Schneider Electric Quantum Benutzerhandbuch
Advertentie
Advertentie
Quantum mit EcoStruxure™ Control Expert
33002481 10/2019
Quantum mit
EcoStruxure™ Control
Expert
Ethernet-Netzwerkmodule
Benutzerhandbuch
Übersetzung der Originalbetriebsanleitung
10/2019 www.schneider-electric.com
2
Die Informationen in der vorliegenden Dokumentation enthalten allgemeine Beschreibungen und/oder technische Leistungsmerkmale der hier erwähnten Produkte. Diese Dokumentation dient keinesfalls als Ersatz für die Ermittlung der Eignung oder Verlässlichkeit dieser Produkte für bestimmte Verwendungsbereiche des Benutzers und darf nicht zu diesem Zweck verwendet werden. Jeder Benutzer oder Integrator ist verpflichtet, angemessene und vollständige
Risikoanalysen, Bewertungen und Tests der Produkte im Hinblick auf deren jeweils spezifischen
Verwendungszweck vorzunehmen. Weder Schneider Electric noch deren Tochtergesellschaften oder verbundene Unternehmen sind für einen Missbrauch der Informationen in der vorliegenden
Dokumentation verantwortlich oder können diesbezüglich haftbar gemacht werden.
Verbesserungs- und Änderungsvorschlage sowie Hinweise auf angetroffene Fehler werden jederzeit gern entgegengenommen.
Sie erklären, dass Sie ohne schriftliche Genehmigung von Schneider Electric dieses Dokument weder ganz noch teilweise auf beliebigen Medien reproduzieren werden, ausgenommen zur
Verwendung für persönliche nichtkommerzielle Zwecke. Darüber hinaus erklären Sie, dass Sie keine Hypertext-Links zu diesem Dokument oder seinem Inhalt einrichten werden. Schneider
Electric gewährt keine Berechtigung oder Lizenz für die persönliche und nichtkommerzielle
Verwendung dieses Dokument oder seines Inhalts, ausgenommen die nichtexklusive Lizenz zur
Nutzung als Referenz. Das Handbuch wird hierfür „wie besehen“ bereitgestellt, die Nutzung erfolgt auf eigene Gefahr. Alle weiteren Rechte sind vorbehalten.
Bei der Montage und Verwendung dieses Produkts sind alle zutreffenden staatlichen, landesspe zifischen, regionalen und lokalen Sicherheitsbestimmungen zu beachten. Aus Sicherheitsgründen und um die Übereinstimmung mit dokumentierten Systemdaten besser zu gewährleisten, sollten
Reparaturen an Komponenten nur vom Hersteller vorgenommen werden.
Beim Einsatz von Geräten für Anwendungen mit technischen Sicherheitsanforderungen sind die relevanten Anweisungen zu beachten.
Die Verwendung anderer Software als der Schneider Electric-eigenen bzw. einer von Schneider
Electric genehmigten Software in Verbindung mit den Hardwareprodukten von Schneider Electric kann Körperverletzung, Schäden oder einen fehlerhaften Betrieb zur Folge haben.
Die Nichtbeachtung dieser Informationen kann Verletzungen oder Materialschäden zur Folge haben!
© 2019 Schneider Electric. Alle Rechte vorbehalten.
33002481 10/2019
Inhaltsverzeichnis
Sicherheitshinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Über dieses Buch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Teil I Modicon Quantum mit Control Expert-Ethernet-
Produkten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Kapitel 1 Produktbeschreibung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
1.1 Beschreibung des Moduls 140 CPU 651 x0 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
140 CPU 651 x0 – Auf einen Blick. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Physische Beschreibung und Montage von Standard-High-End-
Modulen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
CPU-Bedienelemente und Anzeigen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Anzeigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Verwendung der CPU LCD-Anzeigefenster . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
1.2 Beschreibung der Module 140 NOE 771 xx und 140 NWM 100 00 . .
Übersicht über die Modicon Quantum-Ethernet-Module . . . . . . . . . . .
Anzeigen für Ethernet-Module. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Steckverbinder und Kabel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Verwendung des Ethernet-Moduls 140 NOE 771 11 in einem
Quantum-Sicherheitsprojekt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
1.3 Installieren des Moduls . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Bevor Sie beginnen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Verkabelungsschemata . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Sicherheit. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Installation des Moduls im Quantum-SPS-Baugruppenträger. . . . . . .
Anschluss des Kabels . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Zuordnung von Ethernet-Adressparametern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Erstellen des FTP-Passworts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Erstellen der HTTP- und Schreibpasswörter für das Modul NOE . . . .
Verwendung der Software BOOTP Lite für die Zuordnung von
Adressparametern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
1.4 Kundendienst. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Dokumentation des Kundendiensts. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Kontaktinformationen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
9
13
58
59
61
63
51
53
54
56
66
69
72
73
74
75
42
43
48
50
22
24
29
31
17
19
20
21
33002481 10/2019
3
4
Kapitel 2 Ethernet-Kommunikationsdienste. . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Modicon Quantum mit Control Expert-Ethernet-Diensten . . . . . . . . . .
Adress-Server . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Überblick über SNMP und die private MIB von Schneider. . . . . . . . . .
Modbus-Nachrichtenaustausch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
E/A-Scanner. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Global Data . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Zeitsynchronisierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Elektronische E-Mail-Benachrichtigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Bandbreitenüberwachung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
FTP-Server. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Integrierte Webseiten (HTTP-Server, Webkonfiguration und Diagnose)
Zusätzliche Ethernet-Dienste . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Teil II Modicon Quantum mit Control ExpertEthernet-
Moduldiensten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Kapitel 3 Kommunikationsstart mit Control Expert . . . . . . . . . . . . .
3.1 Konfigurieren der Kommunikation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Hinzufügen eines neuen Netzwerkes zum Kommunikationsverzeichnis
Konfigurieren des Netzwerks . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Eigenschaften eines Netzwerks . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Löschen eines vorhandenen Netzwerkverzeichnisses . . . . . . . . . . . .
3.2 Kommunikationsverbindungen von Control Expert . . . . . . . . . . . . . . .
Prinzip der Kommunikationskonfiguration . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Verbindung zwischen Konfiguration und Kommunikation . . . . . . . . . .
Verbindung zwischen Daten und Kommunikation . . . . . . . . . . . . . . . .
3.3 Auswahl des Ethernet-Moduls . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Auswahl des Quantum NOE Ethernet-Moduls. . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Sicherheit (HTTP, FTP und TFTP aktivieren/deaktivieren) . . . . . . . . .
IP-Konfiguration . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Konfiguration des Quantum NOE-Ethernet-Moduls . . . . . . . . . . . . . . .
3.4 Auswahl des Ethernet-Coprozessors. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Auswahl von Modicon Quantum mit Control Expert-Ethernet-
Steuerung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Konfiguration der IP-Adresse für die Ethernet-Steuerung . . . . . . . . . .
Konfiguration des Nachrichtenaustauschs für Modicon Quantum mit
Control Expert-Ethernet-Steuerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
106
107
109
110
111
114
115
116
119
97
99
100
101
102
103
104
105
120
122
124
83
85
87
88
77
78
80
82
89
90
92
93
95
33002481 10/2019
Teil III Verwendung von Modicon Quantum mit Control
Expert-Ethernet-Diensten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
127
Kapitel 4 Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen . . . .
4.1 IEC-Datenübertragungsfunktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
CREAD_REG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
CWRITE_REG. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
READ_REG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
WRITE_REG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
TCP_IP_ADDR . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
4.2 MBP_MSTR. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Beschreibung der Funktionsbausteine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Operationelle Funktionscodes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Strukturen von Netzwerksteuerungsblöcken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Fehlercodes für Modbus Plus, SY/MAX und Ethernet-TCP/IP . . . . . .
CTE Fehlercodes für SY/MAX und TCP/IP Ethernet. . . . . . . . . . . . . .
SY/MAX-spezifische Fehlercodes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Daten lesen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Daten schreiben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Lokale Statistik holen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Lokale Statistiken löschen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Fernstatistiken holen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Fernstatistiken löschen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
TCP/IP-Ethernet-Netzwerkstatistik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
TCP/IP-Ethernet-Fehlercodes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Optionsmodul zurücksetzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
CTE lesen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
CTE schreiben. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
E-Mail senden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Modbus-Request senden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Request zum Schließen der Verbindung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Änderung der Modbus Plus-Adresse. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Lesen/Schreiben von Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Aktivieren/Deaktivieren der HTTP- oder FTP/TFTP-Dienste. . . . . . . .
184
186
188
193
195
197
199
169
170
171
173
174
177
181
182
149
153
155
158
162
163
165
167
129
130
131
134
137
141
145
148
33002481 10/2019
5
6
Kapitel 5 Dienstprogramm „Globale Daten“ (Publish / Subscribe) .
201
Planung des Systems „Globale Daten“ (Publish/Subscribe) . . . . . . . .
Multicast-Filterung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Konfiguration des Quantum NOE-Dienstes „Globale Daten“ . . . . . . . .
202
206
208
Konfiguration der Globalen Daten (Publish/Subscribe) für NOE 771 x1
über das Web. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
E/A-Abfragekonzepte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
211
Kapitel 6 E/A-Verwalter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
215
Konfiguration der Quantum-E/A-Abfrage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
E/A-Scanner – Kontextmenü für das Kopieren/Ausschneiden/Einfügen
E/A-Abfrage mit mehreren Zeilen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Einführung in die Konfiguration von Advantys mit Control Expert . . . .
Einführung in die Konfiguration der PRM Master DTM . . . . . . . . . . . .
216
221
226
228
230
234
Einführung in die Konfiguration eines BMX PRA 0100 mit Control
Expert. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Fenster „Eigenschaft‟. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
236
240
Speichern einer Advantys-Konfiguration in einer Control Expert-
Anwendung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Verwaltete Variablen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
246
247
E/A-Scanner-Antwortzeiten: Dezentraler Eingang zu dezentralem
Ausgang. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Kapitel 7 Adress-Server-Konfiguration/Austausch defekter Geräte
Adress-Server-Konfiguration/Austausch defekter Geräte . . . . . . . . . .
Namensvergabe-Schema ASN.1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Konfiguration eines NOE-Moduls mit SNMP . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Konfiguration eines NOE-Moduls mit der privaten TFE-MIB . . . . . . . .
249
253
254
Funktionsweise des Fast Device Replacement (Schneller
Geräteaustausch). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Konfiguration von Fast Device Replacement (Schneller
Geräteaustausch). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
SNMP. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
256
259
Kapitel 8 Netzwerkverwaltungsdienste (SNMP) . . . . . . . . . . . . . . .
263
264
266
268
270
Kapitel 9 NTP-Zeitsynchronisierungsdienst. . . . . . . . . . . . . . . . . . .
281
Übersicht über den NTP-Zeitsynchronisierungsdienst. . . . . . . . . . . . .
Verwendung des Blocks R_NTPC für die Zeitsynchronisation . . . . . .
282
285
Betriebsbedingungen für den NTP-Zeitsynchronisierungsdienst . . . . .
Konfiguration des NTP-Zeitdiensts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
287
288
33002481 10/2019
Kapitel 10 E-Mail-Benachrichtigungsdienst . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Übersicht über den E-Mail-Benachrichtigungsdienst. . . . . . . . . . . . . .
E-Mail-Dienst . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
E-Mail-Benachrichtigungsdienst-Unterbaum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Kapitel 11 Eingebettete Web-Seiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Quantum-Startseite . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
293
294
296
Verwendung des Funktionsblocks MBP_MSTR für die Kommunikation des E-Mail-Diensts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Fehlercodes beim E-Mail-Dienst . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Startseite der Überwachung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Diagnose-Startseite . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Konfigurations-Startseite . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Zugang zur Homepage des Web-Hilfsprogramms . . . . . . . . . . . . . . .
Konfigurierter lokaler Baugruppenträger . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Seite "Controller Status" . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
CPU-Konfigurationsbildschirm: Beschreibung der Datenfelder. . . . . .
Status der dezentralen E/A . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Seite "Quantum-SPS-Datenmonitor". . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
SNMP-Konfiguration . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Konfiguration des Diensts "Globale Daten" (Publish/Subscribe). . . . .
Seite für die Konfiguration des Adress-Servers. . . . . . . . . . . . . . . . . .
Konfiguration des Zeitsynchronisierungsdienstes . . . . . . . . . . . . . . . .
Konfiguration des E-Mail-Diensts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Diagnoseseiten für das Ethernet-Modul . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
NTP-Diagnoseseite . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Eigenschaftsseite . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Webseite "Kontakte bei Schneider Electric" . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Kapitel 12 Hot Standby . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Quantum-Hot Standby für Control Expert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Hot Standby-Topologie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
NOE Modulkonfiguration und Hot Standby . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
140 NOE 771 x1/140 NOC 78• 00 - Zuweisung der IP-Adresse . . . . .
140 NOE 771 x1/140 NOC 78• 00-Betriebsarten im Quantum Hot
Standby-System . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Umschaltzeiten von NOE-IP-Adressen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
354
358
Netzwerkeffekte einer Modicon Quantum-Hot Standby-Lösung mit
Control Expert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
359
Anhang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
363
324
327
332
334
343
345
346
347
348
350
351
352
310
312
314
315
316
317
318
321
298
301
302
303
304
305
307
308
33002481 10/2019
7
8
Anhang A Verwaltung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
365
Verhalten bei Fehlern. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Lesen und Löschen der Absturz-Protokolldatei . . . . . . . . . . . . . . . . . .
366
371
Laden einer neuen NOE Exec-Datei . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Laden einer neuen NOE-Exec über FTP . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Laden eines neuen NOE-Kernels . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
376
Anhang B Kenndaten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
377
Technische Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
373
374
377
Anhang C Quantum-Ethernet-TCP/IP-Modbus-
Anwendungsprotokoll . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
381
Modbus-Anwendungsprotokoll – Übersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
PDU des Modbus-Anwendungsprotokolls . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Modbus-Anwendungsprotokoll-Dienstklassen . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Analyse der Modbus-Anwendungsprotokoll-PDU . . . . . . . . . . . . . . . .
382
384
386
387
TCP/IP-spezifische Probleme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Schließen einer TCP-Verbindung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Referenzdokumente. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Anhang D Installation und Konfiguration einer Modicon Quantum-
389
390
391
Plattform . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
393
Übersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Einbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Konfiguration des Racks mit Control Expert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Konfiguration des Ethernet-Netzwerks mit Control Expert. . . . . . . . . .
Konfiguration des E/A-Abfragedienstes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Generierung und Download des Konfigurationsprogramms . . . . . . . .
Diagnostizieren des Ethernet-Moduls mit dem Webserver . . . . . . . . .
394
395
396
399
402
408
411
Glossar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
413
Index . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
421
33002481 10/2019
Sicherheitshinweise
Wichtige Informationen
HINWEISE
Lesen Sie sich diese Anweisungen sorgfältig durch und machen Sie sich vor Installation, Betrieb,
Bedienung und Wartung mit dem Gerät vertraut. Die nachstehend aufgeführten Warnhinweise sind in der gesamten Dokumentation sowie auf dem Gerät selbst zu finden und weisen auf potenzielle Risiken und Gefahren oder bestimmte Informationen hin, die eine Vorgehensweise verdeutlichen oder vereinfachen.
33002481 10/2019
9
BITTE BEACHTEN
Elektrische Geräte dürfen nur von Fachpersonal installiert, betrieben, bedient und gewartet werden. Schneider Electric haftet nicht für Schäden, die durch die Verwendung dieses Materials entstehen.
Als qualifiziertes Fachpersonal gelten Mitarbeiter, die über Fähigkeiten und Kenntnisse hinsichtlich der Konstruktion und des Betriebs elektrischer Geräte und deren Installation verfügen und eine
Schulung zur Erkennung und Vermeidung möglicher Gefahren absolviert haben.
BEVOR SIE BEGINNEN
Dieses Produkt nicht mit Maschinen ohne effektive Sicherheitseinrichtungen im Arbeitsraum verwenden. Das Fehlen effektiver Sicherheitseinrichtungen im Arbeitsraum einer Maschine kann schwere Verletzungen des Bedienpersonals zur Folge haben.
WARNUNG
UNBEAUFSICHTIGTE GERÄTE
Diese Software und zugehörige Automatisierungsgeräte nicht an Maschinen verwenden, die nicht über Sicherheitseinrichtungen im Arbeitsraum verfügen.
Greifen Sie bei laufendem Betrieb nicht in das Gerät.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Verletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.
Dieses Automatisierungsgerät und die zugehörige Software dienen zur Steuerung verschiedener industrieller Prozesse. Der Typ bzw. das Modell des für die jeweilige Anwendung geeigneten
Automatisierungsgeräts ist von mehreren Faktoren abhängig, z. B. von der benötigten
Steuerungsfunktion, der erforderlichen Schutzklasse, den Produktionsverfahren, außergewöhn lichen Bedingungen, behördlichen Vorschriften usw. Für einige Anwendungen werden möglicherweise mehrere Prozessoren benötigt, z. B. für ein Backup-/Redundanzsystem.
Nur Sie als Benutzer, Maschinenbauer oder -integrator sind mit allen Bedingungen und Faktoren vertraut, die bei der Installation, der Einrichtung, dem Betrieb und der Wartung der Maschine bzw. des Prozesses zum Tragen kommen. Demzufolge sind allein Sie in der Lage, die Automatisie rungskomponenten und zugehörigen Sicherheitsvorkehrungen und Verriegelungen zu identifizieren, die einen ordnungsgemäßen Betrieb gewährleisten. Bei der Auswahl der Automati sierungs- und Steuerungsgeräte sowie der zugehörigen Software für eine bestimmte Anwendung sind die einschlägigen örtlichen und landesspezifischen Richtlinien und Vorschriften zu beachten.
Das National Safety Council's Accident Prevention Manual (Handbuch zur Unfallverhütung; in den
USA landesweit anerkannt) enthält ebenfalls zahlreiche nützliche Hinweise.
10
33002481 10/2019
Für einige Anwendungen, z. B. Verpackungsmaschinen, sind zusätzliche Vorrichtungen zum
Schutz des Bedienpersonals wie beispielsweise Sicherheitseinrichtungen im Arbeitsraum erforderlich. Diese Vorrichtungen werden benötigt, wenn das Bedienpersonal mit den Händen oder anderen Körperteilen in den Quetschbereich oder andere Gefahrenbereiche gelangen kann und somit einer potenziellen schweren Verletzungsgefahr ausgesetzt ist. Software-Produkte allein können das Bedienpersonal nicht vor Verletzungen schützen. Die Software kann daher nicht als
Ersatz für Sicherheitseinrichtungen im Arbeitsraum verwendet werden.
Vor Inbetriebnahme der Anlage sicherstellen, dass alle zum Schutz des Arbeitsraums vorgesehenen mechanischen/elektronischen Sicherheitseinrichtungen und Verriegelungen installiert und funktionsfähig sind. Alle zum Schutz des Arbeitsraums vorgesehenen Sicherheits einrichtungen und Verriegelungen müssen mit dem zugehörigen Automatisierungsgerät und der
Softwareprogrammierung koordiniert werden.
HINWEIS: Die Koordinierung der zum Schutz des Arbeitsraums vorgesehenen mechanischen/elektronischen Sicherheitseinrichtungen und Verriegelungen geht über den
Umfang der Funktionsbaustein-Bibliothek, des System-Benutzerhandbuchs oder andere in dieser
Dokumentation genannten Implementierungen hinaus.
START UND TEST
Vor der Verwendung elektrischer Steuerungs- und Automatisierungsgeräte ist das System zur
Überprüfung der einwandfreien Funktionsbereitschaft einem Anlauftest zu unterziehen. Dieser
Test muss von qualifiziertem Personal durchgeführt werden. Um einen vollständigen und erfolgreichen Test zu gewährleisten, müssen die entsprechenden Vorkehrungen getroffen und genügend Zeit eingeplant werden.
WARNUNG
GEFAHR BEIM GERÄTEBETRIEB
Überprüfen Sie, ob alle Installations- und Einrichtungsverfahren vollständig durchgeführt wurden.
Vor der Durchführung von Funktionstests sämtliche Blöcke oder andere vorübergehende
Transportsicherungen von den Anlagekomponenten entfernen.
Entfernen Sie Werkzeuge, Messgeräte und Verschmutzungen vom Gerät.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Verletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.
Führen Sie alle in der Dokumentation des Geräts empfohlenen Anlauftests durch. Die gesamte
Dokumentation zur späteren Verwendung aufbewahren.
Softwaretests müssen sowohl in simulierten als auch in realen Umgebungen stattfinden.
33002481 10/2019
11
Sicherstellen, dass in dem komplett installierten System keine Kurzschlüsse anliegen und nur solche Erdungen installiert sind, die den örtlichen Vorschriften entsprechen (z. B. gemäß dem
National Electrical Code in den USA). Wenn Hochspannungsprüfungen erforderlich sind, beachten
Sie die Empfehlungen in der Gerätedokumentation, um eine versehentliche Beschädigung zu verhindern.
Vor dem Einschalten der Anlage:
Entfernen Sie Werkzeuge, Messgeräte und Verschmutzungen vom Gerät.
Schließen Sie die Gehäusetür des Geräts.
Alle temporären Erdungen der eingehenden Stromleitungen entfernen.
Führen Sie alle vom Hersteller empfohlenen Anlauftests durch.
BETRIEB UND EINSTELLUNGEN
Die folgenden Sicherheitshinweise sind der NEMA Standards Publication ICS 7.1-1995 entnommen (die Englische Version ist maßgebend):
Ungeachtet der bei der Entwicklung und Fabrikation von Anlagen oder bei der Auswahl und
Bemessung von Komponenten angewandten Sorgfalt, kann der unsachgemäße Betrieb solcher
Anlagen Gefahren mit sich bringen.
Gelegentlich kann es zu fehlerhaften Einstellungen kommen, die zu einem unbefriedigenden oder unsicheren Betrieb führen. Für Funktionseinstellungen stets die Herstelleranweisungen zu
Rate ziehen. Das Personal, das Zugang zu diesen Einstellungen hat, muss mit den
Anweisungen des Anlagenherstellers und den mit der elektrischen Anlage verwendeten
Maschinen vertraut sein.
Bediener sollten nur über Zugang zu den Einstellungen verfügen, die tatsächlich für ihre Arbeit erforderlich sind. Der Zugriff auf andere Steuerungsfunktionen sollte eingeschränkt sein, um unbefugte Änderungen der Betriebskenngrößen zu vermeiden.
12
33002481 10/2019
Über dieses Buch
Auf einen Blick
Ziel dieses Dokuments
Diese Dokumentation ist für Benutzer gedacht, die eine Kommunikation zwischen ihrer Quantum-
SPS und an ein Ethernet-Netzwerk angeschlossenen Geräten einrichten möchten. Es wird vorausgesetzt, dass Sie über Kenntnisse über PLC-Systeme verfügen und bereits mit Modsoft-,
Concept-, ProWORX- oder Control Expert-Programmierwerkzeugen gearbeitet haben. Es wird ebenfalls davon ausgegangen, dass Sie Erfahrung im Umgang mit Ethernet-Netzwerken und
TCP/IP haben.
In diesem Dokument wird die Funktionalität der Modicon Quantum Ethernet-Module, der
104 NOE 771 xx- und 140 NWM 100 00-Module und des Ethernet-Ports der 140 CPU 651 x0-
Module beschrieben.
Modellnummer
140 NOE 771 00
140 NOE 771 01
140 NOE 771 10
140 NOE 771 11
140 NWM 100 00
140 CPU 651 50
140 CPU 651 60
Modultyp
Ethernet-Optionsadapter
Ethernet-Optionsadapter
FactoryCast Ethernet-Optionsadapter
FactoryCast Ethernet-Optionsadapter
FactoryCast HMI-Optionsadapter
CPU mit integriertem Ethernet-Port
CPU mit integriertem Ethernet-Port
Diese Dokumentation beschreibt die Installation, Einrichtung und Verwendung von Ethernetfähigen Modulen in einem Modicon Quantum-Steuerungssystem. Diese Module ermöglichen dem
Quantum-System, mit an ein Ethernet-Netzwerk angeschlossenen Geräten zu kommunizieren.
Unter anderem werden folgende Themen in diesem Handbuch erörtert:
Die Hardware-Architektur eines Modicon Quantum Ethernet-Moduls, die in einen einzigen
Steckplatz auf dem standardmäßigen Modicon Quantum-Baugruppenträger passt
Funktionen und Installation der 140 NOE 771 xx- und 140 NWM 100 00-Module in einem
Modicon Quantum-System
Funktionen des Ethernet-Ports an CPU-Modulen des Typs 140 CPU 651 x0
Diese Dokumentation beschreibt die folgenden Verfahren:
Einrichtung der Module für die Datenübertragung mit den Global Data-Modulen
(140 NOE 771 01, 140 NOE 771 11 oder 140 CPU 651 x0) oder dem E/A-Scanner-
Dienstprogramm (in den 140 NOE 771 00/01/11- und 140 CPU 651 50/60-Modulen)
Verwendung eines eingebetteten Web-Servers für den Zugriff auf Diagnosen und Online-
Konfigurationen für das Modul und seine zugehörige Steuerung
33002481 10/2019
13
Verwendung des FactoryCast Webservers zur Anpassung Ihrer Konfiguration über integrierte
Webseiten (in den 140 NOE 771 10/11- und 140 NWM 100 00-Modulen)
Verwendung eines NOE-Moduls in einer Hot Standby-Lösung für fehlertolerante dezentrale E/A und für die Kommunikation
Nomenklatur
Die folgende Tabelle beschreibt die Regeln für die Namensvergabe für verschiedene
Modulgruppen.
Der Name ...
140 NOE 771 xx
140 NOE 771 x0
140 NOE 771 x1
140 NOE 771 0x
140 NOE 771 1x
140 CPU 651 x0 bezieht sich auf ...
Module 140 NOE 771 00, 140 NOE 771 01, 140 NOE 771 10 und 140 NOE 771 11
Module 140 NOE 771 00 und 140 NOE 771 10
Module 140 NOE 771 01 und 140 NOE 771 11
Module 140 NOE 771 00 und 140 NOE 771 01
Module 140 NOE 771 10 und 140 NOE 771 11
Module 140 CPU 651 50 und 140 CPU 651 60
HINWEIS: Bevor Sie einen Knoten zu einem bestehenden Unternehmensnetzwerk hinzufügen, erkundigen Sie sich bei der IT-Abteilung über die möglichen Konsequenzen.
Gültigkeitsbereich
Dieses Dokument ist gültig ab EcoStruxure™ Control Expert 14.1.
Die technischen Merkmale der hier beschriebenen Geräte sind auch online abrufbar. So greifen
Sie auf diese Informationen online zu:
Schritt
1
2
3
4
Aktion
Gehen Sie zur Homepage von Schneider Electric www.schneider-electric.com
.
Geben Sie im Feld Search die Referenz eines Produkts oder den Namen einer Produktreihe ein.
Die Referenz bzw. der Name der Produktreihe darf keine Leerstellen enthalten.
Wenn Sie nach Informationen zu verschiedenen vergleichbaren Modulen suchen, können Sie
Sternchen ( * ) verwenden.
Wenn Sie eine Referenz eingegeben haben, gehen Sie zu den Suchergebnissen für technische
Produktdatenblätter (Product Datasheets) und klicken Sie auf die Referenz, über die Sie mehr erfahren möchten.
Wenn Sie den Namen einer Produktreihe eingegeben haben, gehen Sie zu den
Suchergebnissen Product Ranges und klicken Sie auf die Reihe, über die Sie mehr erfahren möchten.
Wenn mehrere Referenzen in den Suchergebnissen unter Products angezeigt werden, klicken
Sie auf die gewünschte Referenz.
14
33002481 10/2019
Schritt
5
6
Aktion
Je nach der Größe der Anzeige müssen Sie ggf. durch die technischen Daten scrollen, um sie vollständig einzusehen.
Um ein Datenblatt als PDF-Datei zu speichern oder zu drucken, klicken Sie auf Download XXX product datasheet.
Die in diesem Dokument vorgestellten Merkmale sollten denen entsprechen, die online angezeigt werden. Im Rahmen unserer Bemühungen um eine ständige Verbesserung werden Inhalte im
Laufe der Zeit möglicherweise überarbeitet, um deren Verständlichkeit und Genauigkeit zu verbessern. Sollten Sie einen Unterschied zwischen den Informationen im Dokument und denen online feststellen, nutzen Sie die Online-Informationen als Referenz.
Weiterführende Dokumentation
Titel der Dokumentation
Control Panel Technical Guide, How to Protect a Machine from
Malfunctions Due to Electromagnetic Disturbance
Electrical installation guide
Quantum mit EcoStruxure™ Control Expert, TCP/IP-Konfiguration,
Benutzerhandbuch
Quantum mit EcoStruxure™ Control Expert, Hardware-
Referenzhandbuch
Quantum mit EcoStruxure™ Control Expert, Digitale und analoge
E/A, Referenzhandbuch
Quantum mit EcoStruxure™ Control Expert, Experten- und
Kommunikationsmodule, Referenzhandbuch
Referenz-Nummer
CPTG003_EN (Englisch),
CPTG003_FR (Französisch)
EIGED306001EN (English)
33002467 (Englisch), 33002468
(Französisch), 33002469 (Deutsch),
31008078 (Italienisch),
33002470 (Spanisch),
31007110 (Chinesisch)
35010529 (Englisch), 35010530
(Französisch), 35010531 (Deutsch),
35013975 (Italienisch),
35010532 (Spanisch),
35012184 (Chinesisch)
35010516 (Englisch), 35010517
(Französisch), 35010518 (Deutsch),
35013970 (Italienisch),
35010519 (Spanisch),
35012185 (Chinesisch)
35010574 (Englisch), 35010575
(Französisch), 35010576 (Deutsch),
35014012 (Italienisch),
35010577 (Spanisch),
35012187 (Chinesisch)
33002481 10/2019
15
16
Titel der Dokumentation
Kommunikationsdienste und -architekturen, Referenzhandbuch
Referenz-Nummer
35010500 (Englisch), 35010501
(Französisch), 35006176 (Deutsch),
35013966 (Italienisch),
35006177 (Spanisch),
35012196 (Chinesisch)
31002087 Schneider Automation BOOTP Lite Ethernet IP-Adress-Download
(Dienstprogramm) für Schneider Automation Ethernet -
Produktanweisungsblatt
FactoryCast für Quantum, Premium und Micro - Benutzerhandbuch 31001229
Quantum mit EcoStruxure™ Control Expert, Hot-Standby-System,
Benutzerhandbuch
35010533 (Englisch), 35010534
(Französisch), 35010535 (Deutsch),
35013993 (Italienisch),
35010536 (Spanisch),
35012188 (Chinesisch)
Modbus-Protokoll - Referenzhandbuch
Open Modbus - Technische Daten
FactoryCast HMI 1.7 - Einrichtungshandbuch, Premium- und
Quantum-HMI-Module
PI-MBUS-300 http://www.modbus.org/
35007632 (Englisch),
35007634 (Französisch),
35007633 (Deutsch),
35007635 (Spanisch),
35007636 (Italienisch)
Diese technischen Veröffentlichungen sowie andere technische Informationen stehen auf unserer
Website https://www.se.com/ww/en/download/ zum Download bereit.
33002481 10/2019
Quantum mit EcoStruxure™ Control Expert
Ethernet-Produkte
33002481 10/2019
Modicon Quantum mit Control Expert-Ethernet-Produkten
Teil I
Modicon Quantum mit Control Expert-Ethernet-Produkten
Inhalt
In diesem Teil wird das Modicon Quantum-System mit Control Expert-Produkten für die Ethernet-
Kommunikation vorgestellt.
Inhalt dieses Teils
Dieser Teil enthält die folgenden Kapitel:
Kapitel
1
2
Produktbeschreibung
Ethernet-Kommunikationsdienste
Kapitelname Seite
33002481 10/2019
17
Ethernet-Produkte
18
33002481 10/2019
Quantum mit EcoStruxure™ Control Expert
Produktbeschreibung
33002481 10/2019
Produktbeschreibung
Kapitel 1
Produktbeschreibung
Übersicht
Dieses Kapitel enthält eine Produktübersicht für:
die 140 NOE 771 xx-Module
das Modul 140 NWM 100 00 den integrierten Ethernet-Ports der 140 CPU 651 x0-Module
Wenn diese Module in den Baugruppenträger eingesetzt sind, ermöglichen sie es Ihrer Quantum-
SPS, über Ethernet-Netzwerke zu kommunizieren.
Inhalt dieses Kapitels
Dieses Kapitel enthält die folgenden Abschnitte:
Abschnitt
1.1
1.2
1.3
1.4
Thema
Beschreibung des Moduls 140 CPU 651 x0
Beschreibung der Module 140 NOE 771 xx und 140 NWM 100 00
Installieren des Moduls
Kundendienst
Seite
33002481 10/2019
19
Produktbeschreibung
Beschreibung des Moduls 140 CPU 651 x0
Abschnitt 1.1
Beschreibung des Moduls 140 CPU 651 x0
Übersicht
In diesem Abschnitt wird die Modicon Quantum High-End-CPU (HE CPU) (140 CPU 651 beschrieben.
x 0)
Inhalt dieses Abschnitts
Dieser Abschnitt enthält die folgenden Themen:
Thema
140 CPU 651 x0 – Auf einen Blick
Physische Beschreibung und Montage von Standard-High-End-Modulen
CPU-Bedienelemente und Anzeigen
Anzeigen
Verwendung der CPU LCD-Anzeigefenster
Seite
20
33002481 10/2019
Produktbeschreibung
140 CPU 651 x0 – Auf einen Blick
Allgemeine Beschreibung
Das Modul Quantum-140 CPU 651 x0 module
siehe Seite 22
Serie von Quantum-Prozessor-Modulen. Es kombiniert SPS-Standardfunktionen mit den
Diagnosemöglichen eines Webservers. Das 140 CPU 651
Verbindung.
x
) gehört zu den neuesten in einer
0 kommuniziert über eine RJ45-
Das Modul 140 CPU 651 x 0 befindet sich in einem Quantum-Standardgehäuse doppelter Breite, sodass in einem Quantum-Rack zwei nebeneinander liegende Steckplätze erforderlich sind. Die
Serverfunktionen sind nur für die Diagnose vorgesehen, sodass für die Konfiguration eine
Software erforderlich ist.
In der Tabelle werden die wichtigsten implementierten Ethernet-Dienste aufgeführt:
Dienst
HTTP-Server
Flash-Dateisystem
BOOTP-Client
Adress-Server
SNMP-V2-Agent (Netzwerkverwaltungsdienst) ( siehe Seite 82 )
Modbus-Nachrichtenübertragung
E/A-Scanner ( siehe Seite 85 )
Hot Standby
Globale Daten (Publish/Subscribe) ( siehe Seite 87 )
Bandbreitenüberwachung
Fast Device Replacement (Schneller Geräteaustausch) (Server)
Verbesserte Web-Diagnose
Schneider Private MIB
FactoryCast-Anwendung ( siehe Seite 95 )
Benutzerprogrammierte Webseiten
RJ45-Verbindung, siehe Modbus-Port im Handbuch zur Quantum-
Plattform.
LWL-Verbindung
Zeitsynchronisierungsdienst
E-Mail-Benachrichtigungsdienst
x x x x x x x x x
140 CPU 651 x0 x x x x x
X
33002481 10/2019
21
Produktbeschreibung
Physische Beschreibung und Montage von Standard-High-End-Modulen
Abbildung
Die Abbildung zeigt ein Standard-High-End-Modul mit seinen Komponenten.
22
1 Modellnummer, Modulbeschreibung, Farbcode
2 Abdeckung (offen)
3 LCD-Anzeige (hier von der Abdeckung verdeckt)
4 Schlüsselschalter
5 Tastenfeld (mit 2 roten LED-Anzeigen)
6 Modbus-Port (RS-232) (RS-485)
7 USB-Port
8 Modbus Plus-Port
9 PCMCIA-Steckplatz A (je nach CPU-Referenz)
10 PCMCIA-Steckplatz B
11 LED-Anzeigen (gelb) für Ethernet-Kommunikation
12 Ethernet-Port
13 Batterie (wird vom Benutzer eingesetzt)
14 Reset-Taste
15 2 Schrauben
33002481 10/2019
Produktbeschreibung
HINWEIS: Quantum High-End-Prozessoren sind mit einem PCMCIA-Steckplatz (B) oder mit zwei
PCMCIA-Steckplätzen (A und B) ausgestattet, in denen die PCMCIA-Karten von Schneider
(andere Karten sind nicht möglich) installiert werden.
Einbau
Montage des Moduls auf dem zentralen Baugruppenträger:
1 Hängen Sie das Modul ein.
2 Schrauben Sie das Modul auf dem Baugruppenträger fest.
33002481 10/2019
23
Produktbeschreibung
CPU-Bedienelemente und Anzeigen
Abdeckung
Die Schutzabdeckung (2 an der Frontseite der CPU (siehe Quantum mit EcoStruxure™ Control
Expert, Hot Standby-System, Benutzerhandbuch) ) kann nach oben geschoben und dadurch geöffnet werden.
Bei offener Abdeckung sind folgende Elemente zugänglich:
Schlüsselschalter
Batterie
Reset-Taste
Schlüsselschalter
Der Schlüsselschalter (4) dient als Sicherheitsmaßnahme (Autorisierung) und Speicher-
Schutzschalter. Der Schlüsselschalter hat zwei Positionen: gesperrt und entsperrt. Der Schlüssel schalter wird nur vom Betriebssystem der SPS gelesen und decodiert, nicht jedoch vom OS-
Loader.
Der Quantum-Prozessor besitzt eine Reihe von Systemmenüs, mit denen der Benutzer die folgenden Funktionen ausführen kann:
Durchführung von SPS-Operationen (d.h. SPS starten, SPS stoppen)
Anzeigen von Modulparametern (d.h. Kommunikationsparameter)
Umschalten in den Wartungsmodus (Sicherheitsprozessoren)
Die nachstehende Tabelle beschreibt die Stellungen des Schlüsselschalters:
Stellung des
Schlüsselschalters
Freigegeben:
Gesperrt:
SPS-Funktion
Funktionen des Systemmenüs können aufgerufen werden, und
Modulparameter können über Tastenfeld und LCD-Anzeige vom Benutzer geändert werden.
Der Speicherschutz ist DEAKTIVIERT.
Sie können in den Wartungsmodus umschalten (Sicherheitsprozessoren).
Die Funktionen im Systemmenü können nicht aufgerufen werden. Die
Modulparameter können nur gelesen werden.
Der Speicherschutz ist aktiviert.
Sicherer Modus erzwungen (Sicherheitsprozessoren).
Wird die Stellung des Schlüsselschalters von „Gesperrt“ in „Freigegeben“ geändert und umgekehrt, schaltet sich die LCD-Hintergrundbeleuchtung ein.
HINWEIS: Weitere Erläuterungen zum Wartungsmodus und zum sicheren Modus finden Sie im
Modicon Quantum, Quantum Safety PLC, Safety Reference Manual .
24
33002481 10/2019
Produktbeschreibung
Tabellen mit Beschreibungen des Schlüsselschalters
Die folgende Tabelle enthält Informationen zur Schalterstellung für hochwertige Quantum 140
CPU 6•• ••• mit Firmware < 3.12:
Vorgang
Programmiermodus
Überwachungsmodus
Anwendung hochladen
Download, Online-Änderung
Stopp-/Start-/Init-Befehle von Control Expert
Schalterstellung
Entsperrt
Zulässig
Zulässig
Zulässig
Zulässig
Zulässig
Gesperrt
Zulässig
Zulässig
Zulässig
Untersagt
Zulässig
Unity Pro ist die vorherige Bezeichnung von Control Expert bis Version 13.1.
Die folgende Tabelle enthält Informationen zur Schalterstellung für High-End-Quantum 140 CPU
6•• ••• mit Firmware ≥ 3.12 und Unity Pro < V8:
Vorgang
Programmiermodus
Überwachungsmodus
Anwendung hochladen
Download, Online-Änderung
Stopp-/Start-/Init-Befehle von Unity Pro
Schalterstellung
Entsperrt
Zulässig
Zulässig
Zulässig
Zulässig
Zulässig
Gesperrt
Untersagt
Zulässig
Untersagt
Untersagt
Untersagt
Unity Pro ist die vorherige Bezeichnung von Control Expert bis Version 13.1.
Die folgende Tabelle enthält Informationen zur Schalterstellung für High-End-Quantum 140 CPU
6•• ••• mit Firmware ≥ 3.2 und Unity Pro ≥ V8:
Vorgang
Programmiermodus
Überwachungsmodus
Anwendung hochladen
Download, Online-Änderung
Schalterstellung
Entsperrt
Zulässig (1)
Zulässig
(1)
Zulässig
(1)
Zulässig (1)
Gesperrt
Untersagt
Zulässig
(1)
Untersagt
Untersagt
Stopp-/Start-/Init-Befehle von Control
Expert/UnityPro
Zulässig (1) Untersagt
(1) : Passwortgeschützt, wenn in der Control Expert/Unity Pro-Anwendung ein Passwort definiert wurde
33002481 10/2019
25
Produktbeschreibung
Reset-Taste
Das Drücken dieser Taste (12) erzwingt einen Kaltstart der SPS.
LCD-Anzeige
Die Flüssigkristallanzeige (LCD - 3) besitzt 2 Zeilen mit je 16 Zeichen mit zuschaltbarer
Hintergrundbeleuchtung und einstellbarem Kontrast:
Die Ansteuerung der Hintergrundbeleuchtung geschieht vollautomatisch, um die Lebensdauer der
LCDs zu erhöhen. Die Hintergrundbeleuchtung wird eingeschaltet, wenn eines der folgenden
Ereignisse eintritt:
Eine Taste wird gedrückt.
Die Position des Schlüsselschalters wird geändert.
Eine Fehlermeldung wird in der LCD-Anzeige eingeblendet.
Bei Fehlermeldungen bleibt die Hintergrundbeleuchtung so lange eingeschaltet, wie die
Fehlermeldung auf dem Display angezeigt wird. In allen anderen Fällen schaltet sich die
Hintergrundbeleuchtung nach 5 Minuten aus.
Kontrasteinstellung
Der Kontrast kann bei der Standardanzeige mit dem Tastenfeld eingestellt werden.
Schritt Aktion
1 Drücken Sie die Taste MOD :
2 Für dunkleren Kontrast drücken Sie:
3 Für helleren Kontrast drücken Sie:
4 Bestätigen Sie die Einstellung durch Drücken von:
26
33002481 10/2019
Produktbeschreibung
Tastenfeld
Das Tastenfeld (5) verfügt über fünf Tasten, die einer Hardware-Adresse zugeordnet sind. Die beiden Pfeiltasten sind mit LEDs ausgestattet:
1 5 Tasten
2 2 LEDs
Verwendung der Tasten
Tastenfeldfunktionen:
Taste Funktion
Bricht Eingaben ab, hält laufende Aktionen an oder beendet sie
Zeigt die vorhergehenden Anzeigen der Reihe nach an (im Menübaum aufwärts)
Bestätigt Auswahl oder Eingabe
Gibt ein Feld in der Anzeige für Änderungen frei
LED: ein
LED: blinkt
LED: aus
Taste aktiv:
Scrollt durch Menüoptionen
Scrollt durch Optionen in für Änderungen freigegebenen Feldern
Taste aktiv: Das Scrollen durch Optionen in für
Änderungen freigegebenen Feldern ist möglich.
Taste inaktiv: Keine Menüoptionen, keine Feldoptionen
33002481 10/2019
27
Produktbeschreibung
Taste Funktion
LED ein
LED blinkt
LED aus
Taste aktiv:
Bewegen innerhalb einer Anzeige, von Feld zu Feld
Ruft Untermenüs auf
Taste aktiv: Bewegen innerhalb eines für Änderungen freigegebenen Feldes, von Stelle zu Stelle
Taste inaktiv, es gibt kein:
Untermenü für Menüoptionen
Scrollen in einem Bildschirm
Scrollen in einem Feld
28
33002481 10/2019
Produktbeschreibung
Anzeigen
Übersicht
Die High-End-Prozessoren verwenden zwei Anzeigearten:
1. LCD-Anzeige: Die Standardanzeige (
siehe Seite 32
dient als Statusanzeige der Steuerung.
2. LED-Anzeigen: Die Funktionsweise der LEDs wird in einer Tabelle unter der Abbildung beschrieben.
Die folgende Abbildung zeigt die beiden Anzeigearten.
1 LCD-Anzeige (Abdeckung geschlossen)
2 LED-Anzeigen
33002481 10/2019
29
Produktbeschreibung
Beschreibung der LED-Anzeigen
Die folgende Tabelle enthält eine Beschreibung der LED-Anzeigen der verschiedenen High-End-
CPU-Module.
LED Anzeige
Standardprozessoren 140 CPU 65• •0 /
140 CPU 651 60S
Hot Standby-Prozessoren
140 CPU 67• 6• / 140 CPU 671 60S
COM (gelb)
STS (gelb)
Von der Coprozessor-Hardware gesteuert.
Verweist auf Ethernet-Aktivität.
Von der Coprozessor-Hardware gesteuert.
Verweist auf Primär- oder Standby-
Aktivität.
Von der Coprozessor-Software gesteuert. Von der Coprozessor-Firmware
EIN Normal gesteuert.
AUS
Blinkend:
1 Mal Blinken
Selbsttests des
Coprozessors fehlgeschlagen.
Mögliches
Hardwareproblem.
Konfiguration läuft.
Temporäre Situation.
Blinkend: Das System ist redundant und Daten werden von der Primär- an die Standby-Steuerung übertragen.
EIN: System nicht redundant /
Coprozessor läuft vom Einschalten bis zum Ende der Selbsttests hoch.
AUS: Selbsttests des Coprozessors fehlgeschlagen.
2 Mal Blinken Ungültige MAC-Adresse.
3 Mal Blinken Keine Verbindung.
4 Mal Blinken Doppelte IP-Adresse.
Das Modul wird auf die
Standard-IP-Adresse gesetzt.
5 Mal Blinken Warten auf IP-Adresse von Adressserver.
6 Mal Blinken Ungültige IP-Adresse.
Das Modul wird auf die
Standard-IP-Adresse gesetzt.
7 Mal Blinken Firmware-Inkompatibilität zwischen Betriebssystem der SPS und
Coprozessor-Firmware.
30
33002481 10/2019
Produktbeschreibung
Verwendung der CPU LCD-Anzeigefenster
Einführung
Das LCD der Steuerung zeigt Meldungen an. Diese Meldungen verweisen auf den Status der
Steuerung. Es sind vier Menü- und Untermenüebenen verfügbar. Verwenden Sie das Tastenfeld
siehe Seite 27
an der Frontseite der Steuerung zum Zugriff auf die Menüs.
Detaillierte Informationen zu den Menüs und Untermenüs finden Sie in den folgenden Abschnitten:
PLC -Bedienmenüs und Untermenüs (
siehe Seite 34
Verwendung der Kommunikationsmenüs und -untermenüs
Verwendung der LCD-Einstellungsmenüs und -Untermenüs
Verwendung der Systeminfo-Menüs und -Untermenüs
siehe Seite 37
siehe Seite 39
siehe Seite 40
Aufbau: Menüs und Untermenüs auf dem LCD-Display:
1 Standardbildschirm
2 Systemmenüs
3 Untermenüs
4 Unterbildschirme
33002481 10/2019
31
Produktbeschreibung
Zugriff auf die Bildschirme
Verwenden Sie die Tasten auf dem Tastenfeld, um auf die Systemmenüs und -untermenüs zuzugreifen.
Schritt
1
Aktion
Um auf die Bildschirme zugreifen zu können, muss sich der Schlüsselschalter in der entriegelten
Position befinden.
2 Drücken Sie eine der folgenden Tasten, um ein Menü einer tieferen Ebene aufzurufen:
3 Drücken Sie folgende Taste, um zum vorigen Menü zurückzukehren:
140 CPU 65• •• Standardbildschirm
Der Standardbildschirm ist schreibgeschützt und enthält die folgenden Felder:
32
Der Standardbildschirm zeigt die folgenden Informationen:
Feld
0
2
Anzeige
CPU-Modus M
S
CPU-Status RUN
STOP
No Conf
Halt
Beschreibung
Wartungsmodus (nur Sicherheitsprozessoren)
Sicherer Modus (nur Sicherheitsprozessoren)
Anwendungsprogramm läuft
Anwendungsprogramm läuftNICHT.
STOP-Betrieb offline
Prozessor ohne Anwendungsprogramm.
Erkannter Fehlerstatus (im Wartungsmodus für Sicherheitsmodule)
33002481 10/2019
Produktbeschreibung
Feld
BatL
Port
Anzeige Beschreibung
Zeigt den Ladezustand der Batterie an:
Dauerlicht = Batterie ist leer.
Keine Meldung = Batterie ist OK.
USB
Modbus Plus MB+ mb+
Dup
Modbus
PCM
ERR
INI
232
485
Zeigt Aktivität am Port an.
Verweist auf Modbus Plus-Aktivität.
Keine Aktivität
Doppelte MB+-Adresse
Modbus-Kommunikationsfehler erkannt
Anfängliche Netzwerksuche
Aktivität am seriellen Port für RS-232
Aktivität am seriellen Port für RS-485
1
2
Der angezeigte Status gibt den Ladezustand der Batterie der
PCMCIA-Karte in Steckplatz 1 an:
Dauerlicht = Batterie ist OK.
Blinkt = Batterie schwach (nur für grüne PCMCIAs (Version <
04)) (1) .
Der angezeigte Status gibt den Ladezustand der Batterie der
PCMCIA-Karte in Steckplatz 2 an:
Dauerlicht = Batterie ist OK.
Blinkt = Batterie schwach (nur für grüne PCMCIAs (Version <
04)) (1) .
(1) Bei blauen PCMCIAs (Version >= 04) erfolgt bei schwacher Batterie kein Blinken.
33002481 10/2019
33
Produktbeschreibung
Menü „PLC Operations“
Aufbau der Menüs und Untermenüs von „PLC Operations“:
34
33002481 10/2019
Produktbeschreibung
Untermenü für PLC Operations: Start, Stop and Init:
Bildschirme
„Start“, „Stop“,
„Init“
Start PLC
Verfügbare Felder
Press <ENTER> to confirm Start.
Beschreibung
Stop PLC
Init PLC
Press <ENTER> to confirm Stop.
Press <ENTER> to confirm Init.
Durch Drücken von <ENTER> wird die Steuerung gestartet.
Durch Drücken von <ENTER> wird die Steuerung gestoppt.
Durch Drücken von <ENTER> wird die Steuerung initialisiert.
Bei Sicherheitsprozessoren ist dieser Befehl nur im
Wartungsmodus verfügbar.
Untermenü für PLC-Betrieb der Hot Standby CPU:
Bildschirm Feld
Hot
Standby
State:
State
Schreibgeschützt
Hot
Standby
Mode:
Hot
Standby
Order:
Mode
(nur veränderbar, wenn sich der
Schlüsselschalter in der entriegelten
Position befindet)
A or B
(nur veränderbar, wenn sich der
Schlüsselschalter in der entriegelten
Position befindet)
Option
PRIMARY CPU
STANDBY CPU
Offline
RUN
Beschreibung
Steuerung dient als primäre CPU.
Steuerung dient als Standby-CPU.
Steuerung dient weder als primäre noch als Standby-
CPU.
STS leuchtet ständig
Steuerung ist aktiv und dient entweder als primäre PLC oder ist in der Lage, die Rolle der primären PLC zu
übernehmen.
STS blinkt Steuerung führt eine Übertragung/Aktualisierung durch. Im Anschluss an die Übertragung, verbleibt die
Steuerung im RUN-Modus.
OFFLINE
FIRST
SECOND
STS leuchtet ständig
Die Steuerung wird außer Betrieb genommen, ohne sie zu stoppen oder die Spannungsversorgung auszuschalten.
Wenn die Steuerung als primäre PLC aktiv ist und in den Offline-Modus wechselt, schaltet die Steuerung auf die Standby-PLC um.
Wenn die Standby-PLC offline geschaltet wird, bleibt die primäre PLC ohne Backup in Betrieb.
STS blinkt Steuerung überträgt/aktualisiert. Nach der
Übertragung leuchtet OFFLINE ständig.
Hot Standby-Versorgungsanordnung
HINWEIS: Um die A/B-Anordnung ändern zu können, muss sich die PLC im STOP-Modus befinden.
33002481 10/2019
35
Produktbeschreibung
Bildschirm Feld
Hot
Standby
Transfer:
-
Option
(Diese Menüoption ist nur aktiviert, wenn sich der Schlüsselschalter in der entriegelten
Position befindet).
Hot
Standby
Diag:
Beschreibung
Durch Drücken von <ENTER> bestätigen Sie die
Übertragung. Die Übertragung initiiert die Anforderung der primären PLC nach einer Programmaktualisierung.
Wenn Sie eine andere Taste drücken, wird die ausgelöste Übertragung abgebrochen und das
Menüfenster für die Hot Standby-Übertragung wird erneut angezeigt.
HINWEIS: Die Übertragung über die Tastatur basiert auf der Verwendung von %SW60.5
(siehe Unity Pro,
Programmiersprachen und Struktur,
Referenzhandbuch ) : Wenn %SW60.5 über die
Anwendung geändert und gleichzeitig eine
Übertragung über die Tastatur angefordert wird, können Probleme auftreten (keine Übertragung oder wiederholter Übertragungsversuch).
Das Diagnosefenster richtet sich nach dem Betrieb.
Halt Anwender-Task im Halt-Modus
RIO fails
HSBY fails
Stop
Vom RIO-Kopfmodul gemeldeter Fehler
Von Glasfaserverbindung gemeldeter Fehler
Stop-Befehl wurde gesendet
Off keypad
Off %SW60
Off appli
Off vers
Off RIO
Take over
Run
Plug & Run
Power up
Offline-Befehl auf Tastenfeld eingegeben
Offline-Befehl in Befehlsregister eingestellt
Offline-Betrieb aufgrund mangelnder
Anwendungsübereinstimmung
Offline-Betrieb aufgrund mangelnder Übereinstimmung von PLC oder Koprozessor-Betriebssystem (OS)
Offline-Betrieb aufgrund von RIO-Fehler
Standby-CPU hat in primären CPU-Modus geschaltet
Run-Befehl gesendet
Run-Verbindung funktioniert und Standby-CPU wurde gestartet
Keine Meldung: PLC gerade gestartet
36
33002481 10/2019
Kommunikationsmenü
Kommunikations-Menü und Untermenüs:
Produktbeschreibung
33002481 10/2019
37
Produktbeschreibung
Untermenü für TCP/IP Ethernet PLC Communications:
TCP/IP Ethernet-
Bildschirmanzeigen
TCP/IP Ethernet IP
Address 1,2
TCP/IP Ethernet Subnet
Mask 1,2
TCP/IP Ethernet IP
Gateway
1,2
TCP/IP Ethernet MAC
Address
Verfügbare Felder
###.###.###.###
###.###.###.###
###.###.###.###
##.##.##.##.##.##
(Schreibgeschützt)
Verfügbare
Optionen
Dezimalzahlen
Beschreibung
Zeigt die IP-Adresse an..
Dezimalzahlen
Dezimalzahlen
Zeigt die Adresse der
Subnetzmaske an.
Zeigt die Ethernet IP-Gateway-
Adresse an.
Hexadezimalzahlen Zeigt die MAC-Adresse an.
1) Die Parameter können nur geändert werden, wenn keine Anwendungen heruntergeladen wurden (Status NO CONF).
2) Nach dem Herunterladen einer neuen PLC-Anwendung wird die Ethernet-Adresse auf dem
Bildschirm erst nach dem Zugriff auf die höchste Menüebene aktualisiert.
Untermenüs für Modbus Plus PLC Communications:
Verfügbare Felder
##
(nur veränderbar, wenn sich der
Schlüsselschalter in der entriegelten Position befindet)
Modbus Plus State
Verfügbare Optionen
1-64
Beschreibung
Geben Sie eine gültige
Modbus Plus-Adresse ein.
Modbus Plus-Status Monitor Link
Normal Link
Sole Station
Duplicate Address
No Token
Untermenüs für Serial PLC Communications:
Verfügbare Felder*
Mode
Protocol
Verfügbare Optionen
232
485
ASCII
RTU
Beschreibung
RS-Modus
Verfügbare Protokolle
38
33002481 10/2019
Produktbeschreibung
Verfügbare Felder*
Adr
Rate
Verfügbare Optionen
1 - 247
Für Modbus-Umschaltung
Primary CPU 1-119
Standby CPU 129 - 247
50, 75, 110, 134.5, 150, 300, 600, 1200, 1800,
2400, 3600. 4800, 7200, 9600, 19200 Bits/s
Beschreibung
Geräteadresse
Baudrate
Par NONE
ODD
EVEN
7,8
Parität
DB Datenbits: Wenn das Protokoll
Modbus ist, RTU-8 oder ASCII-7.
SB 1,2 Stoppbits
*Die Felder sind veränderbar, wenn sich der Schlüsselschalter in der entriegelten Position befindet.
Systeminfomenü
Systeminfomenüs und -untermenüs:
33002481 10/2019
39
Produktbeschreibung
Untermenüs für System Info, PLC Communications:
„System Info“-Anzeigen Verfügbare Felder* Verfügbare
Option
Stop Code ####
Description
Firmware Info Rev.Ldr: ##.##
OS: ##.##-##-##
HW Rev: #### Hardware Info
Copro Info ##-IE-##
*Felder sind schreibgeschützt.
Menü „LCD Settings“
Menüs und Untermenüs für „LCD Settings“:
Beschreibung
Maschinen-Stoppcode
Beschreibung des Maschinen-
Stoppcodes
OS-Version
OSLoader-Version
Hardware-Version
Koprozessor-Version
40
Untermenü für „LCD Contrast settings“:
Anzeigen für LCD-
Bildschirmkontrast
LCD Contrast:
Verfügbare Felder Beschreibung
#### Verwenden Sie die Pfeiltasten, um die Einstellung anzupassen.
Die Pfeil-nach-oben-Taste erhöht den Prozentwert
(heller)..
Die Pfeil-nach rechts-Taste senkt den Prozentwert
(dunkler).
33002481 10/2019
Produktbeschreibung
Untermenüs für „LCD Light setting“:
Bildschirmanzeigen
LCD Light:
Verfügbare Felder
On
Off
1 Min
5 Min
10 Min
15 Min
Beschreibung
LCD bleibt permanent oder bis sie geändert wird eingeschaltet.
LCD bleibt permanent oder bis sie geändert wird ausgeschaltet.
LCD bleibt eine Minute lang eingeschaltet.
LCD bleibt 5 Minuten lang eingeschaltet.
LCD bleibt 10 Minuten lang eingeschaltet.
LCD bleibt 15 Minuten lang eingeschaltet.
33002481 10/2019
41
Produktbeschreibung
Beschreibung der Module 140 NOE 771 xx und 140 NWM 100 00
Abschnitt 1.2
Beschreibung der Module 140 NOE 771 xx und
140 NWM 100 00
Übersicht
Dieser Abschnitt enthält die Beschreibungen der Module 140 NOE 771 xx und 140 NWM 100 00.
Inhalt dieses Abschnitts
Dieser Abschnitt enthält die folgenden Themen:
Thema
Übersicht über die Modicon Quantum-Ethernet-Module
Anzeigen für Ethernet-Module
Steckverbinder und Kabel
Verwendung des Ethernet-Moduls 140 NOE 771 11 in einem Quantum-Sicherheitsprojekt
Seite
42
33002481 10/2019
Produktbeschreibung
Übersicht über die Modicon Quantum-Ethernet-Module
Übersicht
Das folgende Kapitel bietet einen Überblick über alle Modicon Quantum-Ethernet-Module.
Allgemeine Beschreibung
Das unten gezeigte Modicon Quantum Ethernet-Modul ist eines der neuesten Modelle einer
Baureihe von Modicon Quantum Ethernet-TCP/IP-Modulen. Es dient dazu, einer Modicon
Quantum-SPS die Kommunikation mit Geräten über ein Ethernet-Netzwerk zu ermöglichen. Die
Elektronik der Ethernet-Module ist in einem Modicon Quantum-Standardgehäuse mit einfacher
Breite untergebracht, das einen Steckplatz in einem Modicon Quantum-Baugruppenträger belegt.
Das Modul kann unter Spannung ausgetauscht und an einen beliebigen Steckplatz des
Baugruppenträgers angeschlossen werden.
Die Module NOE 771 x 0 und NOE 771 x 1 bieten Kommunikation zwischen gleichrangigen
Geräten (Peer-to-Peer) in Echtzeit, E/A-Abfrage und einen Modbus/TCP-Server. Die enthaltenen
HTTP-Dienste stellen Wartungs- und Konfigurationsprogramme für das Modul bereit.
33002481 10/2019
43
Produktbeschreibung
Vorderansicht
Die folgende Abbildung zeigt die Frontseite des Ethernet-Moduls NOE 771 00 als Beispiel für alle
Ethernet-Module.
44
1 Modellnummer, Modulbeschreibung, Farbcode
2 LED-Anzeige
3 Beschreibbarer IP-Adressbereich
4 Etikett für die globale Adresse
5 Kabelanschluss 100 BASE-FX MT-RJ
6 Kabelanschluss 10/100 BASE-T RJ45
7 Abnehmbare Klappe
33002481 10/2019
Produktbeschreibung
Wichtige Ethernet-Dienste
Die wichtigen Ethernet-Dienste der Modelle 140 NOE 771 (-00, -01, -10, -11) und
140 NWM 100 00 werden nachfolgend aufgelistet:
Dienst
HTTP-Server
Flash-Dateisystem
BOOTP-Client
Adress-Server
SNMP-V2-Agent (Netzwerkverwaltungsdienst)
Modbus-Nachrichtenübertragung
E/A-Scanner ( siehe Seite 85 )
Hot Standby
Globale Daten (Publish/Subscribe)
Bandbreitenüberwachung
Fast Device Replacement (Schneller
Geräteaustausch) (Server) ( siehe Seite 253 )
Verbesserte Web-Diagnose
Schneider Private MIB
FactoryCast-Anwendung ( siehe Seite 95 )
Benutzerprogrammierte Webseiten
JAVA Virtual Machine
LWL-Verbindung
RJ45-Verbindung
Zeitsynchronisierungsdienst
E-Mail-Benachrichtigungsdienst
X
X
X
X
X
X
X
X
X
-00
X
X
X
X
X
X
-01
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
-10
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
-11
X
X
X
X
X
X
X
X
NWM
X
X
X
X
HINWEIS: In der detaillierten Beschreibung der wichtigen Merkmale werden nur Module der NOE-
Produktfamilie namentlich genannt. Die Funktionen sind auch für die Module vom Typ 140 NWM
10000 verfügbar. Dies gilt in Abhängigkeit von den in der vorhergehenden Tabelle genannten
Eigenschaften.
33002481 10/2019
45
Produktbeschreibung
HINWEIS: In der Software Control Expert befindet sich das Modul 140 NWM 100 00 in der Familie
„Normales TCP/IP-Netzwerk“, obwohl es zur Familie „TCP/IP FactoryCast-Netzwerk“ gehört. Aus diesem Grund werden die oben aufgeführten Dienste (E/A-Abfrage, Globale Daten, Adress-
Server, Bandbreitenüberwachung) von diesem Modul nicht unterstützt. Sie stehen jedoch in der normalen TCP/IP-Netzwerkkonfiguration in Control Expert zur Auswahl. (Selbst wenn sie konfiguriert sind, funktionieren diese Dienste nicht mit dem Modul.)
Maximale Anzahl Netzwerke pro CPU
Die nachstehende Tabelle bietet einen Überblick über die maximale Anzahl an Netzwerken pro
CPU. "Netzwerke" verweist in diesem Zusammenhang auf die Gesamtheit der Module NOE,
Modbus+ und anderer Kommunikationsmodule:
Modicon Quantum CPU-Typ
140 CPU 311 10
140 CPU 43412A
140 CPU 53414A
140 CPU 651 50
140 CPU 651 50
140 CPU 652 60
140 CPU 658 60
140 CPU 670 60
140 CPU 671 60
140 CPU 672 60
140 CPU 672 \61
140 CPU 678 61
6
6
3
6
6
6
6
6
6
6
6
Unterstützte Netzwerkanzahl
2
46
33002481 10/2019
Produktbeschreibung
Frontplattenkomponenten
Auf der Frontplatte der Ethernet-Module befinden sich Modulkennung, Farbcode und LED-
Anzeige. Hinter der abnehmbaren Frontplattentür befinden sich ein beschreibbarer Bereich für die
IP-Adresse, ein Etikett für die globale Adresse und zwei Ethernet-Kabelanschlüsse.
In der folgenden Tabelle werden die Komponenten der Frontplatte beschrieben (siehe oben stehende Abbildung):
Element
Beschreibung
Zeigt den Betriebsstatus des Moduls sowie das LWL- oder
Ethernet-Kommunikationsnetzwerk an, mit dem das Modul verbunden ist.
IP-Adressbereich Stellt einen beschreibbaren Bereich bereit, der der
Aufzeichnung der zugewiesenen IP-Adressen des Moduls dient.
Etikett für globale Adresse Zeigt die werkseitig zugewiesene globale Ethernet-MAC-
Adresse des Moduls an.
Kabelanschluss 100
BASE-FX
Stellt eine MT-RJ-Buchse für die Verbindung mit einem 100-
Megabit-Ethernet-Lichtwellenleiter bereit.
Kabelanschluss
10/100BASE-T
Stellt eine RJ45-Buchse für die Verbindung mit einem geschirmten, paarig verdrillten Ethernet-Kabel bereit.
33002481 10/2019
47
Produktbeschreibung
Anzeigen für Ethernet-Module
Abbildung
Die folgende Abbildung zeigt die LED-Anzeigen des Moduls NOE 771 00 als Beispiel für alle
Ethernet-Module:
Beschreibung
Die folgende Tabelle enthält die LED-Beschreibungen:
LED
Active
Ready
Fault
Run
Coll.
Link
Tx Act
Rx Act
10 MB
100 MB
Fduplex
Kernel
Appl
Rot
Grün
Grün
Grün
Grün
Farbe
Grün
Grün
Rot
Grün
Grün
Gelb
Grün
Beschreibung
Zeigt an, dass der Baugruppenträger konfiguriert ist.
Zeigt an, dass das Modul funktionsfähig ist.
Blinkt, wenn das NOE-Modul abgestürzt ist.
Blinkt zur Anzeige des Diagnosecodes wie im Folgenden beschrieben.
Blinkt bei Kollisionen im Ethernet-Netzwerk.
Leuchtet, wenn die Ethernet-Verbindung aktiv ist.
Blinkt zur Anzeige der Übertragung über Ethernet.
Blinkt zur Anzeige des Empfangs über Ethernet.
Leuchtet, wenn das Modul an ein 10-Megabit-Netzwerk angeschlossen ist.
Leuchtet, wenn das Modul an ein 100-Megabit-Netzwerk angeschlossen ist.
Leuchtet, wenn Ethernet im Duplexbetrieb arbeitet.
Leuchtet, wenn sich das Modul im Kernel-Modus befindet.
Blinkt im Download-Modus.
Leuchtet, wenn ein Eintrag im Absturzprotokoll vorliegt.
48
33002481 10/2019
Produktbeschreibung
Status der LED "Run"
Die folgende Tabelle enthält alle verfügbaren Zustände der Run LED-Anzeige sowie die dem jeweiligen Status im Modul 140 NOE 771 x1 und 140 NWM 100 entsprechenden
Diagnoseinformationen.
Anzeigestatus Status für das Modul 140 NOE 771 x1 Status für das Modul 140 NWM 100
Ein (permanent) Normalbetrieb: Das NOE-Modul ist bereit für die Netzwerkkommunikation.
Normalbetrieb: Das NOE-Modul ist bereit für die
Netzwerkkommunikation.
2
3
Anzahl der aufeinander folgenden Blinkanzeigen
1 Nicht verwendet
Nicht verwendet
Keine Verbindung: Das Netzwerkkabel ist nicht angeschlossen oder defekt.
4
Nicht verwendet
Nicht verwendet
Keine Verbindung: Das
Netzwerkkabel ist nicht angeschlossen oder defekt.
Doppelte IP-Adresse: Das Modul verbleibt im Status OFF.
5
6
7
8
9
Doppelte IP-Adresse: Das Modul wird auf seine Standard-IP-Adresse gesetzt.
Keine IP-Adresse: Das Modul versucht, von einem BOOTP-Server eine IP-Adresse zu bekommen. Modul hat Standard-IP-Adresse.
Ungültige IP-Konfiguration.
(Wahrscheinliche Ursache: Das
Standard-Gateway befindet sich nicht auf derselben Subnetzmaske wie das
NOE.) Das Modul wird auf seine
Standard-IP-Adresse zurückgesetzt.
Keine gültige NOE-Hauptsteuerung vorhanden
-
Nicht verwendet
Keine IP-Adresse: Das Modul versucht, von einem BOOTP-
Server eine IP-Adresse zu bekommen.
Verwendung der Standard-IP-
Adresse
Keine gültige NOE-Hauptsteuerung vorhanden
Nicht verwendet
Flash-Dateisystem nicht betriebsbereit.
33002481 10/2019
49
Produktbeschreibung
Steckverbinder und Kabel
Auf einen Blick
Das folgende Kapitel beschreibt die 10/100 BASE-T- und 100 BASE-FX-Steckverbinder.
Paarweise verdrillter 10/100 BASE-T-Steckverbinder
Beim 10/100 BASE-T-Steckverbinder (siehe Abbildung unten) der Module NOE 771
NWM 100 00 und CPU 651
Steckbuchse: xx , x 0 handelt es sich um eine paarweise verdrillte Standard-RJ-45-
Schneider Electric empfiehlt eine Verkabelung der Kategorie 5 STP mit einer Übertragungsrate von 100 Megabit/s und einem RJ-45-Anschluss.
Die acht Stifte sind vertikal angeordnet und von unten nach oben nummeriert. Es folgt die RJ-45-
Anschlussbelegung des Moduls:
Empfangsdaten (+) 3
Empfangsdaten (+) 6
Sendedaten (+) 1
Sendedaten (-) 2
100 BASE-FX
Beim 100 BASE-FX-Steckverbinder für die Module NOE 771 xx , NWM 100 00 und CPU 651 60 handelt es sich um eine MT-RJ-Buchse oder einen passenden LWL-Kabelsteckverbinder.
Bei den Modulen NOE 771 xx und NWM 100 00 benötigen Sie gegebenenfalls eine MT-RJ / SC
(Duplex) Multimode-LWL-Kabelverbindung mit den Durchmessern 62,5/125 mm. Für den
Anschluss an LWL-Hubs/Switches empfiehlt Schneider Electric die Kabelreferenz 490NOC00005.
HINWEIS: Die Module Modul NOE 771 xx NWM 100 00 sind Ein-Kanal-Geräte, die jederzeit entweder über ein 10/100 BASE-T oder ein 100 BASE-FX Ethernet-Netzwerk kommunizieren können, aber nicht über beide gleichzeitig..
50
33002481 10/2019
Produktbeschreibung
Verwendung des Ethernet-Moduls 140 NOE 771 11 in einem Quantum-
Sicherheitsprojekt
Übersicht
Das Ethernet-Modul 140 NOE 771 11 ab Version 4.2 kann in einer der folgenden Anwendungen verwendet werden:
Quantum-Sicherheitsanwendungen
Nicht-Sicherheitsanwendungen
Eine Quantum-Sicherheitsanwendung wird von einer Quantum-Sicherheits-SPS gesteuert, die ausschließlich aus Sicherheitsmodulen besteht, die Sicherheitsfunktionen ausführen. Ein
Sicherheitsmodul ist durch den Buchstaben S am Ende des Modulnamens gekennzeichnet.
Wenn das 140 NOE 771 11 in einer Quantum-Sicherheitsanwendung eingesetzt wird, ist es ein unterbrechungsfreies Modul , d. h. die Ausführung der Sicherheitsfunktionen der SPS wird nicht nachteilig beeinflusst.
Weitere Informationen zu Quantum-Sicherheitsprodukten finden Sie in folgendem Handbuch:
Quantum PLC Safety Manual .
Eingeschränkte und uneingeschränkte Speicherbereiche
Die Speicheradressen einer Quantum-Sicherheits-SPS können folgendermaßen konfiguriert werden:
als aus Sicherheitsgründen eingeschränkte Speicherbereiche als uneingeschränkte Speicherbereiche
Nur Sicherheitsmodule können Daten in einen aus Sicherheitsgründen eingeschränkten Speicher bereich schreiben. Weitere Informationen zu eingeschränkten und uneingeschränkten
Speicherbereichen finden Sie unter Schreibschutz von Sicherheits-SPS im Handbuch der Unity
Pro XLS-Betriebsarten .
Als unterbrechungsfreies Modul kann das Ethernet-Modul 140 NOE 771 11 keine Daten in aus
Sicherheitsgründen eingeschränkte Speicherbereiche schreiben. Das Ethernet-Modul
140 NOE 771 11 kann nur in uneingeschränkte Speicherbereiche Daten schreiben.
Die Speicherbereiche eines Quantum-Sicherheitsprojekts können vom Benutzer konfiguriert werden. Mit Control Expert können Sie Adressbereiche entweder als eingeschränkt oder als uneingeschränkt festlegen. Anweisungen zur Konfiguration von Speicherbereichen finden Sie unter Konfiguration von Quantum-Prozessoren mit Unity Pro XLS
Betriebsarten .
im Handbuch der Unity Pro XLS-
33002481 10/2019
51
Produktbeschreibung
Zuweisungen von Funktionsfähigkeitsbits
VORSICHT
GEFAHR DES DATENVERLUSTS
Die standardmäßigen Adresszuweisungen für die folgenden Datenblöcke überschneiden sich:
Statusbitblock des Dienstes „Globale Daten“ (%MW1)
Statusbitblock des Dienstes „E/A-Abfrage“ (%MW1)
Gerätesteuerungsblock des Dienstes "E/A-Abfrage" (%MD1)
Diese Adresszuweisungen müssen so bearbeitet werden, dass sie sich nicht überschneiden.
Wenn sich die Adresszuweisungen überschneiden, überschreibt die SPS Daten, und die
überschriebenen Daten gehen verloren.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Verletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.
Das 140 NOE 771 11 nimmt unterschiedliche Adresszuweisungen für Sicherheits- und Nicht-
Sicherheitsanwendungen vor, sowohl für den Statusbitblock des Dienstes „E/A-Abfrage“ als auch für den des Dienstes „Globale Daten“.
Statusbitblock Adressen von Nicht-
Sicherheitsanwendungen
Adressen von
Sicherheitsanwendungen
E/A-Abfrage
Globale Daten
%I
%IW
%I
%IW
%MW
%M 1
%MW
1
%MW
1
(nur)
1
Bei einer Quantum-Sicherheitsanwendung müssen alle Adresszuweisungen für den
Statusbitblock der Dienste „E/A-Abfrage“ und „Globale Daten“ in uneingeschränkten
Speicheradressbereichen vorgenommen werden.
52
33002481 10/2019
Produktbeschreibung
Installieren des Moduls
Abschnitt 1.3
Installieren des Moduls
Einleitung
Dieser Abschnitt beschreibt die Installation und Konfiguration der NOE 771 xx -Ethernet-Module.
Inhalt dieses Abschnitts
Dieser Abschnitt enthält die folgenden Themen:
Thema
Bevor Sie beginnen
Verkabelungsschemata
Sicherheit
Installation des Moduls im Quantum-SPS-Baugruppenträger
Anschluss des Kabels
Zuordnung von Ethernet-Adressparametern
Erstellen des FTP-Passworts
Erstellen der HTTP- und Schreibpasswörter für das Modul NOE
Verwendung der Software BOOTP Lite für die Zuordnung von Adressparametern
Seite
33002481 10/2019
53
Produktbeschreibung
Bevor Sie beginnen
Anfängliche Prüfungen
VORSICHT
UNBEABSICHTIGTER BETRIEB
Wenn Sie nicht die korrekten Adresspaare im BOOTP-Server eingeben, könnten Sie mit dem falschen Gerät kommunizieren.
Vergewissern Sie sich, dass die MAC-Adresse der gewünschten IP-Adresse im BOOTP-
Server entspricht.
Der Anschluss von zwei oder mehr Geräten mit derselben IP-Adresse kann ein unvorher sehbares Betriebsverhalten Ihres Netzwerks hervorrufen.
Bestätigen Sie, dass das Ethernet-Modul eine eindeutige IP-Adresse erhält.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Verletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.
Führen Sie die folgenden Prüfungen durch, bevor Sie das Modul installieren.
Ermitteln Sie, wie dem Modul seine Ethernet-Adressparameter zugewiesen werden. Die
Standardmethode ist BOOTP.
Vergewissern Sie sich, dass Ihr Ethernet-Netzwerk ordnungsgemäß aufgebaut ist.
Stellen Sie sicher, dass Sie das richtige Verkabelungsschema
Anwendung verwenden.
siehe Seite 56
für Ihre
Geeignete Ethernet-Adressparameter ermitteln
Das Modul bezieht seine Ethernet-Adressparameter über eine dieser beiden Methoden. Fragen
Sie Ihren Systemadministrator, welche Methode geeignet ist.
Konfigurieren neuer IP-, Gateway- und Subnetzmaskenadressen
— oder —
Der Modul bezieht seine Ethernet-Adressparameter von einem BOOTP-Server.
Sollte der Administrator neue Adressparameter zuweisen, konfigurieren Sie das Modul über das
Konfigurationsfenster des Control Expert-Schnittstellenmoduls.
Netzwerktopologie überprüfen
Schneider Electric empfiehlt, dass Sie ein NOE-Modul über einen Hub oder Switch mit einem anderen NOE-Modul oder Gerät verbinden (wie in der nachstehenden Abbildung einer korrekten
Netzwerktopologie zu sehen ist).
54
33002481 10/2019
Die folgende Abbildung zeigt zwei inkorrekte Netzwerktopologien.
Produktbeschreibung
Die folgende Abbildung zeigt eine korrekte Netzwerktopologie.
33002481 10/2019
55
Produktbeschreibung
Verkabelungsschemata
Auf einen Blick
Das folgende Kapitel bietet Richtlinien für geeignete Verkabelungsschemata für Ihre Ethernet-
Konfiguration.
