Sophos SafeGuard Enterprise Administratorhilfe
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SafeGuard Enterprise
Administratorhilfe
Produktversion:
Stand:
6
Februar 2012
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Inhalt
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SafeGuard Enterprise
1 Über das SafeGuard Management Center
Das SafeGuard Management Center ist das zentrale Instrument für die Verwaltung von mit
SafeGuard Enterprise verschlüsselten Computern. Mit dem SafeGuard Management Center können Sie eine unternehmensweite Sicherheitsstrategie implementieren und auf
Endpoint-Computer anwenden. Im SafeGuard Management Center können Sie:
■ Organisationsstruktur aufbauen oder importieren.
■ Sicherheitsbeauftragte anlegen.
■ Richtlinien definieren.
■ Konfigurationen exportieren und importieren.
■ Computer mit einer umfassenden Protokollierungsfunktionalität überwachen.
■ Kennwörter und den Zugriff auf verschlüsselte Computer wiederherstellen.
Mit dem SafeGuard Management Center wird Multi Tenancy für die Verwaltung von mehreren
Domänen und Datenbanken unterstützt. Sie können verschiedene SafeGuard Enterprise
Datenbanken verwalten und unterschiedliche Konfigurationen verwenden.
Der Zugriff auf das SafeGuard Management Center ist nur privilegierten Benutzern - den
Sicherheitsbeauftragten - erlaubt. Es können mehrere Sicherheitsbeauftragte gleichzeitig mit den Daten arbeiten. Die verschiedenen Sicherheitsbeauftragten können entsprechend den ihnen zugewiesenen Rollen und Rechten Tätigkeiten ausführen.
Sie können die SafeGuard Enterprise Richtlinien und Einstellungen an Ihre Anforderungen anpassen. Nach dem Speichern der neuen Einstellungen in der Datenbank können diese an die Endpoint-Computer übertragen werden, wo sie dann wirksam werden.
Administratorhilfe
2 Anmelden am SafeGuard Management Center
Während der Erstkonfiguration von SafeGuard Enterprise wird ein Konto für einen
Haupt-Sicherheitsbeauftragten angelegt. Dieses Konto wird bei der ersten Anmeldung an das
SafeGuard Management Center benötigt. Um das SafeGuard Management Center zu starten, benötigt der Benutzer das Kennwort für den Zertifikatsspeicher sowie den privaten Schlüssel des Zertifikats.
Weitere Informationen hierzu finden Sie in der SafeGuard Enterprise Installationsanleitung.
Die Anmeldung richtet sich danach, ob Sie das SafeGuard Management Center mit einer
Verbindung zu einer Datenbank (Single Tenancy) oder zu mehreren Datenbanken (Multi
Tenancy) einsetzen.
Hinweis:
Zwei Sicherheitsbeauftragte dürfen nicht das gleiche Windows-Konto auf einem Computer benutzen. Andernfalls lassen sich ihre Zugriffsrechte nicht sauber trennen.
2.1 Warnung bei Ablauf des Unternehmenszertifikats
Sechs Monate vor Ablauf des Unternehmenszertifikats zeigt das SafeGuard Management
Center bei der Anmeldung eine Warnung an und fordert Sie dazu auf, das Zertifikat zu erneuern und an die Endpoints zu übertragen. Ohne gültiges Unternehmenszertifikat können Endpoints keine Verbindung mit dem Server herstellen.
Sie können das Unternehmenszertifikat jederzeit erneuern. Dies ist auch dann möglich, wenn das Unternehmenszertifikat bereits abgelaufen ist. Wenn ein Unternehmenszertifikat abgelaufen ist, wird dies auch durch eine Meldung angegeben. Für Informationen zum Erneuern des
Unternehmenszertifikats, siehe
Erneuern des Unternehmenszertifikats
(Seite 66).
2.2 Anmeldung im Single Tenancy Modus
1. Starten Sie das SafeGuard Management Center über den Produktordner im Start Menü.
Ein Anmeldebildschirm wird angezeigt.
2. Melden Sie sich als Haupt-Sicherheitsbeauftragter an und geben Sie das
Zertifikatsspeicherkennwort ein, das während der Konfiguration festgelegt wurde. Klicken
Sie auf OK.
Das SafeGuard Management Center wird geöffnet.
Hinweis:
Wenn Sie ein falsches Kennwort eingeben, wird eine Fehlermeldung angezeigt und die nächste
Anmeldung wird verzögert. Diese Verzögerung wird mit jedem fehlgeschlagenen
Anmeldeversuch größer. Fehlgeschlagene Anmeldeversuche werden protokolliert.
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SafeGuard Enterprise
2.3 Anmeldung im Multi Tenancy Modus
Wenn Sie mehrere Datenbanken konfiguriert haben (Multi Tenancy), erweitert sich der
Anmeldevorgang am SafeGuard Management Center, siehe
Datenbankkonfigurationen arbeiten (Seite 19).
1. Starten Sie das SafeGuard Management Center über den Produktordner im Start Menü.
Der Dialog Konfiguration auswählen wird angezeigt.
2. Wählen Sie die Datenbankkonfiguration, die Sie verwenden möchten, aus der Dropdownliste und klicken Sie auf OK.
Die ausgewählte Datenbankkonfiguration wird mit dem SafeGuard Management Center verbunden und wird aktiv.
3. Zur Anmeldung an das SafeGuard Management Center werden Sie dazu aufgefordert, den
Namen des Sicherheitsbeauftragten für diese Konfiguration auszuwählen und Ihr
Zertifikatsspeicherkennwort einzugeben. Klicken Sie auf OK.
Das SafeGuard Management Center wird geöffnet und mit der ausgewählten
Datenbankkonfiguration verbunden.
Hinweis: Wenn Sie ein falsches Kennwort eingeben, wird eine Fehlermeldung angezeigt und die nächste Anmeldung wird verzögert. Diese Verzögerung wird mit jedem fehlgeschlagenen
Anmeldeversuch größer. Fehlgeschlagene Anmeldeversuche werden protokolliert.
2.4 SafeGuard Management Center Benutzeroberfläche
Administratorhilfe
Navigationsbereich:
Im Navigationsbereich befinden sich Schaltflächen für alle administrativen Tätigkeiten:
■ Benutzer und Computer
Zum Importieren von Gruppen und Benutzern aus einem Active Directory, aus der Domäne oder von einem einzelnen Computer.
■ Richtlinien
Zum Erzeugen der Richtlinien.
■ Schlüssel und Zertifikate
Zum Verwalten der Schlüssel und Zertifikate.
■ Token
Zur Verwaltung von Token und Smartcards.
■ Sicherheitsbeauftragte
Zum Anlegen neuer Sicherheitsbeauftragter und Definieren von Aktionen, für deren
Ausführung eine zusätzliche Autorisierung notwendig ist.
■ Berichte
Zum Anlegen und Verwalten von Berichten zu sicherheitsrelevanten Ereignissen.
Navigationsfenster
Im Navigationsfenster werden Objekte zur Bearbeitung angezeigt (Active Directory Objekte wie OUs, Benutzer und Computer; Richtlinien usw.) bzw. können dort erstellt werden. Welche
Objekte angezeigt werden, hängt vom ausgewählten Vorgang ab.
Hinweis: Unter Benutzer & Computer werden die Objekte in der Baumstruktur des
Navigationsfensters in Abhängigkeit von den Zugriffsrechten des Sicherheitsbeauftragten für
Verzeichnisobjekte angezeigt. Die Baumstruktur zeigt nur die Objekte, auf die der angemeldete
Sicherheitsbeauftragte Zugriff hat. Objekte, für die der Zugriff verweigert wird, werden nicht angezeigt, es sei denn, es sind weiter unten in der Baumstruktur Knoten vorhanden, für die der Sicherheitsbeauftragte Zugriffsrechte hat. In diesem Fall werden die Objekte, für die der
Zugriff verweigert wird, ausgegraut. Wenn der Sicherheitsbeauftragte das Zugriffsrecht Voller
Zugriff hat, wird das jeweilige Objekt schwarz dargestellt. Objekte mit Zugriffsrecht
Schreibgeschützt, werden blau dargestellt.
Aktionsbereich
Im Aktionsbereich nehmen Sie die Einstellungen für das im Navigationsfenster ausgewählte
Objekt vor. Im Aktionsbereich stehen verschiedene Registerkarten zur Verfügung mit deren
Hilfe die Objekte bearbeitet und die Einstellungen vorgenommen werden können.
Informationen zu den ausgewählten Objekten werden ebenfalls im Aktionsbereich angezeigt.
Dazugehörige Ansichten (Associated Views)
In diesen Ansichten werden zusätzliche Objekte und Informationen angezeigt. Diese geben einerseits nützliche Informationen bei der Verwaltung des Systems und unterstützen die einfache Bedienung. Sie können zum Beispiel Objekten Schlüssel per Drag and Drop zuweisen.
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SafeGuard Enterprise
Symbolleiste
Hier befinden sich Symbole für die verschiedenen Aktionen im SafeGuard Management Center.
Die Symbole werden eingeblendet, wenn sie für das ausgewählte Objekt zur Verfügung stehen.
Nach der Anmeldung wird das SafeGuard Management Center immer mit der Ansicht gestartet, in der es geschlossen wurde.
2.5 Anzeigen des SafeGuard Management Center Hilfesystems
Das SafeGuard Management Center Hilfesystem wird in Ihrem Browser angezeigt. Es bietet umfassende Features wie kontextsensitive Hilfe und Volltextsuche. Das Hilfesystem ist für die volle Funktionalität der Inhaltsseiten konfiguriert und aktiviert JavaScript in Ihrem Browser.
Beim Microsoft Internet Explorer zeigt sich folgendes Verhalten:
■ Windows XP/Windows Vista/Windows 7 - Internet Explorer 6 oder höher -
Standardsicherheit:
Es wird keine Sicherheitsleiste angezeigt, die angibt, dass der Internet Explorer die
Scripting-Ausführung gesperrt hat.
JavaScript wird ausgeführt.
■ Windows 2003 Server Enterprise Edition - Internet Explorer 6 - Erweiterte
Sicherheitskonfiguration (Standardinstallationskonfiguration):
Eine Informationsbox gibt an, dass die erweiterte Sicherheitskonfiguration aktiviert ist und die Seite das Scripting ausführt. Sie können diese Meldung deaktivieren.
JavaScript wird ausgeführt.
Hinweis:
Auch wenn JavaScript deaktiviert ist, können Sie das SafeGuard Management Center
Hilfesystem aufrufen und im System navigieren. Bestimmte Funktionen, z. B. Suchen, lassen sich dann jedoch nicht anzeigen.
2.6 Sprache der Benutzeroberfläche
Sie können die Sprache der Benutzeroberfläche während der Installation des SafeGuard
Management Center sowie der SafeGuard Enterprise Verschlüsselungssoftware am
Endpoint-Computer steuern.
Sprache des SafeGuard Management Center
So stellen Sie die Sprache das SafeGuard Management Center ein:
■ Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Extras > Optionen > Allgemein. Klicken
Sie auf Benutzerdefinierte Sprache verwenden und wählen Sie eine verfügbare Sprache aus. Die Sprachen Englisch, Deutsch, Französisch und Japanisch werden unterstützt.
■ Starten Sie das SafeGuard Management Centers neu. Er wird in der ausgewählten Sprache angezeigt.
Administratorhilfe
SafeGuard Enterprise Oberflächensprache auf Endpoint-Computern
Die Sprache von SafeGuard Enterprise auf dem Endpoint-Computer steuern Sie über den
Richtlinientyp Allgemeine Einstellungen im SafeGuard Management Center (Einstellung,
Anpassung > Sprache am Client):
■ Wenn die Sprache des Betriebssystems gewählt wird, richtet sich die Produktsprache nach der Spracheinstellung des Betriebssystems. Steht die entsprechende Betriebssystemsprache in SafeGuard Enterprise nicht zur Verfügung, wird standardmäßig die englische Version von SafeGuard Enterprise angezeigt.
■ Wenn eine der zur Verfügung stehenden Sprachen gewählt wird, werden die SafeGuard
Enterprise Funktionen auf dem Endpoint-Computer in der ausgewählten Sprache angezeigt.
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SafeGuard Enterprise
3 Empfohlene Sicherheitsmaßnahmen
SafeGuard Enterprise bietet umfassenden Schutz von Daten durch Verschlüsselung und zusätzlicher Authentisierung für die Anmeldung.
Wenn Sie die hier beschriebenen, einfachen Schritte befolgen, reduzieren Sie Risiken und die
Daten Ihres Unternehmens sind jederzeit sicher und geschützt.
Für Informationen zur zertifizierungsgerechten Anwendung von SafeGuard Enterprise finden
Sie im SafeGuard Enterprise Manual for certification-compliant operation (Englisch).
Vermeiden Sie den Standbymodus.
Wenn sich Sophos SafeGuard geschützte Computer in bestimmten Energiesparmodi befinden, in denen das Betriebssystem nicht ordnungsgemäß heruntergefahren und bestimmte
Hintergrundprozesse nicht beendet werden, besteht die Gefahr, dass sich Angreifer Zugriff auf die Verschlüsselungsschlüssel verschaffen. Der Schutz kann erhöht werden, wenn das
Betriebssystem immer vollständig heruntergefahren oder in den Ruhezustand versetzt wird.
Informieren Sie die Benutzer entsprechend oder erwägen Sie, den Standbymodus auf nicht benutzten Endpoint-Computern zentral zu deaktivieren:
■ Vermeiden Sie den Standbymodus (Standby/Suspend) und den hybriden Standbymodus bei Windows 7/Windows Vista. Der hybride Standbymodus ist eine Mischung aus
Energiesparmodus und Standbymodus. Die Einstellung einer zusätzlichen Kennwort-Abfrage nach dem Aufwecken des Computers bietet keinen vollen Schutz.
■ Vermeiden Sie das Sperren von Desktops, das Ausschalten von Monitoren oder das
Zuklappen von Laptops, wenn darauf kein vollständiges Herunterfahren oder der
Ruhezustand folgt. Die Einstellung einer zusätzlichen Kennwort-Abfrage nach dem
Aufwecken des Computers bietet keinen ausreichenden Schutz.
■ Fahren Sie stattdessen die Computer herunter oder versetzen Sie sie in den Ruhezustand.
Beim nächsten Benutzen des Computers wird stets die Power-on Authentication aktiviert, die somit vollen Schutz bietet.
Hinweis: Es ist wichtig, dass sich die Ruhezustand-Datei auf einem verschlüsselten Volume befindet. Normalerweise liegt sie auf Laufwerk C:\.
Die entsprechenden Einstellungen für die Energieverwaltung können Sie zentral mit
Gruppenrichtlinienobjekten oder lokal im Eigenschaften für Energieoptionen Dialog in der Systemsteuerung des Computers konfigurieren. Stellen Sie die Aktion für die
Standbymodus Schaltfläche auf Ruhezustand oder Herunterfahren.
Setzen Sie eine Richtlinie für sichere Kennwörter um.
Setzen Sie eine Richtlinie für sichere Kennwörter um und erzwingen Sie einen Kennwortwechsel in regelmäßigen Abständen, besonders für die Anmeldung an Computern.
Kennwörter sollten nicht an andere Personen weitergegeben oder aufgeschrieben werden.
Informieren Sie Benutzer, wie sie sichere Kennwörter wählen. Ein sicheres Kennwort folgt diesen Regeln:
■ Es ist lange genug um sicher zu sein: mindestens 10 Zeichen lang.
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Administratorhilfe
■ Es enthält eine Mischung aus Buchstaben (Groß- und Kleinschreibung), Zahlen und
Sonderzeichen/Symbolen.
■ Es enthält keine allgemein gebräuchlichen Wörter oder Namen.
■ Es ist schwer zu erraten, aber es ist leicht, es sich zu merken und korrekt einzutippen.
Deaktivieren Sie die Power-on Authentication nicht.
Die Power-on Authentication bietet zusätzlichen Schutz für die Anmeldung am
Endpoint-Computer. Sie wird mit der Festplattenverschlüsselung von SafeGuard Enterprise installiert und standardmäßig aktiviert. Um vollen Schutz zu gewährleisten, deaktivieren Sie die Power-on Authentication nicht.
Schutz vor dem Einschleusen von Code
Unter Umständen ist das Einschleusen von Code (zum Beispiel DLL Pre-Loading Angriffe) möglich, wenn es einem Angreifer gelingt, schädlichen Code (zum Beispiel in ausführbaren
Dateien) in Verzeichnisse einzubringen, in der die Sophos SafeGuard Verschlüsselungssoftware nach legitimem Code sucht. So wenden Sie diese Bedrohung ab:
■ Installieren Sie die von der Verschlüsselungssoftware geladene Middleware, zum Beispiel
Token Middleware, in Verzeichnissen, auf die externe Angreifer nicht zugreifen können.
Dies sind üblicherweise die Unterverzeichnisse der Windows und Programme Verzeichnisse.
■ Die PATH-Umgebungsvariable sollte keine Komponenten enthalten, die auf Ordner verweisen, auf die externe Angreifer zugreifen können (siehe oben).
■ Reguläre Benutzer sollten keine Administratorenrechte haben. Vermeiden Sie
Poweruser-Gruppenrechte für reguläre Benutzer unter Windows XP.
Best Practices für die Verschlüsselung
■ Stellen Sie sicher, dass allen Laufwerken ein Laufwerksbuchstabe zugewiesen ist.
Nur Laufwerke, die einen Laufwerksbuchstaben zugewiesen haben, können verschlüsselt/entschlüsselt werden. Folglich können Laufwerke ohne Laufwerksbuchstaben missbraucht werden, um an vertrauliche Daten in Klartext zu gelangen.
So wenden Sie diese Bedrohung ab: Erlauben Sie den Benutzern nicht, die
Laufwerkbuchstabenzuweisungen zu ändern. Konfigurieren Sie die Benutzerrechte entsprechend. Reguläre Benutzer haben dieses Recht standardmäßig nicht.
■ Gehen Sie bei der Anwendung der schnellen Initialverschlüsselung vorsichtig vor.
Sophos SafeGuard bietet die schnelle Initialverschlüsselung zur Beschleunigung der
Initialverschlüsselung von Volumes. Dies wird dadurch erreicht, dass nur auf den
Speicherplatz zugegriffen wird, der tatsächlich in Gebrauch ist. Dieser Modus kann zu einem unsichereren Zustand führen, wenn ein Volume vor der Verschlüsselung mit
SafeGuard Enterprise bereits in Gebrauch war. Aufgrund Ihres Aufbaus sind Solid State
Disks (SSD) hier stärker betroffen als reguläre Festplatten. Dieser Modus ist standardmäßig deaktiviert.
■ Verwenden Sie nur den Algorithmus AES-256 für die Datenverschlüsselung.
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SafeGuard Enterprise
■ Verwenden Sie SSL/TLS (SSL Version 3 oder höher) für den Schutz der Kommunikation
zwischen Client und Server. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der SafeGuard
Enterprise Installationsanleitung.
■ Verhindern Sie die Deinstallation.
Um den Schutz von Endpoint-Computern noch zu erweitern, können Sie die lokale
Deinstallation von Sophos SafeGuard über eine Richtlinie vom Typ Spezifische
Computereinstellungen als unzulässig definieren. Setzen Sie das Feld Deinstallation
erlaubt auf Nein und übermitteln Sie die Richtlinie an die Endpoint-Computer. Versuche, die Software zu deinstallieren, werden abgebrochen und die nicht autorisierten Versuche werden protokolliert.
Wenn Sie eine Demoversion benutzen, setzen Sie vor Ablauf der Demoversion die Option
Deinstallation erlaubt auf Ja.
Wenden Sie den Sophos Manipulationsschutz auf Endpoint-Computer an, auf denen
Sophos Endpoint Security and Control in der Version 9.5 oder einer neueren Version installiert ist.
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Administratorhilfe
4 Lizenzen
Für die Nutzung von SafeGuard Enterprise mit dem SafeGuard Management Center im produktiven Betrieb ist eine gültige Lizenz erforderlich. So ist eine gültige Lizenz in der
SafeGuard Enterprise Datenbank zum Beispiel die Voraussetzung für die Übertragung von
Richtlinien an die Endpoint-Computer. Darüber hinaus sind für die Token-Verwaltung die entsprechenden Token-Lizenzen notwendig.
Sie erhalten Lizenzdateien von Ihrem Vertriebspartner. Diese Dateien müssen nach der
Installation in die SafeGuard Enterprise Datenbank importiert werden.
Die Lizenzdatei enthält u. a. folgende Informationen:
■ Anzahl an erworbenen Lizenzen pro Modul
■ Kundenname
■ Einen festgelegten Toleranzwert für die Überschreitung der Anzahl an erworbenen Lizenzen
Bei Überschreiten der verfügbaren Lizenzen bzw. des Toleranzlimits werden beim Starten des
SafeGuard Management Centers entsprechende Warnungs- bzw. Fehlermeldungen ausgegeben.
Für die Lizenzverwaltung bietet das SafeGuard Management Center im Bereich Benutzer &
Computer einen Überblick zum Lizenzstatus des installierten SafeGuard Enterprise Systems.
Der Lizenzstatusüberblick steht in der Registerkarte Lizenzen für den Stamm-Knoten, für
Domänen, OUs, Containerobjekte und Arbeitsgruppen zur Verfügung. Sicherheitsbeauftragte erhalten hier detaillierte Informationen zum Lizenzstatus. Mit der entsprechenden Berechtigung können sie Lizenzen in die SafeGuard Enterprise Datenbank importieren.
4.1 Lizenzdatei
Die Lizenzdatei, die Sie zum Import in die SafeGuard Enterprise Datenbank erhalten, ist eine
.XML-Datei mit Signatur. Sie enthält folgende Informationen:
■ Kundenname
■ Zusätzliche Informationen (zum Beispiel Abteilung, Niederlassung)
■ Datum, an dem die Lizenz ausgestellt wurde.
■ Anzahl an Lizenzen pro Modul
■ Token-Lizenzinformationen
■ Lizenzablaufdatum
■ Lizenztyp (Demo- oder Voll-Lizenz)
■ Signatur mit Lizenzsignaturzertifikat
4.2 Token-Lizenzen
Für die Verwaltung von Token bzw. Smartcards sind die entsprechenden zusätzlichen
Token-Lizenzen erforderlich. Wenn diese Lizenzen nicht zur Verfügung stehen, können Sie im SafeGuard Management Center keine Richtlinien für Token erstellen.
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SafeGuard Enterprise
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4.3 Evaluierungs- und Demo-Lizenzen
Es besteht die Möglichkeit, für Evaluierungs- oder initiale Rollout-Prozesse die
Standard-Lizenzdatei (Evaluierungslizenz) oder individuelle Demo-Lizenzdateien zu nutzen.
Diese Lizenzen sind nur für einen bestimmten Zeitraum gültig und haben ein Ablaufdatum, die Funktionalität ist jedoch in keinster Weise eingeschränkt.
Hinweis:
Evaluierungs- und Demo-Lizenzen dürfen nicht für den regulären produktiven Betrieb von
SafeGuard Enterprise Modulen genutzt werden.
4.3.1 Standard-Lizenzdateien
Bei der Installation des SafeGuard Management Centers wird automatisch eine
Standard-Lizenzdatei geladen. Diese Evaluierungslizenz mit der Bezeichnung SafeGuard
Enterprise Evaluation License enthält jeweils fünf Lizenzen pro Modul und hat eine zeitlich begrenzte Gültigkeitsdauer von zwei Jahren ab dem Release-Datum der jeweiligen SafeGuard
Enterprise Version.
Standard-Lizenzdatei für SafeGuard Cloud Storage und SafeGuard File Share
Bei der Installation von SafeGuard Management Center 6 wird automatisch eine zusätzliche
Standard-Lizenzdatei für SafeGuard Cloud Storage und SafeGuard File Share geladen. Diese
Evaluierungslizenz enthält fünf Lizenzen für jedes der beiden Module und hat eine zeitlich begrenzte Gültigkeitsdauer von zwei Jahren ab Release-Datum von SafeGuard Enterprise 6.
Hinweis: Wenn Sie eine Aktualisierung von SafeGuard Enterprise 5.x auf SafeGuard Enterprise
6 durchführen, müssen Sie diese Lizenzdatei manuell in die SafeGuard Enterprise Datenbank importieren
4.3.2 Individuelle Demo-Lizenzdateien
Sollte die Standard-Lizenzdatei für die Durchführung einer Evaluierung nicht ausreichen, so besteht auch die Möglichkeit, eine an Ihre spezifischen Anforderungen angepasste Demo-Lizenz zu erhalten. Wenden Sie sich hierzu bitte an Ihren Vertriebspartner. Diese Art der Demo-Lizenz unterliegt ebenfalls einer zeitlichen Beschränkung. Darüber hinaus ist die Lizenz auf die jeweils mit dem Vertriebspartner vereinbarte Anzahl an Lizenzen pro Modul beschränkt.
Wenn Sie das SafeGuard Management Center starten, werden Sie durch eine Warnungsmeldung darauf aufmerksam gemacht, dass Sie Demo-Lizenzen nutzen. Bei Überschreiten der in einer
Demo-Lizenz festgelegten Anzahl an verfügbaren Lizenzen oder der zeitlich begrenzten
Nutzungsdauer wird eine Fehlermeldung ausgegeben.
4.4 Lizenzstatusüberblick
So rufen Sie den Lizenzstatusüberblick auf:
1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Management Center auf Benutzer &
Computer.
Administratorhilfe
2. Klicken Sie im Navigationsfenster auf der linken Seite auf den Stammknoten, die Domäne, die OU, das Containerobjekt oder die Arbeitsgruppe.
3. Wechseln Sie im Aktionsbereich auf der rechten Seite in die Registerkarte Lizenzen.
Der Lizenzstatus wird angezeigt.
Die Anzeige ist in drei Bereiche unterteilt. Der obere Bereich zeigt den Namen des Kunden, für den die Lizenz ausgestellt wurde, sowie das Datum, an dem die Lizenz ausgestellt wurde.
Der mittlere Bereich liefert detaillierte Informationen zur Lizenz. Die einzelnen Spalten enthalten folgende Angaben:
Spalte
Status (Symbol)
Modul
Erworbene Lizenzen
Benutzte Lizenzen
Läuft ab
Typ
Toleranzwert
Erklärung
Zeigt den Status der Lizenzen (gültig, Warnung, Fehler) für das jeweilige Modul durch ein Symbol an.
Zeigt das installierte Modul an.
Zeigt die Anzahl an erworbenen Lizenzen für das installierte Modul an.
Zeigt die Anzahl an genutzten Lizenzen für das installierte Modul an.
Zeigt das Lizenzablaufdatum an.
Gibt die Lizenzart, Demo-Lizenz oder reguläre Lizenz, an.
Zeigt den festgelegten Toleranzwert für die Überschreitung der
Anzahl an erworbenen Lizenzen an.
Wenn Sie die Registerkarte Lizenzen in einer Domäne/OU aufrufen, zeigt die Übersicht den
Status basierend auf den Computern im jeweiligen Zweig.
Unterhalb dieser Übersicht finden Sie Informationen zu den lizenzierten Token-Modulen.
Im unteren Bereich wird der globale Lizenzstatus unabhängig davon, welche Domäne oder
OU ausgewählt wurde, angezeigt. Dies erfolgt durch eine Meldung mit einer dem Ampelprinzip folgenden Hintergrundfarbe (Grün = gültig, Gelb = Warnung, Rot = Fehler) und ein Symbol.
Bei Warnungs- und Fehlermeldungen erhalten Sie außerdem im unteren Bereich Hinweise zur Aufhebung des ungültigen Lizenzstatus.
Die in der Registerkarte Lizenzen angezeigten Symbole haben folgende Bedeutung:
Gültige Lizenz
Ungültige Lizenz: Warnung
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SafeGuard Enterprise
Ungültige Lizenz: Fehler
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Sie können die Ansicht des Lizenzstatusüberblicks aktualisieren, indem Sie auf die Schaltfläche
Lizenzstatus aktualisieren klicken.
4.5 Import von Lizenzdateien
Voraussetzung: Zum Import einer Lizenzdatei in die SafeGuard Enterprise Datenbank benötigt ein Sicherheitsbeauftragter das Recht "Lizenzdatei importieren".
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Benutzer und Computer.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster auf der linken Seite auf den Stamm-Knoten, die Domäne oder die OU.
3. Wechseln Sie im Aktionsbereich in die Registerkarte Lizenzen.
4. Klicken Sie auf die Schaltfläche Lizenzdatei importieren.
Es wird ein Fenster zur Auswahl der Lizenzdatei angezeigt.
5. Wählen Sie die zu importierende Lizenzdatei aus und klicken Sie auf Öffnen.
Der Lizenz anwenden? Dialog mit dem Inhalt der Lizenzdatei wird angezeigt.
6. Klicken Sie auf die Schaltfläche Lizenz anwenden.
Die Lizenzdatei wird in die SafeGuard Enterprise Datenbank importiert.
Nach dem Import der Lizenzdatei wird bei Modulen, für die Lizenzen erworben wurden, der
Lizenztyp regulär angegeben. Bei Modulen, für die keine Lizenzen erworben wurden und für die die Evaluierungslizenz (Standard-Lizenzdatei) oder individuelle Demo-Lizenzen genutzt werden, wird der Lizenztyp Demo angegeben.
Hinweis:
Wenn Sie eine neue Lizenzdatei importieren, werden jeweils nur die Module, die in dieser
Datei enthalten sind, aktualisiert. Alle übrigen Modul-Lizenzinformationen werden entsprechend den in der Datenbank enthaltenen Informationen beibehalten. Dieses
Importverhalten vereinfacht die spätere Evaluierung von zusätzlichen Modulen, wenn Sie bereits ein oder mehrere Module erworben haben.
4.6 Lizenzüberschreitung
In Ihrer Lizenzdatei ist ein Toleranzwert für die Überschreitung der erworbenen Lizenzen sowie der Lizenzgültigkeitsdauer festgelegt. Bei Überschreiten der verfügbaren Lizenzen pro
Administratorhilfe
Modul oder der Gültigkeitsdauer wird somit zunächst eine Warnungsmeldung ausgegeben.
Der laufende Betrieb des Systems wird dadurch nicht beeinträchtigt und es tritt in diesem Fall auch keine Einschränkung der Funktionalität in Kraft. So haben Sie die Gelegenheit, den
Lizenzstatus zu prüfen und Ihre Lizenz zu erweitern bzw. zu erneuern. Der Toleranzwert ist auf 10 % der Anzahl an erworbenen Lizenzen (der Mindestwert: 5, der Höchstwert: 5.000) festgelegt.
Bei Überschreiten der Toleranzwerte wird eine Fehlermeldung ausgegeben. In diesem Fall tritt eine Funktionalitätseinschränkung in Kraft. Die Übertragung von Richtlinien auf die
Endpoint-Computer deaktiviert. Diese Deaktivierung lässt sich nicht im SafeGuard
Management Center manuell wieder aufheben. Die Lizenz muss erweitert bzw. erneuert werden, um wieder alle Funktionen nutzen zu können. Außer der Deaktivierung der
Richtlinienübertragung hat die Funktionalitätseinschränkung keine Auswirkungen auf die
Endpoint-Computer. Bereits zugeordnete Richtlinien bleiben aktiv. Die Deinstallation von
Clients ist auch weiterhin möglich.
Die folgenden Abschnitte beschreiben das Systemverhalten bei Lizenzüberschreitungen sowie die Maßnahmen zur Aufhebung der Funktionalitätseinschränkung.
4.6.1 Ungültige Lizenz: Warnung
Ist die Anzahl an verfügbaren Lizenzen überschritten, so wird beim Starten des SafeGuard
Management Center eine Warnungsmeldung angezeigt.
Das SafeGuard Management Center wird geöffnet und zeigt den Lizenzstatusüberblick in der
Registerkarte Lizenzen des Bereichs Benutzer & Computer.
Auch hier informiert Sie eine Warnungsmeldung darüber, dass die Lizenz ungültig ist. Über die detaillierten Informationen zur Lizenzdatei lässt sich ermitteln, für welches Modul die
Anzahl an verfügbaren Lizenzen überschritten wurde. Durch Verlängerung, Erneuerung oder
Erweiterung der Lizenz lässt sich dieser Lizenzstatus ändern.
4.6.2 Ungültige Lizenz: Fehler
Wird der in der Lizenz festgelegte Toleranzwert für die Anzahl an Lizenzen oder die
Gültigkeitsdauer überschritten, so zeigt das SafeGuard Management Center eine Fehlermeldung an.
Im SafeGuard Management Center wird die Übertragung von Richtlinien auf die
Endpoint-Computer deaktiviert.
In der Registerkarte Lizenzen im Bereich Benutzer & Computer wird eine Fehlermeldung angezeigt.
Über die detaillierten Informationen zur Lizenzdatei lässt sich ermitteln, für welches Modul die Anzahl an verfügbaren Lizenzen überschritten wurde.
Um die Einschränkung der Funktionalität aufzuheben, habe Sie folgende Möglichkeiten:
■ Lizenzen umverteilen
Um ausreichend verfügbare Lizenzen zu erhalten, können Sie die Software auf nicht genutzten Computern deinstallieren und somit die Computer dauerhaft aus der SafeGuard
Enterprise Datenbank entfernen.
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SafeGuard Enterprise
■ Lizenzen erweitern/erneuern
Wenden Sie sich an Ihren Vertriebspartner, um Ihre Lizenz zu erweitern bzw. zu erneuern.
Sie erhalten eine neue Lizenzdatei zum Import in die SafeGuard Enterprise Datenbank.
■ Neue Lizenzdatei importieren
Wenn Sie Ihre Lizenz bereits erneuert bzw. erweitert haben, importieren Sie die erhaltene
Lizenzdatei in die SafeGuard Enterprise Datenbank. Diese neu importierte Datei ersetzt die ungültige Lizenzdatei.
Durch Umverteilen von Lizenzen oder Importieren einer gültigen Lizenzdatei wird die
Funktionalitätseinschränkung aufgehoben und der normale Betrieb des Systems kann fortgesetzt werden.
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Administratorhilfe
5 Mit mehreren Datenbankkonfigurationen arbeiten
Das SafeGuard Management Center ermöglicht die Benutzung mehrerer
Datenbankkonfigurationen (Multi Tenants). Wenn Sie diese Funktion nutzen möchten, müssen Sie sie während der Installation aktivieren. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der SafeGuard Enterprise Installationsanleitung.
Mit Multi Tenancy können Sie verschiedene SafeGuard Enterprise Datenbankkonfigurationen konfigurieren und sie für eine Instanz des SafeGuard Management Centers verwalten. Dies erweist sich vor allem dann als nützlich, wenn Sie verschiedene Konfigurationen für verschiedene Domänen, OUs oder Unternehmensstandorte einsetzen möchten.
Voraussetzung: Die Funktion Multi Tenancy muss über eine Installation vom Typ Vollständig installiert worden sein. Die initiale Konfiguration muss durchgeführt worden sein.
Um die Konfigurationsarbeiten zu erleichtern, haben Sie folgende Möglichkeiten:
■ Mehrere Datenbankkonfigurationen erstellen.
■ Zuvor erstellte Datenbankkonfiguration auswählen.
■ Datenbankkonfiguration löschen.
■ Zuvor erstellte Datenbankkonfiguration aus einer Datei importieren.
■ Datenbankkonfiguration zur späteren Wiederverwendung exportieren.
5.1 Erstellen von weiteren Datenbankkonfigurationen
So erstellen Sie eine weitere SafeGuard Enterprise Datenbankkonfiguration nach der
Erstkonfiguration:
1. Starten Sie das SafeGuard Management Center.
Der Dialog Konfiguration auswählen wird angezeigt.
2. Klicken Sie auf Neu.
Der SafeGuard Management Center Konfigurationsassistent wird automatisch gestartet.
Der Assistent führt Sie durch die notwendigen Schritte für das Anlegen einer neuen
Datenbankkonfiguration.
3. Nehmen Sie die erforderlichen Einstellungen vor.
Die neue Datenbankkonfiguration wird erstellt.
4. Zur Anmeldung an das SafeGuard Management Center werden Sie dazu aufgefordert, den
Namen des Sicherheitsbeauftragten für diese Konfiguration auszuwählen und Ihr
Zertifikatsspeicherkennwort einzugeben. Klicken Sie auf OK.
Das SafeGuard Management Center wird geöffnet und mit der neuen Datenbankkonfiguration verbunden. Wenn Sie das SafeGuard Management Center das nächste Mal starten, können
Sie die neue Datenbank-Konfiguration aus der Liste auswählen.
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SafeGuard Enterprise
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5.2 Herstellen einer Verbindung mit einer bereits vorhandenen
Datenbankkonfiguration
So benutzen Sie eine bereits vorhandene SafeGuard Enterprise Datenbankkonfiguration:
1. Starten Sie das SafeGuard Management Center.
Der Dialog Konfiguration auswählen wird angezeigt.
2. Wählen Sie die Datenbankkonfiguration, die Sie verwenden möchten, aus der Dropdownliste und klicken Sie auf OK.
Die ausgewählte Datenbankkonfiguration wird mit dem SafeGuard Management Center verbunden und wird aktiv.
3. Zur Authentisierung werden Sie dazu aufgefordert, den Sicherheitsbeauftragtennamen für diese Konfiguration auszuwählen und das entsprechende Zertifikatsspeicherkennwort einzugeben. Klicken Sie auf OK.
Das SafeGuard Management Center wird geöffnet und mit der ausgewählten
Datenbankkonfiguration verbunden.
5.3 Export einer Konfiguration in eine Datei
Um eine Konfiguration zu speichern, damit sie später wiederverwendet werden kann, können
Sie sie in eine Datei exportieren.
1. Starten Sie das SafeGuard Management Center.
Der Dialog Konfiguration auswählen wird angezeigt.
2. Wählen Sie die gewünschte Konfiguration aus der Liste und klicken Sie auf Exportieren...
3. Zum Schutz der Konfigurationsdatei werden Sie dazu aufgefordert, ein Kennwort, das die
Konfigurationsdatei verschlüsselt, einzugeben und zu bestätigen. Klicken Sie auf OK.
4. Geben Sie einen Dateinamen und einen Speicherort für die exportierte Konfigurationsdatei
*.SGNConfig an.
Sollte diese Konfiguration bereits vorhanden sein, so werden Sie gefragt, ob Sie die vorhandene Konfiguration überschreiben möchten.
Die Datenbankkonfiguration wird am angegebenen Speicherort gespeichert.
5.4 Import einer Konfiguration aus einer Datei
Um eine Datenbankkonfiguration zu verwenden oder zu ändern, können Sie eine zuvor erstellte Konfiguration in das SafeGuard Management Center importieren. Hier gibt es zwei
Möglichkeiten:
❖
❖
über das SafeGuard Management Center (für Multi Tenancy) durch Doppelklicken auf die Konfigurationsdatei (für Single und Multi Tenancy)
Administratorhilfe
5.5 Import einer Konfiguration über das SafeGuard Management
Center
1. Starten Sie das SafeGuard Management Center.
Der Dialog Konfiguration auswählen wird angezeigt.
2. Klicken Sie auf Import..., wählen Sie die gewünschte Konfigurationsdatei aus und klicken
Sie auf Öffnen.
3. Geben Sie das Kennwort ein, das während des Exports für die Konfigurationsdatei erstellt wurde, und klicken Sie auf OK.
Die ausgewählte Konfiguration wird angezeigt.
4. Um die Konfiguration zu aktivieren, klicken Sie auf OK.
5. Zur Authentisierung werden Sie dazu aufgefordert, den Sicherheitsbeauftragtennamen für diese Konfiguration auszuwählen und das entsprechende Zertifikatsspeicherkennwort einzugeben. Klicken Sie auf OK.
Das SafeGuard Management Center wird geöffnet und mit der importierten
Datenbankkonfiguration verbunden.
5.6 Import einer Konfiguration durch Doppelklicken auf die
Konfigurationsdatei (Single und Multi Tenancy)
Hinweis:
Dieser Vorgang ist sowohl im Single Tenancy als auch im Multi Tenancy Modus möglich.
Es besteht auch die Möglichkeit, eine Konfiguration zu exportieren und diese an mehrere
Sicherheitsbeauftragte zu verteilen. Die Sicherheitsbeauftragten müssen lediglich auf die
Konfigurationsdatei doppelklicken, um ein vollständig konfiguriertes SafeGuard Management
Center zu öffnen.
Dies erweist sich vor allem dann als vorteilhaft, wenn Sie die SQL Authentisierung für die
Datenbank verwenden und vermeiden möchten, dass das SQL-Kennwort jedem Administrator bekannt ist. Sie müssen das Kennwort dann nur einmal eingeben, eine Konfigurationsdatei erstellen und sie an die Computer der Sicherheitsbeauftragten verteilen.
Voraussetzung: Die Erstkonfiguration des SafeGuard Management Centers muss durchgeführt worden sein. Detaillierte Informationen hierzu finden Sie im SafeGuard Enterprise
Installationshandbuch.
1. Starten Sie das SafeGuard Management Center.
2. Wählen Sie im Extras Menü Optionen und wechseln Sie in die Registerkarte Datenbank.
3. Geben Sie die Anmeldeinformationen für die SQL Datenbankserververbindung ein oder bestätigen Sie diese.
4. Klicken Sie auf Konfiguration exportieren, um die Konfiguration in eine Datei zu exportieren.
5. Geben Sie ein Kennwort für die Konfigurationsdatei ein und bestätigen Sie es.
21
SafeGuard Enterprise
6. Geben Sie einen Dateinamen ein und wählen Sie einen Speicherort aus.
7. Verteilen Sie die Konfigurationsdatei an die Computer der Sicherheitsbeauftragten. Teilen
Sie ihnen das Kennwort für diese Datei sowie das Zertifikatsspeicherkennwort mit, das Sie für Anmeldung an das SafeGuard Management Center benötigen.
8. Die Sicherheitsbeauftragten müssen nur auf die Konfigurationsdatei doppelklicken.
9. Sie werden aufgefordert, das Kennwort für die Konfigurationsdatei einzugeben.
10. Zur Anmeldung an das SafeGuard Management Center werden die Sicherheitsbeauftragten aufgefordert, ihr Zertifikatsspeicherkennwort einzugeben.
Das SafeGuard Management Center startet mit der importierten Konfiguration. Diese
Konfiguration ist die neue Standardkonfiguration.
5.7 Schneller Wechsel zwischen Datenbankkonfigurationen
Zur Vereinfachung von Verwaltungsaufgaben bei mehreren Datenbanken bietet das SafeGuard
Management Center den schnellen Wechsel zwischen Datenbankkonfigurationen.
Hinweis:
Dieser Vorgang ist auch im Single Tenancy Modus möglich.
1. Wählen Sie Datei in der Menüleiste des SafeGuard Management Centers und klicken Sie auf Konfiguration wechseln...
2. Wählen Sie die Datenbank, zu der Sie wechseln möchten, aus der Dropdownliste aus und klicken Sie auf OK.
Das SafeGuard Management Center wird automatisch mit der ausgewählten Konfiguration neu gestartet.
5.8 Prüfen der Datenbankintegrität
Bei der Anmeldung an die Datenbank wird die Datenbankintegrität automatisch geprüft.
Sollte diese Überprüfung Fehler ergeben, wird der Dialog Datenbankintegrität prüfen angezeigt.
Sie können die Datenbankintegrität auch jederzeit nach der Anmeldung prüfen und hierzu den Dialog Datenbankintegrität prüfen aufrufen:
1. Wählen Sie in der Menüleiste des SafeGuard Management Center Extras >
Datenbankintegrität.
2. Um die Tabellen zu prüfen, klicken Sie auf Alle prüfen oder Ausgewählte prüfen.
Danach werden fehlerhafte Tabellen im Dialog markiert. Um die Fehler zu beheben, klicken
Sie auf Reparieren.
22
Administratorhilfe
6 Aufbau der Organisationsstruktur
Für den Aufbau einer Organisationsstruktur im SafeGuard Management Center gibt es zwei
Möglichkeiten:
■ Sie können eine bestehende Organisationsstruktur über ein Active Directory in die
SafeGuard Enterprise Datenbank importieren.
■ Sie können Ihre Organisationsstruktur manuell anlegen, indem Sie Arbeitsgruppen und
Domänen sowie eine Struktur für die Verwaltung von Richtlinien erstellen.
6.1 Import aus Active Directory
Sie können eine bestehende Organisationsstruktur über ein Active Directory in die SafeGuard
Enterprise Datenbank importieren.
Wir empfehlen, ein spezielles Windows-Servicekonto anzulegen, das für alle Import- und
Synchronisierungsaufgaben verwendet wird. So stellen Sie sicher, dass alle Import-Vorgänge korrekt durchgeführt werden und verhindern, dass Objekte in der SafeGuard Enterprise
Datenbank unbeabsichtigt gelöscht werden. Für Informationen zum Zuweisen der notwendigen
Rechte, siehe http://www.sophos.de/support/knowledgebase/article/107979.html
.
6.1.1 Importieren der Organisationsstruktur
Hinweis:
Mit dem SafeGuard Management Center Taskplaner können Sie einen periodischen Task für die automatische Synchronisierung zwischen dem Active Directory und SafeGuard Enterprise erstellen. In Ihrer Produktlieferung steht hierzu eine vordefinierte Skript-Vorlage zur
Verfügung. Für weitere Informationen, siehe
Planen von Tasks (Seite 281) und
Skripte für periodische Tasks (Seite 287).
1. Wählen Sie im SafeGuard Management Center Extras > Optionen.
2. Wählen Sie die Registerkarte Verzeichnis und klicken Sie auf Hinzufügen.
3. Gehen Sie in LDAP Authentisierung folgendermaßen vor: a) Bei Servername oder IP geben Sie den NetBIOS-Name des Domänencontrollers oder dessen IP ein.
b) Bei Anmeldeinformationen des Benutzers geben Sie Ihre
Windows-Anmeldeinformationen zur (Test-)Umgebung ein.
c) Klicken Sie auf OK.
Hinweis:
Bei Windows Einzelplatzcomputern muss auf dem Computer ein Verzeichnis freigegeben sein, damit eine Verbindung via LDAP möglich wird.
4. Klicken Sie auf Benutzer & Computer.
5. Klicken Sie im linken Navigationsfenster auf das Stammverzeichnis Stamm [Filter ist
aktiv].
23
SafeGuard Enterprise
6. Klicken Sie im Aktionsbereich auf der rechten Seite auf die Registerkarte Synchronisieren.
7. Wählen Sie das gewünschte Verzeichnis aus der Verzeichnis DSN Liste und klicken Sie auf das Lupensymbol (oben rechts).
Es erscheint eine Abbildung der Active Directory-Struktur der Organisationseinheiten
(OU) in Ihrem Unternehmen.
8. Es muss nicht der gesamte Inhalt des Active Directory importiert werden. Markieren Sie die Organisationseinheiten (OU), die synchronisiert werden sollen.
9. Um auch Mitgliedschaften zu synchronisieren, wählen Sie das Kontrollkästchen
Synchronisiere Mitgliedschaften. Um auch den Benutzer Aktiv-Status zu synchronisieren, wählen Sie das Kontrollkästchen Synchronisiere Benutzer Aktiv-Status.
10. Klicken Sie unten im Aktionsbereich auf Synchronisieren.
Hinweis:
Wenn Sie Benutzer und ihre Gruppenzugehörigkeit synchronisieren, wird die Zugehörigkeit zu einer “Primärgruppe“ nicht synchronisiert, da sie für die Gruppe nicht sichtbar ist.
Die Domänen werden synchronisiert. Details zur Synchronisierung werden angezeigt. Die
Fortschrittsanzeige links unten in der Statusleiste zeigt ein Synchronisierungsprotokoll an.
Klicken Sie auf das Protokoll, um es in die Zwischenablage zu kopieren und es in eine E-Mail oder eine Datei einzufügen.
Hinweis:
Wenn Elemente von einer untergeordneten Baumstruktur in eine andere im Active Directory verschoben wurden, müssen beide Baumstrukturen mit der SQL-Datenbank synchronisiert werden. Wird nur eine untergeordnete Datenbank synchronisiert, so werden die Elemente nicht verschoben, sondern gelöscht.
Hinweis:
Es wird empfohlen, Importvorgänge mit mehr als 400.000 Objekten aus dem AD in mehrere
Vorgänge aufzuteilen. Unter Umständen ist dies nicht möglich, wenn sich mehr als 400.000
Objekte in einer Organisationseinheit befinden.
6.1.2 Eine neue Domäne aus einem Active Directory importieren
1. Klicken Sie im linken Navigationsfenster auf das Stammverzeichnis Stamm [Filter ist
aktiv].
2. Wählen Sie Datei > Neu > Neue Domäne aus AD importieren.
3. Klicken Sie im Aktionsbereich auf der rechten Seite auf Synchronisieren.
4. Wählen Sie das gewünschte Verzeichnis aus der Verzeichnis DSN Liste und klicken Sie auf das Lupensymbol (oben rechts).
Es erscheint eine Abbildung der Active Directory-Struktur der Organisationseinheiten
(OU) in Ihrem Unternehmen.
5. Wählen Sie die Domäne, die synchronisiert werden soll, und klicken Sie auf
Synchronisieren.
24
Administratorhilfe
Hinweis:
Wenn Elemente von einer untergeordneten Baumstruktur in eine andere im Active Directory verschoben wurden, müssen beide Baumstrukturen mit der SQL-Datenbank synchronisiert werden. Wird nur eine untergeordnete Datenbank synchronisiert, so werden die Elemente nicht verschoben, sondern gelöscht.
Hinweis:
Durch die AD-Synchronisierung wird der (NetBIOS)-Name der Domäne vor Windows 2000 nicht synchronisiert, wenn der Domänen-Controller mit einer IP-Adresse konfiguriert ist.
Konfigurieren Sie den Domänen-Controller so, dass stattdessen der Servername (NetBIOS oder DNS) verwendet wird. Der Client (auf dem die AD-Synchronisierung läuft) muss entweder
Teil der Domäne sein oder es muss sichergestellt sein, dass der DNS-Name zum
Ziel-Domänen-Controller aufgelöst werden kann.
6.1.3 Zugriffsrechte für Sicherheitsbeauftragte und Import aus Active Directory
Für die erforderlichen Zugriffsrechte für den Import der Organisationsstruktur aus Active
Directory gilt:
■ Wenn Sie eine Active Directory Verbindung zu einer bereits vorhandenen Domäne hinzufügen, gilt Folgendes:
Wenn Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für die Domäne (DNS) haben, werden die
Anmeldeinformationen für die Directory-Verbindung aktualisiert.
Wenn Sie das Zugriffsrecht Schreibgeschützt oder weniger Zugriffsrechte für die
Domäne (DNS) haben, werden die Anmeldeinformationen nicht aktualisiert. Sie können jedoch vorhandene Anmeldeinformationen für die Synchronisierung benutzen.
■ Für Active Directory Import und Synchronisierung werden die Zugriffsrechte für einen
Container oder eine Domäne auf die Domänenbaumstruktur, die sie importieren können,
übertragen. Wenn Sie für eine untergeordnete Baumstruktur nicht das Zugriffsrecht Voller
Zugriff haben, kann diese nicht synchronisiert werden. Wenn eine untergeordnete
Baumstruktur nicht geändert werden kann, wird sie nicht in der
Synchronisierungs-Baumstruktur angezeigt.
■ Unabhängig von Ihren Sicherheitsbeauftragten-Zugriffsrechten für Verzeichnisobjekte können Sie eine neue Domäne aus dem Active Directory importieren, wenn diese noch nicht in der SafeGuard Enterprise Datenbank existiert. Sie und Ihre übergeordneten
Sicherheitsbeauftragten erhalten automatisch das Zugriffsrecht Voller Zugriff für die neue
Domäne.
■ Wenn Sie einen untergeordneten Container (Sub-Container) für die Synchronisierung auswählen, muss die Synchronisierung bis zum Stammverzeichnis durchgeführt werden.
In der Synchronisierungs-Baumstruktur werden alle relevanten Container automatisch ausgewählt. Dies ist auch dann der Fall, wenn sich über dem Sub-Container Container befinden, die gemäß ihren Zugriffsrechten Schreibgeschützt sind, oder für die der Zugriff
Verweigert wird. Wenn Sie die Auswahl eines Sub-Containers aufheben, müssen Sie dies entsprechend Ihren Zugriffsrechten auch bei den Containern darüber bis zum
Stammverzeichnis tun.
25
SafeGuard Enterprise
26
Wenn eine Gruppe, für die nur die Zugriffsrechte Schreibgeschützt oder Verweigert verfügbar sind, in den Synchronisierungsvorgang einbezogen wird, passiert Folgendes:
Die Gruppenmitgliedschaften werden nicht aktualisiert.
Wenn die Gruppe im Active Directory gelöscht wurde, wird sie nicht aus der SafeGuard
Enterprise Datenbank gelöscht.
Wenn die Gruppe jedoch im Active Directory verschoben wurde, wird sie auch innerhalb der SafeGuard Enterprise Struktur verschoben. Dies ist auch dann der Fall, wenn sie in einen Container verschoben werden soll, für den Sie nicht das Voller Zugriff
Zugriffsrecht haben.
Wenn ein Container mit den Zugriffsrechten Schreibgeschützt oder Verweigert zur
Synchronisierung hinzugefügt wird, da er sich auf dem Weg zum Stammverzeichnis befindet, und dieser Container eine Gruppe mit dem Zugriff Voller Zugriff enthält, wird diese
Gruppe synchronisiert. Gruppen mit den Zugriffsrechten Schreibgeschützt oder Verweigert werden nicht synchronisiert.
6.2 Erstellen von Arbeitsgruppen und Domänen
Sicherheitsbeauftragte mit den erforderlichen Berechtigungen können Arbeitsgruppen oder
Domänen, die noch nicht importiert wurden, manuell anlegen. Somit können automatisch registrierte Benutzer und Computer zusammen mit einer Struktur für die Verwaltung von
Richtlinien verwaltet werden. Auch die Zuweisung von Richtlinien und/oder
Verschlüsselungsregeln an lokale Benutzer ist dadurch möglich.
Neue Benutzer/Computer, die sich an SafeGuard Enterprise anmelden, werden nach der ersten
Synchronisierung mit der Datenbank im SafeGuard Management Center unter ihren entsprechenden Containern angezeigt. Danach können Sicherheitsbeauftragte sie genau wie jedes importierte Objekt verwalten.
Das für diese Benutzer/Computer vorgesehene Verzeichnis .Automatisch registriert wird automatisch unterhalb des Stammverzeichnisses sowie unter jeder Domäne/Arbeitsgruppe erzeugt. Es kann nicht umbenannt oder verschoben werden. Objekte, die diesem Verzeichnis zugeordnet sind, können auch nicht manuell verschoben werden.
6.2.1 Registrierung als neuer Benutzer
Für Informationen zur Anmeldung als neuer Benutzer, siehe Die Power-on Authentication
(POA) (Seite 86). Wenn sich ein neuer Benutzer zum ersten Mal an SafeGuard Enterprise
anmeldet, wird bei der ersten Synchronisierung mit der Datenbank sein Status in der Datenbank geprüft und das neue Objekt entsprechend den Informationen in der Datenbank unter dem jeweiligen Container angezeigt. Wenn noch keine neue Arbeitsgruppe oder Domäne angelegt wurde, werden Benutzer im Verzeichnis .Automatisch registriert des Stammverzeichnisses angelegt. Wenn bereits eine Domäne angelegt wurde, der Benutzer/Computer aber noch nicht importiert wurde, werden sie im Verzeichnis .Automatisch registriert der Domäne hinzugefügt.
Hinweis:
Lokale Benutzer können sich nicht mit einem leeren Kennwort an SafeGuard Enterprise anmelden. Wenn sich lokale Benutzer mit leerem Kennwort an SafeGuard Enterprise anmelden, bleiben sie Gastbenutzer und werden nicht in der Datenbank gespeichert. Wenn für diese
Administratorhilfe
Benutzer zudem noch Windows Autologin aktiviert ist, wird die Anmeldung abgebrochen.
Für die erfolgreiche Anmeldung an SafeGuard Enterprise muss in diesem Fall ein neues
Kennwort vergeben werden und das Autologin für Windows in der Registry des
Benutzer-Computers deaktiviert werden.
Anmelde-Informationen zu lokalem Objekt
Status in der
Datenbank
Anzeige im SafeGuard Management Center
Lokaler Benutzer
Lokaler Benutzer,
Computer +
Domäne
Lokaler Benutzer nicht bekannt
Domänenknoten bekannt
Benutzer/Computer darin vorhanden
Domänenknoten bekannt
Benutzer/Computer darin nicht vorhanden unter Stammverzeichnis, .Automatisch registriert neu hinzugefügt unter seinem Computer unter Domänenknoten bereits vorhanden unter Domänenknoten, .Automatisch registriert neu hinzugefügt
Arbeitsgruppen-Computer
+ Arbeitsgruppe
Arbeitsgruppe bekannt unter Arbeitsgruppe bereits vorhanden
Arbeitsgruppe bekannt
Name des
Arbeitsgruppen-Computers darin unter .Automatisch
registriert vorhanden unter Arbeitsgruppe bereits vorhanden unter Arbeitsgruppe, .Automatisch registriert neu hinzugefügt
Achtung:
In diesem Fall müssen Sie prüfen, ob der
Arbeitsgruppen-Computer zweimal in der
Arbeitsgruppe vorhanden ist. Zur Unterscheidung identischer Computer gibt es unter Eigenschaften das Feld Beschreibung. Wir empfehlen jedoch, den Computer aus dem Verzeichnis .Automatisch
registriert der Arbeitsgruppe manuell zu entfernen.
unter Arbeitsgruppe, .Automatisch registriert neu hinzugefügt
Arbeitsgruppe bekannt
Benutzer/Computer darin nicht vorhanden
Arbeitsgruppe nicht bekannt
Arbeitsgruppen-Computer unter Stammverzeichnis,
.Automatisch registriert bekannt unter Stammverzeichnis, .Automatisch registriert bereits vorhanden
Arbeitsgruppe nicht bekannt unter Stammverzeichnis, .Automatisch registriert neu hinzugefügt
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SafeGuard Enterprise
Anmelde-Informationen zu lokalem Objekt
Status in der
Datenbank
Anzeige im SafeGuard Management Center
Domänen-Computer
+ Domäne
Arbeitsgruppen-Computer unter Stammverzeichnis,
.Automatisch registriert unbekannt
Domäne bekannt
Domänen-Computer darin vorhanden
Domäne nicht bekannt
Domäne noch nicht synchronisiert unter Domäne bereits vorhanden unter Stammverzeichnis, .Automatisch registriert neu hinzugefügt unter Domäne, .Automatisch registriert neu hinzugefügt
6.2.2 Anwendungsbeispiele für Auto-Registrierung
Im Folgenden finden Sie zwei Anwendungsbeispiele für das Verhalten von automatisch registrierten Objekten.
Beispiel 1: Benutzer/Computer außerhalb eines Active Directory verwalten
In einem Unternehmen müssen nicht zwangsläufig alle Benutzer/Computer Teil eines Active
Directory (AD) sein, z. B. lokale Benutzer. Ein Unternehmen hat möglicherweise nur eine oder wenige Arbeitsgruppen, so dass sich der Aufbau eines ADs nicht lohnt.
Dieses Unternehmen möchte SafeGuard Enterprise einsetzen, um dann seine
Benutzer-/Computerobjekte mit Richtlinien zu versehen. Deshalb wird die
Organisationsstruktur des Unternehmens im SafeGuard Management Center folgendermaßen manuell aufgebaut:
28
Die Benutzer-/Computerobjekte bleiben im Verzeichnis .Automatisch registriert. Aber sie können im SafeGuard Management Center normal verwaltet werden (z. B. Richtlinien hinzufügen oder löschen).
Beispiel 2: SafeGuard Enterprise Datenbank und Active Directory nicht synchronisiert
Administratorhilfe
Ein Benutzer oder Computer (SafeGuard Enterprise Client) ist bereits Teil eines Active
Directory (AD) in einem Unternehmen. Wenn jedoch die SafeGuard Enterprise Datenbank und das AD nicht synchron sind, werden Benutzer und Computer im SafeGuard Management
Center noch nicht angezeigt.
Der Benutzer meldet sich an dem durch SafeGuard Enterprise geschützten Endpoint-Computer mit folgenden Anmeldeinformationen an:
■ BeispielBenutzer
■ BeispielKennwort
■ BeispielDomäne
Diese Informationen werden an den SafeGuard Enterprise Server geschickt. Im SafeGuard
Management Center werden dann folgende Einträge erzeugt:
Mit der nächsten Synchronisierung zwischen dem AD und der SafeGuard Enterprise Datenbank werden BeispielComputer und BeispielBenutzer automatisch in ihre korrekten
Organisationseinheiten (OU) verschoben.
Der Sicherheitsbeauftragte kann dem Verzeichnis .Automatisch registriert zwar Richtlinien zuweisen, aber diese Richtlinien gelten nur für den BeispielComputer und den
BeispielBenutzer, so lange diese Objekte sich im Verzeichnis .Automatisch registriert befinden.
Sobald die Objekte durch die Synchronisierung zwischen AD und der SafeGuard Enterprise
Datenbank in ihre Organisationseinheiten (OU) verschoben werden, gelten hingegen für den
BeispielComputer und den BeispielBenutzer die Richtlinien dieser OUs.
6.2.3 Schlüssel und Zertifikate für autoregistrierte Objekte
Für jedes auto-registrierte Objekt erzeugt der Server nach Bedarf ein Zertifikat.
Ein lokaler Benutzer erhält zwei Schlüssel:
■ den Schlüssel des Containers .Automatisch registriert
■ den privaten Schlüssel, der vom Server bei Bedarf erzeugt wird.
Lokale Benutzer erhalten keine weiteren Schlüssel der ihnen übergeordneten Container, auch keinen Root-Schlüssel.
Arbeitsgruppen erhalten gar keine Schlüssel.
29
SafeGuard Enterprise
6.2.4 Richtlinien für autoregistrierte Objekte
Für autoregistrierte Objekte können ohne Einschränkung Richtlinien erstellt werden.
Lokale Benutzer werden zur Gruppe „.authentisierte Benutzer“ hinzugefügt. Computer werden zur Gruppe „.authentisierte Computer“ hinzugefügt. Dementsprechend gelten für sie die
Richtlinien, die für diese Gruppe aktiviert wurden.
6.2.5 Erzeugen von Arbeitsgruppen
Als Sicherheitsbeauftragter mit den erforderlichen Rechten können Sie unter dem
Stammverzeichnis einen Container erzeugen, der eine Windows Arbeitsgruppe repräsentiert.
Arbeitsgruppen erhalten keine Schlüssel. Sie können nicht umbenannt werden.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Benutzer und Computer.
2. Rechts-klicken Sie im linken Navigationsfenster auf Stamm [Filter ist aktiv] und wählen
Sie im Kontextmenü Neu > Neue Arbeitsgruppe erzeugen (autom. Registrierung).
3. Machen Sie in Allgemeine Informationen folgende Angaben: a) Vollst. Name: Name für die Arbeitsgruppe b) Sie können optional eine Beschreibung hinzufügen.
c) Unter Verbindungsstatus wird der Typ des Objekts angezeigt, in diesem Fall
Arbeitsgruppe.
d) Aktivieren Sie Richtlinienvererbung stoppen, wenn gewünscht.
e) Klicken Sie auf OK.
Die Arbeitsgruppe wird erzeugt. Unterhalb des Arbeitsgruppen-Containers wird automatisch das Standardverzeichnis .Automatisch registriert angelegt. Es kann weder umbenannt noch gelöscht werden.
6.2.6 Löschen von Arbeitsgruppen
Um eine Arbeitsgruppe zu löschen, benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für die relevante Arbeitsgruppe. Falls die Arbeitsgruppe Mitglieder hatte, werden diese ebenfalls gelöscht. (Bei der nächsten Anmeldung werden sie wieder autoregistriert).
Um eine Arbeitsgruppe zu löschen, benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für alle beteiligten Objekte.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Benutzer und Computer.
2. Rechts-klicken Sie im rechten Navigationsbereich auf der Arbeitsgruppe, die gelöscht werden soll, und wählen Sie Löschen.
3. Klicken Sie zur Bestätigung auf OK.
Die Arbeitsgruppe wird gelöscht. Eventuelle Mitglieder werden ebenfalls gelöscht.
Hinweis: Wenn Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff nicht für alle Mitglieder der Arbeitsgruppe haben, schlägt das Löschen der Arbeitsgruppe fehl und es wird eine Fehlermeldung angezeigt.
30
Administratorhilfe
6.2.7 Erstellen einer neuen Domäne
Als Sicherheitsbeauftragter mit den nötigen Berechtigungen können Sie unter dem
Stammverzeichnis eine neue Domäne anlegen. Sie sollten nur neue Domänen anlegen, wenn
Sie keine Domänen aus dem Active Directory (AD) importieren wollen oder können, z. B.
weil kein AD vorhanden ist.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Benutzer und Computer.
2. Rechts-klicken Sie im linken Navigationsfenster auf Stamm [Filter ist aktiv] und wählen
Sie im Kontextmenü Neu > Neue Domäne erzeugen (autom. Registrierung).
3. In Allgemeine Informationen machen Sie folgende Angaben zum Domänen-Controller.
Alle drei Namenseinträge müssen korrekt sein. Ansonsten wird die Domäne nicht synchronisiert.
a) Vollst. Name: z. B. rechnername.domäne.com oder die IP-Adresse des
Domänen-Controllers b) Distinguished Name: DNS-Name, z. B. DC=rechnername3,DC=domäne,DC=Land c) Eine Domänenbeschreibung (optional) d) Netbios Name: Name des Domänen-Controllers e) Unter Verbindungsstatus wird der Typ des Objekts angezeigt, in diesem Fall Domäne.
f) Aktivieren Sie Richtlinienvererbung stoppen, wenn gewünscht.
g) Klicken Sie auf OK.
Die neue Domäne wird angelegt. Ein Benutzer und/oder ein Computer wird bei der
Autoregistrierung automatisch dieser Domäne zugeordnet. Unterhalb des Domänen-Containers wird das Standardverzeichnis .Automatisch registriert angelegt. Es kann weder umbenannt noch gelöscht werden.
6.2.8 Umbenennen einer Domäne
Als Sicherheitsbeauftragter mit den nötigen Berechtigungen können Sie eine Domäne umbenennen und weitere Eigenschaften für sie festlegen. Sie benötigen das Zugriffsrecht Voller
Zugriff für die relevante Domäne.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf den Bereich Benutzer & Computer.
2. Rechts-klicken Sie im linken Navigationsfenster auf der Domäne, die umbenannt werden soll, und wählen Sie Eigenschaften.
3. Ändern Sie in Allgemeine Informationen unter Vollst. Name den Namen der Domäne und die Beschreibung.
4. In Netbios Name können Sie den Namen des Domänen-Controllers ändern.
5. Außerdem können Sie in der Registerkarte Containereinstellungen den
Wake-on-LAN-Modus für den automatischen Neustart festlegen.
6. Klicken Sie zur Bestätigung Ihrer Einstellungen auf OK.
31
SafeGuard Enterprise
Die Änderungen sind nun gespeichert.
6.2.9 Löschen einer Domäne
Als Sicherheitsbeauftragter mit den nötigen Berechtigungen können Sie Domänen löschen.
Um eine Domäne zu löschen, benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für die relevante
Domäne.
Hinweis:
Falls die Domäne Mitglieder hatte, werden diese ebenfalls gelöscht.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Benutzer und Computer.
2. Rechts-klicken Sie im linken Navigationsfenster auf der Domäne, die gelöscht werden soll, und wählen Sie Löschen.
3. Klicken Sie auf Ja.
Die Domäne wird gelöscht. Eventuelle Mitglieder werden ebenfalls gelöscht.
Hinweis: Wenn Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff nicht für alle Mitglieder der Domäne haben, schlägt das Löschen der Domäne fehl und es wird eine Fehlermeldung angezeigt.
6.2.10 Löschen von automatisch registrierten Computern
Wenn ein automatisch registrierter Computer gelöscht wird, werden alle lokalen Benutzer dieses Computers ebenfalls gelöscht. Bei der nächsten Anmeldung dieses Computers wird er erneut automatisch registriert.
6.2.11 Filter für lokale Objekte
6.2.11.1 Benutzer und Computer
Unter Benutzer & Computer können Sie die Ansicht im linken Navigationsfenster nach lokalen
Benutzern filtern oder einen bestimmten lokalen Benutzer suchen.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Benutzer und Computer.
2. Klicken Sie links unten im Navigationsbereich auf Filter.
3. Wählen Sie bei Typ die Option Lokaler Benutzer. Wenn Sie einen bestimmten Benutzer suchen, geben Sie noch dessen Namen ein.
4. Klicken Sie auf das Lupen-Symbol.
Die Ansicht auf Benutzer 6 Computer wird entsprechend den Kriterien gefiltert.
6.2.11.2 Protokollierung
Die erfolgreiche bzw. nicht erfolgreiche Registrierung eines Benutzers, Computers oder einer
Arbeitsgruppe wird protokolliert. Sie können sich diese Informationen im SafeGuard
Management Center unter Berichte in der Ereignisanzeige auflisten lassen.
32
Administratorhilfe
6.3 Suche nach Benutzern, Computern und Gruppen in der
SafeGuard Enterprise Datenbank
Um Objekte im Dialog Benutzer, Computer und Gruppen suchen anzeigen zu lassen, benötigen Sie die Zugriffsrechte Schreibgeschützt oder Voller Zugriff für die relevanten
Objekte.
Im Bereich Benutzer & Computer können Sie mit verschiedenen Filtern nach Objekten suchen.
So können Sie z. B. mit dem Filter Doppelte Benutzer und Computer nach Duplikaten suchen, die durch einen AD-Synchronisierungsvorgang entstehen können. Der Filter zeigt alle Computer mit demselben Namen in einer Domäne sowie alle Benutzer mit demselben Namen,
Anmeldenamen oder Prä-2000 Anmeldenamen in einer Domäne.
So suchen Sie nach Objekten:
1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Management Center auf Benutzer &
Computer.
2. Wählen Sie im Benutzer & Computer Navigationsbereich den gewünschten Container.
3. Wählen Sie Bearbeiten > Suchen in der SafeGuard Management Center Menüleiste.
Der Benutzer, Computer und Gruppen suchen Dialog wird angezeigt.
4. Wählen Sie den gewünschten Filter aus der Suchen Dropdownliste aus.
5. Im Feld In wird der ausgewählte Container angezeigt.
Den hier angezeigten Container können Sie ändern, indem Sie eine andere Option aus der
Dropdownliste auswählen.
6. Wenn Sie nach einem bestimmten Objekt suchen, geben Sie den erforderlichen Suchnamen im Feld Suchname ein.
7. Legen Sie mit dem Kontrollkästchen Ansicht nach jeder Suche löschen fest, ob die
Suchergebnisse nach jedem Suchvorgang aus der Ansicht gelöscht werden sollen.
8. Klicken Sie anschließend auf Jetzt suchen.
Die Ergebnisse werden im Benutzer, Computer und Gruppen suchen Dialog angezeigt. Wenn
Sie auf eines der Ergebnisse in diesem Dialog klicken, wird der entsprechende Eintrag in der
Benutzer & Computer Baumstruktur markiert. Wenn Sie z. B. nach Duplikaten gesucht haben, können Sie diese nun bequem löschen.
6.4 Anzeigen von Objekteigenschaften in Benutzer & Computer
Um Objekteigenschaften einzusehen, benötigten Sie die Zugriffsrechte Voller Zugriff oder
Schreibgeschützt für die relevanten Objekte.
1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Management Center auf Benutzer &
Computer.
2. Klicken Sie im Navigationsbereich von Benutzer & Computer mit der rechten Maustaste auf das gewünschte Objekt und wählen Sie Eigenschaften.
33
SafeGuard Enterprise
Die Eigenschaften des ausgewählten Objekts werden angezeigt. Wenn Sie für das Objekt das
Zugriffsrecht Schreibgeschützt haben, werden die Eigenschaften im Dialog ausgegraut und
Sie können diese nicht bearbeiten.
34
Administratorhilfe
7 SafeGuard Enterprise Sicherheitsbeauftragte
SafeGuard Enterprise kann von einem oder mehreren Sicherheitsbeauftragten administriert werden. Mit der rollenbasierten Administration ist es möglich, die Verwaltung von SafeGuard
Enterprise auf mehrere Benutzer zu verteilen. Dabei kann einem Benutzer eine oder mehrere
Rollen zugewiesen werden. Um die Sicherheit noch zu erhöhen, kann einer
Sicherheitsbeauftragtenrolle die zusätzliche Autorisierung eines Vorgangs zugewiesen werden.
Während der initialen Konfiguration des SafeGuard Management Center wird automatisch ein Administrator höchster Ebene angelegt: der Haupt-Sicherheitsbeauftragte (Master Security
Officer, MSO). Das Zertifikat des Haupt-Sicherheitsbeauftragten läuft nicht ab. Für andere spezifische Aufgaben, z. B. Helpdesk- oder Audit-Aufgaben, können dann weitere
Sicherheitsbeauftragte zugewiesen werden.
Sicherheitsbeauftragte lassen sich im Navigationsbereich des SafeGuard Management Center gemäß der Organisationsstruktur Ihres Unternehmens hierarchisch anordnen. Diese hierarchische Anordnung gibt jedoch keine Hierarchie in Bezug auf Rechte und Rollen wieder.
Hinweis:
Zwei Sicherheitsbeauftragte dürfen nicht das gleiche Windows-Konto auf einem Computer benutzen. Andernfalls lassen sich ihre Zugriffsrechte nicht sauber trennen. Unter Umständen ist die zusätzliche Autorisierung nur dann sinnvoll, wenn sich die Sicherheitsbeauftragten mit kryptographischen Token/Smartcards anmelden müssen.
7.1 Rollen für Sicherheitsbeauftragte
SafeGuard Enterprise bietet für die komfortable Verwaltung bereits vordefinierte Rollen mit verschiedenen Funktionen für Sicherheitsbeauftragte an. Ein Sicherheitsbeauftragter mit den erforderlichen Rechten hat die Möglichkeit, aus einer Liste von Aktionen/Rechten selbst neue
Rollen zu definieren und bestimmten Sicherheitsbeauftragten zuzuweisen.
Folgende Rollentypen stehen zur Verfügung:
■ Rolle des Haupt-Sicherheitsbeauftragten (Master Security Officer, MSO)
■ Vordefinierte Rollen
■ Benutzerdefinierte Rollen
7.1.1 Haupt-Sicherheitsbeauftragter
Nach der Installation von SafeGuard Enterprise wird bei der initialen Konfiguration des
SafeGuard Management Center automatisch ein Haupt-Sicherheitsbeauftragter (Master
Security Officer, MSO) angelegt. Der Haupt-Sicherheitsbeauftragte ist der Sicherheitsbeauftragte der höchsten Ebene und hat alle Rechte sowie Zugriff auf alle Objekte, vergleichbar mit dem
Administrator bei Windows. Die Rechte des Haupt-Sicherheitsbeauftragten können nicht geändert werden.
Für eine Instanz des SafeGuard Management Centers können mehrere
Haupt-Sicherheitsbeauftragte angelegt werden. Aus Sicherheitsgründen empfehlen wir, mindestens einen weiteren Haupt-Sicherheitsbeauftragten anzulegen. Zusätzliche
35
SafeGuard Enterprise
Haupt-Sicherheitsbeauftragte können jederzeit gelöscht werden, es muss jedoch immer ein
Benutzer mit der Rolle des Haupt-Sicherheitsbeauftragten vorhanden sein, der explizit als
Hauptsicherheits-Beauftragter in der SafeGuard Enterprise Datenbank angelegt wurde.
Ein Haupt-Sicherheitsbeauftragter kann Aufgaben an andere Personen delegieren. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:
■ Ein neuer Benutzer/Sicherheitsbeauftragter kann unter Sicherheitsbeauftragte angelegt werden.
■ Ein aus dem Active Directory importierter und im Stammverzeichnis des SafeGuard
Management Center sichtbarer Benutzer oder alle Mitglieder eines Containers können unter Benutzer & Computer zu Sicherheitsbeauftragten gemacht werden.
Den Sicherheitsbeauftragten können eine oder mehrere Rollen zugeordnet werden. Einem
Benutzer kann z. B. die Rolle des Verwaltungsbeauftragten und die Rolle des
Helpdesk-Beauftragten zugewiesen werden.
Der Haupt-Sicherheitsbeauftragte kann aber auch selbst definierte Rollen anlegen und bestimmten Sicherheitsbeauftragten zuweisen.
7.1.2 Vordefinierte Rollen
Im SafeGuard Management Center sind neben dem Haupt-Sicherheitsbeauftragten die folgenden Rollen vordefiniert. Die diesen vordefinierten Rollen zugewiesenen Rechte können nicht geändert werden. Verfügt eine vordefinierte Rolle z. B. über das Recht „Richtlinien und
Richtliniengruppen anlegen“, so kann dieses Recht nicht aus der Rolle entfernt werden. Es können auch keine neuen Rechte zu einer vordefinierten Rollen hinzugefügt werden. Die zusätzliche Autorisierung durch einen weiteren Sicherheitsbeauftragten hingegen lässt sich jederzeit den vordefinierten Rollen zuordnen.
■ Verwaltungsbeauftragter
Verwaltungsbeauftragte können Ihren eigenen Knoten im Bereich Sicherheitsbeauftragte einsehen und sind dazu berechtigt, die ihrem Knoten zugehörigen Sicherheitsbeauftragten zu verwalten.
■ Sicherheitsbeauftragter
Sicherheitsbeauftragte haben umfassende Rechte u. a. für die SafeGuard Enterprise
Konfiguration, Richtlinien- und Schlüsselverwaltung sowie für Überwachung und Recovery.
■ Helpdesk-Beauftragter
Helpdesk-Beauftragte sind zur Durchführung von Recovery-Vorgängen berechtigt. Darüber hinaus können Sie sich die meisten Funktionsbereiche des SafeGuard Management Center anzeigen lassen.
■ Audit-Beauftragter
Um SafeGuard Enterprise überwachen zu können, haben Audit-Beauftragte die
Berechtigung, sich die meisten Funktionsbereiche des SafeGuard Management Center anzeigen zu lassen.
■ Recovery-Beauftragter
36
Administratorhilfe
Recovery-Beauftragte sind dazu berechtigt, die SafeGuard Enterprise Datenbank zu reparieren.
7.1.3 Benutzerdefinierte Rollen
Als Sicherheitsbeauftragter mit den erforderlichen Rechten können Sie neue Rollen aus einer
Liste mit Aktionen/Rechten definieren und sie einem vorhandenen oder einem neuen
Sicherheitsbeauftragten zuweisen. Wie auch bei den vordefinierten Rollen lässt sich die zusätzliche Autorisierung durch einen weiteren Sicherheitsbeauftragten für eine Funktion der betreffenden Rolle jederzeit aktivieren.
Bei der Zuweisung einer neuen Rolle ist für die zusätzliche Autorisierung Folgendes zu beachten:
Hinweis:
Wenn ein Benutzer zwei Rollen mit der gleichen Funktion inne hat, und bei einer der Rollen die zusätzliche Autorisierung zugeordnet ist, dann gilt das automatisch auch bei der anderen
Rolle.
Ein Sicherheitsbeauftragter mit den erforderlichen Rechten kann Rechte zu einer benutzerdefinierten Rolle hinzufügen oder Rechte aus der Rolle entfernen. Im Gegensatz zu vordefinierten Rollen können benutzerdefinierte je nach Anforderung auch gelöscht werden.
Wird die Rolle gelöscht, so ist sie keinem Benutzer mehr zugewiesen. Ist einem Benutzer nur eine Rolle zugewiesen und wird diese Rolle gelöscht, so kann sich der Benutzer nicht mehr am SafeGuard Management Center anmelden.
Hinweis:
Die Rolle und die darin definierten Aktionen bestimmen, was ein Benutzer darf und was nicht.
Auch dann, wenn dem Benutzer mehrere Rollen zugewiesen worden sind. Nachdem er sich am System angemeldet hat, werden nur die Bereiche des SafeGuard Management Centers aktiviert und angezeigt, die für seine Rolle nötig sind. Das betrifft auch die Bereiche Skripte und API. Sie sollten deshalb für einen Bereich, in dem Sie Aktionen vergeben, immer auch die Anzeige dieses Bereichs als Aktion auswählen. Aktionen werden nach Funktionsbereich sortiert und sind hierarchisch strukturiert. Diese Struktur zeigt, welche Aktionen vor der
Durchführung bestimmter anderer Aktionen erforderlich sind.
7.1.4 Zusätzliche Autorisierung
Die zusätzliche Autorisierung (auch Vier-Augen-Prinzip genannt) kann spezifischen Aktionen einer Rolle zugeordnet werden. Das bedeutet, dass der Benutzer dieser Rolle eine bestimmte
Aktion nur ausführen darf, wenn ein Benutzer einer weiteren Rolle anwesend ist und die
Ausführung der Aktion bestätigt.
Die zusätzliche Autorisierung lässt sich sowohl vordefinierten als auch benutzerdefinierten
Rollen zuweisen. Sobald es mindestens zwei Beauftragte mit der gleichen Rolle gibt, kann auch die eigene Rolle ausgewählt werden.
Die Rolle, die die zusätzliche Autorisierung durchführen soll, muss einem Benutzer zugewiesen sein und es müssen mindestens zwei Benutzer in der SafeGuard Datenbank vorhanden sein.
Wenn die zusätzliche Autorisierung für eine Aktion erforderlich ist, ist sie auch dann erforderlich, wenn der Benutzer eine weitere Rolle hat, die die zusätzliche Autorisierung für diese Aktion nicht erfordert.
37
SafeGuard Enterprise
Wenn ein Sicherheitsbeauftragter ohne Berechtigung zum Ändern der Einstellungen für die zusätzliche Autorisierung eine Rolle anlegt, werden die Einstellungen für die zusätzliche
Autorisierung der neuen Rolle gemäß den definierten Einstellungen für den anlegenden
Benutzer voreingestellt.
7.2 Anlegen einer neuen Rolle
Voraussetzung: Um eine neue Rolle anzulegen, benötigen Sie das Recht, benutzerdefinierte
Rollen einzusehen und zu verwalten. Um die zusätzliche Autorisierung zuzuweisen, benötigen
Sie das Recht „Einstellungen für zusätzliche Autorisierung ändern“.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Benutzerdefinierte Rollen und wählen Sie Neu
> Neue benutzerdefinierte Rolle.
3. Geben Sie im Dialog Neue benutzerdefinierte Rolle einen Namen und eine Beschreibung für die Rolle ein.
4. Wählen Sie die Aktionen für diese Rolle: Wählen Sie die Kontrollkästchen neben den gewünschten Aktionen in der Spalte Aktiv.
Aktionen werden nach Funktionsbereich sortiert und sind hierarchisch strukturiert. Diese
Struktur zeigt, welche Aktionen vor der Durchführung bestimmter anderer Aktionen erforderlich sind.
5. Falls erforderlich, weisen Sie die zusätzliche Autorisierung zu: Klicken Sie auf die
Standardeinstellung Kein und wählen Sie die gewünschte Rolle aus der angezeigten
Dropdownliste.
Wenn ein Sicherheitsbeauftragter ohne die Berechtigung zum Ändern der zusätzlichen
Autorisierung eine Rolle anlegt, wird die zusätzliche Autorisierung gemäß den Einstellungen der Rolle des betreffenden Sicherheitsbeauftragten vordefiniert. Die zusätzliche
Autorisierung kann ausgewählt werden, wenn sie für mehr als eine Rolle des
Sicherheitsbeauftragten eingestellt ist.
6. Klicken Sie auf OK.
Die neue Rolle wird unter Benutzerdefinierte Rollen im Navigationsfenster angezeigt. Wenn
Sie die Rolle anklicken, werden im rechten Aktionsbereich die zulässigen Aktionen dargestellt.
7.3 Zuweisen einer Rolle zu einem Sicherheitsbeauftragten
Voraussetzung: Um eine Rolle zuzuweisen, benötigen Sie das Recht, Sicherheitsbeauftragte einzusehen und zu ändern.
1. Wählen Sie den gewünschten Sicherheitsbeauftragten im Navigationsfenster aus.
Die Eigenschaften werden im rechten Aktionsbereich für ihn angezeigt.
2. Weisen Sie die gewünschten Rollen durch Auswählen der entsprechenden Kontrollkästchen zu.
Vordefinierte Rollen werden fett angezeigt.
38
Administratorhilfe
3. Klicken Sie auf das Doppelpfeil-Symbol Aktualisieren in der Symbolleiste.
Die Rolle ist dem Sicherheitsbeauftragten zugewiesen.
7.4 Einsehen von Sicherheitsbeauftragten- und Rolleneigenschaften
Voraussetzung: Um sich einen Überblick über die Sicherheitsbeauftragteneigenschaften oder die Rollenzuordnungen anzeigen zu lassen, benötigen Sie das Recht zum Einsehen von
Sicherheitsbeauftragten und Sicherheitsbeauftragtenrollen.
So sehen Sie Sicherheitsbeauftragten- und Rolleneigenschaften ein:
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Doppelklicken Sie im Navigationsbereich auf der linken Seite auf dem Objekt, zu dem Sie einen Überblick erhalten möchten.
Die im Aktionsbereich angezeigten Informationen richten sich nach dem ausgewählten Objekt.
7.4.1 Anzeigen der Eigenschaften für den Haupt-Sicherheitsbeauftragten
Die allgemeinen Informationen sowie die Änderungsinformationen für den
Haupt-Sicherheitsbeauftragten werden angezeigt.
7.4.2 Anzeigen der Eigenschaften für Sicherheitsbeauftragte
Die allgemeinen Informationen sowie die Änderungsinformationen für den
Sicherheitsbeauftragten werden angezeigt.
1. Wählen Sie unter Eigenschaften die Registerkarte Aktionen. Diese Registerkarte bietet eine Zusammenfassung der zulässigen Aktionen sowie der Rollen, die dem
Sicherheitsbeauftragten zugewiesen sind.
7.4.3 Anzeigen der Rechte und Rollen von Sicherheitsbeauftragten
Eine Zusammenfassung der Aktionen aller Rollen, die dem Sicherheitsbeauftragten zugewiesen sind, wird angezeigt. Die Baumstrukturansicht zeigt, welche Aktionen erforderlich sind, damit bestimmte andere Aktionen durchgeführt werden können. Darüber hinaus können die zugewiesenen Rollen angezeigt werden.
1. Wählen Sie unter Aktionen eine Aktion, um alle zugewiesenen Rollen anzeigen zu lassen, die diese Aktion enthalten.
2. Doppelklicken Sie auf einer Rolle, um den Dialog Eigenschaften zu schließen und danach die Eigenschaften der Rolle anzeigen zu lassen.
39
SafeGuard Enterprise
7.4.4 Anzeigen der Rolleneigenschaften
Die allgemeinen Informationen sowie die Änderungsinformationen für die Rolle werden angezeigt.
1. Wählen Sie unter Eigenschaften die Registerkarte Zuweisung, um die
Sicherheitsbeauftragten anzeigen zu lassen, die dieser Rolle zugeordnet sind.
7.4.5 Anzeigen der Rollenzuordnung
1. Doppelklicken Sie unter Zuweisung auf einem Sicherheitsbeauftragten, um den Dialog
Eigenschaften zu schließen und danach die allgemeinen Daten und Rollen des
Sicherheitsbeauftragten anzeigen zu lassen.
7.5 Ändern einer Rolle
Für das Ändern von Rollen gibt es folgende Möglichkeiten:
■ Zusätzliche Autorisierung ändern
■ Sie können alle Eigenschaften der Rolle ändern.
Das Symbol neben den Rollen zeigt, welche Aktion möglich ist:
Symbol Beschreibung
Die Rolle kann geändert werden (Aktionen hinzufügen/löschen).
Die zusätzliche Autorisierung kann geändert werden.
Beide Änderungsmöglichkeiten sind verfügbar.
Hinweis:
Vordefinierte Rollen und die ihnen zugewiesenen Aktionen können nicht geändert werden.
Ist die zusätzliche Autorisierung aktiviert, so kann dies für jede Rolle, auch für vordefinierte
Rollen, geändert werden.
40
Administratorhilfe
7.5.1 Ändern der zusätzlichen Autorisierung
Voraussetzung: Um die zusätzliche Autorisierung zuzuweisen, benötigen Sie das Recht,
Sicherheitsbeauftragtenrollen einzusehen sowie das Recht „Einstellungen für zusätzliche
Autorisierung ändern“.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster unter Benutzerdefinierte Rollen auf die Rolle, die Sie
ändern möchten. Klicken Sie im Aktionsbereich auf der rechten Seite bei der gewünschten
Einstellung in der Spalte Zusätzliche Autorisierung und wählen Sie eine andere Rolle aus der Liste aus.
Vordefinierte Rollen werden fett angezeigt.
3. Klicken Sie auf das Speichern Symbol in der Symbolleiste, um Ihre Änderungen in der
Datenbank zu speichern.
Die zusätzliche Autorisierung für diese Rolle wurde geändert.
7.5.2 Ändern aller Eigenschaften einer Rolle
Voraussetzung: Um eine benutzerdefinierte Rolle zu ändern, benötigen Sie das Recht zum
Einsehen und Ändern von Sicherheitsbeauftragtenrollen. Zum Ändern der Einstellung für die zusätzliche Autorisierung benötigen Sie außerdem das Recht „Einstellungen für zusätzliche
Autorisierung ändern“.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster unter Benutzerdefinierte Rollen auf die Rolle, die Sie
ändern möchten, und wählen Sie Benutzerdefinierte Rolle ändern.
3. Ändern Sie die Eigenschaften nach Wunsch. Ändern Sie die Einstellungen für die zusätzliche
Autorisierung, indem Sie auf den Wert in dieser Spalte klicken und die gewünschte Rolle auswählen.
4. Klicken Sie auf das Speichern Symbol in der Symbolleiste, um Ihre Änderungen in der
Datenbank zu speichern.
Die Rolle wurde geändert.
7.6 Kopieren einer Rolle
Um eine Rolle anzulegen, die ähnliche Eigenschaften wie eine bereits vorhandene Rolle hat, können Sie die vorhandene Rolle als Vorlage benutzen. Sie können eine vordefinierte oder eine benutzerdefinierte Rolle als Vorlage auswählen.
Voraussetzung: Die Verwendung von vorhandenen Rollen als Vorlage ist nur dann möglich, wenn der derzeit authentisierte Sicherheitsbeauftragte alle Rechte hat, die in dieser spezifischen
Rollenvorlage enthalten sind. Diese Funktion ist also u. U. für Sicherheitsbeauftragte, deren zulässige Aktionen begrenzt sind, nicht verfügbar.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
41
SafeGuard Enterprise
2. Klicken Sie im Navigationsfenster mit der rechten Maustaste auf die Rolle, die Sie kopieren möchten, und wählen Sie Neu > Neue Kopie der Rolle. Unter Neue benutzerdefinierte
Rolle werden alle Eigenschaften der vorhandenen Rolle bereits vorausgewählt.
3. Geben Sie einen neuen Namen für diese Rolle ein und ändern Sie die Eigenschaften nach
Wunsch.
4. Klicken Sie auf das Speichern Symbol in der Symbolleiste, um Ihre Änderungen in der
Datenbank zu speichern.
Die neue Rolle ist angelegt.
7.7 Löschen einer Rolle
Hinweis:
Vordefinierte Rollen können nicht gelöscht werden.
Voraussetzung: Um eine Rolle zu löschen, benötigen Sie das Recht zum Einsehen und Löschen von Sicherheitsbeauftragtenrollen.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster unter Benutzerdefinierte Rollen mit der rechten
Maustaste auf die Rolle, die Sie löschen möchten, und wählen Sie Löschen. Je nach den
Eigenschaften der Rolle wird eine entsprechende Warnungsmeldung angezeigt.
Hinweis:
Wenn Sie eine Rolle löschen, geht diese Rolle bei allen Sicherheitsbeauftragten, denen sie zugeordnet ist, verloren. Ist einem Sicherheitsbeauftragten nur diese eine Rolle zugewiesen, so kann dieser sich erst wieder am SafeGuard Management Center anmelden, wenn ein
übergeordneter Sicherheitsbeauftragter ihm eine neue Rolle zuweist. Wird die Rolle für die zusätzliche Autorisierung verwendet, so wird der Haupt-Sicherheitsbeauftragte dazu aufgefordert, die zusätzliche Autorisierung durchzuführen.
3. Um die Rolle zu löschen, klicken Sie in der Warnungsmeldung auf Ja.
4. Klicken Sie auf das Speichern Symbol in der Symbolleiste, um Ihre Änderungen in der
Datenbank zu speichern.
Die Rolle wird aus dem Navigationsfenster entfernt und aus der Datenbank gelöscht.
7.8 Anlegen eines Haupt-Sicherheitsbeauftragten
Voraussetzung: Um einen neuen Haupt-Sicherheitsbeauftragten anzulegen, benötigen Sie das Recht, Sicherheitsbeauftragte einzusehen und anzulegen.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster mit der rechten Maustaste auf den Knoten
Haupt-Sicherheitsbeauftragte und wählen Sie Neu > Neuer
Haupt-Sicherheitsbeauftragter.
42
Administratorhilfe
3. Nehmen Sie die relevanten Einträge unter Neuer Haupt-Sicherheitsbeauftragter vor:
Feld/Kontrollkästchen Beschreibung
Freigeschaltet Hier kann der Sicherheitsbeauftragte bis auf Weiteres deaktiviert werden.
Das bedeutet, dass er zwar im System existiert, sich aber noch nicht an das
SafeGuard Management Center anmelden kann. Erst wenn er durch einen anderen Sicherheitsbeauftragten aktiviert wird, kann er sich anmelden und seine administrativen Tätigkeiten ausführen.
Name
Beschreibung
Hier wird der Name des Sicherheitsbeauftragten angegeben, wie er in den von SafeGuard Enterprise erzeugten Zertifikaten unter cn= eingetragen wird. Unter diesem Namen wird er auch im Navigationsfenster des
SafeGuard Management Centers angezeigt. Dieser Name muss eindeutig sein.
Maximalwert: 256 Zeichen
Optional
Maximalwert: 256 Zeichen
Mobiltelefon
Optional
Maximalwert: 128 Zeichen
Optional
Maximalwert: 256 Zeichen
Token-Anmeldung Die Anmeldung kann auf folgende Art erfolgen:
Ohne Token Der Sicherheitsbeauftragte darf sich nicht mit einem Token anmelden. Er muss sich über die Anmeldeinformationen
(Benutzername/Kennwort) anmelden.
Optional Die Anmeldung kann mit Token oder mit Anmeldeinformationen erfolgen. Der Sicherheitsbeauftragte kann wählen.
Zwingend erforderlich Die Verwendung eines Token zur Anmeldung ist zwingend vorgeschrieben. Dazu muss sich der zum Zertifikat des
Sicherheitsbeauftragten gehörende private Schlüssel auf dem Token befinden.
43
SafeGuard Enterprise
Feld/Kontrollkästchen Beschreibung
Zertifikat Zur Anmeldung an das SafeGuard Management Center benötigt ein
Sicherheitsbeauftragter immer ein Zertifikat. Das Zertifikat kann entweder von SafeGuard Enterprise selbst erstellt werden oder es wird ein bereits existierendes verwendet. Ist eine Anmeldung mit Token zwingend notwendig, so muss das Zertifikat auf den Token des Sicherheitsbeauftragten aufgebracht werden.
Erzeugen:
Zertifikat und Schlüsseldatei werden erstellt und an einem auswählbaren
Ort gespeichert. Dabei muss ein Kennwort für die .p12-Schlüsseldatei angegeben und bestätigt werden. Die .p12-Datei muss dem
Sicherheitsbeauftragten bei der Anmeldung zur Verfügung stehen. Das erstellte Zertifikat wird dem Sicherheitsbeauftragten automatisch zugeteilt und unter Zertifikat angezeigt. Wenn SafeGuard Enterprise Kennwortregeln angewendet werden, sollten die Regeln im Active Directory deaktiviert werden.
Hinweis:
Maximale Länge des Speicherpfads und des Dateinamens: 260 Zeichen.
Zum Anlegen eines Sicherheitsbeauftragten ist der öffentliche Teil des
Zertifikats zwar ausreichend. Bei der Anmeldung an das SafeGuard
Management Center ist jedoch auch der private Teil des Zertifikats (die
Schlüsseldatei) erforderlich. Liegt diese nicht in der Datenbank vor, muss sie dem Sicherheitsbeauftragten zur Verfügung stehen und kann bei der
Anmeldung dann ggf. im Zertifikatsspeicher abgelegt werden.
Zertifikat Importieren:
Ein existierendes Zertifikat wird importiert und anschließend dem
Sicherheitsbeauftragten zugewiesen. Wird aus einer .p12 Schlüsseldatei importiert, muss das Kennwort des Zertifikats bekannt sein.
Wird ein PKCS#12 Zertifikatscontainer ausgewählt, werden alle Zertifikate in die Liste der zuweisbaren Zertifikate geladen. Die Zuweisung des
Zertifikats erfolgt nach dem Import, indem das Zertifikat im
Dropdown-Listenfeld ausgewählt wird.
4. Klicken Sie zur Bestätigung Ihrer Einstellungen auf OK.
Der neu angelegte Haupt-Sicherheitsbeauftragte wird im Navigationsfenster unter dem Knoten
Haupt-Sicherheitsbeauftragte angezeigt. Die jeweiligen Eigenschaften lassen sich durch
Auswahl des gewünschten Sicherheitsbeauftragten im Navigationsfenster anzeigen. Der
Haupt-Sicherheitsbeauftragte kann sich mit dem angezeigten Namen an das SafeGuard
Management Center anmelden.
44
Administratorhilfe
7.9 Anlegen eines Sicherheitsbeauftragten
Voraussetzung: Um einen neuen Sicherheitsbeauftragten anzulegen, benötigen Sie das Recht,
Sicherheitsbeauftragte einzusehen und anzulegen.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster mit der rechten Maustaste auf den
Sicherheitsbeauftragten-Knoten, in dem Sie den neuen Sicherheitsbeauftragten anlegen möchten, und wählen Sie Neu > Neuer Sicherheitsbeauftragter.
45
SafeGuard Enterprise
3. Nehmen Sie die relevanten Einträge unter Neuer Sicherheitsbeauftragter vor:
Feld/Kontrollkästchen
Freigeschaltet
Name
Beschreibung
Mobiltelefon
Gültig von/bis
Token-Anmeldung
Beschreibung
Hier kann der Sicherheitsbeauftragte bis auf Weiteres deaktiviert werden. Das bedeutet, dass er zwar im System existiert, sich aber noch nicht an das SafeGuard Management Center anmelden kann.
Erst wenn er durch einen anderen Sicherheitsbeauftragten aktiviert wird, kann er sich anmelden und seine administrativen Tätigkeiten ausführen.
