Schneider Electric Modicon LMC058 Motion Controller - Impulsbreitenmodulation - LMC058 Expert I/O, Bibliotheks Benutzerhandbuch
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Modicon LMC058 Motion Controller
EIO0000004185 09/2020
Modicon LMC058 Motion
Controller
Impulsbreitenmodulation
LMC058 Expert I/O -
Bibliothekshandbuch
09/2020 www.schneider-electric.com
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Die Informationen in der vorliegenden Dokumentation enthalten allgemeine Beschreibungen und/oder technische Leistungsmerkmale der hier erwähnten Produkte. Diese Dokumentation dient keinesfalls als Ersatz für die Ermittlung der Eignung oder Verlässlichkeit dieser Produkte für bestimmte Verwendungsbereiche des Benutzers und darf nicht zu diesem Zweck verwendet werden. Jeder Benutzer oder Integrator ist verpflichtet, angemessene und vollständige
Risikoanalysen, Bewertungen und Tests der Produkte im Hinblick auf deren jeweils spezifischen
Verwendungszweck vorzunehmen. Weder Schneider Electric noch deren Tochtergesellschaften oder verbundene Unternehmen sind für einen Missbrauch der Informationen in der vorliegenden
Dokumentation verantwortlich oder können diesbezüglich haftbar gemacht werden.
Verbesserungs- und Änderungsvorschlage sowie Hinweise auf angetroffene Fehler werden jederzeit gern entgegengenommen.
Sie erklären, dass Sie ohne schriftliche Genehmigung von Schneider Electric dieses Dokument weder ganz noch teilweise auf beliebigen Medien reproduzieren werden, ausgenommen zur
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Electric gewährt keine Berechtigung oder Lizenz für die persönliche und nichtkommerzielle
Verwendung dieses Dokument oder seines Inhalts, ausgenommen die nichtexklusive Lizenz zur
Nutzung als Referenz. Das Handbuch wird hierfür „wie besehen“ bereitgestellt, die Nutzung erfolgt auf eigene Gefahr. Alle weiteren Rechte sind vorbehalten.
Bei der Montage und Verwendung dieses Produkts sind alle zutreffenden staatlichen, landesspe zifischen, regionalen und lokalen Sicherheitsbestimmungen zu beachten. Aus Sicherheitsgründen und um die Übereinstimmung mit dokumentierten Systemdaten besser zu gewährleisten, sollten
Reparaturen an Komponenten nur vom Hersteller vorgenommen werden.
Beim Einsatz von Geräten für Anwendungen mit technischen Sicherheitsanforderungen sind die relevanten Anweisungen zu beachten.
Die Verwendung anderer Software als der Schneider Electric-eigenen bzw. einer von Schneider
Electric genehmigten Software in Verbindung mit den Hardwareprodukten von Schneider Electric kann Körperverletzung, Schäden oder einen fehlerhaften Betrieb zur Folge haben.
Die Nichtbeachtung dieser Informationen kann Verletzungen oder Materialschäden zur Folge haben!
© 2020 Schneider Electric. Alle Rechte vorbehalten.
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Inhaltsverzeichnis
Sicherheitshinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Über dieses Buch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Kapitel 1 Einführung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Experten-E/A - Überblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Hinzufügen einer Expertenfunktion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Zuordnung der integrierten Experten-E/A . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Kapitel 2 Allgemeines . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Namenskonventionen für PWM. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Synchronisierungs- und Aktivierungsfunktionen . . . . . . . . . . . . . . . . .
Kapitel 3 Impulsbreitenmodulation (PWM) . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Beschreibung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Konfiguration . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
PWM_LMC058: Steuern eines Impulsbreitenmodulationssignals . . . .
Programmierung des PWM-Funktionsbausteins . . . . . . . . . . . . . . . . .
Kapitel 4 Frequenzgenerator (FreqGen) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Beschreibung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Konfiguration . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Frequency_Generator_LMC058: Steuern eines
Rechteckwellensignals . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Programmieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Anhang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Anhang A Allgemeine Informationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Zweckbestimmte Funktionen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Allgemeine Informationen zur Funktionsbausteinverwaltung . . . . . . .
Anhang B Darstellung von Funktionen und Funktionsbausteinen .
Unterschiede zwischen einer Funktion und einem Funktionsbaustein
Verwenden einer Funktion oder eines Funktionsbausteins in der
Sprache AWL . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Verwendung einer Funktion oder eines Funktionsbausteins in der
Sprache ST . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Anhang C Datentypen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
EXPERT_ERR_TYPE: Typ der Fehlervariable für einen
Expertenfunktionsbaustein . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Glossar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Index . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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Sicherheitshinweise
Wichtige Informationen
HINWEISE
Lesen Sie sich diese Anweisungen sorgfältig durch und machen Sie sich vor Installation, Betrieb,
Bedienung und Wartung mit dem Gerät vertraut. Die nachstehend aufgeführten Warnhinweise sind in der gesamten Dokumentation sowie auf dem Gerät selbst zu finden und weisen auf potenzielle Risiken und Gefahren oder bestimmte Informationen hin, die eine Vorgehensweise verdeutlichen oder vereinfachen.
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BITTE BEACHTEN
Elektrische Geräte dürfen nur von Fachpersonal installiert, betrieben, bedient und gewartet werden. Schneider Electric haftet nicht für Schäden, die durch die Verwendung dieses Materials entstehen.
Als qualifiziertes Fachpersonal gelten Mitarbeiter, die über Fähigkeiten und Kenntnisse hinsichtlich der Konstruktion und des Betriebs elektrischer Geräte und deren Installation verfügen und eine
Schulung zur Erkennung und Vermeidung möglicher Gefahren absolviert haben.
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Über dieses Buch
Auf einen Blick
Ziel dieses Dokuments
Dieses Handbuch enthält eine Beschreibung des Impulsbreitenmodulationsausgangs und der
Frequenzgeneratorfunktionen, die mit dem Modicon LMC058 Motion Controller bereitgestellt werden.
Des Weiteren werden die Datentypen und Funktionen der LMC058-PWM/FG-Bibliothek beschrieben.
Um dieses Handbuch nutzbringend verwenden zu können, müssen Sie:
mit dem LMC058, d. h. seinem Design, seiner Funktionalität und seiner Implementierung
innerhalb von Steuerungssystemen umfassend vertraut sein.
die folgenden SPS-Programmiersprachen nach IEC 61131-3 beherrschen:
Funktionsbausteindiagramm (FBD)
Kontaktplan (KOP/LD - Ladder)
Strukturierter Text (ST)
Anweisungsliste (AWL/IL - Instruction List)
Ablaufsteuerung (SFC)
Nur das Experten- und Encoder-Modul DM72F• kann mit der LMC058-PWM/FG-Bibliothek verwendet werden.
Gültigkeitsbereich
Dieses Dokument wurde für EcoStruxure TM Machine Expert V1.2.5 aktualisiert.
Die im vorliegenden Dokument beschriebenen technischen Merkmale sind ebenfalls online verfügbar. Um auf die Online-Informationen zuzugreifen, gehen Sie zur Homepage von Schneider
Electric
https://www.se.com/ww/en/download/
.
Die in diesem Dokument vorgestellten Merkmale sollten denen entsprechen, die online angezeigt werden. Im Rahmen unserer Bemühungen um eine ständige Verbesserung werden Inhalte im
Laufe der Zeit möglicherweise überarbeitet, um deren Verständlichkeit und Genauigkeit zu verbessern. Sollten Sie einen Unterschied zwischen den Informationen im Dokument und denen online feststellen, nutzen Sie die Online-Informationen als Referenz.
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Weiterführende Dokumentation
Titel der Dokumentation
Modicon LMC058 Motion Controller – Programmierhandbuch
Modicon LMC058 Logic Controller – Harewarehandbuch
Referenz-Nummer
EIO0000004165 (ENG)
EIO0000004166 (FRE)
EIO0000004167 (GER)
EIO0000004168 (SPA)
EIO0000004169 (ITA)
EIO0000004170 (CHS)
EIO0000004189 (ENG)
EIO0000004190 (FRE)
EIO0000004191 (Ger)
EIO0000004192 (SPA)
EIO0000004193 (ITA)
EIO0000004194 (CHS)
Diese technischen Veröffentlichungen sowie andere technische Informationen stehen auf unserer
Website https://www.se.com/ww/en/download/ zum Download bereit.
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Produktbezogene Informationen
WARNUNG
STEUERUNGSAUSFALL
Bei der Konzeption von Steuerungsstrategien müssen mögliche Störungen auf den
Steuerpfaden berücksichtigt werden, und bei bestimmten kritischen Steuerungsfunktionen ist dafür zu sorgen, dass während und nach einem Pfadfehler ein sicherer Zustand erreicht wird.
Beispiele kritischer Steuerfunktionen sind die Notabschaltung (Not-Aus) und der Nachlauf-
Stopp, Stromausfall und Neustart.
Für kritische Steuerfunktionen müssen separate oder redundante Steuerpfade bereitgestellt werden.
Systemsteuerungspfade können Kommunikationsverbindungen umfassen. Dabei müssen die
Auswirkungen unerwarteter Sendeverzögerungen und Verbindungsstörungen berücksichtigt werden.
Sämtliche Unfallverhütungsvorschriften und lokale Sicherheitsrichtlinien sind zu beachten.
1
Jede Implementierung des Geräts muss individuell und sorgfältig auf einen einwandfreien
Betrieb geprüft werden, bevor das Gerät an Ort und Stelle in Betrieb gesetzt wird.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Verletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.
