Sophos SafeGuard Enterprise Benutzerhandbuch
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SafeGuard Enterprise
Benutzerhilfe
Produktversion: 8.0
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Inhalt
4.3 Erstverschlüsselung auf einem durch BitLocker geschützten Endpoint.............10
5.1 Anwendungsbasierte Dateiverschlüsselung.......................................................13
6.2 Eine Medien-Passphrase für alle mit dem Computer verbundenen
6.4 Datenaustausch mit SafeGuard Data Exchange................................................21
7.2 SafeGuard Assistent für Dateiverschlüsselung..................................................29
10.1 Explorer-Erweiterungen für dateibasierte Verschlüsselung..............................38
10.2 Explorer-Erweiterungen für volume-basierende Verschlüsselung....................40
11.2 Challenge/Response für SafeGuard POA-Benutzer.........................................41
11.3 Challenge/Response für BitLocker-Benutzer....................................................48
13.2 Anmeldung mit SafeGuard Power-on Authentication.......................................63
13.3 Anmeldung mit Windows-Authentisierung........................................................64
13.4 Registrieren weiterer SafeGuard Enterprise-Benutzer.....................................64
13.5 Temporäres Kennwort in der SafeGuard POA..................................................65
13.7 Automatische Anmeldung an der SafeGuard POA mit Token...........................69
13.12 Anmeldung mit Lenovo Fingerabdruck-Leser.................................................73
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SafeGuard Enterprise
1 Über SafeGuard Enterprise
SafeGuard Enterprise ist eine modulare Sicherheits-Suite, die auf Richtlinien basierende
Sicherheit für Endpoints plattformübergeifend mit vom Administrator definierten Richtlinien durchsetzt. SafeGuard Enterprise wird zentral über das SafeGuard Management Center verwaltet.
Die wichtigsten Sicherheitsfunktionen von SafeGuard Enterprise an einem Endpoint sind die
Verschlüsselung von Daten und der Schutz vor Angreifern, die einen Rechner mit Hilfe eines externen Mediums starten wollen.
Dieses Dokument bezieht sich nur auf Windows-Endpoints. Informationen zu Mac-Endpoints finden Sie in der Mac Benutzerhilfe unter www.sophos.com/de-de/support/documentation/safeguard-enterprise.aspx
.
Benutzerhilfe
2 SafeGuard Enterprise Module
Die Verfügbarkeit der folgenden Funktionen ist abhängig von den Richtlinien, die Ihr
Sicherheitsbeauftragter für Sie definiert hat.
■ Festplattenverschlüsselung
Alle Daten auf per Richtlinie definierten Volumes werden verschlüsselt (auch Startdateien,
Auslagerungsdateien, Ruhezustanddateien, temporäre Dateien, Verzeichnisinformationen etc.), ohne dass sich der Benutzer in seiner Arbeitsweise anpassen oder auf Sicherheit achten muss.
■ BitLocker mit Pre-Boot Authentication, verwaltet durch SafeGuard Enterprise
SafeGuard Enterprise verwaltet die Microsoft BitLocker Festplattenverschlüsselung.
Auf Systemen mit UEFI gibt es für die BitLocker Pre-Boot Authentication einen
Challenge/Response Mechanismus, während auf Systemen mit BIOS der
Recovery-Schlüssel vom SafeGuard Management Center abgerufen wird.
■ Power-on Authentication aktivieren
Die SafeGuard Power-on Authentication ist ein Verfahren, bei dem Sie sich authentisieren müssen, bevor das eigentliche Betriebssystem startet. Danach wird
Windows gestartet und Sie werden automatisch angemeldet. SafeGuard POA ist nur auf Windows 7 Endpoints verfügbar.
■ Synchronized Encryption
Mit SafeGuard Enterprise können Sie Ihre Dateien schützen, egal ob sie auf Ihrem
Computer, auf Wechselmedien, auf Netzlaufwerken, in der Cloud oder auf mobilen Geräten gespeichert werden. Jede Datei, die Sie mit einer bestimmten (per Richtlinie definierten)
Anwendung, zum Beispiel Microsoft Word, erstellen, wird unabhängig von ihrem Speicherort verschlüsselt. Weitere Informationen finden Sie unter
SafeGuard Synchronized Encryption
(Seite 13).
Wenn Sie eine E-Mail mit einem oder mehreren Anhängen versenden, werden Sie gefragt, wie Sie mit Ihren Dateien verfahren möchten. Weitere Informationen finden Sie unter
Mailanhänge sicher versenden (Seite 14).
■ Dateibasierte Verschlüsselung
■ SafeGuard Data Exchange
SafeGuard Data Exchange bietet einfachen Datenaustausch mit Wechselmedien ohne
Neuverschlüsselung. Wechselmedien wie externe Festplatten und USB-Sticks werden transparent verschlüsselt.
■ SafeGuard File Encryption
SafeGuard File Encryption ermöglicht die dateibasierte Verschlüsselung zum sicheren
Speichern von Daten in Netzwerkfreigaben. Dateien in Speicherorten, für die File
Encryption Richtlinien gelten, werden direkt und ohne Benutzerinteraktion verschlüsselt.
■ SafeGuard Cloud Storage
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SafeGuard Enterprise
SafeGuard Cloud Storage bietet dateibasierte Verschlüsselung von in der Cloud gespeicherten Daten. Die lokalen Kopien Ihrer Cloud-Daten werden transparent verschlüsselt und bleiben auch beim Speichern in der Cloud verschlüsselt.
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Benutzerhilfe
3 Empfohlene Sicherheitsmaßnahmen
Wenn Sie die hier beschriebenen Maßnahmen beachten, sind die Daten auf Ihrem Computer jederzeit sicher und geschützt. Befolgen Sie diese Schritte insbesondere, wenn Sie einen
Laptop an öffentlichen Orten wie Flughäfen nutzen.
Wählen Sie sichere Kennwörter.
Sichere Kennwörter sind ein wesentlicher Bestandteil für den Schutz Ihrer Daten. Verwenden
Sie sichere Kennwörter vor allem, um die Anmeldung an Ihren Computer zu sichern.
Ein sicheres Kennwort folgt diesen Regeln:
■ Es ist lange genug um sicher zu sein: Eine Mindestlänge von 10 Zeichen ist zu empfehlen.
■ Es enthält eine Kombination aus Buchstaben (Groß- und Kleinschreibung), Zahlen und
Sonderzeichen/Symbolen.
■
■
Es enthält keine allgemein gebräuchlichen Wörter oder Namen.
Es ist schwer zu erraten, aber es ist leicht, es sich zu merken und korrekt einzutippen.
Ändern Sie Ihre Kennwörter in regelmäßigen Abständen. Teilen Sie sie niemandem mit und bewahren Sie sie nicht schriftlich auf.
Versenden Sie keine Kennwörter per E-Mail.
Es ist nicht empfehlenswert, kennwortgeschützte Mailanhänge zusammen mit dem verwendeten Kennwort in derselben E-Mail zu versenden. Teilen Sie dem Empfänger das
Kennwort stattdessen per SMS oder Anruf mit.
Fahren Sie Ihren Computer vollständig herunter oder versetzen Sie ihn in den Ruhezustand, wenn Sie ihn nicht benutzen.
Wenn sich SafeGuard Enterprise-geschützte Computer in bestimmten Energiesparmodi befinden, in denen das Betriebssystem nicht ordnungsgemäß heruntergefahren und bestimmte
Hintergrundprozesse nicht vollständig beendet werden, besteht die Gefahr, dass sich Angreifer
Zugriff auf die Verschlüsselungsschlüssel verschaffen. Der Schutz kann erhöht werden, wenn das Betriebssystem immer vollständig heruntergefahren oder in den Ruhezustand versetzt wird.
Wenn Ihr Computer nicht benutzt wird oder unbeaufsichtigt ist:
■ Vermeiden Sie den Standbymodus ebenso wie den hybriden Standbymodus.
■ Sperren Sie nicht einfach den Desktop und schalten den Bildschirm aus (oder schließen den Deckel Ihres mobilen Computers), wenn darauf kein ordnungsgemäßes Herunterfahren oder der Ruhezustand folgt. Die Einstellung einer zusätzlichen Kennwort-Abfrage nach dem Aufwecken des Computers bietet keinen ausreichenden Schutz.
■ Fahren Sie den Computer stattdessen ordnungsgemäß herunter oder versetzen Sie ihn in den Ruhezustand.
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SafeGuard Enterprise
■ Stellen Sie sicher, dass die Ruhezustanddatei auf einem verschlüsselten Volume (meist
C:\) gespeichert wird.
Wenn der Computer im Ruhezustand ist oder heruntergefahren wird, wird bei der nächsten
Verwendung immer die SafeGuard Power-on Authentication aktiviert. Damit ist der Computer vollständig geschützt.
Stellen Sie sicher, dass allen Volumes ein Laufwerksbuchstabe zugewiesen ist.
Volumes ohne Laufwerksbuchstaben sind möglicherweise von der Verschlüsselung ausgenommen und vertrauliche Daten können im Klartext nach außen gelangen.
So wenden Sie diese Bedrohung ab:
■
■
Wenn Sie ein Volume ohne Laufwerksbuchstaben auf Ihrem Computer finden, kontaktieren
Sie Ihren Systemadministrator.
Ändern Sie nicht die Laufwerkbuchstabenzuweisungen.
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Benutzerhilfe
4 Festplattenverschlüsselung
Unter Festplattenverschlüsselung versteht man die Verschlüsselung von gesamten Festplatten.
Immer wenn Sie sich an Ihrem PC anmelden, müssen Sie Ihre Anmeldeinformationen eingeben; andernfalls bleibt der PC gesperrt und Ihre Daten können nicht gelesen werden.
Mit SafeGuard Enterprise können Sie BitLocker verwalten. Die
BitLocker-Laufwerkverschlüsselung ist ein in Windows Betriebssysteme integriertes Feature für die Festplattenverschlüsselung mit Pre-Boot Authentication. BitLocker bietet Datenschutz durch die Verschlüsselung von Boot- sowie Daten-Laufwerken. BitLocker ist auf Endpoints mit folgenden Betriebssystemen verfügbar:
■
■
Windows 7 Enterprise / Ultimate
Windows 8/8.1 Professional / Enterprise
■ Windows 10 Professional / Enterprise
Auf Windows 7 (BIOS) Endpoints können Sie alternativ SafeGuard Full Disk Encryption mit
SafeGuard Power-on Authentication verwenden, siehe SafeGuard Power-on Authentication
4.1 Verschlüsselungsrichtlinien für BitLocker
Der Sicherheitsbeauftragte kann eine Richtlinie für die Verschlüsselung im SafeGuard
Management Center anlegen und diese an die BitLocker Endpoints verteilen. Die Richtlinie wird daraufhin auf den Endpoints ausgeführt.
Die BitLocker Endpoints werden transparent im SafeGuard Management Center verwaltet.
Es kann ein und dieselbe Verschlüsselungsrichtlinie für Mac, SafeGuard Full Disk Encryption und BitLocker Endpoints verwendet werden. SafeGuard Enterprise kennt den Status der
Endpoints und wählt die BitLocker-Verschlüsselung entsprechend.
4.2 Schlüssel für BitLocker
Wenn die Verschlüsselungsrichtlinie an einen durch BitLocker geschützten Computer gesendet wird, generiert BitLocker die Verschlüsselungsschlüssel, bevor der Computer neu gestartet und die Initialverschlüsselung durchgeführt wird. Abhängig vom System kann das Verhalten leicht abweichen.
Endpoints mit Trusted Platform Module
Ihr Sicherheitsbeauftragter kann TPM, TPM + PIN, TPM + Systemstartschlüssel,
Systemstartschlüssel oder Kennwort als Anmeldemodus für BitLocker einrichten. Wenn TPM als Anmeldemodus eingerichtet ist, speichert BitLocker seine eigenen
Verschlüsselungsschlüssel in der Trusted Platform Module (TPM) Sicherheitshardware. Die
Schlüssel werden nicht auf der Festplatte des Computers gespeichert. Während des
Startvorgangs muss das BIOS (Basic Input/Output System) auf TPM zugreifen können. Wenn
Sie den Computer starten, werden diese Schlüssel automatisch von TPM an BitLocker
übergeben.
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SafeGuard Enterprise
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Endpoints ohne Trusted Platform Module
Wenn Ihr Computer nicht mit TPM ausgestattet ist, werden Sie entweder nach einem Kennwort gefragt oder aufgefordert, über einen USB-Stick einen BitLocker Systemstartschlüssel zu generieren, um die Verschlüsselungsschlüssel zu speichern. Ein Dialog zeigt die zulässigen
Laufwerke zum Speichern des Systemstartschlüssels an. Später müssen Sie den Stick immer dann einstecken, wenn Sie den Computer starten.
Bei Startvolumes muss der Systemstartschlüssel verfügbar sein, wenn Sie den Endpoint starten. Der Systemstartschlüssel kann daher nur auf einem Wechselmedium gespeichert werden.
Bei Daten-Volumes kann der BitLocker Systemstartschlüssel auf einem Startvolume gespeichert werden, das bereits verschlüsselt ist. Dies erfolgt automatisch, wenn der
Sicherheitsbeauftragte Auto-Unlock als Anmeldemodus für Nicht-Startvolumes eingerichtet hat. Wählen Sie ansonsten ein Wechselmedium aus, das unter Gültiges Ziellaufwerk als
Speicherort angezeigt wird.
BitLocker Recovery-Schlüssel
Für BitLocker Recovery bietet SafeGuard Enterprise einen Challenge/Response Mechanismus, der es erlaubt, Informationen auf vertraulichem Weg auszutauschen sowie den BitLocker
Recovery-Schlüssel vom Helpdesk zu beziehen, siehe Challenge/Response für
(Seite 48) und
(Seite 49).
Damit Recovery-Vorgänge über Challenge/Response durchgeführt werden können, müssen die notwendigen Daten für den Helpdesk verfügbar sein. Die für die Recovery benötigten
Daten werden in die SafeGuard Enterprise-Datenbank geladen und dort gespeichert.
Hinweis: Wenn ein mit BitLocker verschlüsseltes Volume in einem Computer durch ein neues
Volume ersetzt wird, dieses den Volume-Buchstaben des alten Volume erhält und ebenfalls mit BitLocker verschlüsselt wird, speichert SafeGuard Enterprise nur den BitLocker
Recovery-Schlüssel des neuen Volume. Sie müssen von dem Schlüssel des bisherigen
Volume eine Sicherungskopie mit den von Microsoft zur Verfügung gestellten
Sicherungsmechanismen erstellen.
4.3 Erstverschlüsselung auf einem durch BitLocker geschützten Endpoint
Abhängig von dem Anmeldemodus, den der Sicherheitsbeauftragte für Ihren Endpoint eingerichtet hat, kann das Verhalten der SafeGuard Enterprise BitLocker-Unterstützung leicht abweichen.
Es wird in jedem Fall ein Dialog angezeigt, auf dem Sie auswählen können, ob Sie mit der
Verschlüsselung fortfahren oder diese auf einen späteren Zeitpunkt verschieben möchten.
Wenn Sie das Speichern, Neustarten und/oder Verschlüsseln bestätigen, beginnt die
Verschlüsselung trotzdem nicht sofort. Es wird ein Hardware-Test durchgeführt, um sicherzustellen, dass Ihr Endpoint die Voraussetzungen für die SafeGuard Enterprise
BitLocker-Verschlüsselung erfüllt. Das System führt einen Neustart durch und überprüft, ob alle Hardware-Voraussetzungen erfüllt werden. Wenn z.B. TPM oder USB Stick nicht verfügbar oder zugänglich sind, werden Sie nach einem anderen Speichermedium zum Speichern des externen Schlüssels gefragt. Das System überprüft auch, ob Sie die Anmeldeinformationen korrekt eingeben können. Wenn Sie Ihre Anmeldeinformationen nicht eingeben können, startet der Computer dennoch, nicht aber die Verschlüsselung. Sie werden erneut nach Ihrer PIN
Benutzerhilfe oder dem Kennwort gefragt. Nach einem erfolgreichen Hardware-Test beginnt die
BitLocker-Verschlüsselung.
Wenn Sie Später erinnern auswählen, startet die Verschlüsselung nicht und Sie werden erst wieder aufgefordert, dieses Volume zu verschlüsseln, wenn:
■
■ eine neue Richtlinie eingeführt wird, sich der BitLocker-Verschlüsselungsstatus eines Volume ändert oder
■ Sie sich erneut am System anmelden.
Hinweis: Wenn BitLocker-Laufwerkverschlüsselung für Ihr Betriebssystemlaufwerk oder
Datenlaufwerke von SafeGard Enterprise verwaltet wird, schalten Sie BitLocker für diese
Volumes nicht händisch ein.
4.3.1 Systemstartschlüssel speichern
Wenn Ihr Sicherheitsbeauftragter TPM + Systemstartschlüssel oder Systemstartschlüssel als Anmeldemodus definiert hat, müssen Sie angeben, wo der Systemstartschlüssel gespeichert werden soll. Wir empfehlen zum Speichern des Schlüssels einen unverschlüsselten
USB-Stick zu verwenden. Die gültigen Ziellaufwerke für den Systemstartschlüssel sind in dem Dialog angegeben. Später müssen Sie den Stick immer dann einstecken, wenn Sie den
Computer starten.
Wählen Sie das Ziellaufwerk aus und klicken Sie auf Speichern und neu starten.
4.3.2 Kennwort setzen
Wenn Ihr Sicherheitsbeauftragter Kennwort als Anmeldemodus eingerichtet hat, werden Sie aufgefordert, Ihr neues Kennwort einzugeben und zu wiederholen. Später benötigen Sie dieses Kennwort immer dann, wenn Sie Ihren Computer starten. Die erforderliche Länge und
Komplexitiät des Kennworts hängen von den Gruppenrichtlinienobjekten ab, die Ihr
Sicherheitsbeauftragter eingerichtet hat. Sie werden in dem Dialog über die
Kennwortanforderungen informiert.
Hinweis: Wenn Sie in Ihrem Kennwort Sonderzeichen verwenden, beachten Sie, dass das von Ihnen verwendete Tastaturlayout unter Umständen nicht dem von BitLocker unterstützten
EN-US Tastaturlayout entspricht. Sie können Ihr Tastaturlayout zum Festlegen des Kennworts vorübergehend auf EN-US setzen, siehe
(Seite 70).
4.3.3 PIN setzen
Wenn Ihr Sicherheitsbeauftragter TPM + PIN als Anmeldemodus eingerichtet hat, werden
Sie aufgefordert, Ihre neue PIN einzugeben und zu wiederholen. Sie brauchen diese PIN in
Zukunft immer wenn Sie ihren Computer starten. Die erforderliche Länge und Komplexität hängen von den Gruppenrichtlinienobjekten ab, die Ihr Sicherheitsbeauftragter eingerichtet hat. Sie werden in dem Dialog über die PIN-Anforderungen informiert.
Hinweis: Wenn Ihr Sicherheitsbeauftragter so genannte erweiterte PINs aktiviert hat, können
Sie in Ihrer PIN Sonderzeichen verwenden. Beachten Sie, dass das von Ihnen verwendete
Tastaturlayout unter Umständen nicht dem von BitLocker unterstützten EN-US Tastaturlayout entspricht. Sie können Ihr Tastaturlayout zum Festlegen der PIN vorübergehend auf EN-US setzen, siehe
Ändern des Tastaturlayouts (Seite 70).
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SafeGuard Enterprise
4.3.4 Dialog für TPM-only
Wenn Ihr Sicherheitsbeauftragter TPM als Anmeldemodus eingerichtet hat, müssen Sie lediglich den Neustart und die Verschlüsselung Ihres Endpoints bestätigen.
4.4 Entschlüsselung mit BitLocker
Computer, die mit BitLocker verschlüsselt wurden, lassen sich nicht automatisch entschlüsseln.
Die Entschlüsselung muss entweder über den Menüpunkt BitLocker Drive Encryption in der Systemsteuerung oder mit dem Microsoft Befehlszeilentool Manage-bde ausgeführt werden.
Eine Richtlinie im SafeGuard Management Center legt fest, ob Sie Volumes, die mit BitLocker verschlüsselt sind, entschlüsseln dürfen.
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Benutzerhilfe
5 SafeGuard Synchronized Encryption
SafeGuard Enterprise Synchronized Encryption ist ein vielseitiges
Dateiverschlüsselungs-Modul, das Ihnen ermöglicht, sensible Dateien anhand der Anwendung,
mit der sie erstellt wurden, zu verschlüsseln. Siehe Anwendungsbasierte Dateiverschlüsselung
(Seite 13). Die Verschlüsselung ist persistent, das bedeutet, Ihre Daten sind auch dann sicher, wenn sie an einen anderen Ort verschoben, in die Cloud hochgeladen oder per E-Mail versandt werden (siehe
Mailanhänge sicher versenden (Seite 14)).
Abhängig von der Richtlinie, die Ihr Sicherheitsbeauftragter definiert, werden bestimmte
Dateitypen automatisch verschlüsselt. In manchen Fällen kann es jedoch erforderlich sein, einzelne Dateien manuell zu verschlüsseln oder entschlüsseln, siehe
Dateien manuell verschlüsseln/entschlüsseln
(Seite 13).
Im Windows Explorer sind verschlüsselte Dateien mit einem grünen Schloss-Symbol gekennzeichnet.
Hinweis: Werden keine Overlay-Symbole angezeigt, finden Sie nähere Informationen im
Sophos Knowledgebase-Artikel 108784 .
5.1 Anwendungsbasierte Dateiverschlüsselung
SafeGuard Enterprise Synchronized Encryption kann jede Datei, die mit einer per Richtlinie definierten Anwendung erstellt wurde (zum Beispiel Microsoft Word), verschlüsseln, egal wo die Datei gespeichert wird. Eine Richtlinie definiert eine Liste von Anwendungen, für die die
Dateiverschlüsselung automatisch durchgeführt wird.
Wenn Ihr Sicherheitsbeauftragter die Dateiverschlüsselung für Microsoft Word aktiviert hat, wird jede Datei, die Sie mit Word erstellen und/oder speichern automatisch mit dem
Synchronized Encryption-Schlüssel verschlüsselt. Jeder, der diesen Schlüssel in seinem
Schlüsselring hat, kann auf diese Datei zugreifen. Sie können die Datei auf ein Netzlaufwerk oder auf einen USB-Stick kopieren oder per E-Mail versenden - die Dateiverschlüsselung bleibt aufrecht.
Ihr Sicherheitsbeauftragter kann per Richtlinie Ausnahmen für bestimmte Pfade definieren.
5.2 Dateien manuell verschlüsseln/entschlüsseln
Synchronized Encryption ermöglicht Ihnen, einzelne Dateien manuell zu verschlüsseln oder entschlüsseln. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine Datei und wählen Sie SafeGuard
Dateiverschlüsselung. Folgende Funktionen stehen zur Verfügung:
■ Status der Verschlüsselung anzeigen: Zeigt an, ob die Datei verschlüsselt ist und welcher
Schlüssel verwendet wurde.
■
■
Gemäß Richtlinie verschlüsseln Verschlüsselt Ihre Datei mit dem Synchronized
Encryption Schlüssel unter der Voraussetzung, dass der Dateityp in der Applikationenliste enthalten ist und der Speicherort nicht von der Verschlüsselung ausgenommen wurde.
Ausgewählte Datei entschlüsseln (nur für verschlüsselte Dateien): Sie können Dateien entschlüsseln und unverschlüsselt speichern. Wir empfehlen, Ihre Datei nur dann zu entschlüsseln, wenn sie keine sensiblen Informationen enthält.
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SafeGuard Enterprise
■
■
Ausgewählte Datei verschlüsseln (nur für unverschlüsselte Dateien): Sie können Dateien manuell mit dem Synchronized Encryption-Schlüssel verschlüsseln.
Kennwortgeschützte Datei erstellen: Hier können Sie ein Kennwort zum manuellen
Verschlüsseln Ihrer Datei definieren. Dies ist sinnvoll, wenn Sie eine vertrauliche Datei mit jemandem teilen möchten, der nicht über den Synchronized Encryption-Schlüssel Ihres
Unternehmens verfügt. Ihre Datei wird verschlüsselt und als HTML-Datei gespeichert.
Empfänger können die Datei mit ihrem Browser öffnen sobald Sie ihnen das Kennwort mitteilen.
Hinweis: Diese Funktion ist nur für Dateien verfügbar, die entweder unverschlüsselt oder mit einem Schlüssel in Ihrem Schlüsselring verschlüsselt sind. Bereits verschlüsselte
Dateien werden entschlüsselt bevor sie kennwortgeschützt werden.
Hinweis: Der Kennwortschutz verwendet Base64-Codierung, daher ist das Ergebnis größer als die Originaldatei. Die maximal unterstützte Dateigröße beträgt 50 MB.
Hinweis: Es können nur einzelne Dateien kennwortgeschützt werden, nicht ganze Ordner oder Pfade. Jedoch können Sie mehrere Dateien markieren, um sie zu verschlüsseln, entschlüsseln oder ihren Verschlüsselungsstatus anzuzeigen.
Wenn Sie mit der rechten Maustaste auf Ordner oder Laufwerke klicken, sind folgende
Funktionen verfügbar:
■ Status der Verschlüsselung anzeigen: Zeigt eine Liste der enthaltenen Dateien, deren
Verschlüsselungsstatus und die verwendeten Schlüssel an.
■ Gemäß Richtlinie verschlüsseln Das System erkennt automatisch alle unverschlüsselten
Dateien und verschlüsselt sie mit dem Synchronized Encryption Schlüssel unter der
Voraussetzung, dass der Dateityp in der Applikationenliste enthalten ist und der Speicherort nicht von der Verschlüsselung ausgenommen wurde. Abhängig von Ihrer Richtlinie werden auch Dateien, die mit einem anderen Schlüssel verschlüsselt sind, mit dem Synchronized
Encryption-Schlüssel wiederverschlüsselt.
5.3 Mailanhänge sicher versenden
Wenn Sie E-Mails mit Anhängen an Empfänger senden, die Synchronized Encryption verwenden, wird automatisch der Synchronized Encryption-Schlüssel verwendet. Sie brauchen sich nicht um die Verschlüsselung und Entschlüsselung zu kümmern.
Wenn Sie E-Mails an Empfänger außerhalb Ihres Firmennetzwerks senden, ist es ratsam,
Anhänge zu verschlüsseln um sensible Daten zu schützen. SafeGuard Enterprise beinhaltet ein Add-In für Microsoft Outlook, das Ihnen das Verschlüsseln von Mailanhängen erleichtert.
Wenn Sie eine E-Mail mit einem oder mehreren Anhängen versenden, werden Sie gefragt, wie Sie mit Ihren Dateien verfahren möchten. Die verfügbaren Optionen hängen vom
Verschlüsselungsstatus der Datei(en) ab, die Sie an die Mail anhängen.
■ Kennwortgeschützt
Wählen Sie diese Option, wenn Sie sensible Dateien an Empfänger außerhalb Ihrer
Organisation senden. Nachdem Sie ein Kennwort definiert und auf Senden gedrückt haben wird Ihre Datei verschlüsselt und als HTML-Datei gespeichert. Wenn Sie mehrere Dateien gleichzeitig versenden wird jede Datei einzeln mit demselben Kennwort geschützt.
Hinweis: Der Kennwortschutz verwendet Base64-Codierung, daher ist das Ergebnis größer als die Originaldatei. Die maximal unterstützte Dateigröße beträgt 50 MB.
Hinweis: Bereits verschlüsselte Dateien werden entschlüsselt bevor sie kennwortgeschützt werden.