Hier wird der Name des Sicherheitsbeauftragten angegeben, wie er in den von SafeGuard Enterprise erzeugten Zertifikaten unter cn= eingetragen wird. Unter diesem Namen wird er auch im
Navigationsfenster des SafeGuard Management Centers angezeigt.
Dieser Name muss eindeutig sein.
Maximalwert: 256 Zeichen
Optional
Maximalwert: 256 Zeichen
Optional
Maximalwert: 128 Zeichen
Optional
Maximalwert: 256 Zeichen
Hier wird angegeben, ab und bis wann (Datum) sich der
Sicherheitsbeauftragte am SafeGuard Management Center anmelden darf.
Die Anmeldung kann auf folgende Art erfolgen:
Ohne Token Der Sicherheitsbeauftragte darf sich nicht mit einem
Token anmelden. Er muss sich über die Anmeldeinformationen
(Benutzername/Kennwort) anmelden.
Optional Die Anmeldung kann mit Token oder mit
Anmeldeinformationen erfolgen. Der Sicherheitsbeauftragte kann wählen.
Zwingend erforderlich Die Verwendung eines Token zur
Anmeldung ist zwingend vorgeschrieben. Dazu muss sich der zum
Zertifikat des Sicherheitsbeauftragten gehörende private Schlüssel auf dem Token befinden.
46
Administratorhilfe
Feld/Kontrollkästchen
Zertifikat
Beschreibung
Zur Anmeldung an das SafeGuard Management Center benötigt ein
Sicherheitsbeauftragter immer ein Zertifikat. Das Zertifikat kann entweder von SafeGuard Enterprise selbst erstellt werden oder es wird ein bereits existierendes verwendet. Ist eine Anmeldung mit
Token zwingend notwendig, so muss das Zertifikat auf den Token des Sicherheitsbeauftragten aufgebracht werden.
Erzeugen:
Zertifikat und Schlüsseldatei werden neu erstellt und an einem auswählbaren Ort gespeichert. Dabei muss ein Kennwort für die
.p12-Schlüsseldatei angegeben und bestätigt werden. Die .p12-Datei muss dem Sicherheitsbeauftragten bei der Anmeldung zur Verfügung stehen. Das erstellte Zertifikat wird dem Sicherheitsbeauftragten automatisch zugeteilt und unter Zertifikat angezeigt. Wenn
SafeGuard Enterprise Kennwortregeln angewendet werden, sollten die Regeln im Active Directory deaktiviert werden.
Hinweis:
Maximale Länge des Speicherpfads und des Dateinamens: 260
Zeichen. Zum Anlegen eines Sicherheitsbeauftragten ist der
öffentliche Teil des Zertifikats zwar ausreichend. Bei der Anmeldung an das SafeGuard Management Center ist jedoch auch der private
Teil des Zertifikats (die Schlüsseldatei) erforderlich. Liegt diese nicht in der Datenbank vor, muss sie dem Sicherheitsbeauftragten zur
Verfügung stehen und kann bei der Anmeldung dann ggf. im
Zertifikatsspeicher abgelegt werden.
Zertifikat
Rollen des
Sicherheitsbeauftragten
Importieren:
Ein existierendes Zertifikat wird importiert und anschließend dem
Sicherheitsbeauftragten zugewiesen. Wird aus einer .p12
Schlüsseldatei importiert, muss das Kennwort des Zertifikats bekannt sein.
Wird ein PKCS#12 Zertifikatscontainer ausgewählt, werden alle
Zertifikate in die Liste der zuweisbaren Zertifikate geladen. Die
Zuweisung des Zertifikats erfolgt nach dem Import, indem das
Zertifikat im Dropdown-Listenfeld ausgewählt wird.
Rollen
Dem Sicherheitsbeauftragten können vordefinierte oder benutzerdefinierte Rollen zugewiesen werden. Die mit jeder Rolle verbundenen Rechte werden unter Zugelassene Aktion im
Aktionsbereich angezeigt, wenn Sie auf die entsprechende Rolle klicken oder auf den Sicherheitsbeauftragten rechts-klicken und
Eigenschaften, Aktionen wählen. Einem Benutzer können mehrere
Rollen zugewiesen werden. Vordefinierte Rollen werden fett dargestellt.
4. Klicken Sie zur Bestätigung Ihrer Einstellungen auf OK.
47
SafeGuard Enterprise
48
Der neu angelegte Sicherheitsbeauftragte wird im Navigationsfenster unter dem jeweiligen
Sicherheitsbeauftragten Knoten angezeigt. Die jeweiligen Eigenschaften lassen sich durch
Auswahl des gewünschten Sicherheitsbeauftragten im Navigationsfenster anzeigen. Der
Sicherheitsbeauftragte kann sich mit dem angezeigten Namen an das SafeGuard Management
Center anmelden. Im nächsten Schritt müssen Sie nun dem Sicherheitsbeauftragten
Verzeichnisobjekte/Domänen zuweisen, damit dieser die erforderlichen Aufgaben ausführen kann.
7.10 Zuweisen von Verzeichnisobjekten zu einem
Sicherheitsbeauftragten
Für die Ausführung ihrer Aufgaben benötigen Sicherheitsbeauftragte Zugriffsrechte für
Verzeichnisobjekte. Zugriffsrechte können für Domänen, Organisationseinheiten (OUs) und
Benutzergruppen sowie für den .Autoregistriert Knoten unter dem Stammverzeichnis erteilt werden.
Unter Benutzer & Computer können Sie die Zugriffsrechte eines anderen
Sicherheitsbeauftragten ändern, wenn Sie vollen Zugriff auf den relevanten Container haben und für den Sicherheitsbeauftragten verantwortlich sind. Ihre eigenen Zugriffsrechte können
Sie nicht ändern. Wenn Sie einen Sicherheitsbeauftragten einem Verzeichnisobjekt zum ersten
Mal zuweisen, erbt der Sicherheitsbeauftragte Ihre Zugriffsrechte für diesen Container.
Hinweis: Sie können anderen Sicherheitsbeauftragten nicht höhere Zugriffsrechte als Ihre
Zugriffsrechte erteilen.
Voraussetzung: Wenn Sie einem Sicherheitsbeauftragten das Recht, auf Verzeichnisobjekte zuzugreifen und diese zu verwalten, gewähren/verweigern möchten, benötigen Sie die "Benutzer und Computer"-Rechte "Zugriffsrechte von Sicherheitsbeauftragten anzeigen" und
"Zugriffsrechte für Verzeichnis erteilen/verweigern". Darüber hinaus benötigen Sie das
Zugriffsrecht Voller Zugriff für das relevante Verzeichnisobjekt.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Benutzer & Computer.
2. Wählen Sie im Navigationsfenster auf der linken Seite die gewünschten Verzeichnisobjekte aus.
Hinweis: Die Navigationsbaumstruktur zeigt nur die Verzeichnisobjekte, für die Sie
Zugriffsrechte haben. Wenn Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff haben, wird das jeweilige
Objekt schwarz dargestellt. Objekte mit Zugriffsrecht Schreibgeschützt werden blau dargestellt. Auf einen ausgegrauten Knoten können Sie nicht zugreifen. Dieser wird jedoch angezeigt, wenn es untergeordnete Knoten gibt, auf die Sie Zugriff haben.
3. Klicken Sie im Aktionsbereich auf der rechten Seite auf die Registerkarte Zugriff.
4. Um die Rechte für die ausgewählten Objekte zuzuweisen, ziehen Sie den gewünschten
Sicherheitsbeauftragten von der äußersten rechten Seite per Drag&Drop in die Zugriff
Tabelle.
5. Wählen Sie in der Spalte Zugriffsrechte die Rechte, die Sie dem Sicherheitsbeauftragten für die ausgewählten Objekte erteilen möchten.
■
■
■
Voller Zugriff
Schreibgeschützt
Verweigert
Administratorhilfe
Um die Zuweisung der Rechte für die ausgewählten Objekte rückgängig zu machen, ziehen
Sie den Sicherheitsbeauftragten wieder zurück in die Tabelle Sicherheitsbeauftragte.
6. Klicken Sie auf das Speichern Symbol in der Symbolleiste, um Ihre Änderungen in der
Datenbank zu speichern.
Die ausgewählten Objekte stehen dem relevanten Sicherheitsbeauftragten zur Verfügung.
Hinweis: Wenn zwei Sicherheitsbeauftragte gleichzeitig mit der gleichen SafeGuard Enterprise
Datenbank arbeiten und einer der beiden ändert Zugriffsrechte, wird eine Meldung angezeigt, die den anderen Sicherheitsbeauftragten darüber informiert. In diesem Fall gehen alle nicht gespeicherten Änderungen verloren. Verliert ein Sicherheitsbeauftragter alle Zugriffsrechte für einen Knoten, so wird der Zugriff nicht mehr gewährt und es wird eine entsprechende
Meldung angezeigt. Das Navigationsfenster wird entsprechend aktualisiert.
7.10.1 Einsehen der Sicherheitsbeauftragtenrechte für Verzeichnisobjekte
Die Sicherheitsbeauftragten zugewiesenen Rechte für Verzeichnisobjekte werden in der
Registerkarte Zugriff der relevanten Objekte unter Benutzer & Computer angezeigt.
Hinweis: Die Registerkarte Zugriff zeigt nur die Zugriffsrechte für Container, für die Sie
Zugriffsrechte haben. Es werden auch nur die Sicherheitsbeauftragten angezeigt, für die Sie verantwortlich sind.
Die Registerkarte Zugriff enthält folgende Informationen:
■ Die Typen und Namen der den Verzeichnisobjekten zugewiesenen Sicherheitsbeauftragten.
■ Den Sicherheitsbeauftragten, der die Zugriffsrechte zugewiesen hat.
■ Das Zuweisungsdatum
■ Die Spalte Zugriffsrechte zeigt die erteilten Rechte: Voller Zugriff, Verweigert oder
Schreibgeschützt.
■ Die Spalte Ursprung zeigt den vollständigen Namen des Knotens, an dem das Zugriffsrecht dem entsprechenden Sicherheitsbeauftragten zugewiesen wurde. Zum Beispiel: Wurde das
Recht einem übergeordneten Knoten des ausgewählten Verzeichnisobjekts zugewiesen, so wird hier der übergeordnete Knoten angezeigt. In diesem Fall hat der Sicherheitsbeauftragte das Zugriffsrecht für das ausgewählte Verzeichnisobjekt durch Zuweisung an den
übergeordneten Knoten geerbt.
■ Die Spalte Status zeigt, wie der Sicherheitsbeauftragte das Zugriffsrechte erhalten hat:
Geerbt (blauer Text): Das Zugriffsrecht wurde von einem übergeordneten Knoten geerbt.
Überschrieben (brauner Text): Das Zugriffsrecht wurde von einem übergeordneten
Knoten geerbt, jedoch am ausgewählten Knoten durch direkte Zuweisung überschrieben.
Direkt zugewiesen (schwarzer Text): Das Zugriffsrecht wurde direkt am ausgewählten
Knoten zugewiesen.
Für geerbte Rechte können Sie in der Spalte Status einen Tooltip anzeigen, der den Ursprung des relevanten Rechts zeigt.
49
SafeGuard Enterprise
7.11 Beförderung von Benutzern und Sicherheitsbeauftragten
Sie haben folgende Möglichkeiten:
■ Sie können einen Benutzer im Bereich Benutzer & Computer zum Sicherheitsbeauftragten ernennen.
■ Sie können einen Sicherheitsbeauftragten im Bereich Sicherheitsbeauftragte zu einem
Haupt-Sicherheitsbeauftragten ernennen.
7.11.1 Voraussetzungen für die Ernennung eines Benutzers zum
Sicherheitsbeauftragten
Ein Sicherheitsbeauftragter mit den erforderlichen Rechten kann Benutzer zu
Sicherheitsbeauftragten machen und ihnen Rollen zuweisen.
Auf diese Weise ernannte Sicherheitsbeauftragte können sich mit Ihren
Windows-Anmeldeinformationen oder ihrer Token/Smartcard-PIN an das SafeGuard
Management Center anmelden. Sie können genauso wie andere Sicherheitsbeauftragte agieren und verwaltet werden.
Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:
■ Benutzer, die zu Sicherheitsbeauftragten ernannt werden sollen, müssen aus einem Active
Directory importiert und im SafeGuard Management Center unter Benutzer & Computer sichtbar sein.
■ Ein zum Sicherheitsbeauftragter ernannter Benutzer benötigt für die Anmeldung an das
SafeGuard Management Center als Sicherheitsbeauftragter ein Benutzerzertifikat. Sie erzeugen diese Zertifikat, wenn Sie den Benutzer zum Sicherheitsbeauftragten ernennen,
siehe Ernennen eines Benutzers zum Sicherheitsbeauftragten (Seite 50). Für die Anmeldung
mit den Windows-Anmeldeinformationen muss die .p12-Datei mit dem privaten Schlüssel in der SafeGuard Enterprise Datenbank vorhanden sein. Für die Anmeldung mit Token bzw. Smartcard-PIN muss sich die .p12-Datei mit dem privaten Schlüssel auf dem Token bzw. der Smartcard befinden.
7.11.2 Ernennen eines Benutzers zum Sicherheitsbeauftragten
Voraussetzung: Um einen Benutzer zum Sicherheitsbeauftragten zu ernennen, müssen Sie ein Haupt-Sicherheitsbeauftragter oder ein Sicherheitsbeauftragter mit den erforderlichen
Rechten sein.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Benutzer & Computer.
2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Benutzer, den Sie zum Sicherheitsbeauftragten machen möchten. Wählen Sie Diesen Benutzer zum Sicherheitsbeauftragten machen.
3. Der nächste Schritt richtet sich danach, ob für den ausgewählten Benutzer ein
Benutzerzertifikat verfügbar ist.
■ Wurde dem Benutzer bereits ein Benutzerzertifikat zugewiesen, so wird der
Rollenauswahl Dialog angezeigt. Fahren Sie mit Schritt 4 fort.
50
Administratorhilfe
■ Ist kein Benutzerzertifikat verfügbar, so werden Sie in einer Meldung gefragt, ob für diesen Benutzer ein selbst-signiertes Schlüsselpaar erzeugt werden soll. Klicken Sie auf
Ja, geben Sie im Kennwort für neues Zertifikat Dialog ein Kennwort ein und bestätigen
Sie es. Nun wird der Rollenauswahl Dialog angezeigt.
4. Wählen Sie im Rollenauswahl Dialog die erforderlichen Rollen aus und klicken Sie auf
OK.
Der Benutzer ist nun Sicherheitsbeauftragter und wird im Bereich Sicherheitsbeauftragte mit seinem Benutzernamen angezeigt. Die jeweiligen Eigenschaften lassen sich durch Auswahl des gewünschten Sicherheitsbeauftragten im Navigationsfenster anzeigen. Ist der private Schlüssel des Benutzers in der Datenbank gespeichert, so ist Kein Token aktiviert. Wenn sich der private
Schlüssel auf dem Token oder der Smartcard befindet, ist Optional aktiviert.
Nach Wunsch können Sie den Sicherheitsbeauftragten per Drag&Drop auf der gewünschten
Position in der Baumstruktur des Bereichs Sicherheitsbeauftragte platzieren.
Der Sicherheitsbeauftragte kann sich mit dem angezeigten Namen an das SafeGuard
Management Center anmelden.
7.11.3 Ernennen eines Sicherheitsbeauftragten zum
Haupt-Sicherheitsbeauftragten
Voraussetzung: Um einen Sicherheitsbeauftragten zum Haupt-Sicherheitsbeauftragten zu ernennen, benötigen Sie das Recht, Sicherheitsbeauftragte einzusehen und zu modifizieren.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster mit der rechten Maustaste auf den Sicherheitsbeauftragten, den Sie zum Haupt-Sicherheitsbeauftragten ernennen möchten. Wählen Sie Zum
Haupt-Sicherheitsbeauftragten ernennen.
3. Weist der ausgewählte Sicherheitsbeauftragte untergeordnete Sicherheitsbeauftragte auf, so werden Sie dazu aufgefordert, einen neuen übergeordneten Knoten für diese untergeordneten Sicherheitsbeauftragten auszuwählen.
Der Sicherheitsbeauftragte wird zum Haupt-Sicherheitsbeauftragten ernannt und unter dem
Knoten Haupt-Sicherheitsbeauftragte angezeigt. Als Haupt-Sicherheitsbeauftragter erhält der ernannte Sicherheitsbeauftragte alle Rechte auf alle Objekte und verliert somit alle zugewiesenen Rollen sowie einzeln gewährte Domänen-Zugriffsberechtigungen im Bereich
Benutzer & Computer.
7.12 Zurückstufen von ernannten Haupt-Sicherheitsbeauftragten
Voraussetzung: Nur Haupt-Sicherheitsbeauftragte können die Ernennung von
Sicherheitsbeauftragten zu Haupt-Sicherheitsbeauftragten rückgängig machen.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster mit der rechten Maustaste auf den
Haupt-Sicherheitsbeauftragten, dessen Ernennung Sie rückgängig machen möchten. Wählen
Sie Zum Sicherheitsbeauftragten zurückstufen.
51
SafeGuard Enterprise
3. Sie werden dazu aufgefordert, einen übergeordneten Knoten für den Sicherheitsbeauftragten zu wählen und mindestens eine Rolle zuzuweisen.
Die Ernennung des Sicherheitsbeauftragten zum Haupt-Sicherheitsbeauftragten wird rückgängig gemacht und der Sicherheitsbeauftragte wird unter dem ausgewählten Sicherheitsbeauftragten
Knoten angezeigt. Der Sicherheitsbeauftragte verliert alle Rechte für alle Objekte und erhält nur die Rechte, die den zugewiesenen Rollen zugeordnet sind. Ein Sicherheitsbeauftragter, dessen Ernennung zum Haupt-Sicherheitsbeauftragten rückgängig gemacht wurde, hat zunächst keine Domänen-Zugriffsrechte. Domänen-Zugriffsrechte müssen einzeln im Bereich Benutzer
& Computer in der Registerkarte Zugriff gewährt werden.
7.13 Ändern des Zertifikats eines Sicherheitsbeauftragten
Voraussetzung: Um das Zertifikat eines Sicherheitsbeauftragten oder
Haupt-Sicherheitsbeauftragten zu ändern, benötigen Sie das Recht, Sicherheitsbeauftragte einzusehen und zu modifizieren.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster auf den Sicherheitsbeauftragten, dessen Zertifikat Sie
ändern möchten. Das aktuelle Zertifikat wird im Aktionsbereich auf der rechten Seite unter
Zertifikate angezeigt.
3. Klicken Sie im Aktionsbereich auf die Dropdownliste Zertifikate und wählen Sie ein anderes
Zertifikat aus.
4. Klicken Sie auf das Speichern Symbol in der Symbolleiste, um Ihre Änderungen in der
Datenbank zu speichern.
7.14 Anordnen von Sicherheitsbeauftragten in der Baumstruktur
Sicherheitsbeauftragte lassen sich im Sicherheitsbeauftragte Navigationsbereich des SafeGuard
Management Center gemäß der Organisationsstruktur Ihres Unternehmens hierarchisch anordnen.
Die Baumstruktur lässt sich für alle Sicherheitsbeauftragten, außer für
Haupt-Sicherheitsbeauftragte, ordnen. Haupt-Sicherheitsbeauftragte werden in einer nicht-hierarchischen Liste unter dem Haupt-Sicherheitsbeauftragten-Knoten angezeigt. Der
Sicherheitsbeauftragten-Knoten enthält eine Baumstruktur, in der jeder Knoten einen
Sicherheitsbeauftragten repräsentiert. Diese hierarchische Anordnung gibt jedoch keine
Hierarchie in Bezug auf Rechte und Rollen wieder.
Voraussetzung: Um einen Sicherheitsbeauftragten in der Baumstruktur zu verschieben, benötigen Sie das Recht, Sicherheitsbeauftragte einzusehen und zu modifizieren.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Ziehen Sie den gewünschten Sicherheitsbeauftragten im Navigationsfenster per Drag&Drop zum gewünschten Knoten.
Alle dem Sicherheitsbeauftragten untergeordneten Sicherheitsbeauftragte werden ebenfalls verschoben.
52
Administratorhilfe
7.15 Schneller Wechsel zwischen Sicherheitsbeauftragten
Sie können das SafeGuard Management Center schnell und einfach neu starten, wenn Sie sich mit einem anderen Sicherheitsbeauftragten anmelden möchten.
1. Wählen Sie im SafeGuard Management Center Datei > Sicherheitsbeauftragten wechseln.
Das SafeGuard Management Center wird neu gestartet und es wird ein Anmeldedialog angezeigt.
2. Wählen Sie den Sicherheitsbeauftragten, mit dem Sie sich an das SafeGuard Management
Center anmelden möchten, und geben Sie das zugehörige Kennwort ein. Wenn Sie im
Multi Tenancy Modus arbeiten, werden Sie wieder an dieselbe Datenbankkonfiguration angemeldet.
Das SafeGuard Management Center wird neu gestartet und zeigt die dem angemeldeten
Sicherheitsbeauftragten zugeordnete Ansicht.
7.16 Löschen eines Sicherheitsbeauftragten
Voraussetzung: Um einen Sicherheitsbeauftragten zu löschen, benötigen Sie das Recht,
Sicherheitsbeauftragte einzusehen und zu löschen.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster mit der rechten Maustaste auf den Sicherheitsbeauftragten oder den Haupt-Sicherheitsbeauftragten, den Sie löschen möchten. Wählen Sie Löschen.
Beachten Sie, dass Sie den Sicherheitsbeauftragten, mit dem Sie angemeldet sind, nicht löschen können.
3. Weist der ausgewählte Sicherheitsbeauftragte untergeordnete Sicherheitsbeauftragte auf, so werden Sie dazu aufgefordert, einen neuen übergeordneten Knoten für diese untergeordneten Sicherheitsbeauftragten auszuwählen.
Der Sicherheitsbeauftragte wird aus der Datenbank gelöscht.
Hinweis:
Mindestens ein Haupt-Sicherheitsbeauftragter, der explizit als Beauftragter angelegt wurde und nicht nur zum Haupt-Sicherheitsbeauftragten ernannt wurde, muss immer in der
Datenbank verbleiben. Wird ein Benutzer, der zum Sicherheitsbeauftragten ernannt wurde, aus der Datenbank gelöscht, so wird auch sein Benutzerkonto aus der Datenbank gelöscht.
Hinweis:
Wenn der zu löschende Sicherheitsbeauftragte eine Rolle hat, die zusätzliche Autorisierung umfasst und dem Sicherheitsbeauftragten als einziger diese Rolle zugewiesen ist, wird der
Sicherheitsbeauftragte trotzdem gelöscht. Es wird angenommen, dass der
Haupt-Sicherheitsbeauftragte die zusätzliche Autorisierung übernimmt.
53
SafeGuard Enterprise
8 SafeGuard Enterprise Schlüssel und Zertifikate
SafeGuard Enterprise erzeugt in der Standardeinstellung beim Import der Verzeichnisstruktur automatisch Schlüssel für:
■ Domänen
■ Container/OUs und weist diese den entsprechenden Objekten zu. Computer- und Benutzerschlüssel werden bei Bedarf erzeugt.
Schlüssel für Gruppen
In der Standardeinstellung erzeugt SafeGuard Enterprise nicht automatisch Schlüssel für
Gruppen. Dieses Verhalten ist standardmäßig deaktiviert. All Sicherheitsbeauftragter können
Sie dieses Verhalten in der Schlüssel Registerkarte ändern, indem Sie Extras > Optionen wählen. Ist in der Schüssel Registerkarte die Option Gruppen ausgewählt, so generiert
SafeGuard Enterprise automatisch Gruppenschlüssel, wenn die Datenbank synchronisiert wird. In der Registerkarte Synchronisierung wird unten angegeben, für was Schlüssel bei der
Durchführung der Synchronisierung erzeugt werden.
Schlüssel können nicht gelöscht werden! Sie sind immer in der SafeGuard Enterprise Datenbank enthalten.
Beim ersten Starten eines Endpoint-Computers erzeugt SafeGuard Enterprise einen
Computerschlüssel für diesen Computer (definierter Computerschlüssel).
Hinweis: Der definierte Computerschlüssel wird nur dann erzeugt, wenn volume-basierende
Verschlüsselung auf dem Endpoint-Computer installiert ist.
Bei der Anmeldung erhält jeder Benutzer alle Schlüssel aus seinem Schlüsselbund. Dieser
Schlüsselbund besteht aus:
■ aus den Schlüsseln der Gruppen, in denen der Benutzer Mitglied ist.
■ aus den Schlüsseln der den Gruppen, in denen er Mitglied ist, übergeordneten
Container/OUs.
Durch die Schlüssel in seinem Schlüsselbund ist festgelegt, auf welche Daten der Benutzer zugreifen kann. Es ist dem Benutzer nur möglich, auf Daten zuzugreifen, für die er den passenden Schlüssel besitzt.
Hinweis:
Um zu vermeiden, das nicht benutzte Schlüssel im Schlüsselring des Benutzers angezeigt werden, können Sie festlegen, dass Schlüssel ausgeblendet werden sollen. Für weitere
Informationen, siehe Verbergen von Schlüsseln (Seite 56).
Alle vorhandenen Schlüssel werden angezeigt, wenn Sie im Navigationsbereich des SafeGuard
Management Center auf Benutzer & Computer klicken und die Registerkarte Schlüssel wählen.
Alle überhaupt vorhandenen Schlüssel können angezeigt werden, wenn Sie im
Navigationsbereich des SafeGuard Management Centers auf Schlüssel und Zertifikate klicken und Schlüssel wählen. Sie können Listen für Zugewiesene Schlüssel und Inaktive Schlüssel generieren.
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Administratorhilfe
Hinweis: Die Liste Zugewiesene Schlüssel zeigt nur die Schlüssel, die Objekten zugewiesen sind, für die Sie die Zugriffsrechte Schreibgeschützt oder Voller Zugriff haben. In der Ansicht
Schlüssel wird die Anzahl an allen verfügbaren Schlüssel ungeachtet Ihrer Zugriffsrechte angegeben. Die Liste Zugewiesene Schlüssel zeigt die Anzahl an Schlüsseln, die gemäß Ihren
Zugriffsrechten sichtbar sind.
1. Diese Ansicht wird durch Klicken auf Benutzer & Computer geöffnet.
2. Die Schlüssel eines hier markierten Objekts werden im Aktionsbereich und in den dazugehörigen Ansichten angezeigt
3. Die Anzeige im Aktionsbereich ist abhängig von der Auswahl im Navigationsbereich. Es werden alle dem ausgewählten Objekt zugewiesenen Schlüssel angezeigt.
4. Unter Verfügbare Schlüssel werden alle verfügbaren Schlüssel angezeigt. Dem ausgewählten
Objekt bereits zugewiesene Schlüssel sind ausgegraut. Über Filter kann zwischen bereits einem Objekt zugewiesenen (aktiven) und noch keinem Objekt zugewiesenen (inaktiven)
Schlüsseln umgeschaltet werden.
Nach dem Import verfügt jeder Benutzer über eine Anzahl von Schlüsseln, die zur
Datenverschlüsselung verwendet werden können.
8.1 Schlüssel für die Datenverschlüsselung
Benutzern können bestimmte Schlüssel zur Verschlüsselung von Volumes zugewiesen werden, indem Richtlinien vom Typ Geräteschutz angelegt werden.
In einer Richtlinie vom Typ Geräteschutz können Sie die Einstellung Schlüssel für die
Verschlüsselung für jedes Medium festlegen.
Hier können Sie festlegen, welche Schlüssel der Benutzer bei der Verschlüsselung verwenden darf bzw. muss:
■ Beliebiger Schlüssel im Schlüsselring des Benutzers
Benutzer können nach der Anmeldung an Windows auswählen, welchen Schlüssel sie für die Verschlüsselung des Laufwerks verwenden möchten. Es wird ein Dialog angezeigt, in dem die Benutzer den gewünschten Schlüssel auswählen können.
■ Alle, außer persönliche Schlüssel im Schlüsselring
Benutzer dürfen ihren persönlichen Schlüssel nicht verwenden, um Daten zu verschlüsseln.
■ Beliebiger Gruppenschlüssel im Schlüsselring des Benutzers
Benutzer dürfen nur aus den in ihrem Schlüsselbund vorhandenen Gruppenschlüsseln auswählen.
■ Definierter Computerschlüssel
Der definierte Computerschlüssel ist der einzigartige Schlüssel, der von SafeGuard Enterprise nur für den jeweiligen Computer während des ersten Startvorgangs erzeugt wird. Der
Benutzer hat keine Auswahlmöglichkeit. Ein definierter Computerschlüssel wird nur für die Boot- und Systempartition eingesetzt und für Laufwerke, auf denen sich Dokumente und Einstellungen befinden.
■ Definierter Schlüssel aus der Liste
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SafeGuard Enterprise
Diese Option erlaubt es Ihnen, einen bestimmten Schlüssel zu definieren, der vom Benutzer zur Verschlüsselung verwendet werden muss. Wenn Sie dem Benutzer einen Schlüssel auf diese Weise vorgeben wollen, müssen Sie unter Für Verschlüsselung definierter Schlüssel einen Schlüssel festlegen. Diese Option wird erst angezeigt, wenn Sie Definierter Schlüssel
aus der Liste ausgewählt haben.
Wenn Sie auf die [...] Schaltfläche neben der Option Für Verschlüsselung definierter
Schlüssel klicken, wird ein Dialog angezeigt, in dem Sie einen Schlüssel angeben können.
Stellen Sie sicher, dass der Benutzer auch den entsprechenden Schlüssel hat.
Markieren Sie den gewünschten Schlüssel und klicken Sie auf OK. Der ausgewählte Schlüssel wird auf dem Endpoint-Computer zur Verschlüsselung verwendet.
8.2 Zuweisen von Schlüsseln im Bereich Benutzer & Computer
Um Schlüssel zuzuweisen, benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für das relevante
Objekt.
So weisen Sie Benutzern neue Schlüssel zu:
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Benutzer & Computer.
2. Wählen Sie im Navigationsbereich das gewünschte Objekt aus (z. B. Benutzer, Gruppe oder Container).
3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Registerkarte Schlüssel und wählen Sie Neuen
Schlüssel zuweisen aus dem Kontextmenü.
4. Führen Sie im Dialog Neuen Schlüssel zuweisen folgende Aufgaben aus: a) Geben Sie einen Symbolischen Namen und eine Beschreibung für den Schlüssel ein.
b) Um den Schlüssel im Schlüsselring des Benutzers zu verbergen, wählen Sie das
Kontrollkästchen Schlüssel verbergen. Für weitere Informationen, siehe .
5. Klicken Sie auf OK.
Der Schlüssel wird zugewiesen und in der Schlüssel Registerkarte angezeigt.
8.3 Verbergen von Schlüsseln
Um zu vermeiden, das zu viele nicht benutzte Schlüssel im Schlüsselring des Benutzers auf dem Endpoint-Computer angezeigt werden, können Sie festlegen, dass Schlüssel ausgeblendet werden sollen. Schlüssel, die nicht im Schlüsselring des Benutzers angezeigt werden, können trotzdem noch für den Zugriff auf verschlüsselte Dateien benutzt werden. Sie können jedoch nicht für das Verschlüsseln neuer Dateien verwendet werden.
So verbergen Sie Schlüssel:
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Schlüssel & Zertifikate.
2. Klicken Sie im Navigationsbereich auf Schlüssel und wählen Sie Zugewiesene Schlüssel.
Das Fenster Zugewiesene Schlüssel mit der Spalte Schlüssel verbergen wird angezeigt.
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Administratorhilfe
3. Hier gibt es zwei Möglichkeiten:
■ Wählen Sie das Kontrollkästchen Schlüssel verbergen für den gewünschten Schlüssel.
■ Wählen Sie einen oder mehrere Schlüssel aus und öffnen Sie das Kontextmenü per
Rechtsklick.
Wählen Sie Schlüssel vor Benutzer verbergen.
4. Speichern Sie Ihre Änderungen in der Datenbank.
Die angegebenen Schlüssel werden nicht im Schlüsselring des Benutzers angezeigt.
Weitere Informationen zum Anzeigen des Schlüsselrings des Benutzers auf dem
Endpoint-Computer finden Sie in der SafeGuard Enterprise Benutzerhilfe im Kapitel System
Tray Icon und Balloon-Ausgabe.
Hinweis:
Wenn in einer Richtlinie ein verborgener Schlüssel für die Verschlüsselung festgelegt ist, hat die Einstellung Schlüssel verbergen keine Auswirkungen auf die Verschlüsselung auf dem
Endpoint-Computer.
8.4 Persönliche Schlüssel für die dateibasierende Verschlüsselung mit FileShare
Ein persönlicher Schlüssel ist eine besondere Art von Verschlüsselungschlüssel, der für einen bestimmten Benutzer erzeugt wird und nicht mit anderen Benutzern gemeinsam verwendet werden kann. Ein persönlicher Schlüssel, der für einen bestimmten Benutzer aktiv ist, wird als aktiver persönlicher Schlüssel bezeichnet. Aktive persönliche Schlüssel können anderen
Benutzern nicht zugewiesen werden.
In File Share Richtlinien können Sie Verschlüsselungsregeln mit dem Platzhalter Persönlicher
Schlüssel statt eines Schlüsselnamens definieren. Für solche Regeln wird als
Verschlüsselungsschlüssel der aktive persönliche Schlüssel des Benutzers verwendet.
Wenn Sie eine Verschlüsselungsregel für den Pfad C:\encrypt für die Verschlüsselung mit dem persönlichen Schlüssel definieren, werden für die einzelnen Benutzer unterschiedliche Schlüssel verwendet. So können Sie sicherstellen, dass die Informationen in spezifischen Ordnern für
die Benutzer privat sind. Für weitere Informationen zu File Share, siehe File Share (Seite 180).
Wenn eine File Share Verschlüsselungsregel einen persönlichen Schlüssel für die
Verschlüsselung vorsieht, werden für die relevanten Benutzer automatisch persönliche Schlüssel erzeugt, wenn sie noch keine aktiven persönlichen Schlüssel haben.
Als Sicherheitsbeauftragter mit den erforderlichen Rechten können Sie persönliche Schlüssel für ausgewählte Benutzer oder alle Benutzer in ausgewählten Gruppen im SafeGuard
Management Center erzeugen. Sie können aktive persönliche Schlüssel auch zurückstufen, wenn zum Beispiel ein Benutzer das Unternehmen verlässt.
8.4.1 Automatisches Erzeugen von persönlichen Schlüsseln
Wenn eine File Share Verschlüsselungsregel einen persönlichen Schlüssel für die
Verschlüsselung vorsieht und der Benutzer noch keinen aktiven persönlichen Schlüssel hat,
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SafeGuard Enterprise erzeugt der SafeGuard Enterprise Server diesen automatisch. Nach Eingang der Richtlinie auf dem Endpoint-Computer kann der Benutzer so lange keine neuen Dateien in den von der File
Share Verschlüsselungsregel abgedeckten Ordner anlegen, bis der erforderliche aktive persönliche Schlüssel verfügbar wird.
Wenn Sie zum ersten Mal File Share Richtlinien mit Verschlüsselungsregeln mit persönlichen
Schlüsseln auf eine größere Gruppe von Benutzern (mehrere hundert oder mehr) anwenden, die noch keine aktiven persönlichen Schlüssel haben, empfehlen wir, persönliche Schlüssel im
SafeGuard Management Center zu erzeugen (siehe
8.4.2 Erzeugen eines persönlichen Schlüssels für einzelne Benutzer
Um einen persönlichen Schlüssel zu erzeugen, benötigen Sie die Rechte Schlüssel erzeugen und Schlüssel zuweisen. Darüber hinaus benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für das relevante Objekt. Um einen aktiven persönlichen Schlüssel zu ersetzen, benötigen Sie das
Recht Persönliche Schlüssel verwalten.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Benutzer & Computer.
2. Wählen Sie im Navigationsbereich den gewünschten Benutzer.
3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Registerkarte Schlüssel und wählen Sie Neuen
Schlüssel zuweisen aus dem Kontextmenü.
4. Führen Sie im Dialog Neuen Schlüssel zuweisen folgende Aufgaben aus: a) Geben Sie eine Beschreibung für den persönlichen Schlüssel ein.
b) Um den persönlichen Schlüssel im Schlüsselring des Benutzers zu verbergen, wählen
Sie Schlüssel verbergen.
5. Abhängig davon, ob Sie einen persönlichen Schlüssel für einen Benutzer erzeugen, der bereits eine aktiven persönlichen Schlüssel hat, oder für einen Benutzer ohne einen solchen
Schlüssel, zeigt der Dialog Neuen Schlüssel zuweisen verschiedene Kontrollkästchen.
Wählen Sie das jeweils angezeigte Kontrollkästchen, um den neuen Schlüssel als persönlichen
Schlüssel zu definieren:
■
■
Persönlicher Schlüssel: Dieses Kontrollkästchen wird für Benutzer angezeigt, die noch keinen aktiven persönlichen Schlüssel haben.
Aktiven persönlichen Schlüssel ersetzen: Dieses Kontrollkästchen wird für Benutzer angezeigt, die bereits einen aktiven persönlichen Schlüssel haben.
6. Klicken Sie auf OK.
Der persönliche Schlüssel wird für den ausgewählten Benutzer erzeugt. In der Registerkarte
Schlüssel wird der Schlüssel als Aktiver persönlicher Schlüssel für den Benutzer angezeigt.
Bei Benutzern, die bereits einen aktiven persönlichen Schlüssel hatten, wird der vorhandene
Schlüssel zurückgestuft und der Benutzer erhält einen neuen. Der zurückgestufte persönliche
Schlüssel verbleibt im Schlüsselring des Benutzers. Der aktive persönlichen Schlüssel kann anderen Benutzern nicht zugewiesen werden.
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Administratorhilfe
8.4.3 Erzeugen von persönlichen Schlüsseln für mehrere Benutzer
Um persönliche Schlüssel zu erzeugen, benötigen Sie die Rechte Schlüssel erzeugen und
Schlüssel zuweisen. Darüber hinaus benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für alle beteiligten Objekte. Um aktive persönliche Schlüssel zu ersetzen, benötigen Sie das Recht
Persönliche Schlüssel verwalten.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Benutzer & Computer.
2. Klicken Sie im Navigationsbereich mit der rechten Maustaste auf den Knoten, für den Sie persönliche Schlüssel erzeugen möchten:
■
■
■
Auf einen Domänenknoten, auf den .Autoregistriert Knoten im Stammverzeichnis oder in Domänen oder auf einen Organisationseinheitenknoten.
3. Wählen Sie aus dem Kontextmenü den Befehl Persönliche Schlüssel für Benutzer erzeugen.
4. Führen Sie im Dialog Persönliche Schlüssel für Benutzer erzeugen folgende Schritte durch: a) Geben Sie eine Beschreibung für die persönlichen Schlüssel ein.
b) Um die persönlichen Schlüssel im Schlüsselring der Benutzer zu verbergen, wählen Sie
Schlüssel verbergen.
c) Um vorhandene, aktive Schlüssel durch neue zu ersetzen, wählen Sie Vorhandene,
aktive persönliche Schlüssel ersetzen.
5. Klicken Sie auf OK.
Für alle Benutzer im ausgewählten Knoten werden persönliche Schlüssel erzeugt. In der
Registerkarte Schlüssel werden die Schlüssel als Aktive persönliche Schlüssel für die Benutzer angezeigt. Wenn Benutzer bereits zuvor einen aktiven persönlichen Schlüssel hatten und Sie
Vorhandene, aktive persönliche Schlüssel ersetzen gewählt haben, werden die vorhandenen
Schlüssel zurückgestuft und die Benutzer erhalten neue. Die zurückgestuften persönlichen
Schlüssel verbleiben in den Schlüsselringen der Benutzer. Die einzelnen aktiven persönlichen
Schlüssel können anderen Benutzern nicht zugewiesen werden.
8.4.4 Zurückstufen von aktiven persönlichen Schlüsseln
Um aktive persönliche Schlüssel zurückzustufen, benötigen Sie die Rechte Schlüssel ändern und Persönliche Schlüssel verwalten. Das Recht Persönliche Schlüssel verwalten ist standardmäßig der vordefinierten Rolle des Haupt-Sicherheitsbeauftragten zugewiesen. Es kann jedoch auch neuen, benutzerdefinierten Rollen zugewiesen werden. Darüber hinaus benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für das relevante Objekt.
Sie können aktive persönliche Schlüssel manuell zurückstufen, wenn zum Beispiel ein Benutzer das Unternehmen verlässt. Wenn Sie das Recht Persönliche Schlüssel verwalten haben, können Sie den zurückgestuften persönlichen Schlüssel dieses Benutzers anderen Benutzern zuweisen, um Ihnen Lesezugriff auf Dateien zu gewähren, die mit diesem Schlüssel verschlüsselt sind. Der Schlüssel kann jedoch nicht zum Verschlüsseln von Dateien verwendet werden.
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SafeGuard Enterprise
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Hinweis: Dieser Vorgang kann nicht rückgängig gemacht werden. Ein zurückgestufter persönlicher Schlüssel kann nicht mehr als aktiver persönlicher Schlüssel verwendet werden, egal für welchen Benutzer.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Benutzer & Computer.
2. Wählen Sie im Navigationsbereich den gewünschten Benutzer.
3. Klicken Sie in der Registerkarte Schlüssel mit der rechten Maustaste auf den gewünschten
Aktiven persönlichen Schlüssel und wählen Sie Persönlichen Schlüssel zurückstufen aus dem Kontextmenü.
Der Schlüssel wird zurückgestuft. Er ist immer noch ein persönlicher Schlüssel, kann jedoch nicht mehr als aktiver persönlicher Schlüssel verwendet werden. Wenn eine File Share
Verschlüsselungsregel den persönlichen Schlüssel für die Verschlüsselung vorsieht und der
Benutzer keinen aktiven persönlichen Schlüssel hat, erzeugt der SafeGuard Enterprise Server diesen automatisch.
8.5 Zertifikate
■ Einem Benutzer kann jeweils nur ein Zertifikat zugewiesen sein. Wenn dieses
Benutzerzertifikat auf einem Token gespeichert ist, können die Benutzer sich nur mit diesem Token (kryptographischer Token - Kerberos) an ihrem Endpoint anmelden.
■ SafeGuard Enterprise kann mit signierten SHA1, MD2 und MD5 Zertifikaten verifiziert werden.
■ Wenn Certification Authority (CA) Zertifikate in der Datenbank gelöscht werden und Sie diese nicht mehr verwenden möchten, sollten Sie diese Zertifikate manuell von allen
Administrator PCs im lokalen Speicher entfernen.
■ SafeGuard Enterprise kann dann nur mit ablaufenden Zertifikaten umgehen, wenn der alte und neue private Schlüssel auf demselben Token stehen.
■ Die Kombination aus CA Zertifikaten und CRL (Certificate Revocation List) Zertifikaten auf einer Smartcard muss übereinstimmen. Andernfalls können sich die Benutzer nicht an den entsprechenden Computern anmelden. Bitte überprüfen Sie, ob die Kombination korrekt ist. SafeGuard Enterprise übernimmt diese Überprüfung nicht!
■ Die Anmeldezertifikate für Sicherheitsbeauftragte müssen sich in “MY” befinden.
■ CA Zertifikate können nicht von einem Token entnommen und in der Datenbank oder im Zertifikatsspeicher gespeichert werden. Wenn Sie CA-Zertifikate verwenden möchten
(oder müssen), müssen diese in Dateiform zur Verfügung stehen, nicht nur auf einem
Token. Dies gilt auch für CRLs.
■ Beachten Sie, dass beim Importieren eines Benutzerzertifikats sowohl der öffentliche als auch der private Bereich des Zertifikats importiert werden. Wird nur der öffentliche Bereich importiert, so wird nur die Anmeldung mit Token unterstützt.
■ Zertifikate, die vom Kunden zur Verfügung gestellt und in SafeGuard Enterprise importiert werden, werden derzeit nicht gemäß RFC3280 verifiziert. So wird z. B. nicht verhindert, dass Signatur-Zertifikate für Verschlüsselungszwecke benutzt werden.
Hinweis: Die Liste Zugewiesene Zertifikate unter Schlüssel und Zertifikate zeigt nur die
Zertifikate, die Objekten zugewiesen sind, für die Sie die Zugriffsrechte Schreibgeschützt oder
Administratorhilfe
Voller Zugriff haben. In der Ansicht Zertifikat wird die Anzahl an allen verfügbaren
Zertifikaten ungeachtet Ihrer Zugriffsrechte angegeben. Die Liste Zugewiesene Zertifikate zeigt die Anzahl an Zertifikaten, die gemäß Ihren Zugriffsrechten sichtbar sind.
Um Zertifikate zu ändern, benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für den Container, in dem sich der Benutzer befindet.
8.6 Exportieren des Unternehmenszertifikats und des Zertifikats des
Haupt-Sicherheitsbeauftragten
In einer SafeGuard Enterprise Installation sind die beiden folgenden Elemente von entscheidender Bedeutung und erfordern daher die Erstellung von Backups an einem sicheren
Speicherort:
■ das in der SafeGuard-Datenbank gespeicherte Unternehmenszertifikat
■ das Zertifikat des Haupt-Sicherheitsbeauftragten (MSO) im Zertifikatsspeicher des
Computers, auf dem das SafeGuard Management Center installiert ist.
Beide Zertifikate lassen sich als .p12 Dateien zur Erstellung von Sicherungskopien exportieren.
Um Installationen wiederherzustellen, können Sie die relevanten Unternehmens- und
Sicherheitsbeauftragtenzertifikate als .p12 Dateien importieren und Sie beim Einrichten einer neuen Datenbank benutzen. Dadurch vermeiden Sie das Wiederherstellen der gesamten
Datenbank.
Hinweis:
Wir empfehlen, diesen Vorgang direkt nach der Erstkonfiguration des SafeGuard Management
Centers auszuführen.
8.6.1 Exportieren von Unternehmenszertifikaten
Hinweis:
Nur Haupt-Sicherheitsbeauftragte sind dazu berechtigt, Unternehmenszertifikate zur Erstellung eines Backups zu exportieren.
1. Wählen Sie Extras > Optionen in der SafeGuard Management Center Menüleiste.
2. Wechseln Sie in die Registerkarte Zertifikate und klicken Sie im Bereich
Unternehmenszertifikat auf Exportieren.
3. Sie werden aufgefordert, ein Kennwort für die Sicherung der exportierten Datei einzugeben.
Geben Sie ein Kennwort ein, bestätigen Sie es und klicken Sie auf OK.
4. Geben Sie einen Dateinamen und einen Speicherort für die zu exportierende Datei ein und klicken Sie auf OK.
Das Unternehmenszertifikat wird als P12-Datei an den definierten Speicherort exportiert und kann für Recovery-Vorgänge benutzt werden.
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SafeGuard Enterprise
8.6.2 Exportieren des Zertifikats des Haupt-Sicherheitsbeauftragten
So erstellen Sie ein Backup des Zertifikats des derzeit am SafeGuard Management Center angemeldeten Haupt-Sicherheitsbeauftragten:
1. Wählen Sie Extras > Optionen in der SafeGuard Management Center Menüleiste.
2. Wählen Sie die Registerkarte Zertifikate und klicken Sie im Bereich <Administrator>
Zertifikat auf Exportieren.
3. Sie werden aufgefordert, ein Kennwort für die Sicherung der exportierten Datei einzugeben.
Geben Sie ein Kennwort ein, bestätigen Sie es und klicken Sie auf OK.
4. Geben Sie einen Dateinamen und einen Speicherort für die zu exportierende Datei ein und klicken Sie auf OK.
Das Zertifikat des derzeit angemeldeten Haupt-Sicherheitsbeauftragten wird als P12-Datei an den definierten Speicherort exportiert und kann für Recovery-Vorgänge benutzt werden.
8.7 Virtuelle Clients
Virtuelle Clients sind spezifische verschlüsselte Schlüsseldateien, die im Rahmen eines
Challenge/Response-Verfahrens für Recovery-Zwecke verwendet werden können, wenn die benötigten Benutzerinformationen nicht zur Verfügung stehen und ein
Challenge/Response-Verfahren normalerweise nicht möglich wäre (z. B. bei beschädigter
POA).
Um in dieser komplexen Recovery-Situation ein Challenge/Response-Verfahren zu ermöglichen, lassen sich spezifische Dateien, die als virtuelle Clients bezeichnet werden, erstellen. Diese
Dateien müssen vor dem Challenge/Response-Verfahren an den Benutzer verteilt werden.
Mit virtuellen Clients lasst sich ein Challenge/Response-Verfahren mit einem Schlüssel-Recovery
Tool auf dem Endpoint-Computer starten. Der Benutzer muss dann nur den
Helpdesk-Beauftragten über den/die benötigten Schlüssel informieren und den Response-Code eingeben, um wieder Zugriff auf die verschlüsselten Volumes zu erhalten.
Der Zugriff kann entweder mit Hilfe eines einzelnen Schlüssels oder mit Hilfe einer verschlüsselten Schlüsseldatei, die mehrere Schlüssel enthält, wiederhergestellt werden.
Im Bereich Schlüssel & Zertifikate des SafeGuard Management Centers haben Sie folgende
Möglichkeiten:
■ Virtuelle Clients anlegen und exportieren
■ Verschlüsselte Schlüsseldateien mit mehreren Schlüsseln anlegen und exportieren
■ Virtuelle Clients und exportierte Schlüsseldateien anzeigen lassen und filtern
■ Virtuelle Clients löschen
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Administratorhilfe
8.7.1 Anlegen von virtuellen Clients
Virtuelle Clients können für verschiedene Computer und in mehreren
Challenge/Response-Verfahren benutzt werden.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Schlüssel & Zertifikate.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster auf der linken Seite auf Virtuelle Clients.
3. Klicken Sie in der Symbolleiste auf Virtuellen Client hinzufügen.
4. Geben Sie einen eindeutigen Namen für den virtuellen Client ein und klicken Sie auf OK.
Die virtuellen Clients werden anhand der hier eingegebenen Namen in der Datenbank identifiziert.
5. Klicken Sie auf das Speichern Symbol in der Symbolleiste, um den virtuellen Client in der
Datenbank zu speichern.
Der neue virtuelle Client wird im Aktionsbereich angezeigt.
8.7.2 Export von virtuellen Clients
Nach dem Anlegen des virtuellen Client muss dieser in eine Datei exportiert werden. Diese
Datei hat immer die Bezeichnung recoverytoken.tok und muss an den Helpdesk verteilt werden. Beim Starten eines Challenge/Response-Verfahrens über ein Recovery Tool, z. B. bei einer beschädigten POA, muss diese Datei in der Endpoint-Computer-Umgebung zur
Verfügung stehen. Der Benutzer muss die Datei recoverytoken.tok im selben Verzeichnis ablegen, in dem sich auch das Recovery Tool befindet, damit ein Challenge/Response-Verfahren unterstützt wird.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Schlüssel & Zertifikate.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster auf der linken Seite auf Virtuelle Clients.
3. Klicken Sie im Aktionsbereich auf das Lupensymbol, um nach dem gewünschten virtuellen
Client zu suchen. Die verfügbaren virtuellen Clients werden angezeigt.
4. Wählen Sie den gewünschten Eintrag im Aktionsbereich aus und klicken Sie in der
Symbolleiste auf Virtuellen Client exportieren.
5. Wählen Sie einen Speicherort für die Datei recoverytoken.tok und klicken Sie auf OK.
Eine entsprechende Meldung wird angezeigt.
6. Verteilen Sie die virtuelle Client-Datei recoverytoken.tok an die betreffenden SafeGuard
Enterprise Benutzer.
Der Benutzer sollte diese Datei an einem sicheren Speicherort speichern, z. B. auf einem
USB-Stick. Beim Starten eines Challenge/Response-Verfahrens muss diese Datei im selben
Verzeichnis wie das Recovery Tool abgelegt sein.
8.7.3 Anlegen und Exportieren von Schlüsseldateien für den Recovery-Vorgang
Sind mehrere Schlüssel erforderlich, um den Zugriff auf ein verschlüsseltes Volume im Rahmen eines Recovery-Verfahrens mit virtuellen Clients wiederherzustellen, so kann der
Sicherheitsbeauftragte diese Schlüssel in einer exportierten Schlüsseldatei zusammenfassen.
63
SafeGuard Enterprise
Diese Schlüsseldatei wird mit einem Zufallskennwort verschlüsselt, das in der Datenbank gespeichert wird. Das Kennwort ist für jede angelegte Schlüsseldatei einzigartig.
Die verschlüsselte Schlüsseldatei muss an den Benutzer übertragen werden und ihm beim
Starten eines Challenge/Response-Verfahrens über ein Recovery Tool zur Verfügung stehen.
Im Rahmen des Challenge/Response-Verfahrens wird das Kennwort für die Schlüsseldatei mit dem Response-Code übertragen. Die Schlüsseldatei kann daraufhin mit dem Kennwort entschlüsselt werden und es besteht wieder Zugriff auf alle Volumes, die mit den verfügbaren
Schlüsseln verschlüsselt sind.
Um Schüsseldateien zu exportieren, benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für die
Objekte, denen die relevanten Schlüssel zugewiesen sind.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Schlüssel und Zertifikate.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster auf der linken Seite zunächst auf Virtuelle Clients und dann auf Exportierte Schlüsseldateien.
3. Klicken Sie in der Symbolleiste auf Schlüssel in eine Schlüsseldatei exportieren.
4. Geben Sie im Dialog Schlüssel in eine Schlüsseldatei exportieren folgende Informationen ein: a) Verzeichnis: Klicken Sie auf [...], um einen Speicherort für die Schlüsseldatei auszuwählen.
b) Dateiname: Die Schlüsseldatei ist mit einem Zufallskennwort verschlüsselt, das hier unter Dateiname angezeigt wird. Sie können den hier angezeigten Namen nicht ändern.
c) Klicken Sie auf Schlüssel hinzufügen oder Schlüssel entfernen, um Schlüssel hinzuzufügen oder zu entfernen. Ein Popup-Fenster, in dem Sie nach den gewünschten
Schlüsseln suchen und diese auswählen können, wird angezeigt. Klicken Sie auf OK, um die Auswahl zu bestätigen.
d) Klicken Sie auf OK, um Ihre Angaben zu bestätigen.
5. Verteilen Sie diese Schlüsseldatei an die betreffende Endpoint-Computer-Umgebung. Sie muss vor der Eingabe des Response-Codes auf dem Endpoint-Computer zur Verfügung stehen.
8.7.4 Virtuelle Clients anzeigen und Ansicht filtern
Um Ihnen das Auffinden des erforderlichen virtuellen Clients oder Schlüssels während eines
Challenge/Response-Verfahrens zu erleichtern, bietet der Bereich Schlüssel & Zertifikate des
SafeGuard Management Centers verschiedene Filter- und Suchfunktionalitäten.
8.7.5 Ansichten für virtuelle Clients
1. Klicken Sie im Navigationsfenster auf der linken Seite auf Virtuelle Clients.
2. Klicken Sie auf das Lupensymbol, um eine vollständige Liste aller virtuellen Clients zu erstellen.
3. Filtern Sie die virtuellen Clients nach Symbolischer Name oder Schlüssel-GUID.
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Administratorhilfe
8.7.6 Ansichten für exportierte Schlüsseldateien
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center zunächst auf Virtuelle Clients und dann auf Exportierte Schlüsseldateien.
2. Klicken Sie auf das Lupensymbol, um eine vollständige Liste aller exportierten
Schlüsseldateien zu erstellen.
3. Klicken Sie auf das + Symbol neben der gewünschten Schlüsseldatei, um die in der Datei enthaltenen Schlüssel anzuzeigen.
8.7.7 Löschen von virtuellen Clients
1. Öffnen Sie das SafeGuard Management Center und klicken Sie auf Schlüssel & Zertifikate.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster auf der linken Seite auf Virtuelle Clients.
3. Klicken Sie im Aktionsbereich auf das Lupensymbol, um nach dem gewünschten virtuellen
Client zu suchen. Die verfügbaren virtuellen Clients werden angezeigt.
4. Wählen Sie den gewünschten Eintrag im Aktionsbereich aus und klicken Sie in der
Symbolleiste auf Virtuellen Client löschen.
5. Speichern Sie ihre Änderungen in der Datenbank, indem Sie in der Symbolleiste auf das
Symbol Speichern klicken.
Der virtuelle Client wird aus der Datenbank gelöscht.
65
SafeGuard Enterprise
9 Company Certificate Change Orders
Company Certificate Change Orders (CCOs) werden in folgenden Fällen verwendet:
■ Zum Erneuern des Unternehmenszertifikats, wenn dieses bald abläuft.
Die Erneuerung des Unternehmenszertifikats ist für zentral verwaltete Endpoints und
Standalone Endpoints möglich. Der Vorgang kann jedoch nur von der Management-Konsole aus ausgelöst werden.
■ Zum Verschieben von Standalone Endpoints in eine andere Umgebung, wenn Sie zum
Beispiel zwei verschiedene Sophos SafeGuard Umgebungen haben und Sie diese in eine
Sophos SafeGuard Umgebung zusammenführen möchten. Eine der beiden Umgebungen muss hier jeweils die Ziel-Umgebung sein.
Hierzu wird das Unternehmenszertifikat der Endpoints einer Umgebung durch das
Unternehmenszertifikat der Zielumgebung ausgetauscht.
Hinweis: Nur Haupt-Sicherheitsbeauftragte sind zum Erzeugen von CCOs berechtigt. Um andere Sicherheitsbeauftragte dazu zu berechtigen, CCOs zu erzeugen, muss der
Hauptsicherheitsbeauftragte eine benutzerdefinierte Rolle erstellen und dieser das Recht
CCOs verwalten zuweisen.
9.1 Erneuern des Unternehmenszertifikats
Ein Unternehmenszertifikat, das bald abläuft, kann im SafeGuard Management Center erneuert werden. Sechs Monate vor Ablauf des Unternehmenszertifikats wird bei jeder Anmeldung an das SafeGuard Management Center eine Warnung angezeigt. Ohne gültiges
Unternehmenszertifikat können Endpoints keine Verbindung mit dem Server herstellen. Die
Erneuerung des Unternehmenszertifikats erfolgt in drei Schritten:
■ Erzeugen einer Certificate Change Order (CCO)
■ Erzeugen eines Konfigurationspakets mit der CCO
■ Neustart der Server und Verteilen der Konfigurationspakete an die Endpoints
So erneuern Sie das Unternehmenszertifikat:
1. Wählen Sie Extras > Optionen in der SafeGuard Management Center Menüleiste.
2. Wechseln Sie in die Registerkarte Zertifikate und klicken Sie im Bereich Anforderung auf
Aktualisieren.
3. Der Dialog Unternehmenszertifikat aktualisieren wird angezeigt. Um das
Unternehmenszertifikat zu erneuern, legen Sie eine Company Certificate Change Order
(CCO) an, die dann in einem Konfigurationspaket auf den Endpoints ausgeführt werden muss.
4. Geben Sie einen Namen für die CCO an und legen Sie einen Backup-Pfad fest. Geben Sie ein Kennwort für die P12-Datei ein und bestätigen Sie Ihre Eingabe. Geben Sie nach Wunsch eine Anmerkung ein und klicken Sie auf Erzeugen.
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Administratorhilfe
5. Ein Dialog informiert Sie, dass diese Änderung nicht rückgängig gemacht werden kann und dass alle nachfolgend erstellten Konfigurationspakete diese CCO enthalten müssen, damit Sie auf bereits installierten Endpoints wirksam werden können. Klicken Sie zur
Bestätigung auf OK.
6. Ein Dialog bestätigt, dass die Aktualisierung erfolgreich war und dass eine CCO erzeugt wurde, die in alle Konfigurationspakete aufgenommen werden soll. Klicken Sie auf OK.
7. Klicken Sie im SafeGuard Management Center im Extras Menü auf Konfigurationspakete.
8. Wählen Sie Pakete für Managed Clients.
9. Klicken Sie auf Konfigurationspaket hinzufügen.
10. Geben Sie einen beliebigen Namen für das Konfigurationspaket ein.
11. Ordnen Sie einen primären SafeGuard Enterprise Server zu (der sekundäre Server ist nicht notwendig).
12. Wählen Sie die zuvor zur Aktualisierung des Unternehmenszertifikats erstellte CCO.
13. Wählen Sie den Modus für die Transportverschlüsselung, der bestimmt, wie die
Verbindung zwischen SafeGuard Enterprise Client und SafeGuard Enterprise Server verschlüsselt wird: Sophos-Verschlüsselung oder SSL-Verschlüsselung.
14. Geben Sie einen Ausgabepfad für das Konfigurationspaket (MSI) an.
15. Klicken Sie auf Konfigurationspaket erstellen.
Das Konfigurationspaket (MSI) wird im angegebenen Verzeichnis angelegt. Starten Sie alle
SGN Server neu. Im nächsten Schritt verteilen Sie das Paket an die SafeGuard Enterprise Client
(managed) Endpoint-Computer zur Installation.
9.2 Ersetzen des Unternehmenszertifikats
Das Ersetzen des Unternehmenszertifikats ist notwendig, wenn Sie einen Endpoint von einer
Standalone-Umgebung in eine andere verschieben möchten. Der zu verschiebende Endpoint benötigt das Unternehmenszertifikat der Umgebung, in die er verschoben werden soll.
Andernfalls akzeptiert der Endpoint keine Richtlinien in der neuen Umgebung. Die Vorgänge, die zum Ersetzen des Unternehmenszertifikats notwendig sind, können im sowohl im SafeGuard
Management Center als auch im SafeGuard Policy Editor ausgeführt werden. In der folgenden
Beschreibung wird für das Management Center und den Policy Editor der Begriff
Management-Konsole verwendet, da der Vorgang des Ersetzens des Unternehmenszertifikats in beiden Fällen identisch ist.
Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:
Legen Sie die Ausgangs- und die Ziel Management Center/Policy Editor Umgebung fest. Die
Ausgangs-Management-Konsole ist die, die Sie für das Erstellen der Konfigurationspakete für die Endpoints, die verschoben werden sollen, benutzt haben. Das Ziel ist die
Management-Konsole, in die die Endpoints verschoben werden sollen.
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SafeGuard Enterprise
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So ersetzen Sie das Unternehmenszertifikat:
1. Exportieren Sie in der Ziel-Management-Konsole das Unternehmenszertifikat: Klicken Sie im Menü Extras auf Optionen. Wählen Sie die Registerkarte Zertifikate und klicken Sie auf die Schaltfläche Exportieren unter Unternehmenszertifikat. Geben Sie bei Aufforderung ein Kennwort für den Backup des Zertifikats ein, bestätigen Sie es und wählen Sie ein
Zielverzeichnis sowie einen Dateinamen aus. Das Unternehmenszertifikat wird exportiert
(cer-Datei).
2. Klicken Sie im Menü Extras in der Ausgangs-Management-Konsole auf Optionen und wählen Sie im Bereich Anforderung die Option Erzeugen.... Wählen Sie im CCO erzeugen
Dialog das Ziel-Unternehmenszertifikat aus, dass Sie in der Ziel-Management-Konsole exportiert haben (Schritt 1). Stellen Sie sicher, dass es sich um das gewünschte Zertifikat handelt. Klicken Sie auf Erzeugen und wählen Sie ein Zielverzeichnis und einen Dateinamen für die .cco-Datei aus. Bestätigen Sie, dass Sie eine Company Certificate Change Order erstellen möchten. Bitte beachten Sie, dass eine Company Certificate Change Order nicht an spezifische Endpoints gebunden ist. Mit einer Company Certificate Change Order lässt sich jeder Client der Ausgangsumgebung verschieben.
3. In der Ziel-Management-Konsole müssen Sie die in der Ausgangs-Management-Konsole erzeugte Company Certificate Change Order importieren. Klicken Sie im Extras Menü auf
Konfigurationspakete... und wählen Sie dann die Registerkarte CCOs. Klicken Sie auf
Importieren.
4. Wählen Sie im Dialog CCO importieren die in der Ausgangs-Management-Konsole erzeugte
Company Certificate Change Order und geben Sie einen Namen und nach Wunsch eine
Beschreibung für die Company Certificate Change Order ein. Klicken Sie auf OK.
5. Erstellen Sie in der Ziel-Management-Konsole ein Konfigurationspaket. Klicken Sie im
Extras Menü auf Konfigurationspakete... > Pakete für Standalone Clients und fügen Sie ein neues Konfigurationspaket hinzu. Wählen Sie die importierte Company Certificate
Change Order aus dem Dropdown-Menü der Spalte CCO. Geben Sie unter
Konfigurationspaket-Ausgabepfad einen Speicherort an. Klicken Sie auf
Konfigurationspaket erstellen. Das Konfigurationspaket wird am angegebenen Speicherort angelegt.
6. Installieren Sie dieses Konfigurationspaket auf allen Endpoints, die Sie von der Ausgangsin die Zielumgebung verschieben möchten.
9.3 Verwalten von Company Certificate Change Orders
Klicken Sie im SafeGuard Management Center im Extras Menü auf Konfigurationspakete.
Alle erzeugten CCOs werden in der Registerkarte CCOs angezeigt.
Im unteren Bereich des Dialogs werden detaillierte Informationen zur ausgewählten CCO angezeigt.
Wenn die CCO für die Erneuerung des Unternehmenszertifikats erstellt wurde, wird das
Quell-Unternehmenszertifikat aktualisiert. Wenn die CCO für eine Verschiebung von
Endpoints erstellt wurde, wird das Unternehmenszertifikat der Umgebung, deren Endpoints in eine andere Umgebung verschoben werden soll, aktualisiert.
Das Ziel-Unternehmenszertifikat ist das neue Unternehmenszertifikat, wenn die CCO zur
Aktualisierung des Unternehmenszertifikats oder des Unternehmenszertifikats der Umgebung, in die die Endpoints verschoben werden sollen, erzeugt wurde.
Administratorhilfe
Unter den Zertifikatsinformationen wird angegeben, für welche Vorgänge die ausgewählte
CCO verwendet werden kann.
Hinweis: Für die Verwaltung von CCOs benötigen Sie das Recht CCOs verwalten.
9.3.1 Import
Damit Sie eine CCO, die mit einem anderen Management-Tool zum Wechsel des
Unternehmenszertifikats erzeugt wurde, beim Erstellen von Konfigurationspaketen auswählen können, muss sie zunächst exportiert werden.
Klicken Sie auf Importieren..., um einen Dialog zu öffnen, in dem Sie die CCO auswählen und benennen können. Der hier eingegebene Name wird in der Registerkarte CCOs unter
Konfigurationspakete angezeigt.
9.3.2 Export
Mit der Exportieren Funktion lassen sich in der Datenbank gespeicherte CCOs als .cco-Dateien exportieren.
69
SafeGuard Enterprise
70
10 Mit Richtlinien arbeiten
Die folgenden Abschnitte beschreiben richtlinienrelevanten Vorgänge, z. B. das Erstellen,
Gruppieren und Sichern von Richtlinien.
Hinweis: Für das Zuweisen, Entfernen oder Bearbeiten von Richtlinien benötigen Sie das
Zugriffsrecht Voller Zugriff für die relevanten Objekte sowie für jede Gruppe, die für die jeweiligen Richtlinien aktiviert ist.
Für eine Beschreibung aller mit SafeGuard Enterprise verfügbaren Richtlinieneinstellungen,
siehe Richtlinieneinstellungen (Seite 109).
10.1 Anlegen von Richtlinien
1. Melden Sie sich mit dem Kennwort, das Sie während der Erstkonfiguration festgelegt haben, am SafeGuard Management Center an.
2. Klicken Sie im Navigationsbereich auf Richtlinien.
3. Klicken Sie im Navigationsfenster mit der rechten Maustaste auf Richtlinien und wählen
Sie im Kontextmenü den Befehl Neu.
4. Wählen Sie den Richtlinientyp aus.
Es wird ein Dialog für die Benennung der neuen Richtlinie angezeigt.
5. Geben Sie einen Namen und optional eine Beschreibung für die neue Richtlinie ein.
Richtlinien für den Geräteschutz:
Wenn Sie eine Richtlinie dieses Typs erstellen, müssen Sie auch ein Ziel für den Geräteschutz angeben. Mögliche Ziele sind:
Massenspeicher (Boot-Laufwerke/Andere Volumes)
Wechselmedien
Optische Laufwerke
Datenträgermodelle
Einzelne Datenträger
Cloud Storage
Für jedes Ziel muss eine eigene Richtlinie angelegt werden. Sie können die einzelnen
Richtlinien später z. B. zu einer Richtliniengruppe mit der Bezeichnung Verschlüsselung zusammenfassen.
6. Klicken Sie auf OK.
Die neu angelegte Richtlinie wird im Navigationsfenster unter Richtlinien angezeigt. Im
Aktionsbereich werden alle Einstellungen für den gewählten Richtlinientyp angezeigt. Die
Einstellungen können dort geändert werden.
10.2 Bearbeiten von Richtlinieneinstellungen
Wenn Sie im Navigationsfenster eine Richtlinie auswählen, können Sie deren Einstellungen im Aktionsbereich bearbeiten.
Administratorhilfe
Hinweis:
Das rote Symbol vor dem Text nicht konfiguriert gibt an, dass für diese
Einstellung ein Wert festgelegt werden muss. Sie können die Richtlinie erst speichern, wenn Sie eine andere Einstellung als nicht konfiguriert ausgewählt haben.
Setzen von Einstellungen auf Standardwerte
In der Symbolleiste stehen folgende Symbole für Richtlinieneinstellungen zur Verfügung:
Zeigt Standardwerte für Richtlinieneinstellungen an, die nicht konfiguriert wurden
(Einstellung nicht konfiguriert).
Setzt die markierte Richtlinieneinstellung auf nicht konfiguriert.
Setzt alle Richtlinieneinstellungen eines Bereichs auf nicht konfiguriert.
Setzt den Standardwert für die markierte Richtlinieneinstellung.
Setzt alle Richtlinieneinstellungen eines Bereichs auf den Standardwert.
Unterscheidung zwischen maschinen- und benutzerspezifischen Richtlinien
Richtlinienfarbe blau
Richtlinienfarbe schwarz
Richtlinie wird nur für Maschinen angewandt, nicht für
Benutzer.
Richtlinie wird für Maschinen und Benutzer angewandt.
10.3 Richtliniengruppen
SafeGuard Enterprise Richtlinien können in Richtliniengruppen zusammengefasst werden.
Eine Richtliniengruppe kann verschiedene Richtlinientypen enthalten.
Wenn Sie Richtlinien vom selben Typ in einer Gruppe zusammenfassen, werden die
Einstellungen automatisch vereinigt. Sie können dafür eine Auswertungsreihenfolge festlegen.
71
SafeGuard Enterprise
Die Einstellungen einer höher gereihten Richtlinie überschreiben jene einer niedriger priorisierten.
Eine definierte Richtlinieneinstellung überschreibt Einstellungen aus anderen Richtlinien, wenn
■ die Richtlinie mit dieser Einstellung eine höhere Priorität hat.
■ die Richtlinieneinstellung noch nicht definiert ist (nicht konfiguriert).
Hinweis:
Überlappende Richtlinien, die einer Gruppe zugeordnet sind, können zu einer falschen
Ermittlung der Prioritäten führen. Verwenden Sie separate Richtlinieneinstellungen.
Ausnahme Geräteschutz:
Richtlinien für den Geräteschutz werden nur vereinigt, wenn sie für dasselbe Ziel (z. B.
Boot-Volume) angelegt werden. Weisen sie auf verschiedene Ziele, werden sie addiert.
10.3.1 Zusammenfassen von Richtlinien zu Gruppen
Voraussetzung: Die einzelnen Richtlinien der verschiedenen Typen müssen angelegt sein.
1. Klicken Sie im Navigationsbereich auf Richtlinien.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster mit der rechten Maustaste auf Richtlinien-Gruppen und wählen Sie Neu.
3. Klicken Sie auf Neue Richtlinien-Gruppe. Es wird ein Dialog für die Benennung der
Richtlinien-Gruppe angezeigt.
4. Geben Sie einen eindeutigen Namen und optional eine Beschreibung für die
Richtlinien-Gruppe ein. Klicken Sie auf OK.
5. Die neu angelegte Richtlinie-Gruppe wird im Navigationsfenster unter Richtlinien-Gruppen angezeigt.
6. Wählen Sie die Richtlinien-Gruppe aus. Im Aktionsbereich werden alle für das Gruppieren der Richtlinien notwendigen Elemente angezeigt.
7. Zum Gruppieren der Richtlinien ziehen Sie sie aus der Liste der verfügbaren Richtlinien in den Richtlinienbereich.
8. Sie können für jede Richtlinie eine Priorität festlegen, indem Sie die Richtlinie über das
Kontextmenü nach oben oder unten reihen.
Wenn Sie Richtlinien vom selben Typ in einer Gruppe zusammenfassen, werden die
Einstellungen automatisch vereinigt. Sie können dafür eine Auswertungsreihenfolge festlegen. Die Einstellungen einer höher gereihten Richtlinie überschreiben jene einer niedriger priorisierten. Ist eine Einstellung auf nicht konfiguriert gesetzt, wird die
Einstellung in einer niedriger priorisierten Richtlinie nicht überschrieben.
Ausnahme Geräteschutz:
Richtlinien für den Geräteschutz werden nur vereinigt, wenn sie für dasselbe Ziel (z. B.
Boot-Volume) angelegt werden. Weisen sie auf verschiedene Ziele, werden sie addiert.
9. Speichern Sie die Richtliniengruppe über Datei > Speichern.
Die Richtliniengruppe enthält nun die Einstellungen aller einzelnen Richtlinien.
72
Administratorhilfe
10.3.2 Ergebnis der Gruppierung
Das Ergebnis der Zusammenfassung wird in einer eigenen Ansicht dargestellt.
Klicken Sie zum Anzeigen der Zusammenfassung auf die Registerkarte Ergebnis.
■ Für jeden Richtlinien-Typ steht eine eigene Registerkarte zur Verfügung.
Die aus der Zusammenfassung der einzelnen Richtlinien resultierenden Einstellungen werden angezeigt.
■ Für Richtlinien zum Geräteschutz werden Registerkarten für jedes Ziel der Richtlinie angezeigt (z. B. Boot-Volumes, Laufwerk X: usw.).
10.4 Erstellen von Sicherungskopien von Richtlinien und
Richtliniengruppen
Sie können Sicherungskopien von Richtlinien und Richtliniengruppen in Form von
XML-Dateien erstellen. Falls notwendig, lassen sich die betreffenden
Richtlinien/Richtliniengruppen daraufhin aus diesen XML-Dateien wiederherstellen.
1. Wählen Sie die Richtlinie/Richtliniengruppe im Navigationsfenster unter Richtlinien bzw.
Richtlinien-Gruppen aus.
2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste und wählen Sie im angezeigten Kontextmenü
Richtlinie sichern.
Hinweis:
Der Befehl Richtlinie sichern steht auch im Menü Aktionen zur Verfügung.
3. Geben Sie im Dialog Speichern unter einen Dateinamen für die XML-Datei an und wählen
Sie das Verzeichnis, in dem die Datei gespeichert werden soll. Klicken Sie auf Speichern.
Die Sicherungskopie der Richtlinie/Richtliniengruppe ist im angegebenen Verzeichnis als
XML-Datei abgelegt.
10.5 Wiederherstellen von Richtlinien und Richtliniengruppen
So stellen Sie eine Richtlinie/Richtliniengruppe aus einer XML-Datei wieder her:
1. Klicken Sie im Navigationsfenster auf Richtlinien/Richtliniengruppen.
2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste und wählen Sie im angezeigten Kontextmenü
Richtlinie wiederherstellen.
Hinweis:
Der Befehl Richtlinie wiederherstellen steht auch im Menü Aktionen zur Verfügung.
3. Wählen Sie die XML-Datei für die Wiederherstellung der Richtlinie/Richtliniengruppe aus und klicken Sie auf Öffnen.
Die Richtlinie/Richtliniengruppe ist wiederhergestellt.
73
SafeGuard Enterprise
10.6 Zuweisen von Richtlinien
Um Richtlinien zuzuweisen, benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für alle beteiligten
Objekte.
1. Klicken Sie auf Benutzer & Computer.
2. Wählen Sie im Navigationsbereich das gewünschte Objekt aus (z. B. Benutzer, Gruppe oder Container).
3. Wechseln Sie in die Registerkarte Richtlinien.
Im Aktionsbereich werden alle für die Zuweisung der Richtlinie notwendigen Elemente angezeigt.
4. Zum Zuweisen einer Richtlinie ziehen Sie sie aus der Liste der verfügbaren Richtlinien in die Registerkarte Richtlinien.
5. Sie können für jede Richtlinie eine Priorität festlegen, indem Sie die Richtlinie über das
Kontextmenü nach oben oder unten reihen. Die Einstellungen einer höher gereihten
Richtlinie überschreiben jene einer niedriger priorisierten. Wenn Sie für eine Richtlinie
Kein Überschreiben aktivieren, können die Einstellungen dieser Richtlinie nicht von anderen überschrieben werden.
Hinweis:
Wenn Sie bei einer Richtlinie mit niedrigerer Priorität die Option Kein Überschreiben aktivieren, so zieht diese Richtlinie, trotz niedrigerer Priorität gegenüber einer Richtlinie mit einer höheren Priorität.
Um die Einstellungen Priorität oder Kein Überschreiben für Richtlinien im Bereich
Benutzer & Computer zu ändern, benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für alle
Objekte, denen die Richtlinien zugewiesen sind. Wenn Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff nicht für alle Objekte haben, können die Einstellungen nicht bearbeitet werden. Wenn Sie versuchen, die Felder zu bearbeiten, wird eine Info-Meldung angezeigt.
6. Im Aktivierungsbereich werden die Gruppen .Authentisierte Benutzer - bzw. Computer angezeigt.
Die Richtlinie gilt für alle Gruppen innerhalb der OU bzw. Domäne.
10.6.1 Aktivieren von Richtlinien für einzelne Gruppen
Richtlinien werden immer einer OU bzw. einer Domäne oder Arbeitsgruppe zugewiesen. Sie gelten standardmäßig für alle Gruppen in diesen Container-Objekten (die Gruppen
.Authentisierte Benutzer und .Authentisierte Computer werden im Aktivierungsbereich angezeigt).
Sie können aber auch Richtlinien festlegen und sie für eine einzelne oder mehrere Gruppen aktivieren. Diese Richtlinien gelten dann ausschließlich für diese Gruppen.
Hinweis: Um Richtlinien für einzelne Gruppen zu aktivieren, benötigen Sie das Zugriffsrecht
Voller Zugriff für die relevante Gruppe.
1. Weisen Sie die Richtlinie der OU, in der sich die Gruppe befindet, zu.
74
Administratorhilfe
2. Im Bereich Aktivierung werden die Gruppen .Authentisierte Benutzer und .Authentisierte
Computer angezeigt.
3. Ziehen Sie diese beiden Gruppen aus dem Aktivierungsbereich in die Liste der Verfügbaren
Gruppen. Die Richtlinie ist in dieser Konstellation für keinen Benutzer und keinen
Computer wirksam.
4. Ziehen Sie jetzt die gewünschte Gruppe (oder auch mehrere Gruppen) aus der Liste der
Verfügbaren Gruppen in den Aktivierungsbereich.
Diese Richtlinie gilt jetzt ausschließlich für diese Gruppe.
Wurden der übergeordneten OU ebenfalls Richtlinien zugeordnet, gilt diese Richtlinie für diese Gruppe zusätzlich zu jenen, die für die gesamte OU festgelegt wurden.
10.7 Verwalten von Richtlinien unter Benutzer und Computer
Neben dem Bereich Richtlinien in SafeGuard Management Center können Sie den Inhalt einer Richtlinie auch dort einsehen und ändern, wo die Richtlinienzuweisung erfolgt: unter
Benutzer & Computer.
1. Klicken Sie auf Benutzer & Computer.
2. Wählen Sie im Navigationsbereich das gewünschte Containerobjekt.
3. Sie können Richtlinien von zwei Orten aus öffnen, um sie einzusehen oder zu ändern.
■
■
Wechseln Sie in die Registerkarte Richtlinien, oder wechseln Sie in die Registerkarte RSOP.
4. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die gewünschte zugewiesene oder verfügbare
Richtlinie und wählen Sie Öffnen aus dem Kontextmenü.
Der Richtliniendialog wird angezeigt und Sie können die Richtlinieneinstellungen einsehen und bearbeiten.
5. Klicken Sie auf OK, um Ihre Änderungen zu speichern.
6. Um die Richtlinieneigenschaften aufzurufen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die gewünschte Richtlinie und wählen Sie Eigenschaften aus dem Kontextmenü.
Der Eigenschaften-Dialog für die Richtlinie wird angezeigt. Hier können Sie unter Allgemein und Zuweisung die entsprechenden Informationen einsehen.
10.8 Deaktivieren der Übertragung von Richtlinien
Als Sicherheitsbeauftragter können Sie die Übertragung von Richtlinien an Endpoint-Computer deaktivieren. Klicken Sie hierzu in der SafeGuard Management Center Symbolleiste auf die
Schaltfläche Richtlinienverteilung aktivieren/deaktivieren oder wählen Sie im Menü
Bearbeiten den Befehl Richtlinienverteilung aktivieren/deaktivieren. Nach der Deaktivierung der Richtlinienübertragung werden keine Richtlinien mehr an die Endpoint-Computer geschickt. Um die Deaktivierung der Richtlinienverteilung rückgängig zu machen, klicken Sie noch einmal auf die Schaltfläche oder wählen Sie noch einmal den Menübefehl.
Hinweis:
75
SafeGuard Enterprise
Um die Übertragung von Richtlinien zu deaktivieren, benötigen Sie als Sicherheitsbeauftragter die Berechtigung „Richtlinienverteilung aktivieren/deaktivieren“. Den beiden vordefinierten
Rollen Haupt-Sicherheitsbeauftragter und Sicherheitsbeauftragter ist diese Berechtigung standardmäßig zugewiesen. Neu angelegten benutzerdefinierten Rollen kann diese Berechtigung jederzeit zugewiesen werden.
10.9 Regeln für die Zuweisung und Auswertung von Richtlinien
Die Verwaltung und Auswertung von Richtlinien folgt den in diesem Abschnitt dargestellten
Regeln.
10.9.1 Zuweisen und Aktivieren von Richtlinien
Damit eine Richtlinie für einen Benutzer/Computer wirksam werden kann, muss sie einem
Container-Objekt ( Root-Knoten, Domäne, OU, BuiltIn-Container oder Arbeitsgruppe) zugewiesen werden. Damit die zugewiesene Richtlinie für Benutzer/Computer wirksam wird, werden beim Zuweisen einer Richtlinie an einer beliebigen Stelle in der Hierarchie alle
Computer (authentisierte Computer) und alle Benutzer (authentisierte Benutzer) automatisch aktiviert (die alleinige Zuweisung ohne Aktivierung reicht nicht aus). In diesen Gruppen sind alle Benutzer bzw. Computer zusammengefasst.
10.9.2 Vererbung von Richtlinien
Vererbung von Richtlinien ist nur zwischen Container-Objekten möglich. Innerhalb eines
Containers - vorausgesetzt er enthält keine weiteren Container-Objekte - können Richtlinien nur aktiviert werden (auf Gruppenebene). Vererbung zwischen Gruppen ist nicht möglich.
10.9.3 Vererbungsreihenfolge von Richtlinien
Werden Richtlinien entlang einer Hierarchiekette zugewiesen, so wirkt jene Richtlinie am stärksten, die näher beim Zielobjekt (Benutzer/Computer) ist. Das bedeutet: mit der Entfernung zum Zielobjekt verliert die Richtlinie immer mehr an Kraft - wenn nähere Richtlinien vorhanden sind.
10.9.4 Direkte Zuweisung von Richtlinien
Der Benutzer/Computer erhält eine Richtlinie, die direkt dem Container-Objekt, in dem er sich tatsächlich befindet (Mitgliedschaft als Benutzer einer Gruppe, die sich in einem anderen
Container-Objekt befindet, alleine reicht nicht aus), zugewiesen wurde. Das Container-Objekt hat diese Richtlinie nicht geerbt!
10.9.5 Indirekte Zuweisung von Richtlinien
Der Benutzer/Computer erhält eine Richtlinie, die das Container-Objekt, in dem er sich tatsächlich befindet (die Mitgliedschaft in einer Gruppe, die sich in einem anderen
Container-Objekt befindet, als der Benutzer, reicht nicht aus), von einem ihr übergeordneten
Container-Objekt geerbt hat.
76
Administratorhilfe
10.9.6 Aktivieren/Deaktivieren von Richtlinien
Damit eine Richtlinie für einen Computer/Benutzer wirken kann, muss diese auf Gruppenebene aktiviert werden (Richtlinien können ausschließlich auf Gruppenebene aktiviert werden). Es spielt keine Rolle, ob sich diese Gruppe im selben Container-Objekt befindet, oder nicht.
Wichtig ist hier nur, dass der Benutzer oder Computer eine direkte bzw. indirekte (durch
Vererbung) Zuordnung der Richtlinie erhalten hat.
Befindet sich ein Computer oder Benutzer außerhalb einer OU oder Vererbungslinie und ist
Mitglied einer Gruppe, die sich innerhalb dieser OU befindet, so gilt diese Aktivierung für diesen Benutzer oder Computer nicht. Denn für diesen Benutzer oder Computer ist keine gültige Zuweisung (direkt bzw. indirekt) vorhanden. Die Gruppe wurde zwar aktiviert, aber eine Aktivierung kann nur für Benutzer und Computer gelten, für die auch eine
Richtlinienzuweisung besteht. Das heißt, die Aktivierung von Richtlinien kann nicht über
Container- Grenzen hinausgehen, wenn keine direkte oder indirekte Richtlinienzuweisung für dieses Objekt existiert.
Eine Richtlinie wird wirksam, wenn sie entweder bei Benutzergruppen oder Computergruppen aktiviert wurde. Es werden die Benutzergruppen und dann die Computergruppen ausgewertet
(auch authentisierte Benutzer und authentisierte Computer sind Gruppen). Beide Ergebnisse werden ODER-verknüpft. Liefert diese ODER-Verknüpfung einen positiven Wert für die
Computer/Benutzer-Beziehung, gilt die Richtlinie.
Hinweis: Werden mehrere Richtlinien für ein Objekt aktiv, werden die einzelnen Richtlinien unter Einhaltung der beschriebenen Regeln, vereinigt. Das heißt, die tatsächlichen Einstellungen für ein Objekt können aus mehreren unterschiedlichen Richtlinien zusammengesetzt werden.
Für eine Gruppe gibt es folgende Aktivierungseinstellungen:
■ Aktiviert
Eine Richtlinie wurde zugewiesen. Die Gruppe wird im Aktivierungsbereich des SafeGuard
Management Centers angezeigt.
■ Nicht aktiviert
Eine Richtlinie wurde zugewiesen. Die Gruppe befindet sich nicht im Aktivierungsbereich.
Wird eine Richtlinie einem Container zugewiesen, dann bestimmt die Aktivierungseinstellung für eine Gruppe (aktiviert), ob diese Richtlinie an diesem Container in die Berechnung der resultierenden Richtlinie einfließt.
Vererbte Richtlinien können durch diese Aktivierungen nicht kontrolliert werden. Hierfür müsste an der lokaleren OU Richtlinienvererbung blockieren gesetzt werden, damit die globalere Richtlinie hier nicht wirken kann.
10.9.7 Benutzer-/Gruppeneinstellungen
Richtlinieneinstellungen für Benutzer (im SafeGuard Management Center schwarz dargestellt), ziehen stärker, als Richtlinieneinstellungen für Computer (im SafeGuard Management Center
blau dargestellt). Werden bei einer Richtlinie für Computer Benutzereinstellungen festgelegt, werden diese Einstellungen durch die Richtlinie für den Benutzer überschrieben.
Hinweis:
77
SafeGuard Enterprise
Nur die Benutzereinstellungen werden überschrieben. Sollte eine Richtlinie für Benutzer auch
Maschineneinstellungen beinhalten (blau dargestellte Einstellungen) werden diese nicht von einer Benutzerrichtlinie überschrieben!
Beispiel 1:
Wird für eine Computergruppe die Kennwortlänge 4 definiert, die Benutzergruppe hat aber für dieselbe Einstellung den Wert 3, gilt für diesen Benutzer auf einem Computer der
Computergruppe, ein Kennwort mit der Länge 3.
Beispiel 2:
Wird für eine Benutzergruppe ein Serverintervall von 1 Minute definiert und für eine
Computergruppe der Wert 3, so wird der Wert 3 verwendet, da es sich beim Wert 1 Minute um eine Maschineneinstellung, die in einer Richtlinie für Benutzer definiert wurde, handelt.
10.9.8 Sich widersprechende Verschlüsselungsrichtlinien
Es werden zwei Richtlinien - P1 und P2 - angelegt. Für P1 wurde eine dateibasierende
Verschlüsselung für Laufwerk E:\ definiert und für P2 eine volume-basierende Verschlüsselung für Laufwerk E:\. P1 wird der OU FBE-User und P2 der OU VBE-User zugewiesen.
Fall 1: Ein Benutzer aus OU FBE-User meldet sich zuerst am Client XP-100 (Container
Computer) an. Das Laufwerk E:\ wird dateibasierend verschlüsselt. Meldet sich ein Benutzer danach aus der OU VBE-User am Client XP-100 an, so wird das Laufwerk E:\ volume-basierend verschlüsselt. Haben beide Benutzer dieselben Schlüssel, können beide auf die Laufwerke bzw.
Dateien zugreifen.
Fall 2: Ein Benutzer aus der OU VBE-User meldet sich zuerst am Computer XP-100 (Container
Computer) an. Das Laufwerk wird volume-basierend verschlüsselt. Meldet sich nun ein
Benutzer der OU FBE-User an und hat dieser einen gemeinsamen Schlüssel mit den Benutzern aus der OU VBE-User, so wird das Laufwerk E:\ (die volume-basierende Verschlüsselung bleibt erhalten) innerhalb der volume-basierenden Verschlüsselung dateibasierend verschlüsselt.
Hat der Benutzer aus der OU FBE-User allerdings keinen gemeinsamen Schlüssel, kann er auf das Laufwerk E:\ nicht zugreifen.
10.9.9 Priorisierung innerhalb einer Zuweisung
Innerhalb einer Zuweisung, hat die Richtlinie mit der höchsten Priorität (1) Vorrang gegenüber einer Richtlinie mit einer geringeren Priorität.
Hinweis:
Wurde auf gleicher Ebene eine Richtlinie mit niedriger Priorität, aber mit der Option Kein
Überschreiben, zugeordnet, so zieht die Richtlinie trotz niedrigerer Priorität gegenüber den
Richtlinien mit der höheren Priorität.
10.9.10 Priorisierung innerhalb einer Gruppe
Innerhalb einer Gruppe, hat die Richtlinie mit der höchsten Priorität (1) Vorrang gegenüber einer Richtlinie mit einer geringeren Priorität.
78
Administratorhilfe
10.9.11 Statusindikatoren
Durch das Setzen von Statusindikatoren kann das Standardregelwerk der Richtlinien verändert werden.
■ Richtlinienvererbung blockieren
Wird direkt bei dem Container gesetzt, der keine übergeordneten Richtlinien empfangen will (Rechtsklick auf das Objekt im Navigationsfenster > Eigenschaften).
Soll ein Container-Objekt keine Richtlinie eines übergeordneten Objektes erben, können
Sie das durch das Setzen von Richtlinienvererbung blockieren verhindern. Ist
Richtlinienvererbung blockieren gesetzt, werden keine übergeordneten
Richtlinieneinstellungen für dieses Container-Objekt wirksam (Ausnahme: Kein
Überschreiben wurde bei der Richtlinienzuweisung aktiviert).
■ Kein Überschreiben
Wird bei der Zuweisung gesetzt und bedeutet, dass diese Richtlinie nicht von anderen
überschrieben werden kann.
Je weiter die Richtlinienzuweisung mit Kein Überschreiben vom Zielobjekt entfernt ist, umso stärker wird die Wirkung dieser Richtlinie für alle untergeordneten Container-Objekte.
Das heißt: Kein Überschreiben eines übergeordneten Containers überschreibt die
Richtlinieneinstellungen eines untergeordneten Containers. So kann z. B.
eine Domänenrichtlinie definiert werden, deren Einstellungen nicht überschrieben werden können, auch nicht, wenn für eine OU Richtlinienvererbung blockieren gesetzt wurde!
Hinweis:
Wurde auf gleicher Ebene eine Richtlinie mit niedriger Priorität, aber mit der Option Kein
Überschreiben, zugeordnet, so zieht die Richtlinie trotz niedrigerer Priorität gegenüber den Richtlinien mit der höheren Priorität.
10.9.12 Einstellungen in Richtlinien
10.9.12.1 Computereinstellungen wiederholen
Sie finden diese Einstellung unter:
Richtlinien > Richtlinie vom Typ Allgemeine Einstellungen > Laden der Einstellungen >
Richtlinien-Loopback.
Wird bei einer Richtlinie vom Typ Allgemeine Einstellungen bei der Option
Richtlinien-Loopback die Einstellung Computereinstellungen wiederholen ausgewählt und die Richtlinie „kommt“ von einem Computer (Computereinstellungen wiederholen hat für eine Benutzerrichtlinie keine Auswirkung), wird diese Richtlinie am Ende der Auswertung noch einmal ausgeführt. Dadurch werden etwaige Benutzereinstellungen wieder überschrieben und es gelten die Computereinstellungen. Für das neuerliche Schreiben werden sämtliche
Computereinstellungen, die der Computer direkt oder indirekt bekommt (auch von Richtlinien die beim Richtlinien-Loopback Computereinstellungen wiederholen nicht gesetzt haben), neu geschrieben.
79
SafeGuard Enterprise
10.9.12.2 Benutzer ignorieren
Sie finden diese Einstellung unter:
Richtlinien > Richtlinie vom Typ Allgemeine Einstellungen > Laden der Einstellungen >
Richtlinien-Loopback.
Wird bei einer Richtlinie vom Typ Allgemeine Einstellungen für einen Computer bei der
Option Richtlinien-Loopback die Einstellung Benutzer ignorieren ausgewählt und die
Richtlinie „kommt“ von einer Maschine, werden nur die Maschineneinstellungen ausgewertet.
Benutzereinstellungen werden nicht ausgewertet.
10.9.12.3 Kein Loopback
Sie finden diese Einstellung unter:
Richtlinien > Richtlinie vom Typ Allgemeine Einstellungen > Laden der Einstellungen >
Richtlinien-Loopback.
Kein Loopback beschreibt das Standardverhalten. Benutzerrichtlinien gelten vor
Computerrichtlinien.
10.9.12.4 Auswertung der Einstellungen „Benutzer ignorieren“ und „Computereinstellungen wiederholen“
Existieren aktive Richtlinienzuweisungen, werden zuerst die Maschinenrichtlinien ausgewertet und vereinigt. Ergibt diese Vereinigung der einzelnen Richtlinien bei der Option
Richtlinien-Loopback den Wert Benutzer ignorieren, werden die Richtlinien, die für den
Benutzer bestimmt gewesen wären, nicht mehr ausgewertet. Das bedeutet sowohl für den
Benutzer, als auch für den Computer gelten die gleichen Richtlinien.
Gilt nach der Vereinigung der einzelnen Maschinenrichtlinien bei Richtlinien-Loopback der
Wert Computereinstellungen wiederholen, werden die Benutzerrichtlinien mit den
Maschinenrichtlinien vereinigt. Nach der Vereinigung, werden die Maschinenrichtlinien nochmals geschrieben und überschreiben gegebenenfalls Einstellungen aus den
Benutzerrichtlinien. Ist eine Einstellung in beiden Richtlinien vorhanden, so ersetzt der Wert der Maschinenrichtlinie den Wert der Benutzerrichtlinie.
Ergibt die Vereinigung der einzelnen Maschinenrichtlinien den Standardwert (Kein
Richtlinien-Loopback), so gilt: Benutzereinstellungen vor Maschineneinstellungen.
10.9.12.5 Ausführungsreihenfolge der Richtlinien
Benutzer ignorieren Computer
Computereinstellungen wiederholen Computer -> Benutzer -> Computer. Die erste
„Maschinen-Ausführung“ wird für die Richtlinien benötigt, die schon vor der
Benutzeranmeldung (z. B. Hintergrundbild bei der Anmeldung) geschrieben werden.
Kein Richtlinien-Loopback (Standardeinstellung): Computer -> Benutzer
10.9.13 Sonstige Definitionen
Die Entscheidung, ob es sich um eine Benutzer- bzw. Maschinenrichtlinie handelt, hängt von der Herkunft der Richtlinie ab. Ein Benutzerobjekt „bringt“ eine Benutzerrichtlinie mit, ein
80
Administratorhilfe
Computer „bringt“ eine Computerrichtlinie mit. Dieselbe Richtlinie kann bei unterschiedlicher
Sicht, sowohl Computer- als auch Benutzerrichtlinie sein.
■ Benutzerrichtlinie
Jene Richtlinie, die der Benutzer zur Auswertung bereitstellt. Wenn eine Richtlinie nur
über einen Benutzer kommt, dann werden die maschinenbezogenen Einstellungen dieser
Richtlinie nicht verwendet. Das heißt, es gelten keine computerbezogenen Einstellungen.
Es gelten die Standardwerte.
■ Computerrichtlinie
Jene Richtlinie, die die Maschine zur Auswertung bereitstellt. Wenn eine Richtlinie nur
über einen Computer kommt, dann werden auch die benutzerspezifischen Einstellungen dieser Richtlinie verwendet! Die Computerrichtlinie stellt dann eine „für alle Benutzer"
Richtlinie dar.
81
SafeGuard Enterprise
11 Mit Konfigurationspaketen arbeiten
Im SafeGuard Management Center lassen sich Konfigurationspakete der folgenden Typen erstellen:
■ Konfigurationspakete für zentral verwaltete Computer
Computer, die eine Verbindung zum SafeGuard Enterprise Server haben, erhalten Ihre
Richtlinien über den Server. Für den erfolgreichen Einsatz der SafeGuard Enterprise Client
Software nach der Installation müssen Sie zunächst ein Konfigurationspaket für zentral verwaltete Computer erzeugen und es auf den Computern installieren.
Nach der ersten Konfiguration der Endpoint-Computer über das Konfigurationspaket erhalten die Computer Richtlinien über den SafeGuard Enterprise Server, wenn Sie diese im Bereich Benutzer & Computer des SafeGuard Management Center zugewiesen haben.
■ Konfigurationspakete für Standalone-Computer
Standalone-Computer haben niemals eine Verbindung zum SafeGuard Enterprise Server, sie laufen im Standalone-Modus. Die Computer erhalten ihre Richtlinien über
Konfigurationspakete. Für den erfolgreichen Einsatz der Software müssen Sie ein
Konfigurationspaket mit den relevanten Richtliniengruppen erstellen und es über unternehmenseigene Verteilungsmechanismen an die Endpoint-Computer verteilen. Wenn
Sie Richtlinieneinstellungen ändern, müssen Sie jeweils neue Konfigurationspakete erstellen und an die Endpoint-Computer verteilen.
