Sophos 5.50 SafeGuard Enterprise Administrator-Hilfe
விளம்பரம்
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SafeGuard
®
Enterprise 5.50
Administrator-Hilfe
Stand: November 2010
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Inhalt
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
1 Das SafeGuard Management Center
Das SafeGuard Management Center ist das zentrale Instrument zur Durchführung aller administrativen Tätigkeiten. Es greift auf eine Datenbank zu, in der alle relevanten
Informationen gespeichert werden.
Mit datenbank-spezifischen Konfigurationen (Multi Tenancy) ermöglicht das SafeGuard
Management Center den Einsatz von SafeGuard Enterprise mit mehreren Datenbanken und
Domänen. Sie können verschiedene SafeGuard Enterprise Datenbanken verwalten und unterschiedliche Konfigurationen verwenden. Diese Konfigurationen können auch zur
Vereinfachung der Konfiguration in Dateien exportiert und aus Dateien importiert werden.
Das SafeGuard Management Center muss nicht notwendigerweise nur auf einem Computer installiert sein. Es kann auf jedem Rechner im Netzwerk installiert sein, von wo aus auf die
Datenbank zugegriffen werden kann.
Der Zugriff auf das SafeGuard Management Center ist nur privilegierten Benutzern - den
Sicherheitsbeauftragten - erlaubt. Es können mehrere Sicherheitsbeauftragte gleichzeitig mit den
Daten arbeiten.
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
1.1 Anmeldung an das SafeGuard Management Center
Bei der Installation und Konfiguration von SafeGuard Enterprise werden alle notwendigen
Konfigurationseinstellungen ausgeführt. Außerdem wird ein Konto für den Haupt-
Sicherheitsbeauftragten erstellt. Dieses Konto wird bei der ersten Anmeldung an das SafeGuard
Management Center benötigt. Um das Management Center zu starten, benötigt der Benutzer das
Kennwort für den Zertifikatsspeicher sowie den privaten Schlüssel des Zertifikats.
Weitere Informationen hierzu finden Sie im Installationshandbuch.
Die Anmeldung richtet sich danach, ob Sie das SafeGuard Management Center im Single
Tenancy Modus oder im Multi Tenancy Modus einsetzen.
1.1.1 Anmeldung im Single Tenancy Modus
1. Starten Sie das SafeGuard Management Center über das Start-Menü. Ein Anmeldedialog wird angezeigt.
2. Melden Sie sich als Haupt-Sicherheitsbeauftragter an und geben Sie das
Zertifikatsspeicherkennwort ein, das während der Konfiguration festgelegt wurde. Klicken Sie auf OK.
Hinweis: Wenn Sie ein falsches Kennwort eingeben, wird eine Fehlermeldung angezeigt und die nächste Anmeldung wird verzögert. Diese Verzögerung wird mit jedem fehlgeschlagenen
Anmeldeversuch größer. Nicht erfolgreiche Anmeldeversuche werden protokolliert.
Das SafeGuard Management Center wird geöffnet.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
1.1.2 Anmeldung im Multi Tenancy Modus
Wenn Sie mehrere Datenbanken konfiguriert haben (Multi Tenancy), erweitert sich der
Mit mehreren Datenbankonfigurationen arbeiten
1. Starten Sie das SafeGuard Management Center über den Produktordner des Start-Menüs. Der
Dialog Konfiguration auswählen wird angezeigt.
2. Wählen Sie die Datenbankkonfiguration, die Sie verwenden möchten, aus der Dropdownliste und klicken Sie auf OK. Die ausgewählte Datenbankkonfiguration wird mit dem Management
Center verbunden und wird aktiv.
3. Zur Authentisierung werden Sie dazu aufgefordert, den Sicherheitsbeauftragtennamen für diese Konfiguration auszuwählen und das entsprechende Zertifikatsspeicherkennwort einzugeben. Bestätigen Sie Ihre Angaben mit OK.
Das SafeGuard Management Center wird geöffnet und mit der ausgewählten
Datenbankkonfiguration verbunden.
Hinweis: Wenn Sie ein falsches Kennwort eingeben, wird eine Fehlermeldung angezeigt und die nächste Anmeldung wird verzögert. Diese Verzögerung wird mit jedem fehlgeschlagenen
Anmeldeversuch größer. Nicht erfolgreiche Anmeldeversuche werden protokolliert.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
2 Arbeitsschritte im Management Center
Für den produktiven Einsatz von SafeGuard Enterprise sind folgende Schritte notwendig, damit die unternehmensweiten Sicherheitsrichtlinien auf dem Endpoint-Computer durchgesetzt werden können:
Organisationsstruktur aufbauen oder importieren.
Zusätzliche Sicherheitsbeauftragte anlegen.
Erste (grundlegende) Richtlinien festlegen.
In die Datenbank speichern
Konfigurationen exportieren und importieren.
Alltagseinsatz
Nach der ersten Anmeldung lassen sich die Einstellungen beliebig erweitern. Die verschiedenen
Sicherheitsbeauftragten können entsprechend den ihnen zugewiesenen Rollen Tätigkeiten ausführen.
Nach dem Speichern der neuen Einstellungen in der Datenbank können diese an die Endpoint-
Computer übertragen werden, wo sie dann wirksam werden.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
2.1 Der Arbeitsbereich des Management Centers
Navigationsfenster
Symbolleiste zur Auswahl von Aktionen
Registerkarten zur Auswahl verschiedener Aufgaben bzw.
Anzeige von Informationen
Aktionsbereich
Anzeige abhängig von der Auswahl im Navigationsbereich
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Dazugehörige Ansichten können zur Verwaltung benötigte Elemente oder Information
über die derzeit bearbeiteten Objekte enthalten
Schaltflächen für alle administrativen Tätigkeiten
Navigationsbereich:
Im Navigationsbereich befinden sich Schaltflächen für alle administrativen Tätigkeiten:
Benutzer & Computer
Zum Importieren von Gruppen und Benutzern aus einem Active Directory, aus der Domäne oder von einem einzelnen Computer.
Richtlinien
Zum Erzeugen der Richtlinien.
Schlüssel & Zertifikate
Zum Verwalten der Schlüssel und Zertifikate.
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Token
Zur Verwaltung von Token und Smartcards.
Sicherheitsbeauftragte
Zum Anlegen neuer Sicherheitsbeauftragter und Definieren von Aktionen, für deren
Ausführung eine zusätzliche Autorisierung notwendig ist.
Berichte
Ermöglicht die Protokollierung aller sicherheitsrelevanten Ereignisse und deren Verwaltung.
Navigationsfenster
Abhängig davon, welche administrative Aufgabe über eine Schaltfläche gewählt wurde, werden im Navigationsfenster Objekte zur Bearbeitung angezeigt (Active Directory Objekte wie OUs,
Benutzer und Computer; Richtlinien usw.) bzw. können dort erstellt werden.
Aktionsbereich
Hier werden die Einstellungen für das im Navigationsfenster ausgewählte Objekt vorgenommen.
Im Aktionsbereich stehen verschiedene Registerkarten zur Verfügung mit deren Hilfe die Objekte bearbeitet und die Einstellungen vorgenommen werden können.
Informationen zu den ausgewählten Objekten werden ebenfalls im Aktionsbereich angezeigt.
Dazugehörige Ansichten (Associated Views):
In diesen Ansichten werden bei Bedarf zusätzliche Objekte und Informationen angezeigt. Diese geben einerseits nützliche Informationen bei der Verwaltung des Systems und unterstützen die einfache Bedienung. Zum Beispiel können Schlüssel über Drag & Drop Objekten zugewiesen werden.
Symbolleiste:
Hier befinden sich Symbole für die verschiedenen Aktionen im Management Center. Die
Symbole werden eingeblendet, wenn sie für das ausgewählte Objekt zur Verfügung stehen.
Nach der Anmeldung wird das Management Center immer mit der Ansicht gestartet, in der es geschlossen wurde.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
3 Aufbau der Organisationsstruktur
In SafeGuard Enterprise können Benutzer und Computer auch ohne den Import aus dem Active
Directory erfasst werden. Wenn keine bestehende Organisationsstruktur vorhanden ist, kann sie in SafeGuard Enterprise schnell aufgebaut und eine Struktur zum Verwalten von Richtlinien aufgesetzt werden. Auch die Zuweisung von Richtlinien und/oder Verschlüsselungsregeln an lokale Benutzer ist dadurch möglich.
Der Sicherheitsbeauftragte mit den entsprechenden Rechten kann sogenannte Arbeitsgruppen oder noch nicht importierte Domänen einrichten, um die automatisch registrierten Benutzer und
Computer zu verwalten.
Neue Benutzer/Computer, die sich an SafeGuard Enterprise anmelden, werden nach der ersten
Synchronisierung mit der Datenbank im SafeGuard Management Center unter ihren entsprechenden Containern angezeigt. Danach kann der SO sie genau wie jedes importierte
Objekt verwalten.
Das für diese Benutzer/Computer vorgesehene Verzeichnis .Automatisch registriert wird automatisch unterhalb des Stammverzeichnisses sowie unter jeder Domäne/Arbeitsgruppe erzeugt. Es kann nicht umbenannt oder verschoben werden. Objekte, die diesem Verzeichnis zugeordnet sind, können auch nicht manuell verschoben werden.
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
3.1 Sich als neuer Benutzer registrieren
Die Anmeldung eines neuen Benutzers erfolgt wie im Kapitel zur Power-on Authentication beschrieben (siehe
Die Power-on Authentication (POA)
auf Seite 200). Wenn sich ein neuer
Benutzer zum ersten Mal an SafeGuard Enterprise anmeldet, wird bei der ersten
Synchronisierung mit der Datenbank sein Status in der Datenbank geprüft und das neue Objekt entsprechend den Informationen in der Datenbank unter dem jeweiligen Container angezeigt.
Wenn noch keine neue Arbeitsgruppe oder Domäne angelegt wurde, werden Benutzer im
Verzeichnis .Automatisch registriert des Stammverzeichnisses angelegt. Wenn bereits eine
Domäne angelegt wurde, der Benutzer/Computer aber noch nicht importiert wurde, werden sie im Verzeichnis .Automatisch registriert der Domäne hinzugefügt.
Hinweis: Lokale Benutzer können sich nicht mit einem leeren Kennwort an SafeGuard
Enterprise anmelden. Wenn sich lokale Benutzer mit leerem Kennwort an SafeGuard Enterprise anmelden, bleiben sie Gäste und werden nicht in der Datenbank gespeichert.
Wenn für diese Benutzer zudem noch Windows Autologin aktiviert ist, wird die Anmeldung abgebrochen. Für die erfolgreiche Anmeldung an SafeGuard Enterprise muss in diesem Fall ein neues Kennwort vergeben werden und das Autologin für Windows in der Registry des Benutzer-
Computers deaktiviert werden.
Anzeige im Management Center Anmelde-
Informationen zu lokalem Objekt
Lokaler Benutzer
Status in der Datenbank
Lokaler Benutzer nicht bekannt
Lokaler Benutzer,
Computer +
Domäne
Domänenknoten bekannt
Benutzer/Computer darin vorhanden
Domänenknoten bekannt
Benutzer/Computer darin nicht vorhanden unter Stammverzeichnis,
.Automatisch registriert neu hinzugefügt unter seinem Computer unter Domänenknoten bereits vorhanden unter Domänenknoten, .Automatisch registriert neu hinzugefügt
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Anmelde-
Informationen zu lokalem Objekt
Arbeitsgruppen-
Computer +
Arbeitsgruppe
Domänen-
Computer +
Domäne
Status in der Datenbank
Arbeitsgruppe bekannt
Arbeitsgruppen-Computer darin physikalisch vorhanden
Arbeitsgruppe bekannt
Name des Arbeitsgruppen-
Computers darin unter
.Automatisch registriert vorhanden
Arbeitsgruppe bekannt
Arbeitsgruppen-Computer darin nicht vorhanden
Arbeitsgruppe nicht bekannt
Arbeitsgruppen-Computer unter Stammverzeichnis,
.Automatisch registriert bekannt
Arbeitsgruppe nicht bekannt
Arbeitsgruppen-Computer unter Stammverzeichnis,
.Automatisch registriert unbekannt
Domäne bekannt
Domänen-Computer darin vorhanden
Domäne nicht bekannt
Domäne noch nicht synchronisiert
Anzeige im Management Center
unter Arbeitsgruppe bereits vorhanden unter Arbeitsgruppe, .Automatisch registriert neu hinzugefügt
Achtung:
In diesem Fall müssen Sie prüfen, ob der Arbeitsgruppen-Computer zweimal in der Arbeitsgruppe vorhanden ist. Zur Unterscheidung identischer Computer gibt es unter
Eigenschaften das Feld Beschreibung.
Wir empfehlen jedoch, den Computer aus dem Verzeichnis .Automatisch registriert der Arbeitsgruppe manuell zu entfernen. unter Arbeitsgruppe, .Automatisch registriert neu hinzugefügt unter Stammverzeichnis,
.Automatisch registriert bereits vorhanden unter Stammverzeichnis,
.Automatisch registriert neu hinzugefügt unter Domäne bereits vorhanden unter Stammverzeichnis,
.Automatisch registriert neu hinzugefügt unter Domäne, .Automatisch registriert neu hinzugefügt
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
3.2 Anwendungsbeispiele für Auto-Registrierung
Im Folgenden finden Sie zwei Anwendungsbeispiele für das Verhalten von automatisch registrierten Objekten.
Beispiel 1: Benutzer/Computer außerhalb eines Active Directory verwalten
In einem Unternehmen müssen nicht zwangsläufig alle Benutzer/Computer Teil eines
Active Directory (AD) sein, z. B. lokale Benutzer. Ein Unternehmen hat möglicherweise nur einen oder wenige Computer, so dass sich der Aufbau eines ADs nicht lohnt.
Dieses Unternehmen möchte SafeGuard Enterprise einsetzen, um dann seine Benutzer-/
Computerobjekte mit Richtlinien zu versehen. Deshalb wird die Organisationsstruktur des
Unternehmens im SafeGuard Management Center folgendermaßen manuell aufgebaut:
Benutzer & Computer Baum:
Stammverzeichnis
|_.Authentisierte Computer
|_.Authentisierte Benutzer
|_.Automatisch registriert
|_BeispielArbeitsgruppe (Eintrag manuell erzeugt)
|_.Automatisch registriert
|_BeispielComputer001 (Eintrag erzeugt bei
Anmeldung)
|_BeispielComputer002 (Eintrag erzeugt bei Anmeldung)
|_...
Die Benutzer-/Computerobjekte bleiben im Verzeichnis .Automatisch registriert. Aber sie können im SafeGuard Management Center normal verwaltet werden (z. B. Richtlinien hinzufügen oder löschen).
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Beispiel 2: SafeGuard Enterprise Datenbank und Active Directory nicht
synchronisiert
Ein Benutzer oder Computer (SafeGuard Enterprise Client) ist bereits Teil eines Active
Directory (AD) in einem Unternehmen. Jedoch sind die SafeGuard Enterprise Datenbank und das AD nicht synchronisiert: Benutzer und Computer werden im SafeGuard
Management Center noch nicht angezeigt.
Der Benutzer meldet sich am Computer (SafeGuard Enterprise Client) mit folgenden
Anmeldeinformationen an:
BeispielBenutzer
BeispielKennwort
BeispielDomäne
Diese Informationen werden an den SafeGuard Enterprise Server geschickt. Im SafeGuard
Management Center werden dann folgende Einträge erzeugt:
Benutzer & Computer Baum:
Stammverzeichnis
|_.Authentisierte Computer
|_.Authentisierte Benutzer
|_.Automatisch registriert
|_BeispielDomäne (Eintrag erzeugt wenn mit AD synchronisiert)
|_.Automatisch registriert
|_BeispielComputer (Eintrag erzeugt bei
Anmeldung)
|_BeispielBenutzer (Eintrag erzeugt bei
Anmeldung)
Mit der nächsten Synchronisierung zwischen dem AD und der SafeGuard Enterprise
Datenbank werden BeispielComputer und BeispielBenutzer automatisch in ihre korrekten Organisationseinheiten (OU) verschoben.
Der Sicherheitsbeauftragte kann dem Verzeichnis .Automatisch registriert zwar Richtlinien zuweisen, aber diese Richtlinien gelten nur für den BeispielComputer und den
BeispielBenutzer, so lange diese Objekte sich im Verzeichnis .Automatisch registriert befinden.
Sobald die Objekte durch die Synchronisierung zwischen AD und der SafeGuard Enterprise
Datenbank in ihre Organisationseinheiten (OU) verschoben werden, gelten hingegen für den BeispielComputer und den BeispielBenutzer die Richtlinien dieser OUs.
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3.3 Schlüssel und Zertifikate für autoregistrierte Objekte
Für jedes autoregistrierte Objekt wird vom Server bei Bedarf ein Zertifikat erstellt.
Ein lokaler Benutzer erhält zwei Schlüssel:
den Schlüssel des Containers .Automatisch registriert
den privaten Schlüssel, der vom Server bei Bedarf erzeugt wird.
Lokale Benutzer erhalten keine weiteren Schlüssel der ihnen übergeordneten Container, auch keinen Root-Schlüssel.
Arbeitsgruppen erhalten gar keine Schlüssel.
3.4 Richtlinien für autoregistrierte Objekte
Für autoregistrierte Objekte können ohne Einschränkung Richtlinien erstellt werden.
Lokale Benutzer werden zur Gruppe „.authentisierte Benutzer“ hinzugefügt. Computer werden zur Gruppe „.authentisierte Computer“ hinzugefügt.
Dementsprechend gelten für sie die
Richtlinien, die für diese Gruppe aktiviert wurden.
3.5 Neue Arbeitsgruppe erstellen
Als SO können Sie unter dem Stammverzeichnis einen Container erzeugen, der eine Windows
Arbeitsgruppe repräsentiert. Arbeitsgruppen erhalten keine Schlüssel. Sie können nicht umbenannt werden.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf den Bereich Benutzer & Computer.
2. Rechts-klicken Sie im linken Navigationsfenster auf Stamm [Filter ist aktiv] und wählen Sie
Neu > Neue Arbeitsgruppe erzeugen (autom. Registrierung).
3. Machen Sie in Allgemeine Informationen folgende Angaben a) Vollst. Name: Namen für die Arbeitsgruppe b) Sie können optional eine Beschreibung der Arbeitsgruppe einfügen.
c) Unter Verbindungsstatus wird der Typ des Objekts angezeigt, in diesem Fall
Arbeitsgruppe
.
d) Klicken Sie auf Richtlinienvererbung stoppen, wenn Richtlinien nicht vererbt werden sollen.
e) Bestätigen Sie die Angaben mit OK.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Die Arbeitsgruppe ist nun erzeugt. Unterhalb des Arbeitsgruppen-Containers wird automatisch das Standardverzeichnis .Automatisch registriert angelegt. Es kann weder umbenannt noch gelöscht werden.
Als SO können Sie Arbeitsgruppen löschen. Falls die Arbeitsgruppe Mitglieder hatte, werden diese ebenfalls gelöscht. (Bei der nächsten Anmeldung werden sie wieder autoregistriert).
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf den Bereich Benutzer & Computer.
2. Rechts-klicken Sie im rechten Navigationsbereich die Arbeitsgruppe, die gelöscht werden soll und wählen Sie Löschen. Bestätigen Sie mit Ja.
Die Arbeitsgruppe ist nun gelöscht. Eventuelle Mitglieder werden ebenfalls gelöscht.
3.7 Neue Domäne erstellen
Als SO mit den nötigen Berechtigungen können Sie unter dem Stammverzeichnis eine neue
Domäne anlegen. Sie sollten nur neue Domänen anlegen, wenn Sie keine Domänen aus dem
Active Directory (AD) importieren wollen oder können, z. B. weil kein AD vorhanden ist.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf den Bereich Benutzer & Computer.
1. Rechts-klicken Sie im linken Navigationsfenster auf Stamm [Filter ist aktiv] und wählen Sie im Kontextmenü Neu > Neue Domäne erzeugen (autom. Registrierung).
2. In Allgemeine Informationen machen Sie folgende Angaben zum Domänen-Controller.
Alle drei Namenseingaben müssen korrekt sein, sonst wird die Domäne nicht synchronisiert: a) Vollst. Name: z. B. rechnername.domäne.com oder die IP-Adresse des Domänen-
Controllers b) Distinguished Name: DNS-Name, z. B.
DC=rechnername3,DC=domäne,DC=Land c) Beschreibung der Domäne (optional) d) Domäne Netbios: Name des Domänen-Controllers e) Unter Verbindungsstatus wird der Typ des Objekts angezeigt, in diesem Fall
Domäne
.
f) Klicken Sie auf Richtlinienvererbung stoppen, wenn Richtlinien nicht vererbt werden sollen.
g) Bestätigen Sie die Angaben mit OK.
Die Domäne ist nun neu angelegt. Ein Benutzer und/oder ein Computer wird bei der
Autoregistrierung automatisch dieser Domäne zugeordnet. Unterhalb des Domänen-Containers wird das Standardverzeichnis .Automatisch registriert angelegt. Es kann weder umbenannt noch gelöscht werden.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Als Sicherheitsbeauftragter mit den nötigen Berechtigungen können Sie eine Domäne umbenennen und weitere Eigenschaften für sie festlegen.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf den Bereich Benutzer & Computer.
2. Rechts-klicken Sie im linken Navigationsfenster auf die Domäne, die Sie umbenennen möchten und wählen Sie im Kontextmenü Eigenschaften.
3. Ändern Sie in Allgemeine Informationen unter Vollst. Name den Namen der Domäne und evtl. die Beschreibung.
4. In Domäne NetBios können Sie den Namen des Domänen-Controllers ändern.
5. Außerdem können Sie in der Registerkarte Containereinstellungen den Wake-on-LAN-
Modus für den automatischen Neustart festlegen.
6. Bestätigen Sie mit OK.
Die Änderungen sind nun gespeichert.
Als SO mit den nötigen Berechtigungen können Sie Domänen löschen. Falls die Domäne
Mitglieder hatte, werden diese ebenfalls gelöscht.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf den Bereich Benutzer & Computer.
1. Rechts-klicken Sie im linken Navigationsfenster die Domäne, die gelöscht werden soll und wählen Sie Löschen. Bestätigen Sie mit Ja.
Die Domäne ist nun gelöscht. Eventuelle Mitglieder werden ebenfalls gelöscht.
3.10 Automatisch registrierte Computer löschen
Wenn ein automatisch registrierter Computer gelöscht wird, werden alle lokalen Benutzer dieses
Computers ebenfalls gelöscht. Bei der nächsten Anmeldung dieses Computers wird er erneut automatisch registriert.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
3.11 Filter für lokale Objekte
Benutzer & Computer
Unter Benutzer & Computer können Sie die Ansicht im linken Navigationsfenster nach lokalen
Benutzern filtern oder einen bestimmten lokalen Benutzer suchen.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf den Bereich Benutzer & Computer.
2. Klicken Sie links unten im Navigationsbereich auf Filter.
3. Aktivieren Sie Lokaler Benutzer. Wenn Sie einen bestimmten Benutzer suchen, geben Sie noch dessen Namen ein.
4. Klicken Sie auf das Lupen-Symbol.
Die Ansicht auf Benutzer & Computer wird entsprechend den Kriterien gefiltert.
Protokollierung
Die erfolgreiche bzw. nicht erfolgreiche Registrierung eines Benutzers, Computers oder einer
Arbeitsgruppe wird protokolliert. Sie können sich diese Informationen im SafeGuard
Management Center unter Berichte in der Ereignisanzeige auflisten lassen.
3.12 Import der Organisationsstruktur über Active Directory
Eine bereits bestehende Organisationsstruktur, z. B. ein Active Directory, kann in SafeGuard
Enterprise importiert und dann verwaltet werden.
1. Wählen Sie im SafeGuard Management Center Extras > Optionen.
2. Wählen Sie die Registerkarte Verzeichnis und klicken Sie auf Hinzufügen.
3. Gehen Sie in LDAP Authentisierung folgendermaßen vor: a) Bei Servername oder IP geben Sie den NetBIOS-Name des Domänencontrollers oder dessen IP ein. b) Bei Benutzername und Kennwort geben Sie Ihre Windows-Anmeldeinformationen zur
(Test-)Umgebung ein.
c) Bestätigen Sie mit OK.
Hinweis: Bei Windows Einzelplatzcomputern muss auf dem PC ein Verzeichnis freigegeben sein, damit eine Verbindung via LDAP möglich wird.
4. Klicken Sie auf Benutzer & Computer.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
5. Klicken Sie im linken Navigationsfenster auf das Stammverzeichnis Stamm [Filter ist aktiv].
6. Wählen Sie im rechten Aktionsbereich die Registerkarte Synchronisation.
7. Wählen Sie aus dem Verzeichnis DSN das gewünschte Verzeichnis aus. Klicken Sie auf das
Lupensymbol rechts oben. Es erscheint eine Abbildung der Active Directory-Struktur der
Organisationseinheiten (OU) in Ihrem Unternehmen.
8. Es muss nicht der gesamte Inhalt des Active Directory importiert werden. Markieren Sie die
Organisationseinheiten (OU), die synchronisiert werden sollen.
9. Klicken Sie unten im Aktionsbereich auf Synchronisieren.
Hinweis: Bei der Synchronisierung von Benutzern und deren Gruppen-Zugehörigkeiten wird die
Zugehörigkeit zu einer “primary group“ nicht synchronisiert, da diese Zugehörigkeit nicht in der
Gruppe aufscheint.
Die Domänen werden synchronisiert und Details der Synchronisierung werden angezeigt.
Die Fortschrittsanzeige links unten in der Statusleiste zeigt ein Synchronisierungsprotokoll an.
Wenn Sie auf diese Anzeige klicken, können Sie das Synchronisierungsprotokoll kopieren und zum Beispiel in eine E-Mail oder eine Datei kopieren, um Ihre Benutzer über die Ergebnisse der
Synchronisierung zu informieren.
3.13 Eine neue Domäne aus einem Active Directory importieren
Wenn Sie nur eine neue Domäne aus dem Active Directory importieren möchten, gehen Sie wie folgt vor:
1. Klicken Sie im linken Navigationsfenster auf das Stammverzeichnis Stamm [Filter ist aktiv].
2. Wählen Sie Datei > Neu > Neue Domäne aus AD importieren.
3. Wählen Sie im rechten Aktionsbereich die Registerkarte Synchronisation.
4. Wählen Sie das gewünschte Verzeichnis aus der Verzeichnis DSN Liste. Klicken Sie auf das
Lupensymbol rechts oben. Es erscheint eine Abbildung der Active Directory-Struktur der
Organisationseinheiten (OU) in Ihrem Unternehmen.
5. Wählen Sie die Domäne, die synchronisiert werden soll und klicken Sie auf Synchronisieren.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
4 Mit mehreren Datenbankonfigurationen arbeiten
Das SafeGuard Management Center ermöglicht die Benutzung mehrerer
Datenbankkonfigurationen (Multi Tenants). Wenn Sie diese Funktion nutzen möchten, müssen
Sie sie während der Installation aktivieren. Detaillierte Informationen hierzu finden Sie im
SafeGuard Enterprise Installationshandbuch.
Mit Multi Tenancy können Sie verschiedene SafeGuard Enterprise Datenbankkonfigurationen konfigurieren und sie für eine Instanz des SafeGuard Management Centers verwalten. Dies erweist sich vor allem dann als nützlich, wenn Sie verschiedene Konfigurationen für verschiedene
Domänen, OUs oder Unternehmensstandorte einsetzen möchten.
Voraussetzung: Die Funktion Multi Tenancy muss über eine Installation vom Typ Angepasst installiert worden sein. Die initiale Konfiguration muss durchgeführt worden sein. Detaillierte
Informationen hierzu finden Sie im SafeGuard Enterprise Installationshandbuch.
Zur Vereinfachung der Konfiguration haben Sie folgende Möglichkeiten:
Mehrere Datenbank-Konfigurationen erstellen.
Zuvor erstellte Datenbankkonfigurationen auswählen.
Zuvor erstellte Datenbankkonfiguration aus einer Datei importieren.
Datenbankkonfiguration zur späteren Wiederverwendung exportieren.
4.1 Weitere Datenbankkonfigurationen erstellen
So erstellen Sie eine weitere SafeGuard Enterprise Datenbankkonfiguration nach der initialen
Konfiguration:
1. Starten Sie das SafeGuard Management Center. Der Dialog Konfiguration auswählen wird angezeigt.
2. Klicken Sie auf Neu. Der SafeGuard Management Center Konfigurationsassistent wird automatisch gestartet.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
3. Der Assistent führt Sie durch die notwendigen Schritte für das Anlegen einer neuen
Datenbankkonfiguration. Nehmen Sie die erforderlichen Einstellungen vor. Die neue
Datenbankkonfiguration wird generiert.
4. Zur Authentisierung werden Sie dazu aufgefordert, den Sicherheitsbeauftragtennamen für diese Konfiguration auszuwählen und das entsprechende Zertifikatsspeicherkennwort einzugeben. Bestätigen Sie Ihre Angaben mit OK.
Das SafeGuard Management Center wird geöffnet und mit der neuen Datenbankkonfiguration verbunden. Wenn Sie das SafeGuard Management Center das nächste Mal starten, können Sie die neue Datenbank-Konfiguration aus der Liste auswählen.
4.2 Mit bereits vorhandener Datenbankkonfiguration verbinden
So benutzen Sie eine bereits vorhandene SafeGuard Enterprise Datenbankkonfiguration:
1. Starten Sie das SafeGuard Management Center. Der Dialog Konfiguration auswählen wird angezeigt.
2. Wählen Sie die Datenbankkonfiguration, die Sie verwenden möchten, aus der Dropdownliste und klicken Sie auf OK. Die ausgewählte Datenbankkonfiguration wird mit dem SafeGuard
Management Center verbunden und wird aktiv.
3. Zur Authentisierung werden Sie dazu aufgefordert, den Sicherheitsbeauftragtennamen für diese Konfiguration auszuwählen und das entsprechende Zertifikatsspeicherkennwort einzugeben. Bestätigen Sie Ihre Angaben mit OK.
Das SafeGuard Management Center wird geöffnet und mit der ausgewählten
Datenbankkonfiguration verbunden.
4.3 Konfiguration in eine Datei exportieren
Um eine Konfiguration zu speichern, damit sie später wiederverwendet werden kann, können Sie sie in eine Datei exportieren. Gehen Sie hierzu wie folgt vor:
1. Starten Sie das SafeGuard Management Center. Der Dialog Konfiguration auswählen wird angezeigt.
2. Klicken Sie auf Exportieren...
3. Zum Schutz der Konfigurationsdatei werden Sie dazu aufgefordert, ein Kennwort einzugeben und zu bestätigen, das die Konfigurationsdatei verschlüsselt. Klicken Sie auf OK.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
4. Geben Sie einen Dateinamen und einen Speicherort für die exportierte Konfigurationsdatei
*.SGNConfig an.
5. Sollte diese Konfiguration bereits vorhanden sein, so werden Sie gefragt, ob Sie die vorhandene Konfiguration überschreiben möchten.
Die Datenbankkonfiguration wird am angegebenen Speicherort gespeichert.
Um eine Datenbankkonfiguration zu verwenden oder zu ändern, können Sie eine zuvor erstellte
Konfiguration in das SafeGuard Management Center importieren. Hier gibt es zwei
Möglichkeiten:
über das SafeGuard Management Center (für Multi Tenancy)
durch Doppelklicken auf die Konfigurationsdatei (für Single und Multi Tenancy)
4.5 Konfiguration über das SafeGuard Management Center importieren
1. Starten Sie das SafeGuard Management Center. Der Dialog Konfiguration auswählen wird angezeigt.
2. Klicken Sie auf Import..., wählen Sie die gewünschte Konfigurationsdatei aus und klicken Sie auf Öffnen.
3. Geben Sie das Kennwort ein, das während des Exports für die Konfigurationsdatei erstellt wurde, und klicken Sie auf OK.
4. Die ausgewählte Konfiguration wird angezeigt. Um zu bestätigen, dass diese Konfiguration aktiviert werden soll, klicken Sie auf OK.
5. Zur Authentisierung werden Sie dazu aufgefordert, den Sicherheitsbeauftragtennamen für diese Konfiguration auszuwählen und das entsprechende Zertifikatsspeicherkennwort einzugeben. Bestätigen Sie Ihre Angaben mit OK.
Das SafeGuard Management Center wird geöffnet und mit der ausgewählten
Datenbankkonfiguration verbunden.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
4.6 Konfiguration durch Doppelklicken auf die Konfigurationsdatei importieren (Single und Multi Tenancy)
Hinweis: Dieser Vorgang ist sowohl im Single Tenancy als auch im Multi Tenancy Modus möglich.
Es besteht auch die Möglichkeit, eine Konfiguration zu exportieren und diese an mehrere
Sicherheitsbeauftragte zu verteilen. Die Sicherheitsbeauftragten müssen lediglich auf die
Konfigurationsdatei doppelklicken, um ein vollständig konfiguriertes SafeGuard Management
Center zu öffnen.
Dies erweist sich vor allem dann als vorteilhaft, wenn Sie die SQL Authentisierung für die
Datenbank verwenden und vermeiden möchten, dass das SQL-Kennwort jedem Administrator bekannt ist. Sie müssen das Kennwort dann nur einmal eingeben, eine Konfigurationsdatei erstellen und sie an die Computer der Sicherheitsbeauftragten verteilen.
Voraussetzung: Die initiale Konfiguration des SafeGuard Management Centers muss durchgeführt worden sein. Detaillierte Informationen hierzu finden Sie im SafeGuard Enterprise
Installationshandbuch.
1. Starten Sie das SafeGuard Management Center über den Produktordner im Start-Menü.
2. Wählen Sie im Extras-Menü Optionen und wechseln Sie in die Registerkarte Datenbank.
3. Geben Sie die Anmeldeinformationen für die Verbindung zum SQL Datenbankserver ein oder bestätigen Sie diese.
4. Klicken Sie auf Konfiguration exportieren, um die Konfiguration in eine Datei zu exportieren.
5. Geben Sie ein Kennwort für die Konfigurationsdatei ein und bestätigen Sie es.
6. Geben Sie einen Dateinamen ein und wählen Sie einen Speicherort aus.
7. Verteilen Sie die Konfigurationsdatei an die Computer der Sicherheitsbeauftragten. Teilen Sie ihnen das Kennwort für diese Datei sowie das Zertifikatsspeicherkennwort mit, das Sie für
Anmeldung an das SafeGuard Management Center benötigen.
8. Die Sicherheitsbeauftragten müssen nur auf die Konfigurationsdatei doppelklicken.
9. Sie werden aufgefordert, das Kennwort für die Konfigurationsdatei einzugeben.
10. Zur Anmeldung an das SafeGuard Management Center werden die Sicherheitsbeauftragten aufgefordert, ihr Zertifikatsspeicherkennwort einzugeben.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Das SafeGuard Management Center startet mit der importierten Konfiguration. Diese
Konfiguration wird nun als neue Standardkonfiguration definiert.
4.7 Schneller Wechsel zwischen Datenbankkonfigurationen
Zur Vereinfachung von Verwaltungsaufgaben bei mehreren Datenbanken bietet das SafeGuard
Management Center den schnellen Wechsel zwischen Datenbankkonfigurationen.
So wechseln Sie zu einer anderen Datenbankkonfiguration:
1. Wählen Sie Datei in der Menüleiste des Management Centers und klicken Sie auf
Konfiguration wechseln...
2. Wählen Sie die Datenbank, zu der Sie wechseln möchten, aus der Dropdownliste aus und bestätigen Sie mit OK.
Das Management Center wird automatisch mit der ausgewählten Konfiguration neu gestartet.
Hinweis: Dieser Vorgang ist auch im Single Tenancy Modus möglich.
Bei der Anmeldung an die Datenbank wird die Datenbankintegrität automatisch geprüft. Sollte diese Überprüfung Fehler ergeben, wird der Dialog Datenbankintegrität prüfen angezeigt.
Sie können die Datenbankintegrität auch jederzeit nach der Anmeldung prüfen und hierzu den
Dialog Datenbankintegrität prüfen aufrufen:
1. Wählen Sie Extras > Datenbankintegrität in der Menüleiste des SafeGuard Management
Centers.
2. Um die Tabellen zu prüfen, klicken Sie auf Alle prüfen oder Ausgewählte prüfen. Danach werden fehlerhafte Tabellen im Dialog markiert.
Um die Fehler zu beheben, klicken Sie auf Reparieren.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
5 Unternehmenszertifikate und Zertifikat des Haupt-
Sicherheitsbeauftragten exportieren
In einer SafeGuard Enterprise Installation sind die beiden folgenden Elemente von entscheidender Bedeutung und erfordern daher die Erstellung von Backups an einem sicheren
Speicherort:
das in der SafeGuard-Datenbank gespeicherte Unternehmenszertifikat
das Zertifikat des Haupt-Sicherheitsbeauftragten (MSO) im Zertifikatsspeicher des
Computers, auf dem das SafeGuard Management Center installiert ist.
Beide Zertifikate lassen sich als .p12 Dateien zur Erstellung von Sicherungskopien exportieren.
Installationen lassen sich dann durch Importieren des relevanten Unternehmenszertifikats sowie des Zertifikats des Haupt-Sicherheitsbeauftragten als P12-Dateien wiederherstellen. Die
Zertifikate können beim Anlegen einer neuen Datenbank verwendet werden. Das
Wiederherstellen einer Sicherungskopie der gesamten Datenbank ist somit nicht notwendig.
Hinweis: Wir empfehlen, diesen Vorgang direkt nach der Erstkonfiguration des SafeGuard
Management Center auszuführen.
5.1 Zertifikat des Haupt-Sicherheitsbeauftragten exportieren
Um ein Backup des Zertifikats des derzeit am SafeGuard Management Center angemeldeten
Haupt-Sicherheitsbeauftragten zu erstellen, gehen Sie wie folgt vor:
1. Wählen Sie Extras > Optionen in der SafeGuard Management Center Menüleiste.
2. Wechseln Sie in die Registerkarte Zertifikate und klicken Sie im Bereich <Administrator>
Zertifikat auf Exportieren .
3. Sie werden dazu aufgefordert, ein Kennwort für die Sicherung der exportierten Datei einzugeben. Geben Sie ein Kennwort ein, bestätigen Sie es und klicken Sie auf OK.
4. Geben Sie einen Dateinamen und eine Speicherort für die zu exportierende Datei ein und klicken Sie auf OK.
Das Zertifikat des derzeit angemeldeten Hauptsicherheitsbeauftragten wird als P12-Datei an den definierten Speicherort exportiert und kann für Recovery-Vorgänge benutzt werden.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Hinweis: Nur Haupt-Sicherheitsbeauftragte sind dazu berechtigt, Unternehmenszertifikate zur
Erstellung eines Backups zu exportieren.
1. Wählen Sie Extras > Optionen in der SafeGuard Management Center Menüleiste.
2. Wechseln Sie in die Registerkarte Zertifikate und klicken Sie im Bereich
Unternehmenszertifikat auf Exportieren.
3. Sie werden dazu aufgefordert, ein Kennwort für die Sicherung der exportierten Datei einzugeben. Geben Sie ein Kennwort ein, bestätigen Sie es und klicken Sie auf OK.
4. Geben Sie einen Dateinamen und einen Speicherort für die zu exportierende Datei ein und klicken Sie auf OK.
Das Unternehmenszertifikat wird als P12-Datei an den definierten Speicherort exportiert und kann für Recovery-Vorgänge benutzt werden.
5.3 Korrupte SafeGuard Management Center Installation wiederherstellen
Eine korrupte SafeGuard Management Center Installation kann auf einfache Art und Weise wiederhergestellt werden, wenn die Datenbank noch intakt ist. In diesem Fall müssen Sie nur das
SafeGuard Management Center neu installieren und die vorhandene Datenbank sowie das gesicherte Sicherheitsbeauftragten-Zertifikat verwenden.
Gehen Sie wie folgt vor:
1. Installieren Sie das SafeGuard Management Center Installationspaket neu. Öffnen Sie das
SafeGuard Management Center. Der Konfigurationsassistent wird automatisch geöffnet.
2. Wählen Sie unter Datenbankverbindung den relevanten Datenbankserver und konfigurieren
Sie, falls erforderlich, die Verbindung zur Datenbank. Klicken Sie auf Weiter.
3. Aktivieren Sie unter Datenbankeinstellungen die OptionFolgende bestehende Datenbank
verwenden und wählen Sie die Datenbank aus der Liste aus.
4. Führen Sie unter Daten des Sicherheitsbeauftragten einen der folgenden Schritte aus:
Wenn die gesicherte Zertifikatdatei auf dem Computer gefunden wird, wird sie angezeigt.
Geben Sie das Kennwort ein, das Sie zur Anmeldung an das SafeGuard Management
Center benutzen.
26
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Wird die gesicherte Zertifikatdatei nicht auf dem Computer gefunden, klicken Sie auf
Importieren. Suchen Sie nach der gesicherten Zertifikatdatei und bestätigen Sie Ihre
Auswahl mit Öffnen. Geben Sie das Kennwort für die ausgewählte Zertifikatdatei ein.Bestätigen Sie das Kennwort mit Ja. Geben Sie ein Kennwort für die Anmeldung am
SafeGuard Management Center ein und bestätigen Sie es.
5. Klicken Sie auf Weiter und dann auf Fertig stellen, um die Konfiguration des SafeGuard
Management Center abzuschließen.
Die SafeGuard Management Center Installation ist wiederhergestellt.
5.4 Korrupte Datenbankkonfiguration wiederherstellen
Sie können eine korrupte Datenbankkonfiguration wiederherstellen, indem Sie das SafeGuard
Management Center neu installieren und basierend auf den gesicherten Zertifikatsdateien einen neue Instanz der Datenbank erstellen. Dadurch wird sichergestellt, dass alle vorhandenen, durch
SafeGuard Enterprise geschützten Computer Richtlinien von der neuen Installation annehmen.
Somit müssen Sie nicht die gesamte Datenbank neu einrichten und wiederherstellen.
Das Unternehmenszertifikat und das Haupt-Sicherheitsbeauftragten-Zertifikat der betreffenden Datenbankkonfiguration müssen als .p12 Dateien exportiert worden sein. Die
Dateien müssen vorhanden und gültig sein.
Die Kennwörter für die beiden .p12 Dateien sowie für den Zertifikatsspeicher müssen Ihnen bekannt sein.
Gehen Sie wie folgt vor:
1. Installieren Sie das SafeGuard Management Center Installationspaket neu. Öffnen Sie das
SafeGuard Management Center. Der Konfigurationsassistent wird automatisch geöffnet.
2. Wählen Sie unter Datenbank-Verbindung die Option Neue Datenbank erstellen.
Konfigurieren Sie unter Datenbankeinstellungen die Verbindung zur Datenbank. Klicken
Sie auf Weiter.
3. Wählen Sie unter Daten des Sicherheitsbeauftragten den relevanten Haupt-
Sicherheitsbeauftragten und klicken Sie auf Importieren.
4. Suchen Sie unter Importieren des Zertifikats die gesicherte Zertifikatsdatei. Geben Sie unter
Schlüsseldatei das für diese Datei festgelegte Kennwort ein und bestätigen Sie es. Klicken Sie auf OK.
5. Das Zertifikat des Haupt-Sicherheitsbeauftragten wird importiert. Klicken Sie auf Weiter.
27
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
6. Aktivieren Sie unter Unternehmenszertifikat die Option Über vorhandenes
Unternehmenszertifikat wiederherstellen. Klicken Sie auf Importieren, um die gesicherte
Zertifikatsdatei auszuwählen, die das gültige Unternehmenszertifikat enthält. Sie werden dazu aufgefordert, das für den Zertifikatsspeicher festgelegte Kennwort einzugeben. Geben Sie das
Kennwort ein und bestätigen Sie es mit OK. Bestätigen Sie die angezeigte Meldung mit Ja. Das
Unternehmenszertifikat wird importiert.
7. Klicken Sie auf Weiter und dann auf Fertig stellen.
Die Datenbankkonfiguration ist wiederhergestellt.
28
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
6 Lizenzen
Für die Nutzung des SafeGuard Enterprise Management Centers im produktiven Betrieb ist eine gültige Lizenz erforderlich. So ist eine gültige Lizenz in der SafeGuard Enterprise Datenbank zum
Beispiel die Voraussetzung für die Übertragung von Richtlinien an die Benutzer-Computer.
Darüber hinaus sind für die Token-Verwaltung die entsprechenden Token-Lizenzen notwendig.
Von Ihrem Vertriebspartner erhalten Sie Ihre Kunden-Lizenzdatei zum Import in die SafeGuard
Enterprise Datenbank nach der Installation. Die Lizenzdatei enthält u.a. Informationen zur
Anzahl an erworbenen Lizenzen pro Modul/Name des Lizenzinhabers sowie ein festgelegtes
Toleranzlimit für die Lizenzüberschreitung. Bei Überschreiten der verfügbaren Lizenzen bzw. des
Toleranzlimits werden beim Starten des SafeGuard Management Centers entsprechende
Warnungs- bzw. Fehlermeldungen ausgegeben (siehe
Für die Lizenzverwaltung bietet das SafeGuard Management Center im Bereich Benutzer &
Computer einen Überblick zum Lizenzstatus des installierten SafeGuard Enterprise Systems.
Der Lizenzstatusüberblick steht in der Registerkarte Lizenzen für den Stamm-Knoten, für
Domänen, OUs, Containerobjekte und Arbeitsgruppen zur Verfügung. Sicherheitsbeauftragte erhalten hier detaillierte Informationen zum Lizenzstatus und können mit der entsprechenden
Berechtigung Lizenzen in die SafeGuard Enterprise Datenbank importieren.
Dieses Kapitel beschreibt das Lizenzkonzept sowie die Verwaltung von Lizenzen im SafeGuard
Management Center.
6.1 Lizenzdatei
Die Lizenzdatei, die Sie zum Import in die SafeGuard Enterprise Datenbank erhalten, ist eine
.XML-Datei mit Signatur. Sie enthält folgende Informationen:
Kundenname
Zusätzliche Informationen (zum Beispiel Abteilung, Niederlassung)
Datum, an dem die Lizenz ausgestellt wurde.
Bereich von SafeGuard Enterprise Versionen, für den die Lizenz gültig ist.
Anzahl an Lizenzen pro Modul
Token-Lizenzinformationen
Lizenzablaufdatum
Lizenztyp (Demo- oder Voll-Lizenz)
Signatur mit Lizenzsignaturzertifikat
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
6.2 Token-Lizenzen
Für die Verwaltung von Token bzw. Smartcards sind die entsprechenden zusätzlichen Token-
Lizenzen erforderlich. Sind diese Token-Lizenzen nicht vorhanden, so lassen sich im SafeGuard
Management Center keine Richtlinien für Token erstellen.
6.3 Evaluierungs- und Demo-Lizenzen
Es besteht die Möglichkeit, für Evaluierungs- oder initiale Rollout-Prozesse die Standard-
Lizenzdatei (Evaluierungslizenz) oder individuelle Demo-Lizenzdateien zu nutzen. Die
Nutzungsdauer dieser Lizenzen ist zeitlich begrenzt, die Funktionalität ist jedoch in keinster
Weise eingeschränkt.
Hinweis: Evaluierungs- und Demo-Lizenzen dürfen nicht für den regulären produktiven Betrieb von SafeGuard Enterprise Modulen genutzt werden.
6.3.1 Standard-Lizenzdatei
Bei der Installation des SafeGuard Management Centers wird automatisch eine Standard-
Lizenzdatei geladen. Diese Evaluierungslizenz mit der Bezeichnung SafeGuard Enterprise
Evaluation License enthält jeweils fünf Lizenzen pro Modul und hat eine zeitlich begrenzte
Gültigkeitsdauer von zwei Jahren ab dem Release-Datum der jeweiligen SafeGuard Enterprise
Version.
Sollte die Standard-Lizenzdatei für die Durchführung einer Evaluierung nicht ausreichen, so besteht auch die Möglichkeit, eine an Ihre spezifischen Anforderungen angepasste Demo-Lizenz zu erhalten. Wenden Sie sich hierzu bitte an Ihren Vertriebspartner. Die Nutzungsdauer einer solchen Demo-Lizenz ist ebenfalls zeitlich begrenzt. Darüber hinaus ist die Lizenz auf die jeweils mit dem Vertriebspartner vereinbarte Anzahl an Lizenzen pro Modul beschränkt.
Wenn Sie das SafeGuard Management Center starten, werden Sie durch eine Warnungsmeldung darauf aufmerksam gemacht, dass Sie Demo-Lizenzen nutzen. Bei Überschreiten der in einer
Demo-Lizenz festgelegten Anzahl an verfügbaren Lizenzen oder der zeitlich begrenzten
Nutzungsdauer wird eine Fehlermeldung ausgegeben, siehe
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
6.4 Lizenzstatusüberblick
So rufen Sie den Lizenzstatusüberblick auf:
1. Sie befinden sich im geöffneten Management Center im Bereich Benutzer & Computer.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster auf der linken Seite auf den Stammknoten, die Domäne, die OU, das Containerobjekt oder die Arbeitsgruppe.
3. Wechseln Sie im Aktionsbereich auf der rechten Seite in die Registerkarte Lizenzen.
Der Lizenzstatus wird angezeigt.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Die Anzeige ist in drei Bereiche unterteilt. Der obere Bereich zeigt den Namen des Kunden, für den die Lizenz ausgestellt wurde, sowie das Datum, an dem die Lizenz ausgestellt wurde.
Der mittlere Bereich liefert detaillierte Informationen zur Lizenz. Die einzelnen Spalten enthalten folgende Angaben:
Spalte
Status (Symbol)
Modul
Erworbene Lizenzen
Benutzte Lizenzen
Höchste erlaubte
Version
Höchste benutzte
Version
Läuft ab
Typ
Toleranzwert
Erklärung
Zeigt den Status der Lizenzen (gültig, Warnung, Fehler) für das jeweilige Modul durch ein Symbol an.
Zeigt das installierte Modul an.
Zeigt die Anzahl an erworbenen Lizenzen für das installierte Modul an.
Zeigt die Anzahl an genutzten Lizenzen für das installierte Modul an.
Zeigt die höchste SafeGuard Enterprise Version, für die die Lizenzen gültig sind, an.
Zeigt die neueste installierte SafeGuard Enterprise
Version an.
Zeigt das Lizenzablaufdatum an.
Gibt die Lizenzart, Demo-Lizenz oder reguläre Voll-
Lizenz, an.
Zeigt den festgelegten Toleranzwert für die
Überschreitung der Anzahl an erworbenen Lizenzen an.
Wenn Sie die Registerkarte Lizenzen in einer Domäne/OU aufrufen, zeigt die Übersicht den
Status basierend auf den Computern im jeweiligen Zweig.
Unterhalb dieser Übersicht finden Sie Informationen zu den lizenzierten Token-Modulen.
Im unteren Bereich wird der globale Lizenzstatus unabhängig davon, welche Domäne oder OU ausgewählt wurde, angezeigt. Dies erfolgt durch eine Meldung mit einer dem Ampelprinzip folgenden Hintergrundfarbe (Grün = gültig, Gelb = Warnung, Rot = Fehler) und ein Symbol.
Bei Warnungs- und Fehlermeldungen erhalten Sie außerdem im unteren Bereich Hinweise zur
Aufhebung des ungültigen Lizenzstatus.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Die im mittleren und unteren Bereich angezeigten Symbole haben folgende Bedeutung:
Gültige Lizenz
Ungültige Lizenz: Warnung
Ungültige Lizenz: Fehler
Zu Lizenzstatus, die eine Warnung oder einen Fehler zur Folge haben, siehe
Sie können die Ansicht des Lizenzstatusüberblicks aktualisieren, indem Sie auf die Schaltfläche
Lizenzstatus aktualisieren klicken.
Voraussetzung: Um eine Lizenzdatei in die SafeGuard Enterprise Datenbank zu importieren, benötigen Sie als Sicherheitsbeauftragter die Berechtigung „Lizenzdatei importieren“.
So importieren Sie eine Lizenzdatei:
1. Sie befinden sich im geöffneten Management Center im Bereich Benutzer & Computer.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster auf der linken Seite auf den Stamm-Knoten, die Domäne oder die OU.
3. Wechseln Sie im Aktionsbereich auf der rechten Seite in die Registerkarte Lizenzen.
4. Klicken Sie auf die Schaltfläche Lizenzdatei importieren. Es wird ein Fenster zur Auswahl der
Lizenzdatei angezeigt.
5. Wählen Sie die zu importierende Lizenzdatei aus und klicken Sie auf Öffnen.
6. Der Inhalt der neuen Lizenzdatei wird im Überblick angezeigt. Bestätigen Sie, dass Sie die
Lizenzdatei importieren möchten.
Die Lizenzdatei wurde in die SafeGuard Enterprise Datenbank importiert.
Nach dem Import der Lizenzdatei wird bei Modulen, für die Lizenzen erworben wurden, der
Lizenztyp regulär angegeben. Bei Modulen, für die keine Lizenzen erworben wurden und für die die Evaluierungslizenz (Standard-Lizenzdatei) oder individuelle Demo-Lizenzen für
Evaluierungsprozesse genutzt werden, wird der Lizenztyp Demo angegeben.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Hinweis: Wenn Sie eine neue Lizenzdatei importieren, werden jeweils nur die Module, die in dieser Datei enthalten sind, aktualisiert. Alle übrigen Modul-Lizenzinformationen werden entsprechend den in der Datenbank enthaltenen Informationen beibehalten. Dieses
Importverhalten vereinfacht die spätere Evaluierung von zusätzlichen Modulen, wenn Sie bereits ein oder mehrere Module erworben haben.
6.6 Lizenzüberschreitung
In Ihrer Lizenzdatei ist ein Toleranzwert für die Überschreitung der erworbenen Lizenzen sowie der Lizenzgültigkeitsdauer festgelegt. Bei Überschreiten der verfügbaren Lizenzen pro Modul oder der Gültigkeitsdauer wird somit zunächst eine Warnungsmeldung ausgegeben. Der laufende Betrieb des Systems wird dadurch nicht beeinträchtigt und es tritt in diesem Fall auch keine Einschränkung der Funktionalität in Kraft. So haben Sie die Gelegenheit, den Lizenzstatus zu prüfen und Ihre Lizenz zu erweitern bzw. zu erneuern. Der Toleranzwert ist auf 10 % der
Anzahl an erworbenen Lizenzen (Mindestwert: 5, Höchstwert: 5.000) festgelegt.
Bei Überschreiten der Toleranzwerte wird eine Fehlermeldung ausgegeben. In diesem Fall tritt eine Einschränkung der Funktionalität ein. Die Übertragung von Richtlinien an die Benutzer-
Computer wird deaktiviert. Diese Deaktivierung lässt sich nicht im SafeGuard Management
Center manuell wieder aufheben. Die Lizenz muss erweitert bzw. erneuert werden, um die
Funktionalität wieder in vollem Umfang nutzen zu können. Außer der Deaktivierung der
Richtlinienübertragung hat die Funktionalitätseinschränkung keine Auswirkungen auf die
Benutzer-Computer, bereits zugeordnete Richtlinien bleiben aktiv. Darüber hinaus lassen sich auch bei Deaktivierung der Richtlinienübertragung Clients deinstallieren.
Die folgenden Abschnitte beschreiben das Systemverhalten bei Lizenzüberschreitungen der
Kategorien Warnung und Fehler sowie die Maßnahmen zur Aufhebung der
Funktionalitätseinschränkung.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
6.6.1 Ungültige Lizenz: Warnung
Wird die Anzahl an verfügbaren Lizenzen, das Lizenzgültigkeitsdatum oder die höchste zulässige
SafeGuard Enterprise Version (zum Beispiel durch ein Software-Update) überschritten, so wird beim Starten des SafeGuard Management Centers eine Warnungsmeldung angezeigt.
Das SafeGuard Management Center wird geöffnet und zeigt den Lizenzstatusüberblick in der
Registerkarte Lizenzen des Bereichs Benutzer & Computer.
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Auch hier informiert Sie eine Warnungsmeldung darüber, dass die Lizenz ungültig ist. Über die angezeigten detaillierten Informationen zur Lizenzdatei lässt sich ermitteln, für welches Modul die Anzahl an verfügbaren Lizenzen überschritten wurde. Durch Verlängerung, Erneuerung oder
Erweiterung der Lizenz lässt sich dieser Lizenzstatus wieder aufheben, siehe
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
6.6.2 Ungültige Lizenz: Fehler
Wird der in der Lizenz festgelegte Toleranzwert für die Anzahl an Lizenzen oder die
Gültigkeitsdauer überschritten, so zeigt das SafeGuard Management Center eine Fehlermeldung an.
Im SafeGuard Management Center wird die Übertragung von Richtlinien auf die Benutzer-
Computer deaktiviert.
In der Registerkarte Lizenzen im Bereich Benutzer & Computer wird ebenfalls eine
Fehlermeldung angezeigt.
Über die detaillierten Informationen zur Lizenzdatei lässt sich ermitteln, für welches Modul die
Anzahl an verfügbaren Lizenzen überschritten wurde.
Zur Aufhebung der Funktionalitätseinschränkung haben Sie folgende Möglichkeiten:
Lizenzen umverteilen
Um wieder ausreichend verfügbare Lizenzen zu erhalten, können Sie die Software auf nicht genutzten Computern deinstallieren und somit die Computer dauerhaft aus der SafeGuard
Enterprise Datenbank entfernen.
Lizenzen erweitern/erneuern
Wenden Sie sich an Ihren Vertriebspartner, um Ihre Lizenz zu erweitern bzw. zu erneuern.
Sie erhalten eine neue Lizenzdatei zum Import in die SafeGuard Enterprise Datenbank.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Neue Lizenzdatei importieren
Wenn Sie Ihre Lizenz bereits erneuert bzw. erweitert haben, importieren Sie die erhaltene
Lizenzdatei in die SafeGuard Enterprise Datenbank. Die neu importierte Datei ersetzt die ungültige Lizenzdatei.
Durch Umverteilen von Lizenzen oder Importieren einer gültigen Lizenzdatei wird die
Funktionalitätseinschränkung aufgehoben und der normale Betrieb des Systems kann fortgesetzt werden.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
7 SafeGuard Enterprise Sicherheitsbeauftragte
SafeGuard Enterprise kann von einem oder mehreren Sicherheitsbeauftragten administriert werden. Mit der rollenbasierten Administration ist es möglich, die Verwaltung von SafeGuard
Enterprise auf mehrere Benutzer zu verteilen. Dabei kann einem Benutzer eine oder mehrere
Rollen zugewiesen werden. Um die Sicherheit noch zu erhöhen, kann einer
Sicherheitsbeauftragtenrolle die zusätzliche Autorisierung eines Vorgangs zugewiesen werden.
Während der initialen Konfiguration des SafeGuard Management Center wird automatisch ein
Administrator höchster Ebene angelegt: der Haupt-Sicherheitsbeauftragte (Master Security
Officer, MSO). Dieser verfügt über alle Rechte sowie über ein Zertifikat, das nicht abläuft. Für andere spezifische Aufgaben, z. B. Helpdesk- oder Audit-Aufgaben, können dann weitere
Sicherheitsbeauftragte zugewiesen werden.
Sicherheitsbeauftragte lassen sich im Navigationsbereich des SafeGuard Management Center gemäß der Organisationsstruktur Ihres Unternehmens hierarchisch anordnen. Diese hierarchische Anordnung gibt jedoch keine Hierarchie in Bezug auf Rechte und Rollen wieder.
7.1 Rollen für Sicherheitsbeauftragte
SafeGuard Enterprise bietet für die komfortable Verwaltung bereits vordefinierte Rollen mit verschiedenen Funktionen für Sicherheitsbeauftragte an. Darüber hinaus hat ein
Sicherheitsbeauftragter mit den erforderlichen Rechten die Möglichkeit, aus einer Liste von
Aktionen/Rechten selbst neue Rollen zu definieren und bestimmten Sicherheitsbeauftragten zuzuweisen.
Folgende Rollentypen stehen zur Verfügung:
Rolle des Haupt-Sicherheitsbeauftragten (Master Security Officer, MSO)
Vordefinierte Rollen
Benutzerdefinierte Rollen
7.1.1 Haupt-Sicherheitsbeauftragter
Nach der Installation von SafeGuard Enterprise wird bei der initialen Konfiguration des
SafeGuard Management Center automatisch ein Haupt-Sicherheitsbeauftragter (Master Security
Officer, MSO) angelegt. Der Haupt-Sicherheitsbeauftragte ist der Sicherheitsbeauftragte der höchsten Ebene und hat alle Rechte sowie Zugriff auf alle Objekte, vergleichbar mit dem
Administrator bei Windows. Die Rechte des Haupt-Sicherheitsbeauftragten können nicht geändert werden.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Für eine Instanz des SafeGuard Management Centers können mehrere Haupt-
Sicherheitsbeauftragte angelegt werden. Aus Sicherheitsgründen empfehlen wir, mindestens einen weiteren Haupt-Sicherheitsbeauftragten anzulegen. Zusätzliche Haupt-
Sicherheitsbeauftragte können jederzeit gelöscht werden, es muss jedoch immer ein Benutzer mit der Rolle des Haupt-Sicherheitsbeauftragten vorhanden sein, der explizit als Hauptsicherheits-
Beauftragter in der SafeGuard Enterprise Datenbank angelegt wurde.
Ein Haupt-Sicherheitsbeauftragter kann Aufgaben an andere Personen delegieren. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:
Ein neuer Benutzer/Sicherheitsbeauftragter kann unter Sicherheitsbeauftragte angelegt werden.
Ein aus dem Active Directory importierter und im Stammverzeichnis des Management
Center sichtbarer Benutzer oder alle Mitglieder eines Containers können unter Benutzer &
Computer zu Sicherheitsbeauftragten gemacht werden.
Den Sicherheitsbeauftragten können eine oder mehrere Rollen zugeordnet werden. Einem
Benutzer kann z. B. die Rolle des Verwaltungsbeauftragten und die Rolle des Helpdesk-
Beauftragten zugewiesen werden.
Hinweis: Der Haupt-Sicherheitsbeauftragte kann aber auch selbst definierte Rollen anlegen und bestimmten Sicherheitsbeauftragten zuweisen.
Im SafeGuard Management Center sind neben dem Haupt-Sicherheitsbeauftragten die folgenden Rollen vordefiniert. Die diesen vordefinierten Rollen zugewiesenen Rechte können nicht geändert werden. Verfügt eine vordefinierte Rolle z. B. über das Recht „Richtlinien und
Richtliniengruppen anlegen“, so kann dieses Recht nicht aus der Rolle entfernt werden.
Es können auch keine neuen Rechte zu einer vordefinierten Rollen hinzugefügt werden.
Die zusätzliche Autorisierung durch einen weiteren Sicherheitsbeauftragten hingegen lässt sich jederzeit den vordefinierten Rollen zuordnen.
Verwaltungsbeauftragter
Verwaltungsbeauftragte können Ihren eigenen Knoten im Bereich Sicherheitsbeauftragte einsehen und sind dazu berechtigt, die ihrem Knoten zugehörigen Sicherheitsbeauftragten zu verwalten.
Sicherheitsbeauftragter
Sicherheitsbeauftragte haben umfassende Rechte u. a. für die SafeGuard Enterprise
Konfiguration, Richtlinien- und Schlüsselverwaltung sowie für Überwachung und Recovery.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Helpdesk-Beauftragter
Helpdesk-Beauftragte sind zurDurchführung von Recovery-Vorgängen berechtigt. Darüber hinaus können Sie sich die meisten Funktionsbereiche des SafeGuard Management Center anzeigen lassen.
Audit-Beauftragter
Um SafeGuard Enterprise überwachen zu können, haben Audit-Beauftragte die Berechtigung, sich die meisten Funktionsbereiche des SafeGuard Management Center anzeigen zu lassen.
Recovery-Beauftragter
Recovery-Beauftragte sind dazu berechtigt, die SafeGuard Enterprise Datenbank zu reparieren.
Als Sicherheitsbeauftragter mit den erforderlichen Rechten können Sie neue Rollen aus einer
Liste mit Aktionen/Rechten definieren und sie einem vorhandenen oder einem neuen
Sicherheitsbeauftragten zuweisen. Wie auch bei den vordefinierten Rollen lässt sich die zusätzliche Autorisierung durch einen weiteren Sicherheitsbeauftragten für eine Funktion der betreffenden Rolle jederzeit aktivieren.
Bei der Zuweisung einer neuen Rolle ist für die zusätzliche Autorisierung Folgendes zu beachten:
Achtung: Wenn ein Benutzer zwei Rollen mit der gleichen Funktion inne hat, und bei einer der
Rollen die zusätzliche Autorisierung zugeordnet ist, dann gilt das automatisch auch bei der anderen Rolle.
Ein Sicherheitsbeauftragter mit den erforderlichen Rechten kann Rechte zu einer benutzerdefinierten Rolle hinzufügen oder Rechte aus der Rolle entfernen. Im Gegensatz zu vordefinierten Rollen können benutzerdefinierte je nach Anforderung auch gelöscht werden.
Ist einem Benutzer nur eine Rolle zugewiesen und wird diese Rolle gelöscht. so kann sich der
Benutzer nicht mehr am SafeGuard Management Center anmelden.
Die Rolle und die darin definierten Aktionen bestimmen, was ein Benutzer darf und was nicht.
Auch dann, wenn dem Benutzer mehrere Rollen zugewiesen worden sind. Nachdem er sich am
System angemeldet hat, werden nur die Bereiche des Management Centers aktiviert und angezeigt, die für seine Rolle nötig sind. Das betrifft auch die Bereiche Skripte und API.
Sie sollten deshalb für einen Bereich, in dem Sie Aktionen vergeben, immer auch die Anzeige dieses Bereichs als Aktion auswählen. Aktionen werden nach Funktionsbereich sortiert und sind hierarchisch strukturiert. Diese Struktur zeigt, welche Aktionen vor der Durchführung bestimmter anderer Aktionen erforderlich sind.
40
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Die zusätzliche Autorisierung (auch Vier-Augen-Prinzip genannt) kann spezifischen Aktionen einer Rolle zugeordnet werden. Das bedeutet, dass der Benutzer dieser Rolle eine bestimmte
Aktion nur ausführen darf, wenn ein Benutzer einer weiteren Rolle anwesend ist und die
Ausführung der Aktion bestätigt.
Die zusätzliche Autorisierung lässt sich sowohl vordefinierten als auch benutzerdefinierten
Rollen zuweisen. Sobald es mindestens zwei Beauftragte mit der gleichen Rolle gibt, kann auch die eigene Rolle ausgewählt werden.
Die Rolle, die die zusätzliche Autorisierung durchführen soll, muss einem Benutzer zugewiesen sein und es müssen mindestens zwei Benutzer in der SafeGuard Datenbank vorhanden sein.
Wenn die zusätzliche Autorisierung für eine Aktion erforderlich ist, ist sie auch dann erforderlich, wenn der Benutzer eine weitere Rolle hat, die die zusätzliche Autorisierung für diese
Aktion nicht erfordert.
Wenn ein Sicherheitsbeauftragter ohne Berechtigung zum Ändern der Einstellungen für die zusätzliche Autorisierung eine Rolle anlegt, werden die Einstellungen für die zusätzliche
Autorisierung der neuen Rolle gemäß den definierten Einstellungen für den anlegenden Benutzer voreingestellt.
Hinweis: Zwei Sicherheitsbeauftragte dürfen auf einem Computer nicht dasselbe Windows
Account benutzern. Andernfalls lassen sich ihre Zugriffsrechte nicht sauber trennen.
Unter Umständen ist die zusätzliche Autorisierung nur dann sinnvoll, wenn sich die
Sicherheitsbeauftragten über kryptographische Token/Smartcards anmelden müssen.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
7.2 Eine neue Rolle anlegen
Voraussetzung: Um eine neue Rolle anzulegen, benötigen Sie das Recht, benutzerdefinierte
Rollen einzusehen und zu verwalten. Um die zusätzliche Autorisierung zuzuweisen, benötigen
Sie das Recht „Einstellungen für zusätzliche Autorisierung ändern“.
Gehen Sie wie folgt vor:
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Benutzerdefinierte Rollen und wählen Sie
Neu > Neue benutzerdefinierte Rolle.
3. Geben Sie im Dialog Neue benutzerdefinierte Rolle einen Namen und eine Beschreibung für die Rolle ein.
4. Wählen Sie die Aktionen für diese Rolle: Aktivieren Sie die Kontrollkästchen neben den gewünschten Aktionen in der Spalte Aktiv. Die Aktionen sind nach Funktionsbereich sortiert und hierarchisch strukturiert. Diese Struktur zeigt, welche Aktionen vor der Durchführung bestimmter anderer Aktionen erforderlich sind.
5. Falls erforderlich, weisen Sie die zusätzliche Autorisierung zu: Klicken Sie auf die
Standardeinstellung Kein und wählen Sie die gewünschte Rolle aus der angezeigten
Dropdownliste. Wenn ein Sicherheitsbeauftragter ohne die Berechtigung zum Ändern der zusätzlichen Autorisierung eine Rolle anlegt, wird die zusätzliche Autorisierung gemäß den
Einstellungen der Rolle des betreffenden Sicherheitsbeauftragten vordefiniert. Die zusätzliche
Autorisierung kann ausgewählt werden, wenn sie für mehr als eine Rolle des
Sicherheitsbeauftragten eingestellt ist.
6. Klicken Sie auf OK.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Die neue Rolle wird unter Benutzerdefinierte Rollen im Navigationsfenster angezeigt. Wenn Sie die Rolle anklicken, werden im rechten Aktionsbereich die zulässigen Aktionen dargestellt.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
7.3 Rolle einem Sicherheitsbeauftragten zuweisen
Voraussetzung: Um eine neue Rolle anzulegen, benötigen Sie das Recht, Sicherheitsbeauftragte einzusehen und zu ändern.
Gehen Sie wie folgt vor:
1. Wählen Sie den gewünschten Sicherheitsbeauftragten im Navigationsfenster aus.
Die Eigenschaften werden im rechten Aktionsbereich für ihn angezeigt.
2. Weisen Sie die gewünschten Rollen durch Aktivieren der entsprechenden Kontrollkästchen zu. Vordefinierte Rollen werden fett angezeigt.
3. Klicken Sie auf das Doppelpfeil-Symbol Aktualisieren in der Symbolleiste.
Die Rolle ist dem Sicherheitsbeauftragten nun zugewiesen.
7.4 Sicherheitsbeauftragten- und Rolleneigenschaften einsehen
Voraussetzung: Um sich einen Überblick über die Sicherheitsbeauftragteneigenschaften oder die
Rollenzuordnungen anzeigen zu lassen, benötigen Sie das Recht zum Einsehen von
Sicherheitsbeauftragten und Sicherheitsbeauftragtenrollen.
Gehen Sie wie folgt vor:
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Doppelklicken Sie im Navigationsbereich auf der linken Seite auf dem Objekt, zu dem Sie einen Überblick erhalten möchten.
Die im Aktionsbereich angezeigten Informationen richten sich nach dem ausgewählten Objekt.
7.4.1 Eigenschaften für den Haupt-Sicherheitsbeauftragten anzeigen
Die allgemeinen Informationen sowie die Änderungsinformationen für den Haupt-
Sicherheitsbeauftragten werden angezeigt.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
7.4.2 Eigenschaften für Sicherheitsbeauftragte anzeigen
Die allgemeinen Informationen sowie die Änderungsinformationen für den
Sicherheitsbeauftragten werden angezeigt.
1. Wählen Sie unter Eigenschaften die Registerkarte Aktionen. Diese Registerkarte bietet eine
Zusammenfassung der zulässigen Aktionen sowie der Rollen, die dem
Sicherheitsbeauftragten zugewiesen sind.
7.4.3 Rechte und Rollen von Sicherheitsbeauftragten anzeigen
Eine Zusammenfassung der Aktionen aller Rollen, die dem Sicherheitsbeauftragten zugewiesen sind, wird angezeigt. Die Baumstrukturansicht zeigt, welche Aktionen erforderlich sind, damit bestimmte andere Aktionen durchgeführt werden können. Darüber hinaus können die zugewiesenen Rollen angezeigt werden.
1. Wählen Sie unter Aktionen eine Aktion, um alle zugewiesenen Rollen anzeigen zu lassen, die diese Aktion enthalten.
2. Doppelklicken Sie auf einer Rolle, um den Dialog Eigenschaften zu schließen und danach die
Eigenschaften der Rolle anzeigen zu lassen.
Die allgemeinen Informationen sowie die Änderungsinformationen für die Rolle werden angezeigt.
1. Wählen Sie unter Eigenschaften die Registerkarte Zuweisung, um die
Sicherheitsbeauftragten anzeigen zu lassen, die dieser Rolle zugeordnet sind.
Doppelklicken Sie unter Zuweisung auf einem Sicherheitsbeauftragten, um den Dialog
Eigenschaften zu schließen und danach die allgemeinen Daten und Rollen des
Sicherheitsbeauftragten anzeigen zu lassen.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Für das Ändern von Rollen gibt es folgende Möglichkeiten:
Sie können nur die Einstellungen für die zusätzliche Autorisierung ändern.
Sie können alle Eigenschaften der Rolle ändern.
Das Symbol neben den Rollen zeigt, welche Aktion möglich ist:
Symbol Beschreibung
Die Rolle kann geändert werden (Aktionen hinzufügen/löschen).
Die zusätzliche Autorisierung kann geändert werden.
Beide Änderungsmöglichkeiten sind verfügbar.
Hinweis: Vordefinierte Rollen und die ihnen zugewiesenen Aktionen können nicht geändert werden. Ist die zusätzliche Autorisierung aktiviert, so kann dies für jede Rolle, auch für vordefinierte Rollen, geändert werden.
46
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
7.5.1 Zusätzliche Autorisierung ändern
Voraussetzung: Um die zusätzliche Autorisierung zuzuweisen, benötigen Sie das Recht,
Sicherheitsbeauftragtenrollen einzusehen sowie das Recht „Einstellungen für zusätzliche
Autorisierung ändern“.
Gehen Sie wie folgt vor:
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster unter Benutzerdefinierte Rollen auf die Rolle, die Sie
ändern möchten. Klicken Sie im Aktionsbereich auf der rechten Seite bei der gewünschten
Einstellung in der Spalte Zusätzliche Autorisierung und wählen Sie eine andere Rolle aus der
Liste aus. Vordefinierte Rollen werden fett angezeigt.
3. Klicken Sie auf das Speichern-Symbol in der Symbolleiste, um Ihre Änderungen in der
Datenbank zu speichern.
Die zusätzliche Autorisierung für diese Rolle wurde geändert.
7.5.2 Alle Eigenschaften einer Rolle ändern
Voraussetzung: Um eine benutzerdefinierte Rolle zu ändern, benötigen Sie das Recht zum
Einsehen und Ändern von Sicherheitsbeauftragtenrollen. Zum Ändern der Einstellung für die zusätzliche Autorisierung benötigen Sie außerdem das Recht „Einstellungen für zusätzliche
Autorisierung ändern“.
Gehen Sie wie folgt vor:
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster unter Benutzerdefinierte Rollen auf die Rolle, die Sie
ändern möchten, und wählen Sie Sicherheitsbeauftragtenrolle ändern.
3. Ändern Sie die Eigenschaften nach Wunsch. Ändern Sie die Einstellungen für die zusätzliche
Autorisierung, indem Sie auf den Wert in dieser Spalte klicken und die gewünschte Rolle auswählen.
4. Klicken Sie auf das Speichern-Symbol in der Symbolleiste, um Ihre Änderungen in der
Datenbank zu speichern.