1 Weitere Informationen finden Sie in den aktuellen Versionen von NEMA ICS 1.1 „Safety
Guidelines for the Application, Installation, and Maintenance of Solid State Control“ sowie von
NEMA ICS 7.1, „Safety Standards for Construction and Guide for Selection, Installation, and
Operation of Adjustable-Speed Drive Systems“ oder den entsprechenden, vor Ort geltenden
Vorschriften.
WARNUNG
UNBEABSICHTIGTER GERÄTEBETRIEB
Verwenden Sie mit diesem Gerät nur von Schneider Electric genehmigte Software.
Aktualisieren Sie Ihr Anwendungsprogramm jedes Mal, wenn Sie die physische Hardwarekon figuration ändern.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Verletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.
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Terminologie gemäß den geltenden Normen
Die technischen Begriffe, Terminologie, Symbole und die entsprechenden Beschreibungen in diesem Handbuch, oder die in beziehungsweise auf den Produkten selbst erscheinen, sind im
Allgemeinen von den Begriffen und Definitionen der internationalen Normen hergeleitet.
Im Bereich der funktionalen Sicherheitssysteme, Antriebe und allgemeinen Automatisierungs systeme betrifft das unter anderem Begriffe wie
Fehlermeldung
,
gefährlich/gefahrbringend
usw.
Sicherheit
,
Sicherheitsfunktion
,
Sicherer Zustand
,
Fehler
,
Fehlerreset/Zurücksetzen bei Fehler
,
Ausfall
,
Störung
,
Warnung/Warnmeldung
,
Unter anderem schließen diese Normen ein:
Standard
IEC 61131-2:2007
ISO 13849-1:2015
EN 61496-1:2013
ISO 12100:2010
EN 60204-1:2006
ISO 14119:2013
ISO 13850:2015
IEC 62061:2015
IEC 61508-1:2010
IEC 61508-2:2010
IEC 61508-3:2010
IEC 61784-3:2016
2006/42/EC
2014/30/EU
2014/35/EU
Beschreibung
Speicherprogrammierbare Steuerungen, Teil 2: Betriebsmittelanforderungen und Prüfungen.
Sicherheit von Maschinen: Sicherheitsspezifische Teile von Steuerungen.
Allgemeine Gestaltungsleitsätze.
Sicherheit von Maschinen: Berührungslos wirkende Schutzeinrichtung.
Teil 1: Allgemeine Anforderungen und Prüfungen.
Sicherheit von Maschinen - Allgemeine Gestaltungsleitsätze -
Risikobeurteilung und Risikominderung
Sicherheit von Maschinen - Elektrische Ausrüstung von Maschinen - Teil1:
Allgemeine Anforderungen
Sicherheit von Maschinen - Verriegelungseinrichtungen in Verbindung mit trennenden Schutzeinrichtungen - Leitsätze für Gestaltung und Auswahl
Sicherheit von Maschinen - Not-Halt- Gestaltungsleitsätze
Sicherheit von Maschinen - Funktionale Sicherheit von sicherheitsbezogenen elektrischen, elektronischen und elektronisch programmierbaren Steuerungen.
Funktionale Sicherheit sicherheitsbezogener elektrischer/elektronischer/programmierbarer elektronischer Systeme:
Allgemeine Anforderungen.
Funktionale Sicherheit sicherheitsbezogener elektrischer/elektronischer/programmierbarer elektronischer Systeme:
Anforderungen für sicherheitsbezogene elektrische/elektronische/programmierbare elektronische Systeme.
Funktionale Sicherheit sicherheitsbezogener elektrischer/elektronischer/programmierbarer elektronischer Systeme:
Softwareanforderungen.
Industrielle Kommunikationsnetze - Profile - Teil 3: Funktional sichere
Übertragung bei Feldbussen - Allgemeine Regeln und Festlegungen für Profile.
Maschinenrichtlinie
EG-Richtlinie Elektromagnetische Verträglichkeit
EG-Richtlinie Niederspannung
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Zusätzlich kann die in vorliegendem Dokument verwendete Nomenklatur tangential verwendet werden, wenn sie aus anderen Normen abgeleitet ist, wie z.B.:
Standard
Normenreihe IEC 60034
Reihe IEC 61800
Serie IEC 61158
Beschreibung
Drehende elektrische Maschinen
Elektrische Leistungsantriebssyteme mit einstellbarer Drehzahl
Digitale Datenkommunikation in der Leittechnik – Feldbus für industrielle
Leitsysteme
Bei einer Verwendung des Begriffs
Betriebsumgebung/Betriebsbereich
in Verbindung mit der
Beschreibung bestimmter Gefahren und Risiken entspricht der Begriff der Definition von
Gefahren bereich
oder
Gefahrenzone
in der
Maschinenrichtlinie
(
2006/42/EC
) der Norm
ISO 12100:2010
.
-
HINWEIS: Die vorherig erwähnten Standards können auf die spezifischen Produkte in der vorliegenden Dokumentation zutreffen oder nicht. Weitere Informationen über die einzelnen anwendbaren Normen die hier beschriebenen Produkte betreffend, entnehmen Sie den entsprechenden Tabellen dieser Produktbezeichnungen.
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Modicon LMC058 Motion Controller
Einführung
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Einführung
Kapitel 1
Einführung
Inhalt dieses Kapitels
Dieses Kapitel enthält die folgenden Themen:
Thema
Experten-E/A - Überblick
Hinzufügen einer Expertenfunktion
Zuordnung der integrierten Experten-E/A
Seite
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Einführung
Experten-E/A - Überblick
Einführung
Das Steuerungsgrundgerät bietet Folgendes:
2 integrierte Experten-E/A-Module (DM72F0 und DM72F1) mit:
5 Schnelleingänge
2 Standardeingänge
2 Schnellausgänge
1 Hardware-Encoder-Port, der folgende Elemente unterstützt:
Inkrementalgeber
SSI-Absolutwertgeber
Stromverteilermodul für die Steuerung (CPDM)
Jedes integrierte Experten-E/A-Modul (DM72F•) kann Expertenfunktionen
unterstützen.
( siehe Seite 17 )
Konfiguration von integrierten Experten-E/A
Um die Experten-E/A zu konfigurieren, doppelklicken Sie auf den KnotenExpert in der
Gerätebaumstruktur.
Die nachstehende Abbildung zeigt die Registerkarte zur Konfiguration:
14
Die nachstehende Tabelle zeigt die Funktion der verschiedenen Parameter:
Parameter
Run/Stop Input
Alarm Output
Rearming Output Mode
Funktion
Definieren eines Eingangs, der als Run/Stop-Eingang soll.
Definieren eines Ausgangs, der als Alarmausgang ( siehe Seite 15 ) dienen soll.
Definieren des Modus zur erneuten Aktivierung des Ausgangs
.
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Einführung
Run/Stop-Eingang
Die folgende Tabelle zeigt die verschiedenen Zustände:
Eingangszustand
Zustand 0
Steigende Flanke
Zustand 1
Ergebnis
Hält die Steuerung an und ignoriert den externen Run-Befehl.
Veranlasst im Status STOPPED den Start einer Anwendung im RUNNING-Status.
Die Anwendung kann durch Folgendes gesteuert werden:
EcoStruxure Machine Expert (Run/Stop)
Über die Anwendung (Steuerungsbefehl)
Über einen Netzwerkbefehl
HINWEIS: Der Run/Stop-Eingang wird auch dann verwaltet, wenn die Option E/A STOP-Zustand aktualisieren auf der Registerkarte "SPS-Einstellungen"
(siehe Modicon LMC058 Motion
Controller, Programmierhandbuch)
nicht aktiviert ist.
Eingänge, die konfigurierten Expertenfunktionen zugewiesen sind, können nicht als Run/Stop konfiguriert werden.
Weitere Informationen zu Steuerungsstatus und Statusübergängen finden Sie im SPS-Zustands diagramm
(siehe Modicon LMC058 Motion Controller, Programmierhandbuch)
.
WARNUNG
UNBEABSICHTIGTER MASCHINEN- ODER PROZESSSTART
Überprüfen Sie den Sicherheitsstatus Ihrer Maschinen- bzw. Prozessumgebung, bevor Sie den Run/Stop-Eingang unter Spannung setzen.
Verwenden Sie den Run/Stop-Eingang, um den unbeabsichtigten Start von einem entfernten
Standort aus zu verhindern.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Verletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.
Alarmausgang
Dieser Ausgang ist auf logisch 1 gesetzt, wenn sich die Steuerung im RUNNING-Status befindet und das Anwendungsprogramm nicht am Haltepunkt angehalten wurde.
Ausgänge, die konfigurierten Expertenfunktionen zugewiesen sind, können nicht als
Alarmausgang konfiguriert werden.
HINWEIS:
Der Alarmausgang wird in folgenden Fällen auf 0 gesetzt:
Wenn eine Task an einem Haltepunkt angehalten wird; der Alarmausgang signalisiert, dass die
Steuerung die Ausführung der Anwendung gestoppt hat.
Wenn in Verbindung mit den Experten-E/A ein Fehler erkannt wird (Spannungsunterbrechung,
Kurzschlusserkennung).
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Einführung
Ausgangsmodus erneut aktivieren
Die Schnellausgänge von DM72F•-Modulen nutzen die Push/Pull-Technologie. Wenn ein Fehler erkannt wird, (Kurzschluss oder Übertemperatur), wird der Ausgang in den Tri-State versetzt, und der Zustand wird über ein Statusbit (DM72F• Kanal IB1.0) und PLC_R.i_wLocalIOStatus ausgewiesen (siehe Modicon LMC058 Motion Controller Systemfunktionen und Variablen –
PLCSystem-Bibliothekshandbuch).
Es sind zwei Verhaltensweisen möglich:
Automatisches Wiedereinschalten: Sobald der erkannte Fehler behoben wurde, wird der
Ausgang erneut in den Zustand versetzt, der dem derzeit zugewiesenen Wert entspricht, und der Diagnosewert wird zurückgesetzt.
