Standalone-EAS-Proxy. Sophos Mobile
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Sophos Mobile
5 Standalone-EAS-Proxy
Sie können einen EAS-Proxy einrichten, um den Zugriff Ihrer verwalteten Geräte auf einen E-Mail-
Server zu steuern. Der E-Mail-Datenverkehr Ihrer verwalteten Geräte wird über diesen Proxy-Server geleitet. Sie können den E-Mail-Zugriff für bestimmte Geräte blockieren, zum Beispiel für Geräte, die gegen Compliance-Regeln verstoßen.
Auf den Geräten muss der EAS-Proxy als E-Mail-Server für eingehende und ausgehende E-Mails konfiguriert werden. Der EAS-Proxy leitet den Datenverkehr nur dann an den eigentlichen E-Mail-
Server weiter, wenn das Gerät in Sophos Mobile registriert ist und die relevanten Richtlinien erfüllt sind. Hierdurch wird eine erhöhte Sicherheit gewährleistet. Der E-Mail-Server muss nicht aus dem
Internet erreichbar sein und nur autorisierte Geräte können auf ihn zugreifen. Autorisierte Geräte sind solche Geräte, die korrekt konfiguriert sind, das heißt, bei denen zum Beispiel bestimmte
Kennwortrichtlinien eingehalten werden. Außerdem können Sie den EAS-Proxy so konfigurieren, dass der Zugriff von bestimmten Geräten gesperrt wird.
Es gibt zwei Arten von EAS-Proxy:
• Einen internen EAS-Proxy, der automatisch zusammen mit Sophos Mobile installiert wird. Dieser unterstützt eingehenden ActiveSync-Datenverkehr, wie er von Microsoft Exchange und IBM
Notes Traveler für iOS- und Samsung-Knox-Geräte verwendet wird.
• Einen Standalone-EAS-Proxy, der separat heruntergeladen und installiert werden kann. Dieser kommuniziert mit dem Sophos Mobile Server über eine HTTPS-Web-Schnittstelle.
Hinweis
Aus Gründen der Leistungsfähigkeit empfehlen wir Ihnen, den Standalone-EAS-Proxy anstelle des internen Proxy zu verwenden, wenn der E-Mail-Datenverkehr für mehr als 500 Client-Geräte verwaltet werden muss.
Hinweis
Da macOS nicht das ActiveSync-Protokoll unterstützt, können Sie sowohl den internen als auch den Standalone-EAS-Proxy nicht verwenden, um E-Mail-Datenverkehr von Macs zu filtern.
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Funktionen
Der Standalone-EAS-Proxy hat im Vergleich zur internen Version zusätzliche Eigenschaften:
• Unterstützung von IBM Notes Traveler für Nicht-iOS-Geräte (zum Beispiel für Android-Geräte).
Der Traveler-Client auf diesen Geräten verwendet ein anderes Protokoll als ActiveSync, das von dem internen EAS-Proxy nicht unterstützt wird.
• Unterstützung mehrerer E-Mail-Server von Microsoft Exchange oder IBM Notes Traveler. Sie können für jeden E-Mail-Server eine eigene EAS-Proxy-Instanz einrichten.
• Unterstützung von Lastverteilung. Sie können Instanzen von Standalone-EAS-Proxys auf mehreren Rechnern einrichten und mit Hilfe eines Load Balancers die Client-Anforderungen auf diese Instanzen verteilen.
• Unterstützung einer zertifikatbasierten Client-Authentifizierung. Sie können ein Zertifikat einer
Zertifizierungsstelle (CA) auswählen, von dem die Client-Zertifikate abgeleitet sein müssen.
