen Sie nach der gesicherten Zertifikatsdatei und klicken Sie auf
Öffnen. Geben Sie das Kennwort für die Zertifikatsdatei ein. Klicken Sie auf Ja. Geben
Sie ein Kennwort für die Anmeldung am SafeGuard Management Center ein und bestätigen Sie es.
5. Klicken Sie auf Weiter und dann auf Fertig stellen, um die Konfiguration des SafeGuard
Management Center abzuschließen.
Die SafeGuard Management Center Installation ist wiederhergestellt.
261
SafeGuard Enterprise
31 Wiederherstellen einer beschädigten
Datenbankkonfiguration
Sie können eine beschädigte Datenbankkonfiguration wiederherstellen, indem Sie das
SafeGuard Management Center neu installieren und basierend auf den gesicherten
Zertifikatsdateien eine neue Instanz der Datenbank erstellen. Dadurch wird sichergestellt, dass alle vorhandenen SafeGuard Enterprise Endpoints Richtlinien von der neuen Installation annehmen.
■
Das Unternehmenszertifikat und das Haupt-Sicherheitsbeauftragten-Zertifikat der betreffenden Datenbankkonfiguration müssen als .p12 Dateien exportiert worden sein.
Die Dateien müssen vorhanden und gültig sein.
■
Die Kennwörter für die beiden .p12 Dateien sowie für den Zertifikatsspeicher müssen Ihnen bekannt sein.
Hinweis: Diese Art der Wiederherstellung ist nur dann zu empfehlen, wenn keine gültige
Sicherungskopie der Datenbank verfügbar ist. Alle Computer, die mit einem Backend verbunden sind, das auf diese Weise wiederhergestellt wurde, verlieren ihre
Benutzer-Computer Zuordnung. Dies führt zu einer vorübergehenden Deaktivierung der
SafeGuard Power-on Authentication. Challenge/Response-Mechanismen stehen erst dann wieder zur Verfügung, wenn der entsprechende Endpoint seine Schlüsselinformationen wieder erfolgreich übertragen hat.
So stellen Sie eine beschädigte Datenbankkonfiguration wieder her:
1. Installieren Sie das SafeGuard Management Center Installationspaket neu. Öffnen Sie das SafeGuard Management Center. Der Konfigurationsassistent wird automatisch geöffnet.
2. Wählen Sie unter Datenbank-Verbindung die Option Neue Datenbank erstellen.
Konfigurieren Sie unter Datenbankeinstellungen die Verbindung zur Datenbank. Klicken
Sie auf Weiter.
3. Wählen Sie unter Daten des Sicherheitsbeauftragten den relevanten
Haupt-Sicherheitsbeauftragten und klicken Sie auf Importieren.
4. Suchen Sie unter Importieren des Zertifikats die gesicherte Zertifikatsdatei. Geben Sie unter Schlüsseldatei das für diese Datei festgelegte Kennwort ein und bestätigen Sie es.
Klicken Sie auf OK.
5. Das Zertifikat des Haupt-Sicherheitsbeauftragten wird importiert. Klicken Sie auf Weiter.
6. Aktivieren Sie unter Unternehmenszertifikat die Option Über vorhandenes
Unternehmenszertifikat wiederherstellen. Klicken Sie auf Importieren, um die gesicherte
Zertifikatsdatei auszuwählen, die das gültige Unternehmenszertifikat enthält. Sie werden aufgefordert, das für den Zertifikatsspeicher definierte Kennwort einzugeben. Geben Sie das Kennwort ein und klicken Sie auf OK. Klicken Sie im Willkommen-Fenster auf Weiter.
Das Unternehmenszertifikat wird importiert.
7. Klicken Sie auf Weiter, dann auf Beenden.
Die Datenbankkonfiguration ist wiederhergestellt.
262
Administratorhilfe
32 Bestands- und Statusinformationen
SafeGuard Enterprise liest eine Fülle von Bestands- und Statusinformationen von den
Endpoints aus. Diese Informationen zeigen den aktuellen globalen Zustand der einzelnen
Computer. Im SafeGuard Management Center werden die Informationen im Bereich Benutzer
& Computer in der Registerkarte Bestand dargestellt.
Als Sicherheitsbeauftragter können Sie Bestands- und Statusinformationen einsehen, exportieren und drucken. So können Sie z. B. Compliance-Berichte erstellen, die die
Verschlüsselung von Endpoints nachweisen. Umfassende Sortier- und Filterfunktionen unterstützen Sie bei der Auswahl der relevanten Informationen.
Der Bestand liefert u. a. folgende Informationen zu den einzelnen Maschinen:
■
Erhaltene Richtlinien
■
■
Letzter Server-Kontakt
Verschlüsselungsstatus aller Medien
■
POA-Status und Typ
■
Installierte SafeGuard Enterprise Module
■
WOL-Status
■
Benutzerinformationen
32.1 Mac-Endpoints im Bestand
Der Bestand liefert Statusdaten für im SafeGuard Management Center verwaltete Macs.
Weitere Informationen finden Sie unter Bestands- und Statusinformationen für Macs (Seite
293)
32.2 Einsehen von Bestandsinformationen
1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Management Center auf Benutzer &
Computer.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster auf der linken Seite auf den jeweiligen Container
(Domäne, Arbeitsgruppe oder Computer).
3. Wechseln Sie im Aktionsbereich auf der rechten Seite in die Registerkarte Bestand.
(Seite 264)).
Hinweis: Wenn Sie einen einzelnen Computer wählen, stehen die Bestandsinformationen direkt nach dem Wechsel in die Registerkarte Bestand zur Verfügung. Der Bereich Filter ist hier nicht verfügbar.
5. Klicken Sie im Bereich Filter auf das Lupensymbol.
263
SafeGuard Enterprise
Die Bestands- und Statusinformationen werden in einer Übersichtstabelle für alle Maschinen des ausgewählten Containers angezeigt. Darüber hinaus stehen für die einzelnen Maschinen die Registerkarten Laufwerke, Benutzer und Merkmale zur Verfügung.
Durch Klicken auf die einzelnen Spalten-Header lassen sich die Bestands- und
Statusinformationen nach den jeweiligen Spalteninformationen sortieren. Darüber hinaus steht über das Kontextmenü der einzelnen Spalten eine Reihe von Funktionen für die
Sortierung, Gruppierung und Anpassung der angezeigten Anzeige zur Verfügung. Je nach
Ihren Zugriffsrechten werden die Informationen im Bestand in unterschiedlichen Farben angezeigt:
■
■
■
Informationen für Objekte, für die Sie das Recht Voller Zugriff haben, werden schwarz angezeigt.
Informationen für Objekte, für die Sie das Recht Schreibgeschützt haben, werden blau angezeigt.
Informationen für Objekte, für die Sie keine Zugriffsrechte haben, werden grau angezeigt.
32.3 Anzeigen ausgeblendeter Spalten
Einige Spalten sind in der Bestandsanzeige standardmäßig ausgeblendet.
1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste in die Spaltenkopfzeilenleiste der Bestandsanzeige.
2. Wählen Sie aus dem Kontextmenü den Befehl Laufende Spaltenanpassung.
Das Fenster Anpassung mit den ausgeblendeten Spalten wird angezeigt.
3. Ziehen Sie die gewünschte Spalte aus dem Fenster Anpassung in die
Spaltenkopfzeilenleiste.
Die Spalte wird in der Bestandsanzeige angezeigt. Um die Spalte wieder auszublenden, ziehen Sie sie zurück in das Fenster Anpassung.
32.4 Filtern von Bestandsinformationen
Für die Übersicht der Bestandsinformationen für OUs lassen sich Filter definieren, um die
Darstellung nach bestimmten Kriterien einzuschränken.
Im Filter-Bereich der Registerkarte Bestand stehen folgende Felder für die Definition von
Filtern zur Verfügung:
Feld Beschreibung
Computername
Um die Bestand- und Statusinformationen für bestimmte Computer anzeigen zu lassen, geben Sie in diesem Feld den Computernamen an.
Einschließlich Sub-Container
Aktivieren Sie dieses Feld, um Sub-Container in die Anzeige mit einzubeziehen.
Letzte Änderung anzeigen
Legen Sie in diesem Feld die Anzahl der anzuzeigenden letzten
Änderungen festlegen.
264
Administratorhilfe
Darüber hinaus können Sie mit dem Filter-Editor benutzerdefinierte Filter erstellen. Der
Filter-Editor lässt sich über das Kontextmenü der einzelnen Berichtsspalten aufrufen. Im
Fenster Filterdefinition können Sie eigene Filter definieren und auf die jeweilige Spalte anwenden.
32.5 Aktualisieren von Bestandsinformationen
Die Endpoints übertragen die jeweils aktuellen Bestandsinformationen, wenn sich die
Informationen geändert haben.
Über den Befehl Aktualisierung anfordern können Sie manuell eine Aktualisierung der
Bestandsinformationen anfordern. Dieser Befehl steht für einen einzelnen oder alle Computer eines Knotens über das Kontextmenü sowie über das Menü Aktionen in der SafeGuard
Management Center Menüleiste zur Verfügung. Darüber hinaus lässt sich der Befehl über das Kontextmenü der Listeneinträge auswählen.
Wenn Sie diesen Befehl auswählen oder auf das Symbol Aktualisierung anfordern in der
Symbolleiste klicken, übertragen die jeweiligen Endpoint-Computer ihre aktuellen
Bestandsinformationen.
Wie auch in anderen Bereichen des SafeGuard Management Center, können Sie die Anzeige mit dem Befehl Aktualisieren aktualisieren. Sie können diesen Befehl aus dem Kontextmenü für einzelne Computer oder alle Computer in einem Knoten auswählen. Der Befehl steht außerdem im Ansicht Menü in der Menüleiste zur Verfügung. Zur Aktualisierung der Ansicht können Sie auch das Doppelpfeilsymbol Aktualisieren in der Symbolleiste wählen.
32.6 Überblick
Die einzelnen Spalten der Übersicht zeigen folgende Informationen.
Hinweis: Einige Spalten sind standardmäßig ausgeblendet. Sie können diese in der Anzeige einblenden. Weitere Informationen finden Sie unter
Anzeigen ausgeblendeter Spalten
(Seite
264).
Spalte Erklärung
Computername
Domäne
Domäne Prä-2000
Benutzername (Besitzer)
Vorname
Nachname
Zeigt den Namen des Computers.
Zeigt den Domänennamen des Computers.
Zeigt den Domänennamen des Computers vor Windows 2000.
Zeigt den Benutzernamen des Besitzers des Computers, falls verfügbar.
Zeigt den Vornamen des Besitzers, falls verfügbar.
Zeigt den Nachnamen des Besitzers, falls verfügbar.
E-Mail-Adresse
Zeigt die E-Mail-Adresse des Besitzers, falls verfügbar.
Weitere registrierte Benutzer
Zeigt die Namen von weiteren registrierten Benutzern des Computers, falls verfügbar.
265
SafeGuard Enterprise
Spalte Erklärung
Betriebssystem
Letzter Server-Kontakt
Zeigt das Betriebssystem des Computers.
Zeigt an, wann (Datum und Uhrzeit) der Computer zuletzt mit dem
Server kommuniziert hat.
Zuletzt erhaltene Richtlinie
Zeigt an, wann (Datum und Uhrzeit) der Computer die letzte Richtlinie erhalten hat.
Verschlüsselte Laufwerke
Zeigt die verschlüsselten Laufwerke des Computers.
Unverschlüsselte Laufwerke
Zeigt die unverschlüsselten Laufwerke des Computers.
POA Typ
Gibt an, ob der Computer ein nativer SafeGuard Enterprise Endpoint, ein BitLocker Endpoint mit Challenge/Response, ein BitLocker Endpoint mit eingebautem Recovery-Mechanismus, ein FileVault 2 Endpoint oder ein Endpoint mit einer selbst-verschlüsselnden Opal-Festplatte ist.
POA
Gibt an, ob die SafeGuard Power-on Authentication für den Computer aktiviert ist.
Gibt an, ob Wake on LAN für den Computer aktiviert ist.
WOL
Änderungsdatum
Aktualisierung angefordert
Zeigt das Datum der letzten Aktualisierungsanforderung an. Der in diesem Feld angezeigte Wert wird bei der Verarbeitung der
Anforderung durch den Client wieder gelöscht.
Stamm-DSN
Zeigt das Datum, an dem sich die Bestandsinformationen durch
Anforderung einer Bestandsaktualisierung oder Übermittlung neuer
Bestandsinformationen vom Client geändert haben.
Aktuelles
Unternehmenszertifikat
Zeigt den Distinguished Name des dem Computer übergeordneten
Containerobjekts an. Diese Spalte wird nur dann angezeigt, wenn im
Filter-Bereich das Feld Einschließlich Sub-Container aktiviert wurde.
Gibt an, ob der Computer das aktuelle Unternehmenszertifikat verwendet.
32.7 Registerkarte Laufwerke
Die Registerkarte Laufwerke zeigt Bestands- und Statusinformationen zu den Laufwerken des jeweiligen Computers.
Spalte
Laufwerksname
Label
Erklärung
Zeigt den Laufwerksnamen an.
Zeigt das Label eines Mac-Laufwerks.
266
Administratorhilfe
Spalte
Typ
Status
Algorithmus
Erklärung
Zeigt den Laufwerkstyp an, z. B. Fest, Wechseldatenträger oder
CD-ROM/DVD.
Zeigt den Verschlüsselungsstatus eines Laufwerks an.
Hinweis: Wenn SafeGuard BitLocker Verwaltung auf einem
Endpoint installiert ist, kann Nicht vorbereitet als
Verschlüsselungsstatus eines Laufwerks angezeigt werden. Das bedeutet, dass das Laufwerk momentan nicht mit BitLocker verschlüsselt werden kann, weil notwendige Vorbereitungen noch nicht durchgeführt wurden. Das trifft nur auf verwaltetete
Endpoints zu, weil nicht verwaltetete Endpoints keine
Bestandsinformationen melden können.
Informationen zu den Voraussetzungen für die Verwaltung und
Verschlüsselung von BitLocker-Laufwerken finden Sie unter
Voraussetzungen für die Verwaltung von BitLocker auf Endpoints
(Seite 172).
Der Verschlüsselungsstatus eines nicht verwalteten Endpoints kann mit dem Kommandozeilen-Tool SGNState überprüft werden.
Detaillierte Informationen hierzu finden Sie in der SafeGuard
Enterprise Tools-Anleitung.
Zeigt für verschlüsselte Laufwerke den Algorithmus, der zur
Verschlüsselung benutzt wurde, an.
32.8 Registerkarte Benutzer
Die Registerkarte Benutzer zeigt Bestands- und Statusinformationen zu den Benutzern des
Computers.
Spalte
Benutzername
Distinguished Name
Benutzer ist Besitzer
Benutzer ist gesperrt
SGN Windows-Benutzer
Erklärung
Zeigt den Benutzernamen des Benutzers.
Zeigt den DNS-Namen für den Benutzer, zum Beispiel:
CN=Administrator,CN=Users,DC=domain,DC=mycompany,DC=net
Gibt an, ob der Benutzer als Besitzer des Computers definiert ist.
Gibt an, ob der Benutzer gesperrt ist.
Gibt an, ob es sich um einen SGN Windows-Benutzer handelt. Ein
SGN Windows-Benutzer wird nicht zur SafeGuard POA hinzugefügt, verfügt jedoch über einen Schlüsselring, mit dem er wie ein
SGN-Benutzer auf verschlüsselte Dateien zugreifen kann. Sie können die Registrierung von SGN Windows-Benutzern auf Endpoints über
Richtlinien des Typs Spezifische Computereinstellungen aktivieren.
267
SafeGuard Enterprise
32.9 Registerkarte Module
Die Registerkarte Module liefert eine Übersicht zu allen auf dem Computer installierten
SafeGuard Enterprise Modulen.
Spalte
Modulname
Version
Erklärung
Zeigt den Namen des installierten SafeGuard Enterprise Moduls.
Zeigt die Software-Version des installierten SafeGuard Enterprise
Moduls.
32.10 Registerkarte Unternehmenszertifikat
Die Registerkarte Unternehmenszertifikat zeigt die Eigenschaften des derzeit verwendeten
Unternehmenszertifikats und gibt an, ob ein neueres Unternehmenszertifikat verfügbar ist.
Spalte
Antragsteller
Seriennummer
Aussteller
Gültig ab
Gültig bis
Ein neueres
Unternehmenszertifikat ist verfügbar
Erklärung
Zeigt den Distinguished Name des Antragstellers des
Unternehmenszertifikats.
Zeigt die Seriennummer des Unternehmenszertifikats.
Zeigt den Distinguished Name des Ausstellers des
Unternehmenszertifikats.
Zeigt das Datum und die Uhrzeit, ab das Unternehmenszertifikat gültig wird.
Zeigt das Datum und die Uhrzeit, ab das Unternehmenszertifikat ungültig wird.
Gibt an, ob ein neueres Unternehmenszertifikat als das aktuelle des
Endpoints verfügbar ist.
32.11 Erstellen von Bestandsberichten
Als Sicherheitsbeauftragter können Sie Bestandsberichte in unterschiedlichen Formaten erstellen. So können Sie z. B. Compliance-Berichte erstellen, die die Verschlüsselung von
Endpoints nachweisen. Sie können die Berichte drucken oder in eine Datei exportieren.
268
Administratorhilfe
32.11.1 Drucken von Bestandsberichten
1. Klicken Sie in der SafeGuard Management Center Menüleiste auf Datei.
2. Sie können den Bericht sofort drucken oder zunächst eine Druckvorschau anzeigen lassen.
Die Druckvorschau bietet eine Reihe von Funktionen, z. B. für die Bearbeitung des
Seitenlayouts (Kopf- und Fußzeile usw.).
■
Um eine Druckvorschau anzuzeigen, wählen Sie Datei > Druckvorschau.
■
Um das Dokument sofort zu drucken, wählen Sie Datei > Drucken.