Die Rolle wurde geändert.
47
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Um eine Rolle anzulegen, die ähnliche Eigenschaften wie eine bereits vorhandene Rolle hat, können Sie die vorhandene Rolle als Vorlage benutzen. Sie können eine vordefinierte oder eine benutzerdefinierte Rolle als Vorlage auswählen.
Voraussetzung: Die Verwendung von vorhandenen Rollen als Vorlage ist nur dann möglich, wenn der derzeit authentisierte Sicherheitsbeauftragte alle Rechte hat, die in dieser spezifischen
Rollenvorlage enthalten sind. Diese Funktion ist also u. U. für Sicherheitsbeauftragte, deren zulässige Aktionen begrenzt sind, nicht verfügbar.
Gehen Sie wie folgt vor:
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster mit der rechten Maustaste auf die Rolle, die Sie kopieren möchten, und wählen Sie Neu > Neue Kopie der Rolle. Unter Neue benutzerdefinierte Rolle werden alle Eigenschaften der vorhandenen Rolle bereits vorausgewählt.
3. Geben Sie einen neuen Namen für diese Rolle ein und ändern Sie die Eigenschaften nach
Wunsch.
4. Klicken Sie auf das Speichern-Symbol in der Symbolleiste, um Ihre Änderungen in der
Datenbank zu speichern.
Die neue Rolle ist angelegt.
Hinweis: Vordefinierte Rollen können nicht gelöscht werden.
Voraussetzung: Um eine Rolle zu löschen, benötigen Sie das Recht zum Einsehen und Löschen von Sicherheitsbeauftragtenrollen.
Gehen Sie wie folgt vor:
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster unter Benutzerdefinierte Rollen mit der rechten
Maustaste auf die Rolle, die Sie löschen möchten, und wählen Sie Löschen. Je nach den
Eigenschaften der Rolle wird eine entsprechende Warnungsmeldung angezeigt.
48
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Hinweis: Wenn Sie eine Rolle löschen, geht diese Rolle bei allen Sicherheitsbeauftragten, denen sie zugeordnet ist, verloren. Ist einem Sicherheitsbeauftragten nur diese eine Rolle zugewiesen, so kann dieser sich erst wieder am SafeGuard Management Center anmelden, wenn ein übergeordneter Sicherheitsbeauftragter ihm eine neue Rolle zuweist. Wird die Rolle für die zusätzliche Autorisierung verwendet, so wird der Haupt-Sicherheitsbeauftragte dazu aufgefordert, die zusätzliche Autorisierung durchzuführen.
3. Um die Rolle zu löschen, bestätigen Sie die Meldung mit Ja.
4. Klicken Sie auf das Speichern-Symbol in der Symbolleiste, um Ihre Änderungen in der
Datenbank zu speichern.
Die Rolle wird aus dem Navigationsfenster entfernt und aus der Datenbank gelöscht.
Voraussetzung: Um einen neuen Haupt-Sicherheitsbeauftragten anzulegen, benötigen Sie das
Recht, Sicherheitsbeauftragte einzusehen und anzulegen.
Gehen Sie wie folgt vor:
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster mit der rechten Maustaste auf den Knoten Haupt-
Sicherheitsbeauftragte und wählen Sie Neu > Neuer Sicherheitsbeauftragter.
3. Nehmen Sie die relevanten Einträge unter Neuer Haupt-Sicherheitsbeauftragter vor:
Eingabefeld/Kontrollkästchen Beschreibung
Aktiviert
Kurzname
Hier kann der Beauftragte bis auf Weiteres deaktiviert werden. Das bedeutet, dass er zwar im System existiert, sich aber noch nicht an das SafeGuard Management
Center anmelden kann. Erst wenn er durch einen anderen Beauftragten aktiviert wird, kann er sich anmelden und seine administrativen Tätigkeiten ausführen.
Hier wird der Name des Beauftragten angegeben, wie er in den von SafeGuard Enterprise erzeugten Zertifikaten unter cn= eingetragen wird. Unter diesem Namen wird er auch im Navigationsfenster des Management Centers angezeigt. Dieser Name muss eindeutig sein.
Maximalwert: 256 Zeichen
49
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Eingabefeld/Kontrollkästchen Beschreibung
Beschreibung
Mobiltelefon
Gültig ab/bis
Token-Anmeldung
Optional
Maximalwert: 256 Zeichen
Optional
Maximalwert: 128 Zeichen
Optional
Maximalwert: 256 Zeichen
Hier wird angegeben, ab und bis wann (Datum) sich der
Beauftragte am Management Center anmelden darf.
Die Anmeldung kann auf folgende Art erfolgen:
Ohne Token
Der Sicherheitsbeauftragte darf sich nicht mit einem
Token anmelden.
Er muss sich über die Anmeldeinformationen
(Benutzername/Kennwort) anmelden.
Optional
Die Anmeldung kann mit Token oder mit
Anmeldeinformationen erfolgen. Der
Sicherheitsbeauftragte kann wählen.
Zwingend erforderlich
Die Verwendung eines Token zur Anmeldung ist zwingend vorgeschrieben. Dazu muss sich der zum
Zertifikat des Sicherheitsbeauftragten gehörende private
Schlüssel auf dem Token befinden.
50
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Eingabefeld/Kontrollkästchen Beschreibung
Zertifikat
Zertifikat
Zur Anmeldung an das Management Center benötigt ein
Beauftragter immer ein Zertifikat. Das Zertifikat kann entweder von SafeGuard Enterprise selbst erstellt werden oder es wird ein bereits existierendes verwendet. Ist eine
Anmeldung mit Token zwingend notwendig, so muss das
Zertifikat auf den Token des Sicherheitsbeauftragten aufgebracht werden.
Erzeugen:
Zertifikat und Schlüsseldatei werden neu erstellt und an einem auswählbaren Ort gespeichert. Dabei muss ein
Kennwort für die .p12-Schlüsseldatei angegeben und bestätigt werden. Die .p12-Datei muss dem
Sicherheitsbeauftragten bei der Anmeldung zur
Verfügung stehen. Das erstellte Zertifikat wird dem
Sicherheitsbeauftragten automatisch zugeteilt und unter
Zertifikat angezeigt. Wenn SafeGuard Enterprise
Kennwortregeln angewendet werden, sollten die Regeln im Active Directory deaktiviert werden.
Hinweis: Maximale Länge des Speicherpfads und des
Dateinamens: 260 Zeichen.
Zum Anlegen eines Sicherheitsbeauftragten ist der
öffentliche Teil des Zertifikats zwar ausreichend. Bei der
Anmeldung am Management Center wird allerdings der private Teil des Zertifikats, die Schlüsseldatei, verlangt.
Liegt diese nicht in der Datenbank vor, muss sie dem
Sicherheitsbeauftragten zur Verfügung stehen und kann bei der Anmeldung dann ggf. im Zertifikatsspeicher abgelegt werden.
Importieren:
Ein existierendes Zertifikat wird importiert und anschließend dem Beauftragten zugewiesen. Wird aus einer .p12 Schlüsseldatei importiert, muss das Kennwort des Zertifikats bekannt sein. Wird ein PKCS#12
Zertifikatscontainer ausgewählt, werden alle Zertifikate in die Liste der zuweisbaren Zertifikate geladen. Die
Zuweisung des Zertifikats erfolgt nach dem Import, indem das Zertifikat im Dropdown-Listenfeld ausgewählt wird.
4. Klicken Sie zur Bestätigung Ihrer Einstellungen auf OK.
51
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Der neu angelegte Haupt-Sicherheitsbeauftragte wird im Navigationsfenster unter dem Knoten
Haupt-Sicherheitsbeauftragte angezeigt. Die jeweiligen Eigenschaften lassen sich durch
Auswahl des gewünschten Sicherheitsbeauftragten im Navigationsfenster anzeigen. Der Haupt-
Sicherheitsbeauftragte kann sich mit dem angezeigten Namen an das SafeGuard Management
Center anmelden.
Voraussetzung: Um einen neuen Sicherheitsbeauftragten anzulegen, benötigen Sie das Recht
Sicherheitsbeauftragte einzusehen und anzulegen.
Gehen Sie wie folgt vor:
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster mit der rechten Maustaste auf den Sicherheitsbeauftragten-
Knoten, in dem Sie den neuen Sicherheitsbeauftragten anlegen möchten, und wählen Sie
Neu > Neuer Sicherheitsbeauftragter.
3. Nehmen Sie die relevanten Einträge unter Neuer Sicherheitsbeauftragter vor:
52
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Eingabefeld/Kontrollkästchen Beschreibung
Aktiviert
Kurzname
Beschreibung
Mobiltelefon
Gültig von/bis
Token-Anmeldung
Hier kann der Beauftragte bis auf Weiteres deaktiviert werden. Das bedeutet, dass er zwar im System existiert, sich aber noch nicht an das Management Center anmelden kann. Erst wenn er durch einen anderen
Beauftragten aktiviert wird, kann er sich anmelden und seine administrativen Tätigkeiten ausführen.
Hier wird der Name des Beauftragten angegeben, wie er in den von SafeGuard Enterprise erzeugten Zertifikaten unter cn= eingetragen wird. Unter diesem Namen wird er auch im Navigationsfenster des Management Centers angezeigt. Dieser Name muss eindeutig sein.
Maximalwert: 256 Zeichen
Optional
Maximalwert: 256 Zeichen
Optional
Maximalwert: 128 Zeichen
Optional
Maximalwert: 256 Zeichen
Hier wird angegeben, ab und bis wann (Datum) sich der
Beauftragte am Management Center anmelden darf.
Die Anmeldung kann auf folgende Art erfolgen:
Ohne Token
Der Beauftragte darf sich nicht mit einem Token anmelden.
Er muss sich über die Anmeldeinformationen
(Benutzername/Kennwort) anmelden.
Optional
Die Anmeldung kann mit Token oder mit
Anmeldeinformationen erfolgen. Der
Sicherheitsbeauftragte kann wählen.
Zwingend erforderlich
Die Verwendung eines Token zur Anmeldung ist zwingend vorgeschrieben. Dazu muss sich der zum
Zertifikat des Beauftragten gehörende private Schlüssel auf dem Token befinden.
53
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Eingabefeld/Kontrollkästchen Beschreibung
Zertifikat
Zertifikat
Zur Anmeldung an das Management Center benötigt ein
Beauftragter immer ein Zertifikat. Das Zertifikat kann entweder von SafeGuard Enterprise selbst erstellt werden oder es wird ein bereits existierendes verwendet. Ist eine
Anmeldung mit Token zwingend notwendig, so muss das
Zertifikat auf den Token des Sicherheitsbeauftragten aufgebracht werden.
Erzeugen:
Zertifikat und Schlüsseldatei werden neu erstellt und an einem auswählbaren Ort gespeichert. Dabei muss ein
Kennwort für die .p12-Schlüsseldatei angegeben und bestätigt werden. Die .p12-Datei muss dem
Sicherheitsbeauftragten bei der Anmeldung zur
Verfügung stehen. Das erstellte Zertifikat wird dem
Sicherheitsbeauftragten automatisch zugeteilt und unter
Zertifikat angezeigt. Wenn SafeGuard Enterprise
Kennwortregeln angewendet werden, sollten die Regeln im Active Directory deaktiviert werden.
Hinweis: Maximale Länge des Speicherpfads und des
Dateinamens: 260 Zeichen.
Zum Anlegen eines Sicherheitsbeauftragten ist der
öffentliche Teil des Zertifikats zwar ausreichend. Bei der
Anmeldung am Management Center wird allerdings der private Teil des Zertifikats, die Schlüsseldatei, verlangt.
Liegt diese nicht in der Datenbank vor, muss sie dem
Sicherheitsbeauftragten zur Verfügung stehen und kann bei der Anmeldung dann ggf. im Zertifikatsspeicher abgelegt werden.
Importieren:
Ein existierendes Zertifikat wird importiert und anschließend dem Beauftragten zugewiesen. Wird aus einer .p12 Schlüsseldatei importiert, muss das Kennwort des Zertifikats bekannt sein. Wird ein PKCS#12
Zertifikatscontainer ausgewählt, werden alle Zertifikate in die Liste der zuweisbaren Zertifikate geladen. Die
Zuweisung des Zertifikats erfolgt nach dem Import, indem das Zertifikat im Dropdown-Listenfeld ausgewählt wird.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
55
Eingabefeld/Kontrollkästchen Beschreibung
Rollen des Beauftragten Rollen
Dem Beauftragten können vordefinierte oder benutzerdefinierte Rollen zugewiesen werden. Die mit jeder Rolle verbundenen Rechte werden nach dem
Klicken auf die entsprechende unter zugelassene Aktion im Aktionsbereich angezeigt. Zum Aufrufen der Rechte können Sie auch mit der rechten Maustaste auf den
Sicherheitsbeauftragten klicken und Eigenschaften,
Aktionen wählen. Einem Benutzer können mehrere
Rollen zugewiesen werden.
Vordefinierte Rollen werden fett dargestellt.
Das Ausführen einer zusätzlichen Authentisierung ist ausdrücklich an den Besitz einer bestimmten Rolle gebunden.
4. Klicken Sie zur Bestätigung Ihrer Einstellungen auf OK.
Der neu angelegte Sicherheitsbeauftragte wird im Navigationsfenster unter dem jeweiligen
Sicherheitsbeauftragten-Knoten angezeigt. Die jeweiligen Eigenschaften lassen sich durch
Auswahl des gewünschten Sicherheitsbeauftragten im Navigationsfenster anzeigen.
Der Sicherheitsbeauftragte kann sich mit dem angezeigten Namen an das SafeGuard
Management Center anmelden. Im nächsten Schritt müssen Sie nun dem
Sicherheitsbeauftragten Verzeichnisobjekte/Domänen zuweisen, damit dieser die erforderlichen
Aufgaben ausführen kann.
7.10 Einem Sicherheitsbeauftragten Verzeichnisobjekte zuweisen
Für die Ausführung ihrer Aufgaben benötigten Sicherheitsbeauftragte Zugriffsrechte für
Verzeichnisobjekte. Unter dem Stammverzeichnis lässt sich der Zugriff auf Domänen- und
Arbeitsgruppenknoten sowie auf den Knoten „Autoregistered“ gewähren.
Voraussetzung: Um einem Sicherheitsbeauftragten Verzeichnisobjekte zuzuweisen, benötigten
Sie die Benutzer und Computer Rechte „Zugriffsrechte von Sicherheitsbeauftragten anzeigen“ und „Zugriffsrechte für Verzeichnis gewähren/verweigern“.
Gehen Sie wie folgt vor:
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Benutzer & Computer.
2. Wählen Sie im Navigationsfenster auf der linken Seite die gewünschten
Verzeichnisobjekte aus.
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
3. Klicken Sie im Aktionsbereich auf der rechten Seite auf die Registerkarte Zugriff.
4. Um die Rechte für die ausgewählten Objekte zuzuweisen, ziehen Sie den gewünschten
Sicherheitsbeauftragten von der äußersten rechten Seite per Drag&Drop in die Zugriff-
Tabelle. Um die Zuweisung rückgängig zu machen, ziehen Sie den Sicherheitsbeauftragten wieder zurück in die Sicherheitsbeauftragte-Tabelle.
5. Klicken Sie auf das Speichern-Symbol in der Symbolleiste, um Ihre Änderungen in der
Datenbank zu speichern.
Die ausgewählten Objekte stehen dem ausgewählten Sicherheitsbeauftragten zur Verfügung.
7.11 Benutzer und Sicherheitsbeauftragte befördern
Sie haben folgende Möglichkeiten:
Sie können einen Benutzer im Bereich Benutzer & Computer zum Sicherheitsbeauftragten machen.
Sie können einen Sicherheitsbeauftragten im Bereich Sicherheitsbeauftragte zu einem
Haupt-Sicherheitsbeauftragten machen.
7.11.1 Voraussetzungen für die Ernennung eines Benutzers zum
Sicherheitsbeauftragten
Ein Sicherheitsbeauftragter mit den erforderlichen Rechten kann Benutzer zu
Sicherheitsbeauftragten machen und ihnen Rollen zuweisen.
Auf diese Weise ernannte Sicherheitsbeauftragte können sich mit Ihren Windows-
Anmeldeinformationen oder ihrer Token/Smartcard-PIN an das SafeGuard Management Center anmelden. Sie können genauso wie andere Sicherheitsbeauftragte agieren und verwaltet werden.
Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:
Benutzer, die zu Sicherheitsbeauftragten ernannt werden sollen, müssen aus einem Active
Directory importiert und im SafeGuard Management Center unter Benutzer & Computer sichtbar sein.
Damit sich ein zum Sicherheitsbeauftragten ernannter Benutzer an das SafeGuard
Management Center anmelden kann, muss ein Benutzerzertifikat ausgestellt oder importiert und zugewiesen sein. Für die Anmeldung mit den Windows-Anmeldeinformationen muss die
.p12-Datei mit dem privaten Schlüssel in der SafeGuard Enterprise Datenbank vorhanden sein. Für die Anmeldung mit Token bzw. Smartcard-PIN muss sich die .p12-Datei mit dem privaten Schlüssel auf dem Token bzw. der Smartcard befinden.
56
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
7.11.2 Einen Benutzer zum Sicherheitsbeauftragten machen
Voraussetzung: Nur Haupt-Sicherheitsbeauftragte dürfen einen Benutzer zum
Sicherheitsbeauftragten machen.
Gehen Sie wie folgt vor:
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Benutzer & Computer.
2. Wählen Sie den Benutzer aus, den Sie zum Sicherheitsbeauftragten machen möchten, und klicken Sie auf die Registerkarte Zertifikat im Aktionsbereich auf der rechten Seite.
Wenn dem Benutzer ein Zertifikat zugeordnet ist, wird es im Aktionsbereich angezeigt.
Wenn dem Benutzer noch kein Zertifikat zugeordnet ist, klicken Sie zum Zuweisen auf das
Symbol Zertifikat importieren in der Symbolleiste. Wählen Sie den notwendigen
Zertifikatsspeicher (*.cer) sowie die private Schlüsseldatei (*.p12) und bestätigen Sie die
Auswahl mit OK.
3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Benutzer, den Sie zum Sicherheitsbeauftragten machen möchten. Wählen Sie Diesen Benutzer zum Sicherheitsbeauftragten machen.
4. Aktivieren Sie unter Rollenauswahl die gewünschte(n) Rolle(n) durch Anklicken und bestätigen Sie mit OK.
Vordefinierte Rollen werden fett dargestellt. Sind einem untergeordnetem
Sicherheitsbeauftragten mehr Rollen zugeordnet als dem angemeldeten
Sicherheitsbeauftragten, so werden diese Rollen kursiv dargestellt.
5. Klicken Sie auf das Speichern-Symbol in der Symbolleiste, um Ihre Änderungen in der
Datenbank zu speichern.
Der Benutzer ist nun Sicherheitsbeauftragter und wird im Bereich Sicherheitsbeauftragte mit seinem Benutzernamen angezeigt. Seine Eigenschaften lassen sich durch Auswahl des
Sicherheitsbeauftragten im Navigationsfenster anzeigen. Ist der private Schlüssel des Benutzers in der Datenbank gespeichert, so ist Kein Token aktiviert. Wenn sich der private Schlüssel auf dem Token oder der Smartcard befindet, ist Optional aktiviert.
Nach Wunsch können Sie den Sicherheitsbeauftragten per Drag&Drop auf der gewünschten
Position in der Baumstruktur des Bereichs Sicherheitsbeauftragte platzieren.
Der Sicherheitsbeauftragte kann sich nun mit dem angezeigten Namen an das SafeGuard
Management Center anmelden.
57
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
7.11.3 Einen Sicherheitsbeauftragten zum Haupt-Sicherheitsbeauftragten machen
Voraussetzung: Um einen Sicherheitsbeauftragten zum Haupt-Sicherheitsbeauftragten zu machen, benötigen Sie das Recht, Sicherheitsbeauftragte einzusehen und zu modifizieren.
Gehen Sie wie folgt vor:
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster mit der rechten Maustaste auf den Sicherheitsbeauftragten, den Sie zum Haupt-Sicherheitsbeauftragten machen möchten. Wählen Sie Zum Haupt-
Sicherheitsbeauftragten ernennen.
3. Weist der ausgewählte Sicherheitsbeauftragte untergeordnete Sicherheitsbeauftragte auf, so werden Sie dazu aufgefordert, einen neuen übergeordneten Knoten für diese untergeordneten
Sicherheitsbeauftragten auszuwählen.
58
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Der Sicherheitsbeauftragte wird zum Haupt-Sicherheitsbeauftragten gemacht und unter dem
Knoten Haupt-Sicherheitsbeauftragte angezeigt. Als Haupt-Sicherheitsbeauftragter erhält der ernannte Sicherheitsbeauftragte alle Rechte auf alle Objekte und verliert somit alle zugewiesenen
Rollen sowie einzeln gewährte Domänen-Zugriffsberechtigungen im Bereich Benutzer und
Computer.
7.12 Ernennung zum Haupt-Sicherheitsbeauftragten rückgängig machen
Voraussetzung: Nur Haupt-Sicherheitsbeauftragte können die Ernennung von
Sicherheitsbeauftragten zu Haupt-Sicherheitsbeauftragten rückgängig machen,
Gehen Sie wie folgt vor:
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster mit der rechten Maustaste auf den Haupt-
Sicherheitsbeauftragten, dessen Ernennung Sie rückgängig machen möchten. Wählen Sie
Zum Sicherheitsbeauftragten zurückstufen.
3. Sie werden dazu aufgefordert, einen übergeordneten Knoten für den Sicherheitsbeauftragten zu wählen und mindestens eine Rolle zuzuweisen.
Die Ernennung des Sicherheitsbeauftragten zum Haupt-Sicherheitsbeauftragten wird rückgängig gemacht und der Sicherheitsbeauftragte wird unter dem ausgewählten Sicherheitsbeauftragten-
Knoten angezeigt. Der Sicherheitsbeauftragte verliert alle Rechte für alle Objekte und erhält nur die Rechte, die den zugewiesenen Rollen zugeordnet sind. Ein Sicherheitsbeauftragter, dessen
Ernennung zum Haupt-Sicherheitsbeauftragten rückgängig gemacht wurde, hat zunächst keine
Domänen-Zugriffsrechte. Domänen-Zugriffsrechte müssen einzeln im Bereich Benutzer &
Computer in der Registerkarte Zugriff gewährt werden.
59
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
7.13 Zertifikat eines Sicherheitsbeauftragten ändern
Voraussetzung: Um das Zertifikat eines Sicherheitsbeauftragten oder Haupt-
Sicherheitsbeauftragten zu ändern, benötigen Sie das Recht, Sicherheitsbeauftragte einzusehen und zu modifizieren.
Gehen Sie wie folgt vor:
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster mit der rechten Maustaste auf den Sicherheitsbeauftragten, dessen Zertifikat Sie ändern möchten. Das aktuelle Zertifikat wird im Aktionsbereich auf der rechten Seite unter Zertifikate angezeigt.
3. Klicken Sie im Aktionsbereich auf die Dropdownliste Zertifikate und wählen Sie ein anderes
Zertifikat aus.
4. Klicken Sie auf das Speichern-Symbol in der Symbolleiste, um Ihre Änderungen in der
Datenbank zu speichern.
7.14 Sicherheitsbeauftragte in der Baumstruktur anordnen
Sicherheitsbeauftragte lassen sich im Navigationsbereich des SafeGuard Management Center gemäß der Organisationsstruktur Ihres Unternehmens hierarchisch anordnen.
Die Baumstruktur lässt sich für alle Sicherheitsbeauftragten, außer für Haupt-
Sicherheitsbeauftragte, ordnen. Haupt-Sicherheitsbeauftragte werden in einer nichthierarchischen Liste unter dem Haupt-Sicherheitsbeauftragten-Knoten angezeigt.
Der Sicherheitsbeauftragten-Knoten enthält eine Baumstruktur, in der jeder Knoten einen
Sicherheitsbeauftragten repräsentiert. Diese hierarchische Anordnung gibt jedoch keine
Hierarchie in Bezug auf Rechte und Rollen wieder.
Voraussetzung: Um einen Sicherheitsbeauftragten in der Baumstruktur zu verschieben, benötigen Sie das Recht, Sicherheitsbeauftragte einzusehen und zu modifizieren.
Gehen Sie wie folgt vor:
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Ziehen Sie im den gewünschten Sicherheitsbeauftragten im Navigationsfenster per
Drag&Drop zum gewünschten Knoten.
Alle dem Sicherheitsbeauftragten untergeordneten Sicherheitsbeauftragte werden ebenfalls verschoben.
60
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
7.15 Schneller Wechsel zwischen Sicherheitsbeauftragten
Sie können das SafeGuard Management Center schnell und einfach neu starten, wenn Sie sich mit einem anderen Sicherheitsbeauftragten anmelden möchten.
Gehen Sie wie folgt vor:
1. Wählen Sie im SafeGuard Management Center Datei > Sicherheitsbeauftragten wechseln.
Das SafeGuard Management Center wird neu gestartet und es wird ein Anmeldedialog angezeigt.
2. Wählen Sie den Sicherheitsbeauftragten, mit dem Sie sich an das SafeGuard Management
Center anmelden möchten, und geben Sie das zugehörige Kennwort ein. Wenn Sie im Multi
Tenancy Modus arbeiten, werden Sie wieder an dieselbe Datenbankkonfiguration angemeldet.
Das SafeGuard Management Center wird neu gestartet und zeigt die dem angemeldeten
Sicherheitsbeauftragten zugeordnete Ansicht.
7.16 Sicherheitsbeauftragten löschen
Voraussetzung: Um einen Sicherheitsbeauftragten zu löschen, benötigen Sie das Recht,
Sicherheitsbeauftragte einzusehen und zu löschen.
Gehen Sie wie folgt vor:
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Sicherheitsbeauftragte.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster mit der rechten Maustaste auf den Sicherheitsbeauftragten oder den Haupt-Sicherheitsbeauftragten, den Sie löschen möchten. Wählen Sie Löschen.
Beachten Sie, dass Sie den Sicherheitsbeauftragten, mit dem Sie angemeldet sind, nicht löschen können.
3. Weist der ausgewählte Sicherheitsbeauftragte untergeordnete Sicherheitsbeauftragte auf, so werden Sie dazu aufgefordert, einen neuen übergeordneten Knoten für diese untergeordneten
Sicherheitsbeauftragten auszuwählen.
Der Sicherheitsbeauftragte wird aus der Datenbank gelöscht.
Hinweis: Mindestens ein Haupt-Sicherheitsbeauftragter, der explizit als Beauftragter angelegt wurde und nicht nur zum Haupt-Sicherheitsbeauftragten ernannt wurde, muss immer in der
Datenbank verbleiben. Wird ein Benutzer, der zum Sicherheitsbeauftragten ernannt wurde, aus der Datenbank gelöscht, so wird auch sein Benutzerkonto aus der Datenbank gelöscht.
61
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Hinweis: Wenn der zu löschende Sicherheitsbeauftragte eine Rolle hat, die zusätzliche
Autorisierung umfasst und dem Sicherheitsbeauftragten als einziger diese Rolle zugewiesen ist, wird der Sicherheitsbeauftragte trotzdem gelöscht. Es wird angenommen, dass der Haupt-
Sicherheitsbeauftragte die zusätzliche Autorisierung übernimmt.
62
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
8 Datenverschlüsselung
Ein Kernstück von SafeGuard Enterprise ist die Verschlüsselung von Daten auf unterschiedlichen
Datenträgern. Die Verschlüsselung kann volume- oder dateibasierend durchgeführt werden, mit unterschiedlichen Schlüsseln und Algorithmen.
Dateien werden transparent verschlüsselt. Wenn Benutzer Dateien öffnen, bearbeiten und speichern, werden Sie nicht zur Ver- oder Entschlüsselung aufgefordert.
Als Sicherheitsbeauftragter legen Sie die Einstellungen für die Verschlüsselung in einer
Sicherheitsrichtlinie vom Typ Geräteschutz fest.
Mit der volume-basierenden Verschlüsselung werden alle Daten auf einem Volume
(einschließlich Boot-Dateien, Pagefiles, Hibernation Files, temporäre Dateien,
Verzeichnisinformationen usw.) verschlüsselt. Benutzer müssen sich in ihrer Arbeitsweise nicht anpassen oder auf Sicherheit achten.
Hinweis: Wenn für ein Volume oder einen Volume-Typ eine Verschlüsselungsrichtlinie existiert und die Verschlüsselung des Volumes schlägt fehl, darf der Benutzer nicht auf das Volume zugreifen.
Um volume-basierende Verschlüsselung auf Endpoint-Computer anzuwenden, erstellen Sie eine
Richtlinie vom Typ Geräteschutz und wählen Sie bei Verschlüsselungsmodus für Medien die
Einstellung Volume-basierend.
SafeGuard Enterprise bietet die schnelle Initialverschlüsselung als Spezialmodus für die volumebasierende Verschlüsselung. Dieser Modus reduziert den Zeitraum, der für die initiale
Verschlüsselung (oder die endgültige Entschlüsselung) von Volumes auf Endpoint-Computern benötigt wird. Dies wird dadurch erreicht, dass nur auf den Festplattenspeicherplatz zugegriffen wird, der tatsächlich in Gebrauch ist.
Für die schnelle Initialverschlüsselung gelten folgende Voraussetzungen:
Die schnelle Initialverschlüsselung funktioniert nur auf NTFS-formatierten Volumes.
Bei NTFS-formatierten Volumes mit einer Cluster-Größe von 64 KB kann die schnelle
Initialverschlüsselung nicht angewendet werden.
63
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Hinweis: Dieser Modus kann zu einem unsichereren Zustand führen, wenn eine Platte vor der
Verwendung mit SafeGuard Enterprise bereits in Gebrauch war. Nicht verwendete Sektoren können noch Daten enthalten. Daher ist die schnelle Initialverschlüsselung standardmäßig deaktiviert.
Um die schnelle Initialverschlüsselung zu aktivieren, wählen Sie die Einstellung Schnelle
Initialverschlüsselung in einer Richtlinie vom Typ Geräteschutz.
Hinweis: Für die Entschlüsselung eines Volumes wird unabhängig von der gewählten
Richtlinieneinstellung immer die schnelle Initialverschlüsselung verwendet. Für die
Entschlüsselung gelten ebenfalls die angegebenen Einschränkungen.
8.1.2 Volume-basierende Verschlüsselung und die Windows 7 Systempartition
Für Windows 7 Professional, Enterprise und Ultimate wird auf den Endpoint-Computern eine
Systempartition angelegt, der kein Laufwerksbuchstabe zugeordnet ist. Diese System-Partition kann nicht von SafeGuard Enterprise verschlüsselt werden.
8.1.3 Volume-basierende Verschlüsselung und Unidentified File System Objects
Unidentified File System Objects sind Volumes, die von SafeGuard Enterprise nicht eindeutig als verschlüsselt oder unverschlüsselt identifiziert werden können. Existiert für ein Unidentified File
System Object eine Verschlüsselungsrichtlinie, so wird der Zugriff auf das Volume verweigert.
Existiert keine Verschlüsselungsrichtlinie, so kann der Benutzer auf das Volume zugreifen.
Hinweis: Existiert für ein Unidentified File System Object eine Verschlüsselungsrichtlinie, bei der die Richtlinieneinstellung Schlüssel für die Verschlüsselung auf eine Option eingestellt ist, die die Schlüsselauswahl ermöglicht (z. B. Beliebiger Schlüssel im Schlüsselring des Benutzer), so entsteht zwischen der Anzeige des Schlüsselauswahldialogs und der Verweigerung des Zugriffs auf das Volume eine zeitliche Lücke. Während dieser Zeit kann auf das Volume zugegriffen werden. So lange der Schlüsselauswahldialog nicht vom Benutzer bestätigt wird, besteht Zugriff auf das Volume. Um dies zu vermeiden, geben Sie einen vorausgewählten Schlüssel für die
Verschlüsselung an. Diese zeitliche Lücke entsteht auch dann für mit dem Endpoint-Computer verbundene Unidentified File System Objects, wenn der Benutzer zu dem Zeitpunkt, an dem die
Verschlüsselungsrichtlinie wirksam wird, bereits Dateien auf dem Volume geöffnet hat. In diesem Fall, kann nicht gewährleistet werden, dass der Zugriff auf das Volume verweigert wird, da dies zu Datenverlust führen könnte.
64
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
8.1.4 Verschlüsselung von Volumes mit aktivierter Autorun-Funktionalität
Wenn Sie auf Volumes, für die die Autorun-Funktionalität aktiviert ist, eine
Verschlüsselungsrichtlinie anwenden, so können folgende Probleme auftreten:
Das Volume wird nicht verschlüsselt.
Wenn es sich bei dem Volume um ein Unidentified File System Object (siehe
Volumebasierende Verschlüsselung und Unidentified File System Objects
auf Seite 64) handelt, so wird
der Zugriff nicht verweigert.
8.1.5 Zugriff auf mit BitLocker To Go verschlüsselte Volumes
Wird SafeGuard Enterprise mit aktivierter BitLocker To Go Unterstützung verwendet und existiert eine SafeGuard Enterprise Verschlüsselungsrichtlinie für ein mit BitLocker To Go verschlüsseltes Volume, so wird der Zugriff auf das Volume verweigert. Existiert keine SafeGuard
Enterprise Verschlüsselungsrichtlinie, so kann der Benutzer auf das Volume zugreifen.
Hinweis: Wenn die Autorun-Einstellungen für ein mit BitLocker To Go verschlüsseltes Volume auf die Standardwerte eingestellt sind, kann es vorkommen, dass der Zugriff trotz vorhandener
SafeGuard Enterprise Verschlüsselungsrichtlinie nicht verweigert wird. Diese Situation tritt nur unter Windows Vista auf.
Die dateibasierende Verschlüsselung stellt sicher, dass alle Daten verschlüsselt sind (außer Boot
Medium und Verzeichnisinformationen). Mit dateibasierender Verschlüsselung lassen sich auch optische Medien wie CD/DVD verschlüsseln. Außerdem können Daten mit Fremdrechnern, auf denen SafeGuard Enterprise nicht installiert ist, ausgetauscht werden (soweit von der Richtlinie erlaubt).
Hinweis: Mit “Dateibasierender Verschlüsselung” verschlüsselte Daten können nicht komprimiert werden. Umgekehrt können auch komprimierte Dateien nicht dateibasierend verschlüsselt werden.
Hinweis: Boot-Volumes werden niemals dateibasierend verschlüsselt. Sie sind automatisch von einer dateibasierenden Verschlüsselung ausgenommen, auch wenn eine entsprechende Regel definiert ist.
Um dateibasierende Verschlüsselung auf Endpoint-Computer anzuwenden, erstellen Sie eine
Richtlinie vom Typ Geräteschutz und wählen Sie bei Verschlüsselungsmodus für Medien die
Einstellung Dateibasierend.
65
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
8.2.1 Anwendungen von der Verschlüsselung ausnehmen
Sie können für Anwendungen festlegen, dass sie vom SafeGuard Enterprise Filter-Treiber ignoriert werden sollen. Damit sind sie von der transparenten Ver-/Entschlüsselung ausgenommen.
Ein Beispiel hierfür ist ein Backup- Programm. Damit die Daten beim Erstellen eines Backups nicht entschlüsselt werden, kann diese Anwendung von der Verschlüsselung/Entschlüsselung ausgenommen werden. Die Daten werden verschlüsselt gesichert.
Als typischer Anwendungsfall können Backup-Programme zum Beispiel als unberücksichtigt definiert werden, damit sie immer die verschlüsselten Daten lesen und sichern.
Anwendungen, die bei gleichzeitiger Verwendung mit SafeGuard Enterprise
Funktionsstörungen auslösen können, aber keine Verschlüsselung erfordern, können generell von der Verschlüsselung ausgenommen werden.
Sie können Anwendungen von der Verschlüsselung/Entschlüsselung in einer Richtlinie vom Typ
Geräteschutz mit dem Ziel Lokale Datenträger ausnehmen. Zur Angabe von
Unberücksichtigten Anwendungen wird der vollständige Name der ausführbaren Datei
(optional inklusive Pfadinformation) verwendet.
66
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
9 SafeGuard Enterprise Schlüsselmanagement
SafeGuard Enterprise erzeugt in der Standardeinstellung beim Import der Verzeichnisstruktur automatisch Schlüssel für:
Domänen
Container/OUs
Gruppen und weist diese den entsprechenden Objekten zu. Computer- und Benutzerschlüssel werden bei
Bedarf erzeugt.
Schlüssel können nicht gelöscht werden! Sie sind immer in der SafeGuard Enterprise Datenbank enthalten.
Beim ersten Starten eines Endpoint-Computers erzeugt SafeGuard Enterprise einen
Computerschlüssel für diesen Computer (definierter Computerschlüssel).
Bei der Anmeldung erhält jeder Benutzer alle Schlüssel aus seinem Schlüsselbund.
Dieser Schlüsselbund besteht aus:
einem persönlichen Schlüssel
aus den Schlüsseln der Gruppen, in denen der Benutzer Mitglied ist.
aus den Schlüsseln der den Gruppen, in denen er Mitglied ist, übergeordneten Container/
OUs.
Durch die Schlüssel in seinem Schlüsselbund ist festgelegt, auf welche Daten der Benutzer zugreifen kann. Es ist dem Benutzer nur möglich, auf Daten zuzugreifen, für die er den passenden
Schlüssel besitzt.
Alle vorhandenen Schlüssel werden angezeigt, wenn Sie im Navigationsbereich des SafeGuard
Management Centers auf Benutzer & Computer klicken und die Registerkarte Schlüssel wählen.
Alle überhaupt vohandenen Schlüssel können angezeigt werden, wenn Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Management Centers auf Schlüssel & Zertifikate klicken und Zugewiesene
Schlüssel bzw. Inaktive Schlüssel auswählen. Für alle Schlüssel können Sie sich dort Listen generieren lassen.
67
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
2
1
3
4
1. Diese Ansicht wird durch Klicken auf Benutzer & Computer geöffnet.
2. Die Schlüssel eines hier markierten Objekts werden im Aktionsbereich und in den dazugehörigen Ansichten angezeigt
3. Aktionsbereich: Anzeige abhängig von der Auswahl im Navigationsbereich. Es werden alle dem Objekt zugewiesenen Schlüssel angezeigt.
4. Hier werden alle verfügbaren Schlüssel angezeigt. Dem ausgewählten Objekt bereits zugewiesene Schlüssel sind ausgegraut. Über Filter kann zwischen bereits einem Objekt zugewiesenen (aktiven) und noch keinem Objekt zugewiesenen (inaktiven) Schlüsseln umgeschaltet werden.
Nach dem Import verfügt jeder Benutzer über eine Anzahl von Schlüsseln, die zur
Datenverschlüsselung verwendet werden können.
68
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
9.1 Schlüssel für die Datenverschlüsselung
Benutzern können bestimmte Schlüssel zur Verschlüsselung von Volumes zugewiesen werden, indem Richtlinien vom Typ Geräteschutz angelegt werden. Folgende Volumes stehen zur
Verfügung:
Wenn Sie die Einstellungen für die verschiedenen Medien vornehmen, finden Sie bei jedem
Medium die Option: Schlüssel für die Verschlüsselung.
69
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Hier können Sie festlegen, welche Schlüssel der Benutzer bei der Verschlüsselung verwenden darf bzw. muss:
Beliebiger Schlüssel im Schlüsselring des Benutzers
Der Benutzer kann nach der Anmeldung an Windows auswählen, welchen Schlüssel er für die
Verschlüsselung des Laufwerks verwenden möchte.
Es wird ein Dialog angezeigt, in dem der Benutzer den gewünschten Schlüssel auswählen kann.
Alle, außer persönliche Schlüssel im Schlüsselring
Ein Benutzer darf seinen persönlichen Schlüssel nicht verwenden, um Daten zu verschlüsseln.
Beliebiger Gruppenschlüssel im Schlüsselring des Benutzers
Der Benutzer darf nur aus den in seinem Schlüsselbund vorhandenen Gruppenschlüsseln auswählen.
Definierter Computerschlüssel
Ist der eindeutige Schlüssel, der beim ersten Hochfahren des Computers exklusiv für diesen
Computer in SafeGuard Enterprise erzeugt wird. Der Benutzer hat keine
Auswahlmöglichkeit.
Ein definierter Computerschlüssel wird nur für die Boot- und Systempartition eingesetzt und für Laufwerke, auf denen sich Dokumente und Einstellungen befinden.
Definierter Schlüssel aus der Liste
Diese Option erlaubt es Ihnen, einen bestimmten Schlüssel zu definieren, der vom Benutzer zur Verschlüsselung verwendet werden muss. Wenn Sie dem Benutzer einen Schlüssel auf diese Weise vorgeben wollen, müssen Sie unter Für Verschlüsselung definierter Schlüssel
(wird erst angezeigt, wenn die Option Definierter Schlüssel aus der Liste ausgewählt wurde) einen Schlüssel festlegen.
Wenn Sie auf die [...] Schaltfläche neben der Option Für Verschlüsselung definierter
Schlüssel klicken, wird ein Dialog angezeigt, in dem Sie einen Schlüssel angeben können.
Stellen Sie sicher, dass der Benutzer auch im Besitz des entsprechenden Schlüssels ist, wenn
Sie so die Verwendung eines bestimmten Schlüssels festlegen.
70
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Hier können Sie nach Schlüsselnamen oder
Schlüssel-ID suchen.
Hier können Sie einen Suchbegriff eingeben.
Hier werden alle gefundenen Schlüssel angezeigt.
Markieren Sie den gewünschten Schlüssel und klicken Sie auf OK.
Der ausgewählte Schlüssel wird auf dem Benutzer-Computer zur Verschlüsselung verwendet.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
9.2 Zertifikate
SafeGuard Enterprise kann mit signierten SHA1, MD2 und MD5 Zertifikaten verifiziert werden.
Wenn Certification Authority (CA) Zertifikate in der Datenbank gelöscht werden und Sie diese nicht mehr verwenden möchten, sollten Sie diese Zertifikate manuell von allen
Administrator PCs im lokalen Speicher entfernen.
SafeGuard Enterprise kann in diesem Fall nur dann mit abgelaufenen Zertifikaten kommunizieren, wenn sich alte und neue Schlüssel auf derselben Karte befinden.
Die Kombination aus CA Zertifikaten und CRL (Certificate Revocation List) Zertifikaten auf einer Smartcard muss übereinstimmen. Andernfalls können sich die Benutzer nicht an den entsprechenden Computern anmelden. Bitte überprüfen Sie, ob die Kombination korrekt ist.
SafeGuard Enterprise führt diese Überprüfung nicht durch.
Die Anmeldezertifikate für Sicherheitsbeauftragte müssen sich in “MY” befinden.
CA Zertifikate können nicht von einem Token entnommen und in der Datenbank oder im
Zertifikatsspeicher gespeichert werden. Wenn Sie CA Zertifikate verwenden möchten (oder müssen), müssen diese in Dateiform zur Verfügung stehen, nicht nur auf einem Token. Dies gilt auch für CRLs.
Beachten Sie, dass beim Importieren eines Benutzerzertifikats sowohl der öffentliche als auch der private Bereich des Zertifikats importiert werden. Wird nur der öffentliche Bereich importiert, so wird nur die Anmeldung mit Token unterstützt.
Virtuelle Clients sind spezifische verschlüsselte Schlüsseldateien, die im Rahmen eines
Challenge/Response-Verfahrens für Recovery-Zwecke verwendet werden können, wenn die benötigten Benutzerinformationen nicht zur Verfügung stehen und ein Challenge/Response-
Verfahren normalerweise nicht möglich wäre (z. B. bei beschädigter POA).
Um in dieser komplexen Notfallsituation ein Challenge/Response-Verfahren zu ermöglichen, lassen sich spezifische Dateien, die als virtuelle Clients bezeichnet werden, erstellen. Diese
Dateien müssen vor dem Challenge/Response-Verfahren an den Benutzer verteilt werden.
Daraufhin lässt sich mit Hilfe der virtuellen Clients ein Challenge/Response-Verfahren über ein
Schlüssel-Recovery Tool auf dem Endpoint-Computer starten. Der Benutzer muss dann nur den
Helpdesk-Beauftragten über den/die benötigten Schlüssel informieren und den Response-Code eingeben, um wieder Zugriff auf das verschlüsselte Volume zu erhalten.
Der Zugriff kann entweder mit Hilfe eines einzelnen Schlüssels oder mit Hilfe einer verschlüsselten Schlüsseldatei, die mehrere Schlüssel enthält, wiederhergestellt werden.
72
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Im Bereich Schlüssel & Zertifikate des SafeGuard Management Centers haben Sie folgende
Möglichkeiten:
Virtuelle Clients anlegen und exportieren
Verschlüsselte Schlüsseldateien mit mehreren Schlüsseln anlegen und exportieren
Virtuelle Clients und exportierte Schlüsseldateien anzeigen lassen und filtern
Virtuelle Clients löschen
9.3.1 Virtuelle Clients anlegen
Virtuelle Client-Dateien können von verschiedenen Computern und für mehrere Challenge/
Response-Verfahren genutzt werden.
1. Öffnen Sie das SafeGuard Management Center und klicken Sie auf Schlüssel & Zertifikate.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster auf der linken Seite auf Virtuelle Clients.
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3. Klicken Sie in der Symbolleiste auf Virtuellen Client hinzufügen.
4. Geben Sie einen eindeutigen Namen für den virtuellen Client ein und klicken Sie auf OK. Die virtuellen Clients werden anhand der hier eingegebenen Namen in der Datenbank identifiziert.
5. Speichern Sie den virtuellen Client in der Datenbank, indem Sie in der Symbolleiste auf das
Symbol Speichern klicken.
Der neue virtuelle Client wird im Aktionsbereich angezeigt.
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
9.3.2 Virtuelle Clients exportieren
Nach dem Anlegen des virtuellen Client muss dieser in eine Datei exportiert werden. Diese Datei hat immer die Bezeichnung recoverytoken.tok
und muss an die Benutzer verteilt werden.
Beim Starten eines Challenge/Response-Verfahrens über ein Recovery Tool, z. B. bei einer beschädigten POA, muss diese Datei dem Benutzer zur Verfügung stehen. Der Benutzer muss die
Datei recoverytoken.tok
im selben Verzeichnis, in dem sich auch das Recovery Tool befindet, ablegen, damit ein Challenge/Response-Verfahren unterstützt wird.
1. Öffnen Sie das SafeGuard Management Center und klicken Sie auf Schlüssel & Zertifikate.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster auf der linken Seite auf Virtuelle Clients.
3. Suchen Sie im Aktionsbereich nach dem entsprechenden virtuellen Client, indem Sie auf das
Lupensymbol klicken. Die verfügbaren virtuellen Clients werden angezeigt.
4. Wählen Sie den gewünschten Eintrag im Aktionsbereich aus und klicken Sie in der
Symbolleiste auf Virtuellen Client exportieren.
5. Wählen Sie einen Speicherort für die Datei recoverytoken.tok
und klicken Sie auf OK.
6. Eine Meldung, die Sie über das erfolgreiche Speichern sowie den Speicherort der Datei informiert, wird angezeigt.
7. Verteilen Sie die virtuelle Client-Datei recoverytoken.tok
an die betreffenden SafeGuard
Enterprise Benutzer.
Der Benutzer sollte diese Datei an einem sicheren Speicherort, z. B. auf einem USB-Stick, speichern. Beim Starten eines Challenge/Response-Verfahrens muss diese Datei im selben
Verzeichnis wie das Recovery Tool abgelegt sein.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
9.3.3 Schlüsseldateien für den Recovery-Vorgang anlegen und exportieren
Sind mehrere Schlüssel erforderlich, um den Zugriff auf ein verschlüsseltes Volume im Rahmen eines Recovery-Verfahrens mit virtuellen Clients wiederherzustellen, so kann der
Sicherheitsbeauftragte diese Schlüssel in einer exportierten Schlüsseldatei zusammenfassen.
Diese Schlüsseldatei wird mit einem Zufallskennwort verschlüsselt, das in der Datenbank gespeichert wird. Das Kennwort ist für jede angelegte Schlüsseldatei einzigartig.
Die verschlüsselte Schlüsseldatei muss an den Benutzer übertragen werden und ihm beim Starten eines Challenge/Response-Verfahrens über ein Recovery Tool zur Verfügung stehen.
Im Rahmen des Challenge/Response-Verfahrens wird das Kennwort für die Schlüsseldatei mit dem Response-Code übertragen. Die Schlüsseldatei kann daraufhin mit dem Kennwort entschlüsselt werden und es besteht wieder Zugriff auf alle Volumes, die mit den verfügbaren
Schlüsseln verschlüsselt sind.
1. Öffnen Sie das SafeGuard Management Center und klicken Sie auf Schlüssel & Zertifikate.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster auf der linken Seite zunächst auf Virtuelle Clients und dann auf Exportierte Schlüsseldateien.
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3. Klicken Sie in der Symbolleiste auf Neue exportierte Schlüsseldatei.
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
4. Geben Sie im Dialog Schlüssel in eine Schlüsseldatei exportieren folgende Informationen ein:
Verzeichnis: Klicken Sie auf [...], um einen Speicherort für die Schlüsseldatei auszuwählen.
Dateiname: Die Schlüsseldatei ist mit einem Zufallskennwort verschlüsselt, das hier angezeigt wird. Sie können den hier angezeigten Namen nicht ändern.
Klicken Sie auf Schlüssel hinzufügen oder Schlüssel entfernen, um Schlüssel hinzuzufügen oder zu entfernen. Ein Popupfenster, in dem Sie nach den gewünschten
Schlüsseln suchen und diese auswählen können, wird angezeigt. Bestätigen Sie Ihre
Auswahl mit OK.
Klicken Sie auf OK, um Ihre Angaben zu bestätigen.
5. Verteilen Sie diese Schlüsseldatei an die betreffenden Benutzer. Sie muss den Benutzern vor der Eingabe des Response-Codes auf Client-Seite zur Verfügung stehen.
9.3.4 Virtuelle Clients anzeigen und Ansicht filtern
Um Ihnen das Auffinden des erforderlichen virtuellen Clients oder Schlüssels während eines
Challenge/Response-Verfahrens zu erleichtern, bietet der Bereich Schlüssel & Zertifikate des
SafeGuard Management Centers verschiedene Filter- und Suchfunktionalitäten.
Ansichten für virtuelle Clients
1. Klicken Sie im Navigationsfenster auf der linken Seite auf Virtuelle Clients.
2. Klicken Sie auf das Lupensymbol, um eine vollständige Liste aller virtuellen Clients zu erstellen.
3. Filtern Sie die virtuellen Clients nach Symbolischer Name oder Schlüssel-GUID.
Ansichten für exportierte Schlüsseldateien
1. Klicken Sie auf Virtuelle Clients und dann auf Exportierte Schlüsseldateien.
2. Klicken Sie auf das Lupensymbol, um eine vollständige Liste aller exportierten
Schlüsseldateien zu erstellen.
3. Klicken Sie auf das + Symbol neben der gewünschten Schlüsseldatei, um die in der Datei enthaltenen Schlüssel anzuzeigen.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
9.3.5 Virtuelle Clients löschen
So löschen Sie einen virtuellen Client:
1. Öffnen Sie das SafeGuard Management Center und klicken Sie auf Schlüssel & Zertifikate.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster auf der linken Seite auf Virtuelle Clients.
3. Suchen Sie im Aktionsbereich nach dem entsprechenden virtuellen Client, indem Sie auf das
Lupensymbol klicken. Die verfügbaren virtuellen Clients werden angezeigt.
4. Wählen Sie den gewünschten Eintrag im Aktionsbereich aus und klicken Sie in der
Symbolleiste auf Virtuellen Client löschen.
5. Speichern Sie ihre Änderungen in der Datenbank, indem Sie in der Symbolleiste auf das
Symbol Speichern klicken.
Der virtuelle Client wird aus der Datenbank gelöscht.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
10 Mit Richtlinien arbeiten
Die folgenden Abschnitte beschreiben richtlinienrelevanten Vorgänge, z. B. das Erstellen,
Gruppieren und Sichern von Richtlinien.
Alle mit SafeGuard Enterprise verfügbaren Richtlinieneinstellungen sind unter
Sicherheitsrichtlinien beschrieben.
10.1 Richtlinien anlegen
So legen Sie eine neue Richtlinie an:
1. Melden Sie sich mit dem Kennwort, das Sie während der Erstkonfiguration festgelegt haben, am SafeGuard Management Center an.
2. Klicken Sie auf die Schaltfläche Richtlinien im Navigationsbereich.
3. Klicken Sie im Navigationsfenster mit der rechten Maustaste auf Richtlinien und wählen Sie im Kontextmenü den Befehl Neu.
4. Wählen Sie den Richtlinientyp aus. Es wird ein Dialog für die Benennung der Richtlinie des ausgewählten Richtlinientyps angezeigt.
5. Geben Sie einen Namen und optional eine Beschreibung für die Richtlinie ein.
Richtlinien für den Geräteschutz:
Wenn Sie eine Richtlinie für den Geräteschutz anlegen wollen, müssen Sie in diesem Dialog auch das Ziel des Geräteschutzes angeben. Mögliche Ziele sind:
Massenspeicher (Boot-Laufwerke/Andere Volumes)
Wechselmedien
Optische Laufwerke
Für jedes Ziel muss eine eigene Richtlinie angelegt werden. Sie können die einzelnen
Richtlinien später z. B. zu einer Richtliniengruppe mit der Bezeichnung Verschlüsselung zusammenfassen.
6. Klicken Sie auf OK.
Die neu angelegte Richtlinie wird im Navigationsfenster unter Richtlinien angezeigt. Im
Aktionsbereich werden alle Einstellungen für den gewählten Richtlinientyp angezeigt.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
10.2 Richtlinieneinstellungen bearbeiten
Wenn Sie im Navigationsfenster eine Richtlinie auswählen, können Sie deren Einstellungen im
Aktionsbereich bearbeiten.
Das rote Symbol vor dem Text „nicht konfiguriert“ gibt an, dass für diese Einstellung ein Wert festgelegt werden muss. Sie können die Richtlinie erst speichern, wenn Sie eine andere Einstellung als „nicht konfiguriert“ ausgewählt haben.
10.2.1 Einstellungen auf Standardwerte setzen
In der Symbolleiste stehen folgende Symbole für Richtlinieneinstellungen zur Verfügung:
Zeigt die Standardwerte für nicht konfigurierte Richtlinieneinstellungen.
Setzt die markierte Richtlinieneinstellung auf „nicht konfiguriert”.
Setzt alle Richtlinieneinstellungen eines Bereichs auf „nicht konfiguriert”.
Setzt den Standardwert für die markierte Richtlinieneinstellung.
Setzt alle Richtlinieneinstellungen eines Bereichs auf den Standardwert.
10.2.2 Maschinen- und benutzerspezifische Richtlinien unterscheiden
Richtlinienfarbe blau
Richtlinienfarbe schwarz
Richtlinie wird nur für Maschinen angewandt, nicht für
Benutzer.
Richtlinie wird für Maschinen und Benutzer angewandt.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
10.3 Richtliniengruppen
SafeGuard Enterprise Richtlinien müssen in Richtliniengruppen zusammengefasst werden. Eine
Richtliniengruppe kann verschiedene Richtlinientypen enthalten.
Wenn Sie Richtlinien vom selben Typ in einer Gruppe zusammenfassen, werden die
Einstellungen automatisch vereinigt. Sie können dafür eine Auswertungsreihenfolge festlegen.
Die Einstellungen einer höher gereihten Richtlinie überschreiben jene einer niedriger priorisierten. Ist eine Einstellung auf nicht konfiguriert gesetzt, wird die Einstellung in einer niedriger priorisierten Richtlinie nicht überschrieben.
Ausnahme Geräteschutz:
Richtlinien für den Geräteschutz werden nur vereinigt, wenn sie für dasselbe Ziel (z. B. Boot-
Volume) angelegt werden. Weisen sie auf verschiedene Ziele, werden sie addiert.
10.3.1 Richtlinien zu Gruppen zusammenfassen
Die einzelnen Richtlinien der verschiedenen Typen müssen angelegt sein.
So fassen Sie Richtlinien zu Gruppen zusammen:
1. Klicken Sie auf die Schaltfläche Richtlinien im Navigationsbereich.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster mit der rechten Maustaste Richtlinien-Gruppen und wählen Sie Neu.
3. Klicken Sie auf Neue Richtlinien-Gruppe. Es wird ein Dialog für die Benennung der
Richtlinien-Gruppe angezeigt.
4. Geben Sie einen eindeutigen Namen und optional eine Beschreibung für die Richtlinien-
Gruppe ein. Klicken Sie auf OK.
5. Die neu angelegte Richtlinie-Gruppe wird im Navigationsfenster unter Richtlinien-
Gruppen angezeigt.
6. Wählen Sie die Richtlinien-Gruppe aus. Im Aktionsbereich werden alle für das Gruppieren der Richtlinien notwendigen Elemente angezeigt.
7. Zum Gruppieren der Richtlinien ziehen Sie sie aus der Liste der verfügbaren Richtlinien in den Richtlinienbereich.
8. Sie können für jede Richtlinie eine Priorität festlegen, indem Sie die Richtlinie über das
Kontextmenü nach oben oder unten reihen.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Wenn Sie Richtlinien vom selben Typ in einer Gruppe zusammenfassen, werden die
Einstellungen automatisch vereinigt. Sie können dafür eine Auswertungsreihenfolge festlegen. Die Einstellungen einer höher gereihten Richtlinie überschreiben jene einer niedriger priorisierten. Ist eine Einstellung auf nicht konfiguriert gesetzt, wird die Einstellung in einer niedriger priorisierten Richtlinie nicht überschrieben.
Ausnahme Geräteschutz:
Richtlinien für den Geräteschutz werden nur vereinigt, wenn sie für dasselbe Ziel (z. B. Boot-
Volume) angelegt werden. Weisen sie auf verschiedene Ziele werden sie addiert.
9. Speichern Sie die Richtliniengruppe über Datei > Speichern.
Die Richtliniengruppe enthält nun die Einstellungen aller einzelnen Richtlinien.
10.3.2 Ergebnis der Gruppierung
Das Ergebnis der Zusammenfassung wird in einer eigenen Ansicht dargestellt.
Klicken Sie zum Anzeigen der Zusammenfassung auf die Registerkarte Ergebnis.
Für jeden Richtlinien-Typ steht eine eigene Registerkarte zur Verfügung.
Die aus der Zusammenfassung der einzelnen Richtlinien resultierenden Einstellungen werden angezeigt.
Für Richtlinien zum Geräteschutz werden Registerkarten für jedes Ziel der Richtlinie angezeigt (z. B. Boot-Volumes, Laufwerk X: usw.).
10.4 Richtlinien und Richtliniengruppen sichern
Sie können Sicherungskopien von Richtlinien und Richtliniengruppen in Form von XML-
Dateien erstellen. Falls notwendig, lassen sich die betreffenden Richtlinien/Richtliniengruppen daraufhin aus diesen XML-Dateien wiederherstellen.
So erstellen Sie eine Sicherungskopie von einer Richtlinie/Richtliniengruppe:
1. Markieren Sie die Richtlinie/Richtliniengruppe im Navigationsfenster unter Richtlinien bzw.
Richtlinien-Gruppen.
2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste und wählen Sie im angezeigten Kontextmenü
Richtlinie sichern.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Der Befehl Richtlinie sichern steht auch im Menü Aktionen zur Verfügung.
3. Geben Sie im Dialog Speichern unter einen Dateinamen für die XML-Datei an und wählen
Sie das Verzeichnis, in dem die Datei gespeichert werden soll, aus. Klicken Sie auf Speichern.
Die Sicherungskopie der Richtlinie/Richtliniengruppe ist im angegebenen Verzeichnis als XML-
Datei abgelegt.
10.5 Richtlinien und Richtliniengruppen wiederherstellen
So stellen Sie eine Richtlinie/Richtliniengruppe aus einer XML-Datei wieder her:
1. Markieren Sie im Navigationsbereich Richtlinien/Richtlinien-Gruppen.
2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste und wählen Sie im angezeigten Kontextmenü
Richtlinie wiederherstellen.
Der Befehl Richtlinie wiederherstellen steht auch im Menü Aktionen zur Verfügung.
3. Wählen Sie die XML-Datei für die Wiederherstellung der Richtlinie/Richtliniengruppe aus und klicken Sie auf Öffnen.
Die Richtlinie/Richtliniengruppe ist wiederhergestellt.
82
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
10.6 Richtlinien zuweisen
So weisen Sie Richtlinien zu:
1. Klicken Sie auf Benutzer & Computer. Wählen Sie das Container-Objekt (z. B. OU oder
Domäne) im Navigationsfenster aus. Klicken Sie - falls notwendig - auf die Registerkarte
Richtlinien.
Im Aktionsbereich werden alle für die Zuweisung der Richtlinie notwendigen Elemente angezeigt.
Hier werden alle dem Containerobjekt zugewiesenen Richtlinien angezeigt.
Zuweisen der Richtlinie via Drag & Drop
Hier werden alle angelegten
Richtlinien angezeigt.
83
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
2. Zum Zuweisen einer Richtlinie ziehen Sie sie aus der Liste der verfügbaren Richtlinien in den
Richtlinienbereich.
3. Sie können für jede Richtlinie eine Priorität festlegen, indem Sie die Richtlinie über das
Kontextmenü nach oben oder unten reihen. Die Einstellungen einer höher gereihten
Richtlinie überschreiben jene einer niedriger priorisierten.
Wenn Sie für eine Richtlinie Kein Überschreiben aktivieren, können die Einstellungen dieser
Richtlinie nicht von anderen überschrieben werden.
.
Hinweis: Wenn Sie bei einer Richtlinie mit niedrigerer Priorität die OptionKein Überschreiben aktivieren, so zieht diese Richtlinie, trotz niedrigerer Priorität gegenüber einer Richtlinie mit einer höheren Priorität.
Hier wird die Priorität (über ein Kontextmenü) definiert und festgelegt, ob die Richtlinie von anderen Einstellungen überschrieben werden
Bereits verwendete
Richtlinien werden ausgegraut
.Authentisierte Benutzer und .Authentisierte Computer zeigt an, dass die Richtlinie für alle Benutzer und
Computer im Container-Objekt gilt.
4. Im Aktivierungsbereich werden die Gruppen .Authentisierte Benutzer - bzw. Computer angezeigt.
Die Richtlinie gilt jetzt für alle Gruppen innerhalb der OU bzw. Domäne.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
10.6.1 Richtlinien für einzelne Gruppen aktivieren
Richtlinien werden immer einer OU bzw. einer Domäne oder Arbeitsgruppe zugewiesen. Sie gelten standardmäßig für alle Gruppen in diesen Container-Objekten (die Gruppen
.Authentisierte Benutzer und .Authentisierte Computer werden im Aktivierungsbereich angezeigt).
Sie können aber auch Richtlinien festlegen und sie für eine einzelne oder mehrere Gruppen aktivieren. Diese Richtlinien gelten dann ausschließlich für diese Gruppen.
Gehen Sie zum Festlegen einer Richtlinie, die nur für eine bestimmte Gruppe gelten soll, folgendermaßen vor:
1. Weisen Sie die Richtlinie der OU, in der sich die Gruppe befindet, zu.
2. Im Aktivierungsbereich werden die Gruppen .Authentisierte Benutzer und .Authentisierte
Computer angezeigt.
3. Ziehen Sie diese beiden Gruppen aus dem Aktivierungsbereich in die Liste der verfügbaren
Gruppen.
Die Richtlinie ist in dieser Konstellation für keinen Benutzer und keinen Computer wirksam.
4. Ziehen Sie jetzt die gewünschte Gruppe (oder auch mehrere Gruppen) aus der Liste der verfügbaren Gruppen in den Aktivierungsbereich.
85
.Authentisierte Benutzer und .Authentisierte
Computer wurden entfernt.
Durch Ziehen in den Aktivierungsbereich wird die Richtlinie für die Gruppe aktiviert.
Diese Richtlinie gilt jetzt ausschließlich für diese Gruppe.
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Wurden der übergeordneten OU ebenfalls Richtlinien zugeordnet, gilt diese Richtlinie für diese
Gruppe zusätzlich zu jenen, die für die gesamte OU festgelegt wurden.
10.7 Übertragung von Richtlinien deaktivieren
Um die Übertragung von Richtlinien an dieEndpoint-Computer zu deaktivieren, stehen in der
SafeGuard Management Center Symbolleiste die Schaltfläche Richtlinienverteilung aktivieren/
deaktivieren sowie im Menü Bearbeiten der Befehl Richtlinienverteilung aktivieren/
deaktivieren zur Verfügung. Wenn Sie auf diese Schaltfläche klicken, den Befehl auswählen oder
F3 drücken, werden keine Richtlinien an die Endpoint-Computer gesendet. Durch erneutes
Klicken auf die Schaltfläche und Auswählen des Befehls oder Drücken der F3-Taste wird die
Deaktivierung wieder aufgehoben.
Hinweis: Um die Übertragung von Richtlinien zu deaktivieren, benötigen Sie als
Sicherheitsbeauftragter die Berechtigung „Richtlinienverteilung aktivieren/deaktivieren“. Den beiden vordefinierten Rollen Haupt-Sicherheitsbeauftragter und Sicherheitsbeauftragter ist diese
Berechtigung standardmäßig zugewiesen. Neu angelegten benutzerdefinierten Rollen kann diese
Berechtigung jederzeit zugewiesen werden.
86
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
87
10.8 Regeln für die Zuweisung und Auswertung von Richtlinien
Die Verwaltung und Auswertung von Richtlinien folgt den in diesem Kapitel dargestellten Regeln.
10.8.1 Richtlinien zuweisen und aktivieren
Damit eine Richtlinie für einen Benutzer/Computer wirksam werden kann, muss sie einem
Container-Objekt (Root-Knoten, Domäne, OU, BuiltIn-Container oder Arbeitsgruppe) zugewiesen werden. Damit die zugewiesene Richtlinie für Benutzer/Computer wirksam wird, werden beim Zuweisen einer Richtlinie an einer beliebigen Stelle in der Hierarchie alle Computer
(authentisierte Computer) und alle Benutzer (authentisierte Benutzer) automatisch aktiviert (die alleinige Zuweisung ohne Aktivierung reicht nicht aus). In diesen Gruppen sind alle Benutzer bzw. Computer zusammengefasst.
10.8.2 Vererbung von Richtlinien
Vererbung von Richtlinien ist nur zwischen Container-Objekten möglich. Nur Container-
Objekte können Richtlinien von übergeordneten Container-Objekten erben. Innerhalb eines
Containers - vorausgesetzt er enthält keine weiteren Container-Objekte - können Richtlinien nur aktiviert werden (auf Gruppenebene). Vererbung zwischen Gruppen ist nicht möglich.
10.8.3 Vererbungsreihenfolge von Richtlinien
Werden Richtlinien entlang einer Hierarchiekette zugewiesen, so wirkt jene Richtlinie am stärksten, die näher beim Zielobjekt (Benutzer/Computer) ist. Das bedeutet: mit der Entfernung zum Zielobjekt verliert die Richtlinie immer mehr an Kraft - wenn nähere Richtlinien vorhanden sind.
10.8.4 Direkte und indirekte Zuweisung von Richtlinien
Direkte Zuweisung:
Der Benutzer/Computer erhält eine Richtlinie, die direkt dem Container-Objekt, in dem er sich tatsächlich befindet (Mitgliedschaft alleine reicht nicht aus), zugewiesen wurde. Das Container-
Objekt hat diese Richtlinie nicht geerbt!
Indirekte Zuweisung:
Der Benutzer/Computer erhält eine Richtlinie, die das Container-Objekt, in dem er sich tatsächlich befindet (die Mitgliedschaft in einer Gruppe, die sich in einem anderen Container-
Objekt befindet, als der Benutzer, reicht nicht aus!), von einem ihr übergeordneten Container-
Objekt geerbt hat.
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
10.8.5 Aktivierung/Deaktivierung von Richtlinien
Damit eine Richtlinie für einen Computer/Benutzer wirken kann, muss diese auf Gruppenebene aktiviert werden (Richtlinien können ausschließlich auf Gruppenebene aktiviert werden). Es spielt keine Rolle, ob sich diese Gruppe im selben Container-Objekt befindet, oder nicht. Wichtig ist hier nur, dass der Benutzer oder Computer eine direkte bzw. indirekte (durch Vererbung)
Zuordnung der Richtlinie erhalten hat.
Befindet sich ein Computer oder Benutzer außerhalb einer OU oder Vererbungslinie und ist
Mitglied einer Gruppe, die sich innerhalb dieser OU befindet, so gilt diese Aktivierung für diesen
Benutzer oder Computer nicht. Denn für diesen Benutzer oder Computer ist keine gültige
Zuweisung (direkt bzw. indirekt) vorhanden. Die Gruppe wurde zwar aktiviert, aber eine
Aktivierung kann nur für Benutzer und Computer gelten, für die es auch eine
Richtlinienzuweisung gibt. D. h. die Aktivierung von Richtlinien kann nicht über Container-
Grenzen hinausgehen, wenn keine direkte oder indirekte Richtlinienzuweisung für dieses Objekt existiert.
Eine Richtlinie wird wirksam, wenn sie entweder bei Benutzergruppen oder Computergruppen aktiviert wurde. Es werden die Benutzergruppen und dann die Computergruppen ausgewertet
(auch authentisierte Benutzer und authentisierte Computer sind Gruppen). Beide Ergebnisse werden ODER-verknüpft. Liefert diese ODER-Verknüpfung einen positiven Wert für die
Computer/Benutzer-Beziehung, gilt die Richtlinie.
Hinweis: Werden mehrere Richtlinien für ein Objekt aktiv, werden die einzelnen Richtlinien unter Einhaltung der beschriebenen Regeln, vereinigt. Das heißt, die tatsächlichen Einstellungen für ein Objekt können aus mehreren unterschiedlichen Richtlinien zusammengesetzt werden.
Für eine Gruppe gibt es folgende Aktivierungseinstellungen:
Aktiviert
Eine Richtlinie wurde zugewiesen. Die Gruppe wird im Aktivierungsbereich des SafeGuard
Management Centers angezeigt.
Nicht aktiviert
Eine Richtlinie wurde zugewiesen. Die Gruppe befindet sich nicht im Aktivierungsbereich.
Wird eine Richtlinie einem Container zugewiesen, dann bestimmt die Aktivierungseinstellung für eine Gruppe (aktiviert), ob diese Richtlinie an diesem Container in die Berechnung der resultierenden Richtlinie einfließt.
Vererbte Richtlinien können durch diese Aktivierungen nicht kontrolliert werden. Hierfür müsste an der lokaleren OU "Richtlinienvererbung blockieren" gesetzt werden, damit die globalere Richtlinie hier nicht wirken kann.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Beispiel 1:
Es gibt eine gültige Zuweisung der Richtlinie P1 für die OU AUTHMANUELL und eine Aktivierung für die Gruppe Auth-User-Group. Die Gruppe Auth-User-Group hat als Mitglieder die Benutzer Emil und Günther. Obwohl auch der Benutzer
Günther Mitglied der Gruppe Auth-User-Group ist, gilt die Richtlinie P1 nicht für ihn, sondern nur für den Benutzer Emil. Da es für den Benutzer Günther keine gültige Zuweisung der Richtlinie P1 gibt (Benutzer Günther gehört nicht zur OU
AUTHMANUELL) hat die Aktivierung der Gruppe Auth-User-Group für ihn keine
Wirkung.
Beispiel 2
Struktur des ADs wie rechts
Richtlinie P1 wird der OU
Auth-User zugewiesen und wirkt nur für die OU
Auth-
User und deren Sub-OUs
Richtlinie P1 ist für
Authenticated Users und für
Authenticated
Computer
NICHT aktiviert
Richtlinie P1 ist nur für die
Globale Gruppe
Globale_Gruppe aktiviert
(nur der Benutzer
Günther ist
Mitglied dieser Gruppe. Die
Globale_Gruppe selber ist direkt unter dem
Domänenknoten.)
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Die Richtlinie P1 wirkt für den Benutzer Günter, da er eine gültige (indirekte)
Zuweisung der Richtlinie von der OU
Auth-User bekommen hat. Dieses Beispiel veranschaulicht, dass die Aktivierung einer Richtlinie an einer beliebigen Stelle im
Active Directory gemacht werden kann. Wichtig ist hier nur, dass eine gültige
Zuweisung existiert.
10.8.6 Benutzer-/Gruppeneinstellungen
Richtlinieneinstellungen für Benutzer (im SafeGuard Management Center schwarz dargestellte
Einstellungen), ziehen stärker, als Richtlinieneinstellungen für Computer (im SafeGuard
Management Center blau dargestellte Einstellungen). Werden bei einer Richtlinie für Computer
Benutzereinstellungen durchgeführt, werden diese Einstellungen durch die Richtlinie für den
Benutzer überschrieben.
Achtung: Nur die Benutzereinstellungen werden überschrieben. Sollte eine Richtlinie für
Benutzer auch Maschineneinstellungen beinhalten (blau dargestellte Einstellungen) werden diese nicht von einer Benutzerrichtlinie überschrieben!
Beispiel 1:
Wird für eine Computergruppe die Kennwortlänge 4 definiert, die Benutzergruppe hat aber für dieselbe Einstellung den Wert 3, gilt für diesen Benutzer auf einem Computer der
Computergruppe, ein Kennwort mit der Länge 3.
Beispiel 2:
Wird für eine Benutzergruppe ein Serverintervall von 1 Minute definiert und für eine
Computergruppe der Wert 3, so wird der Wert 3 verwendet, da es sich beim Wert 1 Minute um eine Maschineneinstellung, die in einer Richtlinie für Benutzer definiert wurde, handelt
10.8.7 Sich widersprechende Verschlüsselungsrichtlinien
Es werden zwei Richtlinien - P1 und P2 - angelegt. Für P1 wurde eine dateibasierende
Verschlüsselung für Laufwerk E:\ definiert und für P2 eine volume-basierende Verschlüsselung für Laufwerk E:\. P1 wird der OU FBE-User und P2 der OU VBE-User zugewiesen.
Fall 1:
Ein Benutzer aus OU FBE-User meldet sich zuerst am Client XP-100 (Container Computer) an.
Das Laufwerk E:\ wird dateibasierend verschlüsselt. Meldet sich ein Benutzer danach aus der OU
VBE-User am Client XP-100 an, so wird das Laufwerk E:\ volume-basierend verschlüsselt. Haben beide Benutzer dieselben Schlüssel, können beide auf die Laufwerke bzw. Dateien zugreifen.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Fall 2:
Ein Benutzer aus der OU VBE-User meldet sich zuerst am Computer XP-100 (Container
Computer) an. Das Laufwerk wird volume-basierend verschlüsselt. Meldet sich nun ein Benutzer der OU FBE-User an und hat einen gemeinsamen Schlüssel mit den Benutzern aus der OU VBE-
User, wird das Laufwerk E:\ (die volume-basierende Verschlüsselung bleibt erhalten) innerhalb der volume-basierenden Verschlüsselung dateibasierende verschlüsselt. Hat der Benutzer aus der
OU FBE-User allerdings keinen gemeinsamen Schlüssel, kann er auf das Laufwerk E:\ nicht zugreifen.
10.8.8 Priorisierung innerhalb einer Zuweisung
Innerhalb einer Zuweisung, hat die Richtlinie mit der höchsten Priorität (1) Vorrang gegenüber einer Richtlinie mit einer geringeren Priorität.