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Benutzerhilfe
Empfänger können die Datei mit ihrem Browser öffnen sobald Sie ihnen das Kennwort mitteilen. Wählen Sie ein sicheres Kennwort und senden Sie es nicht in derselben E-Mail wie die Dateien. Wir empfehlen, den Empfängern das Kennwort am Telefon oder persönlich zu übermitteln.
Empfänger können einen der folgenden Browser verwenden, um den kennwortgeschützten
Anhang zu öffnen:
■
■
■
■
Microsoft Internet Explorer 11
Microsoft Edge
Mozilla Firefox
Google Chrome
Hinweis: Diese Software wurde mit den genannten Browsern in der zum Zeitpunkt der
Veröffentlichung verfügbaren Version getestet.
Empfänger können die erhaltene Datei bearbeiten und sie mit demselben Kennwort oder mit einem neuen Kennwort verschlüsselt zurücksenden. Ein Assistent im Browser führt durch den Prozess. Weitere Informationen finden Sie im Sophos Knowledgebase-Artikel
124440 .
■ Ungeschützt
Wählen Sie diese Option nur wenn Ihr Mailanhang keine sensiblen Daten enthält. Wenn
Sie eine E-Mail mit ungeschützten Anhängen senden kann Ihre Aktion protokolliert und von Ihrem Sicherheitsbeauftragten überwacht werden.
■ Anhänge, die unverändert gesendet werden
Wenn die E-Mail Anhänge enthält, die nicht kennwortgeschützt werden können, können
Sie diese Anhänge entweder unverändert senden oder aus der E-Mail entfernen. Der
Dialog enthält eine Liste von Dateien, die aus einem der folgenden Gründe nicht geschützt werden können:
■
■
Die Datei ist bereits kennwortgeschützt. Sie können die Datei entweder zuerst entschlüsseln und dann ein neues Kennwort verwenden, oder Sie senden die Datei unverändert und teilen das erforderliche Kennwort Ihrem Empfänger mit.
Die Datei wurde mit einem Schlüssel verschlüsselt, der sich derzeit nicht in Ihrem
Schlüsselbund befindet. Der Schlüssel wurde möglicherweise aus Sicherheitsgründen vorübergehend entzogen oder Sie verfügen nicht über den zum Verschlüsseln der
Datei verwendeten Schlüssel. Wenden Sie sich in diesem Fall an Ihren
Sicherheitsbeauftragten.
Hinweis: E-Mails, die Sie gleichzeitig an interne und externe Empfänger senden, werden wie externe E-Mails behandelt.
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SafeGuard Enterprise
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6 SafeGuard Data Exchange
Hinweis: Dieses Modul ist nicht auf Endpoints mit Synchronized Encryption verfügbar.
SafeGuard Data Exchange können Sie Daten auf Wechselmedien, die mit Ihrem
Windows-Computer verbunden sind, verschlüsseln und mit anderen Benutzern austauschen.
Alle Ver- und Entschlüsselungsprozesse laufen transparent und mit minimaler
Benutzerinteraktion ab.
Nur Benutzer, die über die entsprechenden Schlüssel verfügen, können den Inhalt der verschlüsselten Daten lesen. Alle nachfolgenden Verschlüsselungsprozesse laufen transparent.
Für den Benutzer bedeutet transparente Verschlüsselung, dass verschlüsselt gespeicherte
Daten automatisch beim Öffnen durch eine Anwendung entschlüsselt werden.
Beim Speichern wird die Datei automatisch wieder verschlüsselt. Während Ihrer täglichen
Arbeit merken Sie nicht, dass es sich um verschlüsselte Daten handelt. Entfernen Sie das wechselbare Speichermedium, bleiben die Daten jedoch verschlüsselt und sind gegen unbefugten Zugriff geschützt. Unbefugte Benutzer können zwar physikalisch auf die Daten zugreifen, jedoch können sie ohne SafeGuard Data Exchange und den richtigen Schlüssel die Daten nicht lesen.
Hinweis: Wie sich SafeGuard Data Exchange auf Ihrem Computer verhält, wird zentral von
Ihrem Sicherheitsbeauftragten festgelegt.
Ihr Sicherheitsbeauftragter legt in der zentralen Administration fest, wie mit Daten auf den
Medien umgegangen werden soll. Er kann z. B. festlegen, dass ausschließlich verschlüsselte
Dateien auf den Medien zugelassen sind. In diesem Fall werden alle bereits auf dem Medium bestehenden Dateien initial verschlüsselt. Außerdem werden alle neuen Dateien, die auf dem
Medium gespeichert werden, verschlüsselt. Sollen bereits existierende Dateien nicht verschlüsselt werden, kann der Zugriff auf die bereits auf dem Medium vorhandenen unverschlüsselten Dateien gestattet werden. In diesem Fall verschlüsselt SafeGuard Data
Exchange die bereits vorhandenen unverschlüsselten Dateien nicht. Die neu hinzugekommen
Dateien werden jedoch verschlüsselt. Somit können Sie die vorhandenen unverschlüsselten
Dateien lesen und auch bearbeiten. Solche Daten werden erst verschlüsselt, wenn der Name der Datei geändert wird. Der Sicherheitsbeauftragte kann auch festlegen dass Sie nicht dazu berechtigt sind, auf unverschlüsselte Dateien zuzugreifen, und die Dateien bleiben unverschlüsselt.
Für den Austausch von auf dem Medium vorhandenen verschlüsselten Dateien haben Sie folgende Möglichkeiten:
■ Der Empfänger der Dateien hat SafeGuard Enterprise installiert: Sie können für den
Datenaustausch gemeinsame Schlüssel verwenden, oder einen neuen Schlüssel erzeugen.
Wenn Sie einen Schlüssel erzeugen, müssen Sie dem Empfänger der Daten eine
Passphrase mitteilen.
■ Der Empfänger der Dateien hat SafeGuard Enterprise nicht installiert: SafeGuard
Enterprise bietet SafeGuard Portable. SafeGuard Portable lässt sich zusätzlich zu den verschlüsselten Dateien auf das Wechselmedium kopieren. Mit Hilfe von SafeGuard
Portable und der entsprechenden Passphrase kann der Empfänger die verschlüsselten
Dateien entschlüsseln und wieder verschlüsseln, ohne dafür SafeGuard Data Exchange installiert haben zu müssen.
Wichtig: Beim Extrahieren eines ZIP-Archivs mit dem integrierten Archivprogramm von
Microsoft Windows wird der Vorgang angehalten, sobald eine verschlüsselte Datei entdeckt wird, für die kein Schlüssel verfügbar ist. Der Benutzer erhält eine Nachricht, dass der Zugriff verweigert wurde, aber er wird nicht darüber informiert, dass Dateien vorhanden sind, die
Benutzerhilfe nicht verarbeitet wurden und somit fehlen. Andere Archivierprogramme wie z. B. 7-Zip eignen sich sehr gut für ZIP-Archive, die verschlüsselte Dateien enthalten.
6.1 Einstellungen für Wechselmedien
Ist auf Ihrem Computer SafeGuard Data Exchange installiert, werden Wechselmedien so behandelt wie von Ihrem Sicherheitsbeauftragten vordefiniert. Ein Sicherheitsbeauftragter kann für SafeGuard Data Exchange die folgenden Einstellungen definieren, die auch in
Kombination festgelegt werden können:
■
■
Initialverschlüsselung aller Dateien: In diesem Fall startet die Verschlüsselung aller
Daten auf einem Wechselmedium, sobald dieses mit Ihrem Computer verbunden ist. Diese
Einstellung stellt sicher, dass sich auf den Wechselmedien ausschließlich verschlüsselte
Daten befinden. Wenn die Verschlüsselung startet, werden Sie entweder aufgefordert, einen Schlüssel auszuwählen oder es wird ein vordefinierter Schlüssel verwendet.
Benutzer darf Initialverschlüsselung abbrechen: Wenn die Initialverschlüsselung startet, wird ein Dialog angezeigt, in dem Sie die Initialverschlüsselung abbrechen können.
■
■
Benutzer darf auf unverschlüsselte Dateien zugreifen: Ist diese Option auf Nein gesetzt, akzeptiert SafeGuard Data Exchange nur verschlüsselte Daten auf Wechselmedien. Sollten sich unverschlüsselte Daten auf dem Medium befinden, wird Ihnen der Zugriff verweigert.
Erst wenn Sie die Dateien verschlüsselt haben, können Sie darauf zugreifen.
Benutzer darf Dateien entschlüsseln: In diesem Fall besteht die Möglichkeit, Dateien auf einem Wechselmedium explizit zu entschlüsseln. Dateien, die explizit entschlüsselt wurden, bleiben in Klartext auf dem Wechselmedium, wenn dieses z. B. an einen Dritten weitergegeben wird.
■
■
■
Benutzer darf eine Medien-Passphrase für Wechselmedien erzeugen: Wenn Sie das erste Mal ein Wechselmedium mit Ihrem Computer verbinden, werden Sie aufgefordert, eine Medien-Passphrase einzugeben.
Klartext-Ordner: Der Sicherheitsbeauftragte kann einen Klartext-Ordner definieren, der auf allen Wechselmedien, die Sie verwenden, angelegt wird. Die Dateien in diesem Ordner werden von SafeGuard Data Exchange nicht verschlüsselt.
Benutzer darf über Verschlüsselung entscheiden: Wenn Sie Wechselmedien mit Ihrem
Computer verbinden, wird eine Meldung angezeigt, die Sie dazu auffordert zu entscheiden, ob die Dateien auf dem angesteckten Medium verschlüsselt werden sollen. Darüber hinaus können Sie, falls dies per Richtlinie aktiviert ist, auswählen, ob diese Einstellung gespeichert und immer auf das relevante Medium angewendet werden soll. Wenn Sie Einstellung
speichern und Dialog nicht mehr anzeigen wählen, wird die Meldung für das relevante
Medium nicht mehr angezeigt. In diesem Fall steht der neue Befehl Verschlüsselung
wieder aktivieren im Kontextmenü des relevanten Mediums im Windows Explorer zur
Verfügung. Wählen Sie diesen Befehl, um Ihre Entscheidung über die Verschlüsselung für das relevante Medium rückgängig zu machen. Ist dies nicht möglich, weil Sie zum
Beispiel nicht über die notwendigen Rechte für das Medium verfügen, so wird eine
Fehlermeldung angezeigt. Nachdem Sie Ihre Entscheidung rückgängig gemacht haben, werden Sie wieder dazu aufgefordert zu entscheiden, ob die Dateien auf dem relevanten
Medium verschlüsselt werden sollen.
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SafeGuard Enterprise
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6.2 Eine Medien-Passphrase für alle mit dem Computer verbundenen Wechselmedien
SafeGuard Data Exchange unterstützt die Festlegung einer einzigen Medien-Passphrase, die Ihnen den Zugriff auf alle mit Ihrem Computer verbundenen Wechselmedien ermöglicht.
Dies ist unabhängig von dem für die Verschlüsselung der einzelnen Dateien verwendeten
Schlüssel.
Ist diese Passphrase festgelegt, so kann der Zugriff auf verschlüsselte Dateien einfach durch
Eingabe der Medien-Passphrase erlangt werden. Die Medien-Passphrase ist an die Computer, an denen Sie sich anmelden dürfen, gebunden. Somit verwenden Sie auf jedem Computer, an den Sie sich anmelden dürfen, die gleiche Medien-Passphrase.
Die Medien-Passphrase kann geändert werden und wird automatisch auf jedem Computer, mit dem Sie arbeiten, synchronisiert, sobald Sie ein Wechselmedium mit diesem Computer verbinden.
Eine Medien-Passphrase ist in den folgenden Situationen nützlich:
■
■
Sie möchten verschlüsselte Daten auf Wechselmedien auf Computern benutzen, auf denen
SafeGuard Enterprise nicht installiert ist (SafeGuard Data Exchange in Kombination mit
SafeGuard Portable).
Sie möchten Daten mit externen Benutzern austauschen: Wenn Sie den externen Benutzern die Medien-Passphrase mitteilen, können Sie Ihnen den Zugriff auf alle Dateien auf dem
Wechselmedium gewähren, unabhängig davon, welcher Schlüssel für die Verschlüsselung der einzelnen Dateien verwendet wurde.
Sie können auch den Zugriff auf alle Dateien einschränken, indem Sie dem externen
Benutzer nur die Passphrase eines spezifischen Schlüssels (eines so genannten lokalen
Schlüssels, der von einem SafeGuard Data Exchange Benutzer erzeugt werden kann) mitteilen. In diesem Fall hat der externe Benutzer nur Zugriff auf die Dateien, die mit diesem spezifischen Schlüssel verschlüsselt sind. Alle anderen Dateien sind für den externen
Benutzer nicht lesbar.
Hinweis: Wenn Sie SafeGuard Enterprise Gruppenschlüssel für den Austausch von Daten auf Wechselmedien verwenden, ist innerhalb einer Arbeitsgruppe, deren Mitglieder alle den gleichen Gruppenschlüssel verwenden, keine Medien-Passphrase notwendig. In diesem Fall ist der Zugriff auf verschlüsselte Dateien auf Wechselmedien - falls so von Ihrem
Sicherheitsbeauftragten definiert - voll transparent. Sie müssen keine Passphrase und kein
Kennwort eingeben. Dies resultiert daraus, dass Gruppenschlüssel und Medien-Passphrasen für Wechselmedien gleichzeitig verwendet werden können. Da das System einen verfügbaren
Gruppenschlüssel automatisch erkennt, ist der Zugriff für Benutzer, die diesen Schlüssel verwenden, voll transparent. Wenn kein Gruppenschlüssel erkannt wird, zeigt SafeGuard
Data Exchange einen Dialog an, der den Benutzer zur Eingabe einer Medien-Passphrase oder einer Passphrase für einen lokalen Schlüssel auffordert.
Unterstützte Medien
SafeGuard Data Exchange unterstützt folgende Wechselmedien:
■ Systemstartschlüssel
■
■
■
Externe Festplatten, die über USB oder FireWire angeschlossen sind.
CD-RW-Laufwerke (UDF)
DVD-RW-Laufwerke (UDF)
Benutzerhilfe
■ Speicherkarten in USB-Kartenlesern
6.3 Verschlüsseln von Wechselmedien
Die Verschlüsselung von unverschlüsselten Daten auf einem Wechselmedium startet entweder automatisch, wenn Sie das Wechselmedium mit dem System verbinden, oder Sie muss von
Ihnen angestoßen werden. Alle nachfolgenden Ver- und Entschlüsselungsvorgänge laufen transparent und nahezu ohne Benutzerinteraktion ab.
6.3.1 Initialverschlüsselung
Die Verschlüsselung von unverschlüsselten Daten auf einem Wechselmedium startet entweder automatisch, wenn Sie das Wechselmedium mit dem System verbinden, oder Sie muss von
Ihnen angestoßen werden. Wenn Sie dazu berechtigt sind zu entscheiden, ob Dateien auf
Wechselmedien verschlüsselt werden sollen, werden Sie dazu aufgefordert, sobald Sie
Wechselmedien an Ihren Computer anschließen.
So starten Sie den Verschlüsselungsvorgang manuell:
1. Wählen Sie im Windows Explorer im Kontextmenü SafeGuard Dateiverschlüsselung >
Gemäß Richtlinie verschlüsseln. Ist kein bestimmter Schlüssel festgelegt worden, wird ein Dialog angezeigt, in dem Sie einen Schlüssel auswählen können.
2. Wählen Sie einen Schlüssel und klicken Sie auf OK. Alle Daten, die sich auf dem
Wechselmedium befinden, werden verschlüsselt.
Der Standardschlüssel wird benutzt, solange kein anderer Schlüssel als Standard definiert wird. Wenn Sie den Standardschlüssel ändern, wird der neue Schlüssel für die
Initialverschlüsselung der Wechselmedien verwendet, die nach der Änderung mit dem
Computer verbunden werden.
Hinweis: Benutzergenerierte lokale Schlüssel werden zum Datenaustausch mit Benutzern benötigt, die SafeGuard Enterprise zwar installiert haben, aber nicht dieselben Schlüssel wie
Sie verwenden. Darüber hinaus sind lokale Schlüssel für den sicheren Datenaustausch mit
Benutzern, die SafeGuard Enterprise nicht einsetzen, erforderlich. Lokale Schlüssel sind am
Präfix Local_ zu erkennen.
Wird die Option Unverschlüsselte Dateien verschlüsseln und verschlüsselte Dateien
umschlüsseln ausgewählt, werden bereits verschlüsselte Dateien, für die der Schlüssel vorhanden ist, entschlüsselt und anschließend mit dem neuen Schlüssel verschlüsselt.
Abbrechen der Initialverschlüsselung
Wenn die Initialverschlüsselung per Konfiguration automatisch startet, sind Sie möglicherweise dazu berechtigt, die Initialverschlüsselung abzubrechen. In diesem Fall ist die Schaltfläche
Abbrechen aktiv, eine Start-Schaltfläche wird angezeigt und der Beginn des
Verschlüsselungsvorgangs hat eine Verzögerung von 30 Sekunden. Wenn Sie in diesem
Zeitraum nicht auf Abbrechen klicken, startet die Initialverschlüsselung nach 30 Sekunden automatisch. Wenn Sie auf Start klicken, wird die Initialverschlüsselung sofort gestartet.
Initialverschlüsselung für Benutzer mit einer Medien-Passphrase
Wenn die Verwendung einer Medien-Passphrase per Richtlinie definiert wurde, werden Sie vor der Initialverschlüsselung aufgefordert, die Medien-Passphrase einzugeben. Die
Medien-Passphrase gilt für alle von Ihnen verwendeten Wechselmedien und ist an Ihren
Computer bzw. an alle Computer, an denen Sie sich anmelden dürfen, gebunden.
19
SafeGuard Enterprise
Die Initialverschlüsselung wird automatisch gestartet, wenn Sie die Medien-Passphrase eingegeben haben.
Wenn Sie die Medien-Passphrase einmal eingegeben haben, startet die Initialverschlüsselung jeweils automatisch, wenn Sie ein neues Wechselmedium mit dem Computer verbinden.
Hinweis: Auf Computern, auf denen Ihre Medien-Passphrase nicht eingestellt ist, wird die
Initialverschlüsselung nicht gestartet.
6.3.2 Manuelle Verschlüsselung
Wenn Sie berechtigt sind zu entscheiden, ob Dateien auf Wechselmedien verschlüsselt werden sollen, können Sie den Verschlüsselungsvorgang manuell starten. So können Sie auch bereits verschlüsselte Dateien mit einem anderen Schlüssel verschlüsseln.
So starten Sie den Verschlüsselungsvorgang manuell:
1. Wählen Sie im Windows Explorer im Kontextmenü SafeGuard Dateiverschlüsselung >
Gemäß Richtlinie verschlüsseln. Ist kein bestimmter Schlüssel festgelegt worden, wird ein Dialog angezeigt, in dem Sie einen Schlüssel auswählen können.
2. Wählen Sie einen Schlüssel und klicken Sie auf OK. Alle Daten, die sich auf dem
Wechselmedium befinden, werden verschlüsselt.
Der Standardschlüssel wird benutzt, solange kein anderer Schlüssel als Standard definiert wird. Wenn Sie den Standardschlüssel ändern, wird der neue Schlüssel für die
Initialverschlüsselung der Wechselmedien verwendet, die nach der Änderung mit dem
Computer verbunden werden.
Hinweis: Benutzergenerierte lokale Schlüssel werden zum Datenaustausch mit Benutzern benötigt, die SafeGuard Enterprise zwar installiert haben, aber nicht dieselben Schlüssel wie
Sie verwenden. Darüber hinaus sind lokale Schlüssel für den sicheren Datenaustausch mit
Benutzern, die SafeGuard Enterprise nicht einsetzen, erforderlich. Lokale Schlüssel sind am
Präfix Local_ zu erkennen.
Wird die Option Unverschlüsselte Dateien verschlüsseln und verschlüsselte Dateien
umschlüsseln aktiviert, werden bereits verschlüsselte Dateien, für die der Schlüssel vorhanden ist, entschlüsselt und anschließend mit dem neuen Schlüssel verschlüsselt.
6.3.3 Transparente Verschlüsselung
Ist auf ihrem Computer festgelegt, dass Dateien auf Wechselmedien verschlüsselt werden sollen, laufen alle Ver- und Entschlüsselungsvorgänge vollständig transparent ab.
Die Dateien werden verschlüsselt, wenn sie auf die Wechselmedien geschrieben werden und entschlüsselt, wenn sie vom Wechselmedium an einen anderen Ort kopiert oder verschoben werden.
Hinweis: Die Daten werden in diesem Fall nur entschlüsselt, wenn Sie an einen Ort kopiert oder verschoben werden, für den keine andere Verschlüsselungsrichtlinie gilt. Sie liegen dort dann in Klartext vor. Gilt am neuen Speicherort eine andere Verschlüsselungsrichtlinie, werden die Daten dort entsprechend verschlüsselt.
6.3.3.1 Medien-Passphrase
Falls die Verwendung einer Medien-Passphrase per Richtlinie definiert ist, werden Sie aufgefordert, die Medien-Passphrase einzugeben, wenn Sie nach der Installation von
SafeGuard Data Exchange zum ersten Mal ein Wechselmedium mit dem Computer verbinden.
20
Benutzerhilfe
Wenn der Dialog angezeigt wird, geben Sie eine Medien-Passphrase ein. Mit dieser
Medien-Passphrase können Sie auf alle verschlüsselten Dateien auf Ihren Wechselmedien zugreifen, unabhängig davon, welcher Schlüssel für die Verschlüsselung verwendet wurde.
Die Medien-Passphrase gilt für alle Wechselmedien, die Sie mit Ihrem Computer verbinden, sowie auf allen Computern, an denen Sie sich anmelden dürfen. Die Medien-Passphrase kann auch mit SafeGuard Portable verwendet werden und ermöglicht auch hier den Zugriff auf alle Dateien, unabhängig davon, mit welchem Schlüssel sie verschlüsselt wurden.
6.3.3.2 Ändern/Zurücksetzen der Medien-Passphrase
Sie können Ihre Medien-Passphrase jederzeit mit dem Befehl Medien-Passphrase ändern im Menü des Taskleistensymbols ändern. Es wird ein Dialog angezeigt, in dem Sie die alte und die neue Medien-Passphrase eingeben und die neue bestätigen.
Wenn Sie Ihre Medien-Passphrase vergessen haben, können Sie sie in diesem Dialog auch zurücksetzen. Wenn Sie die Option Medien-Passphrase zurücksetzen auswählen und auf
OK klicken, werden Sie darüber informiert, dass Ihre Medien-Passphrase bei der nächsten
Anmeldung zurückgesetzt wird.
Melden Sie sich nun sofort ab und danach wieder an. Sie werden darüber informiert, dass keine Medien-Passphrase vorhanden ist, und dazu aufgefordert, eine neue einzugeben.
6.3.3.3 Synchronisierung der Medien-Passphrase
Hinweis: Die Synchronisierung der Medien-Passphrase ist nur auf Windows-Endpoints möglich.
Die Medien-Passphrasen auf Ihren Wechselmedien und Ihrem Computer werden automatisch synchronisiert. Wenn Sie die Medien-Passphrase auf Ihrem Computer ändern und dann ein
Wechselmedium mit dem Computer verbinden, das noch die alte Version der
Medien-Passphrase verwendet, werden Sie darüber informiert, dass die Medien-Passphrasen synchronisiert wurden. Dies trifft auf alle Computer zu, an denen Sie sich anmelden dürfen.
Hinweis: Nach einem Wechsel der Medien-Passphrase sollten Sie alle Ihre Wechselmedien einmal mit dem Computer verbinden. Dadurch stellen Sie sicher, dass die neue
Medien-Passphrase auf allen Geräten verwendet wird (Synchronisierung).
6.4 Datenaustausch mit SafeGuard Data Exchange
Typische Anwendungsfälle für den sicheren Datenaustausch mit SafeGuard Data Exchange sind:
■ Austausch von Daten mit SafeGuard Enterprise Benutzern, die zumindest über einen
Schlüssel verfügen, der sich auch in Ihrem Schlüsselring befindet.
Zu diesem Zweck verschlüsseln Sie die Daten auf dem Wechselmedium mit einem
Schlüssel, den auch der Empfänger (z. B. auf seinem Notebook im Außendienst) in seinem
Schlüsselring hat. Da er den Schlüssel besitzt, kann er auf die verschlüsselten Daten transparent zugreifen.
■ Austausch von Daten mit SafeGuard Enterprise Benutzern, die nicht den gleichen Schlüssel besitzen wie Sie selbst.
Dazu erzeugen Sie einen lokalen Schlüssel und verschlüsseln die Daten damit. Lokal erzeugte Schlüssel sind mit einer Passphrase abgesichert und können von SafeGuard
Enterprise importiert werden. Sie teilen dem Empfänger der Daten die Passphrase mit.
Damit kann er den Schlüssel importieren und dann auf die Daten zugreifen.
21
SafeGuard Enterprise
■ Austausch von Daten mit Benutzern ohne SafeGuard Enterprise
Für Benutzer, die SafeGuard Enterprise nicht installiert haben, steht SafeGuard Portable zur Verfügung. Auch bei der Verwendung von SafeGuard Portable müssen lokale Schlüssel mit Passphrase verwendet werden.
Zusätzlich muss SafeGuard Portable auf das Wechselmedium kopiert werden. Auch in diesem Fall müssen Sie dem Empfänger der verschlüsselten Daten die Passphrase bekannt geben. Dieser kann dann mit SafeGuard Portable und der Passphrase die Daten entschlüsseln, eventuell bearbeiten und wieder verschlüsselt auf dem Wechselmedium speichern. Da es sich bei SafeGuard Portable um eine autarke Applikation handelt, muss auf dem Computer keine zusätzliche Software installiert werden, um auf die verschlüsselten
Daten zugreifen zu können.
Hinweis: Ob SafeGuard Portable auf Wechselmedien kopiert wird, bestimmt Ihr
Sicherheitsbeauftragter in der für Sie geltenden Sicherheitsrichtlinie.
6.4.1 Import von Schlüsseln aus einer Datei
Wenn Sie ein Wechselmedium mit verschlüsselten Daten erhalten haben oder auf Cloud
Storage Daten in einem freigegebenen Ordner zugreifen möchten und diese Daten mit benutzerdefinierten lokalen Schlüsseln verschlüsselt sind, können Sie den zur Entschlüsselung notwendigen Schlüssel in Ihren privaten Schlüsselring importieren.
Dazu benötigen Sie die Passphrase für diesen Schlüssel. Diese muss Ihnen von der Person, die die Daten verschlüsselt hat, mitgeteilt werden.
1. Wählen Sie die entsprechende Datei auf dem Wechselmedium und klicken Sie auf
SafeGuard Dateiverschlüsselung > Schlüssel aus Datei importieren.
2. Geben Sie im nun angezeigten Dialog die Passphrase ein.
Der Schlüssel wird importiert und Sie können auf die Datei zugreifen.
6.4.2 Erzeugen von lokalen Schlüsseln
1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das SafeGuard Enterprise Taskleistensymbol in der Windows Taskleiste oder auf ein Volume, ein Verzeichnis oder eine Datei.
2. Klicken Sie auf Neuen Schlüssel erzeugen.
3. Geben Sie im Dialog Schlüssel erzeugen einen Namen und eine Passphrase für den
Schlüssel ein.
Der interne Name des Schlüssels wird im Feld darunter angezeigt.
4. Bestätigen Sie die Passphrase.
Wenn Sie eine unsichere Passphrase eingeben, wird ein Hinweis angezeigt. Zur Erhöhung des Sicherheitsniveaus ist die Verwendung von komplexen Passphrasen empfehlenswert.