32.11.2 Export von Bestandsberichte in Dateien
1. Klicken Sie in der SafeGuard Management Center Menüleiste auf Datei.
2. Wählen Sie Drucken > Druckvorschau.
Die Bestandsbericht Druckvorschau wird angezeigt.
Die Druckvorschau bietet eine Reihe von Funktionen, z. B. für die Bearbeitung des
Seitenlayouts (Kopf- und Fußzeile usw.).
3. Klicken Sie in der Symbolleiste des Fensters Druckvorschau auf die Dropdownliste des
Symbols Dokument exportieren....
4. Wählen Sie den gewünschten Dateityp aus der Liste.
5. Geben Sie die gewünschten Exportoptionen an und klicken Sie auf OK.
Der Bestandsbericht wird in eine Datei des angegebenen Dateityps exportiert.
269
SafeGuard Enterprise
33 Berichte
Die Aufzeichnung sicherheitsrelevanter Vorfälle ist Voraussetzung für eine gründliche
Systemanalyse. Anhand der protokollierten Ereignisse können Vorgänge auf einer
Arbeitsstation bzw. innerhalb eines Netzwerks exakter nachvollzogen werden. Durch die
Protokollierung lassen sich zum Beispiel Schutzverletzungen unautorisierter Dritter nachweisen.
Dem Administrator bzw. Sicherheitsbeauftragten bietet die Protokollierung auch eine Hilfe, um irrtümlich verwehrte Benutzerrechte ausfindig zu machen und zu korrigieren.
SafeGuard Enterprise protokolliert alle Aktivitäten und Statusinformationen der Endpoints sowie Administratoraktionen und sicherheitsrelevante Ereignisse und speichert diese zentral.
Die Protokollierung zeichnet Ereignisse auf, die installierte SafeGuard Produkte auslösen.
Die Art des Protokolls wird in Richtlinien vom Typ Protokollierung definiert. Hier legen Sie auch den fest, wo die protokollierten Ereignisse ausgegeben und gespeichert werden sollen: in der Windows-Ereignisanzeige des Endpoint oder in der SafeGuard Enterprise Datenbank.
Als Sicherheitsbeauftragter mit den entsprechenden Rechten können Sie die im SafeGuard
Management Center angezeigten Statusinformationen und Protokollberichte einsehen, ausdrucken und archivieren. Umfassende Sortier- und Filterfunktionen unterstützen Sie im
SafeGuard Management Center bei der Auswahl relevanter Ereignisse aus den verfügbaren
Informationen.
Auch eine automatisierte Auswertung der Log-Datenbank, zum Beispiel über Crystal Reports oder Microsoft System Center Operations Manager, ist möglich. Die Protokolleinträge werden von SafeGuard Enterprise sowohl auf Client- als auch auf Server-Seite durch Signatur gegen unbefugte Manipulation geschützt.
Gemäß der Protokollierungsrichtlinie können Ereignisse aus den folgenden Kategorien protokolliert werden:
■
Authentisierung
■
Administration
■
System
■
Verschlüsselung
■
Client
■
Zugriffskontrolle
■
Für SafeGuard Data Exchange lässt sich der Dateizugriff auf Wechselmedien durch
Protokollierung der relevanten Ereignisse verfolgen. Weitere Informationen zu diesem
Berichtstyp finden Sie unter Datei-Tracking-Bericht für Wechselmedien und Cloud-Speicher
(Seite 275).
■
Für SafeGuard Cloud Storage lässt sich der Zugriff auf Dateien in Ihrem Cloud-Speicher durch Protokollierung der relevanten Ereignisse verfolgen. Weitere Informationen zu diesem
Berichtstyp finden Sie unter Datei-Tracking-Bericht für Wechselmedien und Cloud-Speicher
(Seite 275).
270
Administratorhilfe
33.1 Anwendungsgebiete
Die SafeGuard Enterprise Protokollierung von Ereignissen ist eine benutzerfreundliche und umfassende Lösung zum Aufzeichnen und Auswerten von Ereignissen. Die folgenden Beispiele zeigen einige typische Anwendungsszenarien für SafeGuard Enterprise Berichte.
33.1.1 Zentrale Überwachung von Endpoints im Netzwerk
Der Sicherheitsbeauftragte will regelmäßig über kritische Ereignisse (zum Beispiel Zugriff auf
Dateien, für die ein Benutzer keine Berechtigung hat, oder eine Reihe von fehlgeschlagenen
Anmeldeversuchen innerhalb eines bestimmten Zeitraums) informiert werden. Über eine
Protokollierungsrichtlinie lässt sich die Protokollierung so konfigurieren, dass alle auf den relevanten Endpoints auftretenden sicherheitskritischen Ereignisse in einer lokalen
Protokolldatei protokolliert. Nach Erreichen einer festgelegten Anzahl an Ereignissen wird die
Protokolldatei über den SafeGuard Enterprise Server in die SafeGuard Enterprise Datenbank
übertragen. In der Ereignisanzeige des SafeGuard Management Centers kann der
Sicherheitsbeauftragte die Ereignisse abrufen, einsehen und analysieren. Somit lassen sich die Vorgänge auf den verschiedenen Endpoints kontrollieren, ohne dass Mitarbeiter Einfluss auf die Aufzeichnungen nehmen können.
33.1.2 Überwachen mobiler Benutzer
Mobile Benutzer sind in der Regel nicht ständig mit dem Unternehmensnetzwerk verbunden.
Ein Außendienstmitarbeiter nimmt zum Beispiel für einen Termin sein Notebook vom Netz.
Sobald er sich wieder am Netzwerk anmeldet, werden die während der Offline-Zeit protokollierten SafeGuard Enterprise Ereignisse übertragen. Die Protokollierung liefert somit einen genauen Überblick über die Benutzeraktivitäten während der betreffende Computer nicht an das Netzwerk angeschlossen war.
33.2 Voraussetzung
Ereignisse werden durch den SafeGuard Server verarbeitet. Wenn Sie auf Computern, auf denen kein SafeGuard Enterprise-Client installiert ist (SafeGuard Management
Center-Computer oder der SafeGuard Enterprise Server selbst), Berichte aktivieren, müssen
Sie sicherstellen, dass Ereignisse an den SafeGuard Enterprise Server gesendet werden.
Sie müssen daher ein Client-Konfigurationspaket auf dem Computer installieren. Dadurch wird der Computer beim SafeGuard Enterprise Server als Client aktiviert und die Windows oder SafeGuard Enterprise Protokollierungsfunktionalität kann genutzt werden.
Weitere Informationen zu Client-Konfigurationspaketen finden Sie unter
Konfigurationspaketen arbeiten
(Seite 100).
33.3 Ziel für protokollierte Ereignisse
Ziel der protokollierten Ereignisse kann die Windows-Ereignisanzeige oder die SafeGuard
Enterprise Datenbank sein. In das jeweilige Ziel schreibt die Protokollierung nur Ereignisse, die mit einem SafeGuard-Produkt verknüpft sind.
Die Ausgabeziele für zu protokollierende Ereignisse werden in der Protokollierungsrichtlinie festgelegt.
271
SafeGuard Enterprise
33.3.1 Windows-Ereignisanzeige
Ereignisse, für die Sie in der Protokollierungsrichtlinie die Windows-Ereignisanzeige als Ziel festlegen, werden in der Windows-Ereignisanzeige abgelegt. Über die
Windows-Ereignisanzeige lassen sich Protokolle für System-, Sicherheits- und
Anwendungs-Ereignisse anzeigen und verwalten. Sie können diese Ereignisprotokolle auch speichern. Für diese Vorgänge benötigen Sie einen Administrator-Account für den jeweiligen
Endpoint. In der Ereignisanzeige wird jeweils ein Fehlercode, kein beschreibender Text des
Ereignisses, angezeigt.
Hinweis: Eine Voraussetzung, um SafeGuard Enterprise Events in der Windows
Ereignisanzeige sehen zu können, ist, dass ein Client config.msi am Endpoint installiert ist.
Hinweis: Dieses Kapitel beschreibt das Einsehen sowie die Verwaltung und Analyse der
Ereignisprotokolle im SafeGuard Management Center. Weitere Informationen zur
Windows-Ereignisanzeige finden Sie in Ihrer Microsoft-Dokumentation.
33.3.2 SafeGuard Enterprise Datenbank
Ereignisse, für die Sie in der Protokollierungsrichtlinie die SafeGuard Enterprise Datenbank als Ziel festlegen, werden in lokalen Protokolldateien im Local Cache des jeweiligen Endpoint im Verzeichnis auditing\SGMTranslog gesammelt. Diese Dateien werden an den
Transportmechanismus übergeben, der sie dann über den SafeGuard Enterprise Server in die Datenbank einträgt. Die Übergabe erfolgt standardmäßig immer dann, wenn der
Transportmechanismus erfolgreich eine Verbindung zum Server aufbauen konnte. Um die
Größe einer Protokolldatei einzuschränken, können Sie in einer Richtlinie des Typs Allgemeine
Einstellungen eine maximale Anzahl an Protokolleinträgen definieren. Die Protokolldatei wird dann vom Protokollsystem nach Erreichen der festgelegten Anzahl an Einträgen in die
Transportqueue des SafeGuard Enterprise Servers gestellt. Die in der zentralen Datenbank protokollierten Ereignisse lassen sich in der SafeGuard Enterprise Ereignisanzeige oder in der Datei-Tracking-Anzeige abrufen. Für das Einsehen, Analysieren und Verwalten der in der Datenbank protokollierten Ereignisse benötigen Sie als Sicherheitsbeauftragter die relevanten Berechtigungen.
33.4 Konfigurieren von Einstellungen für die
Protokollierung
Die Definition von Berichten erfolgt über zwei Richtlinien:
■
Richtlinie des Typs Allgemeine Einstellungen
In einer Richtlinie des Typs Allgemeine Einstellungen können Sie die Anzahl an protokollierten Ereignissen angeben, nach deren Erreichen die Protokolldatei mit den für die zentrale Datenbank bestimmten Ereignissen an die SafeGuard Enterprise Datenbank
übermittelt werden soll. Dadurch wird die Größe der einzelnen zu übertragenden
Protokolldateien begrenzt. Diese Einstellung ist optional.
■
Richtlinie des Typs Protokollierung
Die zu protokollierenden Ereignisse werden in der Protokollierungsrichtlinie definiert. Hier legen Sie als Sicherheitsbeauftragter mit den relevanten Berechtigungen fest, welche
Ereignisse an welchem Ausgabeort protokolliert werden.
272
Administratorhilfe
33.4.1 Festlegen der Anzahl an Ereignissen für Rückmeldung
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Richtlinien.
2. Legen Sie eine neue Richtlinie des Typs Allgemeine Einstellung an oder wählen Sie eine bereits bestehende Richtlinie aus.
3. Legen Sie im Feld Rückmeldung nach Anzahl von Ereignissen unter Protokollierung die maximale Anzahl an Ereignissen pro Protokolldatei fest
4. Speichern Sie Ihre Einstellungen.
Nach dem Zuweisen der Richtlinie gilt die angegebene Anzahl an Ereignissen.
33.4.2 Auswahl von Ereignissen
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Richtlinien.
2. Legen Sie eine neue Richtlinie des Typs Protokollierung an oder wählen Sie eine bereits bestehende Richtlinie aus.
Im rechten Aktionsbereich unter Protokollierung werden die vordefinierten Ereignisse, die protokolliert werden können, angezeigt. Standardmäßig werden Ereignisse nach Ebene gruppiert, zum Beispiel Warnung oder Fehler. Sie können die Gruppierung jedoch ändern.
Ein Klick auf die Spaltenüberschrift sortiert die Ereignisse nach ID, Kategorie usw.
3. Um festzulegen, dass ein Ereignis in der SafeGuard Enterprise Datenbank protokolliert werden soll, wählen Sie das Ereignis in der Spalte mit dem Datenbanksymbol Ereignisse
in der Datenbank protokollieren durch Klicken mit der Maus aus. Für Ereignisse, die in der Windows-Ereignisanzeige protokolliert werden sollen, klicken Sie in der Spalte mit dem Ereignisprotokollsymbol Im Ereignisprotokoll protokollieren.
Durch wiederholtes Klicken lässt sich die Markierung wieder aufheben oder auf null setzen.
Für Ereignisse, für die Sie keine Einstellung festlegen, gelten die vordefinierten
Standardwerte.
4. Bei den für die Protokollierung ausgewählten Ereignissen wird in der betreffenden Spalte ein grünes Häkchen angezeigt. Speichern Sie Ihre Einstellungen.
Nach der Zuweisung der Richtlinie werden die ausgewählten Ereignisse am festgelegten
Ausgabeziel protokolliert.
Hinweis: Eine Auflistung aller für die Protokollierung auswählbaren Ereignisse finden Sie unter
Für Berichte auswählbare Ereignisse (Seite 298).
33.5 Einsehen von protokollierten Ereignissen
Wenn Sie als Sicherheitsbeauftragter über die entsprechenden Berechtigungen verfügen, können Sie die in der zentralen Datenbank protokollierten Ereignisse in der SafeGuard
Management Center Ereignisanzeige einsehen.
So rufen Sie in der zentralen Datenbank protokollierte Ereignisse ab:
1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Management Center auf die Schaltfläche
Berichte.
2. Markieren Sie im Berichte Navigationsbereich den Eintrag Ereignisanzeige.
3. Klicken Sie im rechten Fensterbereich Ereignisanzeige auf das Lupensymbol.
Alle in der zentralen Datenbank protokollierten Ereignisse werden in der Ereignisanzeige angezeigt.
273
SafeGuard Enterprise
Die einzelnen Spalten zeigen folgende Informationen zu den protokollierten Ereignissen:
Spalte
ID
Ereignis
Kategorie
Anwendung
Computer
Computerdomäne
Benutzer
Benutzerdomäne
Zeitpunkt der Protokollierung
Beschreibung
Zeigt eine Nummer zur Identifizierung des Ereignisses.
Zeigt den Ereignistext, d.h. eine Beschreibung des Ereignisses.
Zeigt die Klassifizierung des Ereignisses durch die Quelle, z.
B.:Verschlüsselung, Anmeldung, System.
Zeigt den Bereich der Software, der das Ereignis übermittelt hat, z. B. SGMAuth, SGBaseENc, SGMAS.
Zeigt den Namen des Computers, auf dem das protokollierte
Ereignis aufgetreten ist.
Zeigt die Domäne des Computers, auf dem das protokollierte
Ereignis aufgetreten ist.
Zeigt den Benutzer, der beim Auftreten des Ereignisses angemeldet war.
Zeigt die Domäne des Benutzers, der beim Auftreten des
Ereignisses angemeldet war.
Zeigt Systemdatum und Systemuhrzeit der Protokollierung des Ereignisses auf dem Endpoint.
Durch Klicken auf den Spalten-Header lässt sich die Ereignisanzeige nach Ebene, Kategorie usw. sortieren.
Darüber hinaus steht über das Kontextmenü der einzelnen Spalten eine Reihe von Funktionen für die Sortierung, Gruppierung und Anpassung der Ereignisanzeige zur Verfügung.
Wenn Sie auf einen Eintrag in der Ereignisanzeige doppelklicken, werden Details zum protokollierten Ereignis angezeigt.
33.5.1 Filtern der SafeGuard Enterprise Ereignisanzeige
Das SafeGuard Management Center bietet umfassende Filterfunktionen. Mit diesen Funktionen können Sie die jeweils relevanten Ereignisse schnell aus Fülle der in der Ereignisanzeige dargestellten Informationen ermitteln.
Im Filter-Bereich der Ereignisanzeige stehen folgende Felder für die Definition von Filtern zur Verfügung:
274
Administratorhilfe
Feld
Kategorien
Fehlerstufe
Zeige letzte
Beschreibung
Unter Anwendung dieses Felds lässt sich die Ereignisanzeige nach den in der Spalte Kategorie angegebenen Klassifizierungen durch die Quelle (zum Beispiel Verschlüsselung, Anmeldung,
System) filtern. Wählen Sie hierzu die gewünschten Kategorien in der Dropdownliste des Felds aus.
Unter Anwendung dieses Felds lässt sich die Ereignisanzeige nach den in der Spalte Ebene angegebenen
Windows-Ereignisklassifizierungen (z. B. Warnung, Fehler) filtern.
Wählen Sie hierzu die gewünschten Ebenen in der Dropdownliste des Felds aus.
In diesem Feld können Sie die Anzahl der anzuzeigenden
Ereignisse festlegen. Es werden jeweils die zuletzt protokollierten
Ereignisse (standardmäßig die 100 letzten Ereignisse) angezeigt.
Darüber hinaus können Sie mit dem Filter-Editor benutzerdefinierte Filter erstellen. Der
Filter-Editor lässt sich über das Kontextmenü der einzelnen Berichtsspalten aufrufen. Im
Fenster Filterdefinition können Sie eigene Filter definieren und auf die jeweilige Spalte anwenden.
33.6 Datei-Tracking-Bericht für Wechselmedien und
Cloud-Speicher
Bei SafeGuard Data Exchange und SafeGuard Cloud Storage lässt sich der Zugriff auf
Dateien auf Wechselmedien oder in Ihrem Cloud-Speicher protokollieren. Unabhängig davon, ob eine Verschlüsselungsrichtlinie für Dateien auf Wechselmedien oder Cloud-Speicher gilt, lassen sich Ereignisse für folgende Aktionen protokollieren:
■
■
Auf einem Wechselmedium oder im Cloud-Speicher wird eine Datei oder ein Verzeichnis angelegt.
Auf einem Wechselmedium oder im Cloud-Speicher wird eine Datei oder ein Verzeichnis umbenannt.
■
Auf einem Wechselmedium oder im Cloud-Speicher wird eine Datei oder ein Verzeichnis gelöscht.
Sie können die Events für den Dateizugriff in der Windows Ereignisanzeige oder in der
SafeGuard Enterprise Datei-Tracking-Anzeige einsehen, je nachdem, welches Ziel Sie bei der Definition der Protokollierungsrichtlinie angeben.
33.6.1 Konfigurieren von Datei-Tracking
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Richtlinien.
