Schneider Electric TSXAXM292 / TSXAXM492 / PL7-MAX Multiachsmodule, 5.0 Benutzerhandbuch
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Beschreibung der Multi-Achsensteuerung
Voraussetzungen für eine Multiachsapplikation
Installation der Software
Installation der Hardware
Anwendungsbeispiel
Vorgehensweise bei der Inbetriebnahme
Voreinstellung
Programmierung
Funktionsprinzip der Achseneinstellung
Initialisieren der Parameter
Einstellen der Achsen
Testen einer Achsapplikation
Bedienung
Diagnose und Wartung
Leistungsdaten
Zusatzfunktionen
Menüs der Software ADJ MAX
Funktionsweise
Kompatible SSI-Absolutwertgeber
Kurzübersicht
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Inhalt Register A
A
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Kapitel Seite
1 Beschreibung der Multi-Achsensteuerung
Ausstattungsmerkmale der Multiachsmodule
Beschreibung der Software PL7-MAX 1/10
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2 Voraussetzungen für eine Multiachsapplikation 2/2
Erforderliche Konfiguration für PL7-MAX
Lieferumfang des Softwarepaketes
Installation der Software PL7-MAX
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Steckplatzwahl und Verriegelung
4.2-2 Anschluß von Inkrementalgebern
4.2-3 Anschluß von Absolutwertgebern
4.2-4 Anschluß der Hilfseingänge/-ausgänge
4.2-5 Anschluß der Ein-/Ausgänge der Antriebsregler
4.2-6 Beispiel für den Anschluß von Antriebsreglern
4.2-7 Beispiel für den Anschluß von Antriebsreglern MASAP
4.2-8 Beispiel für den Anschluß von modularen Antriebsreglern
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E
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A/1
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Inhalt Register A
___________________________________________________________________________
E
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A/2
A
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1.1
Einleitung
1.1-1 Multiachsmodule für die SPS
FTX 417
TSX AXM 492
FTX 507 PL7-MAX
Die neuen Multiachsmodule TSX AXM 292 und TSX AXM 492 für die SPS-Serie
TSX 7 wurden konzipiert, um den Forderungen der Maschinenhersteller Rechnung zu tragen.
Mit diesen Modulen können zahlreiche Forderungen erfüllt werden, die von der
Steuerung unabhängiger Verfahrbewegungen bis zur Steuerung von 3 linear interpolierten Achsen in einem kartesischen Koordinatensystem reichen.
Durch die Integration der Verfahrbefehle in den SPS-Befehlsvorrat eignen sich AXM und TSX für Maschinen, bei denen gleichzeitig eine leistungsfähige Steuerung der
Verfahrbewegungen in Verbindung mit einer sequentiellen Steuerung per SPS gefordert wird.
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1/2
Beschreibung der Multi-Achsensteuerung
1
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1.1-2 Multiachsmodule und Inbetriebnahmesoftware
Multiachsmodule
Es stehen 2 Multiachsmodule zur Verfügung:
• TSX AXM 292, Zweiachs-Modul mit
Eingängen für Inkrementalgeber oder
SSI-Absolutwertgeber.
Dieses Modul dient zur Ansteuerung einer Gruppe von 2 interpolierten oder
2 unabhängigen Achsen.
• TSX AXM 492, Achsmodul mit 4 Achsen
(bei Einsatz von Inkrementalgebern) bzw. 3 Achsen (bei Einsatz von SSI-
Absolutwertgebern).
Diese 3 bzw. 4 Achsen können beliebig zu ein-, zwei- oder dreiachsigen Achsgruppen kombiniert werden.
A
Inbetriebnahmesoftware
Das Softwarepaket PL7-MAX besteht aus folgenden Komponenten:
- der Erweiterung der Programmiersprache PL7-3 (Diskette OFB MAX).
Es werden drei Funktionsbausteine zur Programmierung von Verfahrbewegungen zur Verfügung gestellt:
• MOVE: Einachsbewegung (X-Achse)
• DMOVE: Zweiachsbewegung (X- und
Y-Achse),
• TMOVE: Dreiachsbewegung (X-, Y- und
Z-Achse),
- dem X-TEL-Stationstool ADJ MAX zur
Inbetriebnahme der Achsen (Diskette
ADJ MAX).
ADJ MAX
PL7-MAX läuft unter dem Softwarecenter
X
-
TEL V5 oder MINI X-TEL V5.
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1/3
A
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1.2
Funktionen
Die Multiachsmodule sind mit folgenden Schnittstellen für jede Achse ausgestattet:
Eingänge:
• Schnittstelle für den Anschluß des Wegmeßsystems: wahlweiser Anschluß von
- Inkrementalgebern (Signale zur Verschmutzungsüberwachung können ver-
arbeitet werden, Drahtbrucherkennung erfolgt im Achsmodul),
- SSI-Absolutwertgebern,
• einen Referenznockeneingang (bei Einsatz eines Inkrementalgebers),
• einen Ereigniseingang,
• einen Eingang für Störungen des Antriebsreglers,
• einen Eingang für Betriebsbereitschaft des Antriebsreglers.
Ausgänge:
• einen Analogausgang (
±
10 V, 13 Bit + Vorzeichen) zur Ansteuerung eines Antriebsreglers,
• einen Relaisausgang zur Freigabe des Antriebsreglers.
Funktionen
Die Multiachsmodule AXM 292 / AXM 492 beinhalten alle für die Realisierung von linearen Verfahrbewegungen in bis zu 3 Achsen notwendigen Funktionen:
- Linearinterpolation (1-3 Achsen)
- Lageregler
- Schnittstelle zur Kommunikation mit der SPS
- Schnittstelle zum Wegmeßsystem:
Wahlweiser Anschluß von:
• RS 422-Inkrementalgebern (Frequenz max. 250 kHz). Das Multiachsmodul führt nach Wahl eine Impulsvervierfachung durch,
• SSI-Absolutwertgebern, 16 bis 24 Datenbits.
Lageregelkreis:
Proportionaler PID-Regelkreis mit Geschwindigkeitskorrektur zur Reduzierung von
Nachlauffehlern.
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1/4
Beschreibung der Multi-Achsensteuerung
1
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Geschwindigkeitsprofile:
Für jede Achsgruppe stehen dem Anwender zwei Geschwindigkeitsprofile zur Verfügung:
• trapezförmige Beschleunigung bzw. Verzögerung (die Ableitungswerte der
Beschleunigungs- und Verzögerungswerte können als Variable separat verändert werden),
• sinus 2 -förmige Beschleunigung bzw. Verzögerung (die Ableitungswerte der
Beschleunigungs- und Verzögerungswerte können als Variable separat verändert werden), z.B. für das ruckfreie Beschleunigen bzw. Abbremsen von Ladeportalen.
A
Geschwindigkeitsprofil: trapezförmig
Geschwindigkeitsprofil: sinus 2 -förmig
Zeit
Zeit
Programmierung von Verfahrbewegungen:
Verfahrbewegungen werden in der SPS-Programmiersprache PL7-3 unter Zuhilfenahme von Funktionsbausteinen programmiert. Hierdurch ergibt sich eine enge Verflechtung der Ablaufsteuerung und der darin eingebetteten Programmierung von
Achsbewegungen, wodurch zum einen die Projektierungsphase erheblich vereinfacht und zum anderen die Lesbarkeit der Dokumentation für Service und Instandhaltung stark erhöht wird. Durch den Standardaufbau der Programme und Daten in den speicherprogrammierbaren Steuerungen TSX/PMX 7, Version V5, ist es möglich, flexible Steuerungssysteme zu implementieren, die den Produktivitätsanforderungen an moderne Produktions-maschinen in vollem Umfang gerecht werden.
1.3
Leistungsmerkmale
Die Kenndaten der Verfahrbewegung hängen von der Auflösung und der jeweils gewählten Einheit für die Applikation ab. Der verwendete Gebertyp spielt hierbei nur eine untergeordnete Rolle.
Einheit
Auflösung
Max. Achsenlänge
Max. Geschwindigkeit
µ m 10 -5 Grad 10 -5 Zoll Inkrement
1...1000
µ m 1...1000 10 -5 Grad 4...4000 10 -5 Zoll 1 Inkrement
200 m 360 Grad 8000 Zoll 16 10 6 Ink.
540 m/min
Max. Beschleunigung 450 m/s 2
(1) 16000000xR auf 200 m begrenzt.
5400 Grad/min
4500 Grad/s 2
21 600 Zoll/min 900000 Ink/s
18 000 Zoll/s 2 400000 Ink/s 2
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1/5
A
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1.4
Funktionsweise
Je nach Anforderung der zu realisierenden Applikation werden aus den Achsen eines
Moduls ein-, zwei- bzw. dreiachsige Achsgruppen gebildet.
Jede dieser Gruppen wird von einem Funktionsbaustein gesteuert:
• TMOVEi bei 3 interpolierten Achsen,
• DMOVEi bei 2 interpolierten Achsen,
• MOVEi bei einer unabhängigen Achse.
Jede Achsgruppe ist durch die Nummer und den Typ des jeweiligen Funktionsbausteins gekennzeichnet.
Beispiel:
Die in nachfolgendem Anlagenbild aufgeführten Gruppen setzen sich wie folgt zusammen:
• Gruppe 0 aus den Achsen 0, 1 und 2,
• Gruppe 1 aus der Achse 3.
Gruppe 0 wird durch den Funktionsbaustein TMOVE2 und Gruppe 1 durch den
Funktionsbaustein MOVE0 gesteuert.
SPS-Pozessor Multiachsmodul
Programm PL7-3 sequentiell + Verfahrbewegung
TMOVE2
G90;G09;Position; Drehzahl
MOVE0
G90;G01;Position; Drehzahl
Gruppe 0
Gruppe 1
Position
Drehzahl
Achse 0
Position
Drehzahl
Achse 1
Position
Drehzahl
Achse 2
Achse 3
Position
Drehzahl
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1/6
Beschreibung der Multi-Achsensteuerung
1
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Zur Steuerung der Verfahreinheit wird der entsprechende Funktionsbaustein im
PL7-3-Programm aufgerufen.
Dabei obliegt dem SPS-Programm die gesamte Steuerung des Systems, d.h. die
Ablaufsteuerung und die Parametrierung der Bewegungsabläufe.
In den Funktionsbausteinen werden die Eigenschaften jeder einzelnen Grundbewegung beschrieben; sämtliche Parameter für eine Achsbewegung werden vom SPS-Programm unter Zuhilfenahme der Funktionsbausteine an das Achsmodul übertragen. Dort findet dann die Steuerung der eigentlichen Achsbewegung statt.
Die Achsmodule TSX AXM 292/492 besitzen einen eigenen Datenpuffer, in dem nacheinander auszuführende Anweisungen gespeichert werden. Dabei speichert das
Modul für jede Achsengruppe die Anweisungen für 2 aufeinanderfolgende Bewegungen, und zwar die Anweisung für die gerade laufende Bewegung und die Anweisung für die nächste Bewegung. Die Ausführungszeit einer Verfahrbewegung muß dabei länger sein als die Zykluszeit für die Mastertask.
Die Achsmodule TSX AXM 292/492 bieten die Möglichkeit zur Interpolation in bis zu 3 Achsen; sie erfassen die Positionsdaten und geben Drehzahlsollwerte als
Signale im Spannungsbereich von
±
10 V an die den einzelnen Achsen zugeordneten
Antriebsregler weiter.
A
1.5
Technische Daten
Eingänge Meßwertgeber (1)
Inkrementalgeber Schnittstelle RS 422 (max. Frequenz: 250 kHz)
Absolutwertgeber SSI-Schnittstelle synchron-seriell,16 bis 24 Datenbits
Differentialspannung
Hysterese
Gleichtaktspannung
Differentialspannung
(max. Frequenz abhängig vom Geber)
≥
0,2 V (im Zustand 0),
≤
-0,2 V (im Zustand 1)
50 mV
≤
7 V
≤
12 V
Abschlußwiderstand in das Modul integriert
Versorgungsspannung æ 4,75...5,5 V
(1) Multiachsmodule dürfen nicht gleichzeitig mit Inkremental- und Absolutwertgebern eingesetzt
werden.
Hinweis: Die Meßwertgeber können über eine externe 24 -V-Gleichspannungsversorgung betrieben werden (siehe Kap. 4.2-2 oder Kap. 4.2-3).
Ereignis- und Nockensignaleingang
Nennspannung
Zulässige Spannung
Eingangswiderstand
æ
24 V
æ
19,2 ...30 V
3,2 k
Ω bei Nennspannung
Nennstrom
Spannung für Zustand 1
Strom für Zustand 1
Spannung für Zustand 0
7,5 mA
≥
11 V
≥
6 mA
< 5 V
Strom für Zustand 0
Reaktionszeit
< 3 mA
22...82
µ s (Nockeneingang), 32
µ s (Ereigniseingang)
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1/7
A
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Eingang Antriebsreglerstörung
Nennspannung
Zulässige Spannung
Eingangswiderstand
Nennstrom
Spannung für Zustand 1
Strom für Zustand 1 spannung für Zustand 0
Strom für Zustand 0
Reaktionszeit
æ 24 V
æ
19,2 ...30 V
3,4 k
Ω
7 mA
≥
11 V
≥
2 mA
≤
5 V
≤
1,4 mA
4,5...6,8 ms
Eingänge "Antriebsregler betriebsbereit" und Meßwertgeberstörung
Typ
Grenzwerte
Reaktionszeit
TTL
Spannung < 1,4 V Stromaufnahme > 1 mA
1,9...2,9 ms (Verzögerungszeit),
13...20 ms (Antriebsregler "Aus")
Analogausgänge
Ausgangsspannungsbereich -10...+10 V
Min./max. Ausgangsspannung -10,24...+10,24 V
Auflösung
Linearität
Genauigkeit
Max. Strom
13 Bit + Vorzeichen
0,025% SEW (
±
2 LSB) (SEW: Skalenendwert)
0,21% SEW (0
°
C bis 60
°
C) (SEW: Skalenendwert)
-1...+1 mA
Kurzschlußschutz vorhanden
Hilfsausgänge mit Relais
Ausgangsspannungsbereich
Zulässiger Strom (1)
Reaktionszeit
Min. zulässige Last
æ
5...30 V
200 mA
<10 ms (Abfall) < 5 ms (Anzug)
1 mA bis 5 V
Galvanische Trennung
Zwischen Eingängen und Bus 1500 Veff
Kanal/Kanal (Ein- od. Ausgänge) 500 Veff
Stromaufnahme
Versorgungsspannung
5 VL
5 Vextern AXM 492
(2)
12 VL
AXM 292
12 VP AXM 492
AXM 292
Typ. Stromaufnahme
1,8 A
400 mA
200 mA
12 mA
38 mA
19 mA
(1) Zulässiger Strom bei 0,1 Mio. Schaltspielen. Bei induktiver Last muß eine Schutzdiode an die
Lastklemmen angeschlossen werden.
(2) Verbrauch des Moduls an 5 V extern (ohne Geber).
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1/8
Beschreibung der Multi-Achsensteuerung
1
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1.6
Ausstattungsmerkmale der Multiachsmodule
Modul TSX AXM 492
1
2
3
3
4
5
3
3
4
5
Ausstattungsmerkmale der Multiachs-module TSX AXM 292/492:
1 Rote LED: Modulfehler
2 Grüne LED: einwandfreie Funktionsweise der Ein-/Ausgänge des Moduls
3 9polige SUB-D-Steckbuchsen für die
Meßwertgeber der Achsen 0, 1 , 2 und 3.
(Achsen 0 und 1 beim Modul TSX AXM
292)
4 25polige SUB-D-Steckbuchse:
- Ausgänge
±
10 V für die Antriebsreglersteuerung,
- digitale Eingänge für Antriebsreglerstörung,
- Eingang für "Antriebsregler betriebsbereit" oder Not-Aus,
(beim Modul TSX AXM 292 sind jeweils zwei Ein- und Ausgänge eines Typs vorhanden, beim Modul TSX AXM 492 jeweils 4)
5 ein 25poliger SUB-D-Steckverbinder:
- Nockensignaleingang,
- Ereigniseingang,
- Ausgänge Antriebsreglerfreigabe,
(beim Modul TSX AXM 292 sind jeweils zwei Ein- bzw. Ausgänge eines Typs vorhanden, beim Modul TSX AXM 492 jeweils 4)
- ein Eingang für die Versorgung des
Meßwertgebers æ 0/5V,
- ein Versorgungseingang æ 0/24V
Modul TSX AXM 292
Anschlußzubehör:
• Das Anschlußpaket TSX CAC 90 umfaßt:
- 4 9polige SUB-D-Stecker für Module 3 (Lötverbindung),
- 1 25poligen SUB-Stecker für analoge Ausgänge 4 (Lötverbindung),
- 1 25pol. Steckbuchse für Hilfseingänge u. Stromversorgung 5 (Lötverbindung),
• Das Anschlußpaket TSX CAC 92 umfaßt zusätzlich zu den Steckern 4 und 5 einen
Eingangsadapter für Geber einschließlich einer Kurzschlußüberwachung der
Gebereingänge und Vorhandensein der 5-V-Spannung. Mit Hilfe dieses Zubehörs können zwei Gebereingänge überwacht werden (die Dokumentation wird mitgeliefert).
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1/9
A
A
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1.7
Beschreibung der Software PL7-MAX
Die Inbetriebnahmesoftware PL7-MAX besteht aus 2 Komponenten:
• der Diskette OFB MAX zur Programmierung der Verfahrbewegungen mit speziellen
Funktionsbausteinen, die eine Erweiterung der Programmiersprache PL7-3 darstellen,
• der Diskette ADJ MAX zur Inbetriebnahme der Achsen mit einem unter dem
Softwarecenter X-TEL bzw. MINI X-TEL lauffähigen Softwaretool.
Programmierung der Verfahranweisungen
Die Software OFB MAX beinhaltet zur Programmierung der Verfahranweisungen die folgenden 3 Funktionsbausteine: MOVE, DMOVE und TMOVE.
Eine Verfahranweisung wird durch die Abarbeitung des entsprechenden Funktionsbausteins innerhalb des PL7-3-Programms ausgeführt.
1. Beispiel:
Fahre mit einer Geschwindigkeit von 200 mm/min ohne Halt zum Absolutwert 10 000
000 mm.
EXEC MOVE0 (01;G90;G01;10000000;200 )
Bedeutung der einzelnen Parameter:
MOVE0: Einachsbewegung Achse 0,
01: Satznummer,
G90: absolute Programmierung
G01: Anweisungscode entspricht einem Verfahren ohne Halt,
10 000 000: anzufahrender Wert in
µ m,
200: Geschwindigkeit der Verfahreinheit in mm/min.
Geschwindigkeit
200 mm/min
10 m Position
2. Beispiel: Syntax für das Verfahren in 3 Achsen
EXEC TMOVE0 (01;G90;G01;DW50;DW52;DW54;DW60 )
Bedeutung der einzelnen Parameter:
In diesem Beispiel ist die Zielposition in den Datenworten DW50, X-Achse, DW52,
Y-Achse und DW54, Z-Achse enthalten; die Geschwindigkeit ist im Datenwort DW60
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1/10
Beschreibung der Multi-Achsensteuerung
1
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Zur Verfügung stehende Anweisungen
Die Syntax zur Beschreibung von Bewegungsabläufen ist der in DIN 66025 genormten
NC-Programmiersprache sehr stark angenähert.
Bei der Multi-Achsensteuerung stehen folgende G-Funktionen zur Verfügung:
G09: Achsenbewegung zu einer Position mit Halt am Satzende,
G01/G30/G31: Achsenbewegung zu einer Position ohne Halt (1),
G10: Achsenbewegung bis zum Eintritt des Ereignisses mit Halt,
G11: Achsenbewegung bis zum Eintritt des Ereignisses ohne Halt,
G14: Referenzpunktfahrt X-Achse,
G15: Referenzpunktfahrt Y-Achse,
G16: Referenzpunktfahrt Z-Achse,
G20: für das System reserviert,
G54: Aktivierung der Nullpunktverschiebung,
G53: Deaktivierung der Nullpunktverschiebung,
G05: Warten auf den Eintritt eines Ereignisses,
G07: Speichern der momentanen Positions-Istwerte als Nullpunktverschiebung beim
Eintreten des Ereignisses.
Durch Voranstellen der Codes G90 und G91vor die Anweisungen wird festgelegt, ob es sich um eine Absolutmaß- oder Kettenmaßprogrammierung handelt.
A
Programmierung eines Bewegungsablaufs
Bewegungsabläufe werden durch die aufeinanderfolgende Abarbeitung der
Funktionsbausteine realisiert.
Für die sequentielle Abarbeitung der Verfahranweisungen eignet sich die Programmiersprache GRAFCET in besonderem Maße.
1
3
2 1 EXEC MOVE0 (01;G90;G01…
2 EXEC MOVE0 (02;G90;G09…
3 EXEC MOVE0 (03;G90;G09…
4
5
(1) Die Anweisungen G30 und G31 stehen ab der Version V1.4 zur Verfügung.
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1/11
A
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Neben der Programmierung von Bewegungsabläufen mit PL7-3 spielt die Einstellung der Achsparameter mit dem Softwaretool ADJ MAX eine wichtige Rolle bei der
Inbetriebnahme einer Achsapplikation. ADJ MAX ist in die Softwarecenter X-TEL bzw.
MINI X-TEL integriert. Alle Einstellungen werden online, d.h. mit angeschlossener
Steuerung, vorgenommen.
Konfiguration der Achsen
Mit dem Softwaretool ADJ MAX lassen sich die Werte der verschiedenen Achsparameter einfach und problemlos eingeben oder ändern. Durch die Parametereingabe werden die Funktionen des Moduls optimal an die zu steuernde Maschine angepaßt. Nach ihrer
Freigabe werden die Parameter an die Funktionsbausteine weitergegeben, die die
Achsen steuern.
Es gibt zwei verschiedenen Arten von Parametern für die Multiachskarten:
• Konfigurationsparameter (unter PL7-3 nicht änderbar): Gebertyp, Geberauflösung, min. und max. Positionsgrenzwerte, Geschwindigkeit usw. Es handelt sich hierbei um maschinenspezifische Parameter.
• Funktionsparameter, unterteilt in die drei folgenden Katagorien:
- Steuerungsparameter: Softwareendlagen, Maximalbeschleunigung und Maximal-verzögerung, Geschwindigkeitsprofil...
- Regelkreisparameter: Proportionalverstärkung, Geschwindigkeitskorrekturfaktor...
- Kontrollparameter: Schleppabstand...
Parameter dieser drei Kategorien können unter PL7-3 geändert werden.
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1/12
Beschreibung der Multi-Achsensteuerung
1
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Einrichten der Achsen
Das Softwaretool ADJ MAX stellt dem Anwender ein sog. Bedienfeld zur Verfügung, mit dem eine ausgewählte Achsgruppe überwacht und angesteuert werden kann.
In einem vereinfachten Bedienfeld können bis zu 4 einachsige Achsgruppen gleichzeitig dargestellt werden.
Der obere Teil des Fensters ist für Anzeigen vorgesehen (Meßwerte, Schleppabstand, laufende Anweisung usw.).
Der untere Teil des Fensters stellt den Anweisungsteil dar (Wahl der zu überwachenden
Achse, Wahl der Betriebsart, manuelle Anweisungen).
In den Betriebsarten Simulation und Handbetrieb können die Achsen und das
Verfahrprogramm getestet werden.
A
Bedienerdialog
Alle achsspezifischen Anweisungen, Parameter und Meßwerte sind in Form von
PL7-3-Objekten im SPS-Prozessor abgelegt. Damit hat der Anwender die Möglichkeit, achsspezifische Anweisungen ganz oder teilweise in den von ihm selbst realisierten
Mensch-Maschine-Dialog zu integrieren.
Der Bedienerdialog kann über die Bedienterminals TSX CPX 37 oder die Industrierechner
CCX 77 geführt werden.
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1/13
A
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2.1
Voraussetzungen für eine Multiachsapplikation
Eine Multiachsapplikation wird mit der Software PL7-3 und den verschiedenen Tools
(XTEL-CONF, XTEL-SDBASE, XTEL-TRANSFER) des Softwarecenters X-TEL bzw.
MINI X-TEL programmiert.
Kenntnisse der oben erwähnten Software sind daher unerläßlich.
In dem vorliegenden Handbuch wird nur der Teil beschrieben, der für die Inbetriebnahme der Multiachsmodule spezifisch ist.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den folgenden Handbüchern:
• Basissoftware X-TEL oder MINI-XTEL und Basistools,
• Betriebsarten und Benutzerhandbuch PL7-3.
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2/2
Installation der Software
3
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A
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2/3
Installation der Software
3
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3.1
Erforderliche Konfiguration für PL7-MAX
Für den Einsatz der Software PL7-MAX muß ein Programmiergerät FTX oder ein
Rechner IBM PS/2 oder ein Kompatibler mit folgender Software zur Verfügung stehen:
• Betriebssystem OS/2,
• Softwarecenter X-TEL V5 oder MINI X-TEL V5,
• Software PL7-3 V5.
A
3.2
Lieferumfang des Softwarepaketes
Das Softwarepaket TXT L PL7 MAX V5 enthält folgende Komponenten:
• eine 3,5"-Diskette TXT LF ADJ MAX V5,
• eine 3,5"-Diskette TXT LF FB MAX V5,
• einen Softwareschlüssel (Dongle),
• einen Lizenzvertrag,
• das vorliegende Handbuch TXT DM PL7 MAX V5G.
3.3
Anschlüsse
Nach Durchführung aller Anschlüsse an den Rechner (Monitor, Tastatur, Maus,
Drucker, Softwareschlüssel-Adapter ...) muß der Softwareschlüssel in den freien
Steckplatz des Softwareschlüssel-Adapters gesteckt werden.
Dieser Vorgang darf nur im spannungslosen Zustand durchgeführt werden!
Hinweis:
Dieser Schlüssel beinhaltet das Zugriffsrecht für PL7-MAX. Das mit dem Softwarecenter X-TEL bzw. MINI X-TEL gelieferte Tool "Key Manager" ermöglicht den Transfer des Zugriffsrechts in den
Arbeitsschlüssel. Damit wird der PL7-MAX-Schlüssel überflüssig und kann aus dem
Softwareschlüssel-Adapter entfernt werden. Weitere Einzelheiten zur Verwendung des Key
Managers entnehmen Sie bitte der Dokumentation des Softwarecenters X-TEL bzw. MINI X-TEL.
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3/1
A
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3.4
Installation der Software PL7-MAX
3.4-1 Vorbereitung
Vor Installation der Software PL7-MAX auf die Festplatte wird empfohlen:
• die Beschreibung der Lizenz- und Garantiebedingungen bezüglich der Einschränkungen von Kopien und der Installation der Software zu beachten,
• von den Installationsdisketten eine Sicherheitskopie anzufertigen und nur mit diesen
Kopien zu arbeiten.
Wichtiger Hinweis:
Die PL7-MAX-Disketten werden schreibgeschützt geliefert. Dieser Schreibschutz sollte nicht aufgehoben werden.
3.4-2 Installation
• das Programmiergerät einschalten (ist dies bereits der Fall, alle laufenden
OS/2-Sitzungen schließen),
• eine OS/2-Sitzung öffnen,
• die Diskette TXT LF ADJ MAX V5 in das Laufwerk einlegen,
• den entsprechenden Laufwerkbuchstaben (a: oder b:) eingeben, dann mit <Enter> bestätigen,
• hinter das neue Promptzeichen (z.B. [A:\] oder [B:\] den Befehl Install eingeben, dann mit <Enter> bestätigen,
• die Bildschirmanweisungen befolgen,
• nach beendeter Installation die Diskette entfernen und die Diskette
TXT LF FB MAX V5 einlegen,
• den Befehl Install eingeben, dann mit <Enter> bestätigen,
• die Bildschirmanweisungen befolgen,
• nach beendeter Installation (vorausgesetzt, es ist die letzte) die Konfiguration
überprüfen, dann mit <Enter> bestätigen. Die Diskette aus dem Laufwerk entfernen und mit dem Befehl EXIT die OS/2-Sitzung schließen.
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3/2
Installation der Hardware
4
__________________________________________________________________________________________
4.1
Steckplatzwahl und Verriegelung
4.1-1 Einbaumöglichkeiten
Der Einbau der Module TSX AXM •92 muß erfolgen in:
• SPS-Konfigurationen mit V5-Prozessoren,
• belüftete Racks mit Komplettbus, die über das Netzgerät TSX SUP 702 mit Spannung versorgt werden.
SPS-Grundgerät
Prozessor
Alle Prozessoren
TSX/PMX V5 außer
TSX P47 405
Rack
TSX RKN 82F
Steckplatz
Alle Steckplätze
0 bis 7
Lokale od. dezentrale _ TSX RKN 8F Alle Steckplätze
Erweiterung 0 bis 7
Es ist nicht möglich, ein Modul TSX AXM •92 in ein direktes Erweiterungsrack
TSX RKE 8 / RKE 7 zu stecken.
Die maximale Anzahl der in einer SPS-Konfiguration einsetzbaren Multiachsmodule hängt ab von:
• dem gewählten Prozessortyp,
• der Strombilanz für jedes Rack,
• der Leistungsfähigkeit in zeitlicher Hinsicht (siehe Kap. 15).
Von Telemecanique empfohlene Achsenanzahl:
Prozessortyp P47 P67
Typ. Achsenanzahl pro Konfiguration
8 12
P87
16
P107
20
Dieser Anzahl liegt eine Dauer der Mastertask von 100 ms zugrunde, wobei 30%
Verarbeitungsleistung des SPS-Prozessors für die Multi-Achssteuerung bestimmt sind.
Allgemeine Regeln
• Es dürfen nicht mehr als 3 Module TSX AXM •92 in ein Rack gesteckt werden.
• Die Module müssen in der Softwarekonfiguration in der Mastertask deklariert werden.
• Da die Module TSX AXM •92 über Eingänge mit hoher Grenzfrequenz verfügen, empfiehlt es sich, sie von jeglicher elektromagnetischer Strahlungsquelle fernzuhalten.
Sie sollten ferner von Geräten ferngehalten werden, die hohe Spannungen schalten.
• Es wird davon abgeraten, Module unter Spannung zu stecken oder zu ziehen.
• Bei Einsatz der Module in dezentralen Racks empfiehlt es sich, diese Racks ebenso wie das
Hauptrack über ein und dasselbe elektrische Netz (220 V) mit Spannung zu versorgen.
A
4.1-2 Steckverriegelung
Die Verriegelung erfolgt über 3 Codierbuchsen an der Modulrückseite:
• TSX AXM 292: Code 736,
• TSX AXM 492: Code 737.
Für die Anordnung der Module sind die Codierstecker auf der Rückwand des Racks auf diesen Code einzustellen.
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4/1
A
__________________________________________________________________________________________
4.2
Anschlüsse
4.2-1 Funktionsprinzip
Die Anschlüsse werden mit dem Steckersatz TSX CAC 90 ausgeführt. Bestandteile dieses Steckersatzes:
• 4 zu lötende 9polige SUB-D-Stecker für den Anschluß der Geber,
• 1 zu lötender 25poliger SUB-D-Stecker für den Anschluß der Analogausgänge,
• 1 zu lötende 25polige SUB-D-Steckbuchse für den Anschluß der Hilfsein-/ausgänge und der Spannungsversorgungen.
Der Anschluß der Module TSX AXM 492/292 muß für alle Geber- und Hilfssignale sowie für die Spannungsversorgungen 5 V und 24 V sorgfältig durchgeführt werden.
Bei den Anschlüssen müssen folgende Punkte beachtet werden:
• Spannungsabfall in den Drähten mit der Geberversorgung (0V und 5V). Die 5V-
Versorgung am Geber muß innerhalb der vom Hersteller angegebenen Toleranz liegen (im allgemeinen
±
5%).
• Bei den Gebereingängen sowie bestimmten Hilfseingängen handelt es sich um sehr schnelle Eingänge. Das Signal muß daher gegen Störeinstrahlung geschützt werden.
Die Anschlüsse dürfen nur mit abgeschirmten Kabeln und falls möglich (vor allem für die RS422-Signale der Geber) mit verdrillten Leitungen ausgeführt werden.
Die Abschirmung der Kabel muß auf beiden Seiten auf Masse gelegt werden. Es wird dringend empfohlen, die 0 V der Spannungsversorgung in unmittelbarer Nähe des
Netzteils an Masse zu legen (bereits den Ausgang jeder Spannungsversorgung).
Die Abschirmung muß am Bügel der
Schutzkappe festgeschraubt werden.
Verwendung mehradriger Kabel:
Die Verwendung von paarweise verdrillten, abgeschirmten Kabeln ist bei gleichartigen
Signalen mit gleichem Bezugspotential möglich.
Kabelverlegung:
• Kabel zum Anschluß von Wegmeßsystemen sind von den digitalen Ein-/Ausgangskabeln (insbesondere Relaisausgänge) und den Leistungskabeln zu trennen.
• Parallele Kabelführungen sind zu vermeiden (20 cm Mindestabstand zwischen den
Kabeln). Kreuzungen sind im rechten Winkel durchzuführen.
__________________________________________________________________________________________
4/2
Installation der Hardware
4
__________________________________________________________________________________________
4.2-2 Anschluß von Inkrementalgebern
Inkrementalgeber mit RS 422-Schnittstelle werden an die Eingänge ENC0 bis ENC3
(ENC0 und ENC1 beim Einsatz von Modulen des Typs TSX AXM 292) angeschlossen.
Es wird empfohlen, eine geschirmte 5paarig verdrillte Leitung zu verwenden, (eine geschirmte 4paarig verdrillte Leitung, wenn das Signal "Verschmutzungsfehler" (VF) nicht verdrahtet wird), wobei die Abschirmung modulseitig korrekt mit dem
Steckergehäuse und prozeßseitig mit dem Gebergehäuse verbunden sein muß.
1. Anwendungsfall: Betriebsspannung des Gebers 5 V, Geber wird über das
Geberanschlußkabel versorgt:
Bei diesem Anwendungsfall darf die Maximallänge des Geberanschlußkabels 30 m nicht überschreiten. Die tatsächlich zulässige Länge des Kabels hängt vom Querschnitt des Adernpaars für die Geberversorgung ab. Der genaue Zusammenhang kann der folgenden Tabelle entnommen werden:
Querschnitt 5V- u. 0V-Draht 1 mm 2
Entfernung Modul/Geber 30 m
0,34 mm 2
10 m
0,22 mm 2
6 m
A
Inkrementalgeber
5 V 0 V
A+
A-
B+
B-
Z+
Z-
/VF
Modul TSX AXM 292/492
5
1
5 V Ausgang des
0 V
Steckers
I/O PWS
2
6
4
8
3
7
9
Bei diesem Anwendungsfall muß der Spannungsabfall zwischen der 5V-Spannungsquelle und dem Achsmodul (Stecker I/O PWS) möglichst gering sein (großer Drahtquerschnitt, kurze Entfernung).
__________________________________________________________________________________________
4/3
A
__________________________________________________________________________________________
Anschluß von Inkrementalgebern (Fortsetzung)
2. Anwendungsfall: Betriebsspannung des Gebers
≠
5 V bzw. erforderliche Länge des Geberanschlußkabels > 30 m:
• Anbringen der Spannungsversorgung in Gebernähe (mit Kabelabschirmung),
• Verbinden der 0V der Geberspannungsversorgung mit den 0V des Moduls TSX AXM
292/492 (Klemme 1).
Geberversorgung
+ -
+U
V
0 V
A+
A-
B+
B-
Z+
Z-
/VF
Inkrementalgeber
Modul TSX AXM 292/492
5
1
5 V
0 V
Ausgang des
Steckers
I/O PWS
2
6
3
7
4
8
9
Hinweis:
Bei manchen Gebertypen dürfen die Geberanschlußkabel nicht unter Spannung gesteckt bzw. abgezogen werden. Es wird daher empfohlen, die Geberspannungsversorgung vor jedem Eingriff auszuschalten.
__________________________________________________________________________________________
4/4
Installation der Hardware
4
__________________________________________________________________________________________
4.2-3 Anschluß von Absolutwertgebern
Absolutwertgeber mit SSI-Schnittstelle werden an die Eingänge ENC0 bis ENC3 (ENC0 und ENC1 beim Modul TSX AXM 292) angeschlossen. Hierbei ist jedoch zu beachten, daß beim Modul TSX AXM 492 bei SSI-Gebereinsatz maximal 3 der 4 Eingänge genutzt werden können.
Es wird empfohlen, eine geschirmte 3paarig verdrillte Leitung zu verwenden, wobei die
Abschirmung modulseitig korrekt mit dem Steckergehäuse und prozeßseitig mit dem
Gebergehäuse verbunden sein muß.
A
1. Anwendungsfall: Betriebsspannung des Gebers 5 V, Geber wird über das
Geberanschlußkabel versorgt:
Bei diesem Anwendungsfall darf die Maximallänge des Geberanschlußkabels 30 m nicht überschreiten. Die tatsächlich zulässige Länge des Kabels hängt vom Querschnitt des Adernpaars für die Geberversorgung ab. Der genaue Zusammenhang kann der folgenden Tabelle entnommen werden:
Querschnitt 5V- u. 0V-Draht 1 mm 2
Entfernung Modul/Geber 30 m
0,34 mm 2
10 m
0,22 mm 2
6 m
Absolutwertgeber
5 V 0 V
D+
D-
T+
T-
Modul
TSX AXM 292/492
5
1
2
6
5 V
0 V
Ausgang des
Steckers
I/O PWS
4
8
__________________________________________________________________________________________
4/5
A
__________________________________________________________________________________________
Anschluß von Absolutwertgebern (Fortsetzung)
2. Anwendungsfall: Betriebsspannung des Gebers
≠
5 V bzw. erforderliche Länge des Geberanschlußkabels > 30 m:
• Anbringen der Spannungsversorgung in Gebernähe (mit Kabelabschirmung),
• Verbinden der 0V der Geberspannungsversorgung mit den 0V des Moduls TSX AXM
292/492 (Klemme 1).
Geberversorgung
+ -
5 V 0 V
D+
D-
Modul
TSX AXM 292/492
5
1
2
6
5 V
0 V
Ausgang des
Steckers
I/O PWS
T+
T-
4
8
Absolutwertgeber
Vorsichtsmaßnahmen
Die Absolutwertgeber reagieren empfindlich auf einen Anschluß bzw. eine Trennung unter Spannung. Zur Vermeidung von Beschädigungen sind die folgenden Hinweise zu beachten.
Fall 1: Der Absolutwertgeber wird aus dem Modul versorgt (5 V)
• Stromversorgung 5 V unterbrechen,
• Anschluß bzw. Trennung durchführen,
• Stromversorgung wieder einschalten.
Fall 2: Der Absolutwertgeber wird durch eine externe Stromquelle versorgt
(5 V oder 24 V)
• 5V--Stromversorgung der Eingangsstufe des Moduls AXM unterbrechen und
anschließend die Stromversorgung des Absolutwertgebers,
• Anschluß bzw. Trennung durchführen,
• die Stromversorgung des Absolutwertgebers wieder einschalten und anschließend die 5-V-Stromversorgung der Eingangsstufe des Moduls.
__________________________________________________________________________________________
4/6
Installation der Hardware
4
__________________________________________________________________________________________
4.2-4 Anschluß von Hilfseingängen/-ausgängen
Mit Hilfe des Steckers I/O PWS können die Stromversorgungen der Ereigniseingänge, der Nockensignaleingänge und der Relaisausgänge für die Antriebsreglerfreigabe angeschlossen werden.
A
Hinweise
• Falls ein 2-Draht- oder 3-Draht-NS eingesetzt wird, die Klemmen 24 VE und die 0VE zum
Anschluß der Versorgung verwenden.
• Die Verkabelung der schnellen Eingangsmodule darf niemals als Schleife ausgeführt werden, weil diese Installationsform gegenüber elektromagnetischen Störeinflüssen besonders empfindlich ist. Abgeschirmte Kabel verwenden.
• Die 24-V-Stromversorgung ist für das Modul TSX AXM 292/492 bestimmt und darf unter keinen
Umständen zur Versorgung anderer elektromagnetischer Geräte verwendet werden.
• Zur Absicherung der Stromversorgungsklemmen 5 VE und 24 VE sind in jedem Falle flinke
Sicherungen zu verwenden.
• Falls die Geber (Inkrementalgeber) durch eine externe Stromquelle versorgt werden, müssen die 5-V-Spannung entweder durch das Modul TSX CAC 92 oder durch ein externes
Anwendergerät, das über ein Rückmeldesignal für das Applikationsprogramm verfügt, überwacht werden.
__________________________________________________________________________________________
4/7
A
__________________________________________________________________________________________
NS
PNP
3-Draht
-
+
NS
2-Draht
Kontakt
Externe Spannungsversorgungen
0,5A
+
24 VE
-
5 VE
-
+
2,5A
Reglerfreigaben
24V
EV0
0V
24V
EV1
24V
EV2
24V
EV3 vgl.
Verdrahtung
Ereigniseingänge
Modul TSX AXM 292/492
8
21
9
3
13
25
12
24
11
23
10
22
16
15
18
6
19
7
14
20
2
1
17
5
4
∇
0 VE
Filter
24 V zu dem
Stecker
0 V
A N A L O G
OUT
5 V zu den
0 V
Steckern
ENC0,1,2, 3
24 VE
Ereigniseingang 0
Ereigniseingang 1
Ereigniseingang 2
Ereigniseingang 3
0 VE
Nockeneingang 0
Nockeneingang 1
Nockeneingang 2
Nockeneingang 3
24 VE
Relaisausgang RA0
Relaisausgang RA1
Relaisausgang RA2
Relaisausgang RA3
(1) Die 5-V-Stromversorgung ist unerläßlich, selbst wenn die Geber durch eine externe Stromquelle versorgt werden (Achtung: Eine Umkehrung der Polarität kann schwerwiegende Folgen haben).
(2) Unbedingt an 0 V anschließen, wenn die Ereigniseingänge nicht mehr verwendet werden.
(3) Die Verkabelung der Ausgänge für die Antriebsreglerfreigabe ist unbedingt durchzuführen.
Die grau hinterlegten Kontakte sind im Modul TSX AXM 292 nicht belegt.
__________________________________________________________________________________________
4/8
Installation der Hardware
4
__________________________________________________________________________________________
4.2-5 Anschluß der Ein-/Ausgänge der Antriebsregler
Der Stecker ANALOG OUT dient dem Anschluß der Ein-/Ausgänge der Antriebsregler.
Modul TSX AXM 292/492
Antriebsregler 0
+
-
(1)
(2)
Antriebsregler 1
+
-
13
+
-
25
9
A
D
Achse 0
Eing. "Antriebsreg. betriebsbereit"
21
0 V
24 V vom Stecker I/O PWS
1
5
Eingang "Störung Antriebsreg."
12
24
+
-
A
D
Achse 1
8
20
14
Eing. "Antriebsreg. betriebsbereit"
0 V
24 V vom Stecker I/O PWS
4 Eingang "Störung Antriebsreg."
Antriebsregler 2
+
-
Antriebsregler 3
+
-
11
+
23 -
A
D
Achse 2
7
19
15
Eing. "Antriebsreg. betriebsbereit"
0 V
24 V vom Stecker I/O PWS
3
10
22
6
Eingang "Störung Antriebsreg."
+
A
D
Achse 3
-
18
16
Eing. "Antriebsreg. betriebsbereit"
0 V
24 V vom Stecker I/O PWS
2
17
Eingang "Störung Antriebsreg."
24 V
Hinweis: Es wird empfohlen, ein geschirmtes Kabel mit paarig verdrillten Leitungen zu verwenden, dessen Abschirmung modulseitig korrekt mit dem Steckergehäuse sowie mit dem Gehäuse des Antriebsreglers verbunden ist.
(1) falls nicht möglich, die Einlegebrücke an den Ausgang des Steckers des Moduls
TSX AXM anbringen.
(2) Kontakt geschlossen, wenn Antriebsregler "OK".
A
4/9
A
__________________________________________________________________________________________
4.2-6 Beispiel für den Anschluß von Antriebsreglern NUM DRIVE
Die untenstehende Abbildung stellt ein Beispiel für die Verdrahtung einer Achse
(hier: Achse 0) mit einem Antriebsregler NUM DRIVE dar.
Antriebsregler NUM DRIVE
IP-Karte - Stecker "ma"
4
5
6
1
2
3
7
8
9
10
11
12
22
23
24
30
31
20
21
24 VE
Thermokontakt
0 VE
∇
Modul TSX AXM 292/492
1
5
Stecker ANALOG OUT
24 V
Eingang "Störung Antriebsreg."
13 A
D
25
9
Eing. "Antriebsregler betriebsbereit"
21
0 V (nicht belegt)
Stecker I/O PWS
13
25
2
1
0 VE
Relaisausgang RA0
Hinweis:
Die 24 VE können an der Klemme 5 (wenn I < 0,4 A) einer IP-Karte des
Antriebsreglerracks abgenommen werden.
Die nicht belegten Adern des Verbindungskabels dürfen nicht frei bleiben.
__________________________________________________________________________________________
4/10
Installation der Hardware
4
__________________________________________________________________________________________
4.2-7 Beispiel für den Anschluß von Antriebsreglern MASAP
Die untenstehende Abbildung stellt ein Beispiel für die Verdrahtung einer Achse
(hier: Achse 0) mit einem MASAP-Antriebsregler von Telemecanique dar.
MASAP-Servoantrieb
E11
E12
OVT geschl.
wenn
OK
PL
DF
Freigabe Ref
FW
Freigabe
Modul
RUN
OPL
Modul TSX AXM 292/492
Stecker ANALOG OUT
13
25
A
D
9
21
Eing. "Antriebsregler betriebsbereit"
(nicht belegt)
0 V
1 24 V
5
Eingang "Störung Antriebsreg."
A
24 VE 0 VE
2
1
13
25
Stecker I/O PWS
Relaisausgang
RA0
Hinweis:
Die 24 VE (I<0,6A) können am Modul SOURCE MASAP, Stecker J1, Klemmen
PL(+24V) und 0PL (0V) abgenommen werden.
Die nicht belegten Adern des Verbindungskabels dürfen nicht frei bleiben.
__________________________________________________________________________________________
4/11
A
__________________________________________________________________________________________
4.2-8 Beispiel für den Anschluß von modularen Antriebsreglern 400 V
In nachfolgender schematischer Darstellung ist ein Beispiel für die Verkabelung einer
Achse (Achse 0) mit den modularen Antriebsreglern 400 V der Serie NUM DRIVE wiedergegeben.
RIF
/RIF gnd Rif
J3
5
18
6
Modul TSX AXM 292/492
Stecker ANALOG OUT
5
13
25
Eingang "Störung Antriebsreg."
A
N
9 Eing. "Antriebsregler betriebsbereit"
21 0 V (nicht belegt)
P4
DROK
REFEN
+24 V gnd 24
8
4
9
1
24 VE (*)
2
1
13
Stecker I/O PWS
25
Relaisausgang
SR0
0 VE
(*) Die Spannung 24 VE (I<0,6 A) kann am Modul SOURCE des Reglers abgegriffen werden.
__________________________________________________________________________________________
4/12
________________________________________________________
Inhalt Register B
___________________________________________________________________________
Kapitel
Voraussetzungen für das Erstellen der Achsapplikation
5.3-1 Definition der Hardwarekonfiguration
5.3-2 Laden der Anweisungscodes
5.3-3 Festlegen des verwendeten OFB
5.3-4 Eingabe der Adressen für Achsgruppe und Achse
Seite
Einstellen und Programmtest 5/14
5.4-1 Voreinstellen der Parameter
5.4-2 Bewegen der Verfahreinheit im Handbetrieb
5.4-3 Einstellen der Parameter
__________________________________________________________________________________________________
6 Vorgehensweise bei der Inbetriebnahme 6/1
B
Hinweis:
Soll die Verfahreinheit nur im Handbetrieb bewegt werden, so kann das Kapitel
5.3-5 "Programmierung" übersprungen werden.
In diesem Falle müssen die in den folgenden Kapitel beschriebenen Vorgänge
•
• durchgeführt werden:
• Kap. 5.2
Kap. 5.3-1
Kap. 5.3-2
•
•
•
•
Kap. 5.3-3
Kap. 5.3-4
Kap. 5.3-6
Kap. 5.4-1
• Kap. 5.4-2
Die dort beschriebenen Vorgänge sind zur Steuerung des Moduls TSX AXM•92 zwingend notwendig.
E
___________________________________________________________________________
B/1
________________________________________________________
Inhalt Register B
___________________________________________________________________________
E
___________________________________________________________________________
B/2
B
__________________________________________________________________________________________
5.1
Beschreibung des Beispiels
Das gewählte Beispiel hat didaktischen Charakter (1). Anhand dieses Beispiels lernen
Sie alle Inbetriebnahmeschritte einer Multiachsapplikation kennen, ohne dazu das gesamte Handbuch lesen zu müssen.