• Unterstützung einer PowerShell-basierten E-Mail-Zugriffssteuerung. In diesem Modus kommuniziert der EAS-Proxy-Dienst über PowerShell mit dem E-Mail-Server, um den E-Mail-
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Zugriff Ihrer verwalteten Geräte zu steuern. Der E-Mail-Datenverkehr erfolgt direkt zwischen den
Geräten und dem E-Mail-Server und wird nicht über einen Proxy-Server geleitet. Siehe E-Mail-
Zugriffssteuerung über PowerShell einrichten (Seite 15).
Hinweis
Bei Nicht-iOS-Geräten sind die Filtermöglichkeiten des Standalone-EAS-Proxy aufgrund der Gegebenheiten des von IBM Notes Traveler verwendeten Protokolls eingeschränkt.
Traveler-Clients auf Nicht-iOS-Geräten senden nicht bei jeder Anforderung die Geräte-ID mit.
Anforderungen ohne Geräte-ID werden trotzdem an den Traveler-Server weitergeleitet, auch wenn der EAS-Proxy nicht überprüfen kann, ob das Gerät legitimiert ist.
5.1 Anwendungsszenarien für den Standalone-
EAS-Proxy
Hinweis
Zusätzlich zu den Informationen in diesem Abschnitt finden Sie im Dokument Sophos Mobile
Serverbereitstellungs-Anleitung (englisch) schematische Darstellungen zur Integration des
Standalone-EAS-Proxy in Ihr Firmennetzwerk. Wir empfehlen Ihnen, diese Informationen zu lesen, bevor Sie die Installation und Bereitstellung des Standalone-EAS-Proxy ausführen.
In folgenden Szenarien sollte ein Standalone-EAS-Proxy eingesetzt werden.
Sie verwenden IBM Notes Traveler (vormals IBM Lotus Notes Travel) für
Nicht-iOS-Geräte
Der interne EAS-Proxy ist für dieses Szenario nicht geeignet, da er nur das ActiveSync-Protokoll unterstützt. Dieses wird von Microsoft Exchange und von IBM Notes Traveler auf iOS-Geräten verwendet. IBM Notes Traveler auf Nicht-iOS-Geräten (zum Beispiel Android) verwendet ein anderes
Protokoll. Der Standalone-EAS-Proxy unterstützt dieses Protokoll.
Für Nicht-iOS-Geräte benötigen Sie eine spezielle Version des Lotus-Traveler-Clients. Diese
Version ist verfügbar in
<Traveler-Server>/servlet/traveler
oder im Traveler-
Installationsverzeichnis. Sie können die Funktionen App installieren und App deinstallieren von Sophos Mobile verwenden, um den Traveler-Client zu installieren und zu deinstallieren. Die
Konfiguration muss manuell erfolgen.
Sie wollen mehrere Backend-Server unterstützen
Mit dem Standalone-EAS-Proxy können Sie mehrere Instanzen von Backend-E-Mail-Systemen einrichten. Jede Instanz benötigt einen eigenen TCP-Eingangsport. Jeder Port kann sich mit einem unterschiedlichen Backend verbinden. Sie benötigen für jede EAS-Proxy-Instanz eine eigene URL.
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Sie möchten eine EAS-Lastverteilung einrichten
Sie können Instanzen von Standalone-EAS-Proxys auf mehreren Rechnern einrichten und mit Hilfe eines Load Balancers die Client-Anforderungen auf diese Instanzen verteilen.
Für dieses Szenario ist ein vorhandener HTTP Load Balancer erforderlich.
Sie wollen eine zertifikatbasierte Client-Authentifizierung verwenden
Für dieses Szenario ist eine vorhandene Public-Key-Infrastruktur (PKI) erforderlich. Der öffentliche
Teil des CA-Zertifikats muss im EAS-Proxy installiert werden.
Sie wollen mehr als 500 Geräte verwalten
Aus Gründen der Leistungsfähigkeit empfehlen wir Ihnen, den Standalone-EAS-Proxy anstelle des internen Proxy zu verwenden, wenn der E-Mail-Datenverkehr für mehr als 500 Client-Geräte verwaltet werden muss.