2. Legen Sie eine neue Richtlinie des Typs Protokollierung an oder wählen Sie eine bereits bestehende Richtlinie aus.
Im rechten Aktionsbereich unter Protokollierung werden die vordefinierten Ereignisse, die protokolliert werden können, angezeigt. Ein Klick auf die Spaltenüberschrift sortiert die
Ereignisse nach ID, Kategorie usw.
275
SafeGuard Enterprise
3. Um die Protokollierung des Dateizugriffs zu aktivieren, wählen Sie je nach Anforderung die folgenden Ereignisse:
■
Für Dateien, die auf Wechselmedien gespeichert sind:
■
ID 3020 Datei-Tracking für Wechselmedien: Eine Datei wurde erstellt.
■
ID 3021 Datei-Tracking für Wechselmedien: Eine Datei wurde umbenannt.
■
ID 3022 Datei-Tracking für Wechselmedien: Eine Datei wurde gelöscht.
■
Für Dateien, die im Cloud-Speicher gespeichert sind:
■
ID 3025 Datei-Tracking für Cloud-Speicher: Eine Datei wurde erstellt.
■
ID 3026 Datei-Tracking für Cloud-Speicher: Eine Datei wurde umbenannt.
■
ID 3027 Datei-Tracking für Cloud-Speicher: Eine Datei wurde gelöscht.
Um festzulegen, dass ein Ereignis in der SafeGuard Enterprise Datenbank protokolliert werden soll, wählen Sie das Ereignis in der Spalte mit dem Datenbanksymbol Ereignisse
in der Datenbank protokollieren durch Klicken mit der Maus aus. Für Ereignisse, die in der Windows-Ereignisanzeige protokolliert werden sollen, klicken Sie in der Spalte mit dem Ereignisprotokollsymbol Im Ereignisprotokoll protokollieren.
Bei den für die Protokollierung ausgewählten Ereignissen wird in der betreffenden Spalte ein grünes Häkchen angezeigt.
4. Speichern Sie Ihre Einstellungen.
Nach dem Zuweisen der Richtlinie ist Datei-Tracking aktiviert und die ausgewählten Ereignisse werden am ausgewählten Zielort protokolliert.
Hinweis: Beachten Sie, dass sich durch das Aktivieren von Datei-Tracking die Serverlast erheblich erhöht.
33.6.2 Einsehen von Datei-Tracking-Ereignissen
Um Datei-Tracking-Protokolle einzusehen, benötigen Sie das Recht
Datei-Tracking-Ereignisse anzeigen.
1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Management Center auf die Schaltfläche
Berichte.
2. Markieren Sie im Berichte Navigationsbereich den Eintrag Datei-Tracking-Anzeige.
3. Klicken Sie im Aktionsbereich der Datei-Tracking-Anzeige auf der rechten Seite auf das
Lupensymbol.
Alle in der zentralen Datenbank protokollierten Ereignisse werden in der
Datei-Tracking-Anzeige angezeigt. Die Ansicht ist mit der Ansicht der Ereignisanzeige
identisch. Weitere Informationen finden Sie unter Einsehen von protokollierten Ereignissen
(Seite 273).
276
Administratorhilfe
33.7 Drucken von Berichten
Die in der SafeGuard Management Center Ereignisanzeige oder in der
Datei-Tracking-Anzeige angezeigten Ereignisberichte lassen sich über das Datei Menü in der Menüleiste des SafeGuard Management Center drucken.
■
■
Um vor dem Drucken eine Druckvorschau zu erstellen, wählen Sie Datei > Druckvorschau.
In der Druckvorschau stehen verschiedene Funktionen, zum Beispiel für den Export des
Dokuments in eine Reihe von Ausgabeformaten (zum Beispiel .PDF) oder die Bearbeitung des Seitenlayouts (zum Beispiel Kopf- und Fußzeile), zur Verfügung.
Um das Dokument sofort zu drucken, wählen Sie Datei > Drucken.
33.8 Verkettung von protokollierten Ereignissen
Die für die zentrale Datenbank bestimmten Ereignisse werden in der EVENT-Tabelle der
SafeGuard Enterprise Datenbank protokolliert. Auf diese Tabelle kann ein spezieller
Integritätsschutz angewendet werden. Die Ereignisse lassen sich als verkettete Liste in der
EVENT-Tabelle protokollieren. Durch die Verkettung ist ein Eintrag in der Liste jeweils von seinem Vorgängereintrag abhängig. Wird ein Eintrag aus der Liste entfernt, so ist dies sichtbar und über eine Integritätsprüfung nachweisbar.
Zur Optimierung der Performance ist die Verkettung der Ereignisse in der EVENT-Tabelle standardmäßig deaktiviert. Sie können zur Überprüfung der Integrität der protokollierten
Ereignisse die Verkettung aktivieren (siehe Überprüfen der Integrität der protokollierten
Hinweis: Wenn die Verkettung von protokollierten Ereignissen deaktiviert ist, gilt kein spezieller
Integritätsschutz für die EVENT-Tabelle.
Hinweis: Zu viele Events können zu Performanceproblemen führen. Weitere Informationen
über die Vermeidung von Performanceproblemen durch Löschen von Ereignissen finden Sie unter
Regelmäßige Säuberung der EVENT-Tabelle über Skript
(Seite 279).
33.8.1 Aktivieren der Verkettung protokollierter Ereignisse
1. Stoppen Sie den Webservice SGNSRV auf dem Web Server.
2. Löschen Sie alle Ereignisse aus der Datenbank und erstellen Sie während des
Löschvorgangs eine Sicherungskopie (siehe Löschen ausgewählter oder aller Ereignisse
(Seite 278)).
Hinweis: Wenn Sie die alten Ereignisse nicht aus der Datenbank löschen, funktioniert die Verkettung nicht, da für die verbleibenden alten Ereignisse die Verkettung nicht aktiviert war.
3. Setzen Sie folgenden Registry Key auf 0 oder löschen Sie ihn:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Utimaco\SafeGuard Enterprise DWORD:
DisableLogEventChaining = 0
4. Starten Sie den Webservice neu.
Die Verkettung ist wieder aktiviert.
Hinweis: Um die Verkettung wieder zu deaktivieren, setzen Sie den Registry Key auf 1.
277
SafeGuard Enterprise
33.9 Prüfen der Integrität protokollierter Ereignisse
Voraussetzung: Für die Überprüfung der Integrität von protokollierten Ereignissen muss die
Verkettung der Ereignisse in der EVENT-Tabelle aktiviert sein.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Berichte.
2. Wählen Sie in der SafeGuard Management Center Menüleiste Aktionen > Integrität
prüfen.
Eine Meldung liefert die Informationen zur Integrität der protokollierten Ereignisse.
Hinweis: Ist die Verkettung von Ereignissen deaktiviert, so wird ein Fehler ausgegeben.
33.10 Löschen ausgewählter oder aller Ereignisse
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Berichte.
2. Markieren Sie in der Ereignisanzeige die Ereignisse, die gelöscht werden sollen.
3. Um ausgewählte Ereignisse zu löschen, wählen Sie in der SafeGuard Management Center
Menüleiste Aktionen > Ereignisse löschen oder klicken Sie in der Symbolleiste auf das
Symbol Ausgewählte Ereignisse löschen. Um alle Ereignisse zu löschen, wählen Sie in der SafeGuard Management Center Menüleiste Aktionen > Alle Ereignisse löschen oder klicken Sie in der Symbolleiste auf das Symbol Alle Ereignisse löschen.
4. Vor dem Löschen der ausgewählten Ereignisse wird das Fenster Ereignisse sichern als
zum Erstellen einer Sicherungsdatei angezeigt (siehe Erstellen einer Sicherungsdatei
(Seite 278)).
Die ausgewählten Ereignisse werden aus dem Ereignisprotokoll gelöscht.
33.11 Erstellen einer Sicherungsdatei
Sicherungsdateien von den in der Ereignisanzeige angezeigten Berichten lassen sich im
Rahmen des Löschvorgangs erstellen.
1. Wenn Sie Aktionen > Ereignisse löschen oder Aktionen > Alle Ereignisse löschen wählen, wird vor dem Löschen der Ereignisse das Fenster Ereignisse sichern als zur
Erstellung einer Sicherungsdatei angezeigt.
2. Um eine Sicherung des Ereignisprotokolls in Form einer XML-Datei zu erstellen, geben
Sie einen Dateinamen und einen Speicherort an und klicken Sie auf OK.
33.12 Öffnen einer Sicherungsdatei
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Berichte.
2. Wählen Sie in der SafeGuard Management Center Menüleiste Aktionen > Sicherungsdatei
öffnen.
Das Fenster Sicherung öffnen wird angezeigt.
3. Wählen Sie die zu öffnende Sicherungsdatei aus und klicken Sie auf Öffnen.
Die Sicherungsdatei wird geöffnet und die Ereignisse werden in der Ereignisanzeige angezeigt. Um wieder zur regulären Ansicht der Ereignisanzeige zurückzukehren, klicken
Sie erneut auf das Symbol Sicherungsdatei öffnen in der Symbolleiste.
278
Administratorhilfe
33.13 Regelmäßige Säuberung der EVENT-Tabelle über
Skript
Hinweis: Das SafeGuard Management Center bietet den Taskplaner für das Erstellen und
Planen von auf Skripten basierenden Tasks, die in regelmäßigen Abständen ausgeführt werden. Auf dem SafeGuard Enterprise Server startet ein Service die Tasks automatisch zur
Ausführung der angegebenen Skripte.
Für die automatische und effiziente Säuberung der EVENT-Tabelle stehen im \tools Verzeichnis
Ihrer SafeGuard Enterprise Software-Lieferung vier SQL Skripte zur Verfügung:
■
spShrinkEventTable_install.sql
■
ScheduledShrinkEventTable_install.sql
■
spShrinkEventTable_uninstall.sql
■
ScheduledShrinkEventTable_uninstall.sql
Die beiden Skripte
spShrinkEventTable_install.sql
und
ScheduledShrinkEventTable_install.sql
installieren eine gespeicherte Prozedur sowie den Scheduled Job auf dem Datenbank-Server. Der Scheduled Job führt die gespeicherte Prozedur in festgelegten, regelmäßigen Abständen aus. Die gespeicherte
Prozedur verschiebt Ereignisse aus der EVENT-Tabelle in die Backup-Log-Tabelle
EVENT_BACKUP. Dabei wird eine definierte Anzahl an neuesten Ereignissen in der
EVENT-Tabelle belassen.
Die beiden Skripte
spShrinkEventTable_uninstall.sql
und
ScheduledShrinkEventTable_uninstall.sql
deinstallieren die gespeicherte Prozedur sowie den Scheduled Job. Diese beiden Skripte löschen auch die EVENT_BACKUP Tabelle.
Hinweis: Wenn Sie die Ereignisse über die gespeicherte Prozedur aus der EVENT-Tabelle in die Backup-Log-Tabelle verschieben, findet die Verkettung der Protokollierung keine
Anwendung mehr. Es ist nicht sinnvoll, die Verkettung zu aktivieren und gleichzeitig die gespeicherte Prozedur zur Säuberung der EVENT-Tabelle einzusetzen. Weitere Informationen finden Sie unter
Verkettung von protokollierten Ereignissen
(Seite 277).
33.13.1 Erstellen der gespeicherten Prozedur
Das Skript
spShrinkEventTable_install.sql
erstellt eine gespeicherte Prozedur, die
Daten aus der EVENT-Tabelle in eine Backup-Log-Tabelle mit dem Namen EVENT_BACKUP verschiebt. Wenn die Tabelle EVENT_BACKUP noch nicht vorhanden ist, wird sie automatisch erstellt.
Die erste Zeile lautet „USE SafeGuard“. Wenn Sie für Ihre SafeGuard Enterprise Datenbank einen anderen Namen als „SafeGuard“ verwendet haben, ändern Sie den Namen hier entsprechend.
Die gespeicherte Prozedur belässt die
<n>
neuesten Ereignisse in der EVENT-Tabelle und verschiebt den Rest in die Tabelle EVENT_BACKUP. Die Anzahl an Ereignissen, die in der
EVENT-Tabelle verbleiben sollen, wird über einen Parameter festgelegt.
Um die gespeicherte Prozedur auszuführen, verwenden Sie folgenden Befehl in SQL Server
Management Studio (New Query):
exec spShrinkEventTable 1000
279
SafeGuard Enterprise
Bei Verwendung dieses Beispielbefehls werden alle Ereignisse außer den neuesten 1000 verschoben.
33.13.2 Anlegen eines Scheduled Job für die Ausführung der gespeicherten
Prozedur
Um die EVENT-Tabelle in regelmäßigen Abständen automatisch zu säubern, können Sie einen Job am SQL Server anlegen. Dieser Job kann über das Skript
ScheduledShrinkEventTable_install.sql
oder über den SQL Enterprise Manager erstellt werden.
Hinweis: Der Job funktioniert nicht bei SQL Express Datenbanken. Damit der Job ausgeführt werden kann, muss der SQL Server Agent laufen. Da bei SQL Server Express Installation kein SQL Server Agent vorhanden ist, werden Jobs hier nicht unterstützt.
■
Der Skript-Teil muss in der msdb ausgeführt werden. Wenn Sie für Ihre SafeGuard
Enterprise Datenbank einen anderen Namen als SafeGuard ausgewählt haben, ändern
Sie den Namen entsprechend.
/* Default: Database name 'SafeGuard' change if required*/
SELECT @SafeGuardDataBase='SafeGuard'
■
Sie können auch die Anzahl an Ereignissen festlegen, die in der EVENT-Tabelle verbleiben sollen. Die Standardeinstellung ist 100.000.
/* Default: keep the latest 100000 events, change if required*/
SELECT @ShrinkCommand='exec spShrinkEventTable 100000'
■
Sie können festlegen, ob die Ausführung des Jobs im NT Event Log protokolliert werden soll.
exec sp_add_job
@job_name='AutoShrinkEventTable',
@enabled=1,
@notify_level_eventlog=3
Für den Parameter
notify_level_eventlog
sind folgende Werte verfügbar:
Wert
3
2
1
0
Ergebnis
Jede Ausführung des Jobs protokollieren.
Fehlschlagen des Jobs protokollieren.
Erfolgreiche Ausführung des Jobs protokollieren.
Ausführung des Jobs nicht im NT Event Log protokollieren.
■
Sie können festlegen, wie oft die Ausführung des Jobs im Fall eines Fehlschlags wiederholt werden soll.
280
Administratorhilfe
exec sp_add_jobstep
■
@retry_attempts=3
Dieses Beispiel legt 3 Versuche für die Ausführung des Jobs im Fall eines Fehlschlags fest.
■
@retry_interval=60
Dieses Beispiel legt fest, dass die Ausführung des Jobs in einem Abstand von 60
Minuten wiederholt werden soll.
■
Sie können einen Zeitplan für die Ausführung des Jobs festlegen.
exec sp_add_jobschedule
■
@freq_type=4
Dieses Beispiel legt fest, dass der Job täglich ausgeführt wird.
■
@freq_interval=1
Dieses Beispiel legt fest, dass der Job einmal pro Tag ausgeführt wird.
■
@active_start_time=010000
Dieses Beispiel legt fest, dass der Job um 01:00 Uhr ausgeführt wird.
Hinweis: Neben den oben angeführten Beispielwerten lässt sich noch eine Vielzahl von verschiedenen Zeitplanoptionen mit
sp_add-jobschedule
definieren. So lässt sich der Job zum Beispiel alle zwei Minuten oder nur einmal pro Woche ausführen. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der Microsoft Transact SQL Dokumentation.
33.13.3 Löschen der gespeicherten Prozeduren, Jobs und Tabellen
Das Skript
spShrinkEventTable_uninstall.sql
löscht die gespeicherte Prozedur sowie die EVENT-BACKUP Tabelle. Das Skript
ScheduledShrinkEventTable_uninstall.sql
deaktiviert den Scheduled Job.
Hinweis: Wenn Sie
spShrinkEventTable_uninstall.sql
ausführen, wird die Tabelle
EVENT_BACKUP mit allen enthaltenen Daten vollständig gelöscht.
33.14 Texte für Ereignisberichte
Ereignisse werden nicht mit ihren vollständigen Ereignistexten in der SafeGuard Enterprise
Datenbank protokolliert. Nur die ID und die relevanten Parameterwerte werden in die
Datenbanktabelle geschrieben. Beim Abrufen der Ereignisse in der SafeGuard Management
Center Ereignisanzeige werden die Parameterwerte zusammen mit den in der .dll enthaltenen
Lückentexten in die kompletten Ereignistexte umgesetzt. Dies erfolgt in der jeweils benutzten
Systemsprache des SafeGuard Management Center.
Die für die Ereignistexte verwendeten Lückentexte lassen sich, zum Beispiel durch
SQL-Abfragen, bearbeiten und aufbereiten. Sie können hierzu eine Tabelle mit allen
Lückentexten für Ereignismeldungen erzeugen. Danach können Sie die Lückentexte nach
Ihren Anforderungen anpassen.
So erstellen Sie eine Tabelle mit den Texten für die einzelnen Ereignis-IDs:
1. Wählen Sie in der Menüleiste des SafeGuard Management Center Extras > Optionen.
281
SafeGuard Enterprise
2. Wählen Sie in der Menüleiste des SafeGuard Management Centers Extras > Optionen.
3. Klicken Sie im Bereich Texte für Ereignisberichte auf die Schaltfläche Erzeuge Tabelle.
Die Tabelle mit den Texten für die Bericht IDs wird in der jeweils aktuellen Sprache des
SafeGuard Management Centers erstellt und kann angepasst werden.
Hinweis: Vor jedem neuen Erstellen der Lückentexte wird die Tabelle jeweils geleert. Wenn die Texte für eine Sprache wie beschrieben erstellt wurden und ein Benutzer erstellt die Texte für eine andere Sprache, so werden die Texte für die erste Sprache entfernt.
282
Administratorhilfe
34 Planen von Tasks
Das SafeGuard Management Center bietet den Taskplaner für das Erstellen und Planen von auf Skripten basierenden Tasks, die in regelmäßigen Abständen ausgeführt werden. Auf dem
SafeGuard Enterprise Server startet ein Service die Tasks automatisch zur Ausführung der angegebenen Skripte.