Sie können selbst entscheiden, ob Sie die unsichere Passphrase dennoch verwenden wollen. Die Passphrase muss außerdem den Unternehmensrichtlinien entsprechen. Ist dies nicht der Fall, so wird eine Warnung angezeigt.
22
Benutzerhilfe
5. Wenn Sie den Dialog über ein Kontextmenü geöffnet haben, enthält dieses die Option Als
neuen Standardschlüssel für Pfad verwenden. Mit der Option Als neuen
Standardschlüssel für Pfad verwenden können Sie diesen Schlüssel als
Standardschlüssel für ein Volume oder einen Cloud Storage-Synchronisierungsordner festlegen.
Der Standardschlüssel, den Sie hier angeben, wird im laufenden Betrieb für die
Verschlüsselung verwendet. Dieser Standardschlüssel wird solange verwendet, bis ein anderer gesetzt wird.
6. Klicken Sie auf OK.
Der Schlüssel wird erzeugt und steht zur Verfügung, wenn die Daten erfolgreich mit dem
SafeGuard Enterprise Server synchronisiert wurden.
Wenn Sie diesen Schlüssel als Standardschlüssel festlegen, werden alle Daten, die ab diesem Zeitpunkt auf ein Wechselmedium oder in einen Cloud Storage
Synchronisierungsordner kopiert werden, mit diesem Schlüssel verschlüsselt.
Damit ein Empfänger alle Daten auf dem Wechselmedium entschlüsseln kann, müssen Sie gegebenenfalls die Daten auf dem Medium mit dem lokal erzeugten Schlüssel neu verschlüsseln. Wählen Sie das Medium im Windows Explorer aus und klicken Sie im
Kontextmenü SafeGuard Dateiverschlüsselung > Gemäß Richtlinie verschlüsseln. Wählen
Sie dann den gewünschten lokalen Schlüssel aus und verschlüsseln Sie die Daten. Wenn
Sie eine Medien-Passphrase benutzen, ist dies nicht notwendig.
6.5 Brennen von Dateien auf CD mit dem Windows
Assistenten zum Schreiben von CDs
Mit SafeGuard Data Exchange können Sie verschlüsselte Dateien über den im Windows
Explorer integrierten Assistenten zum Schreiben von CDs auf CDs brennen.
Dazu muss für das CD-Laufwerk eine Verschlüsselungsregel definiert sein. SafeGuard Data
Exchange erweitert dann den Assistenten um einen Dialog. Dort können Sie festlegen, wie die Dateien auf CD gebrannt werden sollen (verschlüsselt oder in Klartext).
Hinweis: Wenn für das optische Medium keine Verschlüsselungsregel festgelegt ist, werden die Dateien immer in Klartext auf das Medium geschrieben. Der Dialog von SafeGuard Data
Exchange, über den der Verschlüsselungsstatus der Daten auf dem Datenträger festgelegt werden kann, wird nicht angezeigt.
Nachdem Sie einen Namen für die zu brennende CD eingegeben haben, wird die SafeGuard
Data Exchange Disc Burning Erweiterung angezeigt.
Im Abschnitt Statistik wird angezeigt,
■ wie viele Dateien zum Brennen ausgewählt sind
■
■ wie viele der ausgewählten Dateien verschlüsselt sind wie viele der ausgewählten Dateien in Klartext gespeichert sind
Unter Status wird angezeigt, welche Schlüssel für die bereits verschlüsselten Dateien verwendet wurden.
SafeGuard Data Exchange verwendet zur Verschlüsselung beim Brennen auf CD immer den
Schlüssel, der beim Festlegen der Verschlüsselungsregel für das optische Laufwerk ausgewählt wurde.
Die Situation, dass zu brennende Dateien mit verschiedenen Schlüsseln verschlüsselt sind, kann dann entstehen, wenn die Verschlüsselungsregel für das optische Laufwerk geändert
23
SafeGuard Enterprise
24 wurde. Unverschlüsselte Dateien befinden sich dann im Ordner für zu brennende Dateien, wenn die Verschlüsselungsregel deaktiviert war, als diese hinzugefügt wurden.
Dateien verschlüsselt auf CD brennen
Wenn Sie die Dateien verschlüsselt auf CD brennen möchten, klicken Sie auf die Schaltfläche
Um-/Verschlüsseln aller Dateien.
Bei Bedarf werden verschlüsselte Dateien neu verschlüsselt und in Klartext vorliegende
Dateien verschlüsselt. Die Dateien auf der gebrannten CD sind mit dem Schlüssel, der für die Verschlüsselungsregel für das optische Laufwerk ausgewählt wurde, verschlüsselt.
Dateien in Klartext auf CD brennen
Wenn Sie auf Alle Dateien entschlüsseln klicken, werden die Dateien entschlüsselt und dann auf CD gebrannt.
SafeGuard Portable auf das optische Speichermedium kopieren
Wenn Sie diese Option auswählen, wird auch SafeGuard Portable auf das Medium gebrannt.
Dies ermöglicht das Lesen und Bearbeiten von mit SafeGuard Data Exchange verschlüsselten
Dateien auf Computern, auf denen SafeGuard Data Exchange nicht installiert ist.
6.5.1 Schreiben auf CDs und DVDs
In Windows steht ein Assistent für das Schreiben auf CDs/DVDs zur Verfügung.
Die SafeGuard Disc Burning Erweiterung für den Assistenten für das Schreiben auf CDs steht nur beim Brennen von CDs/DVDs im Mastered Format zur Verfügung. Der Assistent wird nur angezeigt, wenn Daten in diesem Format gebrannt werden sollen.
Für das Livedateisystem ist kein Assistent notwendig. Das optische Laufwerk wird in diesem
Fall wie jedes andere Wechselmedium behandelt. Dateien werden automatisch beim Kopieren auf die CD/DVD verschlüsselt, wenn eine entsprechende Verschlüsselungsregel existiert.
6.6 SafeGuard Portable
SafeGuard Portable ermöglicht Ihnen den verschlüsselten Datenaustausch auf Wechselmedien, ohne dass der Empfänger der Daten SafeGuard Enterprise installiert haben muss.
Hinweis: SafeGuard Portable wird nicht auf Mac OS X unterstützt.
Daten, die mit SafeGuard Data Exchange verschlüsselt wurden, können mit Hilfe von
SafeGuard Portable ent- bzw. verschlüsselt werden. Dies wird durch ein eigenes Programm
(SGPortable.exe) erreicht, das automatisch auf das Wechselmedium kopiert wird.
Hinweis: SafeGuard Portable ver- und entschlüsselt ausschließlich mit AES 256 verschlüsselte
Dateien.
Mit SafeGuard Portable in Verbindung mit der relevanten Medien-Passphrase erhalten Sie
Zugriff auf alle verschlüsselten Dateien. Dabei spielt es keine Rolle, welcher lokale Schlüssel für die Verschlüsselung verwendet wurde. Mit der Passphrase eines lokalen Schlüssels hingegen erhalten Sie lediglich Zugriff auf die Dateien, die mit diesem spezifischen Schlüssel verschlüsselt wurden. Der Empfänger kann jeweils die verschlüsselten Daten entschlüsseln und sie auch wieder verschlüsseln.
Benutzerhilfe
Hinweis: Die Medien-Passphrase oder die Passphrase für einen lokalen Schlüssel müssen dem Empfänger zuvor mitgeteilt werden.
Der Empfänger hat die Wahl, ob er bereits vorhandene Schlüssel, die mit SafeGuard Data
Exchange erzeugt wurden, für die Verschlüsselung wählt, oder ob er (z. B. bei neuen Dateien) einen neuen Schlüssel mit SafeGuard Portable erzeugt und diesen zur Verschlüsselung der
Daten verwendet.
SafeGuard Portable muss dabei nicht auf dem Computer Ihres Kommunikationspartners installiert oder kopiert werden. Es verbleibt auf dem Wechselmedium.
Hinweis: Als SafeGuard Enterprise Benutzer benötigen Sie SafeGuard Portable in der Regel nicht. Die folgende Beschreibung erfolgt aus der Sicht eines Benutzers, der nicht über
SafeGuard Enterprise verfügt und darum die verschlüsselten Daten nur mit SafeGuard Portable bearbeiten kann.
6.6.1 Bearbeiten von Dateien mit SafeGuard Portable
Sie haben ein Wechselmedium erhalten, auf dem sich neben den mit SafeGuard Data
Exchange verschlüsselten Dateien ein Ordner SGPortable befindet. In diesem Ordner befindet sich die Datei SGPortable.exe
.
1. Starten Sie SafeGuard Portable mit einem Doppelklick auf SGPortable.exe
.
Mit Hilfe von SafeGuard Portable können Sie die verschlüsselten Dateien auf dem wechselbaren Medium ent- und auch wieder verschlüsseln. SafeGuard Portable bietet
Ihnen eine ähnliche Funktionalität, wie sie Sie vom Windows Explorer kennen.
Zusätzlich zu den aus dem Windows Explorer bekannten Dateimerkmalen (Name, Größe usw.) zeigt SafeGuard Portable die Spalte Schlüssel an. Diese Spalte gibt an, ob die
Daten verschlüsselt sind. Ist die Datei verschlüsselt, wird der Name des verwendeten
Schlüssels angezeigt.
Hinweis: Sie können nur Dateien entschlüsseln, für deren Schlüssel Sie die entsprechende
Passphrase wissen.
25
SafeGuard Enterprise
2. Wenn Sie Dateien auf Ihrem Wechselmedium bearbeiten wollen, klicken Sie auf die relevante Datei und wählen Sie entweder über das Kontextmenü der rechten Maustaste oder über das Menü Datei das entsprechende Kommando.
Folgende Menübefehle stehen Ihnen über das Kontextmenü der rechten Maustaste zur
Verfügung:
Verschlüsselungsschlüssel setzen
Verschlüsseln
Entschlüsseln
Verschlüsselungsstatus
Kopieren nach
Löschen
Öffnet den Dialog Schlüssel eingeben. Hier können Sie einen Schlüssel für die
Verschlüsselung mit Hilfe von SafeGuard
Portable generieren.
Verschlüsselt die aktivierte Datei auf Ihrem
Wechselmedium. Der zuletzt benutzte Schlüssel wird für die Verschlüsselung verwendet.
Öffnet den Dialog Passphrase eingeben. Geben
Sie hier die Passphrase zum Entschlüsseln der ausgewählten Datei ein.
Öffnet einen Dialog, in dem der
Verschlüsselungsstatus angezeigt wird.
Kopiert die Datei in den Ordner Ihrer Wahl und entschlüsselt diese.
Löscht die aktivierte Datei von Ihrem
Wechselmedium.
Die Kommandos Öffnen, Löschen, Verschlüsseln, Entschlüsseln und Kopieren können auch über Symbole in der Symbolleiste aufgerufen werden.
6.6.1.1 Setzen von Verschlüsselungsschlüsseln
So verschlüsseln Sie eine Datei auf einem Wechselmedium und legen einen
Verschlüsselungschlüssel an:
1. Wählen Sie über das Kontextmenü der rechten Maustaste oder über das Menü Datei den
Befehl Verschlüsselungsschlüssel setzen.
Der Dialog Schlüssel eingeben wird angezeigt.
2. Geben Sie einen Namen und eine Passphrase für den Schlüssel ein. Bestätigen Sie die
Passphrase und klicken Sie auf OK.
Die Passphrase muss den Unternehmensrichtlinien entsprechen. Ist dies nicht der Fall, so wird eine Warnung angezeigt.
Der Schlüssel wird erzeugt und ab diesem Zeitpunkt zur Verschlüsselung verwendet.
26
Benutzerhilfe
6.6.1.2 Verschlüsseln von Dateien auf Wechselmedien
1. Markieren Sie die Datei im Explorer von SafeGuard Portable und wählen Sie über das
Kontextmenü der rechten Maustaste Verschlüsseln.
Die Datei wird dann mit dem zuletzt von SafeGuard Portable verwendeten Schlüssel verschlüsselt.
Wenn Sie per Drag & Drop über den Explorer von SafeGuard Portable neue Dateien auf
Ihrem Wechselmedium speichern, werden Sie gefragt, ob Sie diese Dateien verschlüsseln wollen.
Geschieht dies, ohne dass vorher eine Verschlüsselung mit SafeGuard Portable durchgeführt wurde, dann öffnet sich der Dialog zum Setzen eines Schlüssels. Geben Sie dort den Namen des Schlüssels und eine Passphrase ein (die Eingabe der Passphrase muss wiederholt werden). Klicken Sie auf OK.
2. Markieren Sie die Datei, die mit dem ausgewählten Schlüssel verschlüsselt werden soll, und wählen Sie über das Kontextmenü der rechten Maustaste oder über das Menü Datei den Befehl Verschlüsseln.
Die Datei wird nun verschlüsselt. Sie erhalten eine Meldung, wenn diese Aktion erfolgreich abgeschlossen ist.
Hinweis: Alle weiteren Verschlüsselungen, die Sie mit SafeGuard Portable vornehmen, werden ab jetzt mit dem zuletzt verwendeten und von SafeGuard Portable gesetzten
Schlüssel vorgenommen. Es sei denn, Sie setzen einen neuen Schlüssel.
6.6.1.3 Entschlüsseln von Dateien auf Wechselmedien
1. Markieren Sie die Datei im Explorer von SafeGuard Portable und wählen Sie Entschlüsseln aus dem Kontextmenü.
Der Dialog zur Eingabe der Medien-Passphrase oder der Passphrase eines lokalen
Schlüssels wird angezeigt.
2. Geben Sie dort die entsprechende Passphrase ein (die Passphrase muss Ihnen vom
Absender der Daten mitgeteilt werden) und klicken Sie auf OK.
Die Datei wird entschlüsselt.
Über die Medien-Passphrase erhalten Sie Zugriff auf alle verschlüsselten Dateien. Dabei spielt es keine Rolle, welcher lokale Schlüssel für die Verschlüsselung benutzt wurde. Mit der
Passphrase eines lokalen Schlüssels hingegen erhalten Sie lediglich Zugriff auf die Dateien, die mit diesem spezifischen Schlüssel verschlüsselt wurden.
Wenn Sie eine Datei entschlüsseln, die mit einem von Ihnen in SafeGuard Portable erzeugten
Schlüssel verschlüsselt worden ist, wird diese Datei automatisch entschlüsselt.
Haben Sie einmal Dateien auf Ihrem Wechselmedium entschlüsselt und die Passphrase des
Schlüssels eingegeben, dann müssen Sie die Eingabe beim nächsten Entschlüsseln und
Verschlüsseln nicht wiederholen, wenn die Dateien mit dem gleichen Schlüssel verschlüsselt worden sind.
SafeGuard Portable „merkt“ sich die Schlüssel so lange die Applikation läuft. Beim
Verschlüsseln wird immer der zuletzt von SafeGuard Portable verwendete Schlüssel benutzt.
Wenn Sie die Dateien entschlüsseln, liegen diese in Klartext auf dem Wechselmedium vor.
Entschlüsselte Dateien werden wieder verschlüsselt, wenn Sie SafeGuard Portable schließen.
27
SafeGuard Enterprise
6.6.1.4 Verschlüsseln von neuen Dateien mit SafeGuard Portable
Sie können mit SafeGuard Portable auch Ihre eigenen Dateien verschlüsselt auf das
Wechselmedium kopieren.
1. Ziehen Sie dazu die gewünschten Dateien einfach in den Explorer von SafeGuard Portable.
Sie werden gefragt, ob Sie die Datei verschlüsseln wollen.
2. Bestätigen Sie, dass Sie die Datei verschlüsseln möchten. Die Datei wird mit dem zuletzt verwendeten Schlüssel verschlüsselt und auf das Wechselmedium kopiert.
6.6.1.5 Zeigt den Verschlüsselungsstatus eines Laufwerks an.
1. Markieren Sie die Datei und wählen Sie entweder über das Kontextmenü der rechten
Maustaste oder über das Menü Datei den Befehl Verschlüsselungsstatus.
Der Verschlüsselungsstatus wird Ihnen auch im SafeGuard Portable Explorer neben dem
Dateinamen in der Spalte Schlüssel angezeigt.
6.6.2 Weitere SafeGuard Portable Funktionen
Folgende weitere Funktionen stehen zur Verfügung:
■ Öffnen: Dieser Menübefehl steht Ihnen nur über das Hauptmenü Datei von SafeGuard
Portable zur Verfügung.
Wenn Sie eine verschlüsselte Datei über diesen Menübefehl öffnen, werden Sie, wenn diese Datei verschlüsselt ist, zur Eingabe der Passphrase aufgefordert. Geben Sie die
Passphrase ein und klicken Sie auf OK. Die Datei wird entschlüsselt und geöffnet.
■
■
Löschen: Löscht die markierte Datei.
Kopieren nach: Dieser Menübefehl steht Ihnen nur über das Kontextmenü der rechten
Maustaste des Explorers von SafeGuard Portable zur Verfügung.
Sie können damit Dateien, die sich auf einem Wechselmedium befinden, auf ein anderes
Volume Ihres Computers kopieren.
■ Exit: Dieser Menübefehl steht Ihnen nur über das Hauptmenü Datei von SafeGuard
Portable zur Verfügung.
Exit beendet SafeGuard Portable.
28
Benutzerhilfe
7 SafeGuard File Encryption
Hinweis: Dieses Modul ist nicht auf Endpoints mit Synchronized Encryption verfügbar.
SafeGuard Enterprise File Encryption ermöglicht die dateibasierte Verschlüsselung auf lokalen
Laufwerken und im Netzwerk. Das Modul ist insbesondere für Arbeitsgruppen nützlich, die
Daten sicher auf Netzwerkfreigaben ablegen möchten.
Wenn für Ihren Computer eine File Encryption-Richtlinie vom Typ Pfadbasiert gilt, werden die Dateien in den von der Richtlinie abgedeckten Speicherorten ohne Benutzerinteraktion transparent verschlüsselt:
■
■
Neue Dateien in den relevanten Speicherorten werden automatisch verschlüsselt.
Wenn Sie den Schlüssel für eine verschlüsselte Datei haben, können Sie den Inhalt lesen und ändern.
■
■
■
Wenn Sie den Schlüssel für eine verschlüsselte Datei nicht haben, wird der Zugriff verweigert.
Wenn Sie auf einem Computer, auf dem File Encryption nicht installiert ist, auf eine verschlüsselte Datei zugreifen, wird der verschlüsselte Inhalt angezeigt.
Sie können den Verschlüsselungsstatus Ihrer Dateien mit den SafeGuard Enterprise
Explorer Extensions für dateibasierende Verschlüsselung überprüfen, siehe
Explorer-Erweiterungen für dateibasierte Verschlüsselung
(Seite 38).
7.1 Gemäß Richtlinie verschlüsseln
Nachdem auf Ihren Computer eine File Encryption Richtlinie angewendet wurde, werden vorhandene Dateien in den von der Richtlinie abgedeckten Speicherorten nicht automatisch verschlüsselt. Es muss eine initiale Verschlüsselung durchgeführt werden.
Wir empfehlen, diese Initialverschlüsselung durchzuführen, sobald auf Ihrem Endpoint eine
File Encryption Richtlinie eingeht, obwohl Ihr Sicherheitsbeauftragter diesen
Verschlüsselungsvorgang auch automatisch starten kann. Damit stellen Sie sicher, dass Ihre
Daten so bald wie möglich nach Eingang einer File Encryption Richtlinie gemäß der Richtlinie verschlüsselt sind.
Einige Anwendungen legen nach dem Ändern des Inhalts einer Datei eine neue Datei an und löschen die alte. Nur bei diesen Anwendungen wird die Datei nach der Änderung verschlüsselt.
Alle anderen Anwendungen lassen die Datei unverschlüsselt, wenn sie vor der Änderung unverschlüsselt war.
Um die Verschlüsselung manuell zu starten, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den
Knoten Dieser PC im Windows Explorer und wählen Sie SafeGuard Dateiverschlüsselung
> Gemäß Richtlinie verschlüsseln. Der SafeGuard Assistent für Dateiverschlüsselung (Seite
29) verschlüsselt alle Dateien in Ordnern und Unterordnern, die in den definierten
Verschlüsselungsrichtlinien enthalten sind.
7.2 SafeGuard Assistent für Dateiverschlüsselung
Um den SafeGuard Assistenten für Dateiverschlüsselung zu starten, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Knoten Dieser PC im Windows Explorer und wählen Sie SafeGuard
Dateiverschlüsselung > Gemäß Richtlinie verschlüsseln.
29
SafeGuard Enterprise
Die Anwendung überprüft alle Ordner, die in einer Verschlüsselungsregel für den Benutzer definiert sind:
■ Unverschlüsselte Dateien, die verschlüsselt werden sollen, werden mit dem in der Regel definierten Schlüssel verschlüsselt.
■
■
Verschlüsselte Dateien, die mit einem anderen Schlüssel verschlüsselt werden sollen, werden mit dem in der Regel definierten Schlüssel neu verschlüsselt.
Wenn der Benutzer den aktuellen Schlüssel nicht hat, wird eine Fehlermeldung angezeigt.
■ Verschlüsselte Dateien, die laut Verschlüsselungsrichtlinie unverschlüsselt sein sollten, bleiben verschlüsselt.
Ein Status-Bild zeigt den Gesamtstatus des Vorgangs:
■ Grün: Der Vorgang wurde erfolgreich abgeschlossen.
■
■
■
■
Rot: Der Vorgang wurde mit Fehlern abgeschlossen.
Gelb: Der Vorgang dauert an.
In drei Registerkarten werden detaillierte Informationen zu den verarbeiteten Dateien angezeigt:
■
■
Die Registerkarte Übersicht zeigt Zähler zu den gefundenen/verschlüsselten/neu verschlüsselten usw. Dateien an. Mit der Exportieren... Schaltfläche können Sie Berichte zu den verarbeiteten Dateien mit den entsprechenden Ergebnissen in XML-Format erstellen.
Die Registerkarte Fehler zeigt die Dateien, die nicht wie gewünscht verarbeitet werden konnten.
Die Registerkarte Geändert zeigt die Dateien, die erfolgreich geändert werden konnten.
Die Registerkarte Alle zeigt alle verarbeiteten Dateien und die entsprechenden Ergebnisse.
Klicken Sie auf die Schaltfläche Beenden in der oberen rechten Ecke, um den Vorgang abzubrechen. Daraufhin wird anstelle der Schaltfläche Beenden die Schaltfläche Neu starten angezeigt, mit der Sie den Vorgang erneut starten können.
Wird der Vorgang mit Fehlern abgeschlossen, wird anstelle der Schaltfläche Beenden die
Schaltfläche Erneut versuchen angezeigt. Wenn Sie auf Erneut versuchen klicken, wird der Vorgang nur für die Dateien, die nicht verarbeitet werden konnten, neu gestartet.
7.3 Persistente Verschlüsselung
Der Inhalt von mit File Encryption verschlüsselten Dateien wird jeweils direkt entschlüsselt, wenn Sie den notwendigen Schlüssel haben. Wenn Sie eine Datei an einem Ort speichern, für den keine Verschlüsselungsregel definiert ist, bewirkt die Persistente Verschlüsselung, dass die Datei verschlüsselt bleibt. Sicherheitsbeauftragte können dieses Verhalten deaktivieren. Ist Persistente Verschlüsselung deaktiviert und Sie kopieren oder verschieben
Dateien an einen Speicherort, für den keine Verschlüsselungsregel gilt, so werden diese
Dateien unverschlüsselt gespeichert.
Hinweis: Unter Umständen funktioniert die persistente Verschlüsselung nicht wie erwartet, da manche Verschlüsselungsregeln die persistente Verschlüsselung übersteuern. Wenden
Sie sich in diesem Fall an Ihren Sicherheitsbeauftragten.
30
Benutzerhilfe
8 SafeGuard Cloud Storage
Hinweis: Dieses Modul ist nicht auf Endpoints mit Synchronized Encryption verfügbar.
Das SafeGuard Enterprise Modul Cloud Storage bietet dateibasierte Verschlüsselung von in der Cloud gespeicherten Daten. Es beeinflusst nicht die Art und Weise, wie Sie mit Ihren
Dateien arbeiten, sondern stellt sicher, dass die lokalen Kopien Ihrer Cloud-Daten transparent verschlüsselt werden und auch verschlüsselt bleiben, wenn sie in der Cloud gespeichert werden.
Hinweis: Fügen Sie keine Dateien zu Ihrem Dropbox Ordner hinzu, indem Sie sie auf das
Dropbox Symbol am Windows Schreibtisch ziehen. Diese Dateien würden im Klartext in Ihren
Dropbox Ordner kopiert. Um Dateien zu verschlüsseln, kopieren Sie sie direkt in Ihren Dropbox
Ordner.
Wichtig: Beim Extrahieren eines ZIP-Archivs mit dem integrierten Archivprogramm von
Microsoft Windows wird der Vorgang angehalten, sobald eine verschlüsselte Datei entdeckt wird, für die kein Schlüssel verfügbar ist. Der Benutzer erhält eine Nachricht, dass der Zugriff verweigert wurde, aber er wird nicht darüber informiert, dass Dateien vorhanden sind, die nicht verarbeitet wurden und somit fehlen. Andere Archivierprogramme wie z. B. 7-Zip eignen sich sehr gut für ZIP-Archive, die verschlüsselte Dateien enthalten.
8.1 Cloud Storage - Automatische Erkennung
SafeGuard Cloud Storage ermittelt Ihren Cloud Storage Provider automatisch, wenn dieser unterstützt wird. Die Verschlüsselungsrichtlinie wird automatisch auf den zu synchronisierenden
Ordner eingestellt.
8.2 Cloud Storage - Initialverschlüsselung
SafeGuard Cloud Storage führt keine Initialverschlüsselung Ihrer Daten durch. Dateien, die vor der Installation oder Aktivierung von SafeGuard Cloud Storage per Richtlinie gespeichert wurden, bleiben unverschlüsselt. Wenn Sie solche Daten verschlüsseln möchten, müssen
Sie sie zunächst aus der Cloud entfernen und sie dann wieder hinzufügen.
8.3 Festlegen von Standardschlüsseln
Mit SafeGuard Cloud Storage können Sie Standardschlüssel für die Verschlüsselung von
Daten in Ihrem Cloud Storage festlegen. Mit Standardschlüsseln können Sie verschiedene
Unterordner mit unterschiedlichen Schlüsseln verschlüsseln, indem Sie für jeden Ordner einen eigenen Standardschlüssel festlegen. Um Standardschlüssel festzulegen, verwenden Sie den Befehl SafeGuard Dateiverschlüsselung > Standardschlüssel festlegen aus den
SafeGuard Explorer Extensions, siehe Festlegen eines Standardschlüssels
(Seite 39).
Hinweis: Hierzu muss Ihr Sicherheitsbeauftragter die Anwendung von Standardschlüsseln für Cloud Storage explizit zulassen. Wenn die Anwendung zugelassen ist, können Sie einen
Standardschlüssel aus einem vordefinierten Schlüssel-Set auswählen und ihn für die
Verschlüsselung von Ordnern verwenden.
31
SafeGuard Enterprise
Hinweis: Wenn Sie verschlüsselte Dateien auf Android- und iOS-Geräten mit Sophos Secure
Workspace lesen möchten, müssen Sie für die Verschlüsselung lokale Schlüssel verwenden.
Weitere Informationen hierzu finden Sie in der Sophos Secure Workspace Benutzerhilfe .