Manuelles Wiedereinschalten: Wenn ein Fehler erkannt wird, wird der Zustand gespeichert und der Ausgang in den Tri-State forciert, bis der Benutzer den Zustand manuell aufhebt (siehe E/A-
Abbild-Kanal).
Im Falle einer Überlast oder eines Kurzschlusses wird die Gruppe von Ausgängen automatisch gemeinsam in den Temperaturschutzmodus gesetzt (alle Ausgänge in der Gruppe werden auf 0 gesetzt) und dann in regelmäßigen Abständen (jede Sekunde) erneut aktiviert, um den
Verbindungsstatus zu testen. Dabei werden allerdings Kenntnisse über die Auswirkungen einer
Reaktivierung auf die Maschine und die gesteuerten Prozesse vorausgesetzt.
WARNUNG
UNBEABSICHTIGTER MASCHINENSTART
Unterbinden Sie das automatische Wiedereinschalten der Ausgänge, falls dieses Verhalten für die Maschine oder den Prozess nicht wünschenswert ist.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Verletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.
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Einführung
Hinzufügen einer Expertenfunktion
Einführung
Alle DM72F•-Expertenmodule können Expertenfunktionen unterstützen. Expertenfunktionen werden als einfach oder als komplex definiert. Pro Modul kann jeweils nur ein Typ konfiguriert werden:
Einfache Funktionen:
Hochgeschwindigkeitszähler im Simple-Modus (Einfach)
E/A-Ereignisspeicherung
Komplexe Funktionen:
Hochgeschwindigkeitszähler im Main-Modus (Haupt)
Encoder
Frequenzgenerator (FreqGen)
Impulsbreitenmodulation (PWM)
Wenn ein E/A nicht von einer Expertenfunktion verwendet wird, kann er als Standard-E/A eingesetzt werden.
HINWEIS:
Wenn ein Standard-E/A als Run/Stop eingesetzt wird, kann er nicht von einer Expertenfunktion
verwenden werden.
Wenn ein Standard-E/A als Alarm eingesetzt wird, kann er nicht von einer Expertenfunktion verwenden werden.
Weitere Einzelheiten finden Sie unter Konfiguration integrierter Experten-E/A
( siehe Seite 14 )
Hinzufügen einer Expertenfunktion
Wenn Sie Ihrer Steuerung eine Expertenfunktion (Ereignisspeicherung, HSC PWM oder
Frequenzgenerator) hinzufügen möchten, wählen Sie die die gewünschte Expertenfunktion im
Hardwarekatalog aus, ziehen Sie sie in die Gerätebaumstruktur und legen Sie sie auf einem der optisch hervorgehobenen Knoten ab.
Weitere Informationen zum Hinzufügen von Geräten in einem Projekt finden Sie unter:
• Verwenden der Methode Drag&Dop (Ziehen und Ablegen)
• Verwenden der Kontextmenüs oder Plus-Schaltflächen
Wenn Sie Ihrer Steuerung eine Encoderfunktion hinzufügen möchten, wählen Sie das Standard gebermodul im Hardwarekatalog aus, ziehen Sie das Modul in die Gerätebaumstruktur und legen
Sie es dann auf einem der optisch hervorgehobenen Knoten ab.
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Einführung
Die folgenden Expertenfunktionen können verwendet werden:
Funktion
Event_Latch
HSC
PWM
Frequenzgenerator
Encoder
Beschreibung
Mithilfe der Event_Latch-Funktion zur
Ereignisspeicherung können integrierte
Expert-Eingänge als Ereignis oder als
Statusspeicher konfiguriert werden.
HSC-Funktionen können besonders schnell
Impulse zählen, die von Sensoren, Gebern,
Schaltern usw. ausgehen, die an einen dedizierten schnellen Eingang angeschlossen sind.
Siehe...
Konfiguration der
Ereignisspeicherung (siehe Modicon
M258 Logic Controller,
Programmierhandbuch)
LMC058 HSC-Bibliothek
(siehe Modicon LMC058 Motion
Controller,
Hochgeschwindigkeitszählung,
LMC058
Expert I/O - Bibliothekshandbuch)
LMC058 PWM-Bibliothek Die PWM-Funktion generiert ein
Rechteckwellen-Signal auf zweckbestimmten Ausgangskanälen mit variablem Arbeitszyklus.
Die Frequenzgenerator-Funktion generiert ein Rechteckwellen-Signal auf zweckbestimmten Ausgangskanälen mit festem Arbeitszyklus (50 %).
Ziel dieser Funktion ist das Anschließen eines Gebers für die Erfassung einer
Position.
Die Funktion kann an einer Schnittstelle für integrierte Experten-E/A implementiert werden und eine Hardware-Encoder-
Schnittstelle unterstützen. Bei dem Geber kann es sich um einen Inkrementalgeber oder einen SSI-Absolutwertgeber an einer
Hardware-Encoder-Schnittstelle handeln.
Die Schnittstelle für integrierte Experten-E/A unterstützt nur einen Inkrementalgeber.
Sie können eine lineare Achse oder eine
Drehachse für den Inkrementalgeber definieren.
LMC058 HSC-Bibliothek
(siehe Modicon LMC058 Motion
Controller,
Hochgeschwindigkeitszählung,
LMC058 Expert I/O -
Bibliothekshandbuch)
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Einführung
Zuweisung von Expertenfunktionen
Zuweisung von Expertenfunktionen entsprechend der Schnittstelle (Spalten schließen sich gegenseitig aus):
I/F-
Schnittstelle
DM72F0
DM72F1
Encoder
Expertenfunktionen
Einfache Funktionen:
Schnelle E/A: Ereignis
oder mit
Statusspeicher
HSC Simple (Einfach)
Bis zu 4
Bis zu 4
Nicht zulässig
HSC_Main
(Haupt)
SM_Encoder Encoder
1
1
Nicht zulässig 1
1
1
1
1
1
PWM
1
1
Nicht zulässig
Frequenzgenerator
1
1
Nicht zulässig
Weitere Informationen finden Sie unter Experten-E/A-Zuordnung
( siehe Seite 20 )
.
Expertenfunktions-E/A in Standard-E/A
Expertenfunktions-E/A in Standard-E/A:
Eingänge können über eine Standardspeichervariable gelesen werden, auch wenn sie als
Expertenfunktion konfiguriert sind.
Ein Eingang kann nicht als Expertenfunktion konfiguriert werden, wenn er bereits als Run/Stop-
Eingang konfiguriert wurde.
Ein Ausgang kann nicht als Expertenfunktion konfiguriert werden, wenn er bereits als
Alarmausgang konfiguriert wurde.
%Q hat keine Wirkung auf einen Reflexausgang.
Die Kurzschlussverwaltung gilt dennoch für alle Ausgänge. Der Status der Ausgänge ist verfügbar.
Alle E/A, die nicht von Expertenfunktionen verwendet werden, sind als Schnell- oder Standard-
E/A verfügbar.
Wenn Eingänge in einer Expertenfunktion (Latch, HSC usw.) verwendet werden, wird der
Integratorfilter durch einen Antiprellfilter
(siehe Modicon LMC058, Motion Controller, Hardware handbuch)
ersetzt. Der Filterwert wird im Fenster für die Expertenfunktion konfiguriert.
-
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Einführung
Zuordnung der integrierten Experten-E/A
E/A-Zuordnung für Expertenfunktionen für DM72F•
Zuordnung der integrierten Experten-E/A nach Expertenfunktion:
I1 I2 I3 I4
Event_Latch 0/4
Event_Latch 1/5
Event_Latch 2/6
Event_Latch 3/7
HSC Simple 0/4
HSC Simple 1/5
HSC Simple 2/6
HSC Simple 3/7
HSC Main 0/1
Eingang
Eingang
Eingang
Eingang
Eingang A M
Eingang A
Eingang A
Eingang A
Eingang A M
I0
M
Eingang B
SYNC
CAP
EN
REF
Ausgänge
Ausgänge PWM 0/1
Frequenzgenerator 0/1
Standardgeber
SYNC
EN
Ausgänge
SYNC
EN
Eingang A M
Eingang B
SYNC
CAP
EN
REF
Ausgänge
M Zwingend
C Abhängig von der Konfiguration
M
M
C
M
M
M
C
C
C
C
M
M
C
C
C
C
C
C
I5
C
C
Q0 Q1
C
M
C
M
C C
20
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Einführung
Bewegungsgeber
I0
Eingang A M
Eingang B
Eingang Z
CAP
M Zwingend
C Abhängig von der Konfiguration
I1
M
I2
M
I3
C
I4 I5 Q0 Q1
HINWEIS: Die I6-Eingänge von DM72F• können nur über den Geber auf ENC konfiguriert werden.
E/A-Zusammenfassung
Im Fenster E/A-Zusammenfassung werden die DM72F•-E/A und die von den Expertenfunktionen verwendeten E/A angezeigt.
Der Zugriff auf das Fenster E/A-Zusammenfassung erfolgt über die DM72F•-Knoten:
Schritt
1
2
Aktion
Erweitern Sie den Knoten Expert in der Gerätebaumstruktur.
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf DM72F• und wählen Sie im
Kontextmenü die Option E/A-Zusammenfassung aus.
Beispiel einer E/A-Zusammenfassung:
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Einführung
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Modicon LMC058 Motion Controller
Allgemeines
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Allgemeines
Kapitel 2
Allgemeines
Überblick
Dieses Kapitel enthält allgemeine Informationen zu den Funktionen ) und Impulsbreitenmodulation
(PWM).
Diese Funktionen stellen einfache und dabei leistungsstarke Lösungen für Ihre Anwendung bereit.