Periodische Tasks sind z. B. nützlich für
■ die automatische Synchronisierung zwischen dem Active Directory und SafeGuard
Enterprise.
■ das automatische Löschen von protokollierten Ereignissen.
Für diese beiden Vorgänge stehen in SafeGuard Enterprise vordefinierte Skripte zur Verfügung.
Sie können diese Skripte unverändert verwenden oder Ihren Anforderungen anpassen. Weitere
Informationen finden Sie unter
Vordefinierte Skripte für regelmäßig wiederkehrende Tasks
(Seite 289).
Als Sicherheitsbeauftragter mit den erforderlichen Rechten können Sie Skripte, Regeln und zeitliche Intervalle für die Tasks im Taskplaner definieren.
Hinweis: Stellen Sie sicher, dass für das Konto, das für die Verwendung des SafeGuard
Enterprise Taskplaners benutzt wird, die geeigneten SQL-Berechtigungen eingestellt sind.
Weitere Informationen hierzu finden Sie in unserer Wissensdatenbank: http://www.sophos.com/de-de/support/knowledgebase/113582.aspx
.
Hinweis: Die API kann nicht mehrere Tasks gleichzeitig verarbeiten. Wenn Sie mehrere
Konten pro Task verwenden, führt dies zu Datenbankzugriffsverletzungen.
34.1 Erstellen eines neuen Tasks
Um Tasks im Taskplaner zu erstellen, benötigen Sie die Sicherheitsbeauftragtenrechte
Taskplaner benutzen und Tasks verwalten.
1. Wählen Sie in der SafeGuard Management Center Menüleiste Extras > Taskplaner.
Der Dialog Taskplaner wird angezeigt.
2. Klicken Sie auf die Schaltfläche Erzeugen...
Der Dialog Neuer Task wird angezeigt.
3. Geben Sie im Feld Name einen eindeutigen Namen für den Task ein.
Ist der Task-Name nicht eindeutig, so wird eine Warnungsmeldung angezeigt, wenn Sie auf OK klicken, um den Task zu speichern.
283
SafeGuard Enterprise
4. Wählen Sie aus der Dropdownliste des Felds SGN Server den Server, auf dem der Task laufen soll.
Die Dropdownliste zeigt nur Server, für die die Skript-Ausführung erlaubt ist. Sie können die Skript-Ausführung für einen bestimmten Server als erlaubt definieren, wenn Sie diesen mit der Funktion Konfigurationspakete im SafeGuard Management Center registrieren.
Weitere Informationen zum Registrieren von Servern finden Sie in der SafeGuard Enterprise
Installationsanleitung.
Wenn Sie Keiner auswählen, wird der Task nicht ausgeführt.
5. Klicken Sie auf die Dropdown-Schaltfläche Importieren... neben dem Feld Skript.
Der Dialog Skript-Datei für den Import auswählen wird angezeigt.
Hinweis: Im Verzeichnis Script Templates Ihrer SafeGuard Management Center Installation stehen zwei vordefinierte Skripte zur Verfügung. Der Dialog Skript-Datei für den Import
auswählen zeigt automatisch dieses Verzeichnis an. Weitere Informationen finden Sie
unter Vordefinierte Skripte für regelmäßig wiederkehrende Tasks (Seite 289).
Mit dem Taskplaner können Sie Skripte importieren, exportieren und bearbeiten. Weitere
Informationen finden Sie unter
Mit Skripten im Task Scheduler arbeiten
(Seite 287).
6. Wählen Sie das Skript aus, das mit dem Task ausgeführt werden soll, und klicken Sie auf
OK.
Wenn das ausgewählte Skript leer ist, bleibt die Schaltfläche OK im Dialog deaktiviert.
Außerdem wird ein Warnungssymbol angezeigt.
7. Geben Sie im Feld Startzeit an, wann der Task auf dem ausgewählten Server ausgeführt werden soll.
Die Startzeit wird unter Anwendung der lokalen Zeit des Computers, auf dem das SafeGuard
Management Center läuft, angegeben. Intern wird die Startzeit als Coordinated Universal
Time (UTC) gespeichert. Dadurch können Tasks auch dann exakt zur gleichen Zeit ausgeführt werden, wenn sich Server in unterschiedlichen Zeitzonen befinden. Alle Server verwenden die aktuelle Zeit des Datenbankservers für das Starten von Tasks. Zur
Optimierung der Task-Überwachung wird die Datenbankreferenzzeit im Taskplaner Dialog angezeigt.
8. Geben Sie im Feld Wiederholung an, wie oft der Task auf dem ausgewählten Server ausgeführt werden soll.
■
Um den Task einmal auszuführen, wählen Sie Einmal und geben Sie das gewünschte
Datum an.
■
Um den Task täglich auszuführen, wählen Sie Täglich und dann Jeden Tag (inklusive
Samstag und Sonntag) oder Jeden Wochentag (Montag - Freitag).
■
Um den Task wöchentlich auszuführen, wählen Sie Wöchentlich und geben Sie den gewünschten Tag in der Woche an.
■
Um den Task monatlich auszuführen, wählen Sie Monatlich und geben Sie den gewünschten Tag im Monat aus einem Bereich von 1 bis 31 an. Um den Task am letzten Tag des Monats auszuführen, wählen Sie Letzter aus der Dropdownliste.
Wenn Sie alle obligatorischen Felder ausgefüllt haben, wird die Schaltfläche OK aktiv.
9. Klicken Sie auf OK.
Der Task wird in der Datenbank gespeichert und in der Taskplaner Übersicht angezeigt. Er wird gemäß dem angegebenen Plan auf dem ausgewählten Server ausgeführt.
284
Administratorhilfe
34.2 Die Taskplaner-Übersichtanzeige
Nachdem Sie Tasks zur Ausführung auf einem SafeGuard Enterprise Server erstellt haben, werden diese im Dialog Taskplaner angezeigt, den Sie über Extras > Taskplaner öffnen.
Dieser Dialog zeigt die folgenden Spalten für die einzelnen Tasks:
Spalte
Task-Name
SGN Server
Geplante Ausführung
Nächste Ausführung
Letzte Ausführung
Ergebnis der letzten Ausführung
Beschreibung
Zeigt den eindeutigen Task-Namen.
Gibt an, auf welchem Server der Task ausgeführt wird.
Zeigt den für den Task definierten Zeitplan inklusive
Wiederholung und Zeit.
Zeigt an, wann der Task zum nächsten Mal ausgeführt wird (Datum und Uhrzeit). Wenn für diesen Task keine weiteren Ausführungen vorgesehen sind, wird in dieser Spalte Keine angezeigt.
Zeigt an, wann der Task zum letzten mal ausgeführt wurde (Datum und Uhrzeit). Wurde der Task noch nicht ausgeführt, so wird in dieser Spalte Keine angezeigt.
Zeigt das Ergebnis der letzten Task-Ausführung:
Erfolgreich
Das dem Task zugeordnete Skript wurde erfolgreich ausgeführt.
Fehlgeschlagen
Der Task konnte nicht ausgeführt werden. Falls verfügbar, wird eine Fehlernummer angezeigt.
Läuft
Das Skript läuft derzeit.
Unzureichende Berechtigung
Der Task ist aufgrund von unzureichender
Berechtigung für die Skript-Ausführung fehlgeschlagen.
Abgebrochen
Die Task-Ausführung wurde abgebrochen, da die
Zeitdauer 24 Stunden überschritten hat.
Steuerung nicht möglich
Die Steuerung der Ausführung des Skripts, das dem Task zugeordnet ist, war nicht möglich. Ein
285
SafeGuard Enterprise
Spalte Beschreibung möglicher Grund hierfür ist z. B., dass der SGN
Scheduler Service gestoppt wurde.
Beschädigtes Skript
Das auszuführende Skript ist beschädigt.
Skript inzwischen gelöscht
Während sich der Task in der Warteschlange für die Ausführung befand, wurde das Skript aus der
SafeGuard Enterprise Datenbank entfernt.
Runtime-Fehler
Während der Verarbeitung des Scheduler Service ist ein Runtime-Fehler aufgetreten.
Unterhalb der Spalten befinden sich folgende Schaltflächen:
Schaltfläche
Erzeugen...
Löschen
Eigenschaften
Aktualisieren
Beschreibung
Klicken Sie auf diese Schaltfläche, um einen neuen
Task zu erstellen.
Klicken Sie auf diese Schaltfläche, um einen ausgewählten Task zu löschen.
Klicken Sie auf diese Schaltfläche, um den
<Task-Name> Eigenschaften Dialog für einen ausgewählten Task anzuzeigen. In diesem Dialog können Sie den Task bearbeiten oder Skripte importieren, exportieren und bearbeiten.
Klicken Sie auf diese Schaltfläche, um die
Task-Liste im Taskplaner Dialog zu aktualisieren.
Wenn ein Benutzer in der Zwischenzeit Tasks hinzugefügt oder gelöscht hat, wird die Task-Liste aktualisiert.
Alle Server verwenden die aktuelle Zeit des Datenbankservers für das Starten von Tasks.
Um eine bessere Überwachung von Tasks zu gewährleisten wird hier die Zeit des
Datenbankservers angezeigt. Diese wird unter Benutzung der lokalen Zeitzone des Computers, auf dem das SafeGuard Management Center läuft, angegeben.
286
Administratorhilfe
34.3 Bearbeiten von Tasks
Um Tasks im Taskplaner zu bearbeiten, benötigen Sie die Sicherheitsbeauftragtenrechte
Taskplaner benutzen und Tasks verwalten.
1. Wählen Sie in der SafeGuard Management Center Menüleiste Extras > Taskplaner.
Der Dialog Taskplaner mit einer Übersicht über die geplanten Tasks wird angezeigt.
2. Wählen Sie den gewünschten Task und klicken Sie auf die Schaltfläche Eigenschaften.
Der <Task-Name> Eigenschaften Dialog mit den Eigenschaften des ausgewählten Tasks wird angezeigt.
3. Nehmen Sie die gewünschten Änderungen vor.
Hinweis: Der Task-Name muss eindeutig sein. Wenn Sie den Namen in einen bereits vorhandenen Task-Namen ändern, wird eine Fehlermeldung angezeigt.
4. Klicken Sie auf OK.
Die Änderungen werden wirksam.
34.4 Löschen von Tasks
Um Tasks aus dem Taskplaner zu entfernen, benötigen Sie die Sicherheitsbeauftragtenrechte
Taskplaner benutzen und Tasks verwalten.
1. Wählen Sie in der SafeGuard Management Center Menüleiste Extras > Taskplaner.
Der Dialog Taskplaner mit einer Übersicht über die geplanten Tasks wird angezeigt.
2. Wählen Sie den gewünschten Task aus.
Die Schaltfläche Löschen wird aktiv.
3. Klicken Sie auf die Schaltfläche Löschen und bestätigen Sie, dass Sie den Task löschen möchten.
Der Task wird aus der Übersicht des Taskplaner Dialogs entfernt und nicht mehr auf dem
SafeGuard Enterprise Server ausgeführt.
Hinweis: Wurde der Task in der Zwischenzeit gestartet, so wird er zwar aus dem Taskplaner
Übersichtsdialog entfernt, jedoch noch komplett ausgeführt.
34.5 Mit Skripten im Taskplaner arbeiten
Mit dem Taskplaner können Sie Skripte importieren, bearbeiten und exportieren. Um mit
Skripten im Taskplanerzu arbeiten, benötigen Sie die Sicherheitsbeauftragtenrechte
Taskplaner benutzen und Tasks verwalten.
287
SafeGuard Enterprise
34.5.1 Import von Skripts
Damit Sie ein Skript für die Ausführung mit einem Task angeben können, müssen Sie es importieren. Sie können das Skript beim Erstellen eines neuen Tasks importieren. Sie können auch Skripts für bereits vorhandene Tasks importieren.
1. Wählen Sie in der SafeGuard Management Center Menüleiste Extras > Taskplaner.
Der Dialog Taskplaner mit einer Übersicht über die geplanten Tasks wird angezeigt.
2. Wählen Sie den gewünschten Task und klicken Sie auf die Schaltfläche Eigenschaften.
Der <Task-Name> Eigenschaften Dialog mit den Eigenschaften des ausgewählten Tasks wird angezeigt.
3. Klicken Sie auf die Dropdown-Schaltfläche Importieren... neben dem Feld Skript.
Der Dialog Skript-Datei für den Import auswählen wird angezeigt.
Hinweis: Im Verzeichnis Script Templates Ihrer SafeGuard Management Center Installation stehen zwei vordefinierte Skripte zur Verfügung. Der Dialog Skript-Datei für den Import
auswählen zeigt automatisch dieses Verzeichnis an. Weitere Informationen finden Sie
unter Vordefinierte Skripte für regelmäßig wiederkehrende Tasks (Seite 289).
4. Wählen Sie das zu importierende Skript aus und klicken Sie auf OK.
Der Skript-Name wird im Feld Skript angezeigt.
5. Klicken Sie auf OK.
Wenn das Skript bereits importiert wurde, werden Sie aufgefordert zu bestätigen, dass das alte Skript überschrieben werden soll.
Wenn die Größe der zu importierenden Datei 10 MB überschreitet, wird eine Fehlermeldung angezeigt und der Importvorgang wird zurückgewiesen.
Das Skript wird in der Datenbank gespeichert.
34.5.2 Bearbeiten von Skripten
1. Wählen Sie in der SafeGuard Management Center Menüleiste Extras > Taskplaner.
Der Dialog Taskplaner mit einer Übersicht über die geplanten Tasks wird angezeigt.
2. Wählen Sie den gewünschten Task und klicken Sie auf die Schaltfläche Eigenschaften.
Der <Task-Name> Eigenschaften Dialog mit den Eigenschaften des ausgewählten Tasks wird angezeigt.
3. Klicken Sie auf die Dropdown-Schaltfläche Bearbeiten neben dem Feld Skript.
Die Dropdownliste zeigt alle Editor-Programme, die für die Bearbeitung des Skripts zur
Verfügung stehen.
4. Wählen Sie den Editor, den Sie verwenden möchten.
Das Skript wird im ausgewählten Editor geöffnet.
5. Nehmen Sie Ihre Änderungen vor und speichern Sie sie.
Der Editor wird geschlossen und der Dialog <Task-Name> Eigenschaften wird wieder angezeigt.
288
Administratorhilfe
6. Klicken Sie auf OK.
Das geänderte Skript wird in der Datenbank gespeichert.
34.5.3 Export von Skripts
1. Wählen Sie in der SafeGuard Management Center Menüleiste Extras > Taskplaner.
Der Dialog Taskplaner mit einer Übersicht über die geplanten Tasks wird angezeigt.
2. Wählen Sie den gewünschten Task und klicken Sie auf die Schaltfläche Eigenschaften.
Der <Task-Name> Eigenschaften Dialog mit den Eigenschaften des ausgewählten Tasks wird angezeigt.
3. Klicken Sie auf die Schaltfläche Exportieren... neben dem Feld Skript.
Ein Speichern unter Dialog wird angezeigt.
4. Wählen Sie den Speicherort zum Speichern des Skripts ein und klicken Sie auf Speichern.
Das Skript wird am angegebenen Speicherort gespeichert.
34.5.4 Vordefinierte Skripte für periodische Tasks
In SafeGuard Enterprise stehen folgende vordefinierte Skripte zur Verfügung:
■
ActiveDirectorySynchronization.vbs
Verwenden Sie dieses Skript für die automatische Synchronisierung zwischen dem Active
Directory und SafeGuard Enterprise.
■
EventLogDeletion.vbs
Verwenden Sie dieses Skript, um protokollierte Ereignisse automatisch zu löschen.
Die Skripte werden automatisch im Unterverzeichnis Script Templates der SafeGuard
Management Center Installation installiert.
Um diese Skripte für Tasks zu verwenden, importieren Sie sie in den Taskplaner und nehmen
Sie vor der Anwendung die notwendigen Parameteränderungen vor.
34.5.4.1 Vordefiniertes Skript für die Active Directory Synchronisierung
Sie haben die Möglichkeit, eine bestehende Organisationsstruktur über ein Active Directory in die SafeGuard Enterprise Datenbank zu importieren. Weitere Informationen finden Sie unter
Importieren der Organisationsstruktur
(Seite 43).
Nach dem Importieren der Struktur können Sie einen periodischen Task für die automatische
Synchronisierung zwischen dem Active Directory und SafeGuard Enterprise erstellen. Für diesen Task können Sie das vordefinierte Skript ActiveDirectorySynchronization.vbs
verwenden.
Das Skript synchronisiert alle vorhandenen Container in der SafeGuard Enterprise Datenbank mit einem Active Directory.
Bevor Sie das Skript in einem periodischen Task verwenden, können Sie folgende Parameter anpassen:
289
SafeGuard Enterprise
Parameter
logFileName synchronizeMembership synchronizeAccountState
Beschreibung
Legen Sie den Ausgabepfad für die Skript-Protokolldatei fest. Dieser Parameter ist obligatorisch. Ist der Parameter leer oder ungültig, so kann die Synchronisierung nicht durchgeführt werden und es wird eine Fehlermeldung angezeigt. Standardmäßig ist dieser Parameter leer. Ist bereits eine Protokolldatei vorhanden, so werden neue
Protokolle am Ende der Datei angehängt.
Setzen Sie diesen Parameter auf 1, um auch
Mitgliedschaften zu synchronisieren. Wenn dieser
Parameter auf 0 gesetzt ist, werden die Mitgliedschaften nicht synchronisiert. Die Standardeinstellung ist 1.
Setzen Sie diesen Parameter auf 1, um auch den Benutzer
Aktiv-Status zu synchronisieren. Wenn dieser Parameter auf 0 gesetzt ist, wird der Benutzer Aktiv-Status nicht synchronisiert. Die Standardeinstellung ist 0.