Gehen wir zum Beispiel davon aus, Sie möchten mit Hilfe von Dropbox gesicherte Daten unterschiedlichen Partnern zur Verfügung stellen. Jeder Partner soll Zugriff auf einen
Unterordner Ihrer Dropbox erhalten. Hierzu müssen Sie nur für jeden der Unterordner einen separaten Standardschlüssel festlegen. SafeGuard Enterprise fügt dann automatisch eine
Kopie von SafeGuard Portable hinzu. SafeGuard Portable ermöglicht Partnern ohne SafeGuard
Cloud Storage Zugriff auf die verschlüsselten Daten in den Unterordnern. Sie teilen Ihren
Partnern dann die jeweiligen Passphrasen für die Schlüssel mit. Mit SafeGuard Portable und den Passphrasen können Ihre Partner die Daten in den für sie erstellten Ordnern entschlüsseln.
Sie haben jedoch keinen Zugriff auf die Daten in anderen Unterordnern, da diese mit einem anderen Schlüssel verschlüsselt sind.
8.4 SafeGuard Portable für Cloud Storage
Unter Umständen möchten Sie von zu Hause auf Ihre Cloud Storage zugreifen oder verschlüsselte Daten über einen freigegebenen Ordner in Ihrer Cloud Storage austauschen.
SafeGuard Portable ermöglicht den Zugriff auf verschlüsselte Daten, die in der Cloud gespeichert sind, ohne SafeGuard Cloud Storage Installation.
Daten, die mit SafeGuard Cloud Storage verschlüsselt wurden, können mit Hilfe von SafeGuard
Portable ent- bzw. verschlüsselt werden. Dies wird durch ein eigenes Programm
(SGPortable.exe) erreicht, das automatisch in Ihren Synchronisierungsordner kopiert wird.
Mit der Passphrase eines lokalen Schlüssels erhalten Sie lediglich Zugriff auf die Dateien, die mit diesem spezifischen Schlüssel verschlüsselt wurden. Sie oder andere Empfänger können jeweils die verschlüsselten Daten entschlüsseln und sie auch wieder verschlüsseln.
Hinweis: Die Passphrase für einen lokalen Schlüssel muss dem Empfänger zuvor mitgeteilt werden.
Der Empfänger hat die Wahl, ob er bereits vorhandene Schlüssel verwendet, oder ob er (z.
B. bei neuen Dateien) einen neuen Schlüssel mit SafeGuard Portable erzeugt.
SafeGuard Portable muss dabei nicht auf dem Computer Ihres Kommunikationspartners installiert oder kopiert werden. Das Programm verbleibt im Cloud Storage.
Für eine detaillierte Beschreibung von SafeGuard Portable, siehe Bearbeiten von Dateien mit
(Seite 25).
Hinweis: Wenn Sie auf eine Datei doppelklicken oder den Öffnen-Befehl verwenden, wird die Datei nicht an Ort und Stelle entschlüsselt, da entschlüsselte Dateien im Cloud Storage
Synchronisierungsordner automatisch in die Cloud synchronisiert würden. In diesem Fall wird ein Dialog angezeigt, der Sie dazu auffordert, einen sicheren Speicherplatz für die Datei auszuwählen. Entschlüsselte Dateien werden nicht automatisch gelöscht, wenn SafeGuard
Portable geschlossen wird. Änderungen, die in mit SafeGuard Portable für Cloud Storage entschlüsselten Dateien vorgenommen werden, werden nicht in die verschlüsselten
Original-Dateien übernommen.
Hinweis: Speichern Sie Cloud Storage Synchronisierungsordner nicht auf Wechselmedien oder auf dem Netzwerk. Andernfalls erzeugt SafeGuard Portable in diesen Ordnern entschlüsselte Dateien. SafeGuard Portable sollte in diesen Fällen nicht verwendet werden.
Erwägen Sie stattdessen, die Synchronisierungsordner auf lokale Festplattenlaufwerke zu verschieben.
32
Benutzerhilfe
9 SafeGuard Enterprise verwalten
Über das SafeGuard Enterprise Taskleistensymbol in der Windows Taskleiste können Sie auf alle wichtigen Funktionen von SafeGuard Enterprise auf Ihrem Endpoint zugreifen. Ein
Klick mit der rechten Maustaste auf das Symbol öffnet ein Menü mit folgenden Einträgen:
Hinweis: Die Verfügbarkeit der einzelnen Einträge hängt davon ab, welche Module Sie installiert haben und ob die betreffenden Funktionen in Ihrer Richtlinie aktiviert sind.
■ Anzeigen:
■ Schlüsselring: Zeigt alle für Sie verfügbaren Schlüssel an.
Hinweis: Wenn Ihr Endpoint von einem Standalone-Endpoint zu einem zentral verwalteten Endpoint migriert wurde, kann eine zweite Anmeldung an SafeGuard
Enterprise notwendig sein um Ihre benutzerdefinierten lokalen Schlüssel anzuzeigen.
■
■
Benutzerzertifikat: Zeigt Informationen zu Ihrem Zertifikat an.
Unternehmenszertifikat: Zeigt Informationen zu Ihrem Unternehmenszertifikat an.
■
■
■
■
BitLocker Anmeldeinformationen zurücksetzen: Öffnet einen Dialog zum Zurücksetzen
Ihrer BitLocker-PIN.
Neuen Schlüssel erzeugen: Öffnet einen Dialog zum Erzeugen eines neuen Schlüssels für die Verwendung zum Datenaustausch über
(Seite 16) oder
SafeGuard Cloud Storage (Seite 31). Nur verfügbar, wenn eines der beiden Module auf
Ihrem Computer installiert ist.
Schlüssel-Backup (Unmanaged Windows 7 Endpoints): Ermöglicht das Erzeugen einer
Sicherungskopie der Schlüsseldatei. Die Schlüsseldatei ist für das Recovery für die
Anmeldung über Challenge/Response notwendig.
Local Self Help (Windows 7 Endpoints): Startet den Local Self Help-Assistenten Local
Self Help ist eine Recovery-Methode, für die keine Unterstützung durch den Helpdesk
erforderlich ist. Für weitere Informationen, siehe Recovery mit Local Self Help (Seite 50).
■
■
Medien-Passphrase ändern: Öffnet einen Dialog zum Ändern der Medien-Passphrase, siehe
SafeGuard Data Exchange (Seite 16).
Daten abgleichen: Stößt den Datenabgleich mit dem SafeGuard Enterprise Server an.
Das System informiert Sie über den Fortschritt und das Ergebnis des Datenabgleichs.
Hinweis: Ein Doppelklick auf das Taskleistensymbol stößt den Datenabgleich ebenfalls an.
■ Status: Informationen über den Status des durch SafeGuard Enterprise geschützten
Computers:
Feld
Letzter Richtlinienempfang
Information
Datum und Uhrzeit wann der Computer zuletzt eine neue Richtlinie empfangen hat.
33
SafeGuard Enterprise
Feld
Letzter Schlüsselempfang
Letzter Zertifikatsempfang
Letzter Server-Kontakt
SGN-Benutzerstatus
Information
Datum und Uhrzeit wann der Computer zuletzt einen neuen Schlüssel empfangen hat.
Datum und Uhrzeit wann der Computer zuletzt ein neues Zertifikat empfangen hat.
Datum und Uhrzeit des letzten Kontakts zum Server.
Status des Benutzers, der am Computer angemeldet ist (Windows-Anmeldung): ausstehend
Die Replikation des Benutzers in der
SGN-Datenbank ist ausstehend. Das bedeutet, dass der initiale Benutzerabgleich noch nicht abgeschlossen ist. Diese Information ist vor allem nach Ihrer ersten Anmeldung an SafeGuard
Enterprise wichtig, da Sie sich erst an der
SafeGuard Power-on Authentication anmelden können, wenn der initiale Benutzerabgleich abgeschlossen ist.
SGN-Benutzer
Der in Windows angemeldete Benutzer gilt als
SafeGuard Enterprise-Benutzer. Ein
SGN-Benutzer kann sich bei der SafeGuard
Power-on Authentication anmelden, wird der UMA
(User Machine Assignment - Benutzer-Computer
Zuordnung) hinzugefügt und erhält ein
Benutzerzertifikat und einen Schlüsselring für den Zugriff auf verschlüsselte Daten.
SGN-Benutzer (Besitzer)
Sofern die Standardeinstellungen nicht geändert wurden, kann der Besitzer es anderen Benutzern ermöglichen, sich an dem Endpoint anzumelden und SGN-Benutzer zu werden.
SGN-Gast
SGN-Gastbenutzer werden nicht der UMA hinzugefügt, erhalten keine Berechtigungen zum
Anmelden bei der SafeGuard POA, bekommen kein Zertifikat und keinen Schlüsselring zugewiesen und werden nicht in der Datenbank gespeichert.
SGN-Gast (Service Account)
Der an Windows angemeldete Benutzer ist ein
SafeGuard Enterprise Gastbenutzer, der sich mit einem Service Account für administrative
Aufgaben angemeldet hat.
SGN Windows-Benutzer
34
Feld
SGN Endpoint-Status
Policy Cache Status
Zu versendende Datenpakete
Local Self Help (LSH) Status
Freigeschaltet
Aktiv
Benutzerhilfe
Information
Ein SafeGuard Enterprise Windows-Benutzer wird nicht zur SafeGuard POA hinzugefügt, verfügt jedoch über einen Schlüsselring, mit dem er auf verschlüsselte Dateien zugreifen kann wie ein SafeGuard Enterprise-Benutzer. Die Benutzer werden der UMA hinzugefügt, d. h. sie dürfen sich auf diesem Endpoint bei Windows anmelden.
Unbestätigter Benutzer
Unbestätigte Benutzer haben aus einem der folgenden Gründe keinen Zugriff zum
Schlüsselring:
Benutzer hat falschen Anmeldeinformationen eingegeben.
Benutzer ist ein lokaler Benutzer.
AD-Authentifizierungsserver ist nicht erreichbar.
Authentisierung fehlgeschlagen.
Siehe Sophos Knowledgebase-Artikel
124328 .
Der Benutzer muss durch den
Sicherheitsbeauftragten bestätigt werden um
Zugriff auf den Schlüsselring zu erhalten.
Unbekannt
Gibt an, dass der Benutzerstatus nicht ermittelt werden konnte.
Zeigt den Sicherheitsstatus des Computers.
Nicht anwendbar
Die entsprechende Funktion ist inaktiv.
Endpoint ist sicher
Der Health-Status des Computers ist sicher.
Endpoint ist gefährdet
Der Health-Status des Computers ist unsicher.
Deshalb wurden Ihre Schlüssel entzogen und Sie haben keinen Zugriff auf verschlüsselte Dateien.
Gibt an, ob Datenpakete vorhanden sind, die an den
SafeGuard Enterprise Server geschickt werden sollen.
Gibt an, ob Local Self Help per Richtlinie freigeschaltet ist, und vom Benutzer auf dem
Computer aktiviert wurde.
35
SafeGuard Enterprise
Feld
Bereit zum Zertifikatwechsel
Information
Dieser Text wird angezeigt, wenn der
Sicherheitsbeauftragte ein neues Zertifikat für die
Anmeldung mit Token an Ihren Computer zugewiesen hat. Sie können das Zertifikat für die
Anmeldung mit Token nun ändern, siehe Ändern des
Zertifikats für die Anmeldung mit Token
(Seite 69).
■
■
Hilfe: Öffnet die SafeGuard Enterprise Online-Hilfe.
Über SafeGuard Enterprise: Zeigt Informationen über Ihre SafeGuard Enterprise Version.
9.1 Erzeugen von lokalen Schlüsseln
1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das SafeGuard Enterprise Taskleistensymbol in der Windows Taskleiste oder auf ein Volume, ein Verzeichnis oder eine Datei.
2. Klicken Sie auf Neuen Schlüssel erzeugen.
3. Geben Sie im Dialog Schlüssel erzeugen einen Namen und eine Passphrase für den
Schlüssel ein.
Der interne Name des Schlüssels wird im Feld darunter angezeigt.
4. Bestätigen Sie die Passphrase.
Wenn Sie eine unsichere Passphrase eingeben, wird ein Hinweis angezeigt. Zur Erhöhung des Sicherheitsniveaus ist die Verwendung von komplexen Passphrasen empfehlenswert.
Sie können selbst entscheiden, ob Sie die unsichere Passphrase dennoch verwenden wollen. Die Passphrase muss außerdem den Unternehmensrichtlinien entsprechen. Ist dies nicht der Fall, so wird eine Warnung angezeigt.
5. Wenn Sie den Dialog über ein Kontextmenü geöffnet haben, enthält dieses die Option Als
neuen Standardschlüssel für Pfad verwenden. Mit der Option Als neuen
Standardschlüssel für Pfad verwenden können Sie diesen Schlüssel als
Standardschlüssel für ein Volume oder einen Cloud Storage-Synchronisierungsordner festlegen.
Der Standardschlüssel, den Sie hier angeben, wird im laufenden Betrieb für die
Verschlüsselung verwendet. Dieser Standardschlüssel wird solange verwendet, bis ein anderer gesetzt wird.
6. Klicken Sie auf OK.
Der Schlüssel wird erzeugt und steht zur Verfügung, wenn die Daten erfolgreich mit dem
SafeGuard Enterprise Server synchronisiert wurden.
Wenn Sie diesen Schlüssel als Standardschlüssel festlegen, werden alle Daten, die ab diesem Zeitpunkt auf ein Wechselmedium oder in einen Cloud Storage
Synchronisierungsordner kopiert werden, mit diesem Schlüssel verschlüsselt.
Damit ein Empfänger alle Daten auf dem Wechselmedium entschlüsseln kann, müssen Sie gegebenenfalls die Daten auf dem Medium mit dem lokal erzeugten Schlüssel neu verschlüsseln. Wählen Sie das Medium im Windows Explorer aus und klicken Sie im
Kontextmenü SafeGuard Dateiverschlüsselung > Gemäß Richtlinie verschlüsseln. Wählen
36
Benutzerhilfe
Sie dann den gewünschten lokalen Schlüssel aus und verschlüsseln Sie die Daten. Wenn
Sie eine Medien-Passphrase benutzen, ist dies nicht notwendig.
9.2 Overlay-Symbole
Overlay-Symbole sind kleine Symbole, die über Elementen im Windows Explorer angezeigt werden. Sie geben Auskunft über den Verschlüsselungsstatus von Dateien. Das
Erscheinungsbild der Symbole hängt davon ab, welche Module auf Ihrem Endpoint installiert sind.
Wenn Sie Synchronized Encryption verwenden sind verschlüsselte Dateien mit einem grünen
Schloss-Symbol gekennzeichnet. Unverschlüsselte Dateien haben kein Symbol.
Die Data Exchange Overlay-Symbole werden nur bei Dateien und Volumes angezeigt.
■
■
■
■
Der rote Schlüssel zeigt an, dass zum Entschlüsseln einer Datei keinen Schlüssel besitzen.
Dieses Symbol wird nur bei Dateien angezeigt.
Der grüne Schlüssel wird angezeigt, wenn eine Datei verschlüsselt ist und sich deren
Schlüssel in Ihrem Schlüsselring befindet. Dieses Symbol wird nur bei Dateien angezeigt.
Der graue Schlüssel wird angezeigt, wenn eine Datei nicht verschlüsselt ist, aber eine
Verschlüsselungsregel für diese Datei verfügbar ist. Dieses Symbol wird nur bei Dateien angezeigt.
Der gelbe Schlüssel wird angezeigt, wenn für ein Laufwerk eine Verschlüsselungsrichtlinie festgelegt wurde. Dieses Symbol wird nur bei Laufwerken angezeigt.
Overlay-Symbole werden nur bei Datenlaufwerken, Wechseldatenträgern und CDs/DVDs angezeigt. Overlay-Symbole für Boot-Laufwerke werden im Staging-Ordner angezeigt (der
Ordner, in dem Windows die Dateien speichert, bevor sie auf CD/DVD gebrannt werden).
Wenn Sie einen unverschlüsselten Ordner angeben, wird bei den unverschlüsselten Dateien in diesem Ordner und seinen Unterordnern kein grauer Schlüssel angezeigt. Generell gilt, dass kein grauer Schlüssel angezeigt wird, wenn auf eine Datei keine Verschlüsselungsregel angewendet wurde.
Hinweis: Werden keine Overlay-Symbole angezeigt, finden Sie nähere Informationen im
Sophos Knowledgebase-Artikel 108784 .
37
SafeGuard Enterprise
38
10 Zugriff auf Funktionen über
Explorer-Erweiterungen
Die Funktionen zur Verschlüsselung sind über Einträge des Windows Explorer Kontextmenüs aufrufbar. Die angezeigten Funktionen richten sich nach den in Richtlinien festgelegten
Einstellungen. Außerdem spielt es eine Rolle, ob die relevante Funktion für den ausgewählten
Explorer-Knoten verfügbar ist. Der Umfang der Funktionen hängt davon ab, ob datei- oder volume-basierende Verschlüsselung für das relevante Volume, den Ordner oder die Datei verwendet wurde.
Hinweis: Informationen zu Explorer-Erweiterungen für Synchronized Encryption finden Sie unter
Dateien manuell verschlüsseln/entschlüsseln (Seite 13).
10.1 Explorer-Erweiterungen für dateibasierte
Verschlüsselung
Die Funktionen zur dateibasierten Verschlüsselung (Data Exchange, File Encryption, Cloud
Storage) sind über entsprechende Einträge in den Windows Explorer Kontextmenüs aufrufbar.
Welche Funktionen in den Menüs angezeigt werden, hängt von den installierten Komponenten ab.
Dem Kontextmenü wird der Eintrag SafeGuard Dateiverschlüsselung hinzugefügt. Über dieses Menü sind die einzelnen Funktionen aufrufbar.
Gilt für das ausgewählte Volume, das Wechselmedium, den Ordner oder die Datei eine dateibasierte Verschlüsselungsrichtlinie, werden dem Kontextmenü Einträge für die dateibasierte Verschlüsselung hinzugefügt.
Folgende Funktionen stehen zur Verfügung:
■
■
■
■
Gemäß Richtlinie verschlüsseln Wenn Sie diese Option wählen, werden alle Dateien in Ordnern und Unterordnern, für die Verschlüsselungsegeln gelten, gemäß der für Ihren
Computer gültigen Richtlinie verschlüsselt.
Ausgewählte Datei verschlüsseln: Verschlüsselt die markierten Dateien.
Status der Verschlüsselung anzeigen: Zeigt für ein Volume, ein Wechselmedium oder eine Datei an, ob die Datei verschlüsselt ist, welcher Schlüssel verwendet wurde, ob der
Schlüssel in Ihrem Schlüsselring vorhanden ist und ob Sie Zugriff auf diese Datei haben.
Ausgewählte Datei entschlüsseln: Entschlüsselt die markierten Dateien.
Hinweis: Dateien, für die eine File Encryption Verschlüsselungsrichtlinie gilt, können nicht entschlüsselt werden.
■
■
■
Standardschlüssel: Zeigt den derzeit für auf dem Laufwerk neu angelegte Dateien (durch
Speichern, Kopieren, Verschieben) verwendeten Schlüssel an. Die Standardschlüssel können für jedes Volume oder Wechselmedium getrennt festgelegt werden.
Standardschlüssel festlegen: Öffnet einen Dialog, in dem ein anderer Standardschlüssel ausgewählt werden kann.
Neuen Schlüssel erzeugen: Öffnet den Dialog zum Erzeugen von benutzerdefinierten lokalen Schlüsseln.
Benutzerhilfe
■ Verschlüsselung wieder aktivieren: Ihr Sicherheitsbeauftragter kann Sie dazu berechtigen zu entscheiden, ob Dateien auf mit Ihrem Computer verbundenen Wechselmedien verschlüsselt werden sollen. Wenn Sie Wechselmedien mit Ihrem Computer verbinden, wird eine Meldung angezeigt, die Sie dazu auffordert zu entscheiden, ob die Dateien auf dem angesteckten Medium verschlüsselt werden sollen. Darüber hinaus kann Sie Ihr
Sicherheitsbeauftragter dazu berechtigen festzulegen, ob Ihre Entscheidung für das relevante Medium gespeichert werden soll. Wenn Sie Einstellung speichern und Dialog
nicht mehr anzeigen wählen, wird die Meldung für das relevante Medium nicht mehr angezeigt. In diesem Fall steht der neue Befehl Verschlüsselung wieder aktivieren im
Kontextmenü des relevanten Mediums im Windows Explorer zur Verfügung. Wählen Sie diesen Befehl, um Ihre Entscheidung über die Verschlüsselung für das relevante Medium rückgängig zu machen. Ist dies nicht möglich, weil Sie zum Beispiel nicht über die notwendigen Rechte für das Medium verfügen, so wird eine Fehlermeldung angezeigt.
Nachdem Sie Ihre Entscheidung rückgängig gemacht haben, werden Sie wieder dazu aufgefordert zu entscheiden, ob die Dateien auf dem relevanten Medium verschlüsselt werden sollen.
10.1.1 Festlegen eines Standardschlüssels
Welcher Schlüssel zur Verschlüsselung im laufenden Betrieb von SafeGuard Data Exchange oder SafeGuard Cloud Storage verwendet wird, bestimmen Sie durch das Festlegen eines
Standardschlüssels.
Definieren Sie den Standardschlüssel über das Kontextmenü
■ einer Datei auf Wechselmedien
■
■ von Wechselmedien eines Cloud Storage Synchronisierungsordners oder eines Unterordners
■
■ einer Datei in einem Cloud Storage Synchronisierungsordner oder einem Unterordner
Sie können einen Schlüssel auch unmittelbar beim Anlegen eines neuen lokalen Schlüssels im Dialog Schlüssel erzeugen als Standardschlüssel auswählen.
So legen Sie einen Standardschlüssel fest:
Wenn Sie im Kontextmenü auf SafeGuard Dateiverschlüsselung > Standardschlüssel
festlegen klicken, wird ein Dialog zur Auswahl eines Schlüssels angezeigt.
Der Schlüssel, den Sie hier auswählen, wird für alle nachfolgenden
Verschlüsselungsoperationen auf dem Wechselmedium oder in Ihrem Cloud Storage
Synchronisierungsordner verwendet. Wollen Sie einen anderen Schlüssel verwenden, müssen
Sie einen neuen Standardschlüssel festlegen.
Hinweis: Wird für die Cloud Storage Verschlüsselung ein lokaler Schlüssel ausgewählt, so wird SafeGuard Portable in den Cloud Storage Synchronisierungsordner kopiert.
Ein Standardschlüssel, der zur Verschlüsselung verwendet werden soll, kann per Richtlinie definiert sein. Ist der Standardschlüssel nicht per Richtlinie definiert und sind Sie dazu berechtigt, Standardschlüssel festzulegen, so werden Sie dazu aufgefordert, einen initialen
Standardschlüssel angegeben.
10.1.2 Import von Schlüsseln aus einer Datei
Wenn Sie ein Wechselmedium mit verschlüsselten Daten erhalten haben oder auf Cloud
Storage Daten in einem freigegebenen Ordner zugreifen möchten und diese Daten mit benutzerdefinierten lokalen Schlüsseln verschlüsselt sind, können Sie den zur Entschlüsselung notwendigen Schlüssel in Ihren privaten Schlüsselring importieren.
39
SafeGuard Enterprise
Dazu benötigen Sie die Passphrase für diesen Schlüssel. Diese muss Ihnen von der Person, die die Daten verschlüsselt hat, mitgeteilt werden.
1. Wählen Sie die entsprechende Datei auf dem Wechselmedium und klicken Sie auf
SafeGuard Dateiverschlüsselung > Schlüssel aus Datei importieren.
2. Geben Sie im nun angezeigten Dialog die Passphrase ein.
Der Schlüssel wird importiert und Sie können auf die Datei zugreifen.
10.2 Explorer-Erweiterungen für volume-basierende
Verschlüsselung
Dem Windows Explorer Kontextmenü eines Volumes wird der Eintrag Verschlüsselung hinzugefügt.
Ist das Volume verschlüsselt, wird neben dem Eintrag ein Schlüsselsymbol angezeigt. Wird ein grüner Schlüssel angezeigt, besitzen Sie den notwendigen Schlüssel und können auf das
Volume zugreifen.
Hinweis: Der Eintrag SafeGuard Dateiverschlüsselung > Status der Verschlüsselung
anzeigen zeigt den Verschlüsselungsstatus der Dateien auf dem Volume aus der Sicht der dateibasierenden Verschlüsselung. Dateien auf einem verschlüsselten Volume können zusätzlich auch noch dateibasierend verschlüsselt sein. Ist dies für Dateien der Fall, wird dies in einem Dialog angezeigt.
Schlüssel hinzufügen/entfernen
Wenn es die Einstellungen in den für Sie geltenden Richtlinien erlauben, können Sie dem verschlüsselten Volume Schlüssel hinzufügen und Schlüssel entfernen. Damit geben Sie jedem Besitzer dieses Schlüssels die Möglichkeit, auf die verschlüsselten Daten auf diesem
Volume zuzugreifen.
Schlüssel können dem Volume im Eigenschaften Dialog des Volumes zugewiesen werden.
Dieser enthält eine Registerkarte Verschlüsselung(Rechtsklick auf Volume > Eigenschaften
> Verschlüsselung).
Wählen Sie einen Schlüssel aus der unteren Liste aus und klicken Sie auf Schlüssel
hinzufügen. Der Schlüssel wird aus der Schlüsselauswahlliste nach oben verschoben. Er ist nun in der Liste der Schlüssel, mit denen ein Zugriff auf das verschlüsselte Volume möglich ist.
Mit Schlüssel entfernen können Sie den Schlüssel aus der Liste der Schlüssel, die für den
Medienzugriff verwendet werden können, wieder entfernen.
40
Benutzerhilfe
11 Recovery
SafeGuard Enterprise bietet verschiedene Recovery-Optionen (z. B. wenn Sie Ihr Kennwort vergessen haben), die auf unterschiedliche Szenarien zugeschnitten sind. Abhängig von Ihrer
Konfiguration sind folgende Methoden verfügbar:
■
■
Recovery von verschlüsselten Dateien
(Seite 41)
Challenge/Response für SafeGuard POA-Benutzer
(Seite 41)
■
■
■
Challenge/Response für BitLocker-Benutzer
(Seite 48)
(Seite 49)
(Seite 50)
11.1 Recovery von verschlüsselten Dateien
Dateien, die mit einem Schlüssel verschlüsselt sind, der nicht in Ihrem Schlüsselring enthalten ist, können nicht geöffnet werden. Das kann der Fall sein, weil eine Firmenrichtlinie vorsieht, dass Sie keinen Zugriff auf diese Dateien haben. Es kann allerdings auch sein, dass Sie die
Datei zwar öffnen dürfen, aber nicht über den benötigten Schlüssel verfügen. In diesem Fall müssen Sie herausfinden, mit welchem Schlüssel die Datei verschlüsselt ist und Ihren
Sicherheitsbeauftragten bitten, den Schlüssel Ihrem Schlüsselring zuzuweisen. Gehen Sie wie folgt vor:
1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Datei und wählen Sie SafeGuard
Dateiverschlüsselung > Status der Verschlüsselung anzeigen.
Der Schlüssel mit dem die Datei verschlüsselt wurde wird angezeigt.
2. Kontaktieren Sie Ihren Sicherheitsbeauftragten und nennen Sie den Schlüsselnamen.
3. Bitten Sie Ihren Sicherheitsbeauftragten, den Schlüssel Ihrem Schlüsselring zuzuweisen.
4. Sobald Ihr Sicherheitsbeauftragter bestätigt, dass Ihre Richtlinie aktualisiert wurde, klicken
Sie mit der rechten Maustaste auf das Taskleistensymbol.