Sie erweisen sich insbesondere für die Bewegungssteuerung als nützlich. Die Nutzung und
Anwendung der enthaltenen Informationen setzt allerdings Fachkenntnisse in Bezug auf die
Konzeption und Programmierung automatisierter Steuerungssysteme voraus. Nur Sie als
Benutzer, Maschinenbauer oder -integrator sind mit allen Bedingungen und Faktoren vertraut, die bei der Installation, der Einrichtung, dem Betrieb und der Wartung der Maschine bzw. der entsprechenden Prozesse zum Tragen kommen. Demzufolge sind allein Sie in der Lage, die
Automatisierungskomponenten und zugehörigen Betriebsmittel sowie die angemessenen
Sicherheitsvorkehrungen und Sperrvorrichtungen zu identifizieren, die einen effektiven und störungsfreien Betrieb gewährleisten. Beachten Sie bei der Auswahl der Automatisierungs- und
Steuerungskomponenten sowie aller zugehörigen Betriebsmittel und Software alle geltenden
örtlichen, regionalen und landesspezifischen Normen und/oder Vorschriften.
WARNUNG
INKOMPATIBILITÄT MIT REGULATORISCHEN VORSCHRIFTEN
Stellen Sie sicher, dass alle eingesetzten Betriebsmittel und entworfenen Systeme die anwendbaren lokalen, regionalen und nationalen Vorschriften und Normen erfüllen.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Verletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.
EIO0000004185 09/2020
23
Allgemeines
Die mit der Bibliothek der Expertenfunktionen bereitstehenden Funktionen wurden unter der
Annahme entwickelt und entworfen, dass Sie die erforderliche Sicherheitshardware in die
Anwendungsarchitektur einbauen, einschließlich, jedoch nicht beschränkt auf angemessene
Hardware-Grenzwertschalter und -Notausschalter sowie Regelkreise. Es wird implizit davon ausgegangen, dass Sie bei der Konzeption Ihrer Maschine funktionale Sicherheitsvorkehrungen getroffen haben, um ein unerwünschtes Verhalten der Maschine zu verhindern, beispielsweise
Überfahren oder andere Arten unkontrollierter Bewegungen. Darüber hinaus wird davon ausgegangen, dass Sie eine für Ihre Maschine bzw. Ihren Prozess geeignete funktionale
Sicherheits- und Risikoanalyse durchgeführt haben.
WARNUNG
UNBEABSICHTIGTER GERÄTEBETRIEB
Stellen Sie sicher, dass bei der Konzeption Ihrer Maschine eine Risikoanalyse nach
EN/ISO 12100 durchgeführt und respektiert wird.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Verletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.
Inhalt dieses Kapitels
Dieses Kapitel enthält die folgenden Themen:
Thema
Namenskonventionen für PWM
Synchronisierungs- und Aktivierungsfunktionen
Seite
24
EIO0000004185 09/2020
Namenskonventionen für PWM
Definition
In diesem Dokument gelten folgende Namenskonventionen:
Name
SYNC
EN
IN_SYNC
IN_EN
OUT_PWM
Beschreibung
Synchronisierungsfunktion
.
Aktivierungsfunktion ( siehe Seite 26 ) .
Physischer Eingang für die SYNC-Funktion.
Physischer Eingang für die EN-Funktion.
Physischer Ausgang für die PWM-Funktion.
Allgemeines
EIO0000004185 09/2020
25
Allgemeines
Synchronisierungs- und Aktivierungsfunktionen
Einführung
In diesem Abschnitt werden die von der PWM verwendeten Funktionen beschrieben:
Funktion Synchronisierung
Funktion Aktivierung (Enable)
Jede Funktion verwendet die zwei folgenden Funktionsbaustein-Bits:
EN_(Funktion)-Bit: Wird dieses Bit auf 1 gesetzt, kann diese (Funktion) an einem externen
physikalischen Eingang ausgeführt werden, sofern konfiguriert.
F_(Funktion)-Bit: Wird dieses Bit auf 1 gesetzt, wird die (Funktion) forciert.
Die folgende Abbildung beschreibt, wie die Funktion verwaltet wird:
HINWEIS: (Funktion) steht für Enable (für die Aktivierungsfunktion) oder Sync (für die
Synchronisierungsfunktion).
Wenn der physikalische Eingang erforderlich ist, aktivieren Sie ihn in der Konfiguration
( siehe Seite 31 )
.
Synchronisierungsfunktion
Die Funktion zur Synchronisierung (Sync) dient der Unterbrechung des aktuellen PWM-Zyklus und dem Start eines neuen Zyklus.
Aktivierungsfunktion
Die Enable-Funktion wird zur Aktivierung der PWM verwendet:
26
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Modicon LMC058 Motion Controller
Impulsbreitenmodulation (PWM)
EIO0000004185 09/2020
Impulsbreitenmodulation (PWM)
Kapitel 3
Impulsbreitenmodulation (PWM)
Inhalt dieses Kapitels
Dieses Kapitel enthält die folgenden Themen:
Thema
Beschreibung
Konfiguration
PWM_LMC058: Steuern eines Impulsbreitenmodulationssignals
Programmierung des PWM-Funktionsbausteins
Seite
EIO0000004185 09/2020
27
Impulsbreitenmodulation (PWM)
Beschreibung
Überblick
Die PWM-Funktion (Pulse Width Modulation, Impulsbreitenmodulation) generiert ein programmierbares Impulswellensignal auf zweckbestimmten Ausgängen mit einem anpassbaren
Arbeitszyklus und einer anpassbaren Frequenz.
HINWEIS: Die Funktion muss aktiviert werden, indem F_Enable auf 1 gesetzt wird, oder durch ein externes Ereignis, wobei der Eingang IN_EN und EN_Enable = 1 sein muss. Andernfalls bleibt der Ausgang (OUT_PWM) auf 0.
Wenn eine Impulsbreitenmodulation (PWM, Pulse Width Modulation) auf einem Experten-E/A-
Modul konfiguriert ist, können keine weiteren Funktionen hinzugefügt werden
( siehe Seite 14 )
Signalform
Die Signalform hängt von folgenden Eingangsparametern ab:
Frequenz, konfigurierbar von 0,1 Hz bis 20 kHz in Schritten zu je 0,1 Hz
Arbeitszyklus des Ausgangssignals von 0 % bis 100 %
Arbeitszyklus=Tp/T
Tp Impulsbreite
T Impulsdauer (1/Frequenz)
Wenn der Arbeitszyklus im Programm geändert wird, wird die Breite des Signals moduliert. Die nachfolgende Abbildung zeigt ein Ausgangssignal mit variierenden Arbeitszyklen.
28
EIO0000004185 09/2020
Impulsbreitenmodulation (PWM)
Der Arbeitszyklus entspricht einer Genauigkeit von 1 % für jeden Schritt von 80 Hz. Wenn der
Arbeitszyklus unter 4 % oder über 96 % liegt, liegt die Abweichung je nach Frequenz über 1 %, wie in der nachstehenden Grafik zu sehen ist:
EIO0000004185 09/2020
29
Impulsbreitenmodulation (PWM)
Konfiguration
Überblick
In der Steuerung können 2 Funktionen zur Impulsbreitenmodulation konfiguriert werden.
Hinzufügen einer Funktion zur Impulsbreitenmodulation
Wenn Sie Ihrer Steuerung eine Funktion zur Impulsbreitenmodulation hinzufügen möchten, wählen Sie im Hardwarekatalog den Eintrag PWM aus, ziehen Sie ihn in die Gerätebaumstruktur und legen Sie ihn dort auf einem der optisch hervorgehobenen Knoten ab.
Weitere Informationen zum Hinzufügen von Geräten in einem Projekt finden Sie unter:
• Verwenden der Methode Drag&Dop (Ziehen und Ablegen)
• Verwenden der Kontextmenüs oder Plus-Schaltflächen
Zugreifen auf die Parameter
Gehen Sie vor wie folgt, um auf die Parameter der PWM-Funktion zuzugreifen:
Schritt
1
2
Aktion
Doppelklicken Sie in der Gerätebaumstruktur auf MyController → Expert → DM72Fx → PWM.
Wählen Sie die Registerkarte PWM-Konfiguration aus.
30
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Impulsbreitenmodulation (PWM)
Parameter
Die Funktion zur Impulsbreitenmodulation verfügt über folgende Parameter:
Parameter
SYNC-
Eingang
Position
Prellfilter
Wert
Deaktiviert
I1.2
Standardwert Beschreibung
Deaktiviert Wählen Sie den zur Voreinstellung der
Impulsgenerator-Funktion verwendeten
SPS-Eingang aus.
0,002 Legen Sie den Filterwert zur Reduzierung des Prelleffekts am SYNC-Eingang fest.
EN-Eingang
SYNC-Flanke
Position
Prellfilter
0,002
0,004
0,012
0,04
0,12
0,4
1,2
4
Steigend
Fallend
Beide
Deaktiviert
I1.4
Steigend
Deaktiviert
0,002
Wählen Sie die Bedingung zur
Voreinstellung der Impulsgenerator-
Funktion über den SYNC-Eingang aus.
Wählen Sie den zur Aktivierung der
Impulsgenerator-Funktion verwendeten
SPS-Eingang aus.
Legen Sie den Filterwert zur Reduzierung des Prelleffekts am EN-Eingang fest.
0,002
0,004
0,012
0,04
0,12
0,4
1,2
4
Synchronisierung mit einem externen Ereignis
Bei einer steigenden Flanke am physischen Eingang IN_SYNC (mit EN_Sync = 1) wird der aktuelle Zyklus unterbrochen und die PWM-Funktion startet einen neuen Zyklus.