Hinweis: Stellen Sie sicher, dass sie über die erforderlichen Zugriffsrechte für die Active
Directory Synchronisierung verfügen und dass die notwendigen SQL Berechtigungen für das
Konto, das für die Ausführung des SafeGuard Enterprise Taskplaners benutzt wird, eingestellt
sind. Weitere Informationen finden Sie unter Zugriffsrechte für Sicherheitsbeauftragte und
(Seite 45). Für Informationen zum Einstellen der Active Directory
Zugriffsrechte, siehe http://www.sophos.com/support/knowledgebase/107979.aspx
. Für
Informationen zum Einstellen der SQL-Berechtigungen, siehe http://www.sophos.com/de-de/support/knowledgebase/113582.aspx
.
Wenn die Rechte korrekt eingestellt sind, wenden Sie die Änderungen an und starten Sie den
Dienst neu. Wechseln Sie auf den Server, der die SafeGuard Web-Seite hostet. Klicken Sie
Start > Run > Services.msc, um die Services Oberfläche zu öffnen. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf SafeGuard
®
Scheduler Service und klicken Sie auf All Tasks >
Restart.
Hinweis: Wir empfehlen, dass Sie das Active Directory in einem vergleichsweise moderaten
Abstand (maximal zweimal am Tag) synchronisieren, damit sich die Serverleistung nicht bedeutend verringert. Neue Objekte werden in diesen Abständen im SafeGuard Management
Center unter .Autoregistered angezeigt. Hier können Sie wie üblich verwaltet werden.
34.5.4.2 Vordefiniertes Skript für das automatische Löschen von protokollierten
Ereignissen
Die in der SafeGuard Enterprise Datenbank protokollierten Ereignisse werden in der
EVENT-Tabelle gespeichert. Weitere Informationen zur Protokollierung finden Sie unter
Mit dem Taskplaner können Sie einen periodischen Task für das automatische Löschen von protokollierten Ereignissen erstellen. Für diesen Task können Sie das vordefinierte Skript
EventLogDeletion.vbs verwenden.
Das Skript löscht Ereignisse aus der EVENT-Tabelle. Wenn Sie den entsprechenden Parameter einstellen, verschiebt das Skript auch die Ereignisse aus der EVENT-Tabelle in die
Backup-Log-Tabelle EVENT_BACKUP. Dabei wird eine definierte Anzahl an neuesten
Ereignissen in der EVENT-Tabelle belassen.
290
Administratorhilfe
Bevor Sie das Skript in einem periodischen Task verwenden, können Sie folgende Parameter anpassen:
Parameter
maxDuration maxCount keepBackup
Beschreibung
Mit diesem Parameter legen Sie fest, wie lange (in Tagen) die Ereignisse in der EVENT-Tabelle verbleiben. Die
Standardeinstellung ist 0. Wenn dieser Parameter auf 0 gesetzt ist, gibt es keine zeitliche Begrenzung für das
Verbleiben der Ereignisse in der EVENT-Tabelle.
Mit diesem Parameter legen Sie fest, wie viele Ereignisse in der EVENT-Tabelle verbleiben. Die Standardeinstellung ist 5000. Wenn dieser Parameter auf 0 gesetzt ist, gibt es keine maximale Anzahl an Ereignissen in der
EVENT-Tabelle.
Mit diesem Parameter legen Sie fest, ob Ereignisse in der
EVENT_BACKUP-Tabelle gesichert werden sollen. Die
Standardeinstellung ist 0. Wenn dieser Parameter auf 0 gesetzt ist, werden die Ereignisse nicht gesichert. Setzen
Sie diesen Parameter auf 1, um eine Sicherungskopie der gelöschten Ereignisse zu erstellen.
Hinweis: Wenn Sie die Ereignisse über das Skript aus der EVENT-Tabelle in die
Backup-Log-Tabelle verschieben, findet die Verkettung der Protokollierung keine Anwendung mehr. Es ist nicht sinnvoll, die Verkettung zu aktivieren und gleichzeitig die gespeicherte
Prozedur zur Säuberung der EVENT-Tabelle einzusetzen. Weitere Informationen finden Sie unter
Verkettung von protokollierten Ereignissen
(Seite 277).
34.6 Einschränkungen in Bezug auf registrierte Server
Wenn Sie im SafeGuard Management Center mit der Funktion Konfigurationspakete Server registrieren, können Sie mit einem Maschinenzertifikat mehrere Server Templates registrieren.
Sie können jedoch jeweils nur ein Template auf der realen Maschine installieren.
Wenn Sie für beide Server das Kontrollkästchen Skripts ausführen erlaubt auswählen, zeigt der Taskplaner beide Server in der Dropdownliste SGN Server in den Dialogen Neuer Task und <Task-Name> Eigenschaften zur Auswahl an. Der Taskplaner kann nicht ermitteln, welches der beiden Templates auf der Maschine installiert wurde.
Um dies zu vermeiden, wählen Sie das Kontrollkästchen Skript ausführen erlaubt für
Templates, die nicht auf dem Server installiert sind, nicht aus. Vermeiden Sie außerdem eine
Doppelung von Templates mit demselben Maschinenzertifikat.
Weitere Informationen zum Registrieren von Servern finden Sie in der SafeGuard Enterprise
Installationsanleitung.
291
SafeGuard Enterprise
34.7 Protokollierte Ereignisse für den Taskplaner
Zur Ausführung von Tasks lassen sich Ereignisse protokollieren, die zum Beispiel bei der
Fehlerbehebung nützliche Informationen liefern. Sie können festlegen, dass folgende Ereignisse protokolliert werden:
■
Task erfolgreich ausgeführt
■
Task fehlgeschlagen
■
Service Thread wegen Ausführung gestoppt
Die Ereignisse enthalten den Output der Skriptkonsole zur Unterstützung bei der
Fehlerbehebung.
Weitere Informationen zur Protokollierung finden Sie unter Berichte
(Seite 270).
292
Administratorhilfe
35 Managing Mac endpoints in the
SafeGuard Management Center
Macs, auf denen die folgenden Sophos Produkte installiert sind, können von SafeGuard
Enterprise verwaltet werden und/oder Statusinformationen melden. Die Statusinformationen werden im SafeGuard Management Center angezeigt:
■
Sophos SafeGuard File Encryption für Mac 6.1 und höher
■
Sophos SafeGuard Disk Encryption für Mac 6.1/Sophos SafeGuard Native Device
Encryption 7.0
■
Sophos SafeGuard Disk Encryption for Mac 6 - nur Berichte
Hinweis:
Empfehlungen, Besonderheiten und Beschränkungen bei der Verwendung von SafeGuard
File Encryption oder Disk/Native Device Encryption für Mac finden Sie in der Administratorhilfe dieser Produkte.
35.1 Bestands- und Statusinformationen für Macs
Für Macs liefert der Bestand u. a. folgende Informationen zu den einzelnen Maschinen: Die angezeigten Daten können variieren, je nachdem, welches Sophos Produkt installiert ist:
■
Name des Mac
■
■
Betriebssystem
POA-Typ
■
POA-Status
■
Anzahl an verschlüsselten Laufwerken
■
Anzahl an unverschlüsselten Laufwerken
■
Letzter Server-Kontakt
■
Änderungsdatum
■
Informationen dazu, ob das aktuelle Unternehmenszertifikat verwendet wird.
35.2 Erzeugen eines Konfigurationspakets für Macs
Ein Konfigurationspaket für einen Mac enthält die relevanten Serverinformationen sowie das
Unternehmenszertifikat. Der Mac benutzt diese Informationen zum Zurückmelden von
293
SafeGuard Enterprise
Statusinformationen (SafeGuard POA an/aus, Verschlüsselungsstatus usw.). Die
Statusinformationen werden im SafeGuard Management Center angezeigt.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center im Extras Menü auf Konfigurationspakete.
2. Wählen Sie Pakete für Managed Clients.
3. Klicken Sie auf Konfigurationspaket hinzufügen.
4. Geben Sie einen beliebigen Namen für das Konfigurationspaket ein.
5. Ordnen Sie einen primären SafeGuard Enterprise Server zu (der sekundäre Server ist nicht notwendig).
6. Wählen Sie SSL als Transportverschlüsselung für die Verbindung zwischen dem Endpoint und dem SafeGuard Enterprise Server. Für Macs wird Sophos als
Transportverschlüsselung nicht unterstützt.
7. Geben Sie einen Ausgabepfad für das Konfigurationspaket (ZIP) an.
8. Klicken Sie auf Konfigurationspaket erstellen.
Die Server-Verbindung für den SSL Transportverschlüsselung Modus wird validiert.
Wenn die Verbindung fehlschlägt, wird eine Warnungsmeldung angezeigt.
Das Konfigurationspaket (ZIP) wird nun im angegebenen Verzeichnis angelegt. Sie müssen das Paket auf Ihren Macs verteilen und installieren.
294
Administratorhilfe
36 SafeGuard Enterprise und selbst-verschlüsselnde Opal-Festplatten
Selbst-verschlüsselnde Festplatten bieten hardware-basierende Verschlüsselung der Daten, die auf die Festplatte geschrieben werden. Die Trusted Computing Group (TCG) hat den anbieter-unabhängigen Opal-Standard für selbst-verschlüsselnde Festplatten veröffentlicht.
Festplatten, die dem Opal-Standard entsprechen, werden von unterschiedlichen Herstellern angeboten. SafeGuard Enterprise unterstützt den Opal-Standard und bietet die Verwaltung von Endpoints mit selbst-verschlüsselnden Festplatten, die dem Opal-Standard entsprechen.
Siehe auch http://www.sophos.com/de-de/support/knowledgebase/113366.aspx
.
36.1 Integration von Opal-Festplatten in SafeGuard
Enterprise
In SafeGuard Enterprise lassen sich Endpoints mit selbst-verschlüsselnden Opal-Festplatten wie alle anderen durch SafeGuard Enterprise geschützten Endpoints über das SafeGuard
Management Center verwalten.
Die zentrale und vollständig transparente Verwaltung von Opal-Festplatten durch SafeGuard
Enterprise ermöglicht somit die Anwendung in heterogenen IT-Umgebungen. Durch die
Unterstützung des Opal-Standards bieten wir den vollen Funktionsumfang von SafeGuard
Enterprise für Benutzer von selbst-verschlüsselnden Opal-Festplatten. In Verbindung mit
SafeGuard Enterprise bieten Opal-Festplatten erweiterte Sicherheits-Featrures.
36.2 Aufwertung von Opal-Festplatten mit SafeGuard
Enterprise
Die Verwaltung von selbst-verschlüsselnden Opal-Festplatten mit SafeGuard Enterprise bietet
Ihnen folgende Vorteile:
■
Zentrale Verwaltung der Endpoints
■
SafeGuard Power-on Authentication mit grafischer Benutzeroberfläche
■
Unterstützung mehrerer Benutzer
■
Unterstützung der Anmeldung mit Token/Smartcard
■
Unterstützung der Anmeldung mit Fingerabdruck
■
Recovery (Local Self Help, Challenge/Response)
■
Zentral verwaltete Protokollierung
■
Verschlüsselung von Wechselmedien (z. B. USB-Sticks) mit SafeGuard Data Exchange
295
SafeGuard Enterprise
36.3 Verwaltung von Endpoints mit Opal-Festplatten durch
SafeGuard Enterprise
Sie können Endpoints mit selbst-verschlüsselnden Opal-Festplatten im SafeGuard Management
Center wie alle anderen durch SafeGuard Enterprise geschützten Endpoints verwalten. Als
Sicherheitsbeauftragter können Sie Sicherheitsrichtlinien (z. B. für die Authentisierung) erstellen und sie an die Endpoints verteilen.
Sobald ein Endpoint mit einer Opal-Festplatte bei SafeGuard Enterprise registriert ist, werden
Informationen zu Benutzer, Computer, Anmeldemodus und Verschlüsselungsstatus angezeigt.
Außerdem werden Ereignisse protokolliert.
Die Verwaltung von Endpoints mit Opal-Festplatten in SafeGuard Enterprise ist transparent.
Das heißt, die Verwaltungsfunktionen haben im Allgemeinen dieselbe Funktionsweise wie für andere durch SafeGuard Enterprise geschützte Endpoints. Der Computertyp lässt sich in der Registerkarte Bestand eines Containers unter Benutzer & Computer ermitteln. Die
Spalte POA-Typ zeigt an, ob der betreffende Computer durch SafeGuard Enterprise verschlüsselt ist oder eine selbst-verschlüsselnde Opal-Festplatte verwendet.
36.4 Verschlüsselung von Opal-Festplatten
Festplatten, die dem Opal-Standard entsprechen, sind selbst-verschlüsselnd. Daten werden automatisch verschlüsselt, wenn sie auf die Festplatte geschrieben werden.
Die Festplatten werden mit einem AES 128/256 Schlüssel als Opal-Kennwort gesperrt. Dieses
Kennwort wird von SafeGuard Enterprise über eine Verschlüsselungsrichtlinie verwaltet (siehe
Sperren von Opal-Festplatten (Seite 296)).
36.5 Sperren von Opal-Festplatten
Um Opal-Festplatten zu sperren, muss für mindestens ein Volume auf der Festplatte der
Computerschlüssel in einer Verschlüsselungsrichtlinie definiert werden. Wenn die
Verschlüsselungsrichtlinie ein Boot-Volume umfasst, wird der Computerschlüssel automatisch definiert.
1. Erstellen Sie im SafeGuard Management Center eine Richtlinie vom Typ Geräteschutz.
2. Wählen Sie im Verschlüsselungsmodus für Medien Feld die Einstellung
Volume-basierend.
3. Wählen Sie im Feld Schlüssel für die Verschlüsselung die Einstellung Definierter
Computerschlüssel.
4. Speichern Sie Ihre Änderungen in der Datenbank.
5. Übertragen Sie die Richtlinie an den relevanten Endpoint.
Die Opal-Festplatte ist gesperrt. Der Zugriff ist nur über die Anmeldung an der SafeGuard
Power-on Authentication möglich.
296
Administratorhilfe
36.6 Berechtigung von Benutzern zum Entsperren von
Opal-Festplatten
Als Sicherheitsbeauftragter können Sie Benutzer dazu berechtigen, Opal-Festplatten auf ihren
Endpoints mit dem Entschlüsseln Befehl aus dem Windows Explorer Kontextmenü zu entsperren.
Voraussetzung: In der Geräteschutz-Richtlinie, die für die Opal-Festplatte gilt, muss die
Option Benutzer darf Volume entschlüsseln auf Ja eingestellt sein.
1. Erstellen Sie im SafeGuard Management Center eine Richtlinie vom Typ Geräteschutz und beziehen Sie alle Volumes auf der Opal-Festplatte in die Richtlinie ein.
2. Wählen Sie im Verschlüsselungsmodus für Medien Feld die Einstellung Keine
Verschlüsselung.
3. Speichern Sie Ihre Änderungen in der Datenbank.
4. Übertragen Sie die Richtlinie an den relevanten Endpoint.
Der Benutzer kann die Opal-Festplatte auf dem Endpoint entsperren. In der Zwischenzeit bleibt die Festplatte gesperrt.
36.7 Protokollierung von Ereignissen für Endpoints mit
Opal-Festplatten
Von Endpoints mit selbst-verschlüsselnden Opal-Festplatten gemeldete Ereignisse werden wie für alle anderen durch SafeGuard Enterprise geschützten Endpoints protokolliert. Dabei wird der Computertyp nicht explizit erwähnt. Die gemeldeten Ereignisse entsprechen den von alle anderen durch SafeGuard Enterprise geschützten Endpoints gemeldeten Ereignisse.
Weitere Informationen finden Sie unter Berichte
(Seite 270).
297
SafeGuard Enterprise
298
Kategorie
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
System
System
System
System
System
System
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
37 Für Berichte auswählbare Ereignisse
Die folgende Tabelle bietet einen Überblick zu allen für die Protokollierung auswählbaren
Ereignissen.
2009
2010
2011
2012
2013
2005
2006
2007
2008
1005
1006
1007
1016
1017
1018
2001
2002
2003
2004
Ereignis-ID Beschreibung
2014
Dienst gestartet.
Dienst starten fehlgeschlagen
Dienst angehalten.
Integritätstest der Dateien fehlgeschlagen.
Logging Ziel nicht verfügbar.
Nicht genehmigter Versuch SafeGuard Enterprise zu deinstallieren
Externe GINA erkannt und erfolgreich eingebunden.
Externe GINA erkannt, Einbindung fehlgeschlagen.
Power-on Authentication ist aktiviert.
Power-on Authentication ist deaktiviert.
Wake on LAN ist aktiviert.
Wake on LAN ist deaktiviert.
Challenge erzeugt.
Response erzeugt.
Anmeldung erfolgreich durchgeführt.
Anmeldung fehlgeschlagen.
Benutzer während Anmeldung importiert und als Besitzer markiert.
Benutzer vom Besitzer importiert und als Nicht- Besitzer markiert
Benutzer von Nicht-Besitzer importiert und als Nicht-Besitzer markiert.
Benutzer als Besitzer entfernt.
Administratorhilfe
Kategorie
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
2021
2022
2023
2024
2025
2057
2058
2061
2062
2071
2071
2030
2035
2036
2056
2073
2074
Ereignis-ID Beschreibung
2015
2016
2017
2018
2019
2020
Import des Benutzers während der Anmeldung fehlgeschlagen.
Benutzer hat sich abgemeldet.
Benutzer wurde zwangsweise abgemeldet.
Aktion wurde auf dem Gerät ausgeführt.
Benutzer hat einen Kennwort/PIN-Wechsel eingeleitet.
Der Benutzer hat nach der Anmeldung sein Kennwort/PIN geändert.
Kennwort/PIN-Qualität.
Verstoß gegen Kennwort-/PIN-Richtlinie.
Der LocalCache war beschädigte und wurde restauriert
Ungültige Passwort Blacklist Konfiguration
Der empfangene Response Code erlaubt es dem Benutzer, sich sein Passwort anzeigen zu lassen.
Angemeldeter Benutzer ist Service Account.
Anmeldung
Service Account Liste gelöscht.
SGN Windows-Benutzer hinzufügen
SGN Windows-Benutzer von der Maschine entfernen.