■ Konfigurationspaket für den SafeGuard Enterprise Server
Für den erfolgreichen Einsatz der Software müssen Sie ein Konfigurationspaket für den
SafeGuard Enterprise Server erstellen, das die Datenbank sowie die SSL-Verbindung definiert, Scripting API aktiviert, usw.
■ Konfigurationspaket für Macs
Über dieses Konfigurationspaket erhalten Macs die Server-Adresse und das
Unternehmenszertifikat. Die Macs übermitteln ihre Statusinformationen, die dann im
SafeGuard Management Center angezeigt werden.
Eine detaillierte Beschreibung zum Erstellen der verschiedenen Arten von
Konfigurationspaketen finden Sie im SafeGuard Enterprise Installationshandbuch.
Hinweis:
Überprüfen Sie Ihr Netzwerk und Ihre Computer in regelmäßigen Abständen auf veraltete oder nicht benutzte Konfigurationspakete und löschen Sie diese aus Sicherheitsgründen.
Deinstallieren Sie vor der Installation eines neuen Konfigurationspakets auf dem
Computer/Server jeweils die veralteten Konfigurationspakete.
82
Administratorhilfe
11.1 Erzeugen eines Konfigurationspakets für zentral verwaltete
Computer
Voraussetzungen
■ Prüfen Sie im Benutzer und Computer Navigationsbereich in der Registerkarte Bestand, ob für die Computer, die das neue Konfigurationspaket erhalten sollen, ein Wechsel des
Unternehmenszertifikats erforderlich ist. Wenn das Feld Aktuelles Unternehmenszertifikat nicht aktiviert ist, unterscheiden sich das derzeit aktive Unternehmenszertifikat in der
SafeGuard Enterprise Datenbank und auf dem Computer voneinander. Daher ist ein
Wechsel des Unternehmenszertifikats erforderlich.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center im Extras Menü auf Konfigurationspakete.
2. Wählen Sie Pakete für Managed Clients.
3. Klicken Sie auf Konfigurationspaket hinzufügen.
4. Geben Sie einen beliebigen Namen für das Konfigurationspaket ein.
5. Ordnen Sie einen primären SafeGuard Enterprise Server zu (der sekundäre Server ist nicht notwendig).
6. Falls erforderlich, geben Sie eine Richtliniengruppe an, die auf die Computer angewendet werden soll. Diese müssen Sie zuvor im SafeGuard Management Center erstellt haben.
Wenn Sie für Aufgaben nach der Installation auf dem Computer Service Accounts verwenden möchten, stellen Sie sicher, dass die entsprechende Richtlinieneinstellung in dieser ersten Richtliniengruppe definiert ist, siehe
Service Account Listen für die
(Seite 97).
7. Wenn sich das derzeit aktive Unternehmenszertifikat in der SafeGuard Enterprise Datenbank von dem auf den Computern, die das neue Konfigurationspaket erhalten sollen, unterscheidet, wählen Sie die relevante CCO (Company Certificate Change Order). Ist das
Feld Aktuelles Unternehmenszertifikat in der Registerkarte Bestand der relevanten
Domäne, der OU oder des Computers unter Benutzer & Computer nicht aktiviert, so ist ein Wechsel des Unternehmenszertifikats erforderlich. Informationen zur erforderlichen
CCO (Company Certificate Change Order) finden Sie in der Registerkarte CCOs der
Funktion Konfigurationspakete im Menü Extras.
Hinweis: Die Installation des neuen Konfigurationspakets schlägt fehl, wenn die derzeit aktiven Unternehmenszertifikate in der SafeGuard Enterprise Datenbank und auf dem
Computer nicht übereinstimmen und keine passende CCO im Paket enthalten ist.
8. Wählen Sie den Modus für die Transportverschlüsselung, der bestimmt, wie die
Verbindung zwischen SafeGuard Enterprise Client und SafeGuard Enterprise Server verschlüsselt wird: Sophos-Verschlüsselung oder SSL-Verschlüsselung.
Der Vorteil bei SSL ist, dass es ein Standardprotokoll ist und eine schnellere Verbindung aufgebaut werden kann als mit der SafeGuard Transportverschlüsselung.
9. Geben Sie einen Ausgabepfad für das Konfigurationspaket (MSI) an.
10. Klicken Sie auf Konfigurationspaket erstellen.
Das Konfigurationspaket (MSI) wird im angegebenen Verzeichnis angelegt. Im nächsten
Schritt verteilen Sie das Paket an die Endpoint-Computer zur Installation.
83
SafeGuard Enterprise
84
11.2 Erzeugen eines Konfigurationspakets für Standalone-Computer
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center im Extras Menü auf Konfigurationspakete.
2. Wählen Sie Pakete für Standalone Clients.
3. Klicken Sie auf Konfigurationspaket hinzufügen.
4. Geben Sie einen beliebigen Namen für das Konfigurationspaket ein.
5. Geben Sie eine zuvor im SafeGuard Management Center erstellte Richtliniengruppe an, die für die Computer gelten soll.
6. Geben Sie unter Speicherort für Schlüssel-Sicherungskopie einen freigegebenen
Netzwerkpfad für das Speichern der Schlüssel-Recovery-Datei an oder wählen Sie einen
Netzwerkpfad aus. Geben Sie den freigegebenen Pfad in folgender Form ein: \\network
computer\, zum Beispiel \\mycompany.edu\. Wenn Sie hier keinen Pfad angeben, wird der Benutzer beim ersten Anmelden am Endpoint-Computer nach der Installation gefragt, wo die Schlüsseldatei gespeichert werden soll.
Die Schlüssel-Recovery-Datei (XML) wird für die Durchführung von Recovery-Vorgängen bei durch Sophos SafeGuard geschützten Computern benötigt. Sie wird auf allen durch
Sophos SafeGuard geschützten Computern erzeugt.
Hinweis:
Stellen Sie sicher, dass diese Schlüssel-Recovery-Datei an einem Speicherort abgelegt wird, auf den die Mitarbeiter des Helpdesk Zugriff haben. Die Dateien können dem Helpdesk auch durch andere Mechanismen zugänglich gemacht werden. Die Datei ist mit dem
Unternehmenszertifikat verschlüsselt. Sie kann also auch auf externen Medien oder auf dem Netzwerk gespeichert werden, um sie dem Helpdesk für Recovery-Vorgänge zur
Verfügung zu stellen. Sie kann auch per E-Mail verschickt werden.
7. Unter POA Gruppe können Sie eine POA-Gruppe auswählen, die dem Endpoint-Computer zugeordnet wird. POA-Benutzer können für administrative Aufgaben auf den Endpoint zugreifen, nachdem die Power-on Authentication aktiviert wurde. Um POA-Benutzer zuzuweisen, müssen Sie die POA-Gruppe zunächst im Bereich Benutzer & Computer des
SafeGuard Management Center anlegen.
8. Geben Sie einen Ausgabepfad für das Konfigurationspaket (MSI) an.
9. Klicken Sie auf Konfigurationspaket erstellen.
Das Konfigurationspaket (MSI) wird im angegebenen Verzeichnis angelegt. Im nächsten
Schritt verteilen Sie das Paket an die Endpoint-Computer zur Installation.
11.3 Erzeugen eines Konfigurationspakets für Macs
Ein Konfigurationspaket für einen Mac enthält die relevanten Serverinformationen sowie das
Unternehmenszertifikat. Der Mac benutzt diese Informationen zum Zurückmelden von
Statusinformationen (POA an/aus, Verschlüsselungsstatus usw.). Die Statusinformationen werden im SafeGuard Management Center angezeigt.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center im Extras Menü auf Konfigurationspakete.
2. Wählen Sie Pakete für Managed Clients.
3. Klicken Sie auf Konfigurationspaket hinzufügen.
Administratorhilfe
4. Geben Sie einen beliebigen Namen für das Konfigurationspaket ein.
5. Ordnen Sie einen primären SafeGuard Enterprise Server zu (der sekundäre Server ist nicht notwendig).
6. Wählen Sie SSL als Transportverschlüsselung für die Verbindung zwischen dem Endpoint und dem SafeGuard Enterprise Server. Für Macs wird Sophos als Transportverschlüsselung nicht unterstützt.
7. Geben Sie einen Ausgabepfad für das Konfigurationspaket (ZIP) an.
8. Klicken Sie auf Konfigurationspaket erstellen.
Das Konfigurationspaket (ZIP) wird nun im angegebenen Verzeichnis angelegt. Im nächsten
Schritt verteilen Sie das Paket an Ihre Macs zur Installation.
85
SafeGuard Enterprise
12 Die Power-on Authentication (POA)
SafeGuard Enterprise identifiziert den Benutzer bereits, bevor das Betriebssystem startet.
Hierbei startet vorher ein SafeGuard Enterprise eigener Systemkern. Dieser ist gegen
Modifikationen geschützt und versteckt auf der Festplatte gespeichert. Erst wenn sich der
Benutzer korrekt authentisiert hat, wird das Betriebssystem (Windows) von der verschlüsselten
Partition aus gestartet. Die Anmeldung an Windows erfolgt später automatisch. Analog wird verfahren, wenn sich ein Computer im Ruhezustand (Hibernation, Suspend to Disk) befindet und wieder eingeschaltet wird.
86
Die SafeGuard Enterprise Power-on Authentication bietet unter anderem folgende Vorteile:
■ Grafische Benutzeroberfläche, mit Mausunterstützung und verschiebbaren Fenstern, und damit einfache, übersichtliche Bedienung.
■ Vom Firmenkunden per Richtlinie anpassbares grafisches Layout (Hintergrundbild,
Anmeldebild, Willkommensmeldung etc.).
■ Unterstützung für eine Reihe von Smartcard-Lesegeräten und Smartcards.
■ Unterstützung von Windows-Benutzerkonten und Kennwörtern bereits zum Pre-Boot
Zeitpunkt, keine separaten Zugangsdaten mehr, die sich der Benutzer merken muss.
■ Unterstützung von Unicode und damit auch fremdsprachigen Kennwörtern bzw.
Benutzeroberflächen.
12.1 Ablauf der Anmeldung
SafeGuard Enterprise arbeitet mit zertifikatsbasierter Anmeldung. Deswegen benötigt ein
Benutzer zur erfolgreichen Anmeldung in der Power-on Authentication Schlüssel und
Zertifikate. Benutzerspezifische Schlüssel und Zertifikate werden jedoch erst nach einer erfolgreichen Windows-Anmeldung erzeugt. Nur Benutzer, die sich erfolgreich an Windows angemeldet haben, können sich später auch in der Power-on Authentication authentisieren.
Um den Ablauf der Anmeldung eines Benutzers in SafeGuard Enterprise zu verdeutlichen, im Folgenden eine kurze Einführung. Eine detaillierte Beschreibung der POA-Anmeldevorgänge finden Sie in der SafeGuard Enterprise Benutzerhilfe.
Hinweis:
Administratorhilfe
Unter Windows Vista müssen Benutzer erst die Tastenkombination Strg+Alt+Entf drücken, um Autologon und Anmeldung zu starten. Diese Einstellung kann der Administrator in der
MMC-Konsole im Gruppenrichtlinien-Objekteditor unter Windows-Einstellungen >
Sicherheitseinstellungen > Lokale Richtlinien > Sicherheitsoptionen deaktivieren. (Für die interaktive Anmeldung ist Strg+Alt+Entf nicht erforderlich.)
SafeGuard Autologon
Nach dem Neustart erscheint bei der ersten Anmeldung am Endpoint-Computer der SafeGuard
Enterprise Autologon.
Was passiert?
1. Ein Autouser wird angemeldet.
2. Der Computer registriert sich automatisch am SafeGuard Enterprise Server.
3. Der Maschinenschlüssel wird an den SafeGuard Enterprise Server geschickt und in der
SafeGuard Enterprise Datenbank abgelegt.
4. Maschinenrichtlinien werden an den Endpoint-Computer geschickt.
Anmeldung an Windows
Der Windows-Anmeldedialog wird angezeigt. Der Benutzer meldet sich an.
Was passiert?
1. Benutzername und ein Hash-Wert der Benutzerdaten werden an den Server geschickt.
2. Benutzerrichtlinien, Zertifikate und Schlüssel werden erzeugt und an den
Endpoint-Computer geschickt.
3. Die POA wird aktiviert.
POA-Anmeldung
Nach dem Neustart des Endpoint-Computers erscheint die POA.
Was passiert?
1. Zertifikate und Schlüssel für den Benutzer sind vorhanden, und er kann sich in der POA anmelden.
2. Alle Daten sind sicher mit dem öffentlichen RSA Schlüssel des Benutzers verschlüsselt.
3. Alle weiteren Benutzer, die sich anmelden wollen, müssen erst in die POA importiert werden.
12.1.1 Anmeldeverzögerung
Auf einem durch SafeGuard Enterprise geschützten Computer tritt eine Anmeldeverzögerung in Kraft, wenn ein Benutzer während der Anmeldung an Windows oder an die Power-on
Authentication falsche Anmeldeinformationen eingibt. Mit jedem fehlgeschlagenen
Anmeldeversuch verlängert sich jeweils die Anmeldeverzögerung. Nach einer fehlgeschlagenen
Anmeldung erscheint ein Dialog, der die verbleibende Verzögerungszeit anzeigt.
Hinweis:
Wenn ein Benutzer während der Anmeldung mit Token eine falsche PIN eingibt, tritt keine
Anmeldeverzögerung ein.
87
SafeGuard Enterprise
Sie können die Anzahl an erlaubten Anmeldeversuchen in einer Richtlinie vom Typ
Authentisierung über die Option Maximalanzahl von erfolglosen Anmeldeversuchen festlegen. Wenn die Maximalanzahl an erfolglosen Anmeldeversuchen erreicht ist, wird der
Computer gesperrt. Um eine Computersperre aufzuheben, kann der Benutzer ein
Challenge/Response-Verfahren starten.
12.2 Weiteren Benutzern die Anmeldung an der POA ermöglichen
Der erste Benutzer, der sich in Windows anmeldet, ist automatisch in der POA registriert.
Zunächst kann sich kein weiterer Windows-Benutzer in der POA anmelden.
Weitere Benutzer müssen mit Hilfe des ersten Benutzers importiert werden. Eine detaillierte
Beschreibung zum Importieren weiterer Benutzer finden Sie in der SafeGuard Enterprise
Benutzerhilfe.
Eine Richtlinieneinstellung legt fest, wer einen neuen Benutzer importieren darf. Sie finden diese Richtlinie im SafeGuard Management Center unter
Richtlinien
■ Typ: Spezifische Computereinstellungen
■ Feld: Importieren von neuen Benutzern erlaubt für
Standardeinstellung: Besitzer
Wer der Besitzer eines Endpoint-Computers ist, wird im SafeGuard Management Center festgelegt unter
Benutzer und Computer
■ <Computer-Name> markieren
■ Registerkarte Benutzer
Hinweis:
SafeGuard Enterprise bietet POA-Benutzer. POA-Benutzer sind vordefinierte lokale
Benutzerkonten, die es Benutzern (z. B. Mitgliedern des IT-Teams) ermöglichen, sich nach der Aktivierung der POA an Endpoint-Computern zur Ausführung administrativer Aufgaben anzumelden (POA-Anmeldung). Diese Benutzerkonten werden im Bereich Benutzer &
Computer des SafeGuard Management Center definiert (Benutzer-ID und Kennwort) und werden den Endpoint-Computern in POA-Gruppen zugewiesen. Für weitere Informationen,
siehe POA-Benutzer für die Anmeldung an die POA (Seite 102).
12.3 Konfigurieren der Power-on Authentication
Der POA-Dialog besteht aus folgenden Komponenten:
■ Anmeldebild
■ Dialogtexte
■ Sprache des Tastaturlayouts
88
Administratorhilfe
Das Erscheinungsbild des POA-Dialogs können Sie über Richtlinieneinstellungen im SafeGuard
Management Center an Ihre jeweiligen Anforderungen anpassen.
12.3.1 Hintergrund- und Anmeldebild
In der Standardeinstellung werden Bilder im SafeGuard-Design als Hintergrund- und
Anmeldebild angezeigt. Es ist jedoch möglich, andere Bilder anzuzeigen, z. B. ein Firmenlogo.
Hintergrund- und Anmeldebilder werden über eine Richtlinie vom Typ Allgemeine
Einstellungen festgelegt.
Hintergrund- und Anmeldebilder müssen bestimmten Anforderungen entsprechen, damit sie in SafeGuard Enterprise verwendet werden können:
Hintergrundbild in der POA
Maximale Dateigröße für alle Hintergrundbilder: 500 KB
SafeGuard Enterprise unterstützt für Hintergrundbilder zwei Varianten:
■ 1024x768 (VESA-Modus)
Farben: keine Einschränkung
Richtlinie vom Typ Allgemeine Einstellungen, Option Hintergrundbild in der POA.
■ 640x480 (VGA-Modus)
Farben: 16
Richtlinie vom Typ Allgemeine Einstellungen, Option Hintergrundbild in der POA
(niedrige Auflösung)
Anmeldebild
Maximale Dateigröße für alle Anmeldebilder: 100 KB
SafeGuard Enterprise unterstützt für Anmeldebilder zwei Varianten:
■ 413x140
Farben: keine Einschränkung
Richtlinie vom Typ Allgemeine Einstellungen, Option Anmeldebild in der POA
■ 413x140
Farben: 16
89
SafeGuard Enterprise
Richtlinie vom Typ Allgemeine Einstellungen, Option Anmeldebild in der POA (niedrige
Auflösung)
Bilder müssen zunächst als Dateien (BMP, PNG, JPG) erstellt werden und können dann im
Navigationsbereich registriert werden.
12.3.1.1 Registrieren von Bildern
1. Klicken Sie im Richtlinien Navigationsbereich mit der rechten Maustaste auf Bilder und wählen Sie Neu > Bild.
2. Geben Sie unter Bildname einen Namen für das Bild ein.
3. Wählen Sie über die Schaltfläche [...] das zuvor erstellte Bild aus.
4. Klicken Sie auf OK.
Das neue Bild wird als Unterknoten des Eintrags Bilder im Richtlinien-Navigationsbereich angezeigt. Ist ein Bild markiert, wird es im Aktionsbereich angezeigt. Das Bild kann jetzt beim
Erstellen von Richtlinien ausgewählt werden.
Sie können so weitere Bilder registrieren. Alle registrierten Bilder werden als Unterknoten angezeigt.
Hinweis:
Mit der Schaltfläche Bild ändern können Sie das zugeordnete Bild austauschen.
12.3.2 Benutzerdefinierter Informationstext in der POA
Sie können in der POA folgende benutzerdefinierte Informationstexte anzeigen lassen:
■ Infotext beim Starten eines Challenge/Response-Verfahrens zur Hilfe bei der Anmeldung
(z. B.: “Bitte rufen Sie Ihren Support unter der Telefonnummer 01234-56789 an.”).
Mit der Option Informationstext in einer Richtlinie des Typs Allgemeine Einstellungen können Sie einen Informationstext definieren.
■ Rechtliche Hinweise, die nach der Anmeldung an der POA angezeigt werden.
Mit der Option Text für rechtliche Hinweise in einer Richtlinie des Typs Spezifische
Computereinstellungen können Sie einen Text für rechtliche Hinweise definieren.
■ Text mit zusätzlichen Informationen, der nach der Anmeldung an der POA angezeigt werden soll.
Mit der Option Text für zusätzliche Informationen in einer Richtlinie des Typs Spezifische
Computereinstellungen können Sie einen Text für zusätzliche Informationen definieren.
12.3.2.1 Registrieren von Informationstexten
Die Textdateien mit den gewünschten Informationen müssen erstellt werden, bevor sie im
SafeGuard Management Center registriert werden können. Die maximale Dateigröße für
Informationstexte beträgt 50 KB. SafeGuard Enterprise verwendet nur Unicode UTF-16 kodierte Texte. Wenn Sie die Textdateien nicht in diesem Format erstellen, werden sie bei der
Registrierung automatisch in dieses Format konvertiert. Bei der Verwendung von Sonderzeichen in den rechtlichen Hinweisen für die POA sollte vorsichtig vorgegangen werden. Einige dieser
Zeichen werden u. U. nicht korrekt dargestellt.
90
Administratorhilfe
So registrieren Sie Informationstexte:
1. Klicken Sie im Richtlinien Navigationsbereich mit der rechten Maustaste auf
Informationstext und wählen Sie Neu > Text.
2. Geben Sie unter Textelementname einen Namen für den anzeigenden Text ein.
3. Wählen Sie über die Schaltfläche [...] die zuvor erstellte Textdatei aus. Wenn eine
Konvertierung notwendig ist, wird eine entsprechende Meldung angezeigt.
4. Klicken Sie auf OK.
Das neue Textelement wird als Unterknoten des Eintrags Informationstext im
Richtlinien-Navigationsbereich angezeigt. Ist ein Textelement markiert, wird sein Inhalt im
Aktionsbereich auf der rechten Seite angezeigt. Das Textelement kann jetzt beim Erstellen von
Richtlinien ausgewählt werden.
Um weitere Textelemente zu registrieren, gehen Sie wie beschrieben vor. Alle registrierten
Textelemente werden als Unterknoten angezeigt.
Hinweis:
Mit der Schaltfläche Text ändern können Sie weiteren Text zum bestehenden Text hinzufügen.
Wenn Sie auf diese Schaltfläche klicken, wird ein Dialog geöffnet, in dem eine weitere Textdatei ausgewählt werden kann. Der in dieser Datei enthaltene Text wird am Ende des bestehenden
Texts eingefügt.
12.3.3 Sprache der POA-Dialogtexte
Alle Texte in der POA werden nach der Installation der SafeGuard Enterprise
Verschlüsselungssoftware mit den Standardeinstellungen in der Sprache angezeigt, die bei der
Installation von SafeGuard Enterprise in den Regions- und Sprachoptionen von Windows als
Standardsprache am Endpoint-Computer eingestellt ist.
Sie können die Sprache der POA-Dialogtexte nach der Installation von SafeGuard Enterprise mit einer der beide folgenden Methoden umstellen:
■ Ändern Sie die Standardsprache in den Windows Regions- und Sprachoptionen auf dem
Endpoint-Computer. Nachdem der Benutzer den Computer zweimal neu gestartet hat, ist die neue Spracheinstellung in der POA aktiv.
■ Erstellen Sie eine Richtlinie des Typs Allgemeine Einstellungen, legen Sie die Sprache im
Feld Sprache am Client fest und übertragen Sie die Richtlinie auf den Endpoint-Computer.
Hinweis: Wenn Sie eine Richtlinie erstellen und sie an den Endpoint-Computer übertragen, gilt die in der Richtlinie festgelegte Sprache anstelle der in den Windows Regions- und
Sprachoptionen angegebenen Sprache.
12.3.4 Tastaturlayout
Beinahe jedes Land hat ein eigenes Tastaturlayout. In der POA macht sich dies bei der Eingabe von Benutzernamen, Kennwort und Response Code bemerkbar.
SafeGuard Enterprise übernimmt als Standard das Tastaturlayout in die POA, das zum
Zeitpunkt der Installation in den Regions- und Sprachoptionen von Windows gesetzt ist. Ist
91
SafeGuard Enterprise unter Windows „Deutsch“ als Tastaturlayout gesetzt, wird in der POA das deutsche
Tastaturlayout verwendet.
Die Sprache des verwendeten Tastaturlayouts wird in der POA angezeigt, z. B. „EN“ für
Englisch. Neben dem Standard-Tastaturlayout kann das US-Tastaturlayout (Englisch) gewählt werden.
Es gibt bestimmte Ausnahmefälle:
■ Das Tastaturlayout wird zwar unterstützt, aufgrund fehlender Schriften (z. B. bei Bulgarisch) werden im Feld Benutzername aber nur Sonderzeichen angezeigt.
■ Es ist kein spezielles Tastaturlayout verfügbar (z. B. Dominikanische Republik). In solchen
Fällen greift die POA auf das Original-Tastaturlayout zurück. Für die Dominikanische
Republik ist dies „Spanisch“.
■ Wenn Benutzername oder Kennwort aus Zeichen bestehen, die vom ausgewählten
Tastaturlayout oder dem Original-Tastaturlayout nicht unterstützt werden, kann sich der
Benutzer nicht an der POA anmelden.
Hinweis:
Alle nicht unterstützten Tastaturlayouts verwenden als Standard das US-Tastaturlayout. Das bedeutet, dass auch nur Zeichen erkannt und eingegeben werden können, die im
US-Tastaturlayout unterstützt werden. Benutzer können sich demnach nur an der POA anmelden, wenn ihre Benutzernamen und Kennwörter sich aus Zeichen zusammensetzen, die vom US-Tastaturlayout oder dem entsprechenden Original-Layout unterstützt werden.
Virtuelle Tastatur
SafeGuard Enterprise bietet die Möglichkeit, in der POA eine virtuelle Tastatur anzeigen zu lassen. Der Benutzer kann dann z. B. Anmeldeinformationen durch Klick auf die am Bildschirm angezeigten Tasten eingeben.
Als Sicherheitsbeauftragter können Sie die Anzeige der virtuellen Tastatur in einer Richtlinie vom Typ Spezifische Computereinstellungen über die Option Virtuelle Tastatur in der POA aktivieren/deaktivieren.
Die Unterstützung der virtuellen Tastatur muss über eine Richtlinieneinstellung aktiviert/deaktiviert werden.
Für die virtuelle Tastatur werden verschiedene Layouts angeboten und das Layout kann mit den gleichen Einstellungen wie das normale Tastaturlayout geändert werden.
12.3.4.1 Ändern des Tastaturlayouts
Das normale einschließlich des virtuellen Tastaturlayouts der Power-on Authentication kann nachträglich geändert werden.
1. Wählen Sie Start > Systemsteuerung > Regions- und Sprachoptionen.
2. Wählen Sie auf der Registerkarte Regionale Einstellungen die gewünschte Sprache aus.
3. Wählen Sie dann auf der Registerkarte Erweitert unter Standardeinstellungen für
Benutzerkonten die Option Alle Einstellungen auf das aktuelle Benutzerkonto und
Standardbenutzerprofil anwenden.
4. Klicken Sie auf OK.
92
Administratorhilfe
Die POA merkt sich das bei der letzten erfolgreichen Anmeldung verwendete Tastaturlayout und aktiviert dieses beim nächsten Anmelden automatisch. Hierzu sind zwei Neustarts des
Endpoint-Computers notwendig. Wenn dieses gemerkte Tastaturlayout über die Regions-
und Sprachoptionen abgewählt wird, bleibt es dem Anwender noch so lange erhalten, bis er eine andere Sprache ausgewählt hat.
Hinweis:
Zusätzlich ist es notwendig, die Sprache des Tastatur-Layouts für andere, nicht-Unicode-Programme, zu ändern.
Falls die gewünschte Sprache nicht auf dem Computer vorhanden ist, werden Sie von Windows evtl. aufgefordert, die Sprache zu installieren. Danach müssen Sie Ihren Computer zweimal neu starten, damit das neue Tastaturlayout von der Power-on Authentication eingelesen und dann auch über diese eingestellt werden kann.
Sie können das gewünschte Tastaturlayout der Power-on Authentication mit der Maus oder mit der Tastatur (Alt+Shift) ändern.
Sie können über Start > Ausführen > regedit > HKEY_USERS\.DEFAULT\Keyboard
Layout\Preload einsehen, welche Sprachen auf dem System installiert und damit verfügbar sind.
12.4 In der Power-on Authentication unterstützte Hotkeys
Bestimmte Hardware-Einstellungen und -Funktionalitäten können Probleme beim Starten des Endpoint-Computers verursachen, die dazu führen, dass der Rechner im Startvorgang hängen bleibt. Die Power-on Authentication unterstützt eine Reihe von Hotkeys, mit denen sich Hardware-Einstellungen und Funktionalitäten modifizieren lassen. Darüber hinaus sind in die auf dem Computer zu installierende .MSI-Datei Grey Lists und Black Lists integriert, die Funktionen abdecken, von denen ein solches Problemverhalten bekannt ist.
Wir empfehlen, vor jeder größer angelegten SafeGuard Enterprise Installation die aktuelle
Version der POA-Konfigurationsdatei zu installieren. Die Datei wird monatlich aktualisiert und steht hier zum Download zur Verfügung: http://www.sophos.de/support/knowledgebase/article/657000.html
.
Sie können diese Datei anpassen, um die Hardware einer spezifischen Umgebung abzudecken.
Hinweis:
Wenn Sie eine angepasste Datei definieren, wird nur diese verwendet, nicht die in der .msi-Datei integrierte Datei. Die Standarddatei wird nur angewendet, wenn keine POA-Konfigurationsdatei definiert ist oder keine gefunden wird.
Um die POA-Konfigurationsdatei zu installieren, geben Sie folgenden Befehl ein:
MSIEXEC /i <Client-MSI-Paket> POACFG=<Pfad der POA-Konfigurationsdatei>
Sie können uns bei der Optimierung der Hardware-Kompatibilität unterstützen, indem Sie ein von uns zur Verfügung gestelltes Tool ausführen. Dieses Tool liefert ausschließlich
Hardware-relevante Informationen. Das Tool ist einfach zu bedienen. Die gesammelten
Informationen werden zur Hardware-Konfigurationsdatei hinzugefügt.
93
SafeGuard Enterprise
Für weitere Informationen, siehe http://www.sophos.de/support/knowledgebase/article/110285.html
.
Die folgenden Hotkeys werden in der POA unterstützt:
■ Shift F3 = USB Legacy Unterstützung (An/Aus)
■ Shift F4 = VESA Grafikmodus (Aus/An)
■ Shift F5 = USB 1.x und 2.0 Unterstützung (Aus/An)
■ Shift F6 = ATA Controller (Aus/An)
■ Shift F7 = nur USB 2.0 Unterstützung (Aus/An)
USB 1.x Unterstützung bleibt wie über Shift F5 gesetzt.
■ Shift F9 = ACPI/APIC (Aus/An)
USB Hotkeys Abhängigkeitsmatrix
Shift F3 an aus an aus an aus an aus
Shift F5 an aus aus an an aus aus an
Shift F7 aus an an an an aus aus aus
Legacy an an aus an an an aus an
USB 1.x
aus an an aus aus an an aus
USB 2.0
aus aus aus aus aus an an aus
Anmerkung
3.
Standard
1., 2.
1., 2.
3.
2.
1. Shift F5 deaktiviert sowohl die Unterstützung von USB 1.x als auch von USB 2.0.
Hinweis:
Wenn Sie Shift F5 drücken, reduziert sich die Wartezeit bis zum Starten der POA erheblich.
Beachten Sie jedoch, dass bei Benutzung einer USB-Tastatur oder einer USB-Maus am betreffenden Computer diese Geräte durch Drücken von Shift F5 möglicherweise deaktiviert werden.
2. Wenn die USB-Unterstützung nicht aktiviert ist, versucht die POA, BIOS SMM zu benutzen anstatt den USB-Controller zu sichern und wiederherzustellen. Der Legacy-Modus kann in diesem Szenario funktionieren.
3. Die Legacy-Unterstützung ist aktiviert, die USB-Unterstützung ist aktiviert. Die POA versucht, den USB-Controller zu sichern und wiederherzustellen. Der Computer kann sich je nach eingesetzter BIOS-Version aufhängen.
Es besteht die Möglichkeit, Änderungen, die über Hotkeys vorgenommen werden können, bei der Installation der SafeGuard Enterprise Verschlüsselungssoftware über eine mst Datei
94
Administratorhilfe bereits vorzudefinieren. Verwenden Sie dazu den entsprechenden Aufruf in Verbindung mit msiexec.
NOVESA
NOLEGACY
ALTERNATE:
NOATA
ACPIAPIC
Definiert, ob VESA oder VGA Modus verwendet werden.0 = VESA Modus
(Standard), 1 = VGA Modus
Definiert, ob nach der POA-Anmeldung Legacy-Unterstützung aktiviert ist.0 =
Legacy Support aktiviert, 1 = kein Legacy Support (Standard)
Definiert, ob USB Geräte von der POA unterstützt werden. 0 =
USB-Unterstützung ist aktiviert (Standard), 1 = keine USB-Unterstützung
Definiert, ob der Int13 Gerätetreiber verwendet wird. 0 = Standard ATA
Gerätetreiber (Standard), 1 = Int13 Gerätetreiber
Definiert, ob die ACPI/APIC-Unterstützung benutzt wird.0 = Keine
ACPI/APIC-Unterstützung, 1 = ACPI/APIC-Unterstützung ist aktiv.
12.5 Deaktivierte POA und Lenovo Rescue and Recovery
Sollte auf dem Computer die Power-on Authentication deaktiviert sein, so sollte zum Schutz vor dem Zugriff auf verschlüsselte Dateien aus der Rescue and Recovery Umgebung heraus die Rescue and Recovery Authentisierung eingeschaltet sein.
Detaillierte Informationen zur Aktivierung der Rescue and Recovery Authentisierung finden
Sie in der Lenovo Rescue and Recovery Dokumentation.
95
SafeGuard Enterprise
13 Administrative Zugangsoptionen für Endpoint-Computer
Um es Benutzern zu ermöglichen, sich nach der Installation von SafeGuard Enterprise zur
Durchführung von administrativen Aufgaben an Endpoint-Computern anzumelden, bietet
SafeGuard Enterprise zwei verschiedene Benutzerkontotypen.
■ Service Accounts für die Windows-Anmeldung
Mit Service Accounts können sich Benutzer (z. B. Rollout-Beauftragte, Mitglieder des
IT-Teams) nach der Installation von SafeGuard Enterprise an Endpoint-Computern anmelden (Windows-Anmeldung), ohne die Power-on Authentication zu aktivieren. Die
Benutzer werden auch nicht als SafeGuard Enterprise Benutzer zum Computer hinzugefügt.
Service Account Listen werden im Bereich Richtlinien des SafeGuard Management Center angelegt und über Richtlinien den Endpoint-Computern zugewiesen. Benutzer, die in eine
Service Account Liste aufgenommen wurden, werden bei der Anmeldung am
Endpoint-Computer als Gastbenutzer behandelt.
Hinweis:
Service Account Listen werden den Endpoint-Computern über Richtlinien zugewiesen.
Sie sollten bereits im ersten SafeGuard Enterprise Konfigurationspaket, das Sie für die
Konfiguration der Endpoint-Computer erstellen, enthalten sein.
Für weitere Informationen, siehe
Service Account Listen für die Windows-Anmeldung
(Seite
97).
■ POA-Benutzer für die Anmeldung an die POA
POA-Benutzer sind vordefinierte lokale Benutzerkonten, die es Benutzern (z. B. Mitgliedern des IT-Teams) ermöglichen, sich nach der Aktivierung der POA an Endpoint-Computern zur Ausführung administrativer Aufgaben anzumelden (POA-Anmeldung). Diese
Benutzerkonten werden im Bereich Benutzer & Computer des SafeGuard Management
Center definiert (Benutzer-ID und Kennwort) und werden den Endpoint-Computern über
POA-Gruppen in Konfigurationspaketen zugewiesen.
Für weitere Informationen, siehe POA-Benutzer für die Anmeldung an die POA
(Seite 102).
96
Administratorhilfe
14 Service Account Listen für die Windows-Anmeldung
Bei den meisten Implementationen von SafeGuard Enterprise installiert zunächst ein
Rollout-Team neue Computer in einer Umgebung. Danach folgt die Installation von SafeGuard
Enterprise. Zu Installations- und Prüfungszwecken meldet sich der Rollout-Beauftragte dann am jeweiligen Computer an, bevor der Endbenutzer diesen erhält und die Möglichkeit hat, die Power-on Authentication zu aktivieren.
So ergibt sich folgendes Szenario:
1. SafeGuard Enterprise wird auf einem Endpoint-Computer installiert.
2. Nach dem Neustart des Computers meldet sich der Rollout-Beauftragte an.
3. Der Rollout-Beauftragte wird zur POA hinzugefügt und die POA wird aktiv. Der
Rollout-Benutzer wird Besitzer des Computers.
Wenn der Endbenutzer den Computer erhält, kann er sich nicht an der POA anmelden. Er muss ein Challenge/Response-Verfahren durchführen.
Um zu verhindern, dass administrative Vorgänge auf einem durch SafeGuard Enterprise geschützten Computer bewirken, dass die Power-on Authentication aktiviert wird und
Rollout-Beauftragte als Benutzer zum Computer hinzugefügt werden, ermöglicht SafeGuard
Enterprise das Anlegen von Listen mit Service Accounts. Die in den Listen enthaltenen Benutzer werden dadurch als SafeGuard Enterprise Gastbenutzer behandelt
Mit Service Accounts ergibt sich folgendes Szenario:
1. SafeGuard Enterprise wird auf einem Endpoint-Computer installiert.
2. Der Computer wird neu gestartet und ein Rollout-Beauftragter, der in einer Service Account
Liste aufgeführt ist, meldet sich an.
3. Gemäß der auf den Computer angewendeten Service Account Liste wird der Benutzer als
Service Account erkannt und als Gastbenutzer behandelt.
Der Rollout-Beauftragte wird nicht zur POA hinzugefügt und die POA wird nicht aktiviert.
Der Rollout-Beauftragte wird nicht Besitzer des Computer. Der Endbenutzer kann sich anmelden und die POA aktivieren.
Hinweis:
Service Account Listen werden den Endpoint-Computern über Richtlinien zugewiesen. Sie sollten bereits im ersten SafeGuard Enterprise Konfigurationspaket, das Sie für die
Konfiguration der Endpoint-Computer erstellen, enthalten sein.
14.1 Anlegen von Service Account Listen und Hinzufügen von
Benutzern
1. Klicken Sie im Navigationsbereich auf Richtlinien.
2. Markieren Sie im Richtlinien-Navigationsbereich den Eintrag Service Account Listen.
3. Klicken Sie im Kontextmenü von Service Account Listen auf Neu > Service Account Liste.
4. Geben Sie einen Namen für die Service Account Liste ein und klicken Sie auf OK.
5. Markieren Sie die neue Liste unter Service Account Listen im
Richtlinien-Navigationsfenster.
97
SafeGuard Enterprise
98
6. Klicken Sie im Arbeitsbereich mit der rechten Maustaste, um das Kontextmenü für die
Service Account Liste zu öffnen. Wählen Sie Hinzufügen im Kontextmenü.
Eine neue Benutzerzeile wird hinzugefügt.
7. Geben Sie den Benutzernamen und den Domänennamen in den entsprechenden Spalten ein und drücken Sie Enter. Um weitere Benutzer hinzuzufügen, wiederholen Sie diesen
Schritt.
8. Speichern Sie Ihre Änderungen, indem Sie auf das Speichern Symbol in der Symbolleiste klicken.
Die Service Account Liste ist registriert und kann beim Anlegen einer Richtlinie ausgewählt werden.
14.2 Zusätzliche Informationen zur Eingabe von Benutzer- und
Domänennamen
Für die Definition von Benutzern in Service Account Listen in den beiden Feldern
Benutzername und Domänenname gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen. Darüber hinaus gelten für die Eingabewerte in diesen Feldern bestimmte Einschränkungen.
Verschiedene Anmeldekombinationen abdecken
Durch die beiden separaten Felder Benutzername und Domänenname pro Listeneintrag lassen sich alle möglichen Anmeldekombinationen (z. B. „Benutzer@Domäne oder
„Domäne\Benutzer“) abdecken.
Um mehrere Kombinationen aus Benutzername und Domänenname anzugeben, können Sie
Asterisken (*) als Platzhalter verwenden. Ein * ist als erstes Zeichen, als letztes Zeichen und als einziges Zeichen zulässig.
Zum Beispiel:
■ Benutzername: Administrator
■ Domänenname: *
Mit dieser Kombination geben Sie alle Benutzer mit dem Benutzernamen „Administrator“ an, die sich an einem Netzwerk oder an einer beliebigen lokalen Maschine anmelden.
Der vordefinierte Domänenname [LOCALHOST], der in der Dropdownliste des Felds
Domänenname zur Verfügung steht, steht für die Anmeldung an einem beliebigen lokalen
Computer.
Zum Beispiel:
■ Benutzername: "Admin*"
■ Domänenname: [LOCALHOST]
Mit dieser Kombination geben Sie alle Benutzer an, deren Benutzernamen mit Admin beginnen und die sich an einer beliebigen lokalen Maschine anmelden.
Benutzer können sich auf verschiedene Art und Weise anmelden, z. B.:
■ Benutzer: test, Domäne: mycompany
Administratorhilfe
■ Benutzer: test, Domäne: mycompany.com.
Da Domänenangaben in Service Account Listen nicht automatisch aufgelöst werden, gibt es drei mögliche Methoden für das korrekte Angeben der Domäne:
■ Sie wissen genau, wie sich der Benutzer anmelden wird, und geben die Domäne entsprechend exakt ein.
■ Sie erstellen mehrere Einträge in der Service Account Liste.
■ Sie verwenden Platzhalter, um alle unterschiedlichen Fälle abzudecken (Benutzer: test,
Domäne: mycompany*).
Hinweis:
Windows verwendet möglicherweise nicht dieselbe Zeichenfolge und kürzt Namen ab. Um dadurch entstehende Probleme zu vermeiden, empfehlen wir, den FullQualifiedName und den Netbios-Namen einzugeben oder Platzhalter zu verwenden.
Einschränkungen
Asterisken sind nur als erstes, letztes und einziges Zeichen zulässig. Beispiele für gültige und ungültige Zeichenfolgen:
■ Gültige Zeichenfolgen sind z. B.: Admin*, *, *strator, *minis*.
■ Ungültige Zeichenfolgen sind z. B.: **, Admin*trator, Ad*minst*.
Darüber hinaus gelten folgende Einschränkungen:
■ Das Zeichen ? ist in Benutzernamen nicht zulässig.
■ Die Zeichen / \ [ ] : ; | = , + * ? < > " sind in Domänennamen nicht zulässig.
14.3 Bearbeiten und Löschen von Service Account Listen
Als Sicherheitsbeauftragter mit der Berechtigung Service Account Listen ändern können Sie
Service Account Listen jederzeit bearbeiten oder löschen:
■ Um eine Service Account Liste zu bearbeiten, doppelklicken Sie auf der Liste im
Richtlinien-Navigationsfenster. Die Service Account Liste wird geöffnet und Sie können
Benutzernamen zufügen, löschen oder ändern.
■ Um eine Service Account Liste zu löschen, wählen Sie die Liste im
Richtlinien-Navigationsfenster aus, öffnen Sie das Kontextmenü und wählen Sie Löschen.
14.4 Zuweisen einer Service Account Liste in einer Richtlinie
1. Legen Sie eine Richtlinie vom Typ Authentisierung an oder wählen Sie eine bereits vorhandene aus.
99
SafeGuard Enterprise
2. Wählen Sie unter Anmeldeoptionen die gewünschte Service Account Liste aus der
Dropdownliste des Felds Service Account Liste aus.
Hinweis: Die Standardeinstellung dieses Felds ist [Keine Liste], d. h. es gilt keine Service
Account Liste. Rollout-Beauftragte, die sich nach der Installation von SafeGuard Enterprise an dem Computer anmelden, werden somit nicht als Gastbenutzer behandelt und können die Power-on Authentication aktivieren sowie zum Computer hinzugefügt werden. Um die Zuweisung einer Service Account Liste rückgängig zu machen, wählen Sie die Option
[Keine Liste].
3. Speichern Sie Ihre Änderungen, indem Sie auf das Speichern Symbol in der Symbolleiste klicken.
Sie können die Richtlinie nun an die Endpoint-Computer übertragen, um die Service Accounts auf den Computern zur Verfügung zu stellen.
Hinweis:
Wenn Sie unterschiedliche Service Account Listen in verschiedenen Richtlinien auswählen, die alle nach dem RSOP (Resulting Set of Policies, die für einen bestimmten Computer/eine bestimmte Gruppe geltenden Einstellungen) relevant sind, setzt die Service Account Liste in der zuletzt angewandten Richtlinie alle zuvor zugewiesenen Service Account Listen außer
Kraft. Service Account Listen werden nicht zusammengeführt. Um das RSOP unter Benutzer
& Computer einzusehen, brauchen Sie zumindest das Zugriffsrecht Schreibgeschützt für die relevanten Objekte.
14.5 Übertragen der Richtlinie an den Endpoint-Computer
Service Account Listen sind während der Installation in der Rollout-Phase einer Implementation besonders hilfreich und wichtig. Es wird daher empfohlen, die Service Account Einstellungen unmittelbar nach der Installation an den Endpoint-Computer zu übertragen. Um die Service
Account Liste zu diesem Zeitpunkt auf dem Computer zur Verfügung zu stellen, nehmen Sie in das erste Konfigurationspaket, das Sie zur Konfiguration des Computers nach der Installation erstellen, eine Richtlinie vom Typ Authentisierung mit den entsprechenden Einstellungen auf.
Sie können die Einstellungen für die Service Account Liste jederzeit ändern, eine neue Richtlinie erstellen und diese an die Endpoint-Computer übertragen.
14.6 Anmeldung auf einem Endpoint-Computer mit einem Service
Account
Bei der ersten Windows-Anmeldung nach dem Neustart des Endpoint-Computers meldet sich ein Benutzer, der auf einer Service Account Liste aufgeführt ist, an dem Computer als
SafeGuard Enterprise Gastbenutzer an. Diese erste Windows-Anmeldung an diesem Computer löst weder eine ausstehende Aktivierung der Power-on Authentication aus, noch wird durch die Anmeldung der Benutzer zum Computer hinzugefügt. Das SafeGuard Enterprise System
Tray Icon zeigt in diesem Fall auch nicht den Balloon Tool Tip „Initialer Benutzerabgleich abgeschlossen“ an.
100
Administratorhilfe
Anzeige des Service Account Status auf dem Endpoint-Computer
Der Gastbenutzer-Anmeldestatus wird auch über das System Tray Icon angezeigt. Weitere
Informationen zum System Tray Icon finden Sie in der SafeGuard Enterprise Benutzerhilfe,
Kapitel System Tray Icon und Balloon-Ausgabe (Beschreibung des Benutzerstatus-Felds).
14.7 Protokollierte Ereignisse
Die in Zusammenhang mit Service Account Listen durchgeführten Aktionen werden über die folgenden Ereignisse protokolliert:
SafeGuard Management Center
■ Service Account Liste <Name> angelegt.
■ Service Account Liste <Name> geändert.
■ Service Account Liste <Name> gelöscht.
Durch SafeGuard Enterprise geschützter Computer
■ Windows-Benutzer <Domäne/Benutzer> hat sich um <Zeit> an Maschine
<Domäne/Computer> als SGN Service Account angemeldet.
■ Neue Service Account Liste importiert.
■ Service Account Liste <Name> gelöscht.
101
SafeGuard Enterprise
15 POA-Benutzer für die Anmeldung an die POA
Nach der Installation von SafeGuard Enterprise und der Aktivierung der Power-on
Authentication (POA), kann der Zugang zu Endpoint-Computern für administrative Aufgaben notwendig sein. Mit POA-Benutzern können sich Benutzer (z. B. Mitglieder des IT-Teams) zur Durchführung von administrativen Aufgaben an der Power-on Authentication anmelden, ohne ein Challenge/Response-Verfahren durchführen zu müssen. Eine automatische
Anmeldung an Windows erfolgt nicht. Die Benutzer müssen sich an Windows mit ihren vorhandenen Windows-Benutzerkonten anmelden.
Sie können POA-Benutzer anlegen, diese in POA-Gruppen gruppieren und die Gruppen den
Endpoint-Computern zuweisen. Die Benutzer, d. h. die POA-Benutzer, die in der zugewiesenen
POA-Gruppe enthalten sind, werden zur POA hinzugefügt und können sich mit Ihrem vordefinierten Benutzernamen und Kennwort an der POA anmelden.
Hinweis: Für die Verwaltung von POA-Benutzern und POA-Gruppen benötigen Sie das
Zugriffsrecht Voller Zugriff für den POA Knoten unter Benutzer & Computer.
15.1 Erstellen von POA-Benutzern
Für das Erstellen von POA-Benutzern und POA-Gruppen benötigen Sie das Zugriffsrecht
Voller Zugriff für den POA Knoten unter Benutzer & Computer.
1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Management Center auf Benutzer &
Computer.
2. Wählen Sie im Benutzer & Computer Navigationsfenster unter POA den Knoten
POA-Benutzer.
3. Klicken Sie im POA-Benutzer Kontextmenü auf Neu > Neuen Benutzer erstellen.
Der Dialog Neuen Benutzer erstellen wird angezeigt.
4. Geben Sie im Feld Vollständiger Name einen Namen (den Anmeldenamen) für den neuen
POA-Benutzer ein.
5. Optional können Sie eine Beschreibung für den neuen POA-Benutzer eingeben.
6. Geben Sie ein Kennwort für den neuen POA-Benutzer ein und bestätigen Sie es.
Hinweis:
Aus Sicherheitsgründen sollte das Kennwort bestimmten
Mindest-Komplexitätsanforderungen entsprechen. Zum Beispiel sollte es eine Mindestlänge von 8 Zeichen haben und sowohl aus numerischen als auch alphanumerischen Zeichen bestehen. Ist das hier eingegebene Kennwort zu kurz, so wird eine entsprechende
Warnungsmeldung angezeigt.
7. Klicken Sie auf OK.
Der neue POA-Benutzer wird angelegt und unter POA-Benutzer im Benutzer & Computer
Navigationsbereich angezeigt.
102
Administratorhilfe
15.2 Ändern des Kennworts für einen POA-Benutzer
Für das Bearbeiten von POA-Benutzern und POA-Gruppen benötigen Sie das Zugriffsrecht
Voller Zugriff für den POA Knoten unter Benutzer & Computer.
1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Management Center auf Benutzer &
Computer.
2. Wählen Sie im Benutzer & Computer Navigationsfenster unter POA, POA-Benutzer den relevanten POA-Benutzer.
3. Wählen Sie im Kontextmenü des POA-Benutzers den Befehl Eigenschaften.
Der Eigenschaften-Dialog für den POA-Benutzer wird angezeigt.
4. Geben Sie in der Registerkarte Allgemein unter Benutzerkennwort das neue Kennwort ein und bestätigen Sie es.
5. Klicken Sie auf OK.
Für den relevanten POA-Benutzer gilt das neue Kennwort.
15.3 Löschen von POA-Benutzern
Für das Löschen von POA-Benutzern und POA-Gruppen benötigen Sie das Zugriffsrecht
Voller Zugriff für den POA Knoten unter Benutzer & Computer.
1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Management Center auf Benutzer &
Computer.
2. Wählen Sie im Benutzer & Computer Navigationsfenster unter POA, POA-Benutzer den relevanten POA-Benutzer.
3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den POA-Benutzer und wählen Sie Löschen aus dem Kontextmenü.
Der POA-Benutzer wird gelöscht. Es wird nicht mehr im Benutzer & Computer
Navigationsfenster angezeigt.
Hinweis:
Wenn der Benutzer einer oder mehreren POA-Gruppen angehört, wird er auch aus allen
Gruppen entfernt. Das POA-Benutzer steht jedoch noch so lange auf dem Endpoint-Computer zur Verfügung, bis die Zuweisung der POA-Gruppe aufgehoben wird.
15.4 Erstellen von POA-Gruppen
Für das Erstellen von POA-Gruppen benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für den
POA Knoten unter Benutzer & Computer.
Damit die POA-Gruppen Endpoint-Computern zugewiesen werden können, müssen sie in
Gruppen zusammengefasst werden.
1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Management Center auf Benutzer &
Computer.
103
SafeGuard Enterprise
2. Wählen Sie im Benutzer & Computer Navigationsbereich unter POA den Knoten
POA-Gruppen.
3. Klicken Sie im POA-Gruppen Kontextmenü auf Neu > Neue Gruppe erstellen.
Der Neue Gruppe erstellen Dialog wird angezeigt.
4. Geben Sie im Feld Vollständiger Name einen Namen für die neue POA-Gruppe ein.
5. Geben Sie optional eine Beschreibung ein.
6. Klicken Sie auf OK.
Die neue POA-Gruppe ist angelegt. Sie wird unter POA-Gruppen im Benutzer & Computer
Navigationsfenster angezeigt. Sie können nun POA-Benutzer zur Gruppe hinzufügen.
15.5 Hinzufügen von Benutzern zu POA-Gruppen
Für das Bearbeiten von POA-Gruppen benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für den
POA Knoten unter Benutzer & Computer.
1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Management Center auf Benutzer &
Computer.
2. Wählen Sie im Benutzer & Computer Navigationsfenster unter POA, POA-Gruppe die relevante POA-Gruppe.
Im Aktionsbereich des SafeGuard Management Center auf der rechten Seite wird die
Mitglieder Registerkarte angezeigt
3. Klicken Sie in der SafeGuard Management Center Symbolleiste auf das Hinzufügen Symbol
(grünes Pluszeichen).
Der Mitgliedobjekt auswählen Dialog wird angezeigt
4. Wählen Sie den Benutzer, den Sie zur Gruppe hinzufügen möchten.
5. Klicken Sie auf OK.
Der POA-Benutzer wird zur Gruppe hinzugefügt und in der Registerkarte Mitglieder angezeigt.
Hinweis:
Sie können POA-Benutzer auch zu einer Gruppe hinzufügen, indem Sie den Benutzer im
Navigationsfenster auswählen und die beschriebenen Schritte ausführen. Der einzige
Unterschied besteht darin, dass nach Auswahl des Benutzers die Mitglied von Registerkarte im Aktionsbereich angezeigt wird. Diese Registerkarte zeigt die Gruppen, denen der Benutzer zugewiesen wurde. Der grundlegende Workflow ist identisch.
15.6 Entfernen von Benutzern aus POA-Gruppen
Für das Bearbeiten von POA-Gruppen benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für den
POA Knoten unter Benutzer & Computer.
1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Management Center auf Benutzer &
Computer.
104
Administratorhilfe
2. Wählen Sie im Benutzer & Computer Navigationsfenster unter POA, POA-Gruppe die relevante POA-Gruppe.
Im Aktionsbereich des SafeGuard Management Center auf der rechten Seite wird die
Mitglieder Registerkarte angezeigt
3. Wählen Sie den Benutzer, den Sie aus der Gruppe entfernen möchten.
4. Klicken Sie in der SafeGuard Management Center Symbolleiste auf das Löschen Symbol
(rotes Kreuzzeichen).
Der Benutzer wird aus der Gruppe entfernt.
Hinweis:
Sie können Mitglieder auch aus einer Gruppe entfernen, indem Sie den POA-Benutzer im
Navigationsfenster auswählen und die beschriebenen Schritte ausführen. Der einzige
Unterschied besteht darin, dass nach Auswahl des Benutzers die Mitglied von Registerkarte im Aktionsbereich angezeigt wird. Diese Registerkarte zeigt die Gruppen, denen der Benutzer zugewiesen wurde. Der grundlegende Workflow ist identisch.
15.7 Zuweisen von POA-Benutzern zu Endpoint-Computern
Hinweis:
Damit die POA-Benutzern Endpoint-Computern zugewiesen werden können, müssen sie in
Gruppen zusammengefasst werden.
Wie Sie POA-Benutzer Endpoint-Computern zuweisen, hängt vom Computertyp ab:
■ Für zentral verwaltete Endpoint-Computer (managed) können POA-Gruppen im Bereich
Benutzer & Computer in der Registerkarte POA-Gruppen-Zuweisung zugewiesen werden.
■ Für Standalone-Endpoint-Computer, die im Standalone-Modus laufen und keine
Verbindung zum SafeGuard Enterprise Server haben, muss ein Konfigurationspaket mit einer POA-Gruppe erstellt und an die Computer verteilt werden.
15.7.1 Zuweisen von POA-Benutzern zu zentral verwalteten
Endpoint-Computern
Um POA-Benutzer zu zentral verwalteten Computern zuzuweisen, benötigen Sie die
Zugriffsrechte Voller Zugriff oder Schreibgeschützt für die relevante POA-Gruppe sowie das
Zugriffsrecht Voller Zugriff für die relevanten Container.
Hinweis:
Das Zuweisen von POA-Benutzern wird nur für zentral verwaltete SafeGuard Enterprise
Endpoint-Computer ab Version 5.60 unterstützt.
1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Management Center auf Benutzer &
Computer.
2. Wählen Sie im Benutzer & Computer Navigationsbereich den gewünschten Container.
105
SafeGuard Enterprise
3. Wählen Sie im Aktionsbereich des SafeGuard Management Center die Registerkarte POA
Gruppenzuweisung.
Unter POA-Gruppen auf der rechten Seite werden alle verfügbaren POA-Gruppen angezeigt.
4. Ziehen Sie die gewünschte POA-Gruppe aus POA-Gruppen in den POA
Gruppenzuweisung Aktionsbereich.
Gruppenname und Gruppen-DSN der POA-Gruppe werden im Aktionsbereich angezeigt.
5. Speichern Sie Ihre Änderungen in der Datenbank.
Alle Mitglieder der zugewiesenen POA-Gruppe werden an alle Endpoint-Computer im ausgewählten Container übertragen.
Sie können die Zuweisung aufheben oder die zugewiesene POA-Gruppe ändern, indem Sie wie beschrieben vorgehen und Gruppen von und in die Registerkarte POA Gruppenzuweisung und den Bereich POA-Gruppen ziehen.
Wenn Sie Ihre Änderungen in der Datenbank gespeichert haben, gilt die neue Zuweisung.
15.7.2 Zuweisen von POA-Benutzern zu Standalone-Endpoint-Computern
Um POA-Benutzer zu Standalone-Endpoint-Computern zuzuweisen, benötigen Sie die
Zugriffsrechte Schreibgeschützt oder Voller Zugriff für die relevante POA-Gruppe.
Standalone-Endpoint-Computern (im Standalone-Modus betriebene Computer) werden
POA-Benutzer in Konfigurationspaketen zugewiesen.
1. Wählen Sie im SafeGuard Management Center aus dem Menü Extras den Befehl
Konfigurationspakete.
2. Wählen Sie ein vorhandenes Konfigurationspaket aus oder erstellen Sie ein neues.
3. Wählen Sie eine POA-Gruppe aus, die Sie zuvor im Bereich Benutzer & Computer des
SafeGuard Management Center erstellt haben.
Die Standardeinstellung für die POA-Gruppe ist Keine Gruppe.
Standardmäßig steht eine leere Gruppe zur Auswahl zur Verfügung. Diese Gruppe kann dazu verwendet werden, die Zuweisung einer POA-Gruppe auf Endpoint-Computern zu löschen.
4. Geben Sie einen Ausgabepfad für das Konfigurationspaket an.
5. Klicken Sie auf Konfigurationspaket erstellen.
6. Installieren Sie das Konfigurationspaket auf den Endpoint-Computern.
Durch Installation des Konfigurationspakets werden die Benutzer aus der Gruppe zur POA auf den Endpoint-Computern hinzugefügt. Die POA-Benutzer stehen für die Anmeldung an die POA zur Verfügung.
Hinweis:
Wenn Sie Standalone-Endpoint-Computer auf zentral verwaltete Computer migrieren, bleiben die POA-Benutzer aktiv, wenn Sie auch im SafeGuard Management Center zugewiesen wurden.
Die in den POA-Gruppen, die mit Konfigurationspaketen installiert wurden, gesetzten
Kennwörter werden auf die im SafeGuard Management Center angegebenen Kennwörter
106
Administratorhilfe gesetzt. Kennwörter, die mit F8 geändert wurden, werden überschrieben. Weitere Informationen zur Migration von Standalone zu Managed finden Sie im SafeGuard Enterprise
Installationshandbuch.
15.7.3 Aufheben der POA-Benutzer Zuweisung bei
Standalone-Endpoint-Computern
POA-Benutzer lassen sich von Standalone-Endpoint-Computern entfernen, indem Sie eine leere POA-Gruppe zuweisen:
1. Wählen Sie im Tools Menü des SafeGuard Management Center den Befehl
Konfigurationspakete.
2. Wählen Sie ein vorhandenes Konfigurationspaket aus oder erstellen Sie ein neues.
3. Wählen Sie eine leere POA-Gruppe, die Sie zuvor im Bereich Benutzer & Computer des
SafeGuard Management Center angelegt haben, oder die leere POA-Gruppe, die standardmäßig unter Konfigurationspakete zur Verfügung steht.
4. Geben Sie einen Ausgabepfad für das Konfigurationspaket an.
5. Klicken Sie auf Konfigurationspaket erstellen.
6. Installieren Sie das Konfigurationspaket auf den Endpoint-Computern.
Durch Installation des Konfigurationspakets werden alle POA-Benutzer von den
Endpoint-Computern entfernt. Somit werden alle relevanten Benutzer aus der POA entfernt.
15.7.4 Ändern der POA-Benutzer Zuweisungen auf
Standalone-Endpoint-Computern
1. Legen Sie eine neue POA-Gruppe an oder ändern Sie eine bestehende Gruppe.
2. Erstellen Sie ein neues Konfigurationspaket und wählen Sie die neue oder modifizierte
POA-Gruppe aus.
3. Installieren Sie das Konfigurationspaket auf den Endpoint-Computern.
Die neue POA-Gruppe steht auf dem Endpoint-Computer zur Verfügung. Alle enthaltenen
Benutzer werden zur POA hinzugefügt. Die neue Gruppe überschreibt die alte. POA-Gruppen werden nicht miteinander kombiniert.
15.8 Anmeldung an einem Endpoint-Computer mit einem
POA-Benutzer
1. Schalten Sie den Computer ein.
Der Power-on Authentication Anmeldedialog wird angezeigt.
2. Geben Sie den Benutzernamen und das Kennwort des vordefinierten POA-Benutzers ein.
Sie werden nicht automatisch an Windows angemeldet. Der Windows-Anmeldedialog wird angezeigt.
3. Wählen Sie im Domäne Feld die Domäne <POA>.
107
SafeGuard Enterprise
4. Melden Sie sich mit Ihrem vorhandenen Windows-Benutzerkonto an Windows an.
15.8.1 Lokale Kennwortänderung
Wurde das Kennwort eines POA-Benutzers mit F8, geändert, so wird die Änderung nicht mit anderen Endpoint-Computern synchronisiert. Der Administrator muss das Kennwort für diesen Benutzer zentral ändern.
108
Administratorhilfe
16 Richtlinieneinstellungen
SafeGuard Enterprise Richtlinien enthalten alle Einstellungen, die zur Abbildung einer unternehmensweiten Sicherheitsrichtlinie auf den Endpoint-Computern wirksam werden sollen.
In SafeGuard Enterprise Richtlinien können Sie Einstellungen für die folgenden Bereiche
(Richtlinientypen) festlegen:
■ Allgemeine Einstellungen
Einstellungen für z. B. Transferrate, Anpassung, Recovery für die Anmeldung,
Hintergrundbilder usw.
■ Authentisierung
Einstellungen zum Anmeldemodus, zur Gerätesperre usw.
■ PIN
Legt Anforderungen an die verwendeten PINs fest.
■ Kennwörter
Legt Anforderungen an die verwendeten Kennwörter fest.
■ Passphrasen
Legt Anforderungen für in SafeGuard Data Exchange verwendete Passphrasen fest.
■ Geräteschutz
Einstellungen für volume- oder dateibasierende Verschlüsselung (auch Einstellungen für
SafeGuard Data Exchange und SafeGuard Portable): Algorithmen, Schlüssel, Laufwerke, auf denen Daten verschlüsselt werden sollen, usw.
■ Spezifische Computereinstellungen
Einstellungen zur Power-on Authentication (aktivieren/deaktivieren), zum sicheren Wake on LAN, Anzeigeoptionen usw.
■ Protokollierung
Legt fest, welche Ereignisse wo protokolliert werden.
■ Configuration Protection
Einstellungen (erlauben/sperren) für die Verwendung von Ports, Peripheriegeräten (PDAs,
Wechselmedien, Druckern usw.)
■ File Share
Einstellungen für dateibasierende Verschlüsselung auf lokalen Festplatten und im Netzwerk, speziell für Arbeitsgruppen bei Netzwerkfreigaben.
109
SafeGuard Enterprise
16.1 Allgemeine Einstellungen
Richtlinieneinstellung Erklärung
LADEN DER EINSTELLUNGEN
Richtlinien-Loopback Computereinstellungen wiederholen
Wird bei einer Richtlinie unter Richtlinien-Loopback die Option
Computereinstellungen wiederholen ausgewählt und die
Richtlinie ”kommt” von einer Maschine
(Computereinstellungen wiederholen einer Benutzer-Richtlinie hat keine Auswirkung), wird diese Richtlinie zum Schluss nochmals ausgeführt. Dadurch werden etwaige
Benutzereinstellungen wieder überschrieben und es gelten die
Computereinstellungen.
Benutzer ignorieren
Wird bei einer Richtlinie (Maschinen-Richtlinie) unter
Richtlinien-Loopback die Einstellung Benutzer ignorieren ausgewählt und die Richtlinie "kommt" von einer Maschine, werden nur die Computereinstellungen ausgewertet.
Benutzereinstellungen werden nicht ausgewertet.
Kein Loopback
Kein Loopback ist das Standardverhalten. Benutzerrichtlinien gelten vor Maschinenrichtlinien.
Wie werden die Einstellungen “Benutzer ignorieren” und
“Computereinstellungen wiederholen” ausgewertet?
Existieren aktive Richtlinienzuweisungen, werden zuerst die
Maschinenrichtlinien ausgewertet und vereinigt. Ergibt diese
Vereinigung der einzelnen Richtlinien beim
Richtlinien-Loopback den Wert Benutzer ignorieren, so werden
Richtlinien, welche für den Benutzer bestimmt gewesen wären, nicht mehr ausgewertet. Das heißt sowohl für den Benutzer wie auch für die Maschine gelten die gleichen Richtlinien.
Gilt nach der Vereinigung der einzelnen Maschinen-Richtlinien bei Richtlinien-Loopback der Wert Computereinstellungen
wiederholen, werden die Benutzer-Richtlinien mit den
Maschinen-Richtlinien vereinigt. Nach der Vereinigung werden die Maschinen-Richtlinien nochmals geschrieben und
überschreiben gegebenenfalls Einstellungen aus
Benutzer-Richtlinien. Das heißt: Ist eine Einstellung in beiden
Richtlinien vorhanden, so ersetzt der Wert der
Maschinen-Richtlinie den Wert der Benutzer-Richtlinie. Ergibt die Vereinigung der einzelnen Maschinen-Richtlinien den
Standardwert, so gilt: Benutzereinstellungen vor
Maschineneinstellungen.
TRANSFERRATE
110
Administratorhilfe
Richtlinieneinstellung Erklärung
Server-Verbindungsintervall (in
Minuten)
Legt den Zeitraum in Minuten fest, nach dem ein SafeGuard
Enterprise Client beim SafeGuard Enterprise Server eine Anfrage nach Richtlinien (-änderungen) stellt.
Hinweis: Um zu vermeiden, dass eine große Anzahl an Clients gleichzeitig den Server kontaktiert, findet die Kommunikation immer in einem Zeitraum +/- 50% des eingestellten
Verbindungsintervalls statt. Beispiel: Die Einstellung “90
Minuten” ergibt einen Kommunikationszeitraum zwischen Client und Server von 45 bis 135 Minuten.
PROTOKOLLIERUNG
Rückmeldung nach Anzahl von
Ereignissen
Das Protokollsystem, implementiert als Win32 Service "SGM
LogPlayer", sammelt von SafeGuard Enterprise generierte, für die zentrale Datenbank bestimmte Protokolleinträge in lokalen
Protokolldateien. Diese befinden sich im LocalCache im
Verzeichnis "auditing\SGMTransLog ". Diese Dateien werden an den Transportmechanismus übergeben, der sie dann über den SGN Server in die Datenbank einträgt. Die Übertragung erfolgt sobald der Transportmechanismus eine Verbindung zum
Server hergestellt hat. Die Protokolldatei wird daher größer, bis eine Verbindung hergestellt werden konnte. Um die Größe einer einzelnen Protokolldatei einschränken zu können, kann man
über die Richtlinie eine maximale Anzahl von Protokolleinträgen eintragen. Dann wird die Protokolldatei vom Protokollsystem nach Erreichen der eingestellten Anzahl von Einträgen in die
Transportqueue des SGN Servers gestellt und eine neue
Protokolldatei begonnen
ANPASSUNG
Sprache am Client Legt fest, in welcher Sprache die Einstellungen für SafeGuard
Enterprise auf dem Endpoint-Computer angezeigt werden.
Sie können neben den unterstützten Sprachen kann auch die
Betriebssystem-Spracheinstellung des Endpoint-Computers auswählen.
RECOVERY FÜR DIE ANMELDUNG
Recovery für die Anmeldung nach Beschädigung des
Der Windows Local Cache ist Start- und Endpunkt für den
Datenaustausch zwischen Endpoint-Computer und Server. Im
Windows Local Cache aktivieren Windows Local Cache werden alle Schlüssel, Richtlinien,
Benutzerzertifikate und Audit-Dateien abgelegt. Alle im Local
Cache gespeicherten Daten haben eine Signatur und können nicht manuell geändert werden.
Standardmäßig ist der Recovery-Vorgang für die Anmeldung in diesem Fall deaktiviert, d. h. der Windows Local Cache wird
111
SafeGuard Enterprise
Richtlinieneinstellung Erklärung automatisch aus seiner Sicherungskopie wiederhergestellt. Für die Reparatur des Windows Local Cache ist also in diesem Fall kein Challenge/Response-Verfahren notwendig. Wenn der
Windows Local Cache explizit über ein
Challenge/Response-Verfahren repariert werden soll, wählen Sie in diesem Feld die Einstellung Ja.
Local Self Help
Local Self Help aktivieren Legt fest, ob sich Benutzer mit Local Self Help an ihrem
Computer anmelden dürfen, wenn sie ihr Kennwort vergessen haben. Local Self Help ermöglicht Benutzern die Anmeldung durch die Beantwortung einer definierten Anzahl an zuvor festgelegten Fragen in der Power-on Authentication. Sie erhalten somit auch dann Zugriff zu ihrem Computer, wenn weder eine
Internet- noch eine Telefonverbindung zur Verfügung stehen.
Hinweis:
Für die Benutzung von Local Self Help ist es notwendig, dass die automatische Anmeldung an Windows aktiviert ist. Andernfalls funktioniert die Anmeldung über Local Self Help nicht.
Mindestlänge der Antwort
Willkommenstext unter
Windows
Benutzer dürfen eigene Fragen festlegen
Definiert die Mindestlänge in Zeichen für die Local Self Help
Antworten.
Hier können Sie einen individuellen Informationstext angeben, der beim Starten des Local Self Help Assistenten im ersten Dialog angezeigt werden soll. Damit Sie den Text hier angeben können, muss dieser zunächst im Richtliniennavigationsbereich unter
Informationstext angelegt werden.
Die für Local Self Help zu beantwortenden Fragen können Sie als zuständiger Sicherheitsbeauftragter zentral vordefinieren und per Richtlinie an den Endpoint-Computer übertragen. Sie können die Benutzer jedoch auch per Richtlinie berechtigen, selbst Fragen zu definieren. Um die Benutzer zur Definition eigener Fragen zu berechtigen, wählen Sie in diesem Feld die
Einstellung Ja.
Challenge / Response (C/R)
Recovery für die Anmeldung
über C/R aktivieren
Legt fest, ob ein Benutzer in der Power-on Authentication (POA) eine Challenge erzeugen darf, um über ein
Challenge/Response-Verfahren wieder Zugang zu seinem
Computer zu erhalten.
Ja: Benutzer darf Challenge erzeugen. In diesem Fall kann der
Benutzer über ein Challenge/Response-Verfahren in Notfällen wieder Zugang zu seinem Computer erhalten.
112
Administratorhilfe
Richtlinieneinstellung
Automatische Anmeldung an
Windows erlauben
Informationstext
Erklärung
Nein: Benutzer darf keine Challenge erzeugen. In diesem Fall kann der Benutzer im Notfall kein Challenge/Response-Verfahren starten, um wieder Zugang zu seinem Computer zu erhalten.
Erlaubt dem Benutzer nach einer Authentisierung per
Challenge/Response die automatische Anmeldung an Windows.
Ja: Benutzer wird automatisch an Windows angemeldet.
Nein: Windows-Anmeldebildschirm erscheint.
Beispiel: Ein Benutzer hat sein Kennwort vergessen. SafeGuard
Enterprise meldet ihn nach Austausch von Challenge und
Response ohne SafeGuard Enterprise Kennwort am Computer an. In diesem Fall wird die automatische Anmeldung an
Windows ausgeschaltet und der Windows-Anmeldebildschirm erscheint. Da der Benutzer sein SafeGuard Enterprise (=
Windows-Kennwort) nicht weiß, kann er sich nicht anmelden.
Mit Ja wird eine automatische Anmeldung erlaubt und der
Benutzer bleibt nicht im Windows-Anmeldebildschirm stecken.
Zeigt nach dem Starten eines Challenge/Response-Vorgangs in der POA einen Informationstext. Zum Beispiel: “Bitte rufen Sie
Ihren Support unter der Telefonnummer 01234-56789 an.”).
Bevor Sie einen Text angeben können, muss dieser als Textdatei im Richtlinien-Navigationsbereich unter Informationstext erstellt werden.
BILDER
Hintergrundbild in der POA
Hintergrundbild in der POA
(niedrige Auflösung)
Voraussetzung:
Neue Bilder müssen im SafeGuard Management Center im
Richtlinien-Navigationsbereich unter Bilder registriert werden.
Erst nach der Registrierung ist die Liste verfügbar. Unterstütztes
Format: .BMP, PNG, JPEG.
Ersetzt das blaue SafeGuard Enterprise Hintergrundbild durch ein individuelles Hintergrundbild. Kunden können hier z. B. das
Firmenlogo in der POA verwenden. Maximale Dateigröße für alle Hintergrundbilder: 500 KB
Normal:
■ Auflösung: 1024x768 (VESA-Modus)
■ Farben: unbegrenzt
Niedrig:
■ Auflösung: 640 x 480 (VGA-Modus)
■ Farben: 16 Farben
113
SafeGuard Enterprise
Richtlinieneinstellung
Anmeldebild in der POA
Anmeldebild in der POA
(niedrige Auflösung)
Erklärung
Ersetzt das während der POA-Anmeldung angezeigte SafeGuard
Enterprise Bild durch ein individuelles Bild, z. B. das Firmenlogo.
Normal:
■ Auflösung: 413 x 140 Pixel
■ Farben: unbegrenzt
Niedrig:
■ Auflösung: 413 x 140 Pixel
■ Farben: 16 Farben
Dateiverschlüsselung
Vertrauenswürdige
Anwendungen
Ignorierte Anwendungen
Ignorierte Geräte
Persistente Verschlüsselung aktivieren
Für die dateibasierende Verschlüsselung durch File Share und
SafeGuard Data Exchange können Sie vertrauenswürdige
Anwendungen angeben, die auf verschlüsselte Dateien zugreifen können. Dies ist zum Beispiel notwendig, damit
Antivirus-Software verschlüsselte Dateien überprüfen kann.
Geben Sie die Anwendungen, die Sie als vertrauenswürdig definieren möchten, in das Editor-Listenfeld des Felds ein.
Anwendungen müssen als Fully Qualified Paths eingegeben werden.
Für die dateibasierende Verschlüsselung durch File Share und
SafeGuard Data Exchange können Sie ignorierte Anwendungen angeben, um Sie von der transparenten
Dateiverschlüsselung/Dateientschlüsselung auszuschließen.
Wenn Sie zum Beispiel ein Backup-Programm als ignorierte
Anwendung definieren, bleiben die vom Programm gesicherten verschlüsselten Daten verschlüsselt.
Geben Sie die Anwendungen, die Sie als ignoriert definieren möchten, in das Editor-Listenfeld des Felds ein. Anwendungen müssen als Fully Qualified Paths eingegeben werden.
Für die dateibasierende Verschlüsselung durch File Share und
SafeGuard Data Exchange können Sie ganze Geräte (zum Beispiel
Festplatten) von der dateibasierende Verschlüsselung ausnehmen.
Wählen Sie im Editor-Listenfeld Netzwerk aus, um ein vordefiniertes Gerät auszuwählen, oder geben Sie die erforderlichen Gerätenamen ein, um bestimmte Geräte von der
Verschlüsselung auszuschließen. Für weitere Informationen, siehe
Konfigurieren von ignorierten Geräten für File Share
(Seite
187) und
Anzeige von verbundenen und ignorierten Geräten für die SafeGuard Data Exchange Konfiguration
(Seite 199).
Für die dateibasierende Verschlüsselung durch File Share und
SafeGuard Data Exchange können Sie die persistente
114
Administratorhilfe
Richtlinieneinstellung Erklärung
Verschlüsselung konfigurieren. Mit persistenter Verschlüsselung bleiben Kopien von verschlüsselten Dateien auch dann verschlüsselt, wenn sie an einem Speicherort abgelegt werden, für den keine Verschlüsselungsregel gilt.
Diese Einstellung ist standardmäßig aktiviert.
Benutzer darf Standardschlüssel festlegen
Für die dateibasierende Verschlüsselung durch Cloud Storage können Sie festlegen, ob der Benutzer eine Standardschlüssel festlegen darf oder nicht. Wenn der Benutzer dies darf, steht der
Befehl Standardschlüssel festlegen im Windows Explorer
Kontextmenü der Cloud Storage Synchronisierungsordner zur
Verfügung. Mit diesem Befehl können Benutzer separate
Standardschlüssel angeben, die für die Verschlüsselung von unterschiedlichen Synchronisierungsordnern verwendet werden soll.
16.2 Authentisierung
Richtlinieneinstellung Erklärung
ZUGRIFF
Benutzer kann nur von interner
Festplatte booten:
Legt fest, ob Benutzer den Computer von Festplatte und/oder anderem Medium starten dürfen.
JA: Benutzer darf ausschließlich von der Festplatte booten. Die
Möglichkeit, den Computer mit Diskette oder einem weiteren externen Medium zu starten, wird nicht in der POA angeboten.
NEIN: Benutzer darf den Computer von Festplatte, Diskette oder einem externen Medium (USB, CD etc.) starten.
ANMELDEOPTIONEN
Anmeldemodus Legt fest, wie sich Benutzer in der POA authentisieren müssen.
■ Benutzername/Kennwort
Benutzer müssen sich mit ihrem Benutzernamen und
Kennwort anmelden.
■ Token
Der Benutzer darf sich nur mit einem Token oder einer
Smartcard in der POA anmelden. Dieses Verfahren bietet eine höhere Sicherheit. Bei der Anmeldung wird der Benutzer aufgefordert, seinen Token einzustecken. Durch den Besitz des Token und der Eingabe der PIN wird die Identität des
Benutzers verifiziert. Nach korrekter Eingabe der PIN liest
115
SafeGuard Enterprise
Richtlinieneinstellung Erklärung
SafeGuard Enterprise automatisch die Daten für die
Anmeldung des Benutzers aus.
Hinweis:
Beachten Sie, dass Sie sich bei Wahl dieses Anmeldeverfahrens nur mit einem vorher ausgestellten Token anmelden können.
Die Einstellungen Benutzername/Kennwort und Token lassen sich kombinieren. Um zu prüfen, ob die Anmeldung mit Token reibungslos funktioniert, wählen Sie zunächst beide Einstellungen aus. Erst nach erfolgreicher Token-Anmeldung sollten Sie den
Anmeldemodus Benutzername/Kennwort deaktivieren. Wenn
Sie Local Self Help für die Token-Anmeldung zulassen möchten, müssen Sie die beiden Einstellungen ebenfalls kombinieren.
■ Fingerabdruck
Wählen Sie diese Option, um die Anmeldung mit
Lenovo-Fingerabdruck-Leser zu aktivieren. Benutzer, für die diese Richtlinie wirksam ist, können sich mit Fingerabdruck oder Benutzername/Kennwort anmelden. Dieser Vorgang bietet das höchste Maß an Sicherheit. Bei der Anmeldung führt die Benutzer den Finger über den Fingerabdruck-Leser.
Wenn der Fingerabdruck erfolgreich erkannt wurde, liest die
Power-on Authentication die Anmeldeinformationen des
Benutzers und meldet den Benutzer an der Power-on
Authentication an. Die Anmeldeinformationen werden dann an Windows übertragen und der Benutzer wird an seinem
Computer angemeldet.
Hinweis:
Nach Auswahl dieses Anmeldevorgangs kann sich der
Benutzer nur mit einem vorher registrierten Fingerabdruck oder mit Benutzername und Kennwort anmelden. Die
Anmeldeverfahren Token und Fingerabdruck lassen sich auf einem Computer nicht miteinander kombinieren.
Anmeldeoptionen mit Token Legt den Typ des Token bzw. der Smartcard fest, der am
Endpoint-Computer verwendet werden soll.
■ Nicht kryptographisch:
Authentisierung an der POA und an Windows mit
Anmeldeinformationen.
■ Kerberos:
Zertifikatsbasierte Authentisierung an der POA und an
Windows. Der Sicherheitsbeauftragte stellt ein Zertifikat in einer PKI aus und legt es auf dem Token ab. Dieses Zertifikat wird als Benutzerzertifikat in die SafeGuard Enterprise
Datenbank importiert. Falls dort bereits ein automatisch erzeugtes Zertifikat existiert, wird es durch das importierte
Zertifikat überschrieben.
116
Administratorhilfe
Richtlinieneinstellung Erklärung
Hinweis:
Challenge/Response ist mit einem Token, der Kerberos unterstützt, nicht möglich, da keine Anmeldeinformationen in der POA zur Verfügung stehen, die bei einem
Challenge/Response-Verfahren verwendet werden.
PIN für automatische
Anmeldung mit Token
Erfolglose Anmeldeversuche dieses Benutzers anzeigen
Letzte Benutzeranmeldung anzeigen
'Erzwungene Abmeldung' bei
Sperre der Arbeitsstation deaktivieren
Geben Sie hier eine Default-PIN an, die dem Benutzer die automatische Anmeldung an der Power-on Authentication mit
Token oder Smartcard ermöglicht. Der Benutzer muss den Token bei der Anmeldung einstecken. Daraufhin wird eine automatische
Anmeldung an der Power-on Authentication durchgeführt.
Windows wird gestartet.
PIN-Regeln müssen hier nicht beachtet werden.
Hinweis:
■ Diese Option steht nur dann zur Verfügung, wenn die Option
Token als Anmeldemodus gewählt wurde.
■ Wenn diese Option ausgewählt wird, muss bei Durchgehende
Anmeldung an Windows die Einstellung Durchgehende
Anmeldung deaktivieren gewählt werden.
Zeigt (Einstellung: Ja) nach der Anmeldung in der POA und
Windows einen Dialog mit Informationen über die letzte fehlgeschlagene Anmeldung (Benutzername/Datum/Zeit) an.
Zeigt (Einstellung: Ja) nach der Anmeldung in der POA und
Windows einen Dialog mit Informationen über die
■ Letzte erfolgreiche Anmeldung (Benutzername/Datum/Zeit)
■ Letzte Anmeldeinformationen des angemeldeten Benutzers an.
Wenn Benutzer den Endpoint-Computer nur für kurze Zeit verlassen wollen, können Sie den Rechner per Klick auf die
Schaltfläche Arbeitsstation sperren für andere Benutzer sperren und danach mit ihrem Kennwort wieder entsperren. Nein:
Sowohl der Benutzer, der die Arbeitsstation gesperrt hat, als auch ein Administrator kann die Sperre aufheben. Hebt ein
Administrator die Sperre auf, so wird der aktuell angemeldete
Benutzer zwangsweise abgemeldet. Ja: Diese Einstellung ändert dieses Verhalten. In diesem Fall kann nur der Benutzer die Sperre des Computers aufheben. Ein Aufheben der Sperre durch den
Administrator und das damit verbundene erzwungene Abmelden des Benutzers ist nicht mehr möglich.
Hinweis:
117
SafeGuard Enterprise
Richtlinieneinstellung Erklärung
Diese Einstellung wird nur unter Windows XP wirksam.
Letzte
Benutzer/Domänen-Auswahl aktivieren
Service Account Liste
Ja: Die POA speichert den Benutzernamen und die Domäne des letzten angemeldeten Benutzers. Benutzer müssen den
Benutzernamen also nicht jedes Mal eingeben, wenn sie sich anmelden.
Nein: Die POA speichert den Benutzernamen und die Domäne des letzten angemeldeten Benutzers nicht.
Um zu verhindern, dass durch administrative Vorgänge auf einem durch SafeGuard Enterprise geschützten Computer die
Power-on Authentication aktiviert wird und Rollout-Beauftragte als Benutzer zum Computer hinzugefügt werden, bietet
SafeGuard Enterprise Service Account Listen für die
Windows-Anmeldung an SafeGuard Enterprise
Endpoint-Computern. Die in den Listen enthaltenen Benutzer werden als SafeGuard Enterprise Gastbenutzer behandelt
Damit Sie hier eine Liste auswählen können, müssen Sie diese zunächst im Richtlinien-Navigationsbereich unter Service
Account Listen anlegen.
Durchgehende Anmeldung an
Windows
Hinweis:
Soll der Benutzer in der Lage sein, anderen Benutzern Zugriff auf “seinen“ Computer zu gewähren, muss er in der Lage sein, die durchgehende Anmeldung an Windows zu deaktivieren.
■ Benutzer wählen lassen
Im POA Anmeldedialog kann der Benutzer durch
Aktivieren/Deaktivieren dieser Option entscheiden, ob er automatisch an Windows angemeldet werden will oder nicht.
■ Durchgehende Anmeldung erzwingen
Der Benutzer wird immer automatisch an Windows angemeldet.
■ Durchgehende Anmeldung deaktivieren
Nach der Anmeldung an der POA wird anschließend der
Windows-Anmeldedialog angezeigt. Der Benutzer muss sich manuell an Windows anmelden.
BITLOCKER-OPTIONEN
BitLocker Anmeldemodus Für den BitLocker Anmeldemodus sind folgende Optionen verfügbar:
■ TPM: Der Schlüssel für die Anmeldung wird auf dem
TPM-Chip gespeichert.
118
Administratorhilfe
Richtlinieneinstellung
BitLocker Anmeldemodus -
Fallback
TPM Plattform
Validierungsprofil
Erklärung
■ TPM + PIN: Der Schlüssel für die Anmeldung wird auf dem
TPM-Chip gespeichert und zusätzlich wird eine PIN zur
Anmeldung benötigt. Einstellungen für die PIN werden unter
PIN und Kennwort vorgenommen.
■ USB-Stick: Der Schlüssel für die Anmeldung wird auf einem
USB-Stick gespeichert.
■ TPM + USB Memory Stick: Der Schlüssel für die Anmeldung wird auf dem TPM-Chip und auf einem USB-Stick gespeichert. Die Anmeldung kann dann entweder mit
TPM-Chip oder USB-Stick erfolgen.
Für den Fall, dass die Anmeldung fehlschlägt, bietet SafeGuard
Enterprise als Fallback-Mechanismus die Anmeldung mit
USB-Stick oder die Ausgabe einer Fehlermeldung an.
Hinweis:
Wird USB-Stick als Anmeldemodus ausgewählt, wird diese
Option nicht angeboten.
Ist TPM auf dem Endpoint-Computer vorhanden, so können
Sie festlegen, welche Art von TPM-Plattform Validierungsprofil verwendet werden soll.
Das TPM-Plattform Validierungsprofil spezifiziert die
Maßnahmen, die zum Schutz der
BitLocker-Verschlüsselungsschlüssel angewendet werden sollen.
Ein TPM-Plattform Validierungsprofil besteht aus einer Reihe von PCR-Indizes (Platform Configuration Register).
Microsoft empfiehlt die Verwendung des Default-Profils für die
Validierung der TPM-Plattform in Windows Vista, das die folgenden Komponenten absichert:
■ den Verschlüsselungsschlüssel gegen Änderungen am CRTM
(Core Root of Trust of Measurement), BIOS sowie an
Plattformerweiterungen (PCR 0)
■ Option ROM Code (PCR 2)
■ Master Boot Record (MBR) Code (PCR 4)
■ NTFS Boot Sector (PCR 8)
■ NTFS Boot Block (PCR 9)
■ Boot Manager (PCR 10)
■ BitLocker DE Access Control (PCR 11)
Hinweis:
119
SafeGuard Enterprise
Richtlinieneinstellung Erklärung
Diese Option steht nur dann zur Verfügung, wenn TPM als
Anmeldemodus ausgewählt wurde. Wurde USB Stick ausgewählt, ist diese Option nicht verfügbar.
Weitere Informationen zum TPM-Plattform Validierungsprofil finden Sie hier: http://msdn2.microsoft.com/en-us/library/aa376469.aspx
ERFOLGLOSE ANMELDUNGEN
Maximalanzahl von erfolglosen
Anmeldeversuchen
Bestimmt, wie oft ein Benutzer ohne Folgen bei der Anmeldung einen ungültigen Benutzernamen bzw. ein ungültiges Kennwort eingeben darf. Wenn der Benutzer zum Beispiel drei mal nacheinander seinen Benutzernamen oder sein Kennwort falsch eingegeben hat, führt der vierte Versuch dazu, dass der Computer gesperrt wird.
Meldungen zur fehlgeschlagenen
Anmeldung in der POA anzeigen
Definiert die Detailebene für Meldungen zu fehlgeschlagenen
Anmeldungen:
■ Standard: Zeigt eine kurze Beschreibung an.
■ Verbose (ausführlich): Zeigt detaillierte Informationen an.
TOKEN-OPTIONEN
Aktion bei Verlust des
Anmeldestatus des Token
Definiert das Verhalten nach dem Trennen des Token vom
Computer.
Mögliche Aktionen sind:
■ Computer sperren
■ PIN-Dialog anzeigen
■ Keine Aktion
Freigabe des Token erlauben Bestimmt, ob der Token bei der Anmeldung entsperrt werden darf.
OPTIONEN FÜR SPERRE DES GERÄTS
Bildschirm nach X Minuten
Leerlauf sperren
Bei Entfernung des Token
Bildschirm sperren
Bestimmt die Zeit, nach deren Überschreitung ein nicht mehr benutzter Desktop automatisch gesperrt wird.
Der Standardwert beträgt 0 Minuten, in diesem Fall erfolgt kein automatisches Schließen.
Bestimmt, ob der Bildschirm gesperrt wird, wenn während einer
Arbeitssitzung der Token entfernt wird.
Bildschirm nach dem Fortsetzen sperren
Bestimmt, ob der Bildschirm bei Reaktivierung aus dem
Standby-Modus gesperrt wird.
120
Administratorhilfe
16.3 Anlegen von Listen verbotener PINs für die Verwendung mit
Richtlinien
Für Richtlinien des Typs PIN kann eine Liste mit verbotenen PINs angelegt werden. Diese
Liste definiert die Zeichenfolgen, die in nicht in PINs verwendet werden dürfen. PINs werden für die Anmeldung mit Token verwendet. Für weitere Informationen, siehe
Die Textdateien mit den gewünschten Informationen müssen erstellt werden, bevor sie im
SafeGuard Management Center registriert werden können. Die maximale Dateigröße für
Textdateien beträgt 50 KB. SafeGuard Enterprise verwendet nur Unicode UTF-16 kodierte
Texte. Wenn Sie die Textdateien in einem anderen Format erstellen, werden sie bei der
Registrierung automatisch in dieses Format konvertiert.
Hinweis:
In den Listen werden die verbotenen PINs durch einen Zeilenumbruch voneinander getrennt.
So registrieren Sie die Textdateien:
1. Klicken Sie im Richtlinien-Navigationsbereich mit der rechten Maustaste auf
Informationstext und wählen Sie Neu > Text.
2. Geben Sie unter Textelementname einen Namen für den anzeigenden Text ein.
3. Wählen Sie über die Schaltfläche [...] die zuvor erstellte Textdatei aus. Wenn eine
Konvertierung notwendig ist, wird eine entsprechende Meldung angezeigt.
4. Klicken Sie auf OK.
Das neue Textelement wird als Unterknoten des Eintrags Informationstext im
Richtlinien-Navigationsbereich angezeigt. Ist ein Textelement markiert, wird sein Inhalt im
Aktionsbereich auf der rechten Seite angezeigt. Das Textelement kann jetzt beim Erstellen von
Richtlinien ausgewählt werden.
Um weitere Textelemente zu registrieren, gehen Sie wie beschrieben vor. Alle registrierten
Textelemente werden als Unterknoten angezeigt.
Hinweis:
Mit der Schaltfläche Text ändern können Sie weiteren Text zum bestehenden Text hinzufügen.
Es wird ein Dialog geöffnet, in dem eine weitere Textdatei ausgewählt werden kann. Der in dieser Datei enthaltene Text wird am Ende des bestehenden Texts eingefügt.
16.4 Syntaxregeln für PINs
In Richtlinien vom Typ PIN definieren Sie Einstellungen für Token-PINs.
PINs können sowohl Ziffern, Buchstaben als auch Sonderzeichen (wie + - ; etc.) enthalten.
Verwenden Sie bei der Vergabe einer neuen PIN jedoch keine Zeichen mit der Kombination
ALT + <Zeichen>, da dieser Eingabemodus an der Power-on Authentication nicht zur
Verfügung steht.
Hinweis:
121
SafeGuard Enterprise
Definieren Sie PIN-Regeln entweder im SafeGuard Management Center oder im Active
Directory, nicht an beiden Stellen.
Richtlinieneinstellung Erklärung
REGELN
Mindestlänge der PIN
Maximallänge der PIN
Mindestanzahl an Buchstaben
Mindestanzahl an Ziffern
Mindestanzahl an Symbolen
Groß-/Kleinschreibung beachten
Tastaturzeile verboten
Tastaturspalte verboten
Drei oder mehr aufeinanderfolgende Zeichen verboten
Gibt an, aus wie vielen Zeichen eine PIN bei der Änderung durch den Benutzer mindestens bestehen muss. Der gewünschte Wert kann entweder direkt eingegeben oder durch Betätigen der
Richtungstasten vergrößert bzw. verkleinert werden.
Gibt an, aus wie vielen Zeichen eine PIN bei der Änderung durch den Benutzer maximal bestehen darf. Der gewünschte Wert kann entweder direkt eingegeben oder durch Betätigen der
Richtungstasten vergrößert bzw. verkleinert werden.
Mit diesen Einstellungen wird erreicht, dass PINs nicht ausschließlich Zeichen, Ziffern oder Sonderzeichen enthalten, sondern aus einer Kombination bestehen müssen (z. B.„15blume“ etc.). Diese Einstellungen sind nur dann sinnvoll, wenn eine
PIN-Mindestlänge definiert ist, die größer 2 ist.
Diese Einstellung wird nur bei den Punkten Liste nicht erlaubter
PINs benutzen und Benutzername als PIN verboten wirksam.
Beispiel 1: Sie haben in der Liste der verbotenen PINs „Tafel“ eingetragen. Steht die Option Groß-/Kleinschreibung beachten auf Ja, werden zusätzliche Kennwortvarianten wie z. B. „TAFEL“ oder „TaFeL“ nicht akzeptiert und die Anmeldung wird verweigert.
Beispiel 2: Der Benutzername für einen Anwender lautet
„EMaier“. Steht Groß-/Kleinschreibung beachten auf Ja und
Benutzername als PIN verboten auf Nein, darf Benutzer EMaier keine Variante seines Benutzernamens (z. B. ´emaier´ oder
´eMaiEr´ usw.) als Kennwort verwenden.
Tastaturzeilen sind „123“ oder „qwe“. Maximal zwei auf der
Tastatur nebeneinander liegende Zeichen sind erlaubt.
Tastaturzeilen beziehen sich nur auf den alphanumerischen
Tastaturteil.
Als Tastaturspalten werden eingetippte Zeichenreihen wie „yaq1“,
„xsw2“ oder „3edc“ (nicht aber „yse4“, „xdr5“ oder „cft6“!) bezeichnet. Erlaubt sind maximal zwei in einer Tastaturspalte befindliche Zeichen. Verbieten Sie Tastaturspalten, werden derartige Zeichenkombinationen als Kennwörter abgelehnt.
Tastaturspalten beziehen sich nur auf den alphanumerischen
Tastaturteil.
Verboten werden mit Aktivierung dieser Option Zeichenketten,
■ die im ASCII-Code aufeinander folgen, sowohl in auf- als auch in absteigender Reihenfolge („abc“; „cba“; „:;<“ usw.).
122
Administratorhilfe
Richtlinieneinstellung Erklärung
■ die aus drei oder mehr identischen Zeichen („aaa“ oder „111“) bestehen.
Benutzername als PIN verboten Bestimmt, ob Benutzername und PIN identisch sein dürfen.
Ja: Windows-Benutzername und PIN müssen unterschiedlich sein.
Nein: Benutzer darf seinen Windows-Benutzernamen gleichzeitig als PIN verwenden.
Liste nicht erlaubter PINs benutzen
Liste nicht erlaubter PINs
Bestimmt, ob bestimmte Zeichenfolgen für PINs nicht verwendet werden dürfen. Abgelegt sind die Zeichenfolgen in der Liste nicht
erlaubter PINs (z. B. Datei im Format .txt).
Definiert Zeichenfolgen, die in einer PIN nicht verwendet werden dürfen. Wenn ein Benutzer eine verbotene PIN verwendet, wird eine Fehlermeldung ausgegeben.
Voraussetzung:
Eine Liste (eine Datei) mit verbotenen PINs muss im Management
Center unter Informationstext im Richtlinien-Navigationsbereich registriert werden. Erst nach der Registrierung ist die Liste verfügbar.
Maximale Dateigröße: 50 KB
Unterstütztes Format: Unicode
Nicht erlaubte PINs definieren
In den Listen werden die verbotenen PINs durch einen Leerraum oder einen Zeilenumbruch voneinander getrennt.
Platzhalter: An der Position, an der Sie den Zeichentyp „*“ eingeben, können mehrere beliebige Zeichen in der PIN enthalten sein. Beispielsweise wird durch *123* jede Zeichenfolge, die 123 enthält, als PIN verboten.
Hinweis:
■ Wenn Sie nur den Platzhalter in die Liste einfügen, können sich Benutzer nach einer erzwungenen Kennwortänderung nicht mehr im System anmelden.
■ Benutzer dürfen auf die Datei keinen Zugriff haben.
■ Die Option Liste nicht erlaubter PINs verwenden muss aktiviert sein.
ÄNDERUNGEN
PIN-Änderung erlaubt nach mindestens (Tage)
Legt den Zeitraum fest, in dem ein Kennwort nicht erneut geändert werden darf. Diese Einstellung verhindert, dass ein
Benutzer seine PIN innerhalb eines bestimmten Zeitraums beliebig oft ändern kann.
Beispiel:
123
SafeGuard Enterprise
Richtlinieneinstellung
PIN läuft ab nach (Tage)
Warnung vor Ablauf (Tage)
Erklärung
Die Benutzerin Schmidt definiert eine neue PIN (z. B. „13jk56“).
Für sie (oder für die Gruppe, der sie zugeordnet ist) ist ein Wechsel nach mind. fünf Tagen festgelegt. Bereits nach zwei Tagen will sie die PIN „13jk56“ ändern. Dies wird abgelehnt, da Frau Schmidt erst nach fünf Tagen eine neue PIN definieren darf.