5.2 EAS-Proxy-Installationsprogramm herunterladen
1. Melden Sie sich an Sophos Mobile Admin als Superadministrator an.
2. Klicken Sie in der Menüleiste unter EINSTELLUNGEN auf Einrichtung > Systemeinstellungen und öffnen Sie anschließend die Registerkarte EAS-Proxy .
3. Klicken Sie unter Extern auf den Link zum Herunterladen des Installationsprogramms für den
EAS-Proxy.
Das Installationsprogramm wird auf Ihrem lokalen Computer gespeichert.
5.3 Standalone-EAS-Proxy installieren
Voraussetzung:
• Sophos Mobile wurde installiert und eingerichtet.
• Alle erforderlichen E-Mail-Server sind erreichbar. Das Installationsprogramm für den EAS-Proxy konfiguriert nur Verbindungen zu Servern, die erreichbar sind.
• Sie sind Administrator für den Computer, auf dem Sie den EAS-Proxy installieren.
Hinweis
Das Dokument Sophos Mobile Serverbereitstellungs-Anleitung (englisch) enthält
Schemadiagramme für die Integration des Standalone-EAS-Proxy in Ihr Firmennetzwerk. Wir empfehlen Ihnen, diese Informationen zu lesen, bevor Sie die Installation und Bereitstellung des
Standalone-EAS-Proxy ausführen.
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1. Führen Sie
Sophos Mobile EAS Proxy Setup.exe
aus, um den Sophos Mobile EAS Proxy -
Setup Wizard zu starten.
2. Prüfen Sie auf der Seite Choose Install Location den Zielordner und klicken Sie auf Install , um die Installation zu starten.
Nach Abschluss der Installation wird automatisch der Assistent Sophos Mobile EAS Proxy -
Configuration Wizard gestartet, der Sie durch die Konfigurationsschritte führt.
3. Geben Sie im Dialogfeld Sophos Mobile server configuration die URL des Sophos-Mobile-
Servers ein, mit dem sich der EAS-Proxy verbinden soll.
Sie sollten außerdem Use SSL for incoming connections (Clients to EAS Proxy) auswählen, um eine sichere Kommunikation zwischen den Clients und dem EAS-Proxy zu verwenden.
Optional können Sie Use client certificates for authentication auswählen, damit die Clients sich zusätzlich zu den EAS-Proxy-Anmeldeinformationen mit einem Zertifikat authentisieren müssen. Hierdurch wird die Kommunikation zusätzlich abgesichert.
Aktivieren Sie Allow all certificates , falls Ihr Sophos Mobile Server dem EAS-Proxy unterschiedliche Zertifikate präsentiert, zum Beispiel, weil es mehrere Server-Instanzen hinter einem Load Balancer gibt, die verschiedene Zertifikate verwenden. Wenn diese Option aktiviert ist, akzeptiert der EAS-Proxy beliebige Zertifikate vom Sophos Mobile Server.
Wichtig
Da durch die Option Allow all certificates die Sicherheit der Serverkommunikation herabgesetzt wird, empfehlen wir Ihnen, dies nur zu aktivieren, wenn es aufgrund Ihrer
Netzwerkumgebung unbedingt erforderlich ist.
4. Wenn Sie zuvor Use SSL for incoming connections (Clients to EAS Proxy) ausgewählt haben, wird die Seite Configure server certificate angezeigt. Auf dieser Seite erstellen oder importieren
Sie ein Zertifikat für die sichere HTTPS-Verbindung mit dem EAS-Proxy.
Hinweis
In Ihrer Sophos-Installation ist ein SSL-Zertifikat-Assistent enthalten, mit dem Sie Ihr
SSL/TLS-Zertifikat für den EAS-Proxy von Sophos Mobile anfordern können. Weitere
Informationen finden Sie in SSL/TLS-Zertifikat für Sophos Mobile anfordern (Seite 5).