Entfernen des UMA-Benutzers
Rückgabewert der Computrace-Überprüfung.
Computrace-Überprüfung konnte nicht ausgeführt werden.
Kernelinitialisierung erfolgreich abgeschlossen.
Kernel-Initialisierung ist fehlgeschlagen.
Maschinenschlüssel wurden auf dem Client erfolgreich erzeugt.
Maschinenschlüssel konnten auf dem Client nicht erzeugt werden.
Interner Code: 0x%1.
299
SafeGuard Enterprise
Kategorie
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Administration
Administration
Administration
Administration
Ereignis-ID Beschreibung
2075
2079
2080
2081
2082
2083
2084
2085
2095
2096
2097
2098
2099
2100
2500
2501
2502
2504
Abfrage der Platteneigenschaften oder Opal-Initialisierung ist fehlgeschlagen. Interner Code: 0x%1.
Importieren eines Benutzers in den Kernel wurde erfolgreich beendet.
Löschen eines Benutzers aus dem Kernel wurde erfolgreich beendet.
Import eines Benutzers in den Kernel ist fehlgeschlagen.
Löschen eines Benutzers aus dem Kernel ist fehlgeschlagen.
Response mit Aktion "Benutzer wird sein Kennwort angezeigt" erzeugt.
Response für virtuellen Client erzeugt.
Response für Standalone Client erzeugt.
Wake on LAN konnte nicht aktiviert werden.
Ein Zertifkat wurde einem Standalone-Client-Benutzer zugewiesen.
Wake on LAN konnte nicht deaktiviert werden.
Der Benutzer hat sich zum ersten Mal mit dem Standby-Token am Client angemeldet. Der Standby-Token wurde als
Standard-Token eingestellt.
Die erfolgreiche Aktivierung eines Standby-Certificate wurde dem
Server gemeldet.
Der Benutzer hat sich zum ersten Mal mit dem Standby-Token am Client angemeldet. Das Standby-Zertifikate konnte aufgrund eines Fehlers nicht aktiviert werden.
Die Aktivierung eines Standby-Certificate ist auf dem Server fehlgeschlagen.
SafeGuard Enterprise Administration gestartet.
Anmeldung an der SafeGuard Enterprise Administration fehlgeschlagen
Autorisierung an der SafeGuard Enterprise Administration fehlgeschlagen.
Benutzer genehmigt zusätzliche Autorisierung
300
Administratorhilfe
Kategorie
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
2532
2536
2539
2543
2546
2547
2518
2522
2525
2529
2505
2506
2507
2508
2511
2513
2515
2550
2553
2555
2556
2557
2560
2562
2563
Ereignis-ID Beschreibung
Zusätzliche Autorisierung von Benutzer fehlgeschlagen.
Datenimport vom Verzeichnis erfolgreich.
Datenimport vom Verzeichnis abgebrochen.
Datenimport vom Verzeichnis fehlgeschlagen.
Benutzer angelegt.
Benutzer wurde geändert.
Benutzer gelöscht.
Anlegen des Benutzers fehlgeschlagen.
Löschen des Benutzers fehlgeschlagen.
Computer angelegt
Computer gelöscht.
Anlegen des Computers fehlgeschlagen.
Löschen des Computers fehlgeschlagen.
OU angelegt.
OU gelöscht.
Anlegen der OU fehlgeschlagen
Importieren der OU fehlgeschlagen.
Löschen der OU fehlgeschlagen.
Gruppe angelegt.
Gruppe geändert.
Gruppe umbenannt.
Gruppe gelöscht.
Anlegen der Gruppe fehlgeschlagen.
Ändern der Gruppe fehlgeschlagen.
Umbenennen der Gruppe fehlgeschlagen.
301
SafeGuard Enterprise
Kategorie
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
2603
2607
2608
2609
2613
2614
2591
2593
2594
2596
2564
2573
2575
2576
2578
2580
2583
2615
2616
2619
2621
2622
2623
2624
2627
Ereignis-ID Beschreibung
Löschen der Gruppe fehlgeschlagen.
Mitglieder der Gruppe hinzugefügt.
Mitglieder aus Gruppe entfernt.
Hinzufügen der Mitglieder zur Gruppe fehlgeschlagen.
Entfernen der Mitglieder aus Gruppe fehlgeschlagen.
Gruppe von OU nach OU verschoben.
Verschieben der Gruppe von OU nach OU fehlgeschlagen.
Objekte der Gruppe hinzugefügt.
Objekte aus Gruppe entfernt.
Hinzufügen der Objekte zur Gruppe fehlgeschlagen
Hinzufügen der Objekte aus Gruppe fehlgeschlagen
Schlüssel erzeugt. Algorithmus.
Schlüssel zugeordnet.
Schlüsselzuordnung aufgehoben.
Erzeugen des Schlüssels fehlgeschlagen.
Zuordnung des Schlüssels fehlgeschlagen.
Entfernen der Zuordnung des Schlüssels fehlgeschlagen.
Zertifikat erzeugt.
Zertifikat importiert.
Zertifikat gelöscht.
Zertifikat Benutzer zugeordnet.
Zertifikatszuordnung zu Benutzer aufgehoben.
Erzeugen des Zertifikats fehlgeschlagen.
Importieren des Zertifikats fehlgeschlagen.
Löschen des Zertifikats fehlgeschlagen.
302
Administratorhilfe
Kategorie
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
2648
2650
2651
2652
2653
2643
2644
2645
2647
2636
2637
2638
2639
2640
2641
2642
2631
2632
2633
2634
2635
Ereignis-ID Beschreibung
2628
2629
2630
Verlängern des Zertifikats fehlgeschlagen.
Zuordnen des Zertifikats zu Benutzer fehlgeschlagen.
Entfernen der Zuordnung des Zertifikats vom Benutzer fehlgeschlagen.
Token eingesteckt.
Token entfernt.
Token wurde für Benutzer ausgestellt.
PIN des Benutzers auf Token ändern.
PIN des Sicherheitsbeauftragten auf Token ändern.
Token wurde gesperrt.
Token entsperrt.
Token gelöscht.
Tokenzuordnung für Benutzer aufgehoben.
Ausstellen des Tokens für Benutzer fehlgeschlagen.
Ändern der Benutzer-PIN auf Token fehlgeschlagen.
Ändern der Sicherheitsbeauftragten-PIN auf Token fehlgeschlagen.
Sperren des Tokens fehlgeschlagen.
Entsperren des Tokens fehlgeschlagen.
Löschen des Tokens fehlgeschlagen.
Richtlinie erstellt.
Richtlinie geändert.
Richtlinie gelöscht.
Richtlinie der OU zugewiesen und aktiviert.
Zugewiesene Richtlinie wurde von OU entfernt.
Erstellen der Richtlinie fehlgeschlagen.
303
SafeGuard Enterprise
Kategorie
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
2687
2688
2692
2693
2694
2670
2678
2679
2680
2681
2684
2685
2686
2663
2665
2667
2668
2654
2657
2658
2659
2660
2661
2662
Ereignis-ID Beschreibung
Ändern der Richtlinie fehlgeschlagen.
Zuweisung und Aktivierung der Richtlinie zu OU fehlgeschlagen.
Entfernen der zugewiesenen Richtlinie von OU ist fehlgeschlagen.
Richtlinien-Gruppe angelegt.
Richtlinien-Gruppe geändert.
Richtlinien-Gruppe gelöscht.
Anlegen der Richtlinien-Gruppe fehlgeschlagen.
Ändern der Richtlinien-Gruppe fehlgeschlagen.
Folgende Richtlinie wurde der Richtlinien-Gruppe hinzugefügt.
Folgende Richtlinie wurde aus der Richtlinien-Gruppe entfernt.
Hinzufügen der Richtlinie zur Richtlinien-Gruppe fehlgeschlagen.
Entfernen der Richtlinie aus Richtlinien-Gruppe fehlgeschlagen.
Protokollierte Ereignisse exportiert.
Exportieren der protokollierten Ereignisse fehlgeschlagen.
Protokollierte Ereignisse gelöscht.
Löschen der protokollierten Ereignisse fehlgeschlagen.
Sicherheitsbeauftragter erlaubt die Erneuerung eines Zertifikats
Beauftragter verbietet die Erneuerung eines Zertifikats
Änderungen an den Einstellungen für die Zertifikatserneuerung fehlgeschlagen
Zertifikat für Beauftragten gewechselt
Zertifikatswechsel für Beauftragten fehlgeschlagen
Erzeugen von Arbeitsgruppen.
Fehlgeschlagenes Erzeugen von Arbeitsgruppen
Löschen von Arbeitsgruppen.
304
Administratorhilfe
Kategorie
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
2704
2705
2706
2707
2753
Ereignis-ID Beschreibung
2699
2700
2701
2702
2703
2695
2696
2697
2698
2755
2757
2766
2767
2768
2810
2811
2812
Fehlgeschlagenes Löschen von Arbeitsgruppen
Erzeugen von Benutzern.
Fehlgeschlagenes Erzeugen von Benutzern.
Erzeugen von Maschinen.
Fehlgeschlagenes Erzeugen von Maschinen.
Die Lizenz wurde verletzt.
Schlüsseldatei wurde erzeugt.
Schlüssel für Schlüsseldatei wurde gelöscht.
Sicherheitsbeauftragter hat die Power-on Authentication in einer
Richtlinie deaktiviert.
LSH Fragenthema erstellt.
LSH Fragenthema geändert.
LSH Fragenthema gelöscht.
Frage geändert.
Schreibgeschützt-Zugriff auf den Container '%1' wurde dem
Sicherheitsbeauftragten '%2' zugeordnet.
Voller Zugriff auf Container '%1' wurde dem
Sicherheitsbeauftragten '%2' zugeordnet.
Zugriff auf Container '%1' wurde dem Sicherheitsbeauftragten
'%2' entzogen.
Zugriff auf Container '%1' wurde für den Sicherheitsbeauftragten
'%2' explizit verweigert.
Verweigerter Zugriff auf Container '%1' wurde für
Sicherheitsbeauftragten '%2' widerrufen.
Lesezugriff auf Container '%1' wurde dem Sicherheitsbeauftragten
'%2' zugeordnet.
POA-Benutzer %1 angelegt.
POA-Benutzer %1 geändert.
POA-Benutzer %1 gelöscht.
305
SafeGuard Enterprise
Kategorie
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Client
Client
Client
Client
Client
Client
Administration
Administration
Administration
Administration
Client
Client
Client
Client
3005
3006
3007
3008
3020
3021
2851
2852
2853
2854
3003
3022
3025
3026
Ereignis-ID Beschreibung
2821
2822
2825
2826
2827
2850
2815
2816
2817
2820
Erstellen von POA-Benutzer "%1" fehlgeschlagen.
Ändern von POA-Benutzer "%1" fehlgeschlagen.
Löschen von POA-Benutzer "%1" fehlgeschlagen.
POA-Gruppe %1 angelegt.
POA-Gruppe %1 geändert.
POA-Gruppe %1 gelöscht.
Erstellen von POA-Gruppe "%1" fehlgeschlagen.
Ändern von POA-Gruppe "%1" fehlgeschlagen.
Löschen von POA-Gruppe "%1" fehlgeschlagen.
Taskplaner-Dienst wurde wegen eines Ausnahmefehlers angehalten.
Task-Planer Task erfolgreich ausgeführt
Task-Planer Task fehlgeschlagen
Task-Planer Task erzeugt oder geändert
Task-Planer Task gelöscht
Kernelsicherung erfolgreich
Kernelrücksicherung beim ersten Versuch erfolgreich
Kernelrücksicherung beim zweiten Versuch erfolgreich
Kernelsicherung fehlgeschlagen
Kernelrücksicherung fehlgeschlagen
Datei-Tracking für Wechselmedien: Eine Datei wurde erstellt.
Datei-Tracking für Wechselmedien: Eine Datei wurde umbenannt.
Datei-Tracking für Wechselmedien: Eine Datei wurde gelöscht.
Datei-Tracking für Cloud-Speicher: Eine Datei wurde erstellt.
Datei-Tracking für Cloud-Speicher: Eine Datei wurde umbenannt.
306
Administratorhilfe
Kategorie
Client
Client
Client
Client
Client
Client
Client
Client
Client
Client
Client
Client
Client
Client
Client
Client
Client
Client
Client
Client
Client
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
3110
3111
3115
3116
3117
3118
3406
3407
3408
Ereignis-ID Beschreibung
3027
3030
3035
3040
3045
3046
3050
3051
3055
3405
3070
3071
3501
3502
3503
Datei-Tracking für Cloud-Speicher: Eine Datei wurde gelöscht.
Benutzer hat LSH-Informationen nach Anmeldung geändert.
LSH aktiviert.
LSH deaktiviert.
LSH verfügbar - Enterprise Client
LSH verfügbar - Standalone Client
LSH deaktiviert - Enterprise Client
LSH nicht verfügbar - Standalone Client
QST Liste (LSH Fragen) geändert.
Deinstallation des Configuration Protection Clients fehlgeschlagen.
Schlüssel-Backup auf Netzwerkfreigabe gespeichert.
Schlüssel-Backup konnte nicht auf der angegebenen
Netzwerkfreigabe gespeichert werden.
POA-Benutzer "%1" in POA importiert.
POA-Benutzer "%1" aus POA gelöscht.
POA -Benutzer "%1": Kennwort mit F8 geändert.
Import von POA-Benutzer "%1" in POA fehlgeschlagen.
Löschen von POA-Benutzer "%1" aus POA fehlgeschlagen.
POA-Benutzer "%1": Kennwortänderung mit F8 fehlgeschlagen.
Interner Fehler im Configuration Protection Client
Mögliche Ereignis-Manipulation im Configuration Protection Client
Mögliche Ereignisprotokoll-Manipulation im Configuration
Protection Client
Zugriff auf Medium auf Laufwerk verweigert.
Zugriff auf Datendatei verweigert.
Sektorbasierte Erst-Verschlüsselung des Laufwerks gestartet.
307
SafeGuard Enterprise
Kategorie
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Ereignis-ID Beschreibung
3504
3505
3506
3507
3508
3509
3510
3511
3512
3513
3514
3515
3516
3517
3519
3520
3521
3522
3524
3525
Sektorbasierte Erst-Verschlüsselung des Laufwerks gestartet.
(Schnellmodus)
Sektorbasierte Erst-Verschlüsselung des Laufwerks fehlerfrei beendet.
Sektorbasierte Erst-Verschlüsselung des Laufwerks gescheitert und beendet.
Sektorbasierte Erst-Verschlüsselung des Laufwerks abgebrochen.
Sektorbasierte Erst-Verschlüsselung des Laufwerks fehlgeschlagen.
Sektorbasierte Entschlüsselung des Laufwerks gestartet.
Sektorbasierte Entschlüsselung des Laufwerks fehlerfrei beendet.
Sektorbasierte Entschlüsselung des Laufwerks gescheitert und beendet.
Sektorbasierte Entschlüsselung des Laufwerks abgebrochen.
Sektorbasierte Entschlüsselung des Laufwerks fehlgeschlagen.
Dateibasierende Initialverschlüsselung auf einem Laufwerk gestartet.
Dateibasierende Initialverschlüsselung auf einem Laufwerk erfolgreich abgeschlossen.
Dateibasierende Initialverschlüsselung auf einem Laufwerk fehlgeschlagen und beendet.
Dateibasierende Entschlüsselung auf einem Laufwerk abgebrochen.
Dateibasierende Verschlüsselung einer Datei gestartet.
Dateibasierende Verschlüsselung einer Datei erfolgreich abgeschlossen.
Dateibasierende Entschlüsselung auf einem Laufwerk fehlgeschlagen und beendet.
Dateibasierende Entschlüsselung auf einem Laufwerk abgebrochen.
Verschlüsselung einer Datei gestartet.
Verschlüsselung einer Datei erfolgreich abgeschlossen.
308
Administratorhilfe
Kategorie
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Zugriffskontrolle
Zugriffskontrolle
3545
3546
3547
3548
3603
3604
3607
3610
3611
3560
3600
3601
3602
Ereignis-ID Beschreibung
3526
3540
3541
3542
3543
3544
3549
3612
4400
4401
Verschlüsselung einer Datei fehlgeschlagen.
Entschlüsselung einer Datei gestartet.
Entschlüsselung einer Datei erfolgreich abgeschlossen.
Entschlüsselung einer Datei fehlgeschlagen.
Backup von Bootkey durchgeführt
Überschreitung der Anzahl von Verschlüsselungsalgorithmen für
Start-Laufwerke
Lesefehler von Schlüsseldatenbereiche
Abweisen von Laufwerken gemäß den Richtlinien.
Warnung NTFS Boot Sector Backup fehlt auf Volume %1.
Der Benutzer hat neue BitLocker-Anmeldeinformationen zum
Starten des Computers zur Verfügung gestellt.
Der Benutzer hat versucht, neue BitLocker-Anmeldeinformationen zum Starten des Computers zur Verfügung zu stellen, aber der
Vorgang ist fehlgeschlagen.
Zugriffsschutz
Allgemeiner Verschlüsselungsfehler
Verschlüsselungsfehler - Laufwerk nicht gefunden
Verschlüsselungsfehler - Laufwerk nicht verfügbar
Verschlüsselungsfehler - Laufwerk entfernt
Verschlüsselungsfehler - Laufwerksfehler
Verschlüsselungsfehler - Der Schlüssel fehlt
Verschlüsselungsfehler - Der Original-KSA Bereich ist beschädigt.
Verschlüsselungsfehler - Der Sicherungs-KSA Bereich ist beschädigt.
Verschlüsselungsfehler - Der ESA-Bereich ist beschädigt.