Länge des Twisted-Pair-Kabels
Bei einem standardmäßigen Ethernet-Verkabelungsschema werden Knoten wie das Quantum-
Ethernet-Modul über ein Kabel mit einem Port eines zentralen Hub oder Switch verbunden. Wie in der folgenden Tabelle beschrieben, hängt die maximale Länge des Kabels zwischen den Knoten davon ab, ob diese über Hubs oder Switches miteinander verbunden sind:
Gerätetyp
Hub
Switch max. Kabellänge von
Knoten zu Hub/Switch
10 BASE-T: 100 m
10/100 BASE-T: 100 m
100 BASE-FX: 2 km max. Anzahl von Hubs/Switches zwischen zwei Knoten
3 unbegrenzt max. Entfernung zwischen zwei
Netzwerkknoten
500 m unbegrenzt
Verkabelung mit konventionellen Hubs
Die folgenden Zahlen und Tabellen zeigen die maximale Anzahl an Hubs und die maximale
Kabellänge zwischen zwei Knoten, die bei der Verwendung von Hubs zulässig ist.
10BASE-T-Entfernungen mit Hubs
Bei der 10 BASE-T-Verkabelung sind bis zu drei Hubs mit einer maximalen Verbindungsent fernung von 100 m und einem Gesamt-Netzwerkdurchmesser von 500 m zulässig.
56
33002481 10/2019
Produktbeschreibung
Kabellängen bei 10/100BASE-T mit Switches
Die maximale Verbindungsentfernung bei einer 10/100BASE-T-Verkabelung beträgt 100 m. Es gibt keine Einschränkung für die Anzahl der Switches.
100BASE-FX
Die maximale Kabelsegmentlänge für 1300 nm/100BASE-FX Multimode-Kabel beträgt 2 km. Es gibt keine Einschränkung für die Anzahl der Switches.
33002481 10/2019
57
Produktbeschreibung
Sicherheit
Übersicht
Im folgenden Kapitel werden Firewalls beschrieben. Eine Firewall ist ein Gateway, das den Zugriff auf Ihr Netzwerk kontrolliert. Um den Zugriff auf Ihre Ethernet-SPS und das E/A-Netzwerk einzuschränken, verwenden Sie am besten eine Firewall.
Firewall-Typen
Firewalls gibt es auf Netzwerkebene und auf Anwendungsebene:
Firewalls auf Netzwerkebene: Diese Firewalls werden oft zwischen dem Internet und einem
einzelnen Zugangspunkt zu einem internen, geschützten Netzwerk installiert.
Firewalls auf Anwendungsebene: Firewalls auf Anwendungsebene kontrollieren den
Netzverkehr für eine bestimmte Anwendung. Sie untersuchen den für die betreffende
Anwendung bestimmten Netzverkehr und entscheiden, ob dieser an die Anwendung weiterge leitet werden kann. Firewalls auf Anwendungsebene sind auf einzelnen Host-Computern installiert.
Von NOE verwendete Port-Nummern
Die folgende Tabelle zeigt die Portnummern, die von NOE verwendet werden:
Protokoll
Modbus/TCP
HTTP
SNMP
FTP
Port-Nummer
TCP 502
TCP 80
UDP 61
TCP 21
Unter Umständen müssen Sie die Informationen in dieser Tabelle an Ihren Systemverwalter weitergeben, damit die Firewall-Konfiguration einen Zugriff auf Ihre SPS von außerhalb Ihres
Standorts zulässt.
58
33002481 10/2019
Produktbeschreibung
Installation des Moduls im Quantum-SPS-Baugruppenträger
Bevor Sie beginnen
Bestimmen Sie den Baugruppenträger, in den Sie das Modul integrieren möchten. Vergewissern
Sie sich, dass Sie über einen freien Steckplatz verfügen.
HINWEIS: Das Modul kann nur in einem lokalen Baugruppenträger installiert werden.
HINWEIS: Stellen Sie bei der Installation des Moduls sicher, dass die Leistungsanforderungen des
Quantum-Baugruppenträgers gemäß dem Quantum mit EcoStruxure™ Control Expert, Hardware-
Referenzhandbuch nicht überschritten werden.
Installation im Baugruppenträger-Steckplatz
Sie können das Modul in einen beliebigen Steckplatz des Baugruppenträgers einsetzen. Sie müssen es nicht neben anderen Modulen installieren.
Erforderliche Werkzeuge
Sie benötigen einen Kreuzschlitzschraubendreher mittlerer Größe.
Installation des Moduls im Baugruppenträger
Führen Sie folgende Schritte durch, um das Modul zu installieren.
Schritt Aktion
1 Halten Sie das Modul schrä, und bringen Sie es an den beiden Haken an, die sich am oberen Rand des Baugruppenträgers befinden. Die folgende Abbildung zeigt, wie Sie das Modul richtig halten.
33002481 10/2019
59
Produktbeschreibung
Schritt Aktion
2 Schwenken Sie das Modul nach unten, sodass der Stecker des Moduls im Stecker des Baugruppenträgers einrastet.
3 Ziehen Sie mit einem Kreuzschlitzschraubendreher die Schraube an der Unterseite des Moduls mit einem Drehmoment zwischen 0,22 und 0,45 Nm an.
Erdung des Moduls
Durch die Installation am Quantum-SPS-Baugruppenträger wird das Modul bereits geerdet.
Anweisungen zur Erdung des Baugruppenträgers finden Sie in folgendem Handbuch: Quantum mit EcoStruxure™ Control Expert, Hardware-Referenzhandbuch .
HINWEIS: Wenn Sie das Modul über ein geschirmtes Kabel mit dem Ethernet-Hub oder -Switch verbinden, ist dieses Kabel ebenfalls geerdet. An anderer Stelle in diesem Handbuch finden Sie
eine ausführliche Beschreibung der Verkabelungsschemas
siehe Seite 61
).
siehe Seite 56
sowie Anweisungen zur Verbindung des Moduls mit einem Ethernet-Netzwerk (Anschluss des Kabels
60
33002481 10/2019
Produktbeschreibung
Anschluss des Kabels
Auf einen Blick
[Die folgenden Informationen beziehen sich auf die Verkabelung.
HINWEIS: Das 140 NOE 771 xx kann entweder über ein 10/100BASE-T- oder ein 100BASE-FX-
Ethernet-Netzwerk kommunizieren, aber nicht über beide gleichzeitig.
Zubehör
Schneider Electric bietet folgende Switches an:
Hub oder Switch
499NEH10410
499NOH10510
499NTR10010
499NEH14100
499NTR10100
499NES18100
499NES17100
499NOS17100
Beschreibung
Hub mit vier 10 BASE-T-Ports
Hub mit drei 10 BASE-T-Ports und zwei 10 BASE-FL-Ports
10 BASE-T/10 BASE-FL-Transceiver
Hub mit vier 100 BASE-TX-Ports
100 BASE-TX-Transceiver
Switch mit acht 10/100 BASE-TX-Ports
Verwalteter Switch mit sieben 10/100 BASE-TX-Ports
Verwalteter Switch mit fünf 10/100 BASE-TX-Ports und zwei
100 BASE-FX-Ports
Nachfolgend sind die Schneider Electric-Kabel aufgeführt, die Multicast-Filterung
siehe Seite 206
Kabel
490NTW000 02/05/12/40/80 U
490NTC000 05/15/40/80 U
Beschreibung
Straight-Through-Kabel
Crossover-Kabel
33002481 10/2019
61
Produktbeschreibung
Kabel
Entfernen Sie die Schutzkappe von der MT-RJ-Steckbuchse des Moduls sowie die Schutzkappe vom Ende des schwarzen Steckers am MT-RJ-Glasfaserkabel (wie in der folgenden Abbildung gezeigt). Der Stecker des Kabels kann nur auf eine Weise in die Buchse eingesteckt werden. Er sollte beim Einstecken in die Buchse einrasten.
62
33002481 10/2019
Produktbeschreibung
Zuordnung von Ethernet-Adressparametern
Übersicht
VORSICHT
UNBEABSICHTIGTER BETRIEB
Wenn Sie nicht die korrekten Adresspaare in den BOOTP-Server eingeben, kann es sein, dass
Sie mit dem falschen Gerät kommunizieren.
Stellen Sie sicher, dass die MAC-Adresse der beabsichtigten IP-Adresse in Ihrem BOOTP-
Server entspricht.
Der Anschluss von zwei oder mehr Geräten mit derselben IP-Adresse kann ein unvorher sehbares Verhalten Ihres Netzwerks hervorrufen.
Stellen Sie sicher, dass Ihr Ethernet-Modul eine eindeutige IP-Adresse erhält.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Verletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.
Das folgende Kapitel beschreibt die Zuordnung von IP-Adressparametern.
Bei Versand enthält das Modul 140 NOE 771 xx keine IP-Adresse. Wenn Sie das Gerät nicht mit einer Ethernet-Konfigurationserweiterung programmiert haben, enthält das Modul keine IP-
Adresse. Wenn das Modul ohne eine IP-Adresse hochgefahren wird, versucht das Modul, eine IP-
Adresse vom BOOTP-Server des Netzwerks zu erhalten.
Sie können IP-Adressparameter mit der Software BOOTP Lite zuordnen.
HINWEIS: Sie können die IP-Adresse über die Web-Seiten der Module 140 NOE 771 01, -11 und
NWM 100 00 konfigurieren.
Verwendung eines BOOTP-Servers
Ein BOOTP-Server ist ein Programm, das die an die Netzwerkgeräte vergebenen IP-Adressen verwaltet. Ihr Systemverwalter kann Ihnen mitteilen, ob Ihr Netzwerk über einen BOOTP-Server verfügt, und kann Ihnen bei der Verwendung des Servers zum Pflegen der IP-Adresse des
Adapters behilflich sein.
Siehe
Verwendung der Software BOOTP Lite für die Zuordnung von Adressparametern,
Seite 72
.
Zuordnung einer IP-Adresse für ein nicht konfiguriertes Modul
Bei Betriebsstart versuchen nicht konfigurierte Module des Typs NOE 771 xx (im Auslieferungs zustand) über BOOTP-Requests eine IP-Adresse zu erhalten. Wenn ein Modul vom BOOTP-
-
Server eine Antwort erhalten hat, verwendet es die in der Antwort genannte IP-Adresse. Wenn das
Modul in einem Zeitraum von zwei Minuten vom BOOTP-Server keine Antwort erhalten hat, verwendet es die Standard-IP-Adresse, die von der MAC-Adresse abgeleitet wird.
33002481 10/2019
63
Produktbeschreibung
HINWEIS: Die MAC-Adresse wird werkseitig zugeordnet und ist auf einem Etikett auf der
Frontplatte über dem Kabelstecker angebracht. Es handelt sich um eine global zugeordnete 48-
Bit-Adresse. Sie wird im PROM gespeichert. Die Ethernet-Adresse ist in hexadezimaler Form auf dem Etikett vermerkt. Sie hat die Form: 00.00.54.
xx .
xx .
xx .
Verbindung mit der Standard-IP-Adresse herstellen
Konfigurieren Sie von Ihrem PC aus eine aktive Route, um mit Ihrem PC eine Verbindung mit der
Standard-IP-Adresse herzustellen. Wenn Sie dies unter Windows 95/98/ME/NT/2000 oder
Windows XP durchführen wollen, befolgen Sie das folgende Verfahren. Sie können die Routen dazu verwenden, Ethernet-Komponenten mit anderen Adressbereichen zu verbinden.
Schritt Aktion
1 Vergewissern Sie sich, dass das NOE-Modul eingeschaltet ist.
2 Sehen Sie die Standard-IP-Adresse des NOE-Moduls nach, die von der MAC-
Adresse abgeleitet wird (z. B. 84.0.0.2).
3 Öffnen Sie ein MS-DOS-Fenster.
4 Fügen Sie einen aktiven Leitweg für das lokale NOE-Modul hinzu. Dazu geben Sie
Folgendes ein:
C:\>ROUTE ADD <target> MASK <mask> <gateway> z. B.
C:\>ROUTE ADD 84.0.0.0 MASK 255.0.0.0 205.217.193.205
Verwenden Sie die Standard-IP-Adresse des NOE-Moduls als Zieladresse.
Verwenden Sie eine Subnetzmaske für ein Class A-Netz, um eine Verbindung zu jeder Adresse im Bereich 84.0.0.0 herzustellen. Die Gateway-Adresse ist die IP-
Adresse für Ihren PC. Das Ergebnis ist, dass MS Windows eine beliebige Adresse kontaktiert, die mit der Zahlenfolge 84 beginnt und direkt mit einem Hub oder Switch verbunden ist, der für Ihren Computer entweder direkt oder über die angegebene
Route bzw. das angegebene Gateway erreichbar ist.
5 Bestätigen Sie die Existenz des neuen Eintrags in der Active Route-Tabelle, indem
Sie Folgendes eingeben:
C:\>route print :
Die folgende Abbildung bestätigt, dass der neue Eintrag zur Active Route-Tabelle hinzugefügt wurde.
64
33002481 10/2019
Produktbeschreibung
Schritt Aktion
6 Prüfen Sie, ob eine Verbindung hergestellt wurde, indem Sie Folgendes eingeben:
C:\>ping 84.0.0.2
Die folgende Abbildung zeigt, dass die Verbindung geprüft wurde.
Festlegen von Adressparametern
Konsultieren Sie Ihren Systemverwalter, um eine gültige IP-Adresse und gegebenenfalls ein passendes Gateway und eine Subnetzmaske zu erhalten. Verwenden Sie dann Ihr
Programmiergerät, um die entsprechenden Änderungen vorzunehmen.
Der BOOTP-Server antwortet
Wenn der Server Adressparameter vergibt, verwendet das Modul NOE 771 lange, wie es eingeschaltet ist.
xx diese Parameter so
Wenn der Server nicht antwortet, nimmt das Modul zwei Minuten lang eine neue Abfrage vor.
Der BOOTP-Server antwortet nicht
Wenn das Modul NOE 771
Standard-IP-Adresse.
xx keine Antwort vom BOOTP-Server erhalten hat, verwendet es die
Während dieser Zeit gibt die Run-LED fünf Blinkanzeigen für einen BOOTP-Versuch und sechs
Blinkanzeigen für die Verwendung der Standard-IP-Adresse aus.
Test "Doppelte NOE 771 xx IP-Adresse"
Jedes Mal, wenn das Modul NOE 771 versendet.
xx eine IP-Adresse erhält, führt es den Test auf doppelte
Adressen durch, indem es im Abstand von fünf Sekunden drei ARP-Rundsendeabfragen
Wenn im Netzwerk eine doppelte IP-Adresse gefunden wird, bleibt das Modul NOE 771
Ermittlung einer doppelten IP-Adresse anzeigen.
xx offline, um eine Unterbrechung des Netzwerks zu vermeiden. Es gibt vier Blinkanzeigen aus, die die
Automatic ARP
Wenn das Modul NOE 771 anzuzeigen.
xx keine Antworten auf seinen Request erhält, sendet es automatisch drei ARP-Requests im Abstand von zwei Sekunden aus, um seine Präsenz im Netzwerk
33002481 10/2019
65
Produktbeschreibung
Erstellen des FTP-Passworts
Erstellen des FTP-Passworts
Das FTP-Passwort wird über den eingebetteten Web-Server erstellt. Dieser Abschnitt enthält
Informationen über den Zugriff auf den Web-Server, um dort die FTP- und HTTP-Passwörter zu
ändern. Sobald der Systemverwalter Zugang zum Web-Server bekommen hat, sollte er das FTP-
Passwort ändern. Diese Änderung begrenzt den Zugriff auf die Web-Server-Funktionalität auf den
Systemverwalter.
Lesen Sie das Kapitel Eingebettete Webseiten, wenn Sie weitere Informationen zu den Web-
Server-Seiten und ihren Funktionen wünschen.
Überblick über den Zugang zum Web-Server
Jedes Quantum NOE-Modul beinhaltet einen eingebetteten Web-Server, der es Ihnen ermöglicht, auf Diagnose- und Online-Konfigurationen für das Modul und die zugehörige SPS zuzugreifen.
Die Webseiten können nur mit Internet Explorer 4.0 (oder höher) und der entsprechenden unterstützung von JRE1.4.2_04 (oder höher) angezeigt werden.
Informationen über weitere Funktionen von FactoryCast in den NOE-Modulen finden Sie im
FactoryCast-Handbuch .
Zugriff auf den Web-Server
(
Bevor Sie auf die Homepage des Moduls zugreifen können, müssen Sie die vollständige IP--
Adresse im Adress- oder Positionsfeld des Browser-Fensters eingeben. Beispiel: hostname ist die vollständige IP-Adresse oder der DNS-Host-Name).
http://hostname
Danach wird die Homepage zum Schneider Electric Web-Hilfsprogramm angezeigt.
Homepage des Schneider Web-Hilfsprogramms
Ausgehend von der Quantum-Homepage können Sie die folgenden Seiten aufrufen:
Ändern des FTP-Passworts
Informationen)
siehe Seite 66
siehe Seite 70
Anzeige von Diagnose- und Konfigurationsdaten (siehe Eingebettete Web-Seiten für weitere
Ändern des FTP-Server-Passworts
Die folgenden Schritte beschreiben, wie Sie auf die richtige Webseite gelangen, um das FTP-
Passwort zu ändern.
Schritt Aktion
1 Geben Sie die Web-Adresse (URL) ein, z.B.: http://hostname/secure/embedded/ftp_passwd_config.htm
66
33002481 10/2019
Schritt Aktion
2 Geben Sie an dieser URL einen Benutzernamen und ein Passwort ein:
Produktbeschreibung
Hinweis: Der standardmäßige Anwendername ist USER und das Standard-
Passwort USERUSER. Beide sollten vom Systemverwalter bei der Installation des
Moduls geändert werden.
3 Wenn Sie den Anwendernamen und das Passwort eingegeben haben und die
Schaltfläche OK betätigt haben, wird die Seite Anwendernamen und Passwort des
FTP-Servers ändern angezeigt.
Überblick über die Seite "FTP-Anwendernamen und Passwort ändern"
Die folgende Abbildung zeigt die Seite, die zur Änderung des FTP-Anwendernamens/-Passworts verwendet wird.
33002481 10/2019
67
Produktbeschreibung
Ändern des Anwendernamens und Passworts
Nun sollte ein Systemadministrator den Standardbenutzernamen und das Standardpasswort
ändern, um den weiteren Zugriff auf das System zu begrenzen. Folgende Schritte sind durchzuführen.
2
3
Schritt
1
Aktion
Geben Sie den neuen Anwendernamen im Feld Neuer Anwendername ein.
Geben Sie das neue Passwort im Feld Neues Passwort ein.
Klicken Sie auf die Schaltfläche FTP-Passwort-Änderung senden.
Die folgende Abbildung zeigt die Meldung, die bei einem Mausklick auf die Schaltfläche "FTP-
Passwortänderung senden" erscheint:
Klicken Sie auf die Schaltfläche Gerät neu starten, um den Anwendernamen und das Passwort der
NOE-Steckkarte zurückzusetzen.
HINWEIS: Der Neustart benötigt ca. 40 Sekunden. (Bei umfangreichen Anwendungen kann der
Neustart bis zu einer (1) Minute dauern).
Während des Neustarts sind alle vom Modul NOE angebotenen Dienste nicht verfügbar.
68
33002481 10/2019
Produktbeschreibung
Erstellen der HTTP- und Schreibpasswörter für das Modul NOE
Übersicht
Der folgende Abschnitt beschreibt die Erstellung des HTTP-Passworts und des Datenmonitor-
Schreibpassworts für das Modul NOE.
Stellen Sie eine Verbindung zur Webseite her.
Bevor Sie das HTTP-Passwort oder Datenmonitor-Schreibpasswort ändern können, müssen Sie die richtige Webseite aufrufen:
Schritt Aktion
1 Geben Sie die URL-Adresse ein, z.B. http://hostname/secure/embedded/http_passwd_config.htm.
2 Geben Sie an dieser URL einen Benutzernamen und ein Passwort in das Dialogfeld ein. Benutzername und Passwort dürfen höchstens aus 16 normalen ASCII-Zeichen bestehen.
33002481 10/2019
Hinweis: Der standardmäßige Benutzername ist USER und das Standard-Passwort lautet USER. Beide sollten vom Systemverwalter bei der Installation des Moduls geändert werden.
3 Wenn Sie den Benutzernamen und das Passwort eingegeben haben und die
Schaltfläche OK betätigt haben, wird die Seite Passwörter ändern angezeigt.
69
Produktbeschreibung
Seite "Passwörter ändern"
Es wird eine einzige Webseite verwendet, um sowohl das HTTP-Passwort als auch das
Datenmonitor-Schreibpasswort zu ändern:
Ändern der Sicherheitszugriffsparameter
Der Systemadministrator sollte den Standard-Benutzernamen (USER) und das Standardpasswort
(USER) ändern, um den weiteren Zugriff auf das System zu begrenzen. Nachdem Sie sich entschieden haben, ob Sie die Sicherheitsparameter des HTTP-Passworts oder des
Schreibpassworts ändern möchten, befolgen Sie das entsprechende, nachfolgend aufgeführte
Verfahren:
HTTP (Benutzernamen und Passwort)
2
3
Schritt Aktion
1 Geben Sie einen neuen Benutzernamen in das Feld Neuer Benutzername ein.
4
Geben Sie ein neues Passwort in das Feld Neues Passwort ein.
Bestätigen Sie das neue Passwort im Feld Passwort bestätigen.
Klicken Sie auf die Schaltfläche HTTP-Zugriff ändern.
70
33002481 10/2019
Produktbeschreibung
Datenmonitor-Schreibpasswort
2
3
Schritt Aktion
1 Geben Sie das alte Passwort in das Feld Schreibpasswort ein.
4
Geben Sie ein neues Passwort in das Feld Neues Passwort ein.
Bestätigen Sie das neue Passwort im Feld Passwort bestätigen.
Klicken Sie auf die Schaltfläche Schreibpasswort ändern.
Überprüfung der Änderung der Sicherheitszugriffsparameter
Die folgende Abbildung zeigt die Meldung, die bei einem Klick auf die Schaltfläche HTTP-Zugriff
ändern oder Schreibpasswort ändern angezeigt wird:
Klicken Sie auf die Schaltfläche Gerät neu starten, um den Benutzernamen und das Passwort der
NOE-Steckkarte zurückzusetzen.
HINWEIS: Der Neustart dauert etwa 40 Sekunden. Bei größeren Anwendungen kann der Neustart bis zu einer (1) Minute dauern.
Während des Neustarts sind alle vom Modul NOE angebotenen Dienste nicht verfügbar.
33002481 10/2019
71
Produktbeschreibung
Verwendung der Software BOOTP Lite für die Zuordnung von Adressparametern
Auf einen Blick
VORSICHT
UNBEABSICHTIGTER BETRIEB
Stellen Sie sicher, dass die MAC-Adresse der beabsichtigten IP-Adresse in Ihrem BOOTP-
Server entspricht. Wenn Sie nicht die korrekten Adresspaare in den BOOTP-Server eingeben, kann es sein, dass Sie mit dem falschen Gerät kommunizieren.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Verletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.
Der folgende Abschnitt beschreibt die Verwendung des Hilfsprogramms "BOOTP Lite".
Hilfsprogramm BOOTP Lite
Anstelle eines BOOTP-Servers kann das Hilfsprogramm
Subnetzmaske und sein Standard-Gateway zuzuordnen.
BOOTP Lite Server Software von
Schneider Electric verwendet werden, um dem Modul NOE 771 xx seine IP-Adresse, seine
In der Anwenderdokumentation der Bootp Lite Server Software finden Sie weitere Einzelheiten.
HINWEIS: Die BOOTP Lite Server Software und die Anwenderdokumentation stehen unter der
Adresse www.modicon.com zum Download zur Verfügung.
72
33002481 10/2019
Produktbeschreibung
Kundendienst
Abschnitt 1.4
Kundendienst
Übersicht
In diesem Abschnitt ist beschrieben, wie Sie den Kundendienst der Dokumentations- und regionalen Hilfe-Center von Schneider Electric in Anspruch nehmen können.
Inhalt dieses Abschnitts
Dieser Abschnitt enthält die folgenden Themen:
Thema
Dokumentation des Kundendiensts
Kontaktinformationen
Seite
33002481 10/2019
73
Produktbeschreibung
Dokumentation des Kundendiensts
Support-Dokumentation
Bei Problemen konsultieren Sie zunächst oben genannte Dokumentation oder die MS-Windows-
Dokumentation.
Aktuelle Informationen zur NOE-Ethernet-SPS finden Sie wie folgt:
2
3
Schritt Aktion
1 Besuchen Sie die Webseite von Schneider Electric.
4
Suchen Sie nach technischen Daten.
Wählen Sie die Produktreihe Quantum aus.
Rufen Sie auf:
Antworten zu Fragen zum Produkt
Produkthandbücher zu kürzlich erschienener Anwenderdokumentation
Produktankündigungen
74
33002481 10/2019
Produktbeschreibung
Kontaktinformationen
Kontaktinformationen
Wenden Sie sich an die nächstgelegene Geschäftsstelle von Schneider Electric. Die Adresse finden Sie unter http://www.schneider-electric.com. Wählen Sie in der Dropdown-Liste Wählen Sie ein Land Ihr Land oder das am nächsten zu Ihrem Land gelegene Land aus, um den nächstge legenen Kundendienst anzuzeigen.
33002481 10/2019
75
Produktbeschreibung
76
33002481 10/2019
Quantum mit EcoStruxure™ Control Expert
Ethernet-Kommunikationsdienste
33002481 10/2019
Ethernet-Kommunikationsdienste
Kapitel 2
Ethernet-Kommunikationsdienste
Einleitung
In diesem Kapitel werden die Ethernet-Kommunikationsdienste an den Modulen 140 NOE 771 und 140 CPU 651 x 0 beschrieben.
x 1
Inhalt dieses Kapitels
Dieses Kapitel enthält die folgenden Themen:
Thema
Modicon Quantum mit Control Expert-Ethernet-Diensten
Adress-Server
Überblick über SNMP und die private MIB von Schneider
Modbus-Nachrichtenaustausch
E/A-Scanner
Global Data
Zeitsynchronisierung
Elektronische E-Mail-Benachrichtigung
Bandbreitenüberwachung
FTP-Server
Integrierte Webseiten (HTTP-Server, Webkonfiguration und Diagnose)
Zusätzliche Ethernet-Dienste
Seite
33002481 10/2019
77
Ethernet-Kommunikationsdienste
Modicon Quantum mit Control Expert-Ethernet-Diensten
Tabelle der Ethernet-Dienste
Die Ethernet-Dienste von 140 NOE 771 01, 140 NOE 771 11 und CPU 651 x0 fügen dem System zusätzliche Funktionen hinzu. Einige Dienste können konfiguriert werden, für andere ist keine
Konfiguration erforderlich. Einige Dienste verfügen über Diagnosedaten. Der Zugriff erfolgt über eine Webseite oder über die Anwendung Control Expert.
NOE 771 01 NOE 771 11 CPU 651 x0
Dienst
Adress-Server ( siehe Seite 80 )
Konfiguration
BOOTP-Client ( siehe Seite 72 )
SNMP-V2-Agent
Schneider Private MIB
Modbus-Nachrichtenübertragung
E/A-Scanner ( siehe Seite 85 )
Globale Daten (Publish/Subscribe)
E-Mail-Benachrichtigungsdienst
Diagnose
Konfiguration
Diagnose
Konfiguration
Diagnose
Konfiguration
Diagnose
Konfiguration
Diagnose
Konfiguration
Diagnose
Konfiguration
Diagnose
Konfiguration
Diagnose
Konfiguration
Diagnose
Konfiguration
Diagnose
Web
Control Expert
Web
Control Expert
Web
Ohne Bedeutung Ohne Bedeutung Ohne Bedeutung
Control Expert Control Expert Control Expert
Ohne Bedeutung Ohne Bedeutung Ohne Bedeutung
Web
Control Expert
Web
Control Expert
Web
Control Expert
Ohne Bedeutung Ohne Bedeutung Ohne Bedeutung
Ohne Bedeutung Ohne Bedeutung Ohne Bedeutung
Ohne Bedeutung Ohne Bedeutung Ohne Bedeutung
Control Expert Control Expert Control Expert
Web
Control Expert
Control Expert
Web
Control Expert
Web
Control Expert
Web
Control Expert
Control Expert
Web
Control Expert
Web
Control Expert
Web
Control Expert
Control Expert
Web
Control Expert
Control Expert
Web
Control Expert
Web
Control Expert
Ohne Bedeutung Web
Ohne Bedeutung Web
Web
Web
Control Expert
Web
Control Expert
Web
Web
Control Expert
Web
Control Expert
Web
Control Expert
Ohne Bedeutung
Ohne Bedeutung
Web
Web
Control Expert
Web
Control Expert
78
33002481 10/2019
Dienst
HTTP-Server ( siehe Seite 93 )
Fast Device Replacement (Schneller
Hot Standby
Flash-Dateisystem
FactoryCast-Anwendung siehe Seite 95 )
Konfiguration
Diagnose
Konfiguration
Diagnose
Konfiguration
Diagnose
Konfiguration
Diagnose
Konfiguration
Diagnose
Konfiguration
Diagnose
Ethernet-Kommunikationsdienste
NOE 771 01 NOE 771 11 CPU 651 x0
Ohne Bedeutung Ohne Bedeutung Ohne Bedeutung
Ohne Bedeutung Ohne Bedeutung Ohne Bedeutung
Ohne Bedeutung Ohne Bedeutung Ohne Bedeutung
Ohne Bedeutung Ohne Bedeutung Ohne Bedeutung
Web
Control Expert
Web
Control Expert
Control Expert
Ohne Bedeutung Ohne Bedeutung Ohne Bedeutung
Ohne Bedeutung Ohne Bedeutung Ohne Bedeutung
Ohne Bedeutung Ohne Bedeutung Ohne Bedeutung
Ohne Bedeutung Ohne Bedeutung Ohne Bedeutung
Ohne Bedeutung Ohne Bedeutung Ohne Bedeutung
Ohne Bedeutung Web Ohne Bedeutung
Ohne Bedeutung Web Ohne Bedeutung
33002481 10/2019
79
Ethernet-Kommunikationsdienste
Adress-Server
Übersicht
Der folgende Abschnitt beschreibt die Funktionalitäten des Adress-Servers.
BOOTP-Server
DHCP-Server
Der DHCP-Server antwortet DHCP- und BOOTP-Servern.
BOOTP-Server
HINWEIS: Der BOOTP-Server ist mit den Modellen 140NOE771 xx verfügbar.
Die BOOTstrap Protocol (BOOTP)-Software ist kompatibel mit RFC 951 und wird für die
Zuordnung von IP-Adressen an Teilnehmer eines Ethernet-Netzwerks verwendet. Geräte (Hosts) im Netzwerk senden während der Initialisierung BOOTP-Requests. Ein BOOTP-Server, der den
Request erhält, extrahiert die erforderlichen IP-Adressinformationen aus der Datenbank und sendet sie in einer BOOTP-Antwort an die anfordernden Geräte. Die Geräte nutzen die zugewiesenen IP-Adressen vom BOOTP-Server dann für die gesamten Netzwerkkommunikation.
HINWEIS: Damit BOOTP ordnungsgemäß funktioniert, müssen Sie Folgendes konfigurieren:
IP-Adresse
Subnetzmaske
Gateway-Adresse
NOE-BOOTP-Server
Das Modul NOE 771
Geräten, die vom NOE 771
NOE 771 xx xx ist mit einem BOOTP-Server ausgestattet. Daher können Sie allen E/Axx bedient werden, mit IP-Adressen ausstatten. Der in das Modul
integrierte BOOTP-Server macht einen externen BOOTP-Server überflüssig.
HINWEIS: Der BOOTP-Server des NOE 771 xx kann sich keine eigene IP-Adresse bereitstellen.
Sie können den BOOTP-Server Ihres NOE 771 xx über die HTTP Web-Seite des Moduls konfigurieren. Konfigurieren Sie das Modul 140 CPU 651 x 0 in den Control Expert-Editoren. Bei der Konfiguration können Sie Geräte in die Datenbank des BOOTP-Servers hinzufügen, bearbeiten und daraus entfernen. Die Datenbank befindet sich im nicht-flüchtigen Speicher des
Moduls.
DHCP-Server
HINWEIS: Der DHCP-Server ist mit den Modellen 140 NOE 771 x 1 verfügbar.
Das Dynamic Host Configuration Protocol (DHCP) ist übergeordnetes Protokoll des BOOTP-
Protokolls. Ihr 140 NOE 771 x 1 verfügt über einen DHCP-Server. Der DHCP-Server ist kompatibel mit RFC 1531. Der DHCP-Server kann verwendet werden, um IP-Konfiguration für Geräte zu liefern, die BOOTP oder DHCP verwenden.
80
33002481 10/2019
Ethernet-Kommunikationsdienste
Der DHCP-Server verfügt über Einträge, die die MAC-Adresse verwenden, um die IP-
Konfiguration bereitzustellen, sowie Einträge im Server, die die Gerätebezeichnung verwenden, um die IP-Konfiguration bereitzustellen. An anderer Stelle in diesem Handbuch finden Sie Details für die NOE-Adress-Server-Konfiguration
siehe Seite 253
.
Wenn Sie eine BOOTP-Konfiguration von einem Modul des Typs 140 NOE 771
140 NOE 771
x x 0 auf das neue
1 migrieren, lesen Sie unter Adress-Server-Konfiguration/Fast Device
siehe Seite 253
) nach, um mehr über die automatische Aktualisierung der
Konfiguration für den neuen DHCP-Server zu erfahren.
HINWEIS: Schneider Electric empfiehlt dringend, die Verwendung des NOE-Moduls im Netzwerk
Ihres Unternehmens mit Ihrer MIS-Abteilung zu besprechen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass im
Netzwerk Ihres Unternehmens bereits mindestens ein DHCP-Server läuft. Wenn der DHCP-
Server des NOE-Moduls im selben Netzwerk läuft, kann dies zu Störungen des Netzwerks führen.
Um alle möglichen Probleme im Zusammenhang mit dem DHCP-Server des NOE-Moduls im
Unternehmensnetz zu vermeiden, müssen Sie sich vergewissern, dass keine Adresseinträge in der Konfiguration vorhanden sind und der DHCP-Server somit nicht im NOE-Modul läuft. Wenn
sich keine konfigurierten Geräte auf der Seite Adress-Server-Konfiguration
befinden, wird das NOE-Modul den DHCP-Server nicht starten.
siehe Seite 253
Geräteaustausch
Fast Device Replacement (Schneller Geräteaustausch) und der Adress-Server werden unter
Adress-Server-Konfiguration/Fast Device Replacement
siehe Seite 253
33002481 10/2019
81
Ethernet-Kommunikationsdienste
Überblick über SNMP und die private MIB von Schneider
Übersicht
Das Simple Network Management Protocol (SNMP) ist auf Ihrem NOE oder auf Ihrer
140 CPU 651 x 0 konfiguriert.
Einleitung
Die Netzwerk-Managementsoftware bietet dem Netzwerkverwalter folgende Funktionen:
Überwachung und Kontrolle der Netzwerkkomponenten
Isolation von Problemen und Ermittlung ihrer Ursachen
Abfrage von Geräten, wie etwa einem Host-Rechner, Routern, Switches und Bridges, um deren
Status zu bestimmen
Anlegen von Statistiken zu den Netzwerken, mit denen sie verknüpft sind
Simple Network Management Protocol (SNMP)
Ihr NOE-Modul bzw. Ihre 140 CPU 651 x0 unterstützt das SNMP-Protokoll, d.h. das Standardpro tokoll, welches zur Verwaltung eines lokalen Netzwerks (LAN) verwendet wird. SNMP definiert genau, wie ein Manager mit einem Agenten kommuniziert.
Das SNMP definiert das Format:
von Anfragen, die ein Manager an einen Agenten sendet
Antworten, die der Agent an den Manager zurücksendet
MIB
Jedes Objekt, auf das SNMP zugreifen kann, muss vorher definiert sein und einen eindeutigen
Namen tragen. Sowohl das Manager- als auch das Agent-Programm müssen sich über die Namen und die Bedeutung der Lese- und Speicher-Operationen einig sein. Der Satz aller Objekte, auf die
SNMP zugreifen kann, ist unter dem Begriff Management Information Base (MIB ) bekannt.
Private MIB
Schneider hat eine private MIB, Groupe_Schneider (3833). Unter der privaten MIB der Groupe
Schneider befindet sich eine private Transparent Factory Ethernet (TFE) MIB. Die eingebettete
Transparent Factory SNMP-Komponente steuert die Funktion der privaten Schneider-MIB.
82
33002481 10/2019
Ethernet-Kommunikationsdienste
Modbus-Nachrichtenaustausch
Übersicht
Das folgende Kapitel beschreibt die Funktionalitäten des MODBUS/TCP-Servers.
Client
Der Knoten, der eine Datentransaktion initiiert, wird als client bezeichnet. Ethernet-Module des
Typs Modicon Quantum bieten dem Benutzer die Möglichkeit, über eine Kommunikationsan weisung in einem TCP/IP-Netzwerk Daten von und an einen Knoten zu übertragen. Alle SPS, die die Netzwerkkommunikation über Ethernet unterstützen, können entweder die MBP_MSTR-
Anweisung in Ladder Logic verwenden, um SPS-Daten zu lesen oder zu schreiben, oder sie können die IEC-Kommunikationsbausteine verwenden.
Server
Der Knoten, der eine Anfrage empfängt, wird als Server bezeichnet. Bei der Verwendung des
Modbus/TCP-Standardprotokolls bieten alle Ethernet-Module des Typs Modicon Quantum
Zugang zu Steuerungsdaten. Alle Geräte, PCs, HMI-Pakete, andere SPS oder beliebige
Modbus/TCP-kompatible Geräte können von der SPS auf Daten zugreifen. Der Modbus/TCP-
Server ermöglicht den Programmiergeräten die Kommunikation mit der SPS über Ethernet.
Modbus/TCP-Verbindungen und -Befehle
Das Ethernet-Modul unterstützt bis zu 64 gleichzeitige MODBUS/TCP-Server-Verbindungen. Um die Kompatibilität der Änderungen der SPS-Konfiguration zu gewährleisten, ermöglicht das
Ethernet-Modul die Kommunikation mit jeweils nur einem Programmiergerät.
Die Ethernet-Module unterstützen die folgenden Modbus/TCP-Befehle:
Daten lesen
Daten schreiben
Daten lesen/schreiben
Fernstatistiken holen
Fernstatistiken löschen
MODBUS 125-Befehle (vom Programmiergerät verwendet, um eine neue Exec-Datei in das
NOE-Modul zu laden)
Für Lese-, Schreib- oder Lese/Schreib-Requests, die über einen MBP_MSTR- oder Modbus-
Befehl erfolgen, gelten folgende maximale Registergrößen:
Typ von Befehlsrequest
Lesen
Schreiben
Lesen/Schreiben
Maximale Größe
125 Leseregister
123 Leseregister
125 Leseregister / 121 Schreibregister
33002481 10/2019
83
Ethernet-Kommunikationsdienste
Leistung
Die folgende Tabelle gibt Aufschluss über die Leistungseigenschaften des MODBUS/TCP-Servers des Ethernet-Moduls NOE.
Parameter
Typische Ansprechzeit (ms)
Wert
0.6
Anzahl der Modbus-Verbindungen (Client und Server) 64 (NOE 771 x1, NWM 100 00,
HE CPU 651 x0), 16 Client
(NOE 771 x0), 32 Server
(NOE 771 x0)
Anzahl der simultanen Anmeldekanäle 1
HINWEIS: Die Modbus/TCP-Leistungsbewertung des Ethernet-Moduls erfolgt mit einer Modicon
Quantum 140 CPU 534 14A PLC.
84
33002481 10/2019
Ethernet-Kommunikationsdienste
E/A-Scanner
Einführung
Der Funktionsumfang des Ethernet-Moduls wird durch die Integration eines E/A-Scanners erweitert, den Sie über die Programmiergeräte von Schneider Electric konfigurieren können.
Eigenschaften des E/A-Scanners
Diese Erweiterungen sind für NOE ab Version 3.5 verfügbar:
Funktion
Verbesserter Algorithmus für Timeout und
Übertragungswiederholung
Aktivieren/Deaktivieren des
E/A-Scanner-Eintrags
Senden von Modbus-
Requests über einen
Router
Dynamische Zuweisung der
TCP-Ports
Anzeige der
Wiederholungsrate
Verfügbarkeit
Control Expert
Concept
ProWORX
Control Expert
Concept
.
Verbesserung
Verbessert das TCP-
Verbindungsmanagement
Verringert den
Datenverkehr im
Netzwerk.
Beschreibung
In der Version 2004 wird ein variables
Timeout verwendet. Ältere Versionen nutzen eine feste Zeitdauer für das
Timeout.
Unterschied: Schnellere
Neuübertragungsraten
Verwenden Sie den
Gerätesteuerungsblock.
Auf 0 gesetzt: Kanal ist für normalen
Datenaustausch freigegeben
Auf 1 gesetzt: Kanal deaktivieren
Hinweis: Concept-Benutzer
Bei Concept werden Diagnosewörter eingesetzt.
Auf FF gesetzt: Kanal deaktivieren
Automatik Control Expert
Concept
ProWORX
Control Expert
Concept
ProWORX
Ermöglicht die Verbindung dezentraler E/A-Geräte
über einen Router mit einer Steuerung.
Steigert die Leistung beim
Verbinden/Trennen.
Control Expert Prüfen Sie den Status
über die
Benutzeroberfläche.
Reserviert die TCP-Client-Ports 3072
(0xC00) bis 4992 (0x1380).
Weist die Ports dynamisch zu.
Der Status wird auf der Registerkarte
„E/A-Abfrage“ im Modul-Editor angezeigt.
33002481 10/2019
85
Ethernet-Kommunikationsdienste
Parameter für die E/A-Abfrage
Funktion des E/A-Scanners.
Parameter
Max. Anzahl Geräte
Wert
64: 140 NOE 771 00 (bis Version 2.2)
128: Nur 140 NOE 771 00 (ab Version 3.0), 140 NOE 771 01 und 140 NOE 771 11
128: HE CPU 651 x 0
Max. Anzahl Eingangswörter 4000
Maximale Anzahl
Ausgangswörter
4000
Funktionsfähigkeits-Timeout-
Wert
Benutzerkonfiguriert: 1 bis 65535 in 1-ms-Inkrementen
Letzter Wert (Eingang)
IP-Adresse
Lokale und dezentrale
Register-Referenz
Wiederholungsrate
Benutzerkonfiguriert (Null oder Halten)
Vom Benutzer konfiguriert
IP-Adresse des abgefragten Geräts (Slave-IP)
Vom Benutzer konfiguriert
Geräte-ID
Betrieb über eine Bridge
Gateway/Bridge-Gerät
Benutzerkonfiguriert: 0 bis 65535, in Inkrementen von jeweils einem Vielfachen von:
16 ms, für 140 NOE 771
10 ms, für 140 CPU 651 x 1 x 0
Vom Benutzer konfiguriert
ID nur dann konfigurieren, wenn eine Bridge verwendet wird.
Modbus-Bridge: Unterstützt
Modbus Plus-Bridge: Unterstützt
Aktivieren Sie das Kontrollkästchen, wenn Sie eine Bridge oder ein Gateway verwenden.
Unter E/A-Abfragekonzepte beschrieben.
siehe Seite 216
wird die Konfiguration des E/A-Scanners
Leistung
Details zu den Leistungsdaten finden Sie unter E/A-Scanner-Antwortzeiten
siehe Seite 249
.
86
33002481 10/2019
Ethernet-Kommunikationsdienste
Global Data
Übersicht
Der Dienst Globale Daten ist ein Echtzeit-Publisher/Subscriber-Mechanismus, der den effizien testen Datenaustausch für die SPS-Anwendungskoordination bietet.
Geräte, die den Dienst "Globale Daten" unterstützen, werden zum Zweck des Applikationsvariab lenaustauschs und der Applikationsvariablensynchronisierung in einer Verteilergruppe zusammengefasst. Jedes Gerät, das den Dienst "Globale Daten" unterstützt, kann bis zu einer
Netzwerk- (Applikations-) variablen veröffentlichen und bis zu 64 Netzwerk- (Applikations-) variablen abonnieren.
Die in die Quantum -Module eingebettete Web-Seite "Konfiguration des Dienstes 'Globale Daten'"
NOEumfasst einen Konfigurationsbildschirm, um zu bestimmen, welche und wie viele Applikati onsvariablen über diesen Dienst ausgetauscht werden. Nach der Konfiguration erfolgt der
Datenaustausch zwischen allen Stationen, die zur selben Verteilergruppe gehören, automatisch.
Der Dienst "Globale Daten" verwendet %MW-Wörter (4x Register) oder nicht lokalisierte Variablen für den Austausch globaler Daten.
Hauptmerkmale des Dienstes "Globale Daten"
Die Hauptmerkmale des Dienstes Globale Daten sind:
Ein Publisher und viele Teilnehmer
Ein Gerät kann eine Netzwerkvariable von bis zu 512 %MW-Wörtern (4x-Registern) oder nicht lokalisierte Variablen veröffentlichen.
Ein Gerät kann verschiedene Netzwerkvariablen von bis zu 2048 %MW-Wörter (4x Registern) oder nicht lokalisierte Variablen abonnieren.
Ein Gerät abonniert die vollständige Netzwerkvariable
Eine Verteilergruppe je Netzwerk-IP-Adresse
Applikationsdefinierte Publication-Rate
Bis zu 64 Netzwerkvariablen des Dienstes "Globale Daten" (nummeriert von 1 bis 64) können
Teil der Datenverteilergruppe sein.
Ein NOE-Modul hat nur eine Multicast-Adresse; folglich kann es nur innerhalb der Gruppe veröffentlichen und abonnieren.
Ein Gerät kann an verschiedenen Verteilergruppen teilnehmen, indem es mehrere NOE-
Module im Rack verwendet.
Der Publish/Subscribe-Mechanismus des Dienstes "Globale Daten" ermöglicht es mehreren
Teilnehmern, ein einzige Datenübertragung zu empfangen. Dies ist ein Vorteil gegenüber
Client/Server-Diensten, die mehrere Übertragungen an bestimmte Empfänger erfordern. Es gibt zwei direkte Vorteile:
Reduzierung des gesamten Netzwerkverkehrs
Gewährleistung einer engeren Synchronisierung mehrerer Teilnehmer
33002481 10/2019
87
Ethernet-Kommunikationsdienste
Zeitsynchronisierung
Allgemeine Informationen
Der Zeitdienst synchronisiert Computeruhren über das Internet. Die Uhrzeit eines Client wird z.B. entweder mit einem anderen Server oder mit einer Bezugszeitquelle, wie einem Radio oder einem
Satellitenempfänger, synchronisiert.
Typische Zeitdienst-Konfigurationen nutzen mehrere redundante Server und verschiedene
Netzwerkpfade, um hohe Genauigkeit und Zuverlässigkeit zu erreichen. Die Zeitdienst-
Genauigkeit liegt innerhalb einer Millisekunde in einem LAN und beträgt bis zu einigen Zehntel
Millisekunden in einem WAN.
Einsatzgebiete für den Zeitdienst:
Ereigniserfassung: Ereignisse in zeitliche Reihenfolge bringen
Ereignissynchronisierung: Ereignisse gleichzeitig auslösen
Alarm- und E/A-Synchronisierung: Alarme mit Zeitstempel versehen
Zeitsynchronisierung und Zeitstempel
In einem Ethernet-Netzwerk müssen alle Steuerungen mit derselben Uhrzeit synchronisiert werden, die von einem NTP-Server bereitgestellt wird. In jedem Anwendungsprogramm können
Ereignisse und Anwendungsdaten (z.B. E/A-Werte) über Anwendungsstapel mit einem
Zeitstempel versehen werden.
Das Modicon Quantum Ethernet-Schnittstellenmodul stellt eine Verbindung zu einem NTP-
Zeitserver her und liefert das Quellzeitsynchronisierungssignal, das an die CPU gesendet wird.
Zum Lesen der Uhr wird ein Funktionsbaustein im Projekt der Steuerung (Anwendungsprogramm) verwendet:
88
33002481 10/2019
Ethernet-Kommunikationsdienste
Elektronische E-Mail-Benachrichtigung
Allgemein
Mit dem E-Mail-Benachrichtigungsdienst können Alarme oder Ereignisse durch steuerungsba sierte Projekte gesendet werden. Die automatische Steuerung überwacht das System und kann automatisch eine E-Mail mit Daten, Alarmen und/oder Ereignissen erstellen. Die E-Mail-
Empfänger können wahlweise lokal oder dezentral verbunden sein.
Die Nachrichten werden mithilfe des MBP_STR-Funktionsbausteins auf der Grundlage vordefinierter Ereignisse oder Bedingungen erstellt.
Die E-Mail-Nachricht wird aus vordefinierten Kopfzeilen sowie aus Variablen und Text zusammengesetzt (maximal 238 Byte). Diese Nachricht wird direkt vom Automatisierungs -
system an den lokalen E-Mail-Server gesendet.
Die E-Mail-Kopfzeilen enthalten die normalen, vordefinierten Elemente (Empfängerliste, Name des Absenders, Betreff). Diese Elemente können durch einen Administrator mit den entsprechenden Rechten aktualisiert werden.
Client für den E-Mail-Dienst
Die Kommunikationsmodule des Typs NOE und die Module des Typs 140 CPU 651 sendet das Modul eine E-Mail an den Mailserver.
x 0 enthalten einen SMTP-Client. Wenn das Modul einen bestimmten Request von der Steuerung empfängt,
33002481 10/2019
89
Ethernet-Kommunikationsdienste
Bandbreitenüberwachung
Übersicht
Die Bandbreitenüberwachung ermöglicht dem Benutzer, auf die CPU-Zuordnung des NOE-
Moduls für jeden der folgenden Dienste zuzugreifen und zu überwachen:
siehe Seite 201
siehe Seite 215
siehe Seite 83
Der Bandbreitenüberwachungsdienst fragt Kapazitätsdaten ab und sendet eine oder zwei
Informationen zurück: ob das Modul über freie Ressourcen verfügt oder ob das Modul voll ausgelastet arbeitet. Die Informationen über die Ressourcenzuweisung hilft Ihnen:
bei der Bewertung der Ressourcenzuweisung,
bei der Ermittlung der in einem System erforderlichen NOE-Module.
HINWEIS: Anwender, die die Bandbreitenüberwachung verwenden möchten, müssen keinen neuen Satz an Zugriffsfunktionen entwickeln. Die aktuelle NOE CPU-Auslastung wird jede
Sekunde neu berechnet.
Auslastung der Bandbreitenüberwachung
Der Bandbreitenüberwachungsdienst überprüft einmal pro Sekunde die privaten Daten und berechnet vier (4) Werte. Diese Werte werden als Prozentsatz der den folgenden Diensten zugeordneten CPU-Leistung des NOE-Moduls zurückgesendet:
siehe Seite 201
siehe Seite 215
siehe Seite 83
andere Dienste und Ruhezustand
Die CPU-Zeit, die für andere Dienste verbraucht wird, wird als "Sonstige" oder "Frei" angegeben.
Die Bandbreitenüberwachung verwendet dieselben Funktionen wie SNMP.
Die drei Prozentsätze der Dienste "Globale Daten", "E/A-Scanner" und "Messaging" werden gemäß folgender Formel berechnet:
(Aktuelle Last * 100) / Maximale Last
Die Tabelle zeigt die (dynamisch berechnete) Maximale Auslastung für die NOE-Module:
Diagnose-Dienst
"Globale Daten"
E/A-Scanner
Zurückgesandte Kapazitätsauslastungsdaten Maximale Last
Anzahl der pro Sekunde veröffentlichten
Variablen
800
Anzahl der Transaktionen pro Sekunde
Nachrichtenübertragung Anzahl der pro Sekunde verarbeiteten
Meldungen
4200
410
90
33002481 10/2019
Ethernet-Kommunikationsdienste
HINWEIS: Die Lasten sind von den Zykluszeiten der Steuerung abhängig. Jede Applikation hat eine erwartete Zykluszeit. Daher sollten Sie bei der Auswertung der Lasten gewährleisten, dass die Zykluszeit der Steuerung auf die erwartete Zykluszeit für die modellierte Applikation eingestellt ist.
33002481 10/2019
91
Ethernet-Kommunikationsdienste
FTP-Server
Überblick
Im Folgenden finden Sie eine Beschreibung der Dienste, die über den FTP-Server bereitgestellt werden. Der FTP-Server steht auf folgenden Modulen zur Verfügung:
140 NOE 771 xx -Kommunikationsmodule (einschließlich das Modul NOE)
Module des Typs CPU 651 x 0
FTP-Server
Der FTP-Server auf dem Modul NOE und der CPU 651 x 0s ist verfügbar, sobald das Modul eine
IP-Adresse empfängt. Jeder FTP-Client kann sich bei dem Modul anmelden, bei dem für den Client der richtige Benutzername und das richtige Passwort verwendet werden muss.
Der FTP-Server kann folgende Aktionen ausführen:
Aktualisieren der Firmware des Moduls NOE durch Herunterladen einer neuen Exec-Datei.
Bereitstellen einer Fehlerprotokollübersicht durch Hochladen der Fehlerprotokolldateien.
Hoch-/Herunterladen der BOOTP-Server und SNMP-Konfigurationsdateien
HINWEIS: Es gibt nur einen FTP-Client pro Modul.
Der FTP-Server ist mit einem Standardbenutzernamen und -passwort geschützt.
Standardbenutzername
Standardpasswort
USER
Die Groß-/Kleinschreibung muss beachtet werden
USERUSER
Die Groß-/Kleinschreibung muss beachtet werden
Informationen zum Ändern des Passworts oder zum Hinzufügen/Löschen von
Benutzernamen auf dem FTP-Server finden Sie unter FTP-Passwort
92
33002481 10/2019
Ethernet-Kommunikationsdienste
Integrierte Webseiten (HTTP-Server, Webkonfiguration und Diagnose)
HTTP-Server
Der HTTP-Server (Hypertext Transport Protocol) der Ethernet-Module des Typs Modicon
Quantum mit Control Expert ist verfügbar, wenn das Modul eine IP-Adresse erhalten hat.
Einsatz des HTTP-Servers:
1. Anzeige von...
der Statistik des Ethernet-Moduls der SPS- und E/A-Daten der Serverdaten (BOOTP/DHCP/FDR) der Diagnoseinformationen für bestimmte Ethernet-Dienste
2. Konfiguration der modulspezifischen Ethernet-Dienste
Verwenden Sie Internet Explorer ab Version 4.0. Eine vollständige Liste der Dienste finden Sie unter Tabelle der Hauptmerkmale
siehe Seite 45
Der HTTP-Server ist über einen Standardbenutzernamen und ein Standardpasswort geschützt.
Standardbenutzername
Standardpasswort
USER
Es wird zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden.
USER
Es wird zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden.
Benutzername und Passwort dürfen höchstens aus 16 normalen ASCII-Zeichen bestehen.
HINWEIS: Die Module NOE 771 xx und CPU 651 xx unterstützen maximal 32 HTTP-Verbindungen gleichzeitig. Browser können mehrere Verbindungen öffnen. 32 HTTP-Verbindungen sind daher nicht gleichbedeutend mit 32 gleichzeitigen Benutzern.
HINWEIS: Die Module NOE 771 00 und NOE 771 01 bieten keine Unterstützung für vom Benutzer heruntergeladene Webseiten. Erwerben Sie das Modul NOE 771 10, NOE 771 11 oder NWM 100
00, wenn Sie Unterstützung für vom Benutzer geladene Webseiten benötigen.
33002481 10/2019
93
Ethernet-Kommunikationsdienste
Web-Diagnose
Der integrierte Webserver umfasst Webseiten, die Sie verwenden können, um die folgenden
Transparent Factory-/Echtzeitdienste zu diagnostizieren.
Diagnosedienst
Bandbreitenüberwachung
Beschreibung
Status aller „Globale Daten“-Dienste
Status aller abonnierten und veröffentlichten Variablen
Veröffentlichungs-/Abonnementrate
E/A-Abfrage
Status aller E/A-Abfragedienste
Status einzelner verwalteter Geräte
Aktuelle E/A-Abtastrate
Nachrichtenübertragung
Zeitsynchronisation
Diagnoseinformationen für die Port 502-
Nachrichtenübermittlung
Status des Clients und der Verbindung zum Server
Datum und Uhrzeit
Status der Option Sommer-/Winterzeit
E-Mail-Benachrichtigung
Status des SMTP-Servers
Verfolgung der gesendeten und empfangenen
Nachrichten
Verfolgung von Fehlern
Durchsatzmessung des NOE-Moduls nach Dienst
HINWEIS: Alle diese Seiten sind durch das allgemeine HTTP-Passwort geschützt.
Webkonfiguration
An anderer Stelle in diesem Handbuch befindet sich eine Beschreibung der Webkonfigurations seiten
siehe Seite 93
94
33002481 10/2019
Ethernet-Kommunikationsdienste
Zusätzliche Ethernet-Dienste
Hot Standby
Das Ethernet-Hot Standby-System besteht aus zwei identischen Modicon Quantum-Systemen.
Jedes Quantum-System enthält:
eine Modicon Quantum-Hot Standby-Einheit mit Control Expert-Steuerung (140 CPU 671
(140 CPU 672 xx0) oder (140 CPU 678 61) ein dezentrales E/A-Kopfmodul
Module NOE 771 xx (max. sechs)
Spannungsversorgung xx 0),
Die Hot Standby-Module sind über Glasfaserkabel miteinander verbunden. Beide RIO-
Kopfmodule sind untereinander und an das RIO-Netzwerk angeschlossen.
Empfehlungen von Schneider Electric:
1. Dezentrale E/A-Netzwerke verwenden redundante Kabel (E/A-Stationen sind nicht redundant).
2. Einen Switch, der die NOEs mit dem Netzwerk verbindet (verfügbare Switches):
499NES17100
499NOS17100
FactoryCast und benutzerdefinierbare Webseiten
FactoryCast ist ein Softwarepaket, mit dem Sie eine Website im integrierten Webserver-Modul anpassen können. Die Website kann über einen Browser aufgerufen werden, um die Daten einer
Steuerung des Typs Modicon Quantum mit Control Expert anzuzeigen und zu ändern.
FactoryCast stellt alle Webseiten und Java-Applets bereit, die Sie zur Anzeige der Laufzeit-Daten
Ihrer SPS benötigen. Sie können die Standard-Website von FactoryCast verwenden, indem Sie das Modul konfigurieren und mit einem Browser über ein Intranet darauf zugreifen.
Die folgenden Module verwenden FactoryCast zum Hinzufügen benutzerdefinierter Webseiten zu einer Website:
NOE 771 10
NOE 771 11
140 NWM 100 00
Flash-Dateisystem
Die Module des Typs NOE 771 xx sind mit einem Flash-Dateisystem ausgestattet, mit dem die
Dateien für Executive, Kernel und Website per Upload geändert bzw. aktualisiert werden können.
33002481 10/2019
95
Ethernet-Kommunikationsdienste
96
33002481 10/2019
Quantum mit EcoStruxure™ Control Expert
Ethernet-Dienste
33002481 10/2019
Modicon Quantum mit Control ExpertEthernet-Moduldiensten
Teil II
Modicon Quantum mit Control ExpertEthernet-Moduldiensten
33002481 10/2019
97
Ethernet-Dienste
98
33002481 10/2019
Quantum mit EcoStruxure™ Control Expert
Kommunikationsstart mit Control Expert
33002481 10/2019
Kommunikationsstart mit Control Expert
Kapitel 3
Kommunikationsstart mit Control Expert
Einführung
In diesem Kapitel wird der Start der Ethernet-Netzwerkkonfiguration mit Control Expert beschrieben.
Inhalt dieses Kapitels
Dieses Kapitel enthält die folgenden Abschnitte:
Abschnitt
3.1
3.2
3.3
3.4
Thema
Konfigurieren der Kommunikation
Kommunikationsverbindungen von Control Expert
Auswahl des Ethernet-Moduls
Auswahl des Ethernet-Coprozessors
Seite
33002481 10/2019
99
Kommunikationsstart mit Control Expert
Konfigurieren der Kommunikation
Abschnitt 3.1
Konfigurieren der Kommunikation
Übersicht
In diesem Abschnitt ist beschrieben, wie die Kommunikation konfiguriert wird.
Inhalt dieses Abschnitts
Dieser Abschnitt enthält die folgenden Themen:
Thema
Hinzufügen eines neuen Netzwerkes zum Kommunikationsverzeichnis
Konfigurieren des Netzwerks
Eigenschaften eines Netzwerks
Löschen eines vorhandenen Netzwerkverzeichnisses
Seite
100
33002481 10/2019
Kommunikationsstart mit Control Expert
Hinzufügen eines neuen Netzwerkes zum Kommunikationsverzeichnis
Hinzufügen eines neuen Netzwerkes zum Kommunikationsverzeichnis
Nach dem Starten einer neuen Anwendung wird das unter der Baumstruktur der Station befindliche Kommunikationsverzeichnis in ein Netzwerkverzeichnis und ein Routing-Tabellenver zeichnis untergliedert angezeigt (nur auf der Premium-Plattformen). Diese beiden Verzeichnisse sind leer. Im Verzeichnis Netzwerk kann der Benutzer die Netzwerke über das Menü einfügen.
Durch Klicken mit der rechten Maustaste auf Netzwerk wird ein Kontextmenü geöffnet. Der
Benutzer wählt den Netzwerktyp aus, den er hinzufügen möchte. Der Einfachheit halber wird ein
Netzwerkname mit dem Präfix des Netzwerktyps (Ethernet_1 oder Modbus+_1) vorgegeben.
Durch Wählen eines neuen Netzwerkes wird die nächste verfügbare Nummer für das Netzwerk automatisch gewählt. Beispiel: Ethernet_1, dann Ethernet_2 usw. Der Benutzer kann eine
Netzverbindung jederzeit umbenennen.
Der Benutzer kann auch einen Kommentar anhängen, der jedes konfigurierte Netzwerk beschreibt. Über die Schaltfläche OK wird das Netzwerk als Unterverzeichnis hinzugefügt.
Die Namen der Netzwerkknoten werden auch als Netzverbindung bezeichnet. Dies sind die
Namen der logischen Netzwerke.
33002481 10/2019
101
Kommunikationsstart mit Control Expert
Konfigurieren des Netzwerks
Konfigurieren des Netzwerks
Im Netzwerkverzeichnis kann durch Doppelklicken oder durch Aufrufen der Option Öffnen im
Kontextmenü der Editor des entsprechenden Kommunikationsfensters geöffnet werden, um die speziellen Netzwerkdienste zu definieren.
Die Abbildung zeigt das Kontextmenü zum Aufrufen der Netzwerkeigenschaften.
102
33002481 10/2019
Kommunikationsstart mit Control Expert
Eigenschaften eines Netzwerks
Eigenschaften eines Netzwerks
Im Kontextmenü wird dem Benutzer vorgeschlagen, die Eigenschaften eines konfigurierten
Netzwerk nochmals durchzusehen. Hier kann der Benutzer den Netzverbindungsnamen und den zugehörigen Kommentar ändern.
Die Abbildung zeigt das Eigenschaftsfenster für Ethernet.
33002481 10/2019
103
Kommunikationsstart mit Control Expert
Löschen eines vorhandenen Netzwerkverzeichnisses
Löschen eines vorhandenen Netzwerkverzeichnisses
Durch Klicken mit der rechten Maustaste auf das betreffende Netzwerkverzeichnis wird ein
Kontextmenü angezeigt. Hier kann der Benutzer die Netzwerkkonfiguration löschen. Dadurch wird das Unterverzeichnis des Netzwerkes ebenfalls aus dem Anwendungsbrowser entfernt.
HINWEIS: Wenn das gelöschte Netzwerk zuvor mit einem Kommunikationsmodul verbunden wurde, wird die Verbindung gelöst, und das Modul arbeitet mit seinen Standardparametern.
104
33002481 10/2019
Kommunikationsstart mit Control Expert
Kommunikationsverbindungen von Control Expert
Abschnitt 3.2
Kommunikationsverbindungen von Control Expert
Übersicht
In diesem Abschnitt wird das Prinzip der Kommunikationsimplementierung und das Verhältnis zwischen Softwarekonfiguration des Netzwerks und Hardwarekonfiguration der Netzwerksteue rungen beschrieben.
Inhalt dieses Abschnitts
Dieser Abschnitt enthält die folgenden Themen:
Thema
Prinzip der Kommunikationskonfiguration
Verbindung zwischen Konfiguration und Kommunikation
Verbindung zwischen Daten und Kommunikation
Seite
33002481 10/2019
105
Kommunikationsstart mit Control Expert
Prinzip der Kommunikationskonfiguration
Einführung
Die Konfiguration der Kommunikationsverbindungen zwischen verschiedenen Geräten mit Control
Expert umfasst drei verschiedene Konfigurationsteile.
Konfiguration der Netzwerksteuerungen
Konfiguration des logischen Netzwerks
Konfiguration der Netzwerkvariablen
Konfiguration
Die Kommunikationskonfiguration unterstützt den freien Modus
Kommunikation und dann das Modul konfigurieren kann.
von Control Expert. Das bedeutet, dass der Benutzer zunächst das Modul und dann die Kommunikation oder zuerst die
Dies wird durch eine Netzverbindung ermöglicht, die in der Modulkonfiguration ausgewählt werden muss. Die im VAR-Verzeichnis enthaltenen Netzwerkvariablen werden mit einem Gruppennamen verbunden, der eine IP-Domäne über ein Internet-Netzwerk definiert.
Die Abbildung zeigt die drei zur Kommunikationskonfiguration erforderlichen Teile:
106
33002481 10/2019
Verbindung zwischen Konfiguration und Kommunikation
Kommunikationsstart mit Control Expert
NetLinks
Bei der Entwicklung der Control Expert-Anwendung werden die NetLinks im Unterverzeichnis
„Kommunikation“ unter „Netzwerk“ erstellt und eingefügt. Dies sind die Namen der logischen
Netzwerke.
Im Verzeichnis „Konfiguration“ in dem in der aktuellen Station enthaltenen Kommunikationsmo dulknoten wird die Liste der vorhandenen NetLinks angezeigt, in der Sie ein Netzwerk auswählen und mit einem Modul verknüpfen können. Nur die NetLinks, die von diesem Modul verwaltet werden, werden im Listenfeld im Konfigurationsfenster des Moduls angezeigt. Hier können keine
NetLinks bearbeitet und erstellt werden (kein Bearbeitungsfeld), aber die Liste enthält mindestens das Feld „No_Link“.
Die folgende Abbildung zeigt das Fenster für die Ethernet-Verbindung für das Quantum NOE-
Modul.
33002481 10/2019
107
Kommunikationsstart mit Control Expert
Verknüpfen eines NetLink mit einem Modul
Wenn ein Netzwerk mit einem Modul verknüpft ist, ändert sich das Symbol des entsprechenden
Knotens und der Netzwerkeditor zeigt die Adresse des Moduls im Rack an.
Das Symbol im Verzeichnis „Netzwerk“ gibt an, ob der Link mit einem Modul verknüpft ist oder nicht:
Symbol, wenn kein Kommunikationsmodul mit dem NetLink verknüpft ist.
Symbol, wenn ein Kommunikationsmodul mit dem NetLink verknüpft ist.
108
33002481 10/2019
Kommunikationsstart mit Control Expert
Verbindung zwischen Daten und Kommunikation
Netzwerkvariablen und Gruppen
Die Gruppen von Ethernet-Netzwerkvariablen werden in den Ethernet-Netzwerk-Kommunikations verzeichnissen erstellt. Eine Gruppe wird durch eine IP-Domäne bestimmt. In Control Expert kann ein Netzwerk nur eine Gruppe unterstützen.
Im Dateneditor wird eine Liste aller aktuellen Gruppen angezeigt, in der Sie auswählen können, in welche Gruppe die einzelnen Ethernet-Netzwerkvariablen integriert werden. Darüber hinaus ist das Gruppenfeld ein Bearbeitungsfeld, in das der Name einer Gruppe eingetragen werden kann, die noch nicht im Kommunikationsverzeichnis definiert ist. Diese Verbindung wird bei der
Generierung geprüft.
Folgende Abbildung zeigt die entsprechenden Felder in der Kommunikationskonfiguration und den
Dateneditor.
33002481 10/2019
109
Kommunikationsstart mit Control Expert
Auswahl des Ethernet-Moduls
Abschnitt 3.3
Auswahl des Ethernet-Moduls
Einleitung
Dieses Kapitel enthält die Software-Seiten für das Modul NOE.
Inhalt dieses Abschnitts
Dieser Abschnitt enthält die folgenden Themen:
Thema
Auswahl des Quantum NOE Ethernet-Moduls
Sicherheit (HTTP, FTP und TFTP aktivieren/deaktivieren)
IP-Konfiguration
Konfiguration des Quantum NOE-Ethernet-Moduls
Seite
110
33002481 10/2019
Kommunikationsstart mit Control Expert
Auswahl des Quantum NOE Ethernet-Moduls
Allgemeine Beschreibung
Nach der Konfiguration der Ethernet-Kommunikation
Ethernet-Moduls konfiguriert werden.
siehe Seite 101
können die Parameter des
Wenn Sie die Modellfamilie auswählen, werden alle zugehörigen Konfigurationsoptionen für das
Kommunikationsmodul automatisch angezeigt. Bei den Moduldiensten können die folgenden
Einstellungen vorgenommen werden:
Einstellung Beschreibung
Nein Einstellung deaktiviert.
Ja
Web
Einstellung aktiviert. Die Parameter werden über das Menüfenster von Control
Expert festgelegt.
Einstellung aktiviert. Die Parameter werden mithilfe der konfigurierten NOE-
Webseiten festgelegt. Menüfenster von Control Expert deaktiviert.
Hinweis: Nicht verfügbare für alle Modellfamlilien.
HINWEIS: Die Verfügbarkeit der angezeigten Einstellungen ist von der ausgewählten
Modellfamilie abhängig und kann variieren.
33002481 10/2019
111
Kommunikationsstart mit Control Expert
Der Bildschirmabzug zeigt ein Beispiel für das Menüfenster des Ethernet-Moduls NOE (normale
TCP/IP 10/100-Verbindung).
112
Parameterbeschreibung:
Parameter
Modellfamilie
Moduladresse
Moduldienste
IP-Adresse des Moduls
Beschreibung
Einstellungen des Quantum NOE Ethernet-Moduls
Nicht verwendet
Weitere Informationen zu den Konfigurationsoptionen für den Dienst finden Sie im obigen Abschnitt.
Überblick über den festgelegten Parameter für die IP-
Adresse.
33002481 10/2019
Kommunikationsstart mit Control Expert
Wenn Sie die Modellfamilie Normale TCP/IP 10/100-Verbindung auswählen, wird die nachstehende Maske eingeblendet. Das Bild zeigt außerdem die aktivierten Moduldienste.
HINWEIS: Die Verfügbarkeit der angezeigten Register ist von der ausgewählten Modellfamilie abhängig.
Wenn Sie die Option Ja in den Moduldiensten auswählen, wird die zugehörige Registerkarte für das Modul aktiviert.
33002481 10/2019
113
Kommunikationsstart mit Control Expert
Sicherheit (HTTP, FTP und TFTP aktivieren/deaktivieren)
Sicherheit und HTTP-, FTP- und TFTP-Dienste
Das Modul greift auf HTTP-Dienste zurück, um den Zugriff auf die eigenen integrierten Webseiten zu ermöglichen. Durch den Rückgriff auf FTP- und TFTP-Dienste unterstützt das Modul unterschiedliche Funktionen, u. a. Firmware-Aktualisierungen, FDR-Dienste und dezentrale
Ethernet-E/A.
Die HTTP-, FTP- und TFTP-Dienste des Moduls können im Control Expert-Fenster Netzwerk-
Editor → Sicherheit deaktiviert bzw. aktiviert werden.
Standardmäßig sind die HTTP-, FTP- und TFTP-Dienste in Projekten deaktiviert, die mit Quantum
EIO Version 1.5 und Unity Pro ab Version 8 erstellt wurden. In Projekten, die mit älteren Versionen von Unity Pro erstellt wurden, sind diese Dienste standardmäßig aktiviert.
Sie können Control Expert verwenden, um die HTTP-, FTP- und TFTP-Dienste zu aktivieren oder zu deaktivieren. Halten Sie sich dazu an die nachstehend beschriebene Vorgehensweise.
Wenn die HTTP-, FTP- oder TFTP-Dienste mithilfe von Control Expert deaktiviert wurden, können sie über den Funktionsbaustein MBP_MSTR mit dem operationellen Code 65520 (dez.) während des Betriebs aktiviert und deaktiviert werden.
(siehe Quantum EIO, Steuerungsnetzwerk,
Installations- und Konfigurationshandbuch)
Verwenden von Control Expert zur Aktivierung und Deaktivierung der Firmwareaktualisierungen und FDR- und Webzugriffsdienste
Gehen Sie zur Aktivierung bzw. Deaktivierung der FTP/TFTP- oder HTTP-Dienste des Moduls vor wie folgt:
Schritt
1
2
3
Aktion
Doppelklicken Sie in der Projekt-Browser → -Strukturansicht von Control Expert auf das gewünschte Netzwerk im Verzeichnis Kommunikation → Netzwerke, um den Netzwerk-Editor zu
öffnen.
Klicken Sie auf die Registerkarte Sicherheit.
Wählen Sie im Fenster Sicherheit die zutreffende Einstellung (Aktiviert oder Deaktiviert) für den bzw. die Dienste aus.
Die Änderungen werden erst wirksam, nachdem sie erfolgreich von Ihrem PC in die CPU und von der CPU in die Kommunikationsmodule und Netzwerkgeräte heruntergeladen wurden.
114
33002481 10/2019
Kommunikationsstart mit Control Expert
IP-Konfiguration
Allgemeines
Auf der Registerkarte IP-Konfiguration können Sie die Einstellungen für die IP-Adresse des
Quantum-Ethernet-Moduls konfigurieren. Die IP-Adresseinstellungen werden aktiv nachdem:
die Hardware angeschlossen wurde die Konfiguration in die SPS im Quantum-Ethernet-Modul geladen wurde.
Die folgende Abbildung zeigt die IP-Konfiguration für die Quantum-Ethernet-Modellfamilie.
Beschreibung der Eigenschaften der Auswahl
Auswahl
Konfiguriert
Client/Server
Ethernet-
Konfiguration
Beschreibung
Aktivieren Sie die IP-Adresse, die Teilnetzmaske und die Gateway-
Adresse. Die Daten werden aktiviert, sobald die Konfiguration in die
SPS geladen wurde.
Das Quantum NOE Ethernet-Modul erhält den Parameter für die IP-
Adresse direkt beim Starten durch einen BOOTP-Server.
Wählen Sie für das Standardprotokoll Ethernet oder 802.3 aus.
33002481 10/2019
115
Kommunikationsstart mit Control Expert
Konfiguration des Quantum NOE-Ethernet-Moduls
Einführung
Der Ethernet-Nachrichtenaustausch ermöglicht Benutzern, Ethernet-Nachrichten zu senden und zu empfangen. Der Datenverkehr wird durch das Client/Server-Verfahren abgewickelt.
Parameterbeschreibung:
Einstellung
Verbindungskonfiguration
Zugriff
IP-Adresse
Zugriffssteuerung
Beschreibung
Aktiviert die allgemeine Datenübertragung.
Aktiviert die Datenübertragung zwischen bestimmten
Knoten.
Definiert den Knoten für den Ethernet-
Nachrichtenaustausch.
Aktiviert oder deaktiviert die Steuerung dezentraler Geräte, die versuchen, eine TCP-Verbindung zum Modul zu öffnen.
Registerkarte „ Nachrichtenübertragung“
Die folgende Vorgehensweise beschreibt den Zugriff auf die Seite Nachrichtenübertragung:
Schritt
1
2
3
Aktion
Wechseln Sie im Projekt-Browser von Control Expert zur Strukturansicht.
Erweitern (+) Sie den Ordner Kommunikation, bis der Name des logischen
Ethernet-Netzwerks angezeigt wird, das dem Modul zugeordnet ist.
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das logische Ethernet-Netzwerk und wählen Sie Öffnen.
Ergebnis: Das Fenster zur Modulkonfiguration wird angezeigt.
Wählen Sie die Registerkarte Nachrichtenübertragung aus. (Siehe Abbildung unten.)
116
33002481 10/2019
Kommunikationsstart mit Control Expert
Die Registerkarte Nachrichtenübertragung ist unten dargestellt.
Der Zugriff auf Konfigurationsparameter ist über zwei Bereiche auf der Registerkarte „Nachrichten -
übertragung“ möglich:
den Bereich Verbindungskonfiguration den Bereich Zugriffskontrolle
Bereich der Verbindungskonfiguration
Der Bereich Verbindungskonfiguration wird verwendet, um:
einen Zugriffskontrolldienst zu aktivieren.
die dezentralen Geräte aufzulisten, die entsprechend einem Kommunikationsprotokoll eine
Verbindung zum Modul aufbauen können.
33002481 10/2019
117
Kommunikationsstart mit Control Expert
Zugriffssteuerung
Das Kontrollkästchen Zugriffskontrolle wird verwendet, um die Kontrolle der dezentralen Geräte zu aktivieren bzw. zu deaktivieren, die eine TCP-Verbindung zum Modul zu öffnen versuchen. Die
Funktionalität hängt vom Status des Kontrollkästchens ab:
Aktiviert: Die Verwaltung der Zugriffskontrolle ist aktiviert und die Spalte Zugriff der Tabelle ist aktiv (nicht mehr grau dargestellt).
Das Modul kann nur mit den Adressen kommunizieren, die in die 128 verfügbaren Stellen
der Spalte Slave-IP-Adresse eingegeben wurden.
Wenn das Modul im Client-Modus betrieben wird, kann es nur mit den in der Spalte Zugriff der Tabelle Verbindungskonfiguration ausgewählten dezentralen Geräten eine Verbindung aufbauen.
Deaktiviert: Die Verwaltung der Zugriffskontrolle ist deaktiviert und die Spalte Zugriff der Tabelle ist nicht aktiv (grau dargestellt).
Wenn das Modul im Server-Modus betrieben wird, können dezentrale Geräte von
Drittanbietern eine Verbindung als Client aufbauen (vor der Kommunikation mit dem Modul), ohne in der Tabelle deklariert sein zu müssen.
HINWEIS: Die Zugriffskontrolle ist nur im TCP/IP-Profil effektiv und unterstützt die Modulopera tionen im Server- und im Client-Modus.