Die folgende Abbildung zeigt ein Impulsdiagramm für den Funktionsbaustein Pulse Width
Modulation unter Verwendung des Eingangs IN_SYNC:
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31
Impulsbreitenmodulation (PWM)
PWM_LMC058: Steuern eines Impulsbreitenmodulationssignals
Überblick
Der Funktionsbaustein Pulse Width Modulation steuert einen Impulsbreitenmodulation-
Signalausgang mit der angegebenen Frequenz und dem angegebenen Arbeitszyklus.
Grafische Darstellung
Darstellung in IL (AWL) und ST
Sie finden eine allgemeine Darstellung in AWL- oder ST-Sprache im Kapitel
Unterschiede
zwischen Funktionen und Funktionsbausteinen ( siehe Seite 52 )
.
Eingangsvariablen
In der nachstehenden Tabelle werden die Eingangsvariablen beschrieben:
Eingänge
EN_Enable
F_Enable
EN_SYNC
F_SYNC
Frequency
Duty
Typ
BOOL
BOOL
BOOL
BOOL
DWORD
BYTE
Kommentar
TRUE : Erlaubt die Aktivierung der Impulsbreitenmodulation (PWM, Pulse
Width Modulation) über den Eingang IN_EN (sofern konfiguriert).
TRUE : Forciert die Aktivierungsfunktion.
TRUE : Erlaubt den Neustart über den Eingang IN_Sync des internen
Zeitgebers mit Bezug zur Zeitbasis (sofern konfiguriert).
Forciert an der steigenden Flanke einen Neustart des internen Zeitgebers mit Bezug zur Zeitbasis.
Frequenz des Pulse Width Modulation -Ausgangssignals in Zehntel
Hz (Bereich: 1 (0,1 Hz) bis 200.000 (20 kHz)).
Arbeitszyklus des Pulse Width Modulation -Ausgangssignals in %
(Bereich: 0 bis 100).
32
EIO0000004185 09/2020
Impulsbreitenmodulation (PWM)
Ausgangsvariablen
In der nachstehenden Tabelle werden die Ausgangsvariablen beschrieben:
Ausgänge Typ
InFrequency BOOL
Busy
Fehler
ErrID
BOOL
BOOL
EXPERT_ERR_TYPE
Kommentar
TRUE : Das Pulse Width Modulation -Signal wird gerade mit der vorgegebenen Frequenz und dem vorgegebenen Arbeitszyklus ausgegeben.
Busy wird verwendet, um anzugeben, dass eine Befehlsänderung stattfindet: Die Frequenz wird geändert.
Wird auf TRUE gesetzt, wenn der Enable-Befehl gesetzt und das
Frequenzgenerator-Signal nicht mit der angegebenen Frequenz ausgegeben wird.
Wird auf FALSE zurückgesetzt, wenn InFrequency oder Error gesetzt oder der Aktivierungsbefehl zurückgesetzt wurde.
Wenn die Ausführung einer Befehlsänderung sofort erfolgt, bleibt
"Busy" auf FALSE .
TRUE : Gibt an, dass ein Fehler erkannt wurde.
Wenn Error gesetzt ist: Typ des erkannten Fehlers.
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33
Impulsbreitenmodulation (PWM)
Programmierung des PWM-Funktionsbausteins
Vorgehensweise
So programmieren Sie einen PWM-Funktionsbaustein:
Schritt Aktion
1 Wählen Sie die Registerkarte Bibliotheken im Softwarekatalog aus und klicken Sie auf Bibliotheken.
Wählen Sie Steuerung → LMC058 → LMC058 Expert IO → OutputGenerator → PWM_LMC058 in der Liste aus und ziehen Sie das Element in das Fenster POU.
2
Wählen Sie die Instanz des Funktionsbausteins durch einen Klick auf auf.
Das Dialogfeld Eingabehilfe wird angezeigt. Wählen Sie die globale Variable mit Bezug auf die bei der Konfiguration hinzugefügte PWM
aus und bestätigen Sie Ihre Auswahl.
34
HINWEIS: Wenn die Funktionsbausteininstanz nicht sichtbar ist, prüfen Sie die Konfiguration der
PWM-Funktion.
3
Die Eingänge/Ausgänge sind im Funktionsbaustein
Informationen ( siehe Seite 47 ) .
Eine Beschreibung der Interaktion zwischen den Eingängen/Ausgängen findet sich unter Allgemeine
EIO0000004185 09/2020
Impulsbreitenmodulation (PWM)
Programmierbeispiel
Die folgende Abbildung zeigt das Beispiel eines programmierten Funktionsbausteins
PWM_LMC058 .
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35
EIO0000004185 09/2020
36
Modicon LMC058 Motion Controller
Frequenzgenerator (FreqGen)
EIO0000004185 09/2020
Frequenzgenerator (FreqGen)
Kapitel 4
Frequenzgenerator (FreqGen)
Inhalt dieses Kapitels
Dieses Kapitel enthält die folgenden Themen:
Thema
Beschreibung
Konfiguration
Frequency_Generator_LMC058: Steuern eines Rechteckwellensignals
Programmieren
Seite
EIO0000004185 09/2020
37
Frequenzgenerator (FreqGen)
Beschreibung
Überblick
Die FG-Funktion (Frequenzgenerator) generiert ein Rechteckwellen-Signal auf zweckbestimmten
Ausgangskanälen mit festem Arbeitszyklus (50 %).
Frequenz , konfigurierbar von 0,1 Hz bis 100 kHz in Schritten von 0,1 Hz.
Wenn ein Frequenzgenerator auf einem Experten-E/A-Modul konfiguriert wird, können keine weiteren Funktionen hinzugefügt werden
( siehe Seite 14 )
38
EIO0000004185 09/2020
Frequenzgenerator (FreqGen)
Konfiguration
Überblick
In der Steuerung können 2 Frequenzgenerator-Funktionen konfiguriert werden.
Hinzufügen einer Frequenzgenerator-Funktion
So fügen Sie eine Frequenzgenerator-Funktion hinzu:
Schritt
1
2
3
4
5
Aktion
Wählen Sie FreqGen im Hardwarekatalog aus, ziehen Sie das Element in die
Gerätebaumstruktur und legen Sie es auf einem der optisch hervorgehobenen Knoten ab.
Weitere Informationen zum Hinzufügen von Geräten in einem Projekt finden Sie unter:
• Verwenden der Methode Drag&Dop (Ziehen und Ablegen)
• Verwenden der Kontextmenüs oder Plus-Schaltflächen
Doppelklicken Sie auf FreqGen und öffnen Sie die Registerkarte Konfiguration des
Frequenzgenerators.
Stellen Sie die Parameter wie in nachfolgender Tabelle gezeigt ein:
Doppelklicken Sie auf den Knoten Impulsgeneratoren Ihrer Steuerung in der
Gerätebaumstruktur.
Doppelklicken Sie auf den Wert Funktion zur Impulsgenerierung und wählen Sie FreqGen aus.
Ergebnis: Die Konfigurationsparameter des Frequenzgenerators werden angezeigt.
EIO0000004185 09/2020
39
Frequenzgenerator (FreqGen)
Parameter
Die Frequenzgenerator-Funktion verfügt über folgende Parameter:
Parameter
SYNC-Eingang
EN-Eingang
Position
Prellfilter
SYNC-Flanke
Position
Prellfilter
Wert
Deaktiviert
(Standard)
I2
0,002 (Standard)
0,004
0,012
0,04
0,12
0,4
1,2
4
Steigend
Fallend
Beide
Deaktiviert
(Standard)
I4
0,002 (Standard)
0,004
0,012
0,04
0,12
0,4
1,2
4
Typ
BOOL
ENUM
ENUM
BOOL
ENUM
Beschreibung
Aktiviert den physischen Eingang
IN_SYNC zur Verwendung für die
Synchronisierung.
Definiert den Wert für den
IN_SYNC-Filterwert.
Definiert die Flanke des
IN_SYNC-Eingangs, an der die
Synchronisierung stattfindet.
Ermöglicht die Verwendung des physischen Eingangs IN_EN zur
Aktivierung der Funktion.
Definiert den Filterwert des
Eingangs IN_EN.
Synchronisierung mit einem externen Ereignis
Bei einer steigenden Flanke am physischen Eingang IN_SYNC (mit EN_Sync = 1) wird der aktuelle Zyklus unterbrochen und die FreqGen-Funktion startet einen neuen Zyklus.
Die folgende Abbildung zeigt ein Impulsdiagramm für den Frequenzgenerator-Funktionsbaustein unter Verwendung des Eingangs IN_SYNC:
40
EIO0000004185 09/2020
Frequenzgenerator (FreqGen)
Frequency_Generator_LMC058: Steuern eines Rechteckwellensignals
Überblick
Der Funktionsbaustein Frequency Generator (Frequenzgenerator) steuert einen Rechteck wellen-Signalausgang mit der angegebenen Frequenz.
Grafische Darstellung (LD/FBD)
Darstellung in AWL (IL) und ST
Sie finden eine allgemeine Darstellung in AWL- oder ST-Sprache im Kapitel
Unterschiede
zwischen Funktionen und Funktionsbausteinen ( siehe Seite 52 )
.
Eingangsvariablen
In der folgenden Tabelle werden die Eingangsvariablen beschrieben:
Eingänge
EN_Enable
F_Enable
EN_SYNC
F_SYNC
Frequency
Typ
BOOL
BOOL
BOOL
BOOL
DWORD
Kommentar
TRUE : Erlaubt die Aktivierung des Frequency Generator über den
Eingang IN_EN (sofern konfiguriert).
TRUE : Forciert die Aktivierungsfunktion.
TRUE : Erlaubt den Neustart über den Eingang "IN_SYNC" des internen
Zeitgebers relativ zu der Zeitbasis (sofern konfiguriert).