Port erfolgreich freigegeben
Gerät erfolgreich freigegeben
309
SafeGuard Enterprise
Kategorie
Zugriffskontrolle
Zugriffskontrolle
Zugriffskontrolle
Zugriffskontrolle
Zugriffskontrolle
Zugriffskontrolle
Zugriffskontrolle
Zugriffskontrolle
Zugriffskontrolle
Zugriffskontrolle
Zugriffskontrolle
Zugriffskontrolle
Zugriffskontrolle
Zugriffskontrolle
4409
4410
4411
4412
4413
4414
4415
4402
4403
4404
4405
4406
4407
4408
Ereignis-ID Beschreibung
Speichergerät erfolgreich freigegeben
WLAN erfolgreich freigegeben
Port erfolgreich entfernt
Gerät erfolgreich entfernt
Speichergerät erfolgreich entfernt
WLAN-Verbindung erfolgreich getrennt
Port eingeschränkt
Gerät eingeschränkt
Speichergerät eingeschränkt
WLAN eingeschränkt
Port gesperrt
Gerät gesperrt
Speichergerät gesperrt
WLAN gesperrt
310
Administratorhilfe
38 Fehlercodes
Fehler-ID
24
25
26
50
101
0
21
22
23
102
103
1201
1202
1203
1204
1205
38.1 SGMERR-Codes in der Windows-Ereignisanzeige
In der Windows-Ereignisanzeige könnten Sie folgende Meldung finden:
"Authorization for SafeGuard Enterprise Administration failed for user... Grund:
SGMERR[536870951]"
Welche Bedeutung die Nummer “536870951” hat, finden Sie in dieser Tabelle. Nummer
“536870951” bedeutet zum Beispiel “Die angegebene PIN ist falsch, der Benutzer konnte nicht authentisiert werden".
Anzeige
OK
Interner Fehler entdeckt
Modul nicht initialisiert
Datei I/O Fehler entdeckt
Speicher kann nicht zugewiesen werden
Datei I/O Lesefehler
Datei I/O Schreibfehler
Keine Operation durchgeführt
Allgemeiner Fehler
Zugriff verweigert
Datei existiert bereits
Registry Eintrag konnte nicht geöffnet werden.
Registry Eintrag konnte nicht gelesen werden.
Registry Eintrag konnte nicht geschrieben werden.
Registry Eintrag konnte nicht entfernt werden.
Registry Eintrag konnte nicht erzeugt werden.
311
SafeGuard Enterprise
1307
1308
1309
1310
1311
1312
1313
1314
1315
1316
Fehler-ID
1206
1207
1208
1209
1210
1211
1212
1301
1302
1303
1304
1305
1306
Anzeige
Kein Zugriff auf einen Systemdienst oder Treiber möglich.
Ein Systemdienst oder Treiber konnte nicht in der Registry eingetragen werden.
Ein Systemdienst oder Treiber konnte nicht aus der Registry entfernt werden.
Ein Systemdienst oder Treiber ist bereits in der Registry eingetragen.
Kein Zugriff auf den Service Control Manager möglich.
Ein Eintrag für eine Session konnte in der Registry nicht gefunden werden.
Ein Registry Eintrag ist ungültig oder falsch.
Der Zugriff auf ein Laufwerk ist fehlgeschlagen.
Keine Informationen über ein Laufwerk vorhanden.
Kein Zugriff auf ein Volume möglich.
Ungültige Option definiert.
Unzulässiges Dateisystem.
Das existierende Dateisystem auf einem Volume und das definierte sind unterschiedlich.
Die vorhandene Größe eines Dateisystem-Clusters und die definierte Größe sind unterschiedlich.
Unzulässige Sektorgröße eines Dateisystems definiert.
Unzulässiger Startsektor definiert.
Unzulässiger Partitionstyp definiert.
Es konnte kein unfragmentierter, unbenutzter Bereich der erforderlichen Größe auf einem Volume gefunden werden.
Dateisystem Cluster konnten nicht als benutzt markiert werden.
Dateisystem Cluster konnten nicht als benutzt markiert werden.
Dateisystem Cluster konnten nicht als unbenutzt markiert werden.
Dateisystem Cluster konnten nicht als BAD markiert werden.
Es existieren keine Informationen über die Cluster eines Dateisystems.
312
Fehler-ID
1403
1404
1405
1406
1407
1451
1354
1355
1401
1402
1317
1318
1319
1330
1351
1352
1353
1452
1453
1454
1455
1456
1457
1458
1459
Administratorhilfe
Anzeige
Der als BAD markierte Bereich auf einem Volume konnte nicht gefunden werden.
Unzulässige Größe eines Bereichs auf einem Volume definiert.
Der MBR Sektor einer Festplatte konnte nicht ersetzt werden.
Ein falsches Kommando für eine Allokierung oder Deallokierung definiert.
Unzulässiger Algorithmus definiert.
Der Zugriff auf den Systemkern ist fehlgeschlagen.
Es ist kein Systemkern installiert.
Beim Zugriff auf den Systemkern ist ein Fehler aufgetreten.
Unzulässige Änderung der Systemeinstellungen.
Auf ein Laufwerk konnten keine Daten geschrieben werden.
Von einem Laufwerk konnten keine Daten gelesen werden.
Der Zugriff auf ein Laufwerk ist fehlgeschlagen.
Unzulässiges Laufwerk.
Änderung der Zugriffsposition auf einem Laufwerk ist fehlgeschlagen.
Laufwerk ist nicht bereit.
Unmount eines Laufwerks ist fehlgeschlagen.
Datei konnte nicht geöffnet werden.
Datei konnte nicht gefunden werden.
Unzulässiger Dateipfad definiert.
Datei konnte nicht erzeugt werden.
Datei konnte nicht kopiert werden.
Keine Informationen über ein Laufwerk vorhanden.
Die Position in einer Datei konnte nicht geändert werden.
Das Lesen von einer Datei ist fehlgeschlagen.
Es konnten keine Daten in eine Datei geschrieben werden.
313
SafeGuard Enterprise
Fehler-ID
1511
1512
1513
1514
1515
1516
1504
1505
1506
1510
1460
1461
1462
1463
1501
1502
1503
1517
1518
1519
1520
1550
2850
2851
2852
314
Anzeige
Eine Datei konnte nicht entfernt werden.
Unzulässiges Dateisystem.
Datei konnte nicht geschlossen werden.
Kein Zugriff auf eine Datei möglich.
Nicht genug Speicher vorhanden.
Unzulässiger oder falscher Parameter definiert.
Ein Puffer für Daten ist zu klein.
Ein DLL-Modul konnte nicht geladen werden.
Eine Funktion oder ein Prozess wurde abgebrochen.
Kein Zugriff erlaubt.
Es ist kein Systemkern installiert.
Ein Programm konnte nicht gestartet werden.
Eine Funktion, ein Objekt oder Daten sind nicht vorhanden.
Unzulässiger Eintrag.
Ein Objekt existiert bereits.
Unzulässiger Funktionsaufruf.
Es ist ein interner Fehler aufgetreten.
Es ist eine Zugriffsverletzung aufgetreten.
Funktion oder Modus wird nicht unterstützt.
Deinstallation ist fehlgeschlagen.
Es ist ein Ausnahmefehler aufgetreten.
Der MBR Sektor der Festplatte konnte nicht ersetzt werden.
Taskplaner-Dienst wurde wegen eines Ausnahmefehlers angehalten.
Task-Planer Task erfolgreich ausgeführt
Task-Planer Task fehlgeschlagen
30062
30063
30064
30065
30066
Fehler-ID
20003
20004
30050
30051
30052
30053
2853
2854
20001
20002
30054
30055
30056
30057
30058
30059
30060
30061
Administratorhilfe
Anzeige
Task-Planer Task erzeugt oder geändert
Task-Planer Task gelöscht
Unbekannt
Prozess beendet
Datei nicht verifiziert
Ungültige Richtlinie
Die Anweisung Öffnen war nicht erfolgreich
Nicht genug Speicherplatz
Allgemeiner Fehler in der Prozess-Kommunikation
Auf eine Ressource kann nicht zugegriffen werden. Das ist ein temporärer
Zustand und ein späterer Versuch könnte erfolgreich beendet werden.
Allgemeiner Kommunikationsfehler
Unerwarteter Rückgabewert
Kein Kartenlesegerät angeschlossen
Zwischenspeicher überfüllt
Karte ist nicht in Betrieb
Eine Zeitüberschreitung ist eingetreten
Unerlaubter Kartentyp
Die gewünschte Funktionsart wird nicht unterstützt /zu dieser Zeit / In dieser OS
/ in dieser Situation.
Ungültiger Treiber
Die Firmware der angeschlossenen Hardware ist von dieser Software nicht nutzbar
Öffnen der Datei ist fehlgeschlagen
Datei nicht gefunden
Karte nicht eingeführt
315
SafeGuard Enterprise
30074
30075
30076
30077
Fehler-ID
30067
30068
30069
30070
30071
30072
30073
30078
30079
30080
30081
30082
30083
30084
30085
30086
30087
30088
Anzeige
Unzulässiges Argument
Die Semaphore wird derzeit verwendet.
Die Semaphore ist momentan in Benutzung
Allgemeiner Fehler.
Sie haben momentan nicht die Rechte, die angefragte Aktion durchzuführen.
Normalerweise ist es notwendig zuvor ein Kennwort einzugeben.
Der Service ist momentan nicht verfügbar.
Ein Element ( z. B. ein Schlüssel mit einem bestimmten Namen ) konnte nicht gefunden werden.
Das angegebene Kennwort ist falsch.
Das Kennwort wurde mehrere Male falsch eingegeben und ist daher geblockt.
Benutzen Sie ein Verwaltungstool, um dieses zu entsperren.
Die Identität stimmt nicht mit der definierten Identitäts-Gegenprobe überein.
Mehrere Fehler sind aufgetreten. Benutzen Sie diesen Fehlercode, wenn dies die einzige Möglichkeit ist, einen Fehlercode zu erhalten, aber vorher verschiedene Fehler aufgetreten sind.
Einige Elemente sind noch vorhanden, daher kann z. B. die Verzeichnisstruktur etc. nicht gelöscht werden.
Fehler während des Konsistenztestes
Die ID ist auf der Schwarzen Liste. Die angefragte Aktion ist daher nicht erlaubt.
Ungültiges Handle
Ungültige Konfigurationsdatei
Abschnitt nicht gefunden.
Eintrag nicht gefunden.
Keine weiteren Abschnitte vorhanden.
Ende der Datei erreicht.
Der angegebene Element existiert bereits.
Das Kennwort ist zu kurz.
316
Administratorhilfe
Fehler-ID
30096
30097
12451840
12451842
12451842
12451843
352321637
352321638
352321639
352321640
30089
30090
30091
30092
30093
30094
30095
352321641
352321642
352321643
352321644
352321645
352321646
352321647
352321648
Anzeige
Das Kennwort ist zu lang.
Ein Element ( z. B. ein Zertifikat ) ist abgelaufen.
Das Kennwort ist nicht gesperrt.
Der Pfad konnte nicht gefunden werden.
Das Datenverzeichnis ist nicht leer.
Keine weiteren Daten verfügbar
Auf dem Medium ist kein Speicherplatz mehr verfügbar.
Eine Operation wurde abgebrochen.
Read Only Daten; eine Schreiboperation ist fehlgeschlagen.
Der Schlüssel ist nicht verfügbar.
Der Schlüssel ist nicht definiert.
Zugriff auf unverschlüsseltes Medium verweigert.
Zugriff auf unverschlüsseltes Medium verweigert, wenn nicht es nicht leer ist.
Die Datei ist nicht verschlüsselt.
Der Schlüssel ist nicht verfügbar.
Der richtige Schlüssel ist nicht verfügbar.
Checksummenfehler im Datei-Header.
Fehler in CBI-Funktion.
Ungültiger Dateiname.
Fehler beim Lesen/Schreiben der temporären Datei.
Zugriff auf unverschlüsselte Dateien ist nicht erlaubt.
Key Storage Area (KSA) voll.
Die Datei ist bereits mit einem anderen Algorithmus verschlüsselt.
Datei ist mit NTFS komprimiert und kann daher nicht verschlüsselt werden!
Datei ist mit EFS verschlüsselt!
317
SafeGuard Enterprise
Fehler-ID
402653188
402653189
402653190
402653191
402653192
402653193
536870913
536870914
536870915
536870916
352321649
352321650
352321651
385875969
402653185
402653186
402653187
536870917
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536870919
536870920
536870921
536870922
536870923
536870924
Anzeige
Ungültiger Datei-Besitzer!
Ungültiger Dateiverschlüsselungsmodus!
Fehler im CBC-Handling!
Integrität verletzt.
Das Token enthält keine Berechtigungen.
Berechtigungen können nicht auf das Token geschrieben werden.
TDF-Tag konnte nicht angelegt werden.
TDF-Tag enthält die angeforderten Daten nicht.
Das Objekt existiert bereits auf dem Token.
Kein gültiger Slot gefunden.
Seriennummer konnte nicht gelesen werden
Verschlüsselung des Tokens ist gescheitert.
Entschlüsselung des Tokens ist gescheitert.
Die Schlüsseldatei enthält eine ungültige Daten.
Teile des RSA-Schlüsselpaares sind ungültig.
Das Schlüsselpaar konnte nicht importiert werden.
Das Format der Schlüsseldatei ist ungültig.
Keine Daten verfügbar.
Der Import des Zertifikates ist fehlgeschlagen, da das Zertifikat bereits existiert.
Das Modul ist bereits initialisiert worden.
Das Modul ist nicht initialisiert worden.
Die ASN.1-Verschlüsselung ist fehlerhaft.
Fehlerhafte Datenlänge.
Fehlerhafte Signatur.
Fehlerhafter Verschlüsselungsmechanismus angewandt.
318
Administratorhilfe
536870935
536870936
536870937
536870938
536870939
536870940
536870941
Fehler-ID
536870925
536870926
536870927
536870928
536870929
536870930
536870931
536870932
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536870934
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536870945
536870946
Anzeige
Diese Version wird nicht unterstützt.
Padding Fehler.
Ungültige Flags.
Das Zertifikat ist abgelaufen und nicht länger gültig.
Unkorrekte Zeitangabe. Zertifikat noch nicht gültig.
Das Zertifikat ist entzogen worden.
Die Zertifikats-Kette ist ungültig.
Die Zertifikats-Kette konnte nicht erstellt werden.
CDP konnte nicht kontaktiert werden.
Ein Zertifikat, welches nur als End-Dateneinheit genutzt werden kann, ist als CA oder umgekehrt genutzt worden.
Probleme mit der Gültigkeitslänge der Zertifikate in der Kette.
Fehler bei der Öffnung der Datei.
Fehler beim Lesen einer Datei.
Ein oder mehrere Parameter, die an die Funktion übergeben worden sind, sind nicht korrekt.
Die Ausgabe der Funktion passt nicht in den zur Verfügung gestellten Puffer.
Ein Problem mit dem Token und/oder Slot ist aufgetaucht.
Der Token hat nicht genug Speicherkapazität, um die gewünschte Funktion auszuführen.
Der Token ist aus dem Slot entfernt worden, während die Funktion ausgeführt wurde.
Die gewünschte Funktion konnte nicht ausgeführt werden, es liegen aber keine detaillierten Informationen über den Grund der Fehlermeldung vor.
Der Computer auf dem die CBI Sammlung läuft, besitzt ungenügenden Speicher, um die gewünschte Funktion auszuführen. Im schlechtesten Fall könnte es sein, dass die Funktion nur teilweise erfolgreich durchgeführt wird.
Eine gewünschte Funktion wird nicht vom CBI-Archiv unterstütz.
319
SafeGuard Enterprise
536870955
536870956
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536870964
Fehler-ID
536870947
536870948
536870949
536870950
536870951
536870952
536870953
536870954
Anzeige
Es wurde versucht, einen Wert für ein Objekt einzustellen, welches nicht eingestellt oder abgeändert werden kann.
Ein ungültiger Wert wurde für ein Objekt angegeben.
Es wurde versucht, den Wert eines Objektes zu erlangen, was jedoch fehlschlug, da es sich um ein sensibles Objekt handelt bzw. es nicht extrahierbar ist.
Die angegebene OIN Lust abgelaufen. (Ob eine PIN eines normalen Benutzers auf einem ausgegebenen Token jemals abläuft, variiert von Token zu Token.)
Die angegebene PIN abgelaufen. Der Benutzer konnte nicht authentisiert werden.
Die angegebene PIN enthält ungültige Zeichen. Dieser Antwort-Code wird nur für Funktionen angewandt, die versuchen, eine PIN einzurichten.
Die angegebene PIN ist zu lang oder zu kurz. Dieser Antwort-Code wird nur für
Funktionen angewandt, die versuchen, eine PIN einzurichten.
Die angegebene PIN ist geblockt und kann nicht genutzt werden. Dies tritt auf, weil eine gewisse Anzahl an fehlgeschlagenen Versuchen zur Authentisierung aufgetreten ist und der Token weitere Versuche zur Authentisierung ablehnt.
Die angegebene Slot ID ist ungültig.
Der Token war zu dem Zeitpunkt, als die Funktion angefragt wurde nicht in seinem Slot.
Das CBI Archiv und/oder der Slot konnte keinen Token im Slot erkennen.
Die angefragte Aktion kann nicht durchgeführt werden, da der Token schreibgeschützt ist.
Der angegebene Benutzer kann nicht angemeldet werden, da dieser
Benutzername bereits zur Sitzung angemeldet ist.
Der angegebene Benutzer kann nicht angemeldet werden, da ein anderer
Benutzer bereits zur Sitzung angemeldet ist.
Die gewünschte Aktion kann nicht ausgeführt werden, da der geeignete Benutzer
(oder ein geeigneter Benutzer) nicht angemeldet ist. Zum Beispiel kann die
Abmeldung von der Sitzung nicht vor der Anmeldung liegen.
Die normale Benutzer PIN ist nicht mit CBIInitPin initialisiert.
Es wurde versucht, gleichzeitig mehrere verschiedene Benutzer auf dem Token anzumelden, was der Token und/oder das Archiv zugelassen haben.
Ein ungültiger Wert wurde als CBIUser angegeben. Gültige Typen sind in ASCI11
User Types definiert.
320
Administratorhilfe
Fehler-ID
536870965
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536870988
Anzeige
Ein Objekt mit der angegebenen Kennzeichnung konnte auf dem Token nicht gefunden werden.