118
33002481 10/2019
Kommunikationsstart mit Control Expert
Auswahl des Ethernet-Coprozessors
Abschnitt 3.4
Auswahl des Ethernet-Coprozessors
Einführung
In diesem Abschnitt wird die Konfiguration des Modicon Quantum-Systems mit Control Expert-
Coprozessor 140 CPU 651 x0 beschrieben.
Inhalt dieses Abschnitts
Dieser Abschnitt enthält die folgenden Themen:
Thema
Auswahl von Modicon Quantum mit Control Expert-Ethernet-Steuerung
Konfiguration der IP-Adresse für die Ethernet-Steuerung
Konfiguration des Nachrichtenaustauschs für Modicon Quantum mit Control Expert-Ethernet-
Steuerung
Seite
33002481 10/2019
119
Kommunikationsstart mit Control Expert
Auswahl von Modicon Quantum mit Control Expert-Ethernet-Steuerung
Allgemeine Beschreibung
Nach der Konfiguration der Ethernet-Kommunikation
Ethernet-Moduls konfiguriert werden.
siehe Seite 101
können die Parameter des
Wenn Sie die Modellfamilie auswählen, werden alle zugehörigen Konfigurationsoptionen für das
Kommunikationsmodul automatisch angezeigt. Bei den Moduldiensten können die folgenden
Einstellungen vorgenommen werden:
Einstellung
Nein
Ja
Beschreibung
Einstellung deaktiviert.
Einstellung aktiviert. Die Parameter werden über das Menüfenster von Control
Expert festgelegt.
HINWEIS: Die Verfügbarkeit der angezeigten Einstellungen ist von der ausgewählten
Modellfamilie abhängig.
Die Abbildung zeigt ein Beispiel für das Menüfenster des Ethernet-Moduls CPU 651
TCP/IP 10/100-Verbindung).
x 0 (erweiterte
120
Parameterbeschreibung:
Parameter
Modellfamilie
Beschreibung
Einstellungen für das Modicon Quantum-System mit Ethernet-Modulen von
Control Expert.
Nicht verwendet.
Moduladresse
Moduldienste Weitere Informationen zu den Konfigurationsoptionen für den Moduldienst finden
Sie im obigen Abschnitt.
IP-Adresse des Moduls Überblick über den festgelegten Parameter für die IP-Adresse.
33002481 10/2019
Kommunikationsstart mit Control Expert
Wenn Sie die Modellfamilie TCP/IP 10/100 Erweiterte Verbindung auswählen, wird die nachstehende Maske eingeblendet. Das Bild zeigt außerdem die aktivierten Moduldienste.
HINWEIS: Die Verfügbarkeit der angezeigten Register ist von der ausgewählten Modellfamilie abhängig.
Wenn Sie die Option Ja in den Moduldiensten auswählen, wird die zugehörige Registerkarte für das Modul aktiviert.
33002481 10/2019
121
Kommunikationsstart mit Control Expert
Konfiguration der IP-Adresse für die Ethernet-Steuerung
Allgemeine Beschreibung
Auf der Registerkarte IP-Konfiguration können Sie die Einstellungen für die IP-Adresse konfigurieren. Die Einstellungen werden aktiviert, sobald die Verbindung zur Hardware hergestellt ist und die Konfiguration in das Modicon Quantum-System mit Control Expert-Ethernet-Steuerung
(140 CPU 651 x0) geladen wurde.
Die Abbildung zeigt die IP-Konfiguration für das Modicon Quantum-System mit Control Expert-
Ethernet-Steuerung 140 CPU 651 x0.
122
33002481 10/2019
Kommunikationsstart mit Control Expert
Beschreibung der Eigenschaften der Auswahl
Auswahl
Konfiguriert
Client/Server
Beschreibung
Aktivieren Sie die IP-Adresse, die Teilnetzmaske und die Gateway-Adresse. Die Daten werden aktiviert, sobald die Konfiguration in die Steuerung geladen wurde.
Das Modicon Quantum-System mit Control Expert-Ethernet-Steuerung erhält den
Parameter für die IP-Adresse direkt beim Starten durch einen BOOTP-Server.
33002481 10/2019
123
Kommunikationsstart mit Control Expert
Konfiguration des Nachrichtenaustauschs für Modicon Quantum mit Control Expert-
Ethernet-Steuerung
Einführung
Verwenden Sie die Registerkarte Nachrichtenübertragung in Control Expert, um über Ethernet
Nachrichten zu senden und zu empfangen. Der Datenverkehr wird über das Client/Server-
Verfahren abgewickelt.
Die nachstehende Abbildung zeigt das Dialogfeld Nachrichtenübertragung.
124
33002481 10/2019
Parameterbeschreibung:
Einstellung
Verbindungskonfiguration
Zugriff
IP-Adresse
Zugriffskontrolle
Kommunikationsstart mit Control Expert
Beschreibung
Aktiviert die allgemeine Datenübertragung.
Aktiviert die Datenübertragung zwischen bestimmten Knoten.
Definiert den Knoten für die Ethernet-Nachrichtenübertragung.
Aktiviert oder deaktiviert die Steuerung dezentraler Geräte, die versuchen, eine TCP-Verbindung zum Modul zu öffnen.
33002481 10/2019
125
Kommunikationsstart mit Control Expert
126
33002481 10/2019
Quantum mit EcoStruxure™ Control Expert
Verwenden der Ethernet-Dienste
33002481 10/2019
Verwendung von Modicon Quantum mit Control Expert-Ethernet-Diensten
Teil III
Verwendung von Modicon Quantum mit Control Expert-
Ethernet-Diensten
Inhalt
In diesem Teil wird beschrieben, wie Sie die verfügbaren Ethernet-Dienste in einem Modicon
Quantum-System mit Ethernet-Modulen von Control Expert einsetzen können.
Inhalt dieses Teils
Dieser Teil enthält die folgenden Kapitel:
9
10
7
8
Kapitel
4
5
6
11
12
Kapitelname
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Dienstprogramm „Globale Daten“ (Publish / Subscribe)
E/A-Verwalter
Adress-Server-Konfiguration/Austausch defekter Geräte
Netzwerkverwaltungsdienste (SNMP)
NTP-Zeitsynchronisierungsdienst
E-Mail-Benachrichtigungsdienst
Eingebettete Web-Seiten
Hot Standby
Seite
33002481 10/2019
127
Verwenden der Ethernet-Dienste
128
33002481 10/2019
Quantum mit EcoStruxure™ Control Expert
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
33002481 10/2019
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Kapitel 4
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Einleitung
Dieses Kapitel beschreibt die Datenübertragung von und zu Teilnehmern (Knoten) eines TCP/IP-
Netzwerks mittels Kommunikationsbausteinen. Die Übertragung der Daten erfolgt unter
Verwendung einer speziellen MBP_MSTR-Anweisung oder einer IEC-Logikfunktion. Das Kapitel enthält Betriebsstatistiken und Fehlercodes zum Lesen und Schreiben von SPS-Daten.
Inhalt dieses Kapitels
Dieses Kapitel enthält die folgenden Abschnitte:
Thema Abschnitt
4.1
4.2
IEC-Datenübertragungsfunktionen
MBP_MSTR
Seite
33002481 10/2019
129
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
IEC-Datenübertragungsfunktionen
Abschnitt 4.1
IEC-Datenübertragungsfunktionen
Übersicht
Dieser Abschnitt beschreibt verschiedene IEC-Funktionsbausteine, mit denen die Datenüber tragung an und von Knoten in einem TCP/IP-Netzwerk verwaltet werden.
Inhalt dieses Abschnitts
Dieser Abschnitt enthält die folgenden Themen:
Thema
CREAD_REG
CWRITE_REG
READ_REG
WRITE_REG
TCP_IP_ADDR
Seite
130
33002481 10/2019
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
CREAD_REG
Funktionsbeschreibung
Der Baustein CREAD_REG liest über TCP/IP-Ethernet kontinuierlich Registerdaten von einem adressierten Knoten.
Als zusätzliche Parameter können EN und ENO projektiert werden.
HINWEIS: Zu diesem Funktionsbaustein:
Für die Programmierung dieser Funktion müssen Sie mit den in Ihrem Netzwerk verwendeten
Routing-Verfahren vertraut sein.
Aus technischen Gründen ist für diesen Funktionsbaustein die Verwendung der Programmier sprachen ST und AWL nicht möglich.
Darstellung
Bausteindarstellung:
Parameterbeschreibung
Beschreibung der Parameter:
Parameter Datentyp
SLAVEREG DINT
NO_REG
AddrFld
INT
WordArr5
REG_READ WORT
STATUS WORT
Bedeutung
Offset-Adresse des ersten %MW-Worts (4x-Register) im
Slave, von dem zu lesen ist
Anzahl der vom Slave zu lesenden Register
Datenstruktur, die die TCP/IP-Adresse beschreibt
Erstes %MW-Wort (4x-Register) für Lesewerte
Fehlercode
Elementbeschreibung für WordArr5 bei TCP/IP-Ethernet
Beschreibung der Elemente für WordArr5 bei TCP/IP-Ethernet:
Element
WordArr5[1]
WordArr5[2]
Datentyp
WORT
WORT
Bedeutung
Niederwertiges Byte: MET-Abbildungsindex ("MBP on
Ethernet Transporter")
Hochwertiges Byte: Steckplatz des NOE-Moduls
Byte 4 (MSB) der 32-Bit-Ziel-IP-Adresse
33002481 10/2019
131
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Element
WordArr5[3]
WordArr5[4]
WordArr5[5]
Datentyp
WORT
WORT
WORT
Bedeutung
Byte 4 der 32-Bit-Ziel-IP-Adresse
Byte 2 der 32-Bit-Ziel-IP-Adresse
Byte 1 (LSB) der 32-Bit-Ziel-IP-Adresse
Funktionsweise des Bausteins CREAD_REG
Die Funktionsbausteine CREAD_REG , CWRITE_REG , READ_REG , WRITE_REG und MBP_MSTR verwenden einen Datentransaktionspfad und benötigen zum Abschluss einer Operation mehrere
Zyklen. Die Anzahl der pro Modul und MAST-Zyklus verfügbaren Transaktionspfade ist vom verwendeten Kommunikationsport abhängig:
Integrierte Modbus Plus-Ports oder NOM-Module unterstützen bis zu 4 Bausteine gleichzeitig.
Integrierte TCP/IP-Ethernet-Module unterstützen bis zu 4 Bausteine gleichzeitig.
TCP/IP-, Ethernet-, NOE-, NOC- und 140 CRP 312 00-Module unterstützen bis zu 16
Bausteine gleichzeitig.
Es können weitere Kommunikations-Funktionsbausteine an demselben Kommunikationsport programmiert werden. Allerdings wird der Kommunikationsbaustein, der die maximale Anzahl an diesem Port überschreitet, erst verarbeitet, wenn einer der Transaktionspfade verfügbar ist.
Daraufhin wird der nächste Funktionsbaustein am gleichen Port aktiv und nutzt einen verfügbaren
Pfad.
HINWEIS: Eine TCP/IP-Kommunikation zwischen einer Quantum-SPS (NOE 771 ••) und einer
Momentum-SPS (alle TCP/IP-CPUs und alle TCP/IP-E/A-Module) ist nur möglich, wenn in jedem
Zyklus nur ein Lese- oder Schreibauftrag erfolgt. Wenn verschiedene Aufträge pro SPS-Zyklus gesendet werden, stoppt die Kommunikation, ohne dass im Statusregister des Funktionsbausteins eine Fehlermeldung generiert wird.
HINWEIS: Eine TCP/IP-Kommunikation zwischen einer Quantum-SPS (NOE 211 00) und einer
Momentum-SPS (alle TCP/IP-CPUs und alle TCP/IP-E/A-Module) ist nur möglich, wenn in jedem
Zyklus nur ein Lese- oder Schreibauftrag erfolgt. Wenn verschiedene Aufträge pro SPS-Zyklus gesendet werden, stoppt die Kommunikation, ohne dass im Statusregister des Funktionsbausteins eine Fehlermeldung generiert wird.
Die gesamten Routing-Informationen befinden sich in der Datenstruktur WordArr5 des Eingangs
AddrFld. Die Art des Funktionsbausteins, der mit diesem Eingang verbunden ist, und somit die
Inhalte der Datenstruktur sind vom verwendeten Netzwerk abhängig.
Beachten Sie Folgendes:
Verwenden Sie für TCP/IP-Ethernet den Funktionsbaustein TCP_IP_ADDR.
HINWEIS: Für Experten: Die WordArr5-Datenstruktur kann auch mit Konstanten genutzt werden.
HINWEIS: Dieser Funktionsbaustein belastet das Netzwerk stark. Die Netzwerkbelastung muss deshalb sorgfältig überwacht werden. Falls die Netzwerkbelastung zu hoch ist, sollte die
Programmlogik neu ausgearbeitet werden, um mit dem Funktionsbaustein READ_REG zu arbeiten – einer Variation dieses Funktionsbausteins, der nicht in einem kontinuierlichen Modus, sondern befehlsgesteuert arbeitet.
132
33002481 10/2019
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
SLAVEREG
SLAVEREG ist der Anfang des Bereichs im adressierten Slave, aus dem die Quelldaten gelesen werden. Der Quellbereich befindet sich immer innerhalb des %MW-Wortbereichs (4x-Register).
SLAVEREG erwartet die Quelladresse als Offset innerhalb dieses Bereichs. (In 4x-Registern muss die führende "4" ausgelassen werden. Zum Beispiel "59" (Inhalte der Variablen oder Literalwert) =
40059).
Der Parameter kann als direkte Adresse, lokalisierte Variable, nicht lokalisierte Variable oder
Literal eingegeben werden.
NO_REG
NO_REG ist die Anzahl der der aus dem adressierten Slave zu lesenden Register (1...100). Der
Parameter kann als direkte Adresse, lokalisierte Variable, nicht lokalisierte Variable oder Literal eingegeben werden.
REG_READ
Der Wortparameter REG_READ spricht das erste Register in einer Reihe aufeinander folgender
NO_REG-Register an, die als Zieldatenbereich genutzt werden. Der Parameter muss als direkte
Adresse oder lokalisierte Variable eingegeben werden.
STATUS
Fehlercode, siehe Laufzeitfehler.
Der Parameter STATUS kann als direkte Adresse, lokalisierte Variable oder nicht lokalisierte
Variable eingegeben werden.
33002481 10/2019
133
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
CWRITE_REG
Funktionsbeschreibung
Der Baustein CWRITE_REG schreibt kontinuierlich Daten in einen Registerbereich und überträgt
Daten über TCP/IP Ethernet von der SPS an den adressierten Slave.
Als zusätzliche Parameter können EN und ENO projektiert werden.
HINWEIS: Zu diesem Funktionsbaustein:
Für die Programmierung dieser Funktion müssen Sie mit den in Ihrem Netzwerk verwendeten
Routing-Verfahren vertraut sein.
Aus technischen Gründen ist für diesen Funktionsbaustein die Verwendung der Programmier sprachen ST und AWL nicht möglich.
Symbol
Bausteindarstellung:
Parameterbeschreibung
Beschreibung der Parameter:
Parameter Datentyp
SLAVEREG DINT
NO_REG INT
REG_WRIT WORT
AddrFld
STATUS
WordArr5
WORT
Bedeutung
Offset-Adresse des ersten % MW-Worts (4x-Register) im
Slave, in den zu schreiben ist
Anzahl der in den Slave zu schreibenden Register
Erstes %MW-Wort (4x-Register) des Quelldatenbereichs
Datenstruktur für die Übertragung der TCP/IP-Adresse
MBP_MSTR-Fehlercode
134
33002481 10/2019
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Elementbeschreibung für WordArr5 bei TCP/IP-Ethernet
Beschreibung der Elemente für WordArr5 bei TCP/IP-Ethernet:
Element Datentyp
WordArr5[1] WORT
WordArr5[2] WORT
WordArr5[3] WORT
WordArr5[4] WORT
WordArr5[5] WORT
Bedeutung
Niederwertiges Byte: MET-Abbildungsindex ("MBP on
Ethernet Transporter")
Hochwertiges Byte: Steckplätze des NOE-Moduls
Byte 4 (MSB) der 32-Bit-Ziel-IP-Adresse
Byte 3 der 32-Bit-Ziel-IP-Adresse
Byte 2 der 32-Bit-Ziel-IP-Adresse
Byte 1 (LSB) der 32-Bit-Ziel-IP-Adresse
Funktionsweise des Bausteins CWRITE_REG
Die Funktionsbausteine CREAD_REG , CWRITE_REG , READ_REG , WRITE_REG und MBP_MSTR verwenden einen Datentransaktionspfad und benötigen zum Abschluss einer Operation mehrere
Zyklen. Die Anzahl der pro Modul und MAST-Zyklus verfügbaren Transaktionspfade ist vom verwendeten Kommunikationsport abhängig:
Integrierte Modbus Plus-Ports oder NOM-Module unterstützen bis zu 4 Bausteine gleichzeitig.
Integrierte TCP/IP-Ethernet-Module unterstützen bis zu 4 Bausteine gleichzeitig.
TCP/IP-, Ethernet-, NOE-, NOC- und 140 CRP 312 00-Module unterstützen bis zu 16
Bausteine gleichzeitig.
Es können weitere Kommunikations-Funktionsbausteine an demselben Kommunikationsport programmiert werden. Allerdings wird der Kommunikationsbaustein, der die maximale Anzahl an diesem Port überschreitet, erst verarbeitet, wenn einer der Transaktionspfade verfügbar ist.
Daraufhin wird der nächste Funktionsbaustein am gleichen Port aktiv und nutzt einen verfügbaren
Pfad.
Falls mehrere CWRITE_REG-Funktionsbausteine in einer Anwendung verwendet werden, müssen sich diese mindestens in den Werten der Parameter NO_REG oder REG_WRITE unterscheiden.
HINWEIS: Eine TCP/IP-Kommunikation zwischen einer Quantum-SPS (NOE 771 xx ) und einer
Momentum-SPS (alle TCP/IP-CPUs und alle TCP/IP-E/A-Module) ist nur möglich, wenn in jedem
Zyklus nur ein Lese- oder Schreibauftrag erfolgt. Wenn verschiedene Aufträge pro SPS-Zyklus gesendet werden, stoppt die Kommunikation, ohne dass im Statusregister des Funktionsbausteins eine Fehlermeldung generiert wird.
Die gesamten Routing-Informationen befinden sich in der Datenstruktur WordArr5 des Eingangs
AddrFld. Die Art des Funktionsbausteins, der mit diesem Eingang verbunden ist, und somit die
Inhalte der Datenstruktur sind vom verwendeten Netzwerk abhängig.
Beachten Sie Folgendes:
Verwenden Sie für TCP/IP-Ethernet den Funktionsbaustein TCP_IP_ADDR.
HINWEIS: Für Experten: Sie können die Datenstruktur WordArr5 auch mit Konstanten verwenden.
33002481 10/2019
135
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
HINWEIS: Dieser Funktionsbaustein belastet das Netzwerk stark. Die Netzwerkbelastung muss deshalb sorgfältig überwacht werden. Falls die Netzwerkbelastung zu hoch ist, sollte die
Programmlogik neu ausgearbeitet werden, um mit dem Funktionsbaustein WRITE_REG zu arbeiten – einer Variation dieses Funktionsbausteins, der nicht in einem kontinuierlichen Modus, sondern befehlsgesteuert arbeitet.
SLAVEREG
SLAVEREG ist der Anfang des Bereichs im adressierten Slave, in den die Quelldaten geschrieben werden. Der Zielbereich befindet sich immer innerhalb des %MW-Wortbereichs (4x-Register).
SLAVEREG erwartet die Zieladresse als Offset innerhalb dieses Bereichs. In 4x-Registern muss die führende "4" ausgelassen werden. Zum Beispiel "59" (Inhalte der Variablen oder Literalwert) =
40059.
Der Parameter kann als direkte Adresse, lokalisierte Variable, nicht lokalisierte Variable oder
Literal eingegeben werden.
NO_REG
NO_REG ist die Anzahl der der in den adressierten Slave zu schreibenden Register (1...100). Der
Parameter kann als direkte Adresse, lokalisierte Variable, nicht lokalisierte Variable oder Literal eingegeben werden.
STATUS
Fehlercode, siehe Laufzeitfehler.
Der Parameter STATUS kann als direkte Adresse, lokalisierte Variable oder nicht lokalisierte
Variable eingegeben werden.
REG_WRIT
Der Wordparameter REG_WRIT adressiert das erste Register in einer Reihe aufeinander folgender NO_REG-Register, die als Quelldatenbereich verwendet werden.
Der Parameter muss als direkte Adresse oder lokalisierte Variable eingegeben werden.
136
33002481 10/2019
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
READ_REG
Funktionsbeschreibung
Auf Anforderung liest der Baustein READ_REG einmal einen Registerbereich (steigende Flanke des REQ-Eingangs). Er liest über TCP/IP-Ethernet Daten aus einem adressierten Slave.
Als zusätzliche Parameter können EN und ENO projektiert werden.
HINWEIS: Zu diesem Funktionsbaustein:
Für die Programmierung dieser Funktion müssen Sie mit den in Ihrem Netzwerk verwendeten
Routing-Verfahren vertraut sein.
Aus technischen Gründen ist für diesen Funktionsbaustein die Verwendung der Programmier sprachen ST und AWL nicht möglich.
Symbol
Bausteindarstellung:
Parameterbeschreibung
Beschreibung der Bausteinparameter:
Parameter
REQ
Datentyp
BOOL
SLAVEREG DINT
NO_REG
AddrFld
NDR
INT
WordArr5
BOOL
ERROR
STATUS
BOOL
WORT
REG_READ WORT
Bedeutung
Lesevorgang einmal starten
Offset-Adresse des ersten %MW-Worts (4x-Register) im
Slave, von dem zu lesen ist
Anzahl der vom Slave zu lesenden Register
Datenstruktur, die die TCP/IP-Adresse beschreibt
Wird für einen Zyklus auf 1 gesetzt, nachdem neue Daten gelesen wurden
Wird für einen Scan auf 1 gesetzt, wenn ein Fehler auftritt
Fehlercode
Erstes %MW-Wort (4x-Register) für Lesewerte
33002481 10/2019
137
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Elementbeschreibung für WordArr5 bei TCP/IP-Ethernet
Beschreibung der Elemente für WordArr5 bei TCP/IP-Ethernet:
Element Datentyp
WordArr5[1] WORT
WordArr5[2] WORT
WordArr5[3] WORT
WordArr5[4] WORT
WordArr5[5] WORT
Bedeutung
Niederwertiges Byte: MET-Abbildungsindex ("MBP on
Ethernet Transporter")
Hochwertiges Byte: Steckplatz des NOE-Moduls
Byte 4 (MSB) der 32-Bit-Ziel-IP-Adresse
Byte 3 der 32-Bit-Ziel-IP-Adresse
Byte 2 der 32-Bit-Ziel-IP-Adresse
Byte 1 (LSB) der 32-Bit-Ziel-IP-Adresse
Funktionsweise von READ_REG-Bausteinen
Die Funktionsbausteine CREAD_REG , CWRITE_REG , READ_REG , WRITE_REG und MBP_MSTR verwenden einen Datentransaktionspfad und benötigen zum Abschluss einer Operation mehrere
Zyklen. Die Anzahl der pro Modul und MAST-Zyklus verfügbaren Transaktionspfade ist vom verwendeten Kommunikationsport abhängig:
Integrierte Modbus Plus-Ports oder NOM-Module unterstützen bis zu 4 Bausteine gleichzeitig.
Integrierte TCP/IP-Ethernet-Module unterstützen bis zu 4 Bausteine gleichzeitig.
TCP/IP-, Ethernet-, NOE-, NOC- und 140 CRP 312 00-Module unterstützen bis zu 16
Bausteine gleichzeitig.
Es können weitere Kommunikations-Funktionsbausteine an demselben Kommunikationsport programmiert werden. Allerdings wird der Kommunikationsbaustein, der die maximale Anzahl an diesem Port überschreitet, erst verarbeitet, wenn einer der Transaktionspfade verfügbar ist.
Daraufhin wird der nächste Funktionsbaustein am gleichen Port aktiv und nutzt einen verfügbaren
Pfad.
HINWEIS: Eine TCP/IP-Kommunikation zwischen einer Quantum-SPS (NOE 771 xx ) und einer
Momentum-SPS (alle TCP/IP-CPUs und alle TCP/IP-E/A-Module) ist nur möglich, wenn in jedem
Zyklus nur ein Lese- oder Schreibauftrag erfolgt. Wenn verschiedene Aufträge pro SPS-Zyklus gesendet werden, stoppt die Kommunikation, ohne dass im Statusregister des Funktionsbausteins eine Fehlermeldung generiert wird.
Die gesamten Routing-Informationen befinden sich in der Datenstruktur WordArr5 des Eingangs
AddrFld. Die Art des Funktionsbausteins, der mit diesem Eingang verbunden ist, und somit die
Inhalte der Datenstruktur sind vom verwendeten Netzwerk abhängig.
Beachten Sie Folgendes:
Verwenden Sie für TCP/IP-Ethernet den Funktionsbaustein TCP_IP_ADDR.
HINWEIS: Für Experten: Die WordArr5-Datenstruktur kann auch mit Konstanten genutzt werden.
138
33002481 10/2019
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
REQ
Eine steigende Flanke startet die Lesetransaktion.
Der REQ-Parameter kann als direkte Adresse, lokalisierte Variable, nicht lokalisierte Variable oder
Literal eingegeben werden.
SLAVEREG
SLAVEREG ist der Anfang des Bereichs im adressierten Slave, aus dem die Quelldaten gelesen werden. Der Quellbereich befindet sich immer innerhalb des %MW-Wortbereichs (4x-Register).
SLAVEREG erwartet die Quelladresse als Offset innerhalb dieses Bereichs. In 4x-Registern muss die führende "4" ausgelassen werden. Zum Beispiel "59" (Inhalte der Variablen oder Literalwert) =
40059.
Der Parameter kann als direkte Adresse, lokalisierte Variable, nicht lokalisierte Variable oder
Literal eingegeben werden.
NO_REG
Anzahl der aus dem adressierten Slave zu lesenden Register (1...100).
Der Parameter NO_REG kann als direkte Adresse, lokalisierte Variable, nicht lokalisierte Variable oder Literal eingegeben werden.
NDR
Transition zum ON-Zustand für einen Programmzyklus bedeutet Erhalt von neuen Daten, die zum
Bearbeiten bereitstehen.
Der Parameter NDR kann als direkte Adresse, lokalisierte Variable oder nicht lokalisierte Variable eingegeben werden.
ERROR
Transition zum ON-Zustand für einen Programmzyklus bedeutet, dass ein neuer Fehler entdeckt wurde.
Der Parameter ERROR kann als direkte Adresse, lokalisierte Variable oder nicht lokalisierte
Variable eingegeben werden.
REG_READ
Dieser Wordparameter adressiert das erste Register in einer Reihe aufeinander folgender
NO_REG-Register, die als Zieldatenbereich verwendet werden.
Der Parameter REG_READ muss als direkte Adresse oder lokalisierte Variable eingegeben werden.
33002481 10/2019
139
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
STATUS
Fehlercode, siehe Laufzeitfehler.
Der Parameter STATUS kann als direkte Adresse, lokalisierte Variable oder nicht lokalisierte
Variable eingegeben werden.
140
33002481 10/2019
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
WRITE_REG
Funktionsbeschreibung
Auf Anforderung schreibt der Baustein WRITE_REG einmal einen Registerbereich (steigende
Flanke des REQ-Eingangs). Er überträgt über TCP/IP-Ethernet Daten aus der SPS an einen adressierten Slave.
Als zusätzliche Parameter können EN und ENO projektiert werden.
HINWEIS: Zu diesem Funktionsbaustein:
Für die Programmierung dieser Funktion müssen Sie mit den in Ihrem Netzwerk verwendeten
Routing-Verfahren vertraut sein.
Aus technischen Gründen ist für diesen Funktionsbaustein die Verwendung der Programmier sprachen ST und AWL nicht möglich.
Symbol
Bausteindarstellung:
Parameterbeschreibung
Beschreibung der Parameter:
Parameter
REQ
Datentyp
BOOL
SLAVEREG DINT
NO_REG
AddrFld
REG_WRIT
DONE
ERROR
STATUS
INT
WordArr5
WORT
BOOL
BOOL
WORT
Bedeutung
Schreibvorgang einmal starten
Offset-Adresse des ersten % MW-Worts (4x-Register) im
Slave, in den zu schreiben ist
Anzahl der vom Slave zu schreibenden Register
Datenstruktur für die Übertragung der TCP/IP-Adresse
Erstes %MW-Wort (4x-Register) des Quelldatenbereichs
Wird für einen Scan auf 1 gesetzt, wenn Daten geschrieben wurden
Wird für einen Scan auf 1 gesetzt, wenn ein Fehler auftritt
Fehlercode
33002481 10/2019
141
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Elementbeschreibung für WordArr5 bei TCP/IP-Ethernet
Beschreibung der Elemente für WordArr5 bei TCP/IP-Ethernet:
Element Datentyp
WordArr5[1] WORT
WordArr5[2] WORT
WordArr5[3] WORT
WordArr5[4] WORT
WordArr5[5] WORT
Bedeutung
Hochwertiges Byte: Steckplatz des NOE-Moduls
Niederwertiges Byte: MET-Abbildungsindex ("MBP on
Ethernet Transporter")
Byte 4 (MSB) der 32-Bit-Ziel-IP-Adresse
Byte 3 der 32-Bit-Ziel-IP-Adresse
Byte 2 der 32-Bit-Ziel-IP-Adresse
Byte 1 (LSB) der 32-Bit-Ziel-IP-Adresse
Funktionsweise des Bausteins WRITE_REG
Die Funktionsbausteine CREAD_REG , CWRITE_REG , READ_REG , WRITE_REG und MBP_MSTR verwenden einen Datentransaktionspfad und benötigen zum Abschluss einer Operation mehrere
Zyklen. Die Anzahl der pro Modul und MAST-Zyklus verfügbaren Transaktionspfade ist vom verwendeten Kommunikationsport abhängig:
Integrierte Modbus Plus-Ports oder NOM-Module unterstützen bis zu 4 Bausteine gleichzeitig.
Integrierte TCP/IP-Ethernet-Module unterstützen bis zu 4 Bausteine gleichzeitig.
TCP/IP-, Ethernet-, NOE-, NOC- und 140 CRP 312 00-Module unterstützen bis zu 16
Bausteine gleichzeitig.
Es können weitere Kommunikations-Funktionsbausteine an demselben Kommunikationsport programmiert werden. Allerdings wird der Kommunikationsbaustein, der die maximale Anzahl an diesem Port überschreitet, erst verarbeitet, wenn einer der Transaktionspfade verfügbar ist.
Daraufhin wird der nächste Funktionsbaustein am gleichen Port aktiv und nutzt einen verfügbaren
Pfad.
Falls mehrere WRITE_REG-Funktionsbausteine in einer Anwendung verwendet werden, müssen sich diese mindestens in den Werten der Parameter NO_REG oder REG_WRITE unterscheiden.
HINWEIS: Eine TCP/IP-Kommunikation zwischen einer Quantum-SPS (NOE 771 xx ) und einer
Momentum-SPS (alle TCP/IP-CPUs und alle TCP/IP-E/A-Module) ist nur möglich, wenn in jedem
Zyklus nur ein Lese- oder Schreibauftrag erfolgt. Wenn verschiedene Aufträge pro SPS-Zyklus gesendet werden, stoppt die Kommunikation, ohne dass im Statusregister des Funktionsbausteins eine Fehlermeldung generiert wird.
Die Statussignale DONE und ERROR melden dem Anwenderprogramm den
Funktionsbausteinzustand.
Die gesamten Routing-Informationen befinden sich in der Datenstruktur WordArr5 des Eingangs
AddrFld. Die Art des Funktionsbausteins, der mit diesem Eingang verbunden ist, und somit die
Inhalte der Datenstruktur sind vom verwendeten Netzwerk abhängig.
142
33002481 10/2019
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Beachten Sie Folgendes:
Verwenden Sie für TCP/IP-Ethernet den Funktionsbaustein TCP_IP_ADDR.
HINWEIS: Für Experten: Sie können die Datenstruktur WordArr5 auch mit Konstanten verwenden.
REQ
Eine steigende Flanke startet die Lesetransaktion.
Der Parameter REQ kann als direkte Adresse, lokalisierte Variable oder nicht lokalisierte Variable eingegeben werden.
SLAVEREG
SLAVEREG ist der Anfang des Bereichs im adressierten Slave, aus dem die Quelldaten gelesen werden. Der Quellbereich befindet sich immer innerhalb des %MW-Wortbereichs (4x-Register).
SLAVEREG erwartet die Quelladresse als Offset innerhalb dieses Bereichs. In 4x-Registern muss die führende "4" ausgelassen werden. Zum Beispiel "59" (Inhalte der Variablen oder Literalwert) =
40059.
Der Parameter kann als direkte Adresse, lokalisierte Variable, nicht lokalisierte Variable oder
Literal eingegeben werden.
NO_REG
Anzahl der aus dem adressierten Slave zu lesenden Register (1...100).
Der Parameter kann als direkte Adresse, lokalisierte Variable, nicht lokalisierte Variable oder
Literal eingegeben werden.
REG_WRIT
Der Wordparameter REG_WRIT adressiert das erste Register in einer Reihe von NO_REG-
Register, die als Quelldatenbereich verwendet werden.
Der Parameter muss als direkte Adresse oder lokalisierte Variable eingegeben werden.
DONE
Transition zum ON-Zustand für einen Programmscan bedeutet, dass die Daten übertragen wurden.
Der Parameter DONE kann als direkte Adresse, lokalisierte Variable oder nicht lokalisierte
Variable eingegeben werden.
ERROR
Transition zum ON-Zustand für einen Programmscan bedeutet, dass ein neuer Fehler entdeckt wurde.
Der Parameter kann als direkte Adresse, lokalisierte Variable oder nicht lokalisierte Variable eingegeben werden.
33002481 10/2019
143
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
STATUS
Fehlercode, siehe Laufzeitfehler.
Der Parameter kann als direkte Adresse, lokalisierte Variable oder nicht lokalisierte Variable eingegeben werden.
144
33002481 10/2019
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
TCP_IP_ADDR
Funktionsbeschreibung
Der Baustein TCP_IP_ADDR ermöglicht die Eingabe von TCP/IP-Adressen für die Funktionsbau steine READ_REG
siehe Seite 137
siehe Seite 141
siehe Seite 134
. Die Adresse wird in Form einer
Datenstruktur übermittelt.
siehe Seite 131
EN und ENO können als zusätzliche Parameter konfiguriert werden.
HINWEIS: Für die Programmierung der Funktion TCP_IP_ADDR müssen Sie mit den Routing-
Verfahren Ihres Netzwerks vertraut sein.
Symbol
Darstellung des Bausteins:
Parameterbeschreibung
Beschreibung der Parameter
Parameter
Map_Idx
Datentyp
BYTE
Slot_ID
Ip_B4
Ip_B3
Ip_B2
Ip_B1
AddrFld
BYTE
BYTE
BYTE
BYTE
BYTE
WordArr5
Bedeutung
Map-Index
MBP-zu-Ethernet Transporter (MET) Abbildungsindex
Slot-ID
Steckplatz des NOE-Moduls
Byte 4 (MSB) der 32-Bit-Ziel-IP-Adresse
Byte 3 der 32-Bit-Ziel-IP-Adresse
Byte 2 der 32-Bit-Ziel-IP-Adresse
Byte 1 (LSB) der 32-Bit-Ziel-IP-Adresse
Datenstruktur, welche für die Übertragung der TCP/IP-
Adresse verwendet wird.
33002481 10/2019
145
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Elementare Beschreibung für WordArr5
Elementare Beschreibung für WordArr5
Element Datentyp
WordArr5[1] WORD
WordArr5[2] WORD
WordArr5[3] WORD
WordArr5[4] WORD
WordArr5[5] WORD
Bedeutung
Höherwertiges Byte: Steckplatz des NOE-Moduls
Niederwertiges Byte: MBP-zu-Ethernet Transporter (MET)
Abbildungsindex
Byte 4 (MSB) der 32-Bit-Ziel-IP-Adresse
Byte 3 der 32-Bit-Ziel-IP-Adresse
Byte 2 der 32-Bit-Ziel-IP-Adresse
Byte 1 (LSB) der 32-Bit-Ziel-IP-Adresse
Map_Idx
Der MBP on Ethernet Transporter (MET)-Abbildungsindex wird am Eingang Map_Idx angegeben.
Das heißt, wenn MET 6 ist, wird der Wert wie folgt angezeigt:
Slot_ID
Wenn ein NOE im Rack einer Quantum-Steuerung als Zielknoten adressiert wird, stellt der Wert am Eingang SLOT_ID den physischen NOE-Steckplatz dar. Das heißt, wenn das NOE-Modul in
Steckplatz 7 des Racks eingesteckt ist, wird der Wert wie folgt angezeigt:
HINWEIS: Bei Verwendung eines integrierten Ethernet-CPU-Moduls wie dem 140 CPU 651 muss die Steckplatz-ID 254 (hex.: FE) sein, unabhängig vom CPU-Steckplatz.
x 0
146
33002481 10/2019
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
AddrFld
Wenn ein NOE-Modul im Rack einer Quantum-SPS als Zielknoten adressiert ist, stellt der Wert im höherwertigen Byte den physischen Steckplatz des NOE-Moduls dar, und das niederwertige Byte stellt den MBP on Ethernet Transporter (MET)-Abbildungsindex dar. Das heißt, wenn das NOE-
Modul in Steckplatz 7 des Baugruppenträgers eingesteckt ist und der MET-Abbildungsindex 6 ist, sieht das erste Element der Datenstruktur wie folgt aus:
Höherwertiges Byte Steckplätze 1 ... 16
Niederwertiges Byte MBP on Ethernet Transporter (MET)-Abbildungsindex
33002481 10/2019
147
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
MBP_MSTR
Abschnitt 4.2
MBP_MSTR
Übersicht
Dieser Abschnitt beschreibt die 14 verschiedenen Kommunikationsfunktionen, die im Funktions baustein MBP_MSTR bereitgestellt werden.
Inhalt dieses Abschnitts
Dieser Abschnitt enthält die folgenden Themen:
Thema
Beschreibung der Funktionsbausteine
Operationelle Funktionscodes
Strukturen von Netzwerksteuerungsblöcken
Fehlercodes für Modbus Plus, SY/MAX und Ethernet-TCP/IP
CTE Fehlercodes für SY/MAX und TCP/IP Ethernet
SY/MAX-spezifische Fehlercodes
Daten lesen
Daten schreiben
Lokale Statistik holen
Lokale Statistiken löschen
Fernstatistiken holen
Fernstatistiken löschen
TCP/IP-Ethernet-Netzwerkstatistik
TCP/IP-Ethernet-Fehlercodes
Optionsmodul zurücksetzen
CTE lesen
CTE schreiben
E-Mail senden
Modbus-Request senden
Request zum Schließen der Verbindung
Änderung der Modbus Plus-Adresse
Lesen/Schreiben von Daten
Aktivieren/Deaktivieren der HTTP- oder FTP/TFTP-Dienste
Seite
148
33002481 10/2019
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Beschreibung der Funktionsbausteine
Beschreibung der Funktion
Sie können eine von 14 verfügbaren Netzwerkkommunikationsoperationen mittels des Funktionsbausteins MBP_MSTR auswählen.
siehe Seite 153
Der Funktionsbaustein MBP_MSTR wird auf verschiedenen Hardwareplattformen
(siehe EcoStruxure™ Control Expert, Kommunikation, Bausteinbibliothek) unterstützt.
Als zusätzliche Parameter können EN und ENO konfiguriert werden.
HINWEIS: Stellen Sie bei der Programmierung eines MBP_MSTR -Funktionsbausteins sicher, dass der Programmierer mit den Routing-Verfahren Ihres Netzwerks vertraut ist. Modbus Plus Routing-
Pfad-Strukturen werden im Handbuch zu Kommunikationsarchitekturen
(siehe Kommunikationsdienste und -architekturen, Referenzhandbuch) und im Modbus Plus
Network Planning and Installation Guide ausführlich beschrieben. Verwenden Sie bei der
Implementierung von TCP/IP- oder SY/MAX Ethernet-Routing
Routerprodukte.
(siehe Quantum mit
EcoStruxure™Control Expert, TCP/IP-Konfiguration, Benutzerhandbuch) Standard-EtherNet IP-
Die Funktionsbausteine CREAD_REG , CWRITE_REG , READ_REG , WRITE_REG und MBP_MSTR verwenden einen Datentransaktionspfad und benötigen zum Abschluss einer Operation mehrere
Zyklen. Die Anzahl der pro Modul und MAST-Zyklus verfügbaren Transaktionspfade ist vom verwendeten Kommunikationsport abhängig:
Integrierte Modbus Plus-Ports oder NOM-Module unterstützen bis zu 4 Bausteine gleichzeitig.
Integrierte TCP/IP-Ethernet-Module unterstützen bis zu 4 Bausteine gleichzeitig.
TCP/IP-, Ethernet-, NOE-, NOC- und 140 CRP 312 00-Module unterstützen bis zu 16
Bausteine gleichzeitig.
Es können weitere Kommunikations-Funktionsbausteine an demselben Kommunikationsport programmiert werden. Allerdings wird der Kommunikationsbaustein, der die maximale Anzahl an diesem Port überschreitet, erst verarbeitet, wenn einer der Transaktionspfade verfügbar ist.
Daraufhin wird der nächste Funktionsbaustein am gleichen Port aktiv und nutzt einen verfügbaren
Pfad.
HINWEIS: In FBD- und LD-Sections kann dieser Funktionsbaustein nur auf Programmebene und mit abgeleiteten Funktionsbausteinen (DFBs) verwendet werden. Vergewissern Sie sich bei der
Verwendung von abgeleiteten Funktionsbausteinen, dass die Parameter CONTROL und DATABUF direkt an die E/A-Pins des DFBs angeschlossen sind.
HINWEIS: Eine TCP/IP-Kommunikation zwischen einer Quantum -PLC und einer Momentum-PLC ist nur möglich, wenn in jedem Zyklus ein Lese- oder Schreibvorgang ausgeführt wird. Wenn verschiedene Aufträge je PLC-Zyklus gesendet werden, stoppt die Kommunikation ohne die
Erzeugung einer Fehlermeldung im Statusregister des Funktionsblocks.
HINWEIS: Um im Quantum- oder Premium-Hot Standby-Modus die ehemalige Standby-CPU
(jetzt im Status "RUN offline") von der Ausführung von Kommunikationsfunktionen abzuhalten, müssen Sie eine Bedingung zu den Statusbits hinzufügen, um die Funktion zu deaktivieren, wenn die CPU offline ist.
33002481 10/2019
149
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Beispiel:
Sie können MBP_MSTR .Enable:=(HSBY_NOEPLCMSTR_ON) AND (%SW61.1) AND NOT
(%SW61.0) senden oder
Sie können eine boolesche Variable, primary_state:=(%SW61.1) AND NOT (%SW61.0), erstellen und diese für die Ausführung der Section einfügen.
HINWEIS: Um im M580 Hot Standby-Modus die ehemalige Standby-CPU (jetzt im Status "RUN offline") von der Ausführung von Kommunikationsfunktionen abzuhalten, müssen Sie eine
Bedingung zu den Statusbits hinzufügen, um die Funktion zu deaktivieren, wenn die CPU offline ist.
Beispiel:
Setzen Sie MBP_MSTR .Enable:=(HSBY_NOEPLCMSTR_ON AND
ECPU_HSBY_1.LOCAL_HSBY_STS.RUN_PRIMARY)
ODER
Verwenden Sie die Boolesche Variable ECPU_HSBY_1.LOCAL_HSBY_STS.RUN_PRIMARY als Bedingung zur Ausführung der Section
HINWEIS: Im Programm können mehrere Exemplare dieses Funktionsbausteins verwendet werden. Eine Mehrfach-Instanziierung dieser Exemplare ist jedoch nicht möglich.
Darstellung in FBD
150
33002481 10/2019
Darstellung in LD
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Eingangsparameter
Parameter
ENABLE
Datentyp
BOOL
ABORT BOOL
Ausgangsparameter
Parameter
ACTIVE
ERROR
SUCCESS
CONTROL
Datentyp
BOOL
BOOL
BOOL
WORD
Beschreibung
Wenn EIN, ist die im ersten Element des Registers CONTROL angegebene
Operation aktiviert.
Wenn EIN, wird die derzeit aktive Operation
( siehe Seite 153 ) abgebrochen.
Beschreibung
EIN, wenn die Operation aktiv ist.
EIN, wenn die Operation erfolglos abgebrochen wurde.
EIN, wenn die Operation erfolgreich abgeschlossen wurde.
Dieses Feld enthält den Steuerblock. Das erste Element CONTROL[1] enthält die Nummer des Operationscodes der auszuführenden Operation
( siehe Seite 153 ) . Der Inhalt des Sequenzregisters wird durch die Operation
bestimmt.
Stellen Sie sicher, dass das Datenfeld als eine lokalisierte Variable deklariert ist.
Die Struktur des Steuerblocks variiert je nach verwendetem Netzwerk
33002481 10/2019
151
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Parameter
DATABUF
Datentyp
WORD
Beschreibung
Für Operationen wie eine Schreiboperation , die Daten liefern, gibt das
Datenfeld die Datenquelle an. Für Operationen wie eine Leseoperation , die Daten empfangen, gibt das Datenfeld das Datenziel an.
Bei Ethernet CTE Lese - und Schreib -Operationen enthält das Datenfeld den Inhalt der Ethernet-Konfigurationserweiterungstabelle. Stellen Sie sicher, dass DATABUF in diesem Fall als ein Array von mindestens 10 Elementen definiert wird.
Stellen Sie sicher, dass das Datenfeld als eine lokalisierte Variable deklariert ist.
Laufzeitfehler
Wenn während einer MBP_MSTR -Operation ein erkannter Fehler auftritt, wird ein Zyklus lang ein hexadezimaler Fehlercode im Register CONTROL[2] des Steuerblocks angezeigt.
HINWEIS: Fehlercodes (siehe EcoStruxure™ Control Expert, E/A-Verwaltung, Bausteinbibliothek) für Funktionen sind netzwerkspezifisch.
HINWEIS: Eine Liste aller Fehlercodes und -werte des Bausteins finden Sie in den Fehlercodeta bellen für die Kommunikationsbibliothek (siehe EcoStruxure™ Control Expert, Kommunikation,
Bausteinbibliothek) .
152
33002481 10/2019
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Operationelle Funktionscodes
Gültige MBP_MSTR -Funktionscodes
Sie können Netzwerk-Kommunikationsoperationen mittels des Funktionsbausteins MBP_MSTR
über das Netzwerk auslösen. Wie in nachstehender Tabelle gezeigt, ist jeder Operation ein
Funktionscode zugewiesen. Die Verfügbarkeit der spezifischen Operationen hängt vom verwendeten Netzwerk- und Modultyp ab.
CIP Ethernet
13
14
15
10
11
12
Funktionscode Betrieb
3
4
1
2
5
6
7
8
9
Daten schreiben
Daten lesen
Lokale Statistik holen
Lokale Statistik löschen
Globale Daten schreiben, Peer Cop
(siehe EcoStruxure™ Control Expert,
Kommunikation, Bausteinbibliothek)
Globale Daten lesen, Peer Cop
(siehe EcoStruxure™ Control Expert,
Kommunikation, Bausteinbibliothek)
X
Fernstatistik holen X
Fernstatistik löschen ( siehe Seite 173 )
X
Peer Cop-Funktionsfähigkeitsstatus
(siehe EcoStruxure™ Control Expert,
Kommunikation, Bausteinbibliothek)
X
X
X
X
X
X
Modbus Plus TCP/IP
Ethernet
X
X
-
X
X
-
-
X
X
X
X
X
16
17
23
65520 (dez.)
FFF0 (hex.)
Optionsmodul zurücksetzen
CTE (Konfigurationserweiterung) lesen -
-
CTE (Konfigurationserweiterung) schreiben
E-Mail senden
-
-
Expliziter CIP-Nachrichtenaustausch
Request zum Schließen der Verbindung
Daten lesen/schreiben
-
-
-
-
X
HTTP oder FTP/TFTP aktivieren/deaktivieren
-
-
-
X
X
X
X
X
-
-
-
-
-
-
X
X
X
-
-
-
-
-
-
-
-
X
X
SY/MAX
Ethernet
-
-
X
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
33002481 10/2019
153
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Erläuterung:
X
-
Ja angibt
Nein angibt
154
33002481 10/2019
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Strukturen von Netzwerksteuerungsblöcken
Zusammenfassung
Die Struktur des Steuerungsblocks MBP_MSTR variiert je nach verwendetem Netzwerk. Die
Strukturen für Modbus Plus, TCP/IP Ethernet und SyMax Ethernet sind nachfolgend beschrieben.
Steuerungsblock für Modbus Plus
Register
CONTROL[1]
CONTROL[2]
CONTROL[3]
CONTROL[4]
CONTROL[5]
Inhalt
Gibt eine für Modbus Plus gültige Operation an.
Gibt den Fehlerstatus an.
Gibt die Länge an, d. h. die Anzahl der übertragenen Dateneinheiten (max.
100).
Gibt von der MSTR -Operation abhängige Informationen an.
Routing-Register 1: Wird verwendet, um einen Zielknoten während der
Netzwerkübertragung anzugeben (Routingpfadadressen 1 von 5).
Höherwertiges Byte: Quellknotenadresse, d. h. der Steckplatz für das
Modbus Plus-Netzwerkoptionsmodul (NOM).
Bei Verwendung des Modbus Plus-Ports an der CPU muss dieses Byte auf
0 gesetzt sein (unabhängig vom CPU-Steckplatz).
Niederwertiges Byte: Zielknotenadresse, d. h. ein Wert, der eine direkte oder eine Bridge-Adresse angibt. Wenn keine Bridge vorhanden ist, enthält dieser Wert die Zielknotenadresse. Wenn eine Bridge vorhanden ist, enthält dieser Wert die Adresse der Bridge.
Wenn das NOM in Steckplatz 7 am Modulrack eingesteckt ist, sieht das höherwertige Byte des Routingregisters 1 wie folgt aus (Wert 0x0706):
CONTROL[6]
CONTROL[7]
CONTROL[8]
CONTROL[9]
Höherwertiges Byte Steckplatz 1 - 16
Niederwertiges Byte Zieladresse (Binärwert zwischen 1 und 64 (normal) oder 65 und 255 (erweitert))
Routingregister 2, die Zielknotenadresse (weitere Bridge oder Modbus
Plus-Module). Wenn die Adressierung im vorigen Routingregister abgeschlossen ist, wird der Wert auf 0 gesetzt.
Routingregister 3, identisch mit Routingregister 2.
Routingregister 4, identisch mit Routingregister 2 (siehe Routingregister 2).
Routingregister 5, identisch mit Routingregister 2 (siehe Routingregister 2).
33002481 10/2019
155
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Steuerungsblock für TCP/IP-Ethernet
Register
CONTROL[1]
CONTROL[2]
CONTROL[3]
CONTROL[4]
CONTROL[5]
Inhalt
Gibt eine für TCP/IP gültige Operation an.
Gibt den Fehlerstatus an.
Gibt die Länge an, d. h. die Anzahl der übertragenen Dateneinheiten (max.
100).
Gibt von der MSTR -Operation abhängige Informationen an.
Routing-Register: Wird verwendet, um einen Zielknoten während der
Netzwerkübertragung anzugeben.
Höherwertiges Byte: Quellknotenadresse, d. h. der Steckplatz für das
NOE-Modul.
Bei Verwendung eines in die CPU integrierten Ethernet muss dieses Byte unabhängig vom Steckplatz der CPU auf 254 (FE hex) gesetzt werden.
Niederwertiges Byte: Zielknotenadresse, d. h. ein Wert, der eine direkte oder eine Bridge-Adresse angibt. Wenn keine Bridge vorhanden ist, wird der Wert im niederwertigen Byte auf 0 gesetzt. Wenn eine Bridge vorhanden ist, enthält dieser Wert den MBP für den Ethernet-
Abbildungsindex (MET).
Wenn das NOE in Steckplatz 7 am Modulrack eingesteckt und der
Ethernet-Abbildungsindex (MET) auf 6 gesetzt ist, sieht das
Routingregister wie folgt aus (Wert 0x0706):
CONTROL[6]
CONTROL[7]
CONTROL[8]
CONTROL[9]
Höherwertiges Byte Steckplatz 1 ... 16
Niederwertiges Byte MBP-zu-Ethernet Transporter (MET)
Abbildungsindex
Byte 4, MSB der 32-Bit-Ziel-IP-Adresse
Byte 3 der 32-Bit-Ziel-IP-Adresse
Byte 2 der 32-Bit-Ziel-IP-Adresse
Byte 1, LSB der 32-Bit-Ziel-IP-Adresse
CONTROL[10] Gibt von der MSTR -Operation abhängige Informationen an.
CONTROL[11] Gibt von der MSTR -Operation abhängige Informationen an.
HINWEIS: CONTROL[10] und CONTROL[11] werden bei der Konfiguration des Blocks
MBP_MSTR für eine Datenschreib-/-leseoperation verwendet (Funktionscode 23).
156
33002481 10/2019
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Steuerungsblock für SY/MAX-Ethernet
Register
CONTROL[1]
CONTROL[2]
CONTROL[3]
CONTROL[4]
CONTROL[5]
Inhalt
Gibt eine für SY/MAX gültige Operation an.
Gibt den Fehlerstatus an.
Gibt die Länge an, d. h. die Anzahl der übertragenen Register (max. 100).
Gibt von der MSTR -Operation abhängige Informationen an.
Routing-Register: Wird verwendet, um einen Zielknoten während der
Netzwerkübertragung anzugeben.
Höherwertiges Byte: Quellknotenadresse, d. h. der Steckplatz für das
NOE-Modul.
Niederwertiges Byte: Zielknotenadresse, d. h. ein Wert, der eine direkte oder eine Bridge-Adresse angibt. Wenn keine Bridge vorhanden ist, wird der Wert im niederwertigen Byte auf 0 gesetzt. Ist eine Bridge vorhanden, dann enthält dieser Wert den MBP für den Ethernet-Abbildungsindex
(MET).
Wenn das NOM in Steckplatz 7 am Modulrack eingesteckt ist und der
Ethernet-Abbildungsindex (MET) auf 6 gesetzt ist, sieht das
Routingregister wie folgt aus (Wert 0x0706):
CONTROL[6]
CONTROL[7]
Höherwertiges Byte Steckplatz 1 ... 16
Niederwertiges Byte MBP-zu-Ethernet Transporter (MET)
Abbildungsindex
Nummer der E/A-Zielstation (oder auf FF hex gesetzt)
Abschlusswiderstand (auf FF hex gesetzt)
33002481 10/2019
157
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Fehlercodes für Modbus Plus, SY/MAX und Ethernet-TCP/IP
Format des Funktionsfehlercodes
Funktionsfehlercodes für Modbus Plus- und SY/MAX-Ethernet-Transaktionen werden im Format
Mmss angezeigt. Dabei gilt:
M ist der High Code.
m ist der Low Code.
ss ist ein Subcode.
Modbus Plus- und SY/MAX-Ethernet-Netzwerkfehler
Hexadezimale Fehlercodes für Modbus Plus und SY/MAX-Ethernet:
2007
2008
2009
200A
200C
200D
200E
Hex. Fehlercode Beschreibung
1001 Abbruch durch Benutzer
2001
2002
Im Steuerungsblock wurde ein nicht unterstützter Operationstyp angegeben.
Es wurde mindestens ein Parameter des Steuerbausteins geändert, während das MSTR -Element aktiv war (dies gilt nur für Operationen, die
über mehrere Zyklen ausgeführt werden). Die Parameter des
Steuerungsblocks dürfen nur in inaktiven MSTR -Komponenten geändert werden.
2003
2004
2005
2006
Ungültiger Wert im Längenfeld des Steuerungsblocks
Ungültiger Wert im Offset-Feld des Steuerungsblocks
Ungültiger Wert im Längen- und Offset-Feld des Steuerungsblocks
Unzulässiges Datenfeld im Slave
Unzulässiges Netzwerkfeld im Slave
Unzulässiger Netzwerk-Routingpfad im Slave
Routingpfad entspricht der eigenen Adresse
Versuch, mehr globale Datenwörter abzurufen als verfügbar
Falsche Struktur für Request zum Ändern der Adresse
Falsche Adresse für Request zum Ändern der Adresse
Der Steuerungsblock wurde nicht zugewiesen oder Teile des
Steuerungsblocks befinden sich außerhalb des %MW-Bereichs (4x).
Außergewöhnliche Antwort des Modbus-Slave ( siehe Seite 161 )
30ss
4001
5001
6mss
Inkonsistente Antwort des Modbus-Slave
Inkonsistente Antwort vom Netzwerk
Routingpfadfehler ( siehe Seite 161 )
Das Unterfeld m zeigt an, wo der Fehler aufgetreten ist (der Wert 0 steht für den lokalen Knoten, der Wert 2 für das zweite Gerät im Pfad usw.).
158
33002481 10/2019
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
TCP/IP-Ethernet-Netzwerkfehler
Hexadezimale Fehlercodes für TCP/IP-Ethernet:
5029
502A
502B
502C
502D
502E
502F
5038
5039
503A
503B
503C
503D
5030
5031
5032
5033
5034
5035
5036
5037
Hex. Fehlercode Bedeutung
5004 Unterbrochener Systemaufruf
5005
5006
E/A-Fehler
Adresse nicht vorhanden
5009
500C
500D
5011
Socket-Deskriptor ungültig
Nicht genügend Arbeitsspeicher
Berechtigung verweigert
Eintrag vorhanden
5016
5017
5020
5028
Argument ungültig
Interne Tabelle hat keinen Speicherplatz mehr.
Verbindung wurde unterbrochen
Zieladresse erforderlich
Falscher Protokolltyp für Socket
Protokoll nicht verfügbar
Protokoll nicht unterstützt
Sockettyp nicht unterstützt
Vorgang für Socket nicht unterstützt
Protokollfamilie nicht unterstützt
Adressfamilie nicht unterstützt
Adresse bereits verwendet
Angeforderte Adresse kann nicht zugewiesen werden
Socket-Operation für ein Nicht-Socket-Objekt durchgeführt
Keine Verbindung zum Netzwerk
Netzwerk hat Verbindung beim Zurücksetzen beendet.
Netzwerk hat Verbindungsunterbrechung verursacht
Verbindung durch Peer zurückgesetzt
Kein Pufferplatz verfügbar
Socket bereits verbunden
Socket nicht verbunden
Senden nach Socket-Abschaltung nicht möglich
Zu viele Referenzen, Spleißen nicht möglich
Verbindungs-Timeout (siehe Anmerkung unten)
Verbindung abgelehnt
33002481 10/2019
159
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
504B
5050
5051
5052
5053
5054
5055
5044
5045
5046
5047
5048
5049
504A
Hex. Fehlercode Bedeutung
503E
503F
Netzwerk ausgefallen
Textdatei beschäftigt
5040
5041
5042
5043
Zu viele Verknüpfungsebenen
Keine Route zum Host
Blockgerät erforderlich
Host ausgefallen
Operation findet statt
Operation findet bereits statt
Operation würde blocken
Funktion nicht implementiert
Hardwarelänge ist ungültig
Angegebener Leitweg nicht gefunden
Kollision im Auswahlaufruf (Select): Diese Bedingungen wurden bereits von einer anderen Task ausgewählt
5056
5057
Task-ID ungültig
Keine Netzwerkressource
Längenfehler
Adressfehler
Anwendungsfehler
Client für Anfrage in schlechtem Zustand
Keine dezentrale Ressource - möglicherweise kein Pfad zum dezentralen
Gerät (siehe Anmerkung unten)
Nicht funktionierende TCP-Verbindung
Inkohärente Konfiguration
HINWEIS:
Fehlercode 5055 kann vor einem Fehler 503C auftreten.
Kein dezentrales Gerät hat Vorrang vor einem Timeout.
160
33002481 10/2019
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Hexadezimaler ss-Wert im 30ss-Fehlercode
Hexadezimaler ss-Wert im 30ss-Fehlercode:
Hex. ss-Wert
01
02
03
05
06
07
Beschreibung
Slave unterstützt angeforderte Operation nicht
Nicht vorhandene Slave-Register angefordert
Unzulässiger Datenwert angefordert
Slave hat einen langen Programmbefehl akzeptiert
Funktion kann derzeit nicht ausgeführt werden: langer Befehl wird ausgeführt
Slave hat langen Programmbefehl abgelehnt
Hexadezimalwert ss in Fehlercode 6ss
HINWEIS: Bei dem Unterfeld m im Fehlercode 6mss handelt es sich um einen Index in den
Routinginformationen, der anzeigt, wo ein Fehler erkannt wurde (der Wert 0 steht für den lokalen
Knoten, der Wert 2 für das zweite Gerät im Pfad usw.).
Das Unterfeld ss im Fehlercode 6mss lautet wie folgt:
08
10
20
40
80
F001
04
05
06
07
Hex. ss-Wert
01
02
03
Beschreibung
Kein Antwortempfang
Zugriff auf Programm verweigert
Knoten nicht betriebsbereit, Kommunikation nicht möglich
Nicht erwartete Antwort erhalten
Router-Knoten-Datenpfad belegt
Slave ist außer Betrieb
Falsche Zieladresse
Unzulässiger Knotentyp im Routingpfad
Slave hat den Befehl abgelehnt
Slave hat eine aktive Transaktion unterbrochen
Nicht erwarteter Master-Ausgangspfad empfangen
Nicht erwartete Antwort erhalten
Falscher Zielknoten für die MSTR -Operation angegeben
33002481 10/2019
161
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
CTE Fehlercodes für SY/MAX und TCP/IP Ethernet
CTE Fehlercodes für SY/MAX und TCP/IP Ethernet
Folgende Fehlercodes werden im Register CONTROL[1] des Steuerblocks angezeigt, wenn in
Ihrer Programmkonfiguration ein Problem mit der Ethernet Konfigurations-Erweiterungstabelle
(CTE) besteht.
CTE Fehlercodes für SY/MAX und TCP/IP Ethernet:
Hex.
Fehlercode
7001
7002
7003
7004
7005
Bedeutung
Es besteht keine Ethernet Konfigurations-Erweiterung
Die CTE steht nicht zum Zugriff zur Verfügung
Das Offset ist ungültig
Offset + Länge sind ungültig
Fehlerhaftes Datenfeld in der CTE
162
33002481 10/2019
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
SY/MAX-spezifische Fehlercodes
SY/MAX-spezifische Fehlercodes
Wenn Sie SY/MAX-Ethernet einsetzen, können drei zusätzliche Fehlerarten im Register
CONTROL[1] des Steuerblocks () gemeldet werden.
Die Fehlercodes haben folgende Bedeutung:
71xx Fehler: Vom SY/MAX-Ferngerät gefundene Fehler
72xx Fehler: Vom Server gefundene Fehler
73xx Fehler: Vom Quantum-Übersetzer gefundene Fehler
SY/MAX-spezifischer HEX-Fehlercode
SY/MAX-spezifischer HEX-Fehlercode:
Bedeutung Hex.
Fehlercode
7101
7103
7109
F710
7110
7111
7113
711D
7149
714B
7101
7203
7209
F720
7210
7211
Vom SY/MAX-Ferngerät gefundener, ungültiger Opcode
Vom SY/MAX-Ferngerät gefundene, ungültige Adresse
Versuch, ein vom SY/MAX-Ferngerät gefundenes, schreibgeschütztes
Register zu schreiben
Vom SY/MAX-Ferngerät gefundener Empfänger-Überlauf
Vom SY/MAX-Ferngerät gefundene, ungültige Länge
Ferngerät nicht aktiv, keine Verbindung (passiert, nachdem
Wiederholversuche und Zeitabschaltung aufgebraucht sind), vom SY/MAX-
Ferngerät gefunden
Vom SY/MAX-Ferngerät gefundener, ungültiger Parameter an einer Lese-
Operation
Vom SY/MAX-Ferngerät gefundene, ungültige Route
Vom SY/MAX-Ferngerät gefundener, ungültiger Parameter an einer
Schreib-Operation
Vom SY/MAX-Ferngerät gefundene, ungültige Drop-Nummer
Vom SY/MAX-Server gefundener, ungültiger Opcode
Vom SY/MAX-Server gefundene, ungültige Adresse
Versuch, in ein vom SY/MAX-Server gefundenes, schreibgeschütztes
Register zu schreiben
Vom SY/MAX-Server gefundener Empfänger-Überlauf
Vom SY/MAX-Server gefundene, ungültige Länge
Ferngerät nicht aktiv, keine Verbindung (passiert, nachdem
Wiederholversuche und Zeitabschaltung aufgebraucht sind), vom SY/MAX-
Server gefunden
33002481 10/2019
163
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
724B
7301
7303
7309
731D
Hex.
Fehlercode
7213
721D
7249
734B
Bedeutung
Vom SY/MAX-Server gefundener, ungültiger Parameter an einer Lese-
Operation
Vom SY/MAX-Server gefundene, ungültige Route
Vom SY/MAX-Server gefundener, ungültiger Parameter an einer Schreib-
Operation
Vom SY/MAX-Server gefundene, ungültige Drop-Nummer
Ungültiger Opcode in einer MSTR -Block-Anfrage vom Quantum-Übersetzer
Lese-/Schreib-QSE-Baugruppenstatus (200 Route-Adresse außerhalb des
Bereichs)
Versuch, in ein schreibgeschütztes Register zu schreiben, wenn ein Status-
Schreiben durchgeführt wird (200 Route)
Vom Quantum-Übersetzer gefundene, ungültige Route.
Gültige Routen:
dest_drop, 0xFF
200, dest_drop, 0xFF
100+drop, dest_drop, 0xFF
Alle anderen Routing-Werte erzeugen einen Fehler
Einer der folgenden Fehler ist aufgetreten:
Keine CTE- (Konfigurationserweiterungs)-Tabelle wurde konfiguriert
Kein CTE-Tabelleneintrag wurde für die QSE-Model-Steckplatznummer erstellt
Kein gültiger Drop wurde festgelegt
Die QSE-Baugruppe wurde nach CTE-Erstellung nicht zurückgesetzt.
Hinweis: Nach dem Schreiben und Konfigurieren der CTE und dem
Laden auf die QSE-Baugruppe, müssen Sie die QSE-Baugruppe zurücksetzen, damit die Änderungen wirksam werden.
Bei Verwendung einer MSTR -Instruktion wurde kein gültiger Steckplatz oder Drop festgelegt
164
33002481 10/2019
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Daten lesen
Beschreibung
Eine Leseoperation überträgt Daten von einem Master-Quellgerät an ein bestimmtes Slave-
Zielgerät im Netzwerk. Für die Übertragung, die mehrere Zyklen umfassen kann, verwendet die
Operation einen Master-Transaktionspfad. Um einen MBP_MSTR -Baustein für die Durchführung einer Leseoperation zu programmieren, verwenden Sie den Funktionscode 2
siehe Seite 153
.
HINWEIS: Versuchen Sie nicht, einen MBP_MSTR zum Lesen an seine eigene E/A-Stationsa dresse zu programmieren. Diese Aktion führt dazu, dass der Funktionsbaustein einen Fehler im
Register CONTROL[2] des Steuerungsblocks
siehe Seite 155
Sie können einen Lesevorgang für ein nicht vorhandenes Slave-Register durchführen. Der Slave erkennt den Status und protokolliert ihn, was mehrere Zyklen in Anspruch nehmen kann.
HINWEIS: Für die Quantum PLC-Kommunikation mit einer Premium/Atrium-PLC bestätigen Sie, dass die Adressierung mit einem Offset von 1 erfolgt. Um auf das Adressobjektn einer Premium-
PLC zuzugreifen, bestätigen Sie, dass die Kommunikationsfunktion der Quantum-PLC die
Adresse n+1 verwendet. IEC-Adressierung beginnt bei 0, und Modbus-Adressierung beginnt bei 1.
Netzwerkimplementierung
Der Lesevorgang kann in Modbus Plus, TCP/IP Ethernet- und SY/MAX Ethernet-Netzwerken durchgeführt werden.
Verwendung des Steuerungsblocks für Modbus Plus
Register
CONTROL[1]
CONTROL[2]
CONTROL[3]
CONTROL[4]
CONTROL[5]
...
CONTROL[9]
Bedeutung
2 = Daten lesen
Gibt den Fehlerstatus an.
Anzahl der vom Slave zu lesenden Register.
Legt das %MW-Startregister im Slave fest, von dem aus die Daten gelesen werden, z. B.
1 = %MW1, 49 = %MW49.
Routing-Register 1 wird verwendet, um die Adresse (Routingpfadadresse 1 von 5) des
Knotens während einer Netzwerkübertragung anzugeben.
Das letzte Byte im Routingpfad, das nicht 0 ist, ist der Zielknoten.
33002481 10/2019
165
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Verwendung des Steuerungsblocks für TCP/IP Ethernet
Register
CONTROL[1]
CONTROL[2]
CONTROL[3]
CONTROL[4]
CONTROL[5]
CONTROL[6]
...
CONTROL[9]
Bedeutung
2 = Daten lesen
Gibt den Fehlerstatus an.
Anzahl der vom Slave zu lesenden Adressen.
Legt das %MW-Startregister im Slave fest, von dem aus die Daten gelesen werden, z. B.
1 = %MW1, 49 = %MW49.
Routing-Register
Höherwertiges Byte: Steckplatz des Netzwerkadaptermoduls
Niederwertiges Byte: MBP auf Ethernet Transporter (MET) Zuordnungsindex
Jede Adresse enthält 1 Byte der 32-Bit-IP-Adresse, wobei das MSB sich in
CONTROL[6] und das LSB in CONTROL[9] befindet.
Verwendung des Steuerungsblocks für SY/MAX Ethernet
Register
CONTROL[1]
CONTROL[2]
CONTROL[3]
CONTROL[4]
CONTROL[5]
CONTROL[6]
...
CONTROL[9]
Bedeutung
2 = Daten lesen
Gibt den Fehlerstatus an.
Anzahl der vom Slave zu lesenden Adressen.
Legt das %MW-Startregister im Slave fest, in das die Daten geschrieben werden, z. B.
1 = %MW1, 49 = %MW49.
Routing-Register:
Höherwertiges Byte: Steckplatz des Netzwerkadaptermoduls
Niederwertiges Byte: Nummer der E/A-Zielstation
Abschlusswiderstand: FF hex.
166
33002481 10/2019
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Daten schreiben
Beschreibung
Eine Schreiboperation überträgt Daten von einem Master-Quellgerät an ein bestimmtes Slave-
Zielgerät im Netzwerk. Für die Übertragung, die mehrere Zyklen umfassen kann, verwendet die
Operation einen Master-Transaktionspfad. Um einen MBP_MSTR -Baustein für die Durchführung
einer Schreiboperation zu programmieren, verwenden Sie den Funktionscode 1 (
siehe Seite 153
.
HINWEIS: Versuchen Sie nicht, einen MBP_MSTR zum Schreiben an seine eigene E/A-Stationsa dresse zu programmieren. Diese Aktion führt dazu, dass der Funktionsbaustein einen Fehler im
Register CONTROL[2] des Steuerungsblocks
siehe Seite 155
Sie können einen Schreibvorgang in ein nicht vorhandenes Slave-Register durchführen. Der Slave erkennt den Status und protokolliert ihn, was mehrere Zyklen in Anspruch nehmen kann.
HINWEIS: Für die Quantum PLC-Kommunikation mit einer Premium/Atrium-PLC bestätigen Sie, dass die Adressierung mit einem Offset von 1 erfolgt. Um auf das Adressobjektn einer Premium-
PLC zuzugreifen, bestätigen Sie, dass die Kommunikationsfunktion der Quantum-PLC die
Adresse n+1 verwendet. IEC-Adressierung beginnt bei 0, und Modbus-Adressierung beginnt bei 1.
Netzwerkimplementierung
Der Schreibvorgang kann in einem Modbus Plus-, TCP/IP Ethernet- und SY/MAX Ethernet-
Netzwerk durchgeführt werden.
Verwendung des Steuerungsblocks für Modbus Plus
Register
CONTROL[1]
CONTROL[2]
CONTROL[3]
CONTROL[4]
CONTROL[5]
...
CONTROL[9]
Bedeutung
1 = Daten schreiben
Gibt den Fehlerstatus an.
Anzahl der an den Slave gesendeten Adressen.
Legt das %MW-Startregister im Slave fest, in das die Daten geschrieben werden, z. B.
1 = %MW1, 49 = %MW49.
Routing-Register 1 wird verwendet, um die Adresse (Routingpfadadresse 1 von 5) des
Knotens während einer Netzwerkübertragung anzugeben.
Das letzte Byte im Routingpfad, das nicht 0 ist, ist der Zielknoten.
Verwendung des Steuerungsblocks für TCP/IP Ethernet
Register
CONTROL[1]
CONTROL[2]
CONTROL[3]
Bedeutung
1 = Daten schreiben
Gibt den Fehlerstatus an.
Anzahl der an den Slave gesendeten Adressen.
33002481 10/2019
167
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Register
CONTROL[4]
CONTROL[5]
Bedeutung
Legt die %MW-Startadresse des Slaves fest, in den die Daten geschrieben werden..
Routing-Register:
Höherwertiges Byte: Steckplatz des Netzwerkadaptermoduls
Niederwertiges Byte: MBP auf Ethernet Transporter (MET) Zuordnungsindex
Jede Adresse enthält 1 Byte der 32-Bit-IP-Adresse.
CONTROL[6]
...
CONTROL[9]
Verwendung des Steuerungsblocks für SY/MAX Ethernet
Register
CONTROL[1]
CONTROL[2]
CONTROL[3]
CONTROL[4]
CONTROL[5]
CONTROL[6]
...
CONTROL[9]
Bedeutung
1 = Daten schreiben
Gibt den Fehlerstatus an.
Anzahl der an den Slave gesendeten Adressen.
Legt das %MW-Startregister im Slave fest, in das die Daten geschrieben werden, z. B.
1 = %MW1, 49 = %MW49.
Routing-Register:
Höherwertiges Byte: Steckplatz des Netzwerkadaptermoduls
Niederwertiges Byte: Nummer der E/A-Zielstation
Abschlusswiderstand: FF hex.
168
33002481 10/2019
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Lokale Statistik holen
Beschreibung
Eine Operation vom Typ Lokale Statistik holen liest die Daten vom lokalen Knoten in einem
Zyklus und erfordert keinen Master-Transaktionspfad. Um einen MBP_MSTR -Block für Lokale
Statistik holen
zu programmieren, verwenden Sie Funktionscode 3 (
siehe Seite 153
.
Netzwerkimplementierung
Eine Lokale Statistik holen -Operation kann in Modbus Plus- und TCP/IP-Ethernet-
Netzwerken
siehe Seite 174
Verwendung des Steuerungsblocks für Modbus Plus
Register Bedeutung
CONTROL[1] 3 = Lokale Statistik holen
CONTROL[2] Gibt den Fehlerstatus an.
CONTROL[3] Anzahl der aus der lokalen Statistik zu lesenden Adressen (1 - 54)
Hinweis: Die DATAPUF-Größe muss mindestens der Größe dieses
Eintrags entsprechen.
CONTROL[4] Erste Adresse, von der die Statistiktabelle gelesen wird (Reg1=0)
CONTROL[5] Routing-Register 1 wird verwendet, um die Adresse (Routingpfadadresse
1 von 5) des Knotens während einer Netzwerkübertragung anzugeben.
Das letzte Byte im Routing-Pfad, das nicht 0 ist, ist der Zielknoten.
Verwendung des Steuerungsblocks für TCP/IP-Ethernet
Register Bedeutung
CONTROL[1] 3 = Lokale Statistik holen
CONTROL[2] Gibt den Fehlerstatus an.
CONTROL[3] Anzahl der aus der lokalen Statistik zu lesenden Adressen (1 - 38)
Hinweis: Die DATAPUF-Größe muss der Größe dieses Eintrags entsprechen.
CONTROL[4]
CONTROL[6]
...
CONTROL[9]
Erste Adresse, von der die Statistiktabelle gelesen wird (Reg1=0)
CONTROL[5] Routing-Register
Höherwertiges Byte: Steckplatz des Netzwerkadaptermoduls
Nicht verwendet
33002481 10/2019
169
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Lokale Statistiken löschen
Beschreibung
Die Operation "Lokale Statistiken löschen" löscht die Werte der Wörter 13 - 22 in der Statistik tabelle des lokalen Knotens. Die Operation wird in einem Zyklus ausgeführt und erfordert keinen
Master-Transaktionspfad. Um einen MBP_MSTR -Baustein für das Löschen der lokalen Statistik zu programmieren, verwenden Sie den Funktionscode 4
siehe Seite 153
.
Netzwerkimplementierung
Eine Operation zum Löschen der lokalen Statistiken kann in Modbus Plus- und TCP/IP-Ethernet-
Netzwerken
siehe Seite 174
Verwendung des Steuerungsblocks für Modbus Plus
Register
CONTROL[1]
CONTROL[2]
CONTROL[3]
CONTROL[4]
CONTROL[5]
Bedeutung
4 = Lokale Statistiken löschen
Gibt den Fehlerstatus an.
Reserviert
Reserviert
Routing-Register 1 wird verwendet, um die Adresse (Routingpfadadresse
1 von 5) des Knotens während einer Netzwerkübertragung anzugeben.
Das letzte Byte im Routing-Pfad, das nicht 0 ist, ist der Zielknoten.
Verwendung des Steuerblocks für TCP/IP-Ethernet
Register
CONTROL[1]
CONTROL[2]
CONTROL[3]
CONTROL[4]
CONTROL[5]
CONTROL[6]
...
CONTROL[9]
Bedeutung
4 = Lokale Statistiken löschen
Gibt den Fehlerstatus an.
Reserviert
Reserviert
Routing-Register
Höchstwertiges Byte: Steckplatz des Netzwerkadaptermoduls
Reserviert
170
33002481 10/2019
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Fernstatistiken holen
Beschreibung
Die Operation "Fernstatistiken holen" kann verwendet werden, um Daten von dezentralen Knoten im Netzwerk zu lesen. Der dezentrale Kommunikationsprozessor liefert mit jeder Abfrage eine komplette Statistiktabelle, selbst wenn die Abfrage sich nicht auf die gesamte Tabelle bezieht. Er kopiert dann nur die von Ihnen abgefragten Wörter in die angegebenen $MW-Adressen.