Eine Transfervorrichtung übernimmt die Weitergabe von bearbeiteten Werkstücken.
Die Vorrichtung besteht aus einem Greifer, der im Raum entlang der X- und Y-Achse parallel zum Boden verfahren werden kann.
Sobald ein Werkstück auf Band A erscheint, nimmt der Greifer dieses Werkstück und positioniert es dann je nach Art auf Band B oder Band C. Der Greifer kehrt anschließend in die Warteposition zurück, bis ein neues Werkstück erfaßt wird.
Bearbeitungsmaschine
Geb2
Band A
Geb1
Geb3
Geb4
Y
X
Band B
Band C
Ein-/Ausgänge:
• Geb1: Geber zur Erfassung "bearbeitetes Werkstück vorhanden"
• Geb2: Geber zur Identifikation des Werkstücktyps
• Geb3: Geber zur Erfassung "Greifer geöffnet/Greifer geschlossen"
• Geb4: Geber zur Erfassung Werkstückkante (im Greifer befindlich); ist an den
Ereigniseingang des Moduls angeschlossen
• ENC0: Inkrementalgeber, X-Achse
• ENC1: Inkrementalgeber, Y-Achse
• O/S Greifer: Befehl Greifer öffnen/Greifer schließen.
(1) Hinweis: Das Beispiel wurde aus Gründen der Einfachheit gewählt; die Applikation kann auch mit zwei unabhängigen Achsen durchgeführt werden.
__________________________________________________________________________________________
5/2
Anwendungsbeispiel
5
__________________________________________________________________________________________
Grafcet der Applikation
0
∇
3
4
1
2
5
6
Referenzpunktfahrt
Achsen referenziert
Verfahren zur Warteposition
Erfassen eines bearbeiteten Werkstücks
Verfahren zum Band A
Erfassen Werkstückkante, Greifer gestoppt (vgl. S. 5/9)
Greifer schließen
Werkstück Typ 1, Greifer geschlossen
Verfahren zum Band B
Greifer stoppt
Greifer öffnen
Greifer geöffnet
8
9
Werkstück Typ 2, Greifer geschlossen
Verfahren zum Band C
Greifer stoppt
Greifer öffnen
Greifer geöffnet
B
Beschreibung des Bewegungsablaufs
∇
Y_LMAX
Band A
3
6
4
5
P Warten
7
1
2
Band B
Band C
X_LMIN
Y_LMIN X_LMAX
1 Referenzpunktfahrt mit der Geschwindigkeit Vref
2 Verfahren mit der Geschwindigkeit Vret zur Warteposition (Xwart,Ywart) mit Halt
3 Verfahren zum Band A (XA,XB) bis zum Erfassen des bearbeiteten Werkstücks mit der Geschwindigkeit VA
4
Verfahren mit der Geschwindigkeit VB zum Band B (XB,YB) mit Halt
6 Verfahren mit der Geschwindigkeit VC zum Band C (XC,YC) mit Halt
5 und 7 Verfahren mit der Geschwindigkeit Vret zur Warteposition (Xwart,Ywart) mit
Halt
__________________________________________________________________________________________
5/3
__________________________________________________________________________________________
Bedienerdialog
B
Die folgenden auf einer Frontseite zusammengefaßten Befehle ermöglichen die
Steuerung der Verfahreinheit im Handbetrieb, wenn bei der Anlage Fehler aufgetreten sind. Befehle und Leuchtanzeigen werden von einem digitalen Ein- und Ausgangsmodul verwaltet.
Beschreibung der Befehle:
• Auto/Hand: Wahl der Betriebsart.
• Zyklus Start: Ausführung des Automatikzyklusses.
• Zyklus Stopp: Stopp des Automatikzyklusses.
• Wahl Achse X/Y: Wahl der im Handbetrieb zu steuernden Achse.
• Manuelle Referenzpunktfahrt: Referenzpunktfahrt auf der gewählten Achse.
• Vor/Rück: Befehl zum manuellen Verfahren in positiver oder negativer
Richtung auf der gewählten Achse,
• Fehler: Leuchtanzeige für alle Hardwareoder Applikationsfehler.
• Fehler quitt.: Befehl zum Quittieren der
Fehler.
• Rückführen von den Softwareendlagen:
Rückführen der Verfahreinheit von den
Software-Endlagen in den Arbeitsbereich.
• Not-Aus: Sofortiger Stopp der Verfahreinheit unabhängig von der gewählten
Betriebsart.
• Greifer öffnen: Befehl zum Öffnen des
Greifers.
• Greifer schließen: Befehl zum Schließen des Greifers.
Auto
Hand
Zyklus
Start
Wahl Achse
Fehler quitt.
Referenzpunktfahrt
Rückführen
SW-Endlagen
Zyklus
Stopp
Greifer
öffnen
X Y
Rück Vor
Fehler
Not-Aus
Greifer schließen
5.2
Voraussetzungen für das Erstellen der Achsapplikation
Folgende Schritte müssen der Erstellung der Achsapplikation vorausgehen:
• Installation des Softwarecenters V5,
• Anlegen der verwendeten SPS-Station V5 für die Applikation,
• Installation und Auswahl der Software PL7-3,
• Installation der Software ADJ MAX (siehe Kap. 3),
• Installation der folgenden Hardware: Modul, Antriebsregler, Geber.
__________________________________________________________________________________________
5/4
Anwendungsbeispiel
5
__________________________________________________________________________________________
5.3
Erstellen der Applikation
5.3-1 Definition der Hardwarekonfiguration
Rufen Sie das Tool XTEL-CONF auf und wählen Sie im Menü "Definition" die Funktion
"Konfig. E/A im Rack".
B
Wählen Sie anschließend die Einstellungen für Ihre SPS-Konfiguration. Folgende
Einstellungen wurden für diese Applikation getroffen.
• Prozessor: TSX 47 425
• Rack: TSX RKN 82F
• 16-Kanal-Eingangsmodul: TSX DET 1612 im Steckplatz Nr. 6
• 8-Kanal-Ausgangsmodul: TSX DST 8 35 im Steckplatz Nr. 1
• Zweiachs-Modul: TSX AXM 292 im Steckplatz Nr. 2
Generieren Sie die Konfiguration.
Hinweis: Alle Module werden der Mastertask zugeordnet.
5.3-2 Laden der Anweisungscodes
Mit diesem Vorgang lassen sich die ISO-Anweisungscodes laden und alle für die
Applikation notwendigen Variablen symbolisch darstellen.
Import der Datei mit den Anweisungscodes:
• Klicken Sie auf das PL7-3-Sinnbild und wählen Sie im angebotenen Menü "Import",
• wählen Sie das Verzeichnis: c:\XPROSYS\OFB\AXIS,
• wählen Sie die Dateien MAX.SCY und MAX.CST,
• wählen Sie das Zielverzeichnis MOD durch Doppelklick,
(kompletter Pfadname: D:\XPROPRJ\Projektname\Stationsname\PL7_3\MOD),
• starten Sie die Importfunktion.
__________________________________________________________________________________________
5/5
B
__________________________________________________________________________________________
Laden der Datei mit den Symbolen der Anweisungscodes:
• Rufen Sie das Tool XTEL-SDBASE auf,
• wählen Sie im Menü "Mischen" den Menüpunkt SCY --> Sdbase,
• wählen Sie die Datei MAX.SCY, bestätigen Sie dann diesen Vorgang,
• die Symbole werden den Konstanten CW0 bis CW13 zugeordnet (siehe Fenster
Kap.7.2-3).
Eingabe der Symbole der Applikation:
Symbol
Geb1
Geb2
Geb3
Auto_man
Strt_zyk
Stop_zyk
Handx_y
Ref_hand
Vor
Rueck
Quitt_fe
Objekt Funktion
I6,0
I6,1
Geber zur Erfassung "bearbeitetes Werkstück vorhanden"
Geber zur Identifikation des Werkstücktyps
I6,2 Geber zur Erfassung "Greifer geöffnet/Greifer geschlossen"
I6,3 Wahl der Betriebsart AUTOMATIK oder HANDBETRIEB
I6,4 Drucktaster zur Ausführung des Automatikzyklusses
I6,5 Drucktaster zum Stopp des Automatikzyklusses
I6,6 Wahl der im Handbetrieb zu steuernden Achse
I6,7 manuelle Referenzpunktfahrt
I6,8 Bewegen der Verfahreinheit in Plusrichtung
I6,9 Bewegen der Verfahreinheit in Minusrichtung
I6,A Quittieren von Fehlern
Sl_ret
Not_aus
O_greif
S_greif
Greifer
Fehler
Xwart
Ywart
I6,B
I6,C
I6,D
I6,E
O1,0
O1,1
Rückführen von den Softwareendlagen in den Arbeitsbereich
Not-Aus
Drucktaster zum Öffnen des Greifers
Drucktaster zum Schließen des Greifers
Stellgliedbefehl zum Öffnen/Schließen des Greifers
Fehlermeldung
DW50 Warteposition (X-Achse)
DW52 Warteposition (Y-Achse)
XB
YB
XC DW58 Position Band C (X-Achse)
YC DW60 Position Band C (Y-Achse)
__________________________________________________________________________________________
5/6
DW54 Position Band B (X-Achse)
DW56 Position Band B (Y-Achse)
Anwendungsbeispiel
5
__________________________________________________________________________________________
Lesen der Konfiguration und der Symbole unter PL7-3:
• Rufen Sie PL7-3 auf,
• führen Sie eine Aktualisierung durch, damit die unter XTEL-CONF definierte Hardware-konfiguration und die unter XTEL-BASE eingegebenen Symbole berücksichtigt werden,
• wählen Sie die Betriebsart "Konstanten",
• starten Sie den Befehl READ und wählen Sie die Datei MAX.CST. Die Werte
(Anweisungscodes) lassen sich so den Symbolen zuweisen.
B
5.3-3 Festlegen des verwendeten OFB
Mit diesem Vorgang wird der Funktionsbaustein gewählt, der die Verfahreinheit steuern soll.
• Wählen Sie die Betriebsart KONFIGURATION von PL7-3,
• geben Sie die applikationsspezifischen Parameter, GRAFCET,Taskzeit,usw. ein,
• wählen Sie das Menü OPTIONSBAUSTEINE, fügen Sie den OFB "DMOVE" ein und geben die Anzahl mit "1" an. Bestätigen Sie die Konfiguration.
__________________________________________________________________________________________
5/7
B
__________________________________________________________________________________________
5.3-4 Eingabe der Adressen für Achsgruppe und Achse
Dieser Vorgang besteht darin:
• den Funktionsbaustein DMOVE0 dem Achsmodul durch den folgenden Parameter zu zuweisen:
ADGROUP =
H'0200'
Nummer der Gruppe: 0 (eine einzige Gruppe mit 2 Achsen)
Nummer des mit dem Modul belegten Steckplatzes
Nummer des Racks mit dem Modul
• die Verbindung zwischen der X- und der Y-Achse und den physikalischen Eingängen
ENC0 und ENC1 des Moduls herzustellen. Die Codierung erfolgt mit dem Parameter
ADAXIS =
H'0010' die X-Achse ist dem Eingang ENC0 zugeordnet die Y-Achse ist dem Eingang ENC1 zugeordnet ohne Bedeutung
Wählen Sie in der Betriebsart KONSTANTEN von PL7-3 das Menü OFB-Konstanten.
Wählen Sie dann den OFB DMOVE0.
Betätigen Sie <BASE> zur Wahl des Darstellungscodes "hexadezimal", dann <MODIF> und geben Sie die oben definierten Werte ein.
Hinweis:
Dieser Vorgang kann nur online, d.h. mit angeschlossener Steuerung, durchgeführt
5/8
Anwendungsbeispiel
5
__________________________________________________________________________________________
5.3-5 Programmierung
Das gewählte Beispiel wird in Grafcet programmiert:
• die grafische Ablaufsteuerung zur Beschreibung des sequentiellen Ablaufs der
Applikation: Verarbeitung des Automatik-Zyklusses,
• die Vorverarbeitung zur Verwaltung der Betriebsarten,
• die Nachverarbeitung zur Ausführung der Befehle des Handbetriebes.
B
Grafcet-Programm
∇
4
5
0
1
2
3
6
7
INITIALISIERUNG
Automatikmodus, OFB bereit und Startbefehl
REFERENZPUNKTFAHRT ENTLANG DER X-ACHSE
X-Achse referenziert
REFERENZPUNKTFAHRT ENTLANG DER Y-ACHSE
Y-Achse referenziert
ACHSENBEWEGUNG MIT STOPP IN DER WARTEPOSITION
Erfassen eines bearbeiteten Werkstücks
ACHSENBEWEGUNG BIS ZUM EREIGNIS WERKSTÜCKKANTE
Werkstückkante erkannt, Greifer gestoppt (siehe Hinweis)
SCHLIEßEN DER GREIFER
Werkstück Typ 1 u. Greifer geschlossen
ACHS.BEW. MIT STOPP BAND B
Greifer gestoppt
GREIFER ÖFFNEN
Greifer geöffnet
8
9
Werkstück Typ 2 u. Greifer geschlossen
ACHS.BEW. MIT STOPP BAND C
Greifer gestoppt
GREIFER ÖFFNEN
Greifer geöffnet
Hinweis:
Die Bedingung "Greifer gestoppt" bedeutet, daß weder in der X- noch in der Y-Achse eine Bewegung stattfindet. Es ist hier nicht die Bewegung des Greifers während des
Öffnens bzw. Schließens gemeint.
__________________________________________________________________________________________
5/9
__________________________________________________________________________________________
Schritt 0: Initialschritt Initialisierung der Variablen
B
Transition X0 > X1 Test: Automatik-Modus, OFB bereit, Greifer geöffnet und Zyklusbeginn
DMOVE0,AUTO.DMOVE0,DONE.NOT Geb3.RE(Strt_zyk)
Schritt 1: Schritteingangsbearbeitung Referenzpunktfahrt entlang der X-Achse mit der
EXEC DMOVE0 (1;G90;G14;0;0;1000=>) Geschwindigkeit 1m/min
Transition X1 > X2
DMOVE0,X_CALIB.DMOVE0,DONE
Test: X-Achse referenziert und OFB bereit
Schritt 2: Schritteingangsbearbeitung mit der
Referenzpunktfahrt entlang der Y-Achse
EXEC DMOVE0 (1;G90;G14;0;0;1000=>) Geschwindigkeit 1m/min
Transition X2 > X3
DMOVE0,Y_CALIB.DMOVE0,DONE
Test: Y-Achse referenziert und OFB bereit
Schritt 3: Schritteingangsbearbeitung Rückkehr zur Warteposition (Xwart
,Ywart)
EXEC DMOVE0 (3;G90;G09;Xwart;Ywart;15000=>) mit der Geschwindigkeit 15m/min
Transition X3 > X4 Test: Position von Verfahreinheit erreicht,
Werkstück auf Band A erfaßt, Zyklus läuft
Schritt 4: Schritteingangsbearbeitung
Werk-
Achsenbewegung bis zur Erfassung der
EXEC DMOVE0 (4;G90;G10;17000;10000;5000=>) stückkante auf Band A mit der
Geschwindigkeit 5m/min
Transition X4> X5
DMOVE0,DONE
Test: Ausführung der Anweisung beendet
Schritt 5: Schritteingangsbearbeitung
SET Greifer
Transition X5> X6
Schließen des Greifers
Test: Werkstück des Typs 1 und Greifer geschlossen
Geb2.Geb3
Schritt 6: Schritteingangsbearbeitung Achsenbewegung bis zum Band B (XB,
YB)
EXEC DMOVE0 (6;G90;G09;Xb;Yb;5000=>) mit der Geschwindigkeit 5m/min
__________________________________________________________________________________________
5/10
Anwendungsbeispiel
5
__________________________________________________________________________________________
Schritt 7: Schritteingangsbearbeitung
RESET Greifer
Öffnen des Greifers
Transition X7> X3
NOT Geb3
Test: Greifer geöffnet
Transition X5> X8 Test: Werkstück des Typs 2 und Greifer geschlossen
NOT Geb2.Geb3
Schritt 8: Schritteingangsbearbeitung Achsenbewegung bis zum Band C (XC,
YC)
EXEC DMOVE0 (8;G90;G09;Xc;Yc;5000=>) mit der Geschwindigkeit 5m/min
Transition X8> X9
DMOVE0,AT_POINT
Test: Position von Verfahreinheit erreicht
Schritt 9: Schritteingangsbearbeitung
RESET Greifer
Transition X9> X3
NOT Geb3
Öffnen des Greifers
Test: Greifer geöffnet
B
__________________________________________________________________________________________
5/11
B
__________________________________________________________________________________________
Vorverarbeitung
Die Vorverarbeitung umfaßt die Verwaltung der Betriebsarten.
Bei einem blockierenden Fehler:
• "Einfrieren" des Grafcet,
• der Bediener kann die Verfahreinheit im Handbetrieb steuern, den Fehler beseitigen und von der Frontseite aus quittieren,
• Neuinitialisierung des Grafcet bei Verschwinden und Quittieren des Fehlers.
Bei einem Wechsel in den Handbetrieb:
• "Einfrieren" des Grafcet,
• Neuinitialisierung des Grafcet bei erneuter Wahl des Automatik-Modus.
<Initialisierung der Positionen
!
IF SY0
THEN 1200000->Xwart;750000->Ywart;1500000->Xb;900000->Yb;
1440000->Xc;300000->Yc
<Schließen des Regelkreises, Freigabe Antriebsregler
!
IF DMOVE0,CONF.B0
THEN RESET DMOVE0,DRV_OFF;SET DMOVE0,ENABLE;
SET DMOVE0,MONITOR
<Wahl des Automatik-Modus
!
IF FE(Auto_man)
THEN SET DMOVE0,AUTO;SET DMOVE0,SEND_CMD
<Wahl des Handbetriebes
!
IF RE(Auto_man)
THEN RESET DMOVE0,AUTO;SET DMOVE0,SEND_CMD
<"Einfrieren" des Grafcet bei Auftreten eines Fehlers oder Wechsel in den
Handbetrieb
!
IF DMOVE0,CONF.(NOT DMOVE0,OK + NOT DMOVE0,AUTO + DMOVE0, ERROR)
THEN SET SY23;SET B1
<Neuinitialisierung des Grafcet
!
IF DMOVE0,CONF.DMOVE0,OK.DMOVE0,AUTO.B1
THEN RESET SY23;SET SY21;RESET B1
<Fehlersignalisierung
!
DMOVE0,OK --> NOT Defaut
__________________________________________________________________________________________
5/12
Anwendungsbeispiel
5
__________________________________________________________________________________________
Nachverarbeitung
Die Nachverarbeitung verwaltet die Betriebsart Handbetrieb.
<Test der gewählten Betriebsart
!
IF DMOVE0,AUTO.DMOVE0,CONF THEN JUMP L100
<Wahl der zu steuernden Achse
!
IF Handx_y
THEN 1 --> DMOVE0,AXIS_NB
ELSE 0 --> DMOVE0,AXIS_NB
<Manuelle Referenzpunktfahrt
!
IF RE(Ref_hand)
THEN SET DMOVE0,SETRP_M;SET DMOVE0,SEND_CMD
<Bewegen der Verfahreinheit in Plusrichtung
!
Vor --> DMOVE0,JOG_P
<Bewegen der Verfahreinheit in Minusrichtung
!
Rück --> DMOVE0,JOG_M
<Rückführen von den Softwareendlagen
!
IF RE(Sl_ret)
THEN SET DMOVE0,SLRETURN;SET DMOVE0,SEND_CMD
<Öffnen des Greifers
!
IF O_greif.Auto_man
THEN RESET Greifer
<Schließen des Greifers
!
IF S_greif.Auto_man
THEN SET Greifer
<Quittieren der Fehler
Quitt_fe --> DMOVE0,ACK_DEF
B
<Ende des Handbetriebes
L100
5.3-6 Programmtransfer
Nach Eingabe des Programms in PL7-3 muß die unter XTEL-CONF erstellte Konfiguration sowie die PL7-3-Konfiguration und das PL7-3-Programm in den Speicher des SPS-
Prozessors übertragen werden. Dazu ist wie folgt vorzugehen:
• Schließen Sie das Programmiergerät an die SPS an,
• rufen Sie das Tool XTEL-TRANSFER auf und wählen Sie im Menü "Transfer" den
Befehl "Platte-->SPS-Station" und die Funktion "Gesamttransfer".
__________________________________________________________________________________________
5/13
B
__________________________________________________________________________________________
5.4
Einstellen und Programmtest
5.4-1 Voreinstellen der Parameter
Führen Sie zunächst die in Kap. 9.2 beschriebenen grundlegenden Vorgänge aus
Sicherheitsgründen durch.
Gehen Sie anschließend wie folgt vor:
• Setzen Sie die Steuerung mit Hife des Tools XTEL-CONTROL in den RUN-Betrieb,
• rufen Sie das Tool ADJ MAX auf,
• wählen Sie im Menü "Gruppe" die Funktion "Öffnen" und wählen Sie den OFB
DMOVE0 im zur Verfügung stehenden Fenster, bestätigen Sie dann Ihre Wahl,
• wählen Sie im Menü "Einstellung" die Funktion "Konfigurationsparameter" und geben
Sie die unten aufgeführten Parameter ein.
Parameter
UNIT
RESOL
UMAX
LMAX
Bezeichnung physikalische Einheiten
Auflösung
Wert
1
1
Spannung Antriebsregler VMAX 8270 obere Endlage 2500000 -
-
Bemerkung entspricht
µ m
Geberauflösung = 1
µ m
LMIN
VMAX untere Endlage -1500000 max. Geschw. d. Verfahreinheit 18300 -
ACCMAX max. Beschleunigung
DECMAX max. Verzögerung
INVERT Invertierung
4000
4000
0
-
weder Meßsignal noch
Geschwindigkeitssollwert
TYPRP Typ Referenzpunktfahrt
TYPCOD Gebertyp
20
0 kurzer Nocken pos. Richt.
Inkrementalgeber mit
Impulsvervierfachung
• bestätigen Sie die eingegebenen Werte, betätigen Sie dann die Schaltfläche "Beenden".
__________________________________________________________________________________________
5/14
Anwendungsbeispiel
5
__________________________________________________________________________________________
• wählen Sie im Menü "Einstellung" die Funktion "Steuerungsparameter" und geben
Sie die unten aufgeführten Parameter ein.
B
Parameter Bezeichnung
SLMAX obere SW-Endlage
SLMIN
ACC untere SW-Endlage
Beschleunigung
DEC
SLOPE
FHIGH
FLOW
VALRP
Verzögerung
Geschwindigkeitsprofil
Wert
2200000
-1300000 -
500
500
0 hohe Geschwindigkeit 15000 niedrige Gesschwindigkeit 1000
Referenzpunktwert 0
-
-
-
Bemerkung trapezförmig für Handbetrieb für Handbetrieb für manuelle Referenzpunktfahrt
• bestätigen Sie die eingegebenen Werte, betätigen Sie dann die Schaltfläche "Beenden",
• übertragen Sie diese Werte in das Modul. Wählen Sie dazu im Menü "Transfer" den
Befehl "Parameter", betätigen Sie dann die Schaltfläche "SEND_CNF".
__________________________________________________________________________________________
5/15
B
__________________________________________________________________________________________
5.4-2 Bewegung der Verfahreinheit im Handbetrieb
Soll die Verfahreinheit ohne vorherige Programmierung bewegt werden, so ist ausgehend vom Fenster "Monogruppe" wie folgt vorzugehen:
• Deaktivieren Sie den Modus "Messung": annullieren Sie den Befehl "Drv_Off",
• klicken Sie den Befehl "ENABLE" zur Freigabe der Sicherheitsrelais der Antriebsregler an,
• klicken Sie den Befehl "MONITOR" (falls noch nicht aktiviert) zur Aktualisierung aller im Fenster erscheinenden Informationen an,
• quittieren Sie die Fehler mit "ACK_DEF",
• übertragen Sie die Befehle mit Hilfe von "SEND_CMD".
• Wählen Sie die Achse (X oder Y), die verfahren werden soll,
• führen Sie eine Referenzpunktfahrt durch:
- durch Wahl des Befehls "SetRp-" (für eine Referenzpunktfahrt in Minusrichtung) oder durch Wahl von "SetRp+" (für eine Referenzpunktfahrt in Plusrichtung) je nach
Position der Verfahreinheit im Verhältnis zum Nocken, starten Sie die Verfahrbewegung durch Betätigen von "SEND_CMD".
- oder durch Wahl des Befehls "Rp_here", dann Eingabe des Positionswertes der
Verfahreinheit im Verhältnis zum Referenzpunkt im Feld "PARAM" und Ausführung des Befehls "SEND_CMD".
• führen Sie die Verfahrbewegungen mit dem Befehl "JOG+" in Plusrichtung durch oder mit dem Befehl "JOG-" in Minusrichtung durch. Die Koordinaten der Verfahreinheit werden im Feld "Pos X" oder "Y" und die Geschwindigkeit im Feld "F" angezeigt.
5.4-3 Einstellen der Parameter
Einstellen der Konfigurationsparameter
Rufen Sie die Funktion "Konfigurationsparameter" auf und stellen Sie die Parameter
INVERT,VMAX und UMAX ein, siehe Kap. 11.1.
Selbsteinstellen des Maschinenkoeffizienten KR
Siehe Vorgehensweise Kap. 11.2.
Einstellen der Regelkreisparameter
Siehe Vorgehensweise Kap. 11.3.
Einstellen der Fehlerkontrollparameter
Siehe Vorgehensweise Kap. 11.4.
__________________________________________________________________________________________
5/16
Anwendungsbeispiel
5
__________________________________________________________________________________________
5.4-4 Sichern der Parameter
Nach Einstellen der Parameter muß eine Sicherung durchgeführt werden. Wählen Sie im Menü "Transfer" den Befehl "Parameter", betätigen Sie dann die Schaltfläche
"SAVE_PRM".
B
5.4-5 Programmtest
Zur Durchführung eines Programmtests gehen Sie wie folgt vor:
• Setzen Sie die Steuerung in den RUN-Betrieb,
• rufen Sie das Fenster "Monogruppe" auf, und folgen Sie den Verfahranweisungen im
Feld "Verfahrbewegung AUTO läuft" sowie den Verfahrbewegungen in den Feldern
X, Y (Pos: für Istposition, Target: für Zielposition),
• rufen Sie gleichzeitig das Fenster mit dem Grafcet-Diagramm (verkleinert) auf, um die
Ablaufsteuerung zu verfolgen.
__________________________________________________________________________________________
5/17
B
__________________________________________________________________________________________
5.4-6 Archivieren
Nach Durchführung des Programmtests:
• müssen Sie die Parameter erneut sichern, falls Sie diese geändert haben. Wählen
Sie dazu im Menü "Transfer" der Software ADJ MAX den Befehl "Parameter" und betätigen Sie die Schaltfläche "SAVE_PRM".
• übertragen Sie die Applikation des SPS-Prozessors zur Archierung auf die Festplatte.
Wählen Sie dazu im Menü "Transfer" das Tool XTEL-TRANSFER, die Funktion "SPS-
Station --> Platte", dann "Gesamttransfer".
__________________________________________________________________________________________
5/18
Vorgehensweise bei der Inbetriebnahme
6
__________________________________________________________________________________________
6.1
Vorgehensweise bei der Inbetriebnahme
__________________________________________________________________________________________
Im zuvor beschriebenen Anwendungsbeispiel wurden die verschiedenen Inbetriebnahmeschritte einer Multiachsapplikation aufgeführt. In der untenstehenden graphischen
Darstellung sind diese Schritte noch einmal zusammengefaßt.
B
1 Definition der
Hardwarekonfiguration
XTEL-CONF
Konzeption
Einstellen und
Programmtest
6
7
Betrieb
8
9
&
2 Laden der
Anweisungscodes
3
Festlegen der OFBs und
Adressierung der verwendeten Achsgruppen
4 Programmieren der
Verfahrbewegungen
XTEL-SDBASE
PL7-3
(1) PL7-3
5
Transfer der Applikation in den SPS-Speicher
XTEL-TRANSFER
Voreinstellen der
Achsparameter
Einstellen der
Achsparameter
Programmtest
Archivieren
ADJ-MAX
ADJ-MAX
ADJ-MAX und PL7-3
ADJ-MAX
XTEL-TRANSFER
Betrieb ADJ-MAX oder PL7-MMI
(1) Soll die Verfahreinheit vor der Programmierung im Handbetrieb bewegt werden, so kann Schritt 4 übersprungen werden. Die Schritte 1 , 2 , 3 , 5 , 6 , 7 und 8 sind dagegen zwingend notwendig.
__________________________________________________________________________________________
6/1
B
__________________________________________________________________________________________
__________________________________________________________________________________________
6/2
________________________________________________________
Inhalt Register C
___________________________________________________________________________
Kapitel Seite
7.1 Definition der Hardwarekonfiguration 7/2
7.2 Laden der ISO-Anweisungscodes 7/3
7.2-2 Import der Dateien mit den Anweisungscodes 7/3
7.2-3 Importieren der Symbole der Anweisungscodes 7/4
7.2-4 Integration der Anweisungscodes in PL7-3 7/5
7.3 Konfiguration der OFBs unter PL7-3 7/7
7.4 Eingabe der Adressen für Achsgruppe, Achse sowie des Labels 7/8
7.4-1 Beschreibung der Parameter 7/8
7.4-2 Eingabe der Parameter unter PL7-3 7/9
8.1 Betriebsarten der Module 8/2
8.2 Programmierung des Automatik-Modus 8/3
8.2-1 Funktionsprinzip zur Programmierung der
8.2-2 Grundzüge der OFB-Programmierung 8/3
8.2-3 Programmierung eines Verfahrbefehls 8/4
8.2-4 Beschreibung der Grund-Verfahrbewegungen 8/6
8.2-5 Beschreibung der Anweisungen 8/7
8.2-6 Verkettung der Verfahrbefehle 8/14
8.3 Verwaltung der Betriebsarten 8/16
8.4-3 Einbindung der Fehlerbehandlung in PL7-3-Programme 8/19
8.4-5 Beschreibung der Modulfehler 8/20
8.4-6 Beschreibung der Achsgruppenfehler: ext. Hardwarefehler 8/21
8.4-7 Beschreibung der Achsgruppenfehler: Applikationsfehler 8/22
8.4-8 Beschreibung der Fehler "Befehlsrückweisung" 8/24
8.5 Verwaltung des Handbetriebes 8/25
8.5-2 Ausführung der manuellen Befehle 8/25
8.5-3 Beschreibung der manuellen Befehle 8/26
___________________________________________________________________________
C/1
C
E
________________________________________________________
Inhalt Register C
___________________________________________________________________________
E
___________________________________________________________________________
C/2
C
__________________________________________________________________________________________
7.1
Definition der Hardwarekonfiguration
Dieser Vorgang besteht darin, die von den Modulen TSX AXM
●
92 belegten Steckplätze in der E/A-Konfiguration der SPS festzulegen und ihre Verwendung in der Mastertask zu definieren.
Definieren Sie unter X-TEL oder MINI-XTEL das Projekt und die Station und rufen Sie das Tool XTEL-CONF auf.
Im Fenster "CONF/X-TEL(oder MINI X-TEL)" wählen Sie den Befehl "Konfig. E/A im
Rack" des Menüs "Definition".
Im Fenster "Konfiguration der Module im Rack" erscheint nun die Darstellung mit der
Hardwarekonfiguration.
Wählen Sie durch Doppelklick das erste Rack und definieren Sie:
• den Prozessor,
• das Rack (es kommen nur belüftete Racks in Frage, deren Bestell-Nr. mit dem
Buchstaben F endet),
• das Netzgerät,
• die Ein-/Ausgangsmodule.
Wählen Sie den für das Multiachsmodul bestimmten Steckplatz per Doppelklick
(befindet sich das Modul nicht im Hauptrack, so bestätigen Sie die Konfiguration des
Hauptracks und wählen das entsprechende Rack per Doppelklick) und im Dialogfenster
"Konfiguration eines Racks":
• Wählen Sie die Mastertask. Das Multiachsmodul muß zwingenderweise in der
Mastertask konfiguriert werden,
• klicken Sie auf die Schaltfläche "Katalog",
• wählen Sie die Familie "Achsensteuerung", bestätigen Sie dann Ihre Wahl,
• wählen Sie das Modul TSX AXM 292 oder 492, bestätigen Sie dann Ihre Wahl.
Wählen Sie im Menü "Generierung"den Befehl "Mit Parametrierung der Taskperiode" und legen Sie die Zykluszeit für die einzelnen Tasks fest. Rufen Sie den Befehl
"Automatisch" des Menüs "Generierung" auf und beenden Sie XTEL-CONF.
__________________________________________________________________________________________
7/2
Voreinstellung
7
__________________________________________________________________________________________
7.2
Laden der ISO-Anweisungscodes (freigestellt)
7.2-1 Allgemeines
Anwender, die mit der ISO-Programmierung vertraut sind, oder solche, die durch die
Verwendung von ISO-Codes die Lesbarkeit der Dokumentation erhöhen wollen, können als Option (Verwendung der ISO-Codes ist nicht zwingend vorgeschrieben) die im folgenden beschriebenen Schritte durchlaufen.
Die Anweisungscodes für die Multi-Achsensteuerung finden sich in den folgenden 2
Dateien:
• MAX.SCY: Datei mit den Anweisungssymbolen (G01,G09...),
• MAX.CST: Datei mit den entsprechenden vom OFB erkannten Codes (1,9,...).
Achtung: Da die Anweisungscodes den Konstanten CW0 bis CW13 zugeordnet sind, dürfen diese Konstanten nicht bereits anderweitig in der Applikation verwendet sein.
Es ist möglich, statt der in den oben genannten Dateien mitgelieferten ISO-Codes eigene Anweisungscodes zu definieren oder diese Anweisungscodes in einem anderen
Konstantwortbereich abzulegen. Informationen dazu siehe Kap. 7.2-5 "Sonderfälle".
C
7.2-2 Import der Dateien mit den Anweisungscodes
Der Vorgang besteht darin, die 2 Dateien MAX.SCY und MAX.CST zur anschließenden
Weiterbearbeitung in den MOD-Bereich von PL7-3 zu importieren. Dazu:
• klicken Sie auf das Sinnbild PL7-3 der Station und wählen Sie im angebotenen Menü den Befehl "Import" unter X-TEL (unter MINI X-TEL, wählen Sie das Sinnbild
PL7-3 und die Funktion "Import" des Befehls "Import/Export" des Menüs "Datei").
• das Dialogfenster "Importdateien" wird nun aufgerufen,
- wählen Sie das Quellverzeichnis:
Verzeichnis: C:\XPROSYS\OFB\AXIS Dateien: MAX.SCY und MAX.CST
- wählen Sie das Zielverzeichnis:
Verzeichnis: D:\XPROPRJ\Projektname\Stationsname\PL7_3\MOD
• bestätigen Sie diesen Vorgang.
__________________________________________________________________________________________
7/3
C
__________________________________________________________________________________________
7.2-3 Importieren der Symbole der Anweisungscodes
Dieser Vorgang besteht darin, die in der Datei MAX.SCY enthaltenen Symbole der
Anweisungscodes in die Symboldatenbank der Station zu importieren.
• Rufen Sie dazu das Tool XTEL-SDBASE per Doppelklick auf das entsprechende
Sinnbild auf,
• im Menü "Mischen" wählen Sie den Befehl "Scy-->Sdbase".
Im nun auf dem Bildschirm erscheinenden Fenster "Symbole mischen":
• wählen Sie die Datei MAX.SCY,
• wählen Sie den Dialog-Modus, um sich zu vergewissern, daß es keine Konflikte mit anderen Symbolen der Applikation gibt,
• bestätigen Sie dann den Import-Vorgang.
Im Menü "Editieren" wählen Sie den Befehl "Sdbase" und überprüfen Sie, ob die
Symbole vom System berücksichtigt wurden.
Im Anschluß an diesen Vorgang können alle anderen in der Applikation verwendeten
Symbole eingegeben werden.
__________________________________________________________________________________________
7/4
Voreinstellung
7
__________________________________________________________________________________________
7.2-4 Integration der Anweisungscodes in PL7-3
Dieser Vorgang besteht darin, die in der Datei MAX.CST enthaltenen Anweisungscodes in PL7-3 zu integrieren, um sie den Symbolen der Anweisungen zuzuordnen.
• Rufen Sie dazu per Doppelklick die Software PL7-3 auf,
• aktualisieren Sie die PL7-3-Applikation durch Betätigen von [V5 CONF.]. Die Symbole der Datenbank XTEL-SDBASE werden automatisch mit den Konstanten von
PL7-3 verknüpft.
• Wählen Sie die Betriebsart KONSTANTEN,
• betätigen Sie den Softkey [CW/DW],
• rufen Sie die Datei MAX.CST auf, dazu:
- betätigen Sie den Softkey [READ],
- den Softkey [STR.NAME],
- den Softkey [DIR],
- wählen Sie die Datei MAX.CST, bestätigen Sie diesen Schritt, indem Sie dreimal hintereinander <ENTER> betätigen.
C
• Betätigen Sie <CLEAR>, um die Betriebsart KONSTANTEN zu verlassen.
__________________________________________________________________________________________
7/5
C
__________________________________________________________________________________________
7.2-5 Sonderfälle
Sie möchten Ihre Anweisungen nicht symbolisch darstellen:
In diesem Fall entfallen die in den Kapiteln 7.2-2 bis 7.2-4 beschriebenen Schritte. Bei der Programmierung der Funktionsbausteine geben Sie anstelle des ISO-
Anweisungssymbols den entsprechenden numerischen Code ein.
Z.B.: EXEC DMOVE0 (1;90;1;....=>) anstelle von EXEC DMOVE0
(1;G90;G01;....=>)
Sie möchten Ihre eigenen Symbole verwenden:
In diesem Fall entfallen die in den Kapiteln 7.2-2 bis 7.2-4 beschriebenen Schritte.
Geben Sie Ihre Symbole (max. 8 Zeichen) in XTEL-SDBASE ein und ordnen Sie sie den
Konstanten CWi bis CWi+13 zu.
Beispiel:
OHNE_HLT CW100
....
ABS
...
CW108
SP_NPV CW113
Geben Sie in PL7-3 in der Betriebsart KONSTANTEN die Codes in den Konstanten
CWi( OHNE_HLT ) bis CWi+13 ( SP_NPV ) ein.
Beispiel:
OHNE_HLT 1
....
ABS
...
SP_NPV
90
7
Bei der Programmierung der Funktionsbausteine geben Sie anstelle des ISO-
Anweisungssymbols das von Ihnen definierte Symbol ein. Beispiel:
EXEC DMOVE0 (1;ABS;OHNE_HLT;....=>) anstelle von
EXEC DMOVE0 (1;G90;G01;....=>)
Sie möchten die Symbole verwenden, jedoch mit selbstdefinierten Konstantwortadressen
In diesem Fall entfallen die in den Kapiteln 7.2-2 bis 7.2-4 beschriebenen Schritte.
Geben Sie die Symbole in XTEL-SDBASE ein und ordnen Sie sie den Konstanten CWi bis CWi+13 zu. Beispiel:
G01
G09
G10
G11
CW100
CW101
CW102
CW103
G15
G16
G20
G90
CW105
CW106
CW107
CW108
G53
G54
G05
G07
CW10
CW11
CW12
CW13
G14 CW104 G91 CW109
Geben Sie in PL7-3 in der Betriebsart KONSTANTEN die Codes in den Konstanten CWi
( G01 ) bis CWi+13( G07 ) ein. Beispiel:
G01
G09
G10
G11
1
9
10
11
G15
G16
G20
G90
15
16
20
90
G53
G54
G05
G07
53
54
5
7
7/6
Voreinstellung
7
__________________________________________________________________________________________
7.3
Konfigurieren der OFBs unter PL7-3
In dieser Phase der Vorbereitung werden die für die Achsapplikation benötigten OFBs in PL7-3 eingebunden und somit für die Programmierung von Verfahrbewegungen in der SPS-Programmierung verfügbar gemacht.
Wählen Sie unter PL7-3 in der Betriebsart KONFIGURATION die Rubrik
OPTIONSBAUSTEINE.
Im Fenster KONFIGURATION DER OPTIONBAUSTEINE betätigen Sie den Softkey
[NEW OFB], dann solange [NEXT FAM], bis die Liste der Funktionsbausteine für die
Multi-Achsensteuerung erscheint.
Wählen Sie den zu verwendenden Funktionsbaustein MOVE (1 Achse), DMOVE (2 Achsen) oder TMOVE (3 Achsen) aus und betätigen Sie den Softkey [INS], dann <ENTER>.
Wiederholen Sie diese Schritte für alle OFB-Typen, die Sie einsetzen wollen.
Geben Sie für jeden OFB-Typ die gewünschte Anzahl an:
• Wählen Sie den OFB,
• betätigen Sie [MODIFY] ,
• geben Sie die Anzahl an und bestätigen Sie mit <ENTER>.
C
Bestätigen Sie, um die KONFIGURATION zu verlassen.
Hinweis
Verhalten im Fall einer Versionsänderung der OFB i MOVE (Übergang von V50 auf V51)
Es ist folgendes Verfahren anzuwenden:
1. die KONSTANTEN der vorhandenen OFBs sichern (Betriebsart KONSTANTEN, Taste WRITE)
2. die OFBs der neuen Version in die Applikation einfügen (Betriebsart KONFIGURATION, NEW OFB)
3. die Kostanten der vorab gesicherten OFB wieder einlesen.
Bei diesem Verfahren können nur die KONFIGURATIONsparameter wiederhergestellt werden. Im
Fall der anderen Parameter (STEUERUNG, REGELKREIS, FEHLERÜBERWACHUNG) ist es erforderlich, diese unter der Software ADJ_MAX neu einzugeben.
__________________________________________________________________________________________
7/7
C
__________________________________________________________________________________________
7.4
Eingabe der Adressen für Achsgruppe, Achse sowie des Labels
7.4-1 Beschreibung der Parameter
Mit den Konfigurationsparametern ADGROUP (Adresse der Achsgruppe) und ADAXIS
(Adressen der Achsen) lassen sich dem Funktionsbaustein das Modul, die Achsgruppe und die Achsen zu ordnen, die er steuern soll.
ADGROUP: Adresse der Achsgruppe
Codiert gleichzeitig die physikalische Adresse des Moduls und die Nummer der modulinternen Achsgruppe (auf einer AXM 492 können bis zu vier einachsige Achsgruppen realisiert werden). Dies ist nicht mit der OFB-Nummer zu verwechseln.
Die Codierung erfolgt als Wort im Hexadezimalformat.
H' • • • • '
Nummer der Gruppe: 0 bis 3 beim Modul TSX AXM 492
0 bis 1 beim Modul TSX AXM 292
Nummer des Steckplatzes im Rack (von 0 bis 7)
Nummer des Racks (von 0 bis F)
Beispiel: Das Modul TSX AXM 492 befindet sich im Steckplatz Nr. 5 des Racks Nr. 4.
Die vier Achsen des Moduls sind in Zweiergruppen den 2 Optionsbausteinen DMOVE zugeordnet. Die Codierung sieht wie folgt aus.
Erste Achsgruppe: ADGROUP = H'4500'
Zweite Achsgruppe: ADGROUP = H'4501'
ADAXIS: Adressen der Achsen
Zuweisung der Kanäle (0 bis 3) des Moduls zu den zu steuernden Achsen.
Die Codierung erfolgt als Wort im Hexadezimalformat.
H' 0 Z Y X '
Nummer des Kanals, der der X-Achse zugeordnet ist
Nummer des Kanals, der der Y-Achse zugeordnet ist
(für eine Gruppe aus 2 oder 3 Achsen)
Nummer des Kanals, der der Z-Achse zugeordnet ist
(für eine Gruppe aus 3 Achsen)
Beispiel: Im vorhergehenden Beispiel sind die Kanäle 0 (Eingang ENC0) et 1(Eingang
ENC1) der X- und Y-Achse der ersten Achsgruppe zugeordnet. Die Codierung sieht wie folgt aus.
ADAXIS = H'0010'
Die Eingänge 2 (Eingang ENC2) et 3 (Eingang ENC3) der X- und Y-Achse der zweiten
Achsgruppe zugeordnet. Die Codierung sieht wie folgt aus:
ADAXIS = H'0032'
LABEL: 20 Zeichen zur Festlegung des Applikationsnamens.
__________________________________________________________________________________________
7/8
Voreinstellung
7
__________________________________________________________________________________________
7.4-2 Eingabe der Parameter unter PL7-3
Eingabe der Adressen für Achsgruppe und Achse (nur im Off-line-Betrieb):
• Wählen Sie die Betriebsart KONSTANTEN,
• betätigen Sie den Softkey [OFB],
• wählen Sie den OFB-Typ aus der angezeigten Liste, bestätigen Sie mit <ENTER>,
• geben Sie die Nummer des OFBs ein, bestätigen Sie mit <ENTER>,
• warten Sie auf die Anzeige des Fensters,
• betätigen Sie den Softkey [BASE] zur Wahl des Darstellungscodes "hexadezimal" für den ersten Parameter ADGROUP,
• betätigen Sie den Softkey [MODIFY] und geben Sie den Parameter ADGROUP ein, bestätigen Sie mit <ENTER>,
• wählen Sie den nächsten Parameter ADAXIS,
• betätigen Sie den Softkey [BASE] zur Wahl des Darstellungscodes "hexadezimal",
• betätigen Sie den Softkey [MODIFY] und geben Sie den Parameter ADXIS ein, bestätigen Sie mit <ENTER>.
C
Hinweise:
Die anderen Konfigurationsparameter werden mit Hilfe der Software ADJ-MAX eingegeben.
Eingabe des Labels:
• Betätigen Sie den Softkey [MSG] zur Wahl des Labels,
• betätigen Sie zweimal den Softkey [MODIFY] und geben Sie den Namen der
Applikation ein (max. 20 Zeichen), bestätigen Sie diesen Schritt, indem Sie dreimal hintereinander <ENTER> betätigen,
• betätigen Sie <CLEAR>, um die Betriebsart KONSTANTEN zu verlassen.
Hinweis: Ist im Anschluß an die Modulkonfiguration keine Programmierung geplant oder falls Sie Ihre Achse einrichten wollen, bevor Sie sie programmieren, übertragen Sie die Konfiguration in den SPS-Prozessor (siehe Kap. 8.6) für einen Zugriff auf das Modul unter ADJ-MAX.
__________________________________________________________________________________________
7/9
C
__________________________________________________________________________________________
8.1
Betriebsarten der Module
Hinweis zur im folgenden verwendeten Notation:
Der MOVE vorangehende Punkt
● ist bei einem Befehl für eine Gruppe aus 2 Achsen durch D zu ersetzen, durch T für eine Gruppe aus 3 Achsen.
Die Multiachsmodule können in zwei verschiedenen Betriebsarten betrieben werden.
• Automatik: In dieser Betriebsart werden die von den Anweisungen EXEC
●
MOVEi...., gesteuerten Verfahrbewegungen ausgeführt.
• Handbetrieb: In dieser Betriebsart kann die Verfahreinheit über ein Bedienfeld oder ein Bedientableau direkt vom Anwender gesteuert werden. Die Befehle werden in
PL7-3 über interne OFB-Bits realisiert und beziehen sich auf die jeweils ausgewählte
Achse.
Weitere Informationen zur Funktionsweise und dem Datenaustausch zwischen SPS-
Prozessor und Modul entnehmen Sie bitte Kapitel 18.
Die Wahl der Betriebsart erfolgt in PL7-3 mit dem Bit
●
MOVEi,AUTO:
• Wahl des Automatik-Modus:
SET
●
MOVEi,AUTO
SET
●
MOVEi,SEND_CMD
Wahl des Automatik-Modus
Senden des Befehls an das Modul
Bedingungen für einen Wechsel in den Automatik-Modus:
- es wird keine Verfahrbewegung durchgeführt (Bit
●
MOVEi,DONE = 1),
- weder Betriebsart "Offener Regelkreis" noch "Messung" sind angewählt, d.h. die
Bits
●
MOVEi,DIRDRIVE und
●
MOVEi,DRV_OFF müssen auf 0 sein,
- Verfahreinheit gestoppt (Bit
●
MOVEi,NOMOTION = 1).
• Wahl des Handbetriebs:
RESET
●
MOVEi,AUTO
SET
●
MOVEi,SEND_CMD
Wahl des Handbetriebs
Senden des Befehls an das Modul
Als weitere Betriebsarten stehen Unterbetriebsarten des Automatk-Modus und des
Handbetriebes zur Verfügung, die sich bei Einstellung und Test der Applikation als nützlich erweisen. Aufrufbar sind diese Unterbetriebsarten über die Software ADJ MAX.