5. Klicken Sie auf Daten abgleichen.
6. Klicken Sie erneut mit der rechten Maustaste auf das Taskleistensymbol und klicken Sie dann auf Status.
Ein Dialog zeigt das Datum an, wann zuletzt ein Schlüssel an Ihren Computer übermittelt wurde. Unter Letzter Schlüsselempfang wird das aktuelle Datum angezeigt sobald der angeforderte Schlüssel zu Ihrem Schlüsselring hinzugefügt wurde.
Sie können nun auf die Datei zugreifen.
11.2 Challenge/Response für SafeGuard POA-Benutzer
Für Recovery-Vorgänge bietet SafeGuard Enterprise ein Challenge/Response-Verfahren zum Austauschen von Informationen auf vertraulichem Weg an.
Beim Challenge/Response-Verfahren erzeugen Sie auf Ihrem Computer einen Challenge
Code (eine ASCII-Zeichenkette) und geben diesen einem Helpdesk-Mitarbeiter bekannt.
Dieser erzeugt darauf basierend einen Response Code, der Sie zum einmaligen Ausführen einer bestimmten Aktion auf Ihrem Computer berechtigt.
41
SafeGuard Enterprise
Recovery mit Challenge/Response steht in der SafeGuard Power-on Authentication für die folgenden Anmeldemethoden zur Verfügung:
■ Anmeldung mit Benutzername und Kennwort
■ Anmeldung mit Fingerabdruck
■ Anmeldung mit nicht-kryptographischem Token
11.2.1 Typische Szenarien, für die Sie Hilfe anfordern können
■
■
■
■
■
Sie haben Ihr Kennwort vergessen.
Sie haben das Kennwort zu oft falsch in der SafeGuard POA eingegeben. Der Computer wurde gesperrt.
Sie haben Ihren Token/Ihre Smartcard vergessen oder verloren.
Der lokale Cache der SafeGuard Power-on Authentication ist teilweise beschädigt.
Ein anderer Benutzer muss den durch SafeGuard Enterprise geschützten Computer starten.
11.2.2 Aktionen, für die eine Response angefordert werden kann, und die entsprechenden Anlassfälle
■ Starten des SafeGuard Enterprise Endpoints ohne Benutzeranmeldung:
Ein Start des Computers ohne Benutzeranmeldung hilft Ihnen weiter, wenn Sie das
Kennwort zu oft falsch eingegeben haben (Tippfehler, aktivierte Feststelltaste etc.), Sie das Kennwort aber eigentlich wissen. Durch das Challenge/Response-Verfahren werden
Sie an Ihren Computer angemeldet, ohne dass das Kennwort neu gesetzt wird.
Haben Sie das Kennwort zu oft falsch eingegeben, wird vom Helpdesk automatisch ein
Response Code für den Start ohne Benutzeranmeldung erzeugt. Die Anforderung für diesen spezifischen Anlassfall ist in der Challenge enthalten. Sie können sich danach wieder mit Ihrem Benutzernamen und Kennwort anmelden.
■ Starten des SafeGuard Enterprise Endpoints mit Benutzeranmeldung:
Wenn Sie Ihr Kennwort vergessen haben, versuchen Sie nicht erst, ein Kennwort einzugeben. Fordern Sie sofort eine Challenge an. Der Helpdesk kann dann eine Response sowohl für die Anmeldung ohne als auch mit Benutzernamen erzeugen. Bitten Sie den
Helpdesk bei der Anmeldung mit Benutzernamen um die Anzeige des alten Kennworts während des Challenge/Response-Verfahrens. Dadurch kann das Zurücksetzen des
Kennworts vermieden werden. Andernfalls müssen Sie im Rahmen des
Challenge/Response-Verfahrens bei der Anmeldung mit Benutzernamen auch Ihr Kennwort für die Windows-Anmeldung neu setzen.
Hinweis: Für Benutzer, die offline arbeiten, also keine Verbindung zum Domänencontroller
haben, sind einige Besonderheiten zu beachten, siehe Challenge/Response für
■ Wiederherstellung des SafeGuard Enterprise Policy-Cache:
Diese Aktion wird notwendig, wenn der SafeGuard Policy Cache beschädigt ist. Im Local
Cache werden alle Schlüssel, Richtlinien, Benutzerzertifikate und Audit-Dateien gespeichert.
Standardmäßig ist Recovery für die Anmeldung bei einem beschädigten Local Cache deaktiviert, d. h. der Local Cache wird automatisch aus seiner Sicherungskopie
42
Benutzerhilfe wiederhergestellt. In diesem Fall ist für das Reparieren des Local Cache kein
Challenge/Response-Verfahren erforderlich. Soll der Local Cache jedoch explizit mit einem
Challenge/Response-Verfahren repariert werden, so lässt sich Recovery für die Anmeldung
über eine Richtlinie aktivieren. In diesem Fall werden Sie automatisch zur Durchführung eines Challenge/Response-Verfahrens aufgefordert, wenn der Local Cache beschädigt ist.
11.2.3 Ablauf eines Challenge/Response-Verfahrens
1. Die SafeGuard Power-on Authentication startet.
Hinweis: Für ein Challenge/Response-Verfahren stehen Ihnen ab dem Erzeugen der
Challenge bis zur korrekten Eingabe der vom Helpdesk erzeugten Response 30 Minuten zur Verfügung. Danach verliert der Response Code seine Gültigkeit und kann nicht mehr verwendet werden.
2. Challenge anfordern:
Öffnen Sie den Challenge Dialog in der SafeGuard Power-on Authentication. Es wird ein
Challenge-Code aus Ziffern und Buchstaben erzeugt und angezeigt.
3. Kontaktieren Sie den Helpdesk.
Teilen Sie dem Helpdesk Ihre Benutzerdaten (Benutzername, Computer-ID usw.), wie sie im Challenge Dialog angezeigt werden, sowie den Challenge-Code mit.
4. Der Helpdesk erzeugt einen Response-Code im SafeGuard Management Center.
5. Der Helpdesk teilt die Response per Telefon oder SMS mit.
6. Geben Sie den Response-Code in der SafeGuard Power-on Authentication ein.
Sie können nun die Aktion, zu der Sie berechtigt sind, durchführen. Zum Beispiel können
Sie Ihr Kennwort zurücksetzen.
Sie können nun weiterarbeiten.
11.2.4 Anfordern einer Challenge
1. Klicken Sie im SafeGuard POA-Anmeldedialog auf die Schaltfläche Recovery.
Die Schaltfläche Recovery wird erst aktiviert, wenn Sie einen Benutzernamen oder im
PIN Eingabedialog zumindest ein Zeichen eingeben.
Hinweis: Wenn Sie Ihr Kennwort/Ihre PIN zu oft falsch eingeben oder der Policy Cache beschädigt ist, werden Sie von SafeGuard Enterprise automatisch darüber informiert.
Ihnen wird die Möglichkeit angeboten, das Problem mit Challenge/Response zu beheben.
Ihre Benutzerdaten und ein zufällig erzeugter Challenge-Code werden angezeigt. Zur besseren Übersicht ist der Code in Blocks von je 5 Zeichen unterteilt.
2. Rufen Sie den SafeGuard Enterprise Helpdesk an. Teilen Sie dem Helpdesk-Beauftragten
Ihre Benutzerdaten mit und geben Sie den Challenge-Code durch.
Sie können dazu eine Buchstabierhilfe über die Schaltfläche Buchstabieren einblenden.
Der Helpdesk-Beauftragte kann das relevante Szenario anhand des Challenge-Codes identifizieren.
3. Klicken Sie auf Weiter.
43
SafeGuard Enterprise
11.2.5 Eingeben der Response
1. Geben Sie den Response-Code, den Sie vom Helpdesk-Beauftragten erhalten, im Dialog
Response ein. Klicken Sie auf OK.
Als Hilfestellung bei Eingabefehlern wird der Zeichenblock, in dem sich ein Fehler befindet, rot markiert.
2. Sie werden an der SafeGuard Power-on Authentication angemeldet.
Wenn die Änderung der Windows-Anmeldedaten erforderlich ist, werden Sie von SafeGuard
Enterprise dazu aufgefordert.
11.2.6 Best Practice
11.2.6.1 Sie haben das Kennwort zu oft falsch eingegeben
Sie haben das Kennwort in der SafeGuard Power-on Authentication zu oft falsch eingegeben
(Tippfehler, Feststelltaste war aktiviert usw.), wissen aber das korrekte Kennwort. Sie sind mit der Domäne verbunden.
1. Ihr Computer ist gesperrt. Sie werden aufgefordert, ein Challenge/Response-Verfahren einzuleiten, um Ihren Computer wieder zu entsperren.
2. Der Helpdesk-Beauftragte generiert dann eine Response für das Starten des Computers ohne Benutzeranmeldung.
Booten ohne Benutzeranmeldung bedeutet, dass Sie Ihr Kennwort vor der Anmeldung an
Windows nicht ändern müssen.
3. Der Windows-Anmeldedialog wird angezeigt. Geben Sie in diesem Dialog Ihr
Windows-Kennwort ein, um sich anzumelden.
Sie werden am System angemeldet.
4. Der Zähler, wie oft das Kennwort ohne Konsequenzen falsch eingegeben werden darf, wird zurückgesetzt.
Hinweis: Sie können auch eine Response mit Benutzeranmeldung anfordern. In diesem
Fall werden Sie vor der Anmeldung an Windows zum Ändern der Windows-Benutzerdaten aufgefordert.
11.2.6.2 Sie haben Ihr Kennwort vergessen
Wir empfehlen, die folgenden Methoden einzusetzen, um ein vergessenes Kennwort wiederherzustellen. Durch Anwenden dieser Methoden vermeiden Sie ein zentrales Rücksetzen des Kennworts:
■ Benutzen Sie Local Self Help. Mit Recovery mit Local Self Help können Sie selbst ohne die Unterstützung des Helpdesk ihr vergessenes Kennwort anzeigen lassen und es weiterverwenden, ohne es zurücksetzen zu müssen.
■ Beim Einsatz von Challenge/Response: Bitten Sie den Helpdesk um eine Anmeldung mit
Benutzernamen und um die Anzeige des alten Kennworts während des
Challenge/Response-Verfahrens. Dadurch kann das zentrale Zurücksetzen des Kennworts vermieden werden. Sie können mit dem alten Kennwort weiterarbeiten und es bei Bedarf danach lokal ändern.
44
Benutzerhilfe
Wenn Sie nicht eine dieser beiden Methoden verwenden, gehen Sie wie folgt vor:
1. Wenn Sie Ihr Kennwort vergessen haben, erhalten Sie eine Response für das Booten
Ihres Computers mit Benutzeranmeldung. Sie müssen dann im Rahmen der Anmeldung an Windows Ihr Kennwort ändern (Voraussetzung: die Domäne ist erreichbar).
2. Wenn Sie Ihr Kennwort geändert haben, verwenden Sie das neue Kennwort zur Anmeldung in der SafeGuard Power-on Authentication.
11.2.6.3 Sie haben Ihren Token vergessen oder verloren
In diesem Fall ist das Challenge/Response-Verfahren mit Benutzeranmeldung erforderlich.
1. Sie werden während des Challenge/Response-Verfahrens zum Wechseln des Kennworts aufgefordert.
Hinweis: Der Dialog zum Wechseln des Kennworts wird nur angezeigt, wenn eine
Verbindung zum Domänen-Controller besteht.
2. Wenn eine Anmeldung mit Token und PIN obligatorisch ist, haben Sie die Möglichkeit zu entscheiden, ob Sie das Kennwort wechseln wollen, oder ob Sie den Wechsel des
Kennworts durch Klicken auf Abbrechen übergehen wollen.
■ Sie haben Ihren Token vergessen
Das Abbrechen des Dialogs durch Klicken auf Abbrechen macht nur Sinn, wenn Sie
Ihren Token vergessen haben und z. B. am nächsten Tag wieder zur Verfügung haben.
Wenn Sie auf Abbrechenklicken, werden Sie angemeldet und können auf Ihrem
Computer weiterarbeiten.
Ohne Token können Sie sich nur über Challenge/Response in der SafeGuard Power-on
Authentication anmelden. Wenn Sie Ihren Token wieder zur Verfügung haben, können
Sie sich damit auch wieder in der SafeGuard POA anmelden.
■ Sie haben Ihren Token verloren
Wenn Sie Ihren Token verloren haben, geben Sie im Dialog zum Wechsel des Kennworts ein neues Kennwort an. Sie werden mit diesem Kennwort an Windows angemeldet.
Wenn es die Richtlinien auf Ihrem Computer erlauben (Token-Anmeldung in der
SafeGuard POA ist nicht verpflichtend), können Sie sich mit diesem Kennwort auch in der SafeGuard Power-on Authentication anmelden.
Ein Missbrauch des Token durch einen Finder kann ausgeschlossen werden.
Unberechtigte Benutzer können den Token nicht zur Anmeldung benutzen, auch wenn ihnen die PIN des Token bekannt sein sollte, da ja auch Ihr Kennwort geändert wurde.
11.2.6.4 Sie haben Ihre PIN vergessen
1. Wenn Sie die PIN Ihres Token vergessen haben, fordern Sie eine Response an und geben
Sie ein neues Kennwort ein. Sie werden mit diesem Kennwort an Windows angemeldet.
Sie können sich mit diesem Kennwort auch an der SafeGuard Power-on Authentication anmelden, vorausgesetzt dass Sie zur Anmeldung mit einem Kennwort berechtigt sind.
2. Der Token muss danach von einem Sicherheitsbeauftragten mit einer neuen PIN versehen werden und Ihre neuen Anmeldeinformationen müssen darauf gespeichert werden. Sie können den Token dann für die Anmeldung verwenden.
45
SafeGuard Enterprise
11.2.6.5 Sie können nicht mehr auf Ihren Computer zugreifen
Wenn Sie nicht mehr auf Ihren Computer zugreifen können, ist u. U. die SafeGuard Power-on
Authentication beschädigt. Auch in dieser kritischen Situation bietet SafeGuard Enterprise ein Challenge/Response-Verfahren, über das Sie wieder Zugriff auf Ihre verschlüsselten
Laufwerke erhalten. Das Challenge/Response-Verfahren wird in diesem Fall über eine
WinPE-Umgebung ausgeführt. Sollte diese kritische Situation eintreten, wenden Sie sich an
Ihren SafeGuard Enterprise Helpdesk. Der Helpdesk-Beauftragte stellt Ihnen die notwendigen
Dateien zur Verfügung und führt Sie durch die notwendigen Handlungsschritte, um den Zugriff auf Ihren Computer wiederherzustellen.
11.2.7 Challenge/Response für Offline-Benutzer
Beim Challenge/Response-Verfahren für Offline-Benutzer sind einige Besonderheiten zu beachten. Für Offline-Benutzer, also Benutzer die keine Verbindung zum Domänen-Controller haben (z. B. Vertriebsmitarbeiter im Außendienst, die mit ihren Notebooks arbeiten), kann im
Rahmen des Challenge/Response-Verfahrens kein automatischer Kennwortwechsel ausgelöst werden.
11.2.7.1 Challenge/Response für Offline-Benutzer mit Anmeldemodus
Benutzername/Kennwort
Beispiel:
Sie arbeiten Offline, haben also keine Verbindung zum Domänen-Controller und haben Ihr
Kennwort vergessen. Das Challenge/Response-Verfahren verhilft Ihnen einfach und schnell wieder zum Zugriff auf Ihren Computer.
SafeGuard Enterprise würde Sie im Rahmen des Challenge/Response-Verfahrens auch automatisch an Windows anmelden. Da Sie aber auch nach diesem
Challenge/Response-Verfahren Ihr Kennwort noch nicht wissen, müssten Sie dieses Verfahren bei jedem Start-Vorgang wiederholen. Sie wären außerdem nicht in der Lage, eine mögliche
Sperre des Computers (z. B. Computersperre bei Aktivierung des Bildschirmschoners) wieder aufzuheben. Sie müssten dann mit der Gefahr des Datenverlustes den Computer neu starten
(und ein erneutes Challenge/Response-Verfahren durchführen).
Hinweis: Aus diesem Grund bietet SafeGuard Enterprise die Möglichkeit, sich das Kennwort im Rahmen eines Challenge/Response-Verfahrens anzeigen zu lassen. Als Offline-Benutzer sollten Sie sich Ihr Kennwort bei einem Challenge/Response-Verfahren immer anzeigen lassen. Bitte weisen Sie Ihren Helpdesk-Beauftragten darauf hin, dass Sie das Kennwort angezeigt haben möchten. Der Helpdesk- Beauftragte muss die Anzeige des Kennworts explizit aktivieren, bevor er Ihren Response-Code erzeugt.
Gehen Sie wie folgt vor:
1. Starten Sie das Challenge/Response-Verfahren durch Klicken auf die Schaltfläche
Recovery im SafeGuard POA-Anmeldedialog.
2. Rufen Sie bei Ihrem Helpdesk an und geben Sie den Challenge- Code durch.
3. Weisen Sie den Helpdesk-Beauftragten darauf hin, dass Sie Ihren Computer mit
Benutzeranmeldung booten und Ihr Kennwort angezeigt haben möchten.
4. Klicken Sie im Challenge/Response Dialog auf Weiter und geben Sie die Response ein.
5. Klicken Sie auf OK.
Sie werden gefragt, ob Sie das Kennwort auf dem Bildschirm angezeigt bekommen möchten.
6. Beantworten Sie die Frage mit Ja und klicken Sie auf OK.
46
Benutzerhilfe
7. Im folgenden Dialog werden Sie darüber informiert, dass das Kennwort angezeigt wird, wenn Sie Enter oder die Leertaste auf der Tastatur drücken, oder in den Text klicken.
Hinweis: Klicken Sie NICHT auf OK. Nach dem Klicken auf OK wird der Bootvorgang
OHNE Kennwortanzeige fortgesetzt.
Das Kennwort wird für 5 Sekunden angezeigt. Danach wird der Bootvorgang automatisch fortgesetzt.
8. Drücken Sie Enter oder die Leertaste auf der Tastatur, oder klicken Sie in den Text.
Das Kennwort wird angezeigt.
Hinweis: Achten Sie unbedingt darauf, dass kein Unbefugter zufällig oder absichtlich
Ihren Bildschirm einsehen kann. Sie können das Kennwort durch Drücken der Leer- bzw.
der Enter-Taste oder durch einen Mausklick auf das blaue Anzeigefeld sofort verbergen.
Das Kennwort wird für höchstens 5 Sekunden angezeigt.
9. Sie können das Kennwort lesen und sich damit wieder in der SafeGuard Power-on
Authentication und an Windows anmelden.
Sie können wie gewohnt weiterarbeiten.
11.2.7.2 Challenge/Response für Offline-Benutzer mit Anmeldemodus „Nur Token“
Wenn Sie in diesem Fall Ihre PIN/Ihren Token vergessen oder verloren haben, ist die
Vorgehensweise abhängig davon, ob Sie ihre Windows-Anmeldeinformationen kennen oder nicht.
■ Windows-Anmeldeinformationen bekannt a) Wenn Sie Ihre Windows-Anmeldeinformationen kennen, starten Sie wie bereits beschrieben ein Challenge/Response-Verfahren. Sie werden automatisch an Windows angemeldet.
Der Anmeldemodus Nur Token wird für die Dauer der Arbeitssitzung, die an das
Challenge/Response-Verfahren anschließt, zurückgesetzt. So ist eine Anmeldung an
Windows auch mit Benutzername und Kennwort möglich.
Sollte also die Computersperre aktiviert werden, können Sie den Computer durch die
Eingabe Ihres Windows-Kennworts wieder entsperren. Die Anmeldung an der SafeGuard
Power-on Authentication ist jedoch nur über Challenge/Response möglich.
■ Windows-Anmeldeinformationen nicht bekannt a) Sollten Sie Ihre Windows-Anmeldeinformationen nicht kennen, können Sie auch im
Fall einer vergessenen PIN ein Challenge/Response-Verfahren starten, während Ihnen
Ihr Kennwort angezeigt wird.
b) Weisen Sie den Helpdesk-Beauftragten darauf hin, dass Sie das Kennwort angezeigt haben möchten.
Da der Anmeldemodus Nur Token außer Kraft gesetzt wird, können Sie dann auch eine eventuelle Sperre des Computers mit dem Kennwort aufheben. Die Anmeldung an der SafeGuard Power-on Authentication ist jedoch ausschließlich über
Challenge/Response möglich.
47
SafeGuard Enterprise
48
11.3 Challenge/Response für BitLocker-Benutzer
Allgemeine Hinweise zur Benutzung der Maus und/oder der Tastatur
■
■
Sie können Steuerelemente mit der Maus und/oder der Tastatur auswählen. Um mit Hilfe der Tastatur von einem Steuerelement zum nächsten zu springen, drücken Sie die Tab
Taste. Um zum vorigen Steuerelement zurückzukehren, drücken Sie die Tastenkombination
Umschalttaste+Tab Taste.
Um eine Auswahl zu bestätigen, drücken Sie die Enter Taste.
Challenge/Response-Verfahren
Wenn Sie einen BitLocker Recovery-Schlüssel benötigen, gehen Sie wie folgt vor:
1. Starten Sie den PC neu. Nach dem Neustart wird eine Meldung mit gelbem Text auf schwarzem Grund angezeigt. Drücken Sie innerhalb der nächsten drei Sekunden eine beliebige Taste.
2. Der Challenge/Response-Bildschirm wird angezeigt.
3. Im zweiten Schritt erhalten Sie die Informationen, die Sie benötigen, um sich an den
Helpdesk zu wenden.
4. Teilen Sie dem Helpdesk die folgenden Informationen mit:
■ Computer, zum Beispiel Sophos\<Computername>
■ Challenge-Code, z. B. ABC12-3DEF4-56GHO-892UT-Z654K-LM321. Bewegen Sie den Mauszeiger über die einzelnen Zeichen, um eine Buchstabierhilfe einzublenden, oder drücken Sie mehrmals F1 um diese Hilfe einzublenden. Der Code wird nach 30
Minuten ungültig. Dann wird der PC automatisch heruntergefahren.
5. Geben Sie dann den vom Helpdesk erhaltenen Response-Code (sechs Blöcke mit jeweils zwei Text-Feldern, pro Feld sind 5 Zeichen erforderlich) ein.
■ Sobald ein Textfeld vollständig ausgefüllt ist springt der Fokus automatisch auf das nächste Textfeld.
■ Wenn Sie in einem Block ein falsches Zeichen angeben, wird der entsprechende Block rot markiert.
6. Klicken Sie nach erfolgreicher Eingabe des Response-Code auf Weiter oder drücken Sie
Enter, um die Challenge/Response-Aktion abzuschließen.
BitLocker-Anmeldeinformationen zurücksetzen
Sobald Sie sich erneut am System angemeldet haben, geben Sie die neuen
BitLocker-Anmeldeinformationen ein, damit Sie das Challenge/Response-Verfahren beim nächsten Anmelden nicht erneut durchlaufen müssen. Abhängig vom Betriebssystem und der BIOS/UEFI-Version zeigt das System einen Dialog zum Zurücksetzen der
Anmeldeinformationen an.
Wenn dieser Dialog nicht automatisch angezeigt wird, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das SafeGuard Enterprise-Symbol in der Taskleiste. Es öffnet sich ein Kontextmenü.
Wählen Sie BitLocker Anmeldeinformationen zurücksetzen aus und folgen Sie den
Anweisungen auf dem Bildschirm.
Benutzerhilfe
Hinweis:
Wenn Sie das System herunterfahren oder neu starten möchten, klicken Sie auf die
Shutdown-Schaltfläche oder drücken Sie die Tab Taste bis die Shutdown-Schaltfläche hervorgehoben ist.
11.4 BitLocker Recovery-Schlüssel
Als BitLocker Benutzer eines Systems, das SafeGuard Challenge/Response nicht unterstützt, können Sie einen BitLocker Recovery-Schlüssel von Ihrem Helpdesk anfordern.
Allgemeine Hinweise zur Benutzung der Maus und/oder der Tastatur
■
■
Sie können Steuerelemente mit der Maus und/oder der Tastatur auswählen. Um mit Hilfe der Tastatur von einem Steuerelement zum nächsten zu springen, drücken Sie die Tab
Taste. Um zum vorigen Steuerelement zurückzukehren, drücken Sie die Tastenkombination
Umschalttaste+Tab Taste.
Um eine Auswahl zu bestätigen, drücken Sie die Enter Taste.
Anforderung des Recovery-Schlüssels
Wenn Sie einen BitLocker Recovery-Schlüssel von Ihrem Helpdesk benötigen, gehen Sie wie folgt vor:
1. Starten Sie den Endpoint neu. Drücken Sie nach dem Neustart die Esc-Taste auf dem
BitLocker-Anmeldebildschirm.
2. Der Bildschirm für die Eingabe eines BitLocker Recovery-Schlüssels wird angezeigt.
3. Im zweiten Schritt erhalten Sie die Informationen, die Sie benötigen, um sich an den
Helpdesk zu wenden.
Zum Beispiel: <Computername> C: 25.09.2014
4. Teilen Sie dem Helpdesk den Computernamen mit.
5. Geben Sie dann den vom Helpdesk erhaltenen BitLocker Recovery-Schlüssel (acht
Blöcke mit jeweils 6 Zeichen pro Feld) ein.
6. Wenn Sie den Response-Code erfolgreich eingeben haben, klicken Sie auf Fortsetzenoder drücken Sie die Enter Taste, um die Challenge/Response-Aktion abzuschließen.
BitLocker-Anmeldeinformationen zurücksetzen
Sobald Sie sich erneut am System angemeldet haben, geben Sie die neuen
BitLocker-Anmeldeinformationen ein, damit Sie das Challenge/Response-Verfahren beim nächsten Anmelden nicht erneut durchlaufen müssen. Abhängig vom Betriebssystem und der BIOS/UEFI-Version zeigt das System einen Dialog zum Zurücksetzen der
Anmeldeinformationen an.
Wenn dieser Dialog nicht automatisch angezeigt wird, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das SafeGuard Enterprise-Symbol in der Taskleiste. Es öffnet sich ein Kontextmenü.
Wählen Sie BitLocker Anmeldeinformationen zurücksetzen aus und folgen Sie den
Anweisungen auf dem Bildschirm.
Hinweis:
49
SafeGuard Enterprise
Wenn Sie das System herunterfahren oder neu starten möchten, klicken Sie auf die
Shutdown-Schaltfläche oder drücken Sie die Tab Taste bis die Shutdown-Schaltfläche hervorgehoben ist.
11.5 Recovery mit Local Self Help
Hinweis: Local Self Help ist nur für Windows 7 Endpoints mit SafeGuard Power-on
Authentication (POA) verfügbar.
Wenn Sie Ihr Kennwort vergessen haben, können Sie sich über Local Self Help ohne die
Unterstützung eines Helpdesk wieder an Ihrem Computer anmelden.
Über Local Self Help erhalten Sie auch in Situationen, in denen Sie keine Telefon- oder
Netzwerkverbindung und somit auch kein Challenge/Response-Verfahren nutzen können (z.
B. an Bord eines Flugzeugs), wieder Zugang zu Ihrem Computer. Sie können sich an Ihren
Computer durch die Beantwortung einer festgelegten Anzahl an zuvor definierten Fragen in der SafeGuard Power-on Authentication anmelden.