Erzwingt an der steigenden Flanke einen Neustart des internen Zeitgebers relativ zu der Zeitbasis.
Frequenz des Ausgangssignals des Frequency Generator in Zehntel Hz.
(Bereich: min. 1 (0,1 Hz) - max. 1.000.000 (100 kHz))
EIO0000004185 09/2020
41
Frequenzgenerator (FreqGen)
Ausgangsvariablen
In der folgenden Tabelle werden die Ausgangsvariablen beschrieben:
Ausgänge
InFrequency
Busy
Error
ErrID
Typ
BOOL
BOOL
BOOL
EXPERT_ERR_
TYPE
Kommentar
TRUE : Das Signal des Frequency Generator wird in der angegebenen Frequenz ausgegeben.
"Busy" wird verwendet, um anzugeben, dass eine Befehlsänderung stattfindet: Die Frequenz wird geändert.
Wird auf TRUE gesetzt, wenn der Aktivierungsbefehl gesetzt und das
Frequenzgenerator-Signal nicht mit der angegebenen Frequenz ausgegeben wird.
Wird auf FALSE zurückgesetzt, wenn InFrequency oder Error gesetzt oder der Aktivierungsbefehl zurückgesetzt wurde.
Wenn die Ausführung einer Befehlsänderung sofort erfolgt, bleibt
"Busy" auf FALSE .
TRUE: Gibt an, dass ein Fehler erkannt wurde.
Wenn Error gesetzt ist: Typ des erkannten Fehlers.
42
EIO0000004185 09/2020
Frequenzgenerator (FreqGen)
Programmieren
Vorgehensweise
So programmieren Sie einen Frequency Generator -Funktionsbaustein:
Schritt Aktion
1 Wählen Sie die Registerkarte Bibliotheken im Softwarekatalog aus und klicken Sie auf Bibliotheken.
Wählen Sie Steuerung → LMC058 → LMC058 Expert IO → OutputGenerator →
FrequencyGenerator_LMC058 in der Liste aus und ziehen Sie das Element in das Fenster POU.
2
Wählen Sie die Instanz des Funktionsbausteins durch einen Klick auf auf.
Das Fenster der Eingabehilfe wird angezeigt. Wählen Sie die globale Variable mit Bezug auf den bei der Konfiguration hinzugefügten FreqGen
( siehe Seite 39 ) aus und bestätigen Sie Ihre Auswahl.
HINWEIS: Wenn die Funktionsbausteininstanz nicht sichtbar ist, prüfen Sie die Konfiguration des
Frequenzgenerators.
3 Die Eingänge/Ausgänge sind im Funktionsbaustein
Allgemeine Informationen
enthalten.
Eine Beschreibung der Interaktion zwischen den Eingängen/Ausgängen finden Sie unter
EIO0000004185 09/2020
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Frequenzgenerator (FreqGen)
Programmierbeispiel
Die nachstehende Abbildung zeigt das Beispiel eines programmierten -Funktionsbausteins
FrequencyGenerator_LMC058.
44
EIO0000004185 09/2020
Modicon LMC058 Motion Controller
EIO0000004185 09/2020
Anhang
Überblick
Dieser Anhang enthält Auszüge aus dem Programmierhandbuch zum besseren technischen
Verständnis der Bibliotheksdokumentation.
Inhalt dieses Anhangs
Dieser Anhang enthält die folgenden Kapitel:
Kapitel
A
B
C
Kapitelname
Allgemeine Informationen
Darstellung von Funktionen und Funktionsbausteinen
Datentypen
Seite
EIO0000004185 09/2020
45
46
EIO0000004185 09/2020
Modicon LMC058 Motion Controller
Allgemeine Informationen
EIO0000004185 09/2020
Allgemeine Informationen
Anhang A
Allgemeine Informationen
Inhalt dieses Kapitels
Dieses Kapitel enthält die folgenden Themen:
Thema
Zweckbestimmte Funktionen
Allgemeine Informationen zur Funktionsbausteinverwaltung
Seite
EIO0000004185 09/2020
47
Allgemeine Informationen
Zweckbestimmte Funktionen
Prellfilter
Die nachstehende Tabelle zeigt maximalen Zählerfrequenzen, die über die Filterwerte festgelegt und zur Reduzierung des Prelleffekts an den Eingängen verwendet werden.
A
B
Eingang Filterwert zur Entprellung
(ms)
0,000
0,001
0,002
0,005
0,01
0,05
0,1
0,5
1
5
1 kHz
500 Hz
100 Hz
A ist der Zähleingang des Zählers.
B ist der Zähleingang des 2-Phasenzählers.
Max. Zählerfrequenz
Experte
200 kHz
200 kHz
200 kHz
100 kHz
50 kHz
25 kHz
5 kHz
Max. Zählerfrequenz
Standard
1 kHz
1 kHz
1 kHz
1 kHz
1 kHz
1 kHz
1 kHz
1 kHz
500 Hz
100 Hz
Zweckbestimmte Ausgänge
Auf Ausgänge, die von Hochgeschwindigkeitsexpertenfunktionen verwendet werden, kann nur
über den Funktionsbaustein zugegriffen werden. Sie können nicht direkt von der Anwendung gelesen oder geschrieben werden.
WARNUNG
UNBEABSICHTIGTER GERÄTEBETRIEB
Eine Funktionsbausteininstanz darf nicht in verschiedenen Programm-Tasks verwendet werden.
Nehmen Sie an der Funktionsbaustein-Referenz (AXIS) keinerlei Änderungen vor, während der Funktionsbaustein ausgeführt wird.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Verletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.
48
EIO0000004185 09/2020
Allgemeine Informationen
Allgemeine Informationen zur Funktionsbausteinverwaltung
Verwaltung der Eingangsvariablen
Die Variablen werden mit der steigenden Flanke an Eingang Execute verwendet. Um eine
Variable zu ändern, müssen Sie die Eingangsvariablen ändern und den Funktionsbaustein erneut auslösen.
Wenn eine Variable eines Funktionsbausteineingangs fehlt (= offen), wird gemäß der Norm IEC
61131-3 der Wert des vorherigen Aufrufs der Instanz verwendet. Beim ersten Aufruf wird der
Initialwert angewendet.
Verwaltung der Ausgangsvariablen
Die Ausgänge Done , Error , Busy und CommandAborted schließen sich gegenseitig aus: Für einen Funktionsbaustein darf nur jeweils einer von ihnen TRUE sein. Wenn für den Eingang
Execute der Wert TRUE gilt, entspricht einer dieser Ausgänge dem Wert TRUE.
Bei einer steigenden Flanke an Eingang Execute wird der Ausgang Busy gesetzt. Der Ausgang bleibt für die Dauer der Ausführung des Funktionsbausteins gesetzt und wird bei einer steigenden
Flanke an einem der anderen Ausgänge zurückgesetzt ( Done , Error ).
Der Ausgang Done wird gesetzt, sobald der Funktionsbaustein erfolgreich ausgeführt wurde.
Bei Feststellung eines Fehlers wird der Funktionsbaustein beendet, indem der Ausgang Error gesetzt wird. Der Fehlercode ist im Ausgang ErrId enthalten.
Die Ausgänge Done , Error , ErrID und CommandAborted werden bei einer fallenden Flanke an
Eingang Execute gesetzt oder zurückgesetzt:
Zurückgesetzt, wenn die Ausführung des Funktionsbausteins abgeschlossen ist.
Gesetzt während mindestens eines Taskzykus, wenn die Ausführung des Funktionsbausteins nicht abgeschlossen ist.
Wenn eine Instanz eines Funktionsbausteins einen neuen Execute -Befehl erhält, bevor sie vollständig ausgeführt wurde (bei einer Reihe von Befehlen für die gleiche Instanz), gibt der
Funktionsbaustein keine Rückmeldung zurück wie Done bei der vorherigen Aktion.
Fehlerbehandlung
Alle Bausteine haben zwei Ausgänge, die während der Ausführung des Funktionsbausteins die
Festellung eines Fehlers melden können:
Error = Die steigende Flanke dieses Bits weist darauf hin, dass ein Fehler erkannt wurde.
ErrID = Der Fehlercode des erkannten Fehlers.
Bei Auftreten eines Fehlers werden andere Ausgangssignale, wie z. B. Done , zurückgesetzt.
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Allgemeine Informationen
50
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Modicon LMC058 Motion Controller
Darstellung von Funktionen und Funktionsbausteinen
EIO0000004185 09/2020
Darstellung von Funktionen und Funktionsbausteinen
Anhang B
Darstellung von Funktionen und Funktionsbausteinen
Übersicht
Jede Funktion kann in den folgenden Sprachen dargestellt werden.
AWL: Anweisungsliste
ST: Strukturierter Text
KOP: Kontaktplan
FBD: Funktionsbausteindiagramm
CFC: Continuous Function Chart
Dieses Kapitel enthält Darstellungen von Funktionen und Funktionsbausteinen und erläutert deren
Verwendung in den Sprachen AWL und ST.