Unterbetriebsarten des Automatik-Modus:
• Simulation: In dieser Betriebsart kann das Programm ohne Aktivierung der Ausgänge zu Testzwecken ausgeführt werden.
Unterbetriebsarten des Handbetriebes:
• Offener Regelkreis: Das Modul verhält sich wie ein Digital-Analog-Umsetzer. Der
Regelkreis ist außer Betrieb. In dieser Betriebsart kann das Verhalten der Achse unabhängig von dem Lageregelkreis analysiert werden.
• Messung: In dieser Betriebsart liefert das Modul nur Positions-Ist-Daten und die aktuelle Geschwindigkeit.
Hinweis: Diese Betriebsart ist beim Start standardmäßig aktiviert, wenn die Gruppe konfiguriert und fehlerlos ist. Für einen Wechsel in die Betriebsart Automatik-Modus oder Handbetrieb muß diese Betriebsart deaktiviert werden.
Deaktivierung der Betriebsart "Messung":
RESET
●
MOVEi,DRV_OFF
SET
●
MOVEi,SEND_CMD
__________________________________________________________________________________________
8/2
Programmierung
8
__________________________________________________________________________________________
8.2
Programmierung des Automatik-Modus
8.2-1 Funktionsprinzip zur Programmierung der Verfahrbewegungen
Bei der Voreinstellung ist jeder Achsgruppe ein Funktionsbaustein zugeordnet worden.
Jede Verfahrbewegung der Achsgruppe wird durch die Ausführung im PL7-3-Programm des dieser Achsgruppe zugeordneten OFB gesteuert.
8.2-2 Grundzüge der OFB-Programmierung
Im allgemeinen können Optionsbausteine (OFB) in jedem beliebigen PL7-3-
Programmodul verwendet werden, und zwar sowohl in TSX 7-Basic als auch in Kontaktplan (hier innerhalb eines Optionsbausteins). Ausnahme: Der OFB
●
MOVE kann nur in der Mastertask verwendet werden. Die allgemeine Syntax für OFB-Aufrufe lautet wie folgt:
EXEC OFBi(E1;...;En=>A1;...Am)
;
OFBi OFB-Typ und OFB-Nummer
E Eingangsobjekte,
A
=>
Ausgangsobjekte,
Trennzeichen zwischen Ein- und Ausgangsparametern,
Trennzeichen zwischen den Parametern.
Die Programmierung des OFB erfolgt in der Betriebsart PROGRAMM.
Die Software PL7-3 stellt die Softkeys [EXEC], [CONTENT] und [PARAM] zur Verfügung, mit denen sich die Werte der Konstanten des OFB bzw. die Ein-/Ausgangsparameter festlegen lassen.
Eine Anweisung wird wie folgt eingegeben:
• Betätigen Sie [EXEC],
• geben Sie Typ und Nummer des OFB ein (z.B. DMOVE2),
• betätigen Sie [CONTENT] für einen Zugriff auf die internen Konstanten des OFB
(z.B.: Einheiten, Gebertyp... im Falle des Moduls TSX AXM
●
92).
Hinweis:
Bei den OFBs für die Multi-Achsensteuerung braucht der Anwender diese Werte nicht bei der Programmierung zu ändern, sondern kann diese Parameter mit Hilfe der Software ADJ-MAX einstellen.
• Betätigen Sie [PARAM] zur Anzeige des OFB,
• weisen Sie den Ein-/Ausgangsparametern des OFB eine Variable n bzw. Worte zu,
• bestätigen Sie zunächst das Fenster, danach die Anweisung jeweils mit <Enter>.
Hinweis:
Der Anwender kann falls gewünscht die Anweisung EXEC MOVE... mit allen
Parametern direkt über die ASCII-Tastatur eingeben. Bei dieser sehr schnellen
Eingabe muß der Anwender die Bedeutung jedes Parameters kennen.
__________________________________________________________________________________________
8/3
C
C
__________________________________________________________________________________________
8.2-3 Programmierung eines Verfahrbefehls
Verfahrbefehle werden mit Hilfe eines Funktionsbausteins
●
MOVE mit folgender Syntax programmiert:
• Bei einem Funktionsbaustein MOVE (eine Achse)
MOVEi
ERROR: Bit Eingänge N :
G9_:
G:
Wort
Wort
Wort
X:
F:
Doppelwort
Doppelwort
Ausgang
EXEC MOVEi (N;G9_;G;X;F=>)
• Bei einem Funktionsbaustein DMOVE (zwei Achsen)
DMOVEi
ERROR: Bit Eingänge N :
G9_:
G:
Wort
Wort
Wort
X:
Y:
F:
Doppelwort
Doppelwort
Doppelwort
Ausgang
EXEC DMOVEi (N;G9_;G;X;Y;F=>)
• Bei einem Funktionsbaustein TMOVE (drei Achsen)
TMOVEi
Eingänge N : Wort ERROR: Bit
Y:
Z:
F:
G9_:
G:
X:
Wort
Wort
Doppelwort
Doppelwort
Doppelwort
Doppelwort
Ausgang
EXEC TMOVEi (N;G9_;G;X;Y;Z;F=>)
__________________________________________________________________________________________
8/4
Programmierung
8
__________________________________________________________________________________________
Wobei i = Nummer des OFB von 0 bis M-1, wobei M der in "PL7-3-KONFIGURATION" definierten OFB-Anzahl entspricht.
N = 0 bis 32767. Nr., mit der sich die vom OFB gesteuerte Verfahrbewegung identifizieren läßt. Gibt in der Betriebsart "Test" Auskunft über die aktuelle Verfahrbewegung.
G9_ = Art der Achsenbewegung
G90 Verwendung von Absolutmaßen (Zielkoordinate bez. auf den Maschinennullpunkt,
G91 Verwendung von Kettenmaßen (Zielkoordinate bez. auf die momentane Position.
G = Anweisungscodes (G-Funktionen):
G09: Achsenbewegung zu einer Position mit Halt am Satzende
G01/G30/G31: Achsenbewegung zu einer Position ohne Halt (1)
G10: Achsenbewegung bis zum Eintritt des Ereignisses mit Halt
G11: Achsenbewegung bis zum Eintritt des Ereignisses ohne Halt
G14: Referenzpunktfahrt X-Achse
G15: Referenzpunktfahrt Y-Achse
G16: Referenzpunktfahrt Z-Achse
G20: für das System reserviert
G24: dynamischen Neueichung (1)
G53: Deaktivierung der Nullpunktverschiebung
G54: Aktivierung der Nullpunktverschiebung
G62: forcierte Referenzpunktfahrt (2)
G05: Warten auf den Eintritt eines Ereignisses
G07: Speichern der momentanen Positions-Istwerte als Nullpunktverschiebung
beim Eintreten des Ereignisses
X, Y, Z= Koordinaten der Zielposition (G90) bzw. von der momentanen Position aus zu verfahrende Wege (G91). Bei diesen Positionen kann es sich handeln um
• unmittelbare Werte,
• in internen Doppelworten DWi oder internen Konstanten CDWi abgelegte Werte
(diese Worte können indiziert adressiert werden).
Die Einheit, in der die Werte angegeben werden, wird durch den Konfigurationsparameter UNIT definiert (dieser Parameter wird mit der Software ADJ MAX festgelegt):
-
µ m (Standardeinheit), 10 -5 Zoll, 10 -5 Grad, Inkrement.
F= Geschwindigkeit der Verfahreinheit. Bei dieser Geschwindigkeit kann es sich handeln um
• unmittelbare Werte,
• in einem internen Wort DWi oder einer internen Konstanten CDWi abgelegte
Werte (dieses Wort kann indiziert adressiert werden).
Die Einheit der Geschwindigkeit hängt von der gewählten Position ab.
-
µ m (Standardeinheit) --> mm/min
- 10 -5 Zoll --> cZoll/min
- 10 -5 Grad --> cGrad/min
- Inkrement --> Inkremente/s
(1) G30/G31 ab Softwareversion 1.4 verfügbar. (2) verfügbar ab Softwareversion 1.2.
__________________________________________________________________________________________
8/5
C
C
__________________________________________________________________________________________
8.2-4 Beschreibung der Grund-Verfahrbewegungen
3 Klassen von Verfahrbewegungen können programmiert werden:
• Verfahrbewegungen zu einer Position (G01,G09),
• Verfahrbewegungen bis zum Erkennnen eines Ereignisses (G11,G10),
• Referenzpunktfahrten (G14,G15,G16).
Bei der Programmierung der Verfahrbewegungen legt der Anwender Sollposition und
Verfahrgeschwindigkeit fest. Die anderen Parameter wie Geschwindigkeitsprofil
(trapezförmig oder parabolisch), Beschleunigung und Verzögerung werden entweder mit ADJ MAX (s. Abs. 10.2) oder unter PL7-3 durch die Befehlsparameter vom OFB
●
MOVEdefiniert. Die Verfahrbewegungen können:
• relativ im Verhältnis zur Ist-Position sein (G91),
1000
Geschwindigkeit
(mm/min)
Position (
µ m)
0 X
X+40 000
• absolut im Verhältnis zum Maschinen-Nullpunkt sein (G90),
Geschwindigkeit
(mm/min)
1000
Position (
µ m)
50 000 0
• absolut im Verhältnis zur indexierten Position PREF G90 und Anweisung G54 sein.
Beispiel: EXEC MOVE0(3;G90;G54;;=>)
1000
∇
EXEC MOVE0(4;G90;G01;30000;1000=>)
Geschwindigkeit
(mm/min)
Position (
µ m)
0 PRF
PRF+30 000
Hinweis: Für eine einfache Darstellungsweise wurden Verfahrbewegungen auf einer Achse gewählt. Verfahrbewegungen auf 2 oder 3 Achsen erfolgen auf vergleichbare Weise. Das
Multiachsmodul führt die Interpolation durch und steuert die einzelnen Achsen über die Koordinaten der Sollpunkte, die Verfahrgeschwindigkeit und die Parameter.
__________________________________________________________________________________________
8/6
Programmierung
8
__________________________________________________________________________________________
8.2-5 Beschreibung der Anweisungen
Verfahrbewegung zu einer Position ohne Halt: Anweisungscode G01/G30/G31 (1) mit Halt: Anweisungscode G09
Beispiel 1: EXEC MOVE0(1;G90;G01;5000000;1000=>)
∇
Geschwindigkeit
(mm/min)
1000
0
Position (
µ m)
5000000
Beispiel 2: EXEC MOVE0(1;G90;G09;5000000;1000=>)
∇
Geschwindigkeit
(mm/min)
1000
0
Position (
µ m)
5000000
Ausführungsbedingungen:
Siehe allgemeine Bedingungen zur Ausführbarkeit (siehe Abs. 14.2)
(1) Die Codes G30 und G31 werden in Kapitel 16, Register F, beschrieben.
__________________________________________________________________________________________
8/7
C
C
__________________________________________________________________________________________
Verfahrbewegung bis zum Erkennen eines Ereignisses ohne Halt: Anweisungcode G11 mit Halt: Anweisungcode G10
Die Anweisungen G11 und G10 entsprechen den Anweisungen G01 und G09 mit
Befehlsende bei Erkennung des Ereignisses (oder Befehlsende an der definerten
Position, wenn das Ereignis nicht erkannt wird).
Das erwartete Ereignis kann der Wechsel auf 1:
• einer der Ereigniseingänge des Moduls sein, der einer der Achsen der angesteuerten
Gruppe zugeordnet ist,
• des Bits EVENT sein, das unter PL7-3 programmierbar ist.
Der Positionsparameter ist unbedingt zu definieren. Im Fall des OFB DMOVE oder
TMOVE kann mit Hilfe der Parameter der zu erreichenden Position die Geschwindigkeit der einzelnen Achsen berechnet werden. Um gleiche Geschwindigkeiten zu erhalten, müssen identische Verfahrbewegungen programmiert werden.
Beispiel 1: EXEC MOVE0(1;G90;G11;2000000;3000=>)
∇
3000
Geschwindigkeit
(mm/min) ∇
Ereignis
0
2000000
Position (
µ m)
Beispiel 2: EXEC MOVE0(1;G90;G10;3000000;2000=>)
∇
Geschwindigkeit
(mm/min)
Ereignis
2000
∇
0
Position (
µ m)
3000000
Ausführungsbedingungen:
Siehe allgemeine Bedingungen zur Ausführbarkeit (vgl. Abschn. 14.2 und 15.1-2)
__________________________________________________________________________________________
8/8
Programmierung
8
__________________________________________________________________________________________
Referenzpunktfahrt
Referenzpunktfahrt auf der X-Achse: G14
Referenzpunktfahrt auf der Y-Achse: G15
Referenzpunktfahrt auf der Z-Achse: G16
Die Referenzpunktfahrt erfolgt entlang einer einzigen Achse. Die im OFB
●
MOVE programmierte Position wird beim Erkennen des Referenzpunkts als Positions-Istwert
übernommen. Die Erkennung des Referenzpunkts hängt vom gewählten Typ der
Referenzpunktfahrt ab: Signal am Referenznockeneingang und ggf. zusätzlich Nullimpuls des Wegmeßsystems. Der Typ der Referenzpunktfahrt und die Verfahrrichtung werden im Konfigurationsparameter x_TYPRP definiert (s. Abs. 10.1-2).
Beispiel 1: EXEC DMOVE0(1;G90;G14;5000000;0;200=>)
∇
Geschwindigkeit
(mm/min)
Nockensignal
∇
200
C
Position X (
µ m)
5000000
Nullpunkt der
X-Achse
Beispiel 2: EXEC DMOVE0(1;G90;G15;5000000;0;200=>)
∇
Geschwindigkeit
(mm/min)
∇
Nockensignal und
Nullimpuls
Position Y (
µ m)
0
Nullpunkt der
Y-Achse
Ausführungsbedingungen:
Siehe allgemeine Bedingungen zur Ausführbarkeit (siehe Abs. 14.2)
__________________________________________________________________________________________
8/9
C
__________________________________________________________________________________________
Warten auf Ereignis: Anweisungscode G05
Bei dieser Anweisung wartet die Verfahreinheit auf das Ereignis mit einer im Parameter
F in ms definierten Laufzeit. Tritt das Ereignis innerhalb der Laufzeit nicht ein, so wird der nächste Befehl aufsgeführt. Wird der Parameter gleich 0 gesetzt, so wird ohne
Zeitbegrenzung gewartet.
Das erwartete Ereignis kann der Wechsel auf 1:
• eines der Ereigniseingänge des Moduls sein, der einer der Achsen der angesteuerten
Gruppe zugeordnet ist,
• des Bits EVENT sein, das unter PL7-3 programmierbar ist.
Beispiel: EXEC MOVE0(1;;G05;;500=>)
EXEC MOVE0(2;G90;G09;5000000;1000=>)
Mit den folgenden 3 Anweisungen können in einfacher Weise sich wiederholende
Bewegungsabläufe realisiert werden, die von unterschiedlichen Startpositionen aus abgefahren werden. Siehe hierzu auch das nebenstehende Beispiel.
Speichern der momentanen Positions-Istwerte als Nullpunktverschiebung beim
Eintreten des Ereignisses: Anweisungscode G07
Nach Anwendung dieser Anweisung werden die Koordinaten der Ist-Position beim
Eintreten des Ereignisses in den Worten X_PREF, Y_PREF und Z_PREF (anwenderdefinierbarer Bezugspunkt) gespeichert.
Das erwartete Ereignis kann eine steigende Flanke:
• eines der Ereigniseingänge des Moduls sein, der einer der Achsen der angesteuerten
Gruppe zugeordnet ist,
• des Bits EVENT sein, das unter PL7-3 programmierbar ist.
Diese Anweisung ist nicht blockierend. Das Programm geht direkt zur nächsten
Anweisung über.
Aktivierung der Nullpunktverschiebung PREF: Anweisungscode G54
Bei Ausführung von absoluten Verfahrbewegungen (G90) werden nach Anwendung der Anweisung G54 die Achsbewegungen auf den anwenderdefinierbaren Bezugspunkt
(Koordinaten X_PREF,Y_PREF,Z_PREF) anstelle des Maschinennullpunktes bezogen.
Deaktivierung der Nullpunktverschiebung PREF: Anweisungscode G53
Mit dieser Anweisung kann die Anweisung G54 annulliert werden. Absolute Verfahrbewegungen werden wieder auf den Nullpunkt bezogen (Standardarbeitsweise).
__________________________________________________________________________________________
8/10
Programmierung
8
__________________________________________________________________________________________
Beispiel: Der im folgenden beschriebene Bewegungsablauf soll neunmal ausgeführt werden:
• Achsenbewegung bis zum Erfassen der Werkstückkante 2 ,
• Achsenbewegung bis zur Position 2000 im Verhältnis zur Werkstückkante
4
,
• Achsenbewegung bis zur Position 1000 im Verhältnis zur Werkstückkante 5 ,
• Achsenbewegung bis zur Werstückkante 6 ,
In diesem Beispiel wird davon ausgegangen, daß die Referenzpunktfahrt bereits durchgeführt ist und sich die Verfahreinheit am Referenzpunkt befindet.
∇
Geschwindigkeit (mm/min)
Ereignis Ereignis Ereignis
500
∇
2
∇
4
∇
C
800000
0 x_PREF x_PREF
6 5 x_PREF
Position (
µ m)
Hinweis: Die Bewegungsfolge ist in obenstehender Abbildung hervorgehoben dargestellt. Die angegebenen Nummern der Wegelemente entsprechen den im OFB programmierten Satznummern.
0 0 -> W0;RESET MOVE0,DRV_OFF
SET MOVE0,AUTO;SET MOVE0,SEND_CMD
MOVE0,OK•NOT MOVE0,ERROR•
NOT MOVE0,SEND_CMD•MOVE0,AUTO•RE(I0,0)
1 EXEC MOVE0(1;G90;G07;;=>); INC W0
MOVE0,NEXT
2 EXEC MOVE0(2;G90;G11;800000;500=>)
MOVE0,NEXT
M0
MOVE0,NEXT.[W0< 10]
M0
IN
=1
1 EXEC MOVE0(3;G90;G54;;=>)
MOVE0,NEXT
2 EXEC MOVE0(4;G90;G09;20000;500=>)
MOVE0,NEXT
3 EXEC MOVE0(5;G90;G09;10000;100=>)
MOVE0,NEXT
4 EXEC MOVE0(6;G90;G09;0;100=>)
MOVE0,NEXT
5 EXEC MOVE0(7;G90;G53;;=>)
=1
OUT
Hinweis: Alle Aktionen müssen in der Schritteingangsbearbeitung programmiert werden.
__________________________________________________________________________________________
8/11
C
__________________________________________________________________________________________
Befehl zum kontinuierlichen Teach-in: Anweisungscode G24
Bei diesem Befehl wird eine Referenzpunktfahrt ohne Halt der Verfahreinheit (kontinuierlich) durchgeführt.
Er wird nur bei Einachsengruppen verwendet, d.h. für die OFB MOVE.
Syntax: EXEC MOVE0 (1;G90;G24;X;F=>)
Es erfolgt eine Referenzpunktfahrt mit dem als Parameter angegebenen Wert X des
Befehls bei steigenden Flanke des Nockeneingangs der betreffenden Achse.
Der Vorgang wird ohne Halt der Bewegung mit der geforderten Geschwindigkeit F ausgeführt, wenn der Start im Stillstand erfolgt, ansonsten mit der Geschwindigkeit des aktuellen Befehls und immer in positiver Richtung.
Die Teach-in-Ereignisse sind vom Typ Nockensignal mit oder ohne Nullimpuls. Dabei ist es unerheblich, um welchen im Parameter TYPRP gewählten Nullpunkt es sich handelt.
Hinweis:
• Ist die Achse nicht referenziert, wird der Ausführungsstart dieses Befehls angenommen, und die Achse wird am Ende der Ausführung referenziert.
• Ist die Achse referenziert, wird die Achse durch den Ausführungsstart dieses Befehls nicht referenziert; im Gegensatz zu den anderen Referenzpunktfahrtbefehlen wird dadurch eine Assoziation mit einem Befehl MOVE0,NEXT möglich.
Wird der Befehl G24 ausgeführt, während die Bewegung in entgegengesetzter (negativer) Richtung erfolgt, kommt es zu einer NICHT BLOCKIERENDEN Rückweisung des
Befehls. Das DW CMD_FAIL generiert eine Nachricht (Code 1F). In diesem Fall wird der
Befehl G24 ignoriert, die Bits MOVE0,NEXT und MOVE0,DONE funktionieren normal.
Leistungsmerkmale: Die Zeit zwischen dem Ereignis und dem Moment, an dem der
Ausgangswert in die Messung übertragen wird, beträgt 100 ms bei einem Fehler von
100 Punkten und einer maximalen Frequenz von 1 MHz.
Beispiel 2: EXEC MOVE0(1;G90;G24;3000000;2000=>)
∇
Geschwindigkeit (mm/min)
Ereignis
2000
∇
Position (
µ m)
0 3000000
__________________________________________________________________________________________
8/12
Programmierung
8
__________________________________________________________________________________________
Befehl einer forcierten Referenzpunktfahrt: Anweisungscode G62
Bei diesem Befehl wird eine forcierte Referenzpunktfahrt ausgeführt. Der aktuelle Wert wird auf den im Befehl erfaßten Wert forciert (Koordinaten: X, Y und Z).
Syntax: EXEC •MOVE0 (1;G90;G62;X;Y;Z;=>)
Hinweis:
Unabhängig vom Zustand der X-, Y- oder Z-Achse (referenziert oder nicht) wird dieser
Befehl angenommen und am Ausführungsende werden die Achsen referenziert.
Dieser Befehl wird nur dann akzeptiert, wenn die Achsen der Gruppe im Stillstand sind
(NO_MOTION=1).
C
__________________________________________________________________________________________
8/13
C
__________________________________________________________________________________________
8.2-6 Verkettung der Verfahrbefehle
Wie im Beispiel auf Seite 8/11 bereits angedeutet, wird ein Bewegungsablauf durch die
Programmierung einer Folge von Verfahranweisungen realisiert.
Befehle zur Ausführung des Funktionsbausteins dürfen nicht ständig ausgeführt werden. Die Ausführung muß daher programmiert werden:
• in Grafcet: in der Schritteingangs- oder Schrittausgangsbearbeitung,
• in TSX 7-Basic oder Kontaktplan bei steigender Flanke eines Bits.
Zur Verkettung von Verfahrbewegungen verfügen die Multiachsmodule über Pufferspeicher zur Aufnahme von bis zu zwei Verfahranweisungen. Während die Anweisung aus dem einen Puffer abgearbeitet wird, kann von der SPS aus über den OFB
●
MOVE bereits die nächste Anweisung an das Achsmodul übertragen werden. Ist nach Abarbeitung der aktuellen Anweisung der zweite Puffer bereits belegt, wird die hier abgelegte Anweisung direkt abgearbeitet.
Die Verknüpfung zwischen 2 Verfahrbefehlen wird wie folgt durchgeführt:
• unmittelbar, wenn die erste Verfahrbewegung ohne Halt ist,
• sobald die Verfahreinheit im Zielfenster ist oder nach Ablauf des Time-out TSTOP (mit der Software ADJ MAX definiert), wenn die erste Verfahrbewegung mit Halt ist.
Für eine unmittelbare Verknüpfung muß die Ausführungszeit der aktuellen Anweisung länger als die Zykluszeit für die Mastertask sein.
Hinweis: Ein neuer Befehl kann nur an das Modul weitergegeben werden, wenn einer der beiden Anweisungsspeicher der zu steuernden Gruppe leer ist.
Bits für die Verknüpfung
Adressierung Beschreibung
●
MOVEi,NEXT Gibt dem Anwenderprogramm an, daß das Modul den nächsten
Verfahrbefehl aufnehmen kann. Dieser Befehl wird automatisch interpretiert und ausgeführt, nachdem die Ausführung der laufenden Anweisung abgeschlossen ist.
●
MOVEi,DONE Gibt an, daß der aktuelle Befehl ausgeführt und kein neuer
Befehl im Pufferspeicher vorhanden ist.
●
MOVEi,TH_POINT Signalisiert, daß der Sollwert erreicht ist.
●
MOVEi,AT_POINT Signalisiert, daß die Verfahreinheit den Zielpunkt erreicht hat:
• bei einer Achsenbewegung ohne Halt wechselt dieses Bit zur selben Zeit wie das Bit •MOVEi,TH_POINT auf 1 und geht beim nächsten Verfahrbefehl auf 0 zurück.
• bei einer Achsenbewegung mit Halt wechselt dieses Bit auf 1, sobald die Verfahreinheit das Zielfenster erreicht.
●
MOVEi,NOMOTION Gibt an, daß die Verfahreinheit gestoppt ist.
__________________________________________________________________________________________
8/14
Programmierung
8
__________________________________________________________________________________________
Beispiel:
EXEC
●
MOVE0(1;....
●
MOVE0,NEXT
EXEC
●
MOVE0(2;....
●
MOVE0,DONE
200
∇
Geschwindigkeit (mm/min)
9000
0 5000
Position (
µ m)
EXEC
●
MOVE0
(2;G90;G09;9000;300 =>)
TSTOP
EXEC
●
MOVE0
(1;G90;G01;5000;200 =>)
Lesen Transf Ausführung
Lesen Transf Ausführung
C
●
MOVEi,NEXT
●
MOVEi,DONE(1)
●
MOVEi,TH_POINT
●
MOVEi,AT_POINT
●
MOVEi,NOMOTION
(1) Achsenbewegung mit Halt:
●
MOVEi,DONE wechselt auf 1, wenn
●
MOVEi,NOMOTION auf 1 wechselt und wenn der Pufferspeicher verfügbar ist.
Achsenbewegung ohne Halt:
●
MOVEi,DONE wechselt auf 1, wenn
●
MOVEi,TH_POINT auf 1 wechselt und wenn der Pufferspeicher verfügbar ist.
Hinweis: Bei dieser Darstellung bleibt der Schleppabstand unberücksichtigt.
__________________________________________________________________________________________
8/15
C
__________________________________________________________________________________________
8.3
Verwaltung der Betriebsarten
Die Betriebsarten des Moduls TSX AXM •92 können in 2 Diagrammen zusammengefaßt werden:
• Allgemeine Betriebsart des Moduls
Einschalten des Moduls
AUTOTESTS
OK (
●
MOVEi,OK)
MODUL VERFÜGBAR
NOK
MODUL AUßER BETRIEB
Das Diagramm wurde absichtlich vereinfacht. Er zeigt, daß das Modul direkt verfügbar ist, wenn kein Fehler festgestellt wurde.
Der Zustand "Modul verfügbar" kann in den Zustand "Modul außer Betrieb" übergehen, wenn Modulfehler festgestellt wurden.
Eine Netzwiederkehr hat denselben Effekt wie das Einschalten.
• Betriebsart der Achsgruppen
Bei Verfügbarkeit des Moduls geht jede Achsgruppe des Moduls in den Zustand
"Warten auf Konfiguration " über.
1
GRUPPE NICHT KONFIGURIERT: Warten auf Konfiguration
Konfiguration OK (
●
MOVEi,CONF)
GRUPPE KONFIGURIERT
• Befehl SEND_CNF
• Konfigurationsfehler
• STOP Steuerung (außer bei Modus OHNE SICHERHEITSFUNKTION)
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8/16
Programmierung
8
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Programmierung der Betriebsarten:
Um sicher zu sein, daß das Modul TSX AXM
●
92 die von PL7-3 übertragenen Befehle effizient verarbeiten kann (Diagramm "Allgemeine Betriebsart des Moduls"), muß
überprüft werden, ob das Modul im verfügbaren Zustand, also funktionsbereit ist. Dazu wird das Bit getestet:
●
MOVEi,OK.
Um sicher zu sein, daß die zu steuernde Achsgruppe bereit ist, die Befehle zu interpretieren (Diagramm "Betriebsart der Achsgruppen"), muß überprüft werden, ob die Gruppe konfiguriert ist. Dazu wird das Bit getestet:
●
MOVEi,CONF.
Bei Kaltstart (SY0) oder Netzwiederkehr (SY1) wird die Konfiguration der Gruppen automatisch über den Prozessor an das Modul übertragen.
Bei STOP der Steuerung wird die Gruppe dekonfiguriert (ausgenommen ist der Modus
OHNE SICHERHEITSFUNKTION) und beim Wechsel vom STOP- in den RUN-Betrieb wird die Gruppe automatisch neu konfiguriert.
Anmerkung: Beim Setzen der Steuerung in den STOP-Betrieb wird ein Befehl zum
Stop-pen der aktuellen Bewegung gesendet und die Dekonfiguration wird nur durchgeführt, wenn die Verfahreinheit tatsächlich gestoppt ist.
Hinweis:
Bei Kaltstart können die OFB-Daten, wie Regelkreis-, Befehls- und Kontrollparameter, verloren gehen. Um diesem Problem vorzubeugen, verfügt der
OFB
●
MOVE über eine interne Sicherungszone, mit der diese Daten automatisch neu geladen werden können. Nach Einstellung der Parameter ist es daher äußerst wichtig, diese Parameter durch den Befehl SAVE_PRM der Software ADJ MAX oder über das Programm mit Hilfe des Bits
●
MOVEi,SAVE_PRM zu übertragen.
C
Modus OHNE SICHERHEITSFUNKTION
Der Modus "Ohne Sicherheitsfunktion" wird durch Setzen des Bits
●
MOVEi,SAFE_OFF auf 1 aktiviert. Dieser Modus garantiert die Funktionsweise der Gruppe selbst dann, wenn die Steuerung (oder die Mastertask) gestoppt wird. Die aktuellen Bewegungen werden zu Ende geführt, und die Gruppe bleibt konfiguriert.
Dieser Modus kann beim Programmtest eingesetzt werden. Dagegen ist es jedoch gefährlich, diesen Modus beim Normalbetrieb einzusetzen, da das PL7-3-Programm des SPS-Prozessors die Kontrolle über das Modul verliert.
Hinweis: Vor jedem Transfer muß man sich vergewissern, daß der Modus "Ohne
Sicherheitsfunktion" nicht aktiviert ist, das Bit
●
MOVEi,SAFE_OFF also auf 0 ist.
Anmerkung: Aktion des Bits SY9
Wird Bit SY9 auf 1 gesetzt (während Bit
●
MOVEi,SAFE_OFF auf 0 ist), wird die
Konfiguration aller Module TSX AXM 292/492 annulliert (Hinweis: Wird Bit SY9 auf 1 gesetzt, werden die digitalen Ausgänge zurückgesetzt).
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8/17
C
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8.4
Fehlerüberwachung
8.4-1 Funktion
Die Fehlerüberwachung spielt bei der Positionierung aufgrund der Risiken, die grundsätzlich von Verfahreinheiten ausgehen, eine große Rolle.
Die Fehlerüberwachung wird modulintern automatisch ausgeführt.
Drei verschiedene Fehlertypen werden erfaßt:
• Modulfehler. Es handelt sich dabei um modulinterne Fehler. Beim Auftreten dieses
Fehlertyps sind alle von diesem Modul angesteuerten Achsgruppen betroffen.
Modulfehler können während des Selbsttests (bei einer Neuinitialisierung des Moduls) oder während des regulären Betriebes (I/O-Fehler) erfaßt werden.
• Achsgruppenfehler. Dazu gehören:
- modulexterne Hardwarefehler (z.B.: Drahtbruch)
- Applikationsfehler, die mit der Achsgruppe in Zusammenhang stehen (z.B.:
Schleppabstand).
Die Fehlerüberwachung auf Ebene der Achsgruppe ist stets aktiv, wenn die Gruppe konfiguriert ist.
• Befehlsrückweisung. Dabei handelt es sich um Fehler, die bei der Ausführung eines
Verfahrbefehls, dem Transfer der Konfiguration, dem Transfer der Einstellparameter und der Änderungsparameter bei Änderung der Betriebsarten auftreten können.
Hinweis:
• Die Überwachung der Hardwarefehler ist blockiert, wenn die Achsgruppe im Simulationsmodus gefahren wird.
• Die Überwachung bestimmter Achsfehler kann durch die Kontrollparameter der Gruppe freigegeben oder blockiert werden. Diese Kontrollparameter können mit der Software ADJ MAX eingestellt oder durch das PL7-3-Programm definiert werden.
• In der Betriebsart "Offener Regelkreis" (DIRDRIVE) ist die Überwachung der Applikationsfehler gesperrt,
• In der Betriebsart "Messung" (DRV_OFF) ist die Überwachung der Applikationsfehler mit
Ausnahme der Endlagen-Fehler gesperrt.
8.4-2 Funktionsprinzip
Bei der Erfassung eines Fehlers sind 2 Konsequenzen möglich:
• Fehler mit Halt einer (bei Achsgruppenfehlern) oder aller Verfahreinheiten (bei
Modulfehlern), die mit dem Modul verbunden sind. In diesem Falle kommt es zu:
- einer Fehlersignalisierung,
- einer Verzögerung der Verfahreinheit bis zum Sollwert Null DAU,
- Deaktivierung der Reglerfreigabe,
- Löschen aller gespeicherten Befehle,
- Warten auf Quittierung.
Der Fehler muß vor einem Neustart der Applikation behoben sein und quittiert werden.
• Fehler ohne Halt der Verfahreinheiten. In diesem Falle wird der Fehler lediglich signalisiert. Die Fehlerbeseitigung im PL7-3-Programm ist Augabe des Anwenders.
Die Fehlersignalisierung verschwindet, wenn der Fehler behoben und quittiert wird.
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Programmierung
8
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8.4-3 Einbindung der Fehlerbehandlung in PL7-3-Programme
Die aufgetretenen Fehler können mit der Software ADJ-MAX angezeigt, korrigiert und quittiert werden. Es kann jedoch beim Betrieb nützlich sein, die Verfahreinheit ansteuern zu können und die Fehler über ein Bedientableau oder mit Hilfe einer Dialogsoftware
(z.B.: PL7-MMI) zu korrigieren.
Fehlermeldungen
Das Modul liefert zahlreiche Informationen in Form von Statusbits und -worten, die über das PL7-3-Programm zur Verfügung stehen. Mit diesen Bits können die Fehler in hierarchischer Form verarbeitet werden:
• um auf das Hauptprogramm einzuwirken,
• um einfach den Fehler zu signalisieren.
Es stehen 3 Ebenen der Signalisierung zur Verfügung:
• 1. Ebene: allgemeine Informationen
●
MOVEi,OK: es wurde kein blockierender Fehler (mit Halt der Verfahreinheit) endeckt
●
MOVEi,ERROR: Sammelfehlermeldung (umfaßt alle Fehler)
●
MOVEi,HARD_ERR: modulexterne Fehler
●
MOVEi,AXIS_ERR: Applikationsfehler Achsgruppe
●
MOVEi,CMD_FAIL: Befehlsrückweisung
• 2. Ebene: Zwischeninformationen
Statuswort Achsgruppenfehler
●
MOVEi,STATUS0
• 3. Ebene: detaillierte Informationen
Statuswort Achsfehler
●
MOVEi,STATUS1,
●
MOVEi,STATUS2,
●
MOVEi,STATUS3
Jeder einzelne Fehler wird in den folgenden Kapiteln ausführlich beschrieben. Die
STATUS-Worte werden außerdem in der Kurzübersicht beschrieben. Ein Beispiel zur
Fehlerbearbeitung wird in Kapitel 5 " Applikationsbeispiel" angeführt.
Es wird bei einem blockierenden Fehler geraten, die weitere Ausführung der sequentiellen Verarbeitung, der die Achse zugeordnet ist, zu stoppen und den Fehler durch Steuern der Verfahreinheit im Handbetrieb zu korrigieren. An die Fehlerkorrektur muß sich eine Fehlerquittierung anschließen.
Quittieren der Fehler
Bei Auftreten eines Fehlers:
• gehen die Fehlerbits
●
MOVEi,ERROR,
●
MOVEi,HARD_ERR,
●
MOVEi,AXIS_ERR und die Bits der durch den Fehler betroffenen Statusworte
●
MOVEi,STATUSj in den
Zustand 1,
• wechselt das Bit
●
MOVEi,OK auf 0, wenn der Fehler mit Stopp einhergeht.
Bei Verschwinden des Fehlers behalten alle Fehlerbits ihren Zustand. Der Fehler wird bis zur Quittierung gespeichert: Setzen des Bits
●
MOVEi,ACK_DEF auf 1(oder Neuinitialisierung des Moduls). Die Quittierung muß nach Verschwinden des Fehlers erfolgen (ausgenommen sind Fehler bei den Software-Endlagen).
Bei Erfassung mehrerer Fehler werden auch nur die Fehler quittiert, die tatsächlich verschwunden sind. Die immer noch vorhandenen Fehler müssen erneut nach ihrem
Verschwinden quittiert werden.
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C
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8.4-4 Übersichtstabelle
Die folgende Tabelle beinhaltet die verschiedenen Fehlertypen sowie die entsprechenden
Bits. Die Bitadressierung wurde in dieser Tabelle vereinfacht, zur kompletten Adressierung ist
●
MOVEj, (Beispiel
●
MOVEj,HARD_ERR) hinzufügen.
Fehler Multi-Achsensteuerung:
Modulfehler
ERROR (umfaßt alle Fehler)
OK (es wurde kein blockierender Fehler entdeckt)
Achsgruppenfehler Befehlsrückweisung externe Hardware HARD_ERR Applikation AXIS_ERR
STATUS0,3(4oder5) (*) STATUS0,6(7oder8) (*)
CMD_FAIL
(Doppelwort)
C
• Außer Betrieb • Not-Aus STATUSi,0 • SW-Endlagen SLMAX STATUSi,5 • Bewegung
STATUS0, 0 • Antriebsregler STATUSi,1 • SW-Endlagen SLMIN STATUSi,6 STATUS0,B
• E/A-Interface • Drahtbruch STATUSi,2 • Überdrehzahl STATUSi,7 • Mod.änderung
STATUS0,2 • Geb.verschmutz. STATUSi,3 • Schleppabstand DMAX1 STATUSi,8 STATUS0,C
• Kurzschluß STATUSi,4 • Schleppabstand DMAX2 STATUSi,B • Parameter
Analogausgang • Stoppfehler STOP STATUSi,A STATUS0,D
• Zielfenster STATUSi,9 • Konfiguration
STATUS0,E
(*) X-, Y- oder Z-Achse, i= 1, 2 oder 3 für die X-, Y- oder Z-Achse.
Die Worte
●
MOVEj,STATUS1, 2 und 3 werden erst aktualisiert, wenn das Bit
●
MOVEi,MONITOR auf 1 gesetzt wird.
Bei den grau unterlegten Fehlern handelt es sich um Fehler ohne Halt der
Verfahreinheit (nicht blockierende Fehler), die keine Auswirkung auf das OK haben.
8.4-5 Beschreibung der Modulfehler
Fehler: Modul außer Betrieb
Ursache Mehrere Hauptfunktionen des Moduls sind ausgefallen
Parameter
Konsequenz
Signalisierung
Nicht vorhanden
Die vom Modul gesteuerten Verfahreinheiten werden gestoppt
• LED FAIL auf der Frontseite des Moduls leuchtet
Beseitigung
• Bit
●
MOVEi,STATUS0,0
• Modul neu initialisieren
• Modul austauschen
Fehler: Ein-/Ausgangsinterface
Ursache Ein Ein-/Ausgangs-Bauteil ist außer Betrieb
Parameter Nicht vorhanden
Konsequenz
Signalisierung
Beseitigung
Die vom Modul gesteuerten Verfahreinheiten werden gestoppt
• LED OK auf der Frontseite des Moduls erlischt
• Bit
●
MOVEi,STATUS0,2
• Modul neu initialisieren
8/20
Programmierung
8
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8.4-6 Beschreibung der Achsgruppenfehler: externe Hardwarefehler
Achsgruppenfehler werden durch das Bit
●
MOVEi,HARD_ERR signalisiert, die Bits
●
MOVEi,STATUS0,3 4 oder 5 geben an, ob die X- ,Y- oder Z-Achse defekt ist.
Fehler: Not-Aus
Ursache Verbindung zw. 0V-Eingängen u. Antriebsreglerfreigabe getrennt
(1) auf Modulfrontseite (Stecker ANALOG OUT) s. Abs. 4.2-5
Nicht vorhanden Parameter
Konsequenz
Signalisierung
Die durch die Gruppe gesteuerte Verfahreinheit wird gestoppt
Bit
●
MOVEi,STATUSj,0 (2)
Beseitigung Den Anschluß wiederherstellen und Fehler quittieren
(1) Neben der Erfassung der Betriebsbereitschaft des Antriebsreglers lassen sich diese Eingänge durch einen Not-Aus-Drucktaster oder zur Erfassung, ob die Klemmleiste vorhanden ist, nutzen (im
Stecker verdrahteter Kurzschluß).
Fehler: Antriebsregler
Ursache Verbindung zw. 24V-Eingängen u. Antriebsregler-Fehler getrennt
Parameter auf Modul-Frontseite (Steck. ANALOG OUT) s. Abs. 4.2-5
Nicht vorhanden
Konsequenz
Signalisierung
Beseitigung
Die durch die Gruppe gesteuerte Verfahreinheit wird gestoppt
Bit
●
MOVEi,STATUSj,1 (2)
Den Fehler beim Antriebsregler beseitigen und Fehler quittieren
Fehler: Drahtbruch
Ursache
Parameter
Konsequenz
Signalisierung
Beseitigung
Komplementärfehler der Gebersignale
Nicht vorhanden
Die Achse ist nicht mehr referenziert (bei einem Inkrementalgeber)
Die durch die Gruppe gesteuerte Verfahreinheit wird gestoppt
Bit
●
MOVEi,STATUSj,2 (2)
Die Geberverbindung wiederherstellen und Fehler quittieren
Fehler: Geberverschmutzung
Ursache
Parameter
Konsequenz
Geberverschmutzung
Nicht vorhanden
Die Achse ist nicht mehr referenziert (bei einem Inkrementalgeber)
Die durch die Gruppe gesteuerte Verfahreinheit wird gestoppt
Signalisierung
Beseitigung
Bit
●
MOVEi,STATUSj,3 (2)
Den entsprechenden Geber überprüfen und Fehler quittieren
Fehler: Kurzschluß des Analogausgangs
Ursache Kurzschluß an einem der Ausgänge des Moduls
Parameter
Konsequenz
Nicht vorhanden
Die durch die Gruppe gesteuerte Verfahreinheit wird gestoppt
Signalisierung
Beseitigung
Bit
●
MOVEi,STATUSj,4 (2)
Kurzschluß beseitigen und Fehler quittieren
C
(2) wobei j =1 für X-Achse, 2 für Y-Achse und 3 für Z-Achse.
__________________________________________________________________________________________
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C
__________________________________________________________________________________________
8.4-7 Beschreibung der Achsgruppenfehler: Applikationsfehler
Diese Fehler werden durch das Bit
●
MOVEi,AXIS_ERR signalisiert. Die Bits
●
MOVEi,STATUS0,6 7 oder 8 geben an, ob die X-, Y- oder Z-Achse defekt ist.
Fehler: Softwareendlagen
Ursache Die Verfahreinheit befindet sich nicht mehr zwischen den Grenzwerten "obere und untere Softwareendlage". (Diese Kontrolle
Parameter
Konsequenz
Signalisierung wird für jede Achse aktiviert, sobald diese referenziert ist).
●
MOVEi,x_SLMAX: obere Softwareendlage
●
MOVEi,x_SLMIN: untere Softwareendlage
Die Verfahreinheit wird gestoppt
Beseitigung
• Bit
●
MOVEi,STATUSj,5 obere SW-Endlage überschritten
• Bit
●
MOVEi,STATUSj,6 untere SW-Endlage überschritten
Fehlerquittierung und den Befehl "Rückführen von den SW-
Endlagen" ausführen:
●
MOVEi,SLRETURN. Die Verfahreinheit wird dann automatisch in den gültigen Arbeitsbereich zurückgeführt. Zur Ausführung dieses Befehls überprüft die Gruppe, ob:
• keine Verfahrbewegung im Gange ist,
• sich die Gruppe in der Betriebsart "Handbetrieb" befindet,
• der Befehl STOP des Funktionsbausteins gleich Null ist,
• die Achse, auf die sich dieser Befehl bezieht, referenziert ist,
• kein anderer Fehler mit Halt bei dieser Achse aufgetreten ist.
Das Rückführen von den SW-Endlagen erfolgt mit der Geschwindigkeit
●
MOVEi,x_FHIGH oder x_FLOW gemäß Bit
●
MOVEi,HIGH_F.
Ursache
Parameter
Konsequenz
Signalisierung
Beseitigung
Die Geschwindigkeit der Verfahreinheit hat die Höchstgeschwindigkeit
●
MOVEi,x_VMAX überschritten.
●
MOVEi, x_FEXCES Überdrehzahl-Grenzwert
Stoppen der Verfahreinheit
Bit
●
MOVEi,STATUSj,7
Den Fehler quittieren
Fehler: Schleppabstand
Ursache Das Modul vergleicht für jede Achse (Verfahreinheit gestoppt od.
in Bewegung) die Sollposition mit der Istposition der Verfahreinheit.
Parameter
Ein Fehler tritt auf, wenn der Schleppabstand den vom Anwender definierten Grenzwert überschreitet.
●
MOVEi,x_DMAX 2: unkritischer Schleppabstand (f. Wartungszwecke)
Konsequenz
Signalisierung
●
MOVEi,x_DMAX 1: kritischer Schleppabstand (m. Sicherheitsfkt)
Bei Überschreitung von x_DMAX2 wird der Fehler signalisiert.
Bei Überschreitung von x_DMAX1 wird die Verfahreinheit gestoppt. Dieser Fehler wird nur berücksichtigt, wenn
●
MOVEi,x_DMAX1 ungleich 0 ist.
• Bit
●
MOVEi,STATUSj,B Schleppabstand x_DMAX2 überschritten
• Bit
●
MOVEi,STATUSj,8 Schleppabstand x_DMAX1 überschritten
8/22
Programmierung
8
__________________________________________________________________________________________
Fehler: Stopp
Ursache
Parameter
Konsequenz
Signalisierung
Beseitigung
Sobald der von der Gruppe errechnete Sollwert der Geschwindigkeit gleich 0 wird, startet die Gruppe ein Time-out
●
MOVEi,TSTOP:
• Ist dieser Parameter gleich 0, so findet keine Kontrolle statt.
• Ist dieser Parameter nach Ablauf des Time-out ungleich 0, so vergleicht die Gruppe die gemessene mit der Stoppgeschwindigkeit
●
MOVEi,VSTOP der Verfahreinheit. Ist die Ist-
Geschwindigkeit größer als VSTOP, so erkennt die Gruppe einen Stoppfehler.
●
MOVEi, x_TSTOP max. Zeitraum zur Erfassung des Halts
●
MOVEi, x_VSTOP Geschwindigkeit, bei der die Verfahreinheit als gestoppt angesehen wird
Signalisierung des Fehlers
• Bit
●
MOVEi,STATUSj,A
• Den Fehler beseitigen oder eine Neueinstellung vornehmen
• Den Fehler quittieren
Fehler: Zielfenster
Ursache
Parameter
Konsequenz
Bei einer Achsenbewegung zu einer Position mit Halt, überprüft die Achsgruppe, ob die erreichte Position der Soll- Position mit einer vom Anwender im Parameter
●
MOVEi,x_TW definierten
Toleranz entspricht. (Ist dieser Parameter ungleich 0 ist, so findet keine Kontrolle statt)
●
MOVEi,x_TW: Zielfenster
Befindet sich die Zieleinheit außerhalb der Zielfensters, wird der
Fehler signalisiert.
Signalisierung
Beseitigung
Bit
●
MOVEi,STATUSj,9 Zielfenster-Fehler
Den Regelkreis überprüfen und den Fehler quittieren x = X,Y oder Z für die X-, Y- oder Z-Achse und j = 1,2 oder 3 für die X-, Y- oder Z-Achse.
C
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8/23
C
__________________________________________________________________________________________
8.4-8 Beschreibung der Fehler "Befehlsrückweisung"
Diese Fehler werden im Doppelwort
●
MOVEi,CMD_FAIL und ganz allgemein durch die einzelnen Bits des Wortes
●
MOVEi,STATUS0 signalisiert:
Fehler: Befehlsrückweisung
Ursache • nicht erlaubter Verfahrbewegungsbefehl,
• nicht erlaubter Betriebsartenwechsel,
Parameter
Konsequenz
• Transfer fehlerhafter Parameter,
• Transfer einer fehlerhaften Konfiguration,
-
• Systemfehler.