Wird die maximale Gültigkeitsdauer aktiviert, muss der Benutzer nach dem eingetragenen Zeitraum seine PIN wechseln und ein neue definieren.
Ab “n” Tagen vor Ablauf der PIN wird eine Warnmeldung ausgegeben und der Benutzer darauf hingewiesen, dass er in
“n“-Tagen seine PIN ändern muss. Er erhält daraufhin die
Möglichkeit, die PIN sofort zu ändern.
ALLGEMEIN
PIN-Generationen Legt fest, wann bereits verwendete PINs wieder benutzt werden dürfen.
Sinnvoll ist die Definition von PIN-Generationen insbesondere in Verbindung mit der Einstellung PIN läuft ab nach (Tage).
Beispiel:
Die Anzahl der PIN-Generationen für den Benutzer Müller wurde auf 4 festgelegt, die der Tage, nach denen der Benutzer die PIN wechseln muss, auf 30. Herr Müller meldete sich bislang mit der
PIN „Informatik“ an. Nach Ablauf der Frist von 30 Tagen wird er aufgefordert, seine PIN zu ändern. Herr Müller tippt als neue
PIN wieder „Informatik“ ein und erhält die Fehlermeldung, dass er diese PIN bereits verwendet hat und eine andere PIN wählen muss. „Informatik“ darf Herr Müller erst nach der vierten (da
PIN-Generationen = 4) Aufforderung zur Eingabe einer neuen
PIN verwenden.
16.5 Anlegen einer Liste verbotener Kennwörter für die Verwendung mit Richtlinien
Für Richtlinien des Typs Kennwort kann eine Liste mit verbotenen Kennwörtern angelegt werden. Diese Liste definiert die Zeichenfolgen, die in nicht in Kennwörtern verwendet werden dürfen.
Hinweis:
In den Listen werden die nicht erlaubten Kennwörter durch einen Zeilenumbruch voneinander getrennt.
Die Textdateien mit den gewünschten Informationen müssen erstellt werden, bevor sie im
SafeGuard Management Center registriert werden können. Die maximale Dateigröße für
Textdateien beträgt 50 KB. Sophos SafeGuard verwendet nur Unicode UTF-16 kodierte Texte.
124
Administratorhilfe
Wenn Sie die Textdateien in einem anderen Format erstellen, werden sie bei der Registrierung automatisch in dieses Format konvertiert.
Wenn eine Datei konvertiert wird, wird eine entsprechende Meldung angezeigt.
So registrieren Sie die Textdateien:
1. Klicken Sie im Richtlinien-Navigationsbereich mit der rechten Maustaste auf
Informationstext und wählen Sie Neu > Text.
2. Geben Sie unter Textelementname einen Namen für den anzeigenden Text ein.
3. Wählen Sie über die Schaltfläche [...] die zuvor erstellte Textdatei aus. Wenn eine
Konvertierung notwendig ist, wird eine entsprechende Meldung angezeigt.
4. Klicken Sie auf OK.
Das neue Textelement wird als Unterknoten des Eintrags Informationstext im
Richtlinien-Navigationsbereich angezeigt. Ist ein Textelement markiert, wird sein Inhalt im
Aktionsbereich auf der rechten Seite angezeigt. Das Textelement kann jetzt beim Erstellen von
Richtlinien ausgewählt werden.
Um weitere Textelemente zu registrieren, gehen Sie wie beschrieben vor. Alle registrierten
Textelemente werden als Unterknoten angezeigt.
Hinweis:
Mit der Schaltfläche Text ändern können Sie weiteren Text zum bestehenden Text hinzufügen.
Es wird ein Dialog geöffnet, in dem eine weitere Textdatei ausgewählt werden kann. Der in dieser Datei enthaltene Text wird am Ende des bestehenden Texts eingefügt.
16.6 Syntaxregeln für Kennwörter
Kennwörter können sowohl Ziffern, Buchstaben als auch Sonderzeichen (wie + - ; etc.) enthalten. Verwenden Sie bei der Vergabe eines neuen Kennworts jedoch keine Zeichen mit der Kombination ALT + <Zeichen>, da dieser Eingabemodus an der Power-on Authentication nicht zur Verfügung steht. Wie Kennwörter, mit denen sich Benutzer am System anmelden, beschaffen sein müssen, wird in Richtlinien vom Typ Kennwort eingestellt.
Hinweis:
Für Informationen zur Umsetzung einer Richtlinie für sichere Kennwörter siehe
Sicherheitsmaßnahmen (Seite 10) und das SafeGuard Enterprise Manual for
certification-compliant operation (Englisch).
Die Umsetzung von Kennwortregeln und Kennworthistorien kann nur dann gewährleistet werden, wenn der SGN Credential Provider durchgehend verwendet wird. Definieren Sie
Kennwortregeln entweder im SafeGuard Management Center oder im Active Directory, nicht an beiden Stellen.
Richtlinieneinstellung
REGELN
Erklärung
125
SafeGuard Enterprise
Richtlinieneinstellung Erklärung
Mindestlänge des Kennworts:
Maximallänge des Kennwortes
Mindestanzahl an Buchstaben
Mindestanzahl an Ziffern
Mindestanzahl an Symbolen
Drei oder mehr aufeinanderfolgende Zeichen verboten
Gibt an, aus wie vielen Zeichen ein Kennwort bei der Änderung durch den Benutzer mindestens bestehen muss. Der gewünschte
Wert kann entweder direkt eingegeben oder durch Betätigen der Richtungstasten vergrößert bzw. verkleinert werden.
Gibt an, aus wie vielen Zeichen ein Kennwort bei der Änderung durch den Benutzer maximal bestehen darf. Der gewünschte
Wert kann entweder direkt eingegeben oder durch Betätigen der Richtungstasten vergrößert bzw. verkleinert werden.
Mit diesen Einstellungen wird erreicht, dass Kennwörter nicht ausschließlich Zeichen, Ziffern oder Sonderzeichen enthalten, sondern aus einer Kombination bestehen müssen (z. B.
„15blume“ etc.). Diese Einstellungen sind nur dann sinnvoll, wenn eine Kennwortmindestlänge definiert ist, die größer 2 ist.
Groß-/Kleinschreibung beachten
Tastaturzeile verboten
Diese Einstellung wird nur bei den Punkten Liste nicht
erlaubter Kennwörter verwenden und Benutzername als
Kennwort verboten wirksam.
Beispiel 1: Sie haben in der Liste der verbotenen Kennwörter
„Tafel“ eingetragen. Steht die Option Groß-/Kleinschreibung
beachten auf Ja, werden zusätzliche Kennwortvarianten wie z.
B. „TAFEL“ oder „TaFeL“ nicht akzeptiert und die Anmeldung wird verweigert.
Beispiel 2: Der Benutzername für einen Anwender lautet
„EMaier“. Steht Groß-/Kleinschreibung beachten auf Ja und
Benutzername als Kennwort verboten auf Nein, darf Benutzer
EMaier keine Variante seines Benutzernamens (z. B. ´emaier´ oder ´eMaiEr´ usw.) als Kennwort verwenden.
Tastaturzeilen sind „123“ oder „qwe“. Maximal zwei auf der
Tastatur nebeneinander liegende Zeichen sind erlaubt.
Tastaturzeilen beziehen sich nur auf den alphanumerischen
Tastaturteil.
Tastaturspalte verboten Als Tastaturspalten werden eingetippte Zeichenreihen wie
„yaq1“, „xsw2“ oder „3edc“ (nicht aber „yse4“, „xdr5“ oder
„cft6“!) bezeichnet. Erlaubt sind maximal zwei in einer
Tastaturspalte befindliche Zeichen. Verbieten Sie
Tastaturspalten, werden derartige Zeichenkombinationen als
Kennwörter abgelehnt. Tastaturspalten beziehen sich nur auf den alphanumerischen Tastaturteil.
Verboten werden mit Aktivierung dieser Option Zeichenketten,
■ die im ASCII-Code aufeinander folgen, sowohl in auf- als auch in absteigender Reihenfolge („abc“; „cba“; „:;<“ usw.).
■ die aus drei oder mehr identischen Zeichen („aaa“ oder
„111“) bestehen.
126
Administratorhilfe
Richtlinieneinstellung Erklärung
Benutzername als Kennwort verboten
Liste nicht erlaubter Kennwörter verwenden
Liste nicht erlaubter Kennwörter
Bestimmt, ob Benutzername und Kennwort identisch sein dürfen.
Ja: Windows-Benutzername und Kennwort müssen unterschiedlich sein.
Nein: Windows-Benutzername und Kennwort müssen nicht unterschiedlich sein.
Bestimmt, ob bestimmte Zeichenfolgen für Kennwörter nicht verwendet werden dürfen. Abgelegt sind die Zeichenfolgen in der Liste nicht erlaubter Kennwörter (z. B. Datei im Format
.txt).
Definiert Zeichenfolgen, die in einem Kennwort ausgeschlossen sind. Wenn ein Benutzer ein verbotenes Kennwort verwendet, wird eine Fehlermeldung ausgegeben.
Eine Liste (eine Datei) mit verbotenen Kennwörtern muss im
SafeGuard Management Center unter Informationstext im
Richtlinien-Navigationsbereich registriert werden. Erst nach der Registrierung ist die Liste verfügbar.
Maximale Dateigröße: 50 KB
Unterstütztes Format: Unicode
Nicht erlaubte Kennwörter definieren
In der Liste werden die verbotenen Kennwörter durch einen neuen Zeilenanfang getrennt. Platzhalter: An der Position, an der Sie den Zeichentyp „*“ eingeben, können mehrere beliebige
Zeichen im Kennwort enthalten sein. Beispielsweise wird durch
*123* jede Zeichenfolge, die 123 enthält, als Kennwort verboten.
Hinweis:
■ Wenn Sie nur den Platzhalter in die Liste einfügen, können sich Benutzer nach einer erzwungenen Kennwortänderung nicht mehr im System anmelden.
■ Benutzer dürfen auf die Datei keinen Zugriff haben.
■ Die Option Liste nicht erlaubter Kennwörter verwenden muss aktiviert sein.
Benutzerkennwortsynchronisation mit anderen SGN Clients
Dieses Feld steuert die Synchronisierung bei Änderung des
Kennworts durch Benutzer, die auf mehreren SafeGuard
Enterprise Endpoint-Computern arbeiten und als Benutzer eingetragen sind. Folgende Optionen stehen zur Verfügung:
■ Langsam (sobald Benutzer sich anmeldet)
Ändert ein Benutzer sein Kennwort auf einem SafeGuard
Enterprise Endpoint-Computer, so muss dieser Benutzer sich auf anderen Computern, auf denen er als Benutzer eingetragen ist, zunächst noch einmal mit seinem alten
127
SafeGuard Enterprise
Richtlinieneinstellung Erklärung
Kennwort an der Power-on Authentication anmelden. Erst dann wird die Kennwortsynchronisation durchgeführt
■ Schnell (sobald der Computer eine Verbindung hergestellt hat)
Ändert der Benutzer sein Kennwort auf einem SafeGuard
Enterprise Endpoint-Computer, so wird die
Kennwortsynchronisierung mit einem anderen Computer, auf dem er als Benutzer eingetragen ist, durchgeführt, sobald der andere Computer eine Verbindung mit dem Server hergestellt hat. Dies erfolgt zum Beispiel dann, wenn sich ein anderer Benutzer, der ebenfalls auf dem Computer als
Benutzer eingetragen ist, in der Zwischenzeit an diesem
Computer anmeldet.
ÄNDERUNGEN
Kennwortänderung erlaubt nach mindestens (Tage)
Kennwort läuft ab nach (Tage)
Warnung vor Ablauf (Tage)
Legt den Zeitraum fest, in dem ein Kennwort nicht erneut geändert werden darf. Diese Einstellung verhindert, dass ein
Benutzer sein Kennwort innerhalb eines bestimmten Zeitraums beliebig oft ändern kann. Bei einem durch Windows erzwungenen Kennwortwechsel oder bei einem Wechsel des
Kennworts nach der Anzeige der Warnung, dass das Kennwort in x Tagen abläuft, wird diese Einstellung nicht ausgewertet!
Beispiel:
Die Benutzerin Schmidt definiert ein neues Kennwort (z. B.
„13jk56“). Für sie (oder für die Gruppe, der sie zugeordnet ist) ist ein Wechsel nach mind. fünf Tagen festgelegt. Bereits nach zwei Tagen will sie das Kennwort „13jk56“ändern. Dies wird abgelehnt, da Frau Schmidt erst nach fünf Tagen ein neues Kennwort definieren darf.
Wird die maximale Gültigkeitsdauer aktiviert, muss der
Benutzer nach dem eingetragenen Zeitraum sein Kennwort wechseln und ein neues Kennwort definieren.
Ab “n” Tagen vor Ablauf des Kennworts wird eine
Warnmeldung ausgegeben und der Benutzer darauf hingewiesen, dass er in “n“-Tagen sein Kennwort ändern muss.
Er erhält daraufhin die Möglichkeit, das Kennwort sofort zu
ändern.
ALLGEMEIN
Kennwortgenerationen Legt fest, wann bereits verwendete Kennwörter wieder benutzt werden dürfen. Sinnvoll ist die Definition von
Kennwortgenerationen insbesondere in Verbindung mit der
Einstellung Kennwort läuft ab nach (Tage).
Beispiel:
128
Administratorhilfe
Richtlinieneinstellung Erklärung
Die Anzahl der Kennwortgenerationen für den Benutzer Müller wurde auf 4 festgelegt, die der Tage, nach denen der Benutzer das Kennwort wechseln muss, auf 30. Herr Müller meldete sich bislang mit dem Kennwort „Informatik“ an. Nach Ablauf der
Frist von 30 Tagen wird er aufgefordert, sein Kennwort zu
ändern. Herr Müller tippt als neues Kennwort wieder
„Informatik“ ein und erhält die Fehlermeldung, dass er dieses
Kennwort bereits verwendet hat und ein anderes Kennwort wählen muss. „Informatik“ darf Herr Müller erst nach der vierten (da Kennwortgenerationen = 4) Aufforderung zur
Eingabe eines neuen Kennworts verwenden.
16.7 Passphrase für SafeGuard Data Exchange
Der Benutzer muss eine Passphrase eingeben, die zum Erzeugen von lokalen Schlüsseln für den sicheren Datenaustausch mit SafeGuard Data Exchange verwendet wird. Die auf den
Endpoint-Computern erzeugten Schlüssel werden auch in der SafeGuard Enterprise Datenbank gespeichert. Die erforderlichen Einstellungen definieren Sie in einer Richtlinie vom Typ
Passphrase.
Für weitere Informationen zu SafeGuard Data Exchange, siehe
SafeGuard Data Exchange (Seite
191).
Weitere Informationen zu SafeGuard Data Exchange und SafeGuard Portable auf dem
Endpoint-Computer finden Sie in der SafeGuard Enterprise Benutzer-Hilfe im Kapitel
SafeGuard Data Exchange.
Richtlinieneinstellung
Passphrase
Mindestlänge der Passphrase
Erklärung
Maximallänge der Passphrase
Mindestanzahl an Buchstaben
Mindestanzahl an Ziffern
Mindestanzahl an Symbolen
Legt fest, aus wie vielen Zeichen die Passphrase, aus der der
Schlüssel erzeugt wird, mindestens bestehen muss. Der gewünschte Wert kann entweder direkt eingegeben oder durch
Betätigen der Richtungstasten vergrößert bzw. verkleinert werden.
Legt fest, aus wie vielen Zeichen die Passphrase maximal bestehen darf. Der gewünschte Wert kann entweder direkt eingegeben oder durch Betätigen der Richtungstasten vergrößert bzw.
verkleinert werden.
Mit diesen Einstellungen wird erreicht, dass eine Passphrase nicht ausschließlich Zeichen, Ziffern oder Sonderzeichen enthält, sondern aus einer Kombination bestehen muss (z. B. „15blume“ etc.). Diese Einstellung ist nur dann sinnvoll, wenn eine
Mindestlänge definiert ist, die größer 2 ist.
129
SafeGuard Enterprise
Richtlinieneinstellung
Groß-/Kleinschreibung beachten
Tastaturzeile verboten
Tastaturspalte verboten
Drei oder mehr aufeinanderfolgende Zeichen verboten
Benutzername als Passphrase verboten
Erklärung
Diese Einstellung wird beim Setzen der Option Benutzername
als Passphrase verboten wirksam.
Beispiel: Der Benutzername für einen Anwender lautet „EMaier“.
Steht Groß-/Kleinschreibung beachten auf JA und
Benutzername als Passphrase verboten auf NEIN, darf Benutzer
EMaier keine Variante seines Benutzernamens (z. B. ´emaier´ oder ´eMaiEr´ etc.) als Passphrase verwenden.
Tastaturzeilen sind „123“ oder „qwe“. Maximal zwei auf der
Tastatur nebeneinander liegende Zeichen sind erlaubt.
Tastaturzeilen beziehen sich nur auf den alphanumerischen
Tastaturteil.
Als Tastaturspalten werden eingetippte Zeichenreihen wie „yaq1“,
„xsw2“ oder „3edc“ (nicht aber „yse4“, „xdr5“ oder „cft6“!) bezeichnet. Erlaubt sind maximal zwei in einer Tastaturspalte befindliche Zeichen. Verbieten Sie Tastaturspalten, werden derartige Zeichenkombinationen als Passphrase abgelehnt.
Tastaturzeilen beziehen sich nur auf den alphanumerischen
Tastaturteil.
Verboten werden mit Aktivierung dieser Option Zeichenketten,
■ die im ASCII-Code aufeinander folgen, sowohl in auf- als auch in absteigender Reihenfolge („abc“; „cba“; „:;<“ usw.).
■ die aus drei oder mehr identischen Zeichen („aaa“ oder
„111“) bestehen.
Bestimmt, ob Benutzername und Passphrase identisch sein dürfen.
Ja: Windows-Benutzername und Passphrase müssen unterschiedlich sein.
Nein: Benutzer darf seinen Windows-Benutzernamen gleichzeitig als Passphrase verwenden.
16.8 White Lists für Geräteschutz-Richtlinien für dateibasierende
Verschlüsselung
Im SafeGuard Management Center können Sie White Lists als Ziele für Richtlinien des Typs
Geräteschutz für dateibasierende Verschlüsselung auswählen. Somit können Sie
Verschlüsselungsrichtlinien für spezifische Gerätemodelle und sogar für spezifische Geräte erstellen.
Damit Sie eine White List als Ziel für eine Geräteschutz Richtlinie auswählen können, müssen
Sie die Liste im SafeGuard Management Center anlegen. Sie können White Lists für spezifische
Gerätemodelle (z. B. iPod, USB-Geräte eines bestimmten Herstellers usw.) oder für einzelne
Geräte nach Seriennummer definieren. Sie können die Geräte manuell zu den White Lists
130
Administratorhilfe hinzufügen oder die Ergebnisse eines SafeGuard Port Auditor Scan-Vorgangs verwenden.
Weitere Informationen finden Sie im SafeGuard Port Auditor User Guide.
Sie können dann die White List als Ziel beim Anlegen einer Richtlinie vom Typ Geräteschutz auswählen.
Hinweis:
Wenn Sie eine White List für eine Richtlinie vom Typ Geräteschutz als Ziel auswählen, können
Sie als Verschlüsselungsmodus für Medien nur Keine Verschlüsselung oder Dateibasierend auswählen. Wenn Sie Keine Verschlüsselung für eine Geräteschutz Richtlinie mit einer White
List auswählen, wird durch diese Richtlinie ein Gerät dann nicht von der Verschlüsselung ausgenommen, wenn eine andere geltende Richtlinie die volume-basierende Verschlüsselung fordert.
Hinweis:
Für Block Master SafeStick gelten spezielle Anforderungen. Diese Geräte haben für
Administratoren und Benutzer ohne Administratorrechte unterschiedliche IDs. Für die korrekte
Verarbeitung in SafeGuard Enterprise müssen Sie beide IDs zur White List hinzufügen. Der
SafeGuard Port Auditor ermittelt beide IDs, wenn ein SafeStick-Gerät mindestens einmal auf dem von SafeGuard Port Auditor gescannten Computer geöffnet wurde.
16.8.1 Anlegen einer White List für Geräteschutz-Richtlinien für die dateibasierende Verschlüsselung
1. Markieren Sie im Richtlinien Navigationsbereich den Eintrag White List.
2. Klicken Sie im Kontextmenü von White List auf Neu > White List.
3. Wählen Sie den Typ der White List aus:
■
■
Um eine White List für spezifische Datenträgermodelle zu erstellen, wählen Sie
Datenträgermodelle.
Um eine White List für bestimmte Datenträger nach Seriennummer zu erstellen, wählen
Sie Einzelne Datenträger.
4. Geben Sie unter White List-Quelle an, wie Sie die White List erstellen möchten:
■ Um Datenträger manuell einzugeben, wählen Sie White List manuell erstellen.
Wenn Sie auf OK klicken, wird eine leere White List im SafeGuard Management Center geöffnet. In dieser leeren White List können Sie die Einträge manuell erstellen. Klicken
Sie dazu auf das grüne Symbol Hinzufügen (Einfügen) in der SafeGuard Management
Center Symbolleiste.
Hinweis:
Um die relevanten Strings für ein Gerät mit dem Windows-Geräte-Manager abzurufen,
öffnen Sie das Eigenschaften Fenster für das Gerät und entnehmen Sie die Werte für die Eigenschaften Hardware-Kennungen und Geräteinstanzkennung. Es werden nur folgende Schnittstellen unterstützt: USB, 1394, PCMCIA und PCI.
131
SafeGuard Enterprise
■ Wenn Sie das Ergebnis eines Endpoint-Computer Scans durch den SafeGuard Port
Auditor als Quelle verwenden möchten, wählen Sie SafeGuard Port Auditor Ergebnis
importieren.
Die Ergebnisse des Scans durch den SafeGuard Port Auditor müssen vorliegen
(XML-Datei), wenn Sie die White List auf diese Weise erzeugen wollen. Um die Datei auszuwählen, klicken Sie auf die [...] Schaltfläche.
Weitere Informationen finden Sie im SafeGuard Port Auditor User Guide.
Nach dem Klicken auf OK wird der Inhalt der importierten Datei im SafeGuard
Management Center angezeigt.
Die White List wird unter White Lists im Richtlinien Navigationsbereich angezeigt. Sie können
Sie beim Erstellen von Richtlinien des Typs Geräteschutz für dateibasierende Verschlüsselung auswählen.
16.8.2 Auswahl einer White List als Ziel für Geräteschutz-Richtlinien für die dateibasierende Verschlüsselung
Voraussetzung: Die gewünschte White List muss im SafeGuard Management Center angelegt sein.
1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Management Center auf die Schaltfläche
Richtlinien.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster mit der rechten Maustaste auf Richtlinien und wählen
Sie im Kontextmenü den Befehl Neu.
3. Wählen Sie Geräteschutz.
Es wird ein Dialog für die Benennung der neuen Richtlinie angezeigt.
4. Geben Sie einen Namen und optional eine Beschreibung für die neue Richtlinie ein.
5. Wählen Sie unter Ziel des Geräteschutzes die relevante White List:
■
■
Wenn Sie eine White List für Datenträgermodelle erstellt haben, wird sie unter
Datenträgermodelle angezeigt.
Wenn Sie eine White List für bestimmte Datenträger erstellt haben, wird sie unter
Einzelne Datenträger angezeigt.
6. Klicken Sie auf OK.
Die White List ist als Ziel der Richtlinie vom Typ Geräteschutz ausgewählt. Nach der
Übertragung der Richtlinie an die Endpoint-Computer gilt der in der Richtlinie festgelegte
Verschlüsselungsmodus.
16.9 Geräteschutz
Richtlinien des Typs Geräteschutz enthalten Einstellungen für die Datenverschlüsselungen auf unterschiedlichen Datenträgern. Die Verschlüsselung kann volume- oder dateibasierend durchgeführt werden, mit unterschiedlichen Schlüsseln und Algorithmen. Richtlinien des
Typs Geräteschutz enthalten auch Einstellungen für SafeGuard Data Exchange, SafeGuard
132
Administratorhilfe
Cloud Storage und SafeGuard Portable. Für weitere Informationen zu SafeGuard Data
Exchange, siehe SafeGuard Data Exchange (Seite 191). Für weitere Informationen zu SafeGuard
Cloud Storage, siehe
Cloud Storage (Seite 202). Weitere Informationen zu SafeGuard Data
Exchange, SafeGuard Cloud Storage und SafeGuard Portable auf dem Endpoint-Computer finden Sie in der SafeGuard Enterprise Benutzerhilfe.
Wenn Sie eine Richtlinie dieses Typs erstellen, müssen Sie zunächst ein Ziel für den Geräteschutz angeben. Mögliche Ziele sind:
■ Massenspeicher (Boot-Laufwerke/Andere Volumes)
■ Wechselmedien
■ Optische Laufwerke
■ Datenträgermodelle
■ Einzelne Datenträger
■ Cloud Storage Definitionen
Für jedes Ziel muss eine eigene Richtlinie angelegt werden.
Hinweis:
Ziel Wechselmedien: Eine Richtlinie für die volume-basierende Verschlüsselung von
Wechsellaufwerken, die es dem Benutzer erlaubt, einen Schlüssel aus einer Liste auszuwählen
(z. B. Beliebiger Schlüssel im Schlüsselring des Benutzers), kann vom Benutzer umgangen werden, indem er keinen Schlüssel auswählt. Um sicherzustellen, dass Wechsellaufwerke immer verschlüsselt werden, verwenden Sie eine dateibasierende Verschlüsselungsrichtlinie legen Sie in der volume-basierenden Verschlüsselungsrichtlinie explizit einen Schlüssel fest.
Richtlinieneinstellung
Verschlüsselungsmodus für
Medien
Erklärung
Dient dem Schutz von Endgeräten (PCs, Notebooks) und allen
Arten von Wechseldatenträgern.
Hinweis:
Diese Einstellung ist obligatorisch.
Hauptaufgabe ist die Verschlüsselung aller auf lokalen oder externen Datenträgern gespeicherten Daten. Durch die transparente Arbeitsweise können Benutzer einfach ihre gewohnten Anwendungen, z. B. Microsoft Office, weiter benutzen.
Transparente Verschlüsselung bedeutet für den Benutzer, dass alle verschlüsselt gespeicherten Daten (sei es in verschlüsselten
Verzeichnissen oder Laufwerken) automatisch im Hauptspeicher entschlüsselt werden, sobald sie in einem Programm geöffnet werden. Beim Abspeichern der Datei wird diese automatisch wieder verschlüsselt.
Folgende Optionen stehen zur Verfügung:
■ Keine Verschlüsselung
■ Volume-basierend (= transparente, sektorbasierte
Verschlüsselung)
133
SafeGuard Enterprise
Richtlinieneinstellung Erklärung
Stellt sicher, dass alle Daten verschlüsselt sind (inkl.
Boot-Dateien, Swapfile, Datei für den
Ruhezustand/Hibernation File, temporäre Dateien,
Verzeichnisinformationen usw.) ohne dass sich der Benutzer in seiner Arbeitsweise anpassen oder auf Sicherheit achten muss.
■ Dateibasierend (= transparente, dateibasierte Verschlüsselung,
Smart MediaEncryption)
Stellt sicher, dass alle Daten verschlüsselt sind (außer Boot
Medium und Verzeichnisinformationen), mit dem Vorteil, dass auch optische Medien wie CD/DVD verschlüsselt werden können oder Daten mit Fremdrechnern, auf denen kein
SafeGuard Enterprise installiert ist, ausgetauscht werden können (soweit von der Richtlinie erlaubt).
Hinweis:
Für Richtlinien mit dem White Lists können nur die Optionen
Keine Verschlüsselung oder Dateibasierend ausgewählt werden.
ALLGEMEINE EINSTELLUNGEN
Algorithmus für die
Verschlüsselung
Schlüssel für die
Verschlüsselung
Setzt den Verschlüsselungsalgorithmus.
Liste aller einsetzbaren Algorithmen mit ihren jeweiligen
Standards:
AES256: 32 Bytes (256 Bits)
AES128: 16 Bytes (128 Bits)
AES256 mit Diffuser
AES128 mit Diffuser
Legt fest, welcher Schlüssel zur Verschlüsselung verwendet wird.
Es können bestimmte Schlüssel festgelegt werden (z. B.
Computer-Schlüssel, oder ein definierter Schlüssel) oder dem
Benutzer kann die Auswahl eines Schlüssels erlaubt werden. Die
Schlüssel, die ein Benutzer verwenden darf, können eingeschränkt werden.
Folgende Optionen stehen zur Verfügung:
■ Beliebiger Schlüssel im Schlüsselring des Benutzers
Alle Schlüssel aus dem Schlüsselbund des Benutzers werden angezeigt und der Benutzer darf einen daraus auswählen.
Hinweis:
Diese Option muss gewählt werden, wenn eine Richtlinie für dateibasierende Verschlüsselung für einen Standalone Client angelegt wird.
■ Alle, außer persönliche Schlüssel im Schlüsselring
134
Administratorhilfe
Richtlinieneinstellung Erklärung
Alle Schlüssel aus dem Schlüsselbund mit Ausnahme des persönlichen Schlüssels werden angezeigt und der Benutzer darf einen daraus auswählen.
■ Beliebiger Gruppenschlüssel im Schlüsselring des Benutzers
Alle Gruppenschlüssel aus dem Schlüsselbund des Benutzers werden angezeigt und der Benutzer darf einen daraus auswählen.
■ Definierter Computerschlüssel
Es wird der Maschinen-Schlüssel verwendet - der Benutzer selbst kann KEINEN Schlüssel auswählen.
Hinweis:
Diese Option muss gewählt werden, wenn eine Richtlinie für volume-basierende Verschlüsselung für einen Standalone
Client angelegt wird. Wenn Sie dennoch die Option Beliebiger
Schlüssel im Schlüsselring des Benutzers auswählen und der
Benutzer wählt einen lokal erzeugten Schlüssel für die volume-basierende Verschlüsselung, wird der Zugriff auf dieses Volume verweigert.
■ Beliebiger Schlüssel im Schlüsselring des Benutzers außer lokal erzeugte Schlüssel
Alle Schlüssel aus dem Schlüsselring mit Ausnahme der lokal erzeugten Schlüsse werden angezeigt und der Benutzer darf einen daraus auswählen
■ Definierter Schlüssel aus der Liste
Der Administrator kann in der Administration bei der
Richtlinien-Einstellung einen beliebigen, existierenden
Schlüssel auswählen.
Der Schlüssel muss unter Für Verschlüsselung definierter
Schlüssel ausgewählt werden.
Hinweis:
Bei Verwendung von „Definierter Computer-Schlüssel“
Ist SafeGuard Enterprise Device Encryption nicht auf einem
Endpoint-Computer installiert (keine POA, keine volume-basierende Verschlüsselung), wird eine Richtlinie, die den Definierten Computerschlüssel als Schlüssel für die dateibasierende Verschlüsselung festlegt, nicht auf dem Computer wirksam. Der definierte Computerschlüssel ist auf einem
Computer dieses Typs nicht verfügbar. Die Daten können nicht verschlüsselt werden.
Richtlinien für durch SafeGuard Enterprise geschützte
Standalone-Computer:
135
SafeGuard Enterprise
Richtlinieneinstellung Erklärung
Für Verschlüsselung definierter
Schlüssel
Benutzer darf einen lokalen
Schlüssel erzeugen
Bitte beachten Sie beim Erstellen von Richtlinien für
Standalone-Computer, dass für die dateibasierende
Verschlüsselung ausschließlich die Option Beliebiger Schlüssel
im Schlüsselring des Benutzers möglich ist. Zusätzlich darf das
Erzeugen von lokalen Schlüsseln nicht verboten werden.
Falls die Medien-Passphrase Funktion für Standalone-Computer aktiviert ist, wird der Medienverschlüsselungsschlüssel automatisch als Für Verschlüsselung definierter Schlüssel verwendet, da auf Standalone Clients keine Gruppenschlüssel zur
Verfügung stehen. Wenn Sie beim Erstellen einer
Wechselmedien-Richtlinie für Standalone-Computer einen anderen Schlüssel unter Für Verschlüsselung definierter
Schlüssel auswählen, so hat dies keine Auswirkung.
Dieses Feld wird nur dann aktiv, wenn Sie im Feld Schlüssel für
die Verschlüsselung die Option Definierter Schlüssel aus der
Liste ausgewählt haben. Klicken Sie auf die Schaltfläche [...], um den Dialog Schlüssel suchen aufzurufen. Klicken Sie auf Jetzt
suchen, um nach Schlüsseln zu suchen und wählen Sie einen
Schlüssel aus der angezeigten Liste aus.
Bei einer Richtlinie vom Typ Geräteschutz mit dem Ziel
Wechselmedien wird dieser Schlüssel zur Verschlüsselung des
Medienverschlüsselungsschlüssel verwendet, wenn die
Medien-Passphrase-Funktionalität aktiviert ist (Benutzer darf
eine Medien-Passphrase für Wechselmedien erzeugen auf Ja eingestellt).
Für Richtlinien vom Typ Geräteschutz für Wechselmedien müssen daher die Einstellungen
■ Schlüssel für die Verschlüsselung
■ Für Verschlüsselung definierter Schlüssel unabhängig voneinander spezifiziert werden.
Richtlinien für durch SafeGuard Enterprise geschützte
Standalone-Computer:
Falls die Medien-Passphrase Funktion für Standalone-Computer aktiviert ist, wird der Medienverschlüsselungsschlüssel automatisch als Für Verschlüsselung definierter Schlüssel verwendet, da auf Standalone Clients keine Gruppenschlüssel zur
Verfügung stehen.
Diese Einstellung bestimmt, ob Benutzer auf ihren Computern lokale Schlüssel erzeugen dürfen oder nicht.
Lokale Schlüssel werden auf dem Endpoint-Computer basierend auf einer vom Benutzer eingegebenen Passphrase erzeugt. Die
Anforderungen, denen eine Passphrase entsprechen muss, können in Richtlinien vom Typ Passphrase festgelegt werden.
136
Administratorhilfe
Richtlinieneinstellung Erklärung
VOLUME-BASIERENDE EINSTELLUNGEN
Benutzer darf dem verschlüsseltem Volume
Schlüssel hinzufügen oder diese entfernen
Ja: Endpoint-Computer-Benutzer dürfen einen zusätzlichen
Schlüssel aus einem Schlüsselbund einfügen/entfernen. Der Dialog wird angezeigt über den Kontextmenüeintrag
Verschlüsselung/Verschlüsselung / Registerkarte.
Nein: Endpoint-Computer-Benutzer dürfen keinen zusätzlichen
Schlüssel einfügen.
Reaktion auf unverschlüsselte
Volumes
Diese Schlüssel werden ebenfalls in der Datenbank gespeichert.
Der Benutzer kann sie auf jedem Computer, auf dem er sich anmelden darf, verwenden.
Lokale Schlüssel können zum sicheren Datenaustausch über
SafeGuard Data Exchange (SG DX) verwendet werden.
Definiert, wie SafeGuard Enterprise mit unverschlüsselten Medien umgeht:
Folgende Optionen stehen zur Verfügung:
■ Abweisen (= Klartext-Medium wird nicht verschlüsselt)
■ Nur unverschlüsselte Medien akzeptieren und verschlüsseln
■ Alle Medien akzeptieren und verschlüsseln
Benutzer darf Volume entschlüsseln
Schnelle Initialverschlüsselung
Bei defekten Sektoren fortfahren
Bewirkt, dass der Benutzer über einen Kontextmenü-Eintrag im
Windows Explorer das Laufwerk entschlüsseln darf.
Wählen Sie diese Einstellung aus, um den Modus der schnellen
Initialverschlüsselung für die volume-basierende Verschlüsselung zu aktivieren. Dieser Modus reduziert den Zeitraum, der für die
Initialverschlüsselung auf Endpoint-Computern benötigt wird.
Hinweis:
Dieser Modus kann zu einem unsicheren Zustand führen.
Für weitere Informationen, siehe
Schnelle Initialverschlüsselung
(Seite 176).
Legt fest, ob die Verschlüsselung fortgesetzt oder gestoppt werden soll, wenn defekte Sektoren entdeckt werden. Die
Standardeinstellung ist Ja.
DATEIBASIERENDE EINSTELLUNGEN
Initialverschlüsselung aller
Dateien
Benutzer darf
Initialverschlüsselung abbrechen
Bewirkt, dass die Initialverschlüsselung für ein Laufwerk automatisch nach der Benutzeranmeldung gestartet wird. Der
Benutzer muss eventuell vorher einen Schlüssel aus dem
Schlüsselbund auswählen.
Bewirkt, dass der Benutzer die Initialverschlüsselung abbrechen kann.
137
SafeGuard Enterprise
Richtlinieneinstellung Erklärung
Benutzer darf auf unverschlüsselte Dateien zugreifen
Benutzer darf Dateien entschlüsseln
Benutzer darf eine
Medien-Passphrase für
Wechselmedien erzeugen
Nur für Wechselmedien und
Cloud Storage:
SafeGuard Portable auf das Ziel kopieren
Standardschlüssel für die
Initialverschlüsselung
Definiert, ob ein Benutzer auf unverschlüsselte Dateien auf einem
Laufwerk zugreifen darf.
Bewirkt, dass der Benutzer einzelne Dateien oder ganze
Verzeichnisse entschlüsseln kann (über die Windows
Explorer-Erweiterung <rechte Maustaste>).
Bewirkt, dass der Benutzer eine Medien-Passphrase auf seinem
Computer festlegen kann. Die Medien-Passphrase ermöglicht den einfachen Zugriff auf alle lokalen Schlüssel auf Computern ohne SafeGuard Data Exchange über SafeGuard Portable.
Wenn diese Option aktiviert ist, wird SafeGuard Portable auf alle
Wechselmedien, die mit dem Endpoint-Computer verbunden werden, sowie in alle Synchronisierungsordner, die in einer Cloud
Storage Definition für Cloud Storage definiert sind, kopiert.
SafeGuard Portable ermöglicht den verschlüsselten
Datenaustausch mit Wechselmedien oder Cloud Storage, ohne dass der Empfänger der Daten SafeGuard Enterprise installiert haben muss.
Der Empfänger kann mit Hilfe von SafeGuard Portable und der entsprechenden Passphrase die verschlüsselten Daten entschlüsseln und auch wieder verschlüsseln. Der Empfänger kann mit
SafeGuard Portable die Daten neu verschlüsseln oder den ursprünglich verwendeten Schlüssel für die Verschlüsselung verwenden.
SafeGuard Portable muss nicht auf den Computer des Empfängers installiert oder kopiert werden, sondern kann direkt von den
Wechselmedien oder von Cloud Storage aus verwendet werden.
Über einen Dialog kann ein Schlüssel ausgewählt werden, der für die dateibasierte Initialverschlüsselung verwendet wird. Der
Benutzer kann dann beim Start der Initialverschlüsselung keinen
Schlüssel wählen. Die Initialverschlüsselung startet ohne
Benutzerinteraktion.
Für die Initialverschlüsselung wird immer der hier festgelegte
Schlüssel verwendet.
Beispiel:
Voraussetzung: Ein Standardschlüssel für die
Initialverschlüsselung ist gesetzt.
Verbindet der Benutzer ein USB-Gerät mit dem Computer, startet die Initialverschlüsselung automatisch. Der definierte Schlüssel wird benutzt. Es ist kein Benutzereingriff notwendig. Will der
Benutzer anschließend Dateien umschlüsseln oder neue Dateien auf dem USB-Medium speichern, kann er einen beliebigen
Schlüssel auswählen (falls erlaubt und verfügbar). Schließt er dann ein anderes USB-Gerät an, wird wiederum der Schlüssel, der für die Initialverschlüsselung festgelegt wurde, zur
138
Administratorhilfe
Richtlinieneinstellung
Klartext-Ordner
Benutzer darf über
Verschlüsselung entscheiden
Erklärung
Initialverschlüsselung verwendet. Dieser Schlüssel wird auch für folgende Verschlüsselungsoperationen verwendet, bis der Benutzer explizit einen anderen Schlüssel auswählt.
Hinweis:
Wenn die Medien-Passphrase-Funktion aktiviert ist, wird diese
Option deaktiviert. Der Für Verschlüsselung definierte Schlüssel wird verwendet.
Der hier angegebene Ordner wird auf allen Wechselmedien,
Massenspeichern und in allen Cloud Storage
Synchronisierungsordnern erstellt. Dateien, die in diesen Ordner kopiert werden, bleiben immer unverschlüsselt.
Sie können den Benutzer dazu berechtigen zu entscheiden, ob
Dateien auf Wechselmedien und Massenspeichern verschlüsselt werden sollen:
■ Wenn Sie hier Ja auswählen, werden Benutzer dazu aufgefordert zu entscheiden, ob Daten verschlüsselt werden sollen. Für Massenspeicher wird diese Aufforderung nach jeder Anmeldung angezeigt. Für Wechselmedien wird sie angezeigt, wenn die Wechselmedien mit dem Computer verbunden werden.
■ Wenn Sie für diese Option Ja, Benutzereinstellungen merken auswählen, können die Benutzer die Option Einstellungen
speichern und Dialog nicht mehr anzeigen wählen, um ihre
Auswahl für das relevante Gerät zu speichern. In diesem Fall wird der Dialog für das Gerät nicht mehr angezeigt.
Wenn der Benutzer im auf dem Endpoint-Computer angezeigten
Dialog Nein wählt, wird weder eine initiale noch eine transparente
Verschlüsselung durchgeführt.
16.10 Spezifische Computereinstellungen - Grundeinstellungen
Richtlinieneinstellungen Erklärung
POWER-ON AUTHENTICATION (POA)
Power-on Authentication aktivieren
Definiert, ob die POA permanent ein- oder ausgeschaltet sein soll.
Hinweis:
Aus Sicherheitsgründen empfehlen wir dringend, die POA eingeschaltet zu lassen. Durch Deaktivierung der POA reduziert sich die Systemsicherheit auf den Schutz durch die
139
SafeGuard Enterprise
Richtlinieneinstellungen Erklärung
Windows-Anmeldung. Dadurch erhöht sich das Risiko des unberechtigten Zugriffs auf verschlüsselte Daten.
Zugriff verweigern, falls keine
Verbindung zum Server in Tagen
(0 = keine Überprüfung)
Gastbenutzer nicht zulassen
Verweigert eine Anmeldung in der POA, wenn der Computer länger als festgelegt keine Verbindung mit dem Server hatte.
Legt fest, ob sich Gastbenutzer am Endpoint-Computer anmelden können.
Importieren von neuen Benutzern erlaubt für
Legt fest, ob ein weiterer Benutzer in die POA hinzugefügt werden darf. Hierbei wird unterschieden, ob das nur der
Maschineneigentümer (Besitzer) darf oder jeder Benutzer, der bereits in der POA vorhanden ist.
Benutzer darf POA-Benutzer löschen
Sicheres Wake on LAN (WOL)
Hinweis: Diese Einstellung gilt nur für durch Sophos
SafeGuard geschützte Standalone-Computer.
Die Einstellung legt fest, ob Benutzer andere Benutzer aus der
Power-on Authentication entfernen dürfen. Wenn Sie hier Ja auswählen, steht der Befehl Benutzer-Computer Zuordnung im System Tray Icon Menü auf dem Endpoint-Computer zur
Verfügung. Dieser Befehl zeigt eine Liste von Benutzern, die sich an der Power-on Authentication anmelden können. Im angezeigten Dialog können Benutzer aus der Liste entfernt werden. Wenn Benutzer entfernt wurden, können sich diese nicht mehr an der Power-on Authentication anmelden.
Mit der Richtlinieneinstellung Sicheres Wake on LAN ist es möglich, den Endpoint-Computer für Software-Rollouts optimal vorzubereiten, indem dafür notwendige Parameter wie das temporäre Deaktivieren der POA und ein Zeitintervall für Wake on LAN dem Computer direkt mitgegeben werden können und von ihm ausgewertet werden.
Hinweis:
Wir weisen an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin, dass auch das zeitlich begrenzte "Ausschalten" der POA für eine bestimmte
Anzahl von Boot-Vorgängen ein Absenken des
Sicherheitsniveaus bedeutet.
Für weitere Informationen zu Wake on LAN, siehe Sicheres
Wake on LAN (WOL) (Seite 227).
Anzahl der automatischen
Anmeldungen
Definiert die Anzahl der Neustarts mit ausgeschalteter
Power-on Authentication für Wake on LAN.
Diese Einstellung überschreibt temporär die Einstellung von
Power-on Authentication aktivieren, bis die Anzahl der eingestellten automatischen Anmeldungen erreicht ist. Danach wird die Power-on Authentication wieder aktiviert.
140
Administratorhilfe
Richtlinieneinstellungen Erklärung
Wenn Sie die Anzahl an automatischen Anmeldungen auf zwei einstellen und Power-on Authentication aktivieren aktiv ist, startet der Endpoint-Computer zweimal ohne Authentisierung durch die POA.
Wir empfehlen, für Wake on LAN immer drei Neustarts mehr
als notwendig zu erlauben, um unvorhergesehene Probleme zu umgehen.
Anmeldung an Windows während
WOL erlaubt
Legt fest, ob während eines Wake on LAN eine Anmeldung an
Windows erlaubt ist, z. B. für ein SW-Update. Diese Einstellung wird von der POA ausgewertet.
Beginn des Zeitfensters für externen WOL Start
Ende des Zeitfensters für externen
WOL Start
Datum und Uhrzeit für den Beginn und das Ende des Wake on LAN (WOL) können ausgewählt oder eingegeben werden.
Datumsformat: MM/DD/YYYY
Uhrzeitformat: HH:MM
Folgende Eingabekombinationen sind möglich:
■ Beginn und Ende des WOL werden festgelegt.
■ Nur das Ende des WOL wird festgelegt, der Beginn bleibt offen.
■ Keine Einträge: Es wird kein Zeitintervall für den Client festgelegt
Bei einem geplanten SW-Roll-out sollte der SO den Zeitrahmen für WOL so bemessen, dass das Scheduling-Skript früh genug startet und allen Clients genügend Zeit zum Booten bleibt.
WOLstart: Der Startpunkt für den WOL im Scheduling-Skript muss innerhalb des hier in der Richtlinie festgelegten
Zeitintervalls liegen. Wenn kein Intervall definiert ist, wird
WOL lokal am durch SafeGuard Enterprise geschützten
Endpoint-Computer nicht aktiviert. WOLstop: Dieses
Kommando wird unabhängig vom hier festgelegten Endpunkt des WOL ausgeführt.
ANZEIGEOPTIONEN
Computer-Identifikation anzeigen
Zeigt in der Titelleiste der POA entweder den Computernamen oder einen frei definierbaren Text an.
Existiert ein Computername in den
Windows-Netzwerkeinstellungen, wird dieser in der
Grundeinstellung automatisch übernommen.
Text für Computer-Identifikation Der Text, der in der Titelleiste der POA angezeigt werden soll.
Ist unter Computer-Identifikation anzeigen die Option
Definierter Name ausgewählt, können Sie in diesem
Eingabefeld den Text eingeben.
141
SafeGuard Enterprise
Richtlinieneinstellungen
Rechtliche Hinweise anzeigen
Text für rechtliche Hinweise
Zusätzliche Informationen anzeigen
Text für zusätzliche
Informationen
Anzeigedauer (in Sekunden)
System Tray Icon aktivieren und anzeigen
Erklärung
Zeigt eine Textbox mit frei konfigurierbarem Inhalt an, die vor der Anmeldung in der POA erscheint. In manchen Ländern ist das Erscheinen eines Textfelds mit bestimmtem Inhalt gesetzlich vorgeschrieben.
Die Box muss vom Benutzer bestätigt werden, bevor das System fortfährt.
Bevor Sie einen Text angeben können, muss dieser als
Textelement im Richtlinien Navigationsbereich unter
Informationstext registriert werden.
Text, der als rechtlicher Hinweis angezeigt werden soll.
Sie können hier ein Textelement auswählen, das im Richtlinien
Navigationsbereich unter Informationstext registriert wurde.
Zeigt eine Textbox mit frei konfigurierbarem Inhalt an, die nach den rechtlichen Hinweisen (wenn diese aktiviert sind) erscheint.
Sie können festlegen, ob die zusätzlichen Informationen angezeigt werden:
■ Nie
■ Bei jedem Systemstart
■ Bei jeder Anmeldung
Bevor Sie einen Text angeben können, muss dieser als
Textelement im Richtlinien Navigationsbereich unter
Informationstext registriert werden.
Text, der als zusätzliche Information angezeigt werden soll.
Sie können hier ein Textelement auswählen, das im Richtlinien
Navigationsbereich unter Informationstext registriert wurde.
Zeitraum (in Sekunden) für die Anzeige zusätzlicher
Informationen.
Sie können hier die Anzahl der Sekunden eingeben, nach denen die Textbox für zusätzliche Informationen automatisch geschlossen wird. Der Benutzer kann die Textbox jederzeit durch Klicken auf OK schließen.
Über das SafeGuard Enterprise System Tray Icon kann auf dem
Endpoint-Computer einfach und schnell auf alle
Benutzerfunktionen zugegriffen werden. Zusätzlich können für den Benutzer Informationen über den Status des Computers
(neue Richtlinien erhalten usw.) über Balloon Tool Tips ausgegeben werden.
Ja:
142
Administratorhilfe
Richtlinieneinstellungen
Overlay-Symbole im Explorer anzeigen
Virtuelle Tastatur in der POA
Erklärung
System Tray Icon wird im Infobereich der Taskleiste angezeigt, der Benutzer wird über Balloon Tool Tips laufend über den
Status des durch SafeGuard Enterprise geschützten Computer.
Nein:
System Tray Icon wird nicht angezeigt. Keine
Statusinformationen für den Benutzer über Ballon Tool Tips.
Stumm:
System Tray Icon wird im Infobereich der Taskleiste angezeigt, es werden aber keine Statusinformationen für den Benutzer
über Ballon Tool Tips ausgegeben.
Bestimmt, ob im Windows Explorer Schlüsselsymbole zur
Anzeige des Verschlüsselungsstatus von Volumes, Geräten,
Ordnern und Dateien angezeigt werden.
Bestimmt, ob im POA-Anmeldedialog bei Bedarf eine virtuelle
Tastatur zur Eingabe des Kennworts angezeigt werden kann.
INSTALLATIONSOPTIONEN
Deinstallation erlaubt
Sophos Manipulationsschutz aktivieren
Bestimmt, ob die Deinstallation von SafeGuard Enterprise auf den Endpoint-Computern möglich ist. Wird Deinstallation
erlaubt auf Nein gesetzt, kann SafeGuard Enterprise solange eine Richtlinie mit dieser Einstellung wirksam ist, auch mit
Administratorrechten nicht deinstalliert werden.
Aktiviert/deaktiviert die Funktion Sophos Manipulationsschutz.
Wenn Sie die Deinstallation von SafeGuard Enterprise über die Richtlinieneinstellung Deinstallation erlaubt als zulässig definiert haben, können Sie diese Richtlinieneinstellung auf Ja setzen, um Deinstallationsvorgänge durch die Funktion Sophos
Manipulationsschutz überprüfen zu lassen und somit ein leichtfertiges Entfernen der Software zu verhindern.
Erlaubt die Funktion Sophos Manipulationsschutz die
Deinstallation nicht, wird der Deinstallationsvorgang abgebrochen.
Ist Sophos Manipulationsschutz aktivieren auf Nein eingestellt, werden SafeGuard Enterprise
Deinstallationsvorgänge durch die Funktion Sophos
Manipulationsschutz weder geprüft noch verhindert.
Hinweis: Diese Einstellung gilt nur für Endpoint-Computer, auf denen Sophos Endpoint Security and Control in der Version
9.5 oder einer neueren Version installiert ist.
EINSTELLUNGEN FÜR DIE KRYPTOGRAPHISCHE BASISINFRASTRUKTUR
143
SafeGuard Enterprise
Richtlinieneinstellungen Erklärung
Windows Cryptographic Toolkits Mögliche Optionen:
■ SafeGuard Cryptographic Engine
■ AET SafeSign TPM Unterstützung:
Hardwarezufallszahlengenerator; Benötigt ein spezielles
Mainboard im PC.
TOKENUNTERSTÜTZUNG:EINSTELLUNGEN FÜR PKCS #11 MODUL 1
Modulname Registriert das PKCS#11 Modul eines Token.
Folgende Optionen stehen zur Verfügung:
■ ActiveIdentity ActivClient
■ ActiveIdentity ActivClient (PIV)
■ AET SafeSign Identity Client
■ Aladdin eToken PKI Client
■ a.sign Client
■ Charismathics Smart Security Interface
■ Estonian ID-Card
■ Gemalto Access Client
■ Gemalto Classic Client
■ Gemalto .NET Card
■ IT Solution trustWare CSP+
■ RSA Authentication Client 2.x
■ RSA Smart Card Middleware 3.x
■ Siemens CardOS API
■ T-Systems NetKey 3.0
■ Unizeto proCertum
Lizenzen:
Beachten Sie, dass für die Benutzung der jeweiligen Middleware für das Standard-Betriebssystem eine Lizenzvereinbarung mit dem jeweiligen Hersteller erforderlich ist. Für weitere
Informationen zum Bezug von Lizenzen, siehe http://www.sophos.de/support/knowledgebase/article/116585.html
.
Wenn Sie eine Siemens-Lizenzen erwerben möchten, wenden
Sie sich an:
Atos IT Solutions and Services GmbH
Otto-Hahn-Ring 6
144
Administratorhilfe
Richtlinieneinstellungen
Dienste, auf die gewartet wird
Erklärung
D-81739 München
Germany
Diese Einstellung dient zur Problembehebung mit bestimmten
Token. Entsprechende Einstellungen werden gegebenenfalls von unserem Support bekannt gegeben.
16.11 Protokollierung
Ereignisse für SafeGuard Enterprise können in der Windows-Ereignisanzeige oder in der
SafeGuard Enterprise Datenbank protokolliert werden. Um festzulegen, welche Ereignisse an welchem Ziel protokolliert werden sollen, erstellen Sie eine Richtlinie vom Typ Protokollierung und wählen Sie die gewünschten Ereignisse per Mausklick aus.
Es steht eine Vielzahl von Ereignissen aus unterschiedlichen Kategorien (z. B. Anmeldung,
Verschlüsselung usw.) zur Auswahl zur Verfügung. Es ist daher empfehlenswert, eine
Vorgehensweise für die Protokollierung zu definieren und die notwendigen Ereignisse unter
Berücksichtigung der Anforderungen für Berichte und Audits festzulegen.
Für weitere Informationen, siehe Berichte
(Seite 268).
145
SafeGuard Enterprise
17 SafeGuard Configuration Protection
Netzwerke in Unternehmen sind heute durch eine Vielzahl an leicht zugänglichen Ports, z. B.
USB, FireWire und PCMCIA, gekennzeichnet. Darüber hinaus ermöglicht eine Reihe verschiedener Datenanschlussgeräte (z. B. Bluetooth, IrDA und WLAN) sowie Gerätetypen
(z. B. externe Speichergeräte, Drucker, Digitalkameras, Smartphones und PDAs) den einfachen
Zugang zu Endpoints, die diese Ports und Geräte nutzen.
Diese Geräte ermöglichen optimale Zugänglichkeit und Produktivität. Die Endpoints sind dadurch jedoch offen und es besteht die Gefahr der Infiltration. Schätzungen zufolge befinden sich über 60 % der Daten eines Unternehmens auf Endpoints. Somit bilden sie den wertvollsten und zugleich verwundbarsten Teil eines Unternehmensnetzwerks.
Im IT-Bereich eines Unternehmens werden häufig Kompromisse zwischen Produktivität und
Sicherheit eingegangen. Aufgrund der hohen Produktivitätsanforderungen sind innovative
Geräte und Sicherheitskonzepte für Unternehmen sehr interessant. Die Umsetzung von äußerst effektiven und verlässlichen Sicherheitsmaßnahmen gegen Informationslecks, Diebstahl,
Betrug, Viren, Abhören und Missbrauch von Informationen und Ressourcen stellt
Unternehmen jedoch vor große Herausforderungen.
Untersuchungen haben ergeben, dass 70 % aller Sicherheitsrisiken und Sicherheitsverletzungen innerhalb des Unternehmens selbst auftreten. Die höchste Priorität von Unternehmen ist daher die interne Sicherheit, vor allem der interne Zugang zu Netzwerkressourcen, noch vor
Gateway-Lösungen wie Antivirenprogramme und Firewalls. Die größte Herausforderung, was die Sicherheit im Unternehmen angeht, besteht darin, den Zugang zu wichtigen
Unternehmensdaten zu ermöglichen, ohne diese zu gefährden. Darüber hinaus soll internen
Benutzern Vertrauen entgegengebracht werden, gleichzeitig soll jedoch die Möglichkeit bestehen, ihre Verlässlichkeit zu prüfen.
Echter Schutz lässt sich nur durch Errichten einer „digitalen Mauer“ um jeden einzelnen
Computer erreichen: die einzelnen Ports müssen intelligent geschützt, der Zugang zu zugelassenen Geräten muss überlegt gewährt werden.
17.1 Die SafeGuard Configuration Protection Lösung
In Verbindung mit SafeGuard PortAuditor (siehe SafeGuard PortAuditor User Guide) bietet
SafeGuard Configuration Protection eine umfassende Lösung. Mit dieser Lösung erhalten
Unternehmen einen Überblick darüber, welche Ports und Geräte innerhalb des Unternehmens benutzt werden (Sichtbarkeit). Darüber hinaus können sie eine Richtlinie definieren, die die
Benutzung kontrolliert und die Daten beim Übertragen schützt.
SafeGuard Configuration Protection kontrolliert jeden Endpoint und jedes Gerät über jedes
Netzwerk an allen Schnittstellen. Das Modul überwacht den Datenverkehr in Echtzeit und wendet darauf abgestimmte, detailliert einstellbare Sicherheitsrichtlinien für alle Arten von
Schnittstellen und externen Speichergeräten an:
1. Physikalische Ports:
USB
FireWire
PCMCIA
146
Administratorhilfe
Secure Digital (SD)
Parallel
Seriennummer
Modem
2. Wireless Ports:
WLAN
Bluetooth
Infrarot (IrDA)
3. Externe Speicher:
Wechselmedien
Externe Festplatten
CD/DVD-Laufwerke
Diskettenlaufwerke
Magnetbandlaufwerke
SafeGuard Configuration Protection erkennt Gerätetypen, Modelle und sogar spezifische
Seriennummern und ermöglicht eine Einschränkung der Benutzung nach diesen Angaben.
Mit SafeGuard Configuration Protection können Sicherheitsbeauftragte alle Speichermedien vollständig blockieren. WLAN-Kontrollen basieren auf MAC-Adresse, SSID oder
Netzwerksicherheitsebene.
17.1.1 Features
1. Port-Kontrolle – Mit SafeGuard Configuration Protection können Sie die Benutzung bestimmter oder aller Computer-Ports innerhalb Ihres Unternehmens nach dem jeweiligen
Computer, dem angemeldeten Benutzer und/oder dem Port-Typ zulassen, sperren oder einschränken. SafeGuard Configuration Protection kontrolliert: USB, PCMCIA, FireWire,
Secure Digital, Serial, Parallel, Modem (z. B. Dialup, 3G usw.), WLAN, IrDA und Bluetooth
Ports.
2. Gerätekontrolle – SafeGuard Configuration Protection bietet die detailliert einstellbare
Identifikation und Zulassung von Geräten mit einer umfassenden Liste von Gerätetypen und durch Erstellung von White Lists mit Gerätetypen oder einzelnen Geräten (nach
Seriennummer).
3. Speicherkontrolle – SafeGuard Configuration Protection bietet spezielle Kontrolle externer und interner Speichergeräte, u. a. Wechselmedien, externe Festplatten, CD/DVD, Diskette und Band. Über eine Richtlinie lassen sich Gerätetypen, Modelle und einzelne Geräte (nach
Seriennummer) sperren.
4. Hybrid Network Bridging blockieren - Mit SafeGuard Configuration Protection können
Sicherheitsbeauftragte die gleichzeitige Nutzung verschiedener Netzwerkprotokolle, die zu unabsichtlichem oder absichtlichem Hybrid Network Bridging (z. B. WLAN Bridging und 3G Card Bridging) führen kann, kontrollieren und verhindern. SafeGuard
Configuration Protection Clients lassen sich so konfigurieren, dass der Zugang zu WLAN,
Bluetooth, Modems oder IrDA-Links gesperrt ist, wenn die
Haupt-TCP/IP-Netzwerkschnittstelle mit dem Netzwerk verbunden ist. Benutzer können
147
SafeGuard Enterprise somit die verschiedenen Netzwerkprotokolle nur dann anwenden, wenn sie keine
Verbindung zum Netzwerk haben. Dadurch lassen sich Erzeugung und möglicher
Missbrauch einer Hybrid Network Bridge vermeiden.
Hinweis:
Interne Ports, z. B. Speicher-BUS wie IDE, SCSI, ATA und S-ATA, die zum Anschließen interner Festplattenlaufwerke sowie PCI und PCI-X verwendet werden, sind standardmäßig zugelassen.
5. USB und PS/2 Hardware Key Logger blockieren - Mit SafeGuard Configuration Protection lassen sich USB Hardware Key Logger, die jeden Tastendruck auf den Endgeräten verfolgen und aufzeichnen, sperren und PS/2 Hardware Key Logger unbrauchbar machen.
6. Benachrichtigungen für Benutzer – Wenn SafeGuard Configuration Protection eine
Richtlinie auf einem Client wirksam werden lässt, wird der Benutzer durch eine Meldung
über gesperrte Ports und Geräte benachrichtigt.
7. Deaktivierung - Sie können den Benutzer dazu berechtigten, SafeGuard Configuration
Protection über ein Challenge/Response-Verfahren vorübergehend zu deaktivieren.
17.2 Schutz durch SafeGuard Configuration Protection
SafeGuard Configuration Protection schützt Ihre Endpoints wie in den folgenden Abschnitten beschrieben.
17.2.1 Port-Kontrolle
Mit SafeGuard Configuration Protection können Sie die Benutzung bestimmter oder aller
Computer-Ports innerhalb Ihres Unternehmens nach dem jeweiligen Computer, dem angemeldeten Benutzer und/oder dem Port-Typ zulassen, sperren oder einschränken. SafeGuard
Configuration Protection kontrolliert: USB, PCMCIA, FireWire, Secure Digital, Serial, Parallel,
Modem (z. B. Dialup, 3G usw.), WLAN, IrDA und Bluetooth Ports.
Ein gesperrter Port steht nicht zur Verfügung. Wenn der Computer startet, oder eine Richtlinie angewendet wird, die einen zuvor zugelassenen Port blockiert, wird eine entsprechende
Meldung angezeigt.
17.2.2 Gerätekontrolle
Neben der Kontrolle von Portzugängen, bietet SafeGuard Configuration Protection eine weitere Detailebene. Mit SafeGuard Configuration Protection können Sie festlegen, welche
Geräte auf einen Port zugreifen dürfen.
Für USB, PCMCIA und FireWire Ports können Sie festlegen, welche Gerätetypen, Gerätemodelle und/oder Einzelgeräte auf einen Port zugreifen können:
■ Gerätetypen : Mit dieser Option können Sie den Zugriff auf einen Port nach dem Typ des
Geräts, das an dem Port angeschlossen ist, einschränken. Bei Gerätetypen handelt es sich zum Beispiel um Drucker, Netzwerkadapter, Eingabegeräte (z. B. Maus) oder
Audio/Video-Geräte. Die auswählbaren Gerätetypen sind in SafeGuard Configuration
Protection integriert.
148
Administratorhilfe
Wenn Sie ein Gerät zulassen möchten, das nicht in der Typenliste aufgeführt ist, können
Sie die Optionen White List für Gerätemodelle oder White List für einzelne Geräte wie nachfolgend beschrieben verwenden.
■ White List für Gerätemodelle: Diese Option bezieht sich auf das Modell eines bestimmten
Gerätetyps, z. B. alle HP-Drucker oder alle USB-Sticks des Modells M-Systems.
■ White List für einzelne Geräte : Diese Option bezieht sich auf eine Liste einzelner Geräte mit jeweils eindeutiger Seriennummer (einzelne spezifische Geräte). Zum Beispiel: Der
PDA des CEO ist zugelassen, alle anderen PDAs sind gesperrt.
17.2.3 Schutz gegen Hardware Key Logger
Hardware Key Logger sind Geräte, die in bösartiger Absicht zwischen Tastatur und Computer angebracht werden, um die Tastatureingaben nachzuverfolgen und aufzuzeichnen und sich somit wertvolle Informationen, insbesondere ID und Kennwort, anzueignen.
Mit SafeGuard Configuration Protection können Sie die Anwender vor dieser Bedrohung schützen: SafeGuard Configuration Protection erkennt Hardware Key Logger, die an einen
USB- oder PS/2-Port angeschlossen sind. In einer Richtlinie können Sie festlegen, ob Hardware
Key Logger bei ihrer Entdeckung blockiert werden sollen.
17.2.4 Speicherkontrolle
Die Speicherkontrolle bietet eine zusätzliche Detailebene bei der Festlegung der
Sicherheitsanforderungen im Unternehmen. Die Speicherkontrolle kann sich auf alle
Speichergeräte beziehen: interne oder externe Speicher - fest angebrachte oder abnehmbare
Speichergeräte. Sie können Speichergeräte vollständig sperren.
Ähnlich wie die im vorigen Abschnitt beschriebenen Nicht-Speichergeräte können auch
Speichergeräte nach Typ, Modell oder Einzelkennung zugelassen werden.
17.2.5 Autorun Kontrolle
Mit SafeGuard Configuration Protection können Sie die Verwendung von neuen hoch entwickelten Speichergeräten durch die Endbenutzer zulassen und dabei sicherstellen, dass die Endgeräte vor Sicherheitsrisiken durch Anwendungen, die die Geräte bieten, geschützt sind. Im Rahmen der Sicherheitsrichtlinie können Sie Autostart-Vorgänge blockieren. Unter
Anwendung unserer einzigartigen granularen Client-Technologie können Sie
Smart-Speichergeräte zulassen, wenn diese Ihrer Speicherrichtlinie entsprechen, und nur die potenziell unsichere Autorun-Funktionalität blockieren.
17.2.6 WLAN-Kontrolle
Die WLAN-Kontrolle stellt sicher, dass Benutzer nur die zugelassenen Netzwerke benutzen.
Sie können festlegen, welche Netzwerke oder Ad-hoc-Links Zugang erhalten. Die zugelassenen
Verbindungen lassen sich durch Angeben der MAC-Adresse der Zugangspunkte, der SSID des Netzwerks, der Authentisierungsmethode und der Verschlüsselungsmethoden definieren.
149
SafeGuard Enterprise
17.2.7 SafeGuard PortAuditor
Mit SafeGuard PortAuditor steht Ihnen zusätzlich zu SafeGuard Configuration Protection ein umfangreiches Werkzeug zur Verfügung. Der SafeGuard PortAuditor bietet in Ergänzung zu
SafeGuard Configuration Protection einen vollständigen Überblick darüber, welche Ports,
Geräte und Netzwerke von den Benutzern im Unternehmen benutzt werden (oder wurden).
Das Ergebnis einer SafeGuard PortAuditor Abfrage können Sie zur Auswahl der Geräte und
Netzwerke, die Sie zulassen möchten, benutzen.
Weitere Informationen hierzu finden Sie im SafeGuard PortAuditor User Guide.
17.3 Richtlinien für den Konfigurationsschutz
In einer Richtlinie vom Typ Konfigurationsschutz wird festgelegt, welche Ports zugelassen, gesperrt oder eingeschränkt sind. Werden Ports eingeschränkt, so bedeutet dies, dass nur die angegebenen Gerätetypen, Gerätemodelle, Einzelgeräte oder WLAN-Verbindungen Zugang
über den betreffenden Port erhalten sollen.
Eine Richtlinie definiert auch die Zugangsberechtigungen von Speichergerätetypen,
Speichergerätemodellen oder einzelnen Speichergeräten sowie WLAN-Verbindungen. Hier können Sie (entsprechend der Vorgehensweise für Geräte) festlegen, ob Speichergeräte zugelassen, gesperrt oder eingeschränkt werden sollen.
Über eine Richtlinie lassen sich auch Hardware Key Logger, die an einen USB- oder PS/2-Port angeschlossen werden, blockieren. Hardware Key Logger sind Geräte, die in bösartiger Absicht zwischen der Tastatur und dem Computer angebracht werden, um die Tastatureingaben zu protokollieren. In Ihrer Richtlinie können Sie festlegen, ob Hardware Key Logger blockiert werden sollen, wenn sie durch SafeGuard Configuration Protection erkannt werden.
Sie können den Benutzer dazu berechtigten, SafeGuard Configuration Protection über ein
Challenge/Response-Verfahren vorübergehend zu deaktivieren.
SafeGuard Configuration Protection lässt standardmäßig alle Geräte zu, es sei denn, Sie definieren eine Richtlinie, die den Zugang blockiert.
Hinweis:
Roaming-Profile werden nicht unterstützt.
Die folgenden Abschnitte beschreiben die Vorgehensweise beim Anlegen einer Richtlinie.
17.3.1 Definieren von Richtlinien für den Konfigurationsschutz - Workflow
Die folgenden Abschnitte bieten einen Überblick zum Workflow für das Definieren einer neuen Richtlinie. Jeder einzelne Schritt verweist auf den jeweiligen Unterabschnitt, der den
Schritt im Detail beschreibt.
Der Workflow schlägt eine einfache und direkte Vorgehensweise für die Durchführung der einzelnen Schritte vor. Nach Wunsch können Sie von der vorgeschlagenen Reihenfolge abweichen.
■ Schritt 1: Computer scannen und Port-/Geräte-/WLAN-Nutzung ermitteln: Scannen Sie mit SafeGuard PortAuditor die Computer in Ihrem Netzwerk, um die Geräte und
150
Administratorhilfe
WLAN-Netzwerke zu ermitteln, die derzeit angeschlossen sind und zu früheren Zeitpunkten angeschlossen waren (in der Registry des Computers angegeben). Gehen Sie hierzu wie im
SafeGuard PortAuditor User Guide beschrieben vor. Mit diesen Informationen können
Sie beim Definieren einer Richtlinie auf einfache Art und Weise die Ports und Geräte angeben, die zugelassen, blockiert oder eingeschränkt werden sollen.
■ Schritt 2: Richtlinie planen Beschreibt das Sammeln der notwendigen Informationen für die Planung der optimalen Schutzrichtlinie für Ihr Unternehmen.
■ Schritt 3: Richtlinie erstellen Beschreibt das Erstellen einer neuen Richtlinie. Sie können je nach Ihren Anforderungen beliebig viele Richtlinien - eine Richtlinie für das gesamte
Unternehmen oder unterschiedliche Richtlinien für die einzelnen Computer- oder
Benutzergruppen - erstellen.
■ Schritt 4: Portkontrolle definieren Beschreibt die Definition der Portkontrolle in Ihrer
Richtlinie. Hier legen Sie fest, welche Ports zugelassen sind, welche gesperrt sind und welche nur von bestimmten Geräten benutzt werden dürfen. Darüber hinaus beschreibt dieser
Abschnitt, wie Sie Hybrid Network Bridging vermeiden.
■ Schritt 5: Gerätekontrolle definieren Beschreibt, wie Sie die Geräte, die über die eingeschränkten Ports auf Ihren Endgeräten angeschlossen werden dürfen, festlegen.
■ Schritt 6: Speicherkontrolle definieren Beschreibt, wie Sie die Speichergeräte, die über die eingeschränkten Ports auf Ihren Endgeräten angeschlossen werden dürfen, festlegen.
■ Schritt 7: WLAN-Kontrolle definieren Beschreibt die Definition der zugelassenen
WLAN-Verbindungen.
■ Schritt 8: Dateikontrolle definieren Beschreibt, wie Sie die Berechtigungen für Dateitypen, die von und an Speichergeräte übertragen werden, festlegen.
■ Schritt 9: Anzeigeoptionen definieren Beschreibt, wie Sie den Benutzer dazu berechtigen, die SafeGuard Configuration Protection Richtlinie auf dem Endpoint-Computer vorübergehend zu deaktivieren.
■ Schritt 10: Richtlinie speichern und veröffentlichen Beschreibt die Optionen für das
Speichern der Richtlinie in der Richtliniendatenbank sowie für das Veröffentlichen der
Richtlinie, um sie den betreffenden Clients zuzuweisen.
17.3.2 Schritt 1: Scannen der Computer und Ermitteln der
Port-/Geräte-/WLAN-Nutzung
Mit SafeGuard PortAuditor steht Ihnen zusätzlich zu SafeGuard Configuration Protection ein umfangreiches Werkzeug zur Verfügung. Der SafeGuard PortAuditor bietet in Ergänzung zu
SafeGuard Configuration Protection einen vollständigen Überblick darüber, welche Ports,
Geräte und Netzwerke von den Benutzern im Unternehmen benutzt werden (oder wurden).
Das Ergebnis einer SafeGuard PortAuditor Abfrage können Sie zur Auswahl der Geräte und
Netzwerke, die Sie zulassen möchten, benutzen.
17.3.3 Schritt 2: Planen der Richtlinie
Bevor Sie mit der Definition der Richtlinie beginnen, sollten Sie die für Ihr Unternehmen optimal geeignete Richtlinie entwerfen. Die optimale SafeGuard Configuration Protection
151
SafeGuard Enterprise
Richtlinie für Ihr Unternehmen erfüllt Ihre Sicherheitsanforderungen und entspricht gleichzeitig den Anforderungen der Personen, die Zugang zu den Computern im Unternehmen über die
Ports benötigen.
Im ersten Schritt sollte festgelegt werden, für welche Arten von Organisationseinheiten
(Organizational Units, OUs) und Gruppen die Richtlinien gelten sollen.
17.3.3.1 Benutzer- und Computerrichtlinien
SafeGuard Configuration Protection verwendet standardmäßig Benutzergruppen- und
Computergruppendefinitionen, die durch Active Directory gesteuert werden. Jede Option bietet eigene Vorteile:
■ Nach Benutzergruppen: Wenn Sie Ihre Richtlinien nach Benutzergruppen definieren, können Sie die spezifischen Berechtigungen für jeden Benutzer festlegen.
Richtlinien, die für Benutzer gelten, haben Priorität gegenüber Richtlinien, die für
Computer gelten.
Wenn Sie sich dafür entscheiden, Richtlinien Benutzergruppen zuzuweisen, empfehlen wir, trotzdem eine oder mehrere allgemeine Richtlinien für Computer zu erstellen. Auf diese Weise lässt sich jeder einzelne Computer-Port auch dann schützen, wenn kein Benutzer angemeldet ist. Wenn Sie Benutzerrichtlinien und Maschinenrichtlinien in Kombination verwenden, können Sie z. B. alle USB-Speichergeräte auf allen Computern in der Abteilung
Kundenservice blockieren und gleichzeitig dem Abteilungsleiter eine liberalere Richtlinie nach Benutzername und Kennwort zuordnen, bei der es keine Rolle spielt, auf welchem
Computer die Anmeldung erfolgt.
■ Nach Computergruppen: Wenn Sie Ihre Richtlinien nach Computern definieren, können
Sie die Endgeräte im Unternehmen schützen, ohne dass es eine Rolle spielt, welcher Benutzer angemeldet ist.
SafeGuard Configuration Protection setzt Richtlinien wie folgt durch: Zuerst wird eine
Benutzerrichtlinie angewendet, wenn eine Richtlinie für den derzeit angemeldeten Benutzer vorhanden ist. Ist dies nicht der Fall, sucht SafeGuard Configuration Protection nach einer
Richtlinie, die für den Computer gilt, und wendet diese an (falls vorhanden). Ist also kein
Benutzer angemeldet, so wird die computergebundene Richtlinie angewendet. Daher ist es empfehlenswert, benutzerbasierte Richtlinien zu verteilen, so dass jeder Benutzer unabhängig vom Computer, auf dem er sich anmeldet, dieselbe Richtlinie erhält, und restriktivere computerbasierende Richtlinien zu definieren. Die computerbasierenden Richtlinien sollten auch dann die Benutzung von Geräten wie Maus und Tastatur zulassen, wenn kein Benutzer oder ein Benutzer außerhalb der Domäne angemeldet ist.
Die initiale Konfiguration des SafeGuard Protection Client lässt Port- und Geräteaktivitäten vollständig zu, d. h. nichts ist blockiert. Dies ist notwendig, damit nicht alle Port-Aktivitäten automatisch nach der Installation des SafeGuard Configuration Protection Client blockiert werden.
Ein Computer, auf dem SafeGuard Configuration Client gerade installiert wurde, arbeitet somit wie zuvor (Ports und Geräte sind nicht blockiert), bis Sie Richtlinien definieren und an
Ihre Endgeräte (nach Benutzer oder Computer) verteilen.
Hinweis:
152
Administratorhilfe
Die Maschinenrichtlinie wird als Ersatzrichtlinie verwendet, falls die Benutzerrichtlinie nicht verwendet werden kann oder beschädigt ist. Es ist daher empfehlenswert, sowohl eine
Maschinen- als auch eine Benutzerrichtlinie zu erstellen, wobei die Benutzerrichtlinie nicht so restriktiv wie die Maschinenrichtlinie sein sollte.
Hinweis:
Je nach Endpoint-Computer kann es einige Sekunden dauern, bis auf dem SafeGuard
Configuration Protection Client nach der Anmeldung eine Richtlinienänderung wirksam wird. Wenn die Maschinenrichtlinie restriktiver ist als die Benutzerrichtlinie, kann es somit einige Sekunden dauern, bis der Zugriff auf die Geräte für den Benutzer gewährt wird.
17.3.4 Schritt 3: Erstellen einer Richtlinie
Die Erstellung von Richtlinien vom Typ Konfigurationsschutz erfolgt wie für alle anderen
Richtlinien beschrieben.
17.3.5 Schritt 4: Definieren der Port-Kontrolle
Dieser Schritt umfasst sowohl die Definition von Zulassungseinstellungen für Ports als auch für Hybrid Network Bridging.
17.3.5.1 Zulassungseinstellungen für Ports
SafeGuard Configuration Protection ermöglicht positiven Schutz durch Zulassen des Zugangs zu allen Ports auf allen Computern, an die eine Richtlinie verteilt wird, es sei denn, die Richtlinie gibt an, dass der Zugang zu einem betreffenden Port gesperrt ist (siehe folgende Absätze). Für jeden Port (USB, FireWire, PCMCIA, Secure Digital, Seriell, Parallel, Modem, WLAN, IrDA, oder Bluetooth) können Sie aus folgenden Optionen wählen:
■ Zulassen: Diese Option gibt an, dass der Port beliebig ohne Einschränkungen auf diesem
Kommunikationskanal genutzt werden darf.
■ Sperren: Diese Option legt fest, dass über den betreffenden Port kein Zugang besteht. Der
Port steht nicht zur Verfügung.
■ Einschränken: Für USB-, FireWire-, PCMCIA- und WLAN-Ports können Sie auch festlegen, dass der Zugang zu Ports dieser Art eingeschränkt werden soll. Bei Auswahl der Option
Einschränken können Sie die Geräte oder Verbindungen, die auf den Port zugreifen dürfen, genauer (d. h. mit höherer Granularität) definieren. So können Sie zum Beispiel festlegen, dass nur USB-Geräte eines bestimmten Modells oder nur spezifische USB-Geräte (d. h.
Einzelgeräte mit eindeutiger Seriennummer) zugelassen sind. Für physikalische Ports erfolgt dies über die Option Gerätekontrolle (siehe Schritt 5: Gerätekontrolle definieren) sowie
über die Option Speicherkontrolle (siehe Schritt 6: Definieren der Speicherkontrolle Für
Wireless-Ports wird die Option WLAN-Kontrolle (siehe Schritt 7: WLAN-Kontrolle definieren).
Hinweis:
Die Bereiche Gerätekontrolle und WLAN-Kontrolle einer Richtlinie gelten nur für Ports, die als eingeschränkt definiert sind. Der Bereich Speicherkontrolle einer Richtlinie gilt sowohl für eingeschränkte als auch für zugelassene Ports.
153
SafeGuard Enterprise
Legen Sie für jeden Port den gewünschten Aktionstyp (Zulassen, Sperren oder Einschränken) fest, indem Sie die betreffende Option aus der Dropdownliste des jeweiligen Felds auswählen.
Hinweis:
Interne Ports, z. B. Speicher-BUS wie IDE, SCSI, ATA und S-ATA, die zum Anschließen interner Festplattenlaufwerke sowie PCI und PCI-X verwendet werden, sind standardmäßig zugelassen.
Hinweis:
Die Einstellungen für SecureDigital im Bereich Physikalische Ports sind relevant, wenn
SecureDigital als Port benutzt wird. Wenn SecureDigital über einen USB-Adapter angeschlossen ist, wird es als USB-Massenspeicher eingestuft. Wenn SecureDigital direkt mit dem PC oder
Laptop verbunden ist, richtet sich die Art und Weise der Geräte-Erkennung nach dem PCoder Laptop-Modell.
17.3.5.2 Zulassungseinstellungen für Hybrid Network Bridging
Mit SafeGuard Configuration Protection können Administratoren die gleichzeitige Nutzung verschiedener Netzwerkprotokolle, die zu unabsichtlichem oder absichtlichem Hybrid Network
Bridging (z. B. WLAN Bridging und 3G Card Bridging) führen kann, kontrollieren und verhindern. SafeGuard Configuration Protection Clients lassen sich so konfigurieren, dass der
Zugang zu WLAN, Bluetooth, Modems oder IrDA-Links blockiert ist, wenn die
Haupt-TCP/IP-Netzwerkschnittstelle mit dem Netzwerk verbunden ist. Benutzer können somit die verschiedenen Netzwerkprotokolle nur dann anwenden, wenn sie keine Verbindung zum Netzwerk haben. Dadurch lassen sich Erzeugung und möglicher Missbrauch einer Hybrid
Network Bridge vermeiden.
Die Zulassungseinstellungen für Hybrid Network Bridging werden im Bereich Anti-Hybrid
Network Bridging definiert.
17.3.6 Schritt 5: Definieren der Gerätekontrolle
Im Bereich Port-Kontrolle können Sie für USB-, FireWire- und PCMCIA-Ports festlegen, dass der Zugang zu Ports dieser Art eingeschränkt ist (dies trifft auch für WLAN-Ports zu, siehe Schritt 8: WLAN-Kontrolle definieren). Bei Auswahl der Option Einschränken können
Sie im Bereich Gerätekontrolle genauer festlegen, welche Geräte für die betreffenden Ports zugelassen sind.
Im Abschnitt Gerätekontrolle können Sie festlegen, für welche Gerätetypen der Zugriff zugelassen ist. Außerdem können Sie hier die entsprechende White List zuweisen, in der Sie die zugelassenen Gerätemodelle/Geräte angeben. Wenn ein Gerät unter Anwendung eines der nachfolgend beschriebenen Verfahren als nicht zugelassen definiert ist, wird es gesperrt. Die
Gerätekontrolle in einer Richtlinie gilt für alle Ports, die eingeschränkt sind.
17.3.6.1 Gerätekontrolle - Einstellungen
■ Alle Geräte (oberer Bereich): Hier können Sie den Zugang für alle Gerätetypen zulassen,
einschränken oder sperren. Wenn Sie für Alle Geräte die Optionen Zulassen oder Sperren wählen, wird der Rest dieses Bereichs deaktiviert. Sie können auch Hardware Key Logger
zulassen oder sperren.
154
Administratorhilfe
■ Gerätetypen (mittlerer Bereich): Wenn Sie die Option Einschränken für Alle Datenträger gewählt haben, können Sie den Zugang zu einem Datenträger nach Typ einschränken bzw.
zulassen. Zum Beispiel: Drucker, Netzwerkadapter oder Audio/Video-Geräte.
Die für die Auswahl verfügbaren Gerätetypen sind in SafeGuard Configuration Protection integriert. Wenn Sie ein Gerät eines Typs zulassen möchten, der nicht in der Liste aufgeführt ist, fügen Sie diesen Typ zu Ihrer Liste der zugelassenen Geräte - der White List - unter
Anwendung der Option White List für Gerätemodelle oder White List für einzelne Geräte
(wie nachfolgend beschrieben) hinzu. Eine Beschreibung der unterstützten Gerätetypen finden Sie unter Unterstützte Gerätetypen.
■ Unbekannte Geräte (unterer Bereich): Mit dieser Option können Sie festlegen, ob der
Zugang zu unbekannten Geräten zugelassen ist oder nicht.
17.3.6.2 Gerätekontrolle - White List
In diesem Bereich können Sie eine White List für Gerätemodelle und/oder eine White List für einzelne Geräte zuweisen:
■ White List für Gerätemodelle: Diese Option bezieht sich auf ein spezifisches Gerätemodell, z. B. ein bestimmtes HP-Druckermodell wie LaserJet 4050N. Geben Sie eine White List an, die die entsprechenden Angaben enthält.
■ White List für einzelne Geräte: Diese Option bezieht sich auf einzelne Geräte mit eindeutiger Seriennummer, d. h. spezifische Einzelgeräte. Geben Sie eine White List an, die die entsprechenden Angaben enthält. Zum Beispiel: Der persönliche Drucker des CEO wird zugelassen, andere Drucker nicht.
Hinweis:
Wenn Sie die Optionen Zulassen oder Blockieren für Alle Datenträger wählen, ist dieser
Bereich deaktiviert. Siehe Gerätekontrolle definieren.
Hinweis:
Wenn ein Gerät mehreren Gruppen angehört und diese Gruppen dieselben
Zulassungseinstellungen aufweisen, wählt SafeGuard Configuration Protection die Gruppen willkürlich aus.
17.3.6.3 Definieren der Gerätekontrolle
1. Legen Sie im Bereich Alle Geräte durch Auswahl aus der Dropdownliste fest, ob alle Geräte
zugelassen, eingeschränkt oder gesperrt sind.
Hinweis:
Wählen Sie Zulassen oder Sperren, wenn Sie zu diesem Zeitpunkt keine granulare
Gerätekontrolle anwenden möchten. Sie können diese Optionen auch dann verwenden, wenn Sie vorhandene granulare Definitionen vorübergehend außer Kraft setzen möchten.
2. Wenn Sie die Optionen Zulassen oder Sperren für Alle Geräte wählen, müssen Sie im
Bereich Gerätekontrolle keine weiteren Einstellungen mehr vornehmen und Sie können mit Schritt 6 fortfahren: Definieren der Speicherkontrolle.
155
SafeGuard Enterprise
3. Wenn Sie die Option Einschränken für Alle Geräte wählen, legen Sie fest, ob Hardware
Key Logger zugelassen oder gesperrt werden sollen.
Hinweis:
Wenn der SafeGuard Configuration Protection Client vermutet, dass ein USB Hardware
Key Logger an der Tastatur angeschlossen wurde und Hardware Key Logger gesperrt sind, wird die Tastatur ebenfalls gesperrt. Um die Tastatur zu aktivieren, muss diese direkt mit dem Computer verbunden werden.
Hinweis:
Wenn Sie Hardware Key Logger sperren, werden sowohl USB als auch PS/2 Key Logger gesperrt. Wenn der SafeGuard Configuration Protection Client gegen PS/2 Key Logger schützt, wird keine Benutzermeldung angezeigt. Der Key Logger ist in diesem Fall jedoch nutzlos, da die protokollierten Informationen verschlüsselt sind. Wenn ein PS/2 Key Logger gesperrt wird, während Sie mit einer PS/2 Keyboard Video Mouse (KVM) arbeiten, funktioniert der KVM-Wechsel zwischen Computern nicht von der Tastatur aus. Sie können zwischen Computern über die KVM selbst wechseln.
4. Wenn Sie die Option Einschränken für Alle Geräte wählen, stellen Sie die
Zulassungseinstellungen für jeden Gerätetyp im Bereich Gerätetypen wie folgt ein: a) Zulassen: Lässt alle Geräte dieses Typs zu.
b) Einschränken: Alle Geräte werden gesperrt, es sei denn, sie werden ausdrücklich in der
White List zugelassen (siehe Zulassen von Geräten und WLAN-Verbindungen).
5. Wählen Sie die Optionen White List für Gerätemodelle und White List für einzelne
Geräte, um die zugelassenen Geräte zur White List hinzuzufügen (siehe Zulassen von
Geräten und WLAN-Verbindungen).
17.3.7 Schritt 6: Definieren der Speicherkontrolle
Speichergeräte bilden in der Regel die Hauptkanäle für Informationslecks in einem
Unternehmen.
Mit SafeGuard Configuration Protection können Sie den Zugang vollständig zulassen oder jedes Gerät, das als Speichergerät identifiziert wird, sperren. Dies betrifft sowohl
Wechselmedien, wie USB-Sticks und Digitalkameras, als auch traditionelle Speichermedien, wie Diskettenlaufwerke, CD/DVD-Laufwerke, externe Festplatten und Magnetbandlaufwerke.
Der Bereich Speicherkontrolle einer Richtlinie wird bei allen Ports, an denen ein Speichergerät angeschlossen werden kann, wirksam. Dies betrifft sowohl zugelassene oder eingeschränkte
Ports als auch Ports, die nicht durch SafeGuard Configuration Protection geschützt sind. Bei einem gesperrten Port sind alle Speichergeräte gesperrt, da der Port in diesem Fall nicht mehr zur Verfügung steht.
Hinweis:
Da Angriffe und Informationslecks nur sehr selten direkt über interne Festplattenlaufwerke auftreten, lassen sich diese Laufwerke nicht über SafeGuard Configuration Protection sperren oder einschränken, damit der laufende Betrieb nicht beeinträchtigt bzw. unterbrochen wird.
156
Administratorhilfe
17.3.7.1 Speicherkontrolle - Einstellungen
Dieser Abschnitt enthält folgende Bereiche:
1. Alle Speichergeräte: Hier können Sie den Zugang zu allen Speichergeräten zulassen,
einschränken oder sperren. Wenn Sie für Alle Datenträger die Optionen Zulassen oder
Sperren wählen, wird der Rest dieses Bereichs deaktiviert. Sie können auch festlegen, ob die AutoRun-Funktionalität, die auf einigen Datenträgern (z. B. CD/DVD) enthalten ist, gesperrt werden soll.
2. Speichertypen: Wenn Sie die Option Einschränken für Alle Datenträger gewählt haben, können Sie den Zugang zu einem Datenträger nach Typ einschränken bzw. zulassen. Zum
Beispiel: Wechselmedien oder CD/DVD. Die für die Auswahl verfügbaren Gerätetypen sind in SafeGuard Configuration Protection integriert.Sie können folgende Gerätetypen und Optionen wählen:
Wechselmedien: Betrifft alle Plug-and-Play-Speichergeräte, z. B. USB-Sticks,
Digitalkameras MP3 Player usw.
Smart-Funktionalität von Wechselmedien zulassen: Wählen Sie die Einstellung
Zulassen, um die Verwendung von Wechselmedien, die Smart-Funktionalität implementieren, zuzulassen. Wählen Sie die Einstellung Sperren, um die
Smart-Funktionalität solcher Medien zu sperren.
Externe Festplatten
CD/DVD-Laufwerke
Diskettengeräte
Magnetbandgeräte
Wechselmedien, externe Festplatten, CD/DVD-Laufwerke und Diskettenlaufwerke können zusätzlich auf Schreibgeschützt gesetzt werden.
Verwenden Sie die White List, um die Benutzung spezifischer Speichermodelle oder einzelner
Datenträger zuzulassen. Eine Beschreibung der unterstützten Gerätetypen finden Sie unter
Unterstützte Gerätetypen. Abschnitt Speicherkontrolle definieren beschreibt die Definition von
Optionen.
17.3.7.2 Speicherkontrolle - White List
Hier können Sie eine White List für Speichermodelle und/oder eine White List für einzelne
Datenträger zuweisen.
1. White List für Speichermodelle: Diese Option bezieht sich auf das Modell eines spezifischen
Speichergerätetyps, z. B. ein bestimmtes USB-Stick-Modell.
2. White List für einzelne Datenträger: Einzelne Speichergeräte mit einer eindeutigen
Seriennummer, d. h. ein spezifisches Speichergerät. Zum Beispiel: Der persönliche USB-Stick des CEO wird zugelassen, andere USB-Sticks nicht.
Hinweis:
Wenn Sie die Optionen Zulassen oder Blockieren für Alle Datenträger wählen, ist dieser
Bereich deaktiviert.
Hinweis:
157
SafeGuard Enterprise
Wählen Sie Zulassen oder Sperren, wenn Sie zu diesem Zeitpunkt keine granulare
Gerätekontrolle anwenden möchten. Sie können diese Optionen auch dann verwenden, wenn
Sie vorhandene granulare Definitionen vorübergehend außer Kraft setzen möchten.
17.3.8 Schritt 7: Definieren der WLAN-Kontrolle
SafeGuard Configuration Protection steuert und überwacht neben Geräten auch
WLAN-Verbindungen um sicherzustellen, dass Clients nur autorisierte sichere Verbindungen benutzen. Im Bereich Port-Kontrolle können Sie festlegen, dass der Zugang zu einem
WLAN-Port eingeschränkt ist. Wenn Sie die Option Einschränken wählen, können Sie im
Bereich WLAN-Verbindungsarten genauer festlegen, welche Netzwerke auf den betreffenden
Port zugreifen dürfen.
Hinweis:
Wenn Sie die Benutzung von WLAN als Port einschränken, überwacht und reguliert SafeGuard
Configuration Protection WLAN-Verbindungen über die Microsoft WZC Infrastruktur. Jeder
Gerätetreiber, der versucht, ohne Anwendung von WZC auf die Netzwerkkarte zuzugreifen, wird gesperrt.
Hinweis:
Wenn Sie eine Reihe von WLAN-Karten verwenden, die proprietäre Treiber in Kraft setzen, können Sie WLAN als Port nur zulassen oder sperren.
17.3.8.1 WLAN-Kontrolle - Einstellungen
WLAN-Verbindungsarten: Mit dieser Option können Sie den Zugang zu WLAN-Netzwerken
zulassen oder einschränken sowie WLAN Peer to Peer Verbindungen zulassen oder
einschränken. Wenn Sie für WLAN-Netzwerke die Option Einschränken wählen, können
Sie festlegen, welche spezifischen Netzwerke zugelassen sind.
17.3.8.2 WLAN-Kontrolle - White List
White List für WLAN: Diese Option bezieht sich auf einzelne Netzwerke einschließlich der
Authentisierungs- und Verschlüsselungseigenschaften.
Hinweis:
Wenn Sie die Option Zulassen für Netzwerke wählen, ist dieser Bereich deaktiviert.
17.3.8.3 Definieren der WLAN-Kontrolle
1. Wechseln Sie zur WLAN-Option im Bereich Wireless Ports. Setzen Sie WLAN auf
Einschränken. Dadurch werden die Optionen unter WLAN-Verbindungsarten aktiviert.
2. Definieren Sie im Bereich WLAN-Verbindungsarten die Zugangseinstellungen für
Netzwerke (Infrastruktur) wie folgt: a) Zulassen: Lässt die Verbindung mit allen WLAN-Netzwerken zu.
b) Einschränken: Alle Netzwerke sind gesperrt, es sei denn, sie sind ausdrücklich in der
White List (siehe Zulassen von Geräten und WLAN-Verbindungen) zugelassen.
158
Administratorhilfe
3. Definieren Sie im Bereich WLAN-Verbindungsarten die Zulassungseinstellungen für Peer
to Peer (Ad Hoc) wie folgt: a) Zulassen: Lässt Peer to Peer WLAN Verbindungen zu.
b) Sperren: Sperrt alle Peer to Peer WLAN Verbindungen.
Für diese Option stehen keine weiteren granularen Zulassungseinstellungen zur Verfügung.
17.3.9 Schritt 8: Definieren der Dateikontrolle
Mit SafeGuard Configuration Protection können Sie nicht nur Berechtigungen für
Speichergeräte sondern auch für die Dateien, die an und von diesen Geräten übertragen werden, einstellen. Hierzu werden die Dateien beim Transfer an/von externe(n) Speichergeräten auf ihren Typ überprüft. Diese Technologie ermöglicht eine höchst zuverlässige Klassifizierung der Dateien durch Überprüfung des Inhalts des Datei-Headers anstatt der Dateierweiterungen.
Der Schutzmechanismus kann somit nicht einfach durch Umbenennen der Dateierweiterung umgangen werden.
Durch die Überprüfung sowohl von Dateien, die von externen Speichergeräten heruntergeladen werden, als auch von Dateien, die auf den geschützten Endpoint hochgeladen werden, lässt sich eine Reihe von Vorteilen erzielen:
■ Eine zusätzliche Schutzschicht zur Verhinderung von Daten-Lecks (Data Leakage)
■ Schutz vor dem Einbringen von Viren/Malware über externe Speichergeräte.
■ Schutz vor dem Einbringen von verbotenen Inhalten über externe Speichergeräte, z. B.
nicht lizensierte Software, nicht lizensierte Inhalte (z. B. Musik und Filme), private Inhalte wie private Bilder usw.
Mit dieser Funktion können Sie Richtlinien definieren, die spezifische Dateitypen auf den
Kanälen nach innen und nach außen zulassen/sperren.
Die SafeGuard Configuration Protection Dateikontrolle umfasst folgende Funktionalität:
■ Dateitypkontrolle - Verfahren zur Kontrolle der Übertragung von Dateien nach deren Typ
Dateikontrolle ist auf Wechselmedien, externe Festplatten und CDs/DVDs anwendbar.
17.3.9.1 Dateikontrolle - Einstellungen
Dieser Abschnitt enthält folgende Bereiche:
1. Speichertyp: In diesem Bereich können Sie die Dateitypkontrolle auf Speicherarten
anwenden oder Speicherarten von der Dateitypkontrolle ausnehmen. Die für die Auswahl zur Verfügung stehenden Speicherarten sind in SafeGuard Configuration Protection integriert und umfassen folgende Arten:
Von Wechselmedien lesen
Auf Wechselmedien schreiben
Von externen Festplatten lesen
Auf externe Festplatten schreiben
Von CD/DVD-Medien lesen
159
SafeGuard Enterprise
2. Wenn Sie für mindestens eine der Speicherarten Anwenden oder Ausnehmen wählen, wird der Rest des Abschnitts (Dateitypen) aktiviert. Für jeden Dateityp können Sie die folgenden Berechtigungen einstellen:
Zulassen
Schreibgeschützt
Nur schreiben
Sperren
Die Berechtigungen gelten für alle Speicherarten, auf die Sie die Dateikontrolle im Abschnitt
Speicherarten angewendet haben.
Die folgende Tabelle bietet eine Auflistung der Dateitypen und Dateierweiterungen, die von der SafeGuard Configuration Protection Dateitypkontrolle unterstützt werden.