• Wenn Sie noch kein vertrauenswürdiges Zertifikat besitzen, wählen Sie Create self-signed certificate aus.
• Wenn Sie ein vertrauenswürdiges Zertifikat besitzen, klicken Sie auf Import a certificate from a trusted issuer und wählen eine der folgenden Optionen aus der Liste aus:
— PKCS12 with certificate, private key and certificate chain (intermediate and CA)
— Separate files for certificate, private key, intermediate and CA certificate
5. Geben Sie auf der nächsten Seite die benötigten Zertifikatinformationen ein. Diese sind abhängig vom ausgewählten Zertifikattyp.
Hinweis
Im Falle eines selbstsignierten Zertifikats müssen Sie einen Server angeben, der von den
Client-Geräten erreichbar ist.
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6. Wenn Sie zuvor Use client certificates for authentication ausgewählt haben, wird die Seite
SMC client authentication configuration angezeigt. Auf dieser Seite wählen Sie ein Zertifikat einer Zertifizierungsstelle (CA) aus, von dem die Client-Zertifikate abgeleitet sein müssen.
Wenn sich ein Client verbindet, prüft der EAS-Proxy, ob das Client-Zertifikat von der hier angegebenen CA abgeleitet ist.
7. Auf der Seite EAS Proxy instance setup konfigurieren Sie eine oder mehrere EAS-Proxy-
Instanzen.
• Instance type : Wählen Sie EAS proxy aus.
• Instance name : Ein Name, um die Instanz zu identifizieren.
• Server port : Der Port des EAS-Proxy für eingehende E-Mails. Wenn Sie mehr als eine Proxy-
Instanz einrichten, müssen alle Instanzen unterschiedliche Ports verwenden.
• Require client certificate authentication : E-Mail-Clients müssen sich für die Verbindung mit dem EAS-Proxy authentisieren.
• ActiveSync server : Name oder IP-Adresse der Instanz von Exchange ActiveSync Server, mit der sich die Proxy-Instanz verbindet.
• SSL : Die Kommunikation zwischen der Proxy-Instanz und Exchange ActiveSync Server wird mit SSL oder TLS gesichert (je nachdem, was der Server unterstützt).
• Allow EWS subscription requests from Secure Email : Wählen Sie diese Option aus, um der iOS-App Sophos Secure Email zu erlauben, mittels EWS (Exchange Web Services) eine
Anforderung für Push-Benachrichtigungen zu stellen. Mit Push-Benachrichtigungen wird das
Gerät informiert, dass Nachrichten für Secure Email vorliegen.
Hinweis
Standardmäßig blockiert der EAS-Proxy aus Sicherheitsgründen alle an die EWS-
Schnittstelle des Exchange-Servers gerichteten Anforderungen. Wenn Sie dieses
Kontrollkästchen auswählen, sind Benachrichtigungsanforderungen erlaubt. Sonstige
Anforderungen werden weiterhin blockiert.
• Enable Traveler client access : Aktivieren Sie dieses Kontrollkästchen nur, wenn Sie den
Zugriff von Nicht-iOS-Geräten mit IBM Notes Traveler zulassen müssen.
8. Nachdem Sie die Instanzdetails eingegeben haben, klicken Sie auf Add , um die Instanz zu der
Liste Instances hinzuzufügen.
Das Installationsprogramm erstellt für jede Proxy-Instanz ein Zertifikat, das Sie auf den Sophos Mobile Server hochladen müssen. Wenn Sie auf Add klicken, wird in einem
Benachrichtigungsfenster erläutert, wie das Zertifikat hochgeladen wird.
9. Klicken Sie in dem Benachrichtigungsfenster auf OK .
In einem Dialogfeld wird Ihnen der Ordner angezeigt, in dem das Zertifikat erstellt wurde.