• Sofortiger Stillstand der laufenden Verfahrbewegung,
Signalisierung
• Rücksetzen des Pufferspeichers zur Aufnahme der Verfahrbewegungsbefehle im Automatikbetrieb.
• Bit
●
MOVEi,STATUS0,B Befehlsrückweisung: Bewegung,
• Bit
●
MOVEi,STATUS0,C Befehlsrückweisung: Betriebsartenwechsel,
• Bit
●
MOVEi,STATUS0,D Befehlsrückweisung: Transfer der
Parameter,
• Bit
●
MOVEi,STATUS0,E Befehlsrückweisung: Transfer der
Konfiguration,
• Bit
●
MOVEi,STATUS0,F Systemfehler (OFB).
• Bit
●
MOVEi,ERROR auf 1 setzen, sobald die Rückweisung erkannt wurde ("logisches ODER" der
●
MOVEi,STATUSi,j)
Das DW
●
MOVEi,CMD_FAIL ist ungleich 0 bei einer
Befehlsrückweisung. Dies führt zur Ausgabe eines Fehlercodes.
CMD_FAIL
Byte
3 2 1 0
Ausführbarkeit der Befehle
Betriebsbefehle
Parameter
Konfiguration
Beseitigung
Weitere Einzelheiten liefert die Software ADJ MAX, die die genaue Ursache der Befehlsrückweisung angibt (s. Abschn.
13.1-2).
• Erhalt eines neuen akzeptierten Befehls impliziert die Quittierung.
• Die Quittierung ist auch durch den Befehl
●
MOVEi,ACK_DEF möglich.
Hinweis: Im Fall einer Verkettung von Verfahrbewegungen im Automatikbetrieb ist es ratsam, die Ausführung der einzelnen Bewegungen von dem Ende der Ausführung der vorhergehenden Bewegung und von dem Bit
●
MOVEi,ERROR abhängig zu machen.
Dadurch wird eine Verknüpfung mit dem nächsten Befehl verhindert, während der laufende Befehl eine Befehlsrückweisung erhalten hat.
Vgl. die Liste der Fehlercodes im Anhang.
__________________________________________________________________________________________
8/24
Programmierung
8
__________________________________________________________________________________________
8.5
Verwaltung des Handbetriebes
Der Handbetrieb kann mit der Software ADJ_MAX angewählt und durchgeführt werden.
Dies kann ebenfalls von der Frontseite aus oder von einem Bedientableau oder
Bedienterminal aus erfolgen.
In diesem Falle wird die Handbedienung in PL7-3 mit Hilfe von Grundbefehlen (Achsbewegungen, Referenzpunktfahrt....) programmiert, die vom OFB
●
MOVE der entsprechenden Achsgruppe geliefert werden. Mit dem Parameter
●
MOVEi,AXIS_NB kann die aktuelle für die Handbedienung bestimmte Achse ausgewählt werden.
Im Handbetrieb kann jeweils nur eine Achse einer Gruppe manipuliert werden.
8.5-1 Wahl der Betriebsart HAND
Die Wahl der Betriebsart "Handbetrieb" erfolgt durch Programmierung der folgenden
Befehle:
RESET
●
MOVEi,AUTO Wahl der Betriebsart
SET
●
MOVEi,SEND_CMD Senden des Befehls zur Wahl der Betriebsart
C
Der Wechsel von der Automatik in den Handbetrieb kann nur erfolgen, wenn die
Verfahreinheit gestoppt ist.
Es ist möglich, die Gruppe in den Handbetrieb zu setzen und gleichzeitig einen Befehl zu senden. Der Befehl wird berücksichtigt, wenn die Verfahreinheit gestoppt ist und keine Anweisung ausgeführt wird.
Ein erfolgreicher Wechsel der Betriebsart in den Handbetrieb wird durch Rücksetzen des vom Anwender gesetzten Bits
●
MOVEi,SEND_CMD durch das Achsmodul signalisiert
(siehe Abs.18.1).
8.5-2 Ausführung der manuellen Befehle
Bis auf wenige Ausnahmen müssen die manuellen Befehle mit
●
MOVEi,SEND_CMD an das Achsmodul übertragen werden (ausgenommen sind die Befehle mit direktem
Zugriff
●
MOVEi,JOG_P,
●
MOVEi,JOG_M, und
●
MOVEi,STOP).
Den manuellen Befehlen sind Parameter zugeordnet:
•
●
MOVEi,HIGH_F: Wahl zwischen hoher (definiert im Steuerungsparameter
●
MOVEi,x_FHIGH) und niedriger Geschwindigkeit (definiert im Steuerungsparameter
●
MOVEi,x_FLOW). Diese Parameter sind über die Software ADJ MAX einstellbar.
•
●
MOVEi,PARAM: Wert des Parameters, der einem Befehl zugeordnet ist. Dieser
Parameter kann je nach Befehl eine Position, ein Inkrement oder eine Spannung sein.
Bedingungen für die Ausführbarkeit der Befehle im Handbetrieb:
• referenzierte Achse (ausgenom. die Befehle zur Referenzpunktfahrt JOG_P/M und
DIRDRIVE),
• Zielposition innerhalb der Softwareendlagen (1),
• Achse ohne blockierenden Fehler (
●
MOVEi,OK = 1) (1),
• keine Anweisung in der Ausführung (
●
MOVEi,DONE = 1).
8/25
C
8.5-3 Beschreibung der manuellen Befehle
__________________________________________________________________________________________
Verfahrbefehl im Handbetrieb: JOG_P und JOG_M
Die Bits
●
MOVEi,JOG_P und
●
MOVEi,JOG_M steuern die Bewegung der Verfahreinheit in positiver und negativer Richtung. Die Verfahrbewegung muß vom Bediener überwacht werden.
Die Befehle JOG_P und JOG_M sind bei referenzierter und auch bei nicht referenzierter
Achse aktiv.
Programmierung:
• Wahl der Geschwindigkeit x_FHIGH oder x_FLOW,
• Wahl der Achse AXIS_NB,
• Aktivierung dieser Parameter mit SEND_CMD,
• Rücksetzen des Bits SEND_CMD durch das Achsmodul,
• Verfahrbefehl JOG_P oder JOG_M.
Beispiel: Verfahrbewegung mit geringer
∇
Geschwindigkeit (mm/min)
Geschwindigkeit in pos. Richtung auf der
Achse 0 einer Gruppe aus 2Achsen.
X_FLOW JOG_P
Activ RESET DMOVE0,HIGH_F
0-->DMOVE0,AXIS_NB
SET DMOVE0,SEND_CMD
X
Activ
NOT DMOVE0,SEND_CMD
SET DMOVE0,JOG_P 0 Position (
µ m)
Hinweis: Mit diesen Befehlen läßt sich die Verfahreinheit bei einem Fehler der Softwareendlagen nach vorheriger Quittierung des Fehlers in den Arbeitsbereich zurückführen.
Inkrementaler Verfahrbefehl: INC_P und INC_M
Die Bits
●
MOVEi,INC_P oder
●
MOVEi,INC_M steuern die Bewegung der Verfahreinheit um vom Anwender vorgegebene Weginkremente in Plus- oder Minusrichtung.
Programmierung:
• Wahl der Geschwindigkeit x_FHIGH oder x_FLOW,
• Wahl der Achse AXIS_NB,
• Schreiben des Inkrementwertes PARAM,
• Befehl für eine inkrementale Verfahrbewegung INC_P oder INC_M,
• Aktivierung des Befehls mit SEND_CMD.
∇
Geschwindigkeit (mm/min)
Beispiel: Bewegung von 500
µ m mit geringer Geschwindigkeit in pos. Richtung auf der Achse 1 einer Gruppe aus 2 Achsen.
Activ
RESET DMOVE0,HIGH_F
Y_FLOW
INC_P
1-->DMOVE0,AXIS_NB
500-->DMOVE0,PARAM
SET DMOVE0,INC_P
SET DMOVE0,SEND_CMD
500
µ m
Y
__________________________________________________________________________________________
8/26
Programmierung
8
__________________________________________________________________________________________
Verfahrbefehl zum Referenzpunkt: HOMING
Mit dem Bit
●
MOVEi,HOMING wird die Bewegung der Verfahreinheit bis zum
Referenzpunkt auf der gewählten Achse angestoßen. Der Referenzpunkt ist im Parameter x_VALRP definiert.
Programmierung:
• Wahl der Geschwindigkeit x_FHIGH oder x_FLOW,
• Wahl der Achse AXIS_NB,
• Verfahrbefehl zum Referenzpunkt HOMING,
• Übertragung der Parameter mit SEND_CMD.
Beispiel: Bewegung bis zum Referenzpunkt
mit geringer Geschwindigkeit auf der
Achse 0 einer Gruppe aus 2 Achsen.
X_VALRP
Activ SET DMOVE0,HIGH_F
0-->DMOVE0,AXIS_NB
SET DMOVE0,HOMING
SET DMOVE0,SEND_CMD X_HIGH
∇
NOT DMOVE0,SEND_CMD
Geschwindigkeit (mm/min) X
HOMING
C
Befehl zur Referenzpunktfahrt: SETRP_P und SETRP_M
Die Bits
●
MOVEi,SETRP_P und
●
MOVEi,SETRP_M führen eine Referenzpunktfahrt in positiver oder negativer Richtung durch. Bei einer Referenzpunktfahrt vom Typ 4 erzeugen diese Bits automatisch die richtige Verfahrrichtung.
Der durchgeführte Typ der Referenzpunktfahrt ist im Parameter x_TYPRP definiert, der
Referenzpunktwert ist im Parameter x_VALRP definiert.
Programmierung:
• Wahl der Geschwindigkeit x_FHIGH oder x_FLOW,
• Wahl der Achse AXIS_NB,
• Befehl zur Referenzpunktfahrt SETRP_P oder SETRP_M,
• Übertragung der Parameter mit SEND_CMD.
∇
Beispiel:
Manuelle Referenzpunktfahrt auf der Achse 1 in
Plusrichtung mit geringer Geschwindigkeit.
Activ RESET DMOVE0,HIGH_F
1-->DMOVE0,AXIS_NB
SET DMOVE0,SETRP_P
SET DMOVE0,SEND_CMD
Geschwindigkeit (mm/min)
SETRP_P
Nocken
Y
NOT DMOVE0,SEND_CMD
Y_VALRP
(1) Es wird vorausgesetzt, daß das Referenzpunktmaß in ADJMAX definiert wurde.
__________________________________________________________________________________________
8/27
C
__________________________________________________________________________________________
Befehl zum Setzen des Referenzpunktes: RP_HERE
Das Bit
●
MOVEi,RP_HERE bewirkt ein Setzen des Referenzpunktes an dem im
Parameter
●
MOVEi,PARAM definierten Wert. Mit diesem Befehl kann die Achse referenziert werden, ohne eine Verfahrbewegung durchzuführen.
Anmerkung: Der Befehl RP_HERE ändert den Wert des Parameters X-VALRP nicht.
Programmierung:
Vorausgesetzt wird, daß die Verfahreinheit gestoppt ist und kein Fehler erkannt wurde.
• Wahl der Achse AXIS_NB,
• Schreiben des zu ladenden Positionswertes PARAM,
• Befehl zur forcierten Referenzpunktfahrt RP_HERE,
• Übertragung der Parameter mit SEND_CMD.
Beispiel: Die Verfahreinheit befindet sich auf der Achse 1 auf der Position 1 m.
Activ 1-->DMOVE0,AXIS_NB
1000000-->DMOVE0,PARAM
SET DMOVE0,RP_HERE
SET DMOVE0,SEND_CMD
NOT DMOVE0,SEND_CMD
Befehl zum Rückführen von den Softwareendlagen: SLRETURN
Das Bit
●
MOVEi,SLRETURN steuert das Rückführen der Verfahreinheit von den
Softwareendlagen nach Auftreten und Quittieren dieses Fehlers.
Dieser Befehl führt die Verfahreinheit bei Überschreiten der oberen Softwareendlage zum Wert x_SLMA-x_TW oder bei Unterschreiten der unteren Softwareendlage zum
Wert x_SLMIN+x_TW.
Programmierung:
Vorausgesetzt wird, daß die Verfahreinheit gestoppt ist, ein Fehler "Softwareendlagen" erfaßt und quittiert wurde (Befehl ACK_DEF).
• Wahl der Geschwindigkeit HIGH_F,
• Wahl der Achse AXIS_NB,
• Befehl zum Rückführen der Softwareendlagen SLRETURN,
• Übertragung der Parameter mit SEND_CMD).
Beispiel: Rückführen der Softwareendlagen auf der Achse 1.
Activ RESET DMOVE0,HIGH_F
1-->DMOVE0,AXIS_NB
SET DMOVE0,SLRETURN
SET DMOVE0,SEND_CMD
NOT DMOVE0,SEND_CMD
__________________________________________________________________________________________
8/28
Programmierung
8
__________________________________________________________________________________________
Direkte Ansteuerung des Analogausgangs: DIRDRIVE
Das Bit
●
MOVEi,DIRDRIVE steuert die Bewegung der Verfahreinheit ohne Lageregelung.
Der Regelkreis ist außer Betrieb. Der Antriebsregler wird mit einer Spannung zwischen x_UMAX und + x_UMAX angesteuert, wobei das Vorzeichen die Bewegungsrichtung angibt.
Änderungen der Sollgeschwindigkeit erfolgen jedoch unter Einhaltung der Beschleunigungsund Verzögerungskurven. In dieser Betriebsart kann das Achsverhalten unabhängig vom
Regelkreis während der Inbetriebnahme analysiert werden.
Programmierung:
• Wahl der Achse AXIS_NB,
• Schreiben des zu ladenden Spannungswertes PARAM,
• Verfahrbefehl "Offener Regelkreis" DIRDRIVE,
• Übertragung der Parameter mit SEND_CMD.
Beispiel: Bewegung bei deaktivierter Regelung auf der Achse 1 mit einer Spannung von 1,25 V.
C
Activ RESET DMOVE0,AUTO
1-->DMOVE0,AXIS_NB
1250-->DMOVE0,PARAM
SET DMOVE0,DIRDRIVE
SET DMOVE0,SEND_CMD
NOT DMOVE0,SEND_CMD
Setzen der Achsgruppe in die Betriebsart "Messung": DRV_OFF
Das Bit
●
MOVEi,DRV_OFF setzt die Achsgruppe in die Betriebsart "Messung". Das Modul liefert in dieser Betriebsart nur Positionsdaten und die aktuelle Geschwindigkeit. Die
Verfahrbewegung wird nicht überwacht. Dieser Befehl ist auf alle Achsen der Gruppe anwendbar. Der Regelkreis ist außer Betrieb, der Antriebsregler wird nicht angesteuert, das Freigaberelais ist verriegelt. Die Applikationsfehler-Überwachung ist maskiert.
Programmierung:
• Wahl der Betriebsart "Messung" (DRV_OFF),
• Übertragung der Parameter mit (SEND_CMD).
Beispiel:
Activ RESET DMOVE0,AUTO
SET DMOVE0,DRV_OFF
SET DMOVE0,SEND_CMD
NOT DMOVE0,SEND_CMD
Befehl zum Stopp der Verfahreinheit: STOP
Das Bit
●
MOVEi,STOP steuert den Stopp der Verfahreinheit. Dieser Befehl ist ein Befehl mit direktem Zugriff (kein Befehl SEND_CMD). Er funktioniert ebenfalls in der Betriebsart
8/29
C
__________________________________________________________________________________________
Beispiel: Das unten abgebildete PL7-3-Beispiel zeigt die
Realisierungsmöglichkeiten für die Handbedienung einer Achsgruppe mit einem
über digitale Ein-/Ausgänge an die Steuerung angeschlossenen Handbedienpult.
Y
Niedrig
X Z Geschw.
Hoch
Auto
Referenzpunktfahrt
RPF forciert Ink_minus
Ink_plus
Rück Vor
Stopp Freigabe
__________________________________________________________________________________________
8/30
Programmierung
8
__________________________________________________________________________________________
8.6
Programmtransfer
Nach der Programmierung muß das eingegebene Programm in den SPS-Prozessor
übertragen werden.
Dazu rufen Sie das Tool "XTEL-TRANSFER" auf und wählen im Menü "Transfer" den
Befehl "Platte --> Steuerungsstation" und die Funktion "Gesamttransfer".
C
__________________________________________________________________________________________
8/31
C
__________________________________________________________________________________________
__________________________________________________________________________________________
8/32
________________________________________________________
Inhalt Register D
___________________________________________________________________________
Kapitel
9 Funktionsprinzip der Achseneinstellung
Allgemeines zur Achskonfiguration und Achsparametrierung
9.2-2 Vorausgehende Kontrollen
9.2-3 Einstellen des Antriebsreglers
9.2-4 Aufruf der Software ADJ MAX und Wahl des OFBs
10.1 Eingabe der Konfigurationsparameter
10.1-1 Parameter der Achsgruppe
10.1-2 Spezifische Parameter jeder Achsgruppe
10.2 Einstellen der Steuerungsparameter
10.3 Eingabe der Regelkreis- und Fehlerkontrollparameter
10.4 Transfer und Sicherung der Parameter
11.1 Einstellen der Konfigurationsparameter
11.2 Einstellen des Maschinenkoeffizienten KR
11.3 Einstellen der Regelkreisparameter 11/7
11.3-1 Beschreibung des Regelkreises
11.3-2 Beschreibung der Regelkreisparameter
11.3-3 Vorgehensweise zur Bestimmung der Regelkreisparameter 11/10
11.4 Einstellen der Fehlerkontrollparameter 11/12
11.4-1 Beschreibung der Fehlerkontrollparameter 11/12
11.4-2 Vorgehensweise zur Bestimmung der Fehlerkontrollparameter 11/13
11.5 Sichern der Parameter 11/14
12.1 Allgemeines zum Testen einer Achsapplikation
12.2 Debugging im Simulationsbetrieb
Seite
D
E
D/1
________________________________________________________
Inhalt Register D
___________________________________________________________________________
E
___________________________________________________________________________
D/2
D
__________________________________________________________________________________________
9.1
Allgemeines zur Achskonfiguration und Achsparametrierung
Mit der Inbetriebnahmesoftware ADJ MAX erfolgt die Konfiguration und Parametrierung der Achsen in 2 Schritten:
• 1. Schritt: Initialisierung der Parameter
In diesem Schritt erfolgt die Grundparametrierung des Achsmoduls. Alle zu diesem
Zeitpunkt bereits bekannten durch die Maschinenkonstruktion vorgegebenen
Konfigurations- und Betriebsparameter werden mit ADJ MAX eingegeben (Einheit,
Gebertyp, Auflösung, oberer und unterer Grenzwert der Achse, maximal zulässige
Beschleunigung und Verzögerung, Typ der Referenzpunktfahrt).
Nach ihrer Eingabe müssen die Parameter an das Modul übertragen werden.
• 2. Schritt: Optimierung der Parameter
In diesem zweiten Schritt werden alle noch nicht definierten vorgebbaren
Konfigurations- und Betriebsparameter (Maschinenkoeffizient KR, Lagereglerparameter KPOS und KV usw.) anhand geeigneter Inbetriebnahmeprozeduren ermittelt und eingegeben. Unter Umständen müssen Parameter mehrfach verändert werden, bis die endgültigen Werte ermittelt sind.
Nach Einstellung aller Parameter ist ihre Sicherung vorzunehmen.
Die im folgenden beschriebenen Inbetriebnahmeprozeduren haben Beispielcharakter.
Keine dieser Prozeduren ist zwingend notwendig, wenn Sie den genauen Wert des entsprechenden Parameters kennen. Bekannte Werte können direkt in die entsprechenden Felder eingegeben werden.
Alle in diesem Kapitel beschriebenen Vorgänge setzen Kenntnisse der Software
ADJ MAX voraus.
Die Verwendung dieser Software wird im Anhang Kap. 17 "Menüs der Software
ADJ MAX" beschrieben. Eine Beschreibung findet sich ebenfalls in der Online-Hilfe, in der sich für jedes Fenster eine Erklärung der Parameter und Befehle findet.
Achtung:
Für den Transfer der Parameter und die Steuerung der Verfahrbewegungen über die
Software ADJ MAX muß die SPS in den RUN geschaltet werden.
Dabei muß sichergestellt sein, daß bei einem Kaltstart der SPS keine der projektierten
Achsen ungewollt anfährt. Alle Programmteile in der SPS, die mit der Achsapplikation zu tun haben, sollten über entsprechende interne Bits oder Eingänge verriegelt werden
(z.B. "Zyklus Start" für den AUTO-Betrieb; vgl. Beispiel in Kap. 5).
__________________________________________________________________________________________
9/2
Funktionsprinzip der Achseneinstellung
9
__________________________________________________________________________________________
Zusammenfassung der verschiedenen Schritte
1. Schritt
2. Schritt
∇
∇∇
Vorbereitende Aktionen
Initialisieren
Parametereingabe
(ohne spezielle
Inbetriebnahmeprozedur)
Transfer der Parameter mit "SEND_CNF"
Optimieren
Inbetriebnahmeprozedur zur Ermittlung der Parameter; Parametereingabe
∇ notwendig für jeden einzustellenden
Parameter
Transfer des Parameters mit
"SEND_CNF/ SEND_PRM"
D
Sichern der
Parameter mit
"SAVE_PRM"
∇
__________________________________________________________________________________________
9/3
__________________________________________________________________________________________
9.2
Vorbereitende Aktionen
9.2-1 Voraussetzungen
• Modul(e) TSX AXM in die SPS gesteckt,
• Achsapplikation(en) mit Modul(en) verbunden,
• Programmiergerät über PG-Anschluß oder Netzwerk mit der SPS verbunden,
• Adressen "ADGROUP" und "ADAXIS" eingegeben,
• Achskonfiguration und -programm realisiert und in SPS-Prozessor übertragen,
• SPS im RUN-Betrieb (Achsprogramm gesperrt).
9.2-2 Vorausgehende Kontrollen
D
• Überprüfung der Verdrahtung,
• Überprüfung, ob die Verfahrbewegungen gefahrlos stattfinden können,
• Überprüfung, ob die mechanischen Endlagen entsprechend den Sicherheitsvorschriften verkabelt sind (sie wirken im allgemeinen direkt auf das Leistungsteil des
Antriebsreglers),
• Überprüfung der Anschlußrichtung des Drehzahlgebers.
9.2-3 Einstellen des Antriebsreglers
Einstellen des Antriebsreglers gemäß den Herstellerangaben mit Hilfe des Bedienpultes
(z.B.: Bediengerät MASAP MSP62 für den Antriebsregler MASAP), das anstelle des
Achsmoduls angeschlossen ist.
Einstellen der Stromregelung
• Der vom Antriebsverstärker zu liefernde Stromspitzenwert ist an den verwendeten
Motor und an das für die Mechanik maximal zulässige Drehmoment anzupassen,
• die Stabilität des Stromkreises einstellen.
Einstellen des Geschwindigkeitsregelkreises
• Abgleich der maximalen Verfahrgeschwindigkeit, die bei Ansteuerung mit der gewählten maximalen Ausgangsspannung des Achsmoduls (UMAX) erzielt werden soll,
• den Verstärkungsfaktor des Geschwindigkeitsregelkreises einstellen,
• das Offset einstellen.
Einstellen der Strombegrenzung als Funktion der Geschwindigkeit
Anschluß des Achsmoduls nach beendeter Einstellung.
__________________________________________________________________________________________
9/4
Funktionsprinzip der Achseneinstellung
9
__________________________________________________________________________________________
9.2-4 Aufruf der Software ADJ MAX und Wahl des entsprechenden OFBs
Wählen Sie im Fenster "Stationstools" das Menü "Definition" und in diesem Menü den
Befehl "Neu".
Im nun erscheinenden Dialogfenster wählen Sie das Tool ADJ MAX. Das Sinnbild
ADJ MAX (Icon) muß nun im Fenster "Stationstools" erscheinen.
Rufen Sie die Software durch Doppelklick auf das Sinnbild auf.
Im Hauptfenster der Software wählen Sie im Menü "Gruppe" den Befehl "Öffnen".
Im Dialogfenster "Gruppen" wählen Sie den zu konfigurierenden und einzustellenden
Funktionsbaustein (OFB MOVE, DMOVE oder TMOVE).
D
Weitere Informationen zu den Menüs der Software ADJ MAX entnehmen Sie bitte dem
Kapitel 17.
__________________________________________________________________________________________
9/5
__________________________________________________________________________________________
10.1 Eingabe der Konfigurationsparameter
Wählen Sie im Menü "Einstellung" den Befehl "Konfigurationsparameter". Folgendes
Fenster erscheint und gewährt Zugriff auf die verschiedenen Konfigurationsparameter.
D
Nach Betätigen der Schaltfläche "Bestätigen" werden alle eingegebenen Werte vom
OFB •MOVE berücksichtigt, jedoch nicht an die Gruppe gesendet oder überprüft. Dies geschieht erst während des Transfers, siehe Kap.10.4.
Hinweis:
Die Parameter, die codierte Informationen enthalten (UNIT, INVERT,TYPR, TYPCOD), sind wie folgt einstellbar: entweder durch Anklicken des Pfeils rechts neben dem Feld oder durch direkte Eingabe des Hexadezimalcodes.
10.1-1 Parameter der Achsgruppe
Diese Parameter gelten für alle Achsen der vom OFB gesteuerten Gruppe. Die
Parameter ADGROUP, ADAXIS und LABEL können in diesem Fenster nicht geändert werden. Sie müssen in der PL7-3-Betriebsart "KONSTANTEN" eingegeben werden.
UNIT: physikalische Einheiten
Dient zur Wahl der physikalischen Einheiten, in der die Positionswerte und somit die
Geschwindigkeits- und Beschleunigungswerte angegeben werden.
Positionseinheit
µ m (Standard)
10 -5 Zoll
10 -5 Grad
Inkrement
Geschw.einheit
mm/min cZoll/min cGrad/min
Ink/s (Hz)
Beschl.einheit
mm/s 2 cZoll/s 2 cGrad/s 2
Ink/s 2
Code
1
2
3
4
__________________________________________________________________________________________
10/2
Initialisieren der Parameter
10
__________________________________________________________________________________________
Wählen Sie die Einheit durch Anklicken des Pfeils rechts neben dem Feld "UNIT" und klicken Sie die gewünschte Einheit im eingeblendeten Dialogfenster an.
Hinweis: Bei 10 -5 Grad siehe Kapitel 16.2 "Kreisbewegung".
10.1-2 Spezifische Parameter jeder Achsgruppe
Die Einstellung muß nacheinander für die einzelnen Achsen der Gruppe erfolgen.
TYPCOD: Gebertyp
Gibt Auskunft über Typ und Kenndaten des verwendeten Gebers.
• SSI-Absolutwertgeber
- Anzahl der Geber-Bits: 16...24 (standardmäßig 16)
- Anzahl der Startbits am Telegrammanfang: 0...4 (standardmäßig 0)
- Gray-Code oder Binärcode (standardmäßig Binärcode)
- Fehlerbit vorhanden (standardmäßig "ohne")
- Paritätsbit vorhanden (standardmäßig "mit")
• Inkrementalgeber (Standardeinstellung)
- mit Impulsvervierfachung: Standardeinstellung
- ohne Impulsvervierfachung
D
Hinweis: Multiachsmodule dürfen nicht gleichzeitig mit Inkremental- und Absolutwertgebern eingesetzt werden.
__________________________________________________________________________________________
10/3
__________________________________________________________________________________________
RESOL:
Dieser Parameter entspricht der Auflösung R des Gebers. Bei Wahl der Option
" x 4 " ist die Auflösung R des Gebers gleich R/4.
Die Geberauflösung ist die Strecke, die die Verfahreinheit zurücklegen muß, um eine
Impulsänderung des Gebersignals zu erzielen.
Durch die Impulsvervierfachung kann bei einem Inkrementalgeber:
• bei Verwendung eines bestimmten Gebers eine 4mal höhere Genauigkeit erzielt werden,
• um eine bestimmte Auflösung zu erzielen, ein Geber mit einer 4mal niedrigeren
Auslösung verwendet werden.
RE
R
D
RE entspricht der Auflösung bei Impulsvervierfachung und wird auch als äquivalente
Auflösung bezeichnet.
Berechnung der Auflösung
Wobei:
N = Anzahl der Impulse oder Punkte pro Umdrehung (Kreiscodierer) oder Geberlänge
(linearer Geber).
L = die verwendbare Länge des linearen Gebers.
Bei einem linearen Geber wird die Auflösung R wie folgt berechnet:
R = L/N
Bei einem Kreiscodierer muß der Untersetzungsfaktor berücksichtigt werden.
R = ne • Pitch / N ne = äquivalenter Umsetzungsfaktor, der sich aus dem Untersetzungsverhältnis zwischen dem Geber und der Spindelsteigung (Pitch) ergibt.
In allen Fällen ergibt sich: Vl = F • R und e = I • R
Vl: lineare Geschwindigkeit, e: zurückgelegte Strecke, F: Frequenz, I: Anzahl der
Inkremente für eine vorgegebene Verfahrbewegung.
Hinweis:
Bei Wahl der Einheit "Inkrement", muß der Parameter "RESOL" auf den Wert 1 gesetzt werden.
__________________________________________________________________________________________
10/4
Initialisieren der Parameter
10
__________________________________________________________________________________________
LMAX und LMIN:
Oberer und unterer Grenzwert der Achse. Diese Parameter entsprechen den physikalischen Grenzwerten der Achse.
Die Grenzwerte hängen von der gewählten Auflösung ab.
Gebertyp Inkrementalgeber
Grenzwert LMAX +8000000 x RESOL
Grenzwert LMIN -8000000 x RESOL
(1) n = Anzahl der Geberbits
Absolutwertgeber (1)
+8000000 x RESOL x 2 n-24
-8000000 x RESOL x 2 n-24
Hinweis: Im Fall einer Kreisbewegung können die Grenzwerte LMAX und LMIN invertiert werden (siehe Absch. 16.1).
ACCMAX und DECMAX:
Maximal zulässige Beschleunigung bzw. Verzögerung.
Einheit Position
Einheit Beschl.
µ
m mm/s 2
Einheit VMAX mm/min
Zoll cZoll/s 2 cZoll/min
Grad cGrad/s 2 cGrad/min
Inkrement
Ink/s 2
Ink/s
Max. Grenzw.(2) 5/6 x VMAX
Min. Grenzw.(3) VMAX/120
5/6 x VMAX
VMAX/120
5/6 x VMAX
VMAX/120
50 x VMAX
VMAX/2
(2) Diese Werte entsprechen der Beschleunigung ACC (DEC), mit der von 0 auf VMAX
(VMAX auf 0) umgeschaltet werden kann. Sie werden im Fall einer Multiplikation mit
4 angewendet. Bei einer Multiplikation mit 1 müssen die Werte durch 4 geteilt werden.
(3) Diese Werte entsprechen Beschleunigungs- oder Verzögerungszeiten von weniger als 2 s.
Die 3 untenstehenden Parameter werden in Kapitel 11.1 beschrieben, da für diese
Parameter bestimmte Einstellungen notwendig sein können. In einem ersten Schritt werden daher die Standardwerte beibehalten.
D
INVERT:
Definiert die Umkehrung des Sollwertes zwischen dem Ausgang des Digital-Analog-
Umsetzers und dem Antriebsregler und/oder die Umkehrung des Meßwertes.
VMAX:
Höchstgeschwindigkeit der Verfahreinheit. Entspricht dem Maximalwert der Analogausgangsspannung UMAX.
UMAX:
UMAX stellt die Spannung dar, die an den Eingang des Antriebsreglers gelegt werden muß, um eine Geschwindigkeit von VMAX zu erzielen.
__________________________________________________________________________________________
10/5
__________________________________________________________________________________________
TYPRP: Typ der Referenzpunktfahrt
Definiert Typ und Richtung der Referenzpunktfahrt (nur bei Einsatz von Inkrementalgebern als Wegmeßsystem).
Wählen Sie den Parameter durch Anklicken des Pfeils rechts neben dem Feld "TYPRP" und Anklicken des gewünschten Befehls im Dialogfenster.
Möglichkeiten: Code:
• kurz. Nock.signal u. Nullimp., Richt. + H'0010'
• kurz. Nock.signal u. Nullimp., Richt. H'0011'
• kurzes Nock.signal, Richt. +
• kurzes Nock.signal, Richt. -
• lang. Nock.sig. an der Endlage
und Nullimpuls, Richt. +
H'0020'
H'0021'
H'0030'
• lang. Nock.sig. an der Endlage
und Nullimpuls, Richtung -
H'0031'
• lang. Nock.sig. a. d. Endlage, Richt. + H'0040'
• lang. Nock.sig. a. d. Endlage, Richt. H'0041'
D
Hinweis: Ein Inkrementalgeber liefert keinen Positionswert, sondern eine Anzahl von
Impulsen, die einer zurückgelegten Strecke proportional ist. Damit aus dieser Strecke eine Position wird, muß einem bestimmten Punkt der Achse ein bestimmter Meßwert zugewiesen werden (im allgemeinen = 0). Dieser Vorgang wird als Referenzpunktfahrt bezeichnet. Eine Achse, bei der die Referenzpunktfahrt durchgeführt wurde, bezeichnet man als referenziert.
Der Befehl zur Referenzpunktfahrt wird mit Hilfe der folgenden Anweisungen gegeben:
• G14 Referenzpunktfahrt auf der X-Achse
• G15 Referenzpunktfahrt auf der Y-Achse
• G16 Referenzpunktfahrt auf der Z-Achse oder mit dem Befehl zur manuellen Referenzpunktfahrt SETRP_P, SETRP_M od.
RP_HERE.
Das Modul verfügt über 2 Eingänge zur Referenzpunkterfassung:
• Eingang für den Nullimpuls der pro Umdrehung des Gebers abgegeben wird,
• Eingang für Nockensignal, welches festlegt, welcher der Nullimpulse zur Festlegung des Referenzpunktes herangezogen werden soll.
Die Referenzpunktfahrt erfolgt stets bei derselben steigenden Flanke des Nockensignals.
Der physikalische Punkt für die Referenzpunktfahrt bleibt für beide Verfahrrichtungen identisch. Dies äußert sich in einer unterschiedlichen Prozedur zur Festlegung des
Referenzpunktes.
• Im Handbetrieb:
- bei den Typen 1 und 2 ist die Näherungsgeschwindigkeit und die Geschwindigkeit der Referenzpunktfahrt gleich der gewählten Geschwindigkeit FHIGH oder FLOW mit aktivem Geschwindigkeitsmodulationsfaktor (GMF),
- bei Typ 3 und 4 ist die Näherungsgeschwindigkeit gleich der gewählten Geschwindigkeit: FHIGH oder FLOW mit aktivem GMF. Die Geschwindigkeit der Referenz-
10/6
Initialisieren der Parameter
10
__________________________________________________________________________________________
• Im Automatikbetrieb:
- bei den Typen 1 und 2 ist die Näherungsgeschwindigkeit und die Geschwindigkeit der Referenzpunktfahrt gleich der Geschwindigkeit in den Anweisungen G14, G15 oder G16 (mit GMF aktiv),
- bei den Typen 3 und 4 ist die Näherungsgeschwindigkeit gleich der Geschwindigkeit in den Anweisungen G14, G15 oder G16 (mit GMF aktiv). Die Geschwindigkeit der
Referenzpunktfahrt ist gleich der Geschwindigkeit FLOW unabhängig vom GMF.
Beschreibung jeder Referenzpunktfahrt
Typ
Code
Nockensignal/Nullimpuls
Richtung+ Richtung- (1)
Nur kurzes Nockensignal
Richtung+ Richtung- (1)
H'0010' H'0011' H'0020' H'0021"
Achsenbewegung
Nullimpuls
∇ ∇
(1)
∇ ∇
(1)
Nockensignal
Typ
Nock.sig.
Code
Achsenbewegung
Nullimpuls
Langes Nockensignal an der Endlage/Nullimpuls
Richt.+oh. Nock.sig.
Richt.- oh. Nock.sig.
H'0030'
∇ ∇
Richt.+bei Nock.sig.
H'0031'
∇
Richt.- bei
∇
D
Nockensignal
Typ
Nock.signal
Code
Langes Nockensignal an der Endlage
Richtung + Richtung -
Start oh. Nock.signal
Start oh. Nock.signal
Start bei Nock.signal
Start bei
H'0040' H'0041'
Achsenbewegung
∇ ∇ ∇ ∇
Nockensignal
__________________________________________________________________________________________
(1) oder Start bei Nockensignal.
10/7
__________________________________________________________________________________________
10.2 Einstellen der Steuerungsparameter
Wählen Sie im Menü "Einstellung" den Befehl "Steuerungsparameter". Folgendes
Fenster erscheint, mit dem Sie auf die verschiedenen Steuerungsparameter zugreifen können.
D
Nach Betätigen der Schaltfläche "Bestätigen" werden alle in diesem Fenster eingegebenen Werte vom OFB MOVE brücksichtigt.
SLMAX und SLMIN: Obere und untere Softwareendlage
Obere und untere Positions-Istwertgrenze, die von der Verfahreinheit nicht über- bzw.
unterschritten werden darf. Bei Über- bzw. Unterschreiten wird die Verfahreinheit gestoppt und der Fehler "Softwareendlagen" tritt auf.
SLMAX
≤
LMAX
SLMIN
≥
LMIN
SLMAX > SLMIN
Hinweis: SLMIN kann SLMAX im Fall einer Kreisbewegung übersteigen (siehe
Abs. 16.1).
ACC und DEC: Beschleunigungs- und Verzögerungswert
Einheit Beschl.
mm/s 2 cZoll/s 2 cGrad/s 2 Ink/s 2
ACC Min. Grenzw.
VMAX/120 (1) VMAX/120 (1) VMAX/120 (1) VMAX/2 (2)
Max. Grenzw.
ACCMAX ACCMAX ACCMAX ACCMAX
DEC Min. Grenzw.
VMAX/120 (1) VMAX/120 (1) VMAX/120 (1) VMAX/2 (2)
Max. Grenzw.
DECMAX DECMAX DECMAX DECMAX
(1) wenn VMAX/120<10: Min. Grenzwert = 10
(2) wenn VMQX/2<2500: Min. Grenzwert = 2500
__________________________________________________________________________________________
10/8
Initialisieren der Parameter
10
∇
__________________________________________________________________________________________
SLOPE: Art des Geschwindigkeitsprofils: trapezförmig oder sinus 2 -förmig.
0 = trapezförmig
N = Neigungswert (min. = 1, max. = 255) des sinus 2 -förmigen Geschwindigkeitsprofils mit t2/t1=(255-N)/N
Beschleunigung
ACC
∇
Beschleunigung
ACC
∇ Beschleunigung
ACC
Zeit
SLOPE = 0
t = SLOPE + 255
t0 255 t1 t2 t1
SLOPE = 100
Zeit
Definition der Parameter für den Handbetrieb
SLOPE = 255
Zeit
FHIGH: Oberer Geschwindigkeitswert der Verfahreinheit im Handbetrieb.
Minimaler Grenzwert: FLOW
Maximaler Grenzwert: VMAX
FHIGH
≥
FLOW
FLOW: Unterer Geschwindigkeitswert der Verfahreinheit im Handbetrieb.
Minimaler Grenzwert: 10
Maximaler Grenzwert: VMAX/2
FLOW
≤
FHIGH
VALRP: Bei manueller Referenzpunktfahrt geladener Istwert.
Minimaler Grenzwert: SLMIN
Maximaler Grenzwert: SLMAX
__________________________________________________________________________________________
10/9
D
__________________________________________________________________________________________
10.3 Eingabe der Regelkreis- und Fehlerkontrollparameter
Die Regelkreis- und Fehlerkontrollparameter werden in den Kapiteln 11.3 und 11.4
beschrieben, da für diese Parameter bestimmte Einstellungen notwendig sein können.
Zur Einstellung des Regelkreises müssen einigen Funktionsparametern bestimmte
Werte zugewiesen werden.
D
Dazu:
• Wählen Sie im Menü "Einstellung" den Befehl "Regelkreisparameter". Im nun erscheinenden Fenster können Sie auf die verschiedenen Regekreisparameter zugreifen. Sie können untenstehende Werte eingeben oder die Standardwerte beibehalten.
Parameter
KPOS
CKPOS
LIMV
KV
Werte
16 (00)
1
10 %
0 %
• Wählen Sie im Menü "Einstellung" den Befehl "Kontrollparameter". Im nun erscheinenden Fenster können Sie auf die verschiedenen Fehlerkontrollparameter zugreifen. Sie können untenstehende Werte eingeben oder die Standardwerte beibehalten.
Parameter
VSTOP
TSTOP
TW
DMAX1/DMAX2
Werte
VMAX/10
1 Sekunde
Länge der Achse /10
Länge der Achse /10
__________________________________________________________________________________________
10/10
Initialisieren der Parameter
10
__________________________________________________________________________________________
10.4 Transfer und Sicherung der Parameter
Wählen Sie im Menü "Transfer" den Befehl "Parameter". Folgendes Fenster wird aufgerufen.
Mit dem Befehl "SEND_CNF" werden alle Konfigurations- und Betriebsparameter an das Modul übertragen.
Wurden lediglich die Betriebsparameter geändert, so muß der Befehl "SEND_PRM" ausgeführt werden.
Wurde beim Transfer eine Unstimmigkeit bei den verschiedenen Parametern festgestellt, so erscheint ein Fehlercode in der Zeile "Code". In der Zeile "Kurzbezeichnung" erscheint ein Symbol des Fehlers. Um weitere Informationen über den Fehler zu erhalten, betätigen Sie die Schaltfläche "Hilfe".
Der Transfer erfolgt dennoch; die zurückgewiesenen Parameter behalten ihre ursprünglichen Werte.
D
__________________________________________________________________________________________
10/11
__________________________________________________________________________________________
11.1 Einstellen der Konfigurationsparameter
Wählen Sie im Menü "Einstellung" den Befehl "Konfigurationsparameter". Folgendes
Fenster erscheint, mit dem Sie auf die verschiedenen Konfigurationsparameter zugreifen können.
D
Nach Betätigen der Schaltfläche "Bestätigen" werden alle in diesem Fenster eingegebenen Werte vom OFB •MOVE berücksichtigt.
Stellen Sie jetzt die Parameter ein, deren Werte bisher noch nicht eingegeben wurden:
• INVERT
• VMAX
• UMAX
__________________________________________________________________________________________
11/2
Einstellen der Achsen
11
__________________________________________________________________________________________
INVERT
Definiert die Umkehrung des Sollwertes zwischen dem Ausgang des Digital-Analog-
Umsetzers und dem Antriebsregler und/oder die Umkehrung des Meßwertes.
Geschwindigkeits-Sollwert Offset DAU
KV
Umkehrung
Antriebsregler-
Sollwert
Positions-Sollwert
KPOS DAU
-1
-1
Lagemessung
Umkehrung
Meßwert
Aktivieren Sie den Parameter "INVERT" durch Anklicken des Pfeils rechts neben dem
Eingabefeld. Im eingeblendeten Dialogfenster stehen folgende Wahlmöglichkeiten zur
Verfügung.
Möglichkeiten Code
• keine Umkehrung (Standardwert)
• Umkehrung der Meßwertrichtung
0
1
• Umkehrung des Antriebsregler-Sollwertes 2
• Umkehrung beider Werte 3
D
Vorgehensweise zur Festlegung des Parameters "INVERT"
• Wählen Sie den Befehl "Monogruppe" des Menüs "Bedienung,
• deaktivieren Sie die Betriebsart "Messung DRV_OFF",
• quittieren Sie die Fehler "ACK_DEF",
• wählen Sie die Betriebsart "Offener Regelkreis DIRDRIVE",
• geben Sie nacheinander + 100 mV (DAU-Ausgang positiv) und - 100 mV (DAU-
Ausgang negativ) im Feld "PARAM" entsprechend untenstehender Tabelle ein.
Hinweis: Übersteigt der Offset-Wert 100 mV, so muß dieser Wert zuerst eingestellt werden, siehe Kap. 11.3-2.
• Rufen Sie den Befehl "SEND_CMD" auf.
DAU-Ausgang Position
Positiv
Positiv zunehmend zunehmend
Positiv
Positiv
Negativ
Negativ
Negativ abnehmend abnehmend abnehmend abnehmend zunehmend
Meßwert zunehmend abnehmend abnehmend zunehmend abnehmend zunehmend zunehmend
Aktion keine (Anschluß OK)
Meßwert umkehren
Sollwert umkehren
Meß- und Sollwert umkehren keine (Anschluß OK)
Meßwert umkehren
Sollwert umkehren
11/3
D
__________________________________________________________________________________________
VMAX
Maximal zulässige Geschwindigkeit der Verfahreinheit.
Einheit Position
µ
m / Grad
Einheit Geschw.digkeit mm/min / cGrad/min
Auflösung R
≤
100 R > 100
Min. Grenzw. ohne x 4 150 15000
Zoll cZoll/min
R
≤
600
100 R > 100
6000
Inkr.
Ink/s
1
2 500
Min. Grenzw. mit x 4 600 60000 2400 240000 10 000
Max. Grenzw. ohne x 4 13500xR (1) 13500xR (1) 13500xR (1) 13500xR (1) 22 5000
Max. Grenzw. mit x 4 54000xR (1) 54000xR (1) 54000xR (1) 54000xR (1) 900 000 wobei R=RESOL= Auflösung
( 1) mit einem maximalen Grenzwert von 540 000 (mit x 4 und 135000 (ohne x 4)
(2) bzw. 6000 und 24000 in der Softwareversion 1.3.
Hinweis: Im Fall von Multiachsapplikationen (DMOVE oder TMOVE) ist es ratsam, für jede Achse VMAX-Werte mit der gleichen Größenordnung festzusetzen.
Der min. Grenzwert von VMAX entspricht einer Frequenz von 10 kHz bei Multiplikation mit 4.
Der max. Grenzwert von VMAX entspricht einer Frequenz von 900 kHz bei einer Multiplikation mit 4.
UMAX
UMAX ist die Spannung, die an den Eingang des Antriebsreglers gelegt werden muß, um eine Geschwindigkeit gleich VMAX zu erhalten.
Man gleicht den Antriebsregler im Rahmen des Möglichen ab, so daß bei einer
Spannung von möglichst genau 9 V (auf keinen Fall jedoch mehr als 9 V) die
Höchstgeschwindigkeit VMAX erreicht wird. Durch die Beschränkung auf 9 V verfügt man während der Beschleunigungsphase über eine Reserve für einen Überspannungsbetrieb (Überschwingen des Lagereglers), wobei die Amplitude dieser Überspannung durch den Wert von LIMV festgelegt wird. Bestehen keine Einschränkungen aufgrund mechanischer Gegebenheiten oder der maximal zulässigen Frequenz des Moduls, so werden folgende Werte gewählt: UMAX = 9 V LIMV = 10 %
Beispiel: Zu steuernde Achse mit folgenden Kenndaten:
Motor
Zu steuernde Verfahreinheit
(max. Geschwindigkeit: 30 mm/s)
Geber
1000 Punkte/
Umdrehung
Untersetzung 1/5
Die lineare Höchstgeschwindigkeit beträgt 30 mm/s (1800 mm/min). Die Gewindesteigung beträgt 5 mm.
Die Achse wird von einem Motor mit einer Drehzahl von 3000 min -1 gesteuert, an die sich eine Kugelumlaufspindel über eine Untersetzung mit einem Übersetzungsverhältnis von 1/5 anschließt. Der Geber befindet sich auf der Motorwelle, wobei vorausgesetzt wird, daß es sich um einen Inkrementalgeber handelt.
__________________________________________________________________________________________
11/4
Einstellen der Achsen
11
__________________________________________________________________________________________
Der Parameter "RESOL" (von der Verfahreinheit zurückgelegte Strecke zwischen 2
Geberinkrementen) ist gleich: Ne x Pitch/N = 1/5 x 5/1000 = 1
µ m
• Der Parameter VMAX, die maximale Arbeitsgeschwindigkeit, beträgt 1800 mm / min.
• Der Parameter UMAX ist der Spannungswert, mit der sich die Höchstgeschwindigkeit erreichen läßt. Berücksichtigt man das Untersetzungsverhältnis (1/5) und die
Gewindesteigung (5 mm), so entspricht die lineare Höchstgeschwindigkeit (1800mm/ mn) einer Drehzahl von 1800 min 1. Ist der Antriebsregler so eingestellt, um eine
Geschwindigkeit von 3000 min 1 mit einer Eingangsspannung von 10 V zu erreichen, so beträgt der Spannungswert, der 1800 min 1 (UMAX) entspricht, 6 V.
• Eine 10 %ige Überschreitung ist während des Einschwingungszustands (LIMV=10) zulässig.
Die Parameter "RESOL", "VMAX", "UMAX" müssen unbedingt übereinstimmen, da der Regelkreis sonst nicht einwandfrei funktioniert.