Die Operation kann mehrere Zyklen in Anspruch nehmen. Sie erfordert keinen Master-Transakti onspfad. Um einen MBP_MSTR -Block zum Holen der Fernstatistiken zu programmieren, verwenden Sie den Funktionscode 7
siehe Seite 153
Netzwerkimplementierung
Die Option „Fernstatistiken holen“ kann in einem Modbus Plus- und TCP/IP Ethernet-Netzwerk durchgeführt werden.
Verwendung des Steuerungsblocks für Modbus Plus
Register
CONTROL[1]
CONTROL[2]
CONTROL[3]
CONTROL[4]
CONTROL[5]
...
CONTROL[9]
Bedeutung
7 = Fernstatistiken holen
Gibt den Fehlerstatus an.
Anzahl der aus dem Statistik-Datenfeld zu lesenden Adressen (1 bis 54).
Hinweis: Die databuf -Größe muss mindestens der Größe dieses Eintrags entsprechen.
Erste Adresse, von der die Knotenstatistik gelesen wird. Die Anzahl der verfügbaren Statistikregister darf nicht überschritten werden.
Routingadresse 1 - 5 des Knotens.
Das letzte Byte im Routingpfad, das nicht 0 ist, ist der Zielknoten.
Verwendung des Steuerungsblocks für TCP/IP-Ethernet
Register
CONTROL[1]
CONTROL[2]
CONTROL[3]
CONTROL[4]
Bedeutung
7 = Fernstatistiken holen
Gibt den Fehlerstatus an.
Anzahl der aus dem Statistik-Datenfeld zu lesenden Adressen (1 bis 38).
Hinweis: Die databuf -Größe muss mindestens der Größe dieses Eintrags entsprechen.
Erste Adresse, von der die Knotenstatistik gelesen wird. Die Anzahl der verfügbaren Statistikregister darf nicht überschritten werden.
33002481 10/2019
171
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Register
CONTROL[5]
CONTROL[6]
...
CONTROL[9]
Bedeutung
Routing-Register
Höchstwertiges Byte: Steckplatz des Netzwerkadaptermoduls
Jede Adresse enthält 1 Byte der 32-Bit-IP-Adresse, wobei der Wert in
CONTROL[6] das MSB und der Wert in CONTROL[9] das LSB ist.
172
33002481 10/2019
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Fernstatistiken löschen
Beschreibung
Die Operation "Fernstatistiken löschen" löscht die Werte des dezentralen Knotens aus den
Wörtern 13 - 22 in der Statistiktabelle des dezentralen Knotens. Für die Übertragung, die mehrere
Zyklen umfassen kann, wird ein Master-Transaktionspfad verwendet. Um einen MBP_MSTR-
Baustein für die Durchführung der Operation "Fernstatistiken löschen" zu programmieren, verwenden Sie den Funktionscode 8
siehe Seite 153
Netzwerkimplementierung
Eine Operation zum Löschen von Fernstatistiken kann in Modbus Plus- und TCP/IP-Ethernet-
Netzwerken
siehe Seite 174
Verwendung des Steuerungsblocks für Modbus Plus
Register Bedeutung
CONTROL[1] 8 = Fernstatistiken löschen
CONTROL[2] Gibt den Fehlerstatus an.
CONTROL[3] Reserviert
CONTROL[4] Reserviert
CONTROL[5]
...
CONTROL[9]
Routing-Register 1 wird verwendet, um die Adresse (Routing-Pfadadresse
1 von 5) des Zielknotens während einer Netzwerkübertragung anzugeben.
Das letzte Byte im Routing-Pfad, das nicht 0 ist, ist der Zielknoten.
Verwendung des Steuerblocks für TCP/IP-Ethernet
Register Bedeutung
CONTROL[1] 8 = Fernstatistiken löschen
CONTROL[2] Gibt den Fehlerstatus an.
CONTROL[3] Reserviert
CONTROL[4] Reserviert
CONTROL[5] Routing-Register
Höchstwertiges Byte: Steckplatz des Netzwerkadaptermoduls
CONTROL[6]
...
CONTROL[9]
Jede Adresse enthält ein Byte der 32-Bit-IP-Adresse, wobei sich das MSB in CONTROL[6] und das LSB in CONTROL[9] befindet.
33002481 10/2019
173
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
TCP/IP-Ethernet-Netzwerkstatistik
03
04 und 05
06 und 07
08 und 09
10 und 11
12 und 13
14 und 15
16 und 17
18 und 19
20 und 21
22 und 23
24 und 25
26 und 27
28 und 29
30 und 31
32 und 33
34 und 35
36 und 37
TCP/IP-Ethernet-Netzwerkstatistik
Ein TCP/IP-Ethernet-Modul beantwortet lokale und dezentrale Statistikbefehle vom Block
MBP_MSTR mit dem Inhalt des databuf -Arrays (siehe Informationen in der nachstehenden
Tabelle):
Wort
00 bis 02
Bedeutung
MAC-Adresse
So wird z.B. die MAC-Adresse 00 00 54 00
12 34 folgendermaßen angezeigt:
Wort
00
01
02
Kartenstatus (siehe folgende Tabelle)
Anzahl der Empfänger-Interrupts
Anzahl der Übertragungs-Interrupts
Übertragungstimeout-Fehlerzählung
Kollisionserkennungs-Fehlerzählung
Ausgelassene Pakete
Speicherfehlerzählung
Anzahl der vom Treiber durchgeführten Neustarts
Empfangsrahmen-Fehlerzählung
Überlauffehlerzählung Empfänger
Empfang CRC-Fehlerzählung
Empfangspuffer-Fehlerzählung
Übertragungspuffer-Fehlerzählung
Übertragungszwischenspeicher-Unterlaufzählung
Zähler für späte Kollisionen
Trägerverlust-Zählung
Anzahl Neuversuche
IP-Adresse
Beispielsweise wird die IP-Adresse
198.202.137.113 (or C6 CA 89 71) wie folgt dargestellt:
Wort
36
37
Inhalt
00 00
54 00
12 34
Inhalt
89 71
C6 CA
Bitdefinition des Kartenstatuswortes
HINWEIS: Das Kartenstatuswort sollte möglichst im Binärformat angezeigt werden.
In der folgenden Tabelle werden die Bitdefinitionen des Kartenstatuswortes beschrieben.
140 NOE 771
140 NOE 771 x x
1, Versionen 2.0, 3.0, 3.1, 3.3 und 3.6 oder höher
0, Versionen 3.0, 3.3 und 3.4 oder höher
174
33002481 10/2019
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
2
1
0
Bit-Nr.
15
14
13
12
11 ... 8
7 ... 4
3
Definition
0 = Verbindungs-LED aus 1 = Verbindungs-LED ein
0 = Anwendungs-LED aus 1 = Anwendungs-LED ein
0 = paarig verdrillt 1 = Glasfaser
0 = 10 Mbit 1 = 100 Mbit
(Reserviert)
Modultyp (siehe nachfolgende Tabelle)
(Reserviert)
0 = half duplex 1 = full duplex
0 = nicht konfiguriert 1 = konfiguriert
0 = nicht in Betrieb 1 = in Betrieb
HINWEIS: Bits werden von rechts nach links nummeriert, wobei mit Bit 0 (niederwertiges Bit) begonnen wird. Beispiel: SPS in Betrieb = 0000 0000 0000 0001 und LED-Verbindung = 1000
0000 0000 0000.
Die folgende Tabelle beschreibt die Bitdefinitionen des Kartenstatuswortes für folgende Module:
140 NOE 771
140 NOE 771
140 CPU 651 x x x
1, Version 3.5
0, Versionen 1.02 und 2.0
0
7
6
9
8
Bit-Nr.
15 ... 12
11
10
5
4
3 ... 0
Definition
Modultyp (siehe nachfolgende Tabelle)
(Reserviert)
0 = half duplex 1 = full duplex
0 = nicht konfiguriert 1 = konfiguriert
0 = SPS nicht in Betrieb 1 = SPS/NOE in Betrieb
0 = Verbindungs-LED aus 1 = Verbindungs-LED ein
0 = Anwendungs-LED aus 1 = Anwendungs-LED ein
0 = paarig verdrillt 1 = Glasfaser
0 = 10 Mbit 1 = 100 Mbit
(Reserviert)
HINWEIS: Bits werden von rechts nach links gezählt, wobei mit Bit 0 (niederwertiges Bit) begonnen wird. Beispiel: SPS in Betrieb = 0x0100, Anwendungs-LED = 0x0040 und LED-
Verbindung = 0x0080.
33002481 10/2019
175
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Bitdefinition für Kartenstatuswort pro Modultyp
In der folgenden Tabelle werden die Werte der Modultypen beschrieben.
4
5
2
3
6
7
8
0
1
Werte von Bits 7...4 oder 15...12
Hinweis: Schlagen Sie den für die Softwareversion Ihres Moduls zutreffenden Bitbereich in den Tabellen oben nach.
9
10
11
12
13 ... 15
Modultyp
NOE 2x1
ENT
M1E
NOE 771 00
ETY
CIP
(Reserviert)
140 CPU 651 x0
(Reserviert)
(Reserviert)
NOE 771 10
NOE 771 01
NOE 771 11
(Reserviert)
176
33002481 10/2019
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
TCP/IP-Ethernet-Fehlercodes
TCP/IP-Ethernet-Fehlercodes
Ein Fehler in einem MSTR -Programm über TCP/IP Ethernet kann zur Ausgabe einer der folgenden
Fehler im MSTR -Steuerungsblock führen:
Der Fehlercode weist folgende Syntax auf: Mmss. Hierbei gilt:
M ist der High Code.
m ist der Low Code.
ss ist ein Subcode.
Hexadezimale TCP/IP-Ethernet-Fehlercodes
Hexadezimale TCP/IP-Ethernet-Fehlercodes:
Bedeutung
2003
2004
2005
2006
2008
200E
Hex.
Fehlercode
1001
2001
2002
3000
30ss
4001
Abbruch durch Benutzer
Im Steuerungsblock wurde ein nicht unterstützter Operationstyp angegeben.
Es wurde mindestens ein Parameter des Steuerungsblocks geändert, während das MSTR -Element aktiv war (dies gilt nur für Operationen, die über mehrere Zyklen ausgeführt werden). Die Parameter des Steuerungsblocks dürfen nur in inaktiven MSTR -Komponenten geändert werden.
Ungültiger Wert im Längenfeld des Steuerungsblocks
Ungültiger Wert im Offset-Feld des Steuerungsblocks
Ungültiger Wert im Längen- und Offset-Feld des Steuerungsblocks
Unzulässiges Datenfeld im Slave
Unzulässiger Netzwerk-Routingpfad im Slave
Der Steuerungsblock wurde nicht zugewiesen oder Teile des
Steuerungsblocks befinden sich außerhalb des %MW-Bereichs (4x).
Allgemeiner Modbus-Fehlercode
Außergewöhnliche Antwort des Modbus-Slave
Inkonsistente Antwort des Modbus-Slave
33002481 10/2019
177
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Hexadezimaler ss-Wert im 30ss-Fehlercode
Hexadezimaler ss-Wert im 30ss-Fehlercode:
Hex. ss-Wert Bedeutung
01 Slave unterstützt angeforderte Operation nicht
02
03
Nicht vorhandene Slave-Register angefordert
Unzulässiger Datenwert angefordert
05
06
07
Slave hat einen langen Programmbefehl akzeptiert
Funktion kann derzeit nicht ausgeführt werden: langer Befehl wird ausgeführt
Slave hat langen Programmbefehl abgelehnt
Hexadezimale Fehlercodes in TCP/IP-Ethernet-Netzwerken
Ein Fehler im TCP/IP-Ethernet-Netzwerk selbst kann zur Ausgabe eines der folgenden Fehler im
Register CONTROL[1] des Steuerungsblocks führen.
Hexadezimale Fehlercodes in TCP/IP-Ethernet-Netzwerken:
5026
5027
5028
5029
502A
5011
5016
5017
5020
5023
5024
5025
Hex.
Fehlercode
5004
5005
5006
5009
500C
500D
Bedeutung
Unterbrochener Systemaufruf
E/A-Fehler
Adresse nicht vorhanden
Socket-Deskriptor ungültig
Nicht genügend Speicherplatz
Autorisierung verweigert
Eintrag vorhanden
Ein Argument ungültig
Eine interne Tabelle verfügt über keinen Platz mehr.
Interferenz in der Verbindung
Diese Operation wurde blockiert und das Socket ist nicht blockierend.
Socket nicht blockierend und Verbindung kann nicht geschlossen werden.
Das Socket ist nicht blockierend und ein vorhergehender
Verbindungsversuch wurde nicht abgeschlossen.
Socket-Operation für ein Nicht-Socket-Objekt durchgeführt
Zieladresse ungültig
Nachricht zu lang
Falscher Protokolltyp für Socket
Protokoll nicht verfügbar
178
33002481 10/2019
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
5037
5038
5039
503A
503B
503C
503D
5040
5041
5042
5046
5047
5048
5049
504A
5031
5032
5033
5034
5035
5036
Hex.
Fehlercode
502B
502C
502D
502E
502F
5030
504B
5050
5051
5052
Bedeutung
Protokoll nicht unterstützt
Sockettyp nicht unterstützt
Operation an Socket nicht unterstützt
Protokollfamilie nicht unterstützt
Adressfamilie nicht unterstützt
Adresse bereits verwendet
Adresse nicht verfügbar
Netzwerk außer Betrieb
Netzwerk nicht erreichbar
Das Netzwerk hat die Verbindung während des Reset getrennt.
Verbindung von Peer-Komponente beendet
Verbindung von Peer-Komponente zurückgesetzt
Ein interner Puffer ist erforderlich, kann jedoch nicht zugewiesen werden.
Socket bereits verbunden
Socket noch nicht verbunden
Übertragung nach Abschaltung des Sockets nicht möglich
Zu viele Referenzen, Spleißen nicht möglich
Timeout der Verbindung
Verbindungsversuch abgelehnt
Host außer Betrieb
Zielhost wurde von diesem Knoten nicht erreicht.
Verzeichnis nicht leer
NI_INIT hat -1 zurückgegeben.
MTU ungültig
Hardwarelänge ungültig
Angegebener Leitweg nicht gefunden
Kollision bei Auswahlaufruf (Select). Diese Bedingungen wurden bereits von einem anderen Auftrag ausgewählt.
Auftrags-ID ungültig
Keine Netzwerkressource
Längenfehler
Adressfehler
33002481 10/2019
179
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Hex.
Fehlercode
5053
5054
5055
5056
5057
6003
F001
F002
Bedeutung
Anwendungsfehler
Client kann Request nicht verarbeiten.
Keine Netzwerkressource
Nicht funktionierende TCP-Verbindung
Inkohärente Konfiguration
FIN oder RST nicht erwartet
In Reset-Modus
Komponente nicht vollständig initialisiert
180
33002481 10/2019
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Optionsmodul zurücksetzen
Beschreibung
Die Operation "Optionsmodul zurücksetzen" veranlasst ein Quantum NOE Ethernet-Kommunika tionsmodul oder den Ethernet-Port an einem 140CPU65150/60-CPU-Modul dazu, einen Zyklus auszuführen, der seine Arbeitsumgebung zurücksetzt. Um einen MBP_MSTR-Baustein zur
Durchführung der Operation "Optionsmodul zurücksetzen" zu programmieren, verwenden Sie den
siehe Seite 153
Netzwerkimplementierung
Die Operation "Optionsmodul zurücksetzen" kann in TCP/IP-Ethernet
SY/MAX-Ethernet-Netzwerken durchgeführt werden.
siehe Seite 174
- und
Verwendung des Steuerblocks für TCP/IP-Ethernet
Register Bedeutung
CONTROL[1] 10 = Optionsmodul zurücksetzen
CONTROL[2] Gibt den Fehlerstatus an.
CONTROL[3] Keine Bedeutung
CONTROL[4] Keine Bedeutung
CONTROL[5] Routing-Register
CONTROL[6]
...
CONTROL[9]
Keine Bedeutung
Verwendung des Steuerblocks für SY/MAX-Ethernet ( CONTROL )
Register Bedeutung
CONTROL[1] 10 = Optionsmodul zurücksetzen
CONTROL[2] Gibt den Fehlerstatus an.
CONTROL[3] Keine Bedeutung
CONTROL[4] Keine Bedeutung
CONTROL[5] Routing-Register
CONTROL[6]
...
CONTROL[9]
Keine Bedeutung
33002481 10/2019
181
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
CTE lesen
Beschreibung
Die Operation "CTE lesen" liest eine angegebene Anzahl von Bytes aus der Ethernet-Konfigurati onserweiterungstabelle im angegebenen Puffer des SPS-Speichers. Dise Bytes beginnen mit einem Byte-Offset am Anfang der CTE-Tabelle. Der Inhalt der CTE-Tabelle wird im DATABUF -
siehe Seite 151
siehe Seite 153
) angezeigt. Um einen MBP_MSTR-Baustein für die
Durchführung der Operation "Fernstatistiken löschen" zu programmieren, verwenden Sie den
Netzwerkimplementierung
Die Operation "CTE lesen" kann in TCP/IP-Ethernet- und SY/MAX-Ethernet-Netzwerken durchgeführt werden.
Verwendung des Steuerblocks für TCP/IP-Ethernet
Register
CONTROL[1]
CONTROL[2]
CONTROL[3]
CONTROL[4]
CONTROL[5]
CONTROL[6]...
CONTROL[9]
Bedeutung
11 = CTE lesen
Gibt den Fehlerstatus an.
Einstellung für die Länge: Wert zwischen 12 und 37.
Keine Bedeutung
Routing-Register
Niederwertigstes Byte = Abbildungsindex
Entweder ein im Byte des Registers angegebener Wert oder nicht verwendet.
oder höchstwertiges Byte = Steckplatz des Netzwerkadaptermoduls ohne Bedeutung
182
33002481 10/2019
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Verwendung des Steuerblocks für SY/MAX-Ethernet
Register Bedeutung
CONTROL[1] 11 = CTE lesen
CONTROL[2] Gibt den Fehlerstatus an.
CONTROL[3] Anzahl der übertragenen Wörter
CONTROL[4]
CONTROL[6]
...
CONTROL[9]
Byte-Offset in der SPS-Registerstruktur, der angibt, von wo die CTE-Bytes gelesen werden
CONTROL[5] Routing-Register
MSB: Steckplatz des NOE-Moduls
Abschlusswiderstand: FF hex
CTE-Indikatorimplementierung ( DATABUF )
Die Werte in der CTE-Tabelle werden im DATABUF -Ausgang angezeigt, wenn die Operation "CTE lesen" implementiert ist. Die Register enthalten die folgenden CTE-Daten:
CTE-Indikatorimplementierung ( DATABUF ):
Parameter
Datenblocktyp
IP-Adresse
Register
DATABUF[0]
DATABUF[1]
DATABUF[2]
DATABUF[3]
DATABUF[4]
Untere Netzmaske DATABUF[5]
DATABUF[6]
Gateway DATABUF[7]
DATABUF[8]
Inhalt
1 = 802.3
2 = Ethernet
Erstes Byte der IP-Adresse
Zweites Byte der IP-Adresse
Drittes Byte der IP-Adresse
Viertes Byte der IP-Adresse
Höchstwertiges Wort
Niederwertigstes Wort
Erstes Byte des Gateways
Zweites Byte des Gateways
DATABUF[9] Drittes Byte des Gateways
DATABUF[10] Viertes Byte des Gateways
33002481 10/2019
183
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
CTE schreiben
Beschreibung
Die Operation "CTE schreiben" schreibt die CTE-Konfigurationstabelle von den angegebenen
Daten ( DATABUF ) in eine angegebene Ethernet-Konfigurationserweiterungstabelle oder in einen angegebenen Steckplatz. Um einen MBP_MSTR-Block zur Durchführung der Operation "CTE
schreiben" zu programmieren, verwenden Sie den Funktionscode 12 (
siehe Seite 153
Netzwerkimplementierung
Die Operation "CTE schreiben" kann in TCP/IP-Ethernet
Netzwerken durchgeführt werden.
siehe Seite 174
- und SY/MAX-Ethernet-
Verwendung des Steuerblocks für TCP/IP-Ethernet
Register Bedeutung
CONTROL[1] 12 = CTE schreiben
CONTROL[2] Gibt den Fehlerstatus an.
CONTROL[3] Einstellung für die Länge: Wert zwischen 12 und 37.
CONTROL[4]
CONTROL[6]
...
CONTROL[9]
Keine Bedeutung
CONTROL[5] Routing-Register
Niederwertigstes Byte = Abbildungsindex
Entweder ein im Byte der Adresse angegebener Wert oder nicht verwendet.
bzw.
Höchstwertiges Byte = Steckplatz des Netzwerkadaptermoduls
Keine Bedeutung
Verwendung des Steuerblocks für SY/MAX-Ethernet
Register Bedeutung
CONTROL[1] 12 = CTE (Konfigurationserweiterungstabelle) schreiben
CONTROL[2] Gibt den Fehlerstatus an.
CONTROL[3] Anzahl der übertragenen Wörter
CONTROL[4] Byte-Offset in der SPS-Adressstruktur, der angibt, wo die CTE-Bytes geschrieben werden.
CONTROL[5] Routing-Register
Höchstwertiges Byte = Steckplatz des NOE-Moduls
Niederwertigstes Byte = Nummer der E/A-Zielstation
184
33002481 10/2019
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Register Bedeutung
CONTROL[6] Abschlusswiderstand: FF hex
CONTROL[7]
...
CONTROL[9]
Keine Bedeutung
CTE-Indikatorimplementierung ( DATABUF )
Die Werte in der Ethernet-Konfigurationserweiterungstabelle werden im DATABUF -Ausgangsfeld angezeigt, wenn die Operation "CTE schreiben" implementiert ist. Die Register werden für die
Übertragung der folgenden CTE-Daten verwendet:
CTE-Indikatorimplementierung ( DATABUF ):
Parameter
Datenblocktyp
IP-Adresse
Register
DATABUF[0]
DATABUF[1]
DATABUF[2]
DATABUF[3]
DATABUF[4]
Untere Netzmaske DATABUF[5]
DATABUF[6]
Gateway DATABUF[7]
DATABUF[8]
Inhalt
1 = 802.3
2 = Ethernet
Erstes Byte der IP-Adresse
Zweites Byte der IP-Adresse
Drittes Byte der IP-Adresse
Viertes Byte der IP-Adresse
Höchstwertiges Wort
Niederwertigstes Wort
Erstes Byte des Gateways
Zweites Byte des Gateways
DATABUF[9] Drittes Byte des Gateways
DATABUF[10] Viertes Byte des Gateways
33002481 10/2019
185
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
E-Mail senden
Beschreibung
Der E-Mail-Benachrichtigungsdienst ermöglicht steuerungsbasierten Projekten, Alarme auszugeben oder Ereignisse zu melden. Die Steuerung überwacht das System und erstellt dynamisch eine E-Mail, mit der lokale oder dezentrale Benutzer benachrichtigt werden.
Ein benutzerdefiniertes Ereignis oder eine benutzerdefinierte Bedingung löst aus, dass der MSTR-
Baustein eine Nachricht erstellt. Jede Nachricht verwendet einen von drei benutzerdefinierten
Headern. Jede von der Steuerung gesendete Nachricht kann Text und Variableninformationen enthalten (insg. max. 238 Byte).
Das Projekt wählt den jeweils geeigneten Header aus. Jeder Header enthält Folgendes:
Name des Absenders
Liste der Empfänger
Betreff
Um einen MBP_MSTR-Baustein für das Senden von E-Mails zu programmieren, verwenden Sie
siehe Seite 153
.
Netzwerkimplementierung
Der Vorgang zum Senden einer E-Mail kann in einem TCP/IP-Ethernet-Netzwerk durchgeführt werden.
Verwendung des Steuerungsbausteins für TCP/IP-Ethernet
Register
CONTROL[1]
CONTROL[2]
CONTROL[3]
CONTROL[4]
CONTROL[5]
CONTROL[6]
...
CONTROL[9]
Bedeutung
13 = E-Mail senden
Gibt die E-Mail-spezifischen Fehlercodes (siehe EcoStruxure™ Control
Expert, E/A-Verwaltung, Bausteinbibliothek) an
Anzahl der übertragenen Wörter
Nicht verwendet
Höherwertiges Byte: Steckplatzadresse des NOE-Moduls oder 0xFE für die
140 CPU 651 60
Niederwertiges Byte: immer 0
Nicht verwendet
186
33002481 10/2019
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Beschreibung des DATABUF-Parameters
Register
DATABUF 1
DATABUF 2
...
DATABUF 119
Inhalt
Der E-Mail-Header ist das niederwertige Byte mit einem Wert von
1, 2 oder 3.
Das höherwertige Byte enthält die Anzahl (
Betreff, ein Wert zwischen 0 und 238.
n ) der Zeichen im
Die Daten (im ASCII-Format), die in die E-Mail kopiert werden.
Die ersten n Zeichen werden zum konfigurierten E-Mail-Betreff hinzugefügt. Die verbleibenden Zeichen (2 * des Texts der Nachricht, wobei
übertragenden Wörter steht.
N
N -2 n
für die Anzahl der
) sind Teil
33002481 10/2019
187
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Modbus-Request senden
Auf einen Blick
Verwenden Sie MSRT-Operation 15, um allgemeine Modbus-Requests im Netzwerk zu senden.
HINWEIS: Diese Operation ist nicht an Modbus Plus-Ports (eingebetteter Port auf CPU- oder
NOM-Modulen) sowie dem eingebetteten Ethernet-Port an einer CPU verfügbar.
Funktionsweise des Bausteins
Der Baustein MBP_MSTR kann Requests senden und Antworten empfangen, die jeweils bis zu
253 Byte umfassen können.
Weitere Informationen zur Funktionsweise finden Sie unter Beschreibung des Bausteins
siehe Seite 149
Wenn der ENABLE-Eingangspin auf EIN gesetzt ist, beginnt Operation 15.
Sie ended, wenn der ABORT-Eingangspin eingeschaltet oder der ENABLE-Eingangspin ausgeschaltet wird.
Der ACTIVE-Ausgangspin ist während der Operation eingeschaltet.
Der ERROR-Ausgangspin wird eingeschaltet, wenn die Operation ohne Erfolg abgebrochen wird.
Der SUCCESS-Ausgangspin wird eingeschaltet, wenn die Operation erfolgreich abgeschlossen wird.
Die Ausgangspins CONTROL und DATABUF definieren die Operation (siehe Steuerblock
siehe Seite 188
siehe Seite 189
Als zusätzliche Parameter können EN und ENO projektiert werden.
Steuerblock
Das Format des Steuerblocks wird in der folgenden Tabelle beschrieben:
Wort
CONTROL[1]
CONTROL[2]
CONTROL[3]
CONTROL[4]
CONTROL[5]
CONTROL[6]
Beschreibung
15 = Modbus-Request senden
Gibt den Fehlerstatus an
DATABUF-Länge (WORDs)
Offset für den Start der Anwort im DATABUF (WORDs)
HINWEIS: Um das Überschreiben des Requests zu vermeiden, muss der Offset-Wert für die Antwort multipliziert mit 2 größer sein als die Request-Länge (CONTROL[10]).
Routing-Register:
Höherwertiges Byte = Steckplatz für Ethernet-
Kommunikationsmodul
Niederwertiges Byte = MBP-zu-Ethernet Transporter (MET)
Zuordnungsindex (auch als Einheits-ID bezeichnet)
Byte 4 der IP-Adresse (MSB)
188
33002481 10/2019
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Wort
CONTROL[7]
CONTROL[8]
CONTROL[9]
CONTROL[10]
CONTROL[11]
Beschreibung
Byte 3 der IP-Adresse
Byte 2 der IP-Adresse
Byte 1 der IP-Adresse (LSB)
Länge der DATABUF-Request-Daten (Byte)
Länge der DATABUF-Antwortdaten (Byte)
HINWEIS: Dieser Wert ist schreibgeschützt; er wird vom
Optionsmodul nach Abschluss der Operation gesetzt.
Datenpuffer
Das MODBUS-Protokoll definiert eine einfache Protokolldateneinheit (PDU, Protocol Data Unit) unabhängig von den zugrunde liegenden Kommunikationsschichten.
Der Datenpuffer (DATABUF) besteht aus direkt aufeinanderfolgenden Registern, die sowohl die
Modbus-Request-PDU als auch die Modbus-Antwort-PDU enthalten:
DATABUF
Datenpufferlänge wird im
Wort CONTROL[3] eingestellt.
Modbus-Request-PDU:
Daten-Request-Länge wird im Wort CONTROL[10] eingestellt.
Modbus-Antwort-PDU:
Start der Datenantwort (
CONTROL[4] eingestellt.
Antwort-Offset ) wird im Wort
HINWEIS: Um das Überschreiben des Requests zu vermeiden, muss der Offset-Wert für die Antwort multipliziert mit 2 größer sein als die Request-Länge (CONTROL[10]).
Datenantwort-Länge wird im Wort CONTROL[11] eingestellt.
VORSICHT
DATENVERLUST
Vergewissern Sie sich, dass der Antwort-Offset größer ist als die Daten-Request-Länge .
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Verletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.
HINWEIS: Request und Antwort müssen im Format Little Endian strukturiert sein. Jedes Wort entspricht 2 Byte Daten im Little-Endian-Format, wobei das niederwertigstes Byte in der kleinsten
Speicheradresse gespeichert ist.
33002481 10/2019
189
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Modbus-Request
Das Format der Modbus-Request-PDU lautet wie folgt:
Byte-Offset Feld
1 Funktionscode
Datentyp
BYTE
2 Request-Daten BYTE-
Bereich
Beschreibung
Modbus-Funktionscode
Dieses Feld ist funktionscodeabhängig und enthält Informationen wie
Variablenreferenzen, Variablenzählungen,
Daten-Offsets, Unterfunktionscodes und so weiter.
Modbus-Antwort
Das Format der Modbus-Antwort-PDU lautet wie folgt:
Byte-Offset Feld
1
2
Funktionscode
Antwortdaten
Datentyp
BYTE
BYTE-
Bereich
Beschreibung
Modbus-Funktionscode
Dieses Feld ist funktionscodeabhängig und enthält Informationen wie
Variablenreferenzen, Variablenzählungen,
Daten-Offsets, Unterfunktionscodes und so weiter.
Modbus-Ausnahmeantwort
Das Format der Modbus-Ausnahmeantwort-PDU lautet wie folgt:
Byte-Offset Feld
1 Funktionscode
Datentyp
BYTE
2 Ausnahmecode BYTE
Beschreibung
Modbus-Funktionscode + 80 (hex)
Dieses Feld ist in der MODBUS Application
Protocol Specification definiert.
Modbus-Spezifikation
Die Standard-Modbus-Funktionscodes sind in der MODBUS Application Protocol Specification
V1.1b, die unter from www.modbus-ida.org heruntergeladen werden kann.
,
190
33002481 10/2019
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Beispiel für einen Modbus-Sende-Request
Um vier aufeinanderfolgende Eingangsregister (Modbus-Funktionscode 4) beginnend bei
Register 100 (64 hex) in einem dezentralen Gerät zu lesen, muss im Netzwerk ein Modbus-
Request mit der folgenden Modbus-Antwortgesendet werden.
Request-Feldname
Funktionscode
Startadresse, hoch
Startadresse, niedrig
Anzahl Register, hoch
Anzahl Register, niedrig
Wert
04
00
64
00
04
Antwortfeldname
Funktionscode
Bytewert
Wert von Register 100, hoch
Wert von Register 100, niedrig
Wert von Register 101, hoch
Wert von Register 101, niedrig
Wert von Register 102, hoch
Wert von Register 102, niedrig
Wert von Register 103, hoch
Wert von Register 103, niedrig
03
00
04
01
00
02
00
Wert
04
08
00
Unter Verwendung der folgenden CONTROL-Wortwerte:
CONTROL[1] (MSTR-Operation) = 15
CONTROL[2] (Fehlercode) = siehe CONTROL-Blockbeschreibung (schreibgeschützt)
CONTROL[3] (DATABUF-Länge) = 11
CONTROL[4] (Antwort-Offset) = 5
CONTROL[5] (Routing-Register) = siehe CONTROL-Blockbeschreibung (schreibgeschützt)
CONTROL[6] (IP1) = siehe CONTROL-Blockbeschreibung (schreibgeschützt)
CONTROL[7] (IP1) = siehe CONTROL-Blockbeschreibung (schreibgeschützt)
CONTROL[8] (IP1) = siehe CONTROL-Blockbeschreibung (schreibgeschützt)
CONTROL[9] (IP1) = siehe CONTROL-Blockbeschreibung (schreibgeschützt)
CONTROL[10] (Request-Länge) = 5
CONTROL[11] (Antwort-Länge) = 10 lautet die Datencodierung im Datenpuffer wie folgt:
33002481 10/2019
191
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Request
Antwort
Feld
DATABUF[1]
DATABUF[2]
DATABUF[3]
DATABUF[4]
DATABUF[5]
DATABUF[6]
DATABUF[7]
DATABUF[8]
DATABUF[9]
DATABUF[10]
DATABUF[11]
Wert (hex) Beschreibung
0400 Funktionsadresse + Startadresse, hoch
6400
0400
Startadresse, niedrig + Anzahl Register, hoch
Anzahl Register, niedrig + NULL
0000
0000
0408
0001
Null
Null
Funktionscode + Bytewert
Register 100-Wert, hoch + Register 100-Wert, niedrig
0002
0003
0004
0000
Register 101-Wert, hoch + Register 101-Wert, niedrig
Register 102-Wert, hoch + Register 102-Wert, niedrig
Register 103-Wert, hoch + Register 103-Wert, niedrig
Null
192
33002481 10/2019
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Request zum Schließen der Verbindung
Auf einen Blick
Verwenden Sie die MBP_MSTR -Operation 16, um eine Modbus TCP/IP-Verbindung im Netzwerk zu schließen.
HINWEIS: Diese Operation ist nicht an Modbus Plus-Ports (eingebetteter Port auf CPU- oder
NOM-Modulen) verfügbar.
Funktionsweise des Bausteins
Der Baustein MBP_MSTR kann Requests senden und Antworten empfangen, die jeweils bis zu
253 Byte umfassen können. Informationen zur Funktionsweise des Bausteins finden Sie unter
Beschreibung des Bausteins
Wenn der ENABLE-Eingangspin auf EIN gesetzt ist, beginnt Operation 15.
Sie endet, wenn der ABORT-Eingangspin eingeschaltet oder der ENABLE-Eingangspin ausgeschaltet wird.
Der ACTIVE -Ausgangspin ist während der Operation eingeschaltet.
Der ERROR -Ausgangspin wird eingeschaltet, wenn die Operation ohne Erfolg abgebrochen wird.
Der SUCCESS -Ausgangspin wird eingeschaltet, wenn die Operation erfolgreich abgeschlossen wird.
siehe Seite 149
siehe Seite 151
:
CONTROL und DATABUF definieren die Operation.
Als zusätzliche Parameter können EN und ENO konfiguriert werden.
Steuerungsbaustein
Das Format des CONTROL-Bausteins wird unten beschrieben:
Register
CONTROL[1 ]
CONTROL[2]
CONTROL[3 ]
CONTROL[4 ]
CONTROL[5 ]
Funktion
Betrieb
Fehlerstatus
(nicht verwendet)
(nicht verwendet)
Routing-Register
Beschreibung
16 = Verbindung trennen
Gibt den Fehlerstatus
(siehe EcoStruxure™ Control Expert,
E/A-Verwaltung, Bausteinbibliothek) an
(schreibgeschützt)
–
–
Höherwertiges Byte = Position des
Ethernet-Kommunikationsmoduls
Niederwertiges Byte = MBP-zu-
Ethernet Transporter (MET)
Zuordnungsindex (auch als Einheits-ID bezeichnet)
33002481 10/2019
193
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Register
CONTROL[6]
CONTROL[7]
CONTROL[8]
CONTROL[9 ]
Funktion
IP-Adresse
Beschreibung
Byte 4 der IP-Adresse (MSB)
Byte 3 der IP-Adresse
Byte 2 der IP-Adresse
Byte 1 der IP-Adresse (LSB)
194
33002481 10/2019
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Änderung der Modbus Plus-Adresse
Beschreibung
Verwenden Sie die MSTR-Operation 17 (Modbus Plus-Adresse ändern), um die dem integrierten
Modbus Plus-Port der CPU zugewiesene Modbus Plus-Adresse zu ändern.
Bei Low-End-CPUs überschreibt diese Funktion den Adressschalter (Hardware-Drehschalter an der CPU-Rückseite), sofern die CPU eingeschaltet ist. Die Adresse des Hardwareschalters wird bei einem Neustart der CPU wiederhergestellt.
Bei High-End-CPUs wird eine neue, mit dieser Funktion definierte Adresse in der Konfigurations tabelle gespeichert und bei nachfolgenden Starts der CPU wiederhergestellt.
Bei der Einstellung einer Adresse für eine Station, die bereits von einer anderen Station im
Netzwerk verwendet wird, wird die bereits im Netzwerk befindliche Station getrennt. Das kann zu unvorhergesehenen Vorgängen im Netzwerk führen.
VORSICHT
UNBEABSICHTIGTER GERÄTEBETRIEB
Stellen Sie sicher, dass die einzustellende Modbus Plus-Adresse nicht bereits einer anderen
Station zugewiesen wurde, bevor Sie Operation 17 ausführen.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Verletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.
Netzwerkimplementierung
Operation 17 kann nur für einen CPU-integrierten Modbus Plus-Port durchgeführt werden. Für die
Modbus Plus-Ports von NOM-Modulen ist diese Operation nicht verfügbar.
Steuerblock
In der folgenden Tabelle wird das Format des Steuerblocks der Operation 17 beschrieben:
Register
Control[1]
Control[2]
Control[3]
Control[4]
Control[5]
Control[6]
Bedeutung
17 (Operation zur Änderung der Modbus Plus-Adresse)
Fehlerstatus, siehe die Fehlercodes für Modbus Plus,
SY/MAX und Ethernet TCP/IP ( siehe Seite 158 )
16#1234
16#5678
16#00AA
16#00BB
33002481 10/2019
195
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Register
Control[7]
Control[8]
Control[9]
Bedeutung
16#00CC
16#00DD
16#00EE
HINWEIS: Die Konstantwerte in CONTROL[3] bis CONTROL[9] bestehen aus einer Signatur, die eine versehentliche Verwendung dieser Operation verhindert.
Datenpuffer
In der folgenden Tabelle wird das Format des Datenpuffers der Operation 17 beschrieben:
Register
DADABUF[1]
Bedeutung
Niederwertiges Byte: Neue Adresse (Bereich: 1 bis 64)
196
33002481 10/2019
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Lesen/Schreiben von Daten
Einführung
In einer einzigen Transaktion können über MSTR-Lese- und Schreiboperationen Daten von einem
Master-Quellgerät zu einem angegebenen Slave-Zielgerät übertragen und anschließend Daten von dieser angegebenen Slave-Quelle zum Master übertragen werden. Für die Übertragung, die mehrere Zyklen umfassen kann, wird ein Master-Transaktionspfad verwendet. Um einen
MBP_MSTR -Baustein für die Durchführung einer kombinierten Lese-/Schreiboperation zu
programmieren, verwenden Sie den Funktionscode 23 (
siehe Seite 153
Die kombinierte Lese-/Schreiboperation kann nur mit folgenden Modellen verwendet werden:
Quantum: NOE 771 01 (ab Version 3.0) oder NOE 771 11 (ab Version 3.0)
Momentum: M1E CPU (ab Version 1.0)
Verwendung des Steuerblocks
Register
CONTROL[1]
CONTROL[2]
CONTROL[3]
CONTROL[4]
Inhalt
23 = Daten lesen/schreiben
Gibt den Fehlerstatus an.
Anzahl der an den Slave zu sendenden Register
CONTROL[5]
CONTROL[6]
...
CONTROL[9]
Legt das %MW-Startregister im Slave fest, in das die Daten geschrieben werden, z. B. 1 = %MW1, 49 = %MW49
Routing-Register:
Höherwertiges Byte: Steckplatz des Netzwerkadaptermoduls
Niederwertiges Byte = MET-Abbildungsindex (MBP on Ethernet
Transporter)
Jede Adresse enthält 1 Byte der 32-Bit-IP-Adresse, wobei sich das MSB in CONTROL[6] und das LSB in CONTROL[9] befindet.
CONTROL[10] Anzahl der vom Slave zu lesenden Register
CONTROL[11] Legt das %MW-Startregister im Slave fest, von dem aus die Daten gelesen werden, z. B. 1 = %MW1, 49 = %MW49
HINWEIS:
Beim Konfigurieren des Bausteins MBP_MSTR für eine Lese-/Schreiboperation werden Sie bemerken, dass
der Ausgangsparameter DATABUF zum Speichern beider Operationen in der folgenden
Reihenfolge verwendet wird:
1 Zu schreibende Daten
2 Zu lesende Daten
33002481 10/2019
197
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Die Größe des Ausgangsparameters DATABUF muss gleich der kombinierten Größe der zu schreibenden und der zu lesenden Daten sein. Ist dieser Parameter kleiner, werden Daten
überschrieben oder gehen u. U. verloren.
Die Parameter CONTROL und DATABUF müssen unter bestimmten Adressen gespeichert werden, beispielsweise %MW-Adressen.
198
33002481 10/2019
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Aktivieren/Deaktivieren der HTTP- oder FTP/TFTP-Dienste
Beschreibung
Durch den Vorgang HTTP- oder FTP/TFTP-Dienste aktivieren/deaktivieren wird der
Aktivierungsstatus der HTTP- oder FTP/TFTP-Dienste des Moduls geändert.
Netzwerkimplementierung
Der Vorgang HTTP- oder FTP/TFTP-Dienste aktivieren/deaktivieren kann in TCP/IP
siehe Seite 174
Verwendung des Steuerungsblocks für TCP/IP-Ethernet
Wenn HTTP oder FTP/TFTP mithilfe der Control Expert-Konfigurationstools aktiviert wurde
siehe Seite 114
) , kann der MSTR-Baustein zur Änderung des Aktivierungsstatus des Dienstes bei
laufender Anwendung eingesetzt werden. Der MSTR-Baustein kann den Status der Dienste HTTP oder FTP/TFTP nicht ändern, wenn die Dienste mit einem der Konfigurationstools deaktiviert wurden.
Register Bedeutung
CONTROL[1] 65520 (dez.) FFF0 (hex.) = HTTP oder FTP/TFTP aktivieren/deaktivieren
CONTROL[2] Gibt den Fehlerstatus an. Mögliche Rückgabecodes:
0x000 (Erfolg): Der MSTR-Baustein mit dem operationellen Code 65520 wurde aufgerufen und der Aktivierungsstatus von HTTP oder FTP/TFTP geändert.
0x5068 (Beschäftigt): Der MSTR-Baustein mit dem operationellen Code
65520 wurde innerhalb von Sekunden nach dem vorhergehenden Aufruf aufgerufen (ohne Berücksichtigung des Rückgabecodes des ersten
Aufrufs).
0x4001 (Gleicher Status): Der MSTR-Baustein mit dem operationellen
Code 65520 wurde aufgerufen, um den Aktivierungsstatus von HTTP und
FTP/TFTP zu einem Status zu ändern, in dem sich die Dienste bereits befinden.
0x2004 (Ungültige Daten): Der MSTR-Baustein mit dem operationellen
Code 65520 wurde aufgerufen, die Daten im Steuerungsbaustein stimmen jedoch nicht mit der Spezifikation überein.
0x5069 (Deaktiviert): Der HTTP- oder FTP/TFTP-Dienst wurde über die
Control Expert-Oberfläche deaktiviert, als der MSTR-Baustein mit dem operationellen Code 65520 zur Änderung des Status des deaktivierten
Dienstes aufgerufen wurde.
CONTROL[3] Setzen Sie dieses Register auf 1.
CONTROL[4]
33002481 10/2019
199
Datenübertragung mit Kommunikationsbausteinen
Register Bedeutung
CONTROL[5] Steckplatznummer des Moduls und Ziel-ID
Höherwertiges Byte: Modul-Steckplatznummer des
Kommunikationsmodulsteckplatzes
Niederwertiges Byte = Ziel-ID
CONTROL[6] Request-Modus
Bit 0 (LSB) = 1: FTP/TFTP aktivieren
Bit 0 (LSB) = 0: FTP/TFTP deaktivieren
Bit 1 = 1: HTTP aktivieren
Bit 1 = 0: HTTP deaktivieren
CONTROL[7] Setzen Sie dieses Register auf 0.
CONTROL[8]
CONTROL[9]
Die vom MSTR-Baustein mit dem operationellen Code 65520 (dez.) vorgenommenen Statusände rungen der Dienste HTTP, FTP und TFTP werden von dem konfigurierten Wert überschrieben, wenn das Modul aus- und wiedereingeschaltet oder zurückgesetzt und wenn eine neue
Anwendung in das Modul heruntergeladen wird.
Nachstehend ein paar Beispiele:
Ergebnis Von Control Expert konfigurierter Status
Deaktiviert
Mit dem MSTR mit dem operationellen Code
65520 (dez.) versuchte
Aktion
Alle
Aktiviert Deaktivieren
Aktivieren
Der MSTR gibt den Fehlercode 0x5069 zurück (Dienst bereits über Konfiguration deaktiviert).
Der MSTR gibt den Code 0x000 zurück (Erfolg).
Der Dienste wird über eine andere Aktion des MSTR-
Bausteins aktiviert.
--ODER--
Das Modul wird zurückgesetzt oder aus- und wiedereingeschaltet.
--ODER--
Eine neue Anwendung wird heruntergeladen und der
Dienst wurde über die Konfiguration deaktiviert.
Der MSTR gibt den Fehlercode 0x4001 zurück (Gleicher
Status). Keine Änderung vorgenommen.
200
33002481 10/2019
Quantum mit EcoStruxure™ Control Expert
Globale Daten (Publish / Subscribe)
33002481 10/2019
Dienstprogramm „Globale Daten“ (Publish / Subscribe)
Kapitel 5
Dienstprogramm „Globale Daten“ (Publish / Subscribe)
Einführung
In diesem Abschnitt wird das Hilfsprogramm Globale Daten (Publish / Subscribe) beschrieben, das bei den folgenden Modulen verfügbar ist.
140 NOE 771 01
140 NOE 771 11
140 CPU 651 x0
Weitere Informationen über das Publish/Subscribe-Konzept finden Sie unter folgender URL: http://www.isa.org/journals/intech/feature/printable/1,1171,596,00.html
Inhalt dieses Kapitels
Dieses Kapitel enthält die folgenden Themen:
Thema
Planung des Systems „Globale Daten“ (Publish/Subscribe)
Multicast-Filterung
Konfiguration des Quantum NOE-Dienstes „Globale Daten“
Konfiguration der Globalen Daten (Publish/Subscribe) für NOE 771 x1 über das Web
Seite
33002481 10/2019
201
Globale Daten (Publish / Subscribe)
Planung des Systems „Globale Daten“ (Publish/Subscribe)
Übersicht
Der Dienst „Globale Daten“ ist ein Echtzeit-Publisher/Subscriber-Mechanismus, der einen besonders effizienten Datenaustausch für die SPS-Anwendungskoordination bietet.
Geräte, die den Dienst „Globale Daten“ unterstützen, werden zum Zweck des Austauschs und der
Synchronisierung der Anwendungsvariablen in einer Verteilergruppe zusammengefasst. Jedes
Gerät, das den Dienst „Globale Daten“ unterstützt, kann max. eine Netzwerk- (Anwendungs-) variable veröffentlichen (Publish) und bis zu 64 Netzwerk- (Anwendungs-) variablen abonnieren
(Subscribe).
Die in die Quantum NOE-Module integrierte Konfiguration des Dienstes „Globale Daten“ umfasst ein Konfigurationsfenster
siehe Seite 208
, in dem festgelegt werden kann, welche und wie viele
Anewndungssvariablen über diesen Dienst ausgetauscht werden. Nach der Konfiguration erfolgt der Datenaustausch zwischen allen Stationen, die zur selben Verteilergruppe gehören, automatisch.
Der Dienst „Globale Daten“ verwendet %MW-Wörter (4x Register) oder nicht lokalisierte Variablen für den Austausch von globalen Daten.
Hauptmerkmale des Dienstes „Globale Daten“
Die Hauptmerkmale des Dienstes „Globale Daten“ lauten:
Ein Publisher und viele Subscriber
Ein Gerät kann eine Netzwerkvariable von bis zu 512 %MW-Wörtern (4x-Registern) oder nicht lokalisierte Variablen veröffentlichen.
Ein Gerät kann bis zu 64 Netzwerkvariablen von bis zu 2048 %MW-Wörtern (4x Registern) oder nicht lokalisierte Variablen abonnieren.
Ein Gerät abonniert die vollständige Netzwerkvariable.
Eine Verteilergruppe je Netzwerk-IP-Adresse
Anwendungssdefinierte Veröffentlichungsrate
Bis zu 64 Netzwerkvariablen des Dienstes „Globale Daten“ (nummeriert von 1 bis 64) können
Teil der Datenverteilergruppe sein.
Ein NOE-Modul hat nur eine Multicast-Adresse. Folglich kann es nur innerhalb der Gruppe veröffentlichen und abonnieren.
Ein Gerät kann an verschiedenen Verteilergruppen teilnehmen, indem es mehrere NOE-
Module im Rack verwendet.
Der Vorteil des Dienstes „Globale Daten“ im Vergleich zu Client/Server-Diensten, wenn mehrere
Teilnehmer dieselben Daten empfangen sollen, besteht darin, dass nur eine Übertragung erforderlich ist, damit alle Teilnehmer die Daten empfangen. Es gibt zwei Vorteile:
Reduzierung des gesamten Netzwerkverkehrs
Gewährleistung einer engeren Synchronisierung mehrerer Teilnehmer
202
33002481 10/2019
Globale Daten (Publish / Subscribe)
Planen Ihrer Systemkonfiguration
Das Hilfsprogramm „Globale Daten“ (Publish/Subscribe) ist eine leistungsfähige, in die NOE-
Produktfamilie integrierte Funktion. Die Implementierung des Dienstes „Globale Daten“ erfordert eine Konfiguration, die sich über viele SPS innerhalb des Systems erstreckt. Daher wird empfohlen, vor der Implementierung die Installation genau zu planen. Die Planung spart Zeit und
Geld, da:
Fehler verringert werden und kein unnötiger Zeitaufwand für die Beseitigung von Fehlern
betrieben werden muss.
die Konsistenz innerhalb des Systems gewährleistet wird.
Planen Sie zunächst auf dem Papier und erst dann am Rechner.
Wir stellen Ihnen die folgende Tabelle zur Verfügung, die Sie bei der Planung Ihres Systems unterstützen soll. Das nachfolgende Tabellenblatt für die Planung des Dienstes „Globale Daten“ ist eine grafische Darstellung einer empfohlenen Konfigurationstabelle für die Systemplanung. Sie können anhand der nachstehenden Vorlage Ihre eigene Tabelle erstellen oder eine Microsoft
Excel TM -Mustertabelle von der öffentlichen Website von Schneider herunterladen.
Nachstehend die grafische Darstellung des Tabellenblatts für die Planung des Dienstes „Globale
Daten“:
Überprüfung der Parameter
Variablen-
ID
Symbol* Länge
(Register)
Gerätenummer
...
64
1
2
VALVE_STATUS
VALVE_CONTROL
20
10
1
PUB
SUB
Gesamtveröffentlichungsgröße je Knoten:
Gesamtabonnementgröße je Knoten:
Gruppen-IP-Adresse
Multicast-Filterung aktiviert
%MW-Standard-Adresse für Funktionsfähigkeit
Verteilungsdauer
Funktionsfähigkeits-
Timeout
Datenbereich
PUMP_CONTROL 50 SUB
Geräte-Veröffentlichungsstatus: OK
20
60
239.255.255.0
AUS
%MW100
10
1000
%MW200
2
SUB
NONE
PUB
OK
50
20
...
3
NONE
PUB
NONE
OK
10
0
Variablenveröffe ntlichungStatus
OK
OK
OK
*Einträge oder Änderungen am Symbol (Beschreibung) wirken sich NICHT auf eine Variable oder das System aus und
ändern diese NICHT. Das in der Quantum-Produktreihe verwendete Symbol hat keine Beziehung zum Symbol der
Concept/Control Expert-Produktreihe.
33002481 10/2019
203
Globale Daten (Publish / Subscribe)
Tabelle der Grenzwerte für die „Globalen Daten“
Parameter
Maximale Anzahl der veröffentlichten
Variablen pro Gerät
Maximale Größe der veröffentlichten
Variablen
Maximale Anzahl der abonnierten Variablen pro Gerät
Maximale Größe der abonnierten Variablen pro Gerät
Grenzwert
1
512 Register = 512 Wörter (16 Bits) = 1024
Bytes
64 (63, wenn dieses Gerät veröffentlicht)
2048 Register = 2048 Wörter (16 Bits) = 4096
Bytes
HINWEIS: Es wird empfohlen, bei der Planung die folgenden Punkte zu berücksichtigen.
Rechnen Sie Platz für eine Vergrößerung von Variablen um 10 bis 20 % ein.
Integrieren Sie die Variablen am Ende der Konfiguration, da sie dort nicht die bestehende
Anwendungsadresse beeinflussen. So vermeiden Sie eine Änderung der bestehenden
Adressen in Ihrer Konfiguration, was zu einem zeitaufwendigen Verfahren werden kann.
Tabelle des Tabellenblatts für die Planung des Dienstes „Globale Daten“
Parameter
Überprüfung der Parameter
Variablen-ID
Symbol
Wortlänge (Register)
Beschreibung
Reserviert
Gibt die Daten-ID der NOE-Website zur Konfiguration des Dienstes „Globale Daten“ an.
Symbolischer Name für den Austausch globaler Daten.
Länge der globalen Daten. Anzahl der %MW-Wörter (4x-Register) oder nicht lokalisierten Variablen.
Anzahl der Geräte (bis zu 64) für das Netzwerk des Dienstes „Globale Daten“ Gerätenummer
Variablenveröffentlichung
Status
Automatische Informationen zum korrekten Veröffentlichungsstatus des Netzwerks des Dienstes „Globale Daten“. Nur bei Verwendung einer Microsoft
Kalkulationstabelle. Informationen je Symbol
Excel TM -
Geräte-Veröffentlichungsstatus Automatische Informationen zum korrekten Veröffentlichungsstatus des Netzwerks des Dienstes „Globale Daten“. Nur bei Verwendung einer Microsoft
Kalkulationstabelle. Informationen je Gerät
Excel TM -
Gesamtveröffentlichungsgröße je Knoten:
Gesamtabonnementgröße je
Knoten.
Veröffentlichungsgröße für einen spezifischen Knoten. Die maximale
Veröffentlichungsgröße beträgt 512 Wörter (Register) pro Knoten.
Abonnementgröße für einen spezifischen Knoten. Die maximale Abonnementgröße beträgt 2048 Wörter (Register) pro Knoten.
Gruppen-IP-Adresse aktiviert.
IP-Adresse für Multicast-Vernetzung. Identifiziert die Stationsverteilergruppe. Der
Adressbereich reicht von 224.0.0.0 bis 239.255.255.255.
Multicast-Filterung aktiviert Ein Kontrollkästchen für Ethernet-Switches, das die Multicast-Filterung unterstützt.
204
33002481 10/2019
Globale Daten (Publish / Subscribe)
Parameter
Standardadresse für
Funktionsfähigkeits-%MW (4x-
Register)
Verteilungsdauer
Funktionsfähigkeits-Timeout
Datenbereich
Beschreibung
%MW (4x-Register) -Adresse für die Funktionsfähigkeitsbits. Dies ist der
Speicherbereich, in dem die Funktionsfähigkeitsbits gespeichert werden. Es hat die
Größe von vier 4 Wörtern (Registern).
Minimale Anzahl von Steuerungs-Abtastzyklen, bevor eine Aktualisierung durchgeführt wird.
Maximale Zeit zwischen empfangenen Abonnements, bevor ein Abonnement als funktionsunfähig (fehlerhaft) erklärt wird. Der Wert wird in Millisekunden gemessen; es kann ein Wert zwischen 50 und 15.000 ms eingegeben werden (in 50 ms-
Schritten).
Startadresse für die Daten. Dies sind die Register, in dem die Dateninformationen gespeichert werden.
33002481 10/2019
205
Globale Daten (Publish / Subscribe)
Multicast-Filterung
Allgemeines
Ihr NOE-Modul bietet eventuell die Funktion "Multicast-Filterung".
Der Dienst "Globale Daten" synchronisiert verschiedene, in einer Verteilergruppe befindliche
Stationen. Eine Verteilergruppe ist eine Reihe von Stationen, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie dieselbe IP-Multicast-Adresse für alle in der Gruppe befindlichen Stationen verwendet. Durch die Nutzung derselben IP-Adresse für verschiedene Geräte können Multicast-Datenübertra gungen verwendet werden, um globale Daten zu verteilen. Es können mehrere unabhängige
Verteilergruppen in demselben Teilnetz existieren. Jede Verteilergruppe verfügt über ihre eigene, eindeutige IP-Multicast-Adresse.
Frühere Switch-Versionen behandeln Multicast-Pakete als eine Rundsendung. Daher senden sie
Rundsendungen an alle Teilnehmer und bringen sich so um alle Vorteile sowohl des Switching als auch des Multicasting. Neuere Switch-Versionen bieten automatische Multicast-Filterung und leiten daher Multicast-Verkehr nur an die Ports weiter, die mit registrierten Endstationen verbunden sind.
Multicast-Filterungsprotokolle
Die folgenden Multicast-Filterungsprotokolle werden von den Ethernet-Modulen für deren globale
Datendienste unterstützt.
GARP Multicast Registration Protocol (GMRP)
GMRP ist eine GARP-Anwendung (Generic Attribute Registration Protocol), die es ermöglicht, dass Bridges und Endstationen die Mitgliedschaft von Multicast-Gruppen dynamisch verwalten können.
HINWEIS: Das GMRP ist in der Norm IEEE 802.1D-1998 definiert, die kostenlos unter folgender
Web-Adresse heruntergeladen werden kann http://IEEE802.org.
Internet Group Management Protocol (IGMP)
IGMP ist ein Kommunikationprotokoll, das zur Verwaltung der Mitgliedschaft von Internet-
Protokoll-Multicast-Gruppen verwendet wird. IGMP wird von IP-Hosts und aufeinander folgende
Multicast-Routers zum Einrichten von Mitgliedschaften in Multicast-Gruppen verwendet.
Verringerung des Verkehrs
Die Multicast-Filterung hilft, den Verkehr auf einem Netzwerk zu verringern, weil Rundsendungen nur an die wirklich interessierten, oder abonnierten Geräte gesendet werden.
Für verteile Applikationen und eine bis viele Kommunikationen bietet Multicast Vorteile gegenüber
Unicast:
es nutzt die Netzwerkbandbreite effizienter es sendet eine einzige Übertragung anstatt zahlreicher Übertragungen.
es verringert Kollisionen es optimiert die Verarbeitungsleistung des Ethernet-Moduls
206
33002481 10/2019
Globale Daten (Publish / Subscribe)
Nutzung der Multicast-Filterung
Diese ConneXium-Switches unterstützen Multicast-Filterung. Andere Switches von anderen
Anbietern unterstützen ebenfalls Multicast-Filterung.
Switch Beschreibung
499NES17100 Gemanagter Switch mit 7 10/100BASE-TX-Ports
499NOS17100 Verwalteter Switch mit fünf 10/100 BASE-TX-Ports und zwei 100 BASE-
FX-Ports
33002481 10/2019
207
Globale Daten (Publish / Subscribe)
Konfiguration des Quantum NOE-Dienstes „Globale Daten“
Einführung
Die Konfiguration des Dienstes „Globale Daten“ erfolgt in der Netzwerkkonfiguration sowie im
Dateneditor. Die Variablen für das Publish/Subscribe-Verfahren werden im Dateneditor konfiguriert.
Das abgebildete Fenster zeigt die Konfigurationseinstellungen für den Dienst „Globale Daten“ in der Netzwerkkonfiguration:
208
Parameterbeschreibung:
Parameter
Funktionsfähigkeit-
Timeout
Gruppenadresse
Beschreibung
Nach Ablauf dieser Zeit werden die empfangenen Daten ungültig.
Verteilungsdauer
Gruppenname
Funktionsfähigkeit-
Bitblock
Multicast-IP-Adresse der Klasse D. Alle Knoten im Verfahren
„Globale Daten“ verwenden dieselbe Multicast-Adresse für die
Verteilung oder den Empfang von Daten. Adressbereich: 224.0.0.0 to
239.255.255.255.
Zeit, nach der die Daten empfangen oder gesendet werden. Minimale
Zykluszeit der SPS.
Logischer Name. Legt die Variablenzuweisung für verschiedene
Kommunikationskonfigurationen im Variableneditor fest.
Adresse für das Abfragen der Statusinformationen im Rahmen des
Verfahrens „Globale Daten“.
33002481 10/2019
Globale Daten (Publish / Subscribe)
Parameter
Multicast-Filterung
Beschreibung
Aktiviert ein Ethernet-Modul, das Multicast-Filterung unterstützt.
Wählen Sie im Dropdown-Menü Folgendes aus:
Keine: Sowohl GMRP als auch IGMP werden deaktiviert.
(Die Daten werden an alle Endgeräte im Netzwerk gesendet.)
GMRP
Stellen Sie sicher, dass Client, Server, Switches und Router
GMRP unterstützen und ermöglichen.
IGMP V1
Stellen Sie sicher, dass Client, Server, Switches und Router
IGMP unterstützen und ermöglichen.
Hinweis: Folgende Module unterstützten IGMP V1:
140 NOE 771 01 V4.4 oder höher
140 NOE 771 11 V4.4 oder höher
140 CPU 651 50/60 V2.7 oder höher
HINWEIS: Die Funktionen IGMP und Keine sind nur mit Unity ab
Version 4.1 verfügbar.
HINWEIS: Unity Pro ist die vorherige Bezeichnung von
Control Expert bis Version 13.1.
HINWEIS: Die Funktionsfähigkeitsbits werden von einer Quantum-PLC nicht aktualisiert, wenn sie sich im STOP -Modus befindet.
Folgende Abbildung zeigt den Dateneditor:
Parameterbeschreibung:
33002481 10/2019
209
Globale Daten (Publish / Subscribe)
Parameter
Name
Typ
Address
Globale Daten
Gruppe
ID
Beschreibung
Variablensymbole
Variablentyp
Variablenadresse
Typ der Globale-Daten-Variablen. Optionen: Nein/Publish/Subscribe
Gruppenname für die Zuweisung der Variablen der vorhandenen
Netzwerkbeschreibung. Bei der Erstellung der verschiedenen Ethernet-
Netzwerke wird hier eine logische Verbindung zwischen dem Netzwerk und der Variablenvereinbarung erstellt.
Variablen-ID
210
33002481 10/2019
Globale Daten (Publish / Subscribe)
Konfiguration der Globalen Daten (Publish/Subscribe) für NOE 771 x1 über das Web
Modellierung der Systemkonfiguration
Es gibt zwei Verfahren zur Konfiguration eines Systems:
Separate Konfiguration jedes Geräts
Konfigurieren Sie jedes Gerät einzeln über die Webseite (
siehe Seite 321
Konfiguration des
Dienstes "Globale Daten". Wiederholen Sie diesen Schritt für jedes Gerät im System. Da für jedes einzelne Gerät dieselben Informationen neu eingegeben werden müssen (u. U. bis zu 64mal), können Eingabefehler auftreten.
Kopieren der Konfiguration (bevorzugt)
Konfigurieren Sie alle Variablen-IDs, Symbole (Beschreibungen) und Längen auf einem NOE-
Modul. Laden Sie die Konfiguration auf Ihren PC hoch und von dort auf alle Geräte herunter.
Nehmen Sie anschließend kleinere Anpassungen an jedem Teilnehmer vor.
HINWEIS: Das Verfahren zum Kopieren der Konfiguration vermeidet Eingabefehler und ermöglicht die Überprüfung der Konfiguration sowie die Ermittlung, ob das System Ihren
Bedürfnissen gerecht wird, bevor die Konfiguration systemweit implementiert wird.
Bei diesem Verfahren müssen Sie die Variablen-ID, das Symbol (Beschreibung) und die Länge nur einmal eingeben, wodurch Konsistenz gewährleistet wird.
Wenn Ihre Planung abgeschlossen ist, befolgen Sie die nachfolgend unter Konfiguration Ihres
NOE-Moduls aufgeführten Schritte. Diese Schritte werden sowohl grafisch als auch in Textform angegeben.
33002481 10/2019
211
Globale Daten (Publish / Subscribe)
Dies sind die Schritte zur Konfiguration Ihres NOE-Moduls , dargestellt in Bildform:
Konfiguration des NOE-Moduls
Schritt Aktion
1 Wählen Sie ein NOE-Modul aus.
2
3
Rufen Sie mittels Ihres Browsers die Seite Konfiguration des Dienstes "Globale
Daten" dieses NOE-Moduls auf.
Folgen Sie diesen Links: | Konfiguration | Globale Daten |
Geben Sie die Variablen-IDs, Symbole (Beschreibung) und Längen der
Konfiguration ein.
212
33002481 10/2019
Globale Daten (Publish / Subscribe)
6
7
Schritt Aktion
4 Klicken Sie auf die Schaltfläche Konfiguration des Dienstes Globale Daten aktualisieren, um die Datei zu aktualisieren. Hierdurch wird die Datei glbdata.ini
generiert.
Nachfolgend ist der vollständige Pfad aufgeführt: ftp://NOE_IP_ADDRESS/wwwroot/conf/glbdata/glbdata.ini
Hinweis: Sie ersetzen NOE_IP_ADDRESS mit einer Adresse wie 192.168.000.010.
Sie erhalten die Adresse von Ihrem Systemadministrator.
5 Laden Sie mittels des FTP-Verfahrens die Datei glbdata.ini
auf einen PC hoch.
(Siehe nachfolgenden Abschnitt Hochladen einer glbdata.ini-Datei.)
Stoppen Sie jede SPS, bevor Sie die individuelle Anpassung durchführen.
8
Laden Sie unter Verwendung desselben Pfads die Datei glbdata.ini
in die anderen Geräte herunter. (Siehe nachfolgenden Abschnitt Herunterladen einer glbdata.ini-Datei.)
Verbinden Sie Ihren Web-Browser mit jedem Gerät, um die Startadresse und die
Publish / Subscribe-Einstellungen anzupassen.
HINWEIS: Die Seite "Konfiguration des Dienstes 'Globale Daten'" wird mit Daten aus der
Konfigurationsdatei glbdata.ini
gefüllt.
Hochladen einer glbdat.ini-Datei auf einen PC
Schritt Aktion
1 Geben Sie an der DOS-Eingabeaufforderung FTP und die IP-Adresse ein und betätigen Sie die Eingabetaste.
2 Geben Sie an der Benutzer-Eingabeaufforderung FTP Benutzername ein und betätigen Sie die Eingabetaste.
3 Geben Sie an der Passwort-Eingabeaufforderung Ihr FTP-Passwort ein und betätigen Sie die Eingabetaste.
4 Geben Sie an der FTP-Eingabeaufforderung cd wwwroot/conf/glbdata ein und betätigen Sie die Eingabetaste.
5 Geben Sie an der FTP-Eingabeaufforderung get ein und betätigen Sie die
Eingabetaste.
6 Geben Sie an der Lokaldatei-Eingabeaufforderung glbdata.ini ein und betätigen Sie die Eingabetaste.
7 Geben Sie an der Ferndatei-Eingabeaufforderung glbdata.ini ein und betätigen Sie die Eingabetaste.
33002481 10/2019
213
Globale Daten (Publish / Subscribe)
Herunterladen einer glbdat.ini-Datei auf ein anderes NOE-Modul
Schritt Aktion
1 Geben Sie an der DOS-Eingabeaufforderung FTP und die IP-Adresse ein und betätigen Sie die Eingabetaste.
2 Geben Sie an der Benutzer-Eingabeaufforderung den FTP-Benutzernamen ein und betätigen Sie die Eingabetaste.
3 Geben Sie an der Passwort-Eingabeaufforderung Ihr FTP-Passwort ein und betätigen Sie die Eingabetaste.
4 Geben Sie an der FTP-Eingabeaufforderung cd wwwroot/conf/glbdata ein und betätigen Sie die Eingabetaste.
5 Geben Sie an der FTP-Eingabeaufforderung put ein und betätigen Sie die
Eingabetaste.
6 Geben Sie an der Lokaldatei-Eingabeaufforderung glbdata.ini ein und betätigen Sie die Eingabetaste.
7 Geben Sie an der Ferndatei-Eingabeaufforderung glbdata.ini ein, und betätigen Sie die Eingabetaste.
Überprüfung des Systembetriebs
Schritt Aktion
1 Überprüfen Sie, ob alle SPS laufen.
2 Überprüfen Sie die Funktionsfähigkeit aller Variablen mittels der Seite Diagnose des
Dienstes "Globale Daten".
Folgen Sie diesen Links: | Diagnose | NOE-Diagnose | Globale Daten
214
33002481 10/2019
Quantum mit EcoStruxure™ Control Expert
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
33002481 10/2019
E/A-Verwalter
Kapitel 6
E/A-Verwalter
Einleitung
In diesem Kapitel werden die Fähigkeiten des E/A-Verwalters der Ethernet-Module beschrieben.
Inhalt dieses Kapitels
Dieses Kapitel enthält die folgenden Themen:
Thema
E/A-Abfragekonzepte
Konfiguration der Quantum-E/A-Abfrage
E/A-Scanner – Kontextmenü für das Kopieren/Ausschneiden/Einfügen
E/A-Abfrage mit mehreren Zeilen
Einführung in die Konfiguration von Advantys mit Control Expert
Einführung in die Konfiguration der PRM Master DTM
Einführung in die Konfiguration eines BMX PRA 0100 mit Control Expert
Fenster „Eigenschaft‟
Speichern einer Advantys-Konfiguration in einer Control Expert-Anwendung
Verwaltete Variablen
E/A-Scanner-Antwortzeiten: Dezentraler Eingang zu dezentralem Ausgang
Seite
33002481 10/2019
215
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
E/A-Abfragekonzepte
Einführung
Die E/A-Abfrage ist eine Funktion in einem Ethernet-Modul (NOE 771 00, -01, -11 und
CPU 651 x 0). Über eine Steuerung ermöglicht der E/A-Abfragedienst das wiederholte Lesen von abgefragten Geräten und das wiederholte Schreiben in diese Geräte.
Verwenden Sie die E/A-Abfrage, um Daten zwischen Netzwerkgeräten zu übertragen.
Konfigurieren Sie die E/A-Abfrage mithilfe des Programmiersoftwarepakets Schneider Electric’s von Control Expert. (Informationen zur Konfiguration der E/A-Abfrage anderer Stelle in diesem Handbuch aufgeführt.)
siehe Seite 221
HINWEIS: Wir empfehlen das Programmieren mit Wörtern, wenn Ihr Projekt sowohl Module vom
Typ 140 CPU 651 x 0 als auch MOdule vom Typ 140 NOE 771 01 in derselben Anwendung enthält. Da beide Module sehr spezifisch entwickelt wurden, erfolgt die Abtastung nach %I zwar ordnungsgemäß, die Daten werden aber in unterschiedlichen Programmiersprachen interpretiert.
Das NOE-Modul liest im IEC-Format und das Steuerungsmodul liest im LL984-Format.
Bits des Funktionsfähigkeitsblocks
Jedes Bit entspricht einem Eintrag in der E/A-Abfragetabelle. Jeder Eintrag in der Tabelle entspricht einem logischen Gerät.
Die Bits enthalten den Funktionsfähigkeitsstatus für das Modicon Quantum-E/A-Abfragegerät.
HINWEIS: Die Funktionsfähigkeitsbits werden von einer Quantum PLC nicht aktualisiert, wenn sie sich im STOP -Modus befindet.
Gerätesteuerungsblock
Deaktivieren Sie mit dem Gerätesteuerungsblock einen individuellen Eintrag/ein einzelnes Gerät in der E/A-Abfragetabelle. Aktivieren Sie hierzu das Kontrollkästchen und setzen Sie das zugehörige Bit im Gerätesteuerungsblock auf 1.
Wiederholungsrate-Schritt
Im Feld „Wiederholungsrate-Schritt“ geben Sie einen Zeitraum ein, nach dessen Ablauf das E/A-
Abfragegerät jeweils eine Abfrage an das Gerät senden soll.
E/A-Scanliste
Die E/A-Abfrageliste ist eine Konfigurationstabelle, die die Ziele angibt, mit denen eine wiederholte
Kommunikation zulässig ist. Während des SPS-Betriebs überträgt das Ethernet-Modul Daten zwischen den Registern der Steuerung so, wie in der E/A-Abfrageliste angegeben ist.
216
33002481 10/2019
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
Parameter für die E/A-Abfrage
In der folgenden Tabelle sind die Parameter der E/A-Abfrage beschrieben.
Parameter
Max.Anz. der Geräte
Maximale Anzahl
Eingangsworte
Maximale Anzahl
Ausgangsworte
Funktionsfähigkeits-Timeout-
Wert
Letzter Wert (Eingang)
IP-Adresse
Lokale und dezentrale
Register-Referenz
Wiederholungsrate
Wert
64: 140 NOE 771 00 (bis Version 2.2)
128: ausschließlich 140 NOE 771 00 (Version 3.0 oder höher),
140 NOE 771 01 und 140 NOE 771 11
128: 140 CPU 651 x0
4000
4000
Benutzerkonfiguriert: 1 bis 65535 in 1-ms-Inkrementen
Benutzerkonfiguriert (Null oder Halten)
Vom Benutzer konfiguriert
IP-Adresse des abgefragten Geräts (Slave-IP)
Vom Benutzer konfiguriert
Geräte-ID
Gateway/Bridge-Gerät
Betrieb über eine Bridge
Die Geschwindigkeit, mit der die Daten abgefragt werden, von 0 bis 65535 als Vielfaches von:
Wenn Sie Unity Pro V2.0 oder höher ausführen
140 NOE 771 01/11: 16 ms
140 CPU 651 x0: 10 ms
Wenn Sie Unity Pro V4.0 ausführen
140 NOE 771 01/11: 5 ms (min.), 200 ms (max.)
140 CPU 651 x0: 5 ms
Vom Benutzer konfiguriert
ID nur dann konfigurieren, wenn eine Bridge verwendet wird.
Um die Kompatibilität langsamerer TCP/IP-Netzwerkgeräte (d. h. Gateways und Bridges) mit dem E/A-Abfragegerät sicherzustellen:
Wählen Sie das Kontrollkästchen aus, um diese Funktion zu aktivieren.
Definiert ein neues Bit und setzt dieses auf den oberen Wert (1).
Heben Sie die Auswahl des Kontrollkästchens auf, um diese Funktion zu deaktivieren (Standardeinstellung). Definiert ein neues Bit und setzt dieses auf Null (0).
Modbus-Bridge: unterstützt
Modbus Plus-Bridge: unterstützt
An anderer Stelle in diesem Handbuch sind Informationen über die Antwortzeiten bei der E/A-
Abfrage für Hochleistungs-Kommunikationsmodule (
siehe Seite 249
33002481 10/2019
217
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
Verwenden des E/A-Abfragegeräts mit einem IP-Router
HINWEIS: Die E/A-Scanner in den Modulen 140 NOE 771 x1 und 140 CPU 651 x0 geben
Requests mit einem TTL-Wert (Time To Live) von 32 aus, der die Weiterleitung über zahlreiche
Router ermöglicht.
Gerätesteuerungsblock
Wichtige Informationen zur Verwendung des Gerätesteuerungsblocks:
Register
Deaktivieren von
Geräten
Zuordnen von
Gerätesteuerungsblock-
Bits zu E/A-Abfrage-
Eintragsnummern (Nr.)
Einstellen von Bits
Der Gerätesteuerungsblock besteht aus Registern mit je acht einzelnen Wörtern oder vier Doppelwörtern. Der Inhalt der Register wird im Speicher der Steuerung zugeordnet. Jedes Bit entspricht einem Eintrag in der Tabelle (siehe unten).
Jedes E/A-Abfragegerät kann deaktiviert werden. So deaktivieren Sie einzelne
Geräte:
1. Aktivieren Sie die Option "Gerätesteuerungsblock" auf der Registerkarte "E/A-
Abfrage" in Control Expert. (Platzieren Sie ein Häkchen in das Kästchen.)
2. Setzen Sie das entsprechende Bit auf "1".
Beachten Sie die Tabelle zum Zuordnen der Eintragsnummern zu Bits.
Jede Eintragsnummer entspricht einem logischen Gerät im Netzwerk.
Die Einstellung von Gerätesteuerungsblock-Bit hat folgende Bedeutung:
0 = Gerät ist aktiviert
1 = Gerät ist deaktiviert
Zuordnen von Gerätesteuerungsblock-Bits zu E/A-Abfrage-Eintragsnummern (Nr.)
Einzelwort (W)-
Register (%MD x :4)
W1
%MW
[x+1]
W2
%MW
[x+2]
Ta bel lenein trag
Nr.
Bit
Ta bel lenein trag
Nr.
Bit
1
15
17
15
2 3
14 13
18 19
14 13
4 5
12 11
20 21
12 11
6 7
10 9
22 23
10 9
8
8 7 6 5 4
24 500 26 27 28
8
9
7
10
6
11 12
5 4
13 14
3 2
29 30
3 2
15 16
1 0
31 32
1 0
218
33002481 10/2019
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
Einzelwort (W)-
Register (%MD x :4)
W3
%MW
[x+3]
Ta bel lenein trag
Nr.
Bit
33
W8
%MW
[x+8]
Ta bel lenein trag
Nr.
Bit
34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48
15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4
Wort 4 bis Wort 7 (Tabelleneintrag 49 bis
112)
3 2 1 0
113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128
15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1 0
HINWEIS: Bits werden von rechts nach links gezählt, beginnend mit Bit 0 (niederwertiges Bit).
Beispiele: Verwenden Sie zur Konfiguration von %MD1:4 als Gerätesteuerungsblock in der E/A-
Abfragetabelle %MW2, Bit 15, um den Tabelleneintrag 1 zu aktivieren bzw. zu deaktivieren.