Dateityp
Microsoft Office
Erweiterungen
DOC
DOCX
DOCM
DOT
DOTX
DOTM
RTF
PPT
PPTX
PPTM
POT
POTX
POTM
PPS
PPSX
PPSM
PPA
PPAM
XLS
Beschreibung
Microsoft Word Dokument
Microsoft Word Dokument
Microsoft Word Dokument
Microsoft Word Dokumentvorlage
Microsoft Word Dokumentvorlage
Microsoft Word Dokumentvorlage
Rich Text Format
Microsoft PowerPoint Präsentation
Microsoft PowerPoint Präsentation
Microsoft PowerPoint Präsentation
Microsoft PowerPoint Vorlage
Microsoft PowerPoint Vorlage
Microsoft PowerPoint Vorlage
Microsoft PowerPoint Show
Microsoft PowerPoint Show
Microsoft PowerPoint Show
Microsoft PowerPoint Add-In
Microsoft PowerPoint Add-In
Microsoft Excel Arbeitsmappe
160
Dateityp
Publizierte
Dokumente
Web-Seiten
Erweiterungen
XLTM
XLA
XLAM
MPP
MPT
VSD
VDX
XLSX
XLSM
XLSB
XLT
XLTX
VSS
VSX
VST
VTX
PUB
ONE
ADP
ADE
Beschreibung
Microsoft Excel Arbeitsmappe
Microsoft Excel Arbeitsmappe
Microsoft Excel Arbeitsmappe
Microsoft Excel Vorlage
Microsoft Excel Vorlage
Microsoft Excel Vorlage
Microsoft Excel Add-In
Microsoft Excel Add-In
Microsoft Project Projekt
Microsoft Project Vorlage
Microsoft Visio Zeichnung
Microsoft Visio Zeichnung
Microsoft Visio Schablone
Microsoft Visio Schablone
Microsoft Visio Vorlage
Microsoft Visio Vorlage
Microsoft Publisher
Microsoft OneNote Abschnitt
Microsoft Access Projekt
Microsoft Access Projekterweiterung
Adobe Acrobat Dokument
PS
EPS
HTML
HTM
MHT
MHTML
Post Script Dokument
Encapsulated Post Script
HTML Web-Seite
HTML Web-Seite
Archivierte Web-Seite
Archivierte Web-Seite
Administratorhilfe
161
SafeGuard Enterprise
Dateityp
Bilder
Erweiterungen
ICO
CUR
WMF
EMF
FH9
JP2
DIB
PNG
TIF
TIFF
MDI
JNG
MNG
PBM
PGM
PPM
PHP
HLP
CHM
ASP
ASPX
ASMX
JHTML
JSP
JPG
JPEG
GIF
BMP
Beschreibung
PHP Skript
Windows Hilfedateien
Kompilierte Hilfedateien
Active Server Page
ASP.NET Web-Seite
ASP.NET Webservices
Java HTML Web-Seite
Java Server Page
JPEG Bild
JPEG Bild
GIF Bild
Bitmap Bild
Device Independent Bitmap Bild
PNG Bild
Tagged Image Format
Tagged Image Format
Office Document Imaging Datei
JNG Bild
MNG Bild
Windows Symbol
Windows Cursor
Windows Metafile Bild
Enhanced Windows Metafile Bild
Macromedia Freehand 9 Grafiken
JPEG-2000 Bild
Portable Bitmap
Portable Graymap Bitmap
Portable Pixelmap Bitmap
162
Administratorhilfe
Dateityp
Multimedia
Erweiterungen
MPEG
MPG
AVI
ASF
WMV
MOV
MIDI
RMI
SDS
VOC
OGG
VOX
FLAC
SWF
FLI
FLC
MP2
MP3
AIFF
AIF
AU
RA
MID
PSD
CDR
SVG
WAV
WMA
Beschreibung
Adobe Photoshop Grafiken
CorelDRAW Vector Grafiken
Scalable Vector Graphics
Waveform Audio
Windows Media Audio
MPEG Audio
MPEG Audio
Audio Interchange
Audio Interchange
AU Audio
RealMedia Streaming Media
Musical Instrument Digital Sound
Musical Instrument Digital Sound
Musical Instrument Digital Sound
Musical Instrument Digital Sound Sample
Creative Lab's Soundblaster Audio
Ogg Vorbis Codec Audio
Dialogic Audio
Free Loseless Codec Audio
MPEG Multimedia
MPEG Multimedia
Audio Video Interleave
Advanced Streaming Format
Windows Media Multimedia
QuickTime Video Clip
Flash Animationsdatei
FLIC Animation
FLIC Animation
163
SafeGuard Enterprise
Dateityp
Text &
Programmcode
Ausführbare
Dateien
Erweiterungen
TXT
Beschreibung
Textdatei
PM
PY
PDB
BAS
VB
VBS
JS
EXE
PAS
JAVA
M4
BCPL
CS
PL
CSV
PRN
CPP
C
H
XML
F
T90
MAKEFILE
MAKEFILE.IN
PL1
ASM
Formatierter Text (durch Kommas getrennt)
Formatierter Text (durch Leerzeichen getrennt)
C++ Programmcode
C/C++ Programmcode
C/Java Header-Datei
XML-Datei
FORTRAN Programmcode
FORTRAN Programmcode
Kompilierungssteuerungsdatei
Kompilierungssteuerungsdatei
PL1 Programmcode
Assembler Programmcode
PASCAL Programmcode
JAVA Programmcode
Meta4 Programmcode
BCPL Programmcode
Visual C#.NET Programmcode
Perl Programmcode
Perl Programmcode Modul
Python Programmcode
Visual C++/.NET Programmdatenbank
BASIC Programmcode
Visual Basic Programmcode
VBScript Skript
JavaScript Source Code
Ausführbare Datei
164
Administratorhilfe
Dateityp
Komprimierte
Archive
ARJ
RAR
GZIP
TAR
JAR
ACE
HQX
LZH
LHA
INS
OBJ
O
ZIP
CMD
CPL
SCR
VXD
SYS
CLASS
PYC
LIB
Erweiterungen
DLL
PIF
BAT
COM
OCX
Beschreibung
Dynamic Link Library
Windows Program Information Datei
Batch
Befehl
ActiveX - Object Linking and Embedding (OLE) Control
Erweiterung
Befehl
Windows Systemsteuerung-Erweiterung
Windows Bildschirmschoner
Virtual Device Treiber
System Device Treiber
Java Bytcode
Python Compiler Skript (Bytecode)
Program Library Common Object File Format (COFF),
Dateiformat für allgemeines Objekt
InstallShield Skript
Objektdatei
Objektdatei
ZIP-komprimiertes Archiv
ARJ-komprimiertes Archiv
WinRAR-komprimiertes Archiv
GZIP-komprimiertes Archiv
Bandarchiv
JAR-komprimiertes Archiv
WinAce-komprimiertes Archiv
Macintosh BinHex 4-komprimiertes Archiv
LHA-komprimiertes Archiv
LHA-komprimiertes Archiv
165
SafeGuard Enterprise
Dateityp Erweiterungen
AR
ARC
CAB
**_
ISO CD/DVD Disc
Images
Datenbanken
Microsoft Outlook
DBT
GDB
PX
PST
DBX
MDW
MDE
MYD
MYI
FRM
DBF
BIN
CIF
CCD
IMG
MDF
DAA
C2D
MDB
ACCDB
ACCDT
MDA
Beschreibung
AIX Small Indexed Archiv
LH ARC-komprimiertes Archiv
Cabinet-komprimiertes Archiv
Komprimierte Installationsdateien (z. B. EX_, DL_)
ISO Disc Image
BIN Disc Image
EasyCD Creator Disc Image
CloneCD Disc Image
CloneCD Disc Image
Alcohol 120% Disc Image
PowerISO Disc Image
WinOnCD Disc Image
Microsoft Access Datenbank
Microsoft Access Datenbank
Microsoft Access Datenbankvorlage
Microsoft Access Add-In
Microsoft Access Arbeitsgruppe
Microsoft Access - kompilierte Datenbank
MySQL MyISAM Datenbank
MySQL MyISAM Datenbank-Index
MySQL MyISAM Generic Dictionary dBase Datenbank
Microsoft FoxPro Datenbank
Borland InterBase Datenbank
Paradox Datenbank
Outlook - persönlicher Ordner
Outlook Express E-Mail-Ordner
166
Administratorhilfe
Dateityp Erweiterungen
PGP
Verschlüsselung
PGP
ASC
CTX
DWG Computer-Aided
Design (CAD)
DXF
ASM
PRT
Adobe FrameMaker DOC
FM
FRM
BOOK
MIF
Beschreibung
Pretty Good Privacy (PGP) Encrypted
Pretty Good Privacy (PGP) Armored Encrypted
Pretty Good Privacy (PGP) Ciphertext
AutoCAD Zeichnung
AutoCAD Interchange
Pro/ENGINEER Assembly
Pro/ENGINEER Modell
Adobe FrameMaker/FrameBuilder Dokument
Adobe FrameMaker Dokument
Adobe FrameMaker Dokument
Adobe FrameMaker Buch
Adobe FrameMaker Austauschformat
17.3.10 Schritt 9: Definieren der Anzeigeoptionen
Sie können den Benutzer dazu berechtigen, die Richtlinie für den Konfigurationsschutz über ein Challenge/Response-Verfahren vorübergehend zu deaktivieren. In der Challenge kann der
Benutzer den gewünschten Zeitraum festlegen, für den der Konfigurationsschutz vorübergehend deaktiviert werden soll. Nach Ablauf dieses Zeitraums wird die aktuelle SafeGuard
Configuration Protection Richtlinie wieder auf dem relevanten Endpoint-Computer aktiviert.
Für weitere Informationen, siehe Deaktivieren der Konfigurationsschutz-Richtlinie (Seite 175).
17.3.10.1 Anzeigeoptionen - Einstellungen
Dieser Abschnitt enthält folgende Einstellung:
Benutzer dürfen Configuration Protection deaktivieren: Mit dieser Option können Sie
Benutzer dazu berechtigen (Ja), die SafeGuard Configuration Protection Richtlinie für einen bestimmten Zeitraum vorübergehend zu deaktivieren. Der Zeitraum wird vom Benutzer in einem Challenge/Response-Verfahren festgelegt. Wenn Sie diese Option auf Nein einstellen, sind die Benutzer nicht dazu berechtigt.
Wenn Sie für diese Option Ja auswählen, wird im Menü des System Tray Icons auf dem
Endpoint-Computer der Menübefehl Configuration Protection deaktivieren... angezeigt.
Der Benutzer kann dann eine Challenge anfordern, um die Richtlinie für einen festgelegten
Zeitraum vorübergehend zu deaktivieren.
Die Standardeinstellung ist Nein.
167
SafeGuard Enterprise
17.3.11 Schritt 10: Speichern und Veröffentlichen der Richtlinie
Richtlinien werden wie für alle anderen Richtlinien beschrieben gespeichert und veröffentlicht.
17.4 White Lists - Zulassen von Geräten und WLAN-Verbindungen
Die Beschreibungen in den folgenden Abschnitten beziehen sich auf das Hinzufügen von zugelassenen Geräten zu einer White List vom Typ Gerätekontrolle sowie auf das Hinzufügen von zugelassenen Speichermedien zu einer White List vom Typ Speicherkontrolle. Unterschiede beim Hinzufügen von Speichergeräten und anderen Geräte werden gesondert hervorgehoben und beschrieben.
Das Hinzufügen von zugelassenen WLAN-Netzwerken ist im Abschnitt WLAN-Verbindungen
hinzufügen beschrieben.
SafeGuard Configuration Protection bietet drei Berechtigungsebenen:
■ Gerätetypen und Speicherarten: Über diese Optionen können Sie den Zugang zu einem
Endgerät in Abhängigkeit vom angeschlossenen Gerätetyp zulassen oder einschränken.
Zum Beispiel: Wechselmedien, Netzwerkadapater, Eingabegeräte (HID, z. B. Maus) oder
Bildverarbeitungsgeräte. Die für die Auswahl verfügbaren Gerätetypen und Speicherarten sind in SafeGuard Configuration Protection integriert und befinden sich in den beschriebenen Bereichen Gerätekontrolle und Speicherkontrolle. Ein Gerätetyp kann
zugelassen (Default) gesperrt oder eingeschränkt sein. Wenn Sie einen Gerätetyp
einschränken, werden alle Geräte dieses Typs gesperrt, es sei denn, sie sind ausdrücklich in einer White List als zugelassen definiert.
■ White List für Gerätemodelle: Diese Option bezieht sich auf das Zulassen von Geräteoder Speichermodellen, z. B. alle HP-Drucker oder alle M-Systems USB-Sticks.
■ White List für einzelne Geräte: Diese Option bezieht sich auf das Zulassen von einzelnen
Geräten oder Speichergeräten mit eindeutiger Seriennummer, d. h. spezifische Einzelgeräte.
Wenn z. B. die Verwendung des USB-Sticks des CEO zugelassen werden soll, alle anderen
USB-Sticks jedoch gesperrt sein sollen, setzen Sie die Speicherart Wechselmedien auf
Einschränken und geben Sie die kennzeichnenden Parameter des USB-Sticks des CEO in einer White List für einzelne Datenträger ein.
Als Sicherheitsbeauftragter können Sie mehrere White Lists erstellen. Alle angewendeten White
Lists werden miteinander kombiniert. Sie können somit mehrere White Lists in unterschiedlichen Konfigurationsschutz-Richtlinien anlegen. Auf den SafeGuard Enterprise
Endpoint-Computer wird der komplette Satz mit White Lists angewendet.
Sicherheitsbeauftragte können die Liste der angewendeten White Lists in der Registerkarte
RSOP (Resulting Set of Policies) im Bereich Benutzer & Computer einsehen.
Hinweis: Um das RSOP (Resulting Set of Policies), also die gültigen Einstellungen für eine(n) bestimmte(n) Computer/Gruppe einzusehen, benötigen Sie mindestens Schreibgeschützt
Zugriffsrechte für die relevanten Objekte.
Hinweis:
Die Option Kein Überschreiben wirkt sich nicht auf White Lists aus. Sie können diese Option beim Zuweisen von Richtlinien verwenden, um zu verhindern, dass diese überschrieben werden. In diesem Fall werden White Lists miteinander kombiniert.
168
Administratorhilfe
Dieser Abschnitt beschreibt folgende Vorgänge:
■ Anlegen einer White List
■ Als Grundlage dient hier entweder die Liste mit Geräten, deren Verwendung von SafeGuard
PortAuditor erkannt wurde, oder eine manuell erstellte Liste.
17.4.1 Anlegen von White Lists
So registrieren Sie eine White List:
1. Markieren Sie im Richtlinien Navigationsbereich den Eintrag White List.
2. Klicken Sie im Kontextmenü von White List auf Neu > White List.
3. Geben Sie unter Name der White List einen Namen ein.
4. Wählen Sie den Typ der White List aus:
White Lists können angelegt werden für:
■
■
■
■
■
Gerätemodelle
Einzelne Geräte
Storage Device Models
Datenträgermodelle
WLAN-Netzwerke
Die einzelnen White Lists können dann bei den Richtlinieneinstellungen ausgewählt werden.
5. Wählen Sie unter White List-Quelle aus, ob Sie die White List manuell erstellen wollen oder ob als Quelle das Ergebnis eines Scans Ihrer Computer durch SafeGuard PortAuditor verwendet werden soll.
Hinweis:
Die Ergebnisse des Scans durch SafeGuard PortAuditor müssen vorliegen (XML-Datei), wenn Sie die White List auf diese Weise erzeugen wollen.
■ White List manuell erstellen
■
Haben Sie diese Option gewählt, wird nach dem Klicken auf OK eine leere White List im SafeGuard Management Center geöffnet. In dieser leeren White List können Sie die
Einträge manuell erstellen. Klicken Sie dazu auf das Symbol Hinzufügen (Einfügen) in der SafeGuard Management Center Symbolleiste.
SafeGuard PortAuditor Ergebnis importieren
Wenn Sie diese Option wählen, wird das Ergebnis eines Scans durch SafeGuard
PortAuditor importiert.
Sie können dann die von SafeGuard PortAuditor zur Verfügung gestellte Datei über die
Schaltfläche [...] auswählen.
Nach dem Klicken auf OK wird der Inhalt der importierten Datei im SafeGuard Management
Center angezeigt.
169
SafeGuard Enterprise
17.4.2 Hinzufügen eines Geräts unter Benutzung einer SafeGuard PortAuditor
Datei
Voraussetzung: Erstellen einer Geräteinformationsdatei
Um eine Datei zu erstellen, die Informationen zu den Geräten enthält, die Sie zulassen möchten, scannen Sie die betreffenden Computer mit SafeGuard PortAuditor. SafeGuard PortAuditor scannt die ausgewählten Computer und liefert Informationen zu allen Geräten und
WLAN-Netzwerken, die derzeit mit diesen Computern verbunden sind, bzw. zu einem früheren
Zeitpunkt mit ihm verbunden waren. Die Ergebnisse werden in einer XML-Datei gespeichert.
Weitere Informationen zu SafeGuard PortAuditor finden Sie im SafeGuard PortAuditor 3.2
User Guide.
17.4.2.1 Schritt 1: Abrufen von Geräteinformationen
In diesem Schritt geben Sie die Datei an, aus der die Informationen zu den Geräten, die hinzugefügt werden, entnommen werden. Das heißt, Sie geben den Speicherort der SafeGuard
PortAuditor .XML-Datei an, die die erforderlichen Geräteinformationen enthält. Nachdem
Sie die erforderliche Datei über die Schaltfläche [...] ausgewählt haben, klicken Sie auf OK um fortzufahren.
17.4.2.2 Schritt 2: Auswahl von Geräten
In Schritt 2 wird eine Tabelle mit den Geräten, die bei den Endgeräten in Ihrem Netzwerk ermittelt wurden, angezeigt. Hier können Sie die Geräte auswählen, die zur White List hinzugefügt werden sollen. Die Tabelle ist in Kategorien unterteilt. Die Kategorien richten sich danach, ob Sie Geräte zu einer White List für Gerätemodelle oder einer White List für
Einzelgeräte hinzufügen und ob Sie Speichergeräte oder Nicht-Speichergeräte hinzufügen.
Neben auswählbaren Geräten wird ein Kontrollkästchen angezeigt. Wählen Sie dieses
Kontrollkästchen, wenn Sie das Gerätemodell oder das Einzelgerät zulassen möchten. Sie können alle markierten Geräte auswählen, bzw. die Auswahl aufheben, indem Sie in der Tabelle mit der rechten Maustaste klicken.
Hinweis:
Speichergeräte können nicht zu einer Gerätekontrolle White List hinzugefügt werden.
Hinweis:
Geräte oder Speichergeräte ohne eindeutige Kennung können nicht zu einer Einzelgeräte
White List hinzugefügt werden.
Gelegentlich wird ein Gerät von SafeGuard PortAuditor nicht als Speichergerät identifiziert.
Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn vom Hersteller keine Geräteklasse eingebettet wurde. In diesem Fall können Sie das betreffende Gerät, wenn es sich tatsächlich um ein
Speichergerät handelt, zur White List für Speichergeräte Ihrer Richtlinie hinzufügen.
Speichergeräte dürfen nicht zu einer Gerätekontrolle White List hinzugefügt werden. Ebenso dürfen keine Nicht-Speichergeräte zu einer Speicherkontrolle White List hinzugefügt werden.
In diesen beiden Fällen ignoriert der SafeGuard Configuration Protection Client die hinzugefügten Geräte.
Hinweis:
170
Administratorhilfe
Wenn Sie ein Gerät hinzufügen, das sich bereits auf einer anderen Geräte White List in der betreffenden Richtlinie befindet, und die Zulassungen in den White Lists unterscheiden sich voneinander, so gilt die White List, die mehr zulässt.
17.4.2.3 Schritt 3: Speichern der White List
Speichern Sie die White List durch Klicken auf das Speichern Symbol in der SafeGuard
Enterprise Symbolleiste.
Mit der Inhalt ändern Schaltfläche können Sie den Inhalt aus einer anderen Datei in die White
List einfügen.
Neue Einträge werden am Ende der White List hinzugefügt. Die White List kann nun einer
Konfigurationsschutz-Richtlinie verwendet werden.
17.4.2.4 Manuelles Hinzufügen von Geräten
Wenn Sie eine leere White List angelegt haben, müssen Sie die Einträge manuell erstellen.
Wenn Sie Geräte zu einer bereits vorhandenen White List hinzufügen möchten, z. B. Geräte, die nicht mit einem Endgerät in Ihrem Unternehmen verbunden waren und somit nicht in den Prüfergebnissen von SafeGuard PortAuditor erscheinen, müssen Sie diese Geräte ebenfalls manuell hinzufügen.
Die folgenden Handlungsschritte gelten sowohl für das Hinzufügen von Speichergeräten (in
Speicherkontrolle) als auch für das Hinzufügen von Nicht-Speichergeräten (in
Gerätekontrolle).
Hinweis:
Wenn Sie ein Gerät hinzufügen, das sich bereits auf einer anderen Geräte White List in der betreffenden Richtlinie befindet, und die Zulassungen in den White Lists unterscheiden sich voneinander, so gilt die White List, die mehr zulässt.
Wir empfehlen dringend, die Anzahl an zugelassen Geräten in einer White List übersichtlich zu halten. Wenn Sie erheblich mehr als 1000 Geräte zu einer White List hinzufügen, kann dies die Leistung eines Computers beim Evaluieren der Richtlinie erheblich beeinträchtigen.
So fügen Sie ein Gerät manuell zu einer White List hinzu:
1. Klicken Sie auf das Hinzufügen (Einfügen) Symbol in der SafeGuard Management Center
Symbolleiste, um einen neuen Eintrag zur White List hinzuzufügen.
2. Geben Sie in den folgenden Feldern die erforderlichen Informationen ein: a) Port – optional b) Beschreibung – optional c) Geräte-Information – optional d) Hersteller (Hersteller-ID) – optional e) Produkt (Produkt-ID) – optional f) Hardware-ID/Instanz-ID – erforderlich
Stellen Sie sicher, dass Sie in allen Feldern die korrekten Daten eingegeben haben und
speichern Sie die White List.
171
SafeGuard Enterprise
Um einen Eintrag aus der White List zu entfernen, wählen Sie den Eintrag aus und klicken
Sie auf das Löschen Symbol in der SafeGuard Enterprise Symbolleiste.
Hinweis:
Die Hersteller-ID (VID), Produkt-ID (PID), die Hardware-ID (HID) sowie die Instanz-ID
(IID) finden Sie in den SafeGuard PortAuditor Scan-Ergebnissen, auf einem Aufkleber auf dem Produkt selbst oder im Windows Geräte-Manager.
17.4.3 Hinzufügen von WLAN-Verbindungen
WLAN-Verbindungen werden zur WLAN-Netzwerk White List auf die gleiche Art und Weise hinzugefügt, wie Geräte zu den entsprechenden White Lists. Erstellen Sie eine WLAN White
List und fügen Sie dann die zugelassenen Verbindungen unter Anwendung der SafeGuard
PortAuditor Datei oder manuell hinzu.
17.4.3.1 Manuelles Hinzufügen von WLAN-Verbindungen
WLAN-Verbindungen, die nicht von SafeGuard PortAuditor erkannt wurden und somit nicht
über den Importmechanismus hinzugefügt werden können, lassen sich manuell zu einer White
List hinzufügen.
Durch Eingabe der WLAN-Netzwerkinformationen definieren Sie die Parameter, denen ein
Netzwerk entsprechen muss, um zugelassen zu werden.
Sie können ein Netzwerk mit seinem Namen oder seiner MAC-Adresse spezifizieren. Nach der Eingabe eines Netzwerknamens oder einer MAC-Adresse können Sie auch die
Authentisierungs- und Datenverschlüsselungsparameter angeben, die übereinstimmen müssen.
Nur Netzwerke, die allen Parametern entsprechen, werden zugelassen.
So fügen Sie eine WLAN-Verbindung manuell zu einer White List hinzu:
1. Öffnen Sie die White List für WLAN-Verbindungen.
2. Klicken Sie auf das Hinzufügen (Einfügen) Symbol in der SafeGuard Management Center
Symbolleiste, um einen neuen Eintrag zur White List hinzuzufügen.
3. Geben Sie den Netzwerknamen, die MAC-Adresse oder beide Angaben ein. Mindestens ein Feld muss ausgefüllt werden.
4. Wenn Sie nur den Netzwerknamen angeben möchten, geben Sie den Namen ein und fahren Sie mit Schritt 6 fort.
5. Wenn Sie nur die MAC-Adresse angeben möchten, geben Sie die Adresse ein und fahren
Sie mit Schritt 6 fort.
6. Um Sicherheitseinstellungen zu definieren, spezifizieren Sie die erforderlichen Einstellungen für Netzwerkauthentisierung und Datenverschlüsselung durch Auswahl aus den
Dropdownlisten. Angaben in diesen Feldern sind optional.
Hinweis:
Die in der Dropdownliste verfügbaren Optionen für die Datenverschlüsselung richten sich nach dem ausgewählten Typ der Netzwerkauthentisierung. Für
WPA-Netzwerkauthentisierung stehen zum Beispiel die Verschlüsselungsoptionen TKIP und AES zur Verfügung. Für die 802.1X-Authentisierung dagegen nur die Option WEP.
172
Administratorhilfe
7. Stellen Sie sicher, dass Sie in allen Feldern die korrekten Daten eingegeben haben und
speichern Sie die White List.
17.5 Unterstützte Gerätetypen
Dieses Kapitel liefert eine Auflistung der Gerätetypen, die SafeGuard Configuration Protection beim Erstellen einer Richtlinie für die Auswahl zur Verfügung stellt.
Für Nicht-Speichergeräte können Sie die Verwendung von Geräten an USB-, FireWire- und
PCMCIA-Ports einschränken. SafeGuard Configuration Protection bietet im
Gerätekontrolle-Bereich eine Auswahl an integrierten Gerätetypen für die Definition von zugelassenen oder gesperrten Gerätetypen. Wenn Sie einen Gerätetyp benötigen, der hier nicht aufgelistet ist, verwenden Sie die Funktion zur Einschränkung von Einzelgeräten (siehe Geräte
und WLAN-Verbindungen zulassen).
Für Speichergeräte erkennt SafeGuard PortAuditor in den meisten Fällen durch Identifizieren des Volume oder unter Verwendung der eingebetteten Klassendaten, ob es sich um ein
Speichergerät oder ein Nicht-Speichergerät handelt. Dadurch wird eine Kategorisierung von
Gerätelisten nach Speichergeräten und einfachen (Nicht-)Speichergeräten für Ihre Auswahl ermöglicht. Sie erhalten somit eine Hilfestellung bei der Definition Ihrer Richtlinie. SafeGuard
Configuration Protection bietet eine Auswahl an integrierten Typen im Bereich
Speicherkontrolle, mit deren Hilfe Sie festlegen können, welche Gerätetypen zugelassen oder gesperrt werden sollen.
Die folgenden Gerätetypenlisten sind in Nicht-Speichergeräte und Speichergeräte aufgeteilt.
17.5.1 Nicht-Speichergeräte-Typen
Dieser Abschnitt liefert eine Auflistung der integrierten Nicht-Speichergerätetypen, für die in
SafeGuard Configuration Protection eine Richtlinie definiert werden kann.
Hinweis:
Die Gerätekontrolle für Nicht-Speichergeräte kann nur für USB-, FireWire- und PCMCIA-Ports definiert werden.
1. Eingabegeräte (Human Interface Devices, HID) – Geräte zur Steuerung und Benutzung von Computersystemen. Typische Beispiele: Tastaturen, Steuerungsgeräte wie Maus,
Steuerungsball und Joystick.
2. Drucker – Über USB, PCMCIA oder FireWire angeschlossene Drucker
3. Personal Data Assistants (PDAs) - Diese umfassen:
Windows Mobile Geräte/Pocket PC-Geräte
Blackberry-Geräte
Palm OS Geräte
4. Mobiltelefone – Neue Mobiltelefonmodelle, die für USB als „Wireless USB Devices“ eingestuft sind.
5. Netzwerk-Adapter - Kommunikationsgeräte, z. B: Ethernet-Netzwerkadapter,
WiFi-Adapter, ADSL- und Kabel-Modems mit USB-Verbindung.
6. Bildverarbeitungsgeräte - In erster Linie Geräte wie Scanner und Digitalfotokameras.
173
SafeGuard Enterprise
7. Audio-/Video-Geräte - Mikrofone, Telefone, Lautstärkeregler, Web-Kameras, digitale
Camcorder, digitale TV-Karten sowie Digitalfotokameras mit
Video-Streaming-Unterstützung.
8. Smartcards - Smartcard-Geräte
9. Content Security Devices - Zur Bereitstellung spezieller Sicherheitsfunktionen, z. B.
verstärkte Authentisierung, biometrische Identifizierung und Software-Lizensierung.
17.5.2 Speichergerätetypen
Der Speichergeräteschutz bezieht sich auf alle nicht gesperrten Ports. Das heißt, es spielt keine
Rolle, an welchem Port das Speichergerät angeschlossen ist, solange der betreffende Port nicht als gesperrt definiert ist.
Hinweis:
Die Gerätekontrolle für Speicherkontrolle kann für jeden Port-Typ, auch zum Beispiel für
Parallel-Ports, USB-, FireWire- und PCMCIA-Ports, definiert werden.
Die nachfolgend aufgelisteten integrierten Gerätetypen werden von SafeGuard Configuration
Protection unterstützt.
■ Wechselmedien – Wechselmedien umfassen Nur-Speichergeräte, z. B. disk-on-key,
USB-Sticks und SD Flash Cards sowie Geräte, die einen einzigartigen Anwendungszweck haben, jedoch vom Computer als neues Speicherlaufwerk angesehen werden, z. B. MP3
Player, Digitalkameras und PDAs.
■ Externe Festplatten – Extern (z. B. über USB) angeschlossene Festplatten
■ CD/DVD-Laufwerke – Sowohl integriert als auch extern angeschlossen
■ Diskettenlaufwerke – Sowohl integriert als auch extern angeschlossen
■ Magnetbandlaufwerke – Sowohl integriert als auch extern angeschlossen
17.6 Challenge/Response zum Deaktivieren der
Konfigurationsschutz-Richtlinie
SafeGuard Configuration Protection lässt sich auf dem Endpoint-Computer mit einem
Challenge/Response-Vorgang vorübergehend deaktivieren.
Hierzu sind folgende Vorgänge notwendig:
■ Der Endpoint-Computer, auf dem der Challenge Code angefordert wird.
■ Das SafeGuard Management Center. Hier erstellen Sie als Helpdesk-Beauftragter mit ausreichenden Rechten einen Response-Code, der den Benutzer dazu berechtigt, die
Richtlinie für einen festgelegten Zeitraum auf seinem Computer vorübergehend zu deaktivieren.
174
Administratorhilfe
17.6.1 Deaktivieren der Konfigurationsschutz-Richtlinie
■ Der Benutzer muss dazu berechtigt sein, die Konfigurationsschutz-Richtlinie vorübergehend zu deaktivieren (Richtlinie vom Typ Konfigurationsschutz, Option Anzeigeoptionen,
Benutzer darf Configuration Protection vorübergehend deaktivieren auf Ja eingestellt).
■ Dem Helpdesk muss folgende Berechtigung zugewiesen sein: Deaktivierungs-Tool
verwenden.
■ Der Helpdesk-Beauftragte muss das Zugriffsrecht Voller Zugriff für den relevanten
Computer haben.
So wird die Richtlinie vorübergehend deaktiviert:
1. Der Benutzer klickt auf dem Endpoint-Computer auf das System Tray Icon und wählt
Configuration Protection deaktivieren.
2. Unter Configuration Protection deaktivieren wählt der Benutzer den gewünschten
Zeitraum, für den der Konfigurationsschutz vorübergehend deaktiviert werden soll. Der
Challenge-Code wird automatisch erzeugt. Er ist für 30 Minuten gültig. Der Benutzer teilt dem Helpdesk die Benutzerinformationen, den Challenge-Code sowie die gewünschte
Zeitspanne mit.
3. Klicken Sie im SafeGuard Management Center im Extras Menü auf Deaktivieren.
4. Wählen Sie im Deaktivierungs-Assistenten auf der Seite Benutzer die vom Benutzer mitgeteilten Benutzerinformationen aus oder geben Sie sie ein und klicken Sie auf Weiter.
Die Benutzerinformationen werden bestätigt.
5. Geben Sie auf der Challenge Seite den vom Benutzer erhaltenen Challenge-Code ein klicken
Sie auf Challenge einfügen, um ihn aus der Zwischenablage einzufügen. Geben Sie den vom Benutzer angegebenen Zeitraum, für den die Richtlinie deaktiviert werden soll, ein.
Der Zeitraum muss dem vom Benutzer auf dem Endpoint-Computer eingegebenen
Zeitraum entsprechen. Klicken Sie auf Weiter.
Der Challenge-Code wird bestätigt und der Response-Code wird erzeugt.
6. Auf der Response Seite werden der Response-Code, die erlaubte Aktion und der Zeitraum, für den die Richtlinie deaktiviert werden soll, angezeigt. Teilen Sie dem Benutzer diese
Informationen mit. Sie können die Buchstabierhilfe verwenden oder die Informationen in die Zwischenablage kopieren und sie per E-Mail oder SMS an den Benutzer senden.
7. Klicken Sie auf Beenden.
8. Der Benutzer gibt auf dem Endpoint-Computer unter Configuration Protection
deaktivieren den vom Helpdesk erhaltenen Response-Code ein oder kopiert ihn aus der
E-Mail oder SMS und fügt ihn ein. Der Benutzer muss sicherstellen, dass der angegebene
Zeitraum dem vom Helpdesk erhaltenen Zeitraum entspricht. Der Benutzer klickt auf OK.
Die Richtlinie für den Konfigurationsschutz ist für den angegebenen Zeitraum deaktiviert.
Für die erneute Aktivierung von Configuration Protection gibt es zwei Möglichkeiten:
■ Während des festgelegten Zeitraums klickt der Benutzer auf dem Endpoint-Computer auf das System Tray Icon und wählt Configuration Protection wieder aktivieren.
■ Nach Ablauf des festgelegten Zeitraums wird die aktuelle Konfigurationsschutz-Richtlinie wieder automatisch aktiviert.
175
SafeGuard Enterprise
18 Festplattenverschlüsselung
Ein Kernstück von SafeGuard Enterprise ist die Verschlüsselung von Daten auf unterschiedlichen Datenträgern. Die Festplattenverschlüsselung kann volume- oder dateibasierend durchgeführt werden, mit unterschiedlichen Schlüsseln und Algorithmen.
Dateien werden transparent verschlüsselt. Wenn Benutzer Dateien öffnen, bearbeiten und speichern, werden sie nicht zur Ver- oder Entschlüsselung aufgefordert.
Als Sicherheitsbeauftragter legen Sie die Einstellungen für die Verschlüsselung in einer
Sicherheitsrichtlinie vom Typ Geräteschutz fest. Für weitere Informationen, siehe Mit
(Seite 70) und
(Seite 132).
18.1 Volume-basierende Festplattenverschlüsselung
Mit der volume-basierenden Festplattenverschlüsselung werden alle Daten auf einem Volume
(einschließlich Boot-Dateien, Pagefiles, Hibernation Files, temporäre Dateien,
Verzeichnisinformationen usw.) verschlüsselt. Benutzer müssen sich in ihrer Arbeitsweise nicht anpassen oder auf Sicherheit achten.
Um volume-basierende Verschlüsselung auf Endpoint-Computer anzuwenden, erstellen Sie eine Richtlinie vom Typ Geräteschutz und wählen Sie bei Verschlüsselungsmodus für Medien
die Einstellung Volume-basierend. Für weitere Informationen, siehe Geräteschutz
(Seite 132).
Hinweis:
■ Die Volume-basierende Verschlüsselung/Entschlüsselung wird für Laufwerke ohne
Laufwerksbuchstaben nicht unterstützt.
■ Wenn für ein Volume oder einen Volume-Typ eine Verschlüsselungsrichtlinie existiert und die Verschlüsselung des Volumes schlägt fehl, darf der Benutzer nicht auf das Volume zugreifen.
■ Endpoints können während der Verschlüsselung/Entschlüsselung heruntergefahren und neu gestartet werden.
■ Wenn auf die Entschlüsselung die Deinstallation folgt, empfehlen wir, den Endpoint nicht in einen Energiesparmodus oder den Ruhezustand zu versetzen.
■ Wenn nach der volume-basierenden Verschlüsselung eine Richtlinie auf einen
Endpoint-Computer angewendet wird, die die Entschlüsselung erlaubt, ist Folgendes zu beachten: Nach einer vollständigen volume-basierenden Verschlüsselung muss der
Endpoint-Computer mindestens einmal neu gestartet werden, bevor die Entschlüsselung gestartet werden kann.
18.1.1 Schnelle Initialverschlüsselung
SafeGuard Enterprise bietet die schnelle Initialverschlüsselung als Spezialmodus für die volume-basierende Verschlüsselung. Dieser Modus reduziert den Zeitraum, der für die initiale
Verschlüsselung (oder die endgültige Entschlüsselung) von Volumes auf Endpoint-Computern benötigt wird. Dies wird dadurch erreicht, dass nur auf den Festplattenspeicherplatz zugegriffen wird, der tatsächlich in Gebrauch ist.
176
Administratorhilfe
Für die schnelle Initialverschlüsselung gelten folgende Voraussetzungen:
■ Die schnelle Initialverschlüsselung funktioniert nur auf NTFS-formatierten Volumes.
■ Bei NTFS-formatierten Volumes mit einer Cluster-Größe von 64 KB kann die schnelle
Initialverschlüsselung nicht angewendet werden.
Hinweis:
Dieser Modus kann zu einem unsichereren Zustand führen, wenn eine Platte vor der
Verwendung mit SafeGuard Enterprise bereits in Gebrauch war. Nicht verwendete Sektoren können noch Daten enthalten. Daher ist die schnelle Initialverschlüsselung standardmäßig deaktiviert.
Um die schnelle Initialverschlüsselung zu aktivieren, wählen Sie die Einstellung Schnelle
Initialverschlüsselung in einer Richtlinie vom Typ Geräteschutz.
Hinweis:
Für die Entschlüsselung eines Volumes wird unabhängig von der gewählten
Richtlinieneinstellung immer die schnelle Initialverschlüsselung verwendet. Für die
Entschlüsselung gelten ebenfalls die angegebenen Einschränkungen.
18.1.2 Volume-basierende Verschlüsselung und die Windows 7 Systempartition
Für Windows 7 Professional, Enterprise und Ultimate wird auf den Endpoint-Computern eine Systempartition angelegt, der kein Laufwerksbuchstabe zugeordnet ist. Diese
System-Partition kann nicht von SafeGuard Enterprise verschlüsselt werden.
18.1.3 Volume-basierende Verschlüsselung und Unidentified File System
Objects
Unidentified File System Objects sind Volumes, die von SafeGuard Enterprise nicht eindeutig als verschlüsselt oder unverschlüsselt identifiziert werden können. Existiert für ein Unidentified
File System Object eine Verschlüsselungsrichtlinie, so wird der Zugriff auf das Volume verweigert. Existiert keine Verschlüsselungsrichtlinie, so kann der Benutzer auf das Volume zugreifen.
Hinweis:
Existiert für ein Unidentified File System Object eine Verschlüsselungsrichtlinie, bei der die
Richtlinieneinstellung Schlüssel für die Verschlüsselung auf eine Option eingestellt ist, die die Schlüsselauswahl ermöglicht (z. B. Beliebiger Schlüssel im Schlüsselring des Benutzers), so entsteht zwischen der Anzeige des Schlüsselauswahldialogs und der Verweigerung des
Zugriffs auf das Volume eine zeitliche Lücke. Während dieser Zeit kann auf das Volume zugegriffen werden. So lange der Schlüsselauswahldialog nicht vom Benutzer bestätigt wird, besteht Zugriff auf das Volume. Um dies zu vermeiden, geben Sie einen vorausgewählten
Schlüssel für die Verschlüsselung an. Für weitere Informationen zu den relevanten
Richtlinieneinstellungen, siehe Geräteschutz (Seite 132). Diese zeitliche Lücke entsteht auch
dann für mit dem Endpoint-Computer verbundene Unidentified File System Objects, wenn der Benutzer zu dem Zeitpunkt, an dem die Verschlüsselungsrichtlinie wirksam wird, bereits
Dateien auf dem Volume geöffnet hat. In diesem Fall, kann nicht gewährleistet werden, dass der Zugriff auf das Volume verweigert wird, da dies zu Datenverlust führen könnte.
177
SafeGuard Enterprise
18.1.4 Verschlüsselung von Volumes mit aktivierter Autorun-Funktionalität
Wenn Sie auf Volumes, für die die Autorun-Funktionalität aktiviert ist, eine
Verschlüsselungsrichtlinie anwenden, so können folgende Probleme auftreten:
■ Das Volume wird nicht verschlüsselt.
■ Wenn es sich um ein Unidentified File System Object handelt, wird der Zugriff nicht verweigert.
18.1.5 Zugriff auf mit BitLocker To Go verschlüsselte Volumes
Wird SafeGuard Enterprise mit aktivierter BitLocker To Go Unterstützung verwendet und existiert eine SafeGuard Enterprise Verschlüsselungsrichtlinie für ein mit BitLocker To Go verschlüsseltes Volume, so wird der Zugriff auf das Volume verweigert. Existiert keine
SafeGuard Enterprise Verschlüsselungsrichtlinie, so kann der Benutzer auf das Volume zugreifen.
Hinweis:
Wenn die Autorun-Einstellungen für ein mit BitLocker To Go verschlüsseltes Volume auf die
Standardwerte eingestellt sind, kann es vorkommen, dass der Zugriff trotz vorhandener
SafeGuard Enterprise Verschlüsselungsrichtlinie nicht verweigert wird. Diese Situation tritt nur unter Windows Vista auf.
Für weitere Informationen zu BitLocker To Go, siehe SafeGuard Enterprise und BitLocker To
(Seite 296).
18.2 Dateibasierende Festplattenverschlüsselung
Die dateibasierende Verschlüsselung stellt sicher, dass alle Daten verschlüsselt sind (außer
Boot Medium und Verzeichnisinformationen). Mit dateibasierender Verschlüsselung lassen sich auch optische Medien wie CD/DVD verschlüsseln. Außerdem können Daten mit
Fremdrechnern, auf denen SafeGuard Enterprise nicht installiert ist, ausgetauscht werden
(soweit von der Richtlinie erlaubt), siehe
(Seite 191).
Hinweis:
Mit “Dateibasierender Verschlüsselung” verschlüsselte Daten können nicht komprimiert werden. Umgekehrt können auch komprimierte Dateien nicht dateibasierend verschlüsselt werden.
Hinweis:
Boot-Volumes werden niemals dateibasierend verschlüsselt. Sie sind automatisch von einer dateibasierenden Verschlüsselung ausgenommen, auch wenn eine entsprechende Regel definiert ist.
Um dateibasierende Verschlüsselung auf Endpoint-Computer anzuwenden, erstellen Sie eine
Richtlinie vom Typ Geräteschutz und wählen Sie bei Verschlüsselungsmodus für Medien die Einstellung Dateibasierend.
178
Administratorhilfe
18.2.1 Standardverhalten beim Speichern von Dateien
Da sich Anwendungen beim Speichern von Dateien unterschiedlich verhalten, bietet SafeGuard
Enterprise zwei Verfahren für das Behandeln von verschlüsselten Dateien, die geändert wurden.
Wurde eine Datei mit einem anderen Schlüssel als dem Standardschlüssel des Volumes verschlüsselt und Sie bearbeiten und speichern die Datei, so würde man erwarten, dass der
Verschlüsselungsschlüssel beibehalten wird. Es wurde ja eine Datei bearbeitet, keine neue erstellt. Viele Anwendungen speichern jedoch Dateien, indem sie eine Kombination aus
Speichern-, Löschen- und Umbenennen-Vorgängen ausführen (z. B. Microsoft Office). Ist dies der Fall, so verwendet SafeGuard Enterprise in der Standardeinstellung den
Standardschlüssel für diesen Verschlüsselungsvorgang und ändert somit den für die
Verschlüsselung verwendeten Schlüssel.
Wenn Sie dieses Verhalten ändern und den für die Verschlüsselung verwendeten Schlüssel in jedem Fall beibehalten möchten, können Sie einen Registry Key auf dem Endpoint-Computer
ändern.
Um den zuvor verwendeten Schlüssel beim Speichern von geänderten Dateien beizubehalten:
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\UTIMACO\SGLCENC]
"ActivateEncryptionTunneling"=dword:00000001
Um die Verwendung eines anderen Schlüssels (Standardschlüssel) beim Speichern von geänderten Dateien zuzulassen. Standardeinstellung nach der Installation:
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\UTIMACO\SGLCENC]
"ActivateEncryptionTunneling"=dword:00000000
Hinweis:
Änderungen an dieser Einstellung werden erst nach einem Neustart des Endpoint-Computers wirksam.
179
SafeGuard Enterprise
19 File Share
Das SafeGuard Enterprise Modul File Share bietet dateibasierende Verschlüsselung auf lokalen
Festplatten und im Netzwerk, speziell für Arbeitsgruppen bei Netzwerkfreigaben.
Im SafeGuard Management Center definieren Sie die Regeln für die dateibasierende
Verschlüsselung in File Share Richtlinien. In den File Share Richtlinien geben Sie die Zielordner für File Share, den Verschlüsselungsmodus und den Schlüssel für die Verschlüsselung an. In
Richtlinien vom Typ Allgemeine Einstellungen können Sie festlegen, wie bestimmte
Anwendungen und Dateisysteme auf Endpoint-Computern in Zusammenhang mit File Share behandelt werden sollen. Sie können ignorierte und vertrauenswürdige Anwendungen sowie ignorierte Geräte angeben. Außerdem können Sie die persistente Verschlüsselung für File
Share aktivieren.
Für die Verschlüsselung können persönliche Schlüssel verwendet werden. Ein persönlicher
Schlüssel, der für einen Benutzer aktiv ist, gilt nur für diesen bestimmten Benutzer und kann nicht anderen Benutzern zugewiesen oder mit diesen gemeinsam benutzt werden. Sie können persönliche Schlüssel im SafeGuard Management Center unter Benutzer & Computer erzeugen.
Wenn Endpoint-Computern eine File Share Richtlinie zugewiesen wurde, werden die Dateien in den von der Richtlinie abgedeckten Speicherorten ohne Benutzerinteraktion transparent verschlüsselt:
■ Neue Dateien in den relevanten Speicherorten werden automatisch verschlüsselt.
■ Wenn Benutzer den Schlüssel für eine verschlüsselte Datei haben, können sie den Inhalt lesen und ändern.
■ Wenn Benutzer den Schlüssel für eine verschlüsselte Datei nicht haben, wird der Zugriff verweigert.
■ Wenn ein Benutzer auf einem Endpoint-Computer, auf dem File Share nicht installiert ist, auf eine verschlüsselte Datei zugreift, wird der verschlüsselte Inhalt angezeigt.
Sind in den durch die Verschlüsselungsrichtlinie abgedeckten Speicherorten bereits Dateien vorhanden, so werden diese nicht automatisch verschlüsselt. Die Benutzer müssen auf dem
Endpoint eine Initialverschlüsselung im SafeGuard Assistent für Dateiverschlüsselung durchführen. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der SafeGuard Enterprise Benutzerhilfe.
Hinweis: SafeGuard File Share ist mit der in Windows integrierten EFS-Verschlüsselung und
Dateikomprimierung nicht kompatibel. Wenn die EFS-Verschlüsselung aktiviert ist, erhält sie Priorität vor etwaig anwendbaren File Share Verschlüsselungsregeln. In den relevanten
Ordnern angelegte Dateien können in diesem Fall nicht von File Share verschlüsselt werden.
Wenn die Komprimierung aktiviert ist, hat die Verschlüsselung durch File Share eine höhere
Priorität. Dateien werden verschlüsselt, jedoch nicht komprimiert. Um Dateien mit File Share zu verschlüsseln, muss die EFS-Verschlüsselung oder die Komprimierung zunächst deaktiviert werden. Dies kann manuell oder durch Ausführen des SafeGuard Enterprise Assistenten für die Initialverschlüsselung erfolgen.
180
Administratorhilfe
19.1 Konfigurieren von Verschlüsselungsregeln in File Share
Richtlinien
Die Regeln für die dateibasierende Verschlüsselung im Netzwerk definieren Sie in einer
Richtlinie des Typs File Share.
Hinweis: Wenn bestimmte Ordner verschlüsselt werden (zum Beispiel C:\Programme), bewirkt dies unter Umständen, dass das Betriebssystem oder bestimmte Anwendungen nicht mehr laufen. Stellen Sie bei der Definition von Verschlüsselungsregeln sicher, dass diese Ordner nicht verschlüsselt werden.
1. Legen Sie im Richtlinien Navigationsbereich einen neue Richtlinie vom Typ File Share an oder wählen Sie eine vorhandene aus.
Die Tabelle für File Share Richtlinienregeln wird angezeigt.
2. Geben Sie in der Spalte Pfad den Pfad (d. h. den Ordner) an, der durch File Share verschlüsselt werden soll:
■ Klicken Sie auf die Dropdown-Schaltfläche und wählen Sie einen Platzhalter für einen
Ordnernamen aus der Liste der verfügbaren Platzhalter aus.
Hinweis: Wenn Sie Ihren Cursor über die Listeneinträge führen, werden Tooltips angezeigt, die zeigen, wie ein Platzhalter üblicherweise auf einem Endpoint-Computer umgesetzt wird. Geben Sie nur gültige Platzhalter ein. Für eine Liste aller unterstützten
Platzhalter, siehe
Platzhalter für Pfade in File Share Verschlüsselungsregeln
(Seite 184).
Hinweis: Die Verschlüsselung des gesamten Benutzerprofils mit dem Platzhalter <User
Profile> kann zu einem instabilen Windows Desktop auf dem Endpoint führen.
■
■
Klicken Sie auf die Browse-Schaltfläche um den gewünschten Ordner im Dateisystem auszuwählen.
Sie können auch einfach einen Pfadnamen eingeben.
Hinweis: Für nützliche Informationen für die Konfiguration von Pfaden in File Share
Verschlüsselungsregeln, siehe
3. Wählen Sie in der Spalte Anwendungsbereich:
■
■
Nur dieser Ordner, um die Regeln nur auf den Ordner anzuwenden, der in der Spalte
Pfad angegeben ist, oder
Mit Unterordnern, um die Regel auch auf alle Unterordner des Ordners anzuwenden.
4. Legen Sie in der Spalte Modus fest, wie File Share den in der Spalte Pfad angegebenen
Ordner behandeln soll:
■ Wählen Sie Verschlüsseln, um neue Dateien im Ordner zu verschlüsseln. Der Inhalt der vorhandenen verschlüsselten Dateien wird transparent entschlüsselt, wenn ein
Benutzer mit dem erforderlichen Schlüssel auf die Dateien zugreift. Hat der Benutzer nicht den erforderlichen Schlüssel, wird der Zugriff verweigert.
181
SafeGuard Enterprise
■
■
Wenn Sie Ausschließen auswählen, werden neue Dateien im Ordner nicht verschlüsselt.
Sie können diese Option verwenden, wenn Sie zum Beispiel einen Unterordner von der
Verschlüsselung ausnehmen möchten, dessen übergeordneter Ordner bereits von einer
Regel mit der Option Verschlüsseln abgedeckt ist.
Wenn Sie Ignorieren auswählen, werden die Dateien im Ordner von File Share nicht beachtet. Neue Dateien werden in Klartext gespeichert. Wenn ein Benutzer auf bereits verschlüsselte Dateien in diesem Ordner zugreift, wird der verschlüsselte Inhalt angezeigt.
Dabei spielt es keine Rolle, ob der Benutzer den erforderlichen Schlüssel hat oder nicht.
5. Wählen Sie in der Spalte Schlüssel den Schlüssel, der für den Verschlüsseln Modus verwendet werden soll. Sie können Schlüssel verwenden, die in Benutzer & Computer erstellt und angewendet wurden.
■ Klicken Sie auf die Browse-Schaltfläche, um den Dialog Schlüssel suchen zu öffnen.
Klicken Sie auf Jetzt suchen, um eine Liste mit allen verfügbaren Schlüsseln aufzurufen.
Wählen Sie den gewünschten Schlüssel aus.
Hinweis: Computerschlüssel werden in dieser Liste nicht angezeigt. Sie können von
File Share nicht benutzt werden, da sie nur auf einem einzelnen Computer verfügbar sind. Mit diesen Schlüssel können daher Benutzergruppen nicht auf dieselben Daten zugreifen.
■ Klicken Sie auf die Schaltfläche Persönlicher Schlüssel mit dem Schlüsselsymbol, um den Platzhalter Persönlicher Schlüssel in die Spalte Schlüssel einzufügen. Auf dem
Endpoint-Computer wird dieser Platzhalter in den aktiven persönlichen Schlüssel des angemeldeten SafeGuard Enterprise Benutzers umgesetzt. Wenn die relevanten Benutzer noch keine aktiven persönlichen Schlüssel haben, werden diese automatisch angelegt.
Sie können persönliche Schlüssel für einzelne oder mehrere Benutzer unter Benutzer
& Computer erzeugen. Für weitere Informationen, siehe
Persönliche Schlüssel für die dateibasierende Verschlüsselung mit FileShare (Seite 57).
6. Fügen Sie je nach Anforderung weitere Verschlüsselungsregeln hinzu und speichern Sie
Ihre Änderungen.
Hinweis: Alle File Share Verschlüsselungsregeln, die über Richtlinien zugewiesen und für
Benutzer/Computer an unterschiedlichen Knoten unter Benutzer & Computer aktiviert werden, werden kumuliert. Die Reihenfolge der Verschlüsselungsregeln innerhalb einer
File Share Richtlinie ist für die Evaluierung auf dem Endpoint-Computer nicht von
Bedeutung. Innerhalb einer File Share Richtlinie können Sie die Regeln durch Ziehen mit der Maus zur besseren Übersicht nach Wunsch anordnen.
19.1.1 Zusätzliche Informationen für die Konfiguration von Pfaden in File
Share Verschlüsselungsregeln
Beachten Sie beim Konfigurieren von Pfaden in File Share Verschlüsselungsregeln die folgenden
Informationen:
■ Ein Pfad darf nur Zeichen enthalten, die auch in Dateisystemen verwendet werden können.
Zeichen wie <, >, * und $ sind nicht zulässig.
182
Administratorhilfe
■ Geben Sie nur gültige Platzhalter ein. Für eine Liste aller unterstützten Platzhalter, siehe
Platzhalter für Pfade in File Share Verschlüsselungsregeln (Seite 184).
Hinweis: Die Namen von Umgebungsvariablen werden durch das SafeGuard Management
Center nicht überprüft. Sie müssen nur auf dem Endpoint-Computer vorhanden sein.
■ Das Feld Pfad gibt immer einen Ordner an. Sie können keine Regel für eine einzelne Datei festlegen. Außerdem können Sie keine Platzhalter für Ordnernamen, Dateinamen oder
Dateierweiterungen verwenden.
■ Absolute und relative Regeln
Sie können absolute und relative Regeln definieren. Eine absolute Regel definiert einen bestimmten Ordner, zum Beispiel C:\encrypt. Eine relative Regel enthält keine UNC
Server/Freigabe Informationen, Laufwerksbuchstaben oder Informationen zu
übergeordneten Ordnern. In einer relativen Regel wird zum Beispiel ein Pfad wie der folgende verwendet: encrypt_sub. In diesem Fall werden alle Dateien auf allen Laufwerken
(einschließlich Speicherorte im Netzwerk), die sich in einem Ordner mit der Bezeichnung
encrypt_sub (oder in einem untergeordneten Ordner) befinden, von der Regel abgedeckt.
■ Lange Ordnernamen und 8.3 Notation
Geben Sie für File Share Verschlüsselungsregeln immer die langen Ordnernamen an, da die 8.3 Bezeichnungen für lange Ordnernamen von Computer zu Computer unterschiedlich sein können. 8.3 Namensregeln werden vom durch SafeGuard Enterprise geschützten
Endpoint-Computer automatisch bei Anwendung der relevanten Richtlinien erkannt. Es sollte keine Rolle spielen, ob Anwendungen lange Ordnernamen oder 8.3 Namen für den
Zugriff auf Dateien verwenden. Verwenden Sie für relative Regeln kurze Ordnernamen um sicherzustellen, dass die Regel umgesetzt werden kann, egal ob eine Anwendung lange
Ordnernamen oder 8.3 Notation verwendet.
■ UNC und verbundene Laufwerke
Ob Sie Regeln in UNC Notation oder basierend auf verbundenen Laufwerksbuchstaben anwenden, hängt von Ihren spezifischen Anforderungen ab:
Verwenden Sie UNC Notation, wenn sich die Server- und Freigabenamen wahrscheinlich nicht ändern, die verbundenen Laufwerksbuchstaben jedoch von Benutzer zu Benutzer unterschiedlich sein können.
Verwenden Sie verbundene Laufwerksbuchstaben, wenn diese unverändert beibehalten werden, Servernamen aber geändert werden können.
Wenn Sie UNC verwenden, geben Sie einen Servernamen und einen Freigabenamen an, zum Beispiel \\server\share.
File Share gleicht die UNC Namen und die verbundenen Laufwerksbuchstaben intern ab.
In einer Regeln muss ein Pfad somit entweder als UNC-Pfad oder mit verbundenen
Laufwerksbuchstaben definiert sein.
Hinweis: Da Benutzer u. U. ihre verbundenen Laufwerksbuchstaben ändern können, empfehlen wir, aus Sicherheitsgründen UNC-Pfade in File Share Verschlüsselungsregeln zu verwenden.
■ Offline-Ordner
183
SafeGuard Enterprise
Bei Anwendung der Windows Funktion Offline verfügbar machen müssen Sie keine speziellen Regeln für lokale (Offline) Kopien von Ordnern erstellen. Neue Dateien in der lokalen Kopie eines Ordners, der offline verfügbar gemacht wurde, werden entsprechend den Regeln für den ursprünglichen (Netzwerk-)Speicherplatz verschlüsselt.
Hinweis: Für weitere Informationen zur Benennung von Dateien und Pfaden, siehe http://msdn.microsoft.com/en-us/library/aa365247.aspx
.
19.1.2 Platzhalter für Pfade in File Share Verschlüsselungsregeln
Beim Angeben von Pfaden in Verschlüsselungsregeln in File Share Richtlinien können die folgenden Platzhalter verwendet werden. Um diese Platzhalter auszuwählen, klicken Sie auf die Dropdown-Schaltfläche des Felds Pfad.
Platzhalter
<%environment_variable_name%>
<Cookies>
<Desktop>
<Documents>
<Favorites>
<Local Application Data>
Wert auf dem Endpoint
Wert der Umgebungsvariable. Beispiel:
<%USERNAME%>.
Hinweis: Wenn Umgebungsvariablen mehrere
Speicherorte enthalten (zum Beispiel die PATH
Umgebungsvariable), werden die Pfade nicht in mehrere Regeln aufgeteilt. Dies verursacht einen
Fehler und die Verschlüsselungsregel ist ungültig.
Das Dateisystemverzeichnis, das als allgemeines
Repository für Internet Cookies dient. Typischer
Pfad: C:\Dokumente und
Einstellungen\Benutzername\Cookies.
Der virtuelle Ordner für das Microsoft Windows
Desktop.
In Windows Vista und Windows 7 ist dies der virtuelle Ordner für den Desktop-Bereich Eigene
Dateien (Äquivalent zu
CSIDL_MYDOCUMENTS). In Windows XP ist dies das Dateisystemverzeichnis, das als allgemeines Repository für das Speichern der
Dokumente des Benutzers dient. Typischer Pfad:
C:\Dokumente und
Einstellungen\Benutzername\Eigene Dateien.
Das Dateisystemverzeichnis, das als allgemeines
Repository für die Favoriten des Benutzers dient.
Typischer Pfad: C:\Dokumente und
Einstellungen\Benutzername\Favoriten.
Das Dateisystemverzeichnis, das als allgemeines
Daten-Repository für lokale Applikationen (ohne
Roaming) dient. Typischer Pfad: C:\Dokumente und Einstellungen\Benutzername\Lokale
Einstellungen\Anwendungsdaten.
184
Platzhalter
<Music>
<Pictures>
<Program Data>
<Program Files>
<Public Music>
<Public Pictures>
<Public Videos>
<Roaming>
System
<Temporary Burn Folder>
Administratorhilfe
Wert auf dem Endpoint
Das Dateisystemverzeichnis, das als allgemeines
Repository für Musikdateien dient. Typischer
Pfad: C:\Dokumente und
Einstellungen\Benutzername\Eigene
Dateien\Eigene Musik.
Das Dateisystemverzeichnis, das als allgemeines
Repository für Bilddateien dient. Typischer Pfad:
C:\Dokumente und
Einstellungen\Benutzername\Eigene
Dateien\Eigene Bilder.
Das Dateisystemverzeichnis, das
Anwendungsdaten für alle Benutzer enthält.
Typischer Pfad: C:\Dokumente und
Einstellungen\Alle Benutzer\Anwendungsdaten.
Der Programme-Ordner. Typischer Pfad:
\Programme. For 64-Bit Systeme wird dies auf zwei Regeln erweitert: eine für 32-Bit
Anwendungen und eine für 64-Bit
Anwendungen.
Das Dateisystemverzeichnis, das als allgemeines
Repository für Musikdateien für alle Benutzer dient. Typischer Pfad: C:\Dokumente und
Einstellungen\Alle Benutzer\Eigene Musik.
Das Dateisystemverzeichnis, das als allgemeines
Repository für Bilddateien für alle Benutzer dient.
Typischer Pfad: C:\Dokumente und
Einstellungen\Alle Benutzer\Dateien\Eigene
Bilder.
Das Dateisystemverzeichnis, das als allgemeines
Repository für Videodateien für alle Benutzer dient. Typischer Pfad: C:\Dokumente und
Einstellungen\Alle Benutzer\Dateien\Eigene
Videos.
Das Dateisystemverzeichnis, das als allgemeines
Repository für anwendungsspezifische Daten dient. Typischer Pfad: C:\Dokumente und
Einstellungen\Benutzername\Anwendungsdaten.
Der Windows Systemordner. Typischer Pfad:
C:\Windows\System32. For 64-Bit Systeme wird dies auf zwei Regeln erweitert: eine für 32-Bit und eine für 64-Bit.
Das Dateisystemverzeichnis, das als
Staging-Bereich für Dateien, die auf eine CD geschrieben werden sollen, verwendet wird.
Typischer Pfad: C:\Dokumente und
185
SafeGuard Enterprise
Platzhalter
<Temporary Internet Files>
<User Profile>
<Videos>
<Windows>
Wert auf dem Endpoint
Einstellungen\Benutzername\Lokale
Einstellungen\Microsoft\CD Burning.
Das Dateisystemverzeichnis, das als allgemeines
Repository für temporäre Internetdateien dient.
Typischer Pfad: C:\Dokumente und
Einstellungen\Benutzername\Lokale
Einstellungen\Temporary Internet Files.
Der Profilordner des Benutzers. Typischer Pfad:
C:\Benutzer\Benutzername.
Hinweis: Die Verschlüsselung des gesamten
Benutzerprofils mit diesem Platzhalter kann zu einem instabilen Windows Desktop auf dem
Endpoint führen.
Das Dateisystemverzeichnis, das als allgemeines
Repository für Videodateien dient. Typischer
Pfad: C:\Dokumente und
Einstellungen\Benutzername\Eigene
Dateien\Eigene Videos.
Das Windows-Verzeichnis oder SYSROOT. Dies entspricht den Umgebungsvariablen %windir% oder %SYSTEMROOT%. Typischer Pfad:
C:\Windows.
Fehler bei der Verwendung von Platzhaltern werden protokolliert. Fehlerhafte File Share
Verschlüsselungsregeln werden protokolliert und auf dem Endpoint verworfen.
19.2 Konfigurieren von Dateiverschlüsselungseinstellungen in
Richtlinien vom Typ Allgemeine Einstellungen
Neben den in File Share Richtlinien definierten Verschlüsselungsregeln können Sie in
Richtlinien vom Typ Allgemeine Einstellungen folgende Einstellungen für die
Dateiverschlüsselung für File Share konfigurieren:
■ Vertrauenswürdige Anwendungen
■ Ignorierte Anwendungen
■ Ignorierte Geräte
■ Persistente Verschlüsselung aktivieren
186
Administratorhilfe
19.2.1 Konfigurieren von vertrauenswürdigen und ignorierten Anwendungen für File Share
Sie können Anwendungen als vertrauenswürdig definieren, um ihnen Zugriff auf verschlüsselte
Dateien zu geben. Dies ist zum Beispiel notwendig, damit Antivirus-Software verschlüsselte
Dateien überprüfen kann.
Sie können Anwendungen als ignoriert definieren, um sie von der transparenten
Dateiverschlüsselung/Dateientschlüsselung auszuschließen. Wenn Sie zum Beispiel ein
Backup-Programm als ignorierte Anwendung definieren, bleiben die vom Programm gesicherten verschlüsselten Daten verschlüsselt.
Hinweis: Untergeordnete Prozesse werden nicht als vertrauenswürdig/ignoriert eingestuft.
1. Legen Sie im Richtlinien Navigationsbereich einen neue Richtlinie vom Typ Allgemeine
Einstellungen an oder wählen Sie eine vorhandene aus.
2. Klicken Sie unter Dateiverschlüsselung auf die Dropdown-Schaltfläche der Felder
Vertrauenswürdige Anwendungen oder Ignorierte Anwendungen.
3. Geben Sie im Editor-Listenfeld die Anwendungen ein, die Sie als vertrauenswürdig/ignoriert definieren möchten.
■ Sie können mehrere vertrauenswürdige/ignorierte Anwendungen in einer Richtlinie definieren. Jede Zeile im Editor-Listenfeld definiert jeweils eine Anwendung.
■ Anwendungsnamen müssen auf .exe enden.
■ Anwendungsnamen müssen als Fully Qualified Paths mit Laufwerk/Verzeichnis definiert werden, zum Beispiel "c:\dir\beispiel.exe". Es reicht nicht aus, nur den Dateinamen einzugeben (zum Beispiel "beispiel.exe"). Aus Gründen der Benutzerfreundlichkeit zeigt die Einzelzeilenansicht der Anwendungsliste nur die Dateinamen getrennt durch
Strichpunkte.
■ Die Anwendungsnamen können dieselben Platzhalter für Windows Shell Ordner und
Umgebungsvariablen wie die Verschlüsselungsregeln in File Share Richtlinen enthalten.
Für eine Liste aller unterstützten Platzhalter, siehe Platzhalter für Pfade in File Share
Verschlüsselungsregeln (Seite 184).
4. Speichern Sie Ihre Änderungen.
Hinweis: Die Richtlinieneinstellungen Vertrauenswürdige Anwendungen und Ignorierte
Anwendungen sind Computereinstellungen. Die Richtlinie muss daher Computern, nicht
Benutzern, zugewiesen werden. Andernfalls werden die Einstellungen nicht wirksam.
19.2.2 Konfigurieren von ignorierten Geräten für File Share
Sie können Geräte als ignoriert definieren, um sie von der Dateiverschlüsselung auszuschließen.
Sie können nur vollständige Geräte ausschließen.
1. Legen Sie im Richtlinien Navigationsbereich einen neue Richtlinie vom Typ Allgemeine
Einstellungen an oder wählen Sie eine vorhandene aus.
187
SafeGuard Enterprise
2. Klicken Sie unter Dateiverschlüsselung auf die Dropdown-Schaltfläche des Felds Ignorierte
Geräte.
3. Führen Sie im Editor-Listenfeld folgende Schritte durch: a) Wählen Sie Netzwerk, um Daten auf dem Netzwerk nicht zu verschlüsseln. Wenn Sie diese Option wählen, werden folgende Netzwerke von der Verschlüsselung ausgenommen:
■ Windows XP: Citrix Client Drive Mapping, Client für Microsoft Netzwerke, Microsoft
Client für NetWare, Novell Client für NetWare
■ Windows Vista/Windows 7: Multiple UNC Provider
Hinweis: Ab Windows Vista wurden die einzelnen Redirectors durch Multiple UNC
Provider ersetzt. Es ist daher nicht mehr möglich, einzelne Netzwerk-Dateisysteme von der Verschlüsselung auszuschließen. Sie können entweder alle
Netzwerk-Dateisysteme von der Verschlüsselung ausschließen, oder die
Verschlüsselung für alle Netzwerk-Dateisysteme aktivieren.
b) Geben Sie die entsprechenden Gerätenamen an, um spezifische Geräte von der
Verschlüsselung auszuschließen. Dies ist zum Beispiel nützlich, wenn Sie Systeme von
Dritt-Anbietern ausschließen müssen.
Hinweis: Sie können die Namen der derzeit im System benutzten Geräte mit Tools von Dritt-Anbietern (z. B. OSR Device Tree) anzeigen lassen. SafeGuard Enterprise protokolliert alle Geräte, mit denen eine Verbindung hergestellt wird. Mit Hilfe von
Registry Keys können Sie eine Liste von verbundenen und ignorierten Geräten aufrufen.
Für weitere Informationen, siehe
Anzeigen von ignorierten und verbundenen Geräten für die File Share Konfiguration (Seite 188).
Hinweis: Sie können einzelne (Netzwerk)-Festplattenlaufwerke von der Verschlüsselung ausschließen, indem Sie eine File Share Verschlüsselungsregel in einer File Share
Richtlinie erstellen und den Modus für die Verschlüsselung auf Ignorieren einstellen.
19.2.2.1 Anzeigen von ignorierten und verbundenen Geräten für die File Share Konfiguration
Als Hilfestellung für die Definition von ignorierten Geräten können Sie mit Registry Keys ermitteln, welche Geräte für die Verschlüsselung in Betracht gezogen werden (verbundene
Geräte) und welche Geräte derzeit ignoriert werden. Die Liste mit ignorierten Geräten enthält nur Geräte, die tatsächlich auf dem Computer verfügbar sind und ignoriert werden. Wird ein
Gerät in einer Richtlinie als ignoriert definiert und das Gerät ist nicht verfügbar, so wird das
Gerät auch nicht aufgelistet.
Benutzen Sie folgende Registry Keys, um verbundene und ignorierte Geräte zu ermitteln:
■ HKLM\System\CurrentControlSet\Control\Utimaco\SGLCENC\Log\AttachedDevices
■ HKLM\System\CurrentControlSet\Control\Utimaco\SGLCENC\Log\IgnoredDevices
19.2.3 Konfigurieren der persistenten Verschlüsselung für File Share
Der Inhalt von mit File Share verschlüsselten Dateien wird jeweils direkt entschlüsselt, wenn der Benutzer den erforderlichen Schlüssel hat. Wenn der Inhalt in einer neuen Datei an einem
188
Administratorhilfe
Ablageort gespeichert wird, für den keine Verschlüsselungsregel gilt, bleibt die resultierende neue Datei unverschlüsselt.
Mit persistenter Verschlüsselung bleiben Kopien von verschlüsselten Dateien auch dann verschlüsselt, wenn sie an einem Speicherort abgelegt werden, für den keine
Verschlüsselungsregel gilt.
Sie können die persistente Verschlüsselung in Richtlinien vom Typ Allgemeine Einstellungen konfigurieren. Die Richtlinieneinstellung Persistente Verschlüsselung aktivieren ist standardmäßig aktiviert.
Hinweis: Wenn Dateien an ein ignoriertes Gerät oder in einen Ordner kopiert oder verschoben werden, für den eine Richtlinie mit dem Modus für die Verschlüsselung Ignorieren gilt, hat die Einstellung Persistente Verschlüsselung aktivieren keine Auswirkungen.
19.3 Mehrere File Share Richtlinien
Alle File Share Verschlüsselungsregeln, die über Richtlinien zugewiesen und für
Benutzer/Computer an unterschiedlichen Knoten unter Benutzer & Computer im SafeGuard
Management Center aktiviert werden, werden kumuliert.
Sie können eine allgemeine File Share Richtlinie mit Regeln, die für alle Benutzer relevant sind, am Stammverzeichnisknoten und Richtlinien für spezifischere Anforderungen an den einzelnen Unterknoten zuweisen. Alle Regeln aus allen Richtlinien, die Benutzern/Computern zugewiesen sind, werden kumuliert und treten auf dem Endpoint-Computer in Kraft.
19.3.1 File Share Richtlinien im RSOP
Wenn für einen Benutzer/Computer mehrere File Share Richtlinien gelten, zeigt die
Registerkarte RSOP (Resulting Set of Policies) unter Benutzer & Computer die Summe aller
File Share Verschlüsselungsregeln aus allen File Share Richtlinien an. Die Regeln werden in
der Reihenfolge ihrer Evaluierung auf dem Endpoint-Computer sortiert (siehe Reihenfolge der
Evaluierung für File Share Verschlüsselungsregeln auf Endpoints
(Seite 189)).
Die Spalte Name der Richtlinie gibt an, woher die einzelnen Regeln stammen.
Für doppelte Regeln wird die zweite (und dritte usw.) Regel mit einem Symbol markiert.
Dieses Symbol bietet auch einen Tooltip, der Sie informiert, das die Regel auf dem
Endpoint-Computer verworfen wird, da sie ein Duplikat einer Regel mit einer höheren Priorität ist.
19.4 Reihenfolge der Evaluierung für File Share
Verschlüsselungsregeln auf Endpoints
File Share Verschlüsselungsregeln werden auf Endpoints in einer Reihenfolge sortiert, die bewirkt, dass genauer definierte Speicherorte zuerst evaluiert werden.
■ Wenn zwei Regeln mit den gleichen Einstellungen für Pfad und Anwendungsbereich aus
Richtlinien stammen, die unterschiedlichen Knoten zugewiesen sind, wird die Regel aus der Richtlinie angewendet, die sich näher am Benutzerobjekt in Benutzer & Computer befindet.
189
SafeGuard Enterprise
■ Wenn zwei Regeln mit den gleichen Einstellungen für Pfad und Anwendungsbereich aus
Richtlinien stammen, die demselben Knoten zugewiesen sind, wird die Regel aus der
Richtlinie mit der höchsten Priorität angewendet.
■ Absolute Regeln werden vor relativen Regeln evaluiert, zum Beispiel c\encrypt vor encrypt.
■ Regeln mit einem Pfad mit mehr Unterverzeichnissen werden vor Regeln mit einem Pfad mit weniger Unterverzeichnissen evaluiert.
■ Mit UNC definierte Regeln werden vor Regeln mit Laufwerksbuchstabeninformationen evaluiert.
■ Regeln, bei denen die Option Nur dieser Ordner aktiviert ist, werden vor Regeln ohne diese Option evaluiert.
■ Regeln mit dem Modus Ignorieren werden vor Regeln mit dem Modus Verschlüsseln oder Ausschließen evaluiert.
■ Regeln mit dem Modus Ausschließen werden vor Regeln mit dem Modus Verschlüsseln evaluiert.
■ Wenn bei zwei Regeln die aufgelisteten Kriterien übereinstimmen, werden die Regeln in alphabetischer Reihenfolge evaluiert.
19.5 Konflikte bei File Share Regeln
Da einem Benutzer/Computer mehrere File Share Richtlinien zugewiesen werden können, treten u. U. Konflikte auf. Ein Regelkonflikt besteht, wenn die Regeln dieselben Werte für
Pfad, Modus und Unterverzeichnis enthalten, jedoch unterschiedliche Schlüssel. In diesem
Fall gilt die Regel aus der File Share Richtlinie mit der höheren Priorität. Die andere Regel wird verworfen.
19.6 File Share und SafeGuard Data Exchange
Mit SafeGuard Data Exchange lassen sich Daten, die auf mit Endpoint-Computern verbundenen
Wechselmedien gespeichert werden, verschlüsseln und mit anderen Benutzern austauschen.
Für SafeGuard Data Exchange wird dateibasierende Verschlüsselung benutzt.
Wenn sowohl SafeGuard Data Exchange als auch File Share auf einem Endpoint installiert ist, kann es vorkommen, dass eine SafeGuard Data Exchange Verschlüsselungsrichtlinie für ein
Laufwerk auf dem Computer definiert ist und gleichzeitig File Share Richtlinien für Ordner auf demselben Laufwerk gelten. Ist dies der Fall, so erhält die SafeGuard Data Exchange
Richtlinie Vorrang vor den File Share Richtlinien. Neue Dateien werden gemäß der SafeGuard
Data Exchange Richtlinie verschlüsselt.
Für weitere Informationen zu SafeGuard Data Exchange, siehe
SafeGuard Data Exchange (Seite
191).
190
Administratorhilfe
20 SafeGuard Data Exchange
Mit SafeGuard Data Exchange lassen sich Daten, die auf mit Endpoint-Computern verbundenen
Wechselmedien gespeichert werden, verschlüsseln und mit anderen Benutzern austauschen.
Alle Ver- und Entschlüsselungsprozesse laufen transparent und mit minimaler
Benutzerinteraktion ab.
Nur Benutzer, die über die entsprechenden Schlüssel verfügen, können den Inhalt der verschlüsselten Daten lesen. Alle nachfolgenden Verschlüsselungsprozesse laufen transparent.
In der zentralen Administration definieren Sie, wie Daten auf Wechselmedien behandelt werden sollen.
Als Sicherheitsbeauftragter legen Sie die spezifischen Einstellungen in einer Richtlinie vom
Typ Geräteschutz mit Wechselmedien als Ziel des Geräteschutzes fest.
Für SafeGuard Data Exchange muss dateibasierende Verschlüsselung benutzt werden.
20.1 Gruppenschlüssel
Für den Austausch von verschlüsselten Daten zwischen Benutzern müssen SafeGuard Enterprise
Gruppenschlüssel verwendet werden. Wenn sich der Gruppenschlüssel in den Schlüsselringen der Benutzer befindet, erhalten diese vollen transparenten Zugriff auf die mit ihren Computern verbundenen Wechselmedien.
Auf Computern ohne SafeGuard Enterprise ist der Zugriff auf verschlüsselte Daten auf
Wechselmedien nicht möglich. Eine Ausnahme ist hier der zentrale definierte
Domänen-/Gruppenschlüssel, der in Verbindung mit der Medien-Passphrase benutzt werden kann.
Hinweis:
Um verschlüsselte Daten auf Wechselmedien auch auf/mit Computern ohne SafeGuard
Enterprise zu benutzen/weiterzugeben, können Sie SafeGuard Portable benutzen. Für SafeGuard
Portable ist die Verwendung von lokalen Schlüsseln oder einer Medien-Passphrase erforderlich.
20.2 Lokale Schlüssel
SafeGuard Data Exchange unterstützt die Verschlüsselung mit lokalen Schlüsseln. Lokale
Schlüssel werden auf dem Benutzercomputer erzeugt und können zur Verschlüsselung von
Wechselmedien benutzt werden. Die Schlüssel werden durch Eingabe einer Passphrase erstellt.
In der SafeGuard Enterprise Datenbank wird jeweils eine Sicherungskopie des lokalen Schlüssels erstellt.
Hinweis: Ein Benutzer ist standardmäßig dazu berechtigt, lokale Schlüssel zu erzeugen. Sollen
Benutzer nicht dazu berechtigt sein, so müssen Sie diese Option explizit deaktivieren. Dies muss in einer Richtlinie vom Typ Geräteschutz mit Lokale Datenträger als Ziel des
Geräteschutzes festgelegt werden (Allgemeine Einstellungen > Benutzer darf einen lokalen
Schlüssel erzeugen > Nein).
Werden lokale Schlüssel zum Verschlüsseln von Dateien auf Wechselmedien verwendet, lassen sich diese Dateien auf einem Computer ohne SafeGuard Data Exchange mit SafeGuard Portable
191
SafeGuard Enterprise entschlüsseln. Beim Öffnen der Dateien mit SafeGuard Portable wird der Benutzer dazu aufgefordert, die Passphrase einzugeben, die beim Erzeugen des Schlüssels angegeben wurde.
Wenn dem Benutzer die Passphrase bekannt ist, kann er die Datei öffnen.
Mit SafeGuard Portable erhält jeder Benutzer, der die entsprechende Passphrase kennt, Zugang zu verschlüsselten Dateien auf Wechselmedien. Auf diese Weise ist ein Austausch von verschlüsselten Daten mit Partnern, die SafeGuard Enterprise nicht installiert haben, möglich.
Sie benötigen lediglich SafeGuard Portable sowie die Passphrase für die Dateien, auf die sie zugreifen sollen.
Durch Verwendung von verschiedenen lokalen Schlüsseln für die Verschlüsselung von Dateien auf Wechselmedien lässt sich der Zugang zu den Dateien sogar selektiv einschränken. Zum
Beispiel: Sie verschlüsseln die Dateien auf einem USB-Stick mit einem Schlüssel mit der
Passphrase mein_lokalerSchlüssel. Für eine einzelne Datei mit dem Dateinamen FürPartner.doc verwenden Sie die Passphrase partner_lokalerSchlüssel. Wenn Sie den USB-Stick nun an einen
Partner weitergeben und ihm die Passphrase partner_lokalerSchlüssel mitteilen, hat dieser nur
Zugriff auf die Datei FürPartner.doc.
Hinweis:
Standardmäßig wird SafeGuard Portable automatisch auf alle mit dem System verbundenen
Wechselmedien kopiert. Um SafeGuard Portable nicht automatisch auf die Wechselmedien zu kopieren, deaktivieren Sie die Option SafeGuard Portable auf das Ziel kopieren in einer
Richtlinie vom Typ Geräteschutz.
20.3 Medien-Passphrase
SafeGuard Data Exchange ermöglicht es Ihnen festzulegen, dass eine einzige Medien-Passphrase für alle Wechselmedien - mit Ausnahme von optischen Medien - auf den Endpoint-Computern erstellt werden muss. Die Medien-Passphrase ermöglicht sowohl den Zugriff auf alle zentral definierten Domänen-/Gruppenschlüssel als auch auf alle in SafeGuard Portable verwendeten lokalen Schlüssel. Der Benutzer muss nur eine einzige Passphrase eingeben und erhält Zugriff auf alle verschlüsselten Dateien in SafeGuard Portable. Dabei spielt es keine Rolle, welcher lokale Schlüssel für die Verschlüsselung verwendet wurde.
Auf jedem Computer wird automatisch ein einzigartiger Medienverschlüsselungsschlüssel für die Datenverschlüsselung für jedes Medium erstellt. Dieser Schlüssel ist durch die
Medien-Passphrase und einen zentral definierten Domänen-/Gruppenschlüssel gesichert. Auf einem Computer mit SafeGuard Data Exchange ist es daher nicht notwendig, die
Medien-Passphrase einzugeben, um auf die verschlüsselten Dateien auf Wechselmedien zuzugreifen. Der Zugriff wird automatisch gewährt, wenn sich der entsprechende Schlüssel im Schlüsselring des Benutzers befindet.
Der zu verwendende Domänen-/Gruppenschlüssel muss unter Für Verschlüsselung definierter
Schlüssel festgelegt werden.
Die Medien-Passphrase-Funktionalität steht zur Verfügung, wenn die Option Benutzer darf
eine Medien-Passphrase für Wechselmedien erzeugen in einer Richtlinie vom Typ
Geräteschutz aktiviert ist.
Nach dem Wirksamwerden dieser Einstellung auf dem Computer wird der Benutzer automatisch aufgefordert, eine Medien-Passphrase einzugeben, wenn er zum ersten Mal
Wechselmedien mit dem Computer verbindet. Die Medien-Passphrase ist auf allen Computern,
192
Administratorhilfe auf denen sich der Benutzer anmelden darf, gültig. Der Benutzer kann die Medien-Passphrase auch ändern. In diesem Fall findet automatisch eine Synchronisierung statt, wenn die
Medien-Passphrase auf dem Computer und die Medien-Passphrase der Wechselmedien nicht mehr synchron sind.
Sollte der Benutzer die Medien-Passphrase vergessen, so kann er diese ohne
Helpdesk-Unterstützung wiederherstellen.
Hinweis:
Um die Medien-Passphrase zu aktivieren, aktivieren Sie die Option Benutzer darf eine
Medien-Passphrase für Wechselmedien erzeugen in einer Richtlinie vom Typ Geräteschutz.
Diese Einstellung steht nur dann zur Verfügung, wenn Sie als Ziel des Geräteschutzes die
Option Wechselmedien gewählt haben.
20.3.1 Medien-Passphrase und Standalone-Computer
Auf einem Standalone-Computer (d. h. auf einem Computer, der nicht zentral verwaltet wird) stehen ohne aktivierte Medien-Passphrase-Funktion nach der Installation keine Schlüssel zur
Verfügung, da Standalone-Computer nur lokale Schlüssel verwenden. Vor der Benutzung der
Verschlüsselung muss der Benutzer einen Schlüssel erzeugen.
Ist die Medien-Passphrase-Funktionalität in einer Wechselmedienrichtlinie für diese Computer aktiviert, so wird der Medienverschlüsselungsschlüssel automatisch auf dem Computer erzeugt und kann direkt nach Abschluss der Installation für die Verschlüsselung verwendet werden.
Der Schlüssel steht als „vordefinierter“ Schlüssel im Schlüsselring des Benutzers zur Verfügung und wird in Dialogen für die Schlüsselauswahl als <Benutzername> angezeigt.
Falls verfügbar, werden die Medienverschlüsselungsschlüssel auch für alle initialen
Verschlüsselungsvorgänge verwendet.
20.4 Best Practice
Dieser Abschnitt beschreibt einige typische Anwendungsfälle für SafeGuard Data Exchange und deren Umsetzung durch Erstellen der entsprechenden Richtlinien.
Bob und Alice sind zwei Mitarbeiter des gleichen Unternehmens und haben beide SafeGuard
Data Exchange installiert. Joe ist ein externer Partner. Auf seinem Computer ist SafeGuard
Enterprise nicht installiert.
20.4.1 Unternehmensinterne Anwendung
Bob möchte verschlüsselte Daten auf Wechselmedien an Alice weitergeben. Beide gehören derselben Gruppe an und haben daher den entsprechenden Gruppenschlüssel in ihrem
SafeGuard Enterprise Schlüsselring. Da sie den Gruppenschlüssel benutzen, können sie transparent auf die verschlüsselten Dateien zugreifen, ohne eine Passphrase eingeben zu müssen.
Die notwendigen Einstellungen legen Sie in einer Richtlinie vom Typ
Geräteschutz\Wechselmedien fest:
■ Verschlüsselungsmodus für Medien: Dateibasierend
193
SafeGuard Enterprise
■ Schlüssel für die Verschlüsselung: Definierter Schlüssel aus der Liste
Definierter Schlüssel aus der Liste: <Gruppen-/Domänenschlüssel> (z. B.
group_users_Bob_Alice@DC=...), um sicherzustellen, dass beide denselben Schlüssel benutzen.
Wenn die Firmenrichtlinien zusätzlich festlegen, dass alle Dateien auf Wechselmedien immer verschlüsselt werden sollen, fügen Sie folgende Einstellungen hinzu:
■ Initialverschlüsselung aller Dateien: Ja
Stellt sicher, dass Dateien auf Wechselmedien verschlüsselt werden, sobald die
Wechselmedien zum ersten Mal mit dem System verbunden werden.
■ Benutzer darf Initialverschlüsselung abbrechen: Nein
Der Benutzer kann die Initialverschlüsselung nicht abbrechen, um sie z. B. zu einem späteren
Zeitpunkt durchzuführen.
■ Benutzer darf auf unverschlüsselte Dateien zugreifen: Nein
Werden auf Wechselmedien unverschlüsselte Dateien entdeckt, so wird der Zugriff auf diese Dateien verweigert.
■ Benutzer darf Dateien entschlüsseln: Nein
Der Benutzer darf Dateien auf Wechselmedien nicht entschlüsseln.
■ SafeGuard Portable auf Wechselmedien kopieren: Nein
Für die gemeinsame Benutzung von Wechselmedien innerhalb der Arbeitsgruppe ist
SafeGuard Portable nicht erforderlich. Außerdem würde SafeGuard Portable das
Entschlüsseln von Dateien auf Computern ohne SafeGuard Enterprise erlauben.
Die Benutzer können Daten einfach durch Austausch von Wechselmedien gemeinsam nutzen.
Wenn sie die Wechselmedien mit ihren Computern verbinden, haben sie transparenten Zugriff auf verschlüsselte Dateien.
Hinweis:
Dieser Anwendungsfall kann durch Benutzung von SafeGuard Enterprise Device Encryption umgesetzt werden. Hier ist das gesamte Wechselmedium sektorbasierend verschlüsselt.
20.4.2 Anwendung bei Heimarbeit oder für persönlichen Gebrauch auf
Dritt-Computern
■ Heimarbeit:
Bob möchte seine verschlüsselten Wechselmedien auf seinem Computer zuhause benutzen, auf dem SafeGuard Enterprise nicht installiert ist. Auf seinem Computer zuhause entschlüsselt Bob Dateien mit SafeGuard Portable. Da für alle seine Wechselmedien eine einzige Medien-Passphrase definiert ist, muss Bob nur SafeGuard Portable öffnen und die
Medien-Passphrase eingeben. Danach hat Bob transparenten Zugriff auf alle verschlüsselten
194
Administratorhilfe
Dateien, unabhängig davon, welcher lokale Schüssel für die Verschlüsselung verwendet wurde.
■ Persönlicher Gebrauch auf Dritt-Computern:
Bob verbindet das Wechselmedium mit Joes (externer Partner) Computer und gibt die
Medien-Passphrase ein, um Zugriff auf die auf dem Medium gespeicherten verschlüsselten
Dateien zu erhalten. Bob kann die Dateien nun - verschlüsselt oder unverschlüsselt - auf
Joes Computer kopieren.
Verhalten auf dem Endpoint-Computer:
■ Bob verbindet das Wechselmedium zum ersten Mal mit dem Computer.
■ Der Medienverschlüsselungsschlüssel, der für jedes Medium einzigartig ist, wird automatisch erzeugt.
■ Bob wird aufgefordert, die Medien-Passphrase für die Offline-Nutzung über SafeGuard
Portable einzugeben.
■ Der Benutzer muss nichts über den zu verwendenden Schlüssel oder den Schlüsselring wissen. Der Medienverschlüsselungsschlüssel wird ohne Benutzerinteraktion immer für die Datenverschlüsselung verwendet. Der Medienverschlüsselungsschlüssel ist für den
Benutzer auch nicht sichtbar. Nur der zentral definierte Gruppen-/Domänenschlüssel ist sichtbar.
■ Bob und Alice haben innerhalb der gleichen Gruppe oder Domäne transparenten Zugriff, da sie beide den gleichen Gruppen-/Domänenschlüssel verwenden.
■ Wenn Bob auf verschlüsselte Dateien auf Wechselmedien auf einem Computer ohne
SafeGuard Data Exchange zugreifen möchte, kann er die Medien-Passphrase in SafeGuard
Portable benutzen.
Die notwendigen Einstellungen legen Sie in einer Richtlinie vom Typ
Geräteschutz\Wechselmedien fest:
■ Verschlüsselungsmodus für Medien: Dateibasierend
■ Schlüssel für die Verschlüsselung: Definierter Schlüssel aus der Liste
Definierter Schlüssel aus der Liste: <Gruppen-/Domänenschlüssel> (z. B.
group_users_Bob_Alice@DC=...), um sicherzustellen, dass beide denselben Schlüssel benutzen.
■ Benutzer darf eine Medien-Passphrase für Wechselmedien erzeugen: Ja
Der Benutzer definiert eine Medien-Passphrase auf seinem Computer, die für alle seine
Wechselmedien gilt.
■ SafeGuard Portable auf Wechselmedien kopieren: Ja
SafeGuard Portable gibt dem Benutzer in einem System ohne SafeGuard Data Exchange
Zugriff auf alle verschlüsselten Dateien auf den Wechselmedien durch die Eingabe einer einzigen Medien-Passphrase.
195
SafeGuard Enterprise
Wenn die Firmenrichtlinien zusätzlich festlegen, dass alle Dateien auf Wechselmedien immer verschlüsselt werden sollen, fügen Sie folgende Einstellungen hinzu:
■ Initialverschlüsselung aller Dateien: Ja
Stellt sicher, dass Dateien auf Wechselmedien verschlüsselt werden, sobald die
Wechselmedien zum ersten Mal mit dem System verbunden werden.
■ Benutzer darf Initialverschlüsselung abbrechen: Nein
Der Benutzer kann die Initialverschlüsselung nicht abbrechen, um sie z. B. zu einem späteren
Zeitpunkt durchzuführen.
■ Benutzer darf auf unverschlüsselte Dateien zugreifen: Nein
Werden auf Wechselmedien unverschlüsselte Dateien entdeckt, so wird der Zugriff auf diese Dateien verweigert.
■ Benutzer darf Dateien entschlüsseln: Nein
Der Benutzer darf Dateien auf Wechselmedien nicht entschlüsseln.
Im Büro haben sowohl Bob als auch Alice transparenten Zugriff auf verschlüsselte Dateien auf Wechselmedien. Zuhause oder auf Dritt-Computern können sie verschlüsselte Dateien mit SafeGuard Portable öffnen. Die Benutzer müssen nur die Medien-Passphrase eingeben und erhalten somit Zugriff auf alle verschlüsselten Dateien. Dies ist eine einfache und sichere
Methode für die Verschlüsselung von Daten auf allen Wechselmedien. Ziel dieser Konfiguration ist es, die Benutzerinteraktion auf ein Minimum zu reduzieren und trotzdem jede Datei auf
Wechselmedien zu verschlüsseln und den Benutzern Zugriff auf die verschlüsselten Dateien im Offline-Modus zu geben. Der Benutzer darf Dateien auf Wechselmedien nicht entschlüsseln.
Hinweis:
In dieser Konfiguration sind Benutzer nicht dazu berechtigt, lokale Schlüssel zu erzeugen, da dies in diesem Anwendungsfall nicht notwendig ist. Dies muss in einer Richtlinie vom Typ
Geräteschutz mit Lokale Datenträger als Ziel des Geräteschutzes festgelegt werden
(Allgemeine Einstellungen > Benutzer darf einen lokalen Schlüssel erzeugen > Nein).
■ SafeGuard Portable auf Wechselmedien kopieren: Nr.
Für die gemeinsame Benutzung von Wechselmedien innerhalb der Arbeitsgruppe ist
SafeGuard Portable nicht erforderlich. Außerdem würde SafeGuard Portable das
Entschlüsseln von Dateien auf Computern ohne SafeGuard Enterprise erlauben.
Im Büro haben die Benutzer transparenten Zugriff auf verschlüsselte Dateien auf
Wechselmedien. Zuhause öffnen sie verschlüsselte Dateien mit SafeGuard Portable. Die
Benutzer müssen nur die Medien-Passphrase eingeben und erhalten somit Zugriff auf alle verschlüsselten Dateien, unabhängig davon, welcher Schlüssel für die Verschlüsselung verwendet wurde.
20.4.3 Weitergabe von Wechselmedien an externe Partner
Bob möchte ein verschlüsseltes Medium an Joe (externer Partner) weitergeben, der SafeGuard
Data Exchange nicht installiert hat und daher SafeGuard Portable verwenden muss. Bob möchte Joe jedoch nicht auf alle verschlüsselten Dateien auf dem Wechselmedium Zugriff geben. Er kann hierzu einen lokalen Schlüssel erzeugen und die Dateien mit dem lokalen
196
Administratorhilfe
Schlüssel verschlüsseln. Joe kann nun mit SafeGuard Portable die verschlüsselten Dateien mit der Passphrase des lokalen Schlüssels öffnen. Bob dagegen kann immer noch die
Medien-Passphrase für den Zugriff auf alle Dateien auf dem Wechselmedium benutzen.
Verhalten auf dem Computer:
■ Bob verbindet das Wechselmedium zum ersten Mal mit dem Computer. Der
Medienverschlüsselungsschlüssel, der für jedes Medium einzigartig ist, wird automatisch erzeugt.
■ Bob wird aufgefordert, die Medien-Passphrase für die Offline-Nutzung einzugeben.
■ Der Medienverschlüsselungsschlüssel wird ohne Benutzerinteraktion für die
Datenverschlüsselung verwendet, aber...
■ Bob kann nun einen lokalen Schlüssel (z. B. mit der Bezeichnung JoeSchlüssel) für die
Verschlüsselung der spezifischen Dateien, die mit Joe ausgetauscht werden sollen, erzeugen oder auswählen.
■ Bob und Alice haben innerhalb der gleichen Gruppe oder Domäne transparenten Zugriff, da sie beide den gleichen Gruppen-/Domänenschlüssel verwenden.
■ Wenn Bob auf verschlüsselte Dateien auf Wechselmedien auf einem Computer ohne
SafeGuard Data Exchange zugreifen möchte, kann er die Medien-Passphrase in SafeGuard
Portable benutzen.
■ Joe kann auf die spezifischen Dateien durch Eingabe der Passphrase des Schlüssels
JoeSchlüssel zugreifen, ohne auf die restlichen Dateien auf dem Wechselmedium zugreifen zu müssen.
Die notwendigen Einstellungen legen Sie in einer Richtlinie vom Typ
Geräteschutz\Wechselmedien fest:
■ Verschlüsselungsmodus für Medien: Dateibasierend
■ Schlüssel für die Verschlüsselung: Beliebiger Schlüssel im Schlüsselring des Benutzers
Ermöglicht dem Benutzer die Auswahl unterschiedlicher Schlüssel für die Verschlüsselung von Dateien auf Wechselmedien.
Für Verschlüsselung definierter Schlüssel: <Gruppen-/Domänenschlüssel> (z. B.
group_users_Bob_Alice@DC=...), um sicherzustellen, dass beide denselben Schlüssel benutzen und um beiden den transparenten Zugriff auf Wechselmedien zu ermöglichen, wenn sie sie mit ihren Computern im Büro verbinden.
■ Benutzer darf eine Medien-Passphrase für Wechselmedien erzeugen: Ja
Der Benutzer definiert eine Medien-Passphrase auf seinem Computer, die für alle seine
Wechselmedien gilt.
■ SafeGuard Portable auf Wechselmedien kopieren: Ja
SafeGuard Portable gibt dem Benutzer in einem System ohne SafeGuard Data Exchange
Zugriff auf alle verschlüsselten Dateien auf den Wechselmedien durch die Eingabe einer einzigen Medien-Passphrase.
197
SafeGuard Enterprise
Wenn die Firmenrichtlinien zusätzlich festlegen, dass alle Dateien auf Wechselmedien immer verschlüsselt werden sollen, fügen Sie folgende Einstellungen hinzu:
■ Initialverschlüsselung aller Dateien: Ja
Stellt sicher, dass Dateien auf Wechselmedien verschlüsselt werden, sobald die
Wechselmedien zum ersten Mal mit dem System verbunden werden.
■ Benutzer darf Initialverschlüsselung abbrechen: Nein
Der Benutzer kann die Initialverschlüsselung nicht abbrechen, um sie z. B. zu einem späteren
Zeitpunkt durchzuführen.
■ Benutzer darf auf unverschlüsselte Dateien zugreifen: Nein
Werden auf Wechselmedien unverschlüsselte Dateien entdeckt, so wird der Zugriff auf diese Dateien verweigert.