Achtung: Wurde auf gleicher Ebene eine Richtlinie mit niedriger Priorität, aber mit der Option
„Kein Überschreiben“, zugeordnet, so zieht die Richtlinie trotz niedrigerer Priorität gegenüber den Richtlinien mit der höheren Priorität.
10.8.9 Priorisierung innerhalb einer Gruppe
Innerhalb einer Gruppe hat die Richtlinie mit der höchsten Priorität (1) Vorrang gegenüber einer
Richtlinie mit einer niedrigeren Priorität.
10.8.10 Statusindikatoren
Durch das Setzen von Statusindikatoren kann das Standardregelwerk der Richtlinien verändert werden.
Richtlinienvererbung blockieren
Wird direkt bei dem Container gesetzt, der keine übergeordneten Richtlinien empfangen will
(Rechtsklick auf das Objekt im Navigationsfenster > Eigenschaften).
Kein Überschreiben
Wird bei der Zuweisung gesetzt und bedeutet, dass diese Richtlinie nicht von anderen
überschrieben werden kann.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Richtlinienvererbung blockieren
Soll ein Container-Objekt keine Richtlinie eines übergeordneten Objektes erben, können Sie das durch das Setzen von „Richtlinienvererbung blockieren“ verhindern. Ist „Richtlinienvererbung blockieren“ gesetzt, werden keine übergeordneten Richtlinieneinstellungen für dieses Container-
Objekt wirksam (Ausnahme: „Kein Überschreiben“ wurde bei der Richtlinienzuweisung aktiviert).
Kein Überschreiben
Je weiter die Richtlinienzuweisung mit „Kein Überschreiben“ vom Zielobjekt entfernt ist, umso stärker wird die Wirkung dieser Richtlinie für alle untergeordneten Container-Objekte. Das heißt: „Kein Überschreiben“ eines übergeordneten Containers, überschreibt die
Richtlinieneinstellungen eines untergeordneten Containers. So kann z. B. eine
Domänenrichtlinie definiert werden, deren Einstellungen nicht überschrieben werden können, auch nicht, wenn für eine OU „Richtlinienvererbung blockieren“ gesetzt wurde!
Achtung: Wurde auf gleicher Ebene eine Richtlinie mit niedriger Priorität, aber mit der Option
„Kein Überschreiben“, zugeordnet, so zieht die Richtlinie trotz niedrigerer Priorität gegenüber den Richtlinien mit der höheren Priorität.
10.8.11 Einstellungen in Richtlinien
Computereinstellungen wiederholen
Sie finden diese Einstellung unter:
Richtlinien > Richtlinie vom Typ Allgemeine Einstellungen > Laden der Einstellungen >
Richtlinien-Loopback
Wird bei einer Richtlinie vom Typ Allgemeine Einstellungen bei der Option Richtlinien-
Loopback „Computereinstellungen wiederholen“ ausgewählt und die Richtlinie „kommt“ von einem Computer, („Computereinstellungen wiederholen“ hat für eine Benutzerrichtlinie keine
Auswirkung) wird diese Richtlinie am Ende der Auswertung noch einmal ausgeführt. Dadurch werden etwaige Benutzereinstellungen wieder überschrieben und es gelten die
Computereinstellungen. Für das neuerliche Schreiben, werden sämtliche
Computereinstellungen, die der Computer direkt oder indirekt bekommt (auch von Richtlinien die bei Richtlinien-Loopback „Computereinstellungen wiederholen“ nicht gesetzt haben), neu geschrieben.
Benutzer ignorieren
Sie finden diese Einstellung unter:
Richtlinien > Richtlinie vom Typ Allgemeine Einstellungen > Laden der Einstellungen >
Richtlinien-Loopback
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Wird bei einer Richtlinie vom Typ Allgemeine Einstellungen für einen Computer unter dem
Richtlinieninhalt Allgemein bei der Option Richtlinien-Loopback „Benutzer ignorieren“ ausgewählt und die Richtlinie „kommt“ von einer Maschine, werden nur die
Maschineneinstellungen ausgewertet. Benutzereinstellungen werden nicht ausgewertet.
Kein Loopback
Sie finden diese Einstellung unter:
Richtlinien > Richtlinie vom Typ Allgemeine Einstellungen > Laden der Einstellungen >
Richtlinien-Loopback
Kein Loopback beschreibt das Standardverhalten. Benutzerrichtlinien gelten vor
Computerrichtlinien.
Auswertung der Einstellungen „Benutzer ignorieren“ und „Computereinstellungen wiederholen“
Existieren aktive Richtlinienzuweisungen, werden zuerst die Maschinenrichtlinien ausgewertet und vereinigt. Ergibt diese Vereinigung der einzelnen Richtlinien bei der Option Richtlinien-
Loopback den Wert „Benutzer ignorieren“, werden die Richtlinien, die für den Benutzer bestimmt gewesen wären, nicht mehr ausgewertet. Das bedeutet sowohl für den Benutzer, als auch für den Computer gelten die gleichen Richtlinien.
Ist nach der Vereinigung der einzelnen Maschinenrichtlinien der Wert bei Richtlinien-Loopback
„Computereinstellungen wiederholen“, werden die Benutzerrichtlinien mit den
Maschinenrichtlinien vereinigt. Nach der Vereinigung, werden die Maschinenrichtlinien nochmals geschrieben und überschreiben gegebenenfalls Einstellungen aus den
Benutzerrichtlinien. Ist eine Einstellung in beiden Richtlinien vorhanden, so ersetzt der Wert der
Maschinenrichtlinie den Wert der Benutzerrichtlinie.
Ergibt die Vereinigung der einzelnen Maschinenrichtlinien den Standardwert („Kein Richtlinien-
Loopback“), so gilt: Benutzereinstellungen vor Maschineneinstellungen.
Ausführungsreihenfolge der Richtlinien
Benutzer ignorieren: Computer
Computereinstellungen wiederholen: Computer -> Benutzer -> Computer
Die erste „Maschinen-Ausführung“ wird für die Richtlinien benötigt, die schon vor der
Benutzeranmeldung (z. B. Hintergrundbild bei der Anmeldung) geschrieben werden.
Kein Richtlinien-Loopback (Standardeinstellung): Computer -> Benutzer
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
10.8.12 Sonstige Definitionen
Die Entscheidung, ob es sich um eine Benutzer- bzw. Maschinenrichtlinie handelt, hängt von der
Herkunft der Richtlinie ab. Ein Benutzerobjekt „bringt“ eine Benutzerrichtlinie mit, ein
Computer „bringt“ eine Computerrichtlinie mit. Dieselbe Richtlinie kann bei unterschiedlicher
Sicht, sowohl Computer- als auch Benutzerrichtlinie sein.
Benutzerrichtlinie
Jene Richtlinie, die der Benutzer zur Auswertung bereitstellt. Wenn eine Richtlinie nur über einen Benutzer kommt, dann werden die maschinenbezogenen Einstellungen dieser Richtlinie nicht verwendet. Das heißt, es gelten keine computerbezogenen Einstellungen sondern die
Standardwerte.
Computerrichtlinie
Jene Richtlinie, die die Maschine zur Auswertung bereitstellt. Wenn eine Richtlinie nur über einen Computer kommt, dann werden auch die benutzerspezifischen Einstellungen dieser
Richtlinie verwendet! Die Computerrichtlinie stellt dann eine „für alle Benutzer"
Richtlinie dar.
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SafeGuard Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
11 Mit Konfigurationspaketen arbeiten
Im SafeGuard Management Center lassen sich Konfigurationspakete der folgenden Typen erstellen:
Konfigurationspakete für zentral verwaltete Computer
Computer, die eine Verbindung zum SafeGuard Enterprise Server haben, erhalten Ihre
Richtlinien über den Server. Für den erfolgreichen Einsatz der SafeGuard Enterprise Client
Software nach der Installation müssen Sie zunächst ein Konfigurationspaket für zentral verwaltete Computer erzeugen und es auf den Computern installieren.
Nach der ersten Konfiguration der Endpoint-Computer über das Konfigurationspaket erhalten die Computer Richtlinien über den SafeGuard Enterprise Server, wenn Sie diese im
Bereich Benutzer & Computer des SafeGuard Management Center zugewiesen haben.
Konfigurationspakete für Standalone-Computer
Standalone-Computer haben niemals eine Verbindung zum SafeGuard Enterprise Server, sie laufen im Standalone-Modus. Die Computer erhalten ihre Richtlinien über
Konfigurationspakete. Für den erfolgreichen Einsatz der Software müssen Sie ein
Konfigurationspaket mit den relevanten Richtliniengruppen erstellen und es über unternehmenseigene Verteilungsmechanismen an die Endpoint-Computer verteilen. Wenn
Richtlinieneinstellungen geändert werden, müssen jeweils neue Konfigurationspakete erstellt und an die Endpoint-Computer verteilt werden.
Konfigurationspaket für den SafeGuard Enterprise Server
Für den erfolgreichen Einsatz der Software müssen Sie ein Konfigurationspaket für den
SafeGuard Enterprise Server erstellen, das die Datenbank sowie die SSL-Verbindung definiert,
Scripting API aktiviert, usw.,
Eine detaillierte Beschreibung zum Erstellen der verschiedenen Arten von
Konfigurationspaketen finden Sie im SafeGuard Enterprise Installationshandbuch.
Hinweis: Überprüfen Sie Ihr Netzwerk und Ihre Computer in regelmäßigen Abständen auf veraltete oder nicht benutzte Konfigurationspakete und löschen Sie diese aus Sicherheitsgründen.
Deinstallieren Sie vor der Installation eines neuen Konfigurationspakets auf dem Computer/
Server jeweils die „alten“ Konfigurationspakete.
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SafeGuard Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
12 Administrative Zugangsoptionen für Endpoint-Computer
Für den Fall, dass nach der Installation von SafeGuard Enterprise der Zugang zur Durchführung von administrativen Vorgängen auf Endpoint-Computern erforderlich ist, bietet SafeGuard
Enterprise folgende administrative Zugangsoptionen:
Service Accounts für die Windows-Anmeldung
Mit Service Accounts können sich Benutzer (z. B. Rollout-Beauftragte, Mitglieder des IT-
Teams) nach der Installation von SafeGuard Enterprise an Endpoint-Computern anmelden
(Windows-Anmeldung), ohne die Power-on Authentication zu aktivieren. Die Benutzer werden auch nicht als SafeGuard Enterprise Benutzer zum Computer hinzugefügt. Service
Account Listen werden im Bereich Richtlinien des SafeGuard Management Center angelegt und über Richtlinien den Endpoint-Computern zugewiesen. Benutzer, die in eine Service
Account Liste aufgenommen wurden, werden bei der Anmeldung am Endpoint-Computer als
Gastbenutzer behandelt
Hinweis: Service Account Listen werden den Endpoint-Computern über Richtlinien zugewiesen. Sie sollten bereits im ersten SafeGuard Enterprise Konfigurationspaket, das Sie für die Konfiguration der Endpoint-Computer erstellen, enthalten sein.
Für weitere Informationen zu Service Accounts, siehe
Service Account Listen für die Windows-
Anmeldung
auf Seite 97.
POA Access Accounts für die POA-Anmeldung an durch SafeGuard Enterprise geschützte Standalone-Computer
Für Endpoint-Computer, die im Standalone-Modus laufen, bietet SafeGuard Enterprise POA
Access Accounts. POA Access Accounts sind vordefinierte lokale Benutzerkonten, die es
Benutzern (z. B. Mitgliedern des IT-Teams) ermöglichen, sich nach der Aktivierung der POA an Endpoint-Computern zur Ausführung administrativer Aufgaben anzumelden. POA
Access Accounts ermöglichen die Anmeldung an der POA, eine automatische Anmeldung an
Windows erfolgt nicht. Diese Benutzerkonten werden im Bereich Benutzer & Computer des
SafeGuard Management Center definiert (Benutzer-ID und Kennwort) und werden den
Endpoint-Computer über POA-Gruppen in Konfigurationspaketen zugewiesen.
Für detaillierte Informationen zu POA Access Accounts, siehe
POA Access Accounts für die
POA-Anmeldung an Standalone-Computern
auf Seite 103
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
13 Service Account Listen für die Windows-Anmeldung
Bei den meisten Implementationen von SafeGuard Enterprise installiert zunächst ein Rollout-
Team neue Computer in einer Umgebung. Danach folgt die Installation von SafeGuard
Enterprise. Zu Installations- und Prüfungszwecken meldet sich der Rollout-Beauftragte dann am jeweiligen Computer an, bevor der Endbenutzer diesen erhält und die Möglichkeit hat, die
Power-on Authentication zu aktivieren.
So ergibt sich folgendes Szenario:
1. SafeGuard Enterprise wird auf einem Computer installiert.
2. Nach dem Neustart des Computers meldet sich der Rollout-Beauftragte an.
3. Der Rollout-Beauftragte wird zur POA hinzugefügt und die POA wird aktiv.
Wenn der Endbenutzer den Computer erhält, kann er sich nicht an der POA anmelden und muss ein Challenge/Response-Verfahren durchführen.
Um zu verhindern, dass administrative Vorgänge auf einem durch SafeGuard Enterprise geschützten Computer bewirken, dass die Power-on Authentication aktiviert wird und Rollout-
Beauftragte als Benutzer zum Computer hinzugefügt werden, ermöglicht SafeGuard Enterprise das Anlegen von Listen mit Service Accounts. Die in den Listen enthaltenen Benutzer werden dadurch auf den betreffenden Computern als SafeGuard Enterprise Gastbenutzer behandelt.
Mit Service Accounts ergibt sich folgendes Szenario:
1. SafeGuard Enterprise wird auf einem Computer installiert.
2. Der Computer wird neu gestartet und ein Rollout-Beauftragter, der in einer Service Account
Liste aufgeführt ist, meldet sich an (Windows-Anmeldung).
3. Gemäß der auf den Computer angewendeten Service Account Liste wird der Benutzer als
Service Account erkannt und als Gastbenutzer behandelt.
Der Rollout-Beauftragte wird nicht zur POA hinzugefügt und die POA wird nicht aktiviert. Der
Endbenutzer kann sich anmelden und die POA aktivieren.
Hinweis: Service Account Listen sollten bereits im ersten SafeGuard Enterprise
Konfigurationspaket, das Sie für die Konfiguration der Endpoint-Computer erstellen, enthalten sein.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
13.1 Service Account Listen anlegen und Benutzer hinzufügen
So legen Sie Service Account Listen an und fügen Benutzer hinzu:
1. Klicken Sie auf Richtlinien im Navigationsbereich.
2. Markieren Sie Service Account Listen im Richtlinien-Navigationsfenster.
3. Klicken Sie im Kontextmenü von Service Account Listen auf Neu > Service Account Liste.
4. Geben Sie einen Namen für die Service Account Liste ein und klicken Sie auf OK.
5. Markieren Sie die neue Liste unter Service Account Listen im Richtlinien-Navigationsfenster.
6. Klicken Sie im Aktionsbereich mit der rechten Maustaste, um das Kontextmenü für die
Service Account Liste zu öffnen. Wählen Sie Hinzufügen im Kontextmenü.
7. Klicken Sie im Arbeitsbereich mit der rechten Maustaste. Das Kontextmenü für die Service
Account Liste wird geöffnet. Wählen Sie Hinzufügen.
8. Speichern Sie Ihre Änderungen, indem Sie auf das Speichern-Symbol in der Symbolleiste klicken.
Die Service Account Liste ist registriert und kann beim Anlegen einer Richtlinie ausgewählt werden.
13.2 Zusätzliche Informationen zur Eingabe von Benutzer- und
Domänennamen
Für die Definition von Benutzern in Service Account Listen in den beiden Feldern
Benutzername und Domänenname gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen(siehe
Verschiedene Anmeldekombinationen abdecken
, Seite 98). Darüber hinaus gelten für die
Eingabewerte in diesen Feldern bestimmte Einschränkungen (siehe
13.2.1 Verschiedene Anmeldekombinationen abdecken
Durch die beiden separaten Felder Benutzername und Domänenname pro Listeneintrag bieten die Service Account Listen die zum Abdecken aller möglichen Anmeldekombinationen (z. B.
„Benutzer@Domäne oder „Domäne\Benutzer“) erforderliche Flexibilität.
Um mehrere Kombinationen aus Benutzername und Domänenname anzugeben, können Sie
Asterisken (*) als Platzhalter verwenden. Ein * ist als erstes Zeichen, als letztes Zeichen und als einziges Zeichen zulässig.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Zum Beispiel:
Benutzername: Administrator
Domänenname: *
Mit dieser Kombination geben Sie alle Benutzer mit dem Benutzernamen „Administrator“ an, die sich an einem Netzwerk oder an einer beliebigen lokalen Maschine anmelden.
Der vordefinierte Domänenname [LOCALHOST], der in der Dropdownliste des Felds
Domänenname zur Verfügung steht, steht für die Anmeldung an einer beliebigen lokalen
Maschine.
Zum Beispiel:
Benutzername:: "Admin*"
Domänenname: [LOCALHOST]
Mit dieser Kombination geben Sie alle Benutzer an, deren Benutzernamen mit Admin beginnen und die sich an einer beliebigen lokalen Maschine anmelden.
Darüber hinaus können sich Benutzer auf verschiedene Art und Weise anmelden, z. B.:
Benutzer: test, Domäne: mycompany
Benutzer: test, Domäne: mycompany.com.
Da Domänenangaben in Service Account Listen nicht automatisch aufgelöst werden, gibt es drei mögliche Methoden für das korrekte Angeben der Domäne:
Sie wissen genau, wie der Benutzer sich anmelden wird, und geben die Domäne entsprechend exakt ein.
Sie erstellen mehrere Einträge in der Service Account Liste.
Sie verwenden Platzhalter, um alle unterschiedlichen Fälle abzudecken (Benutzer: test,
Domäne: mycompany*).
Hinweis: Windows verwendet möglicherweise nicht dieselbe Zeichenfolge und kürzt Namen ab.
Um dadurch entstehende Probleme zu vermeiden, empfehlen wir, den FullQualifiedName und den Netbios-Namen einzugeben oder Platzhalter zu verwenden.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
13.2.2 Einschränkungen
Asterisken sind nur als erstes, letztes und einziges Zeichen zulässig. Beispiele für gültige und ungültige Zeichenfolgen:
Gültige Zeichenfolgen sind z. B.: admin*, *, *strator, *minis*.
Ungültige Zeichenfolgen sind z. B.: **, Admin*trator, Ad*minst*.
Darüber hinaus gelten folgende Einschränkungen:
Das Zeichen ? ist in Benutzernamen nicht zulässig.
Die Zeichen / \ [ ] : ; | = , + * ? < > " sind in Domänennamen nicht zulässig.
13.3 Service Account Listen bearbeiten und löschen
Als Sicherheitsbeauftragter mit der Berechtigung Service Account Listen ändern können Sie
Service Account Listen jederzeit bearbeiten oder löschen:
Um eine Service Account Liste zu bearbeiten, doppelklicken Sie auf der Liste im Richtlinien-
Navigationsfenster. Die Service Account Liste wird geöffnet und Sie können Benutzernamen zufügen, löschen oder ändern.
Um eine Service Account Liste zu löschen, wählen Sie die Liste im Richtlinien-
Navigationsfenster aus, öffnen Sie das Kontextmenü und wählen Sie Löschen.
13.4 Service Account Liste über Richtlinie zuweisen
So weisen Sie eine Service Account Liste zu:
1. Legen Sie eine Richtlinie vom Typ Authentisierung an oder wählen Sie eine bereits vorhandene aus.
2. Wählen Sie unter Anmeldeoptionen, die gewünschte Service Account Liste aus der
Dropdownliste des Felds Service Account Liste.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Hinweis: Die Standardeinstellung dieses Felds ist [Keine Liste], d. h. es gilt keine Service
Account Liste. Rollout-Beauftragte, die sich nach der Installation von SafeGuard Enterprise an dem Computer anmelden, werden somit nicht als Gastbenutzer behandelt und können die
Power-on Authentication aktivieren sowie zum Computer hinzugefügt werden. Um die
Zuweisung einer Service Account Liste rückgängig zu machen, wählen Sie die Option
[Keine Liste].
3. Speichern Sie Ihre Änderungen, indem Sie auf das Speichern-Symbol in der Symbolleiste klicken.
Sie können die Richtlinie nun an den Endpoint-Computer übertragen, um die Service Accounts auf dem Computer zur Verfügung zu stellen.
Hinweis: Wenn Sie unterschiedliche Service Account Listen in verschiedenen Richtlinien auswählen, die alle nach dem RSOP (Resulting Set of Policies, die für einen bestimmten
Computer/eine bestimmte Gruppe geltenden Einstellungen) relevant sind, setzt die Service
Account Liste in der zuletzt angewandten Richtlinie alle zuvor zugewiesenen Service Account
Listen außer Kraft. Service Account Listen werden nicht zusammengeführt.
13.5 Richtlinie an den Endpoint-Computer übertragen
Service Account Listen sind während der Installation in der Rollout-Phase einer Implementation besonders hilfreich und wichtig. Es wird daher empfohlen, die Service Account Einstellungen unmittelbar nach der Installation an den Endpoint-Computer zu übertragen. Um die Service
Account Liste zu diesem Zeitpunkt auf dem Computer zur Verfügung zu stellen, nehmen Sie in das erste Konfigurationspaket, das Sie zur Konfiguration des Computers nach der Installation erstellen, eine Richtlinie vom Typ Authentisierung mit den entsprechenden Einstellungen auf.
Sie können die Einstellungen für die Service Account Liste jederzeit ändern. Die Änderungen werden dann wie üblich über den Server an den Endpoint-Computer übertragen.
13.6 Auf einem Endpoint-Computer mit einem Service Account anmelden
Bei der ersten Windows-Anmeldung nach dem Neustart des Endpoint-Computers meldet sich ein Benutzer, der auf einer Service Account Liste aufgeführt ist, an dem Computer als SafeGuard
Enterprise Gastbenutzer an. Diese erste Windows-Anmeldung an dieser Maschine löst weder eine ausstehende Aktivierung der Power-on Authentication aus, noch wird durch die
Anmeldung der Benutzer zum Computer hinzugefügt. Das SafeGuard Enterprise System Tray
Icon zeigt in diesem Fall auch nicht den Balloon Tool Tip „Initialer Benutzerabgleich abgeschlossen“ an.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
13.6.1 Anzeige des Service Account Status auf dem Endpoint-Computer
Der Gastbenutzer-Anmeldestatus wird auch über das System Tray Icon angezeigt. Weitere
Informationen zum System Tray Icon finden Sie in der SafeGuard Enterprise Benutzerhilfe,
Kapitel System Tray Icon und Balloon-Ausgabe (Beschreibung des Benutzerstatus-Felds).
13.7 Protokollierte Ereignisse
Die in Zusammenhang mit Service Account Listen durchgeführten Aktionen werden über die folgenden Ereignisse protokolliert:
SafeGuard Management Center
Service Account Liste <Name> angelegt.
Service Account Liste <Name> geändert.
Service Account Liste <Name> gelöscht.
Durch SafeGuard Enterprise geschützter Computer
Windows-Benutzer <Domäne/Benutzer> hat sich um <Zeit> an Maschine <Domäne/
Computer> als SGN Service Account angemeldet.
Neue Service Account Liste importiert.
Service Account Liste <Name> gelöscht.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
14 POA Access Accounts für die POA-Anmeldung an
Standalone-Computern
Für durch SafeGuard Enterprise geschützte Standalone-Computer, d. h. Computer, die nie eine
Verbindung zum Server haben und im Standalone-Modus laufen, bietet SafeGuard Enterprise
POA Access Accounts. Nach der Installation von SafeGuard Enterprise und der Aktivierung der
Power-on Authentication (POA), kann der Zugang zu Endpoint-Computern für administrative
Aufgaben notwendig sein. Mit POA Access Accounts können sich Benutzer (z. B. Mitglieder des
IT-Teams) zur Durchführung von administrativen Aufgaben an der Power-on Authentication anmelden, ohne ein Challenge/Response-Verfahren durchführen zu müssen. Eine automatische
Anmeldung an Windows erfolgt nicht. Die Benutzer müssen sich an Windows mit ihren vorhandenen Windows-Benutzerkonten anmelden.
14.1 POA Access Accounts erstellen
So erstellen Sie POA Access Accounts:
1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Management Center auf Benutzer &
Computer.
2. Wählen Sie im Benutzer & Computer Navigationsfenster unter POA den Knoten POA-
Benutzer.
3. Klicken Sie im POA-Benutzer Kontextmenü auf Neu > Neuen Benutzer erstellen.
Der Dialog Neuen Benutzer erstellen wird angezeigt.
4. Geben Sie im Feld Vollständiger Name einen Namen, d. h. den Anmeldenamen, für den neuen POA-Benutzer ein.
5. Optional können Sie eine Beschreibung für den neuen POA-Benutzer eingeben.
6. Geben Sie ein Kennwort für das neue POA Access Account ein und bestätigen Sie es.
Hinweis: Aus Sicherheitsgründen sollte das Kennwort bestimmten Mindest-
Komplexitätsanforderungen entsprechen. Zum Beispiel sollte es eine Mindestlänge von 8
Zeichen haben und sowohl aus numerischen als auch alphanumerischen Zeichen bestehen. Ist das hier eingegebene Kennwort zu kurz, so wird eine entsprechende Warnungsmeldung angezeigt.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
7. Klicken Sie auf OK.
Das neue POA Access Account wird angelegt und der POA-Benutzer (d. h. das POA Access
Account) wird unter POA-Benutzer im Benutzer & Computer Navigationsbereich angezeigt.
14.2 Kennwort für ein POA Access Account ändern
So ändern Sie das Kennwort für ein POA Access Account:
1. Klicken Sie auf Benutzer & Computer im Navigationsbereich des SafeGuard Management
Center.
2. Wählen Sie im Benutzer & Computer Navigationsfenster unter POA, POA-Benutzer den relevanten POA-Benutzer.
3. Wählen Sie im Kontextmenü des POA-Benutzers den Befehl Eigenschaften.
Der Eigenschaftendialog für den POA-Benutzer wird angezeigt.
4. Geben Sie in der Registerkarte Allgemein unter Benutzerkennwort das neue Kennwort ein und bestätigen Sie es.
5. Klicken Sie auf OK.
Für das relevante POA Access Account gilt das neue Kennwort.
14.3 POA Access Accounts löschen
So löschen Sie POA Access Accounts:
1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Management Center auf Benutzer &
Computer.
2. Wählen Sie im Benutzer & Computer Navigationsfenster unter POA, POA-Benutzer das relevante POA Access Account.
3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das POA Access Account und wählen Sie Löschen aus dem Kontextmenü.
Das POA Access Account, d. h. der POA-Benutzer, wird gelöscht und nicht mehr im
Benutzer & Computer Navigationsfenster angezeigt.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Hinweis: Wenn der Benutzer einer oder mehreren POA-Gruppen angehört, wird er auch aus allen Gruppen entfernt. Das POA Access Account steht jedoch noch so lange auf dem Computer zurVerfügung, bis ein neues Konfigurationspaket erstellt und zugewiesen wird. Für weitere
POA Access Account Gruppen erstellen
Details zum Ändern der POA Access Account Zuweisung, siehe
Zuweisungen auf Endpoint-Computern ändern
14.4 POA Access Account Gruppen erstellen
Damit die POA Access Accounts Endpoint-Computern über Konfigurationspakete zugewiesen werden können, müssen sie in Gruppen zusammengefasst werden. Beim Erstellen von
Konfigurationspaketen können Sie dann eine POA Access Account Gruppe für die Zuweisung auswählen.
So erstellen Sie POA Access Account Gruppen:
1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Management Center auf Benutzer &
Computer.
2. Wählen Sie im Benutzer & Computer Navigationsbereich unter POA den Knoten POA-
Gruppen.
3. Klicken Sie im POA-Gruppen Kontextmenü auf Neu > Neue Gruppe erstellen.
Der Neue Gruppe erstellen Dialog wird angezeigt.
4. Geben Sie im Feld Vollständiger Name einen Namen für die neue POA-Gruppe ein.
5. Optional können Sie eine Beschreibung für die neue POA-Gruppe eingeben.
6. Klicken Sie auf OK.
Die neue POA Access Account Gruppe wird angelegt und unter POA-Gruppen im Benutzer &
Computer Navigationsbereich angezeigt. Sie können nun Benutzer, d. h. POA Access Accounts, zur Gruppe hinzufügen.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
14.5 POA Access Accounts zu Gruppen hinzufügen
So fügen Sie Benutzer, d. h. POA Access Accounts, zu POA Access Account Gruppen hinzu:
1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Management Center auf Benutzer &
Computer.
2. Wählen Sie im Benutzer & Computer Navigationsfenster unter POA, POA-Gruppe die relevante POA-Gruppe.
Im Aktionsbereich des SafeGuard Management Center auf der rechten Seite wird die Mitglieder
Registerkarte angezeigt
3. Klicken Sie in der SafeGuard Management Center Symbolleiste auf das Hinzufügen Symbol
(grünes Pluszeichen).
Der Mitgliedobjekt auswählen Dialog wird angezeigt
4. Wählen Sie den Benutzer (d. h. das POA Access Account) den Sie zur Gruppe hinzufügen möchten.
5. Klicken Sie auf OK.
Das POA Access Account wird zur Gruppe hinzugefügt und in der Registerkarte Mitglieder angezeigt.
Hinweis: Sie können POA Access Accounts auch zu einer Gruppe hinzufügen, indem Sie den
POA-Benutzer im Navigationsfenster auswählen und die beschriebenen Schritte ausführen. Der einzige Unterschied bei dieser Vorgehensweise besteht darin, dass nach Auswahl des Benutzers die Mitglied von Registerkarte im Aktionsbereich angezeigt wird. Diese Registerkarte zeigt die
Gruppen, denen der Benutzer zugewiesen wurde. Der grundlegende Workflow ist identisch.
14.6 Mitglieder aus POA Access Account Gruppen entfernen
So entfernen Sie Mitglieder, d. h. POA Access Accounts, aus Gruppen:
1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Management Center auf Benutzer &
Computer.
2. Wählen Sie im Benutzer Navigationsfenster unter POA, POA-Gruppe die relevante POA-
Gruppe.
Im Aktionsbereich des SafeGuard Management Center auf der rechten Seite wird die Mitglieder
Registerkarte angezeigt.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
3. Wählen Sie den Benutzer, den Sie aus der Gruppe entfernen möchten.
4. Klicken Sie in der SafeGuard Management Center Symbolleiste auf das Löschen Symbol (rotes
Kreuzzeichen).
Der Benutzer wird aus der Gruppe entfernt.
Hinweis: Sie können POA Access Accounts aus einer Gruppe entfernen, indem Sie den POA-
Benutzer im Navigationsfenster auswählen und die beschriebenen Schritte ausführen. Der einzige Unterschied bei dieser Vorgehensweise besteht darin, dass nach Auswahl des Benutzers die Mitglied von Registerkarte im Aktionsbereich angezeigt wird. Diese Registerkarte zeigt die
Gruppen, denen der Benutzer zugewiesen wurde. Der grundlegende Workflow ist identisch.
14.7 POA Access Accounts zu Endpoint-Computern zuweisen
So weisen Sie POA Access Accounts Endpoint-Computern über Konfigurationspakete zu:
1. Wählen Sie im SafeGuard Management Center aus dem Menü Extras den Befehl
Konfigurationspakete.
2. Wählen Sie ein vorhandenes Konfigurationspaket aus oder erstellen Sie ein neues.
3. Wählen Sie eine POA-Gruppe aus, die sie zuvor im Bereich Benutzer & Computer des
SafeGuard Management Center erstellt haben.
Die Standardeinstellung für die POA-Gruppe ist Keine Gruppe
Darüber hinaus steht standardmäßig eine leere Gruppe zur Auswahl zur Verfügung. Diese
Gruppe kann dazu verwendet werden, die Zuweisung einer POA Access Account Gruppe auf
Endpoint-Computern zu löschen. Für weitere Details siehe
4. Geben Sie einen Ausgabepfad für die MSI-Datei an.
5. Klicken Sie auf Konfigurationspaket erstellen.
6. Installieren Sie das Konfigurationspaketauf den Endpoint-Computern.
Durch die Installation des Konfigurationspakets werden die Benutzer, d. h. die POA Access
Accounts, die in der Gruppe enthalten sind, auf den Computern zur POA hinzugefügt. Die POA
Access Accounts stehen für die Anmeldung an die POA zur Verfügung.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
14.8 POA Access Accounts auf Endpoint-Computern löschen
Sie können POA Access Accounts auf Endpoint-Computern löschen, indem Sie den Computern eine leere POA Access Account Gruppe zuweisen:
1. Wählen Sie im Tools Menü des SafeGuard Management Center den Befehl
Konfigurationspakete
2. Wählen Sie ein vorhandenes Konfigurationspaket aus oder erstellen Sie ein neues.
3. Wählen Sie eine leere POA-Gruppe, die sie zuvor im Bereich Benutzer & Computer des
SafeGuard Management Center angelegt haben, oder die leere POA-Gruppe, die standardäßig unter Konfigurationspakete zur Verfügung steht.
4. Geben Sie einen Ausgabepfad für das Konfigurationspaket an.
5. Kicken Sie auf Konfigurationspaket erstellen.
6. Verteilen Sie das Konfigurationspaket an die Endpoint-Computer.
Durch Installation des Konfigurationspakets werden alle POA Access Accounts von den
Endpoint-Computern entfernt. Somit werden alle relevanten Benutzer aus der POA entfernt.
14.9 POA Access Account Zuweisungen auf Endpoint-Computern
ändern
So ändern Sie die Zuweisung von POA Access Accounts auf Endpoint-Computern:
1. Legen Sie einen neue POA Access Account Gruppe an oder ändern Sie eine bestehende
Gruppe.
2. Erstellen Sie ein neues Konfigurationspaket und wählen Sie die neue oder modifizierte POA
Access Account Gruppe aus.
Die neue POA Access Account Gruppe steht auf dem Endpoint-Computer zur Verfügung. Alle enthaltenen Benutzer werden zur POA hinzugefügt. Die neue Gruppe überschreibt die alte. POA
Access Account Gruppen werden nicht miteinander kombiniert.
108
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
14.10 Mit POA Access Account am Endpoint-Computer anmelden
So melden Sie sich mit einem POA Access Account an:
1. Schalten Sie den Computer ein.
Der Power-on Authentication Anmeldedialog wird angezeigt.
2. Geben Sie den Benutzernamen und das Kennwort des vordefinierten POA Access Account ein.
Sie werden nicht automatisch an Windows angemeldet. Der Windows-Anmeldedialog wird angezeigt.
3. Wählen Sie im Domäne Feld die Domäne <POA>.
4. Melden Sie sich mit Ihrem vorhandenen Windows-Benutzerkonto an Windows an.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
15 Sicherheitsrichtlinien
Die SafeGuard Enterprise Richtlinien enthalten alle Einstellungen, die zur Abbildung einer unternehmensweiten Sicherheitsrichtlinie auf den Endpoint-Computern wirksam werden sollen.
Sie können Richtlinien für folgende Bereiche (Richtlinientypen) erstellen:
Allgemeine Einstellungen
Enthält Einstellungen für z. B. Transferrate, Hintergrundbilder usw.
Authentisierung
Enthält Einstellungen zum Anmeldemodus, zur Gerätesperre usw.
PINs
Legt Anforderungen an die verwendeten PINs fest.
Kennwörter
Legt Anforderungen an die verwendeten Kennwörter fest.
Passphrasen
Legt Anforderungen für die verwendeten Passphrasen fest. Passphrasen werden bei der
Schlüsselerzeugung für den sicheren Datenaustausch mit SafeGuard Data Exchange verwendet.
Geräteschutz
Enthält Einstellungen für die volume- oder dateibasierende Verschlüsselung (auch
Einstellungen für SafeGuard Data Exchange und SafeGuard Portable): Algorithmen,
Schlüssel, Daten auf welchen Laufwerken sollen verschlüsselt werden usw.
Spezifische Computereinstellungen
Enthält Einstellungen zur Power-on Authentication (aktivieren/deaktivieren), zum sicheren
Wake On LAN, Anzeigeoptionen usw.
Protokollierung
Legt fest, welche Ereignisse wo protokolliert werden.
Konfigurationsschutz
Enthält Einstellungen (erlauben/sperren) für die Verwendung von Ports, Peripheriegeräten
(PDAs, Wechselmedien, Druckern usw.)
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
15.1 Allgemeine Einstellungen
Richtlinieneinstellung Erklärung
LADEN DER EINSTELLUNGEN
Richtlinien-Loopback
Computereinstellungen wiederholen
Wird bei einer Richtlinie unter Richtlinien-Loopback
”Computereinstellungen wiederholen” ausgewählt und die
Richtlinie ”kommt” von einer Maschine
(”Computereinstellungen wiederholen“ einer Benutzer-
Richtlinie hat keine Auswirkung), wird diese Richtlinie zum
Schluss nochmals ausgeführt. Dadurch werden etwaige
Benutzereinstellungen wieder überschrieben und es gelten die
Computereinstellungen.
Benutzer ignorieren
Wird bei einer Richtlinie (Maschinen-Richtlinie) unter
Richtlinien-Loopback “Benutzer ignorieren” ausgewählt und die Richtlinie "kommt" von einer Maschine, werden nur die
Computereinstellungen ausgewertet. Benutzereinstellungen werden nicht ausgewertet.
Kein Loopback
Kein Loopback beschreibt das Standardverhalten: Benutzer-
Richtlinien gelten vor Maschinen-Richtlinien.
Wie werden die Einstellungen “Benutzer ignorieren” und
“Computereinstellungen wiederholen” ausgewertet?
Existieren aktive Richtlinien-Zuweisungen, werden zuerst die
Maschinen-Richtlinien ausgewertet und vereinigt. Ergibt diese
Vereinigung der einzelnen Richtlinien beim Attribut
Richtlinien-Loopback den Wert “Benutzer ignorieren”, so werden Richtlinien, welche für den Benutzer bestimmt gewesen wären, nicht mehr ausgewertet. Das heißt sowohl für den Benutzer wie auch für die Maschine gelten die gleichen
Richtlinien.
Ist nach der Vereinigung der einzelnen Maschinen-Richtlinien der Wert bei Richtlinien-Loopback “Computereinstellungen wiederholen”, werden die Benutzer-Richtlinien mit den
Maschinen-Richtlinien vereinigt. Nach der Vereinigung werden die Maschinen-Richtlinien nochmals geschrieben und
überschreiben gegebenenfalls Einstellungen aus Benutzer-
Richtlinien. Das heißt: Ist eine Einstellung in beiden
Richtlinien vorhanden, so ersetzt der Wert der Maschinen-
Richtlinie den Wert der Benutzer-Richtlinie.
111
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Richtlinieneinstellung
TRANSFERRATE
Server-Verbindungsintervall
(in Minuten)
Legt den Zeitraum in Minuten fest, nach dem ein SafeGuard
Enterprise Client beim SafeGuard Enterprise Server eine
Anfrage nach Richtlinien
(-änderungen) stellt.
Hinweis: Um zu vermeiden, dass eine große Anzahl an Clients gleichzeitig den Server kontaktiert, findet die Kommunikation immer in einem Zeitraum
+/- 50% des eingestellten Verbindungsintervalls statt.
Beispiel: Die Einstellung “90 Minuten” ergibt einen
Kommunikationszeitraum zwischen Client und Server von 45 bis 135 Minuten.
Protokollierung
Rückmeldung nach Anzahl von Ereignissen
Erklärung
Ergibt die Vereinigung der einzelnen Maschinen-Richtlinien den Standardwert, so gilt: Benutzereinstellungen vor
Maschineneinstellungen.
Das Protokollsystem, implementiert als Win32 Service "SGM
LogPlayer", sammelt von SafeGuard Enterprise generierte, für die zentrale Datenbank bestimmte Protokolleinträge in lokalen Protokolldateien. Diese befinden sich im LocalCache im Verzeichnis "auditing\SGMTransLog". Diese Dateien werden an den Transportmechanismus übergeben, der sie dann über den SGN Server in die Datenbank einträgt. Die
Übergabe erfolgt standardmäßig immer dann, wenn der
Transportmechanismus erfolgreich eine Verbindung zum
Server aufbauen konnte.
Die Größe einer Protokolldatei nimmt also solange zu, bis eine erfolgreiche Verbindung zustande kommt. Um die Größe einer einzelnen Protokolldatei einschränken zu können, kann man über die Richtlinie eine maximale Anzahl von
Protokolleinträgen eintragen. Dann wird die Protokolldatei vom Protokollsystem nach Erreichen der eingestellten Anzahl von Einträgen in die Transportqueue des SGN Servers gestellt und eine neue Protokolldatei begonnen.
112
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Richtlinieneinstellung Erklärung
ANPASSUNG
Sprache am Client Legt fest, in welcher Sprache die Einstellungen für SafeGuard
Enterprise auf dem Endpoint-Computer angezeigt werden.
Neben den unterstützten Sprachen kann auch die
Betriebssystem-Spracheinstellung des Endpoint-Computers ausgewählt werden.
RECOVERY FÜR DIE ANMELDUNG
Recovery für die Anmeldung nach Beschädigung des
Windows Local Cache aktivieren
Der Windows Local Cache ist Start- und Endpunkt für den
Datenaustausch zwischen Endpoint-Computer und Server. Im
Windows Local Cache werdenalle Schlüssel, Richtlinien,
Benutzerzertifikate und Audit-Dateien abgelegt. Alle im Local
Cache abgelegten Daten sind signiert und können nicht manuell geändert werden.
Standardmäßig ist der Recovery-Vorgang für die Anmeldung in diesem Fall deaktiviert, d. h. der Windows Local Cache wird automatisch aus seiner Sicherungskopie wiederhergestellt.
In diesem Fall ist kein Challenge/Response-Verfahren für die
Reparatur notwendig. Soll die Reparatur des Windows Local
Cache explizit über ein Challenge/Response-Verfahren durchgeführt werden soll, setzen Sie dieses Feld auf “JA“.
Local Self Help aktivieren
Local Self Help aktivieren
Minimale Länge der
Antwort
Legt fest, ob der Benutzer über Local Self Help an seinem
Computer anmelden darf, wenn er das Kennwort vergessen hat. Local Self Help ermöglicht dem Benutzer die Anmeldung durch die Beantwortung einer definierten Anzahl an zuvor festgelegten Fragen in der Power-on Authentication. Somit kann sich der Benutzer im Notfall auch in Situationen, in denen weder eine Telefon- noch eine Internetverbindung zur
Verfügung steht, ohne die Durchführung eines Challenge/
Response-Verfahrens wieder Zugang zu seinem Computer verschaffen. Mit Local Self Help lassen sich Helpdesk-
Aufwände und Kosten reduzieren.
Achtung: Für die Benutzung von Local Self Help ist es notwendig, dass die automatische Anmeldung an Windows aktiviert ist. Andernfalls funktioniert die Anmeldung über
Local Self Help nicht.
Legen Sie hier die Mindestlänge (in Zeichen) für die
Antworten fest, die für Local Self Help auf dem Endpoint-
Computer hinterlegt werden.
113
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Richtlinieneinstellung
Willkommenstext unter
Windows
Benutzer dürfen eigene
Fragen festlegen
Erklärung
Hier können Sie einen individuellen Informationstext angeben, der beim Starten des Local Self Help Assistenten im ersten Dialog angezeigt werden soll. Dieser Text muss zuvor erstellt und registriert werden.
Die für Local Self Help zu beantwortenden Fragen können Sie als zuständiger Sicherheitsbeauftragter zentral vordefinieren und per Richtlinie an die Endpoint-Computer verteilen. Sie können die Benutzer jedoch auch per Richtlinie berechtigen, selbst Fragen zu definieren. Um die Benutzer zur Definition eigener Fragen zu berechtigen, wählen Sie in diesem Feld die
Einstellung JA.
Challenge / Response (C/R)
Recovery für die Anmeldung
über C/R aktivieren
Automatische Anmeldung an Windows erlauben
Legt fest, ob ein Benutzer in der Power-on Authentication
(POA) eine Challenge erzeugen darf, um über ein Challenge/
Response-Verfahren wieder Zugang zu seinem Computer zu erhalten.
JA: Benutzer darf Challenge erzeugen. In diesem Fall kann der
Benutzer über ein Challenge/Response-Verfahren in Notfällen wieder Zugang zu seinem Computer erhalten.
NEIN: Benutzer darf keine Challenge erzeugen. In diesem Fall kann der Benutzer im Notfall kein Challenge/Response-
Verfahren starten, um wieder Zugang zu seinem Computer zu erhalten.
Erlaubt dem Benutzer nach einer Authentisierung per
Challenge/Response die automatische Anmeldung an
Windows.
JA: Benutzer wird automatisch an Windows angemeldet.
NEIN: Windows-Anmeldebildschirm erscheint.
Anwendungsfall: Ein Benutzer hat sein Kennwort vergessen.
SafeGuard Enterprise meldet ihn nach Austausch von
Challenge und Response ohne SGN-Kennwort am PC an. In diesem Fall wird die automatische Anmeldung an Windows ausgeschaltet und der Windows-Anmeldebildschirm erscheint. Da der Benutzer sein SGN-Kennwort (= Windows-
Kennwort) nicht weiß, kann er sich nicht anmelden. Mit “JA” wird eine automatische Anmeldung erlaubt und der Benutzer bleibt nicht im Windows-Anmeldebildschirm stecken.
114
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Richtlinieneinstellung
Informationstext
Erklärung
Zeigt nach dem Starten eines Challenge/Response-Vorgangs in der POA einen Informationstext. Als Informationstext kann hier beispielsweise stehen “Bitte rufen Sie Ihren Support unter der Telefonnummer 01234-56789 an.”.
Bevor Sie einen Text angeben können, muss dieser als
Textdatei im Richtlinien-Navigationsbereich unter
Informationstext erstellt werden.
BILDER
Hintergrundbild in der POA Auflösung: 1024x768 (VESA-Modus)
Farben: keine Einschränkung
Hintergrund-Bild in der
POA (niedrige Auflösung)
Voraussetzung: Neue Bilder müssen im Management Center im Richtlinien-Navigationsbereich unter Bilder registriert werden. Erst nach der Registrierung sind die Bilder verfügbar.
Unterstützte Formate: .BMP, PNG, JPEG
Tauscht das blaue Hintergrund-Bitmap mit SafeGuard
Enterprise Design gegen ein selbstgewähltes aus. Kunden können hier z. B. das Unternehmens-Logo in der POA verwenden.
Maximale Dateigröße für alle Hintergrundbilder: 500 KB
Auflösung: 640x480 (VGA-Modus)
Farben: 16 Farben
115
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Richtlinieneinstellung
Anmeldebild in der POA
Anmeldebild in der POA
(niedrige Auflösung)
Erklärung
Tauscht das SafeGuard Enterprise-Bitmap aus, das im
Anmeldedialog der POA angezeigt wird. Hier kann zum
Beispiel das Firmenlogo angezeigt werden.
Maximale Dateigröße: 100 KB
Auflösung: 413x140 Pixel
Farben: keine Einschränkung
Auflösung: 413x140 Pixel
Farben: 16
116
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
15.2 Authentisierung
Wie sich Benutzer an ihrer Arbeitsstation anmelden (mit oder ohne Token), wird in einer
Richtlinie vom Typ Authentisierung festgelegt.
Richtlinieneinstellung
ZUGRIFF
Benutzer kann nur von der Festplatte booten
Erklärung
Legt fest, ob Benutzer den PC von Festplatte und/ oder anderem Medium starten dürfen.
JA: Benutzer darf ausschließlich von der Festplatte booten.
Die Möglichkeit, den PC mit Diskette oder einem weiteren externen Medium zu starten, wird nicht in der POA angeboten.
NEIN: Benutzer darf den PC von Festplatte,
Diskette oder einem externen Medium (USB, CD usw.) starten.
ANMELDEOPTIONEN
Anmeldemodus Legt fest, wie sich ein Benutzer in der POA authentisieren muss.
Benutzername/Kennwort
Der Benutzer darf sich nicht mit einem Token, sondern nur mit Benutzernamen und
Kennwort in der POA anmelden.
Token
Der Benutzer darf sich nur mit einem Token oder einer Smartcard in der POA anmelden.
Dieses Verfahren bietet eine höhere Sicherheit.
Bei der Anmeldung wird der Benutzer aufgefordert, seinen Token einzustecken.
Durch den Besitz des Token und der
Präsentation der PIN wird die Identität des
Benutzers verifiziert. Nach korrekter Eingabe der PIN liest SafeGuard Enterprise automatisch die Daten für die Anmeldung des
Benutzers aus.
117
Richtlinieneinstellung
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Erklärung
Achtung: Beachten Sie, dass Sie sich bei Wahl dieses Anmeldeverfahrens nur mit einem vorher ausgestellten Token anmelden können.
Eine Kombination beider Einstellungen ist erlaubt. Um zu prüfen, ob die Anmeldung mit
Token reibungslos funktioniert, wählen Sie zunächst beide Einstellungen aus. Erst nach erfolgreicher Token-Anmeldung sollten Sie das
Anmeldeverfahren Benutzername/Kennwort deaktivieren.
Fingerabdruck
Wählen Sie diese Option, um die Anmeldung mit Lenovo-Fingerabdruck-Leser zu aktivieren.
Benutzer, für die diese Richtlinie wirksam ist, können sich mit Fingerabdruck oder
Benutzername/Kennwort anmelden. Dieser
Vorgang bietet das höchste Maß an Sicherheit.
Bei der Anmeldung führt der Benutzer den
Finger über den Fingerabdruck-Leser. Wenn der Fingerabdruck erfolgreich erkannt wurde, liest die Power-on Authentication die
Anmeldeinformationen des Benutzers und meldet den Benutzer an der Power-on
Authentication an.
Die Anmeldeinformationen werden dann an
Windows übertragen und der Benutzer wird an seinem Computer angemeldet.
Achtung: Nach Auswahl dieses Anmeldevorgangs kann sich der Benutzer nur mit einem vorher registrierten Fingerabdruck oder mit
Benutzername und Kennwort anmelden.
118
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Richtlinieneinstellung
Anmeldeoptionen mit Token
PIN für automatische Anmeldung mit
Token
Erklärung
Legt den Typ des Token bzw. der Smartcard fest, der am Benutzer-PC verwendet werden soll.
Nicht kryptographisch
Authentisierung an der POA und an Windows mit Anmeldeinformationen.
Kerberos
Zertifikatsbasierte Authentisierung an der
POA und an Windows.
Der Sicherheitsbeauftragte stellt ein Zertifikat in einer PKI aus und legt es auf dem Token ab.
Dieses Zertifikat wird als Benutzerzertifikat in die SafeGuard Enterprise Datenbank importiert. Falls dort bereits ein automatisch erzeugtes Zertifikat existiert, wird es durch das importierte Zertifikat überschrieben.
Hinweis:
Challenge/Response ist mit einem
Token, der Kerberos unterstützt, nicht möglich, da keine Anmeldeinformationen in der POA zur
Verfügung stehen, die bei einem Challenge/
Response-Verfahren verwendet werden
Geben Sie hier eine Default-PIN an, die dem
Benutzer die automatische Anmeldung an der
Power-on Authentication mit Token oder
Smartcard ermöglicht. Der Benutzer muss den
Token bei der Anmeldung einstecken. Daraufhin wird eine automatische Anmeldung an der Poweron Authentication durchgeführt und Windows wird gestartet.
PIN-Regeln müssen hier nicht beachtet werden.
Achtung:
Diese Option steht nur dann zur Verfügung, wenn die Option Token als Anmeldemodus gewählt wurde.
Wenn diese Option aktiviert wird, muss bei
Durchgehende Anmeldung an Windows die
Einstellung Durchgehende Anmeldung
deaktivieren gewählt werden.
119
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Richtlinieneinstellung
Erfolglose Anmeldeversuche dieses
Benutzers anzeigen
Letzte Benutzeranmeldung anzeigen
'Erzwungene Abmeldung' bei Sperre der
Arbeitsstation deaktivieren
Letzte Benutzer/Domänen-Auswahl aktivieren
Erklärung
Zeigt (Einstellung: JA) nach der Anmeldung in der
POA und Windows einen Dialog mit
Informationen über die letzte fehlgeschlagene
Anmeldung (Benutzername/Datum/Zeit) an.
Zeigt (Einstellung: JA) nach der Anmeldung in der
POA und Windows einen Dialog mit
Informationen über die
letzte erfolgreiche Anmeldung
(Benutzername/Datum/Zeit)
letzten Anmeldeinformationen des angemeldeten Benutzers an.
Wenn Benutzer den Endpoint-Computer nur für kurze Zeit verlassen wollen, können Sie den
Rechner mittels Klick auf die Schaltfläche
Arbeitsstation sperren für andere Benutzer sperren und danach mit ihrem Kennwort wieder entsperren.
Steht diese Einstellung auf NEIN, dann kann sowohl jener Benutzer, der die Arbeitsstation gesperrt hat, als auch ein Administrator diese
Sperre aufheben. Hebt ein Administrator die
Sperre auf, so wird der aktuell angemeldete
Benutzer zwangsweise abgemeldet.
Die Einstellung JA ändert dieses Verhalten. In diesem Fall kann nur der Benutzer die Sperre der
Arbeitsstation aufheben. Ein Aufheben der Sperre durch den Administrator und das damit verbundene erzwungene Abmelden des Benutzers ist nicht mehr möglich.
Hinweis: Diese Einstellung wird nur unter
Windows XP wirksam.
JA: Die POA speichert den Benutzernamen und die Domäne des letzten angemeldeten Benutzers.
Benutzer müssen den Benutzernamen also nicht jedesmal eingeben, wenn sie sich anmelden.
NEIN: Die POA speichert den Benutzernamen und die Domäne des letzten angemeldeten
Benutzers nicht.
120
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Richtlinieneinstellung Erklärung
Durchgehende Anmeldung an Windows Hinweis: Soll der Benutzer in der Lage sein, anderen Benutzern Zugriff auf “seinen“ Computer zu gewähren, muss er in der Lage sein, die durchgehende Anmeldung an Windows zu deaktivieren.
Service Account Liste
Benutzer wählen lassen
Im POA Anmeldedialog kann der Benutzer durch Aktivieren/Deaktivieren dieser Option entscheiden, ob er automatisch an Windows angemeldet werden will oder nicht.
Durchgehende Anmeldung erzwingen
Der Benutzer wird immer automatisch an
Windows angemeldet.
Durchgehende Anmeldung deaktivieren
Der Windows Anmeldedialog wird nach der
POA-Anmeldung angezeigt und der Benutzer muss sich manuell an Windows anmelden.
Um zu verhindern, dass durch administrative
Vorgänge auf einem durch SafeGuard Enterprise geschützten Computer die Power-on
Authentication aktivert wird und Rollout-
Beauftragte als Benutzer zum Computer hinzugefügt werden, bietet SafeGuard Enterprise
Service Account Listen für Endpoint-Computer.
Die Benutzer auf diesen Listen werden als
SafeGuard Enterprise Gastbenutzer behandelt.
Damit Sie hier eine Liste auswählen können, müssen Sie diese zunächst im Richtlinien-
Navigations bereich unter Service Account Listen anlegen.
121
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Richtlinieneinstellung
BitLocker-OPTIONEN
BitLocker Anmeldemodus
Erklärung
BitLocker Anmeldemodus - Fallback
Als Anmeldemodus für BitLocker können Sie aus folgenden Optionen auswählen.
TPM:
Der Schlüssel für die Anmeldung wird auf dem
TPM-Chip gespeichert.
TPM + PIN:
Der Schlüssel für die Anmeldung wird auf dem
TPM-Chip gespeichert und zusätzlich wird eine PIN zur Anmeldung benötigt.
Einstellungen für die PIN werden unter PIN und Kennwort vorgenommen.
USB-Stick:
Der Schlüssel für die Anmeldung wird auf einem USB-Stick gespeichert.
TPM + USB-Stick:
Der Schlüssel für die Anmeldung wird auf dem
TPM-Chip und auf einem USB-Stick gespeichert. Die Anmeldung kann dann entweder mit TPM-Chip oder USB-Stick erfolgen.
Für den Fall, dass die Anmeldung fehlschlägt, bietet SafeGuard Enterprise als Fallback-
Mechanismus die Anmeldung mit USB-Stick oder die Ausgabe einer Fehlermeldung an.
Hinweis: Wird USB-Stick als Anmeldemodus ausgewählt, wird diese Option nicht angeboten.
122
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Richtlinieneinstellung
TPM Plattform Validierungsprofil
Erklärung
Ist TPM auf dem Endpoint-Computer vorhanden, so lässt sich festlegen, welche Art von TPM-
Plattform Validierungsprofil verwendet werden soll.
Das TPM-Plattform Validierungsprofil spezifiziert die Maßnahmen, die zum Schutz der BitLocker-
Verschlüsselungsschlüssel angewendet werden sollen.
Ein TPM-Plattform Validierungsprofil besteht aus einer Reihe von PCR-Indizes (Platform
Configuration Register).
Microsoft empfiehlt die Verwendung des Default-
Profils für die Validierung der TPM-Plattform in
Windows Vista, das die folgenden Komponenten absichert:
den Verschlüsselungsschlüssel gegen
Änderungen am CRTM (Core Root of Trust of
Measurement), BIOS sowie an
Plattformerweiterungen (PCR 0)
Option ROM Code (PCR 2)
Master Boot Record (MBR) Code (PCR 4)
NTFS Boot Sector (PCR 8)
NTFS Boot Block (PCR 9)
Boot Manager (PCR 10)
BitLocker DE Access Control (PCR 11)
Hinweis: Diese Option steht nur dann zur
Verfügung, wenn TPM als Anmeldemodus ausgewählt wurde. Wurde USB Stick ausgewählt, ist diese Option nicht verfügbar.
Weitere Informationen zum TPM-Plattform
Validierungsprofil finden Sie hier:
http://msdn2.microsoft.com/en-us/library/ aa376469.aspx
123
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Richtlinieneinstellung
ERFOLGLOSE ANMELDUNGEN
Maximalanzahl von erfolglosen
Anmeldeversuchen
Meldungen zur fehlgeschlagenen
Anmeldung in der POA anzeigen
Erklärung
Bestimmt, wie oft ein Benutzer ohne Folgen bei der Anmeldung einen ungültigen Benutzernamen bzw. ein ungültiges Kennwort eingeben darf.
Mit “3“ darf der Benutzer beispielsweise dreimal hintereinander seinen Benutzernamen oder sein
Kennwort falsch eingeben, beim vierten Mal greift die Einstellung unter “Reaktion auf erfolglose
Anmeldungen”.
Definiert die Detailebene für Meldungen zu fehlgeschlagenen Anmeldungen:
Standard: Zeigt eine kurze Beschreibung an.
Verbose (ausführlich): Zeigt detaillierte
Informationen an.
Reaktion auf erfolglose Anmeldeversuche
Computer sperren Legt fest, ob der PC nach fehlgeschlagenen
Anmeldeversuchen gesperrt wird.
Die Computersperre kann durch Neustart des PCs und durch Anmeldung eines lokalen
Administrators aufgehoben werden. Beachten Sie in diesem Zusammenhang auch die
Benutzersperre von Windows.
TOKEN-OPTIONEN
Aktion bei Verlust des Anmeldestatus des Token
Freigabe des Token erlauben
Definiert das Verhalten nach dem Trennen des
Token vom PC.
Mögliche Aktionen sind:
Computer sperren
PIN-Dialog anzeigen
Keine Aktion
Bestimmt, ob der Token bei der Anmeldung entsperrt werden darf.
124
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Richtlinieneinstellung Erklärung
OPTIONEN FÜR SPERRE DES GERÄTS
Bildschirm nach X Minuten Leerlauf sperren
Bei Entfernung des Token Bildschirm sperren
Bestimmt die Zeit, nach deren Überschreitung ein nicht mehr benutzter Desktop automatisch gesperrt wird.
Der Standardwert beträgt 0 Minuten, in diesem
Fall erfolgt kein automatisches Schließen.
Bestimmt, ob der Bildschirm gesperrt wird, wenn während einer Arbeitssitzung der Token entfernt wird.
Bildschirm nach dem Fortsetzen sperren Bestimmt, ob der Bildschirm bei Reaktivierung aus dem Standby-Modus gesperrt wird.
125
SafeGuard Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
15.3 Liste verbotener PINs für die Verwendung mit Richtlinien anlegen
Für Richtlinien des Typs PIN kann eine Liste mit verbotenen PINs angelegt werden. Diese Liste definiert die Zeichenfolgen, die in nicht in PINs verwendet werden dürfen.
Hinweis: In den Listen werden die verbotenen PINs durch einen Leerraum oder einen
Zeilenumbruch voneinander getrennt.
Die Textdateien mit den gewünschten Informationen müssen erstellt werden, bevor sie im
SafeGuard Management Center registriert werden können. Die maximale Dateigröße für
Textdateien beträgt 50 KB. SafeGuard Enterprise verwendet nur Unicode UTF-16 kodierte
Texte. Wenn Sie die Textdateien nicht in diesem Format erstellen, werden Sie bei der
Registrierung automatisch in dieses Format konvertiert.
Wenn eine Konvertierung durchgeführt wird, werden Sie durch eine Meldung darüber informiert.
So registrieren Sie die Textdateien:
1. Klicken Sie im Richtlinien-Navigationsbereich mit der rechten Maustaste auf
Informationstext und wählen Sie Neu > Text.
2. Geben Sie im Feld Textelementname einen Namen für den anzuzeigenden Text ein.
3. Wählen Sie über die Schaltfläche [...] die zuvor erstellte Textdatei aus. Wenn eine
Konvertierung notwendig ist, wird eine entsprechende Meldung angezeigt.
4. Klicken Sie auf OK.
Das neue Textelement wird als Unterknoten des Eintrags Informationstext im Richtlinien-
Navigationsbereich angezeigt. Ist ein Textelement markiert, wird sein Inhalt im Aktionsbereich angezeigt. Das Textelement kann jetzt beim Erstellen von Richtlinien ausgewählt werden.
Um weitere Textelemente zu registrieren, gehen Sie wie beschrieben vor. Alle registrierten
Textelemente werden als Unterknoten angezeigt.
Hinweis: Mit der Schaltfläche Text ändern können Sie weiteren Text zum bestehenden Text hinzufügen. Es wird ein Dialog geöffnet, in dem eine weitere Textdatei ausgewählt werden kann.
Der in dieser Datei enthaltene Text wird am Ende des bestehenden Texts eingefügt.
126
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
15.4 Syntaxregeln für PINs
PINs können sowohl Ziffern, Buchstaben als auch Sonderzeichen (wie + - ; etc.) enthalten.
Verwenden Sie bei der Vergabe einer neuen PIN jedoch keine Zeichen mit der Kombination
ALT + <Zeichen>, da dieser Eingabemodus an der Power-on Authentication nicht zur Verfügung steht. Wie PINs, mit der sich Benutzer am System anmelden, beschaffen sein müssen, wird in
Richtlinien vom Typ PIN eingestellt.
Achtung: Wenn im SafeGuard Enterprise Management Center Regeln für PINs definiert werden, dann sollten im Active Directory keine Regeln definiert werden.
Richtlinieneinstellung Erklärung
REGELN
Mindestlänge der PIN
Maximallänge der PIN
Mindestanzahl an Buchstaben
Mindestanzahl an Ziffern
Mindestanzahl an Symbolen
Groß-/Kleinschreibung beachten
Zeigt an, aus wie vielen Zeichen eine PIN bei der Änderung durch den Benutzer mindestens bestehen muss. Der gewünschte Wert kann entweder direkt eingegeben oder durch Betätigen der Richtungstasten vergrößert bzw.
verkleinert werden.
Zeigt an, aus wie vielen Zeichen eine PIN bei der Änderung durch den Benutzer maximal bestehen darf. Der gewünschte
Wert kann entweder direkt eingegeben oder durch Betätigen der Richtungstasten vergrößert bzw. verkleinert werden.
Mit diesen Einstellungen wird erreicht, dass PINs nicht ausschließlich Zeichen, Ziffern oder Sonderzeichen enthalten, sondern aus einer Kombination bestehen müssen
(z. B. „15blume“ etc.). Diese Einstellung ist nur dann sinnvoll, wenn eine PIN-Mindestlänge definiert ist, die größer 2 ist.
Diese Einstellung wird nur bei den Punkten Liste nicht
erlaubter PINs benutzen und Benutzername als PIN
verboten wirksam.
Fall 1: Sie haben in der Liste der verbotenen PINs „Tafel“ eingetragen. Steht die Option Groß-/Kleinschreibung
beachten auf “JA”, werden zusätzliche Kennwortvarianten wie z. B. „TAFEL“ oder „TaFeL“ nicht akzeptiert und die
Anmeldung wird verweigert.
Fall 2: Der Benutzername für einen Anwender lautet
„EMaier“. Steht “Groß-/Kleinschreibung beachten” auf JA und “Mit Benutzernamen identisch” auf ’NEIN, darf
Benutzer EMaier keine Variante seines Benutzernamens
(z. B. ´emaier´ oder ´eMaiEr´ etc.) als PIN verwenden.
127
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Richtlinieneinstellung
Tastaturzeile verboten
Tastaturspalte verboten
Drei oder mehr aufeinanderfolgende Zeichen verboten
Benutzername als PIN verboten
Liste nicht erlaubter PINs benutzen
Erklärung
Tastaturzeilen sind „123“ oder „qwe“. Maximal zwei auf der
Tastatur nebeneinander liegende Zeichen sind erlaubt.
Tastaturzeilen beziehen sich nur auf den alphanumerischen
Tastaturteil.
Als Tastaturspalten werden eingetippte Zeichenreihen wie
„yaq1“, „xsw2“ oder „3edc“ (nicht aber „yse4“, „xdr5“ oder
„cft6“!) bezeichnet. Erlaubt sind maximal zwei in einer
Tastaturspalte befindliche Zeichen. Verbieten Sie
Tastaturspalten, werden derartige Zeichenkombinationen als
PINs abgelehnt. Tastaturspalten beziehen sich nur auf den alphanumerischen Tastaturteil.
Verboten werden mit Aktivierung dieser Option
Zeichenketten,
die im ASCII-Code aufeinander folgen, sowohl in auf- als auch in absteigender Reihenfolge („abc“; „cba“; „:;<“ etc.).
die aus drei oder mehr identischen Zeichen („aaa“ oder
„111“) bestehen.
Bestimmt, ob Benutzername und PIN identisch sein dürfen.
JA: Benutzer darf seinen Windows-Benutzernamen gleichzeitig als PIN verwenden.
NEIN: Windows-Benutzername und PIN müssen unterschiedlich sein.
Bestimmt, ob bestimmte Zeichenfolgen für PINs nicht verwendet werden dürfen. Abgelegt sind die Zeichenfolgen in der Liste der verbotenen PINs
(z. B. Datei im Format .txt).
128
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Richtlinieneinstellung
Liste nicht erlaubter PINs
Erklärung
Definiert Zeichenfolgen, die in einer PIN nicht verwendet werden dürfen. Wenn ein Benutzer eine verbotene PIN verwendet, wird eine Fehlermeldung. ausgegeben.
Wichtige Voraussetzung:
Eine Liste (eine Datei) mit verbotenen PINs muss im
Management Center unter Informationstext im Richtlinien-
Navigationsbereich registriert werden. Erst nach der
Registrierung ist die Liste verfügbar.
Maximale Dateigröße: 50 KB, Unterstütztes Format: Unicode
Nicht erlaubte PINs definieren
In der Liste werden die verbotenen PINs mit einem
Leerzeichen oder durch einen neuen Zeilenanfang getrennt.
Wildcard: An der Position, an der Sie den Zeichentyp „*“ eingeben, können mehrere beliebige Zeichen in der PIN enthalten sein. Beispielsweise wird durch *123* jede
Zeichenfolge, die 123 enthält, als PIN verboten.
Achtung:
Wenn Sie nur die Wildcard in die Liste einfügen, können sich Benutzer nach einer erzwungenen PIN-Änderung nicht mehr im System anmelden.
Benutzer dürfen auf die Datei keinen Zugriff haben.
Die Option Liste nicht erlaubter PINs benutzen muss aktiviert sein.
ÄNDERUNGEN
PIN-Änderung erlaubt nach mindestens (Tage)
PIN läuft ab nach (Tage)
Legt den Zeitraum fest, in dem eine PIN nicht erneut geändert werden darf. Diese Einstellung verhindert, dass ein
Benutzer seine PIN innerhalb eines bestimmten Zeitraums beliebig oft ändern kann.
Beispiel:
Die Benutzerin Schmidt definiert eine neue PIN (z. B.
„13jk56“). Für sie (oder für die Gruppe, der sie zugeordnet ist) ist ein Wechsel nach mind. fünf Tagen festgelegt. Bereits nach zwei Tagen will sie die PIN „13jk56“ ändern. Dies wird abgelehnt, da Frau Schmidt erst nach fünf Tagen eine neue
PIN definieren darf.
Wird die maximale Gültigkeitsdauer aktiviert, muss der
Benutzer nach dem eingetragenen Zeitraum seine PIN wechseln und ein neue definieren.
129
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Richtlinieneinstellung Erklärung
Warnung vor Ablauf (Tage) Ab “n” Tagen vor Ablauf der PIN wird eine Warnmeldung ausgegeben und der Benutzer darauf hingewiesen, dass er in
“n“-Tagen seine PIN ändern muss. Er erhält daraufhin die
Möglichkeit, die PIN sofort zu ändern.
ALLGEMEIN
PIN-Generationen Bestimmt, wann bereits verwendete PINs wieder verwendet werden dürfen.
Sinnvoll ist die Definition von PIN-Generationen insbesondere in Verbindung mit der Einstellung PIN läuft ab
nach (Tage).
Beispiel:
Die Anzahl der PIN-Generationen für den Benutzer Müller wurde auf 4 festgelegt, die der Tage, nach denen der Benutzer die PIN wechseln muss, auf 30. Herr Müller meldete sich bislang mit der PIN „Informatik“ an. Nach Ablauf der Frist von 30 Tagen wird er aufgefordert, seine PIN zu ändern. Herr
Müller tippt als neue PIN wieder „Informatik“ ein und erhält die Fehlermeldung, dass er diese PIN bereits verwendet hat und eine andere PIN wählen muss. „Informatik“ darf Herr
Müller erst nach der vierten (da PIN-Generationen = 4)
Aufforderung zur Eingabe einer neuen PIN verwenden.
130
SafeGuard Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
15.5 Liste verbotener Kennwörter für die Verwendung mit Richtlinien anlegen
Für Richtlinien des Typs Kennwort kann eine Liste mit verbotenen Kennwörtern angelegt werden. Diese Liste definiert die Zeichenfolgen, die in nicht in Kennwörtern verwendet werden dürfen.
Hinweis: In den Listen werden die verbotenen Kennwörter durch einen Leerraum oder einen
Zeilenumbruch voneinander getrennt.
TDie Textdateien mit den gewünschten Informationen müssen erstellt werden, bevor sie im
SafeGuard Management Center registriert werden können. Die maximale Dateigröße für
Textdateien beträgt 50 KB. SafeGuard Enterprise verwendet nur Unicode UTF-16 kodierte
Texte. Wenn Sie die Textdateien nicht in diesem Format erstellen, werden Sie bei der
Registrierung automatisch in dieses Format konvertiert.
Wenn eine Konvertierung durchgeführt wird, werden Sie durch eine Meldung darüber informiert.
So registrieren Sie die Textdateien:
1. Klicken Sie im Richtlinien-Navigationsbereich mit der rechten Maustaste auf
Informationstext und wählen Sie Neu > Text.
2. Geben Sie im Feld Textelementname einen Namen für den anzuzeigenden Text ein.
3. Wählen Sie über die Schaltfläche [...] die zuvor erstellte Textdatei aus. Wenn eine
Konvertierung notwendig ist, wird eine entsprechende Meldung angezeigt.
4. Klicken Sie auf OK.
Das neue Textelement wird als Unterknoten des Eintrags Informationstext im Richtlinien-
Navigationsbereich angezeigt. Ist ein Textelement markiert, wird sein Inhalt im Aktionsbereich angezeigt. Das Textelement kann jetzt beim Erstellen von Richtlinien ausgewählt werden.
Um weitere Textelemente zu registrieren, gehen Sie wie beschrieben vor. Alle registrierten
Textelemente werden als Unterknoten angezeigt.
Hinweis: Mit der Schaltfläche Text ändern können Sie weiteren Text zum bestehenden Text hinzufügen. Es wird ein Dialog geöffnet, in dem eine weitere Textdatei ausgewählt werden kann.
Der in dieser Datei enthaltene Text wird am Ende des bestehenden Texts eingefügt.
131
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
15.6 Syntaxregeln für Kennwörter
Kennwörter können sowohl Ziffern, Buchstaben als auch Sonderzeichen (wie + - ; etc.) enthalten.
Verwenden Sie bei der Vergabe eines neuen Kennworts jedoch keine Zeichen mit der
Kombination ALT + <Zeichen>, da dieser Eingabemodus an der Power-on Authentication nicht zur Verfügung steht. Wie Kennwörter, mit denen sich Benutzer am System anmelden, beschaffen sein müssen, wird in Richtlinien vom Typ Kennwort eingestellt.
Achtung: Wenn im SafeGuard Enterprise Management Center Regeln für Kennwörter definiert werden, dann sollten im Active Directory keine Regeln definiert werden.
Richtlinieneinstellung Erklärung
REGELN
Mindestlänge des Kennwortes Zeigt an, aus wie vielen Zeichen ein Kennwort bei der
Änderung durch den Benutzer mindestens bestehen muss.
Der gewünschte Wert kann entweder direkt eingegeben oder durch Betätigen der Richtungstasten vergrößert bzw.
verkleinert werden.
Maximallänge des
Kennwortes
Zeigt an, aus wie vielen Zeichen ein Kennwort bei der
Änderung durch den Benutzer maximal bestehen darf. Der gewünschte Wert kann entweder direkt eingegeben oder durch Betätigen der Richtungstasten vergrößert bzw.
verkleinert werden.
Mindestanzahl an Buchstaben
Mindestanzahl an Ziffern
Mindestanzahl an Symbolen
Groß-/Kleinschreibung beachten
Mit diesen Einstellungen wird erreicht, dass Kennwörter nicht ausschließlich Zeichen, Ziffern oder Sonderzeichen enthalten, sondern aus einer Kombination bestehen müssen
(z. B. „15blume“ etc.). Diese Einstellung ist nur dann sinnvoll, wenn eine Kennwortmindestlänge definiert ist, die größer 2 ist.
Diese Einstellung wird nur bei den Punkten Liste nicht
erlaubter Kennwörter verwenden und Benutzername als
Kennwort verboten wirksam.
Fall 1: Sie haben in der Liste der verbotenen Kennwörter
„Tafel“ eingetragen. Steht die Option Groß-/Kleinschreibung
beachten auf “JA”, werden zusätzliche Kennwortvarianten wie z. B. „TAFEL“ oder „TaFeL“ nicht akzeptiert und die
Anmeldung wird verweigert.
Fall 2: Der Benutzername für einen Anwender lautet
„EMaier“. Steht Groß-/Kleinschreibung beachten auf JA und
Benutzername als Kennwort verboten auf ’NEIN, darf
Benutzer EMaier keine Variante seines Benutzernamens
(z. B. ´emaier´ oder ´eMaiEr´ etc.) als Kennwort verwenden.
132
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Richtlinieneinstellung
Tastaturzeile verboten
Tastaturspalte verboten
Drei oder mehr aufeinanderfolgende Zeichen verboten
Benutzername als Kennwort verboten
Liste nicht erlaubter
Kennwörter verwenden
Erklärung
Tastaturzeilen sind „123“ oder „qwe“. Maximal zwei auf der
Tastatur nebeneinander liegende Zeichen sind erlaubt.