Verwenden Sie %MW3, Bit 15, um den Tabelleneintrag 17 zu aktivieren bzw. zu deaktivieren.
HINWEIS: Quantum- und Premium-Koprozessoren folgen dem Verhalten des Steuerbits des
Premium Ethernet-Moduls.
Doppelwort (DW)-
Register (%MD x :4)
DW1
%MD x[0]
Ta bel lenein trag
Nr.
Bit
1
31
2 3
30 29
4 5
28 27
6 7 8 9
26 500 24 23
10 11
22 21
12 13
20 19
14 15
18 17
16
16
33002481 10/2019
219
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
Doppelwort (DW)-
Register (%MD x :4)
DW2
%MD x[1]
DW
%MD x[4]
Ta bel lenein trag
Nr.
Bit
Ta bel lenein trag
Nr.
Bit
Ta bel lenein trag
Nr.
Bit
17
15
33
14 13
34 35
12 11
36 37
10 9
38 39
8 7
40 41
6 5
42 43
4 3
44 45
2 1
46 47
0
48
31 30 29 28 27 26 500 24 23 22 21 20 19
Wort 3 bis Wort 4 (Tabelleneintrag 49 bis
112)
18 17 16
113 114 115 116 117 118 119 120 12 122 123 124 125 126 127 128
15
18 19
14 13
20 21
12 11
22 23
10 9
24 500 26 27
8 7 6 5
28 29
4 3
30 31
2 1
32
0
HINWEIS: Bits werden von rechts nach links gezählt, beginnend mit Bit 0 (niederwertiges Bit).Um beispielsweise %MD1:4 als Gerätesteuerungsblock in der E/A-Abfragetabelle zu konfigurieren, verwenden Sie %MD1[0], Bit 31, um Tabelleneintrag 1 zu aktivieren bzw. zu deaktivieren.
Verwenden Sie %MD1[1], Bit 15, um Tabelleneintrag 17 zu aktivieren bzw. zu deaktivieren.
220
33002481 10/2019
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
Konfiguration der Quantum-E/A-Abfrage
Das Konfigurationsfenster „E/A-Abfrage“
Durch einen Klick auf die Registerkarte E/A-Abfrage im Konfigurationsfenster des Ethernet-Moduls wird das Fenster E/A-Abfrage geöffnet:
HINWEIS: Diese Abbildung zeigt die E/A-Abfragedienste für ein Modul des Typs 140 NOE 771 01 oder -11. Das Fenster E/A-Abfrage für das Modul CPU 651 x0 fällt leicht unterschiedlich aus. In diesem Fenster wird kein Funktionsfähigkeitsblock angezeigt.
Funktionsfähigkeitsblock (Statusblock)
Über das Feld Funktionsfähigkeitsblock (Nr. 1 in der voranstehenden Abbildung) können Sie das erste Wort oder Bit in einer Statustabelle (Funktionsfähigkeitstabelle) definieren. Diese Tabelle kann bis zu 8 Wörter (%IW) oder 128 Bits (%I) lang sein. Jedes Bit in der Tabelle stellt den Status eines einzelnen Geräts dar. Die Tabelle unten zeigt, wie die Bits abhängig vom verwendeten
Datentyp angezeigt werden:
Bit
1
2
...
16
17
Datentyp
%I
%I1
%I2
%I16
%I17
%IW
%IW1.15
%IW1.14
%IW1.0
%IW2.15
33002481 10/2019
221
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
Standardmäßig umfasst die Tabelle Wörter ab %IW1.0. Wenn Sie die Tabelle auf Bits umstellen möchten, müssen Sie einen Wert %I in 16er-Schritten (%I1, %I16, %I32 usw.) angeben.
HINWEIS: Das Feld Funktionsfähigkeitsblock ist nur für NOE 771 00, -01 und -11 verfügbar. Für das Modul CPU 651 x0 steht es nicht zur Verfügung.
HINWEIS: Für Sicherheitsüberwachungsanwendungen wird der Funktionsfähigkeitsblock nicht
%I/%IW, sondern %M/%MW aus dem UMA-Bereich zugeordnet.
Gerätesteuerungsblock
Über den Gerätesteuerungsblock (Nr. 2 in der vorherigen Abbildung) können Sie ein beliebiges abgefragtes Gerät deaktivieren, indem Sie ein dem Gerät zugeordnetes Bit auf 1 setzen. Das E/A-
Abfragegerät schließt die Verbindung und setzt das Funktionsfähigkeitsbit auf 0 (Status „Nicht funktionsfähig“).
Um den Gerätesteuerungblock zu aktivieren, wählen Sie das Kontrollkästchen im Konfigurations fenster der E/A-Abfrage aus (Nr. 2 in der vorherigen Abbildung).
HINWEIS: Zur Aktivierung des Gerätesteuerungsblocks müssen Sie folgende Versionen verwenden:
Control Expert ab V2.0
140 NOE 771 01 oder 140 NOE 771 11 ab Version 3.5
140 CPU 651 x0 ab Version 2.0
Wenn Sie versuchen, den Gerätesteuerungsblock mit einer älteren Firmware-Version zu aktivieren, wird der Dienst „E/A-Abfrage“ deaktiviert.
Wenn das Kontrollkästchen nicht aktiviert ist, wird der Dienst „E/A-Abfrage“ zwar aktiviert, Sie können die E/A-Abfrage jedoch nicht für einzelne Geräte deaktivieren.
Die Deaktivierung der E/A-Abfrage über den Gerätesteuerungsblock entspricht dem Trennen der
Kommunikation zwischen Abfragegeräten und abgefragtem Gerät.
Aus diesem Grund wird Folgendes ausgeführt:
Die Fehlerpositionen werden vom Abfragegerät auf die Eingänge angewendet.
Die Kommunikation mit dem Gerät wird angehalten.
Alle Einträge in den IN- und OUT-Tabellen werden weiterhin bei jedem Abfragevorgang zwischen der CPU und dem Abfragegerät übertragen.
Daraus ergibt sich, dass bei einer Änderung eines an einen Eingang angeschlossenen %MWi dieses %MWi durch die Werte überschrieben wird, die im nächsten Zyklus vom E/A-Abfragegerät eingehen (entweder durch 0 oder durch den letzten Eingangswert).
Es ist möglich (aber nicht sinnvoll), auf die mit den Ausgängen verbundenen %MW zuzugreifen, da diese nicht an das Gerät übertragen werden.
Wiederholungsrate-Schritt
Der Wiederholungsrate-Schritt (Nr. 3 in der voranstehenden Abbildung) ist ein Einstellungswert, der einem Vielfachen des Werts 5 ms (Mindestwert) entspricht. Höchstwert ist 200 ms.
222
33002481 10/2019
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
In der Spalte Wiederholungsrate (ms) geben Sie ein Zeitintervall ein, durch das Sie festlegen, wie oft das E/A-Abfragegerät nach Ablauf des angegebenen Zeitintervalls jeweils eine Abfrage an das
Gerät sendet.
HINWEIS: Die Wiederholungsrate (ms) in der E/A-Abfragetabelle ist ein Vielfaches der im Feld
Wiederholungsrate-Schritt angezeigten Rate. Die tatsächlich durch den Dienst „E/A-Abfrage“ ausgeführte Wiederholungsrate wird in der Spalte Wiederholungsrate (ms) angezeigt.
HINWEIS: Wenn ein Eintrag in der Spalte Wiederholungsrate (ms) kein Vielfaches des angegebenen Wiederholungsrate-Schritts ist, wird er auf das nächste Vielfache des im Feld
Wiederholungsrate-Schritt angegebenen Werts aufgerundet.
Wenn die Eingabe im Feld Wiederholungsrate-Schritt beispielsweise dem Wert 5 entspricht und
Sie in der Spalte Wiederholungsrate den Wert 7 eingeben, wird die 7 auf den Wert 10 aufgerundet; wenn Sie den Wert im Feld Wiederholungsrate-Schritt zu 6 ändern und in der Spalte Wiederho lungsrate den Wert 7 eingeben, wird dieser Wert auf 12 aufgerundet.
Parameter in der E/A-Abfragetabelle
In der unten stehenden Tabelle werden die Parameter der E/A-Abfragetabelle beschrieben:
Parameter
Eintragsnr.
IP-Adresse
Gerätename
Geräte-ID
Beschreibung
Die erste Spalte; diese weist keinen Namen auf.
Gültiger Bereich: 1 bis 128
Jeder Eintrag entspricht einer E/A-Abfrage über das Netzwerk.
Die IP-Adresse des abgefragten Ethernet-Slave-Geräts.
Zur Konfiguration eines Geräts (Advantys-Island oder DTM) klicken Sie auf die Schaltfläche .... Dadurch wird das Dialogfeld
Eigenschaft
( siehe Seite 240 ) geöffnet, über das die Software
zur Gerätekonfiguration gestartet werden kann.
Eine Einführung in diesen Vorgang für Advantys finden Sie hier
Eine Einführung in diesen Vorgang für DTMs finden Sie im FDT-
Container (siehe EcoStruxure™ Control Expert, Betriebsarten) .
HINWEIS: Bei geöffnetem Dialogfeld Eigenschaft kann die E/A-
Abfrage nicht bearbeitet werden.
Über dieses Feld wird die Slave-Adresse des Geräts, das an das
Ethernet/Modbus-Gateway angeschlossen ist, der IP-Adresse des jeweiligen Gateways zugeordnet.
Gültiger Wertebereich: 1 bis 255
Standardwert: 255
HINWEIS:
Beim Einsatz einer Bridge geben Sie den Bridge-Index (1 bis
255) in dieses Feld ein.
Wenn Sie die E/A-Abfragekonfiguration von einem
140 NOE 771 •• auf ein 140 NOC 771 •• übertragen, müssen
Sie die Unit-ID auf einen Wert zwischen 1 und 254 einstellen.
Beispiel
192.168.1.100
MySTB1 oder
Master_PRM_DTM_10
255
33002481 10/2019
223
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
Parameter
Slave-Syntax
Beschreibung
In diesem Dropdown-Menü können Sie die Art der Anzeige für die Werte RD Slave-Ref. (Lesen) und WR Slave-Ref.
(Schreiben) bestimmen. 4 Anzeigetypen stehen zur Auswahl:
Index: 100
Modbus: 400101
(Modbus-Register)
IEC 0: %MW100
M340- und Premium-SPS-Slaves
Funktionsfähigkeit-
Timeout (ms)
Wiederholungsrate
(ms)
IEC 1: %MW101
Quantum PLC-Slaves
In diesem Feld wird das maximale Zeitintervall für den Zeitraum zwischen den Antworten eines dezentralen Geräts definiert.
Nach Ablauf dieses Zeitraums werden die empfangenen Daten ungültig. Das Funktionsfähigkeit-Timeout sollte länger sein als die Wiederholungsrate (ms).
Für ein Quantum NOE Ethernet-Modul muss sie darüber hinaus die CPU-Zykluszeit überschreiten.
Für das Funktionsfähigkeit-Timeout gilt:
Wertebereich: 0 ms bis 65535 ms
Intervall: 1 ms
Die Rate, mit der Daten abgefragt werden, von 0 bis 65535, als
Vielfaches des Wiederholungsrate-Schritts.
Wenn Sie Unity Pro V3.1 oder früher mit folgenden Firmware-
Versionen verwenden:
140 NOE (V4.0 oder früher): 16 ms
CPU (V2.5 oder früher): 10 ms
Wenn Sie Unity Pro V4.0 oder höher mit folgenden Firmware-
Versionen verwenden:
140 NOE (V4.3 oder höher): 5 - 200
CPU (V2.6 oder höher): 5 - 200 ms
HINWEIS: Unity Pro ist die vorherige Bezeichnung von
Control Expert bis Version 13.1.
RD-Master-Objekt* Zieladresse in der Master-SPS (PLC), an der die neu eingelesenen Informationen jedes Geräts gespeichert werden.
RD Slave-Ref.** Quelladressindex im Slave/dezentralen Gerät
RD-Länge Anzahl der zu lesenden Wörter
Beispiel
Index (Standardwert)
1500 ms
60 ms
%mw10
Das Format dieses Werts ist von der Slave-Syntax abhängig:
Index: 5
Modbus: 400006
IEC 0: %MW5
IEC 1: %MW6
10
224
33002481 10/2019
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
Parameter
Letzter Wert
(Eingang)
Beschreibung
In diesem Feld wird das Verhalten der Eingänge bei einem
Zugriffsfehler in Bezug auf die dezentralen Geräte konfiguriert
(Beispiel: Nicht funktionsfähiges Netzwerk oder
Gerätespannungsversorgung usw.):
Auf 0 setzen: Im Fehlermodus Zurücksetzen auf 0
Letzten beibehalten: Letzten Wert beibehalten
Beispiel
Letzten beibehalten
HINWEIS: Wenn Sie in einem 140 CPU 651 •0
Coprozessor ‚Letzten beibehalten‘ auswählen, können die Eingangsdaten auf 0 zurückfallen, wenn die
Funktionsfähigkeitsbits der
E/A-Abtastung NICHT OKAY sind. Stellen Sie sicher, dass die Funktionsfähigkeitsbits der E/A-Abtastung gültig sind
(OK=1), bevor Sie das
Ethernet-Kabel entfernen, um den letzten Wert zu halten.
%mw20 WR-Master-
Objekt*
WR Slave-Ref.**
Quelladresse der Master-SPS (PLC), deren Daten in den Slave bzw. in das dezentrale Gerät geschrieben werden.
Schreibvorgänge werden immer auf der Wortebene durchgeführt.
Die Adresse des ersten in den Slave bzw. das dezentrale Gerät geschriebenen Worts.
Das Format dieses Werts ist von der Slave-Syntax abhängig:
Index: 1
Modbus: 400002
IEC 0: %MW1
IEC 1: %MW2
WR-Länge
Gateway/Bridge-
Gerät
Anzahl der zu schreibenden Wörter
Um die Kompatibilität langsamerer TCP/IP-Netzwerkgeräte
(d. h. Gateways und Bridges) mit dem E/A-Abfragegerät sicherzustellen:
Wählen Sie das Kontrollkästchen aus, um diese Funktion zu
aktivieren. Definiert ein neues Bit und setzt dieses auf den oberen Wert (1).
Heben Sie die Auswahl des Kontrollkästchens auf, um diese
Funktion zu deaktivieren (Standardeinstellung). Definiert ein neues Bit und setzt dieses auf Null (0).
10
Beschreibung Zusätzliche Informationen
*Master bezeichnet die Client-SPS (PLC), die die Anforderung ausgibt.
**Slave bezeichnet den Server, aus dem die Daten ausgelesen oder in den die Daten geschrieben werden.
HINWEIS: Weitere Informationen finden Sie unter Kontextmenü für
Kopieren/Ausschneiden/Einfügen (
siehe Seite 226
HINWEIS: Siehe weitere Informationen zur E/A-Abfrage mit mehreren Zeilen (
siehe Seite 228
33002481 10/2019
225
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
E/A-Scanner – Kontextmenü für das Kopieren/Ausschneiden/Einfügen
Auf einen Blick
Mit einem Rechtsklick auf eine Zeile in der Tabelle des IE/A-Scanners öffnen Sie das E/A-
Scanner-Kontextmenü. Verwenden Sie dieses Menü zum Durchführen allgemeiner Operationen auf den Zeilen der Tabelle E/A-Scanner, wie z. B. das Löschen eines Geräts, das
Kopieren/Einfügen, das Ausschneiden/Einfügen, das Einfügen einer neuen Zeile usw.
Kontextmenü
Die nachstehende Abbildung zeigt das Kontextmenü des E/A-Scanners:
226
In der nachfolgenden Tabelle werden die verschiedenen Menüfunktionen beschrieben:
Menüelement
Gerät löschen
Zeile(n) ausschneiden
Zeile(n) kopieren
Beschreibung
Bei einer ACS- oder PRA-Konfiguration wird über das Menüelement
Gerät löschen der Gerätename mit allen zugehörigen Daten (und verknüpften ACS-Symbolen) permanent gelöscht.
Bei einem PRM-Master-DTM wird die Verknüpfung zur Tabelle des
E/A-Scanners gelöscht.
HINWEIS: Durch das Löschen der PRM-Master-DTM-Verknüpfung aus der E/A-Scanner-Tabelle wird der entsprechende DTM nicht aus der Verbindungsstruktur in DTM-Browser gelöscht.
Über das Menüelement Zeile(n) ausschneiden werden ausgewählte
E/A-Scannerzeilen kopiert und gelöscht. Die Zeilen werden ohne den
Gerätenamen kopiert.
Bei einer ACS- oder PRA-Konfiguration werden der Gerätename und alle zugehörigen Daten (und verknüpften ACS-Symbole) permanent gelöscht.
Bei einem PRM-Master-DTM wird die Verknüpfung zwischen DTM und E/A-Scanner--Tabellenzeile gelöscht.
Über das Menüelement Zeile(n) kopieren werden die ausgewählten
Zeilen ohne den Gerätenamen kopiert.
33002481 10/2019
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
Menüelement
Zeile(n) einfügen
Beschreibung
Über das Menüelement Zeile(n) einfügen werden in Abhängigkeit von der Zielzeile zwei Aktionen durchgeführt:
Wenn die Zeile leer ist, füllt das Menüelement die Zeile mit der kopierten Zeile (ohne einen Gerätenamen).
Wenn die Zeile nicht leer ist, ersetzt das Menüelement die Zeile durch die kopierte Zeile (ohne einen Gerätenamen).
Beachten Sie, dass dabei gleichzeitig die Gerätenamen-
Verknüpfung mit der E/A-Abfrage-Tabelle sowie, für eine ACS- oder PRA-Konfiguration, alle zugehörigen Daten (und verknüpften
ACS-Symbole) der alten Zeile permanent gelöscht werden, bevor diese durch die kopierte Zeile ersetzt wird.
Kopierte Zeile(n) einfügen
Über das Menüelement Kopierte Zeile(n) einfügen) wird die kopierte
Zeile zwischen der ausgewählten Zeile und der direkt darüberliegenden Zeile eingefügt.
Beachten Sie bei ACS- oder DTM-Konfigurationen, dass die
Synchronisation aller darunterliegenden Zeilen aufgehoben wird. Zum
Synchronisieren dieser Zeilen müssen Sie das
Gerätekonfigurationstool öffnen und schließen und anschließend eine
Aktualisierung im Fenster Eigenschaft
( siehe Seite 240 ) ausführen.
Leere Zeile einfügen Über das Menüelement Leere Zeile einfügen wird eine leere Zeile
über der ausgewählten Zeile eingefügt.
Durch das Einfügen einer leeren Zeile wird die Synchronisierung der
Geräte unterhalb dieser Zeile nicht aufgehoben. Wird diese Zeile jedoch für ein neues Gerät benutzt, dann wird in Abhängigkeit von der benötigten Wortanzahl die Synchronisation der Geräte unterhalb dieser Zeile doch aufgehoben.
Alle Zeilen bündeln Über das Menüelement Alle Zeilen bündeln werden alle leeren Zeilen vom Anfang der Tabelle E/A-Scanner bis zur letzten nicht leeren Zeile der Tabelle entfernt.
33002481 10/2019
227
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
E/A-Abfrage mit mehreren Zeilen
Auf einen Blick
Modbus-Austauschvorgänge sind auf ein Maximum von 125 Eingangswörtern und
100 Ausgangswörtern beschränkt. Wenn eine Anwendung für ein Gerät einen Austauschvorgang mit mehr als dieser vorgegebenen Anzahl von Wörtern durchführen muss, kann mehr als eine E/A-
Abfrage-Zeile verwendet werden: Mehrere Zeilen für ein Gerät.
Wenn die Länge die zulässige Anzahl für einen Modbus-Austauschvorgang übersteigt, wird der
Wert in 2 oder mehr Modbus-Austauschvorgänge aufgeteilt. Für jeden Modbus-Austauschvorgang mit der PLC werden neue Zeilen erstellt.
Die folgende E/A-Abfrage-Tabelle fungiert als Beispiel für die Verwendung mehrerer Gerätezeilen:
HINWEIS: Dieses Beispiel zeigt eine Advantys-Insel, DTM- und PRA-Geräte verhalten sich jedoch identisch.
Beispiel für die Konfiguration der Länge mehrerer Zeilen
In diesem Beispiel enthält die erste E/A-Abfrage-Zeile (Hauptzeile) alle Informationen für den
Austausch mit dem Gerät, einschließlich der Summen für die RD Länge und die WR Länge.
Die zweite Zeile enthält die spezifischen Wortlängen (125 und 100), die erforderlich sind, damit eine Verwendung für einen Teil der Austauschvorgänge möglich ist.
Zeile 2 erfordert eine RD Länge von 300 Wörtern und eine WR Länge von 110 Wörtern. Wie viele zusätzliche Zeilen sind erforderlich?
RD Länge = 300/125 = 2,72 = 3 Zeilen sind erforderlich.
WR Länge = 110/100 = 1,10 = 2 Zeilen sind erforderlich.
Die höhere der beiden Zahlen wird verwendet:
Drei Zeilen sind für die RD Länge erforderlich: 125 Wörter, 125 Wörter, 50 Wörter für insgesamt
300 Wörter.
Die 3 Zeilen für die WR Länge entsprechen: 100 Wörter, 10 Wörter, 0 Wörter für insgesamt
110 Wörter.
Zeile 2, Zeile 3 und Zeile 4 entsprechen den Modbus-Austauschabfragen.
228
33002481 10/2019
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
Wenn mehrere Zeilen verwendet werden, lassen sich nur die Spalten RD Länge und WR Länge dieser neuen Zeilen bearbeiten. Bei einer Verwendung von Advantys oder DTM werden die RD
Länge und die WR Länge vorgegeben und die entsprechenden Werte können in der E/A-Abfrage-
Tabelle geändert werden.
HINWEIS: Es ist nicht notwendig, einen Gerätenamen für die Verwendung mehrerer Zeilen zu definieren.
In einer E/A-Abfrage-Tabelle ist insgesamt folgende Wortanzahl zulässig:
4 KW für erweiterte Premium- und für Quantum-Netzwerke
2 KW für Premium ETY- und M340 NOE-Module
Zeilenlänge für Variablen mit mehreren Wörtern
Wenn Sie Variablen mit zwei oder mehr Wörtern verwenden, müssen die RD Länge und die WR
Länge angepasst werden, so dass eine Variable nicht von einer E/A-Abfrage-Zeile auf die nächste läuft. Da die beiden neu erstellten Zeilen zwei voneinander unabhängige Modbus-Austausch vorgänge bewirken, können diese ohne eine Synchronisation an das Gerät gesendet werden. Die
Variablen können die falschen Werte erhalten (wenn die beiden Zeilenabschnitte zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt eingehen). Für bestimmte abgefragte Zeilen kann es notwendig sein, eine RD Länge < 125 und eine WR Länge < 100 zu verwenden, damit die Variablen auf einer einzigen Austauschzeile erscheinen.
WARNUNG
UNERWARTETES SYSTEMVERHALTEN
Stellen Sie sicher, dass Variablen mit mehreren Wörtern auf einer einzigen E/A-Abfrage-Zeile erscheinen, um das Senden von Abschnitten einer Variablen in zwei nicht synchronisierten E/A-
Abfrage-Modbus-Austauschvorgängen zu vermeiden.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Verletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.
33002481 10/2019
229
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
Einführung in die Konfiguration von Advantys mit Control Expert
Einführung
Die Advantys Configuration Software (ACS) ist in Control Expert integriert. Somit können Sie
Advantys STB- und OTB-Inseln über die Control Expert-Registerkarte E/A-Abfrage konfigurieren.
Konfigurieren einer Advantys-Insel
WARNUNG
UNERWARTETES VERHALTEN DES SYSTEMS
Starten Sie ACS grundsätzlich über Control Expert, um die Variablen und Daten zwischen
Control Expert und ACS zu synchronisieren.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Verletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.
WARNUNG
UNERWARTETES VERHALTEN DES SYSTEMS
Stoppen Sie die SPS vor der Übertragung einer ACS-Konfiguration und/oder der Übertragung von E/A-Abfrageänderungen.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Verletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.
Im Folgenden wird die Vorgehensweise zum Konfigurieren einer Advantys STB- oder OTB-Insel beschrieben:
Schritt
1
2
3
4
5
Aktion
Öffnen Sie den Bildschirm für die Ethernet-
Netzwerkkonfiguration.
Ergebnis
Wählen Sie im Bereich Moduldienste JA für die E/A-Abfrage.
Wählen Sie die Registerkarte E/A-Abfrage.
Das Fenster E/A-Abfrage wird geöffnet.
Geben Sie auf einer freien Zeile die IP-Adresse für die
Verbindung an, die Sie für die Kommunikation mit der
Advantys-Insel verwenden möchten.
Geben Sie auf der gleichen Zeile die RD-Länge und die WR-
Länge ein. Bei der Längenangabe ist die voraussichtliche
Advantys-Konfiguration zu berücksichtigen.
230
33002481 10/2019
Schritt
6
7
8
9
10
11
12
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
Aktion
Validieren Sie das Fenster E/A-Abfrage.
Klicken Sie auf die Schaltfläche ... (neben der Zelle
Gerätename auf der gleichen Zeile).
Ergebnis
Das Feld Eigenschaft
wird geöffnet.
Wählen Sie STB oder OTB im Dropdown-Menü Gerätetyp.
Geben Sie einen Gerätenamen (entsprechend den
Benennungsregeln
Sie haben 2 Möglichkeiten:
1. Wenn Sie ACS jetzt starten, um eine Insel zu konfigurieren, klicken Sie auf Advantys Configuration
Software starten.
Klicken Sie im Nachrichtenfeld „ bestätigen‟ auf starten.
Ja .
ACS später öffnen:
Gerätename und -typ bestätigen ‟ auf Ja; weiter mit Schritt 11.
2. Wenn Sie die Advantys-Insel später konfigurieren möchten, klicken Sie auf OK.
Klicken Sie im Nachrichtenfeld „Gerätename und -typ
Führen Sie den Schritt 7 aus.
Klicken Sie auf Advantys Configuration Software
Nach dem Starten von ACS können Sie die Advantys-Insel konfigurieren.
Ergebnisse für 1. und 2.:
Ein Control Expert-
„
Nachrichtenfeld wird geöffnet:
Gerätename und Gerätetyp können nicht mehr geändert
werden. Bestätigen Sie diesen Gerätenamen und typ?
”
Der Gerätetyp und der
Gerätename werden geprüft und gespeichert.
Das Feld Eigenschaft wird geschlossen.
HINWEIS: Solange ACS geöffnet ist, ist das Ethernet-
Fenster gesperrt und kann nicht bearbeitet werden. Andere
Control Expert-Dienste lassen sich jedoch weiterhin bearbeiten.
HINWEIS: Das Feld Benutzerdefiniertes Etikett muss ausgefüllt werden E/A-Bild . Andernfalls wird die
Advantys-Variable nicht dem Control Expert Dateneditor hinzugefügt.
Nach dem Generieren und Validieren der Advantys-Insel schließen Sie ACS.
Es erscheint die Control Expert-
Nachricht „ Möchten Sie die
Symbole jetzt aktualisieren??
‟
33002481 10/2019
231
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
Schritt
13
14
15
16
17
18
Aktion
Sie haben 2 Möglichkeiten:
1. Klicken Sie im Nachrichtenfeld „ weiter mit Schritt 14.
Aktualisieren ‟ auf Ja;
2. Klicken Sie im Nachrichtenfeld „
Sie kehren zum Fenster E/A-Abfrage zurück, ohne dass die Ja-Ergebnisse ausgeführt werden..
Sie möchten die Advantys-Symbole zu einem späteren
Aktualisieren
Zeitpunkt in Control Expert aktualisieren:
Führen Sie den Schritt 7 aus.
” auf Nein.
Klicken Sie im Feld Eigenschaft auf Aktualisieren; weiter mit Schritt 14.
Die Konfiguration der Advantys-Insel wird mit Control Expert synchronisiert.
Im Anschluss an die Synchronisierung kehren Sie zum
Fenster E/A-Abfrage zurück. Der Gerätename erscheint jetzt in schwarz.
Erstellen Sie Ihre Control Expert-Anwendung.
Stoppen Sie die SPS.
Übertragung:
Control Expert-Anwendung an die SPS
STB- oder OTB-Konfiguration mit ACS in der Advantys-
Insel
Führen Sie Ihre Anwendung in der SPS aus.
Ergebnis
Sie haben auf Nein geklickt:
Sie kehren zum Fenster E/A-
Abfrage zurück, ohne dass die Ergebnisse in Schritt 14 ausgeführt werden.
Der Gerätename erscheint im
Fenster E/A-Abfrage in rot.
Das bedeutet, dass die
Konfiguration der Insel nicht mit Control Expert synchronisiert wurde.
Ergebnis:
Die Änderungen der
Advantys-Insel werden mit der Control Expert-
Anwendung synchronisiert.
Die Advantys-Inselsymbole
werden in den Control Expert-
Dateneditor importiert.
Der Advantys Gerätename erscheint im Fenster E/A-
Abfrage in schwarz. Das bedeutet, dass die
Konfiguration der Insel synchronisiert ist.
232
33002481 10/2019
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
Kopieren einer vorhandenen Insel
So kopieren Sie eine vorhandene Advantys-Inseldatei (*.isl) in eine neue Advantys-
Inselkonfiguration:
Schritt
1
2
3
4
5
Aktion
Öffnen Sie von Control Expert ausgehend eine neue Advantys-Insel in ACS.
Wählen Sie in der ACS das Menü Datei → Inselinhalte kopieren.
Wählen Sie im Fenster Insel öffnen, die zu kopierende Inseldatei (*.isl).
Klicken Sie im Nachrichtenfeld „Möchten Sie fortfahren?‟ auf Ja.
Mit der Nachricht „Die Inseldatei wurde gespeichert.‟ im Protokollfenster wird angezeigt, dass der Vorgang erfolgreich durchgeführt wurde.
Kopieren einer Inseldatei in ein neues Verzeichnis
So kopieren Sie eine Advantys-Inseldatei (*.isl) in ein neues Verzeichnis:
Schritt
1
2
3
4
Aktion
Öffnen Sie in ACS eine Inselkonfiguration, z. B. STB1.
Wählen Sie das Menü Datei => STB1-Inhalte kopieren
Wählen Sie im Fenster STB1.isl kopieren in das Zielverzeichnis.
Mit der Nachricht „Eine Kopie der Inseldatei wurde unter einem anderen Namen gespeichert.‟ im Protokollfenster wird angezeigt, dass der Vorgang erfolgreich durchgeführt wurde. Der Name ist neu, weil der Pfad geändert wurde.
33002481 10/2019
233
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
Einführung in die Konfiguration der PRM Master DTM
Einführung
Der PRM-Bus-Master verwendet das Control Expert E/A-Abfragegerät zum Kommunizieren mit der CPU über einen Ethernet-Port. Dazu ist die Konfiguration der PRM-Master-DTM in der Control
Expert Ethernet-Registerkarte E/A-Abfrage.
Konfigurieren einer PRM Master DTM
Im Folgenden wird die Konfiguration einer PRM-Master-DTM im E/A-Abfragegerät beschrieben:
Schritt
1
2
3
6
7
4
5
8
9
10
11
12
13
14
Aktion
Installieren Sie den PRM-Master-DTM auf dem Host-PC.
HINWEIS: Im Anschluss an die Installation neuer DTMs muss der Hardwarekatalog aktualisiert werden.
Fügen Sie eine neue PRM-Master-DTM in der Konnektivitätsstruktur vom DTM-Browser hinzu, und verwenden Sie dazu den Kontextdienst Geräte-Menü.
Wählen Sie im DTM-Browser die Option PRM-Master und verwenden Sie die Kontextfunktion
Gerätemenü zum Öffnen des DTM-Fensters PRM Offline Parameter .
Geben Sie im Bereich Allgemeine Einstellungen die IP-Adresse des PRM-Geräts ein.
Öffnen Sie im Konfigurationseditor die Registerkarte E/A-Abfrage.
Wählen Sie im Bereich Moduldienste JA für die E/A-Abfrage.
Wählen Sie die Registerkarte E/A-Abfrage.
Ergebnise: Der Konfigurationseditor E/A-Abfrage wird geöffnet.
Geben Sie auf einer freien Zeile die IP-Adresse für die Verbindung an, die Sie für die
Kommunikation mit dem PRM Bus Master verwenden möchten.
Geben Sie die korrekten Werte für die Parameter Lese-Ref. und Schreib-Ref. an.
Geben Sie die RD-Länge und WR-Länge auf der IP-Adresszeile ein (unter Berücksichtigung der
Einschränkungen für die Lese-Ref. und die Schreib-Ref.).
HINWEIS: Die Längenangaben müssen der zu erwartenden Konfiguration von PRM Master
DTM und den untergeordneten DTMs (Teilknoten) entsprechen.
Validieren Sie das Fenster E/A-Abfrage.
Klicken Sie auf ... (neben der Zelle Gerätename).
Ergebnis: Das Feld Eigenschaft ( siehe Seite 240 )
wird geöffnet.
Wählen Sie DTM im Dropdown-Menü Gerätetyp.
Wählen Sie das Protokoll DTM-Protokoll im Dropdown-Menü.
234
33002481 10/2019
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
Schritt
15
16
17
18
19
20
21
22
23
Aktion
Wählen Sie ein PRM Master DTM im Dropdown-Menü DTM-Name.
Klicken Sie auf OK, um die ausgewählten Optionen zu bestätigen.
Ergebnis:
Der Gerätetyp, das Geräteprotokoll und der Gerätename werden geprüft und gespeichert.
Das Feld Eigenschaft wird geschlossen.
Aktualisieren Sie die Zeile E/A-Abfrage. Weitere Informationen finden Sie unter Aktualisieren der
E/A-Abfrage für eine PRM Master DTM ( siehe Seite 235 )
.
Erstellen Sie Ihre Control Expert-Anwendung.
Beenden Sie die SPS.
Übertragen Sie die Control Expert-Anwendung auf die SPS.
In the DTM-Browser mit der rechten Maustaste auf PRM Master und wählen Sie die Funktion
Verbinden.
Klicken Sie in DTM-Browser mit der rechten Maustaste auf PRM Master und wählen Sie die
Funktion Daten auf Gerät speichern.
Führen Sie Ihre Anwendung in der SPS aus.
Aktualisieren der E/A-Abfrage für eine PRM Master DTM
Im Folgenden wird die Aktualisierung der E/A-Abfrage für eine PRM Master DTM beschrieben:
Schritt
1
2
3
4
Aktion
Konfigurieren und Validieren des PRM Bus Masters im DTM-Browser mithilfe der Option Gerät im Kontextmenü.
Öffnen Sie im Konfigurationseditor die Registerkarte E/A-Abfrage.
Klicken Sie auf die Schaltfläche ... (neben der Zelle Gerätename der zu aktualisierenden PRM
Master DTM).
Klicken Sie im geöffneten Feld Eigenschaft
Ergebnis:
( siehe Seite 240 ) auf Aktualisieren.
Die Änderungen der PRM Master DTM werden mit der Control Expert-Anwendung synchronisiert.
Die Symbold der PRM Master DTM werdeni nden Control Expert-Dateneditor importiert.
Der DTM-Name erscheint im Fenster E/A-Abfrage in schwarz. Das bedeutet, dass die PRM-
Konfiguration synchronisiert ist.
Das Feld Eigenschaft wird geschlossen.
33002481 10/2019
235
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
Einführung in die Konfiguration eines BMX PRA 0100 mit Control Expert
Einführung
Control Expert ermöglicht die Konfiguration von BMX PRA 0100-Modulen über die Ethernet-
Registerkarte E/A-Abfrage . Die Konfiguration des PRA-Geräts erfolgt in einer zweiten Instanz von
Control Expert.
Konfigurieren eines PRA
Mit dem folgenden Verfahren wird ein PRA-Gerät konfiguriert:
Schritt
1
2
8
9
6
7
3
4
5
Aktion
Öffnen Sie den Bildschirm für die Ethernet-
Netzwerkkonfiguration.
Wählen Sie im Bereich Moduldienste JA für die E/A-
Abfrage.
Wählen Sie die Registerkarte E/A-Abfrage.
Geben Sie auf einer freien Zeile die IP-Adresse für die Verbindung an, die Sie für die Kommunikation mit der PRA-Gerät verwenden möchten.
HINWEIS: Die IP-Adresse in der E/A-Abfrage-
Tabelle muss mit der IP-Adresse des PRA-Geräts identisch sein.
Geben Sie auf der gleichen Zeile die RD-Länge und die WR-Länge ein.
Validieren Sie das Fenster E/A-Abfrage.
Klicken Sie auf die Schaltfläche ... (neben der Zelle
Gerätename auf der gleichen Zeile).
Wählen Sie PRA im Dropdown-Menü Gerätetyp.
Geben Sie einen Gerätenamen (entsprechend den
Benennungsregeln
Ergebnis
Das Fenster E/A-Abfrage wird geöffnet.
wird geöffnet.
236
33002481 10/2019
Schritt
10
11
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
Aktion
Sie haben 2 Möglichkeiten:
1. Wenn Sie jetzt ein PRA konfigurieren möchten, klicken Sie auf PRA starten.
Klicken Sie im Nachrichtenfeld „ Gerätename und
-typ bestätigen ‟ auf Ja; weiter mit Schritt 11.
2. Wenn Sie die Advantys-Insel PRA später, konfigurieren möchten, klicken Sie auf OK.
Klicken Sie im Nachrichtenfeld Gerätename und
-typ bestätigen auf Ja .
HINWEIS: Der Gerätename wird in der E/A -
Abfrage-Tabelle rot dargestellt. Dies weist darauf hin, dass ein PRA nicht für die Tabellenzeile konfiguriert wurde, die den Gerätenamen enthält.
So konfigurieren Sie einen PRA später:
Führen Sie den Schritt 7 aus.
Klicken Sie auf PRA starten.
HINWEIS: Während die zweite PRA-Instanz von
Control Expert ausgeführt wird, können keine
Änderungen am Ethernet-Editor in der ersten
(Master-) Instanz von Control Expert vorgenommen werden.
Nachdem die zweite Instanz von Control Expert geöffnet wurde:
Menü Datei → Öffnen
Ändern Sie den Dateityp in .XEF
Öffnen Sie die PRA-Anwendungsvorlage,
PRA_Template.XEF
Ergebnis
Ergebnisse für 1. und 2.:
Ein Control Expert-Nachrichtenfeld wird geöffnet: „ Gerätename und
Gerätetyp können nicht mehr
geändert werden. Bestätigen Sie diesen Gerätenamen und -typ?
”
Der Gerätetyp und der Gerätename werden geprüft und gespeichert.
Das Feld Eigenschaft wird geschlossen.
33002481 10/2019
237
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
Schritt
12
13
14
15
Aktion
Wenn Ihre PRA-Anwendung bereits konfiguriert ist:
Falls gewünscht, können Sie die PRA-
Anwendung jetzt generieren.
Speichern Sie die Anwendung.
HINWEIS: Die Funktion Speichern unter ist nicht verfügbar. Um die PRA-Anwendung zu kopieren, verwenden Sie die Funktion
"Exportieren" oder "Archiv speichern".
Schließen Sie diese Instanz von Control Expert.
HINWEIS: Sie werden gefragt, ob diese PRA-
Anwendung in der .STU-Datei der
Masteranwendung gespeichert werden soll.
Wenn Sie Nein wählen, gehen sämtliche
Änderungen verloren.
HINWEIS: Sie können die PRA-Anwendung zu einem späteren Zeitpunkt generieren, indem Sie
Schritt 7 durchführen. Da die PRA-Anwendung in der .STU-Datei der Masteranwendung gespeichert
(eingebettet) ist, wird sie geöffnet. Dann können Sie die PRA-Anwendung generieren.
HINWEIS: Wenn in der Master-STU-Datei keine
PRA-Anwendung vorhanden ist, wird eine leere
Anwendung geöffnet (wie dann, wenn die
Schaltfläche PRA starten zum ersten Mal im Feld
Eigenschaft)
Erstellen Sie Ihre Control Expert-Anwendung.
Stoppen Sie die SPS.
Übertragung:
Control Expert-Anwendung an die SPS
PRA-Konfiguration für das PRA-Gerät
HINWEIS: Es sind keine importierten Variablen vorhanden, der Benutzer muss für die
Synchronisierung des Datenaustauschs sorgen.
Führen Sie Ihre Anwendung in der SPS aus.
Ergebnis
16
HINWEIS: Wenn die zweite (PRA) Instanz von Control Expert geschlossen ist, gibt es keinen
Hinweis darauf, ob die PRA-Anwendung generiert wurde oder nicht.
238
33002481 10/2019
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
Kopieren einer vorhandenen PRA-Anwendung
Das folgende Verfahren dient zum Kopieren einer vorhandenen PRA-Anwendung:
Schritt
1
2
5
6
3
4
7
Aktion
In der Control Expert E/A-Abfrage-Tabelle klicken Sie auf ..., um eine bestehende PRA-
Anwendung zu öffnen.
Speichern Sie in der zweiten Instanz von Control Expert die vorhandene PRA-Anwendung unter einem neuen Namen als .STA- oder .XEF-Datei.
Schließen Sie diese zweite Control Expert-Instanz.
Erstellen Sie in der Control Expert E/A-Abfrage-Tabelle eine neue PRA-Anwendung auf einer neuen Zeile.
Importieren oder öffnen Sie die zuvor gespeicherte .XEF- bzw. .STA -Datei.
Falls gewünscht, generieren Sie die neue PRA-Anwendung und übertragen Sie sie an das PRA-
Gerät.
Schließen Sie diese zweite Control Expert-Instanz.
33002481 10/2019
239
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
Fenster „Eigenschaft‟
Auf einen Blick
Das Fenster Eigenschaft ist die Verbindung zwischen Control Expert und einem Gerätekonfigura tionstool. Es wird zum Auswählen und Benennen eines Geräts sowie zum Starten des
Konfigurationstools für das Gerät verwendet.
Fenster "Eigenschaft"
Die folgende Abbildung zeigt das Fenster Eigenschaft vor der Auswahl des Gerätetyps.
Details zur Verwendung des Fensters Eigenschaft finden Sie unter:
siehe Seite 240
siehe Seite 244
siehe Seite 243
Fenster „Eigenschaft“ für Advantys
Das Fenster Eigenschaft ermöglicht Ihnen die Auswahl des Namens und Typs der Advantys-Insel, die mit der Advantys Configuration Software (ACS) konfiguriert werden soll.
240
33002481 10/2019
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
Die folgende Abbildung zeigt das Fenster Eigenschaft für Advantys nach der Eingabe in den
Feldern Gerätetyp und Gerätename:
Fenster „Eigenschaft“ für Advantys-Elemente
Elemente des Fensters Eigenschaft:
Element
Gerätetyp
Gerätename
Datenaustausch erforderlich
Gerätenamen als
Präfix verwenden
Beschreibung
Die Auswahl eines STB- oder OTB-Geräts erfolgt über diese Dropdown-Liste.
Im Anschluss an die erste Validierung (über die Schaltfläche OK oder Advantys starten) kann der Gerätetyp nicht mehr geändert werden.
Der Gerätename ( siehe Seite 244 )
wird als Präfix für alle Variablen verwendet, die für eine Advantys-Insel in ACS erstellt wurden. Auf diese Weise lassen sich eindeutige
Variablen für doppelte Inseln erstellen.
Im Anschluss an die Validierung (mit einem Klick auf OK oder Advantys starten) kann der Gerätename nicht mehr geändert werden.
Dies ist die Mindestanzahl von Wörtern, die für die Kommunikation zwischen Control
Expert und der Advantys-Insel erforderlich sind.
Diese Werte können im Fenster Eigenschaft nicht geändert werden.
HINWEIS: Durch das Erhöhen des Werts für die RD/WR-Länge auf der Registerkarte
E/A-Scanner wird sichergestellt, dass eine ausreichende Anzahl von Wörtern für den
Datenaustausch zur künftigen Erweiterung der Advantys-Insel verfügbar ist. Die
Erweiterung einer Insel, die die letzte Zeile in der Tabelle E/A-Scanner nicht verwendet, macht eine Änderung der Werte aller Zeilen unter der Zeile erforderlich, für die zusätzliche Austauschwörter benötigt werden.
Wenn dieses Kontrollkästchen deaktiviert ist, ist der Benutzer dafür zuständig, den
Variablen und Symbolen in allen Advantys-Inseln eindeutige Namen zu geben.
Diese Kontrollkästchen ist nur für ASC V5.5 oder höher verfügbar. Für Versionen vor 5.5 wird der Gerätename automatisch zu allen Variablen und Symbolen in allen Advantys-
Inseln hinzugefügt.
33002481 10/2019
241
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
Element
OK
Advantys
Configuration
Software starten
Aktualisieren
Close
Beschreibung
Diese Schaltfläche ist nur nach der Eingabe eines Gerätetyps und Gerätenamens verfügbar.
Wenn Sie auf diese Schaltfläche klicken, werden der Gerätetyp und Gerätename markiert, um festzustellen, ob sie gültig sind.
Wenn ein Fehler auftritt, erscheint eine Meldung, die erklärt, warum beide Werte nicht validiert wurden.
OK ist nur bei der ersten Verwendung des Fensters Eigenschaft für eine neue Insel verfügbar.
Diese Schaltfläche ist nur in folgendem Fall verfügbar:
Sowohl der Gerätetyp und Gerätename wurden eingegeben.
ACS ist installiert.
Diese Schaltfläche bewirkt zweierlei:
Sie führt die Aktion der Schaltfläche OK.
Sie startet ACS, wenn bei der Validierung keine Fehler auftreten.
Sobald Sie auf diese Schaltfläche klicken, werden die ACS-Änderungen mit der Control
Expert-Anwendung synchronisiert (nachdem diese Änderungen in ACS validiert wurden)
Ferner werden alle ACS-Symbole und -Variablen in den Control Expert-
Variablenmanager importiert und aktualisiert.
HINWEIS: Alle in ACS geänderten Variablen werden gelöscht und im Dateneditor von
Control Expert neu geschrieben. Sie werden jedoch nicht im Programm aktualisiert.
Über diese Schaltfläche wird das Fenster Eigenschaft geschlossen, ohne die Eingaben zu speichern.
242
33002481 10/2019
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
Fenster "Eigenschaft" für BMX PRA 0100
In diesem Fenster Eigenschaft können Sie den Namen für das zu konfigurierende PRA-Modul auswählen.
Die folgende Abbildung zeigt das Fenster Eigenschaft für das PRA
Gerätenamens: nach der Validierung des
Fenster "Eigenschaft" für PRA-Elemente
Elemente des PRA-spezifischen Fensters Eigenschaften:
Element
Gerätetyp
Gerätename
Datenaustausch erforderlich
OK
Beschreibung
Die Auswahl des PTA-Geräts erfolgt über diese Dropdown-Liste.
Im Anschluss an die erste Validierung (über die Schaltfläche OK oder PRA starten) kann der Gerätetyp nicht mehr geändert werden.
Der Gerätename ( siehe Seite 244 )
ist der Name der PRA-Anwendung.
Dieses Element wird bei der Konfiguration eines PRA-Geräts nicht verwendet.
Diese Schaltfläche ist nur nach der Eingabe eines Gerätetyps und Gerätenamens verfügbar.
Wenn Sie auf diese Schaltfläche klicken, werden der Gerätetyp und Gerätename markiert, um ihre Gültigkeit festzustellen, ob sie gültig sind.
Wenn ein Problem besteht, erscheint eine Meldung, die erklärt, warum sie nicht gültig sind.
OK ist nur bei der ersten Verwendung des Fensters Eigenschaft für eine neue PRA-
Konfiguration verfügbar.
33002481 10/2019
243
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
Element
PRA starten
Close
Beschreibung
Diese Schaltfläche ist nur nach der Eingabe des Gerätetyps und Gerätename verfügbar.
Diese Schaltfläche bewirkt zweierlei:
Sie führt die Aktion der Schaltfläche OK
Wenn bei der Validierung kein Problem auftritt, startet sie eine weitere Instanz von
Control Expert, mit der die eigentliche Konfiguration des PRA-Moduls erfolgt.
Über diese Schaltfläche wird das Fenster Eigenschaft geschlossen, ohne die Eingaben zu speichern.
Gültiger Name
Ein gültiger Gerätename für eine Konfiguration:
Ist noch nicht in der Anwendung vorhanden.
Ist nicht leer.
Beginnt mit einem Buchstaben.
Hat maximal 8 Zeichen.
Hat nur ASCII- und keine Unicode-Zeichen.
Enthält keine Leerzeichen.
Einhaltung der Namenskonventionen für Windows-Dateien: Keine Schrägstriche, Fragezeichen usw.
Einhaltung der Namenskonventionen für Control Expert-Variable
Fenster „Eigenschaft“ für Property Box for ein PRM-Master-DTM
In diesem Fenster Eigenschaft können Sie den Typ und das Protokoll für ein PRM-Master-DTM:
Die folgende Abbildung zeigt das Fenster Eigenschaft
Protokoll und DTM-Namen: nach der Auswahl des Gerätetyps, DTM-
244
33002481 10/2019
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
Elemente des Fensters „Eigenschaft“ für ein PRM-Master-DTM
Elemente des DTM-Fensters Eigenschaft:
Element
Gerätetyp
DTM-Protokoll
Gerätename
Datenaustausch erforderlich
Beschreibung
Die Auswahl eines DTM-Gerätetyps erfolgt über diese Dropdown-Liste.
Wählen Sie das zu verwendende Protokoll in diesem Dropdown-Menü aus.
Die Liste enthält die DTM-Protokolle aller DTMs in DTM-Browser, die über den E/A-
Scanner miteinander verknüpft werden können.
Wählen Sie einen PRM Master DTM in dieserm Dropdown-Menü aus. Die Liste enthält die DTM-Browser-Aliasnamen.
Diese Liste umfasst alle PRM-Master-DTMs in the DTM-Browser, die das ausgewählte
DTM-Protokoll unterstützen
Um Ihre Auswahl zu bestätigen, klicken Sie auf die Schaltfläche OK.
Dies ist die Mindestanzahl von Wörtern, die für die Kommunikation zwischen Control
Expert und den PRM-Master-DTMS.
Diese Werte können im Fenster Eigenschaft nicht geändert werden.
HINWEIS: Durch das Erhöhen des Werts für die RD/WR-Länge auf der Registerkarte
E/A-Scanner wird sichergestellt, dass eine ausreichende Anzahl von Wörtern für den
Datenaustausch zur künftigen Erweiterung der topologischen DTM-Struktur verfügbar ist. Die Erweiterung einer Struktur, die die letzte Zeile in der Tabelle E/A-Scanner nicht verwendet, macht eine Änderung der Werte aller Zeilen unter der Zeile erforderlich, für die zusätzliche Austauschwörter benötigt werden.
OK Die Schaltfläche OK ist nur nach der Auswahl des Gerätetyps, DTM-Protokoll und DTM-
Name.
Wenn Sie auf diese Schaltfläche klicken, werden das DTM-Protokoll und DTM-Name markiert, um festzustellen, ob sie gültig sind.
Wenn ein Fehler auftritt, erscheint eine Meldung, die erklärt, warum beide Werte nicht validiert wurden.
OK ist nur bei der ersten Verwendung des Fensters Eigenschaft für einen neuen PRM-
Master-DTM verfügbar.
Kein Tool starten Diese Schaltfläche ist für PRM-Master-DTMs nicht verfügbar.
Aktualisieren Über die Schaltfläche Aktualisieren können Sie die Konfiguration des verbundenen
PRM-Master-DTMs. Siehe Aktualisieren des E/A-Scanners für einen PRM-Master-DTM
Close Mit einem Mausklick auf die Schaltfläche Schließen wird das Fenster Eigenschaft geschlossen, ohne die Eingaben zu berücksichtigen
33002481 10/2019
245
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
Speichern einer Advantys-Konfiguration in einer Control Expert-Anwendung
Einführung
ACS speichert eine Inselkonfiguration in einer *.isl-Datei. Um eine Insel in einer Anwendung hinzuzufügen, muss Control Expert das Verzeichnis kennen, in dem die Inselkonfiguration gespeichert ist.
Speichern der Konfiguration
Die empfohlene Vorgehensweise bei der Speicherung der Inselkonfiguration besteht im Speichern der Control Expert-Anwendung als *.stu- oder *.sta-Datei. Die *.isl-Datei ist automatisch in diesen
Dateien enthalten.
Hochladen oder Importieren
Es gibt 2 Situationen, in denen die in der Datei *.isl enthaltenen Informationen nicht verfügbar sind:
1. Beim Hochladen der Anwendung, die in der SPS ausgeführt wird
2. Beim Importieren einer *.xef-Datei
In diesen beiden Fällen wird beim Starten von ACS über das Feld Eigenschaft automatisch auf die aktuelle Gerätename.isl-Datei des Control Expert-Verzeichnisses Allgemeiner
Pfad => Projektpfad zugegriffen:
Wenn der gleiche PC für den Import (hochladen) und den Export (herunterladen) verwendet
siehe Seite 240
wird und der Control Expert-Projektpfad nicht geändert wurde, wird die Inselkonfiguration mit
ACS synchronisiert.
Wenn Sie nicht den gleichen PC für den Import (hochladen) und den Export (herunterladen) verwenden, oder wenn der Control Expert-Projektpfad geändert wurde, gilt Folgendes:
Eine neue Insel erstellen
Wählen Sie im Menü Datei => Inselinhalte kopieren
HINWEIS: Die neue Datei Gerätename.isl wird in das Verzeichnis Projektpfad kopiert.
246
33002481 10/2019
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
Verwaltete Variablen
Einführung
Bei Variablen von Geräten, die über die E/A-Abfrage oder den DTM mit Control Expert verbunden sind, handelt es sich um
verwaltete Variablen
siehe Seite 240
. Diese Variablen werden mit dem Gerätekonfigura
Gerätename und dem Gerätesymbolnamen benannt.
tionstool oder über den DTM erstellt und in Control Expert importiert. Sie werden durch Verkettung des Eigenschaftsfelds
Verwaltete Variablen im Dateneditor
Advantys-Symbole werden beim Import in Control Expert zu verwalteten Variablen. Der Name einer verwalteten Advantys-Variablen entspricht der Verkettung von: Name der Advantys-Insel +
Name des Advantys-Symbols.
Die Abbildung des Dateneditors zeigt verwaltete Variablen mit ihrem Gerätenamens-Präfix und ihren Eigentümer-Attributen:
Verwaltete Variablen befolgen die für Control Expert und ACS oder DTM geltenden
Namenskonventionen.
In der optionalen Eigentümer-Spalte werden die Eigentümer-Atttribute der verwalteten Variablen aufgeführt. Dadurch können Sie die Variablen nach ihrem Gerätenamen filtern.
Die verwalteten Variablen von Control Expert sind gesperrt und können im Dateneditor nicht geändert werden. Sie müssen das Gerätekonfigurationstool (ACS oder den DTM) verwenden, um diese Variablen zu ändern.
33002481 10/2019
247
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
Import verwalteter Variablen aus einem Gerät (Advantys, DTM)
Über die Schaltfläche Aktualisieren im Eigenschaftsfeld
siehe Seite 240
werden die
Gerätesymbole als verwaltete Control Export-Variablen in den Dateneditor importiert.
Im Fall eines Konflikts zwischen einem Gerätesymbol und einer vorhandenen Variablen im
Dateneditor:
Wenn die Control Expert-Variable
Nachrichtenfeld durch eine verwaltete Variable aus dem ACS- oder DTM-gesteuerten Gerät ersetzen.
Wenn die Control Expert-Variable nicht verwaltet wird, können Sie diese Variable in einem bereits verwaltet wird, wird die Aktualisierung abgebrochen.
Für eine bereits verwaltete Variable stehen zwei Möglichkeiten zur Auswahl:
1. Verwenden Sie das Gerätekonfigurationstool (ACS oder den DTM), um die Variablen umzubenennen.
2. Löschen Sie die alte verwaltete Variable mithilfe des Verwaltungstools der Variablen und ziehen
Sie das Tool dann heran, um eine Aktualisierung durchzuführen.
Nach der Durchführung eines dieser Schritte können Sie erneut auf die Schaltfläche Aktualisieren auf dem zu aktualisierenden Gerät klicken, um den Import ohne Konflikt abzuschließen.
Dauerhaftes Löschen einer verwalteten Variablen
Verwaltete Variablen können nicht direkt über den Dateneditor gelöscht werden.
Wenn eine verwaltete Variable aus einer Konfiguration entfernt werden soll, muss dieser Vorgang mithilfe des Tools (ACS oder DTM) durchgeführt werden, das zur Verwaltung des Geräts verwendet wird (entweder Sie löschen das Gerät mithilfe des DTM oder das Symbol mithilfe von
ACS).
HINWEIS: Beim Aktualisieren werden alle verwalteten Variablen gelöscht und bei der Synchroni sierung zwischen Control Expert und Gerät neu erstellt.
Teilimport einer verwalteten Variablen
Ab Unity Pro V5.0 werden verwaltete Variablen bei einem Teilimport aus einer XSY-Datei zu unverwalteten Variablen. Dadurch können die Variablen gelöscht werden, wenn das verknüpfte
Gerät nicht ebenfalls importiert wird.
Nach dem Import von Variablen aus einer XSY-Datei muss eine Aktualisierung durchgeführt werden, um die mit einem Gerät verknüpften Variablen neu zu synchronisieren. Während der
Aktualisierung wird ein Konfliktmeldungsfenster angezeigt, in dem die verwalteten Ersatzvariablen bestätigt werden können.
248
33002481 10/2019
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
E/A-Scanner-Antwortzeiten: Dezentraler Eingang zu dezentralem Ausgang
Konfiguration der Messung
Die nachfolgenden Kurven zeigen die Antwortzeiten einer Quantum-SPS, wenn ein Signal von einem dezentralen Eingangsmodul an ein dezentrales Ausgangsmodul über eine Quantum-SPS gesendet wird:
Das Signal:
1 wird von einem Momentum-Eingangsmodul mit einer Antwortzeit von ~2 ms ausgelöst
2 wird mit einer Wiederholungsrate von 0 ms in die Quantum-SPS gescannt
3 wird in eine andere interne Variable in der SPS kopiert
4 wird in ein Momentum-Ausgangsmodul mit einer Antwortzeit von ~2 ms geschrieben
33002481 10/2019
249
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
140 CPU 434 12A mit 140 NOE 771 x1-Modul
Das 140 CPU 434 12A mit einem NOE 771 x1 (v3.3) wurde für die folgenden Messungen verwendet:
Die Grafik zeigt vier Linien, die die Anzahl der gescannten Geräte darstellen:
1 Gerät
8 Geräte
16 Geräte
32 Geräte
Die vier Linien lassen sich in diesem Maßstab nicht voneinander unterscheiden, da sich die
Antwortzeiten so ähnlich sind. Sie können die Ähnlichkeit in der folgenden Datentabelle ablesen, anhand derer das Diagramm oben gezeichnet wurde:
Anzahl der abzufragenden Geräte Zeit vom gescannten Geräteeingang zum gescannten Geräteausgang (ms)
434 12A + NOE 771 x1 (v3.3) 10 ms Scan 20 ms Scan 50 ms Scan 100 ms Scan 200 ms Scan
1 Gerät
8 Geräte
41
42
73
75
179
180
358
360
665
666
16 Geräte
32 Geräte
44
46
77
79
182
185
361
364
668
671
250
33002481 10/2019
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
140 CPU 65 150 mit NOE 771 x1 (v3.3)
Das 140 CPU 65 150 mit einem NOE 771 x1 (v3.3) wird für die folgenden Messungen verwendet:
Die Grafik zeigt vier Linien, die die Anzahl der abgefragten Geräte darstellen:
1 Gerät
8 Geräte
16 Geräte
32 Geräte
Die vier Linien lassen sich in diesem Maßstab nicht voneinander unterscheiden, da sich die
Antwortzeiten so ähnlich sind. Sie können die Ähnlichkeit in der folgenden Datentabelle ablesen, anhand derer das Diagramm oben gezeichnet wurde:
Anzahl der abzufragenden Geräte Zeit vom gescannten Geräteeingang zum gescannten Geräteausgang (ms)
65150 + NOE 771x1 (v3.3) 10 ms Zyklus 20 ms Zyklus 50 ms Zyklus 100 ms Zyklus 200 ms Zyklus
1 Gerät
8 Geräte
35
36
61
62
153
154
302
303
602
603
16 Geräte
32 Geräte
38
40
64
66
155
157
305
307
606
609
33002481 10/2019
251
Übertragen von Daten mit dem E/A-Verwalter
252
33002481 10/2019
Quantum mit EcoStruxure™ Control Expert
Adress-Server-Konfiguration/Austausch defekter Geräte
33002481 10/2019
Adress-Server-Konfiguration/Austausch defekter Geräte
Kapitel 7
Adress-Server-Konfiguration/Austausch defekter Geräte
Einführung
In diesem Kapitel wird der Dienst für die Adress-Server-Konfiguration/Fast Device Replacement besprochen, der auf den Modulen NOE 771 01 und -11 (Transparent-Factory/Real-Time-Module) und HE CPU zur Verfügung stehen. Der Schnelle Geräteaustausch (Fast Device Replacement) bietet Ihnen eine Möglichkeit zur Abwicklung eines Geräteaustauschs ohne Unterbrechung des
Systems oder Dienstes.
Inhalt dieses Kapitels
Dieses Kapitel enthält die folgenden Themen:
Thema
Adress-Server-Konfiguration/Austausch defekter Geräte
Funktionsweise des Fast Device Replacement (Schneller Geräteaustausch)
Konfiguration von Fast Device Replacement (Schneller Geräteaustausch)
Seite
33002481 10/2019
253
Adress-Server-Konfiguration/Austausch defekter Geräte
Adress-Server-Konfiguration/Austausch defekter Geräte
Übersicht
Der Adress-Server bietet zwei Funktionalitäten:
1. Standardverhalten BOOTP-Server: Geben Sie MAC-Adresse und IP-Konfiguration ein. Der
NOE-BOOTP-Server wird die IP-Konfiguration liefern, wenn das Gerät einen BOOTP-Request sendet.
2. Verhalten Fast Device Replacement (FDR): Geben Sie Gerätebezeichnung oder MAC-Adresse des Geräts ein. Das Gerät wird seine Gerätebezeichnung oder die MAC-Adresse mit seinem
DHCP-Request senden. Das Gerät wird mit der DHCP-Antwort vom NOE-Modul seine IP-
Konfiguration sowie den Namen und den Speicherplatz einer Konfigurationsdatei empfangen.
Der nächste Schritt für ein FDR-kompatibles Gerät ist das Herunterladen seiner Konfiguration vom NOE-Modul.
HINWEIS: Wenden Sie sich an Ihren Schneider-Electric-Vertreter, um eine aktuelle Liste der FDRkompatiblen Geräte zu erhalten.
Der Adress-Server im NOE-Modul unterstützt beide Modi gleichzeitig. Sie können einen Modus entweder durch Eingabe der MAC-Adresse oder der Gerätebezeichnung auf der Seite Adress-
Server-Teilnehmerkonfiguration
siehe Seite 324
die andere Angabe eingeben, jedoch nicht beide.
) auswählen. Sie können entweder die eine oder
Die Funktion für den schnellen Geräteaustausch ermöglicht die automatische Konfiguration FDRkompatibler Geräte.
Identifizierung einer Gerätebezeichnung
Gerätebezeichnungen spielen eine wichtige Rolle für den schnellen Geräteaustausch. Eine
Gerätebezeichnung ist ein logischer Name, den der Benutzer einem Gerät zuweist und der in der
Applikation eine Bedeutung hat. Nachfolgend sind einige Beispiele für eine Gerätebezeichnung aufgeführt:
ENT_6: sechstes Momentum-ENT in Ihrer Anwendung
OUTPUT_VALVE_2: zweites Ausgangsventil in Ihrer Anwendung
HINWEIS: Bei Gerätebezeichnung muss auf Groß- und Kleinschreibung geachtet werden.
Gerätebezeichnung
Die Geräte sollten mit der logischen Gerätebezeichnung beschriftet werden. Der Techniker kann so das neue Gerät aus dem Lager entnehmen, die entsprechende Gerätebezeichnung in das
Gerät eingeben und das Gerät in das System integrieren. Das Gerät erhält automatisch seine
Konfiguration und kann ohne weitere Eingaben durch den Techniker in Betrieb genommen werden. Dieses Verfahren dient dazu, Ihr Gerät schnell einzurichten und in Betrieb zu nehmen.
Alles, was der Techniker für jedes FDR-kompatible Gerät tun muss, ist die Eingabe der Gerätebe zeichnung in das neue Gerät.
254
33002481 10/2019
Adress-Server-Konfiguration/Austausch defekter Geräte
Einschränkungen des Adress-Servers
Die nachfolgende Tabelle enthält die Parameter und Einschränkungen des Adress-Servers:
Parameter
Maximale Anzahl der Adress-Server-Einträge
Maximale Größe der Konfigurationsdatei je Gerät
Gesamtgröße des Speichers für die FDR-Funktion
Maximale Länge der Gerätebezeichnung
Grenzwert
128
4 KB
512 KB
16 Zeichen
HINWEIS: Damit der DHCP-Server ordnungsgemäß arbeitet, müssen folgende Punkte beachtet werden.
Die für die Geräte konfigurierte Adressklasse und Teilnetzklasse müssen übereinstimmen.
Die Adressklasse des NOE-Moduls und des Gerätes müssen identisch sein.
Betrieb in einem Unternehmensnetzwerk
Berücksichtigen Sie beim Betrieb in einem Unternehmensnetzwerk die folgenden Punkte:
Schneider Electric empfiehlt dringend, die Verwendung des NOE-Moduls im Netzwerk Ihres
Unternehmens mit Ihrer MIS-Abteilung zu besprechen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass im
Netzwerk Ihres Unternehmens bereits mindestens ein DHCP-Server läuft. Wenn der DHCP-
Server des NOE-Moduls im selben Netzwerk läuft, kann dies zu Störungen des Netzwerks führen.
Um alle möglichen Probleme im Zusammenhang mit dem DHCP-Server des NOE-Moduls im
Unternehmensnetz zu vermeiden, müssen Sie sich vergewissern, dass keine Adresseinträge in der Konfiguration vorhanden sind und der DHCP-Server somit nicht im NOE-Modul läuft. Wenn sich keine konfigurierten Geräte auf der Seite Adress-Server-Konfiguration befinden, wird das
NOE-Modul den DHCP-Server nicht starten.
Verfügbare FDR-Agenten
Es sind drei FDR-Agenten verfügbar:
Momentum ENT
Micro ETZ
ATV58
Die Konfigurationsdateien role-name.prm
sind im NOE-Modul im nicht-flüchtigen Speicher gespeichert. Daher sind nach einem Stromausfall alle Konfigurationen verfügbar.
BOOTP- und DHCP-kompatible Geräte
Verwenden Sie die MAC-Adresse oder die Gerätebezeichnung verwenden, die nur BOOTP einsetzen.
siehe Seite 325
IP-Adressen. Daher können Sie den DHCP-Server nur mit Geräten wie etwa Momentum ENT v1
33002481 10/2019
255
Adress-Server-Konfiguration/Austausch defekter Geräte
Funktionsweise des Fast Device Replacement (Schneller Geräteaustausch)
Bestätigungs- und Fehlermeldungen
Zusätzlich zur Fehlermarkierung werden vom System Bestätigungs- und Fehlermeldungen gesendet.
Bestätigungsmeldung Wenn Sie erfolgreich einen Eintrag hinzugefügt, bearbeitet oder gelöscht haben, wird die folgende Meldung angezeigt:
Fehlermeldungen Fehlermeldungen werden auf der Seite Adress-Server-Konfiguration
siehe Seite 324
) in der siebten Spalte als Symbole angezeigt oder aber in ein einem Dialogfeld.
Fehlersymbol Wenn ein Eintrag nicht auf den DHCP-Server oder aber mit einer anderen
Konfiguration geladen wird, wird in der siebten Spalte ein Ausrufezeichen angezeigt. Das
Symbol informiert über die Abweichungen zwischen aktuellen und gespeicherten
Informationen.
Nicht auf den Server geladen: Ein rotes Ausrufezeichen wird angezeigt.
Doppelte Konfiguration: Ein blaues Ausrufezeichen wird angezeigt.
Positionieren Sie den Mauszeiger über dem Symbol. Es wird ein Popupfenster mit einer
Nachricht angezeigt.
Nicht auf den Server geladen:
Aktuelle Konfiguration:
256
33002481 10/2019
Adress-Server-Konfiguration/Austausch defekter Geräte
Fehlerdialogfeld Wenn Sie eine bereits bestehende Gerätebezeichnung oder MAC-Adresse eingegeben haben, wird eine Warnmeldung angezeigt, damit Sie den Eintrag korrigieren können.
Bearbeiten der Datenbank
Wenn Sie einen Eintrag zur Datenbank hinzufügen oder einen Eintrag bearbeiten müssen, tun Sie
dies über die Seite Adress-Server-Konfiguration
ausfüllen:
Geräte-IP-Adresse
Subnetzmaske
Gateway
siehe Seite 324
Wählen Sie das Feld Gerätebezeichnung oder MAC-Adresse des Geräts aus. Wenn ein Feld ausgewählt ist, wird das andere ausgegraut.
Hinzufügen eines Eintrags Wenn Sie ein Gerät hinzufügen, wird die Seite mit Werten angezeigt.
Sie müssen eine Gerätebezeichnung oder MAC-Adresse eingeben.
Wenn Sie einen Eintrag hinzufügen, senden Sie Ihre Eingabe über Eintrag hinzufügen.
Bearbeiten eines Eintrags Wenn Sie einen Eintrag bearbeiten, wird in den Feldern Geräte-IP-
Adresse, Subnetzmaske und Gateway die aktuelle Konfiguration angezeigt.
Wenn Sie einen Eintrag bearbeiten, senden Sie Ihre Eingabe über Formular rücksetzen.
Für alle Felder auf der Seite Adress-Server-Teilnehmerkonfiguration gelten Beschränkungen.
Gerätebezeichnung: Die Gerätebezeichnung muss eindeutig sein. Es sind nur Ziffern,
Buchstaben und Unterstriche zulässig. Die Bezeichnung darf nicht länger als 16 Zeichen sein und darf keine Leerzeichen enthalten.
MAC-Adresse des Geräts: Diese Adresse muss im Hexadezimalformat mit sechs (6) Byte (6x2
Zeichen) angegeben werden. Die MAC-Adresse kann mit oder ohne Trennzeichen zwischen den einzelnen Paaren aus groß oder klein geschriebenen Hexadezimalzeichen eingegeben werden. Trennzeichen sorgen für eine bessere Lesbarkeit. Für Trennzeichen gibt es drei
Auswahlmöglichkeiten:
Leerzeichen " " (Leertaste)
Doppelpunkt ":"
Bindestrich "-"
33002481 10/2019
257
Adress-Server-Konfiguration/Austausch defekter Geräte
Geräte-IP-Adresse: Für die IP-Adresse muss die standardmäßige numerische Internetprotokol ladresse genutzt werden, mit der jeder Computer im Netzwerk eindeutig identifiziert wird. Die
IP-Adresse ist eine 32-Bit-Kennung aus vier Zahlengruppen (0 bis 255). Jede Gruppe wird durch einen Punkt abgetrennt, zum Beispiel 123.456.78.9
.
Subnetzmaske: Die Subnetzmaske muss im Format der IP-Adresse eingegeben werden.
Gateway: Das Gateway muss im Format der IP-Adresse eingegeben werden. Das Gateway muss sich in demselben Subnetz befinden wie das Gerät.
258
33002481 10/2019
Adress-Server-Konfiguration/Austausch defekter Geräte
Konfiguration von Fast Device Replacement (Schneller Geräteaustausch)
Konfiguration des Adress-Servers
Für die Konfiguration des Adress-Servers nutzen Sie die Webseiten des integrierten Webservers.
Die erste Seite, die angezeigt wird, ist die Seite Adress-Server-Konfiguration. In der ersten Spalte werden Schaltflächen für die Auswahl von Geräten angezeigt. Auf der Seite Adress-Server-
Konfiguration werden Konfigurationsdaten für alle Geräte im System angezeigt. Die Tabelle hat sieben Spalten.
Auf dieser Seite werden folgende Informationen aufgeführt:
Gerätebezeichnung
MAC-Adresse
IP-Adresse
Subnetzmaske
Gateway
Eine zusätzliche, unbenannte Spalte bezieht sich auf Unterschiede zwischen aktueller und gespeicherter Konfiguration. Wenn ein Unterschied besteht, wird ein Ausrufezeichen angezeigt.
Dies ist die Seite Adress-Server-Konfiguration. Auf dieser Seite stimmen die gültigen und gespeicherten Konfigurationen für alle Geräte überein.
Auf der Seite "Adress-Server-Konfiguration" können Sie folgende Aktionen ausführen:
Neuen Eintrag hinzufügen
Eintrag ändern
Eintrag löschen
Datentabelle aktualisieren
Auswahl von Optionen
Auf der Seite "Adress-Server-Konfiguration" können Sie verschiedene Optionen auswählen, um die NOE-Konfigurationen zu ändern oder neue hinzuzufügen. Folgende Optionen stehen zur
Verfügung:
Eintrag auswählen
Eintrag hinzufügen
33002481 10/2019
259
Adress-Server-Konfiguration/Austausch defekter Geräte
Eintrag ändern
Eintrag löschen
Im Folgenden werden die Methoden und Möglichkeiten für die Umsetzung der oben aufgeführten
Optionen erläutert. Für den Bereich Hinzufügen eines Eintrags wurden Screenshots hinzugefügt.
Auswählen eines Eintrags Wenn die Seite angezeigt wird, sind standardmäßig keine Einträge ausgewählt. Mit den Optionsfeldern in der ersten Spalte können Sie einen Eintrag auswählen.
Es kann immer nur ein Eintrag ausgewählt sein.
Hinzufügen eines Eintrags Wenn die Schaltfläche Neuen Eintrag hinzufügen ausgewählt ist, wird die Seite Adress-Server-Teilnehmerkonfiguration angezeigt. Auf dieser Seite werden
Informationen zu einem Gerät angezeigt.
Wenn Sie ein Gerät ausgewählt haben, wird auf dieser Seite die Konfiguration des Geräts angezeigt. Die Konfigurationsdaten werden in vier der fünf Felder des Dialogfelds angezeigt.
Nur das Feld "Gerätebezeichnung" ist leer. Sie sollten eine Gerätebezeichnung eingeben, zum
Beispiel ENT_7 .
Wenn kein Gerät ausgewählt ist, werden in den Feldern Standardwerte angezeigt.
Ändern eines Eintrags Damit Sie die Schaltfläche verwenden können, müssen Sie in der
Datenbank einen Eintrag auswählen. Dafür wählen Sie in der ersten Spalte eine Optionsschalt fläche aus. Wenn Sie keinen Eintrag auswählen, wird eine Nachricht angezeigt.
Wenn die Schaltfläche Eintrag ändern ausgewählt ist, wird die Seite Adress-Server-
Teilnehmerkonfiguration angezeigt. Die angezeigten Informationen gelten für das ausgewählte
260
Gerät.
Löschen eines Eintrags Damit Sie die Schaltfläche verwenden können, müssen Sie in der
Datenbank einen Eintrag auswählen. Dafür wählen Sie in der ersten Spalte eine Optionsschalt fläche aus. Wenn Sie keinen Eintrag auswählen, wird eine Nachricht angezeigt.
Der ausgewählte Eintrag wird aus der Datenbank gelöscht. Bevor ein Eintrag endgültig gelöscht wird, wird eine Warnmeldung angezeigt. Klicken Sie auf Ja, wenn Sie den Eintrag löschen möchten, auf Nein, wenn Sie ihn beibehalten möchten.
33002481 10/2019
Adress-Server-Konfiguration/Austausch defekter Geräte
Wenn Sie auf Ja klicken, wird ein Dialogfeld geöffnet.
Klicken Sie auf OK. Es wird ein weiteres Dialogfeld angezeigt, in dem Sie darauf hingewiesen werden, dass der Löschvorgang erfolgreich war.
Markieren von Unregelmäßigkeiten
Wenn in den eingegebenen Konfigurationsparameterdaten Unregelmäßigkeiten auftreten, weist das System einem Markierungsmechanismus gemäß darauf hin. Gültige Gerätekonfigurationen werden in lila und kursiv angezeigt. Ein Gerät mit Unregelmäßigkeiten wird in rot und fett angezeigt.
Das System erkennt folgende Unregelmäßigkeiten:
Fehlerhafte Gerätebezeichnung
Gültige Zeichen für die Gerätebezeichnung sind:
a bis z (Kleinbuchstaben)
A bis Z (Großbuchstaben)
"_" (Unterstrich)
Fehlerhafte MAC-Adresse
Gültige Zeichen für die MAC-Adresse sind:
0 bis 9
A bis F
Fehlerhafte IP-Adresse
Fehlerhafte Subnetzmaske
Fehlerhaftes Gateway
Doppelter Eintrag
33002481 10/2019
261
Adress-Server-Konfiguration/Austausch defekter Geräte
Alle Einträge brauchen eine eindeutige Gerätebezeichnung oder MAC-Adresse. Wenn eine doppelte Gerätebezeichnung oder MAC-Adresse eingegeben wird, weist das System darauf hin.
Fehlerhafte Einträge werden nicht auf den DHCP-Server geladen. Korrigieren Sie alle Fehler vorher. Es gibt zwei Möglichkeiten, fehlerhafte Einträge zu korrigieren:
Korrektur über die Webseite: Nehmen Sie die Änderungen auf der Webseite vor und senden
Sie die Änderung.
Korrektur über die Konfigurationsdatei des Adress-Servers: Nehmen Sie die Änderungen in der
Datei vor und starten Sie den Server neu.
262
33002481 10/2019
Quantum mit EcoStruxure™ Control Expert
SNMP
33002481 10/2019
Netzwerkverwaltungsdienste (SNMP)
Kapitel 8
Netzwerkverwaltungsdienste (SNMP)
Einleitung
Das folgende Kapitel beschreibt das Simple Network Management Protocol (SNMP) und die private MIB von Schneider, Unter der privaten MIB-Datenbank von Schneider befindet sich die private Transparent Factory Ethernet (TFE) MIB.