Die zu beantwortenden Fragen können vom Sicherheitsbeauftragten zentral vordefiniert und an die Endpoints verteilt werden. Sie können jedoch auch selbst Fragen definieren, wenn Sie per Richtlinie dazu berechtigt sind. Der Local Self Help Assistent unterstützt Sie bei der ersten
Beantwortung und Bearbeitung der Fragen. Um den Local Self Help Assistenten zu öffnen, klicken Sie auf das SafeGuard Enterprise Taskleistensymbol.
Voraussetzungen
Damit Sie Local Self Help für Recovery-Vorgänge benutzen können, müssen folgende
Voraussetzungen erfüllt sein:
■
■
Der zuständige Sicherheitsbeauftragte hat Local Self Help in der relevanten Richtlinie freigeschaltet und die Einstellungen für die Funktion (z. B. Berechtigung zur Definition eigener Fragen) definiert.
Sie haben Local Self Help auf Ihrem Computer aktiviert.
11.5.1 Aktivieren von Local Self Help
Nach dem Wirksamwerden der Richtlinie, die Sie zur Benutzung von Local Self Help berechtigt, müssen Sie die Funktion durch Beantwortung der erhaltenen Fragen oder durch Erstellung und Beantwortung eigener Fragen aktivieren.
Local Self Help ist erst dann auf Ihrem Computer aktiv, wenn Sie eine vordefinierte Anzahl an Fragen beantwortet und gespeichert haben. Der Sicherheitsbeauftragte legt fest, wie viele
Fragen Sie beantworten müssen. Der Local Self Help Assistent führt Sie durch den Vorgang und zeigt, wie viele Antworten erforderlich sind. Hierzu gibt es je nach den Einstellungen in der für Sie wirksamen Richtlinie folgende möglichen Szenarien:
■ Sie haben vordefinierte Fragen erhalten und sind nicht dazu berechtigt, eigene
Fragen zu definieren.
Beantworten und speichern Sie die erhaltenen vordefinierten Fragen. Der Local Self Help
Assistent zeigt, wie viele Antworten erforderlich sind.
■ Sie haben vordefinierte Fragen erhalten und sind dazu berechtigt, eigene Fragen zu erstellen.
50
Benutzerhilfe
Beantworten und speichern Sie die erforderliche Anzahl an Fragen - vordefinierte, eigene oder eine Kombination aus beiden Fragenarten.
■ Sie haben keine vordefinierten Fragen erhalten und sind dazu berechtigt, eigene
Fragen zu definieren.
Definieren, beantworten und speichern Sie die erforderliche Anzahl an Fragen.
Hinweis: Um sich mit Local Self Help an der SafeGuard Power-on Authentication anzumelden, müssen Sie die Fragen, die per Zufallsprinzip aus den mit Antworten hinterlegten Fragen ausgewählt werden, korrekt beantworten. Der Sicherheitsbeauftragte legt fest, wie viele Fragen
Sie in der SafeGuard POA beantworten müssen.
Voraussetzung: Nach Erhalt der Richtlinie informiert Sie eine Balloon-Ausgabe darüber, dass unbeantwortete Local Self Help Fragen vorliegen. Starten Sie nun Ihren Computer neu.
Dadurch wird der Befehl Local Self Help zum Kontextmenü des Taskleistensymbols in der
Windows-Taskleiste hinzugefügt.
So aktivieren Sie Local Self Help:
1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das SafeGuard Enterprise Taskleistensymbol.
2. Wählen Sie Local Self Help.
Der Willkommen Dialog des Local Self Help Assistenten wird angezeigt.
Aus Sicherheitsgründen werden Sie zur Eingabe Ihres Kennworts aufgefordert.
3. Geben Sie Ihr Kennwort ein und klicken Sie auf Weiter.
Der Dialog Statusübersicht wird angezeigt.
Dieser Dialog gibt Ihnen eine kurze Anleitung zur Aktivierung von Local Self Help. Darüber hinaus zeigt er die aktuellen Statusinformationen. Unter anderem wird hier angegeben, wie viele benutzerdefinierte und vordefinierte Fragen vorhanden und wie viele beantwortet sind.
4. Klicken Sie auf Weiter.
Wenn Sie mit dem Wirksamwerden der Richtlinie vordefinierte Fragen erhalten haben, wird der Dialog Vordefinierte Fragen angezeigt.
■
■
Wenn Sie mehrere Fragenthemen erhalten haben, können Sie in der Dropdown-Liste des Felds Thema zwischen den einzelnen Fragenthemen wählen.
Um die einzelnen Fragen zu beantworten, klicken Sie auf die jeweilige Frage und geben
Sie in der Spalte Antworten Ihre Antwort ein.
■ Nach der Eingabe wird die Antwort verborgen. Um den Text anzuzeigen, aktivieren Sie das Kontrollkästchen Antworten zeigen.
Hinweis: Beachten Sie, dass Sie die Antworten bei der späteren Beantwortung der Fragen in der SafeGuard Power-on Authentication im Rahmen eines Recovery-Vorgangs exakt so eingeben müssen, wie Sie sie im Local Self Help Assistenten eingegeben haben. So unterscheidet Local Self Help auch zwischen Groß- und Kleinschreibung.
Hinweis: Nicht alle Zeichen, die in Windows eingegeben werden können, können von der SafeGuard POA verarbeitet werden. Hebräische oder arabische Zeichen können z. B.
nicht verwendet werden. Für die Eingabe von Antworten auf Japanisch müssen
Romaji-Zeichen (römische/lateinische Zeichen) verwendet werden. Andernfalls ergibt sich bei der Eingabe der Antworten in der SafeGuard Power-on Authentication keine
Übereinstimmung.
51
SafeGuard Enterprise
5. Wenn Sie die Beantwortung der vordefinierten Fragen abgeschlossen haben, klicken Sie auf Weiter.
6. Wenn Sie dazu berechtigt sind, eigene Fragen zu definieren, wird der Dialog
Benutzerdefinierte Fragen und Antworten angezeigt.
a) Um eine neue Frage hinzuzufügen, klicken Sie auf Neue Frage.
Der Fragenliste wird eine neue Zeile hinzugefügt.
b) Geben Sie in der Spalte Fragen die Frage und in der Spalte Antworten die Antwort ein.
Nach der Eingabe wird die Antwort verborgen.
c) Um den Text anzuzeigen, aktivieren Sie das Kontrollkästchen Antworten zeigen.
7. Wenn Sie die Definition und Beantwortung der Fragen abgeschlossen haben, klicken Sie auf Weiter.
Im letzten Dialog des Local Self Help Assistenten werden die neuen Statusinformationen nach Beantwortung der Fragen angezeigt. Eine Meldung informiert Sie darüber, ob die
Voraussetzungen für die Aktivierung von Local Self Help erfüllt sind.
8. Klicken Sie auf Beenden.
Die Fragen und Antworten werden gespeichert. Eine Meldung wird angezeigt, die Sie über die erfolgreiche Aktivierung informiert.
9. Klicken Sie auf OK.
Local Self Help ist auf Ihrem Computer aktiv. Sie können Local Self Help für
Recovery-Vorgänge, die die Anmeldung betreffen, in der SafeGuard Power-on Authentication benutzen.
11.5.2 Aktivieren von Local Self Help - Erinnerung
Es ist wichtig, dass Sie Local Self Help aktivieren. Aus diesem Grund erinnert SafeGuard
Enterprise Sie daran, sich bei Local Self Help anzumelden und Ihre Local Self Help-Fragen in drei Phasen einzurichten:
■ Schritt 1
Ein Ballon-Tooltip erscheint einen Kalendertag lang jede Stunde und weist darauf hin, dass Local Self Help eingerichtet werden muss. Am darauffolgenden Kalendertag beginnt
Phase 2.
■ Schritt 2
Neben dem Verhalten der Phase 1 wird der Local Self Help-Assistent immer dann gestartet, wenn Sie sich anmelden oder den Computer entsperren. Sie können die Ausführung des
Assistenten auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Nach 3 Kalendertagen beginnt
Phase 3.
■ Schritt 3
Neben dem Verhalten der Phase 2, aber ohne Tooltip-Benachrichtigung, startet alle 60
Minuten der Local Self Help-Assistent.
52
Benutzerhilfe
Der Benutzer wird sofort mit einem Balloon-Tooltip benachrichtigt und Phase 1 wird begonnen, wenn Local Self Help aufgrund einer der folgenden Änderungen reaktiviert werden muss:
■
■
■ der Local Self Help-Parameter des Windows-Kennworts des Zertifikats
11.5.3 Bearbeiten von Fragen
Nach der Aktivierung von Local Self Help auf Ihrem Computer lassen sich die Fragen nachträglich jederzeit bearbeiten:
■ Bei vordefinierten Fragen können Sie die bei der initialen Beantwortung eingegebenen
Antworten ändern. Vordefinierte Fragen können jedoch nicht gelöscht werden.
■ Bei benutzerdefinierten Fragen können Sie die bei der initialen Beantwortung eingegebenen
Antworten ändern, neue Fragen hinzufügen oder Fragen löschen.
1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das SafeGuard Enterprise Taskleistensymbol.
2. Wählen Sie Local Self Help.
Der Willkommen Dialog des Local Self Help Assistenten wird angezeigt.
Aus Sicherheitsgründen werden Sie zur Eingabe Ihres Kennworts aufgefordert.
3. Geben Sie Ihr Kennwort ein und klicken Sie auf Weiter.
Der Dialog Statusübersicht wird angezeigt.
Dieser Dialog gibt Ihnen eine kurze Anleitung zur Aktivierung von Local Self Help. Darüber hinaus zeigt er die aktuellen Statusinformationen. Unter anderem wird hier angegeben, wie viele benutzerdefinierte und vordefinierte Fragen vorhanden und wie viele beantwortet sind.
4. Klicken Sie auf Weiter. Wenn Sie vordefinierte Fragen erhalten und beantwortet haben, wird der Dialog Vordefinierte Fragen mit den beantworteten Fragen angezeigt.
a) Wenn Sie mehrere Fragenthemen erhalten haben, können Sie in der Dropdown-Liste des Felds Thema zwischen den einzelnen Fragenthemen wählen.
b) Standardmäßig werden die bereits eingegebenen Antworten nicht als Text angezeigt.
Um die Antworten anzeigen zu lassen, wählen Sie das Kontrollkästchen Antworten
zeigen.
c) Um die Antworten zu ändern, klicken Sie auf die jeweilige Frage und geben Sie in der
Spalte Antworten eine neue Antwort ein.
5. Klicken Sie auf Weiter. Wenn Sie dazu berechtigt sind, eigene Fragen zu definieren, wird der Dialog Benutzerdefinierte Fragen und Antworten angezeigt. Standardmäßig werden die bereits eingegebenen Antworten nicht als Text angezeigt.
a) Um die Antworten anzeigen zu lassen, wählen Sie das Kontrollkästchen Antworten
zeigen.
b) Um bereits vorhandene Antworten zu ändern, klicken Sie auf die jeweilige Frage und geben Sie in der Spalte Antworten eine neue Antwort ein.
c) Um eine neue Frage hinzuzufügen, klicken Sie auf Neue Frage.
53
SafeGuard Enterprise
Der Fragenliste wird eine neue Zeile hinzugefügt. Geben Sie in der Spalte Fragen die
Frage und in der Spalte Antworten die Antwort ein.
d) Um Fragen zu löschen, klicken Sie auf die jeweilige Frage und dann auf die Schaltfläche
Frage löschen.
Eine Meldung wird angezeigt, die Sie zur Bestätigung des Löschvorgangs auffordert.
Klicken Sie auf Ja.
6. Klicken Sie auf Weiter.
Im letzten Dialog des Local Self Help Assistenten werden die neuen Statusinformationen nach dem Bearbeiten der Fragen angezeigt. Eine Meldung informiert Sie darüber, ob die
Voraussetzungen dafür, dass Local Self Help aktiv bleibt, erfüllt sind.
7. Klicken Sie auf Beenden.
Die Fragen und Antworten werden gespeichert. Eine Meldung wird angezeigt, die Sie darüber informiert, dass der Vorgang erfolgreich durchgeführt wurde und Local Self Help aktiv bleibt.
8. Klicken Sie auf OK.
Die Änderungen in den Fragenlisten werden wirksam.
Wenn Sie Local Self Help das nächste Mal in der SafeGuard Power-on Authentication starten, werden entsprechend per Zufallsprinzip die geänderten/neuen Fragen angezeigt. Die geänderten/neuen Antworten gelten.
Hinweis: Sollte durch die vorgenommenen Änderungen die erforderliche Mindestanzahl an beantworteten Fragen unterschritten werden, so werden Sie im letzten Local Self Help Assistent
Dialog durch eine Warnungsmeldung darauf hingewiesen, dass Local Self Help nach Beenden des Assistenten deaktiviert wird. Wenn Sie Local Self Help nicht deaktivieren möchten, können
Sie in die Dialoge Benutzerdefinierte Fragen und Vordefinierte Fragen wechseln, indem
Sie auf Zurück klicken. Sie können nun Fragen hinzufügen oder neue Fragen beantworten.
Wenn Sie auf Beenden klicken und die erforderliche Mindestanzahl an beantworteten Fragen wurde unterschritten, so werden Sie durch eine weitere Warnungsmeldung darauf hingewiesen dass Local Self Help nicht mehr auf Ihrem Computer aktiv ist. Sie können Local Self Help in diesem Fall jedoch jederzeit wieder aktivieren.
11.5.4 Änderungen von Fragenparametern
Der Sicherheitsbeauftragte kann für Local Self Help Fragen folgende Parameter definieren:
■ Die Anzahl der Fragen, die Sie im Local Self Help Assistenten beantworten müssen, um
Local Self Help auf Ihrem Computer zu aktivieren. Die angegebene Anzahl an Fragen muss mit den entsprechenden Antworten verfügbar sein, damit Local Self Help aktiv ist.
■ Die Anzahl der Fragen, die Sie in der SafeGuard POA beantworten müssen, um sich mit
Local Self Help anzumelden. Die in der SafeGuard POA angezeigten Fragen werden per
Zufallsprinzip aus den Fragen, die Sie im Local Self Help Assistenten beantwortet haben, ausgewählt.
Wenn sich diese Parameter aufgrund einer neuen Richtlinie, die an Ihren Computer übertragen wurde, ändern, ergeben sich folgende mögliche Szenarien:
54
Benutzerhilfe
Bedingung LSH-Aktion Benutzer-Aktion erforderlich
Die Anzahl der Fragen, die Sie im Local Self Help Assistenten beantworten müssen, ändert sich.
Die Anzahl an verfügbaren
Fragen reicht jedoch aus, damit
Local Self Help auf Ihrem
Endpoint-Computer aktiv bleibt.
Local Self Help bleibt auf Ihrem
Computer aktiv.
Keine
Die Anzahl der Fragen, die Sie im Local Self Help Assistenten beantworten müssen, ändert sich und es sind nicht genügend
Fragen verfügbar, damit Local
Self Help auf Ihrem Computer aktiv bleibt.
Es wird eine Meldung angezeigt, die Sie darüber informiert, dass sich die Local Self Help
Einstellungen geändert haben.
Die auf Ihrem Computer verfügbaren Fragen sind nicht mehr gültig. Local Self Help ist nicht mehr auf Ihrem Computer aktiv.
Um Local Self Help zu reaktivieren, starten Sie den
Local Self Help Assistenten und folgen Sie den Anweisungen.
Die Anzahl der Fragen, die Sie in der SafeGuard POA beantworten müssen, um sich mit Local Self
Help anzumelden, ändert sich.
Es wird eine Meldung angezeigt, die Sie darüber informiert, dass sich die Local Self Help
Einstellungen geändert haben.
Die auf Ihrem Computer verfügbaren Fragen bleiben gültig. Das Zahlenverhältnis zwischen verfügbaren Fragen und gültigen Antworten hat sich geändert.
Starten Sie den Local Self Help
Assistenten und folgen Sie den
Anweisungen.
11.5.5 Änderungen von Local Self Help Bedingungen oder Parametern während der Definition/Bearbeitung von Fragen
Local Self Help Parameter oder andere Bedingungen, die für die Benutzung der Funktion wichtig sind, können sich während der Definition oder Bearbeitung von Fragen im Local Self
Help Assistenten ändern.
Beispiel:
■ Ein neues Benutzerkennwort oder ein neues Zertifikat wird spezifiziert.
■ Eine neue Richtlinie mit neuen Local Self Help Einstellungen und/oder einem neuen
Fragensatz für Local Self Help wird über den regulären Aktualisierungsmechanismus an
Ihren Computer übertragen.
Treten solche Änderungen während des Bearbeitungsvorgangs auf, sind die von Ihnen definierten Fragen und Antworten unter Umständen nicht mehr gültig und es stehen nicht genug beantwortete Fragen zur Verfügung. In diesem Fall wird bzw. bleibt Local Self Help auf Ihrem Computer nicht aktiv.
Jedes Mal, wenn Sie die Definition oder Bearbeitung von Fragen im Local Self Help Assistenten beenden, überprüft der Assistent daher, ob eine der folgenden Bedingungen zutrifft und reagiert entsprechend:
55
SafeGuard Enterprise
Bedingung Aktion des LSH-Assistenten Ergebnis
Local Self Help wurde durch eine neue Richtlinie allgemein deaktiviert.
Der Local Self Help Assistent zeigt eine
Meldung an, die Sie darüber informiert, dass Local Self Help allgemein deaktiviert wurde. Danach wird der Local Self Help
Assistent geschlossen.
Local Self Help kann nicht mehr benutzt werden.
Local Self Help Parameter (z. B.
die Mindestlänge für Antworten, das Recht, eigene Fragen zu definieren, die Anzahl der zu beantwortenden Fragen usw.) wurden durch eine neue
Richtlinie geändert. Local Self
Help wurde jedoch nicht allgemein deaktiviert.
Die von Ihnen definierten Fragen und Antworten sind weiterhin gültig und ausreichend, damit
Local Self Help auf Ihrem
Computer aktiv bleibt.
Der Local Self Help Assistent zeigt eine
Meldung an, die Sie darüber informiert, dass sich die Local Self Help Parameter geändert haben. Ihre Änderungen werden gespeichert. Danach wird der Local Self
Help Assistent geschlossen.
Local Self Help ist auf
Ihrem Computer aktiv und kann für
Recovery-Vorgänge, die die Anmeldung betreffen, benutzt werden. Das
Zahlenverhältnis zwischen verfügbaren
Fragen und gültigen
Antworten hat sich jedoch unter Umständen durch die
Parameteränderungen geändert. Um das ursprüngliche
Zahlenverhältnis wiederherzustellen, fügen Sie Fragen und/oder Antworten hinzu oder löschen Sie
Fragen und/oder
Antworten.
Das Benutzerkennwort wurde geändert und/oder
Local Self Help Parameter (z.
B. die Mindestlänge für
Antworten, das Recht, eigene
Fragen zu definieren, die
Anzahl der zu beantwortenden Fragen usw.) wurden durch eine neue Richtlinie geändert.
Local Self Help wurde jedoch nicht allgemein deaktiviert.
Der Local Self Help Assistent zeigt eine
Meldung an, die Sie darüber informiert, dass sich Benutzerkennwort oder Local
Self Help Parameter geändert haben.
Local Self Help ist auf Ihrem Computer nicht aktiv. Sie werden dazu aufgefordert, den Assistenten erneut zu starten, um die notwendigen Schritte durchzuführen.
Danach wird der Assistent geschlossen.
Um Local Self Help zu aktivieren, führen Sie den Local Self Help
Assistenten erneut aus und definieren Sie die
Fragen und Antworten erneut. Danach können
Sie Local Self Help für
Recovery-Vorgänge, die die Anmeldung betreffen, benutzen.
Die von Ihnen definierten
Fragen und Antworten sind jedoch dadurch nicht mehr gültig. Die vorhandenen
Fragen und Antworten sind nicht mehr ausreichend dafür, dass Local Self Help auf Ihrem Computer aktiv ist.
56
Benutzerhilfe
Bedingung Aktion des LSH-Assistenten Ergebnis
Das Benutzerzertifikat hat sich geändert.
Der Local Self Help Assistent zeigt eine
Meldung an, die Sie darüber informiert, dass sich das Benutzerzertifikat geändert hat. Local Self Help ist auf Ihrem
Computer nicht aktiv. Sie werden dazu aufgefordert, den Assistenten erneut zu starten, um die notwendigen Schritte durchzuführen. Danach wird der Assistent geschlossen.
Um Local Self Help zu aktivieren, führen Sie den Local Self Help
Assistenten erneut aus und definieren Sie die
Fragen und Antworten erneut. Danach können
Sie Local Self Help für
Recovery-Vorgänge, die die Anmeldung betreffen, benutzen.
11.5.6 Anmeldung an der SafeGuard POA mit Local Self Help
1. Klicken Sie im SafeGuard POA-Anmeldedialog auf Recovery.
■ Wenn für Sie nur Local Self Help aktiviert ist, wird Local Self Help gestartet.
■ Wenn für Sie sowohl Local Self Help als auch Challenge/Response zur Verfügung stehen, wird ein Dialog mit diesen beiden Auswahlmöglichkeiten angezeigt. Klicken
Sie auf die Schaltfläche Local Self Help.
Hinweis:
Wenn Sie sich normalerweise mit einem Token oder einer Smartcard an der SafeGuard
Power-on Authentication anmelden, entfernen Sie zunächst den Token/die Smartcard von
Ihrem Computer. Daraufhin wird der SafeGuard POA-Dialog für die Anmeldung mit
Benutzername und Kennwort angezeigt. Geben Sie Ihren Benutzernamen ein und klicken
Sie auf Recovery.
Der Willkommen Dialog von Local Self Help wird angezeigt.
Dieser Dialog gibt Ihnen eine kurze Anleitung zu den folgenden Handlungsschritten.
2. Klicken Sie auf Weiter, um mit der Beantwortung der Fragen zu beginnen.
Die erste Frage wird angezeigt.
3. Geben Sie die Antwort ein.
Der eingegebene Text wird standardmäßig aus Sicherheitsgründen nicht im Eingabefeld angezeigt. Um sich die Antwort anzeigen zu lassen, deaktivieren Sie das Kontrollkästchen
Antwort verbergen.
4. Klicken Sie nach Beantwortung der Frage auf Weiter.
Die Schaltfläche Weiter wird erst aktiv, wenn Sie eine Antwort auf die Frage eingegeben haben. Erst dann können Sie mit der nächsten Frage fortfahren.
5. Beantworten Sie nun alle weiteren Fragen. Wenn Sie die letzte Frage beantwortet haben, klicken Sie auf OK.
Im folgenden Dialog können Sie sich Ihr derzeit gültiges Kennwort anzeigen lassen.
57
SafeGuard Enterprise
6. Um das Kennwort anzeigen zu lassen, drücken Sie Enter oder die Leertaste oder klicken
Sie auf das blaue Feld.
Hinweis:
Klicken Sie NICHT auf OK. Nach dem Klicken auf OK wird der Bootvorgang OHNE
Kennwortanzeige fortgesetzt.
Das Kennwort wird für höchstens 5 Sekunden angezeigt. Danach wird der Bootvorgang automatisch fortgesetzt.
Hinweis: Achten Sie unbedingt darauf, dass kein Unbefugter zufällig oder absichtlich
Ihren Bildschirm einsehen kann. Sie können das Kennwort durch Drücken der Leer- bzw.
Enter-Taste oder durch einen Mausklick auf das blaue Anzeigefeld sofort verbergen.
7. Sie können das Kennwort lesen und es wieder zur Anmeldung an der SafeGuard Power-on
Authentication und an Windows verwenden.
8. Wenn Sie das Kennwort gelesen haben, klicken Sie auf OK. Der Bootvorgang wird andernfalls nach dem Anzeigen des Kennworts nach 5 Sekunden automatisch fortgesetzt.
Sie werden an der SafeGuard Power-on Authentication und an Windows angemeldet.
11.5.7 Fehlgeschlagene Anmeldeversuche
Wenn Sie eine oder mehrere Fragen falsch beantwortet haben, erfolgt keine Anmeldung. In diesem Fall wird eine Meldung angezeigt, die Sie darüber informiert, dass die Anmeldung fehlgeschlagen ist. Aus Sicherheitsgründen zeigt Local Self Help nicht an, welche der Fragen
Sie falsch beantwortet haben.
Das Fehlschlagen eines Recovery-Vorgangs über Local Self Help entspricht einem fehlgeschlagenen Anmeldeversuch, der als Ereignis protokolliert wird. Für die Anmeldung tritt in diesem Fall eine Verzögerung in Kraft. Die Anmeldeverzögerung verlängert sich mit jedem fehlgeschlagenen Anmeldeversuch.
Wenn Sie nach dem fehlgeschlagenen Anmeldeversuch den Computer neu starten und erneut die Anmeldung mit Local Self Help wählen, werden aus der Fragenliste wieder Fragen per
Zufallsprinzip ausgewählt.
11.5.8 Erneutes Aktivieren von Fragen und Antworten nach einer
Kennwortänderung auf mehreren Maschinen
Wenn Sie mehrere Computer mit aktivierter Local Self Help Funktion benutzen und Ihr
Windows-Kennwort auf einem Computer ändern, sind die Local Self Help Fragen und Antworten nach Inkrafttreten der Kennwortänderung auf dem zweiten (und jedem weiteren) Computer nicht mehr aktiv. Die Fragen und Antworten stehen jedoch noch im Local Self Help Assistenten zur Verfügung. Um dieselben Fragen wieder auf dem zweiten Computer zu verwenden, bestätigen Sie diese über den Local Self Help Assistenten.
1. Nachdem Sie Ihr Kennwort auf einem Computer geändert haben, melden Sie sich am zweiten Computer an.
Ein Tooltip informiert Sie darüber, dass unbeantwortete Local Self Help Fragen vorhanden sind.
2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das SafeGuard Enterprise Taskleistensymbol und wählen Sie Local Self Help.
Der Willkommen Dialog des Local Self Help Assistenten wird angezeigt.
58
Benutzerhilfe
3. Geben Sie Ihr Kennwort ein und klicken Sie auf Weiter.
4. Bestätigen Sie alle weiteren Dialoge des Local Self Help Assistenten mit Weiter und klicken
Sie im letzten Dialog auf Beenden.
Die zuvor auf dem Computer gespeicherten Fragen und Antworten sind wieder aktiv und werden bei der Anmeldung an der SafeGuard POA mit Local Self Help benutzt.
59
SafeGuard Enterprise
12 Fehlerbehebung
Wenn Sie Schwierigkeiten bei der Synchronisierung Ihres Endpoints mit dem Server haben, können Sie das Client/Server Connectivity Check Werkzeug verwenden um festzustellen, warum die Kommunikation zwischen SafeGuard Client und SafeGuard Server fehlschlägt.
Um das SafeGuard Enterprise Client/Server Connectivity Check Werkzeug zu starten öffnen
Sie den Pfad C:\Program Files (x86)\Sophos\SafeGuard Enterprise\Client und führen Sie die Anwendung SGNCSCC.exe
aus.
Weitere Informationen finden Sie im Sophos Knowledgebase-Artikel 109662 .
60
Benutzerhilfe
13 SafeGuard Power-on Authentication (nur
Windows 7)
Hinweis: Das gesamte Kapitel zur SafeGuard Power-on Authentication ist nur für Endpoints mit Windows 7 (BIOS) relevant, und nur dann, wenn SafeGuard Power-on Authentication auf
Ihrem Computer installiert ist.
Die SafeGuard Power-on Authentication ist ein Verfahren, bei dem Sie sich authentisieren müssen, bevor das eigentliche Betriebssystem startet. Danach wird Windows gestartet und
Sie werden automatisch angemeldet. Analog wird verfahren, wenn sich ein Computer im
Ruhezustand (Hibernation, Suspend to Disk) befindet und wieder eingeschaltet wird.
