Beschreibung der Funktionen
SMTP-Server
Eine der Hauptfunktionen der 602LAN SUITE ist das direkte Versenden und Empfangen von Mails mit dem SMTP-
Protokoll. 602LAN SUITE kann direkt als Mail-Server für das Internet arbeiten, ohne einen entsprechenden Dienst des Internetanbieters zu benötigen. Mit dieser Methode liefert der Server Mails aus dem Internet direkt an die
Benutzerpostfächer. Zusätzlich überwacht er den Port, der für das SMTP-Protokoll belegt ist (standardmäßig Port
25). Wenn eine Mail ankommt, handhabt der Server alles Weitere. Sie können zusätzlich für den SMTP-Server SSL einrichten, um eine sichere Kommunikation zwischen Server und Client zu gewährleisten.
POP3-Server
602LAN SUITE arbeitet als POP3-Server mit optionaler SSL-Verschlüsselung , um Zugriff auf die Mails in den
Benutzerpostfächern von einem Mail-Programm zu ermöglichehn. Es können beliebige Mail-Programme unter
Windows, MacOS oder Linux verwendet werden, beispielsweise Microsoft Exchange, Outlook Express, Netscape
Messenger, Eudora, KMail oder Evolution. Für die sichere Kommunikation zwischen Server und Client können Sie für den POP3-Server eine SSL-Verschlüsselung einrichten.
Webmail-Client
Der Webmail-Client macht die Benutzerpostfächer über einen beliebigen Webbrowser zugänglich. Die gesamte
Kommunikation zwischen dem Browser und dem 602LAN SUITE-Server wird dabei über das HTTP- oder verschlüsselt über das HTTPS-Protokoll gehandhabt.
Faxserver
Der Faxserver funktioniert mit Hilfe eines TAPI- (Faxmodem) bzw. CAPI-Geräts (ISDN). Eingehende Faxe werden anhand der Fax-IDs, die unter "Benutzer/Eigenschaften" angegeben werden, an die entsprechenden Benutzerpostfächer weitergeleitet. Faxe, die nicht zugeordnet werden können, werden an jeden Benutzer weitergeleitet, für den "Nicht zugeordnete Faxe an Benutzer weiterleiten" angewählt ist.
Firewall
Die Firewall schützt den Computer, auf dem 602LAN SUITE läuft, und das gesamte lokale Netzwerk (LAN) gegen unautorisierte TCP/IP-Verbindungen. Die Firewall von 602LAN SUITE basiert auf Regeln, die in Sets zusammengefasst werden. Wenn keine Regeln definiert sind, werden alle TCP/IP-Verbindungen abgewiesen.
NAT
NAT steht für Network Address Translation. Die Idee hinter NAT ist, den IP-Header umzuschreiben und die numerische Adresse durch eine andere zu ersetzen. NAT erlaubt einem einzelnen Dienst, wie z.B. den PC auf dem
602LAN SUITE installiert ist, als Verbindung zwischen dem Internet und dem lokalen (oder privaten) Netzwerk zu agieren. Das bedeutet, dass nur eine einzige IP-Adresse benötigt wird um eine ganze Reihe von PCs zu bedienen.
SOCKS
SOCKS wurde ursprünglich von David Koblas entwickelt und später zu seiner jetzigen Form (Version 5) verändert und erweitert. Es ist ein Protokoll, das TCP-Anfragen auf dem Computer über die Firewall leitet, damit Benutzer-
Anwendungen auf transparente Weise die Firewall passieren können. Dieses Protokoll ist unabhängig von den
Anwendungsprotokollen und kann daher für viele Dienste, wie Telnet, FTP, Gopher, WWW usw. verwendet werden.
Der Server überträgt Daten zwischen Client und Server mit einer minimalen CPU-Belastung. Da SOCKS nicht auf
Anwendungsprotokoll-Ebene arbeitet, kann es leicht mit Protokollen verwendet werden, die ihre Datenübertragung verschlüsseln.
Proxy
Ein Proxy hat den Vorteil, dass nur eine IP-Adresse benötigt wird, um das gesamte lokale Netzwerk mit dem Internet zu verbinden ohne dass ein Hardware-Router benötigt wird. Der Proxy von 602LAN SUITE bietet Caches für die verschiedenen unterstützten Protokolle. Das Client-Programm muss die Kommunikation über einen Proxy unterstützen. Der Proxy von 602LAN SUITE unterstützt HTTP/HTTPS/HTTP-FTP, FTP, SOCKS, Telnet,
RealAudio und HTTP-Caching. 602LAN SUITE unterstützt einen sekundären Proxy- oder Cache-Server (nur
HTTP/HTTPS/HTTP-FTP), der seine Daten über einen weiteren Proxy/Cache-Server erhält, der zum Beispiel beim
Internetanbieter untergebracht sein kann.
602LAN SUITE 2004 Handbuch © 2003-2004 H&P Seite 6/81