Tastaturzeilen beziehen sich nur auf den alphanumerischen
Tastaturteil.
Als Tastaturspalten werden eingetippte Zeichenreihen wie
„yaq1“, „xsw2“ oder „3edc“ (nicht aber „yse4“, „xdr5“ oder
„cft6“!) bezeichnet. Erlaubt sind maximal zwei in einer
Tastaturspalte befindliche Zeichen. Verbieten Sie
Tastaturspalten, werden derartige Zeichenkombinationen als
Kennwörter abgelehnt. Tastaturspalten beziehen sich nur auf den alphanumerischen Tastaturteil.
Verboten werden mit Aktivierung dieser Option
Zeichenketten,
die im ASCII-Code aufeinander folgen, sowohl in auf- als auch in absteigender Reihenfolge („abc“; „cba“; „:;<“ etc.).
die aus drei oder mehr identischen Zeichen („aaa“ oder
„111“) bestehen.
Bestimmt, ob Benutzername und Kennwort identisch sein dürfen.
JA: Windows-Benutzername und Kennwort müssen unterschiedlich sein.
NEIN: Benutzer darf seinen Windows-Benutzernamen gleichzeitig als Kennwort verwenden.
Bestimmt, ob bestimmte Zeichenfolgen für Kennwörter nicht verwendet werden dürfen. Abgelegt sind die Zeichenfolgen in der Liste nicht erlaubter Kennwörter (z. B. Datei im Format
.txt).
133
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Richtlinieneinstellung
Liste nicht erlaubter
Kennwörter
Erklärung
Definiert Zeichenfolgen, die in einem Kennwort ausgeschlossen sind. Wenn ein Benutzer ein verbotenes
Kennwort verwendet, wird eine Fehlermeldung ausgegeben.
Wichtige Voraussetzung:
Eine Liste (eine Datei) mit verbotenen Kennwörtern muss im
Management Center unter Informationstext im Richtlinien-
Navigationsbereich registriert werden. Erst nach der
Registrierung ist die Liste verfügbar.
Maximale Dateigröße: 50KB, Unterstütztes Format: Unicode
Nicht erlaubte Kennwörter definieren
In der Liste werden die verbotenen Kennwörter durch einen neuen Zeilenanfang getrennt.
Wildcard: An der Position, an der Sie den Zeichentyp „*“ eingeben, können mehrere beliebige Zeichen im Kennwort enthalten sein. Beispielsweise wird durch *123* jede
Zeichenfolge, die 123 enthält, als Kennwort verboten.
Achtung:
Wenn Sie nur die Wildcard in die Liste einfügen, können sich Benutzer nach einer erzwungenen
Kennwortänderung nicht mehr im System anmelden.
Benutzer dürfen auf die Datei keinen Zugriff haben.
Die Option Liste nicht erlaubter Kennwörter verwenden muss aktiviert sein.
134
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Richtlinieneinstellung
Benutzerkennwortsynchronisation mit anderen
SGN Clients
Erklärung
Dieses Feld steuert die Synchronisierung bei Änderung des
Kennworts durch Benutzer, die auf mehreren SafeGuard
Enterprise Benutzer-PCs arbeiten und als Benutzer eingetragen sind. Hier stehen folgende Optionen zur
Verfügung:
Langsam (sobald Benutzer sich anmeldet)
Ändert ein Benutzer sein Kennwort auf einem SafeGuard
Enterprise Benutzer-PC, so muss dieser Benutzer sich auf anderen Computern, auf denen er als Benutzer eingetragen ist, zunächst noch einmal mit seinem alten
Kennwort an der Power-on Authentication anmelden.
Erst dann wird die Kennwortsynchronisation durchgeführt.
Schnell (sobald der Computer eine Verbindung hergestellt hat)
Ändert der Benutzer sein Kennwort auf einem SafeGuard
Enterprise Benutzer-PC, so wird die
Kennwortsynchronisierung mit einem anderen
Computer, auf dem er als Benutzer eingetragen ist, durchgeführt, sobald der andere Computer eine
Verbindung mit dem Server hergestellt hat. Dies erfolgt zum Beispiel dann, wenn sich ein anderer Benutzer, der ebenfalls auf dem Computer als Benutzer eingetragen ist, in der Zwischenzeit an diesem Computer anmeldet.
ÄNDERUNGEN
Kennwortänderung erlaubt nach mindestens (Tage)
Legt den Zeitraum fest, in dem ein Kennwort nicht erneut geändert werden darf. Diese Einstellung verhindert, dass ein
Benutzer sein Kennwort innerhalb eines bestimmten
Zeitraums beliebig oft ändern kann.
Bei einem durch Windows erzwungenen Kennwortwechsel oder bei einem Wechsel des Kennworts nach der Anzeige der
Warnung, dass das Kennwort in x Tagen abläuft, wird diese
Einstellung nicht ausgewertet!
Beispiel:
Die Benutzerin Schmidt definiert ein neues Kennwort (z. B.
„13jk56“). Für sie (oder für die Gruppe, der sie zugeordnet ist) ist ein Wechsel nach mind. fünf Tagen festgelegt. Bereits nach zwei Tagen will sie das Kennwort „13jk56“ ändern. Dies wird abgelehnt, da Frau Schmidt erst nach fünf Tagen ein neues Kennwort definieren darf.
135
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Richtlinieneinstellung Erklärung
Kennwort läuft ab nach
(Tage)
Warnung vor Ablauf (Tage) Ab “n” Tagen vor Ablauf des Kennworts wird eine
Warnmeldung ausgegeben und der Benutzer darauf hingewiesen, dass er in “n“-Tagen sein Kennwort ändern muss. Er erhält daraufhin die Möglichkeit, das Kennwort sofort zu ändern.
ALLGEMEIN
Kennwortgenerationen
Wird die maximale Gültigkeitsdauer aktiviert, muss der
Benutzer nach dem eingetragenen Zeitraum sein Kennwort wechseln und ein Neues definieren.
Bestimmt, wann bereits verwendete Kennwörter wieder verwendet werden dürfen.
Sinnvoll ist die Definition von Kennwortgenerationen insbesondere in Verbindung mit der Einstellung Kennwort
läuft ab nach (Tage).
Beispiel:
Die Anzahl der Kennwortgenerationen für den Benutzer
Müller wurde auf 4 festgelegt, die der Tage, nach denen der
Benutzer das Kennwort wechseln muss, auf 30. Herr Müller meldete sich bislang mit dem Kennwort „Informatik“ an.
Nach Ablauf der Frist von 30 Tagen wird er aufgefordert, sein
Kennwort zu ändern. Herr Müller tippt als neues Kennwort wieder „Informatik“ ein und erhält die Fehlermeldung, dass er dieses Kennwort bereits verwendet hat und ein anderes
Kennwort wählen muss. „Informatik“ darf Herr Müller erst nach der vierten (da Kennwortgenerationen = 4)
Aufforderung zur Eingabe eines neuen Kennworts verwenden.
136
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
15.7 Passphrase für SafeGuard Data Exchange
Für den sicheren Datenaustausch über SafeGuard Enterprise Secure Data Exchange muss der
Benutzer eine Passphrase eingeben, die für die Erzeugung von lokalen Schlüsseln verwendet wird.
Die auf den Endpoint-Computern erzeugten Schlüssel werden auch in der SafeGuard Enterprise
Datenbank gespeichert. Welchen Anforderungen diese Passphrase entsprechen muss, wird in
Richtlinien vom Typ Passphrase eingestellt. Weitere Informationen zu SafeGuard Data Exchange und SafeGuard Portable finden Sie in der SafeGuard Enterprise Benutzerhilfe.
Richtlinieneinstellung Erklärung
REGELN
Mindestlänge der Passphrase Legt fest, aus wie vielen Zeichen die Passphrase, aus der der
Schlüssel erzeugt wird, mindestens bestehen muss. Der gewünschte Wert kann entweder direkt eingegeben oder durch Betätigen der Richtungstasten vergrößert bzw.
verkleinert werden.
Maximallänge der Passphrase Legt fest, aus wie vielen Zeichen die Passphrase maximal bestehen darf. Der gewünschte Wert kann entweder direkt eingegeben oder durch Betätigen der Richtungstasten vergrößert bzw. verkleinert werden.
Mindestanzahl an Buchstaben
Mindestanzahl an Ziffern
Mindestanzahl an Symbolen
Groß-/Kleinschreibung beachten
Mit diesen Einstellungen wird erreicht, dass eine Passphrase nicht ausschließlich Zeichen, Ziffern oder Sonderzeichen enthält, sondern aus einer Kombination bestehen muss (z. B.
„15blume“ etc.). Diese Einstellung ist nur dann sinnvoll, wenn eine Mindestlänge definiert ist, die größer 2 ist.
Diese Einstellung wird beim Setzen der Option
„Benutzername als Passphrase verboten“ wirksam.
Beispiel: Der Benutzername für einen Anwender lautet
„EMaier“. Steht Groß-/Kleinschreibung beachten auf JA und
Benutzername als Passphrase verboten auf ’NEIN, darf
Benutzer EMaier keine Variante seines Benutzernamens (z.
B. ´emaier´ oder ´eMaiEr´ etc.) als Passphrase verwenden.
Tastaturzeile verboten Tastaturzeilen sind „123“ oder „qwe“. Maximal zwei auf der
Tastatur nebeneinander liegende Zeichen sind erlaubt.
Tastaturzeilen beziehen sich nur auf den alphanumerischen
Tastaturteil.
137
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Richtlinieneinstellung
Tastaturspalte verboten
Drei oder mehr aufeinanderfolgende Zeichen verboten
Benutzername als Passphrase verboten
Erklärung
Als Tastaturspalten werden eingetippte Zeichenreihen wie
„yaq1“, „xsw2“ oder „3edc“ (nicht aber „yse4“, „xdr5“ oder
„cft6“!) bezeichnet. Erlaubt sind maximal zwei in einer
Tastaturspalte befindliche Zeichen. Verbieten Sie
Tastaturspalten, werden derartige Zeichenkombinationen als
Passphrase abgelehnt. Tastaturspalten beziehen sich nur auf den alphanumerischen Tastaturteil.
Verboten werden mit Aktivierung dieser Option
Zeichenketten,
die im ASCII-Code aufeinander folgen, sowohl in auf- als auch in absteigender Reihenfolge („abc“; „cba“; „:;<“ etc.).
die aus drei oder mehr identischen Zeichen („aaa“ oder
„111“) bestehen.
Bestimmt, ob Benutzername und Passphrase identisch sein dürfen.
JA: Windows-Benutzername und Passphrase müssen unterschiedlich sein.
NEIN: Benutzer darf seinen Windows-Benutzernamen gleichzeitig als Passphrase verwenden.
138
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator help
15.8 Geräteschutz
Ein Kernstück von SafeGuard Enterprise ist die Verschlüsselung von Daten auf unterschiedlichen
Datenträgern. Die Verschlüsselung kann volume- oder dateibasierend durchgeführt werden, mit unterschiedlichen Schlüsseln und Algorithmen. Richtlinien des Typs Geräteschutz enthalten auch Einstellungen für SafeGuard Data Exchange und SafeGuard Portable. Weitere
Informationen zu SafeGuard Data Exchange und SafeGuard Portable finden Sie in der SafeGuard
Enterprise Benutzerhilfe.
Richtlinieneinstellung
Verschlüsselungsmodus für
Medien
Erklärung
Dient dem Schutz von Endgeräten (PCs, Notebooks) und allen Arten von Wechseldatenträgern.
Hauptaufgabe ist die Verschlüsselung aller auf lokalen oder externen Datenträgern gespeicherten Daten. Durch die transparente Arbeitsweise können Benutzer einfach ihre gewohnten Anwendungen, z. B. Microsoft Office, weiter benutzen.
Transparente Verschlüsselung bedeutet für den Benutzer, dass alle verschlüsselt gespeicherten Daten (sei es in verschlüsselten Verzeichnissen oder Laufwerken) automatisch im Hauptspeicher entschlüsselt werden, sobald sie in einem Programm geöffnet werden. Beim Abspeichern der Datei wird diese automatisch wieder verschlüsselt.Folgende Optionen stehen zur Verfügung:
Keine Verschlüsselung
Volume-basierend (= transparente, sektorbasierte
Verschlüsselung)
Stellt sicher, dass alle Daten verschlüsselt sind (inkl.
Boot-Dateien, Swapfile, Datei für den Ruhezustand/
Hibernation File, temporäre Dateien,
Verzeichnisinformationen usw.) ohne dass sich der
Benutzer in seiner Arbeitsweise anpassen oder auf
Sicherheit achten muss.
Hinweis:
Wenn für ein Volume oder einen Volume-Typ eine
Verschlüsselungsrichtlinie existiert und die Verschlüsselung des Volumes schlägt fehl, darf der Benutzer nicht auf das
Volume zugreifen.
139
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator help
Richtlinieneinstellung Erklärung
Windows 7 System-Partition:
Für Windows 7 Professional, Enterprise und Ultimate wird auf dem Endpoint-Computer eine System-Partition angelegt, der kein Laufwerksbuchstabe zugeordnet ist. Diese
System-Partition kann nicht von SafeGuard Enterprise verschlüsselt werden.Zugriff auf Unidentified File System
Objects:
Unidentified File System Objects sind Volumes, die von
SafeGuard Enterprise nicht eindeutig als verschlüsselt oder unverschlüsselt identifiziert werden können. Existiert für ein
Unidentified File System Volume eine
Verschlüsselungsrichtlinie, so wird der Zugriff auf das
Volume verweigert. Existiert keine
Verschlüsselungsrichtlinie, so kann der Benutzer auf das
Volume zugreifen.
Hinweis: Existiert für ein Unidentified File System Object eine Verschlüsselungsrichtlinie, bei der die
Richtlinieneinstellung Schlüssel für die Verschlüsselung auf eine Option eingestellt ist, die die Schlüsselauswahl ermöglicht (z. B. Beliebiger Schlüssel im Schlüsselring des
Benutzers), so entsteht zwischen der Anzeige des
Schlüsselauswahldialogs und der Verweigerung des Zugriffs auf das Volume eine zeitliche Lücke. Während dieser Zeit kann auf das Volume zugegriffen werden. So lange der
Schlüsselauswahldialog nicht vom Benutzer bestätigt wird, besteht Zugriff auf das Volume. Um dies zu vermeiden, definieren Sie einen vorausgewählten Schlüssel für die
Verschlüsselung (siehe Beschreibung der
Richtlinieneinstellung Schlüssel für die Verschlüsselung).
Diese zeitliche Lücke entsteht auch dann für mit dem
Endpoint-Computer verbundene Unidentified File System
Objects, wenn der Benutzer zu dem Zeitpunkt, an dem die
Verschlüsselungsrichtlinie wirksam wird, bereits Dateien auf dem Volume geöffnet hat.
In diesem Fall, kann nicht gewährleistet werden, dass der
Zugriff auf das Volume verweigert wird, da dies zu
Datenverlust führen könnte.
140
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator help
Richtlinieneinstellung Erklärung
Volumes mit aktivierter Autorun-Funktionalität:
Ist für ein Volume, für das eine Verschlüsselungsrichtlinie existiert, die Autorun-Funktionalität aktiviert, so können folgende Probleme auftreten:
Das Volume wird nicht verschlüsselt.
Wenn es sich um ein UFO handelt, wird der Zugriff nicht verweigert.
Zugriff auf mit BitLocker To Go verschlüsselte Volumes:
Wird SafeGuard Enterprise mit aktivierter BitLocker To Go
Unterstützung verwendet und existiert eine SafeGuard
Enterprise Verschlüsselungsrichtlinie für ein mit BitLocker
To Go verschlüsseltes Volume, so wird der Zugriff auf das
Volume verweigert. Existiert keine SafeGuard Enterprise
Verschlüsselungsrichtlinie, so kann der Benutzer auf das
Volume zugreifen.
Hinweis: Wenn die Autorun-Einstellungen für ein mit
BitLocker To Go verschlüsseltes Volume auf die
Standardwerte eingestellt sind, kann es vorkommen, dass der
Zugriff trotz vorhandener SafeGuard Enterprise
Verschlüsselungsrichtlinie nicht verweigert wird. Diese
Situation tritt nur unter Windows Vista auf.
Für weitere Informationen zu BitLocker To Go, see
SafeGuard Enterprise und BitLocker To Go
Dateibasierend (= transparente, dateibasierte
Verschlüsselung (Smart MediaEncryption))
Stellt sicher, dass alle Daten verschlüsselt sind (außer
Boot Medium und Verzeichnisinformationen), mit dem
Vorteil, dass auch optische Medien wie CD/DVD verschlüsselt werden können oder Daten mit
Fremdrechnern, auf denen kein SafeGuard installiert ist, ausgetauscht werden können (soweit von der Richtlinie erlaubt).
Hinweis: Mit “Dateibasierender Verschlüsselung” verschlüsselte Daten können nicht komprimiert werden.
Umgekehrt können auch komprimierte Dateien nicht dateibasierend verschlüsselt werden.
Boot-Volumes werden niemals dateibasierend verschlüsselt.
Sie sind automatisch von einer dateibasierenden
Verschlüsselung ausgenommen, auch wenn eine entsprechende Regel definiert ist.
141
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator help
Richtlinieneinstellung Erklärung
ALLGEMEINE EINSTELLUNGEN
Algorithmus für die
Verschlüsselung
Schlüssel für die
Verschlüsselung
Setzt den Verschlüsselungsalgorithmus.
Liste aller einsetzbaren Algorithmen mit ihren jeweiligen
Standards:
AES256: 32 Bytes (256 Bits)
AES128: 16 Bytes (128 Bits)
AES256 mit Diffuser
AES128 mit Diffuser
Legt fest, welcher Schlüssel zur Verschlüsselung verwendet wird. Es können bestimmte Schlüssel festgelegt werden (z. B.
Computer-Schlüssel, oder ein definierter Schlüssel) oder dem
Benutzer kann die Auswahl eines Schlüssels erlaubt werden.
Die Schlüssel, die ein Benutzer verwenden darf, können eingeschränkt werden.
Folgende Optionen stehen zur Verfügung:
Beliebiger Schlüssel im Schlüsselring des Benutzers
Alle Schlüssel aus dem Schlüsselbund des Benutzers werden angezeigt und der Benutzer darf einen daraus auswählen.
Hinweis: Diese Option muss gewählt werden, wenn eine
Richtlinie für dateibasierende Verschlüsselung für einen
Standalone Client angelegt wird.
Alle, außer persönliche Schlüssel im Schlüsselring
Alle Schlüssel aus dem Schlüsselbund mit Ausnahme des persönlichen Schlüssels werden angezeigt und der
Benutzer darf einen daraus auswählen.
Beliebiger Gruppenschlüssel im Schlüsselring des
Benutzers
Alle Gruppenschlüssel aus dem Schlüsselbund des
Benutzers werden angezeigt und der Benutzer darf einen daraus auswählen.
Definierter Computer-Schlüssel:
Es wird der Maschinen-Schlüssel verwendet - der
Benutzer selbst kann KEINEN Schlüssel auswählen.
142
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator help
Richtlinieneinstellung Erklärung
Hinweis: Diese Option muss gewählt werden, wenn eine
Richtlinie für volume-basierende Verschlüsselung für einen
Standalone Client angelegt wird. Wenn Sie dennoch die
Option Beliebiger Schlüssel im Schlüsselring des Benutzers auswählen und der Benutzer wählt einen lokal erzeugten
Schlüsel für die volume-basierende Verschlüsselung, wird der Zugriff auf dieses Volume verweigert.
Beliebiger Schlüssel im Schlüsselring des Benutzers außer lokal erzeugte Schlüssel
Alle Schlüssel aus dem Schlüsselring mit Ausnahme der lokal erzeugten Schlüsse werden angezeigt und der
Benutzer darf einen daraus auswählen
Definierter Schlüssel aus der Liste
Der Administrator kann in der Administration bei der
Richtlinien-Einstellung einen beliebigen, existierenden
Schlüssel auswählen.
Der Schlüssel muss unter Für Verschlüsselung definierter
Schlüssel ausgewählt werden.
Hinweis:
Bei Verwendung von „Definierter Computer-Schlüssel“
If SafeGuard Enterprise Device Encryption is not installed on a endpoint computer (no POA, no volume based encryption), a policy defining the Defined machine key as the key to be used for file based encryption will not become effective on this computer. The defined machine key is not available on a computer of this type. The data cannot be encrypted.
Richtlinien für durch SafeGuard Enterprise geschützte
Standalone-Computer:
Bitte beachten Sie beim Erstellen von Richtlinien für
Standalone-Computer, dass für die dateibasierende
Verschlüsselung ausschließlich die Option Beliebiger
Schlüssel im Schlüsselring des Benutzers möglich ist.
Zusätzlich darf das Erzeugen von lokalen Schlüsseln nicht verboten werden.
Falls die Medien-Passphrase Funktion für Standalone-
Computer aktiviert ist, wird der
Medienverschlüsselungschlüssel automatisch als Für
Verschlüsselung definierter Schlüssel verwendet, da auf
Standalone Clients keine Gruppenschlüssel zur Verfügung stehen.
143
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator help
Richtlinieneinstellung
Für Verschlüsselung definierter Schlüssel
Erklärung
Wenn Sie beim Erstellen einer Wechselmedien-Richtlinie für
Standalone-Computer einen anderen Schlüssel unter Für
Verschlüsselung definierter Schlüssel auswählen, so hat dies keine Auswirkung.
Dieses Feld wird aktiv, wenn Sie im Feld Schlüssel für die
Verschlüsselung die Option Definierter Schlüssel aus der
Liste ausgewählt haben. Klicken Sie auf die Schaltfläche [...], um den Dialog Schlüssel suchen aufzurufen. Klicken Sie auf
Jetzt suchen, um nach Schlüsseln zu suchen und wählen Sie einen Schlüssel aus der angezeigten Liste aus.
Dies muss in einer Richtlinie vom Typ Geräteschutz mit Ziel des Geräteschutzes: Bei einer Richtlinie vom Typ
Geräteschutz mit dem Ziel Wechselmedien wird dieser
Schlüssel zur Verschlüsselung des
Medienverschlüsselungschlüssel verwendet, wenn die
Medien-Passphrase-Funktionalität aktiviert ist (Benutzer darf eine (Medien-)Passphrase definieren : Ja).
Für Richtlinien vom Typ Geräteschutz für Wechselmedien müssen daher die Einstellungen
Schlüssel für die Verschlüsselung
Für Verschlüsselung definierter Schlüssel unabhängig voneinander spezifiziert werden.
Richtlinien für durch SafeGuard Enterprise geschützte
Standalone-Computer:
Falls die Medien-Passphrase Funktion für Standalone-
Computer aktiviert ist, wird der
Medienverschlüsselungschlüssel automatisch als Für
Verschlüsselung definierter Schlüssel verwendet, da auf
Standalone-Computern keine Gruppenschlüssel zur
Verfügung stehen.
144
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator help
Richtlinieneinstellung Erklärung
Benutzer darf einen lokalen
Schlüssel erzeugen
Diese Einstellung bestimmt, ob der Benutzer auf seinem
Computer lokale Schlüssel erzeugen darf oder nicht.
Lokale Schlüssel werden auf dem Endpoint-Computer basierend auf einer vom Benutzer eingegebenen Passphrase erzeugt. Die Anforderungen, denen eine Passphrase entsprechen muss, können in Richtlinien vom Typ
Passphrase festgelegt werden.
Diese Schlüssel werden ebenfalls in der Datenbank gespeichert. Der Benutzer kann sie auf jedem Computer, auf dem er sich anmelden darf, verwenden.
Lokale Schlüssel können zum sicheren Datenaustausch über
SafeGuard Data Exchange (SG DX) verwendet werden.
VOLUME-BASIERENDE EINSTELLUNGEN
Benutzer darf dem verschlüsseltem Volume
Schlüssel hinzufügen oder diese entfernen
JA: Endpoint-Computer-Benutzer darf einen zusätzlichen
Schlüssel aus seinem Schlüsselbund einfügen/entfernen. Der
Dialog wird angezeigt über den Kontextmenüeintrag
Verschlüsselung / Registerkarte Verschlüsselung.
NEIN: Endpoint-Computer-Benutzer darf keinen zusätzlichen Schlüssel einfügen.
Reaktion auf unverschlüsselte
Volumes
Definiert, wie Sophos SafeGuard mit unverschlüsselten
Medien umgeht:
Folgende Optionen stehen zur Verfügung:
Abweisen(= Klartext-Medium wird nicht verschlüsselt)
Nur unverschlüsselte Medien akzeptieren und verschlüsseln
Alle Medien akzeptieren und verschlüsseln
Bewirkt, dass der Benutzer über einen Kontextmenü-Eintrag im Windows Explorer das Laufwerk entschlüsseln darf.
Benutzer darf Volume entschlüsseln
Schnelle Initialverschlüsselung Wählen Sie diese Einstellung aus, um den Modus der schnellen Initialverschlüsselung für die volume-basierende
Verschlüsselung zu aktivieren. Dieser Modus reduziert den
Zeitraum, der für die Initialverschlüsselung auf Endpoint-
Computern benötigt wird.
Hinweis:
Dieser Modus kann zu einem unsicheren Zustand führen.
145
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator help
Richtlinieneinstellung Erklärung
Bei defekten Sektoren fortfahren
Benutzer darf auf unverschlüsselte Dateien zugreifen
Benutzer darf Dateien entschlüsseln
Legt fest, ob die Verschlüsselung fortgesetzt oder gestoppt werden soll, wenn defekte Sektoren entdeckt werden. Die
Standardeinstellung ist JA.
DATEIBASIERENDE EINSTELLUNGEN
Initialverschlüsselung aller
Dateien
Bewirkt, dass die Initialverschlüsselung für ein Laufwerk automatisch nach der Benutzeranmeldung gestartet wird.
Der Benutzer muss eventuell vorher einen Schlüssel aus dem
Schlüsselbund auswählen.
Benutzer darf
Initialverschlüsselung abbrechen
Bewirkt, dass der Benutzer die Initialverschlüsselung abbrechen kann.
Definiert, ob ein Benutzer auf unverschlüsselte Dateien auf einem Laufwerk zugreifen darf.
Benutzer darf eine Medien-
Passphrase für Wechselmedien erzeugen
Unberücksichtigte
Anwendungen
Bewirkt, dass der Benutzer einzelne Dateien oder ganze
Verzeichnisse entschlüsseln kann (über die Windows
Explorer-Erweiterung <rechte Maustaste>).
Bewirkt, dass der Benutzer eine Medien-Passphrase auf seinem Computer festlegen kann. Die Medien-Passphrase ermöglicht den einfachen Zugriff auf alle lokalen Schlüssel auf Computern ohne SafeGuard Data Exchange über
SafeGuard Portable.
Erlaubt die Definition von Anwendungen, die vom
SafeGuard Enterprise Filter-Treiber ignoriert werden sollen und damit von der transparenten Ver-/Entschlüsselung ausgenommen sind. Die einzelnen Anwendungen müssen durch ’;’ voneinander getrennt werden.
Ein Beispiel für eine unberücksichtigte Anwendung kann ein
Backup- Programm sein. Damit die Daten beim Erstellen eines Backups nicht entschlüsselt werden, kann diese
Anwendung von der Verschlüsselung/Entschlüsselung ausgenommen werden. Die Daten werden verschlüsselt gesichert.
146
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator help
Richtlinieneinstellung
Nur für Wechselmedien
SafeGuard Portable auf
Wechselmedien kopieren
Erklärung
Hinweis:
Da es sich dabei um maschinenspezifische
Einstellungen handelt, werden diese erst nach einem
Neustart der Benutzer-Computer wirksam.Unberücksichtigte Anwendungen definieren
Typische Verwendung:
Backup-Programme können als unberücksichtigt definiert werden, damit sie immer die verschlüsselten Daten lesen und sichern.
Anwendungen, die bei gleichzeitiger Verwendung mit
SafeGuard Enterprise Funktionsstörungen auslösen können, aber keine Verschlüsselung brauchen, können generell von der Verschlüsselung ausgenommen werden.Zur Angabe einer unberücksichtigten Anwendung wird der vollständige
Name der ausführbaren Datei (optional inklusive
Pfadinformation) verwendet.
Hinweis: Unberücksichtigte Anwendungen können nur global für Lokale Datenträger angegeben werden. Für eine globale Richtlinie vom Typ Geräteschutz muss als Ziel
Lokale Datenträger ausgewählt sein. Für alle anderen Ziele wird diese Option nicht angeboten.
Ist diese Option eingeschaltet, wird SafeGuard Portable auf jedes Wechselmedium, das mit dem Endpoint-Computer verbunden wird, kopiert.
SafeGuard Portable ermöglicht den verschlüsselten
Datenaustausch mit wechselbaren Medien, ohne dass der
Empfänger der Daten SafeGuard Enterprise installiert haben muss.
Der Empfänger kann mit Hilfe von SafeGuard Portable und der entsprechenden Passphrase die verschlüsselten Daten entschlüsseln und auch wieder verschlüsseln. Der
Empfänger kann mit SafeGuard Portable die Daten neu verschlüsseln oder den ursprünglich verwendeten Schlüssel für die Verschlüsselung verwenden.
SafeGuard Portable muss nicht auf den Computer des
Empfängers installiert oder kopiert werden, sondern kann vom wechselbaren Medium verwendet werden.
147
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator help
Richtlinieneinstellung
Standardschlüssel für die
Initialverschlüsselung
Klartext-Ordner
Erklärung
Über einen Dialog kann ein Schlüssel ausgewählt werden, der für die dateibasierte Initialverschlüsselung verwendet wird. Der Benutzer kann dann beim Start der
Initialverschlüsselung keinen Schlüssel wählen. Die
Initialverschlüsselung startet ohne Benutzerinteraktion.
Für die Initialverschlüsselung wird immer der hier festgelegte Schlüssel verwendet.
Beispiel:
Voraussetzung: Ein Standardschlüssel für die
Initialverschlüsselung ist gesetzt.
Verbindet der Benutzer ein USB-Gerät mit dem Computer, startet die Initialverschlüsselung automatisch. Der definierte
Schlüssel wird benutzt. Es ist kein Benutzereingriff notwendig.
Will der Benutzer anschließend Dateien umschlüsseln oder neue Dateien auf dem USB-Medium speichern, kann er einen beliebigen Schlüssel auswählen (falls erlaubt und verfügbar). Schließt er dann ein anderes USB-Gerät an, wird wiederum der Schlüssel, der für die Initialverschlüsselung festgelegt wurde, zur Initialverschlüsselung verwendet.
Dieser Schlüssel wird auch für folgende
Verschlüsselungsoperationen verwendet, bis der Benutzer explizit einen anderen Schlüssel auswählt.
Hinweis: Wenn die Medien-Passphrase-Funktion aktiviert ist, wird diese Option deaktiviert. Der für die
Verschlüsselung definierte Schlüssel wird verwendet.
Der hier angegebene Ordner wird auf allen Wechselmedien erstellt. Dateien, die in diesen Ordner kopiert werden, bleiben immer unverschlüsselt.
148
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
15.9 Spezifische Computereinstellungen - Grundeinstellungen
Richtlinieneinstellung Erklärung
POWER-ON AUTHENTICATION (POA)
Power-on Authentication aktivieren
Gastbenutzer nicht zulassen
Definiert, ob die POA permanent ein- oder ausgeschaltet sein soll.
Definiert, ob ein Benutzer zur Windows-Anmeldung zugelassen wird.
Verweigert eine Anmeldung in der POA, wenn der PC länger als festgelegt keine Verbindung mit dem Server hatte.
Zugriff verweigern, falls keine
Verbindung zum Server in
Tagen (0 = keine
Überprüfung)
Nur der zugewiesene Benutzer darf sich anmelden
Importieren von neuen
Benutzern erlaubt für
Definiert, ob ein Benutzer zur Windows-Anmeldung zugelassen wird.
JA: Lässt nur Benutzer zur Windows-Anmeldung zu, die in der POA bekannt sind.
NEIN: Lässt Benutzer zur Windows-Anmeldung zu, die in der POA unbekannt sind.
Legt fest, ob ein weiterer Benutzer in die POA hinzugefügt werden darf. Hierbei wird unterschieden, ob das nur der
Maschineneigentümer (Besitzer) darf oder jeder Benutzer, der bereits in der POA vorhanden ist.
149
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Richtlinieneinstellung
Sicheres Wake On LAN
(WOL)
Erklärung
Mit der Richtlinie “Sicheres Wake On LAN“ ist es möglich, den Client für Software-Roll-outs optimal vorzubereiten, indem dafür notwendige Parameter wie das temporäre
Deaktivieren der POA und ein Zeitintervall für Wake On
LAN dem Client direkt mitgegeben werden können und von ihm ausgewertet werden. Das Roll-out-Team kann durch die zur Verfügung gestellten Kommandos ein Scheduling-
Skript so gestalten, dass die größtmögliche Sicherheit des
Clients trotz deaktivierter POA gewährleistet bleibt.
Wir weisen an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin, dass auch das zeitlich begrenzte "Ausschalten" der POA für eine bestimmte Anzahl von Boot-Vorgängen ein Absenken des
Sicherheitsniveaus bedeutet.
Beispiel: Das SW-Roll-out Team informiert den SafeGuard
Enterprise SO über einen geplanten SW-Roll-out für den
25. September 2010 zwischen 03:00 und 06:00 Uhr. Es sind
2 Neustarts notwendig. Der lokale SW-Roll-out Agent muss sich an Windows anmelden können.
Der SO erstellt folgende Richtlinie und weist sie den entsprechenden Endpoint-Computern zu.
Anzahl der automatischen Anmeldungen (0 = kein WOL): 5
Anmeldung an Windows erlaubt während WOL: Ja
Beginn des Zeitfensters für externen WOL Start:
24.Sept. 2010, 12:00
Ende des Zeitfensters für externen WOL Start:
25.Sept. 2010, 06:00
Bei den automatischen Anmeldungen sieht der SO einen
Puffer von 3 vor.
Das Zeitintervall setzt der SO auf 12:00 Uhr mittags auf den
Tag vor dem SW-Roll-out, damit das Scheduling-Skript
SGMCMDIntn.exe rechtzeitig starten kann und WOL spätestens am 25.09 um 03:00 Uhr gestartet ist.
150
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Richtlinieneinstellung
Anzahl der automatischen
Anmeldungen
Anmeldung an Windows während WOL erlaubt
Erklärung
Das SW-Rollout-Team erstellt 2 Kommandos für das
Scheduling-Skript:
Starte am 24.Sept.2010, 12:15 Uhr SGMCMDIntn.exe /
WOLstart
Starte am 26.Sept.2010, 09:00 Uhr SGMCMDIntn.exe /
WOLstop
Das SW-Roll-out-Skript wird auf den 25.09.2010, 03:00 datiert. Am Ende des Skripts kann WOL explizit wieder deaktiviert werden mit SGMCMDIntn.exe /WOLstop.
Alle Clients, die sich bis zum 24.Sept.2010 an SafeGuard
Enterprise anmelden und mit den Roll-out Servern in
Verbindung treten, erhalten die neue Richtlinie und die
Scheduling-Kommandos.
Jeder Client, auf dem der Scheduler zwischen dem 24. Sept.
2010,12:00 Uhr und dem 25. Sept. 2010, 06:00 Uhr das
Kommando SGMCMDIntn /WOLstart auslöst, fällt in das obige WOL-Zeitintervall und aktiviert demzufolge Wake
On LAN.
Definiert die Anzahl der Neustarts mit ausgeschalteter
Power-on Authentication für Wake On LAN.
Diese Einstellung überschreibt temporär die Einstellung von
Power-on Authentication aktivieren, bis die Anzahl der eingestellten automatischen Anmeldungen erreicht ist.
Danach wird die Power-on Authentication wieder aktiviert.
Beispiel: Die Zahl der automatischen Anmeldungen ist auf
“2” gesetzt, “Power-on Authentication aktivieren” ist eingeschaltet. Der PC bootet zweimal ohne eine
Authentisierung in der POA zu verlangen.
Wir empfehlen, für Wake On LAN, immer drei Neustarts
mehr als notwendig zu erlauben, um unvorhergesehene
Probleme zu umgehen.
Legt fest, ob während eines Wake On LAN ein Logon an
Windows erlaubt ist, z. B. für ein SW-Update. Diese
Einstellung wird von der POA ausgewertet.
151
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Richtlinieneinstellung
Beginn des Zeitfensters für externen WOL Start
Ende des Zeitfensters für externen WOL Start
ANZEIGEOPTIONEN
Computer-Identifikation anzeigen
Text für die Computer-
Identifikation
Erklärung
Datum und Uhrzeit für den Beginn und das Ende des Wake
On LAN (WOL) können ausgewählt oder eingegeben werden.
Datumsformat: MM/TT/JJJJ Zeitformat: HH:MM
Folgende Eingabekombinationen sind möglich:
Beginn und Ende des WOL werden festgelegt.
Nur das Ende des WOL wird festgelegt, der Beginn bleibt offen
Keine Eingaben: es wird kein Zeitintervall für den Client festgelegt
Bei einem geplanten SW-Roll-out sollte der SO den
Zeitrahmen für WOL so bemessen, dass das Scheduling-
Skript früh genug startet und allen Clients genügend Zeit zum Booten bleibt.
WOLstart: Der Startpunkt für den WOL im Scheduling-
Skript muss innerhalb des hier in der Richtlinie festgelegten
Zeitintervalls liegen. Wenn kein Intervall definiert ist, wird
WOL lokal am SafeGuard Enterprise Client nicht aktiviert.
WOLstop: Dieses Kommando wird unabhängig vom hier festgelegten Endpunkt des WOL ausgeführt.
Hinweis: Ab der Version 5.20 wird eine WOL-Einstellung nur wirksam, wenn ein Zeitintervall definiert ist. Das bedeutet im Falle eines Versionsupdates auch, dass mit der
Version 5.10 festgelegte WOL-Richtlinien zunächst nicht mehr wirksam sind. Der Sicherheitsbeauftragte muss nach der Migration zusätzlich ein Zeitfenster für diese Richtlinien definieren.
Zeigt in der Titelleiste der POA entweder den
Computernamen oder einen frei definierbaren Text an.
Existiert ein Maschinenname in den Windows-
Netzwerkeinstellungen, wird dieser in der Grundeinstellung automatisch übernommen.
Der Text, der in der Titelleiste der POA angezeigt werden soll.
Ist im Feld Computer-Identifikation anzeigen die Option
Definierter Name ausgewählt, können Sie in diesem
Eingabefeld den Text eingeben.
152
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Richtlinieneinstellung Erklärung
Rechtliche Hinweise anzeigen Zeigt eine Textbox mit frei konfigurierbarem Inhalt an, die vor der Anmeldung in der POA erscheint. In manchen
Ländern ist das Erscheinen eines Textfelds mit bestimmtem
Inhalt gesetzlich vorgeschrieben.
Die Box muss vom Benutzer bestätigt werden, bevor das
System fortfährt.
Bevor Sie einen Text angeben können, muss dieser als
Textelement im Richtlinien-Navigationsbereich unter
Informationstext registriert werden
Text für rechtliche Hinweise
Zusätzliche Informationen anzeigen
Text, der als rechtlicher Hinweis angezeigt werden soll.
Sie können hier ein Textelement auswählen, das im
Richtlinien-Navigationsbereich unter Informationstext registriert wurde.
Zeigt eine Textbox mit frei konfigurierbarem Inhalt an, die nach den rechtlichen Hinweisen (wenn diese aktiviert sind) erscheint.
Sie können festlegen, ob die zusätzlichen Informationen
Nie
Bei jedem Systemstart
Bei jeder Anmeldung
Text für zusätzliche
Informationen
Anzeigedauer (in Sekunden) angezeigt werden.
Text, der als zusätzliche Information angezeigt werden soll.
Sie können hier ein Textelement auswählen, das im
Richtlinien-Navigationsbereich unter Informationstext registriert wurde.
Zeitraum (in Sekunden) für die Anzeige zusätzlicher
Informationen.
Sie können hier die Anzahl der Sekunden eingeben, nach denen die Textbox für zusätzliche Informationen automatisch geschlossen wird.
Der Benutzer kann die Textbox jederzeit durch Klicken auf
OK schließen.
153
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Richtlinieneinstellung Erklärung
System Tray Icon aktivieren und anzeigen
Über das SafeGuard Enterprise System Tray Icon kann auf dem Endpoint-Computer einfach und schnell auf alle
Benutzerfunktionen zugegriffen werden. Zusätzlich können für den Benutzer Informationen über den Status des
Computers (neue Richtlinien erhalten, ...) über Balloon
Tool Tips ausgegeben werden
Ja:
System Tray Icon wird im Infobereich der Taskleiste angezeigt, der Benutzer wird über Balloon Tool Tips laufend
über den Status des durch SafeGuard Enterprise geschützten
Computer.
Nein:
System Tray Icon wird nicht angezeigt. Keine
Statusinformationen für den Benutzer über Ballon Tool
Tips.
Stumm:
System Tray Icon wird im Infobereich der Taskleiste angezeigt, es werden aber keine Statusinformationen für den Benutzer über Ballon Tool Tips ausgegeben.
Overlay-Symbole im Explorer anzeigen
Bestimmt, ob im Windows Explorer Schlüsselsymbole zur
Anzeige des Verschlüsselungsstatus von Volumes, Geräten,
Ordnern und Dateien angezeigt werden.
Virtuelle Tastatur in der POA Bestimmt, ob im POA-Anmeldedialog bei Bedarf eine virtuelle Tastatur zur Eingabe des Kennworts angezeigt werden kann.
INSTALLATIONSOPTIONEN
Deinstallation erlaubt Bestimmt, ob die Deinstallation von SafeGuard Enterprise auf den Client-Computern möglich ist. Wird Deinstallation
erlaubt auf Nein gesetzt, kann SafeGuard Enterprise solange eine Richtlinie mit dieser Einstellung wirksam ist, auch mit
Administratorrechten nicht deinstalliert werden.
EINSTELLUNGEN FÜR DIE KRYPTOGRAPHISCHE BASISINFRASTRUKTUR
Windows Cryptographic
Toolkits
Mögliche Optionen:
SafeGuard Cryptographic Engine
AET SafeSign TPM Unterstützung
Hardwarezufallszahlengenerator; Benötigt ein spezielles
Mainboard im PC.
154
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Richtlinieneinstellung Erklärung
TOKENUNTERSTÜTZUNG: EINSTELLUNGEN FÜR PKCS #11 MODUL 1
Modulname Registriert das PKCS#11 Modul eines Token.
Zur Auswahl stehen:
Siemens CardOS API
AET SafeSign Identity Client
Charismatics Smart Security Interface
Aladdin eToken PKI Client
RSA Authentication Client 2.x
RSA Smart Card Middleware 3.x
ActivIdentity ActivClient
a.sign Client
Gemalto .NET Card
Gemalto Classic Client
Gemalto Access Client
IT Solution trustWare CSP+
Estonian ID Card
NetKey 3.0
155
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Richtlinieneinstellung Erklärung
Lizenzinformationen für Siemens und Charismatics:
Beachten Sie, dass für die Benutzung der jeweiligen
Middleware für das Standard-Betriebssystem eine
Lizenzvereinbarung mit Siemens Medical/Charismatics erforderlich ist. Um Lizenzen zu erwerben, wenden Sie sich bitte an:
Global Siemens Healthcare Headquarters
Siemens AG
Healthcare Sector
Henkestrasse 127
D-91052 Erlangen
Tel.: +49 69 797 6602
http://www.charismathics.com/cryptoshop/ shop_content.php
oder [email protected]
Dienste, auf die gewartet wird Diese Einstellung dient zur Problembehebung mit bestimmten Token. Entsprechende Einstellungen werden gegebenenfalls von unserem Support bekanntgegeben.
156
SafeGuard® Enterprise, Administrator-Hilfe
16 SafeGuard Configuration Protection
Netzwerke in Unternehmen sind heute durch eine Vielzahl an leicht zugänglichen Ports, z. B.
USB, FireWire und PCMCIA, gekennzeichnet. Darüber hinaus ermöglicht eine Reihe verschiedener Datenanschlussgeräte (z. B. Bluetooth, IrDA und WLAN) sowie Gerätetypen (z. B. externe Speichergeräte, Drucker, Digitalkameras, Smartphones und PDAs) den einfachen
Zugang zu Endpoints. die diese Ports und Geräte nutzen.
Diese Geräte ermöglichen optimale Zugänglichkeit und Produktivität. Die Endpoints sind dadurch jedoch offen und es besteht die Gefahr der Infiltration. Schätzungen zufolge befinden sich über 60 % der Daten eines Unternehmens auf Endpoints. Somit bilden sie den wertvollsten und zugleich verwundbarsten Teil eines Unternehmensnetzwerks.
Im IT-Bereich eines Unternehmens werden häufig Kompromisse zwischen Produktivität und
Sicherheit eingegangen. Aufgrund der hohen Produktivitätsanforderungen sind innovative
Geräte und Sicherheitskonzepte für Unternehmen sehr interessant. Die Umsetzung von äußerst effektiven und verlässlichen Sicherheitsmaßnahmen gegen Informationslecks, Diebstahl, Betrug,
Viren, Abhören und Missbrauch von Informationen und Ressourcen stellt Unternehmen jedoch vor große Herausforderungen.
Untersuchungen haben ergeben, dass 70 % aller Sicherheitsrisiken und Sicherheitsverletzungen innerhalb des Unternehmens selbst auftreten. Die höchste Priorität von Unternehmen ist daher die interne Sicherheit, vor allem der interne Zugang zu Netzwerkressourcen, noch vor Gateway-
Lösungen wie Antivirenprogramme und Firewalls. Die größte Herausforderung, was die
Sicherheit im Unternehmen angeht, besteht darin, den Zugang zu wichtigen Unternehmensdaten zu ermöglichen, ohne diese zu gefährden. Darüber hinaus soll internen Benutzern Vertrauen entgegengebracht werden, gleichzeitig soll jedoch die Möglichkeit bestehen, ihre Verlässlichkeit zu prüfen.
Echter Schutz lässt sich nur durch Errichten einer „digitalen Mauer“ um jeden einzelnen
Computer erreichen: die einzelnen Ports müssen intelligent geschützt, der Zugang zu zugelassenen Geräten muss überlegt gewährt werden.
157
SafeGuard® Enterprise, Administrator-Hilfe
16.1 Die SafeGuard Configuration Protection Lösung
In Verbindung mit SafeGuard PortAuditor (siehe SafeGuard PortAuditor User Guide) bietet
SafeGuard Configuration Protection eine umfassende Lösung. Mit dieser Lösung erhalten
Unternehmen einen Überblick darüber, welche Ports und Geräte innerhalb des Unternehmens benutzt werden (Sichtbarkeit). Darüber hinaus können sie eine Richtlinie definieren, die die
Benutzung kontrolliert und die Daten beim Übertragen schützt.
SafeGuard Configuration Protection kontrolliert jeden Endpoint und jedes Gerät über jedes
Netzwerk an allen Schnittstellen. Das Modul überwacht den Datenverkehr in Echtzeit und wendet darauf abgestimmte, detailliert einstellbare Sicherheitsrichtlinien für alle Arten von
Schnittstellen und externen Speichergeräten an:
1. Physikalische Ports:
a) USB b) FireWire c) PCMCIA d) Secure Digital (SD) e) Parallel f) Seriell g) Modem
2. Wireless Ports:
a) WLAN b) Bluetooth c) Infrarot (IrDA)
3. Externe Speicher: a) Wechselmedien b) Externe Festplatten c) CD/DVD-Laufwerke d) Diskettenlaufwerke e) Magnetbandlaufwerke
158
SafeGuard® Enterprise, Administrator-Hilfe
SafeGuard Configuration Protection erkennt Gerätetypen, Modelle und sogar spezifische
Seriennummern und ermöglicht eine Einschränkung der Benutzung nach diesen Angaben. Mit
SafeGuard Configuration Protection können Sicherheitsbeauftragte alle Speichermedien vollständig blockieren. WLAN-Kontrollen basieren auf MAC-Adresse, SSID oder
Netzwerksicherheitsebene.
16.1.1 Funktionen
1. Port-Kontrolle
Mit SafeGuard Configuration Protection können Sie die Benutzung bestimmter oder aller
Computer-Ports innerhalb Ihres Unternehmens nach dem jeweiligen Computer, dem angemeldeten Benutzer und/oder dem Port-Typ zulassen, sperren oder einschränken.
SafeGuard Configuration Protection kontrolliert USB, PCMCIA, FireWire, Secure Digital,
Serial, Parallel, Modem (z. B. Dial-Up, 3G usw.), WLAN, IrDA und Bluetooth Ports.
2. Gerätekontrolle
SafeGuard Configuration Protection bietet die detailliert einstellbare Identifikation und
Zulassung von Geräten mit einer umfassenden Liste von Gerätetypen und durch Erstellung von White Lists mit Gerätetypen oder einzelnen Geräten (nach Seriennummer).
3. Speicherkontrolle
SafeGuard Configuration Protection bietet spezielle Kontrolle externer und interner
Speichergeräte, u. a. Wechselmedien, externe Festplatten, CD/DVD, Diskette und Band. Über eine Richtlinie lassen sich Gerätetypen, Modelle und einzelne Geräte (nach Seriennummer) sperren.
4. Hybrid Network Bridging blockieren
Mit SafeGuard Configuration Protection können Sicherheitsbeauftragte die gleichzeitige
Nutzung verschiedener Netzwerkprotokolle, die zu unabsichtlichem oder absichtlichem
Hybrid Network Bridging (z. B. WLAN Bridging und 3G Card Bridging) führen kann, kontrollieren und verhindern. SafeGuard Configuration Protection Clients lassen sich so konfigurieren, dass der Zugang zu WLAN, Bluetooth, Modems oder IrDA-Links gesperrt ist, wenn die Haupt-TCP/IP-Netzwerkschnittstelle mit dem Netzwerk verbunden ist. Benutzer können somit die verschiedenen Netzwerkprotokolle nur dann anwenden, wenn sie keine
Verbindung zum Netzwerk haben. Dadurch lassen sich Erzeugung und möglicher
Missbrauch einer Hybrid Network Bridge vermeiden.
Hinweis: Interne Ports, z. B. Speicher-BUS wie IDE, SCSI, ATA und S-ATA, die zum
Anschließen interner Festplattenlaufwerke sowie PCI und PCI-X verwendet werden, sind standardmäßig zugelassen.
159
SafeGuard® Enterprise, Administrator-Hilfe
5. USB und PS/2 Hardware Key Logger blockieren
Mit SafeGuard Configuration Protection lassen sich USB Hardware Key Logger, die jeden
Tastendruck auf den Endgeräten verfolgen und aufzeichnen, sperren und PS/2 Hardware Key
Logger unbrauchbar machen.
6. Benachrichtigungen für Benutzer
Wenn SafeGuard Configuration Protection eine Richtlinie auf einem Client wirksam werden lässt, wird der Benutzer durch eine Meldung über gesperrte Ports und Geräte benachrichtigt.
16.2 Schutz durch SafeGuard Configuration Protection
SafeGuard Configuration Protection schützt Ihre Endpoints wie in den folgenden Abschnitten beschrieben.
16.2.1 Port-Kontrolle
Mit SafeGuard Configuration Protection können Sie die Benutzung bestimmter oder aller
Computer-Ports innerhalb Ihres Unternehmens nach dem jeweiligen Computer, dem angemeldeten Benutzer und/oder dem Port-Typ zulassen, sperren oder einschränken. SafeGuard
Configuration Protection kontrolliert USB, PCMCIA, FireWire, Secure Digital, Serial, Parallel,
Modem (z. B. Dial-Up, 3G usw.), WLAN, IrDA und Bluetooth Ports.
Ein gesperrter Port steht nicht zur Verfügung. Wenn der Computer startet, oder eine Richtlinie angewendet wird, die einen zuvor zugelassenen Port blockiert, wird eine entsprechende Meldung angezeigt.
160
SafeGuard® Enterprise, Administrator-Hilfe
16.2.2 Gerätekontrolle
Neben der Kontrolle von Portzugängen, bietet SafeGuard Configuration Protection eine weitere
Detailebene. Mit SafeGuard Configuration Protection können Sie festlegen, welche Geräte auf einen Port zugreifen dürfen.
Für USB, PCMCIA und FireWire Ports können Sie festlegen, welche Gerätetypen, Gerätemodelle und/oder Einzelgeräte auf einen Port zugreifen können:
Gerätetypen:
Mit dieser Option können Sie den Zugriff auf einen Port nach dem Typ des Geräts, das an dem
Port angeschlossen ist, einschränken. Bei Gerätetypen handelt es sich zum Beispiel um
Drucker, Netzwerkadapter, Eingabegeräte (z. B. Maus) oder Audio/Video-Geräte.
Die auswählbaren Gerätetypen sind in SafeGuard Configuration Protection integriert. Wenn
Sie ein Gerät zulassen möchten, das nicht in der Typenliste aufgeführt ist, können Sie die
Optionen White List für Gerätemodelle oder White List für einzelne Geräte wie nachfolgend beschrieben verwenden.
White List für Gerätemodelle:
Diese Option bezieht sich auf das Modell eines bestimmten Gerätetyps, z. B. alle HP-Drucker oder alle USB-Sticks des Modells M-Systems.
White List für einzelne Geräte:
Diese Option bezieht sich auf eine Liste einzelner Geräte mit jeweils eindeutiger
Seriennummer (einzelne spezifische Geräte). Zum Beispiel: der PDA des CEO ist zugelassen, alle anderen PDAs sind gesperrt.
Schutz gegen Hardware Key Logger
Hardware Key Logger sind Geräte, die in bösartiger Absicht zwischen Tastatur und Computer angebracht werden, um die Tastatureingaben nachzuverfolgen und aufzuzeichnen und sich somit wertvolle Informationen, insbesondere ID und Kennwort, anzueignen.
Mit SafeGuard Configuration Protection können Sie die Anwender vor dieser Bedrohung schützen: SafeGuard Configuration Protection erkennt Hardware Key Logger, die an einen USB- oder PS/2-Port angeschlossen sind. In einer Richtlinie können Sie festlegen, ob Hardware Key
Logger bei ihrer Entdeckung blockiert werden sollen.
161
SafeGuard® Enterprise, Administrator-Hilfe
16.2.3 Speicherkontrolle
Die Speicherkontrolle bietet eine zusätzliche Detailebene bei der Festlegung der
Sicherheitsanforderungen im Unternehmen. Die Speicherkontrolle kann sich auf alle
Speichergeräte beziehen: interne oder externe Speicher - fest angebrachte oder abnehmbare
Speichergeräte.
Sie können Speichergeräte vollständig sperren.
Ähnlich wie die im vorigen Abschnitt beschriebenen Nicht-Speichergeräte können auch
Speichergeräte nach Typ, Modell oder Einzelkennung zugelassen werden.
Autorun Kontrolle
Mit SafeGuard Configuration Protection können Sie die Verwendung von neuen hoch entwickelten Speichergeräten durch die Endbenutzer zulassen und dabei sicherstellen, dass die
Endgeräte vor Sicherheitsrisiken durch Anwendungen, die die Geräte bieten, geschützt sind. Im
Rahmen der Sicherheitsrichtlinie können Sie Autostart-Vorgänge blockieren. Unter Anwendung unserer einzigartigen granularen Client-Technologie können Sie Smart-Speichergeräte zulassen, wenn diese Ihrer Speicherrichtlinie entsprechen, und nur die potenziell unsichere Autorun-
Funktionalität blockieren.
16.2.4 WLAN-Kontrolle
Die WLAN-Kontrolle stellt sicher, dass Benutzer nur die zugelassenen Netzwerke benutzen. Sie können festlegen, welche Netzwerke oder Ad-hoc-Links Zugang erhalten. Die zugelassenen
Verbindungen lassen sich durch Angeben der MAC-Adresse der Zugangspunkte, der SSID des
Netzwerks, der Authentisierungsmethode und der Verschlüsselungsmethoden definieren.
162
SafeGuard® Enterprise, Administrator-Hilfe
16.2.5 SafeGuard PortAuditor
Mit SafeGuard PortAuditor steht Ihnen zusätzlich zu SafeGuard Configuration Protection ein umfangreiches Werkzeug zur Verfügung. Der SafeGuard PortAuditor bietet in Ergänzung zu
SafeGuard Configuration Protection einen vollständigen Überblick darüber, welche Ports,
Geräte und Netzwerke von den Benutzern im Unternehmen benutzt werden (oder wurden). Das
Ergebnis einer SafeGuard PortAuditor Abfrage können Sie zur Auswahl der Geräte und
Netzwerke, die Sie zulassen möchten, benutzen.
163
Weitere Informationen hierzu finden Sie im SafeGuard PortAuditor User Guide.
SafeGuard® Enterprise, Administrator-Hilfe
16.3 Richtlinien für den Konfigurationsschutz
In einer Richtlinie vom Typ Konfigurationsschutz wird festgelegt, welche Ports zugelassen, gesperrt oder eingeschränkt sind. Werden Ports eingeschränkt, so bedeutet dies, dass nur die angegebenen Gerätetypen, Gerätemodelle, Einzelgeräte oder WLAN-Verbindungen Zugang
über den betreffenden Port erhalten sollen.
Eine Richtlinie definiert auch die Zugangsberechtigungen von Speichergerättypen,
Speichergerätmodellen oder einzelnen Speichergeräten sowie WLAN-Verbindungen. Hier können Sie (entsprechend der Vorgehensweise für Geräte) festlegen, ob Speichergeräte zugelassen, gesperrt oder eingeschränkt werden sollen.
Über eine Richtlinie lassen sich auch Hardware Key Logger, die an einen USB- oder PS/2-Port angeschlossen werden, blockieren. Hardware Key Logger sind Geräte, die in bösartiger Absicht zwischen der Tastatur und dem Computer angebracht werden, um die Tastatureingaben zu protokollieren. In Ihrer Richtlinie können Sie festlegen, ob Hardware Key Logger blockiert werden sollen, wenn sie durch SafeGuard Configuration Protection erkannt werden.
SafeGuard Configuration Protection lässt standardmäßig alle Geräte zu, es sei denn, Sie definieren eine Richtlinie, die den Zugang blockiert.
Die folgenden Abschnitte beschreiben die Vorgehensweise beim Anlegen einer Richtlinie.
16.3.1 Richtlinien für den Konfigurationsschutz definieren - Workflow
Der folgenden Abschnitte bieten einen Überblick zum Workflow für das Definieren einer neuen
Richtlinie. Jeder einzelne Schritt verweist auf den jeweiligen Unterabschnitt, der den Schritt im
Detail beschreibt.
Der Workflow schlägt eine einfache und direkte Vorgehensweise für die Durchführung der einzelnen Schritte vor. Nach Wunsch können Sie von der vorgeschlagenen Reihenfolge abweichen.
Schritt 1: Computer scannen und Port-/Geräte-/WLAN-Nutzung ermitteln:
Scannen Sie mit SafeGuard PortAuditor die Computer in Ihrem Netzwerk, um die Geräte und
WLAN-Netzwerke zu ermitteln, die derzeit angeschlossen sind und zu früheren Zeitpunkten angeschlossen waren (in der Registry des Computers angegeben). Gehen Sie hierzu wie im
SafeGuard PortAuditor User Guide beschrieben vor. Mit diesen Informationen können Sie beim Definieren einer Richtlinie auf einfache Art und Weise die Ports und Geräte angeben, die zugelassen, blockiert oder eingeschränkt werden sollen.
Schritt 2: Richtlinie planen
Beschreibt das Sammeln der notwendigen Informationen für die Planung der optimalen
Schutzrichtlinie für Ihr Unternehmen.
164
SafeGuard® Enterprise, Administrator-Hilfe
Schritt 3: Richtlinie erstellen
Beschreibt das Erstellen einer neuen Richtlinie. Sie können je nach Ihren Anforderungen beliebig viele Richtlinien - eine Richtlinie für das gesamte Unternehmen oder unterschiedliche
Richtlinien für die einzelnen Computer- oder Benutzergruppen - erstellen.
Schritt 4: Portkontrolle definieren
Beschreibt die Definition der Portkontrolle in Ihrer Richtlinie. Hier legen Sie fest, welche Ports zugelassen sind, welche gesperrt sind und welche nur von bestimmten Geräten benutzt werden dürfen. Darüber hinaus beschreibt dieser Abschnitt, wie Sie Hybrid Network Bridging vermeiden.
Schritt 5: Gerätekontrolle definieren
Beschreibt, wie Sie die Geräte, die über die eingeschränkten Ports auf Ihren Endgeräten angeschlossen werden dürfen, festlegen.
Schritt 6: Speicherkontrolle definieren
Beschreibt, wie Sie die Speichergeräte, die über die eingeschränkten Ports auf Ihren
Endgeräten angeschlossen werden dürfen, festlegen.
Schritt 7: WLAN-Kontrolle definieren
Beschreibt die Definition der zugelassenen WLAN-Verbindungen.
Schritt 8: Dateikontrolle definieren
Beschreibt, wie Sie die Berechtigungen für Dateitypen, die von und an Speichergeräte
übertragen werden, festlegen.
Schritt 9: Richtlinie speichern und veröffentlichen
Beschreibt die Optionen für das Speichern der Richtlinie in der Richtliniendatenbank sowie für das Veröffentlichen der Richtlinie, um sie den betreffenden Clients zuzuweisen.
165
SafeGuard® Enterprise, Administrator-Hilfe
16.3.2 Schritt 1: Computer scannen und Port-/Geräte-/WLAN-Nutzung ermitteln
Mit SafeGuard PortAuditor steht Ihnen zusätzlich zu SafeGuard Configuration Protection ein umfangreiches Werkzeug zur Verfügung. Der SafeGuard PortAuditor bietet in Ergänzung zu
SafeGuard Configuration Protection einen vollständigen Überblick darüber, welche Ports,
Geräte und Netzwerke von den Benutzern im Unternehmen benutzt werden (oder wurden). Das
Ergebnis einer SafeGuard PortAuditor Abfrage können Sie zur Auswahl der Geräte und
Netzwerke, die Sie zulassen möchten, benutzen.
166
SafeGuard® Enterprise, Administrator-Hilfe
16.3.3 Schritt 2: Richtlinie planen
Bevor Sie mit der Definition der Richtlinie beginnen, sollten Sie die für Ihr Unternehmen optimal geeignete Richtlinie entwerfen. Die optimale SafeGuard Configuration Protection Richtlinie für
Ihr Unternehmen erfüllt Ihre Sicherheitsanforderungen und entspricht gleichzeitig den
Anforderungen der Personen, die Zugang zu den Computern im Unternehmen über die Ports benötigen.
Im ersten Schritt sollte festgelegt werden, für welche Arten von Organisationseinheiten
(Organizational Units, OUs) und Gruppen die Richtlinien gelten sollen.
Benutzer- und Computerrichtlinien
SafeGuard Configuration Protection verwendet standardmäßig Benutzergruppen- und
Computergruppendefinitionen, die durch Active Directory gesteuert werden. Jede Option bietet eigene Vorteile:
Nach Benutzergruppen:
Wenn Sie Ihre Richtlinien nach Benutzergruppen definieren, können Sie die spezifischen
Berechtigungen für jeden Benutzer festlegen.
Richtlinien, die für Benutzer gelten, haben Priorität gegebenüber Richtlinien, die für
Computer gelten.
Wenn Sie sich dafür entscheiden, Richtlinien Benutzergruppen zuzuweisen, empfehlen wir, trotzdem eine oder mehrere allgemeine Richtlinien für Computer zu erstellen. Auf diese
Weise lässt sich jeder einzelne Computer-Port auch dann schützen, wenn kein Benutzer angemeldet ist.
Wenn Sie Benutzerrichtlinien und Maschinenrichtlinien in Kombination verwenden, können
Sie z. B. alle USB-Speichergeräte auf allen Computern in der Abteilung Kundenservice blockieren und gleichzeitig dem Abteilungsleiter eine liberalere Richtlinie nach
Benutzername und Kennwort zuordnen, bei der es keine Rolle spielt, auf welchem Computer die Anmeldung erfolgt.
Nach Computergruppen:
Wenn Sie Ihre Richtlinien nach Computern definieren, können Sie die Endgeräte im
Unternehmen schützen, ohne dass es eine Rolle spielt, welcher Benutzer angemeldet ist.
SafeGuard Configuration Protection setzt die Richtlinien wie folgt in Kraft:
Zuerst wird eine Benutzerrichtlinie angewendet, wenn eine Richtlinie für den derzeit angemeldeten Benutzer vorhanden ist. Ist dies nicht der Fall, sucht SafeGuard Configuration
Protection nach einer Richtlinie, die für den Computer gilt, und wendet diese an (falls vorhanden). Ist also kein Benutzer angemeldet, so wird die computergebundene Richtlinie angewendet. Daher ist es empfehlenswert, benutzerbasierte Richtlinien zu verteilen, so dass jeder
Benutzer unabhängig vom Computer, auf dem er sich anmeldet, dieselbe Richtlinie erhält, und restriktivere computerbasierende Richtlinien zu definieren. Die computerbasierenden
Richtlinien sollten auch dann die Benutzung von Geräten wie Maus und Tastatur zulassen, wenn kein Benutzer oder ein Benutzer außerhalb der Domäne angemeldet ist.
167
SafeGuard® Enterprise, Administrator-Hilfe
Die initiale Konfiguration des SafeGuard Protection Client lässt Port- und Geräteaktivitäten vollständig zu, d. h. nichts ist blockiert. Dies ist notwendig, damit nicht alle Port-Aktivitäten automatisch nach der Installation des SafeGuard Configuration Protection Client blockiert werden.
Ein Computer, auf dem SafeGuard Configuration Client gerade installiert wurde, arbeitet somit wie zuvor (Ports und Geräte sind nicht blockiert), bis Sie Richtlinien definieren und an Ihre
Endgeräte (nach Benutzer oder Computer) verteilen.
Hinweis: Die Maschinenrichtlinie wird als Ersatzrichtlinie verwendet, falls die
Benutzerrichtlinie nicht verwendet werden kann oder beschädigt ist. Es ist daher empfehlenswert, sowohl eine Maschinen- als auch eine Benutzerrichtlinie zu erstellen, wobei die
Benutzerrichtlinie nicht so restriktiv wie die Maschinenrichtlinie sein sollte.
Hinweis: Je nach Benutzercomputer kann es einige Sekunden dauern, bis auf dem SafeGuard
Configuration Protection Client nach der Anmeldung eine Richtlinienänderung wirksam wird.
Wenn die Maschinenrichtlinie restriktiver ist als die Benutzerrichtlinie, kann es somit einige
Sekunden dauern, bis der Zugriff auf die Geräte für den Benutzer gewährt wird.
16.3.4 Schritt 3: Richtlinie erstellen
Die Erstellung von Richtlinien vom Typ Konfigurationsschutz erfolgt wie für alle anderen
Richtlinien beschrieben.
16.3.5 Schritt 4: Port-Kontrolle definieren
Dieser Schritt umfasst sowohl die Definition von Zulassungseinstellungen für Ports als auch für
Hybrid Network Bridging.
Zulassungseinstellungen für Ports
SafeGuard Configuration Protection ermöglicht positiven Schutz durch Zulassen des Zugangs zu allen Ports auf allen Computern, an die eine Richtlinie verteilt wird, es sei denn, die Richtlinie gibt an, dass der Zugang zu einem betreffenden Port gesperrt ist (siehe folgende Absätze).
168
SafeGuard® Enterprise, Administrator-Hilfe
Für jeden Port (USB, FireWire, PCMCIA, Secure Digital, Seriell, Parallel, Modem, WLAN, IrDA, oder Bluetooth) können Sie aus folgenden Optionen wählen:
Zulassen:
Diese Option gibt an, dass der Port beliebig ohne Einschränkungen auf diesem
Kommunikationskanal genutzt werden darf.
Sperren:
Diese Option legt fest, dass über den betreffenden Port kein Zugang besteht. Der Port steht nicht zur Verfügung.
Einschränken:
Für USB-, FireWire-, PCMCIA- und WLAN-Ports können Sie auch festlegen, dass der
Zugang zu Ports dieser Art eingeschränkt werden soll. Bei Auswahl der Option Einschränken können Sie die Geräte oder Verbindungen, die auf den Port zugreifen dürfen, genauer (d. h. mit höherer Granularität) definieren. So können Sie zum Beispiel festlegen, dass nur USB-
Geräte eines bestimmten Modells oder nur spezifische USB-Geräte (d. h. Einzelgeräte mit eindeutiger Seriennummer) zugelassen sind. Für physikalische Ports erfolgt dies über die
Option Gerätekontrolle (siehe Schritt 5: Gerätekontrolle definieren) sowie über die Option
Speicherkontrolle (siehe Schritt 6: Speicherkontrolle definieren). Für Wireless-Ports wird die
Option WLAN-Kontrolle (siehe Schritt 7: WLAN-Kontrolle definieren) benutzt.
Hinweis: Die Bereiche Gerätekontrolle und WLAN-Kontrolle einer Richtlinie gelten nur für
Ports, die als eingeschränkt definiert sind. Der Bereich Speicherkontrolle einer Richtlinie gilt sowohl für eingeschränkte als auch für zugelassene Ports.
Legen Sie für jeden Port den gewünschten Aktionstyp (Zulassen, Sperren oder Einschränken) fest, indem Sie die betreffende Option aus der Dropdownliste des jeweiligen Felds auswählen.
Hinweis: Interne Ports, z. B. Speicher-BUS wie IDE, SCSI, ATA and S-ATA, die zum
Anschließen interner Festplattenlaufwerke sowie PCI und PCI-X verwendet werden, sind standardmäßig zugelassen.
Hinweis: Die Einstellungen für SecureDigital im Bereich Physikalische Ports sind relevant, wenn
SecureDigital als Port benutzt wird. Wenn SecureDigital über einen USB-Adapter angeschlossen ist, wird es als USB-Massenspeicher eingestuft. Wenn SecureDigital direkt mit dem PC oder
Laptop verbunden ist, richtet sich die Art und Weise der Geräte-Erkennung nach dem PC- oder
Laptop-Modell.
169
SafeGuard® Enterprise, Administrator-Hilfe
Zulassungseinstellungen für Hybrid Network Bridging
Mit SafeGuard Configuration Protection können Administratoren die gleichzeitige Nutzung verschiedener Netzwerkprotokolle, die zu unabsichtlichem oder absichtlichem Hybrid Network
Bridging (z. B. WLAN Bridging und 3G Card Bridging) führen kann, kontrollieren und verhindern. SafeGuard Configuration Protection Clients lassen sich so konfigurieren, dass der
Zugang zu WLAN, Bluetooth, Modems oder IrDA-Links blockiert ist, wenn die Haupt-TCP/IP-
Netzwerkschnittstelle mit dem Netzwerk verbunden ist. Benutzer können somit die verschiedenen Netzwerkprotokolle nur dann anwenden, wenn sie keine Verbindung zum
Netzwerk haben. Dadurch lassen sich Erzeugung und möglicher Missbrauch einer Hybrid
Network Bridge vermeiden.
Die Zulassungseinstellungen für Hybrid Network Bridging werden im Bereich Anti-Hybrid
Network Bridging definiert.
16.3.6 Schritt 5: Gerätekontrolle definieren
Im Bereich Port-Kontrolle können Sie für USB-, FireWire- und PCMCIA-Ports festlegen, dass der
Zugang zu Ports dieser Art eingeschränkt ist (dies trifft auch für WLAN-Ports zu, siehe Schritt 7:
WLAN-Kontrolle definieren). Bei Auswahl der Option Einschränken können Sie im Bereich
Gerätekontrolle genauer festlegen, welche Geräte für die betreffenden Ports zugelassen sind.
Im Bereich Gerätekontrolle geben Sie an, welche Gerätetypen für den Zugang zugelassen sind.
Hier können Sie auch die entsprechende White List zuweisen, in der Sie festlegen, welche
Gerätemodelle oder Einzelgeräte zugelassen sind. Wenn ein Gerät unter Anwendung eines der nachfolgend beschriebenen Verfahren als nicht zugelassen definiert ist, wird es gesperrt. Der
Bereich Gerätekontrolle einer Richtlinie gilt für alle Ports, die eingeschränkt sind.
Gerätekontrolle - Einstellungen
Alle Geräte (oberer Bereich):
Hier können Sie den Zugang für alle Gerätetypen zulassen, einschränken oder sperren.
Wenn Sie für Alle Geräte die Optionen Zulassen oder Sperren wählen, wird der Rest dieses
Bereichs deaktiviert. Sie können auch Hardware Key Logger zulassen oder sperren.
Gerätetypen (mittlerer Bereich):
Wenn Sie für Alle Geräte die Option Einschränken wählen, können Sie den Zugang für ein
Gerät nach Typ einschränken. Zum Beispiel: Drucker, Netzwerkadapter oder Audio/Video-
Geräte. Die für die Auswahl verfügbaren Gerätetypen sind in SafeGuard Configuration
Protection integriert. Wenn Sie ein Gerät eines Typs zulassen möchten, der nicht in der Liste aufgeführt ist, fügen Sie diesen Typ zu Ihrer Liste der zugelassenen Geräte - der White List - unter Anwendung der Option White List für Gerätemodelle oder White List für einzelne
Geräte (wie nachfolgend beschrieben) hinzu. Eine Beschreibung der unterstützten
Gerätetypen finden Sie im Abschnitt Unterstützte Gerätetypen.
170
SafeGuard® Enterprise, Administrator-Hilfe
Unbekannte Geräte (unterer Bereich):
Mit dieser Option können Sie festlegen, ob der Zugang zu unbekannten Geräten zugelassen ist oder nicht.
Gerätekontrolle - White List
In diesem Bereich können Sie eine White List für Gerätemodelle und/oder eine White List für einzelne Geräte zuweisen:
White List für Gerätemodelle:
Diese Option bezieht sich auf ein spezifisches Gerätemodell, z. B. ein bestimmtes HP-
Druckermodell wie LaserJet 4050N. Geben Sie eine White List an, die die entsprechenden
Angaben enthält.
White List für einzelnen Geräte:
Diese Option bezieht sich auf einzelne Geräte mit eindeutiger Serienummer, d. h. spezifische
Einzelgeräte. Zum Beispiel: der persönliche Drucker des CEO wird zugelassen, andere
Drucker nicht. Geben Sie eine White List an, die die entsprechenden Angaben enthält.
Hinweis: Wenn Sie für Alle Geräte die Optionen Zulassen oder Sperren wählen, wird dieser
Bereich deaktiviert (siehe Gerätekontrolle definieren).
Hinweis: Wenn ein Gerät mehreren Gruppen angehört und diese Gruppen dieselben
Zulassungseinstellungen aufweisen, wählt SafeGuard Configuration Protection die Gruppen willkürlich aus.
Gerätekontrolle definieren
1. Legen Sie im Bereich Alle Geräte durch Auswahl aus der Dropdownliste fest, ob alle Geräte
zugelassen, eingeschränkt oder gesperrt sind.
Hinweis: Wählen Sie Zulassen oder Sperren, wenn Sie zu diesem Zeitpunkt keine granulare
Gerätekontrolle anwenden möchten. Sie können diese Optionen auch dann verwenden, wenn Sie vorhandene granulare Definitionen vorübergehend außer Kraft setzen möchten.
2. Wenn Sie die Optionen Zulassen oder Sperren für Alle Geräte wählen, müssen Sie im Bereich
Gerätekontrolle keine weiteren Einstellungen mehr vornehmen und Sie können mit Schritt 6:
Speicherkontrolle definieren fortfahren.