Hinweis
Sie können dieses Dialogfeld auch öffnen, indem Sie auf der Seite EAS Proxy instance setup die jeweilige Instanz auswählen und auf den Link Export config and upload to Sophos
Mobile server klicken.
10. Notieren Sie sich den Ordner, in dem das Zertifikat liegt. Sie benötigen diese Information, wenn
Sie das Zertifikat zu Sophos Mobile hochladen.
11. Optional: Klicken Sie erneut auf Add , um weitere EAS-Proxy-Instanzen zu konfigurieren.
12. Nachdem Sie alle benötigten EAS-Proxy-Instanzen konfiguriert haben, klicken Sie auf Next .
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Die eingegebenen Serverports werden geprüft und es werden Eingangsregeln für die Windows-
Firewall konfiguriert.
13. Auf der Seite Allowed mail user agents können Sie Mail User Agents (d.h. E-Mail-
Clientprogramme) angeben, die sich mit dem EAS-Proxy verbinden dürfen. Wenn sich ein
Client mit einem nicht aufgeführten E-Mail-Programm mit dem EAS-Proxy verbindet, wird die
Anforderung abgewiesen.
• Wählen Sie Allow all mail user agents aus, um keine Einschränkungen zu konfigurieren.
• Wählen Sie Only allow the specified mail user agents aus und wählen Sie anschließend einen Mail User Agent aus der Liste aus. Klicken Sie auf Add , um den Mail User Agent zu der
Liste hinzuzufügen. Wiederholen Sie diese Schritte für alle Mail User Agents, die sich mit dem
EAS-Proxy verbinden dürfen.
14. Klicken Sie auf der Seite Sophos Mobile EAS Proxy - Configuration Wizard finished auf Finish , um den Konfigurations-Assistenten zu schließen und zum Setup-Assistenzen zurückzukehren.
15. Stellen Sie im Setup-Assistenten sicher, dass das Kontrollkästchen Start Sophos Mobile EAS
Proxy server now ausgewählt ist. Klicken Sie anschließend auf Finish , um die Konfiguration abzuschließen und den Sophos Mobile EAS-Proxy erstmalig zu starten.
Um die Konfiguration des EAS-Proxy abzuschließen, laden Sie die für die einzelnen Proxy-Instanzen erstellten Zertifikate zu Sophos Mobile hoch:
16. Melden Sie sich an Sophos Mobile Admin als Superadministrator an.
17. Klicken Sie unter Extern auf Datei hochladen . Laden Sie das Zertifikat hoch, das der
Einrichtungs-Assistent für die PowerShell-Verbindung erstellt hat.
Falls Sie mehrere Instanzen eingerichtet haben, wiederholen Sie den Vorgang für alle Instanzen.
18. Klicken Sie auf Speichern .
19. Öffnen Sie in Windows das Dialogfeld Dienste und starten Sie den Dienst EASProxy neu.
Damit ist die erstmalige Einrichtung des Standalone-EAS-Proxy abgeschlossen.
Hinweis
Die Log-Einträge für den EAS-Proxy werden täglich in eine neue Datei
EASProxy.log.yyyymm-dd
verschoben. Diese täglichen Log-Dateien werden nicht automatisch gelöscht. Dadurch können sich mit der Zeit Speicherplatzprobleme ergeben. Wir empfehlen Ihnen, die Log-Dateien automatisiert in einen Datensicherungsbereich zu verschieben.
5.4 E-Mail-Zugriffssteuerung über PowerShell einrichten
Sie können eine PowerShell-Verbindung zu einem Exchange- oder einem Office-365-Server einrichten. Der EAS-Proxy-Dienst kommuniziert dann über PowerShell mit dem E-Mail-Server, um den E-Mail-Zugriff Ihrer verwalteten Geräte zu steuern. Der E-Mail-Datenverkehr erfolgt direkt zwischen den Geräten und dem E-Mail-Server. Es erfolgt keine Umleitung über einen Proxy-Server.