Überprüfen der maximalen Frequenz (optional)
Mit dieser Überprüfung kann verhindert werden, daß die Modulmöglichkeiten überschritten werden. Durchgeführt wird dieses Überprüfung in der Betriebsart "Offener
Regelkreis" (DIRDRIVE).
• Legen Sie eine Spannung an, die gleich UMAX (1 + LIMV/ 100) ist. Überprüfen Sie die maximale Frequenz.
• Überprüfen Sie, ob die Frequenz der Impulse unter 250 kHz liegt:
Hinweis: Die Durchführung der Überprüfung kann sich als schwierig erweisen, da vorausgesetzt wird, daß die Achse für die notwendige Beobachtungszeit ausreichend lang ist. Um diesen Problemen vorzubeugen, kann eine Spannung angelegt werden, die einem bestimmten Prozentsatz der Spannung UMAX (1+LIMV/100) entspricht.
Überprüfen Sie, ob die Frequenz am Moduleingang nicht den gleichen Prozentsatz wie den der Grenzfrequenz überschreitet.
Motor
Geber Untersetzung
D
Oszilloskop
Kugelumlaufspindel
Verfahreinheit zum Modul TSX AXM
Transfer der Konfigurationsparameter
Rufen Sie den Befehl "SEND_CNF" der Funktion "Parameter" im Menü "Transfer" auf,
11/5
D
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11.2 Einstellen des Maschinenkoeffizienten KR
Mit dieser Einstellung können Fehler korrigiert werden, die aus Ungenauigkeiten bei der
Eingabe der Konfigurationsparameter oder aus mechanischen Ungenauigkeiten resultieren.
Vorgehensweise:
Alle Aktionen werden vom Fenster "Monogruppe" aus durchgeführt:
1 Wählen Sie die Betriebsart "Handbetrieb",
2 führen Sie bei Verwendung eines Inkrementalgebers eine manuelle Referenzpunktfahrt durch (ist die Verfahreinheit sehr weit von der Nocke entfernt, kann in der
Betriebsart "Offener Regelkreis DIRDRIVE" an die Nocke herangefahren werden),
3 wählen Sie als Zielposition einen Wert, der dem größtmöglichen Verfahrweg entspricht: Position 1, und geben Sie diesen Wert in das Feld "PARAM" ein (z.B.
300000
µ m),
4 starten Sie die Verfahrbewegung (INC_P oder INC_M je nach Verfahrrichtung gefolgt vom Befehl "SEND_CMD" zur Ausführung der Verfahrbewegung),
5 messen Sie die von der Verfahreinheit zurückgelegte Strecke mit einem Präzisionsmeßgerät,
6 geben Sie diesen Wert im Feld "Distanz" ein, (beträgt die zurückgelegte Strecke z.B.
293000
µ m, so ist dieser Wert in das Feld "Distanz" einzugeben),
7 deaktivieren Sie den Verfahrbefehl (INC_P oder INC_M) und übertragen Sie den
Parameter mit Hilfe des Befehls "SEND_CMD" an das Modul,
8 betätigen Sie die Schaltfläche "NEW_KR" für eine automatische Berechnung des
Koeffizienten durch das Modul.
Führen Sie die Schritte 2 3 4 5 noch einmal durch.
• Wenn die Abweichung der gemessenen Entfernung kleiner ist als die max. zulässige
Abweichung, ist die Einstellung ist beendet. Führen sie dann den Befehl SAVE_PRM
(Fenster TRANSFER) aus, um den Wert von KR im KONSTANTEN-Bereich zu sichern.
• Ist die Abweichung der gemessenen Entfernung höher als die max. zulässige
Abweichung (z.B: gemessene Entfernung = 299800
µ m), so müssen folgende
Schritte durchgeführt werden:
- Geben Sie im Feld "Distanz" den gleichen Wert wie im Feld "PARAM" ein (in diesem
Beispiel z.B. 300000
µ m), und führen Sie die Schritte 7 und 8 durch.
- Berechnen Sie den neuen Wert des Parameters "Distanz",
ENTFERNUNG =
ENTFERNUNG 1 x ENTFERNUNG 2
(z.B.:
PARAM
293000 x 299800
=29280)
300000 wobei ENTFERNUNG 1 = gemessene Entfernung bei der ersten Durchführung
und ENTFERNUNG 2 = gemessene Entfernung bei der zweiten Duchführung
• Geben Sie den so errechneten Wert im Feld "Distanz" ein, und führen Sie die Schritte
7 und 8 durch.
Wichtiger Hinweis:
Nach jeder Änderung der Parameter "RESOL" und "VMAX" von der Software
ADJ MAX aus müssen Sie den Maschinenkoeffizienten KR neu initialisieren.
Zur Durchführung dieser Neuinitialisierung muß in der Betriebsart KONSTANTEN unter
PL7-3 der entsprechende OFB gewählt und -1 bei den 3 Parametern KR1, KR2 und KR3 des OFB eingegeben werden, im Anschluß muß der Befehl "SEND_CNF" gestartet werden.
__________________________________________________________________________________________
11/6
Einstellen der Achsen
11
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11.3 Einstellen der Regelkreisparameter
Wählen Sie im Menü "Einstellung" den Befehl "Regelkreisparameter". Folgendes
Fenster erscheint, mit dem auf die verschiedenen Regelkreisparameter zugegriffen werden kann.
Nach Betätigen der Schaltfläche "Bestätigen" werden die in diesem Fenster eingegebenen
Werte vom OFB MOVE berücksichtigt.
D
11.3-1 Beschreibung des Regelkreises
Blockschaltbild
Geschwindigkeits-
Sollwert
KV
OFFSET
Positions-
Sollwert ∇
KPOS
∇
LIMV
KR
Lagemessung
DAU-
Umsetzer
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11/7
__________________________________________________________________________________________
Ermitteln der Referenzwerte
Die Referenzwerte für Position und Geschwindigkeit werden vom Anwender in
Abhängigkeit von der durchzuführenden Verfahrbewegung (Geschwindigkeit, Zielposition) und den Beschleunigungs- und Verzögerungswerten sowie dem Bewegungsprofil ermittelt.
11.3-2 Beschreibung der Regelkreisparameter
D
KPOS: Proportionalverstärkung.
Das Modul verwendet zwei Werte von KPOS; der eingegebene Wert von KPOS ist hohen Arbeitsgeschwindigkeiten vorbehalten. Mit diesem Wert lassen sich Überschwingungen und instabile Zustände vermeiden. Der zweite Wert von KPOS wird aus dem Verhältnis von CKPOS abgeleitet. Er liefert einen KPOS-Wert für niedrige
Arbeitsgeschwindigkeiten, um den Schleppabstand gering zu halten.
Folgender Proportionalverstärker wird angewendet: wenn Arbeitsgeschwindigkeit
≥
VMAX/4: KPOS wenn Arbeitsgeschwindigkeit < VMAX/4: KPOS x CKPOS
Min. Grenzwert: 100 Max. Grenzwert: 6400 (in 1/100 ms)
Ausgehend von dem Parameter KPOS berechnet das Modul die Proportionalverstärkung
KP:
KP = C x UMAX x KPOS
C: Konstante
UMAX: Wert des Antriebsregler-Sollwertes VMAX (UMAX < 9V).
Der eingegebene Wert von KPOS entspricht einem Wert von KPOS für hohe
Geschwindigkeiten (siehe untenstehender Parameter CKPOS).
CKPOS:
Verhältnis von KPOS1 / KPOS2.
Min. Grenzwert: 1 Max. Grenzwert: 6400/KPOS
Mit diesem Verhältnis kann der Wert von KPOS für geringe Arbeitsgeschwindigkeiten festgelegt werden.
Hinweis: im allgemeinen ist CKPOS = 1.
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11/8
Einstellen der Achsen
11
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KV: Geschwindigkeitskorrekturfaktor.
Min. Grenzwert: 0% Max. Grenzwert: 100%
Der Geschwindigkeitskorrekturfaktor wird in Prozent angegeben. 100% entspricht dem
Wert, bei dem die Fehlerposition mit konstanter Geschwindigkeit bei einem Antriebsregler ohne kontinuierlichen Fehler beseitigt werden kann.
Wenn KV ansteigt, nimmt der Schleppabstand ab. Bestehen bleibt jedoch das Risiko, daß es zu einer Überschwingung einschließlich am Haltepunkt kommt. Es ist daher notwendig, einen Kompromiß zu finden.
Hinweis: In einigen Fällen nimmt der Schleppabstand einen Minimalwert mit eventueller
Vorzeichenänderung an, wenn KV zunimmt.
LIMV: Maximal zulässige Geschwindigkeitsüberschreitung.
Min. Grenzwert: 2% Max. Grenzwert: 20%
Dieser Parameter wird in % zwischen 2 und 20 eingegeben. Er stellt eine zulässige
Überspannung des Antriebsregler-Sollwerts dar.
Die zulässige Überspannung variiert mit dem Sollwert je nach Bereich:
• LIMV-Eingabewert zwischen VMAX und VMAX/2
• LIMV-Eingabewert/2 zwischen VMAX/2 und VMAX/4
• LIMV-Eingabewert/4 zwischen 0 und VMAX/4.
D eingegebene
LIMV
Vmax/4 Vmax/2
Umax+LIMV
Umax
Sollgeschwindigkeit
Vmax Vmax/4 Vmax/2
Sollgeschwindigkeit
Vmax
OFFSET: Wert, der dem vom Regelkreis berechneten analogen Geschwindigkeits-
sollwert hinzugefügt wird.
Min. Grenzwert: -150 mV Max. Grenzwert: +150 mV
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11/9
D
__________________________________________________________________________________________
11.3-3 Vorgehensweise zur Bestimmung der Regelkreisparameter
Zur Einstellung des Regelkreises müssen einigen Funktionsparametern bestimmte
Werte zugewiesen werden. Es vorausgesetzt, daß den anderen Parameter den der
Applikation entsprechende Wert zugewiesen wurde. Diese Zuweisung findet im ersten
Schritt der Parameterinitialisierung statt (siehe Kap.10.3). Anderenfalls geben Sie die
Parameter in den Einstellfenstern ein und übertragen diese Parameter mit dem Befehl
"SEND_PRM" (Funktion "Parameter" des Menüs "Transfer").
Vorhergehende Operation
Dieser Vorgang besteht darin, eine forcierte Referenzpunktfahrt durchzuführen (Befehl
"RP_HERE"). Durch die forcierte Referenzpunktfahrt steht bereits zu Beginn der
Inbetriebnahme eine referenzierte Achse zur Verfügung. Aus diesem Grunde sind folgende Kontrollfunktionen und Funktionalitäten aktiv:
• Softwareendlagen,
• Rückführen von den Softwareendlagen.
Hinweis: Die Funktionsweise ist erst dann einwandfrei, wenn die Verfahrrichtung der
Verfahreinheit mit der Verfahrrichtung der Messung identisch ist.
Durchführen der forcierten Referenzpunktfahrt
• Wählen Sie die Funktion "Monogruppe" des Menüs "Bedienung",
• deaktivieren Sie die Betriebsart "DRV_OFF",
• quittieren Sie die Fehler durch den Befehl "ACK_DEF",
• messen Sie unter Zuhilfenahme geeigneter Meßmittel die Position der Verfahreinheit bezogen auf den Referenznocken (keine Präzisionsmessung),
• führen Sie eine forcierte Referenzpunktfahrt durch:
- geben Sie den gemessenen Wert mit seinem Vorzeichen als Referenzpunktwert im
Feld "PARAM" ein,
- wählen Sie den Befehl "RP_HERE",
- führen Sie den Befehl mit "SEND_CMD" aus.
Einstellen der Proportionalverstärkung KPOS bei hoher Geschwindigkeit
(Wert des Parameters KPOS)
Vorausgesetzt wird, daß die Trägheit der Verfahreinheit dem Maximalwert in der
Applikation entspricht:
• führen Sie Verfahrbewegungen von einer Position 1 zu einer Position 2 und umgekehrt durch, dazu:
- wählen Sie die untere Geschwindigkeit: Kästchen "HIGH_F" nicht angekreuzt,
- geben Sie den Wert für die Achsbewegung im Feld "PARAM" ein,
- wählen Sie nacheinander die Befehle INC_P (Position 1) und INC_M (Position 2), auf die jeweils der Befehl "SEND_CMD" folgen muß,
• lassen Sie sich den Schleppabstand anzeigen, wenn die Verfahreinheit gestoppt ist,
• stellen Sie KPOS ein, um einen akzeptablen Schleppabstand bei ausreichender
Stabilität zu bekommen (andernfalls die Maschinendaten nochmal konsultieren).
Jeder neu eingegebene Wert von KPOS muß mit Hilfe des Befehls "SEND_PRM" im
Menü "Transfer" übertragen werden.
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11/10
Einstellen der Achsen
11
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• Wählen Sie die obere Geschwindigkeit: Kästchen "HIGH_F" angekreuzt,
• führen Sie Verfahrbewegungen von einer Position 1 zu einer Position 2 und umgekehrt durch; wiederholen Sie eventuell die Einstellung von KPOS.
Einstellen des Koeffizienten CKPOS
Diese Einstellung muß bei Maschinen mit Reibung durchgeführt werden. Anderenfalls muß der Wert 1 für den Parameter CKPOS beibehalten werden. Legen Sie für CKPOS einen Wert fest, der größer als 1 ist, um bei niedriger Geschwindigkeit eine höhere
Verstärkung zu erzielen. Übertragen Sie diesen Wert dann mit dem Befehl "SEND_PRM"
(Menü "Transfer"):
• Führen Sie Verfahrbewegungen von einer Position 1 zu einer Position 2 und umgekehrt durch, dazu:
- wählen Sie eine sehr geringe Verfahrgeschwindigkeit (Geschwindigkeit x_FLOW gewählt),
- geben Sie einen niedrigen Wert für die Achsbewegung im Feld "PARAM" ein,
- wählen Sie dann nacheinander die Befehle INC_P (Position 1) und INC_M
(Position 2), auf die jeweils der Befehl "SEND_CMD" folgen muß,
• lassen Sie sich den Schleppabstand anzeigen, wenn die Verfahreinheit gestoppt ist,
• stellen Sie KPOS ein, um einen akzeptablen Schleppabstand bei ausreichender
Stabilität zu bekommen. Jeder neu eingegebene Wert von KPOS muß mit Hilfe des
Befehls "SEND_PRM" im Menü "Transfer" übertragen werden.
Einstellen des Geschwindigkeitskorrekturfaktors KV
• Führen Sie Verfahrbewegungen von einer Position 1 zu einer Position 2 und umgekehrt mit der Geschwindigkeit VMAX durch, lassen Sie sich den Schleppabstand anzeigen, wenn sich die Verfahreinheit mit konstanter Geschwindigkeit bewegt, dazu:
- wählen Sie die obere Verfahrgeschwindigkeit: Kästchen "HIGH_F" angekreuzt,
- geben Sie einen Wert für die Achsbewegung im Feld "PARAM" ein,
- wählen Sie dann nacheinander die Befehle INC_P (Position 1) und INC_M
(Position 2), auf die jeweils der Befehl "SEND_CMD" folgen muß,
• stellen Sie KV so ein, daß Sie den gewünschten Wert und das gewünschte Vorzeichen des Schleppabstandes erzielen.
Hinweis: Bei einer zu großen Geschwindigkeitsüberschreitung (Überschwingen) kann der Geschwindigkeitskorrekturfaktor KV geringfügig verkleinert werden.
Einstellen der maximal zulässigen Geschwindigkeitsüberschreitung LIMV
Siehe Kap. 11.4-2
Offset-Einstellung
Nachdem die Verfahreinheit gestoppt ist, rufen Sie die Betriebsart DIRDRIVE auf und stellen den Offset-Wert im Fenster -150 mV und +150 mV so ein, um jegliche Drift der
Verfahreinheit auszuschalten.
D
__________________________________________________________________________________________
11/11
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11.4 Einstellen der Fehlerkontrollparameter
Wählen Sie im Menü "Einstellung" den Befehl "Überwachungsparameter". Es erscheint folgendes Fenster, mit dem Sie auf die verschiedenen Fehlerkontrollparameter zugreifen können.
D
Nach Betätigen der Schaltfläche "Bestätigen" werden alle in diesem Fenster eingegebenen Werte vom OFB MOVE berücksichtigt.
11.4-1 Beschreibung der Fehlerkontrollparameter
Die Fehler werden in Kap. 8.4-7 beschrieben.
DMAX1: Grenzwert 1, Schleppabstand
Sicherheits-Schleppabstand: 0 bis (SLMAX-SLMIN)/2 (1) 0 = keine Überwachung
DMAX2: Grenzwert 2, Schleppabstand
Wartungs-Schleppabstand: 0 bis (SLMAX-SLMIN)/2 (1) 0 = keine Überwachung
TW: Zielfenster
Statischer Fehler: 0 bis (SLMAX-SLMIN)/2 (1) 0 = keine Überwachung
VSTOP: Maximal zulässige Stoppgeschwindigkeit.
Stoppgeschwindigkeit: 10 bis VMAX/2 und beschränkt auf 32767
(1) ausgenommen bei einer Kreisbewegung, siehe Abs. 16.2.
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Einstellen der Achsen
11
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TSTOP: Stopp-Timeout
Grenzwerte: 0 bis 1000 (Einheiten x 10 ms) 0 = keine Überwachung
FEXCES: Grenzwert der Geschwindigkeitsüberschreitung (in % von VMAX).
Geschwindigkeitsüberschreitung: 0 bis 20% 0 = keine Überwachung
(ab Version 1.3)
11.4-2 Vorgehensweise zur Bestimmung der Fehlerkontrollparameter
Einstellprinzip der Kontrollparameter
• Geben Sie die gewünschten Kontrollparameter ein und übertragen Sie diese dann mit dem Befehl "SEND_PRM" (Zugriff auf die Funktion "Parameter" des Menüs "Transfer").
Im Fenster "Monogruppe":
• wählen Sie Handbetrieb,
• wählen Sie die obere Verfahrgeschwindigkeit: Kästchen "HIGH_F" angekreuzt,
• führen Sie Verfahrbewegungen von einer Position 1 zu einer Position 2 und umgekehrt durch, dazu:
- geben Sie einen Wert für die Achsbewegung im Feld "PARAM" ein,
- wählen Sie dann nacheinander die Befehle INC_P (Position 1) und INC_M
(Position 2), auf die jeweils der Befehl "SEND_CMD" folgen muß.
Das Modul darf nicht in den fehlerhaften Zustand übergehen: Vergewissern Sie sich in der Zeile "Fehler", daß der Fehler "AXIS_ERR" nicht signalisiert wird (im Modus "Daten" der Software PL7-3 oder mit der Software SYSDIAG lassen sich die Worte STATUS1,
2 und 3 für weitere Einzelheiten überprüfen) .
Bei Auftreten eines Fehlers:
• erhöhen Sie die Parameterwerte (höhere Toleranzen),
• oder stellen Sie die Parameter KR, KPOS und KV erneut ein und passen Sie dann die Parameterwerte an.
Stellen Sie nacheinander die folgenden Parameter ein:
• DMAX1 und DMAX2, TW sowie VSTOP und TSTOP
Die Geschwindigkeit muß nach Ablauf des Stopp-Timeouts niedriger als TSTOP sein, wobei TSTOP im Verhältnis zu dem Moment berechnet wird, wo der Referezwert der
Positionen den Wert der geforderten Position erreicht.
• die maximal zulässige Geschwindigkeitsüberschreitung LIMV
- Geben Sie den Wert des Parameters LIMV zu dem gewünschten Wert im Fenster
"Regelkreisparameter" ein,
- führen Sie die Verfahrbewegungen von Position 1 zu Position 2 und umgekehrt durch (wie oben beschrieben). Der Fehler DMAX 2 darf nicht beim Modul auftreten, anderenfalls LIMV erhöhen oder DMAX 2 (und DMAX 1) anpassen.
• die Überdrehzahl FEXCES
Wählen Sie für diese Einstellung eine Verfahrgeschwindigkeit von FHIGH = VMAX.
__________________________________________________________________________________________
11/13
D
__________________________________________________________________________________________
11.5 Sichern der Parameter
Die Konfigurationsparameter werden im OFB-Speicherbereich "Konstanten" abgelegt und so automatisch gesichert. Dies gilt nicht für Einstellparameter, die im OFB-
Speicherbereich "Daten" abgelegt werden. Die Sicherung, die dazu dient, die Werte der
Einstellparameter vom Speicherbereich DATEN in den Bereich KONSTANTE des OFB zu übertragen, ist daher unbedingt durchzuführen, damit die Einstellwerte beinem
Kaltstart des Prozessors (SYà) nicht verloren gehen.
OFB •MOVE
KONSTANTEN
Konfigurationsparameter
SAVE_PRM
Speicherbereich
SY0
Einstellparameter
D Wählen Sie im Menü "Transfer" den Befehl "Parameter". Es erscheint folgendes
Fenster:
Führen Sie den Befehl "SAV_PRM" aus, um die Einstellparameter im Speicher des
SPS-Prozessors zu sichern.
Achtung: Auch wenn sich die Software PL7-3 während dieses Vorgangs im ONLINE-
Mode, wird der PG-Speicher nicht mit den neuen Konstantwerten aktualisiert.
Ein Transfer der Applikation von der SPS zum Programmiergerät mit der Software
PL7-3 oder dem Softwaretool TRANSFER wird zu diesem Stadium der Einstellung empfohlen. Durch diesen Vorgang lassen sich alle eingestellten Parameter auf der
Festplatte des Programmiergerätes sichern.
__________________________________________________________________________________________
11/14
Testen einer Achsapplikation
12
__________________________________________________________________________________________
12.1 Allgemeines zum Testen einer Achsapplikation
Die Multi-Achsensteuerung, die in das PL7-3-Programm integriert wird, greift auf die
Debug-Funktionen der Software PL7-3 zurück.
Debug-Funktionen der Software PL7-3:
• Echtzeit-Anzeige und -Animation des Programms,
- in Grafcet: Durch Programmierung jeder Verfahrbewegung in einem Grafcet-Schritt kann die aktuelle Verfahrbewegung einfach identifiziert werden.
- in TSX 7-Basic oder Kontaktplan: Markierung des EXEC OFB während der
Ausführung.
• Setzen von Haltepunkten und Ausführung "Zyklus für Zyklus", "Kontaktplanblock für
Kontaktplanblock" oder "Satz für Satz".
• In der Betriebsart "DATEN" lassen sich Statusbits und -worte anzeigen und die
Befehlsbits des OFB •MOVE steuern. In dieser Betriebsart lassen sich ferner
Bitobjekte forcen und Grafcet-Schritte sperren.
Fenster "Monogruppe" der Software ADJ MAX
D
Im oberen Teil dieses Fensters finden Sie Informationen für den Test einer Achsgruppe
(siehe ausführliche Beschreibung des Fensters Kap. 17.4):
• Überwachung der Position und Geschwindigkeit der Verfahreinheit,
• Statusanzeige der Moduleingänge,
• Anzeige von Modul- und Applikationsfehlern,
• Status der Achsgruppe,
• Anzeige der laufenden Anweisung,
• Verkettung der Elementarbewegungen.
__________________________________________________________________________________________
12/1
__________________________________________________________________________________________
Felder "Verfahrbewegung AUTO läuft":
N G G
Schritt-Nr. zur
Identifikation der laufenden Anweisung
Art der Verfahrbewegung
(absolut od. inkremental)
Anweisungscode
D
Im unteren Teil des Fensters finden Sie die Befehle zur Auswahl der Betriebsarten, der zu überwachenden Achse und der Verfahrbewegungen im Handbetrieb. Diese in
Kap. 13 "Bedienung" beschriebenen Befehle können zur Simulation der Betriebsarten und manuellen Befehle des PL7-3- Programms verwendet werden.
Achtung:
Es kann zu Konflikten zwischen dem PL7-3-Programm, das die Befehle ausführt oder
Variablen schreibt, und den Befehlen kommen, die mit Hilfe des Softwaretools
ADJ MAX ausgeführt werden. Der letzte Befehl hat stets Priorität.
Der Fensterbereich "CMD_FAIL" gibt Auskunft über die genaue Ursache einer Befehlsrückweisung.
Sobald eine Befehlsrückweisung entdeckt wird, nimmt der Code, der einer der Rubriken
"Parameter", "Betriebsarten" oder "Bewegungen" zugeordnet ist, einen Wert ungleich
0 an. Durch Wahl der Schaltfläche "?" läßt sich die Ursache der Befehlsrückweisung im
Klartext angezeigen.
Weitere wichtige Informationen sind in den STATUS-Worten (
●
MOVEi,STATUS 0, 1,
2 und 3) enthalten. Die Funktion der einzelnen Bits dieser Worte ist in der Kurzübersicht am Ende dieses Handbuchs beschrieben. Diese Worte können in der Betriebsart
"DATEN" oder "DEBUG" von PL7-3 oder mit Hilfe der Software SYSDIAG angezeigt werden.
Die in Kap. 8.3 beschriebene Betriebsart "Ohne Sicherheitsfunktion" erweist sich beim
Debug, während die Steuerung in den STOP-Betrieb gesetzt wird, oder am Haltepunkt als nützlich.
Hinweis: In dieser Betriebsart bleibt bei Stillstand der Steuerung die Konfiguration der
Gruppe erhalten, und die laufenden Verfahrbewegungen werden ausgeführt.
Ändern des Programms und der Parameter
Alle unter PL7-3 im RUN-Betrieb zulässigen Änderungen können durchgeführt werden.
Es ist ferner möglich, die Konfigurations- und Einstellparameter ausgenommen der
Parameter "ADGROUP" und "ADAXIS" zu ändern. Jede Änderung dieser Parameter
12/2
Testen einer Achsapplikation
12
__________________________________________________________________________________________
Gleichzeitige Verwendung von PL7-3 und ADJ MAX
Es ist möglich, die Betriebsart "Debug" von PL7-3 (verkleinert) in Ergänzung zur
Funktion "Monogruppe" der Software ADJ MAX zu verwenden.
D
12.2 Debugging im Simulationsbetrieb
In dieser Betriebsart kann die Abfolge der Anweisungen der Achsapplikation ohne
Bewegung der Verfahreinheit kontrolliert werden.
Diese Betriebsart gewährleistet:
• die Unterdrückung der Drahtbruchüberwachung zwischen Achsgruppe und externem
Teil,
• die automatische Verkettung der Anweisungen (automatische Bitgenerierung
•MOVEi,NEXT und •MOVEi,DONE nach Ablauf von 2 s).
Wahl der Betriebsart "Simulation"
Zur Anwendung der Betriebsart "Simulation" müssen folgende Befehle ausgeführt werden:
• Überprüfen Sie, ob die Gruppe konfiguriert ist (Anzeige "CONF"),
• deaktivieren Sie den Befehl "DRV_OFF",
• wählen Sie die Betriebsart "SIMUL",
• wählen Sie die Betriebsart "AUTO".
Führen Sie die Befehle durch Betätigen der Schaltfläche "SEND_CMD" aus.
__________________________________________________________________________________________
12/3
__________________________________________________________________________________________
12.3 Archivierung
Nach Test des Programms im Online-Betrieb:
• sichern Sie die Einstellparameter, falls diese geändert wurden; Befehl "SAV_PRM" im Menü "TRANSFER" der Software ADJ MAX (siehe Kap. 11.5).
• übertragen Sie die PL7-3-Applikation zur Platte, Funktion "TRANSFER" von PL7-3
(PROZESSOR ==> PLATTE).
D
12.4 Dokumentation
Die Dokumentation der Achsapplikation ist in der gesamten Dokumentation der
PL7-3-Applikation enthalten.
Sie beinhaltet:
• den Programmteil,
• die Konstanten der OFB
●
MOVE , die den Konfigurationsparametern und den gesicherten ADJUST-Parametern (1) entsprechen.
(1) Die gesicherten ADJUST-Parameter erscheinen in der Dokumentation nur dann, wenn die OFB
●
MOVE der Version V5.1 oder höher angehören. Die Liste der gesamten Parameter und ihre Bedeutung finden Sie in Abschnitt 21.1, Kurzübersicht,
Register G.
__________________________________________________________________________________________
12/4
________________________________________________________
Inhalt Register E
___________________________________________________________________________
Kapitel
13.1 Die Funktion "Monogruppe" der Software ADJ MAX
13.1-2 Beschreibung des Bereiches für Darstellungszwecke
13.1-3 Beschreibung des Bereichs "Befehle"
13.2 Die Funktion "Multigruppe" der Software ADJ MAX
13.2-2 Beschreibung des Bereiches für Darstellungszwecke
13.2-3 Befehle mit Ausführung durch SEND_CMD
13.2-4 Direkt ausführbare Befehle
13.3 Entwicklung eines Bedienerdialogs
13.3-2 Bedienerdialog-Software PL7-MMI
14.2 Bedingungen für die Ausführbarkeit der Befehle
14.3 Mögliche Fehlerquellen und deren Behebung
Seite
___________________________________________________________________________
E/1
________________________________________________________
Inhalt Register E
___________________________________________________________________________
E
___________________________________________________________________________
E/2
__________________________________________________________________________________________
13.1 Die Funktion "Monogruppe" der Software ADJ MAX
13.1-1 Fenster "Monogruppe"
Über das Fenster "Monogruppe" des Menüs "Bedienung" können Sie den Bewegungsablauf der Verfahreinheit und die Ausführung des Programms überwachen sowie die
Verfahreinheit im Handbetrieb steuern.
Zugriff auf das Fenster:
• Wählen Sie die zu verfahrende Achsgruppe:
- wählen Sie dazu im Menü "Gruppe" der Software ADJ MAX die Funktion "Öffnen",
- im angebotenen Dialogfenster wählen Sie den zu steuernden OFB •MOVE, bestätigen
Sie Ihre Wahl,
• wählen Sie im Menü "Bedienung" die Funktion "Monogruppe". Folgendes Fenster wird nun aufgerufen:
Bereich 1
Bereich 2
E
Bereich 3
Dieses Fenster besteht aus 3 Bereichen:
• Bereich 1 dient zu Darstellungszwecken,
• Bereich 2 beinhaltet Befehle zur indirekten Ausführung über die Schaltfläche SEND_CMD,
• Bereich 3 beinhaltet direkt ausführbare Befehle.
Hinweis:
Inaktive Befehle werden im Fenster grau dargestellt (z.B. werden die Informationen für die X- und Z-Achse bei einer Einachsgruppe grau dargestellt).
__________________________________________________________________________________________
13/2
Bedienung
13
__________________________________________________________________________________________
13.1-2 Beschreibung des Bereiches für Darstellungszwecke
In diesem Bereich, der sich im oberen Teil des Fensters "Monogruppe" befindet, sind alle Informationen zur Überwachung des Bewegungsablaufs der Verfahreinheit, des
Modulstatus und des Programmablaufs zusammengefaßt.
X
Y
Z
Anzeige
Pos
Beschreibung
Zeigt für jede Achsgruppe die Istposition der Verfahreinheit in der im Konfigurationsparameter "UNIT" definierten Einheit an. Diese Position ist nur von
Bedeutung, wenn die Gruppe konfiguriert ist und wenn bei Verwendung eines Inkrementalgebers eine Referenzpunktfahrt durchgeführt wurde.
X
Y
Z
Target
Dev
(1)
(1)
Zeigt für jede Achsgruppe die Zielposition der Verfahreinheit in der im Konfigurationsparameter "UNIT" definierten Einheit an:
• Automatik-Modus: Die Sollposition wird durch die Anweisung vorgegeben (oder anhand der Anweisung berechnet).
• Handbetrieb: Die Sollposition wird vom Befehl vorgegeben (oder anhand dieses Befehls berechnet).
Zeigt für jede Achsgruppe den Schleppabstand in der im
Konfigurationsparameter "UNIT" definierten Einheit an:
Differenz zwischen der berechneten theoretischen Position und der tatsächlichen Position der Verfahreinheit.
X
Y
Z
Pos
(1) Zeigt die Istgeschwindigkeit der Verfahreinheit an.
F
F
Target (1)
Zeigt die Sollgeschwindigkeit der Verfahreinheit an.
• Automatik-Modus: Die Sollgeschwindigkeit wird von der Anweisung vorgegeben.
• Handbetrieb: Die Sollgeschwindigkeit wird von den
Steuerungsparametern x_FHIGH oder x_FLOW vorgegeben. Die Wahl zwischen den beiden Steuerungsparametern erfolgt mit dem Befehl HIGH_F.
(1)
Verfahrbewegung Auto läuft
N G G
Zeigt die laufende Anweisung an.
N Satznummer zur Identifikation der laufenden Anweisung,
G Code, gibt Auskunft über den Typ der Verfahrbewegung:
• G90 Verfahrbewegung zu einer absoluten Position
• G91 Verfahrbewegung zu einer relativen Position
G Code der laufenden Anweisung
(1) Achtung: Diese Werte sind nur von Bedeutung, wenn der Aktualisierungsbefehl freigegeben
13/3
E
E
__________________________________________________________________________________________
Anzeige
X
Y
Z
X
Y
Z
X
Y
Z
X
Y
Z
Calib
Direct+
Event
Cam
Bereich "Fehler"
Anzeige
I/O_Err
Beschreibung
Zeigt die referenzierten Achsen an, d.h., daß bei Verwendung von Inkrementalgebern eine Referenzpunktfahrt durchgeführt wurde.
Signalisiert für jede einzelne Achse, daß sich die Verfahreinheit in Plusrichtung der Achse bewegt.
Signalisiert, daß ein Ereignis am Ereigniseingang des
Moduls erfaßt wurde.
Signalisiert, daß der Eingang "Referenzpunktnocken" des Moduls den Zustand "1" hat.
?
Hard_Err
Axis_Err
Sys_Err
Beschreibung
Ein-/Ausgangsfehler des Modus
Signalisiert, daß ein Hardwarefehler bei einer der Achsen aufgetreten ist: Not-Aus, Antriebsregler, Drahtbruch,
Geberverschmutzung oder Kurzschluß Analogausgang.
Diese Fehler sind blockierend.
Signalisiert, daß ein Applikationsfehler bei einer der Achsen aufgetreten ist: Softwareendlagen, Überdrehzahl, Schleppabstand, Zielfenster oder Stopp. Die Fehler SW-Endlagen,
Überdrehzahl und Schleppabstand DMAX1 sind blockierend.
Signalisiert einen Systemfehler des OFB: Initialisierungsfehler, Adressierungsfehler, Kommunikationsfehler. Einige dieser Fehler können blockierend sein.
Bietet ein Fenster an, in dem die bei den einzelnen
Achsen entdeckten Fehler genau aufgelistet sind.
Fehler URGSTOP -> Fehler "Not-Aus"
Fehler VAR-> Fehler "Antriebsregler"
Fehler CODRUP-> Fehler "Drahtbruch"
Fehler CODSAL-> Fehler "Geberverschmutzung"
Fehler CCANA -> Fehler "Kurzschluß Analogausgang"
Fehler SLMAX -> Fehler "Softwareendlage"
Fehler SLMIN -> Fehler "Softwareendlage"
Fehler F_EXES -> Fehler "Überdrehzahl"
Fehler DMAX 1 -> Fehler "Schleppabstand"
Fehler TW -> Fehler "Zielfenster"
Fehler STOP -> Fehler "Stopp"
13/4
Bedienung
13
__________________________________________________________________________________________
Bereich "Cmd_Fail"
In diesem Bereich wird eine Befehlsrückweisung durch einen Fehlercode signalisiert
(H'0' = kein Fehler); nach Wahl von "?" (befindet sich neben dem Fehlercode) erscheint eine Meldung, die Auskunft gibt über die Ursachen der Befehlsrückweisung.
Anzeige Beschreibung
Parameter:
?
Befehlsrückweisung aufgrund eines falschen Parameters
Betriebsarten:
Bewegungen:
?
?
Befehlsrückweisung augfrund eines falschen Codes für die Betriebsarten
Befehlsrückweisung aufgrund eines nicht ausführbaren
Befehls.
Hinweis: Über die Schaltfläche "Hilfe" können Sie alle Fehlercodes "CMD_FAIL" aufrufen, die für das jeweilige Themengebiet "Konfiguration","Parametrierung",
"Betriebsarten" und "Verfahrbefehle" zusammengefaßt sind.
Bereich "Status der Gruppe"
Anzeige Beschreibung
Conf
Signalisiert, daß die Achsgruppe konfiguriert ist.
Eine unkonfigurierte Gruppe kann nicht eingesetzt werden.
Zur Konfiguration verwenden Sie den Befehl SEND_CONF
(Menü "Transfer" - Funktion "Parameter").
Ok
Signalisiert, daß kein blockierender Fehler (mit Stopp der
Verfahreinheit) erfaßt wurde.
St_Pref
Th_Point
Signalisiert im Automatik-Modus, daß der benutzerdefinierte Bezugspunkt aktiviert wurde (Anweisung G54).
Signalisiert, daß der theoretische Sollwert erreicht ist.
St_Pause
Nomotion
At_Point
Gibt an, daß sich die Gruppe in einem Wartezustand befindet.
Gibt an, daß die laufende Bewegung abgeschlossen ist und daß die Verfahreinheit tatsächlich gestoppt ist.
Gibt an, daß die laufende Bewegeung abgeschlossen ist und daß sich die Verfahreinheit im Zielfenster befindet.
Done Gibt im Automatik-Modus an, daß die Achsgruppe die geforderte/n Bewegung/en beendet hat (leerer Pufferspeicher).
Next Gibt im Automatik-Modus an, daß die Achsgruppe zur
Ausnahme eines neuen Verfahrbefehls bereit ist.
__________________________________________________________________________________________
13/5
E
E
__________________________________________________________________________________________
13.1-3 Beschreibung des Bereichs "Befehle"
In diesem Bereich befinden sich alle Befehle zur Wahl der Funktionsarten und zur
Steuerung der Verfahreinheit im Handbetrieb. Diese Informationen befinden sich im unteren Teil des Fensters'"Monogruppe".
Hinweis: Im Handbetrieb können Sie die Verfahreinheit nur auf einer Achse steuern.
Diese Befehle können ausgeführt werden, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
• Die Achsgruppe ist konfiguriert,
• der Handbetrieb ist angewählt (mit Ausnahme der Befehle Simul, ACK_DEF, EVENT,
STOP).
Manuelle Befehle mit Ausführung durch SEND_CMD
Die Befehle müssen in der folgenden Reihenfolge ausgeführt werden:
• wählen Sie die Achse (Befehle im Bereich AXE, außer DirDrive und Drv_Off),
• wählen Sie den Parameter PARAM (Befehle: Inc+, Inc-, DirDrive und Rp_Here),
• wählen Sie den Befehl,
• führen Sie den Befehl durch Betätigen von SEND_CMD aus.
Anzeige
X
Y
Z
AXE
Beschreibung
Wahl der Achse, auf die sich der Befehl beziehen soll.
Inc+
Inc-
Setrp+
Setrp-
Dirdrive
Befehl für eine inkrementale Verfahrbewegung in Plusrichtung um eine im Feld "Param" angegebene Distanz.
Befehl für eine inkrementale Verfahrbewegung in Minusrichtung um eine im Feld "Param" angegebene Distanz.
Befehl zur manuellen Referenzpunktfahrt in Plusrichtung.
Die aktuelle Position nimmt den Wert x_VALRP an.
Befehl zur manuellen Referenzpunktfahrt in Minusrichtung.
Die aktuelle Position nimmt den Wert x_VALRP an.
Befehl zur Wechsel der Gruppe in die Betriebsart "Offener
Regelkreis". Der Regelkreis wird außer Betrieb gesetzt.
Die Antriebsregler werden direkt über den Digital-Analog-
Umsetzer unter Spannung gesteuert. Der Spannungswert
(in mV) muß im Feld "Param" eingegeben werden.
Rp_Here
Befehl zum forcierten Referenzpunktsetzen, die aktuelle Position wird auf den im Feld "Param" eingegebenen Wert geforct.
Befehl zur Rückkehr zur definierten Ausgangsposition.
Homing
Drv_Off
Befehl zur Wechsel der Gruppe in die Betriebsart
"Messung". In dieser Betriebsart liefert das Modul nur die
Positionsdaten und die aktuelle Geschwindigkeit.
Der Regelkreis wird außer Betrieb gesetzt und die
Antriebsregler werden nicht mehr gesteuert.
__________________________________________________________________________________________
13/6
Bedienung
13
__________________________________________________________________________________________
Anzeige
SLReturn
Beschreibung
Befehl zur Rückkehr in den gültigen Meßwertbereich.
Dieser Befehl ist erst nach einem SW-Endlagenfehler und nach Quittierung dieses Fehlers aktiv.
Param.
Distanz
Feld zur Eingabe des Parameters, der einem der manuellen Befehle zugeordnet wird:
• Inc+/Inc-: Wert der Verfahrbewegung
• Dirdrive: Wert der Spannung
• Rp_Here: Wert der Position
Dieses Feld wird ebenfalls zur Einstellung des Parameters
KR verwendet: gemessene Entfernung.
Feld zur Eingabe des Parameters DISTANZ, der bei der
Einstellung des Koeffizienten KR verwendet wird.
Bereich Gruppe
Anzeige
Auto
High_F
Simul
Beschreibung
Wahl des Automatik-Modus. Ist dieses Kästchen nicht angekreuzt, so ist der Handbetrieb angewählt.
Wahl des oberen Geschwindigkeitswertes für den Handbetrieb, der in den Steuerungsparametern x_FHIGH definiert ist. Ist dieses Kästchen nicht angekreuzt, so ist der untere Geschwindigkeitswert x_FLOW angewählt.
E
Wahl der Betriebsart "Simul". Diese Betriebsart ist aktiv, wenn der Automatik-Modus angewählt ist. In dieser
Betriebsart kann der Programmablauf ohne Aktivierung der Ausgänge (ohne Verfahrbewegung) verfolgt werden.
__________________________________________________________________________________________
13/7
__________________________________________________________________________________________
Manuelle Befehle mit direkter Ausführung
Manuelle Befehle werden direkt nach ihrem Anklicken ausgeführt.
Anzeige
Enable
Pause
Monitor
CMV
Beschreibung
Befehl zur Freigabe der Sicherheitsrelais des Antriebsreglers der Achsen der Gruppe.
Befehl zum Stopp der Verfahreinheit am Ende des laufenden Befehls im Automatik-Modus.
Befehl zum Auffrischen der aperiodischen Daten (Schleppabstand, Ziel, Ist- u. Zielgeschwindigkeit, laufende Anweisung).
Feld zur Eingabe des Multiplikationsfaktors der Geschwindigkeit
(von 0 bis 2 in Schritten von 1/1000).
E
Solange der Befehl JOG + oder JOG - betätigt wird, bewegt sich die Verfahreinheit.
Nach Loslassen der Schaltfläche wird die Verfahreinheit gestoppt. Die rechts neben dem Befehl befindliche Anzeige gibt an, ob der Befehl in Ausführung ist.
Anzeige
SEND_CMD
NEW_KR
ACK_DEF
EVENT
Beschreibung
Befehl zum Senden von manuellen Befehlen und zur
Auswahl der Betriebsart im Bereich AXE und GRUPPE.
Befehl zum Einstellen des Koeffizienten KR
(s. Kap. 11.2).
Befehl zur Fehlerquittierung: Alle zwischenzeitlich behobenen Fehler werden quittiert.
Generieren eines Ereignisses der Gruppe (im Automatik-
Modus).
Befehl zur unbegrenzten Achsbewegung in Plusrichtung
(1).
JOG
+
JOG
-
Befehl zur unbegrenzten Achsbewegung in Minusrichtung
(1).
STOP
Befehl zum Stopp der Verfahreinheit und der laufenden
Anweisung mit Löschen des Pufferspeichers (im
Automatik-Modus).
(1) Diese Befehle bleiben bei einem Softwareendlagen-Fehler aktiv.
__________________________________________________________________________________________
13/8
Bedienung
13
__________________________________________________________________________________________
13.2 Die Funktion "Multigruppe" der Software ADJ MAX
13.2-1 Fenster "Multigruppe"
Über das Fenster "Multigruppe" des Menüs "Bedienung" haben Sie Zugriff auf bis zu
4 Einachsgruppen (typischerweise die unabhängigen Achsen eines Moduls). Für jede
Achsgruppe können Sie den Bewegungsablauf der Verfahreinheit und die Ausführung des Programms überwachen sowie die Verfahreinheit im Handbetrieb steuern.
Zugriff auf das Fenster:
• Wählen Sie im Menü "Bedienung" die Funktion "Multigruppe".
• Ist keine Einachsgruppe angewählt, so wird in diesem Fenster der Aufruf einer
Gruppe angeboten.Wurde bereits eine Gruppe angewählt, so erscheint diese direkt im Fenster. Die anderen Gruppen werden über die Schaltfläche "Öffnen" angewählt.
Die Gruppen lassen sich durch ihre Auswahl neu zusammenstellen und im Fenster verschieben, wobei die Schaltfläche "Anordnen" eine genaue Positionierung ermöglicht.
Bereich 1
Bereich 2
Dieses Fenster besteht aus 2 Bereichen:
• Bereich 1 dient zu Darstellungszwecken,
• Bereich 2 beinhaltet folgende Befehle:
- Befehle zur indirekten Ausführung über die Schaltfläche SEND_CMD,
- direkt ausführbare Befehle.
Diese Befehle beziehen sich auf die Achsgruppe, dessen Fenster gerade aktiv ist.
Mit den anderen Befehlen dieses Bereiches können Achsgruppen gewählt und positioniert, das Fenster ausgedruckt und die Online-Hilfe aufgerufen werden.
__________________________________________________________________________________________
13/9
E
__________________________________________________________________________________________
13.2-2 Beschreibung des Bereiches für Darstellungszwecke
In diesem Bereich, der sich im oberen Teil des Fensters "Multigruppe" befindet, sind alle
Informationen zur Überwachung des Bewegungsablaufs der Verfahreinheit, des
Modulstatus und des Programmablaufs zusammengefaßt.
Anzeige
Pos
X
X
X
Target
Dev
(1)
(1)
Beschreibung
Zeigt für jede Achsgruppe die Istposition der Verfahreinheit in der im Konfigurationsparameter "UNIT" definierten Einheit an. Diese Position ist nur von Bedeutung, wenn die Gruppe konfiguriert ist und bei Verwendung eines Inkrementalgebers eine Referenzpunktfahrt durchgeführt wurde.
Zeigt für jede Achsgruppe die Zielposition in der im
Konfigurationsparameter "UNIT" definierten Einheit an:
• Automatik-Modus: Die Sollposition wird durch die Anweisung vorgegeben (oder anhand der Anweisung berechnet).
• Handbetrieb: Die Sollposition wird vom Befehl vorgegeben (oder anhand dieses Befehls berechnet).
Zeigt für jede Achsgruppe den Schleppabstand in der im
Konfigurationsparameter "UNIT" definierten Einheit an:
Differenz zwischen der berechneten theoretischen Position und der tatsächlichen Position der Verfahreinheit.
Pos
(1)
E
F
Zeigt die Istgeschwindigkeit der Verfahreinheit an.
N
(1)
Verfahrbewegung Auto läuft
G G
Zeigt die laufende Anweisung an.
N Satznummer zur Identifikation der laufenden Anweisung,
G Code, gibt Auskunft über den Typ der Verfahrbewegung:
• G90 Verfahrbewegung zu einer absoluten Position
• G91 Verfahrbewegung zu einer relativen Position
G Code der laufenden Anweisung
(1) Achtung: Diese Werte sind nur von Bedeutung, wenn der Aktualisierungsbefehl freigegeben wurde (Kästchen "Monitor" angekreuzt).
__________________________________________________________________________________________
13/10
Bedienung
13
__________________________________________________________________________________________
Anzeige
Conf
Ok
Calib
Event
Nomotion
Cam
Beschreibung
Signalisiert, daß die Achsgruppe konfiguriert ist.
Signalisiert, daß kein blockierender Fehler (mit Stopp der
Verfahreinheit) erfaßt wurde.
Signalisiert, daß die Achse referenziert ist, d.h., daß bei
Verwendung von Inkrementalgebern eine Referenzpunktfahrt durchgeführt wurde.
Signalisiert, daß ein Ereignis am Ereigniseingang des
Moduls erfaßt wurde.
Signalisiert, daß die Verfahreinheit gestoppt ist.
Signalisiert, daß der Eingang "Referenzpunktnocken" des Moduls den Zustand "1" hat.
13.2-3 Befehle mit Ausführung durch SEND_CMD
Die Befehle müssen in der folgenden Reihenfolge ausgeführt werden:
• Wählen Sie den Parameter PARAM (Befehle: Dirdrive und Rp_Here),
• wählen Sie den Befehl,
• führen Sie den Befehl durch Betätigen von SEND_CMD aus.