Inhalt dieses Kapitels
Dieses Kapitel enthält die folgenden Themen:
Thema
SNMP
Namensvergabe-Schema ASN.1
Konfiguration eines NOE-Moduls mit SNMP
Konfiguration eines NOE-Moduls mit der privaten TFE-MIB
Seite
33002481 10/2019
263
SNMP
SNMP
Einführung
Im folgenden Abschnitt wird das Simple Network Management Protocol (SNMP) beschrieben, das auf Ihrem NOE-Modul oder auf dem Modul 140 CPU 651 x0 konfiguriert ist. Die Netzwerk-
Managementsoftware bietet dem Netzwerkverwalter folgende Funktionen:
Überwachung und Kontrolle der Netzwerkkomponenten
Isolation von Problemen und Ermittlung ihrer Ursachen
Abfrage des Status von Geräten wie etwa einem Host-Rechner, Routern, Switches und Bridges
Anlegen von Statistiken zu den Netzwerken, mit denen Geräte verbunden sind
Manager/Agent-Paradigma
Die Netzwerk-Verwaltungssoftware befolgt das traditionelle Client-Server-Modell. Um
Konfusionen mit anderen Netzwerk-Kommunikationsprotokollen zu vermeiden, welche die
Client/Server-Terminologie verwenden, benutzt die Netzwerk-Management-Software folgende
Begriffe.
Manager : Die Client-Anwendung, die auf dem Verwaltungsrechner läuft.
Agent : Die Anwendung, die auf einem Netzwerkgerät ausgeführt wird.
Der Manager verwendet herkömmliche Übertragungsprotokolle (z.B. TCP oder UDP), um die
Kommunikation mit dem Agent herzustellen. Manager und Agents tauschen dann auf der Basis des verwendeten Netzwerk-Verwaltungsprotokolls Requests und Antworten aus.
Simple Network Management Protocol (SNMP)
Ihr NOE-Modul ist für das Protokoll SNMP konfiguriert, d. h. das Standardprotokoll, das zur
Verwaltung eines lokalen Netzwerks (LAN) verwendet wird. SNMP definiert genau, wie ein
Manager mit einem Agent kommuniziert.
Das SNMP definiert das Format der Anfrage, die ein Manager an einen Agent sendet, und das
Format der Antworten, die der Agent an den Manager zurücksendet.
Die MIB-Datenbank
Jedes SNMP-Objekt muss im Voraus definiert sein und einen eindeutigen Namen tragen. Sowohl das Manager- als auch das Agent-Programm müssen sich über die Namen und die Bedeutung der
Lese- und Speicher-Operationen einig sein. Der Satz aller Objekte, auf die SNMP zugreifen kann, ist unter dem Begriff Management Information Base (MIB) bekannt.
Private MIB
Schneider hat eine private MIB, Groupe_Schneider (3833). Unter der privaten MIB der Groupe
Schneider befindet sich eine private Transparent Factory Ethernet (TFE) MIB. Die eingebettete
Transparent Factory SNMP-Komponente steuert die Funktion der privaten Schneider-MIB.
264
33002481 10/2019
SNMP
Auswahl eines SNMP-Managers
Wenn Sie bereits einen SNMP-Manager in Betrieb haben, können Sie ihn weiterhin verwenden.
Jeder der zahlreichen SNMP Version 1-konformen Managers auf dem Markt funktioniert.
Falls Sie in Ihrem Unternehmen derzeit keinen SNMP-Manager verwenden und verschiedene
SNMP-Manager testen, empfehlen wir Ihnen, HiVision mit dem Add-On ConnexView in Betracht zu ziehen, das zur Verwendung mit SPS von Schneider Electric entwickelt wurde.
Fragen Sie in Ihrer Schneider Electric Geschäftsstelle nach Verfügbarkeit und Preisen für HiVision und ConnexView.
Verwendung eines SNMP-Managers
Verfahren für den Erhalt eines SNMP-Managers:
2
3
Schritt
1
Aktion
Laden Sie die Schneider mib -Datei von der NOE-Webseite herunter.
Suchen Sie nach der Datei .mib
als komprimierte Datei unter
/wwwroot/SchneiderTFE.zip in Ihrem NOE-Modul.
Laden Sie die Datei .mip
in den SNMP-Manager.
Nach Abschluss dieses Verfahrens wird der Private MIB Manager von Schneider in Ihrem Manager angezeigt.
Andere SNMP-Ressourcen
SNMP und damit zusammenhängende Themen sind auf vielen Web-Seiten und in vielen Büchern gut dokumentiert:
Im Zusammenhang mit diesem Dokument ist eine nützliche Beschreibung auf den
Seiten von Microsoft aufgeführt.
Gehen Sie zu http://www.microsoft.com/technet
„Network Management for Microsoft Networks Using SNMP“ zu suchen.
Technet -
. Verwenden Sie die Funktion Search, um nach
Verwenden Sie eine Internet-Suchmaschine, um nach einer SNMP-Einführung, einem SNMP-
Lernprogramm und anderen Ressourcen zu suchen.
Die häufig gestellten Fragen (FAQs) bezüglich SNMP aus der Newsgroup comp.protocols.snmp
sind auf vielen Webseiten mit der Erweiterung .com
und .org
aufgeführt. Suchen Sie nach einer Kombination aus „ comp.protocols.snmp
“ und „ FAQ “.
33002481 10/2019
265
SNMP
Namensvergabe-Schema ASN.1
ASN.1 - Übersicht
Abstract Syntax Notation One (ASN.1) ist eine formelle Sprache zur abstrakten Beschreibung von
Nachrichten, die zwischen verteilten Computersystemen ausgetauscht werden.
Beispiel:
Die Objekte, die sich in einer MIB befinden, sind nach dem Namensvergabe-Schema ASN.1 definiert. Hiernach wird jedem Objekt ein langes Präfix zugeordnet, was garantiert, dass der Name eindeutig ist. Beispiel: Eine Ganzzahl, die der Anzahl der von einem Gerät empfangenen IP-
Datagramme entspricht, trägt den Namen: iso.org.dod.internet.mgmt.mib.ip.ipinReceives
.
Folgende Abbildung stellt das Namensvergabe-Schema ASN.1 dar.
266
Dieser Objektname wird in einer SNMP-Nachricht dargestellt, wobei jedem Teil eine Ganzzahl zugeordnet wird. Die oben genannte Nachricht würde also lauten: 1.3.6.1.2.2.4.3.
33002481 10/2019
SNMP
Jede Ganzzahl hat folgende Bedeutung:
1 = ISO (International Organization for Standardization)
3 = identifiziertes Normierungsinstitut (eine Verzweigung der ISO-Wurzel)
6 = U. S. Department of Defense (DOD) (US-amerikanisches Verteidigungsministerium) (eines der "Kinder" der Verzweigung 1.3)
1 = Internet-Teilbaum unter 1.3.6
2 = mgm-Verzweigung — (eine von sieben) des Internet-Teilbaums. Sie wird von der Internet
Assigned Numbers Authority (Institut für die Vergabe von Internet-Nummern) verwaltet und beinhaltet die Standard-MIB-Datenbanken.
2 = MIB-2(1) Gruppe der verwalteten Objekte
4 = IP (die MIB-2(1) IP-Gruppe (eine von 11))
3 = ipinReceives (das MIB-Objekt)
33002481 10/2019
267
SNMP
Konfiguration eines NOE-Moduls mit SNMP
Objektbezeichner (Object Identifier, OID)
Im Beispiel für die Namensvergabe nach ASN.1
siehe Seite 266
1.3.6.1.2.2.4.3 bezeichnete MIB-Objekt Object Identifier bzw. OID genannt. Alle OIDs kann man sich als Teil einer Baumstruktur vorstellen, die an der Wurzel (ISO) beginnt und sich an jedem
Unterbaum verzweigt, der durch eine Ganzzahl bezeichnet wird.
SNMP-Protokolldaten-Einheiten
SNMP verwendet PDUs (Protocol Data Units, Protokolldaten-Einheiten) zur Übermittlung von
Requests und Antworten zwischen dem Manager und den Agenten, die die Informationen in einem
OID enthalten.
Wie die folgende Abbildung zeigt, ist die SNMP-Nachricht der innerste Bestandteil eines typischen
Netzwerk-Übertragungsrahmens.
Die PDUs innerhalb von SNMP lösen die Kommunikation zwischen dem Manager und den
Agenten aus.
Der in Ihrem NOE-Modul installierte SNMP-Manager verwendet die folgenden drei PDUs:
GetRequest
SetRequest
Trap
PDU GetRequest
Die PDU GetRequest (kurz Get) wird vom SNMP-Manager dazu verwendet, den Wert für ein oder mehrere Objekte (OIDs) von einem Agenten zu erhalten.
PDU SetRequest
Die PDU SetRequest (kurz Set) wird vom SNMP-Manager dazu verwendet, den Wert für ein oder mehrere Objekte (OIDs) in einem Agenten einzustellen.
268
33002481 10/2019
SNMP
PDU Trap
Die PDU Trap wird von einem Agenten dazu verwendet, den Manager zu warnen, dass ein vordefiniertes Ereignis eingetreten ist.
Bezeichner Version & Community
Die Version bezeichnet die Versionsnummer der vom Manager und dem Agenten verwendeten
SNMP-Software. Ihr NOE-Modul unterstützt SNMP Version 1. Die Community ist ein Bezeichner, den Sie Ihrem SNMP-Netzwerk zuweisen. Wenn die Communitynamen für den Manager und den
Agenten nicht übereinstimmen, wird der Agent eine Echtheitsbestätigungsfehler-Trap-Meldung an den Manager senden. Wenn die Communitynamen und die Versionsnummer übereinstimmen, wird die SNMP PDU verarbeitet.
Was kann konfiguriert werden?
Ihr NOE-Modul kann so konfiguriert werden, dass es einen Berechtigungs-Trap an zwei SNMP-
Manager schickt, wenn es einen Community-Namen in einem Get- bzw. Set-Request empfängt, der nicht dem konfigurierten Namen entspricht. Außerdem können Sie auf der Konfigurationsseite der eingebetteten Web-Seiten des Moduls die Werte für 'SysContact' und 'SysLocation' einstellen.
Starten Sie das Modul mittels Hot Swap neu, nachdem Sie die Änderungen auf der Web-Seite
SNMP-Konfiguration vorgenommen haben, damit diese Änderungen berücksichtigt werden.
33002481 10/2019
269
SNMP
Konfiguration eines NOE-Moduls mit der privaten TFE-MIB
Einleitung
Eine MIB (Management Information Base) ist ein Element, das in der Netzwerkverwaltung verwendet wird. Dienste zur Netzwerkverwaltung basieren auf der Notwendigkeit zur
Überwachung und Verwaltung von:
Leistung
Auftreten von Fehlern
Sicherheit
Jede MIB enthält eine bestimmte Anzahl von Objekten. Verwalten Sie Ihre MIB mit einer
Verwaltungsstation, auf der eine Anwendung zur SNMP-Verwaltung läuft. Die Verwaltungsan wendung verwendet die Anweisungen GET und SET, um Systeminformationen abzufragen und
Systemumgebungsvariablen einzustellen.
Private MIB von Schneider
Schneider Electric hat eine Private Enterprise Number (PEN) von der Internet Assigned Numbers
Authority (IANA) erhalten. Diese Nummer stellt einen Zweig der SNMP-MIB dar und ist ein eindeutiger Bezeichner, der für Groupe Schneider verwendet wird.
Der Objektbezeichner für das Stammverzeichnis des Zweigs von Groupe Schneider ist
1.3.6.1.4.1.3833
und stellt einen Pfad zum Zweig wie folgt dar: iso(1) org(3) dod(6) internet(1) private(4) enterprise(1)
GroupeSchneider(3833)
Transparent_Factory_Ethernet(1)
Unter der privaten MIB von GroupeSchneider befindet sich eine private Transparent Factory
Ethernet (TFE) MIB, Transparent_Factory_Ethernet(1).
270
33002481 10/2019
SNMP
Private TFE-MIB
Die eingebettete Transparent Factory SNMP-Komponente steuert die Funktion der privaten
Schneider-MIB. Die private Schneider-MIB und die damit verknüpften Dienste sorgen für die
Netzwerkverwaltung auf allen Systemkomponenten. Die private Transparent Factory MIB liefert die Daten zur Verwaltung der Hauptkommunikationsdienste von Transparent Factory für alle
Kommunikationskomponenten der Transparent Factory Architektur (ETYs, NOEs, Toolkits von
Fremdanbietern, ENTs, M1Es). Die private Transparent Factory MIB definiert keine speziellen
Verwaltungsanwendungen und -richtlinien.
33002481 10/2019
271
SNMP
Das folgende Diagramm zeigt den Unterbaum der privaten Unternehmens-MIB von Schneider
Electric (Groupe_Schneider (3833)).
272
33002481 10/2019
SNMP
Der Zweig Groupe_Schneider (3833) ist das Stammverzeichnis der privaten MIB von Groupe
Schneider innerhalb der Structure of Management Information (SMI, Struktur der Verwaltungsin formationen), die von SNMP verwendet werden. Diese werden in RFC-1155 definiert, einer
Spezifikation zur Definition der Struktur und Identifikation von Verwaltungsinformationen für
TCP/IP-basierte Netzwerke.
Zweig "Transparent Factory Ethernet"
Der Unterbaum Transparent_Factory_Ethernet (1) definiert Gruppen, welche die Transparent
Factory Ethernet-Dienste und -Geräte unterstützen.
Dienst
Switch(1)
Port502_Messaging(2)
I/O_Scanning(3)
Global_Data(4)
Web(5)
Address_Server(6)
Equipment_Profiles(7) timeManagement(8)
E-Mail (9)
Zweig "Definition"
Switch-Marke mit der Bezeichnung: ConneXium Switches private MIB
Objekte zur Verwaltung expliziter Client-/Server-Kommunikation, die bestimmte
Anwendungen, wie z.B. HMI, SCADA, oder Programmierwerkzeuge unterstützt
Objekte zur Verwaltung von E/A-Gerätekommunikation, die den Mechanismus des
E/A-Verwalters über das MB/TCP-Protokoll verwendet
Objekte zur Verwaltung des Diensts zur Anwendungskoordination über ein Publish-
/Subscribe-Protokoll
Objekte zur Verwaltung der Aktivität des eingebetteten Web-Servers
Objekte zur Verwaltung der Aktivität des BOOTP- bzw. DHCP-Servers
Objekte für jeden Gerätetyp im Produkt-Portfolio von Transparent Factory Ethernet
Objekte zur Verwaltung des UTC-Zeitstempeldiensts
Objekte zur Verwaltung des Mail-Diensts
Geräte-Zweige bzw. Gruppen werden für die folgenden Geräte definiert:
Premium(1)
Quantum(2)
Generic_Device(3)
M1E(4)
ENT(5)
Wenn weitere Geräte zum Katalog von Schneider hinzugefügt werden, wird die private MIB von
Schneider auf folgende Weise erweitert:
Bei Bedarf wird ein Kommunikationsdienst-Objekt für Transparent Factory für das neue Gerät im entsprechenden Zweig Equipment_Profiles(7) hinzugefügt. Dieser Zweig kann beliebig viele
Objekte enthalten.
Bei Bedarf wird auf der gleichen Ebene wie Transparent_Factory_Ethernet(1) ein neuer Zweig eingefügt. Dieser Zweig wird für produktspezifische Objekte erzeugt (z.B. das Objekt ATV58 im
Zweig IndustrialControlProducts (3)).
Beim Erzeugen eines neuen Geräts wird eine entsprechende Objektbeschreibung im ASN.1-
Format erzeugt. Diese ASN.1-Dateien werden dann an die Hersteller von SNMP-Manager-
Software weitergegeben, die diese Dateien in ihre Produkte integrieren.
33002481 10/2019
273
SNMP
Zweig "Port502-Nachrichten"
Der Unterbaum bzw. die Gruppe Port502_Messaging (2) bietet Verbindungsmanagement- und
Datenflussdienste. Die folgende Liste beschreibt die Funktion der einzelnen Objekte.
Dienst port502Status(1) port502SupportedProtocol(2) port502IpSecurity(3): port502MaxConn(4) port502LocalConn(5) port502RemConn(6) port502IpSecurityTable(7) port502ConnTable(8) port502MsgIn(9) port502MsgOut(10) port502MsgOutErr(11) port502AddStackStat(12) port502AddStackStatTable(13)
Anzeige: . .
Zeigt den Status des Diensts an (Ruhezustand, Betrieb).
Zeigt die unterstützten Protokolle an (MODBUS, Xway).
Zeigt den Status des IP-Sicherheitsdiensts für Port 502 an
(aktiviert/deaktiviert).
Zeigt die maximale Anzahl von TCP-Verbindungen an, die von der Einheit
Port502 unterstützt werden.
Zeigt die Anzahl der TCP-Verbindungen an, die aktuell von der lokalen Einheit
Port502 geöffnet wurden.
Zeigt die Anzahl der TCP-Verbindungen an, die aktuell von der lokalen Einheit zur Port 502-Einheit geöffnet wurden.
Zeigt eine Tabelle an, die die Anzahl der nicht erfolgreichen TCP-
Verbindungsversuche von einer dezentralen TCP-Einheit enthält.
Zeigt eine Tabelle mit TCP-spezifischen Daten für Port502 an (MsgIn,
MsgOut).
Die Gesamtzahl der vom Netzwerk empfangenen Port 502-Meldungen
Zeigt die Gesamtzahl der vom Netzwerk gesendeten Port502-Nachrichten an.
Zeigt die Gesamtzahl der Fehlermeldungen an, die von der Port 502-
Nachrichteneinheit erzeugt und an das Netzwerk gesendet wurden.
Zeigt die Unterstützung zusätzlicher Stapelstatistiken für Port502 an:
1 - Deaktiviert
2 - Aktiviert
Zeigt zusätzliche Stapelstatistiken für Port502 an (optional).
Zweig "E/A-Verwaltung"
Der Unterbaum bzw. die Gruppe I/O_Scanning (3) enthält die Objekte zur Verwaltung der E/A-
Verwaltungsgeräte und der damit verbundenen MODBUS-Kommunikationen an Port502.
Dienst ioScanStatus(1) ioScanMaxDevice(2) ioScanPolledDevice(3) ioScanTransSend(4)
Anzeige: . .
Zeigt den globalen Status des E/A-Verwaltungsdiensts an:
1 - Ruhezustand
2 - In Betrieb
3 - Angehalten
Zeigt die von der E/A-Verwaltungseinheit maximal unterstützte Gerätezahl an.
Zeigt die von der E/A-Verwaltungseinheit derzeit abgefragte Gerätezahl an.
Zeigt die von der E/A-Verwaltungseinheit gesendete Gesamtzahl von Transaktionen an.
274
33002481 10/2019
SNMP
Dienst ioScanGlbHealth(5) ioScanDeviceTable(6)
Anzeige: . .
Zeigt den globalen Funktionsfähigkeitsstatus des E/A-Verwaltungsdiensts an:
2 - OK: Alle dezentralen E/A-Geräte reagieren.
4 - Warnung: Mindestens ein dezentrales E/A-Gerät reagiert nicht.
Zeigt eine Tabelle mit Informationen zu jedem dezentralen Gerät an, das von der E/A-
Verwaltungseinheit abgefragt wird.
Zweig "Globale Daten"
Der Unterbaum bzw. die Gruppe Global_Data (4) enthält die Objekte für den Dienst Globale Daten.
Dienst glbDataStatus(1) glbDataMaxPub(2) glbDataMaxSub(3) glbDataPub(4) glbDataSub(5) glbDataPubErr(6) glbDataSubErr(7) glbDataGlbSubHealth(8) glbDataPubTable(9) glbDataSubTable(10)
Anzeige: . .
Zeigt den globalen Status des Dienstes "Globale Daten" an:
1 - Ruhezustand
2 - In Betrieb
3 - Angehalten
Zeigt die maximale Anzahl veröffentlichter Variablen an, die in der Einheit Globale Daten konfiguriert sind.
Zeigt die maximale Anzahl abonnierter Variablen an, die in der Einheit "Globale Daten" konfiguriert sind.
Gesamtzahl der an das Netzwerk gesendeten Publikationen
Zeigt die Gesamtzahl der vom Netzwerk empfangenen Abonnements an.
Zeigt die Gesamtzahl der von der lokalen Einheit erkannten Veröffentlichungsfehler an.
Zeigt die Gesamtzahl der von der lokalen Einheit erkannten Abonnementfehler an.
Zeigt den globalen Funktionsfähigkeitsstatus der abonnierten Variablen für Globale
Daten an:
2 - OK: Der Funktionsfähigkeitsstatus aller abonnierten Variablen ist OK.
4 - Warnung: Mindestens eine abonnierte Variable weist einen
Funktionsfähigkeitsfehler auf.
Zeigt eine Tabelle mit Informationen zu jeder veröffentlichten Variable an (Anzahl der
Veröffentlichungen, Quell-IP-Adresse, Anzahl der Fehler).
Zeigt eine Tabelle mit Informationen zu jeder abonnierten Variable an (Anzahl der
Abonnements, Quell-IP-Adresse, Anzahl der Fehler, Funktionsfähigkeit).
33002481 10/2019
275
SNMP
Zweig "Web"
Der Unterbaum bzw. die Gruppe Web (5) enthält die Objekte, die im Zusammenhang mit dem
Web-Serverdienst stehen.
Dienst webStatus(1) webPassword (2) webSuccessfullAccess (3) webFailedAttempts (4)
Anzeige: . .
Der globale Status des Webdiensts:
1 - Ruhezustand
2 - In Betrieb
Schalter zum Aktivieren oder Deaktivieren der Nutzung von Webpasswörtern:
1 - Deaktiviert
2 - Aktiviert
Zeigt die Gesamtzahl der erfolgreichen Zugriffe auf die
Website an.
Zeigt die Gesamtzahl der erfolglosen Zugriffe auf die
Website an.
Zweig "Adress-Server"
Der Unterbaum bzw. die Gruppe Web (6) enthält die Objekte, die im Zusammenhang mit dem
Adress-Serverdienst stehen. Der Adress-Server kann ein BOOTP- oder ein DHCP-Server sein.
Dienst addressServerStatus(1)
Anzeige: . .
Zeigt den globalen Status des Diensts Adress-Server an:
1 - Ruhezustand
2 - In Betrieb
Zweig "Geräteprofil"
Der Unterbaum Equipment_Profiles (7) enthält einen Satz gemeinsamer Objekte.
Dienst profileProductName(1) profileVersion(2) profileCommunicationServices(3) profileGlobalStatus(4)
Anzeige: . .
Zeigt den Handelsnamen des Kommunikationsprodukts in Form einer
Zeichenkette an (Beispiel: 140 NOE 771 11).
Zeigt die Software-Version des Kommunikationsprodukts in Form einer
Zeichenkette an (Beispiel: Vx.y oder V1.1).
Zeigt eine Liste der vom Profil unterstützten Kommunikationsdienste an
(Port502-Nachrichten, E/A-Verwaltungsnachrichten, Globale Daten, Web und
Adress-Server).
Zeigt den globalen Status des Kommunikationsmoduls an:
1 - NOK
2 - OK
276
33002481 10/2019
Dienst profileConfigMode(5) profileRoleName(6) profileBandwidthMgt(7) profileBandwidthDistTable(8) profileLedDisplayTable(9) profileSlot(10) profileCPUType(11) profileTrapTableEntriesMax(12) profileTrapTable(13) profileSpecificId(14) profileIpAddress(15) profileIpNetMask(16) profileIpGateway(17) profileMacAddress(18)
SNMP
Anzeige: . .
Zeigt den IP-Konfigurationsmodus des Kommunikationsmoduls an:
1 - Lokal: Die IP-Konfiguration wird lokal erzeugt.
2 - dhcpServed: Die IP-Konfiguration wird von einem dezentralen DHCP-
Server erzeugt.
Zeigt die Gerätebezeichnung für die IP-Adressverwaltung an, falls vorhanden
(leere Zeichenkette, falls nicht vorhanden).
Zeigt den Status der Bandbreitenverwaltung an:
1 - Deaktiviert
2 - Aktiviert
Zeigt die Aufteilung der CPU-Zeit zwischen Globale Daten, Port502-
Nachrichten und E/A-Verwaltung an.
Zeigt eine Tabelle an, die den Namen und den Status der LEDs jedes Moduls enthält.
Zeigt die Position des Kommunikationsmoduls im Baugruppenträger an, falls vorhanden. Wenn kein Baugruppenträger vorhanden ist, hat profileSlot den
Wert Null.
Zeigt den Host an, zu dem dieses Kommunikationsmodul gehört, wenn ein
CPU-Typ vorhanden ist (wenn kein Host vorhanden ist, ist der String leer).
Zeigt die maximale Anzahl von Einträgen in der Trap-Tabelle an (entspricht der Anzahl möglicher dezentraler Manager).
Zeigt eine Tabelle an, mit der Sie die privaten Traps für die einzelnen
Kommunikationsdienste aktivieren oder deaktivieren können.
Zeigt eine eindeutige, profilspezifische Identifikation innerhalb des
Geräteprofil-Objekts der Transparent Factory MIB von Schneider an (Beispiel:
Die SPS-Produktreihe Premium wird durch den Wert 100 bezeichnet).
Zeigt die IP-Adresse des SNMP-Agenten an.
Zeigt die Teilnetzmaske an, die mit der IP-Adresse des SNMP-Agenten verknüpft ist (der Wert der Maske ist eine IP-Adresse, bei der alle
Netzwerkbits auf 1 und alle Hostbits auf 0 gesetzt sind).
Zeigt die IP-Adresse des Standard-Gateway für den SNMP-Agenten an.
Zeigt die medienabhängige Ethernet-Adresse des SNMP-Agenten an.
33002481 10/2019
277
SNMP
Zweig "NTP"
Der Unterbaum NTP (1) enthält einen Satz allgemeiner Objekte.
Dienst ntpStatus(1) ntpSrvAddr(2) ntpLnkSrvStatus(3) ntpReqCnt(4) ntpRespCnt(5) ntpErrCnt(6) ntpDate(7) ntpTime(8) ntpTimeZone(9) ntpDSTStatus(10) ntpLastErr(11)
Anzeige: . .
Zeigt den Status des NTP-Diensts an (nicht Server):
1. 1 = Ruhezustand
Keine Konfiguration
2. 2 = In Betrieb
Zeigt die IP-Adresse des NTP-Servers in Punktnotierung an.
Zeigt den Status der Verbindung zwischen Modul und NTP-
Server an:
1. 1 = NOK (Modul kann NTP-Server nicht erreichen)
2. 2 = OK
Zeigt die Anzahl der an den NTP-Server gesendeten
Requests an.
Zeigt die Anzahl der Antworten vom NTP-Server an.
Zeigt die Gesamtzahl der Kommunikationsfehler an.
Zeigt das Datum an.
Zeigt die Tageszeit an.
Zeigt die aktuelle Zeitzone an.
Zeigt den Status der Sommer-/Winterzeit an:
1. 1 = ON (Sommerzeit)
2. 2 = OFF (Winterzeit)
Zeigt den letzten vom System generierten Fehlercode an.
Zweig "SMTP"
Der Unterbaum SMTP (1) enthält einen Satz allgemeiner Objekte.
Dienst emailIndex(1) smtpStatus(2) smtpSrvAddr(3) smtpMailSentCnt (4) smtpErrCnt(5) smtpLastErr(6)
Anzeige: . .
Zeigt den Indexwert in der E-Mail-Diensttabelle an.
Zeigt den Status des SMTP-Diensts an (nicht Server):
1 = Ruhezustand (keine Konfiguration)
2 = In Betrieb
Zeigt die IP-Adresse des SMTP-Servers in Punktnotierung an.
Zeigt die Gesamtzahl der an das Netzwerk gesendeten und erfolgreich vom
Server quittierten E-Mails an.
Zeigt die Gesamtzahl der E-Mails an, die nicht an das Netzwerk gesendet werden konnten oder die gesendet aber nicht vom Server quittiert wurden.
Zeigt den Fehlercode des letzten Fehlers, der auftrat, als eine E-Mail-Nachricht an das Netzwerk gesendet werden sollte.
278
33002481 10/2019
SNMP
Dienst smtpLastMailElapsedTime (7) smtpLnkSrvStatus(8)
Anzeige: . .
Zeigt die Anzahl der abgelaufenen Sekunden seit der letzten erfolgreich an den
Server gesendeten E-Mail-Nachricht an.
Zeigt den Status der Verbindung mit SMTP-Server an:
1. 1 = NOK (nicht OK), Verbindung besteht nicht, Modul konnte SMTP-Server nicht kontaktieren
2. 2 = OK
Zeigt die Anzahl der Abstürze der Verbindung zum SMTP-Server an.
smtpSrvChkFailCnt (9)
Siehe Zweig "E-Mail-Benachrichtigungsdienst"
siehe Seite 302
.
HINWEIS: Ein Diagramm des Zweigs der privaten Enterprise MIB von Schneider Electric wird im
Simple Network Management Protokoll (SNMP) (
siehe Seite 263
angezeigt.
Private Traps und MIB-Dateien
Traps werden verwendet, um dem Manager Statusänderungen zu signalisieren. Durch die
Verwendung von Traps wird überflüssiger Verkehr vermieden.
Die Statusänderungen, die vom Trap signalisiert werden, gelten für:
LEDs
Kommunikations-Ports
Werte zur Funktionsfähigkeit der E/A-Verwaltung
Werte zur Funktionsfähigkeit der Globalen Daten
NTP-Dienst
SMTP-Dienst
Die folgende Liste beschreibt die Merkmale privater Traps. Diese haben folgende Möglichkeiten:
Nachrichten an die beiden Manager senden, deren IP-Adressen in der SNMP-Konfiguration
eingegeben wurden (entweder über PL7 oder die Webseite).
Den Namen der Community verwenden, der dieser Konfiguration zugewiesen wurde.
Alle privaten Transparent Factory Ethernet MIB-Gruppen aktivieren oder deaktivieren: Switch
(1), Port502_Messaging (2), I/O_Scanning (3), Global_Data (4), Web (5), Address_Server (6),
Equipment_Profiles (7), NTP (8) und SMTP (9).
Private Traps sind in der ASN.1-Beschreibung der MIB aufgeführt, die sich in einer Textdatei mit der Erweiterung *.mib
befindet.
NTP-Traps
1. Trap für Sommerzeitwechsel: Der Trap benachrichtigt den Manager, dass bei der Uhrzeit des
NTP-Servers ein Wechsel stattgefunden hat, entweder von (a) Winterzeit zu Sommerzeit oder von (b) Sommerzeit zu Winterzeit.
2. Trap für NTP-Statuswechsel: Der Trap wird gesendet, wenn sich der NTP-Komponentenstatus
ändert (ntpStatus(1)).
3. Trap für Schaltsekunde: Der Trap wird gesendet, wenn eine Schaltsekunde eingefügt wird.
33002481 10/2019
279
SNMP
SMTP-Traps
1. Trap für SMTP-Statuswechsel: Der Trap wird gesendet, sobald sich der Wert für SMTPStatus
ändert.
2. Statuswechsel der SMTP-Verbindung zum Server: Der Trap wird gesendet, sobald sich der
Wert von tSMTPLnkSrvStatus ändert. Der Trap wird gesendet, wenn der Dienst versucht, eine
E-Mail zu senden. Die Verbindung zum SMTP-Server wird in regelmäßigen Abständen von 30
Minuten geprüft.
280
33002481 10/2019
Quantum mit EcoStruxure™ Control Expert
Verwendung des NTP-Zeitdiensts
33002481 10/2019
NTP-Zeitsynchronisierungsdienst
Kapitel 9
NTP-Zeitsynchronisierungsdienst
Einleitung
In diesem Kapitel wird der Zeitsynchronisierungsdienst beschrieben, der für die genaue lokale
Uhrzeit mithilfe von NTP (Network Time Protocol) sorgt.
Inhalt dieses Kapitels
Dieses Kapitel enthält die folgenden Themen:
Thema
Übersicht über den NTP-Zeitsynchronisierungsdienst
Verwendung des Blocks R_NTPC für die Zeitsynchronisation
Betriebsbedingungen für den NTP-Zeitsynchronisierungsdienst
Konfiguration des NTP-Zeitdiensts
Seite
33002481 10/2019
281
Verwendung des NTP-Zeitdiensts
Übersicht über den NTP-Zeitsynchronisierungsdienst
Allgemein
Der NTP-Zeitdienst synchronisiert Computer-Uhren über das Internet. Die Uhrzeit eines Client wird z. B. entweder mit einem anderen Server oder mit einer Bezugszeitquelle, wie einem Radio- oder einem Satellitenempfänger, synchronisiert.
Typische Zeitdienst-Konfigurationen nutzen redundante Server und verschiedene Netzwerkpfade, um hohe Genauigkeit und Zuverlässigkeit zu erreichen. Die Zeitdienst-Genauigkeit liegt innerhalb einer Millisekunde in einem LAN und beträgt bis zu einigen Zehntel Millisekunden in einem WAN.
Einsatzgebiete für den Zeitdienst:
Ereigniserfassung (Ereignisse in zeitliche Reihenfolge bringen)
Ereignissynchronisierung (Ereignisse gleichzeitig auslösen)
Alarm- und E/A-Synchronisierung (Zeitstempelalarme)
Merkmale des NTP-Zeitdiensts
Nachfolgend sind einige Merkmale des NTP-Zeitsynchronisierungsdiensts aufgeführt:
Regelmäßige Uhrzeitkorrektur mit der Uhrzeit des Bezugszeitservers
Automatisches Umschalten auf einen Backup-Zeitserver, falls ein Problem im normalen
Zeitserver auftritt
Steuerungsprojekte lesen die genaue Uhrzeit mithilfe eines Funktionsblocks; mit dieser
Funktion ist es möglich, die Projektereignisse und Variablen mit einem Zeitstempel zu versehen
Geschätzte Zeitstempelgenauigkeit:
5 ms bei 140 CPU 651 x
10 ms bei anderen CPUs
0 und höher
Die lokale Zeitzone kann konfiguriert und angepasst werden (auch Sommerzeit möglich)
Diagnose für den Zeitsynchronisierungsdienst über Webseiten
NTP-Zeitsynchronisierung und Zeitstempel
Das Schneider Electric Ethernet-Schnittstellenmodul NOE 771 11 stellt das Quellzeitsynchronisie rungssignal bereit, das an eine Steuerung gesendet wird. Die Firmware des Moduls umfasst einen
NTP-Client, der diese Zeitsynchronisation zur Verfügung stellt.
Aktion
Ein NTP-Client fordert ein
Zeitsynchronisierungssignal von einem NTP-
Server an. (Der Request wird über ein
Ethernet-Netzwerk gesendet.)
Der NTP-Client speichert die Uhrzeit.
Der NTP-Client sendet eine Meldung an den
Uhrzeit-Systemzähler der Steuerung.
Ergebnis
Der NTP-Server antwortet mit einem Signal.
Die interne Uhr der Steuerung wird mit der folgenden Genauigkeit aktualisiert:
1 ms
282
33002481 10/2019
Verwendung des NTP-Zeitdiensts
Zum Lesen der Uhr aus der SPS-Anwendung:
Verwenden Sie den Funktionsblock R_NTPC
Sections.
siehe Seite 285
) in MAST-, FAST- oder Interrupt-
In einem Ethernet-Netzwerk sollten alle Steuerungen mit demselben NTP-Server synchronisiert werden.
Definitionen der NTP-Zeitsynchronisierung
Begriff Beschreibung des Diensts
Lokaler Uhr-Offset Genaue Anpassungen der lokalen Uhrzeit werden mithilfe eines lokalen Uhr-Offsets durchgeführt. Der lokale Uhr-Offset wird mithilfe folgender Formel berechnet: ( (T4 - T1) +
(T3 - T2) ) / 2
Die in der Formel verwendeten Variablen sind folgendermaßen definiert:
T1 = Uhrzeit, zu der ein NTP-Request vom Modul gesendet wird
T2 = Uhrzeit, zu der der NTP-Server den Request empfängt (als Antwort vom Modul)
T3 = Uhrzeit, zu der der NTP-Server die Antwort sendet (in der Antwort an das Modul)
T4 = Uhrzeit, zu der die NTP-Antwort vom Modul empfangen wird
Genauigkeit der
Uhrzeit
Der lokale Uhrzeitfehler beträgt < 10 ms im Vergleich zur Bezugsuhrzeit des NTP-Servers:
Typisch: unter 5 ms
Schlimmster Fall: < 10 ms
Hinweis:
1. Ausregelzeit: Die maximale Genauigkeit wird nach 2 Aktualisierungen durch den NTP-Server erreicht.
2. Abhängigkeit vom Abfragezeitraum: Die Genauigkeit richtet sich nach dem Abfragezeitraum.
Bei einem Abfragezeitraum von maximal 120 Sekunden wird eine Genauigkeit von weniger als 10 ms garantiert. Sofern die Bandbreite des Netzwerks es zulässt, stellen Sie für den
Abfragezeitraum einen möglichst kleinen Wert ein, um die höchstmögliche Genauigkeit zu erreichen.
3. Ein Abfragezeitraum von 5 Sekunden sorgt beispielsweise für eine höhere Genauigkeit als ein Zeitraum von 30 Sekunden.
33002481 10/2019
283
Verwendung des NTP-Zeitdiensts
Begriff
Zeitzone
Sommerzeit
Schaltsekunde
Beschreibung des Diensts
Standardformat: Universelle koordinierte Zeit (UTC)
Optional: Stellen Sie den Dienst so ein, dass die lokale Zeitzone verwendet wird. Beispiel:
GMT+1 für Barcelona oder Paris
Automatisch: Das Modul stellt die Zeit im Frühling und im Herbst um.
Automatisch: Das Modul fügt eine Sekunde ein oder löscht eine Sekunde.
Hinweis:
1. Damit die Verzögerung der Erdumdrehung ausgeglichen wird, wird alle 18 Monate vom
INTERNATIONAL EARTH ROTATION SERVICE (IERS) eine Schaltsekunde in die UTC eingefügt.
2. Schaltsekunden werden automatisch nach Bedarf eingefügt. Die Schaltsekunden werden nach Anweisung des NTP-Servers am Ende der letzten Minute im Juni oder Dezember eingefügt.
284
33002481 10/2019
Verwendung des Blocks R_NTPC für die Zeitsynchronisation
Verwendung des NTP-Zeitdiensts
Beschreibung des Blocks R_NTPC
Der Funktionsblock liest die Uhrzeit im Ethernet-Netzwerk und überträgt sie in die angegebenen
Parameter. Der zusätzliche Parameter EN muss konfiguriert werden.
Der Funktionsblock R_NTPC besitzt ein 16-Bit-Statuswort.
Beschreibung der Parameter für R_NTPC
Beschreibung der Parameter:
Parameter
Display_NTPC
(OUT1)
Calc_NTPC
(OUT2)
Datentyp
DT + INT
Beschreibung
NTP-Uhrwert wird angezeigt in:
Jahr, Monat, Tag, Stunden, Minuten und Sekunden im DT-Format
Millisekunden als INT
UDINT+INT NTP-Uhrwert wird angezeigt in:
Sekunden als UDINT
Bruchteile einer Sekunde als INT
33002481 10/2019
285
Verwendung des NTP-Zeitdiensts
Parameter
Status
Datentyp
INT
Beschreibung
Niederwertiges
Byte
0
1
Höherwertiges
Byte
0
0
Beschreibung
Nicht-initialisierter Status unzulässig
0 1 Die CPU hat die Synchronisation mit dem NTP-Server verloren, die Uhr wurde jedoch mindestens einmal durch einen externer Server aktualisiert.
Normalbetrieb 1 1
Das niederwertige Byte wird durch die Steuerung verwaltet.
Auf 0 gesetzt
Der Uhrwert des NTP-Servers ist nicht verfügbar.
Datum/Uhrzeit wurden NICHT innerhalb der letzten zwei Minuten aktualisiert.
Auf 1 gesetzt
Datum/Uhrzeit wurden innerhalb der letzten zwei Minuten
aktualisiert.
Datum/Uhrzeit sind zulässig.
Das höherwertige Byte wird durch das NOE-Modul verwaltet.
Auf 0 gesetzt
Der Uhrwert des NTP-Servers ist nicht verfügbar.
Auf 1 gesetzt
Die aktualisierten Werte für Datum/Uhrzeit wurden vom Server empfangen und (mindestens einmal) an das Modul gesendet.
in einem Zeitraum von zwei Minuten
zulässig (max. 10 ms Fehler)
Für eine gültige Zeit in der CPU müssen das niederwertige Byte und das höherwertige Byte des Parameters STATUS auf 1 gesetzt sein.
286
33002481 10/2019
Verwendung des NTP-Zeitdiensts
Betriebsbedingungen für den NTP-Zeitsynchronisierungsdienst
Einführung
In diesem Abschnitt werden besondere Betriebsbedingungen im Zusammenhang mit den folgenden Punkten beschrieben:
Einschalten
Stoppen oder Starten der SPS
Laden von Anwendungen
Konfigurieren des Zeitdiensts
Einschalten
Um die genaue Systemzeit des Ethernet-Netzwerks zu gewährleisten, führt das System beim
Einschalten Folgendes durch:
Das Ethernet-Modul muss booten.
Die Uhrzeit wird über das Ethernet-Modul vom NTP-Server abgefragt.
Die Uhrzeit ist nach Ablauf eines vordefinierten Zeitraums genau; die Benutzerkonfiguration bestimmt die Länge dieses Zeitraums.
Es können mehrere Aktualisierungen erforderlich sein, bis Spitzengenauigkeit gewährleistet ist.
Sobald die genaue Uhrzeit vorliegt, wird der Status im zugehörigen Zeitdienstregister gesetzt.
Der Uhrzeitwert der Zeitdienst-Uhr lautet zunächst 0, bis die Aktualisierung durch das Modul abgeschlossen ist.
Modell
Modicon Quantum mit Control Expert
Startdatum
1. Januar 1980 00:00:00.00
Stop- oder Run-Betrieb der SPS
STOP und RUN haben keine Auswirkungen auf die Genauigkeit der Uhrzeit.
STOP und RUN haben keine Auswirkungen auf die Aktualisierung der Uhrzeit.
Ein Wechsel von einer Betriebsart in eine andere hat keine Auswirkungen auf die Genauigkeit der Uhrzeit im Ethernet-Netzwerk.
Herunterladen einer Anwendung
Der Statusuhrwert des Zeitdienstregisters in der CPU wird neu initialisiert, nachdem eine
Anwendung geladen oder der NTP-Server ausgetauscht wurde.
Bis zur präzisen Uhrzeit werden 2 Abfragezeiträume durchlaufen.
NTP-Konfiguration
An anderer Stelle in diesem Abschnitt finden Sie Informationen zur NTP-Konfiguration.
33002481 10/2019
287
Verwendung des NTP-Zeitdiensts
Konfiguration des NTP-Zeitdiensts
Konfiguration des NTP-Zeitdiensts
Klicken Sie in Control Expert auf die Registerkarte NTP, um die nachstehenden Parameter zu konfigurieren.
288
Feld Parameter
IP-Adresse für sekundären NTP-
Server
Abfragezeitraum (in Sekunden)
Aktion
NTP-Serverkonfiguration
IP-Adresse für primären NTP-Server Geben Sie eine gültige IP-Adresse ein.
Geben Sie eine gültige IP-Adresse ein.
Geben Sie einen Wert ein.
Min. = 1 Sek.
Max. = 120 Sek.
Standard = 5 Sek.
33002481 10/2019
Verwendung des NTP-Zeitdiensts
Feld
Zeitzone
Parameter
Uhr automatisch an Sommer-
/Winterzeit anpassen
Aktion
Wählen Sie aus dem Dropdown-Menü die entsprechende Zeitzone aus:
Universelle koordinierte Zeit (GMT) = Standard
Benutzerdefinierte Zeitzone
Dieser Parameter ist standardmäßig ausgewählt
(Häkchen im Kontrollkästchen), wenn Sommerzeit ausgewählt ist.
Ändern der Zeitdienstparameter
Änderungen am Zeitsynchronisierungsdienst können folgendermaßen vorgenommen werden:
Schritt
1
2
Aktion
Geben Sie auf der NTP-Konfigurationsseite Änderungen für einen oder alle konfigurierbaren
Parameter in den entsprechenden Feldern ein.
Klicken Sie auf Speichern.
Wichtige Informationen zum Zeitdienst
HINWEIS: In Bezug auf den Zeitdienst:
1. Uhr automatisch an Sommer-/Winterzeit anpassen: Wenn Sie dieses Kontrollkästchen aktivieren, korrigiert das Modul automatisch die Ortszeit in Übereinstimmung mit der
Sommerzeiteinstellung. Damit ist keinerlei Aktion erforderlich, da Start und Ende der
Sommerzeit jedes Jahr automatisch berücksichtigt werden.
2. Abfragezeit-Parameter: Diese Zeit (in Sekunden) beschreibt den Zeitraum zwischen den
Zeitaktualisierungen durch den NTP-Server. Der Standardwert ist 5 Sekunden.
3. Speichern der neuen Zeitdienstkonfiguration: Die letzte Konfiguration des Zeitdienstes wird intern im Ethernet-Modul gespeichert.
4. Austauschen des Ethernet-Moduls: Wenn das Ethernet-Modul ausgetauscht werden muss, geht die gespeicherte Konfiguration verloren und das System kehrt zur Standardkonfiguration zurück.
33002481 10/2019
289
Verwendung des NTP-Zeitdiensts
Anpassen der Zeitzonenparameter
Wenn Sie eine Zeitzone verwenden möchten, die nicht in der Zeitzonentabelle aufgeführt ist, müssen Sie folgende Schritte durchführen:
Schritt Aktion
1 Erstellen Sie die Textregeln für die benutzerdefinierte
Zeitzone.
Kommentar
2 Speichern Sie die Regeln über einen FTP-Client in folgender Datei:
/FLASH0/wwwroot/conf/NTP/customrules
Benutzer-ID: ntpupdate
Passwort: ntpupdate
3 Sobald die Regeln erstellt sind, klicken Sie auf der
Webseite NTP-Konfiguration auf das Dropdown-
Menü. Konfigurieren Sie das Modul (oder starten Sie es erneut), indem Sie Folgendes auswählen:
Zeitzone = Benutzerdefiniert
Folgendes Stammverzeichnis wird vom FTP-Server als Speicherort für "customrules" festgelegt:
/FLASH0/wwwroot/conf/NTP
Die NTP-Komponente sucht nach "customrules", ruft den Zeitzonen-Compiler auf und generiert eine neue
Datei mit dem Namen "tz_custom". Diese Datei ist eine Binärdatei und sollte nicht bearbeitet werden.
Wenn der Zeitzonen-Compiler einen Syntaxfehler in
"customrules" erkennt, wird dieser Fehler in folgender
Datei protokolliert:
/FLASH0/wwwroot/conf/NTP/error.log
1. Die NTP-Komponente wird nicht gestartet.
2. Auf der Diagnose-Webseite wird im Feld "NTP-
Status" der Wert NOT OK angezeigt.
4 Die Syntax zum Erstellen dieser Regeln sowie einige Beispiele finden Sie im Modul unter:
/FLASH0/wwwroot/conf/NTP/instructions.txt
Zeitzonenparameter
Wählen Sie im Dropdown-Menü eine Zeitzone aus:
Zeitzone Beschreibung
Benutzerdefiniert
(GMT-12:00) Dateline Standard Time [Eniwetok Kwajalein]
(GMT-11:00) Samoa Standard Time [Midway Is Samoa]
(GMT-10:00) Hawaiian Standard Time [Hawaii Honolulu]
(GMT-09:00) Alaskan Standard Time [Anchorage]
(GMT-08:00) Pacific Standard Time [Los Angeles Tijuana]
(GMT-07:00) Mexican Standard Time [Chihuahua La Paz Mazatlan]
(GMT-07:00) Mountain Standard Time [Arizona Phoenix]
(GMT-07:00) Mountain Standard Time [Denver]
(GMT-06:00) Central Standard Time [Chicago]
(GMT-06:00) Mexico Standard Time [Tegucigalpa]
Ja
Nein
Ja
Ja
Nein
Sommerzeit verfügbar
Ja
Nein
Nein
Nein
Ja
Ja
290
33002481 10/2019
Zeitzone Beschreibung
(GMT-06:00) Canada Central Standard Time [Saskatchewan Regina]
(GMT-06:00) Central America Standard Time [Mexico_city]
(GMT-05:00) SA Pacific Standard Time [Bogota Lima Quito]
(GMT-05:00) Eastern Standard Time [New York]
(GMT-05:00) Eastern Standard Time [Indiana (East)] [Indianapolis]
(GMT-04:00) SA Western Standard Time [Caracas La Paz]
(GMT-04:00) Pacific SA Standard Time [Santiago]
(GMT-03:30) Newfoundland Standard Time [Newfoundland St Johns]
(GMT-03:00) E. South America Standard Time [Brasilia Sao_Paulo]
(GMT-03:00) SA Eastern Standard Time [Buenos Aires Georgetown]
(GMT-02:00) Mid-Atlantic Standard Time [South_Georgia]
(GMT-01:00) Azores Standard Time [Azores Cape Verde Island]
(GMT) Universal Coordinated Time [Casablanca, Monrovia]
(GMT0) Greenwich Mean Time [Dublin Edinburgh Lisbon London]
(GMT+01:00) Romance Standard Time [Amsterdam CopenHagen Madrid Paris Vilnius]
(GMT+01:00) Central European Standard Time [Belgrade Sarajevo Skopje Sofija Zagreb]
(GMT+01:00) Central Europe Standard Time [Bratislava Budapest Ljubljana Prague Warsaw]
(GMT+01:00) W. Europe Standard Time [Brussels Berlin Bern Rome Stockholm Vienna]
(GMT+02:00) GTB Standard Time [Athens Istanbul Minsk]
(GMT+02:00) E. Europe Standard Time [Bucharest]
(GMT+02:00) Egypt Standard Time [Cairo]
(GMT+02:00) South Africa Standard Time [Johannesburg Harare Pretoria]
(GMT+02:00) FLE Standard Time [Helsinki Riga Tallinn]
(GMT+02:00) Israel Standard Time [Israel Jerusalem]
(GMT+03:00) Arabic Standard Time [Baghdad]
(GMT+03:00) Arab Standard Time [Kuwait Riyadh]
(GMT+03:00) Russian Standard Time [Moscow St. Petersburg Volgograd]
(GMT+03:00) E. Africa Standard Time [Nairobi]
(GMT+03:30) Iran Standard Time [Tehran]
(GMT+04:00) Arabian Standard Time [Abu Dhabi Muscat]
(GMT+04:00) Caucasus Standard Time [Baku Tbilisi]
(GMT+04:00) Afghanistan Standard Time [Kabul]
(GMT+05:00) Ekaterinburg Standard Time [Ekaterinburg]
(GMT+05:00) West Asia Standard Time [Islamabad Karachi Tashkent]
33002481 10/2019
Verwendung des NTP-Zeitdiensts
Ja
Ja
Ja
Nein
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Nein
Nein
Ja
Sommerzeit verfügbar
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Nein
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Ja
Nein
Ja
Ja
Ja
Nein
Ja
291
Verwendung des NTP-Zeitdiensts
Zeitzone Beschreibung
(GMT+05:30) India Standard Time [Bombay Calcutta Madras New Delhi]
(GMT+06:00) Central Asia Standard Time [Almaty Dhaka]
(GMT+06:00) Sri Lanka Standard Time [Columbo]
(GMT+07:00) SE Asia Standard Time [Bangkok Hanoi Jakarta]
(GMT+08:00) China Standard Time [Beijing Chongqing Hong Kong Urumqi]
(GMT+08:00) W. Australia Standard Time [Perth]
(GMT+08:00) Singapore Standard Time [Singapore]
(GMT+08:00) Taipei Standard Time [Taipei]
(GMT+09:00) Tokyo Standard Time [Osako Sapporo Tokyo]
(GMT+09:00) Korea Standard Time [Seoul]
(GMT+09:00) Yakutsk Standard Time [Yakutsk]
(GMT+09:30) Cen. Australia Standard Time [Adelaide]
(GMT+09:30) AUS Central Standard Time [Darwin]
(GMT+10:00) E. Australia Standard Time [Brisbane]
(GMT+10:00) AUS Eastern Standard Time [Canberra Melbourne Sydney]
(GMT+10:00) West Pacific Standard Time [Guam Port Moresby]
(GMT+10:00) Tasmania Standard Time [Hobart]
(GMT+10:00) Vladivostok Standard Time [Vladivostok]
(GMT+11:00) Central Pacific Standard Time [Magadan Solomon Is New Caledonia]
(GMT+12:00) New Zealand Standard Time [Auckland Wellington]
(GMT+12:00) Fiji Standard Time [Fiji Kamchatka Marshall Is]
Ja
Ja
Ja
Nein
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Ja
Ja
Sommerzeit verfügbar
Nein
Ja
Nein
Nein
Nein
Nein
292
33002481 10/2019
Quantum mit EcoStruxure™ Control Expert
Verwendung des E-Mail-Benachrichtigungsdiensts
33002481 10/2019
E-Mail-Benachrichtigungsdienst
Kapitel 10
E-Mail-Benachrichtigungsdienst
Einleitung
In diesem Kapitel wird der E-Mail-Benachrichtigungsdienst beschrieben, der das Versenden von
E-Mail-Nachrichten durch das Projekt der Steuerung über das SMTP (Simple Mail Transport
Protocol) ermöglicht.
Inhalt dieses Kapitels
Dieses Kapitel enthält die folgenden Themen:
Thema
Übersicht über den E-Mail-Benachrichtigungsdienst
E-Mail-Dienst
Verwendung des Funktionsblocks MBP_MSTR für die Kommunikation des E-Mail-Diensts
Fehlercodes beim E-Mail-Dienst
E-Mail-Benachrichtigungsdienst-Unterbaum
Seite
33002481 10/2019
293
Verwendung des E-Mail-Benachrichtigungsdiensts
Übersicht über den E-Mail-Benachrichtigungsdienst
Allgemein
Mit dem E-Mail-Benachrichtigungsdienst können Alarme oder Ereignisse durch steuerungsba sierte Projekte gesendet werden. Die automatische Steuerung überwacht das System und kann automatisch eine E-Mail mit Daten, Alarmen und/oder Ereignissen erstellen. Die E-Mail-
Empfänger können wahlweise lokal oder dezentral verbunden sein.
Die Nachrichten werden mithilfe des MSTR-Funktionsblocks auf der Grundlage vordefinierter
Ereignisse oder Bedingungen erstellt.
Die E-Mail-Nachricht wird aus vordefinierten Kopfzeilen sowie aus Variablen und Text zusammengesetzt (maximal 238 Byte). Diese Nachricht wird direkt vom Automatisierungs system an den lokalen E-Mail-Server gesendet.
Die E-Mail-Kopfzeilen enthalten die normalen, vordefinierten Elemente (Empfängerliste, Name des Absenders, Betreff). Diese Elemente können durch einen Administrator mit den entsprechenden Rechten aktualisiert werden.
Arten von E-Mail-Systemen
Das Simple Mail Transfer Protocol (SMTP) bietet zwei Mechanismen für die Übertragung von E-
Mail-Nachrichten:
Direktverbindung
Weitergabesystem
Verfahren
Direktverbindung
Bedingung
Sender und Empfänger sind an denselben Übertragungsdienst angeschlossen.
Weitergabesystem Sender und Empfänger sind
NICHT an denselben
Übertragungsdienst angeschlossen.
Ergebnis
E-Mail-Nachrichten werden an den
Host gesendet.
E-Mail-Nachrichten werden von einem Server an einen anderen
Server weitergegeben.
Für die Weitergabe von
Nachrichten benötigt der SMTP-
Server die Adresse:
des Ziel-Hosts der Ziel-Mailbox
294
33002481 10/2019
Verwendung des E-Mail-Benachrichtigungsdiensts
Client für den E-Mail-Dienst
Das Quantum-Ethernet-Modul enthält einen SMTP-Client. Wenn das Modul einen bestimmten
Request vom Projekt empfängt, sendet es eine E-Mail-Nachricht an den Mailserver.
Betriebsarten und Senden von Requests
Da das Projekt den E-Mail-Request sendet, kann eine Steuerung im Betriebszustand STOP oder beim Laden eines Projekts keine E-Mail-Nachricht senden. Sobald die Steuerung im Betriebs zustand RUN ist, sendet der Funktionsbaustein im ersten Projektzyklus einen Request.
Die Diagnosezähler werden beim Einschalten, beim Laden eines Projekts sowie beim Neukonfi gurieren des Mail-Diensts auf "0" zurückgesetzt.
33002481 10/2019
295
Verwendung des E-Mail-Benachrichtigungsdiensts
E-Mail-Dienst
Konfigurieren des E-Mail-Diensts
Ein Administrator mit den entsprechenden Rechten kann die SMTP-Konfigurationswebseite verwenden, um:
Dienst konfigurieren
IP-Adresse des Mailservers festlegen
An anderer Stelle in diesem Handbuch sind Informationen über die Konfiguration des E-Mail-
siehe Seite 332
HINWEIS: Standard-TCP-Port: Die TCP-Portnummer für SMTP lautet standardmäßig 25.
Konfigurieren Sie den Port, der durch den lokalen Mailserver vorgegeben ist.
Erstellen und Übermitteln von Nachrichten
Ein benutzerdefiniertes Ereignis oder eine benutzerdefinierte Bedingung veranlasst den
Funktionsbaustein MSTR, eine Nachricht zu erstellen. Jede Nachricht enthält einen von drei benutzerdefinierten Kopfzeilen. Alle von der Steuerung gesendeten Nachrichten können Text und variable Informationen umfassen (maximal 238 Byte).
Die passende Kopfzeile wird durch das Projekt ausgewählt. Jede Kopfzeile enthält die folgenden
Punkte:
Name des Absenders
Liste der Empfänger
Thema
Beispiele für Kopfzeilen
Der Text und die variablen Informationen können durch einen Administrator mit entsprechenden
Rechten über eine eingebettete Webseite (SMTP-Konfigurationsseite) definiert und aktualisiert werden. Mithilfe von E-Mail-Kopfzeilen stellen Sie unterschiedliche Bedeutungsebenen dar.
Beispiel:
Kopfzeile 1 lautet beispielsweise "Dringendes Problem durch SPS 10 gemeldet".
Kopfzeile 2 lautet beispielsweise "BENACHRICHTIGUNG von Unterstation 10".
Kopfzeile 3 lautet beispielsweise "INFO-Nachricht vom Wassersystem"
Wenn Sie verschiedene Empfänger in den drei Kopfzeilen auflisten, ist gewährleistet, dass die richtigen Informationen rasch zu den richtigen Empfängern gelangen. Weitere relevante
Informationen, z. B. das betroffene Gerät, der Prozess oder die Lage, werden durch das Projekt ergänzt. Diese relevanten Angaben werden in den Haupttext der E-Mail-Nachricht aufgenommen.
Anschließend wird die vollständige Nachricht an einen Mailserver gesendet und von dort aus an die Empfänger weitergeleitet. Die Empfänger sind beispielsweise Techniker, Manager oder
Prozessbesitzer.
296
33002481 10/2019
Verwendung des E-Mail-Benachrichtigungsdiensts
Sicherheit (Authentifizierung)
Zur Authentifizierung der Verbindung zum SMTP-Mailserver kann wahlweise ein Benutzername
(System-ID) und ein Passwort herangezogen werden. SMTP unterstützt die Authentifizierungs methode LOGIN.
Systemdiagnose
Auf der Diagnose-Webseite für SMTP wird der Status des Dienstes angezeigt. Darüber hinaus stehen Diagnoseinformationen für die dezentrale Verwaltung über den SNMP-Netzwerkverwal tungsstandard zur Verfügung.
33002481 10/2019
297
Verwendung des E-Mail-Benachrichtigungsdiensts
Verwendung des Funktionsblocks MBP_MSTR für die Kommunikation des E-Mail-
Diensts
Darstellung des Bausteins
Jede Operation wird durch einen Code bezeichnet. Zum Senden einer E-Mail-Nachricht verwenden Sie den Funktionsblock MBP_MSTR mit dem Funktionscode 13
siehe Seite 186
.
Parameterbeschreibung
In der folgenden Tabelle werden die MBP_MSTR-Parameter beschrieben:
Parameter
ENABLE
ABORT
ACTIVE
ERROR
SUCCESS
Datentyp
Ohne
Ohne
Ohne
Ohne
Ohne
Beschreibung
ON = aktiviert die gewählte MBP_MSTR-Operation
ON = beendet die aktive MBP_MSTR-Operation
ON, wenn die Anweisung aktiv ist
ON, wenn die MBP_MSTR-Operation vor Abschluss beendet wird
ON = Operation erfolgreich
298
33002481 10/2019
Verwendung des E-Mail-Benachrichtigungsdiensts
Parameter
CONTROL
Datentyp
INT, UINT
DATABUF INT, UINT
Beschreibung
Der Steuerblock bildet das erste von mehreren netzwerkabhängigen, fortlaufenden
Haltewörtern und das erste von neun fortlaufenden Wörtern des obersten Eintrags.
Die übrigen acht Wörter lauten:
Angezeigt: Identifiziert ein MBP_MSTR = 13
Erstes impliziertes
Register
Zeigt den Fehlerstatus an (siehe Fehlercodes beim E-Mail-Dienst
).
Zweites impliziertes
Register
Drittes impliziertes
Register
Viertes impliziertes
Register
Zeigt die Länge an (Anzahl der übertragenen Wörter).
(nicht verwendet)
Höherwertiges Byte: Steckplatzadresse des NOE-Moduls bzw.
0 x FE für das 140 CPU 651 x 0
Fünftes impliziertes
Register
Sechstes impliziertes
Register
Siebentes impliziertes
Register
Achtes impliziertes
Register
Niederwertiges Byte: 0 (nicht verwendet)
(nicht verwendet)
(nicht verwendet)
(nicht verwendet)
(nicht verwendet)
Der Parameter DATABUF umfasst die Adresse des Puffers sowie die Daten, die in den
Haupttext der E-Mail-Nachricht eingegeben wurden. Die Daten müssen im ASCII-
Format vorliegen, beginnend ab dem zweiten Wort.
Hinweis:
1. Niederwertigstes Byte des ersten Worts: Enthält eine gültige (konfigurierte) Mail-
Kopfzeile (Wert muss 1, 2 oder 3 sein).
2. Höchstwertiges Byte des ersten Worts: Enthält die Länge des dynamischen Teils im
Betreff-Feld der Nachricht. Die Länge kann 0 bis 238 Zeichen umfassen.
33002481 10/2019
299
Verwendung des E-Mail-Benachrichtigungsdiensts
Beschreibung des Parameters DATABUF
Das erste Wort des Parameters DATABUF enthält die folgenden Informationen:
Bytenummer Beschreibung
1 (niederwertigstes Byte) Mail-Kopfzeile
2 (höchstwertiges Byte) Anzahl n der zusätzlichen
Zeichen im Betreff
Wert
{1, 2, 3}
Anwenderdefiniert (zwischen 0 und 238)
Das zweite und alle nachfolgenden Wörter (bis zu 119) enthalten die Daten im ASCII-Format, die in die E-Mail-Nachricht kopiert werden. Die ersten aufgenommen. N n
E-Mail hinzugefügt. Die verbleibenden Zeichen (2*
Zeichen werden zum konfigurierten Betreff der
N -2n ) werden in den Haupttext der Nachricht
entspricht der Anzahl der übertragenen Wörter.
300
33002481 10/2019
Verwendung des E-Mail-Benachrichtigungsdiensts
Fehlercodes beim E-Mail-Dienst
Fehlercodes
Der E-Mail-Benachrichtigungsdienst unterstützt die nachstehenden Fehlercodes.
Beschreibung
5109
510A
510B
510C
510D
510E
Hexadezimal-
Fehlercode
5100
5101
5102
5103
5104
5105
5106
5107
5108
Interner Fehler
SMTP-Komponente nicht in Betrieb
Mail-Kopfzeile nicht konfiguriert
Ungültiger Mail-Kopfzeilenwert (muss 1, 2 oder 3 sein)
Kann keine Verbindung zu SMTP-Server herstellen
Fehler beim Senden des Inhalts des E-Mail-Haupttexts an den SMTP-
Server
Schließen der SMTP-Verbindung mit Fehlermeldung des Servers
SMTP-HELO-Request fehlgeschlagen
SMTP-MAIL-Request fehlgeschlagen SMTP-Server benötigt evtl.
Authentifizierung
SMTP-RCPT-Request fehlgeschlagen
Vom SMTP-Server wurde kein Empfänger akzeptiert
SMTP-DATA-Request fehlgeschlagen
E-Mail-Sende-Request enthält ungültige Länge
Authentifizierungsfehler
Ein Request zum Zurücksetzen einer Komponente wurde empfangen, während die Verbindung geöffnet war.
33002481 10/2019
301
Verwendung des E-Mail-Benachrichtigungsdiensts
E-Mail-Benachrichtigungsdienst-Unterbaum
Zusammenfassung
Der E-Mail-Benachrichtigungsdienst-Unterbaum enthält die folgenden Objekte:
Dienst emaillndex (1) smtpStatus(2) smtpSrvAddr(3) smtpMailSentCnt (4) smtpErrCnt(5)
Beschreibung
Indexwert in der E-Mail-Diensttabelle
Globaler Status des SMTP-Webdienstes:
Ruhezustand(1): Keine Konfiguration
In Betrieb(2): In Betrieb und ausgeführt
Angehalten(3): angehalten
IP-Adresse des dezentralen SMTP-Servers
Gesamtzahl der an das Netzwerk gesendeten und erfolgreich vom Server quittierten E-Mails
Gesamtzahl der E-Mails:
nicht an das Netzwerk gesendet
gesendet, aber nicht erfolgreich vom Server quittiert smtpLastErr(6)
(Das Objekt smtpLastErr (6) enthält nähere Informationen zu den Fehlern.)
Letzter Fehlercode (ausführliche Informationen finden Sie unter Konfiguration eines NOE-Moduls mit der privaten
TFE-MIB) smtpLastMailElapsedTime (7) Anzahl der abgelaufenen Sekunden seit der letzten erfolgreich gesendeten E-Mail smtpLnkSrvStatus(8) Status der Verbindung zwischen Kommunikationsmodul und dezentralem SMTP-Server:
NOK (1) = SMTP-Server kann NICHT erreicht werden
OK (2) = SMTP-Server kann erreicht werden smtpSrvChkFailCnt (9) Anzahl der Abstürze der Verbindung zum SMTP-Server
302
33002481 10/2019
Quantum mit EcoStruxure™ Control Expert
Eingebettete Web-Seiten
33002481 10/2019
Eingebettete Web-Seiten
Kapitel 11
Eingebettete Web-Seiten
Einleitung
Dieses Kapitel bietet eine Übersicht über die eingebetteten Web-Seiten der Quantum-Module
140 NOE 771 xx. Diese Web-Seiten ermöglichen Ihnen den Zugang zu Diagnosedaten, die
Anzeige von Konfigurationsdaten und die Änderung von Online-Konfigurationen des Moduls.
Inhalt dieses Kapitels
Dieses Kapitel enthält die folgenden Themen:
Thema
Quantum-Startseite
Startseite der Überwachung
Diagnose-Startseite
Konfigurations-Startseite
Zugang zur Homepage des Web-Hilfsprogramms
Konfigurierter lokaler Baugruppenträger
Seite "Controller Status"
CPU-Konfigurationsbildschirm: Beschreibung der Datenfelder
Status der dezentralen E/A
Seite "Quantum-SPS-Datenmonitor"
SNMP-Konfiguration
Konfiguration des Diensts "Globale Daten" (Publish/Subscribe)
Seite für die Konfiguration des Adress-Servers
Konfiguration des Zeitsynchronisierungsdienstes
Konfiguration des E-Mail-Diensts
Diagnoseseiten für das Ethernet-Modul
NTP-Diagnoseseite
Eigenschaftsseite
Webseite "Kontakte bei Schneider Electric"
Seite
33002481 10/2019
303
Eingebettete Web-Seiten
Quantum-Startseite
Startseite
Zum Aufrufen der Quantum-Startseite geben Sie die IP-Adresse des Moduls im Webbrowser ein.
Für die Anzeige der Startseite ist kein Passwort erforderlich:
Verknüpfungen
Ausgehend von der Quantum-Startseite können Sie die folgenden Seiten aufrufen:
Überwachung
Diagnose
Dokumentation
siehe Seite 305
siehe Seite 307
siehe Seite 308
Geben Sie einen Benutzernamen und ein Passwort ein, um auf die Dienste auf diesen Seiten zuzugreifen.
Sprache
Auf der Quantum-Homepage können Sie die Quantum-spezifischen Webseiten entweder auf
Englisch oder auf Chinesisch anzeigen.
304
33002481 10/2019
Eingebettete Web-Seiten
Startseite der Überwachung
Startseite
Auf dieser Seite sind die verschiedenen, von der Standard-Website des Moduls unterstützten
Viewer-Dienste sowie die Verknüpfungen für den Zugriff auf die gewünschten Dienste aufgeführt.
Beschreibung
So sieht die Seite Überwachung aus:
Zum Aufrufen eines Dienstes klicken Sie auf eine Verknüpfung. Die Dienste umfassen:
Dateneditor
Grafik-Viewer
: Zur Erstellung von
Variablendatentabellen, um deren Werte zu ermitteln, wenn die Tabelle animiert wird.
Dateneditor (Lite) : Zur Erstellung von
Variablendatentabellen, um deren Werte zu ermitteln, wenn die Tabelle animiert wird. (Dieser
Editor enthält weniger Funktionen als der herkömmliche Dateneditor.)
Grafikeditor
(siehe Modicon M340, FactoryCast, Benutzerhandbuch)
(siehe Modicon M340, FactoryCast, Benutzerhandbuch)
(siehe Modicon M340, FactoryCast, Benutzerhandbuch) : Zur Erstellung von
Grafiken, um die Werte von Variablen zu ermitteln, wenn die Grafik animiert wird.
(siehe Modicon M340, FactoryCast, Benutzerhandbuch) : Zur Anzeige von
Grafiken, um die Werte von Variablen zu ermitteln, wenn die Grafik animiert wird.
33002481 10/2019
305
Eingebettete Web-Seiten
SPS-Programmanzeige (siehe Modicon M340, FactoryCast, Benutzerhandbuch) des Control Expert-Programms im Run-Modus in einem Webbrowser.
Passwortgeschützte benutzerdefinierte Seiten
: Zur Anzeige
(siehe Modicon M340, FactoryCast, Benutzer handbuch) : Zur Einschränkung des Zugriffs auf vom Benutzer erstellte Webseiten.
Benutzerdefinierte Seiten ohne Passwortschutz (siehe Modicon M340, FactoryCast, Benutzer handbuch) : Für unbeschränkten Zugriff auf die vom Benutzer erstellten Webseiten.
Silverlight-Seiten der Software
(siehe Modicon M340, FactoryCast, Benutzerhandbuch)
Microsoft Expression Blend®
Website hinzugefügt wurden.
: Zur Anzeige von mit
erstellten benutzerdefinierten Seiten, die auf der
306
33002481 10/2019
Eingebettete Web-Seiten
Diagnose-Startseite
Startseite
Auf dieser Seite sind die verschiedenen, von der Standard-Website des Moduls unterstützten
Dienste sowie die Verknüpfungen für den Zugriff auf die gewünschten Dienste aufgeführt.
Abbildung
So sieht die Diagnose-Startseite aus:
Verknüpfungen
Um den gewünschten Dienst aufzurufen, klicken Sie auf eine Verknüpfung:
Rack-Viewer
Alarm-Viewer
Ethernet
siehe Seite 314
siehe Seite 316
siehe Seite 334
siehe Seite 345
33002481 10/2019
307
Eingebettete Web-Seiten
Konfigurations-Startseite
Startseite
Auf der Konfiguration des Moduls NOE 771 11 sind die verschiedenen Dienste aufgeführt, die zur
Konfiguration des Moduls verwendet werden. Sie können diese Seite über den entsprechenden
Link auf der Startseite
siehe Seite 304
Abbildung
So sieht die Seite Konfiguration aus:
Links auf der Konfigurations-Startseite
Die folgenden Links befinden sich auf der Seite Konfiguration:
Link
SNMP
Adress-
Server
Globale
Ergebnis
Ermöglicht Ihnen die Konfiguration des SNMP-Agenten im NOE.
Konfigurieren Sie die IP-Zuordnungen, und lassen Sie dabei die BOOTP- und
DHCP-Datenbank anzeigen.
Öffnet die Seite Konfiguration des Diensts Globale Daten. Konfigurieren Sie die Gruppenadresse, das Multicast Filtering, die Verteilungsdauer, das
Funktionsfähigkeits-Timeout, die Health-Bits und die Datenbereiche. Die Seite
Konfiguration von Globale Daten enthält auch eine Variablentabelle.
308
33002481 10/2019
Eingebettete Web-Seiten
Link
Sicherheit
FTP
Ergebnis
Konfigurieren Sie die IP-Adresse des primären und sekundären NTP-Servers.
Bestimmen Sie einen Abfragezeitraum. Wählen Sie eine Zeitzone in der
Dropdown-Liste aus, und aktivieren Sie die automatische Umstellung auf
Sommer-/Winterzeit.
Konfigurieren Sie die IP-Adresse und den Port des Mailservers (die
Standardeinstellung lautet 25). Wenn die Sicherheit ein Thema ist, wählen Sie
Aktivieren, und legen Sie einen Benutzernamen und ein Passwort fest.
Erstellen Sie drei E-Mail-Kopfzeilen.
Zur Anzeige und Bearbeitung von:
Benutzername und Passwort für den Zugriff auf die Startseite
Passwort zum Schreiben von Variablen in den Daten-Editor
Zur Anzeige und Bearbeitung des Benutzernamens und Passworts für den
FTP-Dienst.
33002481 10/2019
309
Eingebettete Web-Seiten
Zugang zur Homepage des Web-Hilfsprogramms
Einleitung
Jedes Modicon Quantum 10-/100-Megabit Ethernet-Modul beinhaltet einen eingebetteten Web-
Server, der es Ihnen ermöglicht, auf Diagnosen und Online-Konfigurationen für das Modul und die zugehörige SPS zuzugreifen.
Die Seiten der eingebetteten Website enthalten folgende Daten.
Konfigurierbare Menüs des BOOTP- und DHCP-Adress-Servers und des SNMP-Servers
siehe Seite 324
Ethernet-Statistiken zum Teilnehmer
SPS-Konfiguration (SPS-Status im Menü)
SPS-Registerwerte
Status und Konfiguration der dezentralen E/A
Registerwerte der dezentralen E/A
Verteilte Werte der dezentralen E/A
siehe Seite 303
siehe Seite 314
siehe Seite 316
Die FactoryCast-/Echtzeit-Module
Konfiguration und Status für Globale Daten (Publish/Subscribe)
E/A-Scanner-Status
SMTP-Konfiguration und -Status
siehe Seite 95
siehe Seite 90
siehe Seite 335
siehe Seite 339
siehe Seite 83
bieten die folgenden Seiten:
siehe Seite 340
siehe Seite 321
Die Webseiten können nur mit Internet Explorer 4.0 (oder höher) angezeigt werden. Beide Browser unterstützen JRE 1.4.2_04 (oder höher).
Informationen zur weiteren Funktionalität von FactoryCast in den Ethernet-Modulen finden Sie im
FactoryCast-Handbuch (31001229).
Zugang zur Homepage des Moduls
Gehen Sie folgendermaßen vor.
Schritt Aktion
1 Lassen Sie sich die vollständige IP-Adresse oder URL von Ihrem
Systemadministrator mitteilen.
2 Geben Sie die IP- oder URL-Adresse im Adressfeld des Browser-Fensters ein. Die
Homepage zum Web-Hilfsprogramm von Schneider Electric wird angezeigt.
3 Klicken Sie auf der Quantum-Homepage
( siehe Seite 304 ) auf Diagnose.
4 Sie werden zur Eingabe eines Benutzernamens und eines Passworts aufgefordert.
310
33002481 10/2019
Eingebettete Web-Seiten
Schritt Aktion
5 Nachdem Sie den Anwendernamen und das Passwort eingegeben und auf die
Schaltfläche OK geklickt haben, wird die Quantum-Begrüßungsseite angezeigt. Die
Quantum-Begrüßungsseite enthält die Links zur Quantum-Konfiguration, zu den
Diagnoseseiten und zum Dateneditor/Datenmonitor.
HINWEIS: Der standardmäßige Anwendername ist USER und das voreingestellte
Passwort ist USER. Beide sollten vom Systemverwalter bei der Installation des
Moduls geändert werden.
33002481 10/2019
311
Eingebettete Web-Seiten
Konfigurierter lokaler Baugruppenträger
Übersicht
Die Seite "Konfigurierter lokaler Baugruppenträger" zeigt die aktuelle Konfiguration:
Übersicht über die Seite "Konfigurierter lokaler Baugruppenträger"
Folgende Tabelle bietet eine Übersicht über die Links der Seite "Konfigurierter lokaler
Baugruppenträger". Zur Anzeige der Seiten zum gewünschten Thema klicken Sie auf das Thema.
Link
Globale Daten
E/A-Abfrage
Anzeige
Allgemeine Diagnose der Globalen Daten und eine Tabelle mit allen veröffentlichten und abonnierten Variablen in einer Verteilergruppe
Allgemeine Diagnose des Dienstprogramms "E/A-Scanner" und eine
Zusammenfassung des Status aller Module
Aktuelle Informationen zu offenen TCP-Verbindungen an Port 502
Bandbreitenüberwach
Auslastungsverteilung des Embedded-Server-Moduls für die
Dienstprogramme "Global Data", "E/A-Scanning", "Messaging" und andere Dienstprogrammen
Ethernet-Modul-Statistiken mit dem Link "Zähler rücksetzen"
Parameter für den Zeitsynchronisierungsdienst
312
33002481 10/2019
Eingebettete Web-Seiten
Link
Hochladen der MIB-
Datei
Absturz-Prokolldatei
Anzeige
Parameter für den E-Mail-Benachrichtigungsdienst
Hochladen der Quelldatei der privaten MIB
Absturzmeldung (nach einem Absturz) und Statusmeldung
(normaler Betrieb)
33002481 10/2019
313
Eingebettete Web-Seiten
Seite "Controller Status"
Überblick
Die Seite Controller Status enthält aktuelle Informationen zur Steuerung und ihrer Konfiguration.
Sie greifen auf diese Seite zu, indem Sie im Rack-Viewer
siehe Seite 312
auswählen oder auf den Hyperlink "Controller Status" klicken.
das CPU-Modell
Beispielseite
Dies ist ein Beispiel einer Controller Status-Seite.