3. Wenn Sie die Option Einschränken für Alle Geräte wählen, legen Sie fest, ob Hardware Key
Logger zugelassen oder gesperrt werden sollen.
Hinweis: Wenn der SafeGuard Configuration Protection Client vermutet, dass ein USB
Hardware Key Logger an der Tastatur angeschlossen wurde und Hardware Key Logger gesperrt sind, wird die Tastatur ebenfalls gesperrt. Um die Tastatur zu aktivieren, muss diese direkt mit dem Computer verbunden werden.
171
SafeGuard® Enterprise, Administrator-Hilfe
Hinweis: Wenn Sie Hardware Key Logger sperren, werden sowohl USB als auch PS/2 Key Logger gesperrt. Wenn der SafeGuard Configuration Protection Client vor PS/2 Key Logger schützt, werden keine Benutzermeldungen angezeigt. Der Key Logger wird jedoch unbrauchbar, da die
Informationen, die er protokolliert, verschlüsselt werden.
Hinweis: Wird ein PS/2 Key Logger bei Benutzung einer PS/2 Keyboard Video Mouse (KVM) gesperrt, so können Sie mit der KVM nicht von der Tastatur aus zwischen Computern wechseln.
Dies muss über die KVM selbst erfolgen.
4. Wenn Sie die Option Einschränken für Alle Geräte wählen, stellen Sie die
Zulassungseinstellungen für jeden Gerätetyp im Bereich Gerätetypen wie folgt ein: a) Zulassen: Lässt alle Geräte dieses Typs zu. b) Einschränken: Alle Geräte werden gesperrt, es sei denn, sie werden ausdrücklich in der
White List zugelassen (siehe Geräte und WLAN-Verbindungen zulassen).
5. Wählen Sie die Optionen White List für Gerätemodelle und White List für einzelne Geräte, um die zugelassenen Geräte zur White List hinzuzufügen (siehe Geräte und WLAN-
Verbindungen zulassen).
16.3.7 Schritt 6: Speicherkontrolle definieren
Speichergeräte bilden in der Regel die Hauptkanäle für Informationslecks in einem
Unternehmen.
Mit SafeGuard Configuration Protection können Sie den Zugang vollständig zulassen oder jedes
Gerät, das als Speichergerät identifiziert wird, sperren. Dies betrifft sowohl Wechselmedien, wie
USB-Sticks und Digitalkameras, als auch traditionelle Speichermedien, wie Diskettenlaufwerke,
CD/DVD-Laufwerke, externe Festplatten und Magnetbandlaufwerke.
Der Bereich Speicherkontrolle einer Richtlinie wird bei allen Ports, an denen ein Speichergerät angeschlossen werden kann, wirksam. Dies betrifft sowohl zugelassene oder eingeschränkte
Ports als auch Ports, die nicht durch SafeGuard Configuration Protection geschützt sind. Bei einem gesperrten Port sind alle Speichergeräte gesperrt, da der Port in diesem Fall nicht mehr zur Verfügung steht.
Hinweis: Da Angriffe und Informationslecks nur sehr selten direkt über interne
Festplattenlaufwerke auftreten, lassen sich diese Laufwerke nicht über SafeGuard Configuration
Protection sperren oder einschränken, damit der laufende Betrieb nicht beeinträchtigt bzw. unterbrochen wird.
172
SafeGuard® Enterprise, Administrator-Hilfe
Speicherkontrolle - Einstellungen
Der Bereich Speicherkontrolle umfasst folgende Unterbereiche:
1. Alle Datenträger (oberer Bereich):
Hier können Sie den Zugang zu allen Speichergeräten zulassen, einschränken oder sperren.
Wenn Sie für Alle Datenträger die Optionen Zulassen oder Sperren wählen, wird der Rest dieses Bereichs deaktiviert. Sie können auch festlegen, ob die AutoRun-Funktionalität, die auf einigen Datenträgern (z. B. CD/DVD) enthalten ist, gesperrt werden soll.
2. Speicherarten (unterer Bereich):
Wenn Sie die Option Einschränken für Alle Datenträger gewählt haben, können Sie den
Zugang zu einem Datenträger nach Typ einschränken bzw. zulassen. Zum Beispiel:
Wechselmedien oder
CD/DVD. Die für die Auswahl verfügbaren Gerätetypen sind in SafeGuard Configuration
Protection integriert. Sie können folgende Gerätetypen und Optionen wählen: a) Wechselmedien: Betrifft alle Plug-and-Play-Speichergeräte, z. B. USB-Sticks,
Digitalkameras MP3 Player usw.
b) Smart-Funktionalität von Wechselmedien zulassen: Wählen Sie die Einstellung
Zulassen, um die Verwendung von Wechselmedien, die Smart-Funktionalität implementieren, zuzulassen. Wählen Sie die Einstellung Sperren, um die Smart-
Funktionalität solcher Medien zu sperren.
c) Externe Festplatten d) CD/DVD-Laufwerke e) Diskettengeräte f) Magnetbandgeräte
Wechselmedien, externe Festplatten, CD/DVD-Laufwerke und Diskettenlaufwerke können zusätzlich auf Schreibgeschützt gesetzt werden.
Verwenden Sie die White List, um die Benutzung spezifischer Speichermodelle oder einzelner
Datenträger zuzulassen. Eine Beschreibung der unterstützten Gerätetypen finden Sie unter
Unterstützte Gerätetypen. Abschnitt Speicherkontrolle definieren beschreibt die Definition von
Optionen.
173
SafeGuard® Enterprise, Administrator-Hilfe
Speicherkontrolle - White List
Hier können Sie eine White List für Speichermodelle und/oder eine White List für einzelne
Datenträger zuweisen.
1. White List für Speichermodelle:
Diese Option bezieht sich auf das Modell eines spezifischen Speichergerätetyps, z. B. ein bestimmtes USB-Stick-Modell.
2. White List für einzelne Datenträger:
Einzelne Speichergeräte mit einer eindeutigen Seriennummer, d. h. ein spezifisches
Speichergerät. Zum Beispiel: Der persönliche USB-Stick des CEOs wird zugelassen, andere
USB-Sticks nicht.
Hinweis: Wenn Sie die Optionen Zulassen oder Blockieren für Alle Datenträger wählen, ist dieser Bereich deaktiviert.
Hinweis: Wählen Sie Zulassen oder Sperren, wenn Sie zu diesem Zeitpunkt keine granulare
Gerätekontrolle anwenden möchten. Sie können diese Optionen auch dann verwenden, wenn Sie vorhandene granulare Definitionen vorübergehend außer Kraft setzen möchten.
16.3.8 Schritt 7: WLAN-Kontrolle definieren
SafeGuard Configuration Protection steuert und überwacht neben Geräten auch WLAN-
Verbindungen um sicherzustellen, dass Clients nur autorisierte sichere Verbindungen benutzen.
Im Bereich Port-Kontrolle können Sie festlegen, dass der Zugang zu einem WLAN-Port
eingeschränkt ist. Wenn Sie die Option Einschränken wählen, können Sie im Bereich WLAN-
Verbindungsarten genauer festlegen, welche Netzwerke auf den betreffenden Port zugreifen dürfen.
Hinweis: Wenn Sie die Benutzung von WLAN als Port einschränken, überwacht und reguliert
SafeGuard Configuration Protection WLAN-Verbindungen über die Microsoft WZC
Infrastruktur. Jeder Gerätetreiber, der versucht, ohne Anwendung von WZC auf die
Netzwerkkarte zuzugreifen, wird gesperrt.
Wenn Sie eine Reihe von WLAN-Karten verwenden, die proprietäre Treiber in Kraft setzen, können Sie WLAN als Port nur zulassen oder sperren.
WLAN-Kontrolle - Einstellungen
WLAN-Verbindungsarten:
Mit dieser Option können Sie den Zugang zu WLAN-Netzwerken zulassen oder einschränken sowie WLAN Peer to Peer Verbindungen zulassen oder einschränken. Wenn Sie für WLAN-
Netzwerke die Option Einschränken wählen, können Sie festlegen, welche spezifischen
Netzwerke zugelassen sind.
174
SafeGuard® Enterprise, Administrator-Hilfe
WLAN-Kontrolle - White List
White List für WLAN:
Diese Option bezieht sich auf einzelne Netzwerke einschließlich der Authentisierungs- und
Verschlüsselungseigenschaften.
Hinweis: Wenn Sie die Option Zulassen für Netzwerke wählen, ist dieser Bereich deaktiviert.
WLAN-Kontrolle definieren
1. Wechseln Sie zur WLAN-Option im Bereich Wireless Ports. Setzen Sie WLAN auf
Einschränken. Dadurch werden die Optionen unter WLAN-Verbindungsarten aktiviert.
2. Definieren Sie im Bereich WLAN-Verbindungsarten die Zugangseinstellungen für
Netzwerke (Infrastruktur) wie folgt: a) Zulassen: Lässt die Verbindung mit allen WLAN-Netzwerken zu. b) Einschränken: Alle Netzwerke sind gesperrt, es sei denn, sie sind ausdrücklich in der
White List (siehe Geräte und WLAN-Verbindungen zulassen) zugelassen.
3. Definieren Sie im Bereich WLAN-Verbindungsarten die Zulassungseinstellungen für Peer to
Peer (Ad Hoc) wie folgt: a) Zulassen: Lässt Peer to Peer WLAN Verbindungen zu.
b) Sperren: Sperrt alle Peer to Peer WLAN Verbindungen.
Für diese Option stehen keine weiteren granularen Zulassungseinstellungen zur Verfügung.
16.3.9 Schritt 8: Dateikontrolle definieren
Mit SafeGuard Configuration Protection können Sie nicht nur Berechtigungen für
Speichergeräte sondern auch für die Dateien, die an und von diesen Geräten übertragen werden, einstellen. Hierzu werden die Dateien beim Transfer an/von externe(n) Speichergeräten auf ihren
Typ überprüft. Diese Technologie ermöglicht eine höchst zuverlässige Klassifizierung der
Dateien durch Überprüfung des Inhalts des Datei-Headers anstatt der Dateierweiterungen. Der
Schutzmechanismus kann somit nicht einfach durch Umbenennen der Dateierweiterung umgangen werden.
Durch die Überprüfung sowohl von Dateien, die von externen Speichergeräten heruntergeladen werden, als auch von Dateien, die auf den geschützten Endpoint hochgeladen werden, lässt sich eine Reihe von Vorteilen erzielen:
Eine zusätzliche Schutzschicht zur Verhinderung von Daten-Lecks (Data Leakage)
Schutz vor dem Einbringen von Viren/Malware über externe Speichergeräte.
175
SafeGuard® Enterprise, Administrator-Hilfe
Schutz vor dem Einbringen von verbotenen Inhalten über externe Speichergeräte, z. B. nicht lizensierte Software, nicht lizensierte Inhalte (z. B. Musik und Filme), private Inhalte wie private Bilder usw.
Mit dieser Funktion können Sie Richtlinien definieren, die spezifische Dateitypen auf den
Kanälen nach innen und nach außen zulassen/sperren.
Die SafeGuard Configuration Protection Dateikontrolle umfasst folgende Funktionalität:
Dateitypkontrolle - Verfahren zur Kontrolle der Übertragung von Dateien nach deren Typ
Dateikontrolle ist auf Wechselmedien, externe Festplatten und CDs/DVDs anwendbar.
Dateikontrolle - Einstellungen
Dieser Abschnitt enthält folgende Bereiche:
1. Speicherarten: In diesem Bereich können Sie die Dateitypkontrolle auf Speicherarten
anwenden oder Speicherarten von der Dateitypkontrolle ausnehmen.
Die für die Auswahl zur Verfügung stehenden Speicherarten sind in SafeGuard Configuration
Protection integriert und umfassen folgende Arten:
a) Von Wechselmedien lesen b) Auf Wechselmedien schreiben c) Von externen Festplatten lesen d) Auf externe Festplatten schreiben e) Von CD/DVD-Medien lesen
2. Wenn Sie für mindestens eine der Speicherarten Anwenden oder Ausnehmen wählen, wird der Rest des Abschnitts (Dateitypen) aktiviert. Für jeden Dateityp können Sie die folgenden
Berechtigungen einstellen:
a) Zulassen b) Schreibgeschützt c) Nur schreiben d) Sperren
Die Berechtigungen gelten für alle Speicherarten, auf die Sie die Dateikontrolle im Abschnitt
Speicherarten angewendet haben.
176
SafeGuard® Enterprise, Administrator-Hilfe
Die folgende Tabelle bietet eine Auflistung der Dateitypen und Dateierweiterungen, die von der
SafeGuard Configuration Protection Dateitypkontrolle unterstützt werden.
Dateityp
Microsoft Office
Erweiterungen
PPTX
PPTM
POT
POTX
POTM
PPS
PPSX
PPSM
PPA
PPAM
XLS
DOC
DOCX
DOCM
DOT
DOTX
DOTM
RTF
PPT
XLSX
XLSM
XLSB
XLT
XLTX
XLTM
XLA
XLAM
MPP
Beschreibung
Microsoft Word Dokument
Microsoft Word Dokument
Microsoft Word Dokument
Microsoft Word Dokumentvorlage
Microsoft Word Dokumentvorlage
Microsoft Word Dokumentvorlage
Rich Text Format
Microsoft PowerPoint Präsentation
Microsoft PowerPoint Präsentation
Microsoft PowerPoint Präsentation
Microsoft PowerPoint Vorlage
Microsoft PowerPoint Vorlage
Microsoft PowerPoint Vorlage
Microsoft PowerPoint Show
Microsoft PowerPoint Show
Microsoft PowerPoint Show
Microsoft PowerPoint Add-In
Microsoft PowerPoint Add-In
Microsoft Excel Arbeitsmappe
Microsoft Excel Arbeitsmappe
Microsoft Excel Arbeitsmappe
Microsoft Excel Arbeitsmappe
Microsoft Excel Vorlage
Microsoft Excel Vorlage
Microsoft Excel Vorlage
Microsoft Excel Add-In
Microsoft Excel Add-In
Microsoft Project Projekt
177
Publizierte
Dokumente
Web-Seiten
Bilder
SafeGuard® Enterprise, Administrator-Hilfe
HLP
CHM
ASP
ASPX
ASMX
JHTML
JSP
JPG
PS
EPS
HTML
HTM
MHT
MHTML
PHP
JPEG
GIF
BMP
DIB
MPT
VSD
VDX
VSS
VSX
VST
VTX
PUB
ONE
ADP
ADE
Microsoft Project Vorlage
Microsoft Visio Zeichnung
Microsoft Visio Zeichnung
Microsoft Visio Schablone
Microsoft Visio Schablone
Microsoft Visio Vorlage
Microsoft Visio Vorlage
Microsoft Publisher
Microsoft OneNote Abschnitt
Microsoft Access Projekt
Microsoft Access Projekterweiterung
Adobe Acrobat Dokument
Post Script Dokument
Encapsulated Post Script
HTML Web-Seite
HTML Web-Seite
Archivierte Web-Seite
Archivierte Web-Seite
PHP Skript
Windows Hilfedateien
Kompilierte Hilfedateien
Active Server Page
ASP.NET Web-Seite
ASP.NET Webservices
Java HTML Web-Seite
Java Server Page
JPEG Bild
JPEG Bild
GIF Bild
Bitmap Bild
Device Independent Bitmap Bild
178
SafeGuard® Enterprise, Administrator-Hilfe
Multimedia
MP2
MP3
AIFF
AIF
AU
RA
MID
MIDI
RMI
SDS
VOC
CUR
WMF
EMF
FH9
JP2
PBM
PGM
PPM
PNG
TIF
TIFF
MDI
JNG
MNG
ICO
PSD
CDR
SVG
WAV
WMA
PNG Bild
Tagged Image Format
Tagged Image Format
Office Document Imaging Datei
JNG Bild
MNG Bild
Windows Symbol
Windows Cursor
Windows Metafile Bild
Enhanced Windows Metafile Bild
Macromedia Freehand 9 Grafiken
JPEG-2000 Bild
Portable Bitmap
Portable Graymap Bitmap
Portable Pixelmap Bitmap
Adobe Photoshop Grafiken
CorelDRAW Vector Grafiken
Scalable Vector Graphics
Waveform Audio
Windows Media Audio
MPEG Audio
MPEG Audio
Audio Interchange
Audio Interchange
AU Audio
RealMedia Streaming Media
Musical Instrument Digital Sound
Musical Instrument Digital Sound
Musical Instrument Digital Sound
Musical Instrument Digital Sound Sample
Creative Lab's Soundblaster Audio
179
SafeGuard® Enterprise, Administrator-Hilfe
Text &
Programmcode
WMV
MOV
SWF
FLI
FLC
TXT
OGG
VOX
FLAC
MPEG
MPG
AVI
ASF
Ogg Vorbis Codec Audio
Dialogic Audio
Free Loseless Codec Audio
MPEG Multimedia
MPEG Multimedia
Audio Video Interleave
Advanced Streaming Format
Windows Media Multimedia
QuickTime Video Clip
Flash Animationsdatei
FLIC Animation
FLIC Animation
Textdatei
CSV
PRN
CPP
C
H
XML
Formatierter Text (durch Kommas getrennt)
Formatted Text (durch Leerzeichen getrennt)
C++ Programmcode
C/C++ Programmcode
C/Java Header-Datei
XML-Datei
F
T90
FORTRAN Programmcode
FORTRAN Programmcode
MAKEFILE Kompilierungssteuerungdatei
MAKEFILE.IN
Kompilierungssteuerungdatei
PL1
ASM
PAS
JAVA
PL1 Programmcode
Assembler Programmcode
PASCAL Programmcode
JAVA Programmcode
M4
BCPL
CS
PL
Meta4 Programmcode
BCPL Programmcode
Visual C#.NET Programmcode
Perl Programmcode
180
SafeGuard® Enterprise, Administrator-Hilfe
Ausführbare
Dateien
Komprimierte
Archive
INS
OBJ
O
ZIP
ARJ
RAR
GZIP
TAR
CMD
CPL
SCR
VXD
SYS
CLASS
PYC
LIB
PM
PY
PDB
BAS
VB
VBS
JS
EXE
DLL
PIF
BAT
COM
OCX
Perl Programmcode Modul
Python Programmcode
Visual C++/.NET Programmdatenbank
BASIC Programmcode
Visual Basic Programmcode
VBScript Skript
JavaScript Source Code
Ausführbare Datei
Dynamic Link Library
Windows Program Information Datei
Batch
Befehl
ActiveX - Object Linking and Embedding (OLE)
Control Erweiterung
Befehl
Windows Systemsteuerung-Erweiterung
Windows Bildschirmschoner
Virtual Device Treiber
System Device Treiber
Java Bytcode
Python Compiler Skript (Bytecode)
Program Library Common Object File Format
(COFF), Dateiformat für allgemeines Objekt
InstallShield Skript
Objektdatei
Objektdatei
ZIP-komprimiertes Archiv
ARJ-komprimiertes Archiv
WinRAR-komprimiertes Archiv
GZIP-komprimiertes Archiv
Bandarchiv
181
SafeGuard® Enterprise, Administrator-Hilfe
CD/DVD Disc
Images
Databanken
JAR
ACE
HQX
LZH
LHA
AR
ARC
CAB
**_
ISO
MDA
MDW
MDE
MYD
MYI
FRM
DBF
DBT
GDB
PX
BIN
CIF
CCD
IMG
MDF
DAA
C2D
MDB
ACCDB
ACCDT
JAR-komprimiertes Archiv
WinAce-komprimiertes Archiv
Macintosh BinHex 4-komprimiertes Archiv
LHA-komprimiertes Archiv
LHA-komprimiertes Archiv
AIX Small Indexed Archiv
LH ARC-komprimiertes Archiv
Cabinet-komprimiertes Archiv
Komprimierte Installationsdateien (z. B. EX_,
DL_)
ISO Disc Image
BIN Disc Image
EasyCD Creator Disc Image
CloneCD Disc Image
CloneCD Disc Image
Alcohol 120% Disc Image
PowerISO Disc Image
WinOnCD Disc Image
Microsoft Access Datenbank
Microsoft Access Datenbank
Microsoft Access Datenbankvorlage
Microsoft Access Add-In
Microsoft Access Arbeitsgruppe
Microsoft Access - kompilierte Datenbank
MySQL MyISAM Datenbank
MySQL MyISAM Datenbank-Index
MySQL MyISAM Generic Dictionary dBase Datenbank
Microsoft FoxPro Datenbank
Borland InterBase Datenbank
Paradox Datenbank
182
SafeGuard® Enterprise, Administrator-Hilfe
Microsoft Outlook PST
PGP
Verschlüsselung
DBX
PGP
ASC
Computer-Aided
Design (CAD)
CTX
DWG
DXF
ASM
PRT
Adobe FrameMaker DOC
FM
FRM
BOOK
MIF
Outlook - persönlicher Ordner
Outlook Express E-Mail-Ordner
Pretty Good Privacy (PGP) Encrypted
Pretty Good Privacy (PGP) Armored Encrypted
Pretty Good Privacy (PGP) Ciphertext
AutoCAD Zeichnung
AutoCAD Interchange
Pro/ENGINEER Assembly
Pro/ENGINEER Modell
Adobe FrameMaker/FrameBuilder Dokument
Adobe FrameMaker Dokument
Adobe FrameMaker Dokument
Adobe FrameMaker Buch
Adobe FrameMaker Austauschformat
16.3.10 Schritt 9: Richtlinie speichern und veröffentlichen
Richtlinien werden wie für alle anderen Richtlinien beschrieben gespeichert und veröffentlicht.
183
SafeGuard® Enterprise, Administrator-Hilfe
16.4 White Lists - Geräte und WLAN-Verbindungen zulassen
Die Beschreibungen in den folgenden Abschnitten beziehen sich auf das Hinzufügen von zugelassenen Geräten zu einer White List vom Typ Gerätekontrolle sowie auf das Hinzufügen von zugelassenen Speichermedien zu einer White List vom Typ Speicherkontrolle. Unterschiede beim
Hinzufügen von Speichergeräten und anderen Geräte werden gesondert hervorgehoben und beschrieben.
Das Hinzufügen von zugelassenen WLAN-Netzwerken ist im Abschnitt WLAN-Verbindungen
hinzufügen beschrieben.
SafeGuard Configuration Protection bietet drei Berechtigungsebenen:
Gerätetypen und Speicherarten:
Über diese Optionen können Sie den Zugang zu einem Endgerät in Abhängigkeit vom angeschlossenen Gerätetyp zulassen oder einschränken. Zum Beispiel: Wechselmedien,
Netzwerkadapater, Eingabegeräte (HID, z. B. Maus) oder Bildverarbeitungsgeräte. Die für die
Auswahl verfügbaren Gerätetypen und Speicherarten sind in SafeGuard Configuration
Protection integriert und befinden sich in den beschriebenen Bereichen Gerätekontrolle und
Speicherkontrolle.
Ein Gerätetyp kann zugelassen (Default) gesperrt oder eingeschränkt sein. Wenn Sie einen
Gerätetyp einschränken, werden alle Geräte dieses Typs gesperrt, es sei denn, sie sind ausdrücklich in einer White List als zugelassen definiert.
White List für Gerätemodelle: Diese Option bezieht sich auf das Zulassen von Geräte- oder
Speichermodellen, z. B. alle HP-Drucker oder alle M-Systems USB-Sticks.
White List für einzelne Geräte: Diese Option bezieht sich auf das Zulassen von einzelnen
Geräten oder Speichergeräten mit eindeutiger Seriennummer, d. h. spezifische Einzelgeräte.
Wenn z. B. die Verwendung des USB-Sticks des CEO zugelassen werden soll, alle anderen
USB-Sticks jedoch gesperrt sein sollen, setzen Sie die Speicherart Wechselmedien auf
Einschränken und geben Sie die kennzeichnenden Parameter des USB-Sticks des CEO in einer White List für einzelne Datenträger ein.
Dieser Abschnitt beschreibt folgende Vorgänge:
Anlegen einer White List
Hinzufügen von zugelassenen Modellen oder einzelnen Geräten zu einer White List.
Als Grundlage dient hier entweder die Liste mit Geräten, deren Verwendung von SafeGuard
PortAuditor erkannt wurde, oder eine manuell erstellte Liste.
184
SafeGuard® Enterprise, Administrator-Hilfe
16.4.1 White Lists anlegen
So registrieren Sie eine White List:
1. Markieren Sie White List im Richtlinien-Navigationsbereich.
2. Klicken Sie im Kontextmenü des Eintrags auf Neu > White List.
3. Geben Sie unter Name der White List einen Namen ein.
4. Typ der White List auswählen
White Lists können angelegt werden für:
Gerätemodelle
Einzelne Geräte
Datenträgermodelle
Einzelne Datenträger
WLAN-Netzwerke
Die einzelnen White Lists können dann bei den Richtlinieneinstellungen ausgewählt werden.
5. Wählen Sie aus, ob Sie die White List manuell erstellen wollen oder ob als Quelle das Ergebnis eines Scans Ihrer Computer durch SafeGuard PortAuditor verwendet werden soll.
Hinweis: Die Ergebnisse des Scans durch SafeGuard PortAuditor müssen vorliegen (XML-
Datei), wenn Sie die White List auf diese Weise erzeugen wollen.
a) White List manuell erstellen
Haben Sie diese Option gewählt, wird nach dem Klicken auf OK eine leere White List im
SafeGuard Management Center geöffnet, in der Sie manuell Einträge erstellen können.
b) SafeGuard PortAuditor Ergebnis importieren
Wenn Sie diese Option wählen, wird das Ergebnis eines Scans durch SafeGuard
PortAuditor importiert.
Sie können dann die von SafeGuard PortAuditor zur Verfügung gestellte Datei über die
Schaltfläche [...] auswählen.
Nach dem Klicken auf OK wird der Inhalt der importierten Datei im SafeGuard
Management Center angezeigt
185
SafeGuard® Enterprise, Administrator-Hilfe
16.4.2 Gerät unter Benutzung einer SafeGuard PortAuditor Datei hinzufügen
Voraussetzung: Erstellen einer Geräteinformationsdatei
Um eine Datei zu erstellen, die Informationen zu den Geräten, die Sie zulassen möchten, enthält, verwenden Sie SafeGuard PortAuditor zum Scannen der betreffenden Computer. SafeGuard
PortAuditor scannt die ausgewählten Computer und liefert Informationen zu allen Geräten und
WLAN-Netzwerken, die derzeit mit diesen Computern verbunden sind, bzw. zu einem früheren
Zeitpunkt mit ihm verbunden waren. Die Ergebnisse dieses Prüfvorgangs werden in einer XML-
Datei gespeichert, Weitere Informationen zu SafeGuard PortAuditor finden Sie im SafeGuard
PortAuditor 3.2 User Guide.
16.4.2.1 Schritt 1: Geräteinformationen abrufen
In diesem Schritt geben Sie die Datei an, aus der die Informationen zu den Geräten, die hinzugefügt werden, entnommen werden. Das heißt, Sie geben den Speicherort der SafeGuard
PortAuditor .XML-Datei an, die die erforderlichen Geräteinformationen enthält. Nachdem Sie die erforderliche Datei über die Schaltfläche [...] ausgewählt haben, klicken Sie auf OK um fortzufahren.
16.4.2.2 Schritt 2: Geräte auswählen
In Schritt 2 wird eine Tabelle mit den Geräten, die bei den Endgeräten in Ihrem Netzwerk ermittelt wurden, angezeigt. Hier können Sie die Geräte auswählen, die zur White List hinzugefügt werden sollen. Die Tabelle ist in Kategorien unterteilt. Die Kategorien richten sich danach, ob Sie Geräte zu einer White List für Gerätemodelle oder einer White List für
Einzelgeräte hinzufügen und ob Sie Speichergeräte oder Nicht-Speichergeräte hinzufügen.
Neben auswählbaren Geräten wird ein Kontrollkästchen angezeigt. Aktivieren Sie dieses
Kontrollkästchen, wenn Sie das Gerätemodell oder das Einzelgerät zulassen möchten. Sie können alle markierten Geräte auswählen, bzw. die Auswahl aufheben, indem Sie in der Tabelle mit der rechten Maustaste klicken.
Hinweis: Speichergeräte können nicht zu einer Gerätekontrolle White List hinzugefügt werden.
Hinweis: Geräte oder Speichergeräte ohne eindeutige Kennung können nicht zu einer
Einzelgeräte White List hinzugefügt werden.
186
SafeGuard® Enterprise, Administrator-Hilfe
Gelegentlich wird ein Gerät von SafeGuard PortAuditor nicht als Speichergerät identifiziert. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn vom Hersteller keine Geräteklasse eingebettet wurde. In diesem Fall können Sie das betreffende Gerät, wenn es sich tatsächlich um ein Speichergerät handelt, zur White List für Speichergeräte Ihrer Richtlinie hinzufügen.
Speichergeräte dürfen nicht zu einer Gerätekontrolle White List hinzugefügt werden. Ebenso dürfen keine Nicht-Speichergeräte zu einer Speicherkontrolle White List hinzugefügt werden. In diesen beiden Fällen ignoriert der SafeGuard Configuration Protection Client die hinzugefügten
Geräte.
Hinweis: Wenn Sie ein Gerät hinzufügen, das sich bereits auf einer anderen Geräte White List in der betreffenden Richtlinie befindet, und die Zulassungen in den White Lists unterscheiden sich voneinander, so gilt die White List, die mehr zulässt.
16.4.2.3 Schritt 3: White List speichern
Speichern Sie die White List durch Klicken auf das Symbol in der SafeGuard Enterprise
Symbolleiste.
Mit der Inhalt ändern Schaltfläche können Sie den Inhalt aus einer anderen Datei in die White
List einfügen. Neue Einträge werden am Ende der White List hinzugefügt.
16.4.3 Gerät manuell hinzufügen
Wenn Sie eine leere White List angelegt haben, müssen Sie die Einträge manuell erstellen.
Wenn Sie Geräte zu einer bereits vorhandenen White List hinzufügen möchten, z. B. Geräte, die nicht mit einem Endgerät in Ihrem Unternehmen verbunden waren und somit nicht in den
Prüfergebnissen von SafeGuard PortAuditor erscheinen, müssen Sie diese Geräte ebenfalls manuell hinzufügen.
Die folgenden Handlungsschritte gelten sowohl für das Hinzufügen von Speichergeräten (in
Speicherkontrolle) als auch für das Hinzufügen von Nicht-Speichergeräten (in Gerätekontrolle).
Hinweis: Wenn Sie ein Gerät hinzufügen, das sich bereits auf einer anderen Geräte White List in der betreffenden Richtlinie befindet, und die Zulassungen in den White Lists unterscheiden sich voneinander, so gilt die White List, die mehr zulässt.
187
SafeGuard® Enterprise, Administrator-Hilfe
So fügen Sie ein Gerät manuell zu einer White List hinzu:
1. Klicken Sie auf das Symbol in der SafeGuard Enterprise Symbolleiste, um einen neuen
Eintrag zur White List hinzuzufügen.
2. Geben Sie in den folgenden Feldern die erforderlichen Informationen ein: a) Port – optional b) Beschreibung – optional c) Geräte-Information – optional d) Hersteller (Hersteller-ID) – optional e) Produkt (Produkt-ID) – optional f) Hardware-ID/Instanz-ID – erforderlich
Stellen Sie sicher, dass Sie in allen Feldern die korrekten Daten eingegeben haben und speichern
Sie die White List.
Um einen Eintrag aus der White List zu entfernen, wählen Sie den Eintrag aus und klicken Sie auf das Symbol in der SafeGuard Enterprise Symbolleiste.
Hinweis: Die Hersteller-ID (VID), Produkt-ID (PID), die Hardware-ID (HID) sowie die
Instanz-ID (IID) finden Sie in den SafeGuard PortAuditor Scan-Ergebnissen, auf einem
Aufkleber auf dem Produkt selbst oder im Windows Geräte-Manager.
16.4.4 WLAN-Verbindungen hinzufügen
WLAN-Verbindungen werden zur WLAN-Netzwerk White List auf die gleiche Art und Weise hinzugefügt, wie Geräte zu den entsprechenden White Lists. Erstellen Sie eine WLAN White List und fügen Sie dann die zugelassenen Verbindungen unter Anwendung der SafeGuard
PortAuditor Datei oder manuell hinzu.
188
SafeGuard® Enterprise, Administrator-Hilfe
16.4.4.1 WLAN-Verbindung manuell hinzufügen
WLAN-Verbindungen, die nicht von SafeGuard PortAuditor erkannt wurden und somit nicht
über den Importmechanismus hinzugefügt werden können, lassen sich manuell zu einer White
List hinzufügen.
WLAN-Netzwerkinformationen eingeben
An dieser Stelle definieren Sie die Parameter, denen ein Netzwerk entsprechen muss, um zugelassen zu werden. Sie können ein Netzwerk mit seinem Namen oder seiner MAC-Adresse spezifizieren. Nach der Eingabe eines Netzwerknamens oder einer MAC-Adresse können Sie auch die Authentisierungs- und Datenverschlüsselungsparameter angeben, die übereinstimmen müssen. Nur Netzwerke, die allen Parametern entsprechen, werden zugelassen.
So fügen Sie eine WLAN-Verbindung manuell zu einer White List hinzu:
1. Öffnen Sie die White List für WLAN-Verbindungen.
2. Klicken Sie auf das Symbol in der SafeGuard Enterprise Symbolleiste, um einen neuen
Eintrag zur White List hinzuzufügen.
3. Geben Sie den Netzwerknamen, die MAC-Adresse oder beide Angaben ein. Mindestens ein
Feld muss ausgefüllt werden.
4. Wenn Sie nur den Netzwerknamen angeben möchten, geben Sie den Namen ein und fahren
Sie mit Schritt 6 fort.
5. Wenn Sie nur die MAC-Adresse angeben möchten, geben Sie die Adresse ein und fahren Sie mit Schritt 6 fort.
6. Um Sicherheitseinstellungen zu definieren, spezifizieren Sie die erforderlichen Einstellungen für Netzwerkauthentisierung und Datenverschlüsselung durch Auswahl aus den
Dropdownlisten. Angaben in diesen Feldern sind optional.
Hinweis: Die in der Dropdownliste verfügbaren Optionen für die Datenverschlüsselung richten sich nach dem ausgewähltenTyp der Netzwerkauthentisierung. Für WPA-
Netzwerkauthentisierung stehen zum Beispiel die Verschlüsselungsoptionen TKIP und AES zur
Verfügung. Für die 802.1X-Authentisierung dagegen nur die Option WEP.
7. Stellen Sie sicher, dass Sie in allen Feldern die korrekten Daten eingegeben haben und speichern Sie die White List.
189
SafeGuard® Enterprise, Administrator-Hilfe
16.5 Unterstützte Gerätetypen
Dieses Kapitel liefert eine Auflistung der Gerätetypen, die SafeGuard Configuration Protection beim Erstellen einer Richtlinie für die Auswahl zur Verfügung stellt.
Für Nicht-Speichergeräte können Sie die Verwendung von Geräten an USB-, FireWire- und
PCMCIA-Ports einschränken. SafeGuard Configuration Protection bietet im Gerätekontrolle-
Bereich eine Auswahl an integrierten Gerätetypen für die Definition von zugelassenen oder gesperrten Gerätetypen. Wenn Sie einen Gerätetyp benötigen, der hier nicht aufgelistet ist, verwenden Sie die Funktion zur Einschränkung von Einzelgeräten (siehe Geräte und WLAN-
Verbindungen zulassen).
Für Speichergeräte erkennt SafeGuard PortAuditor in den meisten Fällen durch Identifizieren des Volume oder unter Verwendung der eingebetteten Klassendaten, ob es sich um ein
Speichergerät oder ein Nicht-Speichergerät handelt. Dadurch wird eine Kategorisierung von
Gerätelisten nach Speichergeräten und einfachen (Nicht-)Speichergeräten für Ihre Auswahl ermöglicht. Sie erhalten somit eine Hilfestellung bei der Definition Ihrer Richtlinie. SafeGuard
Configuration Protection bietet eine Auswahl an integrierten Typen im Bereich
Speicherkontrolle, mit deren Hilfe Sie festlegen können, welche Gerätetypen zugelassen oder gesperrt werden sollen.
Die folgenden Gerätetypenlisten sind in Nicht-Speichergeräte und Speichergeräte aufgeteilt.
16.5.1 Nicht-Speichergeräte-Typen
Dieser Abschnitt liefert eine Auflistung der integrierten Nicht-Speichergerätetypen, für die in
SafeGuard Configuration Protection eine Richtlinie definiert werden kann.
Hinweis: Die Gerätekontrolle für Nicht-Speichergeräte kann nur für USB-, FireWire- und
PCMCIA-Ports definiert werden.
1. Eingabegeräte (Human Interface Devices, HID)
Geräte zur Steuerung und Benutzung von Computersystemen. Typische Beispiele: Tastaturen,
Steuerungsgeräte wie Maus, Steuerungsball und Joystick.
2. Drucker
Über USB, PCMCIA oder FireWire angeschlossene Drucker
190
SafeGuard® Enterprise, Administrator-Hilfe
3. Personal Data Assistants (PDAs)
Diese umfassen: a) Windows Mobile Geräte/Pocket PC-Geräte b) Blackberry-Geräte c) Palm OS Geräte
4. Mobiltelefone
Neue Mobiltelefonmodelle, die für USB als „Wireless USB Devices“ eingestuft sind.
5. Netzwerkadapter
Kommunikationsgeräte, z. B. Ethernet-Netzwerkadapter, WiFi-Adapter, ADSL- und Kabel-
Modems mit USB-Verbindung.
6. Bildverarbeitungsgeräte
In erster Linie Geräte wie Scanner und Digitalfotokameras.
7. Audio-/Videogeräte
Zum Beispiel: Mikrofone, Telefone, Lautstärkeregler, Web-Kameras, digitale Camcorder, digitale TV-Karten sowie Digitalfotokameras mit Video-Streaming-Unterstützung.
8. Smartcards
Smartcard-Geräte
9. Content Security Devices
Zur Bereitstellung spezieller Sicherheitsfunktionen, z. B. verstärkte Authentisierung, biometrische Identifizierung und Software-Lizensierung.
16.5.2 Speichergerätetypen
Der Speichergeräteschutz bezieht sich auf alle nicht gesperrten Ports. Das heißt, es spielt keine
Rolle, an welchem Port das Speichergerät angeschlossen ist, solange der betreffende Port nicht als gesperrt definiert ist.
Hinweis: Die Gerätekontrolle für Speicherkontrolle kann für jeden Port-Typ, auch zum Beispiel für Parallel-Ports, USB-, FireWire- und PCMCIA-Ports, definiert werden.
191
SafeGuard® Enterprise, Administrator-Hilfe
Die nachfolgend aufgelisteten integrierten Gerätetypen werden von SafeGuard Configuration
Protection unterstützt.
Wechselmedien
Wechselmedien umfassen Nur-Speichergeräte, z. B. disk-on-key, USB-Sticks und SD Flash
Cards und Geräte, die einen einzigartigen Anwendungszweck haben, jedoch vom Computer als neues Speicherlaufwerk angesehen werden, z. B. MP3 Player, Digitalkameras und PDAs.
Externe Festplatten
Extern (z. B. über USB) angeschlossene Festplatten
CD/DVD-Laufwerke
Sowohl integriert als auch extern angeschlossen
Diskettenlaufwerke
Sowohl integriert als auch extern angeschlossen
Magnetbandlaufwerke
Sowohl integriert als auch extern angeschlossen
192
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
17 Benutzer-Computer Zuordnung
SafeGuard Enterprise verwaltet die Informationen, welcher Benutzer sich an welchem Computer anmelden darf, in einer Liste, für die in der Folge der Begriff UMA (für User-Machine-
Assignment) verwendet wird.
Voraussetzung für die Aufnahme in die UMA ist, dass sich der Benutzer einmal an einem
Computer mit installiertem SafeGuard Enterprise angemeldet hat und als „kompletter“ Benutzer, im Sinne von SafeGuard Enterprise, im SafeGuard Management Center vorhanden ist. Als
„komplett“ wird ein Benutzer dann bezeichnet, wenn für ihn nach der ersten Anmeldung ein
Zertifikat erzeugt und danach sein Schlüsselring aufgebaut wurde. Erst dann ist die Möglichkeit gegeben, dass diese Benutzerdaten auch auf andere Computer repliziert werden können. Nach der
Replikation kann sich der Benutzer auch auf diesen Computern in der POA anmelden.
In der Standardeinstellung wird der erste Benutzer, der sich nach der Installation von SafeGuard
Enterprise an den Benutzer-Computer anmeldet, in der UMA als Besitzer dieses Computers eingetragen.
Dieses Attribut erlaubt es dem Benutzer, nachdem er sich im Rahmen der Power-on
Authentication authentisiert hat, weiteren Benutzern die Anmeldung an diesem Computer zu ermöglichen, siehe
Weitere Benutzer importieren
auf Seite 203. Dadurch werden auch sie in die
UMA für diesen Computer aufgenommen.
So wird automatisch eine Liste aufgebaut, die bestimmt, welcher Benutzer sich an welchem
Computer anmelden darf. Diese Liste kann im SafeGuard Management Center bearbeitet werden.
17.1 Benutzer-Computer Zuordnung im SafeGuard Management
Center
Im SafeGuard Management Center kann eine Zuweisung von Benutzern zu bestimmten
Computern vorgenommen werden. Wird ein Benutzer im SafeGuard Management Center einem
Computer zugeordnet (oder umgekehrt), wird diese Zuweisung in die UMA aufgenommen.
Seine Benutzerdaten (Zertifikat, Schlüssel usw.) werden auf diesen Rechner repliziert, und er kann sich an diesen Computer anmelden.
Im Rahmen dieser Zuordnung kann auch festgelegt bzw. geändert werden, wem es erlaubt ist, weiteren Benutzern die Anmeldung an diesen Computer zu ermöglichen.
Unter Typ wird angezeigt, wie der Benutzer in die SafeGuard Enterprise Datenbank aufgenommen wurde. Übernommen gibt an, dass der Benutzer auf einem Client in die UMA für den Computer aufgenommen worden ist.
193
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Hinweis: Wird im SafeGuard Management Center keine Zuweisung vorgenommen und kein
Benutzer als Besitzer festgelegt, wird der Benutzer, der sich als erster nach der Installation von
SafeGuard Enterprise an den Benutzer-Computer anmeldet, als Besitzer eingetragen. Dieser
Benutzer kann dann weiteren Benutzern die Anmeldung an diesen Computer ermöglichen, siehe
Weitere Benutzer importieren
auf Seite 203.
Werden im Management Center diesem Computer nachträglich Benutzer zugewiesen, so können sich diese dann auch in der Power-On Authentication anmelden. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass es sich um komplette Benutzer (deren Zertifikat und Schlüssel bereits existieren) handelt.
Die Erlaubnis durch den Besitzer des Computers ist dann nicht notwendig.
Über folgende Einstellungen kann festgelegt werden, wem es erlaubt ist, weitere Benutzer in die
UMA aufzunehmen:
Kann Besitzer werden:
Die Aktivierung dieser Einstellung ist Voraussetzung dafür, dass ein Benutzer als Besitzer eines
Computers eingetragen werden kann.
Benutzer ist Besitzer:
Ist diese Einstellung ausgewählt, wird dieser Benutzer als Besitzer in die UMA eingetragen. Er kann weitere Benutzer in die UMA aufnehmen. Es kann jeweils nur ein Benutzer pro
Computer als Besitzer in der UMA eingetragen werden.
Wer Benutzer in die UMA aufnehmen darf, wird zusätzlich über die Richtlinieneinstellung
Importieren von neuen Benutzern erlaubt für in einer Richtlinie vom Typ Spezifische
Computereinstellungen gesteuert.
Importieren von Benutzern erlaubt für
Niemand:
Auch der als Besitzer eingetragene Benutzer kann keinen weiteren Benutzern die Aufnahme in die UMA ermöglichen. Die Funktionalität, dass ein Besitzer weitere Aufnahmen ermöglichen kann, wird damit ausgeschaltet.
Besitzer (Standardeinstellung):
Nur der Besitzer kann weitere Benutzer in die UMA aufnehmen
Hinweis: Ein Sicherheitsbeauftragter kann im SafeGuard Management Center immer Benutzer hinzufügen.
Jeder:
Hebt die Einschränkung auf, dass nur der Besitzer Benutzer hinzufügen darf.
194
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Beispiel:
Das folgende Beispiel zeigt, wie Sie im SafeGuard Management Center festlegen können, dass sich ausschließlich drei bestimmte Benutzer (Benutzer_a, Benutzer_b, Benutzer_c) auf dem Computer Computer_ABC anmelden können.
Ausgangssituation:
Sie legen im SafeGuard Management Center das gewünschte Verhalten fest. SafeGuard
Enterprise wird in der Nacht auf allen Benutzer-PCs installiert. Am Morgen sollen sich die
Benutzer entsprechend Ihren Vorgaben anmelden.
1. Weisen Sie im SafeGuard Management Center Benutzer_a, Benutzer_b,
Benutzer_c dem Computer Computer_ABC zu. (Benutzer & Computer ->
Computer_ABC auswählen -> Benutzer via Drag&Drop zuweisen). Damit haben Sie eine UMA festgelegt.
2. Setzen Sie in einer Computerrichtlinie die Einstellung Importieren von neuen
Benutzern erlaubt für auf Niemand.
Da es Benutzer_a, Benutzer_b, Benutzer_c nicht erlaubt werden soll, Benutzer hinzuzufügen, ist es nicht notwendig, einen Benutzer als Besitzer festzulegen.
3. Weisen Sie die Richtlinie dem Computer zu bzw. an einer Stelle in der
Verzeichnisstruktur zu, wo sie für den Computer wirksam wird.
Bei der Anmeldung des ersten Benutzers an Computer_ABC (siehe
Ablauf der Anmeldung
auf Seite 201), wird ein Autologon für die POA ausgeführt. Die Computerrichtlinien werden an den Benutzer-Computer geschickt. Da Benutzer_a in der UMA eingetragen ist, wird er im Zuge der Windows-Anmeldung komplettiert. Seine Benutzerrichtlinien,
Zertifikate und Schlüssel werden an den Endpoint-Computer geschickt. Die POA wird aktiviert.
Hinweis:
Der Benutzer kann über die Statusausgabe im SafeGuard Tray Icon überprüfen, wann dieser
Vorgang abgeschlossen ist.
Benutzer_a existiert nun als kompletter Benutzer in SafeGuard Enterprise und kann sich bei der nächsten Anmeldung in der POA authentisieren und wird automatisch angemeldet.
Benutzer_a fährt nun den Computer herunter und Benutzer_b will sich anmelden. Da die
POA aktiviert ist, findet kein Autologon mehr statt.
Für die Benutzer_b und Benutzer_c gibt es nun zwei Möglichkeiten, Zugang zu diesem
Computer zu erlangen.
a) Benutzer_a deaktiviert im POA-Anmeldedialog die Option Durchgehende
Anmeldung an Windows und meldet sich an.
b) Benutzer_b authentisiert sich über Challenge/Response in der POA.
In beiden Fällen wird anschließend der Windows-Anmeldedialog angezeigt.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Benutzer_b kann dort seine Windows-Anmeldeinformationen eingeben. Seine
Benutzerrichtlinien, Zertifikate und Schlüssel werden an den Benutzer-Computer geschickt.
Er wird in der POA aktiviert. Benutzer_b existiert nun als kompletter Benutzer in
SafeGuard Enterprise. Er kann sich bei der nächsten Anmeldung in der POA authentisieren und wird automatisch angemeldet.
Es wurde in der Computerrichtlinie zwar festgelegt, dass auf diesem Computer niemand
Benutzer importieren darf, da sie sich aber bereits in der UMA befinden, können
Benutzer_b und Benutzer_c durch die Windows-Anmeldung dennoch komplettiert und in der POA aktiviert werden.
Alle anderen Benutzer werden nicht in die UMA aufgenommen und können sich daher niemals an der Power-on Authentication authentisieren. Alle Benutzer, die sich an
Windows anmelden und nicht Benutzer_a, Benutzer_b oder Benutzer_c sind, werden in diesem Szenario nicht in die UMA aufgenommen und daher auch nie in der POA aktiv.
Sie können im SafeGuard Management Center später weitere Benutzer hinzufügen. Diese
Benutzer können sich an Computer_ABC anmelden. Allerdings steht ihr Schlüsselring nach der ersten Anmeldung noch nicht zur Verfügung, da eine Synchronisierung erst durch diese
Anmeldung angestoßen wird. Nach einer erneuten Anmeldung steht auch der Schlüsselring zur Verfügung und die Benutzer können entsprechend den geltenden Richtlinien auf den
Computer zugreifen. Haben sie sich zuvor noch an keinem Benutzer-Computer erfolgreich angemeldet, können sie wie zuvor beschrieben aufgenommen werden.
Benutzer sperren
Durch Aktivieren des Kontrollkästchens in der Spalte Benutzer sperren wird dem Benutzer die
Anmeldung an diesem Computer verboten. Darüberhinaus wird der Computer automatisch heruntergefahren wenn der betreffende Benutzer angemeldet ist, wenn eine Richtlinie, die diese
Einstellung enthält, auf dem Computer wirksam wird.
17.1.1 Gruppen
Im SafeGuard Management Center können auch Computergruppen einem Benutzer (Konto) bzw. Benutzergruppen einem Computer zugewiesen werden.
Beispiel: Service-Konto
Auf diese Weise ist es z. B. einfach möglich, über ein Service-Konto eine große Anzahl
Computer zu warten. Dazu müssen sich die Computer in einer Gruppe befinden. Diese
Gruppe wird dann einem Service-Konto (Benutzer) zugewiesen. Der Besitzer des Service-
Kontos kann sich dann an alle Computer dieser Gruppe anmelden.
Ebenso kann durch das Zuweisen einer Gruppe, die verschiedene Benutzer enthält, diesen
Benutzern in einem einfachen Schritt die Anmeldung an einem bestimmten Computer ermöglicht werden.
196
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
17.2 Zuweisen von Benutzer- und Computergruppen
So weisen Sie einem Benutzer eine Gruppe von Computern zu:
Hinweis: Das Zuweisen einzelner Benutzer an einen Computer oder umgekehrt, funktioniert analog zur Beschreibung für Gruppen.
1. Klicken Sie auf Benutzer & Computer.
2. Zum Zuweisen einer Gruppe von Computern zu einem Benutzer markieren Sie den Benutzer.
3. Klicken Sie im Aktionsbereich auf die Registerkarte Computer.
Unter Verfügbare Computer werden alle Computer und Computergruppen angezeigt.
4. Ziehen Sie die gewünschte Gruppe aus der Liste der verfügbaren Computer in den
Aktionsbereich.
5. Ein Dialog, in dem Sie gefragt werden, ob der Benutzer Besitzer aller Computer werden können soll, wird angezeigt.
Ist für einen Computer im SafeGuard Management Center kein Besitzer festgelegt, wird der erste Benutzer, der sich an diesen Computer anmeldet, automatisch als Besitzer eingetragen.
Damit hat er das Recht, anderen Benutzern Zugriff auf diesen Computer zu erlauben.
Voraussetzung dafür ist, dass er das Recht „Kann Besitzer werden“ besitzt.
Beantworten Sie diese Frage mit Ja, kann der Benutzer, wenn er sich als erster an diesen
Computer anmeldet, Besitzer werden und damit weiteren Benutzern Zugriff gewähren.
Beantworten Sie diese Frage mit Nein, kann der Benutzer nicht Besitzer dieses Computers werden.
Für ein Service-Konto ist es in der Regel nicht notwendig, dass der Inhaber dieses Kontos
Besitzer der Computer werden kann. Diese Einstellung kann nach der initialen Zuweisung geändert werden.
6. Nach der Beantwortung der Frage werden alle Computer aus der zugewiesenen Gruppe im
Aktionsbereich angezeigt.
Der Benutzer darf sich jetzt an allen Computern anmelden, die so zugewiesen wurden.
Die Zuweisung einer Benutzergruppe an einen einzelnen Computer funktioniert analog zu dieser
Beschreibung.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
18 Token und Smartcards
Token und Smartcards sind Hardware-Komponenten, die einen autorisierten Benutzer eines
Computersystems bei der Authentisierung unterstützen. Auf ihnen können Zertifikate, digitale
Signaturen oder biometrische Daten gespeichert werden. Es können keine Daten manipuliert werden.
Die Authentisierung mit Benutzername und Kennwort genügt heutzutage oft nicht mehr den
Kundenanforderungen nach optimalem Schutz vor Angriffen von Dritten. Deswegen bietet
SafeGuard Enterprise als Alternative dazu und zur Steigerung der Sicherheit die Anmeldung mit
Token und Smartcards. Die Token-Anmeldung basiert auf dem Prinzip der Zwei-Faktor-
Authentisierung: Ein Benutzer verfügt über einen Token (Besitz), kann den Token aber nur nutzen, wenn er das spezifische Token-Kennwort kennt (Wissen). Bei Verwendung eines Token oder einer Smartcard benötigen die Benutzer zur Authentisierung nur noch den Token und eine
PIN.
Hinweis: Smartcards und Token werden aus Sicht von SafeGuard Enterprise gleich behandelt.
Deshalb werden im Produkt und im Handbuch die Begriffe "Token" und "Smartcard" gleichgesetzt.
Token werden unterstützt:
in der Power-on Authentication
auf Betriebssystemebene
zur Anmeldung am Management Center
Wenn ein Token für einen Benutzer ausgestellt wird, werden Daten wie Hersteller, Typ,
Seriennummer, Anmeldedaten und Zertifikate in der SafeGuard Enterprise-Datenbank hinterlegt. Token werden hierbei anhand der Seriennummer identifiziert und sind dann in
SafeGuard Enterprise bekannt.
Dies bietet wichtige Vorteile:
Es ist sichtbar, welche Token im Umlauf sind und welchen Benutzern sie zugeordnet sind.
Es ist klar erkennbar, wann die Token ausgestellt wurden.
Wenn Token verlorengegangen sind, kann der Sicherheitsbeauftragte sie identifizieren und für die Authentisierung sperren. Damit kann Datenmissbrauch verhindert werden.
Trotzdem kann der Sicherheitsbeauftragte über Challenge/Response die Anmeldung ohne
Token zeitweilig erlauben, z. B. wenn ein Benutzer seine PIN vergessen hat.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
18.1 Smartcards
Um eine Smartcard an SafeGuard Enterprise benutzen zu können, wird außer der Smartcard ein
Kartenleser sowie auf PC-Seite ein Kartentreiber benötigt. Außerdem setzt die Kommunikation der Smartcards und Kartenleser mit SafeGuard Enterprise bestimmte Middleware in Form eines
PKCS#11-Moduls voraus.
18.1.1 Smartcards und Smartcard-Leser/-Treiber
SafeGuard Enterprise unterstützt nicht-kryptographische und kryptographische
Anmeldeverfahren bei der Power-on Authentication. Bei nicht-kryptographischen Smartcards werden Benutzerkennung und Kennwort auf der Karte gespeichert. Kryptographische
Smartcards verwenden zur Authentisierung RSA-Schlüsselpaare (Zertifikate).
Windows
Auf Windows-Betriebssystemebene werden PC/SC-kompatible Kartenleser unterstützt. Die
PC/SC-Schnittstelle regelt die Kommunikation zwischen PC und Smartcard. Viele dieser
Kartenleser sind bereits Teil der Windows-Installation.
Smartcards benötigen PKCS#11 kompatible Smartcard-Treiber, damit sie von SafeGuard
Enterprise unterstützt werden können.
Power-on Authentication
Eine genaue Liste aller unterstützten Smartcards, Smartcard-Leser und -Treiber an der Power-on
Authentication finden Sie in den Release Notes.
An der Power-on Authentication wird die PC/SC-Schnittstelle unterstützt, die die
Kommunikation zwischen PC und Smartcard regelt. Die unterstützten Smartcard-Treiber sind fest implementiert und die Benutzer können keine zusätzlichen Treiber hinzufügen. Die passenden Smartcard-Treiber müssen über eine Richtlinie in SafeGuard Enterprise aktiviert werden.
Die Schnittstelle für Smartcard-Leser ist standardisiert und viele Kartenleser haben eine USB-
Schnittstelle oder eine ExpressCard/54-Schnittstelle und implementieren den CCID-
Standard. In SafeGuard Enterprise ist dies eine Voraussetzung, um bei der Power-on
Authentication unterstützt zu werden. Außerdem muss auf Treiber-Seite das PKCS#11-
Modul unterstützt werden.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
18.1.2 Unterstützte Smartcards an der Power-on Authentication
SafeGuard Enterprise unterstützt ein große Anzahl von Smartcards und Smartcard-Lesern, sowie gängige Smartcard-Treiber an der Power-on Authentication. An SafeGuard Enterprise werden
Token/Smartcards unterstützt, die 2.048 Bit RSA-Operationen unterstützen. Da die
Unterstützung von Smartcards von Release zu Release erweitert wird, werden die in der jeweils aktuellen SafeGuard Enterprise Version unterstützten Token und Smartcards in den Release
Notes aufgeführt.
18.1.3 Unterstützte Middleware
Die in der folgenden Liste aufgeführte Middleware wird über deren jeweiliges PKCS#11-Modul unterstützt. PKCS#11 ist eine standardisierte Schnittstelle zur Anbindung kryptographischer
Token/Smartcards an verschiedenste Software und dient hier der Kommunikation zwischen kryptographischen Token/Smartcard, Smartcard-Leser und SafeGuard Enterprise.
Hersteller
ActivIdentity
Aladdin
AET
Charismatics
RSA
Siemens
A-Trust
Gemalto
IT Solution GmbH
Sertifitseerimiskeskus AS
T-Systems
Middleware
ActivClient eToken PKI Client
SafeSign Identity Client
Smart Security Interface
RSA Authentication Client 2.x
RSA Smart Card Middleware 3.x
CardOS API a.sign Client
Gemalto .NET Card
Gemalto Classic Client
Gemalto Access Client
IT Solution trustWare CSP+
Estonian ID Card
NetKey 3.0
200
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Lizenzinformationen für Siemens und Charismatics:
Beachten Sie, dass für die Benutzung der jeweiligen Middleware für das Standard-Betriebssystem eine Lizenzvereinbarung mit Siemens Medical/Charismatics erforderlich ist. Um Lizenzen zu erwerben, wenden Sie sich bitte an:
Global Siemens Healthcare Headquarters
Siemens AG
Healthcare Sector
Henkestrasse 127
D-91052 Erlangen
Tel.: +49 69 797 6602
http://www.charismathics.com/cryptoshop/shop_content.php
oder [email protected]
Die Middleware wird über eine Richtlinie in SafeGuard Enterprise gesetzt. Das SafeGuard
Enterprise Client-Konfigurationspaket muss zudem auf dem PC installiert sein, auf dem das
Management Center läuft.
18.2 USB-Token
USB-Token bestehen wie Smartcards aus einem Smartcard-Leser und einer Smartcard, wobei sich die beiden Einheiten in einem Gehäuse befinden.
18.2.1 Unterstützte USB-Token an der Power-on Authentication
SafeGuard Enterprise unterstützt sehr viele USB-Token. Voraussetzung ist, dass eine der von der
Power-on Authentication von SafeGuard Enterprise unterstützten Smartcards eingebaut ist und einer der unterstützten Treiber verwendet wird. Außerdem müssen die USB-Token von der entsprechenden Middleware unterstützt werden.
Da die Unterstützung von Token von Release zu Release erweitert wird, werden die in der jeweils aktuellen SafeGuard Enterprise Version unterstützten Token und Smartcards in den Release
Notes aufgeführt.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
18.3 Mit Token arbeiten
Folgende Aufgaben müssen Sie durchführen, damit Token zur Authentisierung verwendet werden können:
1. Leeren Token initialisieren
2. Token für Benutzer und Sicherheitsbeauftragte ausstellen
3. Zertifikate und Schlüssel auf Token schreiben
4. Richtlinien für Token festlegen
Sie können auch einen bereits mit Daten einer anderen Anwendung versehenen Token zur
Authentisierung verwenden, sofern genügend freier Speicherplatz für die Zertifikate und
Anmeldeinformationen darauf vorhanden ist.
Folgende Möglichkeiten stehen Ihnen in SafeGuard Enterprise zur komfortablen Verwaltung von
Token zur Verfügung:
Token-Informationen anzeigen und filtern
PINs initialisieren, ändern, zurücksetzen und sperren
Token-Daten lesen und löschen
Token sperren
18.4 Token initialisieren
Bevor ein „leerer“, unformatierter Token in SafeGuard Enterprise für einen Benutzer ausgestellt werden kann, muss er nach den Angaben des Token-Herstellers für die Verwendung vorbereitet, also initialisiert werden. Bei der Initialisierung wird er mit Basisinformationen, z. B. den
Standard-PINs, beschrieben. Dies erfolgt über die Initialisierungs-Software des Token-
Herstellers.
Für weitere Informationen wenden Sie sich an den entsprechenden Token-Hersteller.
18.4.1 Middleware auf dem Client installieren
Installieren Sie anschließend die korrekte Middleware sowohl auf dem PC, auf dem das
SafeGuard Management Center läuft, als auch auf dem entsprechenden Benutzer-Computer,
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
18.4.2 Middleware (PKCS#11-Modul) aktivieren
Bevor Sie den Token ausstellen, müssen Sie ihm im SafeGuard Management Center über eine
Richtlinie die passende Middleware in Form des PKCS#11-Moduls zuweisen. Dies müssen Sie sowohl für den Computer, auf dem das SafeGuard Management Center läuft, als auch für den
Benutzer-Computer erledigen. Dann erst kann SafeGuard Enterprise mit dem Token kommunizieren. Die Einstellung für das PKCS#11-Modul können Sie folgendermaßen über eine
Richtlinie festlegen.
Voraussetzung: Die Middleware wurde auf dem entsprechenden PC installiert und der Token wurde initialisiert. Das SafeGuard Enterprise Client-Konfigurationspaket muss zudem auf dem
PC installiert sein, auf dem das Management Center läuft.
Sie befinden sich im geöffneten Management Center im Bereich Richtlinien.
1. Stecken Sie den Token an der USB-Schnittstelle ein. SafeGuard Enterprise liest den Token ein.
2. Legen Sie eine neue Richtlinie des Typs Spezifische Computereinstellungen an oder wählen
Sie eine bereits bestehende Richtlinie dieses Typs aus.
3. Wählen Sie im rechten Arbeitsbereich unter Tokenunterstützung > Modulname die passende
Middleware aus. Speichern Sie die Einstellungen.
4. Weisen Sie die Richtlinie zu.
SafeGuard Enterprise kann nun mit dem Token kommunizieren und den Token verwalten. Der
Token kann nun ausgestellt werden.
18.5 Token ausstellen
Beim Ausstellen eines Token in SafeGuard Enterprise werden Daten auf den Token geschrieben, die dann für die Authentisierung verwendet werden. Bei den Daten handelt es sich um die
Anmeldeinformationen und Zertifikate.
In SafeGuard Enterprise können Token für folgende Benutzerrollen ausgestellt werden:
Token für normale Benutzer
Token für Sicherheitsbeauftragte (SO)
Zugriff auf den Token haben sowohl der Benutzer als auch der Sicherheitsbeauftragte (SO). Der
Benutzer ist der, der den Token benutzen soll. Nur er hat Zugriff auf private Objekte und
Schlüssel.
Der SO hat nur Zugriff auf öffentliche Objekte, kann allerdings die Benutzer-PIN zurücksetzen.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
18.5.1 Token oder Smartcard für Benutzer ausstellen
Voraussetzung: Der Token muss initialisiert und das passende PKCS#11-Modul aktiviert worden sein. Das SafeGuard Enterprise Client-Konfigurationspaket muss zudem auf dem PC installiert sein, auf dem das Management Center läuft.
Sie befinden sich im geöffneten Management Center im Bereich Benutzer & Computer.
1. Stecken Sie den Token an der USB-Schnittstelle ein. SafeGuard Enterprise liest den Token ein.
2. Markieren Sie den Benutzer, für den ein Token ausgestellt werden soll, und öffnen Sie im rechten Arbeitsbereich die Registerkarte Token-Daten.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
3. Gehen Sie im Dialog Token-Daten wie folgt vor: a) Wählen Sie die Benutzer-ID und Domäne des betreffenden Benutzers aus und geben Sie sein Windows-Kennwort ein.
b) Klicken Sie auf Token ausstellen.
4. Wählen Sie im Dialog Token ausstellen den entsprechenden Slot für den Token aus.
5. Vergeben Sie eine neue Benutzer-PIN und wiederholen Sie die Eingabe.
6. Geben Sie unter SO-PIN die vom Hersteller erhaltene Standard-PUK bzw. die bei der Token-
Initialisierung vergebene PIN ein.
Hinweis: Wenn Sie nur das Feld Benutzer-PIN (erforderlich) ausfüllen, muss die Benutzer-PIN mit der PIN übereinstimmen, die bei der Token-Initialisierung vergeben wurde. Sie müssen die
Benutzer-PIN dann nicht wiederholen und keine SO-PIN eingeben.
7. Klicken Sie auf Token jetzt ausstellen.
Der Token wird ausgestellt, die Anmeldeinformationen auf den Token geschrieben und die
Token-Informationen in der SafeGuard Enterprise-Datenbank hinterlegt. Im Bereich Token können Sie sich in der Registerkarte Token-Information die Daten anzeigen lassen.
18.5.2 Token oder Smartcard für Sicherheitsbeauftragte ausstellen
Bei der Erstinstallation von SafeGuard Enterprise besteht für den ersten Sicherheitsbeauftragten
(SO) bereits die Möglichkeit, sich einen Token ausstellen zu lassen und den Anmeldemodus festzulegen (siehe Installationshandbuch). Für alle weiteren Sicherheitsbeauftragten nehmen Sie die Ausstellung eines Token im SafeGuard Management Center vor.
Voraussetzung: Der Token muss initialisiert sein und das passende PKCS#11-Modul aktiviert worden sein. Sie benötigen die Rechte, die Angaben für den SO festlegen zu dürfen.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Sie befinden sich im geöffneten Management Center im Bereich Sicherheitsbeauftragte.
1. Stecken Sie den Token an der USB-Schnittstelle ein. SafeGuard Enterprise liest den Token ein.
2. Markieren Sie im linken Navigationsfenster Sicherheitsbeauftragte und wählen Sie im
Kontextmenü Neu > Neuer Beauftragter.
3. Wenn sich der SO wahlweise mit oder ohne Token authentisieren soll, aktivieren Sie im rechten Arbeitsbereich bei Anmeldung mit Token die Einstellung Optional.
4. Wenn sich der SO ausschließlich mit dem Token authentisieren soll, aktivieren Sie bei
Anmeldung mit Token die Einstellung Zwingend erforderlich. Bei dieser Einstellung verbleibt der private Schlüssel auf dem Token. Der Token muss immer eingesteckt sein, ansonsten wird ein Neustart des Systems notwendig.
5. Wenn Sie neue Zertifikate erzeugen wollen, klicken Sie auf Erzeugen. Geben Sie das Kennwort für das Zertifikat zweimal ein und bestätigen Sie mit OK. Legen Sie den Speicherort für das
Zertifikat fest.
6. Wenn Sie Zertifikate importieren wollen, klicken Sie auf Importieren. Öffnen Sie die gewünschte Zertifikatedatei. Nach Zertifikaten wird zuerst in einer Zertifikatedatei, dann auf dem Token gesucht. Die Zertifikate können an den jeweiligen Speicherorten verbleiben.
7. Aktivieren Sie die Rollen und Domänen, die dem Beauftragten zugewiesen werden sollen, unter Rollen und Domänen des Beauftragten.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
8. Bestätigen Sie die Eingaben mit OK.
Der SO wird angelegt, der Token wird ausgestellt, die Anmeldedaten werden je nach Einstellung auf den Token geschrieben und die Token-Informationen werden in der SafeGuard Enterprise-
Datenbank hinterlegt. Im Bereich Token können Sie sich in der Registerkarte Token-Information die Daten anzeigen lassen.
18.6 Token oder Smartcards mit Zertifikaten versehen
Außer den Anmeldeinformationen können auf einen Token auch Zertifikate geschrieben werden.
Es ist möglich, den privaten Teil des Zertifikats (.p12-Datei) ausschließlich auf dem Token zu speichern. Im Regelfall haben Benutzer dann aber nur noch bei Anmeldung mit dem Token
Zugriff auf ihren privaten Schlüssel. Es wird empfohlen, PKI-Zertifikate zu verwenden.
Sie können Authentisierungsdaten auf verschiedene Arten dem Token zuweisen:
durch Generieren von Zertifikaten direkt auf dem Token
durch Zuweisen von Daten, die sich bereits auf dem Token befinden
durch Importieren von Zertifikaten aus einer Datei
SafeGuard Enterprise kann nur dann mit ablaufenden Zertifikaten umgehen, wenn der alte und neue private Schlüssel auf demselben Token stehen.
Hinweis: Es können keine CA-Zertifikate von einem Token geholt und in der Datenbank oder im
Zertifikate-Store abgelegt werden. Wenn CA-Zertifikate verwendet werden sollen (oder müssen), müssen diese Zertifikate auch als Datei vorliegen und nicht nur auf dem Token vorhanden sein.
Dies gilt auch für CRLs (Certificate Revocation List).
Außerdem muss die Kombination von CA-Zertifikaten und CRL auf einem Token zusammenpassen, da ansonsten eine Anmeldung an allen betroffenen Benutzer-PCs nicht mehr möglich ist. Überprüfen Sie bitte die Korrektheit von CA und CRL. SafeGuard Enterprise
übernimmt diese Überprüfung nicht!
SafeGuard Enterprise kann nur dann mit ablaufenden Zertifikaten umgehen, wenn der alte und neue private Schlüssel auf demselben Token stehen.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
18.6.1 Zertifikate durch Token generieren lassen
Sie können neue Zertifikate direkt durch den Token generieren lassen, wenn zum Beispiel keine
Zertifikatsinfrastruktur vorhanden ist.
Hinweis: Wird der private Teil des Zertifikats allein auf den Token geschrieben, hat der Benutzer nur mit dem Token Zugriff auf seinen privaten Schlüssel. Der private Schlüssel befindet sich dann nur noch auf dem Token. Wenn der Token verlorengeht, ist der Zugriff auf den privaten Schlüssel nicht mehr möglich.
Voraussetzung: Der Token ist ausgestellt.
Sie befinden sich im geöffneten Management Center im Bereich Benutzer & Computer.
1. Stecken Sie den Token an der USB-Schnittstelle ein. SafeGuard Enterprise liest den Token ein.
2. Markieren Sie den Benutzer, für den Sie ein Zertifikat generieren wollen, und öffnen Sie im rechten Arbeitsbereich die Registerkarte Zertifikat.
3. Klicken Sie auf das Symbol Neues Zertifikat generieren und Token zuweisen in der SafeGuard
Management Center Symbolleiste. Beachten Sie, dass die Schlüssellänge auf die Tokengröße abgestimmt sein muss.
4. Wählen Sie den Slot aus und geben Sie die Token-PIN ein. Klicken Sie auf Erzeugen.
Das Zertifikat wird durch den Token generiert und dem Benutzer zugewiesen.
18.6.2 Zertifikat von Token einem Benutzer zuweisen
Wenn sich bereits Zertifikate auf dem Token befinden, die Sie dem Benutzer zuweisen wollen, gehen Sie wie folgt vor:
Voraussetzung: Der Token ist ausgestellt.
Sie befinden sich im geöffneten Management Center im Bereich Benutzer & Computer.
1. Stecken Sie den Token an der USB-Schnittstelle ein. SafeGuard Enterprise liest den Token ein.
2. Markieren Sie den Benutzer, dem Sie ein Zertifikat zuweisen wollen, und öffnen Sie im rechten
Arbeitsbereich die Registerkarte Zertifikat.
3. Klicken Sie auf das Symbol Zertifikat von Token zuweisen in der SafeGuard Management
Center Symbolleiste. Wählen Sie das passende Zertifikat aus der Liste aus und geben Sie die
Token-PIN ein.
4. Bestätigen Sie mit OK.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Das Zertifikat wird dem Benutzer zugewiesen.
18.6.3 Zertifikat aus einer Datei auf den Token aufbringen
Wenn Sie den privaten Teil des Zertifikats (.p12-Datei) aus einer Datei auf den Token aufbringen wollen, gehen Sie wie folgt vor:
Voraussetzung: Der Token ist ausgestellt.
Sie befinden sich im geöffneten Management Center im Bereich Token.
1. Stecken Sie den Token an der USB-Schnittstelle ein. SafeGuard Enterprise liest den Token ein.
2. Markieren Sie den Token, auf den Sie den privaten Teil des Zertifikats aufbringen wollen, und
öffnen Sie im rechten Arbeitsbereich die Registerkarte Anmeldeinformationen & Zertifikate.
3. Klicken Sie auf das Symbol P12 auf Token in der SafeGuard Management Center Symbolleiste.
Wählen Sie die passende Zertifikatedatei aus.
4. Geben Sie die Token-PIN und das Kennwort für die .p12-Datei ein und bestätigen Sie mit OK.
Der private Teil des Zertifikats wird auf den Token aufgebracht. Sie müssen diesen nun einem
Zertifikat von Token einem Benutzer zuweisen
Hinweis: Wählen Sie für einen Token mit Kerberos-Unterstützung dieses Vorgehen. Das
Zertifikat muss von SafeGuard Enterprise erkannt werden und auf den Token aufgebracht werden. Falls bereits ein automatisch generiertes Zertifikat existiert, wird es von dem importierten Zertifikat überschrieben.
18.7 Richtlinien für Token zuweisen
Mit der Zuweisung von Richtlinien können Sie weitere Token-Optionen festlegen.
Sie beziehen sich auf:
PINs
Anmeldemodus
Verhalten, wenn der Status des Token nicht mehr erkannt wird
Entsperrung des Token
zu benutzende Middleware (PKCS#11-Modul)
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
18.8 Mit Token an der Power-on Authentication anmelden
So melden Sie sich mit einem Token an der Power-on Authentication an:
Voraussetzung: Achten Sie bitte darauf, dass die USB-Unterstützung im BIOS aktiviert ist.
Die Token-Unterstützung muss initialisiert und der Token muss für Sie ausgestellt sein.
1. Stecken Sie den Token an der USB-Schnittstelle ein.
2. Schalten Sie den PC ein und warten Sie, bis der PC an der Power-on Authentication stoppt.
3. Geben Sie Ihre Token-PIN ein.
Die Anmeldung an SafeGuard Enterprise wird ausgeführt.
Anmeldemodus an der Power-on Authentication
Für Token gibt es zwei verschiedene Anmeldeformen. Eine Kombination der beiden
Anmeldeformen ist möglich.
Anmeldung mit Benutzer-ID/Kennwort
Anmeldung mit Token
Wenn Sie sich mit einem Token oder einer Smartcard anmelden, können Sie zwischen einem
Token-Anmeldemodus mit nicht-kryptographischem Token oder mit Kerberos-
Unterstützung (kryptographisch) wählen. Bei Kerberos-Unterstützung ist kein Challenge/
Response-Verfahren möglich, da keine Anmeldeinformationen in der POA vorliegen.
Den Modus legt der Sicherheitsbeauftragte für Benutzer und Computer über eine Richtlinie fest.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
18.9 Automatische Anmeldung an der POA mit Default-Token-PIN aktivieren
Eine über eine Richtlinie verteilte Default-Token-PIN ermöglicht die automatische
Benutzeranmeldung an der Power-on Authentication. Somit muss nicht jeder einzelne Token separat ausgestellt werden und die Benutzer können sich ohne Benutzerinteraktion automatisch an der Power-on Authentication anmelden.