Hinweis
Eine schematische Darstellung der PowerShell-Kommunikation finden Sie im Dokument
Sophos Mobile Serverbereitstellungs-Anleitung (englisch) .
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Hinweis
Da macOS nicht das ActiveSync-Protokoll unterstützt, können Sie den E-Mail-Zugriff von Macs nicht mit PowerShell kontrollieren.
Das PowerShell-Szenario hat folgende Vorteile:
• Die Geräte kommunizieren direkt mit dem Exchange-Server.
• Sie müssen auf Ihrem Server keinen Port für eingehende E-Mails von Ihren verwalteten Geräten
öffnen.
Es werden folgende E-Mail-Server unterstützt:
• Exchange Server 2013
• Exchange Server 2016
• Office 365 mit einem Plan „Exchange Online“
So richten Sie PowerShell ein:
1. Konfigurieren Sie PowerShell.
2. Erstellen Sie auf dem Exchange-Server oder in Office 365 ein Dienstkonto. Dieses Konto wird von
Sophos Mobile verwendet, um PowerShell-Befehle auszuführen.
3. Richten Sie eine oder mehrere PowerShell-Verbindungsinstanzen zu Exchange oder Office 365 ein.
4. Laden Sie die Zertifikate der Instanzen zu Sophos Mobile hoch.
PowerShell konfigurieren
1. Öffnen Sie auf dem Computer, auf dem Sie den EAS-Proxy installieren werden, als Administrator
Windows PowerShell und geben Sie folgendes ein:
PS C:\Windows\system32> Set-ExecutionPolicy RemoteSigned
Hinweis
Falls PowerShell nicht verfügbar ist, installieren Sie es wie im Microsoft-Artikel Installieren von Windows PowerShell (externer Link) beschrieben.
2. Wenn Sie eine Verbindung zu einem lokalen Exchange-Server einrichten wollen, öffnen Sie auf diesem Computer als Administrator Windows PowerShell und geben Sie den gleichen Befehl wie zuvor ein:
PS C:\Windows\system32> Set-ExecutionPolicy RemoteSigned
Hinweis
Für Office 365 ist dieser Schritt nicht erforderlich.
Dienstkonto erstellen
3. Melden Sie sich an der jeweiligen Administratorkonsole an:
• Für Exchange Server 2013/2016: Exchange Admin Center
• Für Office 365: Office 365 Admin Center
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4. Erstellen Sie ein Benutzerkonto. Dieses Konto wird von Sophos Mobile als Dienstkonto verwendet, um PowerShell-Befehle auszuführen.
• Verwenden Sie einen Namen, der diesen Verwendungszweck kennzeichnet, zum Beispiel smc_powershell
.
• Deaktivieren Sie für dieses Konto die Einstellung, dass der Benutzer bei der nächsten
Anmeldung das Kennwort ändern muss.
• Entfernen Sie alle Office-365-Lizenzen, die dem neuen Konto automatisch zugewiesen worden sind. Dienstkonten benötigen keine Lizenzen.
5. Erstellen Sie eine neue Rollengruppe und weisen Sie dieser die erforderlichen Berechtigungen zu.
• Nennen Sie die Rollengruppe zum Beispiel smc_powershell
.
• Fügen Sie die Rollen Mail Recipients und Organization Client Access hinzu.
• Fügen Sie das Dienstkonto der Gruppe als Mitglied hinzu.
PowerShell-Verbindungen einrichten
6. Verwenden Sie den Einrichtungs-Assistenten so, als wollten Sie einen Standalone-EAS-Proxy einrichten. Konfigurieren Sie im Schritt EAS Proxy instance setup folgende Einstellungen:
• Instance type : Wählen Sie PowerShell Exchange/Office 365 aus.
• Instance name : Ein Name, um die Instanz zu identifizieren.