Dynamische Daten
Einige der Daten auf dieser Seite werden dynamisch generiert. Dynamische Daten werden ständig aktualisiert. Das Aktualisierungsintervall wird durch die Leistung von Embedded Server, Netzwerk und Client-CPU bestimmt.
314
33002481 10/2019
Eingebettete Web-Seiten
CPU-Konfigurationsbildschirm: Beschreibung der Datenfelder
Beschreibungsfelder
Die folgende Tabelle erklärt die Beschreibungsfelder auf der Seite CPU-Konfiguration
siehe Seite 314
Feld
Systemspeicher [KB]
Erweiterter Speicher [KB]
Gesamtspeicher [Bytes]
Zugeordnete E/A-Wörter
Segmente
DCP-Stations-ID
Speicherschutz
Konstante Abtastung
Optimieren
Beschreibung
Menge des verwendeten Systemspeichers
Menge des verwendeten erweiterten Speichers
Gesamter verwendeter Speicher in Byte
Anzahl der zugeordneten E/A-Wörter
Anzahl der Segmente
Stationsnummer für Distributed Control
Position des Speicherschutzschalters
Aktueller Status für Konstante Abtastung
Aktueller Status der Optimierung
Wortfelder
Die folgende Tabelle erklärt die Wortfelder auf der Seite CPU-Konfiguration
siehe Seite 314
.
Feld
%M
%I
%IW
%MW
Batterieüberwachung:
Timer-Register
Systemuhr
Gestoppte Codes
Beschreibung
Gültige Adresse von %M
Gültige Adresse von %I
Gültige Adresse von %IW
Gültige Adresse von %MW
Adresse für Batterie-Bit
Adresse des Timer-Worts
Adresse der Systemuhr
Grund für gesteuertes Anhalten
ASCII-Felder
Die Spalte "ASCII" auf der Seite CPU-Konfiguration
ASCII-Feldern.
siehe Seite 314
) enthält Informationen zu den
33002481 10/2019
315
Eingebettete Web-Seiten
Status der dezentralen E/A
Überblick
Die Seite Status dezentrale E/A enthält einen Überblick zu Status und Funktionsfähigkeit der
Netzwerkverbindungen für dezentrale E/A. Der Zugriff auf diese Seite erfolgt im Dropdown-Menü
"CRP" über den Menübefehl Status dezentrale E/A oder über den Hyperlink RIO-Status.
Beispielseite
Beispiel für eine Seite Status dezentrale E/A.
Dynamische Daten
Einige der Daten auf dieser Seite werden dynamisch generiert. Dynamische Daten werden ständig aktualisiert. Das Aktualisierungsintervall wird durch die Leistung des eingebetteten Servers, des
Netzwerks und der Client-CPU bestimmt.
316
33002481 10/2019
Eingebettete Web-Seiten
Seite "Quantum-SPS-Datenmonitor"
Einführung zur Seite "Quantum-SPS-Datenmonitor"
Die folgende Abbildung zeigt die Webseite, mit der Sie Daten der Quantum-SPS anzeigen können.
Sie können Daten in der Quantum-SPS hinzufügen, löschen und kopieren, wie in der folgenden
Liste beschrieben:
Fügen Sie zusätzliche Datenzeilen hinzu, indem Sie auf die Schaltfläche Zeilen einfügen klicken.
Löschen Sie bestimmte Datenzeilen, indem Sie auf die Schaltfläche Zeilen ausschneiden klicken.
Kopieren Sie Datenzeilen, indem Sie auf die Schaltfläche Zeilen einfügen klicken.
33002481 10/2019
317
Eingebettete Web-Seiten
SNMP-Konfiguration
Überblick
In diesem Thema wird die SNMP-Konfiguration des Quantum-Ethernet-Moduls über die Seite
SNMP-Konfiguration beschrieben.
Seite "SNMP-Konfiguration"
Klicken Sie auf die Verknüpfung SNMP auf der Konfigurations-Startseite , um die Seite für die
SNMP-Konfiguration anzuzeigen:
318
Die folgende Tabelle beschreibt die auf der Webseite durchführbaren SNMP-
Konfigurationsaufgaben:
Aufgabe Verfahren zur/zum
Anzeige der aktuellen SNMP-Konfiguration Klicken Sie auf SNMP-Konfiguration anzeigen.
Löschen der Felder
Ändern der SNMP-Konfiguration
Klicken Sie auf Formular rücksetzen.
Ändern Sie die Daten auf der Seite, und klicken
Sie auf SNMP aktualisieren.
33002481 10/2019
Eingebettete Web-Seiten
Felder der SNMP-Seite
Die folgende Tabelle beschreibt die SNMP-Felder, die Sie ändern können.
Feld
Manager I
Manager II
Position [SysLocation]
Kontakt [SysContact]
Set
Get
Trap
Berechtigungsfehlererfassung aktiviert
Eingabedaten
IP-Adresse des ersten SNMP-Managers
IP-Adresse des zweiten SNMP-Managers
Position des Moduls
Name des verantwortlichen Systemingenieurs
Bezeichnung der Anwenderebene, auf der die Konfiguration vorgenommen werden kann
Bezeichnung der Anwenderebene, auf der die
Konfigurationsanzeige erfolgt
Bezeichnung der Anwenderebene, auf der die
Datenerfassung erfolgt
Aktiviert Test des Community-Namens
Nachdem Sie Ihre Änderungen an den oben stehenden Parametern abgeschlossen haben, klicken
Sie auf SNMP aktualisieren. Auf einer neuen Seite wird die folgende Meldung angezeigt: "SNMP-
Datenbank erfolgreich aktualisiert." Beachten Sie, dass diese Seite dieselben Links aufweist wie die Seite SNMP konfigurieren.
HINWEIS: Führen Sie ein Reset des Moduls aus, um die Änderungen zu implementieren.
SNMP-Community-Strings
Schränken Sie den Zugriff auf den SNMP-Agenten mithilfe von Strings ein. Für diese Strings sollten während der Installation des Moduls keine alltäglichen Namen ausgewählt werden.
Ändern der SNMP-Community-Strings
Konfigurieren der SNMP-Community-Strings:
Schritt
1
Aktion
Geben Sie die folgende URL in Ihren Browser ein: http://hostname/secure/embedded/builtin?submit=Configure+SNMP oder klicken Sie auf die Verknüpfung SNMP auf der Konfigurations-Startseite, um zur Seite SNMP-Konfiguration zu wechseln.
33002481 10/2019
319
Eingebettete Web-Seiten
Schritt
2
Aktion
Geben Sie die Community-Namen für die Befehle Set, Get und Trap auf der
Seite SNMP-Konfiguration ein (s. Abbildung).
3
4
Klicken Sie auf SNMP aktualisieren.
Führen Sie einen Austausch im eingeschalteten Zustand (Hot Swap) durch, um die Änderungen anzuwenden und das Modul neu zu starten.
320
33002481 10/2019
Eingebettete Web-Seiten
Konfiguration des Diensts "Globale Daten" (Publish/Subscribe)
Überblick
Das Verfahren zur Konfiguration individueller Parameter ist identisch, unabhängig davon, ob Sie das Verfahren der individuellen Konfiguration jedes einzelnen Geräts oder das Kopierverfahren
(Publish/Subscribe) im NOE-Modul nutzen zu können, müssen Sie daher die Parameter des
Diensts "Globale Daten" konfigurieren. Hierzu gehören:
Verteilungsdauer
siehe Seite 211
verwenden. Um den Dienst "Globale Daten"
Multicast Filtering
Speicherort des Health-Bit
Basisadresse des Diensts "Globale Daten"
Gruppen-IP-Adresse
Die folgenden Abschnitte beschreiben detailliert die genauen Schritte zur Konfiguration jedes
Parameters auf der Webseite Konfiguration des Diensts "Globale Daten".
Abbildung
Sie können die Konfiguration auf der Seite Konfiguration des Diensts "Globale Daten" ändern:
33002481 10/2019
321
Eingebettete Web-Seiten
Konfiguration des Diensts "Globale Daten"
Ändern Sie die folgenden Parameter, nachdem Sie das Verfahren zur Modellierung der
Systemkonfiguration
Konfiguration, abgeschlossen haben:
Verteilungsdauer
siehe Seite 211
Funktionsfähigkeits-Timeout
Speicherort der Health-Bits
Startadresse
Typ: Pub / Sub / Keine
) mittels der zweiten Methode, dem Kopieren der
Bitte ändern Sie nicht das Symbol (Beschreibung) und die Länge.
Befolgen Sie die nachfolgend aufgeführten Anweisungen, um die Variablen des Diensts "Globale
Daten" des Gruppenfelds auf der Seite Konfiguration des Diensts "Globale Daten" zu ändern.
4
5
Schritt Aktion
1 Passen Sie die Verteilungsdauer an. Geben Sie einen Wert zwischen 1 und 50 ein.
Hinweis: Die Verteilungsdauer ist die minimale Anzahl von Steuerungs-
Abtastzyklen, bevor eine Aktualisierung durchgeführt wird.
2
3
6
Ermitteln Sie die Verteilergruppe der Station, bevor Sie einen Wert in das Feld
Gruppenadresse eingeben. Die Eingabe im Feld Gruppenadresse ist eine IP-
Adresse zwischen 224.0.0.0
und 239.255.255.255
.
Gruppenadresse:Die für eine Verteilergruppe verwendete Class D Multicast IP-
Adresse. Mitglieder dieser Verteilergruppe sind so konfiguriert, dass sie dieselbe
Gruppenadresse verwenden; daher können Mitglieder untereinander über den
Dienst "Globale Daten" kommunizieren.
Geben Sie den Timeout-Wert im Feld Funktionsfähigkeits-Timeout ein. Dieser Wert wird in Millisekunden gemessen; es kann ein Wert zwischen 50 und 15000 ms eingegeben werden (in 50 ms-Schritten).
Hinweis: Funktionsfähigkeits-Timeout ist die maximale Zeit zwischen empfangenen
Abonnements, bevor ein Abonnement als funktionsunfähig (defekt) erklärt wird.
Legen Sie in der 4x-Startadresse das Feld Datenbereich fest.
Wenn Sie mit einem Ethernet-Switch verbunden sind, der Multicast Filtering unterstützt, aktivieren Sie das Kontrollkästchen Multicast Filtering.
Geben Sie den Speicherort des %MW-Worts (4x-Registers) für die Health-Bits ein.
Dies ist der Speicherort für die Speicherung der Health-Bits.
HINWEIS: Health-Bits laufen in verschiedenen Richtungen.
Die Health-Bits des E/A-Verwalters laufen von links nach rechts.
Die Health-Bits des Diensts "Globale Daten" laufen von rechts nach links.
322
33002481 10/2019
Eingebettete Web-Seiten
Änderung der Variablen des Diensts "Globale Daten"
Befolgen Sie die nachfolgend aufgeführten Anweisungen, um die Variablen des Diensts "Globale
Daten", die im Bereich Variablentabelle angezeigt werden, zu ändern.
Schritt Aktion
1 Markieren Sie die Identifikationsnummer in der Spalte Daten-ID.
2 Wählen Sie in der Spalte Typ aus dem Dropdown-Listenfeld den Variablentyp
"Publish/Subscribe" aus. Es stehen die drei Optionen "Publish", "Subscribe" oder
"Keine" zur Auswahl. Sie werden wie folgt angezeigt:
NONE
SUB
PUB
3 In der Spalte Symbol können Sie eine Beschreibung der Variablen eingeben.
4 In der Spalte Adresse wird die Anwendungsadresse für diese Variable angezeigt.
Hinweis: Dies ist ein schreibgeschütztes Feld.
5 Geben Sie in der Spalte "Länge" für jede Zeile einen Wert ein, der die Anzahl der
4x-Register angibt. Das 4x-Registerfeld für den Endwert wird automatisch aktualisiert. Wenn Sie das Konfigurations-Kopierverfahren befolgen, aktualisieren
Sie den Wert Länge nur beim ersten Mal.
6 Klicken Sie auf die Schaltfläche Globale Datenkonfiguration aktualisieren, wenn
Sie den Vorgang beendet haben.
Überprüfung des Systembetriebs
Gehen Sie folgendermaßen vor, um zu überprüfen, ob das System betriebsbereit ist:
Schritt Aktion
1 Überprüfen Sie, ob alle SPS laufen.
2 Überprüfen Sie die Funktionsfähigkeit der Variablen über die Seite Diagnose des
Diensts "Globale Daten".
Klicken Sie auf folgende Links: Diagnose → Ethernet → Globale Daten
33002481 10/2019
323
Eingebettete Web-Seiten
Seite für die Konfiguration des Adress-Servers
Übersicht
In diesem Abschnitt wird die Konfiguration der DHCP- und BOOTP-Adress-Server für die
Transparent-Factory-Ethernet-Module beschrieben.
HINWEIS: Um den Adress-Server für die Webservermodule 140 NOE 771 x FactoryCast zu
konfigurieren, lesen Sie unter Adress-Server-Konfiguration/Fast Device Replacement
siehe Seite 254
) nach. Dort wird der BOOTP-Prozess erläutert.
Seite für den Adress-Server
Die Seite "Adress-Server-Konfiguration" sieht wie folgt aus:
324
33002481 10/2019
Eingebettete Web-Seiten
Hinzufügen eines Eintrags
Mit den folgenden Schritten erstellen Sie neue Konfigurationen für den Adress-Server:
Schritt Aktion
1 Wählen Sie Neuen Eintrag hinzufügen. Im Web-Frame wird ein Dialogfeld angezeigt:
5
6
3
4
2
Hinweis: Es ist nicht erlaubt, in beiden Textfeldern – Gerätebezeichnung und MAC-
Adresse des Geräts – Text einzugeben. Erstellen Sie entweder eine DHCP-
Konfiguration (Gerätebezeichnung) oder eine BOOTP-Konfiguration (MAC-Adresse des Geräts).
Geben Sie für den Typ der Konfiguration (DHCP oder BOOTP) im entsprechenden
Feld Text ein:
Gerätebezeichnung: Variablenname für die Konfiguration des DHCP-Adress-
Servers
MAC-Adresse des Geräts: MAC-Adresse für die Konfiguration des BOOTP-
Adress-Servers
Geben Sie in das Feld Geräte-IP-Adresse eine Adresse ein. (Hier wird eine
Beispieladresse dargestellt.)
Geben Sie in das Feld Subnetzmaske eine Adresse ein. (Hier wird eine
Beispieladresse dargestellt.)
Geben Sie in das Feld Gateway eine Adresse ein. (Hier wird eine Beispieladresse dargestellt.)
Wählen Sie Eintrag hinzufügen aus.
33002481 10/2019
325
Eingebettete Web-Seiten
Wenn Sie Eintrag hinzufügen auswählen, wird der neue Eintrag in der Tabelle im Web-Frame angezeigt:
Wenn Sie über dasselbe Verfahren und Eintrag hinzufügen weitere Einträge anlegen, werden in der Tabelle mehrere Einträge angezeigt:
In der obigen Abbildung hat ein Benutzer die Optionsschaltfläche für test_1 markiert. Dieses
Element kann nun mit der letzten Reihe an Schaltflächen bearbeitet werden:
Schaltfläche
Eintrag ändern
Funktion
Ändern Sie die Tabellendaten für den Eintrag.
Eintrag löschen Löschen Sie einen Eintrag aus den Tabellendaten.
Hinweis: Die ausgewählte Optionsschaltfläche hat keine Auswirkung auf die Funktion Neuen
Eintrag hinzufügen.
Hinweis: Mit Klicken auf Datenbanktabelle des Adress-Servers aktualisieren können Sie die
Tabellendaten jederzeit aktualisieren.
326
33002481 10/2019
Eingebettete Web-Seiten
Konfiguration des Zeitsynchronisierungsdienstes
Konfigurieren des Zeitdiensts
Sie können den Zeitdienst auf der NTP-Konfigurationsseite in Control Expert oder auf der integrierten Webseite konfigurieren.
Befehlsschaltflächen für den Zeitdienst
Führen Sie die folgenden Befehle aus:
Schaltfläche
Speichern
Abbrechen
NTP deaktivieren
Beschreibung
Speichert die neue NTP-Konfiguration (Zeitdienstkonfiguration). Die vorherige
Konfiguration ist nicht mehr gültig.
Bricht die neue NTP-Konfiguration (Zeitdienstkonfiguration) ab. Die vorherige Konfiguration ist gültig.
IP für Primär- und Standby-Steuerung = 0 gesetzt.
NTP-Server nicht abgefragt.
Uhrzeit in Steuerung nicht aktualisiert.
Konfigurierbare Parameter für den Zeitdienst
Konfigurieren oder ändern Sie die folgenden Parameter auf der Seite NTP-Konfiguration.
33002481 10/2019
327
Eingebettete Web-Seiten
1. IP-Adresse des NTP-Primär-Servers
Gültige IP-Adresse eingeben
2. IP-Adresse des NTP-Sekundär-Servers
Gültige IP-Adresse eingeben
3. Abfragezeitraum (Sekunden)
Wert eingeben
Min. = 1 s
Max. = 120 s
Voreinstellung = 5 s
4. Zeitzone
Aus Dropdown-Menü auswählen
Universelle koordinierte Zeit (GMT) = Standard
Benutzerdefinierte Zeitzone
5. Uhr automatisch an Sommer-/Winterzeit anpassen
Wenn die Sommer-/Winterzeit ausgewählt wird, wird der Parameter standardmäßig ausgewählt (das Kontrollkästchen wird aktiviert).
Ändern der Zeitdienstparameter
Änderungen am Zeitsynchronisierungsdienst können folgendermaßen vorgenommen werden:
Schritt
1
2
Aktion
Geben Sie die Änderungen für einen oder für alle konfigurierbaren Parameter in das entsprechende Feld auf der Seite NTP-Konfiguration ein.
Klicken Sie auf Speichern.
Wichtige Informationen zum Zeitdienst:
HINWEIS: Über den Zeitdienst:
1. Parameter Sommer-/Winterzeit aktivieren/deaktivieren: Wenn das Kontrollkästchen für die
Sommer-/Winterzeit gewählt ist, stellt das Modul die lokale Uhrzeit automatisch auf die
Sommer-/Winterzeit um. Damit ist keinerlei Aktion erforderlich, da Start und Ende der
Sommerzeit jedes Jahr automatisch berücksichtigt werden.
2. Abfragezeit-Parameter: Diese Zeit (in Sekunden) beschreibt den Zeitraum zwischen den
Zeitaktualisierungen durch den NTP-Server. Der Standardwert ist 5 Sekunden.
3. Speichern der neuen Zeitdienstkonfiguration: Die letzte Konfiguration des Zeitdienstes wird intern im Ethernet-Modul gespeichert.
4. Austauschen des Ethernet-Moduls: Wenn das Ethernet-Modul ausgetauscht werden muss, geht die gespeicherte Konfiguration verloren und das System kehrt zur Standardkonfiguration zurück.
328
33002481 10/2019
Eingebettete Web-Seiten
Anpassen der Zeitzonenparameter
Wenn Sie eine Zeitzone verwenden möchten, die nicht in der Zeitzonentabelle aufgeführt ist, müssen Sie folgende Schritte durchführen:
Schritt Aktion
1 Schreiben Sie die Textregeln für die benutzerdefinierte Zeitzone.
Kommentar
2 Speichern Sie die Regeln über einen FTP-Client in folgender Datei:
/FLASH0/wwwroot/conf/NTP/customrules
Benutzer-ID: ntpupdate
Passwort: ntpupdate
3 Sobald die Regeln erstellt sind, klicken Sie auf der
Webseite NTP-Konfiguration auf das Dropdown-
Menü. Konfigurieren Sie das Modul (oder starten Sie es erneut), indem Sie Folgendes auswählen:
Zeitzone = Benutzerdefiniert
Folgendes Stammverzeichnis wird vom FTP-Server als Speicherort für "customrules" festgelegt:
/FLASH0/wwwroot/conf/NTP
Die NTP-Komponente sucht nach "customrules", ruft den Zeitzonen-Compiler auf und generiert eine neue
Datei mit dem Namen "tz_custom". Diese Datei ist eine Binärdatei und sollte nicht bearbeitet werden.
Wenn der Zeitzonen-Compiler einen Syntaxfehler in
"customrules" erkennt, wird dieser Fehler in folgender
Datei protokolliert:
/FLASH0/wwwroot/conf/NTP/error.log
1. Die NTP-Komponente wird nicht gestartet.
2. Auf der Diagnose-Webseite wird im Feld "NTP-
Status" der Wert NOT OK angezeigt.
4 Die Syntax zum Erstellen dieser Regeln sowie einige Beispiele finden Sie im Modul unter:
/FLASH0/wwwroot/conf/NTP/instructions.txt
Zeitzonenparameter
Wählen Sie eine Zeitzone aus dem Dropdown-Menü aus.
Zeitzone Beschreibung
Benutzerdefiniert
(GMT-12:00) Dateline Standard Time [Eniwetok Kwajalein]
(GMT-11:00) Samoa Standard Time [Midway Is Samoa]
(GMT-10:00) Hawaiian Standard Time [Hawaii Honolulu]
(GMT-09:00) Alaskan Standard Time [Anchorage]
(GMT-08:00) Pacific Standard Time [Los Angeles Tijuana]
(GMT-07:00) Mexican Standard Time [Chihuahua La Paz Mazatlan]
(GMT-07:00) Mountain Standard Time [Arizona Phoenix]
(GMT-07:00) Mountain Standard Time [Denver]
(GMT-06:00) Central Standard Time [Chicago]
(GMT-06:00) Mexico Standard Time [Tegucigalpa]
33002481 10/2019
Ja
Nein
Ja
Ja
Nein
Sommerzeit verfügbar
Ja
Nein
Nein
Nein
Ja
Ja
329
Eingebettete Web-Seiten
Zeitzone Beschreibung
(GMT-06:00) Canada Central Standard Time [Saskatchewan Regina]
(GMT-06:00) Central America Standard Time [Mexico_city]
(GMT-05:00) SA Pacific Standard Time [Bogota Lima Quito]
(GMT-05:00) Eastern Standard Time [New York]
(GMT-05:00) Eastern Standard Time [Indiana (East)] [Indianapolis]
(GMT-04:00) SA Western Standard Time [Caracas La Paz]
(GMT-04:00) Pacific SA Standard Time [Santiago]
(GMT-03:30) Newfoundland Standard Time [Newfoundland St Johns]
(GMT-03:00) E. South America Standard Time [Brasilia Sao_Paulo]
(GMT-03:00) SA Eastern Standard Time [Buenos Aires Georgetown]
(GMT-02:00) Mid-Atlantic Standard Time [South_Georgia]
(GMT-01:00) Azores Standard Time [Azores Cape Verde Island]
(GMT) Universal Coordinated Time [Casablanca, Monrovia]
(GMT0) Greenwich Mean Time [Dublin Edinburgh Lisbon London]
(GMT+01:00) Romance Standard Time [Amsterdam CopenHagen Madrid Paris Vilnius]
(GMT+01:00) Central European Standard Time [Belgrade Sarajevo Skopje Sofija Zagreb]
(GMT+01:00) Central Europe Standard Time [Bratislava Budapest Ljubljana Prague Warsaw]
(GMT+01:00) W. Europe Standard Time [Brussels Berlin Bern Rome Stockholm Vienna]
(GMT+02:00) GTB Standard Time [Athens Istanbul Minsk]
(GMT+02:00) E. Europe Standard Time [Bucharest]
(GMT+02:00) Egypt Standard Time [Cairo]
(GMT+02:00) South Africa Standard Time [Johannesburg Harare Pretoria]
(GMT+02:00) FLE Standard Time [Helsinki Riga Tallinn]
(GMT+02:00) Israel Standard Time [Israel Jerusalem]
(GMT+03:00) Arabic Standard Time [Baghdad]
(GMT+03:00) Arab Standard Time [Kuwait Riyadh]
(GMT+03:00) Russian Standard Time [Moscow St. Petersburg Volgograd]
(GMT+03:00) E. Africa Standard Time [Nairobi]
(GMT+03:30) Iran Standard Time [Tehran]
(GMT+04:00) Arabian Standard Time [Abu Dhabi Muscat]
(GMT+04:00) Caucasus Standard Time [Baku Tbilisi]
(GMT+04:00) Afghanistan Standard Time [Kabul]
(GMT+05:00) Ekaterinburg Standard Time [Ekaterinburg]
(GMT+05:00) West Asia Standard Time [Islamabad Karachi Tashkent]
330
Ja
Ja
Ja
Nein
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Nein
Nein
Ja
Sommerzeit verfügbar
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Nein
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Ja
Nein
Ja
Ja
Ja
Nein
Ja
33002481 10/2019
Zeitzone Beschreibung
(GMT+05:30) India Standard Time [Bombay Calcutta Madras New Delhi]
(GMT+06:00) Central Asia Standard Time [Almaty Dhaka]
(GMT+06:00) Sri Lanka Standard Time [Columbo]
(GMT+07:00) SE Asia Standard Time [Bangkok Hanoi Jakarta]
(GMT+08:00) China Standard Time [Beijing Chongqing Hong Kong Urumqi]
(GMT+08:00) W. Australia Standard Time [Perth]
(GMT+08:00) Singapore Standard Time [Singapore]
(GMT+08:00) Taipei Standard Time [Taipei]
(GMT+09:00) Tokyo Standard Time [Osako Sapporo Tokyo]
(GMT+09:00) Korea Standard Time [Seoul]
(GMT+09:00) Yakutsk Standard Time [Yakutsk]
(GMT+09:30) Cen. Australia Standard Time [Adelaide]
(GMT+09:30) AUS Central Standard Time [Darwin]
(GMT+10:00) E. Australia Standard Time [Brisbane]
(GMT+10:00) AUS Eastern Standard Time [Canberra Melbourne Sydney]
(GMT+10:00) West Pacific Standard Time [Guam Port Moresby]
(GMT+10:00) Tasmania Standard Time [Hobart]
(GMT+10:00) Vladivostok Standard Time [Vladivostok]
(GMT+11:00) Central Pacific Standard Time [Magadan Solomon Is New Caledonia]
(GMT+12:00) New Zealand Standard Time [Auckland Wellington]
(GMT+12:00) Fiji Standard Time [Fiji Kamchatka Marshall Is]
Eingebettete Web-Seiten
Ja
Ja
Ja
Nein
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Ja
Ja
Sommerzeit verfügbar
Nein
Ja
Nein
Nein
Nein
Nein
33002481 10/2019
331
Eingebettete Web-Seiten
Konfiguration des E-Mail-Diensts
Konfigurieren des E-Mail-Diensts über die E-Mail-Konfigurationsseite
Der E-Mail-Benachrichtigungsdienst muss auf der eingebetteten Webseite des Moduls konfiguriert werden. Sie können hierzu auf keine andere Art und Weise vorgehen.
332
33002481 10/2019
Eingebettete Web-Seiten
Befehlsschaltflächen für den E-Mail-Dienst
Schaltfläche
Speichern
Abbrechen
E-Mail deaktivieren
Beschreibung
Speichert die neue E-Mail-Konfiguration.
Hinweis: Die vorherige Konfiguration ist nicht mehr gültig und wird nicht gespeichert.
Macht die vorgenommenen Einträge in den Feldern rückgängig.
Die vorherige Konfiguration ist gültig.
Löscht die gespeicherte Konfiguration und deaktiviert den E-Mail-Dienst.
Hinweis: Beim nächsten Aktivieren des Diensts ist eine erneute
Konfiguration erforderlich.
Konfigurierbare Parameter für den E-Mail-Dienst
Parameter
Port
Beschreibung
IP-Adresse des Mailservers Geben Sie eine gültige IP-Adresse ein. (Dieser Parameter bezeichnet den SMTP-Server.)
Standardeinstellung = 25 (geben Sie ggf. einen neuen Wert ein).
Passworteingabe Wenn Sie den Zugriff beschränken möchten, aktivieren Sie das Kontrollkästchen Passworteingabe.
Werte eingeben für:
Login:
Alle druckbaren Zeichen zulässig
Maximal 64 Zeichen
3 Mail-Kopfzeilen
Passwort:
Alle druckbaren Zeichen zulässig
Maximal 64 Zeichen
Jede Kopfzeile enthält Folgendes:
ID des Absenders im Feld Von: .
Maximal 32 Zeichen, keine Leerzeichen
Empfängerliste im Feld An: .
Trennen Sie die einzelnen E-Mail-Adressen durch
Komma voneinander ab.
Maximal 128 Zeichen
Fester Teil der Nachricht im Feld Betreff: .
(Maximal 32 Zeichen)
Das Feld Betreff besteht aus zwei Teilen:
1. Fest (maximal 32 Zeichen)
2. Dynamisch (maximal 206 Zeichen)
33002481 10/2019
333
Eingebettete Web-Seiten
Diagnoseseiten für das Ethernet-Modul
Überblick
Das Menü Ethernet enthält eine Liste mit Links für den Zugriff auf verschiedene Diagnoseseiten für das Ethernet-Modul:
Globale Daten
siehe Seite 215
Nachrichtenaustausch
Statistik
NTP (Network Time Protocol)
Hochladen der MIB-Datei
Absturzprotokolldatei
siehe Seite 90
Klicken Sie auf einen Link, um das gewünschte Diagnosedienstprogramm aufzurufen.
Seite für den Dienst "Globale Daten"
Im oberen Bereich dieser Seite werden Informationen zur allgemeinen Diagnose der globalen
Daten aufgeführt:
Status
Anzahl der Veröffentlichungen pro Sekunde
Anzahl der Abonnements pro Sekunde
Auf dieser Seite wird außerdem eine Tabelle mit allen veröffentlichten und abonnierten Variablen in der gleichen Verteilergruppe angezeigt. Jede Variable ist durch eine entsprechende Kennung gekennzeichnet:
Grün für die abonnierten Variablen
Schwarz für veröffentlichte Variablen
Weiß für alle nicht konfigurierten Variablen
Rot für Variablen, bei denen Kommunikationsunterbrechungen aufgetreten sind
334
33002481 10/2019
Eingebettete Web-Seiten
Seite "E/A-Abfrage"
Im oberen Bereich dieser Seite werden Informationen zur allgemeinen Diagnose des E/A-
Abfragediensts angezeigt:
Status des E/A-Abfragediensts
Anzahl der Transaktionen pro Sekunde
Anzahl der Anschlüsse
Der Wert NOK im Feld E/A-Abfragestatus zeigt an, dass das lokale System keine Abfrage ausführt. In diesem Fall sind alle Daten, die in der Anzeige Status abgefragter Geräte angezeigt werden, ohne Bedeutung.
Der Wert OK im Feld E/A-Abfragestatus zeigt an, dass die Werte, die in der Anzeige Status abgefragter Geräte angezeigt werden, den Status abgefragter Geräte wiedergeben.
In der Anzeige Status abgefragter Geräte weisen die Farben, die in den einzelnen Blöcken angezeigt werden, auf folgende Status bestimmter dezentraler Geräte hin:
Grün zeigt an, dass ein Gerät gerade abgefragt wird.
Schwarz zeigt an, dass die E/A-Abfrage für ein bestimmtes Gerät gezielt über den Gerätesteue -
rungsblock deaktiviert wurde.
Weiß zeigt ein unkonfiguriertes Gerät an.
Rot zeigt ein fehlerverdächtiges Gerät an.
33002481 10/2019
335
Eingebettete Web-Seiten
HINWEIS: Beachten Sie, dass die grüne Abfrageanzeige für ein abgefragtes dezentrales Gerät fälschlicherweise grün bleibt, nachdem das Ethernet-Kabel von diesem Gerät entfernt wurde.
Diese Ungenauigkeit tritt auf, wenn der Störungs-Timeout-Wert im Bildschirm für die E/A-
Abfragekonfiguration auf 0 gesetzt ist (
siehe Seite 221
.
Sie sollten einen Störungs-Timeout-Wert im Bereich 1 bis 65535 (in Schritten von 1 ms) festlegen.
Wenn der Störungs-Timeout-Wert auf einen Wert aus diesem Bereich gesetzt wird, zeigt die
Abfrageanzeige die Funktionsfähigkeit der E/A-Abfrage korrekt an.
Nachrichtenseite
Diese Seite bietet aktuelle Informationen zu offenen TCP-Verbindungen am Port 502.
Die Gesamtzahl gesendeter und empfangener Nachrichten am Port wird im oberen Bereich dieser
Seite aufgeführt.
Eine Tabelle bietet die folgenden Informationen für die einzelnen Verbindungen (nummeriert von
1 bis 64) an:
Dezentrale IP-Adresse
Dezentraler TCP-Port
Lokaler TCP-Port
Anzahl der über diese Verbindung gesendeten Nachrichten
Anzahl der Nachrichten, die über diese Verbindung empfangen wurden
Anzahl der Ereignisse, die für diese Verbindung erkannt wurden
336
33002481 10/2019
Eingebettete Web-Seiten
HINWEIS: Nach einem Request zum Schließen einer Verbindung kann die SPS die Verbindung noch einige Minuten in ihrem Speicher offen halten. Während dieser Zeit zeigt die Tabelle die offene Verbindung an.
Die Anzahl der empfangenen Nachrichten wird nach dem Schließen der Port 502-Verbindung nicht zurückgesetzt. Daher gibt die Zählung die Gesamtzahl der Nachrichten an, die seit dem Start des
Moduls empfangen wurden.
Die dezentrale Adresse ‘127.0.0.1’ wird zur Diagnose der Verbindung mit Nebenstellensystemen bzw. für die SOAP-Kommunikation verwendet.
Seite "Bandbreitenüberwachung"
Diese Seite zeigt die Auslastungsverteilung des Embedded-Server-Moduls für die Dienstpro gramme "Globale Daten", "E/A-Abfrage", "Nachrichtenübertragung" und andere
Dienstprogramme:
33002481 10/2019
337
Eingebettete Web-Seiten
Seite "Ethernet-Statistik"
Die Seite Ethernet-Modulstatistik enthält Informationen zum Status, zu den Sende- und Empfangs statistiken und den erkannten Fehlern für das Embedded-Server-Modul. Der Zugriff auf diese Seite erfolgt über die Auswahl des NOE-Moduls im lokalen Rack oder über den Hyperlink "Statistik". In der folgenden Abbildung ist ein Beispiel für die Seite Ethernet-Modulstatistik dargestellt:
HINWEIS: Definitionen der verwendeten Begriffe finden Sie im Benutzerhandbuch - Modicon
Quantum Ethernet TCP/IP-Modul (840 USE 107) und im Benutzerhandbuch - Modicon Quantum
Ethernet TCP/IP-Modul (840 USE 115).
338
33002481 10/2019
Eingebettete Web-Seiten
NTP-Diagnoseseite
Parameter für den Zeitsynchronisierungsdienst:
Parameter
NTP-Status
Beschreibung
Dienst ist ordnungsgemäß konfiguriert (OK)
NTP-Serverstatus NTP-Client ist an den NTP-Server angeschlossen; Angabe, ob ein
Primär- oder Standby-Server vorliegt
NTP-Requests Gesamtzahl der Client-Requests, die an den NTP-Server gesendet wurden
NTP-Antworten Gesamtzahl der Server-Antworten, die vom NTP-Server gesendet wurden
Anzahl der Fehler Gesamtzahl der nicht beantworteten NTP-Requests
Letzter Fehlercode Letzter vom NTP-Client empfangener Fehlercode
Datum
Zeit
Zeitzone
Sommerzeit
Datum im Format t/m/j
Dauer
Zeitzone plus oder minus universelle koordinierte Zeit (Coordinated
Universal Time, UTC)
Parameter für Sommer-/Winterzeit ist
1. ein (aktiviert)
2. aus (deaktiviert)
33002481 10/2019
339
Eingebettete Web-Seiten
Die Werte im Feld "Letzter Fehler" weisen auf den erkannten Ereignistyp hin.
Typ des erkannten Ereignisses
Komponente OK und in Betrieb
Übermäßiger Netzwerkverkehr oder Überlastung des Servers
Fehlerhafte Parameter in der Konfiguration
Komponente ist deaktiviert
Falsche IP-Adresse
Zeitzonendatei fehlt
Syntaxfehler in der Datei customrules
4
9
14
15
1
3
Wert
0
E-Mail-Diagnoseseite
340
Parameter
E-Mail-Status
Verbindung zum Server-
Status
IP-Adresse SMTP-Server
Anzahl gesendeter E-Mails
Beschreibung
E-Mail-Dienst ist ordnungsgemäß konfiguriert (OK).
Das Ethernet-Modul ist mit dem SMTP-Server verbunden.
Der Status wird beim Starten und mindestens alle 30
Minuten nach dem Starten abgefragt:
Grün = Modul ist mit dem Server verbunden
Rot = Modul ist NICHT mit dem Server verbunden
IP-Adresse des SMTP-Servers
Gesamtzahl der erfolgreich gesendeten E-Mails
33002481 10/2019
Eingebettete Web-Seiten
Parameter
Anzahl der Antworten vom
SMTP-Server
Anzahl der Fehler
Letzte Fehler
Beschreibung
Gesamtzahl der vom SMTP-Server empfangenen SMTP-
Nachrichten
Gesamtzahl der wegen eines Fehlers NICHT gesendeten E-
Mails
Ursache für den letzten Fehler mit Code in
Hexadezimalschreibweise
0 gibt an, dass keine Fehler erkannt wurden.
Zuletzt genutzte Kopfzeile (Nummer der Kopfzeile).
Letzte verwendete Mail-
Kopfzeile
Anzahl der abgelaufenen
Sekunden seit der letzten erfolgreich gesendeten E-Mail
Anzahl der Abstürze der
Verbindung zum Server
Zeitraum in Sekunden, der seit dem letzten erfolgreichen
Senden einer E-Mail vergangen ist.
Angabe, wie oft der SMTP-Server nicht erreicht werden konnte (die Verbindung wird alle 30 Minuten überprüft).
Hochladen der MIB-Datei
Wenn Sie Hochladen der MIB-Datei auswählen, wird das Dialogfeld Dateidownload angezeigt. Sie werden gefragt, ob die MIB-Datei gespeichert oder geöffnet werden soll:
33002481 10/2019
341
Eingebettete Web-Seiten
Absturzprotokoll-Diagnoseseite
Die Seite Absturzprotokoll-Diagnose zeigt eine Absturzprotokolldatei an, wenn ein schwerwie gendes Ereignis aufgetreten ist, ansonsten wird eine Statusmeldung angezeigt.
Klicken Sie auf Absturzprotokolldatei löschen, um den Inhalt der Protokolldatei zu löschen
siehe Seite 371
342
33002481 10/2019
Eingebettete Web-Seiten
NTP-Diagnoseseite
Dialogfeld "NTP-Diagnose"
In der folgenden Tabelle sind die Parameter des Zeitsynchronisierungsdiensts beschrieben:
Parameter
NTP-Status
NTP-Serverstatus
NTP-Requests
Beschreibung
Dienst ist ordnungsgemäß konfiguriert (OK)
NTP-Client ist an den NTP-Server angeschlossen; Angabe, ob ein
Primär- oder Standby-Server vorliegt
Gesamtzahl der Client-Requests, die an den NTP-Server gesendet wurden
NTP-Antworten Gesamtzahl der Server-Antworten, die vom NTP-Server gesendet wurden
Anzahl der Fehler Gesamtzahl der nicht beantworteten NTP-Requests
Letzter Fehlercode Letzter vom NTP-Client empfangener Fehlercode
Datum
Zeit
Zeitzone
Sommerzeit
Datum im Format t/m/j
Zeit
Zeitzone plus oder minus universelle koordinierte Zeit (Coordinated
Universal Time, UTC)
Parameter für Sommer-/Winterzeit ist
1. ein (aktiviert)
2. aus (deaktiviert)
33002481 10/2019
343
Eingebettete Web-Seiten
Dialogfeld:
Feld "Letzter Fehler"
Die Werte im "Letzter Fehler" weisen auf den Fehlertyp hin.
Fehlertyp
Komponente OK und in Betrieb
Übermäßiger Netzwerkverkehr oder Überlastung des Servers
Fehlerhafte Parameter in der Konfiguration
Komponente ist deaktiviert
Falsche IP-Adresse
Zeitzonendatei fehlt
Syntaxfehler in "customrules"-Datei
4
9
14
15
1
3
Wert
0
344
33002481 10/2019
Eingebettete Web-Seiten
Eigenschaftsseite
Überblick über die Eigenschaftsseite
Sie können von der Diagnoseseite zur SeiteEigenschaften gelangen. Auf der Eigenschaften-Seite werden die Versionen von Exec, Kernel, Webserver, Webseiten und den physischen Medien angezeigt:
HINWEIS: Diese Seite zeigt die Informationen nur an. Die Felder können nicht geändert werden.
33002481 10/2019
345
Eingebettete Web-Seiten
Webseite "Kontakte bei Schneider Electric"
Webseite "Kontakte bei Schneider Electric"
Die folgende Abbildung zeigt die Webseite "Kontakte bei Schneider Electric", die Ihnen
Informationen über technische Hilfe zu NOE 771 xx -Modulen bietet.
346
33002481 10/2019
Quantum mit EcoStruxure™ Control Expert
Hot Standby
33002481 10/2019
Hot Standby
Kapitel 12
Hot Standby
Übersicht
Die Quantum-Ethernet-Module bieten eine Hot Standby-Konfiguration, die für Quantum-
Steuerungen verfügbar ist.
Inhalt dieses Kapitels
Dieses Kapitel enthält die folgenden Themen:
Thema
Quantum-Hot Standby für Control Expert
Hot Standby-Topologie
NOE Modulkonfiguration und Hot Standby
140 NOE 771 x1/140 NOC 78• 00 - Zuweisung der IP-Adresse
140 NOE 771 x1/140 NOC 78• 00-Betriebsarten im Quantum Hot Standby-System
Umschaltzeiten von NOE-IP-Adressen
Netzwerkeffekte einer Modicon Quantum-Hot Standby-Lösung mit Control Expert
Seite
33002481 10/2019
347
Hot Standby
Quantum-Hot Standby für Control Expert
Die Hot Standby-Lösung
VORSICHT
RISIKO DER ERHÖHUNG DER UMSCHALTZEIT
Wenn möglich sind die Module mit einem Switch (nicht mit einem Hub) miteinander zu verbinden oder an das Netzwerk anzuschließen.
Schneider Electric bietet Switches an: Wenden Sie sich an ein lokales Vertriebsbüro, wenn Sie weitere Informationen benötigen.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Verletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.
348
WARNUNG
UNBEABSICHTIGTER GERÄTEBETRIEB
Entwerfen Sie Ihre Anwendung so, dass nicht überwachte Module nur die Kommunikation zu unkritischen Teilen der Anwendung unterstützen.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Verletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.
Bei der Hot Standby-Lösung werden zwei identisch konfigurierte SPS-Systeme eingerichtet, um dieselbe Anwendung zu steuern. Eines der beiden SPS-Systeme (primäre SPS) führt die
Anwendung aus und aktualisiert das andere SPS-System (sekundäre oder Standby-SPS). Die
Standby-SPS registriert den jeweiligen Status der Anwendung, führt jedoch keinerlei Steuerungs funktionen aus. Wenn die primäre SPS ausfällt, übernimmt die Standby-SPS deren Aufgaben.
Sobald die ausgefallene SPS wieder funktionsfähig ist, fungiert sie im Hot Standby-System als neue sekundäre SPS.
Die NOE-Module steuern die Umschaltung der IP-Adressen. Nach dem Beenden von Client- und
Server-Verbindungen tauscht jedes NOE-Modul eine UDP-Meldung mit dem Partner-NOE-Modul aus. Das sendende NOE-Modul wartet dann eine bestimmte Zeit (Timeout von 500 ms) auf den
Austausch von UDP-Meldungen mit dem Partnermodul. Nach Empfang der Meldungen oder nach einem Timeout ändert das NOE-Modul seine IP-Adresse.
HINWEIS: NOE-Module müssen miteinander kommunizieren, um ihre IP-Adressen auszutauschen. Schneider Electric empfiehlt, die primären und sekundären NOE-Module an denselben Schalter anzuschließen, weil
Kommunikationsfehler zwischen den NOE-Modulen die Zeit für die Umschaltung erhöhen.
der Anschluss von zwei NOE-Modulen an denselben Switch die Wahrscheinlichkeit von
Kommunikationsfehlern verringert.
33002481 10/2019
Hot Standby
HINWEIS: Schneider Electric empfiehlt, dass Sie die NOE-Module mit einem Switch (nicht mit einem Hub) miteinander verbinden oder an das Netzwerk anschließen. Schneider Electric vertreibt
Switches. Bitte wenden Sie sich an eine regionale Vertretung, um nähere Informationen zu erhalten.
Das NOE-Modul wartet auf eine Änderung des Hot Standby-Status der Steuerung oder auf den
Austausch der UDP-Meldungen. Dann führt das NOE-Modul eine von zwei Hot Standby-Aktionen durch.
Wenn das NOE-Modul . . .
erkennt, dass der neue Hot Standby-Status Primär oder Standby ist, eine Austausch-UDP-Meldung empfängt,
Vorgehen
ändert das NOE-Modul die IP-Adresse.
sendet das NOE-Modul eine Austausch-UDP-
Meldung und tauscht die IP-Adresse aus.
Alle Client-/Server-Dienste (E/A-Abfragegerät, Globale Daten, Messaging, FTP, SNMP und HTTP) laufen nach dem Umschalten vom alten zum neuen primären NOE-Modul weiter.
HINWEIS: Ein Ausfall eines NOE-Moduls ist keine Bedingung für das Primärsystem, den
Primärstatus zu verlassen.
Hot Standby- und NOE-Modul-Funktionalität
In der folgenden Tabelle sind die Ethernet-Dienste aufgeführt, die in einer Hot Standby-Lösung verfügbar bzw. nicht verfügbar sind.
Dienst
E/A-Abfrage
Globale Daten
Modbus-Messaging
FTP/TFTP
SNMP
HTTP-Server
DHCP
NOE 771-Familie
Verfügbar
Verfügbar
Verfügbar
Verfügbar
Verfügbar
Verfügbar
Nicht verfügbar
HINWEIS: Nur die Module 140 NOE 771 01 und 140 NOE 771 11 (TCP/IP-Ethernet-Module) unterstützen das Modicon Quantum-Hot Standby-System mit Unity V2.0.
33002481 10/2019
349
Hot Standby
Hot Standby-Topologie
Hot Standby-Verbindungen
Die folgende Abbildung zeigt ein Hot Standby-System und die Beziehung zwischen den beiden redundanten Systemen. Zwei Steuerungen der Baureihe 140 CPU 67• 6• sind über ein
Glasfaserkabel miteinander verbunden. Die RIOs sind sowohl untereinander (über das
Glasfaserkabel) als auch mit den RIO-Stationen verbunden.
350
HINWEIS: Die folgenden drei Bedingungen sind erforderlich.
1. Zwei identische Systeme
2. Identische Reihenfolge der Module in den Racks
3. Identische Software-Version
Die NOEs sind mit demselben Switch verbunden. Der Anschluss an denselben Switch wird empfohlen, weil die NOE-Module miteinander kommunizieren, um die IP-Adresse auszutauschen.
Es gibt zwei Gründe für den Anschluss an denselben Switch:
Wenn bei der Kommunikation zwischen den NOE-Modulen ein Fehler auftritt, erhöht sich die
Umschaltzeit.
Um die Fehlerwahrscheinlichkeit möglichst gering zu halten, schließen Sie die beiden NOE-
Module an denselben Switch an.
Eine weitere Anforderung an die Switches besteht darin, dass sie sich in demselben Subnetz befinden müssen.
33002481 10/2019
Hot Standby
NOE Modulkonfiguration und Hot Standby
TCP/IP-Konfiguration
Wird ein NOE-Modul zum ersten Mal in Betrieb genommen, versucht es, die IP-Adresse von einem
BOOTP-Server abzurufen. Ist kein BOOTP-Server verfügbar, leitet das NOE-Modul die IP-
Adresse von der MAC-Adresse ab. Durch eine Verbindung zum BOOTP-Server oder durch
Ableiten der IP-Adresse von einer MAC-Adresse können Sie eine Verbindung zum NOE-Modul aufbauen, über die Sie dann ein Projekt in die SPS laden können.
Für die IP-Adressierung gelten alle Standardregeln mit der zusätzlichen Einschränkung, dass die
IP-Adresse nicht größer als 253 und nicht größer als die übertragene Adresse minus 2 sein darf.
Außerdem darf keinem anderen Gerät die konfigurierte Adresse IP + 1 zugewiesen werden.
33002481 10/2019
351
Hot Standby
140 NOE 771 x1/140 NOC 78• 00 - Zuweisung der IP-Adresse
Konfigurieren eines 140 NOE 771 •1/140 NOC 78• 00-Moduls
Da die primäre und die Standby-PLC in einem Quantum Hot Standby-System über identische
Konfigurationen verfügen, sind die konfigurieren IP-Adressen des
140 NOE 771 •1/140 NOC 78• 00-Moduls identisch. Der aktuelle lokale Hot Standby-Modus bestimmt die IP-Adresse.
Diese Tabelle zeigt, wie die IP-Adressen des 140 NOE 771 •1/140 NOC 78• 00-Moduls zugewiesen werden:
Hot Standby-Status
Primäre CPU
Standby-CPU
Übergang von Primär zu Offline
Übergang von Standby zu Offline
IP-Adresse
In Control Expert konfigurierte IP-Adresse
IP-Adresse konfiguriert in Control Expert + 1
In Control Expert konfigurierte IP-Adresse, wenn die
Partnersteuerung nicht in den Primärstatus übergeht.
IP-Adresse konfiguriert in Control Expert + 1
Einschränkungen für die Verwendung von IP-Adressen
Verwenden Sie weder die Broadcast-IP-Adresse -1 noch die Broadcast-IP-Adresse - 2, um ein
140 NOE 771 •1/140 NOC 78• 00-Modul zu konfigurieren.
Konfigurieren Sie die primäre CPU-Adresse beispielsweise nicht als nnn.nnn.nnn.254
. Dies führt dazu, dass die IP-Adresse der Standby-CPU nnn.nnn.nnn.255
ist. Die Standby-CPU gibt ann den Diagnosecode Fehlerhafte IP-Konfiguration aus.
IP-Adresstransparenz
WARNUNG
UNBEABSICHTIGTER GERÄTEBETRIEB
Für eine Quantum Hot Standby-Konfiguration:
Verwenden Sie nicht die in Control Expert konfigurierte IP-Adresse + 1.
Verwenden Sie keine direkt auf die in Control Expert konfigurierte IP-Adresse folgenden IP-
Adressen.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Verletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.
Wenn eine Umschaltung (Switchover) erfolgt übernimmt die neue primäre PLC die IP-Adresse der alten primären PLC.
Wenn die angehaltene PLC wieder betriebsbereit wird und wieder in das Hot Standby-System aufgenommen wird, übernimmt sie die IP-Adresse der Standby-PLC.
352
33002481 10/2019
Hot Standby
Das neue primäre 140 NOE 771 •1/140 NOC 78• 00-Modul weist dieselbe IP-Adresse auf wie das vorherige primäre Modul. Die IP-Adresse im sekundären Modul entspricht der IP-Adresse + 1.
Die in die Quantum Hot Standby-Konfiguration integrierten 140 NOE 771 •1/140 NOC 78• 00-
Module koordinieren diesen Tausch der IP-Adressen über die Verwaltung der verwendeten
Ethernet-Dienste.
Zeit für den IP-Adresstausch des 140 NOE 771 •1-Moduls
In der nachstehenden Tabelle wird die für den Tausch der IP-Adresse des Moduls 140 NOE 771 •1 benötigte Zeit ausgewiesen:
Dienst Typische Austauschzeit
IP-Adressumschaltung 6 ms
E/A-Abfrage
Maximale Austauschzeit
500 ms
1 Anfangszyklus der E/A-Abfrage 500 ms + 1 Anfangszyklus der E/A-Abfrage
Zeit für den IP-Adresstausch des 140 NOC 78• 00-Moduls
In der nachstehenden Tabelle wird die für den Tausch der IP-Adresse des Moduls
140 NOC 78• 00 benötigte Zeit ausgewiesen:
Maximale Austauschzeit 500 ms (IP-Adresstausch) + Verbindungsaufbauzeit (3 s)
Empfohlene Einstellung für implizite Nachricht Stellen Sie den RPI-Wert auf die Hälfte der MAST-Zykluszeit ein (maximal 50 ms)
Einstellung des Timeout-Multiplikators für EtherNet/IP-Scanner-Verbindungen (EIP):
MAST-Zykluszeit (ms) Empfohlenes RPI (ms)
20 10
50
100
25
50
200
255
50
50
4
4
8
4
Timeout-Multiplikator Verbindungs-Timeout (ms)
16 160
200
200
200
200
HINWEIS: Wenn das Endgerät nicht rechtzeitig reagiert, kann dadurch die maximale Zeit für den
Tausch erhöht werden.
HINWEIS: Während des Adresstauschs kann es zu einer Störung der Kommunikation zwischen dem 140 NOE 771 •1/140 NOC 78• 00-Modul und dem Endgerät kommen. Stellen Sie sicher, dass die Anwendung diese Kommunikationsstörung tolerieren kann.
33002481 10/2019
353
Hot Standby
140 NOE 771 x1/140 NOC 78• 00-Betriebsarten im Quantum Hot Standby-System
Betriebsarten
Die Modi des 140 NOE 771 x1/140 NOC 78• 00-Moduls sind:
Primär-Modus:
Der Hot Standby-Modus ist auf die primäre CPU eingestellt und die Client/Server-Dienste sind aktiv.
Standby-Modus:
Der Hot Standby-Modus ist auf die Standby-CPU eingestellt und die Serverdienste sind aktiv,
mit Ausnahme von DHCP.
Standalone-Modus:
Das 140 NOE 771 x1/140 NOC 78• 00-Modul befindet sich in einem nicht redundanten
System, oder die CPU ist nicht vorhanden bzw. nicht funktionsfähig.
Offline-Modus:
Die CPU wurde angehalten.
Die Quantum Hot Standby-Betriebsart und die Betriebsart des 140 NOE 771 x1/140 NOC 78• 00-
Moduls werden unter folgenden Voraussetzungen synchronisiert:
CPU-Modulstatus
Vorhanden und funktionsfähig
Vorhanden und funktionsfähig
Vorhanden und funktionsfähig
Vorhanden und funktionsfähig
Nicht vorhanden oder nicht funktionsfähig
Hot Standby-Status
Primäre CPU
Standby-CPU
Offline nicht zugewiesen
-/-
140 NOE 771 x1/140 NOC 78• 00-
Betriebsart
Primär
Standby
Offline
Eigenständig
Eigenständig
Die folgenden Ereignisse wirken sich auf die Betriebsarten des Moduls
140 NOE 771 x1/140 NOC 78• 00 aus:
Ein 140 NOE 771 x1/140 NOC 78• 00-Modul wird eingeschaltet.
Ein 140 NOE 771 x1/140 NOC 78• 00-Modul führt eine Hot Standby-Umschaltung durch.
Ein 140 NOE 771 x1/140 NOC 78• 00-Modul wechselt in den Offlinemodus.
Eine neue Anwendung wird in das 140 NOE 771 x1/140 NOC 78• 00-Modul heruntergeladen.
354
33002481 10/2019
Hot Standby
Zuweisung der IP-Adresse beim Einschalten
Ein 140 NOE 771 x1/140 NOC 78• 00-Modul erhält seine IP-Adresse wie folgt beim Einschalten:
Bei diesem Hot Standby-Status ...
Wird die folgende IP-Adresse zugewiesen ...
nicht zugewiesen Standard-IP-Adresse
Primäre CPU
Standby-CPU
Nicht dem Offline-Übergang zugewiesen
In Control Expert konfigurierte IP-Adresse
IP-Adresse konfiguriert in Control Expert + 1
Siehe das Thema nächsten Tabelle.
Offline Offline-Betrieb in der Anlaufsequenz in der
Wenn zwei 140 NOE 771 x1/140 NOC 78• 00-Module gleichzeitig eingeschaltet werden, dann gilt:
Ihre Betriebsart (Primär oder Standby) wird von der CPU-Betriebsart in ihrem Rack vorgegeben.
Das primäre 140 NOE 771 x1/140 NOC 78• 00-Modul weist die in Control Expert konfigurierte
IP-Adresse auf.
Das Standby-140 NOE 771 x1/140 NOC 78• 00-Modul weist die in Control Expert konfigurierte
IP-Adresse + 1 auf.
Offline-Betrieb in der Anlaufsequenz
Steuerung A wird vor Steuerung B eingeschaltet.
Beide Steuerungen A und B werden gleichzeitig eingeschaltet.
Ergebnis
Die IP-Adresse von Steuerung A ist die in Control Expert konfigurierte IP-Adresse.
Die IP-Adresse von Steuerung B ist die in Control Expert konfigurierte IP-Adresse + 1.
Der Auflösungsalgorithmus weist der Steuerung A die konfigurierte IP-Adresse und der Steuerung B die konfigurierte IP-
Adresse + 1 zu.
Das 140 NOE 771 x1/140 NOC 78• 00-Modul erkennt eine doppelte IP-Adresse, die IP-Adresse wird als Standard-IP-Adresse beibehalten und das 140 NOE 771 x1/140 NOC 78• 00-Modul blinkt einen Diagnosecode.
Wenn keine IP-Konfiguration vorhanden ist, bleibt das 140 NOE 771 x1/140 NOC 78• 00-Modul im eigenständige Modus. Die Zuweisung der IP-Adresse erfolgt je nach Modul auf folgende Weise:
140 NOE 771 x1 - über einen BOOTP-Server
140 NOC 78• 00 - basierend auf der MAC-Adresse
33002481 10/2019
355
Hot Standby
Ethernet-Dienste beim Hochfahren
Die folgende Tabelle zeigt, wie der Status des Diensts eines 140 NOE 771 x1/140 NOC 78• 00-
Moduls vom Quantum Hot Standby-Zustand beeinflusst wird:
Hot Standby-
Status
Status der 140 NOE 771 x1/140 NOC 78• 00-Dienste
Client-Dienste Client-/Server-Dienste Server-Dienste
EIP-Scanner Globale Daten Modbus/EIP-
Nachrichtenaustausch
FTP SNMP
Nicht zugewiesen Nicht ausgeführt
RUN RUN RUN RUN
Primäre CPU
Standby-CPU
Offline
RUN
Stopp
Stopp
RUN
Stopp
Stopp
RUN
RUN
RUN
RUN
RUN
RUN
RUN
RUN
RUN
HTTP
RUN
RUN
RUN
RUN
Hot Standby-Umschaltung
In der folgenden Tabelle wird beschrieben, wie die 140 NOE 771 x1/140 NOC 78• 00-Module eine
Hot Standby-Umschaltung koordinieren. Das 140 NOE 771 x1-Modul wird im folgenden Verfahren als Beispiel verwendet.
Schritt
1
2
3
4
5
6
7
Aktion
In einer Hot Standby-Konfiguration wird NOE A in der primären PLC und NOE B in der Standby-
PLC ausgeführt.
NOE A erkennt, dass die PLC von der primären CPU in den Offline-Modus gewechselt hat.
NOE A wechselt vom primären NOE in den Offline-Modus, wobei dieselben Ethernet-Dienste in
Betrieb bleiben, und startet den Watchdog-Timer (mit einer Timeout-Einstellung von 500 ms).
Das Modul wartet auf eine Nachricht, um die IP-Adressen von NOE B auszutauschen.
NOE B erkennt, dass die zugehörige PLC vom Standby-PLC-Status in den primären CPU-
Status gewechselt ist.
NOE B stoppt alle seine Ethernet-Dienste, sendet einen Request zur Synchronisation der IP-
Adressumschaltung an NOE A, startet den Watchdog-Timer (mit einer Timeout-Einstellung von
500 ms) und wartet dann auf eine Antwort von NOE A.
Sobald NOE A den Request von NOE B empfängt (bzw. nach Ablauf des Watchdog-Timers von
NOE A), stoppt das Modul alle seine Ethernet-Dienste:
Beim Empfang eines Requests sendet NOE B eine Antwort an NOE A.
Wenn der Watchdog-Timer abgelaufen ist, sendet NOE B keine Antwort.
NOE A tauscht dann seine IP-Adresse und startet die sekundären Dienste.
NOE B tauscht die IP-Adressen aus und startet die Ethernet-Dienste als primäres NOE-Modul.
356
33002481 10/2019
Hot Standby
Schritt
8
9
10
Aktion
Sobald NOE A erkennt, dass die lokale CPU von Offline zu Standby wechselt, übernimmt das
Modul die sekundäre IP-Adresse.
NOE B fungiert jetzt als primäres NOE-Modul.
NOE B öffnet alle Client-Verbindungen, hört alle Server-Verbindungen ab und stellt diese
Verbindungen wieder her.
NOE A hört alle Server-Verbindungen ab und stellt diese Verbindungen wieder her.
11
HINWEIS: Während der Hot Standby-Umschaltung wird die Kommunikation zwischen der PLC und der HMI und/oder Control Expert 500 ms lang unterbrochen.
Wechsel in den Offline-Betrieb
Wenn die CPU stoppt oder die Hot Standby CPU in den Offline-Modus übergeht, treten zwei
Ereignisse auf:
1. Ein 140 NOE 771 x1/140 NOC 78• 00-Modul wechselt in den Offline-Modus.
2. Das 140 NOE 771 x1/140 NOC 78• 00-Modul nutzt die IP-Adresse der vorhandenen
Konfiguration.
Zuweisung der IP-Adresse beim Wechsel in den den Offline-Modus:
Hot Standby-Status
Primäre CPU in den Offline-Modus
Standby-CPU in den Offline-Modus
Zugewiesene IP-Adresse ist die ...
konfigurierte IP-Adresse, wenn die andere Steuerung nicht in den
Modus der primären CPU übergeht konfigurierte IP-Adresse + 1.
HINWEIS: Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt zur
140 NOE 771 x1/140 NOC 78• 00-IP-Adresszuweisung
siehe Seite 352
33002481 10/2019
357
Hot Standby
Umschaltzeiten von NOE-IP-Adressen
Beschreibung
Die folgende Tabelle zeigt Details zu den Adressumschaltzeiten für das 140 NOE 771 •1-Modul, z. B. die Zeit zum Schließen der Verbindungen, die Zeit zum Umschalten der IP-Adressen und die
Zeit zum Aufbau von Verbindungen.
Dienst
Umschalten der IP-
Adressen
E/A-Abfrage
Typische Umschaltzeit
6 ms
Maximale Umschaltzeit
500 ms
Globale Daten
Client-Messaging
Server-Messaging
FTP/TFTP-Server
SNMP
HTTP-Server
1 Anfangszyklus der E/A-
Abfrage
Die Umschaltzeiten finden
Sie im Benutzerhandbuch –
Quantum NOE 771xx
Ethernet-Module (840 USE
116).
1 CPU-Zyklus
1 CPU-Zyklus + Zeit, die der
Client zum erneuten Aufbau der Verbindung benötigt
Zeit, die der Client zum erneuten Aufbau der
Verbindung benötigt
1 CPU-Zyklus
Zeit, die der Client zum erneuten Aufbau der
Verbindung benötigt
500 ms + 1 Anfangszyklus der E/A-
Abfrage
500 ms + 1 CPU-Zyklus
500 ms + 1 CPU-Zyklus
500 ms + Zeit, die der Client zum erneuten Aufbau der Verbindung benötigt
500 ms + Zeit, die der Client zum erneuten Aufbau der Verbindung benötigt
500 ms + 1 CPU-Zyklus
500 ms + Zeit, die der Client zum erneuten Aufbau der Verbindung benötigt
358
33002481 10/2019
Hot Standby
Netzwerkeffekte einer Modicon Quantum-Hot Standby-Lösung mit Control Expert
Übersicht
Die Lösung Modicon Quantum-Hot Standby mit Control Expert ist eine leistungsstarke Funktion von NOE-Modulen, die die Zuverlässigkeit Ihres Systems erhöht. Hot Standby arbeitet im
Netzwerk, und der Einsatz der Hot Standby-Funktion im Netzwerk kann sich auf das Verhalten folgender Elemente auswirken:
Browser
Dezentrale und lokale Clients
E/A-Abfragedienst
Dienst "Globale Daten"
FTP/TFTP-Server
Sie sollten bei der Verwendung eines Modicon Quantum-Hot Standby mit Control Expert-Lösung die folgenden Faktoren beachten.
Browser
Wenn ein Browser eine Seite anfordert und während des Ladevorgangs der Seite eine IP-
Adressumschaltung auftritt, stürzt der Browser ab oder es tritt ein Timeout auf. Klicken Sie auf die
Schaltfläche Aktualisieren oder Neu laden.
Dezentrale Clients
Hot Standby-Umschaltungen wirken sich auf dezentrale Clients aus.
Ein NOE-Modul wird unter folgenden Bedingungen zurückgesetzt:
Entfernter Verbindungs-Request während eines Hot Standby : Wenn ein dezentraler Client während einer Hot Standby-Umschaltung eine TCP/IP-Verbindung aufbaut, schließt der Server die Verbindung über einen TCP/IP-Rücksetzbefehl.
Hot Standby-Umschaltung während eines dezentralen Verbindungs-Requests : Wenn ein dezentraler Client einen Verbindungs-Request sendet und während des Verbindungs-Requests eine Hot Standby-Umschaltung auftritt, weist der Server die TCP/IP-Verbindung durch Senden eines Rücksetzbefehls zurück.
Ausstehende Requests : Wenn ein Request aussteht, beantwortet das NOE-Modul den Request nicht, aber das NOE-Modul setzt die Verbindung zurück.
Das NOE-Modul meldet sich am Modbus ab, wenn sich eine Verbindung angemeldet hat.
Lokale Clients
Während einer Umschaltung setzt das NOE-Modul alle Client-Verbindungen über einen TCP/IP-
Rücksetzbefehl zurück.
33002481 10/2019
359
Hot Standby
E/A-Abfragedienst
WARNUNG
UNBEABSICHTIGTER BETRIEB VON GERÄTEN - GERÄTE GEHEN BEIM UMSCHALTEN IN
DEN FEHLERZUSTAND
Konfigurieren Sie Ethernet-Ausgangsgeräte wenn möglich für den Fehlerzustand "Letzten Wert beibehalten". Ausgangsgeräte, die nur den Fehlerzustand "Auf 0 setzen" unterstützen, können bei der Umschaltung einen Impuls erzeugen.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Verletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.
360
HINWEIS: Wenn Sie in einem 140 CPU 651 •0 Coprozessor ‚Letzten beibehalten‘ auswählen, können die Eingangsdaten auf 0 zurückfallen, wenn die Funktionsfähigkeitsbits der E/A-Abtastung
NICHT OKAY sind. Stellen Sie sicher, dass die Funktionsfähigkeitsbits der E/A-Abtastung gültig sind (OK=1), bevor Sie das Ethernet-Kabel entfernen, um den letzten Wert zu halten.
Die E/A-Abfrage stellt den wiederholten Datenaustausch über E/A-Geräte an TCP/IP-Knoten bereit. Während die SPS in Betrieb ist, sendet das primäre NOE-CPU-Modul Modbus-Lese-
/Schreib-, Lese- oder Schreib-Requests an dezentrale E/A-Geräte und sendet Daten vom und zum
SPS-Speicher. In der Sekundärsteuerung ist der E/A-Abfragedienst gestoppt.
Während der Hot Standby-Umschaltung schließt das primäre NOE-CPU-Modul alle Verbindungen zu den E/A-Geräten, indem es einen TCP/IP-Rücksetzbefehl sendet. Der E/A-Abfragedienst in diesem NOE-Modul ist Standby-CPU.
Nach der Umschaltung baut das neue primäre NOE-CPU die Verbindung zu den E/A-Geräten wieder auf. Es startet den wiederholten Datenaustausch mit diesen wiederaufgebauten
Verbindungen erneut.
Die Module stellen die E/A-Abfragefunktion bereit. Konfigurieren Sie diese Funktion mit der
Software Control Expert.
Bei beiden Methoden können die Konfiguration und die Datenübertragung zwischen den
Netzwerkadressen ohne Verwendung des MSTR/IEC-Funktionsbausteins durchgeführt werden.
HINWEIS:
Berücksichtigen Sie bei der Ethernet-E/A-Abfrage während einer Umschaltung unbedingt folgende
Hinweise.
Wenn für TCP/IP der MSTR/IEC-Funktionsbaustein genutzt wird, wird lediglich ein Teil des Op-
Codes verwendet. Der Baustein beendet daher seine Transaktion nicht und gibt den Fehlercode
0•8000 zurück.
Während das NOE-Modul die Transaktion durchführt, kann es passieren, dass ein neuer
MSTR/IEC-Funktionsbaustein aktiviert wird.
Der Ausgangszustand der abgefragten E/A richtet sich nach dem Zustand, der in der letzten
Wertoption definiert ist, die in der E/A-Abfragetabelle des NOE-Moduls (in der Software Control
Expert ) konfiguriert wurde.
Folgende zwei Zustände sind möglich:
33002481 10/2019
Hot Standby a. Auf 0 setzen b. Letzten beibehalten
Aufgrund der oben genannten Punkte empfehlen wir, bei weniger kritischen Anwendungen die
Umschaltung über die Ethernet-E/A-Abfrage zu verwenden.
Globale Daten (Publish/Subscribe) Service
Das primäre Hot Standby NOE-CPU-Modul ist eine Station in einer Verteilergruppe. Verteiler gruppen tauschen Anwendungsvariablen aus. Durch den Austausch von Anwendungsvariablen kann das System alle Stationen in der Verteilergruppe koordinieren. Jede Station veröffentlicht lokale Anwendungsvariablen in einer Verteilergruppe für alle anderen Stationen und kann unabhängig vom Standort des Erstellers entfernte Anwendungsvariablen abonnieren.
Die Kommunikationsschnittstelle hat nur eine Multicast-Adresse.
In diesem Netzwerkdienst werden das Modicon Quantum-Hot Standby mit den Control Expert-
Steuerungen als nur 1 Station betrachtet. Das primäre CPU-NOE veröffentlicht die Hot Standby-
Anwendungsvariablen und empfängt die abonnierten Variablen. Der Status des Dienstes für
Globale Daten des Sekundär-NOE-Moduls ist gestoppt.
Wenn die Hot Standby-Umschaltung erfolgt, stoppt das primäre CPU-NOE den Dienst "Globale
Daten". Das NOE-Modul veröffentlicht die lokale Variable während einer Umschaltung nicht. Und nach der Umschaltung beginnt das neue primäre CPU-NOE, Anwendungsvariablen zu veröffent lichen und abonnierte Variablen zu empfangen.
FTP/TFTP-Server
Der FTP/TFTP-Server ist verfügbar, sobald das Modul eine IP-Adresse erhält. Jeder FTP/TFTP-
Client kann sich am Modul anmelden. Für den Zugriff sind ein Benutzername und ein Passwort erforderlich. Modicon Quantum- Hot Standby mit Control Expert lässt nur eine (1) aktive
FTP/TFTP-Client-Sitzung pro NOE-Modul zu.
Wenn die Hot Standby-Umschaltung erfolgt, schließen die primären und sekundären CPU-NOE-
Module die FTP/TFTP-Verbindung. Wenn Sie während einer Umschaltung einen FTP/TFTP-
Request senden, wird die Kommunikation geschlossen.
Wenn Sie die Kommunikation erneut aufnehmen, müssen Sie den Benutzernamen und das
Passwort noch einmal eingeben.
33002481 10/2019
361
Hot Standby
362
33002481 10/2019
Quantum mit EcoStruxure™ Control Expert
33002481 10/2019
Anhang
Einleitung
Im Anhang finden Sie ergänzende Referenzinformationen zu den Modulbaureihen Quantum
140 NOE 771 xx und 140 NWM 100 00.
Inhalt dieses Anhangs
Dieser Anhang enthält die folgenden Kapitel:
Kapitel
A
B
C
D
Kapitelname
Verwaltung
Kenndaten
Quantum-Ethernet-TCP/IP-Modbus-Anwendungsprotokoll
Installation und Konfiguration einer Modicon Quantum-Plattform
Seite
33002481 10/2019
363
364
33002481 10/2019
Quantum mit EcoStruxure™ Control Expert
Verwaltung
33002481 10/2019
Verwaltung
Anhang A
Verwaltung
Einleitung
In diesem Kapitel erhalten Sie ausführliche Informationen zur Systemverwaltung einschließlich
Lesen und Löschen der Absturz-Protokolldatei und Herunterladen der neuen NOE-Executive.
Inhalt dieses Kapitels
Dieses Kapitel enthält die folgenden Themen:
Thema
Verhalten bei Fehlern
Lesen und Löschen der Absturz-Protokolldatei
Laden einer neuen NOE Exec-Datei
Laden einer neuen NOE-Exec über FTP
Laden eines neuen NOE-Kernels
Seite
33002481 10/2019
365
Verwaltung
Verhalten bei Fehlern
Übersicht
Im Folgenden wird die Vorgehensweise zur Behebung von Fehlern am Modul NOE beschrieben.
Erkennung von Fehlern
Beim Auftreten von Fehlern kann die LED-Anzeige des Moduls NOE helfen, die Ursache für den
Fehler zu ermitteln. Die folgende Abbildung zeigt das Anzeigemuster der LEDs im normalen
Betrieb.
Die Anzeige Run leuchtet konstant. Die LED Coll (Kollision) kann blinken. Dies zeigt an, dass im
Ethernet-Netzwerk Kollisionen aufgetreten sind. Diese Kollisionen sind normal.
Beim Auftreten von Fehlern können die normalen LEDs erlöschen oder andere Anzeigen aufleuchten. In diesem Abschnitt werden Fehler beschrieben, die von den Anzeigen Active,
Ready, Coll, Link, Kernel, Appl und Fault gemeldet werden.
Versuchen Sie für jeden Fehlertyp die vorgeschlagenen Abhilfemaßnahmen in der angegebenen
Reihenfolge durchzuführen. Wenn keine der hier vorgeschlagenen Abhilfemaßnahmen den Fehler beseitigt, rufen Sie bei Ihrer Geschäftsstelle vor Ort an oder kontaktieren Sie den Kundendienst von Schneider Electric unter 1-800-468-5342, um weitere Anweisungen zu erhalten.
Verfahrensweise zur Reaktion bei der LED-Fehleranzeige "Active"
Wenn die LED "Active" nicht aufleuchtet, kommuniziert das Modul NOE nicht mit dem
Baugruppenträger. Die folgende Verfahrensweise beschreibt die erforderlichen Schritte bei einer
Fehleranzeige der LED "Active".
Schritt Aktion
1 Vergewissern Sie sich, dass das Modul NOE und die SPS ordnungsgemäß installiert sind.
366
33002481 10/2019
Verwaltung
Schritt Aktion
2 Überprüfen Sie die Funktion der SPS. Wenn diese nicht funktioniert, ersetzen Sie sie.
3 Wenn weder die neue SPS noch das Modul NOE funktionieren, ersetzen Sie den
Baugruppenträger.
4 Stellen Sie sicher, dass folgende Anzahl an Netzwerkoptionsmodulen
(einschließlich der Module NOE, NWM, NOM und CRP 811) im Baugruppenträger nicht überschritten wird:
140 CPU 311 10: 2 Module
140 CPU 670 60: 3 Module
140 CPU 434 12A, 140 CPU 534 14A, 140 CPU 651 x 0, 40 CPU 652 60,
140 CPU 658 60, 140 CPU 671 60, 140 CPU 672 60, 140 CPU 672 61,
140 CPU 678 61: 6 Module
5 Überprüfen Sie die Version des SPS-Ablaufteils. Dieses muss Version 2.0 oder höher sein, um das Ethernet-Modul zu unterstützen. Bei früheren Versionen wird das Modul nicht erkannt.
6 Wenn Schritt 4 und Schritt 5 in Ordnung sind, ersetzen Sie das Modul NOE.
Verfahrensweise zur Reaktion bei der LED-Fehleranzeige "Ready"
Wenn die LED-Anzeige Ready nicht aufleuchtet, hat das Modul NOE die internen Diagnose-Tests nicht bestanden. Die folgende Verfahrensweise beschreibt die erforderlichen Schritte.
Schritt Aktion
1 Stellen Sie sicher, dass der Baugruppenträger mit Strom versorgt wird.
2 Wenn Schritt 1 zutrifft, ersetzen Sie das Modul NOE.
Verfahrensweise zur Reaktion bei der LED-Fehleranzeige "Link"
Wenn die LED-Anzeige Link nicht aufleuchtet, kommuniziert das Modul NOE nicht mit dem
Ethernet-Hub bzw. -Switch. Die folgende Verfahrensweise beschreibt die erforderlichen Schritte bei einer Fehleranzeige der LED Link.
Schritt Aktion
1 Stellen Sie sicher, dass das Kabel richtig angeschlossen ist und dass das Modul korrekt funktioniert.
2 Überprüfen Sie die Funktion des Hub bzw. Switch.
3 Wenn Schritt 1 und 2 zutreffen, ersetzen Sie das Modul NOE.
33002481 10/2019
367
Verwaltung
Fehleranzeige der LED-Anzeige "Kernel"
Die folgende Tabelle beschreibt die möglichen Fehler der LED-Anzeige Kernel und mögliche
Abhilfemaßnahmen.
Wenn
Die LED-Anzeige Ready leuchtet und die
LED-Anzeige Kernel blinkt
Die LED-Anzeige Ready leuchtet und die
LED-Anzeige Kernel leuchtet konstant ist eine der oben aufgeführten Bedingungen aufgetreten.
Dann...
hat das Modul ein ungültiges Software-Image erkannt.
ist ein Versuch zum Download eines
Software-Image fehlgeschlagen und das
Modul befindet sich im Kernel-Modus.
Laden Sie eine neue NOE-Exec herunter
LED "Fault"
Die LED-Anzeige Fault blinkt kurz nach einem Fehler, wenn das Modul versucht, den korrekten
Zustand wiederherzustellen.
Die folgende Abbildung zeigt die LED-Anzeige Fault.
Fehler der LED-Anzeige "Collision"
Wenn das verdrillte Kabel nicht richtig angeschlossen wurde, leuchtet die LED-Anzeige Coll ständig und die LED-Anzeige Link erlischt. (Dieser Zustand kommt bei LWL-Modulen nicht vor.)
368
33002481 10/2019
Die folgende Abbildung zeigt die LED-Anzeige "Collision".
Verwaltung
Verfahrensweise zur Reaktion bei der LED-Fehleranzeige "Collision"
Wenn die LED-Anzeige "Collision" nicht aufleuchtet, befolgen Sie die folgende Verfahrensweise:
Schritt
1
2
Aktion
Stellen Sie sicher, dass das Kabel angeschlossen ist und korrekt funktioniert.