Anzeige
Auto
Rp_Here
Dirdrive
Param
Beschreibung
Wahl des Automatik-Modus. Ist dieses Kästchen nicht angkreuzt, so ist der Handbetrieb angewählt.
Befehl zum forcierten Referenzpunktsetzen, die aktuelle Position wird auf den im Feld "Param" eingegebenen Wert geforct.
Befehl zur Wechsel der Gruppe in die Betriebsart "Offener
Regelkreis". Der Regelkreis wird außer Betrieb gesetzt.
Die Antriebsregler werden direkt über den Digital-Analog-
Umsetzer unter Spannung gesteuert. Der Spannungswert
(in mV) muß im Feld "Param" eingegeben werden.
Feld zur Eingabe des Parameters, der einem der manuellen Befehle zugeordnet wird:
• DIR_DRIVE: Wert der Spannung in mV
• RP_HERE: Wert der Position
E
__________________________________________________________________________________________
13/11
__________________________________________________________________________________________
13.2-4 Direkt ausführbare Befehle
Diese Befehle können ausgeführt werden, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
• Die Achsgruppe ist konfiguriert,
• es ist kein blockierender Fehler aufgetreten,
• für die Befehle JOG+ und JOG- ist der Handbetrieb angewählt,
Manuelle Befehle werden direkt nach ihrem Anklicken ausgeführt.
Solange der Befehl JOG + oder JOG - betätigt wird, bewegt sich die Verfahreinheit.
Nach Loslassen der Schaltfläche wird die Verfahreinheit gestoppt. Die rechts neben dem Befehl befindliche Anzeige gibt an, ob der Befehl in Ausführung ist.
E
Anzeige
SEND_CMD
ACK_DEF
EVENT
Beschreibung
Befehl zum Senden von manuellen Befehlen und zur
Auswahl der Betriebsart im Bereich AXE und GRUPPE.
Befehl zur Fehlerquittierung: Alle zwischenzeitlich behobenen Fehler werden quittiert.
Generieren eines Ereignisses der Gruppe (im Automatik-
Modus).
Befehl zur unbegrenzten Achsbewegung in Plusrichtung
(1).
JOG
+
JOG
-
Befehl zur unbegrenzten Achsbewegung in Minusrichtung
(1).
STOP
Befehl zum Stopp der Verfahreinheit und der laufenden
Anweisung mit Löschen des Pufferspeichers (im
Automatik-Modus).
(1) Diese Befehle bleiben bei einem Softwareendlagen-Fehler aktiv.
__________________________________________________________________________________________
13/12
Bedienung
13
__________________________________________________________________________________________
13.3 Entwicklung eines Bedienerdialogs
13.3-1 Bedienfeld
Dem Programmierer stehen alle Befehle und elementaren Informationen in Form von
Bits, Statusworten aus dem OFB •MOVE zur Verfügung, um ein einfaches oder komplexes Bedienfeld zu entwickeln.
Zwei Beispiele werden in diesem Handbuch beschrieben:
• ein Beispiel in Kap. 5,
• ein Beispiel in Kap. 8.5 "Verwaltung des Handbetriebes"
Die Programmierprinzipien werden in Kap. 8.5 beschrieben; eine umfangreiche Liste mit allen Bits und Worten aus dem OFB •MOVE finden Sie in der Kurzübersicht am Ende dieses Handbuches.
13.3-2 Bedienerdialog-Software PL7-MMI
Mit Hilfe der Bedienerdialog-Software PL7-MMI können Sie ein Bedienfeld entwickeln, um ein oder mehrere Achsen über ein Bedienterminal vom Typ MMX 7 zu steuern.
Diese Software nutzt alle Informationen, die vom OFB •MOVE stammen.
Die folgenden Fenster liefern mögliche Realisierungsvorschläge.
Beispiel 1: Fenster zum Lesen und Schreiben der Einstellparameter.
E
__________________________________________________________________________________________
13/13
__________________________________________________________________________________________
Beispiel 2: Fenster zur Fehleranzeige für 3 Achsgruppen.
E
Beispiel 3: Fenster zur Bedienung einer Achsgruppe, Umsetzung des Fensters von
ADJ MAX auf MMX.
__________________________________________________________________________________________
13/14
Diagnose und Wartung
14
__________________________________________________________________________________________
14 Diagnose und Wartung
14.1
Fehlerdiagnose
Dem Anwender stehen mehrere Befehle zur Fehlererkennung zur Verfügung:
• LEDs auf der Frontseite des Moduls:
- rote LED: LED für allgemeine Fehler,
- grüne LED: E/A-Fehler.
• die Fenster "Multigruppe (siehe Abs. 13.2) und "Monogruppe" (siehe Abs. 13.1),
• Fehlerbits und Statusworte (siehe Abs. 8.4 und Kurzübersicht).
14.2 Bedingungen für die Ausführbarkeit der Befehle
Normalfall bei den Verfahrbefehlen
• Gruppe ist konfiguriert und es ist kein blockierenden Fehler aufgetreten,
• Betriebsart ist gewählt (Automatik oder Handbetrieb).
• Für Befehle mit Absolutmaßen: Diese Position muß zwischen den Werten x_SLMIN und x_SLMAX liegen.
• Für Befehle mit Kettenmaßen: Die ausgehend von der Position am Satzanfang berechnete Zielposition muß zwischen den Werten x_SLMIN und x_SLMAX liegen.
• Die Achsen müssen mit Ausnahme der Befehle für die Referenzpunktfahrt referenziert sein.
• Die angezeigte Geschwindigkeit F muß sein:
- für einen OFB MOVE:
≤
X_VMAX,
- für einen OFB DMOVE:
≤
Min (X_VMAX, Y_VMAX),
- für einen OFB TMOVE:
≤
Min (X_VMAX, Y_VMAX, Z_VMAX).
Sonderfall bei den Befehlen ohne Halt (G01, G11):
Der Befehl wird zurückgewiesen, wenn die geforderte Geschwindigkeit F am anzufahrenden Zielpunkt in Abhängigkeit von der Istposition der Verfahreinheit nicht erreicht werden kann.
E
Änderung des Geschwindigkeitsmodulationsfaktors CMV
Eine Änderung des Parameters CMV wird nur bis zur konfigurierten Maximalgeschwindigkeit wirksam.
Hinweis: Eine Verfahrbewegung ohne Halt, auf die kein Verkettungsbefehl folgt, wird solange fortgesetzt, bis die Softwareendlagen erreicht sind.
__________________________________________________________________________________________
14/1
__________________________________________________________________________________________
14.3 Mögliche Fehlerquellen und deren Behebung
• Beim Funktionsbaustein •MOVE ist ein Systemfehler aufgetreten - wie kann dieser Fehler behoben werden?
Der Systemfehler ist auf eine falsche Konfiguration der Gruppen zurückzuführen.
Ändern Sie online (PG-Speicher) die Adressen der Gruppe (ADGROUP) und die
Adressen der Achsen (ADAXIS). Übertragen Sie dann die so geänderte Applikation in den SPS-Prozessor (Betriebsart "Transfer" von PL7-3).
• Warum sind die Positionen X_POS nach Anschluß eines SSI-Absolutwertgebers fehlerhaft?
Überprüfen Sie die Versorgungsspannung des Gebers. Eine unzureichende oder falsche Spannung führt zu verfälschten Informationen.
• Warum kommt es bei den Befehlen "JOG" im Handbetrieb zu Diskrepanzen zwischen Aktion und Reaktion ?
Die Befehle "JOG" werden vom OFB der Mastertask in einem OS/2-Fenster verwaltet.
Die Antwort hängt von der Anzahl der geöffneten Fenster sowie der Zykluszeit der
Mastertask ab.
E
• Was ist zu tun, damit die Einstellwerte bei einem Kaltstart nicht verloren gehen?
Nach Einstellung der Achsen müssen diese Parameter mit Hilfe des Befehls
"SAVE_PARAM" im Fenster "Transfer" der Software ADJ-MAX gesichert werden.
• Was ist zu tun, damit die Einstellwerte nach einem Transfer vom Program- miergerät zur SPS nicht verloren gehen?
Nach Einstellung der Achsen muß eine Archivierung, wie in Abs. 12.3 beschrieben, durchgeführt werden.
• Was ist zu tun, damit die Konfiguration des Funktionsbausteins bei einem SPS-
Stopp nicht annulliert wird?
Es ist ein Wechsel in die Betriebsart "Ohne Sicherheitsfunktion" vorzunehmen, indem das Bit "SAVE_OFF" auf 1 gesetzt wird.
__________________________________________________________________________________________
14/2
Diagnose und Wartung
14
__________________________________________________________________________________________
14.4 Diagnosehilfe
Unter der Software ADJ-MAX
Symptom Mögliche Ursache Was ist zu tun?
Meldung H'49'('4A') :"ERR Wert von ACC(DEC) zu Für ACC(DEC) einen
FAIL RATIO ACC(DEC) X" klein. Hinweis: bei einem Befehl ACC(DEC)>VMAX/120 in korrekten
Wert wählen.
SEND_CNF o. SEND_PRM physikal.Einheit (>VMAX/2 inkremental)
Fenster Monogruppen1: Achs-Nr. ohne Zusammen- ADAXIS in PL7_3 Offline
Betrieb "leer" (kein Bit auf hang in ADAXIS korrigieren und übetragen
1, Gruppe nicht konf., nur 2: dieselbe Kanal-Nr.
DRIVE_OFF aktiv) für mehrere Achsen
NB: Das Fenster TRANS-
FER gibt häufig Auskunft
Änderung des Befehls (z.B.: X und Y Kanal 0 zuge- über die Art des Problems.
zeigt keine Wirkung, selbst ordnet) entweder derselben (Fehler H'6', H'2', H'3').
wenn SEND_CMD akzeptiert Gruppe oder von 2 wurde.
verschiedenen Gruppen.
Fenster Monogruppe zeigt 1: Gr.-Nr.>max.mögliche Nr. ADGROUP in PL7_3
SYST ERROR an.
2: die über ADGROUP Offline korrigieren und codierteAdresse entspricht übertragen.
keinem AXM •92.
Anzeige der Uhr bei
SEND_CMD/CNF/PRM, anschließend Befehl nicht quittiert.
Zwei OFB MOVE desselben AXM haben die gleiche Gruppen-Nr.
ADGROUP in PL7_3 im
Offline-Betrieb korrigieren und übertragen.
Im Fenster Mono-Gruppe Zwei Gruppen desselben ADGROUP und ADAXIS in erscheint die Meldung
"Befehl nicht quittiert"
Moduls haben die gleiche Nummer.
PL7_3 im Offline-Betrieb korrigieren und übertragen beim Versuch, auf eine
Gruppe zuzugreifen.
Befehl JOG zurückgewiesen Die Achse ist in DRIVE_OFF Betriebsart DRIVE_OFF mit Rückweisungscode H'14' (z.B.: Bei Initialisierung nach abwählen und den Befehl
(flüchtig).
Einlesen einer Konfig.).
SEND_CMD ausführen.
Meldung H'22' bei dem
Befehl SEND_CONF.
1: VMAX außerhalb Grenzw. Handelt es sich nicht um
2: VMAX und RESOL sind einen Fehler, Bewegungsnicht kompatibel (VMAX zu kette ändern.
groß oder RESOL zu klein).
Meldung H'31' ERR RANGE Endlagen LMAX/ Handelt es sich nicht um
LMIN OR LMAX bei dem LMIN nicht kompatibel mit einen Fehler, Bewegungs-
Befehl SEND_CONF.
der Auflösung.
kette ändern.
E
__________________________________________________________________________________________
14/3
E
__________________________________________________________________________________________
Symptom
Stillstand wegen Fehler
Schleppabstand DMAX1, wenn DMAX1 sehr groß ist.
Mögliche Ursache
Inkohärenz VMAX/RESOL
Was ist zu tun?
Werte berichtigen.
Befehl JOG :
Fortlaufende Bewegung, obwohl der Befehl nicht mehr aktiv ist.
Inkohärenz VMAX/RESOL Werte berichtigen.
(die Verfahreinheit setzt ihre
Bewegung fort, um den
Schleppabstand aufzuholen, bevor sie verzögert.
Befehl ENABLE unwirksam).
Gruppe dekonfiguriert, entSY9 auf 0 setzen, wenn er zurückgewiesen (und ganz weder weil versucht wurde, auf 1 ist.
allgemein Funktionsfenster eine Konfiguration zu laden Parameter korrigieren, der oder weil SY9 auf 1.
Ursache für das fehlgeschlagene Laden der
Konfiguration ist.
SY9 auf 0 setzen.
Fehlermeldung H'47'
(Gruppe NCONF, wartet auf
Befehl SEND_CNF)
Bit SY9 auf 1.
beim Versuch, eine Konfiguration einzulesen.
__________________________________________________________________________________________
14/4
________________________________________________________
Inhalt Register F
___________________________________________________________________________
Kapitel
15 Leistungsmerkmale und Einschränkungen
15.2 Einschränkungen des Moduls TSX AXM •92
15.2-1 Beschleunigungs-/Verzögerungswerte
15.2-2 Verfahrbewegungen mit geringer Amplitude
15.2-3 Multi-Achsenverfahrbewegungen/ effektive
15.2-4 Einzuhaltende Vorschriften, damit die programmierte Geschwindigkeit akzeptiert wird
Seite
16.2 Verfahren auf eine Position ohne Halt, Code G31
16.3 Verfahren auf eine Position ohne Halt, Code G30
16.5 Funktion unverzügliche "Pause"
16.6 Synchronisation der Achsgruppen eines Moduls
16.7 Teach-in der Positionswerte
E
F
___________________________________________________________________________
F/1
________________________________________________________
Inhalt Register F
___________________________________________________________________________
F
E
___________________________________________________________________________
F/2
F
__________________________________________________________________________________________
15.1 Eigenschaften der OFB
Größe der Funktionsbausteine (OFB) für die Multi-Achsensteuerung
OFB-Typ
Datenspeicher
Konstantenspeicher
TMOVE
900
160
Gesamt pro Anz. OFB-Typen 1060
Programmspeicher 6300
Systemspeicher 4300
DMOVE
850
120
970
6200
3200
MOVE
800
80
880
5800
2050
Gesamt pro Anz. OFB-Typen 10600 9400 7850
Die Überschlagsgrößen werden in Worten zu 16 Bits angegeben.
Ausführungszeit der Funktionsbausteine (OFB) in der Mastertask
Prozessortyp
MONITOR (1)
MOVE
DMOVE
TMOVE
P47 ja
P67 nein ja
4 3
4,7 3,3
5,7 4,4
2,7
3
3,5 nein
2,1
2,3
2,6
P87 ja
2
3 nein
P107 ja
1,7 1,6
2,4 1,9 2,2
2,3 2,5 nein
1,3
1,5
2
Angabe der Zeit in ms.
(1) wenn der Befehl "MONITOR" aktiv ist (standardmäßig aktiv) oder wenn das Bit
•MOVEi,MONITOR auf 1gesetzt ist, werden alle aperiodischen Daten aktualisiert (siehe
Auflistung der aperiodischen Daten in der Kurzübersicht). Anderenfalls werden nur die periodischen Daten gelesen, so daß sich die Ausführungszeit der OFBs reduzieren läßt.
Kapazität der Prozessoren
In der nachfolgenden Tabelle werden Werte für eine Mastertask von 100 ms empfohlen, wobei 30 % Verarbeitungsleistung des SPS-Prozessors für die Multi-Achssteuerung bestimmt sind.
Prozessortyp
MOVE
DMOVE
TMOVE
P47
8
6
4
P67
12
8
6
P87
16
10
8
P107
20
12
9
__________________________________________________________________________________________
15/2
Leistungsmerkmale und Einschränkungen
15
__________________________________________________________________________________________
15.2 Einschränkungen des Moduls TSX AXM •92
15.2-1 Beschleunigungs-/Verzögerungswerte
Die Werte müssen innerhalb eines oberen und eines unteren Grenzwertes liegen.
Der obere Grenzwert entspricht der notwendigen Beschleunigung (Verzögerung), um in 20 ms aus dem Stillstand VMAX (VMAX auf 0) zu erreichen.
Grenzwerte unter Verwendung der Multiplikation mit 4
• Auflösung in
µ m (oder in Grad)
ACC (oder DEC)
≤
VMAX wobei VMAX x 5/6
60 x 0,02
ACC in mm/s 2
VMAX in mm/min
• Auflösung in Inkrementen
ACC (oder DEC)
≤
VMAX x 50, weil VMAX dann in Inkr/s ausgedrückt wird.
Grenzwerte ohne Verwendung der Multiplikation mit 4
• Auflösung in
µ m (oder in Grad)
ACC (oder DEC)
≤
VMAX x 5
24
ACC in mm/s 2
VMAX in mm/min
• Auflösung in Inkrementen
ACC (oder DEC)
≤
VMAX
200
Der untere Grenzwert entspricht einer maximalen Dauer der Beschleunigungs-/
V t t-acc
≤
2s was sich wie folgt auswirkt:
ACC (oder DEC)
≥
VMAX
60 x 2
ACC in mm/s 2
VMAX in mm/min t-dec
≤
2s
Anmerkung: Wird in Inkrementen gearbeitet, wird die Formel zu:
ACC (oder DEC)
≥
VMAX/2, weil VMAX dann in Inkr/s ausgedrückt wird.
__________________________________________________________________________________________
15/3
F
__________________________________________________________________________________________
15.2-2 Verfahrbewegungen mit geringer Amplitude
Eine Verfahrbewegung mit geringer Amplitude entspricht einer Verfahrbewegung, bei der die in der Anweisung angegebene Geschwindigkeit nicht erreicht wird. Der
Geschwindigkeitsverlauf hat die Form eines Dreiecks anstatt eines Trapezes.
∇ ∇
V V
F t t
Allgemein gesagt werden bei der Zurücklegung eines Weges die Beschleunigungs- und
Verzögerungswerte die geforderten Werte nicht einhalten (mit Ausnahme des Mono-
Achsbetriebs in der Version V1.3).
In der nachfolgenden Erläuterung wird das Verhalten der Achse(n) im Fall von
Verfahrbewegungen mit geringer Amplitude veranschaulicht. Zur Vereinfachung wird es anhand einer Mono-Achsenverfahrbewegung mit konstanter Geschwindigkeit erläutert. Das Verfahren gilt aber auch für Systeme mit 2 oder 3 Achsen und im Fall eines trapezförmigen Beschleunigungsverlaufs.
Gegeben sei die Anweisung:
EXEC MOVE0(1;G90;G09;X1;V==>)
X1 definiert die zu erreichende Position, V legt die "Vollgeschwindigkeit" fest, mit der die
Verfahrbewegung zu erfolgen hat.
Gegeben sei die Position X0 der Verfahreinheit beim Start .
Fall 1:
Die zurückzulegende Entfernung |X1-X0| ist ausreichend, um die angegebene Geschwindigkeit V zu erreichen. Die Verfahrbewegung erfolgt entsprechend eines trapezförmigen Geschwindigkeitsverlaufs.
∇
V t t-acc t-dec
Dieser Weg zeigt die Dauer der Beschleunigungs- bzw. Verzögerungsphase t-acc und t-dec.
__________________________________________________________________________________________
15/4
Leistungsmerkmale und Einschränkungen
15
__________________________________________________________________________________________
Fall 2:
Die zurückzulegende Entfernung |X1-X0| ist nicht ausreichend, um die angegebene
V t t-acc t-dec
Die Dauer der Beschleunigungs- bzw. Verzögerungsphase stimmt mit der des trapezförmigen Verlaufs überein, d.h. sie entspricht der Dauer, die erforderlich wäre, um die angegebene Geschwindigkeit zu erreichen.
Die sich daraus ergebenden Beschleunigungs-/Verzögerungswerte sind demnach niedriger als jene, die durch die Parameter MOVE0,X_ACC und MOVE0, X_DEC definiert sind.
Zusammengefaßt läßt sich sagen, daß im Fall von geringen Verfahrbewegungen in einem 2- oder 3-Achsensystem (sowie in einem Mono-Achsenbetrieb bei der Version
1.1 des Moduls) die Verfahrbewegung nicht in optimaler Zeit erfolgt, daß jedoch der
Bewegungsablauf in der Ebene oder im Raum eingehalten wird.
__________________________________________________________________________________________
15/5
F
__________________________________________________________________________________________
15.2-3 Multi-Achsverfahrbewegungen: effektive Verfahrgeschwindigkeit
Zur Vereinfachung erfolgt die Erklärung anhand eines 2-Achsensystems. Sie ist aber auch für ein System mit 3 Achsen gültig.
Gegeben sei die Verfahrbewegung, die folgendem Befehl entspricht:
EXEC DMOVE0(1;G90;G09;X1;Y1;V=>)
Der Geschwindigkeitsparameter V definiert den Wert der Geschwindigkeit entsprechend der Verfahrrichtung; diese verläuft in 2 Komponenten Vx und Vy auf jeder der
Achsen.
∇
Y
Y1
Vy
∇
V
X
Vx
X1
Gegeben seien die maximal zulässigen Geschwindigkeiten VxMAX und VyMAX auf den
Achsen X und Y.
Die effektive Verfahrgeschwindigkeit entspricht der programmierten Geschwindigkeit V und deren Komponenten erfüllen alle Bedingungen:
V
≤
MAX(VxMAX,VyMAX) ; Vx
≤
VxMAX ; Vy
≤
VyMAX
F
Beispiel:
Y
VyMAX
∇
Vy
∇
V
VxMAX = 2000
VyMAX = 3000
V = 1500
∆
X = 4000
∆
Y = 3000
Vx = 1200
Vy = 900
Vx
VxMAX X
V<VxMAX, V<VyMAX, Vx<VxMAX, Vy<VyMAX
__________________________________________________________________________________________
15/6
Leistungsmerkmale und Einschränkungen
15
__________________________________________________________________________________________
Fall, bei dem die angegebene Geschwindigkeit höher ist als die maximale
Geschwindigkeit einer der Achsen
(aber ohne daß eine der Achsenkomponenten den maximal zulässigen Grenzwert
überschreitet)
Y
VyMAX
Vy
∇
∇
V
Beispiel:
VxMAX = 2000
VyMAX = 3000
V = 2400
∆
X = 4000
∆
Y = 3000
Vx = 1920
Vy = 1440
Vx VxMAX X
VxMAX < V < VyMAX
Vx < VxMAX
Die Verfahrbewegung erfolgt mit der angegebenen Geschwindigkeit V.
Fall, bei dem die angegebene Geschwindigkeit höher ist als die maximale
Geschwindigkeit beider Achsen (gleichgültig, ob die maximale Geschwindigkeit einer oder beider Achsenkomponenten übersteigen wird oder nicht).
Der Verfahrbefehlwird in jedem Falle zurückgewiesen.
____________________________________________________________________
15.2-4 Einzuhaltende Regeln, damit die programmierte Geschwindigkeit akzeptiert wird
Fall 1: Die Achsen verfahren mit der gleichen Geschwindigkeit VMAX.
Die programmierte Geschwindigkeit muß die Bedingung F
≤
VMAX erfüllen.
F
Fall 2: Die Achsen haben geringfügig unterschiedliche Geschwindigkeiten VMAX.
Die programmierten Geschwindigkeiten müssen folgende Bedingung erfüllen:
F
≤
VxMAX und F
≤
VyMAX (und F
≤
VzMAX ).
Bei dieser einfachen Regel kommt es nicht zu Verfahrbewegungen, die in optimalen
Zeiten erfolgen. Um optimale Zeiten zu erreichen, wird die in Fall 3 vorgeschlagene
Regel angewendet.
__________________________________________________________________________________________
15/7
__________________________________________________________________________________________
Fall 3: Die Achsen weisen sehr unterschiedliche Verfahrgeschwindigkeiten V_MAX auf.
(Beispiel VxMAX=1 m/min und VyMAX=15 m/min)
Die im Parameter F zu programmierende Zeit ist so zu wählen, daß die Komponzenten der X-, Y-, (Z-) Achse die Geschwindigkeiten VMAX nicht überschreiten.
werden.
Y
Y1
VyMAX
Y0
∇
V
X0
VxMAX X1
X
F
Die Geschwindigkeit V muß folgende Bedingung erfüllen
Vx
≤
VxMAX und Vy
≤
VyMAX wobei Vx=V * |X1-X0|
D
Vy=V * |Y1-Y0|
D
D=
√
|X1-X0| 2 +|Y1-Y0| 2
Wird diese Bedingung durch die geplante Geschwindigkeit F nicht eingehalten (1), muß der akzeptierbare Wert mit folgendem Algorithmus neu berechnet werden:
Wenn Vx
≥
VxMAX , dann Vy * VxMAX --> Vy
Vx und VxMAX --> Vx
Wenn Vy
≥
VyMAX , dann Vx* VyMAX --> Vx
Vy und VyMAX --> Vy
F=
√
Vx2+Vy2 berechnen.
Hinweis: Diese Überlegung basiert aus Gründen der Vereinfachung auf einem System mit 2 Achsen. Sie kann aber leicht auf ein Dreiachsensystem übertragen werden.
(1) deren Wert ein für allemal gleich dem höchsten Wert der 2 (3) VMAX gewählt werden kann.
__________________________________________________________________________________________
15/8
Zusatzfunktionen
16
__________________________________________________________________________________________
16.1 Kreisbewegung
Die Module TSX AXM 292 und 492 können Kreisbewegungen von 360
°
(keine
Moduloverwaltung) verwalten.
Zur Verwaltung einer Kreisbewegung braucht als Maßeinheit nur 10 -5 Grad (UNIT=3) in der Konfiguration gewählt werden.
Beschreibung der Kreisbewegungen
Der Anwender kann eine Softwareendlage X_SLMAX wählen, die kleiner ist als
X_SLMIN. Unabhängig davon, welche Werte für SLMAX und SLMIN eingegeben wurden (X_SLMAX
≠
X_SLMIN), erfolgt die Verfahrbewegung stets in Plusrichtung und wird automatisch vom Modul festgelegt. Sie wird stets durch die Richtung X_SLMIN -
-> X_SLMAX definiert.
360
°
0
°
SLMIN
1. Fall: SLMIN > SLMAX SLMAX
LMIN
LMAX
0<LMAX<LMIN<8.10
6 RESOL
180 °
2. Fall: SLMIN < SLMAX
LMAX
SLMAX
360
°
0
°
LMIN
SLMIN
0
≤
LMIN<LMAX
≤
8.10
6 RESOL
180
°
Hinweis: Maximalwerte von SLMAX und SLMIN (in 10 -5 Grad):
• 8000 000 x RESOL bei einem Inkrementalgeber
• 8000 000 x RESOL x 2 n-24 (mit n = Bitzahl des Gebers) bei einem Absolutwertgeber
Anmerkung: Zur Erreichung der Dynamik [0...360[ ist eine Auflösung von RESOL
≥
5 zwingend erforderlich.
F
__________________________________________________________________________________________
16/1
__________________________________________________________________________________________
16.2 Verfahrbewegung auf eine Position ohne Halt, Code G31
Mit dem Verfahrbefehl G31 wird eine Bewegung ohne Halt zum Punkt "X" mit der
Sollgeschwindigkeit "F" angegeben, ohne daß es zu einer Befehlszurückweisung kommt, wenn die geforderte Geschwindigkeit im betreffenden Punkt nicht ereicht ist.
Dieser Befehl wird nur bei unabhängigen Achsen angewendet (OFB MOVE).
Er entspricht dem Befehl G01 mit Ausnahme für den Fall, daß die zurückzulegende
Entfernung das Erreichen der angegebenen Geschwindigkeit nicht erlaubt (grafische
Erläuterung in Beispiel 2 der Abbildung auf dieser Seite); in einem solchen Fall:
• wird der Befehl G01 zurückgewiesen, und die Verfahreinheit bleibt stehen,
• wird der Befehl G31 "so gut es geht" ausgeführt: die angegebene Geschwindigkeit ist in der Position nicht erreicht, aber die Verfahrbewegung ist erfolgt.
Beispiel 1: Verknüpfung des Befehls G01 mit dem Befehl G09. Fall, bei dem die durch
G31 zurückzulegende Entfernung ausreichend ist (G31 und G01 sind identisch).
EXEC MOVE0(1;G90;G31;5000000;1000=>)
EXEC MOVE0(2;G90;G09;10000000;500=>)
∇
Geschwindigkeit (mm/min)
G31
F1=1000
G09
F2=500
Position (
µ m)
X2=10000000 0 X1=5000000
Beispiel 2: wie Beispiel 1, aber die durch G31 zurückzulegende Entfernung ist nicht ausreichend, um V zu erreichen (in diesem Fall wird der Befehl G01 zurückgewiesen).
∇
Geschwindigkeit (mm/min)
F F1=1000
F2=500
G09
G31 Position (
µ m)
X2=10000000 0 X1=5000000
Im vorstehenden Beispiel würde ein Befehl G01 nicht ausgeführt, weil die Geschwindigkeit F1 (1000 mm/min) mit der programmierten Beschleunigung nicht erreicht werden kann, wohingegen der Befehl G31 trotzdem ausgeführt worden ist.
__________________________________________________________________________________________
16/2
Zusatzfunktionen
16
__________________________________________________________________________________________
16.3 Verfahrbewegung auf eine Position ohne Halt, Code G30
Ein Verfahrbefehl G30 entspricht dem Befehl G31, aber er bietet unter anderem einem
Korrekturmechanismus, mit dem ein gegebener Punkt mit der in der folgenden Anweisung spezifizierten Geschwindigkeit erreicht werden kann. Dieser Befehl ist demnach von Interesse, wenn er mit einem anderen Verfahrbefehl verknüpft wird.
Dieser Befehl wird nur bei unabhängigen Achsen verwendet (OFB MOVE). Bei seiner
Ausführung wird eine Änderung der Beschleunigungs-/Verzögerungsparameter nicht berücksichtigt.
Hinweis: Bei diesem Befehl dient zur Ausführung einfacher Bearbeitungsapplikationen.
Beispiele : Vergleich der Befehle G30 und G31
EXEC MOVE0(1;G90;G30;5000000;1000=>)
EXEC MOVE0(2;G90;G09;10000000;500=>)
∇
Geschwindigkeit (mm/min)
G30
F1=1000
F2=500
G09
Position (
µ m)
X2=10000000 0
EXEC MOVE0(1;G90;G31;5000000;1000=>)
X1=5000000
F1=1000
F2=500
Geschwindigkeit (mm/min)
G31
G09
0 X1=5000000
Position (
µ m)
X2=10000000 F
Der Unterschied zwischen den Befehlen G30 und G31 liegt in dem Punkt, an dem die
Geschwindigkeitsänderung stattfindet.
Bei G30 ist die Geschwindigkeitsänderung beendet, wenn die gewünschte Position erreicht ist.
Bei G31 beginnt die Geschwindigkeitsänderung erst dann, wenn die gewünschte
Position erreicht ist.
__________________________________________________________________________________________
16/3
__________________________________________________________________________________________
Hinweis: Die auf der vorhergehenden Seite beschriebene Korrektur wird nur erreicht, wenn die beiden Befehle durch NEXT verknüpft sind.
!EXEC MOVE0(1;G90;G30;5000000;1000=>)
MOVE0,NEXT
!EXEC MOVE0(2;G90;G09;10000000;500=>)
∇
Falls auf den Befehl G30 keine andere Anweisung folgt, wird die Bewegung mit der angegebenen Geschwindigkeit fortgesetzt.
∇
Geschwindigkeit (mm/min)
G30
F1=1000
Position (
µ m)
0 X1=5000000
Falls der Befehl G30 mit einem anderem Befehl verknüpft wird, jedoch unter Verwendung von DONE, entspricht die Funktion dem Befehl G31 (keine Korrektur).
F
!EXEC MOVE0(1;G90;G30;5000000;1000=>)
MOVE0,DONE
!EXEC MOVE0(2;G90;G09;10000000;500=>)
∇
F1=1000
F2=500
∇
Geschwindigkeit (mm/min)
G30
G09
0 X1=5000000
Position (
µ m)
X2=10000000
__________________________________________________________________________________________
16/4
Zusatzfunktionen
16
__________________________________________________________________________________________
16.4 Funktion "PAUSE"
Für diese Funktion gibt es 2 mögliche Einsatzfälle:
• schrittweise Abarbeitung des Verfahrprogramms,
• Synchronisation der Achsen einer Gruppe.
Schrittweise Abarbeitung des Verfahrprogramms
Durch die Aktivierung des Befehls "Pause" im Fenster "Monogruppe" (Menü "Bedienung") oder durch Setzen des Bits •MOVEi,PAUSE auf 1 wird die Gruppe, nachdem die laufende Anweisung ausgeführt ist, in den Wartezustand gesetzt: Stopp der Verkettung der Bewegungen. Bewegungen ohne Halt werden nach ihrer Ausführung gestoppt.
Durch abwechselnde Aktivierung und Deaktivierung des Befehls "Pause" lassen sich die Verfahrbewegungen zu Testzwecken Schritt für Schritt ausführen.
Synchronisation der Achsen einer Gruppe
Jede Achsgruppe wird, nachdem das Bit •MOVEi,PAUSE durch das Programm auf 1 gesetzt wurde und nachdem die laufenden Anweisung ausgeführt ist, in den Wartezustand gesetzt.
Nach Rücksetzen des Bits •MOVEi,PAUSE auf 0 setzt die Achsgruppe die Ausführung der Anweisungen fort.
Beispiel
Die Ausführung der Bewegung der Verfahreinheit 2 wird gestoppt, wenn die Bewegung der Verfahreinheit 1 beginnt. Die Bewegung der Verfahreinheit 2 wird fortgesetzt, wenn die Bewegung der Verfahreinheit 1nach Erreichen des Wertes 500000 beendet ist.
IF[MOVE1,N_RUN=1] THEN SET MOVE2,PAUSE
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
EXEC MOVE1 (3;G90;G09;W100;W200)
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
IF[MOVE1,N_RUN=3].[MOVE1,X_POS
≥
500000] THEN RESET MOVE2,PAUSE
F
Hinweis: Das Bit •MOVEi,ST_PAUSE signalisiert im Zustand 1, daß sich die Achsgruppe im Zustand "PAUSE" befindet.
Einschränkung: Verwenden Sie die Funktion "Pause" nicht gleichzeitig mit der
Funktion "Synchronisation" (siehe Abschn. 16.6).
__________________________________________________________________________________________
16/5
F
__________________________________________________________________________________________
16.5 Funktion sofortige "PAUSE"
Dieser Funktion dient zum Stoppen der Verfahreinheit, wobei sichergestellt wird, daß der programmierte Verlauf (ohne Risiko einer Befehlsrückweisung) fortgesetzt wird, sobald der Befehl zur Wiederaufnahme der Bewegung erfolgt.
Dieser Befehl wird wie folgt aktiviert:
• über das Programm: indem dem Wort MOVEi,CMV (GMK-Geschwindigkeitsmodulationskoeffizient) der Wert 10 zugewiesen wird,
• über das Bearbeitungsfenster der Software ADJ MAX: indem dem Parameter GMV der Wert 10 zugewiesen wird.
Der Befehl stoppt die Verfahreinheit unter Berücksichtigung der Verzögerung.
Die Rückmeldung des Pausenstatus wird durch das Bit MOVE,ST_PAUSE signalisiert.
Dieser Befehl wird wie folgt deaktiviert:
• über das Programm: indem dem Wort •MOVEi,CMV (GMK-Geschwindigkeitsmodulationskoeffizient) wieder der ursprüngliche Werte (>10) zugewiesen wird,
• über das Bearbeitungsfenster der Software ADJ MAX: indem dem Parameter GMV wieder der ursprüngliche Werte (>10) zugewiesen wird.
Er führt zur Wiederaufnahme der unterbrochenen Bewegung mit der Geschwindigkeit:
F*CMV/1000
Beispiel 1:
EXEC MOVE0(1;G90;G31;5000000;1000=>)
EXEC MOVE0(1;G90;G09;7500000;500=>)
.................................................
IF RE(B10) THEN MOVEi,CMV-->W100;0-->MOVEi,CMV
IF FE(B10) THEN W100 --> MOVEi,CMV
∇
Geschwindigkeit (mm/min)
G31
1000
G09
500
Position
∇ 0
CMV
5 000000 7 500000
1000
Position
0
Hinweise:
• Dieser Befehl wird bei unabhängigen Achsen (MOVE) und bei den Befehlen G09, G30 und G31 angewendet.
• Bei einem STOPP-Befehl oder bei einem blockierenden Fehler wird dieser Befehl deaktiviert.
__________________________________________________________________________________________
16/6
Zusatzfunktionen
16
__________________________________________________________________________________________
Beispiele für Sonderfälle
∇
Geschwindigkeit (mm/min)
G31
1000
G09
Position
CMV
1000
0
∇ 0
Position
Beispiel für eine Wiederaufnahme der Bewegung mit impliziertem Einschluß von G09 beim Start.
∇
Geschwindigkeit (mm/min)
G31
1000
G09
Position
CMV
1000
0
∇ 0
Position
Beispiel für eine Wiederaufnahme der Bewegung unter Einschluß von G09 während des Starts.
∇
Geschwindigkeit (mm/min)
G31
1000
G09
F
Position
CMV
1000
0
∇
0
Position
__________________________________________________________________________________________
16/7
__________________________________________________________________________________________
16.6 Synchronisation der Achsgruppen eines Moduls
Mit der Anweisung "SETIT" der Programmiersprache PL7-3 kann die Ausführung aller
Achsgruppen eines Moduls synchronisiert werden.
Ohne diese Synchronisation beginnen die Achsgruppen mit der Ausführung der
Verfahrbewegungen bis zu 20 ms zeitversetzt.
Bei der ersten Ausführung der Anweisung "SETIT" werden alle Achsgruppen des
Moduls nach Beendigung der laufenden Anweisungen in den Wartezustand gesetzt.
Eine zweite Ausführung der Anweisung "SETIT" führt zur gleichzeitigen Ausführung aller Achsgruppen.
Syntax der Anweisung "SETIT":
SETIT(Ixy) wobei x = Racknummer und y = Nummer des Moduls im Rack.
Beispiel
Das Modul TSX AXM 492 steuert 4 unabhängige Achsen. Die Achsen werden während einer Vorbereitungsphase in einen Wartezustand gesetzt. Sobald diese Phase beendet ist, werden die Verfahrbewegungen von den 4 Achsen gleichzeitig ausgeführt.
F
Schritteingangsbearbeitung
7 SETIT(I25)
MOVE0,ST_PAUSE.MOVE1,ST_PAUSE.MOVE2,ST_PAUSE.MOVE3,ST_PAUSE
Schritteingangsbearbeitung
8 EXEC MOVE0(2;G90;G11;800000;500=>);EXEC MOVE1(2;G90;G11;90000;200=>);
EXEC MOVE2(2;G90;G11;7000;600=>);EXEC MOVE3(2;G90;G11;600000;500=>);
MOVE0,NEXT.MOVE1NEXT.MOVE2,NEXT.MOVE3,NEXT
Schritteingangsbearbeitung
9 SETIT(I25)
Hinweis: Alle Schritte werden in der Schritteingangsbearbeitung programmiert.
Beschränkte Einsatzmöglichkeit: Verwenden Sie die Funktion "Synchronisation" nicht gleichzeitig mit der Funktion "Pause".
__________________________________________________________________________________________
16/8
50
Zusatzfunktionen
16
__________________________________________________________________________________________
16.7 Teach-in der Positionswerte
Das folgende PL7-3-Programmbeispiel ermöglicht:
• durch das erste Diagramm das Teach-in von 16 Positionswerten,
• durch das zweite Diagramm ihre Verwendung
Diagramm für das Teach-in der Positionswerte
51
52 53
∇
SCHRITT 50 SCHRITTEINGANGSBEARBEITUNG
<Speichert W999 für die Verwendung als Grenzwert
!
W999->W998
<Initialisiert den Index während der Teach-in-Phase
!
-1->W999
TRANSITION: X50->X51
!
RE(I46,0)
SCHRITT 51 SCHRITTEINGANGSBEARBEITUNG
<Aktualisiert den Index
!
W999+1->W999
<Teach-in der Positionen X und Y
!
DMOVE0,X_POS->DW1000(W999);
DMOVE0,Y_POS->DW1400(W999)
TRANSITION: X51->X52
!
[W999<=16]
TRANSITION: X51->X53
!
[W999>16]
TRANSITION: X53->X50
!
RE(I46,1)
TRANSITION: X52->X51
!
RE(I46,0)
TRANSITION: X52->X50
!
RE(I46,1)
__________________________________________________________________________________________
16/9
F
__________________________________________________________________________________________
Diagramm für die Verwendung der Positionswerte
∇
42
43
46
F
SCHRITT 42 SCHRITTEINGANGSBEARBEITUNG
<Initialisiert W997 als Ausführungsindex
!
-1->W997
TRANSITION: X42->X43
!
RE(I46,2)
SCHRITT 51 SCHRITTEINGANGSBEARBEITUNG
<Inkrementiert den Ausführungsindex
!
W997+1->W997
<Führt das folgende Segment aus
!
EXEC DMOVE0(W997;CW8;CW1;DW1000(W997);DW1400(W997);150000=>)
W997
CW8
CW1
OPTIONSBAUSTEINE: EIN-/AUSGANGSPARAMETER
DW1000(W997)
DW1400(W997)
150000
DMOVE0
Y
F
G
X
N :WORD
G9_ :WORD
:WORD
:WORD
:WORD
:WORD
ERROR :Bit
CW8 : G90 Verfahrbewegung
CW1 : G09 Verfahren zum Punkt mit Stopp
TRANSITION: X43->X46
!
DMOVE0,NEXT.[W997<W998].NOT DMOVE0,ERROR
TRANSITION: X43->X42
!
(DMOVE0,DONE.[W997>=998])+ DMOVE0,ERROR
__________________________________________________________________________________________
16/10
________________________________________________________
Inhalt Register G
___________________________________________________________________________
Kapitel
17.2 Zugriff auf das Softwaretool ADJ MAX
Seite
18.1 Datenaustausch zwischen SPS-Prozessor und Modul TSX AXM •92 18/1
18.1-2 Übersicht über den Datenaustausch 18/2
18.1-3 Übertragung der Konfiguration und der Einstellparameter 18/3
18.1-4 Übertragung der Verfahrbefehle im Automatik-Modus
18.1-5 Übertragung der Befehle mit direktem Zugriff
18.1-6 Übertragung der Befehle mit indirektem Zugriff
18.1-7 Empfangen der periodischen Daten
18.1-8 Empfangen der aperiodischen Daten
18.2 Interne Funktionsweise der Achsmodule 18/4
E
19.1 Liste der kompatiblen Absolutwertgeber SSI
22 Liste der Fehlercodes CMD_FAIL
G
___________________________________________________________________________
G/1
________________________________________________________
Inhalt Register G
___________________________________________________________________________
E
___________________________________________________________________________
G/2
__________________________________________________________________________________________
17.1 Beschreibung
Bei der Software ADJ MAX handelt es sich um ein Stationstool der Softwarecenter
X-TEL bzw. MINI X-TEL zur Einstellung und Inbetriebnahme einer Multiachsapplikation.
Die Software ADJ MAX kann nur online betrieben werden:
• SPS im STOP- oder RUN-Betrieb: Eingabe der Parameter (Menü "Einstellung"),
• SPS im RUN-Betrieb: Transfer dieser Parameter in das Modul und Anwendung der
Funktionen "Monogruppe" und "Multigruppe" des Menüs "Bedienung".
Das Stationstool ADJ MAX greift auf die internen Konstanten und Daten der
Funktionsbausteine OFB
●
MOVE zu, die in PL7-3 im SPS-Prozessor programmiert sind.
Die OFB
●
MOVE müssen zuvor im PL7-3-Programm definiert und konfiguriert werden
(Eingabe der Adresse für Achsgruppe und Achse). Dieses Programm muß in den SPS-
Prozessor übertragen werden, damit die Software ADJ MAX dort zugreifen kann.
Funktionsprinzip
Bestätigen SEND_CNF
ADJ MAX
Abbrechen
SPS-
Prozessor
SEND_PRM
Modul
AXM
Die Eingabe der Einstellparameter erfolgt in den OFB
●
MOVE, der sich im PL7-3-
Programm des SPS-Prozessors befindet.
Die Parameter müssen in das Modul übertragen werden (Befehle SEND_CNF oder
SEND_PRM), damit sie berücksichtigt werden können.
Online-Hilfe
In einer über die Schaltfläche "Hilfe" oder die Funktionstaste F1 aufrufbaren Online-
Hilfe, sind die jeweiligen Parameter und Schaltflächen für jedes Fenster aufgelistet.
G
__________________________________________________________________________________________
17/2
Menüs der Software ADJ MAX
17
__________________________________________________________________________________________
17.2 Zugriff auf das Softwaretool ADJ MAX
Der Zugriff auf das Softwaretool ADJ MAX erfolgt:
• beim Softwarecenter X-TEL über die Stationstools, die zur Verwaltung einer Station vom Typ TSX V5 oder PMX V5 zur Verfügung stehen;
• beim Softwarecenter MINI X-TEL über das Hauptfenster.
X-TEL
Wahl eines Bereiches
Wahl eines Projektes
Wahl einer Station
Wahl des Tools
ADJ MAX in Stationstools
MINI X-TEL
Hauptfenster
Wahl des Tools
ADJ MAX im Hauptfenster
Mit Hilfe des Hauptfensters von ADJ MAX kann die gewünschte Funktion aus einem der fünf in der Menüleiste vorhandenen Menüs ausgewählt werden. Beim Start der
Software sind nur die Menüs "Gruppe", "Bedienung" und "Ende" aufrufbar. Für einen
Zugriff auf die anderen Menüs muß ein OFB
●
MOVE gewählt werden.
Zugriffsberechtigung für die Software
Funktion Zugriff Bediener Inbetriebnehmer Programmierer
Gruppe Lesen ja ja ja
Einstellen der
Konfiguration
Einstellen der
Parameter
Bedienung
Schreiben
Lesen
Schreiben
Lesen
Schreiben ja ja nein ja nein ja ja nein ja ja
ja
ja
ja
ja
ja
Sichern der
Lesen
Schreiben
Schreiben ja nein nein ja ja ja
ja
ja
ja
G
17/3
__________________________________________________________________________________________
Menü-Übersicht
ADJ MAX
G
Gruppe Einstellung Bedienung Transfer Ende
Öffnen
Schließen
Betrifft...
Konfigurationsparameter
Steuerungsparameter
Regelkreisparameter
Kontrollparameter
Monogruppe
Multigruppe
Parameter Beenden
Weiter
Menü "Gruppe"
• Öffnen
• Schließen
• Betrifft...
Zugriff auf das Dialogfeld zur Auswahl des OFB
●
MOVE
(für Einstellung und Bedienung)
Deaktivierung des OFB ● MOVE
Anzeige des Namens und der Version der Software, Anzeige
"Copyright Telemecanique".
Menü "Einstellung"
• Konfigurations- Aufruf des Fensters zur Eingabe der Konfigurationsparameter.
parameter
• Steuerungs- Aufruf des Fensters zur Eingabe der Steuerungsparameter.
parameter
• Regelkreis- parameter
• Kontroll- parameter
Aufruf des Fensters zur Eingabe der Regelkreisparameter.
Aufruf des Fensters zur Eingabe der Fehlerkontrollparameter.
Menü "Bedienung"
• Monogruppe
• Multigruppe
Aufruf des Fensters für die Bedienung des OFB
●
MOVE.
Aufruf des Fensters für die Bedienung von mehreren OFB MOVE.
Menü "Transfer"
• Parameter Aufruf des Fensters für den Transfer der Konfigurations- und
Betriebsparameter (Steuerungs-, Regelkreis- und Fehlerkontrollparameter).
Menü "Ende"
• Beenden Verlassen des Softwaretools.
• Weiter Wiederaufruf des Softwaretools.
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17/4
Menüs der Software ADJ MAX
17
__________________________________________________________________________________________
17.3 Menü "Gruppe"
Funktion "Öffnen"
Mit dieser Funktion wird das Dialogfeld zur Auswahl des OFB
●
MOVE aufgerufen, der die Achsgruppe steuern soll.
Im Dialogfeld werden alle OFB
●
MOVE angezeigt, die in der PL7-3-Applikation im SPS-
Prozessor enthalten sind.
Der gewünschte OFB
●
MOVE wird entweder in der Liste markiert oder direkt im Feld
"GRUPPE" eingegeben.
Funktion der Schaltflächen
Bestätigen Bestätigt die in der OFB-Liste getroffene Wahl, der freigegebene OFB
Beenden erscheint dann im Feld "Gruppe".
Annulliert die getroffene Auswahl, Rückkehr zum Hauptfenster.