■ Benutzer darf Dateien entschlüsseln: Nein
Der Benutzer darf Dateien auf Wechselmedien nicht entschlüsseln.
Im Büro haben sowohl Bob als auch Alice transparenten Zugriff auf verschlüsselte Dateien auf Wechselmedien. Zuhause können sie verschlüsselte Dateien mit SafeGuard Portable durch
Eingabe der Medien-Passphrase öffnen. Wenn Bob oder Alice die Wechselmedien an einen
Dritt-Computer weitergeben möchten, auf dem SafeGuard Data Exchange nicht installiert ist, können sie mit lokalen Schlüsseln sicherstellen, dass externe Partner nur auf einige spezifische
Dateien zugreifen können. Dies ist eine erweiterte Konfiguration, die durch die Möglichkeit, lokale Schlüssel auf den Computern zu erzeugen, ein höheres Maß an Benutzerinteraktion umfasst.
Hinweis:
Voraussetzung für diesen Beispielanwendungsfall ist es, dass der Benutzer dazu berechtigt ist, lokale Schlüssel zu erzeugen (Standardeinstellung in SafeGuard Enterprise).
20.5 Konfigurieren von vertrauenswürdigen und ignorierten
Anwendungen für SafeGuard Data Exchange
Sie können Anwendungen als vertrauenswürdig definieren, um ihnen Zugriff auf verschlüsselte
Dateien zu geben. Dies ist zum Beispiel notwendig, damit Antivirus-Software verschlüsselte
Dateien überprüfen kann.
Sie können Anwendungen als ignoriert definieren, um sie von der transparenten
Dateiverschlüsselung/Dateientschlüsselung auszuschließen. Wenn Sie zum Beispiel ein
Backup-Programm als ignorierte Anwendung definieren, bleiben die vom Programm gesicherten verschlüsselten Daten verschlüsselt.
Hinweis: Untergeordnete Prozesse werden nicht als vertrauenswürdig/ignoriert eingestuft.
1. Legen Sie im Richtlinien Navigationsbereich einen neue Richtlinie vom Typ Allgemeine
Einstellungen an oder wählen Sie eine vorhandene aus.
2. Klicken Sie unter Dateiverschlüsselung auf die Dropdown-Schaltfläche der Felder
Vertrauenswürdige Anwendungen oder Ignorierte Anwendungen.
198
Administratorhilfe
3. Geben Sie im Editor-Listenfeld die Anwendungen ein, die Sie als vertrauenswürdig/ignoriert definieren möchten.
■ Sie können mehrere vertrauenswürdige/ignorierte Anwendungen in einer Richtlinie definieren. Jede Zeile im Editor-Listenfeld definiert jeweils eine Anwendung.
■ Anwendungsnamen müssen auf .exe enden.
■ Anwendungsnamen müssen als Fully Qualified Paths mit Laufwerk/Verzeichnis definiert werden. Es reicht nicht aus, nur den Dateinamen einzugeben (zum Beispiel
"beispiel.exe"). Aus Gründen der Benutzerfreundlichkeit zeigt die Einzelzeilenansicht der Anwendungsliste nur die Dateinamen getrennt durch Strichpunkte.
4. Speichern Sie Ihre Änderungen.
Hinweis: Die Richtlinieneinstellungen Vertrauenswürdige Anwendungen und Ignorierte
Anwendungen sind Computereinstellungen. Die Richtlinie muss daher Computern, nicht
Benutzern, zugewiesen werden. Andernfalls werden die Einstellungen nicht wirksam.
20.6 Konfigurieren von ignorierten Geräten für SafeGuard Data
Exchange
Sie können Geräte als ignoriert definieren, um sie von der Dateiverschlüsselung auszuschließen.
Sie können nur vollständige Geräte ausschließen.
1. Legen Sie im Richtlinien Navigationsbereich einen neue Richtlinie vom Typ Allgemeine
Einstellungen an oder wählen Sie eine vorhandene aus.
2. Klicken Sie unter Dateiverschlüsselung auf die Dropdown-Schaltfläche des Felds Ignorierte
Geräte.
3. Geben Sie die entsprechenden Gerätenamen ein, um spezifische Geräte von der
Verschlüsselung auszuschließen. Dies ist zum Beispiel nützlich, wenn Sie Systeme von
Dritt-Anbietern ausschließen müssen.
Hinweis: Sie können die Namen der derzeit im System benutzten Geräte mit Tools von
Dritt-Anbietern (z. B. OSR Device Tree) anzeigen lassen. SafeGuard Enterprise protokolliert alle Geräte, mit denen eine Verbindung hergestellt wird. Mit Hilfe von Registry Keys können
Sie eine Liste von verbundenen und ignorierten Geräten aufrufen.
20.6.1 Anzeige von verbundenen und ignorierten Geräten für die SafeGuard
Data Exchange Konfiguration
Als Hilfestellung für die Definition von ignorierten Geräten können Sie mit Registry Keys ermitteln, welche Geräte für die Verschlüsselung in Betracht gezogen werden (verbundene
Geräte) und welche Geräte derzeit ignoriert werden. Die Liste mit ignorierten Geräten enthält nur Geräte, die tatsächlich auf dem Computer verfügbar sind und ignoriert werden. Wird ein
Gerät in einer Richtlinie als ignoriert definiert und das Gerät ist nicht verfügbar, so wird das
Gerät auch nicht aufgelistet.
Benutzen Sie folgende Registry Keys, um verbundene und ignorierte Geräte zu ermitteln:
■ HKLM\System\CurrentControlSet\Control\Utimaco\SGLCENC\Log\AttachedDevices
199
SafeGuard Enterprise
■ HKLM\System\CurrentControlSet\Control\Utimaco\SGLCENC\Log\IgnoredDevices
20.7 Konfigurieren der persistenten Verschlüsselung für SafeGuard
Data Exchange
Der Inhalt von mit SafeGuard Data Exchange verschlüsselten Dateien wird jeweils direkt entschlüsselt, wenn der Benutzer den erforderlichen Schlüssel hat. Wenn der Inhalt in einer neuen Datei an einem Ablageort gespeichert wird, für den keine Verschlüsselungsregel gilt, bleibt die resultierende neue Datei unverschlüsselt.
Mit persistenter Verschlüsselung bleiben Kopien von verschlüsselten Dateien auch dann verschlüsselt, wenn sie an einem Speicherort abgelegt werden, für den keine
Verschlüsselungsregel gilt.
Sie können die persistente Verschlüsselung in Richtlinien vom Typ Allgemeine Einstellungen konfigurieren. Die Richtlinieneinstellung Persistente Verschlüsselung aktivieren ist standardmäßig aktiviert.
Hinweis:
■ Wenn Dateien an ein ignoriertes Gerät oder in einen Ordner kopiert oder verschoben werden, für den eine Richtlinie mit dem Modus für die Verschlüsselung Ignorieren gilt, hat die Einstellung Persistente Verschlüsselung aktivieren keine Auswirkungen.
■ Kopiervorgänge werden anhand des Dateinamens erkannt. Wenn ein Benutzer eine verschlüsselte Datei mit Speichern unter unter einem anderen Dateinamen an einem
Speicherort speichert, für den keine Verschlüsselungsregel gilt, ist die Datei unverschlüsselt.
20.8 Protokollierung des Dateizugriffs auf Wechselmedien
Mit der Funktion Berichte des SafeGuard Management Center lässt sich der Dateizugriff auf
Wechselmedien protokollieren (Datei-Tracking). Für Datei-Tracking spielt es keine Rolle, ob für die Dateien auf den Wechselmedien eine Verschlüsselungsrichtlinie gilt.
In einer Richtlinie vom Typ Protokollierung können Sie Folgendes konfigurieren:
■ Protokollierung eines Ereignisses, wenn eine Datei oder ein Verzeichnis auf dem
Wechselmedium angelegt wird.
■ Protokollierung eines Ereignisses, wenn eine Datei oder ein Verzeichnis auf dem
Wechselmedium umbenannt wird.
■ Protokollierung eines Ereignisses, wenn eine Datei oder ein Verzeichnis vom
Wechselmedium gelöscht wird.
Für weitere Informationen, siehe Datei-Tracking-Bericht für Wechselmedien
(Seite 273).
20.9 SafeGuard Data Exchange und File Share
Das SafeGuard Enterprise Modul File Share bietet dateibasierende Verschlüsselung im Netzwerk, speziell für Arbeitsgruppen bei Netzwerkfreigaben.
200
Administratorhilfe
Wenn sowohl SafeGuard Data Exchange als auch File Share auf einem Endpoint-Computer installiert ist, kann es vorkommen, dass eine SafeGuard Data Exchange
Verschlüsselungsrichtlinie für ein Laufwerk auf dem Computer definiert ist und gleichzeitig
File Share Richtlinien für Ordner auf demselben Laufwerk gelten. Ist dies der Fall, so erhält die SafeGuard Data Exchange Richtlinie Vorrang vor den File Share Richtlinien. Neue Dateien werden gemäß der SafeGuard Data Exchange Richtlinie verschlüsselt.
Für weitere Informationen zu File Share, siehe
201
SafeGuard Enterprise
21 Cloud Storage
Das SafeGuard Enterprise Modul Cloud Storage bietet dateibasierende Verschlüsselung von in der Cloud gespeicherten Daten.
Das Modul beeinflusst nicht die Art und Weise, wie Benutzer mit in der Cloud gespeicherten
Daten arbeiten. Die Benutzer verwenden weiterhin die anbieterspezifischen
Synchronisationsapplikationen zum Übertragen von Daten an die Cloud und Empfangen von
Daten aus der Cloud. Das Modul Cloud Storage stellt sicher, dass die lokalen Kopien der in der Cloud gespeicherten Daten transparent verschlüsselt werden. Sie werden somit immer in verschlüsselter Form in der Cloud gespeichert.
Für Cloud Storage legen Sie im SafeGuard Management Center Cloud Storage Definitionen an und verwenden diese als Ziel für Richtlinien vom Typ Geräteschutz.
Wenn für Endpoints eine Cloud Storage Richtlinie gilt, werden die Dateien in den von der
Richtlinie abgedeckten Speicherorten ohne Benutzerinteraktion transparent verschlüsselt:
■ Verschlüsselte Dateien werden an die Cloud synchronisiert.
■ Aus der Cloud erhaltene verschlüsselte Dateien können wie üblich mit Applikationen modifiziert werden.
Mit SafeGuard Portable kann auf durch Cloud Storage verschlüsselte Dateien auf
Endpoint-Computern ohne SafeGuard Enterprise Cloud Storage zugegriffen werden.
Verschlüsselte Dateien können so auch in diesem Fall gelesen werden.
Hinweis: Cloud Storage verschlüsselt nur neue in der Cloud gespeicherte Daten. Wurden
Daten bereits vor der Installation des Moduls Cloud Storage in der Cloud gespeichert, so werden diese Daten nicht automatisch verschlüsselt. Wenn Sie solche Daten verschlüsseln möchten, müssen Sie sie zunächst aus der Cloud entfernen und sie nach der Installation von
Cloud Storage wieder an die Cloud übertragen.
21.1 Anforderungen für Software von Cloud Storage Anbietern
Damit die Verschlüsselung von in der Cloud gespeicherten Daten möglich ist, muss die Software des Cloud Storage Anbieters
■ auf dem Computer, auf dem das Modul Cloud Storage installiert ist, laufen.
■ eine Anwendung (oder einen Systemdienst) im lokalen Dateisystem für die Synchronisierung zwischen der Cloud und dem lokalen System enthalten.
■ die synchronisierten Daten im lokalen Dateisystem speichern.
21.2 Anlegen von Cloud Storage Definitionen
Hinweis: Wenn bestimmte Ordner verschlüsselt werden (zum Beispiel der Dropbox
Installationsordner), bewirkt dies unter Umständen, dass das Betriebssystem oder bestimmte
Anwendungen nicht mehr laufen. Stellen Sie beim Anlegen von Cloud Storage Definitionen für Geräteschutz-Richtlinien sicher, dass diese Ordner nicht verschlüsselt werden.
1. Wählen Sie im Richtlinien Navigationsbereich Cloud Storage Definitionen.
202
Administratorhilfe
2. Klicken Sie im Kontextmenü von Cloud Storage Definitionen auf Neu > Cloud Storage
Definition.
3. Der Neue Cloud Storage Definition Dialog wird angezeigt. Geben Sie einen Namen für die Cloud Storage Definition ein.
4. Klicken Sie auf OK. Die Cloud Storage Definition wird unter dem Stammknoten Cloud
Storage Definitionen im Richtlinien Navigationsbereich angezeigt.
5. Wählen Sie die Cloud Storage Definition aus. Im Arbeitsbereich auf der rechten Seite wird der Inhalt der Cloud Storage Definition angezeigt:
■
■
■
Name des Ziels:
Der zu Beginn eingegebene Name. Dieser wird zur Referenzierung der Cloud Storage
Definition als Ziel für eine Richtlinie des Typs Geräteschutz benutzt.
Synchronisierungsapplikation:
Geben Sie den Pfad und die Anwendung für die Synchronisierung der Daten mit der
Cloud ein (zum Beispiel: <Desktop>\dropbox\dropbox.exe). Die Applikation muss sich auf einem lokalen Laufwerk befinden.
Synchronisierungsordner:
Geben Sie den/die Ordner ein, der/die mit der Cloud synchronisiert wird/werden. Es werden nur lokale Pfade unterstützt.
Hinweis: Für Pfade in den Einstellungen Synchronisierungsapplikation und
Synchronisierungsordner werden die gleichen Platzhalter wie für File Share unterstützt, siehe
Platzhalter für Pfade in File Share Verschlüsselungsregeln (Seite 184).
21.2.1 Platzhalter für Cloud Storage Anbieter
Als Sicherheitsbeauftragter können Sie Platzhalter für Cloud Storage Anbieter verwenden, um
Synchronisierungsapplikationen und Synchronisierungsordner zu definieren. Diese Platzhalter stehen für unterstützte Cloud Storage Applikationen von Drittanbietern. Mit den Platzhaltern können Sie eine bestimmte Applikation eines Drittanbieters angeben und denselben Platzhalter zum Verweis auf die Synchronisierungsordner verwenden, die von der Applikation zur
Synchronisierung verwendet werden.
Platzhalter für Cloud Storage Anbieter werden zwischen <!
und !> gesetzt.
Derzeit unterstützte Platzhalter:
<!Dropbox!>
Beispiel:
Wenn Sie Dropbox als Cloud Storage Anbieter nutzen, können Sie für die
Synchronisierungsapplikation einfach <!Dropbox!> eingeben. Wenn Sie den
Synchronisierungsordner nicht explizit angeben, wird <!Dropbox!> auch in die Liste mit
Ordnern unter Synchronisierungsordner kopiert.
Gehen wir davon aus, dass Sie die Platzhalter <!Dropbox!> für die Synchronisierungsapplikation und <!Dropbox!>\encrypt für den Synchronisierungsordner in der Cloud Storage Definition verwendet haben. Dropbox ist auf dem Endpoint installiert und der Benutzer hat d:\dropbox als Ordner, der mit Dropbox synchronisiert werden soll, konfiguriert:
203
SafeGuard Enterprise
Wenn der durch SafeGuard Enterprise geschützte Endpoint eine Richtlinie mit einer solchen
Cloud Storage Definition erhält, werden die Platzhalter in der Cloud Storage Definition automatisch entsprechend dem Pfad der Dropbox.exe für die Synchronisierungsapplikation umgesetzt. Außerdem wird die Dropbox Konfiguration gelesen und die
Verschlüsselungsrichtlinie auf den Ordner d:\dropbox\encrypt eingestellt.
21.2.2 Exportieren und Importieren von Cloud Storage Definitionen
Als Sicherheitsbeauftragter können Sie Cloud Storage Definitionen exportieren und importieren. Eine Cloud Storage Definition wird als .xml-Datei exportiert.
■ Um eine Cloud Storage Definition zu exportieren, wählen Sie im Kontextmenü der gewünschten Cloud Storage Definition im Bereich Richtlinie den Befehl Cloud Storage
Definition exportieren.
■ Um eine Cloud Storage Definition zu importieren, wählen Sie im Kontextmenü des Cloud
Storage Definition Knotens im Bereich Richtlinie den Befehl Cloud Storage Definition
importieren.
Beide Befehle sind auch im Menü Aktionen des SafeGuard Management Center verfügbar.
21.3 Erstellen einer Geräteschutz-Richtlinie mit einem Cloud Storage
Ziel
Die Cloud Storage Definitionen müssen bereits angelegt worden sein.
Die Einstellungen für die Verschlüsselung von Cloud Storage Daten legen Sie in einer Richtlinie vom Typ Geräteschutz fest.
1. Erstellen Sie im Richtlinien Navigationsbereich einen neue Richtlinie vom Typ
Geräteschutz.
2. Wählen Sie die zuvor erstellte Cloud Storage Definition als Ziel aus.
3. Klicken Sie auf OK. Die neu angelegte Richtlinie wird im Navigationsfenster unter
Richtlinien angezeigt. Im Aktionsbereich werden alle Einstellungen für die Richtlinie vom
Typ Geräteschutz angezeigt. Die Einstellungen können dort geändert werden.
4. Wählen Sie für die Option Verschlüsselungsmodus für Medien die Einstellung
Dateibasierend. Volume-basierende Verschlüsselung wird nicht unterstützt.
5. Wählen Sie unter Algorithmus für die Verschlüsselung den Algorithmus, der für die
Verschlüsselung der Daten in den Synchronisierungsordnern, die in der Cloud Storage
Definition definiert sind, verwendet werden soll.
6. Mit den Einstellungen Schlüssel für die Verschlüsselung und Für Verschlüsselung
definierter Schlüssel definieren Sie den Schlüssel oder die Schlüssel, die für die
Verschlüsselung verwendet werden sollen. Für weitere Informationen, siehe
(Seite 132).
204
Administratorhilfe
7. Wenn Sie die Einstellung SafeGuard Portable auf das Ziel kopieren aktivieren, wird
SafeGuard Portable in jeden Synchronisierungsordner kopiert. SafeGuard Portable ist eine
Anwendung, mit der verschlüsselte Dateien auf Windows-Computern, auf denen SafeGuard
Enterprise nicht installiert ist, gelesen werden können.
Hinweis: Um verschlüsselte Daten, die in der Cloud gespeichert sind, mit Benutzern zu teilen, die SafeGuard Enterprise nicht installiert haben, sollten die Benutzer zum Erzeugen lokaler Schlüssel berechtigt sein, siehe
(Seite 191).
8. Mit der Option Klartext-Ordner können Sie einen Ordner definieren, der von der
Verschlüsselung ausgeschlossen wird. Daten in Unterordnern des definierten
Klartext-Ordners werden ebenfalls von der Verschlüsselung ausgeschlossen. SafeGuard
Cloud Storage erstellt automatisch leere Klartext-Ordner in allen in der Cloud Storage
Definition definierten Synchronisierungsordnern.
205
SafeGuard Enterprise
22 Benutzer-Computer Zuordnung
SafeGuard Enterprise verwaltet die Informationen, welcher Benutzer sich an welchem Computer anmelden darf, in einer Liste, für die in der Folge der Begriff UMA (für
User-Machine-Assignment) verwendet wird.
Voraussetzung für die Aufnahme in die UMA ist, dass sich der Benutzer einmal an einem
Computer mit installiertem SafeGuard Enterprise angemeldet hat und als „kompletter“
Benutzer, im Sinne von SafeGuard Enterprise, im SafeGuard Management Center vorhanden ist. Als „komplett“ wird ein Benutzer dann bezeichnet, wenn für ihn nach der ersten Anmeldung ein Zertifikat erzeugt und danach sein Schlüsselring aufgebaut wurde. Erst dann ist die
Möglichkeit gegeben, dass diese Benutzerdaten auch auf andere Computer repliziert werden können. Nach der Replikation kann sich der Benutzer auch auf diesen Computern in der POA anmelden.
In der Standardeinstellung wird der erste Benutzer, der sich nach der Installation von SafeGuard
Enterprise an den Computer anmeldet, in der UMA als Besitzer dieses Computers eingetragen.
Dieses Attribut erlaubt es dem Benutzer, nachdem er sich im Rahmen der Power-on
Authentication authentisiert hat, weiteren Benutzern die Anmeldung an diesem Computer zu ermöglichen, (siehe
Weiteren Benutzern die Anmeldung an der POA ermöglichen
(Seite 88)).
Dadurch werden auch sie in die UMA für diesen Computer aufgenommen.
So wird automatisch eine Liste aufgebaut, die bestimmt, welcher Benutzer sich an welchem
Computer anmelden darf. Diese Liste kann im SafeGuard Management Center bearbeitet werden.
22.1 Benutzer-Computer Zuordnung im SafeGuard Management
Center
Im SafeGuard Management Center kann eine Zuordnung von Benutzern zu bestimmten
Computern vorgenommen werden. Wird ein Benutzer im SafeGuard Management Center einem Computer zugeordnet (oder umgekehrt), wird diese Zuweisung in die UMA aufgenommen. Seine Benutzerdaten (Zertifikat, Schlüssel usw.) werden auf diesen Rechner repliziert, und er kann sich an diesen Computer anmelden. Wenn ein Benutzer aus der UMA entfernt wird, werden alle Benutzerdaten automatisch aus der POA gelöscht. Der Benutzer kann sich dann nicht mehr an der POA mit Benutzername und Kennwort anmelden.
Hinweis: Um die Benutzer und Computer Zuordnung unter Benutzer & Computer einzusehen, benötigen Sie mindestens das Zugriffsrecht Schreibgeschützt für eines der beteiligten Objekte (Benutzer oder Computer). Um die Zuweisung zu definieren oder zu
ändern, benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für beide beteiligten Objekte. Die
UMA-Anzeige zeigt die verfügbaren Benutzer/Maschinen gefiltert nach Ihren Zugriffsrechten.
In der UMA-Anzeige, die die Computern zugewiesenen Benutzer und umgekehrt zeigt, werden
Objekte, für die Sie nicht die erforderlichen Zugriffsrechte haben, zu Ihrer Information angezeigt. Sie können die Zuordnung jedoch nicht ändern.
Im Rahmen dieser Zuordnung kann auch festgelegt bzw. geändert werden, wem es erlaubt ist, weiteren Benutzern die Anmeldung an diesen Computer zu ermöglichen.
206
Administratorhilfe
Unter Typ wird im SafeGuard Management Center angezeigt, wie der Benutzer in die SafeGuard
Enterprise Datenbank aufgenommen wurde. Übernommen gibt an, dass der Benutzer auf einem Endpoint-Computer in die UMA für den Computer aufgenommen worden ist.
Hinweis:
Wird im SafeGuard Management Center keine Zuweisung vorgenommen und kein Benutzer als Besitzer festgelegt, wird der Benutzer, der sich als erster nach der Installation von SafeGuard
Enterprise an den Computer anmeldet, als Besitzer eingetragen. Dieser Benutzer kann weiteren
Benutzern die Anmeldung an diesem Computer zu ermöglichen, siehe
diesem Computer nachträglich Benutzer zugewiesen, so können sich diese dann auch in der
Power-On Authentication anmelden. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass es sich um komplette Benutzer (deren Zertifikat und Schlüssel bereits existieren) handelt. Die Erlaubnis durch den Besitzer des Computers ist dann nicht notwendig.
Über folgende Einstellungen kann festgelegt werden, wem es erlaubt ist, weitere Benutzer in die UMA aufzunehmen:
■ Kann Besitzer werden: Die Auswahl dieser Einstellung ist Voraussetzung dafür, dass ein
Benutzer als Besitzer eines Computers eingetragen werden kann.
■ Benutzer ist Besitzer: Ist diese Einstellung ausgewählt, wird dieser Benutzer als Besitzer in die UMA eingetragen. Es können keine weiteren Benutzer in die UMA aufgenommen werden. Es kann jeweils nur ein Benutzer pro Computer als Besitzer in der UMA eingetragen werden.
Wer Benutzer in die UMA aufnehmen darf, wird zusätzlich über die Richtlinieneinstellung
Importieren von neuen Benutzern erlaubt für in einer Richtlinie vom Typ Spezifische
Computereinstellungen gesteuert.
■ Importieren von neuen Benutzern erlaubt für
Niemand
Auch der als Besitzer eingetragene Benutzer kann keinen weiteren Benutzern die Aufnahme in die UMA ermöglichen. Die Funktionalität, dass ein Besitzer weitere Aufnahmen ermöglichen kann, wird damit deaktiviert.
Besitzer (Standardeinstellung)
Hinweis:
Ein Sicherheitsbeauftragter kann im SafeGuard Management Center immer Benutzer hinzufügen.
Jeder
Hebt die Einschränkung auf, dass nur der Besitzer Benutzer hinzufügen darf.
Beispiel:
Das folgende Beispiel zeigt, wie Sie im SafeGuard Management Center festlegen können, dass sich ausschließlich drei bestimmte Benutzer (Benutzer_a, Benutzer_b, Benutzer_c) auf dem
Computer Computer_ABC anmelden können.
207
SafeGuard Enterprise
Ausgangssituation: Sie legen im SafeGuard Management Center das gewünschte Verhalten fest. SafeGuard Enterprise wird in der Nacht auf allen Endpoint-Computern installiert. Am
Morgen sollen sich die Benutzer an ihrem Computer anmelden können.
1. Weisen Sie im SafeGuard Management Center Benutzer_a, Benutzer_b, Benutzer_c dem
Computer Computer_ABC zu. (Benutzer & Computer -> Computer_ABC auswählen ->
Benutzer via Drag&Drop zuweisen). Damit haben Sie eine UMA festgelegt.
2. Setzen Sie in einer Computerrichtlinie die Einstellung Importieren von neuen Benutzern
erlaubt für auf Niemand. Da es Benutzer_a, Benutzer_b, Benutzer_c nicht erlaubt werden soll, Benutzer hinzuzufügen, ist es nicht notwendig, einen Benutzer als Besitzer festzulegen.
3. Weisen Sie die Richtlinie dem Computer zu bzw. an einer Stelle in der Verzeichnisstruktur zu, wo sie für den Computer wirksam wird.
Bei der Anmeldung des ersten Benutzers an Computer_ABC wird ein Autologon für die POA ausgeführt. Die Computerrichtlinien werden an den Endpoint-Computer geschickt. Da
Benutzer_a in der UMA eingetragen ist, wird er im Zuge der Windows-Anmeldung komplettiert. Seine Benutzerrichtlinien, Zertifikate und Schlüssel werden an den
Endpoint-Computer geschickt. Die POA wird aktiviert.
Hinweis:
Der Benutzer kann über die Statusausgabe im SafeGuard Tray Icon überprüfen, wann dieser
Vorgang abgeschlossen ist.
Benutzer_a existiert nun als kompletter Benutzer in SafeGuard Enterprise und kann sich bei der nächsten Anmeldung in der POA authentisieren und wird automatisch angemeldet.
Benutzer_a fährt nun den Computer herunter und Benutzer_b will sich anmelden. Da die
POA aktiviert ist, findet kein Autologon mehr statt.
Für die Benutzer_b und Benutzer_c gibt es nun zwei Möglichkeiten, Zugang zu diesem
Computer zu erlangen.
■ Benutzer_a deaktiviert im POA-Anmeldedialog die Option Durchgehende Anmeldung
an Windows und meldet sich an.
■ Benutzer_b authentisiert sich über Challenge/Response in der POA.
In beiden Fällen wird anschließend der Windows-Anmeldedialog angezeigt.
Benutzer_b kann dort seine Windows-Anmeldeinformationen eingeben. Seine
Benutzerrichtlinien, Zertifikate und Schlüssel werden an den Endpoint-Computer geschickt.
Er wird in der POA aktiviert. Benutzer_b existiert nun als kompletter Benutzer in SafeGuard
Enterprise. Er kann sich bei der nächsten Anmeldung in der POA authentisieren und wird automatisch angemeldet.
Es wurde in der Computerrichtlinie zwar festgelegt, dass auf diesem Computer niemand
Benutzer importieren darf, da sie sich aber bereits in der UMA befinden, können Benutzer_b und Benutzer_c durch die Windows-Anmeldung dennoch komplettiert und in der POA aktiviert werden.
Alle anderen Benutzer werden nicht in die UMA aufgenommen und können sich daher niemals an der Power-on Authentication authentisieren. Alle Benutzer, die sich an Windows anmelden und nicht Benutzer_a, Benutzer_b oder Benutzer_c sind, werden in diesem Szenario nicht in die UMA aufgenommen und daher auch nie in der POA aktiv.
208
Administratorhilfe
Sie können im SafeGuard Management Center später weitere Benutzer hinzufügen. Allerdings steht ihr Schlüsselring nach der ersten Anmeldung noch nicht zur Verfügung, da eine
Synchronisierung erst durch diese Anmeldung angestoßen wird. Nach einer erneuten
Anmeldung steht auch der Schlüsselring zur Verfügung und die Benutzer können entsprechend den geltenden Richtlinien auf den Computer zugreifen. Haben sie sich zuvor noch an keinem
Endpoint-Computer erfolgreich angemeldet, können sie wie zuvor beschrieben aufgenommen werden.
22.1.1 Benutzer sperren
Durch Auswählen des Kontrollkästchens in der Spalte Benutzer sperren wird dem Benutzer die Anmeldung an diesem Computer verboten. Darüber hinaus wird der Computer automatisch heruntergefahren wenn der betreffende Benutzer angemeldet ist, wenn eine Richtlinie, die diese Einstellung enthält, auf dem Computer wirksam wird.
22.1.2 Gruppen
Im SafeGuard Management Center können auch Computergruppen einem Benutzer (Konto) bzw. Benutzergruppen einem Computer zugewiesen werden.
So erstellen Sie eine Gruppe: Klicken Sie unter Benutzer & Computer mit der rechten Maustaste auf den relevanten Objektknoten, bei dem Sie die Gruppe erstellen möchten. Wählen Sie dann
Neu und Neue Gruppe erzeugen. Geben Sie in Neue Gruppe erzeugen unter Vollst. Name den Namen der Gruppe und nach Wunsch eine Beschreibung ein. Klicken Sie auf OK.
Beispiel: Service-Konto
Auf diese Weise ist es z. B. einfach möglich, über ein Service-Konto eine große Anzahl Computer zu warten. Dazu müssen sich die Computer in einer Gruppe befinden. Diese Gruppe wird dann einem Service-Konto (Benutzer) zugewiesen. Der Besitzer des Service-Kontos kann sich dann an alle Computer dieser Gruppe anmelden.
Ebenso kann durch das Zuweisen einer Gruppe, die verschiedene Benutzer enthält, diesen
Benutzern in einem einfachen Schritt die Anmeldung an einem bestimmten Computer ermöglicht werden.
22.2 Zuweisen von Benutzer- und Computergruppen
Um die Benutzer und Computer Zuordnung unter Benutzer & Computer einzusehen, benötigen Sie mindestens das Zugriffsrecht Schreibgeschützt für eines der beteiligten Objekte
(Benutzer oder Computer). Um die Zuweisung zu definieren oder zu ändern, benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für beide beteiligten Objekte. Die UMA-Anzeige zeigt die verfügbaren Benutzer/Maschinen gefiltert nach Ihren Zugriffsrechten.
Hinweis: Das Zuweisen einzelner Benutzer an einen Computer oder umgekehrt, funktioniert analog zur Beschreibung für Gruppen.
1. Klicken Sie auf Benutzer & Computer.
2. Zum Zuweisen einer Gruppe von Computern zu einem Benutzer markieren Sie den
Benutzer.
209
SafeGuard Enterprise
3. Klicken Sie im Aktionsbereich auf die Registerkarte Computer.
Unter Verfügbare Computer werden alle Computer und Computergruppen angezeigt.
4. Ziehen Sie die gewünschten Gruppen aus der Liste der Verfügbaren Gruppen in den
Aktionsbereich.
5. Ein Dialog, in dem Sie gefragt werden, ob der Benutzer Besitzer aller Computer werden können soll, wird angezeigt.
Ist für einen Computer im SafeGuard Management Center kein Besitzer festgelegt, wird der erste Benutzer, der sich an diesen Computer anmeldet, automatisch als Besitzer eingetragen. Damit hat er das Recht, anderen Benutzern Zugriff auf diesen Computer zu erlauben. Voraussetzung dafür ist, dass er das Recht Kann Besitzer werden besitzt.
■
■
Beantworten Sie diese Frage mit Ja, kann der Benutzer, wenn er sich als erster an diesen
Computer anmeldet, Besitzer werden und damit weiteren Benutzern Zugriff gewähren.
Beantworten Sie diese Frage mit Nein, ist der Benutzer nicht Besitzer dieses Computers.
Für ein Service-Konto ist es in der Regel nicht notwendig, dass der Inhaber dieses Kontos
Besitzer der Computer werden kann. Diese Einstellung kann nach der initialen Zuweisung geändert werden.
Nach der Beantwortung der Frage werden alle Computer aus der zugewiesenen Gruppe im
Aktionsbereich angezeigt.
Der Benutzer darf sich jetzt an allen Computern anmelden, die so zugewiesen wurden.
Die Zuweisung einer Benutzergruppe an einen einzelnen Computer funktioniert analog zu dieser Beschreibung.
210
Administratorhilfe
23 Token und Smartcards
Token und Smartcards sind Hardware-Komponenten, die einen autorisierten Benutzer eines
Computersystems bei der Authentisierung unterstützen. Auf ihnen können Zertifikate, digitale
Signaturen oder biometrische Daten gespeichert werden. Es können keine Daten manipuliert werden.
Die Authentisierung mit Benutzername und Kennwort genügt heutzutage oft nicht mehr den
Kundenanforderungen nach optimalem Schutz vor Angriffen von Dritten. Deswegen bietet
SafeGuard Enterprise als Alternative dazu und zur Steigerung der Sicherheit die Anmeldung mit Token und Smartcards. Die Token-Anmeldung basiert auf dem Prinzip der
Zwei-Faktor-Authentisierung: Ein Benutzer verfügt über einen Token (Besitz), kann den
Token aber nur nutzen, wenn er das spezifische Token-Kennwort kennt (Wissen). Bei
Verwendung eines Token oder einer Smartcard benötigen die Benutzer zur Authentisierung nur noch den Token und eine PIN.
Hinweis: Smartcards und Token werden aus Sicht von SafeGuard Enterprise gleich behandelt.
Deshalb werden im Produkt und im Handbuch die Begriffe "Token" und "Smartcard" gleichgesetzt.
Token werden unterstützt:
■ in der Power-on Authentication
■ auf Betriebssystemebene
■ zur Anmeldung am SafeGuard Management Center
Wenn ein Token für einen Benutzer ausgestellt wird, werden Daten wie Hersteller, Typ,
Seriennummer, Anmeldedaten und Zertifikate in der SafeGuard Enterprise-Datenbank hinterlegt. Token werden anhand der Seriennummer identifiziert und sind dann in SafeGuard
Enterprise bekannt.
Es ergeben sich erhebliche Vorteile:
■ Es ist sichtbar, welche Token im Umlauf sind und welchen Benutzern sie zugeordnet sind.
■ Es ist klar erkennbar, wann die Token ausgestellt wurden.
■ Wenn Token verlorengegangen sind, kann der Sicherheitsbeauftragte sie identifizieren und für die Authentisierung sperren. Damit kann Datenmissbrauch verhindert werden.
■ Trotzdem kann der Sicherheitsbeauftragte über Challenge/Response die Anmeldung ohne
Token zeitweilig erlauben, z. B. wenn ein Benutzer seine PIN vergessen hat.
23.1 Smartcards
Um eine Smartcard mit SafeGuard Enterprise benutzen zu können, wird außer der Smartcard ein Kartenleser sowie auf Computer-Seite ein Kartentreiber benötigt. Außerdem setzt die
Kommunikation der Smartcards und Kartenleser mit SafeGuard Enterprise bestimmte
Middleware in Form eines PKCS#11-Moduls voraus.
211
SafeGuard Enterprise
23.1.1 Smartcards und Smartcard-Leser/-Treiber
SafeGuard Enterprise unterstützt nicht-kryptographische und kryptographische
Anmeldeverfahren bei der Power-on Authentication. Bei nicht-kryptographischen Smartcards werden Benutzerkennung und Kennwort auf der Karte gespeichert. Kryptographische
Smartcards verwenden zur Authentisierung RSA-Schlüsselpaare (Zertifikate).
■ Windows
Auf Windows-Betriebssystemebene werden PC/SC-kompatible Kartenleser unterstützt.
Die PC/SC-Schnittstelle regelt die Kommunikation zwischen PC und Smartcard. Viele dieser Kartenleser sind bereits Teil der Windows-Installation. Smartcards benötigen
PKCS#11 kompatible Smartcard-Treiber, damit sie von SafeGuard Enterprise unterstützt werden können.
■ Power-on Authentication
Eine genaue Liste aller unterstützten Smartcards, Smartcard-Leser und -Treiber an der
Power-on Authentication finden Sie in den Release Notes.
An der Power-on Authentication wird die PC/SC-Schnittstelle unterstützt, die die
Kommunikation zwischen PC und Smartcard regelt. Die unterstützten Smartcard-Treiber sind fest implementiert und die Benutzer können keine zusätzlichen Treiber hinzufügen.
Die passenden Smartcard-Treiber müssen über eine Richtlinie in SafeGuard Enterprise aktiviert werden.
Die Schnittstelle für Smartcard-Leser ist standardisiert und viele Kartenleser haben eine
USB-Schnittstelle oder eine ExpressCard/54-Schnittstelle und implementieren den
CCID-Standard. In SafeGuard Enterprise ist dies eine Voraussetzung, um bei der Power-on
Authentication unterstützt zu werden. Außerdem muss auf Treiber-Seite das
PKCS#11-Modul unterstützt werden.
23.1.2 Unterstützte Smartcards an der Power-on Authentication
SafeGuard Enterprise unterstützt ein große Anzahl von Smartcards und Smartcard-Lesern, sowie gängige Smartcard-Treiber an der Power-on Authentication. An SafeGuard Enterprise werden Token/Smartcards unterstützt, die 2.048 Bit RSA-Operationen unterstützen. Da die
Unterstützung von Smartcards von Release zu Release erweitert wird, werden die in der jeweils aktuellen SafeGuard Enterprise Version unterstützten Token und Smartcards in den Release
Notes aufgeführt.
23.1.3 Unterstützte Middleware
Die in der folgenden Liste aufgeführte Middleware wird über deren jeweiliges PKCS#11-Modul unterstützt. PKCS#11 ist eine standardisierte Schnittstelle zur Anbindung kryptographischer
Token/Smartcards an verschiedenste Software. Hier dient PKCS#11 der Kommunikation zwischen kryptographischen Token/Smartcard, Smartcard-Leser und SafeGuard Enterprise.
212
Administratorhilfe
Hersteller
A-Trust
ActivIdentity
AET
Aladdin
Charismatics
Gemalto
IT Solution GmbH
RSA
Sertifitseerimiskeskus AS
Siemens
T-Systems
Unizeto
Middleware a.sign Client
ActivClient, ActivClient (PIV)
SafeSign Identity Client eToken PKI Client
Smart Security Interface
Gemalto Access Client, Gemalto Classic Client, Gemalto
.NET Card
IT Solution trustWare CSP+
RSA Authentication Client 2.x, RSA Smart Card
Middleware 3.x
Estonian ID Card
CardOS API
NetKey 3.0
proCertum
Lizenzen
Beachten Sie, dass für die Benutzung der jeweiligen Middleware für das Standard-Betriebssystem eine Lizenzvereinbarung mit dem jeweiligen Hersteller erforderlich ist. Für weitere
Informationen zum Bezug von Lizenzen, siehe http://www.sophos.de/support/knowledgebase/article/116585.html
.
Wenn Sie eine Siemens-Lizenzen erwerben möchten, wenden Sie sich an:
Atos IT Solutions and Services GmbH
Otto-Hahn-Ring 6
81739 München
Germany
Die Middleware wird in einer SafeGuard Enterprise Richtlinie vom Typ Spezifische
Computereinstellungen unter Tokenunterstützung: Einstellungen für PKCS#11 Modul 1 im Feld Modulname angegeben. Das SafeGuard Enterprise Client-Konfigurationspaket muss zudem auf dem Computer installiert sein, auf dem das SafeGuard Management Center läuft.
23.2 USB-Token
USB-Token bestehen wie Smartcards aus einem Smartcard-Leser und einer Smartcard, wobei sich die beiden Einheiten in einem Gehäuse befinden.
213
SafeGuard Enterprise
23.2.1 Unterstützte USB-Token an der Power-on Authentication
SafeGuard Enterprise unterstützt sehr viele USB-Token. Voraussetzung ist, dass eine der von der Power-on Authentication von SafeGuard Enterprise unterstützten Smartcards eingebaut ist und einer der unterstützten Treiber verwendet wird. Außerdem müssen die USB-Token von der entsprechenden Middleware unterstützt werden.
Da die Unterstützung von Token von Release zu Release erweitert wird, werden die in der jeweils aktuellen SafeGuard Enterprise Version unterstützten Token und Smartcards in den
Release Notes aufgeführt.
23.2.2 Kryptographische Token - Kerberos
Bei der Verwendung von kryptographischen Token erfolgt die Authentisierung in der POA
über das Zertifikat auf dem Token.
Für diese Anmeldeart benötigen die Benutzer einen vollständig ausgestellten Token. Zur
Anmeldung müssen die Benutzer nur die PIN des Token eingeben.
Wenn Sie diese Art der Anmeldung für Endpoint-Computer festlegen, können sich Benutzer nur mit dem Token anmelden.
23.3 Benutzung von Token
So verwenden Sie Token für die Anmeldung
1. Leeren Token initialisieren
2. Token für Benutzer und Sicherheitsbeauftragte ausstellen
3. Zertifikate und Schlüssel auf Token schreiben
4. Richtlinien für Token festlegen
Sie können auch einen bereits mit Daten einer anderen Anwendung versehenen Token zur
Authentisierung verwenden, sofern genügend freier Speicherplatz für die Zertifikate und
Anmeldeinformationen darauf vorhanden ist.
Für die einfache Token-Verwaltung bietet SafeGuard Enterprise folgende Funktionen:
■ Token-Informationen anzeigen und filtern
■ PINs initialisieren, ändern, zurücksetzen und sperren
■ Token-Daten lesen und löschen
■ Token sperren
Hinweis: Um Token auszustellen und zu verwalten oder Daten auf ausgestellten Token zu
ändern, benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für die relevanten Benutzer. Die Ansicht
Ausgestellte Token zeigt die Token für alle Benutzer, für die Sie die Zugriffsrechte
Schreibgeschützt oder Voller Zugriff haben.
214
Administratorhilfe
23.4 Token initialisieren
Bevor ein „leerer“, unformatierter Token in SafeGuard Enterprise für einen Benutzer ausgestellt werden kann, muss er nach den Angaben des Token-Herstellers für die Verwendung
vorbereitet, also initialisiert werden. Bei der Initialisierung wird er mit Basisinformationen, z. B. den Standard-PINs, beschrieben. Dies erfolgt mit der Initialisierungssoftware des
Herstellers.
Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation des relevanten Token-Herstellers.
23.4.1 Installieren von Middleware
Installieren Sie nun die korrekte Middleware sowohl auf dem Computer, auf dem das SafeGuard
Management Center installiert ist, als auch auf dem relevanten Endpoint-Computer. Für
Informationen zur unterstützten Middleware, siehe Unterstützte Middleware
(Seite 212).
Starten Sie die Computer, auf denen Sie die neue Middleware installiert haben, neu.
23.4.2 Aktivieren von Middleware (PKCS#11-Modul)
Bevor Sie den Token ausstellen, müssen Sie ihm im SafeGuard Management Center über eine
Richtlinie die passende Middleware in Form des PKCS#11-Moduls zuweisen. Dies müssen
Sie sowohl für den Computer, auf dem das SafeGuard Management Center läuft, als auch für den Endpoint-Computer erledigen. Dann erst kann SafeGuard Enterprise mit dem Token kommunizieren. Die Einstellung für das PKCS#11-Modul können Sie folgendermaßen über eine Richtlinie festlegen.
Voraussetzung: Die Middleware wurde auf dem entsprechenden Computer installiert und der Token wurde initialisiert. Das SafeGuard Enterprise Client-Konfigurationspaket muss zudem auf dem Computer installiert sein, auf dem das SafeGuard Management Center läuft.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Richtlinien.
2. Legen Sie eine neue Richtlinie des Typs Spezifische Computereinstellungen an oder wählen
Sie eine bereits bestehende Richtlinie dieses Typs aus.
3. Wählen Sie im rechten Arbeitsbereich unter Tokenunterstützung > Modulname die passende Middleware aus. Speichern Sie die Einstellungen.
4. Weisen Sie die Richtlinie zu.
SafeGuard Enterprise kann nun mit dem Token kommunizieren und den Token verwalten.
Der Token kann nun ausgestellt werden.
23.5 Ausstellen eines Token
Beim Ausstellen eines Token in SafeGuard Enterprise werden Daten auf den Token geschrieben, die dann für die Authentisierung verwendet werden. Bei den Daten handelt es sich um die
Anmeldeinformationen und Zertifikate.
215
SafeGuard Enterprise
In SafeGuard Enterprise können Token für folgende Benutzerrollen ausgestellt werden:
■ Token für normale Benutzer
■ Token für Sicherheitsbeauftragte (SO)
Zugriff auf den Token haben sowohl der Benutzer als auch der Sicherheitsbeauftragte (SO).
Der Benutzer ist der, der den Token benutzen soll. Nur er hat Zugriff auf private Objekte und
Schlüssel. Der SO hat nur Zugriff auf öffentliche Objekte, kann allerdings die Benutzer-PIN zurücksetzen.
23.5.1 Ausstellen eines Token oder einer Smartcard für Benutzer
Voraussetzungen:
■ Der Token muss initialisiert und das passende PKCS#11-Modul aktiviert worden sein.
■ Das SafeGuard Enterprise Client-Konfigurationspaket muss zudem auf dem Computer installiert sein, auf dem das SafeGuard Management Center läuft.
■ Sie benötigen das Zugriffsrecht Voller Zugriff für den relevanten Benutzer.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Benutzer und Computer.
2. Stecken Sie den Token an der USB-Schnittstelle ein. SafeGuard Enterprise liest den Token ein.
3. Wählen Sie den Benutzer, für den ein Token ausgestellt werden soll, und öffnen Sie im rechten Arbeitsbereich die Registerkarte Token-Daten.
4. Gehen Sie in der Registerkarte Token-Daten wie folgt vor: a) Wählen Sie die Benutzer-ID und Domäne des betreffenden Benutzers aus und geben
Sie sein Windows-Kennwort ein.
b) Klicken Sie auf Token ausstellen.
Der Dialog Token ausstellen wird angezeigt.
5. Wählen Sie den relevanten Slot aus der Verfügbare Slots Dropdownliste aus.
6. Vergeben Sie eine neue Benutzer-PIN und wiederholen Sie die Eingabe.
7. Geben Sie unter SO-PIN die vom Hersteller erhaltene Standard-PUK bzw. die bei der
Token-Initialisierung vergebene PIN ein.
Hinweis:
Wenn Sie nur das Feld Benutzer-PIN (erforderlich) ausfüllen, muss die Benutzer-PIN mit der PIN übereinstimmen, die bei der Token-Initialisierung vergeben wurde. Sie müssen die Benutzer-PIN dann nicht wiederholen und keine SO-PIN eingeben.
8. Klicken Sie auf Token jetzt ausstellen.
Der Token wird ausgestellt, die Anmeldeinformationen auf den Token geschrieben und die
Token-Informationen in der SafeGuard Enterprise-Datenbank hinterlegt. Im Bereich Token können Sie sich in der Registerkarte Token-Information die Daten anzeigen lassen.
216
Administratorhilfe
23.5.2 Ausstellen eines Token oder einer Smartcard für einen
Sicherheitsbeauftragten
Bei der Erstinstallation von SafeGuard Enterprise besteht für den ersten Sicherheitsbeauftragten bereits die Möglichkeit, sich einen Token ausstellen zu lassen und den Anmeldemodus festzulegen (siehe SafeGuard Enterprise Installationshandbuch). Für alle weiteren
Sicherheitsbeauftragten nehmen Sie die Ausstellung eines Token im SafeGuard Management
Center vor.
Voraussetzung:
■ Der Token muss initialisiert und das passende PKCS#11-Modul aktiviert worden sein.
■ Sie benötigen die Rechte, die Angaben für den Sicherheitsbeauftragten festlegen zu dürfen.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Stecken Sie den Token an der USB-Schnittstelle ein. SafeGuard Enterprise liest den Token ein.
3. Markieren Sie im linken Navigationsfenster Sicherheitsbeauftragte und wählen Sie im
Kontextmenü Neu > Neuer Sicherheitsbeauftragter.
Der Dialog Neuen Sicherheitsbeauftragten erstellen wird angezeigt.
4. Geben Sie im Feld Token-Anmeldung die Art der Anmeldung für den
Sicherheitsbeauftragten ein:
■
■
Wenn sich der Sicherheitsbeauftragte wahlweise mit oder ohne Token authentisieren soll, wählen Sie Optional.
Um festzulegen, dass sich der Sicherheitsbeauftragte mit Token anmelden muss, wählen
Sie Zwingend erforderlich.
Bei dieser Einstellung verbleibt der private Schlüssel auf dem Token. Der Token muss immer eingesteckt sein, ansonsten wird ein Neustart des Systems notwendig.
5. Geben Sie als nächstes das Zertifikat des Sicherheitsbeauftragten an.
■ Um ein neues Zertifikat zu erzeugen, klicken Sie auf die Schaltfläche Erzeugen neben der Zertifikat Dropdown-Liste.
Geben Sie das Kennwort für das Zertifikat zweimal ein und klicken Sie auf OK.
■
Legen Sie den Speicherort für das Zertifikat fest.
Um Zertifikate zu importieren, klicken Sie auf die Schaltfläche Importieren neben der
Zertifikat Dropdown-Liste, um die entsprechende Zertifikatsdatei zu öffnen.
Nach Zertifikaten wird zuerst in einer Zertifikatsdatei, dann auf dem Token gesucht.
Die Zertifikate können an den jeweiligen Speicherorten verbleiben.
6. Aktivieren Sie die Rollen und Domänen, die dem Beauftragten zugewiesen werden sollen, unter Rollen.
7. Bestätigen Sie die Eingaben mit OK.
Der Sicherheitsbeauftragte wird angelegt, der Token wird ausgestellt, die Anmeldedaten werden je nach Einstellung auf den Token geschrieben und die Token-Informationen werden in der
217
SafeGuard Enterprise
SafeGuard Enterprise-Datenbank hinterlegt. Im Bereich Token können Sie sich in der
Registerkarte Token-Information die Daten anzeigen lassen.
23.6 Versehen von Token oder Smartcards mit Zertifikaten
Außer den Anmeldeinformationen können auf einen Token auch Zertifikate geschrieben werden. Es ist möglich, den privaten Teil des Zertifikats (.p12-Datei) ausschließlich auf dem
Token zu speichern. Benutzer können sich dann jedoch nur mit dem Token anmelden. Wir empfehlen den Einsatz von PKI-Zertifikaten.
Sie können Authentisierungsdaten auf verschiedene Arten dem Token zuweisen:
■ durch Generieren von Zertifikaten direkt auf dem Token
■ durch Zuweisen von Daten, die sich bereits auf dem Token befinden
■ durch Importieren von Zertifikaten aus einer Datei
Hinweis:
CA Zertifikate können nicht von einem Token entnommen und in der Datenbank oder im
Zertifikatsspeicher gespeichert werden. Wenn Sie CA-Zertifikate verwenden möchten (oder müssen), müssen diese in Dateiform zur Verfügung stehen, nicht nur auf einem Token. Dies gilt auch für CRLs (Certificate Revocation List). Außerdem muss die Kombination von
CA-Zertifikaten und CRL auf einem Token zusammenpassen, da ansonsten eine Anmeldung an allen betroffenen Computern nicht mehr möglich ist. Überprüfen Sie die Korrektheit von
CA und CRL. SafeGuard Enterprise übernimmt diese Überprüfung nicht! SafeGuard Enterprise kann dann nur mit ablaufenden Zertifikaten umgehen, wenn der alte und neue private Schlüssel auf demselben Token stehen.
23.6.1 Erzeugen von Zertifikaten durch Token
Um Zertifikate durch Token zu erzeugen, benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für den relevanten Benutzer.
Sie können neue Zertifikate direkt durch den Token generieren lassen, wenn zum Beispiel keine Zertifikatsinfrastruktur vorhanden ist.
Hinweis:
Wird der private Teil des Zertifikats allein auf den Token geschrieben, hat der Benutzer nur mit dem Token Zugriff auf seinen privaten Schlüssel. Der private Schlüssel befindet sich dann nur noch auf dem Token. Wenn der Token verloren geht, ist der Zugriff auf den privaten
Schlüssel nicht mehr möglich.
Voraussetzung: Der Token ist ausgestellt.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Benutzer und Computer.
2. Stecken Sie den Token an der USB-Schnittstelle ein.
SafeGuard Enterprise liest den Token ein.
3. Markieren Sie den Benutzer, für den Sie ein Zertifikat generieren wollen, und öffnen Sie im rechten Arbeitsbereich die Registerkarte Zertifikat.
218
Administratorhilfe
4. Klicken Sie auf das Symbol Neues Zertifikat generieren und Token zuweisen in der
SafeGuard Management Center Symbolleiste. Beachten Sie, dass die Schlüssellänge auf die
Tokengröße abgestimmt sein muss.
5. Wählen Sie den Slot aus und geben Sie die Token-PIN ein.
6. Klicken Sie auf Erzeugen.
Das Zertifikat wird durch den Token generiert und dem Benutzer zugewiesen.
23.6.2 Zuweisen von Token-Zertifikaten zu einem Benutzer
Voraussetzungen:
■ Der Token ist ausgestellt.
■ Sie haben das Zugriffsrecht Voller Zugriff für den relevanten Benutzer.
So weisen Sie ein auf einem Token verfügbares Zertifikat einem Benutzer zu:
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Benutzer & Computer.
2. Stecken Sie den Token an der USB-Schnittstelle ein.
SafeGuard Enterprise liest den Token ein.
3. Wählen Sie den Benutzer aus, dem Sie ein Zertifikat zuweisen wollen, und öffnen Sie im rechten Arbeitsbereich die Registerkarte Zertifikat.
4. Klicken Sie auf das Symbol Zertifikat von Token zuweisen in der SafeGuard Management
Center Symbolleiste.
5. Wählen Sie das passende Zertifikat aus der Liste aus und geben Sie die Token-PIN ein.
6. Klicken Sie auf OK.
Das Zertifikat wird dem Benutzer zugewiesen. Einem Benutzer kann jeweils nur ein Zertifikat zugewiesen sein.
23.6.3 Hinzufügen eines Zertifikats aus einer Datei auf einen Token
Voraussetzung: Der Token ist ausgestellt.
So fügen Sie den privaten Teil des Zertifikats (.p12-Datei) aus einer Datei auf dem Token hinzu:
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Token.
2. Stecken Sie den Token an der USB-Schnittstelle ein.
SafeGuard Enterprise liest den Token ein.
3. Markieren Sie den Token, auf den Sie den privaten Teil des Zertifikats aufbringen wollen, und öffnen Sie im rechten Arbeitsbereich die Registerkarte Anmeldeinformationen &
Zertifikate.
4. Klicken Sie auf das Symbol P12 auf Token in der SafeGuard Management Center
Symbolleiste.
5. Wählen Sie die passende Zertifikatsdatei aus.
219
SafeGuard Enterprise
6. Geben Sie die Token-PIN und das Kennwort für die .p12-Datei ein und bestätigen Sie mit
OK.
Der private Teil des Zertifikats wird auf den Token aufgebracht. Sie müssen das Zertifikat nun
einem Benutzer zuweisen, siehe Zuweisen von Token-Zertifikaten zu einem Benutzer
(Seite 219).
Benutzer können sich dann nur mit diesem Token anmelden.
Hinweis:
Für einen Token mit Kerberos-Unterstützung müssen Sie diesen Vorgang auswählen. Das
Zertifikat muss von SafeGuard Enterprise erkannt werden und auf den Token aufgebracht werden. Falls bereits ein automatisch generiertes Zertifikat existiert, wird es durch das importierte Zertifikat überschrieben.
23.6.4 Ändern des Zertifikats eines Benutzers
Sie können die für die Anmeldung erforderlichen Zertifikate ändern oder erneuern indem Sie im SafeGuard Management Center ein neues Zertifikate zuweisen. Das Zertifikat wird als
Standby-Zertifikat neben dem bereits vorhandenen Zertifikat zugewiesen. Der Benutzer ändert das Zertifikat auf dem Endpoint-Computer, indem er sich mit dem neuen Zertifikat anmeldet.
Hinweis:
Sollten Benutzer ihre Token verlieren oder sollten Token manipuliert worden sein, so tauschen
Sie die Token nicht aus, indem Sie neue Zertifikate wie hier beschrieben zuweisen. Andernfalls können Probleme auftreten. So ist das alte Token-Zertifikat unter Umständen noch für die
Windows-Anmeldung gültig. Solange das alte Zertifikat noch gültig ist, ist die Anmeldung an
Windows noch möglich und der Computer kann entsperrt werden. Um eine Anmeldung zu verhindern, sperren Sie den Token.
Standby-Zertifikate können in folgenden Fällen verwendet werden:
■ Ändern von durch (kryptographische) Token erzeugten Zertifikaten
■ Wechsel von automatisch erzeugten zu durch Token erzeugten Zertifikaten
■ Wechsel von Authentisierung per Benutzername/Kennwort zur Authentisierung durch kryptographischen Token (Kerberos).
Voraussetzungen:
■ Der neue Token ist ausgestellt.
■ Dem Benutzer ist nur ein Zertifikat zugewiesen.
■ Sie haben das Zugriffsrecht Voller Zugriff für den relevanten Benutzer.
So ändern Sie das Zertifikat für die Token-Anmeldung für einen Benutzer:
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf den Bereich Benutzer & Computer.
2. Stecken Sie den Token an der USB-Schnittstelle ein.
SafeGuard Enterprise liest den Token ein.
3. Wählen Sie den Benutzer aus, für den Sie das Zertifikat ändern wollen, und öffnen Sie im rechten Arbeitsbereich die Registerkarte Zertifikat.
220
Administratorhilfe
4. Klicken Sie in der Symbolleiste auf das Symbol für die Aktion, die Sie durchführen möchten.
5. Wählen Sie das relevante Zertifikat aus und geben Sie die Token-PIN ein.
6. Klicken Sie auf OK.
7. Übergeben Sie dem Benutzer den neuen Token.
Das Zertifikat wird dem Benutzer als Standby-Zertifikat zugewiesen. Dies wird durch eine
Häkchen in der Spalte Standby in der Zertifikate Registerkarte des Benutzers angegeben.
Nach der Synchronisierung zwischen dem Endpoint-Computer und dem SafeGuard Enterprise
Server gibt der Status-Dialog auf dem Endpoint-Computer an, dass der Computer Bereit für
Zertifikatwechsel ist.
Der Benutzer muss nun einen Zertifikatwechsel auf dem Endpoint-Computer initiieren.
Weitere Informationen hierzu finden Sie in der SafeGuard Enterprise Benutzerhilfe.
Nach dem Zertifikatwechsel auf dem Endpoint-Computer wird das Zertifikat während der nächsten Synchronisierung auch auf dem SGN Server erneuert. Dadurch wird das alte Zertifikat aus der Zertifikate Registerkarte des Benutzers im SafeGuard Management Center entfernt.
Der neue Token ist nun der Standard-Token für den Benutzer.
Hinweis:
Im SafeGuard Management Center können beide Zertifikate separat gelöscht werden. Ist nur ein Standby-Zertifikat verfügbar, so wird das nächste Zertifikat als Standardzertifikat zugewiesen.
23.7 Richtlinien für Token zuweisen
Mit der Zuweisung von Richtlinien können Sie weitere Token-Optionen festlegen. Sie beziehen sich auf:
■ PINs
■ Anmeldemodus
■ Definition von Token-PINs für POA-Autologon
■ Verhalten, wenn der Status des Token nicht mehr erkannt wird.
■ Entsperrung des Token
■ Zu benutzende Middleware (PKCS#11-Modul)
23.8 Anmeldung mit Token an der Power-on Authentication
Voraussetzung: Achten Sie darauf, dass die USB-Unterstützung im BIOS aktiviert ist. Die
Token-Unterstützung muss initialisiert und der Token muss für Sie ausgestellt sein.
1. Stecken Sie den Token an der USB-Schnittstelle ein.
2. Schalten Sie den Computer ein und warten Sie, bis der Computer an der Power-on
Authentication stoppt.
3. Geben Sie Ihre Token-PIN ein.
Die Anmeldung an SafeGuard Enterprise wird ausgeführt.
221
SafeGuard Enterprise
23.8.1 Anmeldemodus an der Power-on Authentication
Für Token gibt es zwei verschiedene Anmeldeformen. Eine Kombination der beiden
Anmeldeformen ist möglich.
■ Anmeldung mit Benutzer-ID/Kennwort
■ Anmeldung mit Token
Wenn Sie sich mit einem Token oder einer Smartcard anmelden, können Sie zwischen einem Token-Anmeldemodus mit nicht-kryptographischem Token oder mit
Kerberos-Unterstützung (kryptographisch) wählen. Bei Kerberos-Unterstützung ist kein
Challenge/Response-Verfahren möglich, da keine Anmeldeinformationen in der POA vorliegen.
Als Sicherheitsbeauftragter legen Sie das für Benutzer und Computer zu verwendende
Anmeldeverfahren in einer Richtlinie vom Typ Authentisierung fest.
23.9 Aktivieren der automatische Anmeldung an der POA mit
Default-Token-PIN
Eine per Richtlinie verteilte Default-Token-PIN ermöglicht die automatische
Benutzeranmeldung an der Power-on Authentication. Somit muss nicht jeder einzelne Token separat ausgestellt werden und die Benutzer können sich ohne Benutzerinteraktion automatisch an der Power-on Authentication anmelden.
Wenn bei der Anmeldung ein Token benutzt wird und dem Computer eine Default-PIN zugeordnet ist, wird eine durchgehende Anmeldung an der Power-on Authentication durchgeführt. Der Benutzer muss hier keine PIN eingeben.
Als Sicherheitsbeauftragter können Sie diese spezifische PIN in einer Richtlinie vom Typ
Authentisierung festlegen und sie verschiedenen Computern oder Computergruppen, z. B.
allen Computern eines Standorts, zuordnen.
So aktivieren Sie die automatische Anmeldung mit einer Default-Token-PIN:
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Richtlinien.
2. Wählen Sie eine Richtlinie vom Typ Authentisierung aus.
3. Wählen Sie unter Anmeldeoptionen bei Anmeldemodus die Option Token.
4. Geben Sie bei PIN für automatische Anmeldung mit Token die Default-PIN an, die für die automatische Anmeldung verwendet werden soll. In diesem Fall müssen keine
PIN-Regeln beachtet werden.
Hinweis:
Diese Einstellung steht nur dann zur Verfügung, wenn Sie als möglichen Anmeldemodus die Option Token gewählt haben.
222
Administratorhilfe
5. Wählen Sie bei Durchgehende Anmeldung an Windows die Option Durchgehende
Anmeldung deaktivieren. Wenn Sie diese Einstellung nicht auswählen und eine Default-PIN angeben, können Sie die Richtlinie nicht speichern.
Wenn Sie die Durchgehende Anmeldung an Windows dennoch aktivieren möchten, können Sie eine weitere Richtlinie vom Typ Authentisierung mit der aktivierten Option erstellen und sie derselben Computergruppe zuordnen. Im RSOP (Resulting Set of Policies) sind somit beide Richtlinien aktiv.
6. Definieren Sie nach Wunsch weitere Token-Einstellungen.
7. Speichern Sie Ihre Einstellungen und ordnen Sie die Richtlinie den relevanten Computern oder Computergruppen zu.
Wenn die automatische Anmeldung auf dem Endpoint-Computer erfolgreich durchgeführt werden konnte, wird Windows gestartet.
Schlägt die automatische Anmeldung auf dem Endpoint-Computer fehl, so wird der Benutzer an der Power-on Authentication aufgefordert, die Token-PIN einzugeben.
23.10 Initialisieren, Ändern und Sperren von PINs
Als Sicherheitsbeauftragter können Sie sowohl die Benutzer-PIN als auch die SO-PIN ändern bzw. die Änderung der Benutzer-PIN erzwingen. Dies wird üblicherweise bei der Erstausstellung eines Token notwendig. Außerdem können Sie PINs initialisieren, d. h. neu vergeben und sperren.
Hinweis: Um PINs zu initialisieren, zu ändern oder zu sperren, benötigen Sie das Zugriffsrecht
Voller Zugriff für alle relevanten Benutzer.
Für Endpoint-Computer können Sie weitere PIN-Optionen über Richtlinien festlegen.
Hinweis:
Beachten Sie bei PIN-Änderungen, dass manche Token-Hersteller selbst PIN-Regeln festlegen, die den PIN-Regeln von SafeGuard Enterprise widersprechen können. Möglicherweise können
PINs deshalb nicht wie gewünscht geändert werden, auch wenn sie den PIN-Regeln von
SafeGuard Enterprise entsprechen. Berücksichtigen Sie daher auf jeden Fall die PIN-Regeln des Token-Herstellers. Diese werden im SafeGuard Management Center im Bereich Token unter Token-Information angezeigt.
Die Verwaltung der PINs wird im SafeGuard Management Center unter Token durchgeführt.
Der Token ist eingesteckt und links im Navigationsfenster markiert.
23.10.1 Initialisieren einer Benutzer-PIN
Voraussetzungen:
■ Die SO-PIN muss bekannt sein.
■ Sie benötigen das Zugriffsrecht Voller Zugriff für den relevanten Benutzer.
1. Klicken Sie in der SafeGuard Management Center Symbolleiste auf das Benutzer-PIN
initialisieren Symbol.
2. Geben Sie die SO-PIN ein.
223
SafeGuard Enterprise
3. Geben Sie die neue Benutzer-PIN ein, wiederholen Sie die Eingabe und bestätigen Sie mit
OK.
Die Benutzer-PIN wurde initialisiert.
23.10.2 Ändern der SO-PIN
Voraussetzung: Die bisherige SO-PIN (PIN des Sicherheitsbeauftragten) muss bekannt sein.
1. Klicken Sie in der SafeGuard Management Center Symbolleiste auf das PIN des
Sicherheitsbeauftragten ändern Symbol.
2. Geben Sie die alte SO-PIN ein.
3. Geben Sie die neue SO-PIN ein, wiederholen Sie die Eingabe und bestätigen Sie mit OK.
Die SO-PIN wurde geändert
23.10.3 Ändern einer Benutzer-PIN
Voraussetzung:
■ Die Benutzer-PIN muss bekannt sein.
■ Sie benötigen das Zugriffsrecht Voller Zugriff für den relevanten Benutzer.
1. Klicken Sie in der SafeGuard Management Center Symbolleiste auf das Benutzer-PIN
ändern Symbol.
2. Geben Sie die alte und die neue Benutzer-PIN ein, wiederholen Sie die neue Benutzer-PIN und klicken Sie auf OK.
Die Benutzer-PIN wurde geändert. Falls Sie die PIN für einen anderen Benutzer geändert haben, teilen Sie ihm die Änderung mit.
23.10.4 Erzwingen einer PIN-Änderung
Um eine PIN-Änderung zu erzwingen, benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für den relevanten Benutzer.
1. Klicken Sie in der SafeGuard Management Center Symbolleiste auf das PIN-Änderung
erzwingen Symbol.
Wenn sich der Benutzer beim nächsten Mal mit dem Token anmeldet, muss er seine
Benutzer-PIN ändern.
23.10.5 PIN-Historie
Die PIN-Historie kann gelöscht werden. Klicken Sie dazu auf das Symbol PIN-Historie löschen.
224
Administratorhilfe
23.11 Token und Smartcards verwalten
Im Bereich Token des SafeGuard Management Centers hat der Sicherheitsbeauftragte folgende
Möglichkeiten:
■ Einsehen einer Übersicht über die ausgestellten Token und Zertifikate
■ Filtern von Übersichten
■ Sperren von Token für die Anmeldung
■ Lesen oder Löschen der Daten auf einem Token
23.11.1 Anzeigen von Token/Smartcard-Informationen
Als Sicherheitsbeauftragter können Sie sich Informationen über alle oder einzelne ausgestellte
Token anzeigen lassen. Sie können auch Übersichten filtern.
Voraussetzung: Der Token muss eingesteckt sein.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Token.
2. Um Informationen zu einzelnen Token anzeigen zu lassen, wählen Sie den gewünschten
Token unter Token Slots.
Unter Token-Information werden Hersteller, Typ, Seriennummer, Angaben zu Hardware und PIN-Regeln angezeigt. Außerdem sehen Sie, welchem Benutzer der Token zugeordnet ist.
Hinweis: Unter Token Slots werden die ausgestellten Token ungeachtet Ihrer Zugriffsrechte für die relevanten Benutzer angezeigt, damit Sie sehen können, ob der Token in Gebrauch ist oder nicht. Wenn Sie keine Zugriffsrechte oder das Zugriffsrecht Schreibgeschützt für den relevanten Benutzer haben, werden alle Token-Daten in den Registerkarten
Token-Information und Anmeldeinformationen und Zertifikate ausgegraut und Sie können den Token nicht verwalten.
3. Um eine Übersicht über Token anzeigen zu lassen, wählen Sie Ausgestellte Token. Sie können alle ausgestellten Token anzeigen lassen oder die Übersicht nach Benutzern filtern.
Es werden die Seriennummer der Token, die Benutzerzuordnung und das
Ausstellungsdatum angezeigt. Außerdem erkennen Sie, ob der Token gesperrt ist.
Hinweis: Die Ansicht Ausgestellte Token zeigt die Token für alle Benutzer, für die Sie die
Zugriffsrechte Schreibgeschützt oder Voller Zugriff haben.
23.11.2 Sperren von Token oder Smartcards
Als Sicherheitsbeauftragter können Sie Token sperren. Dies ist z. B. sinnvoll, wenn ein Token verloren gegangen ist.
Um einen Token zu sperren, benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller Zugriff für den relevanten
Benutzer.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Token.
225
SafeGuard Enterprise
2. Markieren Sie links im Navigationsbereich Ausgestellte Token.
3. Wählen Sie den Token, der gesperrt werden soll, und klicken Sie auf das Symbol Token
sperren in der SafeGuard Management Center Symbolleiste.
Der Token wird für die Authentisierung gesperrt, der zugeordnete Benutzer kann sich nicht mehr damit anmelden. Der Token kann nur mithilfe der SO-PIN entsperrt werden.
23.11.3 Löschen von Token/Smartcard-Daten
Als Sicherheitsbeauftragter können Sie die Daten, die über SafeGuard Enterprise auf den Token geschrieben wurden, vom Token entfernen.
Voraussetzung:
■ Der Token muss eingesteckt sein.
■ Sie benötigen das Zugriffsrecht Voller Zugriff für den relevanten Benutzer.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Token.
2. Markieren Sie links im Navigationsbereich den relevanten Token unter Token Slots.
3. Klicken Sie in der SafeGuard Management Center Symbolleiste auf das Token löschen
Symbol.
4. Geben Sie die dem Token zugeordnete SO-PIN ein und bestätigen Sie mit OK.
Es werden alle Daten entfernt, die von SafeGuard Enterprise verwaltet werden. Zertifikate verbleiben auf dem Token.
Die Benutzer-PIN wird auf 1234 zurückgesetzt.
Auf diese Weise gelöschte Token werden automatisch aus der Liste der ausgestellten Token entfernt.
23.11.4 Lesen von Token/Smartcard-Daten
All Sicherheitsbeauftragter können Sie die Daten auf dem Token mit der Benutzer-PIN lesen.
Voraussetzung:
■ Der Token muss eingesteckt sein. Die PIN muss dem Sicherheitsbeauftragten bekannt sein.
Oder sie muss initialisiert worden sein, siehe
Initialisieren einer Benutzer-PIN
(Seite 223).
■ Sie benötigen die Zugriffsrechte Schreibgeschützt oder Voller Zugriff für den relevanten
Benutzer.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Token.
2. Wählen Sie links im Navigationsbereich unter Token Slots den gewünschten Token und wählen Sie die Registerkarte Anmeldeinformationen und Zertifikate aus.
3. Klicken Sie auf das Symbol Anmeldeinformationen des Benutzers abrufen und geben Sie die Benutzer-PIN für den Token ein.
Die Daten, die sich auf dem Token befinden, werden angezeigt.
226
Administratorhilfe
24 Sicheres Wake on LAN (WOL)
Im SafeGuard Management Center können Sie Richtlinieneinstellungen für Sicheres Wake
on LAN (WOL) definieren, um Endpoint-Computer für Software-Rollout-Vorgänge vorzubereiten. Nach dem Wirksamwerden einer solchen Richtlinie auf Endpoint-Computern werden die notwendigen Parameter (z. B. POA-Deaktivierung und ein Zeitabstand für Wake on LAN) direkt an die Endpoint-Computer übertragen, wo sie analysiert werden.
Das Roll-Out-Team kann durch die zur Verfügung gestellten Kommandos ein
Scheduling-Skript so gestalten, dass die größtmögliche Sicherheit des Clients trotz deaktivierter
POA gewährleistet bleibt.
Hinweis:
Wir weisen an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin, dass auch das zeitlich begrenzte
"Ausschalten" der POA für eine bestimmte Anzahl von Boot-Vorgängen ein Absenken des
Sicherheitsniveaus bedeutet.
Die Einstellungen für Sicheres Wake On LAN (WOL) definieren Sie in einer Richtlinie des
Typs Spezifische Computereinstellungen.
24.1 Sicheres Wake on LAN (WOL): Beispiel
Das SW-Rollout Team informiert den SafeGuard Enterprise Sicherheitsbeauftragten (SO)
über einen geplanten SW-Roll-out für den 25. September 2011 zwischen 03:00 und 06:00 Uhr.
Es sind 2 Neustarts notwendig. Der lokale SW-Roll-Out Agent muss sich an Windows anmelden können.
Im SafeGuard Management Center, erstellt der Sicherheitsbeauftragter eine Richtlinie vom
Typ Spezifische Computereinstellungen mit den folgenden Einstellung und ordnet Sie den relevanten Endpoint-Computern zu.
Richtlinieneinstellung
Anzahl der automatischen Anmeldungen (0 = kein
WOL)
Anmeldung an Windows während WOL erlaubt
Beginn des Zeitfensters für externen WOL Start
Ende des Zeitfensters für externen WOL Start
Wert
5
Ja
24. Sept. 2011, 12:00
25.Sept. 2011, 06:00
Für weitere Informationen zu den einzelnen Einstellungen, siehe Spezifische
Computereinstellungen - Grundeinstellungen (Seite 139).
Da die Anzahl an automatischen Anmeldungen auf 5 eingestellt ist, startet der
Endpoint-Computer 5 mal ohne Authentisierung durch die POA.
Hinweis:
227
SafeGuard Enterprise
Wir empfehlen, für Wake on LAN immer drei Neustarts mehr als notwendig zu erlauben, um unvorhergesehene Probleme zu umgehen.
Das Zeitintervall setzt der SO auf 12:00 Uhr mittags auf den Tag vor dem SW-Roll-Out. Somit kann das Scheduling-Skript SGMCMDIntn.exe rechtzeitig starten und WOL ist spätestens am 25.09 um 03:00 Uhr gestartet.
Das SW-Roll-Out-Team erstellt 2 Kommandos für das Scheduling-Skript:
■ Starte am 24.Sept.2011, 12:15 Uhr SGMCMDIntn.exe -WOLstart
■ Starte am 26.Sept.2011, 09:00 Uhr SGMCMDIntn.exe -WOLstop
Das SW-Roll-out-Skript wird auf den 25.09.2011, 03:00 datiert. Am Ende des Skripts kann
WOL explizit wieder deaktiviert werden mit SGMCMDIntn.exe -WOLstop.
Alle Endpoint-Computer, die sich bis zum 24.Sept. 2011 anmelden und mit den Roll-out
Servern in Verbindung treten, erhalten die neue Richtlinie und die Scheduling-Kommandos.
Jeder Endpoint-Computer, auf dem der Scheduler zwischen dem 24. Sept. 2011,12:00 Uhr und dem 25. Sept. 2011, 06:00 Uhr das Kommando SGMCMDIntn -WOLstart auslöst, fällt in das obige WOL-Zeitintervall und aktiviert demzufolge Wake on LAN.
228
Administratorhilfe
25 Recovery-Optionen
Für Recovery-Vorgänge bietet SafeGuard Enterprise verschiedene Optionen, die auf unterschiedliche Szenarien zugeschnitten sind:
■ Recovery für die Anmeldung mit Local Self Help
Mit Local Self Help können sich Benutzer, die ihr Kennwort vergessen haben, ohne
Unterstützung durch einen Helpdesk wieder an ihrem Computer anmelden. So erhalten
Benutzer auch in Situationen, in denen sie keine Telefon- oder Netzwerkverbindung und somit auch kein Challenge/Response-Verfahren nutzen können (z. B. an Bord eines
Flugzeugs), wieder Zugang zu ihrem Computer. Um sich anzumelden, müssen sie lediglich eine bestimmte Anzahl an vordefinierten Fragen in der Power-on Authentication beantworten.
Local Self Help reduziert die Anzahl an Helpdesk-Anforderungen für Recovery-Vorgänge, die die Anmeldung betreffen. Helpdesk-Mitarbeitern werden somit Routine-Aufgaben abgenommen und sie können sich auf komplexere Support-Anforderungen konzentrieren.
Für weitere Informationen, siehe Recovery mit Local Self Help
(Seite 230).
■ Recovery mit Challenge/Response
Das Challenge/Response-Verfahren ist ein sicheres und effizientes Recovery-System, das
Benutzer unterstützt, die sich nicht mehr an ihrem Computer anmelden oder nicht mehr auf verschlüsselte Daten zugreifen können. Während eines Challenge/Response-Verfahrens
übermittelt der Benutzer einen auf dem Endpoint-Computer erzeugten Challenge-Code an den Helpdesk-Beauftragten. Dieser erzeugt auf der Grundlage des Challenge-Codes einen Response-Code, der den Benutzer zum Ausführen einer bestimmten Aktion auf dem
Computer berechtigt.
Mit Recovery über Challenge/Response bietet SafeGuard Enterprise verschiedene Workflows für typische Recovery-Szenarien, für die die Unterstützung durch ein Helpdesk erforderlich ist.
Für weitere Informationen, siehe Recovery mit Challenge/Response
(Seite 236).
■ System-Recovery
SafeGuard Enterprise bietet verschiedene Methoden und Tools für Recovery-Vorgänge in
Bezug auf wichtige System- und SafeGuard Enterprise Komponenten, z. B.:
■ Beschädigter MBR
■ SafeGuard Enterprise Kernel-Probleme
■ Probleme in Bezug auf Volume-Zugriff
■ Windows Bootprobleme
■ GINA-Probleme
Für weitere Informationen, siehe System-Recovery (Seite 254).
229
SafeGuard Enterprise
26 Recovery mit Local Self Help
Über Local Self Help können sich Benutzer, die Ihr Kennwort vergessen haben, ohne
Unterstützung des Helpdesks wieder an ihrem Computer anmelden. Local Self Help reduziert die Anzahl an Helpdesk-Anforderungen für Recovery-Vorgänge, die die Anmeldung betreffen.
Helpdesk-Mitarbeitern werden somit Routine-Aufgaben abgenommen und sie können sich auf komplexere Support-Anforderungen konzentrieren.
Mit Local Self Help erhalten Benutzer auch in Situationen, in denen sie keine Telefon- oder
Netzwerkverbindung und somit auch kein Challenge/Response-Verfahren nutzen können (z.
B. an Bord eines Flugzeugs), wieder Zugang zu ihrem Computer. Um sich anzumelden, muss der Benutzer lediglich eine bestimmte Anzahl an vordefinierten Fragen in der Power-on
Authentication beantworten.
Die zu beantwortenden Fragen können Sie als zuständiger Sicherheitsbeauftragter zentral vordefinieren und per Richtlinie an die Endpoint-Computer verteilen. Als Vorlage bieten wir
Ihnen ein vordefiniertes Fragenthema an. Sie können dieses Fragenthema unverändert verwenden oder es bearbeiten. Sie können die Benutzer auch per Richtlinie berechtigen, selbst
Fragen zu definieren.
Wenn Local Self Help per Richtlinie aktiviert ist, steht den Endbenutzern ein Local Self Help
Assistent zur Verfügung, der sie bei der ersten Beantwortung und bei der Bearbeitung von
Fragen unterstützt.
Recovery mit Local Self Help steht in der Power-on Authentication für die folgenden
Anmeldemethoden zur Verfügung:
■ Anmeldung mit Benutzername und Kennwort
■ Anmeldung mit Fingerabdruck
■ Anmeldung mit nicht kryptographischem Token, unter der Voraussetzung, dass die
Anmeldung mit Benutzer-ID und Kennwort auch als möglicher Anmeldemodus in einer
Richtlinie des Typs Authentisierung aktiviert ist.
Detaillierte Informationen zu Local Self Help auf dem Endpoint-Computer finden Sie in der
SafeGuard Enterprise Benutzer-Hilfe im Kapitel Recovery mit Local Self Help.
26.1 Definieren der Parameter für Local Self Help in einer Richtlinie
Die Einstellungen für Local Self Help definieren Sie in einer Richtlinie vom Typ Allgemeine
Einstellungen unter Recovery für die Anmeldung - Local Self Help. Hier aktivieren Sie die
Funktion zur Benutzung auf den Endpoint-Computern und legen weitere Berechtigungen und Parameter fest.
Local Self Help aktivieren
Um die Funktion Local Self Help für die Benutzung auf Endpoint-Computern zu aktivieren, wählen Sie im Feld Local Self Help aktivieren die Einstellung Ja.
Nach dem Wirksamwerden der Richtlinie auf den Computern sind die Benutzer aufgrund dieser Einstellung berechtigt, Local Self Help für Recovery-Vorgänge, die die Anmeldung betreffen, zu benutzen. Hierzu müssen die Benutzer die Funktion auf Ihrem Computer durch
230
Administratorhilfe
Beantwortung einer festgelegten Anzahl der erhaltenen Fragen oder durch Erstellung und
Beantwortung eigener Fragen (je nach Berechtigung) aktivieren.
Nach dem Erhalt der Richtlinie und dem Neustart des Computers steht den Benutzern dafür der Local Self Help Assistent über das System Tray Icon in der Windows-Taskleiste zur
Verfügung.
Konfigurieren der Funktion Local Self Help
Sie können folgende Optionen für Local Self Help in einer Richtlinie des Typs Allgemeine
Einstellungen definieren.
■ Mindestlänge der Antwort
Legen Sie die Mindestlänge der Antworten in Zeichen fest. Die Standardeinstellung ist 1.
■ Willkommenstext unter Windows
Sie können einen individuellen Informationstext angeben, der beim Starten des Local Self
Help Assistenten im ersten Dialog angezeigt werden soll. Dieser Text muss zuvor erstellt und registriert werden.
■ Benutzer dürfen eigene Fragen festlegen
Für die Hinterlegung der Fragen und Antworten für Local Self Help gibt es folgende
Möglichkeiten:
■ Sie definieren als Sicherheitsbeauftragter die Fragen und verteilen Sie an die Benutzer.
Die Benutzer sind nicht dazu berechtigt, eigene Fragen zu definieren.
■ Sie definieren als Sicherheitsbeauftragter die Fragen und verteilen Sie an die Benutzer.
Die Benutzer sind dazu berechtigt, zusätzlich eigene Fragen zu definieren. Bei der
Beantwortung der für die Aktivierung von Local Self Help notwendigen Mindestanzahl an Fragen können die Benutzer zwischen vorgegebenen und eigenen Fragen wählen oder eine Kombination aus beiden verwenden.
■ Sie berechtigen die Benutzer dazu, eigene Fragen zu definieren und geben keine vordefinierten Fragen vor. Die Benutzer aktivieren Local Self Help durch Definition und Beantwortung eigener Fragen.
Um die Benutzer dazu zu berechtigen, eigene Fragen zu definieren, wählen Sie im Feld Benutzer
dürfen eigene Fragen festlegen die Einstellung Ja.
26.2 Definieren von Fragen
Voraussetzung dafür, dass Local Self Help auf dem Endpoint-Computer verwendet werden kann, ist die Hinterlegung einer vordefinierten Anzahl an Fragen. Als Sicherheitsbeauftragter mit den erforderlichen Rechten können Sie festlegen, wie viele Fragen Benutzer beantworten müssen, um Local Self Help auf den Endpoint-Computern zu aktivieren. Sie können auch festlegen, wie viele Fragen in der POA per Zufallsprinzip ausgewählt werden. Um sich über
Local Self Help an der Power-on Authentication anzumelden, muss der Benutzer alle in der
POA angezeigten Fragen korrekt beantworten.
Als Sicherheitsbeauftragter mit den erforderlichen Rechten können Sie Local Self Help Fragen im SafeGuard Management Center registrieren und bearbeiten.
231
SafeGuard Enterprise
26.3 Festlegen der Anzahl an zu beantwortenden Fragen
Sie können die Anzahl an Fragen, die während der Konfiguration von Local Self Help und in der POA beantwortet werden müssen, festlegen.
1. Markieren Sie im Richtlinien Navigationsbereich den Eintrag Local Self Help Fragen.
2. Im Aktionsbereich können Sie unter Local Self Help Parameter zwei verschiedene Werte für die Anzahl an Local Self Help Fragen festlegen: a) Geben Sie im Feld Mindestanzahl der verfügbaren Fragen/Antworten an, wie viele
Fragen die Benutzer im Local Self Help Assistenten beantworten müssen, um Local Self
Help auf den Endpoint-Computern zu aktivieren.
Die hier angegebene Anzahl an Fragen muss auf dem Endpoint-Computer mit den entsprechenden Antworten verfügbar sein, damit Local Self Help aktiv ist.
b) Geben Sie im Feld Anzahl der in der POA gestellten Fragen an, wie viele Fragen die
Benutzer in der POA beantworten müssen, wenn Sie sich mit Local Self Help anmelden.
Die in der POA angezeigten Fragen werden per Zufallsprinzip aus den Fragen, die der
Benutzer im Local Self Help Assistenten beantwortet hat, ausgewählt.
Der im Feld Mindestanzahl der verfügbaren Fragen/Antworten angegebene Wert muss höher sein als der Wert im Feld Anzahl der in der POA gestellten Fragen. Ist dies nicht der Fall, so wird beim Speichern Ihrer Änderungen eine Fehlermeldung angezeigt.
Die Felder haben folgende Standardwerte:
■ Mindestanzahl der verfügbaren Fragen/Antworten: 10
■ Anzahl der in der POA gestellten Fragen: 5
3. Speichern Sie Ihre Änderungen in der Datenbank.
Die festgelegten Werte für die Fragenanzahl gelten für die Local Self Help Konfiguration, die an die Endpoint-Computer übertragen wird.
26.4 Verwenden der Vorlage
Für Local Self Help ist ein vordefiniertes Fragenthema verfügbar. Sie finden dieses Fragenthema im SafeGuard Management Center unter Local Self Help Fragen.
Sie können das vordefinierte Fragenthema unverändert verwenden, bearbeiten oder löschen.
26.5 Import von Fragenthemen
Mit dem Importvorgang können Sie Ihre eigenen als .XML-Dateien angelegten Fragenlisten importieren.
1. Erstellen Sie ein neues Fragenthema (siehe Erstellen eines neuen Fragenthemas und
Hinzufügen von Fragen (Seite 233)).
232
Administratorhilfe
2. Markieren Sie im Richtlinien Navigationsbereich das neue Fragenthema unter Local Self
Help Fragen.
3. Klicken Sie im Arbeitsbereich mit der rechten Maustaste. Das Kontextmenü für das
Fragenthema wird geöffnet. Wählen Sie Importieren.
4. Wählen Sie das Verzeichnis, in dem das Fragenthema abgelegt ist, sowie das gewünschte
Fragenthema und klicken Sie auf Öffnen.
Die importierten Fragen werden im Arbeitsbereich angezeigt. Sie können das Fragenthema nun unverändert speichern oder bearbeiten.
26.6 Erstellen eines neuen Fragenthemas und Hinzufügen von Fragen
Sie können neue Fragenthemen zu unterschiedlichen Themenbereichen erstellen. Somit können Sie Benutzern mehrere Fragenthemen zur Verfügung stellen, aus denen sie das für sie am besten geeignete Thema auswählen können.
1. Markieren Sie im Richtlinien Navigationsbereich den Eintrag Local Self Help Fragen.
2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Local Self Help Fragen und wählen Sie Neu >
Fragenthema.
3. Geben Sie einen Namen für das Fragenthema ein und klicken Sie auf OK.
4. Markieren Sie im Richtlinien Navigationsbereich das neue Fragenthema unter Local Self
Help Fragen.
5. Klicken Sie im Arbeitsbereich mit der rechten Maustaste. Das Kontextmenü für das
Fragenthema wird geöffnet. Wählen Sie Hinzufügen im Kontextmenü.
Eine neue Fragenzeile wird hinzugefügt.
6. Geben Sie Ihre Frage ein und drücken Sie Enter. Um weitere Fragen hinzuzufügen, wiederholen Sie diesen Vorgang.
7. Speichern Sie Ihre Änderungen, indem Sie auf das Speichern Symbol in der Symbolleiste klicken.
Ihr Fragenthema ist registriert. Es wird der Richtlinie vom Typ Allgemeine Einstellungen,
über die Local Self Help auf den Endpoint-Computern aktiviert wird, automatisch mitgegeben.
26.7 Bearbeiten von Fragenthemen
1. Markieren Sie das gewünschte Fragenthema unter Local Self Help Fragen im Richtlinien
Navigationsbereich.
233
SafeGuard Enterprise
2. Sie können nun Fragen hinzufügen, ändern oder löschen.
■ Um Fragen hinzuzufügen, klicken Sie im Arbeitsbereich mit der rechten Maustaste, um das Kontextmenü anzuzeigen. Klicken Sie im Kontextmenü auf Hinzufügen. Der
Fragenliste wird eine neue Zeile hinzugefügt. Geben Sie Ihre Frage auf der Zeile ein.
■ Um Fragen zu ändern, klicken Sie auf den Fragentext im Arbeitsbereich. Bei der gewählten Frage wird ein Stiftsymbol angezeigt. Geben Sie auf der Fragenzeile Ihre
Änderungen ein.
■ Um Fragen zu löschen, markieren Sie die gewünschte Frage durch Klicken auf das graue
Kästchen zu Beginn der Fragenzeile im Arbeitsbereich und wählen Sie im Kontextmenü des Frageneintrags Entfernen.
3. Speichern Sie Ihre Änderungen, indem Sie auf das Speichern Symbol in der Symbolleiste klicken.
Ihr geändertes Fragenthema ist registriert. Es wird der Richtlinie vom Typ Allgemeine
Einstellungen mitgegeben, über die Local Self Help auf den Endpoint-Computern aktiviert wird.
26.8 Löschen von Fragenthemen
Um ein Fragenthema zu löschen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Fragenthema unter Local Self Help Fragen im Richtlinien Navigationsbereich und wählen Sie Löschen.
Hinweis:
Wenn Sie ein Fragenthema löschen, nachdem die Benutzer bereits Fragen aus diesem Thema zur Aktivierung von Local Self Help auf ihren Computern beantwortet haben, werden die
Antworten der Benutzer ungültig, da die Fragen nicht mehr vorhanden sind.
26.9 Registrieren von Willkommenstexten
Sie können einen Willkommenstext registrieren, der im ersten Dialog des Local Self Help
Assistenten angezeigt werden soll.
Die Textdateien mit den gewünschten Informationen müssen erstellt werden, bevor sie im
SafeGuard Management Center registriert werden können. Die maximale Dateigröße für
Informationstexte beträgt 50 KB. SafeGuard Enterprise verwendet nur Unicode UTF-16 kodierte Texte. Wenn Sie die Textdateien nicht in diesem Format erstellen, werden sie bei der
Registrierung automatisch in dieses Format konvertiert.
1. Klicken Sie im Richtlinien Navigationsbereich mit der rechten Maustaste auf
Informationstext und wählen Sie Neu > Text.
2. Geben Sie unter Textelementname einen Namen für den anzeigenden Text ein.
3. Wählen Sie über die Schaltfläche [...] die zuvor erstellte Textdatei aus. Wenn eine
Konvertierung notwendig ist, wird eine entsprechende Meldung angezeigt.
4. Klicken Sie auf OK.
Das neue Textelement wird als Unterknoten des Eintrags Informationstext im Richtlinien
Navigationsbereich angezeigt. Ist ein Textelement markiert, wird sein Inhalt im Aktionsbereich
234
Administratorhilfe auf der rechten Seite angezeigt. Das Textelement kann jetzt beim Erstellen von Richtlinien ausgewählt werden.
Um weitere Textelemente zu registrieren, gehen Sie wie beschrieben vor. Alle registrierten
Textelemente werden als Unterknoten angezeigt.
235
SafeGuard Enterprise
27 Recovery mit Challenge/Response
Zur Optimierung von Workflows im Unternehmen und zur Reduzierung von Helpdesk-Kosten bietet SafeGuard Enterprise eine Challenge/Response Recovery-Lösung. Mit einem benutzerfreundlichen Challenge/Response-Verfahren unterstützt SafeGuard Enterprise
Benutzer, die sich an ihrem Computer nicht mehr anmelden oder nicht auf verschlüsselte
Daten zugreifen können.
Diese Funktionalität ist im SafeGuard Enterprise Management Center in Form eines
Recovery-Assistenten integriert.
Nutzen und Vorteile des Challenge/Response-Verfahrens
Das Challenge/Response-Verfahren ist ein sicheres und effizientes Recovery-System.
■ Während des gesamten Vorgangs werden keine vertraulichen Daten in unverschlüsselter
Form ausgetauscht.
■ Informationen, die unberechtigte Dritte durch Mitverfolgen dieses Vorgangs erhalten könnten, lassen sich weder zu einem späteren Zeitpunkt noch auf anderen Geräten verwenden.
■ Für den Computer, auf den zugegriffen werden soll, muss während des Vorgangs keine
Online-Netzwerkverbindung bestehen. Der Response Code-Assistent für den Helpdesk läuft auch auf einem Standalone-Computer ohne Verbindung zum SafeGuard Enterprise
Server. Eine komplexe Infrastruktur ist nicht notwendig.
■ Der Benutzer kann schnell wieder mit dem Computer arbeiten. Es gehen keine verschlüsselten Daten verloren, nur weil der Benutzer das Kennwort vergessen hat.
Typische Situationen, in denen Hilfe beim Helpdesk angefordert wird
■ Ein Benutzer hat sein Kennwort für die Anmeldung vergessen. Der Computer ist gesperrt.
■ Ein Benutzer hat seinen Token/seine Smartcard vergessen oder verloren.
■ Der Local Cache der Power-on Authentication ist teilweise beschädigt.
■ Ein Benutzer ist krank oder im Urlaub und ein Kollege muss auf die Daten auf dem
Computer zugreifen.
■ Ein Benutzer möchte auf ein Volume zugreifen, das mit einem Schlüssel verschlüsselt ist, der auf dem Computer nicht verfügbar ist.
SafeGuard Enterprise bietet für diese typischen Notfälle unterschiedliche Recovery-Workflows, die dem Benutzer wieder den Zugang zu seinem Computer ermöglichen.
27.1 Challenge/Response Workflow
Das Challenge/Response-Verfahren basiert auf zwei Komponenten:
■ Endpoint-Computer, auf dem der Challenge Code erzeugt wird.
■ SafeGuard Management Center, in dem Sie als Helpdesk-Beauftragter mit ausreichenden
Rechten einen Response-Code erstellen, der den Benutzer zur Ausführung der angeforderten
Aktion auf dem Computer berechtigt.
236
Administratorhilfe
Hinweis: Für ein Challenge/Response-Verfahren benötigen Sie das Zugriffsrecht Voller
Zugriff für die beteiligten Computer/Benutzer.
1. Der Benutzer fordert auf dem Endpoint-Computer einen Challenge-Code an. Je nach
Recovery-Typ wird der Challenge-Code in der Power-on Authentication oder über das
KeyRecovery Tool angefordert.
Es wird ein Challenge-Code aus Ziffern und Buchstaben erzeugt und angezeigt.
2. Der Benutzer wendet sich an den Helpdesk und übermittelt die notwendige
Identifizierungsinformationen sowie den Challenge-Code.
3. Der Helpdesk-Beauftragte startet den Recovery-Assistenten im SafeGuard Management
Center.
4. Der Helpdesk-Beauftragte wählt den entsprechenden Recovery-Typ, bestätigt die
Identifikationsinformationen sowie den Challenge-Code und wählt die gewünschte
Recovery-Aktion aus.
Ein Response-Code in Form einer ASCII-Zeichenfolge wird generiert und angezeigt.
5. Der Helpdesk übermittelt den Response-Code per Telefon oder Text-Mitteilung an den
Benutzer.
6. Der Benutzer gibt den Response-Code ein. Je nach Recovery-Typ erfolgt dies in der POA oder über das KeyRecovery Tool.
Der Benutzer kann die autorisierte Aktion, z. B. Rücksetzen des Kennworts, ausführen und wieder mit dem Computer arbeiten.
27.2 Wann muss der Benutzer sein Kennwort ändern?
Im Rahmen eines SafeGuard Enterprise Recovery-Vorgangs muss der Benutzer u. U. sein
Windows-Kennwort ändern. Die folgende Tabelle zeigt, wann es erforderlich ist, das Kennwort zu ändern. Die ersten vier Spalten zeigen spezifische Bedingungen, die während des
Challenge/Response-Verfahrens auftreten können. Die letzte Spalte gibt basierend auf den
Bedingungen aus den ersten vier Spalten an, ob der Benutzer sein Kennwort ändern muss.
Bedingung: C/R mit
Benutzeranmeldung und Anzeige des
Kennworts
Bedingung: C/R mit
Benutzeranmeldung
Bedingung:
Domänen-Controller verfügbar
Bedingung:
Option zur
Kennwortanzeige vom Benutzer abgelehnt
Ergebnis:
Benutzer muss sein
Windows-Kennwort
ändern
Ja
Ja
Ja
Nein
Nein
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Nein
Ja
Nein
Nein
Ja
Ja entf.
entf.
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
237
SafeGuard Enterprise
Bedingung: C/R mit
Benutzeranmeldung und Anzeige des
Kennworts
Bedingung: C/R mit
Benutzeranmeldung
Bedingung:
Domänen-Controller verfügbar
Bedingung:
Option zur
Kennwortanzeige vom Benutzer abgelehnt
Ergebnis:
Benutzer muss sein
Windows-Kennwort
ändern
Nein Nein Nein entf.