Überprüfen Sie den Hub bzw. Switch auf korrekte Funktion.
Normalzustand der LED-Anzeige "Collision"
Wenn die LED Coll (Kollision) blinkt, bedeutet dies, dass im Ethernet-Netzwerk Kollisionen aufgetreten sind. Derartige Kollisionen sind normal, die Blinkfrequenz ist ein Indikator für die
Menge des anfallenden Netzwerkverkehrs. Die Blinkfrequenz kann so hoch sein, dass die LED-
Anzeige konstant zu leuchten scheint. Durch hohes Verkehrsaufkommen im Netzwerk wird die
Kommunikation gebremst. Wenn die Antwortzeit für Ihre Anwendung wichtig ist, sollten Sie in
Betracht ziehen, Ihr Netzwerk in Segmente aufzuteilen, um die Kollisionshäufigkeit zu reduzieren.
33002481 10/2019
369
Verwaltung
Die folgende Abbildung zeigt die LED-Anzeige "Collision" unter normalen Bedingungen.
LED-Anzeige "Run"
Die folgende Tabelle beschreibt die erforderlichen Maßnahmen, wenn die LED-Anzeige Run blinkt. Die erforderliche Aktion hängt von der Anzahl aufeinander folgender Blinksignale ab.
Anzahl der aufeinander folgenden
Blinkanzeigen
Drei
Vier
Fünf
Sechs
Sieben
Aktion
Ethernet-Verbindung überprüfen
IP-Adresse ändern
IP-Adresse bereitstellen
Mit Standard-IP-Adresse verbinden und konfigurieren
Laden Sie eine neue NOE-Exec herunter
LED-Anzeige "Application"
Wenn das Modul abstürzt, wird die Ursache in einem Protokoll festgehalten. Wenn das Modul in der Lage ist, den Normalbetrieb wiederaufzunehmen, leuchtet die LED-Anzeige Appl, um anzuzeigen, dass ein Eintrag in der Absturz-Protokolldatei vorgenommen wurde. Sie können das
Absturzprotokoll lesen und löschen
siehe Seite 371
.
370
33002481 10/2019
Verwaltung
Lesen und Löschen der Absturz-Protokolldatei
Übersicht
Im folgenden Kapitel wird die Absturz-Protokolldatei beschrieben.
Einleitung
Mit Hilfe der Absturz-Protokolldatei können Sie Bedingungen aufzeichnen, die zu einem anormalen Betriebszustand führen. Indem Sie die Absturz-Protokolldatei an den Technischen
Support von Schneider Electric weiterleiten, können Sie unsere Mitarbeiter dabei unterstützen,
Ihre Probleme zu beseitigen.
HINWEIS: Das Absturzprotokoll ist von Nutzen, wenn bei komplexen Produkten mit mehreren
Tausend Kundenanwendungen bestimmte Bedingungen tiefgreifende Diagnosen erfordern. Die
Absturz-Protokolldatei ist eines der Hilfsmittel, die zur Lösung komplexer Probleme eingesetzt werden.
Die Absturz-Protokolldatei
Wenn die LED-Anzeige Appl (Anwendung) leuchtet, wurden Einträge in die Absturz-Protokolldatei vorgenommen. Die maximale Größe der Protokolldatei beträgt 64 KB.
Lesen der Absturz-Protokolldatei
Das Absturzprotokoll kann über die eingebetteten Webseiten oder über FTP gelesen werden.
Verfahren zum Lesen der Absturz-Protokolldatei über FTP
Das folgende Verfahren beschreibt die erforderlichen Schritte für den Zugriff auf die Absturz-
Protokolldatei über FTP:
Schritt
1
2
3
Aktion
Melden Sie sich beim FTP-Server des Moduls an.
Wechseln Sie in das Verzeichnis wwwroot/conf/diag .
Verwenden Sie den FTP-Befehl "get", um die Absturz-Protokolldatei herunterzuladen: get crash.log
Löschen der Absturz-Protokolldatei
Das Absturzprotokoll kann über die eingebetteten Webseiten oder über FTP gelöscht werden.
33002481 10/2019
371
Verwaltung
Verfahren zum Löschen der Absturz-Protokolldatei über FTP
Das folgende Verfahren beschreibt die erforderlichen Schritte für den Zugriff auf die Absturz-
Protokolldatei über FTP:
Schritt
1
2
3
Aktion
Melden Sie sich beim FTP-Server des Moduls an.
Wechseln Sie in das Verzeichnis wwwroot/conf/diag.
Verwenden Sie den FTP-Befehl "rm", um die Absturz-Protokolldatei zu löschen: rm crash.log
372
33002481 10/2019
Verwaltung
Laden einer neuen NOE Exec-Datei
Einführung
Die folgenden Tools können verwendet werden, um eine neue NOE Exec-Datei zu laden.
Programmierpakete von Schneider Electric (siehe entsprechende Handbücher)
FTP
Verwenden Sie den OS Loader, um die NOE Executive- und die Webseiten zu aktualisieren. Siehe die Dokumentation von Control Expert.
33002481 10/2019
373
Verwaltung
Laden einer neuen NOE-Exec über FTP
Exec-Version
Überprüfen Sie die aktuelle NOE-Exec-Version über die Web-Seite NOE-Eigenschaften.
Folgen Sie diesen Links: | Diagnose | NOE-Eigenschaften |
Verfahren
Die folgende Verfahrensweise beschreibt die Schritte zum Herunterladen einer neuen NOE-Exec
über FTP. Die Prozedur wird durch ein Beispiel ergänzt.
Schritt Aktion
1 Geben Sie an der DOS-Eingabeaufforderung FTP und die IP-Adresse ein und betätigen Sie die Eingabetaste.
2 An der Anwender-Eingabeaufforderung geben Sie ein: USER und betätigen dann die Eingabetaste.
3 An der Passwort-Eingabeaufforderung geben Sie Ihr FTP-Passwort ein und betätigen die Eingabetaste.
4 An der FTP-Eingabeaufforderung geben Sie cd wwwroot/conf/exec ein und betätigen die Eingabetaste.
5 An der FTP-Eingabeaufforderung geben Sie put ein und betätigen die
Eingabetaste.
Hinweis: Achten Sie darauf, dass sich die Datei NOE771xx.bin im lokalen Pfad auf
Ihrem PC befinden muss (Standard-Pfad: c:\ ).
6 An der Lokaldatei-Eingabeaufforderung geben Sie NOE77100.bin
ein und betätigen anschließend die Eingabetaste.
7 An der Ferndatei-Eingabeaufforderung geben Sie NOE77100.bin
ein und betätigen dann die Eingabetaste.
8 Nach dem Ende der Übertragung müssen Sie das NOE-Modul neu starten, damit das neue EXEC den Betrieb aufnehmen kann.
Hinweis: Beim Dateinamen wird Groß-/Kleinschreibung unterschieden. Daher muss er mit dem Namen in Großbuchstaben und der Erweiterung in
Kleinbuchstaben eingegeben werden, wie in der folgenden Abbildung gezeigt.
Beispiel: NOE771xx.bin
374
33002481 10/2019
Beispiel einer FTP-Session
Die folgende FTP-Session wurde zum Laden einer NOE-Exec-Datei verwendet.
Verwaltung
HINWEIS: Der NOE-Kernel kann nicht über FTP heruntergeladen werden.
Informationen zum Neustart nach FTP
HINWEIS: Starten Sie das Modul nach der Übertragung per FTP neu.
Führen Sie einen Download oder einen Neustart aus, wenn Ihr System diese Aktionen verkraften kann.
33002481 10/2019
375
Verwaltung
Laden eines neuen NOE-Kernels
Vorgehensweise
Die NOE-Executive (Exec) bietet eine neue Funktion, die eine Aktualisierung des Lowlevel-
Kernels innerhalb der Firmware der Module NOE ermöglicht. Halten Sie die folgende
Vorgehensweise ein, um die korrekte Installation einer neuen Kernel-Firmware sicherzustellen.
Schritt Aktion
1 Überprüfen Sie die aktuelle Version der Firmware der NOE-Executive (Exec-Datei).
2 Hat die Exec nicht die entsprechende Version, muss die Exec vor dem Kernel aktualisiert werden.
3 Laden Sie die neueste Version der EXEC mit dem EXECLoader.
4 Nach dem Laden der neuen Exec und vor dem Laden des Kernels, müssen Sie das
Modul NOE aus- und wieder einschalten.
5 Laden Sie den Kernel mit dem EXECLoader.
6 Nach der erfolgreichen Übertragung benötigt das Modul NOE etwa 1 Minute, um den neuen Kernel in den FLASH des NOE-Moduls zu brennen.
7 Das Modul NOE wird neu gestartet.
Kernel-Version
VORSICHT
UNBEABSICHTIGTER BETRIEB VON GERÄTEN
Wenn Sie die oben beschriebene Aktualisierung nicht erfolgreich ausführen, verliert das Modul
NOE seine Betriebsfähigkeit.
Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Verletzungen oder Sachschäden zur Folge haben.
Der NOE-Kernel kann nicht über FTP heruntergeladen werden.
Überprüfen Sie die aktuelle NOE Kernel-Version über die Webseite NOE-Eigenschaften
siehe Seite 345
Folgen Sie diesen Links: | Diagnose | NOE-Eigenschaften |
376
33002481 10/2019
Quantum mit EcoStruxure™ Control Expert
Kenndaten
33002481 10/2019
Kenndaten
Anhang B
Kenndaten
Technische Daten
140 NOE 771 •• - Tabelle der Kenndaten
Die Hauptkenndaten für das Quantum Ethernet-Modul 140 NOE 771 xx werden in folgender
Tabelle beschrieben:
Kommunikationsports
Erforderlicher Busstrom
Verlustleistung
Sicherung
Programmiersoftware
Typ und Version
Ein selbstabtastender geschirmter, paarig verdrahteter
10/100 Base-T-Port (RJ-45-Stecker) und ein 100 Base-FX-Port
(MT-RJ-Stecker). Beide Ports senden und empfangen in einem
TCP/IP-Protokoll gekapselte Modbus-Befehle.
750 mA
3,8 W
Keine
Concept, Ver. 2.2 oder höher
Unity Pro, Ver. 1.0 oder höher
Modlink, Ver. 2.0 oder höher
Modsoft, Ver. 2.6 oder höher
ProWORX NxT, Ver. 2.1 oder höher
Firmware
CPU-Typ und Version
NOE ausbaufähig
Betriebsbedingungen
Temperatur
Luftfeuchtigkeit
Höhe
Schwingung
Quantum-Hauptsteuerprogramm Version 2.0 oder höher
Kundenseitig ausbaufähig über FTP oder Programmiergerät
0 bis +60° C
0 bis 95 % rel. Luftfeuchtigkeit nicht kondensierend bei 60° C
4.500 m
10-57 Hz bei 0,0075 mm D.A
57-150 Hz bei 1 g
Lagerbedingungen
Temperatur -40 bis +85°C
33002481 10/2019
377
Kenndaten
Luftfeuchtigkeit
Freier Fall
Stoß
0 bis 95 % rel. Luftfeuchtigkeit nicht kondensierend bei 60°C
1 m unverpackt
3 Stöße / Achse, 15 g, 11 ms
Tabelle der Kenndaten für das Modul 140 NWM 100 00
Die Hauptkenndaten für das Quantum Ethernet-Modul NWM 100 00 werden in folgender Tabelle beschrieben:
Kenndaten
Erforderlicher
Busstrom
Beschreibung
Kommunikationsports Ein selbstabtastender geschirmter, paarig verdrahteter
10/100 Base-T-Port (RJ-45-Stecker) und ein 100 Base-FX-Port
(MT-RJ-Stecker). Beide Ports senden und empfangen in einem
TCP/IP-Protokoll gekapselte Modbus-Befehle.
900 mA
Verlustleistung
Sicherung
4,5 W
Keine
Programmiersoftware
Typ und Version Concept, Ver. 2.6 oder höher
Unity Pro, Ver. 1.0 oder höher
Firmware
CPU-Typ und Version Quantum-Hauptsteuerprogramm Version 2.6 oder höher
NOE ausbaufähig Kundenseitig ausbaufähig über FTP oder Programmiergerät
Betriebsbedingungen
Temperatur
Luftfeuchtigkeit
Höhe
Schwingung
0 bis +60° C
0 bis 95 % rel. Feuchte, nicht kondensierend bei 60 °C
4.500 m
10-57 Hz bei 0,0075 mm D.A
57-150 Hz bei 1 g
Lagerbedingungen
Temperatur
Luftfeuchtigkeit
Freier Fall
Stoß
Störfestigkeit
-40 bis +85°C
0 bis 95 % rel. Luftfeuchtigkeit nicht kondensierend bei 60 °C
1 m unverpackt
3 Schocks / Achse, 15 g, 11 ms
378
33002481 10/2019
Kenndaten
Internationaler
Standard
Beschreibung
IEC 61131-2
US-Standard UL 508
Europäischer Standard IEC 1000-3-5 (1994)
Kanadischer Standard CAN/CSA C22.2 No. 142
Behördliche
Zulassungen
UL: UL 508
CSA: CSA 142
CE: EN61131-2
Factory Mutual Class 1, Division 2
Kenndaten
33002481 10/2019
379
Kenndaten
380
33002481 10/2019
Quantum mit EcoStruxure™ Control Expert
Ethernet-TCP/IP-Modbus-Anwendungsprotokoll
33002481 10/2019
Quantum-Ethernet-TCP/IP-Modbus-Anwendungsprotokoll
Anhang C
Quantum-Ethernet-TCP/IP-Modbus-Anwendungsprotokoll
Einleitung
Dieses Kapitel beschreibt das Quantum-Ethernet-TCP/IP-Modbus-Anwendungsprotokoll.
Inhalt dieses Kapitels
Dieses Kapitel enthält die folgenden Themen:
Thema
Modbus-Anwendungsprotokoll – Übersicht
PDU des Modbus-Anwendungsprotokolls
Modbus-Anwendungsprotokoll-Dienstklassen
Analyse der Modbus-Anwendungsprotokoll-PDU
TCP/IP-spezifische Probleme
Schließen einer TCP-Verbindung
Referenzdokumente
Seite
33002481 10/2019
381
Ethernet-TCP/IP-Modbus-Anwendungsprotokoll
Modbus-Anwendungsprotokoll – Übersicht
Auf einen Blick
Nachfolgend wird das Modbus-Anwendungsprotokoll (Modbus Application Protocol, MBAP) beschrieben.
Das Modbus-Anwendungsprotokoll (MBAP) ist ein Layer-7-Protokoll, das eine Peer-to-Peer-
Kommunikation zwischen speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) und anderen Hostbasierenden Netzknoten in einem LAN bietet. Gemeinsam implementieren diese Netzknoten eine gesamte oder teilweise Steuerungsanwendung, wie sie in industriellen Automatisierungsanwen dungen in der Automobil-, Reifen- und Gummi-, der Lebensmittel- und Getränke- und der
Versorgungsindustrie (um nur einige zu nennen) eingesetzt werden.
Client-/Server-Kommunikation
Bei den Transaktionen des Modbus-Protokolls handelt es sich üblicherweise um Request/Antwort-
Nachrichtenpaare zwischen einem Clientknoten und einem Serverknoten. Diese Knoten funktionieren folgendermaßen:
Client : Der Knoten, der eine Datentransaktion initiiert, wird als
Server : Der Knoten, der eine Anfrage empfängt, wird als client
Quantum-Ethernet-Modul bietet dem Anwender die Möglichkeit, über eine Kommunikationsan weisung in einem TCP/IP-Netzwerk Daten von und an einen Knoten zu übertragen. Alle SPS, die die Netzwerkkommunikation über Ethernet unterstützen, können entweder die MBP_MSTR-
Anweisung in Ladder Logic verwenden, um SPS-Daten zu lesen oder zu schreiben, oder sie können die IEC-Kommunikationsblöcke verwenden.
Server
bezeichnet. Das Modicon
bezeichnet. Das Modicon
Quantum-Ethernet-Modul bietet Zugang zu SPS-Daten. Alle Geräte, PCs, HMI-Pakete, andere
SPS oder beliebige Modbus/TCP-kompatible Geräte können von der SPS auf Daten zugreifen.
Der Modbus/TCP-Server ermöglicht den Programmiergeräten die Kommunikation mit der SPS
über Ethernet.
Modbus-Requests enthalten Funktionscodes, die verschiedene Klassen von Diensten einschließlich der Klassen für Datenzugriff, Online-Programmierung sowie Programm-Download- und -Upload darstellen. Modbus-Antworten können ACKs mit und ohne Daten oder NACKs mit
Fehlerinformationen sein.
Das Modbus-Anwendungsprotokoll kann über jedes beliebige Kommunikationssystem übertragen werden, dass Nachrichtenübertragungsdienste unterstützt. Die aktuelle Quantum-Implemen tierung überträgt PDUs des Modbus-Anwendungsprotokoll jedoch über TCP/IP. Die Quantum-
SPS unterstützt sowohl die Ethernet II- als auch IEEE 802.3-Rahmung, wenngleich die Ethernet
II-Rahmung der Standard ist.
Einschränkungen
Das Modicon Quantum-Ethernet-Modul unterstützt bis zu 64 gleichzeitige Modbus/TCP-Server-
Verbindungen. Um die Kompatibilität der Änderungen der SPS-Konfiguration zu gewährleisten, ermöglicht das Modul die Kommunikation mit immer nur einem Programmiergerät gleichzeitig.
382
33002481 10/2019
Ethernet-TCP/IP-Modbus-Anwendungsprotokoll
Das Modul unterstützt die folgenden Modbus/TCP-Befehle:
Daten lesen
Daten schreiben
Daten lesen/schreiben
Fernstatistik holen
Clear Remote Statistics
MODBUS 125-Befehle (vom Programmiergerät verwendet, um eine neue Exec-Datei in das
Modul zu laden)
Weitere Informationen
Weitere Informationen zur Modbus-Kommunikation finden Sie im Referenzhandbuch für Modbus-
Protokolle (PI-MBUS-300). Weitere Informationen zu Kommunikationsbausteinen finden Sie unter
Kapitel 4, Übertragung von Daten mit Kommunikationsbausteinen
siehe Seite 129
33002481 10/2019
383
Ethernet-TCP/IP-Modbus-Anwendungsprotokoll
PDU des Modbus-Anwendungsprotokolls
Auf einen Blick
Nachfolgend sind die Struktur und der Inhalt der PDU des Modbus-Anwendungsprotokolls beschrieben.
Beschreibung
Die PDU des Modbus-Anwendungsprotokolls, mbap_pdu, wird an TCP-Portnummer 502 empfangen. Die aktuelle maximale Größe der mbap_pdu für diese Dienstklasse beträgt 256 Bytes.
Die Struktur und der Inhalt der mbap_pdu ist laut Definition: mbap_pdu::={inv_id[2], proto_id[2], len[2],dst_idx[1], data=mb_pdu}
Der Header ist sieben Bytes lang und umfasst die in der folgenden Tabelle aufgeführten Felder:
Feld inv_id proto_id len
Beschreibung
[2 Bytes] Die für die Transaktions-Paarbildung verwendete Aufruf-ID
[2 Bytes] verwendet für das systeminterne Multiplexing; die
Standardeinstellung lautet 0 für Modbus-Dienste
[2 Bytes] das Feld 'len' ist eine Byte-Zählung der verbleibenden Felder, und es umfasst die dst_id und die Datenfelder
Der restliche Teil der pdu umfasst zwei Felder:
Feld dst_idx data
Beschreibung
[1 Byte] Zielindex, der für die systeminterne Leitweglenkung von Paketen genutzt wird (derzeit nicht implementiert)
[n Bytes] Dies ist der Service-Teil der Modbus pdu, mb_pdu, der nachfolgend definiert ist.
Dieser Service-Teil des Modbus-Anwendungsprotokolls, der als mb_pdu bezeichnet wird, enthält zwei Felder: mb_pdu::={func_code[1], data[n]}
Die folgende Tabelle beschreibt die Felder in der mb_pdu.:
Feld func_code{1 byte data
Beschreibung
Modbus-Funktionscode
[n Bytes] Dieses Feld ist Funktionscode-abhängig und enthält
üblicherweise Informationen wie etwa Variablenreferenzen,
Variablenzählungen und Daten-Offsets.
Die Größe und der Inhalt des Datenfelds sind abhängig vom Wert des Funktionscodes.
384
33002481 10/2019
Ethernet-TCP/IP-Modbus-Anwendungsprotokoll
Beispiel
Nachfolgend sind die Werte für eine beispielhafte mbap_pdu zum Lesen eines Registers aufgeführt:
00 01 00 00 00 06 01 03 00 00 00 01
Die folgende Tabelle zeigt die Struktur und den Inhalt für dieses Beispiel: inv_id 00 01 proto_id len dst_idx func_code data
00 00
00 00
01
03
00 00 00 01
33002481 10/2019
385
Ethernet-TCP/IP-Modbus-Anwendungsprotokoll
Modbus-Anwendungsprotokoll-Dienstklassen
Einführung
Es gibt verschiedene Dienstklassen, die Teil des Modbus-Anwendungsprotokolls sind. Jede dieser
Klassen ist nachfolgend beschrieben.
Datenzugriff
Lesen/Schreiben sowohl digitaler als auch analoger Datenwerte aus den SPS-Registerdateien.
Online-Programmierung
Die Dienste nehmen relativ geringfügige Änderungen an Ladder Logic-Programmen mit einer streng kontrollierten Einführung dieser Änderungen in das laufende Programm vor.
Image-Download/-Upload
Die Image-Download-Dienste unterstützen den Download eines Ladder Logic-Steuerungspro gramms in die SPS. Die Image-Upload-Dienste unterstützen den Upload eines Ladder Logic-
Steuerungsprogramms von einer SPS an einen PC-Host zur Archivierungs-/Sicherungszwecken.
Konfiguration
Die Konfigurationsdienste ermöglichen dem Benutzer die Festlegung von Parameterwerten, welche die PIC-Registerdateien, die E/A-Map, die Konfiguration des Kommunikationsports und die
Programmzyklsuattribute (um nur einige zu nennen) beeinflussen.
Geräteausführungsstatusüberwachung
Diese Dienstklasse ermöglicht es dem Benutzer, die Ausführung des SPS-Zyklus zu starten/zu stoppen. Diese Dienste erfordern, dass sich der Benutzer in einem Anwendungs-Login-Kontext befindet, war durch andere Modbus-Dienste erreicht wird.
386
33002481 10/2019
Ethernet-TCP/IP-Modbus-Anwendungsprotokoll
Analyse der Modbus-Anwendungsprotokoll-PDU
Übersicht
Nachfolgend wird eine Analyse des Modbus-Anwendungsprotokolls bereitgestellt.
Analyse
Die Modbus-Anwendungsprotokoll-PDU wird über einen TCP/IP-Ethernet-Stapel übermittelt.
Sowohl Ethernet II- als auch IEEE 802.3-Rahmenbildung werden unterstützt. Ethernet II-
Rahmenbildung ist die Standardeinstellung.
. . . von dem für die IEEE 802.3-Rahmenbildung eingehenden Draht ist . . .
. . . IEEE 802.3-Rahmenbildung, wenn die Länge <=1500 . .
..802.3_pdu ::= {dst_addr[6], src_addr[6], length[2], data=802.2_pdu}
*eine IEEE 802.3-PDU hat eine max. Rahmengröße von 1518 Bytes
*eine IEEE 802.3-PDU hat eine minimale Rahmengröße von 64 Bytes
802.2_pdu: {dsap[1], ssap[1], frm_cntrl[1], snap_hdr[5], data=ip_pdu}
**die snap_hdr ist mit einem "wohlbekannten" 802.2 sap snap_hdr verknüpft
::={org_code[3], ethertype[2] }
*die snap hdr (Teilnetzzugangsprotokoll) ermöglicht den älteren Stil
Ethernet-Protokolle müssen auf der neueren IEEE 802.2-Schnittstelle ausgeführt werden. Der
ethertype-Parameter gibt den Dienst an, Bsp.: ip oder arp. IP hat einen Wert
0x800. . . . von dem für die Ethernet II-Rahmenbildung eingehenden
Draht . . .
. . . Ethernet II-Rahmenbildung, wenn die Länge >=1500 . .
.802.3_pdu ::= {dst_addr[6], src_addr[6], length[2], data=ip_pdu} . .
. Der allgemeine Teil des Pakets beginnt hier . . .ip_pdu ::=
{ip_hdr[20], data=tcp_pdu}tcp_pdu ::= {tcp_hdr[24], data=appl_pdu=mbap_pdu}
Die mbap_pdu ist das Modbus-Anwendungsprotokoll, dessen Nachrichten an einem wohlbekannten Port empfangen werden. Die derzeit maximale Größe der mbap_pdu für diese
Dienstklasse beträgt 256 Bytes.
Struktur und Inhalt
Die Struktur und der Inhalt der mbap_pdu ist laut Definition: mbap_pdu ::={ inv_id[2], proto_id[2], len[2], dst_idx[1], data=mb_pdu
}Der Header ist 7 Bytes lang und enthält die folgenden Felder:
33002481 10/2019
387
Ethernet-TCP/IP-Modbus-Anwendungsprotokoll
inv_id [2 Bytes] Aufruf-ID, die für die Transaktions-
Paarbildung verwendet wird proto_id [2 Bytes] wird für das systeminterne Multiplexing verwendet, der Standardwert beträgt 0 für
Modbus
Dienste len [2 Bytes] Das Feld 'len' ist eine Byte-
Zählung der verbleibenden Felder und
enthält die dst_id und die Datenfelder.
Der restliche Teil der PDU umfasst zwei Felder:
dst_idx [1 Byte] Ziel-Index, wird für die systeminterne
Leitweglenkung von
Paketen. (derzeit nicht implementiert) data [n Bytes]
Dies ist der Dienst-Teil der Modbus pdu, mb_pdu, der nachfolgend
definiert ist.
Dieser Service-Teil des Modbus-Anwendungsprotokolls, der als mb_pdu bezeichnet wird, enthält zwei Felder: mb_pdu::={func_code[1], data[n]}
func_code [1 Byte] MB-Funktionscode data [n Bytes]
Dieses Feld ist Funktionscode-abhängig und enthält
üblicherweise Informationen wie etwa Variablenreferenzen,
Variablenzählungen und Daten-Offsets.
Die Größe und der Inhalt des Datenfelds sind abhängig vom Wert des Funktionscodes.
388
33002481 10/2019
Ethernet-TCP/IP-Modbus-Anwendungsprotokoll
TCP/IP-spezifische Probleme
Allgemeines
Nachfolgend werden einige TCP/IP-spezifische Probleme beschrieben.
Broadcast/Multicast
Obwohl Broadcast und/oder Multicast sowohl von der IP-Netzwerkadresse als auch von der IEEE
802.3 MAC-Adresse unterstützt werden, unterstützt das Modbus-Anwendungsprotokoll weder
Broadcast noch Multicast auf der Anwendungsebene.
Quantum-SPSs von Schneider Electric verwenden die Broadcast-Adressierung, weil sie ARP als
Mittel zur Lokalisierung des Ziel-Knotens verwenden. Die Client-Schnittstelle zum Dienst des
Modbus-Anwendungsprotokolls auf der SPS, dem MBP_MSTR-Block, erfordert vom Benutzer die
Bereitstellung einer IP-Zieladresse. Außerdem verwendet der eingebettete Stapel eine vorkonfigu rierte Standard-Gateway-IP-Adresse für den Fall, dass ARP nicht erfolgreich verläuft.
TCP-Portnummer
Schneider Electric hat einen wohlbekannten Systemport von einer Internet-Behörde erhalten.
Schneider Electrics bekannte Systemportnummer lautet 502. Die Internet-Behörde hat die
Systemportnummer 502 asa-appl-proto zugewiesen. Dennis Dubé ist der Ansprechpartner für das
Unternehmen.
Diese Portnummer ermöglicht es Schneider Electric, verschiedene Anwendungsprotokolle über
TCP oder UDP zu übertragen. Das jeweilige Protokoll wird durch den Wert des Parameters proto_id in der mbap_pdu angegeben. Derzeit gibt es nur die Zuweisung 0, die das Modbus-
Anwendungsprotokoll bezeichnet.
33002481 10/2019
389
Ethernet-TCP/IP-Modbus-Anwendungsprotokoll
Schließen einer TCP-Verbindung
Übersicht
Eine TCP-Verbindung kann durch folgende Komponenten getrennt werden:
Dezentrale Station (durch Senden einer Meldung zum TCP/IP-Verbindungsabbruch)
Lokale SPS
Erreichen der Höchstzahl geöffneter Verbindungen
Wenn die SPS eine Anforderung zum Öffnen einer neuen Verbindung erhält, während die
Höchstzahl geöffneter Verbindungen bereits erreicht ist, führt sie folgende Schritte durch:
Eine offene, aber inaktive Verbindung wird geschlossen.
- Dann -
Eine neue Verbindung wird geöffnet.
Zur Ermittlung der zu schließenden Verbindung prüft die SPS Verbindungsgruppen in der folgenden Reihenfolge auf inaktive offene Verbindungen:
1 Nicht referenzierte Verbindungen mit Geräten, die nicht als Teil der Control Expert-Anwendung konfiguriert sind.
2 Client-Verbindungen
3 Server-Verbindungen
Wenn die SPS in der ersten Gruppe eine oder mehrere inaktive Verbindungen findet, schließt sie die älteste dieser inaktiven Verbindungen und öffnet dann eine neue Verbindung.
Wird in der ersten Gruppe keine inaktive Verbindung gefunden, prüft die SPS die zweite
Verbindungsgruppe. Wenn sie in dieser Gruppe eine oder mehrere inaktive Verbindungen findet, schließt sie die älteste dieser inaktiven Verbindungen und öffnet dann eine neue Verbindung.
Wird in der ersten und zweiten Gruppe keine inaktive Verbindung gefunden, prüft die SPS die dritte
Verbindungsgruppe. Wenn sie in dieser Gruppe eine oder mehrere inaktive Verbindungen findet, schließt sie die älteste dieser inaktiven Verbindungen und öffnet dann eine neue Verbindung.
Wenn in keiner der drei Gruppen eine inaktive Verbindung gefunden wird, kann keine offene
Verbindung geschlossen und keine neue Verbindung geöffnet werden.
HINWEIS: Finden zum Zeitpunkt des Verbindungsabbruchs Nachrichtenübertragungen statt, wird die Anwendung durch einen Statusbericht (Nachricht abgewiesen) über die laufenden Austausch vorgänge informiert.
390
33002481 10/2019
Ethernet-TCP/IP-Modbus-Anwendungsprotokoll
Referenzdokumente
Übersicht
Nachfolgend ist eine Liste der für Sie möglicherweise nützlichen Referenzdokumente aufgeführt.
Einleitung
Nachfolgend ist eine Liste der Referenzdokumente aufgeführt.
ANSI/IEEE Std 802.3-1985, ISO DIS 8802/3, ISBN - 0-471-82749-5, Mai 1988
ANSI/IEEE Std 802.2-1985, ISO DIS 8802/2, ISBN 0-471-82748-7, Februar 1988
RFC793, TCP (Transmission Control Protocol) DARPA Internet Program Protocol
Specification, September 1981
RFC 791, IP (Internet Protocol) DARPA Internet Protocol Specification, September 1981
RFC826, An Ethernet Address Resolution Protocol (ARP), David Plummer, NIC September
1982
RFC1042, A Standard for the Transmission of IP Datagrams over IEEE 802.2 Networks, Postel
& Reynolds, ISI, Februar 1988
RFC 792, ICMP (Internet Control Message Protocol) DARPA Internet C Control Message
Protocol Specification, Jon Postel, September 1981
RFC951, BOOTSTRAP PROTOCOL (BOOTP), Bill Croft and John Gilmore, September 1985
RFC783, The Trivial File Transfer Protocol (TFTP) rev 2, K.R. Solons MIT, Juni 1981
33002481 10/2019
391
Ethernet-TCP/IP-Modbus-Anwendungsprotokoll
392
33002481 10/2019
Quantum mit EcoStruxure™ Control Expert
Kurztitel des Kapitels
33002481 10/2019
Installation und Konfiguration einer Modicon Quantum-Plattform
Anhang D
Installation und Konfiguration einer Modicon Quantum-
Plattform
Übersicht
Dieses Schnelleinstiegs-Handbuch beschreibt die Installation und Konfiguration eines Modicon
Quantum Ethernet-Moduls. Weiterhin wird der E/A-Abfragedienst eingerichtet, damit eine
Datenübertragung zwischen SPS und einem dezentralen Slave-Gerät erfolgen kann. Am Ende dieses Handbuch finden Sie eine Anleitung zur Verbindung mit den Webseiten des integrierten
Webservers des Moduls.
Inhalt dieses Kapitels
Dieses Kapitel enthält die folgenden Themen:
Thema
Übersicht
Einbau
Konfiguration des Racks mit Control Expert
Konfiguration des Ethernet-Netzwerks mit Control Expert
Konfiguration des E/A-Abfragedienstes
Generierung und Download des Konfigurationsprogramms
Diagnostizieren des Ethernet-Moduls mit dem Webserver
Seite
33002481 10/2019
393
Kurztitel des Kapitels
Übersicht
Einleitung
In dieser Kurzanleitung werden die Installation und Konfiguration der Ethernet-Module des Typs
Modicon Quantum und die Einrichtung eines E/A-Abfragekommunikationsdienstes beschrieben.
Diese Anleitung kann für folgende Module verwendet werden:
140 NOE 771 01
140 NOE 771 11
140 CPU 651 50
140 CPU 651 60
Hardware- /Softwareanforderungen
Für die in dieser Anleitung aufgeführten Beispiele ist die Installation der nachstehenden Ethernet-
Module des Typs Modicon Quantum erforderlich:
Spannungsversorgung 140 CPS 114 x0
CPU 140 CPU 651 50
Kommunikationsmodul 140 NOE 77101
Ferner ist ein PC mit Windows 2000 oder XP erforderlich, auf dem die Konfigurationssoftware
Control Expert von Schneider installiert ist.
Zum Anschließen des PC an das SPS-Netzwerk ist ein USB- oder Modbus-Kabel erforderlich.
Zielgruppe des Handbuchs
Diese Anleitung richtet sich an alle Personen, die Ethernet-Module des Typs Modicon Quantum in einem Netzwerk installieren und konfigurieren, in dem verschiedene Kommunikationsdienste bereitgestellt werden.
Alle Personen, die dieses Handbuch lesen, sollten:
mit Ethernet-Netzwerken und dem TCP/IP-Protokoll vertraut sein
die Bedienung von SPS verstehen
394
33002481 10/2019
Kurztitel des Kapitels
Einbau
Auf einen Blick
Die für das Beispiel in diesem Handbuch verwendeten Ethernet-Module des Typs Modicon
Quantum werden sich u. U. von den an Ihrem Standort verwendeten Modulen unterscheiden. Sie können die Stromversorgung, die CPU, die Ethernet-Kommunikationsmodule und andere
Quantum-Module austauschen, um den Aufbau des Racks an den im Beispiel beschriebenen
Aufbau anzugleichen.
Montieren des Racks
Gehen Sie beim Montieren der Module am Rack wie folgt vor:
Schritte
1
2
3
Aktion
Stecken Sie die Stromversorgung im Steckplatz ganz links (1) am Rack ein.
Fügen Sie die CPU in den nächsten beiden Steckplätzen (2 & 3) rechts neben der Stromversorgung hinzu.
Setzen Sie die verbleibenden Quantum-Kommunikationsmodule mit
Steckplatz 4 beginnen ein, um den Einbau abzuschließen.
In unserem Beispiel (siehe unten) verwenden wir eine Stromversorgung des Typs CPS 114 x0, einen Prozessor des Typs CPU 651 50 und ein einzelnes Ethernet-Modul des Typs NOE 771 01 für das Rack.
33002481 10/2019
395
Kurztitel des Kapitels
Konfiguration des Racks mit Control Expert
Einführung
Dieses Verfahren beginnt mit der Konfiguration des Modicon Quantum-Ethernet-Modul-Racks unter Verwendung des Konfigurationsprogramms Control Expert.
Konfigurieren des Racks
Verfahren Sie auf einem PC, auf dem zuvor Control Expert installiert wurde, wie folgt:
4
5
Schritt
1
Aktion
Starten Sie die Software Control Expert.
Wählen Sie im Menü „Datei“ die Option Neu aus, um das Dialogfeld „Neues Projekt“ zu öffnen.
Erweitern Sie im Dialogfeld „Neues Projekt“ die Familie Quantum, um den installierten Prozessor auszuwählen (in unserem Beispiel 140 CPU 65150).
396
33002481 10/2019
Schritt
6
Kurztitel des Kapitels
Aktion
Doppelklicken Sie im Projekt-Browser auf Station → Konfiguration → SPS-Bus, um die Konfiguration des lokalen Racks aufzurufen (siehe unten).
33002481 10/2019
397
Kurztitel des Kapitels
Schritt
7
Aktion
Doppelklicken Sie auf Steckplatz 4, um das Menü „Neues Gerät“ aufzurufen und den Hardwarekatalog anzuzeigen.
8
9
Doppelklicken Sie auf das Modul in Steckplatz 4 (in unserem Beispiel 140 NOE 771, siehe oben).
Hinweis: Alternativ hierzu können Sie auch auf das Modul klicken und es auf den ausgewählten
Steckplatz im Rack ziehen.
Wiederholen Sie Schritt 8 für jedes in der Konfiguration enthaltene Modul.
Die nachstehende Abbildung zeigt das komplett montierte Rack für unser Beispiel mit dem Modul
140 NOE 771 01 in Steckplatz 4:
398
33002481 10/2019
Kurztitel des Kapitels
Konfiguration des Ethernet-Netzwerks mit Control Expert
Einführung
Nachfolgend wird die Vorgehensweise zum Hinzufügen eines neuen Ethernet-Netzwerks und zu dessen Verbindung mit dem im vorhergehenden Abschnitt konfigurierten Modicon Quantum-
Modul beschrieben.
Einrichten des Netzwerks
Gehen Sie vor wie folgt, um das Ethernet-Netzwerk hinzuzufügen:
Schritt
1
2
3
4
5
Aktion
Lokalisieren Sie das Verzeichnis Kommunikation im Projekt-Browser.
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Unterverzeichnis Netzwerk des
Verzeichnisses „Kommunikation“.
Wählen Sie die Option Neues Netzwerk aus, um das Dialogfeld „Netzwerk hinzufügen“ zu öffnen.
Durchlaufen Sie die Liste der verfügbaren Netzwerke bis zum Eintrag Ethernet.
Geben Sie im Feld Umbenennen einen aussagekräftigen Namen für Ihr
Netzwerk ein (in diesem Beispiel wurde NOE77101 verwendet).
6 Klicken Sie auf OK.
Verbinden des Netzwerks mit dem Modul NOE 77101
Gehen Sie vor wie folgt, um das neue logische Ethernet-Netzwerk mit dem Modul NOE 77101 zu verbinden:
Schritt
1
Aktion
Doppelklicken Sie auf Lokaler Bus im Projekt-Browser, um die
Rackkonfiguration anzuzeigen.
33002481 10/2019
399
Kurztitel des Kapitels
Schritt
2
Aktion
Erweitern Sie den Knoten Lokaler Quantum Drop, um den ETHERNET-Port unter dem Modul 140 NOE 77101 anzuzeigen.
3
4
Doppelklicken Sie auf den ETHERNET-Port, um das Fenster der
Netzwerkverbindung aufzurufen.
Gehen Sie unter Wählen Sie ein Netzwerk zum Namen Ihres logischen
Netzwerks (in diesem Beispiel (NOE77101).
400
5 Klicken Sie in der Symbolleiste am oberen Fensterrand auf das
Bestätigungskontrollkästchen, um die Konfiguration der Netzwerkverbindung zu bestätigen.
33002481 10/2019
Kurztitel des Kapitels
Zuweisen einer IP-Adresse für das Modul 140 NOE 771 01
Gehen Sie vor wie folgt, um dem Kommunikationsmodul 140 NOE 771 01 eine IP-Adresse zuzuweisen:
Schritt
1
2
Aktion
Lokalisieren Sie das Verzeichnis Kommunikation/Netzwerk im Projekt-
Browser.
Doppelklicken Sie auf das neue logische Netzwerk (in diesem Beispiel
NOE77101), um das Konfigurationsfenster für NOE077101 zu öffnen.
33002481 10/2019
4
5
3 Klicken Sie im Bereich der IP-Adresskonfiguration (in der Abbildung oben eingekreist) auf Konfiguriert.
Hinweis: Fordern Sie bei Ihrem Netzwerkadministrator die IP-Adresse,
Subnetzmaske und Gateway-Adresse an, bevor Sie mit dem nächsten Schritt fortfahren.
Geben Sie die zutreffenden Werte in die Textfelder für IP-Adresse,
Subnetzmaske und Gateway-Adresse ein.
Klicken Sie in der Symbolleiste am oberen Fensterrand auf das
Bestätigungskontrollkästchen, um die Parametereinstellungen für die IP-
Konfiguration zu bestätigen.
401
Kurztitel des Kapitels
Konfiguration des E/A-Abfragedienstes
Einführung
Modicon-Module des Typs 140 NOE 771 01 unterstützen Ethernet-Kommunikationsdienste (z. B.
E/A-Abfrage, Globale Daten, Modbus-Messaging, SNMP usw.). Dieses Beispiel zeigt, wie Sie den
Dienst der E/A-Abfrage konfigurieren. Dieser Dienst erfüllt folgende Funktionen:
Übertragung von Daten zwischen Netzwerkgeräten
Regelmäßiges Lesen von Daten aus abgefragten Geräten bzw. Schreiben in abgefragte Geräte durch eine CPU
Auswählen der E/A-Abfrageparameter
Gehen Sie vor wie folgt, um die E/A-Abfrageparameter zu konfigurieren:
2
3
Schritt
1
4
Aktion
Öffnen Sie das Programm Control Expert auf Ihrem PC.
Gehen Sie im Projekt-Browser zum Unterverzeichnis Kommunikation → Netzwerke.
Klicken Sie auf den Namen des Netzwerks (in unserem Beispiel 140 NOE 771 01), um die Tabelle für die
Modulkonfiguration zu öffnen.
Wählen Sie im Dialogfeld Moduldienste im Feld „E/A-Abfrage“ den Wert Ja aus.
5 Klicken Sie auf die Registerkarte E/A-Abfrage, um das Konfigurationsfenster für die E/A-Abfrage anzuzeigen:
402
33002481 10/2019
Schritt
6
7
Kurztitel des Kapitels
Aktion
Geben Sie unter jeder Spaltenüberschrift die Parametereinstellung für die Konfiguration der E/A-Abfrage ein. Halten Sie sich dabei an die nachstehende Definition der Parameter.
Klicken Sie in der Symbolleiste am oberen Fensterrand auf das Validierungskontrollkästchen, um die
Parametereinstellungen für die E/A-Abfrage zu bestätigen.
Funktionsfähigkeitsblock (Statusblock)
Über den Funktionsfähigkeitsblock (Nr. 1 in der voranstehenden Abbildung) können Sie das erste
Wort oder Bit in einer Statustabelle (Funktionsfähigkeitstabelle) definieren. Diese Tabelle kann bis zu 8 Wörter (%IW) oder 128 Bits (%I) lang sein. Jedes Bit in der Tabelle stellt den Status eines einzelnen Geräts dar. Die Tabelle unten zeigt, wie die Bits abhängig vom verwendeten Datentyp angezeigt werden.
Bit
1
2
...
16
17
Datentyp
%I
%I1
%I2
%I16
%I17
%IW
%IW1.0
%IW1.1
%IW1.15
%IW2.0
Standardmäßig umfasst die Tabelle Wörter ab %IW1.0. Wenn Sie die Tabelle auf Bits umstellen möchten, müssen Sie einen Wert %I in 16er-Schritten (%I1, %I16, %I32 usw.) angeben.
HINWEIS: Das Feld Funktionsfähigkeitsblock ist nur für NOE 771 00, -01 und -11 verfügbar. Für die CPU 651 x0 steht es nicht zur Verfügung.
HINWEIS: Für Sicherheitsüberwachungsanwendungen wird der Funktionsfähigkeitsblock nicht
%I/%IW, sondern %M/%MW aus dem UMA-Bereich zugeordnet.
Gerätesteuerungsblock
Über den Gerätesteuerungsblock (Nr. 2 in der vorherigen Abbildung) können Sie ein beliebiges abgefragtes Gerät deaktivieren, indem Sie ein dem Gerät zugeordnetes Bit auf 1 setzen. Das E/A-
Abfragegerät schließt die Verbindung und setzt das Funktionsfähigkeitsbit auf 0 (Status „Nicht funktionsfähig“).
Um den Gerätesteuerungblock zu aktivieren, wählen Sie das Kontrollkästchen im Konfigurations fenster der E/A-Abfrage aus (Nr. 2 in der vorherigen Abbildung).
HINWEIS:
33002481 10/2019
403
Kurztitel des Kapitels
Zur Aktivierung des Gerätesteuerungsblocks müssen Sie folgende Versionen verwenden:
Unity Pro ab V2.0
Modul 140 NOE 771 01 oder 140 NOE 771 11 ab Version 3.5
Modul 140 CPU 651 x0 ab Version 2.0
Wenn Sie versuchen, den Gerätesteuerungsblock mit einer älteren Firmware-Version zu aktivieren, wird der Dienst „E/A-Abfrage“ deaktiviert.
Wenn das Kontrollkästchen nicht aktiviert ist, wird der Dienst „E/A-Abfrage“ zwar aktiviert, Sie können die E/A-Abfrage jedoch nicht für einzelne Geräte deaktivieren.
Die Deaktivierung der E/A-Abfrage über den Gerätesteuerungsblock entspricht dem Trennen der
Kommunikation zwischen Abfragegeräten und abgefragtem Gerät. Aus diesem Grund wird
Folgendes ausgeführt:
Die Fehlerpositionen werden vom Abfragegerät auf die Eingänge angewendet.
Die Kommunikation mit dem Gerät wird angehalten.
Alle Einträge in den IN- und OUT-Tabellen werden weiterhin bei jedem Abfragevorgang zwischen der CPU und dem Abfragegerät übertragen.
Daraus ergibt sich, dass bei einer Änderung eines an einen Eingang angeschlossenen %MWi dieses %MWi durch die Werte überschrieben wird, die im nächsten Zyklus vom E/A-Abfragegerät eingehen (entweder durch 0 oder durch den letzten Eingangswert).
Es ist möglich (aber nicht sinnvoll), auf die mit den Ausgängen verbundenen %MW zuzugreifen, da diese nicht an das Gerät übertragen werden.
Wiederholungsrate-Schritt
Der Wiederholungsrate-Schritt (Nr. 3 in der voranstehenden Abbildung) ist ein Einstellungswert, der einem Vielfachen des Werts 5 ms (Mindestwert) entspricht. Höchstwert ist 200 ms.
In der Spalte Wiederholungsrate (ms) geben Sie ein Zeitintervall ein, durch das Sie festlegen, wie oft das E/A-Abfragegerät nach Ablauf des angegebenen Zeitintervalls jeweils eine Abfrage an das
Gerät sendet.
HINWEIS: Die Wiederholungsrate (ms) in der E/A-Abfragetabelle ist ein Vielfaches der im Feld
Wiederholungsrate-Schritt angezeigten Rate. Die tatsächlich durch den Dienst „E/A-Abfrage“ ausgeführte Wiederholungsrate wird in der Spalte Wiederholungsrate (ms) angezeigt.
Hinweis: Wenn eine Eingabe in der Spalte Wiederholungsrate kein Vielfaches des angegebenen
Wiederholungsrate-Schritts ist, wird sie zum nächsten Vielfachen des im Feld Wiederholungsrate-
Schritts angegebenen Werts aufgerundet.
Wenn die Eingabe im Feld Wiederholungsrate-Schritt beispielsweise dem Wert 5 entspricht und
Sie in der Spalte Wiederholungsrate den Wert 7 eingeben, wird die 7 auf den Wert 10 aufgerundet; wenn Sie den Wert im Feld Wiederholungsrate-Schritt zu 6 ändern und in der Spalte Wiederho lungsrate den Wert 7 eingeben, wird dieser Wert auf 12 aufgerundet.
404
33002481 10/2019
Kurztitel des Kapitels
Parameter in der E/A-Abfragetabelle
In der unten stehenden Tabelle werden die Parameter der E/A-Abfragetabelle beschrieben:
Parameter
Eintragsnr.
IP-Adresse
Gerätename
Geräte-ID
Slave-Syntax
Beschreibung
Die erste Spalte; diese weist keinen Namen auf.
Gültiger Bereich: 1 bis 128
Jeder Eintrag entspricht einer E/A-Abfrage über das Netzwerk.
Die IP-Adresse des abgefragten Ethernet-Slave-Geräts.
Zur Konfiguration eines Geräts (Advantys-Island oder DTM) klicken Sie auf die Schaltfläche .... Dadurch wird das Dialogfeld
Eigenschaft
( siehe Seite 240 ) geöffnet, über das die Software
zur Gerätekonfiguration gestartet werden kann.
Eine Einführung in diesen Vorgang für Advantys finden Sie hier
.
Eine Beschreibung dieses Vorgangs für DTMs finden Sie im
FDT-Container (siehe EcoStruxure™ Control Expert,
Betriebsarten) .
HINWEIS: Bei geöffnetem Dialogfeld Eigenschaft kann die
Eigenschaft nicht bearbeitet werden.
Über dieses Feld wird die Slave-Adresse des Geräts, das an das Ethernet/Modbus-Gateway angeschlossen ist, der IP-
Adresse des jeweiligen Gateways zugeordnet.
Gültiger Wertebereich: 1 bis 255
Standardwert: 255
HINWEIS:
Wenn Sie eine Bridge verwenden, müssen Sie in dieses
Feld den Bridge-Index (1 bis 255) eingeben.
Wenn Sie eine E/A-Abfragekonfiguration von einem
140 NOE 771 •• auf ein 140 NOC 771 •• übertragen, müssen Sie die Unit-ID auf einen Wert zwischen 1 und 254 einstellen.
In diesem Dropdown-Menü können Sie die Art der Anzeige für die Werte RD Slave-Ref. (Lesen) und WR Slave-Ref.
(Schreiben) bestimmen. 4 Anzeigetypen stehen zur Auswahl:
Index: 100
Modbus: 400101
(Modbus-Register)
IEC 0: %MW100
M340- und Premium-SPS-Slaves
IEC 1: %MW101
Quantum SPS-Slaves
Beispiel
192.168.1.100
MySTB1 oder
Master_PRM_DTM_10
255
Index (Standardwert)
33002481 10/2019
405
Kurztitel des Kapitels
Parameter
Funktionsfähigkeit-
Timeout (ms)
Beschreibung
In diesem Feld wird das maximale Zeitintervall für den Zeitraum zwischen den Antworten eines dezentralen Geräts definiert.
Nach Ablauf dieses Zeitraums werden die empfangenen Daten ungültig. Das Funktionsfähigkeit-Timeout sollte länger sein als die Wiederholungsrate (ms). Für ein Quantum 140 NOE771 01
Ethernet-Modul muss sie darüber hinaus die CPU-Zykluszeit
überschreiten.
Für das Funktionsfähigkeit-Timeout gilt:
Bereich: 1 ms bis 50 s
Intervall: 1 ms
Wiederholungsrate
(ms)
Die Datenabfragerate, in Schritten zu jeweils 16 ms.
RD-Master-Objekt* Zieladresse in der Master-SPS (PLC), an der die neu eingelesenen Informationen jedes Geräts gespeichert werden.
RD Slave-Ref.** Quelladressindex im Slave/dezentralen Gerät
Beispiel
1500 ms
64 ms
%MW10
Das Format dieses Werts ist von der Slave-Syntax abhängig:
Index: 5
Modbus: 400006
IEC 0: %MW5
IEC 1: %MW6
RD-Länge Anzahl der zu lesenden Wörter 10
In Übereinstimmung mit diesen Beispielen liest das Master-Objekt 140 NOE 771 01 die Daten an der Adresse
192.168.1.100 ab Index 5 und legt diese unter der NOE-Adresse ab %MW10 mit einer Lesegröße von 10 Wörtern ab.
Letzter Wert
(Eingang)
In diesem Feld wird das Verhalten der Eingänge bei einem
Zugriffsfehler in Bezug auf die dezentralen Geräte konfiguriert
(Beispiel: Nicht funktionsfähiges Netzwerk oder
Gerätespannungsversorgung usw.):
Auf 0 setzen: Im Fehlermodus Zurücksetzen auf 0
Letzten beibehalten: Letzten Wert beibehalten
Letzten beibehalten
HINWEIS: Wenn Sie in einem 140 CPU 651 •0
Coprozessor ‚Letzten beibehalten‘ auswählen, können die Eingangsdaten auf 0 zurückfallen, wenn die
Funktionsfähigkeitsbits der
E/A-Abtastung NICHT OKAY sind. Stellen Sie sicher, dass die Funktionsfähigkeitsbits der E/A-Abtastung gültig sind
(OK=1), bevor Sie das
Ethernet-Kabel entfernen, um den letzten Wert zu halten.
WR-Master-Objekt* Quelladresse der Master-SPS (PLC), deren Daten in den Slave bzw. in das dezentrale Gerät geschrieben werden.
Schreibvorgänge werden immer auf der Wortebene durchgeführt.
%MW20
406
33002481 10/2019
Kurztitel des Kapitels
Parameter
WR Slave-Ref.**
Beschreibung
Die Adresse des ersten in den Slave bzw. das dezentrale Gerät geschriebenen Worts.
Beispiel
Das Format dieses Werts ist von der Slave-Syntax abhängig:
Index: 100
Modbus: 400101
IEC 0: %MW100
IEC 1: %MW101
WR-Länge Anzahl der zu schreibenden Wörter
Um die Kompatibilität langsamerer TCP/IP-Netzwerkgeräte
(d. h. Gateways und Bridges) mit dem E/A-Abfragegerät sicherzustellen:
Wählen Sie das Kontrollkästchen aus, um diese Funktion zu
aktivieren. Definiert ein neues Bit und setzt dieses auf den oberen Wert (1).
Heben Sie die Auswahl des Kontrollkästchens auf, um diese
Funktion zu deaktivieren (Standardeinstellung). Definiert ein neues Bit und setzt dieses auf Null (0).
1
In Übereinstimmung mit diesen Beispielen schreibt das Master-Objekt 140 NOE 771 01 die Daten an der Adresse
%MW20 in die Slave-Adresse 192.168.1.100 ab Index 100 und legt diese unter der NOE-Adresse ab %MW5 mit einer
Schreibgröße von 1 Wort ab.
Gateway/Bridge-
Gerät
Beschreibung Zusätzliche Informationen
*Master bezeichnet die Client-SPS (PLC), die die Anforderung ausgibt.
**Slave bezeichnet den Server, aus dem die Daten ausgelesen oder in den die Daten geschrieben werden.
HINWEIS: Weitere Informationen finden Sie unter Kontextmenü für
Kopieren/Ausschneiden/Einfügen (
siehe Seite 226
HINWEIS: Siehe weitere Informationen zur E/A-Abfrage mit mehreren Zeilen (
siehe Seite 228
33002481 10/2019
407
Kurztitel des Kapitels
Generierung und Download des Konfigurationsprogramms
Generieren des Programms
Als Nächstes müssen Sie das gesamte Programm generieren, bevor Sie es in die SPS herunterladen können. Wählen Sie dazu Generieren/Gesamtes Projekt generieren in der
Symbolleiste am unteren Fensterrand aus (siehe nachstehend). Bei erfolgreicher Generierung wird die Meldung Prozess erfolgreich abgeschlossen nach Abschluss des Programms angezeigt.
Verbindungsoptionen
Um das Konfigurationsprogramm ausführen zu können, muss es zunächst in die SPS herunter geladen werden. Vor dem Download des Programms muss die SPS mit dem PC verbunden werden, auf dem die Software Control Expert installiert ist. Die Verbindung kann über ein
Kommunikationsnetzwerk wie Ethernet, USB, Modbus oder Modbus Plus hergestellt werden. In den folgenden Beispielen werden eine USB- und eine Modbus-Verkabelung beschrieben.
Verbindung von PC und SPS über ein USB-Kabel
Gehen Sie vor wie folgt, um PC und SPS über USB miteinander zu verbinden:
Schritt
1
2
Aktion
Stellen Sie sicher, dass das Quantum-System eingeschaltet ist.
Verbinden Sie die SPS über ein USB-Kabel mit dem PC.
408
33002481 10/2019
Schritt
3
Kurztitel des Kapitels
Aktion
Klicken Sie auf dem PC auf die Registerkarte SPS/Adresse festlegen in Control Expert, um das
Dialogfeld „Adresse festlegen“ aufzurufen.
6
7
4
5
Wählen Sie USB im Feld „Medien“ aus.
Lassen Sie das Feld der SPS-Adresse leer.
Klicken Sie auf OK.
Fahren Sie mit dem Download und der Ausführung des Konfigurationsprogramms
Verbindung von PC und SPS über ein Modbus-Kabel
Gehen Sie vor wie folgt, um PC und SPS über Modbus miteinander zu verbinden:
Schritt
1
2
3
Aktion
Stellen Sie sicher, dass das Quantum-System eingeschaltet ist.
Verbinden Sie die SPS über ein Modbus-Kabel mit dem PC.
Klicken Sie auf dem PC auf die Registerkarte Control ExpertSPS/Adresse festlegen in , um das
Dialogfeld „Adresse festlegen“ aufzurufen.
33002481 10/2019
409
Kurztitel des Kapitels
Schritt
4
5
6
7
Aktion
Wählen Sie MODBUS01 im Feld „Medien“ aus.
Geben Sie die Modbus-Adresse im Feld der SPS-Adresse ein (Standardadresse ist 1).
Hinweis: Sie können auch die Tastatur am Modul 140 CPU 651 50 verwenden, um die Modbus-
Adresse einzugeben bzw. zu ändern.
Klicken Sie auf OK.
Fahren Sie mit dem Download und der Ausführung des Konfigurationsprogramms fort (siehe unten).
Herunterladen und Ausführen des Konfigurationsprogramms
Sobald PC und SPS physische miteinander verbunden sind (Arbeitsschritte oben), kann das E/A-
Abfrageprogramm in die SPS heruntergeladen werden:
Schritt
1
2
Aktion
Wählen Sie auf dem PC SPS/Verbinden im Fenster „Control Expert“ aus.
Klicken Sie auf die Registerkarte SPS/Projekt an SPS übertragen, um das gleichnamige
Dialogfeld aufzurufen.
3
4
Klicken Sie auf die Schaltfläche Übertragen, um das Programm in die SPS herunterzuladen.
Klicken Sie im Bestätigungsfenster auf OK.
410
5 Klicken Sie auf Ausführen in der Symbolleiste am oberen Rand des Control Expert-Fensters, um das Programm zu starten.
33002481 10/2019
Kurztitel des Kapitels
Diagnostizieren des Ethernet-Moduls mit dem Webserver
Auf einen Blick
Ethernet-Module des Typs Quantum haben einen eingebetteten Webserver, der Webseiten für die
Diagnose von Ethernet-Moduldiensten, wie z. B. Statistiken, E/A-Abfragen, Messaging, global
Daten usw. zur Verfügung stellt. Der Zugriff auf die Webseiten des Ethernet-Moduls erfolgt über die Eingabe der IP-Adresse des Moduls im Webbrowser. Für die Anzeige der Startseite ist kein
Passwort erforderlich. Ausgehend von der NOE-Startseite können Sie auf die Seiten zur
Überwachung, Diagnose und Konfiguration zugreifen.
Es ist außerdem möglich die LED-Anzeige zur Diagnose von Problemen zu verwenden. Weitere
Informationen zur LED-Anzeige des Moduls finden Sie im Benutzerhandbuch – Quantum NOE
771xx Ethernet-Module .
Zugang zur Webseite des Ethernet-Moduls
Um auf die Webseite des Moduls NOE 771 01 zuzugreifen, gehen Sie wie folgt vor:
Schritte
1
2
Aktion
Starten Sie auf dem PC einen Webbrowser, wie z. B. Internet Explorer.
Geben Sie im Adressfeld des Browsers die aktuelle IP-Adresse des Moduls
NOE 771 01 ein, um die Startseite des Moduls NOE aufzurufen.
33002481 10/2019
3
4
Klicken Sie auf die Registerkarte Diagnose.
Geben Sie einen Benutzernamen und ein Passwort ein (der Standartwert für beide ist USER).
Hinweis: Fragen Sie bei Ihrem Systemadministrator nach, ob der
Benutzername und das Passwort geändert wurden.
411
Kurztitel des Kapitels
Schritte
5
Aktion
Klicken Sie auf OK, um die Webseite für die NOE-Diagnose aufzurufen.
6 Klicken Sie auf den Link E/A-Abfrage in der linken Fensterhälfte, um auf die
Webseite zur Diagnose der E/A-Abfrage zuzugreifen.
412
33002481 10/2019
Quantum mit EcoStruxure™ Control Expert
Glossar
33002481 10/2019
Glossar
A
ACK
Acknowledgement
Adresse
In einem Netzwerk die Identifikation einer Station. In einem Datenrahmen eine Bitgruppe, die die
Quelle oder das Ziel des Rahmens identifiziert.
API
Application Program Interface (Anwenderprogramm-Schnittstelle) Von einem Programmmodul verwendete Funktions- und Datenspezifikation, um auf ein anderes Modul zuzugreifen,
Programmier-Schnittstelle, die der Grenze zwischen den Protokollschichten entspricht.
ARP
Adressverarbeitungs-Protokoll Ein Netzwerkebenen-Protokoll, das zur Bestimmung der physikalischen Adresse verwendet wird, die der IP-Adresse eines Netzwerk-Hosts entspricht. ARP ist ein Teilprotokoll, das unter TCP/IP arbeitet.
ASN.1
Abstract Syntax Notation. Eine zur Definition eines Protokolls (OSI Scope) verwendete
Grammatik.
B
Bit/s
Bits pro Sekunde
BOOTP
BOOTstrap Protokoll. Ein bei der Inbetriebnahme verwendetes Protokoll, das zum Holen einer IP-
Adresse dient, die von einem BOOTP-Server geliefert wird und die aus der MAC-Adresse des
Moduls abgeleitet wird.
Brandmauer
Eine Gateway, die den Zugang zu einem Netzwerk oder einer Anwendung steuert.
Bridge
Eine Einrichtung, die zwei oder mehr physikalische Netzwerke mit demselben Protokoll miteinander verbindet. Eine Bridge liest Rahmen und entscheidet aufgrund ihrer Zieladresse, ob diese zu senden oder zu blockieren sind.
BSP
Board Support Package (Karten-Optimierungspaket). Ein Softwarepaket, das der Adaptation eines bestimmten Echtzeitsystems (RTOS0) an die entsprechende Hardware dient.
33002481 10/2019
413
Glossar
C
Client
Ein Rechnerprozess, der Leistungen anderer Rechnerprozesse abfragt
D
DHCP
Dynamic Host Configuration Protocol. Eine verbesserte Version von BOOTP.
DHCP-Client
Host im Netzwerk, der seine Konfiguration von einem DHCP-Server erhält.
DHCP-Server
Server, der die Konfigurationsparameter an einen DHCP-Client liefert.
DNS
DNS-System Ein TCP/IP-Protokoll, das zum Auffinden von IP-Adressen aus Hostnamen verwendet wird.
E
E/A-Abfrageliste
Eine Konfigurationstabelle, die die Ziele mit wiederholter Kommunikation identifiziert, ist zulässig.
E/A-Bestückung
Zone im SPS-Konfigurationsspeicher, die für die Bestückung von Eingangs- und Ausgangs punkten verwendet wird. Wurde zuvor Trafic Cop genannt.
E/A-Scanner
Softwarekomponente, die Ethernet-basierende Momentum E/A verwaltet, um Eingänge zu erhalten und Ausgänge festzulegen.
E/A-Station
Eine oder zwei dezentrale E/A-Kanäle (je nach Systemtyp) mit einer festen Anzahl an E/A-Punkten
E/A-Verwaltung
Ein Verfahren, das der Prozessor befolgt, um Eingänge zu überwachen und Ausgänge zu steuern.
elektromagnetischen Feldes
Eine logische Gruppe aufeinanderfolgender Bits, die einen Datentyp, wie den Start oder das Ende einer Nachricht, eine Adresse, Daten oder einen Fehlertest übertragen.
414
33002481 10/2019
Glossar
F
FactoryCast
Ein eingebetteter Web-Server, der vom Anwender eingestellt werden kann und ihm Zugang zu
SPS-Diagnosen und zur Ethernet-Konfiguration bietet.
Frame
Eine Bitgruppe, die einen binären Datenblock darstellt. Frames enthalten Informationen für die
Netzwerksteuerung oder Daten. Die Größe und Zusammenstellung eines Rahmens wird durch die verwendete Netzwerk-Technologie bestimmt.
FTP
File Transfer Protocol. Das Protokoll (über TCP), das verwendet wird, um eine Datei aus einer dezentralen Steuerung auszulesen oder in sie zu schreiben (die FTP-Serverseite).
G
Gateway
Eine Einrichtung, die Netzwerke mit verschiedenen Netzwerkarchitekturen miteinander verbindet und auf der Anwendungsebene agiert. Diese Bezeichnung kann sich auf einen Router beziehen.
Globale Daten (Publish/Subscribe)
Service der Inter-SPS-Synchronisierung (gemeinsam genutzte Datenbanken).
H
half duplex
(HDX) Eine Datenübertragungsmethode, die in zwei Richtungen kommunizieren kann, aber nur in eine Richtung gleichzeitig.
Host
Ein Netzwerk-Teilnehmer
Host-Name
Ein DNS-Name für einen bestimmten Rechner eines Netzwerks, wird zur Adressierung dieses
Rechners verwendet.
HTTP
Ein DNS-Name für einen bestimmten Rechner eines Netzwerks, wird zur Adressierung dieses
Rechners verwendet.
I
ICMP
Internet Control Message Protocol Ein TCP/IP-Protokoll, das zur Übertragung von Fehlern in
Datagramm-Sendungen verwendet wird.
33002481 10/2019
415
Glossar
Internet
Globale Verbindung bestehend aus TCP/IP-gestützten Rechner-Kommunikations-Netzwerken.
IP
Internet Protocol. Ein gängiges Netzwerkschichten-Protokoll IP wird meistens in Verbindung mit
TCP eingesetzt.
IP-Adresse
Internet-Protokoll-Adresse Den Hosts über TCP/IP zugeordnete 32-Bit-Adresse
K
Konzentrator (Hub)
Eine Einrichtung, die an eine Serie flexibler und zentralisierter Module angeschlossen werden kann, um ein Netzwerk aufzubauen.
M
MAC-Adresse
Media Access Control-Adresse. Hardware-Adresse eines Gerätes. Eine MAC-Adresse wird einem
Ethernet-TCP/IP-Modul werkseitig zugewiesen.
MBAP
Modbus Application Protocol
MBP_MSTR
Ein spezieller Masterbefehl, der zum Lesen und Schreiben von Rechnerdaten Ladder Logic verwendet.
MIB
Management Information Base. Datenbank, welche die Konfiguration eines SNMP-fähigen
Gerätes enthält.
Modbus
Ein Kommunikationssystem, das Modbus-SPS-Systeme mit intelligenten Terminals und Rechnern
über gängige Träger oder dedizierte Leitungen verbindet.
N
NACK
Negative Bestätigung, die einen Fehler anzeigt.
NDDS
Network Data Delivery Services.
NetLink
Der logische Name eines Netzwerks.
416
33002481 10/2019
Glossar
Netzwerk
Miteinander verbundene Geräte mit gemeinsamem Datenpfad und Kommunikationsprotokoll.
NTP-
Network Time Protocol. Ein Protokoll, mit dem die Uhrzeit eines Client oder Servers mit der Uhrzeit auf einem anderen Server oder aus einer Bezugszeitquelle, wie einem Satellitenempfänger, synchronisiert wird.
O
OIT / OID
Objekt-Information Wahr / Objekt-ID (identifiziert die OIT), enthalten Datenbanken für die
Verwaltung von SNMP (MIBs).
OSI-Modell
Open System Interconnection model. Ein Referenzstandard, der die erforderliche Leistung eines
Gerätes für den Datenaustausch beschreibt. Er wird von der International Standards Organization
(ISO) herausgegeben.
P
Paket
Dateneinheit, die über ein Netzwerk versendet wird.
Peer Cop
Software, die es Ihnen ermöglicht, Datenblocks zu konfigurieren, die zwischen den SPS eines
Modbus Plus-Netzwerks übertragen werden.
PING
Packet Internet Groper. Ein Testprogramm, über das festgestellt werden kann, ob ein Netzwerkziel erreicht werden kann.
Port
Ein Zugang für die Dateneingabe oder -ausgabe in einem Host unter Verwendung von TCP-
Diensten.
Protokoll
Beschreibt Nachrichtenformate und einen Satz Regeln, die von zwei oder mehr Geräten zur
Kommunikation unter Einsatz dieser Formate verwendet werden.
R
Rahmentypen
Zwei gängige Rahmentypen sind Ethernet II und IEEE 802.3.
33002481 10/2019
417
Glossar
Repeater
Ein Gerät, das zwei Sektionen eines Netzwerks miteinander verbindet und Signale zwischen ihnen
überträgt, ohne Routen festzulegen oder Pakete zu filtern.
RFC
Request For Comment. Ein durch eine Nummer in der Internet-Welt gekennzeichnetes Papier. Sie definieren den Stand der Technik hinsichtlich Internet-Protokolle (geleitet durch die IETF = Internet
Engineering Task Force)http://www.ietf.org
Router
Ein Gerät, das zwei oder mehr Sektionen eines Netzwerks miteinander verbindet und den
Informationsfluss zwischen ihnen ermöglicht. Ein Router prüft jedes empfangene Paket und entscheidet, ob das Paket vom Rest des Netzwerks ferngehalten oder übertragen werden soll. Der
Router versucht, das Paket über den effizientesten Pfad des Netzwerks zu versenden.
S
Schicht
Im OSI-Modell ein Teil einer Gerätestruktur, der definierte Dienste für den Datenaustausch gewährleistet.
Server
Bietet Leistungen für Clients. Dieser Begriff kann sich auch auf den Rechner beziehen, auf dem der Dienst sich befindet.
SMTP-
Simple Mail Transfer Protocol. Gängiges Protokoll für die Übertragung von E-Mail-Nachrichten.
SNMP
Simple Network Management Protocol.
Socket
Assoziation eines Ports mit einer IP-Adresse, dient zur Identifikation eines Senders oder eines
Empfängers.
SPS
Programmable Logic Controller (Speicherprogrammierbare Steuerung)
Stackregister
Softwarecode, der das verwendete Protokoll implementiert. Im Falle der NOE-Module handelt es sich um TCP/IP.
Standard-Gateway
Die IP-Adresse des Netzwerks oder des Host, an das/den alle Pakete, die an ein unbekanntes
Netzwerk/Host adressiert sind, gesandt werden. Die Standard-Gateway ist im allgemeinen ein
Router o.ä.
418
33002481 10/2019
Glossar
STP
Geschirmtes, paarweise verdrilltes Kabel. Ein Kabeltyp, der aus verschiedenen foliengeschirmten und paarweise verdrillten Kabelsträngen besteht.
Subnetzmaske
Eine Bitmaske, die verwendet wird, um zu ermitteln oder zu bestimmen, welche Bits in einer IP-
Adresse der Netzwerkadresse entsprechen und welche Bits den Teilnetzabschnitten der Adresse entsprechen. Die Subnetzmaske ist die Netzwerkadresse plus der Bits, die für die Identifikation des Subnetzwerks reserviert sind.
Switch
Ein Netzwerkgerät, das zwei oder mehr getrennte Netzwerksegmente miteinander verbindet und die Übertragung über diese Segmente ermöglicht. Ein Switch bestimmt, ob ein Rahmen je nach seiner Zieladresse blockiert oder übertragen werden soll.
T
TCP
Transmission Control Protocol (Transmissions-Steuerprotokoll)
TCP / IP
Eine Protokollfolge, die aus dem Übertragungs-Steuerprotokoll und dem Internet-Protokoll besteht, Folge der Kommunikationsprotokolle, auf denen Internet basiert.
Teilnehmer
Ein adressierbares Gerät in einem Kommunikationsnetzwerk.
Teilnetz
Ein physikalisches oder logisches Netzwerk in einem IP-Netzwerk, das eine Netzwerkadresse mit anderen Teilen des Netzwerks teilt.
Transparent Factory
Transparent Factory ist eine Initiative von Schneider Electric, um die Internet-Technologien in den
Betriebsstätten einzuführen und um so die Produkte von Schneider "informationsfähig" zu mache.
Auf diese Weise wird ein "transparenter" Zugang zu Betriebsdaten des Werks über offene
Netzwerke mit offenen Tools errichtet. Durch die Vernetzung mit Produkten anderer Hersteller für einen ähnlichen Zugriff können die Kunden verbesserte Verfahren für die Überwachung und
Steuerung von Fertigungsprozessen zu günstigeren Preisen erwarten.
Transparent Ready
Eine Produktlinie von Schneider Electric, die auf universellen Ethernet TCP/IP- und Web-
Technologien beruht. Diese Produkte der industriellen Automatisierung (Warenzeichen
"Telemecanique") und der Stromverteilung (Warenzeichen Merlin Gerin) können ohne
Schnittstellen in Systeme zur gemeinsamen Datennutzung in Echtzeit integriert werden. Die
Produktlinie umfasst Feldsensoren und -aktoren (einfache oder intelligente), Steuerungen und
SPS, HMI-Anwendungen sowie spezielle Gateways und Server.
33002481 10/2019
419
Glossar
U
UDP
User Datagram Protocol. Ein Protokoll, das Daten über IP überträgt.
Uni-Te
Vereinheitlichtes Telemecanique-Anwendungsprotokoll (verwendet in den SPS-Serien S7,
Premium und Micro).
Unterstützung
Im Rahmen der Netzwerkkommunikation: Bestehende Komponenten (SPS-Produkte etc.), die keine spezielle (Hardware-) Unterstützung für Control Intranet bieten.
URL
Uniform Resource Locator. Netzwerk-Adresse einer Datei.
UTP
Unshielded Twisted Pair (ungeschirmtes, verdrilltes Kabel). Kabeltyp, bestehend aus isolierten
Kabelsträngen, die paarweise verdrillt sind.
W
Web
Weltweite Verbindung zwischen Stationen auf der Basis von Internet-Protokollen. Das bekannteste ist HTTP (Web-Server).
WWW
World Wide Web. Hypertext-gestütztes Ferndatensystem, in dem Clients und Server frei zur
Verfügung stehen
Z
Zyklischer Datenaustausch
Gewährleistet den Datentransfer zwischen zwei oder mehr NOE 771 xx-SPS-Systemen in einem
TCP/IP-Netzwerk.
420
33002481 10/2019
Quantum mit EcoStruxure™ Control Expert
Index
33002481 10/2019
Index
0-9
10/100BASE-T
Kabellängen,
100BASE-FX
Kabellängen,
10BASE-T
Kabeloptionen,
140 NOE 771 01
140CPU65160,
140CPU651x0
Konfiguration der E/A-Abfrage,
140CPU65150,
Abfrageunterschied von 140NOE77101,
140NOE771•• auf 140NOC771•• Übertra gung
gung
140NOE77100,
140NOE77101,
140NOE771•• bis 140NOC771•• Übertra -
Abfrageunterschied von 140CPU651x0,
140NOE77110,
140NOE77111,
A
Abfragen
Unterschiede von 140CPU651x0 und
140NOE77101,
Adress-Server,
Advantys,
Ändern der Modbus Plus-Adresse
Operation 17,
33002481 10/2019
B
Bandbreitenüberwachung,
Betriebsarten,
C
Control Expert
DTM-Container,
CREAD_REG,
CWRITE_REG,
D
Datenübertragung
Diagnose (Webseite)
Diagnose von Hot Standby,
Dienste
140NOE77100,
140NOE77101,
140NOE77110,
140NOE77111,
Adress-Server,
,
E/A-Verwalter,
Eingebettete Webseiten,
Elektronische SMTP-E-Mail-Benachrich -
421
Index
SNMP,
Globale Daten,
Integrierte Webseiten,
Modbus-Nachrichtenaustausch,
NTP-Zeitsynchronisierung,
DTM-Container,
E
E-A-Abfrage
Abfrageunterschiede von 140CPU651x0
E/A-Abfrage,
140NOE771•• auf 140NOC771•• Übertra gung,
140NOE771•• bis 140NOC771•• Übertra gung,
Konfiguration für 140 NOE 771 01,
Konfiguration für Quantum,
E/A-Scanner,
E/A-Verwalter,
Einschränkung,
Eigenschaften (Webseite)
Eingebettete Webseiten,
Elektronische E-Mail-Benachrichtigung,
Elektronische SMTP-E-Mail-Benachrichti -
Ethernet-Geräte (Installation)
140NOE77100,
140NOE77101,
140NOE77110,
140NOE77111,
Ethernet-Geräte (Konfiguration)
140NOE77100,
140NOE77101,
140NOE77110,
140NOE77111,
422
F
FTP/TFTP-Dienste
Aktivieren/Deaktivieren,
G
Globale Daten,
H
Hot Standby,
Hot Standby
Diagnose,
HTTP-Dienste
Aktivieren/Deaktivieren,
I
Integrierte Webseiten,
IP-Adressen,
K
Kenndaten
Ethernet-Module,
Kommunikationsblöcke für die Datenübertra gung
Konfigurieren von Ethernet-Geräten,
L
lokale Clients,
M
MBAP,
33002481 10/2019
MBP_MSTR,
Menüs
High-End-CPUs,
,
Modi,
N
Netzwerkeffekte einer Hot Standby-Lösung,
,
P
PRA
Control Expert,
Q
Quantum
Abfrageunterschiede von 140CPU651x0
Diagnose (Webseite),
Eigenschaften (Webseite),
R
READ_REG,
S
,
T
TCP_IP_ADDR,
Test auf doppelte IP-Adressen,
33002481 10/2019
V
Verwaltete Variablen,
W
Wartung von Ethernet-Modulen,
Webseiten,
Integriert,
WRITE_REG,
Z
Zeitsynchronisierung,
Index
423
Index
424
33002481 10/2019
Downloaden
Advertentie