Wenn bei der Anmeldung ein Token benutzt wird und dem Computer eine Default-PIN zugeordnet ist, wird eine durchgehende Anmeldung an der Power-on Authentication durchgeführt. Der Benutzer muss hier keine PIN eingeben.
Als Sicherheitsbeauftragter können Sie diese spezifische PIN in einer Richtlinie vom Typ
Authentisierung festlegen und sie verschiedenen Computern oder Computergruppen, z. B. allen
Computern eines Standorts, zuordnen.
So aktivieren Sie die automatische Anmeldung mit einer Default-Token-PIN:
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Richtlinien.
2. Wählen Sie eine Richtlinie des Typs Authentisierung.
3. Wählen Sie unter Anmeldeoptionen bei Anmeldemodus die Option Token.
4. Geben Sie bei PIN für automatische Anmeldung mit Token die Default-PIN an, die für die automatische Anmeldung verwendet werden soll. In diesem Fall müssen keine PIN-Regeln beachtet werden.
Hinweis: Diese Einstellung steht nur dann zur Verfügung, wenn Sie als möglichen
Anmeldemodus die Option Token gewählt haben.
5. Wählen Sie bei Durchgehende Anmeldung an Windows die Option Durchgehende
Anmeldung deaktivieren. Wenn Sie diese Einstellung nicht auswählen und eine Default-PIN angeben, können Sie die Richtlinie nicht speichern.
Wenn Sie die Durchgehende Anmeldung an Windows dennoch aktivieren möchten, können
Sie eine weitere Richtlinie vom Typ Authentisierung mit der aktivierten Option erstellen und sie derselben Computergruppe zuordnen. Im RSOP (Resulting Set of Policies) sind somit beide Richtlinien aktiv.
6. Definieren Sie nach Wunsch weitere Token-Einstellungen.
7. Speichern Sie Ihre Einstellungen und ordnen Sie die Richtlinie den relevanten Computern oder Computergruppen zu.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Wenn die automatische Anmeldung auf dem Benutzer-Computer erfolgreich durchgeführt werden konnte, wird Windows gestartet.
Schlägt die automatische Anmeldung auf dem Benutzer-Computer fehl, so wird der Benutzer an der Power-on Authentication aufgefordert, die Token-PIN einzugeben.
18.10 PIN initialisieren, ändern und sperren
Als Sicherheitsbeauftragter können Sie sowohl die Benutzer-PIN als auch die SO-PIN ändern bzw. die Änderung der Benutzer-PIN erzwingen. Dies wird üblicherweise bei der Erstausstellung eines Token notwendig. Außerdem können Sie PINs initialisieren, d.h. neu vergeben und sperren.
Für Benutzer-Computer können Sie weitere PIN-Optionen über Richtlinien festlegen.
Hinweis: Beachten Sie bei PIN-Änderungen, dass manche Token-Hersteller selbst PIN-Regeln festlegen, die den PIN-Regeln von SafeGuard Enterprise widersprechen können. Möglicherweise können PINs deshalb nicht wie gewünscht geändert werden, auch wenn sie den PIN-Regeln von
SafeGuard Enterprise entsprechen. Berücksichtigen Sie daher auf jeden Fall die PIN-Regeln des
Token-Herstellers. Diese werden im Management Center im Bereich Token unter Token-
Information angezeigt.
Die Verwaltung der PINs wird im Management Center unter Token durchgeführt. Der Token ist eingesteckt und links im Navigationsfenster markiert.
18.10.1 Benutzer-PIN initialisieren
Voraussetzung: Die SO-PIN muss bekannt sein.
1. Wenn Sie die Benutzer-PIN neu vergeben wollen, klicken Sie auf das Symbol Benutzer-PIN
initialisieren in der SafeGuard Management Center Symbolleiste. Geben Sie die SO-PIN ein.
2. Geben Sie die neue Benutzer-PIN ein, wiederholen Sie die Eingabe und bestätigen Sie mit OK.
Die Benutzer-PIN wurde initialisiert.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
18.10.2 SO-PIN ändern
Voraussetzung: Die bisherige SO-PIN muss bekannt sein.
1. Wenn Sie die SO-PIN ändern wollen, klicken Sie auf das Symbol PIN des Beauftragten ändern in der SafeGuard Management Center Symbolleiste.
2. Geben Sie die alte SO-PIN ein.
3. Geben Sie die neue SO-PIN ein, wiederholen Sie die Eingabe und bestätigen Sie mit OK.
Die SO-PIN wurde geändert.
18.10.3 Benutzer-PIN ändern
Voraussetzung: Die Benutzer-PIN muss bekannt sein.
1. Wenn Sie die Benutzer-PIN ändern wollen, klicken Sie auf das Symbol Benutzer-PIN ändern in der SafeGuard Management Center Symbolleiste.
2. Geben Sie die alte und die neue Benutzer-PIN ein, wiederholen Sie die neue Benutzer-PIN und bestätigen Sie mit OK.
Die Benutzer-PIN wurde geändert. Falls Sie die PIN für einen anderen Benutzer geändert haben, teilen Sie ihm die Änderung mit.
18.10.4 PIN-Änderung erzwingen
Um eine Änderung der PIN zu erzwingen, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Klicken Sie auf das Symbol PIN-Änderung erzwingen in der SafeGuard Management Center
Symbolleiste.
Wenn sich der Benutzer beim nächsten Mal mit dem Token anmeldet, muss er seine Benutzer-
PIN ändern.
18.10.5 PIN-Historie
Die PIN-Historie kann gelöscht werden. Klicken Sie dazu auf das Symbol PIN-Historie löschen.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
18.11 Token und Smartcards verwalten
Der Sicherheitsbeauftragte kann sich im Management Center unter Token einen Überblick über ausgestellte Token und Zertifikate verschaffen, Übersichten filtern und Token für die
Authentisierung sperren oder Daten, die sich auf dem Token befinden, lesen und löschen.
18.11.1 Token/Smartcard-Informationen anzeigen
Als Sicherheitsbeauftragter können Sie sich Informationen über alle oder einzelne ausgestellte
Token anzeigen lassen und Übersichten filtern.
Voraussetzung: Der Token muss eingesteckt sein.
Sie befinden sich im geöffneten Management Center im Bereich Token.
Informationen zu einzelnen Token:
Markieren Sie unter Token Slots den gewünschten Token. Unter Token-Information werden
Hersteller, Typ, Seriennummer, Angaben zu Hardware und PIN-Regeln angezeigt. Außerdem sehen Sie, welchem Benutzer der Token zugeordnet ist.
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Übersicht über Token:
Markieren Sie Ausgestellte Token. Sie können alle ausgestellten Token anzeigen lassen oder die Übersicht nach Benutzern filtern. Es werden die Seriennummer der Token, die
Benutzerzuordnung und das Ausstellungsdatum angezeigt. Außerdem erkennen Sie, ob der
Token gesperrt ist.
18.11.2 Token/Smartcard-Daten lesen
Als Sicherheitsbeauftragter können Sie mit der für den Token ausgestellten Benutzer-PIN einsehen, welche Daten sich auf dem Token befinden.
Voraussetzung: Der Token muss eingesteckt sein. Die PIN muss dem Sicherheitsbeauftragten
bekannt sein. Oder sie muss initialisiert worden sein, siehe
Sie befinden sich im geöffneten Management Center im Bereich Token.
1. Markieren Sie links im Navigationsbereich unter Token Slots den gewünschten Token und wählen Sie die Registerkarte Anmeldeinformationen & Zertifikate aus.
2. Klicken Sie auf das Symbol Anmeldeinformationen des Benutzers abrufen und geben Sie die
Benutzer-PIN für den Token ein.
Die Daten, die sich auf dem Token befinden, werden angezeigt.
18.11.3 Token/Smartcard-Daten löschen
Als Sicherheitsbeauftragter können Sie die Daten, die über SafeGuard Enterprise auf den Token geschrieben wurden, vom Token entfernen.
Voraussetzung: Der Token muss eingesteckt sein.
Sie befinden sich im geöffneten Management Center im Bereich Token.
1. Markieren Sie links im Navigationsbereich unter Token Slots den gewünschten Token.
2. Klicken Sie auf das Symbol Token löschen in der SafeGuard Management Center
Symbolleiste.
3. Geben Sie die dem Token zugeordnete SO-PIN ein und bestätigen Sie mit OK.
Es werden alle Daten entfernt, die von SafeGuard Enterprise verwaltet werden. Zertifikate verbleiben auf dem Token.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Die Benutzer-PIN wird auf 1234 zurückgesetzt.
Auf diese Weise gelöschte Token werden automatisch aus der Liste der ausgestellten Token entfernt.
18.11.4 Token oder Smartcard sperren
Als Sicherheitsbeauftragter können Sie Token sperren. Dies ist z. B. sinnvoll, wenn ein Token verloren gegangen ist.
Sie befinden sich im geöffneten Management Center im Bereich Token.
1. Markieren Sie links im Navigationsbereich Ausgestellte Token.
2. Markieren Sie den Token, der gesperrt werden soll, und klicken Sie auf das Symbol Token
sperren in der SafeGuard Management Center Symbolleiste.
Der Token wird für die Authentisierung gesperrt, der zugeordnete Benutzer kann sich nicht mehr damit anmelden. Der Token kann nur mithilfe der SO-PIN entsperrt werden.
216
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
19 SafeGuard Data Exchange
Mit SafeGuard Data Exchange lassen sich Daten, die auf mit Endpoint-Computern verbundenen
Wechselmedien gespeichert werden, verschlüsseln und mit anderen Benutzern austauschen. Alle
Ver- und Entschlüsselungsprozesse laufen transparent und mit minimaler Benutzerinteraktion ab.
Nur Benutzer, die über die entsprechenden Schlüssel verfügen, können den Inhalt der verschlüsselten Daten lesen. Alle nachfolgenden Verschlüsselungsprozesse laufen transparent.
In der zentralen Administration definieren Sie, wie Daten auf Wechselmedien behandelt werden sollen.
Als Sicherheitsbeauftragter legen Sie die spezifischen Einstellungen in einer Richtlinie vom Typ
Geräteschutz mit Ziel des Geräteschutzes: Wechselmedien fest.
Für SafeGuard Data Exchange muss dateibasierende Verschlüsselung benutzt werden.
Gruppenschlüssel
Für den Austausch von verschlüsselten Daten zwischen Benutzern müssen SafeGuard Enterprise
Gruppenschlüssel verwendet werden. Wenn sich der Gruppenschlüssel in den Schlüsselringen der Benutzer befindet, erhalten diese vollen transparenten Zugriff auf die mit ihren Computern verbundenen Wechselmedien.
Auf Computern ohne SafeGuard Enterprise ist der Zugriff auf verschlüsselte Daten auf
Wechselmedien nicht möglich. Eine Ausnahme ist hier der zentrale definierte Domänen-/
Gruppenschlüssel, der in Verbindung mit der Medien-Passphrase benutzt werden kann.
Hinweis: Um verschlüsselte Daten auf Wechselmedien auch auf/mit Computern ohne SafeGuard
Enterprise zu benutzen/weiterzugeben, können Sie SafeGuard Portable benutzen. Für SafeGuard
Portable ist die Verwendung von lokalen Schlüsseln oder einer Medien-Passphrase erforderlich.
Lokale Schlüssel
SafeGuard Data Exchange unterstützt die Verschlüsselung mit lokalen Schlüsseln. Lokale
Schlüssel werden auf dem Benutzercomputer erzeugt und können zur Verschlüsselung von
Wechselmedien benutzt werden. Die Schlüssel werden durch Eingabe einer Passphrase erstellt. In der SafeGuard Enterprise Datenbank wird jeweils eine Sicherungskopie des lokalen Schlüssels erstellt.
Hinweis: Ein Benutzer ist standardmäßig dazu berechtigt, lokale Schlüssel zu erzeugen. Sollen
Benutzer nicht dazu berechtigt sein, so müssen Sie diese Option explizit deaktivieren. Dies muss in einer Richtlinie vom Typ Geräteschutz mit Ziel des Geräteschutzes: Lokale Datenträger erfolgen
(Allgemeine Einstellungen > Benutzer darf einen lokalen Schlüssel erzeugen: Nein).
217
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Werden lokale Schlüssel zum Verschlüsseln von Dateien auf Wechselmedien verwendet, lassen sich diese Dateien auf einem Computer ohne SafeGuard Data Exchange mit SafeGuard Portable entschlüsseln. Beim Öffnen der Dateien mit SafeGuard Portable wird der Benutzer dazu aufgefordert, die Passphrase einzugeben, die beim Erzeugen des Schlüssels angegeben wurde.
Wenn dem Benutzer die Passphrase bekannt ist, kann er die Datei öffnen.
Mit SafeGuard Portable erhält jeder Benutzer, der die entsprechende Passphrase kennt, Zugang zu verschlüsselten Dateien auf Wechselmedien. Auf diese Weise ist ein Austausch von verschlüsselten Daten mit Partnern, die nicht über SafeGuard Enterprise verfügen, möglich. Sie benötigen lediglich SafeGuard Portable sowie die Passphrase für die Dateien, auf die sie zugreifen sollen.
Durch Verwendung von verschiedenen lokalen Schlüsseln für die Verschlüsselung von Dateien auf Wechselmedien lässt sich der Zugang zu den Dateien sogar selektiv einschränken. Zum
Beispiel: Sie verschlüsseln die Dateien auf einem USB-Stick mit einem Schlüssel mit der
Passphrase my_localkey. Für eine einzelne Datei mit dem Dateinamen FürPartner.doc verwenden
Sie die Passphrase partner_lokalerSchlüssel. Wenn Sie den USB-Stick nun an einen Partner weitergeben und ihm die Passphrase partner_lokalerSchlüssel mitteilen, hat dieser nur Zugriff auf die Datei FürPartner.doc.
Hinweis: Standardmäßig wird SafeGuard Portable automatisch auf alle mit dem System verbundenen Wechselmedien kopiert. Um SafeGuard Portable nicht automatisch auf die
Wechselmedien zu kopieren, deaktivieren Sie die Option SafeGuard Portable auf
Wechselmedien kopieren in einer Richtlinie vom Typ Geräteschutz.
Medien-Passphrase
SafeGuard Data Exchange ermöglicht es Ihnen auch festzulegen, dass eine einzige Medien-
Passphrase für alle Wechselmedien - mit Ausnahme von optischen Medien - auf den Endpoint-
Computern erstellt werden muss. Die Medien-Passphrase ermöglicht sowohl den Zugriff auf alle zentral definierten Domänen-/Gruppenschlüssel als auch auf alle in SafeGuard Portable verwendeten lokalen Schlüssel. Der Benutzer muss nur eine einzige Passphrase eingeben und erhält Zugriff auf alle verschlüsselten Dateien in SafeGuard Portable. Dabei spielt es keine Rolle, welcher lokale Schlüssel für die Verschlüsselung verwendet wurde.
Auf jedem Computer wird automatisch ein einzigartiger Medienverschlüsselungsschlüssel für die
Datenverschlüsselung für jedes Medium erstellt. Dieser Schlüssel ist durch die Medien-
Passphrase und einen zentral definierten Domänen-/Gruppenschlüssel gesichert. Auf einem
Computer mit SafeGuard Data Exchange ist es daher nicht notwendig, die Medien-Passphrase einzugeben, um auf die verschlüsselten Dateien auf Wechselmedien zuzugreifen. Der Zugriff wird automatisch gewährt, wenn sich der entsprechende Schlüssel im Schlüsselring des Benutzers befindet.
Der zu verwendende Domänen-/Gruppenschlüssel muss unter Für Verschlüsselung definierter
Schlüssel festgelegt werden.
218
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Die Medien-Passphrase-Funktionalität steht zur Verfügung, wenn die Option Benutzer darf eine
Medien-Passphrase für Wechselmedien erzeugen in einer Richtlinie des Typs Geräteschutz aktiviert ist.
Nach dem Wirksamwerden dieser Einstellung auf dem Benutzercomputer wird der Benutzer automatisch aufgefordert, eine Medien-Passphrase einzugeben, wenn er zum ersten Mal
Wechselmedien mit dem Computer verbindet. Die Medien-Passphrase ist auf allen Computern, auf denen sich der Benutzer anmelden darf, gültig. Der Benutzer kann die Medien-Passphrase auch ändern. In diesem Fall findet automatisch eine Synchronisierung statt, wenn die Medien-
Passphrase auf dem Computer und die Medien-Passphrase der Wechselmedien nicht mehr synchron sind.
Sollte der Benutzer die Medien-Passphrase vergessen, so kann er diese ohne Helpdesk-
Unterstützung wiederherstellen.
Hinweis: Um die Medien-Passphrase zu aktivieren, aktivieren Sie die Option Benutzer darf eine
Medien-Passphrase für Wechselmedien erzeugen in einer Richtlinie vom Typ Geräteschutz.
Medien-Passphrase und Standalone-Computer
Auf einem Standalone-Computer, d. h. Computer, der nicht zentral verwaltet wird, stehen ohne aktvierte Medien-Passphrase-Funktion nach der Installation keine Schlüssel zur Verfügung, da
Standalone-Computer nur lokale Schlüssel verwenden. Vor der Benutzung der Verschlüsselung muss der Benutzer einen Schlüssel erzeugen.
Ist die Medien-Passphrase-Funktionalität in einer Wechselmedienrichtlinie für diese Computer aktiviert, so wird der Medienverschlüsselungschlüssel automatisch auf dem Computer erzeugt und kann direkt nach Abschluss der Installation für die Verschlüsselung verwendet werden. Der
Schlüssel steht als „vordefinierter“ Schlüssel im Schlüsselring des Benutzers zur Verfügung und wird in Dialogen als
<Benutzername> für die Schlüsselauswahl angezeigt.
Falls verfügbar, werden die Medienverschlüsselungsschlüssel auch für alle initialen
Verschlüsselungsvorgänge verwendet.
219
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
19.1 Best Practice
Dieser Abschnitt beschreibt einige typische Anwendungsfälle für SafeGuard Enterprise und deren
Umsetzung durch Erstellen der entsprechenden Richtlinien.
Bob und Alice sind zwei Mitarbeiter des gleichen Unternehmens und haben beide SafeGuard
Data Exchange installiert. Joe ist ein externer Partner. Auf seinem Computer ist SafeGuard
Enterprise nicht installiert.
19.1.1 Unternehmensinterne Anwendung
Bob möchte verschlüsselte Daten auf Wechselmedien an Alice weitergeben. Beide gehören derselben Gruppe an und haben daher den entsprechenden Gruppenschlüssel in ihrem
SafeGuard Enterprise Schlüsselring. Da sie den Gruppenschlüssel benutzen, können sie transparent auf die verschlüsselten Dateien zugreifen, ohne eine Passphrase eingeben zu müssen.
Die notwendigen Einstellungen legen Sie in einer Richtlinie vom Typ
Geräteschutz\Wechselmedien fest:
Verschlüsselungsmodus für Medien: Dateibasierend
Schlüssel für die Verschlüsselung: Definierter Schlüssel aus der Liste
Definierter Schlüssel aus der Liste: <Gruppen-/Domänenschlüssel>
(z. B. group_users_Bob_Alice@DC=...), um sicherzustellen, dass beide denselben Schlüssel benutzen.
Wenn die Firmenrichtlinien zusätzlich festlegen, dass alle Dateien auf Wechselmedien immer verschlüsselt werden sollen, fügen Sie folgende Einstellungen hinzu:
Initialverschlüsselung aller Dateien: Ja
Stellt sicher, dass Dateien auf Wechselmedien verschlüsselt werden, sobald die Wechselmedien erstmals mit dem System verbunden werden.
Benutzer darf Initialverschlüsselung abbrechen: Nein
Der Benutzer kann die Initialverschlüsselung nicht abbrechen, um sie z. B. zu einem späteren
Zeitpunkt durchzuführen.
Benutzer darf auf unverschlüsselte Dateien zugreifen: Nein
Werden auf Wechselmedien unverschlüsselte Dateien entdeckt, so wird der Zugriff auf diese
Dateien verweigert.
Benutzer darf Dateien entschlüsseln: Nein
Der Benutzer darf Dateien auf Wechselmedien nicht entschlüsseln.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
SafeGuard Portable auf Wechselmedien kopieren: Nein
Für die gemeinsame Benutzung von Wechselmedien innerhalb der Arbeitsgruppe ist
SafeGuard Portable nicht erforderlich. Außerdem würde SafeGuard Portable das
Entschlüsseln von Dateien auf Computern ohne SafeGuard Enterprise erlauben.
Die Benutzer können Daten einfach durch Austausch von Wechselmedien gemeinsam nutzen.
Wenn sie die Wechselmedien mit ihren Computern verbinden, haben sie transparenten Zugriff auf verschlüsselte Dateien.
Achtung: Dieser Anwendungsfall kann durch Benutzung von SafeGuard Enterprise Device
Encryption umgesetzt werden. Hier ist das gesamte Wechselmedium sektorbasierend verschlüsselt.
19.1.2 Anwendung bei Heimarbeit oder für persönlichen Gebrauch auf Dritt-
Computern
Heimarbeit:
Bob möchte seine verschlüsselten Wechselmedien auf seinem Computer zuhause benutzen, auf dem SafeGuard Enterprise nicht installiert ist. Auf seinem Computer zuhause entschlüsselt Bob
Dateien mit SafeGuard Portable. Da für alle seine Wechselmedien eine einzige Medien-
Passphrase definiert ist, muss Bob nur SafeGuard Portable öffnen und die Medien-Passphrase eingeben. Danach hat Bob transparenten Zugriff auf alle verschlüsselten Dateien, unabhängig davon, welcher Schüssel für die Verschlüsselung verwendet wurde.
Persönlicher Gebrauch auf Dritt-Computern:
Bob verbindet das Wechselmedium mit Joes (externer Partner) Computer und gibt die Medien-
Passphrase ein, um Zugriff auf die auf dem Medium gespeicherten verschlüsselten Dateien zu erhalten. Bob kann die Dateien nun - verschlüsselt oder unverschlüsselt - auf Joes Computer kopieren.
Verhalten auf dem Endpoint-Computer
Bob verbindet das Wechselmedium zum ersten Mal mit dem Computer.
Der Medienverschlüsselungsschlüssel, der für jedes Medium einzigartig ist, wird automatisch erzeugt.
Bob wird aufgefordert, die Medien-Passphrase für die Offline-Nutzung über SafeGuard
Portable einzugeben.
Der Benutzer muss nichts über den zu verwendenden Schlüssel oder den Schlüsselring wissen.
Der Medienverschlüsselungschlüssel wird ohne Benutzerinteraktion immer für die
Datenverschlüsselung verwendet. Der Medienverschlüsselungschlüssel ist für den Benutzer auch nicht sichtbar. Nur der zentral definierte Gruppen-/Domänenschlüssel ist sichtbar.
221
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Bob und Alice haben innerhalb der gleichen Gruppe oder Domäne transparenten Zugriff, da sie beide den gleichen Gruppen-/Domänenschlüssel verwenden.
Wenn Bob auf verschlüsselte Dateien auf Wechselmedien auf einem Computer ohne
SafeGuard Data Exchange zugreifen möchte, kann er die Medien-Passphrase in SafeGuard
Portable benutzen.
Die notwendigen Einstellungen legen Sie in einer Richtlinie vom Typ
Geräteschutz\Wechselmedien fest:
Verschlüsselungsmodus für Medien: Dateibasierend
Schlüssel für die Verschlüsselung: Definierter Schlüssel aus der Liste
Definierter Schlüssel aus der Liste: <Gruppen-/Domänenschlüssel>
(z. B. group_users_Bob_Alice@DC=...), um sicherzustellen, dass beide denselben Schlüssel benutzen.
Benutzer darf eine Medien-Passphrase für Wechselmedien erzeugen: Ja
Der Benutzer definiert eine Medien-Passphrase auf seinem Computer, die für alle seine
Wechselmedien gilt.
SafeGuard Portable auf Wechselmedien kopieren: Ja
SafeGuard Portable gibt dem Benutzer in einem System ohne SafeGuard Data Exchange
Zugriff auf alle verschlüsselten Dateien auf den Wechselmedien durch die Eingabe einer einzigen Medien-Passphrase.
Wenn die Firmenrichtlinien zusätzlich festlegen, dass alle Dateien auf Wechselmedien immer verschlüsselt werden sollen, fügen Sie folgende Einstellungen hinzu:
Initialverschlüsselung aller Dateien: Ja
Stellt sicher, dass Dateien auf Wechselmedien verschlüsselt werden, sobald die Wechselmedien zum ersten Mal mit dem System verbunden werden.
Benutzer darf Initialverschlüsselung abbrechen: Nein
Der Benutzer kann die Initialverschlüsselung nicht abbrechen, um sie z. B. zu einem späteren
Zeitpunkt durchzuführen.
Benutzer darf auf unverschlüsselte Dateien zugreifen: Nein
Werden auf Wechselmedien unverschlüsselte Dateien entdeckt, so wird der Zugriff auf diese
Dateien verweigert.
Benutzer darf Dateien entschlüsseln: Nein
Der Benutzer darf Dateien auf Wechselmedien nicht entschlüsseln.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Im Büro haben sowohl Bob als auch Alice transparenten Zugriff auf verschlüsselte Dateien auf
Wechselmedien. Zuhause oder auf Dritt-Computern können sie verschlüsselte Dateien mit
SafeGuard Portable öffnen. Die Benutzer müssen nur die Medien-Passphrase eingeben und erhalten somit Zugriff auf alle verschlüsselten Dateien. Dies ist eine einfache und sichere Methode für die Verschlüsselung von Daten auf allen Wechselmedien. Ziel dieser Konfiguration ist es, die
Benutzerinteraktion auf ein Minimum zu reduzieren und trotzdem jede Datei auf
Wechselmedien zu verschlüsseln und den Benutzern Zugriff auf die verschlüsselten Dateien im
Offline-Modus zu geben. Der Benutzer darf Dateien auf Wechselmedien nicht entschlüsseln.
Achtung: In dieser Konfiguration sind Benutzer nicht dazu berechtigt, lokale Schlüssel zu erzeugen, da dies in diesem Anwendungsfall nicht notwendig ist. Dies muss in einer Richtlinie vom Typ Geräteschutz mit Ziel des Geräteschutzes: Lokale Datenträger festgelegt werden
(Allgemeine Einstellungen > Benutzer darf einen lokalen Schlüssel erzeugen: Nein).
SafeGuard Portable auf Wechselmedien kopieren: Nein
Für die gemeinsame Benutzung von Wechselmedien innerhalb der Arbeitsgruppe ist
SafeGuard Portable nicht erforderlich. Außerdem würde SafeGuard Portable das
Entschlüsseln von Dateien auf Computern ohne SafeGuard Enterprise erlauben.
Im Büro haben die Benutzer transparenten Zugriff auf verschlüsselte Dateien auf Wechselmedien.
Zuhause öffnen sie verschlüsselte Dateien mit SafeGuard Portable. Die Benutzer müssen nur die
Medien-Passphrase eingeben und erhalten somit Zugriff auf alle verschlüsselten Dateien, unabhängig davon, welcher Schlüssel für die Verschlüsselung verwendet wurde.
19.1.3 Weitergabe von Wechselmedien an externe Partner
Bob möchte ein verschlüsseltes Medium an Joe (externer Partner) weitergeben, der SafeGuard
Data Exchange nicht installiert hat und daher SafeGuard Portable verwenden muss. Bob möchte
Joe jedoch nicht auf alle verschlüsselten Dateien auf dem Wechselmedium Zugriff geben. Er kann hierzu einen lokalen Schlüssel erzeugen und die Dateien mit dem lokalen Schlüssel verschlüsseln.
Joe kann nun mit SafeGuard Portable die verschlüsselten Dateien mit der Passphrase des lokalen
Schlüssels öffnen. Bob dagegen kann immer noch die Medien-Passphrase für den Zugriff auf alle
Dateien auf dem Wechselmedium benutzen.
Verhalten auf dem Computer
Bob verbindet das Wechselmedium zum ersten Mal mit dem Computer.
Der Medienverschlüsselungsschlüssel, der für jedes Medium einzigartig ist, wird automatisch erzeugt.
Bob wird aufgefordert, die Medien-Passphrase für die Offline-Nutzung einzugeben.
Der Medienverschlüsselungsschlüssel wird ohne Benutzerinteraktion für die
Datenverschlüsselung verwendet, aber...
223
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Bob kann nun einen lokalen Schlüssel (z. B. mit der Bezeichnung JoeSchlüssel) für die
Verschlüsselung der spezifischen Dateien, die mit Joe ausgetauscht werden sollen, erzeugen oder auswählen.
Bob und Alice haben innerhalb der gleichen Gruppe oder Domäne transparenten Zugriff, da sie beide den gleichen Gruppen-/Domänenschlüssel verwenden.
Wenn Bob auf verschlüsselte Dateien auf Wechselmedien auf einem Computer ohne
SafeGuard Data Exchange zugreifen möchte, kann er die Medien-Passphrase in SafeGuard
Portable benutzen.
Joe kann auf die spezifischen Dateien durch Eingabe der Passphrase des Schlüssels JoeSchlüssel zugreifen, ohne auf die restlichen Dateien auf dem Wechselmedium zugreifen zu müssen.
Die notwendigen Einstellungen legen Sie in einer Richtlinie vom Typ
Geräteschutz\Wechselmedien fest:
Verschlüsselungsmodus für Medien: Dateibasierend
Schlüssel für die Verschlüsselung: Beliebiger Schlüssel im Schlüsselring des Benutzers
Ermöglicht dem Benutzer die Auswahl unterschiedlicher Schlüssel für die Verschlüsselung von Dateien auf Wechselmedien.
Definierter Schlüssel aus der Liste: <Gruppen-/Domänenschlüssel>
(z. B. group_users_Bob_Alice@DC=...), um sicherzustellen, dass beide denselben Schlüssel benutzen und um beiden den transparenten Zugriff auf Wechselmedien zu ermöglichen, wenn sie sie mit ihren Computern im Büro verbinden.
Benutzer darf eine Medien-Passphrase für Wechselmedien erzeugen: Ja
Der Benutzer definiert eine Medien-Passphrase auf seinem Computer, die für alle seine
Wechselmedien gilt.
SafeGuard Portable auf Wechselmedien kopieren: Ja
SafeGuard Portable gibt dem Benutzer in einem System ohne SafeGuard Data Exchange
Zugriff auf alle verschlüsselten Dateien auf den Wechselmedien durch die Eingabe einer einzigen Medien-Passphrase.
Wenn die Firmenrichtlinien zusätzlich festlegen, dass alle Dateien auf Wechselmedien immer verschlüsselt werden sollen, fügen Sie folgende Einstellungen hinzu:
Initialverschlüsselung aller Dateien: Ja
Stellt sicher, dass Dateien auf Wechselmedien verschlüsselt werden, sobald die Wechselmedien erstmals mit dem System verbunden werden.
Benutzer darf Initialverschlüsselung abbrechen: Nein
Der Benutzer kann die Initialverschlüsselung nicht abbrechen, um sie z. B. zu einem späteren
Zeitpunkt durchzuführen.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Benutzer darf auf unverschlüsselte Dateien zugreifen: Nein
Werden auf Wechselmedien unverschlüsselte Dateien entdeckt, so wird der Zugriff auf diese
Dateien verweigert.
Benutzer darf Dateien entschlüsseln: Nein
Im Büro haben Bob und Alice transparenten Zugriff auf verschlüsselte Dateien auf
Wechselmedien. Zuhause können sie verschlüsselte Dateien mit SafeGuard Portable durch
Eingabe der Medien-Passphrase öffnen. Wenn Bob oder Alice die Wechselmedien an einen Dritt-
PC weitergeben möchten, auf dem SafeGuard Data Exchange nicht installiert ist, können sie mit lokalen Schlüsseln sicherstellen, dass externe Partner nur auf einige spezifische Dateien zugreifen können. Dies ist eine erweiterte Konfiguration, die durch die Möglichkeit, lokale Schlüssel auf den
Computern zu erzeugen, ein höheres Maß an Benutzerinteraktion umfasst.
Achtung: Voraussetzung für diesen Beispielanwendungsfall ist es, dass der Benutzer dazu berechtigt ist, lokale Schlüssel zu erzeugen (Standardeinstellung in SafeGuard Enterprise).
225
SafeGuard Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
20 Die Power-on Authentication (POA)
SafeGuard Enterprise identifiziert den Benutzer bereits, bevor das Betriebssystem startet. Hierbei startet vorher ein SafeGuard Enterprise eigener Systemkern, der gegen Modifikationen geschützt und versteckt auf der Festplatte gespeichert ist. Erst wenn sich der Benutzer in der POA korrekt authentisiert hat, wird das eigentliche Betriebssystem (Windows) von der verschlüsselten
Partition gestartet und der Benutzer später automatisch an Windows angemeldet. Analog wird verfahren, wenn der Computer aus dem Ruhezustand (Hibernation (Suspend to Disk)) wieder eingeschaltet wird.
Die SafeGuard Enterprise Power-on Authentication bietet unter anderem folgende Vorteile:
Grafische Benutzeroberfläche, mit Mausunterstützung und verschiebbaren Fenstern, und damit einfache, übersichtliche Bedienung.
Vom Firmenkunden per Richtlinie anpassbares grafisches Layout (Hintergrundbild,
Anmeldebild, Willkommensmeldung etc.).
Unterstützung für eine Reihe von Smartcard-Lesegeräten und Smartcards.
Unterstützung von Windows-Benutzerkonten und Kennwörtern bereits zum Pre-Boot
Zeitpunkt, keine separaten Zugangsdaten mehr, die sich der Benutzer merken muss.
Unterstützung von Unicode und damit auch fremdsprachigen Kennwörtern bzw.
Benutzeroberflächen.
226
SafeGuard Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
20.1 Ablauf der Anmeldung
SafeGuard Enterprise arbeitet mit zertifikatsbasierter Anmeldung. Deswegen benötigt ein
Benutzer zur erfolgreichen Anmeldung in der Power-on Authentication Schlüssel und
Zertifikate. Benutzerspezifische Schlüssel und Zertifikate werden jedoch erst nach einer erfolgreichen Windows-Anmeldung erzeugt. Das heißt, nur Benutzer, die sich erfolgreich an
Windows angemeldet haben, können sich später auch in der Power-on Authentication authentisieren.
Um den Ablauf der Anmeldung eines Benutzers in SafeGuard Enterprise zu verdeutlichen, im
Folgenden eine kurze Einführung. Eine detaillierte Beschreibung der POA-Anmeldevorgänge finden Sie in der SafeGuard Enterprise Benutzerhilfe.
Hinweis: Unter Windows Vista müssen Benutzer erst die Tastenkombination Strg+Alt+Entf drücken, um Autologon und Anmeldung zu starten. Diese Einstellung kann der Administrator in der MMC-Konsole im Gruppenrichtlinien-Objekteditor unter Windows-Einstellungen >
Sicherheitseinstellungen > Lokale Richtlinien > Sicherheitsoptionen deaktivieren (Interaktive
Anmeldung: kein Strg+Alt+Entf erforderlich).
20.1.1 SafeGuard Autologon
Nach dem Neustart erscheint bei der ersten Anmeldung am Endpoint-Computer der SafeGuard
Enterprise Autologon.
Was passiert?
1. Ein Autouser wird angemeldet.
2. Der Computer registriert sich automatisch am SafeGuard Enterprise Server.
3. Der Maschinenschlüssel wird an den SafeGuard Enterprise Server geschickt und in der
SafeGuard Enterprise Datenbank abgelegt.
4. Maschinenrichtlinien werden an den Endpoint-Computer geschickt.
227
SafeGuard Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
20.1.2 Windows-Anmeldung
Der Windows-Anmeldedialog erscheint. Der Benutzer meldet sich an.
Was passiert?
1. Benutzer-ID und das verschlüsselte Kennwort werden an den Server geschickt.
2. Benutzerrichtlinien, Zertifikate und Schlüssel werden erzeugt und an den Endpoint-
Computer geschickt.
3. Die POA wird aktiviert.
20.1.3 POA-Anmeldung
Nach dem Neustart des Endpoint-Computers erscheint die POA.
Was passiert?
1. Zertifikate und Schlüssel für den Benutzer sind vorhanden, und er kann sich in der POA anmelden.
2. Alle Daten sind sicher mit dem öffentlichen RSA Schlüssel des Benutzers verschlüsselt.
3. Alle weiteren Benutzer, die sich anmelden wollen, müssen erst in die POA importiert werden.
20.1.4 Anmeldeverzögerung
Auf einem durch SafeGuard Enterprise geschützten Computer tritt eine Anmeldeverzögerung in
Kraft, wenn ein Benutzer während der Anmeldung an Windows oder an die Power-on
Authentication falsche Anmeldeinformationen eingibt. Mit jedem fehlgeschlagenen
Anmeldeversuch verlängert sich jeweils die Anmeldeverzögerung. Nach einer fehlgeschlagenen
Anmeldung erscheint ein Dialog, der die verbleibende Verzögerungszeit anzeigt.
Hinweis: Wenn ein Benutzer während der Anmeldung mit Token eine falsche PIN eingibt, tritt keine Anmeldeverzögerung ein.
Sie können die Anzahl an erlaubten Anmeldeversuchen in einer Richtlinie vom Typ
Authentisierung über die Option Maximalanzahl von erfolglosen Anmeldeversuchen festlegen.
228
SafeGuard Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
20.1.5 Computersperre
In einer Richtlinie vom Typ Authentisierung können Sie außerdem festlegen, dass der Computer nach der eingestellten Anzahl an fehlgeschlagenen Anmeldeversuchen gesperrt wird. Wählen Sie hierzu bei der Option Computer sperren die Einstellung Ja. Um eine Computersperre aufzuheben, kann der Benutzer ein Challenge/Response-Verfahren starten.
20.2 Weitere Benutzer importieren
Der erste Benutzer, der sich in Windows anmeldet, ist automatisch in der POA registriert.
Zunächst kann sich kein weiterer Windows-Benutzer in der POA anmelden.
Weitere Benutzer müssen mit Hilfe des ersten Benutzers importiert werden. Eine detaillierte
Beschreibung zum Importieren weiterer Benutzer finden Sie in der SafeGuard Enterprise
Benutzerhilfe.
Eine Richtlinieneinstellung legt fest, wer einen neuen Benutzer importieren darf. Sie finden diese
Richtlinie im Management Center unter
Richtlinien
Typ: Spezifische Computereinstellungen
Feld: Importieren von neuen Benutzern erlaubt für
Standardeinstellung: Besitzer
Wer der Besitzer eines Endpoint-Computers ist, wird im Management Center festgelegt unter
Benutzer & Computer
<Computer-Name> markieren
Registerkarte Benutzer
Hinweis: Für Computer, die im Standalone-Modus laufen, bietet SafeGuard Enterprise POA
Access Accounts. POA Access Accounts sind vordefinierte lokale Benutzerkonten, die es
Benutzern (z. B. Mitgliedern des IT-Teams) ermöglichen, sich nach der Aktivierung der POA an
Endpoint-Computern zur Ausführung administrativer Aufgaben anzumelden. POA Access
Accounts ermöglichen die Anmeldung an der POA, eine automatische Anmeldung an Windows erfolgt nicht. Diese Benutzerkonten werden im Bereich Benutzer & Computer des SafeGuard
Management Center definiert (Benutzer-ID und Kennwort) und werden den Endpoint-
Computer über POA-Gruppen in Konfigurationspaketen zugewiesen.
Hinweis: Für detaillierte Informationen zu POA Access Accounts, siehe
POA Access Accounts für die POA-Anmeldung an Standalone-Computern
, Seite 4
229
SafeGuard Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
20.3 Power-on Authentication konfigurieren
Der POA-Dialog besteht aus folgenden Komponenten:
Anmeldebild
Dialogtexte
Sprache des Tastaturlayouts
Das Erscheinungsbild des POA-Dialogs können Sie u. a. über Richtlinieneinstellungen im
SafeGuard Management Center an Ihre jeweiligen Anforderungen anpassen.
20.3.1 Hintergrund- und Anmeldebild
In der Standardeinstellung werden Bilder im SafeGuard-Design als Hintergrund- und
Anmeldebild angezeigt. Es ist jedoch möglich, andere Bilder anzuzeigen, z. B. das Firmenlogo.
Hintergrund- und Anmeldebilder werden über eine Richtlinie vom Typ Allgemeine
Einstellungen festgelegt.
Hintergrund- und Anmeldebilder müssen bestimmten Anforderungen entsprechen, damit sie in
SafeGuard Enterprise verwendet werden können:
Hintergrundbild in der POA
Maximale Dateigröße für alle Hintergrundbilder: 500 KB
230
SafeGuard Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
SafeGuard Enterprise unterstützt für Hintergrundbilder zwei Varianten:
1024x768 (VESA-Modus)
Farben: keine Einschränkung
Option im Richtlinientyp Allgemeine Einstellungen: Hintergrundbild in der POA
640x480 (VGA-Modus)
Farben: 16
Option im Richtlinientyp Allgemeine Einstellungen: Hintergrundbild in der POA
(niedrige Auflösung)
Anmeldebild in der POA
Maximale Dateigröße für alle Anmeldebilder: 100 KB
SafeGuard Enterprise unterstützt für Anmeldebilder zwei Varianten:
413x140
Farben: keine Einschränkung
Option im Richtlinientyp Allgemeine Einstellungen: Anmeldebild in der POA
413x140
Farben: 16
Option im Richtlinientyp Allgemeine Einstellungen: Anmeldebild in der POA (niedrige
Auflösung)
Bilder, Informationstexte und Listen müssen zunächst als Dateien (BMP, PNG, JPG oder
Textdateien) erstellt werden und können dann im Navigationsbereich registriert werden.
20.3.1.1 Bilder registrieren
So registrieren Sie Bilder:
1. Klicken Sie im Richtlinien Navigationsbereich mit der rechten Maustaste auf Bilder und wählen Sie Neu > Bild.
2. Geben Sie unter Bildname einen Namen für das Bild ein.
231
SafeGuard Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
3. Wählen Sie über die Schaltfläche [...] das zuvor erstellte Bild aus.
4. Klicken Sie auf OK.
Das neue Bild wird als Unterknoten des Eintrags Bilder im Richtlinien-Navigationsbereich angezeigt. Ist ein Bild markiert, wird es im Aktionsbereich angezeigt. Das Bild kann jetzt beim
Erstellen von Richtlinien ausgewählt werden.
Sie können so weitere Bilder registrieren. Alle registrierten Bilder werden als Unterknoten angezeigt.
Hinweis: Mit der Schaltfläche Bild ändern können Sie das zugeordnete Bild austauschen. Es wird ein Dialog geöffnet, in dem ein anderes Bild ausgewählt werden kann.
20.3.2 Benutzerdefinierter Informationstext in der POA
Sie können die POA für die Anzeige der folgenden benutzerdefinierten Informationstexte anpassen:
Informationstexte, die beim Starten eines Challenge/Response-Verfahrens für Recovery-
Vorgänge angezeigt werden (z. B.: “Bitte wenden Sie sich an den Helpdesk unter der
Telefonnummer 01234-56789.”)
Option im Richtlinientyp Allgemeine Einstellungen: Informationstext
Rechtliche Hinweise, die nach der Anmeldung an der POA angezeigt werden.
Option im Richtlinientyp Spezifische Computereinstellungen: Text für rechtliche Hinweise
Text mit zusätzlichen Informationen, der nach der Anmeldung an der POA angezeigt werden soll.
Option im Richtlinientyp Spezifische Computereinstellungen: Text für zusätzliche
Informationen
20.3.2.1 Informationstexte registrieren
Die Textdateien mit den gewünschten Informationen müssen erstellt werden, bevor sie im
SafeGuard Management Center registriert werden können. Die maximale Dateigröße für
Informationstexte beträgt 50 KB. SafeGuard Enterprise verwendet nur Unicode UTF-16 kodierte
Texte. Wenn Sie die Textdateien nicht in diesem Format erstellen, werden Sie bei der
Registrierung automatisch in dieses Format konvertiert.
Wenn eine Konvertierung durchgeführt wird, werden Sie durch eine Meldung darüber informiert.
232
SafeGuard Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
So registrieren Sie die Textdateien:
1. Klicken Sie im Richtlinien Navigationsbereich mit der rechten Maustaste auf
Informationstext und wählen Sie Neu > Text.
2. Geben Sie unter Textelementname einen Namen für den anzuzeigenden Text ein.
3. Wählen Sie über die Schaltfläche [...] die zuvor erstellte Textdatei aus. Wenn eine
Konvertierung notwendig ist, wird eine entsprechende Meldung angezeigt.
4. Klicken Sie auf OK.
Informationstext im Richtlinien-Navigationsbereich angezeigt. Ist ein Textelement markiert, wird sein Inhalt im Aktionsbereich angezeigt. Das Textelement kann jetzt beim Erstellen von
Richtlinien ausgewählt werden.
Sie können weitere Textelemente registrieren. Alle registrierten Textelemente werden als
Unterknoten angezeigt.
Hinweis: Mit der Schaltfläche Text ändern können Sie weiteren Text zum bestehenden Text hinzufügen. Es wird ein Dialog geöffnet, in dem eine weitere Textdatei ausgewählt werden kann.
Der in dieser Datei enthaltene Text wird am Ende des bestehenden Texts eingefügt.
20.3.3 Sprache der POA-Dialogtexte
Alle Texte in der POA werden nach der Installation der SafeGuard Enterprise Verschlüsselungs-
Software mit den Standardeinstellungen in der Sprache angezeigt, die bei der Installation von
SafeGuard Enterprise in den Regions- und Sprachoptionen von Windows als Standardsprache am Endpoint-Computer gesetzt ist.
Nach der Installation kann die Sprache in der POA nur über eine im SafeGuard Management
Center angelegte Richtlinie geändert werden. Das Ändern der Standardsprache unter Windows, bewirkt keine Änderung der Sprache in der POA.
Die Sprache in der POA wird über eine Richtlinie vom Typ Allgemeine Einstellungen (Option
Sprache am Client) festgelegt.
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SafeGuard Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
20.3.4 Tastaturlayout
Beinahe jedes Land besitzt ein eigenes Tastaturlayout, d. h. die Tastenbelegung ist unterschiedlich. Bemerkbar macht sich das Tastaturlayout in der POA bei der Eingabe von
Benutzernamen, Kennwort und Response Code.
SafeGuard Enterprise übernimmt als Standard das Tastaturlayout in die POA, das zum Zeitpunkt der Installation in den Regions- und Sprachoptionen von Windows gesetzt ist. Ist unter Windows
„Deutsch“ als Tastaturlayout gesetzt, wird in der POA das deutsche Tastaturlayout verwendet.
Die Sprache des verwendeten Tastaturlayouts wird in der POA angezeigt, z. B. „EN“ für Englisch.
Neben dem Standard-Tastaturlayout kann das US-Tastaturlayout (Englisch) gewählt werden.
Es gibt bestimmte Ausnahmefälle:
Das Tastaturlayout wird zwar unterstützt, aufgrund fehlender Schriften (z. B. bei Bulgarisch) werden im Feld Benutzername aber nur Sonderzeichen angezeigt.
Es ist kein spezielles Tastaturlayout verfügbar (z. B. Dominikanische Republik). In solchen
Fällen greift die POA auf das Original-Tastaturlayout zurück. Für die Dominikanische
Republik ist dies „Spanisch“.
Hinweis: Alle nicht unterstützten Tastaturlayouts verwenden als Standard das US-
Tastaturlayout. Das bedeutet, dass auch nur Zeichen erkannt und eingegeben werden können, die im US-Tastaturlayout unterstützt werden. Benutzer können sich demnach nur an der POA anmelden, wenn ihre Benutzernamen und Kennwörter sich aus Zeichen zusammensetzen, die vom US-Tastaturlayout oder dem entsprechenden Original-Layout unterstützt werden.
20.3.4.1 Virtuelle Tastatur
SafeGuard Enterprise bietet die Möglichkeit, in der POA eine virtuelle Tastatur anzeigen zu lassen. Der Benutzer kann dann z. B. Anmeldeinformationen durch Klick auf die am Bildschirm angezeigten Tasten eingeben.
Als Sicherheitsbeauftragter können Sie die Anzeige der virtuellen Tastatur in einer Richtlinie vom
Typ Spezifische Computereinstellungen über die Option Virtuelle Tastatur aktivieren/ deaktivieren.
Für die virtuelle Tastatur werden verschiedene Layouts angeboten und das Layout kann mit den gleichen Einstellungen wie das normale Tastaturlayout geändert werden.
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SafeGuard Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
20.3.4.2 Tastaturlayout ändern
Das normale wie das virtuelle Tastaturlayout der Power-on Authentication kann nachträglich geändert werden.
So ändern Sie die Sprache des Tastaturlayouts:
1. Wählen Sie Start > Systemsteuerung > Regions- und Sprachoptionen.
2. Wählen Sie auf der Registerkarte Regionale Einstellungen die gewünschte Sprache aus.
3. Aktivieren Sie dann auf der Registerkarte Erweitert unter Standardeinstellungen für
Benutzerkonten die Option Alle Einstellungen auf das aktuelle Benutzerkonto und
Standardbenutzerprofil anwenden.
4. Bestätigen Sie die vorgenommenen Einstellungen mit OK.
Die POA merkt sich das bei der letzten erfolgreichen Anmeldung verwendete Tastaturlayout und aktiviert dieses beim nächsten Anmelden automatisch. Wenn dieses gemerkte Tastaturlayout
über die Regions- und Sprachoptionen abgewählt wird, bleibt es dem Anwender noch so lange erhalten, bis er eine andere Sprache ausgewählt hat.
Hinweis: Darüber hinaus ist es erforderlich, die Sprache des Tastaturlayouts für nicht-Unicode-
Programme zu ändern.
Falls die gewünschte Sprache nicht im System vorhanden ist, werden Sie von Windows evtl. aufgefordert, die Sprache zu installieren. Danach müssen Sie den Endpoint-Computer zweimal neu starten, damit das neue Tastaturlayout von der Power-on Authentication eingelesen werden und dann auch über diese eingestellt werden kann.
Sie können das gewünschte Tastaturlayout der Power-on Authentication mit der Maus oder mit der Tastatur (Alt+Shift) ändern.
Sie können über Start > Ausführen > regedit > HKEY_USERS\.DEFAULT\Keyboard
Layout\Preload einsehen, welche Sprachen auf dem System installiert und damit verfügbar sind.
20.4 In der Power-on Authentication unterstützte Hotkeys
Bestimmte Hardware-Einstellungen und -Funktionalitäten können Probleme beim Booten des
Endpoint-Computers verursachen, die dazu führen, dass der Rechner im Startvorgang hängen bleibt. Die Power-on Authentication unterstützt eine Reihe von Hotkeys, mit denen sich
Hardware-Einstellungen modifizieren und Funktionalitäten modifizieren lassen. Darüber hinaus sind in die auf dem Computer zu installierenden .MSI-Datei Grey Lists und Black Lists integriert, die Funktionen abdecken, von denen ein solches Problemverhalten bekannt ist.
235
SafeGuard Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
Shift F3
aus an aus an aus an aus an
Wir empfehlen, vor jeder größer angelegten SafeGuard Enterprise Installation die aktuelle
Version der POA-Konfigurationsdatei zu installieren. Die Datei wird monatlich aktualisiert und steht unter ftp://POACFG:[email protected] zum Download zur Verfügung.
Sie können diese Datei gemäß der Hardware einer bestimmten Umgebung anpassen.
Hinweis: Wenn Sie eine angepasste Datei definieren, wird nur diese verwendet, nicht die in der
.msi-Datei integrierte Datei. Die Standarddatei wird nur dann verwendet, wenn keine POA-
Konfigurationsdatei definiert ist oder gefunden wird.
Um die POA-Konfigurationsdatei zu installieren, geben Sie folgenden Befehl ein:
MSIEXEC /i <Client-MSI-Paket> POACFG=<Pfad der POA-Konfigurationsdatei>
Weitere Informationen finden Sie in unserer Wissensdatenbank: http://www.sophos.com/ support/knowledgebase/article/65700.html.
Die folgenden Hotkeys werden in der POA unterstützt:
Shift F3 = USB Legacy Unterstützung (An/Aus)
Shift F4= VESA Grafikmodus (Aus/An)
Shift F5= USB 1.x und 2.0 Unterstützung (Aus/An)
Shift F6 = ATA Controller (Aus/An))
Shift F7 = nur USB 2.0 Unterstützung (Aus/An)
USB 1.x Unterstützung bleibt wie über Shift F5 gesetzt.
Shift F9 = ACPI/APIC (Aus/An)
USB Hotkeys Abhängigkeitsmatrix
Shift F5
aus aus an an aus aus an an
Shift F7
aus aus aus aus an an an an
Legacy
an aus an an an aus an an
USB 1.x
an an aus aus an an aus aus
USB 2.0
an an aus aus aus aus aus aus
Comment
3.
Standard
1., 2.
1., 2.
3.
2.
236
SafeGuard Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
NOVESA
NOLEGACY
ALTERNATE:
NOATA
NOVESA
1. Shift F5 deaktiviert sowohl die Unterstützung von USB 1.x als auch von USB 2.0.
Hinweis: Durch Drücken von Shift F5 reduziert sich die Wartezeit bis zum Starten der POA erheblich. Beachten Sie jedoch, dass bei Benutzung einer USB-Tastatur oder einer USB-Maus am betreffenden Benutzer-PC diese Geräte durch Drücken von Shift F5 möglicherweise deaktiviert werden.
2. Wenn die USB-Unterstützung nicht aktiviert ist, versucht die POA, BIOS SMM zu benutzen anstatt den USB-Controller zu sichern und wiederherzustellen. Der Legacy-Modus kann in diesem Szenario funktionieren.
3. Die Legacy-Unterstützung ist aktiviert, die USB-Unterstützung ist aktiviert. Die POA versucht, den USB-Controller zu sichern und wiederherzustellen. Der Computer kann sich je nach eingesetzer BIOS-Version aufhängen.
Es besteht die Möglichkeit, Änderungen, die über Hotkeys vorgenommen werden können, bei der Installation der SafeGuard Enterprise Verschlüsselungs-Software über eine mst Datei bereits vorzudefinieren. Verwenden Sie dazu den entsprechenden Aufruf in Verbindung mit msiexec.
ACPIAPIC
Definiert, ob VESA oder VGA Modus verwendet werden. 0 = VESA Modus
(Standard), 1 = VGA Modus
Definiert, ob nach der POA-Anmeldung Legacy-Unterstützung aktiviert ist. 0 =
Legacy Support aktiviert, 1 = kein Legacy Support (Standard)
Definiert, ob USB Geräte von der POA unterstützt werden. 0 = USB-Unterstützung ist aktiviert (Standard), 1 = keine USB-Unterstützung
Definiert, ob der Int13 Gerätetreiber verwendet wird. 0 = Standard ATA
Gerätetreiber (Standard), 1 = Int13 Gerätetreiber
Definiert, ob die ACPI/APIC-Unterstützung benutzt wird. 0 = Keine ACPI/APIC-
Unterstützung, 1 = ACPI/APIC-Unterstützung ist aktiv.
Definiert, ob VESA oder VGA-Modus verwendet wird. 0 = VESA-Modus
(Standard), 1 = VGA-Modus
20.5 Deaktivierte POA und Lenovo Rescue and Recovery
Sollte auf dem Endpoint-Computer die Power-on Authentication deaktiviert sein, so sollte zum
Schutz vor dem Zugriff auf verschlüsselte Dateien aus der Rescue and Recovery Umgebung heraus die Rescue and Recovery Authentisierung eingeschaltet sein.
Detaillierte Informationen zur Aktivierung der Rescue and Recovery Authentisierung finden Sie in der Lenovo Rescue and Recovery Dokumentation.
237
SafeGuard Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
21 Recovery-Optionen
SafeGuard Enterprise bietet verschiedene Recovery-Optionen, die auf unterschiedliche Szenarien zugeschnitten sind:
Recovery für die Anmeldung über Local Self Help
Mit Local Self Help können sich Benutzer, die ihr Kennwort vergessen haben, ohne
Unterstützung eines Helpdesks wieder an Ihrem Computer anmelden. So erhalten Benutzer auch in Situationen, in denen sie keine Telefon- oder Netzwerkverbindung und somit auch kein Challenge/Response-Verfahren nutzen können (z. B. an Bord eines Flugzeugs), wieder
Zugang zu ihrem Computer. Um sich anzumelden, müssen sie lediglich eine bestimmte
Anzahl an vordefinierten Fragen in der Power-on Authentication beantworten.
Local Self Help reduziert die Anzahl an Helpdesk-Anforderungen für Recovery-Vorgänge, die die Anmeldung betreffen. Helpdesk-Mitarbeitern werden somit Routine-Aufgaben abgenommen und sie können sich auf komplexere Support-Anforderungen konzentrieren.
Für detaillierte Informationen, siehe
Recovery über Local Self Help
auf Seite 240.
Recovery über Challenge/Response
Das Challenge/Response-Verfahren ist ein sicheres und effizientes Recovery-System, das
Benutzer unterstützt, die sich nicht mehr an ihrem Computer anmelden oder nicht mehr auf verschlüsselte Daten zugreifen können. Während eines Challenge/Response-Verfahrens
übermittelt der Benutzer einen auf dem Endpoint-Computer erzeugten Challenge-Code an den Helpdesk-Beauftragten. Dieser erzeugt auf der Grundlage des Challenge-Codes einen
Response-Code, der den Benutzer zum Ausführen einer bestimmten Aktion auf dem
Computer berechtigt.
Mit Recovery über Challenge/Response bietet SafeGuard Enterprise verschiedene Workflows für typische Recovery-Szenarien, für die die Unterstützung durch ein Helpdesk erforderlich ist.
Für detaillierte Informationen, siehe
Recovery über Challenge/Response
auf Seite 246.
System-Recovery
SafeGuard Enterprise bietet verschiedene Methoden und Tools für Recovery-Vorgänge in
Bezug auf wichtige System- und SafeGuard Enterprise Komponenten, z. B.:
Korrupter MBR
Probleme in Bezug auf den SafeGuard Enterprise Kernel
Probleme in Bezug auf Volume-Zugriff
238
SafeGuard Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
Probleme in Bezug auf Windows-Boot-Vorgänge
Probleme in Bezug auf die GINA
Für detaillierte Informationen, siehe
Systemwiederherstellung
auf Seite 272.
239
SafeGuard Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
22 Recovery über Local Self Help
SafeGuard Enterprise bietet für Endpoint-Computer die Funktion Local Self Help. Über Local
Self Help können sich Benutzer, die Ihr Kennwort vergessen haben, ohne Unterstützung des
Helpdesks wieder an ihrem Computer anmelden.
Mit Local Self Help erhalten Benutzer auch in Situationen, in denen sie keine Telefon- oder
Netzwerkverbindung und somit auch kein Challenge/Response-Verfahren nutzen können (z. B. an Bord eines Flugzeugs), wieder Zugang zu ihrem Computer. Um sich anzumelden, muss der
Benutzer lediglich eine bestimmte Anzahl an vordefinierten Fragen in der Power-on
Authentication beantworten.
Die zu beantwortenden Fragen können Sie als zuständiger Sicherheitsbeauftragter zentral vordefinieren und per Richtlinie an die Endpoint-Computer verteilen. Als Vorlage liefern wir
Ihnen ein vordefiniertes Fragenthema, das Sie unverändert benutzen oder modifizieren können.
Sie können die Benutzer auch per Richtlinie berechtigen, selbst Fragen zu definieren.
Für die initiale Beantwortung und spätere Bearbeitung der Fragen steht dem Benutzer nach der
Aktivierung der Funktion auf seinem Computer der Local Self Help Assistent zur Verfügung.
Detaillierte Informationen zu Local Self Help auf dem Endpoint-Computer finden Sie in der
SafeGuard Enterprise Benutzer-Hilfe im Kapitel Recovery über Local Self Help.
Local Self Help reduziert die Anzahl an Helpdesk-Anforderungen für Notfälle, die die
Anmeldung betreffen. Helpdesk-Mitarbeitern werden somit Routine-Aufgaben abgenommen und sie können sich auf komplexere Support-Anforderungen konzentrieren.
22.1 Parameter für Local Self Help über eine Richtlinie definieren
Die Einstellungen für Local Self Help definieren Sie in einer Richtlinie vom Typ Allgemeine
Einstellungen unter Recovery für die Anmeldung - Local Self Help aktivieren. Hier aktivieren
Sie die Funktion zur Benutzung auf den Endpoint-Computern und legen weitere Berechtigungen und Parameter fest.
240
SafeGuard Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
22.1.1 Local Self Help aktivieren
Um die Funktion Local Self Help für die Benutzung auf Endpoint-Computern zu aktivieren, wählen Sie im Feld Local Self Help die Option Local Self Help aktivieren.
Nach dem Wirksamwerden der Richtlinie auf den Computern sind die Benutzer aufgrund dieser
Einstellung berechtigt, Local Self Help für Recovery-Vorgänge, die die Anmeldung betreffen, zu benutzen. Hierzu müssen die Benutzer die Funktion auf Ihrem Computer durch Beantwortung der erhaltenen Fragen oder durch Erstellung und Beantwortung eigener Fragen (je nach
Berechtigung) aktivieren.
Nach dem Erhalt der von Ihnen erstellten Richtlinie und dem Neustart des Computers steht den
Benutzern dafür der Local Self Help Assistent über das System Tray Icon in der Windows Task-
Leiste zur Verfügung.
22.1.2 Weitere Einstellungen definieren
Neben der Aktivierung von Local Self Help können Sie in einer Richtlinie vom Typ Allgemeine
Einstellung folgende weiteren Einstellungen definieren:
Minimale Länge der Antwort
Legen Sie hier die Mindestlänge der Antworten in Zeichen fest. Die Standardeinstellung ist 1.
Willkommenstext unter Windows
Hier können Sie einen individuellen Informationstext angeben, der beim Starten des Local
Self Help Assistenten auf dem Benutzercomputer im ersten Dialog angezeigt werden soll.
Dieser Text muss zuvor erstellt und registriert werden.
Benutzer dürfen eigene Fragen festlegen
Für die Hinterlegung der Fragen und Antworten für Local Self Help gibt es folgende
Möglichkeiten:
Sie definieren als Sicherheitsbeauftragter die Fragen und verteilen Sie an die Benutzer. Die
Benutzer sind nicht dazu berechtigt, eigene Fragen zu definieren.
Sie definieren als Sicherheitsbeauftragter die Fragen und verteilen Sie an die Benutzer. Die
Benutzer sind dazu berechtigt, zusätzlich eigene Fragen zu definieren. Bei der
Beantwortung der für die Aktivierung von Local Self Help notwendigen Mindestanzahl an
Fragen können die Benutzer zwischen vorgegebenen und eigenen Fragen wählen oder eine
Kombination aus beiden verwenden.
241
SafeGuard Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
Sie berechtigen die Benutzer dazu, eigene Fragen zu definieren und geben keine vordefinierten Fragen vor. Die Benutzer aktivieren Local Self Help durch Definition und
Beantwortung eigener Fragen.
Um die Benutzer zur Definition eigener Fragen zu berechtigen, wählen Sie im Feld Benutzer
dürfen eigene Fragen festlegen die Einstellung Ja.
22.2 Fragen definieren
Voraussetzung dafür, dass Local Self Help auf dem Endpoint-Computer verwendet werden kann, ist die Hinterlegung von mindestens zehn beantworteten Fragen. Um sich über Local Self Help an der Power-on Authentication anzumelden, muss der Benutzer fünf Fragen, die per
Zufallsprinzip aus diesen zehn Fragen ausgewählt werden, korrekt beantworten.
Wenn der Benutzer nicht dazu berechtigt ist, eigene Fragen zu definieren, müssen Sie mindestens zehn vordefinierte Fragen mit der Richtlinie an den Endpoint-Computer für die Aktivierung von
Local Self Help weitergeben.
Für die Definition und Bearbeitung von Local Self Help Fragen benötigen Sie als
Sicherheitsbeauftragter die Berechtigung Local Self Help Fragen modifizieren.
22.2.1 Vorlage verwenden
Für Local Self Help liefern wir Ihnen ein vordefiniertes Fragenthema. Dieses Fragenthema steht standardmäßig in den Sprachen Deutsch und Englisch im Richtlinien-Navigationsbereich unter
Local Self Help Fragen zur Verfügung.
Das Fragenthema steht optional auch in den Sprachen Französisch, Italienisch, Spanisch und
Japanisch zur Verfügung. Diese Sprachversionen lassen sich zusätzlich in den Navigationsbereich importieren.
Hinweis: Bei der Eingabe von Antworten auf Japanisch zur Aktivierung von Local Self Help auf
Endpoint-Computern müssen die Benutzer Romajii-Zeichen (römische/lateinische Zeichen) verwenden. Andernfalls wird bei der Eingabe der Antworten in der Power-on Authentication keine Übereinstimmung erreicht.
Sie können das vordefinierte Fragenthema unverändert verwenden, bearbeiten oder löschen.
Wenn Sie die beiden Sprachversionen des vordefinierten Fragenthemas unverändert belassen und Local Self Help über eine Richtlinie vom Typ Allgemeine Einstellungen, werden die beiden vordefinierten Fragenthemen automatisch mit dieser Richtlinie an die Endpoint-Computer weitergegeben.
242
SafeGuard Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
22.3 Fragenthemen importieren
Über den Importvorgang können Sie zusätzliche Sprachversionen des vordefinierten
Fragenthemas (oder eigene, als .XML-Datei erstellte Fragenlisten) importieren.
So importieren Sie ein Fragenthema:
1. Erstellen Sie ein neues Fragenthema (siehe
Neues Fragenthema erstellen und Fragen hinzufügen
2. Markieren Sie im Richtlinien Navigationsbereich das neue Fragenthema unter Local Self
Help Fragen.
3. Klicken Sie im Arbeitsbereich mit der rechten Maustauste. Das Kontextmenü für das
Fragenthema wird geöffnet. Wählen Sie Importieren.
4. Wählen Sie das Verzeichnis, in dem das Fragenthema abgelegt ist, sowie das gewünschte
Fragenthema und klicken Sie auf Öffnen.
Die importierten Fragen werden im Arbeitsbereich angezeigt. Sie können das Fragenthema nun unverändert speichern oder bearbeiten.
22.4 Neues Fragenthema erstellen und Fragen hinzufügen
Neben Fragenthemen in verschiedenen Sprachen können Sie auch neue Fragenthemen zu unterschiedlichen Themenbereichen erstellen. Somit können Sie Benutzern mehrere
Fragenthemen zur Verfügung stellen, aus denen das für sie am besten geeignete Thema auswählen können.
So erstellen Sie ein neues Fragenthema und fügen Fragen hinzu:
1. Markieren Sie im Richtlinien Navigationsbereich den Eintrag Local Self Help Fragen.
2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Local Self Help Fragen und wählen Sie Neu >
Fragenthema.
3. Geben Sie einen Namen für das Fragenthema ein und klicken Sie auf OK.
4. Markieren Sie im Richtlinien Navigationsbereich das neue Fragenthema unter Local Self
Help Fragen.
5. Klicken Sie im Arbeitsbereich mit der rechten Maustaste. Das Kontextmenü für das
Fragenthema wird geöffnet. Wählen Sie Hinzufügen.
243
SafeGuard Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
6. Eine neue Fragenzeile wird hinzugefügt. Geben Sie Ihre Frage ein und drücken Sie Enter. Um weitere Fragen hinzufügen, wiederholen Sie diesen Vorgang.
7. Speichern Sie Ihre Änderungen, indem Sie auf das Speichern-Symbol in der Symbolleiste klicken.
Ihr Fragenthema ist registriert und wird der Richtlinie vom Typ Allgemeine Einstellungen, über die Local Self Help auf den Endpoint-Computern aktiviert wird, automatisch mitgegeben.
22.5 Fragenthemen bearbeiten
So bearbeiten Sie bereits vorhandene Fragenthemen:
1. Markieren Sie das gewünschte Fragenthema unter Local Self Help Fragen im Richtlinien
Navigationsbereich.
2. Sie können nun Fragen hinzufügen, ändern oder löschen.
Um Fragen hinzuzufügen, klicken Sie im Arbeitsbereich mit der rechten Maustaste und wählen Sie im Kontextmenü Hinzufügen. Geben Sie nun in der neu angezeigten Zeile Ihre
Frage ein.
Um Fragen zu ändern, klicken Sie auf den Fragentext im Arbeitsbereich. Bei der gewählten
Frage wird ein Stiftsymbol angezeigt. Geben Sie auf der Fragenzeile Ihre Änderungen ein.
Um Fragen zu löschen, markieren Sie die gewünschte Frage durch Klicken auf das graue
Kästchen zu Beginn der Fragenzeile im Arbeitsbereich und wählen Sie im Kontextmenü des Frageneintrags Löschen.
3. Speichern Sie Ihre Änderungen an der Fragenliste, indem Sie auf das Speichern-Symbol in der
Symbolleiste klicken.
Das geänderte Fragenthema ist registriert und wird der Richtlinie vom Typ Allgemeine
Einstellungen, über die Local Self Help auf den Endpoint-Computern aktiviert wird, automatisch mitgegeben.
22.6 Fragenthemen löschen
Um ein Fragenthema zu löschen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Fragenthema unter Local Self Help Fragen im Richtlinien Navigationsbereich und wählen Sie Löschen.
Hinweis: Wenn Sie ein Fragenthema löschen, nachdem die Benutzer bereits Fragen aus diesem
Thema zur Aktivierung von Local Self Help auf ihren Computern beantwortet haben, werden die
Antworten der Benutzer ungültig, da die Fragen nicht mehr vorhanden sind.
244
SafeGuard Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
22.7 Willkommenstexte registrieren
Sie können im Richtlinien-Navigationsbereich des SafeGuard Management Center einen
Willkommenstext registrieren, der im ersten Dialog des Local Self Help Assistenten angezeigt werden soll.
Die Textdateien mit den gewünschten Informationen müssen erstellt werden, bevor sie im
SafeGuard Management Center registriert werden können. Die maximale Dateigröße für
Informationstexte beträgt 50 KB. SafeGuard Enterprise verwendet nur Unicode UTF-16 kodierte
Texte. Wenn Sie die Textdateien nicht in diesem Format erstellen, werden Sie bei der
Registrierung automatisch in dieses Format konvertiert.
Wenn eine Konvertierung durchgeführt wird, werden Sie durch eine Meldung darüber informiert.
So registrieren Sie Informationstexte:
1. Klicken Sie im Richtlinien Navigationsbereich mit der rechten Maustaste auf
Informationstext und wählen Sie Neu > Text.
2. Geben Sie unter Textelementname einen Namen für den anzeigenden Text ein.
3. Wählen Sie über die Schaltfläche [...] die zuvor erstellte Textdatei aus. Wenn eine
Konvertierung notwendig ist, wird eine entsprechende Meldung angezeigt.
4. Klicken Sie auf OK.
Das neue Textelement wird als Unterknoten des Eintrags Informationstext im Richtlinien
Navigationsbereich. Ist ein Textelement markiert, wird sein Inhalt im Aktionsbereich angezeigt.
Das Textelement kann jetzt beim Erstellen von Richtlinien ausgewählt werden.
Um weitere Textelemente zu registrieren, gehen Sie wie beschrieben vor. Alle registrierten
Textelemente werden als Unterknoten angezeigt.
245
SafeGuard Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
23 Recovery über Challenge/Response
Zur Optimierung von Workflows im Unternehmen und zur Reduzierung von Helpdesk-Kosten bietet SafeGuard Enterprise eine Challenge/Response Recovery-Lösung. Mit einem benutzerfreundlichen Challenge/Response-Verfahren unterstützt SafeGuard Enterprise
Benutzer, die sich an ihrem Computer nicht mehr anmelden oder nicht auf verschlüsselte Daten zugreifen können.
Diese Funktionalität ist im SafeGuard Management Center in Form eines Recovery-Assistenten integriert.
23.1 Nutzen und Vorteile des Challenge/Response-Verfahrens
Das Challenge/Response-Verfahren ist ein sicheres und effizientes Notfallsystem.
Während des gesamten Vorgangs werden keine vertraulichen Daten in unverschlüsselter
Form ausgetauscht.
Informationen, die unberechtigte Dritte durch Mitverfolgen dieses Vorgangs erhalten könnten, lassen sich weder zu einem späteren Zeitpunkt noch auf anderen Geräten verwenden.
Für den Computer, auf den zugegriffen wird, ist keine Online-Netzwerkverbindung erforderlich. Der Response Code Assistent für den Helpdesk läuft auch auf einem Standalone-
Computer ohne Verbindung zum SafeGuard Enterprise Server. Eine komplexe Infrastruktur ist nicht erforderlich.
Der Benutzer kann schnell wieder mit dem Computer arbeiten. Es gehen keine verschlüsselten
Daten verloren, nur weil der Benutzer das Kennwort vergessen hat.
23.2 Typische Situationen, in denen Hilfe beim Helpdesk angefordert wird
Ein Benutzer hat sein Kennwort für die Anmeldung vergessen. Der Computer ist gesperrt.
Der Local Cache der Power-on Authentication ist teilweise beschädigt.
Ein Benutzer ist krank oder im Urlaub und ein Kollege muss auf die Daten auf dem Computer zugreifen.
Ein Benutzer möchte auf ein Volume zugreifen, das mit einem Schlüssel verschlüsselt ist, der auf dem Computer nicht verfügbar ist.
SafeGuard Enterprise bietet für diese typischen Szenarien unterschiedliche Recovery-
Workflows, die dem Benutzer wieder den Zugang zu seinem Computer ermöglichen.
246
SafeGuard Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
23.3 Challenge/Response Workflow
Das Challenge/Response-Verfahren basiert auf zwei Komponenten:
Endpoint-Computer, auf dem der Challenge Code erzeugt wird.
SafeGuard Management Center, in dem Sie als Helpdesk-Beauftragter mit ausreichenden
Rechten einen Response-Code erstellen, der den Benutzer zur Ausführung der angeforderten
Aktion auf dem Computer berechtigt.
1. Der Benutzer fordert auf seinem Computer einen Challenge-Code an. Je nach Recovery-Typ wird der Challenge-Code in der Power-on Authentication oder über das KeyRecovery Tool angefordert.
Ein Challenge-Code in Form einer ASCII-Zeichenfolge wird generiert und angezeigt.
2. Der Benutzer wendet sich an den Helpdesk und übermittelt seine notwendige Identifikation sowie den Challenge-Code.
3. Der Helpdesk-Beauftragte startet den Recovery-Assistenten im SafeGuard Management
Center.
4. Der Helpdesk-Beauftragte wählt den entsprechenden Recovery-Typ, bestätigt die
Identifikationsinformationen sowie den Challenge-Code und wählt die gewünschte
Recovery-Aktion aus.
Ein Response-Code in Form einer ASCII-Zeichenfolge wird generiert und angezeigt.
5. Der Helpdesk-Beauftragte übermittelt dem Benutzer den Response-Code, z. B. über das
Telefon oder über eine Textmitteilung.
6. Der Benutzer gibt den Response-Code ein. Je nach Recovery-Typ erfolgt dies in der POA oder
über das KeyRecovery Tool.
Der Benutzer kann die autorisierte Aktion, z. B. Rücksetzen des Kennworts, ausführen und wieder mit dem Computer arbeiten.
247
SafeGuard Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
23.4 Wann muss der Benutzer sein Kennwort ändern?
Im Rahmen eines SafeGuard Enterprise Recovery-Vorgangs muss der Benutzer u. U. sein
Windows-Kennwort ändern. Die folgende Tabelle zeigt, wann es erforderlich ist, das Kennwort zu ändern. Die ersten vier Spalten zeigen spezifische Bedingungen, die während des Challenge/
Response-Verfahrens auftreten können. Die letzte Spalte gibt basierend auf den Bedingungen aus den ersten vier Spalten an, ob der Benutzer sein Kennwort ändern muss.