Erscheinungsbild der SafeGuard POA
Das Erscheinungsbild der SafeGuard Power-on Authentication kann an die Anforderungen des Unternehmens angepasst werden. Ein Sicherheitsbeauftragter kann die SafeGuard POA
über die relevanten Richtlinieneinstellungen im SafeGuard Management Center anpassen.
Angepasst werden können:
■ Anmeldebild
Das Standard-Anmeldebild der SafeGuard Power-on Authentication ist im
SafeGuard-Design gehalten. Das Anmeldebild kann durch eine Richtlinieneinstellung ausgetauscht werden. Das ermöglicht z. B. die Anzeige Ihres Unternehmenslogos.
■ Dialogtexte
Alle Texte in der SafeGuard Power-on Authentication werden in der Standardsprache, die in den Regions- und Sprachoptionen von Windows eingestellt ist, angezeigt. Sie können die Sprache, die in der SafeGuard POA verwendet wird, ändern, indem Sie die
Standardsprache ändern. Die Sprache des Dialogtexts kann auch vom
Sicherheitsbeauftragten in einer Richtlinie festgelegt werden.
13.1 Erste Anmeldung nach der Installation
Hinweis: SafeGuard Enterprise arbeitet mit zertifikatsbasierter Anmeldung.
Benutzerspezifische Schlüssel und Zertifikate werden jedoch erst nach der
Windows-Anmeldung erzeugt.
Sie müssen sich bei der ersten Anmeldung nach der Installation zunächst mit Ihren
Anmeldedaten wie üblich an Windows anmelden. Danach werden Sie als SafeGuard Enterprise
Benutzer registriert. Diese Registrierung ist die Bedingung dafür, dass Ihre Zugangsdaten beim nächsten Systemstart auch in der SafeGuard POA bekannt sind.
Die erfolgreiche Registrierung und der Erhalt aller notwendigen Daten wird als Balloon-Ausgabe angezeigt.
Wenn Sie den Computer neu starten, ist die SafeGuard Power-on Authentication (POA) aktiviert. Ab diesem Zeitpunkt geben Sie Ihre Windows-Anmeldedaten in der SafeGuard POA ein. Sie werden dann (wenn die automatische Anmeldung an Windows aktiviert ist) ohne weitere Kennworteingabe auch an Windows angemeldet.
61
SafeGuard Enterprise
Die Anmeldung in der SafeGuard POA erfolgt mit Benutzername und Kennwort.
Ablauf der ersten Anmeldung
Die folgende Beschreibung zeigt den Ablauf der ersten Anmeldung an Ihren Computer, nachdem SafeGuard Enterprise installiert wurde. Voraussetzung dafür, dass die erste
Anmeldung wie hier beschrieben abläuft, ist, dass die SafeGuard POA für Ihren Computer installiert und aktiviert ist.
13.1.1 SafeGuard Autologon
1. Der Computer startet und der SafeGuard Autologon Dialog wird angezeigt.
■ Ein SafeGuard Autouser wird angemeldet.
■
■
■
Besteht eine Verbindung zum SafeGuard Enterprise Server, so wird der Computer automatisch beim SafeGuard Enterprise Server registriert.
Der Maschinenschlüssel wird an den SafeGuard Enterprise Server geschickt und in der SafeGuard Enterprise Datenbank abgelegt.
Die Maschinenrichtlinien werden an den Computer geschickt.
13.1.2 Anmeldung an Windows
1. Der Windows-Anmeldedialog wird angezeigt.
2. SafeGuard Enterprise bietet die SafeGuard Enterprise- und die
Windows-Authentisierungsmethode. Windows stellt für jede Authentisierungsmethode zwei Symbole zur Verfügung:
■
■
Klicken Sie auf Anderer Benutzer, um einen Dialog zur Eingabe der
Anmeldeinformationen zu öffnen.
Klicken Sie auf das zweite Symbol (unter dem bereits ein Benutzername angezeigt wird), um einen Dialog zu öffnen, der bereits die Benutzerdaten des zuletzt angemeldeten Benutzers enthält. Es muss nur noch das Kennwort eingegeben werden.
Wird Ihr Benutzername unter einem SafeGuard Enterprise Symbol angezeigt, klicken Sie auf dieses Symbol. Ist dies nicht der Fall, wählen Sie das SafeGuard Enterprise Symbol, unter dem Anderer Benutzer angezeigt wird.
3. Geben Sie wie gewohnt Ihre Windows-Benutzerdaten ein.
■ Ihr Benutzername und ein Hash-Wert Ihrer Anmeldeinformationen werden an den
Server geschickt.
■ Benutzerrichtlinien, Zertifikate und Schlüssel werden erzeugt und an den Endpoint geschickt.
Wenn alle Daten zwischen SafeGuard Enterprise Server und Ihrem Computer erfolgreich synchronisiert worden sind, stehen die Benutzerdaten auch in der SafeGuard Power-on
Authentication zur Verfügung.
Das bedeutet, dass Sie beim nächsten Systemstart nur noch in der SafeGuard Power-on
Authentication Ihre Windows-Benutzerdaten (Benutzername und Kennwort) eingeben müssen und automatisch angemeldet werden.
62
Benutzerhilfe
Um die SafeGuard Power-on Authentication in vollem Umfang zu aktivieren, starten Sie den
Computer neu. Nach dem Neustart schützt die SafeGuard Power-on Authentication Ihren
Computer vor unberechtigtem Zugriff.
13.1.3 Anmeldung an der SafeGuard Power-on Authentication nach dem
Neustart
1. Beim Neustart des Computers wird der Anmeldedialog der SafeGuard Power-on
Authentication angezeigt.
Die Zertifikate und Schlüssel sind vorhanden, und Sie können sich in der SafeGuard POA mit Ihren Windows-Anmeldeinformationen anmelden.
2. Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Kennwort ein und klicken Sie auf OK.
Ihre Anmeldeinformationen werden überprüft. Nach der Verifizierung Ihrer
Anmeldeinformationen werden Sie automatisch an Windows angemeldet.
Hinweis: Die durchgehende Anmeldung an Windows kann durch eine zentrale Einstellung deaktiviert sein. Ist dies der Fall, wird der Windows-Anmeldedialog angezeigt und Sie müssen die Anmeldeinformationen eingeben.
13.2 Anmeldung mit SafeGuard Power-on Authentication
Nach der vollständigen Aktivierung (initialer Benutzerabgleich und Neustart) der SafeGuard
POA melden Sie sich durch Eingabe Ihrer Windows-Benutzerdaten im Anmeldedialog der
SafeGuard Power-on Authentication an. Die Anmeldung an Windows erfolgt automatisch.
Hinweis: Durch Klicken auf die Optionen Schaltfläche im Anmeldedialog und Deaktivieren des Kontrollkästchens Durchgehende Anmeldung an Windows kann die automatische
Anmeldung an Windows aufgehoben werden. Dies ist z. B. notwendig, um weiteren Benutzern die Anmeldung an der SafeGuard Power-on Authentication auf diesem Computer zu
ermöglichen, siehe Registrieren weiterer SafeGuard Enterprise-Benutzer (Seite 64). Ob die
durchgehende Anmeldung aktiviert oder deaktiviert ist und ob es Ihnen möglich ist, diese
Einstellung im Anmeldedialog zu ändern, wird in den für Sie geltenden Richtlinien vom
Sicherheitsbeauftragten festgelegt.
Anmeldeverzögerung bei nicht erfolgreicher Anmeldung
Wenn die Anmeldung an der SafeGuard Power-on Authentication fehlschlägt, z. B. wegen eines falsch eingegebenen Kennworts, wird eine Warnmeldung angezeigt und die nächste
Anmeldung wird verzögert. Diese Verzögerung wird mit jedem fehlgeschlagenen
Anmeldeversuch größer. Fehlgeschlagene Anmeldeversuche werden protokolliert.
Computersperre
Wenn die eingestellte Anzahl an fehlgeschlagenen Anmeldeversuchen erreicht ist, wird Ihr
Computer gesperrt. Um die Computersperre aufzuheben, starten Sie ein Challenge/Response
Verfahren, siehe Challenge/Response für SafeGuard POA-Benutzer (Seite 41).
63
SafeGuard Enterprise
13.2.1 Recovery für die Anmeldung
Für Recovery-Vorgänge, wenn Sie z. B. ihr Kennwort vergessen haben, bietet SafeGuard
Enterprise verschiedene Optionen, die auf unterschiedliche Recovery-Szenarien zugeschnitten sind. Ihr Sicherheitsbeauftragter legt über die relevanten Richtlinieneinstellungen fest, welche
Recovery-Methoden auf Ihrem Computer zur Verfügung stehen. Für weitere Informationen, siehe
13.3 Anmeldung mit Windows-Authentisierung
In der Regel werden Sie nach der Eingabe Ihrer Anmeldeinformationen in der SafeGuard
Power-on Authentication (POA) automatisch an Windows angemeldet. Wenn Sie sich gesondert an Windows anmelden wollen, gehen Sie wie folgt vor:
Je nach den Anmeldeeinstellungen in der zentralen Verwaltung wird entweder ein Dialog zur
Eingabe der Benutzerdaten oder ein PIN-Eingabe-Dialog angezeigt.
1. Klicken Sie im SafeGuard POA-Anmeldedialog auf Optionen und deaktivieren Sie das
Durchgehende Anmeldung an Windows Kontrollkästchen.
Der Windows-Anmeldedialog wird angezeigt. Je nach den Anmeldeeinstellungen in der zentralen Verwaltung wird entweder ein Dialog zur Eingabe der Benutzerdaten oder ein
PIN-Eingabe-Dialog angezeigt.
2. Geben Sie Ihre Benutzerdaten oder die PIN ein und klicken Sie auf OK.
Erst jetzt steht Ihnen die Funktionalität von SafeGuard Enterprise zur Verfügung und Sie können z. B. auf verschlüsselte Daten zugreifen, wenn Sie den entsprechenden Schlüssel besitzen.
13.4 Registrieren weiterer SafeGuard Enterprise-Benutzer
So ermöglichen Sie einem anderen Windows-Benutzer die Anmeldung an Ihrem Computer:
1. Schalten Sie den Computer ein.
Der SafeGuard POA-Anmeldedialog wird angezeigt. Der zweite Windows-Benutzer kann sich nicht an der SafeGuard Power-on Authentication anmelden, es fehlen ihm die notwendigen Schlüssel und Zertifikate.
2. Damit sich der zweite Benutzer an der SafeGuard Power-on Authentication anmelden kann, muss ihm der Besitzer des Computers helfen.
Hinweis: In den Standardeinstellungen ist festgelegt, dass der erste Benutzer, der sich nach der Installation anmeldet, zum Besitzer des Computers wird. Der
Sicherheitsbeauftragte kann den Besitzer des Computers auch über eine
Richtlinieneinstellung festlegen.
3. Klicken Sie im SafeGuard POA-Anmeldedialog auf Optionen und deaktivieren Sie das
Durchgehende Anmeldung an Windows Kontrollkästchen. Melden Sie sich mit Ihren
Anmeldeinformationen als Besitzer des Computers an.
Der Windows-Anmeldedialog wird angezeigt.
4. Der zweite Benutzer gibt seine Windows-Anmeldedaten ein.
64
Benutzerhilfe
5. Sind die Benutzerrichtlinien, das Zertifikat und der Schlüssel des zweiten Benutzers auf dem Computer komplett vorhanden (ersichtlich an der entsprechenden Balloon-Ausgabe), wird der zweite Benutzer in SafeGuard Enterprise erzeugt.
Der zweite Benutzer kann sich beim nächsten Neustart des Computers an der SafeGuard
Power-on Authentication anmelden.
Hinweis: Sicherheitsbeauftragte können im SafeGuard Management Center Benutzer zur
SafeGuard POA auf einer neuen Maschine hinzufügen. So zugewiesene Benutzer können sich auf diesen Computern im Rahmen der SafeGuard Power-on Authentication anmelden.
13.5 Temporäres Kennwort in der SafeGuard POA
SafeGuard Enterprise bietet Ihnen die Möglichkeit, das Kennwort in der SafeGuard POA vorübergehend zu ändern. Eine vorübergehende Änderung des Kennworts macht dann Sinn, wenn Sie glauben, bei der Eingabe Ihres Kennworts beobachtet worden zu sein.
Beispiel: Sie starten Ihr Notebook an einem öffentlichen Ort, zum Beispiel auf einem Flughafen.
Dabei haben Sie das Gefühl, bei der Eingabe des Kennworts in der SafeGuard POA beobachtet worden zu sein. Da Sie keine Verbindung zum Active Directory haben, ist die Änderung des
Windows-Kennworts nicht möglich.
Lösung: Sie ändern vorübergehend Ihr Kennwort für die SafeGuard POA und haben dadurch wieder die Gewissheit, dass kein Unbefugter Ihr Kennwort kennt. Wenn Sie wieder Verbindung zum AD haben, werden Sie automatisch aufgefordert, das temporäre Kennwort zu ändern.
1. Geben Sie im Anmeldedialog der SafeGuard POA das bestehende Kennwort ein.
2. Drücken Sie F8.
Hinweis: Wenn Sie das bestehende Kennwort vor dem Drücken der F8 Taste nicht eingeben, wird das als fehlgeschlagene Anmeldung gewertet und es wird eine entsprechende Meldung angezeigt.
3. Geben Sie im jetzt angezeigten Dialog das neue Kennwort ein und bestätigen Sie es.
Sie werden darauf hingewiesen, dass die Änderung des Kennworts nur vorübergehend ist.
4. Klicken Sie auf OK.
Hinweis: Wenn Sie diesen Dialog abbrechen, werden Sie mit dem alten Kennwort angemeldet!
Der Windows-Anmeldedialog wird angezeigt.
Hinweis: Es findet, auch wenn Ihr System so konfiguriert sein sollte, keine durchgehende
Anmeldung an Windows mehr statt. Geben Sie hier das „alte Kennwort“ ein. Das temporäre
Kennwort ist ausschließlich für die Anmeldung an der SafeGuard POA gültig!
5. Klicken Sie auf OK.
Sie werden an Windows angemeldet.
Zur Anmeldung in der SafeGuard POA können Sie jetzt nur noch das temporär gesetzte
Kennwort verwenden. Das temporäre Kennwort gilt solange, bis das Kennwort bei der
Windows-Anmeldung geändert wird. Erst dann ist auch wieder eine durchgehende Anmeldung
- von der SafeGuard POA bis zu Windows - möglich.
Ändern des temporären Kennworts
Das in der SafeGuard POA temporär geänderte Kennwort muss später wieder geändert werden, damit die Kennwörter wieder synchron sind.
65
SafeGuard Enterprise
SafeGuard Enterprise fordert Sie automatisch zum Wechseln des Kennworts auf, wenn bei der Anmeldung an Windows wieder eine Verbindung zum Active Directory besteht.
Sie können den Dialog mit der Aufforderung zur Kennwortänderung auch schließen, ohne das Kennwort zu ändern. In diesem Fall wird der Dialog bei jeder Anmeldung angezeigt, bis das Kennwort tatsächlich geändert wird.
Hinweis: Das SafeGuard POA-Kennwort kann auch bei einer bestehenden Verbindung zum
Active Directory vorübergehend geändert werden. In diesem Fall wird sofort nach der vorübergehenden Änderung des Kennworts in der SafeGuard POA bei der Anmeldung an
Windows der Dialog zum Wechseln des Kennworts angezeigt. Sie können diesen Dialog ohne
Änderungen schließen und das "alte Kennwort" zur Anmeldung verwenden. Die Änderung kann dann zu einem späteren Zeitpunkt vorgenommen werden.
13.6 Anmeldung mit Smartcard oder Token
Bei der Anmeldung mit Smartcard oder Token wird zwischen zwei verschiedenen Anmeldearten unterschieden:
■ Die Anmeldung ist ausschließlich mit Smartcard oder Token erlaubt.
■ Die Anmeldung ist entweder mit Benutzernamen und Kennwort oder mit Smartcard oder
Token möglich.
Welche Anmeldung erlaubt ist, legt der Sicherheitsbeauftragte in einer Richtlinie fest.
Sie erhalten Ihre Smartcard/Ihren Token entweder von Ihrem Sicherheitsbeauftragten oder
Sie bringen Ihre Windows-Anmeldedaten selbst auf Ihre Smartcard/Ihren Token auf.
Hinweis: Smartcards und Token werden von SafeGuard Enterprise gleich behandelt. Deshalb werden im Produkt und im Handbuch die Begriffe "Token" und "Smartcard" gleichgesetzt. In den folgenden Abschnitten dieses Handbuchs wird nur noch der Begriff Token verwendet.
13.6.1 Erstmalige Anmeldung mit Token nach der Installation
Die erste Anmeldung mit Token läuft im Prinzip genauso ab wie die Anmeldung ohne Token.
Steht bereits ein ausgestellter Token zur Verfügung, können Sie diesen durch Eingabe der
Token-PIN zur Anmeldung an Windows verwenden.
Hinweis: Wir empfehlen, Ihren Token mit Ihren Windows-Anmeldeinformationen zu
konfigurieren bevor Sie den Computer neu starten, siehe Speichern von
Windows-Anmeldeinformationen auf dem Token (Seite 67). Die für Sie geltenden
Sicherheitsrichtlinien könnten die Verwendung eines Token bei der Anmeldung an der
SafeGuard POA vorschreiben. Befinden sich jedoch Ihre Anmeldeinformationen nicht auf dem Token, können Sie sich in der SafeGuard Power-on Authentication nicht anmelden.
13.6.2 Anmeldung an der SafeGuard POA mit Token
Voraussetzungen: Achten Sie darauf, dass die USB-Unterstützung im BIOS aktiviert ist. Die
Token-Unterstützung muss initialisiert und der Token für Sie ausgestellt sein.
1. Stecken Sie den Token ein.
66
Benutzerhilfe
2. Schalten Sie den Computer ein.
Der Dialog für die Anmeldung mit Token wird angezeigt.
Hinweis: Wenn die für Sie geltenden Richtlinien eine Anmeldung mit
Windows-Benutzerdaten erlauben und Sie entfernen den Token, werden Sie aufgefordert,
Ihre Benutzerdaten zur Anmeldung einzugeben. Wird der Dialog für die Anmeldung mit
Benutzername und Kennwort nicht angezeigt, können Sie sich in der SafeGuard Power-on
Authentication ausschließlich mit Token anmelden.
3. Geben Sie Ihre Token-PIN ein.
Die Anmeldung an der SafeGuard Power-on Authentication und an Windows (wenn
Durchgehende Anmeldung an Windows im Anmeldedialog ausgewählt ist) wird ausgeführt.
13.6.3 Ändern der PIN
Sie können die PIN Ihres Token im Windows-Anmeldedialog ändern.
Wenn in der SafeGuard Power-on Authentication Durchgehende Anmeldung an Windows aktiviert ist, wird der Windows-Anmeldedialog in der Regel nicht angezeigt. Um den
Windows-Anmeldedialog anzeigen zu lassen, deaktivieren Sie dieses Kontrollkästchen bei der SafeGuard POA-Anmeldung.
Hinweis: Eine Aufforderung zum Ändern der PIN wird automatisch angezeigt, wenn Ihr
Sicherheitsbeauftragter Regeln vorgegeben hat, die einen Wechsel der PIN (z. B. in bestimmten
Zeitintervallen) verlangen.
1. Wählen Sie im PIN Dialog zur Anmeldung an Windows das Kontrollkästchen PIN wechseln.
2. Geben Sie die PIN Ihres Token ein und klicken Sie auf OK.
Der Dialog PIN wechseln wird angezeigt.
3. Geben Sie die neue PIN ein und bestätigen Sie diese.
4. Klicken Sie auf OK.
Die PIN Ihres Token wird geändert und die Anmeldung an Windows wird fortgesetzt.
13.6.4 Speichern von Windows-Anmeldeinformationen auf dem Token
Befinden sich Ihre Windows-Anmeldeinformationen nicht auf Ihrem Token, so können Sie diese selbst auf dem Token speichern.
Hinweis: Wir empfehlen, Ihren Token bei der ersten Anmeldung zu konfigurieren. Denn die für Sie gültigen Sicherheitsrichtlinien könnten eine verpflichtende Anmeldung an der SafeGuard
Power-on Authentication mit Token vorschreiben. Befinden sich keine Benutzerinformationen auf dem Token, können Sie sich in der SafeGuard Power-on Authentication nicht anmelden.
1. Verbinden Sie bei Ihrer ersten Anmeldung nach der Installation Ihren Token mit dem
System, wenn der Windows-Anmeldedialog angezeigt wird.
Wird ein leerer Token entdeckt, wird automatisch der Token ausstellen Dialog angezeigt.
2. Geben Sie Ihren Windows-Benutzernamen und Ihr Kennwort ein.
3. Bestätigen Sie das Kennwort.
67
SafeGuard Enterprise
4. Wählen Sie die Domäne aus bzw. geben Sie diese ein und klicken Sie auf OK.
Ist die Anmeldung erfolgreich, werden die Daten auf den Token geschrieben.
Sie werden an Windows angemeldet.
Wenn für Sie die Anmeldung mit Token optional ist - Sie haben sich bereits einmal an die
SafeGuard POA mit Benutzernamen und Kennwort angemeldet - können Sie Ihren Token auch später ausstellen.
Klicken Sie hierzu im SafeGuard POA-Anmeldedialog auf Optionen und deaktivieren Sie das
Durchgehende Anmeldung an Windows Kontrollkästchen. Dadurch wird der
Windows-Anmeldedialog angezeigt und Sie können die Anmeldeinformationen wie beschrieben auf den Token aufbringen.
13.6.5 Recovery für die Anmeldung mit Token
Wenn Sie einen nicht kryptographischen Token benutzen und Ihre PIN vergessen haben, erhalten Sie mit einer der beiden folgenden Recovery-Methoden wieder Zugang zu Ihrem
Computer:
■
(Seite 50).
■
Challenge/Response für SafeGuard POA-Benutzer
(Seite 41).
Ihr Sicherheitsbeauftragter legt über die relevanten Richtlinieneinstellungen fest, welche
Recovery-Methoden auf Ihrem Computer zur Verfügung stehen.
Um ein Recovery-Verfahren zu starten, klicken Sie im Dialog für die Anmeldung mit Token auf Recovery.
Hinweis: Diese Recovery-Verfahren sind für kryptographische Token nicht verfügbar. Wenden
Sie sich bei Problemen im Rahmen der Anmeldung direkt an Ihren Sicherheitsbeauftragten.
13.6.6 Token entsperren
Wenn Sie die PIN zu oft falsch eingeben, wird Ihr Token gesperrt. Ihr Sicherheitsbeauftragter kann SafeGuard Enterprise so konfigurieren, dass der Token entsperren Dialog automatisch angezeigt wird, wenn dieser Fall eintritt.
Ihr Sicherheitsbeauftragter muss Ihnen die Administrator-PIN des Token mitteilen.
1. Geben Sie im Token entsperren Dialog die Administrator-PIN ein.
2. Geben Sie eine neue PIN ein und bestätigen Sie diese.
Welche PIN Sie verwenden können, unterliegt den Regeln, die für PINs festgelegt wurden
(z. B. kann festgelegt werden, dass PINs bestimmte Zeichenkombinationen enthalten müssen oder bereits verwendete PINs können verboten sein).
3. Klicken Sie auf OK.
Der Token wird entsperrt und die Anmeldung wird fortgesetzt.
Hinweis: Steht diese Funktionalität auf Ihrem Computer nicht zur Verfügung, erhalten Sie mit Challenge/Response wieder Zugriff auf Ihren Computer. Sie können jedoch weder die
PIN noch Ihre Benutzeranmeldedaten mit Challenge/Response ändern.
68
Benutzerhilfe
13.6.7 Kryptographische Token - Kerberos
Bei der Verwendung von kryptographischen Token erfolgt die Authentisierung in der SafeGuard
POA über das Zertifikat auf dem Token.
Für diese Art der Anmeldung benötigen Sie einen Token, der von Ihrem Sicherheitsbeauftragten oder einer anderen berechtigten Person ausgestellt wurde. Zur Anmeldung müssen Sie nur die PIN des Token eingeben. Ist auf Ihrem Computer ausschließlich diese Anmeldeart vorgesehen, können Sie sich ohne diesen Token nicht anmelden.
Hinweis: Hilfe bei der Anmeldung über Challenge/Response oder Local Self Help ist bei der
Verwendung solcher Token nicht möglich. Wenden Sie sich bei Problemen bei der Anmeldung an Ihren Sicherheitsbeauftragten.
13.6.8 Ändern des Zertifikats für die Anmeldung mit Token
Um das Zertifikat für die Anmeldung mit einem Token zu ändern oder zu erneuern, kann Ihr
Sicherheitsbeauftragter ihrem Computer ein neues Zertifikat zuweisen. Nach der
Synchronisierung zwischen Ihrem Computer und dem SafeGuard Enterprise Server gibt der
Status-Dialog im SafeGuard Enterprise Taskleistensymbol an, dass Ihr Computer Bereit zum
Zertifikatwechsel ist.
Sie erhalten den neuen Token von Ihrem Sicherheitsbeauftragten.
So ändern Sie das Zertifikat auf Ihrem Computer:
1. Melden Sie sich an der SafeGuard Power-on Authentication mit Ihrem alten Token (Token oder Benutzername/Kennwort) ohne automatische Anmeldung an Windows an.
Klicken Sie dazu entweder auf Optionen und deaktivieren Sie das Kontrollkästchen
Durchgehende Anmeldung an Windows, oder melden Sie sich nach der automatischen
Anmeldung an Windows noch einmal ab.
2. Melden Sie sich mit dem neuen Token an Windows an.
Der neue Token ist für die Anmeldung an der SafeGuard POA gültig. Der alte Token ist für die Anmeldung nicht mehr gültig.
13.7 Automatische Anmeldung an der SafeGuard POA mit
Token
Voraussetzungen:
■ Die USB-Unterstützung im BIOS ist aktiviert.
■ Die Token-Unterstützung muss initialisiert sein und der Token ausgestellt sein.
■ Der Sicherheitsbeauftragte hat Ihrem Computer die relevante Richtlinie zugewiesen.
Wurde Ihrem Computer eine entsprechende Richtlinie mit einer festgelegten Default-PIN zugeordnet, so können Sie sich automatisch an der SafeGuard Power-on Authentication mit einem Token anmelden. Sie müssen keine Anmeldeinformationen und auch keine PIN eingeben. Es wird eine durchgehende Anmeldung an der SafeGuard POA durchgeführt. Je nach den für Sie geltenden Richtlinieneinstellungen wird auch eine automatische Anmeldung an Windows durchgeführt.
69
SafeGuard Enterprise
So melden Sie sich automatisch an der SafeGuard Power-on Authentication mit einem Token an:
1. Stecken Sie den Token ein.
2. Schalten Sie den Computer ein.
Sie werden automatisch an der SafeGuard Power-on Authentication angemeldet. Je nach den für Sie geltenden Richtlinieneinstellungen wird auch eine automatische Anmeldung an
Windows durchgeführt.
■
Wenn die automatische Anmeldung erfolgreich durchgeführt werden konnte, wird Windows gestartet.
■
Schlägt die automatische Anmeldung fehl, so werden Sie dazu aufgefordert, die Token-PIN einzugeben. Dann werden Sie an der SafeGuard Power-on Authentication angemeldet.
13.8 Virtuelle Tastatur
Sie haben die Möglichkeit, sich in der SafeGuard POA eine virtuelle Tastatur anzeigen zu lassen und z. B. Anmeldeinformationen durch Klick auf die am Bildschirm angezeigten Tasten einzugeben.