Inhalt dieses Kapitels
Dieses Kapitel enthält die folgenden Themen:
Thema
Unterschiede zwischen einer Funktion und einem Funktionsbaustein
Verwenden einer Funktion oder eines Funktionsbausteins in der Sprache AWL
Verwendung einer Funktion oder eines Funktionsbausteins in der Sprache ST
Seite
EIO0000004185 09/2020
51
Darstellung von Funktionen und Funktionsbausteinen
Unterschiede zwischen einer Funktion und einem Funktionsbaustein
Funktion
Eine Funktion hat die folgenden Eigenschaften:
Ist eine POU (Program Organization Unit), die ein einzelnes direktes Ergebnis zurückgibt
Wird direkt über ihren Namen aufgerufen (nicht über eine Instanz)
Ist nicht instanziiert
Kann als Operand in anderen Ausdrücken verwendet werden
Beispiele: Boolesche Operatoren ( AND ), Berechnungen, Konvertierung ( BYTE_TO_INT )
Funktionsbaustein
Ein Funktionsbaustein hat die folgenden Eigenschaften:
Ist eine POU (Program Organization Unit), die ein oder mehrere direkte Ausgänge zurückgibt
Muss von einer Instanz aufgerufen werden (Funktionsbausteinkopie mit dediziertem Namen und Variablen)
Hat für jede Instanz einen persistenten Status (Ausgänge und interne Variablen) von einem
Aufruf zum anderen aus einem Funktionsbaustein oder Programm
Beispiele: Zeitgeber, Zähler
In dem nachstehenden Beispiel ist Timer_ON eine Instanz des Funktionsbausteins TON :
52
EIO0000004185 09/2020
Darstellung von Funktionen und Funktionsbausteinen
Verwenden einer Funktion oder eines Funktionsbausteins in der Sprache AWL
Allgemeine Informationen
In diesem Abschnitt wird das Implementieren einer Funktion und eines Funktionsbausteins in der
Sprache AWL beschrieben.
Die Funktionen IsFirstMastCycle und SetRTCDrift und der Funktionsbaustein TON werden als Implementierungsbeispiele verwendet.
Verwenden einer Funktion in der AWL-Sprache
Im Folgenden wird das Einfügen einer Funktion in der AWL-Sprache beschrieben:
Schritt Aktion
1
2
Öffnen oder erstellen Sie eine neue POU in der AWL-Sprache.
HINWEIS: Die Vorgehensweise zum Erstellen einer POU wird hier nicht erläutert. Weitere
Informationen finden Sie unter Hinzufügen und Aufrufen von POUs (siehe EcoStruxure Machine
Expert, Programming Guide) .
Erstellen Sie die Variablen, die für die Funktion erforderlich sind.
3
4
5
Wenn die Funktion über mindestens einen Eingang verfügt, beginnen Sie mit dem Laden des ersten
Eingangs mithilfe der LD-Anweisung.
Fügen Sie unten eine neue Zeile ein, und gehen Sie wie folgt vor:
Geben Sie den Namen der Funktion in der Operator-Spalte (linkes Feld) ein.
Oder verwenden Sie die Eingabehilfe, um die Funktion auszuwählen. (Wählen Sie im
Kontextmenü Bausteinaufruf einfügen.)
Wenn die Funktion über mehr als einen Eingang verfügt und die Eingabehilfe verwendet wird, wird die erforderliche Anzahl von Zeilen automatisch mit ???
in den Feldern rechts erstellt. Ersetzen Sie
???
durch den geeigneten Wert oder die Variable, die der Reihenfolge der Eingänge entspricht.
6 Fügen Sie eine neue Zeile ein, um das Ergebnis der Funktion in der entsprechenden Variable zu speichern: geben Sie ST-Anweisungen in der Bedienspalte (linkes Feld) und den Variablennamen auf der rechten Seite ein.
Die Funktionen IsFirstMastCycle (ohne Eingangsparameter) und SetRTCDrift (mit
Eingangsparametern) werden im Folgenden grafisch dargestellt:
Funktion ohne Eingangsparameter:
IsFirstMastCycle
Grafische Darstellung
EIO0000004185 09/2020
53
Darstellung von Funktionen und Funktionsbausteinen
Funktion mit Eingangsparametern:
SetRTCDrift
Grafische Darstellung
In der AWL-Sprache wird der Funktionsname direkt in der Operator-Spalte verwendet:
Funktion
Beispiel einer Funktion ohne
Eingangsparameter in der AWL-Sprache:
IsFirstMastCycle
Darstellung im POU-Editor in AWL
Beispiel einer Funktion mit Eingangsparametern in der AWL-Sprache:
SetRTCDrift
54
EIO0000004185 09/2020
Darstellung von Funktionen und Funktionsbausteinen
Verwenden eines Funktionsbausteins in der AWL-Sprache
Im Folgenden wird das Einfügen eines Funktionsbausteins in der AWL-Sprache beschrieben:
4
5
Schritt Aktion
1 Erstellen Sie eine neue POU in der AWL-Sprache.
HINWEIS: Die Vorgehensweise zum Erstellen einer POU wird hier nicht erläutert. Weitere
Informationen finden Sie unter Hinzufügen und Aufrufen von POUs (siehe EcoStruxure Machine
Expert, Programming Guide) .
2
3
Erstellen Sie die Variablen, die für den Funktionsbaustein erforderlich sind, einschließlich des
Instanznamens.
Funktionsbausteine werden mithilfe einer CAL -Anweisung aufgerufen:
Verwenden Sie die Eingabehilfe, um den FB auszuwählen. (Klicken Sie mit der rechten
Maustaste, und wählen Sie im Kontextmenü Bausteinaufruf einfügen aus.)
Die CAL -Anweisung und der entsprechende E/A werden erstellt.
Jeder Parameter (E/A) ist eine Anweisung:
Werte für Eingänge werden mit " := " festgelegt.
Werte für Ausgänge werden mit " => " festgelegt.
Ersetzen Sie im rechten CAL -Feld die ???
durch den Instanznamen.
Ersetzen Sie weitere ???
durch eine geeignete Variable oder einen direkten Wert.
Der grafisch dargestellte Funktionsbaustein TON dient in diesem Beispiel zur Veranschaulichung:
Funktionsbaustein
TON
Grafische Darstellung mmp
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Darstellung von Funktionen und Funktionsbausteinen
In der AWL-Sprache wird der Name des Funktionsbausteins direkt in der Operator-Spalte verwendet:
Funktionsbaustein
TON
Darstellung im POU-Editor in AWL
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Darstellung von Funktionen und Funktionsbausteinen
Verwendung einer Funktion oder eines Funktionsbausteins in der Sprache ST
Allgemeines
In diesem Teil wird die Implementierung einer Funktion oder eines Funktionsbausteins in der ST-
Sprache erläutert.
Dabei werden die Funktion SetRTCDrift und der Funktionsbaustein TON als Beispiele verwendet.
Verwenden einer Funktion in der ST-Sprache
Im Folgenden wird das Einfügen einer Funktion in der ST-Sprache beschrieben:
2
3
Schritt
1
Aktion
Erstellen Sie eine neue POU in der ST-Sprache.
HINWEIS: Die Vorgehensweise zum Erstellen einer POU wird hier nicht erläutert. Weitere
Informationen finden Sie unter Hinzufügen und Aufrufen von POUs (siehe EcoStruxure Machine
Expert, Programming Guide) .
Erstellen Sie die Variablen, die für die Funktion erforderlich sind.
Verwenden Sie im POU-ST-Editor die allgemeine Syntax zur Darstellung einer Funktion in der ST-
Sprache. Die allgemeine Syntax lautet:
Funktionsergebnis:= Funktionsname(VarEingang1, VarEingang2,..
VarEingangx);
Zur Veranschaulichung dieses Verfahrens betrachten wir die grafisch dargestellte Funktion
SetRTCDrift :
Funktion
SetRTCDrift
Grafische Darstellung
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Darstellung von Funktionen und Funktionsbausteinen
In der ST-Sprache wird diese Funktion folgendermaßen dargestellt:
Funktion
SetRTCDrift
Darstellung im POU-Editor in der ST-Sprache
PROGRAM MyProgram_ST
VAR myDrift: SINT(-29..29) := 5; myDay: DAY_OF_WEEK := SUNDAY; myHour: HOUR := 12; myMinute: MINUTE; myRTCAdjust: RTCDRIFT_ERROR;
END_VAR myRTCAdjust:= SetRTCDrift(myDrift, myDay, myHour, myMinute);
Verwenden eines Funktionsbausteins in der ST-Sprache
Im Folgenden wird das Einfügen eines Funktionsbausteins in der ST-Sprache beschrieben:
Schritt Aktion
1 Erstellen Sie eine neue POU in der ST-Sprache.
HINWEIS: Die Vorgehensweise zum Erstellen einer POU wird hier nicht erläutert.
Weitere Informationen finden Sie unter Hinzufügen und Aufrufen von POUs
(siehe EcoStruxure Machine Expert, Programming Guide) .
2
3
Erstellen Sie die Eingangs- und Ausgangsvariablen und die Instanzen, die für den
Funktionsbaustein erforderlich sind:
Die Eingangsvariablen sind die für den Funktionsbaustein erforderlichen
Eingangsparameter.
Die Ausgangsvariablen erhalten den vom Funktionsbaustein zurückgegebenen
Wert.
Verwenden Sie im POU-ST-Editor die allgemeine Syntax zur Darstellung eines
Funktionsbausteins in der ST-Sprache. Die allgemeine Syntax lautet:
Funktionsbaustein_Instanzname(Eingang1:=VarEingang1,
Eingang2:=VarEingang2,... Ausgang1=>VarAusgang1,
Ausgang2=>VarAusgang2,...);
Der gradisch dargestellte Funktionsbaustein TON dient in diesem Beispiel der Veranschaulichung des Verfahrens:
Funktionsbaustein Grafische Darstellung
TON
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Darstellung von Funktionen und Funktionsbausteinen
Die folgende Tabelle zeigt Beispiele für den Aufruf eines Funktionsbausteins in der ST-Sprache:
Funktionsbaustein
TON
Darstellung im POU-Editor in der ST-Sprache
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Darstellung von Funktionen und Funktionsbausteinen
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EIO0000004185 09/2020
Modicon LMC058 Motion Controller
Datentypen
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Datentypen
Anhang C
Datentypen
EXPERT_ERR_TYPE: Typ der Fehlervariable für einen Expertenfunktionsbaustein
Beschreibung des Enumerationstyps
Die nachtstehende Tabelle enthält die Werte für den Enumerationsdatentyp "ENUM":
Enumerator
EXPERT_NO_ERROR
EXPERT_UNKNOWN
Wert Beschreibung
00 hex Kein Fehler erkannt.