• Exchange server : Name oder IP-Adresse des Exchange-Servers (für einen lokalen
Exchange-Server) oder outlook.office365.com
(für Office 365). Geben Sie den Wert ohne https://
am Anfang und
/powershell
am Ende ein. Diese Bestandteile werden automatisch ergänzt.
• Allow all certificates : Das vom Exchange-Server präsentierte Zertifikat wird nicht verifiziert.
Verwenden Sie diese Einstellung zum Beispiel, wenn auf Ihrem Exchange-Server ein selbstsigniertes Zertifikat installiert ist. Da durch die Option Allow all certificates die
Sicherheit der Serverkommunikation herabgesetzt wird, empfehlen wir Ihnen, dies nur zu aktivieren, wenn es aufgrund Ihrer Netzwerkumgebung unbedingt erforderlich ist.
• Allow EWS subscription requests from Secure Email : Wählen Sie diese Option aus, um der iOS-App Sophos Secure Email zu erlauben, mittels EWS (Exchange Web Services) eine
Anforderung für Push-Benachrichtigungen zu stellen. Mit Push-Benachrichtigungen wird das
Gerät informiert, dass Nachrichten für Secure Email vorliegen.
Hinweis
Standardmäßig blockiert der EAS-Proxy aus Sicherheitsgründen alle an die EWS-
Schnittstelle des Exchange-Servers gerichteten Anforderungen. Wenn Sie dieses
Kontrollkästchen auswählen, sind Benachrichtigungsanforderungen erlaubt. Sonstige
Anforderungen werden weiterhin blockiert.
• Service account : Der Name des Benutzerkontos, das Sie in der Administratorkonsole von
Exchange oder Office 365 erstellt haben.
• Password : Das Kennwort für das Benutzerkonto.
7. Klicken Sie auf Add , um die Instanz zu der Liste Instances hinzuzufügen.
8.
Optional: Wiederholen Sie die vorherigen Schritte, um PowerShell-Verbindungen zu weiteren
Exchange- oder Office-365-Servern einzurichten.
9. Führen Sie die weiteren Schritte des Einrichtungs-Assistenten wie in
Standalone-EAS-Proxy installieren
(Seite 12) beschrieben aus.
Zertifikate hochladen
10. Melden Sie sich an Sophos Mobile Admin als Superadministrator an.
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11. Klicken Sie in der Menüleiste unter EINSTELLUNGEN auf Einrichtung > Systemeinstellungen und öffnen Sie anschließend die Registerkarte EAS-Proxy .
12. Optional: Wählen Sie unter Allgemein die Option Auf Sophos Secure Email beschränken aus, um den E-Mail-Zugriff auf die für Android und iOS verfügbare App Sophos Secure Email zu beschränken.
Dies verhindert, dass sich andere E-Mail-Apps mit Ihrem E-Mail-Server verbinden.
13. Klicken Sie unter Extern auf Datei hochladen . Laden Sie das Zertifikat hoch, das der
Einrichtungs-Assistent für die PowerShell-Verbindung erstellt hat.
Falls Sie mehrere Instanzen eingerichtet haben, wiederholen Sie den Vorgang für alle Instanzen.
14. Klicken Sie auf Speichern .
15. Öffnen Sie in Windows das Dialogfeld Dienste und starten Sie den Dienst EASProxy neu.
Damit ist die erstmalige Einrichtung der PowerShell-Verbindung abgeschlossen. Der E-Mail-
Datenverkehr zwischen einem verwalteten Gerät und den Exchange- oder Office-365-Servern wird blockiert, falls das Gerät gegen eine Compliance-Regel verstößt. Sie können ein einzelnes Gerät blockieren, indem Sie den E-Mail-Zugriffsmodus für dieses Gerät auf Sperren setzen.
Hinweis
Je nach der Konfiguration Ihren Exchange-Servers wird eine Hinweis-E-Mail an Geräte gesendet, deren E-Mail-Zugriff gesperrt ist.
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