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17/5
G
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17.4 Menü "Einstellung"
Mit jeder Funktion des Menüs "Einstellung" können Sie ein Fenster zur Eingabe von
Parameter der aktuellen Achsgruppe (OFB
●
MOVE) aufrufen. Die angebotenen Fenster sind von ihrem Aufbau ähnlich (Parameterbeschreibung siehe Kap. 10 und 11).
1 2
3
4
5
G
Beschreibung des Fensters
1 Anzeige des OFB und des unter PL7-3 eingegebenen LABEL,
2 Anzeige der physikalischen Adresse (Rack, Steckplatz) der aktuellen Achsgruppe,
3 Anzeige der Zuordnung der einzelnen Achsen der aktuellen Gruppe zu den
Schnittstellen auf dem Achsmodul,
4 Eingabefelder der Parameter,
5 spezifischer Kommentar für den gewählten Parameter.
Eingabe der Parameter
Für die Parametereingabe muß das dem Parameter zugeordnete Feld gewählt und der entsprechende Parameterwert über die Tastatur eingegeben werden.
Die Parameter für die Informationscodierung sind mit Hilfe des rechts neben dem Feld befindlichen Pfeils oder durch direkte Eingabe des Hexadezimalcodes einstellbar. Mit dem Pfeil wird ein Dialogfeld für die verschiedenen Einstellungen aufgerufen.
Funktion der Schaltflächen
Bestätigen Bestätigt die eingegebenen Parameterwerte und schreibt diese Werte in den OFB
●
MOVE (im PL7-3-Programm des SPS-Prozessors).
Abbrechen Annulliert alle Eingaben; liest den Inhalt des OFB
●
MOVE neu.
Beenden Schließt das aktuelle Fenster. Nach Betätigung dieser Schaltfläche ohne vorherige Bestätigung der Eingaben erscheint ein Warnhinweis, daß das
Fenster nur nach Bestätigung verlassen werden kann.
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17/6
1
Menüs der Software ADJ MAX
17
__________________________________________________________________________________________
17.5 Menü "Bedienung"
Funktion "Monogruppe"
Mit der Funktion "Monogruppe" des Menüs "Bedienung" können Sie Anzeigefelder und
Befehle zur Inbetriebnahme und Betrieb einer Achsgruppe aufrufen.
3
4
Bereich 1
2
5
6
Bereich 2
7
Bereich 3
8 9
&
Aufbau des Fensters:
• Bereich 1: Informationen über Position und Status der Verfahreinheit und des
Moduls:
1 Istposition, Zielposition, Geschwindigkeit, Schleppabstand für die X-,Y- und Z-
Achse,
2 laufende Anweisung,
3 Status der einzelnen Achsen: Achse referenziert, positive Verfahrrichtung, Ereigniseingang, Erfassen des Referenzpunktnockens,
4
Fehler: Modul, Applikation, System, Befehle,
5 Status der Gruppe.
• Bereich 2: Verfahrbefehle mit indirekter Ausführung über die Schaltfläche SEND_CMD
6 Verfahrbefehle im Handbetrieb und entsprechende Eingabefelder,
7 Wahl der Betriebsarten.
• Bereich 3: Befehle mit direkter Ausführung
8 Fehlerquittierung, Ereignisgenerierung, Senden der Befehle,
9 manuelle Verfahrbewegung in positiver oder negativer Richtung: eine Betätigung des Befehls aktiviert die Verfahrbewegung, eine erneute Betätigung des Befehls deaktiviert die Verfahrbewegung,
& Schaltflächen zum Verlassen des Fensters und zum Aufruf der Online-Hilfe.
Hinweis: Weitere Einzelheiten zu diesem Fenster entnehmen Sie bitte Kap. 13.1.
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17/7
G
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Funktion "Multigruppe"
Mit der Funktion "Multigruppe" des Menüs "Bedienung" können Sie bis zu 4 Anzeigefelder sowie Befehle aufrufen, um Inbetriebnahme und Betrieb von 1 bis 4 einachsigen
Achsgruppen zu vereinfachen (OFB MOVE).
1
2
3
Bereich 1
Bereich 2
G
4 5 6
Dieses Fenster liefert für jedes einzelne Fenster:
• im Bereich 1 die Positionsdaten, den Status der Verfahreinheit und des Moduls:
1 Istposition, Zielposition, Geschwindigkeit, Schleppabstand,
2 die G-Funktion der laufenden Anweisung (Typ der Bewegung),
3 Status: Achse konfiguriert, Achse OK, Achse referenziert, Verfahreinheit gestoppt,
Ereigniseingang angesprochen, Erfassen des Referenzpunktnockens.
Für das gewählte Fenster
• im Bereich 2 die Befehle:
4 Senden der Befehle, Quittieren der Befehle, Erzeugen von Ereignissen,
5 manuelle Verfahrbewegung in positiver oder negativer Richtung: die Betätigung des Befehls aktiviert die Verfahrbewegung, eine erneute Betätigung deaktiviert den Befehl, Stopp der Verfahreinheit.
Für die Funktion "Bedienung der Multigruppe":
6 Schaltflächen zum Öffnen von neuen Achsgruppen, zur Neuanordnung der
Gruppen, zum Verlassen des Fensters und zum Aufrufen des Hilfefensters.
Die Verwendung dieser Schaltflächen wird auf der gegenüberliegenden Seite beschrieben.
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17/8
Menüs der Software ADJ MAX
17
__________________________________________________________________________________________
Auswahl der Gruppen
Beim Aufrufen der Software:
• wird, falls keine Monoachsgruppe gewählt wurde, ein Fenster zur Auswahl der
Gruppe angeboten. Dieses Fenster entspricht dem Fenster der Funktion "Öffnen" des
Menüs "Gruppe"; wählen Sie die gewünschte Gruppe und bestätigen Sie dann Ihre
Wahl.
• erscheint, falls bereits eine Monogruppe gewählt wurde, diese Gruppe automatisch auf dem Bildschirm.
Für die Anzeige einer anderen Gruppe betätigen Sie die Schaltfläche "Öffnen", mit der
Sie auf die Liste der Gruppe (OFB MOVEi) zugreifen können. Wählen Sie die gewünschte
Monoachsgruppe und bestätigen Sie Ihre Wahl.
Neuanordnung der Gruppen im Fenster
Wählen Sie ein der Gruppe zugeordnetes Fenster, verschieben Sie es mit Hilfe der
Maus oder der Cursortasten, betätigen Sie dann die Schaltfläche "Anordnen", um die
Gruppe korrekt zu positionieren.
Löschen der Gruppen im Fenster
Um die Darstellung einer Gruppe aus dem Fenster zu löschen, müssen Sie lediglich die linke obere Ecke des entsprechenden Fensters anwählen und die Option "Schließen" im aufgerufenen Dialogfenster wählen. Die Darstellung der Gruppe kann ferner per
Doppelklick in die linke obere Ecke des entsprechenden Fensters geschlossen werden.
Hinweis: Weitere Einzelheiten zu diesem Fenster entnehmen Sie bitte Kap. 13.2.
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17/9
G
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17.6 Menü "Transfer"
Das Menü "Einstellung" schreibt die Parameter in den OFB
●
MOVE des PL7-3-
Programms des SPS-Prozessors.
Das Menü "Transfer" überträgt diese Parameter an das Multiachsmodul (siehe Abbildung
Kap. 17.1).
Voraussetzung für den Transfer ist, daß sich die SPS im RUN-Betrieb befindet und daß beim OFB kein Systemfehler aufgetreten ist.
G
Beschreibung der Befehle
SEND_CNF Überträgt alle Konfigurations- und Betriebsparameter (Steuerungs-,
Regelkreis- und Fehlerkontrollparameter) an das Modul.
SEND_PRM Überträgt nur die Betriebsparameter an das Modul.
SAVE_PRM Sichert alle zum Betrieb einer Achsgruppe erforderlichen Parameter in einem speziellen Speicherbereich des zugehörigen OFB.
Insbesondere die Betriebsparameter sollten nach einer Modifikation mit dieser Funktion gespeichert werden, da bei einem Kaltstart der SPS grundsätzlich nur die gesicherten Parameter in das Achsmodul übertragen werden.
Beenden Schließt das aktuelle Fenster.
Wurde während des Transfers eine Unstimmigkeit bei den verschiedenen Parametern entdeckt, so wird ein Fehlercode im Feld "Code" angezeigt und eine Kurzbeschreibung des Fehlers erscheint im Feld "Kurzbezeichnung". Weitere Informationen zu diesem
Fehler erhalten Sie durch Betätigen der Schaltfläche "Hilfe".
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17/10
Funktionsweise
18
__________________________________________________________________________________________
18.1 Datenaustausch zwischen SPS-Prozessor und Modul TSX AXM
●
92
18.1-1 Allgemeines
Der Zugriff auf das Multiachsmodul TSX AXM
●
92 (durch das SPS-Programm oder die
Software ADJ MAX) erfolgt grundsätzlich über den OFB
●
MOVE:
• Im Automatikbetrieb: Parametrierung und Ausführung des betreffenden OFB
(EXEC
●
MOVEi (N;G9_;G;X;Y;Z;F=>) im SPS-Programm.
• Für die anderen Betriebsarten: durch Schreiben der internen Daten.
Die Gruppe sendet den Betriebsstatus der Gruppe und der Achsen zurück.
SPS-Prozessor Modul TSX AXM
●
92
Pufferspeicher
Gruppe n
PL7-3-
Programm
OFB
●
MOVE
∇
ADJ
MAX
Für eine Ausführung der Befehle über das Programm oder die Software ADJ_MAX muß sich der SPS-Prozessor im RUN-Betrieb befinden (Mastertask in RUN).
Ein OFB
●
MOVEi steuert eine Gruppe j eines bestimmten Moduls. Die Zuordnung
Gruppe/OFB erfolgt mit Hilfe der Parameter ADGROUP. Die von der Gruppe gesteuerten
Achsen werden im Parameter ADAXIS definiert.
Hinweis: Es wird empfohlen, die Registerworte IW/OW nicht zu verwenden.
G
__________________________________________________________________________________________
18/1
__________________________________________________________________________________________
18.1-2 Übersicht über den Datenaustausch
In der folgenden Übersicht sind die verschiedenen Schritte beim Datenaustausch zwischen SPS-Prozessor und Modul zusammengefaßt. Eine vollständige Beschreibung der ausgetauschten Informationen findet sich in der Kurzübersicht.
Prozessor
PL7-3-
Programm OFB
●
MOVE
Modul TSX AXM
Gruppe 0
●
92
SEND_CNF
Konfiguration
Konfiguration
SEND_PRM Einstellparameter
SAVE_PRM
Einstellparameter
Standardparameter
EXEC ● MOVEi(1;G90..
direkte
Befehle indirekte
Befehle periodische
Statusdaten aperiodische
Statusdaten
SEND_CMD
MONITOR
G
∇
ADJ
MAX
__________________________________________________________________________________________
18/2
Funktionsweise
18
__________________________________________________________________________________________
18.1-3 Übertragung der Konfiguration und der Einstellparameter
Die Übertragung der Konfiguration und der Einstellparameter wird wie folgt durchgeführt:
• durch die Software ADJ MAX in der Betriebsart TRANSFER,
• automatisch bei einem Kalt- oder Warmstart,
• über das Programm durch Setzen des Bits
●
MOVEi,SEND_CNF auf 1; das System setzt das Bit auf 0 zurück.
Es ist möglich, nur die Einstellparameter zu übertragen:
• durch die Software ADJ MAX in der Betriebsart TRANSFER,
• über das Programm durch Setzen des Bits
●
MOVEi,SEND_PRM auf 1; das System setzt das Bit auf 0 zurück.
Die Konfiguration wird im Bereich "Konstanten" des OFB gesichert. Die Einstellparameter werden im Bereich "Daten" gesichert. Zur Wiederherstellung des Inhalts nach einem
Kaltstart besitzt der OFB einen Sicherungsbereich. Der Befehl zur Sicherung kann wie folgt gegeben werden:
• durch die Software ADJ MAX in der Betriebsart TRANSFER,
• über das Programm durch Setzen des Bits
●
MOVEi,SAVE_PRM auf 1; das System setzt das Bit auf 0 zurück.
Bei einem Kaltstart (SY0) wird der Inhalt des Sicherungsbereiches im Bereich
"Daten" der Einstellparameter wiederhergestellt.
Deswegen ist nach Modifikation eine Sicherung der Einstellparameter dringend angeraten.
18.1-4 Übertragung der Verfahrbefehle im Automatik-Modus
Die Übertragung erfolgt durch Ausführung des OFB
●
MOVEi im PL7-3-Programm:
EXEC
●
MOVEi (0;G90;G09;Position;Geschwindigkeit=>)
Der Transfer wird in Kap. 8.2-6 beschrieben.
18.1-5 Übertragung der Befehle mit direktem Zugriff
Dieser Befehl kann wie folgt gegeben werden:
• durch die Software ADJ MAX im Menü BETRIEB, (manueller Befehl JOG_P, JOG_M,
STOP...)
• über das Programm durch Setzen des Befehlsbits auf 1 oder 0, z.B.:
SET
●
MOVEi,JOG_P
SET
●
MOVEi,ACK_DEF.
__________________________________________________________________________________________
18/3
G
__________________________________________________________________________________________
18.1-6 Übertragung der Befehle mit indirektem Zugriff
Dieser Befehl kann wie folgt gegeben werden:
• durch die Software ADJ MAX im Menü BETRIEB. Die auszuführenden Befehle sind markiert, ihre Ausführung wird mit dem Befehl SEND_CMD gestartet.
• über das Programm durch Setzen der Befehle und des Bits
●
MOVEi,SEND_CMD auf
1; das System setzt das Bit auf 0 zurück.
18.1-7 Empfangen der periodischen Daten
Diese Daten werden bei jedem Zyklus der Mastertask aktualisiert. Sie geben Auskunft
über den Status der Gruppe oder der dem OFB zugeordneten Achsen (Beispiel
●
MOVEi,AXIS_ERR,
●
MOVEi,x_CALIB ...).
Diese Daten können vom Programm getestet werden; einige von ihnen sind über die
Software ADJ_MAX aufrufbar.
18.1-8 Empfangen der aperiodischen Daten
Diese Daten werden nur bei jedem Zyklus der Mastertask aktualisiert, wenn das Bit
●
MOVEi,MONITOR durch das Programm oder die Software ADJ MAX auf 1 gesetzt wird. Sie liefern zusätzliche Informationen über den Programmablauf, die Verfolgung der Bewegung, die Applikationsfehler der einzelnen Achsen (Beispiel
●
MOVEi,N_RUN,
●
MOVEi,SPEED ...).
Diese Daten können vom Programm getestet werden; einige von ihnen sind über die
Software ADJ_MAX aufrufbar.
18.2 Interne Funktionsweise der Achsmodule
G
Die interne Funktionsweise beruht auf der Ausführung von 2 Tasks:
• Einer internen Mastertask (20 ms) mit folgenden Funktionalitäten:
- Lesen der Eingänge,
- Verwaltung der Befehle und Verwaltung der Betriebsarten,
- Lesen und Interpretation der Verfahrbefehle,
- Koordinierung und Interpolation der Achsen,
- Erzeugen des Bewegungsbahn der Achsen,
- Fehlerüberwachung,
- Erstellen und Schreiben der Ausgänge.
• Einer internen Fasttask (5 ms) mit folgenden Funktionalitäten:
- Lesen der Istwerte der einzelnen Achsen und Lesen der Sollwerte,
- Skalierung,
- Regeln der einzelnen Achsen,
- Schreiben der analogen Ausgänge.
__________________________________________________________________________________________
18/4
Kompatible Meßwertgeber
19
__________________________________________________________________________________________
19.1 Kompatible SSI-Absolutwertgeber
Folgende SSI-Absolutwertgeber wurden getestet.
SSI-Absolutwertgeber der Fa. Heidenhain
• ROC 424/235 730 24
24 Volt, 24 Bit, Binärcode, ohne Parität
TYPCOD = H'0180'
• ROC 424/235 730 21
24 Volt, 25 Bit (davon gültige 24 Bits), Gray-Code, ohne Parität
TYPCOD = H'0186'
• ROC 221/240 113 22
24 Volt, 25 Bit (davon 21 gültige Bits), Binärcode, ohne Parität
TYPCOD = H'3154'
SSI-Absolutwertgeber der Fa. Stegmann
• AG 661 01
24 Volt, 24 Bit, Fehlerbit, Gray-Code, ohne Parität
TYPCOD = H'0186'
SSI-Absolutwertgeber der Fa. IVO
• GM 401.140R202000
24 Volt, 24 Bit, Fehlerbit, Gray-Code, ohne Parität
TYPCOD = H'0186'
• GM 400.020a001
24 Volt, 24 Bit, ohne Fehlerbit, Gray-Code, ohne Parität
TYPCOD = H'0182'
SSI-Absolutwertgeber der Fa. TWK
• CRE 65-4096G24E02
24 Volt, 24 Bit, Gray-Code
TYPCOD = H'0182'
• CRE 65-4096G4096XPE03
24 Volt, 24 Bit, Gray-Code
TYPCOD = H'0182'
G
__________________________________________________________________________________________
19/1
__________________________________________________________________________________________
G
__________________________________________________________________________________________
19/2
Glossar
20
__________________________________________________________________________________________
Absolutwertgeber Meßwertgeber, dessen Meßbereich in eine endliche Zahl von gleichen Elementarabständen unterteilt ist, denen je eine eindeutige
Variable zugeordnet wird.
Achse Einheit aus Motor, Antriebsregler und Mechanik, die die Bewegung einer Verfahreinheit in eine gegebene Richtung (Achse, lineare
Bewegung) oder um eine feststehende Rotationsachse (Drehachse, Kreisbewegung) steuert.
Auflösung
Bewegungsablauf Folge von Elementarbewegungen zwischen einem Startwert und einem Zielwert, wobei bestimmte Zwischenwerte durchlaufen werden. Die Verfahrbewegung zwischen zwei Werten erfolgt mit einer definierten Verfahrgeschwindigkeit oder -zeit.
Bewegungsprofil kleinste Änderung der Eingangsinformation, die eine meßbare
Änderung der Ausgangsinformation bewirkt.
Es handelt sich um die Darstellung der Änderung von Positions-,
Geschwindigkeits- und Beschleunigungssollwerten. Dieser Verlauf wird im allgemeinen durch folgende Funktion wiedergegeben:
Geschwindigkeit = F(Zeit). Mit wachsender Komplexität ergeben sich folgende Profiltypen: rechtwinklig, dreieckig, trapezförmig, parabolisch und sinus 2 -förmig.
Ereignis Zustandsänderung des Ereigniseingangs oder des über das Programm zugänglichen Bits EVENT.
Forcierte Referenzpunktfahrt
Laden eines aktuellen Positionsmeßwertes mit einem vordefinierten
Wert. Bei diesem Vorgang wird die Achse referenziert.
Geschwindigkeitskorrekturfaktor
Vervielfachungskoeffizient aller Geschwindigkeiten mit Hilfe eines
Wertes von 0 bis 2 pro 1/1000-Schritt.
Geschwindigkeitskorrekturfaktor (KV)
Koeffizient, mit dessen Hilfe die Geschwindigkeit des Regelskreises korrigiert werden kann (Kompromiß zwischen Schleppabstand und Überschreitung am Haltepunkt).
Gray-Code Ein sog. reflektierter Binärcode, bei dem beim Übergang vom Wert n zum Wert n+1 nur eine Ziffer geändert wird. Der Code wird dadurch eindeutig gelesen.
Gültiger Bereich der Meßwerte
Alle Meßpunkte zwischen 2 Softwareendlagen.
__________________________________________________________________________________________
20/1
G
__________________________________________________________________________________________
Inkrementalgeber
Impulsgeber mit zwei um 90 ° versetzten Signalen.
Interpolation Eine der Aufgaben der Achsensteuerung besteht darin, die Bewegungen der Achsen der Maschine zu koordinieren, um den programmierten Bewegungsablauf abzubilden. Die Interpolationsfunktion beruht darauf, diesen Ablauf unter Einhaltung der programmierten Geschwindigkeit zu ermitteln. Es kann sich um eine lineare oder kreisförmige Bewegung in der Ebene oder im Raum handeln.
ISO International Standard Organization. Der ISO-Code ist der am häufigsten verwendete Code. Die Formate, die Symbole, die
Übertragungsvorschriften sind Gegenstand von ISO-Normen. Die
AFNOR ist Mitglied der ISO.
Maschine mit nicht rechtwinkligem Koordinatensystem
Maschine, bei der zumindest eine Achse drehend ist oder die über ein lineares Achsenpaar verfügt, das nicht senkrecht zueinander angeordnet ist. Die Maschine kann dann mehr als 3 Freiheitsgrade
(in der Regel zwischen 4 und 6) aufweisen.
Maschine mit rechtwinkligem Koordinatensystem
Maschine, mit der (2 oder 3) lineare Bewegungen gesteuert werden können. Die Verfahrachsen stehen dabei senkrecht zueinander.
Maschinenkoeffizient (KR)
Koeffizient zur Anpassung der Maschinenparameter. Mit Hilfe einer Selbsteinstellung kann sein Wert verfeinert werden. Eventuelle Ungenauigkeiten hinsichtlich der Definition der
Maschinenparameter können so beseitigt werden.
Mechanischer Nocken
Auf einer Achse vorhandener Nocken, der einen Endschalter bei der Durchfahrt der Verfahreinheit betätigt.
Multi-Achsen-Maschine (Roboter)
Mechanische Einheit, mit der es möglich ist, die Bewegung und
Ausrichtung einer Verfahreinheit im Raum mit mehr als einer
Dimension zu steuern.
Not-Aus Unterbrechung der Bewegung mit maximaler Verzögerung.
G
Nullimpuls Impuls, der von einem drehbaren Inkrementalgeber erzeugt wird und bei jeder vollständigen Umdrehung der Achse erfaßt wird.
__________________________________________________________________________________________
20/2
Glossar
20
__________________________________________________________________________________________
Obere Softwareendlage
Oberer Grenzwert des Positionsmeßwertes, den die Verfahreinheit nicht überschreiten darf (im Steuerungsparameter x_SLMAX festgelegt).
Parametrierbare indexierte Position (PREF)
Wert des Index zur Berechnung von indexierten Positionen, absolute Position = Index (PREF) + indexierte Position.
Referenzierte Achse
Zustand des Moduls, nachdem eine Referenzpunktfahrt ausgeführt wurde. Die Positionsmeßwerte sind nur in diesem Zustand gültig. Das gleiche gilt für die Verfahrbewegungen, die nur in diesem Zustand erlaubt sind.
Referenzpunkt Maschine
Bemaßungsreferenz der Maschinenachse.
Referenzpunktfahrt Laden des aktuellen Positionsmeßwertes durch Verfahren der
Verfahreinheit und Erfassung eines externen Ereignisses
(Referenzpunkteingang und/oder Nockeneingang).
Regelkreis Automatisierungsfunktion, deren Aufgabe darin besteht, eine physikalische Größe mit einem festen oder variablen Sollwert in Übereinstimmung zu bringen (Positions-, Geschwindigkeitsregelung usw.).
Richtungsdiskriminator
Firmwaresystem, das die Laufrichtung der Bewegung bestimmt.
Rückführen der Softwareendlagen
Infolge einer Überschreitung der Softwareendlagen wird eine automatische Verschiebung der Verfahreinheit mit kleiner Geschwindigkeit durchgeführt, um diese in die Softwareendlagen zurückzubringen.
Schleppabstand
Abstand zwischen dem Positionssollwert und dem Istwert bei einer Verfahrbewegung.
Soll-Geschwindigkeit
Theoretische Geschwindigkeit der Verfahreinheit, die vom Modul mit Hilfe des maximalen Geschwindigkeitsprofils und der programmierten Geschwindigkeit berechnet wird.
__________________________________________________________________________________________
20/3
G
__________________________________________________________________________________________
Synchronisierte Multi-Achsensteuerung/freie Bewegungsbahn
Auf alle Achsen wird das gleiche Bewegungsprofil angewendet.
Die Geschwindigkeiten der einzelnen Achsen werden so eingestellt, daß alle Achsen gleichzeitig den Wert der Zielvariablen erreichen.
Handelt es sich um eine Maschine mit Koordinatensystem, ist das
Ergebnis eine lineare Bewegung, ansonsten bleibt die Bewegung beliebig.
Unabhängige Multi-Achsensteuerung
Das Bewegungsprofil wird unabhängig voneinander auf jede
Achse angewendet. Die den Achsen entsprechenden Bewegungen werden gleichzeitig gestartet, die Verfahrgeschwindigkeit ist eine
Sollgeschwindigkeit, die Verfahrdauer hängt von der zurückzulegenden Entfernung ab. Die Bewegungen enden nicht gleichzeitig.
Die Bewegung im Raum kann beliebig sein. Ziel ist es, den Wert der Zielvariablen ohne Einschränkung des Bewegungsverlaufs so schnell wie möglich zu erreichen.
Untere Softwareendlage unterer Grenzwert des Positionsmeßwertes, den die Verfahreinheit nicht unterschreiten darf (im Steuerungsparameter x_SLMIN festgelegt).
Verfahrbewegung Verkettung von Elementarbewegungen.
Zielfenster Positioniertoleranz um den Haltepunkt.
G
__________________________________________________________________________________________
20/4
Kurzübersicht
21
__________________________________________________________________________________________
21.1 Kurzübersicht
Programmierung (PL7-3)
Funktionsbaustein TMOVE
Eingänge
X
Y 1
Z 2
F
N : Wort
G9_ : Wort
G : Wort
TMOVEi
ERROR :Bit
: Doppelwort
: Doppelwort
: Doppelwort
: Doppelwort
Ausgang
Y 1 : nur bei TMOVE, DMOVE
Z 2 : nur bei TMOVE
Beispiel: EXEC TMOVEi (N;G9_;G;X;Y;Z;F=>)
Wobei: i = Nummer des OFB von 0 bis M-1 (wobei M der in "PL7-3-KONFIGURATION" definierten OFB-Anzahl entspricht).
N = Satznummer, mit der sich die vom OFB gesteuerte Verfahrbewegung identifizieren läßt. Gibt in der
Betriebsart "Test" Auskunft über die aktuelle Verfahrbewegung.
G9_ = Art der Achsenbewegung
G90 Verwendung von Absolutmaßen (Zielkoordinate bezogen auf den Maschinennullpunkt).
G91 Verwendung von Kettenmaßen (Zielkoordinate bezogen auf die momentane Position).
G = Anweisungscodes (G-Funktionen)
G09: Achsenbewegung zu einer Position mit Halt am Satzende
G01: Achsenbewegung zu einer Position ohne Halt am Satzende
G10: Achsenbewegung bis zum Eintritt des Ereignisses mit Halt
G11: Achsenbewegung bis zum Eintritt des Ereignisses ohne Halt
G14: Referenzpunktfahrt X-Achse
G15: Referenzpunktfahrt Y-Achse
G16: Referenzpunktfahrt Z-Achse
G20: Für das System reserviert
G24: Dynamische Neueichung
G53: Deaktivierung der Nullpunktverschiebung
G54: Aktivierung der Nullpunktverschiebung
G62: Forcierte Referenzpunktfahrt (1)
G05: Warten auf den Eintritt eines Ereignisses
G07: Speichern der momentanen Positions-Istwerte als Nullpunktverschiebung beim Ereigniseintritt
X, Y, Z = Koordinaten der Zielposition (G90) bzw. von der momentanen Position aus zu verfahrende Wege (G91).
Die Einheit dieser Werte wird im Konfigurationsparameter UNIT definiert (dieser Parameter wird mit Hilfe der Software ADJ MAX festgelegt):
-
µ m (Standardeinheit),
- 10 -5 Zoll
- 10 -5 Grad
- Inkrement
F= Geschwindigkeit der Verfahreinheit.
Die Einheit der Geschwindigkeit hängt von der gewählten Positionseinheit ab.
-
µ m (Standardeinheit) --> mm/min
- 10
- 10
-5
-5
Zoll
Grad
-->
--> cZoll/min cGrad/min
- Inkrement --> Inkremente/s
21/1
G
G
__________________________________________________________________________________________
Konfigurationskonstanten (Übertragung mit SEND_CNF)
Konstanten der Achsgruppe
Wort ADGROUP = H'• • • •'
Wort ADAXIS
Wort UNIT
String LABEL
Nummer der Achsgruppe: von 0 bis 3
Steckplatznummer von 0 bis 7 im Rack
Racknummer von 0 bis F
= H'• • • •'
Nummer des Kanals, der der X-Achse zugeordnet ist
Nummer des Kanals, der der Y-Achse zugeordnet ist
Nummer des Kanals, der der Z-Achse zugeordnet ist
Anwendereinheit (1=
µ m,2=10 -5 Zoll, 3=10 -5 Grad, 4=Inkrement)
Name der Applikation (20 Zeichen)
Konstanten der Achse
Wort x_INVERT Inversion Istwert und/oder Sollwert: 0=ohne,1= Inv.Istw.., 2=Inv.Sollw.., 3=Inv.Istw.+Sollw.
Wort x_TYPCOD
Wort x_TYPRP
DWort x_VMAX
Wort
Wort x_UMAX x_RESOL
DWort x_LMAX
DWort x_LMIN
DWort x_ACCMAX
DWort x_DECMAX
Wtabelle x_KR
Typ des Eingangsgebers: inkremental od. absolut:0=inkr. mit x4, 1=inkr. mit x1
H'• • • •' = Absolutwertgeber
P E G 0 -->Paritätsbit, Fehlerbit, Gray-Code, 0
Anzahl Geber-Bits 16 (10H) bis 24 (18H)
Anzahl Startbits (0 bis 4)
Art der Referenzpunktfahrt
H'00 • •' 0=Richtung+, 1=Richtung-
1= kurzes Nockensignal+Nullimpuls, 2=kurzes Nockensignal
3= langes Nockensignal+Nullimpuls, 4=langes Nockensignal
Höchstgeschwindigkeit der Verfahreinheit auf dieser Achse
Spannung, die maximal vom Analogausgang ausgegeben wird
Geberauflösung oberer Grenzwert der Achsposition unterer Grenzwert der Achsposition
Maximalwert der Beschleunigung
Maximalwert der Verzögerung
Wert des KR für die X-Achse
Betriebsparameter (Übertragung mit SEND_CNF oder SEND_PRM)
Steuerungsparameter
DWort x_SLMAX
DWort x_SLMIN
DWort x_ACC
DWort x_DEC obere Softwareendlage (
≤
x_LMAX) untere Softwareendlage (
≥
x_LMIN) verwendeter Beschleunigungswert (
≤
x_ACCMAX)
verwendeter Verzögerungswert (
≤
x_DECMAX)
Wort x_SLOPE trapezförmiges Geschwindigkeitsprofil
DWort x_FHIGH
DWort x_FLOW oberer Geschwindigkeitswert im Handbetrieb unterer Geschwindigkeitswert im Handbetrieb
DWort x_VALRP
Regelkreisparameter
Wert der Referenzpunktfahrt im Handbetrieb
Wort
Wort
Wort
Wort x_KPOS x_CKPOS x_KV x_LIMV
Proportionalverstärkung des Regelkreises
Verhältnis von KPOS1 / KPOS2
Geschwindigkeitskorrekturfaktor des Regelkreises
Begrenzung der Soll-Geschwindigkeit
Wort x_OFFSET DAU-Offset
Fehlerkontrollparameter
DWort x_DMAX1
DWort x_DMAX2
DWort x_TW
Wort x_VSTOP
Grenzwert für Schleppabstand (1: Sicherheits-Schleppabstand)
Grenzwert für Schleppabstand (2: Wartungs-Schleppabstand)
Zielfenster
Stoppgeschwindigkeit
Wort x_TSTOP Stopp-Timeout
Wort x_FEXCES Grenzwert der Geschwindigkeitsüberschreitung
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21/2
Kurzübersicht
21
__________________________________________________________________________________________
Interne Befehlsdaten
Befehle, die mit der Anweisung SEND_CMD an das Achsmodul übertragen werden
Betriebsbefehle (Auswahl der behandelten Achse über AXIS_NB)
Bit
Bit
Bit
Bit
Bit
Bit
Bit
INC_P
INC_M
SETRP_P
SETRP_M
RP_HERE
HOMING
SLRETURN
Bewegung einer Achse in Plusrichtung um das in PARAM angegebene Weginkrement
Bewegung einer Achse in Minusrichtung um das in PARAM angegebene Weginkrement manuelle Referenzpunktfahrt für die gewählte Achse in Plusrichtung
(x_VALRP=Referenzpunktwert) manuelle Referenzpunktfahrt für die gewählte Achse in Minusrichtung
(x_VALRP=Referenzpunktwert)
Setzen des Referenzpunktes auf den in PARAM definierten Wert
Achsenbewegung zur Ausgangsposition (x_VALRP=Referenzpunktwert)
Rückführen aus den Softwareendlagen
Betriebsarten:
Bit
Bit
Bit
Bit
Bit
AUTO
SIMUL
HIGH_F
DRV_OFF
DIRDRIVE
Betriebsart Automatik (AUTO = 1) / Handbetrieb
Befehl zum Wechsel in den Simulationsbetrieb
Geschwindigkeit für die manuelle Achsenbewegung (x_FHIGH oder x_FLOW)
Betriebsart "Messung", Sperren des Analogausgangs
Betriebsart "Offener Regelkreis", direkte Ansteuerung des Antriebs mit einem
Geschwindigkeits-Sollwert (verbunden mit AXIS_NB),
Wort AXIS_NB (*) Wahl der Achsnummer für die Einachsbefehle
DWort PARAM Weginkrement für INC_P / INC_M ( Handbetrieb) und zur Einstellung des KR
DWort DISTANZ Vermessene Istposition zum Einstellen des KR
Bit
Bit
Bit
Bit
Bit
Wort
Bit
Direkte Befehle (ohne Anweisung SEND_CMD)
Indirekte Befehle:
Bit SEND_CNF
Bit
Bit
SEND_PRM
SAVE_PRM
Bit
Bit
Senden der Konfigurationskonstanten und der Betriebsparameter an das Modul
Senden der Betriebsparameter an das Modul
Befehl zum Sichern der Betriebsparameter in den internen Konstanten des OFB
SEND_CMD Befehl zur Berücksichtigung eines Befehls
MONITOR Befehl zum Lesen der aperiodischen Daten der Achsgruppe(n)
Direkte Befehle:
Bit STOP
Bit
Bit
PAUSE
JOG_P
JOG_M
ACK_DEF
ENABLE
EVENT
NEW_KR
CMV
SAFE_OFF
Befehl zum sofortigen Stopp der Achsgruppe (Stopp der Verfahreinheit)
Befehl zum Unterbrechen der Verfahrbefehle am Ende der aktuellen Verfahrbewegung
Handbetrieb: Achsbewegung in Plusrichtung bis zur erneuten Betätigung von JOG_P
(verbunden mit AXIS_NB)
Handbetrieb:Achsbewegung in Minusrichtung bis zur erneuten Betätigung von JOG_M
(verbunden mit AXIS_NB)
Quittieren der Fehler der Achsgruppe
Reglerfreigaben für die Achsen der Gruppe
Auslösen eines Ereignisses
Einstellen des KR (verbunden mit AXIS_NB)
Sollwert zur Geschwindigkeitsmodulation von 0 bis 2 in Schritten von 1/1000
Betrieb der Gruppe ohne Sicherheitsfunktion (die Gruppe bleibt beim STOPP der
SPS im RUN-Betrieb)
Lokale Befehle:
Bit INHIB Sperrt den Ausgang ERROR des OFB
(*) im Funktionsbaustein MOVE nicht enthalten
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21/3
G
G
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Interne Statusdaten
Periodische Statusdaten der Gruppen (Aktualisierung bei jedem Zyklus):
Bit
Bit
Bit
Bit
Bit
Bit
Bit
Bit
Bit
DWort
Bit
Bit
Wort
ERROR
CONF
OK
CMD_FAIL
Ausgang ERROR des OFB die Gruppe ist konfiguriert die Verfahreinheit wird durch keinen Fehler gestoppt enthält den Code für die Befehlsrückweisung: (4 Bytes)
• Konfigurationsparameter (Byte 3)
• Steuerungsparameter (Byte 2)
• Funktionsbefehle (Byte 1)
• Ausführbarkeit der Befehle (Byte 0)
AXIS_ERR
HARD_ERR ein Applikationsfehler ist aufgetreten ein externer Hardwarefehler ist aufgetreten
STATUS 0 Fehlerstatus der Gruppe:
STATUS 0,0 Gruppe außer Betrieb
STATUS 0,1 reserviert
STATUS 0,2 I/O-Fehler
STATUS 0,3 Hardwarefehler der X-Achse
STATUS 0,4 Hardwarefehler der Y-Achse
STATUS 0,5 Hardwarefehler der Z-Achse
STATUS 0,6 Applikationsfehler der X-Achse
STATUS 0,7 Applikationsfehler der Y-Achse
STATUS 0,8 Applikationsfehler der Z-Achse
STATUS 0,9
STATUS 0,A
STATUS 0,B Befehlsrückweisung
STATUS 0,C Rückweisung Betriebsart
STATUS 0,D Rückweisung Parameter
STATUS 0,E Rückweisung Konfigurationsbefehl
STATUS 0,F Systemfehler des OFB
Bit x_CALIB
DWort x_POS
Bit x_DIRECT
Bit
Bit x_EVENT x_CAM
DWort x_PREF
Bit
Bit
ST_PREF
ABS_INC
Achse x referenziert (x = X, Y, Z)
Istposition Achse x (x = X, Y, Z)
Angabe der Verfahrrichtung
Status des Ereigniseingangs
Status des Eingangs Referenznocken
Nullpunktverschiebung, die durch ein Ereignis gespeichert wird
Nullpunktverschiebung PREF aktiv
Status: Absolut- oder Kettenmaß
1 = Absolutmaß (G90), 0 = Kettenmaß (G91)
ST_PAUSE
AT_POINT
TH_POINT
NEXT
DONE
NOMOTION
Pause-Status der Gruppe
Achse an der Zielposition (im Zielfenster, bei Anweisung mit Stopp) theoretische Zielposition erreicht
Gruppe ist für die Aufnahme eines neuen Verfahrbefehls bereit (in AUTO)
Ausführung aller Anweisungen beendet: keine Anweisung mehr im Speicher
Verfahreinheit gestoppt
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21/4
Kurzübersicht
21
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Interne Statusdaten (Fortsetzung)
Aperiodische Statusdaten (Aktualisierung bei jedem Zyklus, wenn das Bit MONITOR auf 1 gesetzt ist)
Wort
Wort
N_RUN
COD_EXEC
DWort x_TARGET
DWort F_TARGET
DWort SPEED
DWort x_DEV
DWort x_MAXDEV enthält die Satznummer des laufenden Programmschrittes
G-Funktion des laufenden Programmschritts aktuelle Zielposition (anzufahrendes Ziel)
Sollgeschwindigkeit der Achsenbewegung gemessene Geschwindigkeit aktueller Schleppabstand max. Schleppabstand während der gesamten Bewegung des Befehls
Wort
Wort
Wort
STATUS1
STATUS2
STATUS3
STATUSi,C
STATUSi,D
STATUSi,E
STATUSi,F
Wobei i =1 bis 3
Fehlerstatus der X-Achse
Fehlerstatus der Y-Achse
Fehlerstatus der Z-Achse
Hardwarefehler
STATUSi,0
STATUSi,1
STATUSi,2
STATUSi,3
Not-Aus URGSTOP
Fehler Antriebsregler VAR
Fehler Drahtbruch Geber CODRUP
Fehler Geberverschmutzung CODSAL
STATUSi,4 Fehler Kurzschluß Analogausgang CCANA
Applikationsfehler
STATUSi,5
STATUSi,6
STATUSi,7
Fehler obere Softwareendlage SLMAX
Fehler untere Softwareendlage SLMIN
Fehler Überdrehzahl F_EXCES
STATUSi,8
STATUSi,9
STATUSi,A
STATUSi,B
Fehler Schleppabstand DMAX1 (Sicherheit)
Fehler Zielfenster TW
Stopp-Fehler STOP
Fehler Schleppabstand DMAX2 (Wartung) nicht belegt nicht belegt nicht belegt nicht belegt blockierende
Fehler
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21/5
G
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(Mit SAV_PRM)
gesicherte Einstellparameter
Die gesicherten Einstellparameter entsprechen den Werten der Steuerungs-/Regelkreis-/
Überwachungsparameter, die im Konstantenspeicher des OFB abgelegt sind (siehe Abschnitt 11.5, Register
D). Es handelt sich um die Anfangswerte, die bei einem Kaltstart des SPS-Prozessors in die
Einstellparameter übertragen werden.
Jeder Sicherungsparameter trägt den gleichen Namen wie der zugeordnete Einstellparameter und zusätzlich den Buchstaben $ (Ausnahme: x_OFFSET --> x_OFFSE$ und x_FEXCES --> x_FEXCE$).
Steuerungsparameter dword x_SLMAX$ dword x_SLMIN$ dword x_ACC$ dword x_DEC$ word x_SLOPE$ dword x_FHIGH$ dword x_FLOW$ dword x_VALRP$ obere aktuelle Softwareendlage untere aktuelle Softwareendlage
Beschleunigungswert
Verzögerungswert trapezförmiges Geschwindigkeitsprofil oberer Geschwindigkeitswert im Handbetrieb unterer Geschwindigkeitswert im Handbetrieb
Wert der Referenzpunktfahrt im Handbetrieb
Regelkreisparameter word word word word word x_KPOS$ x_CKPOS$ x_KV$ x_LIMV$ x_OFFSE$
Proportionalverstärkung des Regelkreises
Verhältnis von KPOS1 / KPOS2
Geschwindigkeitskorrekturfaktor des Regelkreises
Begrenzung der Soll-Geschwindigkeit
DAU-Offset
Fehlerkontrollparameter dword x_DMAX1$ Grenzwert für Schleppabstand (1: Sicherheits-Schleppabstand) dword x_DMAX2$ dword x_TW$ word word word x_VSTOP$ x_TSTOP$ x_FEXCE$
Grenzwert für Schleppabstand (2: Wartungs-Schleppabstand)
Zielfenster
Stoppgeschwindigkeit
Stopp-Timeout
Grenzwert der Geschwindigkeitsüberschreitung
Anmerkung: Die Parameter SAV30 (im Fall des OFB MOVE) und SAV88 (im Fall des OFB TMOVE) sind reservierte Systemworte.
G
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21/6
Kurzübersicht
21
__________________________________________________________________________________________
Übersicht über den Datenaustausch
Prozessor
PL7-3-
Programm
OFB
●
MOVE
Konfiguration
Einstellparameter
SAVE_PRM
Standardparameter
SEND_CNF
SEND_PRM
Modul TSX AXM
●
92
Gruppe 0
Konfiguration
Einstellparameter
EXEC
●
MOVE direkte
Befehle indirekte
Befehle periodische
Statusdaten aperiodische
Statusdaten
SEND_CMD
MONITOR
ADJ
MAX
∇
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21/7
G
__________________________________________________________________________________________
G
__________________________________________________________________________________________
21/8
Liste der Fehlercodes CMD_FAIL
22
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22.1 Liste der Fehlercodes CMD_FAIL
Die folgenden Seiten enthalten eine Liste der Meldungen, mit denen das Doppelwort
CMD_FAIL erklärt wird.
Das Doppelwort
•
MOVEi,CMD_FAIL besteht aus vier Bytes: O3 O2 O1 O0. Dieses
Doppelwort:
• wird unter der Software ADJ_MAX im Klartext dargestellt (Fehlercode + Online-Hilfe),
• wird unter PL7-3 nach Transfer des DW
•
MOVEi,CMD_FAIL->DWzz darstellbar.
Jedes Byte entspricht einer spezifischen Fehlerklasse.
Wx
Wx+1
O1=Betriebsartenwechsel O0=Verfahrbefehl
O3=Konfiguration O2=Parameter der Gruppe höherwertiges Byte niederwertiges Byte
O3: Fehler bei einer KONFIGURATION. (XX000000)
O2: Fehler bei der Analyse DER PARAMETER EINER GRUPPE. (00XX0000)
O1: Fehler bei der Analyse eines BETRIEBSARTENWECHSELS. (0000XX00)
O0: Fehler in den PARAMETERN DER VERFAHRBEFEHLE . (000000XX)
Beispiel: 00000200
Byte Nr. 1: Fehler beim Betriebsartenwechsel
(Code 02 = Es wurde eine Anweisung mit dem
Befehl SEND_CMD für eine nicht konfigurierte
Gruppe empfangen.)
Die Bedeutungen der anderen Bits und Worte STATUS0,..3 im Zusammenhang mit auftretenden Fehlern werden am Ende dieses Kapitels erläutert.
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22/1
G
G
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Bei den für diese Familie aufgeführten Meldungen handelt es sich um die
"Kurzmeldungen", die in ADJ_MAX (Fenster Transfer) angezeigt werden. Meldungen des Typs ERR_SYSTEM dürfen unter keinen Umständen im Normalbetrieb des Moduls auftreten.
FEHLER BEI EINER KONFIGURATION (XX000000)
ERR_SYSTEM 01000000
Das Auftreten dieser Meldung ist nicht normal. Es handelt sich um einen Fehler beim
Transfer der Konfigurationsparameter (Grenzwerte, Größen usw.).
ERR_ADAXIS 02000000
Die Codierung der Zuweisung der physikalischen Achsen zu den logischen Achsen ist fehlerhaft. (Parameter ADAXIS)
ERR_AXE_X_BUSY 03000000
Diese Achse (X) wurde bereits von der Zusammensetzung einer anderen Gruppe reserviert. (Parameter ADAXIS)
ERR_AXE_Y_BUSY 04000000
Diese Achse (Y) wurde bereits von der Zusammensetzung einer anderen Gruppe reserviert. (Parameter ADAXIS).
ERR_AXE_Z_BUSY 05000000
Diese Achse (Z) wurde bereits von der Zusammensetzung einer anderen Gruppe reserviert. (Parameter ADAXIS).
ERR_NUM_AXE_X 06000000
Für X spezifizierte Achsnummer unzulässig (Parameter ADAXIS)
ERR_NUM_AXE_Y 07000000
Für Y spezifizierte Achsnummer unzulässig (Parameter ADAXIS)
ERR_NUM_AXE_Z 08000000L
Für Z spezifizierte Achsnummer unzulässig (Parameter ADAXIS)
NICHT VORHANDEN
NICHT VORHANDEN
NICHT VORHANDEN
09000000
0a000000
0b000000
Durch ADJ_MAX erzeugte Meldung: ERR_SYSTEM.
ERR_TYP_UNIT 0c000000
Der Konfigurationsparameter UNIT enthält einen unzulässigen Wert (der Wert muß zwischen 1 und 4 liegen).
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22/2
Liste der Fehlercodes CMD_FAIL
22
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ERR_INVERT_X 0d000000
Der Parameter X_INVERT enthält einen unzulässigen Wert (der Wert muß zwischen 0 und 3 liegen).
ERR_INVERT_Y 0e000000
Der Parameter Y_INVERT enthält einen unzulässigen Wert (der Wert muß zwischen 0 und 3 liegen).
ERR_INVERT_Z 0f000000
Der Parameter Z_INVERT enthält einen unzulässigen Wert (der Wert muß zwischen 0 und 3 liegen).
ERR_TYP_COD_X 10000000
Unzulässige Spezifizierung des Gebertyps für die X-Achse.
ERR_TYP_COD_Y 11000000
Unzulässige Spezifizierung des Gebertyps für die Y-Achse.
ERR_TYP_COD_Z 12000000
Unzulässige Spezifizierung des Gebertyps für die Z-Achse.
ERR_RESOL_COD_X 13000000
Parameter X_RESOL außerhalb der Grenzwerte.
Die Grenzwerte des Parameters X_RESOL lauten: 1..1000 in metrischen- und
Winkelmeßeinheiten, 4..4000 in angelsächsischen Einheiten, 1 in Inkrementen.
NICHT VORHANDEN
NICHT VORHANDEN
14000000
15000000
NICHT VORHANDEN 16000000
Durch ADJ_MAX erzeugte Meldung: ERR_SYSTEM.
ERR_RESOL_COD_Y 17000000
Parameter V_RESOL außerhalb der Grenzwerte.
Die Grenzwerte des Parameters Y_RESOL lauten: 1..1000 in metrischen- und
Winkelmeßeinheiten, 4..4000 in angelsächsischen Einheiten, 1 in Inkrementen.
NICHT VORHANDEN
NICHT VORHANDEN
NICHT VORHANDEN
18000000
19000000
1a000000
Durch ADJ_MAX erzeugte Meldung: ERR_SYSTEM.
ERR_RESOL_COD_Z 1b000000
Parameter Z_RESOL außerhalb der Grenzwerte.