01 hex Die Referenz "EXPERT" ist ungültig oder nicht konfiguriert.
EXPERT_UNKNOWN_PARAMETER
EXPERT_INVALID_PARAMETER
02 hex Die Parameterreferenz ist ungültig.
03 hex Der Parameterwert ist ungültig.
EXPERT_COM_ERROR 04 hex Im EXPERT-Modul ist ein
Kommmunikationsfehler aufgetreten.
EXPERT_CAPTURE_NOT_CONFIGURED 05 hex Die Erfassung wurde nicht konfiguriert.
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Datentypen
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Modicon LMC058 Motion Controller
Glossar
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Glossar
A
Anwendung
Programm mit Konfigurationsdaten, Symbolen und Dokumentation.
B
Byte
In einem 8-Bit-Format codierter Typ. Gültiger Wertebereich: 00 hex bis FF hex.
C
CFC
(
Continuous Function Chart
) Grafische Programmiersprache (Erweiterung des Standards IEC
61131-3) auf der Grundlage der FBD-Sprache (Funktionsbausteindiagramm), die wie ein
Flussdiagramm aufgebaut ist. Grafische Elemente werden allerdings, sofern möglich, ohne die
Verwendung von Netzwerken frei positioniert, sodass Rückkopplungsschleifen möglich sind. Bei jedem Baustein befinden sich die Eingänge links und die Ausgänge rechts. Sie können die
Bausteinausgänge mit den Eingängen anderer Bausteine verbinden, um komplexe Ausdrücke zu erstellen.
CPDM
(
Controller Power Distribution Module: SPS-Stromverteilermodul
teilung für die lokale Konfiguration.
) Verbindungspunkt zwischen der
Steuerung und den externen 24-VDC-Spannungsversorgungen und Anfangspunkt der Stromver -
E
E/A
(
Eingang/Ausgang
)
F
FB
(
Function Block: Funktionsbaustein
) Nützlicher Programmiermechanismus, der eine Gruppe von
Programmieranweisungen zur Durchführung eines spezifischen und normierten Vorgangs konsolidiert, z. B. Drehzahlregelung, Intervallkontrolle oder Zählen. Ein Funktionsbaustein kann
Konfigurationsdaten, eine Gruppe interner oder externer Betriebsparameter und in der Regel 1 oder mehrere Dateneingänge und -ausgänge umfassen.
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Glossar
Funktion
Programmiereinheit, die über 1 Eingang verfügt und 1 unmittelbares Ergebnis zurückgibt. Im
Gegensatz zu FBs jedoch wird eine Funktion direkt über ihren Namen (und nicht über eine Instanz) aufgerufen, weist zwischen zwei Aufrufen keinen persistenten Status auf und kann als Operand in anderen Programmierausdrücken verwendet werden.
Beispiele: Boolesche Operatoren (AND), Berechnungen, Konvertierungen (BYTE_TO_INT).
Funktionsbausteindiagramm (Programmiersprache)
Eine von 5 Sprachen für die Logik oder Steuerung, die von dem Standard IEC 61131-3 für
Steuerungssysteme unterstützt wird. Es handelt sich hierbei um eine grafisch orientierte
Programmiersprache. Sie arbeitet mit einer Liste von Netzwerken, wobei jedes Netzwerk eine grafische Struktur von Feldern und Verbindungslinien enthält, die entweder einen logischen oder einen arithmetischen Ausdruck, den Aufruf eines Funktionsbausteins, einen Sprung oder einen
Rückkehrbefehl darstellen.
G
Geber
Gerät zur Längen- oder Winkelmessung (lineare oder Drehgeber).
H
HSC
High Speed Counter: Hochgeschwindigkeitszähler
Eine Funktion, die Impulse an der Steuerung oder an Erweiterungsmoduleingängen zählt.
I
IEC 61131-3
Teil 3 eines 3-teiligen IEC-Standards für industrielle Automatisierungsanlagen. IEC 61131-3 befasst sich mit den Programmiersprachen für Steuerungen und definiert 2 grafische und 2 textbasierte Programmiersprachenstandards. Grafische Programmiersprachen: Kontaktplan
(KOP oder LD: Ladder) und Funktionsbausteindiagramm (FBD oder Function Block Diagram).
Textbasierte Programmiersprachen: Strukturierter Text (ST) und Anweisungsliste (AWL oder IL:
Instruction List).
IL
(
Instruction List: Anweisungsliste (AWL)
) Ein in Anweisungsliste geschriebenes Programm besteht aus einer Abfolge textbasierter Anweisungen, die von der Steuerung der Reihe nach ausgeführt werden. Jede Anweisung besteht aus einer Zeilennummer, einem Anweisungscode und einem
Operanden (siehe IEC 61131-3).
INT
(
Integer: Ganzzahl
) Über 16 Bits codierte Ganzzahl.
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Glossar
L
LD
(
Ladder Diagramm: Kontaktplan (KOP)
) Grafische Darstellung der Anweisungen eines
Steuerungsprogramms mit Symbolen für Kontakte, Spulen und Bausteine in einer Abfolge von
Programmbausteinen, die von der Steuerung der Reihe nach ausgeführt werden (siehe
IEC 61131-3).
N
Netzwerk
Ein Netzwerk umfasst miteinander verbundene Geräte, die einen gemeinsamen Datenpfad und dasselbe Protokoll zur Kommunikation verwenden.
P
POU
(
Program Organization Unit: Programmierorganisationseinheit
) Variablendeklaration im Quellcode und der entsprechende Anweisungssatz. POUs ermöglichen die modulare Wiederverwendung von Softwareprogrammen, Funktionen und Funktionsbausteinen. Sobald POUs deklariert sind, stehen sie sich gegenseitig zur Verfügung.
PWM
(
Pulse Width Modulation: Impulsbreitenmodulation
) Schneller Ausgang, der innerhalb eines anpassbaren Arbeitszyklus zwischen dem Aus- und Ein-Zustand pendelt und dabei eine
Rechteckschwingung erzeugt (obwohl Sie ihn zur Erzeugung eines Rechtecksignals einstellen können).
R
Reflexausgang
Zu den HSC-Ausgängen gehören u. a. auch Reflexausgänge. Diese Ausgänge sind einem
Schwellenwert zugeordnet, der mit dem Zählerwert in Übereinstimmung mit der HSC-
Konfiguration verglichen wird. Reflexausgänge schalten je nach konfigurierter Beziehung zum
Schwellenwert entweder in den Ein- oder Aus-Zustand.
RUN
Befehl, der die Steuerung zur Abfrage des Anwendungsprogramms, zum Lesen der physischen
Eingänge und zum Schreiben der physischen Ausgänge in Übereinstimmung mit der Auflösung der Programmlogik auffordert.
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Glossar
S
ST
(
Structured Text: Strukturierter Text
IEC 61131-3-kompatibel.
) Programmiersprache, die komplexe und verschachtelte
Anweisungen umfasst (z. B. Iterationsschleifen, bedingte Ausführungen oder Funktionen). ST ist
Steuerung
Ermöglicht die Automatisierung industrieller Prozesse (auch als speicherprogrammierbare
Steuerung oder SPS bezeichnet).
Steuerungsnetzwerk
Ein Netzwerk mit Logic Controllern, SCADA-Systemen, PCs, HMI, Switches usw.
Es werden zwei Arten von Topologien unterstützt:
Flach: Alle Module und Geräte in diesem Netzwerk gehören demselben Teilnetz an.
2-stufig: Das Netzwerk ist in ein Betriebsnetzwerk und ein Steuerungsnetzwerk unterteilt.
Diese beiden Netzwerke sind zwar physisch voneinander unabhängig, in der Regel jedoch über ein Routing-Gerät miteinander verbunden.
STOP
Befehl, der bewirkt, dass die Steuerung die Ausführung eines Anwendungsprogramms stoppt.
T
Task
Gruppe von Sections und Unterprogrammen, die zyklisch oder periodisch (MAST-Task) bzw. periodisch (FAST-Task) ausgeführt werden.
Eine Task besitzt eine bestimmte Prioritätsstufe und ist den Eingängen und Ausgängen der
Steuerung zugeordnet. Diese E/A werden in Abhängigkeit von der Task aktualisiert.
Eine Steuerung kann über mehrere Tasks verfügen.
V
Variable
Speichereinheit, die von einem Programm adressiert und geändert werden kann.
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Modicon LMC058 Motion Controller
Index
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Index
D
Datentypen
EXPERT_ERR_TYPE,
61
E
EXPERT_ERR_TYPE
Datentypen,
61
F
Fehlerbehandlung
Error,
49
49
FrequencyGenerator_LMC058
Steuern eines Rechteckwellensignals,
Frequenzgenerator
26
38
39
43
26
52
41
Programmieren,
Funktionen
Synchronisierung,
Unterschiede zwischen einer Funktion und einem Funktionsbaustein,
Verwenden einer Funktion oder eines
Funktionsbausteins in der Sprache AWL,
53
Verwendung einer Funktion oder eines
Funktionsbausteins in der Sprache ST,
Funktionsbausteine
FrequencyGenerator_LMC058,
32
41
57
I
Impulsbreitenmodulation
28
30
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P
Programmieren
PWM,
34
PWM
Programmieren,
32
32
34
PWM_LMC258
Steuern eines Impulsbreitenmodulations signals,
V
Verwaltung der Statusvariablen
Busy,
Done,
Error,
49
49
49
49
49
49
Z
Zweckbestimmte Funktionen,
48
67
Index
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