Eine Zeitüberschreitung ist aufgetreten.
Diese Version der IE ist nicht unterstützt.
Authentisierung fehlgeschlagen.
Das Root-Zertifikat ist gesichert.
Keine CRL gefunden.
Keine aktive Internetverbindung vorhanden.
Es befindet sich ein Fehler im Zeitwert eines Zertifikates.
Das Zertifikat konnte nicht verifiziert werden.
Der Aufhebungsstatus dieses Zertifikates ist unbekannt.
Das Modul wird beendet. Keine weiteren Anfragen gestattet.
Es ist ein Fehler während einer Netzwerkfunktion aufgetreten.
Ein ungültiger Aufruf einer Funktion ist empfangen worden.
Ein Objekt konnte nicht gefunden werden.
Eine Terminal Server Sitzung wurde unterbrochen.
Ungültige Handlung.
Das Objekt ist in Benutzung.
Der Zufallszahlengenerator wurde nicht initialisiert. (CBIRNDInit ( ) wurde nicht angefragt.)
Unbekannter Befehl (siehe CBIControl ( )).
UNICODE wird nicht unterstützt.
Der Zufallszahlengenerator benötigt einen größeren Startwert (seed).
Das Objekt existiert bereits.
Falsche Algorithmus Kombination. (Siehe CBIRecrypt ( )).
Das Cryptoki-Modul (PKCS#11) ist nicht initialisiert.
321
SafeGuard Enterprise
Fehler-ID
536870996
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536870999
536871000
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536871004
805306369
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805306376
Anzeige
Das Cryptoki-Modul (PKCS#11) ist bereits initialisiert.
Das Cryptoki-Modul (PKCS#11) konnte nicht geladen werden.
Zertifikat nicht gefunden.
Nicht vertrauenswürdig.
Ungültiger Schlüssel.
Der Schlüssel ist nicht exportierbar.
Der angegebene Algorithmus wird momentan nicht unterstützt.
Der angegebene Entschlüsselungsmodus wird nicht unterstützt.
Ein Fehler in der GSENC Sammlung ist aufgetreten.
Format der Datenabfrage ist nicht bekannt.
Das Zertifikat hat keinen privaten Schlüssel.
Ungültige Konfiguration
Eine Operation ist aktiv.
Ein Zertifikat in der Kette ist zeitlich nicht verschachtelt.
Die CRL konnte nicht ersetzt werden.
Die BENUTZER-PIN wurde bereits initialisiert.
Sie haben keine ausreichenden Rechte, um diese Aktion auszuführen. Zugriff verweigert
Ungültige Handlung.
Ungültiger Parameter in Benutzung
Das Objekt existiert bereits.
Das Objekt konnte nicht gefunden werden.
Datenbank-Ausnahme aufgetreten.
Die Aktion wurde vom Benutzer abgebrochen.
Das Token ist keinem bestimmten Benutzer zugewiesen.
322
Administratorhilfe
805306392
805306393
805306394
805306395
805306396
Fehler-ID
805306377
805306378
805306379
805306380
805306381
805306382
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805306389
805306390
805306391
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Das Token ist mehr als einem Benutzer zugewiesen.
Das Token konnte nicht in der Datenbank gefunden werden.
Das Token wurde erfolgreich gelöscht und aus der Datenbank entfernt.
Das Token konnte in der Datenbank nicht eindeutig identifiziert werden.
Die Richtlinie ist einer Richtlinien-Gruppe zugewiesen. Um die Richtlinie zu löschen, muss diese Zuweisung aufgehoben werden.
Die Richtlinie ist einer OU zugewiesen. Bitte entfernen Sie zuerst die Zuweisung.
Das Zertifikat dieses Beauftragten ist ungültig.
Das Zertifikat dieses Beauftragten ist abgelaufen.
Der Beauftragte konnte nicht in der Datenbank gefunden werden.
Der gewählte Beauftragte ist nicht eindeutig.
Der Beauftragte ist gesperrt und kann nicht authentisiert werden.
Der Beauftragte ist nicht mehr oder noch nicht gültig.
Der Beauftragte konnte nicht authentisiert werden - Anfrage außerhalb der gestatteten Arbeitszeiten.
Ein Beauftragter kann sich nicht selbst löschen.
Der Haupt-Sicherheitsbeauftragte kann nicht gelöscht werden, da ein zweiter
Haupt-Sicherheitsbeauftragte zur zusätzlichen Authentisierung erforderlich ist.
Der Sicherheitsbeauftragte kann nicht gelöscht werden, da ein zweiter
Sicherheitsbeauftragte zur zusätzlichen Authentisierung erforderlich ist.
Der Prüfungsbeauftragte kann nicht gelöscht werden, da ein weiterer
Prüfungsbeauftragter zur zusätzlichen Authentisierung erforderlich ist.
Der Recovery-Beauftragte kann nicht gelöscht werden, da ein
Recovery-Beauftragter zur zusätzlichen Authentisierung erforderlich ist.
Der Beratungsbeauftragte kann nicht gelöscht werden, da ein
Beratungsbeauftragter zur zusätzlichen Authentisierung erforderlich ist.
Die Funktion des Haupt- Sicherheitsbeauftragten kann nicht entfernt werden, da ein zweiter Haupt-Sicherheitsbeauftragter zur zusätzlichen Authentisierung erforderlich ist.
323
SafeGuard Enterprise
Fehler-ID
805306397
805306398
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805306400
805306401
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805306411
805306412
805306413
805306414
805306415
805306416
Anzeige
Die Funktion des Sicherheitsbeauftragten kann nicht entfernt werden, da ein
Sicherheitsbeauftragter zur zusätzlichen Authentisierung erforderlich ist.
Die Funktion des Prüfungsbeauftragten kann nicht entfernt werden, da ein
Prüfungsbeauftragter zur zusätzlichen Authentisierung erforderlich ist.
Die Funktion des Wiederherstellungsbeauftragten kann nicht entfernt werden, da ein Recovery-Beauftragter zur zusätzlichen Authentisierung erforderlich ist.
Die Funktion des Beratungsbeauftragten kann nicht entfernt werden, da ein
Beratungsbeauftragter zur zusätzlichen Authentisierung erforderlich ist.
Ein zusätzlicher Beauftragter mit der gewünschten Funktion ist zur zusätzlichen
Authentisierung nicht verfügbar.
Ereignisanzeige
Integrität des zentralen Ereignisprotokolls erfolgreich verifiziert.
Integrität verletzt! Ein oder mehrere Ereignisse wurden vom Beginn der Kette entfernt.
Integrität verletzt! Ein oder mehrere Ereignisse sind in der Kette entfernt worden.
Die Mitteilung bei der der Bruch der Kette entdeckt worden ist, ist hervorgehoben.
Integrität verletzt! Ein oder mehrere Ereignisse wurden vom Ende der Kette entfernt.
Exportieren der Ereignisse in Datei fehlgeschlagen. Grund:
Die momentane Ansicht enthält ungesicherte Daten. Möchten Sie die Änderungen speichern, bevor Sie die Ansicht verlassen?
Die Datei konnte nicht geladen werden, oder die Datei ist beschädigt. Grund:
Die Integrität des Protokolls ist verletzt worden! Ein oder mehrere Ereignisse sind entfernt worden.
Sollen die Ereignisse in einer Datei gesichert werden, bevor sie gelöscht werden?
Anzeige der Aufträge
CRL mehrfach in der Datenbank gefunden. CRL konnte nicht gelöscht werden.
CRL nicht in der Datenbank gefunden.
Der Benutzer, dem das Zertifikat zugewiesen werden sollte, konnte nicht in der
Datenbank gefunden werden.
Ein P7 Blob ist für eine Zertifikats-Zuweisung zwingend erforderlich.
324
Administratorhilfe
Fehler-ID
805306417
805306418
805306419
805306420
805306421
805306422
805306423
805306424
805306425
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805306427
805306428
805306429
805306430
805306431
805306432
805306433
805306435
2415919104
2415919105
Anzeige
Der Benutzer, dem das Zertifikat zugewiesen werden sollte, ist nicht eindeutig benannt.
Die Zertifikats-Zuweisung kann nicht gefunden werden.
Die Zuweisung des Zertifikats ist nicht eindeutig. Es ist nicht klar, welche
Zuweisung entfernt werden soll.
Der Benutzer für den das Zertifikat erstellt werden soll, konnte nicht in der
Datenbank gefunden werden.
Der Benutzer für den das Zertifikat erstellt werden soll, kann nicht eindeutig benannt werden.
Das Zertifikat wurde bereits einem anderen Benutzer zugeordnet. Ein Zertifikat kann nur einem Benutzer zugeordnet werden.
Der Computer, dem das Zertifikat zugewiesen werden soll, konnte nicht in der
Datenbank gefunden werden.
Der Computer, dem das Zertifikat zugewiesen werden soll, konnte nicht eindeutig identifiziert werden.
Importierte Zertifikate können nicht durch SGN erneuert werden.
Inkonsistente Zertifikatsdaten während der Erneuerung
Die Erneuerung des Zertifikats wurde nicht von einem Sicherheitsbeauftragten genehmigt.
Fehler beim Löschen des Token
Das Zertifikat kann nicht vom Token gelöscht werden, denn es wurde für die
Authentisierung des aktuellen Benutzers verwendet.
Ein Systemzugang mit diesem Namen existiert bereits. Bitte wählen Sie einen anderen Namen.
Dem Sicherheitsbeauftragen sind keine Rollen zugewiesen. Anmeldung nicht möglich.
Die Lizenz wurde verletzt.
Es wurde keine Lizenz gefunden.
Fehlender oder ungültiger Protokolldateipfad
Es wurde keine Richtlinie gefunden.
Keine Konfigurationsdatei verfügbar!
325
SafeGuard Enterprise
Fehler-ID
2415919106
2415919107
2415919108
2415919109
2415919110
2415919111
2415919112
2415919113
3674210305
3674210306
3674210307
3758096385
3758096386
3758096387
3758096388
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3758096395
3758096396
3758096397
3758096398
Anzeige
Keine Verbindung zum Server.
Keine weiteren Datenpakete vorhanden.
Ungültige Priorität beim Senden zum Server!
Es stehen noch Daten zur Verarbeitung an.
Die Autoregistrierung ist noch nicht beendet.
Datenbank Anmeldung fehlgeschlagen.
Falsche Session ID!
Datenpaket ignoriert!
Domäne nicht gefunden.
Maschine nicht gefunden.
Benutzer nicht gefunden.
Das Kennwort enthält nicht genügend Buchstaben
Das Kennwort enthält nicht genügend Zahlen
Das Kennwort enthält nicht genügend Sonderzeichen
Das Kennwort entspricht dem Benutzernamen
Das Kennwort enthält aufeinanderfolgende Zeichen
Das Kennwort ähnelt dem Benutzernamen zu stark
Das Kennwort wurde in der Liste der verbotenen Kennwörter gefunden
Das Kennwort ähnelt dem alten Kennwort zu stark
Das Kennwort enthält eine Tastaturreihe mit mehr als zwei Zeichen
Das Kennwort enthält eine Tastaturspalte mit mehr als zwei Zeichen
Das Kennwort hat seinen Gültigkeitszeitraum noch nicht erreicht
Das Kennwort hat seine Gültigkeitsdauer überschritten
Das Kennwort hat seine minimale Gültigkeitsdauer noch nicht erreicht
Das Kennwort hat die maximale Gültigkeitsdauer überschritten
326
Administratorhilfe
Fehler-ID
3758096399
3758096400
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3758096402
4026531840
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4026531845
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Anzeige
Information über einen bevorstehenden Wechsel des Kennwortes muß angezeigt werden
Änderung bei Erstanmeldung erforderlich
Das Kennwort wurde in der History gefunden
Fehler beim Verifizieren gegen die spezifizierte Blacklist.
Keine "platform" vorhanden.
Kein Dokument.
XML Parse Fehler.
Fehler im Document Object Model (XML).
Kein <DATAROOT>-Abschnitt gefunden (XML).
XML-Tag nicht gefunden.
"nostream" Fehler.
"printtree" Fehler.
38.2 BitLocker Fehlercodes
BitLocker Fehler werden durch die folgenden SafeGuard Events gemeldet:
■
2072: Kernel-Initialisierung ist fehlgeschlagen. Interner Code: <Fehlercode>.
■
3506: Sektorbasierte Erst-Verschlüsselung des Laufwerks <Laufwerksbuchstabe> gescheitert und beendet. Grund: <Fehlercode>
Die folgende Tabelle enthält eine Liste von Fehlercodes für BitLocker:
Fehlercode
(Hex)
Fehlercode
(Dec)
0x00000000 –
0x000032C8
0 – 15999
0x00BEB001 12496897
0x00BEB002 12496898
Beschreibung
Siehe Microsoft Systemfehlercodes
Verschlüsselung ist aufgrund eines Fehlers während der
Kernel-Initialisierung nicht möglich.
Der Boot Manager darf sich nicht auf dem zu verschlüsselnden
Systemlaufwerk befinden.
327
SafeGuard Enterprise
0x00BEB003
0x00BEB004
0x00BEB005
0x00BEB006
0x00BEB007
0x00BEB008
0x00BEB009
0x00BEB00A
0x00BEB00B
0x00BEB00C
0x00BEB00D
0x00BEB102
0x00BEB202
0x00BEB203
0x80280006
0x80280007
0x80280014
0x80310037
12496899
12496900
12496901
12496902
12496903
12496904
12496905
12496906
12496907
12496908
12496909
12497154
12497410
12497411
-2144862202
-2144862201
-2144862188
-2144272329
Es wurde eine nicht unterstützte Windows Version gefunden.
Minimum ist Windows Vista.
Die konfigurierte Authentisierungsmethode wird nicht unterstützt.
Der PIN Dialog wurde nicht erfolgreich abgeschlossen.
Der Pfad Dialog wurde nicht erfolgreich abgeschlossen.
Fehler in Kommunikation zwischen Prozessen des PIN oder Pfad
Dialogs.
Unbehandelte Ausnahme im PIN oder Pfad Dialog. Der Dialog wurde angezeigt, aber der Benutzer meldete sich ab oder stoppte ihn im Task-Manager.
Der in der Richtlinie definierte Verschlüsselungsalgorithmus stimmt nicht mit dem des verschlüsselten Laufwerks überein.
Standardmäßig (falls nicht geändert) verwendet die systemeigene
BitLocker-Verschlüsselung AES-128, während die SGN Richtlinien
AES-256 definieren.
Das Volume ist ein schreibgeschütztes Volume. Dynamische
Volumes werden nicht unterstützt.
Der Hardware-Test ist aufgrund eines Hardwareproblems fehlgeschlagen.
Bei der TPM-Initialisierung und -Aktivierung ist ein Fehler aufgetreten.
Der Verschlüsselungsalgorithmus in der SGN-Richtlinie steht zu den Verschlüsselungsalgorithmus-Einstellungen im GPO in
Konflikt.
Die UEFI Version konnte nicht überprüft werden, deshalb wird
BitLocker im Legacy-Modus ausgeführt.
Das Client-Konfigurationspaket wurde noch nicht installiert.
Die UEFI Version wird nicht unterstützt und deshalb wird BitLocker im Legacy-Modus ausgeführt. Die Minimalanforderung ist 2.3.1.
Das TPM ist inaktiv.
Das TPM ist deaktiviert.
Das TPM hat bereits einen Besitzer.
Die Gruppenrichtlinieneinstellung, die FIPS-Konformität erfordert, verhindert, dass ein lokales Recovery-Kennwort erzeugt und in die Schlüssel-Backup-Datei geschrieben wird. Die
Verschlüsselung wird dennoch fortgesetzt.
328
Administratorhilfe
0x8031005B
0x8031005E
-2144272293
-2144272290
Die Gruppenrichtlinie für die angegebene
Authentisierungsmethode ist nicht gesetzt. Bitte aktivieren Sie die Gruppenrichtlinie "Zusätzliche Authentifizierung beim Start anfordern".
Die Gruppenrichtlinie für Verschlüsselung ohne TPM ist nicht gesetzt. Bitte aktivieren Sie die Gruppenrichtlinie "Zusätzliche
Authentifizierung beim Start anfordern" und aktivieren Sie darin das Kontrollkästchen "BitLocker ohne kompatibles TPM zulassen".
0x80280000 –
0x803100CF
-2144862208 –
-2144272177
Siehe Microsoft COM Error Codes (TPM, PLA, FVE) .
329
SafeGuard Enterprise
39 Technischer Support
Technischen Support zu Sophos Produkten können Sie wie folgt abrufen:
■
Rufen Sie die SophosTalk-Community unter community.sophos.com/ auf und suchen Sie nach Benutzern mit dem gleichen Problem.
■
■
■
Durchsuchen Sie die Sophos Support-Knowledgebase unter www.sophos.com/de-de/support.aspx
.
Laden Sie die Produktdokumentation unter www.sophos.com/de-de/support/documentation/ herunter.
Öffnen Sie ein Ticket bei unserem Support-Team unter https://secure2.sophos.com/support/contact-support/support-query.aspx
.
330
Administratorhilfe
40 Rechtliche Hinweise
Copyright
©
1996-2014 Sophos Limited. Alle Rechte vorbehalten. SafeGuard ist ein eingetragenes Warenzeichen von Sophos Limited und Sophos Group.
Diese Publikation darf weder elektronisch oder mechanisch reproduziert, elektronisch gespeichert oder übertragen, noch fotokopiert oder aufgenommen werden, es sei denn, Sie verfügen entweder über eine gültige Lizenz, gemäß der die Dokumentation in Übereinstimmung mit dem Lizenzvertrag reproduziert werden darf, oder Sie verfügen über eine schriftliche
Genehmigung des Urheberrechtsinhabers.
Sophos, Sophos Anti-Virus und SafeGuard sind eingetragene Warenzeichen der Sophos
Limited, Sophos Group und Utimaco Safeware AG. Alle anderen erwähnten Produkt- und
Unternehmensnamen sind Warenzeichen oder eingetragene Warenzeichen der jeweiligen
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