Die Grenzwerte des Parameters Z_RESOL lauten: 1..1000 in metrischen- und
Winkelmeßeinheiten, 4..4000 in angelsächsischen Einheiten, 1 in Inkrementen.
__________________________________________________________________________________________
22/3
G
G
__________________________________________________________________________________________
NICHT VORHANDEN
NICHT VORHANDEN
NICHT VORHANDEN
1c000000
1d000000
1e000000
Durch ADJ_MAX erzeugte Meldung: ERR_SYSTEM.
ERR_CAM_X 1f000000
Der Wert des Konfigurationsparameters X_TYPRP ist unzulässig.
ERR_CAM_Y 20000000
Der Wert des Konfigurationsparameters Y_TYPRP ist unzulässig.
ERR_CAM_Z 21000000L
Der Wert des Konfigurationsparameters Z_TYPRP ist unzulässig.
ERR_VMAX_X 22000000
X_VMAX außerhalb der Grenzwerte.
Die für X (X_VMAX) angegebene Geschwindigkeit ist nicht mit folgenden Grenzwerten kompatibel: 600..540000 in metrischen- und Winkelmeßeinheiten, 2400...2160000 in angelsächsischen Einheiten und 10000..900000 in Inkrementen.
NICHT VORHANDEN
NICHT VORHANDEN
23000000
24000000
NICHT VORHANDEN 25000000
Durch ADJ_MAX erzeugte Meldung: ERR_SYSTEM.
ERR_VMAX_Y 26000000
Y_VMAX außerhalb der Grenzwerte.
Die für Y (Y_VMAX) angegebene Geschwindigkeit ist nicht mit folgenden Grenzwerten kompatibel: 600..540000 in metrischen- und Winkelmeßeinheiten, 2400...2160000 in angelsächsischen Einheiten und 10000..900000 in Inkrementen.
NICHT VORHANDEN
NICHT VORHANDEN
NICHT VORHANDEN
27000000
28000000
29000000
Durch ADJ_MAX erzeugte Meldung: ERR_SYSTEM
ERR_VMAX_Z 2a000000
Z_VMAX außerhalb der Grenzwerte.
Die für Z (Z_VMAX) angegebene Geschwindigkeit ist nicht mit folgenden Grenzwerten kompatibel: 600..540000 in metrischen- und Winkelmeßeinheiten, 2400...2160000 in angelsächsischen Einheiten und 10000..900000 in Inkrementen.
NICHT VORHANDEN
NICHT VORHANDEN
NICHT VORHANDEN
2b000000
2c000000
2d000000
Durch ADJ_MAX erzeugte Meldung: ERR_SYSTEM
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22/4
Liste der Fehlercodes CMD_FAIL
22
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ERR_UMAX_VAL_X 2e000000
Die für X (X_UMax) spezifizierte maximale Spannung liegt außerhalb der Grenzwerte
(1000..9000).
ERR_UMAX_VAL_Y 2f000000
Die für Y (Y_UMax) spezifizierte maximale Spannung liegt außerhalb der Grenzwerte
(1000..9000).
ERR_UMAX_VAL_Z 30000000
Die für Z (Z_UMax) spezifizierte maximale Spannung liegt außerhalb der Grenzwerte
(1000..9000).
ERR_RANGE_LMIN_OR_LMAX_X31000000
SW-Endlagen für X: X_LMIN oder X_LMAX außerhalb der Grenzwerte (sie hängen vom
Typ der Einheit ab).
ERR_LMIN_SUP_LMAX_X 32000000
Die untere SW-Endlage (X_LMIN) übersteigt oder entspricht der oberen SW-Endlage
(X_LMAX) für die X-Achse.
ERR_RANGE_LMIN_OR_LMAX_Y33000000
SW-Endlagen für Y: Y_LMIN oder Y_LMAX außerhalb der Grenzwerte (sie hängen vom
Typ der Einheit ab).
ERR_LMIN_SUP_LMAX_Y 34000000
Die untere SW-Endlage (Y_LMIN) übersteigt oder ist gleich der oberen SW-Endlage
(Y_LMAX) für die Y-Achse.
ERR_RANGE_LMIN_OR_LMAX_Z35000000
SW-Endlagen für Z: Z_LMIN oder Z_LMAX außerhalb der Grenzwerte (sie hängen vom
Typ der Einheit ab).
ERR_LMIN_SUP_LMAX_Z 36000000
Die untere SW-Endlage (Z_LMIN) übersteigt oder ist gleich der oberen SW-Endlage
(Z_LMAX) für die Z-Achse.
ERR_RANGE_DECMAX_X 37000000
Maximale Verzögerung auf X (X_DECMAX) ist nicht mit den Parametern X_VMAX und
X_RESOL kompatibel (außerhalb der Bereichsgrenzen).
ERR_RANGE_ACCMAX_X 38000000
Maximale Beschleunigung auf X (X_DECMAX) ist nicht mit den Parametern X_VMAX und X_RESOL kompatibel (außerhalb der Bereichsgrenzen).
G
__________________________________________________________________________________________
22/5
G
__________________________________________________________________________________________
ERR_RANGE_DECMAX_Y 39000000
Maximale Verzögerung auf Y (Y_DECMAX) ist nicht mit den Parametern Y_VMAX und
Y_RESOL kompatibel (außerhalb der Bereichsgrenzen).
ERR_RANGE_ACCMAX_Y 3a000000
Maximale Beschleunigung auf Y (Y_DECMAX) ist nicht mit den Parametern Y_VMAX und Y_RESOL kompatibel (außerhalb der Bereichsgrenzen).
ERR_RANGE_DECMAX_Z 3b000000
Maximale Verzögerung auf Z (Z_DECMAX) ist nicht mit den Parametern Z_VMAX und
Z_RESOL kompatibel (außerhalb der Bereichsgrenzen).
ERR_RANGE_ACCMAX_Z 3c000000
Maximale Beschleunigung auf Z (Z_DECMAX) ist nicht mit den Parametern Z_VMAX und Z_RESOL kompatibel (außerhalb der Bereichsgrenzen).
ERR_PRM_KR_X 3d000000
Der in der Konstanten X_KR angegebene Wert ist unzulässig.
Forcieren der Konstanten X_KR auf H’FF..FF’ durchführen.
ERR_PRM_KR_Y 3e000000
Der in der Konstanten Y_KR angegebene Wert ist unzulässig.
Forcieren der Konstanten Y_KR auf H’FF..FF’ durchführen.
ERR_PRM_KR_Z 3f000000
Der in der Konstanten Z_KR angegebene Wert ist unzulässig.
Forcieren der Konstanten Z_KR auf H’FF..FF’ durchführen.
ERR_FAIL_CONF_CODABS_X 40000000
Mischen der Gebertypen.
Konfigurationsversuch auf der X-Achse eines Absolutwertgebers, während ein Inkrementalgeber auf dem Modul konfiguriert wurde.
ERR_FAIL_CONF_CODABS_Y 41000000
Mischen der Gebertypen.
Konfigurationsversuch auf der Y-Achse eines Absolutwertgebers, während ein Inkrementalgeber auf dem Modul konfiguriert wurde.
ERR_FAIL_CONF_CODABS_Z 42000000
Mischen der Gebertypen.
Konfigurationsversuch auf der Z-Achse eines Absolutwertgebers, während ein Inkrementalgeber auf dem Modul konfiguriert wurde.
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22/6
Liste der Fehlercodes CMD_FAIL
22
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ERR_FAIL_CONF_CODINC_X 43000000
Mischen der Gebertypen.
Konfigurationsversuch auf der X-Achse eines Inkrementalgebers, während ein Absolutwertgeber auf dem Modul konfiguriert wurde.
ERR_FAIL_CONF_CODINC_Y
Mischen der Gebertypen.
44000000
Konfigurationsversuch auf der Y-Achse eines Inkrementalgebers, während ein Absolutwertgeber auf dem Modul konfiguriert wurde.
ERR_FAIL_CONF_CODINC_Z 45000000
Mischen der Gebertypen.
Konfigurationsversuch auf der Z-Achse eines Inkrementalgebers, während ein Absolutwertgeber auf dem Modul konfiguriert wurde.
ERR_FAIL_MAX_CODABS 46000000
Zuviele Achsen mit Absolutwertgebern.
Die maximal zulässige Zahl konfigurierbarer Absolutwertgeber wurde überschritten. Ein
Modul AXM492 akzeptiert maximal drei Absolutwertgeber oder vier Inkrementalgeber.
ERR_FAIL_WAIT_CONF 47000000
Gruppe ist nicht konfiguriert, erwartet Befehl SEND_CONF.
Bei den für diese Familie aufgeführten Meldungen handelt es sich um die
"Kurzmeldungen", die in ADJ_MAX (Fenster Transfer) angezeigt werden. Meldungen des Typs ERR_SYSTEM dürfen unter keinen Umständen im Normalbetrieb des Moduls auftreten.
FEHLER BEI DER ANALYSE DER PARAMETER EINER GRUPPE (00XX0000)
ERR_SYSTEM 00010000
Das Auftreten dieser Meldung ist nicht normal. Fehler beim Transfer der am Modul einstellbaren Parameter (Grenzwerte, Größe usw.).
ERR_SYSTEM 00020000
Das Auftreten dieser Meldung ist nicht normal. Schwierigkeit beim Versenden der am
Modul einstellbaren Parameter. Der empfangene Befehl ist fehlerhaft oder SEND_PRM empfangen, obwohl die mit dem vorausgehenden SEND_PRM verbundene Bearbeitung noch nicht beendet ist.
NICHT VORHANDEN 00030000
Durch ADJ_MAX erzeugte Meldung: ERR_SYSTEM G
__________________________________________________________________________________________
22/7
G
__________________________________________________________________________________________
ERR_SYSTEM 00040000
Das Auftreten dieser Meldung ist nicht normal. Problem mit der Achsnummer.
ERR_FAIL_PRM_SLOPE_X 00050000
Der Parameter X_SLOPE muß zwischen 0 und 255 liegen.
ERR_FAIL_PRM_SLOPE_Y 00060000
Der Parameter Y_SLOPE muß zwischen 0 und 255 liegen.
ERR_FAIL_PRM_SLOPE_Z 00070000
Der Parameter Z_SLOPE muß zwischen 0 und 255 liegen.
ERR_FAIL_PRM_SLMAX_X 00080000
X_SLMAX muß zwischen X_LMIN und X_LMAX liegen.
ERR_FAIL_PRM_SLMAX_Y 00090000
Y_SLMAX muß zwischen Y_LMIN und Y_LMAX liegen.
ERR_FAIL_PRM_SLMAX_Z 000a0000
Z_SLMAX muß zwischen Z_LMIN und Z_LMAX liegen.
ERR_FAIL_PRM_SLMIN_X 000b0000
X_SLMIN muß zwischen X_LMIN und X_LMAX liegen.
ERR_FAIL_PRM_SLMIN_Y 000c0000
Y_SLMIN muß zwischen Y_LMIN und Y_LMAX liegen.
ERR_FAIL_PRM_SLMIN_Z 000d0000
Z_SLMIN muß zwischen Z_LMIN und Z_LMAX liegen.
ERR_FAIL_PRM_SLMI_SLMA_X 000e0000
X_SLMIN ist größer als X_SLMAX.
ERR_FAIL_PRM_SLMI_SLMA_Y 000f0000
Y_SLMIN ist größer als Y_SLMAX.
ERR_FAIL_PRM_SLMI_SLMA_Z 00100000
Z_SLMIN ist größer als Z_SLMAX.
ERR_FAIL_PRM_ACC_X 00110000
Der Parameter X_ACC liegt nicht zwischen 10 (2500 in Inkrementen) und der Konfiguration X_ACCMAX.
ERR_FAIL_PRM_ACC_Y 00120000
Der Parameter Y_ACC liegt nicht zwischen 10 (2500 in Inkrementen) und der Konfiguration Y_ACCMAX.
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22/8
Liste der Fehlercodes CMD_FAIL
22
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ERR_FAIL_PRM_ACC_Z 00130000
Der Parameter Z_ACC liegt nicht zwischen 10 (2500 in Inkrementen) und der Konfiguration Z_ACCMAX.
ERR_FAIL_PRM_DEC_X 00140000
Der Parameter X_DEC liegt nicht zwischen 10 (2500 in Inkrementen) und der Konfiguration X_DECMAX.
ERR_FAIL_PRM_DEC_Y 00150000
Der Parameter Y_DEC liegt nicht zwischen 10 (2500 in Inkrementen) und der Konfiguration Y_DECMAX.
ERR_FAIL_PRM_DEC_Z 00160000
Der Parameter Z_DEC liegt nicht zwischen 10 (2500 in Inkrementen) und der Konfiguration Z_DECMAX.
ERR_FAIL_PRM_VALRP_X 00170000
X_VALRP ist nicht zwischen X_SLMIN und X_SLMAX enthalten.
ERR_FAIL_PRM_VALRP_Y 00180000
Y_VALRP ist nicht zwischen Y_SLMIN und Y_SLMAX enthalten.
ERR_FAIL_PRM_VALRP_Z00190000
Z_VALRP ist nicht zwischen Z_SLMIN und Z_SLMAX enthalten.
ERR_FAIL_PRM_FHIGH_X 001a0000
Oberer Geschwindigkeitswert im Handbetrieb für X außerhalb der Bereichsgrenzen:
X_FHIGH muß zwischen LOWF und X_VMAX liegen.
ERR_FAIL_PRM_FHIGH_Y 001b0000
Oberer Geschwindigkeitswert im Handbetrieb für Y außerhalb der Bereichsgrenzen:
Y_FHIGH muß zwischen LOWF und Y_VMAX liegen.
ERR_FAIL_PRM_FHIGH_Z 001c0000
Oberer Geschwindigkeitswert im Handbetrieb für Z außerhalb der Bereichsgrenzen:
Z_FHIGH muß zwischen LOWF und Z_VMAX liegen.
ERR_FAIL_PRM_FLOW_X 001d0000
Unterer Geschwindigkeitswert im Handbetrieb für X außerhalb der Bereichsgrenzen:
X_FLOW muß zwischen 10 und X_VMAX/2 liegen.
ERR_FAIL_PRM_FLOW_Y 001e0000
Unterer Geschwindigkeitswert im Handbetrieb für Y außerhalb der Bereichsgrenzen:
Y_FLOW muß zwischen 10 und Y_VMAX/2 liegen.
__________________________________________________________________________________________
22/9
G
G
__________________________________________________________________________________________
ERR_FAIL_PRM_FLOW_Z 001f0000
Unterer Geschwindigkeitswert im Handbetrieb für Z außerhalb der Bereichsgrenzen:
Z_FLOW muß zwischen 10 und Z_VMAX/2 liegen.
NICHT VORHANDEN
NICHT VORHANDEN
00200000
00210000
NICHT VORHANDEN 00220000
Durch ADJ_MAX erzeugte Meldung: ERR_SYSTEM.
ERR_FAIL_PRM_KPOS_X 00230000
Verstärkung X_KPOS außerhalb der Grenzwerte.
Die Proportionalverstärkung X_KPOS für die X-Achse wurde außerhalb der Eingabegrenzwerte angegeben. Diese lauten 100 und 6400 (dezimal).
ERR_FAIL_PRM_KPOS_Y 00240000
Verstärkung Y_KPOS außerhalb der Grenzwerte.
Die Proportionalverstärkung Y_KPOS für die Y-Achse wurde außerhalb der Eingabegrenzwerte angegeben. Diese lauten 100 und 6400 (dezimal).
ERR_FAIL_PRM_KPOS_Z 00250000
Verstärkung Z_KPOS außerhalb der Grenzwerte.
Die Proportionalverstärkung Z_KPOS für die Z-Achse wurde außerhalb der Eingabegrenzwerte angegeben. Diese lauten 100 und 6400 (dezimal).
ERR_FAIL_PRM_CKPOS_X 00260000
Verstärkungsverhältnis X_CKPOS außerhalb der Grenzwerte.
Das Verhältnis der Proportionalverstärkungen X_CKPOS für die X-Achse ist außerhalb seiner Grenzwerte angegeben worden. Diese lauten 1 und 64 (dezimal).
ERR_FAIL_PRM_CKPOS_Y 00270000
Verstärkungsverhältnis Y_CKPOS außerhalb der Grenzwerte.
Das Verhältnis der Proportionalverstärkungen Y_CKPOS für die Y-Achse ist außerhalb seiner Grenzwerte angegeben worden. Diese lauten 1 und 64 (dezimal).
ERR_FAIL_PRM_CKPOS_Z 00280000
Verstärkungsverhältnis Z_CKPOS außerhalb der Grenzwerte.
Das Verhältnis der Proportionalverstärkungen Z_CKPOS für die Z-Achse ist außerhalb seiner Grenzwerte angegeben worden. Diese lauten 1 und 64 (dezimal).
ERR_FAIL_PRM_KV_X 00290000
Geschwindigkeitskorrektur X_KV außerhalb der Grenzwerte.
Der Geschwindigkeitskorrekturfaktor X_KV für die X-Achse ist außerhalb seiner Grenzwerte angegeben worden. Diese lauten 0 und 100 (dezimal).
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22/10
Liste der Fehlercodes CMD_FAIL
22
__________________________________________________________________________________________
ERR_FAIL_PRM_KV_Y 002a0000
Geschwindigkeitskorrektur Y_KV außerhalb der Grenzwerte.
Der Geschwindigkeitskorrekturfaktor Y_KV für die Y-Achse ist außerhalb seiner Grenzwerte angegeben worden. Diese lauten 0 und 100 (dezimal).
ERR_FAIL_PRM_KV_Z 002b0000
Geschwindigkeitskorrektur Z_KV außerhalb der Grenzwerte.
Der Geschwindigkeitskorrekturfaktor Z_KV für die Z-Achse ist außerhalb seiner Grenzwerte angegeben worden. Diese lauten 0 und 100 (dezimal).
ERR_FAIL_PRM_LIMV_X 002c0000
Begrenzung X_LIMV außerhalb der Grenzwerte.
Die Begrenzung der Sollgeschwindigkeit X_LIMV für die X-Achse ist außerhalb ihrer
Grenzwerte angegeben worden. Diese betragen 2 und 20 (dezimal).
ERR_FAIL_PRM_LIMV_Y 002d0000
Begrenzung Y_LIMV außerhalb der Grenzwerte.
Die Begrenzung der Sollgeschwindigkeit Y_LIMV für die Y-Achse ist außerhalb ihrer
Grenzwerte angegeben worden. Diese betragen 2 und 20 (dezimal).
ERR_FAIL_PRM_LIMV_Z 002e0000
Begrenzung Z_LIMV außerhalb der Grenzwerte.
Die Begrenzung der Sollgeschwindigkeit Z_LIMV für die Z-Achse ist außerhalb ihrer
Grenzwerte angegeben worden. Diese betragen 2 und 20 (dezimal).
ERR_FAIL_PRM_FEXCES_X 002f0000
Grenzwert X_FEXCES außerhalb der Bereichsgrenzen.
Der Wert zur Begrenzung der Geschwindigkeitsüberschreitung X_FEXCES für die X-
Achse wurde außerhalb der Bereichsgrenzen angegeben. Diese betragen 0 und 20
(dezimal).
ERR_FAIL_PRM_FEXCES_Y 00300000
Grenzwert Y_FEXCES außerhalb der Bereichsgrenzen.
Der Wert zur Begrenzung der Geschwindigkeitsüberschreitung Y_FEXCES für die Y-
Achse wurde außerhalb der Bereichsgrenzen angegeben. Diese betragen 0 und 20
(dezimal).
ERR_FAIL_PRM_FEXCES_Z 00310000
Grenzwert Z_FEXCES außerhalb der Bereichsgrenzen.
Der Wert zur Begrenzung der Geschwindigkeitsüberschreitung Z_FEXCES für die Z-
Achse wurde außerhalb der Bereichsgrenzen angegeben. Diese betragen 0 und 20
(dezimal).
G
__________________________________________________________________________________________
22/11
G
__________________________________________________________________________________________
ERR_FAIL_PRM_DMAX1_X 00320000
Grenzwert X_DMAX1 außerhalb der Bereichsgrenzen.
Der Grenzwert für den Schleppabstand (Sicherheitsabstand) X_DMAX1 für die X-
Achse wurde außerhalb der Bereichsgrenzen angegeben. Diese lauten 0 und (X_SLMAX-
X_SLMIN)/2.
ERR_FAIL_PRM_DMAX1_Y 00330000
Grenzwert Y_DMAX1 außerhalb der Bereichsgrenzen.
Der Grenzwert für den Schleppabstand (Sicherheitsabstand) Y_DMAX1 für die Y-
Achse wurde außerhalb der Bereichsgrenzen angegeben. Diese lauten 0 und (Y_SLMAX-
Y_SLMIN)/2.
ERR_FAIL_PRM_DMAX1_Z 00340000
Grenzwert Z_DMAX1 außerhalb der Bereichsgrenzen.
Der Grenzwert für den Schleppabstand (Sicherheitsabstand) Z_DMAX1 für die Z-
Achse wurde außerhalb der Bereichsgrenzen angegeben. Diese lauten 0 und (Z_SLMAX-
Z_SLMIN)/2.
ERR_FAIL_PRM_DMAX2_X 00350000
Grenzwert X_DMAX2 außerhalb der Bereichsgrenzen.
Der Grenzwert für den Schleppabstand (Wartungsabstand) X_DMAX2 für die X-Achse wurde außerhalb der Bereichsgrenzen angegeben. Diese lauten 0 und (X_SLMAX-
X_SLMIN)/2.
ERR_FAIL_PRM_DMAX2_Y 00360000
Grenzwert Y_DMAX2 außerhalb der Bereichsgrenzen.
Der Grenzwert für den Schleppabstand (Wartungsabstand) Y_DMAX2 für die Y-Achse wurde außerhalb der Bereichsgrenzen angegeben. Diese lauten 0 und (Y_SLMAX-
Y_SLMIN)/2.
ERR_FAIL_PRM_DMAX2_Z 00370000
Grenzwert Z_DMAX2 außerhalb der Bereichsgrenzen.
Der Grenzwert für den Schleppabstand (Wartungsabstand) Z_DMAX2 für die Z-Achse wurde außerhalb der Bereichsgrenzen angegeben. Diese lauten 0 und (Z_SLMAX-
Z_SLMIN)/2.
ERR_FAIL_PRM_TW_X 00380000
Parameter X_TW außerhalb der Grenzwerte.
Der Parameter für das Zielfenster X_TW (Entfernung) für die X-Achse wurde außerhalb der Bereichsgrenzen angegeben. Diese lauten 0 und (X_SLMAX-X_SLMIN)/10.
ERR_FAIL_PRM_TW_Y 00390000
Parameter Y_TW außerhalb der Grenzwerte.
Der Parameter für das Zielfenster Y_TW (Entfernung) für die Y-Achse wurde außerhalb der Bereichsgrenzen angegeben. Diese lauten 0 und (Y_SLMAX-Y_SLMIN)/10.
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22/12
Liste der Fehlercodes CMD_FAIL
22
__________________________________________________________________________________________
ERR_FAIL_PRM_TW_Z 003a0000
Parameter Z_TW außerhalb der Grenzwerte.
Der Parameter für das Zielfenster Z_TW (Entfernung) für die Z-Achse wurde außerhalb der Bereichsgrenzen angegeben. Diese lauten 0 und (Z_SLMAX-Z_SLMIN)/10.
ERR_FAIL_PRM_VSTOP_X 003b0000
Parameter X_VSTOP außerhalb der Grenzwerte.
Der Parameter für die Stoppgeschwindigkeit X_VSTOP für die X-Achse wurde außerhalb der Bereichsgrenzen angegeben. Diese lauten 10 und X_VMAX/2 (32767 gegrenzt).
ERR_FAIL_PRM_VSTOP_Y 003c0000
Parameter Y_VSTOP außerhalb der Grenzwerte.
Der Parameter für die Stoppgeschwindigkeit Y_VSTOP für die Y-Achse wurde außerhalb der Bereichsgrenzen angegeben. Diese lauten 10 und Y_VMAX/2 (32767 gegrenzt).
ERR_FAIL_PRM_VSTOP_Z 003d0000
Parameter Z_VSTOP außerhalb der Grenzwerte.
Der Parameter für die Stoppgeschwindigkeit Z_VSTOP für die Z-Achse wurde außerhalb der Bereichsgrenzen angegeben. Diese lauten 10 und Z_VMAX/2 (32767 gegrenzt).
ERR_FAIL_PRM_TSTOP_X 003e0000
Parameter X_TSTOP außerhalb der Grenzwerte.
Der Stopp-Timeout X_TSTOP für die X-Achse wurde außerhalb der Bereichsgrenzen angegeben. Diese lauten 0 und 1000 (dezimal).
ERR_FAIL_PRM_TSTOP_Y 003f0000
Parameter Y_TSTOP außerhalb der Grenzwerte.
Der Stopp-Timeout Y_TSTOP für die Y-Achse wurde außerhalb der Bereichsgrenzen angegeben. Diese lauten 0 und 1000 (dezimal).
ERR_FAIL_PRM_TSTOP_Z 00400000
Parameter Z_TSTOP außerhalb der Grenzwerte.
Der Stopp-Timeout Z_TSTOP für die Z-Achse wurde außerhalb der Bereichsgrenzen angegeben. Diese lauten 0 und 1000 (dezimal).
ERR_FAIL_PRM_OFFSET_X 00410000
Parameter X_OFFSET außerhalb der Grenzwerte.
Der Parameter für einen DAU-Offset X_OFFSET für die X-Achse wurde außerhalb der
Bereichsgrenzen angegeben. Diese lauten -150 und +150 (dezimal).
ERR_FAIL_PRM_OFFSET_Y 00420000
Parameter Y_OFFSET außerhalb der Grenzwerte.
Der Parameter für einen DAU-Offset Y_OFFSET für die Y-Achse wurde außerhalb der
Bereichsgrenzen angegeben. Diese lauten -150 und +150 (dezimal).
G
__________________________________________________________________________________________
22/13
G
__________________________________________________________________________________________
ERR_FAIL_PRM_OFFSET_Z 00430000
Parameter Z_OFFSET außerhalb der Grenzwerte.
Der Parameter für einen DAU-Offset Z_OFFSET für die Z-Achse wurde außerhalb der
Bereichsgrenzen angegeben. Diese lauten -150 und +150 (dezimal).
ERR_FAIL_PRM_KR_X 00440000
Es wurde ein falscher Wert KR_X an das Modul gesendet.
ERR_FAIL_PRM_KR_Y 00450000
Es wurde ein falscher Wert KR_Y an das Modul gesendet .
ERR_FAIL_PRM_KR_Z 00460000
Es wurde ein falscher Wert KR_Z an das Modul gesendet.
ERR_SYSTEM 00470000
Das Auftreten dieser Meldung ist nicht normal.Bei der Analyse der Parameter durch das
Modul ist ein Problem aufgetreten.
ERR_SYSTEM 00480000
Das Auftreten dieser Meldung ist nicht normal. Beim Empfang der Parameter durch das
Modul (Kennziffern) ist ein Problem aufgetreten.
ERR_FAIL_RATIO_ACC_X 00490000
Verhältnis (X_VMAX/X_ACC) fehlerhaft.
Das Verhältnis (X_VMAX/X_ACC) muß kleiner als 2 sein bei Verwendung von
Inkrementeinheiten bzw. kleiner als 120 bei allen anderen Einheiten.
ERR_FAIL_RATIO_ACC_Y 004a0000
Verhältnis (Y_VMAX/Y_ACC) fehlerhaft.
Das Verhältnis (Y_VMAX/Y_ACC) muß kleiner als 2 sein bei Verwendung von
Inkrementeinheiten bzw. kleiner als 120 bei allen anderen Einheiten.
ERR_FAIL_RATIO_ACC_Z 004b0000
Verhältnis (Z_VMAX/Z_ACC) fehlerhaft.
Das Verhältnis (Z_VMAX/Z_ACC) muß kleiner als 2 sein bei Verwendung von
Inkrementeinheiten bzw. kleiner als 120 bei allen anderen Einheiten.
ERR_FAIL_RATIO_DEC_X 004c0000
Verhältnis (X_VMAX/X_DEC) fehlerhaft.
Das Verhältnis (X_VMAX/X_DEC) muß kleiner als 2 sein bei Verwendung von
Inkrementeinheiten bzw. kleiner als 120 bei allen anderen Einheiten.
ERR_FAIL_RATIO_DEC_Y 004d0000
Verhältnis (Y_VMAX/Y_DEC) fehlerhaft.
Das Verhältnis (Y_VMAX/Y_DEC) muß kleiner als 2 sein bei Verwendung von
Inkrementeinheiten bzw. kleiner als 120 bei allen anderen Einheiten.
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22/14
Liste der Fehlercodes CMD_FAIL
22
__________________________________________________________________________________________
ERR_FAIL_RATIO_DEC_Z 004e0000
Verhältnis (Z_VMAX/Z_DEC) fehlerhaft.
Das Verhältnis (Z_VMAX/Z_DEC) muß kleiner als 2 sein bei Verwendung von
Inkrementeinheiten bzw. kleiner als 120 bei allen anderen Einheiten.
Meldungen des Typs ERR_SYSTEM dürfen unter keinen Umständen im Normalbetrieb des Moduls auftreten.
FEHLER BEI EINEM BETRIEBSARTENWECHSEL (0000XX00)
ERR_SYSTEM 00000100
Das Auftreten dieser Meldung ist nicht normal. Der vom Modul empfangene Befehl ist falsch.
ERR_FAIL_STAT_NO_CONF 00000200
Befehl für eine nicht konfigurierte Gruppe.
Es ist eine Anweisung mit dem Befehl «SEND_CMD» für eine nicht konfigurierte (nicht vorhandene) Gruppe empfangen worden.
ERR_FAIL_STAT_NUM_AXE
Parameter AXIS_NB unzulässig.
00000300
Die Achsnummer AXIS_NB für den empfangenen Befehl ist fehlerhaft.
ERR_FAIL_STAT_KR_DISTANCE 00000400
Parameter ENTFERNUNG fehlerhaft für NEW_KR. (Außerhalb des internen
Berechnungsgrenzwertes, in Abhängigkeit von der gewählten Einheit).
ERR_FAIL_STAT_KR_PARMAN 00000500
Parameter PARMAN fehlerhaft für NEW_KR. (Außerhalb des internen Berechnungsgrenzwertes, in Abhängigkeit von der gewählten Einheit).
ERR_FAIL_STAT_CAL_KR 00000600
Berechnungsergebnis von KR außerhalb der Grenzwerte.
Das Ergebnis der Berechnung von KR (=theoretische Entfernung / gemessene Entfernung) liegt außerhalb des Bereichs [0.5, 2.0]. Die Ursache kann ein Fehler des
Auflösungsparameters sein.
ERR_FAIL_STAT_SIMU_IMP 00000700
Umschalten auf SIMUL fehlgeschlagen.
Das Umschalten auf SIMUL (Simulation des Bewegungsablaufs) unterliegt folgenden
Bedingungen: a) AUTO=1. b) NOMOTION=1. c) DONE=1.
ERR_FAIL_STAT_NSIMU_IMP 00000800
Beenden von SIMUL fehlgeschlagen.
Das Beenden der Betriebsart SIMUL (Simulation des Bewegungsablaufs) ist fehlgeschlagen, weil die Gruppe sich nicht im Stillstand befindet (NOMOTION=0).
__________________________________________________________________________________________
22/15
G
__________________________________________________________________________________________
ERR_FAIL_STAT_AUTO_IMP 00000900
Umschalten auf die Betriebsart AUTO fehlgeschlagen.
Das Umschalten auf die Betriebsart AUTO (automatische Ausführung des Bewegungsablaufs) ist fehlgeschlagen. Entweder, weil a) die Gruppe nicht im Stillstand ist
(NOMOTION=0) oder weil b) die Betriebsart DIRDRIVE gewählt ist oder weil c) die
Betriebsart DRV_OFF gewählt ist oder weil d) die Gruppe nicht korrekt konfiguriert ist.
Ausführungsbedingungen : NOMOTION=1, DONE=1.
ERR_FAIL_STAT_NAUTO_IMP 00000a00
Beenden der Betriebsart AUTO fehlgeschlagen.
Das Beenden der Betriebsart AUTO (automatische Ausführung des Bewegungsablaufs) ist fehlgeschlagen, weil die Gruppe nicht im Stillstand ist (NOMOTION=0).
Ausführungsbedingungen: NOMOTION=1, DONE=1.
ERR_FAIL_STAT_DD_IMP 00000b00
Umschalten auf die Betriebsart DIRDRIVE fehlgeschlagen.
Das Umschalten auf die Betriebsart DIRDRIVE (direkte Steuerung unter Spannung) unterliegt folgenden Bedingungen: a) Es liegt kein blockierender Fehler auf der Achse vor. b) Die gewählte Betriebsart ist nicht AUTO: AUTO=0. c) DONE=1. d) PARAM
Fehler! Zeichen nicht definiert. | UMAX |.
ERR_FAIL_STAT_NDD_IMP 00000c00
Beenden der Betriebsart DIRDRIVE fehlgeschlagen.
Das Beenden der Betriebsart DIRDRIVE (direkte Steuerung unter Spannung) ist fehlgeschlagen, weil die Gruppe nicht im Stillstand ist (NOMOTION=0).
ERR_FAIL_STAT_DO_IMP 00000d00
Umschalten auf die Betriebsart DRV_OFF fehlgeschlagen.
Das Umschalten auf die Betriebsart DRV_OFF (Sperrung aller Befehle des Antriebsreglers) ist fehlgeschlagen. Die Ausführungsbedingungen lauten: a) AUTO=0.
b) NOMOTION=1. c) DONE=1.
ERR_FAIL_STAT_NDO_IMP 00000e00
Beenden der Betriebsart DRV_OFF fehlgeschlagen.
Das Beenden der Betriebsart DRV_OFF (Sperrung aller Befehle des Antriebsreglers) ist fehlgeschlagen.
Die Bedingungen für das Beenden der Betriebsart lauten: DONE=1 und NOMOTION=1.
Tip: Einer der Parameter x_VSTOP ist möglicherweise zu klein. Vibrationen der Achse
(externen Ursprungs) können dann als ein Stoppfehler ausgelegt werden. x_VSTOP erhöhen.
G
ERR_SYSTEM 00000f00
Das Auftreten dieser Meldung ist nicht normal. Beim Empfang des Befehls im Modul ist ein Problem aufgetreten.
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22/16
Liste der Fehlercodes CMD_FAIL
22
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ERR_FAIL_STAT_NEW_KR 00001000
Befehl NEW_KR wurde zurückgewiesen.
Die Ausführung des Befehls NEW_KR ist zurückgewiesen worden, weil die Gruppe nicht im Stillstand ist (NOMOTION=0) oder weil dieser Befehl in der gewählten Einheit
(Inkremente) keinen Sinn macht.
ERR_SYSTEM 00001100
Das Auftreten dieser Meldung ist nicht normal. Bei der Analyse des Befehls im Kontext ist ein Problem aufgetreten.
ERR_FAIL_STAT_WAIT_CONF 00001200
Gruppe ist nicht konfiguriert, erwartet Befehl SEND_CONF.
Meldungen des Typs ERR_SYSTEM dürfen unter keinen Umständen im Normalbetrieb des Moduls auftreten.
FEHLER INFOLGE EINES VERFAHRBEFEHLS (000000XX)
ERR_FAIL_MVT_NUM_AXE 00000001
Achsnummer AXIS_NB unzulässig.
Der Befehl kann nicht ausgeführt werden, weil die zugewiesene Achsnummer nicht korrekt ist.
ERR_FAIL_MVT_JOG_PLUS 00000002
Befehl JOG_P wurde zurückgewiesen.
Der Befehl JOG_P (Bewegung «im Handbetrieb» in positiver Richtung der Achse) wird akzeptiert, wenn: a) kein blockierender Fehler auf der Achse vorliegt. b) DONE=1.
Hinweis: Dieser Befehl wird zugelassen, selbst wenn die Achse nicht referenziert ist, zum Beispiel infolge eines Drahtbruches oder einer Geberverschmutzung.
ERR_FAIL_MVT_JOG_MOINS 00000003
Befehl JOG_M wurde zurückgewiesen.
Der Befehl JOG_M (Bewegung «im Handbetrieb» in negativer Richtung der Achse) wird akzeptiert, wenn: a) kein blockierender Fehler auf der Achse vorliegt. b) DONE=1.
Hinweis: Dieser Befehl wird zugelassen, selbst wenn die Achse nicht referenziert ist,
` zum Beispiel infolge eines Drahtbruches oder einer Geberverschmutzung.
ERR_FAIL_MVT_INC_PLUS 00000004
Befehl INC_P wurde zurückgewiesen.
Die Bedingungen, damit der Befehl INC_P (Bewegung in Inkrementen in positiver
Richtung der Achse) akzeptiert wird, lauten: a) x_CALIB=1 für die betroffene Achse. b)
Kein blockierender Fehler auf der betroffenen Achse. c) Zielposition unter
Berücksichtigung der Softwareendlagen OK.
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22/17
G
G
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ERR_FAIL_MVT_INC_MOINS 00000005
Befehl INC_M wurde zurückgewiesen.
Die Bedingungen, damit der Befehl INC_M (Bewegung in Inkrementen in negativer
Richtung der Achse) akzeptiert wird, lauten: a) x_CALIB=1 für die betroffene Achse. b)
Kein blockierender Fehler auf der betroffenen Achse. c) Zielposition unter
Berücksichtigung der Softwareendlagen OK.
ERR_FAIL_MVT_DIR_DRIVE 00000006
Befehl DIRDRIVE wurde zurückgewiesen.
Der Befehl DIRDRIVE (Direktes Anlegen einer Spannung auf den Antriebsreglerausgang) wird ausgeführt, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind: a) Es liegt kein blockierender Fehler auf der Achse vor. b) Die Betriebsart ist nicht AUTO: AUTO=0. c)
DONE=1. d) |PARAMFehler! Zeichen nicht definiert. | <= UMAX . f) Der mögliche
Antriebsreglerfehler wurde mit ACKDEF quittiert.
ERR_FAIL_MVT_SET_RP_PLUS 00000007
Befehl SETRP_P wurde zurückgewiesen.
Der Befehl SETRP_P (Referenzpunktfahrt im Handbetrieb in positiver Richtung der
Achse) wird nur akzeptiert, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind: a) x_VALRP bezogen auf den internen Höchstwert zulässig. b) Der Geber ist ein Inkrementalgeber.
c) Es liegt kein blockierender Fehler auf der Achse vor. d) NOMOTION=1. e) DONE=1
ERR_FAIL_MVT_SET_RP_MOINS00000008
Befehl SETRP_M wurde zurückgewiesen.
Der Befehl SETRP_M (Referenzpunktfahrt im Handbetrieb in negativer Richtung der
Achse) wird nur akzeptiert, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind: a) x_VALRP bezogen auf den internen Höchstwert zulässig. b) Der Geber ist ein Inkrementalgeber.
c) Es liegt kein blockierender Fehler auf der Achse vor. d) NOMOTION=1. e) DONE=1
ERR_FAIL_MVT_RPH_PARAM 00000009
Parameter einer forcierten Referenzpunktfahrt ist unzulässig.
Der Parameter PARAM ist im Fall einer forcierten Referenzpunktfahrt unzulässig
(Befehl RP_HERE): Er muß zwischen SLMIN und SLMAX liegen.
ERR_FAIL_MVT_RPH 0000000a
Befehl RP_HERE wurde zurückgewiesen.
Der Befehl RP_HERE (forcierte Referenzpunktfahrt) wird akzeptiert, wenn folgende
Bedingungen erfüllt sind: a) Inkrementalgeber weist keinen Drahtbruch oder keine
Verschmutzung auf. b) AUTO=0. c) NOMOTION=1. d) DONE=1.
NICHT VORHANDEN 0000000b
Durch ADJ_MAX erzeugte Meldung: ERR_SYSTEM
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22/18
Liste der Fehlercodes CMD_FAIL
22
__________________________________________________________________________________________
ERR_FAIL_MVT_HOMING 0000000c
Befehl HOMING wurde zurückgewiesen.
Der Befehl HOMING (Verfahren der Achse auf den Nullpunkt) wird akzeptiert, wenn: a)
CALIB=1 die betreffende Achse referenziert ist; b) kein blockierender Fehler auf der
Achse vorliegt. c) NOMOTION=1. d) DONE=1. e) VALRP innerhalb der Softwareendlagen liegt. f) Die Position VALRP bereits erreicht wurde.
ERR_FAIL_MVT_SL_RETURN 0000000d
Befehl SLRETURN wurde zurückgewiesen.
Der Befehl SLRETURN (Rückführen von den Softwareendlagen) wird akzeptiert, wenn: a) CALIB=1 die betreffende Achse referenziert ist; b) vor dem Befehl kein blockierender
Fehler vorgelegen hat; c) nach der Quittierung kein anderer Fehler vorhanden ist (der vorhergehende blockierende Fehler wurde tatsächlich quittiert, wodurch das Sicherheitsrelais des Antriebsreglers ausgelöst wird).
ERR_FAIL_MVT_NON_MANU 0000000e
Befehl EXEC in der Betriebsart MANUELL.
Die Gruppe hat einen Befehl im Automatikbetrieb (EXEC) empfangen, obwohl derzeitig die Betriebsart MANUELL gewählt ist.
ERR_FAIL_MVT_DIRECT 0000000f
Pufferspeicher zur Aufnahme der Verfahrbefehle voll.
Der empfangene Befehl konnte nicht berücksichtigt werden. Der Pufferspeicher zur
Aufnahme der Verfahrbefehle der Gruppe ist nicht bereit, diesen aufzunehmen (durch
NEXT=0 signalisiert).
ERR_FAIL_MVT_STOP 00000010
Befehl wurde im Stoppbetrieb zurückgewiesen.
Der Befehl wurde nicht akzeptiert, weil STOP gleich 1.
ERR_FAIL_MVT_AUTO 00000011
Manueller Befehl wurde zurückgewiesen.
Der manuelle Befehl wurde im aktuellen Zustand der Achsen der Gruppe nicht akzeptiert: Es wurde die Betriebsart AUTO gewählt.
NICHT VORHANDEN 00000012
Durch ADJ_MAX erzeugte Meldung: ERR_SYSTEM
ERR_FAIL_MVT_M_EN_COURS 00000013
Manueller Befehl wurde zurückgewiesen.
Der manuelle Befehl wurde im aktuellen Zustand der Achsen der Gruppe nicht akzeptiert, weil die vorhergehende Verfahrbewegung noch nicht abgeschlossen ist
(durch DONE=0 signalisiert).
G
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22/19
G
__________________________________________________________________________________________
ERR_FAIL_MVT_M_DRIV_OFF 00000014
Befehl wurde im Zustand DRIV_OFF zurückgewiesen.
Es wurden zwei gleichzeitige Befehle mit SEND_CMD empfangen. Einer der Befehle war DRIV_OFF.
ERR_FAIL_MVT_M_DIR_DRIVE 00000015
Befehl wurde im Zustand DIRDRIVE zurückgewiesen.
Es wurden zwei gleichzeitige Befehle mit SEND_CMD empfangen. Einer der Befehle war DIRDRIVE.
ERR_FAIL_MVT_M_NUM_AXE 00000016
Achse ist im Handbetrieb unzulässig.
Der empfangene manuelle Befehl wurde wegen einer ungültigen Achsnummer nicht akzeptiert.
ERR_FAIL_MVT_M_DEUX_MVTS 00000017
Zwei manuelle Befehle gleichzeitig empfangen.
Es wurden zwei gleichzeitige manuelle Befehle von der Gruppe empfangen.
ERR_FAIL_MVT_GRP_KO 00000018
Befehl wurde von einer nicht betriebsbereiten Gruppe zurückgewiesen.
Der empfangene Befehl kann von einer nicht betriebsbereiten Gruppe nicht akzeptiert werden.
ERR_SYSTEM 00000019
Das Auftreten dieser Meldung ist nicht normal. Fehler im Verfahrbefehl.
ERR_FAIL_MVT_NON_REF 0000001a
Befehl wurde zurückgewiesen, weil die Achse nicht referenziert ist.
Es werden nur die Befehle G14, G15 oder G16 im aktuellen Zustand der Achsen der
Gruppe: "nicht referenziert" akzeptiert.
ERR_FAIL_MVT_NON_EXEC 0000001b
Befehl im Automatikbetrieb wurde zurückgewiesen.
Der empfangene Befehl im Automatikbetrieb (EXEC) wurde nicht akzeptiert: entweder weil der Code EXEC unbekannt ist oder weil der Zielwert außerhalb der Bereichsgrenzen liegt (Geschwindigkeit, Positionen)
ERR_SYSTEM 0000001c
Das Auftreten dieser Meldung ist nicht normal. Fehler im Befehl.
ERR_SYSTEM 0000001d
Nicht zugeordnet.
Das Auftreten dieser Meldung ist nicht normal. Fehler im Befehl.
__________________________________________________________________________________________
22/20
Liste der Fehlercodes CMD_FAIL
22
__________________________________________________________________________________________
ERR_SYSTEM 0000001e
Das Auftreten dieser Meldung ist nicht normal. Fehler im Verfahrbefehl.
ERR_FAIL_MVT_CO 0000001f
Befehl wurde zurückgewiesen, weil Parameter inkohärent sind.
Der empfangene Befehl wird nicht akzeptiert, weil die Positionierparameter inkohärent sind.
ERR_SYSTEM 00000020
Das Auftreten dieser Meldung ist nicht normal. Der empfangene Befehl wird in bezug auf die Konfigurationsparameter nicht akzeptiert.
NICHT VORHANDEN 00000021
Durch ADJ_MAX erzeugte Meldung: ERR_SYSTEM
FEHLERSTATUSBITS EINER GRUPPE
Bit
Bit
Bit
OK Die Gruppe wird durch keinen Fehler gestoppt
AXIS_ERR In der Gruppe liegt ein Applikationsfehler vor.
HARD_ERR In der Gruppe liegt ein Hardwarefehler vor.
__________________________________________________________________________________________
22/21
G
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FEHLERWORT STATUS0 «FEHLERZUSTAND DER GRUPPE»
0001 STATUS0,0 «HS»
0002 STATUS0,1 Reserviert (z.B.- EEPROM-Fehler)
0004 STATUS0,2 E/A-Fehler
0008 STATUS0,3 Mindestens ein Hardwarefehler auf der X-Achse
0010 STATUS0,4 Mindestens ein Hardwarefehler auf der Y-Achse
0020 STATUS0,5 Mindestens ein Hardwarefehler auf der Z-Achse
0040 STATUS0,6 Mindestens ein Applikationsfehler auf der X-Achse
0080 STATUS0,7 Mindestens ein Applikationsfehler auf der Y-Achse
0100 STATUS0,8 Mindestens ein Applikationsfehler auf der Z-Achse
0200 STATUS0,9 Nicht zugeordnet
0400 STATUS0,A Nicht zugeordnet
0800 STATUS0,B Befehlsrückweisung: Verfahrbewegung
1000 STATUS0,C Befehlsrückweisung: Betriebsart
2000 STATUS0,D Befehlsrückweisung: Parameter
4000 STATUS0,E Befehlsrückweisung: Konfiguration.
8000 STATUS0,F Systemfehler (OFB).
G
WORTE STATUS1, STATUS2, STATUS3 «ACHSFEHLER»
STATUS1: X-Achse. STATUS2: Y-Achse. STATUS3: Z-Achse.
0001 STATUSi,0 URGSTOP Not-Aus. «Antriebsregler bereit»
0002 STATUSi,1 VAR Signal aktiv «Fehler» des Antriebsreglers
0004 STATUSi,2 CODRUP
0008 STATUSi,3 CODSAL
Drahtbruch Geber
Geberverschmutzung
0010 STATUSi,4 CCANA
0020 STATUSi,5 SLMAX
0100
Kurzschluß Analogausgang
Obere Softwareendlage überschritten
0040 STATUSi,6 SLMIN Untere Softwareendlage überschritten
0080 STATUSi,7 OVER_FT Grenzwert max. Geschw. überschritten
STATUSi,8 DMAX1 Grenzwert Schleppabstand 1 überschritten
(Sicherheit).
0200 STATUSi,9 TW
0400 STATUSi,A STOP
Stopp-Fehler Zielfenster: Die gemessene
POSITION liegt nach Ablauf von TSTOP außerhalb des Zielfensters.
Stopp-Fehler: Die GESCHWINDIGKEIT ist
0800 STATUSi,B DMAX2
> VSTOP nach Ablauf von TSTOP.
Grenzwert Schleppabstand 2 überschritten
(Wartung).
1000 STATUSi,C N. A.
2000 STATUSi,D N. A.
4000 STATUSi,E N. A.
8000 STATUSi,F N. A.
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