Nein
27.3 Starten des Recovery-Assistenten
Damit Sie in der Lage sind, ein Recovery-Verfahren auszuführen, stellen Sie sicher, dass Sie
über die erforderlichen Rechte und Berechtigungen verfügen.
1. Melden Sie sich am SafeGuard Management Center an.
2. Klicken Sie auf Extras > Recovery in der Menüleiste.
Der SafeGuard Recovery-Assistent wird gestartet. Sie können wählen, welchen Recovery-Typ
Sie verwenden möchten.
27.4 Recovery-Typen
Wählen Sie den Recovery-Typ, den Sie verwenden möchten. Folgende Recovery-Typen stehen zur Verfügung:
■ SafeGuard Enterprise Clients (managed)
Challenge/Response für zentral durch das SafeGuard Management Center verwaltete
Computer. Die Computer sind im Bereich Benutzer & Computer im SafeGuard
Management Center aufgelistet.
■ Virtuelle Clients
In komplexen Recovery-Situationen, zum Beispiel wenn die POA beschädigt ist, lässt sich der Zugriff auf verschlüsselte Daten auf einfache Art und Weise mit Challenge/Response wieder herstellen. In diesem Fall werden spezifische Dateien mit der Bezeichnung virtuelle
Clients verwendet. Diese Art von Dateien ist sowohl für zentral verwaltete Computer als auch für Standalone-Computer verfügbar.
■ Sophos SafeGuard Clients (Standalone)
Challenge/Response für Standalone-Computer Diese Computer haben nie eine Verbindung zum SafeGuard Enterprise Server. Die erforderlichen Recovery-Informationen basieren auf der Schlüssel-Recovery-Datei. Diese Datei wird auf jedem Endpoint-Computer während der Installation der Sophos SafeGuard Verschlüsselungssoftware erzeugt. Um in diesem
Fall Challenge/Response zur Verfügung zu stellen, muss die Schlüssel-Recovery-Datei dem
Sophos SafeGuard Helpdesk zur Verfügung stehen, zum Beispiel auf einer Netzwerkfreigabe.
Hinweis:
Darüber hinaus steht das Recovery-Verfahren Local Self Help zur Verfügung, für das keine
Unterstützung durch den Helpdesk benötigt wird.
238
Administratorhilfe
27.5 Challenge/Response für SafeGuard Enterprise Clients (Managed)
SafeGuard Enterprise bietet ein Recovery-Verfahren für in der Datenbank registrierte
Endpoint-Computer für verschiedene Recovery-Szenarien, z. B. Kennwort-Recovery oder
Zugriff auf Daten durch Booten von einem externen Medium.
Das Challenge/Response-Verfahren wird sowohl für native SafeGuard Enterprise Computer als auch für mit BitLocker verschlüsselte Endpoint-Computer unterstützt. Das System ermittelt den Computertyp dynamisch. Der Recovery-Workflow wird dementsprechend angepasst.
27.5.1 Recovery-Aktionen für SafeGuard Enterprise Clients
Der Recovery Workflow richtet sich danach, für welchen Typ von Endpoint-Computer das
Recovery-Verfahren angefordert wird.
Hinweis:
Für mit BitLocker verschlüsselte Computer steht als Recovery-Aktion nur die Wiederherstellung des Schlüssels, der für die Verschlüsselung eines spezifischen Volumes verwendet wurde, zur
Verfügung. Eine Recovery-Aktion für Kennwörter ist nicht verfügbar.
27.5.1.1 Wiederherstellen des Kennworts auf POA-Ebene
Eines der am häufigsten auftretenden Recovery-Szenarien besteht darin, dass Benutzer ihr
Kennwort vergessen haben. SafeGuard Enterprise wird standardmäßig mit aktivierter Power-on
Authentication (POA) installiert. Das POA-Kennwort, mit dem auf den Computer zugegriffen wird, ist identisch mit dem Windows-Kennwort.
Wenn der Benutzer das Kennwort auf der POA-Ebene vergessen hat, generiert der
Helpdesk-Beauftragte eine Response mit der Option SGN Client mit Benutzeranmeldung
booten, ohne das Benutzerkennwort anzuzeigen. In diesem Fall startet der Computer jedoch nach der Eingabe des Response-Codes bis zum Betriebssystem. Der Benutzer muss das
Kennwort auf Windows-Ebene ändern, vorausgesetzt, die Domäne ist erreichbar. Danach kann der Benutzer sich sowohl an Windows als auch an der Power-on Authentication mit dem neuen Kennwort anmelden.
27.5.1.2 Best Practice für das Wiederherstellen des Kennworts auf POA-Ebene
Wir empfehlen, folgende Methoden anzuwenden, wenn der Benutzer sein Kennwort vergessen hat, um zu vermeiden, dass das Kennwort zentral zurückgesetzt werden muss:
■ Benutzen Sie Local Self Help.
Mit Recovery über Local Self Help kann sich der Benutzer das aktuelle Kennwort anzeigen lassen und dieses weiterhin benutzen, ohne es zurücksetzen zu müssen. Bei der Benutzung von Local Self Help ist außerdem keine Unterstützung durch den Helpdesk erforderlich.
■ Bei Anwendung von Challenge/Response für SafeGuard Enterprise Clients (Managed):
Wir empfehlen, das Kennwort vor dem Challenge/Response-Verfahren nicht zentral im
Active Directory zurückzusetzen. Dadurch wird gewährleistet, dass das Kennwort zwischen
Windows und SafeGuard Enterprise synchron bleibt. Stellen Sie sicher, dass der
Windows-Helpdesk entsprechend informiert ist.
239
SafeGuard Enterprise
Erzeugen Sie als SafeGuard Enterprise Helpdesk-Beauftragter eine Response für das Booten des SGN Clients mit Benutzeranmeldung mit der Option Benutzerkennwort anzeigen. Dies bietet den Vorteil, dass das Kennwort nicht im Active Directory geändert werden muss. Der
Benutzer kann mit dem alten Kennwort weiterarbeiten und dieses später nach Wunsch lokal
ändern.
27.5.1.3 Anzeigen des Benutzerkennworts
SafeGuard Enterprise bietet Benutzern die Möglichkeit, sich ihr Kennwort während des
Challenge/Response-Verfahrens anzeigen zu lassen. Dies bietet den Vorteil, dass das Kennwort nicht im Active Directory geändert werden muss. Diese Option ist verfügbar, wenn die
Anforderung SGN Client mit Benutzeranmeldung booten gestellt wird.
27.5.1.4 Ein anderer Benutzer muss den durch SafeGuard Enterprise geschützten Computer starten
In diesem Fall startet der Benutzer, der Zugriff auf den Computer benötigt, den Computer und gibt seinen Benutzernamen ein. Der Benutzer fordert dann eine Challenge an. Der
SafeGuard Helpdesk generiert eine Response vom Typ SGN Client mit Benutzeranmeldung
booten mit aktivierter durchgehender Anmeldung an Windows. Der Benutzer wird angemeldet und kann den Computer benutzen.
27.5.1.5 Zugriff auf Daten durch Booten von externem Medium
Mit Hilfe des Challenge/Response-Verfahrens lässt sich ein Computer auch von einem externen
Medium wie WinPE booten. Hierzu muss der Benutzer die Option Diskette/Externes Medium im Feld Weiterbooten von im POA-Anmeldedialog auswählen und das
Challenge/Response-Verfahren starten. Nach Erhalt der Response kann der Benutzer die
Anmeldeinformationen wie gewohnt in der POA eingeben und den Boot-Vorgang von einem externen Medium fortsetzen.
Für den Zugriff auf ein verschlüsseltes Volume müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
■ Das zu verwendende Gerät muss den SafeGuard Enterprise Filtertreiber enthalten. Eine detaillierte Beschreibung zum Erstellen einer solchen Treiber-CD finden Sie in unserer
Wissensdatenbank: http://www.sophos.de/support/knowledgebase/article/108805.html
■ Der Benutzer muss von einem externen Medium booten und muss die hierzu erforderliche
Berechtigung haben. Diese Berechtigung erteilt der Sicherheitsbeauftragte im SafeGuard
Management Center, indem er eine Richtlinie erstellt und diese dem Client zuweist.
(Richtlinie Authentisierung > Benutzer darf nur von interner Festplatte booten auf Nein setzen). Standardmäßig ist die Berechtigung zum Booten von externen Medien nicht zugewiesen.
■ Der Endpoint-Computer muss den Boot-Vorgang von einem anderen Medium als einer
Festplatte generell unterstützen.
■ Es kann nur auf Volumes, die mit dem definierten Computerschlüssel verschlüsselt sind, zugegriffen werden. Dieser Verschlüsselungstyp kann in einer Geräteschutzrichtlinie im
SafeGuard Management Center definiert und dem Computer zugewiesen werden.
Bitte beachten Sie, dass bei Anwendung von externen Medien wie WinPE für den Zugriff auf ein verschlüsseltes Laufwerk der Zugriff auf das Volume nur teilweise gewährt wird.
240
Administratorhilfe
27.5.1.6 Wiederherstellen des SafeGuard Enterprise Policy Cache
Diese Aktion wird notwendig, wenn der SafeGuard Policy Cache beschädigt ist. Im Local
Cache werden alle Schlüssel, Richtlinien, Benutzerzertifikate und Audit-Dateien gespeichert.
Standardmäßig ist Recovery für die Anmeldung bei einem beschädigten Local Cache deaktiviert.
Er wird automatisch aus seiner Sicherungskopie wiederhergestellt. In diesem Fall ist für das
Reparieren des Local Cache kein Challenge/Response-Verfahren erforderlich. Wenn der Local
Cache mit einem Challenge/Response-Verfahren repariert werden soll, können Sie den
Recovery-Vorgang per Richtlinie aktivieren. In diesem Fall wird der Benutzer bei einem beschädigten Local Cache automatisch dazu aufgefordert, ein Challenge/Response-Verfahren zu starten.
27.5.1.7 SafeGuard Data Exchange: Recovery-Vorgänge bei vergessenem Kennwort
SafeGuard Data Exchange ohne Device Encryption bietet für den Fall, dass der Benutzer sein
Kennwort vergessen hat, keinen Recovery-Vorgang über Challenge/Response. In diesem Fall müssen Sie das Kennwort im Active Directory ändern. Melden Sie sich ohne Sophos Credential
Provider am Computer an und stellen Sie die Benutzerkonfiguration auf dem Client wieder her.
27.5.2 Response für SafeGuard Enterprise Clients
1. Wählen Sie auf der Recovery-Typ Seite die Option SafeGuard Enterprise Client (Managed).
2. Wählen Sie unter Domäne die gewünschte Domäne aus der Liste.
3. Geben Sie unter Computer den gewünschten Computernamen ein oder wählen Sie ihn aus. Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten:
■
■
■
Um einen Namen auszuwählen, klicken Sie auf [...]. Klicken Sie anschließend auf Jetzt
suchen. Eine Liste mit Computern wird angezeigt. Wählen Sie den gewünschten
Computer aus und klicken Sie auf OK. Der Computername wird auf der Seite
Recovery-Typ angezeigt.
Geben Sie den Kurznamen des Computers direkt in das Feld ein. Wenn Sie auf Weiter klicken, wird der Name in der Datenbank gesucht. Der gefundene Computername wird als Distinguished Name angezeigt.
Geben Sie den Computernamen direkt als Distinguished Name ein, zum Beispiel:
CN=Desktop1,OU=Development,OU=Headquarter,DC=Sophos,DC=edu
4. Klicken Sie auf Weiter.
5. Wählen Sie die Domäne des Benutzers.
6. Geben Sie den Benutzernamen ein. Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten:
■
■
Um den Benutzernamen auszuwählen, klicken Sie auf [...] im Abschnitt
Benutzer-Information des Dialogs Recovery für die Anmeldung. Klicken Sie anschließend auf Jetzt suchen. Eine Liste mit Benutzernamen wird angezeigt. Wählen
Sie den gewünschten Namen und klicken Sie auf OK. Der Benutzername wird auf der
Seite Recovery-Typ angezeigt.
Geben Sie den Benutzernamen direkt ein. Stellen Sie sicher, dass der Name korrekt geschrieben ist.
241
SafeGuard Enterprise
7. Klicken Sie auf Weiter.
Eine Seite für die Eingabe des Challenge-Codes wird angezeigt.
8. Geben Sie den vom Benutzer erhaltenen Challenge-Code ein und klicken Sie auf Weiter.
Der Challenge-Code wird geprüft. Wenn der Code nicht korrekt eingegeben wurde, wird unterhalb des Blocks, der den Fehler enthält, der Text Ungültige Challenge angezeigt.
9. Wenn der Challenge-Code korrekt eingegeben wurde, werden die vom SafeGuard Enterprise
Client angeforderte Aktion sowie die möglichen Recovery-Aktionen auf dem Client angezeigt. Die möglichen Response-Aktionen richten sich nach den Aktionen, die auf
Client-Seite beim Aufrufen der Challenge angefordert wurden. Wenn auf Client-Seite zum
Beispiel Crypto Token erforderlich angefordert wurde, stehen für die Response die Aktionen
SGN Client mit Benutzeranmeldung booten und SGN Client ohne Benutzeranmeldung
booten zur Verfügung.
10. Wählen Sie die Aktion, die der Benutzer ausführen soll.
11. Wenn Sie SGN Client mit Benutzeranmeldung booten ausgewählt haben, können Sie zusätzlich auch die Option Benutzerkennwort anzeigen wählen, um das Kennwort auf dem Zielcomputer anzeigen zu lassen.
12. Klicken Sie auf Weiter.
13. Es wird ein Response-Code erzeugt. Teilen Sie dem Benutzer den Response-Code mit.
Hierzu steht eine Buchstabierhilfe zur Verfügung. Sie können den Response-Code auch in die Zwischenablage kopieren.
Der Benutzer kann nun den Response-Code auf dem Endpoint-Computer eingeben und die autorisierte Aktion durchführen.
27.5.3 Response für mit BitLocker verschlüsselte SafeGuard Enterprise Clients
Für mit BitLocker verschlüsselte Computer lässt sich ein Volume, auf das nicht mehr zugegriffen werden kann, wiederherstellen.
1. Wählen Sie auf der Recovery-Typ Seite die Option SafeGuard Enterprise Client (Managed).
2. Wählen Sie unter Domäne die gewünschte Domäne aus der Liste.
3. Geben Sie unter Computer den gewünschten Computernamen ein oder wählen Sie ihn aus. Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten:
■
■
■
Um einen Namen auszuwählen, klicken Sie auf [...] Klicken Sie anschließend auf Jetzt
suchen. Eine Liste mit Computern wird angezeigt. Wählen Sie den gewünschten
Computer aus und klicken Sie auf OK. Der Computername wird im Fenster
Recovery-Typ unter Domäne angezeigt.
Geben Sie den Kurznamen des Computers direkt in das Feld ein. Wenn Sie auf Weiter klicken, wird der Name in der Datenbank gesucht. Der gefundene Computername wird als Distinguished Name angezeigt.
Geben Sie den Computernamen direkt als Distinguished Name ein, zum Beispiel:
CN=Desktop1,OU=Development,OU=Headquarter,DC=Utimaco,DC=edu
4. Klicken Sie auf Weiter.
5. Wählen Sie das Volume, auf das zugegriffen werden soll, aus der Liste und klicken Sie auf
Weiter.
242
Administratorhilfe
6. Der Recovery-Assistent zeigt den 48-stelligen Recovery-Schlüssel an.
7. Teilen Sie dem Benutzer diesen Schlüssel mit.
Der Benutzer kann den Schlüssel eingeben, um den Zugriff auf das mit BitLocker verschlüsselte
Volume auf dem Endpoint-Computer wiederherzustellen.
27.6 Challenge/Response mit virtuellen Clients
Mit Recovery über Challenge/Response mit virtuellen Clients bietet SafeGuard Enterprise ein
Recovery-Verfahren für verschlüsselte Volumes in komplexen Notfallsituationen, z. B., wenn die POA beschädigt ist. Dieses Verfahren lässt sich sowohl auf zentral verwaltete Computer als auch auf Standalone-Computer anwenden.
Hinweis:
Recovery mit virtuellen Clients sollte nur in komplexen Notfallsituationen angewendet werden.
Wenn zum Beispiel nur ein Schlüssel für die Wiederherstellung eines Volumes fehlt, ist es am besten, den fehlenden Schlüssel dem Schlüsselbund des entsprechenden Benutzers zuzuweisen, um den Zugriff auf das Volume zu ermöglichen.
27.6.1 Recovery Workflow mit virtuellen Clients
Über folgenden allgemeinen Workflow lässt sich der Zugang zum verschlüsselten Computer wiederherstellen:
1. Sie erhalten die SafeGuard Enterprise Recovery Disk vom technischen Support.
Für den Helpdesk steht die Windows PE Recovery Disk mit den aktuellen SafeGuard
Enterprise Filter-Treibern auf der Sophos-Support-Website zum Download zur Verfügung.
Weitere Informationen finden Sie unter: http://de.sophos.com/support/knowledgebase/article/108805.html
.
(Seite 63).
3. Exportieren Sie den virtuellen Client in eine Datei, siehe
(Seite
63).
4. Optional können Sie mehrere virtuelle Clients in eine Datei exportieren, siehe Anlegen und
Exportieren von Schlüsseldateien für den Recovery-Vorgang
(Seite 63).
5. Booten Sie den Endpoint-Computer von der Recovery Disk.
6. Importieren Sie die Datei mit dem virtuellen Client in das KeyRecovery Tool.
7. Starten Sie die Challenge im KeyRecovery Tool.
8. Bestätigen Sie den virtuellen Client im SafeGuard Management Center.
9. Wählen Sie die erforderliche Recovery-Aktion.
10. Geben Sie den Challenge-Code im SafeGuard Management Center ein.
11. Generieren Sie den Response-Code im SafeGuard Management Center.
12. Geben Sie den Response-Code im KeyRecovery Tool ein.
Auf den Computer kann wieder zugegriffen werden.
243
SafeGuard Enterprise
27.6.2 Booten des Computers von der Recovery Disk.
Voraussetzung: Stellen Sie sicher, dass die Boot-Reihenfolge im BIOS das Booten von CD erlaubt.
1. Legen Sie auf dem Endpoint-Computer die Recovery Disk ein und starten Sie den Computer.
Der integrierte Dateimanager wird geöffnet. Hier sehen Sie auf einen Blick die bereitgestellten Volumes und Laufwerke.
Der Inhalt des verschlüsselten Laufwerks ist im Dateimanager nicht sichtbar. In den
Eigenschaften des verschlüsselten Laufwerks werden weder das Dateisystem, noch die
Kapazität sowie der verwendete/freie Speicherplatz angegeben.
2. Klicken Sie unten im Bereich Quick Launch des Dateimanagers auf das
KeyRecovery-Symbol, um das KeyRecovery Tool zu öffnen. Das Key Recovery Tool zeigt die Schlüssel-ID verschlüsselter Laufwerke.
244
3. Suchen Sie nach der Schlüssel-ID des Laufwerks, auf das Sie zugreifen möchten. Die
Schlüssel-ID wird später abgefragt.
Administratorhilfe
Im nächsten Schritt importieren Sie den virtuellen Client in das Key Recovery Tool.
27.6.3 Import des virtuellen Client in das KeyRecovery Tool
Voraussetzung:
■ Der Computer wurde von der Recovery Disk gebootet.
■ Stellen Sie sicher, dass das USB-Laufwerk mit der Datei recoverytoken.tok erfolgreich bereitgestellt wurde.
1. Wählen Sie im Windows PE Dateimanager das Laufwerk aus, auf dem der virtuelle Client gespeichert ist. Die Datei recoverytoken.tok wird auf der rechten Seite angezeigt.
2. Wählen Sie die Datei recoverytoken.tok aus und ziehen Sie sie auf das Laufwerk, auf dem sich das KeyRecovery Tool befindet. Legen Sie die Datei hier im Verzeichnis ToolsSGN\Tools ab.
245
SafeGuard Enterprise
27.6.4 Starten einer Challenge im KeyRecovery Tool
1. Klicken Sie unten im Bereich Quick Launch des Windows PE Dateimanagers auf das
KeyRecovery-Symbol, um das KeyRecovery Tool zu öffnen. Das Key Recovery Tool zeigt die Schlüssel-ID verschlüsselter Laufwerke.
Das Tool startet und zeigt eine Liste aller Volumes mit den jeweiligen
Verschlüsselungsinformationen (Schlüssel-ID).
2. Wählen Sie das Volume, das Sie entschlüsseln möchten und klicken Sie auf Import mit
C/R, um den Challenge-Code zu erzeugen.
Die Datei mit dem virtuellen Client wird als Referenz in der SafeGuard Enterprise Datenbank verwendet und in der Challenge angegeben. Der Challenge-Code wird erzeugt und angezeigt.
3. Übermitteln Sie den Namen des virtuellen Clients und den Challenge-Code an den Helpdesk, z. B. über Telefon oder eine Textmitteilung. Hierzu steht eine Buchstabierhilfe zur
Verfügung.
27.6.5 Bestätigen des virtuellen Client
Voraussetzung: Der virtuelle Client muss im SafeGuard Management Center unter Virtuelle
Clients angelegt worden sein und er muss in der Datenbank zur Verfügung stehen.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Extras > Recovery, um den
Recovery-Assistenten zu öffnen.
2. Wählen Sie unter Recovery-Typ die Option Virtueller Client.
3. Geben Sie den Namen des virtuellen Client ein, den Sie vom Benutzer erhalten haben.
Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten:
■
■
Geben Sie den eindeutigen Namen direkt ein.
Wählen Sie einen Namen, indem Sie auf [...] im Abschnitt Virtueller Client des Dialogs
Recovery-Typ klicken. Klicken Sie anschließend auf Jetzt suchen. Eine Liste mit virtuellen Clients wird angezeigt. Wählen Sie den gewünschten virtuellen Client aus und klicken Sie auf OK. Der Name des virtuellen Clients wird nun auf der Recovery-Typ
Seite unter Virtueller Client angezeigt.
4. Klicken Sie auf Weiter, um den Namen der Datei mit dem virtuellen Client zu bestätigen.
246
Administratorhilfe
Im nächsten Schritt wählen Sie die erforderliche Recovery-Aktion aus.
27.6.6 Auswahl der erforderlichen Recovery-Aktion
1. Wählen Sie bei Virtueller Client auf der Angeforderte Aktion Seite eine der folgenden
Optionen:
■ Wählen Sie Schlüssel angefordert, um einen einzelnen Schlüssel für den Zugriff auf ein verschlüsseltes Volume auf dem Computer wiederherzustellen.
■
Diese Option ist sowohl für SafeGuard Enterprise Clients (managed) als auch Sophos
SafeGuard Client (standalone) verfügbar.
Wählen Sie Kennwort für Schlüsseldatei angefordert, um mehrere Schlüssel für den
Zugriff auf verschlüsselte Volumes auf dem Computer wiederherzustellen. Die Schlüssel werden in einer Datei gespeichert, die mit einem Zufallskennwort verschlüsselt wird, das in der Datenbank abgelegt ist. Das Kennwort ist für jede angelegte Schlüsseldatei einzigartig. Das Kennwort wird innerhalb des Response-Codes an den Zielcomputer
übertragen.
Diese Option ist nur für SafeGuard Enterprise Endpoint-Computer (managed) verfügbar.
2. Klicken Sie auf Weiter.
27.6.7 Auswahl des angeforderten Schlüssel (einzelner Schlüssel)
Voraussetzung:
Sie müssen den erforderlichen virtuellen Client im Recovery-Assistenten des SafeGuard
Management Center sowie die Recovery-Aktion Schlüssel angefordert ausgewählt haben.
1. Wählen Sie im Recovery-Assistenten auf der Seite Virtueller Client aus, ob die Aktion von einem zentral verwalteten Computer oder einem Standalone-Computer angefordert wird.
■ Wählen Sie für zentral verwaltete Computer Recovery-Schlüssel für SafeGuard ®
Enterprise Client (Managed). Klicken Sie auf [...]. In Schlüssel suchen können Sie sich die Schlüssel nach Schlüssel-ID oder symbolischem Namen anzeigen lassen. Klicken
Sie auf Jetzt suchen, wählen Sie den Schlüssel und klicken Sie auf OK.
Hinweis:
Eine Response kann nur für zugewiesene Schlüssel erzeugt werden. Ist ein Schlüssel inaktiv, d. h. der Schlüssel ist nicht mindestens einem Benutzer zugewiesen, ist eine
Response mit einem virtuellen Client nicht möglich. In diesem Fall kann der inaktive
Schlüssel zunächst einem beliebigen Benutzer zugewiesen werden. Danach kann eine
Response für den Schlüssel generiert werden.
247
SafeGuard Enterprise
■ Wählen Sie für Standalone-Computer Recovery-Schlüssel für Sophos SafeGuard ®
Client (Standalone). Klicken Sie neben dieser Option auf [...], um nach der entsprechenden Datei zu suchen. Zur Vereinfachung der Identifizierung tragen die
Recovery-Dateien den Namen des Computers: computername.GUID.xml. Wählen Sie die Datei aus und klicken Sie auf Öffnen.
Hinweis:
Die Schlüssel-Recovery-Datei, die zur Wiederherstellung des Zugriffs auf den Computer erforderlich ist, muss dem Helpdesk zur Verfügung stehen, z. B. über eine
Netzwerkfreigabe.
2. Klicken Sie auf Weiter. Die Seite für die Eingabe des Challenge-Codes wird angezeigt.
Der angeforderte Schlüssel wird mit dem Response-Code an die Benutzerumgebung übertragen.
27.6.8 Auswahl des angeforderten Schlüssel (mehrere Schlüssel)
Voraussetzung:
Diese Option ist nur für SafeGuard Enterprise Endpoint-Computer (managed) verfügbar.
Sie müssen die Schlüsseldatei zuvor im SafeGuard Management Center unter Schlüssel imd
Zertifikate angelegt haben und das Kennwort, mit dem die Datei verschlüsselt ist, muss in der Datenbank gespeichert sein.
Sie müssen den erforderlichen virtuellen Client im Recovery-Assistenten des SafeGuard
Management Center sowie die Recovery-Aktion Kennwort für Schlüsseldatei angefordert ausgewählt haben.
1. Um eine Schlüsseldatei auszuwählen, klicken Sie auf die [...] Schaltfläche neben dieser
Option. Klicken Sie in Schlüsseldatei auf Jetzt suchen. Wählen Sie die Schlüsseldatei aus und klicken Sie auf OK.
2. Klicken Sie zur Bestätigung auf Weiter.
Die Seite für die Eingabe des Challenge-Codes wird angezeigt.
27.6.9 Eingabe des Challenge-Codes und Erzeugen des Response-Codes
Voraussetzung:
Sie müssen den erforderlichen virtuellen Client im Recovery-Assistenten des SafeGuard
Management Center sowie die erforderliche Recovery-Aktion ausgewählt haben.
1. Geben Sie den vom Benutzer erhaltenen Challenge-Code ein und klicken Sie auf Weiter.
Der Challenge-Code wird geprüft.
Wenn der Challenge-Code korrekt eingegeben wurde, wird der Response-Code erzeugt.
Wenn der Code nicht korrekt eingegeben wurde, wird unterhalb des Blocks, der den Fehler enthält, der Text Ungültige Challenge angezeigt.
2. Teilen Sie dem Benutzer den Response-Code mit. Hierzu steht eine Buchstabierhilfe zur
Verfügung. Sie können den Response-Code auch in die Zwischenablage kopieren.
248
Administratorhilfe
Wenn Sie Schlüssel angefordert als Recovery-Aktion ausgewählt haben, wird der angeforderte
Schlüssel im Response-Code an die Benutzerumgebung übertragen.
Wenn Sie Kennwort für Schlüsseldatei angefordert als Recovery-Aktion ausgewählte haben, wird das Kennwort für die verschlüsselte Schlüsseldatei im Response-Code übertragen. Die
Schlüsseldatei wird daraufhin gelöscht.
27.6.10 Eingeben des Response-Codes im KeyRecovery Tool
1. Geben Sie im KeyRecovery Tool auf dem Endpoint-Computer den Response-Code ein, den Sie vom Helpdesk erhalten haben.
Mit dem Response-Code wird der erforderliche Recovery-Schlüssel übertragen.
2. Klicken Sie auf OK. Das für das Challenge/Response-Verfahren gewählte Laufwerk wird entschlüsselt.
249
SafeGuard Enterprise
3. Um sicherzustellen, dass die Entschlüsselung erfolgreich durchgeführt werden konnte, wählen Sie das entschlüsselte Laufwerk im Windows PE Dateimanager aus:
Der Inhalt des entschlüsselten Laufwerks wird nun im Dateimanager angezeigt. Das
Dateisystem und die Kapazität sowie der benutzte/freie Speicherplatz werden nun in den
Eigenschaften des entschlüsselten Laufwerks angegeben.
Der Zugriff auf die Daten, die auf dieser Partition gespeichert sind, ist wiederhergestellt. Nach der erfolgreichen Entschlüsselung haben Sie auf dem entsprechenden Laufwerk Lese- und
Schreibzugriff für Daten. Sie können Daten vom und auf das Laufwerk kopieren.
27.7 Challenge/Response für Sophos SafeGuard Clients (Standalone)
SafeGuard Enterprise bietet Challenge/Response für Recovery-Vorgänge, z. B. wenn der
Benutzer sein Kennwort vergessen oder es zu oft falsch eingegeben hat, auch für
Standalone-Computer (Sophos SafeGuard Clients Standalone). Standalone-Computer haben nie eine Verbindung zum SafeGuard Enterprise Server, auch nicht vorübergehend. Sie werden im Standalone-Modus betrieben.
Die für Challenge/Response-Vorgänge benötigten Recovery-Informationen basieren in diesem
Fall auf der Schlüssel-Recovery-Datei. Diese Schlüssel-Recovery-Datei wird auf jedem
Standalone-Endpoint-Computer während der Installation der SafeGuard Enterprise
Verschlüsselungssoftware erzeugt. Die Schlüssel-Recovery-Datei muss dem Sophos SafeGuard
Helpdesk zur Verfügung stehen, zum Beispiel auf einer Netzwerkfreigabe.
Um die Suche nach und die Gruppierung von Recovery-Dateien zu vereinfachen, enthalten die Dateinamen den Namen des Computers: computername.GUID.xml. Somit sind
Suchvorgänge mit Asterisken (*) als Platzhalter möglich, z. B.: *.GUID.xml.
Hinweis:
250
Administratorhilfe
Wenn ein Computer umbenannt wird, wird er im Local Cache nicht automatisch entsprechend umbenannt. Im Local Cache werden alle Schlüssel, Richtlinien, Benutzerzertifikate und
Audit-Dateien gespeichert. Für die Datei-Generierung muss der neue Computername daher aus dem Local Cache entfernt werden, so dass nur der vorige Name verbleibt, auch wenn der
Computer unter Windows umbenannt wird.
27.7.1 Recovery-Aktionen für Sophos SafeGuard Clients (standalone)
Für einen Endpoint-Computer kann in den folgenden Situationen ein
Challenge/Response-Verfahren gestartet werden:
■ Der Benutzer hat das Kennwort zu oft falsch eingegeben.
■ Der Benutzer hat das Kennwort vergessen.
■ Ein beschädigter Cache muss repariert werden.
Für einen Standalone-Computer steht kein Benutzerschlüssel in der Datenbank zur Verfügung.
Somit ist in einem Challenge/Response-Verfahren nur die Recovery-Aktion SGN Client ohne
Benutzeranmeldung booten möglich.
Das Challenge/Response-Verfahren ermöglicht das Booten des Computers durch die Power-on
Authentication. Der Benutzer kann sich dann an Windows anmelden.
Mögliche Recovery-Anwendungsfälle:
Der Benutzer hat das Kennwort auf POA-Ebene zu oft falsch eingegeben und der Computer wurde gesperrt. Der Benutzer weiß jedoch das Kennwort.
Der Computer ist gesperrt und der Benutzer wird dazu aufgefordert, ein
Challenge/Response-Verfahren zu starten, um wieder Zugriff auf den Computer zu erhalten.
Da der Benutzer das Kennwort noch weiß, muss es nicht zurückgesetzt werden. Das
Challenge/Response-Verfahren ermöglicht das Booten des Computers durch die Power-on
Authentication. Der Benutzer kann dann das korrekte Kennwort auf Windows-Ebene eingeben und den Computer wieder benutzen.
Der Benutzer hat das Kennwort vergessen
Hinweis:
Wir empfehlen, Local Self Help einzusetzen, um ein vergessenes Kennwort wiederherzustellen.
Mit Local Self Help können Benutzer sich das aktuelle Benutzerkennwort anzeigen lassen und es weiterhin zur Anmeldung verwenden. Dadurch wird ein Rücksetzen des Kennworts vermieden. Außerdem muss der Helpdesk nicht um Hilfe gebeten werden.
Wenn das Kennwort über ein Challenge/Response-Verfahren wiederhergestellt wird, muss das Kennwort zurückgesetzt werden.
1. Das Challenge/Response-Verfahren ermöglicht das Booten des Computers durch die
Power-on Authentication.
2. Da Ihnen das Kennwort nicht bekannt ist, können der Benutzer es im Windows-Dialog nicht eingeben. Das Kennwort muss auf Windows-Ebene zurückgesetzt werden. Hierzu sind weitere Recovery-Vorgänge außerhalb von SafeGuard Enterprise erforderlich, die
über Windows-Standard-Verfahren durchgeführt werden müssen.
Hinweis:
251
SafeGuard Enterprise
Wir empfehlen, das Kennwort vor dem Challenge/Response-Verfahren nicht zentral im
Active Directory zurückzusetzen. Dadurch wird gewährleistet, dass das Kennwort zwischen
Windows und SafeGuard Enterprise synchron bleibt. Stellen Sie sicher, dass der
Windows-Helpdesk entsprechend informiert ist.
Wir empfehlen, die folgenden Methoden für das Zurücksetzen des Kennworts auf
Windows-Ebene:
■ Über ein Service-Benutzerkonto oder ein Administratorkonto mit den erforderlichen
Windows-Rechten auf dem Endpoint-Computer
■ Über eine Windows-Kennwortrücksetz-Diskette auf dem Endpoint-Computer
Als Helpdesk-Beauftragter können Sie den Benutzer darüber informieren, welche
Methode benutzt werden soll, und ihm die zusätzlichen
Windows-Anmeldeinformationen oder die erforderliche Diskette zur Verfügung stellen.
3. Der Benutzer gibt das neue Kennwort ein, dass der Helpdesk auf Windows-Ebene zurückgesetzt hat. Unmittelbar muss der Benutzer das Kennwort in ein nur ihm bekanntes
Kennwort ändern. Basierend auf dem neu gewählten Windows-Kennwort wird ein neues
Benutzerzertifikat erzeugt. Dies ermöglicht es dem Benutzer, sich wieder an seinem
Computer und an der Power-on Authentication mit dem neuen Kennwort anzumelden.
Hinweis:
Schlüssel für SafeGuard Data Exchange: Wenn ein Kennwort zurückgesetzt und ein neues
Zertifikat erstellt wird, können die zuvor für SafeGuard Data Exchange erzeugten lokalen
Schlüssel noch verwendet werden, wenn der Endpoint Mitglied einer Domäne ist. Wenn der Endpoint Mitglied einer Arbeitsgruppe ist, muss dem Benutzer die SafeGuard Data
Exchange Passphrase bekannt sein, damit diese lokalen Schlüssel reaktiviert werden können.
Der Local Cache muss repariert werden.
Im Local Cache werden alle Schlüssel, Richtlinien, Benutzerzertifikate und Audit-Dateien gespeichert. Standardmäßig ist Recovery für die Anmeldung bei einem beschädigten Local
Cache deaktiviert, d. h. der Local Cache wird automatisch aus seiner Sicherungskopie wiederhergestellt. In diesem Fall ist für das Reparieren des Local Cache kein
Challenge/Response-Verfahren erforderlich. Soll der Local Cache jedoch explizit mit einem
Challenge/Response-Verfahren repariert werden, so lässt sich Recovery für die Anmeldung
über eine Richtlinie aktivieren. In diesem Fall wird der Benutzer bei einem beschädigten Local
Cache automatisch dazu aufgefordert, ein Challenge/Response-Verfahren zu starten.
27.7.2 Erzeugen einer Response für Standalone-Computer mit der
Schlüssel-Recovery-Datei
Hinweis:
Die Schlüssel-Recovery-Datei, die während der Installation der SafeGuard Enterprise
Verschlüsselungssoftware generiert wurde, muss an einem Speicherort abgelegt sein, auf den der Helpdesk-Beauftragte Zugriff hat. Darüber hinaus muss der Name der Datei bekannt sein.
1. Wählen Sie in der Menüleiste des SafeGuard Management Center Extras > Recovery, um den Recovery-Assistenten zu öffnen.
252
Administratorhilfe
2. Wählen Sie unter Recovery-Typ die Option Sophos SafeGuard Client (Standalone).
3. Suchen Sie nach der Schlüssel-Recovery-Datei, indem Sie auf die [...] Schaltfläche neben dem Feld Schlüssel-Recovery-Datei klicken. Zur Vereinfachung der Identifizierung tragen die Recovery-Dateien den Namen des Computers: computername.GUID.xml.
4. Geben Sie den vom Benutzer erhaltenen Challenge-Code ein und klicken Sie auf Weiter.
Der Challenge-Code wird geprüft.
Wenn der Challenge-Code korrekt eingegeben wurde, werden die vom Endpoint-Computer angeforderte Recovery-Aktion sowie die möglichen Recovery-Aktionen angezeigt. Wenn der Code nicht korrekt eingegeben wurde, wird unterhalb des Blocks, der den Fehler enthält, der Text Ungültige Challenge angezeigt.
5. Wählen Sie die vom Benutzer durchzuführende Aktion aus und klicken Sie auf Weiter.
6. Es wird ein Response-Code erzeugt. Teilen Sie den Response-Code dem Benutzer mit.
Hierzu steht eine Buchstabierhilfe zur Verfügung. Sie können den Response-Code auch in die Zwischenablage kopieren.
Der Benutzer kann den Response-Code eingeben, die angeforderte Aktion ausführen und dann wieder mit dem Computer arbeiten.
253
SafeGuard Enterprise
28 System-Recovery
SafeGuard Enterprise verschlüsselt Dateien und Laufwerke transparent. Darüber hinaus können auch Bootlaufwerke verschlüsselt werden, so dass Entschlüsselungsfunktionalitäten wie Code,
Verschlüsselungsalgorithmen und Verschlüsselungsschlüssel sehr früh in der Bootphase verfügbar sein müssen. Folglich kann auf verschlüsselte Informationen nicht zugegriffen werden, wenn entscheidende SafeGuard Enterprise Module nicht verfügbar sind oder nicht funktionieren.
Die folgenden Abschnitte beschreiben mögliche Probleme und Recovery-Verfahren.
28.1 Daten-Recovery durch Booten von einem externen Medium
Dieser Recovery-Typ kann angewendet werden, wenn sich der Benutzer zwar noch an der
POA anmelden, jedoch nicht mehr auf das verschlüsselte Volume zugreifen kann. In diesem
Fall kann der Zugriff auf die verschlüsselten Daten durch Booten des Computers über eine für SafeGuard Enterprise angepasste Windows PE Recovery Disk wiederhergestellt werden.
Voraussetzungen:
■ Der Benutzer, der vom externen Medium bootet, muss dazu berechtigt sein. Dieses Recht kann entweder im SafeGuard Management Center innerhalb einer Richtlinie vom Typ
Authentisierung konfiguriert werden (Benutzer kann nur von der Festplatte booten auf
Ja eingestellt), oder es kann für die einmalige Benutzung über ein
Challenge/Response-Verfahren erlangt werden.
■ Der Computer muss das Booten von anderen Medien außer von der fest eingebauten
Festplatte unterstützen.
So erhalten Sie wieder Zugriff auf die verschlüsselten Daten auf dem Computer:
1. Sie erhalten die SafeGuard Enterprise Recovery Disk vom technischen Support.
Für den Helpdesk steht die Windows PE Recovery Disk mit den aktuellen Sophos SafeGuard
Filtertreibern auf der Sophos Support-Website zum Download zur Verfügung. Für weitere
Informationen, siehe http://www.sophos.de/support/knowledgebase/article/108805.html
.
2. Melden Sie sich an der Power-on Authentication mit Ihren Anmeldeinformationen an.
3. Legen Sie die Windows PE Recovery Disk ein.
4. Wählen Sie im POA-Anmeldedialog unter Weiterbooten von: die Option externes Medium.
Der Computer wird gestartet.
Der Zugriff auf die Daten, die auf dieser Partition gespeichert sind, ist wiederhergestellt.
Hinweis:
Je nach verwendetem BIOS funktioniert das Booten von der Disk u. U. nicht.
28.2 Beschädigter MBR
Zur Problembehebung im Fall eines beschädigten MBR bietet SafeGuard Enterprise das Tool
BE_Restore.exe.
254
Administratorhilfe
Eine detaillierte Beschreibung zur Wiederherstellung eines beschädigten MBR finden Sie in der SafeGuard Tools-Anleitung unter BE_Restore.exe.
28.3 Code
Es kann auf eine Festplatte mit einem beschädigten Kernel-Bootcode zugegriffen werden.
Denn Schlüssel werden getrennt vom Kernel in der so genannten KSA (Key Storage Area) gespeichert. Durch die Trennung von Kernel und Schlüsseln können solche Laufwerke angeschlossen an einen anderen Computer entschlüsselt werden.
Dazu benötigt der Benutzer, der sich an dem anderen Computer anmeldet, einen Schlüssel der KSA der nicht bootbaren Partition in seinem Schlüsselring.
Im schlimmsten Fall ist die Partition nur mit dem Boot_Key des anderen Computers verschlüsselt. In diesem Fall muss der Haupt-Sicherheitsbeauftragte oder der
Recovery-Beauftragte dem Benutzer diesen Boot_Key zuweisen.
Für weitere Informationen, siehe „Slaven“ einer Festplatte
(Seite 257).
28.4 Volumes
SafeGuard Enterprise bietet die volume-basierende Verschlüsselung. Dies beinhaltet die
Speicherung von Verschlüsselungsinformationen bestehend aus Bootsektor, primärer bzw.
Backup-KSA und Originalbootsektor auf jedem Laufwerk selbst.
Wenn eine der folgenden Bedingungen zutrifft, besteht auf das jeweilige Volume kein Zugriff mehr:
■ Beide Key Storage Areas (KSA) sind zur gleichen Zeit beschädigt.
■ Der Original-MBR ist beschädigt.
28.4.1 Bootsektor
Der Bootsektor eines Volumes wird bei der Verschlüsselung gegen den SafeGuard Enterprise
Bootsektor ausgetauscht.
Der SafeGuard Enterprise Bootsektor enthält Informationen über
■ den Ort der primären und Backup-KSA in Clustern und Sektoren bezogen auf den Start der Partition
■ die Größe der KSA
Auch wenn der SafeGuard Enterprise Bootsektor zerstört ist, ist kein Zugriff auf verschlüsselte
Volumes möglich.
Das Tool BE_Restore kann den zerstörten Bootsektor wiederherstellen. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der SafeGuard Enterprise Tools-Anleitung.
255
SafeGuard Enterprise
28.4.2 Originaler Bootsektor
Beide KSAs enthalten den originalen Bootsektor. Das ist jener, der ausgeführt wird, nachdem der DEK (Data Encryption Key) entschlüsselt wurde und der Algorithmus und der Schlüssel in den BE Filtertreiber geladen wurden.
Ist dieser Bootsektor defekt, kann Windows nicht auf das Volume zugreifen. Normalerweise wird die bekannte Fehlermeldung „Gerät ist nicht formatiert. Möchten Sie es jetzt formatieren?
Ja/Nein“ angezeigt.
SafeGuard Enterprise wird den DEK für dieses Volume dennoch laden. Jedes Tool, das den
Bootsektor reparieren kann, soll dennoch laufen - vorausgesetzt, es passiert den SafeGuard
Enterprise Upper Volume Filter.
28.5 Windows Bootprobleme
SafeGuard Enterprise ist mit seinem kryptographischen Konzept der volume-spezifischen
Schlüssel (Bootsektor, Key Storage Area KSA) sehr flexibel.
Sie können ein beschädigtes System durch Booten eines Wiederherstellungsmediums von der
Power-on Authentication von SafeGuard Enterprise aus (Windows PE mit dem SafeGuard
Enterprise Verschlüsselungs-Subsystem installiert) retten. Diese Medien haben einen transparenten Ver-/Entschlüsselungszugriff auf mit SafeGuard Enterprise verschlüsselte
Volumes. Der Grund für das nicht bootbare System kann von dort aus beseitigt werden.
28.5.1 Verschlüsselungs-Subsystem
Verschlüsselungs-Subsysteme sind z. B. BEFLT.sys Systeme. Führen Sie das unter Windows
Bootprobleme beschriebene Verfahren aus und reparieren Sie das System.
28.5.2 GINA-Probleme
GINA-Probleme, z. B. Circular Loops, lassen sich wie folgt beheben: Führen Sie das unter
Windows Bootprobleme beschriebene Verfahren aus und reparieren Sie das System.
28.6 Setup WinPE für SafeGuard Enterprise
Um Zugriff auf verschlüsselte Laufwerke mit dem BOOTKEY eines Computers innerhalb einer WinPE Umgebung zu erhalten, stellt SafeGuard Enterprise WinPE mit notwendigen
SafeGuard Enterprise Funktionsmodulen wie Treibern zur Verfügung. Um SetupWinPE zu starten, geben Sie folgenden Befehl ein:
SetupWinPE -pe2 <WinPE Image-Datei>
WinPE Image-Datei ist dabei die vollständige Pfadangabe des I386 Verzeichnisses für eine
WinPE-CD.
SetupWinPE führt alle erforderlichen Änderungen durch.
Hinweis:
256
Administratorhilfe
Beachten Sie, dass über eine derartige WinPE-Umgebung nur auf verschlüsselte Laufwerke zugegriffen werden kann, die mit dem BOOTKEY verschlüsselt sind. Auf Laufwerke, die mit einem Benutzerschlüssel verschlüsselt sind, kann nicht zugegriffen werden, da die Schlüssel in dieser Umgebung nicht verfügbar sind.
28.7 „Slaven“ einer Festplatte
SafeGuard Enterprise erlaubt das Slaven von verschlüsselten Volumes oder Festplatten. Es gestattet dem Endbenutzer, dem Windows-Administrator, dem SafeGuard Enterprise
Sicherheitsbeauftragten trotz sektorbasierter Verschlüsselung neue Volumes oder Festplatten anzuschließen oder zu entfernen.
Die Key Storage Area (KSA) eines Volumes enthält selbst alle notwendigen Informationen:
■ Den zufallsgenerierten DEK (Data Encryption Key)
■ Eine Identifikation für den Verschlüsselungsalgorithmus, mit dem das Volume verschlüsselt ist.
■ Die Liste von GUIDs der KEKs (Key Encryption Keys), die den DEK verschlüsseln und entschlüsseln können.
■ Das Volume selbst enthält seine Größe.
Auf ein mit SafeGuard Enterprise verschlüsseltes Volume kann von allen SafeGuard Enterprise
Endpoint-Computern zugegriffen werden, vorausgesetzt der Benutzer oder der Computer besitzt einen KEK des KSA des Volumes im Schlüsselring.
Benutzer oder Computer müssen den durch den KEK verschlüsselten DEK entschlüsseln können.
Auf ein Volume, das mit einem verteilbaren KEK, wie einem OU-, Gruppen- oder
Domänenschlüssel verschlüsselt ist, kann von vielen Benutzern und Computern zugegriffen werden, da viele Benutzer/Computer einer Domäne diesen Schlüssel in ihrem Schlüsselring haben.
Jedoch kann auf ein Volume, das nur mit dem individuellen Bootschlüssel
(“Boot_machinename”) des durch SafeGuard Enterprise geschützten Computers verschlüsselt wird, nur von diesem Computer selbst zugegriffen werden.
Soll ein Volume nicht in seinem originalen Computer booten, kann es in einem anderen durch
SafeGuard Enterprise geschützten Computer „geslaved“ werden. Dann kann aber auf den korrekten Bootschlüssel nicht zugegriffen werden. Der Zugriff darauf muss möglich gemacht werden.
Immer wenn der Benutzer versucht, von einem anderen Computer auf das Volume zuzugreifen, ist dies möglich, weil jetzt erneut Übereinstimmung zwischen den KEKs im KSA und den
Schlüsselringen der anderen Benutzer oder Computer besteht.
28.7.1 Beispiel
Alice besitzt ihren individuellen Benutzerschlüssel. Immer, wenn sie sich an ihrem anderen
Computer anmeldet (“Laptop_Alice”), hat sie keinen Zugriff auf das Volume, das mit dem
Bootschlüssel des Computers “SGNCLT” verschlüsselt ist.
257
SafeGuard Enterprise
Der SafeGuard Enterprise Client “SGMCLT” besitzt nur seinen eigenen Bootschlüssel
BOOT_SGMCLT.
Der Sicherheitsbeauftragte teilt Alice den Bootschlüssel “BOOT_SGNCLT” auf folgende Weise zu:
1. Auswahl des Benutzers Alice
2. Klick auf das „Fernglas“-Symbol in der SafeGuard Enterprise Symbolleiste. Das startet den
Suchdialog, in dem auch Bootschlüssel angezeigt werden können.
3. Auswahl des Schlüssels “BOOT_SGMCLT”.
Jetzt verfügt Alice über zwei Schlüssel – „User_Alice“ und „BOOT_SGMCLT“. Das kann unter
Schlüssel & Zertifikate nachgeprüft werden.
Der Schlüssel “BOOT_SGMCLT” ist zweimal zugewiesen – zum Computer SGMCLT und zum Benutzer Alice.
Alice ist es nun möglich, auf das verschlüsselte Volume von jedem anderen SafeGuard Enterprise
Client zuzugreifen, auf dem sie sich anmelden kann.
Dann kann sie auf einfache Weise Tools, wie den Windows Explorer oder regedit.exe, verwenden, um die Ursache des Bootproblems zu beseitigen.
Wenn im schlimmsten Fall das Problem nicht gelöst werden kann, kann sie Daten auf ein anderes Laufwerk sichern, das Volume neu formatieren oder es ganz neu aufsetzen.
258
Administratorhilfe
29 Wiederherstellen einer beschädigten SafeGuard
Enterprise Installation
Eine beschädigte SafeGuard Management Center Installation kann auf einfache Art und Weise wiederhergestellt werden, wenn die Datenbank noch intakt ist. In diesem Fall müssen Sie nur das SafeGuard Management Center neu installieren und die vorhandene Datenbank sowie das gesicherte Sicherheitsbeauftragten-Zertifikat verwenden.
■ Das Unternehmenszertifikat und das Haupt-Sicherheitsbeauftragten-Zertifikat der betreffenden Datenbankkonfiguration müssen als .p12 Dateien exportiert worden sein.
Die Dateien müssen vorhanden und gültig sein.
■ Die Kennwörter für die .p12 Dateien sowie für den Zertifikatsspeicher müssen Ihnen bekannt sein.
So stellen Sie eine beschädigte SafeGuard Management Center Installation wieder her:
1. Installieren Sie das SafeGuard Management Center Installationspaket neu. Öffnen Sie das
SafeGuard Management Center. Der Konfigurationsassistent wird automatisch geöffnet.
2. Wählen Sie unter Datenbankverbindung den relevanten Datenbankserver und konfigurieren Sie, falls erforderlich, die Verbindung zur Datenbank. Klicken Sie auf Weiter.
3. Aktivieren Sie unter Datenbankeinstellungen die Option Folgende bestehende Datenbank
verwenden und wählen Sie die Datenbank aus der Liste aus.
4. Führen Sie unter Daten des Sicherheitsbeauftragten einen der folgenden Schritte aus:
■
■
Wenn die gesicherte Zertifikatsdatei auf dem Computer gefunden wird, wird sie angezeigt. Geben Sie das Kennwort ein, das Sie zur Anmeldung an das SafeGuard
Management Center benutzen.
Wird die gesicherte Zertifikatsdatei nicht auf dem Computer gefunden, wählen Sie
Importieren. Suchen Sie nach der gesicherten Zertifikatsdatei und klicken Sie auf
Öffnen. Geben Sie das Kennwort für die Zertifikatsdatei ein. Klicken Sie auf Ja. Geben
Sie ein Kennwort für die Anmeldung am SafeGuard Management Center ein und bestätigen Sie es.
5. Klicken Sie auf Weiter und dann auf Fertig stellen, um die Konfiguration des SafeGuard
Management Center abzuschließen.
Die SafeGuard Management Center Installation ist wiederhergestellt.
259
SafeGuard Enterprise
30 Wiederherstellen einer beschädigten
Datenbankkonfiguration
Sie können eine beschädigte Datenbankkonfiguration wiederherstellen, indem Sie das SafeGuard
Management Center neu installieren und basierend auf den gesicherten Zertifikatsdateien eine neue Instanz der Datenbank erstellen. Dadurch wird sichergestellt, dass alle vorhandenen
SafeGuard Enterprise Endpoint-Computer Richtlinien von der neuen Installation annehmen.
■ Das Unternehmenszertifikat und das Haupt-Sicherheitsbeauftragten-Zertifikat der betreffenden Datenbankkonfiguration müssen als .p12 Dateien exportiert worden sein.
Die Dateien müssen vorhanden und gültig sein.
■ Die Kennwörter für die beiden .p12 Dateien sowie für den Zertifikatsspeicher müssen Ihnen bekannt sein.
Hinweis: Diese Art der Wiederherstellung ist nur dann zu empfehlen, wenn keine gültige
Sicherungskopie der Datenbank verfügbar ist. Alle Computer, die eine Verbindung mit einem auf diese Weise wiederhergestellten Backend herstellen, verlieren ihre
Benutzer-Computer-Zuordnung. Dies hat zur Folge, dass die Power-on Authentication vorübergehend ausgeschaltet ist. Challenge/Response-Mechanismen stehen erst dann wieder zur Verfügung, wenn der entsprechende Endpoint seine Schlüsselinformationen wieder erfolgreich übertragen hat.
So stellen Sie eine beschädigte Datenbankkonfiguration wieder her:
1. Installieren Sie das SafeGuard Management Center Installationspaket neu. Öffnen Sie das
SafeGuard Management Center. Der Konfigurationsassistent wird automatisch geöffnet.
2. Wählen Sie unter Datenbank-Verbindung die Option Neue Datenbank erstellen.
Konfigurieren Sie unter Datenbankeinstellungen die Verbindung zur Datenbank. Klicken
Sie auf Weiter.
3. Wählen Sie unter Daten des Sicherheitsbeauftragten den relevanten
Haupt-Sicherheitsbeauftragten und klicken Sie auf Importieren.
4. Suchen Sie unter Importieren des Zertifikats die gesicherte Zertifikatsdatei. Geben Sie unter Schlüsseldatei das für diese Datei festgelegte Kennwort ein und bestätigen Sie es.
Klicken Sie auf OK.
5. Das Zertifikat des Haupt-Sicherheitsbeauftragten wird importiert. Klicken Sie auf Weiter.
6. Aktivieren Sie unter Unternehmenszertifikat die Option Über vorhandenes
Unternehmenszertifikat wiederherstellen. Klicken Sie auf Importieren, um die gesicherte
Zertifikatsdatei auszuwählen, die das gültige Unternehmenszertifikat enthält. Sie werden aufgefordert, das für den Zertifikatsspeicher definierte Kennwort einzugeben. Geben Sie das Kennwort ein und klicken Sie auf OK. Klicken Sie im Willkommen-Fenster auf Weiter.
Das Unternehmenszertifikat wird importiert.
7. Klicken Sie auf Weiter, dann auf Beenden.
Die Datenbankkonfiguration ist wiederhergestellt.
260
Administratorhilfe
31 Bestands- und Statusinformationen
SafeGuard Enterprise liest eine Fülle von Bestands- und Statusinformationen von den
Endpoint-Computern aus. Diese Informationen zeigen den aktuellen globalen Zustand der einzelnen Computer. Im SafeGuard Management Center werden die Informationen im Bereich
Benutzer & Computer in der Registerkarte Bestand dargestellt.
Als Sicherheitsbeauftragter können Sie Bestands- und Statusinformationen einsehen, exportieren und drucken. So können Sie z. B. Compliance-Berichte erstellen, die die
Verschlüsselung von Endpoint-Computern nachweisen. Umfassende Sortier- und
Filterfunktionen unterstützen Sie bei der Auswahl der relevanten Informationen.
Der Bestand liefert u. a. folgende Informationen zu den einzelnen Maschinen:
■ Erhaltene Richtlinien
■ Letzter Server-Kontakt
■ Verschlüsselungsstatus aller Medien
■ POA-Status und POA-Typ
■ Installierte SafeGuard Enterprise Module
■ WOL-Status
■ Benutzerinformationen
31.1 Bestands- und Statusinformationen für Macs
Für Macs liefert der Bestand u. a. folgende Informationen zu den einzelnen Maschinen:
■ Name des Mac
■ Betriebssystem
■ POA-Typ
■ POA-Status
■ Anzahl an verschlüsselten Laufwerken
■ Anzahl an unverschlüsselten Laufwerken
■ Letzter Server-Kontakt
■ Änderungsdatum
■ Informationen dazu, ob das aktuelle Unternehmenszertifikat verwendet wird.
31.2 Einsehen von Bestandsinformationen
1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Management Center auf Benutzer &
Computer.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster auf der linken Seite auf den jeweiligen Container
(Domäne, Arbeitsgruppe oder Computer).
261
SafeGuard Enterprise
3. Wechseln Sie im Aktionsbereich auf der rechten Seite in die Registerkarte Bestand.
4. Wählen Sie im Bereich Filter die gewünschten Filter für die Bestandsanzeige, siehe
Filtern von Bestandsinformationen
(Seite 262).
Hinweis:
Wenn Sie einen einzelnen Computer wählen, stehen die Bestandsinformationen direkt nach dem Wechsel in die Registerkarte Bestand zur Verfügung. Der Bereich Filter ist hier nicht verfügbar.
5. Klicken Sie im Bereich Filter auf das Lupensymbol.
Die Bestands- und Statusinformationen werden in einer Übersichtstabelle für alle Maschinen des ausgewählten Containers angezeigt. Darüber hinaus stehen für die einzelnen Maschinen die Registerkarten Laufwerke, Benutzer und Merkmale zur Verfügung.
Durch Klicken auf die einzelnen Spalten-Header lassen sich die Bestands- und
Statusinformationen nach den jeweiligen Spalteninformationen sortieren. Darüber hinaus steht über das Kontextmenü der einzelnen Spalten eine Reihe von Funktionen für die
Sortierung, Gruppierung und Anpassung der angezeigten Anzeige zur Verfügung. Je nach
Ihren Zugriffsrechten werden die Informationen im Bestand in unterschiedlichen Farben angezeigt:
■ Informationen für Objekte, für die Sie das Recht Voller Zugriff haben, werden schwarz angezeigt.
■ Informationen für Objekte, für die Sie das Recht Schreibgeschützt haben, werden blau angezeigt.
■ Informationen für Objekte, für die Sie keine Zugriffsrechte haben, werden grau angezeigt.
31.3 Anzeigen ausgeblendeter Spalten
Einige Spalten sind in der Bestandsanzeige standardmäßig ausgeblendet.
1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste in die Spaltenkopfzeilenleiste der Bestandsanzeige.
2. Wählen Sie aus dem Kontextmenü den Befehl Laufende Spaltenanpassung.
Das Fenster Anpassung mit den ausgeblendeten Spalten wird angezeigt.
3. Ziehen Sie die gewünschte Spalte aus dem Fenster Anpassung in die Spaltenkopfzeilenleiste.
Die Spalte wird in der Bestandsanzeige angezeigt. Um die Spalte wieder auszublenden, ziehen
Sie sie zurück in das Fenster Anpassung.
31.4 Filtern von Bestandsinformationen
Für die Übersicht der Bestandsinformationen für OUs lassen sich Filter definieren, um die
Darstellung nach bestimmten Kriterien einzuschränken.
Im Filter-Bereich der Registerkarte Bestand stehen folgende Felder für die Definition von
Filtern zur Verfügung:
262
Administratorhilfe
Feld
Computername
Einschließlich Sub-Container
Letzte Änderung anzeigen
Beschreibung
Um die Bestand- und Statusinformationen für bestimmte
Computer anzeigen zu lassen, geben Sie in diesem Feld den
Computernamen an.
Aktivieren Sie dieses Feld, um Sub-Container in die Anzeige mit einzubeziehen.
Legen Sie in diesem Feld die Anzahl der anzuzeigenden letzten
Änderungen festlegen.
Darüber hinaus können Sie mit dem Filter-Editor benutzerdefinierte Filter erstellen. Der
Filter-Editor lässt sich über das Kontextmenü der einzelnen Berichtsspalten aufrufen. Im
Fenster Filterdefinition können Sie eigene Filter definieren und auf die jeweilige Spalte anwenden.
31.5 Aktualisieren von Bestandsinformationen
Die Endpoint-Computer übertragen die jeweils aktuellen Bestandsinformationen, wenn sich die Informationen geändert haben.
Über den Befehl Aktualisierung anfordern können Sie manuell eine Aktualisierung der
Bestandsinformationen anfordern. Dieser Befehl steht für einen einzelnen oder alle Computer eines Knotens über das Kontextmenü sowie über das Menü Aktionen in der SafeGuard
Management Center Menüleiste zur Verfügung. Darüber hinaus lässt sich der Befehl über das
Kontextmenü der Listeneinträge auswählen.
Wenn Sie diesen Befehl auswählen oder auf das Symbol Aktualisierung anfordern in der
Symbolleiste klicken, übertragen die jeweiligen Endpoint-Computer ihre aktuellen
Bestandsinformationen.
Wie auch in anderen Bereichen des SafeGuard Management Center, können Sie die Anzeige mit dem Befehl Aktualisieren aktualisieren. Sie können diesen Befehl aus dem Kontextmenü für einzelne Computer oder alle Computer in einem Knoten auswählen. Der Befehl steht außerdem im Ansicht Menü in der Menüleiste zur Verfügung. Zur Aktualisierung der Ansicht können Sie auch das Doppelpfeilsymbol Aktualisieren in der Symbolleiste wählen.
31.6 Überblick
Die einzelnen Spalten der Übersicht zeigen folgende Informationen.
Hinweis:
Einige Spalten sind standardmäßig ausgeblendet. Sie können diese in der Anzeige einblenden.
Für weitere Informationen, siehe Anzeigen ausgeblendeter Spalten (Seite 262).
Spalte
Computername
Erklärung
Zeigt den Namen des Computers.
263
SafeGuard Enterprise
Spalte Erklärung
Domäne
Domäne Prä-2000
Benutzername (Besitzer)
Vorname
Nachname
E-Mail-Adresse
Weitere registrierte
Benutzer
Betriebssystem
Letzter Server-Kontakt
Zeigt den Domänennamen des Computers.
Zeigt den Domänennamen des Computers vor Windows 2000.
Zeigt den Benutzernamen des Besitzers des Computers, falls verfügbar.
Zeigt den Vornamen des Besitzers, falls verfügbar.
Zeigt den Nachnamen des Besitzers, falls verfügbar.
Zeigt die E-Mail-Adresse des Besitzers, falls verfügbar.
Zeigt die Namen von weiteren registrierten Benutzern des Computers, falls verfügbar.
Zeigt das Betriebssystem des Computers.
Zeigt an, wann (Datum und Uhrzeit) der Computer zuletzt mit dem
Server kommuniziert hat.
Zuletzt erhaltene Richtlinie
Verschlüsselte Laufwerke
Unverschlüsselte Laufwerke
POA Typ
POA
WOL
Änderungsdatum
Zeigt an, wann (Datum und Uhrzeit) der Computer die letzte
Richtlinie erhalten hat.
Zeigt die verschlüsselten Laufwerke des Computers.
Zeigt die unverschlüsselten Laufwerke des Computers.
Gibt an, ob es sich bei dem Computer um einen nativen SafeGuard
Enterprise Client, einen BitLocker Client oder einen
Endpoint-Computer mit selbst-verschlüsselnder Opal-Festplatte handelt.
Gibt an, ob die Power-on Authentication für den Computer aktiviert ist.
Gibt an, ob Wake on LAN für den Computer aktiviert ist.
Aktualisierung angefordert
Stamm-DSN
Unternehmenszertifikat
Zeigt das Datum, an dem sich die Bestandsinformationen durch
Anforderung einer Bestandsaktualisierung oder Übermittlung neuer
Bestandsinformationen vom Client geändert haben.
Zeigt das Datum der letzten Aktualisierungsanforderung an. Der in diesem Feld angezeigte Wert wird bei der Verarbeitung der
Anforderung durch den Client wieder gelöscht.
Zeigt den Distinguished Name des dem Computer übergeordneten
Containerobjekts an. Diese Spalte wird nur dann angezeigt, wenn im Filter-Bereich das Feld Einschließlich Sub-Container aktiviert wurde.
Gibt an, ob der Computer das aktuelle Unternehmenszertifikat verwendet.
264
Administratorhilfe
31.7 Registerkarte Laufwerke
Die Registerkarte Laufwerke zeigt Bestands- und Statusinformationen zu den Laufwerken des jeweiligen Computers.
Spalte
Laufwerksname
Label
Typ
Status
Algorithmus
Erklärung
Zeigt den Laufwerksnamen an.
Zeigt das Label eines Mac-Laufwerks.
Zeigt den Laufwerkstyp an, z. B. Fest, Wechseldatenträger oder
CD-ROM/DVD.
Zeigt den Verschlüsselungsstatus des Laufwerks an.
Zeigt für verschlüsselte Laufwerke den Algorithmus, der zur
Verschlüsselung benutzt wurde, an.
31.8 Registerkarte Benutzer
Die Registerkarte Benutzer zeigt Bestands- und Statusinformationen zu den Benutzern des
Computers.
Spalte
Benutzername
Distinguished Name
Benutzer ist Besitzer
Benutzer ist gesperrt
Erklärung
Zeigt den Benutzernamen des Benutzers.
Zeigt den DNS-Namen für den Benutzer, zum Beispiel:
CN=Administrator,CN=Users,DC=domain,DC=mycompany,DC=net
Gibt an, ob der Benutzer als Besitzer des Computers definiert ist.
Gibt an, ob der Benutzer gesperrt ist.
31.9 Registerkarte Module
Die Registerkarte Module liefert eine Übersicht zu allen auf dem Computer installierten
SafeGuard Enterprise Modulen.
Spalte
Modulname
Version
Erklärung
Zeigt den Namen des installierten SafeGuard Enterprise Moduls.
Zeigt die Software-Version des installierten SafeGuard Enterprise
Moduls.
265
SafeGuard Enterprise
31.10 Registerkarte Unternehmenszertifikat
Die Registerkarte Unternehmenszertifikat zeigt die Eigenschaften des derzeit verwendeten
Unternehmenszertifikats und gibt an, ob ein neueres Unternehmenszertifikat verfügbar ist.
Spalte
Antragsteller
Seriennummer
Aussteller
Gültig ab
Gültig bis
Ein neueres
Unternehmenszertifikat ist verfügbar
Erklärung
Zeigt den Distinguished Name des Antragstellers des
Unternehmenszertifikats.
Zeigt die Seriennummer des Unternehmenszertifikats.
Zeigt den Distinguished Name des Ausstellers des
Unternehmenszertifikats.
Zeigt das Datum und die Uhrzeit, ab das Unternehmenszertifikat gültig wird.
Zeigt das Datum und die Uhrzeit, ab das Unternehmenszertifikat ungültig wird.
Gibt an, ob ein neueres Unternehmenszertifikat als das aktuelle des Endpoints verfügbar ist.
31.11 Erstellen von Bestandsberichten
Als Sicherheitsbeauftragter können Sie Bestandsberichte in unterschiedlichen Formaten erstellen. So können Sie z. B. Compliance-Berichte erstellen, die die Verschlüsselung von
Endpoint-Computern nachweisen. Sie können die Berichte drucken oder in eine Datei exportieren.
31.11.1 Drucken von Bestandsberichten
1. Klicken Sie in der SafeGuard Management Center Menüleiste auf Datei.
2. Sie können den Bericht sofort drucken oder zunächst eine Druckvorschau anzeigen lassen.
Die Druckvorschau bietet eine Reihe von Funktionen, z. B. für die Bearbeitung des
Seitenlayouts (Kopf- und Fußzeile usw.).
■
■
Um eine Druckvorschau anzuzeigen, wählen Sie Datei > Druckvorschau.
Um das Dokument sofort zu drucken, wählen Sie Datei > Drucken.
31.11.2 Export von Bestandsberichte in Dateien
1. Klicken Sie in der SafeGuard Management Center Menüleiste auf Datei.
266
Administratorhilfe
2. Wählen Sie Drucken > Druckvorschau.
Die Bestandsbericht Druckvorschau wird angezeigt.
Die Druckvorschau bietet eine Reihe von Funktionen, z. B. für die Bearbeitung des
Seitenlayouts (Kopf- und Fußzeile usw.).
3. Klicken Sie in der Symbolleiste des Fensters Druckvorschau auf die Dropdownliste des
Symbols Dokument exportieren....
4. Wählen Sie den gewünschten Dateityp aus der Liste.
5. Geben Sie die gewünschten Exportoptionen an und klicken Sie auf OK.
Der Bestandsbericht wird in eine Datei des angegebenen Dateityps exportiert.
267
SafeGuard Enterprise
32 Berichte
Die Aufzeichnung sicherheitsrelevanter Vorfälle ist Voraussetzung für eine gründliche
Systemanalyse. Anhand der protokollierten Ereignisse können Vorgänge auf einer Arbeitsstation bzw. innerhalb eines Netzwerks exakter nachvollzogen werden. Durch die Protokollierung lassen sich zum Beispiel Schutzverletzungen unautorisierter Dritter nachweisen. Dem
Administrator bzw. Sicherheitsbeauftragten bietet die Protokollierung auch eine Hilfe, um irrtümlich verwehrte Benutzerrechte ausfindig zu machen und zu korrigieren.
SafeGuard Enterprise protokolliert alle Aktivitäten und Statusinformationen der
Endpoint-Computer sowie Administratoraktionen und sicherheitsrelevante Ereignisse und speichert diese zentral. Die Protokollierung zeichnet Ereignisse auf, die installierte SafeGuard
Produkte auslösen. Die Art des Protokolls wird in Richtlinien vom Typ Protokollierung definiert. Hier legen Sie auch den fest, wo die protokollierten Ereignisse ausgegeben und gespeichert werden sollen: in der Windows-Ereignisanzeige des Endpoint-Computers oder in der SafeGuard Enterprise Datenbank.
Als Sicherheitsbeauftragter mit den entsprechenden Rechten können Sie die im SafeGuard
Management Center angezeigten Statusinformationen und Protokollberichte einsehen, ausdrucken und archivieren. Umfassende Sortier- und Filterfunktionen unterstützen Sie im
SafeGuard Management Center bei der Auswahl relevanter Ereignisse aus den verfügbaren
Informationen.
Auch eine automatisierte Auswertung der Log-Datenbank, zum Beispiel über Crystal Reports oder Microsoft System Center Operations Manager, ist möglich. Die Protokolleinträge werden von SafeGuard Enterprise sowohl auf Client- als auch auf Server-Seite durch Signatur gegen unbefugte Manipulation geschützt.
Gemäß der Protokollierungsrichtlinie können Ereignisse aus den folgenden Kategorien protokolliert werden:
■ Authentisierung
■ Administration
■ System
■ Verschlüsselung
■ Client
■ Zugriffskontrolle
Für SafeGuard Data Exchange lässt sich der Zugriff auf Dateien auf Wechselmedien durch
Protokollierung der relevanten Ereignisse verfolgen. Für weitere Informationen zu dieser
Berichtart, siehe Datei-Tracking-Bericht für Wechselmedien
(Seite 273).
32.1 Anwendungsgebiete
Die SafeGuard Enterprise Protokollierung von Ereignissen ist eine benutzerfreundliche und umfassende Lösung zum Aufzeichnen und Auswerten von Ereignissen. Die folgenden Beispiele zeigen einige typische Anwendungsszenarien für SafeGuard Enterprise Berichte.
268
Administratorhilfe
32.1.1 Zentrale Überwachung von Arbeitsstationen im Netzwerk
Der Sicherheitsbeauftragte will regelmäßig über kritische Ereignisse (zum Beispiel Zugriff auf
Dateien, für die ein Benutzer keine Berechtigung hat, oder eine Reihe von fehlgeschlagenen
Anmeldeversuchen innerhalb eines bestimmten Zeitraums) informiert werden. Über eine
Protokollierungsrichtlinie lässt sich die Protokollierung so konfigurieren, dass alle auf den relevanten Endpoint-Computer auftretenden sicherheitskritischen Ereignisse in einer lokalen
Protokolldatei protokolliert. Nach Erreichen einer festgelegten Anzahl an Ereignissen wird die Protokolldatei über den SafeGuard Enterprise Server in die SafeGuard Enterprise Datenbank
übertragen. In der Ereignisanzeige des SafeGuard Management Centers kann der
Sicherheitsbeauftragte die Ereignisse abrufen, einsehen und analysieren. Somit lassen sich die
Vorgänge auf den verschiedenen Endpoint-Computern kontrollieren, ohne dass Mitarbeiter
Einfluss auf die Aufzeichnungen nehmen können.
32.1.2 Überwachen mobiler Benutzer
Mobile Benutzer sind in der Regel nicht ständig mit dem Unternehmensnetzwerk verbunden.
Ein Außendienstmitarbeiter nimmt zum Beispiel für einen Termin sein Notebook vom Netz.
Sobald er sich wieder am Netzwerk anmeldet, werden die während der Offline-Zeit protokollierten SafeGuard Enterprise Ereignisse übertragen. Die Protokollierung liefert somit einen genauen Überblick über die Benutzeraktivitäten während der betreffende Computer nicht an das Netzwerk angeschlossen war.
32.2 Voraussetzung
Ereignisse werden durch den SafeGuard Server verarbeitet. Auf einem Computer, auf dem nur das SafeGuard Management Center installiert ist, müssen Sie sicherstellen, dass Ereignisse an den SafeGuard Enterprise Server gesendet werden. Sie müssen daher ein
Client-Konfigurationspaket auf dem SafeGuard Management Center Computer installieren, um ihm mitzuteilen, wo sich der SafeGuard Enterprise Server befindet. Dadurch wird der
Computer beim Server als Client aktiviert und die Windows oder SafeGuard Enterprise
Protokollierungsfunktionalität kann benutzt werden.
Weitere Informationen zu Client-Konfigurationspaketen finden Sie in der SafeGuard Enterprise
Installationsanleitung.
32.3 Ziel für protokollierte Ereignisse
Ziel der protokollierten Ereignisse kann die Windows-Ereignisanzeige oder die SafeGuard
Enterprise Datenbank sein. In das jeweilige Ziel schreibt die Protokollierung nur Ereignisse, die mit einem SafeGuard-Produkt verknüpft sind.
Die Ausgabeziele für zu protokollierende Ereignisse werden in der Protokollierungsrichtlinie festgelegt.
269
SafeGuard Enterprise
32.3.1 Windows-Ereignisanzeige
Ereignisse, für die Sie in der Protokollierungsrichtlinie die Windows-Ereignisanzeige als Ziel festlegen, werden in der Windows-Ereignisanzeige abgelegt. Über die Windows-Ereignisanzeige lassen sich Protokolle für System-, Sicherheits- und Anwendungs-Ereignisse anzeigen und verwalten. Sie können diese Ereignisprotokolle auch speichern. Für diese Vorgänge benötigen
Sie einen Administrator-Account für den jeweiligen Endpoint-Computer. In der Ereignisanzeige wird jeweils ein Fehlercode, kein beschreibender Text des Ereignisses, angezeigt.
Hinweis:
Dieses Kapitel beschreibt das Einsehen sowie die Verwaltung und Analyse der Ereignisprotokolle im SafeGuard Management Center. Weitere Informationen zur Windows-Ereignisanzeige finden Sie in Ihrer Microsoft-Dokumentation.
32.3.2 SafeGuard Enterprise Datenbank
Ereignisse, für die Sie in der Protokollierungsrichtlinie die SafeGuard Enterprise Datenbank als Ziel festlegen, werden in lokalen Protokolldateien im Local Cache des jeweiligen
Endpoint-Computers im Verzeichnis auditing\SGMTranslog gesammelt. Diese Dateien werden an den Transportmechanismus übergeben, der sie dann über den SafeGuard Enterprise Server in die Datenbank einträgt. Die Übergabe erfolgt standardmäßig immer dann, wenn der
Transportmechanismus erfolgreich eine Verbindung zum Server aufbauen konnte. Um die
Größe einer Protokolldatei einzuschränken, können Sie in einer Richtlinie des Typs Allgemeine
Einstellungen eine maximale Anzahl an Protokolleinträgen definieren. Die Protokolldatei wird dann vom Protokollsystem nach Erreichen der festgelegten Anzahl an Einträgen in die
Transportqueue des SafeGuard Enterprise Servers gestellt. Die in der zentralen Datenbank protokollierten Ereignisse lassen sich in der SafeGuard Enterprise Ereignisanzeige oder in der
Datei-Tracking-Anzeige abrufen. Für das Einsehen, Analysieren und Verwalten der in der
Datenbank protokollierten Ereignisse benötigen Sie als Sicherheitsbeauftragter die relevanten
Berechtigungen.
32.4 Konfigurieren von Einstellungen für die Protokollierung
Die Definition von Berichten erfolgt über zwei Richtlinien:
■ Richtlinie des Typs Allgemeine Einstellungen
In einer Richtlinie des Typs Allgemeine Einstellungen können Sie die Anzahl an protokollierten Ereignissen angeben, nach deren Erreichen die Protokolldatei mit den für die zentrale Datenbank bestimmten Ereignissen an die SafeGuard Enterprise Datenbank
übermittelt werden soll. Dadurch wird die Größe der einzelnen zu übertragenden
Protokolldateien begrenzt. Diese Einstellung ist optional.
■ Richtlinie des Typs Protokollierung
Die zu protokollierenden Ereignisse werden in der Protokollierungsrichtlinie definiert.
Hier legen Sie als Sicherheitsbeauftragter mit den relevanten Berechtigungen fest, welche
Ereignisse an welchem Ausgabeort protokolliert werden.
270
Administratorhilfe
32.4.1 Festlegen der Anzahl an Ereignissen für Rückmeldung
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Richtlinien.
2. Legen Sie eine neue Richtlinie des Typs Allgemeine Einstellung an oder wählen Sie eine bereits bestehende Richtlinie aus.
3. Legen Sie im Feld Rückmeldung nach Anzahl von Ereignissen unter Protokollierung die
Anzahl an Ereignissen fest, nach deren Erreichen die Protokolldatei mit den für die zentrale
Datenbank bestimmten Einträgen übertragen werden soll.
4. Speichern Sie Ihre Einstellungen.
Nach dem Zuweisen der Richtlinie gilt die angegebene Anzahl an Ereignissen.
32.4.2 Auswahl von Ereignissen
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Richtlinien.
2. Legen Sie eine neue Richtlinie des Typs Protokollierung an oder wählen Sie eine bereits bestehende Richtlinie aus.
Im rechten Aktionsbereich unter Protokollierung werden die vordefinierten Ereignisse, die protokolliert werden können, angezeigt. Ein Klick auf die Spaltenüberschrift sortiert die Ereignisse nach ID, Kategorie usw.
3. Um festzulegen, dass ein Ereignis in der SafeGuard Enterprise Datenbank protokolliert werden soll, wählen Sie das Ereignis in der Spalte mit dem Datenbanksymbol Ereignisse
in der Datenbank protokollieren durch Klicken mit der Maus aus. Für Ereignisse, die in der Windows-Ereignisanzeige protokolliert werden sollen, klicken Sie in der Spalte mit dem Ereignisprotokollsymbol Im Ereignisprotokoll protokollieren.
Durch wiederholtes Klicken lässt sich die Markierung wieder aufheben oder auf null setzen.
Für Ereignisse, für die Sie keine Einstellung festlegen, gelten die vordefinierten
Standardwerte. Um die geltenden Standardwerte einzublenden, klicken Sie auf das
Standardwerte-Lupensymbol Standardwerte anzeigen in der SafeGuard Management
Center Symbolleiste.
4. Bei den für die Protokollierung ausgewählten Ereignissen wird in der betreffenden Spalte ein grünes Häkchen angezeigt. Speichern Sie Ihre Einstellungen.
Nach der Zuweisung der Richtlinie werden die ausgewählten Ereignisse am festgelegten
Ausgabeziel protokolliert.
Hinweis:
(Seite 300).
32.5 Einsehen von protokollierten Ereignissen
Wenn Sie als Sicherheitsbeauftragter über die entsprechenden Berechtigungen verfügen, können Sie die in der zentralen Datenbank protokollierten Ereignisse in der SafeGuard
Management Center Ereignisanzeige einsehen.
271
SafeGuard Enterprise
So rufen Sie in der zentralen Datenbank protokollierte Ereignisse ab:
1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Management Center auf die Schaltfläche
Berichte.
2. Markieren Sie im Berichte Navigationsbereich den Eintrag Ereignisanzeige.
3. Klicken Sie im rechten Fensterbereich Ereignisanzeige auf das Lupensymbol.
Alle in der zentralen Datenbank protokollierten Ereignisse werden in der Ereignisanzeige angezeigt.
Die einzelnen Spalten zeigen folgende Informationen zu den protokollierten Ereignissen:
Spalte
Ebene (Symbol)
Ereignis-ID
Ereignis
Kategorie
Anwendung
Computer
Computerdomäne
Benutzer
Benutzerdomäne
Zeitpunkt der Protokollierung
Beschreibung
Zeigt ein Symbol, das die Klassifizierung des Ereignisses, z.
B. Warnung, Fehler, angibt.
Zeigt eine Nummer zur Identifizierung des Ereignisses.
Zeigt den Ereignistext, d.h. eine Beschreibung des Ereignisses.
Zeigt die Klassifizierung des Ereignisses durch die Quelle, z.
B.:Verschlüsselung, Anmeldung, System.
Zeigt den Bereich der Software, der das Ereignis übermittelt hat, z. B. SGMAuth, SGBaseENc, SGMAS.
Zeigt den Namen des Computers, auf dem das protokollierte
Ereignis aufgetreten ist.
Zeigt die Domäne des Computers, auf dem das protokollierte
Ereignis aufgetreten ist.
Zeigt den Benutzer, der beim Auftreten des Ereignisses angemeldet war.
Zeigt die Domäne des Benutzers, der beim Auftreten des
Ereignisses angemeldet war.
Zeigt Systemdatum und Systemuhrzeit der Protokollierung des Ereignisses auf dem Client.
Durch Klicken auf den Spalten-Header lässt sich die Ereignisanzeige nach Ebene, Kategorie usw. sortieren.
Darüber hinaus steht über das Kontextmenü der einzelnen Spalten eine Reihe von Funktionen für die Sortierung, Gruppierung und Anpassung der Ereignisanzeige zur Verfügung.
Wenn Sie auf einen Eintrag in der Ereignisanzeige doppelklicken, werden Details zum protokollierten Ereignis angezeigt.
272
Administratorhilfe
32.5.1 Filtern der SafeGuard Enterprise Ereignisanzeige
Das SafeGuard Management Center bietet umfassende Filterfunktionen. Mit diesen Funktionen können Sie die jeweils relevanten Ereignisse schnell aus Fülle der in der Ereignisanzeige dargestellten Informationen ermitteln.
Im Filter-Bereich der Ereignisanzeige stehen folgende Felder für die Definition von Filtern zur Verfügung:
Feld
Kategorien
Fehlerstufe
Zeige letzte
Beschreibung
Unter Anwendung dieses Felds lässt sich die Ereignisanzeige nach den in der Spalte Kategorie angegebenen Klassifizierungen durch die Quelle (zum Beispiel Verschlüsselung, Anmeldung, System) filtern. Wählen Sie hierzu die gewünschten Kategorien in der
Dropdownliste des Felds aus.
Unter Anwendung dieses Felds lässt sich die Ereignisanzeige nach den in der Spalte Ebene angegebenen
Windows-Ereignisklassifizierungen (z. B. Warnung, Fehler) filtern.
Wählen Sie hierzu die gewünschten Ebenen in der Dropdownliste des Felds aus.
In diesem Feld können Sie die Anzahl der anzuzeigenden
Ereignisse festlegen. Es werden jeweils die zuletzt protokollierten
Ereignisse (standardmäßig die 100 letzten Ereignisse) angezeigt.
Darüber hinaus können Sie mit dem Filter-Editor benutzerdefinierte Filter erstellen. Der
Filter-Editor lässt sich über das Kontextmenü der einzelnen Berichtsspalten aufrufen. Im
Fenster Filterdefinition können Sie eigene Filter definieren und auf die jeweilige Spalte anwenden.
32.6 Datei-Tracking-Bericht für Wechselmedien
Für SafeGuard Data Exchange lässt sich der Zugriff auf Dateien auf Wechselmedien protokollieren. Unabhängig davon, ob eine Verschlüsselungsrichtlinie für Dateien auf
Wechselmedien gilt, lassen sich Ereignisse für folgende Aktionen protokollieren:
■ Auf einem Wechselmedium wird eine Datei oder ein Verzeichnis angelegt.
■ Auf einem Wechselmedium wird eine Datei oder ein Verzeichnis umbenannt.
■ Auf einem Wechselmedium wird eine Datei oder ein Verzeichnis gelöscht.
Sie können die Events für den Dateizugriff in der Windows Ereignisanzeige oder in der
SafeGuard Enterprise Datei-Tracking-Anzeige einsehen, je nachdem, welches Ziel Sie bei der
Definition der Protokollierungsrichtlinie angeben.
273
SafeGuard Enterprise
32.6.1 Konfigurieren von Datei-Tracking für Wechselmedien
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Richtlinien.
2. Legen Sie eine neue Richtlinie des Typs Protokollierung an oder wählen Sie eine bereits bestehende Richtlinie aus.
Im rechten Aktionsbereich unter Protokollierung werden die vordefinierten Ereignisse, die protokolliert werden können, angezeigt. Ein Klick auf die Spaltenüberschrift sortiert die Ereignisse nach ID, Kategorie usw.
3. Um die Protokollierung des Zugriffs auf Dateien auf Wechselmedien zu aktivieren, wählen
Sie je nach Anforderung die folgenden Ereignisse:
■
■
■
ID 3020 File tracking Erzeugen
ID 3021 File tracking Umbenennen
ID 3022 File tracking Löschen
Um festzulegen, dass ein Ereignis in der SafeGuard Enterprise Datenbank protokolliert werden soll, wählen Sie das Ereignis in der Spalte mit dem Datenbanksymbol Ereignisse
in der Datenbank protokollieren durch Klicken mit der Maus aus. Für Ereignisse, die in der Windows-Ereignisanzeige protokolliert werden sollen, klicken Sie in der Spalte mit dem Ereignisprotokollsymbol Im Ereignisprotokoll protokollieren.
Bei den für die Protokollierung ausgewählten Ereignissen wird in der betreffenden Spalte ein grünes Häkchen angezeigt.
4. Speichern Sie Ihre Einstellungen.
Nach dem Zuweisen der Richtlinie ist Datei-Tracking für Wechselmedien aktiviert und die ausgewählten Ereignisse werden am ausgewählten Zielort protokolliert.
32.6.2 Einsehen von Datei-Tracking-Ereignissen
Um Datei-Tracking-Protokolle einzusehen, benötigen Sie das Recht Datei-Tracking-Ereignisse
anzeigen.
1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Management Center auf die Schaltfläche
Berichte.
2. Markieren Sie im Berichte Navigationsbereich den Eintrag Datei-Tracking-Anzeige.
3. Klicken Sie im Aktionsbereich der Datei-Tracking-Anzeige auf der rechten Seite auf das
Lupensymbol.
Alle in der zentralen Datenbank protokollierten Ereignisse werden in der
Datei-Tracking-Anzeige angezeigt. Die Ansicht ist mit der Ansicht der Ereignisanzeige
identisch. Für weitere Informationen, siehe Einsehen von protokollierten Ereignissen
(Seite 271).
32.7 Drucken von Berichten
Die in der SafeGuard Management Center Ereignisanzeige angezeigten Ereignisberichte lassen sich über das Datei Menü in der Menüleiste des SafeGuard Management Centers drucken.
274
Administratorhilfe
❖
❖
Um vor dem Drucken eine Druckvorschau zu erstellen, wählen Sie Datei > Druckvorschau.
In der Druckvorschau stehen verschiedene Funktionen, zum Beispiel für den Export des
Dokuments in eine Reihe von Ausgabeformaten (zum Beispiel .PDF) oder die Bearbeitung des Seitenlayouts (zum Beispiel Kopf- und Fußzeile), zur Verfügung.
Um das Dokument sofort zu drucken, wählen Sie Datei > Drucken.
32.8 Verkettung von protokollierten Ereignissen
Die für die zentrale Datenbank bestimmten Ereignisse werden in der EVENT-Tabelle der
SafeGuard Enterprise Datenbank protokolliert. Auf diese Tabelle kann ein spezieller
Integritätsschutz angewendet werden. Die Ereignisse lassen sich als verkettete Liste in der
EVENT-Tabelle protokollieren. Durch die Verkettung ist ein Eintrag in der Liste jeweils von seinem Vorgängereintrag abhängig. Wird ein Eintrag aus der Liste entfernt, so ist dies sichtbar und über eine Integritätsprüfung nachweisbar.
Zur Optimierung der Performance ist die Verkettung der Ereignisse in der EVENT-Tabelle standardmäßig deaktiviert. Zur Überprüfung der Integrität der protokollierten Ereignisse
(siehe Prüfen der Integrität protokollierter Ereignisse (Seite 276)) können Sie jedoch die
Verkettung aktivieren.
Hinweis:
Wenn die Verkettung von protokollierten Ereignissen deaktiviert ist, gilt kein spezieller
Integritätsschutz für die EVENT-Tabelle.
32.8.1 Aktivieren der Verkettung protokollierter Ereignisse
1. Stoppen Sie den Webservice SGNSRV auf dem Web Server.
2. Löschen Sie alle Ereignisse aus der Datenbank und erstellen Sie während des Löschvorgangs eine Sicherungskopie (siehe
Löschen ausgewählter oder aller Ereignisse (Seite 276)).
Hinweis:
Wenn Sie die alten Ereignisse nicht aus der Datenbank löschen, funktioniert die Verkettung nicht, da für die verbleibenden alten Ereignisse die Verkettung nicht aktiviert war.
3. Setzen Sie folgenden Registry Key auf 0 oder löschen Sie ihn:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Utimaco\SafeGuard Enterprise DWORD:
DisableLogEventChaining = 0
4. Starten Sie den Webservice neu.
Die Verkettung ist wieder aktiviert.
Hinweis:
Um die Verkettung wieder zu deaktivieren, setzen Sie den Registry Key auf 1.
275
SafeGuard Enterprise
32.9 Prüfen der Integrität protokollierter Ereignisse
Voraussetzung: Für die Überprüfung der Integrität von protokollierten Ereignissen muss die
Verkettung der Ereignisse in der EVENT-Tabelle aktiviert sein.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Berichte.
2. Wählen Sie in der SafeGuard Management Center Menüleiste Aktionen > Integrität prüfen.
Eine Meldung liefert die Informationen zur Integrität der protokollierten Ereignisse.
Hinweis:
Ist die Verkettung von Ereignissen deaktiviert, so wird ein Fehler ausgegeben.
32.10 Löschen ausgewählter oder aller Ereignisse
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Berichte.
2. Markieren Sie in der Ereignisanzeige die Ereignisse, die gelöscht werden sollen.
3. Um ausgewählte Ereignisse zu löschen, wählen Sie in der SafeGuard Management Center
Menüleiste Aktionen > Ereignisse löschen oder klicken Sie in der Symbolleiste auf das
Symbol Ausgewählte Ereignisse löschen. Um alle Ereignisse zu löschen, wählen Sie in der
SafeGuard Management Center Menüleiste Aktionen > Alle Ereignisse löschen oder klicken Sie in der Symbolleiste auf das Symbol Alle Ereignisse löschen.
4. Vor dem Löschen der ausgewählten Ereignisse wird das Fenster Ereignisse sichern als zur
Erstellung einer Sicherungsdatei angezeigt (siehe
Erstellen einer Sicherungsdatei (Seite 276)).
Die ausgewählten Ereignisse werden aus dem Ereignisprotokoll gelöscht.
32.11 Erstellen einer Sicherungsdatei
Sicherungsdateien von den in der Ereignisanzeige angezeigten Berichten lassen sich im Rahmen des Löschvorgangs erstellen.
1. Wenn Sie Aktionen > Ereignisse löschen oder Aktionen > Alle Ereignisse löschen wählen, wird vor dem Löschen der Ereignisse das Fenster Ereignisse sichern als zur Erstellung einer
Sicherungsdatei angezeigt.
2. Um eine Sicherung des Ereignisprotokolls in Form einer XML-Datei zu erstellen, geben
Sie einen Dateinamen und einen Speicherort an und klicken Sie auf OK.
32.12 Öffnen einer Sicherungsdatei
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Berichte.
2. Wählen Sie in der SafeGuard Management Center Menüleiste Aktionen > Sicherungsdatei
öffnen.
Das Fenster Sicherung öffnen wird angezeigt.
3. Wählen Sie die zu öffnende Sicherungsdatei aus und klicken Sie auf Öffnen.
276
Administratorhilfe
Die Sicherungsdatei wird geöffnet und die Ereignisse werden in der Ereignisanzeige angezeigt.
Um wieder zur regulären Ansicht der Ereignisanzeige zurückzukehren, klicken Sie erneut auf das Symbol Sicherungsdatei öffnen in der Symbolleiste.
32.13 Regelmäßige Säuberung der EVENT-Tabelle über Skript
Hinweis:
Das SafeGuard Management Center bietet den Taskplaner für das Erstellen und Planen von auf Skripts basierenden Tasks, die in regelmäßigen Abständen ausgeführt werden. Auf dem
SafeGuard Enterprise Server startet ein Service die Tasks automatisch zur Ausführung der angegebenen Skripte.
Für die automatische und effiziente Säuberung der EVENT-Tabelle stehen im \tools Verzeichnis
Ihrer SafeGuard Enterprise Software-Lieferung vier SQL Skripte zur Verfügung:
■ spShrinkEventTable_install.sql
■ ScheduledShrinkEventTable_install.sql
■ spShrinkEventTable_uninstall.sql
■ ScheduledShrinkEventTable_uninstall.sql
Die beiden Skripte spShrinkEventTable_install.sql und
ScheduledShrinkEventTable_install.sql installieren eine gespeicherte Prozedur sowie den
Scheduled Job auf dem Datenbank-Server. Der Scheduled Job führt die gespeicherte Prozedur in festgelegten, regelmäßigen Abständen aus. Die gespeicherte Prozedur verschiebt Ereignisse aus der EVENT-Tabelle in die Backup-Log-Tabelle EVENT_BACKUP. Dabei wird eine definierte Anzahl an neuesten Ereignissen in der EVENT-Tabelle belassen.
Die beiden Skripte spShrinkEventTable_uninstall.sql und
ScheduledShrinkEventTable_uninstall.sql deinstallieren die gespeicherte Prozedur sowie den Scheduled Job. Diese beiden Skripte löschen auch die EVENT_BACKUP Tabelle.
Hinweis:
Wenn Sie die Ereignisse über die gespeicherte Prozedur aus der EVENT-Tabelle in die
Backup-Log-Tabelle verschieben, findet die Verkettung der Protokollierung keine Anwendung mehr. Es ist nicht sinnvoll, die Verkettung zu aktivieren und gleichzeitig die gespeicherte
Prozedur zur Säuberung der EVENT-Tabelle einzusetzen. Für weitere Informationen, siehe
Verkettung von protokollierten Ereignissen (Seite 275).
32.13.1 Erstellen der gespeicherten Prozedur
Das Skript spShrinkEventTable_install.sql erstellt eine gespeicherte Prozedur, die Daten aus der EVENT-Tabelle in eine Backup-Log-Tabelle mit dem Namen EVENT_BACKUP verschiebt.
Wenn die Tabelle EVENT_BACKUP noch nicht vorhanden ist, wird sie automatisch erstellt.
Die erste Zeile lautet „USE SafeGuard“. Wenn Sie für Ihre SafeGuard Enterprise Datenbank einen anderen Namen als „SafeGuard“ verwendet haben, ändern Sie den Namen hier entsprechend.
277
SafeGuard Enterprise
Die gespeicherte Prozedur belässt die <n> neuesten Ereignisse in der EVENT-Tabelle und verschiebt den Rest in die Tabelle EVENT_BACKUP. Die Anzahl an Ereignissen, die in der
EVENT-Tabelle verbleiben sollen, wird über einen Parameter festgelegt.
Um die gespeicherte Prozedur auszuführen, verwenden Sie folgenden Befehl in SQL Server
Management Studio (New Query): exec spShrinkEventTable 1000
Bei Verwendung dieses Beispielbefehls werden alle Ereignisse außer den neuesten 1000 verschoben.
32.13.2 Anlegen eines Scheduled Job für die Ausführung der gespeicherten
Prozedur
Um die EVENT-Tabelle in regelmäßigen Abständen automatisch zu säubern, können Sie einen
Job am SQL Server anlegen. Dieser Job kann über das Skript
ScheduledShrinkEventTable_install.sql oder über den SQL Enterprise Manager erstellt werden.
Hinweis:
Der Job funktioniert nicht bei SQL Express Datenbanken. Damit der Job ausgeführt werden kann, muss der SQL Server Agent laufen. Da bei SQL Server Express Installation kein SQL
Server Agent vorhanden ist, werden Jobs hier nicht unterstützt.
❖ Der Skript-Teil muss in der msdb ausgeführt werden. Wenn Sie für Ihre SafeGuard
Enterprise Datenbank einen anderen Namen als SafeGuard ausgewählt haben, ändern Sie den Namen entsprechend.
/* Default: Database name 'SafeGuard' change if required*/
SELECT @SafeGuardDataBase='SafeGuard'
❖ Sie können auch die Anzahl an Ereignissen festlegen, die in der EVENT-Tabelle verbleiben sollen. Die Standardeinstellung ist 100.000.
/* Default: keep the latest 100000 events, change if required*/
SELECT @ShrinkCommand='exec spShrinkEventTable 100000'
❖ Sie können festlegen, ob die Ausführung des Jobs im NT Event Log protokolliert werden soll.
exec sp_add_job
@job_name='AutoShrinkEventTable',
@enabled=1,
@notify_level_eventlog=3
Für den Parameter notify_level_eventlog sind folgende Werte verfügbar:
278
Administratorhilfe
Wert
3
2
1
0
Ergebnis
Jede Ausführung des Jobs protokollieren.
Fehlschlagen des Jobs protokollieren.
Erfolgreiche Ausführung des Jobs protokollieren.
Ausführung des Jobs nicht im NT Event Log protokollieren.