Voraussetzung: Der Sicherheitsbeauftragte hat die Anzeige der virtuellen Tastatur per
Richtlinie aktiviert.
Um die virtuelle Tastatur in der SafeGuard POA einzublenden, klicken Sie im
POA-Anmeldedialog auf die Schaltfläche Optionen und aktivieren Sie das Kontrollkästchen
Virtuelle Tastatur.
Für die virtuelle Tastatur werden verschiedene Layouts angeboten. Es ist möglich, das
Tastaturlayout mit den gleichen Einstellungen zu ändern, wie sie für das Ändern des SafeGuard
POA Tastaturlayouts verwendet werden. (siehe Ändern des Tastaturlayouts (Seite 70)).
13.9 Tastaturlayout
Beinahe jedes Land hat ein eigenes Tastaturlayout. Das Tastaturlayout in der SafeGuard
POA ist sehr wichtig für die Eingabe von Benutzernamen, Kennwort und Response Codes.
SafeGuard Enterprise übernimmt standardmäßig das Tastaturlayout, das in den Regionsund Sprachoptionen von Windows für den Windows-Standardbenutzer zum Zeitpunkt der
Installation von SafeGuard Enterprise eingestellt ist.
Die Sprache des verwendeten Tastaturlayouts wird in der SafeGuard POA angezeigt, zum
Beispiel ENG für Englisch. Neben dem Standard-Tastaturlayout kann das US-Tastaturlayout
(Englisch) gewählt werden.
13.9.1 Ändern des Tastaturlayouts
Das normale wie das virtuelle Tastaturlayout der SafeGuard Power-on Authentication kann nachträglich geändert werden.
1. Wählen Sie Start > Systemsteuerung > Regions- und Sprachoptionen > Erweitert.
2. Wählen Sie auf der Registerkarte Regionale Einstellungen die gewünschte Sprache aus.
3. Wählen Sie dann auf der Registerkarte Erweitert unter Standardeinstellungen für
Benutzerkonten die Option Alle Einstellungen auf das aktuelle Benutzerkonto und
Standardbenutzerprofil anwenden.
70
Benutzerhilfe
4. Klicken Sie auf OK.
Die SafeGuard POA merkt sich das bei der letzten erfolgreichen Anmeldung verwendete
Tastaturlayout und aktiviert dieses beim nächsten Anmelden automatisch. Hierfür sind zwei
Neustarts erforderlich. Wenn dieses gemerkte Tastaturlayout in den Regions- und
Sprachoptionen abgewählt wird, bleibt es noch so lange erhalten, bis Sie eine andere Sprache ausgewählt haben.
Hinweis: Zusätzlich ist es notwendig, die Sprache des Tastatur-Layouts für andere, nicht-Unicode-Programme, zu ändern.
Falls die gewünschte Sprache nicht auf Ihrem System vorhanden ist, werden Sie von Windows evtl. aufgefordert, die Sprache zu installieren. Danach müssen Sie Ihren Computer zweimal neu starten, damit das neue Tastaturlayout von der SafeGuard POA eingelesen und dann auch über diese eingestellt werden kann.
Sie können das gewünschte Tastaturlayout der SafeGuard POA mit der Maus oder mit der
Tastatur ändern (Alt+Shift).
So ermitteln Sie, welche Sprachen auf dem System installiert und damit verfügbar sind: Start
> Ausführen > regedit.
HKEY_USERS\.DEFAULT\Keyboard Layout\Preload .
13.10 Hotkeys und Funktionstasten
Bestimmte Hardware-Funktionalitäten und -Einstellungen können Probleme beim Starten von
Computern verursachen, die dazu führen, dass der Rechner im Startvorgang hängen bleibt.
Die SafeGuard Power-on Authentication unterstützt eine Reihe von Hotkeys, mit denen sich
Hardware-Einstellungen und Funktionalitäten modifizieren lassen. Darüber hinaus sind in die auf dem Computer zu installierende .MSI-Datei Grey Lists integriert, die Funktionen abdecken, von denen ein solches Problemverhalten bekannt ist.
Wir empfehlen, vor jeder größer angelegten SafeGuard Enterprise Installation die aktuelle
Version der SafeGuard POA-Konfigurationsdatei zu installieren. Weitere Informationen finden
Sie im Sophos Knowledgebase-Artikel 65700 .
Sie können diese Datei anpassen, um die Hardware einer spezifischen Umgebung abzudecken.
Hinweis: Wenn Sie eine angepasste Datei definieren, wird nur diese verwendet, nicht die in der .msi-Datei integrierte Datei. Die Standarddatei wird nur dann verwendet, wenn keine
SafeGuard POA-Konfigurationsdatei definiert ist oder gefunden wird.
Um die SafeGuard POA-Konfigurationsdatei zu installieren, geben Sie folgenden Befehl ein:
MSIEXEC /i <Client-MSI-Paket> POACFG=<Pfad der
POA-Konfigurationsdatei>
Darüber hinaus unterstützt die SafeGuard Power-on Authentication eine Reihe von
Funktionstasten.
13.10.1 Hotkeys
Shift - F3 = USB Legacy Unterstützung (aus/an)
Shift - F4 = VESA Grafikmodus (aus/an)
Shift - F5 = USB 1.x und 2.0 Unterstützung (aus/an)
Shift - F6 = ATA Controller (aus/an)
Shift - F7 = nur USB 2.0 Unterstützung (aus/an) USB 1.x bleibt wie über Shift - F5 gesetzt.
Shift - F9 = ACPI/APIC (aus/an)
71
SafeGuard Enterprise
Hotkeys Abhängigkeitsmatrix
Shift - F3 aus an aus an aus an aus an
Shift - F5 an an aus aus an an aus aus
Shift - F7 an an aus aus aus aus an an
Legacy an an an aus an an an aus
USB 1.x
an an aus aus an an aus aus
USB 2.0
an an aus aus aus aus aus aus
Anmerkung
3.
Standard
1., 2.
1., 2.
3.
2.
1. Shift - F5 deaktiviert sowohl die Unterstützung von USB 1.x als auch von USB 2.0.
Hinweis: Wenn Sie Shift - F5 drücken, reduziert sich die Wartezeit bis zum Starten der
SafeGuard POA erheblich. Beachten Sie jedoch, dass wenn Sie an Ihrem Computer eine
USB-Tastatur oder eine USB-Maus benutzen, diese Geräte durch Drücken von Shift - F5 möglicherweise deaktiviert werden.
Die POA kann die USB-Tastatur über BIOS SMM nutzen. USB-Token werden nicht unterstützt.
2. Wenn die USB-Unterstützung nicht aktiviert ist, versucht die SafeGuard POA, BIOS SMM zu benutzen anstatt den USB-Controller zu sichern und wiederherzustellen. Der
Legacy-Modus kann in diesem Szenario funktionieren.
3. Die Legacy-Unterstützung ist aktiviert, die USB-Unterstützung ist aktiviert. Die SafeGuard
POA versucht, den USB-Controller zu sichern und wiederherzustellen. Der Computer kann sich je nach eingesetzter BIOS-Version aufhängen.
Hinweis: Es besteht die Möglichkeit, dass die Änderungen, die über Hotkeys vorgenommen werden können, bereits bei der Installation des SafeGuard Enterprise Client über eine .mst
Datei vordefiniert wurden.
Nach dem Ändern der Hardware-Einstellungen über die Hotkeys im Rahmen der SafeGuard
POA wird ein Dialog angezeigt, der Sie zum Speichern der geänderten Einstellungen auffordert.
In diesem Dialog wird eine Übersicht der zu speichernden Konfiguration angezeigt. Klicken
Sie auf Ja, um die geänderten Einstellungen zu speichern. Sie sind nach dem nächsten
Neustart Ihres Computers aktiv. Wenn Sie auf Nein klicken, werden die Änderungen nicht gespeichert und die alte Konfiguration bleibt nach dem nächsten Neustart Ihres Computers aktiv.
Wenn Sie in einem SafeGuard POA-Dialog F5 drücken, wird ein Dialog angezeigt, der die zum Booten der POA verwendete Hotkey-Konfiguration zeigt. Wenn Hotkeys während des
Start-Vorgangs geändert wurden, werden die relevanten Tastenstatus blau angezeigt. Die
Farbe Blau bedeutet, dass die Taste in diesem Zustand zum Starten der SafeGuard POA verwendet wurde. Unveränderte Werte werden schwarz angezeigt. Um den Dialog zu schließen, drücken Sie nochmals F5 oder Return.
72
Benutzerhilfe
Weitere Informationen finden Sie im Sophos Knowledgebase-Artikel 107785 .
13.10.2 Funktionstasten im Anmeldedialog
Hinweis: Die Funktionstasten sind keine Hotkeys!
F2 = Abbrechen des Autologon
F5 = Ruft einen Dialog auf, der die für das Starten der SafeGuard POA verwendete
Hotkey-Konfiguration zeigt.
F8 = Ändern des Kennworts in der SafeGuard POA. Drücken Sie statt der Eingabe-Taste die Funktionstaste F8, um nach der Anmeldung den Kennwortwechsel in der SafeGuard POA anzustoßen.
ALT+Shift (linke Alt- und linke Shift-Taste) = Tastatur-Layout wechseln von Deutsch zu
Englisch (oder umgekehrt).
Abbrechen und SafeGuard POA auf den Shutdown vorbereiten
Strg+Alt+Entf = Funktioniert auch, wenn nach einer Fehlauthentisierung der Computer sicher heruntergefahren werden soll. Diese Tastenkombination hat die gleiche Funktion wie die
Schaltfläche Herunterfahren.
Hinweis: Wenn die Anmeldung mit Fingerabdruck aktiviert ist, können Sie durch Drücken von Strg+Alt+Entf in den SafeGuard POA-Dialog für die Anmeldung mit Benutzername und
Kennwort wechseln. Weitere Informationen finden Sie unter
Fingerabdruck-Leser (Seite 73).
13.11 Kennwortsynchronisierung
SafeGuard Enterprise erkennt automatisch, wenn ein Windows-Kennwort geändert wurde und daher nicht mehr mit dem in der SafeGuard Enterprise Datenbank gespeicherten Kennwort
übereinstimmt. Dies ist z. B. dann der Fall, wenn das Windows-Kennwort über VPN oder auf einem anderen Computer oder im Active Directory geändert wurde.
Wenn SafeGuard Enterprise einen solchen Fall erkennt, wird der Benutzer informiert und dazu aufgefordert, das alte Kennwort einzugeben. Danach wird das von SafeGuard Enterprise gespeicherte Kennwort durch das neue Windows-Kennwort aktualisiert.
Die Kennwort-Synchronisierung wird in den folgenden zwei Situationen durchgeführt:
■ Während des Anmeldevorgangs
■ Während eines Windows Sperren/Entsperren-Vorgangs
13.12 Anmeldung mit Lenovo Fingerabdruck-Leser
Hinweis: Die Anmeldung mit dem Lenovo Fingerabdruck-Leser wird nur für Windows 7
(BIOS) Endpoints unterstützt.
Benutzer müssen sich heute unterschiedliche Kennwörter und PINs merken, um Zugang zu
Ihren Computern, Anwendungen und Netzwerken zu erhalten. Mit einem Fingerabdruck-Leser genügt es für die Anmeldung, den Finger über den Leser zu führen. Für die Anmeldung ist kein Kennwort oder Token nötig.
Sie können weder Ihre Anmeldeinformationen vergessen oder verlieren, noch können sie von unberechtigten Personen erraten werden. Die Anwendung von Fingerabdruck-Lesern vereinfacht somit die Anmeldung und bietet erhöhte Sicherheit.
73
SafeGuard Enterprise
SafeGuard Enterprise unterstützt die Anmeldung mit Fingerabdruck in der SafeGuard Power-on
Authentication sowie in der Windows-Anmeldephase. So können Sie sich zum Beispiel an einem Lenovo-Notebook anmelden, indem Sie einfach ihren Finger über den im Notebook integrierten Fingerabdruck-Leser führen. Der Anmeldevorgang läuft danach automatisch ab.
In Windows können Sie außerdem Ihren Computer per Fingerabdruck sperren und wieder entsperren.
Fingerabdruck-Leser sind direkt in bestimmte Lenovo Notebooks integriert. Die Anmeldung per Fingerabdruck ist auch über externe USB-Tastaturen möglich.
Hinweis:
■
■
■
Es wird jeweils nur ein angeschlossener Fingerabdruck-Leser an einem Computer akzeptiert.
Die Anmeldeverfahren Token und Fingerabdruck lassen sich auf einem Computer nicht miteinander kombinieren.
Die Remote-Anmeldung mit Fingerabdruck wird nicht unterstützt.
13.12.1 Voraussetzungen
Für die Anmeldung mit Fingerabdruck müssen die folgenden Anforderungen erfüllt sein.
Allgemeine Voraussetzungen
■
■
■
■
Lenovo Fingerprint Reader in Notebook, USB-Tastatur mit Fingerabdruck-Leser
Aktuelles BIOS (empfohlen)
SafeGuard Enterprise
Die empfohlene herstellerspezifische Software-Version muss vor SafeGuard Enterprise installiert werden:
■ ThinkVantage Fingerprint for AuthenTec oder
■ ThinkVantage Fingerprint for UPEK.
■ Der Sicherheitsbeauftragte muss die Fingerabdruck-Anmeldung per Richtlinie aktiviert haben.
Systemvoraussetzungen
■ Windows 7 (BIOS)
Unterstützte Hardware
Informationen zur unterstützten Hardware für die Fingerabdruck-Anmeldung finden Sie im
Sophos Knowledgebase-Artikel 108789 .
Unterstützte Software
Informationen zur unterstützten Software für die Fingerabdruck-Anmeldung finden Sie im
Sophos Knowledgebase-Artikel 111626 .
74
Benutzerhilfe
13.12.2 Registrieren von Fingerabdrücken
Damit Sie sich per Fingerabdruck an Ihrem Notebook/Ihrem PC anmelden können, müssen
Sie zunächst einen oder mehrere Fingerabdrücke über die empfohlene herstellerspezifische
Software registrieren. Der Registrierungsvorgang verknüpft den registrierten Fingerabdruck mit Ihren Anmeldedaten (Benutzername und Kennwort).
Voraussetzungen: In der nachfolgenden Beschreibung wird davon ausgegangen, dass die empfohlene herstellerspezifische Software sowie SafeGuard Enterprise installiert sind.
1. Melden Sie sich an Ihrem Computer in der SafeGuard Power-on Authentication (POA) mit
Ihrem Benutzernamen und Ihrem Kennwort an.
2. Registrieren Sie unter Anwendung der installierten herstellerspezifischen Software einen oder mehrere Ihrer Fingerabdrücke. Dieser Registrierungsvorgang verknüpft die Finger mit Ihren Windows-Anmeldedaten.
a) Informationen dazu, wie Sie einen Fingerabdruck registrieren, finden Sie in der Hilfe zur ThinkVantage Fingerprint Software.
b) Aktivieren Sie die Option POA password in BIOS. (Nur für UPEK. Für AuthenTec ist dieser Schritt nicht notwendig.) c) Damit Sie sich auch in der SafeGuard Power-on Authentication mit Fingerabdruck anmelden können, müssen Sie sich mindestens einmal in Windows mit Fingerabdruck anmelden, damit die Anmeldedaten auf den Fingerabdruck-Leser übertragen werden.
Für UPEK reicht es aus, einen registrierten Finger über den Fingerabdruck-Leser zu führen. Für AuthenTec müssen Sie bei der ersten Anmeldung mit Fingerabdruck Ihr
Windows-Kennwort eingeben.
3. Starten Sie Ihren Computer neu.
4. Um den registrierten Fingerabdruck zu testen, führen Sie nach dem Neustart den registrierten Finger über den Fingerabdruck-Leser.
Bei Übereinstimmung mit dem registrierten Finger werden Sie nun automatisch an Windows angemeldet.
13.12.3 Anmeldung an der SafeGuard Power-on Authentication mit
Fingerabdruck
Voraussetzungen:
■ Der zuständige Sicherheitsbeauftragte hat in der für Sie wirksamen Richtlinie für die
Authentisierung die Anmeldung mit Fingerabdruck aktiviert.
■ Ein oder mehrere Fingerabdrücke sind registriert.
1. Starten Sie Ihren Computer neu.
Der SafeGuard POA-Anmeldedialog für die Anmeldung mit Fingerabdruck wird angezeigt.
2. Führen Sie einen der registrierten Finger über den Leser.
Wird der Fingerabdruck erkannt, so liest die SafeGuard Power-on Authentication die
Anmeldedaten und überträgt sie an Windows.
Hinweis: Im Anmeldevorgang werden Symbole mit kurzen Textmeldungen als
Aufforderungen, Benachrichtigungen und Warnungen verwendet (siehe
(Seite 76)).
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SafeGuard Enterprise
Sie werden nun automatisch ohne Abfrage weiterer Daten an Windows angemeldet.
Hinweis:
■
Sollte die Registrierung in Windows nicht vollständig durchgeführt worden sein - z. B. weil nach der Registrierung der Fingerabdrücke keine Ab-/Anmeldung an Windows vorgenommen wurde - wird in der SafeGuard POA zwar eine Übereinstimmung mit dem registrierten Fingerabdruck gefunden.
Es sind jedoch keine Anmeldedaten vorhanden. In diesem Fall wird eine Fehlermeldung angezeigt, die Sie dazu auffordert, sich mit Ihrem Benutzernamen und Kennwort, jedoch ohne durchgehende Anmeldung an Windows anzumelden. Dadurch werden die
Anmeldedaten auf den Fingerabdruck-Leser übertragen.
■
Ob die durchgehende Anmeldung an Windows aktiviert oder deaktiviert ist und ob es Ihnen möglich ist, diese Einstellungen im SafeGuard POA-Dialog für die Anmeldung mit
Benutzername und Kennwort zu ändern, wird in den für Sie geltenden Richtlinien vom
Sicherheitsbeauftragten festgelegt (siehe Anmeldung mit Benutzername/Kennwort (Seite
78)).
13.12.3.1 Symbole im Anmeldevorgang
Im Rahmen des Anmeldevorgangs mit Fingerabdruck in der SafeGuard Power-on
Authentication werden Symbole als Aufforderungen, Benachrichtigungen und Warnungen verwendet. Sie werden im Anmeldevorgang zusammen mit einer kurzen Textmeldung angezeigt.
Fordert Sie auf, den Finger über den
Fingerabdruck-Leser zu führen.
Gibt an, dass die Anmeldung mit Fingerabdruck im Moment nicht aktiv ist. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn das Modul für die Anmeldung mit Fingerabdruck noch nicht initialisiert ist.
Gibt an, dass der Fingerabdruck-Leser gerade arbeitet und ausgelastet ist.
Gibt an, dass der Fingerabdruck erfolgreich gelesen und eine Übereinstimmung gefunden wurde.
76
Benutzerhilfe
Gibt an, dass der Fingerabdruck erfolgreich gelesen, jedoch keine Übereinstimmung gefunden wurde.
Gibt an, dass der Fingerabdruck nicht eingelesen werden konnte. Führen Sie den Finger erneut über den Fingerabdruck-Leser.
Gibt an, dass Sie Ihren Finger zu weit links (oder zu weit rechts) positioniert haben. Positionieren
Sie Ihren Finger in der Mitte des
Fingerabdruck-Lesers.
Gibt an, dass die Bewegung des Fingers zu schräg ausgeführt wurde. Führen Sie den Finger erneut
über den Fingerabdruck-Leser.
Gibt an, dass Sie die Bewegung zu schnell ausgeführt haben. Führen Sie den Finger erneut
über den Fingerabdruck-Leser.
Gibt an, dass die Bewegung des Fingers zu kurz war. Führen Sie den Finger erneut über den
Fingerabdruck-Leser.
13.12.3.2 Fehlgeschlagene Anmeldeversuche
Kann der Fingerabdruck nach fünf Versuchen nicht gelesen werden, so entspricht das im
System einem fehlgeschlagenen Anmeldeversuch, der als Ereignis protokolliert wird. Für die
Anmeldung tritt in diesem Fall eine Verzögerung in Kraft.
77
SafeGuard Enterprise
Wenn der Fingerabdruck zwar gelesen werden konnte, jedoch keine Übereinstimmung mit einem registrierten Fingerabdruck gefunden wird, so entsprechen ebenfalls fünf Versuche einem fehlgeschlagenen Anmeldeversuch, der als Ereignis protokolliert wird. Auch in diesem
Fall tritt eine Anmeldeverzögerung in Kraft.
Die Anmeldeverzögerung verlängert sich mit jedem fehlgeschlagenen Anmeldeversuch.
13.12.3.3 Anmeldung mit Benutzername/Kennwort
Bei aktivierter Anmeldung mit Fingerabdruck können Sie sich trotzdem auch weiterhin mit
Ihrem Benutzernamen und Ihrem Kennwort in der SafeGuard Power-on Authentication anmelden, falls zum Beispiel Ihr Fingerabdruck-Leser defekt ist.
1. Drücken Sie die ESC-Taste oder die Tastenkombination Strg+Alt+Entf im SafeGuard
POA-Dialog für die Anmeldung mit Fingerabdruck.
Daraufhin wird der SafeGuard POA-Dialog für die Anmeldung mit Benutzername und
Kennwort angezeigt.
Hinweis: Wenn Sie im SafeGuard POA-Dialog für die Anmeldung mit Benutzername und
Kennwort die Tastenkombination Strg+Alt+Entf drücken, wird der Computer heruntergefahren. Die Tastenkombination Strg+Alt+Entf entspricht in diesem Dialog der
Schaltfläche Herunterfahren.
Der Dialog für die Anmeldung mit Benutzername und Kennwort wird auch dann automatisch angezeigt, wenn kein Fingerabdruck-Leser vorhanden ist, oder keine Benutzerdaten auf dem Fingerabdruck-Leser gefunden werden.
Hinweis: Im Falle eines beschädigten Local Cache wird die Anmeldung mit Benutzername und Kennwort ebenfalls automatisch aktiviert. In diesem Fall ist der Computer gesperrt und die Anmeldung muss über ein Challenge/Response-Verfahren durchgeführt werden.
2. Um in den SafeGuard POA-Dialog für die Anmeldung mit Fingerabdruck zurückzukehren, drücken Sie nach Wunsch erneut die Esc Taste.
Wenn Sie mit der Esc-Taste in den SafeGuard POA-Dialog für die Anmeldung mit
Benutzername und Kennwort gewechselt haben, können Sie sich jedoch auch weiterhin durch Führen des Fingers über den Fingerabdruck-Leser anmelden, ohne dass Sie dazu vorher wieder in den SafeGuard POA-Dialog für die Anmeldung mit Fingerabdruck wechseln müssen.
13.12.4 Ändern des Kennworts
1. Bei aktivierter Anmeldung mit Fingerabdruck in der SafeGuard Power-on Authentication können Sie eine Kennwortänderung in Windows über Strg+Alt+Entf vornehmen.
Bei der Kennwortänderung werden Sie dazu aufgefordert, Ihren Finger über den
Fingerabdruck-Leser zu führen, um Ihr neues Kennwort auf den Fingerabdruck-Leser zu
übertragen.
Hinweis: Eine Kennwortänderung gilt jeweils für alle von Ihnen registrierten Finger.
13.12.4.1 Kennwortsynchronisierung
Sollte Ihr Windows-Kennwort nicht mehr mit dem auf dem Fingerabdruck-Leser gespeicherten
Kennwort übereinstimmen, zum Beispiel weil während einer Kennwortänderung das neue
78
Benutzerhilfe
Kennwort nicht auf den Fingerabdruck-Leser übertragen wurde, so können Sie Ihr Kennwort aktualisieren:
1. Starten Sie Ihren Computer neu.
2. Drücken Sie die ESC-Taste oder die Tastenkombination Strg+Alt+Entf im SafeGuard
POA-Dialog für die Anmeldung mit Fingerabdruck.
Daraufhin wird der SafeGuard POA-Dialog für die Anmeldung mit Benutzername und
Kennwort angezeigt.
3. Klicken Sie auf Optionen und deaktivieren Sie das Durchgehende Anmeldung an
Windows Kontrollkästchen.
Hinweis: Ob die durchgehende Anmeldung an Windows aktiviert oder deaktiviert ist und ob es Ihnen möglich ist, diese Einstellungen im SafeGuard POA-Dialog für die Anmeldung mit Benutzername und Kennwort zu ändern, wird in den für Sie geltenden Richtlinien vom
Sicherheitsbeauftragten festgelegt.
4. Melden Sie sich mit Ihrem Kennwort an.
5. Der Windows-Anmeldedialog wird angezeigt. Führen Sie einen Ihrer registrierten Finger
über den Fingerabdruck-Leser.
6. Das System erkennt den Fingerabdruck, das mit dem Fingerabdruck verknüpfte Kennwort wird jedoch von Windows zurückgewiesen. Dies wird nicht als fehlgeschlagener
Anmeldeversuch gewertet, es tritt keine Verzögerung für die Anmeldung in Kraft.
Eine Meldung wird angezeigt, die auf ein geändertes Kennwort hinweist und Sie auffordert,
Ihr aktuelles Windows-Kennwort einzugeben.
7. Geben Sie das korrekte Windows-Kennwort ein.
Hinweis: Geben Sie hier ein falsches Windows-Kennwort ein, so wird eine fehlgeschlagene
Anmeldung protokolliert und eine Anmeldeverzögerung tritt in Kraft. Schließen Sie die
Eingabeaufforderung, ohne ein Kennwort einzugeben, so wird ebenfalls eine fehlgeschlagene Anmeldung protokolliert und eine Anmeldeverzögerung tritt in Kraft.
Nach erfolgreicher Übertragung des Kennworts ist die Kennwortsynchronisierung abgeschlossen und Sie können das Kennwort zur Anmeldung verwenden.
13.12.5 Recovery für die Anmeldung mit Fingerabdruck
Für den Fall, dass die Anmeldung mit Fingerabdruck nicht funktioniert und Sie das Kennwort für die Anmeldung vergessen haben, bietet SafeGuard Enterprise folgende
Recovery-Methoden:
■
(Seite 50)
■
Challenge/Response für SafeGuard POA-Benutzer
(Seite 41)
Ihr Sicherheitsbeauftragter legt über die relevanten Richtlinieneinstellungen fest, welche
Recovery-Methoden auf Ihrem Computer zur Verfügung stehen.
Um ein Recovery-Verfahren zu starten, klicken Sie im Dialog für die Anmeldung mit
Fingerabdruck auf Recovery.
Hinweis: Ein Recovery-Verfahren kann dazu führen, dass Sie beim Starten des Computers das Kennwort wechseln müssen, z. B. um ein Recovery-Verfahren zu ermöglichen, wenn Sie
Ihr Kennwort vergessen haben. In diesem Fall wird Ihnen auch die Aktualisierung der Daten für die Fingerabdruck-Anmeldung angeboten.
79
SafeGuard Enterprise
14 Technischer Support
Technischen Support zu Sophos Produkten finden Sie hier:
■ Besuchen Sie die Sophos Community unter community.sophos.com/ und suchen Sie nach
Benutzern mit dem gleichen Problem.
■
■
■
Besuchen Sie die Sophos Support-Knowledgebase unter www.sophos.com/de-de/support.aspx
.
Laden Sie die Produktdokumentation herunter unter www.sophos.com/de-de/support/documentation.aspx
.
Öffnen Sie ein Ticket bei unserem Support-Team unter https://secure2.sophos.com/de-de/support/contact-support/support-query.aspx
.
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Benutzerhilfe
15 Rechtliche Hinweise
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