Bedingung: C/R mit Benutzeranmeldung und
Anzeige des
Kennworts
Ja
Ja
Ja
Nein
Nein
Nein
Bedingung: C/R mit Benutzeranmeldung
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Nein
Bedingung:
Domänen-
Controller verfügbar
Ja
Ja
Ja
Ja
Nein
Nein
Bedingung:
Option zur
Kennwortanzeige vom Benutzer abgelehnt
Nein
Ja
Ja entf.
entf.
entf.
Ergebnis: Benutzer muss sein
Windows-
Kennwort ändern
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Nein
23.5 Recovery-Assistenten starten
Damit Sie in der Lage sind, ein Recovery-Verfahren auszuführen, stellen Sie sicher, dass sie über die erforderlichen Rechte und Berechtigungen verfügen.
1. Melden Sie sich am SafeGuard Management Center an.
2. Klicken Sie auf Extras > Recovery in der Menüleiste.
Der SafeGuard Recovery-Assistent wird gestartet. Sie können den angeforderten Recovery-Typ auswählen.
248
SafeGuard Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
23.6 Recovery-Typen
Wählen Sie den Recovery-Typ, den Sie verwenden möchten. Folgende Recovery-Typen stehen zur Verfügung:
Challenge/Response für SafeGuard Enterprise Clients (Managed)
Challenge/Response für zentral durch das SafeGuard Management Center verwaltete
Computer. Die Computer sind im Bereich Benutzer & Computer im SafeGuard Management
Center aufgelistet.
Challenge/Response mit virtuellen Clients
Recovery-Vorgänge für verschlüsselte Volumes lassen sich in Fällen, in denen ein Challenge/
Response-Vorgang normalerweise nicht unterstützt würde (z. B. bei einer korrupten POA), auf einfache Art und Weise unter Anwendung von spezifischen Dateien mit der Bezeichnung virtuelle Clients durchführen.
Challenge/Response for Sophos SafeGuard Clients (Standalone)
Challenge/Response für lokal verwaltete Computer. Diese Computer haben nie eine
Verbindung zum SafeGuard Enterprise Server. Für jeden dieser Computer wird während der
Konfiguration eine Schlüssel-Recovery-Datei generiert. Diese Datei enthält den definierten
Computerschlüssel, der mit dem Unternehmenszertifikat verschlüsselt ist. Wenn diese Datei für den Zugriff durch den Helpdesk-Beauftragten zur Verfügung steht, z. B. auf einem USB-
Stick oder über eine Netzwerkfreigabe, wird das Challenge/Response-Verfahren für einen
Standalone-Computer unterstützt.
Hinweis: Darüber hinaus steht das Recovery-Verfahren Local Self Help zur Verfügung, für das keine Unterstützung durch den Helpdesk benötigt wird.
249
SafeGuard® Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
23.7 Recovery über Challenge/Response für SafeGuard Enterprise
Clients
SafeGuard Enterprise bietet ein Recovery-Verfahren für in der Datenbank registrierte Endpoint-
Computer für verschiedene Notfallszenarien, z. B. Kennwort-Recovery oder Zugriff auf Daten durch Booten von einem externen Medium.
Das Challenge/Response-Verfahren wird sowohl für native SafeGuard Enterprise Computer als auch für mit BitLocker verschlüsselte Endpoint-Computer unterstützt. Während des Challenge/
Response-Verfahrens wird automatisch erkannt, welcher Computertyp in Gebrauch ist. Der
Recovery-Workflow wird entsprechend angepasst.
23.7.1 Recovery-Aktionen für SafeGuard Enterprise Clients
Der Recovery Workflow richtet sich danach, für welchen Typ von Endpoint-Computer das
Recovery-Verfahren angefordert wird.
Hinweis: Für mit BitLocker verschlüsselte Computer steht als Recovery-Aktion nur die
Wiederherstellung des Schlüssels, der für die Verschlüsselung eines spezifischen Volumes verwendet wurde, zur Verfügung. Eine Recovery-Aktion für Kennwörter ist nicht verfügbar.
23.7.1.1 Kennwort auf POA-Ebene wiederherstellen
Einer der am häufigsten auftretenden Recovery-Szenarien besteht darin, dass Benutzer ihr
Kennwort vergessen haben. SafeGuard Enterprise wird standardmäßig mit aktivierter Power-on
Authentication (POA) installiert. Das POA-Kennwort, mit dem auf den Computer zugegriffen wird, ist identisch mit dem Windows-Kennwort.
Wenn der Benutzer das Kennwort auf der POA-Ebene vergessen hat, generiert der Helpdesk-
Beauftragte eine Response mit der Option SGN Client mit Benutzeranmeldung booten, ohne das
Benutzerkennwort anzuzeigen.
In diesem Fall startet der Computer jedoch nach Eingabe des Response-Codes bis zur
Betriebssystemebene. Der Benutzer muss somit unter der Voraussetzung, dass Zugriff auf die
Domäne besteht, das Kennwort auf Windows-Ebene ändern. Danach kann der Benutzer sich sowohl an Windows als auch an der Power-on Authentication mit dem neuen Kennwort anmelden.
250
SafeGuard® Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
Best practice zur Wiederherstellung des
Kennworts auf POA-Ebene
Hinweis: Wir empfehlen, in erster Linie die folgenden Methoden einzusetzen, um ein vergessenes
Kennwort wiederherzustellen, damit das Kennwort nicht zentral zurückgesetzt werden muss:
Verwenden Sie Local Self Help. Mit Recovery über Local Self Help kann der Benutzer selbst ohne die Unterstützung des Helpdesk das vergessene Kennwort anzeigen lassen und es weiterverwenden, ohne es zurücksetzen zu müssen. Für weitere Informationen siehe
Recovery
über Local Self Help
auf Seite 4.
Beim Einsatz von Challenge/Response: Wir raten davon ab, das Kennwort zentral im Active
Directory zurückzusetzen, bevor das Challenge/Response-Verfahren gestartet wird. Damit bleibt gewährleistet, dass das Kennwort zwischen Windows und Sophos SafeGuard weiterhin synchronisiert ist. Stellen Sie sicher, dass der Helpdesk entsprechend informiert ist.
Generieren Sie als SafeGuard Enterprise Helpdesk-Beauftragter eine Response mit der Option
SGN Client mit Benutzeranmeldung booten und Benutzerkennwort anzeigen. Dies bietet den
Vorteil, dass das Kennwort nicht im Active Directory geändert werden muss. Benutzer können mit dem alten Kennwort weiterarbeiten und es gegebenenfalls später lokal ändern.
23.7.1.2 Benutzerkennwort anzeigen
SafeGuard Enterprise bietet Benutzern die Möglichkeit, sich ihr Kennwort während des
Challenge/Response-Verfahrens anzeigen zu lassen. Dies bietet den Vorteil, dass das Kennwort nicht im Active Directory geändert werden muss. Diese Option ist verfügbar, wenn die
Anforderung SGN Client mit Benutzeranmeldung booten gestellt wird.
23.7.1.3 Ein anderer Benutzer muss den durch SafeGuard Enterprise geschützten
Computer booten
In diesem Fall bootet der Benutzer, der Zugriff auf den Computer benötigt, den Computer und gibt seinen Benutzernamen ein. Der Benutzer fordert dann eine Challenge an. Der SafeGuard
Helpdesk generiert eine Response vom Typ SGN Client mit Benutzeranmeldung booten mit
aktivierter durchgehender Anmeldung an Windows. Der Benutzer wird angemeldet und kann den Computer benutzen.
23.7.1.4 Zugriff auf Daten durch Booten von externem Medium oder Diskette
Mit Hilfe des Challenge/Response-Verfahrens lässt sich ein Computer auch von einem externen
Medium wie WinPE booten. Hierzu muss der Benutzer im POA-Anmeldedialog die Option
Weiterbooten von: Diskette/externem Medium wählen und eine Challenge starten. Nach Erhalt der Response kann der Benutzer die Anmeldeinformationen wie gewohnt in der POA eingeben und den Boot-Vorgang von einem externen Medium fortsetzen.
251
SafeGuard® Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
Für den Zugriff auf ein verschlüsseltes Volume müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
Das zu verwendende Gerät muss den SafeGuard Enterprise Filtertreiber enthalten. Eine detaillierte Beschreibung zum Erstellen einer solchen Treiber-CD finden Sie in unserer
Wissensdatenbank:
http://www.sophos.com/support/knowledgebase/article/108805.html
Der Benutzer muss von einem externen Medium booten und muss die hierzu erforderliche
Berechtigung haben. Diese Berechtigung wird erteilt, indem man im SafeGuard Management
Center eine Richtlinie erstellt und diese dem Client zuweist. (Richtlinie Authentisierung >
Zugriff: Benutzer kann nur von Festplatte booten auf „Nein“ setzen). Standardmäßig ist die
Berechtigung zum Booten von externen Medien nicht zugewiesen.
Der Endpoint-Computer muss den Boot-Vorgang von einem anderen Medium als einer
Festplatte generell unterstützen.
Es kann nur auf Volumes, die mit dem definierten Computerschlüssel verschlüsselt sind, zugegriffen werden. Dieser Verschlüsselungstyp kann in einer Geräteschutzrichtlinie im
SafeGuard Management Center definiert und dem Client zugewiesen werden.
Bitte beachten Sie, dass bei Anwendung von externen Medien wie WinPE für den Zugriff auf ein verschlüsseltes Laufwerk der Zugriff auf das Volume nur teilweise gewährt wird.
23.7.1.5 SafeGuard Enterprise Local Cache wiederherstellen
Dieser Vorgang ist notwendig, wenn der SafeGuard Enterprise Local Cache beschädigt ist. Im
Local Cache werden alle Schlüssel, Richtlinien, Benutzertifikate und Audit-Dateien gespeichert.
Standardmäßig ist in diesem Fall der Recovery-Vorgang deaktiviert, d. h. der Local Cache wird automatisch aus seiner Sicherungskopie wiederhergestellt. In diesem Fall ist kein Challenge/
Response-Verfahren für die Reparatur notwendig. Soll die Reparatur des Local Cache explizit
über ein Challenge/Response-Verfahren durchgeführt werden, kann der Recovery-Vorgang über eine Richtlinie aktiviert werden. In diesem Fall wird der Benutzer automatisch bei der Anmeldung an der Power-on Authentication aufgefordert, ein Challenge/Response-Verfahren zu starten.
23.7.2 Response für SafeGuard Enterprise Clients
Um für einen SafeGuard Enterprise Client eine Response in einem Challenge/Response-
Verfahren zu generieren, werden der Name des betreffenden Endpoint-Computers und die
Domäne benötigt:
Hinweis: Der Name muss immer der Distinguished Name des Computers sein.
1. Wählen Sie SafeGuard Enterprise Client (Managed) im Dialog Recovery-Typ.
2. Wählen Sie die Domäne aus der Liste aus.
252
SafeGuard® Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
3. Wählen Sie den Computernamen. Hierzu gibt es mehrere Möglichkeiten:
Wählen Sie einen Namen, indem Sie auf [...] im Abschnitt Computer-Information des
Dialogs Recovery-Typ klicken und anschließend Jetzt suchen klicken. Eine Liste mit
Computern wird angezeigt. Wählen Sie den gewünschten Computer aus und klicken Sie auf OK. Der Computername wird nun im Fenster Recovery-Typ unter Domäne angezeigt.
Geben Sie den Kurznamen des Computers ein. Wenn Sie auf Weiter klicken, wird der
Name in der Datenbank gesucht. Der gefundene Computername wird als Distinguished
Name angezeigt.
Geben Sie den Computernamen direkt als Distinguished Name ein, zum Beispiel:
CN=Desktop1,OU=Development,OU=Headquarter,DC=Sophos,DC=edu
4. Klicken Sie auf Weiter.
Das Programm bestimmt nun automatisch, ob es sich um einen nativen SafeGuard Enterprise
Computer oder um einen mit BitLocker verschlüsselten Computer handelt, und passt den
Recovery Workflow entsprechend an. Im Falle eines nativen SafeGuard Enterprise Computers wird im nächsten Schritt die Auswahl der Benutzerinformationen verlangt.
Nachdem der Computer in der Datenbank gefunden wurde, wird nun der entsprechende
Benutzername und die Domäne für das Recovery eines SafeGuard Enterprise Clients benötigt.
1. Wählen Sie die Domäne des Benutzers.
2. Geben Sie den Benutzernamen ein. Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten:
Wählen Sie den Benutzernamen, indem Sie auf [...] im Abschnitt Benutzerinformation des
Dialogs Recovery für die Anmeldung klicken und anschließend Jetzt suchen klicken. Eine
Liste mit Benutzernamen wird angezeigt. Wählen Sie den gewünschten Namen und klicken
Sie auf OK. Der Name wird unter Domäne im Recovery-Typ-Fenster angezeigt.
Geben Sie den Benutzernamen direkt ein. Stellen Sie sicher, dass der Name korrekt geschrieben ist.
253
SafeGuard® Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
3. Klicken Sie auf Weiter. Ein Fenster für die Eingabe des Challenge-Codes wird angezeigt.
4. Geben Sie den Challenge-Code ein, den der Benutzer Ihnen genannt hat, und klicken Sie auf
Weiter. Der Challenge-Code wird geprüft. Wenn er falsch eingegeben wurde, wird der
Hinweis
Ungültig unterhalb des fehlerhaften Blocks angezeigt.
254
SafeGuard® Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
5. Wenn der Challenge-Code korrekt eingegeben wurde, werden die vom SafeGuard Enterprise
Client angeforderte Aktion sowie die möglichen Recovery-Aktionen auf dem Client angezeigt.
Die möglichen Response-Aktionen richten sich nach den Aktionen, die auf Client-Seite beim
Aufrufen der Challenge angefordert wurden. Wenn auf Client-Seite zum Beispiel Crypto
Token erforderlich angefordert wurde, stehen für die Response die Aktionen SGN Client mit
Benutzeranmeldung booten und SGN Client ohne Benutzeranmeldung booten zur
Verfügung.
255
6. Wählen Sie die Aktion, die der Benutzer ausführen soll.
7. Wenn Sie SGN Client mit Benutzeranmeldung booten als Response-Aktion ausgewählt haben, können Sie zusätzlich auch die Option Benutzerkennwort anzeigen wählen, um das
Kennwort auf dem Zielcomputer anzeigen zu lassen.
8. Klicken Sie auf Weiter.
9. Ein Response-Code wird generiert. Teilen Sie den Response-Code dem Benutzer mit. Hierzu steht eine Buchstabierhilfe zur Verfügung. Sie können den Response-Code auch in die
Zwischenablage kopieren.
SafeGuard® Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
Der Benutzer kann nun den Response-Code eingeben und die autorisierte Aktion durchführen.
23.8 Response für mit BitLocker verschlüsselte
SafeGuard Enterprise Clients
Für mit BitLocker verschlüsselte Computer lässt sich ein Volume, auf das nicht mehr zugegriffen werden kann, wiederherstellen.
Hinweis: Der Name muss immer der Distinguished Name des Computers sein.
1. Wählen Sie im Fenster Recovery-Typ die Option SafeGuard Enterprise Client.
2. Wählen Sie die Domäne aus der Liste.
3. Geben Sie den Computernamen ein. Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten:
Wählen Sie einen Namen, indem Sie auf [...] im Abschnitt Computer-Information des
Dialogs Recovery-Typ klicken und anschließend Jetzt suchen klicken. Eine Liste mit
Computern wird angezeigt. Wählen Sie den gewünschten Computer aus und klicken Sie auf OK. Der Computername wird nun im Fenster Recovery-Typ unter Domäne angezeigt.
Geben Sie den Kurznamen des Computers ein. Wenn Sie auf Weiter klicken, wird der
Name in der Datenbank gesucht. Der gefundene Computername wird als Distinguished
Name angezeigt.
Geben Sie den Computernamen direkt als Distinguished Name ein, zum Beispiel:
CN=Desktop1,OU=Development,OU=Headquarter,DC=Utimaco,DC=edu
256
SafeGuard® Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
4. Klicken Sie auf Weiter.
Das Programm bestimmt nun automatisch, ob es sich um einen nativen SafeGuard Enterprise
Computer oder um einen mit BitLocker verschlüsselten Computer handelt und passt den
Recovery Workflow entsprechend an. Handelt es sich um einen mit BitLocker verschlüsselten
Computer, so muss im nächsten Schritt das erforderliche Volume ausgewählt werden.
Nachdem der betreffende Computer in der Datenbank gefunden wurde, muss das Volume ausgewählt werden, für das die Recovery-Aktion am mit BitLocker verschlüsselten Endpoint-
Computer durchgeführt werden soll.
1. Wählen Sie das Volume, auf das zugegriffen werden soll, aus der Liste und klicken Sie auf
Weiter.
2. Der Recovery-Assistent zeigt nun den 48-stelligen Recovery-Schlüssel an.
3. Teilen Sie dem Benutzer diesen Schlüssel mit.
Der Benutzer kann nun den Schlüssel eingeben, um den Zugriff auf das mit BitLocker verschlüsselte Volume auf dem Endpoint-Computer wiederherzustellen.
257
SafeGuard® Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
23.9 Challenge/Response mit virtuellen Clients
Mit Recovery über Challenge/Response mit virtuellen Clients bietet SafeGuard Enterprise ein
Recovery-Verfahren für verschlüsselte Volumes in komplexen Notfallsituationen, z. B., wenn die
POA korrupt ist. Dieses Verfahren lässt sich sowohl auf zentral verwaltete Computer als auch auf
Standalone-Computer anwenden.
Hinweis: Recovery mit virtuellen Clients sollte nur in komplexen Notfallsituationen angewendet werden. Wenn zum Beispiel nur ein Schlüssel für die Wiederherstellung eines Volumes fehlt, ist es am besten, den fehlenden Schlüssel dem Schlüsselbund des entsprechenden Benutzers zuzuweisen, um den Zugriff auf das Volume zu ermöglichen.
23.9.1 Recovery Workflow mit virtuellen Clients
Über folgenden allgemeinen Workflow lässt sich der Zugang zum verschlüsselten Computer wiederherstellen:
1. Sie erhalten die SafeGuard Enterprise Recovery Disk vom technischen Support.
2. Für den Helpdesk steht die Windows PE Recovery Disk mit den aktuellen SafeGuard
Enteprise Filter-Treibern auf der Sophos Support-Website zum Download zur Verfügung.
Weitere Informationen finden Sie in der Wissensdatenbank: http://www.sophos.com/ support/knowledgebase/article/108805.html.
3. Erstellen Sie den virtuellen Client im SafeGuard Management Center.
4. Exportieren Sie den virtuellen Client in eine Datei.
5. Booten Sie den Computer von der Recovery Disk.
6. Importieren Sie die Datei mit dem virtuellen Client in das KeyRecovery Tool.
7. Starten Sie die Challenge im KeyRecovery Tool.
8. Bestätigen Sie den virtuellen Client im SafeGuard Management Center.
9. Wählen Sie die erforderliche Recovery-Aktion.
10. Geben Sie den Challenge-Code im SafeGuard Management Center ein.
11. Generieren Sie den Response-Code im SafeGuard Management Center.
12. Geben Sie den Response-Code im KeyRecovery Tool ein.
Auf den Computer kann wieder zugegriffen werden.
258
SafeGuard® Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
23.9.2 Computer von der Recovery Disk booten
Voraussetzung:
Stellen Sie sicher, dass die Boot-Reihenfolge im BIOS das Booten von CD erlaubt.
1. Legen Sie auf dem Endpoint-Computer die Recovery Disk ein und starten Sie den Computer.
Der integrierte Dateimanager wird geöffnet. Hier sehen Sie auf einen Blick die bereitgestellten
Volumes und Laufwerke.
259
Der Inhalt des verschlüsselten Laufwerks ist im Dateimanager nicht sichtbar. In den
Eigenschaften des verschlüsselten Laufwerks werden weder das Dateisystem, noch die Kapazität sowie der verwendete/freie Speicherplatz angegeben.
SafeGuard® Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
2. Klicken Sie unten im Bereich Quick Launch des Dateimanagers auf das KeyRecovery-Symbol, um das KeyRecovery Tool zu öffnen. Das Key Recovery Tool zeigt dieSchlüssel-ID verschlüsselter Laufwerke.
3. Suchen Sie nach der Schlüssel-ID des Laufwerks, auf das Sie zugreifen möchten. Die Schlüssel-
ID wird später abgefragt.
Im nächsten Schritt importieren Sie den virtuellen Client in das Key Recovery Tool.
23.9.3 Virtuellen Client in das KeyRecovery Tool importieren
Voraussetzung:
Der Computer wurde von der Recovery Disk gebootet.
Stellen Sie sicher, dass das USB-Laufwerk mit der Datei recoverytoken.tok erfolgreich bereitgestellt wurde.
1. Wählen Sie im Windows PE Dateimanager das Laufwerk aus, auf dem der virtuelle Client gespeichert ist. Die Datei recoverytoken.tok wird auf der rechten Seite angezeigt.
260
SafeGuard® Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
2. Wählen Sie die Datei recoverytoken.tok aus und ziehen Sie sie auf das Laufwerk, auf dem sich das KeyRecovery Tool befindet. Legen Sie die Datei hier im Verzeichnis Tools\SGN-Tools ab.
261
SafeGuard® Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
23.9.4 Challenge im KeyRecovery Tool starten
1. Klicken Sie unten im Bereich Quick Launch des Dateimanagers auf das KeyRecovery-Symbol, um das KeyRecovery Tool zu öffnen. Das Key Recovery Tool zeigt die Schlüssel-ID verschlüsselter Laufwerke.
Das Tool startet und zeigt eine Liste aller Volumes mit den jeweiligen
Verschlüsselungsinformationen (Schlüssel-ID).
2. Wählen Sie das Volume, das Sie entschlüsseln möchten und klicken Sie auf Import mit C/R, um den Challenge-Code zu erzeugen.
Die Datei mit dem virtuellen Client wird als Referenz in der SafeGuard Enterprise Datenbank verwendet und in der Challenge angegeben. Der Challenge-Code wird erzeugt und angezeigt.
3. Übermitteln Sie den Namen des virtuellen Clients und den Challenge-Code an den Helpdesk, z. B. über Telefon oder eine Textmitteilung. Hierzu steht eine Buchstabierhilfe zur Verfügung.
262
SafeGuard® Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
23.9.5 Response mit virtuellen Clients erzeugen
Um auf einen durch SafeGuard Enterprise geschützten Computer zuzugreifen und eine Response mit virtuellen Clients zu erzeugen, sind zwei Aktionen erforderlich:
1. Bestätigen Sie den virtuellen Client in der SafeGuard Management Center Datenbank.
2. Wählen Sie die erforderliche Recovery-Aktion aus:
Die Challenge kann zum Wiederherstellen eines einzelnen Schlüssels für den Zugriff auf ein verschlüsseltes Volume auf einem Computer, der mit dem SafeGuard Enterprise Server verbunden ist, gestartet werden. Wählen Sie Schlüssel angefordert Recovery-Schlüssel
aus der Datenbank.
Die Challenge kann zum Wiederherstellen eines einzelnen Schlüssels für den Zugriff auf ein verschlüsseltes Volume auf einem Standalone-Computer gestartet werden, der nie eine
Verbindung zum SafeGuard Enterprise Server hat. Wählen Sie Schlüssel angefordert
Schlüssel-Recovery-Datei (Standalone).
Die Challenge kann zum Wiederherstellen mehrerer Schlüssel für den Zugriff auf verschlüsselte Volumes auf einem Computer, der mit dem SafeGuard Enterprise Server verbunden ist. Die Schlüssel werden in einer Datei gespeichert, die mit einem
Zufallskennwort verschlüsselt wird, das in der Datenbank abgelegt ist. Das Kennwort ist für jede erstellte Schlüsseldatei einzigartig. Das Kennwort wird innerhalb des Response-
Codes an den Zielcomputer übertragen. Wählen Sie Schlüssel angefordert
23.9.6 Virtuellen Client bestätigen
Der virtuelle Client muss im SafeGuard Management Center unter Virtuelle Clients angelegt worden sein und er muss in der Datenbank zur Verfügung stehen.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Extras > Recovery, um den Recovery-
Assistenten zu öffnen.
2. Wählen Sie unter Recovery-Typ die Option Virtueller Client.
263
SafeGuard® Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
3. Geben Sie den Namen des virtuellen Client ein, den Sie vom Benutzer erhalten haben. Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten:
Geben Sie den eindeutigen Namen direkt ein.
Wählen Sie einen Namen, indem Sie auf [...] im Abschnitt Virtueller Client des Dialogs
Recovery-Typ klicken. Klicken Sie anschließend auf Jetzt suchen. Eine Liste mit virtuellen
Clients wird angezeigt. Wählen Sie den gewünschten virtuellen Client aus und klicken Sie auf OK. Der Name des virtuellen Clients wird nun im Fenster Recovery-Typ unter
Virtueller Client angezeigt.
4. Klicken Sie auf Weiter, um den Namen der Datei mit dem virtuellen Client zu bestätigen.
Im nächsten Schritte wählen Sie die erforderliche Recovery-Aktion aus.
23.9.7 Angeforderten Schlüssel auswählen (zentral verwaltete Clients)
Voraussetzung:
Sie müssen den erforderlichen virtuellen Client im Recovery-Assistenten des SafeGuard
Management Center ausgewählt haben.
Eine Response kann nur für zugewiesene Schlüssel erzeugt werden. Ist ein Schlüssel inaktiv, d. h. der Schlüssel ist nicht mindestens einem Benutzer zugewiesen, ist eine Response mit einem virtuellen Client nicht möglich. In diesem Fall kann der inaktive Schlüssel zunächst einem beliebigen Benutzer zugewiesen werden. Danach kann eine Response für den Schlüssel generiert werden.
1. Wählen Sie im Recovery-Assistenten unter Virtueller Client die erforderliche Recovery-
Aktion Schlüssel angefordert und klicken Sie auf Weiter.
2. Aktivieren Sie Recovery-Schlüssel aus der Datenbank auswählen.
3. Klicken Sie auf [...]. Sie können sich die Schlüssel entweder nach Schlüssel-ID oder symbolischem Namen anzeigen lassen. Klicken Sie auf Suchen, wählen Sie den Schlüssel und klicken Sie auf OK.
4. Bestätigen Sie Ihre Auswahl mit Weiter. Das Fenster für die Eingabe des Challenge-Codes wird angezeigt.
5. Geben Sie den vom Benutzer erhaltenen Challenge-Code ein und klicken Sie auf Weiter. Der
Challenge-Code wird geprüft.
264
SafeGuard® Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
Wenn der Challenge-Code korrekt eingegeben wurde, wird der Response-Code erzeugt. Wurde der Code nicht korrekt eingegeben, so wird unterhalb des Blocks, der den Fehler enthält, der Text
Ungültig angezeigt.
6. Teilen Sie dem Benutzer den Response-Code mit. Hierzu steht eine Buchstabierhilfe zur
Verfügung. Sie können den Response-Code auch in die Zwischenablage kopieren.
Der angeforderte Schlüssel wird innerhalb des Response-Codes an die Benutzerumgebung
übertragen.
23.9.8 Schlüssel-Recovery-Datei auswählen (Standalone-Computer)
Sie müssen den erforderlichen virtuellen Client im Recovery-Assistenten des SafeGuard
Management Center ausgewählt haben.
Die Schlüssel-Recovery-Datei, die zur Wiederherstellung des Zugriffs auf den Computer erforderlich ist, muss dem Helpdesk zur Verfügung stehen, z. B. über eine Netzwerkfreigabe.
1. Wählen Sie im Recovery-Assistenten unter Virtueller Client die erforderliche Recovery-
Aktion Schlüssel angefordert und klicken Sie auf Weiter.
2. Aktivieren Sie die Option Schlüssel-Recovery-Datei mit Recovery-Schlüssel auswählen.
3. Klicken Sie neben dieser Option auf [...], um nach der entsprechenden Datei zu suchen. Zur
Vereinfachung tragen die Recovery-Dateien den Namen des jeweiligen Computers: computername.GUID.xml.
4. Bestätigen Sie Ihre Auswahl mit Weiter. Das Fenster für die Eingabe des Challenge-Codes wird angezeigt.
5. Geben Sie den vom Benutzer erhaltenen Challenge-Code ein und klicken Sie auf Weiter. Der
Challenge-Code wird geprüft.
Wenn der Challenge-Code korrekt eingegeben wurde, wird der Response-Code erzeugt. Wurde der Code nicht korrekt eingegeben, wird unterhalb des Blocks, der den Fehler enthält, der Text
Ungültig angezeigt.
6. Teilen Sie dem Benutzer den Response-Code mit. Hierzu steht eine Buchstabierhilfe zur
Verfügung. Sie können den Response-Code auch in die Zwischenablage kopieren.
Der angeforderte Schlüssel wird mit dem Response-Code an die Benutzerumgebung übertragen.
265
SafeGuard® Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
23.9.9 Mehrere Schlüssel in einer Schlüsseldatei auswählen
Sie müssen die erforderliche Datei mit dem virtuellen Client im SafeGuard Management Center
Recovery-Assistenten ausgewählt haben.
Sie müssen die Schlüsseldatei zuvor im SafeGuard Management Center unter Schlüssel &
Zertifikate angelegt haben und das Kennwort, mit dem die Datei verschlüsselt ist, muss in der
Datenbank gespeichert sein.
1. Wählen Sie im Recovery-Assistenten unter Virtueller Client die erforderliche Recovery-
Aktion Kennwort für ausgewählte Schlüsseldatei und klicken Sie auf Weiter.
2. Klicken Sie neben dieser Option auf [...] und dann auf Suchen. Wählen Sie die Schlüsseldatei aus und klicken Sie auf OK.
3. Bestätigen Sie Ihre Auswahl mit Weiter. Das Fenster für die Eingabe des Challenge-Codes wird angezeigt.
4. Geben Sie den vom Benutzer erhaltenen Challenge-Code ein und klicken Sie auf Weiter. Der
Challenge-Code wird geprüft.
Wenn der Challenge-Code korrekt eingegeben wurde, wird der Response-Code erzeugt. Wurde der Code nicht korrekt eingegeben, wird unterhalb des Blocks, der den Fehler enthält, der Text
Ungültig angezeigt.
5. Teilen Sie dem Benutzer den Response-Code mit. Hierzu steht eine Buchstabierhilfe zur
Verfügung. Sie können den Response-Code auch in die Zwischenablage kopieren.
Der angeforderte Schlüssel wird mit dem Response-Code an die Benutzerumgebung übertragen.
266
SafeGuard® Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
23.9.10 Response-Code im KeyRecovery Tool eingeben
1. Geben Sie im KeyRecovery Tool auf dem Endpoint-Computer den Response-Code ein, den
Sie vom Helpdesk erhalten haben.
Mit dem Response-Code wird der erforderliche Recovery-Schlüssel übertragen.
2. Klicken Sie auf OK. Das für das Challenge/Response-Verfahren gewählte Laufwerk wird entschlüsselt.
3. Um sicherzustellen, dass die Entschlüsselung erfolgreich durchgeführt werden konnte, wählen Sie das entschlüsselte Laufwerk im Windows PE Dateimanager aus:
267
SafeGuard® Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
Der Inhalt des entschlüsselten Laufwerks wird nun im Dateimanager angezeigt. Das Dateisystem und die Kapazität sowie der benutzte/freie Speicherplatz werden nun in den Eigenschaften des entschlüsselten Laufwerks angegeben.
Der Zugriff auf die in dieser Partition gespeicherten Daten ist wiederhergestellt. Nach der erfolgreichen Entschlüsselung haben Sie auf dem entsprechenden Laufwerk Lese- und
Schreibzugriff für Daten. Sie können Daten vom und auf das Laufwerk kopieren.
23.10 Challenge/Response für Sophos SafeGuard Clients (Standalone)
SafeGuard Enterprise bietet auch ein Challenge/Response-Verfahren für Standalone-Computer
(Sophos SafeGuard Clients). Diese Computer haben nie eine Verbindung zum SafeGuard
Enterprise Server, auch nicht vorübergehend. Sie werden im Standalone-Modus betrieben. Da sie nicht in der SafeGuard Enterprise Datenbank registriert sind, stehen keine Informationen für ihre Identifikation, die für ein Challenge/Response-Verfahren benötigt werden, zur Verfügung.
Für diese Computer bietet SafeGuard Enterprise ein Challenge-Response-Verfahren, z. B. für den
Fall, dass ein Benutzer sein Kennwort vergessen oder zu oft falsch eingegeben hat. Die für das
Challenge/Response-Verfahren benötigten Identifikationsinformationen basieren in diesem Fall auf der Schlüssel-Recovery-Datei. Diese Schlüssel-Recovery-Datei wird auf jedem Endpoint-
Computer während der Installation der SafeGuard Enterprise Verschlüsselungssoftware erzeugt.
Steht diese Schlüssel-Recovery-Datei dem Helpdesk zur Verfügung, z. B. über eine
Netzwerkfreigabe, so kann ein Challenge/Response-Verfahren für den durch SafeGuard
Enteprise geschützten Computer durchgeführt werden.
Um die Suche nach und die Gruppierung von Recovery-Dateien zu vereinfachen, enthalten die
Dateienamen den Namen des Computers: computername.GUID.xml. Somit sind Suchvorgänge mit Asterisken (*) als Platzhalter möglich, z. B.: *.GUID.xml.
Hinweis: Wenn ein Computer umbenannt wird, wird er im Local Cache nicht automatisch entsprechend umbenannt. Im Local Cache werden alle Schlüssel, Richtlinien, Benutzertifikate und Audit-Dateien gespeichert. Für die Datei-Generierung muss der neue Computername daher aus dem Local Cache entfernt werden, so dass nur der vorige Name verbleibt, auch wenn der
Computer unter Windows umbenannt werden.
268
SafeGuard® Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
23.10.1 Recovery-Aktionen für Sophos SafeGuard Clients (Standalone)
Für einen Endpoint-Computer kann in den folgenden Situationen ein Challenge/Response-
Verfahren gestartet werden:
Der Benutzer hat sein Kennwort auf POA-Ebene zu oft falsch eingegeben und der Computer wurde gesperrt.
Der Benutzer hat das Kennwort vergessen.
Ein beschädigter Local Cache muss repariert werden.
Für einen Standalone-Computer steht kein Benutzerschlüssel in der Datenbank zur Verfügung.
Somit ist in einem Challenge/Response-Verfahren nur die Recovery-Aktion SGN Client ohne
Benutzeranmeldung booten.
Das Challenge/Response-Verfahrens ermöglicht das Booten des Computers durch die Power-on
Authentication. Der Benutzer kann sich dann an Windows anmelden.
Der Benutzer hat das Kennwort auf POA-Ebene zu oft falsch eingegeben und der Computer wurde gesperrt.
Der Computer ist gesperrt und der Benutzer wird dazu aufgefordert, ein Challenge/Response-
Verfahren zu starten, um wieder Zugriff auf den Computer zu erhalten. Da in diesem Fall das
Kennwort nicht zurückgesetzt werden muss, weil der Benutzer das Kennwort noch weiß, ermöglicht das Challenge/Response-Verfahren das Booten des Computers durch die Power-on
Authentication. Der Benutzer kann dann das korrekte Kennwort auf Windows-Ebene eingeben und den Computer wieder benutzen.
Der Benutzer hat das Kennwort vergessen
Hinweis: Wir empfehlen, in erster Linie Local Self Help einzusetzen, um ein vergessenes
Kennwort wiederherzustellen. Mit Recovery über Local Self Help kann sich der Benutzer selbst das aktuelle Benutzerkennwort unter Wahrung der Vertraulichkeit in der Power-on
Authentication anzeigen lassen und es weiterhin zur Anmeldung verwenden. Für weitere
Informationen siehe
Recovery über Local Self Help
, Seite 4.
269
SafeGuard® Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
Wenn das Kennwort über ein Challenge/Response-Verfahren wiederhergestellt wird, muss das
Kennwort zurückgesetzt werden.
1. Das Challenge/Response-Verfahren ermöglicht das Booten des Computers durch die Poweron Authentication.
2. Da dem Benutzer das Kennwort nicht bekannt ist, kann er es im Windows-Dialog nicht eingeben. Das Kennwort muss daher auf Windows-Ebene zurückgesetzt werden. Hierzu sind weitere Recovery-Vorgänge außerhalb von SafeGuard Enterprise erforderlich, die über
Windows-Standard-Verfahren durchgeführt werden müssen.
Hinweis: Wir empfehlen, das Kennwort vor dem Challenge/Response-Verfahren nicht zentral im Active Directory zurückzusetzen. Dadurch wird sichergestellt, dass das Kennwort zwischen
Windows und SafeGuard Enterprise synchron bleibt. Stellen Sie sicher, dass der Windows-
Helpdesk entsprechend informiert ist.
3. Wir empfehlen, die folgenden Methoden für das Zurücksetzen des Kennworts auf Windows-
Ebene:
Über ein Service-Benutzerkonto oder ein Administratorkonto mit den erforderlichen
Windows-Rechten auf dem Endpoint-Computer
Über eine Windows-Kennwortrücksetz-Diskette auf dem Endpoint-Computer
Als Helpdesk-Beauftragter können Sie den Benutzer darüber informieren, welche
Methode benutzt werden soll, und ihm die zusätzlichen Windows-Anmeldeinformationen oder die erforderliche Diskette zur Verfügung stellen.
4. Der Benutzer gibt das vom Helpdesk zur Verfügung gestellte neue Kennwort auf Windows-
Ebene ein. Unmittelbar danach ändert der Benutzer das Kennwort in ein nur ihm bekanntes
Kennwort.
5. SafeGuard Enterprise stellt fest, dass das neu gewählte Kennwort nicht mehr den aktuellen
Kennwort entspricht, das in der POA verwendet wird. Der Benutzer wird aufgefordert, das alte Kennwort einzugeben. Da er das Passwort vergessen hat, muss er auf Abbrechen klicken.
6. Da beim Zurücksetzen eines Kennworts ohne Angabe des alten Kennworts in SafeGuard
Enterprise ein neues Zertifikat generiert werden muss, muss der Benutzer diesen Vorgang bestätigen.
7. Ein neues Benutzerzertifikat wird basierend auf dem neu gewählten Windows-Kennwort erstellt. Dies ermöglicht es dem Benutzer, sich wieder an seinem Computer und an der Poweron Authentication mit dem neuen Kennwort anzumelden.
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SafeGuard® Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
Schlüssel für SafeGuard Data Exchange
Hinweis: Wenn der Benutzer das Windows-Kennwort vergessen hat und ein neues eingeben muss, wird auch ein neues Zertifikat erstellt. In diesem Fall kann der Benutzer daher nicht mehr die bereits für SafeGuard Data Exchange erstellten Schlüssel verwenden. Damit bereits für
SafeGuard Data Exchange generierte Benutzerschlüssel weiterhin verwendet werden können, müssen dem Benutzer die SafeGuard Data Exchange Passphrasen zur Reaktivierung dieser
Schlüssel bekannt sein.
23.10.2 Response für Standalone-Computer mit der Schlüssel-Recovery-Datei erzeugen
Hinweis: Die Schlüssel-Recovery-Datei, die während der Installation der SafeGuard Enterprise
Verschlüsselungssoftware generiert wurde, muss an einem Speicherort abgelegt sein, auf den der
Helpdesk-Beauftragte Zugriff hat. Darüber hinaus muss der Name der Datei bekannt sein.
So generieren Sie eine Response:
1. Wählen Sie in der Menüleiste des SafeGuard Management Center Extras > Recovery , um den
Recovery-Assistenten zu öffnen.
2. Wählen Sie unter Recovery-Typ die Option Sophos SafeGuard Client (Standalone).
3. Klicken Sie auf Browse, um die erforderliche Schlüssel-Recovery-Datei auszuwählen. Zur
Vereinfachung der Identifizierung tragen die Recovery-Dateien den Namen des Computers: computername.GUID.xml.
4. Geben Sie den vom Benutzer erhaltenen Challenge-Code ein und klicken Sie auf Weiter. Der
Challenge-Code wird geprüft.
Wenn der Challenge-Code korrekt eingegeben wurde, werden die vom Endpoint-Computer angeforderte Recovery-Aktion sowie die möglichen Recovery-Aktionen angezeigt. Wenn der
Code nicht korrekt eingegeben wurde, wird unterhalb des Blocks, der den Fehler enthält, der Text
Ungültig angezeigt.
5. Wählen Sie die vom Benutzer durchzuführende Aktion aus und klicken Sie auf Weiter.
6. Es wird ein Response-Code erzeugt. Teilen Sie den Response-Code dem Benutzer mit. Hierzu steht eine Buchstabierhilfe zur Verfügung. Sie können den Response-Code auch in die
Zwischenablage kopieren.
Der Benutzer kann den Response-Code eingeben, die angeforderte Aktion ausführen und dann wieder mit dem Computer arbeiten.
271
SafeGuard® Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
24 Systemwiederherstellung
SafeGuard Enterprise verschlüsselt Dateien und Laufwerke transparent. Darüber hinaus können auch Bootlaufwerke verschlüsselt werden, so dass Entschlüsselungsfunktionalitäten wie Code,
Verschlüsselungsalgorithmen und Verschlüsselungschlüssel sehr früh in der Bootphase verfügbar sein müssen. Folglich kann auf verschlüsselte Informationen nicht zugegriffen werden, wenn entscheidende SafeGuard Enterprise Module nicht verfügbar sind oder nicht funktionieren.
Die folgenden Abschnitte beschreiben mögliche Fehlerquellen und Recovery-Verfahren.
24.1 Daten-Recovery durch Booten von einem externen Medium
Dieser Recovery-Typ kann angewendet werden, wenn sich der Benutzer zwar noch an der POA anmelden, jedoch nicht mehr auf das verschlüsselte Volume zugreifen kann. In diesem Fall kann der Zugriff auf die verschlüsselten Daten durch Booten des Computers über eine für SafeGuard
Enterprise angepasste Windows PE Recovery Disk wiederhergestellt werden.
Voraussetzungen:
Der Benutzer, der vom externen Medium bootet, muss dazu berechtigt sein. Dieses Recht kann entweder im SafeGuard Management Center innerhalb einer Richtlinie vom Typ
Authentisierung konfiguriert werden (Benutzer darf Volume entschlüsseln auf Ja eingestellt), oder es kann für die einmalige Benutzung über ein Challenge/Response-
Verfahren erlangt werden.
Der Computer muss das Booten von anderen Medien außer von der fest eingebauten
Festplatte unterstützen.
So erhalten Sie wieder Zugriff auf die verschlüsselten Daten auf dem Computer:
1. Sie erhalten die SafeGuard Enterprise Recovery Disk vom technischen Support.
Für den Helpdesk steht die Windows PE Recovery Disk mit den aktuellen SafeGuard
Enterprise Filtertreibern auf der Sophos Support-Website zum Download zur Verfügung.
Weitere Informationen finden Sie in unserer Wissensdatenbank: http://www.sophos.com/ support/knowledgebase/article/108805.html.
2. Melden Sie sich an der Power-on Authentication mit Ihren Anmeldeinformationen an.
272
SafeGuard® Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
3. Legen Sie die Windows PE Recovery Disk ein.
4. Wählen Sie im POA-Anmeldedialog unter Weiterbooten von: die Option externes
Medium.Der Computer wird gestartet.
Der Zugriff auf die auf dieser Partition gespeicherten Daten ist wiederhergestellt.
24.2 Beschädigter MBR
Zur Problembehebung im Fall eines beschädigten MBR bietet SafeGuard Enterprise das Tool
BE_Restore.exe.
Eine detaillierte Beschreibung zur Wiederherstellung eines beschädigten MBR finden Sie in der
SafeGuard Tools-Anleitung unter BE_Restore.exe.
24.3 Code
Es kann auf eine Festplatte mit einem beschädigten Kernel-Bootcode zugegriffen werden. Denn
Schlüssel werden getrennt vom Kernel in der so genannten KSA (Key Storage Area) gespeichert.
Durch die Trennung von Kernel und Schlüsseln können solche Laufwerke angeschlossen an einen anderen Computer entschlüsselt werden.
Dazu benötigt der Benutzer, der sich an dem anderen Computer anmeldet, einen Schlüssel der
KSA der nicht bootbaren Partition in seinem Schlüsselring.
Im schlimmsten Fall ist die Partition nur mit dem Boot_Key des anderen Computers verschlüsselt. In diesem Fall muss der Haupt-Sicherheitsbeauftragte oder der Recovery-
Beauftragte dem Benutzer diesen Boot_Key zuweisen.
Für eine detaillierte Beschreibung dieses Vorgangs, voir
24.4 Volumes
SafeGuard Enterprise bietet die laufwerksbezogene Verschlüsselung. Dies beinhaltet die
Speicherung von Verschlüsselungsinformationen bestehend aus Bootsektor, primäre bzw.
Backup-KSA und Originalbootsektor auf jedem Laufwerk selbst.
Sobald eine dieser Einheiten beschädigt ist, besteht kein Zugriff mehr auf das Volume:
eine der beiden Key Storage Areas (KSA)
Original-MBR
273
SafeGuard® Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
24.4.1 Bootsektor
Der Bootsektor eines Volumes wird bei der Verschlüsselung gegen den SafeGuard Enterprise
Bootsektor ausgetauscht.
Der SafeGuard Enterprise Bootsektor enthält Informationen über
den Ort der primären und Backup-KSA in Clustern und Sektoren bezogen auf den Start der
Partition
die Größe der KSA
Auch wenn der SafeGuard Enterprise Bootsektor zerstört ist, ist kein Zugriff auf verschlüsselte
Volumes möglich.
Das Tool BE_Restore kann den zerstörten Bootsektor wiederherstellen. Eine detaillierte
Beschreibung dieses Tools finden Sie in der SafeGuard Tools-Anleitung.
24.4.2 Originaler Bootsektor
Beide KSAs enthalten den originalen Bootsektor. Das ist jener, der ausgeführt wird, nachdem der
DEK (Data Encryption Key) entschlüsselt wurde und der Algorithmus und der Schlüssel in den
BE Filtertreiber geladen wurden.
Ist dieser Bootsektor defekt, kann Windows nicht auf das Volume zugreifen. Normalerweise wird die bekannte Fehlermeldung „Gerät ist nicht formatiert. Möchten Sie es jetzt formatieren? Ja/
Nein“ angezeigt.
SafeGuard Enterprise wird den DEK für dieses Volume dennoch laden. Jedes Tool, das den
Bootsektor reparieren kann, soll dennoch laufen - vorausgesetzt, es passiert den SafeGuard
Enterprise Upper Volume Filter.
24.5 Windows Bootprobleme
SafeGuard Enterprise ist mit seinem kryptographischen Konzept der volume-spezifischen
Schlüssel (Bootsektor, Key Storage Area KSA) sehr flexibel.
Sie können ein beschädigtes System durch Booten eines Wiederherstellungsmediums von der
Power-on Authentication von SafeGuard Enterprise aus (Windows PE mit dem SafeGuard
Enterprise Verschlüsselungs-Subsystem installiert) retten. Diese Medien haben einen transparenten Ver-/Entschlüsselungszugriff auf mit SafeGuard Enterprise verschlüsselte
Volumes. Der Grund für das nicht bootbare System kann von dort aus beseitigt werden.
274
SafeGuard® Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
24.5.1 Verschlüsselungs-Subsystem
Verschlüsselungs-Subsysteme sind z. B. BEFLT.sys Systeme. Führen Sie das unter Windows
Bootprobleme beschriebene Verfahren aus und reparieren Sie das System.
24.5.2 GINA-Probleme
Führen Sie zur Behebung von GINA-Problemen, z. B. Circular Loops, das unter Windows
Bootprobleme beschriebene Verfahren aus.
24.6 Setup WinPE für SafeGuard Enterprise
Um Zugriff auf verschlüsselte Laufwerke mit dem BOOTKEY eines Computers innerhalb einer
WinPE Umgebung zu erhalten, stellt SafeGuard Enterprise WinPE mit notwendigen SafeGuard
Enterprise Funktionsmodulen wie Treibern zur Verfügung. Um SetupWinPE zu starten, geben
Sie folgenden Befehl ein:
SetupWinPE -pe2 <WinPE Image-Datei>
WinPE Image-Datei ist dabei die vollständige Pfadangabe des I386 Verzeichnisses für eine
WinPE-CD.
SetupWinPE führt alle erforderlichen Änderungen durch.
Remarque: Beachten Sie, dass über eine derartige WinPE-Umgebung nur auf verschlüsselte
Laufwerke zugegriffen werden kann, die mit dem BOOTKEY verschlüsselt sind. Auf Laufwerke, die mit einem Benutzerschlüssel verschlüsselt sind, kann nicht zugegriffen werden, da die
Schlüssel in dieser Umgebung nicht verfügbar sind.
24.7 „Slaven“ einer Festplatte
SafeGuard Enterprise erlaubt das Slaven von verschlüsselten Volumes oder Festplatten. Es gestattet dem Endbenutzer, dem Windows-Administrator, dem SafeGuard Enterprise
Sicherheitsbeauftragten trotz sektorbasierter Verschlüsselung neue Volumes oder Festplatten anzuschließen oder zu entfernen.
Die Key Storage Area (KSA) eines Volumes enthält selbst alle notwendigen Informationen:
Den zufallsgenerierten DEK (Data Encryption Key)
Eine Identifikation für den Verschlüsselungsalgorithmus, mit dem das Volume verschlüsselt ist.
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SafeGuard® Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
Die Liste von GUIDs der KEKs (Key Encryption Keys), die den DEK verschlüsseln und entschlüsseln können.
Das Volume selbst enthält seine Größe.
Auf ein mit SafeGuard Enterprise verschlüsseltes Volume kann von allen SafeGuard Enterprise
Endpoint-Computern zugegriffen werden, vorausgesetzt der Benutzer oder der Computer besitzt einen KEK des KSA des Volumes im Schlüsselring.
Benutzer oder Computer müssen den durch den KEK verschlüsselten DEK entschlüsseln können.
Auf ein Volume, das mit einem verteilbaren KEK, wie einem OU-, Gruppen- oder
Domänenschlüssel verschlüsselt ist, kann von vielen Benutzern und Computern zugegriffen werden, da viele Benutzer/Computer einer Domäne diesen Schlüssel in ihrem Schlüsselring haben.
Jedoch kann auf ein Volume, das nur mit dem individuellen Bootschlüssel
(“Boot_machinename”) des SafeGuard Enterprise Clients verschlüsselt wird, nur von diesem
Computer selbst zugegriffen werden.
Soll ein Volume nicht in seinem originalen Computer booten, kann es in einem anderen
SafeGuard Enterprise Client „geslaved“ werden. Dann kann aber auf den korrekten Bootschlüssel nicht zugegriffen werden. Der Zugriff darauf muss möglich gemacht werden.
Immer wenn der Benutzer versucht, von einem anderen Computer auf das Volume zuzugreifen, ist dies möglich, weil jetzt erneut Übereinstimmung zwischen den KEKs im KSA und den
Schlüsselringen der anderen Benutzer oder Computer besteht.
24.7.1 Beispiel
Alice besitzt ihren individuellen Benutzerschlüssel. Immer, wenn sie sich an ihrem anderen
Computer anmeldet (“Laptop_Alice”), hat sie keinen Zugriff auf das Volume, das mit dem
Bootschlüssel des Computers “SGNCLT” verschlüsselt ist.
Der SafeGuard Enterprise Client “SGMCLT” besitzt nur seinen eigenen Bootschlüssel
BOOT_SGMCLT.
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SafeGuard® Enterprise 5.50 Administrator-Hilfe
Der Sicherheitsbeauftragte teilt Alice den Bootschlüssel “BOOT_SGNCLT” auf folgende Weise zu:
1. Auswahl des Benutzers Alice
2. Klick auf das „Fernglas“-Symbol in der SafeGuard Enterprise Symbolleiste. Das startet den
Suchdialog, in dem auch Bootschlüssel angezeigt werden können.
3. Auswahl des Schlüssels “BOOT_SGMCLT”.
Jetzt verfügt Alice über zwei Schlüssel – „User_Alice“ und „BOOT_SGMCLT“. Das kann unter
Schlüssel & Zertifikate nachgeprüft werden.
Der Schlüssel “BOOT_SGMCLT” ist zweimal zugewiesen – zum Computer SGMCLT und zum
Benutzer Alice.
Alice ist es nun möglich, auf das verschlüsselte Volume von jedem anderen SafeGuard Enterprise
Client zuzugreifen, auf dem sie sich anmelden kann.
Dann kann sie auf einfache Weise Tools, wie den Windows Explorer oder regedit.exe, verwenden, um die Ursache des Bootproblems zu beseitigen.
Wenn im schlimmsten Fall das Problem nicht gelöst werden kann, kann sie Daten auf ein anderes
Laufwerk sichern, das Volume neu formatieren oder es ganz neu aufsetzen.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
25 Bestand- und Statusinformationen
SafeGuard Enterprise liest eine Fülle von Bestand- und Statusinformationen von den Clients aus.
Diese Informationen zeigen den aktuell bekannten globalen Zustand der einzelnen Maschinen.
Im SafeGuard Management Center werden diese Informationen im Bereich Benutzer &
Computer in der Registerkarte Bestand übersichtlich dargestellt.
Als Sicherheitsbeauftragter können Sie die im SafeGuard Management Center angezeigten
Bestand- und Statusinformationen einsehen und ausdrucken. So lassen sich zum Beispiel zum
Nachweis der Verschlüsselung von Endgeräten die entsprechenden ausgedruckten Berichte erstellen. Umfassende Sortier- und Filterfunktionen unterstützen Sie bei der Auswahl der relevanten Informationen.
Der Bestand liefert u. a. folgende Informationen zu den einzelnen Maschinen:
Informationen zu erhaltenen Richtlinien
Informationen zum Verschlüsselungsstatus
Informationen zum POA-Status sowie zum POA-Typ
Informationen zu den installierten SafeGuard Enterprise Modulen
Informationen zum WOL-Status
Benutzerinformationen
25.1 Bestandinformationen einsehen
So rufen Sie die Bestandinformationen ab:
Sie befinden sich im geöffneten Management Center.
1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Management Centers auf die Schaltfläche
Benutzer & Computer.
2. Klicken Sie im Navigationsfenster auf der linken Seite auf den jeweiligen Container (Domäne,
Arbeitsgruppe oder Computer).
3. Wechseln Sie im Aktionsbereich auf der rechten Seite in die Registerkarte Bestand.
4. Wählen Sie im Bereich Filter die gewünschten Filter für die Bestandsanzeige, siehe
Hinweis: Wenn Sie einen einzelnen Computer wählen, stehen die Bestandinformationen direkt nach dem Wechsel in die Registerkarte Bestand zur Verfügung. Der Bereich Filter ist hier nicht verfügbar.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
5. Klicken Sie im Bereich Filter auf das Lupensymbol.
Die Bestand- und Statusinformationen werden in einer Übersichtstabelle für alle Maschinen des ausgewählten Containers angezeigt. Darüber hinaus stehen für die einzelnen Maschinen die
Registerkarten Laufwerke, Benutzer und Merkmale zur Verfügung.
279
Durch Klicken auf die einzelnen Spalten-Header lassen sich die Bestand- und
Statusinformationen nach den jeweiligen Spalteninformationen sortieren. Darüber hinaus steht
über das Kontextmenü der einzelnen Spalten eine Reihe von Funktionen für die Sortierung,
Gruppierung und Anpassung der angezeigten Anzeige zur Verfügung.
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
25.1.1 Bestandinformationen filtern
Für die Übersicht der Bestandinformationen für OUs lassen sich Filter definieren, um die
Darstellung nach bestimmten Kriterien einzuschränken.
Im Filter-Bereich der Registerkarte Bestand stehen folgende Felder für die Definition von Filtern zur Verfügung:
Feld
Computername
Einschließlich Sub-
Container
Letzte Änderung anzeigen
Beschreibung
Um die Bestand- und Statusinformationen für bestimmte
Computer anzeigen zu lassen, geben Sie in diesem Feld den
Computernamen an.
Aktivieren Sie dieses Feld, um Sub-Container in die
Anzeige mit einzubeziehen.
Legen Sie in diesem Feld die Anzahl der anzuzeigenden letzten Änderungen festlegen.
Darüber hinaus können Sie mit dem Filter-Editor benutzerdefinierte Filter erstellen. Der Filter-
Editor lässt sich über das Kontextmenü der einzelnen Berichtsspalten aufrufen. Im Fenster
Filterdefinition können Sie eigene Filter definieren und auf die jeweilige Spalte anwenden.
25.1.2 Bestandinformationen aktualisieren
Die Benutzer-PCs übertragen die jeweils aktuellen Bestandinformationen, wenn sich die
Informationen geändert haben.
Über den Befehl Aktualisierung anfordern können Sie manuell eine Aktualisierung der
Bestandinformationen anfordern. Dieser Befehl steht für einen einzelnen oder alle Computer eines Knotens über das Kontextmenü sowie über das Menü Aktionen in der SafeGuard
Management Center Menüleiste zur Verfügung. Darüber hinaus lässt sich der Befehl über das
Kontextmenü der Listeneinträge auswählen.
Wenn Sie diesen Befehl auswählen oder auf das Symbol Aktualisierung anfordern in der
Symbolleiste klicken, übertragen die jeweiligen Benutzer-PCs ihre aktuellen
Bestandinformationen. Wählen Sie den Befehl für einen Knoten, so werden alle Computer im
Knoten sowie in allen Unterknoten einbezogen.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Für die Aktualisierung der Ansicht im SafeGuard Management Center steht wie für andere
Bereiche des Management Centers der Befehl Aktualisieren im Kontextmenü für den einzelnen oder alle Computer eines Knotens sowie im Menü Ansicht in der Menüleiste zur Verfügung. Zur
Aktualisierung der Ansicht können Sie auch das Doppelpfeilsymbol Aktualisieren in der
Symbolleiste wählen.
25.1.3 Übersicht
Die einzelnen Spalten der Übersicht zeigen folgende Informationen:
Spalte Erklärung
Computername
Betriebssystem
Zeigt den Namen des Computers.
Zeigt das Betriebssystem des Computers.
Letzte erhaltene Richtlinie
Zeigt an, wann (Datum und Uhrzeit) der Client die letzte
Richtlinie erhalten hat.
Verschlüsselte Laufwerke
Zeigt die verschlüsselten Laufwerke des Computers.
Unverschlüsselte Laufwerke
Zeigt die unverschlüsselten Laufwerke des Computers.
POA Typ
POA
Gibt an, ob es sich bei dem betreffenden Computer um einen BitLocker Client oder einen nativen SafeGuard
Enterprise Client handelt.
Gibt an, ob die Power-on Authentication für den
Computer aktiviert ist.
Gibt an, ob Wake On LAN für den Computer aktiviert ist.
WOL
Änderungsdatum
Zeigt das Datum, an dem sich die Bestandsinformationen durch Anforderung einer Bestandsaktualisierung oder
Übermittlung neuer Bestandsinformationen vom Client geändert haben.
Aktualisierung angefordert
Zeigt das Datum der letzten Aktualisierungsanforderung an. Der in diesem Feld angezeigte Wert wird bei der
Verarbeitung der Anforderung durch den Client wieder gelöscht.
Stamm-DSN
Zeigt den Distinguished Name des dem Computer
übergeordneten Containerobjekts an. Diese Spalte wird nur dann angezeigt, wenn im Filter-Bereich das Feld
Einschließlich Sub-Container aktiviert wurde.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
25.1.4 Registerkarte Laufwerke
Die Registerkarte Laufwerke zeigt Bestand- und Statusinformationen zu den Laufwerken des jeweiligen Computers.
Spalte
Laufwerksname
Typ
Status
Algorithmus
Erklärung
Zeigt den Laufwerksnamen an.
Zeigt den Laufwerkstyp an, z. B. Fest, Wechseldatenträger oder CD-ROM/DVD.
Zeigt den Verschlüsselungsstatus des Laufwerks an.
Zeigt für verschlüsselte Laufwerke den Algorithmus, der zur Verschlüsselung benutzt wurde, an.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
25.1.5 Registerkarte Benutzer
Die Registerkarte Benutzer zeigt Bestand- und Statusinformationen zu den Benutzern des jeweiligen Computers.
283
Spalte
Benutzername
Benutzer ist Besitzer
Benutzer ist gesperrt
Erklärung
Zeigt den Benutzernamen des jeweiligen Benutzers.
Gibt an, ob der Benutzer als Besitzer der Maschine definiert ist.
Gibt an, ob der Benutzer gesperrt ist.
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
25.1.6 Registerkarte Module
Die Registerkarte Module liefert eine Übersicht zu allen auf dem Computer installierten
SafeGuard Enterprise Modulen.
Spalte
Module Name
Version
Erklärung
Zeigt den Namen des installierten SafeGuard Enterprise
Moduls.
Zeigt die Software-Version des installierten SafeGuard
Enterprise Moduls.
284
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
25.2 Bestandberichte drucken
Die in der Registerkarte Bestand angezeigten Informationen lassen sich über das Datei-Menü in der Menüleiste des SafeGuard Management Centers als Bestandberichte drucken.
Um vor dem Drucken eine Druckvorschau zu erstellen, wählen Sie Datei > Druckvorschau. In der Druckvorschau stehen verschiedene Funktionen, zum Beispiel für den Export des Dokuments in eine Reihe von Ausgabeformaten (zum Beispiel .PDF) oder die Bearbeitung des Seitenlayouts
(zum Beispiel Kopf- und Fußzeile), zur Verfügung.
Um das Dokument sofort zu drucken, wählen Sie Datei > Drucken.
285
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
26 Berichte
Die Aufzeichnung sicherheitsrelevanter Vorfälle ist Voraussetzung für eine gründliche
Systemanalyse. Anhand der protokollierten Ereignisse können Vorgänge auf einer Arbeitsstation bzw. innerhalb eines Netzwerks exakter nachvollzogen werden. Durch die Protokollierung lassen sich zum Beispiel Schutzverletzungen unautorisierter Dritter nachweisen. Dem Administrator bzw. Sicherheitsbeauftragten bietet die Protokollierung auch eine Hilfe, um irrtümlich verwehrte
Benutzerrechte ausfindig zu machen und zu korrigieren.
SafeGuard Enterprise protokolliert alle Client-Aktivitäten und -Statusinformationen sowie
Administratoraktionen und sicherheitsrelevante Ereignisse und speichert diese zentral.
Die Protokollierung zeichnet Ereignisse auf, die installierte SafeGuard Produkte auslösen.
Die Art der Protokolle wird in Protokollierungsrichtlinien festgelegt. Hier wird auch der
Ausgabe- und Speicherort der protokollierten Ereignisse definiert: die Windows-Ereignisanzeige des jeweiligen Clients oder die SafeGuard Enterprise Datenbank.
Als Sicherheitsbeauftragter mit den entsprechenden Rechten können Sie die im SafeGuard
Management Center angezeigten Statusinformationen und Protokollberichte einsehen, ausdrucken und archivieren. Umfassende Sortier- und Filterfunktionen unterstützen Sie bei der
Auswahl relevanter Ereignisse aus den verfügbaren Informationen.
Auch eine automatisierte Auswertung der Log-Datenbank, zum Beispiel über Crystal Reports oder Microsoft System Center Operations Manager, ist möglich. Die Protokolleinträge werden von SafeGuard Enterprise sowohl auf Client- als auch auf Server-Seite durch Signatur gegen unbefugte Manipulation geschützt.
Gemäß der definierten und zugewiesenen Protokollierungsrichtlinie können Ereignisse aus den folgenden Kategorien protokolliert werden:
Anmeldung
Administration
System
Verschlüsselung
Client
Kommunikation
Zugriffskontrolle
286
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
26.1 Anwendungsgebiete
Die SafeGuard Enterprise Protokollierung von Ereignissen ist eine benutzerfreundliche und umfassende Lösung zum Aufzeichnen und Auswerten von Ereignissen. Die folgenden Beispiele zeigen einige typische Anwendungsszenarien für die SafeGuard Enterprise Berichte-
Funktionalität.
Zentrale Überwachung von Arbeitsstationen im Netzwerk
Der zuständige Sicherheitsbeauftragte will regelmäßig über kritische Ereignisse (zum Beispiel
Zugriff auf Dateien, für die ein Benutzer keine Berechtigung hat, oder eine Reihe von fehlgeschlagenen Anmeldungsversuchen innerhalb eines bestimmten Zeitraums) informiert werden. Über eine Protokollierungsrichtlinie lässt sich die Protokollierung so konfigurieren, dass alle auf den relevanten Benutzer-PCs auftretenden sicherheitskritischen Ereignisse in einer lokalen Protokolldatei protokolliert und beim Erreichen einer ebenfalls in einer Richtlinie festgelegten Anzahl an Ereignissen über den SafeGuard Enterprise Server in die SafeGuard
Enterprise Datenbank übertragen werden. In der Ereignisanzeige des SafeGuard Management
Centers kann der Sicherheitsbeauftragte die Ereignisse abrufen, einsehen und analysieren. Somit lassen sich die Vorgänge auf den verschiedenen Benutzer-PCs kontrollieren, ohne dass
Mitarbeiter Einfluss auf die Aufzeichnungen nehmen können.
Überwachen mobiler Benutzer
Mobile Benutzer sind in der Regel nicht ständig mit dem Unternehmensnetzwerk verbunden. Ein
Außendienstmitarbeiter nimmt zum Beispiel für einen Termin sein Notebook vom Netz. Sobald er sich wieder am Netzwerk anmeldet, werden die während der Offline-Zeit protokollierten
SafeGuard Enterprise Ereignisse übertragen. Die Protokollierung liefert somit einen genauen
Überblick über die Benutzeraktivitäten während der betreffende Computer nicht an das
Netzwerk angeschlossen war.
26.2 Voraussetzung
Eine Maschine, auf der nur das SafeGuard Management Center installiert ist, hat nach der ersten
Installation keine Verbindung zum Server. Für die Nutzung der Protokollierung ist es in diesem
Fall notwendig, auf dieser Maschine das Client-Paket auszuführen. Dadurch wird die Maschine beim Server als Client aktiviert und die Protokollierungsfunktionalität kann benutzt werden.
Weitere Informationen zum Client-Paket finden Sie im SafeGuard Enterprise
Installationshandbuch.
287
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
26.3 Ziel für protokollierte Ereignisse
Ziel der protokollierten Ereignisse kann die Windows-Ereignisanzeige oder die SafeGuard
Enterprise Datenbank sein. In das jeweilige Ziel schreibt die Protokollierung nur Ereignisse, die mit einem SafeGuard-Produkt verknüpft sind. Die Ausgabeziele für zu protokollierende
Ereignisse werden in der Protokollierungsrichtlinie festgelegt.
26.3.1Windows-Ereignisanzeige
Ereignisse, für die Sie in der Protokollierungsrichtlinie die Windows-Ereignisanzeige als Ziel festlegen, werden in der Windows-Ereignisanzeige abgelegt. Über die Windows-Ereignisanzeige lassen sich Protokolle für System-, Sicherheits- und Anwendungs-Ereignisse anzeigen und verwalten sowie die Ereignisprotokolle sichern. Für diese Vorgänge benötigen Sie einen
Administrator-Account für den jeweiligen Client. In der Ereignisanzeige wird jeweils ein
Fehlercode, kein beschreibender Text des Ereignisses, angezeigt.
Hinweis: Dieses Kapitel beschreibt das Einsehen sowie die Verwaltung und Analyse der
Ereignisprotokolle im SafeGuard Management Center. Weitere Informationen zum Einsehen und Verwalten von Ereignisprotokollen über die Windows-Ereignisanzeige finden Sie in Ihrer
Microsoft-Dokumentation.
26.3.2SafeGuard Enterprise Datenbank
Ereignisse, für die Sie in der Protokollierungsrichtlinie die SafeGuard Enterprise Datenbank als
Ziel festlegen, werden in lokalen Protokolldateien im Local Cache des jeweiligen Benutzer-PCs im
Verzeichnis auditing\SGMTranslog gesammelt. Diese Dateien werden an den
Transportmechanismus übergeben, der sie dann über den SafeGuard Enterprise Server in die
Datenbank einträgt. Die Übergabe erfolgt standardmäßig immer dann, wenn der
Transportmechanismus erfolgreich eine Verbindung zum Server aufbauen konnte. Um die
Größe einer Protokolldatei einzuschränken, können Sie in einer Richtlinie des Typs Allgemeine
Einstellungen eine maximale Anzahl an Protokolleinträgen definieren. Die Protokolldatei wird dann vom Protokollsystem nach Erreichen der festgelegten Anzahl an Einträgen in die
Transportqueue des SafeGuard Enterprise Servers gestellt. Danach wird eine neue Protokolldatei begonnen. Die in der zentralen Datenbank protokollierten Ereignisse lassen sich in der SafeGuard
Enterprise Ereignisanzeige abrufen. Für das Einsehen, Analysieren und Verwalten der in der
Datenbank protokollierten Ereignisse benötigen Sie als Sicherheitsbeauftragter die relevanten
Berechtigungen.
288
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
26.4 Einstellungen für die Protokollierung festlegen
Die Definition von Berichten erfolgt über zwei Richtlinien:
Richtlinie des Typs Allgemeine Einstellungen
In einer Richtlinie des Typs Allgemeine Einstellungen können Sie die Anzahl an protokollierten Ereignissen angeben, nach deren Erreichen die Protokolldatei mit den für die zentrale Datenbank bestimmten Ereignissen an die SafeGuard Enterprise Datenbank
übermittelt werden soll. Dadurch wird die Größe der einzelnen zu übertragenden
Protokolldateien begrenzt. Diese Einstellung ist optional.
Richtlinie des Typs Protokollierung
Die zu protokollierenden Ereignisse werden in der Protokollierungsrichtlinie definiert. Hier legen Sie als Sicherheitsbeauftragter mit den relevanten Berechtigungen fest, welche Ereignisse an welchem Ausgabeort protokolliert werden.
Die folgenden beiden Abschnitte beschreiben die Definition dieser beiden Richtlinien für die
Protokollierung.
26.4.1Anzahl an Ereignissen für Rückmeldung festlegen
So definieren Sie in einer Richtlinie die Anzahl an Ereignissen, nach deren Erreichen die
Protokolldatei übermittelt werden soll:
1. Sie befinden sich im geöffneten Management Center im Bereich Richtlinien.
2. Legen Sie eine neue Richtlinie des Typs Allgemeine Einstellung an oder wählen Sie eine bereits bestehende Richtlinie aus.
3. Legen Sie im Feld Rückmeldung nach Anzahl von Ereignissen die Anzahl an Ereignissen fest, nach deren Erreichen die Protokolldatei mit den für die zentrale Datenbank bestimmten
Einträgen übertragen werden soll.
4. Speichern Sie Ihre Einstellungen.
Nach der Zuweisung der Richtlinie gilt die festgelegte Anzahl von Ereignissen für die
Protokollierung.
289
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
26.4.2Ereignisse für die Protokollierung auswählen
So wählen Sie die Ereignisse für die Protokollierung aus:
Sie befinden sich im geöffneten Management Center im Bereich Richtlinien.
1. Legen Sie eine neue Richtlinie des Typs Protokollierung an oder wählen Sie eine bereits bestehende Richtlinie aus.
2. Im rechten Aktionsbereich unter Protokollierung werden die vordefinierten Ereignisse, die protokolliert werden können, angezeigt. Ein Klick auf die Spaltenüberschrift sortiert die
Ereignisse nach ID, Kategorie usw.
3. Um festzulegen, dass ein Ereignis in der SafeGuard Enterprise Datenbank protokolliert werden soll, wählen Sie das Ereignis in der Spalte mit dem Datenbanksymbol Ereignisse in der
Datenbank protokollieren durch Klicken mit der Maus aus. Für Ereignisse, die in der
Windows-Ereignisanzeige protokolliert werden sollen, klicken Sie in der Spalte mit dem
Ereignisprotokollsymbol Im Ereignisprotokoll protokollieren. Durch wiederholtes Klicken lässt sich die Markierung wieder aufheben oder auf null setzen.
Für Ereignisse, für die Sie keine Einstellung festlegen, gelten die vordefinierten Standardwerte.
Um die geltenden Standardwerte einzublenden, klicken Sie auf das Standardwerte-
LupensymbolStandardwertefürnichtkonfigurierteEinstellungenanzeigeninderSafeGuard
Management Center Symbolleiste.
290
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Hinweis: Sie können diese Einstellungen auch über das Kontextmenü bei den einzelnen
Ereignissen definieren.
4. Bei den für die Protokollierung ausgewählten Ereignissen wird in der betreffenden Spalte ein grünes Häkchen angezeigt.
Speichern Sie Ihre Einstellungen.
Nach der Zuweisung der Richtlinie werden die ausgewählten Ereignisse am festgelegten
Ausgabeziel protokolliert.
Auswählbare Ereignisse
Für eine Auflistung aller für die Protokollierung auswählbaren Ereignisse, siehe
Für Berichte auswählbare Ereignisse
291
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
26.5 Protokollierte Ereignisse einsehen
Wenn Sie als Sicherheitsbeauftragter über die entsprechenden Berechtigungen verfügen, können
Sie die in der zentralen Datenbank protokollierten Ereignisse in der SafeGuard Management
Center Ereignisanzeige einsehen.
So rufen Sie in der zentralen Datenbank protokollierte Ereignisse ab:
1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Management Centers auf die Schaltfläche
Berichte.
2. Klicken Sie im rechten Fensterbereich Ereignisanzeige auf das Lupensymbol.
Alle in der zentralen Datenbank protokollierten Ereignisse werden in der Ereignisanzeige angezeigt.
292
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Die einzelnen Spalten zeigen folgende Informationen zu den protokollierten Ereignissen:
Spalte
Ebene (Symbol)
Ereignis-ID
Ereignis
Kategorie
Anwendung
Computer
Computerdomäne
Benutzer
Benutzerdomäne
Zeitpunkt der
Protokollierung
Erklärung
Zeigt ein Symbol, das die Klassifizierung des Ereignisses, z.
B. Warnung, Fehler, angibt.
Zeigt eine Nummer zur Identifizierung des Ereignisses.
Zeigt den Ereignistext, d.h. eine Beschreibung des
Ereignisses.
Zeigt die Klassifizierung des Ereignisses durch die Quelle, z.
B.: Verschlüsselung, Anmeldung, System.
Zeigt den Bereich der Software, der das Ereignis übermittelt hat, z. B. SGMAuth, SGBaseENc, SGMAS.
Zeigt den Namen des Computers, auf dem das protokollierte Ereignis aufgetreten ist.
Zeigt die Domäne des Computers, auf dem das protokollierte Ereignis aufgetreten ist.
Zeigt den Benutzer, der beim Auftreten des Ereignisses angemeldet war.
Zeigt die Domäne des Benutzers, der beim Auftreten des
Ereignisses angemeldet war.
Zeigt Systemdatum und Systemuhrzeit der Protokollierung des Ereignisses auf dem Client.
Durch Klicken auf den Spalten-Header lässt sich die Ereignisanzeige nach Ebene, Kategorie usw.
sortieren.
Darüber hinaus steht über das Kontextmenü der einzelnen Spalten eine Reihe von Funktionen für die Sortierung, Gruppierung und Anpassung der Ereignisanzeige zur Verfügung.
Wenn Sie auf einen Eintrag in der Ereignisanzeige doppelklicken, werden Details zum protokollierten Ereignis angezeigt.
293
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
26.5.1 SafeGuard Enterprise Ereignisanzeige filtern
Das SafeGuard Management Center bietet umfassende Filterfunktionen, mit deren Hilfe Sie die jeweils relevanten Ereignisse schnell aus Fülle der in der Ereignisanzeige dargestellten
Informationen ermitteln können.