❖ Sie können festlegen, wie oft die Ausführung des Jobs im Fall eines Fehlschlags wiederholt werden soll.
exec sp_add_jobstep
■ @retry_attempts=3
Dieses Beispiel legt 3 Versuche für die Ausführung des Jobs im Fall eines Fehlschlags fest.
■ @retry_interval=60
Dieses Beispiel legt fest, dass die Ausführung des Jobs in einem Abstand von 60 Minuten wiederholt werden soll.
❖ Sie können einen Zeitplan für die Ausführung des Jobs festlegen.
exec sp_add_jobschedule
■ @freq_type=4
Dieses Beispiel legt fest, dass der Job täglich ausgeführt wird.
■ @freq_interval=1
Dieses Beispiel legt fest, dass der Job einmal pro Tag ausgeführt wird.
■ @active_start_time=010000
Dieses Beispiel legt fest, dass der Job um 01:00 Uhr ausgeführt wird.
Hinweis:
Die für Parameter @active_start_time oben angegebene Syntax funktioniert mit SQL Server
2005. Die korrekte Syntax für SQL Server 2000 lautet: @active_start_time='1:00:00'.
Hinweis:
Neben den oben angeführten Beispielwerten lässt sich noch eine Vielzahl von verschiedenen
Zeitplanoptionen mit sp_add-jobschedule definieren. So lässt sich der Job zum Beispiel alle zwei Minuten oder nur einmal pro Woche ausführen. Weitere Informationen hierzu finden
Sie in der Microsoft Transact SQL Dokumentation.
279
SafeGuard Enterprise
32.13.3 Löschen der gespeicherten Prozeduren, Jobs und Tabellen
Das Skript spShrinkEventTable_uninstall.sql löscht die gespeicherte Prozedur sowie die
EVENT-BACKUP Tabelle. Das Skript ScheduledShrinkEventTable_uninstall.sql deaktiviert den Scheduled Job.
Hinweis:
Wenn Sie spShrinkEventTable_uninstall.sql ausführen, wird die Tabelle EVENT_BACKUP mit allen enthaltenen Daten vollständig gelöscht.
32.14 Texte für Ereignisberichte
Ereignisse werden nicht mit ihren vollständigen Ereignistexten in der SafeGuard Enterprise
Datenbank protokolliert. Nur die ID und die relevanten Parameterwerte werden in die
Datenbanktabelle geschrieben. Beim Abrufen der Ereignisse in der SafeGuard Management
Center Ereignisanzeige werden die Parameterwerte zusammen mit den in der .dll enthaltenen
Lückentexten in die kompletten Ereignistexte umgesetzt. Dies erfolgt in der jeweils benutzten
Systemsprache des SafeGuard Management Centers.
Die für die Ereignistexte verwendeten Lückentexte lassen sich, zum Beispiel durch
SQL-Abfragen, bearbeiten und aufbereiten. Sie können hierzu eine Tabelle mit allen
Lückentexten für Ereignismeldungen erzeugen. Danach können Sie die Lückentexte nach
Ihren Anforderungen anpassen.
So erstellen Sie eine Tabelle mit den Texten für die einzelnen Ereignis-IDs:
1. Wählen Sie in der Menüleiste des SafeGuard Management Center Extras > Optionen.
2. Wählen Sie in der Menüleiste des SafeGuard Management Centers Extras > Optionen.
3. Klicken Sie im Bereich Texte für Ereignisberichte auf die Schaltfläche Erzeuge Tabelle.
Die Tabelle mit den Texten für die Bericht IDs wird in der jeweils aktuellen Sprache des
SafeGuard Management Centers erstellt und kann angepasst werden.
Hinweis:
Vor jedem neuen Erstellen der Lückentexte wird die Tabelle jeweils geleert. Wenn die Texte für eine Sprache wie beschrieben erstellt wurden und ein Benutzer erstellt die Texte für eine andere Sprache, so werden die Texte für die erste Sprache entfernt.
280
Administratorhilfe
33 Planen von Tasks
Das SafeGuard Management Center bietet den Taskplaner für das Erstellen und Planen von auf Skripten basierenden Tasks, die in regelmäßigen Abständen ausgeführt werden. Auf dem
SafeGuard Enterprise Server startet ein Service die Tasks automatisch zur Ausführung der angegebenen Skripte.
Periodische Tasks sind z. B. nützlich für
■ die automatische Synchronisierung zwischen dem Active Directory und SafeGuard
Enterprise.
■ das automatische Löschen von protokollierten Ereignissen.
Für diese beiden Vorgänge stehen in SafeGuard Enterprise vordefinierte Skripte zur Verfügung.
Sie können diese Skripte unverändert verwenden oder Ihren Anforderungen anpassen. Für weitere Informationen, siehe
Vordefinierte Skripte für periodische Tasks
(Seite 287).
Als Sicherheitsbeauftragter mit den erforderlichen Rechten können Sie Skripte, Regeln und zeitliche Intervalle für die Tasks im Taskplaner definieren.
Hinweis: Stellen Sie sicher, dass für das Konto, das für die Verwendung des SafeGuard
Enterprise Taskplaners benutzt wird, die geeigneten SQL-Berechtigungen eingestellt sind.
Weitere Informationen hierzu finden Sie in unserer Wissensdatenbank: http://www.sophos.de/support/knowledgebase/article/113582.html
.
33.1 Erstellen eines neuen Tasks
Um Tasks im Taskplaner zu erstellen, benötigen Sie die Sicherheitsbeauftragtenrechte
Taskplaner benutzen und Tasks verwalten.
1. Wählen Sie in der SafeGuard Management Center Menüleiste Extras > Taskplaner.
Der Dialog Taskplaner wird angezeigt.
2. Klicken Sie auf die Schaltfläche Erzeugen...
Der Dialog Neuer Task wird angezeigt.
3. Geben Sie im Feld Name einen eindeutigen Namen für den Task ein.
Ist der Task-Name nicht eindeutig, so wird eine Warnungsmeldung angezeigt, wenn Sie auf OK klicken, um den Task zu speichern.
4. Wählen Sie aus der Dropdownliste des Felds SGN Server den Server, auf dem der Task laufen soll.
Die Dropdownliste zeigt nur Server, für die die Skript-Ausführung erlaubt ist. Sie können die Skript-Ausführung für einen bestimmten Server als erlaubt definieren, wenn Sie diesen mit der Funktion Konfigurationspakete im SafeGuard Management Center registrieren.
Weitere Informationen zum Registrieren von Servern finden Sie in der SafeGuard Enterprise
Installationsanleitung.
Wenn Sie Keiner auswählen, wird der Task nicht ausgeführt.
281
SafeGuard Enterprise
5. Klicken Sie auf die Dropdown-Schaltfläche Importieren... neben dem Feld Skript.
Der Dialog Skript-Datei für den Import auswählen wird angezeigt.
Hinweis:
Im Verzeichnis Script Templates Ihrer SafeGuard Management Center Installation stehen zwei vordefinierte Skripte zur Verfügung. Der Dialog Skript-Datei für den Import
auswählen zeigt automatisch dieses Verzeichnis an. Für weitere Informationen, siehe
Vordefinierte Skripte für periodische Tasks
(Seite 287).
Mit dem Taskplaner können Sie Skripte importieren, exportieren und bearbeiten. Für
weitere Informationen, siehe Mit Skripten im Taskplaner arbeiten (Seite 286).
6. Wählen Sie das Skript aus, das mit dem Task ausgeführt werden soll, und klicken Sie auf
OK.
Wenn das ausgewählte Skript leer ist, bleibt die Schaltfläche OK im Dialog deaktiviert.
Außerdem wird ein Warnungssymbol angezeigt.
7. Geben Sie im Feld Startzeit an, wann der Task auf dem ausgewählten Server ausgeführt werden soll.
Die Startzeit wird unter Anwendung der lokalen Zeit des Computers, auf dem das SafeGuard
Management Center läuft, angegeben. Intern wird die Startzeit als Coordinated Universal
Time (UTC) gespeichert. Dadurch können Tasks auch dann exakt zur gleichen Zeit ausgeführt werden, wenn sich Server in unterschiedlichen Zeitzonen befinden. Alle Server verwenden die aktuelle Zeit des Datenbankservers für das Starten von Tasks. Zur
Optimierung der Task-Überwachung wird die Datenbankreferenzzeit im Taskplaner Dialog angezeigt.
8. Geben Sie im Feld Wiederholung an, wie oft der Task auf dem ausgewählten Server ausgeführt werden soll.
■
■
■
■
Um den Task einmal auszuführen, wählen Sie Einmal und geben Sie das gewünschte
Datum an.
Um den Task täglich auszuführen, wählen Sie Täglich und dann Jeden Tag (inklusive
Samstag und Sonntag) oder Jeden Wochentag (Montag - Freitag).
Um den Task wöchentlich auszuführen, wählen Sie Wöchentlich und geben Sie den gewünschten Tag in der Woche an.
Um den Task monatlich auszuführen, wählen Sie Monatlich und geben Sie den gewünschten Tag im Monat aus einem Bereich von 1 bis 31 an. Um den Task am letzten
Tag des Monats auszuführen, wählen Sie Letzter aus der Dropdownliste.
Wenn Sie alle obligatorischen Felder ausgefüllt haben, wird die Schaltfläche OK aktiv.
9. Klicken Sie auf OK.
Der Task wird in der Datenbank gespeichert und in der Taskplaner Übersicht angezeigt. Er wird gemäß dem angegebenen Plan auf dem ausgewählten Server ausgeführt.
282
Administratorhilfe
33.2 Die Taskplaner-Übersichtanzeige
Nachdem Sie Tasks zur Ausführung auf einem SafeGuard Enterprise Server erstellt haben, werden diese im Dialog Taskplaner angezeigt, den Sie über Extras > Taskplaner öffnen.
Dieser Dialog zeigt die folgenden Spalten für die einzelnen Tasks:
Spalte
Task-Name
SGN Server
Geplante Ausführung
Nächste Ausführung
Letzte Ausführung
Ergebnis der letzten Ausführung
Beschreibung
Zeigt den eindeutigen Task-Namen.
Gibt an, auf welchem Server der Task ausgeführt wird.
Zeigt den für den Task definierten Zeitplan inklusive Wiederholung und Zeit.
Zeigt an, wann der Task zum nächsten Mal ausgeführt wird (Datum und Uhrzeit). Wenn für diesen Task keine weiteren Ausführungen vorgesehen sind, wird in dieser Spalte Keine angezeigt.
Zeigt an, wann der Task zum letzten mal ausgeführt wurde (Datum und Uhrzeit). Wurde der Task noch nicht ausgeführt, so wird in dieser Spalte Keine angezeigt.
Zeigt das Ergebnis der letzten Task-Ausführung:
■ Erfolgreich
Das dem Task zugeordnete Skript wurde erfolgreich ausgeführt.
■ Fehlgeschlagen
Der Task konnte nicht ausgeführt werden. Falls verfügbar, wird eine Fehlernummer angezeigt.
■ Läuft
Das Skript läuft derzeit.
■ Unzureichende Berechtigung
Der Task ist aufgrund von unzureichender
Berechtigung für die Skript-Ausführung fehlgeschlagen.
■ Abgebrochen
Die Task-Ausführung wurde abgebrochen, da die Zeitdauer 24 Stunden überschritten hat.
■ Steuerung nicht möglich
Die Steuerung der Ausführung des Skripts, das dem Task zugeordnet ist, war nicht möglich.
283
SafeGuard Enterprise
Spalte Beschreibung
Ein möglicher Grund hierfür ist z. B., dass der
SGN Scheduler Service gestoppt wurde.
■ Beschädigtes Skript
Das auszuführende Skript ist beschädigt.
■ Skript inzwischen gelöscht
Während sich der Task in der Warteschlange für die Ausführung befand, wurde das Skript aus der SafeGuard Enterprise Datenbank entfernt.
■ Runtime-Fehler
Während der Verarbeitung des Scheduler
Service ist ein Runtime-Fehler aufgetreten.
Unterhalb der Spalten befinden sich folgende Schaltflächen:
Schaltfläche
Erzeugen...
Löschen
Eigenschaften
Aktualisieren
Beschreibung
Klicken Sie auf diese Schaltfläche, um einen neuen Task zu erstellen.
Klicken Sie auf diese Schaltfläche, um einen ausgewählten Task zu löschen.
Klicken Sie auf diese Schaltfläche, um den
<Task-Name> Eigenschaften Dialog für einen ausgewählten Task anzuzeigen. In diesem Dialog können Sie den Task bearbeiten oder Skripte importieren, exportieren und bearbeiten.
Klicken Sie auf diese Schaltfläche, um die
Task-Liste im Taskplaner Dialog zu aktualisieren.
Wenn ein Benutzer in der Zwischenzeit Tasks hinzugefügt oder gelöscht hat, wird die Task-Liste aktualisiert.
Alle Server verwenden die aktuelle Zeit des Datenbankservers für das Starten von Tasks. Um eine bessere Überwachung von Tasks zu gewährleisten wird hier die Zeit des Datenbankservers angezeigt. Diese wird unter Benutzung der lokalen Zeitzone des Computers, auf dem das
SafeGuard Management Center läuft, angegeben.
284
Administratorhilfe
33.3 Bearbeiten von Tasks
Um Tasks im Taskplaner zu bearbeiten, benötigen Sie die Sicherheitsbeauftragtenrechte
Taskplaner benutzen und Tasks verwalten.
1. Wählen Sie in der SafeGuard Management Center Menüleiste Extras > Taskplaner.
Der Dialog Taskplaner mit einer Übersicht über die geplanten Tasks wird angezeigt.
2. Wählen Sie den gewünschten Task und klicken Sie auf die Schaltfläche Eigenschaften.
Der <Task-Name> Eigenschaften Dialog mit den Eigenschaften des ausgewählten Tasks wird angezeigt.
3. Nehmen Sie die gewünschten Änderungen vor.
Hinweis:
Der Task-Name muss eindeutig sein. Wenn Sie den Namen in einen bereits vorhandenen
Task-Namen ändern, wird eine Fehlermeldung angezeigt.
Wenn Sie alle obligatorischen Felder ausgefüllt haben, wird die Schaltfläche OK aktiv.
4. Klicken Sie auf OK.
Die Änderungen werden wirksam.
33.4 Löschen von Tasks
Um Tasks aus dem Taskplaner zu entfernen, benötigen Sie die Sicherheitsbeauftragtenrechte
Taskplaner benutzen und Tasks verwalten.
1. Wählen Sie in der SafeGuard Management Center Menüleiste Extras > Taskplaner.
Der Dialog Taskplaner mit einer Übersicht über die geplanten Tasks wird angezeigt.
2. Wählen Sie den gewünschten Task aus.
Die Schaltfläche Löschen wird aktiv.
3. Klicken Sie auf die Schaltfläche Löschen und bestätigen Sie, dass Sie den Task löschen möchten.
Der Task wird aus der Übersicht des Taskplaner Dialogs entfernt und nicht mehr auf dem
SafeGuard Enterprise Server ausgeführt.
Hinweis:
Wurde der Task in der Zwischenzeit gestartet, so wird er zwar aus dem Taskplaner
Übersichtsdialog entfernt, jedoch noch komplett ausgeführt.
285
SafeGuard Enterprise
33.5 Mit Skripten im Taskplaner arbeiten
Mit dem Taskplaner können Sie Skripte importieren, bearbeiten und exportieren. Um mit
Skripten im Taskplaner zu arbeiten, benötigen Sie die Sicherheitsbeauftragtenrechte Taskplaner
benutzen und Tasks verwalten.
33.5.1 Import von Skripten
Damit Sie ein Skript für die Ausführung mit einem Task angeben können, müssen Sie es importieren. Sie können das Skript beim Erstellen eines neuen Tasks importieren. Sie können auch Skripts für bereits vorhandene Tasks importieren.
1. Wählen Sie in der SafeGuard Management Center Menüleiste Extras > Taskplaner.
Der Dialog Taskplaner mit einer Übersicht über die geplanten Tasks wird angezeigt.
2. Wählen Sie den gewünschten Task und klicken Sie auf die Schaltfläche Eigenschaften.
Der <Task-Name> Eigenschaften Dialog mit den Eigenschaften des ausgewählten Tasks wird angezeigt.
3. Klicken Sie auf die Dropdown-Schaltfläche Importieren... neben dem Feld Skript.
Der Dialog Skript-Datei für den Import auswählen wird angezeigt.
Hinweis:
Im Verzeichnis Script Templates Ihrer SafeGuard Management Center Installation stehen zwei vordefinierte Skripte zur Verfügung. Der Dialog Skript-Datei für den Import
auswählen zeigt automatisch dieses Verzeichnis an. Für weitere Informationen, siehe
Vordefinierte Skripte für periodische Tasks
(Seite 287).
4. Wählen Sie das zu importierende Skript aus und klicken Sie auf OK.
Der Skript-Name wird im Feld Skript angezeigt.
5. Klicken Sie auf OK.
Wenn das Skript bereits importiert wurde, werden Sie aufgefordert zu bestätigen, dass das alte Skript überschrieben werden soll.
Wenn die Größe der zu importierenden Datei 10 MB überschreitet, wird eine Fehlermeldung angezeigt und der Importvorgang wird zurückgewiesen.
Das Skript wird in der Datenbank gespeichert.
33.5.2 Bearbeiten von Skripten
1. Wählen Sie in der SafeGuard Management Center Menüleiste Extras > Taskplaner.
Der Dialog Taskplaner mit einer Übersicht über die geplanten Tasks wird angezeigt.
286
Administratorhilfe
2. Wählen Sie den gewünschten Task und klicken Sie auf die Schaltfläche Eigenschaften.
Der <Task-Name> Eigenschaften Dialog mit den Eigenschaften des ausgewählten Tasks wird angezeigt.
3. Klicken Sie auf die Dropdown-Schaltfläche Bearbeiten neben dem Feld Skript.
Die Dropdownliste zeigt alle Editor-Programme, die für die Bearbeitung des Skripts zur
Verfügung stehen.
4. Wählen Sie den Editor, den Sie verwenden möchten.
Das Skript wird im ausgewählten Editor geöffnet.
5. Nehmen Sie Ihre Änderungen vor und speichern Sie sie.
Der Editor wird geschlossen und der Dialog <Task-Name> Eigenschaften wird wieder angezeigt.
6. Klicken Sie auf OK.
Das geänderte Skript wird in der Datenbank gespeichert.
33.5.3 Export von Skripten
1. Wählen Sie in der SafeGuard Management Center Menüleiste Extras > Taskplaner.
Der Dialog Taskplaner mit einer Übersicht über die geplanten Tasks wird angezeigt.
2. Wählen Sie den gewünschten Task und klicken Sie auf die Schaltfläche Eigenschaften.
Der <Task-Name> Eigenschaften Dialog mit den Eigenschaften des ausgewählten Tasks wird angezeigt.
3. Klicken Sie auf die Schaltfläche Exportieren... neben dem Feld Skript.
Ein Speichern unter Dialog wird angezeigt.
4. Wählen Sie den Speicherort zum Speichern des Skripts ein und klicken Sie auf Speichern.
Das Skript wird am angegebenen Speicherort gespeichert.
33.5.4 Vordefinierte Skripte für periodische Tasks
In SafeGuard Enterprise stehen folgende vordefinierte Skripte zur Verfügung:
■ ActiveDirectorySynchronization.vbs
Verwenden Sie dieses Skript für die automatische Synchronisierung zwischen dem Active
Directory und SafeGuard Enterprise.
■ EventLogDeletion.vbs
Verwenden Sie dieses Skript, um protokollierte Ereignisse automatisch zu löschen.
Die Skripte werden automatisch im Unterverzeichnis Script Templates der SafeGuard
Management Center Installation installiert.
287
SafeGuard Enterprise
Um diese Skripte für Tasks zu verwenden, importieren Sie sie in den Taskplaner und nehmen
Sie vor der Anwendung die notwendigen Parameteränderungen vor.
33.5.4.1 Vordefiniertes Skript für die Active Directory Synchronisierung
Sie haben die Möglichkeit, eine bestehende Organisationsstruktur über ein Active Directory in die SafeGuard Enterprise Datenbank zu importieren. Für weitere Informationen, siehe
Importieren der Organisationsstruktur
(Seite 23).
Nach dem Importieren der Struktur können Sie einen periodischen Task für die automatische
Synchronisierung zwischen dem Active Directory und SafeGuard Enterprise erstellen. Für diesen Task können Sie das vordefinierte Skript ActiveDirectorySynchronization.vbs verwenden.
Das Skript synchronisiert alle vorhandenen Container in der SafeGuard Enterprise Datenbank mit einem Active Directory.
Bevor Sie das Skript in einem periodischen Task verwenden, können Sie folgende Parameter anpassen:
Parameter logFileName synchronizeMembership synchronizeAccountState
Beschreibung
Legen Sie den Ausgabepfad für die Skript-Protokolldatei fest. Dieser Parameter ist obligatorisch. Ist der Parameter leer oder ungültig, so kann die Synchronisierung nicht durchgeführt werden und es wird eine Fehlermeldung angezeigt. Standardmäßig ist dieser Parameter leer. Ist bereits eine Protokolldatei vorhanden, so werden neue
Protokolle am Ende der Datei angehängt.
Setzen Sie diesen Parameter auf 1, um auch
Mitgliedschaften zu synchronisieren. Wenn dieser
Parameter auf 0 gesetzt ist, werden die Mitgliedschaften nicht synchronisiert. Die Standardeinstellung ist 1.
Setzen Sie diesen Parameter auf 1, um auch den Benutzer
Aktiv-Status zu synchronisieren. Wenn dieser Parameter auf 0 gesetzt ist, wird der Benutzer Aktiv-Status nicht synchronisiert. Die Standardeinstellung ist 0.
Hinweis: Stellen Sie sicher, dass sie über die erforderlichen Zugriffsrechte für die Active
Directory Synchronisierung verfügen und dass die notwendigen SQL Berechtigungen für das
Konto, das für die Ausführung des SafeGuard Enterprise Taskplaners benutzt wird, eingestellt
sind. Für weitere Informationen, siehe Zugriffsrechte für Sicherheitsbeauftragte und Import aus
(Seite 25). Für Informationen zum Einstellen der Active Directory
Zugriffsrechten, siehe http://www.sophos.de/support/knowledgebase/article/107979.html
. Für
Informationen zum Einstellen der SQL-Berechtigungen, siehe http://www.sophos.de/support/knowledgebase/article/113582.html
.
Wenn die Rechte korrekt eingestellt sind, wenden Sie die Änderungen an und starten Sie den
Dienst neu. Wechseln Sie auf den Server, der die SafeGuard Web-Seite hostet. Klicken Sie
Start > Run > Services.msc, um die Services Oberfläche zu öffnen. Klicken Sie mit der rechten
Maustaste auf SafeGuard ® Scheduler Service und klicken Sie auf All Tasks und Restart.
288
Administratorhilfe
Hinweis: Wir empfehlen, dass Sie das Active Directory in einem vergleichsweise moderaten
Abstand (maximal zweimal am Tag) synchronisieren, damit sich die Serverleistung nicht bedeutend verringert. Neue Objekte werden in diesen Abständen im SafeGuard Management
Center unter .Autoregistered angezeigt. Hier können Sie wie üblich verwaltet werden.
33.5.4.2 Vordefiniertes Skript für das automatische Löschen von protokollierten Ereignissen
Die in der SafeGuard Enterprise Datenbank protokollierten Ereignisse werden in der
EVENT-Tabelle gespeichert. Für weitere Informationen zur Protokollierung, siehe Berichte
(Seite 268).
Mit dem Taskplaner können Sie einen periodischen Task für das automatische Löschen von protokollierten Ereignissen erstellen. Für diesen Task können Sie das vordefinierte Skript
EventLogDeletion.vbs verwenden.
Das Skript löscht Ereignisse aus der EVENT-Tabelle. Wenn Sie den entsprechenden Parameter einstellen, verschiebt das Skript auch die Ereignisse aus der EVENT-Tabelle in die
Backup-Log-Tabelle EVENT_BACKUP. Dabei wird eine definierte Anzahl an neuesten
Ereignissen in der EVENT-Tabelle belassen.
Bevor Sie das Skript in einem periodischen Task verwenden, können Sie folgende Parameter anpassen:
Parameter maxDuration maxCount keepBackup
Beschreibung
Mit diesem Parameter legen Sie fest, wie lange (in Tagen) die Ereignisse in der EVENT-Tabelle verbleiben. Die
Standardeinstellung ist 0. Wenn dieser Parameter auf 0 gesetzt ist, gibt es keine zeitliche Begrenzung für das
Verbleiben der Ereignisse in der EVENT-Tabelle.
Mit diesem Parameter legen Sie fest, wie viele Ereignisse in der EVENT-Tabelle verbleiben. Die
Standardeinstellung ist 5000. Wenn dieser Parameter auf
0 gesetzt ist, gibt es keine maximale Anzahl an Ereignissen in der EVENT-Tabelle.
Mit diesem Parameter legen Sie fest, ob Ereignisse in der
EVENT_BACKUP-Tabelle gesichert werden sollen. Die
Standardeinstellung ist 0. Wenn dieser Parameter auf 0 gesetzt ist, werden die Ereignisse nicht gesichert. Setzen
Sie diesen Parameter auf 1, um eine Sicherungskopie der gelöschten Ereignisse zu erstellen.
Hinweis:
Wenn Sie die Ereignisse über das Skript aus der EVENT-Tabelle in die Backup-Log-Tabelle verschieben, findet die Verkettung der Protokollierung keine Anwendung mehr. Es ist nicht sinnvoll, die Verkettung zu aktivieren und gleichzeitig die gespeicherte Prozedur zur Säuberung
der EVENT-Tabelle einzusetzen. Für weitere Informationen, siehe Verkettung von protokollierten
289
SafeGuard Enterprise
33.6 Einschränkungen in Bezug auf registrierte Server
Wenn Sie im SafeGuard Management Center mit der Funktion Konfigurationspakete Server registrieren, können Sie mit einem Maschinenzertifikat mehrere Server Templates registrieren.
Sie können jedoch jeweils nur ein Template auf der realen Maschine installieren.
Wenn Sie für beide Server das Kontrollkästchen Skripts ausführen erlaubt auswählen, zeigt der Taskplaner beide Server in der Dropdownliste SGN Server in den Dialogen Neuer Task und <Task-Name> Eigenschaften zur Auswahl an. Der Taskplaner kann nicht ermitteln, welches der beiden Templates auf der Maschine installiert wurde.
Um dies zu vermeiden, wählen Sie das Kontrollkästchen Skript ausführen erlaubt für
Templates, die nicht auf dem Server installiert sind, nicht aus. Vermeiden Sie außerdem eine
Doppelung von Templates mit demselben Maschinenzertifikat.
Weitere Informationen zum Registrieren von Servern finden Sie in der SafeGuard Enterprise
Installationsanleitung.
33.7 Protokollierte Ereignisse für den Taskplaner
Zur Ausführung von Tasks lassen sich Ereignisse protokollieren, die zum Beispiel bei der
Fehlerbehebung nützliche Informationen liefern. Sie können festlegen, dass folgende Ereignisse protokolliert werden:
■ Task erfolgreich ausgeführt
■ Task fehlgeschlagen
■ Service Thread wegen Ausführung gestoppt
Die Ereignisse enthalten den Output der Skriptkonsole zur Unterstützung bei der
Fehlerbehebung.
Für weitere Informationen zur Protokollierung, siehe
(Seite 268).
290
Administratorhilfe
34 SafeGuard Enterprise und
BitLocker-Laufwerkverschlüsselung
Die BitLocker-Laufwerkverschlüsselung ist ein in Microsoft Windows Vista und Windows 7
Betriebssysteme integriertes Feature für die Festplattenverschlüsselung mit Pre-Boot
Authentication. BitLocker bietet Datenschutz durch die Verschlüsselung des Boot-Volumes.
34.1 Integration von BitLocker in SafeGuard Enterprise
In SafeGuard Enterprise lassen sich alle in einer Windows Vista oder Windows 7 Enterprise oder Ultimate Installation verfügbaren BitLocker-Funktionen über das SafeGuard Management
Center wie ein nativer SafeGuard Enterprise Client verwalten.
Während der Installation des SafeGuard Enterprise Client, muss die BitLocker-Unterstützung explizit ausgewählt werden, um die Integration von BitLocker zu ermöglichen.
Die zentrale und vollständig transparente Verwaltung von BitLocker durch SafeGuard
Enterprise ermöglicht somit die Anwendung in heterogenen IT-Umgebungen. Neben der nahtlosen Integration von BitLocker bietet SafeGuard Enterprise jedoch auch eine erhebliche
Aufwertung dieses Features. Über SafeGuard Enterprise lassen sich die Sicherheitsrichtlinien für BitLocker zentral ausrollen. Bei der Verwaltung von BitLocker über SafeGuard Enterprise stehen darüber hinaus äußerst wichtige Prozesse, wie Schlüsselverwaltung und
Schlüssel-Recovery, zur Verfügung.
Für Informationen zur Unterstützung der BitLocker To Go Erweiterung in Windows 7 durch
SafeGuard Enterprise, siehe SafeGuard Enterprise und BitLocker To Go
(Seite 296).
34.2 Aufwertung von BitLocker-Funktionalitäten mit SafeGuard
Enterprise
Die Verwaltung von BitLocker mit SafeGuard Enterprise bietet Ihnen folgende Vorteile:
■ Neben der Boot-Partition lassen sich auch weitere Volumes der lokalen Festplatte über die
BitLocker-Verschlüsselung verschlüsseln.
■ Zusätzlich lässt sich die dateibasierende Verschlüsselung von SafeGuard Enterprise auf alle
Volumes anwenden, einschließlich Wechselmedien.
■ Das SafeGuard Management Center ermöglicht die einfache Verwaltung von BitLocker
Computern: Sicherheitsrichtlinien lassen sich aktualisieren, verteilen und automatisch anwenden.
■ Der BitLocker-Verschlüsselungsstatus wird angezeigt.
■ Sie können den BitLocker-Anmeldemodus definieren.
■ Die Aktivierung sowie die Erstellung von Sicherungskopien von Schlüsseln wird im Vergleich zu nativen Vista-Umgebungen vereinfacht.
■ Sowohl für Boot-Volumes als auch für andere Volumes steht ein BitLocker
Recovery-Mechanismus für die Wiederherstellung von Passwörtern und Schlüsseldateien zur Verfügung.
291
SafeGuard Enterprise
34.3 Einsatz von SafeGuard Enterprise ohne
BitLocker-Laufwerkverschlüsselung
Die volume-basierende Verschlüsselung mit SafeGuard Enterprise bietet im Vergleich zur
BitLocker Laufwerkverschlüsselung eine Reihe von Vorteilen, z. B.:
■ SafeGuard Enterprise unterstützt zusätzlich Windows XP und Vista Business. (BitLocker unterstützt lediglich Vista Enterprise und Ultimate.)
■ Für die Installation ist keine spezifische Festplattenpartition erforderlich. (Für BitLocker ist eine eigene Partition erforderlich.)
■ SafeGuard Enterprise unterstützt verschiedene Smartcards und Token für die Pre-Boot
Authentisierung. (BitLocker unterstützt keine Smartcards sondern nur USB-Sticks, die eine kopierbare Schlüsseldatei enthalten.)
■ SafeGuard Enterprise unterstützt mehrere verschiedene Benutzer und unterscheidet zwischen den einzelnen Benutzern in der Power-on Authentication. (BitLocker unterscheidet nicht zwischen verschiedenen Benutzern.)
■ SafeGuard Enterprise bietet den sicheren, dynamischen Challenge/Response-Mechanismus zum Zurücksetzen vergessener Passwörter. (BitLocker verwendet einen festgelegten
48-stelligen Recovery-Schlüssel.)
■ SafeGuard Enterprise bietet eine grafische Benutzeroberfläche in der Pre-Boot
Authentisierung. (BitLocker bietet nur Text.)
■ SafeGuard Enterprise akzeptiert komplexe Passwörter und Passwortregeln, die mit Windows synchronisiert sind.(Bei BitLocker ist nur eine TPM PIN zulässig.)
■ SafeGuard Enterprise ermöglicht die sektorbasierende Verschlüsselung von Wechselmedien.
(BitLocker verschlüsselt keine Wechselmedien. Wenn ein BitLocker-Client in Verbindung mit SafeGuard Enterprise verwendet wird, ist die dateibasierende Verschlüsselung von
Wechselmedien möglich.
34.4 Verwalten von BitLocker Clients mit SafeGuard Enterprise
Im SafeGuard Enterprise Management Center lassen sich BitLocker Endpoint-Computer wie andere native SafeGuard Endpoint-Computer verwalten. Als Sicherheitsbeauftragter können
Sie Verschlüsselungs- und Authentisierungsrichtlinien für die BitLocker-Computer einrichten und verteilen.
Sobald ein BitLocker Endpoint-Computer bei SafeGuard Enterprise registriert ist, werden
Informationen zu Benutzer, Computer, Anmeldemodus und Verschlüsselungsstatus angezeigt.
Darüber hinaus werden Ereignisse für BitLocker Clients protokolliert.
Die Verwaltung von BitLocker Clients in SafeGuard Enterprise ist transparent. Das heißt, die
Verwaltungsfunktionen haben im allgemeinen dieselbe Funktionsweise für BitLocker und native SafeGuard Enterprise Clients. Der Computertyp lässt sich in der Registerkarte Bestand eines Containers unter Benutzer & Computer ermitteln. Die Spalte POA-Typ zeigt an, ob es sich bei dem betreffenden Computer um einen BitLocker Client oder einen nativen SafeGuard
Enterprise Client handelt.
292
Administratorhilfe
34.5 Verschlüsselung mit BitLocker über SafeGuard Enterprise
Mit der Unterstützung der BitLocker-Laufwerkverschlüsselung in SafeGuard Enterprise lassen sich die folgenden Komponenten verschlüsseln:
■ Boot-Volume mit BitLocker-Verschlüsselung und BitLocker-Schlüsseln,
■ andere Volumes mit BitLocker-Verschlüsselung und BitLocker-Schlüsseln,
■ Daten, z. B. von Wechselmedien, mit SafeGuard Enterprise dateibasierender Verschlüsselung und SafeGuard Enterprise Schlüsseln.
Bitte beachten Sie, dass im Rahmen der SafeGuard Enterprise BitLocker-Unterstützung externe
Festplatten als weitere Volumes und nicht als Wechselmedien behandelt werden. Sie können somit volume-basierend verschlüsselt werden.
34.5.1 BitLocker-Verschlüsselungsschlüssel
Bei der Verschlüsselung des Boot-Volumes oder anderer Volumes mit BitLocker über SafeGuard
Enterprise werden die Verschlüsselungsschlüssel immer durch BitLocker erzeugt. BitLocker erzeugt jeweils einen Schlüssel für jedes Volume. Dieser Schlüssel lässt sich für keinen anderen
Zweck verwenden. Der Schlüssel muss an einem sicheren Ort gespeichert werden.
Ein Vorteil der Anwendung von BitLocker in Verbindung mit SafeGuard Enterprise besteht hier darin, dass für jeden von BitLocker generierten Schlüssel eine Sicherungskopie des
Schlüssels in der SafeGuard Enterprise Datenbank gespeichert wird. Dies ermöglicht die
Einrichtung eines Helpdesk- und Recovery-Mechanismus (ähnlich der SafeGuard Enterprise
Challenge/Response Funktionalität), der andernfalls in BitLocker nicht verfügbar wäre.
Es ist jedoch nicht möglich, Schlüssel global auszuwählen oder wiederzuverwenden, wie dies bei nativen SafeGuard Enterprise Clients der Fall ist. Die Schlüssel werden außerdem auch nicht im SafeGuard Management Center angezeigt.
Wenn vor der Installation der SafeGuard Enterprise BitLocker-Unterstützung bereits ein
Volume mit BitLocker verschlüsselt wurde, muss der Systemadministrator Sicherungskopien von den Schlüsseln dieses Laufwerks über die von Microsoft zur Verfügung gestellten
Sicherungsmechanismen erstellen.
Hinweis:
Wenn ein Volume bei bereits installierter SafeGuard Enterprise BitLocker-Unterstützung verschlüsselt wird, kann der Systemverwalter die (mit einem Recovery-Kennwort gesicherten)
Sicherungskopien der Schlüssel zusätzlich zum Speichern in der SafeGuard Enterprise
Datenbank im Active Directory speichern. Dieser Vorgang muss manuell mit dem Windows
Tool Manage BDE sowie durch Speichern der Schlüssel in einer Gruppenrichtlinie durchgeführt werden. Für Windows 2003 Server ist hier jedoch eine Erweiterung des verwendeten Active
Directory Schemas erforderlich. Außerdem sind für die Wiederherstellung der gespeicherten
Informationen Domänenadministratorrechte erforderlich.
293
SafeGuard Enterprise
34.5.2 BitLocker-Algorithmen in SafeGuard Enterprise
BitLocker unterstützt die folgenden Advanced Encryption Standard (AES) Algorithmen:
■ AES-128
■ AES-256
■ AES-128 mit Diffuser
■ AES-256 mit Diffuser
Der Diffuser ist BitLocker-spezifisch und wird nicht für die volume-basierende Verschlüsselung von SafeGuard Enterprise verwendet. Wird ein Algorithmus mit Diffuser für die
Verschlüsselung ausgewählt, verwenden alle nativen SafeGuard Enterprise Module den entsprechenden Algorithmustyp ohne Diffuser. Wird sowohl den Computern mit
BitLocker-Unterstützung als auch den nativen SafeGuard Enterprise Computern eine Richtlinie zugewiesen, so verwenden die nativen SafeGuard Enterprise Computer den Algorithmus ohne
Diffuser und die BitLocker-Computer den Algorithmus mit Diffuser.
34.5.3 Verschlüsselungsrichtlinien für die BitLocker-Laufwerkverschlüsselung
Der Sicherheitsbeauftragte kann eine Richtlinie für die (Erst-)Verschlüsselung im SafeGuard
Management Center anlegen und diese an die BitLocker Endpoint-Computer verteilen. Die
Richtlinie wird daraufhin auf den Endpoint-Computern ausgeführt.
Da die BitLocker Clients im SafeGuard Management Center transparent verwaltet werden, muss der Sicherheitsbeauftragte keine speziellen BitLocker-Einstellungen für die
Verschlüsselung vornehmen. SafeGuard Enterprise kennt den Status der Clients und wählt die BitLocker-Verschlüsselung entsprechend. Wird ein BitLocker Client mit SafeGuard
Enterprise installiert und wird die Volume-Verschlüsselung aktiviert, so werden die Volumes durch die BitLocker-Laufwerkverschlüsselung verschlüsselt.
34.6 Authentisierung mit BitLocker-Laufwerkverschlüsselung
Die BitLocker-Laufwerkverschlüsselung bietet eine Reihe von Optionen für die Authentisierung.
BitLocker-Benutzer können sich entweder mit einem Trusted Platform Module (TPM) oder einem USB-Stick oder mit einer Kombination aus beidem authentisieren.
Der Sicherheitsbeauftragte kann die verschiedenen Anmeldemodi in einer Richtlinie im
SafeGuard Management Center einstellen und sie an die BitLocker Endpoint-Computer verteilen.
Für SafeGuard Enterprise BitLocker-Benutzer sind folgende Anmeldemodi verfügbar:
■ Nur TPM
■ TPM + PIN
■ TPM + USB-Stick
■ Nur USB-Stick (ohne TPM)
294
Administratorhilfe
34.6.1 Trusted Platform Module (TPM)
Das TPM ist ein Modul auf dem Motherboard, das einer Smartcard ähnelt und
Verschlüsselungsfunktionen sowie Vorgänge für die digitale Signatur ausführt. Es ist in der
Lage, Benutzerschlüssel anzulegen, zu speichern und zu verwalten. Das TPM ist gegen Angriffe geschützt.
34.6.2 USB-Stick
Die von BitLocker verwendeten Schlüssel können auf einem ungeschützten USB-Stick gespeichert werden.
34.7 Protokollierung
Vom BitLocker Client gemeldete Ereignisse werden wie für alle anderen SafeGuard Enterprise
Clients protokolliert. Dabei wird nicht explizit erwähnt, dass sich das Ereignis auf einen
BitLocker Client bezieht. Die Berichte entsprechen den für jeden anderen SafeGuard Enterprise
Client erzeugten Berichten.
295
SafeGuard Enterprise
35 SafeGuard Enterprise und BitLocker To Go
Mit BitLocker To Go wurde in Microsoft Windows 7 die BitLocker-Laufwerkverschlüsselung erweitert. BitLocker unterstützt nun die Verschlüsselung von internen Volumes und von
Wechseldatenträgern auf Endpoint-Computern über das Windows Explorer Kontextmenü.
■ Wenn der native SafeGuard Enterprise Device Encryption Client mit aktivierter
„BitLocker-Unterstützung“ installiert wurde, wird BitLocker To Go unterstützt.
■ Wenn der SafeGuard Enterprise Device Encryption Client ohne aktivierte
„BitLocker-Unterstützung“ installiert wurde, oder wenn der SafeGuard Data Exchange
Client installiert wurde, ist die Verschlüsselung über BitLocker To Go nicht kompatibel.
Sie muss in diesem Fall deaktiviert werden. Die Verschlüsselung von internen Volumes und von Wechseldatenträgern kann jedoch zentral und komfortabel in SafeGuard Enterprise
Sicherheitsrichtlinien konfiguriert werden. Volumes und Wechselmedien, die vor der
Installation von SafeGuard Enterprise mit BitLocker verschlüsselt wurden, bleiben lesbar.
35.1 Deaktivieren der BitLocker To Go Verschlüsselung
1. Wählen Sie im Windows Gruppenrichtlinienverwaltungs-Editor
Standarddomänenrichtlinie > Computerkonfiguration > Richtlinien > Administrative
Vorlagen (lokaler Computer)> Windows-Komponenten > BitLocker
Laufwerkverschlüsselung > Wechseldatenträger.
2. Unter Wechseldatenträger wählen Sie die folgende Richtlinie: Verwendung von BitLocker
auf Wechseldatenträgern steuern. Setzen Sie die Optionen wie folgt: a) Wählen Sie Aktiviert.
b) Deaktivieren Sie unter Optionen die Option Benutzer können BitLocker-Schutz auf
Wechseldatenträgern anwenden.
c) Wählen Sie unter Optionen die Option Benutzer können BitLocker-Schutz auf
Wechseldatenträgern anhalten und entschlüsseln.
3. Klicken Sie auf OK.
BitLocker To Go Verschlüsselung wird auf den Endpoint-Computern deaktiviert. Der Benutzer kann neue Laufwerke nicht mehr mit BitLocker To Go verschlüsseln. Laufwerke, die bereits vor dem Betrieb des nativen SafeGuard Enterprise Device Encryption Client mit BitLocker
To Go verschlüsselt wurden, bleiben lesbar.
Die Registry-Einstellungen auf dem Client werden folgendermaßen gesetzt:
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\FVE]
"RDVConfigureBDE"=dword:00000001
"RDVAllowBDE"=dword:00000000
"RDVDisableBDE"=dword:00000001
Diese Registry-Einstellungen werden auch während der Installation des SafeGuard Enterprise
Device Encryption Client gesetzt. BitLocker To Go wird somit auch auf Computern ohne
Domänen-Management, z. B. Arbeitsgruppen- oder Standalone-Computern, deaktiviert.
296
Administratorhilfe
36 SafeGuard Enterprise und selbst-verschlüsselnde
Opal-Festplatten
Selbst-verschlüsselnde Festplatten bieten hardware-basierende Verschlüsselung der Daten, die auf die Festplatte geschrieben werden. Die Trusted Computing Group (TCG) hat den anbieter-unabhängigen Opal-Standard für selbst-verschlüsselnde Festplatten veröffentlicht.
Festplatten, die dem Opal-Standard entsprechen, werden von unterschiedlichen Herstellern angeboten. SafeGuard Enterprise unterstützt den Opal-Standard und bietet die Verwaltung von Endpoint-Computern mit selbst-verschlüsselnden Festplatten, die dem Opal-Standard entsprechen.
36.1 Integration von Opal-Festplatten in SafeGuard Enterprise
In SafeGuard Enterprise lassen sich Endpoint-Computer mit selbst-verschlüsselnden
Opal-Festplatten wie alle anderen durch SafeGuard Enterprise geschützten Endpoint-Computer
über das SafeGuard Management Center verwalten.
Die zentrale und vollständig transparente Verwaltung von Opal-Festplatten durch SafeGuard
Enterprise ermöglicht somit die Anwendung in heterogenen IT-Umgebungen. Durch die
Unterstützung des Opal-Standards bieten wir den vollen Funktionsumfang von SafeGuard
Enterprise für Benutzer von selbst-verschlüsselnden Opal-Festplatten. In Verbindung mit
SafeGuard Enterprise bieten Opal-Festplatten erweiterte Sicherheits-Featrures.
36.2 Aufwertung von Opal-Festplatten mit SafeGuard Enterprise
Die Verwaltung von selbst-verschlüsselnden Opal-Festplatten mit SafeGuard Enterprise bietet
Ihnen folgende Vorteile:
■ Zentrale Verwaltung der Endpoint-Computer
■ Power-on Authentication mit grafischer Benutzeroberfläche
■ Unterstützung mehrerer Benutzer
■ Unterstützung der Anmeldung mit Token/Smartcard
■ Unterstützung der Anmeldung mit Fingerabdruck
■ Recovery (Local Self Help, Challenge/Response)
■ Zentral verwaltete Protokollierung
■ Verschlüsselung von Wechselmedien (z. B. USB-Sticks) mit SafeGuard Data Exchange
36.3 Verwaltung von Endpoint-Computern mit Opal-Festplatten durch
SafeGuard Enterprise
Sie können Endpoint-Computer mit selbst-verschlüsselnden Opal-Festplatten im SafeGuard
Management Center wie alle anderen durch SafeGuard Enterprise geschützten
Endpoint-Computer verwalten. Als Sicherheitsbeauftragter können Sie Sicherheitsrichtlinien
(z. B. für die Authentisierung) erstellen und sie an die Endpoint-Computer verteilen.
297
SafeGuard Enterprise
Sobald ein Endpoint-Computer mit einer Opal-Festplatte bei SafeGuard Enterprise registriert ist, werden Informationen zu Benutzer, Computer, Anmeldemodus und Verschlüsselungsstatus angezeigt. Außerdem werden Ereignisse protokolliert.
Die Verwaltung von Endpoint-Computern mit Opal-Festplatten in SafeGuard Enterprise ist transparent. Das heißt, die Verwaltungsfunktionen haben im allgemeinen dieselbe
Funktionsweise wie für andere durch SafeGuard Enterprise geschützte Endpoint-Computer.
Der Computertyp lässt sich in der Registerkarte Bestand eines Containers unter Benutzer &
Computer ermitteln. Die Spalte POA-Typ zeigt an, ob der betreffende Computer durch
SafeGuard Enterprise verschlüsselt ist oder eine selbst-verschlüsselnde Opal-Festplatte verwendet.
36.4 Verschlüsselung von Opal-Festplatten
Festplatten, die dem Opal-Standard entsprechen, sind selbst-verschlüsselnd. Daten werden automatisch verschlüsselt, wenn sie auf die Festplatte geschrieben werden.
Die Festplatten werden mit einem AES 128/256 Schlüssel als Opal-Kennwort gesperrt. Dieses
Kennwort wird von SafeGuard Enterprise über eine Verschlüsselungsrichtlinie verwaltet, siehe
(Seite 298).
36.5 Sperren von Opal-Festplatten
Um Opal-Festplatten zu sperren, muss für mindestens ein Volume auf der Festplatte der
Computerschlüssel in einer Verschlüsselungsrichtlinie definiert werden. Wenn die
Verschlüsselungsrichtlinie ein Boot-Volume umfasst, wird der Computerschlüssel automatisch definiert.
1. Erstellen Sie im SafeGuard Management Center eine Richtlinie vom Typ Geräteschutz.
2. Wählen Sie im Verschlüsselungsmodus für Medien Feld die Einstellung Volume-basierend.
3. Wählen Sie im Feld Schlüssel für die Verschlüsselung die Einstellung Definierter
Computerschlüssel.
4. Speichern Sie Ihre Änderungen in der Datenbank.
5. Übertragen Sie die Richtlinie an den relevanten Endpoint-Computer.
Die Opal-Festplatte ist gesperrt. Der Zugriff ist nur über die Anmeldung an der Power-on
Authentication möglich.
36.6 Berechtigung von Benutzern zum Entsperren von
Opal-Festplatten
Als Sicherheitsbeauftragter können Sie Benutzer dazu berechtigen, Opal-Festplatten auf ihren
Endpoint-Computern mit dem Entschlüsseln Befehl aus dem Windows Explorer Kontextmenü zu entsperren.
1. Erstellen Sie im SafeGuard Management Center eine Richtlinie vom Typ Geräteschutz und beziehen Sie alle Volumes auf der Opal-Festplatte in die Richtlinie ein.
298
Administratorhilfe
2. Wählen Sie im Verschlüsselungsmodus für Medien Feld die Einstellung Keine
Verschlüsselung.
3. Wählen Sie im Benutzer darf Volume entschlüsseln Feld die Einstellung Ja.
4. Speichern Sie Ihre Änderungen in der Datenbank.
5. Übertragen Sie die Richtlinie an den relevanten Endpoint-Computer.
Der Benutzer kann die Opal-Festplatte auf dem Endpoint-Computer dauerhaft entsperren.
Daten werden immer noch automatisch verschlüsselt, wenn sie auf die Festplatte geschrieben werden.
36.7 Protokollierung von Ereignissen für Endpoint-Computer mit
Opal-Festplatten
Von Endpoint-Computern mit selbst-verschlüsselnden Opal-Festplatten gemeldete Ereignisse werden wie für alle anderen durch SafeGuard Enterprise geschützten Endpoint-Computer protokolliert. Dabei wird der Computertyp nicht explizit erwähnt. Die gemeldeten Ereignisse entsprechen den von alle anderen durch SafeGuard Enterprise geschützten Endpoint-Computer gemeldeten Ereignisse.
Für weitere Informationen, siehe Berichte
(Seite 268).
299
SafeGuard Enterprise
300
Kategorie
System
System
System
System
System
System
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
37 Für Berichte auswählbare Ereignisse
Die folgende Tabelle bietet einen Überblick zu allen für die Protokollierung auswählbaren
Ereignissen.
2014
2015
2016
2017
2018
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
Ereignis-ID Beschreibung
1005
1006
1007
1016
1017
1018
2012
2013
Dienst gestartet.
Dienst starten fehlgeschlagen
Dienst angehalten.
Integritätstest der Dateien fehlgeschlagen.
Logging Ziel nicht verfügbar.
Nicht genehmigter Versuch SafeGuard Enterprise zu deinstallieren
Externe GINA erkannt und erfolgreich eingebunden.
Externe GINA erkannt, Einbindung fehlgeschlagen.
Power-on Authentication ist aktiviert.
Power-on Authentication ist deaktiviert.
Wake on LAN ist aktiviert.
Wake on LAN ist deaktiviert.
Challenge erzeugt.
Response erzeugt.
Anmeldung erfolgreich durchgeführt.
Anmeldung fehlgeschlagen.
Benutzer während Anmeldung importiert und als Besitzer markiert.
Benutzer vom Besitzer importiert und als Nicht- Besitzer markiert
Benutzer von Nicht-Besitzer importiert und als Nicht-Besitzer markiert.
Benutzer als Besitzer entfernt.
Import des Benutzers während der Anmeldung fehlgeschlagen.
Benutzer hat sich abgemeldet.
Benutzer wurde zwangsweise abgemeldet.
Aktion wurde auf dem Gerät ausgeführt.
Administratorhilfe
Kategorie
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
2084
2085
2095
2096
2021
2022
2023
2024
2025
2062
2071
2071
2073
2074
2030
2035
2036
2061
Ereignis-ID Beschreibung
2019
2020
2075
2079
2080
2081
2082
2083
Benutzer hat einen Kennwort/PIN-Wechsel eingeleitet.
Der Benutzer hat nach der Anmeldung sein Kennwort/PIN geändert.
Kennwort/PIN-Qualität.
Der Kennwort/PIN-Wechsel konnte nicht durchgeführt werden.
Der LocalCache war beschädigte und wurde restauriert
Ungültige Passwort Blacklist Konfiguration
Der empfangene Response Code erlaubt es dem Benutzer, sich sein Passwort anzeigen zu lassen.
Angemeldeter Benutzer ist Service Account.
Anmeldung
Service Account Liste gelöscht.
Rückgabewert der Computrace-Überprüfung.
Computrace-Überprüfung konnte nicht ausgeführt werden.
Kernelinitialisierung erfolgreich abgeschlossen.
Anmeldung
Maschinenschlüssel wurden auf dem Client erfolgreich erzeugt.
Maschinenschlüssel konnten auf dem Client nicht erzeugt werden. Interner Code: 0x%1.
Abfrage der Platteneigenschaften oder Opal-Initialisierung ist fehlgeschlagen. Interner Code: 0x%1.
Importieren eines Benutzers in den Kernel wurde erfolgreich beendet.
Löschen eines Benutzers aus dem Kernel wurde erfolgreich beendet.
Import eines Benutzers in den Kernel ist fehlgeschlagen.
Anmeldung
Response mit Aktion "Benutzer wird sein Kennwort angezeigt" erzeugt.
Response für virtuellen Client erzeugt.
Response für Standalone Client erzeugt.
Wake on LAN konnte nicht aktiviert werden.
Wake on LAN konnte nicht deaktiviert werden.
301
SafeGuard Enterprise
Authentisierung
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Kategorie
Authentisierung
Authentisierung
Authentisierung
2532
2536
2539
2543
2518
2522
2525
2529
2546
2547
2508
2511
2513
2515
2504
2505
2506
2507
Ereignis-ID Beschreibung
2097
2098
2099
2100
2500
2501
2502
Der Benutzer hat sich zum ersten Mal mit dem Standby-Token am Client angemeldet. Der Standby-Token wurde als
Standard-Token eingestellt.
Die erfolgreiche Aktivierung eines Standby-Certificate wurde dem Server gemeldet.
Der Benutzer hat sich zum ersten Mal mit dem Standby-Token am Client angemeldet. Das Standby-Zertifikate konnte aufgrund eines Fehlers nicht aktiviert werden.
Die Aktivierung eines Standby-Certificate ist auf dem Server fehlgeschlagen.
SafeGuard Enterprise Administration gestartet.
Anmeldung an der SafeGuard Enterprise Administration fehlgeschlagen
Autorisierung an der SafeGuard Enterprise Administration fehlgeschlagen.
Benutzer genehmigt zusätzliche Autorisierung
Zusätzliche Autorisierung von Benutzer fehlgeschlagen.
Datenimport vom Verzeichnis erfolgreich.
Datenimport vom Verzeichnis abgebrochen.
Datenimport vom Verzeichnis fehlgeschlagen.
Benutzer angelegt.
Benutzer wurde geändert.
Benutzer gelöscht.
Anlegen des Benutzers fehlgeschlagen.
Löschen des Benutzers fehlgeschlagen.
Computer angelegt
Computer gelöscht.
Anlegen des Computers fehlgeschlagen.
Löschen des Computers fehlgeschlagen.
OU angelegt.
OU gelöscht.
Anlegen der OU fehlgeschlagen
Importieren der OU fehlgeschlagen.
302
Administratorhilfe
Kategorie
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
2613
2614
2615
2616
2619
2621
2622
2603
2607
2608
2609
2591
2593
2594
2596
2576
2578
2580
2583
2563
2564
2573
2575
2550
2553
2555
2556
2557
2560
2562
Ereignis-ID Beschreibung
Löschen der OU fehlgeschlagen.
Gruppe angelegt.
Gruppe geändert.
Gruppe umbenannt.
Gruppe gelöscht.
Anlegen der Gruppe fehlgeschlagen.
Ändern der Gruppe fehlgeschlagen.
Umbenennen der Gruppe fehlgeschlagen.
Löschen der Gruppe fehlgeschlagen.
Mitglieder der Gruppe hinzugefügt.
Mitglieder aus Gruppe entfernt.
Hinzufügen der Mitglieder zur Gruppe fehlgeschlagen.
Entfernen der Mitglieder aus Gruppe fehlgeschlagen.
Gruppe von OU nach OU verschoben.
Verschieben der Gruppe von OU nach OU fehlgeschlagen.
Objekte der Gruppe hinzugefügt.
Objekte aus Gruppe entfernt.
Hinzufügen der Objekte zur Gruppe fehlgeschlagen
Hinzufügen der Objekte aus Gruppe fehlgeschlagen
Schlüssel erzeugt. Algorithmus.
Schlüssel zugeordnet.
Schlüsselzuordnung aufgehoben.
Erzeugen des Schlüssels fehlgeschlagen.
Zuordnung des Schlüssels fehlgeschlagen.
Entfernen der Zuordnung des Schlüssels fehlgeschlagen.
Zertifikat erzeugt.
Zertifikat importiert.
Zertifikat gelöscht.
Zertifikat Benutzer zugeordnet.
Zertifikatszuordnung zu Benutzer aufgehoben.
303
SafeGuard Enterprise
Kategorie
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
2631
2632
2633
2634
2635
2636
2637
2638
2639
2640
2641
2642
2643
2644
2645
2647
2648
2650
2651
2652
2653
2654
2657
Ereignis-ID Beschreibung
2623
2624
2627
2628
2629
2630
Erzeugen des Zertifikats fehlgeschlagen.
Importieren des Zertifikats fehlgeschlagen.
Löschen des Zertifikats fehlgeschlagen.
Verlängern des Zertifikats fehlgeschlagen.
Zuordnen des Zertifikats zu Benutzer fehlgeschlagen.
Entfernen der Zuordnung des Zertifikats vom Benutzer fehlgeschlagen.
Token eingesteckt.
Token entfernt.
Token wurde für Benutzer ausgestellt.
PIN des Benutzers auf Token ändern.
PIN des Sicherheitsbeauftragten auf Token ändern.
Token wurde gesperrt.
Token entsperrt.
Token gelöscht.
Tokenzuordnung für Benutzer aufgehoben.
Ausstellen des Tokens für Benutzer fehlgeschlagen.
Ändern der Benutzer-PIN auf Token fehlgeschlagen.
Ändern der Sicherheitsbeauftragten-PIN auf Token fehlgeschlagen.
Sperren des Tokens fehlgeschlagen.
Entsperren des Tokens fehlgeschlagen.
Löschen des Tokens fehlgeschlagen.
Richtlinie erstellt.
Richtlinie geändert.
Richtlinie gelöscht.
Richtlinie der OU zugewiesen und aktiviert.
Zugewiesene Richtlinie wurde von OU entfernt.
Erstellen der Richtlinie fehlgeschlagen.
Ändern der Richtlinie fehlgeschlagen.
Zuweisung und Aktivierung der Richtlinie zu OU fehlgeschlagen.
304
Administratorhilfe
Kategorie
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
2663
2665
2667
2668
2659
2660
2661
2662
2681
2684
2685
2686
2670
2678
2679
2680
2694
2695
2696
2697
2687
2688
2692
2693
2698
2699
2700
Ereignis-ID Beschreibung
2658 Entfernen der zugewiesenen Richtlinie von OU ist fehlgeschlagen.
Richtlinien-Gruppe angelegt.
Richtlinien-Gruppe geändert.
Richtlinien-Gruppe gelöscht.
Anlegen der Richtlinien-Gruppe fehlgeschlagen.
Ändern der Richtlinien-Gruppe fehlgeschlagen.
Folgende Richtlinie wurde der Richtlinien-Gruppe hinzugefügt.
Folgende Richtlinie wurde aus der Richtlinien-Gruppe entfernt.
Hinzufügen der Richtlinie zur Richtlinien-Gruppe fehlgeschlagen.
Entfernen der Richtlinie aus Richtlinien-Gruppe fehlgeschlagen.
Protokollierte Ereignisse exportiert.
Exportieren der protokollierten Ereignisse fehlgeschlagen.
Protokollierte Ereignisse gelöscht.
Löschen der protokollierten Ereignisse fehlgeschlagen.
Sicherheitsbeauftragter erlaubt die Erneuerung eines Zertifikats
Beauftragter verbietet die Erneuerung eines Zertifikats
Änderungen an den Einstellungen für die Zertifikatserneuerung fehlgeschlagen
Zertifikat für Beauftragten gewechselt
Zertifikatswechsel für Beauftragten fehlgeschlagen
Erzeugen von Arbeitsgruppen.
Fehlgeschlagenes Erzeugen von Arbeitsgruppen
Löschen von Arbeitsgruppen.
Fehlgeschlagenes Löschen von Arbeitsgruppen
Erzeugen von Benutzern.
Fehlgeschlagenes Erzeugen von Benutzern.
Erzeugen von Maschinen.
Fehlgeschlagenes Erzeugen von Maschinen.
Die Lizenz wurde verletzt.
305
SafeGuard Enterprise
Kategorie
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
2704
2705
2706
2707
2753
2816
2817
2820
2821
2810
2811
2812
2815
2822
2825
2826
2827
Ereignis-ID Beschreibung
2701
2702
2703
2755
2757
2766
2767
2768
Schlüsseldatei wurde erzeugt.
Schlüssel für Schlüsseldatei wurde gelöscht.
Sicherheitsbeauftragter hat die Power-on Authentication in einer Richtlinie deaktiviert.
LSH Fragenthema erstellt.
LSH Fragenthema geändert.
LSH Fragenthema gelöscht.
Frage geändert.
Schreibgeschützt-Zugriff auf den Container '%1' wurde dem
Sicherheitsbeauftragten '%2' zugeordnet.
Voller Zugriff auf Container '%1' wurde dem
Sicherheitsbeauftragten '%2' zugeordnet.
Voller Zugriff auf Container '%1' wurde dem
Sicherheitsbeauftragten '%2' zugeordnet.
Zugriff auf Container '%1' wurde für den
Sicherheitsbeauftragten '%2' explizit verweigert.
Verweigerter Zugriff auf Container '%1' wurde für
Sicherheitsbeauftragten '%2' widerrufen.
Lesezugriff auf Container '%1' wurde dem
Sicherheitsbeauftragten '%2' zugeordnet.
POA-Benutzer %1 angelegt.
POA-Benutzer %1 geändert.
POA-Benutzer %1 gelöscht.
Erstellen von POA-Benutzer "%1" fehlgeschlagen.
Ändern von POA-Benutzer "%1" fehlgeschlagen.
Löschen von POA-Benutzer "%1" fehlgeschlagen.
POA-Gruppe %1 angelegt.
POA-Gruppe %1 geändert.
POA-Gruppe %1 gelöscht.
Erstellen von POA-Gruppe "%1" fehlgeschlagen.
Ändern von POA-Gruppe "%1" fehlgeschlagen.
Löschen von POA-Gruppe "%1" fehlgeschlagen.
306
Administratorhilfe
Client
Client
Client
Client
Client
Client
Client
Client
Client
Kategorie
Administration
Client
Client
Client
Client
Client
Client
Client
Client
Client
Client
Administration
Administration
Administration
Administration
Client
Client
Client
Client
3110
3111
3115
3116
3117
3118
3406
3045
3046
3050
3051
3008
3030
3035
3040
3055
3405
3003
3005
3006
3007
2851
2852
2853
2854
Ereignis-ID Beschreibung
2850
3070
3071
Taskplaner-Dienst wurde wegen eines Ausnahmefehlers angehalten.
Task-Planer Task erfolgreich ausgeführt
Task-Planer Task fehlgeschlagen
Task-Planer Task erzeugt oder geändert
Task-Planer Task gelöscht
Kernelsicherung erfolgreich
Kernelrücksicherung beim ersten Versuch erfolgreich
Kernelrücksicherung beim zweiten Versuch erfolgreich
Kernelsicherung fehlgeschlagen
Kernelrücksicherung fehlgeschlagen
Benutzer hat LSH-Informationen nach Anmeldung geändert.
LSH aktiviert.
LSH deaktiviert.
LSH verfügbar - Enterprise Client
LSH verfügbar - Standalone Client
LSH deaktiviert - Enterprise Client
LSH nicht verfügbar - Standalone Client
QST Liste (LSH Fragen) geändert.
Deinstallation des Configuration Protection Clients fehlgeschlagen.
Schlüssel-Backup auf Netzwerkfreigabe gespeichert.
Schlüssel-Backup konnte nicht auf Netzwerkfreigabe gespeichert werden.
POA-Benutzer "%1" in POA importiert.
POA-Benutzer "%1" aus POA gelöscht.
POA -Benutzer "%1": Kennwort mit F8 geändert.
Import von POA-Benutzer "%1" in POA fehlgeschlagen.
Löschen von POA-Benutzer "%1" aus POA fehlgeschlagen.
POA-Benutzer "%1": Kennwortänderung mit F8 fehlgeschlagen.
Interner Fehler im Configuration Protection Client
307
SafeGuard Enterprise
Kategorie
Client
Client
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Ereignis-ID Beschreibung
3407
3408
3505
3506
3507
3508
3509
3510
3511
3512
3513
3514
3515
3516
3517
3519
3520
3521
3501
3502
3503
3504
3522
3524
3525
Mögliche Ereignis-Manipulation im Configuration Protection
Client
Mögliche Ereignis-Protokoll-Manipulation im Configuration
Protection Client
Zugriff auf Medium auf Laufwerk verweigert.
Zugriff auf Datendatei verweigert.
Sektorbasierte Erst-Verschlüsselung des Laufwerks gestartet.
Sektorbasierte Erst-Verschlüsselung des Laufwerks gestartet.
(Schnellmodus)
Sektorbasierte Erst-Verschlüsselung des Laufwerks fehlerfrei beendet.
Sektorbasierte Erst-Verschlüsselung des Laufwerks gescheitert und beendet.
Sektorbasierte Erst-Verschlüsselung des Laufwerks abgebrochen.
Sektorbasierte Erst-Verschlüsselung des Laufwerks fehlgeschlagen.
Sektorbasierte Entschlüsselung des Laufwerks gestartet.
Sektorbasierte Entschlüsselung des Laufwerks fehlerfrei beendet.
Sektorbasierte Entschlüsselung des Laufwerks gescheitert und beendet.
Sektorbasierte Entschlüsselung des Laufwerks abgebrochen.
Sektorbasierte Entschlüsselung des Laufwerks fehlgeschlagen.
F&F Erst-Verschlüsselung auf einem Laufwerk gestartet.
F&F Erst-Verschlüsselung auf einem Laufwerk fehlerfrei beendet.
F&F Erst-Verschlüsselung auf einem Laufwerk fehlgeschlagen und beendet.
F&F Entschlüsselung auf einem Laufwerk abgebrochen.
F&F Verschlüsselung einer Datei gestartet.
F&F Verschlüsselung einer Datei fehlerfrei beendet.
F&F Entschlüsselung auf einem Laufwerk fehlgeschlagen und beendet.
F&F Entschlüsselung auf einem Laufwerk abgebrochen.
F&F Verschlüsselung einer Datei gestartet.
F&F Verschlüsselung einer Datei fehlerfrei beendet.
308
Administratorhilfe
Kategorie
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Zugriffskontrolle
Zugriffskontrolle
Zugriffskontrolle
Zugriffskontrolle
Zugriffskontrolle
Zugriffskontrolle
Zugriffskontrolle
Zugriffskontrolle
Zugriffskontrolle
3545
3546
3547
3560
3600
3601
3602
3603
3604
3607
3610
3612
4400
4401
4402
4403
4404
4405
4406
4407
4408
Ereignis-ID Beschreibung
3526
3540
3541
3542
3543
3544
3611
F&F Verschlüsselung einer Datei fehlgeschlagen.
F&F Entschlüsselung einer Datei gestartet.
F&F Entschlüsselung einer Datei fehlerfrei beendet.
F&F Entschlüsselung einer Datei fehlgeschlagen.
Backup von Bootkey durchgeführt
Überschreitung der Anzahl von Verschlüsselungsalgorithmen für Start-Laufwerke
Lesefehler von Schlüsseldatenbereiche
Abweisen von Laufwerken gemäß den Richtlinien.
Warnung NTFS Boot Sector Backup fehlt auf Volume %1.
Zugriffsschutz
Allgemeiner Verschlüsselungsfehler
Verschlüsselungsfehler - Laufwerk nicht gefunden
Verschlüsselungsfehler - Laufwerk nicht verfügbar
Verschlüsselungsfehler - Laufwerk entfernt
Verschlüsselungsfehler - Laufwerksfehler
Verschlüsselungsfehler - Der Schlüssel fehlt
Verschlüsselungsfehler - Der Original-KSA Bereich ist beschädigt.
Verschlüsselungsfehler - Der Sicherungs-KSA Bereich ist beschädigt.
Verschlüsselungsfehler - Der ESA-Bereich ist beschädigt.
Port erfolgreich freigegeben
Gerät erfolgreich freigegeben
Speichergerät erfolgreich freigegeben
WLAN erfolgreich freigegeben
Port erfolgreich entfernt
Gerät erfolgreich entfernt
Speichergerät erfolgreich entfernt
WLAN-Verbindung erfolgreich getrennt
Port eingeschränkt
309
SafeGuard Enterprise
Kategorie
Zugriffskontrolle
Zugriffskontrolle
Zugriffskontrolle
Zugriffskontrolle
Zugriffskontrolle
Zugriffskontrolle
Zugriffskontrolle
4409
4410
4411
4412
4413
4414
4415
Ereignis-ID Beschreibung
Gerät eingeschränkt
Speichergerät eingeschränkt
WLAN eingeschränkt
Port gesperrt
Gerät gesperrt
Speichergerät gesperrt
WLAN gesperrt
310
Administratorhilfe
38 SGMERR-Codes in der Windows-Ereignisanzeige
In der Windows-Ereignisanzeige könnten Sie folgende Meldung finden:
"Authorization for SafeGuard Enterprise Administration failed for user... Grund:
SGMERR[536870951]"
Welche Bedeutung die Nummer “536870951” hat, finden Sie in dieser Tabelle. Nummer
“536870951” bedeutet zum Beispiel “Die angegebene PIN ist falsch, der Benutzer konnte nicht authentisiert werden".
Fehler-ID
11
12
13
14
7
8
9
10
5
6
3
4
0
1
2
19
20
21
22
15
16
17
18
Anzeige
OK
Fehler in Parameter 1
Fehler in Parameter 2
Fehler in Parameter 3
Fehler in Parameter 4
Fehler in Parameter 5
Fehler in Parameter 6
Fehler in Parameter 7
Fehler in Parameter 8
Fehler in Parameter 9
Fehler in Parameter 10
Fehler in Parameter 11
Fehler in Parameter 12
Fehler in Parameter 13
Fehler in Parameter 14
Fehler in Parameter 15
Fehler in Parameter 16
Fehler in Parameter 17
Fehler in Parameter 18
Fehler in Parameter 19
Funktion nicht ausgeführt
Interner Fehler entdeckt
Modul nicht initialisiert
311
SafeGuard Enterprise
Fehler-ID
1212
1301
1302
1303
1208
1209
1210
1211
1304
1305
1306
1204
1205
1206
1207
103
1201
1202
1203
26
50
101
102
23
24
25
1307
1308
1309
Anzeige
Datei I/O Fehler entdeckt
Speicher kann nicht zugewiesen werden
Datei I/O Lesefehler
Datei I/O Schreibfehler
Keine Operation durchgeführt
Allgemeiner Fehler
Zugriff verweigert
Datei existiert bereits
Registry Eintrag konnte nicht geöffnet werden.
Registry Eintrag konnte nicht gelesen werden.
Registry Eintrag konnte nicht geschrieben werden.
Registry Eintrag konnte nicht entfernt werden.
Registry Eintrag konnte nicht erzeugt werden.
Kein Zugriff auf einen Systemdienst oder Treiber möglich.
Ein Systemdienst oder Treiber konnte nicht in der Registry eingetragen werden.
Ein Systemdienst oder Treiber konnte nicht aus der Registry entfernt werden.
Ein Systemdienst oder Treiber ist bereits in der Registry eingetragen.
Kein Zugriff auf den Service Control Manager möglich.
Ein Eintrag für eine Session konnte in der Registry nicht gefunden werden.
Ein Registry Eintrag ist ungültig oder falsch.
Der Zugriff auf ein Laufwerk ist fehlgeschlagen.
Keine Informationen über ein Laufwerk vorhanden.
Kein Zugriff auf ein Volume möglich.
Ungültige Option definiert.
Unzulässiges Dateisystem.
Das existierende Dateisystem auf einem Volume und das definierte sind unterschiedlich.
Die vorhandene Größe eines Dateisystem-Clusters und die definierte Größe sind unterschiedlich.
Unzulässige Sektorgröße eines Dateisystems definiert.
Unzulässiger Startsektor definiert.
312
Administratorhilfe
Fehler-ID
1310
1311
1404
1405
1406
1407
1355
1401
1402
1403
1318
1319
1330
1351
1352
1353
1354
1451
1452
1453
1454
1455
1456
1312
1313
1314
1315
1316
1317
Anzeige
Unzulässiger Partitionstyp definiert.
Es konnte kein unfragmentierter, unbenutzter Bereich der erforderlichen Größe auf einem Volume gefunden werden.
Dateisystem Cluster konnten nicht als benutzt markiert werden.
Dateisystem Cluster konnten nicht als benutzt markiert werden.
Dateisystem Cluster konnten nicht als unbenutzt markiert werden.
Dateisystem Cluster konnten nicht als BAD markiert werden.
Es existieren keine Informationen über die Cluster eines Dateisystems.
Der als BAD markierte Bereich auf einem Volume konnte nicht gefunden werden.
Unzulässige Größe eines Bereichs auf einem Volume definiert.
Der MBR Sektor einer Festplatte konnte nicht ersetzt werden.
Ein falsches Kommando für eine Allokierung oder Deallokierung definiert.
Unzulässiger Algorithmus definiert.
Der Zugriff auf den Systemkern ist fehlgeschlagen.
Es ist kein Systemkern installiert.
Beim Zugriff auf den Systemkern ist ein Fehler aufgetreten.
Unzulässige Änderung der Systemeinstellungen.
Auf ein Laufwerk konnten keine Daten geschrieben werden.
Von einem Laufwerk konnten keine Daten gelesen werden.
Der Zugriff auf ein Laufwerk ist fehlgeschlagen.
Unzulässiges Laufwerk.
Änderung der Zugriffsposition auf einem Laufwerk ist fehlgeschlagen.
Laufwerk ist nicht bereit.
Unmount eines Laufwerks ist fehlgeschlagen.
Datei konnte nicht geöffnet werden.
Datei konnte nicht gefunden werden.
Unzulässiger Dateipfad definiert.
Datei konnte nicht erzeugt werden.
Datei konnte nicht kopiert werden.
Keine Informationen über ein Laufwerk vorhanden.
313
SafeGuard Enterprise
Fehler-ID
1520
1550
2850
2851
2852
2853
2854
1516
1517
1518
1519
1512
1513
1514
1515
1505
1506
1510
1511
1501
1502
1503
1504
1457
1458
1459
1460
1461
1462
1463
Anzeige
Die Position in einer Datei konnte nicht geändert werden.
Das Lesen von einer Datei ist fehlgeschlagen.
Es konnten keine Daten in eine Datei geschrieben werden.
Eine Datei konnte nicht entfernt werden.
Unzulässiges Dateisystem.
Datei konnte nicht geschlossen werden.
Kein Zugriff auf eine Datei möglich.
Nicht genug Speicher vorhanden.
Unzulässiger oder falscher Parameter definiert.
Ein Puffer für Daten ist zu klein.
Ein DLL-Modul konnte nicht geladen werden.
Eine Funktion oder ein Prozess wurde abgebrochen.
Kein Zugriff erlaubt.
Es ist kein Systemkern installiert.
Ein Programm konnte nicht gestartet werden.
Eine Funktion, ein Objekt oder Daten sind nicht vorhanden.
Unzulässiger Eintrag.
Ein Objekt existiert bereits.
Unzulässiger Funktionsaufruf.
Es ist ein interner Fehler aufgetreten.
Es ist eine Zugriffsverletzung aufgetreten.
Funktion oder Modus wird nicht unterstützt.
Deinstallation ist fehlgeschlagen.
Es ist ein Ausnahmefehler aufgetreten.
Der MBR Sektor der Festplatte konnte nicht ersetzt werden.
Taskplaner-Dienst wurde wegen eines Ausnahmefehlers angehalten.
Task-Planer Task erfolgreich ausgeführt
Task-Planer Task fehlgeschlagen
Task-Planer Task erzeugt oder geändert
Task-Planer Task gelöscht
314
Administratorhilfe
30054
30055
30056
30057
30058
30059
30060
30061
30062
30063
Fehler-ID
20001
20002
20003
20004
30050
30051
30052
30053
30064
30065
30066
30067
30068
30069
30070
30071
30072
Anzeige
Unbekannt
Prozess beendet
Datei nicht verifiziert
Ungültige Richtlinie
Die Anweisung Öffnen war nicht erfolgreich
Nicht genug Speicherplatz
Allgemeiner Fehler in der Prozess-Kommunikation
Auf eine Ressource kann nicht zugegriffen werden. Das ist ein temporärer
Zustand und ein späterer Versuch könnte erfolgreich beendet werden.
Allgemeiner Kommunikationsfehler
Unerwarteter Rückgabewert
Kein Kartenlesegerät angeschlossen
Zwischenspeicher überfüllt
Karte ist nicht in Betrieb
Eine Zeitüberschreitung ist eingetreten
Unerlaubter Kartentyp
Die gewünschte Funktionsart wird nicht unterstützt /zu dieser Zeit / In dieser
OS / in dieser Situation.
Ungültiger Treiber
Die Firmware der angeschlossenen Hardware ist von dieser Software nicht nutzbar
Öffnen der Datei ist fehlgeschlagen
Datei nicht gefunden
Karte nicht eingeführt
Unzulässiges Argument
Die Semaphore wird derzeit verwendet.
Die Semaphore ist momentan in Benutzung
Allgemeiner Fehler.
Sie haben momentan nicht die Rechte, die angefragte Aktion durchzuführen.
Normalerweise ist es notwendig zuvor ein Kennwort einzugeben.
Der Service ist momentan nicht verfügbar.
315
SafeGuard Enterprise
Fehler-ID
30073
30074
30075
30076
30077
30078
30086
30087
30088
30089
30090
30091
30092
30093
30079
30080
30081
30082
30083
30084
30085
30094
30095
30096
30097
12451840
12451842
Anzeige
Ein Element ( z. B. ein Schlüssel mit einem bestimmten Namen ) konnte nicht gefunden werden.
Das angegebene Kennwort ist falsch.
Das Kennwort wurde mehrere Male falsch eingegeben und ist daher geblockt.
Benutzen Sie ein Verwaltungstool, um dieses zu entsperren.
Die Identität stimmt nicht mit der definierten Identitäts-Gegenprobe überein.
Mehrere Fehler sind aufgetreten. Benutzen Sie diesen Fehlercode, wenn dies die einzige Möglichkeit ist, einen Fehlercode zu erhalten, aber vorher verschiedene Fehler aufgetreten sind.
Einige Elemente sind noch vorhanden, daher kann z. B. die Verzeichnisstruktur etc. nicht gelöscht werden.
Fehler während des Konsistenztestes
Die ID ist auf der Schwarzen Liste. Die angefragte Aktion ist daher nicht erlaubt.
Ungültiges Handle
Ungültige Konfigurationsdatei
Abschnitt nicht gefunden.
Eintrag nicht gefunden.
Keine weiteren Abschnitte vorhanden.
Ende der Datei erreicht.
Der angegebene Element existiert bereits.
Das Kennwort ist zu kurz.
Das Kennwort ist zu lang.
Ein Element ( z. B. ein Zertifikat ) ist abgelaufen.
Das Kennwort ist nicht gesperrt.
Der Pfad konnte nicht gefunden werden.
Das Datenverzeichnis ist nicht leer.
Keine weiteren Daten verfügbar
Auf dem Medium ist kein Speicherplatz mehr verfügbar.
Eine Operation wurde abgebrochen.
Read Only Daten; eine Schreiboperation ist fehlgeschlagen.
Der Schlüssel ist nicht verfügbar.
Der Schlüssel ist nicht definiert.
316
Administratorhilfe
Fehler-ID
352321650
352321651
385875969
402653185
402653186
402653187
402653188
402653189
402653190
402653191
402653192
402653193
536870913
536870914
536870915
12451842
12451843
352321637
352321638
352321639
352321640
352321641
352321642
352321643
352321644
352321645
352321646
352321647
352321648
352321649
Anzeige
Zugriff auf unverschlüsseltes Medium verweigert.
Zugriff auf unverschlüsseltes Medium verweigert, wenn nicht es nicht leer ist.
Die Datei ist nicht verschlüsselt.
Der Schlüssel ist nicht verfügbar.
Der richtige Schlüssel ist nicht verfügbar.
Checksummenfehler im Datei-Header.
Fehler in CBI-Funktion.
Ungültiger Dateiname.
Fehler beim Lesen/Schreiben der temporären Datei.
Zugriff auf unverschlüsselte Dateien ist nicht erlaubt.
Key Storage Area (KSA) voll.
Die Datei ist bereits mit einem anderen Algorithmus verschlüsselt.
Datei ist mit NTFS komprimiert und kann daher nicht verschlüsselt werden!
Datei ist mit EFS verschlüsselt!
Ungültiger Datei-Besitzer!
Ungültiger Dateiverschlüsselungsmodus!
Fehler im CBC-Handling!
Integrität verletzt.
Das Token enthält keine Berechtigungen.
Berechtigungen können nicht auf das Token geschrieben werden.
TDF-Tag konnte nicht angelegt werden.
TDF-Tag enthält die angeforderten Daten nicht.
Das Objekt existiert bereits auf dem Token.
Kein gültiger Slot gefunden.
Seriennummer konnte nicht gelesen werden
Verschlüsselung des Tokens ist gescheitert.
Entschlüsselung des Tokens ist gescheitert.
Die Schlüsseldatei enthält eine ungültige Daten.
Teile des RSA-Schlüsselpaares sind ungültig.
Das Schlüsselpaar konnte nicht importiert werden.
317
SafeGuard Enterprise
Fehler-ID
536870916
536870917
536870918
536870919
536870920
536870921
536870922
536870923
536870924
536870925
536870926
536870927
536870928
536870929
536870930
536870931
536870932
536870933
536870934
536870935
536870936
536870937
536870938
536870939
536870940
536870941
536870942
Anzeige
Das Format der Schlüsseldatei ist ungültig.
Keine Daten verfügbar.
Der Import des Zertifikates ist fehlgeschlagen, da das Zertifikat bereits existiert.
Das Modul ist bereits initialisiert worden.
Das Modul ist nicht initialisiert worden.
Die ASN.1-Verschlüsselung ist fehlerhaft.
Fehlerhafte Datenlänge.
Fehlerhafte Signatur.
Fehlerhafter Verschlüsselungsmechanismus angewandt.
Diese Version wird nicht unterstützt.
Padding Fehler.
Ungültige Flags.
Das Zertifikat ist abgelaufen und nicht länger gültig.
Unkorrekte Zeitangabe. Zertifikat noch nicht gültig.
Das Zertifikat ist entzogen worden.
Die Zertifikats-Kette ist ungültig.
Die Zertifikats-Kette konnte nicht erstellt werden.
CDP konnte nicht kontaktiert werden.
Ein Zertifikat, welches nur als End-Dateneinheit genutzt werden kann, ist als
CA oder umgekehrt genutzt worden.
Probleme mit der Gültigkeitslänge der Zertifikate in der Kette.
Fehler bei der Öffnung der Datei.
Fehler beim Lesen einer Datei.
Ein oder mehrere Parameter, die an die Funktion übergeben worden sind, sind nicht korrekt.
Die Ausgabe der Funktion passt nicht in den zur Verfügung gestellten Puffer.
Ein Problem mit dem Token und/oder Slot ist aufgetaucht.
Der Token hat nicht genug Speicherkapazität, um die gewünschte Funktion auszuführen.
Der Token ist aus dem Slot entfernt worden, während die Funktion ausgeführt wurde.
318
Administratorhilfe
536870955
536870956
536870957
536870958
536870959
536870960
536870961
536870962
Fehler-ID
536870943
536870945
536870946
536870947
536870948
536870949
536870950
536870951
536870952
536870953
536870954
Anzeige
Die gewünschte Funktion konnte nicht ausgeführt werden, es liegen aber keine detaillierten Informationen über den Grund der Fehlermeldung vor.
Der Computer auf dem die CBI Sammlung läuft, besitzt ungenügenden
Speicher, um die gewünschte Funktion auszuführen. Im schlechtesten Fall könnte es sein, dass die Funktion nur teilweise erfolgreich durchgeführt wird.
Eine gewünschte Funktion wird nicht vom CBI-Archiv unterstütz.
Es wurde versucht, einen Wert für ein Objekt einzustellen, welches nicht eingestellt oder abgeändert werden kann.
Ein ungültiger Wert wurde für ein Objekt angegeben.
Es wurde versucht, den Wert eines Objektes zu erlangen, was jedoch fehlschlug, da es sich um ein sensibles Objekt handelt bzw. es nicht extrahierbar ist.
Die angegebene OIN Lust abgelaufen. (Ob eine PIN eines normalen Benutzers auf einem ausgegebenen Token jemals abläuft, variiert von Token zu Token.)
Die angegebene PIN abgelaufen. Der Benutzer konnte nicht authentisiert werden.
Die angegebene PIN enthält ungültige Zeichen. Dieser Antwort-Code wird nur für Funktionen angewandt, die versuchen, eine PIN einzurichten.
Die angegebene PIN ist zu lang oder zu kurz. Dieser Antwort-Code wird nur für Funktionen angewandt, die versuchen, eine PIN einzurichten.
Die angegebene PIN ist geblockt und kann nicht genutzt werden. Dies tritt auf, weil eine gewisse Anzahl an fehlgeschlagenen Versuchen zur Authentisierung aufgetreten ist und der Token weitere Versuche zur Authentisierung ablehnt.
Die angegebene Slot ID ist ungültig.
Der Token war zu dem Zeitpunkt, als die Funktion angefragt wurde nicht in seinem Slot.
Das CBI Archiv und/oder der Slot konnte keinen Token im Slot erkennen.
Die angefragte Aktion kann nicht durchgeführt werden, da der Token schreibgeschützt ist.
Der angegebene Benutzer kann nicht angemeldet werden, da dieser
Benutzername bereits zur Sitzung angemeldet ist.
Der angegebene Benutzer kann nicht angemeldet werden, da ein anderer
Benutzer bereits zur Sitzung angemeldet ist.
Die gewünschte Aktion kann nicht ausgeführt werden, da der geeignete Benutzer
(oder ein geeigneter Benutzer) nicht angemeldet ist. Zum Beispiel kann die
Abmeldung von der Sitzung nicht vor der Anmeldung liegen.
Die normale Benutzer PIN ist nicht mit CBIInitPin initialisiert.
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SafeGuard Enterprise
Fehler-ID
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Es wurde versucht, gleichzeitig mehrere verschiedene Benutzer auf dem Token anzumelden, was der Token und/oder das Archiv zugelassen haben.
Ein ungültiger Wert wurde als CBIUser angegeben. Gültige Typen sind in
ASCI11 User Types definiert.
Ein Objekt mit der angegebenen Kennzeichnung konnte auf dem Token nicht gefunden werden.
Eine Zeitüberschreitung ist aufgetreten.
Diese Version der IE ist nicht unterstützt.
Authentisierung fehlgeschlagen.
Das Root-Zertifikat ist gesichert.
Keine CRL gefunden.
Keine aktive Internetverbindung vorhanden.
Es befindet sich ein Fehler im Zeitwert eines Zertifikates.
Das Zertifikat konnte nicht verifiziert werden.
Der Aufhebungsstatus dieses Zertifikates ist unbekannt.
Das Modul wird beendet. Keine weiteren Anfragen gestattet.
Es ist ein Fehler während einer Netzwerkfunktion aufgetreten.
Ein ungültiger Aufruf einer Funktion ist empfangen worden.
Ein Objekt konnte nicht gefunden werden.
Eine Terminal Server Sitzung wurde unterbrochen.
Ungültige Handlung.
Das Objekt ist in Benutzung.
Der Zufallszahlengenerator wurde nicht initialisiert. (CBIRNDInit ( ) wurde nicht angefragt.)
Unbekannter Befehl (siehe CBIControl ( )).
UNICODE wird nicht unterstützt.
Der Zufallszahlengenerator benötigt einen größeren Startwert (seed).
Das Objekt existiert bereits.
Falsche Algorithmus Kombination. (Siehe CBIRecrypt ( )).
Das Cryptoki-Modul (PKCS#11) ist nicht initialisiert.
Das Cryptoki-Modul (PKCS#11) ist bereits initialisiert.
320
Administratorhilfe
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Fehler-ID
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Das Cryptoki-Modul (PKCS#11) konnte nicht geladen werden.
Zertifikat nicht gefunden.
Nicht vertrauenswürdig.
Ungültiger Schlüssel.
Der Schlüssel ist nicht exportierbar.
Der angegebene Algorithmus wird momentan nicht unterstützt.
Der angegebene Entschlüsselungsmodus wird nicht unterstützt.
Ein Fehler in der GSENC Sammlung ist aufgetreten.
Format der Datenabfrage ist nicht bekannt.
Das Zertifikat hat keinen privaten Schlüssel.
Ungültige Konfiguration
Eine Operation ist aktiv.
Ein Zertifikat in der Kette ist zeitlich nicht verschachtelt.
Die CRL konnte nicht ersetzt werden.
Die BENUTZER-PIN wurde bereits initialisiert.
Sie haben keine ausreichenden Rechte, um diese Aktion auszuführen. Zugriff verweigert
Ungültige Handlung.
Ungültiger Parameter in Benutzung
Das Objekt existiert bereits.
Das Objekt konnte nicht gefunden werden.
Datenbank-Ausnahme aufgetreten.
Die Aktion wurde vom Benutzer abgebrochen.
Das Token ist keinem bestimmten Benutzer zugewiesen.
Das Token ist mehr als einem Benutzer zugewiesen.
Das Token konnte nicht in der Datenbank gefunden werden.
Das Token wurde erfolgreich gelöscht und aus der Datenbank entfernt.
Das Token konnte in der Datenbank nicht eindeutig identifiziert werden.
Die Richtlinie ist einer Richtlinien-Gruppe zugewiesen. Um die Richtlinie zu löschen, muss diese Zuweisung aufgehoben werden.
Die Richtlinie ist einer OU zugewiesen. Bitte entfernen Sie zuerst die Zuweisung.
321
SafeGuard Enterprise
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805306403
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Das Zertifikat dieses Beauftragten ist ungültig.
Das Zertifikat dieses Beauftragten ist abgelaufen.
Der Beauftragte konnte nicht in der Datenbank gefunden werden.
Der gewählte Beauftragte ist nicht eindeutig.
Der Beauftragte ist gesperrt und kann nicht authentisiert werden.
Der Beauftragte ist nicht mehr oder noch nicht gültig.
Der Beauftragte konnte nicht authentisiert werden - Anfrage außerhalb der gestatteten Arbeitszeiten.
Ein Beauftragter kann sich nicht selbst löschen.
Der Haupt-Sicherheitsbeauftragte kann nicht gelöscht werden, da ein zweiter
Haupt-Sicherheitsbeauftragte zur zusätzlichen Authentisierung erforderlich ist.
Der Sicherheitsbeauftragte kann nicht gelöscht werden, da ein zweiter
Sicherheitsbeauftragte zur zusätzlichen Authentisierung erforderlich ist.
Der Prüfungsbeauftragte kann nicht gelöscht werden, da ein weiterer
Prüfungsbeauftragter zur zusätzlichen Authentisierung erforderlich ist.
Der Recovery-Beauftragte kann nicht gelöscht werden, da ein
Recovery-Beauftragter zur zusätzlichen Authentisierung erforderlich ist.
Der Beratungsbeauftragte kann nicht gelöscht werden, da ein
Beratungsbeauftragter zur zusätzlichen Authentisierung erforderlich ist.
Die Funktion des Haupt- Sicherheitsbeauftragten kann nicht entfernt werden, da ein zweiter Haupt-Sicherheitsbeauftragter zur zusätzlichen Authentisierung erforderlich ist.
Die Funktion des Sicherheitsbeauftragten kann nicht entfernt werden, da ein
Sicherheitsbeauftragter zur zusätzlichen Authentisierung erforderlich ist.
Die Funktion des Prüfungsbeauftragten kann nicht entfernt werden, da ein
Prüfungsbeauftragter zur zusätzlichen Authentisierung erforderlich ist.
Die Funktion des Wiederherstellungsbeauftragten kann nicht entfernt werden, da ein Recovery-Beauftragter zur zusätzlichen Authentisierung erforderlich ist.
Die Funktion des Beratungsbeauftragten kann nicht entfernt werden, da ein
Beratungsbeauftragter zur zusätzlichen Authentisierung erforderlich ist.
Ein zusätzlicher Beauftragter mit der gewünschten Funktion ist zur zusätzlichen
Authentisierung nicht verfügbar.
Ereignisanzeige
Integrität des zentralen Ereignisprotokolls erfolgreich verifiziert.
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Administratorhilfe
Fehler-ID
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Integrität verletzt! Ein oder mehrere Ereignisse wurden vom Beginn der Kette entfernt.
Integrität verletzt! Ein oder mehrere Ereignisse sind in der Kette entfernt worden. Die Mitteilungen bei denen der Bruch der Kette entdeckt worden ist, ist hervorgehoben.
Integrität verletzt! Ein oder mehrere Ereignisse wurden vom Ende der Kette entfernt.
Exportieren der Ereignisse in Datei fehlgeschlagen. Grund:
Die momentane Ansicht enthält ungesicherte Daten. Möchten Sie die
Änderungen speichern, bevor Sie die Ansicht verlassen?
Die Datei konnte nicht geladen werden, oder die Datei ist beschädigt. Grund:
Die Integrität des Protokolls ist verletzt worden! Ein oder mehrere Ereignisse sind entfernt worden.
Sollen die Ereignisse in einer Datei gesichert werden, bevor sie gelöscht werden?
Anzeige der Aufträge
CRL mehrfach in der Datenbank gefunden. CRL konnte nicht gelöscht werden.
CRL nicht in der Datenbank gefunden.
Der Benutzer, dem das Zertifikat zugewiesen werden sollte, konnte nicht in der Datenbank gefunden werden.
Ein P7 Blob ist für eine Zertifikats-Zuweisung zwingend erforderlich.
Der Benutzer, dem das Zertifikat zugewiesen werden sollte, ist nicht eindeutig benannt.
Die Zertifikats-Zuweisung kann nicht gefunden werden.
Die Zuweisung des Zertifikats ist nicht eindeutig. Es ist nicht klar, welche
Zuweisung entfernt werden soll.
Der Benutzer für den das Zertifikat erstellt werden soll, konnte nicht in der
Datenbank gefunden werden.
Der Benutzer für den das Zertifikat erstellt werden soll, kann nicht eindeutig benannt werden.
Das Zertifikat wurde bereits einem anderen Benutzer zugeordnet. Ein Zertifikat kann nur einem Benutzer zugeordnet werden.
Der Computer, dem das Zertifikat zugewiesen werden soll, konnte nicht in der
Datenbank gefunden werden.
Der Computer, dem das Zertifikat zugewiesen werden soll, konnte nicht eindeutig identifiziert werden.
Importierte Zertifikate können nicht durch SGN erneuert werden.
323
SafeGuard Enterprise
Fehler-ID
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Inkonsistente Zertifikatsdaten während der Erneuerung
Die Erneuerung des Zertifikats wurde nicht von einem Sicherheitsbeauftragten genehmigt.
Fehler beim Löschen des Token
Das Zertifikat kann nicht vom Token gelöscht werden, denn es wurde für die
Authentisierung des aktuellen Benutzers verwendet.
Ein Systemzugang mit diesem Namen existiert bereits. Bitte wählen Sie einen anderen Namen.
Dem Sicherheitsbeauftragen sind keine Rollen zugewiesen. Anmeldung nicht möglich.
Die Lizenz wurde verletzt.
Es wurde keine Lizenz gefunden.
Fehlender oder ungültiger Protokolldateipfad
Es wurde keine Richtlinie gefunden.
Keine Konfigurationsdatei verfügbar!
Keine Verbindung zum Server.
Keine weiteren Datenpakete vorhanden.
Ungültige Priorität beim Senden zum Server!
Es stehen noch Daten zur Verarbeitung an.
Die Autoregistrierung ist noch nicht beendet.
Datenbank Anmeldung fehlgeschlagen.
Falsche Session ID!
Datenpaket ignoriert!
Domäne nicht gefunden.
Maschine nicht gefunden.
Benutzer nicht gefunden.
Das Kennwort enthält nicht genügend Buchstaben
Das Kennwort enthält nicht genügend Zahlen
Das Kennwort enthält nicht genügend Sonderzeichen
Das Kennwort entspricht dem Benutzernamen
Das Kennwort enthält aufeinanderfolgende Zeichen
324
Administratorhilfe
Fehler-ID
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Das Kennwort ähnelt dem Benutzernamen zu stark
Das Kennwort wurde in der Liste der verbotenen Kennwörter gefunden
Das Kennwort ähnelt dem alten Kennwort zu stark
Das Kennwort enthält eine Tastaturreihe mit mehr als zwei Zeichen
Das Kennwort enthält eine Tastaturspalte mit mehr als zwei Zeichen
Das Kennwort hat seinen Gültigkeitszeitraum noch nicht erreicht
Das Kennwort hat seine Gültigkeitsdauer überschritten
Das Kennwort hat seine minimale Gültigkeitsdauer noch nicht erreicht
Das Kennwort hat die maximale Gültigkeitsdauer überschritten
Information über einen bevorstehenden Wechsel des Kennwortes muß angezeigt werden
Änderung bei Erstanmeldung erforderlich
Das Kennwort wurde in der History gefunden
Fehler beim Verifizieren gegen die spezifizierte Blacklist.
Keine "platform" vorhanden.
Kein Dokument.
XML Parse Fehler.
Fehler im Document Object Model (XML).
Kein <DATAROOT>-Abschnitt gefunden (XML).
XML-Tag nicht gefunden.
"nostream" Fehler.
"printtree" Fehler.
325
SafeGuard Enterprise
39 Technischer Support
Technischen Support zu Sophos Produkten können Sie wie folgt abrufen:
■ Rufen Sie das SophosTalk-Forum unter http://community.sophos.com/ auf und suchen Sie nach Benutzern mit dem gleichen Problem.
■ Durchsuchen Sie die Sophos Support-Knowledgebase unter http://www.sophos.de/support/ .
■ Laden Sie Dokumentation zu den Produkten unter http://www.sophos.de/support/docs/ herunter.
■ Senden Sie eine E-Mail an den technischen Support [email protected]
und geben Sie die
Versionsnummer(n), Betriebssystem(e) und Patch Level Ihrer Sophos Software sowie ggf.
den genauen Wortlaut von Fehlermeldungen an.
326
Administratorhilfe
40 Rechtliche Hinweise
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Produkt- und Unternehmensnamen sind Marken oder eingetragene Marken der jeweiligen
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