Im Filter-Bereich der Ereignisanzeige stehen folgende Felder für die Definition von Filtern zur
Verfügung:
Feld
Kategorien
Fehlerstufe
Zeige letzte
Beschreibung
Unter Anwendung dieses Felds lässt sich die
Ereignisanzeige nach den in der Spalte Kategorie angegebenen Klassifizierungen durch die Quelle (zum
Beispiel Verschlüsselung, Anmeldung, System) filtern.
Wählen Sie hierzu die gewünschten Kategorien in der
Dropdownliste des Felds aus.
Unter Anwendung dieses Felds lässt sich die
Ereignisanzeige nach den in der Spalte Ebene angegebenen
Windows-Ereignisklassifizierungen (z. B. Warnung,
Fehler) filtern. Wählen Sie hierzu die gewünschten Ebenen in der Dropdownliste des Felds aus.
In diesem Feld können Sie die Anzahl der anzuzeigenden
Ereignisse festlegen. Es werden jeweils die zuletzt protokollierten Ereignisse (standardmäßig die 100 letzten
Ereignisse) angezeigt.
Darüber hinaus können Sie mit dem Filter-Editor benutzerdefinierte Filter erstellen. Der Filter-
Editor lässt sich über das Kontextmenü der einzelnen Berichtsspalten aufrufen. Im Fenster
Filterdefinition können Sie eigene Filter definieren und auf die jeweilige Spalte anwenden.
294
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
26.6 Berichte drucken
Die in der SafeGuard Management Center Ereignisanzeige angezeigten Ereignisberichte lassen sich über das Datei-Menü in der Menüleiste des SafeGuard Management Centers drucken.
Um vor dem Drucken eine Druckvorschau zu erstellen, wählen Sie Datei > Druckvorschau. In der Druckvorschau stehen verschiedene Funktionen, zum Beispiel für den Export des Dokuments in eine Reihe von Ausgabeformaten (zum Beispiel .PDF) oder die Bearbeitung des Seitenlayouts
(zum Beispiel Kopf- und Fußzeile), zur Verfügung.
Um das Dokument sofort zu drucken, wählen Sie Datei > Drucken.
26.7 Verkettung von protokollierten Ereignissen
Die für die zentrale Datenbank bestimmten Ereignisse werden in der EVENT-Tabelle der
SafeGuard Enterprise Datenbank protokolliert. Auf diese Tabelle kann ein spezieller
Integritätsschutz angewendet werden. Die Ereignisse lassen sich als verkettete Liste in der
EVENT-Tabelle protokollieren. Durch die Verkettung ist ein Eintrag in der Liste jeweils von seinem Vorgängereintrag abhängig. Wird ein Eintrag aus der Liste entfernt, so ist dies sichtbar und
über eine Integritätsprüfung nachweisbar.
Zur Optimierung der Performance ist die Verkettung der Ereignisse in der EVENT-Tabelle
standardmäßig deaktiviert. Zur Überprüfung der Integrität der protokollierten Ereignsse (siehe
Integrität protokollierter Ereignisse prüfen
auf Seite 296) können Sie jedoch die Verkettung auch
aktivieren.
Achtung: Wenn die Verkettung von protokollierten Ereignissen deaktiviert ist, gilt kein spezieller
Integritätsschutz für die EVENT-Tabelle.
26.7.1Verkettung protokollierter Ereignisse aktivieren
So aktivieren Sie die Verkettung protokollierter Ereignisse:
1. Stoppen Sie den Webservice SGNSRV auf dem Web Server.
2. Löschen Sie alle Ereignisse aus der Datenbank und erstellen Sie während des Löschvorgangs
Ausgewählte oder alle Ereignisse löschen
Hinweis: Wenn Sie die alten Ereignisse nicht aus der Datenbank löschen, funktioniert die
Verkettung nicht, da für die verbleibenden alten Ereignisse die Verkettung nicht aktiviert war.
3. Setzen Sie folgenden Registry Key auf 0 oder löschen Sie ihn:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Utimaco\SafeGuard Enterprise
DWORD: DisableLogEventChaining = 0
295
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
4. Starten Sie den Webservice neu.
Die Verkettung ist wieder aktiviert.
Um die Verkettung wieder zu deaktivieren, setzen Sie den Registry Key auf
1
.
26.8 Integrität protokollierter Ereignisse prüfen
Voraussetzung: Für die Überprüfung der Integrität von protokollierten Ereignissen muss die
Verkettung der Ereignisse in der EVENT-Tabelle aktiviert sein.
So prüfen Sie die Integrität der in der SafeGuard Enterprise Ereignisanzeige angezeigten
Ereignisse:
Sie befinden sich im geöffneten Management Center im Bereich Berichte.
Wählen Sie in der SafeGuard Management Center Menüleiste Aktionen > Integrität prüfen oder klicken Sie in der Symbolleiste auf das Symbol Integrität von protokollierten Ereignissen prüfen.
Eine Meldung liefert die Informationen zur Integrität der protokollierten Ereignisse.
Hinweis: Wenn die Verkettung der Ereignisse deaktiviert ist, wird bei der Überprüfung der
Integrität protokollierter Ereignisse im SafeGuard Management Center ein Fehler ausgegeben.
26.9 Ausgewählte oder alle Ereignisse löschen
So löschen Sie ausgewählte Ereignisse aus dem Ereignisprotokoll:
Sie befinden sich im geöffneten Management Center im Bereich Berichte.
1. Markieren Sie in der Ereignisanzeige die Ereignisse, die gelöscht werden sollen.
2. Um ausgewählte Ereignisse zu löschen, wählen Sie in der SafeGuard Management Center
Menüleiste Aktionen > Ereignisse löschen oder klicken Sie in der Symbolleiste auf das Symbol
Ausgewählte Ereignisse löschen.
Um alle Ereignisse zu löschen, wählen Sie in der SafeGuard Management Center Menüleiste
Aktionen > Alle Ereignisse löschen oder klicken Sie in der Symbolleiste auf das Symbol Alle
Ereignisse löschen.
3. Vor dem Löschen der ausgewählten Ereignisse wird ein Fenster zur Erstellung einer
Sicherungsdatei angezeigt, siehe
Die ausgewählten Ereignisse sind aus dem Ereignisprotokoll gelöscht.
296
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
26.10 Sicherungsdatei erstellen
Sicherungsdateien von den in der Ereignisanzeige angezeigten Berichten lassen sich im Rahmen des Löschvorgangs erstellen.
Wenn Sie Aktionen > Ereignisse löschen oder Aktionen > Alle Ereignisse löschen wählen, wird vor dem Löschen der Ereignisse das Fenster Ereignisse sichern als zur Erstellung einer
Sicherungsdatei angezeigt. Um eine Sicherung des Ereignisprotokolls in Form einer XML-Datei zu erstellen, geben Sie einen Dateinamen und einen Speicherort an und klicken Sie auf OK.
26.11 Sicherungsdatei öffnen
So öffnen Sie die im Rahmen eines Löschvorgangs erstellte XML-Sicherungsdatei.
Sie befinden sich im geöffneten Management Center unter Berichte.
1. Wählen Sie in der SafeGuard Management Center Menüleiste Aktionen > Sicherungsdatei
öffnen oder klicken Sie in der Symbolleiste auf das Symbol Sicherungsdatei öffnen.
2. Das Fenster Sicherung öffnen wird angezeigt. Wählen Sie die zu öffnende Sicherungsdatei aus und klicken Sie auf Öffnen.
Die Sicherungsdatei wird geöffnet und die Ereignisse werden in der Ereignisanzeige angezeigt.
Um wieder zur regulären Ansicht der Ereignisanzeige zurückzukehren, klicken Sie erneut auf das
Symbol Sicherungsdatei öffnen in der Symbolleiste.
26.12 Regelmäßige Säuberung der EVENT-Tabelle über Skript
Für die automatische und effiziente Säuberung der EVENT-Tabelle stehen im \tools Verzeichnis
Ihrer SafeGuard Enterprise Produkt-CD vier SQL Skripte zur Verfügung:
spShrinkEventTable_install.sql
ScheduledShrinkEventTable_install.sql
spShrinkEventTable_uninstall.sql
ScheduledShrinkEventTable_uninstall.sql
Die beiden Skripte spShrinkEventTable_install.sql
und
ScheduledShrinkEventTable_install.sql
installieren eine gespeicherte Prozedur am
Datenbankserver sowie einen Scheduled Job, der die gespeicherte Prozedur in definierten regelmäßigen Abständen ausführen lässt. Die gespeicherte Prozedur verschiebt Ereignisse aus der
EVENT-Tabelle in die Backup-Log-Tabelle EVENT_BACKUP. Dabei wird eine definierte Anzahl an neuesten Ereignissen in der EVENT-Tabelle belassen.
297
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Die beiden Skripte spShrinkEventTable_uninstall.sql
und
ScheduledShrinkEventTable_uninstall.sql
deinstallieren die gespeicherte Prozedur sowie den Scheduled Job und löschen die Tabelle EVENT_BACKUP.
Achtung:
Wenn Sie die Ereignisse über die gespeicherte Prozedur aus der EVENT-Tabelle in die
Backup-Log-Tabelle verschieben, findet die Verkettung der Protokollierung keine Anwendung mehr. Es ist daher nicht sinnvoll, die Verkettung zu aktivieren und gleichzeitig die gespeicherte
Prozedur zur Säuberung der EVENT-Tabelle einzusetzen. Für weitere Informationen zur
Verkettung von Ereignissen siehe
Verkettung von protokollierten Ereignissen
26.12.1Gespeicherte Prozedur erstellen
Das Skript spShrinkEventTable_install.sql
erstellt eine gespeicherte Prozedur, die Daten aus der EVENT-Tabelle in eine Backup-Log-Tabelle mit dem Namen EVENT_BACKUP verschiebt. Wenn die Tabelle EVENT_BACKUP noch nicht vorhanden ist, wird sie automatisch erstellt.
Die erste Zeile lautet „USE SafeGuard“. Wenn Sie für Ihre SafeGuard Enterprise Datenbank einen anderen Namen als „SafeGuard“ verwendet haben, ändern Sie den Namen hier entsprechend.
Die gespeicherte Prozedur belässt die
<n> neuesten Ereignisse in der EVENT-Tabelle und verschiebt den Rest in die Tabelle EVENT_BACKUP. Die Anzahl an Ereignissen, die in der
EVENT-Tabelle verbleiben sollen, wird über einen Parameter festgelegt.
Um die gespeicherte Prozedur auszuführen, verwenden Sie folgenden Befehl in SQL Server
Management Studio (New Query): exec spShrinkEventTable 1000
Bei Verwendung dieses Beispielbefehls werden alle Ereignisse außer den neuesten 1000 verschoben.
26.12.2Scheduled Job für die Ausführung der gespeicherten Prozedur anlegen
Um die EVENT-Tabelle in regelmäßigen Abständen automatisch zu säubern, können Sie einen
Job am SQL Server anlegen.
Dieser Job kann über das Skript
ScheduledShrinkEventTable_install.sql
oder über den
SQL Enterprise Manager erstellt werden.
Achtung: Der Job funktioniert nicht bei SQL Express Datenbanken. Damit der Job ausgeführt werden kann, muss der SQL Server Agent laufen. Da bei SQL Server Express Installation kein SQL
Server Agent vorhanden ist, werden Jobs hier nicht unterstützt.
298
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Der Skript-Teil muss in der msdb ausgeführt werden. Wenn Sie für Ihre SafeGuard Enterprise
Datenbank einen anderen Namen als SafeGuard ausgewählt haben, ändern Sie den Namen entsprechend.
/* Default: Database name 'SafeGuard' change if required*/
SELECT @SafeGuardDataBase='SafeGuard'
Sie können auch die Anzahl an Ereignissen festlegen, die in der EVENT-Tabelle verbleiben sollen. Die Standardeinstellung ist 100.000.
/* Default: keep the latest 100000 events, change if required*/
SELECT @ShrinkCommand='exec spShrinkEventTable 100000'
Sie können festlegen, ob die Ausführung des Jobs im NT Event Log protokolliert werden soll.
exec sp_add_job
@job_name='AutoShrinkEventTable',
@enabled=1,
@notify_level_eventlog=3
Für den Parameter notify_level_eventlog sind folgende Werte verfügbar:
Wert
3
2
1
0
Ergebnis
Jede Ausführung des Jobs protokollieren.
Fehlschlagen des Jobs protokollieren.
Erfolgreiche Ausführung des Jobs protokollieren.
Ausführung des Jobs nicht im NT
Event Log protokollieren.
Sie können festlegen, wie oft die Ausführung des Jobs im Fall eines Fehlschlags wiederholt werden soll.
exec sp_add_jobstep
@retry_attempts=3
Dieses Beispiel legt 3 Versuche für die Ausführung des Jobs im Fall eines Fehlschlags fest.
@retry_interval=60
Dieses Beispiel legt fest, dass die Ausführung des Jobs in einem Abstand von 60 Minuten wiederholt werden soll.
Sie können einen Zeitplan für die Ausführung des Jobs festlegen.
exec sp_add_jobschedule
@freq_type=4
Dieses Beispiel legt fest, dass der Job täglich ausgeführt wird.
299
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
@freq_interval=1
Dieses Beispiel legt fest, dass der Job einmal pro Tag ausgeführt wird.
@active_start_time=010000
Dieses Beispiel legt fest, dass der Job um 01:00 Uhr ausgeführt wird.
Achtung: Die für Parameter
@active_start_time oben angegebene Syntax funktioniert mit
SQL Server 2005. Die korrekte Syntax für SQL Server 2000 lautet:
@active_start_time='1:00:00'
.
Hinweis: Neben den oben angeführten Beispielwerten lässt sich noch eine Vielzahl von verschiedenen Zeitplanoptionen mit sp_add-jobschedule definieren. So lässt sich der Job zum
Beispiel alle zwei Minuten oder nur einmal pro Woche ausführen. Detaillierte Informationen hierzu finden Sie in der Microsoft Transact SQL Dokumentation.
26.12.3Gespeicherte Prozeduren, Jobs und Tabellen löschen
Das Skript spShrinkEventTable löscht die gespeicherte Prozedur sowie die EVENT-BACKUP
Tabelle. Das Skript
ScheduledShrinkEventTable_uninstall.sql
deaktiviert den
Scheduled Job.
Achtung: Wenn Sie spShrinkEventTable ausführen, wird die Tabelle EVENT_BACKUP mit allen enthaltenen Daten vollständig gelöscht.
26.13 Texte für Ereignisberichte
In der SafeGuard Enterprise Datenbank werden die Ereignisse nicht mit kompletten
Ereignistexten protokolliert sondern jeweils nur mit ihrer ID sowie mit den entsprechenden
Parameterwerten in die Datenbanktabelle geschrieben. Beim Abrufen der Ereignisse werden die
Parameterwerte zusammen mit den in der .dll enthaltenen Lückentexten in die kompletten
Ereignistexte umgesetzt. Dies erfolgt in der jeweils benutzten Systemsprache des SafeGuard
Management Centers.
Die für die Ereignistexte verwendeten Lückentexte lassen sich, zum Beispiel durch SQL-Abfragen, bearbeiten und aufbereiten. Hierzu lässt sich eine Tabelle mit allen Lückentexten für die
Ereignismeldungen erzeugen, die Sie dann Ihren spezifischen Anforderungen anpassen können.
So erstellen Sie eine Tabelle mit den Texten für die einzelnen Ereignis-IDs:
1. Wählen Sie in der Menüleiste des SafeGuard Management Centers Extras > Optionen.
2. Wechseln Sie im Fenster Optionen in die Registerkarte Datenbank.
3. Klicken Sie im Bereich Texte für Ereignisberichte auf die Schaltfläche Erzeuge Tabelle.
300
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Die Tabelle mit den Texten für die Bericht IDs wird in der jeweils aktuellen Sprache des SafeGuard
Management Centers erstellt und kann angepasst werden.
Achtung: Vor jedem neuen Erstellen der Lückentexte wird die Tabelle jeweils geleert. Wenn die
Texte für eine Sprache wie beschrieben erstellt wurden und ein Benutzer erstellt die Texte für eine andere Sprache, so werden die Texte für die erste Sprache entfernt.
301
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
27 SafeGuard Enterprise und BitLocker-
Laufwerkverschlüsselung
Die BitLocker-Laufwerkverschlüsselung ist ein in Microsoft Windows Vista und Windows 7
Betriebssysteme integriertes Feature für die Festplattenverschlüsselung mit Pre-Boot
Authentication. BitLocker bietet Datenschutz durch die Verschlüsselung des Boot-Volumes.
27.1 Integration von BitLocker in SafeGuard Enterprise
In SafeGuard Enterprise lassen sich alle in einer Windows Vista, Windows 7 Enterprise oder
Ultimate Installation verfügbaren BitLocker-Funktionen über das SafeGuard Management
Center wie ein nativer SafeGuard Enterprise Client verwalten.
Während der Installation des SafeGuard Enterprise Client, muss die BitLocker-Unterstützung explizit ausgewählt werden, um die Integration von BitLocker zu ermöglichen.
Die zentrale und vollständig transparente Verwaltung von BitLocker durch SafeGuard Enterprise ermöglicht somit die Anwendung in heterogenen IT-Umgebungen. Neben der nahtlosen
Integration von BitLocker bietet SafeGuard Enterprise jedoch auch eine erhebliche Aufwertung dieses Features. Über SafeGuard Enterprise lassen sich die Sicherheitsrichtlinien für BitLocker zentral ausrollen. Bei der Verwaltung von BitLocker über SafeGuard Enterprise stehen darüber hinaus äußerst wichtige Prozesse, wie Schlüsselverwaltung und Schlüssel-Recovery, zur
Verfügung.
Für Informationen zur Unterstützung der BitLocker To Go Erweiterung in Windows 7 durch
SafeGuard Enterprise und BitLocker To Go
27.2 Aufwertung von BitLocker-Funktionalitäten mit
SafeGuard Enterprise
Die Verwaltung von BitLocker mit SafeGuard Enterprise bietet Ihnen folgende Vorteile:
Neben der Boot-Partition lassen sich auch weitere Volumes der lokalen Festplatte über die
BitLocker-Verschlüsselung verschlüsseln.
Zusätzlich lässt sich die dateibasierende Verschlüsselung von SafeGuard Enterprise auf alle
Volumes anwenden, einschließlich Wechselmedien.
Das SafeGuard Management Center ermöglicht die einfache Verwaltung von BitLocker
Computern: Sicherheitsrichtlinien lassen sich aktualisieren, verteilen und automatisch anwenden.
Der BitLocker-Verschlüsselungsstatus wird angezeigt.
Sie können den BitLocker-Anmeldemodus definieren.
302
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Die Aktivierung sowie die Erstellung von Sicherungskopien von Schlüsseln wird im Vergleich zu nativen Vista-Umgebungen vereinfacht.
Sowohl für Boot-Volumes als auch für andere Volumes steht ein BitLocker Recovery-
Mechanismus für die Wiederherstellung von Passwörtern und Schlüsseldateien zur
Verfügung.
27.3 Einsatz von SafeGuard Enterprise ohne BitLocker-
Laufwerkverschlüsselung
Die volume-basierende Verschlüsselung mit SafeGuard Enterprise bietet im Vergleich zur
BitLocker Laufwerkverschlüsselung eine Reihe von Vorteilen, z. B.:
SafeGuard Enterprise unterstützt zusätzlich Windows XP und Vista Business.
(BitLocker unterstützt lediglich Vista Enterprise und Ultimate.)
Für die Installation ist keine spezifische Festplattenpartition erforderlich.
(Für BitLocker ist eine eigene Partition erforderlich.)
SafeGuard Enterprise unterstützt verschiedene Smartcards und Token für die Pre-Boot
Authentisierung.
(BitLocker unterstützt keine Smartcards sondern nur USB-Sticks, die eine kopierbare
Schlüsseldatei enthalten.)
SafeGuard Enterprise unterstützt mehrere verschiedene Benutzer und unterscheidet zwischen den einzelnen Benutzern in der Power-on Authentication.
(BitLocker unterscheidet nicht zwischen verschiedenen Benutzern.)
SafeGuard Enterprise bietet den sicheren, dynamischen Challenge/Response-Mechanismus zum Zurücksetzen vergessener Passwörter.
(BitLocker verwendet einen festgelegten 48-stelligen Recovery-Schlüssel.)
SafeGuard Enterprise bietet eine grafische Benutzeroberfläche in der Pre-Boot
Authentisierung.
(BitLocker bietet nur Text.)
SafeGuard Enterprise akzeptiert komplexe Passwörter und Passwortregeln, die mit Windows synchronisiert sind.
(Bei BitLocker ist nur eine TPM PIN zulässig.)
SafeGuard Enterprise ermöglicht die sektorbasierende Verschlüsselung von Wechselmedien.
(BitLocker verschlüsselt keine Wechselmedien. Wenn ein BitLocker-Client in Verbindung mit
SafeGuard Enterprise verwendet wird, ist die dateibasierende Verschlüsselung von
Wechselmedien möglich.)
303
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
27.4 BitLocker Clients mit SafeGuard Enterprise verwalten
Im SafeGuard Enterprise Management Center lassen sich BitLocker Endpoint-Computer wie andere native SafeGuard Endpoint-Computer verwalten. Als Sicherheitsbeauftragter können Sie
Verschlüsselungs- und Authentisierungsrichtlinien für die BitLocker-Computer einrichten und verteilen.
Sobald ein BitLocker Endpoint-Computer bei SafeGuard Enterprise registriert ist, werden
Informationen zu Benutzer, Computer, Anmeldemodus und Verschlüsselungsstatus angezeigt.
Darüber hinaus werden Ereignisse für BitLocker Clients protokolliert.
Die Verwaltung von BitLocker Clients in SafeGuard Enterprise ist transparent. Das heißt, die
Verwaltungsfunktionen haben im allgemeinen dieselbe Funktionsweise für BitLocker und native
SafeGuard Enterprise Clients. Der Computertyp lässt sich in der Registerkarte Bestand eines
Containers unter Benutzer & Computer ermitteln. Die Spalte POA-Typ zeigt an, ob es sich bei dem betreffenden Benutzer-PC um einen BitLocker Client oder einen nativen SafeGuard
Enterprise Client handelt.
27.5 Verschlüsselung mit BitLocker über SafeGuard Enterprise
Mit der Unterstützung der BitLocker-Laufwerkverschlüsselung in SafeGuard Enterprise lassen sich die folgenden Komponenten verschlüsseln:
Boot-Volume mit BitLocker-Verschlüsselung und BitLocker-Schlüsseln,
andere Volumes mit BitLocker-Verschlüsselung und BitLocker-Schlüsseln,
Daten, z. B. von Wechselmedien, mit SafeGuard Enterprise dateibasierender Verschlüsselung und SafeGuard Enterprise Schlüsseln.
Bitte beachten Sie, dass im Rahmen der SafeGuard Enterprise BitLocker-Unterstützung externe
Festplatten als weitere Volumes und nicht als Wechselmedien behandelt werden. Sie können somit volume-basierend verschlüsselt werden.
27.5.1BitLocker-Verschlüsselungsschlüssel
Bei der Verschlüsselung des Boot-Volumes oder anderer Volumes mit BitLocker über SafeGuard
Enterprise werden die Verschlüsselungsschlüssel immer durch BitLocker erzeugt. BitLocker erzeugt jeweils einen Schlüssel für jedes Volume. Dieser Schlüssel lässt sich für keinen anderen
Zweck verwenden und muss an einem sicheren Ort gespeichert werden.
Ein Vorteil der Anwendung von BitLocker in Verbindung mit SafeGuard Enterprise besteht hier darin, dass für jeden von BitLocker generierten Schlüssel eine Sicherungskopie des Schlüssels in der SafeGuard Enterprise Datenbank gespeichert wird. Dies ermöglicht die Einrichtung eines
Helpdesk- und Recovery-Mechanismus (ähnlich der SafeGuard Enterprise Challenge/Response
Funktionalität), der andernfalls in BitLocker nicht verfügbar wäre.
304
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Es ist jedoch nicht möglich, Schlüssel global auszuwählen oder wiederzuverwenden, wie dies bei nativen SafeGuard Enterprise Clients der Fall ist. Die Schlüssel werden außerdem auch nicht im
SafeGuard Management Center angezeigt.
Wenn vor der Installation der SafeGuard Enterprise BitLocker-Unterstützung bereits ein Volume mit BitLocker verschlüsselt wurde, muss der Systemadministrator Sicherungskopien von den
Schlüsseln dieses Laufwerks über die von Microsoft zur Verfügung gestellten
Sicherungsmechanismen erstellen.
Wenn ein Volume bei bereits installierter SafeGuard Enterprise BitLocker-Unterstützung verschlüsselt wird, kann der Systemverwalter die (mit einem Recovery-Kennwort gesicherten)
Sicherungskopien der Schlüssel zusätzlich zum Speichern in der SafeGuard-Datenbank im Active
Directory speichern. Dieser Vorgang muss manuell über das Windows Tool Manage BDE sowie durch Speichern der Schlüssel in einer Gruppenrichtlinie durchgeführt werden. Für Windows
2003 Server muss hierzu jedoch das verwendete Active Directory Schema erweitert werden.
Darüber hinaus sind für die Wiederherstellung der Informationen Domänen-
Administratorrechte erforderlich.
27.5.2BitLocker-Algorithmen in SafeGuard Enterprise
BitLocker unterstützt die folgenden Advanced Encryption Standard (AES) Algorithmen:
AES-128
AES-256
AES-128 mit Diffuser
AES-256 mit Diffuser
Der Diffuser ist BitLocker-spezifisch und wird nicht für die volume-basierende Verschlüsselung von SafeGuard Enterprise verwendet. Wird ein Algorithmus mit Diffuser für die Verschlüsselung ausgewählt, verwenden alle nativen SafeGuard Enterprise Module den entsprechenden
Algorithmustyp ohne Diffuser.
Wird sowohl den Computern mit BitLocker-Unterstützung als auch den nativen SafeGuard
Enterprise Computern eine Richtlinie zugewiesen, so verwenden die nativen SafeGuard
Enterprise Computer den Algorithmus ohne Diffuser und die BitLocker-Computer den
Algorithmus mit Diffuser.
305
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
27.5.3Verschlüsselungsrichtlinien für die BitLocker-Laufwerkverschlüsselung
Der Sicherheitsbeauftragte kann eine Richtlinie für die (Erst-)Verschlüsselung im SafeGuard
Management Center anlegen und diese an die BitLocker Endpoint-Computer verteilen. Die
Richtlinie wird daraufhin auf den Endpoint-Computern ausgeführt.
Da die BitLocker Clients im Management Center transparent verwaltet werden, muss der
Sicherheitsbeauftragte keine speziellen BitLocker-Einstellungen für die Verschlüsselung vornehmen. SafeGuard Enterprise kennt den Status der Clients und wählt die BitLocker-
Verschlüsselung entsprechend. Wird ein Bitlocker Client mit SafeGuard Enterprise installiert und wird die Volume-Verschlüsselung aktiviert, so werden die Volumes durch die BitLocker-
Laufwerkverschlüsselung verschlüsselt.
27.6 Authentisierung mit BitLocker-Laufwerkverschlüsselung
Die BitLocker-Laufwerkverschlüsselung bietet eine Reihe von Optionen für die Authentisierung.
BitLocker-Benutzer können sich entweder über ein Trusted Platform Module (TPM) oder einen
USB-Stick oder über eine Kombination aus beidem authentisieren.
Der Sicherheitsbeauftragte kann die verschiedenen Anmeldemodi in einer Richtlinie im
SafeGuard Management Center einstellen und sie an die BitLocker Endpoint-Computer verteilen.
Für SafeGuard Enterprise BitLocker-Benutzer sind folgende Anmeldemodi verfügbar:
Nur TPM
TPM + PIN
TPM + USB Stick
Nur USB Stick (ohne TPM)
306
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Trusted Platform Module (TPM)
Das TPM ist ein Modul auf dem Motherboard, das einer Smartcard ähnelt und
Verschlüsselungsfunktionen sowie Vorgänge für die digitale Signatur ausführt. Es ist in der Lage,
Benutzerschlüssel anzulegen, zu speichern und zu verwalten. Das TPM ist gegen Angriffe geschützt.
USB-Stick
Die von BitLocker verwendeten Schlüssel können auf einem ungeschützten USB-Stick gespeichert werden.
27.7 Protokollierung
Vom BitLocker Client gemeldete Ereignisse werden wie für alle anderen SafeGuard Enterprise
Clients protokolliert. Dabei wird nicht explizit erwähnt, dass sich das Ereignis auf einen BitLocker
Client bezieht. Die Berichte entsprechen den für jeden anderen SafeGuard Enterprise Client erzeugten Berichten.
307
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
28 SafeGuard Enterprise und BitLocker To Go
Mit BitLocker To Go wurde in Microsoft Windows 7 die BitLocker-Laufwerkverschlüsselung erweitert. BitLocker unterstützt nun die Verschlüsselung von internen Volumes und von
Wechseldatenträgern auf Endpoint-Computern über das Windows Explorer Kontextmenü.
Wenn der native SafeGuard Enterprise Device Encryption Client mit aktivierter „BitLocker-
Unterstützung“ installiert wurde, wird BitLocker To Go unterstützt.
Wenn der SafeGuard Enterprise Device Encryption Client ohne aktivierte „BitLocker-
Unterstützung“ installiert wurde, oder wenn der SafeGuard Data Exchange Client installiert wurde, ist die Verschlüsselung über BitLocker To Go nicht kompatibel. Sie muss in diesem Fall deaktiviert werden. Die Verschlüsselung von internen Volumes und von Wechseldatenträgern kann jedoch zentral und komfortabel über SafeGuard Enterprise Sicherheitsrichtlinien konfiguriert werden. Interne Volumes und Wechseldatenträger, die bereits vor dem Einsatz des SafeGuard Enterprise Device Encryption Clients mit BitLocker To Go verschlüsselt wurden, bleiben weiterhin lesbar.
Gehen Sie folgendermaßen vor, um die BitLocker To Go Verschlüsselung zu deaktivieren:
1. Wählen Sie im Windows Gruppenrichtlinienverwaltungs-Editor Default Domain Policy >
Computerkonfiguration > Richtlinien > Administrative Vorlagen (lokaler Computer)>
Windows-Komponenten > BitLocker Laufwerkverschlüsselung > Wechseldatenträger.
2. Unter Wechseldatenträger wählen Sie die folgende Richtlinie: Verwendung von BitLocker auf
Wechseldatenträgern steuern. Setzen Sie die Optionen wie folgt:
Wählen Sie Aktiviert.
Unter Optionen deaktivieren Sie: Benutzer können BitLocker-Schutz auf
Wechseldatenträgern anwenden.
Unter Optionen aktivieren Sie: Benutzer können BitLocker-Schutz auf
Wechseldatenträgern anhalten und entschlüsseln.
3. Bestätigen Sie mit OK.
BitLocker To Go Verschlüsselung wird auf den Endpoint-Computern deaktiviert. Der Benutzer kann neue Laufwerke nicht mehr mit BitLocker To Go verschlüsseln. Laufwerke, die bereits vor dem Betrieb des nativen SafeGuard Enterprise Device Encryption Client mit BitLocker To Go verschlüsselt wurden, bleiben lesbar.
308
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Die Registry-Einstellungen werden folgendermaßen gesetzt:
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\FVE]
"RDVConfigureBDE"=dword:00000001
"RDVAllowBDE"=dword:00000000
"RDVDisableBDE"=dword:00000001
309
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Kategorie
System
System
System
System
System
System
Anmeldung
Anmeldung
Anmeldung
Anmeldung
Anmeldung
Anmeldung
Anmeldung
Anmeldung
Anmeldung
Anmeldung
Anmeldung
Anmeldung
Anmeldung
Anmeldung
Anmeldung
Anmeldung
Anmeldung
29 Für Berichte auswählbare Ereignisse
Die folgende Tabelle bietet einen Überblick zu allen für die Protokollierung auswählbaren
Ereignissen.
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
Ereignis-ID Beschreibung
1005
1006
1007
1016
1017
1018
2012
2013
2014
2015
2016
2017
Dienst gestartet.
Dienst starten fehlgeschlagen
Dienst angehalten.
Integritätstest der Dateien fehlgeschlagen.
Logging Ziel nicht verfügbar.
Nicht genehmigter Versuch SafeGuard Enterprise zu deinstallieren
Externe GINA erkannt und erfolgreich eingebunden.
Externe GINA erkannt, Einbindung fehlgeschlagen.
Power-on Authentication ist aktiviert.
Power-on Authentication ist deaktiviert.
Wake on LAN ist aktiviert.
Wake on LAN ist deaktiviert.
Challenge erzeugt.
Response erzeugt.
Anmeldung erfolgreich durchgeführt.
Anmeldung fehlgeschlagen.
Benutzer während Anmeldung importiert und als Besitzer markiert.
Benutzer vom Besitzer importiert und als Nicht- Besitzer markiert
Benutzer von Nicht-Besitzer importiert und als Nicht-
Besitzer markiert.
Benutzer als Besitzer entfernt.
Import des Benutzers während der Anmeldung fehlgeschlagen.
Benutzer hat sich abgemeldet.
Benutzer wurde zwangsweise abgemeldet.
310
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Kategorie
Anmeldung
Anmeldung
Anmeldung
Anmeldung
Anmeldung
Anmeldung
Anmeldung
Anmeldung
Anmeldung
Anmeldung
Anmeldung
Anmeldung
Anmeldung
Anmeldung
Anmeldung
Anmeldung
Anmeldung
Anmeldung
Anmeldung
Anmeldung
2084
2085
2095
Anmeldung 2096
Administration 2500
Administration 2501
Ereignis-ID Beschreibung
2018
2019
2020
2021
2022
2023
2024
2025
2071
2072
2073
2074
2079
2080
2081
2082
2083
Aktion wurde auf dem Gerät ausgeführt.
Benutzer hat einen Kennwort/PIN-Wechsel eingeleitet.
Der Benutzer hat nach der Anmeldung sein Kennwort/
PIN geändert.
Kennwort/PIN-Qualität.
Der Kennwort/PIN-Wechsel konnte nicht durchgeführt werden.
Der LocalCache war korrupt und wurde restauriert
Ungültige Passwort Blacklist Konfiguration
Der empfangene Response Code erlaubt es dem Benutzer, sich sein Passwort anzeigen zu lassen.
Kernel-Initialisierung wurde erfolgreich beendet.
Kernel-Initialisierung ist fehlgeschlagen.
Maschinenschlüssel wurden erfolgreich zum Server gesendet.
Maschinenschlüssel konnten nicht erfolgreich zum Server gesendet werden.
Import eines Benutzers in den Kernel wurde erfolgreich beendet.
Löschen eines Benutzers aus dem Kernel wurde erfolgreich beendet.
Import eines Benutzers in den Kernel ist fehlgeschlagen.
Löschen eines Benutzers aus dem Kernel ist fehlgeschlagen.
Response mit Aktion "Benutzer wird sein Kennwort angezeigt" erzeugt.
Response für virtuellen Client erzeugt.
Response für Standalone Client erzeugt.
Wake on LAN konnte nicht aktiviert werden.
Wake on LAN konnte nicht deaktiviert werden.
SafeGuard Enterprise Administration gestartet.
Anmeldung an der SafeGuard Enterprise Administration fehlgeschlagen
311
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Administration 2504
Administration 2505
Administration 2506
Administration 2507
Administration 2508
Administration 2511
Administration 2513
Administration 2515
Administration 2518
Administration 2522
Administration 2525
Administration 2529
Administration 2532
Administration 2536
Administration 2539
Administration 2543
Administration 2546
Administration 2547
Administration 2550
Administration 2553
Administration 2555
Administration 2556
Administration 2557
Administration 2560
Administration 2562
Administration 2563
Administration 2564
Administration 2573
Kategorie Ereignis-ID Beschreibung
Administration 2502 Autorisierung an der SafeGuard Enterprise
Administration fehlgeschlagen.
Benutzer genehmigt zusätzliche Autorisierung
Zusätzliche Autorisierung von Benutzer fehlgeschlagen.
Datenimport vom Verzeichnis erfolgreich.
Datenimport vom Verzeichnis abgebrochen.
Datenimport vom Verzeichnis fehlgeschlagen.
Benutzer angelegt.
Benutzer wurde geändert.
Benutzer gelöscht.
Anlegen des Benutzers fehlgeschlagen.
Löschen des Benutzers fehlgeschlagen.
Computer angelegt
Computer gelöscht.
Anlegen des Computers fehlgeschlagen.
Löschen des Computers fehlgeschlagen.
OU angelegt.
OU gelöscht.
Anlegen der OU fehlgeschlagen
Importieren der OU fehlgeschlagen.
Löschen der OU fehlgeschlagen.
Gruppe angelegt.
Gruppe geändert.
Gruppe umbenannt.
Gruppe gelöscht.
Anlegen der Gruppe fehlgeschlagen.
Ändern der Gruppe fehlgeschlagen.
Umbenennen der Gruppe fehlgeschlagen.
Löschen der Gruppe fehlgeschlagen.
Mitglieder der Gruppe hinzugefügt.
312
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Kategorie Ereignis-ID Beschreibung
Administration 2575
Administration 2576
Administration 2578
Administration 2580
Administration 2583
Administration 2591
Administration 2593
Administration 2594
Administration 2596
Administration 2603
Administration 2607
Administration 2608
Administration 2609
Administration 2613
Administration 2614
Administration 2615
Administration 2616
Administration 2619
Administration 2621
Administration 2622
Administration 2623
Administration 2624
Administration 2627
Administration 2628
Administration 2629
Administration 2630
Administration 2631
Administration 2632
Administration 2633
Mitglieder aus Gruppe entfernt.
Hinzufügen der Mitglieder zur Gruppe fehlgeschlagen.
Entfernen der Mitglieder aus Gruppe fehlgeschlagen.
Gruppe von OU nach OU verschoben.
Verschieben der Gruppe von OU nach OU fehlgeschlagen.
Objekte der Gruppe hinzugefügt.
Objekte aus Gruppe entfernt.
Hinzufügen der Objekte zur Gruppe fehlgeschlagen
Hinzufügen der Objekte aus Gruppe fehlgeschlagen
Schlüssel erzeugt. Algorithmus.
Schlüssel zugeordnet.
Schlüsselzuordnung aufgehoben.
Erzeugen des Schlüssels fehlgeschlagen.
Zuordnung des Schlüssels fehlgeschlagen.
Entfernen der Zuordnung des Schlüssels fehlgeschlagen.
Zertifikat erzeugt.
Zertifikat importiert.
Zertifikat gelöscht.
Zertifikat Benutzer zugeordnet.
Zertifikatszuordnung zu Benutzer aufgehoben.
Erzeugen des Zertifikats fehlgeschlagen.
Importieren des Zertifikats fehlgeschlagen.
Löschen des Zertifikats fehlgeschlagen.
Verlängern des Zertifikats fehlgeschlagen.
Zuordnen des Zertifikats zu Benutzer fehlgeschlagen.
Entfernen der Zuordnung des Zertifikats vom Benutzer fehlgeschlagen.
Token eingesteckt.
Token entfernt.
Token wurde für Benutzer ausgestellt.
313
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Kategorie
Administration 2634
Administration 2635
Administration 2636
Administration 2637
Administration 2638
Administration 2639
Administration 2640
Administration 2641
Administration 2642
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Ereignis-ID Beschreibung
2643
Administration 2644
Administration 2645
Administration 2647
Administration 2648
Administration 2650
Administration 2651
Administration 2652
2653
2654
2657
2658
2659
Administration 2660
Administration 2661
Administration 2662
Administration 2663
Administration 2665
PIN des Benutzers auf Token ändern.
PIN des Sicherheitsbeauftragten auf Token ändern.
Token wurde gesperrt.
Token entsperrt.
Token gelöscht.
Tokenzuordnung für Benutzer aufgehoben.
Ausstellen des Tokens für Benutzer fehlgeschlagen.
Ändern der Benutzer-PIN auf Token fehlgeschlagen.
Ändern der Sicherheitsbeauftragten-PIN auf Token fehlgeschlagen.
Sperren des Tokens fehlgeschlagen.
Entsperren des Tokens fehlgeschlagen.
Löschen des Tokens fehlgeschlagen.
Richtlinie erstellt.
Richtlinie geändert.
Richtlinie gelöscht.
Richtlinie der OU zugewiesen und aktiviert.
Zugewiesene Richtlinie wurde von OU entfernt.
Erstellen der Richtlinie fehlgeschlagen.
Ändern der Richtlinie fehlgeschlagen.
Zuweisung und Aktivierung der Richtlinie zu OU fehlgeschlagen.
Entfernen der zugewiesenen Richtlinie von OU ist fehlgeschlagen.
Richtlinien-Gruppe angelegt.
Richtlinien-Gruppe geändert.
Richtlinien-Gruppe gelöscht.
Anlegen der Richtlinien-Gruppe fehlgeschlagen.
Ändern der Richtlinien-Gruppe fehlgeschlagen.
Folgende Richtlinie wurde der Richtlinien-Gruppe hinzugefügt.
314
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Kategorie
Administration
Ereignis-ID Beschreibung
Administration 2667
Administration
Administration
Administration
Administration 2679
Administration 2680
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Administration
Client
Client
2668
2670
2678
2681
2684
2685
2686
2687
2688
2692
2693
2694
2695
2696
2697
2698
2699
2700
2701
2702
2703
3003
3005
Folgende Richtlinie wurde aus der Richtlinien-Gruppe entfernt.
Hinzufügen der Richtlinie zur Richtlinien-Gruppe fehlgeschlagen.
Entfernen der Richtlinie aus Richtlinien-Gruppe fehlgeschlagen.
Protokollierte Ereignisse exportiert.
Exportieren der protokollierten Ereignisse fehlgeschlagen.
Protokollierte Ereignisse gelöscht.
Löschen der protokollierten Ereignisse fehlgeschlagen.
Sicherheitsbeauftragter erlaubt die Erneuerung eines
Zertifikats
Beauftragter verbietet die Erneuerung eines Zertifikats
Änderungen an den Einstellungen für die
Zertifikatserneuerung fehlgeschlagen
Zertifikat für Beauftragten gewechselt
Zertifikatswechsel für Beauftragten fehlgeschlagen
Erzeugen von Arbeitsgruppen.
Fehlgeschlagenes Erzeugen von Arbeitsgruppen
Löschen von Arbeitsgruppen.
Fehlgeschlagenes Löschen von Arbeitsgruppen
Erzeugen von Benutzern.
Fehlgeschlagenes Erzeugen von Benutzern.
Erzeugen von Maschinen.
Fehlgeschlagenes Erzeugen von Maschinen.
Die Lizenz wurde verletzt.
Schlüsseldatei wurde erzeugt.
Schlüssel für Schlüsseldatei wurde gelöscht.
Sicherheitsbeauftragter hat die Power-on Authentication in einer Richtlinie deaktiviert.
Kernelsicherung erfolgreich
Kernelrücksicherung beim ersten Versuch erfolgreich
315
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Kategorie
Client
Client
Client
Client
Client
Client
Client
Verschlüsselung 3501
Verschlüsselung 3502
Verschlüsselung 3503
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Ereignis-ID Beschreibung
3006
3007
3008
3405
3406
3407
3408
3504
3505
3506
3507
3508
3509
3510
3511
3512
3513
3514
Kernelrücksicherung beim zweiten Versuch erfolgreich
Kernelsicherung fehlgeschlagen
Kernelrücksicherung fehlgeschlagen
Deinstallation des Configuration Protection Clients fehlgeschlagen.
Interner Fehler im Configuration Protection Client
Möglicher Manipulationsvorgang vom Configuration
Protection Client festgestellt.
Möglicher Manipulationsvorgang am Ereignisprotokoll des Configuration Protection Clients.
Zugriff auf Medium im Laufwerk verweigert.
Zugriff auf Datei verweigert.
Sektorbasierte Erst-Verschlüsselung des Laufwerks gestartet.
Sektorbasierte Erst-Verschlüsselung des Laufwerks gestartet. (Schnellmodus).
Sektorbasierte Erst-Verschlüsselung des Laufwerks fehlerfrei beendet.
Sektorbasierte Erst-Verschlüsselung des Laufwerks gescheitert und beendet.
Sektorbasierte Erst-Verschlüsselung des Laufwerks abgebrochen.
Sektorbasierte Erst-Verschlüsselung des Laufwerks fehlgeschlagen.
Sektorbasierte Entschlüsselung des Laufwerks gestartet.
Sektorbasierte Entschlüsselung des Laufwerks fehlerfrei beendet.
Sektorbasierte Entschlüsselung des Laufwerks gescheitert und beendet.
Sektorbasierte Entschlüsselung des Laufwerks abgebrochen.
Sektorbasierte Entschlüsselung des Laufwerks fehlgeschlagen.
F&F Erst-Verschlüsselung auf einem Laufwerk gestartet.
316
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Kategorie Ereignis-ID Beschreibung
Verschlüsselung 3515
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
Verschlüsselung
3516
3517
3519
3520
3521
3522
3524
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F&F Erst-Verschlüsselung auf einem Laufwerk fehlerfrei beendet.
F&F Erst-Verschlüsselung auf einem Laufwerk fehlgeschlagen und beendet.
F&F Erst-Verschlüsselung auf einem Laufwerk abgebrochen.
F&F Entschlüsselung auf einem Laufwerk gestartet.
F&F Entschlüsselung auf einem Laufwerk fehlerfrei beendet.
F&F Entschlüsselung auf einem Laufwerk fehlgeschlagen und beendet.
F&F Entschlüsselung auf einem Laufwerk abgebrochen.
F&F Verschlüsselung einer Datei gestartet.
F&F Verschlüsselung einer Datei fehlerfrei beendet.
F&F Verschlüsselung einer Datei fehlgeschlagen.
F&F-Entschlüsselung einer Datei gestartet.
F&F-Entschlüsselung einer Datei fehlerfrei beendet.
F&F-Entschlüsselung einer Datei fehlgeschlagen.
Backup von Bootkey durchgeführt
Überschreitung der Anzahl von
Verschlüsselungsalgorithmen für Start-Laufwerke
Lesefehler von Schlüsseldatenbereiche
Abweisen von Laufwerken gemäß den Richtlinien.
Zugriffsschutz
Allgemeiner Verschlüsselungsfehler
Verschlüsselungsfehler - Laufwerk nicht gefunden
Verschlüsselungsfehler - Laufwerk nicht verfügbar
Verschlüsselungsfehler - Laufwerk entfernt
Verschlüsselungsfehler - Laufwerksfehler
Verschlüsselungsfehler - Der Schlüssel fehlt
Verschlüsselungsfehler - Der Original-KSA Bereich ist beschädigt.
317
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Kategorie
Verschlüsselung 3611
Verschlüsselung
Zugriffskontrolle
Ereignis-ID Beschreibung
3612
Zugriffskontrolle 4400
Zugriffskontrolle 4401
Zugriffskontrolle 4402
Zugriffskontrolle 4403
Zugriffskontrolle 4404
Zugriffskontrolle 4405
Zugriffskontrolle 4406
Zugriffskontrolle 4407
Zugriffskontrolle 4408
Zugriffskontrolle 4409
Zugriffskontrolle 4410
Zugriffskontrolle 4411
Zugriffskontrolle 4412
Zugriffskontrolle 4413
Zugriffskontrolle 4414
4415
Verschlüsselungsfehler - Der Sicherungs-KSA Bereich ist beschädigt.
Verschlüsselungsfehler - Der ESA-Bereich ist beschädigt.
Port erfolgreich freigegeben
Gerät erfolgreich freigegeben
Speichergerät erfolgreich freigegeben
WLAN erfolgreich freigegeben
Port erfolgreich entfernt
Gerät erfolgreich entfernt
Speichergerät erfolgreich entfernt
WLAN-Verbindung erfolgreich getrennt
Port eingeschränkt
Gerät eingeschränkt
Speichergerät eingeschränkt
WLAN eingeschränkt
Port gesperrt
Gerät gesperrt
Speichergerät gesperrt
WLAN gesperrt
318
SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
30 Bedeutung der SGMERR-Codes in der Windows-
Ereignisanzeige
In der Windows-Ereignisanzeige könnten Sie folgende Meldung finden:
“Authorization for SafeGuard Enterprise Administration failed for user.... Reason: [536870951]”
Welche Bedeutung die Nummer “536870951” hat, finden Sie in dieser Tabelle. Nummer
“536870951” bedeutet zum Beispiel “Die angegebene PIN ist falsch, der Benutzer konnte nicht authentisiert werden”.
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8
5
6
3
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Fehler-ID
0
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20
21
13
14
15
16
Anzeige
OK
Fehler in Parameter 1
Fehler in Parameter 2
Fehler in Parameter 3
Fehler in Parameter 4
Fehler in Parameter 5
Fehler in Parameter 6
Fehler in Parameter 7
Fehler in Parameter 8
Fehler in Parameter 9
Fehler in Parameter 10
Fehler in Parameter 11
Fehler in Parameter 12
Fehler in Parameter 13
Fehler in Parameter 14
Fehler in Parameter 15
Fehler in Parameter 16
Fehler in Parameter 17
Fehler in Parameter 18
Fehler in Parameter 19
Funktion nicht ausgeführt
Interner Fehler entdeckt
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Modul nicht initialisiert
Datei I/O Fehler entdeckt
Speicher kann nicht zugewiesen werden
Datei I/O Lesefehler
Datei I/O Schreibfehler
Keine Operation durchgeführt
Allgemeiner Fehler
Zugriff verweigert
Datei existiert bereits
Registry Eintrag konnte nicht geöffnet werden.
Registry Eintrag konnte nicht gelesen werden.
Registry Eintrag konnte nicht geschrieben werden.
Registry Eintrag konnte nicht entfernt werden.
Registry Eintrag konnte nicht erzeugt werden.
Kein Zugriff auf einen Systemdienst oder Treiber möglich.
Ein Systemdienst oder Treiber konnte nicht in der Registry eingetragen werden.
Ein Systemdienst oder Treiber konnte nicht aus der Registry entfernt werden.
Ein Systemdienst oder Treiber ist bereits in der Registry eingetragen.
Kein Zugriff auf den Service Control Manager möglich.
Ein Eintrag für eine Session konnte in der Registry nicht gefunden werden.
Ein Registry Eintrag is ungültig oder falsch.
Zugriff auf ein Laufwerk ist fehlgeschlagen.
Keine Informationen über ein Laufwerk vorhanden.
Kein Zugriff auf ein Volume möglich.
Ungültige Option definiert.
Unzulässiges Dateisystem.
Das existierende Dateisystem auf einem Volume und das definierte sind unterschiedlich.
Die vorhandene Größe eines Dateisystem-Clusters und die definierte
Größe sind unterschiedlich.
Unzulässige Sektorgröße eines Dateisystems definiert.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
Unzulässiger Startsektor definiert.
Unzulässiger Partitionstyp definiert.
Es konnte kein unfragmentierter, unbenutzer Bereich der erforderlichen
Größe auf einem Volume gefunden werden.
Dateisystem Cluster konnten nicht als benutzt markiert werden.
Dateisystem Cluster konnten nicht als GOOD markiert werden.
Dateisystem Cluster konnten nicht als unbenutzt markiert werden.
Dateisystem Cluster konnten nicht als BAD markiert werden.
Es existieren keine Informationen über die Cluster eines Dateisystems.
Der als BAD markierte Bereich auf einem Volume konnte nicht gefunden werden.
Unzulässige Größe eines Bereichs auf einem Volume definiert.
Der MBR Sektor einer Festplatte konnte nicht ersetzt werden.
Ein falsches Kommando für eine Allokierung oder Deallokierung definiert.
Unzulässiger Algorithmus definiert.
Der Zugriff auf den Systemkern ist fehlgeschlagen.
Es ist kein Systemkern installiert.
Beim Zugriff auf den Systemkern ist ein Fehler aufgetreten.
Unzulässige Änderung der Systemeinstellungen.
Auf ein Laufwerk konnten keine Daten geschrieben werden.
Von einem Laufwerk konnten keine Daten gelesen werden.
Der Zugriff auf ein Laufwerk ist fehlgeschlagen.
Unzulässiges Laufwerk.
Änderung der Zugriffsposition auf einem Laufwerk ist fehlgeschlagen.
Laufwerk ist nicht bereit.
Unmount eines Laufwerks ist fehlgeschlagen.
Datei konnte nicht geöffnet werden.
Datei konnte nicht gefunden werden.
Unzulässiger Dateipfad definiert.
Datei konnte nicht erzeugt werden.
Datei konnte nicht kopiert werden.
Keine Informationen über ein Laufwerk vorhanden.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
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Die Position in einer Datei konnte nicht geändert werden.
Das Lesen von einer Datei ist fehlgeschlagen.
Es konnten keine Daten in eine Datei geschrieben werden.
Eine Datei konnte nicht entfernt werden.
Unzulässiges Dateisystem.
Datei konnte nicht geschlossen werden.
Kein Zugriff auf eine Datei möglich.
Nicht genug Speicher vorhanden.
Unzulässiger oder falscher Parameter definiert.
Ein Puffer für Daten ist zu klein.
Ein DLL-Modul konnte nicht geladen werden.
Eine Funktion oder ein Prozess wurde abgebrochen.
Kein Zugriff erlaubt.
Es ist kein Systemkern installiert.
Ein Programm konnte nicht gestartet werden.
Eine Funktion, ein Objekt oder Daten sind nicht vorhanden.
Unzulässiger Eintrag.
Ein Objekt existiert bereits.
Unzulässiger Funktionsaufruf.
Es ist ein interner Fehler aufgetreten.
Es ist eine Zugriffsverletzung aufgetreten.
Funktion oder Modus wird nicht unterstützt.
Deinstallation ist fehlgeschlagen.
Es ist ein Ausnahmefehler aufgetreten.
Der MBR Sektor der Festplatte konnte nicht ersetzt werden.
Unbekannt
Prozess beendet
Datei nicht verifiziert
Ungültige Richtlinie
Die Anweisung Öffnen war nicht erfolgreich
Nicht genug Speicherplatz
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
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Allgemeiner Fehler in der Prozess-Kommunikation
Auf eine Resource kann nicht zugegriffen werden. Das ist ein temporärer
Zustand und ein späterer Versuch könnte erfolgreich beendet werden.
Allgemeiner Kommunikationsfehler
Unerwarteter Rückgabewert
Kein Kartenlesegrät angeschlossen
Zwischenspeicher überfüllt
Karte ist nicht in Betrieb
Eine Zeitüberschreitung ist eingetreten
Unerlaubter Kartentyp
Die gewünschte Funktionsart wird nicht unterstützt /zu dieser Zeit / In dieser OS / in dieser Situation.
Ungültiger Treiber
Die Firmware der angeschlossenen Hardware ist von dieser Software nicht nutzbar
Öffnen der Datei ist fehlgeschlagen
Datei nicht gefunden
Karte nicht eingeführt
Unzulässiges Argument
Die Semaphore wird derzeit verwendet.
Die Semaphore ist momentan in Benutzung
Allgemeiner Fehler.
Sie haben momentan nicht die Rechte, die angefragte Aktion durchzuführen. Normalerweise ist es notwendig zuvor ein Kennwort einzugeben.
Der Service ist momentan nicht verfügbar.
Ein Element ( z. B. ein Schlüssel mit einem bestimmten Namen ) konnte nicht gefunden werden.
Das angegebene Kennwort ist falsch.
Das Kennwort wurde mehrere Male falsch eingegeben und ist daher geblockt. Benutzen Sie ein Verwaltungstool, um dieses zu entsperren.
Die Identität stimmt nicht mit der definierten Identitäts-Gegenprobe
überein.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
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Mehrere Fehler sind aufgetreten. Benutzen sie diesen Fehlercode, wenn dies die einzige Möglichkeit ist, einen Fehlercode zu erhalten, aber vorher verschiedene Fehler aufgetreten sind.
Einige Elemente sind noch vorhanden, daher kann z. B. die
Verzeichnisstruktur etc. nicht gelöscht werden.
Fehler während des Konsistenztestes
Die ID ist auf der Schwarzen Liste. Die angefragte Aktion ist daher nicht erlaubt.
Ungültiges Handle
Ungültige Konfigurationsdatei
Abschnitt nicht gefunden.
Eintrag nicht gefunden.
Keine weiteren Abschnitte vorhanden.
Ende der Datei erreicht.
Der angegebene Element existiert bereits.
Das Kennwort ist zu kurz.
Das Kennwort ist zu lang.
Ein Element ( z. B. ein Zertifikat ) ist abgelaufen.
Das Kennwort ist nicht gesperrt.
Der Pfad konnte nicht gefunden werden.
Das Datenverzeichnis ist nicht leer.
Keine weiteren Daten verfügbar
Auf dem Medium ist kein Speicherplatz mehr verfügbar.
Eine Operation wurde abgebrochen.
Read Only Daten; eine Schreiboperation ist fehlgeschlagen.
Der Schlüssel ist nicht verfügbar.
Der Schlüssel ist nicht definiert.
Zugriff auf unverschlüsseltes Medium verweigert.
Zugriff auf unverschlüsseltes Medium verweigert, wenn nicht es nicht leer ist.
Die Datei ist nicht verschlüsselt.
Der Schlüssel ist nicht verfügbar.
Der richtige Schlüssel ist nicht verfügbar.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
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Checksummenfehler im Datei-Header.
Fehler in CBI-Funktion.
Ungültiger Dateiname.
Fehler beim Lesen/Schreiben der temporären Datei.
Zugriff auf unverschlüsselte Dateien ist nicht erlaubt.
Key Storage Area (KSA) voll.
Die Datei ist bereits mit einem anderen Algorithmus verschlüsselt.
Datei ist mit NTFS komprimiert und kann daher nicht verschlüsselt werden!
Datei ist mit EFS verschlüsselt!
Ungültiger Datei-Besitzer!
Ungültiger Dateiverschlüsselungsmodus!
Fehler im CBC-Handling!
Integrität verletzt.
Das Token enthält keine Berechtigungen.
Berechtigungen können nicht auf das Token geschrieben werden.
TDF-Tag konnte nicht angelegt werden.
TDF-Tag enthält die angeforderten Daten nicht.
Das Objekt existiert bereits auf dem Token.
Kein gültiger Slot gefunden.
Seriennummer konnte nicht gelesen werden
Verschlüsselung des Tokens ist gescheitert.
Entschlüsselung des Tokens ist gescheitert.
Die Schlüsseldatei enthält eine ungültige Daten.
Teile des RSA-Schlüsselpaares sind ungültig.
Das Schlüsselpaar konnte nicht importiert werden.
Das Format der Schlüsseldatei ist ungültig.
Keine Daten verfügbar.
Der Import des Zertifikates ist fehlgeschlagen, da das Zertifikat bereits exsitiert..
Das Modul ist bereits initialisiert worden.
Das Modul ist nicht initialisiert worden.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
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Die ASN.1-Verschlüsselung ist fehlerhaft.
Fehlerhafte Datenlänge.
Fehlerhafte Signatur.
Fehlerhafter Verschlüsselungsmechanismus angewandt.
Diese Version wird nicht unterstützt.
Padding Fehler.
Ungültige Flags.
Das Zertifikat ist abgelaufen und nicht länger gültig.
Unkorrekte Zeitangabe. Zertifikat noch nicht gültig.
Das Zertifikat ist entzogen worden.
Die Zertifikats-Kette ist ungültig.
Die Zertifikats-Kette konnte nicht erstellt werden.
CDP konnte nicht kontaktiert werden.
Ein Zertifikat, welches nur als End-Dateneinheit genutzt werden kann, ist als CA oder umgekehrt genutzt worden.
Probleme mit der Gültigkeitslänge der Zertifikate in der Kette.
Fehler bei der Öffnung der Datei.
Fehler beim Lesen einer Datei.
Ein oder mehrere Parameter, die an die Funktion übergeben worden sind, sind nicht korrekt.
Die Ausgabe der Funktion passt nicht in den zur Verfügung gestellten
Puffer.
Ein Problem mit dem Token und/oder Slot ist aufgetaucht.
Der Token hat nicht genug Speicherkapazität, um die gewünschte Funktion auszuführen.
Der Token ist aus dem Slot entfernt worden, während die Funktion ausgeführt wurde.
Die gewünschte Funktion konnte nicht ausgeführt werden, es liegen aber keine detaillierten Informationen über den Grund der Fehlermeldung vor.
Ein allgemeiner Fehler ist aufgetreten. Das System könnte instabil sein.
Der Computer auf dem die CBI Sammlung läuft, besitzt ungenügenden
Speicher, um die gewünschte Funktion auszuführen. Im schlechtesten Fall könnte es sein, dass die Funktion nur teilweise erfolgreich durchgeführt wird.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
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Eine gewünschte Funktion wird nicht vom CBI-Archiv unterstütz.
Es wurde versucht, einen Wert für ein Objekt einzustellen, welches nicht eingestellt oder abgeändert werden kann.
Ein ungültiger Wert wurde für ein Objekt angegeben.
Es wurde versucht, den Wert eines Objektes zu erlangen, was jedoch fehlschlug, da es sich um ein sensibles Objekt handelt bzw. es nicht extrahierbar ist.
Die angegebene OIN Lust abgelaufen. (Ob eine PIN eines normalen
Benutzers auf einem ausgegebenen Token jemals abläuft, variiert von
Token zu Token.)
Die angegebene PIN ist falsch, der Benutzer konnte nicht authentisiert werden.
Die angegebene PIN enthält ungültige Zeichen. Dieser Antwort-Code wird nur für Funktionen angewandt, die versuchen, eine PIN einzurichten.
Die angegebene PIN ist zu lang oder zu kurz. Dieser Antwort-Code wird nur für Funktionen angewandt, die versuchen, eine PIN einzurichten.
Die angegebene PIN ist geblockt und kann nicht genutzt werden. Dies tritt auf, weil eine gewisse Anzahl an fehlgeschlagenen Versuchen zur
Authentisierung aufgetreten ist und der Token weitere Versuche zur
Authentisierung ablehnt.
Die angegebene Slot ID ist ungültig.
Der Token war zu dem Zeitpunkt, als die Funktion angefragt wurde nicht in seinem Slot.
Das CBI Archiv und/oder der Slot konnte keinen Token im Slot erkennen.
Die angefragte Aktion kann nicht durchgeführt werden, da der Token schreibgeschützt ist.
Der angegebene Benutzer kann nicht angemeldet werden, da dieser
Benutzername bereits zur Sitzung angemeldet ist.
Der angegebene Benutzer kann nicht angemeldet werden, da ein anderer
Benutzer bereits zur Sitzung angemeldet ist.
Die gewünschte Aktion kann nicht ausgeführt werden, da der geeignete
Benutzer (oder ein geeigneter Benutzer) nicht angemeldet ist. Zum Beispiel kann die Abmeldung von der Sitzung nicht vor der Anmeldung liegen.
Die normale Benutzer PIN ist nicht mit CBIInitPin initialisiert.
Es wurde versucht, gleichzeitig mehrere verschiedene Benutzer auf dem
Token anzumelden, was der Token und/oder das Archiv zugelassen haben.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
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Ein ungültiger Wert wurde als CBIUser angegeben. Gültige Typen sind in
ASCI11 User Types definiert.
Ein Objekt mit der angegebenen Kennzeichnung konnte auf dem Token nicht gefunden werden.
Eine Zeitüberschreitung ist aufgetreten.
Diese Version der IE ist nicht unterstützt.
Authentisierung fehlgeschlagen.
Das Root-Zertifikat ist gesichert.
Keine CRL gefunden.
Keine aktive Internetverbindung vorhanden.
Es befindet sich ein Fehler im Zeitwert eines Zertifikates.
Das Zertifikat konnte nicht verifiziert werden.
Der Aufhebungsstatus dieses Zertifikates ist unbekannt.
Das Modul wird beendet. Keine weiteren Anfragen gestattet.
Es ist ein Fehler während einer Netzwerkfunktion aufgetreten.
Ein ungültiger Aufruf einer Funktion ist empfangen worden.
Ein Objekt konnte nicht gefunden werden.
Eine Terminal Server Sitzung wurde unterbrochen.
Ungültige Handlung.
Das Objekt ist in Benutzung.
Der Zufallszahlengenerator wurde nicht initialisiert. (CBIRNDInit ( ) wurde nicht angefragt.)
Unbekannter Befehl (siehe CBIControl ( )).
UNICODE wird nicht unterstützt.
Der Zufallszahlengenerator benötigt einen größeren Startwert (seed).
Das Objekt existiert bereits.
Falsche Algorithmus Kombination. (Siehe CBIRecrypt ( )).
Das Cryptoki-Modul (PKCS#11) ist nicht initialisiert.
Das Cryptoki-Modul (PKCS#11) ist bereits initialisiert.
Das Cryptoki-Modul (PKCS#11) konnte nicht geladen werden.
Zertifikat nicht gefunden.
Nicht vertrauenswürdig.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
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Ungültiger Schlüssel.
Der Schlüssel ist nicht exportierbar.
Der angegebene Algorithmus wird momentan nicht unterstützt.
Der angegebene Entschlüsselungsmodus wird nicht unterstützt.
Ein Fehler in der GSENC Sammlung ist aufgetreten.
Format der Datenabfrage ist nicht bekannt.
Das Zertifikat hat keinen privaten Schlüssel.
Ungültige Konfiguration
Eine Operation ist aktiv.
Ein Zertifikat in der Kette ist zeitlich nicht verschachtelt.
Die CRL konnte nicht ersetzt werden.
Die BENUTZER-PIN wurde bereits initialisiert.
Sie haben keine ausreichenden Rechte, um diese Aktion auszuführen.
Zugriff verweigert
Ungültiger Handle
Ungültiger Parameter in Benutzung
Das Objekt existiert bereits.
Das Objekt konnte nicht gefunden werden.
Datenbank-Ausnahme aufgetreten.
Die Aktion wurde vom Benutzer abgebrochen.
Das Token ist keinem bestimmten Benutzer zugewiesen.
Das Token ist mehr als einem Benutzer zugewiesen.
Das Token konnte nicht in der Datenbank gefunden werden.
Das Token wurde erfolgreich gelöscht und aus der Datenbank entfernt.
Das Token konnte in der Datenbank nicht eindeutig identifiziert werden.
Die Richtlinie ist einer Richtlinien-Gruppe zugewiesen. Um die Richtlinie zu löschen, muss diese Zuweisung aufgehoben werden.
Die Richtlinie ist einer OU zugewiesen. Bitte entfernen Sie zuerst die
Zuweisung.
Das Zertifikat dieses Beauftragten ist ungültig.
Das Zertifikat dieses Beauftragten ist abgelaufen.
Der Beauftragte konnte nicht in der Datenbank gefunden werden.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
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Der gewählte Beauftragte ist nicht eindeutig.
Der Beauftragte ist gesperrt und kann nicht authentisiert werden.
Der Beauftragte ist nicht mehr oder noch nicht gültig.
Der Beauftragte konnte nicht authentisiert werden - Anfrage außerhalb der gestatteten Arbeitszeiten.
Ein Beauftragter kann sich nicht selbst löschen.
Der Haupt-Sicherheitsbeauftragte kann nicht gelöscht werden, da ein zweiter Haupt-Sicherheitsbeauftragte zur zusätzlichen Authentisierung erforderlich ist.
Der Sicherheitsbeauftragte kann nicht gelöscht werden, da ein zweiter
Sicherheitsbeauftragte zur zusätzlichen Authentisierung erforderlich ist.
Der Prüfungsbeauftragte kann nicht gelöscht werden, da ein weiterer
Prüfungsbeauftragter zur zusätzlichen Authentisierung erforderlich ist.
Der Recovery-Beauftragte kann nicht gelöscht werden, da ein Recovery-
Beauftragter zur zusätzlichen Authentisierung erforderlich ist.
Der Beratungsbeauftragte kann nicht gelöscht werden, da ein
Beratungsbeauftragter zur zusätzlichen Authentisierung erforderlich ist.
Die Funktion des Haupt- Sicherheitsbeauftragten kann nicht entfernt werden, da ein zweiter Haupt-Sicherheitsbeauftragter zur zusätzlichen
Authentisierung erforderlich ist.
Die Funktion des Sicherheitsbeauftragten kann nicht entfernt werden, da ein Sicherheitsbeauftragter zur zusätzlichen Authentisierung erforderlich ist.
Die Funktion des Prüfungsbeauftragten kann nicht entfernt werden, da ein
Prüfungsbeauftragter zur zusätzlichen Authentisierung erforderlich ist.
Die Funktion des Wiederherstellungsbeauftragten kann nicht entfernt werden, da ein Recovery-Beauftragter zur zusätzlichen Authentisierung erforderlich ist.
Die Funktion des Beratungsbeauftragten kann nicht entfernt werden, da ein Beratungsbeauftragter zur zusätzlichen Authentisierung erforderlich ist.
Ein zusätzlicher Beauftragter mit der gewünschten Funktion ist zur zusätzlichen Authentisierung nicht verfügbar.
Ereignisanzeige
Integrität des zentralen Ereignisprotokolls erfolgreich verifiziert.
Integrität verletzt! Ein oder mehrere Ereignisse wurden vom Beginn der
Kette entfernt.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
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805306405 Integrität verletzt! Ein oder mehrere Ereignisse sind in der Kette entfernt worden. Die Mitteilungen bei denen der Bruch der Kette entdeckt worden ist, ist hervorgehoben.
Integrität verletzt! Ein oder mehrere Ereignisse wurden vom Ende der Kette entfernt.
Exportieren der Ereignisse in Datei fehlgeschlagen. Grund:
Die momentane Ansicht enthält ungesicherte Daten. Möchten Sie die
Änderungen speichern, bevor Sie die Ansicht verlassen?
Die Datei konnte nicht geladen werden, oder die Datei ist beschädigt.
Grund:
Die Integrität des Protokolls ist verletzt worden! Ein oder mehrere
Ereignisse sind entfernt worden.
Sollen die Ereignisse in einer Datei gesichert werden, bevor sie gelöscht werden?
Anzeige der Aufträge
CRL mehrfach in der Datenbank gefunden. CRL konnte nicht gelöscht werden.
CRL nicht in der Datenbank gefunden.
Der Benutzer, dem das Zertifikat zugewiesen werden sollte, konnte nicht in der Datenbank gefunden werden.
Ein P7 Blob ist für eine Zertifikats-Zuweisung zwingend erforderlich.
Der Benutzer, dem das Zertifikat zugewiesen werden sollte, ist nicht eindeutig benannt.
Die Zertifikats-Zuweisung kann nicht gefunden werden.
Die Zuweisung des Zertifikats ist nicht eindeutig. Es ist nicht klar, welche
Zuweisung entfernt werden soll.
Der Benutzer für den das Zertifikat erstellt werden soll, konnte nicht in der
Datenbank gefunden werden.
Der Benutzer für den das Zertifikat erstellt werden soll, kann nicht eindeutig benannt werden.
Das Zertifikat wurde bereits einem anderen Benutzer zugeordnet. Ein
Zertifikat kann nur einem Benutzer zugeordnet werden.
Der Computer, dem das Zertifikat zugewiesen werden soll, konnte nicht in der Datenbank gefunden werden.
Der Computer, dem das Zertifikat zugewiesen werden soll, konnte nicht eindeutig identifiziert werden.
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
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805306427
Importierte Zertifikate können nicht durch SGN erneuert werden.
Inkonsistente Zertifikatsdaten während der Erneuerung
Die Erneuerung des Zertifikats wurde nicht von einem
Sicherheitsbeauftragten genehmigt.
Fehler beim Löschen des Token 805306428
805306429
805306430
Das Zertifikat kann nicht vom Token gelöscht werden, denn es wurde für die Authentisierung des aktuellen Benutzers verwendet.
Ein Systemzugang mit diesem Namen existiert bereits. Bitte wählen Sie einen anderen Namen.
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805306432
805306433
Dem Sicherheitsbeauftragen sind keine Rollen zugewiesen. Anmeldung nicht möglich.
Die Lizenz wurde verletzt.
Es wurde keine Lizenz gefunden.
2415919104 Es wurde keine Richtlinie gefunden.
2415919105 Keine Konfigurationsdatei verfügbar!
2415919106 Keine Verbindung zum Server.
2415919107 Keine weiteren Datenpakete vorhanden.
2415919108 Ungültige Priorität beim Senden zum Server!
2415919109 Es stehen noch Daten zur Verarbeitung an.
2415919110 Die Autoregistrierung ist noch nicht beendet.
2415919111 Datenbank Anmeldung fehlgeschlagen.
2415919112 Falsche Session ID!
2415919113 Datenpaket ignoriert!
3674210305 Domäne nicht gefunden.
3674210306 Maschine nicht gefunden.
3674210307 Benutzer nicht gefunden.
3758096385 Das Kennwort enthält nicht genügend Buchstaben
3758096386 Das Kennwort enthält nicht genügend Zahlen
3758096387 Das Kennwort enthält nicht genügend Sonderzeichen
3758096388 Das Kennwort entspricht dem Benutzernamen
3758096389 Das Kennwort enthält aufeinanderfolgende Zeichen
3758096390 Das Kennwort ähnelt dem Benutzernamen zu stark
3758096391 Das Kennwort wurde in der Liste der verbotenen Kennwörter gefunden
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SafeGuard® Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
3758096392 Das Kennwort ähnelt dem alten Kennwort zu stark
3758096393 Das Kennwort enthält eine Tastaturreihe mit mehr als zwei Zeichen
3758096394 Das Kennwort enthält eine Tastaturspalte mit mehr als zwei Zeichen
3758096395 Das Kennwort hat seinen Gültigkeitszeitraum noch nicht erreicht
3758096396 Das Kennwort hat seine Gültigkeitsdauer überschritten
3758096397 Das Kennwort hat seine minimale Gültigkeitsdauer noch nicht erreicht
3758096398 Das Kennwort hat die maximale Gültigkeitsdauer überschritten
3758096399 Information über einen bevorstehenden Wechsel des Kennwortes muß angezeigt werden
3758096400 Änderung bei Erstanmeldung erforderlich
3758096401 Das Kennwort wurde in der History gefunden
3758096402 Fehler beim Verifizieren gegen die spezifizierte Blacklist.
4026531840 Keine "platform" vorhanden.
4026531841 Kein Dokument.
4026531842 XML Parse Fehler.
4026531843 Fehler im Document Object Model (XML).
4026531844 Kein <DATAROOT>-Abschnitt gefunden (XML).
4026531845 XML-Tag nicht gefunden.
4026531846 "nostream" Fehler.
4026531847 "printtree" Fehler.
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SafeGuard®Enterprise 5.50, Administrator-Hilfe
31 Technischer Support
Technischen Support zu Sophos Produkten können Sie wie folgt abrufen:
Rufen Sie das SophosTalk-Forum unter http://community.sophos.com auf und suchen Sie nach Benutzern mit dem gleichen Problem.
Durchsuchen Sie die Sophos Support-Knowledgebase unter http://www.sophos.de/support/.
Laden Sie Dokumentation zu den Produkten unter http://www.sophos.de/support/docs/ herunter.
Senden Sie eine E-Mail an den technischen Support [email protected] und geben Sie die
Versionsnummer(n), Betriebssystem(e) und Patch Level Ihrer Sophos Software sowie ggf. den genauen Wortlaut von Fehlermeldungen an.
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SafeGuard® Enterprise 5.50,
Administrator-Hilfe
32 Copyright
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Diese Publikation darf weder elektronisch oder mechanisch reproduziert, elektronisch gespeichert oder übertragen, noch fotokopiert oder aufgenommen werden, es sei denn, Sie verfügen entweder über eine gültige Lizenz, gemäß der die Dokumentation in Übereinstimmung mit dem Lizenzvertrag reproduziert werden darf, oder Sie verfügen über eine schriftliche
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